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Bei ausserbuchlichem Eigentumsübergang kann die Gemeinde die berichtigende (deklaratorische) Eintragung im Grundbuch anmelden; die Gemeindeverfügung/Anmeldung hat deklaratorische Wirkung und berichtigt den Grundbucheintrag.
“2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band II, 5. Aufl. 2024, Art. 109/110 N. 20). Die Wahrheit und Vollständigkeit des Grundbuchs verlangen zwar, dass auch solche ausserbuchlichen Änderungen ersichtlich gemacht werden (Aldo Zaugg, Die Auswirkungen der bernischen Bau- und Planungsgesetzgebung auf die Grundbuchführung, in BVR 1976 S. 44 ff., 45, 60). Entsprechend sieht Art. 109 Abs. 2 BauG vor, dass die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse gegenüber den bisherigen Eigentümerinnen und Eigentümern verfügt und zur Eintragung im Grundbuch anmeldet, sobald die Verfügung zur Eigentumsfeststellung rechtskräftig ist. Diese Anmeldung hat indessen lediglich deklaratorische Wirkung und bezweckt, den bestehenden Grundbucheintrag zu berichtigten (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 109/110 N. 22; VGE 19916 vom 9.2.1998 E. 2c/bb; zum sog. relativen Eintragungsprinzip Schmid/Hürlimann-Kaupp, Sachenrecht, 6. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2022, N. 576 ff.; Jürg Schmid, in Basler Kommentar, 6. Aufl. 2019, Art. 971 ZGB N. 10). Die Eigentumsverhältnisse an der betroffenen Erschliessungsanlage vor dem ausserbuchlichen Eigentumsübergang sind dabei unbeachtlich (vgl. VGE 2012/274 vom 19.11.2013 E. 5.3.2). Dass es sich bei der Parzelle Nr. 3________ um ein Anmerkungsgrundstück handelt, steht einem gesetzlichen Eigentumsübergang nach Art. 109 Abs. 2 BauG somit nicht entgegen (vgl. auch VGE 2010/150 vom 9.8.2010 E. 3.5.2). 5. 5.1 Weiter erachten die Beschwerdeführenden Art. 109 Abs. 2 BauG als nicht einschlägig, weil die Strassenparzelle Nr. 3________ keine Detailerschliessungsanlage sei, sondern eine auf einem Privatgrundstück errichtete Privatstrasse (Beschwerde S. 6). Die Vorinstanz hat demgegenüber erwogen, das «M.________» erschliesse mehrere Grundstücke und verbinde diese mit den Hauptsträngen des Erschliessungsnetzes. Es handle sich daher nicht um eine private Hauszufahrt, sondern um eine Detailerschliessungsstrasse (angefochtener Entscheid E. 9.2). 5.2 Das Baugesetz unterscheidet je nach Funktion im Erschliessungsnetz zwischen den Basiserschliessungsanlagen, die aus den Hauptsträngen der Erschliessungsanlage und den zugehörigen Einrichtungen bestehen (Art.”
Ist das Registerprinzip im Urteil festgelegt, verhindert eine Lücke in der Grundbucheintragung den Erwerb einer Servitut durch Gewohnheitsgebrauch; die Eintragung im Grundbuch ist zwingend, und Gewohnheitsnutzung auf nicht eingetragenem Grund schafft keine Servitut.
“3 S’agissant d’abord du classement implicite invoqué par M.V.________, il faut relever, avec le recourant, que l’ordonnance contestée ne traite pas de l’infraction de menaces le concernant, alors que le Ministère public a ouvert une instruction pénale contre les deux prévenus « pour avoir menacé H.________ et R.________, le 16.07.2020, à Ecublens ». Cela étant, le recourant, à supposer qu’il ait un intérêt à recourir sur ce point, n’a pris aucune conclusion formelle à cet égard. Peu importe toutefois, vu les éléments exposés ci-après. 2.4 En l’espèce, le procureur fonde l’illicéité et le comportement fautif des agissements des prévenus sur « l’empêchement de l’exercice d’une servitude de passage tacite depuis des temps immémoriaux ». Or, avec les recourants, il faut retenir que la servitude de passage tacite n’est pas reconnue en droit suisse. L'inscription au registre foncier est nécessaire pour la constitution d'une servitude (art. 731 al. 1 CC). Selon l'art. 971 al. 1 CC, applicable par renvoi de l'art. 731 al. 2 CC, une servitude n'existe comme droit réel que si cette inscription a eu lieu (principe de l'effet négatif du registre foncier ; ATF 135 III 496 consid. 4.1 et les références citées). A l’inverse, selon la doctrine, une servitude ne peut pas prendre naissance uniquement parce qu’elle est exercée depuis des temps immémoriaux sur un fonds immatriculé dont le propriétaire est inscrit et connu (Argul, in Pichonnaz et al. [éd.], Commentaire romand, Code civil II, Bâle 2016, [cité ci-après : Argul, CR-CC II], n. 13 ad art. 731, dans le même sens n. 4 in fine, question laissée ouverte par le TF in ATF 104 II 302, JdT 1980 I 550). Les intimés estiment avoir acquis la servitude de passage en question par prescription extraordinaire au sens de l’art. 662 CC. Cet argument ne résiste toutefois pas à l’examen. Comme déjà indiqué ci-dessus, une servitude ne peut prendre naissance uniquement parce qu’elle est exercée depuis des temps immémoriaux sur un fonds immatriculé dont le propriétaire est inscrit et connu.”
Bei Eintragungswirkung gilt die frühere privatrechtliche Eigentumslage an Erschliessungsanlagen als unbeachtlich.
“2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band II, 5. Aufl. 2024, Art. 109/110 N. 20). Die Wahrheit und Vollständigkeit des Grundbuchs verlangen zwar, dass auch solche ausserbuchlichen Änderungen ersichtlich gemacht werden (Aldo Zaugg, Die Auswirkungen der bernischen Bau- und Planungsgesetzgebung auf die Grundbuchführung, in BVR 1976 S. 44 ff., 45, 60). Entsprechend sieht Art. 109 Abs. 2 BauG vor, dass die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse gegenüber den bisherigen Eigentümerinnen und Eigentümern verfügt und zur Eintragung im Grundbuch anmeldet, sobald die Verfügung zur Eigentumsfeststellung rechtskräftig ist. Diese Anmeldung hat indessen lediglich deklaratorische Wirkung und bezweckt, den bestehenden Grundbucheintrag zu berichtigten (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 109/110 N. 22; VGE 19916 vom 9.2.1998 E. 2c/bb; zum sog. relativen Eintragungsprinzip Schmid/Hürlimann-Kaupp, Sachenrecht, 6. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2022, N. 576 ff.; Jürg Schmid, in Basler Kommentar, 6. Aufl. 2019, Art. 971 ZGB N. 10). Die Eigentumsverhältnisse an der betroffenen Erschliessungsanlage vor dem ausserbuchlichen Eigentumsübergang sind dabei unbeachtlich (vgl. VGE 2012/274 vom 19.11.2013 E. 5.3.2). Dass es sich bei der Parzelle Nr. 3________ um ein Anmerkungsgrundstück handelt, steht einem gesetzlichen Eigentumsübergang nach Art. 109 Abs. 2 BauG somit nicht entgegen (vgl. auch VGE 2010/150 vom 9.8.2010 E. 3.5.2). 5. 5.1 Weiter erachten die Beschwerdeführenden Art. 109 Abs. 2 BauG als nicht einschlägig, weil die Strassenparzelle Nr. 3________ keine Detailerschliessungsanlage sei, sondern eine auf einem Privatgrundstück errichtete Privatstrasse (Beschwerde S. 6). Die Vorinstanz hat demgegenüber erwogen, das «M.________» erschliesse mehrere Grundstücke und verbinde diese mit den Hauptsträngen des Erschliessungsnetzes. Es handle sich daher nicht um eine private Hauszufahrt, sondern um eine Detailerschliessungsstrasse (angefochtener Entscheid E. 9.2). 5.2 Das Baugesetz unterscheidet je nach Funktion im Erschliessungsnetz zwischen den Basiserschliessungsanlagen, die aus den Hauptsträngen der Erschliessungsanlage und den zugehörigen Einrichtungen bestehen (Art.”
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