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In der Praxis wird die Errichtungsurkunde in der Regel öffentlich beurkundet; andernfalls droht die Nichtigkeit der Servitut (praxisbezogener Hinweis).
“L'interprétation objectivée selon le principe de la confiance sera celle d'une personne loyale et raisonnable (ATF 116 II 431 consid. 3a ; ATA/399/2019 du 9 avril 2019 consid. 2). L'interprétation selon le principe de la confiance s'applique aussi aux déclarations de personnes privées (ATA/548/2018 du 5 juin 2018 consid. 4h et les références citées). 6.3 En droit privé, l’art. 730 al. 1 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210) dispose que la servitude est une charge imposée sur un immeuble en faveur d’un autre immeuble et qui oblige le propriétaire du fonds servant à souffrir, de la part du propriétaire du fonds dominant, certains actes d’usage, ou à s’abstenir lui-même d’exercer certains droits inhérents à la propriété. Selon l’art. 731 al. 1 CC, l’inscription au registre foncier est nécessaire pour la constitution des servitudes. Les règles de la propriété son applicables, sauf disposition contraire, à l’acquisition et à l’inscription (art. 731 al. 2 CC). L’acte constitutif d’une servitude n’est valable que s’il a été passé en la forme authentique (art. 732 al. 1 CC). La servitude doit être dessinée sur un extrait de plan du registre foncier lorsque son exercice se limite à une partie de l’immeuble et que le lieu où elle s’exerce n’est pas décrit avec suffisamment de précision dans le titre (art. 732 al. 2 CC). Celui à qui la servitude est due peut prendre toutes les mesures nécessaires pour la conserver et pour en user (art. 737 al. 1 CC). Il est tenu d’exercer son droit de la manière la moins dommageable (art. 737 al. 2 CC). Le propriétaire grevé ne peut en aucune façon empêcher ou rendre plus incommode l’exercice de la servitude (art. 737 al. 3 CC). 6.4 Parmi les restrictions de la propriété foncière, l’art. 680 al. 1 CC prévoit que les restrictions légales de la propriété existent sans qu’il y ait lieu de les inscrire au registre foncier. Elles ne peuvent être supprimées ou modifiées que par un acte authentique et une inscription (art. 680 al. 2 CC). Les restrictions établies dans l’intérêt public ne peuvent être ni modifiées, ni supprimées (art.”
Vor der Revision genügte für bereits errichtete Leitungen die einfache schriftliche Form; eine öffentliche Beurkundung bzw. ein Eintrag ins Grundbuch war nicht erforderlich.
“Vorliegend ist einzig der Durchleitungsvertrag vom 16. Juni 1964 von Bedeutung, da mit diesem die relevante Grunddienstbarkeit, die den Bau der Gemmileitung auf dem Grundstück GB Nr. 2700 erst ermöglichte, im Sinne von Art. 732 Abs. 1 ZGB errichtet wurde. Demgegenüber regeln die beiden anderen Verträge lediglich die für diesen Fall irrelevante Datenübertragung bzw. die Neufestlegung der Entschädigung. Ob diese einer öffentlichen Beurkundung bedurften, spielt demnach keine Rolle. Letzteres kann jedoch für den Durchleitungsvertrag klar verneint werden. Die Beschwerdeführerin lässt Art. 50 SchlT ZGB ausser Acht, nach welchem für das Formerfordernis auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Dienstbarkeitsvertrags abzustellen ist. Vor der Revision des Art. 732 ZGB bedurfte der Vertrag über die Errichtung einer Grunddienstbarkeit zu seiner Gültigkeit lediglich der schriftlichen Form (vgl. aArt. 732 ZGB). Diese ist gegeben. Ausserdem ist ein Grundbucheintrag bei bereits errichteten Leitungen nach wie vor nicht erforderlich (vgl. oben E. 4.4).”
Für Leitungsdienstbarkeiten besteht seit dem 1.1.2012 eine Pflicht zur öffentlichen Beurkundung; für das Übergangsrecht ist auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Dienstbarkeitsvertrags (Errichtungsakts) abzustellen. Bereits vor der Revision errichtete Leitungen/Grunddienstbarkeiten, deren Vertrag vor dem Stichtag in schriftlicher Form abgeschlossen worden war, werden nicht rückwirkend der öffentlichen Beurkundung unterworfen.
“Leitungen zur Versorgung und Entsorgung, die sich ausserhalb des Grundstücks befinden, dem sie dienen, gehören, wo es nicht anders geordnet ist, dem Eigentümer des Werks und zum Werk, von dem sie ausgehen oder dem sie zugeführt werden (Art. 676 Abs. 1 ZGB). Soweit nicht das Nachbarrecht Anwendung findet, erfolgt die dingliche Belastung der fremden Grundstücke mit solchen Leitungen durch die Errichtung einer Dienstbarkeit (Art. 676 Abs. 2 ZGB). Die Dienstbarkeit entsteht mit der Erstellung der Leitung, wenn diese äusserlich wahrnehmbar ist. Andernfalls entsteht sie mit der Eintragung in das Grundbuch (Art. 676 Abs. 3 ZGB). Das Rechtsgeschäft über die Errichtung einer Grunddienstbarkeit bedarf seit dem 1. Januar 2012 zu seiner Gültigkeit der öffentlichen Beurkundung (Art. 732 Abs. 1 ZGB; AS 2011 4637). Art. 732 Abs. 1 ZGB gilt auch für die Errichtung von Leitungsdienstbarkeiten (Ruth Arnet, Neuerungen bei den Dienstbarkeiten, in: Revision des Sachenrechts - ein erster Überblick für Eilige, 2012, S. 7, 9). In übergangsrechtlicher Hinsicht ist für das Formerfordernis auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Dienstbarkeitsvertrags abzustellen (vgl. Art. 50 SchlT ZGB; Arnet, a.a.O., S. 11). Die Plangenehmigungsbehörde hat im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens abzuklären, ob die für den Bau der Anlage notwendigen Dienstbarkeiten eingeräumt worden sind (vgl. Urteil BVGer A-3762/2010 vom 25. Januar 2012 E. 18.4.6).”
“Vorliegend ist einzig der Durchleitungsvertrag vom 16. Juni 1964 von Bedeutung, da mit diesem die relevante Grunddienstbarkeit, die den Bau der Gemmileitung auf dem Grundstück GB Nr. 2700 erst ermöglichte, im Sinne von Art. 732 Abs. 1 ZGB errichtet wurde. Demgegenüber regeln die beiden anderen Verträge lediglich die für diesen Fall irrelevante Datenübertragung bzw. die Neufestlegung der Entschädigung. Ob diese einer öffentlichen Beurkundung bedurften, spielt demnach keine Rolle. Letzteres kann jedoch für den Durchleitungsvertrag klar verneint werden. Die Beschwerdeführerin lässt Art. 50 SchlT ZGB ausser Acht, nach welchem für das Formerfordernis auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Dienstbarkeitsvertrags abzustellen ist. Vor der Revision des Art. 732 ZGB bedurfte der Vertrag über die Errichtung einer Grunddienstbarkeit zu seiner Gültigkeit lediglich der schriftlichen Form (vgl. aArt. 732 ZGB). Diese ist gegeben. Ausserdem ist ein Grundbucheintrag bei bereits errichteten Leitungen nach wie vor nicht erforderlich (vgl. oben E. 4.4).”
Die Ausübung einer Dienstbarkeit kann sich auf einen Teil des berechtigten Grundstücks beschränken; dies lässt sich — namentlich durch Grundbuchbelege — verdeutlichen.
“Die Ausübung einer Dienstbarkeit kann nicht nur auf dem belasteten, son- dern auch auf dem berechtigten Grundstück räumlich beschränkt sein (BGE 114 II 426 E. 2d; 94 II 150 E. 7). Obwohl als berechtigtes Grundstück nur ein Grundstück als Ganzes in Frage kommt, kann die Ausübung einer Dienstbarkeit auf die Befriedigung der Bedürfnisse eines Teils des berechtigten Grundstücks beschränkt werden (BGE 94 II 145 E. 7 m.w.H.), was mittels Grundbuchbelegen verdeutlicht werden kann (BGE 114 II 426 E. 2d). So bestimmt Art. 732 Abs. 2 ZGB, dass, wenn sich die Ausübung einer Dienstbarkeit auf einen Teil des Grund- stücks beschränkt und die örtliche Lage im Rechtsgrundausweis nicht genügend bestimmbar umschrieben ist, diese in einem Auszug des Planes für das Grund- buch zeichnerisch darzustellen ist (BGer 5A_873/2018 v.”
Die Eintragung einer Dienstbarkeit ins Grundbuch setzt ein zuvor gültiges, beurkundetes Verpflichtungsgeschäft bzw. eine vorgängige schriftliche Anmeldung aus dem Verpflichtungsgeschäft voraus.
“216 Abs. 1 OR). Der für den Grundstückkauf geltende Formzwang erstreckt sich allerdings bloss auf Abma- chungen im Rahmen des Kaufvertrags, nicht aber auf sonstige Übereinkünfte, selbst wenn für die Parteien der Bestand der einen Abrede conditio sine qua non für die Zustimmung zur zweiten darstellt (BGE 117 II 259 E. 2b; 113 II 402 E. 2). So sind die werkvertraglichen Vereinbarungen grundsätzlich nicht vom Beurkun- dungszwang erfasst, wenn ein Grundstückkaufvertrag mit einem Werkvertrag ver- knüpft wird (BGE 135 III 295 E. 3 = Pra 2009 Nr. 121; 117 II 259 E. 2b; 113 II 402 E. 2; Urs Fasel, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligatio- nenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 16 zu Art. 216 OR). Auch das Rechtsgeschäft über die Errichtung einer Grunddienstbarkeit (wie z.B. eine Höherbaubeschränkung), bei welcher die Hauptpflicht des Dienstbarkeitsbe- lasteten in einem Dulden oder Unterlassen (Art. 730 ZGB) besteht, bedarf zu sei- ner Gültigkeit der öffentlichen Beurkundung (Art. 732 Abs. 1 ZGB). Zur Errichtung einer Grunddienstbarkeit bedarf es der Eintragung in das Grundbuch (Art. 731 Abs. 1 ZGB), welche eine Anmeldung voraussetzt, die ihrerseits der Schriftform bedarf (Art. 963 Abs. 1 ZGB; Art. 48 Abs. 1 GBV). Gestützt auf das gültige Ver- pflichtungsgeschäft kann der Eintrag der Dienstbarkeit im Grundbuch aber auch gerichtlich durchgesetzt werden (Art. 656 Abs. 2, Art. 665 Abs. 1 ZGB; Etienne Petitpierre, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl., Basel 2023, N 22 zu Art. 731 ZGB). Wenn für den Fall der Nichterfüllung oder der nicht richtigen Erfüllung eines Ver- trages eine Konventionalstrafe versprochen ist, so ist der Gläubiger mangels an- derer Abrede nur berechtigt, entweder die Erfüllung oder die Strafe zu fordern (Art. 160 Abs. 1 OR). Eine Konventionalstrafe kann mit einer Hauptverpflichtung, die der öffentlichen Beurkundung bedarf, verbunden werden. In diesem Fall ist für deren Abschluss ebenfalls die Form der öffentlichen Beurkundung nötig, wenn die Parteien mit dieser Klausel die Hauptleistungspflichten bekräftigen wollen (Peter Gauch/Walter R.”
Ist die Servitut im Grundbuch ohne Lageplan oder mit unzureichender räumlicher Bestimmung eingetragen, genügt dies nicht. Die zuständige Behörde bzw. Kommission kann in einem Auszug des Planes die Assiette bzw. die Servitutslinie zeichnerisch festlegen oder präzisieren, soweit dies erforderlich ist, damit der Bereich der Servitut auch für Dritte hinreichend bestimmbar ist.
“Le souhait du recourant de laisser l'assiette de la servitude de passage indécise et au libre consentement mutuel des parties se heurte à l'art. 732 al. 2 CC, dans sa teneur actuelle entrée en vigueur postérieurement à son inscription au registre foncier, qui exige que la servitude figure sur un plan dans la mesure où il n'est pas possible de la déterminer avec suffisamment de précision à la lumière de la description donnée par le titre (Message concernant la révision du code civil suisse (Cédule hypothécaire de registre et autres modification des droits réels) du 27 juin 2007, FF 2007 p. 5029; arrêt 5A_873/2018 du 19 mars 2020 consid. 4.6). Si l'exercice de la servitude est limité à une partie de l'immeuble grevé, le contrat doit encore préciser l'assiette de la servitude, soit par un plan de géomètre, soit par tout autre moyen suffisant, tel qu'un plan privé ou une description par des mots. Le contenu de la servitude doit de plus être suffisamment clair non seulement pour les parties au contrat constitutif, mais également pour les tiers (arrêt 5A_641/2008 du 8 janvier 2008 consid. 4.1 in RNRF 2009 p. 308 ss). L'art. 732 al. 2 CC a codifié ces principes en précisant que la servitude doit être dessinée sur un extrait de plan du registre foncier lorsque son exercice se limite à une partie de l'immeuble et que le lieu où elle s'exerce n'est pas décrit avec suffisamment de précision dans le titre (cf. ATF 138 III 742 consid. 2.2). En l'occurrence, l'inscription au registre foncier se limite à indiquer l'existence d'un droit de passage, sans autres précisions quant à son tracé. L'acte de vente notarié constitutif de la servitude n'est guère plus précis si ce n'est que le droit de passage s'exerce "sur les art. 205b et 204ba, le long de l'art. 921b, en faveur de l'art. 921b, pour aboutir au chemin communal tendant à Prez-vers-Sivirez". Cela étant, au vu des exigences de l'art. 732 al. 2 CC, on ne saurait reprocher à la Commission de classification d'avoir précisé l'assiette de la servitude de passage litigieuse dans un plan dans le cadre du nouvel état de propriété et des servitudes. Pour le surplus, ni le recourant, ni B.”
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