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Bei widerstrebendem Willen der betreuten oder urteilsunfähigen Person greift statt des Betreuungsvertrags die fürsorgerische Unterbringung; der Betreuungsvertrag gilt bei Urteilsunfähigkeit nur, wenn kein Widerstand gegen die Unterbringung besteht.
“Eine fürsorgerische Unterbringung im Sinne des Gesetzes liegt damit – im Gegensatz zu jedem anderen Aufenthalt in einer Einrichtung – vor, wenn diese gegen bzw. ohne den Willen der betroffenen Person erfolgt ist. Von Freiwilligkeit kann nur dann gesprochen werden, wenn betreffend diese Frage Urteilfähigkeit vorliegt (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 326 N 29 f.). In der vorliegenden Konstellation sind auch Art. 382 ff. ZGB zum Aufenthalt in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen hinzuzuziehen, da nicht bei jedem Eintritt in eine entsprechende Einrichtung durch eine urteilsunfähige Person eine fürsorgeri- sche Unterbringung notwendig wird. Nach Art. 382 Abs. 1 ZGB ist zur Festlegung der Leistungen der Einrichtung und des Entgelts ein schriftlicher Betreuungsver- trag abzuschliessen, wenn eine urteilsunfähige Person für längere Zeit in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung zu betreuen ist. Zuständig für die Vertretung der ur- teilsunfähigen Person beim Abschluss, bei der Änderung oder Aufhebung dieses Betreuungsvertrags ist diejenige Person, die für die Vertretung bei medizinischen Massnahmen zuständig ist (Art. 382 Abs. 3 ZGB). In Bezug auf die Vertretungs- macht ist zwischen dem höchstpersönlichen Entscheid, in eine Wohn-/Pflegeein- richtung einzutreten, einerseits und dem Abschluss des Betreuungsvertrags an- derseits zu unterscheiden. Die gesetzliche Vertretungsmacht zum Abschluss des Betreuungsvertrags setzt voraus, dass die betroffene Person sich der Unterbrin- gung nicht widersetzt. Sie fehlt, wenn die hilfsbedürftige Person gegen ihren Wil- len in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung untergebracht werden soll. In einem solchen Fall gelangen die Bestimmungen über die fürsorgerische Unterbringung gemäss Art.”
Der Betreuungsvertrag muss Entgelt und Leistungen, insbesondere bei längerfristiger Unterbringung, klar regeln.
“Wird eine urteilsunfähige Person für längere Dauer in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung betreut, so muss schriftlich in einem Betreuungsvertrag festgelegt werden, welche Leistungen die Einrichtung erbringt und welches Entgelt dafür geschuldet ist (Art. 382 Abs. 1 ZGB). Die Wohn- oder Pflegeeinrichtung darf die Bewegungsfreiheit der urteilsunfähigen Person nach Art. 383 Abs. 1 ZGB nur einschränken, wenn weniger einschneidende Massnahmen nicht ausreichen oder von vornherein als ungenügend erscheinen und die Massnahme dazu dient, eine ernsthafte Gefahr für das Leben oder die körperliche Integrität der betroffenen Person oder Dritter abzuwenden (Ziff. 1) oder eine schwerwiegende Störung des Gemeinschaftslebens zu beseitigen (Ziff. 2). Vor der Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird der betroffenen Person erklärt, was geschieht, warum die Massnahme angeordnet wurde, wie lange diese voraussichtlich dauert und wer sich während dieser Zeit um sie kümmert (Art. 383 Abs. 2 ZGB). Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird so bald wie möglich wieder aufgehoben und auf jeden Fall regelmässig auf ihre Berechtigung hin überprüft (Art. 383 Abs. 3 ZGB). Unter Massnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit sind solche Massnahmen zu verstehen, die ausschliesslich auf die Einschränkung der individuellen körperlichen Bewegungsfreiheit der betroffenen Person gerichtet sind, ohne dass dafür eine gültige Zustimmung des Betroffenen vorliegt.”
Die Wohn- oder Pflegeeinrichtung muss im Vertrag Angaben zu allfälligen Freiheitsbeschränkungen und ihren Bedingungen enthalten.
“Wird eine urteilsunfähige Person für längere Dauer in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung betreut, so muss schriftlich in einem Betreuungsvertrag festgelegt werden, welche Leistungen die Einrichtung erbringt und welches Entgelt dafür geschuldet ist (Art. 382 Abs. 1 ZGB). Die Wohn- oder Pflegeeinrichtung darf die Bewegungsfreiheit der urteilsunfähigen Person nach Art. 383 Abs. 1 ZGB nur einschränken, wenn weniger einschneidende Massnahmen nicht ausreichen oder von vornherein als ungenügend erscheinen und die Massnahme dazu dient, eine ernsthafte Gefahr für das Leben oder die körperliche Integrität der betroffenen Person oder Dritter abzuwenden (Ziff. 1) oder eine schwerwiegende Störung des Gemeinschaftslebens zu beseitigen (Ziff. 2). Vor der Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird der betroffenen Person erklärt, was geschieht, warum die Massnahme angeordnet wurde, wie lange diese voraussichtlich dauert und wer sich während dieser Zeit um sie kümmert (Art. 383 Abs. 2 ZGB). Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird so bald wie möglich wieder aufgehoben und auf jeden Fall regelmässig auf ihre Berechtigung hin überprüft (Art. 383 Abs. 3 ZGB). Unter Massnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit sind solche Massnahmen zu verstehen, die ausschliesslich auf die Einschränkung der individuellen körperlichen Bewegungsfreiheit der betroffenen Person gerichtet sind, ohne dass dafür eine gültige Zustimmung des Betroffenen vorliegt.”
Die Zustimmung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (bzw. Aufsichtsbehörde) ist bei Abschluss längerfristiger/ langfristiger Betreuungs- oder Unterbringungsverträge durch den Kurator bzw. bei Allgemeinvertretung erforderlich; dies soll verhindern, dass Plätze aus rein finanziellen Erwägungen vergeben werden.
“Lorsque le représentant agit en qualité de curateur, le contrat signé en application de l’art. 382 CC doit être soumis à l’approbation de l’autorité de protection si l’intéressé est incapable de discernement (art. 416 al. 1 ch. 2 et al. 2 CC ; JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74 ; Vaerini, CR CC I, op. cit., n. 17 ad art. 416 CC, pp. 2979-2980 et les références citées). 3.2.3 La décision d’entrer en institution est un droit strictement personnel que l’intéressé prendra lui-même, même s’il a un curateur. La décision n’est soumise à aucune forme et peut être tacite. Lorsque l’intéressé n’a pas le discernement suffisant pour décider lui-même de l’entrée en institution, les pouvoirs de l’art. 382 al. 3 CC portent également sur cette décision-là, même si la loi ne le dit pas clairement (Leuba/Vaerini, CommFam, n. 18 ad art. 382 CC, p. 324), notamment en raison du risque de conflit d’intérêt entre le représentant et l’intéressé (Köbrich, BSK ZGB I, n. 48 ad art. 382 CC, p. 2372). Il s’ensuit que, au moment où l’autorité de protection de l’adulte procède à l’examen du contrat d’hébergement pour approbation du chef de l’art. 416 al. 1 ch. 2 CC, elle doit également se demander, pour le cas où l’intéressé n’a pas le discernement par rapport à la décision d’une prise en charge en institution, si le principe même de cette prise en charge se justifie (JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74). 3.2.4 Les art. 382 ss CC s’appliquent aux cas d’accueil en institution qui ne sont pas des placements à des fins d’assistance au sens des art. 426 ss CC et la délimitation n’est pas toujours aisée. Le législateur est parti de l’idée qu’il était excessif d’appliquer le régime du placement à des fins d’assistance à toute personne incapable de discernement entrant en home ou en établissement médico-social, lequel serait difficilement praticable et très lourd d’un point de vue procédural. Le prononcé d’une mesure de placement à des fins d’assistance n’est donc, en principe, pas requis pour l’accueil en home ou en établissement médico-social d’un incapable de discernement lorsqu’il s’agit de lui fournir les soins requis par son état de dépendance.”
Die Genehmigungspflicht der Aufsichtsbehörde ergibt sich auch im Zusammenhang mit Art. 416 ZGB (bei Zustimmung durch Curateur ist die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erforderlich).
“Lorsque le représentant agit en qualité de curateur, le contrat signé en application de l’art. 382 CC doit être soumis à l’approbation de l’autorité de protection si l’intéressé est incapable de discernement (art. 416 al. 1 ch. 2 et al. 2 CC ; JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74 ; Vaerini, CR CC I, op. cit., n. 17 ad art. 416 CC, pp. 2979-2980 et les références citées). 3.2.3 La décision d’entrer en institution est un droit strictement personnel que l’intéressé prendra lui-même, même s’il a un curateur. La décision n’est soumise à aucune forme et peut être tacite. Lorsque l’intéressé n’a pas le discernement suffisant pour décider lui-même de l’entrée en institution, les pouvoirs de l’art. 382 al. 3 CC portent également sur cette décision-là, même si la loi ne le dit pas clairement (Leuba/Vaerini, CommFam, n. 18 ad art. 382 CC, p. 324), notamment en raison du risque de conflit d’intérêt entre le représentant et l’intéressé (Köbrich, BSK ZGB I, n. 48 ad art. 382 CC, p. 2372). Il s’ensuit que, au moment où l’autorité de protection de l’adulte procède à l’examen du contrat d’hébergement pour approbation du chef de l’art. 416 al. 1 ch. 2 CC, elle doit également se demander, pour le cas où l’intéressé n’a pas le discernement par rapport à la décision d’une prise en charge en institution, si le principe même de cette prise en charge se justifie (JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74). 3.2.4 Les art. 382 ss CC s’appliquent aux cas d’accueil en institution qui ne sont pas des placements à des fins d’assistance au sens des art. 426 ss CC et la délimitation n’est pas toujours aisée. Le législateur est parti de l’idée qu’il était excessif d’appliquer le régime du placement à des fins d’assistance à toute personne incapable de discernement entrant en home ou en établissement médico-social, lequel serait difficilement praticable et très lourd d’un point de vue procédural. Le prononcé d’une mesure de placement à des fins d’assistance n’est donc, en principe, pas requis pour l’accueil en home ou en établissement médico-social d’un incapable de discernement lorsqu’il s’agit de lui fournir les soins requis par son état de dépendance.”
Die Aufsichtsbehörde muss bei fehlendem Urteilsvermögen bzw. bei Vertretung durch einen Curator/Kuratorin die grundsätzliche Notwendigkeit und Rechtfertigung einer Heimeinweisung bzw. langfristigen Betreuungsvertragsprüfung vornehmen und deren Genehmigungswürdigkeit besonders sorgfältig prüfen.
“Lorsque le représentant agit en qualité de curateur, le contrat signé en application de l’art. 382 CC doit être soumis à l’approbation de l’autorité de protection si l’intéressé est incapable de discernement (art. 416 al. 1 ch. 2 et al. 2 CC ; JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74 ; Vaerini, CR CC I, op. cit., n. 17 ad art. 416 CC, pp. 2979-2980 et les références citées). 3.2.3 La décision d’entrer en institution est un droit strictement personnel que l’intéressé prendra lui-même, même s’il a un curateur. La décision n’est soumise à aucune forme et peut être tacite. Lorsque l’intéressé n’a pas le discernement suffisant pour décider lui-même de l’entrée en institution, les pouvoirs de l’art. 382 al. 3 CC portent également sur cette décision-là, même si la loi ne le dit pas clairement (Leuba/Vaerini, CommFam, n. 18 ad art. 382 CC, p. 324), notamment en raison du risque de conflit d’intérêt entre le représentant et l’intéressé (Köbrich, BSK ZGB I, n. 48 ad art. 382 CC, p. 2372). Il s’ensuit que, au moment où l’autorité de protection de l’adulte procède à l’examen du contrat d’hébergement pour approbation du chef de l’art. 416 al. 1 ch. 2 CC, elle doit également se demander, pour le cas où l’intéressé n’a pas le discernement par rapport à la décision d’une prise en charge en institution, si le principe même de cette prise en charge se justifie (JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74). 3.2.4 Les art. 382 ss CC s’appliquent aux cas d’accueil en institution qui ne sont pas des placements à des fins d’assistance au sens des art. 426 ss CC et la délimitation n’est pas toujours aisée. Le législateur est parti de l’idée qu’il était excessif d’appliquer le régime du placement à des fins d’assistance à toute personne incapable de discernement entrant en home ou en établissement médico-social, lequel serait difficilement praticable et très lourd d’un point de vue procédural. Le prononcé d’une mesure de placement à des fins d’assistance n’est donc, en principe, pas requis pour l’accueil en home ou en établissement médico-social d’un incapable de discernement lorsqu’il s’agit de lui fournir les soins requis par son état de dépendance.”
Bei Einwilligungsunfähigkeit deckt die Vertretung auch Betreuungs- bzw. Heimverträge ab; die Vertretungsmacht richtet sich nach der Person, die bereits für medizinische Entscheide zuständig ist.
“Eine fürsorgerische Unterbringung im Sinne des Gesetzes liegt damit – im Gegensatz zu jedem anderen Aufenthalt in einer Einrichtung – vor, wenn diese gegen bzw. ohne den Willen der betroffenen Person erfolgt ist. Von Freiwilligkeit kann nur dann gesprochen werden, wenn betreffend diese Frage Urteilfähigkeit vorliegt (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 326 N 29 f.). In der vorliegenden Konstellation sind auch Art. 382 ff. ZGB zum Aufenthalt in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen hinzuzuziehen, da nicht bei jedem Eintritt in eine entsprechende Einrichtung durch eine urteilsunfähige Person eine fürsorgeri- sche Unterbringung notwendig wird. Nach Art. 382 Abs. 1 ZGB ist zur Festlegung der Leistungen der Einrichtung und des Entgelts ein schriftlicher Betreuungsver- trag abzuschliessen, wenn eine urteilsunfähige Person für längere Zeit in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung zu betreuen ist. Zuständig für die Vertretung der ur- teilsunfähigen Person beim Abschluss, bei der Änderung oder Aufhebung dieses Betreuungsvertrags ist diejenige Person, die für die Vertretung bei medizinischen Massnahmen zuständig ist (Art. 382 Abs. 3 ZGB). In Bezug auf die Vertretungs- macht ist zwischen dem höchstpersönlichen Entscheid, in eine Wohn-/Pflegeein- richtung einzutreten, einerseits und dem Abschluss des Betreuungsvertrags an- derseits zu unterscheiden. Die gesetzliche Vertretungsmacht zum Abschluss des Betreuungsvertrags setzt voraus, dass die betroffene Person sich der Unterbrin- gung nicht widersetzt. Sie fehlt, wenn die hilfsbedürftige Person gegen ihren Wil- len in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung untergebracht werden soll. In einem solchen Fall gelangen die Bestimmungen über die fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ff. ZGB zur Anwendung (BSK ZGB I-KÖBRICH, a.a.O., Art. 382 - 8 - N 46; Botschaft Erwachsenenschutz, 7015 und 7039; KUKO ZGB-MÖSCH/PAYOT, 2. Aufl. 2018, Art. 482 N 4 f.; FamKomm Erwachsenenschutz-LEUBA/VAERINI, Art. 382 N 18; BSK Erwachsenenschutz-STECK, Art. 382 N 47; OFK ZGB-FASS- BIND, 4. Aufl. 2021, Art. 382 N 4). Ist die betroffene Person auch im Hinblick auf den Eintritt in die Einrichtung urteilsunfähig, erstreckt sich das Vertretungsrecht nach Art.”
Die Schutz-/Aufsichtsbehörde bzw. die vertretungsberechtigte Person muss bei Genehmigung bzw. Entscheidung über Heimverträge bzw. die institutionelle Unterbringung auch die Zweckmässigkeit und die grundsätzliche Rechtfertigung der Institutionalisierung prüfen.
“Sont ainsi habilitées à représenter la personne incapable de discernement et à signer un contrat d’hébergement la personne désignée dans les directives anticipées ou dans un mandat pour cause d’inaptitude, à défaut le curateur, à défaut le conjoint ou le partenaire enregistré, à défaut la personne faisant ménage commun avec elle et lui fournissant une assistance personnelle régulière, à défaut ses descendants puis ses père et mère, puis la fratrie, aux mêmes conditions (art. 378 al. 1 CC), sous réserve de l’intervention de l’autorité de protection dans les cas prévus par l’art. 381 CC. Lorsque le représentant agit en qualité de curateur, le contrat signé en application de l’art. 382 CC doit être soumis à l’approbation de l’autorité de protection si l’intéressé est incapable de discernement (art. 416 al. 1 ch. 2 et al. 2 CC ; JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74 ; Vaerini, CR CC I, op. cit., n. 17 ad art. 416 CC, pp. 2979-2980 et les références citées). 3.2.3 La décision d’entrer en institution est un droit strictement personnel que l’intéressé prendra lui-même, même s’il a un curateur. La décision n’est soumise à aucune forme et peut être tacite. Lorsque l’intéressé n’a pas le discernement suffisant pour décider lui-même de l’entrée en institution, les pouvoirs de l’art. 382 al. 3 CC portent également sur cette décision-là, même si la loi ne le dit pas clairement (Leuba/Vaerini, CommFam, n. 18 ad art. 382 CC, p. 324), notamment en raison du risque de conflit d’intérêt entre le représentant et l’intéressé (Köbrich, BSK ZGB I, n. 48 ad art. 382 CC, p. 2372). Il s’ensuit que, au moment où l’autorité de protection de l’adulte procède à l’examen du contrat d’hébergement pour approbation du chef de l’art. 416 al. 1 ch. 2 CC, elle doit également se demander, pour le cas où l’intéressé n’a pas le discernement par rapport à la décision d’une prise en charge en institution, si le principe même de cette prise en charge se justifie (JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74). 3.2.4 Les art. 382 ss CC s’appliquent aux cas d’accueil en institution qui ne sont pas des placements à des fins d’assistance au sens des art. 426 ss CC et la délimitation n’est pas toujours aisée. Le législateur est parti de l’idée qu’il était excessif d’appliquer le régime du placement à des fins d’assistance à toute personne incapable de discernement entrant en home ou en établissement médico-social, lequel serait difficilement praticable et très lourd d’un point de vue procédural.”
“Die Beschwerdegegnerin äus- serte zwar, dass der Beschwerdeführer massiv an Gewicht verloren habe, kränk- lich gewesen sei und einen Aphten im Maul gehabt habe sowie geäussert habe, wieder Zug fahren zu gehen (act. 38 Rz. 28), womit sie wahrscheinlich aufzeigen wollte, dass es dem Beschwerdeführer im Wohnheim nicht gut geht bzw. er nicht dort sein will. Jedoch lässt sich dies mit keinen Hinweisen aus den Akten unter- mauern. Die Kammer geht davon aus, dass der Beschwerdeführer im E._____ Nahrung zu sich nimmt und isst. Einem massiven Gewichtsverlust des Beschwer- deführers müssten die Verantwortlichen im E._____ sofort ihre Aufmerksamkeit schenken. Zusammenfassend überwiegen die Einschätzungen der mit dem Be- schwerdeführer befassten Personen, die keinen Widerstand des Beschwerdefüh- rers gegen einen weiteren Verbleib im Wohnheim ausmachen können. Da wie gesehen kein Widerstand und auch kein anders gerichteter Wille des Beschwerdeführers zu erkennen ist, sondern zu vermuten ist, dass dieser sich im Wohnheim soweit wohl zu fühlen scheint, erstreckt sich das Vertretungs- recht nach Art. 382 Abs. 3 ZGB auch auf den Entscheid, in die Einrichtung einzu- treten und dort zu verbleiben. Folglich kommen die Bestimmungen über die für- sorgerische Unterbringung nach Art. 326 ff. ZGB nicht zur Anwendung. Es fehlt am für die fürsorgerische Unterbringung notwendigen Widerwillen der betroffenen Person. 3.3.Selbst wenn jedoch die weiteren Voraussetzungen der fürsorgerischen Un- terbringung näher zu prüfen wären, würde deren Anordnung bzw. Aufrechterhal- tung – wie sogleich zu sehen ist – am Erfordernis der Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung scheitern: Für die fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung wird vorausgesetzt, dass die Betreuung oder Behandlung der - 14 - betroffenen Person nötig ist und nicht anders, namentlich mit milderen Massnah- men, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen kann (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann; die Freiheitsentziehung muss die persönliche Fürsorge für die betroffene Person sicherstellen.”
Die Vertretung nach Art. 382 Abs. 3 ZGB umfasst Entscheidungen über Aufnahme in und Verbleib in einer Einrichtung, sofern die betroffene Person nicht erkennbar Widerstand leistet bzw. ein Widerstand fehlt und der mutmassliche Wille beachtet wird.
“Eine fürsorgerische Unterbringung im Sinne des Gesetzes liegt damit – im Gegensatz zu jedem anderen Aufenthalt in einer Einrichtung – vor, wenn diese gegen bzw. ohne den Willen der betroffenen Person erfolgt ist. Von Freiwilligkeit kann nur dann gesprochen werden, wenn betreffend diese Frage Urteilfähigkeit vorliegt (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 326 N 29 f.). In der vorliegenden Konstellation sind auch Art. 382 ff. ZGB zum Aufenthalt in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen hinzuzuziehen, da nicht bei jedem Eintritt in eine entsprechende Einrichtung durch eine urteilsunfähige Person eine fürsorgeri- sche Unterbringung notwendig wird. Nach Art. 382 Abs. 1 ZGB ist zur Festlegung der Leistungen der Einrichtung und des Entgelts ein schriftlicher Betreuungsver- trag abzuschliessen, wenn eine urteilsunfähige Person für längere Zeit in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung zu betreuen ist. Zuständig für die Vertretung der ur- teilsunfähigen Person beim Abschluss, bei der Änderung oder Aufhebung dieses Betreuungsvertrags ist diejenige Person, die für die Vertretung bei medizinischen Massnahmen zuständig ist (Art. 382 Abs. 3 ZGB). In Bezug auf die Vertretungs- macht ist zwischen dem höchstpersönlichen Entscheid, in eine Wohn-/Pflegeein- richtung einzutreten, einerseits und dem Abschluss des Betreuungsvertrags an- derseits zu unterscheiden. Die gesetzliche Vertretungsmacht zum Abschluss des Betreuungsvertrags setzt voraus, dass die betroffene Person sich der Unterbrin- gung nicht widersetzt. Sie fehlt, wenn die hilfsbedürftige Person gegen ihren Wil- len in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung untergebracht werden soll. In einem solchen Fall gelangen die Bestimmungen über die fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ff. ZGB zur Anwendung (BSK ZGB I-KÖBRICH, a.a.O., Art. 382 - 8 - N 46; Botschaft Erwachsenenschutz, 7015 und 7039; KUKO ZGB-MÖSCH/PAYOT, 2. Aufl. 2018, Art. 482 N 4 f.; FamKomm Erwachsenenschutz-LEUBA/VAERINI, Art. 382 N 18; BSK Erwachsenenschutz-STECK, Art. 382 N 47; OFK ZGB-FASS- BIND, 4. Aufl. 2021, Art. 382 N 4). Ist die betroffene Person auch im Hinblick auf den Eintritt in die Einrichtung urteilsunfähig, erstreckt sich das Vertretungsrecht nach Art.”
“Die Beschwerdegegnerin äus- serte zwar, dass der Beschwerdeführer massiv an Gewicht verloren habe, kränk- lich gewesen sei und einen Aphten im Maul gehabt habe sowie geäussert habe, wieder Zug fahren zu gehen (act. 38 Rz. 28), womit sie wahrscheinlich aufzeigen wollte, dass es dem Beschwerdeführer im Wohnheim nicht gut geht bzw. er nicht dort sein will. Jedoch lässt sich dies mit keinen Hinweisen aus den Akten unter- mauern. Die Kammer geht davon aus, dass der Beschwerdeführer im E._____ Nahrung zu sich nimmt und isst. Einem massiven Gewichtsverlust des Beschwer- deführers müssten die Verantwortlichen im E._____ sofort ihre Aufmerksamkeit schenken. Zusammenfassend überwiegen die Einschätzungen der mit dem Be- schwerdeführer befassten Personen, die keinen Widerstand des Beschwerdefüh- rers gegen einen weiteren Verbleib im Wohnheim ausmachen können. Da wie gesehen kein Widerstand und auch kein anders gerichteter Wille des Beschwerdeführers zu erkennen ist, sondern zu vermuten ist, dass dieser sich im Wohnheim soweit wohl zu fühlen scheint, erstreckt sich das Vertretungs- recht nach Art. 382 Abs. 3 ZGB auch auf den Entscheid, in die Einrichtung einzu- treten und dort zu verbleiben. Folglich kommen die Bestimmungen über die für- sorgerische Unterbringung nach Art. 326 ff. ZGB nicht zur Anwendung. Es fehlt am für die fürsorgerische Unterbringung notwendigen Widerwillen der betroffenen Person. 3.3.Selbst wenn jedoch die weiteren Voraussetzungen der fürsorgerischen Un- terbringung näher zu prüfen wären, würde deren Anordnung bzw. Aufrechterhal- tung – wie sogleich zu sehen ist – am Erfordernis der Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung scheitern: Für die fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung wird vorausgesetzt, dass die Betreuung oder Behandlung der - 14 - betroffenen Person nötig ist und nicht anders, namentlich mit milderen Massnah- men, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen kann (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann; die Freiheitsentziehung muss die persönliche Fürsorge für die betroffene Person sicherstellen.”
Wenn die urteilsunfähige Person widerspricht, sind strengere Schutzvorschriften bzw. der strengere Platzierungs-/Schutzmaßstab (Placement à des fins d’assistance) anzuwenden.
“Lorsque le représentant agit en qualité de curateur, le contrat signé en application de l’art. 382 CC doit être soumis à l’approbation de l’autorité de protection si l’intéressé est incapable de discernement (art. 416 al. 1 ch. 2 et al. 2 CC ; JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74 ; Vaerini, CR CC I, op. cit., n. 17 ad art. 416 CC, pp. 2979-2980 et les références citées). 3.2.3 La décision d’entrer en institution est un droit strictement personnel que l’intéressé prendra lui-même, même s’il a un curateur. La décision n’est soumise à aucune forme et peut être tacite. Lorsque l’intéressé n’a pas le discernement suffisant pour décider lui-même de l’entrée en institution, les pouvoirs de l’art. 382 al. 3 CC portent également sur cette décision-là, même si la loi ne le dit pas clairement (Leuba/Vaerini, CommFam, n. 18 ad art. 382 CC, p. 324), notamment en raison du risque de conflit d’intérêt entre le représentant et l’intéressé (Köbrich, BSK ZGB I, n. 48 ad art. 382 CC, p. 2372). Il s’ensuit que, au moment où l’autorité de protection de l’adulte procède à l’examen du contrat d’hébergement pour approbation du chef de l’art. 416 al. 1 ch. 2 CC, elle doit également se demander, pour le cas où l’intéressé n’a pas le discernement par rapport à la décision d’une prise en charge en institution, si le principe même de cette prise en charge se justifie (JdT 2015 III 199 ; CCUR 16 avril 2020/74). 3.2.4 Les art. 382 ss CC s’appliquent aux cas d’accueil en institution qui ne sont pas des placements à des fins d’assistance au sens des art. 426 ss CC et la délimitation n’est pas toujours aisée. Le législateur est parti de l’idée qu’il était excessif d’appliquer le régime du placement à des fins d’assistance à toute personne incapable de discernement entrant en home ou en établissement médico-social, lequel serait difficilement praticable et très lourd d’un point de vue procédural. Le prononcé d’une mesure de placement à des fins d’assistance n’est donc, en principe, pas requis pour l’accueil en home ou en établissement médico-social d’un incapable de discernement lorsqu’il s’agit de lui fournir les soins requis par son état de dépendance.”
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