15 commentaries
Amtliche Feststellungen der Überschuldung (z. B. Verlustscheine, Konkursakten oder Angaben zum Nachlassstand) begründen die Vermutung der Ausschlagung nach Art. 566 Abs. 2 ZGB. Trifft diese Vermutung zu, benachrichtigt die zuständige kantonale Behörde das Konkursgericht, das die konkursamtliche Liquidation anordnen kann.
“1; CREC 14 janvier 2020/5 consid. 2.2.1; CREC 26 novembre 2020/286 consid. 2.2 ; CREC 24 novembre 2020/251 consid. 2.2.1). En l'espèce, la recourante produit, en sus de la décision attaquée, une attestation de saisie d'un paiement de 11'397 fr. 25 effectué en faveur de l'administration des impôts du Canton de Berne le 26 septembre 2024. Cette pièce, qui a un impact sur la présente cause est recevable. Partant, le fait qu’elle contient a été intégré à l’état de fait du présent arrêt (ch. 4). 3. 3.1 La recourante conteste que la succession de son époux, le de cujus, ait été insolvable et donc le prononcé d'une répudiation d'office. 3.2 3.2.1 Aux termes de l'art. 566 CC, les héritiers légaux ou institués ont la faculté de répudier la succession (al. 1). Le principe selon lequel la répudiation exige une déclaration expresse de l'héritier souffre une exception lorsque le de cujus était notoirement insolvable à l'ouverture de la succession. L'art. 566 al. 2 CC prévoit alors que la succession est censée répudiée. Dans ce cas, les héritiers ne conservent la succession au terme du délai de répudiation que s'ils déclarent l'accepter ou ont eu un comportement entraînant la déchéance du droit de répudier selon l'art. 571 al. 2 CC. Les conditions de la présomption de l'art. 566 al. 2 CC sont donc les suivantes (Steinauer, Le droit des successions, 2e éd. 2015, nn. 981 ss p. 517 s. ; Häuptli, Praxis Kommentar Erbrecht, 4e éd. 2019, nn. 12 ss ad art. 566 CO) : 1. Lors du décès, le de cujus était surendetté, c'est-à-dire avait plus de passifs que d'actifs, un manque passager de liquidités n'étant pas suffisant. 2. L'insolvabilité à l'époque du décès doit être officiellement constatée ou en tout cas notoire. La constatation officielle résultera en général de l'existence d'actes de défaut de biens ou de l'ouverture d'une faillite ou d'une procédure concordataire. Pour être notoire, l'insolvabilité doit être connue de tiers appartenant au même cercle que le de cujus ; de simples rumeurs ne suffisent pas, cette question devant être résolue selon certains auteurs au cas par cas en fonction des circonstances.”
“Mit der Annahmeer- klärung beendet der Erbe seine provisorische Erbenstellung und wird zum definiti- ven Erben (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; BK ZGB-TUOR/PICENONI, 2. Aufl., Bern 1964, Art. 566 N 12). Die Annahmeerklärung ist gleich der Ausschla- gung ein Gestaltungsrecht, somit bedingungsfeindlich, unwiderruflich, aber wegen Willensmängeln anfechtbar (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; ZK ZGB- ESCHER, a.a.O., Art. 566 N 9, 10). Da das Gesetz die Annahmeerklärung nicht regelt, sind die Bestimmungen über die Ausschlagung (z.B. Art. 570, 576 ZGB) analog anzuwenden (CHK ZGB- GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11). Dies gilt auch für die dreimonatige Frist gemäss Art. 567 Abs. 1 ZGB (so auch OGer ZH LF140069 vom 17. Oktober 2014 E. 3b; ebenso CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; BSK ZGB-SCHWANDER, a.a.O., Art. 566 N 8; KUKO ZGB-BÜRGI, 2. Aufl. Basel 2018, Art. 566 N 11; a.A. ZK ZGB- ESCHER, a.a.O., Art. 566 N 8; BK ZGB-TUOR/PICENONI, a.a.O., Art. 566 N 12; HER- ZOG, Tücken rund um die Ausschlagungsvermutung von Art. 566 Abs. 2 ZGB, AJP 5/2018, S. 555 ff.). Die dreimonatige Frist beginnt für die gesetzlichen Erben, soweit sie nicht nachweisbar erst später von dem Erbfall Kenntnis erhalten haben, mit dem Zeitpunkt, da ihnen der Tod des Erblassers bekannt geworden ist (Art. 567 Abs. 2 ZGB). Umstritten ist in der Lehre indessen, ob die Annahmeerklä- rung an die zuständige Behörde nach Art. 570 Abs. 1 ZGB gerichtet werden muss oder auch jeder interessierten Person (wie Gläubiger, Miterben) gegenüber gültig abgegeben werden kann (vgl. dazu BSK ZGB-SCHWANDER, a.a.O., Art. 570 N 3; - 5 - CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11 m.w.H.). Jedenfalls hat die Erklärung aus- drücklich zu erfolgen (BSK ZGB-SCHWANDER, a.a.O., Art. 570 N 5). Greift die Vermutung nach Art. 566 Abs. 2 ZGB, benachrichtigt die zustän- dige kantonale Behörde das Konkursgericht, welches die konkursamtliche Liqui- dation anordnet (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 12). 3.4.Die Berufungsklägerin bestreitet in ihrer Berufung nicht, dass die Zahlungs- unfähigkeit des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes amtlich festgestellt oder of- fenkundig gewesen ist.”
“Der angefochtene Entscheid vom 14. November 2023 enthält selbst keine Begründung. Es wird aber auf das Begehren des Erbschaftsamts Basel-Stadt verwiesen. Gemäss dem «Ausschlagungsprotokoll» des Erbschaftsamts vom 14. November 2023 wird «[F]ür die gesetzliche Erbin, Frau A____, die Ausschlagung gemäss Art. 566 Abs. 2 ZGB infolge Überschuldung und entsprechend unserem Schreiben vom 12. Oktober 2023 (Versand Nachlassstand an den Beistand [...]) vermutet». Es ist somit davon auszugehen, dass der Zivilgerichtspräsident am 14. November 2023 die konkursamtliche Liquidation angeordnet hat, weil die Ausschlagung der Erbschaft im Sinne von Art. 193 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG in Verbindung mit Art. 556 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB, SR 210) infolge Überschuldung zu vermuten sei. Dies wird denn auch vom Zivilgerichtspräsidenten in der Stellungnahme vom 30. November 2023 bestätigt. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass das Erbschaftsamt jedoch zu Unrecht angenommen habe, dass die Ausschlagung gemäss Art. 566 Abs. 2 ZGB zu vermuten sei, und dass demzufolge auch zu Unrecht nach Art. 193 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG die konkursamtliche Liquidation angeordnet worden sei. Die Ausschlagungsvermutung von Art. 566 Abs. 2 ZGB komme zur Anwendung, wenn die Überschuldung des Erblassers im Todeszeitpunkt entweder amtlich festgestellt sei, beispielsweise durch das Bestehen von Verlustscheinen, oder in den Kreisen, in denen sich der Erblasser bewegte, bekannt sei (Häuptli, in: Praxiskommentar Erbrecht, 5.”
Die Ausschlagung muss bei Einreichung von der zuständigen Behörde protokolliert werden; das Protokoll beweist die Abgabe der Erklärung und den Zeitpunkt.
“Mit dem Tod des Erblassers erwerben die Erben die Erbschaft als Gan- zes kraft Gesetz (Art. 560 ZGB). Gemäss Art. 566 Abs. 1 ZGB sind die Erben be- fugt, die ihnen zugefallene Erbschaft auszuschlagen. Die Frist für die Ausschla- gung beträgt drei Monate. Sie beginnt für die gesetzlichen Erben – soweit sie nicht nachweisbar erst später von dem Erbfall Kenntnis erhalten haben – mit dem Zeitpunkt, da ihnen der Tod des Erblassers bekannt geworden ist (Art. 567 ZGB). Die Ausschlagung ist ein Gestaltungsrecht und muss als solches eindeutig, un- missverständlich und unbedingt abgegeben werden. Geht bei der zuständigen Behörde – welche (wie gesehen) im Kanton Zürich das Einzelgericht am Bezirks- gericht ist – eine Ausschlagungserklärung ein, so hat sie diese entgegenzuneh- men und zu protokollieren (Art. 570 Abs. 1 und 3 ZGB; PraxKomm Erbrecht- - 5 - HÄUPTLI, 5. Aufl. 2023, Art. 566 N 2 f. und 7 sowie Art. 570 N 1 ff.). Das Protokoll dient dem Beweis für die Abgabe und den Zeitpunkt der Ausschlagungserklärung (ZR 96/1997 Nr. 29 m.w.H.; vgl. auch BGer 5A_44/2013 vom 25. April 2013 E. 3, nicht publiziert in BGE 139 III 225).”
Gilt die Vermutung nach Art. 566 Abs. 2 ZGB, kann sie durch eine ausdrückliche Annahmeerklärung des Erben widerlegt werden. Die Annahme beendet die provisorische Erbenstellung, ist eine ausdrückliche, gestaltungsrechtliche Erklärung und die dreimonatige Frist des Art. 567 ZGB ist anzuwenden.
“Mit der Annahmeer- klärung beendet der Erbe seine provisorische Erbenstellung und wird zum definiti- ven Erben (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; BK ZGB-TUOR/PICENONI, 2. Aufl., Bern 1964, Art. 566 N 12). Die Annahmeerklärung ist gleich der Ausschla- gung ein Gestaltungsrecht, somit bedingungsfeindlich, unwiderruflich, aber wegen Willensmängeln anfechtbar (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; ZK ZGB- ESCHER, a.a.O., Art. 566 N 9, 10). Da das Gesetz die Annahmeerklärung nicht regelt, sind die Bestimmungen über die Ausschlagung (z.B. Art. 570, 576 ZGB) analog anzuwenden (CHK ZGB- GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11). Dies gilt auch für die dreimonatige Frist gemäss Art. 567 Abs. 1 ZGB (so auch OGer ZH LF140069 vom 17. Oktober 2014 E. 3b; ebenso CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; BSK ZGB-SCHWANDER, a.a.O., Art. 566 N 8; KUKO ZGB-BÜRGI, 2. Aufl. Basel 2018, Art. 566 N 11; a.A. ZK ZGB- ESCHER, a.a.O., Art. 566 N 8; BK ZGB-TUOR/PICENONI, a.a.O., Art. 566 N 12; HER- ZOG, Tücken rund um die Ausschlagungsvermutung von Art. 566 Abs. 2 ZGB, AJP 5/2018, S. 555 ff.). Die dreimonatige Frist beginnt für die gesetzlichen Erben, soweit sie nicht nachweisbar erst später von dem Erbfall Kenntnis erhalten haben, mit dem Zeitpunkt, da ihnen der Tod des Erblassers bekannt geworden ist (Art. 567 Abs. 2 ZGB). Umstritten ist in der Lehre indessen, ob die Annahmeerklä- rung an die zuständige Behörde nach Art. 570 Abs. 1 ZGB gerichtet werden muss oder auch jeder interessierten Person (wie Gläubiger, Miterben) gegenüber gültig abgegeben werden kann (vgl. dazu BSK ZGB-SCHWANDER, a.a.O., Art. 570 N 3; - 5 - CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11 m.w.H.). Jedenfalls hat die Erklärung aus- drücklich zu erfolgen (BSK ZGB-SCHWANDER, a.a.O., Art. 570 N 5). Greift die Vermutung nach Art. 566 Abs. 2 ZGB, benachrichtigt die zustän- dige kantonale Behörde das Konkursgericht, welches die konkursamtliche Liqui- dation anordnet (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 12). 3.4.Die Berufungsklägerin bestreitet in ihrer Berufung nicht, dass die Zahlungs- unfähigkeit des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes amtlich festgestellt oder of- fenkundig gewesen ist.”
Eine erst nach dem Tod festgestellte Überschuldung durch Inventar begründet die Ausschlagungsvermutung nicht; dies gilt insbesondere, wenn die Überschuldung erst nach dem Tod und/oder fehlerhaft festgestellt wurde.
“November 2023 die konkursamtliche Liquidation angeordnet hat, weil die Ausschlagung der Erbschaft im Sinne von Art. 193 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG in Verbindung mit Art. 556 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB, SR 210) infolge Überschuldung zu vermuten sei. Dies wird denn auch vom Zivilgerichtspräsidenten in der Stellungnahme vom 30. November 2023 bestätigt. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass das Erbschaftsamt jedoch zu Unrecht angenommen habe, dass die Ausschlagung gemäss Art. 566 Abs. 2 ZGB zu vermuten sei, und dass demzufolge auch zu Unrecht nach Art. 193 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG die konkursamtliche Liquidation angeordnet worden sei. Die Ausschlagungsvermutung von Art. 566 Abs. 2 ZGB komme zur Anwendung, wenn die Überschuldung des Erblassers im Todeszeitpunkt entweder amtlich festgestellt sei, beispielsweise durch das Bestehen von Verlustscheinen, oder in den Kreisen, in denen sich der Erblasser bewegte, bekannt sei (Häuptli, in: Praxiskommentar Erbrecht, 5. Auflage, Basel 2023, Art. 566 ZGB N 12 f.). Beides sei vorliegend nicht der Fall; insbesondere seien gegen die Erblasserin keine Verlustscheine ausgestellt worden. Im Gegenteil sei dem Betreibungsamt positiv bekannt gewesen, dass das vorhandene Vermögen der Erblasserin, welches unter anderem ihr Anteil an zwei Grundstücken umfasse, die gegen sie in Betreibung gesetzten Forderungen deutlich übersteige. Eine erst nach dem Tod aufgrund des Sicherungs- oder öffentlichen Inventars festgestellte Überschuldung sei an sich unerheblich und vermöge die Ausschlagungsvermutung nicht zu begründen (Schwander, in: Basler Kommentar, 7. Auflage, 2023, Art. 566 ZGB N 6; Häuptli, a.a.O., Art. 566 ZGB N 13). Vor allem aber sei die Feststellung einer Überschuldung im vorliegenden erbschaftsamtlichen Inventar schlicht und einfach falsch, weil die Passiven konkret die Hypothekarschuld auf den Grundstücken, welche im Eigentum der Erblasserin und ihrer Mutter (bzw. der Beschwerdeführerin) ständen , mehrfach addiert worden seien. Die Aktiven der Erblasserin beständen im Wesentlichen aus ihrem Anteil an den Liegenschaften Grundbuch Basel Sektion [.”
In der Rechtsprechung wird die amtliche Feststellung der Zahlungsunfähigkeit i.S.v. Art. 566 Abs. 2 ZGB in der Regel durch das Vorliegen von actes de défaut de biens oder durch die Eröffnung eines Konkurses bzw. eines concordatarischen Verfahrens begründet. Als Alternative kommt eine "notoire" Zahlungsunfähigkeit in Betracht, die gegenüber Dritten im relevanten Umfeld bekannt sein muss.
“1; CREC 14 janvier 2020/5 consid. 2.2.1; CREC 26 novembre 2020/286 consid. 2.2 ; CREC 24 novembre 2020/251 consid. 2.2.1). En l'espèce, la recourante produit, en sus de la décision attaquée, une attestation de saisie d'un paiement de 11'397 fr. 25 effectué en faveur de l'administration des impôts du Canton de Berne le 26 septembre 2024. Cette pièce, qui a un impact sur la présente cause est recevable. Partant, le fait qu’elle contient a été intégré à l’état de fait du présent arrêt (ch. 4). 3. 3.1 La recourante conteste que la succession de son époux, le de cujus, ait été insolvable et donc le prononcé d'une répudiation d'office. 3.2 3.2.1 Aux termes de l'art. 566 CC, les héritiers légaux ou institués ont la faculté de répudier la succession (al. 1). Le principe selon lequel la répudiation exige une déclaration expresse de l'héritier souffre une exception lorsque le de cujus était notoirement insolvable à l'ouverture de la succession. L'art. 566 al. 2 CC prévoit alors que la succession est censée répudiée. Dans ce cas, les héritiers ne conservent la succession au terme du délai de répudiation que s'ils déclarent l'accepter ou ont eu un comportement entraînant la déchéance du droit de répudier selon l'art. 571 al. 2 CC. Les conditions de la présomption de l'art. 566 al. 2 CC sont donc les suivantes (Steinauer, Le droit des successions, 2e éd. 2015, nn. 981 ss p. 517 s. ; Häuptli, Praxis Kommentar Erbrecht, 4e éd. 2019, nn. 12 ss ad art. 566 CO) : 1. Lors du décès, le de cujus était surendetté, c'est-à-dire avait plus de passifs que d'actifs, un manque passager de liquidités n'étant pas suffisant. 2. L'insolvabilité à l'époque du décès doit être officiellement constatée ou en tout cas notoire. La constatation officielle résultera en général de l'existence d'actes de défaut de biens ou de l'ouverture d'une faillite ou d'une procédure concordataire. Pour être notoire, l'insolvabilité doit être connue de tiers appartenant au même cercle que le de cujus ; de simples rumeurs ne suffisent pas, cette question devant être résolue selon certains auteurs au cas par cas en fonction des circonstances.”
Im entschiedenen Fall wurde bei Aufnahme eines vereinfachten Erbschaftsinventars einem Erben mit damals unbekanntem Aufenthaltsort eine Kopie des Inventars an eine Person zugestellt, die seine Interessen wahrnahm; dabei wurde auf die dreimonatige Frist zur Ausschlagung hingewiesen, was in diesem Fall die Frist auslöste.
“Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Betreibung mit dem Tod des Vaters des Beschwerdeführers am 20. März 2013 und der anschliessenden Abwicklung des Nachlassverfahrens durch Behörden des Kantons Basel-Landschaft zu tun. Am 18. Juli 2013 nahm das Erbschaftsamt ein vereinfachtes Erbschaftsinventar auf. Der Beschwerdeführer und seine Schwester wurden darin als gesetzliche Erben aufgeführt. Die Schwester hatte am 5. April 2013 die Ausschlagung der Erbschaft erklärt und die Vollständigkeit sowie Richtigkeit der Deklarationen im vereinfachten Erbschaftsinventar vom 18. Juli 2013 bestätigt. In Bezug auf den Beschwerdeführer, der damals unbekannten Aufenthalt hatte, wurde aufgrund des offensichtlich überschuldeten Nachlasses von Gesetzes wegen (Art. 566 Abs. 2 ZGB) die Ausschlagung der Erbschaft vermutet, was sich aus dem Erbenverzeichnis im vereinfachten Erbschaftsinventar vom 18. Juli 2013 ergibt. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers wurden seine Interessen damals von seiner Bekannten, C.________, gewahrt. Demnach wurde eine Kopie des vereinfachten Erbschaftsinventars vom 18. Juli 2013 dem Beschwerdeführer an die Adresse seiner Bekannten zugestellt, mit dem Hinweis auf die dreimonatige Frist zur Ausschlagung der Erbschaft und auf die Rechtsmittelbelehrung. Das vereinfachte Erbschaftsinventar vom 18. Juli 2013 erwuchs in Rechtskraft. Mit E-Mail vom 7. Oktober 2013 an das Erbschaftsamt behauptete C.________, dass in der vom Beschwerdeführer und seinem Vater gemeinsam bewohnten Wohnung an der D.________-Strasse yy in U.________ Vermögenswerte des Beschwerdeführers abhanden gekommen seien und sie kündigte eine Strafanzeige wegen Diebstahls an. Diese Strafanzeige wurde von ihr am 9. Oktober 2013 gegen Unbekannt erstattet. Nach Befragung von C.________ und der Schwester des Beschwerdeführers, welche angab, nichts von abhanden gekommenen Vermögenswerten des Beschwerdeführers zu wissen, stellte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft das Verfahren mit Verfügung vom 12.”
Die Ausschlagung (Renunziation) wirkt rechtlich so, als sei der Ausschlagende nie Erbe geworden; sie wird grundsätzlich so behandelt, als sei der Renuntiant bereits verstorben. In der Praxis bedeutet dies, dass der Ausschlagende rechtlich nicht mehr als Erbe gilt.
“Cette règle s'applique aux héritiers et à la dévolution de l'hérédité (art. 15 al. 2 Tit. fin. CC). 3.1.1 Selon l'art. 457 al. 1 CC, les héritiers les plus proches sont les descendants. Les enfants succèdent par tête (al. 2). Les enfants prédécédés sont représentés par leurs descendants, qui succèdent par souche à tous les degrés (al. 3). A teneur de l'art. 470 al. 1 CC, celui qui laisse des descendants, ses père et mère, son conjoint ou son partenaire enregistré, a la faculté de disposer pour cause de mort de ce qui excède le montant de leur réserve. La réserve est, pour un descendant, des trois quarts de son droit de succession (art. 471 ch. 1 CC). Le droit à la réserve héréditaire est transmissible par voie successorale. Si un réservataire décède après le de cujus, ses héritiers peuvent exiger que sa réserve soit respectée (Steinauer, Commentaire romand, Code civil II, 2016, n. 11 ad art. 470 CC). 3.1.2 Les héritiers légaux ou institués ont la faculté de répudier la succession (art. 566 al. 1 CC). La répudiation doit être faite sans condition ni réserve (art. 570 al. 2 CC). Lorsque le défunt n'a pas laissé de dispositions pour cause de mort et que l'un de ses héritiers répudie, la part du renonçant est dévolue comme s'il n'avait pas survécu (art. 572 al. 1 CC). Selon une ancienne décision du Tribunal fédéral de 1924 (ATF 50 II 450 consid. 4 in JdT 1925 I 66), il existe une exception au principe en vertu duquel il faut procéder comme si le répudiant était prédécédé. Il s'agit du cas de la répudiation par un héritier sans descendant, qui a déjà reçu du disposant des libéralités entre vifs soumises à réduction. Sa répudiation ne doit pas avoir pour effet d'augmenter la réserve des autres héritiers parce qu'il ne serait pas justifié de placer l'héritier qui a répudié, et que le testateur a gratifié durant sa vie, dans une situation moins favorable que l'héritier qui, en considération de ces libéralités, a renoncé à la succession du vivant du défunt. Le Tribunal fédéral a appliqué, à ce cas de figure, par analogie, les règles du pacte successoral de renonciation.”
“A., Basel 2023, Art. 589 ZGB N. 6a; Denis Oliver Adler, Aktuelle Entwicklungen im Altlastenrecht, URP 2016, S. 509 ff., S. 521). Nach erbrechtlicher Konzeption treten die Erben mit dem Tod des Erblassers grundsätzlich ipso iure in dessen Rechtsstellung ein. Entsprechend dem Prinzip der Universalsukzession nach Art. 560 Abs. 2 ZGB geht sämtliches Vermögen des Erblassers zum Todeszeitpunkt auf die Erben über. Dies gilt auch für alle Passiven des Erblassers, unabhängig davon, ob die Erben um deren Existenz beim Erbgang wissen oder nicht (VGr, 24. Januar 2013, VB.2012.00232, E. 3.3). Das Gegenstück (oder Korrektiv) zum ipso iure-Erwerb der Erbschaft bildet das Recht zur Ausschlagung gemäss Art. 566 Abs. 1 ZGB, das dazu führt, dass der Ausschlagende so zu behandeln ist, wie wenn er nie Erbe geworden wäre (Stephan Wolf/Sandro Gian Genna, Schweizerisches Privatrecht: Erbrecht,”
Eine kurz nach dem Todesfall nachgewiesene Pfändung stärkt die Vermutung der Ausschlagung.
“256 al. 2 CPC, la recevabilité des faits et moyens de preuve nouveaux peut toutefois être admise dans certaines conditions, soit lorsqu'ils sont susceptibles d'influer sur le sort du litige en faisant apparaître la décision attaquée comme incorrecte (CREC 30 avril 2020/105 consid. 3.2.1; CREC 14 janvier 2020/5 consid. 2.2.1; CREC 26 novembre 2020/286 consid. 2.2 ; CREC 24 novembre 2020/251 consid. 2.2.1). En l'espèce, la recourante produit, en sus de la décision attaquée, une attestation de saisie d'un paiement de 11'397 fr. 25 effectué en faveur de l'administration des impôts du Canton de Berne le 26 septembre 2024. Cette pièce, qui a un impact sur la présente cause est recevable. Partant, le fait qu’elle contient a été intégré à l’état de fait du présent arrêt (ch. 4). 3. 3.1 La recourante conteste que la succession de son époux, le de cujus, ait été insolvable et donc le prononcé d'une répudiation d'office. 3.2 3.2.1 Aux termes de l'art. 566 CC, les héritiers légaux ou institués ont la faculté de répudier la succession (al. 1). Le principe selon lequel la répudiation exige une déclaration expresse de l'héritier souffre une exception lorsque le de cujus était notoirement insolvable à l'ouverture de la succession. L'art. 566 al. 2 CC prévoit alors que la succession est censée répudiée. Dans ce cas, les héritiers ne conservent la succession au terme du délai de répudiation que s'ils déclarent l'accepter ou ont eu un comportement entraînant la déchéance du droit de répudier selon l'art. 571 al. 2 CC. Les conditions de la présomption de l'art. 566 al. 2 CC sont donc les suivantes (Steinauer, Le droit des successions, 2e éd. 2015, nn. 981 ss p. 517 s. ; Häuptli, Praxis Kommentar Erbrecht, 4e éd. 2019, nn. 12 ss ad art. 566 CO) : 1. Lors du décès, le de cujus était surendetté, c'est-à-dire avait plus de passifs que d'actifs, un manque passager de liquidités n'étant pas suffisant. 2. L'insolvabilité à l'époque du décès doit être officiellement constatée ou en tout cas notoire.”
Erben können aus wichtigen Gründen beim Gericht ein Gesuch um Verlängerung der Ausschlagungsfrist stellen und eine solche Verlängerung erhalten.
“Il ne suffit pas pour qualifier une décision d’arbitraire (art. 9 Cst. [Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1). Sous réserve des vices manifestes, l'application du droit d'office ne signifie pas que l'autorité de recours doive étendre son examen à des moyens qui n'ont pas été soulevés dans l'acte de recours. Elle doit se limiter aux griefs motivés contenus dans cet acte et dirigés contre la décision de première instance ; l'acte de recours fixe ainsi en principe le cadre des griefs auxquels l'autorité d’appel doit répondre eu égard au principe d'application du droit d'office (ATF 147 III 176 précité consid. 4.2.1 et 4.2.2 ; TF 5A_873/2021 du 4 mars 2022 consid 4.2 applicable en appel). 3. 3.1 Les recourants invoquent avoir refusé la succession. 3.2 3.2.1 En application de l’art. 566 al. 1 CC (Code civil suisse du 10 décembre 1907 ; RS 210), les héritiers légaux ou institués ont la faculté de répudier la succession. Le délai pour répudier est de trois mois (art. 567 al. 1 CC). Il court, pour les héritiers légaux, dès le jour où ils ont connaissance du décès, à moins qu’ils ne prouvent n’avoir connu que plus tard leur qualité d’héritiers (art. 567 al. 2, 1ère phrase, CC). Conformément à l’art. 571 al. 1 CC, les héritiers qui ne répudient pas dans le délai fixé acquièrent la succession purement et simplement. Selon l’art. 135 al. 1 CDPJ, la succession peut être acceptée expressément par déclaration signée de l'héritier au juge de paix. Aux termes de l’art. 136 CDPJ, il est donné acte de son acceptation, tacite ou expresse, à l'héritier qui a justifié de sa vocation et le juge de paix lui délivre un certificat attestant sa qualité d'héritier. 3.2.2 L'art. 576 CC dispose que l'autorité compétente peut, pour de justes motifs, accorder une prolongation de délai ou fixer un nouveau délai aux héritiers (art.”
In der Praxis trägt der Ausschlagende in der Regel die Kosten für Protokollierung und Verfahren im Zusammenhang mit der Ausschlagung.
“Vorab ist zuhanden der Beschwerdeführerin festzuhalten, dass die von der Vorinstanz erhobenen Kosten nicht im Zusammenhang mit der konkursamtlichen Liquidation der Erbschaft erhoben wurden, sondern im Zusammenhang mit der (dieser vorausgehenden) Ausschlagung der Erbschaft; entsprechend verfängt die Kritik der Beschwerdeführerin, wonach laut Art. 573 Abs. 1 ZGB keine kosten- pflichtige Verfügung vorgesehen sei, von vornherein nicht. Ebenfalls nicht verfangen die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum VwVG, da die hiesige Angelegenheit nicht in dessen Anwendungsbereich fällt: Die Ausschlagungserklärung nach Art. 566 Abs. 1 ZGB hat gegenüber der zu- ständigen Behörde – im Kanton Zürich das Einzelgericht am letzten Wohnsitz des Erblassers (Art. 54 Abs. 2 f. SchlT ZGB i.V.m. Art. 28 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 137 lit. e GOG) – zu erfolgen, welche sie zu prüfen und darüber Protokoll zu führen hat (vgl. Art. 570 Abs. 3 ZGB). Die Protokollierung der Ausschlagungserklärung ist ein Akt der freiwilligen Gerichtsbarkeit und im Kanton Zürich im summarischen Verfahren laut ZPO zu behandeln (OGer ZH LF180040 vom 5. September 2018, E. II./1.; § 137 lit. d i.V.m. § 142a GOG/ZH i.V.m. Art. 248 ff. ZPO; BGE 139 III 225 ff., E. 2.2). Entsprechend ist das Vorgehen der Vorinstanz, die Ausschla- gungserklärung im Rahmen eines summarischen Verfahrens nach ZPO zu Proto- koll zu nehmen und diesbezüglich einen Entscheid zu erlassen, korrekt. Dass die Vorinstanz sodann für die Protokollierung der Ausschlagungserklä- - 5 - rung Kosten erhoben und diese den Ausschlagenden auferlegt hat, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Nach langjähriger, gefestigter Praxis trägt die im Rahmen der Protokollierung der Ausschlagung entstehenden Kosten die Person, welche die Ausschlagung erklärt hat (vgl.”
Die Ausschlagung ist binnen der gesetzlichen Dreimonatsfrist zu erklären; die Frist beginnt mit dem Bekanntwerden des Todes oder — bei eingesetzten Erben — mit dem Zugang der amtlichen Mitteilung über die Verfügung.
“Gemäss Art. 566 Abs. 1 ZGB haben die gesetzlichen und die eingesetzten Erben die Befugnis, die Erbschaft, die ihnen zugefallen ist, auszuschlagen. Die Ausschlagungsfrist beträgt drei Monate, wobei sie für die gesetzlichen Erben, so- weit sie nicht nachweisbar erst später vom Erbfall Kenntnis erhalten haben, mit dem Zeitpunkt beginnt, da ihnen der Tod des Erblassers bekannt geworden ist - 6 - (Art. 567 ZGB). Eine Ausschlagung hat binnen gesetzlicher Frist unbedingt und vorbehaltlos zu erfolgen (Art. 566, Art. 567, Art. 570 Abs. 2 ZGB).”
“Die gesetzlichen und die eingesetzten Erben haben die Befugnis, die Erb- schaft, die ihnen zugefallen ist, auszuschlagen (Art. 566 Abs. 1 ZGB). Die Frist zur Ausschlagung beträgt drei Monate (Art. 567 Abs. 1 ZGB). Sie beginnt für die gesetzlichen Erben, soweit sie nicht nachweisbar erst später von dem Erbfall Kenntnis erhalten haben, mit dem Zeitpunkt, da ihnen der Tod des Erblassers be- kannt geworden, und für die eingesetzten Erben mit dem Zeitpunkt, da ihnen die amtliche Mitteilung von der Verfügung des Erblassers zugekommen ist (Art. 567 Abs. 2 ZGB).”
Bei offenkundiger bzw. überschuldeter Erbschaft besteht eine Ausschlagungsvermutung; in solchen Fällen muss der Erbe die Annahme ausdrücklich erklären, um die Vermutung oder die provisorische Erbenstellung zu widerlegen bzw. zu beenden.
“Somit sei von einer Überschuldung des Nachlasses im Umfang von Fr. 34'000.– auszugehen (act. 3 E. 2. ff.). In der Folge nahm die Vorinstanz Vor- merk von der Ausschlagung der Erbschaft des Erblassers durch alle nächsten ge- setzlichen Erben und gab dem Konkursgericht des Bezirksgerichts Uster Kenntnis davon zwecks Anordnung der konkursamtlichen Liquidation (act. 3 Dispositivziffer 1 und 2). 3.2.Die Berufungsklägerin führt in ihrer Berufung aus, sie habe das Erbe nie ausgeschlagen, nur die Kinder. Sie übernehme die volle, alleinige Verantwortung über die Schulden von ihrem Mann, "die Schulden von ihm sind alle beim Betrei- bungsamt als Verlustschein (ein paar wurden schon längst bez. Gläubiger kontak- tiert um dies weiter zuleiten)". Es sei gegen ihren Wunsch entschieden worden, sie schlage nicht aus. Sie nehme die Schulden an, nur die Kinder nicht (act. 2). - 4 - 3.3.Die gesetzlichen und die eingesetzten Erben haben die Befugnis, die Erb- schaft, die ihnen zugefallen ist, auszuschlagen (Art. 566 Abs. 1 ZGB). Ist die Zah- lungsunfähigkeit des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes amtlich festgestellt oder offenkundig, so wird die Ausschlagung durch die Erben vermutet (Art. 566 Abs. 2 ZGB). Die Vermutung der Ausschlagung kann durch ausdrückliche Annah- meerklärung oder Einmischung im Sinne von Art. 571 Abs. 2 ZGB während der Ausschlagungsfrist (vgl. dazu nachfolgend) umgestossen werden (CHK ZGB- GÖKSU, 4. Aufl., Zürich, Genf 2023, Art. 566 N 11; ZK ZGB-ESCHER, 3. Aufl., Zü- rich 1960, Art. 566 N 8). Somit bedarf bei der überschuldeten Erbschaft nicht die Ausschlagung, sondern die Annahme einer ausdrücklicher Erklärung des Erben (BSK ZGB-SCHWANDER, 7. Aufl., Basel 2023, Art. 566 N 8). Mit der Annahmeer- klärung beendet der Erbe seine provisorische Erbenstellung und wird zum definiti- ven Erben (CHK ZGB-GÖKSU, a.a.O., Art. 566 N 11; BK ZGB-TUOR/PICENONI, 2. Aufl., Bern 1964, Art. 566 N 12). Die Annahmeerklärung ist gleich der Ausschla- gung ein Gestaltungsrecht, somit bedingungsfeindlich, unwiderruflich, aber wegen Willensmängeln anfechtbar (CHK ZGB-GÖKSU, a.”
Die Ausschlagung muss unbedingt, vorbehaltlos und eindeutig erfolgen; die Ausschlagungserklärung ist als Gestaltungsrecht unmissverständlich und unbedingt abzugeben.
“Gemäss Art. 566 Abs. 1 ZGB haben die gesetzlichen und die eingesetzten Erben die Befugnis, die Erbschaft, die ihnen zugefallen ist, auszuschlagen. Die Ausschlagungsfrist beträgt drei Monate, wobei sie für die gesetzlichen Erben, so- weit sie nicht nachweisbar erst später vom Erbfall Kenntnis erhalten haben, mit dem Zeitpunkt beginnt, da ihnen der Tod des Erblassers bekannt geworden ist - 6 - (Art. 567 ZGB). Eine Ausschlagung hat binnen gesetzlicher Frist unbedingt und vorbehaltlos zu erfolgen (Art. 566, Art. 567, Art. 570 Abs. 2 ZGB).”
“Mit dem Tod des Erblassers erwerben die Erben die Erbschaft als Gan- zes kraft Gesetz (Art. 560 ZGB). Gemäss Art. 566 Abs. 1 ZGB sind die Erben be- fugt, die ihnen zugefallene Erbschaft auszuschlagen. Die Frist für die Ausschla- gung beträgt drei Monate. Sie beginnt für die gesetzlichen Erben – soweit sie nicht nachweisbar erst später von dem Erbfall Kenntnis erhalten haben – mit dem Zeitpunkt, da ihnen der Tod des Erblassers bekannt geworden ist (Art. 567 ZGB). Die Ausschlagung ist ein Gestaltungsrecht und muss als solches eindeutig, un- missverständlich und unbedingt abgegeben werden. Geht bei der zuständigen Behörde – welche (wie gesehen) im Kanton Zürich das Einzelgericht am Bezirks- gericht ist – eine Ausschlagungserklärung ein, so hat sie diese entgegenzuneh- men und zu protokollieren (Art. 570 Abs. 1 und 3 ZGB; PraxKomm Erbrecht- - 5 - HÄUPTLI, 5. Aufl. 2023, Art. 566 N 2 f. und 7 sowie Art. 570 N 1 ff.). Das Protokoll dient dem Beweis für die Abgabe und den Zeitpunkt der Ausschlagungserklärung (ZR 96/1997 Nr. 29 m.w.H.; vgl. auch BGer 5A_44/2013 vom 25. April 2013 E. 3, nicht publiziert in BGE 139 III 225).”
Bei unklaren Altlasten oder unbekannten Sanierungskosten kann die Ausschlagung gewählt werden, um Haftungsrisiken für solche Verpflichtungen zu vermeiden.
“Sind die Schulden des Erblassers – hier interessierend die Kostentragungspflicht nach Altlastenrecht – noch nicht näher bezifferbar, können die Erben eine Kostenver- teilungsverfügung verlangen, um zu entscheiden, ob sie die Erbschaft ausschlagen oder annehmen wollen (BGE 142 II 232 E. 6.3, unter Bezugnahme auf 1A.273/2005/1A.274/2005/ 1P.669/2005 vom 25. September 2006, E. 5.3). 3.2 3.2.1 Die Voraussetzung der Vorhersehbarkeit ist dem Erbrecht – und dem Umweltrecht – nicht bekannt (Daniel Leu/Lukas Brugger, in: Thomas Geiser/Stephan Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB II, 7. A., Basel 2023, Art. 589 ZGB N. 6a; Denis Oliver Adler, Aktuelle Entwicklungen im Altlastenrecht, URP 2016, S. 509 ff., S. 521). Nach erbrechtlicher Konzeption treten die Erben mit dem Tod des Erblassers grundsätzlich ipso iure in dessen Rechtsstellung ein. Entsprechend dem Prinzip der Universalsukzession nach Art. 560 Abs. 2 ZGB geht sämtliches Vermögen des Erblassers zum Todeszeitpunkt auf die Erben über. Dies gilt auch für alle Passiven des Erblassers, unabhängig davon, ob die Erben um deren Existenz beim Erbgang wissen oder nicht (VGr, 24. Januar 2013, VB.2012.00232, E. 3.3). Das Gegenstück (oder Korrektiv) zum ipso iure-Erwerb der Erbschaft bildet das Recht zur Ausschlagung gemäss Art. 566 Abs. 1 ZGB, das dazu führt, dass der Ausschlagende so zu behandeln ist, wie wenn er nie Erbe geworden wäre (Stephan Wolf/Sandro Gian Genna, Schweizerisches Privatrecht: Erbrecht, 2. Teil, Basel 2015, S. 80 f.). Mit der Ausschlagung wird das Risiko, für die Schulden des Erblassers belangt zu werden, nach Art. 579 Abs. 1 ZGB auf die Haftung im Umfang allfälliger Vorempfänge begrenzt (BGr, 12. August 2021, 5A_651/2020, E. 3.5.2). 3.2.2 Sind die Vermögensverhältnisse des Erblassers nicht oder nur schwer abzuschätzen, vermag die Wahl zwischen vorbehaltloser Annahme und Ausschlagung der Erbschaft nicht zu befriedigen: Durch die Annahme der Erbschaft setzt sich der Erbe dem Risiko aus, mit seinem eigenen Vermögen für allenfalls vorhandene, aber noch nicht bekannte Erbschaftsschulden haften zu müssen (Universalsukzession). Schlägt er dagegen die Erbschaft aus, entgeht ihm vielleicht ein grösseres Vermögen. Das Institut des öffentlichen Inventars (Art. 580 ff. ZGB) verschafft Informationen über den Nachlass, verlängert die Bedenkzeit über Ausschlagung oder Annahme der Erbschaft und ermöglicht schliesslich die Beschränkung der Haftung auf die im Inventar aufgeführten Schulden (Peter Breitschmid/Martin Eggel/Paul Eitel/Roland Fankhauser/Thomas Geiser/Alexandra Jungo, Erbrecht, 4.”
Bei offenkundiger Insolvenz bzw. amtlich festgestellter Zahlungsunfähigkeit können Vermögenswerte (z. B. zur Steuerzahlung) relevant sein und begründen eine Vermutung zugunsten der Ausschlagung.
“256 al. 2 CPC, la recevabilité des faits et moyens de preuve nouveaux peut toutefois être admise dans certaines conditions, soit lorsqu'ils sont susceptibles d'influer sur le sort du litige en faisant apparaître la décision attaquée comme incorrecte (CREC 30 avril 2020/105 consid. 3.2.1; CREC 14 janvier 2020/5 consid. 2.2.1; CREC 26 novembre 2020/286 consid. 2.2 ; CREC 24 novembre 2020/251 consid. 2.2.1). En l'espèce, la recourante produit, en sus de la décision attaquée, une attestation de saisie d'un paiement de 11'397 fr. 25 effectué en faveur de l'administration des impôts du Canton de Berne le 26 septembre 2024. Cette pièce, qui a un impact sur la présente cause est recevable. Partant, le fait qu’elle contient a été intégré à l’état de fait du présent arrêt (ch. 4). 3. 3.1 La recourante conteste que la succession de son époux, le de cujus, ait été insolvable et donc le prononcé d'une répudiation d'office. 3.2 3.2.1 Aux termes de l'art. 566 CC, les héritiers légaux ou institués ont la faculté de répudier la succession (al. 1). Le principe selon lequel la répudiation exige une déclaration expresse de l'héritier souffre une exception lorsque le de cujus était notoirement insolvable à l'ouverture de la succession. L'art. 566 al. 2 CC prévoit alors que la succession est censée répudiée. Dans ce cas, les héritiers ne conservent la succession au terme du délai de répudiation que s'ils déclarent l'accepter ou ont eu un comportement entraînant la déchéance du droit de répudier selon l'art. 571 al. 2 CC. Les conditions de la présomption de l'art. 566 al. 2 CC sont donc les suivantes (Steinauer, Le droit des successions, 2e éd. 2015, nn. 981 ss p. 517 s. ; Häuptli, Praxis Kommentar Erbrecht, 4e éd. 2019, nn. 12 ss ad art. 566 CO) : 1. Lors du décès, le de cujus était surendetté, c'est-à-dire avait plus de passifs que d'actifs, un manque passager de liquidités n'étant pas suffisant. 2. L'insolvabilité à l'époque du décès doit être officiellement constatée ou en tout cas notoire.”
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