Tout sociétaire est autorisé de par la loi à attaquer en justice, dans le mois à compter du jour où il en a eu connaissance, les décisions auxquelles il n’a pas adhéré et qui violent des dispositions légales ou statutaires.
14 commentaries
Gerichte prüfen bei Anfechtungen auch materielle Gesichtspunkte (z.B. Rechtfertigung eines Ausschlusses, Missbrauchsverbot, Gleichbehandlung, missbräuchliches Mehrheitsverhalten/Mangel an Einbezug der Minderheit).
“Die Anfechtung von Beschlüssen der Stockwerkeigentümerversammlung ist in Art. 712m Abs. 2 ZGB geregelt, der auf das Vereinsrecht und damit auf Art. 75 ZGB verweist. Aufgrund dieser Bestimmung kann mit Klage geltend gemacht werden, der angefochtene Beschluss verletze das Gesetz oder die Statuten, denen im Stockwerkeigentumsrecht die insbesondere im Begründungsakt, im Reglement und in der Hausordnung festgelegte Gemeinschaftsordnung entspricht (Arthur Meier-Hayoz/Heinz Rey, Berner Kommentar, 1988, N. 128 zu Art. 712m ZGB; Amédéo Wermelinger, Zürcher Kommentar, 2019, N. 202 zu Art. 712m ZGB). Als Gesetzesverletzung gelten namentlich auch Verstösse gegen das Rechtsmissbrauchsverbot und gegen das Gebot der Gleichbehandlung der Stockwerkeigentümer (BGE 131 III 459 E. 5; zit. Urteil 5A_640/2012 a.a.O.). Nicht überprüft werden können dagegen die Angemessenheit und Zweckmässigkeit eines Beschlusses (BGE 131 III 459 E. 5.1; Urteil 5A_100/2020 vom 15. August 2023 E. 2, nicht publ. in BGE 149 III 393).”
“L’appelant ne se plaint pas non plus d’une violation d’une norme matérielle. Il reste donc à déterminer si la décision d’augmenter le budget et d’affecter, sur ce budget, une somme de 20’000 fr. au fonds de rénovation relevait d’un abus de droit manifeste. 4.4 4.4.1 L’abus manifeste d’un droit n’est pas protégé par la loi (art. 2 al. 2 CC). Ce principe permet de corriger les effets de la loi dans certains cas où l’exercice d’un droit allégué créerait une injustice manifeste. Le juge apprécie la question au regard des circonstances concrètes, qui sont déterminantes. L’emploi dans le texte légal du qualificatif « manifeste » démontre que l’abus de droit doit être admis restrictivement (ATF 143 III 279 consid. 3.1 ; ATF 140 III 583 consid. 3.2.4 ; TF 4A_32/2024 du 1er octobre 2024 consid. 5.5.2). Seule une atteinte portée délibérément et de mauvaise foi aux droits privés d’une partie constitue l’exercice abusif d’un droit (ATF 84 II 424 consid. 3). L’art. 2 al. 2 CC s’applique également dans le cadre de l’art. 75 CC, applicable par renvoi à la contestation des décisions dans la PPE (TF 5A_878/2020 précité, consid. 6.2). Dans ce contexte, agit de manière abusive celui qui, parmi plusieurs possibilités à peu près équivalentes qui lui sont offertes pour exercer un droit, choisit sans raison objective précisément celle qui entraîne des inconvénients particuliers pour un autre (ATF 131 III 459 consid. 5.3, JdT 2005 I 588 ; TF 5A_878/2020, loc. cit.). Le principe du ménagement dans l’exercice du droit, qui est un cas spécifique d’abus de droit, est transgressé lorsque les décisions de la majorité compromettent les droits de la minorité alors même que le but poursuivi dans l’intérêt de la communauté des propriétaires d’étages aurait pu être atteint de manière peu ou pas dommageable pour cette minorité et sans inconvénient pour la majorité (Sophie Martin, L’assemblée générale de la communauté des propriétaires d’étages : organisation, prise de décisions et contestations judiciaires, thèse Lausanne 2019, par.”
“La décision d'exclusion peut être contestée devant le juge par le membre exclu (cf. art. 75 CC). Elle ne peut en principe pas être remise en cause pour des raisons matérielles, la cognition du juge se limitant au point de savoir si elle est entachée de vices formels, en particulier si des règles de procédure internes de l'association ont été violées, ou constitutive d'un abus de droit au sens de l'art. 2 al. 2 CC (ATF 131 III 97 consid. 2.1 et les références; arrêts 5A_792/2022 du 20 février 2023 consid. 2.2; 5A_578/2021 du 24 février 2022 consid. 3.1). Il y a exception au principe de l'incontestabilité matérielle de l'exclusion notamment lorsqu'il s'agit d'associations professionnelles ou économiques, en raison de l'exigence de protéger le droit de leurs membres au développement de leur personnalité économique (art. 28 CC); dans de telles situations, il se justifie de limiter la liberté d'exclusion et de permettre au juge d'examiner l'existence d'un juste motif d'exclusion, en procédant à une pesée des intérêts respectifs de l'association à exclure un membre et de celui-ci à rester sociétaire (ATF 131 III 97 consid.”
Wird die Monatsfrist versäumt, „heilt“ dies den Mangel: Nicht innerhalb Monatsfrist angefochtene Beschlüsse bleiben verbindlich und spätere Anfechtungen sind in der Regel unzulässig (Verwirkung).
“Im Grundsatz ist denkbar, dass ein Anfechtungsprozess gegenstandslos werden kann, wenn die angefochtenen Beschlüsse anlässlich einer späteren Stockwerkeigentümerversammlung wieder aufgehoben werden, da damit die gerichtlich begehrte Gestaltungshandlung vorgenommen wurde (vgl. ADDOR, Die Gegenstandslosigkeit eines Rechtsstreits, 1997, S. 75). Dies würde indessen voraussetzen, dass im Zeitpunkt der Verfahrensabschreibung Klarheit darüber besteht, dass die aufhebenden Beschlüsse nicht ihrerseits von einem der Stockwerkeigentümer angefochten wurden, was sachverhaltsmässig zu erstellen wäre. Ebenso wenig dürften den Aufhebungsbeschluss Nichtigkeitsgründe beschlagen, denn ist der Anfechtungsprozess einmal abgeschrieben, besteht aufgrund der Verwirkungsfrist (Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 75 ZGB; vgl. BGE 143 III 537 E. 4.2.2 mit Hinweisen) keine Möglichkeit mehr, den ursprünglichen Beschluss nochmals anzufechten.”
“Das Recht unterscheidet zwischen inhaltlichen und formellen Mängeln, die einen Beschluss anfechtbar oder nichtig machen. Während Nichtigkeit jederzeit geltend gemacht werden kann, muss gegen bloss anfechtbare Beschlüsse der Versammlung der Stockwerkeigentümer gemäss Art. 712m Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 75 ZGB innert eines Monats Klage erhoben werden (vgl. auch act. 21/3, Ziffer 37). Mit unbenutztem Ablauf der Klagefrist ist ein allfälliger Mangel "geheilt" und der betreffende Beschluss wird für alle Parteien verbindlich (vgl. BK ZGB-Riemer, 2. Aufl. 2023, Art. 75 N. 71). Mit Blick auf die Vollzugspflichten der Verwalterin be- deutet dies, dass sie Beschlüsse der Versammlung der Stockwerkeigentümer vollziehen muss, sofern diese nicht erfolgreich angefochten und aufgehoben wor- den oder nichtig sind (vgl. SVIT STWE-Wermelinger, 3. Aufl. 2023, Art. 712m N. 224; BK ZGB-Meier-Hayoz, Art. 712s N. 18).”
“Die Beschwerdeführerin hat den Beschluss vom 13. April 2023 innert Mo- natsfrist nicht angefochten (vgl. Art. 712m Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 75 ZGB). Allfäl- lige inhaltliche und/oder formelle Mängel, die den Beschluss anfechtbar gemacht hätten, wären also längst "geheilt" (vgl. BK ZGB-Riemer, 2. Aufl. 2023, Art. 75 - 7 - N. 71). Da die Art und Weise der Vollzugshandlungen der Verwalterin gegenüber der Beschwerdeführerin in sachlicher Hinsicht zweifellos angemessen waren, könnte der Verwalterin höchstens noch vorgeworfen werden, sie habe einen nich- tigen Beschluss vollzogen und dadurch einen wichtigen Grund für ihre Abberu- fung gesetzt. Wie die Vorinstanz im Urteil vom 3. Juli 2024 (vgl. act. 20, S. 11, E. 5.2.2) richtig ausgeführt hat, liegt ein wichtiger Grund vor, wenn eine Verwal- tung ihre Treuepflicht derart schwer verletzt hat, dass das Vertrauensverhältnis zerstört worden ist und die Fortsetzung des Verwaltungsverhältnisses aus objekti- ver Sicht unzumutbar erscheint (vgl. auch SVIT STWE-Wermelinger, 3. Aufl. 2023, Art. 712r N. 37a ff.; OFK ZGB-Pellascio, 4. Aufl. 2021, Art. 712r N. 9; Deil- lon-Schegg, Die gerichtliche Abberufung des Verwalters beim Stockwerkeigentum wegen "wichtiger Gründe" - Bemerkungen zu BGE 126 III 177 ff.”
Die Monatsfrist des Art. 75 ZGB beginnt mit Kenntnis des Beschlusses; bei persönlicher Anwesenheit an der Versammlung bereits am Versammlungstag, bei Zustellung (z.B. eines Zirkulationsbeschlusses) mit Zustellung/Erkenntnis.
“An dieser Stelle ist sodann darauf hinzuweisen, dass die Berufungskläger, welche spätestens seit Erhalt der durch Rechtsanwalt Casanova im Namen der Berufungsbeklagten im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Klageantwort Kenntnis von den in dieser Hinsicht gefassten Beschlüssen haben mussten, diese nicht innert der Verwirkungsfrist gemäss Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 75 ZGB angefochten haben und jedenfalls keine Nichtigkeit der Beschlüsse vorliegt, weshalb auch aus diesem Grund von einer gültigen Bevollmächtigung des Rechtsvertreters auszugehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_773/2019 vom 6. März 2020 E. 3.2; Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich NP130037 vom 3. Februar 2014 E. 2e, je m.H. auf Urteil des Bundesgerichts 5C.246/2005 vom 6. Februar 2006 E. 2.2). In diesem Zusammenhang ist ausserdem zu erwähnen, dass die Berufungskläger mit Schreiben der Verwaltung vom 16. Oktober 2020 (act. C.2) - dieses ist als Novum zuzulassen (vgl. E. 2.3), zumal die Berufungskläger die (rechtsgültige) Bevollmächtigung von Rechtsanwalt Casanova durch die Berufungsbeklagte erstmals im Berufungsverfahren in Abrede stellten (vgl. E. 3.2.1) und zuvor mithin kein Anlass für das Einreichen des Schreibens bestand -, mit welchem ihnen die Anträge betreffend Prozessführung im Rahmen eines Zirkulationsbeschlusses unterbreitet wurden, bereits darüber informiert worden waren, dass ihnen als klagende Stockwerkeigentümer aufgrund ihres Interessenkonflikts in dieser Angelegenheit kein Stimmrecht zukomme und mithin die Zustimmung von M.”
“Die Berufungsbeklagte musste sich daher bewusst sein, dass sie unverzüglich hätte handeln und das Novum nach der Versammlung ohne Verzug bei der Vorinstanz hätte vorbringen müssen. Schliesslich gilt es der Berufungsklägerin beizupflichten, wenn sie eine Parallele zur Anfechtung eines Versammlungsbeschlusses zieht (vgl. act. A.1 Rz. 18 und act. A.3 Rz. 4): Wer einen Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft anfechten will, hat vom Zeitpunkt der Kenntnis des Beschlusses an 30 Tage Zeit, um bei der zuständigen Schlichtungsbehörde eine Klage einzureichen. Wer an der Versammlung, an welcher der Beschluss gefasst worden war, persönlich anwesend war oder sich vertreten liess, hat sofortige Kenntnis vom Beschluss erhalten und muss somit innert 30 Tagen seit der Versammlung das Schlichtungsbegehren stellen. Für Personen, die an der Versammlung nicht zugegen waren und sich nicht vertreten liessen, beginnt die Frist mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme zu laufen; in der Regel am Tag, an welchem ihnen das Protokoll zugestellt worden ist (Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 75 ZGB; vgl. WULLSCHLEGER, Die Anfechtung von Beschlüssen einer Stockwerkeigentümergemeinschaft, ZZZ/2024 S. 345 f.). Analog ist diese gefestigte Praxis auf den vorliegenden Fall anzuwenden. C. hat die hier interessierenden (angeblichen) Äusserungen anlässlich der Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Dezember 2022 getätigt. Die entsprechende Frist zur umgehenden Einreichung der Noven hat somit an diesem Tag zu laufen begonnen, da die Mehrheit aller Eigentümer an der Versammlung zugegen waren oder sich durch Dritte haben vertreten lassen. Die Berufungsbeklagte hat sich die entsprechende Kenntnis anrechnen zu lassen. Es kann vorliegend daher nicht darauf ankommen, wann das Versammlungsprotokoll erstellt bzw. den Stockwerkeigentümern zugestellt worden ist.”
“L'existence d'une cause de nullité ne peut d'ailleurs pas être définie de façon générale et abstraite : chaque cas concret doit être analysé individuellement, même si certains cas types de nullité ont néanmoins été dégagés, telles les décisions qui vont à l'encontre de la structure fondamentale de la propriété par étages, celles qui violent les règles qui sont destinées à protéger les tiers, notamment les créanciers, celles qui ont un contenu immoral ou impossible ou encore celles qui violent les droits de la personnalité (ATF 143 III 537 consid. 4.2.1 et réf. cit.). Selon le Tribunal fédéral (ATF 143 III 537 précité consid. 4.2.4), la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En règle générale, et surtout en cas de doute, la sécurité du droit recommande de préférer l'annulabilité de la décision à sa nullité, étant en effet précisé que la nullité conduirait cas échéant à la remise en cause de toutes les décisions que la communauté aurait prises par le passé selon cette même majorité. Cela signifie que la décision déploie des effets juridiques aussi longtemps qu’elle n’est pas annulée conformément aux prescriptions de l’art. 75 CC (Wermelinger, op. cit., n. 188 p. 103 et réf. cit.). 4.3 4.3.1 L’art. 6.3 initial du règlement prévoyant une unanimité ne tombe pas sous le coup d’un des cas type de nullité recensés ci-dessus mais se rapproche du cas examiné par l’arrêt 143 III 537 précité lequel estime que la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En outre, la nullité ex lege de l’art. 6.3 initial entraînerait une incertitude importante quant à toutes les décisions prises par la PPE jusqu’à ce jour. Enfin, comme exposé ci-dessus, en cas de doute, c’est l’annulabilité qui doit être privilégiée. En conséquence, conformément à la jurisprudence qui précède, cette clause initiale n’est pas nulle mais annulable. Aussi, même en se fondant sur la jurisprudence citée ci-dessus, le tribunal ne pouvait pas considérer que l’art. 6.3 initial était purement et simplement nul, et les époux B.”
“L’appelante en a requis l’annulation dans le délai péremptoire (prévu à l’art. 75 CC) d’un mois à compter du jour où elle a eu connaissance de la décision litigieuse puisqu’elle a déposé sa requête de conciliation le 14 octobre 2022, soit moins d’un mois après l’assemblée du 15 septembre 2024. Dès lors, il doit être fait droit à la conclusion subsidiaire de l’appelante et il convient d’annuler la décision prise lors de l’assemblée du 15 septembre 2022 de modifier l’art. 6.3 du règlement. 4.3.3 Constatant que la règle de l’unanimité consacrée à l’art. 6.3 du règlement causait un blocage et empêchait l’administration de l’ordre communautaire (en raison du conflit les opposant à l’appelante), les propriétaires B.________ et A.________ auraient dû faire valoir en justice que ladite règle n’était plus conforme à la jurisprudence et exiger l’adoption d’un nouveau règlement d’utilisation au sens de l’art. 712g al. 3 CC (Wermelinger, op.cit., n. 128 p. 502). L'action n'est alors pas une action en contestation selon l'art. 75 CC, ce qui a pour effet que le délai d’action d'un mois dès la décision négative ne s'applique pas, si bien que les propriétaires peuvent encore agir nonobstant le fait que la clause initiale a été adoptée en 1996 (Wermelinger, op. cit., n. 132 p. 503). C’est cette démarche que les propriétaires devront suivre à l’issue de la présente cause. 5. 5.1 Reste à examiner la question de la nullité voire de l’annulabilité de la décision, prise à deux voix sur trois à l’assemblée du 15 septembre 2022, de diminuer la température d’envoi de la chaudière de 21 à 20 degrés Celsius le jour et de 18 à 17 degrés Celsius la nuit. 5.2 L’action en contestation des décisions de l’assemblée des copropriétaires n'a pas pour objectif de sanctionner des décisions peu opportunes ou déplaisantes, sous-entendu pour autant qu'elles soient adoptées conformément aux majorités prévues par la loi ou le règlement. Le juge ne doit donc pas influencer la volonté communautaire. En revanche, le contrôle judiciaire s'étend à des mesures refusées en assemblée et qui constitueraient des mesures d'administration indispensables.”
“Invoquant une violation du droit et une constatation inexacte des faits, elle soutient que le Tribunal fédéral admet la possibilité d’adopter des majorités plus strictes que celles prévues à l’art. 712g al. 3 CC (ATF 149 III 393). La PPE n’étant composée que de trois lots de 333 millièmes chacun, sauf le lot n° 3 de 334 millièmes, un durcissement allant au-delà de la règle de la double-majorité ne serait mathématiquement pas possible, de sorte que seul le régime de l’unanimité pouvait durcir les exigences de la majorité. Elle rappelle par ailleurs que le règlement a été adopté et inscrit au Registre foncier en 1996, que les époux A.________ ont activement participé à son adoption et que les époux B.________ l’ont toujours admis. La première question à résoudre est celle de savoir si le nouvel art. 6.3 du règlement voté lors de la constitution de la PPE en 1996 est conforme au droit et à la jurisprudence. 3.2 3.2.1 La propriété par étages est régie aux art. 712a à 712t CC. L'art. 712m al. 2 CC renvoie à l'art. 75 CC s'agissant de la contestation d'une décision de l'assemblée des propriétaires d'étages (TF 5A_198/2014 du 19 novembre 2014 consid. 5.3.2 ; Wermelinger, op. cit., p. 807). L'art. 75 CC prévoit que tout sociétaire est autorisé par la loi à attaquer en justice, dans le mois à compter du jour où il en a eu connaissance, les décisions auxquelles il n'a pas adhéré et qui violent des dispositions légales ou statutaires (Wermelinger, op. cit., n. 227 ad art. 712m, p. 816). 3.2.2 Les art. 646 ss CC, respectivement les art. 712a ss CC, prévoient quatre types de majorité auxquelles les décisions peuvent être soumises. La majorité simple est obtenue lorsque plus de la moitié des propriétaires d’étages présents ou représentés s’expriment en faveur d’une décision. La double majorité implique la majorité des copropriétaires représentant en outre plus de la moitié de la valeur des parts (soit 51% ou 501 ‰ des quotes-parts). La majorité absolue nécessite la majorité de tous les copropriétaires, présents, représentés et absents.”
In bestimmten Verbands- und Vereinskategorien (Berufs- oder Wirtschaftsverbände, Verbände mit ausländischen Mitgliedern) prüfen Gerichte materiell, ob Ausschluss bzw. Sanktion sachlich gerechtfertigt ist; ausländische Mitglieder können Art. 75 ZGB- Klagen erheben.
“La décision d'exclusion peut être contestée devant le juge par le membre exclu (cf. art. 75 CC). Elle ne peut en principe pas être remise en cause pour des raisons matérielles, la cognition du juge se limitant au point de savoir si elle est entachée de vices formels, en particulier si des règles de procédure internes de l'association ont été violées, ou constitutive d'un abus de droit au sens de l'art. 2 al. 2 CC (ATF 131 III 97 consid. 2.1 et les références; arrêts 5A_792/2022 du 20 février 2023 consid. 2.2; 5A_578/2021 du 24 février 2022 consid. 3.1). Il y a exception au principe de l'incontestabilité matérielle de l'exclusion notamment lorsqu'il s'agit d'associations professionnelles ou économiques, en raison de l'exigence de protéger le droit de leurs membres au développement de leur personnalité économique (art. 28 CC); dans de telles situations, il se justifie de limiter la liberté d'exclusion et de permettre au juge d'examiner l'existence d'un juste motif d'exclusion, en procédant à une pesée des intérêts respectifs de l'association à exclure un membre et de celui-ci à rester sociétaire (ATF 131 III 97 consid.”
“Er bezweckt unter anderem die Förderung der Zucht und die Verbesserung und das Wohlergehen von Arabischen Pferden in Europa und anderen Ländern von Mitgliedern; das Ergreifen von Massnahmen zur Verhinderung von Gewalt gegenüber Pferden im Allgemeinen und an Wettbewerben [des Vereins] im Besonderen sowie die Förderung internationaler Wettbewerbe in Europa und anderen Ländern von Mitgliedern durch die Schaffung und Durchsetzung von Regeln. A.b. Die B.________ ist eine nach katarischem Recht organisierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Katar. Ihre gewerbliche Aktivität besteht unter anderem in der Aufzucht von Pferden und anderen Equiden. A.c. An den 2019 C.________ World Championships nahm unter anderem die B.________ teil. Anlässlich dieses Show-Wettbewerbs kam es seitens eines Konkurrenten zu einem Verstoss gegen das Regelwerk des A.________, das an diesem Wettbewerb zur Anwendung gelangte. Dies hatte ein vereinsinternes Disziplinarverfahren zur Folge, anlässlich dessen die verantwortlichen Personen mit einer Verwarnung und einer Busse bestraft wurden. B. Die B.________ war mit der ausgesprochenen Strafe nicht zufrieden, weshalb sie am 1. April 2021 mit Klage nach Art. 75 ZGB gegen den A.________ an das Handelsgericht des Kantons St. Gallen gelangte. B.a. Auf Antrag des A.________ verpflichtete das Handelsgericht die B.________ mit Verfügung vom 21. März 2022 zur Leistung einer Sicherheit für die Parteientschädigung in Höhe von Fr. 22'400.--. Das Handelsgericht erwog insbesondere, der vom A.________ geltend gemachte Stundenaufwand für die Klageantwort von 144 Stunden erscheine als zu hoch. Angemessen schienen rund 80 Stunden (50 Stunden für die Klageantwort und 30 Stunden für die Duplik). Der A.________ ersuchte mit Einreichung der Duplik um eine Erhöhung der Sicherheit, wobei er geltend machte, im Zusammenhang mit der Duplik seien 113.5 Stunden Zeitaufwand entstanden. Das Handelsgericht lehnte eine Erhöhung mit Verfügung vom 17. April 2023 ab. B.b. Das Handelsgericht wies die Klage schliesslich mit Entscheid vom 14. November 2023 (versandt am 18. Dezember 2023) ab (Dispositiv-Ziff. 1). Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- auferlegte es der B.________ (Dispositiv-Ziff.”
Vor Anrufung staatlicher Gerichte sind vereinsinterne Rechtsbehelfe zu prüfen und gegebenenfalls zu erschöpfen, sofern statutarische Nähe besteht; bei Nichtigkeitsklagen ist hingegen kein Erschöpfungsversuch interner Rechtsmittel erforderlich.
“Bei Vorhandensein einer direkt oder analog anwendbaren statutarischen Regelung schlägt das Bundesgericht den Bogen zum Vereinsrecht (vgl. Urteil 9C_15/2019 E. 3.1.2), in welchem der Grundsatz gilt, dass von sämtlichen Rechtsbehelfen, welche die Vereinsorganisation zur Verfügung stellt, Gebrauch zu machen ist, bevor ein Vereinsmitglied staatlichen Rechtsschutz in Anspruch nehmen kann (Art. 75 ZGB; BGE 144 III 433 E. 4.2). Vorliegend besteht keine direkt anwendbare statutarische Regelung. Gegen eine analoge Anwendung der Regelung im TLR spricht, dass keine materielle Nähe zum Verfahren bei Teilliquidation besteht. Darin unterscheidet sich der hier zu beurteilende Fall vom Sachverhalt, der dem Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2019 vom 21. Mai 2019 zugrunde lag. Im bundesgerichtlichen Verfahren war die Anfechtung eines Verteilungsplans ausserhalb einer Teilliquidation zu beurteilen, wobei das Bundesgericht erwog, wegen der materiellen Nähe zur Anfechtung des Verteilungsplans im Kontext einer Teilliquidation steche der diesbezügliche Modus als analoge Richtschnur ins Auge (E. 3.1.2 des Urteils). Fehlt es an einer solchen materiellen Nähe erscheint es angesichts der Organisationsautonomie der Vorsorgeeinrichtungen (Art. 49 Abs. 1 BVG) problematisch, die Regelung im TLR zu verallgemeinern. Dies liefe darauf hinaus, ohne klar gesetzliche oder statutarische Grundlage ein allgemeines internes Einspracheverfahren einzuführen.”
“Cette action peut être intentée en tout temps, sous réserve de l'abus de droit, par toute personne (membre ou non) justifiant d'un intérêt, sans épuisement préalable des voies de recours internes (Foëx, op. cit., n. 2, 36 et 37 ad art. 75 CC). La nullité doit être au demeurant relevée d'office par le juge, même hors de toute action en nullité (Meier, Droit des personnes, 2021, n° 1178, p. 683). Le vice doit être particulièrement important pour justifier la nullité. Il peut affecter une décision émanant tant de l'assemblée générale que d'un autre organe (Foëx, op. cit., n. 38 ad art. 75 CC). Constituent des décisions nulles la décision prise à l'occasion d'une réunion informelle des membres, la décision prise par une assemblée générale convoquée par une personne ou un organe non compétent, la décision prise par l'assemblée générale alors que certains membres n'ont intentionnellement pas été convoqués, la décision prise par une assemblée générale alors que le quorum statutaire de présence n'était pas réuni, la décision prise alors que certains membres ont été empêchés par des manœuvres de prendre part à l'assemblée générale ou n'y ont pas été admis (Foëx, op. cit., n. 39 ad art. 75 CC). Des violations du droit d'être entendu sont en soi guérissables et ne conduisent en principe qu'à l'annulabilité de la décision viciée. Il en va différemment si le vice a pour conséquence que la personne concernée n'a pas connaissance de la procédure en cours ou de la décision rendue, auquel cas la décision est sanctionnée de nullité (cf. arrêts du Tribunal 4A_14/2015 du 26 février 2015 consid. 3; 5P_203/2003 du 29 septembre 2003 consid. 2.1). Dans un litige portant, entre autres, sur l'exclusion de copropriétaires d'une PPE, le Tribunal a confirmé une décision des juridictions cantonales ayant déclaré nulles des décisions prises par l'assemblée générale sans convocation volontaire des intéressés, puisque leur droit le plus élémentaire à être entendus quant à la prise de mesures les concernant directement avait manifestement été violé, même s'ils n'étaient pas habilités à voter sur les objets portés à l'ordre du jour (cf. arrêt du Tribunal fédéral 5A_198/2014 du 19 novembre 2014, dont il résulte notamment que certaines règles relatives à l'association s'appliquent à la PPE).”
Bei Nichtigkeitsfragen ist die Nichtigkeit restriktiv und fallbezogen zu prüfen; bei Zweifeln ist eher Anfechtbarkeit/Annullierbarkeit der Beschlussform anzunehmen statt unmittelbare Nichtigkeit.
“L'existence d'une cause de nullité ne peut d'ailleurs pas être définie de façon générale et abstraite : chaque cas concret doit être analysé individuellement, même si certains cas types de nullité ont néanmoins été dégagés, telles les décisions qui vont à l'encontre de la structure fondamentale de la propriété par étages, celles qui violent les règles qui sont destinées à protéger les tiers, notamment les créanciers, celles qui ont un contenu immoral ou impossible ou encore celles qui violent les droits de la personnalité (ATF 143 III 537 consid. 4.2.1 et réf. cit.). Selon le Tribunal fédéral (ATF 143 III 537 précité consid. 4.2.4), la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En règle générale, et surtout en cas de doute, la sécurité du droit recommande de préférer l'annulabilité de la décision à sa nullité, étant en effet précisé que la nullité conduirait cas échéant à la remise en cause de toutes les décisions que la communauté aurait prises par le passé selon cette même majorité. Cela signifie que la décision déploie des effets juridiques aussi longtemps qu’elle n’est pas annulée conformément aux prescriptions de l’art. 75 CC (Wermelinger, op. cit., n. 188 p. 103 et réf. cit.). 4.3 4.3.1 L’art. 6.3 initial du règlement prévoyant une unanimité ne tombe pas sous le coup d’un des cas type de nullité recensés ci-dessus mais se rapproche du cas examiné par l’arrêt 143 III 537 précité lequel estime que la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En outre, la nullité ex lege de l’art. 6.3 initial entraînerait une incertitude importante quant à toutes les décisions prises par la PPE jusqu’à ce jour. Enfin, comme exposé ci-dessus, en cas de doute, c’est l’annulabilité qui doit être privilégiée. En conséquence, conformément à la jurisprudence qui précède, cette clause initiale n’est pas nulle mais annulable. Aussi, même en se fondant sur la jurisprudence citée ci-dessus, le tribunal ne pouvait pas considérer que l’art. 6.3 initial était purement et simplement nul, et les époux B.”
Bei Verstößen gegen zwingende Quoren oder absichtlichem Ausschluss/Ladungsversäumnissen kann Nichtigkeit eintreten; schwerwiegende Verfahrensverstösse (z.B. absichtliches Nichtladen) begründen Nichtigkeit.
“L'existence d'une cause de nullité ne peut d'ailleurs pas être définie de façon générale et abstraite : chaque cas concret doit être analysé individuellement, même si certains cas types de nullité ont néanmoins été dégagés, telles les décisions qui vont à l'encontre de la structure fondamentale de la propriété par étages, celles qui violent les règles qui sont destinées à protéger les tiers, notamment les créanciers, celles qui ont un contenu immoral ou impossible ou encore celles qui violent les droits de la personnalité (ATF 143 III 537 consid. 4.2.1 et réf. cit.). Selon le Tribunal fédéral (ATF 143 III 537 précité consid. 4.2.4), la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En règle générale, et surtout en cas de doute, la sécurité du droit recommande de préférer l'annulabilité de la décision à sa nullité, étant en effet précisé que la nullité conduirait cas échéant à la remise en cause de toutes les décisions que la communauté aurait prises par le passé selon cette même majorité. Cela signifie que la décision déploie des effets juridiques aussi longtemps qu’elle n’est pas annulée conformément aux prescriptions de l’art. 75 CC (Wermelinger, op. cit., n. 188 p. 103 et réf. cit.). 4.3 4.3.1 L’art. 6.3 initial du règlement prévoyant une unanimité ne tombe pas sous le coup d’un des cas type de nullité recensés ci-dessus mais se rapproche du cas examiné par l’arrêt 143 III 537 précité lequel estime que la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En outre, la nullité ex lege de l’art. 6.3 initial entraînerait une incertitude importante quant à toutes les décisions prises par la PPE jusqu’à ce jour. Enfin, comme exposé ci-dessus, en cas de doute, c’est l’annulabilité qui doit être privilégiée. En conséquence, conformément à la jurisprudence qui précède, cette clause initiale n’est pas nulle mais annulable. Aussi, même en se fondant sur la jurisprudence citée ci-dessus, le tribunal ne pouvait pas considérer que l’art. 6.3 initial était purement et simplement nul, et les époux B.”
“L’appelante en a requis l’annulation dans le délai péremptoire (prévu à l’art. 75 CC) d’un mois à compter du jour où elle a eu connaissance de la décision litigieuse puisqu’elle a déposé sa requête de conciliation le 14 octobre 2022, soit moins d’un mois après l’assemblée du 15 septembre 2024. Dès lors, il doit être fait droit à la conclusion subsidiaire de l’appelante et il convient d’annuler la décision prise lors de l’assemblée du 15 septembre 2022 de modifier l’art. 6.3 du règlement. 4.3.3 Constatant que la règle de l’unanimité consacrée à l’art. 6.3 du règlement causait un blocage et empêchait l’administration de l’ordre communautaire (en raison du conflit les opposant à l’appelante), les propriétaires B.________ et A.________ auraient dû faire valoir en justice que ladite règle n’était plus conforme à la jurisprudence et exiger l’adoption d’un nouveau règlement d’utilisation au sens de l’art. 712g al. 3 CC (Wermelinger, op.cit., n. 128 p. 502). L'action n'est alors pas une action en contestation selon l'art. 75 CC, ce qui a pour effet que le délai d’action d'un mois dès la décision négative ne s'applique pas, si bien que les propriétaires peuvent encore agir nonobstant le fait que la clause initiale a été adoptée en 1996 (Wermelinger, op. cit., n. 132 p. 503). C’est cette démarche que les propriétaires devront suivre à l’issue de la présente cause. 5. 5.1 Reste à examiner la question de la nullité voire de l’annulabilité de la décision, prise à deux voix sur trois à l’assemblée du 15 septembre 2022, de diminuer la température d’envoi de la chaudière de 21 à 20 degrés Celsius le jour et de 18 à 17 degrés Celsius la nuit. 5.2 L’action en contestation des décisions de l’assemblée des copropriétaires n'a pas pour objectif de sanctionner des décisions peu opportunes ou déplaisantes, sous-entendu pour autant qu'elles soient adoptées conformément aux majorités prévues par la loi ou le règlement. Le juge ne doit donc pas influencer la volonté communautaire. En revanche, le contrôle judiciaire s'étend à des mesures refusées en assemblée et qui constitueraient des mesures d'administration indispensables.”
Bei Parteientschädigung und prozessualen Nebenfragen im Zusammenhang mit Anfechtungsklagen sind Fristbeginn, Rechtsweg und abtrennbare Kostenentscheidungen prozessrechtlich relevant; Parteientschädigungen folgen dem Rechtsweg der Hauptsache.
“Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 5A_55/2024 Urteil vom 28. August 2024 II. zivilrechtliche Abteilung Besetzung Bundesrichter Herrmann, Präsident, Bundesrichter von Werdt, Bovey, Gerichtsschreiberin Lang. Verfahrensbeteiligte A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Sinan Odok, Beschwerdeführer, gegen B.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Cornel Borbély, Beschwerdegegnerin. Gegenstand Parteientschädigung (Anfechtungsklage nach Art. 75 ZGB), Beschwerde gegen den Entscheid des Handelsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. November 2023 (HG.2021.39-HGK).”
Die Monatsfrist wird in der Praxis häufig als 30-tägige Bedenk- bzw. Überlegungsfrist analog angewandt, auch bei BVG-Aufsichtsbeschwerden, Stiftungen und in Fällen fehlender reglementarischer Frist.
“Grundlage und Dauer der Frist zur Erhebung einer BVG-Aufsichtsbeschwerde waren bislang von der Rechtsprechung nicht abschliessend zu klären. Im Bereich des Stiftungsrechts ist das Bundesverwaltungsgericht in analoger Anwendung von (Bundes-)Verwaltungsrecht (z.B. Art. 50 Abs. 1 VwVG, Art. 100 Abs. 1 BGG [SR 173.110], Art, 60 ATSG) wiederholt von einer 30-tägigen Beschwerdefrist ausgegangen (vgl. Urteile des BVGer B-5449/2016 vom 21. November 2017 E. 5.2 und B-1932/2017 vom 6. November 2018 E. 7.5). In einem weiteren Fall zur BVG-Aufsichtsbeschwerde hat das Bundesverwaltungsgericht ebenfalls eine 30-tägige Frist angewandt, allerdings - wie bereits in früheren Urteilen des Bundesgerichts geschehen - unter analoger Anwendung von Art. 75 ZGB (vgl. Urteil A-1703/2017 E. 2.3 mit Hinweis auf die Urteile des BGer 5A_439/2016 vom 1. Dezember 2016 E. 4.1 und 5A_602/2008 vom 25. November 2008 E. 2.3.3).”
“Mangelt es wie vorliegend an einer direkt oder sinngemäss anwendbaren reglementarischen Festlegung, innert welcher Frist ein Stiftungsratsbeschluss bei der Aufsichtsbehörde anzufechten ist, so bietet sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts - nebst dem allgemeinen Rückgriff auf Art. 75 ZGB mit einer Anfechtungsfrist von 30 Tagen oder auf die 30-tägige Frist des (Bundes-)Verwaltungsrechts - an, die in anderen Bereichen des Sozialversicherungsrechts entwickelte Rechtsprechung zur Einräumung einer angemessenen Bedenkfrist bei Entscheiden im formlosen Verfahren sinngemäss heranzuziehen (vgl. E. 4.4 vorstehend).”
“Das Urteil A-1703/2017 wurde durch das Bundesgericht mit Urteil 9C_15/2019 vom 21. Mai 2019 im Ergebnis bestätigt. In diesem Urteil, in welchem die Verteilung von überschüssigem Deckungskapital strittig war, diskutierte das Bundesgericht verschiedene Analogien zur Bestimmung der Frist für die BVG-Aufsichtsbeschwerde (Variante 1: 30-tägige Frist in analoger Anwendung von Art. 75 ZGB; Variante 2: analoges Vorgehen wie bei der Anfechtung des Verteilplans im Kontext einer Teilliquidation mit Abstellen auf das Teilliquidationsreglement, welches gemäss verbreiteter Praxis ein internes Einspracheverfahren mit üblicherweise 30-tägiger Frist ab Zustellung der Information vorsehe; Variante 3: analoge Anwendung der 30-tägigen Frist des Verwaltungsrechts; Variante 4: analoge Anwendung der in anderen Bereichen des Sozialversicherungsrechts entwickelten Rechtsprechung zur Einräumung einer angemessenen Bedenkfrist bei Entscheiden im formlosen Verfahren). Im konkreten Fall kam das Bundesgericht zum Schluss, dass die zwischen dem Informationsschreiben der Vorsorgeeinrichtung und der Nachfrage des Beschwerdeführers liegenden rund dreieinhalb Monate eine unangemessen lange Überprüfungs- und Überlegungsfrist darstellten. Die insgesamt zwischen dem Informationsschreiben der Vorsorgeeinrichtung und der Aufsichtsbeschwerde verstrichene Zeit von über fünf Monaten sei klar zu lange und die Eingabe sei in jedem Fall der möglichen Anwendungsanalogien verspätet erfolgt.”
“In einem weiteren Fall hat es ebenfalls eine 30-tägige Frist angewendet, allerdings - wie bereits in früheren Urteilen des Bundesgerichts geschehen - unter analoger Anwendung von Art. 75 ZGB (vgl. Urteil des BVGer A-1703/2017 vom 21. November 2018 E. 2.3 mit Hinweis auf die Urteile des BGer 5A_439/2016 vom 1. Dezember 2016 E. 4.1 und 5A_602/2008 vom 25. November 2008 E. 2.3.3). Letzteres Urteil wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_15/2019 vom 21. Mai 2019 im Ergebnis bestätigt. In diesem Urteil diskutierte das Bundesgericht verschiedene Analogien zur Bestimmung der Frist für die Stiftungsaufsichtsbeschwerde. Es hielt fest, als Grundlagen müssten primär der Vorsorgevertrag resp. das Reglement sowie subsidiär das Stiftungsrecht, wie es unmittelbar oder sinngemäss nach den Bestimmungen des ZGB gelte, herhalten: Wann immer ein Stiftungsorgan sich aus mehreren Personen zusammensetze, liege es - in Ermangelung einer spezifischen stiftungsrechtlichen Regelung - nahe, die Art. 64 ff. ZGB über die Art und Weise des Funktionierens der Vereinsorgane analog heranzuziehen, soweit in Stiftungsurkunde und -reglement nichts bestimmt sei. Art. 75 ZGB statuiere eine 30-tägige Frist, die mit der Kenntnisnahme des Beschlusses zu laufen beginne. Indes dürfe nicht übersehen werden, dass das geltende Stiftungsrecht des ZGB kein optimales Organisationsmuster für Vorsorgeeinrichtungen sei und in vielfältiger Weise für die berufsvorsorgerechtlichen Zwecke angepasst werden müsse (vgl. E. 3.1.1). Wegen der materiellen Nähe zur Anfechtung des Verteilungsplans im Kontext einer Teilliquidation steche u.a. der diesbezügliche Modus als analoge Richtschnur ins Auge. Gehe es im Rahmen einer Teilliquidation um die generelle Erstellung eines Verteilungsplans von freien Mitteln, normiere Art. 53d Abs. 6 BVG ein ausdrückliches Anfechtungsrecht vor der Aufsichtsbehörde. Da im Gesetz keine Frist festgelegt werde, innert der Beschwerde erhoben werden könne, obliege es der Vorsorgeeinrichtung, diese gemäss Art. 53b BVG im Teilliquidationsreglement zu regeln. Dabei sei in der Praxis verbreitet, dass das Teilliquidationsreglement vorab - nach erfolgter Information über die Ausgestaltung des Verteilungsplans - ein internes Einspracheverfahren vorsehe.”
Anfechtbare (protokollierte) Beschlüsse behalten bis zu ihrer Aufhebung vorläufige Rechtswirkung; die Anfechtung hat grundsätzlich keinen aufschiebenden/ Suspensiveffekt; bis zur Aufhebung sind Beschlüsse zu vollziehen.
“Die Argumentation der Berufungskläger erscheint auch aus einem weiteren Grund unzutreffend. So kommt dem Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (entgegen der herrschenden Lehre) in dem Sinne konstitutive Wirkung zu, dass nur ein aus ihm ersichtlicher Beschluss rechtliche Wirkung hat und ein nicht protokollierter Beschluss keine Rechtswirkung zu entfalten vermag. Folgerichtig ist davon auszugehen, dass ein allfällig falsch protokollierter Beschluss so zu gelten hat, wie er aus dem Protokoll zu entnehmen ist, solange er nicht in einem Anfechtungsverfahren aufgehoben wurde (Urteile des Bundesgerichts 5A_357/2022 vom 8. November 2023 E. 5.4.2.3, 5C.254/2006 vom 8. November 2007 E. 3.1 m.H. auf BGE 127 III 506 E. 3c; für eine Übersicht über Lehre und Rechtsprechung WERMELINGER, Zürcher Kommentar, Art. 712n ZGB N. 151 f. m.w.H.). Wird ein Beschluss angefochten, so behält er bis zum Zeitpunkt einer allfälligen Aufhebung (ex tunc) im Verfahren nach Art. 712m Abs. 2 in Verbindung mit Art. 75 ZGB einstweilen seine rechtliche Wirkung, zumal von der Gültigkeit des protokollierten Beschlusses ausgegangen wird. Der Anfechtung kommt mit anderen Worten kein Suspensiveffekt zu (Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich LB200051 vom 8. April 2021 E. II.7.4; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, Art. 712m ZGB N. 207; vgl. zum Vereinsrecht Urteil des Bundesgerichts 5A 974/2022 vom 28. März 2023 E. 1.2.3.2; RIEMER, a.a.O., Art. 75 ZGB N. 87 m.w.H.). Damit ist vorliegend trotz der von den Berufungsklägern erhobenen Klage auch in materiellrechtlicher Hinsicht (noch) von der Gültigkeit der protokollierten Beschlüsse auszugehen.”
“Folgerichtig ist davon auszugehen, dass ein allfällig falsch protokollierter Beschluss so zu gelten hat, wie er aus dem Protokoll zu entnehmen ist, solange er nicht in einem Anfechtungsverfahren aufgehoben wurde (Urteile des Bundesgerichts 5A_357/2022 vom 8. November 2023 E. 5.4.2.3, 5C.254/2006 vom 8. November 2007 E. 3.1 m.H. auf BGE 127 III 506 E. 3c; für eine Übersicht über Lehre und Rechtsprechung WERMELINGER, Zürcher Kommentar, Art. 712n ZGB N. 151 f. m.w.H.). Wird ein Beschluss angefochten, so behält er bis zum Zeitpunkt einer allfälligen Aufhebung (ex tunc) im Verfahren nach Art. 712m Abs. 2 in Verbindung mit Art. 75 ZGB einstweilen seine rechtliche Wirkung, zumal von der Gültigkeit des protokollierten Beschlusses ausgegangen wird. Der Anfechtung kommt mit anderen Worten kein Suspensiveffekt zu (Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich LB200051 vom 8. April 2021 E. II.7.4; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, Art. 712m ZGB N. 207; vgl. zum Vereinsrecht Urteil des Bundesgerichts 5A 974/2022 vom 28. März 2023 E. 1.2.3.2; RIEMER, a.a.O., Art. 75 ZGB N. 87 m.w.H.). Damit ist vorliegend trotz der von den Berufungsklägern erhobenen Klage auch in materiellrechtlicher Hinsicht (noch) von der Gültigkeit der protokollierten Beschlüsse auszugehen.”
“Das Recht unterscheidet zwischen inhaltlichen und formellen Mängeln, die einen Beschluss anfechtbar oder nichtig machen. Während Nichtigkeit jederzeit geltend gemacht werden kann, muss gegen bloss anfechtbare Beschlüsse der Versammlung der Stockwerkeigentümer gemäss Art. 712m Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 75 ZGB innert eines Monats Klage erhoben werden (vgl. auch act. 21/3, Ziffer 37). Mit unbenutztem Ablauf der Klagefrist ist ein allfälliger Mangel "geheilt" und der betreffende Beschluss wird für alle Parteien verbindlich (vgl. BK ZGB-Riemer, 2. Aufl. 2023, Art. 75 N. 71). Mit Blick auf die Vollzugspflichten der Verwalterin be- deutet dies, dass sie Beschlüsse der Versammlung der Stockwerkeigentümer vollziehen muss, sofern diese nicht erfolgreich angefochten und aufgehoben wor- den oder nichtig sind (vgl. SVIT STWE-Wermelinger, 3. Aufl. 2023, Art. 712m N. 224; BK ZGB-Meier-Hayoz, Art. 712s N. 18).”
Bei Abgrenzungsfragen oder bei Begehren, die nicht unmittelbar auf Aufhebung eines Beschlusses zielen (z.B. Neuregelung/Neufassung des Reglements), findet die Monatsfrist des Art. 75 ZGB keine Anwendung; andere Prozessarten folgen eigenem Fristen- und Rechtswegprinzip.
“L'existence d'une cause de nullité ne peut d'ailleurs pas être définie de façon générale et abstraite : chaque cas concret doit être analysé individuellement, même si certains cas types de nullité ont néanmoins été dégagés, telles les décisions qui vont à l'encontre de la structure fondamentale de la propriété par étages, celles qui violent les règles qui sont destinées à protéger les tiers, notamment les créanciers, celles qui ont un contenu immoral ou impossible ou encore celles qui violent les droits de la personnalité (ATF 143 III 537 consid. 4.2.1 et réf. cit.). Selon le Tribunal fédéral (ATF 143 III 537 précité consid. 4.2.4), la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En règle générale, et surtout en cas de doute, la sécurité du droit recommande de préférer l'annulabilité de la décision à sa nullité, étant en effet précisé que la nullité conduirait cas échéant à la remise en cause de toutes les décisions que la communauté aurait prises par le passé selon cette même majorité. Cela signifie que la décision déploie des effets juridiques aussi longtemps qu’elle n’est pas annulée conformément aux prescriptions de l’art. 75 CC (Wermelinger, op. cit., n. 188 p. 103 et réf. cit.). 4.3 4.3.1 L’art. 6.3 initial du règlement prévoyant une unanimité ne tombe pas sous le coup d’un des cas type de nullité recensés ci-dessus mais se rapproche du cas examiné par l’arrêt 143 III 537 précité lequel estime que la violation du quorum impérativement requis pour valider la modification du règlement envisagée ne saurait conduire à la nullité de la décision contestée. En outre, la nullité ex lege de l’art. 6.3 initial entraînerait une incertitude importante quant à toutes les décisions prises par la PPE jusqu’à ce jour. Enfin, comme exposé ci-dessus, en cas de doute, c’est l’annulabilité qui doit être privilégiée. En conséquence, conformément à la jurisprudence qui précède, cette clause initiale n’est pas nulle mais annulable. Aussi, même en se fondant sur la jurisprudence citée ci-dessus, le tribunal ne pouvait pas considérer que l’art. 6.3 initial était purement et simplement nul, et les époux B.”
Eine nachträgliche Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan verhindert in der Regel eine erfolgreiche Anfechtung.
“Im vorliegenden Fall ist zunächst fraglich, ob sich die Gesuchsgegnerin als Dritte überhaupt auf die Nichteinhaltung interner Kompetenzrichtlinien berufen kann (kritisch hierzu Koller/Mauerhofer, Die arbeitsrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahr 2007, in: ZBJV 145 [2009], S. 912 f. [betreffend Aktiengesellschaften]; Frage offen gelassen in BGer 4A_46/2016 vom 20. Juni 2016 E. 5.2 [betreffend Aktiengesellschaften]). Die Frage braucht aus den nachfolgenden Gründen nicht entschieden zu werden: im vorliegenden Fall spricht einiges für die Ansicht der Gesuchstellerin, wonach die Kündigung vom 26. Juni 2023 mit dem Vereinszweck der Gesuchstellerin vereinbar ist. Jedenfalls liegt kein Extremfall vor, der im Sinn der vorgenannten Rechtsprechung zur Ungültigkeit bzw. Nichtigkeit der Kündigung führt. In der Lehre ist zudem anerkannt, dass wenn ein Beschluss wegen fehlender Zuständigkeit des ihn erlassenden Vereinsorgans gerügt wird, eine erfolgreiche Anfechtung voraussetzt, dass das an sich zuständige Organ den fraglichen Beschluss nicht nachträglich genehmigt (Scherrer/Brägger, in: Basler Kommentar, 7. Auflage, 2022, Art. 75 ZGB N 11). Eine solche nachträgliche Genehmigung ist im vorliegenden Fall jedoch unbestrittenermassen erfolgt. Damit gelingt es der Gesuchstellerin, den Verfügungsanspruch als erste Voraussetzung für den Erlass vorsorglicher Massnahmen auch unter Anwendung der erheblich höheren Anforderungen (vgl. oben E. 2) glaubhaft zu machen.”
Art. 75 Abs. 1 ZGB eröffnet grundsätzlich Beschwerde in Zivilsachen gegen kantonal letztinstanzliche Verfügungen, auch wenn kantonal Verfahrensabschreibung erfolgt.
Art. 75 Abs. 1 ZGB eröffnet ausdrücklich Beschwerdezugang in Kindesschutzsachen gegen kantonal letztinstanzliche Verfügungen.
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