12 commentaries
Bei Zweifel an der Erbenlage, bei Streit zwischen Erben oder bei Gefahr für die Interessen von (Pflichtteils-)Erben ist vorrangig die Anordnung einer Erbschaftsverwaltung (Amtsverwaltung) zu erwägen, um die Nachlassübertragung zu schützen; die Behörde ordnet die Verwaltung eher an, wenn Erben sich uneinig sind, Erbansprüche unklar sind oder die Interessen pflichtteilsberechtigter bzw. enterbter Begünstigter gefährdet erscheinen.
“L'administration d'office doit par exemple être ordonnée lorsqu'il y a un désaccord entre les héritiers, que la situation de ceux-ci n'est pas claire ou que l'on peut craindre que les héritiers légaux lèsent une personne qui a été favorisée à leur détriment. L'autorité compétente doit prendre en considération toutes les circonstances du cas particulier pour évaluer le risque d'atteinte à la dévolution de l'hérédité en cas de gestion provisoire par les héritiers légaux ou par l'exécuteur testamentaire (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC II n. 15 ad art. 556 CC). Selon le principe de la saisine, les héritiers légaux acquièrent la succession dès l'ouverture de celle-ci (art. 560 al. 1 CC). Cela signifie que les héritiers légaux acquièrent la possession provisoire des biens du de cujus si l'autorité ne prend pas de mesure particulière. Il en découle qu'à défaut d'administration d'office, les héritiers légaux sont laissés en possession provisoire des biens de la succession et continuent à les administrer. Il n'y a pas, contrairement au libellé français de l'art. 556 al. 3 CC, à proprement parler d'envoi en possession. L'autorité n'a pas la possibilité, par ailleurs, de confier la gestion provisoire aux héritiers institués, ni en concours avec les héritiers légaux ni à eux seuls. Contrairement à d'autres situations dans lesquelles la loi impose des mesures de sûreté, l'autorité dispose ici d'un certain pouvoir d'appréciation pour prendre sa décision. Dans le doute, elle ordonnera l'administration d'office (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC ad art. 556 nos 12 à15). L'opposition à la délivrance d'un certificat d'héritier ne déclenche pas une procédure tendant à déterminer le droit matériel des héritiers dans la succession. Il appartient aux héritiers qui s'estiment lésés d'ouvrir l'action en nullité des dispositions testamentaires ou en réduction dans les délais légaux (art. 521 al. 1 et 533 al. 1 CC) (arrêt du TF 5A_841/2013 c.5.2.1). Cela étant, l'administration d'office peut également être prononcée lorsque la qualité des héritiers institués est contestée par les autres prétendants à la succession (art.”
Die Behörde soll im Zweifel eröffnen, damit Beteiligte ihre Rechte vor dem ordentlichen Richter geltend machen können.
“A., Art. 557 N 11). Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Dokumente allenfalls widersprechen, sie ungültig oder nichtig erscheinen oder aufgehoben wurden (Völk, Die Pflicht zur Einlieferung von Tes- tamenten [Art. 556 ZGB] und Erbverträgen und ihre Missachtung, Zü- rich/Basel/Genf 2003, S. 23 ff.). Im Zweifelsfall hat die Behörde die Eröffnung vor- zunehmen, damit die am Nachlass Beteiligten die Möglichkeit haben, ihre Rechte vor dem ordentlichen Richter geltend zu machen (ZGB II-Leu/Gabrieli,”
Die Vorinstanz darf entscheiden, ob vor Zuweisung der Erbschaftsverwaltung oder vor vorläufiger Überlassung eine Parteienanhörung notwendig ist; in dem konkreten Fall wurde auf eine Anhörung verzichtet, sodass eine Erbschaftsverwaltung nicht geprüft wurde.
“Gemäss § 138 GOG ZH ist die Notarin bzw. der Notar oder eine andere ge- eignete Person mit der Erbschaftsverwaltung zu betrauen. Aufgrund des aufge- führten Interessenskonflikts versteht sich von selbst, dass die Erbschaftsverwal- tung jedenfalls nicht dem Berufungsbeklagten überlassen werden kann. Da die Vorinstanz allerdings noch nicht geprüft hat, wer als Erbschaftsverwalter einzuset- zen ist, sowie zur Wahrung des Instanzenzugs, ist der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben, die Erbschaftsverwaltung anzuordnen und die Sache im Übrigen zur Bestimmung der Person des Erbschaftsverwalters an die Vorinstanz zurückzuwei- sen. Dabei ist es der Vorinstanz überlassen, zu beurteilen, ob sie die Anhörung der Parteien bzw. gegebenenfalls der übrigen Beteiligten dazu als angezeigt er- achtet (vgl. Art. 556 Abs. 3 ZGB). III. 1.Ist der Prozess zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, so ist der angefochtene Entscheid auch hinsichtlich der Kosten- und Entschädi- gungsfolgen (Dispositiv-Ziff. 5 und 6) aufzuheben und die Vorinstanz wird neu darüber zu befinden haben. - 8 - 2.Mit der (teilweisen) Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids obsiegt die Berufungsklägerin im Berufungsverfahren, weshalb ihr keine Kosten aufzuerlegen sind. Allerdings hat auch der Berufungsbeklagte die Kosten des Verfahrens nicht verursacht, nachdem er mangels Anhörung im vorinstanzlichen Verfahren keine Möglichkeit hatte, auf den Entscheid Einfluss zu nehmen. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren fällt deshalb ausser Ansatz (Art. 107 Abs. 2 ZPO). Nach- dem es für eine Entschädigungspflicht des Staates an einer gesetzlichen Grund- lage fehlt, sind auch keine Parteientschädigungen zuzusprechen. Es wird erkannt: 1.In Gutheissung der Berufung werden die Dispositiv-Ziffern 2, 5 und 6 des Ur- teils des Einzelgerichts des Bezirksgerichtes Winterthur vom 8.”
“Der Berufungsbeklagte stimmt mit der Vorinstanz zwar überein, was die vor- läufige Auslegung des Testaments betrifft (act. 18 Rz. 6.), führt in seiner Beru- fungsantwort aber ebenfalls aus, dass die Erbschaft ihm in Anwendung von Art. 556 Abs. 3 ZGB nicht hätte überlassen werden dürfen und stattdessen eine - 6 - Erbschaftsverwaltung anzuordnen gewesen wäre (act. 18 Rz. 7). Da die Vorin- stanz darauf verzichtet habe, die Beteiligten anzuhören, habe er dies allerdings nicht anbringen können und einer allfälligen Berufung sei mangels Rechtsschut- zinteresse kein Erfolg bemessen gewesen. Vor diesem Hintergrund gelte der Be- rufungsbeklagte im vorliegenden Verfahren nicht als unterliegende Partei im Sinne von Art. 106 Abs. 1 ZPO und es seien ihm keine Kosten aufzuerlegen (act. 18 Rz. 9.).”
Die Überlassung (vorläufige Besitzübertragung) darf nur gegenüber gesetzlichen Erben erfolgen; eingesetzte Erben können nicht einstweilen in Besitz gesetzt werden.
“Gemäss Art. 556 Abs. 3 ZGB kann die Eröffnungsbehörde die Erbschaft einstweilen den gesetzlichen Erben überlassen oder die Erbschaftsverwaltung an- ordnen. Es ist den Parteien zuzustimmen, dass die «Überlassung» der Erbschaft nur gegenüber den gesetzlichen Erben zulässig ist. Die Behörde darf den Besitz an der Erbschaft nicht den eingesetzten Erben übertragen und zwar selbst dann nicht, wenn diese gemäss letztwilliger Verfügung alleinberechtigt sein sollten (BSK ZGB II-LEU/GABRIELI, 7. Aufl. 2023, Art. 556 N 25 ff., insb. 27; OGer ZH SJZ 1953, 377; OGer ZH LF110005 E. 3.). Die Vorinstanz hätte die Erbschaft deshalb entweder den gesetzlichen Erben überlassen oder eine Erbschaftsverwaltung an- ordnen sollen. Die verfügte einstweilige Überlassung der Erbschaft an den Beru- fungsbeklagten als eingesetzten (Allein-)Erben verstösst gegen Art. 556 Abs. 3 ZGB.”
Einlieferungspflicht besteht nur für Schriftstücke, die für sich genommen als selbständige letztwillige Verfügungen erkennbar sind; die Behörde darf nicht zur Klärung der Existenz mutmasslicher Testamente missbraucht werden.
“Wie ihre über alle Instanzen gestellten Rechtsbegehren zeigen, setzt die Beschwerdeführerin die verschiedenen Schriftstücke und Zeugenaussagen, aus denen sie die Existenz der eigenhändigen letztwilligen Verfügungen im Original überhaupt erst herleiten will, mit ebendiesen (angeblichen) eigenhändigen letztwilligen Verfügungen gleich und folgert daraus, dass die fraglichen Unterlagen selbst in ihrer Gesamtheit bzw. Kombination als eigenhändige letztwillige Verfügungen zu eröffnen sind. Damit unterliegt sie einem Zirkelschluss, verwendet sie das (rechtliche) Vorhandensein der drei letztwilligen Verfügungen vom 27. Januar 2005, 30. Oktober 1969 und 28. Januar 2005 doch als Voraussetzung, um mit den fraglichen Unterlagen gerade die Existenz dieser drei Verfügungen zu erklären. Die Beschwerdeführerin täuscht sich, wenn sie meint, sich das Verfahren der behördlichen Eröffnung letztwilliger Verfügungen für ein derartiges Unterfangen zunutze machen und auf diese Weise einen Zivilprozess um die Existenz der von ihr behaupteten eigenhändigen letztwilligen Verfügungen vermeiden zu können. Einzuliefern (Art. 556 Abs. 1 ZGB) und zu eröffnen (Art. 557 Abs. 1 ZGB) sind Schriftstücke, die selbst, das heisst für sich genommen, eine letztwillige Verfügung verkörpern könnten (s. die Beispiele bei FRANK EMMEL/DARIO AMMANN, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Erbrecht, Praxiskommentar, 5. Aufl., 2023, N 5 zu Art. 556 ZGB), nicht aber irgendwelche Unterlagen, mit denen - wie von der Beschwerdeführerin beabsichtigt - eine mutmassliche, bloss gedachte letztwillige Verfügung bewiesen werden soll, von der unbekannt ist, ob sie (im Original) noch existiert oder überhaupt je existierte. Insofern hilft der Beschwerdeführerin auch der Hinweis auf BGE 101 II 211 nicht weiter, denn in jenem Fall wurde (zusammen mit einem später erstellten Testament) der maschinengeschriebene Entwurf einer vernichteten eigenhändigen letztwilligen Verfügung eröffnet, deren (frühere) Existenz und Formgültigkeit erstellt und wörtliche Übereinstimmung mit dem Entwurf unbestritten war (s. BGE a.a.O., Sachverhalt Bst. A und B sowie E. 5). Auch im Sachverhalt, der dem Urteil 5C.”
Die nach Art. 556 Abs. 3 ZGB getroffenen Maßnahmen sind provisorisch und jederzeit änderbar.
“Après la remise du testament, l'autorité envoie les héritiers légaux en possession provisoire des biens ou ordonne l'administration d'office; si possible, les intéressés seront entendus (art. 556 al. 3 CC). L'autorité doit ordonner l'administration d'office à défaut d'héritiers légaux auxquels l'administration des biens peut être confiée ou lorsqu'elle considère que la gestion provisoire par les héritiers légaux ou par l'exécuteur testamentaire représente un risque particulier pour la délivrance de biens aux héritiers. L'administration d'office doit par exemple être ordonnée lorsqu'il y a un désaccord entre les héritiers, que la situation de ceux-ci n'est pas claire ou que l'on peut craindre que les héritiers légaux lèsent une personne qui a été favorisée à leur détriment. L'autorité compétente doit prendre en considération toutes les circonstances du cas particulier pour évaluer le risque d'atteinte à la dévolution de l'hérédité en cas de gestion provisoire par les héritiers légaux ou par l'exécuteur testamentaire (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC II n. 15 ad art. 556 CC). Selon le principe de la saisine, les héritiers légaux acquièrent la succession dès l'ouverture de celle-ci (art. 560 al. 1 CC). Cela signifie que les héritiers légaux acquièrent la possession provisoire des biens du de cujus si l'autorité ne prend pas de mesure particulière. Il en découle qu'à défaut d'administration d'office, les héritiers légaux sont laissés en possession provisoire des biens de la succession et continuent à les administrer. Il n'y a pas, contrairement au libellé français de l'art. 556 al. 3 CC, à proprement parler d'envoi en possession. L'autorité n'a pas la possibilité, par ailleurs, de confier la gestion provisoire aux héritiers institués, ni en concours avec les héritiers légaux ni à eux seuls. Contrairement à d'autres situations dans lesquelles la loi impose des mesures de sûreté, l'autorité dispose ici d'un certain pouvoir d'appréciation pour prendre sa décision. Dans le doute, elle ordonnera l'administration d'office (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC ad art. 556 nos 12 à15).”
Die Vorinstanz übertrug vorläufig die Nachlassregelung dem Begünstigten, weil eine Stiftung nicht als errichtet erachtet wurde.
“Oktober 2023 verfügte der Erblasser, dass sein Ver- mögen in eine "Stiftung auf den Namen B._____" einfliessen solle (vgl. act. 3). Die Vorinstanz erwog, dass im Testament kein Stiftungszweck definiert worden sei, weshalb – im Rahmen der provisorischen Auslegung – nicht von einer gülti- gen Stiftungserrichtung ausgegangen werden könne. Der Wille des Erblassers, den Berufungsbeklagten mit seinem gesamten Vermögen zu begünstigen, könne entsprechend nur dahingehend ausgelegt werden, dass er den Berufungsbeklag- - 5 - ten als Alleinerben habe einsetzen wollen (act. 6 E. IV.). Mit der Verfügung vom 4. Oktober 2023 habe der Erblasser sodann sämtliche anderen/früheren letztwilli- gen Verfügungen widerrufen und es bestünden keine Anhaltspunkte, dass es sich beim früher datierten Vorsorgeauftrag vom 3. September 2023 um eine Ergän- zung des Testaments handle. Es sei deshalb nicht von einer Einsetzung des Be- rufungsbeklagten als Willensvollstrecker auszugehen (act. 6 E. V.). Gestützt auf die wiedergegebenen Erwägungen hat die Vorinstanz im Sinne von Art. 556 Abs. 3 ZGB die Regelung des Nachlasses einstweilen dem Berufungsbeklagten überlassen (act. 6 Dispo-Ziff. 2.).”
Die Pflicht zur Einlieferung umfasst auch gefundene formelle oder vermeintlich formungültige Testamente sowie offenbar formlose oder scheinbar ungültige schriftliche Hinweise (Briefe, Notizen, Tagebucheinträge) und sogar objectbezogene Kennzeichen; solche Schriftstücke sind der Behörde zu übergeben bzw. einzuliefern und von dieser entgegenzunehmen (ohne vorgängige Sachprüfung/Öffnung).
“A son sens, cette dernière ne devait pas examiner la validité de cet acte, en particulier dans la mesure où la succession avait déjà été acceptée et que celle-ci était administrée par la recourante. 3.2 3.2.1 Selon l’art. 556 al. 1 CC, le testament découvert lors du décès est remis sans délai à l’autorité compétente, même s’il paraît entaché de nullité. Cette obligation s’étend non seulement au testament, qu’il paraisse ou non entaché de nullité ou qu’il paraisse avoir été révoqué (cf. ATF 91 II 237 consid. 4) mais également à tout document, quelle que soit sa forme, qui semble contenir les dernières volontés du défunt (lettres, journal intime, brèves notes, etc.) (Hubert-Froidevaux/Verdan/Vernaz, in Commentaire du droit des successions, 2e éd. Berne 2023, n. 5 ad art. 556 CC ; dans le même sens Leu/Gabrieli, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7e éd., Bâle 2023, nn. 7 et 8 ad art. 556 CC qui mentionne également comme devant être fournie l’indication figurant sur un objet ; Steinauer, Le droit des successions, 2e éd. Berne 2015, n. 884b). Un testament d’urgence qui ne paraît pas valable doit également être remis (Leu/Gabrieli, op. cit., n. 8 ad art. 556 CC). 3.2.2 Le testament est ouvert par l’autorité compétente dans le mois qui suit la remise de l’acte (art. 557 al. 1 CC). Elle consiste dans l’annonce de son contenu par l’autorité compétente aux héritiers connus (Meier/Reymond-Eniaeva, Commentaire romand, Code civil II, Bâle 2016, n. 1 ad art. 557 CC). L’autorité est tenue de procéder à la lecture de tous les actes qui lui ont été remis sans préjuger de leur validité (Hubert-Froidevaux/Verdan/Vernaz, op. cit., n. 2 ad art. 557 CC ; Leu/Gabrieli, op. cit., n. 10 ad art. 557 CC ; Meier/Reymond-Eniaeva, op. cit., nn. 3 et 4 ad art. 557 CC ; Steinauer, op. cit., n. 891). L’autorité doit cependant examiner si tous les documents remis apparaissent d’après leur contenu comme des déclarations de volonté du disposant pour cause de mort susceptibles d’être ouvertes et qui en ressort prima facie comme l’ayant-droit. Dans les cas douteux, il convient de procéder à l’ouverture (Leu/Gabrieli, op. cit., n. 11 ad art. 557 CC). 3.2.3 Comme déjà évoqué plus haut, dans le canton de Vaud, l’homologation par testament est régie par les art.”
Bei Einlieferung dürfen Behörden nicht als Beweisersatz für bloß behauptete, möglicherweise nie vorhandene Verfügungen herangezogen werden; die Einreichungspflicht gilt nicht für bloße Beweismittel, die selbst keine letztwillige Verfügung darstellen.
“Wie ihre über alle Instanzen gestellten Rechtsbegehren zeigen, setzt die Beschwerdeführerin die verschiedenen Schriftstücke und Zeugenaussagen, aus denen sie die Existenz der eigenhändigen letztwilligen Verfügungen im Original überhaupt erst herleiten will, mit ebendiesen (angeblichen) eigenhändigen letztwilligen Verfügungen gleich und folgert daraus, dass die fraglichen Unterlagen selbst in ihrer Gesamtheit bzw. Kombination als eigenhändige letztwillige Verfügungen zu eröffnen sind. Damit unterliegt sie einem Zirkelschluss, verwendet sie das (rechtliche) Vorhandensein der drei letztwilligen Verfügungen vom 27. Januar 2005, 30. Oktober 1969 und 28. Januar 2005 doch als Voraussetzung, um mit den fraglichen Unterlagen gerade die Existenz dieser drei Verfügungen zu erklären. Die Beschwerdeführerin täuscht sich, wenn sie meint, sich das Verfahren der behördlichen Eröffnung letztwilliger Verfügungen für ein derartiges Unterfangen zunutze machen und auf diese Weise einen Zivilprozess um die Existenz der von ihr behaupteten eigenhändigen letztwilligen Verfügungen vermeiden zu können. Einzuliefern (Art. 556 Abs. 1 ZGB) und zu eröffnen (Art. 557 Abs. 1 ZGB) sind Schriftstücke, die selbst, das heisst für sich genommen, eine letztwillige Verfügung verkörpern könnten (s. die Beispiele bei FRANK EMMEL/DARIO AMMANN, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Erbrecht, Praxiskommentar, 5. Aufl., 2023, N 5 zu Art. 556 ZGB), nicht aber irgendwelche Unterlagen, mit denen - wie von der Beschwerdeführerin beabsichtigt - eine mutmassliche, bloss gedachte letztwillige Verfügung bewiesen werden soll, von der unbekannt ist, ob sie (im Original) noch existiert oder überhaupt je existierte. Insofern hilft der Beschwerdeführerin auch der Hinweis auf BGE 101 II 211 nicht weiter, denn in jenem Fall wurde (zusammen mit einem später erstellten Testament) der maschinengeschriebene Entwurf einer vernichteten eigenhändigen letztwilligen Verfügung eröffnet, deren (frühere) Existenz und Formgültigkeit erstellt und wörtliche Übereinstimmung mit dem Entwurf unbestritten war (s. BGE a.a.O., Sachverhalt Bst. A und B sowie E. 5). Auch im Sachverhalt, der dem Urteil 5C.133/2002 vom 31. März 2003 zugrunde lag, betraf das eröffnete Schriftstück ein eigenhändiges Testament, dessen frühere Existenz nicht in Frage stand. Dass die Schriftstücke, deren Eröffnung der Einzelrichter im heute zu beurteilenden Fall verweigert hatte, selbst eine (eigenhändige) letztwillige Verfügung verkörpern würden, macht die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nicht geltend.”
Die Maßnahmen nach Art. 556 Abs. 3 ZGB sind provisorisch und können jederzeit abgeändert werden.
“L'administration d'office doit par exemple être ordonnée lorsqu'il y a un désaccord entre les héritiers, que la situation de ceux-ci n'est pas claire ou que l'on peut craindre que les héritiers légaux lèsent une personne qui a été favorisée à leur détriment. L'autorité compétente doit prendre en considération toutes les circonstances du cas particulier pour évaluer le risque d'atteinte à la dévolution de l'hérédité en cas de gestion provisoire par les héritiers légaux ou par l'exécuteur testamentaire (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC II n. 15 ad art. 556 CC). Selon le principe de la saisine, les héritiers légaux acquièrent la succession dès l'ouverture de celle-ci (art. 560 al. 1 CC). Cela signifie que les héritiers légaux acquièrent la possession provisoire des biens du de cujus si l'autorité ne prend pas de mesure particulière. Il en découle qu'à défaut d'administration d'office, les héritiers légaux sont laissés en possession provisoire des biens de la succession et continuent à les administrer. Il n'y a pas, contrairement au libellé français de l'art. 556 al. 3 CC, à proprement parler d'envoi en possession. L'autorité n'a pas la possibilité, par ailleurs, de confier la gestion provisoire aux héritiers institués, ni en concours avec les héritiers légaux ni à eux seuls. Contrairement à d'autres situations dans lesquelles la loi impose des mesures de sûreté, l'autorité dispose ici d'un certain pouvoir d'appréciation pour prendre sa décision. Dans le doute, elle ordonnera l'administration d'office (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC ad art. 556 nos 12 à15). L'opposition à la délivrance d'un certificat d'héritier ne déclenche pas une procédure tendant à déterminer le droit matériel des héritiers dans la succession. Il appartient aux héritiers qui s'estiment lésés d'ouvrir l'action en nullité des dispositions testamentaires ou en réduction dans les délais légaux (art. 521 al. 1 et 533 al. 1 CC) (arrêt du TF 5A_841/2013 c.5.2.1). Cela étant, l'administration d'office peut également être prononcée lorsque la qualité des héritiers institués est contestée par les autres prétendants à la succession (art.”
Beim Auffinden sind auch sonstige schriftliche Äusserungen, die als potenzielle letztwillige Verfügungen erscheinen (z. B. Briefe, Notizen, Tagebucheinträge oder Angaben zu Gegenständen), unverzüglich einzuliefern.
“S’agissant des faits retenus par le premier juge, le pouvoir d’examen de la Chambre des recours est en revanche limité à l’arbitraire (TF 5D_214/2021 du 6 mai 2022 consid. 2.2.1 ; TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2 et les réf. citées). Il ne suffit pas pour qualifier une décision d’arbitraire (art. 9 Cst. [Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1). 3. 3.1 La recourante estime que c’est à tort que la juge de paix a retiré l’homologation précédemment octroyée à l’acte du 22 août 2022 intitulé « procès-verbal ». A son sens, cette dernière ne devait pas examiner la validité de cet acte, en particulier dans la mesure où la succession avait déjà été acceptée et que celle-ci était administrée par la recourante. 3.2 3.2.1 Selon l’art. 556 al. 1 CC, le testament découvert lors du décès est remis sans délai à l’autorité compétente, même s’il paraît entaché de nullité. Cette obligation s’étend non seulement au testament, qu’il paraisse ou non entaché de nullité ou qu’il paraisse avoir été révoqué (cf. ATF 91 II 237 consid. 4) mais également à tout document, quelle que soit sa forme, qui semble contenir les dernières volontés du défunt (lettres, journal intime, brèves notes, etc.) (Hubert-Froidevaux/Verdan/Vernaz, in Commentaire du droit des successions, 2e éd. Berne 2023, n. 5 ad art. 556 CC ; dans le même sens Leu/Gabrieli, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7e éd., Bâle 2023, nn. 7 et 8 ad art. 556 CC qui mentionne également comme devant être fournie l’indication figurant sur un objet ; Steinauer, Le droit des successions, 2e éd. Berne 2015, n. 884b). Un testament d’urgence qui ne paraît pas valable doit également être remis (Leu/Gabrieli, op. cit., n. 8 ad art. 556 CC). 3.2.2 Le testament est ouvert par l’autorité compétente dans le mois qui suit la remise de l’acte (art.”
Bei Zweifeln an der ordnungsgemäßen Verwaltung ordnet die Behörde vorsorglich/ im Zweifel die Amtsverwaltung an.
“Après la remise du testament, l'autorité envoie les héritiers légaux en possession provisoire des biens ou ordonne l'administration d'office; si possible, les intéressés seront entendus (art. 556 al. 3 CC). L'autorité doit ordonner l'administration d'office à défaut d'héritiers légaux auxquels l'administration des biens peut être confiée ou lorsqu'elle considère que la gestion provisoire par les héritiers légaux ou par l'exécuteur testamentaire représente un risque particulier pour la délivrance de biens aux héritiers. L'administration d'office doit par exemple être ordonnée lorsqu'il y a un désaccord entre les héritiers, que la situation de ceux-ci n'est pas claire ou que l'on peut craindre que les héritiers légaux lèsent une personne qui a été favorisée à leur détriment. L'autorité compétente doit prendre en considération toutes les circonstances du cas particulier pour évaluer le risque d'atteinte à la dévolution de l'hérédité en cas de gestion provisoire par les héritiers légaux ou par l'exécuteur testamentaire (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC II n. 15 ad art. 556 CC). Selon le principe de la saisine, les héritiers légaux acquièrent la succession dès l'ouverture de celle-ci (art. 560 al. 1 CC). Cela signifie que les héritiers légaux acquièrent la possession provisoire des biens du de cujus si l'autorité ne prend pas de mesure particulière. Il en découle qu'à défaut d'administration d'office, les héritiers légaux sont laissés en possession provisoire des biens de la succession et continuent à les administrer. Il n'y a pas, contrairement au libellé français de l'art. 556 al. 3 CC, à proprement parler d'envoi en possession. L'autorité n'a pas la possibilité, par ailleurs, de confier la gestion provisoire aux héritiers institués, ni en concours avec les héritiers légaux ni à eux seuls. Contrairement à d'autres situations dans lesquelles la loi impose des mesures de sûreté, l'autorité dispose ici d'un certain pouvoir d'appréciation pour prendre sa décision. Dans le doute, elle ordonnera l'administration d'office (Meier/Reymond-Eniaeva, CR-CC ad art. 556 nos 12 à15).”
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