8 commentaries
Kantonale öffentlich-rechtliche Vorschriften können ausserbuchliche Eigentumsübergänge im Sinne von Art. 656 Abs. 2 ZGB vorsehen und anordnen. Nach kantonaler Regelung kann die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse verfügen und zur Eintragung im Grundbuch anmelden; die Anmeldung wirkt deklaratorisch.
“Die Feststellung, wonach das Eigentum des Anmerkungsgrundstücks auf die Gemeinde übergegangen sei, sei «unmöglich» und die Verfügung somit nichtig (Beschwerde S. 5). Die Vorinstanz hat dazu festgehalten, es widerspräche öffentlich-rechtlichen Vorschriften, wenn nur selbständige Grundstücke an die Gemeinde übergehen könnten. Zudem seien die Kantone in ihren öffentlich-rechtlichen Befugnissen nicht durch das Bundeszivilrecht beschränkt. Die Parzelle Nr. 3________ habe somit unabhängig von den übrigen Grundstücken in das Eigentum der Gemeinde übergehen können (angefochtener Entscheid E. 10.1 f.). 4.2 Als Nichtigkeitsgründe kommen vorab formelle Mängel in Betracht. Eine inhaltliche Fehlerhaftigkeit, wie sie die Beschwerdeführenden geltend machen, ist nur ganz ausnahmsweise mit der Nichtigkeitsfolge verbunden (BVR 2014 S. 297 E. 4.3.3; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 90). Abgesehen davon ist die Rechtsauffassung der Beschwerdeführenden ohnehin unzutreffend, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen: 4.3 Art. 109 Abs. 2 BauG statuiert einen sog. ausserbuchlichen Eigentumsübergang (Art. 656 Abs. 2 ZGB), d.h. die Erschliessungsanlage geht schon vor dem Grundbucheintrag von Gesetzes wegen an die Gemeinde über (VGE 2012/274 vom 19.11.2013 E. 5.2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band II, 5. Aufl. 2024, Art. 109/110 N. 20). Die Wahrheit und Vollständigkeit des Grundbuchs verlangen zwar, dass auch solche ausserbuchlichen Änderungen ersichtlich gemacht werden (Aldo Zaugg, Die Auswirkungen der bernischen Bau- und Planungsgesetzgebung auf die Grundbuchführung, in BVR 1976 S. 44 ff., 45, 60). Entsprechend sieht Art. 109 Abs. 2 BauG vor, dass die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse gegenüber den bisherigen Eigentümerinnen und Eigentümern verfügt und zur Eintragung im Grundbuch anmeldet, sobald die Verfügung zur Eigentumsfeststellung rechtskräftig ist. Diese Anmeldung hat indessen lediglich deklaratorische Wirkung und bezweckt, den bestehenden Grundbucheintrag zu berichtigten (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 109/110 N. 22; VGE 19916 vom 9.2.1998 E. 2c/bb; zum sog. relativen Eintragungsprinzip Schmid/Hürlimann-Kaupp, Sachenrecht, 6.”
Bei Zwangsversteigerung entsteht Eigentum bereits vor Eintragung, Verfügungsrecht im Grundbuch erst nach erfolgter Eintragung.
“L'action en revendication permet au propriétaire de réclamer la restitution du bien qui fait l'objet de son droit. L'action est subordonnée à la réalisation de deux conditions matérielles, à savoir que le demandeur est propriétaire de la chose et le défendeur la détient sans droit. Lorsque ces conditions sont réunies, le demandeur peut obtenir que le défendeur soit condamné à lui restituer la chose (FOËX, in CR CC II, 2016, n. 28, 31 et 35 ad art. 641 CC). 2.1.3 Selon l'art. 229 al. 1 CO, le contrat de vente en cas d'enchères forcées est conclu par l'adjudication que le préposé aux enchères fait de la chose mise en vente. Selon l'art. 230 CO, les enchères dont le résultat a été altéré par des manœuvres illicites ou contraires aux mœurs peuvent être attaquées, dans les dix jours, par tout intéressé (al. 1). Dans les enchères forcées, l'action est portée devant l'autorité de surveillance en matière de poursuites et de faillite; dans les autres cas, devant le juge (al. 2). Aux termes de l'art. 656 CC, l'inscription au registre foncier est nécessaire pour l'acquisition de la propriété foncière (al. 1). Celui qui acquiert un immeuble par occupation, succession, expropriation, exécution forcée ou jugement en devient toutefois propriétaire avant l'inscription, mais il n'en peut disposer dans le registre foncier qu'après que cette formalité a été remplie (al. 2). 2.1.4 Selon l'art. 132a al. 1 LP, applicable à la réalisation des immeubles (art. 143a et 156 al. 1 LP), la réalisation ne peut être attaquée que par le biais d'une plainte contre l'adjudication ou l'acte de gré à gré. Cette compétence exclusive de l'autorité de surveillance vaut quels que soient les griefs invoqués, qu'ils relèvent du droit de la poursuite ou du droit matériel. Le délai de plainte de dix jours prévu par l'art. 17 al. 2 LP court dès que le plaignant a eu connaissance de l'acte attaqué et pouvait connaître le motif de la contestation (art. 132a al. 2 LP). Le droit de plainte s'éteint un an après la réalisation (art.”
Der Erwerber kann zwar bereits vor der Eintragung Eigentum erwerben (vgl. Art. 656 Abs. 2 ZGB), ist jedoch erst mit der definitiven Eintragung befugt, über die Miteigentumsanteile und die Mieteinnahmen zu verfügen.
“Die Vorinstanz gab dem Sachwalter vor Erlass des angefochtenen Entscheids am 22. Mai 2023 keine Gelegenheit, sich zu den Sistierungsanträgen der Beschwerdegegnerin und von Rechtsanwalt Dr. E._____ zu äussern. Die entsprechenden Eingaben wurden dem Sachwalter und damit dem Beschwerdeführer erstmals mit dem Sistierungs- beschluss bzw. im vorliegenden Beschwerdeverfahren zugestellt (act. 5 S. 3 f.; act. 13; Art. 137 ZPO). Wie die Beschwerdeerhebung und die Eingabe vom 25. September 2023 (act. 22) deutlich machen, ist der Sachwalter resp. der Be- schwerdeführer mit der Sistierung des Verfahrens nicht einverstanden, womit die formelle Beschwer ohne Weiteres gegeben ist. Als Kläger hat der Beschwerde- führer sodann offensichtlich ein praktisches Interesse an der Fortsetzung des Ver- fahrens. So kann er beispielsweise nur und erst dann selbst über die Miteigen- tumsanteile (sowie die Mieteinnahmen) verfügen, wenn er definitiv und nicht bloss vorläufig als deren (Mit-)Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist (vgl. Art. 656 Abs. 2 ZGB und Art. 961 ZGB; BSK ZGB II-S CHMID/ARNET, 7. Aufl. 2023, Art. 961 N 19).”
“Die Vorinstanz gab dem Sachwalter vor Erlass des angefochtenen Entscheids am 22. Mai 2023 keine Gelegenheit, sich zu den Sistierungsanträgen der Beschwerdegegnerin und von Rechtsanwalt Dr. E._____ zu äussern. Die entsprechenden Eingaben wurden dem Sachwalter und damit dem Beschwerdeführer erstmals mit dem Sistierungs- beschluss bzw. im vorliegenden Beschwerdeverfahren zugestellt (act. 5 S. 3 f.; act. 13; Art. 137 ZPO). Wie die Beschwerdeerhebung und die Eingabe vom 25. September 2023 (act. 22) deutlich machen, ist der Sachwalter resp. der Be- schwerdeführer mit der Sistierung des Verfahrens nicht einverstanden, womit die formelle Beschwer ohne Weiteres gegeben ist. Als Kläger hat der Beschwerde- führer sodann offensichtlich ein praktisches Interesse an der Fortsetzung des Ver- fahrens. So kann er beispielsweise nur und erst dann selbst über die Miteigen- tumsanteile (sowie die Mieteinnahmen) verfügen, wenn er definitiv und nicht bloss vorläufig als deren (Mit-)Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist (vgl. Art. 656 Abs. 2 ZGB und Art. 961 ZGB; BSK ZGB II-S CHMID/ARNET, 7. Aufl. 2023, Art. 961 N 19). 3.5. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen (Einhaltung der Beschwerdefrist, Leistung Kostenvorschuss, Antrags- und Begründungserfordernis usw.) sind er- füllt, und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass (zur Rechtzeitigkeit vgl. act. 4/3; Art. 142 Abs. 3 und Art. 321 Abs. 2 ZPO). Auf die Beschwerde ist einzu- treten. - 8 - Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Art. 319 ff. ZPO. Mit einer Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offensichtlich un- richtige Feststellung des”
“Die Vorinstanz gab dem Sachwalter vor Erlass des angefochtenen Entscheids am 22. Mai 2023 keine Gelegenheit, sich zu den Sistierungsanträgen der Beschwerdegegnerin und von Rechtsanwalt Dr. E._____ zu äussern. Die entsprechenden Eingaben wurden dem Sachwalter und damit dem Beschwerdeführer erstmals mit dem Sistierungs- beschluss bzw. im vorliegenden Beschwerdeverfahren zugestellt (act. 5 S. 3 f.; act. 13; Art. 137 ZPO). Wie die Beschwerdeerhebung und die Eingabe vom 25. September 2023 (act. 22) deutlich machen, ist der Sachwalter resp. der Be- schwerdeführer mit der Sistierung des Verfahrens nicht einverstanden, womit die formelle Beschwer ohne Weiteres gegeben ist. Als Kläger hat der Beschwerde- führer sodann offensichtlich ein praktisches Interesse an der Fortsetzung des Ver- fahrens. So kann er beispielsweise nur und erst dann selbst über die Miteigen- tumsanteile (sowie die Mieteinnahmen) verfügen, wenn er definitiv und nicht bloss vorläufig als deren (Mit-)Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist (vgl. Art. 656 Abs. 2 ZGB und Art. 961 ZGB; BSK ZGB II-S CHMID/ARNET, 7. Aufl. 2023, Art. 961 N 19). 3.5. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen (Einhaltung der Beschwerdefrist, Leistung Kostenvorschuss, Antrags- und Begründungserfordernis usw.) sind er- füllt, und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass (zur Rechtzeitigkeit vgl. act. 4/3; Art. 142 Abs. 3 und Art. 321 Abs. 2 ZPO). Auf die Beschwerde ist einzu- treten. - 8 - Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Art. 319 ff. ZPO. Mit einer Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offensichtlich un- richtige Feststellung des”
Der sachenrechtliche Eigentumsübergang richtet sich grundsätzlich nach der Eintragung im Grundbuch; ein Erwerb gilt gegenüber Dritten erst mit Eintragung, weshalb das Grundbuch maßgeblichen Zeitpunkt und Lage des Eigentums bestimmt.
“A cet égard, le Tribunal constate, sur la base du dossier, que, de 1998 à 2014, les recourants ont été assujettis à l'impôt fédéral direct de façon illimitée dans le canton de Genève, où le recourant a acquis une maison d'une superficie supérieure à 300 m2, construite sur une parcelle de 4'788 m2 sise dans la commune de Y._______. Ils y ont résidé avec leurs trois filles, C._______, D._______ et E._______, respectivement nées le 14 août 1993, le 20 janvier 1995 et le 12 décembre 1998. Le 16 novembre 2015, les recourants ont annoncé aux autorités fiscales genevoises leur départ pour la commune de X._______ (SZ), avec effet au 1er décembre 2015, pour des motifs privés et professionnels (cf. pièce AFC no 1, annexe 5). Le recourant est toutefois demeuré propriétaire du bien immobilier sis à Y._______, d'une valeur brute estimée en 2015 à *** francs, jusqu'au *** décembre 2015, date à laquelle la donation de ce bien, effectuée par acte notarié du 15 décembre 2015, a été inscrite au registre foncier (cf. art. 656 al. 1 CC ; cf. extrait du registre foncier du canton de Genève [disponible à l'adresse internet suivante : https://ge.ch/ terextraitfoncier/immeuble.aspx]). Dite donation a été effectuée en faveur des trois filles des recourants, à titre d'avancement d'hoirie et avec annotation d'un droit de retour sur l'immeuble en cas de prédécès d'un acquéreur (cf. pièce recourants no 14) ; les filles du recourant, dont l'une était encore mineure en 2015, ont ainsi continué d'y résider en décembre 2015 et les années suivantes. Les recourants ne contestent pas y avoir également séjourné régulièrement durant le mois de décembre 2015, ainsi que par la suite, à l'occasion notamment des visites qu'ils rendaient à leurs filles. Comme le relève l'autorité inférieure, il apparaît ainsi que les recourants ont conservé une possibilité d'habitation dans la maison sise à Y._______ jusqu'à la fin de l'année 2015 - et ultérieurement. Il n'est de plus pas contesté que les recourants, qui sont tous les deux nés à Genève, y ont grandi et étudié, ont développé - et conservé - dans ce canton des relations personnelles importantes ; à la fin de l'année 2015, ils y avaient notamment un grand nombre de leurs amis.”
“1 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210), l’inscription au registre foncier est nécessaire pour l’acquisition de la propriété foncière. Constitutive, l'inscription s'opère sur déclaration écrite du propriétaire de l'immeuble auquel se rapporte son objet (art. 963 al. 1 CC ; cf. ATF 141 III 13 consid. 4.1 et les références citées ; arrêts du Tribunal fédéral 5A_838/2020 du 15 novembre 2021 consid. 5.1 ; 5A_516/2011 du 8 novembre 2011 consid. 4.3.1). Il existe une présomption d'exactitude de faits se trouvant dans un registre public ; il est cependant possible de renverser cette présomption (art. 9 al. 1 CC ; cf. arrêt du Tribunal fédéral 1C_1/2015 du 10 août 2015 consid. 2.3). La preuve que ces faits sont inexacts n'est soumise à aucune forme particulière (art. 9 al. 2 CC). 6. Le droit fiscal est dominé par le principe de la légalité (cf. not. ATA/259/2024 du 27 février 2024 consid. 5.1 et les arrêts cités). 7. En l’espèce, à teneur de l’extrait du registre foncier versé au dossier, le recourant y a été inscrit jusqu’au ______ 2020 comme propriétaire de l’immeuble. Dès lors, en vertu de l’art. 656 al. 1 CC, C______ SA ne pouvait pas en devenir propriétaire avant cette date. Du reste, l’acte d’aliénation a été conclu le ______ 2020, et non le 1er juillet précédent. En conséquence, en application des art. 21 al. 1 let. a LIFD, 24 al. 1 let. a et 13 LIPP, le recourant est imposable jusqu’au ______ 2020 sur tous les éléments liés à l’immeuble. L’on ne voit pas comment la jouissance « économique » de ce bien par C______ SA pouvait être « effective au 1er juillet 2020 » alors que cette société n’a été constituée que le ______ 2020. Dans cette mesure, la déclaration fiscale 2020 du recourant était manifestement inexacte, de sorte que la question d’une éventuelle tentative de soustraction pourrait se poser. Le tribunal laissera néanmoins cette question ouverte, d’autant que l'autorité intimée ne l’a pas soulevée. Pour le surplus, les conséquences fiscales du fait qu’C______ SA aurait comptabilisé et déclaré les produits et les charges de l’immeuble depuis le 1er juillet 2020, alors qu'elle n’a été constituée que le ______ suivant, ne pourraient être examinées que dans le cadre de sa propre taxation.”
Bei einem ausserbuchlichen Eigentumsübergang i.S.v. Art. 656 Abs. 2 ZGB ist die spätere Anmeldung zur Eintragung im Grundbuch in der Praxis deklaratorisch zu verstehen: Sie dient der Berichtigung bzw. Darstellung der bereits eingetretenen Rechtslage. In den genannten Entscheiden und Kommentaren wird insbesondere ausgeführt, dass die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse anmeldet, sobald die Verfügung zur Eigentumsfeststellung rechtskräftig ist.
“Die Feststellung, wonach das Eigentum des Anmerkungsgrundstücks auf die Gemeinde übergegangen sei, sei «unmöglich» und die Verfügung somit nichtig (Beschwerde S. 5). Die Vorinstanz hat dazu festgehalten, es widerspräche öffentlich-rechtlichen Vorschriften, wenn nur selbständige Grundstücke an die Gemeinde übergehen könnten. Zudem seien die Kantone in ihren öffentlich-rechtlichen Befugnissen nicht durch das Bundeszivilrecht beschränkt. Die Parzelle Nr. 3________ habe somit unabhängig von den übrigen Grundstücken in das Eigentum der Gemeinde übergehen können (angefochtener Entscheid E. 10.1 f.). 4.2 Als Nichtigkeitsgründe kommen vorab formelle Mängel in Betracht. Eine inhaltliche Fehlerhaftigkeit, wie sie die Beschwerdeführenden geltend machen, ist nur ganz ausnahmsweise mit der Nichtigkeitsfolge verbunden (BVR 2014 S. 297 E. 4.3.3; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 90). Abgesehen davon ist die Rechtsauffassung der Beschwerdeführenden ohnehin unzutreffend, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen: 4.3 Art. 109 Abs. 2 BauG statuiert einen sog. ausserbuchlichen Eigentumsübergang (Art. 656 Abs. 2 ZGB), d.h. die Erschliessungsanlage geht schon vor dem Grundbucheintrag von Gesetzes wegen an die Gemeinde über (VGE 2012/274 vom 19.11.2013 E. 5.2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band II, 5. Aufl. 2024, Art. 109/110 N. 20). Die Wahrheit und Vollständigkeit des Grundbuchs verlangen zwar, dass auch solche ausserbuchlichen Änderungen ersichtlich gemacht werden (Aldo Zaugg, Die Auswirkungen der bernischen Bau- und Planungsgesetzgebung auf die Grundbuchführung, in BVR 1976 S. 44 ff., 45, 60). Entsprechend sieht Art. 109 Abs. 2 BauG vor, dass die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse gegenüber den bisherigen Eigentümerinnen und Eigentümern verfügt und zur Eintragung im Grundbuch anmeldet, sobald die Verfügung zur Eigentumsfeststellung rechtskräftig ist. Diese Anmeldung hat indessen lediglich deklaratorische Wirkung und bezweckt, den bestehenden Grundbucheintrag zu berichtigten (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 109/110 N. 22; VGE 19916 vom 9.2.1998 E. 2c/bb; zum sog. relativen Eintragungsprinzip Schmid/Hürlimann-Kaupp, Sachenrecht, 6.”
“Die Feststellung, wonach das Eigentum des Anmerkungsgrundstücks auf die Gemeinde übergegangen sei, sei «unmöglich» und die Verfügung somit nichtig (Beschwerde S. 5). Die Vorinstanz hat dazu festgehalten, es widerspräche öffentlich-rechtlichen Vorschriften, wenn nur selbständige Grundstücke an die Gemeinde übergehen könnten. Zudem seien die Kantone in ihren öffentlich-rechtlichen Befugnissen nicht durch das Bundeszivilrecht beschränkt. Die Parzelle Nr. 3________ habe somit unabhängig von den übrigen Grundstücken in das Eigentum der Gemeinde übergehen können (angefochtener Entscheid E. 10.1 f.). 4.2 Als Nichtigkeitsgründe kommen vorab formelle Mängel in Betracht. Eine inhaltliche Fehlerhaftigkeit, wie sie die Beschwerdeführenden geltend machen, ist nur ganz ausnahmsweise mit der Nichtigkeitsfolge verbunden (BVR 2014 S. 297 E. 4.3.3; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 90). Abgesehen davon ist die Rechtsauffassung der Beschwerdeführenden ohnehin unzutreffend, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen: 4.3 Art. 109 Abs. 2 BauG statuiert einen sog. ausserbuchlichen Eigentumsübergang (Art. 656 Abs. 2 ZGB), d.h. die Erschliessungsanlage geht schon vor dem Grundbucheintrag von Gesetzes wegen an die Gemeinde über (VGE 2012/274 vom 19.11.2013 E. 5.2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band II, 5. Aufl. 2024, Art. 109/110 N. 20). Die Wahrheit und Vollständigkeit des Grundbuchs verlangen zwar, dass auch solche ausserbuchlichen Änderungen ersichtlich gemacht werden (Aldo Zaugg, Die Auswirkungen der bernischen Bau- und Planungsgesetzgebung auf die Grundbuchführung, in BVR 1976 S. 44 ff., 45, 60). Entsprechend sieht Art. 109 Abs. 2 BauG vor, dass die Gemeinde die neuen Eigentumsverhältnisse gegenüber den bisherigen Eigentümerinnen und Eigentümern verfügt und zur Eintragung im Grundbuch anmeldet, sobald die Verfügung zur Eigentumsfeststellung rechtskräftig ist. Diese Anmeldung hat indessen lediglich deklaratorische Wirkung und bezweckt, den bestehenden Grundbucheintrag zu berichtigten (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 109/110 N. 22; VGE 19916 vom 9.2.1998 E. 2c/bb; zum sog. relativen Eintragungsprinzip Schmid/Hürlimann-Kaupp, Sachenrecht, 6.”
Nach Art. 656 Abs. 2 ZGB erfolgt der Eigentumsübergang ausserbuchlich; nach Art. 109 Abs. 2 BauG bedeutet dies, dass die Erschliessungsanlage bereits vor der Grundbucheintragung kraft Gesetzes an die Gemeinde übergeht.
In der Praxis bestimmt der Grundbucheintrag regelmäßig die Feststellung sachenrechtlichen Eigentums und die steuerliche Zuordnung bzw. Bemessung bei Grundstücksveräusserungen und Fristberechnungen im Steuerrecht.
“Entscheid Verwaltungsgericht, 12.09.2024 Grundstückgewinnsteuer. Art. 133 Abs. 2 und 134 Abs. 1 StG (SR 811.1). Art. 656 Abs. 1 ZGB (SR 210). Streitig war, ob die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid den vom Beschwerdegegner (Steueramt) im Veranlagungsverfahren festgesetzten Anteil des Beschwerdeführers am Veräusserungserlös aus Liegenschaftsverkauf zu Recht bestätigte. Der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau waren zum Zeitpunkt des Verkaufs des Grundstücks als hälftige Miteigentümer desselben im Grundbuch eingetragen. Das Verwaltungsgericht stellte klar, dass es sich bei den Anteilen gemäss Art. 133 Abs. 2 StG um solche im Sinn des Sachenrechts handelt. Für das sachenrechtliche Eigentum an Grundstücksanteilen sei der Grundbucheintrag massgebend (vgl. Art. 656 Abs. 1 ZGB). Wesentlich erscheine, dass das Scheidungsurteil lediglich den von den Scheidungsparteien vereinbarten Vergleich zur güterrechtlichen Auseinandersetzung umgesetzt habe und daher an den sachenrechtlichen Gegebenheiten – hälftiges Miteigentum mit Bezug auf das in Frage stehende Grundstück im Veräusserungszeitpunkt – nichts zu ändern vermöge.”
“Entscheid Verwaltungsgericht, 12.09.2024 Grundstückgewinnsteuer. Art. 133 Abs. 2 und 134 Abs. 1 StG (SR 811.1). Art. 656 Abs. 1 ZGB (SR 210). Streitig war, ob die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid den vom Beschwerdegegner (Steueramt) im Veranlagungsverfahren festgesetzten Anteil des Beschwerdeführers am Veräusserungserlös aus Liegenschaftsverkauf zu Recht bestätigte. Der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau waren zum Zeitpunkt des Verkaufs des Grundstücks als hälftige Miteigentümer desselben im Grundbuch eingetragen. Das Verwaltungsgericht stellte klar, dass es sich bei den Anteilen gemäss Art. 133 Abs. 2 StG um solche im Sinn des Sachenrechts handelt. Für das sachenrechtliche Eigentum an Grundstücksanteilen sei der Grundbucheintrag massgebend (vgl. Art. 656 Abs. 1 ZGB). Wesentlich erscheine, dass das Scheidungsurteil lediglich den von den Scheidungsparteien vereinbarten Vergleich zur güterrechtlichen Auseinandersetzung umgesetzt habe und daher an den sachenrechtlichen Gegebenheiten – hälftiges Miteigentum mit Bezug auf das in Frage stehende Grundstück im Veräusserungszeitpunkt – nichts zu ändern vermöge. Zutreffend sei zwar, dass Art. 646 Abs. 2 ZGB lediglich die Vermutung des Miteigentums zu gleichen Teilen aufstelle und eine abweichende vertragliche Ausgestaltung der Miteigentumsordnung möglich bleibe. Indes würde auch eine abweichende vertragliche Regelung der Miteigentumsanteile an Grundeigentum – soweit eine solche vor-liegend als gegeben zu erachten wäre – für deren Rechtswirksamkeit einen entsprechenden Grundbucheintrag (Art. 656 Abs. 1 ZGB) voraussetzen. Mithin sei die gestützt auf den gerichtlichen Vergleich zur güterrechtlichen Auseinandersetzung im Scheidungsurteil bestätigte Gewinnaufteilungsvereinbarung des Beschwerdeführers und seiner damaligen Ehefrau nicht geeignet, die Miteigentumsanteile am Grundstück im Veräusserungszeitpunkt für die Bemessung der Grundstückgewinnsteuer abweichend vom Grundbucheintrag festzulegen.”
“Das Verwaltungsgericht stellte klar, dass es sich bei den Anteilen gemäss Art. 133 Abs. 2 StG um solche im Sinn des Sachenrechts handelt. Für das sachenrechtliche Eigentum an Grundstücksanteilen sei der Grundbucheintrag massgebend (vgl. Art. 656 Abs. 1 ZGB). Wesentlich erscheine, dass das Scheidungsurteil lediglich den von den Scheidungsparteien vereinbarten Vergleich zur güterrechtlichen Auseinandersetzung umgesetzt habe und daher an den sachenrechtlichen Gegebenheiten – hälftiges Miteigentum mit Bezug auf das in Frage stehende Grundstück im Veräusserungszeitpunkt – nichts zu ändern vermöge. Zutreffend sei zwar, dass Art. 646 Abs. 2 ZGB lediglich die Vermutung des Miteigentums zu gleichen Teilen aufstelle und eine abweichende vertragliche Ausgestaltung der Miteigentumsordnung möglich bleibe. Indes würde auch eine abweichende vertragliche Regelung der Miteigentumsanteile an Grundeigentum – soweit eine solche vor-liegend als gegeben zu erachten wäre – für deren Rechtswirksamkeit einen entsprechenden Grundbucheintrag (Art. 656 Abs. 1 ZGB) voraussetzen. Mithin sei die gestützt auf den gerichtlichen Vergleich zur güterrechtlichen Auseinandersetzung im Scheidungsurteil bestätigte Gewinnaufteilungsvereinbarung des Beschwerdeführers und seiner damaligen Ehefrau nicht geeignet, die Miteigentumsanteile am Grundstück im Veräusserungszeitpunkt für die Bemessung der Grundstückgewinnsteuer abweichend vom Grundbucheintrag festzulegen. Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheids. (Verwaltungsgericht, B 2024/90) Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 9C_610/2024) Entscheid siehe pdf. «B_2024_01.pdf» anzeigen”
Bei Eintragungsverlangen fehlt die Requisition, wenn die Legitimationsnachweise des Verfügungsberechtigten fehlen; der Grundbuchverwalter prüft Eintragungsanträge grundsätzlich nur formell und nimmt eine materielle Titelprüfung nur bei offensichtlichen Mängeln vor.
“169 CC le cas où un des époux est membre, avec des tiers, d’une collectivité en main commune, qui est propriétaire de l’immeuble où se trouve le logement de la famille. L’époux propriétaire ne peut consentir à l’aliénation de l’immeuble ou aliéner sa part qu’avec le consentement de son conjoint. La solution est la même si un des conjoints est copropriétaire avec des tiers de la maison ou de l’appartement familial qu’il occupe, ou propriétaire par étage d’un appartement (Deschenaux/Steinauer/Baddeley, op. cit., n. 212b et réf. citées). En cas de partage d’une communauté héréditaire ou d’une copropriété, l’attribution de l’immeuble à un individu autre que l’époux qui en dispose en tant que logement familial en vertu d’arrangements internes doit recevoir l’agrément du conjoint de celui-ci (ATF 118 II 489/491 ss, RNRF 75 1994, p. 345 ; Deschenaux/Steinauer/Baddeley, op. cit., n. 212c et réf. citées). 5.1.2 5.1.2.1 Sauf dans certains cas particuliers non pertinents en l'espèce, l'inscription au registre foncier est nécessaire pour l'acquisition de la propriété foncière (art. 656 al. 1 CC). Constitutive, l'inscription s'opère sur déclaration écrite du propriétaire de l'immeuble auquel se rapporte son objet (art. 963 al. 1 CC ; ATF 141 III 13 consid. 4.1 et réf. citées ; ATF 135 III 585 consid. 2). Le pouvoir d'examen du conservateur du registre foncier se limite principalement à un examen formel. Il ne peut procéder à aucune opération sans légitimation préalable du requérant quant à son droit de disposition et au titre sur lequel se fonde l'opération (art. 965 al. 1 CC). La réquisition doit être écartée si la légitimation fait défaut (art. 966 al. 1 CC). S'agissant du titre d'acquisition, son contrôle porte avant tout sur l'observation des formes auxquelles la validité de l'acte est subordonnée (art. 965 al. 3 CC). En principe, le conservateur ne doit pas examiner la validité matérielle du titre d'acquisition, à moins que le défaut soit manifeste (ATF 141 III 13 consid. 4.1 et réf. citées ; ATF 124 III 341 consid. 2b). Aux termes de l’art. 956a al. 1 CC, toutes les décisions de l’office du registre foncier, à l’exclusion de celles par lesquelles il admet une réquisition tendant à une opération au grand livre, sont susceptibles d’être attaquées par la voie d’un recours (Steinauer, Les droits réels, Tome I, 6e éd.”
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