Amended by No I 2 of the FA of 15 June 2012 on Measures against Forced Marriages, in force since 1 July 2013 (AS 2013 1035;BBl 2011 2185). ↩
SR 210 ↩
Amended by Annex No 2 of the FA of 14 June 2024 (Measures against Marriages involving Minors), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2024 590;BBl 2023 2127). ↩
Fourth sentence inserted by Annex No 2 of the FA of 14 June 2024 (Measures against Marriages involving Minors), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2024 590;BBl 2023 2127). ↩
Inserted by No I 2 of the FA of 15 June 2012 on Measures against Forced Marriages, in force since 1 July 2013 (AS 2013 1035;BBl 2011 2185). ↩
Repealed by No I of the FA of 14 Dec. 2012, with effect from 1 Feb. 2014 (AS 2013 43755357;BBl 2010 4455, 2011 7325). ↩
Amended by No I of the FA of 16 Dec. 2005, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2006 4745, 2007 5573;BBl 2002 6845). ↩
Amended by No I of the FA of 14 Dec. 2012, in force since 1 Feb. 2014 (AS 2013 43755357;BBl 2010 4455, 2011 7325). ↩
Repealed by No I of the FA of 16 Dec. 2005, with effect from 1 Jan. 2007 (AS 2006 47454767;BBl 2002 6845). ↩
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Liegt im Verfahren eine schwere Mitwirkungspflichtverletzung vor, die derart die Feststellung der Herkunft oder das Vorliegen einer weiteren Staatsangehörigkeit verunmöglicht, können solche Umstände als «besondere Umstände» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG gewertet werden und einem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft entgegenstehen. Die gesuchstellende Person hat in diesem Fall die Möglichkeit bzw. die Pflicht, durch überprüfbare Angaben oder Unterlagen die tatsächliche Herkunft oder das Fehlen einer weiteren Staatsangehörigkeit glaubhaft zu machen. Ist dies nicht möglich, kann das Gesuch um Einbezug abgewiesen werden; es obliegt nicht dem SEM, in solchen Fällen den Gegenbeweis zu erbringen.
“Gemäss obigen Erwägungen 6 und 7 ist die Einschätzung des SEM zu bestätigen, dass aufgrund der unwahren Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Herkunft eine Verletzung der Mitwirkungspflicht vorliegt, und es den Behörden somit nicht möglich ist zu prüfen, ob die Eheleute an seinen Herkunftsort zurückkehren können. An dieser Einschätzung ändern die Ausführungen in der Rechtsmittelschrift nichts, da diese sich insbesondere darauf beziehen, dass die Eheleute das Familienleben nicht in Indien oder Nepal führen könnten. Wie erwähnt, kann aber vorliegend gar nicht - in hypothetischer Weise - geprüft werden, ob sich die ganze Familie gegebenenfalls im Heimatstaat des nicht verfolgten Ehepartners niederlassen könnte, da durch die Mitwirkungspflichtverletzung dieser Staat nicht bekannt ist. Es ist demzufolge davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, welche einem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau entgegenstehen. Das SEM hat sein Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau demnach zu Recht abgelehnt. Dem Beschwerdeführer bleibt unbenommen, seine tatsächliche Herkunft offenzulegen und in der Folge ein neues Gesuch um Familienasyl zu stellen. Dieses könnte dann von der Vorinstanz in Kenntnis aller relevanten Tatsachen geprüft werden.”
“Wie oben dargelegt wurde, ist indessen davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine tatsächliche Herkunft und seinen Aufenthaltsort vor der Einreise in der Schweiz zu verschleiern versucht. Auch wenn das SEM die Möglichkeit einer chinesischen Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers nicht ausgeschlossen und von der Anordnung eines Wegweisungsvollzugs in die Volksrepublik China ausdrücklich abgesehen hat, lässt dies nicht den Schluss zu, dass er über keine andere Staatsbürgerschaft als seine Ehefrau verfügt. Vielmehr steht aufgrund der vorliegenden Aktenlage weder die Herkunft noch die Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers fest. Das Gericht gelangt daher in Einklang mit der Vorinstanz zum Schluss, dass er seiner Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG nicht ausreichend nachgekommen ist. Dadurch verunmöglicht er die Prüfung, ob sich seine Familie in einem Staat niederlassen könnte, dessen Staatsangehörigkeit er allenfalls besitzt. Es liegen somit besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vor, welche dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau entgegenstehen. Der Beschwerdeführer hat die Folgen dieser Verletzung der Mitwirkungspflicht zu tragen und es ist nicht weiter auf die Frage, ob eine Niederlassung der Familie in einem anderen Staat möglich wäre, einzugehen (vgl. Urteile des BVGer E-1472/2019 vom 15. März 2022 E. 9.4.3 und E-5398/2018 vom 2. November 2020 E. 6.5 f).”
“Gemäss Rechtsprechung liegt ein weiterer besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG vor, wenn dem SEM die Prüfung des Vorliegens einer weiteren Staatsangehörigkeit verunmöglicht wird, weil die gesuchstellende Person im Rahmen des Verfahrens betreffend Familienasyl eine schwere Mitwirkungspflichtverletzung begangen hat (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 9.10). In einem solchen Verfahren trifft die gesuchstellende Person eine qualifizierte Mitwirkungspflicht, deren Verletzung nicht zu einer Besserstellung gegenüber einer Person führen darf, welche ihrer diesbezüglichen Pflicht nachgekommen ist (vgl. a.a.O. E. 9.6). Es steht der gesuchstellenden Person frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer, konkreter Anhaltspunkte den Anschein einer Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, in welchem Fall nicht von «besonderen Umständen» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Umgekehrt ist bei einer schwerwiegenden Mitwirkungspflichtverletzung weder die chinesische Staatsangehörigkeit noch das Fehlen einer anderen Staatsangehörigkeit glaubhaft gemacht. Auch wenn die Möglichkeit einer chinesischen Staatsangehörigkeit nicht ausgeschlossen sei, obliegt es der gesuchstellenden Person, ihre angebliche Staatsangehörigkeit beziehungsweise das Fehlen des Erwerbs einer neuen Staatsangehörigkeit glaubhaft zu machen. Es ist nicht Sache des SEM, den Gegenbeweis zu erbringen, dass die gesuchstellende Person eine andere als die chinesische Staatsangehörigkeit besitzt (vgl. a.a.O. E. 9.9).”
Vor einer Entscheidung über den Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist zunächst zu prüfen, ob die einzubeziehende Person die Flüchtlingseigenschaft originär nach Art. 3 AsylG erfüllt. Ein Einbezug aufgrund von Art. 51 Abs. 1 erfolgt erst, wenn festgestellt worden ist, dass die Person die Flüchtlingseigenschaft nicht selbstständig erfüllt.
“Die Feststellung der originären Flüchtlingseigenschaft geht einem Einbezug in das Familienasyl eines nahen Angehörigen - und gegebenenfalls der Feststellung der derivativen Flüchtlingseigenschaft - immer vor, beziehungsweise erfolgt ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erst, nachdem festgestellt worden ist, dass die einzubeziehende Person die Flüchtlingseigenschaft nicht selbstständig nach Art. 3 AsylG erfüllt (Art. 37 AsylV 1).”
Nahe Angehörige können kraft Art. 51 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft einbezogen werden. Die Praxis zieht dabei insbesondere Ehegatten und Eltern von minderjährigen Kindern als zur Kernfamilie gehörend heran und hat in konkreten Fällen einen entsprechenden Einbezug angeordnet.
“Januar 2025 im Wesentlichen einwendeten, sie hätten zwischen 2018 und 2021 nur deshalb unbehelligt leben können, weil die Taliban am Wohnort nicht präsent gewesen seien, was seit der Machtübernahme jedoch anders sei und sie sich - in Anbetracht der bereits erlittenen Verfolgung - zur Ausreise entschieden hätten, bevor sie erneut Opfer von konkreten Verfolgungsmassnahmen werden würden, dass die erneuten Übergriffe im Jahr 2023 als Fortsetzung der Verfolgung und nicht als isoliertes Ereignis zu betrachten seien, womit die Aktualität und asylrechtliche Relevanz dargelegt sei, und sie begründete Furcht vor Reflexverfolgungsmassnahmen hätten, dass der beschwerdeführende Sohn (M.O.) aufgrund des spezifischen Profils der Familie und dem weit verbreiteten System der Kollektivbestrafung einem hohen Risiko einer Zwangsrekrutierung ausgesetzt sei und auch diese Furcht begründet sei, dass der Beschwerdeführer (F.O.) als Vater der minderjährigen Töchter zweifelsfrei der Kernfamilie zuzuordnen sei, weshalb ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft gestützt auf Art. 51 AsylG angezeigt sei, dass die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Januar 2025 eine Fürsorgebestätigung zu den Akten reichten, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls - in der Regel und auch vorliegend - endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art.”
“Sur le plan formel, ils ont fait valoir une violation de leur droit d'être entendu, en ce sens que la décision contestée était rédigée en français, langue qu'ils ne comprenaient pas, ainsi qu'un établissement incomplet des faits pertinents dans la mesure où, concernant la recourante et sa fille, le SEM n'aurait pas suffisamment instruit la question des persécutions spécifiques aux femmes en Afghanistan. Sur le fond, ils ont soutenu que leurs motifs d'asile étaient vraisemblables et fondés. J. Le (...), la recourante a donné naissance à F._______. K. Par courrier du 7 août 2020, le SEM a informé la recourante qu'il avait inclus son fils cadet dans son statut et, partant, l'avait mis au bénéfice de l'admission provisoire. L. Par ordonnance du 7 septembre 2023, le Tribunal a invité le SEM à se déterminer sur le dossier au regard notamment de l'évolution de la situation en Afghanistan depuis la prise du pouvoir par les talibans en août 2021 et, en particulier, des risques de persécution des femmes dans ce pays. M. Par décision du 26 septembre 2023, le SEM a annulé, sur reconsidération, la décision du 18 novembre 2019, a reconnu la qualité de réfugié à la recourante et à sa fille, à titre originaire, ainsi qu'au recourant et à ses fils, à titre dérivé, et a octroyé l'asile aux intéressées en vertu de l'art. 3 LAsi (RS 142.31), et aux intéressés sur la base de l'art. 51 LAsi. Il a considéré que, compte tenu de la situation en Afghanistan suite à la mise en oeuvre par les talibans de politiques discriminatoires envers les femmes, les recourantes étaient exposées dans ce pays à un risque réel de persécutions fondées sur le genre et que, vu les liens familiaux qui les unissaient aux recourants, ceux-ci avaient droit à l'asile familial. N. Par ordonnance du 5 octobre 2023, le Tribunal a imparti un délai au recourant au 20 octobre 2023 pour lui indiquer si, au vu notamment de la nouvelle décision du SEM, il retirait le recours ou, à défaut, pour déposer d'éventuels écritures et moyens de preuve complémentaires. Cette ordonnance est restée sans suite. O. Les autres faits de la cause seront mentionnés, si nécessaire, dans les considérants en droit. Droit : 1. 1.1 Sous réserve des exceptions prévues à l'art. 32 LTAF (RS 173.32), le Tribunal connaît des recours contre les décisions, au sens de l'art. 5 PA (RS 172.021), prises par les autorités mentionnées à l'art.”
Das Fehlen ausdrücklicher Nachzugsfristen in Art. 51 AsylG bedeutet, dass verzögerte Gesuche um Familiennachzug nicht per se als Ausschlussgrund zu behandeln sind. Das Bundesverwaltungsgericht hat ausdrücklich entschieden, dass etwa ein elfmonatiger Abstand zwischen der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft/Asylgewährung und der Stellung des Nachzugsgesuchs kein Nachzugshindernis darstellt, sofern keine besonderen Umstände vorliegen (vgl. Urteil BVGer E-4982/2023).
“Weiter können gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG nur Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt werden. Der Beschwerdeführerin war es folglich - wie in der Beschwerde zu Recht ausgeführt - erst ab dem 14. Juli 2020 (Verfügung der Vorinstanz betreffend Zuerkennung ihrer Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung) möglich, ein Gesuch um Familiennachzug einzureichen. Dass sie aufgrund der Wohnsituation und des am (...) 2020 - und somit kurz vor dem positiven Asylbescheid - geborenen dritten Kindes erst elf Monate später ein Gesuch um Familiennachzug eingereicht hat, stellt kein Nachzugshindernis dar, zumal Art. 51 AsylG keine expliziten Nachzugsfristen enthält (vgl. Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 5.6).”
Frühere Eingaben oder diesbezügliche Äusserungen während des Asylverfahrens können als Hinweis dafür gewertet werden, dass ein Gesuch zum Zeitpunkt der Äusserung noch unter Mitwirkung der Minderjährigkeit gestellt wurde. Verzögerungen im Verfahren können den Anspruch auf Familiennachzug gefährden.
“September 2023 Besetzung Einzelrichter Simon Thurnheer, mit Zustimmung von Richterin Barbara Balmelli; Gerichtsschreiberin Leslie Werne. Parteien A._______ geboren am (...), Türkei, vertreten durch MLaw Cordelia Forde, Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA), (...), Beschwerdeführerin, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Familienzusammenführung (Asyl); zugunsten von B._______ und C._______, beide geboren am (...); Verfügung des SEM vom 2. August 2023 / N (...). Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass das SEM die am 8. Juni 2021 eingereiste Beschwerdeführerin, eine türkische Staatsangehörige, mit Verfügung vom 25. Mai 2023 als Flüchtling anerkannte und ihr in der Schweiz Asyl gewährte, dass die Beschwerdeführerin mit einer als «Gesuch um Einreisebewilligung zwecks Familienzusammenführung» bezeichneten Eingabe vom 16. Juni 2023 an die Vorinstanz gelangte und darum ersuchte, ihrem in Nigeria lebenden Ehemann sowie ihren in der Türkei lebenden Kindern die Einreise in die Schweiz zum Zweck der Familienzusammenführung gemäss Art. 51 AsylG zu bewilligen, dass sie im Wesentlichen geltend machte, da sie bereits während ihres Asylverfahrens mehrfach den Wunsch um Familienzusammenführung geäussert habe, sei das entsprechende Gesuch in einem Zeitpunkt anhängig gemacht worden, indem ihre Kinder (noch) minderjährig gewesen seien, dass ihre (mittlerweile volljährigen) Kinder weiterhin existenziell von ihr abhängig seien und ihnen in der Türkei die Reflexverfolgung drohe, dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 2. August 2023 die Einreise des Ehemannes der Beschwerdeführerin in die Schweiz bewilligte, dass sie mit einer zweiten Verfügung gleichen Datums - frühestens eröffnet am 3. August 2023 - das Gesuch um Familienzusammenführung zugunsten der volljährigen Kinder C._______ (Name gemäss Reisepass D._______; vgl. A1/27, S. 10) und B._______ ablehnte und ihnen die Einreise in die Schweiz verweigerte, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 2. September 2023 gegen letzteren Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, D.”
“November 2021 teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit, dass sein Asylgesuch im erweiterten Verfahren behandelt werde, da dieses weiterer Abklärungen bedürfe (vgl. SEM-act. 17/2). A.d Mit Schreiben vom 18. Januar 2022 forderte das SEM den Beschwerdeführer auf, bis zum 18. Februar 2022 diverse Beweismittel einzureichen (vgl. SEM-act. 22/2). A.e Mit Eingabe vom 1. Februar 2022 reichte der Beschwerdeführer verschiedene Beweismittel ein und bat insbesondere um einen baldigen Asylentscheid (vgl. SEM-act. 23/2). A.f Am 11. April 2022 gelangte der Beschwerdeführer mit einer Verfahrensstandsanfrage an die Vorinstanz. Diese antwortete mit Schreiben vom 21. April 2022, verwies darin auf die hohe Geschäftslast und teilte mit, dass sie sein Gesuch sobald als möglich und unter Berücksichtigung der internen Prioritätenordnung entscheiden werde (vgl. SEM-act. 27/3 und 28/1). A.g Mit Schreiben vom 16. Mai 2022 gelangte der Beschwerdeführer erneut an die Vorinstanz und teilte mit, dass seine älteste Tochter am (...) 2004 (sic!) volljährig werde und, falls bis dann kein Asylentscheid vorliege, sie ihr Recht auf Familiennachzug gemäss Art. 51 AsylG verlieren würde. Das Kindeswohl sei zu beachten «und der hohen Geschäftslast des SEM ist diesem Familie nicht zu belasten.». Liege bis dahin kein Asylentscheid vor, sei das Kind auch bei Volljährigkeit in dem «Familienvereinigungsgesuch zu beziehen». Der von der Rechtsvertreterin verfasste Brief schliesst «Mit der nochmaligen bitte um Beschleunigung zumal es ein Prioritätsfall ist.» (vgl. SEM-act. 29/2). A.h Am 6. September 2022 gelangte der Beschwerdeführer ein weiteres Mal an die Vorinstanz. Er führte darin unter anderem aus (exakte Wiedergabe des von der Rechtsvertreterin verfassten Schreibens): «Mit der abermaligen bitte um Beschleunigung zumal es ein Prioritätsfall ist. Würden wir bis zum 20. September 2022 kein Verfügung erhalten, sehen wir uns gezwungen beim Bundesverwaltungsgericht eine Rechtsverweigerungsbeschwerde einzureichen.». Das SEM antwortete mit Schreiben vom 23. September 2022 und führte aus, dass es die Eingabe vom 16. Mai 2022 und deren Inhalt zur Kenntnis genommen habe und verweist erneut auf die hohe Geschäftslast und die interne Prioritätenordnung (vgl.”
Für den Familiennachzug zu Personen mit vorläufiger Aufnahme ist nicht Art. 51 AsylG, sondern Art. 85 Abs. 7 LEI massgebend. Gesuche sind bei der kantonalen Migrationsbehörde einzureichen; diese übermittelt das Dossier mit ihrer Stellungnahme an das SEM.
“Ainsi, l'art. 51 al. 1 LAsi - qui a pour vocation de régler de manière uniforme le statut du noyau familial - s'applique aux membres de la famille, présents en Suisse, de réfugiés au bénéfice d'une admission provisoire (ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1 et réf. cit.). Cela dit, cette disposition vise avant tout à permettre aux membres de la famille d'un réfugié auquel l'asile a été accordé en Suisse d'obtenir le même statut que ce dernier, qu'ils soient déjà ou non en ce pays. 5.3 En formulant l'art. 51 al. 1 LAsi, le législateur a voulu reprendre, pour l'essentiel, dans une seule et même disposition, l'art. 3 al. 3 de la loi sur l'asile du 5 octobre 1979 (RO 1980 1718, ci-après : aLAsi) portant sur l'octroi de la qualité de réfugié à titre dérivé à des membres de la famille déjà en Suisse, et l'art. 7 aLAsi portant sur l'octroi de l'asile à titre dérivé à des membres de la famille encore à l'étranger (ATAF 2017 VI/4 consid. 4.3.2 ; arrêt du TAF E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.3.1). L'art. 51 LAsi concerne donc uniquement les membres de la famille de réfugiés en Suisse, à l'exclusion de toutes autres catégories d'étrangers, et n'est dès lors pas applicable aux membres de la famille d'une personne admise à titre provisoire en Suisse (ATAF 2017 VII/8 consid. 5.3 tel que précisé par ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1). Quant au réfugié admis à titre provisoire qui souhaite faire venir en Suisse des membres de sa famille se trouvant à l'étranger, il est soumis aux conditions de l'art. 85 al. 7 LEI. Le législateur a donc sciemment fait une double distinction. D'une part, les personnes ayant uniquement été admises à titre provisoire en Suisse sont différenciées des réfugiés, dont le statut de protection particulier constitue un motif de distinction objectif et raisonnable. D'autre part, les membres de la famille de réfugiés se trouvant en Suisse ne sont pas soumis aux mêmes dispositions que ceux qui se trouvent à l'étranger. En effet, depuis le 28 septembre 2012, l'ancien art. 20 al. 2 et 3 LAsi permettant de déposer une demande d'asile depuis l'étranger, auprès d'une ambassade suisse, a été abrogé.”
“Ainsi, comme l'a relevé à juste titre le SEM, il n'y a pas lieu de traiter le recourant plus favorablement, du point de vue de la disposition topique à appliquer au regroupement familial, que s'il avait sollicité depuis l'Italie une autorisation d'entrée en Suisse au titre du regroupement familial avec son épouse et leurs enfants (comme il aurait dû le faire) plutôt que d'entrer illégalement en Suisse pour y demander à nouveau l'asile afin de se réunir avec ceux-ci. 5.2 A noter encore que l'autorisation d'entrée en Suisse au titre du regroupement familial avec un réfugié au bénéfice de l'admission provisoire est régie, non pas par l'art. 51 al. 4 LAsi, mais exclusivement par l'art. 85 al. 7 LEI (voir aussi arrêt du Tribunal F-1251/2020 consid. 6.1.1 ; ATAF 2017 VII/8 consid. 5.3). En effet, l'ancien alinéa 5 de l'art. 51 LAsi, abrogé avec effet au 1er janvier 2007, était ainsi libellé : « Le Conseil fédéral fixe les conditions du regroupement familial en Suisse applicables aux réfugiés qui ont été admis provisoirement. » Sur cette base, le Conseil fédéral avait édicté l'ancien art. 39 OA 1. L'abrogation de l'alinéa 5 de l'art. 51 LAsi et, avec lui de l'art. 39 OA 1, a été motivée par le fait que le regroupement familial concernant les réfugiés auxquels l'asile a été refusé serait désormais régi par l'art. 14c al. 3bis de l'ancienne loi fédérale sur le séjour et l'établissement des étrangers (aLSEE, RS 1 113 ; cf. Message concernant la modification de la loi sur l'asile, de la loi fédérale sur l'assurance-maladie et de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants du 4 septembre 2002, FF 2002 6359, spéc. 6404). Cet art. 14c al. 3bis aLSEE a été remplacé par l'art. 85 al. 7 LEI, à l'entrée en vigueur, le 1er janvier 2008, de la loi fédérale sur les étrangers du 16 décembre 2005 (LEtr), désormais intitulée LEI (cf. Conseil national, Session d'automne 2005, Huitième séance, 28.09.05, ad art. 80 du projet de LEtr, BO 2005 N 1247 ; voir aussi Conseil des Etats, Session d'hiver 2005, Quatrième séance, 01.12.05, BO 2005 E 976). Une demande d'admission provisoire dérivée fondée sur l'art. 85 al. 7 LEI doit être déposées auprès de l'autorité migratoire cantonale, qui doit transmettre le dossier avec son avis au SEM, l'autorité compétente (cf.”
Bei der Prüfung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG müssen Anspruchsberechtigte die Zugehörigkeit zu einer vor der Flucht bestehenden Familiengemeinschaft, die Trennung infolge der Flucht sowie die feste Absicht der Familienvereinigung nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. In der Beweiswürdigung können Kopien bzw. leicht fälschbare Unterlagen eine geringe Beweiskraft haben; ebenso können lange, nicht überzeugend erklärte Verzögerungen beim Gesuch oder mangelnder fortbestehender Kontakt Zweifel an der tatsächlichen Absicht oder an der Aufrechterhaltung einer effektiven Familiengemeinschaft begründen.
“1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“Les moyens de preuve transmis sous forme de photocopies avaient par ailleurs une faible valeur probante, car ils pouvaient facilement être falsifiés. Même en original, ils ne suffisaient d'ailleurs pas à prouver l'existence d'une communauté familiale avant la fuite de l'intéressé. Tel était également le cas des originaux des deux actes officiels délivrés par le Tribunal pour enfants de J._______. Enfin, le SEM a constaté que l'intéressé avait attendu plus de deux ans après avoir repris contact avec les siens pour déposer sa demande de regroupement familial, sans fournir d'explication convaincante, ce qui renforçait les doutes quant à sa réelle volonté de reconstituer une communauté de vie. 4.2 Dans son mémoire de recours, l'intéressé conteste l'appréciation du SEM et soutient avoir formé une communauté familiale avec sa compagne et ses enfants avant sa fuite du pays. Il aurait vécu depuis (...) en concubinage avec sa compagne, de sorte que leur relation pouvait être assimilée à une union conjugale au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi et de l'art. 1a let. e de l'ordonnance 1 du 11 août 1999 sur l'asile relative à la procédure (OA 1, RS 142.311). Les enfants inclus dans sa demande de regroupement familial seraient issus de cette union, ce que confirmeraient les actes officiels congolais produits. Les contradictions relevées par le SEM s'expliqueraient, selon lui, par le décalage de près de (...) ans entre sa fuite en (...) et ses allégations en 2024. S'agissant du délai d'attente avant le dépôt de sa demande de regroupement familial, l'art. 51 LAsi ne prévoirait pas de délai légal. Enfin, ses liens familiaux seraient restés solides et constants depuis son arrivée en Suisse, malgré la séparation forcée due aux circonstances. A l'appui de son recours, il a produit les copies d'un avenant à un contrat de travail daté du (...), de fiches de salaire couvrant la période de novembre 2024 à février 2025, d'une police d'assurance et d'un décompte relatif à sa participation aux frais d'hébergement pour novembre 2024. 5. 5.1 En l'occurrence, le Tribunal rejoint le SEM dans son appréciation, que les arguments du recours ne permettent pas de remettre en cause.”
“Dennoch gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass besondere Umstände nach Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, die gegen die asylrechtliche Familienzusammenführung sprechen. Vorliegend gelingt es der Beschwerdeführerin nicht nachzuweisen respektive glaubhaft zu machen, dass seit ihrer Ankunft in der Schweiz ein regelmässiger Kontakt zu ihrem Sohn 1 bestanden hätte. Zwar erwähnte sie ihn bereits in der Befragung zur Person vom 14. September 2015 und der Anhörung vom 31. Januar 2017; aufgrund der Akten fand ein erster Kontakt jedoch erst kurz vor der Anhörung statt (SEM-Akten erstes Asylgesuch A22/22 F12), mithin zwei Jahre nach ihrer Ausreise aus Somalia (SEM-Akten erstes Asylgesuch A9/11 Rz. 5.01). Nicht überzeugend erscheint hierzu ferner, dass die erste Kontaktaufnahme nur wegen einer zufälligen Bekanntschaft im Zug möglich gewesen sein soll (SEM-Akte Vorhaben [...] A5/5 S. 2). Zur zwischenzeitlich mehr als neun Jahre dauernden Trennung gelingt es ihr nicht, die Aufrechterhaltung des Kontakts im Sinne einer effektiven Familiengemeinschaft zu ihrem Sohn 1 zu belegen. Dass sie abgesehen von einigen wenigen Fotos keine anderen Beweismittel beibringen konnte, lässt sich auch nicht mit ihrem Analphabetismus erklären.”
“Im Rahmen der Prüfung des Vorliegens von "besonderen Umständen" im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG ist der Beschwerdeführerin zunächst darin zuzustimmen, dass allein durch das Eingehen weiterer Beziehungen und die Geburten weiterer Kinder nach ihrer Flucht aus Somalia nicht der Schluss gezogen werden darf, sie sei damals nicht mehr gewillt gewesen, die Beziehung zu ihrem Sohn 1 aufrecht zu erhalten (vgl. Urteil des BVGer D-4410/2020 vom 14. April 2021 E. 7.1). Es muss aber eine in emotionaler und finanzieller Hinsicht hinreichend enge Beziehung zwischen dem Kind und dem in der Schweiz originär als Flüchtling anerkannten Elternteil glaubhaft gemacht werden (vgl. Urteile des BVGer D-4410/2020 vom 14. April 2021 E. 6 und D-5110/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3).”
“En outre, le SEM a mentionné, dans l'état de fait de la décision attaquée, de manière détaillée de surcroît, tous les faits allégués et documents présentés par l'intéressé dans le cadre de sa demande de regroupement familial. Il a ensuite indiqué, de manière claire et précise, les raisons pour lesquelles il estimait que cette demande devait être rejetée. Vu l'argumentation du recours, le recourant a manifestement saisi les motifs qui ont guidé le SEM et attaquer ensuite la décision querellée en toute connaissance de cause. Au vu de ce qui précède, aucun élément du dossier ne permet d'admettre que le SEM aurait violé le droit d'être entendu du recourant, pas plus qu'il n'aurait manqué au devoir d'instruction de la présente cause. 3.4 S'avérant mal fondés, les griefs formels doivent être écartés. 4. 4.1 Dans la décision querellée, le SEM a notamment estimé que B._______ et C._______ ne pouvaient pas être reconnus comme des enfants adoptés ou des enfants recueillis entrant dans la définition d'« enfants mineurs » de l'art. 51 al.1 LAsi. Bien que l'intéressé ait indiqué avoir vécu avec eux dans la maison de sa soeur et de sa famille avant de fuir l'Afghanistan, la courte période d'un mois de vie commune ne suffisait pas à établir l'existence d'un véritable lien familial. De plus, il n'avait pas pu prouver qu'il avait subvenu aux besoins éducatifs, affectifs et économiques des enfants durant leur séparation. Le SEM a également précisé que le document censé attester son statut de parent adoptif, même authentique, le qualifiait plutôt de tuteur, voire de curateur ou de parrain. Par ailleurs, le recourant, ayant vécu à Kaboul avec des colocataires depuis juillet 2018, n'avait jamais formé de communauté familiale avec ses neveux, à l'exception du mois passé avec eux dans le ménage de sa soeur. Enfin, le SEM a indiqué que le requérant disposait d'autres moyens pour assurer l'accueil de ses neveux, étant donné que sa soeur résidait encore en Afghanistan et que ses deux frères vivaient en Iran. Ces derniers étaient censés contribuer à l'effort de solidarité familiale face à la situation difficile de leurs neveux.”
Der unbestimmte Rechtsbegriff «besondere Umstände» dient dem Zweck, Missbrauch bei Familienasyl zu verhindern. Das Feststellen solcher Umstände ist als Ausnahme zu verstehen und grundsätzlich restriktiv anzuwenden. Für das Vorliegen besonderer Umstände tragen die Asylbehörden die Beweislast; die betroffenen Personen haben eine Mitwirkungspflicht.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Das Kriterium der besonderen Umstände dient gemäss ständiger Praxis insbesondere dem Zweck, Missbräuche zu verhindern (vgl. BVGE 2015/40 E. 3.4.4.3).”
“Es ist Sache der Behörden, das Vorliegen eines solchen Umstandes nachzuweisen, wobei die Beweislast bei ihnen liegt. Die gesuchstellende Person ist jedoch verpflichtet, bei der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Besondere Umstände sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staates als der Flüchtling und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während längerer Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl. zum Ganzen: Diane Melo de Almeida, L'asile familial et le regroupement familial en matière d'asile, in Jusletter vom 2. September 2024, S. 13 ff., BVGE 2020 VI/1 E. 8.3.2 und E. 9.1, 2020 VI/6 E. 5.2 f., 2015/40 E. 3.4.4.3 und E. 3.4.4.5, 2012/32 E. 5.1 m.w.H.). Der Einbezug des Ehegatten und der minderjährigen Kinder in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Das Bejahen besonderer Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, ist somit als Ausnahmeklausel zu verstehen und entsprechend grundsätzlich restriktiv anzuwenden. Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. Urteil des BVGer E-3171/2022 vom 18. September 2023 E. 4.3.3 m.w.H.).”
“Der Einbezug des Ehegatten in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Das Bejahen besonderer Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, ist somit als Ausnahmeklausel zu verstehen und entsprechend grundsätzlich restriktiv anzuwenden (vgl. Urteil des BVGer D-696/2018 vom 28. Februar 2018 E. 6.2). Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.5).”
Vor einem Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist zu prüfen, ob die betreffende Person die Flüchtlingseigenschaft bereits selbständig nach Art. 3 AsylG erfüllt. Nur wenn dies nicht der Fall ist, kommt ein Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 in Betracht.
“Der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erfolgt zwar erst, wenn festgestellt wurde, dass die einzubeziehende Person die Flüchtlingseigenschaft nicht selbständig nach Art. 3 AsylG erfüllt (vgl. Art. 37 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; BVGE 2007/19). Da der Beschwerdeführer jedoch im Hauptbegehren die vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau beantragt und sich seine formellen Rügen einzig hierauf beziehen, ist - unter Berücksichtigung des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens - in casu auf seine originäre Flüchtlingseigenschaft nicht weiter einzugehen.”
Als «besondere Umstände» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG hat die Rechtsprechung beispielsweise anerkannt: dass ein Familienmitglied die Staatsangehörigkeit eines anderen Staates besitzt und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist; dass der asylberechtigte Angehörige seinen Flüchtlingsstatus derivativ erworben hat; dass das gemeinsame Familienleben über einen längeren Zeitraum nicht gelebt wurde; sowie dass erkennbar kein Wille besteht, als Familie zusammenzuleben. Diese Umstände können den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ausschliessen.
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
“) décembre suivant, la décision du 21 août 2024, par laquelle le SEM a rejeté ladite demande, le recours interjeté, le 29 août 2024, par l'intéressée contre cette décision, dans lequel elle conclut à l'admission de sa demande de regroupement familial, et considérant qu'en vertu de l'art. 31 LTAF, le Tribunal connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée dans le cas présent, que l'intéressée a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA) et que, présenté dans la forme et le délai (art. 52 al. 1 PA et 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; arrêt du Tribunal E-1813/2019 du 1er juillet 2020 consid. 5.3 et réf. cit.), que l'entrée en Suisse des personnes intéressées, qui ont été séparées du réfugié par la fuite et se trouvent à l'étranger, est alors autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que ces dispositions ont pour finalité de régler, de manière uniforme, le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite et de faire bénéficier ses membres d'une même protection (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cependant, les membres de la famille qui possèdent la nationalité d'un autre Etat que le réfugié bénéficient déjà de la protection de ce dernier, que dans ce contexte, le concept de « circonstance particulière » doit être interprété conformément à la finalité de la disposition en cause, laquelle implique que ces personnes ne peuvent pas être incluses dans le statut du réfugié reconnu en Suisse (cf.”
Lange Trennungen, fehlende oder nicht überzeugend belegte Kontaktbemühungen, eine erhebliche Verzögerung bei der Einreichung des Gesuchs um Familiennachzug sowie die Aufnahme einer neuen Lebensgemeinschaft können als «besondere Umstände» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG gewertet werden und gegen die Erteilung des Familienasyls sprechen. Die Behörden prüfen diese Umstände fallweise und gewichten insbesondere Belege für fortbestehende familiäre Bindungen oder deren Auflösung. Bei minderjährigen Kindern bleibt eine einzelfallbezogene Abwägung erforderlich; das Kindeswohl begründet jedoch nicht per se ein Recht auf Einreise und Aufenthalt im Rahmen des Familienasyls.
“Aufgrund der nunmehr bestehenden achtjährigen Trennung von ihrem Sohn 1 sowie der Aufnahme einer neuen Lebensgemeinschaft und Gründung einer neuen Familie in der Schweiz sei davon auszugehen, dass sie nicht mehr die hauptsächliche Bezugsperson ihres Sohnes 1 sei. Es sei fraglich, ob vorliegend überhaupt eine Familienvereinigung angestrebt werde. Vielmehr stehe der Wunsch im Vordergrund, ihrem Sohn 1 eine in wirtschaftlicher Hinsicht bessere Zukunft in der Schweiz zu ermöglichen. Zusammenfassend sei somit festzustellen, dass sich während längerer Zeit ohne plausiblen Grund seitens der Beschwerdeführerin keine konkreten Bemühungen zum Familiennachzug ihres Sohnes 1 im Rahmen des Familienasyls erkennen lassen würden. Das Verhalten der Beschwerdeführerin lasse vielmehr auf eine seit ihrer Ausreise aus Somalia und durch die Begründung einer neuen Lebensgemeinschaft in der Schweiz abgebrochene Beziehung zu ihrem Sohn 1 schliessen. Daher sei zusätzlich von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen. Ferner könne sich die Beschwerdeführerin, wie beispielsweise im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1179/2016 vom 30. März 2016 E. 6.2 festgehalten worden sei, nicht auf Art. 8 EMRK stützen, wenn die Voraussetzungen des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG nicht erfüllt seien. Auch das Kindeswohl vermöge nichts an dieser Einschätzung zu ändern, da dieses weder dem Kind noch einem Elternteil ein Recht auf Einreise und Aufenthalt in der Schweiz im Sinne einer Familienzusammenführung gewähre.”
“Dennoch gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass besondere Umstände nach Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, die gegen die asylrechtliche Familienzusammenführung sprechen. Vorliegend gelingt es der Beschwerdeführerin nicht nachzuweisen respektive glaubhaft zu machen, dass seit ihrer Ankunft in der Schweiz ein regelmässiger Kontakt zu ihrem Sohn 1 bestanden hätte. Zwar erwähnte sie ihn bereits in der Befragung zur Person vom 14. September 2015 und der Anhörung vom 31. Januar 2017; aufgrund der Akten fand ein erster Kontakt jedoch erst kurz vor der Anhörung statt (SEM-Akten erstes Asylgesuch A22/22 F12), mithin zwei Jahre nach ihrer Ausreise aus Somalia (SEM-Akten erstes Asylgesuch A9/11 Rz. 5.01). Nicht überzeugend erscheint hierzu ferner, dass die erste Kontaktaufnahme nur wegen einer zufälligen Bekanntschaft im Zug möglich gewesen sein soll (SEM-Akte Vorhaben [...] A5/5 S. 2). Zur zwischenzeitlich mehr als neun Jahre dauernden Trennung gelingt es ihr nicht, die Aufrechterhaltung des Kontakts im Sinne einer effektiven Familiengemeinschaft zu ihrem Sohn 1 zu belegen. Dass sie abgesehen von einigen wenigen Fotos keine anderen Beweismittel beibringen konnte, lässt sich auch nicht mit ihrem Analphabetismus erklären.”
“9 und die mit der Beschwerde eingereichten Beweismittel). Allerdings bestehen auch für die Zeit nach dieser Reise keine weiteren Belege, welche nachweisen könnten, dass seither und aktuell ein Austausch zwischen ihr und ihrem Sohn 1 stattgefunden hätte respektive stattfinden würde. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass eine Familienzusammenführung in der Schweiz den 11-jährigen Sohn 1 vor Integrationsprobleme stellen könnte, während er sich in Somalia in seinem gewohnten kulturellen Umfeld befindet und dort mit der Schwester der Beschwerdeführerin über seine - gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin - «engste» Bezugsperson verfügt (vgl. Beschwerdeschrift S. 2 im Verfahren [...]). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Schwester der Beschwerdeführerin nicht zusammen mit dem Sohn 1 einreisen dürfte, da das sie betreffende Gesuch um Familiennachzug mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) rechtskräftig abgewiesen wurde. Aufgrund einer Gesamtabwägung bestehen somit besondere Umstände nach Art. 51 Abs. 1 AsylG, die gegen eine Familienzusammenführung in der Schweiz sprechen. Die Vornahme einer DNA-Analyse erweist sich unter den genannten Umständen als nicht erforderlich. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen auf Beschwerdeebene näher einzugehen, da sie an der vorgenommenen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Mit Verfügung vom 5. Januar 2022 verweigerte die Vorinstanz der Schwester der Beschwerdeführerin die Einreise in die Schweiz und lehnte das sie betreffende Gesuch um Familiennachzug ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) abgewiesen”
“Die Behandlung ihrer Erkrankung vermag deshalb entgegen seinen Vorbringen die lange Dauer zwischen der Asylgewährung und der Einreichung seines Gesuchs um Familiennachzug nicht zu rechtfertigen. Gleiches gilt für sein Argument, er habe auch aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands mit der Einreichung eines Gesuchs um Familiennachzug warten müssen. Der Beschwerdeführer leidet an verschiedenen psychischen und körperlichen Erkrankungen, welche er gegenüber dem Gericht nachgewiesen hat. Dennoch läuft es seiner Aussage entgegen, wenn er vorbringt, er sei aufgrund seiner Armprothese auf die Hilfe seiner Verlobten angewiesen. Umso mehr durfte erwartet werden, dass er, wenn ein durchgehender Wille zur Fortführung einer noch andauernden Familiengemeinschaft bestanden hätte, diese Hilfestellung bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätte in Anspruch nehmen wollen. Demnach liegt gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Praxis auch aufgrund der langen Dauer bis zur Einreichung des Gesuchs um Familiennachzug ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vor, welcher gegen die Erteilung des Familienasyls spricht.”
“Das Gericht stellt hierzu fest, dass seit der Trennung der Eheleute durch die Flucht im August 2016 bis zu deren erneuten Kontaktaufnahme im Dezember 2021 beinahe fünfeinhalb Jahre vergangen sind. Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde zwar grundsätzlich zutreffend vor, dass dieser Umstand für sich genommen noch nicht ausreicht, um das Vorliegen besonderer Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG anzunehmen. Allerdings teilt das Gericht die vorinstanzliche Einschätzung, wonach es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, sachliche Gründe hierfür plausibel und widerspruchsfrei darzutun. Nicht nachvollziehbar ist zunächst, dass die geltend gemachten Kontaktversuche im Anschluss an die Flucht der Beschwerdeführerin und ihres Ehegatten in qualitativer Hinsicht nicht über Rückfragen bei Freunden und Bekannten hinausgegangen sein sollen (vgl. SEM-eAkte [...]-7/12, S. 4, 8, 10). Ebenfalls nicht plausibel erscheint, dass über fast fünfeinhalb Jahre - bis zur Kontaktherstellung über die beiden Vermittler K._______ und J._______ - keine Kontaktversuche stattgefunden haben sollen. Wenig überzeugend erscheint dem Gericht auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, ihr Ehegatte habe sein Telefon aus Furcht, die Al-Shabab-Milizen könnten seine Anrufe rückverfolgen und ihn lokalisieren, in der Wohnung zurückgelassen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Al-Shabab-Milizen über die technischen Mittel und Kenntnisse zur Rückverfolgung von Anrufen und der Lokalisierung von Mobiltelefonen verfügen, was auch dem Ehegatten der Beschwerdeführerin bekannt sein dürfte.”
“_______), il n'en demeure pas moins qu'elle a également dit avoir quitté le pays en raison des menaces qui avaient été formulées à son encontre par son mari et sa famille (cf. p-v de l'audition sommaire du 4 mars 2009, p. 6 s. et p-v de l'audition sur les motifs d'asile du 23 mars 2010, Q42 et Q66, p. 6 et 9). Par ailleurs, bien que son fils était encore bébé lors de son départ en C._______, il ne paraît pas totalement invraisemblable qu'elle ait dû se résigner à partir sans lui, dès lors que son emploi auprès d'(...) aurait été, au vu de ses déclarations, incompatible avec une vie de famille (cf. p-v de l'audition sur les motifs d'asile du 23 mars, Q65, p. 8) et qu'elle le savait entre de bonnes mains auprès de ses parents. Sur le vu de ce qui précède, force est de retenir que la condition d'une communauté familiale antérieure à la fuite est remplie et que la recourante n'a pas, de manière entièrement volontaire du moins, choisi de se séparer de son fils au moment de quitter le pays. 4.4 Reste à examiner s'il existe des « circonstances particulières » s'opposant au regroupement familial, au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.5 Le concept de « circonstances particulières » au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi constitue une notion juridique indéterminée qu'il appartient aux autorités compétentes d'interpréter au cas par cas. Comme le Tribunal l'a rappelé dans plusieurs arrêts de principe (cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.3 et ATAF 2015/40 consid. 3.4.4.5), de telles circonstances peuvent être entre autres admises en présence d'une séparation de fait durable, c'est-à-dire lorsqu'il ressort du cas particulier que la communauté familiale a été dissoute et, partant, qu'il n'y a plus de relation digne de protection. Selon la jurisprudence, l'on se trouve dans un tel cas de figure lorsque la communauté familiale, qui existait au moment de la fuite, a été abandonnée après celle-ci (cf. ATAF 2015/29 consid. 3 ; JICRA 2002 n° 20 consid. 4b). Est donc déterminant le comportement des membres de la famille après la fuite. L'autorisation d'entrer en Suisse basée sur l'asile familial doit ainsi permettre de recomposer une communauté familiale séparée par la fuite - soit de façon involontaire - et non pas de créer de nouvelles relations ou de reprendre des relations terminées (cf.”
Wird ein Ehegatte als Flüchtling anerkannt, kann die Schutzlage des anerkannten Partners — insbesondere eine konkrete Gefahr der Verfolgung — als Bindungsgrund für die Einbeziehung des anderen Ehegatten gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG dienen. Zur Beurteilung können tatsächliche Indizien herangezogen werden, etwa gemeinsame Vereinszugehörigkeiten, namentliche Erwähnungen oder Kontoverbindungen, soweit diese eine erhöhte Gefährdung belegen.
“) noch immer aktuell sei, sondern auch, dass sehr wohl eine gezielte Verfolgungsgefahr für die Beschwerdeführerin bestehe, zumal sie darin namentlich erwähnt worden sei. Weiter hätten alle drei Mitglieder des Gemeinderats von I._______ schriftlich bestätigt, dass sie ein Gründungsmitglied und ein wichtiger Teil der (...) sei, wobei sie aufgrund ihrer Arbeit als "lider social" bezeichnet worden sei. Dass ihr in Kolumbien kein Polizeischutz zur Verfügung gestellt worden sei und der Staat die Morde an O._______-Mitgliedern nicht verhindert habe, zeige, dass sie offensichtlich nicht auf den Schutz des kolumbianischen Staates zählen könne. Als Folge ihres politischen Engagements bestehe ein unerträglicher psychischer Druck, was durch das eingereichte Arztzeugnis bestätigt werde. Sollte die gezielte Verfolgung der Beschwerdeführerin erneut verneint werden, bestünde zumindest eine Reflexverfolgung aufgrund der Verfolgung ihres Vaters. Sie sei somit als Flüchtling anzuerkennen und ihr Ehemann sei gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft miteinzuschliessen.”
“Die Gefährdung des Beschwerdeführers selbst werde zusätzlich durch die Ehe mit der Beschwerdeführerin, eine heruntergeladene (ByLock-) App, Stipendien(be)zahlung, die Mitgliedschaft beim Verein Küresel Doktorlar, die Ausreise ohne ordentliche Arbeitsvertragskündigung sowie seine namentliche Erwähnung in der Anklageschrift von A. E. und bei Geldüberweisungen auf Konti der Asya Bank erhöht. Jene der Beschwerdeführerin vergrössere sich als Informantin des AI-Berichts, mit der Teilnahme und Organisation von Anlässen und der jahrelangen Tätigkeit als Mentorin der Gülen-Bewegung, ihrer Freiwilligenarbeit und finanziellen Unterstützung des Vereins Kimse Yok sowie dem Besitze eines Asya Kontos, wie auch wegen ihrem familiären Umfeld und der Mitgliedschaft bei der Gizmet-Bewegung nahestehenden Vereinen in der Schweiz. Aus diesen Gründen sei die Furcht der Beschwerdeführenden vor asylrelevanter Verfolgung bei einer Rückkehr objektiv begründet und sie würden die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Bei Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft von nur einem Ehegatten sei der andere gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG darin einzubeziehen.”
Längere Untätigkeit der anspruchsberechtigten Personen und das daraus ersichtliche Entfallen eines Willens zur Zusammenführung können das Rechtsschutzinteresse an der Aufrechterhaltung einer nach Art. 51 Abs. 4 AsylG erteilten Einreisebewilligung entfallen lassen. In den zitierten Entscheiden hat das Gericht in solchen Fällen eine nachträgliche Fehlerhaftigkeit bzw. die Abschreibung der Bewilligung festgestellt und den Widerruf der Verfügung geprüft.
“Sodann haben die Beschwerdeführenden nach der Erteilung der Einreisebewilligung im Jahr 2010 von dieser nicht Gebrauch gemacht, sondern sind offensichtlich während mehrerer Jahre in Bezug auf den Nachzug des in Eritrea zurückgelassenen, damals noch minderjährigen Sohnes untätig geblieben. Sie haben aktenkundig nichts unternommen, um seine Ausreise aus Eritrea voranzutreiben. Den ersten Fluchtversuch soll C._______ im (...) 2016 und den zweiten im (...) 2016 - also bereits im Erwachsenenalter - unternommen haben. Erst im Jahr 2018, beim dritten Versuch, soll er die Grenze F._______ überquert haben können. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden seien diese Fluchtversuche zu jenen Zeitpunkten erfolgt, als die Einberufung in den Militärdienst immer bedrohlicher geworden sei sowie aufgrund der konfliktträchtig gewordenen Wohnsituation bei den Verwandten der Beschwerdeführerin (Akten SEM C13/2). Mit diesen Aussagen wird der fehlende Wille der Zusammenführung der Familie manifest, welcher jedoch Voraussetzung für das Familienasyl nach Art. 51 AsylG und damit einhergehend auch die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG darstellt. In Bezug auf die Aufrechterhaltung der Einreisebewilligung betreffend den Sohn C._______ fehlt somit auch das Rechtsschutzinteresse. Der Verlust dieses Interesses führt - nebst der eingetretenen Volljährigkeit - zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung. Weitergehend kann - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf den Sohn C._______ aufgrund einer relevanten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse zu Recht auf nachträgliche Fehlerhaftigkeit der ursprünglich fehlerfreien Einreisebewilligung geschlossen und den Widerruf der betreffenden Verfügung zu Recht geprüft.”
“) weitere Kinder, die in der Folge vom BFM beziehungsweise vom SEM in ihre Flüchtlingseigenschaft und in ihr Asyl einbezogen wurden. Beim Vater dieser (...) Kinder handelt es sich gemäss den Akten (nicht paginierte SEM-Eingänge vom 28. Februar und vom 2. Mai 2022) um den im Jahre (...) in die Schweiz eingereisten, über den Asylstatus und die Niederlassungsbewilligung verfügenden eritreischen Staatsangehörigen D._______ (N [...]), der mit der Beschwerdeführerin die gemeinsame elterliche Sorge über diese drei Kinder ausübt. Ein weiteres, am (...) geborenes und von der Beschwerdeführerin damals in Eritrea zurückgelassenes Kind ([...]) erhielt nach dessen vom BFM bewilligter Einreise in die Schweiz ebenfalls den Asylstatus. B. Mit Eingabe an das BFM vom 21. September 2010 stellte die Beschwerdeführerin durch ihre Rechtsvertretung ein Gesuch um Einreisebewilligung und Familienzusammenführung zugunsten ihres Ehemannes F._______ und die beiden rubrizierten Kinder B._______ und C._______, welche sich zum damaligen Zeitpunkt im Sudan aufhielten. Am 16. November 2010 erteilte das SEM die auf Art. 51 Abs. 4 AsylG (SR 142.31) gestützte (und nicht befristete) Einreisebewilligung zwecks Familienvereinigung zugunsten der drei erwähnten Personen. Am 23. Dezember 2010 hiess das BFM zudem ein Gesuch um Übernahme der Einreisekosten gut. Am 29. Januar 2016 erliess das BFM einen «internen Abschreibungsbeschluss», wonach die am 16. November 2010 zugunsten von F._______, B._______ und C._______ erteilte Einreisebewilligung als gegenstandslos geworden abgeschrieben werde. Zur Begründung erwog das SEM, dass seit sechs Jahren keine Einreise der besagten drei Personen erfolgt sei und daher von einem dahingefallenen Interesse am Familiennachzugsgesuch und an ihrer Einreise in die Schweiz auszugehen sei. Mit Eingabe vom 10. Mai 2019 ersuchte die Beschwerdeführerin um «Wiederherstellung der Einreisebewilligung» für B._______ und C._______. Das Gesuch begründete sie mit dem Umstand, dass die beiden Kinder Eritrea aufgrund von «Problemen mit dem Staat» erst jetzt in Begleitung der Grossmutter in Richtung Äthiopien hätten verlassen können.”
Bei Unklarheiten zu familiären Verhältnissen muss die Behörde Art. 51 Abs. 1 AsylG ausdrücklich prüfen und die Entscheidung hinreichend erläutern. Fehlende oder widersprüchliche Feststellungen — etwa zur bestehenden ehelichen Gemeinschaft — können die Entscheidung als nicht ausreichend motiviert erscheinen lassen und zur Aufhebung mit Rückweisung an die Behörde führen.
“1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il appert de ce qui précède que le SEM ne s'est en définitive pas prononcé à satisfaction de droit sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art.”
Eine nachträgliche Offenlegung der Identität bzw. Herkunft kann erforderlich sein; die betroffene Person kann anschliessend ein neues Gesuch um Familienasyl stellen, das unter Kenntnis aller relevanten Tatsachen geprüft werden kann.
“Es ist demzufolge davon auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, welche einem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes entgegenstehen. Das SEM hat ihr Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes demnach zu Recht abgelehnt. Es sei dennoch darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin jederzeit die Möglichkeit hat, ihre tatsächliche Herkunft offenzulegen und in der Folge ein neues Gesuch um Familienasyl zu stellen. Dieses könnte von der Vorinstanz in Kenntnis aller relevanten Tatsachen geprüft werden.”
“_______ abgewiesen worden, weil sie keine Identitätspapiere habe beschaffen können. Sie befinde sich schon seit fast zehn Jahren in der Schweiz, wolle ihren Teil zum Familieneinkommen beitragen und ersuche um eine vorläufige Aufnahme. Zur Stützung der Vorbringen wurden mehrere Unterlagen (Auszug aus dem Schreiben des Migrationsdienstes des Kantons F._______ vom (...) 2020, Betreibungsregisterauszug vom (...) 2019, ein Sprachzertifikat, diverse Kurs- und Arbeitsbestätigungen sowie mehrere persönliche Referenzschreiben) eingereicht. B.b Mit Schreiben vom 1. Juni 2021 hielt das SEM fest, es sei nicht klar, auf welche Bestimmung sich die Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch vom 27. April 2021 berufe. Für den Einbezug in die vorläufige Aufnahme nach Art. 44 AsylG (SR 142.31) müsste ihr Partner über eine «F»-Bewilligung verfügen; er besitze jedoch eine «B»-Bewilligung. Ihr Anliegen wäre somit voraussichtlich bei den kantonalen Behörden vorzutragen. Ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG würde eine nachträgliche Offenlegung ihrer Identität und Herkunft voraussetzen. C. C.a Mit Eingabe an das SEM vom 17. Juni 2021 (Postaufgabe) führte die Beschwerdeführerin aus, mit der Anordnung des Einbezugs ihrer beiden Söhne in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters sei in Bezug auf den Wegweisungsvollzug ein wiedererwägungsrechtlich relevanter neuer Sachverhalt eingetreten, bei welchem Art. 44 AsylG zu berücksichtigen sei. Dieser Eingabe wurde eine Kopie der «Tibetian Identity Card», ausgestellt vom «Office of Tibet in Switzerland», beigelegt. C.b Das SEM nahm dieses Gesuch als Wiedererwägungsgesuch entgegen und gewährte der Beschwerdeführerin am 23. Juni 2021 das rechtliche Gehör. C.c Mit Schreiben an das SEM vom 8. Juli 2021 hielt die Beschwerdeführerin fest, sie sei - wie sie bereits in der Anhörung zu den Asylgründen vorgetragen habe - ab Geburt bis zu ihrer Ausreise immer im Tibet wohnhaft gewesen. Sie sei zwar über Nepal in die Schweiz geflohen, habe sich aber nur kurze Zeit in Nepal aufgehalten und sei dort nicht registriert worden.”
Fehlende tatsächlich gelebte Eltern‑Kind‑Beziehung (z. B. kein gemeinsamer Haushalt, kein Kontakt, keine Besuchsregelung, keine Unterhaltsleistungen) kann als «besonderer Umstand» i.S.v. Art. 51 Abs. 3 AsylG einen Einbezug verhindern.
“August 2023 teilte das SEM mit, dass gemäss Aktenlage der Vater mit der Beschwerdeführerin und dem einzubeziehenden Sohn nicht in einem gemeinsamen Haushalt lebe und unterbreitete dem Vater einen Fragekatalog zur persönlichen Beziehung zu Mutter und Kind. Mit Schreiben vom 29. September 2023 nahm der Vater Stellung. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2023 teilte die Beschwerdeführerin dem SEM mit, dass sie zwar nicht zur Stellungnahme aufgefordert worden sei, jedoch ebenfalls zum Fragekatalog Stellung nehmen möchte und unterbreitete dem SEM ihre entsprechenden Antworten. C. Mit Verfügung vom 24. Januar 2024 (Eröffnung frühestens am 25. Januar 2024) lehnte das SEM das Gesuch um Einbezug ab. Das SEM begründete seine Verfügung damit, dass sich die Kindsmutter und der Kindsvater getrennt hätten, aktuell kein Kontakt zwischen Vater und Kind bestehe, ein gemeinsamer Haushalt bis auf Weiteres nicht geplant sei, keine Besuchsregelung bestehe und der Vater keine Unterhaltsbeiträge leiste. Es bestehe daher keine tatsächlich gelebte Vater-Kind-Beziehung. Es lägen folglich besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG (SR 142.31) vor, die einem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl entgegenstünden. D. Mit einer ans SEM gerichteten und als «Beschwerde» bezeichneten Eingabe vom 19. Februar 2024 gelangte die Beschwerdeführerin ans SEM. Das SEM leitete diese Eingabe zuständigkeitshalber ans Bundesverwaltungsgericht zur Prüfung als Beschwerde weiter. E. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 22. Februar 2024 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 6 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht zieht in”
“August 2023 teilte das SEM mit, dass gemäss Aktenlage der Vater mit der Beschwerdeführerin und dem einzubeziehenden Sohn nicht in einem gemeinsamen Haushalt lebe und unterbreitete dem Vater einen Fragekatalog zur persönlichen Beziehung zu Mutter und Kind. Mit Schreiben vom 29. September 2023 nahm der Vater Stellung. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2023 teilte die Beschwerdeführerin dem SEM mit, dass sie zwar nicht zur Stellungnahme aufgefordert worden sei, jedoch ebenfalls zum Fragekatalog Stellung nehmen möchte und unterbreitete dem SEM ihre entsprechenden Antworten. C. Mit Verfügung vom 24. Januar 2024 (Eröffnung frühestens am 25. Januar 2024) lehnte das SEM das Gesuch um Einbezug ab. Das SEM begründete seine Verfügung damit, dass sich die Kindsmutter und der Kindsvater getrennt hätten, aktuell kein Kontakt zwischen Vater und Kind bestehe, ein gemeinsamer Haushalt bis auf Weiteres nicht geplant sei, keine Besuchsregelung bestehe und der Vater keine Unterhaltsbeiträge leiste. Es bestehe daher keine tatsächlich gelebte Vater-Kind-Beziehung. Es lägen folglich besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG (SR 142.31) vor, die einem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl entgegenstünden. D. Mit einer ans SEM gerichteten und als «Beschwerde» bezeichneten Eingabe vom 19. Februar 2024 gelangte die Beschwerdeführerin ans SEM. Das SEM leitete diese Eingabe zuständigkeitshalber ans Bundesverwaltungsgericht zur Prüfung als Beschwerde weiter. E. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 22. Februar 2024 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 6 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht zieht in”
Art. 51 Abs. 4 AsylG gilt für im Ausland getrennt lebende Ehegatten. Konkubinatspartner sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGer-Rechtsprechung und Art. 1a Bst. e AsylV 1).
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - namentlich Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Abs. 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die in eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.1; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG; Familiennachzug). Die in eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.1; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]).”
Seit der Asylgesetzrevision vom 1. Februar 2014 ist der Kreis der Anspruchsberechtigten für das Familienasyl abschliessend auf den Ehegatten und die minderjährigen Kinder beschränkt. Die frühere Ausnahmeregelung für «andere nahe Angehörige» (ehemals Art. 51 Abs. 2) wurde abgeschafft; entsprechend sind andere Familienmitglieder (z.B. volljährige Kinder) grundsätzlich nicht mehr nach Art. 51 anspruchsberechtigt und nach dem ordentlichen Ausländerrecht zu beurteilen.
“Die vorinstanzlichen Erwägungen sind nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung wird zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und abgestützt auf die geltende Praxis dargelegt, weshalb die Tochter des Beschwerdeführers die Voraussetzung für den Familiennachzug nicht erfüllt. Die Beschwerde führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Aus der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 AsylG ergibt sich klar, dass die nachzuziehenden Kinder minderjährig sein müssen. Der Kreis der Begünstigten des Familienasyls wurde vom Gesetzgeber im Rahmen der am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. "Andere nahe Angehörige" (vgl. aArt. 51 Abs. 2 AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen - darunter auch volljährige Kinder - sind seither unbesehen allfälliger besonderer Gründe nicht mehr anspruchsberechtigt (vgl. BVGE 2014/41 E. 6.4 und E. 6.6; 2015/29 E. 3.2). Der geltende Art. 51 Abs. 1 AsylG zählt abschliessend die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auf und BVGE 2020 VI/7 bestätigt diese, mit dem Wortlaut übereinstimmende Gesetzesauslegung in aller Klarheit (vgl. a.a.O. E. 2.1 ff.). Unbesehen allfälliger und vom Gericht nicht bestrittenen Schwierigkeiten, mit denen die demnächst (...)-jährige Tochter in der Türkei konfrontiert werden könnte, fehlt es vorliegend an der gesetzlichen Grundlage für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters. Da das Gesuch um Familienzusammenführung abzuweisen ist, ist ihr ebenfalls die Einreise in die Schweiz zu verweigern (Art. 51 Abs. 4 AsylG e contrario). Im Übrigen kann die Familie die Tochter aus der Schweiz finanziell unterstützen und den Kontakt mit ihr über die sozialen Medien pflegen und aufrechterhalten.”
“4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 ; 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20), que par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant cette exception - et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents , il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial stricto sensu séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3), qu'ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem), que l'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al.”
“Aus der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 AsylG ergibt sich klar, dass die nachzuziehenden Kinder minderjährig sein müssen. Dies entspricht denn auch dem gesetzgeberischen Willen. Der Kreis der Begünstigten des Familienasyls wurde vom Gesetzgeber im Rahmen der am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. «Andere nahe Angehörige» (vgl. aArt. 51 Abs. 2 AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen - darunter auch volljährige Kinder - sind seither unbesehen allfälliger besonderer Gründe nicht mehr anspruchsberechtigt (vgl. AS 2013 4375, 5357 sowie BVGE 2015/29 E. 4.2.3). Der geltende Art. 51 Abs. 1 AsylG zählt abschliessend die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auf und BVGE 2020 VI/7 (vgl. E. 2.1-2.3) bestätigt diese mit dem Wortlaut übereinstimmende Gesetzesauslegung in aller Klarheit. Die schweizerische Rechtspraxis hat sich diesbezüglich seither und auch nach Ergehen der Urteile des EuGH C-273/20, C-355/20 und C-279/20 vom 1. August 2022 nicht geändert. Vielmehr bestätigen neuere Urteile des Bundesverwaltungsgerichts das Abstellen auf den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung und nicht auf den Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuchs der nachziehenden Person für die Beurteilung der Minderjährigkeit der nachzuziehenden Person (vgl. Urteile des BVGer E-3114/2023 vom 12. Juni 2023 E. 5; D-3899/2020 vom 22.”
Soweit für die Anwendung von Art. 51 AsylG relevante familiäre Beziehungen oder Betreuungsverhältnisse geltend gemacht werden, hat das SEM die vorgelegten Belege im Entscheid zu prüfen und sich dazu erkennbar zu äussern; es darf einschlägige Nachweise nicht ohne Auseinandersetzung unberücksichtigt lassen.
“Toutefois, une telle réparation doit rester l'exception et n'est admissible, en principe, que dans l'hypothèse d'une atteinte qui n'est pas particulièrement grave aux droits procéduraux de la partie lésée ; elle peut également se justifier, même en présence d'un vice grave, lorsque le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, ce qui serait incompatible avec l'intérêt de la partie concernée à ce que sa cause soit tranchée dans un délai raisonnable (cf. ATF 142 II 218 consid. 2.8.1 et les réf. cit.). 2.6 En l'espèce, le SEM a retenu que les conditions de l'art. 51 al. 1 LAsi n'étaient pas remplies, dès lors que le frère et la soeur de la recourante ne correspondaient pas aux ayants droit mentionnés dans cette disposition, et a renoncé, dans ces circonstances, à ordonner des mesures d'instruction supplémentaires tendant à établir leurs liens familiaux. La motivation de la décision querellée, qui ne tient que sur quelques lignes excluant pour l'essentiel l'application de l'art. 51 LAsi, ne fait toutefois aucunement mention des liens de parenté entre la recourante et ses frères et soeurs et, surtout, ne tient pas compte des documents produits par celle-ci à l'appui de sa demande de regroupement familial. En effet, outre les certificats de baptême de B._______ et C._______ ainsi que les trois attestations de l'organisation « ECAP » certifiant sa participation à des cours de français, l'intéressée a produit à l'appui de sa demande de regroupement familial une attestation de prise en charge (« Endorsement of Care provision of Children ») du 21 juin 2010, dont il ressort qu'elle serait la responsable de la prise en charge de ses frère et soeur depuis le décès de leur père et la disparition de leur mère. Or, le SEM se dispense de tout commentaire relatif à ce document. A fortiori, il s'est abstenu de compléter sa motivation dans le cadre de sa réponse, considérant simplement que le recours ne contenait aucun élément susceptible de modifier son point de vue et déclarant ainsi maintenir sa décision en l'état.”
Bei Anhaltspunkten für zivilrechtliche Ungültigkeitsgründe (ZGB 105/105a) hat das SEM diese der zuständigen Zivilbehörde zu melden und das Asylverfahren gemäss Art. 51 Abs. 1bis AsylG bis zur Entscheidung dieser Behörde zu sistieren. Art. 51 AsylG ist an Art. 71 AsylG zum Familiennachzug angelehnt; die Rechtsprechung betont, dass Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet wird, wenn die materiellgesetzlichen Voraussetzungen für den Familiennachzug nicht erfüllt sind.
“2), dass die Vorinstanz aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers in der angefochtenen Verfügung zutreffend festgestellt hat, die zivilrechtliche Trauung sei am 7. November 2024 in Georgien erfolgt, er habe mit B._______ seit der religiösen Eheschliessung am 26. November 2022 in der Türkei dort mit dieser bis zu seiner Ausreise im März 2023 zusammengelebt, womit kein gemeinsamer Lebensmittelpunkt in der Ukraine bestanden habe und die Trennung entsprechend nicht durch die Ereignisse in der Ukraine erfolgt sei, dass die Vorinstanz dementsprechend korrekterweise davon ausgegangen ist, die Voraussetzungen von Art. 71 Abs. 1 und 3 AsylG seien vorliegend nicht erfüllt, was in der Beschwerde denn auch nicht bestritten wird, dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde hauptsächlich damit begründet, es könne nicht sein, dass für Personen mit Schutzstatus S ausserhalb von Art. 71 AsylG keine Möglichkeit für einen Familiennachzug bestehe, weshalb die übergeordneten, völkerrechtlichen Anforderungen an das Recht auf Familienleben zu berücksichtigen seien (Art. 8 EMRK), dass Art. 71 AsylG der Bestimmung von Art. 51 AsylG zum Familienasyl nachgebildet ist, weshalb Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet werden kann, wenn die Voraussetzungen für den Familiennachzug gemäss Art. 71 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6; Urteil des BVGer E-7288/2023 vom 8. April 2023 E. 4.2; Botschaft, S. 82), dass sich der Beschwerdeführer mit Blick auf seinen Aufenthaltsstatus in der Schweiz - der Bundesrat verlängerte den Schutzstatus S zuletzt bis zum 4. März 2026 - nicht auf das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK berufen können dürfte (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.3; 138 I 246 E. 3.3.1), dass sich dem Gericht im Übrigen nicht erschliesst, weshalb der Beschwerdeführer und B._______ ihr Familienleben nicht gemeinsam in der Türkei führen können, zumal ihnen dies bereits einmal gelungen ist und es sich bei der Anmerkung des Beschwerdeführers, er habe sich damals illegal dort aufgehalten, um eine unbelegte Parteibehauptung handelt, insbesondere da er sich in der Türkei einen ukrainischen Pass ausstellen lassen konnte und das Land legal verlassen hat (vgl.”
Regelmässige Besuche oder intensive persönliche Kontakte ohne gemeinsames Wohnen begründen typischerweise keine dauerhafte eheähnliche Haushaltsgemeinschaft im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG. Entscheidend sind konkrete Nachweise einer gemeinsamen Lebensführung (z. B. gemeinsamer Haushalt über längere Zeit, entsprechende Belege); fehlende oder unzureichende Dokumentation kann die Anerkennung verhindern.
“Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind: Die Beschwerdeführerin vermochte auch in ihrer Beschwerdeschrift vom 6. März 2024 nicht darzulegen, dass sie in einer dauernden eheähnlichen Gemeinschaft mit ihrem Verlobten lebt. Zu Recht wies das SEM darauf hin, dass die Beschwerdeführerin ihren Partner zwar offenbar seit Sommer 2019 kennt, aufgrund dessen Ausreise im Oktober 2019 aber zumindest bis zu ihrer ersten Einreise in die Schweiz im April 2023 eine Fernbeziehung führte. Sie vermochte keinerlei Nachweise zu erbringen, welche die angeblich dreijährige Beziehung zu ihrem Verlobten belegen könnten (vgl. SEM-Akten A23 ad F83 und A24). Zudem lebte sie weder während ihres Aufenthalts von April bis Juni 2023 noch seit ihrer Asylgesuchstellung am 13. November 2023 mit ihm in einem gemein-samen Haushalt. Vielmehr beantragte sie eine Privatunterbringung bei ihrer Schwester (vgl. a.a.O. A21 f.; A23 ad F92).”
“51 LAsi suppose ainsi l'existence d'une communauté familiale entre les intéressés. 3. 3.1 Dans sa décision du 20 janvier 2023, le SEM a constaté en substance que même si l'intéressée avait célébré un mariage religieux avec D._______ en Suisse en 2021, elle ne pouvait pas être considérée comme sa conjointe au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. L'exigence d'une communauté de vie semblable à celle d'un mariage n'était pas non plus remplie, car l'intéressée et son compagnon habitaient dans des cantons différents et ne faisaient donc pas ménage commun. Les visites régulières ne constituaient pas une communauté stable au sens de la jurisprudence du Tribunal fédéral (cf. ATF 118 II 235 consid. 3b p. 238). En outre, le fait - non documenté - que l'intéressée et son compagnon avaient essayé sans succès de trouver un logement commun ne changeait rien à cette appréciation. 3.2 Dans son recours du 23 février 2023, la recourante soutient avoir fourni suffisamment d'informations pertinentes pour bénéficier du même statut que D._______ en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi. Elle fait valoir que la condition pour la reconnaissance de son mariage par la Suisse est remplie, étant donné que son pays d'origine reconnait la validité de leur mariage religieux. Elle affirme également qu'il existe une réelle communauté de vie, malgré le fait qu'ils ne vivent pas officiellement ensemble, et souligne que le SEM a accordé le statut à ses enfants sur la base de cette relation. Elle rappelle en outre les critères stricts pour avoir droit au regroupement familial, notamment l'existence d'un logement adéquat et d'une indépendance financière, et souligne à nouveau les difficultés à trouver un appartement en général, et en particulier à H._______, sa commune de résidence, où elle et ses enfants sont bien intégrés. 4. 4.1 En l'occurrence, le SEM a à juste titre conclu que la recourante ne pouvait pas se prévaloir de l'asile familial au sens de l'art. 51 LAsi. En effet, force est de constater que l'intéressée vit en Suisse depuis de nombreuses années, comme son compagnon.”
Eine Einbeziehung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann auch gegeben sein, obwohl eine frühere Verfügung bereits unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist; spätere behördliche oder gerichtliche Entscheidungen können sodann zur nachträglichen Einbeziehung und zur Gewährung von Asyl an betroffene Familienangehörige führen.
“dazu im Einzelnen die Akten), dass er nach der Einreise ein Asylgesuch einreichte, worauf er am 26. April 2013 vom BFM zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde, dass das BFM mit Verfügung vom 19. Juni 2013 feststellte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz anordnete, dass das BFM gleichzeitig verfügte, der Beschwerdeführer werde in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) in die Flüchtlingseigenschaft seiner Eltern einbezogen, und seine vorläufige Aufnahme in der Schweiz als Flüchtling anordnete, dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs, dass das BFM mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-3493/2010 vom 5. November 2013 angewiesen wurde, dem Vater des Beschwerdeführers nicht nur die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen, sondern ihm auch Asyl zu gewähren und seine Ehefrau (die Mutter des Beschwerdeführers) und sein jüngstes Kind (ein Geschwister des Beschwerdeführers) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in das ihm gewährte Asyl einzubeziehen, dass dem Beschwerdeführer in der Folge auf Ersuchen seiner Eltern vom BFM mit Verfügung vom 20. Dezember 2013 ebenfalls Asyl gewährt wurde (zusammen mit einem weiteren Geschwister), dass dem Beschwerdeführer in der Folge von der zuständigen kantonalen Behörde eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung (B) erteilt wurde, welche bis heute Bestand hat, dass ihm ausserdem auf Ersuchen hin von der Schweiz ein Reiseausweis für Flüchtlinge (gemäss Art. 3 Bst. a der Verordnung vom 14. November 2012 über die Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Personen [RDV, SR 143.5]) ausgestellt wurde, dass er gemäss Aktenlage (...) 2021 in die nordirakische Stadt X._______ reiste, um seine damals frisch angetraute Ehefrau C._______ zu treffen, welche ebenfalls syrischer Staatsangehörigkeit ist, dass C._______ gemäss Aktenlage im Rahmen des ausländerrechtlichen Familiennachzuges zum Beschwerdeführer in die Schweiz nachreisen konnte und auch ihr von der zuständigen kantonalen Behörde eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung (B) erteilt wurde, dass am (.”
“Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Vater des Beschwerdeführers aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe mit Verfügung vom 15. Juli 2011 durch das damalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFM; heute: SEM) als Flüchtling anerkannt und vorläufig aufgenommen wurde, dass die Mutter und ein Geschwister des Beschwerdeführers gleichzeitig in die Flüchtlingseigenschaft des Ehemannes beziehungsweise Vaters einbezogen wurden, dass der damals noch minderjährige Beschwerdeführer am 11. April 2012 legal zu seinen Eltern in die Schweiz nachreisen konnte (vgl. dazu im Einzelnen die Akten), dass er nach der Einreise ein Asylgesuch einreichte, worauf er am 26. April 2013 vom BFM zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde, dass das BFM mit Verfügung vom 19. Juni 2013 feststellte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz anordnete, dass das BFM gleichzeitig verfügte, der Beschwerdeführer werde in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) in die Flüchtlingseigenschaft seiner Eltern einbezogen, und seine vorläufige Aufnahme in der Schweiz als Flüchtling anordnete, dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs, dass das BFM mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-3493/2010 vom 5. November 2013 angewiesen wurde, dem Vater des Beschwerdeführers nicht nur die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen, sondern ihm auch Asyl zu gewähren und seine Ehefrau (die Mutter des Beschwerdeführers) und sein jüngstes Kind (ein Geschwister des Beschwerdeführers) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in das ihm gewährte Asyl einzubeziehen, dass dem Beschwerdeführer in der Folge auf Ersuchen seiner Eltern vom BFM mit Verfügung vom 20. Dezember 2013 ebenfalls Asyl gewährt wurde (zusammen mit einem weiteren Geschwister), dass dem Beschwerdeführer in der Folge von der zuständigen kantonalen Behörde eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung (B) erteilt wurde, welche bis heute Bestand hat, dass ihm ausserdem auf Ersuchen hin von der Schweiz ein Reiseausweis für Flüchtlinge (gemäss Art.”
Bei der Prüfung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist nach der zitierten Rechtsprechung nicht allein auf formale Nachweise wie eine Wohnsitzbestätigung abzustellen. Vielmehr sind die gesamten Lebensumstände des Paares zu würdigen, insbesondere Zeitpunkt des Kennenlernens, Verlobung, regelmässige Kontakte sowie Gründe, die ein gemeinsames Haushalten verhindert haben (z. B. Haft). Die Quellenlage verweist zugleich auf eine in der Rechtsprechung beachtete Mindestdauer des gemeinsamen Haushalts (zwei Jahre), sodass sowohl Dauer als auch Umstände der Lebensgemeinschaft in die Bewertung einzubeziehen sind.
“Il en a conclu que, même à prendre en considération la période de détention de l'intéressé entre juin 2017 et le 22 janvier 2022 en tant que raisons impérieuses empêchant le ménage commun, le couple avait vécu ensemble tout au plus entre janvier 2021 et le 22 juin 2022, soit durant une année et demi au maximum, ce qui était insuffisant selon la jurisprudence, qui fixe un minimum de deux ans de vie commune sur le principe. F. Le 6 décembre 2023, l'intéressé a interjeté recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal), par lequel il a conclu à son annulation et, à titre principal, à l'octroi d'une autorisation d'entrée en faveur de sa fiancée en vue du regroupement familial ou, à titre subsidiaire, au renvoi de la cause au SEM pour nouvelle décision. Sur le plan procédural, il a sollicité la dispense du paiement des frais de procédure et du versement d'une avance de frais, ainsi que la désignation de Catalina Mendoza en qualité de mandataire d'office. L'intéressé fait en substance valoir que les conditions de l'art. 51 al. 4 LAsi sont remplies. Il allègue que l'argumentation du SEM consistant à admettre ses cinq années de détention en tant que de raisons impérieuses empêchant le ménage commun, sans toutefois prendre en considération toute sa détention dans le calcul de la durée du ménage commun est peu compréhensible. Il invoque que selon la jurisprudence, il est important de tenir compte de l'ensemble des circonstances de la vie commune du couple susceptibles de reconnaître l'existence d'un concubinage stable assimilé à une union conjugale, sans s'arrêter uniquement sur la durée du ménage commun, comme l'a fait le SEM en basant toute son argumentation sur l'attestation de domicile de B._______ et sans prendre en considération la date de leur rencontre, leurs fiançailles et leur contacts réguliers jusqu'à sa libération de prison. Pour le reste, il allègue avoir rencontré B._______ en 2011, alors qu'ils étaient âgés de respectivement (...) et (...) ans et qu'elle était encore étudiante, raison pour laquelle il se serait dans un premier temps porté garant du paiement du loyer de l'appartement qu'elle louait à C.”
Ein Wohnsitz- bzw. Kantonwechsel des Ehegatten zugunsten des gemeinsamen Aufenthalts sowie der Nachweis, dass das Familienleben nur in der Schweiz realisierbar ist, können für das Vorliegen der Einschlussvoraussetzungen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG sprechen.
“1 PA), que, cela étant, le motif ayant conduit le SEM à révoquer le 19 octobre 2023 sa décision du 15 septembre 2023, soit l'erreur initiale de droit liée à l'absence de preuve d'un lien marital entre la recourante et son compatriote, C._______, a perdu toute actualité, compte tenu de l'évolution de l'état de fait déterminant de la cause qu'il convient de prendre en considération pour examiner le bien-fondé du recours du 17 novembre 2023, conformément aux règles jurisprudentielles précitées, qu'en effet, la recourante s'est mariée le (...) 2024 avec C._______, dont elle porte désormais le patronyme, comme en atteste la copie du certificat de famille produite en la cause, qu'il y a lieu d'admettre qu'elle vit en ménage commun avec son époux et leur fille, eu égard à ses déclarations en ce sens et à la décision du SEM du 14 mai 2024 d'admission de sa demande du 22 décembre 2023 de changement de son canton d'attribution en faveur de celui de D._______, canton d'attribution de son époux, qu'il n'existe toujours pas de circonstance particulière au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi qui ferait exception à l'intégration de la recourante dans le statut de réfugié admis à titre provisoire de C._______, le SEM n'ayant à aucun moment prétendu le contraire (s'agissant de la casuistique concernant la notion juridique indéterminée de « circonstances particulières » au sens de cette disposition, cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.3 et jurisp. cit.), que les conditions mises à l'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi sont dès lors présentement réunies, que la décision attaquée annulant la décision du 15 septembre 2023 et rejetant la demande de la recourante du 8 septembre 2023 d'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi n'est dès lors manifestement pas ou plus conforme au droit, que, par conséquent, il y a lieu d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée pour violation du droit fédéral (cf. art. 106 al. 1 let. a LAsi), que, par conséquent, la décision du 15 septembre 2023 demeure en force, que, s'avérant manifestement fondé, le recours est admis dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (cf.”
“Sie und der Kindsvater seien sri-lankische Staatsangehörige; er sei anerkannter Flüchtling und sie verfüge ausserhalb der Schweiz über keinen gültigen Aufenthaltstitel. Das Familienleben könne folglich nur in der Schweiz gelebt werden. Demnach sei gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG der in der Schweiz geborene Beschwerdeführer als Sohn eines Flüchtlings und sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als dessen Lebenspartnerin als Flüchtlinge anzuerkennen. Es handle sich bei ihrer nunmehr fünfjährigen Beziehung um eine dauerhafte, eheähnliche Gemeinschaft, zumal sie trotz der erschwerenden Umstände faktisch zusammengelebt hätten. Die Vor-instanz habe ihren ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz seit dem 1. April 2022 und die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil D-3175/2016 vom 17. August 2017 [= BVGE 2017 VI/4; Anmerkung BVGer] zu Unrecht unberücksichtigt gelassen.”
Mehrjährige Untätigkeit bzw. ein manifestiertes Fehlen des Willens zur Familienzusammenführung kann zum Entfallen des Rechtsschutzinteresses an einer nach Art. 51 Abs. 4 AsylG erteilten Einreisebewilligung führen. In den vorliegenden Entscheiden hat dies dazu geführt, dass Bewilligungen intern als gegenstandslos abgeschrieben und später als nachträglich fehlerhaft beurteilt wurden.
“Sodann haben die Beschwerdeführenden nach der Erteilung der Einreisebewilligung im Jahr 2010 von dieser nicht Gebrauch gemacht, sondern sind offensichtlich während mehrerer Jahre in Bezug auf den Nachzug des in Eritrea zurückgelassenen, damals noch minderjährigen Sohnes untätig geblieben. Sie haben aktenkundig nichts unternommen, um seine Ausreise aus Eritrea voranzutreiben. Den ersten Fluchtversuch soll C._______ im (...) 2016 und den zweiten im (...) 2016 - also bereits im Erwachsenenalter - unternommen haben. Erst im Jahr 2018, beim dritten Versuch, soll er die Grenze F._______ überquert haben können. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden seien diese Fluchtversuche zu jenen Zeitpunkten erfolgt, als die Einberufung in den Militärdienst immer bedrohlicher geworden sei sowie aufgrund der konfliktträchtig gewordenen Wohnsituation bei den Verwandten der Beschwerdeführerin (Akten SEM C13/2). Mit diesen Aussagen wird der fehlende Wille der Zusammenführung der Familie manifest, welcher jedoch Voraussetzung für das Familienasyl nach Art. 51 AsylG und damit einhergehend auch die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG darstellt. In Bezug auf die Aufrechterhaltung der Einreisebewilligung betreffend den Sohn C._______ fehlt somit auch das Rechtsschutzinteresse. Der Verlust dieses Interesses führt - nebst der eingetretenen Volljährigkeit - zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung. Weitergehend kann - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf den Sohn C._______ aufgrund einer relevanten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse zu Recht auf nachträgliche Fehlerhaftigkeit der ursprünglich fehlerfreien Einreisebewilligung geschlossen und den Widerruf der betreffenden Verfügung zu Recht geprüft.”
“) weitere Kinder, die in der Folge vom BFM beziehungsweise vom SEM in ihre Flüchtlingseigenschaft und in ihr Asyl einbezogen wurden. Beim Vater dieser (...) Kinder handelt es sich gemäss den Akten (nicht paginierte SEM-Eingänge vom 28. Februar und vom 2. Mai 2022) um den im Jahre (...) in die Schweiz eingereisten, über den Asylstatus und die Niederlassungsbewilligung verfügenden eritreischen Staatsangehörigen D._______ (N [...]), der mit der Beschwerdeführerin die gemeinsame elterliche Sorge über diese drei Kinder ausübt. Ein weiteres, am (...) geborenes und von der Beschwerdeführerin damals in Eritrea zurückgelassenes Kind ([...]) erhielt nach dessen vom BFM bewilligter Einreise in die Schweiz ebenfalls den Asylstatus. B. Mit Eingabe an das BFM vom 21. September 2010 stellte die Beschwerdeführerin durch ihre Rechtsvertretung ein Gesuch um Einreisebewilligung und Familienzusammenführung zugunsten ihres Ehemannes F._______ und die beiden rubrizierten Kinder B._______ und C._______, welche sich zum damaligen Zeitpunkt im Sudan aufhielten. Am 16. November 2010 erteilte das SEM die auf Art. 51 Abs. 4 AsylG (SR 142.31) gestützte (und nicht befristete) Einreisebewilligung zwecks Familienvereinigung zugunsten der drei erwähnten Personen. Am 23. Dezember 2010 hiess das BFM zudem ein Gesuch um Übernahme der Einreisekosten gut. Am 29. Januar 2016 erliess das BFM einen «internen Abschreibungsbeschluss», wonach die am 16. November 2010 zugunsten von F._______, B._______ und C._______ erteilte Einreisebewilligung als gegenstandslos geworden abgeschrieben werde. Zur Begründung erwog das SEM, dass seit sechs Jahren keine Einreise der besagten drei Personen erfolgt sei und daher von einem dahingefallenen Interesse am Familiennachzugsgesuch und an ihrer Einreise in die Schweiz auszugehen sei. Mit Eingabe vom 10. Mai 2019 ersuchte die Beschwerdeführerin um «Wiederherstellung der Einreisebewilligung» für B._______ und C._______. Das Gesuch begründete sie mit dem Umstand, dass die beiden Kinder Eritrea aufgrund von «Problemen mit dem Staat» erst jetzt in Begleitung der Grossmutter in Richtung Äthiopien hätten verlassen können.”
Die Ablehnung der originären Flüchtlingseigenschaft schliesst nicht aus, dass das SEM der betroffenen Person gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG dennoch Familienasyl (derivative Flüchtlingseigenschaft) zuerkennt. Die Anerkennung als Flüchtling zu Familienasylzwecken kann für spätere verwaltungsrechtliche Folgen von Bedeutung sein, etwa im Hinblick auf kantonale Aufenthaltsbewilligungen oder Verfahren zur Wiedererwägung bzw. zum Widerruf bzw. zur weiteren Klärung des Status; deshalb kann ein Interesse an der Feststellung der originären Flüchtlingseigenschaft trotz bereits erfolgter derivativer Anerkennung bestehen.
“März 2022 schrieb das Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren betreffend die Wegweisung als gegenstandslos ab. Auf Aufforderung hin teilte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 17. März 2022 mit, sie halte an der Beschwerde fest, soweit sie nicht gegenstandlos geworden sei. M. Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 14. April 2022 Unterlagen betreffend ihr politisches Profil zu den Akten (Kopien von Briefen eines Rechtsanwaltes und einer ehemaligen Co-Präsidentin der Stadt Gaziantep, jeweils mit französischen Übersetzungen; Originale befinden sich im Dossier der Schwester B._______, [...]). N. Mit Instruktionsverfügung D-4023/2020 vom 27. April 2022 wurde das SEM zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen. O. Mit Verfügung vom 6. Mai 2022 hob das SEM die angefochtene Verfügung vom 9. Juli 2020 wiedererwägungsweise auf. Es stellte fest, dass die Beschwerdeführerin die originäre Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG nicht erfülle. Gleichzeitig anerkannte es ihre derivative Flüchtlingseigenschaft und gewährte ihr Asyl im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG (Familienasyl). Zudem reichte es damit seine Stellungnahme im Beschwerdeverfahren ein. P. Die Beschwerdeführerin hielt mit Schreiben vom 10. Mai 2022 an ihrer eigenständigen Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG fest. Q. Mit Eingabe vom 8. Juni 2022 wiederholte die Beschwerdeführerin unter anderem ihren Antrag vom 10. Mai 2022 und verwies als Begründung hauptsächlich auf die Eingabe ihrer Schwester an das Bundesverwaltungsgericht vom 30. Mai 2022 (D-4024/2020). Damit brachte sie neu vor, ihre Schwägerin, D._______, habe für die PKK in der Türkei gekämpft und sei im Juli 2021 vom türkischen Militär getötet worden. Zur Stützung der neuen Vorbringen wurde auf zahlreiche Ausdrucke von Fotos und Internetartikeln beziehungsweise Links einer Gedenkfeier für D._______ als Beilagen der Eingabe vom 30. Mai 2022 im konnexen Dossier D-4024/2020 verwiesen. R. Mit Instruktionsverfügung D-4023/2020 vom 15. Juni 2022 wurde die Vor-instanz zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen, welche sie mit Eingabe vom 29.”
“Sachverhalt: A. Dem Ehemann der Beschwerdeführerin wurde am 8. Dezember 2021 durch das SEM die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt und Asyl gewährt. Am 19. Dezember 2021 ersuchte er um Familiennachzug für die damals in der Türkei lebende Beschwerdeführerin und den gemeinsamen jüngsten Sohn. Das SEM verweigerte dem Sohn mit Entscheid vom 11. Februar 2022 die Einreise in die Schweiz und wies das Gesuch um Familiennachzug dies-bezüglich ab. Der Beschwerdeführerin wurde mit Entscheid vom gleichen Tag die Einreise bewilligt. Am 22. Juli 2022 ersuchte sie durch ihren damaligen Rechtsvertreter beim SEM um Einbezug in die Flüchtlings-eigenschaft und das Asyl ihres Ehemannes. Auf die Prüfung eigener Asylgründe verzichtete sie. Das SEM gewährte ihr mit Verfügung vom 29. Juli 2022 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG unter Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft Asyl. Am 23. September 2022 wurde der Be-schwerdeführerin durch die zuständige kantonale Behörde eine Auf-enthaltsbewilligung Status-B ausgestellt. B. Mit Eingabe an das SEM vom 3. Januar 2023 erklärte die Beschwerde-führerin, sie müsse aus familiären Gründen in der Türkei ihr Asyl zurück ziehen und wolle im Rahmen der Familienvereinigung die Aufenthalts-bewilligung behalten. Sie bitte darum, ihr ihren türkischen Reisepass und ihren Identitätsausweis zukommen lassen. C. Das SEM hielt mit Schreiben an die Beschwerdeführerin vom 11. Januar 2023 fest, sie habe mitgeteilt, dass sie auf das Asyl und die Flüchtlings-eigenschaft verzichten wolle. Sie werde darauf hingewiesen, dass gemäss Art. 64 Abs. 1 Bst. c AsylG das Asyl in der Schweiz erlösche, wenn Flücht-linge darauf verzichten. Die betreffende Person würde nicht mehr dem Asylgesetz, sondern den allgemeinen Bestimmungen des Ausländerrechts unterstehen. Bei einem gleichzeitigen Verzicht auf die Flüchtlings-eigenschaft falle eine Person zudem nicht mehr unter das Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge.”
“L'intérêt actuel doit exister tant au moment du dépôt du recours qu'à celui où l'arrêt est rendu (cf. ATF 142 I 135 consid. 1.3.1). Il est déterminé en fonction du but poursuivi par le recours ainsi que des conséquences et de la portée d'une éventuelle admission de celui-ci (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_194/2011 du 8 février 2012 consid. 2.2.1). En particulier, il fait défaut lorsque la décision attaquée a été exécutée ou est devenue sans objet (cf. ATF 125 II 86 consid. 5b). En matière d'asile, un recourant a un intérêt digne de protection à ce que sa qualité de réfugié originaire soit constatée, même si la qualité de réfugié à titre dérivé lui a été reconnue et l'asile accordé au cours de la procédure de recours (cf. ATAF 2013/21 consid. 3.2, 3.3). 2.3 En l'espèce, le 26 septembre 2023, le SEM a annulé, sur reconsidération, la décision du 18 novembre 2019 dont est recours, a reconnu la qualité de réfugié à B._______ et à sa fille, à titre originaire en vertu de l'art. 3 al. 1 et 2 LAsi, ainsi qu'à A._______ et à ses fils, à titre dérivé sur la base de l'art. 51 al. 1 LAsi, et a octroyé l'asile à chaque membre de la famille. Dans ces circonstances, le recours est devenu sans objet en ce qui concerne la recourante et sa fille. Dès lors qu'il n'a pas été donné suite à l'ordonnance du Tribunal du 5 octobre 2023, il reste à examiner le recours en tant qu'il conclut à la reconnaissance de la qualité de réfugié et à l'octroi de l'asile à titre originaire en faveur du recourant et de ses fils, lesquels justifient encore d'un intérêt digne de protection à ce qu'il soit statué sur ces points. Leur qualité pour recourir demeure acquise. 3. 3.1 Présenté dans la forme et le délai prescrits par la loi, le recours est recevable, en tant qu'il n'est pas devenu sans objet (cf. art. 52 al. 1 PA, art. 108 al. 1 aLAsi). 3.2 Il est renoncé à un échange d'écritures (cf. art. 111a al. 1 LAsi). 4. 4.1 Le recours peut être interjeté pour violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation, et établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (cf.”
Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, steht der Behörde kein Ermessen zu; es findet keine Interessenabwägung statt. Sind die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 nicht erfüllt, können die Bestimmungen von Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewandt werden.
“Was die geforderte Interessenabwägung anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass eine solche nur im Schutzbereich von Art. 8 EMRK vorzunehmen wäre. Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG erfüllt sind, kommt der Behörde kein Ermessen zu und es findet keine Interessenabwägung statt. Die Bestimmungen von Art. 8 EMRK können auch nicht ergänzend angewandt werden, wenn Art. 51 AsylG nicht greift (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2002 Nr. 6 E. 5). Gemäss dem Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) wurde dem Beschwerdeführer mittlerweile von der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, wodurch dem Anspruch der als Flüchtling anerkannten Ehegattin auf Familienleben Genüge getan wurde.”
“Wenn die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind, kann die Bestimmung von Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet werden, ebenso wenig vermögen die Bestimmungen der KRK oder humanitäre Überlegungen daran etwas zu ändern. Die Frage nach einem allfälligen Anspruch auf Regelung des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz als (Ehe-)Partner beziehungsweise Vater hier als Flüchtlinge anerkannter Personen ist von der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde im Rahmen des ausländerrechtlichen Familiennachzugs zu beurteilen (vgl. BVGE 2019 VI/3 E. 5.7); dazu ist auf die nachfolgenden Ausführungen zu verweisen.”
Bei der Erteilung der Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kommen «besondere Umstände» entgegen, beispielsweise wenn die Familiengemeinschaft über längere Zeit nicht gelebt wurde oder die Trennung bewusst in Kauf genommen wurde, wenn das betroffene Familienmitglied die Staatsangehörigkeit eines anderen Landes besitzt und in diesem Staat nicht gefährdet ist, oder wenn der Flüchtlingsstatus derivativ erworben wurde. In Einzelfällen hat das Gericht auch auf integrationserschwerende Umstände (z.B. fehlende Sprachkenntnisse und berufliche Qualifikationen verbunden mit erheblichen Integrationsschwierigkeiten) abgestellt.
“Zusammenfassend ist festzustellen, dass kein Grund besteht, die Vaterschaft des Beschwerdeführers und die sorgerechtlichen Verhältnisse von B._______ während seiner Minderjährigkeit anders zu beurteilen, als dies seitens des SEM im damaligen Familiennachzugsgesuch in Bezug auf die Tochter F._______ der Fall gewesen war. Aufgrund des langen Zuwartens mit der Einreichung des Familiennachzugsgesuch für B._______ ist jedoch davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer eine langjährige Trennung von B._______ bewusst in Kauf nahm, weshalb diesbezüglich ein besonderer Umstand vorliegt, der gegen die Familienzusammenführung im heutigen Zeitpunkt spricht. Gleichzeitig wäre eine Übersiedlung in die Schweiz im Alter von (...) Jahren für B._______ aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und beruflicher Qualifikationen mit kaum zu überwindenden Schwierigkeiten für eine erfolgreiche Integration verbunden. Es bestehen bezüglich B._______ mithin besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 51 Abs. 4 AsylG, welche gegen den Familiennachzug sprechen. Die angefochtene Verfügung ist insoweit im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG nicht zu beanstanden. Das SEM hat die Einreise von B._______ in die Schweiz zu Recht nicht bewilligt und das Gesuch um Familienzusammenführung abgelehnt. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen. Hingegen ist die Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und das SEM ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer die eingereichte Taufurkunde von B._______ auszuhändigen.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - namentlich Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Abs. 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung der Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist allein die Wiedervereinigung vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5; Botschaft zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II 1 ff., insb. S. 68). Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende "besondere Umstände" sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staats als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Land nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl. zum Ganzen BVGE 2012/32 E. 5.1).”
“Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5). Bei Familien, die bereits vor der Flucht getrennt wurden, geht das Bundesverwaltungsgericht von einer vorbestandenen Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorliegen (vgl. Urteile des BVGer E-5603/2019 vom 19. Juli 2021 E. 6.3, D-3664/2016 vom 14. Dezember 2018 E. 5.2 sowie D-982/2016 vom 10. September 2018 E. 5.2.1). Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl entgegenstehende besondere Umstände können gemäss der Rechtsprechung beispielsweise vorliegen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl.”
Die Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG kommt nicht in Betracht, um das Scheitern eines vorherigen Familienzusammenführungsversuchs innerhalb des Schengen/Dublin‑Rahmens zu "heilen". Das BVGer hält fest, dass Art. 51 Abs. 1 LAsi nicht dazu dienen kann, eine im Rahmen der Dublin‑Regelungen nicht erfolgreiche Zusammenführung nachträglich zu begründen.
“Pour les mêmes raisons, le SEM a fondé sa décision sur un état de fait complet ; il ne saurait être question de lui renvoyer l'affaire, à charge pour lui d'obtenir de l'unité italienne de réadmission une prolongation formelle d'un accord qui demeure toujours valable. 4.4 Au vu de ce qui précède, c'est à bon droit que le SEM n'est pas entré en matière sur la demande d'asile (à titre originaire) du recourant en application de l'art. 31a al. 1 let. a LAsi. Partant, le recours en tant qu'il conteste la décision attaquée sur ce point doit être rejeté et celle-ci être confirmée. 5. C'est également à bon droit que le SEM n'a pas examiné la demande d'asile sous l'angle de l'asile accordé aux familles de l'art. 51 al. 1 LAsi. Cela n'est au demeurant pas contesté par le recourant. 5.1 Il convient d'abord de souligner que le dépôt d'une demande d'asile en Suisse est considéré comme une demande de protection au sens large (art. 18 LAsi), laquelle englobe aussi bien la demande d'asile au sens de l'art. 3 LAsi que celle prévue par l'art. 51 LAsi (cf. JICRA 2000 no 27 consid. 4a). Certes, d'après la jurisprudence, l'art. 51 al. 1 LAsi est en principe applicable aux membres de la famille présents en Suisse de réfugiés à titre originaire sous admission provisoire et permet, lorsque les conditions en sont réunies, une extension de la qualité de réfugié auxdits membres de la famille (cf. ATAF 2019 VI/8). Toutefois, en l'occurrence, l'application de l'art. 51 al. 1 LAsi ne saurait entrer en considération pour guérir l'échec d'un regroupement antérieur, au titre de l'asile, au sein de l'espace Schengen/Dublin, de cette famille d'anciens requérants d'asile. En effet, si les règles de regroupement familial des requérants d'asile de l'espace Schengen/Dublin, soit les art. 9 et 10 du règlement (UE) no 604/2013 du Parlement européen et du Conseil du 26 juin 2013 établissant les critères et mécanismes de détermination de l'Etat membre responsable de l'examen d'une demande de protection internationale introduite dans l'un des Etats membres par un ressortissant de pays tiers ou un apatride (ci-après : règlement Dublin III ou RD III) avaient pu être appliquées, elles n'auraient pas conféré à la famille concernée le choix de la Suisse comme le pays de l'espace Schengen/Dublin de leur réunification.”
“Comme l'a indiqué le SEM en donnant à connaître la pratique bilatérale développée dans l'application de cet article, l'accord à la réadmission du recourant est valable jusqu'à l'échéance, le (...) 2021, du permis de séjour de celui-ci. Partant, sa réadmission en Italie est bien garantie. Il peut y retourner sans craindre d'être renvoyé dans son pays d'origine en violation du principe de non-refoulement. Pour les mêmes raisons, le SEM a fondé sa décision sur un état de fait complet ; il ne saurait être question de lui renvoyer l'affaire, à charge pour lui d'obtenir de l'unité italienne de réadmission une prolongation formelle d'un accord qui demeure toujours valable. 4.4 Au vu de ce qui précède, c'est à bon droit que le SEM n'est pas entré en matière sur la demande d'asile (à titre originaire) du recourant en application de l'art. 31a al. 1 let. a LAsi. Partant, le recours en tant qu'il conteste la décision attaquée sur ce point doit être rejeté et celle-ci être confirmée. 5. C'est également à bon droit que le SEM n'a pas examiné la demande d'asile sous l'angle de l'asile accordé aux familles de l'art. 51 al. 1 LAsi. Cela n'est au demeurant pas contesté par le recourant. 5.1 Il convient d'abord de souligner que le dépôt d'une demande d'asile en Suisse est considéré comme une demande de protection au sens large (art. 18 LAsi), laquelle englobe aussi bien la demande d'asile au sens de l'art. 3 LAsi que celle prévue par l'art. 51 LAsi (cf. JICRA 2000 no 27 consid. 4a). Certes, d'après la jurisprudence, l'art. 51 al. 1 LAsi est en principe applicable aux membres de la famille présents en Suisse de réfugiés à titre originaire sous admission provisoire et permet, lorsque les conditions en sont réunies, une extension de la qualité de réfugié auxdits membres de la famille (cf. ATAF 2019 VI/8). Toutefois, en l'occurrence, l'application de l'art. 51 al. 1 LAsi ne saurait entrer en considération pour guérir l'échec d'un regroupement antérieur, au titre de l'asile, au sein de l'espace Schengen/Dublin, de cette famille d'anciens requérants d'asile. En effet, si les règles de regroupement familial des requérants d'asile de l'espace Schengen/Dublin, soit les art.”
Das frühere Abs. 2 von Art. 51 (LAsi) ist durch das Gesetz vom 14. Dezember 2012 mit Wirkung zum 1. Februar 2014 aufgehoben worden. Damit entfällt die früher vorgesehene Möglichkeit, das Asyl-Familiennachzugsregime unter besonderen Gründen auch auf andere nahe Verwandte auszudehnen; der Kreis der Begünstigten ist nun abschliessend auf den Ehegatten und die minderjährigen Kinder beschränkt. Für sonstige Familienangehörige ist das familienrechtliche Zusammenführungsrecht der LEI (Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration, SR 142.20) massgeblich.
“Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3). 3.4 L'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20). Par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2 ; 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.). 3.5 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf.”
“Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3). 3.3 L'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20). Par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2 ; 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.). 3.4 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.5 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Cette disposition avait la teneur suivante : « D'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse peuvent obtenir l'asile accordé à la famille, si des raisons particulières plaident en faveur du regroupement familial. » Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf.”
“1 et 4 LAsi) -, le SEM n'a pas autorisé l'entrée en Suisse de la susnommée et a rejeté la demande de regroupement familial en tant qu'elle la concerne, attendu qu'elle était déjà majeure au moment du dépôt de cette demande, que, dans son recours du 17 mai 2024 (date du timbre postal), l'intéressé, sans prendre de conclusion formelle, s'est opposé à la décision du 26 avril 2024, qu'il a fait valoir, en substance, que sa fille avait été « profondément affectée » par certains événements survenus en Turquie et que le jugement rendu à son encontre (à l'encontre du père) avait également un impact sur elle, qu'il s'est prévalu en outre du fait que B._______ serait une « étudiante très performante », qu'elle ne pourrait pas être séparée du reste de sa famille et qu'il n'y aurait personne au pays à qui elle pourrait être confiée, le cas échéant, que ces différents motifs ne sont toutefois pas pertinents en la cause, qu'en effet, la seule question juridique qu'il y a lieu d'examiner en l'espèce est celle de la juste application - ou non - du prescrit de l'art. 51 LAsi (regroupement familial), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose au regroupement familial (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), qu'en supprimant l'exception prévue à l'art. 51 al. 2 LAsi et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial, que pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial doit désormais être traité uniquement en vertu des prescriptions de la loi fédérale du 16 décembre 2005 sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20) et non selon le régime spécial de la LAsi, qu'en l'occurrence, il ressort du dossier que B._______, née (...), était majeure au moment du dépôt de la demande de regroupement familial par son père, en date du 12 avril 2024, que cette donnée n'est pas contestée à teneur de l'acte de recours du 17 mai 2024 (cf. p. 1), qu'il s'ensuit que la situation de la susnommée n'entre dans aucune des hypothèses visées par l'art. 51 al. 1 LAsi, de sorte que c'est à juste titre que l'autorité intimée n'a pas autorisé son entrée en Suisse et qu'elle a rejeté la demande de regroupement familial du 12 avril 2024 en ce qui la concerne (cf.”
Den übrigen Familienangehörigen kann die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG zuzuerkennen sein, wenn ihnen wegen drohender Reflexverfolgung Schutz erforderlich ist. Sehr junge Kinder werden in den angeführten Entscheiden regelmässig in die Flüchtlingseigenschaft der Eltern einbezogen.
“Der auf der eingereichten deutschen Übersetzung des Urteils enthaltene Vermerk «Datum des Geschehens» sei in der Übersetzung des Schreibens des syrischen Rechtsvertreters als «Datum der Tat» bezeichnet worden. Es betreffe aber nicht den Zeitpunkt der «Tat», sondern das Datum der Anklageerhebung. Dies lasse sich dem arabischen Original entnehmen. Am (...) 2015 sei gegen den Beschwerdeführer Anklage erhoben worden für Taten, welche er bis im Jahr 2012 begangen habe. Nachdem er im Jahr 2012 von den Behörden an seinem Arbeitsplatz gesucht worden sei, habe er sich nicht mehr politisch engagiert, sondern versteckt gehalten. Es sei bekannt, dass die Gerichte in Syrien sehr langsam arbeiten würden, und es teilweise Jahre dauere, bis ein Verfahren abgeschlossen werde. Der Beschwerdeführer habe daher glaubhaft dargetan, dass er in Syrien wegen seiner politischen Anschauung an Leib und Leben in seiner Freiheit gefährdet sei. Er erfülle die Flüchtlingseigenschaft und ihm sei Asyl zu gewähren. Den übrigen Familienangehörigen sei wegen drohender Reflexverfolgung die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren, eventualiter seien sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers einzubeziehen.”
“Die im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingeschlossenen Kinder, C._______ und D._______, sind in den Jahren 2018 beziehungsweise 2020 im Nordirak geboren worden. Die zwei Kinder waren erst fünf beziehungsweise drei Jahre alt, als sie gemeinsam mit der Beschwerdeführerin Makhmur verlassen hatten. Dass sie in den Augen der türkischen Behörden dabei bereits durch die PKK infiltriert worden wären oder Sympathisantinnen derselben seien, ist aufgrund ihres jungen Altes unwahrscheinlich. Sie sind in die Flüchtlingseigenschaft der Eltern gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG einzubeziehen und ihnen ist Asyl zu gewähren.”
“Die Beschwerde ist demzufolge gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 24. November 2023 ist aufzuheben. Die Beschwerdeführenden (Eltern) sind gestützt auf Art. 3 AsylG, die beiden Kinder C._______ und D._______ sind gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen und das SEM ist anzuweisen, ihnen in der Schweiz Asyl zu gewähren. Angesichts der Gutheissung des Hauptantrags wird der Eventualantrag gegenstandslos.”
Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann nachträglich erfolgen, wenn sich der massgebliche Sachverhalt zwischenzeitlich geändert hat (z. B. Wiederaufnahme oder Reaktivierung des Verfahrens; oder wenn das Verfahren des als Flüchtling anerkannten Partners zu einer Anerkennung führt). Die Bestimmung kann auch gelten, wenn die zusammenzuführende Person bereits über eine Aufenthaltsbewilligung B verfügt oder die anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen ist.
“_______ Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragen, deren Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 seien aufzuheben und es sei ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen sowie Asyl zu gewähren. H. Mit einem als "Mehrfachgesuch" bezeichneten, an das SEM gerichteten Schreiben vom 27. Juli 2023 ersuchte C._______ - unter Hinweis auf die Situation der Frauen und Mädchen in Afghanistan - um Asylgewährung und um Einbezug ihres Ehemannes in ihre Flüchtlingseigenschaft. I. Mit Entscheid vom 25. August 2023 hob das SEM seine Verfügung vom 19. November 2021 auf und stellte fest, das erstinstanzliche Verfahren werde wieder aufgenommen. J. In der Folge schrieb das Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren E-5613/2021 mit Beschluss vom 6. September 2023 als gegenstandslos geworden ab. IV. K. Mit Verfügung vom 31. August 2023 stellte das SEM fest, die Verfügung vom 19. November 2021 werde aufgehoben, C._______ werde gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (SR 142.31) als Flüchtling anerkannt und es werde ihr Asyl gewährt. Die Beschwerdeführer 1 und 2 würden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anerkannt und es werde ihnen Asyl gewährt. L. Mit gemeinsamer Eingabe vom 22. September 2023 erhoben die Beschwerdeführer 1 und 2 Beschwerde gegen die Verfügung vom 31. August 2023 und beantragten, die Dispositiv-Ziffer 3 derselben sei aufzuheben, es sei ihnen die originäre Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihnen Asyl zu gewähren; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten die Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und die Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin sowie den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. M. Der Instruktionsrichter stellte mit Zwischenverfügung vom 18. Oktober 2023 fest, die Beschwerdeverfahren E-5158/2023 und E-5159/2023 würden aufgrund des engen sachlichen und persönlichen Zusammenhangs vereinigt. Ferner hiess er die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art.”
“Dans sa détermination du 21 juin 2021, le SEM a proposé le rejet du recours, estimant qu'aucun élément au dossier ne permettait de retenir que le recourant remplissait les conditions pour la reconnaissance de la qualité de réfugié au moment de son départ de Turquie en 2019. O. Par courrier du 30 juin 2021, le recourant a transmis au Tribunal une copie d'une décision du 27 mai 2021 de la M._______ confirmant son licenciement (...). L'original de ce document ainsi que sa traduction libre ont été remis au Tribunal par courriers séparés des 19 et 21 juillet 2021. P. Par courrier du 8 février 2022 (date du sceau postal), l'intéressé s'est enquis de l'avancement de la procédure et a déposé la copie d'une attestation de la psychologue en charge du suivi de son fils en Turquie. Q. Le 30 janvier 2023, l'épouse du recourant, N._______, a déposé une demande d'asile en Suisse pour elle-même et son fils mineur. Lors de son audition par le SEM du 12 avril 2023, elle a demandé l'inclusion dans la qualité de réfugié et l'admission provisoire de son époux et renoncé à faire valoir des motifs d'asile propres. Par décision du même jour, le SEM a donné suite à cette demande et reconnu à l'épouse et au fils du recourant la qualité de réfugié au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. Aucun recours n'a été déposé contre cette décision qui est entrée en force. R. Les autres éléments contenus dans les écritures précitées seront examinés, si nécessaire, dans les considérants en droit. Droit : 1. 1.1 En vertu de l'art. 31 LTAF (RS 173.32), le Tribunal connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA (RS 172.021) prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF. En particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile et de renvoi peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]). Le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent litige. Il statue de manière définitive (art. 83 let. d ch. 1 LTF [RS 173.110]). 1.2 Le recourant a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 2 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 1.3 Le Tribunal prend en considération l'évolution de la situation intervenue depuis le dépôt de la demande d'asile et tient compte de l'état de fait et de droit existant au moment où il statue (cf.”
“_______, a perdu toute actualité, compte tenu de l'évolution de l'état de fait déterminant de la cause qu'il convient de prendre en considération pour examiner le bien-fondé du recours du 17 novembre 2023, conformément aux règles jurisprudentielles précitées, qu'en effet, la recourante s'est mariée le (...) 2024 avec C._______, dont elle porte désormais le patronyme, comme en atteste la copie du certificat de famille produite en la cause, qu'il y a lieu d'admettre qu'elle vit en ménage commun avec son époux et leur fille, eu égard à ses déclarations en ce sens et à la décision du SEM du 14 mai 2024 d'admission de sa demande du 22 décembre 2023 de changement de son canton d'attribution en faveur de celui de D._______, canton d'attribution de son époux, qu'il n'existe toujours pas de circonstance particulière au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi qui ferait exception à l'intégration de la recourante dans le statut de réfugié admis à titre provisoire de C._______, le SEM n'ayant à aucun moment prétendu le contraire (s'agissant de la casuistique concernant la notion juridique indéterminée de « circonstances particulières » au sens de cette disposition, cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.3 et jurisp. cit.), que les conditions mises à l'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi sont dès lors présentement réunies, que la décision attaquée annulant la décision du 15 septembre 2023 et rejetant la demande de la recourante du 8 septembre 2023 d'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi n'est dès lors manifestement pas ou plus conforme au droit, que, par conséquent, il y a lieu d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée pour violation du droit fédéral (cf. art. 106 al. 1 let. a LAsi), que, par conséquent, la décision du 15 septembre 2023 demeure en force, que, s'avérant manifestement fondé, le recours est admis dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (cf. art. 111 let. e LAsi), que le présent arrêt n'est dès lors motivé que sommairement (cf. art. 111a al. 2 LAsi), qu'au vu de l'issue de la cause, il n'est pas perçu de frais de procédure (cf. art. 63 al. 1 et al. 2 PA), que la recourante a droit à des dépens pour les frais indispensables occasionnés par le litige (cf. art. 64 al. 1 PA et art. 7 du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF, RS 173.”
“Mit Blick auf die weitere Argumentation der Vorinstanz ist ergänzend festzuhalten, dass - entgegen ihrer Ansicht - in der Stellung eines Asylgesuchs vorliegend keine Umgehung der ausländerrechtlichen Bestimmungen betreffend die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung beziehungsweise betreffend die ausländerrechtliche Familienzusammenführung zu erkennen ist. Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG wird Ehegatten von Flüchtlingen mit Asyl grundsätzlich ebenfalls Asyl gewährt, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Vorliegend verfügt die Ehegattin des Beschwerdeführers als anerkannte Flüchtlingsfrau über eine Aufenthaltsbewilligung B (vgl. SEM-eAkte 1353348-13/4). Damit fällt der vorliegende Sachverhalt in den Anwendungsbereich von Art. 51 Abs.1 AsylG. Zwar hat der Beschwerdeführer gemäss Art. 5 AsylV 1 einen Anspruch auf Prüfung der eigenen Asylvorbringen; daraus lässt sich jedoch keinesfalls schliessen, dass eine Pflicht zur Geltendmachung eigener Asylvorbringen bestehen würde. Demnach ist das vom Beschwerdeführer gewählte Vorgehen - ein Gesuch an das SEM um Einbezug in das Asyl seiner Ehegattin zu stellen - nicht zu beanstanden, vielmehr handelt es sich hierbei grundsätzlich um das zutreffende Verfahren.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen ebenfalls als Flüchtlinge anerkannt, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich das einzubeziehende Familienmitglied in der Schweiz aufhält (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1).”
Für die Anwendung von Art. 51 Abs. 4 AsylG muss die Familiengemeinschaft bereits im Zeitpunkt der Flucht tatsächlich bestanden und gelebt worden sein. Blosse Bekanntschaften, sporadische Kontakte, geheime Treffen oder vor der Flucht nicht zusammenlebende Beziehungen genügen nicht; ebenso erfüllen spätere Heirat oder eine erst nach der Flucht in Drittstaaten begründete Familiengründung die Voraussetzungen nicht.
“Das SEM gelangte in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG seien nicht erfüllt, und führte zur Begründung im Wesentlichen Folgendes aus: Es werde nicht in Zweifel gezogen, dass die Beschwerdeführerin schon vor ihrer Ausreise aus Syrien mit B._______ befreundet gewesen sei. Von einem gefestigten Konkubinat könne aber nicht die Rede sein, da es unbestrittenermassen lediglich geheime Treffen und telefonische Kontakte gegeben habe. Die Ausführungen betreffend die Konventionen in ihrem Heimatland und die Einschränkungen, welche sich aus (...) für das Beziehungsleben ergeben würden, seien nachvollziehbar. Dies gelte auch für (...) sowie ihre Ausführungen, weshalb das Gesuch um Familiennachzug erst (...) Jahre nach der Asylgewährung gestellt worden sei. Dennoch sei die Praxis betreffend den Nachzug von Familienangehörigen aus dem Ausland streng. Der Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG sei einzig die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften. Daran vermöge auch der Umstand, dass in Syrien ein Zusammenleben grundsätzlich nicht möglich gewesen sei (...), nichts zu ändern. Es fehle vorliegend an dem für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingenden Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft respektive einer seit längerer Zeit eheähnlich gelebten partnerschaftlichen Beziehung. Auch aus dem Umstand, wonach die Beschwerdeführerin nach ihrer Ausreise aus Syrien mit B._______ telefonisch und via soziale Medien in regem Kontakt gestanden habe, könne nichts im Hinblick auf die Zeit vor der Ausreise abgeleitet werden. In diesem Zusammenhang seien auch die entsprechenden ins Recht gelegten Screenshots nicht geeignet, den Beweis eines gefestigten Konkubinats respektive einer vorbestandenen Familiengemeinschaft zu erbringen.”
“14) et n'évoquant qu'une seule fois une copine avec laquelle il souhaitait, comme ses amis, « fonder une vie » (cf. procès-verbal de l'audition sur les motifs d'asile, R 29), qu'il a désigné ses parents et sa soeur comme sa famille proche (cf. procès-verbal de l'audition sur les motifs d'asile, R 6) et a décrit la période où il vivait caché comme difficile, car il ne « pouvai[t] plus voir sa famille ni sortir à l'extérieur » (cf. procès-verbal de l'audition sur les motifs d'asile, R 29), qu'il n'a présenté B._______ comme sa fiancée qu'au stade de la demande de regroupement familial, que la relation telle que décrite par le recourant avec elle antérieurement à sa fuite de Turquie ne saurait être assimilée à une communauté conjugale, que celui-ci a reconnu qu'il n'avait jamais vécu avec l'intéressée, d'une part parce que leur religion le leur interdisait, puisqu'ils n'étaient pas mariés, et d'autre part parce qu'il avait été contraint de se cacher, poursuivi par les autorités, que, comme rappelé, l'asile familial accordé selon l'art. 51 al. 4 LAsi n'est prévu de manière générale que pour la reconstitution de communautés existant au moment du départ du pays, qu'il n'est certes pas exclu que le regroupement familial puisse être admis lorsque des concubins, avec un projet de vie établi, ne faisaient pas ménage commun, pour des raisons contraignantes, au moment où ils ont été séparés par la fuite (cf. arrêt du Tribunal E-3038/2019 du 11 juillet 2019, p. 5), qu'en l'occurrence, de telles circonstances ne peuvent, au vu de ce qui précède, être retenues, que le recourant a d'ailleurs attendu plus d'une année après l'octroi de l'asile pour déposer sa demande de regroupement familial, qu'en définitive, l'exigence de l'existence d'une communauté familiale dans le pays d'origine, préalable à la séparation par la fuite, comme condition à l'octroi de l'asile familial, lorsqu'un des conjoints réside encore à l'étranger, n'est manifestement pas remplie, que l'allégation du recourant selon laquelle la relation avec sa fiancé s'est renforcée depuis qu'il séjourne en Suisse n'est en outre pas déterminante, compte tenu de l'absence d'un ménage commun effectif qui aurait été rompu au moment de la fuite du pays, que, partant, c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande d'asile familial et refusé l'autorisation d'entrée en Suisse à B.”
“) Jahren definitiv verlassen und seither im Irak gelebt hat. Es ist unbestritten, dass zwischen ihm und seiner heutigen Ehefrau B._______ noch keine Familiengemeinschaft bestanden hat, als er im Kindesalter aus der Türkei ausgereist ist. Den Akten zufolge, haben sie sich vielmehr erst im Irak kennengelernt, wo sie geheiratet haben und auch ihre Kinder zur Welt gekommen sind. Mangels des Bestehens einer Familiengemeinschaft im Zeitpunkt der Flucht des Beschwerdeführers aus seinem Heimatland (Türkei), sind die Voraussetzungen für die asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG nicht erfüllt. Der Einwand auf Beschwerdeebene, wonach das Camp F._______ zwar auf irakischem Gebiet liege, indessen aber eine Sonderstellung einnehme, weil es von der Türkei gezielt attackiert werde, vermag zu keiner anderen Einschätzung zu führen. Die Trennung einer Familie in einem Drittstaat infolge der Weiterreise nur eines Familienmitglieds stellt zwar eine mögliche Konstellation des Anwendungsbereichs von Art. 51 Abs. 4 AsylG dar, aber auch dann setzt das Erfordernis der «Trennung durch die Flucht» voraus, dass die Familiengemeinschaft bereits im Zeitpunkt der (gemeinsamen) Flucht aus dem Heimatland des asylberechtigten Flüchtlings bestanden hat, welche dann eben erst im Drittstaat getrennt wurde (vgl. BVGE 2020 VI/1 E. 8.1-8.4). Die Voraussetzung des Bestehens der Familiengemeinschaft in dem Staat, gegenüber welchem dem Flüchtling Asyl gewährt wurde (vorliegend: Türkei), ist nicht erfüllt (vgl. etwa auch Urteil des BVGer E-594/2022 vom 23. Februar 2022).”
“Dezember 2021 innert Frist geleistet wurde, auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, vorliegend um eine solche handelt, dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), dass gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass, sofern die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt wurden und sich im Ausland befinden, ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen ist (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften ist, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, dass das Familienasyl weder der Aufnahme von neuen respektive von zuvor noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen noch der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehungen dient (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.4.2 m.w.H.), dass die Kriterien von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG vorliegend offensichtlich nicht erfüllt sind, zumal der Beschwerdeführer zur Zeit seiner Flucht aus Eritrea mit seiner oben erwähnten damaligen Partnerin C._______ im Konkubinat zusammenlebte (vgl. SEM-act. A5/10 S. 2 und B1/4), dass er seine jetzige Ehefrau erst im Jahre 2021 in Äthiopien geheiratet hat und den Akten nicht zu entnehmen ist, er habe zur Zeit seiner Flucht aus Eritrea mit ihr in einer Familiengemeinschaft zusammengelebt, dass die Ausführungen in der Beschwerde, welche im Wesentlichen mit den Vorbringen im Familienzusammenführungsgesuch vom 3.”
Anhaltende Untätigkeit beim Nachzug kann als fehlender Wille zur Familienzusammenführung gewertet werden. Dies kann — wie das Bundesverwaltungsgericht im zitierten Fall ausgeführt hat — zum Verlust des Rechtsschutzinteresses und damit zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der ursprünglich erteilten Einreisebewilligung und gegebenenfalls zu deren Widerruf führen.
“Sodann haben die Beschwerdeführenden nach der Erteilung der Einreisebewilligung im Jahr 2010 von dieser nicht Gebrauch gemacht, sondern sind offensichtlich während mehrerer Jahre in Bezug auf den Nachzug des in Eritrea zurückgelassenen, damals noch minderjährigen Sohnes untätig geblieben. Sie haben aktenkundig nichts unternommen, um seine Ausreise aus Eritrea voranzutreiben. Den ersten Fluchtversuch soll C._______ im (...) 2016 und den zweiten im (...) 2016 - also bereits im Erwachsenenalter - unternommen haben. Erst im Jahr 2018, beim dritten Versuch, soll er die Grenze F._______ überquert haben können. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden seien diese Fluchtversuche zu jenen Zeitpunkten erfolgt, als die Einberufung in den Militärdienst immer bedrohlicher geworden sei sowie aufgrund der konfliktträchtig gewordenen Wohnsituation bei den Verwandten der Beschwerdeführerin (Akten SEM C13/2). Mit diesen Aussagen wird der fehlende Wille der Zusammenführung der Familie manifest, welcher jedoch Voraussetzung für das Familienasyl nach Art. 51 AsylG und damit einhergehend auch die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG darstellt. In Bezug auf die Aufrechterhaltung der Einreisebewilligung betreffend den Sohn C._______ fehlt somit auch das Rechtsschutzinteresse. Der Verlust dieses Interesses führt - nebst der eingetretenen Volljährigkeit - zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung. Weitergehend kann - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf den Sohn C._______ aufgrund einer relevanten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse zu Recht auf nachträgliche Fehlerhaftigkeit der ursprünglich fehlerfreien Einreisebewilligung geschlossen und den Widerruf der betreffenden Verfügung zu Recht geprüft.”
“Sodann haben die Beschwerdeführenden nach der Erteilung der Einreisebewilligung im Jahr 2010 von dieser nicht Gebrauch gemacht, sondern sind offensichtlich während mehrerer Jahre in Bezug auf den Nachzug des in Eritrea zurückgelassenen, damals noch minderjährigen Sohnes untätig geblieben. Sie haben aktenkundig nichts unternommen, um seine Ausreise aus Eritrea voranzutreiben. Den ersten Fluchtversuch soll C._______ im (...) 2016 und den zweiten im (...) 2016 - also bereits im Erwachsenenalter - unternommen haben. Erst im Jahr 2018, beim dritten Versuch, soll er die Grenze F._______ überquert haben können. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden seien diese Fluchtversuche zu jenen Zeitpunkten erfolgt, als die Einberufung in den Militärdienst immer bedrohlicher geworden sei sowie aufgrund der konfliktträchtig gewordenen Wohnsituation bei den Verwandten der Beschwerdeführerin (Akten SEM C13/2). Mit diesen Aussagen wird der fehlende Wille der Zusammenführung der Familie manifest, welcher jedoch Voraussetzung für das Familienasyl nach Art. 51 AsylG und damit einhergehend auch die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG darstellt. In Bezug auf die Aufrechterhaltung der Einreisebewilligung betreffend den Sohn C._______ fehlt somit auch das Rechtsschutzinteresse. Der Verlust dieses Interesses führt - nebst der eingetretenen Volljährigkeit - zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung. Weitergehend kann - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf den Sohn C._______ aufgrund einer relevanten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse zu Recht auf nachträgliche Fehlerhaftigkeit der ursprünglich fehlerfreien Einreisebewilligung geschlossen und den Widerruf der betreffenden Verfügung zu Recht geprüft.”
Liegen objektiv keine Anhaltspunkte für eine furchterregende, asyl- oder flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung vor, erübrigen sich weitergehende Ausführungen zum Familienasyl nach Art. 51 AsylG.
“Insgesamt führen die Ausführungen in der Beschwerde zu keiner anderen Betrachtungsweise, wobei die neuen Beweismittel die Einschätzung der Vorinstanz nicht umzustossen vermögen und die Vorbringen eine subjektive Furcht vor asyl- beziehungsweise flüchtlingsrechtlich relevanter Verfolgung objektiv nicht begründet erscheinen lassen. Somit erübrigen sich auch Ausführungen zum Familienasyl im Sinne von Art. 51 AsylG.”
Die gerichtliche Aufhebung oder das Fehlen eines gemeinsamen Haushalts kann den Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ausschliessen, weil dann die für den Einbezug erforderliche tatsächlich gelebte und schützenswerte Beziehungsqualität fehlen kann.
“Aufgrund der neu eingetretenen Situation infolge der gerichtlichen Trennung der Eheleute sei die Lage der Familie neu beurteilt worden. Nachdem der Ehemann in der Schweiz als Flüchtling anerkannt worden sei und Asyl erhalten habe, seien die beiden Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters einbezogen worden. Ein Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG falle für die Beschwerdeführerin jedoch weg, da gemäss dem Entscheid des Bezirksgerichts E._______ vom 13. Juni 2022 die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts und die Trennung festgestellt worden sei. Demzufolge fehle es an der entscheidenden Voraussetzung der tatsächlichen, gelebten und schützenswerten Beziehung, die für den notwendigen Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft massgebend sei. Aufgrund ihrer familiären Situation und unter Achtung des Rechts auf Familienleben im Sinne von Art. 8 EMRK werde ihr in teilweiser Wiedererwägung die vorläufige Aufnahme wegen Unzulässigkeit erteilt.”
“Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind: Die Beschwerdeführerin vermochte auch in ihrer Beschwerdeschrift vom 6. März 2024 nicht darzulegen, dass sie in einer dauernden eheähnlichen Gemeinschaft mit ihrem Verlobten lebt. Zu Recht wies das SEM darauf hin, dass die Beschwerdeführerin ihren Partner zwar offenbar seit Sommer 2019 kennt, aufgrund dessen Ausreise im Oktober 2019 aber zumindest bis zu ihrer ersten Einreise in die Schweiz im April 2023 eine Fernbeziehung führte. Sie vermochte keinerlei Nachweise zu erbringen, welche die angeblich dreijährige Beziehung zu ihrem Verlobten belegen könnten (vgl. SEM-Akten A23 ad F83 und A24). Zudem lebte sie weder während ihres Aufenthalts von April bis Juni 2023 noch seit ihrer Asylgesuchstellung am 13. November 2023 mit ihm in einem gemein-samen Haushalt. Vielmehr beantragte sie eine Privatunterbringung bei ihrer Schwester (vgl. a.a.O. A21 f.; A23 ad F92).”
“Wie vorstehend dargelegt, knüpft der Anspruch auf Familienasyl an den Bestand der Familiengemeinschaft an (vgl. E. 4.1). Eine asylrechtliche Familienzusammenführung nach Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG wäre somit vorliegend nur möglich, wenn die Person, für welche die Beschwerdeführerin den Nachzug beantragt, zum Kreis der anspruchsberechtigten Personen für die Zuerkennung der derivativen Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG gehört, und zum Zeitpunkt der Flucht der Beschwerdeführerin aus Afghanistan zwischen ihr und dieser Person eine tatsächlich gelebte Familiengemeinschaft bestanden hat, die allein durch die Fluchtumstände getrennt wurde, und auch nach der Trennung aufrechterhalten und stets im Rahmen des Möglichen weitergeführt wurde.”
Bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit der einzubeziehenden Person kann das SEM im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 AsylG eine hypothetische Prüfung vornehmen, ob sich die ganze Familie im Heimatstaat des nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte. Kann das SEM diese Prüfung nicht durchführen, weil die einzubeziehende Person ihre Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, kann darin ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG liegen.
“Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). Ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG liegt gemäss Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person. Der Einbezug eines Familienmitglieds in die Flüchtlingseigenschaft des anderen Familienmitglieds aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten kann durch das SEM verweigert werden, sofern eine hypothetische Prüfung ergibt, dass sich die ganze Familie im Heimatstaat eines nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte (vgl. BVGE 2020 IV/6 E. 5.3 m.H.a. BVGE 2015/40). Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Gemäss diesem Grundsatzurteil haben Personen mit vermutungsweise chinesischer Staatsangehörigkeit, welche gemäss Einschätzung des SEM im vorhergehenden Asylverfahren in einer exiltibetischen Diaspora-Gemeinschaft hauptsozialisiert wurden, erneut die Möglichkeit, im Rahmen des Gesuchs um Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG, Angaben zu ihrem wahren Hauptsozialisierungsort zu liefern, um so das SEM in die Lage zu versetzen, zu prüfen, ob im zu beurteilenden Gesuch um Familienasyl besondere Umstände im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen oder nicht. Das SEM trägt die Beweislast für diese Prüfung, kann sie jedoch nur vornehmen, wenn genügend Angaben über den Ort vorliegen, an dem die einzubeziehende Person vor ihrer Einreise in die Schweiz ihren Lebensmittelpunkt hatte, und wo ihre Hauptsozialisierung erfolgte (zum Beweisnotstand des SEM vgl. BVGE a.a.O. E. 2.4 und 8.5). Nur so ist die Vorinstanz in der Lage, zu beurteilen, ob ein Aufenthalt in diesem Drittland für die ganze Familie hypothetisch zulässig, zumutbar und möglich wäre.”
“Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Die Vorinstanz darf einer um Familienasyl ersuchenden Person die von ihr in einem abgeschlossenen ordentlichen Asylverfahren begangene Verletzung der Mitwirkungspflicht anlasten, sofern sie ihr das rechtliche Gehör über die beabsichtigte Verwendung der Akten des vorgängigen Verfahrens gewährt und sie über die Auswirkungen der mangelnden Mitwirkung auf den Entscheid zum Familienasyl informiert hat (vgl. a.a.O. E. 2-3 und 8.1-8.3, insb. 8.3.5). Es steht der gesuchstellenden Person jedoch frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer konkreter Anhaltspunkte den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, so dass nicht von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Das SEM berücksichtigt sodann im Verfahren betreffend Familienasyl im Rahmen der freien Beweiswürdigung nicht nur einen allfälligen Lingua-Bericht des vorgängigen Verfahrens, sondern auch das Fehlen von neuen Beweisen oder Indizien zur Identität der gesuchstellenden Person sowie das Fehlen von Belegen zum Ort ihrer Hauptsozialisation.”
Art. 51 AsylG kann nach der Rechtsprechung nicht durch Art. 8 EMRK ergänzend ausgelegt werden; sind die materiellen Voraussetzungen des (familien)rechtlichen Nachzugs nach Art. 51 (analog zu Art. 71) nicht erfüllt, begründet Art. 8 EMRK grundsätzlich keinen eigenständigen Anspruch auf Familiennachzug für Inhaber des Schutzstatus S.
“2), dass die Vorinstanz aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers in der angefochtenen Verfügung zutreffend festgestellt hat, die zivilrechtliche Trauung sei am 7. November 2024 in Georgien erfolgt, er habe mit B._______ seit der religiösen Eheschliessung am 26. November 2022 in der Türkei dort mit dieser bis zu seiner Ausreise im März 2023 zusammengelebt, womit kein gemeinsamer Lebensmittelpunkt in der Ukraine bestanden habe und die Trennung entsprechend nicht durch die Ereignisse in der Ukraine erfolgt sei, dass die Vorinstanz dementsprechend korrekterweise davon ausgegangen ist, die Voraussetzungen von Art. 71 Abs. 1 und 3 AsylG seien vorliegend nicht erfüllt, was in der Beschwerde denn auch nicht bestritten wird, dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde hauptsächlich damit begründet, es könne nicht sein, dass für Personen mit Schutzstatus S ausserhalb von Art. 71 AsylG keine Möglichkeit für einen Familiennachzug bestehe, weshalb die übergeordneten, völkerrechtlichen Anforderungen an das Recht auf Familienleben zu berücksichtigen seien (Art. 8 EMRK), dass Art. 71 AsylG der Bestimmung von Art. 51 AsylG zum Familienasyl nachgebildet ist, weshalb Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet werden kann, wenn die Voraussetzungen für den Familiennachzug gemäss Art. 71 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6; Urteil des BVGer E-7288/2023 vom 8. April 2023 E. 4.2; Botschaft, S. 82), dass sich der Beschwerdeführer mit Blick auf seinen Aufenthaltsstatus in der Schweiz - der Bundesrat verlängerte den Schutzstatus S zuletzt bis zum 4. März 2026 - nicht auf das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK berufen können dürfte (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.3; 138 I 246 E. 3.3.1), dass sich dem Gericht im Übrigen nicht erschliesst, weshalb der Beschwerdeführer und B._______ ihr Familienleben nicht gemeinsam in der Türkei führen können, zumal ihnen dies bereits einmal gelungen ist und es sich bei der Anmerkung des Beschwerdeführers, er habe sich damals illegal dort aufgehalten, um eine unbelegte Parteibehauptung handelt, insbesondere da er sich in der Türkei einen ukrainischen Pass ausstellen lassen konnte und das Land legal verlassen hat (vgl.”
Das SEM hat in dem hier dokumentierten Fall die in den Akten befindliche Geburtsurkunde und weitere administrative Unterlagen als Grundlage dafür verwendet, das am 7. März 2023 geborene Kind gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtling anzuerkennen.
“Betreffend die Beschwerdeführerin, die Tochter und ein am 7. März 2023 geborenes Kind reichten sie eine Unterstützungsbestätigung der Stadt C._______ vom 13. April 2023 zu den Akten. Gleichzeitig teilten sie mit, dass sie auf eine Beschwerdeergänzung verzichteten. N. Die Instruktionsrichterin hiess am 17. Mai 2023 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut, wies jenes um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab und lud die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung ein. O. Das SEM reichte am 1. Juni 2023 eine Vernehmlassung ein, in welcher es mit ergänzenden Ausführungen sinngemäss die Abweisung der Beschwerde beantragt. P. Am 26. Juni 2023 replizierten die Beschwerdeführenden. Sie gaben eine Geburtsurkunde des zweiten, am 7. März 2023 geborenen Kindes, einen Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers mit der Gesellschaft G._______ und dessen Lohnabrechnungen für die Monate April 2023 und Mai 2023 zu den Akten. Q. Am 31. August 2023 anerkannte das SEM das am 7. März 2023 geborene Kind gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtling und gewährte ihm Asyl. R. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2023 reichten die Beschwerdeführenden einen neuen Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der Gesellschaft H._______ zu den Akten, eine Lohnabrechnung für den Monat August 2023 sowie ein Schreiben der Sozialen Dienste der Stadt C._______ betreffend den durch den Beschwerdeführer zu leistenden Konkubinatsbeitrag. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in”
“Betreffend die Beschwerdeführerin, die Tochter und ein am 7. März 2023 geborenes Kind reichten sie eine Unterstützungsbestätigung der Stadt C._______ vom 13. April 2023 zu den Akten. Gleichzeitig teilten sie mit, dass sie auf eine Beschwerdeergänzung verzichteten. N. Die Instruktionsrichterin hiess am 17. Mai 2023 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut, wies jenes um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab und lud die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung ein. O. Das SEM reichte am 1. Juni 2023 eine Vernehmlassung ein, in welcher es mit ergänzenden Ausführungen sinngemäss die Abweisung der Beschwerde beantragt. P. Am 26. Juni 2023 replizierten die Beschwerdeführenden. Sie gaben eine Geburtsurkunde des zweiten, am 7. März 2023 geborenen Kindes, einen Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers mit der Gesellschaft G._______ und dessen Lohnabrechnungen für die Monate April 2023 und Mai 2023 zu den Akten. Q. Am 31. August 2023 anerkannte das SEM das am 7. März 2023 geborene Kind gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtling und gewährte ihm Asyl. R. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2023 reichten die Beschwerdeführenden einen neuen Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der Gesellschaft H._______ zu den Akten, eine Lohnabrechnung für den Monat August 2023 sowie ein Schreiben der Sozialen Dienste der Stadt C._______ betreffend den durch den Beschwerdeführer zu leistenden Konkubinatsbeitrag. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in”
Fehlende eheliche Gemeinschaft oder erhebliche Zweifel an der tatsächlichen Beziehung können dazu führen, dass eine der Voraussetzungen von Art. 51 AsylG nicht erfüllt ist. Nach ständiger Rechtsprechung der Asylbehörden gehört in einem solchen Fall die Prüfung nach Art. 8 EMRK nicht in die Zuständigkeit der asylrechtlichen Behörden, sondern ist Sache des ordentlichen Ausländerrechts.
“), dont on ne comprend pas la présence sur un tel document, que ces éléments laissent à penser que les deux pièces produites sous forme de copies en procédure de recours ont été établies pour les besoins de la cause, qu'en tout état de cause, même s'il fallait admettre l'existence du mariage allégué, les conditions pour l'octroi du regroupement familial ne seraient pas toutes remplies, non seulement en raison de l'interruption de la relation entre les prétendus époux, présumée de par la naissance d'un enfant conçu avec un autre homme, mais aussi du fait de l'absence de vie commune de B._______ et A._______ dans les (...) années précédant la fuite du prénommé de son pays, qu'il faut encore relever que le recourant a produit un grand nombre de photos de membres de sa famille lors de son audition sur ses motifs d'asile, mais aucune de sa prétendue épouse, ne mentionnant du reste aucune activité avec celle-ci lorsqu'il est questionné sur sa vie quotidienne à son domicile (cf. Q31, Q86 et Q149 du pv de l'audition du 13 novembre 2017), qu'en conclusion, une au moins des conditions de l'art. 51 LAsi n'est pas remplie, que, selon la jurisprudence constante établie depuis de nombreuses années, en l'absence de réalisation de l'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, il n'appartient pas aux autorités compétentes en matière d'asile d'examiner l'affaire sous l'angle de l'art. 8 CEDH (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 2002 n° 6 p. 43 et 2006 n° 8 p. 92), question qui est du seul ressort des autorités compétentes en matière de regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. notamment arrêts du Tribunal D-4551/2018 du 9 octobre 2018, D-4163/2018 du 6 août 2018 consid. 6 et E-180/2016 du 9 mai 2017 consid.3.5), qu'au vu de tout ce qui précède, le SEM a rejeté à bon droit la demande de regroupement familial déposée par A._______, que le recours doit donc être rejeté et la décision attaquée confirmée, que, s'avérant manifestement infondé, il l'est dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art.”
Beispiele für «besondere Umstände» im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG sind insbesondere: wenn der Flüchtlingsstatus des Elternteils derivativ erworben wurde; wenn das Familienleben über längere Zeit nicht gelebt wurde bzw. erkennbar kein Wille zum Zusammenleben besteht; wenn das betroffene Familienmitglied Staatsbürger eines anderen Staates ist und in diesem Staat keine Gefährdung vorliegt; sowie eine polygame Ehe, welche den Einbezug (nebst weiteren Ehepartnern) und die Anerkennung der aus dieser Ehe stammenden Kinder entgegenstehen kann.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. In der Schweiz geborene Kinder von Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG auch als Flüchtlinge anerkannt, sofern wiederum keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende "besondere Umstände" sind insbesondere anzunehmen, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl. zum Ganzen BVGE 2012/32 E. 5.1).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). In der Schweiz geborene Kinder von Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtlinge anerkannt, sofern wiederum keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft entgegenstehende «besondere Umstände» sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staats als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. Ausserdem stellt eine polygame Ehe einen solchen besonderen Umstand dar, welcher einem Einbezug (nebst des zweiten Ehepartners) auch der aus dieser Ehe stammenden Kinder in den Flüchtlingsstatus des Elternteils und der Gewährung von Familienasyl entgegensteht (vgl. BVGE 2012/32 E. 5).”
Die im Gesetz ausdrücklich genannten Anspruchsberechtigten (Ehegatte und minderjährige Kinder) bilden einen abschliessenden Kreis. Aus der Staatsangehörigkeit oder dem Schutzstatus entfernter oder sonstiger Verwandter (z. B. Neffen, Nichten, Enkel, Geschwister) kann kein derivativer Anspruch auf Familienasyl nach Art. 51 AsylG abgeleitet werden; für solche Personen ist der Zuzug bzw. Aufenthalt nach dem ordentlichen Ausländerrecht (z. B. LEI) zu prüfen.
“Das SEM führte in der Vernehmlassung aus, der Bundesratsbeschluss stütze sich auf das Asylgesetz ab. Ein umgekehrter Einbezug (Einbezug von Eltern in den Status ihrer Kinder) sei gemäss Art. 51 AsylG nicht möglich. Dies treffe auch auf Art. 71 AsylG zu. Bei den Neffen und Nichten der Beschwerdeführerin handle es sich sodann nicht um Mitglieder der Kernfamilie. Die Beschwerdeführerin könne daher aus deren Staatsangehörigkeit keinen Anspruch auf den Schutzstatus für sich ableiten. Gründe, die gegen eine sichere und dauerhafte Rückkehr der Beschwerdeführerin in den Heimatstaat Aserbaidschan sprechen würden, seien auch aus den Verfahren ihrer Eltern und dem ihres Bruders, allesamt aserbaidschanische Staatsangehörige, nicht abzuleiten, zumal es diesen ebenfalls möglich sei, dauerhaft und sicher nach Aserbaidschan zurückzukehren.”
“_______, de bénéficier d'un statut identique au sien en Suisse, qu'à l'appui de son recours, elle a versé des copies de documents émanant de la Justice de paix du district de l'ouest lausannois, du Service de protection de la jeunesse, ainsi que de la Direction générale de l'enfance et de la jeunesse, que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant l'exception prévue à l'art. 51 al. 2 LAsi et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial, que pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit désormais être traité uniquement en vertu de la LEI (RS 142.20) et non selon le régime spécial de la LAsi, que l'art. 51 LAsi ne peut ainsi pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque, comme exposé, celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.4 et 3.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf. cit.), qu'en l'occurrence, A._______ est une réfugiée reconnue au bénéfice de l'asile, que B._______ n'est cependant pas sa fille, mais celle de son fils, lequel a d'ailleurs déjà transmis à sa descendance son propre statut, qu'elle se situe dès lors en dehors du cercle des ayants droit à l'asile familial par rapport à sa grand-mère, que par conséquent, les conditions cumulatives et restrictives de l'art. 51 al. 1 LAsi ne sont manifestement pas remplies en l'espèce, que le fait que A._______ ait pris en charge sa petite-fille n'est pas pertinent sous l'angle de cette disposition, qu'en l'absence de réalisation de l'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, il n'appartient pas aux autorités compétentes en matière d'asile d'examiner l'affaire sous l'angle du droit au respect de la vie privée et familiale, que cette question est du ressort des autorités compétentes en matière d'autorisation de séjour au titre du regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf.”
“Hinsichtlich der in der Schweiz lebenden Geschwister der Beschwerdeführerin ist folgendes festzuhalten: Die Asylgesuche ihrer Brüder F._______ (N [...]) und N._______ (N [...]) wurden abgelehnt, die verfügte Wegweisung aus der Schweiz jedoch zugunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben. Hinsichtlich der Schwester O._______ (N [...]) wurde zwar die Flüchtlingseigenschaft festgestellt, dies aber lediglich derivativ gestützt auf Art. 51 AsylG. Schliesslich hat das SEM auch das Asylgesuch des Bruders I._______ (N [...]) abgelehnt und ihn zufolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in der Schweiz vorläufig aufgenommen. Gegen diese Verfügung ist zurzeit beim Bundesverwaltungsgericht noch eine Beschwerde D-6128/2019 betreffend die Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung hängig. In der Schweiz rechtskräftig originär als Flüchtling anerkannt wurde einzig der Bruder H._______ (N [...]). Dieser hat allerdings Syrien ein Jahr vor der Beschwerdeführerin verlassen und diese hat nie geltend gemacht, sie sei jemals seinetwegen behelligt worden. Aus den Dossiers der Geschwister lässt sich mithin nicht ableiten, die Familie verfüge über ein pointiertes Profil, so dass der Beschwerdeführerin im Falle ihrer (hypothetischen) Rückkehr nach Syrien mit hoher Wahrscheinlichkeit Reflexverfolgung droht.”
Die Rechtsprechung nimmt ausnahmsweise das Alter der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Einreise bzw. während eines noch hängigen Asylverfahrens als massgeblich für die Beurteilung der Minderjährigkeit i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG. Liegt das frühere Verfahren jedoch bereits im Zeitpunkt der Anerkennung des Elternteils (bzw. der Entscheidung) endgültig geschlossen, ist insbesondere bei nachgelagerten familialen Gesuchen für die Bestimmung der Minderjährigkeit das Datum der Einreichung des betreffenden Antrags massgeblich.
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. 3.1.2 Le cercle des bénéficiaires visés à l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur exhaustivement et ne saurait être interprété de manière extensive (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2). 3.1.3 Pour déterminer la minorité de l'enfant d'un réfugié au bénéfice de l'asile ou de l'admission provisoire dans le cadre de l'application de l'art. 51 al. 1 LAsi, la jurisprudence du Tribunal prend en compte à titre exceptionnel l'âge de cet enfant au moment de son entrée en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4.1). 3.1.4 La procédure d'asile est engagée par le dépôt d'une demande d'asile. L'engagement d'une procédure d'asile est un acte strictement personnel relatif (cf. ATAF 2011/39 consid. 4.3.2 et réf. cit.). Une demande d'asile tend aussi bien à la reconnaissance de la qualité de réfugié, au sens de l'art. 3 LAsi (qualité de réfugié à titre originaire), qu'à l'extension en faveur du requérant de la qualité de réfugié d'un parent, au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi (qualité de réfugié à titre dérivé). La procédure d'asile peut ainsi avoir deux objets : l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, puis l'examen de la qualité de réfugié à titre dérivé. Elle peut également n'avoir qu'un objet lorsque la question de la reconnaissance de la qualité de réfugié à titre dérivé ne se pose pas au moment de la décision ou du jugement. Lorsque cette question se pose postérieurement à la clôture de la première procédure d'asile dont l'objet s'est limité à l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, le requérant d'asile débouté doit introduire une demande d'asile familial (cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 8.2 et 8.3 et réf. cit.). 3.1.5 Lorsqu'une demande d'asile familial doit être déposée par l'enfant d'un réfugié après la clôture de sa première procédure d'asile dont l'objet s'est limité à l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, est décisive la date du dépôt de sa demande d'asile familial pour déterminer s'il est un mineur au sens de l'art.”
“3 Lors de l'échange d'écritures devant l'autorité de première instance, celle-ci précise qu'un enfant encore mineur au moment de son entrée en Suisse devra être inclus dans l'asile familial du parent reconnu comme réfugié, pour autant que la majorité intervienne en cours de procédure. Dans les situations où une décision est devenue définitive, comme en l'espèce, seule la date du dépôt de la demande d'inclusion dans la qualité de réfugié du parent regroupant est prise en considération. 3.2.4 Le recourant s'oppose à cette appréciation dans sa réplique. Il soutient à cet égard qu'un enfant mineur arrivé en même temps que ses parents doit être inclus dans l'asile familial, quand bien même il devient majeur entre temps ; aucune limite temporelle ou procédurale n'est à cet égard mentionnée. Selon lui, les arrêts cités par le SEM ne correspondent pas à sa situation personnelle. Le fait que la décision du 23 avril 2021 soit entrée en force n'implique nullement que la date d'entrée en Suisse et la demande d'asile ne soient plus déterminante pour l'établissement de la minorité du recourant. 3.3 3.3.1 En l'espèce, la première condition de l'art. 51 al. 1 LAsi est donnée B._______ ayant été reconnu comme réfugié par décision du SEM, le 8 juin 2023. La question litigieuse demeure toutefois de savoir quel est le moment déterminant pour statuer sur l'âge de la personne demandant l'inclusion dans la qualité de réfugié du parent regroupant. 3.3.2 Le recourant soulève à juste titre que la jurisprudence citée dans la détermination du SEM ne correspond pas exactement au cas présent, étant donné que les constellations jugées concernaient toutes des demandes d'inclusion pour des membres de la famille se trouvant encore à l'étranger. En outre, lorsqu'une procédure d'asile est pendante, il est en effet correct d'affirmer que l'enfant doit être inclus dans l'asile familial du parent reconnu comme réfugié, ce même si cet enfant est entre temps devenu majeur, conformément à la jurisprudence du Tribunal. Cela dit, en l'espèce, la procédure d'asile de A._______ s'est close par l'entrée en force de sa décision du 23 avril 2021. Elle n'était ainsi plus pendante le 8 juin 2023, lorsque le SEM a reconnu la qualité de réfugié à son père et lui a octroyé l'asile, de telle sorte que cette particularité ne s'applique pas dans son cas.”
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. 3.1.2 Le cercle des bénéficiaires visés à l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur exhaustivement et ne saurait être interprété de manière extensive (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2). 3.1.3 Pour déterminer la minorité de l'enfant d'un réfugié au bénéfice de l'asile ou de l'admission provisoire dans le cadre de l'application de l'art. 51 al. 1 LAsi, la jurisprudence du Tribunal prend en compte à titre exceptionnel l'âge de cet enfant au moment de son entrée en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4.1). 3.1.4 La procédure d'asile est engagée par le dépôt d'une demande d'asile. L'engagement d'une procédure d'asile est un acte strictement personnel relatif (cf. ATAF 2011/39 consid. 4.3.2 et réf. cit.). Une demande d'asile tend aussi bien à la reconnaissance de la qualité de réfugié, au sens de l'art. 3 LAsi (qualité de réfugié à titre originaire), qu'à l'extension en faveur du requérant de la qualité de réfugié d'un parent, au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi (qualité de réfugié à titre dérivé). La procédure d'asile peut ainsi avoir deux objets : l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, puis l'examen de la qualité de réfugié à titre dérivé. Elle peut également n'avoir qu'un objet lorsque la question de la reconnaissance de la qualité de réfugié à titre dérivé ne se pose pas au moment de la décision ou du jugement. Lorsque cette question se pose postérieurement à la clôture de la première procédure d'asile dont l'objet s'est limité à l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, le requérant d'asile débouté doit introduire une demande d'asile familial (cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 8.2 et 8.3 et réf. cit.). 3.1.5 Lorsqu'une demande d'asile familial doit être déposée par l'enfant d'un réfugié après la clôture de sa première procédure d'asile dont l'objet s'est limité à l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, est décisive la date du dépôt de sa demande d'asile familial pour déterminer s'il est un mineur au sens de l'art.”
Der Einbezug des Ehegatten/Familienasyl ist der Regelfall. Besondere Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, sind als Ausnahmeklausel restriktiv auszulegen. Die Beweislast für das Vorliegen solcher besonderen Umstände trägt die Asylbehörde; die betroffenen Personen haben eine Mitwirkungspflicht.
“So ist ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft namentlich dann ausgeschlossen, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft selbst derivativ erworben hat, wenn die eheliche Gemeinschaft während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise aufgegeben wurde oder wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 5.3; 2012/32 E. 5.1). Soll der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Ehepartners aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten verweigert werden, ist - in hypothetischer Weise - zu prüfen, ob sich die ganze Familie gegebenenfalls im Heimatland des nicht verfolgten Ehepartners niederlassen könnte (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 9.2; Urteile des BVGer E-5686/2019 vom 11. Dezember 2023 E. 8.2; E-1683/2013 vom 21. April 2015 E. 6.2.4 m.w.H.). Der Einbezug des Ehegatten in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Das Bejahen besonderer Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, ist somit als Ausnahmeklausel zu verstehen und hat entsprechend restriktiv zu erfolgen (vgl. Urteil des BVGer D-696/2018 vom 28. Februar 2018 E. 6.2). Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 5.2, E. 8.5 und E. 9.5; Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.5).”
Längeres Untätigbleiben oder nicht überzeugend begründete Verzögerungen beim Gesuchseintritt können Indizien dafür sein, dass keine ernsthafte Absicht besteht, das frühere gemeinsame Familienleben wiederherzustellen; dies kann zur Verneinung des Anspruchs auf Familienasyl nach Art. 51 LAsi führen. Ob die Verzögerung ausschlaggebend ist, hängt von den konkreten Umständen und den vorgelegten Erklärungen und Beweismitteln ab.
“Le comportement du recourant après son arrivée en Suisse ne permet pas de dissiper les doutes existants. Il allègue avoir été informé en (...) de la naissance de sa fille cadette par un pasteur au pays, lequel aurait lui-même obtenu l'information d'une de ses connaissances. Il précise ne pas en avoir parlé lors de l'audition du 6 juillet 2020, car aucune question ne lui a été posée à ce sujet (cf. prise de position du 13 janvier 2025 ch. 1 et 2). Or, malgré ce prétendu lien avec le pasteur, il n'a alors entrepris aucune démarche en vue de retrouver l'adresse de sa famille. A supposer que ni le pasteur ni la connaissance en question n'en aient eu connaissance, il reste néanmoins difficile de comprendre pourquoi le recourant a attendu jusqu'en 2021 pour entamer des recherches par le biais des réseaux sociaux. Par ailleurs, après avoir renoué avec les siens, il aurait encore laissé s'écouler plus de deux ans avant d'initier sa procédure en regroupement familial, sans fournir à cela de justification valable, se contentant d'invoquer l'absence de délai imposé par l'art. 51 LAsi. Une telle attente légitime le Tribunal à conclure à l'absence d'une réelle volonté de la part du recourant de reconstituer une cellule familiale qui aurait existé avant sa fuite. Dès lors, malgré les moyens de preuve fournis, notamment le « Jugement Supplétif d'acte de naissance » du (...) ordonnant la délivrance des actes de naissance de ses enfants et les copies de récépissés de transferts d'argent à sa prétendue compagne, les arguments invoqués par le recourant ne suffisent pas à reconnaître un droit au regroupement familial relevant du droit d'asile. 5.4 Cela dit, il est rappelé que la présente décision ne préjuge en rien de la décision qui pourrait être prise sous l'angle d'une demande de regroupement familial fondée sur le droit des étrangers. 6. 6.1 Au vu de ce qui précède, c'est à bon droit que le SEM a refusé l'autorisation d'entrée en Suisse au titre de l'asile familial à B._______ et ses enfants C._______, D._______, E._______ et F._______. 6.2 En conséquence, le recours est rejeté.”
“Sodann haben die Beschwerdeführenden nach der Erteilung der Einreisebewilligung im Jahr 2010 von dieser nicht Gebrauch gemacht, sondern sind offensichtlich während mehrerer Jahre in Bezug auf den Nachzug des in Eritrea zurückgelassenen, damals noch minderjährigen Sohnes untätig geblieben. Sie haben aktenkundig nichts unternommen, um seine Ausreise aus Eritrea voranzutreiben. Den ersten Fluchtversuch soll C._______ im (...) 2016 und den zweiten im (...) 2016 - also bereits im Erwachsenenalter - unternommen haben. Erst im Jahr 2018, beim dritten Versuch, soll er die Grenze F._______ überquert haben können. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden seien diese Fluchtversuche zu jenen Zeitpunkten erfolgt, als die Einberufung in den Militärdienst immer bedrohlicher geworden sei sowie aufgrund der konfliktträchtig gewordenen Wohnsituation bei den Verwandten der Beschwerdeführerin (Akten SEM C13/2). Mit diesen Aussagen wird der fehlende Wille der Zusammenführung der Familie manifest, welcher jedoch Voraussetzung für das Familienasyl nach Art. 51 AsylG und damit einhergehend auch die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG darstellt. In Bezug auf die Aufrechterhaltung der Einreisebewilligung betreffend den Sohn C._______ fehlt somit auch das Rechtsschutzinteresse. Der Verlust dieses Interesses führt - nebst der eingetretenen Volljährigkeit - zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung. Weitergehend kann - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf den Sohn C._______ aufgrund einer relevanten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse zu Recht auf nachträgliche Fehlerhaftigkeit der ursprünglich fehlerfreien Einreisebewilligung geschlossen und den Widerruf der betreffenden Verfügung zu Recht geprüft.”
“S'agissant de la première demande, on notera qu'elle a fait l'objet d'une décision de radiation par le SEM le 27 août 2014, après que la recourante ait informé dite autorité, en réponse à une demande de précision sur sa situation familiale et le lieu de résidence de son fils, avoir abandonné tout espoir de le revoir (cf. également courrier de l'intéressé au SEM du 14 juillet 2014). La recourante ne peut rien tirer à son avantage du fait qu'elle ait expliqué, dans le courrier précité, que son mari lui avait interdit tout contact avec son fils et qu'elle ne voulait pas le mettre inutilement en danger, dès lors qu'elle a dans le même temps expressément confirmé la demande de regroupement en faveur de sa fille, laquelle faisait pourtant elle aussi l'objet de menaces de la part de son père. De l'avis du Tribunal, ces éléments démontrent que la recourante n'avait plus, durant plusieurs années, la volonté de poursuivre sa relation avec son fils et que sa demande vise à reprendre une relation interrompue, respectivement à créer une nouvelle communauté familiale avec ses deux fils et son nouveau compagnon, ce qui est contraire à la ratio legis de l'art. 51 LAsi. 4.7 Au surplus, sans que l'on puisse d'emblée le reprocher à la recourante, force est de constater que la relation mère-enfant n'a pas pu être réellement vécue pendant de nombreuses années décisives pour le développement du fils de l'intéressée (cf. arrêt du Tribunal D-4410/2020 du 14 avril 2021 consid. 7.5). Celui-ci était en effet âgé d'à peine (...) ans au moment de la fuite de sa mère en C._______. Il a par la suite vécu successivement auprès de ses grands-parents maternels puis de son père, personnes qui ont représenté ses principales figures de référence durant toute son enfance et adolescence. Au vu de son très jeune âge lorsqu'il habitait encore chez les parents de la recourante, il apparaît douteux que de simples contacts « par messages et vidéos » (cf. recours, p. 5) et une courte rencontre de 4 à 5 jours (cf. p-v de l'audition sommaire du 4 mars 2009, p. 8) aient permis de créer ou d'entretenir une relation étroite entre eux. Par la suite et pendant la douzaine d'années qu'il a passé chez son père, aucune communication ou presque n'a semble-t-il été possible entre la recourante et son fils.”
Einreisebewilligungen nach Art. 51 Abs. 4 AsylG werden grundsätzlich unbefristet erteilt. Eine Befristung ist im Gesetz nicht vorgesehen und kann nur bei besonderen Umständen gestützt auf allgemeine verwaltungsrechtliche Regeln gerechtfertigt sein; sie dient allein der periodischen Überprüfung, ob die materiellen Voraussetzungen des Art. 51 Abs. 4 noch bestehen.
“Das Bundesverwaltungsgericht hielt in seinem Urteil E-447/2017 vom 22. Februar 2017 (E. 4.3 am Ende) im Zusammenhang mit Einreisebewilligungen nach Art. 51 Abs. 4 AsylG fest, dass diese zwecks Familienvereinigung in der Regel unbefristet vergeben würden. Einzig das Einreisevisum, welches die betroffene Person nach Erhalt der Einreisebewilligung direkt bei der schweizerischen Botschaft an ihrem Aufenthaltsort beantragen müsse, werde befristet erteilt. Eine Befristung der Einreisebewilligung wird auch nicht in Art. 51 Abs. 4 AsylG vorgesehen. Wohl können nach den allgemeinen verwaltungsrechtlichen Regeln besondere Umstände eine Befristung rechtfertigen. Eine Befristung kann nur dazu dienen, periodisch zu überprüfen, ob die materiellen Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG nach wie vor erfüllt sind. Nur wenn dies nicht mehr der Fall ist, kann eine Verlängerung der Bewilligung verweigert werden. Insoweit hat sich die Vorinstanz an den Regeln für den Widerruf von Verwaltungsakten zu orientieren (vgl. BVGE 2018 VII/1 E. 5.4 betr. Familiennachzug bei vorläufiger Aufnahme). Das Asylgesetz enthält im Gegensatz zum eigentlichen Asylwiderruf nach Art. 63 AsylG keine spezialgesetzliche Regelung für den Widerruf des Familienasyls und für den Widerruf einer Einreisebewilligung zwecks Familienzusammenführung nach Art.”
Personen, die in einer dauernden eheähnlichen Gemeinschaft zusammenleben (Konkubinat), sind den Ehegatten im Sinn von Art. 51 Abs. 1 AsylG gleichgestellt; sie können demnach Anspruch auf Familienasyl haben, sofern keine besonderen Umstände entgegenstehen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG; Familiennachzug). Die in eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.1; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]).”
“Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder werden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Die in eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]).”
“Sie und der Kindsvater seien sri-lankische Staatsangehörige; er sei anerkannter Flüchtling und sie verfüge ausserhalb der Schweiz über keinen gültigen Aufenthaltstitel. Das Familienleben könne folglich nur in der Schweiz gelebt werden. Demnach sei gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG der in der Schweiz geborene Beschwerdeführer als Sohn eines Flüchtlings und sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als dessen Lebenspartnerin als Flüchtlinge anzuerkennen. Es handle sich bei ihrer nunmehr fünfjährigen Beziehung um eine dauerhafte, eheähnliche Gemeinschaft, zumal sie trotz der erschwerenden Umstände faktisch zusammengelebt hätten. Die Vor-instanz habe ihren ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz seit dem 1. April 2022 und die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil D-3175/2016 vom 17. August 2017 [= BVGE 2017 VI/4; Anmerkung BVGer] zu Unrecht unberücksichtigt gelassen.”
“L'intensité du risque de persécution réfléchie doit être appréciée en fonction des circonstances du cas d'espèce. Aussi, il convient de prendre en compte que ces mesures n'ont pas nécessairement pour but l'obtention de renseignements, mais qu'elles peuvent également viser des personnes qui s'engagent ouvertement en faveur de leurs proches ou encore être prises en guise de représailles, pour punir tous les membres d'une même famille pour les agissements de l'un d'entre eux, soit parce qu'ils sont soupçonnés de partager ses opinions et ses buts, soit pour les intimider ou pour tenter de faire taire l'activiste en question. Dans l'évaluation des circonstances concrètes et objectives, on tient également compte de la situation générale du pays d'origine en matière de droits humains, des modèles de persécution "usuellement" appliqués ainsi que du comportement général des organes étatiques à l'égard de personnes ou groupes de personnes dont la situation est comparable à celle du requérant d'asile (cf. ATAF 2010/57 consid. 4.1.3 et réf. cit.). 4.3.2 Par ailleurs, à teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié est reconnu comme réfugié et obtient l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. La notion de « conjoint » ne se réfère pas seulement aux personnes mariées selon le droit suisse, un mariage valablement célébré à l'étranger (selon le droit qui y est applicable) étant en principe également reconnu, sous réserve en particulier de sa compatibilité avec l'ordre public suisse. En outre, en vertu de l'art. 1a let. e de l'ordonnance 1 du 11 août 1999 sur l'asile (OA 1, RS 142.311) un concubinage durable est assimilé au mariage (cf. aussi pour plus de détails ATAF 2012/5 consid. 4.1 à 4.4, 4.5.1 et 4.7.1 ; ainsi que Manuel Asile et retour du SEM, Article F3 (Asile accordé aux familles / regroupement familial au titre du droit d'asile), ch. 2.1.4.1 s. et réf. cit.). 4.4 Au vu de l'état du dossier au moment où le SEM a statué, celui-ci devait partir du principe que la recourante vivait toujours avec B._______, chez qui elle avait emménagé dès son arrivée en Suisse, et qu'elle était désormais la « mère de substitution » de l'enfant du susnommé (voir aussi ci-dessus l'état des faits ainsi que les remarques du SEM à ce sujet figurant dans la pièce A18 du dossier, établie deux jours seulement avant qu'il ne rende sa décision).”
Nach Rechtsprechung ist die Frage der Flüchtlingseigenschaft von Ehegatten nicht losgelöst zu prüfen; der Grundsatz der Einheit der Familie verbietet grundsätzlich den nichtgleichzeitigen Vollzug der Wegweisung. Wird ein Ehegatte als Flüchtling anerkannt, ist der andere regelmässig nach Art. 51 Abs. 1 AsylG mitzubeziehen, sofern keine besonderen Umstände entgegenstehen.
“Gemäss langjähriger Praxis kann die Frage der Flüchtlingseigenschaft des einen nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten geprüft werden (vgl. EMARK 1999 Nr. 1 E. 2a-d). Das Gleiche gilt grundsätzlich für die Frage des Wegweisungsvollzugs, da der Grundsatz der Einheit der Familie einen nicht gleichzeitigen Vollzug der Wegweisung von Ehegatten verbietet (vgl. EMARK 1999 Nr. 1 E. 4, Urteil des BVGer D-1321/2008 vom 29. Dezember 2011 E. 3). Ein Asylgesuch als Ersuchen um Schutzgewährung im weiten Sinne (Art. 18 AsylG) umfasst sowohl Asylgründe im Sinne von Art. 3 AsylG als auch die Gründe für das Familienasyl nach Art. 51 AsylG (vgl. Urteile des BVGer D-3149/2020 vom 11. Mai 2022 E. 6.1, E-5935/2018 vom 29. Mai 2020, D-5874/2016 vom 20. Dezember 2016 E. 5.5 m.w.H.). Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1).”
“Die Gefährdung des Beschwerdeführers selbst werde zusätzlich durch die Ehe mit der Beschwerdeführerin, eine heruntergeladene (ByLock-) App, Stipendien(be)zahlung, die Mitgliedschaft beim Verein Küresel Doktorlar, die Ausreise ohne ordentliche Arbeitsvertragskündigung sowie seine namentliche Erwähnung in der Anklageschrift von A. E. und bei Geldüberweisungen auf Konti der Asya Bank erhöht. Jene der Beschwerdeführerin vergrössere sich als Informantin des AI-Berichts, mit der Teilnahme und Organisation von Anlässen und der jahrelangen Tätigkeit als Mentorin der Gülen-Bewegung, ihrer Freiwilligenarbeit und finanziellen Unterstützung des Vereins Kimse Yok sowie dem Besitze eines Asya Kontos, wie auch wegen ihrem familiären Umfeld und der Mitgliedschaft bei der Gizmet-Bewegung nahestehenden Vereinen in der Schweiz. Aus diesen Gründen sei die Furcht der Beschwerdeführenden vor asylrelevanter Verfolgung bei einer Rückkehr objektiv begründet und sie würden die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Bei Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft von nur einem Ehegatten sei der andere gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG darin einzubeziehen.”
“]) aufgrund ihrer politischen Tätigkeit als Flüchtlinge anerkannt und haben Asyl in der Schweiz erhalten. Ein weiterer Bruder (K._______; N [...]) habe erst auf Beschwerdeebene das Risiko einer Reflexverfolgung vorgetragen, was unbegründet beziehungsweise ohne Grundlage erscheine. Es sei unverständlich, weshalb er zuvor nichts vom Risiko einer Reflexverfolgung (wegen des Vaters) erwähnt habe. Bei einem anderen Adoptivbruder (L._______; N [...]) sei das Verfahren nach einem Rückweisungsurteil des Bundesverwaltungsgerichts bei der Vorinstanz pendent. Die Beschwerde von einer Adoptivschwester der Beschwerdeführerin (M._______; N [...]) sei vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen worden. Eine weitere Adoptivschwester der Beschwerdeführerin (N._______; N [...]) habe Militärdienst geleistet und sei inhaftiert worden, da sie als Kurier ihres Onkels gearbeitet habe. Sie sei Refraktärin. Im Jahr 2012 habe sie geheiratet. Ihre originäre Flüchtlingseigenschaft sei verneint worden, aber sie sei gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft des Ehemannes eingeschlossen worden. Drei entferntere Verwandte (N [...], N [...] und N [...]) hätten aufgrund ihrer politischen beziehungsweise kulturellen Aktivitäten 2003 respektive 2010 Asyl in der Schweiz erhalten.”
Art. 51 AsylG begründet keinen Anspruch auf Nachzug für Partnerschaften, die erst nach der Flucht im Ausland entstanden sind.
“]-4/32), dass der Gesetzgeber betreffend Familienzusammenführung keine andere gesetzliche Grundlage vorgesehen hat und Vorstösse zur Anpassung der bestehenden Regelung beziehungsweise über Art. 71 AsylG hinausgehende Bestrebungen - entgegen der beschwerdeweisen Ausführungen (vgl. BVGer-act. 1 Punkt 4 S. 5) - klar abgelehnt hat beziehungsweise nicht darauf eingetreten ist (Parlamentarische Initiative Müller Philipp [16.403], Familiennachzug. Gleiche Regelung für Schutzbedürftige wie für vorläufig Aufgenommene; vgl. Amtliches Bulletin [AB] 2021 N 78 ff.), dass eine Lückenfüllung durch analoge Anwendung von Art. 44 AIG (SR 142.20) beziehungsweise Art. 85c AIG sodann nicht in Betracht fällt, weil eine solche im Ergebnis die Missachtung der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen zur Folge hätte (vgl. Urteil E-7288/2023 E. 7), dass der Beschwerdeführer aufgrund der erst in der Türkei erfolgten Aufnahme der Beziehung zu B._______ sowie der nicht durch eine Flucht veranlassten Trennung auch unter dem Titel des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG keinen Anspruch auf einen Familiennachzug aus dem Ausland hätte, weshalb aus der Perspektive des Asylrechts eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers durch den Status S zu verneinen ist, dass Zweck der Bestimmungen von Art. 71 Abs. 1 und 3 AsylG die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus der Ukraine vorbestandenen sowie durch die Flucht getrennten Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1; Botschaft, S. 82), dass die Fragen einer allfälligen Regelungslücke im AIG sowie einer Ungleichbehandlung oder Diskriminierung des Beschwerdeführers aufgrund seiner Staatsangehörigkeit im Vergleich zu Flüchtlingen (mit Aufenthaltsbewilligung) oder vorläufig aufgenommenen Personen somit letztlich den Bereich des Ausländerrechts beschlagen und nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind (vgl. BVGE 2020 VI/7 E.”
Bevor das SEM Familienangehörige eines Flüchtlings derivativ nach Art. 51 AsylG einbezieht, ist gemäss Art. 37 AsylV I zunächst zu prüfen, ob diese Personen eigene (originäre) Fluchtgründe geltend machen, die ihre persönliche Flüchtlingseigenschaft begründen. Erst wenn eine originäre Anerkennung ausscheidet, kommt eine derivierte Anerkennung nach Art. 51 in Betracht.
“In der Beschwerde wird eventualiter beantragt, der Entscheid sei zu weiteren Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beschwerdeführenden rügen das Vorgehen des SEM, trotz des hängigen Beschwerdeverfahrens ihres Ehemannes respektive Vaters über ihr Asylgesuch befunden zu haben. Das SEM wäre gehalten gewesen, den rechtskräftigen Abschluss des Asylverfahrens des Ehemannes und Vaters abzuwarten, um danach subsidiär zu prüfen, ob vorliegend die Voraussetzungen von Art. 51 AsylG erfüllt seien. Dieser Einwand ist unbehelflich, zumal es im Interesse der Beschwerdeführenden liegt, dass ihre originäre Flüchtlingseigenschaft geprüft wird. Gemäss Art. 37 AsylV 1 (SR 142.311) ist denn auch vor dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft immer zu prüfen, ob die antragstellende Person eigene Fluchtgründe geltend machen kann, die die Flüchtlingseigenschaft begründen. Es besteht ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG an der Feststellung der originären Flüchtlingseigenschaft, das auch in Familienkonstellationen jeder urteilsfähigen Person gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylV I zusteht. Das Vorgehen des SEM ist demnach offenkundig nicht zu beanstanden. Weiter wird der Rückweisungsantrag nicht begründet. Insbesondere legen die Beschwerdeführenden nicht dar, inwiefern der rechtserhebliche Sachverhalt unrichtig oder unvollständig erstellt sei. Der Rückweisungsantrag erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.”
“Au contraire, les membres de la famille d'un réfugié admis à titre provisoire qui se trouvent déjà en Suisse peuvent y déposer une demande d'asile (art. 19 LAsi). En ce qui concerne ces derniers, le SEM examine d'abord s'ils remplissent les conditions pour être reconnus, à titre personnel, comme réfugiés (art. 3 LAsi). Si tel n'est pas le cas, ils obtiennent le statut de réfugié à titre dérivé en application de l'art. 37 de l'ordonnance 1 sur l'asile (OA 1, RS 142.311) et de l'art. 51 al. 1 LAsi par analogie (cf. art. 74 al. 5 OASA) et sont mis au bénéfice d'une admission provisoire (Semsija Etemi, L'ascendant et ses relations familiales en droit des personnes étrangères, in : Actualité du droit des étrangers - Les relations familiales, 2016, pp. 134 à 136). Par conséquent, le grief de discrimination soulevé par le recourant ne saurait être retenu et la présente requête ne saurait être examinée autrement que sous l'angle d'une demande de regroupement familial au sens de l'art. 85 al. 7 LEI. C'est donc à juste titre que l'autorité inférieure n'a pas fait application de l'art. 51 LAsi en l'espèce (cf., mutatis mutandis, arrêt du TAF F-1822/2017 du 21 mars 2019 consid. 5.1 et 5.2 ; voir aussi arrêt du TAF F-5550/2020 du 26 novembre 2020 consid. 7.1.2). 6. 6.1 Le recourant prétend ensuite que la décision du SEM consacrait une violation de son « droit au regroupement familial » au sens de l'art. 8 CEDH. 6.2 L'art. 8 par. 1 CEDH garantit le droit de toute personne au respect de sa vie familiale. Cette disposition ne confère, en principe, pas un droit de séjourner dans un Etat déterminé, ni un droit de choisir le lieu apparemment le plus adéquat pour la vie familiale. Toutefois le fait de refuser un droit de séjour à un étranger dont la famille se trouve en Suisse peut entraver sa vie familiale et porter ainsi atteinte au droit au respect de la vie privée et familiale garanti par l'art. 8 CEDH (cf. ATF 144 I 91 consid. 4.2 et 135 I 153 consid. 2.1). Conformément à l'art. 8 par. 2 CEDH, il ne peut y avoir ingérence d'une autorité publique dans l'exercice de ce droit que pour autant que cette ingérence est prévue par la loi et qu'elle constitue une mesure qui, dans une société démocratique, est nécessaire à la sécurité nationale, à la sûreté publique, au bien-être économique du pays, à la défense de l'ordre et à la prévention des infractions pénales, à la protection de la santé ou de la morale, ou à la protection des droits et libertés d'autrui (cf.”
Praktische Bedeutung der Verfahrensdauer: Verzögerungen im Asylverfahren können das Recht auf Familiennachzug nach Art. 51 AsylG gefährden, insbesondere wenn minderjährige Angehörige während der Verfahrensdauer volljährig werden. In der Praxis werden deshalb Beschleunigungsbegehren erhoben, um einen Asylentscheid rechtzeitig zu erlangen und damit einen möglichen Verlust des Nachzugsanspruchs zu verhindern.
“November 2021 teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit, dass sein Asylgesuch im erweiterten Verfahren behandelt werde, da dieses weiterer Abklärungen bedürfe (vgl. SEM-act. 17/2). A.d Mit Schreiben vom 18. Januar 2022 forderte das SEM den Beschwerdeführer auf, bis zum 18. Februar 2022 diverse Beweismittel einzureichen (vgl. SEM-act. 22/2). A.e Mit Eingabe vom 1. Februar 2022 reichte der Beschwerdeführer verschiedene Beweismittel ein und bat insbesondere um einen baldigen Asylentscheid (vgl. SEM-act. 23/2). A.f Am 11. April 2022 gelangte der Beschwerdeführer mit einer Verfahrensstandsanfrage an die Vorinstanz. Diese antwortete mit Schreiben vom 21. April 2022, verwies darin auf die hohe Geschäftslast und teilte mit, dass sie sein Gesuch sobald als möglich und unter Berücksichtigung der internen Prioritätenordnung entscheiden werde (vgl. SEM-act. 27/3 und 28/1). A.g Mit Schreiben vom 16. Mai 2022 gelangte der Beschwerdeführer erneut an die Vorinstanz und teilte mit, dass seine älteste Tochter am (...) 2004 (sic!) volljährig werde und, falls bis dann kein Asylentscheid vorliege, sie ihr Recht auf Familiennachzug gemäss Art. 51 AsylG verlieren würde. Das Kindeswohl sei zu beachten «und der hohen Geschäftslast des SEM ist diesem Familie nicht zu belasten.». Liege bis dahin kein Asylentscheid vor, sei das Kind auch bei Volljährigkeit in dem «Familienvereinigungsgesuch zu beziehen». Der von der Rechtsvertreterin verfasste Brief schliesst «Mit der nochmaligen bitte um Beschleunigung zumal es ein Prioritätsfall ist.» (vgl. SEM-act. 29/2). A.h Am 6. September 2022 gelangte der Beschwerdeführer ein weiteres Mal an die Vorinstanz. Er führte darin unter anderem aus (exakte Wiedergabe des von der Rechtsvertreterin verfassten Schreibens): «Mit der abermaligen bitte um Beschleunigung zumal es ein Prioritätsfall ist. Würden wir bis zum 20. September 2022 kein Verfügung erhalten, sehen wir uns gezwungen beim Bundesverwaltungsgericht eine Rechtsverweigerungsbeschwerde einzureichen.». Das SEM antwortete mit Schreiben vom 23. September 2022 und führte aus, dass es die Eingabe vom 16. Mai 2022 und deren Inhalt zur Kenntnis genommen habe und verweist erneut auf die hohe Geschäftslast und die interne Prioritätenordnung (vgl.”
Ist eine Ehe wegen eines Verstosses gegen den schweizerischen Ordre public (z. B. Polygamie bzw. solange frühere Ehen nicht rechtlich aufgelöst sind) nicht anerkannt, führt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die fehlende Rechtswirkung dieser Ehe dazu, dass die aus ihr stammenden Kinder nicht in den Flüchtlingsstatus eines Elternteils nach Art. 51 Abs. 3 AsylG einbezogen werden können; die Nichtanerkennung gilt in diesem Zusammenhang als «besonderer Umstand».
“Im besagten Grundsatzurteil lag nachweislich eine polygame Ehe vor, welche aufgrund des Vorbehalts des schweizerischen Ordre public nicht anerkannt wurde, solange die früheren Ehen nicht rechtsgültig aufgelöst worden sind (vgl. BVGE 2012/5 E. 4.5). Das Bundesverwaltungsgericht erwog in diesem Urteil - im hier interessierenden Kontext - weiter, dass der Einbezug der aus dieser Ehe stammenden Kinder nicht möglich sei, da diese (polygame) Ehe (aufgrund des Verstosses gegen den schweizerischen Ordre public) keine Rechtswirkungen entfalte. Mit anderen Worten entfaltet die Nichtanerkennung dieser Ehe auch negative Wirkungen mit Bezug auf die aus dieser Ehe stammenden Kinder und steht einem Einbezug in den Flüchtlingsstatus eines Elternteils - im Sinne eines besonderen Umstands gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG - entgegen (vgl. BVGE 2012/5 E. 5).”
“Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, Bigamie und Polygamie würden den schweizerischen Ordre public verletzen und einen besonderen Umstand gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG darstellen. Folglich sei kein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten beziehungsweise Partners möglich, solange die früheren Ehen nicht rechtsgültig aufgelöst worden seien. Der Beschwerdeführer habe nicht beweisen beziehungsweise glaubhaft machen können, dass seine frühere Ehe mit einer anderen Frau rechtsgültig aufgelöst worden sei. Dies habe zur Folge, dass die Beziehung zu seiner Lebenspartnerin nicht als eheähnliche Lebensgemeinschaft betrachtet werden könne. Gestützt darauf könne sein Sohn nicht als minderjähriges Kind eines Flüchtlings und seiner Ehe- oder Konkubinatspartnerin betrachtet werden. Ausserdem sei sein Sohn auch nicht ein in der Schweiz geborenes Kind von Flüchtlingen im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG, da nur er, der Beschwerdeführer, die Flüchtlingseigenschaft besitze.”
Kinder, die in der Schweiz geboren wurden und deren Eltern originär als Flüchtlinge anerkannt sind, werden gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtlinge anerkannt, sofern keine besonderen Umstände dagegen sprechen.
“In der Schweiz geborene Kinder von (originär) als Flüchtling anerkannten Elternteilen werden gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtlinge anerkannt, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen.”
“Dem Gesuch beigelegt waren insbesondere die Mitteilung einer Kindesanerkennung vom 15. November 2022 und die Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge nach der Geburt. H. Am 15. Dezember 2022 forderte das SEM die Beschwerdeführenden separat auf, Auskunft zu geben über ihre Beziehung zueinander sowie über jene des Beschwerdeführers zum gemeinsamen Kind und Beweismittel einzureichen. I. Die Beschwerdeführenden ergänzten am 6. Januar 2023, was ihre Heirat anbelange, so warteten sie bereits seit einiger Zeit auf eine Rückmeldung des Zivilstandsamtes. Mit seinem Einkommen könne der Beschwerdeführer zwar nur für seinen eigenen Bedarf aufkommen, er unterstütze die Familie aber im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Bezahlung der Miete und Nahrungsmittel. Er werde aber eine neue Stelle antreten, die seine finanzielle Situation verbessern sollte. Die Beschwerdeführerin und das Kind bezögen Sozialhilfe. Sie gaben einen auf beide lautenden Untermietvertrag zu den Akten. J. Am 3. Februar 2023 anerkannte das SEM die gemeinsame Tochter gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtling und gewährte ihr Asyl. Hingegen lehnte es mit einer am gleichen Tag ergangenen Verfügung das Gesuch der Beschwerdeführerin um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Lebensgefährten ab und hielt gleichzeitig fest, ihre vorläufige Aufnahme habe nach wie vor Bestand. K. Dagegen erhoben die Beschwerdeführenden am 6. März 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer). Sie beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Beschwerdeführerin sei in die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers einzubeziehen und es sei ihr Asyl zu gewähren, eventualiter sei das Verfahren zwecks Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um unentgeltliche Prozessführung - unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses -, um unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch die rubrizierte Rechtsvertreterin sowie um Ansetzung einer angemessenen Nachfrist zur Beschwerdeergänzung. Insbesondere reichten sie Lohnabrechnungen des Beschwerdeführers der Firma F.”
Die Einbeziehung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann im Rahmen eines Mehrfachgesuchs oder durch nachträgliche Anträge gesondert geprüft werden. Ein solches Einbeziehungsbegehren kann eine Beschwerdelegitimation begründen, sofern über das Begehren noch nicht entschieden ist bzw. das Verfahren wiederaufgenommen wurde.
“Der Beschwerdeführer hat am 29. Juni 2022 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Am 10. Oktober 2022 ersuchte die rubrizierte Rechtsvertreterin, dass er in die Flüchtlingseigenschaft seines Vaters gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG einbezogen werde. Über beide Gesuche ist bis anhin nicht befunden worden. Der Beschwerdeführer ist daher zur Beschwerdeerhebung legitimiert.”
“_______ Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragen, deren Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 seien aufzuheben und es sei ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen sowie Asyl zu gewähren. H. Mit einem als "Mehrfachgesuch" bezeichneten, an das SEM gerichteten Schreiben vom 27. Juli 2023 ersuchte C._______ - unter Hinweis auf die Situation der Frauen und Mädchen in Afghanistan - um Asylgewährung und um Einbezug ihres Ehemannes in ihre Flüchtlingseigenschaft. I. Mit Entscheid vom 25. August 2023 hob das SEM seine Verfügung vom 19. November 2021 auf und stellte fest, das erstinstanzliche Verfahren werde wieder aufgenommen. J. In der Folge schrieb das Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren E-5613/2021 mit Beschluss vom 6. September 2023 als gegenstandslos geworden ab. IV. K. Mit Verfügung vom 31. August 2023 stellte das SEM fest, die Verfügung vom 19. November 2021 werde aufgehoben, C._______ werde gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (SR 142.31) als Flüchtling anerkannt und es werde ihr Asyl gewährt. Die Beschwerdeführer 1 und 2 würden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anerkannt und es werde ihnen Asyl gewährt. L. Mit gemeinsamer Eingabe vom 22. September 2023 erhoben die Beschwerdeführer 1 und 2 Beschwerde gegen die Verfügung vom 31. August 2023 und beantragten, die Dispositiv-Ziffer 3 derselben sei aufzuheben, es sei ihnen die originäre Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihnen Asyl zu gewähren; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten die Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und die Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin sowie den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. M. Der Instruktionsrichter stellte mit Zwischenverfügung vom 18. Oktober 2023 fest, die Beschwerdeverfahren E-5158/2023 und E-5159/2023 würden aufgrund des engen sachlichen und persönlichen Zusammenhangs vereinigt. Ferner hiess er die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art.”
In den zitierten Entscheiden wurde die Kernfamilie bzw. die minderjährigen Kinder der als Flüchtlinge anerkannten Personen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG einbezogen, sofern sich aus den Akten keine besonderen Umstände oder Hinweise auf Asylunwürdigkeit (Art. 53 AsylG) ergaben.
“Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die von den Beschwerdeführenden glaubhaft gemachte Verfolgung asylrechtlich erheblich ist. Die Beschwerdeführerin und die beiden älteren Kinder erfüllen die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG. Da den Akten überdies keine Anhaltspunkte für eine Asylunwürdigkeit im Sinne von Art. 53 AsylG zu entnehmen sind, ist ihnen in der Schweiz Asyl zu gewähren. Da sich aus den Akten keine besonderen Umstände ergeben, die einer Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehen, ist folglich das jüngste Kind der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihm ebenfalls Asyl zu gewähren.”
“Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführerinnen, zwei aus Ghazni stammende Schwestern afghanischer Staatsangehörigkeit und der Ethnie der Hazara zugehörig, reisten am 14. März 2022 in die Schweiz ein, wo sie gleichentags um Asyl ersuchten. In der Folge wurden sie dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region (...) zugewiesen. Am 12. April 2022 wurden ihre Personendaten aufgenommen (PA). Der Vater der Beschwerdeführerinnen (N [...]) wurde am 4. Februar 2022 in der Schweiz als Flüchtling anerkannt und hat Asyl erhalten. B. Die Beschwerdeführerinnen reisten zusammen mit ihrer Familie (Mutter und jüngere Geschwister) in die Schweiz ein. Allen anderen Familienangehörigen wurde von der Vorinstanz am 28. März 2022 Familienasyl (Art. 51 Abs. 1 AsylG) gewährt. C. Am 14. April 2022 ersuchten die Beschwerdeführerinnen um Gewährung der Privatunterkunft; sie wünschten, bei ihren Eltern wohnen zu dürfen. Dies, da sie mit der Familie (Mutter und Geschwister) in die Schweiz eingereist und bisher nie getrennt gewesen seien. Da sie psychisch angeschlagen seien, würden sie die Nähe ihrer Familie benötigen. Diese Gesuche wurden vom SEM am 21. April 2022 bewilligt. D. Am 29. April 2022 wurden sie vertieft zu ihren Asylgründen angehört. Dabei machten sie zur Begründung ihrer Asylgesuche im Wesentlichen geltend, sie hätten seit kurz nach ihrer Geburt in Kabul gelebt. Nach der Ausreise ihres Vaters 2018 hätten sie sich jeweils im Frühling und im Sommer in Ghazni aufgehalten, im Winter seien sie nach Kabul zurückgekehrt. A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1) habe im Jahr 2017 die 12. Klasse abgeschlossen und ihren Schulabschluss erlangt. Sie habe im Jahr 2017 beim Schulradio gearbeitet. Ab 2018 sei sie nach Kasachstan gegangen, um zu studieren.”
“Damit ist für beide Beschwerdeführenden eine auch heute weiterhin andauernde begründete Furcht vor asylrelevanter Verfolgung zu bejahen. Beide Beschwerdeführenden erfüllen demnach die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG. Konkrete Hinweise auf das Vorliegen von Asylausschlussgründen im Sinne von Art. 53 AsylG liegen aufgrund der Aktenlage nicht vor; insbesondere sind die Terrorismusvorwürfe, wie oben dargelegt, aus rechtsstaatlicher Sicht nicht haltbar. Den Beschwerdeführenden ist daher in der Schweiz Asyl zu gewähren. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben, die Beschwerdeführenden sind als Flüchtlinge anzuerkennen und das SEM ist anzuweisen, ihnen in der Schweiz Asyl zu gewähren. Ihre Kinder sind, weil keine besonderen Gründe dagegensprechen, gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl der Eltern einzubeziehen.”
Werden die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt, wird das Gesuch um Familienasyl abgelehnt. Es steht den Betroffenen jedoch frei, ein Gesuch um Familienzusammenführung im Rahmen des Ausländerrechts zu stellen.
“Aus dem Gesagten folgt, dass die Voraussetzungen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind und die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um Einbezug von B._______ in seine Flüchtlingseigenschaft und um Gewährung des Familienasyls daher zu Recht abgelehnt hat.”
“Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind, weshalb das SEM das Gesuch um Bewilligung der Einreise von B._______ in die Schweiz und dasjenige um Familienzusammenführung zu Recht abgelehnt hat.”
“Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegend nicht erfüllt sind, womit das SEM das Gesuch um Familienasyl zu Recht abgelehnt hat. Es bleibt der Beschwerdeführerin jedoch unbenommen, eine Familienzusammenführung im Rahmen des Ausländerrechts zu beantragen.”
Bei religiös geschlossenen Ehen ohne zivilrechtliche Beurkundung sowie bei kurzdauernden oder wenig gefestigten Beziehungen ist die Glaubhaftigkeit der ehelichen Beziehung und des gemeinsamen Haushalts besonders sorgfältig nach tatsächlichen Anhaltspunkten zu prüfen. Regelmässige Besuche allein begründen keine eheähnliche Gemeinschaft im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG.
“2024 Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Cour V E-2392/2024 Arrêt du 2 mai 2024 Composition Grégory Sauder, juge unique, avec l'approbation de Gabriela Freihofer, juge ; Diane Melo de Almeida, greffière. Parties A._______, né le (...), Afghanistan, représenté par Sophie Uzuner, Caritas Suisse, recourant, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Asile (non-entrée en matière) et renvoi (réexamen) ; décision du SEM du 28 mars 2024. Faits : A. A._______ (ci-après : le requérant, l'intéressé ou le recourant) a déposé une demande d'asile en Suisse en date du 17 décembre 2023. A l'appui de sa demande, il a produit plusieurs documents relatifs à un mariage religieux célébré avec B._______, une compatriote vivant en Suisse et y ayant été reconnue comme réfugiée à titre dérivé, en application de l'art. 51 al. 1 LAsi. B. Par décision du 7 février 2024, le Secrétariat d'Etat aux migrations (ci-après : le SEM) n'est pas entré en matière sur cette demande en application de l'art. 31a al. 1 let. b LAsi, a prononcé le transfert de l'intéressé vers l'Allemagne, l'Etat Dublin responsable de sa demande de protection internationale, et a ordonné l'exécution de cette mesure. S'agissant en particulier des fiançailles ainsi que du mariage religieux allégué par l'intéressé, le SEM a relevé, pour l'essentiel, que ce dernier n'était pas marié civilement et ne disposait visiblement pas d'un acte de mariage officiel à même d'être reconnu en Suisse. Le SEM a ensuite retenu que la relation que le requérant entretenait avec sa prétendue épouse ne pouvait pas être assimilée à celle liant des conjoints ou des concubins, en l'absence en particulier d'une relation de longue durée. De même, il a relevé que les déclarations de l'intéressé ne s'appuyaient sur aucun élément probant et que rien n'indiquait que sa prétendue épouse désirait effectivement faire ménage commun avec lui.”
“), recourante, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Regroupement familial (asile); décision du SEM du 20 janvier 2023 / (...). Faits : A. A.a Le 28 février 2015, A._______ (ci-après : requérante, recourante ou intéressée) a déposé une demande d'asile en Suisse. A.b Par décision du 15 avril 2016, le SEM a refusé de reconnaître à l'intéressée la qualité de réfugié, rejeté sa demande d'asile, prononcé son renvoi de Suisse et renoncé à l'exécution de cette mesure au profit d'une admission provisoire, considérant que l'exécution du renvoi n'était pas raisonnablement exigible. A.c Par arrêt E-3160/2016 du 9 mars 2017, le Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal) a rejeté le recours interjeté le 17 mai 2016 contre cette décision. B. B.a Le 2 septembre 2022, l'intéressée a adressé un courrier au SEM demandant l'inclusion de ses deux fils, B._______ et C._______ (nés en Suisse le (...) et le (...), ainsi que d'elle-même dans le statut de réfugié de son conjoint D._______ en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi (RS 142.31). Dans sa lettre, elle a déclaré que celui-ci, au bénéfice d'un permis B réfugié, était le père de ses deux fils et qu'elle s'était mariée religieusement avec lui. A l'appui de sa demande, elle a produit une copie de l'attestation de mariage religieux en Suisse, datée du (...), délivrée par la « E._______ », zone « Europa », sous-zone « Switzerland », ainsi que plusieurs photographies de la cérémonie. C. Le 5 décembre 2022, le SEM a envoyé à l'intéressée, par l'intermédiaire de son mandataire, une lettre l'invitant à répondre à des questions concernant sa relation avec D._______. D. L'intéressée a adressé ses observations au SEM en date des 4 et 9 janvier 2023. Elle a déclaré en substance que leur relation remontait à 2019, qu'ils formaient depuis un couple mais ne vivaient pas sous le même toit, faute de logement approprié. Les deux enfants habitaient avec elle, mais D._______ passait tous les week-ends et deux soirs de la semaine avec eux. Elle a produit deux jugements du Tribunal de district de F.”
“Il en découle que si le statut de réfugié a été obtenu à titre dérivé (formellement), l'intéressé ne peut le transmettre que dans l'hypothèse où il remplit lui-même les conditions matérielles pour la reconnaissance de cette qualité (cf. JICRA 2000 no 22, consid. 3a ; 1997 no 1, consid. 5). Il faut aussi que les intéressés aient conclu un mariage valable. Sont assimilés aux conjoints les partenaires enregistrés et les personnes qui vivent en concubinage de manière durable (cf. art. 1a let. e OA 1 [RS 142.311] ; ATAF 2012/5 consid. 4.7.1 s. ; Message du 4 décembre 1995 concernant la révision totale de la loi sur l'asile ainsi que la modification de la loi fédérale sur le séjour et l'établissement des étrangers, FF 1996 II 1, 68). L'octroi de l'asile en vertu de l'art. 51 LAsi suppose ainsi l'existence d'une communauté familiale entre les intéressés. 3. 3.1 Dans sa décision du 20 janvier 2023, le SEM a constaté en substance que même si l'intéressée avait célébré un mariage religieux avec D._______ en Suisse en 2021, elle ne pouvait pas être considérée comme sa conjointe au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. L'exigence d'une communauté de vie semblable à celle d'un mariage n'était pas non plus remplie, car l'intéressée et son compagnon habitaient dans des cantons différents et ne faisaient donc pas ménage commun. Les visites régulières ne constituaient pas une communauté stable au sens de la jurisprudence du Tribunal fédéral (cf. ATF 118 II 235 consid. 3b p. 238). En outre, le fait - non documenté - que l'intéressée et son compagnon avaient essayé sans succès de trouver un logement commun ne changeait rien à cette appréciation. 3.2 Dans son recours du 23 février 2023, la recourante soutient avoir fourni suffisamment d'informations pertinentes pour bénéficier du même statut que D._______ en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi. Elle fait valoir que la condition pour la reconnaissance de son mariage par la Suisse est remplie, étant donné que son pays d'origine reconnait la validité de leur mariage religieux. Elle affirme également qu'il existe une réelle communauté de vie, malgré le fait qu'ils ne vivent pas officiellement ensemble, et souligne que le SEM a accordé le statut à ses enfants sur la base de cette relation.”
“Schliesslich erwecke auch die Aussage der Beschwerdeführerin, sie sei in die Schweiz gekommen, um zu heiraten (A19, F61), den Eindruck, dass sie sich selbst nicht als verheiratet erachte. Es könne demnach nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass eine religiöse Trauung überhaupt stattgefunden habe. Zur Beziehung mit ihrem Partner seit der Einreise in die Schweiz befragt, habe die Beschwerdeführerin erklärt, diese sei besser geworden und sie würden viel Zeit zusammen verbringen (A19, F96 ff.). Gleichzeitig falle aber auf, dass sie weder den Namen der Firma, bei welcher der Partner aktuell arbeite, gekannt noch gewusst habe, wie sein Arbeitspensum aussehe (A19, F102 ff.). Auch an den Namen des Vereins, wofür sich der Partner in seiner Freizeit engagiere, habe sie sich nicht erinnern können (A19, F108 f.). Daraus sei zu schliessen, dass nicht von einer dauerhaften, eheähnlichen Beziehung mit geistig-seelischer Komponente auszugehen sei. Die Beziehung sei als zu kurz und zu wenig gefestigt anzusehen, um ein Konkubinat darzustellen, welches im Rahmen der Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG einer Ehe gleichgestellt werden könnte. Die Voraussetzungen für einen Einbezug gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG seien daher nicht erfüllt.”
“idem), qu'en l'occurrence, dans le cadre de sa requête du 2 février 2024, le recourant a exposé, moyens à l'appui, qu'il vivait en ménage commun avec sa compagne depuis le 15 décembre 2020, qu'ils n'avaient pas pu se marier faute de pouvoir produire un document d'identité valable et qu'ils essayaient depuis plus d'une année d'avoir un enfant, qu'il a conclu, principalement, à ce qu'il soit inclus dans le statut de réfugié reconnue à sa compagne, ainsi que, subsidiairement, au prononcé d'une admission provisoire en Suisse en raison de l'illicéité de l'exécution du renvoi, référence étant faite à l'art. 8 CEDH et à l'arrêt du Tribunal D-3175/2016 du 17 août 2017 consid. 4.4.1, que le SEM a classé cette demande sans décision formelle, considérant qu'il avait déjà pris en compte les allégations précitées du requérant dans sa décision du 2 novembre 2021, qu'il a rappelé que, dans le cadre de cette dernière, il avait retenu que la relation en question ne pouvait être assimilée à une véritable union conjugale, au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi et de l'art. 1a let. e de l'ordonnance 1 sur l'asile (OA 1, RS 142.311), qu'il a ainsi considéré que le requérant présentait, de manière répétée, des motifs sur lesquels il s'était déjà prononcé, que, dans son recours du 12 mars 2024, l'intéressé a essentiellement réitéré les motifs invoqués dans sa requête du 2 février 2024, en soutenant que sa compagne était aujourd'hui enceinte, que sa relation avec elle pouvait être qualifiée de stable et durable et qu'il estimait le concubinage désormais concrétisé, que dans sa détermination du 5 avril 2024, le SEM a notamment relevé qu'une demande d'autorisation de séjour, motivée par le regroupement familial auprès de sa compagne, avait été déposée le 15 mars 2023 par l'intéressé et était actuellement pendante auprès du Service de la population du canton de B._______, précisant que le Tribunal cantonal (...) avait annulé la décision rendue en première instance et renvoyé la cause à cette dernière pour complément d'instruction et nouvelle décision, que pour sa part, le Tribunal constate que la requête formulée le 2 février 2024 par le recourant tend principalement à son regroupement familial au titre de l'asile avec sa fiancée, seule question devant être résolue ci-après, que, certes, l'objet de cette requête est semblable à celui de la demande déjà déposée le 18 août 2021, rejetée le 2 novembre 2021, que, cependant, certains allégués sont clairement nouveaux et doivent être examinés au fond, qu'outre l'écoulement du temps depuis la formation de leur couple (2015), le recourant et sa fiancée semblent en effet avoir progressivement renforcé leur lien, cette dernière semblant notamment être enceinte, qu'il n'est pas exclu qu'aujourd'hui, l'intéressé puisse se prévaloir d'une relation protégée par l'art.”
Bei einem Widerruf ist auf die Verhältnisse zum Widerrufszeitpunkt abzustellen. Liegen zu diesem Zeitpunkt besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vor (etwa ein erkennbar fehlender Wille zur möglichst raschen Familienvereinigung), kann dadurch der Anspruch der Ehegatten und minderjährigen Kinder entfallen bzw. nicht mehr bestehen.
“Betreffend die Tochter D._______ ist festzuhalten, dass sie zum Widerrufszeitpunkt am 3. Juni 2021 noch minderjährig war und damit grundsätzlich noch zum anspruchsberechtigten Kreis nach Art. 51 Abs. 1 AsylG gehörte. Gemäss dieser Bestimmung werden minderjährige Kinder von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Zu prüfen ist deshalb, ob zum Zeitpunkt des Widerrufs besondere Umstände vorgelegen haben, die zum Verlust des Anspruchs und damit zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung geführt haben.”
“Bei dieser Ausgangslage wäre ein Familiennachzugsgesuch, gestellt zum Widerrufszeitpunkt am 3. Juni 2021, nicht zu bewilligen gewesen, da besondere Umstände gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG vorgelegen hätten, nämlich der fehlende erkennbare Wille an einer möglichst schnellen Familienvereinigung der Beschwerdeführenden mit ihrer Tochter. Zwar ist über die erteilte Einreisebewilligung nicht noch einmal zu befinden (vgl. E. 6), doch sind die oben dargelegten Argumente bei der Beurteilung der nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Verfügung zu beachten. Das Bundesverwaltungsgericht gelangt - wie bereits die Vorinstanz - zur Einschätzung, dass bei den Beschwerdeführenden zum Zeitpunkt des Widerrufes kein echtes Interesse an der Wiedervereinigung mit der noch minderjährigen Tochter D._______ bestand, weshalb vorliegend das öffentliche Interesse am Widerruf der Einreisebewilligung das private Interesse der Beschwerdeführenden an der Herbeiführung der Familieneinheit überwiegt.”
Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann abgelehnt werden, wenn ersichtlich ein längerfristiger Kontaktabbruch zu Angehörigen vorlag und das Gesuch darauf abzielt, eine zuvor beendete Beziehung wieder aufzunehmen. Die Vorinstanz hat in diesem Sinne ausgeführt, dass Art. 51 Abs. 1 nicht der Wiederaufnahme zuvor beendeter Beziehungen dient.
“] vorläufig aufgenommen). Mit Verfügung vom 11. September 2017 lehnte die Vorinstanz die Asylgesuche der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter 1 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) abgewiesen. A.b Am 9. Februar 2018 stellten die Beschwerdeführerin und ihre Tochter 1 ein zweites Asylgesuch, welches von der Vorinstanz am 8. Juli 2019, unter Einbezug der zwischenzeitlich aus der Beziehung zu C._______ am (...) 2018 in der Schweiz geborenen zweiten Tochter (nachfolgend: Tochter 2), abgewiesen wurde. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) gutgeheissen und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Am (...) 2020 gebar die Beschwerdeführerin aus derselben Beziehung einen Sohn (nachfolgend: Sohn 2). Mit Verfügung vom 14. Juli 2020 anerkannte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin und ihre beiden Töchter als Flüchtlinge und bezog den Sohn 2 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin mit ein. Der Beschwerdeführerin und ihren drei in der Schweiz geborenen Kindern wurde in der Schweiz Asyl gewährt. B. B.a Am 11. Juni 2021 ersuchte die Beschwerdeführerin die Vorinstanz um Familienzusammenführung zugunsten ihres Sohnes 1, B._______, wohnhaft in Somalia gemäss Art. 51 Abs. 1 und 2 AsylG. Das Gesuch wurde mit Verfügung der Vorinstanz vom 7. Oktober 2021 und der Begründung, das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG diene nicht der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen, abgewiesen. Die Beschwerdeführerin habe durch die neue Partnerschaft in der Schweiz und Gründung einer neuen Familie den Kontakt zu ihrem aus einer früheren Beziehung stammenden Sohn 1 in Somalia abgebrochen. Zudem sei ihr am 14. Juli 2020 Asyl gewährt worden, sie habe aber erst am 11. Juni 2021 um Familienasyl für ihren Sohn 1 ersucht. Für den Zeitraum zwischen ihrer Ausreise aus Somalia im Januar 2015 bis im Juni 2021 gebe es keine aktenkundigen Hinweise, wonach sie mit ihrem Sohn 1 in regelmässigem Kontakt gewesen sei oder versucht habe, ihn in die Schweiz zu holen.”
Für den Widerruf einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG besteht keine Spezialregel im AsylG; die Zulässigkeit eines Widerrufs richtet sich nach den allgemeinen Widerrufsvoraussetzungen. Rechtskräftige Verfügungen dürfen demnach nur unter bestimmten Voraussetzungen einseitig aufgehoben oder zum Nachteil des Adressaten abgeändert werden. Ein Widerruf kommt nur bei Vorliegen eines Rechtsfehlers in Betracht; die Fehlerhaftigkeit kann ursprünglich (von Anfang an) oder nachträglich (z. B. durch wesentliche Änderungen der Rechts- oder Sachlage) sein. Zulässig ist ein Widerruf nur dann, wenn eine Interessen- bzw. Werteabwägung ergibt, dass das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts das Interesse an Rechtssicherheit bzw. am Vertrauensschutz überwiegt.
“Das Asylgesetz enthält im Gegensatz zum eigentlichen Asylwiderruf nach Art. 63 AsylG keine spezialgesetzliche Regelung für den Widerruf einer Einreisebewilligung zwecks Familienzusammenführung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG. Die Zulässigkeit eines Widerrufs der Einreisebewilligung beurteilt sich daher nach den allgemeinen Widerrufsvoraussetzungen: Rechtskräftige Verfügungen dürfen gemäss Praxis nur unter bestimmten Voraussetzungen und unter Beachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben einseitig aufgehoben oder zum Nachteil des Adressaten abgeändert werden. Es liegt nicht im Ermessen der Behörde, ob sie einen Entscheid widerrufen will oder nicht. Ein Widerruf kommt nur bei fehlerhaften Verfügungen in Betracht, wobei die Fehlerhaftigkeit ursprünglicher oder nachträglicher Natur sein kann. Die ursprünglich fehlerhafte Verfügung ist von Anfang an mit einem Rechtsfehler behaftet. Nachträgliche Fehlerhaftigkeit liegt demgegenüber vor, wenn seit dem Ergehen der Verfügung eine Änderung der Rechtsgrundlagen oder eine erhebliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1227 ff.). Der Widerruf ist zulässig, wenn eine allgemeine Interessen- beziehungsweise Werteabwägung ergibt, dass das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjenige an der Wahrung der Rechtssicherheit beziehungsweise am Vertrauensschutz überwiegt.”
Die nachziehenden Angehörigen erhalten durch das Familienasyl die gleiche flüchtlingsrechtliche Schutzwirkung wie die anerkannte Person. Die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG ist akzessorisch und kann nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erteilt werden.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Mit dem Familienasyl erhalten die Angehörigen der Kernfamilie die gleiche Rechtsstellung und damit auch denselben flüchtlingsrechtlichen Schutz wie der zum Nachzug der Familie berechtigte anerkannte Flüchtling. Für die praxisgemässen Voraussetzungen zur Gewährung des Familienasyls beziehungsweise der Einreisebewilligung wird auf BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2 sowie 2012/32 E. 5 verwiesen.”
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
Bei einem Widerruf ist zum Zeitpunkt des Widerrufs zu prüfen, ob besondere Umstände im Sinn von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorgelegen haben, die den Anspruch auf Familienasyl ausschliessen. Die Rechtsprechung nennt als Beispiele einen fehlenden erkennbaren Willen an einer möglichst schnellen Familienzusammenführung sowie Mitwirkungspflichtverletzungen.
“Bei dieser Ausgangslage wäre ein Familiennachzugsgesuch, gestellt zum Widerrufszeitpunkt am 3. Juni 2021, nicht zu bewilligen gewesen, da besondere Umstände gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG vorgelegen hätten, nämlich der fehlende erkennbare Wille an einer möglichst schnellen Familienvereinigung der Beschwerdeführenden mit ihrer Tochter. Zwar ist über die erteilte Einreisebewilligung nicht noch einmal zu befinden (vgl. E. 6), doch sind die oben dargelegten Argumente bei der Beurteilung der nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Verfügung zu beachten. Das Bundesverwaltungsgericht gelangt - wie bereits die Vorinstanz - zur Einschätzung, dass bei den Beschwerdeführenden zum Zeitpunkt des Widerrufes kein echtes Interesse an der Wiedervereinigung mit der noch minderjährigen Tochter D._______ bestand, weshalb vorliegend das öffentliche Interesse am Widerruf der Einreisebewilligung das private Interesse der Beschwerdeführenden an der Herbeiführung der Familieneinheit überwiegt.”
“Betreffend die Tochter D._______ ist festzuhalten, dass sie zum Widerrufszeitpunkt am 3. Juni 2021 noch minderjährig war und damit grundsätzlich noch zum anspruchsberechtigten Kreis nach Art. 51 Abs. 1 AsylG gehörte. Gemäss dieser Bestimmung werden minderjährige Kinder von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Zu prüfen ist deshalb, ob zum Zeitpunkt des Widerrufs besondere Umstände vorgelegen haben, die zum Verlust des Anspruchs und damit zur nachträglichen Fehlerhaftigkeit der Einreisebewilligung geführt haben.”
“Die betreffenden Aussagen wiesen nicht die Qualität auf, welche zu erwarten wäre, wenn der Beschwerdeführer die Ereignisse selbst erlebt hätte. Zudem könne den Akten seiner Ehefrau entnommen werden, dass deren Aussagen zu ihren Ausreisegründen als unglaubhaft eingestuft worden seien. Die Schilderungen des Beschwerdeführers seien oberflächlich und stereotyp ausgefallen; sie enthielten auch kaum individuelle und subjektiv geprägte Darstellungen. Insgesamt erwiesen sich weder die Verfolgungsvorbringen noch die Hauptsozialisierung in der Volksrepublik China als glaubhaft. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er vor der Ankunft in der Schweiz in der exiltibetischen Diaspora gelebt habe. Mangels konkreter und glaubhafter Hinweise auf einen längeren Aufenthalt in einem Drittstaat komme das SEM zu Schluss, dass keine flüchtlings- oder wegweisungsbeachtlichen Gründe vorlägen, die gegen eine Rückkehr an den bisherigen Aufenthaltsort sprächen. Einem Einbezug des Beschwerdeführers in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau stünden besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegen. Von solchen sei insbesondere dann auszugehen, wenn die familiären Beziehungen im Heimat- oder Herkunftsstaat der nicht verfolgten Person gelebt werden könnten. Die Mitwirkungspflichtverletzung des Beschwerdeführers hinsichtlich der Offenlegung seines tatsächlichen Herkunftsortes verunmögliche es, diese Voraussetzung zu prüfen. Folglich könne ihm kein Familienasyl gewährt werden.”
Für Gesuche ist der tatsächliche Ort und Zeitpunkt des Bestehens der Familiengemeinschaft massgeblich (z. B. ob die Familie im Verfolgerstaat oder erst in einem Drittstaat gebildet wurde). Fehlen aus den Akten tragfähige Nachweise für das Vorliegen der erforderlichen Familiengemeinschaft, kann dies zur Ablehnung des Gesuchs führen. Art. 8 EMRK kann nicht ergänzend herangezogen werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen des Familienasyls nach Art. 51 AsylG nicht erfüllt sind.
“8 EMRK rügt, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und abgestützt auf die geltende Praxis dargelegt hat, weshalb die Voraussetzungen für die Familienzusammenführung und die Erteilung von Einreisebewilligungen nicht erfüllt sind, dass die Eingaben auf Beschwerdestufe zu keiner anderen Betrachtungsweise führen, zumal der Beschwerdeführer selbst erkennt, dass die Familiengemeinschaft im Verfolgerstaat (Türkei) nicht bestanden hat, sondern erst im Irak gegründet wurde, was von der Vorinstanz und dem Bundesverwaltungsgericht nicht in Frage gestellt wird, weshalb der Beschwerdeführer aus den eingereichten, bereits aus dem erstinstanzlichen Verfahren aktenkundigen ausländischen Dokumenten (Heiratsurkunde, Geburtsurkunden, medizinische Dokumentation, etc.) und Fotos vorliegend nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, dass der Einwand auf Beschwerdeebene, wonach das Camp H._______ von der Türkei attackiert werde, die irakischen Streitkräfte die Bewohner des Camps nicht schützen würden und der Verbleib dort unzumutbar sei, an der genannten Beurteilung nichts zu ändern vermag, dass die nicht näher spezifizierten und lediglich durch ein Arztzeugnis, das eine partielle Arbeitsunfähigkeit von (...) bescheinigt, geltend gemachten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers und dessen Frau ebenfalls nicht geeignet sind, diese Einschätzung umzustossen, dass Art. 8 EMRK nicht ergänzend hinzugezogen werden kann, wenn die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6, zuletzt Urteil des BVGer E-6150/2024 vom 18. Februar 2025 E. 6.4), dass im Übrigen den Akten keine Hinweise auf Verletzung von Verfahrensrechten zu entnehmen sind, mithin das Gesuch des Beschwerdeführers individuell und unter Berücksichtigung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen geprüft wurde, dass die Voraussetzungen für die asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG demnach nicht erfüllt sind und das SEM das Gesuch um Familienzusammenführung zu Recht abgelehnt und der Ehefrau sowie den Kindern des Beschwerdeführers die Einreise in die Schweiz folgerichtig verweigert hat, dass es dem Beschwerdeführer im Übrigen unbenommen bleibt, bei der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde ein Gesuch um Familiennachzug gestützt auf die ausländerrechtlichen Bestimmungen einzureichen, dass sich aus diesen Erwägungen ergibt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen”
Bei einem Rekurs gegen eine Nicht-Entrée‑Entscheidung beschränkt sich das Gericht auf die Überprüfung der Rechtmässigkeit dieser Nicht-Entrée; Schlussbegehren auf Erteilung von Asyl oder auf Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft mit dem Ziel eines späteren Familiennachzugs nach Art. 51 LAsi werden in diesem Rechtsmittel als unzulässig angesehen.
“3 LAsi) prescrits par la loi, est recevable, sous réserve des remarques qui suivent, que dans son recours, l'intéressée conteste les chiffres 5 et 6 de la décision du 22 novembre 2023 concernant son attribution au canton de D._______ et demande à être attribuée au canton de E._______, où résident ses parents, que, conformément à la pratique du Tribunal, une décision d'attribution cantonale prise en application de l'art. 27 al. 3 LAsi est de la compétence de la Cour VI, de sorte que ce point sera traité séparément sous le numéro d'affaire F-6624/2023, qu'en l'occurrence, dans la mesure où la recourante et sa fille ont été admises provisoirement en Suisse, l'objet du litige porte uniquement sur les questions de savoir si c'est à juste titre que le SEM n'est pas entré en matière sur leur demande d'asile et a prononcé leur renvoi de Suisse, que saisi d'un recours contre une décision de non-entrée en matière sur une demande d'asile, le Tribunal se limite à examiner le bien-fondé d'une telle décision (cf. ATAF 2017 VI/5 consid. 3.1), qu'en ce sens, les conclusions tendant à l'octroi de l'asile et à la reconnaissance de la qualité de réfugié, pour faciliter à terme un regroupement familial au sens de l'art. 51 LAsi avec son époux et ses deux autres enfants restés en Syrie, sont irrecevables, qu'en l'état, il convient de déterminer si l'autorité inférieure était fondée à faire application de l'art. 31a al. 1 let. a LAsi, qu'en vertu de cette disposition, le SEM n'entre, en règle générale, pas en matière sur une demande d'asile si le requérant peut retourner dans un Etat tiers sûr, au sens de l'art. 6a al. 2 let. b LAsi, dans lequel il a séjourné auparavant, qu'il s'agit de pays dans lesquels le Conseil fédéral estime que le principe de non-refoulement est effectivement respecté au sens de l'art. 5 al. 1 LAsi, que la possibilité, pour un recourant, de retourner dans l'Etat tiers sûr, conformément à l'art. 31a al. 1 let. a LAsi, présuppose que sa réadmission par cet Etat soit garantie (cf. Message, du 4 septembre 2002, concernant la modification de la loi sur l'asile, de la loi fédérale sur l'assurance-maladie et de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants, FF 2002 6359, spéc. 6399), qu'à l'instar des autres pays de l'Union européenne (UE) et de l'Association européenne de libre-échange (AELE), la Grèce a été désignée par le Conseil fédéral, en date du 14 décembre 2007, comme un Etat tiers sûr au sens de l'art.”
Fehlerhafte, automatisch durch das IT‑System vorgenommene Einschreibungen können zur Nichtigkeit einer auf Art. 51 Abs. 1 gestützten Zuerkennung führen. Solche Fälle werfen spezifische Fragen der Verfahrenskoordination und des Gutglaubens auf (z.B. ob Betroffene berechtigt auf die Entscheidung vertrauen konnten).
“En effet, bien qu'ils concluent formellement à l'annulation de ces décisions, leurs mémoires de recours ne comportent aucune motivation en lien avec leurs motifs d'asile personnels. 3. 3.1 Dans les décisions querellées, le SEM a considéré que les recourants s'étaient vu reconnaître à tort la qualité de réfugié (à titre dérivé) par décision du 11 avril 2024, en raison d'une "malencontreuse erreur administrative". Le système informatique avait introduit automatiquement les identités des intéressés ainsi que celle de leur père dans la liste des personnes concernées par cette décision, du fait qu'ils se trouvaient "dans le même classeur asile" que les personnes réellement impliquées dans la procédure en Suisse (à savoir leur mère et leur soeur cadette). Cette décision étant nulle et les intéressés, majeurs, ayant précédemment été exclus de la procédure visant à l'autorisation d'entrée en Suisse, ils ne pouvaient pas se prévaloir du principe de la bonne foi. Il a également retenu que la constatation de la nullité de la décision du 11 avril 2024 en ce qui les concernait ne portait pas atteinte à la sécurité du droit, la qualité de réfugié au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi ne pouvant être reconnue à une personne résidant à l'étranger et qui, formellement, ne l'avait pas requise. 3.2 Dans leurs recours, les intéressés soutiennent que le SEM a appliqué de manière erronée l'art. 51 al. 1 LAsi en leur octroyant la qualité de réfugié par inclusion dans le statut de leur père, alors qu'ils ne remplissaient pas les conditions requises au moment du dépôt de la demande de regroupement familial. Selon eux, cette question relève du fond, ce qui signifie que le SEM aurait dû se limiter à annuler la décision du 11 avril 2024 au lieu de la considérer comme nulle et non avenue. Ils invoquent, par ailleurs, le principe de la bonne foi, affirmant s'être légitimement fondés sur cette décision pour prendre des dispositions importantes (rendre leur logement, interrompre leurs études et engager des dépenses financières afin de rejoindre la Suisse) qu'ils ne peuvent plus annuler sans subir de sérieux préjudices. Ils rappellent également que cette décision a servi de base à l'octroi de leurs visas long séjour et que la mention "autres motifs" en lien avec ceux-ci tend à démontrer que le SEM aurait procédé à une pesée des intérêts, autorisant leur entrée en Suisse en toute connaissance de cause.”
Asylentscheidungen für Kinder begründen nicht automatisch die Flüchtlingseigenschaft ihrer Eltern. Dass Kindern Asyl gewährt wurde, kann allenfalls bei der Prüfung von Wegweisungsvollzugshindernissen berücksichtigt werden.
“Betreffend das in der Triplik vom 29. März 2022 erstmals gestellte Gesuch um Einsicht in die Asylentscheide seiner Kinder ist festzuhalten, dass es ihm unbenommen bleibt, sich mit einem entsprechenden Gesuch ans SEM zu wenden. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Asylentscheide betreffend seine Kinder für das vorliegende Verfahren nicht entscheidrelevant sind. Art. 51 AsylG sieht insbesondere nicht vor, dass Eltern in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Kinder einbezogen werden, weshalb er aus der Tatsache, dass seinen Kindern Asyl gewährt wurde, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. Wie der Beschwerdeführer selbst darlegt, wäre die Asylgewährung der Kinder allenfalls bei der Prüfung von Wegweisungsvollzugshindernissen zu berücksichtigen. Da der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. April 2020 in der Schweiz vorläufig aufgenommen wurde, enthält sich das Gericht einer solchen Prüfung.”
Der Kreis der Begünstigten nach Art. 51 Abs. 1 ist vom Gesetzgeber als abschliessend verstanden worden: Anspruchsberechtigt sind nur der Ehegatte und die minderjährigen Kinder des Flüchtlings, sofern keine besonderen Umstände entgegenstehen. Die frühere Ausnahmeregelung für andere nahe Verwandte (vormals Art. 51 Abs. 2 LAsi) wurde aufgehoben; für sonstige Familienangehörige ist das Familiennachzugsrecht der LEI massgeblich. Eine ausdehnende Auslegung von Art. 51 ist mit dem klaren Willen des Gesetzgebers unvereinbar.
“_______, de bénéficier d'un statut identique au sien en Suisse, qu'à l'appui de son recours, elle a versé des copies de documents émanant de la Justice de paix du district de l'ouest lausannois, du Service de protection de la jeunesse, ainsi que de la Direction générale de l'enfance et de la jeunesse, que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant l'exception prévue à l'art. 51 al. 2 LAsi et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial, que pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit désormais être traité uniquement en vertu de la LEI (RS 142.20) et non selon le régime spécial de la LAsi, que l'art. 51 LAsi ne peut ainsi pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque, comme exposé, celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.4 et 3.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf. cit.), qu'en l'occurrence, A._______ est une réfugiée reconnue au bénéfice de l'asile, que B._______ n'est cependant pas sa fille, mais celle de son fils, lequel a d'ailleurs déjà transmis à sa descendance son propre statut, qu'elle se situe dès lors en dehors du cercle des ayants droit à l'asile familial par rapport à sa grand-mère, que par conséquent, les conditions cumulatives et restrictives de l'art.”
Im Dublin-Verfahren richten sich die Begriffsbestimmungen zu «Familienangehörigen» nach der Dublin-III-VO (insbesondere Art. 9) bzw. nach Art. 1a Bst. e AsylV I und nicht nach Art. 51 Abs. 1 AsylG oder Art. 8 EMRK. Für die Zuständigkeitsbestimmung nach Art. 9 Dublin-III-VO ist die Qualifikation als Familienangehöriger unabhängig vom Vorbestehen oder vom tatsächlich gelebten Familienleben.
“An dieser Einschätzung vermag - wie bereits in E. 6.1.2 dargetan - der Einwand des SEM, es bestehe keine schützenswerte Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK beziehungsweise Art. 51 Abs. 1 AsylG, nichts zu ändern, zumal sich die Begriffe im Dublin-Verfahren nach der Dublin-Verordnung richten (Art. 1a Bst. e AsylV 1), und nicht, wie fälschlicherweise von der Vorinstanz angenommen, nach Art. 51 Abs. 1 AsylG beziehungsweise nach Art. 8 EMRK. Für die Zuständigkeitsbestimmung nach Art. 9 Dublin-III-VO ist die Qualifikation als Familienangehöriger unabhängig vom Vorbestehen einer Familiengemeinschaft. Diese sich bereits aus dem Wortlaut der genannten Bestimmungen ergebenden Schlüsse haben indes auch explizit Einzug in die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gefunden (vgl. hierzu BVGE 2017 VI/1 E. 4.2; so bereits auch 2015/41 E. 8.1).”
Blosse, nicht durch konkrete und überprüfbare Tatsachen belegte Vorbringen genügen nach der Rechtsprechung nicht zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und damit auch nicht zur Begründung eines Anspruchs auf asylrechtliche Familienzusammenführung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG.
“Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Durchsicht der Akten in Übereinstimmung mit dem SEM zum Schluss, dass die geltend gemachten Vorbringen den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht genügen und auch die Voraussetzungen für eine asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind. Die vorinstanzlichen Erwägungen geben zu keinen Beanstandungen Anlass und es kann insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen auf den Inhalt der angefochtenen Verfügung (vgl. dort E. II und III) verwiesen werden. In der Beschwerdeschrift wird den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Stichhaltiges entgegengebracht.”
Stellt eine Botschaft wegen des Verdachts einer Scheinehe kein Visum aus, kann das SEM die bereits erteilte Einreisebewilligung erneut prüfen. Bei der Beurteilung von Widersprüchen (z. B. zu behaupteten Geldüberweisungen) darf das SEM fehlende Zahlungsbelege nicht ohne vorgängige Nachfrage als Beleg für Unglaubwürdigkeit entgegenhalten.
“A cet égard, il considère, sur la base d'un examen à titre préjudiciel, que ce mariage ne heurte pas, en soi, l'ordre public suisse, dès lors que la recourante avait plus de 16 ans à la date de sa conclusion, et qu'il doit donc être reconnu (cf. art. 45 al. 1 de la loi fédérale sur le droit international privé du 18 décembre 1987 [LDIP, RS 291] ; voir aussi Message du Conseil fédéral relatif à une loi fédérale concernant les mesures de lutte contre les mariages forcés du 23 février, in FF 2011 2045 2011 [ci-après : message du 23 février 2011], ch. 1.1.4.2 p. 2056). Puisque la recourante a la volonté de former une communauté conjugale avec l'intéressé et qu'elle est majeure, il n'y a pas d'indice d'une cause absolue d'annulation du mariage au sens de l'art. 105 ch. 5 ou 6 du code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC, RS 210) ni par conséquent lieu de suspendre la procédure en application de l'art. 51 al. 1bis LAsi (cf. message du 23 février 2011, p. 2075 in fine). 6. 6.1 Il reste à examiner si le SEM était fondé, suite à l'instruction subséquemment menée, à nier la vraisemblance d'une séparation par la fuite au sens de l'art. 51 al. 4 LAsi et, partant, a estimé que sa décision d'octroi d'une autorisation d'entrée était affectée d'une irrégularité initiale. 6.2 A cet égard, il convient d'emblée de constater que les allégations de l'intéressé et de la recourante convergent : sur leurs lieux de naissance respectifs, bien que celles de l'intéressé soient inconstantes quant au lieu de naissance de son épouse puisqu'il a indiqué d'abord D._______ (comme celle-ci) puis E._______ ; sur leur mariage, en (...), alors que l'intéressé était soldat ; sur l'emménagement de la recourante au domicile de ses beaux-parents après leur mariage ; sur leur vécu en ménage commun depuis leur mariage lorsqu'ils n'en étaient pas empêchés par des raisons impérieuses et indépendantes de leur volonté ; sur leur séparation définitive par la désertion et la fuite de l'intéressé d'Erythrée pour le Soudan (selon la version de l'intéressé le [...], selon celle de la recourante en 2014 avec une dernière rencontre en mai de la même année) ; sur l'entrée de la recourante au Soudan en 2018 ; sur le versement mensuel d'une somme d'argent par l'intéressé à celle-ci (selon la version de l'intéressé du 8 mars 2019 : virement de 200 francs ; selon la version de la recourante du 16 janvier 2020 : réception de 100 dollars), étant remarqué que le SEM ne pouvait pas valablement leur opposer une divergence à ce sujet, sans même avoir demandé à l'intéressé d'apporter la preuve des virements effectués ; sur la volonté de la recourante de rejoindre son époux en Suisse pour reconstituer une communauté conjugale.”
“La préexistence d'une communauté familiale est néanmoins également admise lorsque, pour des raisons impérieuses, il a été impossible au réfugié de mener une vie commune jusqu'à sa fuite de son pays d'origine (cf. ATAF 2018 VI/6 consid. 5.1-5.3). En revanche, si le conjoint d'un réfugié et ses enfants se trouvent déjà en Suisse, ils obtiennent également le statut de réfugié et l'asile sous réserve de circonstances particulières, même si la communauté familiale n'a été fondée qu'en Suisse (ATAF 2017 IV/4 consid. 4.4.1). 3. En l'espèce, à titre préliminaire, il convient de rejeter le grief tiré d'une violation du droit d'être entendu lié à l'audition de la recourante en anglais. Le fait qu'elle a dû s'exprimer dans une langue dont elle n'a pas admis avoir une connaissance suffisante pour être auditionnée dans celle-ci sera en revanche pris en considération dans l'appréciation de ses allégations. 4. Le Tribunal se penchera d'abord sur la validité du mariage (consid. 5), puis sur l'irrégularité initiale que constituerait l'admission à tort de la vraisemblance d'un vécu en ménage commun et, partant, d'une séparation par la fuite au sens de l'art. 51 al. 4 LAsi (consid. 6). 5. Après avoir admis le 28 décembre 2018 la demande d'autorisation d'entrée en Suisse de la recourante au titre de l'asile familial, le SEM a repris en novembre 2019 l'instruction de l'affaire parce que l'Ambassade, soupçonnant l'existence d'un mariage de complaisance (Scheinehe), avait refusé de délivrer un visa d'entrée à la recourante. Dans sa décision litigieuse, il a implicitement admis la validité du mariage. Le Tribunal estime également que la preuve, au moins par la vraisemblance, de l'existence d'un mariage valablement conclu le (...) en Erythrée est rapportée. A cet égard, il considère, sur la base d'un examen à titre préjudiciel, que ce mariage ne heurte pas, en soi, l'ordre public suisse, dès lors que la recourante avait plus de 16 ans à la date de sa conclusion, et qu'il doit donc être reconnu (cf. art. 45 al. 1 de la loi fédérale sur le droit international privé du 18 décembre 1987 [LDIP, RS 291] ; voir aussi Message du Conseil fédéral relatif à une loi fédérale concernant les mesures de lutte contre les mariages forcés du 23 février, in FF 2011 2045 2011 [ci-après : message du 23 février 2011], ch.”
Eine blosse Verlobung ohne entsprechende Belege sowie das sehr junge Alter der Partner können nach der zitierten Rechtsprechung das Vorliegen eines gefestigten Konkubinats im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG verneinen. Dass in einem Herkunftsstaat Zusammenleben vor der Ehe gesellschaftlich problematisch ist, ändert daran nichts. Nach Auffassung des Gerichts liefern auch nachträgliche Kontakte über soziale Medien oder eingereichte Screenshots keinen hinreichenden Beweis dafür, dass vor der Flucht eine seit längerer Zeit eheähnlich gelebte partnerschaftliche Gemeinschaft bestanden hat.
“Das Bundesgericht habe namentlich ein Zusammenleben von drei, respektive vier Jahren für sich allein noch nicht als ausreichend erachtet, einen entsprechenden Anspruch zu begründen. Vorliegend gehe aus den Akten zwar hervor, dass er im Zeitpunkt seiner Ausreise mit B._______ verlobt gewesen sei, wobei diesbezüglich keinerlei Belege vorlägen. Von einem gefestigten Konkubinat im vorgängig erwähnten Sinne könne aber keine Rede sein; den Akten sei zu entnehmen, dass vorliegend keine eheähnlich gelebte partnerschaftliche Beziehung bestanden habe. Daran vermöge auch der Umstand, dass in Afghanistan ein Zusammenleben vor der Ehe grundsätzlich nicht möglich sei beziehungsweise gegen die sozialen Normen verstosse, nichts zu ändern. Vorliegend könne ohnehin rein aufgrund des sehr jungen Alters von B._______, die gemäss ihrem Reisepass am (...) geboren und folglich im Zeitpunkt seiner Ausreise erst knapp (...) gewesen sei, nicht von einem gefestigten Konkubinat ausgegangen werden. Damit fehle es an dem für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingenden Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft, respektive einer seit längerer Zeit eheähnlich gelebten partnerschaftlichen Beziehung. Auch aus den Umständen, dass er und seine Verlobte sich zwischenzeitlich hätten trauen lassen und via soziale Medien im Kontakt stünden, vermöge er nichts im Hinblick auf die Zeit vor seiner Ausreise abzuleiten. In diesem Zusammenhang seien auch die eingereichten Screenshots nicht geeignet, den Beweis eines gefestigten Konkubinats respektive einer vorbestandenen Familiengemeinschaft zu erbringen. Die Voraussetzungen der asylrechtlichen Familienzusammenführung seien nicht erfüllt, weshalb das Gesuch abzuweisen sei.”
“Das Bundesgericht habe namentlich ein Zusammenleben von drei, respektive vier Jahren für sich allein noch nicht als ausreichend erachtet, einen entsprechenden Anspruch zu begründen. Vorliegend gehe aus den Akten zwar hervor, dass er im Zeitpunkt seiner Ausreise mit B._______ verlobt gewesen sei, wobei diesbezüglich keinerlei Belege vorlägen. Von einem gefestigten Konkubinat im vorgängig erwähnten Sinne könne aber keine Rede sein; den Akten sei zu entnehmen, dass vorliegend keine eheähnlich gelebte partnerschaftliche Beziehung bestanden habe. Daran vermöge auch der Umstand, dass in Afghanistan ein Zusammenleben vor der Ehe grundsätzlich nicht möglich sei beziehungsweise gegen die sozialen Normen verstosse, nichts zu ändern. Vorliegend könne ohnehin rein aufgrund des sehr jungen Alters von B._______, die gemäss ihrem Reisepass am (...) geboren und folglich im Zeitpunkt seiner Ausreise erst knapp (...) gewesen sei, nicht von einem gefestigten Konkubinat ausgegangen werden. Damit fehle es an dem für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingenden Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft, respektive einer seit längerer Zeit eheähnlich gelebten partnerschaftlichen Beziehung. Auch aus den Umständen, dass er und seine Verlobte sich zwischenzeitlich hätten trauen lassen und via soziale Medien im Kontakt stünden, vermöge er nichts im Hinblick auf die Zeit vor seiner Ausreise abzuleiten. In diesem Zusammenhang seien auch die eingereichten Screenshots nicht geeignet, den Beweis eines gefestigten Konkubinats respektive einer vorbestandenen Familiengemeinschaft zu erbringen. Die Voraussetzungen der asylrechtlichen Familienzusammenführung seien nicht erfüllt, weshalb das Gesuch abzuweisen sei.”
Ein in der Schweiz geborenes Kind eines anerkannten Flüchtlings kann nach Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtling anerkannt werden; das Bundesverwaltungsgericht hat in E‑3171/2022 die Anerkennung gestützt auf eine faktische, dauerhafte Familiengemeinschaft bestätigt.
“Sie und der Kindsvater seien sri-lankische Staatsangehörige; er sei anerkannter Flüchtling und sie verfüge ausserhalb der Schweiz über keinen gültigen Aufenthaltstitel. Das Familienleben könne folglich nur in der Schweiz gelebt werden. Demnach sei gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG der in der Schweiz geborene Beschwerdeführer als Sohn eines Flüchtlings und sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als dessen Lebenspartnerin als Flüchtlinge anzuerkennen. Es handle sich bei ihrer nunmehr fünfjährigen Beziehung um eine dauerhafte, eheähnliche Gemeinschaft, zumal sie trotz der erschwerenden Umstände faktisch zusammengelebt hätten. Die Vor-instanz habe ihren ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz seit dem 1. April 2022 und die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil D-3175/2016 vom 17. August 2017 [= BVGE 2017 VI/4; Anmerkung BVGer] zu Unrecht unberücksichtigt gelassen.”
Bei wiederholten Gesuchen können das SEM und die Rechtsprechung frühere Entscheide und deren Eintritt in Rechtskraft bei der Prüfung des Folgegesuchs berücksichtigen. Eine zuvor erfolgte, in Rechtskraft erwachsene Ablehnung kann die Glaubhaftmachung neuer Vorbringen erschweren, etwa wenn daraus Schlussfolgerungen zur tatsächlichen Beziehungswirklichkeit oder zu widersprüchlichen Angaben gezogen werden.
“a de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 [OA 1, RS 142.311]), ses liens de parenté avec le réfugié reconnu en Suisse à titre originaire, l'effectivité de leur relation, et s'agissant d'une demande déposée depuis l'étranger, de la condition tirée de leur séparation par la fuite (cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.1 et jurisp. cit.), qu'en l'espèce, lors de sa première demande de regroupement familial déposée, le 28 septembre 2016, le recourant n'avait pas recouru contre la décision du SEM du 17 novembre 2016 rejetant dite demande en faveur de B._______ et de leur fille commune C.______, au motif qu'il avait rencontré sa seconde épouse au Soudan, après sa fuite d'Erythrée (cf. également arrêt du Tribunal D-7728/2016 du 30 décembre 2016, spéc. let. D et consid. 3.2), que, dans son recours du 13 décembre 2016 en faveur exclusivement de ses deux filles issues d'une précédente union, il avait en effet admis que son épouse B._______ et C._______ ne remplissaient pas les conditions mises par l'art. 51 al. 4 LAsi, qu'à l'appui de sa seconde demande d'entrée en Suisse et de regroupement familial du 20 octobre 2020 en faveur de B._______ et de leur deux filles communes (leur deuxième fille, D._______, étant née entretemps ; leur troisième fille, E._______, étant née ultérieurement), il ne saurait valablement soutenir le contraire et avoir eu une relation avec elle, assimilable à une communauté familiale, depuis 2007 (cf. le recours du 5 février 2021, ch. 7, et le courrier du 3 mars 2021), soit avant son départ d'Erythrée et son divorce, en 201(...), avec sa première épouse, que les copies de billets d'avion remis à titre de moyens de preuve à l'appui du recours, attestant de voyages jusqu'au Soudan pour rendre visite à son épouse, ne sauraient modifier l'appréciation qui précède et rendre crédibles les allégations du recourant selon lesquelles il aurait formé une communauté familiale avec son épouse actuelle avant son départ d'Erythrée, qu'au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté, une des conditions d'application de l'art.”
“2024Publikationsdatum: 09.04.2024 Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Cour IV D-549/2021 Arrêt du 27 mars 2024 Composition Chrystel Tornare Villanueva, juge unique, avec l'approbation de Yanick Felley, juge ; Yves Beck, greffier. Parties A._______, né le (...), Erythrée, recourant, agissant en faveur de B._______, née le (...), C._______, née le (...), D._______, née le (...), E._______, née le (...), Erythrée, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Regroupement familial (asile) ; décision du SEM du 6 janvier 2021 / N (...). Vu la demande d'asile déposée en Suisse par A._______ en date du 8 octobre 2014, les procès-verbaux des auditions du 23 octobre 2014 et du 11 mars 2016, la décision du SEM du 16 mars 2016 reconnaissant au prénommé la qualité de réfugié et lui accordant l'asile, la demande de regroupement familial, au sens de l'art. 51 al. 4 LAsi (RS 142.31), déposée, le 28 septembre 2016, par A._______, en faveur, d'une part, de son épouse B._______ et de leur fille commune C._______, d'autre part, de ses deux filles (F._______ et G._______) nées d'une précédente union, la décision du SEM du 17 novembre 2016 refusant l'entrée en Suisse de l'épouse et des trois enfants de A._______ et rejetant la demande de regroupement familial, l'entrée en force de cette décision, en l'absence de recours, en tant qu'elle concernait son épouse B._______ et leur fille commune C._______, l'arrêt D-7728/2016 du 30 décembre 2016, par lequel le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal) a admis le recours, interjeté le 13 décembre 2016, en tant qu'il portait sur la demande d'autorisation d'entrée en Suisse et de regroupement familial des filles F._______ et G._______, la seconde demande de regroupement familial déposée, le 20 octobre 2020, par A._______, en faveur de son épouse B._______ et de leurs filles communes C._______ et D._______, la décision du SEM du 6 janvier 2021 refusant l'entrée en Suisse de B.”
Art. 51 Abs. 1 AsylG richtet sich auf die Anerkennung von Ehegatten und minderjährigen Kindern als Flüchtlinge nur im Rahmen vorbestandener, tatsächlich gelebter Familiengemeinschaften; nachträglich begründete oder nie gelebte Partnerschaften fallen nicht unter den Schutz von Art. 51 Abs. 1 AsylG.
“1 VwVG) und der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit, nachdem der Kostenvorschuss am 11. Dezember 2021 innert Frist geleistet wurde, auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, vorliegend um eine solche handelt, dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), dass gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass, sofern die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt wurden und sich im Ausland befinden, ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen ist (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften ist, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, dass das Familienasyl weder der Aufnahme von neuen respektive von zuvor noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen noch der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehungen dient (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.4.2 m.w.H.), dass die Kriterien von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG vorliegend offensichtlich nicht erfüllt sind, zumal der Beschwerdeführer zur Zeit seiner Flucht aus Eritrea mit seiner oben erwähnten damaligen Partnerin C._______ im Konkubinat zusammenlebte (vgl. SEM-act. A5/10 S. 2 und B1/4), dass er seine jetzige Ehefrau erst im Jahre 2021 in Äthiopien geheiratet hat und den Akten nicht zu entnehmen ist, er habe zur Zeit seiner Flucht aus Eritrea mit ihr in einer Familiengemeinschaft zusammengelebt, dass die Ausführungen in der Beschwerde, welche im Wesentlichen mit den Vorbringen im Familienzusammenführungsgesuch vom 3.”
Art. 51 Abs. 1 AsylG gewährt dem Ehegatten und den minderjährigen Kindern einer als Flüchtling anerkannten Person derivativ die Flüchtlingseigenschaft und Asyl, sofern keine besonderen Umstände entgegenstehen. Die Bestimmung richtet sich insbesondere auf Familienmitglieder, die sich in der Schweiz befinden.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat.”
“1 En l'espèce, le recourant allègue d'abord que l'application, dans le cas d'espèce, de l'art. 85 al. 7 LEI à la place de l'art. 51 LAsi était discriminatoire. 5.2 En vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). Ainsi, l'art. 51 al. 1 LAsi - qui a pour vocation de régler de manière uniforme le statut du noyau familial - s'applique aux membres de la famille, présents en Suisse, de réfugiés au bénéfice d'une admission provisoire (ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1 et réf. cit.). Cela dit, cette disposition vise avant tout à permettre aux membres de la famille d'un réfugié auquel l'asile a été accordé en Suisse d'obtenir le même statut que ce dernier, qu'ils soient déjà ou non en ce pays. 5.3 En formulant l'art. 51 al. 1 LAsi, le législateur a voulu reprendre, pour l'essentiel, dans une seule et même disposition, l'art. 3 al. 3 de la loi sur l'asile du 5 octobre 1979 (RO 1980 1718, ci-après : aLAsi) portant sur l'octroi de la qualité de réfugié à titre dérivé à des membres de la famille déjà en Suisse, et l'art. 7 aLAsi portant sur l'octroi de l'asile à titre dérivé à des membres de la famille encore à l'étranger (ATAF 2017 VI/4 consid. 4.3.2 ; arrêt du TAF E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.3.1). L'art. 51 LAsi concerne donc uniquement les membres de la famille de réfugiés en Suisse, à l'exclusion de toutes autres catégories d'étrangers, et n'est dès lors pas applicable aux membres de la famille d'une personne admise à titre provisoire en Suisse (ATAF 2017 VII/8 consid. 5.3 tel que précisé par ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1). Quant au réfugié admis à titre provisoire qui souhaite faire venir en Suisse des membres de sa famille se trouvant à l'étranger, il est soumis aux conditions de l'art. 85 al. 7 LEI.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Mit dem sogenannten "Familienasyl" erhalten die Angehörigen der Kernfamilie die gleiche Rechtsstellung und damit auch denselben flüchtlingsrechtlichen Schutz wie der nachziehende anerkannte Flüchtling (vgl. Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka, Migrationsrecht [Kommentar], 4. Aufl. 2015, Rz 1 zu Art. 51 AsylG). Der Prüfung des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft eines Familienangehörigen geht grundsätzlich eine Prüfung der originären Flüchtlingseigenschaft voraus (vgl. BVGE 2007/19 sowie Art. 37 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311).”
“Aus den angestellten Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG erfüllt. Gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG kommt somit ausserdem auch der Beschwerdeführerin und den drei Kindern ein Anspruch auf Anerkennung als Flüchtlinge zu. Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen, die Ziffern 1-3 der angefochtenen Verfügung sind aufzuheben, die Beschwerdeführenden sind als Flüchtlinge anzuerkennen, und das SEM ist anzuweisen, ihnen in der Schweiz Asyl zu gewähren.”
Befindet sich der nachzuziehende Angehörige im Ausland und sind die Voraussetzungen von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, besteht kein automatischer Anspruch auf Familienasyl. In solchen Fällen kann ein Nachzug allenfalls gestützt auf das Ausländerrecht geprüft werden (vgl. Art. 42 ff. AIG; Art. 85 Abs. 7 LEtr). Zuständig für die Behandlung dieser Gesuche sind die kantonalen Migrationsbehörden.
“Abschliessend bleibt anzumerken, dass im Verfahren vor den Asylbehörden weder Art. 8 EMRK noch andere Bestimmungen ergänzend angewendet werden, wenn die Voraussetzungen des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. etwa Urteile des BVGer D-6862/2023 vom 14. Februar 2024 E. 6.3 und D-2039/2020 vom 20. November 2020 E. 5.4). Entsprechend den Ausführungen des SEM in der Vernehmlassung bleibt es der Beschwerdeführerin unbenommen, gegebenenfalls bei den dafür zuständigen kantonalen Migrationsbehörden ein Gesuch um Familiennachzug gestützt auf die entsprechenden ausländerrechtlichen Bestimmungen (Art. 42 ff. AIG [SR 142.20]) einzureichen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.w.H.).”
“D'une part, les personnes ayant uniquement été admises à titre provisoire en Suisse sont différenciées des réfugiés, dont le statut de protection particulier constitue un motif de distinction objectif et raisonnable. D'autre part, les membres de la famille de réfugiés se trouvant en Suisse ne sont pas soumis aux mêmes dispositions que ceux qui se trouvent à l'étranger. En effet, depuis le 28 septembre 2012, l'ancien art. 20 al. 2 et 3 LAsi permettant de déposer une demande d'asile depuis l'étranger, auprès d'une ambassade suisse, a été abrogé. Dès lors, en excluant toute possibilité de déposer une demande d'asile à l'étranger, le législateur a implicitement également écarté la possibilité de déposer une demande qui ne porte que sur la qualité de réfugié formelle dérivée pour le membre de la famille se trouvant à l'étranger. Seule la possibilité de regroupement familial au sens de l'art. 85 al. 7 LEtr est donc ouverte aux membres de la famille se trouvant à l'étranger d'un réfugié admis à titre provisoire en Suisse (Minh S. Nguyen, Art. 51 LAsi, in : Code annoté de droit des migrations, vol. IV : Loi sur l'asile (LAsi), Amarelle/Nguyen [éd.], 2015, commentaire ad art. 51, no 35 s, p. 411). Au contraire, les membres de la famille d'un réfugié admis à titre provisoire qui se trouvent déjà en Suisse peuvent y déposer une demande d'asile (art. 19 LAsi). En ce qui concerne ces derniers, le SEM examine d'abord s'ils remplissent les conditions pour être reconnus, à titre personnel, comme réfugiés (art. 3 LAsi). Si tel n'est pas le cas, ils obtiennent le statut de réfugié à titre dérivé en application de l'art. 37 de l'ordonnance 1 sur l'asile (OA 1, RS 142.311) et de l'art. 51 al. 1 LAsi par analogie (cf. art. 74 al. 5 OASA) et sont mis au bénéfice d'une admission provisoire (Semsija Etemi, L'ascendant et ses relations familiales en droit des personnes étrangères, in : Actualité du droit des étrangers - Les relations familiales, 2016, pp. 134 à 136). Par conséquent, le grief de discrimination soulevé par le recourant ne saurait être retenu et la présente requête ne saurait être examinée autrement que sous l'angle d'une demande de regroupement familial au sens de l'art.”
“Nach Durchsicht der Akten schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht der Argumentation in der angefochtenen Verfügung an. Auf die ausführliche Begründung kann vorab verwiesen werden. Dieser vermag die Beschwerdeführerin nichts Entscheidendes entgegenzuhalten, auch nicht mit ihrer Rüge einer rechtsungleichen Behandlung: Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Befindet sich der nachzuziehende Ehegatte eines Flüchtlings mit Asyl im Ausland, setzt Art. 51 Abs. 4 AsylG eine vorbestandene, durch Flucht getrennte Gemeinschaft voraus (zum Ganzen: BVGE 2017 VI/4 E. 3.1). Bei einer Verneinung verbleibt allenfalls die Möglichkeit eines Nachzugs gestützt auf die Vorschriften des AIG. Die Zuständigkeit hierfür liegt bei den kantonalen Behörden. Daraus folgt, dass es der Beschwerdeführerin selbst bei Gewährung von Asyl nicht möglich wäre, ihren Ehemann gestützt auf Art. 51 AsylG nachzuziehen. Insbesondere auch nicht, weil nicht ersichtlich ist, inwiefern das Aufnehmen eines Familienlebens mit B._______ in der Türkei unzumutbar oder unmöglich wäre (vgl. Urteil des BVGer E-4404/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 6.4.1). Sodann steht es einzig der kantonalen Behörde zu, darüber zu befinden, ob der Beschwerdeführerin Ansprüche aus Art. 44 AIG zukommen. Bei der kantonalen Migrationsbehörde einzureichen sind ebenso Gesuche um Familiennachzug gestützt auf Art. 85 Abs. 7 AIG (Art. 74 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Diese Zuständigkeitsordnung gilt im Übrigen auch für alle sich darauf berufende Personen. Eine Lückenfüllung durch analoge Anwendung von Art. 44 AIG beziehungsweise Art. 85 Abs. 7 AIG hätte im Ergebnis zur Folge, die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen zu missachten, und fällt nicht in Betracht.”
Bei begründeten Zweifeln an familialen Verwandtschaftsverhältnissen kann das SEM eine DNA‑Analyse verlangen; es kann hierfür eine Kostenvorauszahlung verlangen und die Durchführung von der Zustimmung der Betroffenen abhängig machen. Lehnt eine betroffene Person die Untersuchung ab oder wird sie nicht vorgenommen, kann die Behörde das geltend gemachte Verwandtschaftsverhältnis als nicht glaubhaft erachten.
“]-9/20), ciò non può tuttavia escludere la sua relazione con l'interessato, che invero, l'omissione circa la relazione amorosa con l'interessato potrebbe essere giustificata dal fatto che ella non sia stata interrogata in modo specifico al riguardo e che l'audizione si sia concentrata sul rapporto con l'ex-marito, che l'autorità inferiore, ha interrogato C._______ circa le informazioni discordanti, alle quali ella ha risposto in modo poco comprensibile; che conseguentemente, la SEM avrebbe dovuto confrontare anche l'insorgente con le dichiarazioni contenute nel sopracitato verbale di "resettlement", che inoltre, nei casi in cui vi sono dubbi in merito al legame famigliare, la SEM può ordinare un'analisi del DNA, previo pagamento anticipato dei costi e farla eseguire, a condizione che le persone interessate siano d'accordo; in caso di rifiuto a sottoporsi al precitato esame, il legame famigliare è da considerarsi inverosimile (cfr. Constantin Hruschka, in: Kommentar Migrationsrecht, 4° edizione, n. 11 ad art. 51 LAsi), che nel caso in disamina, il richiedente ha già espressamente manifestato il suo consenso a sottoporsi al precitato esame per accertare la sua paternità con il primogenito (cfr. atto SEM 28/6 pag. 3; atto ricorsuale pag. 7); che tale disponibilità, senza motivo, è stata però ignorata dall'autorità inferiore, che per quanto concerne il secondogenito, il Tribunale osserva che il ricorrente, dopo il suo arrivo in Francia ad ottobre 2022, si è subito recato in Italia, dove vi è rimasto per tre mesi (cfr. atto SEM 15/4); che dall'incarto emerge che C._______ lo avrebbe incontrato durante questo periodo (cfr. atti SEM 15/4 e 28/6); che pertanto, risulta plausibile - in ragione del periodo di gestazione - che il bambino nato il (...) 2023 (cfr. atto SEM 43/1) possa essere il figlio dell'interessato, che oltretutto, la SEM essendo quest'ultimo nato prima del provvedimento sindacato - a differenza di quanto considerato erroneamente nella decisione impugnata - avrebbe potuto, in caso di dubbio, ordinare un'analisi del DNA per accertare il legame di paternità (cfr.”
“Januar 2020 teilte das SEM mit, es benötige innert Frist einen DNA-Test der Mutter, um über das vorliegende Gesuch entscheiden zu können. Bei erwiesener Mutterschaft sei ebenfalls innert Frist eine von der Wohnsitzgemeinde der geschiedenen Ehefrau beglaubigte und schriftliche Zustimmung zur Familienzusammenführung der Tochter B._______ und deren Wohnsitznahme beim Beschwerdeführer einzureichen. L. Am 16. April 2020 kam der gemeinsame Sohn des Beschwerdeführers und C._______, H._______, in der Schweiz zur Welt. Dieser wurde vom SEM mit Verfügung vom 20. Mai 2020 in die Flüchtlingseigenschaft seiner Mutter einbezogen und es wurde ihm Asyl gewährt. M. Am 22. April 2020 liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter ausrichten, seine von ihm getrennte beziehungsweise geschiedene Ehefrau lebe von der Sozialhilfe und könne die Kosten für den verlangten DNA-Test nicht aufbringen. Ausserdem habe sich die Gemeinde nicht bereit erklärt, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Indem das SEM die Familienzusammenführung mit der Bezahlung eines derart hohen Kostenvorschusses verbinde, verweigere es faktisch den Anspruch aus Art. 51 AsylG beziehungsweise Art. 8 EMRK. Die Tochter B._______ lebe ohne Familie in Äthiopien und befinde sich in einer schwierigen Lage. Im Sinne des Kindeswohls sei das Gesuch nach Art. 10 KRK beschleunigt zu behandeln. Auch vor diesem Hintergrund sei ausnahmsweise auf den DNA-Test als Voraussetzung für die Bewilligung der Einreise zu verzichten. Der Test könne dann - zu wesentlich tieferen Kosten - in der Schweiz durchgeführt werden. Beigelegt war die Zustimmung der getrennten beziehungsweise geschiedenen Ehefrau vom 7. Februar 2020 (beglaubigt von ihrer Wohnsitzgemeinde am 11. Februar 2020). N. Mit Schreiben vom 27. April 2020 stellte das SEM erneut fest, die Mutterschaft der getrennten beziehungsweise geschiedenen Ehefrau des Beschwerdeführers sei weiterhin als nicht festgestellt zu erachten. Die Abklärungen zu den geltend gemachten Abstammungsverhältnissen seien aus nachvollziehbaren Gründen jeweils vor der Erteilung der Einreisebewilligung vorzunehmen. Daran könne auch die eingereichte Einverständniserklärung nichts ändern.”
Eine unfreiwillige Trennung der Familiengemeinschaft kann auch in einem Transit‑ oder Drittstaat eintreten. Liegt der Verbleib dort unzumutbar und ist die Ausreise aus diesem Staat als asylrechtlich relevante Flucht zu qualifizieren, können die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG gegeben sein.
“4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(...) als Jugendlicher verlassen und anschliessend im Irak gelebt, wo er im Jahr 20(...) seine Ehefrau geheiratet und mit dieser fünf Kinder bekommen habe, dass daher davon auszugehen sei, die Familiengemeinschaft habe nicht bereits im Heimatstaat (Türkei) bestanden und sei daher auch nicht durch die Flucht aus der Türkei getrennt worden, weshalb die Bedingungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht erfüllt seien und der Ehefrau und den Kindern des Beschwerdeführers die Einreise folglich nicht zu bewilligen, mithin das Gesuch um Familienzusammenführung abzulehnen sei, dass der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelstufe vorbringt, er habe seine Ehefrau im Camp H._______ im Jahr 20(...) geheiratet, wo anschliessend auch die Kinder geboren seien, mithin habe die Familiengemeinschaft vor seiner Ausreise aus dem Irak bestanden, dass ihm selbst zwar wegen der Verfolgung in der Türkei Asyl gewährt worden, er im Irak aber ebenso flüchtlingsrelevanter Verfolgung ausgesetzt gewesen sei, da die türkischen Behörden auch dort Einfluss hätten und die Bewohner des Camps H._______ angreifen würden, diese von den irakischen Streitkräften indes keinen Schutz erhielten, dass der Verbleib im Irak vor diesem Hintergrund unzumutbar gewesen und die Ausreise aus jenem Staat als Flucht zu qualifizieren sei, welche die unfreiwillige Trennung der Familiengemeinschaft zur Folge gehabt habe, mithin die Voraussetzungen von Art.”
“Praxisgemäss gilt als «Zeitpunkt der Flucht» die asylrechtlich relevante Ausreise aus dem Heimatland (vgl. bspw. Urteil des BVGer D-1955/2023 vom 23. Juni 2023 E. 4.1). Im BVGE 2020 VI/1 kam das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das Erfordernis der «Trennung durch Flucht» voraussetze, dass zwischen der nachzugsberechtigten Person und dem anspruchsberechtigten Familienmitglied im Zeitpunkt der Flucht eine Familiengemeinschaft bestanden haben muss, welche im Heimat- oder Drittstaat getrennt wurde. Damit stellt die Trennung der Familie in einem Drittstaat eine mögliche Konstellation des Anwendungsbereichs von Art. 51 Abs. 4 AsylG dar (vgl. BVGE 2020 VI/1 E. 8.3.4). Die Ausreise des türkischen Beschwerdeführers aus der Türkei Ende 2013, zu einem Zeitpunkt als seitens des türkischen Staates noch keine Bedrohung vorlag, kann nicht als «asylrechtlich relevante Ausreise» und damit als «Flucht» aus dem Heimatland bezeichnet werden. Auch das Fernbleiben von der Türkei seit 2015 kann noch nicht als Flucht gewertet werden. Vielmehr spitzte sich die Lage für den Beschwerdeführer erst im Jahr 2022 flüchtlingsrechtlich relevant zu, nachdem er von dem gegen ihn in der Türkei eröffneten Verfahren erfahren hat. Erst mit der Ausreise aus der ARK im Juni 2022 versuchte er sich den türkischen Behörden, namentlich dem MIT, der auch in der ARK operiert, tatsächlich zu entziehen. Es ist davon auszugehen, dass diese Umstände in den Asylentscheid des SEM den Beschwerdeführer betreffend eingeflossen sind und die ARK nicht als valable Schutzalternative erachtet worden ist, die einer Asylgewährung entgegengestanden hätte (vgl. analog BVGE 2022 VI/1 E.”
Das SEM hat die Frage der Inklusion nach Art. 51 AsylG in der Beurteilung des Asylanspruchs ausdrücklich und nachvollziehbar zu prüfen und zu begründen. Die Behandlung der Inklusionsfrage hat gesondert von der Prüfung aufenthaltsrechtlicher Ansprüche zu erfolgen; das Vermischen beider Fragen ist zu vermeiden. Die Begründungspflicht nach Art. 35 PA ist zu beachten.
“_______ dans le délai qui avait été imparti par le SEM, ni n'a requis la prolongation de ce délai, que le SEM a dès lors statué sans pouvoir prendre en compte cette décision, produite tardivement, qu'il n'a pu se prononcer sur ce moyen que dans le cadre de sa réponse au recours du 21 novembre 2022, aucune violation des règles de procédure ne pouvant être retenue de sa part, que le grief du recourant doit donc être écarté, que, selon celui-ci, le SEM aurait par ailleurs violé son obligation de motiver sa décision en se dispensant d'examiner en toute connaissance de cause - il souligne là encore que l'autorité inférieure n'a pas pris en compte la décision de l'état civil de E._______ - sa demande d'inclusion dans le statut de sa compagne au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'à cet égard, le Tribunal rappelle que l'art. 35 PA impose à l'autorité de motiver sa décision afin que le destinataire puisse la comprendre et l'attaquer utilement et, s'il y a lieu, afin que l'autorité de recours puisse exercer son contrôle, que l'autorité doit ainsi mentionner, au moins brièvement, ses réflexions sur les éléments de fait et de droit essentiels, autrement dit les motifs qui l'ont guidée et sur lesquels elle a fondé sa décision, qu'intitulé « asile accordé aux familles », l'art. 51 LAsi prévoit à son al. 1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art.”
Die Rechtsprechung wertet Art. 51 Abs. 1 AsylG restriktiv: Begünstigte sind abschliessend der Ehegatte und die minderjährigen Kinder eines Flüchtlings; volljährige Kinder gelten demnach grundsätzlich nicht als anspruchsberechtigt. Nach konstanter Praxis ist für die Beurteilung der Minderjährigkeit auf das Alter zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung abzustellen.
“Aus der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 AsylG ergibt sich klar, dass die nachzuziehenden Kinder minderjährig sein müssen. Dies entspricht denn auch dem gesetzgeberischen Willen. Der Kreis der Begünstigten des Familienasyls wurde vom Gesetzgeber im Rahmen der am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. «Andere nahe Angehörige» (vgl. aArt. 51 Abs. 2 AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen - darunter auch volljährige Kinder - sind seither unbesehen allfälliger besonderer Gründe nicht mehr anspruchsberechtigt (vgl. AS 2013 4375, 5357 sowie BVGE 2015/29 E. 4.2.3). Der geltende Art. 51 Abs. 1 AsylG zählt abschliessend die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auf und BVGE 2020 VI/7 (vgl. E. 2.1-2.3) bestätigt diese mit dem Wortlaut übereinstimmende Gesetzesauslegung in aller Klarheit. Die schweizerische Rechtspraxis hat sich diesbezüglich seither und auch nach Ergehen der Urteile des EuGH C-273/20, C-355/20 und C-279/20 vom 1. August 2022 nicht geändert. Vielmehr bestätigen neuere Urteile des Bundesverwaltungsgerichts das Abstellen auf den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung und nicht auf den Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuchs der nachziehenden Person für die Beurteilung der Minderjährigkeit der nachzuziehenden Person (vgl. Urteile des BVGer E-3114/2023 vom 12. Juni 2023 E. 5; D-3899/2020 vom 22. Dezember 2022 E. 7.2; D-2937/2022 vom 14. Oktober 2022 E. 5.5; D-3352/2022 vom 15. September 2022 E. 7.2 sinngemäss). Die vom Beschwerdeführer anderslautende Auffassung wäre daher nur auf dem Gesetzgebungsweg umsetzbar, nicht aber mittels einer Praxisänderung.”
“), que cela étant, le recourant s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile en date du 24 août 2023, qu'il a déposé, le 11 octobre suivant, une demande de regroupement familial en faveur notamment de ses deux fils, B._______, alors âgé de 21 ans, et C._______, âgé de 19 ans, que le SEM a rejeté cette demande par décision du 14 novembre 2023, au motif que ceux-ci étaient majeurs au moment du dépôt de la demande de regroupement familial, que dans son recours, l'intéressé argue qu'il convient, dans le cas particulier, de faire une exception à la règle des ayants droit définis à l'art. 51 LAsi et d'accepter l'entrée en Suisse de ses deux fils, malgré leur majorité au moment du dépôt de la demande de regroupement familial du 11 octobre 2023, étant donné leur jeune âge ainsi que l'hospitalisation de l'un d'eux, qu'à l'appui de son recours, il a notamment produit, sous forme de copies, plusieurs documents médicaux concernant son fils cadet, C._______, rédigés en langue turque, que pour rappel, le Tribunal a examiné de manière approfondie la portée de l'art. 51 al. 1 LAsi dans son ATAF 2015/29 (confirmé dans l'ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3), qu'il y a retenu que cette disposition devait être interprétée de manière restrictive, que le cercle des personnes concernées y est clairement défini et n'englobe manifestement pas la possibilité pour un réfugié de solliciter l'asile familial en faveur d'enfants majeurs, que par ailleurs, selon la jurisprudence constante du Tribunal, la question de savoir si l'enfant est mineur se détermine en fonction de son âge au moment du dépôt de la demande d'asile familial, non pas à la date du dépôt de la demande d'asile en Suisse du parent concerné ou de la fuite de celui-ci (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.4), qu'au demeurant, il en va de même en droit des étrangers, l'âge de l'enfant lors du dépôt de la demande de regroupement familial étant déterminant pour statuer sur le droit (matériel) au regroupement et sur la recevabilité du recours en matière de droit public qui en dépend (cf. idem), qu'en l'occurrence, l'intéressé étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 24 août 2023, la première condition de l'art.”
“6 LAsi) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'aux termes de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que le cercle des bénéficiaires de l'asile familial au sens de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié ainsi qu'à ses enfants mineurs (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), qu'un réfugié n'a dès lors manifestement pas la possibilité de solliciter l'asile familial en faveur d'enfants majeurs, le moment déterminant du point de vue de l'âge de l'enfant étant celui du dépôt de la demande de regroupement familial (cf. ATAF 2020 VI/7 précité consid. 2.4 et réf. cit.), qu'en l'espèce, c'est donc à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial déposée en faveur de B._______, l'une des conditions cumulatives prévues par l'art. 51 al. 1 LAsi n'étant pas remplie, étant donné que la prénommée était majeure au moment du dépôt de la demande, ce qui n'est pas contesté, que dans son écrit du 8 mai 2024, qualifié à juste titre de recours par le SEM, l'intéressé a demandé qu'il soit fait exception à ce principe compte tenu du fait que lors de sa procédure d'asile, l'auditrice lui aurait assuré que, le cas échéant, la majorité de B._______ au moment où il déposerait une demande de regroupement familial ne ferait pas obstacle à celle-ci, qu'il a ajouté que la situation de B._______ en Turquie était extrêmement préoccupante, celle-ci ne pouvant poursuivre ses études ni vivre de manière autonome et sécurisée, compte tenu des risques auxquels sa famille aurait été exposée, que le recourant ne fait valoir aucun argument justifiant d'élargir le champ d'application de l'art. 51 LAsi, qu'il ne fournit au demeurant aucun élément concret au sujet des « assurances » qui lui auraient été données par le SEM, que les risques auxquels B._______ s'exposerait en Turquie ne sont pas pertinents pour la présente procédure et ne pourraient être examinés que dans le cadre d'une demande d'asile que la prénommée aurait elle-même déposée, que sur le vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art.”
“Die Beschwerdeführerin wurde gemäss ZEMIS-Eintrag am (...) volljährig. Sie reichte das Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters und um Familienasyl am 3. November 2020 beim SEM ein. Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung war sie demnach volljährig, (...) was von ihr auch nicht bestritten wird. Der Gesetzestext von Art. 51 Abs. 1 bezieht sich explizit auf minderjährige Kinder, wobei gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesveraltungsgerichts das Alter im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgeblich ist (vgl. Urteile des BVGer D-7400/2015 vom 28. Juni 2017 E. 3.1, E-21/2017 vom 30. März 2017 E. 1.3 und E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.2, je m.w.H.). Als «Gesuch» im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG gilt dabei das Gesuch um Einbezug und Familienasyl und nicht - wie in der Beschwerde behauptet - das erneute Asylgesuch des Vaters vom 15. November”
Kann die beantragte Person ihre Staatsangehörigkeit oder Herkunft nicht belegen oder glaubhaft machen, kann dies als «besonderer Umstand» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG gewertet werden und zum Ausschluss des Einbezugs führen. Fehlen etwa Identitäts- oder Herkunftsdokumente, ist dies prüfungsrelevant und kann die Ablehnung rechtfertigen.
“Die kantonale Migrationsbehörde erteilte der Beschwerdeführerin am 29. Januar 2020 eine Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 10. März 2025 ist sie im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. G. Mit Eingabe vom 16. November 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin beim SEM um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes. H. Vom SEM erneut zur Offenlegung ihrer Identität aufgefordert, erklärte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 14. Dezember 2020 unter anderem, in Tibet als Nomadin gelebt zu haben. Ausserhalb ihres Haushaltes habe sie nie gearbeitet und habe nie eine Schule besucht, weshalb sie keinerlei Dokumente bezüglich ihrer Identität ins Recht legen könne. I. Das SEM lehnte mit Verfügung vom 29. Dezember 2020 das Gesuch der Beschwerdeführerin um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes ab. J. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 29. Januar 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und sie sei gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes einzubeziehen. Eventualiter sei die Sache zur vollständigen Abklärung und Würdigung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin den Beizug des Asyldossiers sie und ihren Ehemann betreffend (N [...]), die Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie die Beiordnung einer amtlichen Rechtsbeiständin. K. Mit Zwischenverfügung vom 11. Februar 2021 trat die damals zuständige Instruktionsrichterin auf das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung nicht ein und forderte die Beschwerdeführerin auf, innert Frist einen Kostenvorschuss zu leisten. Dieser ging fristgerecht ein. L. Die Vorinstanz liess sich am 17. März 2021 vernehmen, woraufhin die Beschwerdeführerin am 7. April 2021 replizierte. M. Mit Eingabe vom 15. Mai 2023 reichte die Beschwerdeführerin einen Brief an das nepalesische Konsulat in Genf vom 27. April 2023 ein, womit sie um Auskunft darüber ersuchte, ob sie in Nepal eine Aufenthaltsbewilligung gehabt habe oder dort anderweitig registriert sei.”
“Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine Staatsangehörigkeit weder belegen noch glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht sein Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Lebenspartnerin nach Art. 51 Abs. 1 AsylG aufgrund des Vorliegens eines «besonderen Umstandes» abgelehnt.”
“Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine behauptete chinesische Staatsangehörigkeit weder belegen noch glaubhaft machen kann. Damit steht dem Einbezug in das Familienasyl ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegen. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht das Gesuch des Beschwerdeführers um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau abgelehnt. Da die angefochtene Verfügung mithin kein Bundesrecht verletzt, ist die Beschwerde abzuweisen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass er jederzeit die Möglichkeit hat, seine tatsächliche Herkunft offenzulegen und in der Folge ein neues Gesuch um Familienasyl zu stellen.”
Allein die Präsenz eines in der Schweiz anerkannten Flüchtlings begründet nicht automatisch Anspruch auf ein humanitäres Visum. Humanitäre Visa dürfen nicht als Mittel zur Umgehung des familienrechtlich geregelten Familienasyls nach Art. 51 AsylG verwendet werden.
“2 Par voie de conséquence, le Tribunal retient que les allégations des recourantes ainsi que les pièces produites ne suffisent pas à démontrer une menace directe, sérieuse et concrète contre elles, en cas de retour dans leur pays d'origine. On rappellera, dans ce contexte, le devoir de collaborer des intéressées à l'établissement des faits ainsi que le degré de preuve plus élevé s'agissant de l'octroi de visas humanitaires que celui applicable durant la procédure d'asile (cf. supra, consid. 4.1 et 4.3). 6.3 Enfin, quand bien même le désir des recourantes de rejoindre leur fille resp. soeur D._______ est compréhensible, la seule présence de cette dernière en Suisse ne saurait suffire à justifier l'octroi d'un visa humanitaire aux intéressées (cf. arrêt du TAF F-5298 du 8 janvier 2024 consid. 6.5). Par surabondance, sous peine de vider de son sens l'objectif humanitaire du visa du même nom, l'on ne saurait admettre que celui-ci vise à permettre le regroupement familial des ascendants de réfugiés reconnus en Suisse (au sujet de la restriction du champ des bénéficiaires de l'asile familial sous l'angle de l'art. 51 LAsi, cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.3). 7.Dès lors que les recourantes ne présentent pas un profil à risque vis-à-vis du régime des Talibans en Afghanistan, il n'y a pas lieu d'admettre qu'elles puissent faire l'objet de représailles de la part de ceux-ci au Pakistan - même si leur visa est échu - et qu'elles s'y trouveraient donc dans une situation de détresse particulière justifiant l'intervention des autorités suisses. Par ailleurs, étant donné qu'elles ne sont pas parvenues à établir qu'elles encourraient un danger imminent en cas de retour dans leur pays d'origine, le Tribunal peut se dispenser de se prononcer sur le risque d'expulsion du Pakistan vers l'Afghanistan. Au demeurant, il ne ressort pas du dossier de la cause que les autorités pakistanaises auraient pris des mesures concrètes en vue d'un potentiel renvoi des intéressées vers l'Afghanistan (cf., en ce sens, arrêts du TAF F-4133/2024 du 15 novembre 2024 consid. 5.1 et F-4006/2023 du 29 avril 2024 consid. 7). 8.Il s'ensuit que, par sa décision du 4 octobre 2023, l'autorité intimée n'a ni violé le droit fédéral, ni constaté les faits pertinents de manière inexacte ou incomplète.”
“Qui plus est, le représentant de la recourante n'a pas fait part au Tribunal d'une éventuelle dégradation de la situation de sa mandante depuis le dernier échange d'écritures au mois de décembre 2023. Dans ce contexte, il n'y a pas lieu de considérer que l'intéressée risque, en l'état, d'être renvoyée d'Iran. En définitive, quand bien même un renvoi d'Iran devait être prononcé à l'encontre de la recourante, cette dernière ne présente pas un profil à risque justifiant l'octroi d'un visa humanitaire (cf. consid. 5.1 à 5.3 ci-dessus). 7.7 Enfin, quand bien même le désir de la recourante de pouvoir se rendre auprès de sa fille est compréhensible, la seule présence de cette dernière en Suisse ne saurait suffire à justifier l'octroi d'un visa humanitaire à l'intéressée (cf. arrêt du TAF F-5298 du 8 janvier 2024 consid. 6.5). Par surabondance, sous peine de vider de son sens l'objectif humanitaire du visa du même nom, l'on ne saurait admettre que celui-ci vise à permettre le regroupement familial des ascendants de réfugiés reconnus en Suisse (au sujet de la restriction du champ des bénéficiaires de l'asile familial sous l'angle de l'art. 51 LAsi, cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.3). 8.Au vu de ce qui précède, force est de constater que la recourante ne serait pas exposée, en cas de retour en Afghanistan, à un danger immédiat, sérieux et concret pour sa vie ou son intégrité corporelle au sens de l'art. 4 al. 2 OEV. En outre, il ne s'agit pas d'une situation d'urgence particulière nécessitant impérativement l'intervention des autorités suisses et justifiant exceptionnellement l'octroi d'un visa d'entrée. Il s'ensuit que, par sa décision du 23 juin 2023, l'autorité intimée n'a ni violé le droit fédéral, ni constaté les faits pertinents de manière inexacte ou incomplète. En outre, cette décision n'est pas inopportune (art. 49 PA), étant rappelé qu'il convient de reconnaître un large pouvoir d'appréciation au SEM en matière de visas humanitaires (cf. ATAF 2018 VII/5 consid. 3.1). En conséquence, le recours est rejeté. 9.Vu l'issue de la cause, il y aurait lieu de mettre les frais de procédure à la charge de la recourante (art. 63 al.”
Regelungen des Aufenthalts in ausländerrechtlicher Hinsicht (insbesondere kantonale Aufenthaltsbewilligungen, Polizeientscheide und der ausländerrechtliche Familiennachzug) sind von den zuständigen kantonalen Migrations‑ bzw. Polizeibehörden zu beurteilen, wenn die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind. In diesem Fall kommt eine ergänzende Anwendung von Art. 8 EMRK nicht in Betracht. Wurde eine kantonale Aufenthaltsbewilligung erteilt, liegt die Regelung des Aufenthalts nicht mehr in der Zuständigkeit der Asylbehörden.
“Schliesslich können im vorliegenden Verfahren die Bestimmungen von Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewandt werden, wenn die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. EMARK 2002 Nr. 6 E. 5). Ein allfälliger Anspruch auf Regelung des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz als Lebenspartner und Vater von vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen und damit Personen mit einem faktischen Aufenthaltsrecht sind von der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde zu beurteilen, wobei die Interessenabwägung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Inkaufnahme der Trennung der Familie, allfällige Kontaktmöglichkeiten in einem Drittstaat sowie die Beurteilung des weiteren Verbleibs in der Schweiz angesichts der Situation im Heimatland miteinzubeziehen sind (vgl. Urteil des BVGer D-3915/2020, E.8; zum faktischen Aufenthaltsrecht vorläufig aufgenommener Flüchtlinge und einem potentiellen Bewilligungsanspruch BVGE 2017 VII/4, E.6). Durch die Erteilung einer kantonalen Aufenthaltsbewilligung wurde diesem Umstand bereits Genüge getan und die Regelung des Aufenthalts liegt damit nicht mehr in der Kompetenz der Asylbehörden (Art.”
“Wenn die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind, kann die Bestimmung von Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet werden, ebenso wenig vermögen die Bestimmungen der KRK oder humanitäre Überlegungen daran etwas zu ändern. Die Frage nach einem allfälligen Anspruch auf Regelung des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz als (Ehe-)Partner beziehungsweise Vater hier als Flüchtlinge anerkannter Personen ist von der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde im Rahmen des ausländerrechtlichen Familiennachzugs zu beurteilen (vgl. BVGE 2019 VI/3 E. 5.7); dazu ist auf die nachfolgenden Ausführungen zu verweisen.”
“Il l'a dès lors invité à tout mettre en oeuvre afin d'acquérir à nouveau l'indépendance financière de sa famille, et ce, de manière durable. A.e Par courrier du 8 août 2014, le SMIG a informé le requérant 1 de son intention de se prononcer sur une éventuelle révocation de son permis de séjour, dès lors qu'il était (toujours) au bénéfice de prestations des services sociaux, en complément de ses revenus. Il lui a toutefois donné la possibilité de s'exprimer à ce sujet, ce que l'intéressé a fait en date du 14 août 2014. Par courrier du 24 septembre 2014, le SMIG l'a informé de son intention de ne pas poursuivre la procédure de non prolongation de son permis de séjour. A.f Par courrier du 18 mai 2014, la requérante 2 a sollicité auprès du SMIG l'octroi d'une autorisation de séjour, en lieu et place de son livret N. Par décision du 11 août 2014, l'ODM a rejeté la demande d'asile que l'intéressée avait déposée en date du 25 janvier 2013. Il lui a toutefois reconnu la qualité de réfugiée en vertu du principe de l'unité de la famille sur la base de l'art. 51 al. 1 LAsi (RS 142.31). Il a, par contre, précisé que la décision concernant l'octroi d'une autorisation de séjour en sa faveur ou le prononcé de son renvoi relevaient de la compétence des autorités cantonales de police des étrangers. Par courrier du 21 août 2014, le SMIG s'est, dès lors, adressé aux requérants 1 et 2, leur soumettant deux options pour donner suite à leur demande d'octroi d'une autorisation de séjour en faveur de la requérante 2, c'est-à-dire le prononcé du renvoi de cette dernière avec dépôt d'une demande d'admission provisoire à l'ODM avant de poursuivre le traitement de la demande de regroupement familial ou le règlement des conditions de séjour de l'intéressée, sous l'angle des art. 44 LEtr et 8 CEDH. Dans un courrier du 25 août 2014, le couple a communiqué au SMIG qu'il privilégiait la seconde option. Au final, la requérante 2 s'est vue délivrer, apparemment en octobre 2014, une autorisation de séjour au titre du regroupement familial auprès du requérant 1. B. Le 7 novembre 2017, le requérant 1 a formé une première demande d'octroi anticipé d'une autorisation d'établissement.”
Nach gefestigter Rechtsprechung zu Art. 51 AsylG ist ein umgekehrter Einbezug nicht vorgesehen: Massgeblich für einen Anspruch sind die Staatsangehörigkeit der Eltern bzw. eines Elternteils. Aus der Staatsangehörigkeit der in der Ukraine bzw. in der Schweiz geborenen Kinder lässt sich daher kein Schutzanspruch der Eltern oder Grosseltern ableiten.
“Das SEM führte in der Vernehmlassung im Wesentlichen aus, der Bundesratsbeschluss stütze sich auf das Asylgesetz ab. Ein umgekehrter Einbezug (Einbezug der Eltern in den Status ihrer Kinder) sei gemäss Art. 51 AsylG nicht möglich. Dies treffe folglich auch auf Art. 71 AsylG zu. Es sei die Staatsangehörigkeit der Eltern respektive eines Elternteils massgebend. Bei den Beschwerdeführenden handle es sich um die Grosseltern ukrainischer Staatsangehöriger, weshalb ein Anspruch nicht in Betracht falle. Gründe, die gegen eine sichere und dauerhafte Rückkehr der Beschwerdeführenden in den Heimatstaat Aserbaidschan sprechen könnten, würden sich daher auch aus den Akten der beiden anderen erwachsenen Kinder der Beschwerdeführenden (N [...] und N [...]) nicht ergeben. Folglich könnten die Beschwerdeführenden aus den Akten ihrer Kinder, welche allesamt aserbaidschanische Staatsangehörige seien, nichts zu ihren Gunsten ableiten.”
“Sowohl der Beschwerdeführer als auch der Beschwerdeführerin seien während ihres Aufenthalts in der Ukraine jeweils für einige Zeit in ihren Heimatstaat zurückgekehrt. Konkrete Probleme mit den aserbaidschanischen Behörden oder Drittpersonen hätten sie nie gehabt. Zudem seien sie in Aserbaidschan sozialisiert worden und hätten dort einen Grossteil ihres Lebens verbracht, weshalb davon auszugehen sei, dass sie noch immer über ein soziales Netzwerk verfügten. Ferner lebten die Eltern der Beschwerdeführerin nach wie vor in Aserbaidschan. Der Beschwerdeführer verfüge über verschiedene berufliche Erfahrungen, was es ihm ermöglichen sollte, sich im Heimatstaat in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Auch wenn die Tochter nur die ukrainische Staatsangehörigkeit habe, sei anzunehmen, dass sie von ihren Eltern ein Aufenthaltsrecht in Aserbaidschan ableiten könne beziehungsweise ein Anrecht auf die aserbaidschanische Staatsangehörigkeit besitze. Weiter sei darauf hinzuweisen, dass analog zur gefestigten Rechtsprechung zu Art. 51 AsylG, wonach der sogenannte umgekehrte Einbezug nicht möglich sei, bei der Prüfung der Schutzbedürftigkeit einer Familie gemäss Art. 71 AsylG die Staatsangehörigkeit der Eltern massgebend sei. Aus der ukrainischen Staatsbürgerschaft der Tochter könnten die Beschwerdeführenden daher nichts zu ihren Gunsten ableiten. Schliesslich lägen auch keine Wegweisungsvollzugshindernisse vor. Angesichts des jungen Alters der Kinder und ihres kurzen Aufenthalts in der Schweiz sei ferner nicht davon auszugehen, dass das Kindeswohl bei einer Rückkehr nach Aserbaidschan gefährdet werden könnte.”
Die Erteilung der Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt voraus, dass eine Familiengemeinschaft bereits vor der Flucht bestanden und die Trennung infolge der Flucht erfolgt ist. Zweck der Norm ist die Wiederherstellung eines vorbestehenden Familienkerns; sie dient nicht der Schaffung neuer oder der Wiederaufnahme zuvor beendeter Beziehungen.
“Il a également indiqué la raison pour laquelle les actes officiels congolais n'étaient pas de nature à démontrer l'existence d'une vie commune avant le départ du pays du recourant. Pour sa part, celui-ci, assisté de son mandataire, a eu l'occasion d'expliquer pourquoi il estimait que sa compagne et ses enfants remplissaient les conditions d'entrée en Suisse en vue de l'octroi familial. Le SEM disposait manifestement d'informations suffisantes et n'avait pas à solliciter des renseignements supplémentaires auprès de la représentation suisse à Kinshasa. Au vu de ce qui précède, aucun élément du dossier ne permet d'admettre que le SEM aurait violé le droit d'être entendu du recourant. 2.4 S'avérant mal fondés, les griefs formels doivent ainsi être écartés. 3. 3.1 A teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). 3.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié ; il implique, en outre, l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite ; il faut que la séparation des aspirants au regroupement familial (conjoint et/ou enfants mineurs) ait eu lieu en raison de la fuite et que les intéressés aient la volonté de poursuivre leur vie familiale. Il faut, en sus, qu'il n'y ait pas de circonstances particulières s'opposant à l'octroi de l'asile ; ainsi, il importe, en particulier, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée peut raisonnablement être reconstituée (cf. en particulier ATAF 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris en matière de regroupement familial, peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi en dispose autrement (art. 6 LAsi), que le recourant, agissant en faveur de son épouse et de sa fille, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi), prescrits par la loi, son recours est recevable, que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (art. 51 al. 1 LAsi), que, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2018 VI/6 consid. 5.4-5.5 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; Minh Son Nguyen, in : Code annoté de droit des migrations, vol.”
“e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(...) als Jugendlicher verlassen und anschliessend im Irak gelebt, wo er im Jahr 20(...) seine Ehefrau geheiratet und mit dieser fünf Kinder bekommen habe, dass daher davon auszugehen sei, die Familiengemeinschaft habe nicht bereits im Heimatstaat (Türkei) bestanden und sei daher auch nicht durch die Flucht aus der Türkei getrennt worden, weshalb die Bedingungen von Art.”
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée dans le cas présent, que le Tribunal est ainsi compétent pour connaître du présent litige, qu'agissant pour le compte de ses deux fils, l'intéressé a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours du 23 novembre 2023 est recevable, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 ; 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.”
“b), le contrôle de l'opportunité étant, lui, exclu, en ce qui a trait à l'application de la loi sur l'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et consid. 5.4 ; 2014/26 consid. 5.6), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
“En particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris de regroupement familial, peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce. Le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours. 1.2 Le recourant, agissant pour le compte de B._______ et C._______, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (art. 52 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 1.3 Il est renoncé à un échange d'écritures (art. 111a al. 1 LAsi). 2. 2.1 L'art. 51 LAsi, intitulé « asile accordé aux familles », prévoit à son al. 1 que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Aux termes de l'art. 51 al. 4 LAsi, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande. 2.2 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3). 2.3 L'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi fédérale du 16 décembre 2005 sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.”
“d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce. 1.3 La recourante, agissant en faveur de son fils B._______ a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et dans le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 1.4 Se considérant comme suffisamment informé, le Tribunal renonce à un échange d'écritures (art. 111a al. 1 LAsi). 2. A teneur de l'art. 106 al. 1 LAsi, les motifs de recours qui peuvent être invoqués devant le Tribunal sont la violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation (let. a) et l'établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (let. b). 3. 3.1 L'art. 51 LAsi, intitulé « asile accordé aux familles », prévoit à son al. 1 que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Aux termes de l'art. 51 al. 4 LAsi, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande. 3.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié. Il suppose, en outre, l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite. Il faut encore que la séparation des aspirants au regroupement familial (conjoint et/ou enfants mineurs) ait eu lieu en raison de la fuite, que les intéressés aient la volonté de poursuivre leur vie familiale et qu'en particulier, la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale antérieure puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité mais par nécessité.”
“Anspruchsberechtigte Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG haben gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich noch im Heimatstaat oder im Ausland aufhalten und durch die Flucht des in der Schweiz asylberechtigten Flüchtlings getrennt wurden (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.1). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist demnach einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.1, 2017 VI/4 E. 3.1, m.w.H.). Als «Zeitpunkt der Flucht» gilt dabei die asylrechtlich relevante Ausreise aus dem Heimatland.”
Bei Verdacht auf falsche Identität oder unrichtige Angaben wurde der Einbezug überprüft; es wurden Strafanzeigen erstattet und Ermittlungen eingeleitet.
“Dezember 2009 ihre Wohnung aufgrund der politischen Aktivitäten ihres Ehemanns durchsucht worden sei und sie in der Folge mitgenommen, befragt und bedroht worden sei. Ein anlässlich einer weiteren Hausdurchsuchung anwesender Beamter habe ihr in der Folge nachgestellt, weil er sie habe heiraten wollen. Dieser habe sie bedrängt und psychisch belästigt. Er habe die Beschädigung ihres Autos veranlasst und ihr ein Drohschreiben zugestellt. Wegen seines Einflusses sei sie sodann mehrmals von der Sittenpolizei mitgenommen und einmal auch verprügelt sowie für einen Tag inhaftiert worden. Sie habe in ständiger Angst gelebt und keine Stelle mehr als (...) erhalten, weshalb sie in der Folge ausgereist und ihrem Ehemann in die Schweiz gefolgt sei. Mit Verfügung vom 23. Juli 2014 anerkannte das BFM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und gewährte ihm Asyl. Die Beschwerdeführerin wurde mangels Asylrelevanz ihrer Vorbringen nicht eigenständig als Flüchtling anerkannt. Stattdessen wurde sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl ihres Ehemanns einbezogen. B. Im April 2015 (Eingang des Schreibens: 27. April 2015) wandte sich eine Drittperson schriftlich an die AOZ Sozialberatung für Asylsuchende (nachfolgend: AOZ) und teilte mit, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz unter falschem Namen und falschen persönlichen Angaben zu seinem Familienstand aufgetreten sei. Die Vorbringen der Beschwerdeführenden seien ebenfalls nicht wahrheitsgemäss. C. Die AOZ reichte am 16. November 2016 bei der Stadtpolizei C._______ eine schriftliche Strafanzeige gegen die Beschwerdeführenden ein. D. Am 23. Dezember 2016 erliess die Stadtpolizei C._______ eine die Beschwerdeführenden betreffende Verfügung zu Handen der Staatsanwaltschaft D._______ wegen Verdachts auf Betrug (Verdacht von unrechtmässigem Bezug von Sozialhilfegeldern) und Urkundenfälschung (falsche Angaben zur Identität bei Asylantrag). Das E._______ habe mit Unterstützung der Schweizer Vertretung in Teheran und qualifizierten Vertrauenspersonen in Iran aufgedeckt, dass die Beschwerdeführenden sich im Kontakt mit den Schweizer Behörden mit einer vollständig gefälschten Identität ausgewiesen hätten und dass die Beschwerdeführerin bei den persönlichen Daten, welche sie im Kontakt mit den Schweizer Behörden verwendete, Änderungen vorgenommen habe oder habe vornehmen lassen.”
Ein Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung besteht, wenn die anspruchsberechtigten Ehegatten oder minderjährigen Kinder aufgrund der Flucht vom anerkannten Flüchtling getrennt wurden und eine vor der Flucht bestehende Familiengemeinschaft nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird. Zweck der Regelung ist die Wiederherstellung oder Bewahrung solcher vorbestehender (Kern‑)Familiengemeinschaften; sie dient nicht der Aufnahme neuer oder vor der Flucht nicht gelebter familiärer Beziehungen.
“6 AsylG), dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist, der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat; daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 und Art. 108 Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
Die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG steht in direktem, akzessorischem Zusammenhang mit dem Familienasyl nach Abs. 1 und kann danach nur im Hinblick auf eine (allfällige) Gewährung des Familienasyls erteilt werden. Entsprechend kann die Verweigerung oder der Widerruf der Einreisebewilligung zur Ablehnung des Familienasyls bzw. der Familienvereinigung führen.
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» und im Urteil BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 wird dieser Zusammenhang durch die systematische Auslegung bestätigt (vgl. dort E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine allfällige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Mit der Feststellung, dass die Einreise zurecht verweigert wurde beziehungsweise - wie vorliegend - der Widerruf der Einreisebewilligung zurecht erfolgt ist, geht die vom SEM zutreffend erkannte logische Rechtsfolge einher, dass das Familienasyl beziehungsweise die Familienvereinigung beziehungsweise -zusammenführung abzulehnen ist. Die Ziffer 3 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung ist daher nicht zu beanstanden.”
Ist die Vorinstanz nicht in die materielle Beurteilung eingetreten, liegt kein materieller Entscheid über die Gewährung von Asyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG vor. Wurde die vorausgehende Asylentscheidung bereits definitiv, ist bei einem Inklusionsgesuch für minderjährige Angehörige ausschliesslich das Datum der Einreichung des Inklusionsgesuchs massgeblich (nicht das Einreisedatum).
“Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde die Gewährung von Asyl gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG beantragte, ist Folgendes festzustellen: Anfechtungsobjekt in einem Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bildet der angefochtene vorinstanzliche Entscheid. Das zentrale Element einer Verfügung ist das Dispositiv; grundsätzlich erwächst nur dieses in Rechtskraft und begrenzt den Umfang des Streitgegenstands entsprechend (BGE 113 V 159 E. 1c; BVGE 2009/54 E. 1.3.3). Vorliegend verfügte die Vorinstanz das Nichteintreten gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG; einen materiellen Entscheid betreffend die Gewährung von Asyl gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG fällte sie hingegen nicht.”
“3 Lors de l'échange d'écritures devant l'autorité de première instance, celle-ci précise qu'un enfant encore mineur au moment de son entrée en Suisse devra être inclus dans l'asile familial du parent reconnu comme réfugié, pour autant que la majorité intervienne en cours de procédure. Dans les situations où une décision est devenue définitive, comme en l'espèce, seule la date du dépôt de la demande d'inclusion dans la qualité de réfugié du parent regroupant est prise en considération. 3.2.4 Le recourant s'oppose à cette appréciation dans sa réplique. Il soutient à cet égard qu'un enfant mineur arrivé en même temps que ses parents doit être inclus dans l'asile familial, quand bien même il devient majeur entre temps ; aucune limite temporelle ou procédurale n'est à cet égard mentionnée. Selon lui, les arrêts cités par le SEM ne correspondent pas à sa situation personnelle. Le fait que la décision du 23 avril 2021 soit entrée en force n'implique nullement que la date d'entrée en Suisse et la demande d'asile ne soient plus déterminante pour l'établissement de la minorité du recourant. 3.3 3.3.1 En l'espèce, la première condition de l'art. 51 al. 1 LAsi est donnée B._______ ayant été reconnu comme réfugié par décision du SEM, le 8 juin 2023. La question litigieuse demeure toutefois de savoir quel est le moment déterminant pour statuer sur l'âge de la personne demandant l'inclusion dans la qualité de réfugié du parent regroupant. 3.3.2 Le recourant soulève à juste titre que la jurisprudence citée dans la détermination du SEM ne correspond pas exactement au cas présent, étant donné que les constellations jugées concernaient toutes des demandes d'inclusion pour des membres de la famille se trouvant encore à l'étranger. En outre, lorsqu'une procédure d'asile est pendante, il est en effet correct d'affirmer que l'enfant doit être inclus dans l'asile familial du parent reconnu comme réfugié, ce même si cet enfant est entre temps devenu majeur, conformément à la jurisprudence du Tribunal. Cela dit, en l'espèce, la procédure d'asile de A._______ s'est close par l'entrée en force de sa décision du 23 avril 2021. Elle n'était ainsi plus pendante le 8 juin 2023, lorsque le SEM a reconnu la qualité de réfugié à son père et lui a octroyé l'asile, de telle sorte que cette particularité ne s'applique pas dans son cas.”
Minderjährige Angehörige sind in der Praxis regelmässig in das Verfahren der Hauptperson einzubeziehen. Die Einbeziehung kann erfolgen, ohne dass das eigene Asylgesuch der Minderjährigen zu einem eigenständigen positiven Entscheid führen muss (vgl. Art. 51 Abs. 1 AsylG).
“Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Die minderjährige Beschwerdeführerin 2 ist praxisgemäss in das Verfahren der Beschwerdeführerin 1 einzubeziehen (vgl. auch Art. 51 Abs. 1 AsylG und Urteil des BVGer D-3188/2017 vom 12. Oktober 2018 E. 1.2). Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ergeht in deutscher Sprache (Art. 33a Abs. 2 VwVG).”
“Mit Verfügung vom 30. Juni 2023 wurde die Beschwerdeführerin wegen Unzulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung vorläufig aufgenommen. Ihre beiden Kinder - B._______ und C._______ - wurden mit Verfügung vom selben Tag in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG einbezogen und ihnen wurde Asyl in der Schweiz gewährt. Demzufolge ist die Frage des Vollzugs der Wegweisung gegenstandslos geworden. Der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit einzig die Fragen, ob die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneint und ihr Asylgesuch abgelehnt hat sowie, ob die beiden Kinder aufgrund von eigenen Fluchtgründen originär die Flüchtlingseigenschaft erfüllen.”
Volljährige Kinder sind nach Art. 51 AsylG nicht in den Kreis der Anspruchsberechtigten für das Familienasyl einbezogen. Massgeblich für die Beurteilung der Minderjährigkeit ist das Alter zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung.
“Festzuhalten ist zunächst, dass B._______ am (...) volljährig geworden ist. Für die Beurteilung der Minderjährigkeit der Kinder im Sinne der Gesetzesbestimmungen von Art. 51 AsylG ist jedoch das Alter im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienasyl beziehungsweise -nachzug massgeblich (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 2.4 und E. 3.3). Das entsprechende Gesuch datiert vom 29. September”
“), qu'en l'espèce, c'est donc à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial déposée en faveur de B._______, l'une des conditions cumulatives prévues par l'art. 51 al. 1 LAsi n'étant pas remplie, étant donné que la prénommée était majeure au moment du dépôt de la demande, ce qui n'est pas contesté, que dans son écrit du 8 mai 2024, qualifié à juste titre de recours par le SEM, l'intéressé a demandé qu'il soit fait exception à ce principe compte tenu du fait que lors de sa procédure d'asile, l'auditrice lui aurait assuré que, le cas échéant, la majorité de B._______ au moment où il déposerait une demande de regroupement familial ne ferait pas obstacle à celle-ci, qu'il a ajouté que la situation de B._______ en Turquie était extrêmement préoccupante, celle-ci ne pouvant poursuivre ses études ni vivre de manière autonome et sécurisée, compte tenu des risques auxquels sa famille aurait été exposée, que le recourant ne fait valoir aucun argument justifiant d'élargir le champ d'application de l'art. 51 LAsi, qu'il ne fournit au demeurant aucun élément concret au sujet des « assurances » qui lui auraient été données par le SEM, que les risques auxquels B._______ s'exposerait en Turquie ne sont pas pertinents pour la présente procédure et ne pourraient être examinés que dans le cadre d'une demande d'asile que la prénommée aurait elle-même déposée, que sur le vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111 let. e LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), que, vu l'issue de la cause, il y a lieu de mettre les frais de procédure à la charge du recourant, conformément aux art. 63 al. 1 PA et art. 2 et 3 let. a du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF, RS 173.320.2), que le montant des frais de procédure mis à la charge de l'intéressé est intégralement couvert par l'avance de frais versée le 31 mai 2024, (dispositif page suivante) le Tribunal administratif fédéral prononce : 1.”
“Das SEM kam in der angefochtenen Verfügung unter Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Schluss, volljährige Kinder seien in Art. 51 AsylG nicht als Anspruchsberechtigte des Familienasyls erfasst. B._______, welche zum Zeitpunkt der Einreichung das Gesuchs um Familienzusammenführung volljährig gewesen sei, sei die Einreise daher nicht zu bewilligen und das Gesuch abzuweisen.”
Bei besonderen Aufnahme- oder Schutzregelungen (z. B. für Schutzsuchende aus der Ukraine) kann der einbezogene Familienkreis weiter gefasst sein als der enge Kreis nach Art. 51 AsylG. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dadurch die materielle Auslegung von Art. 51 AsylG selbst erweitert wird.
“In der Replik wird geltend gemacht, es könne der Einschätzung, dass die restriktive Rechtsprechung zu Art. 51 AsylG analog auf Schutzsuchende aus der Ukraine anzuwenden sei, nicht beigepflichtet werden. In der Allgemeinverfügung des Bundesrats werde von «Familienangehörigen» und «anderen engen Verwandten» gesprochen. Somit sei der einzubeziehende Personenkreis bei Schutzsuchenden aus der Ukraine viel umfassender als beim Familienasyl nach Art. 51 AsylG. Die in Ziff. 1 Abs. a der Allgemeinverfügung aufgeführten Familienangehörigen müssten nicht über die ukrainische Staatsbürgerschaft verfügen. Es befänden sich hier in der Schweiz die beiden älteren Kinder des Beschwerdeführers aus erster Ehe, G._______ (N [...]) und H._______ (N [...]) mit ihren jeweiligen Partnern und Kindern. Schon in der Ukraine hätten die Beschwerdeführenden mit der Familie von G._______ zusammengewohnt. H._______ habe in der Nähe gewohnt. Sowohl G._______ mit seiner Familie wie auch H._______ mit ihrer Familie hätten hier in der Schweiz den S-Status erhalten. Die Familie der Beschwerdeführenden funktioniere schon immer als Grossfamilie, innerhalb welcher man sich gegenseitig unterstütze (siehe dazu auch Kurzbefragung des Beschwerdeführers). So habe der Beschwerdeführer bis zum Jahr 2014 für das Einkommen der Familie gesorgt, während die Beschwerdeführerin sich um alle Kinder gekümmert habe. Mit der Besetzung der Krim sei das Geschäft des Beschwerdeführers Konkurs gegangen.”
Bei Gesuchen um Einbezug müssen die Anspruchsberechtigten die familiären Voraussetzungen konkret nachweisen; blossen Behauptungen ist kein Beweiswert beizumessen. Insbesondere ist zu prüfen, ob eine dauerhafte, eheähnliche Beziehung mit einer geistig‑seelischen Komponente vorliegt; fehlt es hierfür an Festigkeit oder Nachweisbarkeit, kann ein Einbezug gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG verneint werden.
“Schliesslich erwecke auch die Aussage der Beschwerdeführerin, sie sei in die Schweiz gekommen, um zu heiraten (A19, F61), den Eindruck, dass sie sich selbst nicht als verheiratet erachte. Es könne demnach nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass eine religiöse Trauung überhaupt stattgefunden habe. Zur Beziehung mit ihrem Partner seit der Einreise in die Schweiz befragt, habe die Beschwerdeführerin erklärt, diese sei besser geworden und sie würden viel Zeit zusammen verbringen (A19, F96 ff.). Gleichzeitig falle aber auf, dass sie weder den Namen der Firma, bei welcher der Partner aktuell arbeite, gekannt noch gewusst habe, wie sein Arbeitspensum aussehe (A19, F102 ff.). Auch an den Namen des Vereins, wofür sich der Partner in seiner Freizeit engagiere, habe sie sich nicht erinnern können (A19, F108 f.). Daraus sei zu schliessen, dass nicht von einer dauerhaften, eheähnlichen Beziehung mit geistig-seelischer Komponente auszugehen sei. Die Beziehung sei als zu kurz und zu wenig gefestigt anzusehen, um ein Konkubinat darzustellen, welches im Rahmen der Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG einer Ehe gleichgestellt werden könnte. Die Voraussetzungen für einen Einbezug gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG seien daher nicht erfüllt.”
Eine weiterhin gültige Einreisebewilligung kann die schweizerische Vertretung an einem anderen Ort zur Visaerteilung auf dieser Grundlage ermächtigen. Unabhängig davon ist in Widerrufsfällen gesondert zu prüfen, ob der Widerruf der Einreisebewilligung und die darauf gestützte Ablehnung des Familienasyls nach Art. 51 Abs. 1 AsylG zu Recht erfolgt sind.
“Mai 2019 gestellte Gesuch um «Wiederherstellung der Einreisebewilligung» für B._______ und C._______ aufgrund der zwischenzeitlichen Rückkehr der beiden Kinder vom Sudan nach Eritrea und deren erneuten Ausreise in Richtung Äthiopien ist hinsichtlich ihrer Rechtsnatur daher nicht als neues Gesuch um Erteilung der Einreisebewilligung zu qualifizieren - die am 16. November 2010 erteilte und weiterhin gültig gewesene Einreisebewilligung wurde denn auch an keine Befristung gebunden -, sondern als Gesuch um Ermächtigung der schweizerischen Vertretung nunmehr in Äthiopien (statt vormals jener im Sudan) zur Erteilung von Visa für die Schweiz auf Basis der bestehenden Einreisebewilligung. Eine solche Visaerteilung stellt einen Verwaltungsakt im Sinne einer reinen Vollzugsmodalität betreffend die erteilte Einreisebewilligung dar (vgl. wiederum das Urteil des BVGer E-2831/2018 E. 6.5). Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Widerruf der Einreisebewilligung und darauf basierend die Ablehnung der Familienvereinigung (Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG) vom SEM zu Recht verfügt wurde. Die «res iudicata» der Einreisebewilligung vom 16. November 2010 steht diesen beiden Anordnungen (vorliegend Dispositiv Ziffern 1 und 3 der angefochtenen Verfügung) selbstredend nicht entgegen. Über das Familienasyl wurde in der Verfügung vom 16. November 2010 denn auch noch gar nicht befunden.”
Verfahren von Ehegatten sind im Sinn von Art. 51 Abs. 1 AsylG koordiniert zu behandeln; Erkenntnisse aus dem einen Verfahren sind im anderen zu berücksichtigen. Bei enger familiärer und sachlicher Verflechtung kann eine solche koordinierte Behandlung auch Volljährige betreffen und gegebenenfalls zu einer gemeinsamen Neubeurteilung führen.
“Die familiäre Situation des Beschwerdeführers hat sich seit Erlass der angefochtenen Verfügung vom 31. Januar 2024 insofern verändert, als seine Mutter und seine weiteren Geschwister am 19. Februar 2024 ebenfalls in der Schweiz Asylgesuche gestellt haben. Diese Gesuche sind noch erstinstanzlich hängig. Die besagten Familienangehörigen wurden noch nicht zu ihren Asylgründen angehört. Nachdem die Frage der Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten beurteilt werden kann (Art. 51 Abs. 1 AsylG) und entsprechende Verfahren daher koordiniert zu behandeln sind, hebt das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom heutigen Tag den ablehnenden Asylentscheid des SEM betreffend den Vater des Beschwerdeführers (und B._______) vom 31. Januar 2024 auf und weist die betreffende Sache zur entsprechenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Auch wenn der volljährige Beschwerdeführer - anders als minderjährige Kinder wie B._______ - nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 51 Abs. 1 AsylG fällt, erweist sich vorliegend aufgrund der familiären Verflechtung und des engen sachlichen Zusammenhangs der vorgetragenen Fluchtgründe eine koordinierte Behandlung seines Verfahrens mit denjenigen seiner Familienangehörigen - insbesondere des Vaters und der Mutter - für die abschliessende Beurteilung, ob dem Beschwerdeführer asylrechtlich relevante (Reflex-)Verfolgung droht und er die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ihm Asyl zu gewähren ist, als notwendig.”
“1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auch als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Die Frage der Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten kann folglich nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten beurteilt werden. Entsprechende Verfahren sind daher koordiniert zu behandeln. Vorliegend hat das SEM über das Asylgesuch der Ehefrau des Beschwerdeführers noch nicht entschieden. Für eine abschliessende Prüfung der Frage, ob die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft erfüllen und ihnen Asyl zu gewähren ist, erweist sich aufgrund der bestehenden Familieneinheit und mit Blick auf Art. 51 Abs. 1 AsylG eine koordinierte Behandlung ihres Verfahrens mit demjenigen der Ehefrau beziehungsweise Mutter als notwendig. Erkenntnisse aus dem einen Verfahren sind im anderen zu berücksichtigen. Sollte sich herausstellen, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt, sind die Beschwerdeführenden (bei Verneinung der originären Flüchtlingseigenschaft) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ebenfalls als Flüchtlinge anzuerkennen. Sollten beide Ehegatten die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, aber ist einem die vorläufige Aufnahme zu gewähren, sind der andere Ehegatte und die minderjährigen Kinder in die vorläufige Aufnahme einzubeziehen (Art. 44 AsylG).”
“Die familiäre Situation der Beschwerdeführerin hat sich seit Erlass der angefochtenen Verfügung vom 31. Januar 2024 insofern verändert, als ihre Mutter und ihre weiteren Geschwister am 19. Februar 2024 ebenfalls in der Schweiz Asylgesuche gestellt haben. Diese Gesuche sind noch erstinstanzlich hängig. Die besagten Familienangehörigen wurden noch nicht zu ihren Asylgründen angehört. Nachdem die Frage der Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten beurteilt werden kann (Art. 51 Abs. 1 AsylG) und entsprechende Verfahren daher koordiniert zu behandeln sind, hebt das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom heutigen Tag den ablehnenden Asylentscheid des SEM betreffend den Vater der Beschwerdeführerin (und B._______) vom 31. Januar 2024 auf und weist die betreffende Sache zur entsprechenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Auch wenn die volljährige Beschwerdeführerin - anders als minderjährige Kinder wie B._______ - nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 51 Abs. 1 AsylG fällt, erweist sich vorliegend aufgrund der familiären Verflechtung und des engen sachlichen Zusammenhangs der vorgetragenen Fluchtgründe eine koordinierte Behandlung ihres Verfahrens mit denjenigen ihrer Familienangehörigen - insbesondere des Vaters und der Mutter - für die abschliessende Beurteilung, ob der Beschwerdeführerin asylrechtlich relevante (Reflex-)Verfolgung droht und sie die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ihr Asyl zu gewähren ist, als notwendig.”
Fehlender oder abgebrochener Kontakt zu einem Kind aus einer früheren Beziehung kann die Zuerkennung von Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erschweren. Die Praxis gewichtet insbesondere, ob das Familienasyl zur Wiederaufnahme zuvor beendeter Beziehungen dienen würde; dauerhaft unterbrochener Kontakt und erhebliche zeitliche Verzögerungen bei der Gesuchseinreichung können demnach gegen ein Familienasyl sprechen.
“] vorläufig aufgenommen). Mit Verfügung vom 11. September 2017 lehnte die Vorinstanz die Asylgesuche der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter 1 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) abgewiesen. A.b Am 9. Februar 2018 stellten die Beschwerdeführerin und ihre Tochter 1 ein zweites Asylgesuch, welches von der Vorinstanz am 8. Juli 2019, unter Einbezug der zwischenzeitlich aus der Beziehung zu C._______ am (...) 2018 in der Schweiz geborenen zweiten Tochter (nachfolgend: Tochter 2), abgewiesen wurde. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) gutgeheissen und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Am (...) 2020 gebar die Beschwerdeführerin aus derselben Beziehung einen Sohn (nachfolgend: Sohn 2). Mit Verfügung vom 14. Juli 2020 anerkannte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin und ihre beiden Töchter als Flüchtlinge und bezog den Sohn 2 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin mit ein. Der Beschwerdeführerin und ihren drei in der Schweiz geborenen Kindern wurde in der Schweiz Asyl gewährt. B. B.a Am 11. Juni 2021 ersuchte die Beschwerdeführerin die Vorinstanz um Familienzusammenführung zugunsten ihres Sohnes 1, B._______, wohnhaft in Somalia gemäss Art. 51 Abs. 1 und 2 AsylG. Das Gesuch wurde mit Verfügung der Vorinstanz vom 7. Oktober 2021 und der Begründung, das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG diene nicht der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen, abgewiesen. Die Beschwerdeführerin habe durch die neue Partnerschaft in der Schweiz und Gründung einer neuen Familie den Kontakt zu ihrem aus einer früheren Beziehung stammenden Sohn 1 in Somalia abgebrochen. Zudem sei ihr am 14. Juli 2020 Asyl gewährt worden, sie habe aber erst am 11. Juni 2021 um Familienasyl für ihren Sohn 1 ersucht. Für den Zeitraum zwischen ihrer Ausreise aus Somalia im Januar 2015 bis im Juni 2021 gebe es keine aktenkundigen Hinweise, wonach sie mit ihrem Sohn 1 in regelmässigem Kontakt gewesen sei oder versucht habe, ihn in die Schweiz zu holen.”
Unterschiedliche Staatsangehörigkeiten des einzubeziehenden Familienmitglieds können einen «besonderen Umstand» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG bilden. Das SEM kann den Einbezug verweigern, wenn eine hypothetische Prüfung ergibt, dass sich die ganze Familie im Heimatstaat eines nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte. Für diese Prüfung trägt das SEM die Beweislast und muss den Aufenthaltshintergrund bzw. den früheren Lebensmittelpunkt bzw. die Hauptsozialisierung der einzubeziehenden Person genügend abklären. Zudem kann eine schwere Verletzung der Mitwirkungspflicht der einzubeziehenden Person ebenfalls als besonderer Umstand gewertet werden.
“Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). Ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG liegt gemäss Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person. Der Einbezug eines Familienmitglieds in die Flüchtlingseigenschaft des anderen Familienmitglieds aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten kann durch das SEM verweigert werden, sofern eine hypothetische Prüfung ergibt, dass sich die ganze Familie im Heimatstaat eines nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte (vgl. BVGE 2020 IV/6 E. 5.3 m.H.a. BVGE 2015/40). Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Gemäss diesem Grundsatzurteil haben Personen mit vermutungsweise chinesischer Staatsangehörigkeit, welche gemäss Einschätzung des SEM im vorhergehenden Asylverfahren in einer exiltibetischen Diaspora-Gemeinschaft hauptsozialisiert wurden, erneut die Möglichkeit, im Rahmen des Gesuchs um Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG, Angaben zu ihrem wahren Hauptsozialisierungsort zu liefern, um so das SEM in die Lage zu versetzen, zu prüfen, ob im zu beurteilenden Gesuch um Familienasyl besondere Umstände im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen oder nicht. Das SEM trägt die Beweislast für diese Prüfung, kann sie jedoch nur vornehmen, wenn genügend Angaben über den Ort vorliegen, an dem die einzubeziehende Person vor ihrer Einreise in die Schweiz ihren Lebensmittelpunkt hatte, und wo ihre Hauptsozialisierung erfolgte (zum Beweisnotstand des SEM vgl. BVGE a.a.O. E. 2.4 und 8.5). Nur so ist die Vorinstanz in der Lage, zu beurteilen, ob ein Aufenthalt in diesem Drittland für die ganze Familie hypothetisch zulässig, zumutbar und möglich wäre.”
Erhebliche Glaubwürdigkeitsmängel (z. B. widersprüchliche Angaben oder das Verschweigen gravierender Tatsachen) können dazu führen, dass die Voraussetzungen für ein Familienzusprechen nach Art. 51 LAsi nicht als erfüllt erachtet werden. In solchen Fällen ist die Anordnung weitergehender Abklärungen, namentlich einer DNA‑Expertise, nicht zwingend erforderlich.
“), au vu de l'importance et de la gravité des faits tus, qu'elle n'aurait pas manqué de faire état, en audition, de ce qu'elle considère comme une ultime manipulation de la part de D._______, consistant à lui dire que leurs filles étaient encore en vie pour l'inciter à retourner en Afghanistan, qu'au vu de ce qui précède, le Tribunal ne peut manifestement, en l'état, considérer comme établies les conditions justifiant un regroupement familial, qu'il n'estime dès lors pas nécessaire d'ordonner la mise en oeuvre d'une expertise ADN, que les conditions d'application de l'art. 51 LAsi ne sont ainsi pas remplies et c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande d'asile familial et refusé l'autorisation d'entrée en Suisse à B._______ et C._______, que dans son recours, l'intéressée invoque encore l'application de l'art. 8 CEDH (RS 0.101) et de l'art. 3 al. 1 de la Convention du 20 novembre 1989 relative aux droits de l'enfant (RS 0.107), que de jurisprudence constante, les dispositions précitées ne peuvent toutefois suppléer la non-réalisation d'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, la question d'un éventuel droit des proches du requérant de résider en Suisse sur la base de ces dispositions étant du seul ressort des autorités compétentes en matière de regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 2002 no 6 p. 43 et 2006 no 8 p. 92 ; arrêt du Tribunal E-180/2016 du 9 mai 2017 consid. 3.5), que le recours doit être donc rejeté et la décision querellée confirmée, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111 let. e LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), que la demande d'assistance judiciaire partielle doit être rejetée, dans la mesure où, au vu de ce qui précède, le recours était d'emblée voué à l'échec et que, partant, une des conditions cumulatives de l'art. 65 al. 1 PA n'est en tous les cas pas remplie, que, vu l'issue de la cause, il y a donc lieu de mettre les frais de procédure à la charge de la recourante, conformément aux art.”
“), qu'après un refus de sa part de permettre à ses filles de rejoindre leur mère (à la demande de celle-ci), il serait désormais d'accord « de leur offrir un meilleur avenir, car il y a beaucoup de restrictions en Afghanistan pour les filles », que même si son ex-mari a été dépeint comme étant fourbe et manipulateur, son revirement subit n'apparait pas crédible, que lors de son audition, l'intéressée n'a par ailleurs fait état que d'une seule grossesse, et non de deux, qu'au vu de son récit, qu'elle a alors voulu complet, en évoquant notamment tous les viols subis, l'omission de sa première grossesse (après un viol), qu'elle aurait menée à terme dans des conditions difficiles, accouchant d'un enfant mort-né (selon les indications de son conjoint) est douteuse, que le fait que son mari soit parvenu à lui cacher les deux naissances de ses filles est en lui-même singulier, même dans le contexte décrit, que, surtout, l'explication de la recourante, selon laquelle elle n'a pas rapporté l'ensemble de leurs échanges lors de son audition sur les motifs d'asile n'est pas crédible (cf. demande de regroupement familial, 3e par.), au vu de l'importance et de la gravité des faits tus, qu'elle n'aurait pas manqué de faire état, en audition, de ce qu'elle considère comme une ultime manipulation de la part de D._______, consistant à lui dire que leurs filles étaient encore en vie pour l'inciter à retourner en Afghanistan, qu'au vu de ce qui précède, le Tribunal ne peut manifestement, en l'état, considérer comme établies les conditions justifiant un regroupement familial, qu'il n'estime dès lors pas nécessaire d'ordonner la mise en oeuvre d'une expertise ADN, que les conditions d'application de l'art. 51 LAsi ne sont ainsi pas remplies et c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande d'asile familial et refusé l'autorisation d'entrée en Suisse à B._______ et C._______, que dans son recours, l'intéressée invoque encore l'application de l'art. 8 CEDH (RS 0.101) et de l'art. 3 al. 1 de la Convention du 20 novembre 1989 relative aux droits de l'enfant (RS 0.107), que de jurisprudence constante, les dispositions précitées ne peuvent toutefois suppléer la non-réalisation d'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, la question d'un éventuel droit des proches du requérant de résider en Suisse sur la base de ces dispositions étant du seul ressort des autorités compétentes en matière de regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 2002 no 6 p. 43 et 2006 no 8 p. 92 ; arrêt du Tribunal E-180/2016 du 9 mai 2017 consid. 3.5), que le recours doit être donc rejeté et la décision querellée confirmée, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art.”
Für die Qualifikation als «Kind» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG ist eine filiationelle Beziehung erforderlich. Filiation besteht nur, wenn das Recht sie begründet. Sie ergibt sich entweder unmittelbar aus dem Gesetz (bei der Mutter durch Geburt; beim Vater etwa durch die gesetzliche Vaterschaftsvermutung des Ehemannes) oder aus bestimmten rechtsgestaltenden Akten (Anerkennung, richterlicher Entscheid oder behördliche Entscheidung etwa im Adoptionsverfahren). Eine Adoption oder die Begründung von Vater- bzw. Mutterschaft kann nicht allein auf einfachen Erklärungen beruhen, sondern muss aus einem von der zuständigen Stelle gefertigten oder anerkannten Akt hervorgehen.
“Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'espèce, la recourante s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 10 décembre 2019, de sorte que la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie. Se pose dès lors la question de savoir si B._______ et C._______ peuvent être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.2 4.2.1 Selon la jurisprudence du Tribunal, le terme « enfant » mentionné à l'art. 51 al. 1 LAsi doit être compris comme étant une relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. arrêts du Tribunal E-5519/2022 du 9 février 2024 consid. 4.3 ; E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.4.2 et réf. cit.). La filiation est une notion juridique qui n'existe que si le droit la consacre et qui résulte soit directement de la loi (pour la mère, de la naissance ; pour le père, de la présomption de paternité du mari), soit d'actes déterminés (reconnaissance, jugement, décision de l'autorité en cas d'adoption ; cf. idem). Il en résulte qu'une adoption ne peut pas être établie sur la base de simples déclarations, mais doit au contraire découler d'un acte délivré par une autorité compétente en la matière. 4.2.2 En l'occurrence, l'intéressée a allégué s'être exclusivement occupée de son frère et de sa soeur suite à la disparition, respectivement au décès, de ses parents, et avoir endossé le rôle de mère à leur égard. Elle a certes produit à l'appui de ses allégations un document établi le 21 juin 2010 par l'Etat érythréen, région administrative de I.”
“51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'occurrence, le recourant étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 23 juin 2022, la première condition de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi est remplie. 4.2 Se pose ensuite la question de savoir si B._______ peut être considérée comme une enfant mineure au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.3 Ayant procédé à une interprétation littérale de cette disposition, le Tribunal a retenu que le terme « enfant » devait être compris comme étant une relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. arrêt du Tribunal E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.4.2 et réf. cit.). Il a précisé que la filiation était une notion juridique qui n'existait que si le droit la consacrait et qui résultait soit directement de la loi (pour la mère, de la naissance ; pour le père, de la présomption de paternité du mari), soit d'actes déterminés (reconnaissance, jugement, décision de l'autorité en cas d'adoption ; cf. ibidem). 4.4 Il résulte de ce qui précède qu'une adoption ne peut pas être établie sur la base de simples déclarations. Ainsi, en l'absence d'un acte délivré par une autorité compétente en la matière, les autorités suisses d'asile ne sont pas en mesure de constater l'existence dans le cas présent d'une adoption valable susceptible d'être reconnue en Suisse. 4.5 Il sied de préciser que l'attribution ou l'extinction de plein droit d'une responsabilité parentale, sans intervention d'une autorité judiciaire ou administrative, est régie, conformément aux art.”
Art. 51 Abs. 1 LAsi erfasst den Ehegatten und die minderjährigen Kinder eines Flüchtlings, die sich in der Schweiz befinden. Die bundesgerichtliche und verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung ist zum Verhältnis zwischen Art. 51 und der vorläufigen Aufnahme nicht einheitlich: einzelne Entscheide sprechen dafür, Art. 51 auch anzuwenden, wenn der regroupierende Angehörige lediglich eine vorläufige Aufnahme hat; andere Entscheide sehen Art. 51 dagegen nicht als anwendbar gegenüber Familienangehörigen von Personen mit vorläufiger Aufnahme und verweisen in solchen Fällen auf die Regeln von Art. 85 LEI. Das Verhältnis ist demnach anhand der einschlägigen Rechtsprechung zu prüfen.
“1 En l'espèce, le recourant allègue d'abord que l'application, dans le cas d'espèce, de l'art. 85 al. 7 LEI à la place de l'art. 51 LAsi était discriminatoire. 5.2 En vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). Ainsi, l'art. 51 al. 1 LAsi - qui a pour vocation de régler de manière uniforme le statut du noyau familial - s'applique aux membres de la famille, présents en Suisse, de réfugiés au bénéfice d'une admission provisoire (ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1 et réf. cit.). Cela dit, cette disposition vise avant tout à permettre aux membres de la famille d'un réfugié auquel l'asile a été accordé en Suisse d'obtenir le même statut que ce dernier, qu'ils soient déjà ou non en ce pays. 5.3 En formulant l'art. 51 al. 1 LAsi, le législateur a voulu reprendre, pour l'essentiel, dans une seule et même disposition, l'art. 3 al. 3 de la loi sur l'asile du 5 octobre 1979 (RO 1980 1718, ci-après : aLAsi) portant sur l'octroi de la qualité de réfugié à titre dérivé à des membres de la famille déjà en Suisse, et l'art. 7 aLAsi portant sur l'octroi de l'asile à titre dérivé à des membres de la famille encore à l'étranger (ATAF 2017 VI/4 consid. 4.3.2 ; arrêt du TAF E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.3.1). L'art. 51 LAsi concerne donc uniquement les membres de la famille de réfugiés en Suisse, à l'exclusion de toutes autres catégories d'étrangers, et n'est dès lors pas applicable aux membres de la famille d'une personne admise à titre provisoire en Suisse (ATAF 2017 VII/8 consid. 5.3 tel que précisé par ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1). Quant au réfugié admis à titre provisoire qui souhaite faire venir en Suisse des membres de sa famille se trouvant à l'étranger, il est soumis aux conditions de l'art. 85 al. 7 LEI.”
“art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'aux termes de l'art. 51 al. 1 LAsi intitulé « Asile accordé aux familles », le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que, dans son ATAF 2019 VI/8 (arrêt E-5669/2016 du 18 janvier 2019), le Tribunal a jugé que la disposition précitée s'appliquait également lorsque le réfugié regroupant était exclu de l'asile et au bénéfice de l'admission provisoire, que, conformément à la jurisprudence du Tribunal en matière d'asile, l'autorité, qu'il s'agisse du SEM en première instance ou du Tribunal sur recours, prend en règle générale en considération l'état de fait existant au moment où elle statue (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4.1 ; 2008/12 consid. 5.2 ; 2008/4 consid. 5.4), que font toutefois exception les règles pour déterminer la minorité de l'enfant d'un réfugié dans le cadre de l'application de l'art. 51 al. 1 LAsi (cf. arrêt du Tribunal E-3528/2020 du 10 février 2022 consid. 2.2.2 et jurisp. cit.), qu'en l'occurrence, dans son arrêt E-4638/2023 du 5 septembre 2023, le Tribunal a considéré que la présence en Suisse de C._______, désigné par la recourante comme son époux et le père de son enfant à naître, était sans incidence sur la détermination de l'Etat membre responsable de l'examen de la demande d'asile de celle-là, qu'il a estimé que n'étaient en effet établis ni le mariage religieux prétendument célébré en Turquie en 2019, ni le caractère imminent de la célébration d'un mariage en Suisse, ni l'existence d'un concubinage stable et que les démarches entreprises auprès des autorités d'état civil suisses pourraient être poursuivies par la recourante depuis les Pays-Bas, que, dans sa décision du 15 septembre 2023, le SEM a considéré qu'il convenait d'admettre la demande du 8 septembre 2023 de la recourante d'inclusion dans le statut de réfugié admis à titre provisoire de son époux, C._______, en application de l'art.”
Wurde die Flüchtlingseigenschaft derivativ nach Art. 51 AsylG zugesprochen oder fehlt ein individueller Verfolgungsnachweis, ist dies für spätere Gefährdungsprüfungen (z.B. beim Wegweisungsvollzug) relevant. Die Feststellung der derivativen Anerkennung entbindet die Behörden nicht von der Pflicht, heutige, konkrete Rückkehrrisiken zu überprüfen; eine pauschale Verweisung allein auf die frühere Flüchtlingseigenschaft genügt nach dem zitierten Entscheid nicht als Ersatz für eine aktuelle Gefährdungsabwägung.
“Weiter ist zu prüfen, ob der Beschuldigte bei einer Landesverweisung allenfalls Folter oder eine andere Art grausamer oder unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung zu befürchten hat (vgl. Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB); d.h., ob er sich auf das menschenrechtliche Non-Refoulement-Gebot im Sinne von Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB berufen kann. Dem Beschuldigten wurde mit Entscheid des Bundesamts für Migration (heute SEM) vom 22. Dezember 2000 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zugesprochen und ihm in der Schweiz Asyl gewährt. Der Beschuldigte hat die Flüchtlingseigenschaft damit nicht originär erworben, sondern diese gestützt auf Art. 51 AsylG (Familienasyl) erhalten (pag. 1002 ff.). Dies bedeutet, dass der Beschuldigte zum damaligen Zeitpunkt nicht nachweisen konnte, dass er individuell-konkret verfolgt wird (vgl. hierzu Hruschka Constantin, in: OFK-Migrationsrecht, Ausländer- und Integrationsgesetz [AIG], Asylgesetz [AsylG], Bürgerrechtsgesetz [BüG] sowie Freizügigkeitsabkommen [FZA] mit weiteren Erlassen, 5. Aufl. 2019, N. 1 zu Art. 51 AsylG). Die Einschätzung der Einwohner- und Spezialdienste der Stadt Biel vom 3. April 2024, wonach eine Rückführung des Beschuldigten nach Libyen angesichts des Non-Refoulement-Prinzips und der bestehenden Hindernisse für die Durchführung der Abschiebung problematisch sei (pag. 1375 f.), wurde pauschal mit dessen Flüchtlingseigenschaft begründet. Eine Auseinandersetzung mit heutigen, allenfalls vorhandenen «reellen» Risiken erfolgte nicht. Mit Schreiben vom 16. April 2024 wurde zur weiteren Prüfung auf das SEM verwiesen (pag. 1387 f.). Die Einschätzung des SEM vom 26. März 2024 enthält ebenfalls keine sachdienlichen Informationen, sondern bestätigt lediglich, dass der Beschuldigte ein in der Schweiz anerkannter Flüchtling ist (pag. 1372 f.). Das Schreiben vom 15. Mai 2024 des SEM führt sodann aus, eine Landesverweisung des Beschuldigten sei zulässig (pag. 1595). Dies korreliert mit dem nach wie vor massgebenden Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts D-6946 vom 23. März 2018, wonach die allgemeine Menschenrechtssituation in Libyen den Wegweisungsvollzug nicht unzulässig erscheinen lässt (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-1440/2023 vom 29.”
“a zweiter Teilsatz StGB nicht (mehr) auf das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot berufen (vgl. Urteile des BGer 6B_1042/2021 vom 24. Mai 2024 E. 5.3.3; 6B_45/2020 vom 14. März 2022 E. 3.3.4; 6B_551/2021 vom 17. September 2021 E. 3.3.2; 6B_1102/2020 vom 20. Mai 2021 E. 3.4.5). Die Landesverweisung ist folglich mit Art. 32 Abs. 1 FK sowie Art. 5 Abs. 1 AsylG vereinbar. Weiter ist zu prüfen, ob der Beschuldigte bei einer Landesverweisung allenfalls Folter oder eine andere Art grausamer oder unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung zu befürchten hat (vgl. Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB); d.h., ob er sich auf das menschenrechtliche Non-Refoulement-Gebot im Sinne von Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB berufen kann. Dem Beschuldigten wurde mit Entscheid des Bundesamts für Migration (heute SEM) vom 22. Dezember 2000 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zugesprochen und ihm in der Schweiz Asyl gewährt. Der Beschuldigte hat die Flüchtlingseigenschaft damit nicht originär erworben, sondern diese gestützt auf Art. 51 AsylG (Familienasyl) erhalten (pag. 1002 ff.). Dies bedeutet, dass der Beschuldigte zum damaligen Zeitpunkt nicht nachweisen konnte, dass er individuell-konkret verfolgt wird (vgl. hierzu Hruschka Constantin, in: OFK-Migrationsrecht, Ausländer- und Integrationsgesetz [AIG], Asylgesetz [AsylG], Bürgerrechtsgesetz [BüG] sowie Freizügigkeitsabkommen [FZA] mit weiteren Erlassen, 5. Aufl. 2019, N. 1 zu Art. 51 AsylG). Die Einschätzung der Einwohner- und Spezialdienste der Stadt Biel vom 3. April 2024, wonach eine Rückführung des Beschuldigten nach Libyen angesichts des Non-Refoulement-Prinzips und der bestehenden Hindernisse für die Durchführung der Abschiebung problematisch sei (pag. 1375 f.), wurde pauschal mit dessen Flüchtlingseigenschaft begründet. Eine Auseinandersetzung mit heutigen, allenfalls vorhandenen «reellen» Risiken erfolgte nicht. Mit Schreiben vom 16. April 2024 wurde zur weiteren Prüfung auf das SEM verwiesen (pag. 1387 f.). Die Einschätzung des SEM vom 26. März 2024 enthält ebenfalls keine sachdienlichen Informationen, sondern bestätigt lediglich, dass der Beschuldigte ein in der Schweiz anerkannter Flüchtling ist (pag.”
Das Kindeswohl kann der Familienzusammenführung entgegenstehen. Wenn die Zusammenführung dem Kind Integrationsnachteile oder eine Verschlechterung gegenüber seinem gewohnten Umfeld bringen würde, können derartige Umstände als «besondere Umstände» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG gewichtet werden und gegen einen Familiennachzug sprechen.
“9 und die mit der Beschwerde eingereichten Beweismittel). Allerdings bestehen auch für die Zeit nach dieser Reise keine weiteren Belege, welche nachweisen könnten, dass seither und aktuell ein Austausch zwischen ihr und ihrem Sohn 1 stattgefunden hätte respektive stattfinden würde. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass eine Familienzusammenführung in der Schweiz den 11-jährigen Sohn 1 vor Integrationsprobleme stellen könnte, während er sich in Somalia in seinem gewohnten kulturellen Umfeld befindet und dort mit der Schwester der Beschwerdeführerin über seine - gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin - «engste» Bezugsperson verfügt (vgl. Beschwerdeschrift S. 2 im Verfahren [...]). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Schwester der Beschwerdeführerin nicht zusammen mit dem Sohn 1 einreisen dürfte, da das sie betreffende Gesuch um Familiennachzug mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) rechtskräftig abgewiesen wurde. Aufgrund einer Gesamtabwägung bestehen somit besondere Umstände nach Art. 51 Abs. 1 AsylG, die gegen eine Familienzusammenführung in der Schweiz sprechen. Die Vornahme einer DNA-Analyse erweist sich unter den genannten Umständen als nicht erforderlich. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen auf Beschwerdeebene näher einzugehen, da sie an der vorgenommenen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Mit Verfügung vom 5. Januar 2022 verweigerte die Vorinstanz der Schwester der Beschwerdeführerin die Einreise in die Schweiz und lehnte das sie betreffende Gesuch um Familiennachzug ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (...) vom (...) abgewiesen”
Die Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann versagt werden, wenn das Bestehen einer schutzwürdigen familiären Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK verneint wird. Ebenso kann ein Asylgesuch abgewiesen werden, wenn das Asylverfahren ersichtlich dazu dient, die einschlägigen ausländerrechtlichen Bestimmungen zum Familiennachzug zu umgehen; in solchen Fällen wird auf das vorgesehene kantonale/nationale Familiennachzugsverfahren verwiesen.
“Zwar bestreite das SEM das Bestehen einer Beziehung bis zum Jahr 2011 nicht. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer während des laufenden Verfahrens in der Schweiz vorübergehend bei B._______ untergebracht worden sei, deute jedoch lediglich darauf hin, dass sich die Beziehung beziehungsweise der Wille zur Familienvereinigung erst kürzlich intensiviert habe. Es sei somit nicht vom Bestehen einer schützenswerten Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK auszugehen. Ausserdem sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz einzig mit dem Ziel der Familienzusammenführung, nicht jedoch der Prüfung eigener Fluchtgründe, um Asyl nachgesucht habe. Dies sei als Umgehung der einschlägigen ausländerrechtlichen Bestimmungen zum Familiennachzug zu qualifizieren und deshalb nicht zu schützen. Es stehe ihm jedoch frei, ein ausländerrechtliches Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung beziehungsweise um ausländerrechtlichen Familiennachzug bei den zuständigen kantonalen Behörden zu stellen. Die Voraussetzungen des Art. 51 Abs. 1 AsylG seien nicht erfüllt. Da die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und B._______ nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK falle, gelte B._______ nicht als Familienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO; dasselbe gelte für die bereits erwachsenen Kinder. Schliesslich sei auch kein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO oder humanitäre Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) i.V.m. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ersichtlich, welche ein Eintreten im vorliegenden Fall rechtfertigen würden.”
“) Jahre jungen Kinder eine wichtige Bezugsperson dar, nachdem er in den vergangenen zehn Jahren und somit seit dem Kleinkindalter respektive gar nie (längere Zeit) Kontakt zu ihnen hatte. Die auf Beschwerdeebene eingereichten Arztberichte vom 22. Oktober 2023 respektive 2. Dezember 2023 vermögen daran nichts zu ändern. Zwar ist diesen zu entnehmen, dass die Kinder psychisch belastet seien und ihre Überführung nach Dänemark dies verstärken könne (vgl. Beschwerdebeilage 2 und Beilage der Eingabe vom 5. Dezember 2023), da eine Umsiedlung der Kinder jedoch nicht Gegenstand des Verfahrens ist, ist ihre Integration in der Schweiz, wo sie seit mehreren Jahren mit ihrer Mutter leben, nicht gefährdet. Darüber hinaus kann vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau denn auch verlangt werden, dass sie zur Vereinigung ihrer Familie das dafür vorgesehene Verfahren gemäss Art. 44 AIG (SR 142.20) bei der zuständigen kantonalen Behörde einleiten, dient das (schweizerische) Asylverfahren doch nicht dazu, die gesetzlichen Bestimmungen über den Familiennachzug zu umgehen (vgl. in Bezug auf Art. 51 Abs. 1 AsylG; BVGE 2019 VI/3 E. 5.7). Nach dem Gesagten ist das Bestehen einer anspruchsbegründenden familiären Beziehung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 EMRK zu verneinen.”
Der Prozessgegenstand richtet sich nach dem Dispositiv der angefochtenen Verfügung; auf in der Beschwerde nicht gestellte oder nicht angefochtene Anträge bzw. Materien ist nicht einzutreten.
“Der Prozessgegenstand des vorliegenden Verfahrens beschränkt sich auf das Vorbringen im Zusammenhang mit dem Antrag auf das Familienasyl und den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Vaters der Beschwerdeführerin (Art. 51 Abs. 1 AsylG). Auf weitere Ausführungen in der Beschwerde betreffend die originäre Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin und eine ihr möglicherweise drohende Reflexverfolgung (vgl. Beschwerdeeingabe, Art. 4 ff., S. 6 ff.), ist nicht einzutreten, da entsprechende Anträge in der Eingabe vom 3. November 2020 nicht gestellt worden waren und die angefochtene Verfügung demnach lediglich die damals gestellten Anträge betreffend Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und Familienasyl behandelt. Der Prozessgegenstand eines Beschwerdeverfahrens bestimmt sich aufgrund des Dispositivs der vorinstanzlichen Verfügung, soweit dieses angefochten wird; die Frage der originären Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin aufgrund einer allenfalls drohenden Reflexverfolgung im Sinne eines objektiven Nachfluchtgrundes war nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung.”
“Der Prozessgegenstand des vorliegenden Verfahrens beschränkt sich auf das Vorbringen im Zusammenhang mit dem Antrag auf das Familienasyl und den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Vaters der Beschwerdeführerin (Art. 51 Abs. 1 AsylG). Auf weitere Ausführungen in der Beschwerde betreffend die originäre Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin und eine ihr möglicherweise drohende Reflexverfolgung (vgl. Beschwerdeeingabe, Art. 4 ff., S. 6 ff.), ist nicht einzutreten, da entsprechende Anträge in der Eingabe vom 3. November 2020 nicht gestellt worden waren und die angefochtene Verfügung demnach lediglich die damals gestellten Anträge betreffend Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und Familienasyl behandelt. Der Prozessgegenstand eines Beschwerdeverfahrens bestimmt sich aufgrund des Dispositivs der vorinstanzlichen Verfügung, soweit dieses angefochten wird; die Frage der originären Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin aufgrund einer allenfalls drohenden Reflexverfolgung im Sinne eines objektiven Nachfluchtgrundes war nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung.”
Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt kumulativ voraus, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine Familiengemeinschaft bestanden hat, die durch die Flucht allein und somit unfreiwillig getrennt wurde, und dass die Wiedervereinigung in der Schweiz fest beabsichtigt ist. Das Familienasyl dient der Wiedervereinigung vorbestehender, aufgrund der Flucht getrenneter Gemeinschaften und nicht der Aufnahme neu entstandener oder zwischenzeitlich aufgegebener Beziehungen. Anhaltspunkte für eine freiwillige Trennung – etwa langes Zuwarten mit dem Gesuch oder nach der Flucht erfolgter Kontaktabbruch ohne sachlichen Grund – sprechen gegen die Annahme der erforderlichen Fortführung der Familiengemeinschaft.
“Zentrale Bedingung für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat (vgl. dazu die Botschaft zur Totalrevision des AsylG sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II 1 ff., insb. S. 68). Von einer vorbestandenen Familiengemeinschaft in diesem Sinne ist praxisgemäss dann auszugehen, wenn die Familie im Zeitpunkt der Trennung im gleichen Haushalt gelebt hat. Eine Trennung liegt vor, wenn die Familiengemeinschaft durch die Flucht des asylberechtigen Mitglieds ins Ausland getrennt wurde oder wenn in der Heimat ein weiteres Zusammenleben im gemeinsamen Haushalt infolge zwingender Gründe nicht möglich war (vgl. BVGE 2018 VI/6). Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Familienasyl dient weder der Aufnahme von neuen respektive von zuvor noch gar nicht gelebten familiären Beziehun-gen noch der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.4.2 m.w.H.).”
“Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt gemäss konstanter Rechtsprechung eine zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die unfreiwillige Trennung der Familie aufgrund der Fluchtumstände sowie die feste Absicht der Familienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. BVGE 2012/32 E. 5). Zentrale Bedingung für die Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zwecke der Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat, diese Familienbeziehung auch nach der Flucht im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiedervereini-gung der Familie getragen ist. Insbesondere dient die Familienzusammenführung nicht der Wiederaufnahme von zwischenzeitlich abgebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.w.H.). Letzteres wurde in der bisherigen Praxis etwa angenommen, wenn zwar im Zeitpunkt der Ausreise eine Familiengemeinschaft bestand, diese aber während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise nach der Flucht aufgegeben wurde (vgl. BVGE 2015/29 E. 3.2; 2012/32 E. 5.1). Anhaltspunkte, die auf eine freiwillige Trennung im Sinne einer Auflösung der Familiengemeinschaft hinweisen, können unter anderem ein langes Zuwarten für die Einreichung des Familiennachzugsgesuchs oder der nach der Flucht erfolgte Kontaktabbruch durch eines der Familienmitglieder ohne sachlichen Grund sein (vgl.”
“Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt gemäss gefestigter Rechtsprechung eine zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die unfreiwillige Trennung der Familie aufgrund der Fluchtumstände sowie die feste Absicht der Familienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. BVGE 2012/32 E. 5). Zentrale Bedingung für die Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zwecke der Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat und diese Familienbeziehung auch nach der Flucht im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiedervereinigung der Familie getragen ist. Insbesondere dient die Familienzusammenführung nicht der Wiederaufnahme von zwischenzeitlich abgebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.w.H.; BVGE 2012/32 E. 5.1 m.w.H.). Letzteres wurde in der bisherigen Praxis etwa angenommen, wenn zwar im Zeitpunkt der Ausreise eine Familiengemeinschaft bestand, diese aber während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise nach der Flucht aufgegeben wurde (vgl.”
Bei behaupteter Ehe oder eheähnlicher Lebensgemeinschaft hat das SEM die entsprechenden Beziehungsbehauptungen in der Entscheidung zu prüfen und zu würdigen. Fehlen tragfähige Belege (z. B. Heiratsurkunde, Fotos, glaubhafte Drittzeugnisse) und ist die Darstellung nicht plausibel, kann dies die Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG verhindern; das SEM muss seine Schlussfolgerung hierzu jedoch in der Entscheidbegründung darlegen.
“Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass es sich bei dem sich zurzeit in C._______ aufhaltenden B._______ um ihren Ehemann handle, den sie in Afghanistan geheiratet habe. Dass B._______ tatsächlich zum Kreis der (grundsätzlich) anspruchsberechtigten Personen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG (Ehegatte, Konkubinatspartner) gehört, vermag die Beschwerdeführerin jedoch nicht zu belegen. Die Vorinstanz hat zu Recht festgestellt, dass die geltend gemachte Hochzeit mit B._______ weder mit einer Heiratsurkunde noch mit Hochzeits- oder Familienfotos belegt worden ist und die Erklärung der Beschwerdeführerin, wonach ihre Familie die Dokumente und Fotos zum Beleg ihrer Hochzeit aus Angst vor den Taliban verbrannt und auf dem Computer gelöscht habe, nicht zu überzeugen vermag. Mit dem SEM ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin möglich war - trotz der geltend gemachten und nachvollziehbaren Gefährdungssituation durch die Taliban - mehrere Beweismittel zum Beleg ihrer Tätigkeit bei der Armee und der Polizei einzureichen. Die eingereichten Fotos zeigen die eindeutig erkennbare Beschwerdeführerin sowohl in Militär- als auch in Polizeiuniform. Es ist nicht plausibel, dass sie zwar Beweismittel mit sich führte, welche ihre Militär- und Polizeizugehörigkeit belegen, indessen die ihre Ehe belegenden Dokumente aufgrund der geltend gemachten Gefährdungssituation durch die Taliban allesamt unwiderruflich vernichtet haben will.”
“_______, chez qui elle avait emménagé dès son arrivée en Suisse, et qu'elle était désormais la « mère de substitution » de l'enfant du susnommé (voir aussi ci-dessus l'état des faits ainsi que les remarques du SEM à ce sujet figurant dans la pièce A18 du dossier, établie deux jours seulement avant qu'il ne rende sa décision). L'intéressée a par ailleurs exposé s'être déjà mariée religieusement avec le susnommé en Syrie, une lettre du 3 février 2019 de tiers non impliqués dans cette procédure ayant été versée au dossier dans le but de témoigner de l'existence de cette union (voir let. B des faits). En outre, des démarches officielles avaient été entreprises sans délai en Suisse en vue de leur mariage civil, projet qui aurait toujours été d'actualité (voir let. E et F des faits). A cela s'ajoute que l'intéressée a également déclaré avoir été recherchée par les autorités syriennes parce qu'elle avait travaillé dans le domaine des (...), activité à laquelle B._______ aurait aussi collaboré. 4.5 En l'état, au regard des éléments de fait exposés ci-dessus, il ne pouvait manifestement pas être exclu d'emblée que la relation entre le susnommé et A._______ soit susceptible de fonder, à tout le moins, une prétention à l'asile familial au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi (voir consid. 4.3.2), voire même, selon les circonstances, un risque de persécution réfléchie (voir consid. 4.3.1), étant aussi rappelé que l'épouse décédée de B._______ s'était vu reconnaître par le SEM la qualité de réfugié à titre originaire, au sens de l'art. 3 LAsi. 4.6 Vu l'importance potentielle de ces éléments de fait et les moyens de preuve déposés, il aurait fallu que le SEM se prononce à leur sujet dans la décision attaquée même s'il avait été convaincu de leur absence totale de vraisemblance (voir à ce sujet cependant consid. 4.4 ci-avant) et/ou de pertinence en matière d'asile. Or, la décision est totalement muette concernant ces points. Aucune mention de l'existence de B._______ et des allégués de la recourante le concernant ainsi que sur l'existence d'un mariage religieux en Syrie, respectivement au sujet des démarches en vue d'un mariage civil ne ressort du libellé de la décision. Elle ne contient, a fortiori, aucune analyse, même sommaire, en rapport avec les questions juridiques qui pourraient éventuellement se poser dans ce contexte (voir à ce sujet notamment le consid.”
“arrêt du Tribunal E-3528/2020 du 10 février 2022 consid. 2.2.2 et jurisp. cit.), qu'en l'occurrence, dans son arrêt E-4638/2023 du 5 septembre 2023, le Tribunal a considéré que la présence en Suisse de C._______, désigné par la recourante comme son époux et le père de son enfant à naître, était sans incidence sur la détermination de l'Etat membre responsable de l'examen de la demande d'asile de celle-là, qu'il a estimé que n'étaient en effet établis ni le mariage religieux prétendument célébré en Turquie en 2019, ni le caractère imminent de la célébration d'un mariage en Suisse, ni l'existence d'un concubinage stable et que les démarches entreprises auprès des autorités d'état civil suisses pourraient être poursuivies par la recourante depuis les Pays-Bas, que, dans sa décision du 15 septembre 2023, le SEM a considéré qu'il convenait d'admettre la demande du 8 septembre 2023 de la recourante d'inclusion dans le statut de réfugié admis à titre provisoire de son époux, C._______, en application de l'art. 51 al. 1 LAsi, que dite décision a été notifiée le 18 septembre 2023 et est entrée en force de chose décidée à l'échéance du délai de recours le 18 octobre 2023, que, par décision du 19 octobre 2023 dont est recours, le SEM a révoqué sa décision du 15 septembre 2023 précitée, qu'il a considéré que celle-ci reposait sur une erreur de droit manifeste, qu'il a relevé que la recourante n'était en effet à l'évidence pas une ayant droit à l'inclusion dans le statut de réfugié de C._______ au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi, eu égard aux considérants de l'arrêt E-4638/2023 du Tribunal du 5 septembre 2023 relatifs à l'absence d'un lien marital ou analogue entre ces personnes, dont il avait précédemment omis de tenir compte, qu'il a ajouté que l'intérêt à la bonne application du droit objectif l'emportait sur l'intérêt à la protection de la confiance de la recourante, consciente de l'absence de nouveauté de sa relation avec C._______ au moment du dépôt de sa demande du 8 septembre 2023, que cette décision du SEM du 19 octobre 2023 n'a pas (encore) déployé d'effets en raison de l'effet suspensif attaché au recours formé contre elle le 17 novembre 2023 (cf.”
Zweifel an den Angaben zur Herkunft oder Nationalität können als «besondere Umstände» im Sinn von Art. 51 AsylG gewertet werden und damit die Anerkennung nach Art. 51 beeinträchtigen. Als konkretes Beispiel kommt dies in Betracht, wenn im Asylverfahren festgestellt wurde, die betroffene Person habe ihre Nationalität verschwiegen oder ihre Herkunft nicht glaubhaft gemacht.
“Es steht ausser Frage, dass die sich in der Schweiz aufhaltende Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem in der Schweiz wohnhaften Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern eine Familie im Sinne von Art. 51 AsylG bilden. Gemäss den eingereichten Auszügen aus dem Zivilstandsregister wurde die Ehe der Beschwerdeführerin am (...) 2021 vor dem Zivilstandsamt F._______ geschlossen. Gleichzeitig wurden auch die beiden am (...) 2020 geborenen Kinder registriert. Zu prüfen ist hingegen, ob die Feststellung im abgeschlossenen Asylverfahren, die Beschwerdeführerin habe nicht glaubhaft machen können, in Tibet sozialisiert worden und chinesische Staatsangehörige zu sein, und damit ihre Nationalität verheimlicht, einen «besonderen Umstand» im Sinne erwähnter Norm darstellt.”
“Es steht ausser Frage, dass die sich in der Schweiz aufhaltende Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem in der Schweiz wohnhaften Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern eine Familie im Sinne von Art. 51 AsylG bilden. Gemäss den eingereichten Auszügen aus dem Zivilstandsregister wurde die Ehe der Beschwerdeführerin am (...) 2021 vor dem Zivilstandsamt F._______ geschlossen. Gleichzeitig wurden auch die beiden am (...) 2020 geborenen Kinder registriert. Zu prüfen ist hingegen, ob die Feststellung im abgeschlossenen Asylverfahren, die Beschwerdeführerin habe nicht glaubhaft machen können, in Tibet sozialisiert worden und chinesische Staatsangehörige zu sein, und damit ihre Nationalität verheimlicht, einen «besonderen Umstand» im Sinne erwähnter Norm darstellt.”
Wird eine frühere, schwere Verletzung der Mitwirkungspflicht als möglicher besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG in Betracht gezogen, ist der Gesuchstellenden rechtliches Gehör zu gewähren und ihr Gelegenheit zu geben, überprüfbare, neue Angaben vorzulegen. Legen die Betroffenen durch konkrete, überprüfbare Hinweise (z. B. zur Identität, Herkunft oder Sozialisierung) den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung offen oder räumen ihn aus, sind die betreffenden besonderen Umstände nicht anzunehmen. Bei der Beurteilung gilt die qualifizierte Mitwirkungspflicht der Gesuchstellenden; die Behörde nimmt eine freie Beweiswürdigung vor und berücksichtigt vorhandene Gutachten (z. B. Lingua) sowie das Fehlen neuer Belege.
“Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Die Vorinstanz darf einer um Familienasyl ersuchenden Person die von ihr in einem abgeschlossenen ordentlichen Asylverfahren begangene Verletzung der Mitwirkungspflicht anlasten, sofern sie ihr das rechtliche Gehör über die beabsichtigte Verwendung der Akten des vorgängigen Verfahrens gewährt und sie über die Auswirkungen der mangelnden Mitwirkung auf den Entscheid zum Familienasyl informiert hat (vgl. a.a.O. E. 2-3 und 8.1-8.3, insb. 8.3.5). Es steht der gesuchstellenden Person jedoch frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer konkreter Anhaltspunkte den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, so dass nicht von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Das SEM berücksichtigt sodann im Verfahren betreffend Familienasyl im Rahmen der freien Beweiswürdigung nicht nur einen allfälligen Lingua-Bericht des vorgängigen Verfahrens, sondern auch das Fehlen von neuen Beweisen oder Indizien zur Identität der gesuchstellenden Person sowie das Fehlen von Belegen zum Ort ihrer Hauptsozialisation.”
“Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Die Vorinstanz darf einer um Familienasyl ersuchenden Person die von ihr in einem abgeschlossenen ordentlichen Asylverfahren begangene Verletzung der Mitwirkungspflicht anlasten, sofern sie ihr das rechtliche Gehör über die beabsichtigte Verwendung der Akten des vorgängigen Verfahrens gewährt und sie über die Auswirkungen der mangelnden Mitwirkung auf den Entscheid zum Familienasyl informiert hat (vgl. a.a.O. E. 2-3 und 8.1-8.3, insb. 8.3.5). Es steht der gesuchstellenden Person jedoch frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer konkreter Anhaltspunkte den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, so dass nicht von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Das SEM berücksichtigt sodann im Verfahren betreffend Familienasyl im Rahmen der freien Beweiswürdigung nicht nur einen allfälligen Lingua-Bericht des vorgängigen Verfahrens, sondern auch das Fehlen von neuen Beweisen oder Indizien zur Identität der gesuchstellenden Person sowie das Fehlen von Belegen zum Ort ihrer Hauptsozialisation. Aussagen der gesuchstellenden Person im ersten Verfahren zur originären ebenso wie jene zur derivativen Flüchtlingseigenschaft im zweiten Verfahren berücksichtigt die Vorinstanz gleichermassen wie sie in beiden Verfahren das Verhalten der gesuchstellenden Person im Lichte von Treu und Glauben prüft (vgl. a.a.O. E. 9.8). Zu beachten ist schliesslich, dass die um Familienasyl ersuchende Person eine qualifizierte Mitwirkungspflicht trifft (vgl. a.a.O. E. 9.6).”
“Januar 2022 ersuchte die Beschwerdeführerin um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes C._______. Dazu führte sie aus, sie habe diesen am (...) 2021 in F._______ geheiratet. Zur Stützung der Vorbringen wurden Auszüge des Zivilstandsamts F._______ aus dem schweizerischen Zivilstandsregister vom (...) 2021 eingereicht (betreffend die gleichentags erfolgte Heirat und die gemeinsamen Kinder). E. Mit Schreiben vom 17. Januar 2022 erklärte der Ehemann der Beschwerdeführerin sein Einverständnis mit dem Einbezug seiner Ehefrau in seine Flüchtlingseigenschaft. F. Mit Verfügung vom 21. März 2022 gewährte das SEM der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zur Offenlegung der Identität und des Lebenslaufs, verwies auf den Umstand, dass sie im vorhergehenden Asylverfahren ihre Mitwirkungspflicht verletzt habe und die von ihr behauptete Sozialisierung (in Tibet) nicht habe glaubhaft machen können. Diese Mitwirkungspflichtverletzung könne gemäss Rechtsprechung (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 9.10) einen besonderen Umstand darstellen und daher einem Einbezug im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehen. Der Beschwerdeführerin wurde Gelegenheit eingeräumt, überprüfbare Angaben zu ihrem Lebenslauf zu machen. G. Mit Eingabe an das SEM vom 5. April 2022 führte die Beschwerdeführerin aus, sie habe ihre Herkunft oder Identität nie verschleiert. Während ihres eigenen Asylverfahrens habe das SEM ihre Sozialisierung als nicht glaubhaft eingestuft, sie aufgrund der Sprachanalyse «Lingua» als Mitglied einer tibetischen Diaspora vermutet und die Glaubhaftigkeit ihrer Herkunft aus G._______ in Tibet verneint. Die entsprechende Lingua-Analyse sei durch den anonymisierten Experten «AS19» durchgeführt worden, welcher seit längerem von verschiedenen Seiten aufgrund seiner Unwissenschaftlichkeit, substanzieller Defizite und nicht akzeptierbarer Fehler in seinen Berichten kritisiert und welchem eine besondere China-Freundlichkeit unterstellt worden sei. Die Beweiskraft der besagten Analyse bezüglich ihrer Sprache und Sozialisierung sei fraglich, was durch den Umstand, dass das Bundesverwaltungsgericht daran sei, eine Prüfung dieses Experten vorzunehmen, bestärkt werde.”
“Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Die Vorinstanz darf einer um Familienasyl ersuchenden Person die von ihr in einem abgeschlossenen ordentlichen Asylverfahren begangene Verletzung der Mitwirkungspflicht anlasten, sofern sie ihr das rechtliche Gehör über die beabsichtigte Verwendung der Akten des vorgängigen Verfahrens gewährt und sie über die Auswirkungen der mangelnden Mitwirkung auf den Entscheid zum Familienasyl informiert hat (vgl. a.a.O. E. 2-3 und 8.1-8.3, insb. 8.3.5). Es steht der gesuchstellenden Person jedoch frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer konkreter Anhaltspunkte den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, so dass nicht von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Das SEM berücksichtigt sodann im Verfahren betreffend Familienasyl im Rahmen der freien Beweiswürdigung nicht nur einen allfälligen Lingua-Bericht des vorgängigen Verfahrens, sondern auch das Fehlen von neuen Beweisen oder Indizien zur Identität der gesuchstellenden Person sowie das Fehlen von Belegen zum Ort ihrer Hauptsozialisation. Aussagen der gesuchstellenden Person im ersten Verfahren zur originären ebenso wie jene zur derivativen Flüchtlingseigenschaft im zweiten Verfahren berücksichtigt die Vorinstanz gleichermassen wie sie in beiden Verfahren das Verhalten der gesuchstellenden Person im Lichte von Treu und Glauben prüft (vgl. a.a.O. E. 9.8). Zu beachten ist schliesslich, dass die um Familienasyl ersuchende Person eine qualifizierte Mitwirkungspflicht trifft (vgl. a.a.O. E. 9.6).”
Massgeblicher Zeitpunkt zur Beurteilung, ob ein gelebtes Zusammenleben vorliegt, ist der Zeitpunkt des Entscheids. Erforderlich ist eine tatsächlich gelebte Familienbeziehung bzw. ein effektives Zusammenleben des einbezogenen Kindes mit dem Elternteil, dem die Flüchtlingseigenschaft originär zuerkannt wurde.
“Grundgedanke des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG ist es, der gesamten Familie eines Flüchtlings einen einheitlichen Rechtsstatus zu gewährleisten. Dies setzt aber ein Zusammenleben respektive eine effektiv gelebte Familienbeziehung des den Einbezug beantragenden Kindes mit dem Elternteil, dem die Flüchtlingseigenschaft originär zuerkannt wurde, voraus. Massgeblicher Zeitpunkt zur Feststellung, ob die Voraussetzungen des Familienasyls erfüllt sind, ist derjenige des Entscheids (vgl. hierzu Urteil des BVGer D-273/2017 vom 26. Januar 2017 E. 4.2 m.w.H.).”
“Grundgedanke des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG ist es, der gesamten Familie eines Flüchtlings einen einheitlichen Rechtsstatus zu gewährleisten. Dies setzt aber ein Zusammenleben respektive eine effektiv gelebte Familienbeziehung des den Einbezug beantragenden Kindes mit dem Elternteil, dem die Flüchtlingseigenschaft originär zuerkannt wurde, voraus. Massgeblicher Zeitpunkt zur Feststellung, ob die Voraussetzungen des Familienasyls erfüllt sind, ist derjenige des Entscheids (vgl. hierzu Urteil des BVGer D-273/2017 vom 26. Januar 2017 E. 4.2 m.w.H.).”
Der unbestimmte Rechtsbegriff «besondere Umstände» kann dem Einbezug in das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 4 AsylG entgegenstehen. Die Praxis konkretisiert diesen Begriff mit Blick auf die Verhinderung von Missbrauch und darauf, dass Personen, die objektiv keinen spezifischen Schutzbedarf im Rahmen des Familienasyls haben, nicht einbezogen werden sollen. Als Beispiele gelten insbesondere, wenn ein Familienmitglied die Staatsangehörigkeit eines anderen Staates besitzt und dort Schutz geniesst, wenn der Flüchtling seinen Schutzstatus derivativ erworben hat, oder wenn über längere Zeit kein gelebtes Familienleben bestanden hat bzw. erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben.
“Dem Einbezug in das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 4 AsylG können dem Wortlaut von Art. 51 Abs. 1 AsylG nach, auf welchen Abs. 4 verweist, "besondere Umstände" entgegenstehen. Bei diesen handelt es sich um einen unbestimmten, durch die Praxis konkretisierten Rechtsbegriff, dessen Zweck darin besteht, Missbrauchstatbestände zu unterbinden und den Behörden die Möglichkeit einzuräumen, Personen kein Asyl zu gewähren, die in objektiver Hinsicht des spezifischen Schutzes des Asyls nicht bedürfen (vgl. Botschaft zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II S. 69 f.; vgl. auch BVGE 2015/40 E. 3.4.4.3). "Besondere Umstände" sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staats als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Land nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl.”
“Dem Einbezug in das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 4 AsylG können dem Wortlaut von Art. 51 Abs. 1 AsylG nach, auf welchen Absatz 4 verweist, "besondere Umstände" entgegenstehen. Bei diesen handelt es sich um einen unbestimmten, durch die Praxis konkretisierten Rechtsbegriff, dessen Zweck darin besteht, Missbrauchstatbestände zu unterbinden und den Behörden die Möglichkeit einzuräumen, Personen kein Asyl zu gewähren, die in objektiver Hinsicht des spezifischen Schutzes des Asyls nicht bedürfen (vgl. Botschaft zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II S. 69 f.; vgl. auch BVGE 2015/40 E. 3.4.4.3). "Besondere Umstände" sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staats als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Land nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée dans le cas présent, que l'intéressée a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA) et que, présenté dans la forme et le délai (art. 52 al. 1 PA et 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; arrêt du Tribunal E-1813/2019 du 1er juillet 2020 consid. 5.3 et réf. cit.), que l'entrée en Suisse des personnes intéressées, qui ont été séparées du réfugié par la fuite et se trouvent à l'étranger, est alors autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que ces dispositions ont pour finalité de régler, de manière uniforme, le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite et de faire bénéficier ses membres d'une même protection (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cependant, les membres de la famille qui possèdent la nationalité d'un autre Etat que le réfugié bénéficient déjà de la protection de ce dernier, que dans ce contexte, le concept de « circonstance particulière » doit être interprété conformément à la finalité de la disposition en cause, laquelle implique que ces personnes ne peuvent pas être incluses dans le statut du réfugié reconnu en Suisse (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 1997 no 22 consid. 4b et 4c), qu'en effet, il ne serait ni utile ni conforme à la finalité de l'art. 51 al. 1 LAsi que la Suisse leur accorde également sa protection, que cette jurisprudence est demeurée pleinement valable après l'entrée en vigueur de la LAsi en date du 1er octobre 1999 (cf.”
Art. 51 Abs. 1 AsylG gilt für Ehegatten und minderjährige Kinder von anerkannten Flüchtlingen/Asylberechtigten. Nach der Rechtsprechung ist diese Bestimmung nicht auf Familienangehörige von Personen anwendbar, die lediglich vorläufig aufgenommen sind; in solchen Fällen kommt Art. 51 Abs. 1 nicht zur Anwendung.
“1 OASA, les demandes visant à inclure des membres de la famille dans l'admission provisoire doivent être déposées auprès de l'autorité migratoire cantonale (art. 88 al. 1 OASA). Cette autorité transmet la demande accompagnée de son avis au SEM, qui précise si les conditions légales de regroupement familial sont remplies (art. 74 al. 2 OASA). 4.8 Aux termes de l'art. 74 al. 3 1ère phrase OASA, la demande visant à inclure des membres de la famille dans l'admission provisoire doit être déposée dans les cinq ans dès l'admission à titre provisoire, sous réserve du délai d'attente prévu à l'art. 85 al. 7 LEI. 5. 5.1 En l'espèce, le recourant allègue d'abord que l'application, dans le cas d'espèce, de l'art. 85 al. 7 LEI à la place de l'art. 51 LAsi était discriminatoire. 5.2 En vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). Ainsi, l'art. 51 al. 1 LAsi - qui a pour vocation de régler de manière uniforme le statut du noyau familial - s'applique aux membres de la famille, présents en Suisse, de réfugiés au bénéfice d'une admission provisoire (ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1 et réf. cit.). Cela dit, cette disposition vise avant tout à permettre aux membres de la famille d'un réfugié auquel l'asile a été accordé en Suisse d'obtenir le même statut que ce dernier, qu'ils soient déjà ou non en ce pays. 5.3 En formulant l'art. 51 al. 1 LAsi, le législateur a voulu reprendre, pour l'essentiel, dans une seule et même disposition, l'art. 3 al. 3 de la loi sur l'asile du 5 octobre 1979 (RO 1980 1718, ci-après : aLAsi) portant sur l'octroi de la qualité de réfugié à titre dérivé à des membres de la famille déjà en Suisse, et l'art. 7 aLAsi portant sur l'octroi de l'asile à titre dérivé à des membres de la famille encore à l'étranger (ATAF 2017 VI/4 consid. 4.3.2 ; arrêt du TAF E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.3.1). L'art. 51 LAsi concerne donc uniquement les membres de la famille de réfugiés en Suisse, à l'exclusion de toutes autres catégories d'étrangers, et n'est dès lors pas applicable aux membres de la famille d'une personne admise à titre provisoire en Suisse (ATAF 2017 VII/8 consid.”
“Weiter rügte die Beschwerdeführerin, dass das Schreiben der Vorinstanz hinsichtlich des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes (vgl. vorinstanzliche Akten A28) im Widerspruch zur Gewährung der vorläufigen Aufnahme aufgrund der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs stehe. Sodann sei der Beizug des Dossiers ihres Ehemannes in den Akten nicht festgehalten worden. Auch in der Vernehmlassung habe sich das SEM hierzu nicht geäussert. Dadurch habe es den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und den Sachverhalt unzureichend festgestellt. Das Vorgehen der Vorinstanz erscheint in der Tat widersprüchlich, ist jedoch im Resultat nicht zu beanstanden. Das SEM ging fälschlicherweise zunächst davon aus, der Ehemann der Beschwerdeführerin sei anerkannter Flüchtling. Aus dem ZEMIS (Zentrales Migrationsinformationssystem) geht jedoch hervor, dass er lediglich über eine vorläufige Aufnahme infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verfügt. Art. 51 Abs. 1 AsylG (Familienasyl) ist daher nicht anwendbar und das SEM hat im Asylentscheid zu Recht den Einbezug in die - nicht vorhandene - Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes nicht geprüft. Ein Beizug dessen Akten zur Prüfung allfälliger Risiken für die Beschwerdeführerin war daher nicht angezeigt, weshalb sich auch keine entsprechende Notiz in den Akten befindet. Aus dem Versehen des SEM ist der Beschwerdeführerin kein Nachteil entstanden. Eine Verletzung des Anspruchs auf Akteneinsicht respektive der Aktenführungspflicht oder der Untersuchungspflicht ist daher zu verneinen.”
Die Rechtsprechung geht davon aus, dass der Kreis der in Art. 51 AsylG genannten Anspruchsberechtigten abschliessend ist und auf den Ehegatten und die minderjährigen Kinder beschränkt bleibt. Frühere Ausnahmeregelungen, die einen weiteren Einschluss naher Angehöriger ermöglichten, wurden aufgehoben; deshalb ist eine weite oder extensivierende Auslegung der Bestimmung nicht mit dem klaren Willen des Gesetzgebers vereinbar.
“) erlitten und unbehelligt gelebt hätten, und den Akten auch darüberhinausgehend keine konkreten Hinweise zu entnehmen seien, wonach die Mitnahme des Sohns im Jahr 2016 in irgendeinem Zusammenhang mit der Tätigkeit des jüngeren Bruders gestanden habe, dass die erlittenen Nachteile im Jahr 2016 auf die ehemalige Tätigkeit des Bruders des Beschwerdeführers (F.O.) zurückzuführen seien, die Bedrohungen und kurzzeitigen Festnahmen im Jahr 2023 jedoch im Zusammenhang mit der Auflösung der Verlobung der Tochter stünden und somit nicht auf einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv beruhten, und auch nach dem Beitritt des Verlobten zu den Taliban keine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen bestehe, dass weder den vorliegenden Akten noch der Beschwerdeschrift konkrete Hinweise für die befürchtete Zwangsrekrutierung zu entnehmen seien, zumal eine Zwangsrekrutierung durch die Taliban nicht auf einem Verfolgungsmotiv beruhe und daher keine flüchtlingsrechtliche Relevanz entfalte, dass, soweit ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft der Töchter beantragt werde, ein solcher nicht möglich sei, da der Wortlaut von Art. 51 AsylG (SR 142.31) klar und abschliessend sei, dass, wenn in einem Verfahren die Voraussetzungen für Familienasyl nicht erfüllt seien, eine Anwendung von Art. 8 EMRK ausgeschlossen sei, und die Frage nach einem allfälligen Aufenthaltsanspruchs im Rahmen eines ausländerrechtlichen Familiennachzugsverfahrens zu klären wäre, wobei die Beschwerdeführer mit der erteilten vorläufigen Aufnahme ohnehin ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz erhalten hätten, dass der Einheit der Familie im Sinne von Art. 44 AsylG bei einer allfälligen Aufhebung der vorläufigen Aufnahme Rechnung zu tragen wäre, dass die Beschwerdeführer in ihrer Replik vom 6. Januar 2025 im Wesentlichen einwendeten, sie hätten zwischen 2018 und 2021 nur deshalb unbehelligt leben können, weil die Taliban am Wohnort nicht präsent gewesen seien, was seit der Machtübernahme jedoch anders sei und sie sich - in Anbetracht der bereits erlittenen Verfolgung - zur Ausreise entschieden hätten, bevor sie erneut Opfer von konkreten Verfolgungsmassnahmen werden würden, dass die erneuten Übergriffe im Jahr 2023 als Fortsetzung der Verfolgung und nicht als isoliertes Ereignis zu betrachten seien, womit die Aktualität und asylrechtliche Relevanz dargelegt sei, und sie begründete Furcht vor Reflexverfolgungsmassnahmen hätten, dass der beschwerdeführende Sohn (M.”
“Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'espèce, la recourante s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 10 décembre 2019, de sorte que la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie. Se pose dès lors la question de savoir si B._______ et C._______ peuvent être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.2 4.2.1 Selon la jurisprudence du Tribunal, le terme « enfant » mentionné à l'art. 51 al. 1 LAsi doit être compris comme étant une relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. arrêts du Tribunal E-5519/2022 du 9 février 2024 consid. 4.3 ; E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid.”
“4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 ; 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20), que par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant cette exception - et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents , il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial stricto sensu séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3), qu'ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem), que l'art.”
“1 et 4 LAsi) -, le SEM n'a pas autorisé l'entrée en Suisse de la susnommée et a rejeté la demande de regroupement familial en tant qu'elle la concerne, attendu qu'elle était déjà majeure au moment du dépôt de cette demande, que, dans son recours du 17 mai 2024 (date du timbre postal), l'intéressé, sans prendre de conclusion formelle, s'est opposé à la décision du 26 avril 2024, qu'il a fait valoir, en substance, que sa fille avait été « profondément affectée » par certains événements survenus en Turquie et que le jugement rendu à son encontre (à l'encontre du père) avait également un impact sur elle, qu'il s'est prévalu en outre du fait que B._______ serait une « étudiante très performante », qu'elle ne pourrait pas être séparée du reste de sa famille et qu'il n'y aurait personne au pays à qui elle pourrait être confiée, le cas échéant, que ces différents motifs ne sont toutefois pas pertinents en la cause, qu'en effet, la seule question juridique qu'il y a lieu d'examiner en l'espèce est celle de la juste application - ou non - du prescrit de l'art. 51 LAsi (regroupement familial), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose au regroupement familial (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), qu'en supprimant l'exception prévue à l'art. 51 al. 2 LAsi et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial, que pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial doit désormais être traité uniquement en vertu des prescriptions de la loi fédérale du 16 décembre 2005 sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20) et non selon le régime spécial de la LAsi, qu'en l'occurrence, il ressort du dossier que B.”
“» Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'occurrence, le recourant étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 23 juin 2022, la première condition de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi est remplie. 4.2 Se pose ensuite la question de savoir si B._______ peut être considérée comme une enfant mineure au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.3 Ayant procédé à une interprétation littérale de cette disposition, le Tribunal a retenu que le terme « enfant » devait être compris comme étant une relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. arrêt du Tribunal E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.4.2 et réf. cit.). Il a précisé que la filiation était une notion juridique qui n'existait que si le droit la consacrait et qui résultait soit directement de la loi (pour la mère, de la naissance ; pour le père, de la présomption de paternité du mari), soit d'actes déterminés (reconnaissance, jugement, décision de l'autorité en cas d'adoption ; cf.”
Eine schwerwiegende Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die in Art. 51 Abs. 1 AsylG einzubeziehende Person kann einen "besonderen Umstand" i.S.v. Art. 51 Abs. 1 darstellen, wenn dadurch der Behördenprüfung etwa des Vorliegens einer anderen Staatsangehörigkeit oder der hypothetischen Niederlassungsmöglichkeit der Familie in einem Drittstaat verunmöglicht wird. Das SEM trägt die Beweislast für diese Prüfung; die gesuchstellende Person trifft im Familienasylverfahren eine qualifizierte Mitwirkungspflicht. Sie kann jedoch durch neue, überprüfbare Angaben oder Belege den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung ausräumen, in welchem Fall nicht von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist.
“Der Einbezug eines Familienmitglieds in die Flüchtlingseigenschaft des anderen Familienmitglieds aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten kann durch das SEM verweigert werden, sofern eine hypothetische Prüfung ergibt, dass sich die ganze Familie im Heimatstaat eines nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte (vgl. BVGE 2020 IV/6 E. 5.3 m.H.a. BVGE 2015/40). Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Gemäss diesem Grundsatzurteil haben Personen mit vermutungsweise chinesischer Staatsangehörigkeit, welche gemäss Einschätzung des SEM im vorhergehenden Asylverfahren in einer exiltibetischen Diaspora-Gemeinschaft hauptsozialisiert wurden, erneut die Möglichkeit, im Rahmen des Gesuchs um Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG, Angaben zu ihrem wahren Hauptsozialisierungsort zu liefern, um so das SEM in die Lage zu versetzen, zu prüfen, ob im zu beurteilenden Gesuch um Familienasyl besondere Umstände im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen oder nicht. Das SEM trägt die Beweislast für diese Prüfung, kann sie jedoch nur vornehmen, wenn genügend Angaben über den Ort vorliegen, an dem die einzubeziehende Person vor ihrer Einreise in die Schweiz ihren Lebensmittelpunkt hatte, und wo ihre Hauptsozialisierung erfolgte (zum Beweisnotstand des SEM vgl. BVGE a.a.O. E. 2.4 und 8.5). Nur so ist die Vorinstanz in der Lage, zu beurteilen, ob ein Aufenthalt in diesem Drittland für die ganze Familie hypothetisch zulässig, zumutbar und möglich wäre. Fehlen entsprechende Angaben, kann die Vorinstanz diese Frage nicht klären, mit dem Ergebnis, dass die antragstellende Person die Folgen dieser qualifizierten Mitwirkungspflichtverletzung auch im Verfahren um die Gewährung des Familienasyls zu tragen hat (vgl. BVGE 2020 VI/6 E.”
“Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss Rechtsprechung unter anderem anzunehmen, wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person, und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist. Wenn es den Asylbehörden aufgrund täuschender oder unsubstantiierter Angaben nicht möglich ist, die tatsächliche Herkunft festzustellen, kann auch nicht überprüft werden, ob sich die Familie der um Einbezug ersuchenden Person in einem Staat niederlassen könnte, dessen Staatsangehörigkeit diese allenfalls besitzt. Diese Art der Mitwirkungspflichtverletzung, welche es den schweizerischen Asylbehörden verunmöglicht, eine entsprechende Prüfung vorzunehmen, stellt einen besonderen Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG dar, welcher der Familienzusammenführung entgegensteht (vgl. Urteil des BVGer E-1472/2019 vom 15. März 2022 E. 9.3 m.H.a. BVGE 2020 VI/6 E. 9.10).”
“Gemäss Rechtsprechung liegt ein weiterer besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG vor, wenn dem SEM die Prüfung des Vorliegens einer weiteren Staatsangehörigkeit verunmöglicht wird, weil die gesuchstellende Person im Rahmen des Verfahrens betreffend Familienasyl eine schwere Mitwirkungspflichtverletzung begangen hat (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 9.10). In einem solchen Verfahren trifft die gesuchstellende Person eine qualifizierte Mitwirkungspflicht, deren Verletzung nicht zu einer Besserstellung gegenüber einer Person führen darf, welche ihrer diesbezüglichen Pflicht nachgekommen ist (vgl. a.a.O. E. 9.6). Es steht der gesuchstellenden Person frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer, konkreter Anhaltspunkte den Anschein einer Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, in welchem Fall nicht von «besonderen Umständen» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Umgekehrt ist bei einer schwerwiegenden Mitwirkungspflichtverletzung weder die chinesische Staatsangehörigkeit noch das Fehlen einer anderen Staatsangehörigkeit glaubhaft gemacht.”
“Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Die Vorinstanz darf einer um Familienasyl ersuchenden Person die von ihr in einem abgeschlossenen ordentlichen Asylverfahren begangene Verletzung der Mitwirkungspflicht anlasten, sofern sie ihr das rechtliche Gehör über die beabsichtigte Verwendung der Akten des vorgängigen Verfahrens gewährt und sie über die Auswirkungen der mangelnden Mitwirkung auf den Entscheid zum Familienasyl informiert hat (vgl. a.a.O. E. 2-3 und 8.1-8.3, insb. 8.3.5). Es steht der gesuchstellenden Person jedoch frei, im Verfahren um Familienasyl aktiv mitzuwirken und anhand neuer konkreter Anhaltspunkte den Anschein der Mitwirkungspflichtverletzung auszuräumen oder wesentliche Tatsachen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Herkunft offenzulegen, so dass nicht von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 9.7 f.). Das SEM berücksichtigt sodann im Verfahren betreffend Familienasyl im Rahmen der freien Beweiswürdigung nicht nur einen allfälligen Lingua-Bericht des vorgängigen Verfahrens, sondern auch das Fehlen von neuen Beweisen oder Indizien zur Identität der gesuchstellenden Person sowie das Fehlen von Belegen zum Ort ihrer Hauptsozialisation.”
Eine dauerhafte eheähnliche Gemeinschaft (Konkubinat) wird im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Ehegatten gleichgestellt. Indizien wie langjährige Beziehung, gemeinsamer Haushalt und gemeinsame Kinder können das Vorliegen einer solchen dauerhaften eheähnlichen Gemeinschaft belegen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]).”
“Sie und der Kindsvater seien sri-lankische Staatsangehörige; er sei anerkannter Flüchtling und sie verfüge ausserhalb der Schweiz über keinen gültigen Aufenthaltstitel. Das Familienleben könne folglich nur in der Schweiz gelebt werden. Demnach sei gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG der in der Schweiz geborene Beschwerdeführer als Sohn eines Flüchtlings und sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als dessen Lebenspartnerin als Flüchtlinge anzuerkennen. Es handle sich bei ihrer nunmehr fünfjährigen Beziehung um eine dauerhafte, eheähnliche Gemeinschaft, zumal sie trotz der erschwerenden Umstände faktisch zusammengelebt hätten. Die Vor-instanz habe ihren ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz seit dem 1. April 2022 und die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil D-3175/2016 vom 17. August 2017 [= BVGE 2017 VI/4; Anmerkung BVGer] zu Unrecht unberücksichtigt gelassen.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). Im Kontext des Familienbegriffs werden die eingetragenen Partnerinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen den Ehegatten gleichgestellt (Art. 1a Bst. e der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]).”
“L'intensité du risque de persécution réfléchie doit être appréciée en fonction des circonstances du cas d'espèce. Aussi, il convient de prendre en compte que ces mesures n'ont pas nécessairement pour but l'obtention de renseignements, mais qu'elles peuvent également viser des personnes qui s'engagent ouvertement en faveur de leurs proches ou encore être prises en guise de représailles, pour punir tous les membres d'une même famille pour les agissements de l'un d'entre eux, soit parce qu'ils sont soupçonnés de partager ses opinions et ses buts, soit pour les intimider ou pour tenter de faire taire l'activiste en question. Dans l'évaluation des circonstances concrètes et objectives, on tient également compte de la situation générale du pays d'origine en matière de droits humains, des modèles de persécution "usuellement" appliqués ainsi que du comportement général des organes étatiques à l'égard de personnes ou groupes de personnes dont la situation est comparable à celle du requérant d'asile (cf. ATAF 2010/57 consid. 4.1.3 et réf. cit.). 4.3.2 Par ailleurs, à teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié est reconnu comme réfugié et obtient l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. La notion de « conjoint » ne se réfère pas seulement aux personnes mariées selon le droit suisse, un mariage valablement célébré à l'étranger (selon le droit qui y est applicable) étant en principe également reconnu, sous réserve en particulier de sa compatibilité avec l'ordre public suisse. En outre, en vertu de l'art. 1a let. e de l'ordonnance 1 du 11 août 1999 sur l'asile (OA 1, RS 142.311) un concubinage durable est assimilé au mariage (cf. aussi pour plus de détails ATAF 2012/5 consid. 4.1 à 4.4, 4.5.1 et 4.7.1 ; ainsi que Manuel Asile et retour du SEM, Article F3 (Asile accordé aux familles / regroupement familial au titre du droit d'asile), ch. 2.1.4.1 s. et réf. cit.). 4.4 Au vu de l'état du dossier au moment où le SEM a statué, celui-ci devait partir du principe que la recourante vivait toujours avec B._______, chez qui elle avait emménagé dès son arrivée en Suisse, et qu'elle était désormais la « mère de substitution » de l'enfant du susnommé (voir aussi ci-dessus l'état des faits ainsi que les remarques du SEM à ce sujet figurant dans la pièce A18 du dossier, établie deux jours seulement avant qu'il ne rende sa décision).”
“_______, dont elle porte désormais le patronyme, comme en atteste la copie du certificat de famille produite en la cause, qu'il y a lieu d'admettre qu'elle vit en ménage commun avec son époux et leur fille, eu égard à ses déclarations en ce sens et à la décision du SEM du 14 mai 2024 d'admission de sa demande du 22 décembre 2023 de changement de son canton d'attribution en faveur de celui de D._______, canton d'attribution de son époux, qu'il n'existe toujours pas de circonstance particulière au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi qui ferait exception à l'intégration de la recourante dans le statut de réfugié admis à titre provisoire de C._______, le SEM n'ayant à aucun moment prétendu le contraire (s'agissant de la casuistique concernant la notion juridique indéterminée de « circonstances particulières » au sens de cette disposition, cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.3 et jurisp. cit.), que les conditions mises à l'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi sont dès lors présentement réunies, que la décision attaquée annulant la décision du 15 septembre 2023 et rejetant la demande de la recourante du 8 septembre 2023 d'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi n'est dès lors manifestement pas ou plus conforme au droit, que, par conséquent, il y a lieu d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée pour violation du droit fédéral (cf. art. 106 al. 1 let. a LAsi), que, par conséquent, la décision du 15 septembre 2023 demeure en force, que, s'avérant manifestement fondé, le recours est admis dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (cf. art. 111 let. e LAsi), que le présent arrêt n'est dès lors motivé que sommairement (cf. art. 111a al. 2 LAsi), qu'au vu de l'issue de la cause, il n'est pas perçu de frais de procédure (cf. art. 63 al. 1 et al. 2 PA), que la recourante a droit à des dépens pour les frais indispensables occasionnés par le litige (cf. art. 64 al. 1 PA et art. 7 du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF, RS 173.320.2]), que, sur la base du dossier (cf. art. 14 FITAF), il paraît équitable de lui allouer une indemnité de 500 francs à titre de dépens, à charge du SEM, que la demande tendant à la désignation de Saban Murat Özten comme mandataire d'office devient sans objet, qu'en effet, le Tribunal ne doit payer à un mandataire qu'il a désigné comme mandataire d'office une indemnité à titre d'honoraires et de débours que lorsque la personne représentée n'obtient pas gain de cause (cf.”
Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann auch gewährt werden, wenn die Familiengemeinschaft erst in der Schweiz begründet worden ist. Die Rechtsprechung stellt die Anwendung der Bestimmung nicht auf einen rechtmässigen Aufenthalt ab; ein früherer unrechtmässiger Aufenthalt begründet nicht automatisch «besondere Umstände», die Familienasyl ausschliessen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Befinden sich die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder in der Schweiz, erhalten sie - vorbehältlich besonderer Umstände - ebenfalls die Flüchtlingseigenschaft (und Asyl), auch wenn die Familiengemeinschaft erst in der Schweiz begründet worden ist (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 4.2 ff.).”
“_______ sei sie jeweils nur zurückgekehrt, wenn es ihr Asylverfahren erfordert habe. Anlässlich ihres schriftlichen Asylgesuchs vom 18. Juli 2019 habe sie in G._______ gewohnt und am (...) ihren Sohn in der Schweiz zur Welt gebracht. Nach dem Nichteintretensentscheid vom 18. September 2019 sowie ihrer Wegweisung nach Frankreich habe der Lebenspartner/Vater für sie eine Wohnung in I._______ gemietet; sie hätten sich aber weiterhin bei jeder Gelegenheit in D._______ aufgehalten, insbesondere zum Wohl des Kindes. Diese Situation habe am 21. Juni 2021 zum Gesuch um Familienzusammenführung geführt, nachdem sie sich ohnehin praktisch ausschliesslich in der Schweiz aufgehalten hätten. Seit dem 1. April 2022 würden sie sich nun dauerhaft und ausschliesslich in der Schweiz aufhalten, weshalb die Voraussetzungen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erfüllt seien. Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei die Anwendung dieser Bestimmung nicht auf einen "rechtmässigen" Aufenthalt beschränkt. Es könne auch nicht von einer rechtsmissbräuchlichen Berufung auf Art. 51 Abs. 1 AsylG gesprochen werden. Die Beschwerdeführerin habe ihren Aufenthalt nicht mit dem Ziel nach J._______ verlegt, die Einreisebestimmungen zu umgehen, sondern um ihren Sohn zu schützen. Insofern würden keine besonderen Umstände vorliegen, die dem Anspruch auf Familienzusammenführung entgegenstünden.”
Die Vorschrift wird in der Rechtsprechung unter dem Begriff «Familienasyl» zusammengefasst.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - namentlich Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
Wird Art. 51 Abs. 1 AsylG in der Entscheidbegründung nicht behandelt oder fehlt eine hinreichend klare Auseinandersetzung damit, begründet dies eine ungenügende Begründung des Entscheids; das Verfahren ist in solchen Fällen zur neuen, korrekt begründeten Prüfung an das SEM zurückzuweisen.
“1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il appert de ce qui précède que le SEM ne s'est en définitive pas prononcé à satisfaction de droit sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art. 51 al. 1 LAsi, au besoin en vérifiant l'authenticité des moyens remis, et de prendre en compte les démarches entreprises par l'intéressé en vue de faire valoir son droit à demeurer auprès de sa fille et de sa compagne, que, vu l'issue du recours, il n'est pas perçu de frais de procédure (art.”
Art. 51 Abs. 1 AsylG (Familienasyl) findet nach der Rechtsprechung auch Anwendung, wenn die einzubeziehenden Familienmitglieder sich in der Schweiz aufhalten und die primär anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen ist. Eingetragene Partnerinnen und Partner sowie in dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen werden den Ehegatten gleichgestellt (vgl. Art. 1a Bst. e AsylV 1).
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). Im Kontext des Familienbegriffs werden die eingetragenen Partnerinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen den Ehegatten gleichgestellt (Art. 1a Bst. e der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]).”
Massgeblich für die Beurteilung, ob ein Kind im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG minderjährig ist, ist sein Alter zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Einbezug / Familienasyl. War die betreffende Person bei Einreichung bereits volljährig, fehlt damit die nach Art. 51 Abs. 1 erforderliche Voraussetzung der Minderjährigkeit.
“Die Beschwerdeführerin wurde gemäss ZEMIS-Eintrag am (...) volljährig. Sie reichte das Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters und um Familienasyl am 3. November 2020 beim SEM ein. Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung war sie demnach volljährig, (...) was von ihr auch nicht bestritten wird. Der Gesetzestext von Art. 51 Abs. 1 bezieht sich explizit auf minderjährige Kinder, wobei gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesveraltungsgerichts das Alter im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgeblich ist (vgl. Urteile des BVGer D-7400/2015 vom 28. Juni 2017 E. 3.1, E-21/2017 vom 30. März 2017 E. 1.3 und E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.2, je m.w.H.). Als «Gesuch» im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG gilt dabei das Gesuch um Einbezug und Familienasyl und nicht - wie in der Beschwerde behauptet - das erneute Asylgesuch des Vaters vom 15. November”
“Ce n'est qu'avec la reconnaissance de la qualité de réfugié du père du recourant, par décision du 8 juin 2023, que la question de l'inclusion dans l'asile familial pouvait être examinée. Dans la mesure où la procédure de A._______ était close, seule la date du dépôt de sa demande d'asile familiale devait alors être prise en compte (cf., pour un cas analogue, arrêt du Tribunal E-3528/2020 du 10 février 2022 consid. 2.3.2). Il s'ensuit que s'applique ici la règle jurisprudentielle selon laquelle, lorsqu'une demande d'inclusion dans le statut de réfugié est déposée en dehors d'une procédure d'asile, l'âge de l'enfant au moment du dépôt de dite demande est seul déterminant (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4.2 et réf. cit.). Or, au moment où il a déposé sa demande d'inclusion dans l'asile familial de son père, le 26 juin 2023, moment décisif pour déterminer l'âge de la personne souhaitant être incluse dans le statut de réfugié du parent regroupant, l'intéressé était majeur. Les conditions cumulatives de l'art. 51 al. 1 LAsi n'étaient en conséquence pas remplies au moment du dépôt de la demande d'inclusion dans la qualité de réfugié de B._______. 3.3.3 Dans ces circonstances, en se fondant sur l'âge de A._______ au moment du dépôt de la demande d'asile familial, le SEM ne s'est pas écarté de la jurisprudence du Tribunal applicable en la matière. 4. Il reste à examiner, dans un second temps, si le recourant peut se prévaloir d'un éventuel risque de persécution réfléchie en cas de retour en Turquie. 4.1 Une persécution réfléchie (« Reflexverfolgung ») est reconnue lorsque des pressions et des représailles constitutives d'une persécution au sens de l'art. 3 LAsi sont mises en oeuvre à l'encontre de proches ou de membres de la famille d'une personne recherchée ou persécutée (cf. ATAF 2010/57 consid. 4.1.3 et réf. cit., 2007/19 consid. 3.3). Le risque de persécution réfléchie est évalué en fonction des circonstances du cas d'espèce. Il dépend non seulement du degré de parenté, mais aussi d'autres éléments concrets (cf.”
“Cela dit, en l'espèce, la procédure d'asile de A._______ s'est close par l'entrée en force de sa décision du 23 avril 2021. Elle n'était ainsi plus pendante le 8 juin 2023, lorsque le SEM a reconnu la qualité de réfugié à son père et lui a octroyé l'asile, de telle sorte que cette particularité ne s'applique pas dans son cas. Il sied également de rappeler que la procédure du prénommé concernait uniquement l'examen de la qualité de réfugié à titre originaire, ce même si une décision séparée a été rendue à l'endroit de son père et sa soeur. La question de la qualité de réfugié à titre dérivée ne pouvait pas faire l'objet de sa procédure au moment de la décision du 23 avril 2021, B._______ ayant également reçu une décision négative en matière d'asile. De ce fait, l'inclusion sous l'angle de l'asile familial ne relevait que d'une pure hypothèse, quand bien même les autres membres de la famille du requérant avaient déposé un recours contre dite décision ; en conséquence, la première condition de l'art. 51 al. 1 LAsi, à savoir le statut de réfugié du parent se trouvant en Suisse, n'était à ce moment-là pas remplie. Ce n'est qu'avec la reconnaissance de la qualité de réfugié du père du recourant, par décision du 8 juin 2023, que la question de l'inclusion dans l'asile familial pouvait être examinée. Dans la mesure où la procédure de A._______ était close, seule la date du dépôt de sa demande d'asile familiale devait alors être prise en compte (cf., pour un cas analogue, arrêt du Tribunal E-3528/2020 du 10 février 2022 consid. 2.3.2). Il s'ensuit que s'applique ici la règle jurisprudentielle selon laquelle, lorsqu'une demande d'inclusion dans le statut de réfugié est déposée en dehors d'une procédure d'asile, l'âge de l'enfant au moment du dépôt de dite demande est seul déterminant (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4.2 et réf. cit.). Or, au moment où il a déposé sa demande d'inclusion dans l'asile familial de son père, le 26 juin 2023, moment décisif pour déterminer l'âge de la personne souhaitant être incluse dans le statut de réfugié du parent regroupant, l'intéressé était majeur.”
“Auch hinsichtlich der ältesten Tochter der Beschwerdeführerin sind die Erwägungen des SEM nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung wird zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und gestützt auf die geltende Praxis dargelegt, weshalb sie die Voraussetzung für den Familiennachzug nicht erfüllt sind. Die Angaben auf Beschwerdeebene führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. Die älteste Tochter der Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung am 18. Dezember 2023 unbestrittenermassen volljährig und erfüllt somit das zwingende Erfordernis der Minderjährigkeit nach Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht. Vorliegend fehlt es somit an der gesetzlichen Grundlage für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin.”
“), que cela étant, le recourant s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile en date du 24 août 2023, qu'il a déposé, le 11 octobre suivant, une demande de regroupement familial en faveur notamment de ses deux fils, B._______, alors âgé de 21 ans, et C._______, âgé de 19 ans, que le SEM a rejeté cette demande par décision du 14 novembre 2023, au motif que ceux-ci étaient majeurs au moment du dépôt de la demande de regroupement familial, que dans son recours, l'intéressé argue qu'il convient, dans le cas particulier, de faire une exception à la règle des ayants droit définis à l'art. 51 LAsi et d'accepter l'entrée en Suisse de ses deux fils, malgré leur majorité au moment du dépôt de la demande de regroupement familial du 11 octobre 2023, étant donné leur jeune âge ainsi que l'hospitalisation de l'un d'eux, qu'à l'appui de son recours, il a notamment produit, sous forme de copies, plusieurs documents médicaux concernant son fils cadet, C._______, rédigés en langue turque, que pour rappel, le Tribunal a examiné de manière approfondie la portée de l'art. 51 al. 1 LAsi dans son ATAF 2015/29 (confirmé dans l'ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3), qu'il y a retenu que cette disposition devait être interprétée de manière restrictive, que le cercle des personnes concernées y est clairement défini et n'englobe manifestement pas la possibilité pour un réfugié de solliciter l'asile familial en faveur d'enfants majeurs, que par ailleurs, selon la jurisprudence constante du Tribunal, la question de savoir si l'enfant est mineur se détermine en fonction de son âge au moment du dépôt de la demande d'asile familial, non pas à la date du dépôt de la demande d'asile en Suisse du parent concerné ou de la fuite de celui-ci (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.4), qu'au demeurant, il en va de même en droit des étrangers, l'âge de l'enfant lors du dépôt de la demande de regroupement familial étant déterminant pour statuer sur le droit (matériel) au regroupement et sur la recevabilité du recours en matière de droit public qui en dépend (cf. idem), qu'en l'occurrence, l'intéressé étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 24 août 2023, la première condition de l'art.”
“6 LAsi) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'aux termes de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que le cercle des bénéficiaires de l'asile familial au sens de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié ainsi qu'à ses enfants mineurs (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), qu'un réfugié n'a dès lors manifestement pas la possibilité de solliciter l'asile familial en faveur d'enfants majeurs, le moment déterminant du point de vue de l'âge de l'enfant étant celui du dépôt de la demande de regroupement familial (cf. ATAF 2020 VI/7 précité consid. 2.4 et réf. cit.), qu'en l'espèce, c'est donc à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial déposée en faveur de B._______, l'une des conditions cumulatives prévues par l'art. 51 al. 1 LAsi n'étant pas remplie, étant donné que la prénommée était majeure au moment du dépôt de la demande, ce qui n'est pas contesté, que dans son écrit du 8 mai 2024, qualifié à juste titre de recours par le SEM, l'intéressé a demandé qu'il soit fait exception à ce principe compte tenu du fait que lors de sa procédure d'asile, l'auditrice lui aurait assuré que, le cas échéant, la majorité de B._______ au moment où il déposerait une demande de regroupement familial ne ferait pas obstacle à celle-ci, qu'il a ajouté que la situation de B._______ en Turquie était extrêmement préoccupante, celle-ci ne pouvant poursuivre ses études ni vivre de manière autonome et sécurisée, compte tenu des risques auxquels sa famille aurait été exposée, que le recourant ne fait valoir aucun argument justifiant d'élargir le champ d'application de l'art. 51 LAsi, qu'il ne fournit au demeurant aucun élément concret au sujet des « assurances » qui lui auraient été données par le SEM, que les risques auxquels B._______ s'exposerait en Turquie ne sont pas pertinents pour la présente procédure et ne pourraient être examinés que dans le cadre d'une demande d'asile que la prénommée aurait elle-même déposée, que sur le vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art.”
Ein Gesuch um Familiennachzug kann als missbräuchlich gewertet werden, wenn die Beziehung aufgegeben wurde und das Gesuch offenkundig primär der Wiederaufnahme des Verfahrens dient; in einem solchen Fall hat das Bundesverwaltungsgericht keinen Anspruch auf Familienasyl nach Art. 51 AsylG bejaht.
“Das Bundesverwaltungsgericht geht somit mit der Vorinstanz einig, dass die allenfalls in einem früheren Zeitpunkt gelebte Familienbeziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Verlobten zwischenzeitlich aufgegeben worden ist und das Gesuch um Familiennachzug offenkundig dazu dienen soll, die Wiederaufnahme zu ermöglichen. Da die Familienzusammenführung aber genau diesem Zweck nicht dient (vgl. oben E. 4.2), besteht vorliegend kein Anspruch auf Familienasyl gestützt auf Art. 51 AsylG.”
Verfahrensrecht: Die Kantonszuweisung kann im Beschwerdeverfahren hinsichtlich aufschiebender Wirkung ausgesetzt/erneut wiederhergestellt werden (vgl. Zwischenverfügung in F‑687/2025). Koordination: Sind Verfahren wegen enger sachlicher oder familiärer Verflechtung für die abschliessende Beurteilung verbunden, sind sie koordinierend zu behandeln; dies kann auch gelten, wenn eine beteiligte Person nicht selber unter Art. 51 Abs. 1 AsylG fällt (vgl. D‑1350/2024, D‑1352/2024).
“Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführenden suchten am 24. November 2024 in der Schweiz um Asyl nach. B. Mit Verfügung vom 24. Januar 2025 anerkannte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin 1 als Flüchtling gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG, gewährte ihr Asyl und wies sie dem Kanton Schwyz zu. Die Vorinstanz anerkannte mit Verfügung vom selben Tag die Beschwerdeführer 1 und 3 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge, gewährte ihnen Asyl und wies auch sie dem Kanton Schwyz zu. C. Gegen die Kantonszuweisung erhoben die Beschwerdeführenden am 31. Januar 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (gemeint: Verfügungen) hinsichtlich der verfügten Kantonszuweisung an den Kanton Schwyz und die Zuweisung an den Kanton St. Gallen. Ferner ersuchten sie in formeller Hinsicht um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, die Zuweisung an den Kanton St. Gallen im Sinne einer vorsorglichen Massnahme und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. D. Mit Zwischenverfügung vom 6. Februar 2025 hiess das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gut und wies das Gesuch um einstweilige Zuweisung an den Kanton St. Gallen ab. Gleichzeitig gewährte es den Beschwerdeführenden die unentgeltliche Prozessführung. E. Mit Eingabe vom 3.”
“Die familiäre Situation des Beschwerdeführers hat sich seit Erlass der angefochtenen Verfügung vom 31. Januar 2024 insofern verändert, als seine Mutter und seine weiteren Geschwister am 19. Februar 2024 ebenfalls in der Schweiz Asylgesuche gestellt haben. Diese Gesuche sind noch erstinstanzlich hängig. Die besagten Familienangehörigen wurden noch nicht zu ihren Asylgründen angehört. Nachdem die Frage der Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten beurteilt werden kann (Art. 51 Abs. 1 AsylG) und entsprechende Verfahren daher koordiniert zu behandeln sind, hebt das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom heutigen Tag den ablehnenden Asylentscheid des SEM betreffend den Vater des Beschwerdeführers (und B._______) vom 31. Januar 2024 auf und weist die betreffende Sache zur entsprechenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Auch wenn der volljährige Beschwerdeführer - anders als minderjährige Kinder wie B._______ - nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 51 Abs. 1 AsylG fällt, erweist sich vorliegend aufgrund der familiären Verflechtung und des engen sachlichen Zusammenhangs der vorgetragenen Fluchtgründe eine koordinierte Behandlung seines Verfahrens mit denjenigen seiner Familienangehörigen - insbesondere des Vaters und der Mutter - für die abschliessende Beurteilung, ob dem Beschwerdeführer asylrechtlich relevante (Reflex-)Verfolgung droht und er die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ihm Asyl zu gewähren ist, als notwendig.”
“Die familiäre Situation der Beschwerdeführerin hat sich seit Erlass der angefochtenen Verfügung vom 31. Januar 2024 insofern verändert, als ihre Mutter und ihre weiteren Geschwister am 19. Februar 2024 ebenfalls in der Schweiz Asylgesuche gestellt haben. Diese Gesuche sind noch erstinstanzlich hängig. Die besagten Familienangehörigen wurden noch nicht zu ihren Asylgründen angehört. Nachdem die Frage der Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten beurteilt werden kann (Art. 51 Abs. 1 AsylG) und entsprechende Verfahren daher koordiniert zu behandeln sind, hebt das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom heutigen Tag den ablehnenden Asylentscheid des SEM betreffend den Vater der Beschwerdeführerin (und B._______) vom 31. Januar 2024 auf und weist die betreffende Sache zur entsprechenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Auch wenn die volljährige Beschwerdeführerin - anders als minderjährige Kinder wie B._______ - nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 51 Abs. 1 AsylG fällt, erweist sich vorliegend aufgrund der familiären Verflechtung und des engen sachlichen Zusammenhangs der vorgetragenen Fluchtgründe eine koordinierte Behandlung ihres Verfahrens mit denjenigen ihrer Familienangehörigen - insbesondere des Vaters und der Mutter - für die abschliessende Beurteilung, ob der Beschwerdeführerin asylrechtlich relevante (Reflex-)Verfolgung droht und sie die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ihr Asyl zu gewähren ist, als notwendig.”
Für die Erteilung der Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG ist die vorbestehende Familiengemeinschaft (sowie die Trennung durch die Flucht und die fest beabsichtigte Wiedervereinigung) vom Gesuchsteller nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Unwesentliche Widersprüche in Detailangaben führen nicht automatisch zum Verlust der Glaubhaftigkeit der Familiengemeinschaft.
“1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(...) als Jugendlicher verlassen und anschliessend im Irak gelebt, wo er im Jahr 20(...) seine Ehefrau geheiratet und mit dieser fünf Kinder bekommen habe, dass daher davon auszugehen sei, die Familiengemeinschaft habe nicht bereits im Heimatstaat (Türkei) bestanden und sei daher auch nicht durch die Flucht aus der Türkei getrennt worden, weshalb die Bedingungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht erfüllt seien und der Ehefrau und den Kindern des Beschwerdeführers die Einreise folglich nicht zu bewilligen, mithin das Gesuch um Familienzusammenführung abzulehnen sei, dass der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelstufe vorbringt, er habe seine Ehefrau im Camp H._______ im Jahr 20(...) geheiratet, wo anschliessend auch die Kinder geboren seien, mithin habe die Familiengemeinschaft vor seiner Ausreise aus dem Irak bestanden, dass ihm selbst zwar wegen der Verfolgung in der Türkei Asyl gewährt worden, er im Irak aber ebenso flüchtlingsrelevanter Verfolgung ausgesetzt gewesen sei, da die türkischen Behörden auch dort Einfluss hätten und die Bewohner des Camps H._______ angreifen würden, diese von den irakischen Streitkräften indes keinen Schutz erhielten, dass der Verbleib im Irak vor diesem Hintergrund unzumutbar gewesen und die Ausreise aus jenem Staat als Flucht zu qualifizieren sei, welche die unfreiwillige Trennung der Familiengemeinschaft zur Folge gehabt habe, mithin die Voraussetzungen von Art.”
“a de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 [OA 1, RS 142.311]), ses liens de parenté avec le réfugié reconnu en Suisse à titre originaire, l'effectivité de leur relation, et s'agissant d'une demande déposée depuis l'étranger, de la condition tirée de leur séparation par la fuite (cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.1 et jurisp. cit.), qu'en l'espèce, lors de sa première demande de regroupement familial déposée, le 28 septembre 2016, le recourant n'avait pas recouru contre la décision du SEM du 17 novembre 2016 rejetant dite demande en faveur de B._______ et de leur fille commune C.______, au motif qu'il avait rencontré sa seconde épouse au Soudan, après sa fuite d'Erythrée (cf. également arrêt du Tribunal D-7728/2016 du 30 décembre 2016, spéc. let. D et consid. 3.2), que, dans son recours du 13 décembre 2016 en faveur exclusivement de ses deux filles issues d'une précédente union, il avait en effet admis que son épouse B._______ et C._______ ne remplissaient pas les conditions mises par l'art. 51 al. 4 LAsi, qu'à l'appui de sa seconde demande d'entrée en Suisse et de regroupement familial du 20 octobre 2020 en faveur de B._______ et de leur deux filles communes (leur deuxième fille, D._______, étant née entretemps ; leur troisième fille, E._______, étant née ultérieurement), il ne saurait valablement soutenir le contraire et avoir eu une relation avec elle, assimilable à une communauté familiale, depuis 2007 (cf. le recours du 5 février 2021, ch. 7, et le courrier du 3 mars 2021), soit avant son départ d'Erythrée et son divorce, en 201(...), avec sa première épouse, que les copies de billets d'avion remis à titre de moyens de preuve à l'appui du recours, attestant de voyages jusqu'au Soudan pour rendre visite à son épouse, ne sauraient modifier l'appréciation qui précède et rendre crédibles les allégations du recourant selon lesquelles il aurait formé une communauté familiale avec son épouse actuelle avant son départ d'Erythrée, qu'au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté, une des conditions d'application de l'art.”
“La qualité de réfugié lui aurait néanmoins été reconnue à juste titre et il aurait bien formé un ménage commun avec la recourante jusqu'à sa fuite lorsqu'il n'en aurait pas été empêché par ses obligations militaires. La seconde hypothèse (invraisemblance de cette version initiale) se scinde en deux sous-hypothèses : soit la version de l'intéressé quant au détail de leur vécu en ménage commun, à laquelle s'est ralliée dans un second temps la recourante, demeure vraisemblable, soit elle perd sa vraisemblance. Dans la première sous-hypothèse, il irait de soi que leur vécu en ménage commun et leur séparation par la fuite de l'intéressé demeureraient vraisemblables. Dans la seconde sous-hypothèse, aucune des deux versions ne serait vraisemblable et, partant, leur vécu en ménage commun et leur séparation par la fuite n'auraient pas été rendus vraisemblables. Il est ainsi avéré que la seule divergence dont il est ici question n'emporte pas nécessairement l'invraisemblance du vécu en ménage commun et, donc, de la séparation par la fuite au sens de l'art. 51 al. 4 LAsi. Cette divergence sur des détails de leur vécu en ménage commun apparaît donc trop peu importante pour admettre une irrégularité initiale et, partant, une révocation de l'autorisation d'entrée octroyée à la recourante au titre de l'asile familial. Pour le reste, si le SEM nourrissait des doutes quant au respect des conditions légales mises au regroupement familial au titre de l'asile, il lui aurait appartenu de compléter l'instruction de la cause par l'intermédiaire de l'Ambassade avant de rendre sa décision d'octroi d'une autorisation d'entrée à la recourante. 7. Au vu de ce qui précède, le recours est admis, la décision attaquée annulée pour violation du droit fédéral (cf. art. 106 al. 1 let. a LAsi) et le SEM invité à autoriser l'entrée en Suisse de la recourante. Il n'y a pas lieu d'inclure d'office l'enfant N._______ dans la présente procédure de recours contre la décision de révocation de l'autorisation d'entrée délivrée à sa seule mère. 8. 8.1 La recourante ayant obtenu gain de cause, il n'est pas perçu de frais de procédure (cf.”
“Soweit die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung schliesslich die Heirat zwischen dem Beschwerdeführer und B._______ - und damit die Ehe an sich - in Zweifel zieht, kann diese Frage angesichts des vorstehenden Ergebnisses offengelassen werden. Selbst wenn die geltend gemachte Ehe vor der Ausreise bestanden haben sollte, ist mit Verweis auf die obenstehenden Ausführungen eine vorbestandene Familiengemeinschaft zu verneinen. In ganzheitlicher Betrachtung erfüllt die geschilderte Beziehung des Beschwerdeführers mit B._______ in Eritrea, unabhängig von der Frage der Glaubhaftigkeit, die Anforderungen an eine dauernde eheähnliche Gemeinschaft nicht. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist alleine die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften. Daher erhalten Personen wie die (angebliche) Ehefrau des Beschwerdeführers, die zum Zeitpunkt der Flucht mit dem Flüchtling noch keine effektiv gelebte familiäre Beziehung hegten oder keine solche mehr unterhielten (BVGE 2012/32 E. 5), keine Einreisebewilligung.”
Für die Anwendung von Art. 51 Abs. 4 LAsi muss vorausgesetzt sein, dass vor der durch die Flucht bewirkten Trennung ein gemeinsamer Haushalt bestanden hat. Dieser gemeinsame Haushalt muss wirtschaftlich begründet gewesen sein und ein sozio‑ökonomisches Abhängigkeitsverhältnis erkennen lassen; eine ausschliesslich auf Bequemlichkeit beruhende Haushaltsführung genügt nicht.
“En particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (cf. art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (cf. art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce. Le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours. 1.2 Le recourant, agissant pour le compte de sa compagne, a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (cf. art. 52 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 2. 2.1 A teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi). 2.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le conjoint ou le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ce ménage commun doit avoir répondu à une nécessité économique impliquant un rapport de dépendance socio-économique et non pas seulement à une simple commodité. En effet, l'autorisation d'entrée en Suisse au titre de l'asile familial est destinée à la seule reconstitution en Suisse de groupes familiaux préexistants et non pas à la création de nouvelles communautés familiales, ni à la reprise de relations terminées (cf.”
“En particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (cf. art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (cf. art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce. Le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours. 1.2 Le recourant, agissant pour le compte de sa compagne, a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (cf. art. 52 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 2. 2.1 A teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi). 2.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le conjoint ou le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ce ménage commun doit avoir répondu à une nécessité économique impliquant un rapport de dépendance socio-économique et non pas seulement à une simple commodité. En effet, l'autorisation d'entrée en Suisse au titre de l'asile familial est destinée à la seule reconstitution en Suisse de groupes familiaux préexistants et non pas à la création de nouvelles communautés familiales, ni à la reprise de relations terminées (cf.”
“Cela est par exemple le cas lorsque la décision administrative fonde un droit subjectif, que la procédure qui a mené à son prononcé a déjà mis en balance les intérêts précités ou que le justiciable a déjà fait usage du droit que lui a conféré la décision. Cette règle n'est toutefois pas absolue et une révocation est également possible dans ces cas, lorsqu'un intérêt public particulièrement important l'impose. Une décision assortie d'effet durables ("Dauerverfügung") ne peut toutefois être révoquée que dans les cas d'irrégularités subséquentes, soit parce que l'état de fait a évolué et que les conditions posées à l'octroi de l'autorisation ne sont plus réunies, soit en raison d'une modification législative, mais en l'absence de droit acquis créé par la décision à révoquer (cf. ATF 143 II 1 consid. 5.1 et les réf. cit. ; voir aussi arrêt du Tribunal B-677/2017 du 5 décembre 2017 consid. 5.2 et les réf. cit.). 2.2 2.2.1 L'art. 51 LAsi, intitulé « asile accordé aux familles », prévoit à son al. 1 que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Aux termes de l'art. 51 al. 4 LAsi (dans sa teneur en vigueur depuis le 1er février 2014), si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande. 2.2.2 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose donc que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial : ce ménage commun doit avoir répondu à une nécessité économique impliquant un rapport de dépendance socio-économique, et non pas seulement à une simple commodité. En effet, l'autorisation d'entrée en Suisse au titre de l'asile familial est destinée à la seule reconstitution en Suisse de groupes familiaux préexistants et non pas à la création de nouvelles communautés familiales ni à la reprise de relations terminées (cf.”
Bei der Prüfung von «besonderen Umständen» können familienbezogene Betreuungspflichten (z. B. tatsächlich übernommene Fürsorge für Geschwister) sowie eine hinreichend enge emotionale und finanzielle Bindung zu in der Schweiz als Flüchtling anerkannten Angehörigen berücksichtigt werden. Solche Umstände müssen jedoch glaubhaft gemacht und im Rahmen der engen gesetzlichen Grenzen geprüft werden.
“Lorsque l'on peut discerner les motifs qui fondent une décision, le droit à une décision motivée est respecté, même si la motivation retenue ne convainc pas le recourant ou est erronée (cf. ATF 138 I 232 consid. 5.1 et arrêts du TF 1B_195/2010 du 13 juillet 2010 consid. 2.2 et 1C_35/2009 du 29 mai 2009 consid. 3). 2.5 Selon la jurisprudence toujours, une violation du droit d'être entendu peut être réparée lorsque la partie lésée a la possibilité de s'exprimer devant une autorité de recours jouissant d'un plein pouvoir d'examen. Toutefois, une telle réparation doit rester l'exception et n'est admissible, en principe, que dans l'hypothèse d'une atteinte qui n'est pas particulièrement grave aux droits procéduraux de la partie lésée ; elle peut également se justifier, même en présence d'un vice grave, lorsque le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, ce qui serait incompatible avec l'intérêt de la partie concernée à ce que sa cause soit tranchée dans un délai raisonnable (cf. ATF 142 II 218 consid. 2.8.1 et les réf. cit.). 2.6 En l'espèce, le SEM a retenu que les conditions de l'art. 51 al. 1 LAsi n'étaient pas remplies, dès lors que le frère et la soeur de la recourante ne correspondaient pas aux ayants droit mentionnés dans cette disposition, et a renoncé, dans ces circonstances, à ordonner des mesures d'instruction supplémentaires tendant à établir leurs liens familiaux. La motivation de la décision querellée, qui ne tient que sur quelques lignes excluant pour l'essentiel l'application de l'art. 51 LAsi, ne fait toutefois aucunement mention des liens de parenté entre la recourante et ses frères et soeurs et, surtout, ne tient pas compte des documents produits par celle-ci à l'appui de sa demande de regroupement familial. En effet, outre les certificats de baptême de B._______ et C._______ ainsi que les trois attestations de l'organisation « ECAP » certifiant sa participation à des cours de français, l'intéressée a produit à l'appui de sa demande de regroupement familial une attestation de prise en charge (« Endorsement of Care provision of Children ») du 21 juin 2010, dont il ressort qu'elle serait la responsable de la prise en charge de ses frère et soeur depuis le décès de leur père et la disparition de leur mère.”
“Im Rahmen der Prüfung des Vorliegens von "besonderen Umständen" im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG ist der Beschwerdeführerin zunächst darin zuzustimmen, dass allein durch das Eingehen weiterer Beziehungen und die Geburten weiterer Kinder nach ihrer Flucht aus Somalia nicht der Schluss gezogen werden darf, sie sei damals nicht mehr gewillt gewesen, die Beziehung zu ihrem Sohn 1 aufrecht zu erhalten (vgl. Urteil des BVGer D-4410/2020 vom 14. April 2021 E. 7.1). Es muss aber eine in emotionaler und finanzieller Hinsicht hinreichend enge Beziehung zwischen dem Kind und dem in der Schweiz originär als Flüchtling anerkannten Elternteil glaubhaft gemacht werden (vgl. Urteile des BVGer D-4410/2020 vom 14. April 2021 E. 6 und D-5110/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3).”
Eine fehlerhafte automatische oder administrative Erfassung in den Asylakten kann zur Nichtigkeit einer zu Unrecht erteilten Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 LAsi führen. Nach der zitierten Rechtsprechung setzt die Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 ausserdem ein formelles Begehren voraus; eine Person, die im Ausland verbleibt und formell kein Gesuch gestellt hat, kann demnach nicht auf diese Anerkennung gestützt werden.
“1 Dans les décisions querellées, le SEM a considéré que les recourants s'étaient vu reconnaître à tort la qualité de réfugié (à titre dérivé) par décision du 11 avril 2024, en raison d'une "malencontreuse erreur administrative". Le système informatique avait introduit automatiquement les identités des intéressés ainsi que celle de leur père dans la liste des personnes concernées par cette décision, du fait qu'ils se trouvaient "dans le même classeur asile" que les personnes réellement impliquées dans la procédure en Suisse (à savoir leur mère et leur soeur cadette). Cette décision étant nulle et les intéressés, majeurs, ayant précédemment été exclus de la procédure visant à l'autorisation d'entrée en Suisse, ils ne pouvaient pas se prévaloir du principe de la bonne foi. Il a également retenu que la constatation de la nullité de la décision du 11 avril 2024 en ce qui les concernait ne portait pas atteinte à la sécurité du droit, la qualité de réfugié au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi ne pouvant être reconnue à une personne résidant à l'étranger et qui, formellement, ne l'avait pas requise. 3.2 Dans leurs recours, les intéressés soutiennent que le SEM a appliqué de manière erronée l'art. 51 al. 1 LAsi en leur octroyant la qualité de réfugié par inclusion dans le statut de leur père, alors qu'ils ne remplissaient pas les conditions requises au moment du dépôt de la demande de regroupement familial. Selon eux, cette question relève du fond, ce qui signifie que le SEM aurait dû se limiter à annuler la décision du 11 avril 2024 au lieu de la considérer comme nulle et non avenue. Ils invoquent, par ailleurs, le principe de la bonne foi, affirmant s'être légitimement fondés sur cette décision pour prendre des dispositions importantes (rendre leur logement, interrompre leurs études et engager des dépenses financières afin de rejoindre la Suisse) qu'ils ne peuvent plus annuler sans subir de sérieux préjudices. Ils rappellent également que cette décision a servi de base à l'octroi de leurs visas long séjour et que la mention "autres motifs" en lien avec ceux-ci tend à démontrer que le SEM aurait procédé à une pesée des intérêts, autorisant leur entrée en Suisse en toute connaissance de cause.”
Bei Art. 51 Abs. 1 AsylG wird angenommen, dass enge Angehörige (Ehegatten, minderjährige Kinder) ebenfalls der Verfolgung ausgesetzt gewesen sein können (Reflexverfolgung), weshalb ein abgeleiteter Einschluss häufig naheliegt. Dossiers von Verwandten, die bereits gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG anerkannt worden sind, bleiben bei der Prüfung einer möglichen Reflexverfolgung ausser Betracht.
“Asylrechtlich werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder in der Schweiz als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen (Art. 51 Abs. 1 AsylG). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch zu bewilligen (Familienasyl; Art. 51 Abs. 4 AslyG). Das Asylgesetz geht beim Einschluss des Ehegatten und der minderjährigen Kinder in den Flüchtlingsstatus davon aus, dass diese engsten Familienangehörigen ebenfalls unter der Verfolgung im Heimatstaat gelitten haben oder selbst der Gefahr der Verfolgung ausgesetzt gewesen sind (Reflexverfolgung bzw. abgeleitete oder formelle Flüchtlingseigenschaft). Ist die Familie des asylberechtigten Flüchtlings nicht durch die Flucht getrennt, sondern die Ehe erst danach eingegangen worden, sind die Familienvereinigung und allfällige diesbezüglich bestehende Rechtsansprüche ausländerrechtlich in Anwendung von Art. 43 f. AIG bzw. Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) oder Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101) zu prüfen (vgl. BGE 139 I 330 E. 1.3.2 f., E. 1.4.1; BGer 2C_320/2013 vom”
“Die Informationen aus der Aktennotiz zeigen, dass die Vorinstanz alle im Rückweisungsurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3270/2015 vom 29. November 2016 erwähnten, sowie weitere Dossiers von Verwandten der Beschwerdeführenden konsultiert und bei der Frage einer möglichen Reflexverfolgung berücksichtigt hat. Einzig aus dem Dossier einer Halbschwester der Beschwerdeführerin (O._______; N [...]) konnte die Vor-instanz das Verwandtschaftsverhältnis prima facie nicht nachvollziehen. Im Ergebnis ist dieses Dossier aber für die Beurteilung einer möglichen Reflexverfolgung der Beschwerdeführenden nicht von Belang, da diese Halbschwester der Beschwerdeführerin als Minderjährige im Jahr (...) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Mutter ([...]) einbezogen worden war und mittlerweile eingebürgert ist. Insgesamt ergibt sich aus den in der Aktennotiz erwähnten Dossiers ein differenziertes Bild, welches nicht mit der Darstellung der Beschwerdeführenden übereinstimmt, wonach alle Verwandten als Flüchtlinge Asyl erhalten hätten. Verwandte mit einem Asylstatus gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG sind bei der Prüfung einer allfälligen Reflexverfolgung der Beschwerdeführenden nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 37 Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen, AsylV1, SR 142.311). Eine asylbeachtliche Verfolgung der Beschwerdeführenden wegen jener Verwandten, die in den Jahren 2003 beziehungsweise 2010 Asyl in der Schweiz erhalten haben, fällt ebenfalls ausser Betracht, nachdem die Beschwerdeführenden vor ihrer Ausreise wegen dieser lange vor ihnen ausgereisten Verwandten nie Probleme gehabt haben. Der Rechtsvertreter will seine Beschwerdeführenden gleichbehandelt wissen wie alle anderen Familienangehörigen. Bei der Betrachtung der einzelnen in der Aktennotiz erwähnten Verfahren fällt allerdings ein gewichtiger Punkt auf: Keine der Adoptivschwestern der Beschwerdeführerin erfüllte die Flüchtlingseigenschaft originär. Bei der Frage, ob sie in den abgeleiteten Asylstatus einer anderen Person eingeschlossen werden, war bei den verheirateten Schwestern jeweils die (originäre) Flüchtlingseigenschaft der jeweiligen Ehemänner massgebend.”
Art. 51 Abs. 4 AsylG dient der Wiederherstellung einer Familiengemeinschaft, wie sie bereits zum Zeitpunkt der Flucht bestanden hat. Die Bestimmung zielt damit nicht auf die Schaffung neuer Familienverhältnisse oder auf die Wiederaufnahme zuvor beendeter Beziehungen ab.
“Il a également indiqué la raison pour laquelle les actes officiels congolais n'étaient pas de nature à démontrer l'existence d'une vie commune avant le départ du pays du recourant. Pour sa part, celui-ci, assisté de son mandataire, a eu l'occasion d'expliquer pourquoi il estimait que sa compagne et ses enfants remplissaient les conditions d'entrée en Suisse en vue de l'octroi familial. Le SEM disposait manifestement d'informations suffisantes et n'avait pas à solliciter des renseignements supplémentaires auprès de la représentation suisse à Kinshasa. Au vu de ce qui précède, aucun élément du dossier ne permet d'admettre que le SEM aurait violé le droit d'être entendu du recourant. 2.4 S'avérant mal fondés, les griefs formels doivent ainsi être écartés. 3. 3.1 A teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). 3.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié ; il implique, en outre, l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite ; il faut que la séparation des aspirants au regroupement familial (conjoint et/ou enfants mineurs) ait eu lieu en raison de la fuite et que les intéressés aient la volonté de poursuivre leur vie familiale. Il faut, en sus, qu'il n'y ait pas de circonstances particulières s'opposant à l'octroi de l'asile ; ainsi, il importe, en particulier, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée peut raisonnablement être reconstituée (cf. en particulier ATAF 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp.”
“Die Einreisebewilligung zwecks Gewährung des Familienasyls im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG wird denjenigen Familienmitgliedern erteilt, die mit einem in der Schweiz als Flüchtling anerkannten und asylberechtigten Mitglied in einer Familiengemeinschaft gelebt haben, welche durch die Flucht desselben getrennt wurde. Die Einreisebewilligung dient demnach der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, welche durch die Flucht getrennt wurden, nicht aber der Aufnahme von neuen oder der Wiederaufnahme von beendeten Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.2 und 5.4, insb. 5.4.2). Weiter setzt die Bewilligung der Einreise in die Schweiz voraus, dass die Verbindung auch nach der Trennung aufrechterhalten und eine rasche Wiedervereinigung der Familie angestrebt wurde (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.4-5.5).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
Für Personen, die nach Art. 51 Abs. 1 AsylG anspruchsberechtigt sind, ist die Erteilung der auf Gesuch zu bewilligenden Einreisebewilligung (Art. 51 Abs. 4 AsylG) an zwei Voraussetzungen gebunden: eine vor der Flucht bestehende, tatsächlich gelebte Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz. Zweck der Bestimmung ist die Wiedervereinigung solcher zum Zeitpunkt der Flucht bereits bestehenden Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer bzw. vor der Flucht nicht gelebter familiärer Beziehungen.
“1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1).”
Aus den bestätigten Entscheiden ergibt sich, dass ein «umgekehrter Familiennachzug» (Elternteil eines minderjährigen Schutzberechtigten) nicht als eigener Anspruchsgrund nach Art. 51 Abs. 1 AsylG gilt; Art. 51 Abs. 1 erfasst nach einschlägiger Rechtsprechung primär Ehegatten und minderjährige Kinder, nicht hingegen Eltern minderjähriger Schutzberechtigter.
“Weiter kann der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass sein Sohn über einen Schutzstatus S verfügt, keinen eigenen Anspruch auf Gewährung vorübergehenden Schutzes ableiten. Die vorliegende Konstellation - eine Ableitung eines Schutzanspruchs des Vaters eines minderjährigen Schutzberechtigten (sog. umgekehrter Familiennachzug) - wird von Ziff. I Bst. a der Allgemeinverfügung nicht erfasst. Als Familienangehörige werden ausdrücklich nur Partnerinnen und Partner sowie minderjährige Kinder von ukrainischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern genannt (Art. 71 Abs. 1 sowie auch Art. 51 Abs. 1 AsylG; vgl. Urteil des BVGer D-2299/2023 vom 5. September 2023 E. 5.2, D-4049/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 7.1). Darüber hinaus können gemäss Bst. a der Allgemeinverfügung andere enge Verwandte, die zum Zeitpunkt der Flucht ganz oder teilweise unterstützt wurden, in den Schutz einbezogen werden, was vorliegend nicht der Fall ist. An dieser Einschätzung vermögen die in der Replik zitieren Urteile D-3363/2022 und D-2283/2022 nichts zu ändern, zumal diese keine inhaltlichen Erwägungen zur Klärung der vorliegend strittigen Frage enthalten, sondern es sich um Kassationen kurz nach Kriegsbeginn handelt, weil sich das SEM nicht ausreichend mit der Familienkonstellation auseinandergesetzt hatte.”
Ist eine Person bereits originär als Flüchtling anerkannt worden, kann sie sich nach der Rechtsprechung nicht auf das nachträgliche Familienasyl nach Art. 51 AsylG berufen, um ihren Status derivativ zu erhalten. Umgekehrt gelten besondere Umstände als Ausschlussgrund für die derivative Anerkennung von Familienangehörigen, insbesondere wenn die Bezugsperson selbst lediglich derivativ anerkannt wurde.
“6 LAsi) prescrits par la loi, son recours est recevable, que pour des raisons d'organisation, la juge signataire du présent arrêt a repris la charge de la procédure, qu'à l'appui de sa demande d'asile familial, l'intéressé a fait valoir qu'il devait bénéficier, en Suisse, du même statut que son épouse, dès lors qu'il remplissait les conditions de l'art. 51 al. 1 LAsi, selon le consid. 4.4.1 de l'arrêt du Tribunal D-3175/2016 du 17 août 2017 (publié sous ATAF 2017 VI/4), que dans sa décision du 3 mars 2020, le SEM, en se référant à l'arrêt du Tribunal E-1715/2012 du 2 décembre 2015 (arrêt de principe publié sous ATAF 2015/40) a relevé que le réfugié reconnu à titre originaire - soit à la suite d'un examen de ses motifs de fuite personnels - mais exclu de l'asile, comme en l'espèce, ne pouvait pas se voir reconnaître la qualité de réfugié à titre dérivé d'un membre de sa famille ni se voir accorder l'asile familial, que dans son recours, l'intéressé a déclaré ne pas comprendre l'interprétation de l'art. 51 al. 1 LAsi opérée dans l'ATAF 2015/40 précité et y voir une inégalité de traitement, qu'il a par conséquent déclaré renoncer à la qualité de réfugié obtenue à titre originaire, conformément à l'art. 64 al. 1 let. c LAsi, et solliciter l'asile familial prévu à l'art. 51 al. 1 LAsi, que l'art. 51 LAsi, intitulé "asile accordé aux familles", prévoit à son al. 1er que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose qu'en l'espèce, comme le SEM l'a à juste titre relevé, le recourant n'est pas fondé à demander l'asile familial, dès lors qu'il s'est vu reconnaître la qualité de réfugié à titre originaire, par décision du SEM du 12 juin 2008 (cf. ATAF 2015/40 consid. 3.1-3.5), qu'autrement dit, une personne qui a été reconnue réfugiée exclusivement sur la base de motifs subjectifs postérieurs ne peut pas prétendre à l'asile tant qu'elle ne peut pas faire valoir d'autres motifs au sens de l'art. 3 LAsi (ididem, consid. 3.5), qu'en outre, le recourant ne saurait valablement arguer de sa renonciation, au stade du recours, à la qualité de réfugié qui lui a été reconnu par la décision précitée du 12 juin 2008 (cf. arrêt du Tribunal D-3337/2020 du 12 août 2020), qu'en agissant de la sorte, il abuse manifestement de son droit, ce qui constitue une circonstance particulière au sens de l'art.”
“Per quanto riguarda invece le restanti dichiarazioni, alla madre non andava riconosciuta, in assenza di un timore fondato di persecuzione, la qualità di rifugiato a titolo originario ai sensi dell'art. 3 cpv. 1 e 2 LAsi (cfr. supra consid. 5.3.2). 6. 6.1 Dal canto proprio, la figlia sostiene che, siccome la madre avrebbe diritto al riconoscimento dello statuto di rifugiato a titolo originario, le debba essere riconosciuto tale statuto a titolo derivato in applicazione dell'art. 51 cpv. 1 LAsi. 6.2 I coniugi di rifugiati e i loro figli minorenni vengono infatti riconosciuti come rifugiati, a titolo derivato, e ottengono l'asilo, sempre che non vi si oppongono circostanze particolari (art. 51 cpv. 1 LAsi). Tra le circostanze particolari figura, segnatamente, il caso in cui al rifugiato principale è stato riconosciuto lo statuto di rifugiato solamente a titolo derivato (cfr. DTAF 2013/21 consid. 3.3; GICRA 2003 n° 11 consid. 8; Constantin Hruschka, in: Kommentar Migrationsrecht, Schweizerisches Ausländergesetz [AuG], Asylgesetz [AsylG] und Freizügigkeitsabkommen [FZA] mit weiteren Erlassen, 5a ed. 2019, n° 4 ad art. 51 LAsi). 6.3 Nella fattispecie, il Tribunale ha escluso il riconoscimento dello statuto di rifugiato a titolo originario alla madre (cfr. supra consid. 5.3.2 e 5.4), circostanza particolare che si oppone al riconoscimento dello statuto di rifugiato a titolo derivato in virtù dell'art. 51 cpv. 1 LAsi. 6.4 Ne consegue che alla figlia non può essere riconosciuto lo statuto di rifugiata a titolo derivato in applicazione dell'art. 51 cpv. 1 LAsi. 7. Alla luce di quanto sopra, l'autorità inferiore non ha dunque violato il diritto federale (art. 106 cpv. 1 lett. a LAsi). Le decisioni del 23 dicembre 2020 devono pertanto essere confermate. 8. Avendo il Tribunale statuito nel merito del ricorso, le domande di esenzione dal versamento di un anticipo equivalente alle presunte spese processuali sono divenute prive d'oggetto. 9. Visto l'esito della procedura, le spese processuali di CHF 750.--, oltre ad un supplemento per la congiunzione delle cause di CHF 200.--, che seguono la soccombenza, vanno poste a carico delle ricorrenti (art.”
Finanzielle Schwierigkeiten der einzubeziehenden Angehörigen stellen nach der Rechtsprechung keine "besonderen Umstände" im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG dar und sind bei der Prüfung eines familiären Asylgesuchs demnach nicht zu berücksichtigen. Ebenso sind Verwandte, die derivativ nach Art. 51 Abs. 1 AsylG anerkannt wurden und mittlerweile eingebürgert sind, bei der Beurteilung einer möglichen Reflexverfolgung nicht zu berücksichtigen.
“_______ en 2020, alors qu'il était âgé de (...) ans. Elle a expliqué que ce n'est qu'à partir de ce moment-là qu'elle a pu réellement faire connaissance avec lui (cf. lettre de réponse de la recourante aux questions posées par le SEM le 19 juin 2020, ch. 8). Si aucune raison ne permet de remettre en doute cette dernière déclaration, le Tribunal observe toutefois que la recourante n'a pas produit la moindre pièce démontrant la volonté du fils de rejoindre sa mère. Ces éléments, qui indiquent clairement que l'on ne se trouve pas en présence d'une relation effective et digne de protection au sens de la jurisprudence précitée, viennent conforter la thèse de la séparation de fait durable, respectivement celle de la reprise d'une relation longtemps interrompue. 4.8 Cela étant, on relèvera que la situation financière difficile dans laquelle le fils de la recourante semble se trouver (cf. courrier de la recourante du 9 juin 2020 adressé au SEM, ch. 7) ne saurait à l'évidence pas constituer une circonstance particulière au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi (cf. supra consid. 4.5) et n'a pas à être prise en compte dans le cadre d'une demande d'asile familial (cf. supra consid. 3.2). 4.9 Au vu de ce qui précède, il y a lieu de considérer que des circonstances particulières au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi s'opposent au regroupement familial en Suisse. C'est donc à bon droit que le SEM a refusé l'autorisation d'entrée en Suisse et l'asile familial au fils de la recourante. Partant, le recours doit être rejeté. 5. Dès lors que l'assistance judiciaire partielle a été admise par décision incidente du 21 octobre 2020 et qu'il ne ressort pas du dossier que la situation financière de l'intéressée aurait changé depuis lors, il n'est pas perçu de frais de procédure (art. 63 al. 1 et 65 al. 1 PA). Par ces motifs, le Tribunal administratif fédéral prononce : 1. Le recours est rejeté. 2. Il n'est pas perçu de frais de procédure. 3. Le présent arrêt est adressé au recourant, au SEM et à l'autorité cantonale. La présidente du collège : Le greffier : Chrystel Tornare Villanueva Thierry Dupasquier Expédition :”
“Die Informationen aus der Aktennotiz zeigen, dass die Vorinstanz alle im Rückweisungsurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3270/2015 vom 29. November 2016 erwähnten, sowie weitere Dossiers von Verwandten der Beschwerdeführenden konsultiert und bei der Frage einer möglichen Reflexverfolgung berücksichtigt hat. Einzig aus dem Dossier einer Halbschwester der Beschwerdeführerin (O._______; N [...]) konnte die Vor-instanz das Verwandtschaftsverhältnis prima facie nicht nachvollziehen. Im Ergebnis ist dieses Dossier aber für die Beurteilung einer möglichen Reflexverfolgung der Beschwerdeführenden nicht von Belang, da diese Halbschwester der Beschwerdeführerin als Minderjährige im Jahr (...) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Mutter ([...]) einbezogen worden war und mittlerweile eingebürgert ist. Insgesamt ergibt sich aus den in der Aktennotiz erwähnten Dossiers ein differenziertes Bild, welches nicht mit der Darstellung der Beschwerdeführenden übereinstimmt, wonach alle Verwandten als Flüchtlinge Asyl erhalten hätten. Verwandte mit einem Asylstatus gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG sind bei der Prüfung einer allfälligen Reflexverfolgung der Beschwerdeführenden nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 37 Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen, AsylV1, SR 142.311). Eine asylbeachtliche Verfolgung der Beschwerdeführenden wegen jener Verwandten, die in den Jahren 2003 beziehungsweise 2010 Asyl in der Schweiz erhalten haben, fällt ebenfalls ausser Betracht, nachdem die Beschwerdeführenden vor ihrer Ausreise wegen dieser lange vor ihnen ausgereisten Verwandten nie Probleme gehabt haben. Der Rechtsvertreter will seine Beschwerdeführenden gleichbehandelt wissen wie alle anderen Familienangehörigen.”
Prüfungsreihenfolge: Vor einem Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist zunächst materiell festzustellen, ob die Bezugsperson die originäre Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt. Verfahren von Angehörigen sind koordiniert zu führen; Erkenntnisse aus parallelen Asylverfahren sind in die Beurteilung einzubeziehen.
“Die Feststellung der originären Flüchtlingseigenschaft geht einem Einbezug in das Familienasyl eines nahen Angehörigen - und gegebenenfalls der Feststellung der derivativen Flüchtlingseigenschaft - immer vor, beziehungsweise erfolgt ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erst, nachdem festgestellt worden ist, dass die einzubeziehende Person die Flüchtlingseigenschaft nicht selbstständig nach Art. 3 AsylG erfüllt (Art. 37 AsylV 1).”
“Januar 2024 insofern verändert, als die Ehefrau und die weiteren Kinder des Beschwerdeführers (bzw. die Mutter und Geschwister der Beschwerdeführerin) am 19. Februar 2024 ebenfalls in der Schweiz Asylgesuche gestellt haben. Diese Gesuche sind noch erstinstanzlich hängig. Die besagten Familienangehörigen wurden noch nicht zu ihren Asylgründen befragt. Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auch als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Die Frage der Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten kann folglich nicht losgelöst von derjenigen des anderen Ehegatten beurteilt werden. Entsprechende Verfahren sind daher koordiniert zu behandeln. Vorliegend hat das SEM über das Asylgesuch der Ehefrau des Beschwerdeführers noch nicht entschieden. Für eine abschliessende Prüfung der Frage, ob die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft erfüllen und ihnen Asyl zu gewähren ist, erweist sich aufgrund der bestehenden Familieneinheit und mit Blick auf Art. 51 Abs. 1 AsylG eine koordinierte Behandlung ihres Verfahrens mit demjenigen der Ehefrau beziehungsweise Mutter als notwendig. Erkenntnisse aus dem einen Verfahren sind im anderen zu berücksichtigen. Sollte sich herausstellen, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt, sind die Beschwerdeführenden (bei Verneinung der originären Flüchtlingseigenschaft) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ebenfalls als Flüchtlinge anzuerkennen. Sollten beide Ehegatten die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, aber ist einem die vorläufige Aufnahme zu gewähren, sind der andere Ehegatte und die minderjährigen Kinder in die vorläufige Aufnahme einzubeziehen (Art. 44 AsylG).”
“1 AsylG erfüllt sind, ist der Zeitpunkt des Entscheids über den Einbezug (vgl. EMARK 2002/20 E. 5a). Dies setzt nach Schweizer Asylpraxis - in materieller Hinsicht - vor-aus, dass die Person, von welcher die Asylgewährung abgeleitet werden soll, sich bereits in der Schweiz befindet und - trotz deklaratorischer Natur der Flüchtlingseigenschaft - eine Anerkennung als Flüchtling und die Gewährung von Asyl durch die schweizerischen Behörden stattgefunden hat. Angesichts des Umstands, dass betreffend die Mutter des Beschwerdeführers bisher kein materieller Asylentscheid ergangen ist, zumal sie sich gemäss Aktenlage bisher nicht in der Schweiz aufhält, ist eine derivative Anerkennung des Beschwerdeführers als Flüchtling beziehungsweise eine derivative Asylgewährung vorliegend - zum Zeitpunkt dieses Urteils - ausgeschlossen. Sollte seine Mutter in Zukunft in der Schweiz ein Asylgesuch stellen und als Flüchtling anerkannt werden sowie Asyl erhalten, steht es dem Beschwerdeführer jedoch frei, ein Gesuch um Einbezug zu stellen, sofern er die Voraussetzungen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG (weiterhin) erfüllen sollte.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Mit dem sogenannten "Familienasyl" erhalten die Angehörigen der Kernfamilie die gleiche Rechtsstellung und damit auch denselben flüchtlingsrechtlichen Schutz wie der nachziehende anerkannte Flüchtling (vgl. Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka, Migrationsrecht [Kommentar], 4. Aufl. 2015, Rz 1 zu Art. 51 AsylG). Der Prüfung des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft eines Familienangehörigen geht grundsätzlich eine Prüfung der originären Flüchtlingseigenschaft voraus (vgl. BVGE 2007/19 sowie Art. 37 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311).”
“Der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erfolgt zwar erst, wenn festgestellt wurde, dass die einzubeziehende Person die Flüchtlingseigenschaft nicht selbständig nach Art. 3 AsylG erfüllt (vgl. Art. 37 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; BVGE 2007/19). Da der Beschwerdeführer jedoch im Hauptbegehren die vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau beantragt und sich seine formellen Rügen einzig hierauf beziehen, ist - unter Berücksichtigung des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens - in casu auf seine originäre Flüchtlingseigenschaft nicht weiter einzugehen.”
Art. 51 Abs. 4 AsylG gilt nur, wenn eine vorbestehende, durch die Flucht getrennte Gemeinschaft gegeben ist. Wird dies verneint, kommt allenfalls ein Familiennachzug nach den kantonalen Bestimmungen des AIG in Betracht; die Zuständigkeit dafür liegt bei den Kantonen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - namentlich Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Abs. 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
“Nach Durchsicht der Akten schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht der Argumentation in der angefochtenen Verfügung an. Auf die ausführliche Begründung kann vorab verwiesen werden. Dieser vermag die Beschwerdeführerin nichts Entscheidendes entgegenzuhalten, auch nicht mit ihrer Rüge einer rechtsungleichen Behandlung: Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Befindet sich der nachzuziehende Ehegatte eines Flüchtlings mit Asyl im Ausland, setzt Art. 51 Abs. 4 AsylG eine vorbestandene, durch Flucht getrennte Gemeinschaft voraus (zum Ganzen: BVGE 2017 VI/4 E. 3.1). Bei einer Verneinung verbleibt allenfalls die Möglichkeit eines Nachzugs gestützt auf die Vorschriften des AIG. Die Zuständigkeit hierfür liegt bei den kantonalen Behörden. Daraus folgt, dass es der Beschwerdeführerin selbst bei Gewährung von Asyl nicht möglich wäre, ihren Ehemann gestützt auf Art. 51 AsylG nachzuziehen. Insbesondere auch nicht, weil nicht ersichtlich ist, inwiefern das Aufnehmen eines Familienlebens mit B._______ in der Türkei unzumutbar oder unmöglich wäre (vgl. Urteil des BVGer E-4404/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 6.4.1). Sodann steht es einzig der kantonalen Behörde zu, darüber zu befinden, ob der Beschwerdeführerin Ansprüche aus Art. 44 AIG zukommen. Bei der kantonalen Migrationsbehörde einzureichen sind ebenso Gesuche um Familiennachzug gestützt auf Art. 85 Abs. 7 AIG (Art. 74 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]).”
“2024Publikationsdatum: 09.04.2024 Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Cour IV D-549/2021 Arrêt du 27 mars 2024 Composition Chrystel Tornare Villanueva, juge unique, avec l'approbation de Yanick Felley, juge ; Yves Beck, greffier. Parties A._______, né le (...), Erythrée, recourant, agissant en faveur de B._______, née le (...), C._______, née le (...), D._______, née le (...), E._______, née le (...), Erythrée, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Regroupement familial (asile) ; décision du SEM du 6 janvier 2021 / N (...). Vu la demande d'asile déposée en Suisse par A._______ en date du 8 octobre 2014, les procès-verbaux des auditions du 23 octobre 2014 et du 11 mars 2016, la décision du SEM du 16 mars 2016 reconnaissant au prénommé la qualité de réfugié et lui accordant l'asile, la demande de regroupement familial, au sens de l'art. 51 al. 4 LAsi (RS 142.31), déposée, le 28 septembre 2016, par A._______, en faveur, d'une part, de son épouse B._______ et de leur fille commune C._______, d'autre part, de ses deux filles (F._______ et G._______) nées d'une précédente union, la décision du SEM du 17 novembre 2016 refusant l'entrée en Suisse de l'épouse et des trois enfants de A._______ et rejetant la demande de regroupement familial, l'entrée en force de cette décision, en l'absence de recours, en tant qu'elle concernait son épouse B._______ et leur fille commune C._______, l'arrêt D-7728/2016 du 30 décembre 2016, par lequel le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal) a admis le recours, interjeté le 13 décembre 2016, en tant qu'il portait sur la demande d'autorisation d'entrée en Suisse et de regroupement familial des filles F._______ et G._______, la seconde demande de regroupement familial déposée, le 20 octobre 2020, par A._______, en faveur de son épouse B._______ et de leurs filles communes C._______ et D._______, la décision du SEM du 6 janvier 2021 refusant l'entrée en Suisse de B.”
Eine schwere Verletzung der Mitwirkungspflicht (z. B. die Nichtaufklärung einer möglichen anderen Staatsangehörigkeit) kann als «besonderer Umstand» im Sinn von Art. 51 Abs. 1 AsylG gewertet werden und den Einbezug verhindern. Unterschiedliche Staatsangehörigkeiten gelten ebenfalls als typischer besonderer Umstand, wenn sich hypothetisch ergeben würde, dass die Familie im Heimatstaat des nicht verfolgten Mitglieds leben könnte. Die Behörden haben die Einbeizugsfrage ausdrücklich, getrennt zu prüfen und ihre Entscheidung ausreichend zu motivieren.
“1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il appert de ce qui précède que le SEM ne s'est en définitive pas prononcé à satisfaction de droit sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art.”
“), que l'entrée en Suisse des personnes intéressées, qui ont été séparées du réfugié par la fuite et se trouvent à l'étranger, est alors autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que ces dispositions ont pour finalité de régler, de manière uniforme, le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite et de faire bénéficier ses membres d'une même protection (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cependant, les membres de la famille qui possèdent la nationalité d'un autre Etat que le réfugié bénéficient déjà de la protection de ce dernier, que dans ce contexte, le concept de « circonstance particulière » doit être interprété conformément à la finalité de la disposition en cause, laquelle implique que ces personnes ne peuvent pas être incluses dans le statut du réfugié reconnu en Suisse (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 1997 no 22 consid. 4b et 4c), qu'en effet, il ne serait ni utile ni conforme à la finalité de l'art. 51 al. 1 LAsi que la Suisse leur accorde également sa protection, que cette jurisprudence est demeurée pleinement valable après l'entrée en vigueur de la LAsi en date du 1er octobre 1999 (cf. E-1813/2019 précité consid. 5.3 à 5.5), qu'en l'espèce, il ressort du dossier (cf. E-2303/2015 précité, let. B.) que l'époux de la recourante séjourne depuis 2013 C._______, l'intéressée ayant en outre précisé, dans sa lettre adressée au SEM en date du (...) décembre 2023, qu'il possède la nationalité (...), élément retenu dans la décision du 21 août 2024 et qui n'a pas été contesté dans le recours, que ni son état de santé ni celui de la recourante ne sont pertinents en l'espèce, qu'il est loisible à celle-ci de rendre visite à son époux C._______, voire de s'y établir, cette solution apparaissant licite, possible et raisonnablement exigible (cf. JICRA 1997 no 22 précitée consid. 4c), que dès lors, la décision attaquée ne viole pas le droit fédéral et a établi de manière exacte et complète l'état de fait pertinent (art.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). Ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG liegt gemäss Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person. Der Einbezug eines Familienmitglieds in die Flüchtlingseigenschaft des anderen Familienmitglieds aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten kann durch das SEM verweigert werden, sofern eine hypothetische Prüfung ergibt, dass sich die ganze Familie im Heimatstaat eines nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte (vgl. BVGE 2020 IV/6 E. 5.3 m.H.a. BVGE 2015/40). Ist es dem SEM indessen nicht möglich, das Vorliegen einer anderen Staatsangehörigkeit des nicht verfolgten Familienmitglieds zu prüfen, weil letzteres seine Mitwirkungspflichten schwer verletzt hat, so kann darin ein besonderer Umstand im Sinne des Art. 51 Abs. 1 AsylG erblickt werden (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 4-7 und 8.4-9.10, insb. 9.10). Gemäss diesem Grundsatzurteil haben Personen mit vermutungsweise chinesischer Staatsangehörigkeit, welche gemäss Einschätzung des SEM im vorhergehenden Asylverfahren in einer exiltibetischen Diaspora-Gemeinschaft hauptsozialisiert wurden, erneut die Möglichkeit, im Rahmen des Gesuchs um Familienasyl nach Art.”
“So ist ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft namentlich dann ausgeschlossen, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft selbst derivativ erworben hat, wenn die eheliche Gemeinschaft während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise aufgegeben wurde oder wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person und es der Familie an sich zumutbar und möglich wäre, statt in der Schweiz auch in diesem anderen Land zu leben (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.1). Soll der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Ehepartners aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten verweigert werden, ist - in hypothetischer Weise - zu prüfen, ob sich die ganze Familie gegebenenfalls im Heimatland des nicht verfolgten Ehepartners niederlassen könnte (vgl. Urteil des BVGer E-1683/2013 vom 21. April 2015 E. 6.2.4 m.w.H.). Der Einbezug des Ehegatten in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.5). Im Kontext des Familienbegriffs werden die eingetragenen Partnerinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen den Ehegatten gleichgestellt (Art. 1a Bst. e der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]).”
Die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG steht in akzessorischem Zusammenhang mit dem Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG und kann nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erteilt werden. Für den Einbezug von Kindern nennt die Rechtsprechung insbesondere die Minderjährigkeit der Kinder sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Mitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen.
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
Die Anerkennung der Vaterschaft kann im Gesuch nach Art. 51 AsylG als Beleg für eine dauerhafte bzw. eheähnliche Beziehung vorgebracht werden und ist somit relevant für die Prüfung eines Gesuchs um Familiennachzug.
“Juli 2019 ein Kind bekommen und die entsprechende Vaterschaftsanerkennung sei beim Zivilstandsamt C._______ hängig. Beim Zivilstandsamt D._______ sei zudem ein Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung hängig. N. Am 18. Oktober 2019 ersuchte die Stadt D._______ beim SEM um Einsichtnahme in das Asyldossier der Beschwerdeführenden wegen der Vorbereitung der Heirat mit E._______ (N [...]). O. Am 22. Oktober 2019 stellte die Beschwerdeführerin beim kantonalen Migrationsamt ein Gesuch um Kantonswechsel und stützte sich dabei auf den Grundsatz der Einheit der Familie. P. Das Gesuch um Bewilligung des Kantonswechsels der Beschwerdeführerin wurde am 28. November 2019 als gegenstandslos geworden ab-geschrieben, nachdem die Beschwerdeführerin im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Frankreich überstellt worden war. IV. Q. Per 20. Mai 2021 erfolgte die Anerkennung der Vaterschaft von E._______ zugunsten des Kinds der Beschwerdeführerin. R. Mit Eingabe vom 21. Juni 2021 stellten die Beschwerdeführenden wiederum ein Gesuch um Familiennachzug gemäss Art. 51 AsylG. Es wurde darin ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer nunmehr vierjährigen Beziehung eine dauerhafte und eheähnliche Beziehung zum Vater ihres Kindes pflege und inzwischen auch die Vaterschaftsanerkennung vorliege. Gestützt auf Art. 8 EMRK werde deshalb der Einschluss in die Flüchtlingseigenschaft des Verlobten beziehungsweise Vaters ersucht. S. S.a Am 17. November 2021 ersuchten die Beschwerdeführenden das SEM um Bekanntgabe des Verfahrensstands; die Anfrage wurde mit Schreiben vom 24. November 2021 beantwortet. S.b Mit weiteren Eingaben vom 4. März und 27. April 2022 erkundigten sich die Beschwerdeführenden erneut um den Stand ihres Verfahrens. T. Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 - eröffnet am 27. Juni 2022 - lehnte das SEM das Gesuch um Familiennachzug nach Art. 51 AsylG ab und verweigerte den Beschwerdeführenden die Bewilligung der Einreise in die Schweiz. U. Die Beschwerdeführenden erhoben gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 21. Juli 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie sinngemäss ihren Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Verlobten respektive Vaters.”
Eine stark verspätete Geltendmachung des Familiennachzugs (hier: mehrere Jahre nach der Asylgewährung) kann bei fehlender Darlegung glaubhafter Umstände zur Ablehnung des Gesuchs führen. Dies ist insbesondere relevant, wenn das lange Zuwarten die Interessen der betroffenen Kinder berührt oder zwischenzeitlich die Volljährigkeit einzelner Kinder eingetreten ist, sodass diese nicht mehr unter Art. 51 Abs. 1 AsylG fallen.
“) betreffend Zahlungen aus der Schweiz E._______ vom April und Mai 2024 liegen, denen weder der Name der Beschwerdeführerin noch die Namen ihrer Kinder zu entnehmen seien. Schliesslich sei - trotz des Vorbringens der Überforderung im Jahr 2019 aufgrund ihrer traumatisierenden Erfahrungen in Syrien - nicht nachvollziehbar, weshalb die rechtlich vertretene Beschwerdeführerin nach der Asylgewährung am (...) 2019 viereinhalb Jahre zugewartet habe, bis sie am 18. Dezember 2023 um Familiennachzug ihrer Kinder ersucht habe. Das lange Zuwarten erstaune insbesondere aufgrund der schwierigen Situation, in welcher sich die teils noch minderjährigen Kinder gemäss ihren Angaben befunden hätten sowie aufgrund der in der Zwischenzeit erreichten Volljährigkeit ihrer beiden älteren Kinder. Die beiden älteren Kinder würden angesichts ihrer zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung vom 18. Dezember 2023 bereits erreichten Volljährigkeit nicht mehr unter die Bestimmungen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG fallen, so dass das Gesuch um Familienzusammenführung für die beiden älteren Kinder ohnehin abzuweisen wäre. Zusammenfassend sei es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, glaubhafte Angaben zu ihren familiären Umständen, ihrer Sorgerechtsvereinbarung sowie zur gepflegten Beziehung zu ihren Kindern zu machen, weshalb das Gesuch um Familiennachzug abzulehnen und ihren Kindern die Einreise in die Schweiz nicht zu bewilligen sei.”
Vor der Prüfung eines Gesuchs nach Art. 51 AsylG ist grundsätzlich zuerst zu klären, ob die in der Schweiz lebende Bezugsperson originär als Flüchtling anerkannt ist. Die Voraussetzungen für das Familienasyl sind sodann zum Zeitpunkt des Entscheids zu beurteilen. Die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft der Bezugsperson ist damit präjudiziell und steht in engem Zusammenhang mit der Prüfung des Anspruchs auf Familienasyl.
“51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2017 VI/4 précité consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 ainsi que jurisp. cit. ; arrêts du Tribunal D-5470/2020 du 14 décembre 2020 ; E-7639/2009 du 5 juillet 2010 consid. 2 et 4 ; Minh Son Nguyen, in : Code annoté de droit des migrations, vol. IV : Loi sur l'asile, 2015, art. 51 LAsi, no 14 p. 406), qu'en l'espèce, le recourant s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 5 mars 2021, que la première condition de l'art.”
“Dem Institut des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG steht der Grundgedanke zugrunde, der gesamten Familie eines Flüchtlings einen einheitlichen Rechtsstatus zu gewährleisten (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2002 Nr. 20 E. 4b, 2000 Nr. 22 E. 7). Massgeblicher Zeitpunkt zur Feststellung, ob die Voraussetzungen des Familienasyls erfüllt sind, ist derjenige des Entscheids (vgl. EMARK 2002 Nr. 20 E. 5a).”
“Zusammenfassend ergibt sich, dass das Vorliegen sowohl von Vorflucht- als auch von Nachfluchtgründen im Sinne von Art. 54 AsylG zu verneinen ist. Das SEM hat zu Recht die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneint und das Asylgesuch abgelehnt. Folglich können sich ihre Töchter auch nicht auf Art. 51 AsylG berufen, weswegen ihr Gesuch um (Familien-)Asyl ebenfalls abzulehnen ist.”
Für den Anspruch nach Art. 51 AsylG ist erforderlich, dass vor der Flucht eine tatsächliche gemeinschaftliche Haushaltsführung (ménage commun) zwischen dem Flüchtling und dem Anspruchsberechtigten bestanden hat. Eine rein formale Ehe oder lediglich sporadische Kontakte genügen in der Rechtsprechung nicht, wenn keine gemeinsame Haushaltsführung nachgewiesen ist.
“2 En vertu de cette disposition, le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (al. 1). Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (al. 4). 3.3 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3). 3.4 L'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20). Par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2 ; 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.). 3.5 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014.”
“7 Compte tenu des développements jurisprudentiels précités (cf. consid. 2.5) et conformément au principe de célérité, force est de constater que cette violation peut et doit être réparée devant l'autorité de recours. Il en sera toutefois tenu compte, le cas échéant, dans la répartition des frais de procédure et l'allocation de dépens. 3. 3.1 Cela étant, il convient d'emblée de relever que la recourante ne saurait, au stade du recours, invoquer valablement les art. 85 al. 7 LEI (désormais art. 85c LEI [RO 2024 188]) et 74 OASA qui concernent le regroupement familial en faveur du conjoint et des enfants mineurs des personnes admises à titre provisoire en Suisse. Les directives de l'ancien ODM sur lesquelles se fonde la recourante pour étayer ses allégations ne s'avèrent quant à elles d'aucun secours, ce d'autant qu'elles datent de 2008, respectivement 2011, et que les conditions de l'octroi du regroupement familial dans le domaine de l'asile ont subi des modifications depuis lors. Seule entre dès lors en considération l'application de l'art. 51 LAsi dans le cas d'espèce. 3.2 En vertu de cette disposition, le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (al. 1). Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (al. 4). 3.3 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid.”
“1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2017 VI/4 précité consid. 3.1 et 4.4.2; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; arrêts du Tribunal D-5470/2020 du 14 décembre 2020 et E-7639/2009 du 5 juillet 2010 consid. 2 et 4 ; Minh Son Nguyen, in : Code annoté de droit des migrations, vol. IV : Loi sur l'asile, 2015, art. 51 LAsi, no 14 p. 406), qu'en l'espèce, à l'appui de sa demande, l'intéressé a allégué que sa fille, âgée de (...) ans, avait quitté l'Erythrée et était désormais retenue en otage dans la région du Tigré, située à la frontière avec l'Ethiopie, par des passeurs exigeant une rançon de 7'000 dollars, qu'il a invoqué ne pas avoir les moyens de réunir une telle somme et être sans nouvelles de sa fille depuis deux semaines, qu'il a ainsi sollicité du SEM la « réouverture » de son dossier d'asile afin d'aider sa fille à le rejoindre en Suisse, précisant avoir déjà initié cette démarche dans le passé, restée toutefois infructueuse dans la mesure où la mère de sa fille s'y était opposée, que, par décision du 19 mars 2024, le SEM a rejeté cette demande, au motif que la condition de l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite du pays d'origine n'était pas remplie, dès lors que l'intéressé et sa fille n'avaient jamais vécu ensemble, qu'il a relevé en outre que sa fille ne le connaissait pas bien et n'avait que de très rares contacts avec lui, qu'il a ainsi estimé que la fuite du requérant n'avait pas interrompu une relation particulièrement forte entre sa fille et lui, rappelant que le regroupement familial ne pouvait pas être envisagé pour renouer un lien n'ayant jamais réellement existé, malgré la situation difficile dans laquelle celle-ci se trouvait, que, dans son recours, le recourant allègue que sa fille, encore mineure, se trouve en Ethiopie, dans un pays inconnu pour elle, et qu'elle a besoin de venir vivre auprès de lui, qu'il prie ainsi le Tribunal « d'examiner sa demande avec bienveillance », que cette argumentation ne saurait conduire à la conclusion que le SEM aurait violé le droit fédéral ou aurait établi de manière inexacte ou incomplète l'état de fait pertinent en refusant l'entrée en Suisse de la fille de l'intéressé au titre du regroupement familial, que le recourant se contente en effet de réitérer les arguments allégués devant l'autorité inférieure, sans indiquer précisément pour quels motifs la position du SEM ne saurait être suivie, que ses griefs s'épuisent ainsi dans une critique purement appellatoire, qu'en tout état de cause, la décision du SEM apparaît convaincante, tant il est vrai que le recourant et sa fille ne formaient pas une communauté familiale préalable à la fuite dans leur pays d'origine, qu'il ressort en effet des déclarations du recourant lors de ses auditions des 20 octobre 2014, 2 mars 2016 et 16 mai 2018 que sa fille a toujours vécu auprès de sa mère, qu'il n'avait aucun contact avec sa fille lorsqu'il se trouvait dans son pays et obtenait de ses nouvelles tous les six mois uniquement par l'intermédiaire de son père (cf.”
“2 En particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce. 1.3 La recourante, agissant en faveur de son fils B._______ a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et dans le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 1.4 Se considérant comme suffisamment informé, le Tribunal renonce à un échange d'écritures (art. 111a al. 1 LAsi). 2. A teneur de l'art. 106 al. 1 LAsi, les motifs de recours qui peuvent être invoqués devant le Tribunal sont la violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation (let. a) et l'établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (let. b). 3. 3.1 L'art. 51 LAsi, intitulé « asile accordé aux familles », prévoit à son al. 1 que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Aux termes de l'art. 51 al. 4 LAsi, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande. 3.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié. Il suppose, en outre, l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite. Il faut encore que la séparation des aspirants au regroupement familial (conjoint et/ou enfants mineurs) ait eu lieu en raison de la fuite, que les intéressés aient la volonté de poursuivre leur vie familiale et qu'en particulier, la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale antérieure puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité mais par nécessité.”
“1 ss), que l'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose la réalisation de plusieurs conditions cumulatives, que l'époux, qui vit en Suisse et veut y faire venir son conjoint, doit bénéficier du statut de réfugié à titre originaire, à condition que les intéressés aient constitué une communauté familiale lors de la fuite du pays d'origine, qu'il faut en outre que la séparation des aspirants au regroupement familial ait eu lieu en raison de la fuite, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale et que, en particulier, la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale antérieure puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, qu'enfin, aucune circonstance particulière ne doit s'opposer à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisprudence citée; Minh Son Nguyen, Migrations et relations familiales : de la norme à la jurisprudence et vice versa, in : Amarelle/Christen/Nguyen, Migrations et regroupement familial, 2012, p. 218 ss), qu'en l'espèce, A._______ s'étant vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile, la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie, que reste à déterminer si, au moment de son départ du pays, le prénommé et B._______, actuellement en Ethiopie, formaient une communauté familiale en Erythrée, que l'existence d'un mariage conclu en 2011 entre A._______ et B._______ (voir cependant les sérieux indices d'invraisemblance relevés ci-après) n'est ici, en tout état de cause, pas pertinente dès lors que, comme l'a retenu à juste titre le SEM, ceux-ci n'ont jamais fait ménage commun et qu'il n'y a pas de raisons impérieuses à cela (cf. ATAF 2018 VI/6 consid. 5.1 ss), que, dans son recours du 4 novembre 2020, A._______ confirme une fois encore ne jamais avoir fait ménage commun avec B._______, sans indiquer de raisons impérieuses, que partant, à ce stade du raisonnement déjà, le recours doit être rejeté, une des conditions cumulatives, à savoir l'existence d'une communauté familiale lors de la fuite du pays d'origine, faisant défaut, qu'en outre il n'est pas établi que B._______ soit la fiancée ou l'épouse de A.”
Erfüllt ein Gesuch nicht die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG, kann das SEM das Einreise- und das Gesuch um Familienzusammenführung ablehnen. Eine bereits rechtskräftig erlassene Einreisebewilligung kann res iudicata-Wirkung haben; die spätere Behandlung des Familienasyls ist hiervon zu unterscheiden. Die konkrete Ausstellung von Visa gilt als Vollzugsmodalität der Einreisebewilligung.
“Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind, weshalb das SEM das Gesuch um Bewilligung der Einreise von B._______ in die Schweiz und dasjenige um Familienzusammenführung zu Recht abgelehnt hat.”
“Der Entscheid hat Verfügungscharakter, zumal nach ständiger Praxis des SEM und des Bundesverwaltungsgerichts auch die Verweigerung der Einreisebewilligung zwecks Familienvereinigung Verfügungscharakter hat und weil - wie vorliegend - der Widerruf der Einreisebewilligung seitens des SEM konsequenterweise ebenso in Verfügungsform erfolgt ist. Es handelt sich beim Entscheid vom 30. September 2010 um eine rechtskräftige und rechtsbeständige Verfügung, mit der definitiv und verbindlich über die Einreisebewilligung befunden wurde. Diese «res iudicata» bewirkt, dass nicht noch einmal über die gleiche Sache entschieden werden kann. Das SEM hätte daher mit der angefochtenen Verfügung vom 3. Juni 2021 über die Erteilung der Einreisebewilligung gar nicht mehr (weder gutheissend noch abweisend) materiell befinden dürfen (vgl. dazu Urteile des BVGer E-6485/2019 vom 31. Januar 2023 E. 5; E-5555/2021 vom 16. Februar 2022 E. 6 sowie E-2831/2018 vom 4. Juni 2021 E. 6.2). Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Widerruf der Einreisebewilligung und darauf basierend die Ablehnung des Familienasyls nach Art. 51 Abs. 1 AsylG vom SEM zu Recht verfügt wurde. Die «res iudicata» der Einreisebewilligung vom 30. September 2010 steht diesen beiden Anordnungen (vorliegend Dispositiv Ziffern 1 und 3 der angefochtenen Verfügung) selbstredend nicht entgegen. Über das Familienasyl wurde in der Verfügung vom 30. September 2010 denn auch noch nicht befunden. Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung ist demnach von Amtes wegen aufzuheben.”
“Mai 2019 gestellte Gesuch um «Wiederherstellung der Einreisebewilligung» für B._______ und C._______ aufgrund der zwischenzeitlichen Rückkehr der beiden Kinder vom Sudan nach Eritrea und deren erneuten Ausreise in Richtung Äthiopien ist hinsichtlich ihrer Rechtsnatur daher nicht als neues Gesuch um Erteilung der Einreisebewilligung zu qualifizieren - die am 16. November 2010 erteilte und weiterhin gültig gewesene Einreisebewilligung wurde denn auch an keine Befristung gebunden -, sondern als Gesuch um Ermächtigung der schweizerischen Vertretung nunmehr in Äthiopien (statt vormals jener im Sudan) zur Erteilung von Visa für die Schweiz auf Basis der bestehenden Einreisebewilligung. Eine solche Visaerteilung stellt einen Verwaltungsakt im Sinne einer reinen Vollzugsmodalität betreffend die erteilte Einreisebewilligung dar (vgl. wiederum das Urteil des BVGer E-2831/2018 E. 6.5). Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Widerruf der Einreisebewilligung und darauf basierend die Ablehnung der Familienvereinigung (Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG) vom SEM zu Recht verfügt wurde. Die «res iudicata» der Einreisebewilligung vom 16. November 2010 steht diesen beiden Anordnungen (vorliegend Dispositiv Ziffern 1 und 3 der angefochtenen Verfügung) selbstredend nicht entgegen. Über das Familienasyl wurde in der Verfügung vom 16. November 2010 denn auch noch gar nicht befunden.”
Ein in der Schweiz nach Art. 51 Abs. 3 AsylG anerkannter Minderjähriger kann ein gesichertes Anwesenheitsrecht in der Schweiz haben. Vor diesem Hintergrund kann sich — gestützt auf Art. 8 EMRK — unter bestimmten Voraussetzungen ein Aufenthaltsrecht der Eltern ableiten lassen.
“L'art. 8 CEDH peut conférer, à certaines conditions, un droit de séjourner en Suisse aux parents étrangers d'enfants mineurs si ceux-ci disposent d'un droit certain à une autorisation de séjour, soit d'un droit de présence assuré en Suisse leur permettant de résider durablement dans le pays (cf. ATF 146 I 185 consid. 6.1; 137 I 284 consid. 2.6). En l'espèce, pour examiner la recevabilité, le Tribunal se doit de compléter d'office l'état de fait de l'arrêt attaqué (art. 105 al. 2 LTF), muet sur ce point, et retient que la fille du recourant a été mise au bénéfice d'une autorisation de séjour pour réfugié par inclusion dans le statut de ses parents qui avaient obtenu l'asile (cf. décision du Département du 16 mars 2023, en fait, consid. 3 et 4, ainsi que l'art. 51 al. 3 LAsi). C.________ dispose par conséquent d'un droit de présence assuré en Suisse depuis 2013 où elle réside avec sa mère, ce qui lui donne droit à une autorisation de séjour dans le canton où elle séjourne (ATF 139 I 330 consid. 1.2 et références; cf. art. 60 al. 1 LAsi). Le recourant se prévaut par conséquent de manière soutenable du droit au respect de la vie familiale consacré par l'art. 8 CEDH. La voie du recours en matière de droit public lui est donc en principe ouverte sous cet angle.”
Hat die betroffene Person ein eigenes Asylgesuch gestellt, kann dies dazu führen, dass ihr der Einbezug in das Asyl eines Elternteils nach Art. 51 AsylG verweigert wird; die Vorinstanzen prüfen solche Konstellationen anhand der konkreten Umstände des Einzelfalls.
“Nachdem B._______ am 16. August 2023 in die Schweiz eingereist ist und am 17. August 2023 ein eigenes Asylgesuch gestellt hat, ist die vorliegende Beschwerde soweit die Frage der Bewilligung der Einreise dieser Person betreffend gegenstandslos geworden. Beschwerdegegenstand bildet mithin einzig die Frage, ob die Vorinstanz B._______ zu Recht gemäss Art. 51 AsylG den Einbezug in das ihrem Vater gewährte Asyl verweigert hat.”
Die nach Art. 51 Abs. 4 AsylG zu erteilende Einreisebewilligung steht in direktem, akzessorischem Zusammenhang mit dem Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG und kann nur mit Blick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erteilt werden. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt insbesondere voraus, dass sie minderjährig sind und die Familie den Willen hat, die durch die Flucht getrennten Angehörigen möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
Für die Gleichstellung eines Konkubinats mit einer Ehe im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG ist eine dauerhafte, gefestigte, eheähnliche Beziehung mit einer erkennbaren geistig‑seelischen Komponente erforderlich. Fehlen Anhaltspunkte für eine derart gefestigte Partnerschaft — etwa weil die Beziehung erst kurz besteht, kein gemeinsamer Haushalt geführt wird oder die Bindung insgesamt wenig gefestigt erscheint — kommt eine Gleichstellung im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht in Betracht.
“Es könne demnach nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass eine religiöse Trauung überhaupt stattgefunden habe. Zur Beziehung mit ihrem Partner seit der Einreise in die Schweiz befragt, habe die Beschwerdeführerin erklärt, diese sei besser geworden und sie würden viel Zeit zusammen verbringen (A19, F96 ff.). Gleichzeitig falle aber auf, dass sie weder den Namen der Firma, bei welcher der Partner aktuell arbeite, gekannt noch gewusst habe, wie sein Arbeitspensum aussehe (A19, F102 ff.). Auch an den Namen des Vereins, wofür sich der Partner in seiner Freizeit engagiere, habe sie sich nicht erinnern können (A19, F108 f.). Daraus sei zu schliessen, dass nicht von einer dauerhaften, eheähnlichen Beziehung mit geistig-seelischer Komponente auszugehen sei. Die Beziehung sei als zu kurz und zu wenig gefestigt anzusehen, um ein Konkubinat darzustellen, welches im Rahmen der Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG einer Ehe gleichgestellt werden könnte. Die Voraussetzungen für einen Einbezug gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG seien daher nicht erfüllt.”
“Zur Begründung ihrer Verfügung führte die Vorinstanz aus, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, nachdem sie keine gezielt gegen sie gerichtete Verfolgung geltend gemacht habe und die Folgen des schweren Erdbebens nicht asylrelevant seien. Die Beziehung zu ihrem Verlobten könne nicht als eheähnliche Beziehung angesehen werden, womit ein Einbezug in dessen Asyl ausser Betracht falle. Die Beschwerdeführerin kenne ihren Verlobten zwar seit Sommer 2019, sie hätten aber nie in einem gemeinsamen Haushalt gelebt und sich erst vor zwei Monaten verlobt. Damit sei nicht von einem gefestigten Konkubinat auszugehen, das im Rahmen der Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG einer Ehe gleichgestellt werden könne. Die eingereichten Beweismittel könnten an dieser Einschätzung nichts ändern. Dem Gesuch um Aussetzung des Vollzugs für die Dauer des Heiratsverfahrens könne nicht stattgegeben werden, weil die Zuständigkeit zur Regelung des rechtmässigen Aufenthalts in der Schweiz während des Ehevorbereitungsverfahrens bei der Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons liege. Dem Wegweisungsvollzug stehe nichts entgegen. Zwar komme die Beschwerdeführerin aus dem Erdbebengebiet, sie verfüge aber über ein abgeschlossenes Studium als (...) sowie mehrjährige Berufserfahrung. Ausserdem hätten weder sie selber noch ihre Familie finanzielle Probleme gehabt. Es sei daher davon auszugehen, sie könne sich sowohl sozial als auch wirtschaftlich rasch reintegrieren. Im Übrigen sei auch vom Bestehen einer individuell zumutbaren innerstaatlichen Aufenthaltsalternative an einem anderen Ort in der Türkei ausserhalb der Provinz Kahramanmaras auszugehen. In Bezug auf eine allfällige ausländerrechtliche Regelung ihres weiteren Verbleibs in der Schweiz sei das SEM nicht zuständig.”
Der Kreis der Begünstigten nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist vom Gesetzgeber als abschliessend verstanden worden und beschränkt sich auf den Ehegatten/registrierten Partner eines Flüchtlings sowie dessen minderjährige Kinder. Mit der Revision (Abschaffung des ehemaligen Abs. 2) per 1. Februar 2014 entfiel die vorbehaltlose Ermöglichung des Familienasyls für andere nahe Angehörige; diese Personen fallen seitdem grundsätzlich nicht mehr unter das Sonderregime des Art. 51 AsylG. Für sonstige Familienangehörige ist der Familiennachzug nach den Bestimmungen der Gesetzgebung über Ausländer und Integration (LEI) zu prüfen; Art. 51 AsylG ist dementsprechend restriktiv auszulegen.
“Die vorinstanzlichen Erwägungen sind nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung wird zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und abgestützt auf die geltende Praxis dargelegt, weshalb die Tochter des Beschwerdeführers die Voraussetzung für den Familiennachzug nicht erfüllt. Die Beschwerde führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Aus der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 AsylG ergibt sich klar, dass die nachzuziehenden Kinder minderjährig sein müssen. Der Kreis der Begünstigten des Familienasyls wurde vom Gesetzgeber im Rahmen der am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. "Andere nahe Angehörige" (vgl. aArt. 51 Abs. 2 AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen - darunter auch volljährige Kinder - sind seither unbesehen allfälliger besonderer Gründe nicht mehr anspruchsberechtigt (vgl. BVGE 2014/41 E. 6.4 und E. 6.6; 2015/29 E. 3.2). Der geltende Art. 51 Abs. 1 AsylG zählt abschliessend die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auf und BVGE 2020 VI/7 bestätigt diese, mit dem Wortlaut übereinstimmende Gesetzesauslegung in aller Klarheit (vgl. a.a.O. E. 2.1 ff.). Unbesehen allfälliger und vom Gericht nicht bestrittenen Schwierigkeiten, mit denen die demnächst (...)-jährige Tochter in der Türkei konfrontiert werden könnte, fehlt es vorliegend an der gesetzlichen Grundlage für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters.”
“notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'espèce, la recourante s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 10 décembre 2019, de sorte que la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie. Se pose dès lors la question de savoir si B._______ et C._______ peuvent être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art.”
“51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20), que par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant cette exception - et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents , il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial stricto sensu séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3), qu'ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem), que l'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), que cela étant, le recourant s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile en date du 24 août 2023, qu'il a déposé, le 11 octobre suivant, une demande de regroupement familial en faveur notamment de ses deux fils, B._______, alors âgé de 21 ans, et C._______, âgé de 19 ans, que le SEM a rejeté cette demande par décision du 14 novembre 2023, au motif que ceux-ci étaient majeurs au moment du dépôt de la demande de regroupement familial, que dans son recours, l'intéressé argue qu'il convient, dans le cas particulier, de faire une exception à la règle des ayants droit définis à l'art.”
“5 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Cette disposition avait la teneur suivante : « D'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse peuvent obtenir l'asile accordé à la famille, si des raisons particulières plaident en faveur du regroupement familial. » Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'occurrence, le recourant étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 23 juin 2022, la première condition de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi est remplie. 4.2 Se pose ensuite la question de savoir si B._______ peut être considérée comme une enfant mineure au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi.”
“2 Pour rappel, au regard des débats parlementaires relatifs au projet de la Commission des institutions politiques proposant l'abrogation (pure et simple) de l'art. 51 LAsi, le Tribunal a retenu, dans son ATAF 2015/29, que par la solution de compromis de l'abrogation du seul alinéa 2 de cette disposition, le législateur avait manifestement voulu restreindre le champ des bénéficiaires de l'asile familial aux seuls ayants droit définis à l'alinéa 1er de cette disposition, à savoir le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié ainsi que leurs enfants mineurs, soit la famille nucléaire. Il a conclu que les ayants droit à l'asile familial étaient explicitement et exhaustivement énumérés par cette disposition, qui ne pouvait pas faire l'objet d'une interprétation extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers restait applicable (cf. consid. 4.2.3). Ce constat a été confirmé dans l'ATAF 2020 VI/7 (cf. consid. 2.3 et réf. cit). Dans son arrêt précité E-2297/2019 du 22 octobre 2020, le Tribunal a procédé à une interprétation de l'art. 51 al. 1 LAsi. De l'interprétation littérale de cette disposition, il a retenu que l'ancienne CRA avait considéré que l'expression « leurs enfant mineurs » recouvrait les enfants communs des conjoints ainsi que les enfants de chacun d'eux (cf. E-2297/2019 précité consid. 5.4.2). Ainsi que relevé précédemment, il a également retenu que rien n'indiquait que le terme « enfant » dusse être compris de manière différente que la relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. idem). Ce faisant, il a conclu que l'expression « leurs enfant mineurs » n'englobait pas les petits-fils ou petites-filles du réfugié, pas même dans la situation particulière où il s'agissait de l'enfant d'un enfant mineur du réfugié. Le Tribunal a ensuite retenu de l'interprétation historique de cette notion qu'un lien de filiation était nécessaire entre l'enfant et le réfugié ou entre l'enfant et le conjoint de celui-ci. A cet égard, il a souligné que dans les messages du Conseil fédéral des 31 août 1977 et 4 décembre 1995, les enfants recueillis ou en nourrice étaient englobés dans les « autres proches parents » (cf.”
Für die Beurteilung der Minderjährigkeit im Sinne von Art. 51 AsylG ist in der Regel auf das Alter zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familiennachzug bzw. Familienasyl abzustellen; Volljährigkeit zum Zeitpunkt dieses Gesuches schliesst den Anspruch typischerweise aus.
“Festzuhalten ist zunächst, dass B._______ am (...) volljährig geworden ist. Für die Beurteilung der Minderjährigkeit der Kinder im Sinne der Gesetzesbestimmungen von Art. 51 AsylG ist jedoch das Alter im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienasyl beziehungsweise -nachzug massgeblich (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 2.4 und E. 3.3). Das entsprechende Gesuch datiert vom 29. September”
“idem), qu'en l'occurrence, l'intéressé étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 24 août 2023, la première condition de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi est remplie, que cependant, les fils du recourant se trouvant à l'étranger et en faveur desquels il a sollicité l'asile familial, à savoir B._______ ainsi que C._______, étaient âgés de 21 ans, respectivement de 19 ans, lors du dépôt de la demande de regroupement familial en date du 11 octobre 2023, que dans son recours, l'intéressé admet du reste lui-même qu'au moment où il s'est vu reconnaître la qualité de réfugié ainsi qu'octroyer l'asile par le SEM, le 24 août 2023, ses deux fils étaient majeurs, que par conséquent, les conditions cumulatives et restrictives de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi ne sont manifestement pas remplies, étant donné la majorité de B._______ ainsi que de C._______ au moment du dépôt de la demande de regroupement familial, que sans vouloir minimiser les effets qu'elle puisse avoir pour le recourant, une telle situation n'est pas susceptible de permettre une dérogation aux conditions légales strictes de l'art. 51 LAsi, telles qu'elles sont appliquées dans la jurisprudence constante du Tribunal (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4 et jurisp. cit.), que dans son recours, l'intéressé a par ailleurs fait valoir que son fils cadet, C._______, était hospitalisé, que les problèmes médicaux de ce dernier ne sont toutefois pas décisifs pour la présente procédure, que partant, c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial du recourant en se fondant sur l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi, que la décision attaquée est conforme au droit fédéral, le SEM ayant par ailleurs établi de manière exacte et complète l'état de fait pertinent (art. 106 al. 1 LAsi) et, dans la mesure où ce grief peut être examiné (art. 49 PA ; cf. ATAF 2014/26 consid. 5), n'est pas inopportune, qu'en conséquence, le recours est rejeté, que celui-là s'avérant manifestement infondé, il l'est dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111 let. e LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art.”
“Eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots ist ebenfalls nicht ersichtlich, wird doch in jedem Fall zur Beurteilung der Minderjährigkeit des nachzuziehenden Kindes auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung um Familiennachzug abgestellt. Eine Ungleichbehandlung würde beispielsweise dann vorliegen, wenn in gleichen Konstellationen in einem Fall auf den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung und in einem anderen Fall auf den Zeitpunkt des Asylantrags der nachziehenden Person angeknüpft würde, ohne dass ein vernünftiger Grund dafür ersichtlich wäre. Mithin wäre eine Verletzung der Rechtsgleichheit dann zu bejahen, wenn im Rahmen gleicher Verfahren aufgrund unsachlicher Gründe Differenzierungen vorgenommen würden. Eine derartige Konstellation ist vorliegend nicht ersichtlich, zumal das SEM in jedem Fall, d.h. in jedem Verfahren betreffend Familiennachzug gestützt auf Art. 51 AsylG auf den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienzusammenführung abstellt. Eine Verletzung von Art. 8 Abs. 1 BV liegt nach dem Gesagten nicht vor.”
Nach den in den Quellen dargestellten Entscheiden wurden Ehegatten und minderjährige Kinder nachträglich als Flüchtlinge anerkannt, wobei die Anerkennung gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG zum Zwecke der Wahrung der Familieneinheit erfolgte. Eine weitergehende Schlussfolgerung zur Rolle einer besonderen Schutzbedürftigkeit Minderjähriger als eigenständiger, verstärkender Anerkennungsgrund ist in den vorliegenden Quellen nicht ausgewiesen.
“_______ qu'il envisageait d'accepter sa demande de regroupement familial en tant qu'elle concernait son épouse et ses deux enfants mineurs, mais qu'il entendait la rejeter en tant qu'elle concernait son fils majeur, dont le lien de dépendance particulier avec ses parents n'avait pas été établi. L'autorité de première instance a imparti au requérant un délai pour se déterminer à ce sujet et pour produire d'éventuels éléments complémentaires. F.Dans ses déterminations du 1er décembre 2022, le requérant a exposé que son fils aîné se trouvait dans une situation de dépendance avec le reste de sa famille et a allégué par ailleurs qu'il aurait pu déposer sa demande de regroupement familial plus tôt s'il n'avait pas dû faire recours pour obtenir le statut de réfugié et l'admission provisoire. G.Le 15 décembre 2022, le SEM a rendu une décision favorable à la demande de regroupement familial en tant qu'elle concernait l'épouse du requérant et leurs deux enfants mineurs. Ces derniers sont ainsi entrés en Suisse le 11 janvier 2023 et y ont déposé une demande d'asile le 17 janvier 2023. Par décision du 25 janvier 2023, le SEM leur a reconnu la qualité de réfugiés afin de préserver l'unité de la famille (art. 51 al.1 LAsi) et a prononcé leur admission provisoire. H.Par décision du 16 décembre 2022, le SEM a rejeté la demande de regroupement familial et d'inclusion dans l'admission provisoire déposée par le requérant en faveur de son fils aîné, au motif que celui-ci était majeur et qu'un lien de dépendance particulier avec le reste de sa famille n'avait pas été démontré. I.Le requérant, agissant par l'entremise de sa mandataire, a recouru contre cette décision le 1er février 2023 auprès du Tribunal en concluant à son annulation et à l'admission de la demande de regroupement familial déposée en faveur de son fils aîné. Il a par ailleurs sollicité l'octroi de l'assistance judiciaire totale. J.Par décision incidente du 1er mars 2023, le Tribunal a admis la demande d'assistance judiciaire totale du recourant, l'a dispensé du paiement des frais de procédure et a désigné sa mandataire en qualité d'avocate d'office pour la procédure de recours. K.Appelé à se prononcer sur le recours, le SEM en a proposé le rejet.”
“Sie seien etwa einen Monat bei ihm in Italien geblieben und anschliessend in die Schweiz gereist. Sie seien telefonisch in Verbindung gestanden und hätten sich erst im Oktober 2022 wiedergesehen. Sie hätten sich vorher nicht sehen können, weil es ihm nicht gelungen sei, in die Schweiz zu kommen. Während vier Monaten hätten sie aufgrund von Meinungsverschiedenheiten keinen Kontakt gehabt. Er wolle nicht nach Italien zurückkehren, weil er zusammen mit seinen Töchtern in der Schweiz bleiben möchte. In Italien habe er sich nicht wohl gefühlt. Gesundheitlich gehe es ihm gut. A.d Die Partnerin des Beschwerdeführers verliess Eritrea zusammen mit ihren beiden älteren Töchtern eigenen Angaben gemäss im Januar 2020 und suchte am 23. September 2021 in der Schweiz um Asyl nach. Mit Ver-fügung vom 28. Dezember 2021 stellte das SEM fest, die Partnerin des Be-schwerdeführers erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG. Den beiden älteren Töchtern wurde die Flüchtlingseigen-schaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG zuerkannt. Der Partnerin und den Töchtern des Beschwerdeführers wurde Asyl gewährt. Am (...) wurde die dritte Tochter der Partnerin des Beschwerdeführers geboren. A.e Das SEM stellte bei den italienischen Behörden am 3. November 2022 ein Auskunftsersuchen hinsichtlich des vom Beschwerdeführer in Italien durchlaufenen Asylverfahrens. A.f Die italienischen Behörden teilten am 5. Dezember 2022 mit, der Be-schwerdeführer sei in Italien als Flüchtling anerkannt worden. Die Aufent-haltsbewilligung sei von der Quästur F._______ ausgestellt worden und laufe am (...) 2024 ab. A.g Mit Zwischenverfügung vom 6. Dezember 2022 teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit, dass die Dublin-III-VO nicht anwendbar sei, da er in Italien als Flüchtling anerkannt worden sei. Das SEM beabsichtige, ge-stützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf sein Asylgesuch nicht einzutreten und die Wegweisung nach Italien zu verfügen. Dem Be-schwerdeführer wurde Frist zur Einreichung einer Stellungnahme (rechtliches Gehör) gewährt.”
Eine Dublin-Überstellung schliesst nicht grundsätzlich ein späteres Gesuch um Familiennachzug nach Art. 51 LAsi aus; ein solches Gesuch kann auch nach erfolgter Überstellung gestellt werden.
“Juli 2019 ein Kind bekommen und die entsprechende Vaterschaftsanerkennung sei beim Zivilstandsamt C._______ hängig. Beim Zivilstandsamt D._______ sei zudem ein Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung hängig. N. Am 18. Oktober 2019 ersuchte die Stadt D._______ beim SEM um Einsichtnahme in das Asyldossier der Beschwerdeführenden wegen der Vorbereitung der Heirat mit E._______ (N [...]). O. Am 22. Oktober 2019 stellte die Beschwerdeführerin beim kantonalen Migrationsamt ein Gesuch um Kantonswechsel und stützte sich dabei auf den Grundsatz der Einheit der Familie. P. Das Gesuch um Bewilligung des Kantonswechsels der Beschwerdeführerin wurde am 28. November 2019 als gegenstandslos geworden ab-geschrieben, nachdem die Beschwerdeführerin im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Frankreich überstellt worden war. IV. Q. Per 20. Mai 2021 erfolgte die Anerkennung der Vaterschaft von E._______ zugunsten des Kinds der Beschwerdeführerin. R. Mit Eingabe vom 21. Juni 2021 stellten die Beschwerdeführenden wiederum ein Gesuch um Familiennachzug gemäss Art. 51 AsylG. Es wurde darin ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer nunmehr vierjährigen Beziehung eine dauerhafte und eheähnliche Beziehung zum Vater ihres Kindes pflege und inzwischen auch die Vaterschaftsanerkennung vorliege. Gestützt auf Art. 8 EMRK werde deshalb der Einschluss in die Flüchtlingseigenschaft des Verlobten beziehungsweise Vaters ersucht. S. S.a Am 17. November 2021 ersuchten die Beschwerdeführenden das SEM um Bekanntgabe des Verfahrensstands; die Anfrage wurde mit Schreiben vom 24. November 2021 beantwortet. S.b Mit weiteren Eingaben vom 4. März und 27. April 2022 erkundigten sich die Beschwerdeführenden erneut um den Stand ihres Verfahrens. T. Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 - eröffnet am 27. Juni 2022 - lehnte das SEM das Gesuch um Familiennachzug nach Art. 51 AsylG ab und verweigerte den Beschwerdeführenden die Bewilligung der Einreise in die Schweiz. U. Die Beschwerdeführenden erhoben gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 21. Juli 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie sinngemäss ihren Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Verlobten respektive Vaters.”
“Cette question peut toutefois rester indécise, dès lors que, même si cela devait être le cas, il conviendrait de rejeter le recours. En effet, l'époux s'est rendu en Suisse plus d'une année avant les recourantes. Celles-ci ont quitté la Turquie le (...) septembre 2024 (pce SEM 11), soit à un moment où la demande d'asile du recourant en Suisse avait déjà été rejetée (cf. consid. 6.4 supra). Les membres de la famille ne pouvaient ainsi sans autre espérer obtenir un titre de séjour en Suisse. A cela s'ajoute que rien au dossier n'incite à penser que les recourantes - auxquelles il conviendra d'accorder l'assistance judiciaire partielle [cf. consid. 9.1 infra] - ou le père de famille disposent des ressources nécessaires pour séjourner dans ce pays sans recourir entièrement à l'aide sociale. Il convient également de prendre en compte le fait que, dans l'hypothèse où le recours du mari contre la décision de refus d'asile devait être entièrement ou partiellement admis, celui-ci aurait la possibilité de demander le regroupement familial sur la base des art. 51 LAsi ou 85c LEI (RS 142.20). Certes, il n'est pas exclu que la procédure en cours prenne du temps et entrave pendant plusieurs mois la vie familiale des recourantes avec leur père respectivement époux. Compte tenu des circonstances susmentionnées, il y a toutefois lieu de conclure que l'intérêt public à l'exécution du règlement Dublin III l'emporte sur les intérêts privés en cause. Par conséquent, même à supposer que l'art. 8 CEDH trouve application en l'espèce, le recours ne pourrait être admis à ce titre. Cela étant, il n'y a pas de raison de retenir que le transfert des recourantes en Croatie irait à l'encontre de l'intérêt supérieur de l'enfant et constituerait une violation de l'art. 3 CDE. En effet, les recourantes 2 à 4 seront transférées en Croatie, Etat signataire de la CDE, avec leur mère, qui assurera leur prise en charge et leur apportera le soutien nécessaire. En outre, il doit être relevé que l'art. 3 CDE n'impose pas aux autorités de donner suite au souhait des parents de voir leur demande d'asile examinée par l'Etat offrant, à leur avis, les meilleures conditions d'accueil pour leur enfant (cf.”
Eine Person, die im Ausland lebt und die Anerkennung nicht formell beantragt hat bzw. nicht an der Verfahrensteilnahme beteiligt war, kann nach der Rechtsprechung nicht als Flüchtling im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG anerkannt werden.
“6) - et de déterminer si, exceptionnellement, l'intérêt à une fidèle application du droit en vigueur ne prime pas l'intérêt de l'administré à voir sa confiance protégée (cf. arrêt du TAF A-262/2018 du 29 mars 2019 consid. 8.1.1). Le caractère exigeant de ces réquisits s'inscrit dans le respect du principe d'égalité de traitement entre tous les justiciables (art. 8 al. 1 Cst.). 4.3 4.3.1 En l'occurrence, le Tribunal considère que c'est à bon droit que le SEM a constaté la nullité de la décision du 11 avril 2024 en tant qu'elle concerne les recourants. 4.3.2 En effet, le vice dont cette décision est entachée est grave et manifeste, en ce sens que les intéressés n'ont aucunement participé à la procédure initiée le 27 mars 2024, à laquelle la décision du 11 avril 2024 a mis fin (dans ce sens, arrêt du Tribunal E-3887/2022 du 29 novembre 2022, consid. 2). Ne se trouvant pas en Suisse à cette période, ils n'ont pas pu déposer de demande d'asile familial et ne figuraient à l'évidence pas parmi les personnes impliquées. Comme relevé à juste titre par le SEM, la qualité de réfugié au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi ne peut être reconnue à une personne qui réside à l'étranger et qui, formellement, ne l'a pas requise. Les recourants avaient d'ailleurs été explicitement exclus de la procédure précédente visant à les autoriser à entrer en Suisse, contrairement à leur mère et à leur soeur cadette, par décision du SEM du 14 novembre 2023, au motif qu'ils étaient alors déjà majeurs (cf. let. D.). Par ailleurs, le recours déposé contre cette décision par leur père en leur nom était alors encore pendant. Or, le SEM n'a nullement transmis la décision du 11 avril 2024 dans le cadre de cette procédure, ce qu'il n'aurait pas manqué de faire au regard de la teneur de l'art. 58 al. 2 PA, s'il avait réellement estimé que ladite décision avait un quelconque effet juridique à l'égard des intéressés. Enfin, ceux-ci devaient s'attendre à ce que ledit recours soit rejeté, ses conclusions ayant été considérées vouées à l'échec après un examen prima facie par le Tribunal (cf. let. F.). Dans ces conditions, la décision du SEM du 11 avril 2024 était d'emblée privée d'objet en ce qui les concernait.”
Bei Mehrfachgesuchen bzw. im Revisions-/Reexamenkontext sind persönliche Schutzgründe, die im Rekurs vorgebracht werden (z. B. Konversion), vom Gericht in der Sache zu prüfen, soweit sie der Vollstreckung der Wegweisung entgegenstehen. Zwar gelten Mehrfachgesuche grundsätzlich als besonderer Reexamenfall, bei dem normalerweise nur zuvor vorgebrachte Reexamenmotive zur Sache gehören. Wird die Ablehnung eines Mehrfachgesuchs jedoch mit einer neuen Wegweisungs- und Vollstreckungsverfügung verbunden, sind alle im Rekurs geltend gemachten Gründe, die die Vollstreckung hindern können, materiell zu prüfen, auch wenn sie nicht bereits in der ersten Instanz vorgebracht wurden.
“106 al. 1 LAsi et un plein pouvoir en ce qui a trait à l'application de la LEI, conformément à l'art. 49 PA en lien avec l'art. 112 LEI (cf. ATAF 2014/26 consid. 5 et 7.8), 2. La recourante n'a contesté ni le rejet de la demande d'asile multiple ni le renvoi (dans son principe). Sur ces points de son dispositif (ch. 2 et 3), la décision du SEM du 16 septembre 2020 a donc acquis force de chose décidée. Seuls demeurent litigieux le refus de reconnaissance de la qualité de réfugié à la recourante (ch. 1 du dispositif de la décision précitée) et l'ordre d'exécuter le renvoi de celle-ci (ch. 4 et 5 du dispositif de ladite décision). 3. A l'appui de la demande multiple du 13 mars 2019, la recourante n'a pas fait valoir de motifs personnels qui auraient justifié la reconnaissance de la qualité de réfugié au sens de l'art. 3 LAsi (soit à titre originaire). Elle s'est limitée à faire valoir qu'elle devait se voir reconnaître la qualité de réfugié à titre dérivé de son père en application de l'art. 51 al. 1 LAsi. Les motifs personnels en lien avec sa conversion à la foi bahaïe dûment invoqués au cours de la procédure de recours au regard des exigences posées par l'art. 111c al. 1 LAsi doivent néanmoins faire l'objet d'un examen par le Tribunal. En effet, certes, la demande multiple au sens de cette disposition est un cas particulier de la constellation classique du réexamen (cf. ATAF 2014/39 consid. 5.5). Dans une telle constellation, seuls les motifs de réexamen déjà invoqués devant l'autorité de première instance ressortissent à l'objet de la contestation et, partant, à l'objet du litige. Toutefois, une décision du SEM rejetant une telle demande d'asile multiple ne ressortit plus à cette constellation classique lorsqu'elle est, comme en l'espèce, assortie d'une nouvelle décision de renvoi et d'exécution du renvoi. En effet, dans un tel cas de figure, tous les motifs invoqués dans le cadre de la procédure de recours et susceptibles de faire obstacle à l'exécution du renvoi doivent faire l'objet d'un examen au fond par le Tribunal, y compris lorsqu'ils n'ont pas déjà été invoqués devant l'autorité de première instance.”
Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt voraus, dass eine Familiengemeinschaft bereits im Zeitpunkt der Flucht bestanden hat. Voraussetzung für eine Einreisebewilligung ist eine vor der Flucht bestehende, gefestigte Familiengemeinschaft bzw. eine seit längerer Zeit eheähnlich gelebte partnerschaftliche Beziehung. Beziehungen, die erst nach der Flucht entstanden oder die zum Zeitpunkt der Flucht noch nicht die Qualität einer gefestigten Partnerschaft hatten, begründen nach der Rechtsprechung keinen Anspruch auf Einreisebewilligung gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG.
“e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(...) als Jugendlicher verlassen und anschliessend im Irak gelebt, wo er im Jahr 20(...) seine Ehefrau geheiratet und mit dieser fünf Kinder bekommen habe, dass daher davon auszugehen sei, die Familiengemeinschaft habe nicht bereits im Heimatstaat (Türkei) bestanden und sei daher auch nicht durch die Flucht aus der Türkei getrennt worden, weshalb die Bedingungen von Art.”
“1 und 4 AsylG seien nicht erfüllt, und führte zur Begründung im Wesentlichen Folgendes aus: Es werde nicht in Zweifel gezogen, dass die Beschwerdeführerin schon vor ihrer Ausreise aus Syrien mit B._______ befreundet gewesen sei. Von einem gefestigten Konkubinat könne aber nicht die Rede sein, da es unbestrittenermassen lediglich geheime Treffen und telefonische Kontakte gegeben habe. Die Ausführungen betreffend die Konventionen in ihrem Heimatland und die Einschränkungen, welche sich aus (...) für das Beziehungsleben ergeben würden, seien nachvollziehbar. Dies gelte auch für (...) sowie ihre Ausführungen, weshalb das Gesuch um Familiennachzug erst (...) Jahre nach der Asylgewährung gestellt worden sei. Dennoch sei die Praxis betreffend den Nachzug von Familienangehörigen aus dem Ausland streng. Der Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG sei einzig die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften. Daran vermöge auch der Umstand, dass in Syrien ein Zusammenleben grundsätzlich nicht möglich gewesen sei (...), nichts zu ändern. Es fehle vorliegend an dem für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingenden Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft respektive einer seit längerer Zeit eheähnlich gelebten partnerschaftlichen Beziehung. Auch aus dem Umstand, wonach die Beschwerdeführerin nach ihrer Ausreise aus Syrien mit B._______ telefonisch und via soziale Medien in regem Kontakt gestanden habe, könne nichts im Hinblick auf die Zeit vor der Ausreise abgeleitet werden. In diesem Zusammenhang seien auch die entsprechenden ins Recht gelegten Screenshots nicht geeignet, den Beweis eines gefestigten Konkubinats respektive einer vorbestandenen Familiengemeinschaft zu erbringen.”
“_______ seit der Ausreise und damit wiederum das gefestigte Konkubinat im Zeitpunkt der Ausreise, nicht zu belegen vermag. Ihre Erklärung im Gesuch um Familiennachzug, wegen verlorener Handys und gewechselten SIM-Karten könnten keine Kontaktnachweise von vor dem Jahr 2018 erbracht werden (A1/116 S. 4), reicht nicht aus, um einen nahtlosen, engen Kontakt, welcher auf ein gefestigtes Konkubinat schliessen liesse, zwischen ihr und B._______ glaubhaft zu machen. Selbst wenn sie selber über keine Chats aus der Zeit vor dem Jahr 2018 mehr verfügen sollte, wäre zu erwarten gewesen, dass sie von B._______ solche Belege erhältlich macht. Insgesamt spricht das Verhalten der Beschwerdeführerin nicht für eine durchgehende gefestigte Beziehung im Sinne eines Konkubinats, sondern für die Wiederaufnahme einer Beziehung, welche im Zeitpunkt der Flucht noch nicht (wieder) die Qualität eines gefestigten Konkubinats hatte. Für eine (Wieder-) Aufnahme einer Beziehung besteht im Rahmen von Art. 51 Abs. 4 AsylG kein Raum. Folglich hat das SEM das für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingende Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft res-pektive einer seit längerer Zeit eheähnlichen gelebten partnerschaftlichen Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und B._______ zu Recht verneint.”
“In der Vernehmlassung führte das SEM aus, dass sich auch ein in der Schweiz geborenes Kind, welches im Ausland lebe, nicht auf Art. 51 Abs. 4 AsylG berufen und durch die in der Schweiz erfolgte Geburt eine Einreisebewilligung erwirken könne. Die Beziehung der Beschwerdeführerin und ihrem Verlobten sei zudem erst lange nach dessen Flucht aus dem Heimatstaat aufgenommen worden, weshalb ebenfalls kein Anspruch gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG bestehe.”
Das Fehlen von Original-Geburts- oder Heiratsurkunden erschwert den Nachweis familiärer Beziehungen erheblich und kann dazu führen, dass eine behauptete Ehe- oder Eltern-Kind-Beziehung nicht als bewiesen anerkannt wird, sofern nicht anderweitig überzeugende Beweismittel vorgelegt werden.
“Im Gesuch wurde damals ausgeführt, dass seine Ehefrau sich mit den beiden jüngeren Kindern in einem Flüchtlingslager in Äthiopien befinde. Sein Sohn, B._______, geboren am (...), sei bei seiner Grossmutter (C._______) väterlicherseits in Eritrea geblieben. Die Ausreise aus Eritrea sei für seine Ehefrau mit drei Kindern zu schwierig gewesen, weshalb sie beschlossen habe, den Ältesten zurückzulassen. C. Am 20. Februar 2015 bewilligte das SEM der Ehefrau des Beschwerdeführers, D._______, dem gemeinsamen Kind, E._______, geboren am (...), sowie seiner Tochter, F._______, geboren am (...), aus seiner ersten Ehe die Einreise in die Schweiz und hiess das Gesuch um Familiennachzug vom 18. Oktober 2013 gut. Am 5. April 2015 reisten sie mit einem Visum in die Schweiz ein. Am 22. April 2015 wurde D._______ zu ihrer Person befragt (BzP); sie machte keine eigenen Asylgründe geltend und verzichtete auf eine Anhörung zu den Asylgründen. Mit Verfügung des SEM vom 22. April 2015 wurde ihr und den Kindern E._______ und F._______ gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) Asyl gewährt. D. Mit Eingabe vom 8. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer ein (erstes) Gesuch um Familienzusammenführung zugunsten seines Sohnes B._______ geboren am (...), ein. Mit dem Gesuch reichte er eine Kopie der Einreisebewilligung vom 20. Februar 2015 betreffend seine heutige Ehefrau, D._______, und seine Kinder E._______ und F._______, eine Kopie des Gesuchs um Familiennachzug vom 18. Oktober 2013, eine Kopie einer Sorgerechtsbestätigung der leiblichen Mutter von B._______, G._______, betreffend die Übertragung des Sorgerechts für B._______ an die Mutter des Beschwerdeführers, C._______ (Grossmutter von B._______) vom 18. Oktober 2019 (inklusive deutsche Übersetzung), die Kopie einer Erklärung der Mutter des Beschwerdeführers vom 2. Dezember 2020 (inklusive deutsche Übersetzung), sowie Fotos und Auszüge des Kontakts mit seinem Sohn B._______ via Messenger, ein. Die unter den Beilagen aufgeführte Geburtsurkunde seines Sohnes im Original (inklusive englische Übersetzung) lag nicht bei.”
“Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass es sich bei dem sich zurzeit in C._______ aufhaltenden B._______ um ihren Ehemann handle, den sie in Afghanistan geheiratet habe. Dass B._______ tatsächlich zum Kreis der (grundsätzlich) anspruchsberechtigten Personen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG (Ehegatte, Konkubinatspartner) gehört, vermag die Beschwerdeführerin jedoch nicht zu belegen. Die Vorinstanz hat zu Recht festgestellt, dass die geltend gemachte Hochzeit mit B._______ weder mit einer Heiratsurkunde noch mit Hochzeits- oder Familienfotos belegt worden ist und die Erklärung der Beschwerdeführerin, wonach ihre Familie die Dokumente und Fotos zum Beleg ihrer Hochzeit aus Angst vor den Taliban verbrannt und auf dem Computer gelöscht habe, nicht zu überzeugen vermag. Mit dem SEM ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin möglich war - trotz der geltend gemachten und nachvollziehbaren Gefährdungssituation durch die Taliban - mehrere Beweismittel zum Beleg ihrer Tätigkeit bei der Armee und der Polizei einzureichen. Die eingereichten Fotos zeigen die eindeutig erkennbare Beschwerdeführerin sowohl in Militär- als auch in Polizeiuniform. Es ist nicht plausibel, dass sie zwar Beweismittel mit sich führte, welche ihre Militär- und Polizeizugehörigkeit belegen, indessen die ihre Ehe belegenden Dokumente aufgrund der geltend gemachten Gefährdungssituation durch die Taliban allesamt unwiderruflich vernichtet haben will.”
Ein früherer irregulärer Einreiseverlauf steht einem Anspruch aus Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht zwangsläufig entgegen. Nach der zitierten Rechtsprechung ist die Anwendung der Bestimmung nicht auf einen rechtmässigen Aufenthalt beschränkt; entscheidend kann vielmehr sein, dass sich die betroffene Person dauerhaft bzw. praktisch ausschliesslich in der Schweiz aufhält und kein rechtsmissbräuchliches Verlagerungs- oder Umgehungsziel vorliegt.
“Die Beschwerdeführerin habe sich im Jahr 2018 mit dem Kindsvater verlobt und sich regelmässig an dessen damaliger Wohnadresse im Kanton Zürich aufgehalten. Nach F._______ sei sie jeweils nur zurückgekehrt, wenn es ihr Asylverfahren erfordert habe. Anlässlich ihres schriftlichen Asylgesuchs vom 18. Juli 2019 habe sie in G._______ gewohnt und am (...) ihren Sohn in der Schweiz zur Welt gebracht. Nach dem Nichteintretensentscheid vom 18. September 2019 sowie ihrer Wegweisung nach Frankreich habe der Lebenspartner/Vater für sie eine Wohnung in I._______ gemietet; sie hätten sich aber weiterhin bei jeder Gelegenheit in D._______ aufgehalten, insbesondere zum Wohl des Kindes. Diese Situation habe am 21. Juni 2021 zum Gesuch um Familienzusammenführung geführt, nachdem sie sich ohnehin praktisch ausschliesslich in der Schweiz aufgehalten hätten. Seit dem 1. April 2022 würden sie sich nun dauerhaft und ausschliesslich in der Schweiz aufhalten, weshalb die Voraussetzungen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erfüllt seien. Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei die Anwendung dieser Bestimmung nicht auf einen "rechtmässigen" Aufenthalt beschränkt. Es könne auch nicht von einer rechtsmissbräuchlichen Berufung auf Art. 51 Abs. 1 AsylG gesprochen werden. Die Beschwerdeführerin habe ihren Aufenthalt nicht mit dem Ziel nach J._______ verlegt, die Einreisebestimmungen zu umgehen, sondern um ihren Sohn zu schützen. Insofern würden keine besonderen Umstände vorliegen, die dem Anspruch auf Familienzusammenführung entgegenstünden.”
Erfüllen die Voraussetzungen des Familienasyls nach Art. 51 AsylG nicht, kann Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet werden. In solchen Fällen ist auf die zuständigen kantonalen Stellen für eine allfällige Prüfung des Familiennachzugs nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen zu verweisen.
“Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, kann auch nicht Art. 8 EMRK (schützenswerte Beziehung) ergänzend hinzugezogen werden (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6). Für die allfällige Beurteilung des Familiennachzuges nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen ist der Beschwerdeführer auf die Zuständigkeit der kantonalen Behörden zu verweisen (vgl. u.a. Urteil des BVGer D-354/2022 vom 14. März 2022 E. 6.1 m.w.H.).”
“Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, kann auch nicht Art. 8 EMRK (schützenswerte Beziehung) ergänzend hinzugezogen werden (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6). Für die allfällige Beurteilung des Familiennachzuges nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen ist die Beschwerdeführerin auf die Zuständigkeit der kantonalen Behörden zu verweisen (vgl. u.a. Urteil des BVGer D-354/2022 vom 14. März 2022 E. 6.1 m.w.H.).”
“Die Asylgesetzgebung bietet dem Beschwerdeführer keine weitere Möglichkeit, B._______ in die Schweiz nachzuziehen. Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, kann insbesondere Art. 8 EMRK nicht ergänzend hinzugezogen werden. Sollte der Beschwerdeführer am Vorhaben des Nachzuges festhalten wollen, so ist er an die für sie zuständige kantonale Behörde zu verweisen, welche für die Beurteilung des Familiennachzuges nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen zuständig ist (vgl. Urteil des BVGer E-79/2023 vom 14. April 2023 E. 7.5 m.w.H.).”
“8 EMRK rügt, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und abgestützt auf die geltende Praxis dargelegt hat, weshalb die Voraussetzungen für die Familienzusammenführung und die Erteilung von Einreisebewilligungen nicht erfüllt sind, dass die Eingaben auf Beschwerdestufe zu keiner anderen Betrachtungsweise führen, zumal der Beschwerdeführer selbst erkennt, dass die Familiengemeinschaft im Verfolgerstaat (Türkei) nicht bestanden hat, sondern erst im Irak gegründet wurde, was von der Vorinstanz und dem Bundesverwaltungsgericht nicht in Frage gestellt wird, weshalb der Beschwerdeführer aus den eingereichten, bereits aus dem erstinstanzlichen Verfahren aktenkundigen ausländischen Dokumenten (Heiratsurkunde, Geburtsurkunden, medizinische Dokumentation, etc.) und Fotos vorliegend nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, dass der Einwand auf Beschwerdeebene, wonach das Camp H._______ von der Türkei attackiert werde, die irakischen Streitkräfte die Bewohner des Camps nicht schützen würden und der Verbleib dort unzumutbar sei, an der genannten Beurteilung nichts zu ändern vermag, dass die nicht näher spezifizierten und lediglich durch ein Arztzeugnis, das eine partielle Arbeitsunfähigkeit von (...) bescheinigt, geltend gemachten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers und dessen Frau ebenfalls nicht geeignet sind, diese Einschätzung umzustossen, dass Art. 8 EMRK nicht ergänzend hinzugezogen werden kann, wenn die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6, zuletzt Urteil des BVGer E-6150/2024 vom 18. Februar 2025 E. 6.4), dass im Übrigen den Akten keine Hinweise auf Verletzung von Verfahrensrechten zu entnehmen sind, mithin das Gesuch des Beschwerdeführers individuell und unter Berücksichtigung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen geprüft wurde, dass die Voraussetzungen für die asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG demnach nicht erfüllt sind und das SEM das Gesuch um Familienzusammenführung zu Recht abgelehnt und der Ehefrau sowie den Kindern des Beschwerdeführers die Einreise in die Schweiz folgerichtig verweigert hat, dass es dem Beschwerdeführer im Übrigen unbenommen bleibt, bei der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde ein Gesuch um Familiennachzug gestützt auf die ausländerrechtlichen Bestimmungen einzureichen, dass sich aus diesen Erwägungen ergibt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen”
“Mit seiner Kritik, die Vorinstanz habe nicht alle Umstände der Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Ehefrau angemessen berücksichtigt, vermengt er offensichtlich formelle Fragen mit jenen der rechtlichen Würdigung der Sache. Ob der Einschätzung des SEM in materieller Hinsicht zu folgen ist, wird Gegenstand der folgenden materiellen Erwägungen sein. Artikel 29 Abs. 1 BV und der daraus fliessende Artikel 35 Abs. 1 VwVG vermitteln sodann nicht den Anspruch, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). Wenn die Voraussetzungen des Familienasyls nach Art. 51 AsylG, dem die Bestimmung von Art. 71 AsylG nachgebildet ist, nicht erfüllt sind, können weder Art. 8 EMRK noch andere Bestimmungen ergänzend angewandt werden (vgl. Urteil des BVGer D-6862/2023 vom 14. Februar 2024 E. 6.3 m.w.H.). Schliesslich ist auch keine falsche Sachverhaltsfeststellung erkennbar.”
“Die Asylgesetzgebung bietet dem Beschwerdeführer keine weitere Möglichkeit, B._______ in die Schweiz nachzuziehen. Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, kann insbesondere Art. 8 EMRK (schützenswerte Beziehung) nicht ergänzend hinzugezogen werden. Sollte er am Vorhaben des Nachzuges festhalten wollen, so ist er an die für sie zuständige kantonale Behörde zu verweisen, welche für die Beurteilung des Familiennachzuges nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen zuständig ist (vgl. dazu EMARK 2006 Nr. 8 E. 3.2 [S. 95, zweitletzter Absatz]).”
“Was die geforderte Interessenabwägung anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass eine solche nur im Schutzbereich von Art. 8 EMRK vorzunehmen wäre. Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG erfüllt sind, kommt der Behörde kein Ermessen zu und es findet keine Interessenabwägung statt. Die Bestimmungen von Art. 8 EMRK können auch nicht ergänzend angewandt werden, wenn Art. 51 AsylG nicht greift (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2002 Nr. 6 E. 5). Gemäss dem Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) wurde dem Beschwerdeführer mittlerweile von der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, wodurch dem Anspruch der als Flüchtling anerkannten Ehegattin auf Familienleben Genüge getan wurde.”
Befindet sich der Ehegatte im Ausland, verlangt die Rechtsprechung für ein Familienasyl (Art. 51 Abs. 1 i.V.m. Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass eine vorbestehende, durch die Flucht getrennte eheliche Lebensgemeinschaft vorliegt. Fehlt eine solche vorbestehende Trennung durch Flucht, ist allenfalls ein Nachzug nach den Bestimmungen des AIG zu prüfen; hierfür sind die kantonalen Behörden zuständig.
“Nach Durchsicht der Akten schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht der Argumentation in der angefochtenen Verfügung an. Auf die ausführliche Begründung kann vorab verwiesen werden. Dieser vermag die Beschwerdeführerin nichts Entscheidendes entgegenzuhalten, auch nicht mit ihrer Rüge einer rechtsungleichen Behandlung: Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Befindet sich der nachzuziehende Ehegatte eines Flüchtlings mit Asyl im Ausland, setzt Art. 51 Abs. 4 AsylG eine vorbestandene, durch Flucht getrennte Gemeinschaft voraus (zum Ganzen: BVGE 2017 VI/4 E. 3.1). Bei einer Verneinung verbleibt allenfalls die Möglichkeit eines Nachzugs gestützt auf die Vorschriften des AIG. Die Zuständigkeit hierfür liegt bei den kantonalen Behörden. Daraus folgt, dass es der Beschwerdeführerin selbst bei Gewährung von Asyl nicht möglich wäre, ihren Ehemann gestützt auf Art. 51 AsylG nachzuziehen. Insbesondere auch nicht, weil nicht ersichtlich ist, inwiefern das Aufnehmen eines Familienlebens mit B._______ in der Türkei unzumutbar oder unmöglich wäre (vgl. Urteil des BVGer E-4404/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 6.4.1). Sodann steht es einzig der kantonalen Behörde zu, darüber zu befinden, ob der Beschwerdeführerin Ansprüche aus Art. 44 AIG zukommen.”
“Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.”
“2 Vorliegend konnte sich die Beschwerdeführerin aufgrund des zwischenzeitlich erfolgten Miteinbezugs des Sohns in die Flüchtlingseigenschaft des Vaters erfolgreich auf ihren rechtmässigen Aufenthalt berufen. Der Sohn gelangte erst 20 Monate nach Ergehen des Rekursentscheids zu einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Vor Vorinstanz präsentierte sich die Sachlage daher noch ohne dieses Novum. Aus Billigkeitsgründen und dem in § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG statuierten Verursacherprinzip kann von einer Kostenauflage an die unterliegende Partei und die Auferlegung einer Parteientschädigung im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG unter anderem abgewichen werden, wenn eine Partei bzw. Amtsstelle im Rechtsmittelverfahren nur aufgrund von Noven unterliegt, welche im vorinstanzlichen Verfahren noch nicht berücksichtigt werden konnten (vgl. Kaspar Plüss, Kommentar VRG, § 13 N. 64; VGr, 17. April 2019, VB.2019.00145, E. 3; vgl. zum Verursacherprinzip im Allgemeinen auch Plüss, Kommentar VRG, § 13 N. 55 ff. und § 17 N. 25 ff.). Zur vorinstanzlichen Kostenfolge ist Folgendes auszuführen: Die Beschwerdeführenden beriefen sich vor Vorinstanz hauptsächlich darauf, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG nach erfolgter Eheschliessung in die Flüchtlingseigenschaft des Ehemanns mit einbezogen werden könne. Beim Familienasyl spiele der Sozialhilfebezug keine Rolle. Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin eine andere Nationalität als der Beschwerdeführer habe, spiele keine Rolle, weil dem Beschwerdeführer ein Leben in Kenia nicht zumutbar wäre. Dabei gingen die Beschwerdeführenden unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in BVGE 2017 VI/4 E. 4.2 davon aus, dass die Bestimmungen zum Familienasyl auch dann zur Anwendung gelangten, wenn die Familiengemeinschaft erst in der Schweiz begründet worden sei. Demgegenüber geht das Bundesgericht in seiner Praxis davon aus, dass das Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG eine vorbestandene, durch die Flucht getrennte eheliche Lebensgemeinschaft voraussetze (BGE 139 I 330 E. 1.3.2 sowie BGE 145 II 105 E. 3.5 = Pra 108 [2019] Nr. 131). Entsprechend sei zu prüfen, ob die Familie durch Flucht getrennt worden sei oder nicht.”
Kantonszuweisung: Gegen die Dispositivziffern, mit denen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG anerkannte Personen einem Kanton zugewiesen werden, kann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden (vgl. Sachverhalt und Verfahrensgang in F‑7843/2024).
“Sachverhalt: A. Die türkischen Staatsangehörigen A._______ (geb. 1985), B._______ (geb. 2013), C.______ (geb. 2018) und D._______ (geb. 1985) suchten am 5. November 2024 in der Schweiz um Asyl nach. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 anerkannte das Staatssekretariat für Migration (SEM, nachfolgend: Vorinstanz) D._______ als Flüchtling gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (Dispositiv-Ziffer 1), gewährte ihr Asyl (Dispositiv-Ziffer 2) und wies sie dem Kanton Tessin zu (Dispositiv-Ziffer 3). Die Vorinstanz anerkannte mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 A._______, B.______ und C.______ nicht gestützt auf Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (Dispositiv-Ziffer 1), sondern gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge (Dispositiv-Ziffer 2), gewährte ihnen Asyl (Dispositiv-Ziffer 3) und wies sie dem Kanton Tessin zu (Dispositiv-Ziffer 4). B. Gegen die Kantonszuweisung liessen die Beschwerdeführenden am 13. Dezember 2024 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und beantragen, in Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung betreffend D._______ bzw. Dispositiv-Ziffer 4 der Verfügung betreffend A._______, B._______ und C._______ sei die Vorinstanz anzuweisen, die Beschwerdeführenden dem Kanton Bern zuzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung der Kantonszuweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Überdies liessen sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in”
Art. 51 Abs. 4 AsylG zielt darauf ab, den Familienkern im Zustand zum Zeitpunkt der Flucht zu regeln. Er dient nicht dazu, neue Familienverhältnisse zu schaffen oder Beziehungen wiederherzustellen, die aus anderen Gründen als der Flucht (oder aus zwingenden Gründen im Herkunftsland) unterbrochen worden sind.
“b), le contrôle de l'opportunité étant, lui, exclu, en ce qui a trait à l'application de la loi sur l'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et consid. 5.4 ; 2014/26 consid. 5.6), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
“1 LTF), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours, que le recourant, agissant pour sa fille mineure, a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (cf. art. 52 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 106 al. 1 LAsi, le Tribunal examine les motifs de recours tirés d'une violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation (let. a), et d'un établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (let. b), le contrôle de l'opportunité étant, lui, exclu, en ce qui a trait à l'application de la loi sur l'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et consid. 5.4 ; 2014/26 consid. 5.6), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art.”
Gericht: Es bestehen keine Anhaltspunkte für einen absoluten Nichtigkeitsgrund nach Art. 105 Ziff. 5/105a ZGB; daher war eine Sistierung des Asylverfahrens nach Art. 51 Abs. 1bis AsylG nicht geboten.
“Le Tribunal estime également que la preuve, au moins par la vraisemblance, de l'existence d'un mariage valablement conclu le (...) en Erythrée est rapportée. A cet égard, il considère, sur la base d'un examen à titre préjudiciel, que ce mariage ne heurte pas, en soi, l'ordre public suisse, dès lors que la recourante avait plus de 16 ans à la date de sa conclusion, et qu'il doit donc être reconnu (cf. art. 45 al. 1 de la loi fédérale sur le droit international privé du 18 décembre 1987 [LDIP, RS 291] ; voir aussi Message du Conseil fédéral relatif à une loi fédérale concernant les mesures de lutte contre les mariages forcés du 23 février, in FF 2011 2045 2011 [ci-après : message du 23 février 2011], ch. 1.1.4.2 p. 2056). Puisque la recourante a la volonté de former une communauté conjugale avec l'intéressé et qu'elle est majeure, il n'y a pas d'indice d'une cause absolue d'annulation du mariage au sens de l'art. 105 ch. 5 ou 6 du code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC, RS 210) ni par conséquent lieu de suspendre la procédure en application de l'art. 51 al. 1bis LAsi (cf. message du 23 février 2011, p. 2075 in fine). 6. 6.1 Il reste à examiner si le SEM était fondé, suite à l'instruction subséquemment menée, à nier la vraisemblance d'une séparation par la fuite au sens de l'art. 51 al. 4 LAsi et, partant, a estimé que sa décision d'octroi d'une autorisation d'entrée était affectée d'une irrégularité initiale. 6.2 A cet égard, il convient d'emblée de constater que les allégations de l'intéressé et de la recourante convergent : sur leurs lieux de naissance respectifs, bien que celles de l'intéressé soient inconstantes quant au lieu de naissance de son épouse puisqu'il a indiqué d'abord D._______ (comme celle-ci) puis E._______ ; sur leur mariage, en (...), alors que l'intéressé était soldat ; sur l'emménagement de la recourante au domicile de ses beaux-parents après leur mariage ; sur leur vécu en ménage commun depuis leur mariage lorsqu'ils n'en étaient pas empêchés par des raisons impérieuses et indépendantes de leur volonté ; sur leur séparation définitive par la désertion et la fuite de l'intéressé d'Erythrée pour le Soudan (selon la version de l'intéressé le [.”
Die Schweiz kann die Kosten der Einreise für im Ausland getrennte Familienangehörige übernehmen, deren Einreise nach Art. 51 Abs. 4 AsylG bewilligt wird. Gemäss der einschlägigen Verordnungspraxis und Rechtsprechung handelt es sich dabei um eine subsidiäre Leistung: die Behörden greifen nur ein, wenn die betreffende Person nicht über andere Mittel zur Finanzierung der Reise verfügt (indigenter Antragsteller).
“Le Tribunal connaît des recours contre les décisions rendues par le SEM concernant l'asile (cf. art. 105 LAsi [RS 142.31] en lien avec les art. 31 et 33 LTAF). Cela étant, la recourante a qualité pour recourir et le recours a été présenté dans la forme et les délais prescrits par la loi (cf. art. 48 al. 1 PA, 108 al. 6 LAsi et 52 al. 1 PA). Celui-ci est dès lors recevable. 2. 2.1 Selon l'art. 92 al. 1 LAsi, la Confédération peut prendre à sa charge les frais d'entrée et de départ de réfugiés et de personnes à protéger. Le législateur n'a pas défini dans quels cas la Confédération interviendrait et a laissé au Conseil fédéral le soin de le faire. Ce dernier a fixé, à l'art. 53 de l'ordonnance 2 du 11 août 1999 sur l'asile relative au financement (OA 2, RS 142.312), le cercle des personnes pour lesquelles la Confédération peut prendre en charge les frais d'entrée. Ainsi sont notamment comprises dans ce cercle les personnes auxquelles l'entrée en Suisse est accordée dans le cadre du regroupement familial avec des réfugiés reconnus selon l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. art. 53 let. d OA 2). En revanche, le Conseil fédéral n'a pas fixé d'autres conditions matérielles pour la prise en charge des frais d'entrée. 2.2 De pratique constante, validée par la jurisprudence du TAF, le SEM n'intervient qu'en dernier ressort, à savoir si la personne disposant d'une autorisation d'entrée ne peut trouver d'une autre manière les ressources lui permettant d'assumer les frais de son voyage, l'intervention de la Confédération étant, par essence, de nature subsidiaire (cf. arrêts du TAF F-1534/2019 du 11 septembre 2020 consid. 4.2 et F-7064/2018 du 21 juin 2019 page 5). L'intervention de l'autorité d'asile a en effet pour but de protéger le requérant indigent en évitant que le retard pris à son départ ne le mette en danger, concrétisant ainsi, par la prise en charge de ses frais de voyage, le besoin de protection qui lui a été reconnu (cf. Dispositions d'exécution relatives à la révision partielle du 16 décembre 2005 de la loi sur l'asile/Rapport concernant la modification des ordonnances 1, 2 et 3 sur l'asile, ainsi que de l'ordonnance sur l'exécution du renvoi et de l'expulsion des étrangers, p.”
“Art. 92 Abs. 1 AsylG sieht vor, dass der Bund die Kosten der Ein- und Ausreise von Flüchtlingen und Schutzbedürftigen übernehmen kann. Gemäss Art. 92 Abs. 4 AsylG regelt der Bundesrat die Voraussetzungen und das Verfahren zur Ausrichtung und Abrechnung der Beiträge. Der Bundesrat hat von der ihm übertragenen Rechtssetzungsbefugnis Gebrauch gemacht, indem er in Art. 53 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 (AsylV 2, SR 142.312) den Kreis der Personen, für welche Einreisekosten übernommen werden können, festgelegt hat. Dazu gehören gemäss Art. 53 Bst. d AsylV 2 Personen, denen die Einreise im Rahmen der Familienzusammenführung mit anerkannten Flüchtlingen nach Art. 51 Abs. 4 AsylG oder nach Art. 85 Abs. 7 AIG (SR 142.20) bewilligt wird.”
Verfahrensrechtlich ist zu beachten, dass das SEM in seiner Entscheidung Art. 51 Abs. 1 AsylG ausdrücklich prüfen und klar sowie genügend motiviert darlegen muss, ob und warum Ehegatten und minderjährige Kinder in den Flüchtlingsstatus einbezogen werden. Wird Art. 51 Abs. 1 nicht hinreichend behandelt oder unklar begründet, führt dies zur Aufhebung der Entscheidung und Rückweisung an das SEM zur erneuten, korrekt motivierten Sachverhalts- und Rechtsprüfung. In der Praxis hat das SEM Fälle, in denen einzelne Angehörige gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG anerkannt wurden.
“Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführenden suchten am 24. November 2024 in der Schweiz um Asyl nach. B. Mit Verfügung vom 24. Januar 2025 anerkannte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin 1 als Flüchtling gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG, gewährte ihr Asyl und wies sie dem Kanton Schwyz zu. Die Vorinstanz anerkannte mit Verfügung vom selben Tag die Beschwerdeführer 1 und 3 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge, gewährte ihnen Asyl und wies auch sie dem Kanton Schwyz zu. C. Gegen die Kantonszuweisung erhoben die Beschwerdeführenden am 31. Januar 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (gemeint: Verfügungen) hinsichtlich der verfügten Kantonszuweisung an den Kanton Schwyz und die Zuweisung an den Kanton St. Gallen. Ferner ersuchten sie in formeller Hinsicht um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, die Zuweisung an den Kanton St. Gallen im Sinne einer vorsorglichen Massnahme und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. D. Mit Zwischenverfügung vom 6. Februar 2025 hiess das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gut und wies das Gesuch um einstweilige Zuweisung an den Kanton St. Gallen ab. Gleichzeitig gewährte es den Beschwerdeführenden die unentgeltliche Prozessführung. E. Mit Eingabe vom 3.”
“Sachverhalt: A. Die türkischen Staatsangehörigen A._______ (geb. 1985), B._______ (geb. 2013), C.______ (geb. 2018) und D._______ (geb. 1985) suchten am 5. November 2024 in der Schweiz um Asyl nach. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 anerkannte das Staatssekretariat für Migration (SEM, nachfolgend: Vorinstanz) D._______ als Flüchtling gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (Dispositiv-Ziffer 1), gewährte ihr Asyl (Dispositiv-Ziffer 2) und wies sie dem Kanton Tessin zu (Dispositiv-Ziffer 3). Die Vorinstanz anerkannte mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 A._______, B.______ und C.______ nicht gestützt auf Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG (Dispositiv-Ziffer 1), sondern gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge (Dispositiv-Ziffer 2), gewährte ihnen Asyl (Dispositiv-Ziffer 3) und wies sie dem Kanton Tessin zu (Dispositiv-Ziffer 4). B. Gegen die Kantonszuweisung liessen die Beschwerdeführenden am 13. Dezember 2024 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und beantragen, in Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung betreffend D._______ bzw. Dispositiv-Ziffer 4 der Verfügung betreffend A._______, B._______ und C._______ sei die Vorinstanz anzuweisen, die Beschwerdeführenden dem Kanton Bern zuzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung der Kantonszuweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Überdies liessen sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in”
“1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il appert de ce qui précède que le SEM ne s'est en définitive pas prononcé à satisfaction de droit sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art.”
Kinder können neben der Einbeziehung über einen Elternteil auch aufgrund eigener Fluchtgründe eigenständig auf originäre Flüchtlingseigenschaft geprüft und anerkannt werden.
“Mit Verfügung vom 30. Juni 2023 wurde die Beschwerdeführerin wegen Unzulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung vorläufig aufgenommen. Ihre beiden Kinder - B._______ und C._______ - wurden mit Verfügung vom selben Tag in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG einbezogen und ihnen wurde Asyl in der Schweiz gewährt. Demzufolge ist die Frage des Vollzugs der Wegweisung gegenstandslos geworden. Der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit einzig die Fragen, ob die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneint und ihr Asylgesuch abgelehnt hat sowie, ob die beiden Kinder aufgrund von eigenen Fluchtgründen originär die Flüchtlingseigenschaft erfüllen.”
“Aus den angestellten Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer und die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG erfüllen. Gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG kommt somit ausserdem auch den beiden Kindern ein Anspruch auf Anerkennung als Flüchtlinge zu. Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen, die Ziffern 1-3 der angefochtenen Verfügung sind aufzuheben, und das SEM ist anzuweisen, die Beschwerdeführenden als Flüchtlinge zu anerkennen und ihnen in der Schweiz Asyl zu gewähren.”
Fehlt eine tatsächliche, gelebte und schützenswerte eheliche oder familienrechtliche Gemeinschaft, kann der Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entfallen. Indizien dafür sind etwa die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts oder eine gerichtliche Feststellung der Trennung; in solchen Fällen ist die Beziehung im Rahmen des Einbezugs zu prüfen.
“Aufgrund der neu eingetretenen Situation infolge der gerichtlichen Trennung der Eheleute sei die Lage der Familie neu beurteilt worden. Nachdem der Ehemann in der Schweiz als Flüchtling anerkannt worden sei und Asyl erhalten habe, seien die beiden Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters einbezogen worden. Ein Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG falle für die Beschwerdeführerin jedoch weg, da gemäss dem Entscheid des Bezirksgerichts E._______ vom 13. Juni 2022 die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts und die Trennung festgestellt worden sei. Demzufolge fehle es an der entscheidenden Voraussetzung der tatsächlichen, gelebten und schützenswerten Beziehung, die für den notwendigen Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft massgebend sei. Aufgrund ihrer familiären Situation und unter Achtung des Rechts auf Familienleben im Sinne von Art. 8 EMRK werde ihr in teilweiser Wiedererwägung die vorläufige Aufnahme wegen Unzulässigkeit erteilt.”
“3 Il existe une zone d'ombre, qu'il conviendra d'éclaircir en cas de besoin, concernant la volonté actuelle de former une communauté conjugale et/ou familiale effective. Le Tribunal constate que la recourante et B._______ ont désormais des domiciles séparés à C._______, celui-ci résidant toujours avec son fils à la (...), alors qu'elle-même habite maintenant à la (...) (voir à ce sujet en particulier les données figurant dans le système d'information central sur la migration [SYMIC]). 5.4 A supposer que l'intéressée puisse donner une explication satisfaisante à ce qui précède, il appartiendra au SEM de procéder à une analyse plus poussée de sa relation « conjugale » alléguée avec B._______ (p. ex. sur l'existence ou non du mariage religieux invoqué ainsi que sur l'éventuelle validité légale d'une telle union en Syrie, respectivement sur la possibilité d'une reconnaissance éventuelle en droit suisse). A défaut, il conviendrait, le cas échéant, d'examiner si l'on pourrait se trouver ici en présence d'un concubinage durable (voir à ce sujet art. 51 al. 1 LAsi en combinaison avec art. 1a let. e OA 1). 6. 6.1 Partant, le recours doit être admis et la décision du 29 octobre 2020 intégralement annulée, y compris le renvoi et l'admission provisoire déjà ordonnés. En effet, un renvoi ne peut être ordonné avant qu'une demande d'asile soit rejetée (art. 42 et 44 LAsi a contrario), celle de l'intéressée retournant au SEM pour complément d'instruction. Il en va a fortiori de même de l'admission provisoire, une mesure de substitution à l'exécution du renvoi ne pouvant être prononcée avant de savoir si l'éloignement de la recourante du territoire suisse doit effectivement être prononcé. 6.2 Une fois les mesures d'instruction nécessaires entreprises, il appartiendra au SEM de rendre une nouvelle dûment motivée, tenant compte dans la mesure utile des remarques figurant aux considérants précédents. 7. 7.1 Compte tenu de l'issue de la procédure, il n'y a pas lieu de percevoir de frais (art. 63 al. 1 et 2 PA). 7.2 Conformément à l'art. 64 al. 1 PA, l'autorité de recours peut allouer, d'office ou sur requête, à la partie ayant entièrement ou partiellement gain de cause, une indemnité pour les frais indispensables et relativement élevés qui lui ont été occasionnés.”
Wer Familienasyl bzw. die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG beantragt, hat die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Personen zur Familiengemeinschaft darzulegen. Er muss zudem nachweisen oder zumindest glaubhaft machen, dass die Familiengemeinschaft zum Zeitpunkt der Flucht bestanden hat, dass durch die Flucht eine Trennung eingetreten ist, und dass die Familienvereinigung in der Schweiz fest beabsichtigt ist.
“6 AsylG), dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist, der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat; daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 und Art. 108 Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“6 AsylG), dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist, der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat; daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 und Art. 108 Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
Zur Glaubhaftmachung einer im Ausland durch Flucht getrennten, vorbestehenden Familiengemeinschaft im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG sind detaillierte, konsistente Angaben zum Familienleben sowie geeignete Belege erforderlich. Fotos ohne Erläuterungen zu Personen, Zeitpunkt, Ort oder Anlass, unklare zeitliche Angaben sowie Widersprüche (etwa zum Zeitpunkt einer Scheidung) können die Glaubhaftmachung beeinträchtigen; ebenso kann das Verschweigen von Angehörigen oder relevanten Umständen im Verfahren Zweifel begründen.
“Die erst mit der Replik - ohne Erläuterungen zu den abgebildeten Personen, zum Zeitpunkt der Aufnahmen, zur Örtlichkeit oder zum Anlass - eingereichten Fotos, welche die Beschwerdeführerin (unter anderem) mit ihren Kindern zeigen dürfte, vermögen die Zweifel an der vorbestandenen, gelebten Beziehung nicht auszuräumen, da sie nur einige wenige Begegnungen dokumentieren. Darüber hinaus verzichtet die Beschwerdeführerin auf detaillierte Angaben zum Familienleben und zum Kontakt zu ihren Kindern. So gibt sie diesbezüglich zur Variante, ihr sei der Kontakt zu ihren Kindern verwehrt worden, pauschal an, sie habe die Kinder manchmal bei deren Kollegen (SEM-Akten [...] A22/20 F65) und zumindest wöchentlich beispielsweise bei Freunden oder in der Schule gesehen (vgl. Replik S. 2). Zuletzt bestehen auch Ungereimtheiten hinsichtlich des Zeitpunkts der Scheidung. Gemäss dem im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Scheidungsdokument erfolgte die Scheidung «endgültig und vollstreckbar» per (...) 2014 (A1/31 Beilage 3), gemäss ihren Angaben erfolgte die Scheidung hingegen im (...) (SEM-Akten [...] A22/20 F60; A6/11 S. 2). Insgesamt gelingt es der Beschwerdeführerin damit nicht, eine seit der Scheidung und vor der Flucht bestehende Familiengemeinschaft, welche im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG durch die Flucht getrennt wurde, glaubhaft zu machen.”
“Zunächst wurde vom SEM zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer keine zum Zeitpunkt seiner Ausreise im Heimatstaat vorbestandene Familiengemeinschaft im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG glaubhaft machen konnte. So ist der Vorinstanz dahingehend zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen seines Asylverfahrens, obgleich er mehrfach auf seine Mitwirkungspflicht und auf die bei Nichtbeachtung resultierenden Folgen hingewiesen wurde, seine Ehefrau und sein Kind unerwähnt liess. Auf dem Personalienblatt vermerkte er vielmehr, ledig zu sein (act. A1/2); auch anlässlich der BzP brachte er vor, ledig zu sein (act. A4/10 F1.14). Zudem führte er an der BzP aus, von Geburt bis zu seiner Ausreise zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in E._______ gelebt zu haben (act. A4/10 F2.01). An der einlässlichen Anhörung führte er hierzu an, zuletzt in D._______ stationiert gewesen zu sein (act. A20/10 F8). Dort habe er, wie alle, die Dienst geleistet hätten, in einer Unterkunft aus Blech gelebt (act. A20/10 F39). Während eines Monats im Jahr habe er Urlaub erhalten und an den Wochenenden seine Mutter in E._______ besucht (act. A20/10 F41). Dass er in D._______ seine Ehefrau kennengelernt und im Jahre 2013 geheiratet haben soll, wurde hingegen im nicht, sondern erst im Rahmen des vorliegenden Familiennachzugsverfahrens geltend gemacht.”
In einzelnen Fällen haben Vorinstanzen Ehegatten und minderjährige Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft einbezogen und zugleich vorläufig aufgenommen. In anderen Fällen wurde der Einbezug für volljährige Angehörige abgelehnt, während die angeordnete vorläufige Aufnahme bestehen blieb.
“Wie im Sachverhalt erwähnt, hat die Vorinstanz die Verfügung vom 17. September 2020 im Rahmen eines Schriftenwechsels teilweise in Wiedererwägung gezogen. Mit Entscheid vom 8. November 2021 hat sie die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 AsylG (unter Ausschluss des Asyls, Art. 54 AsylG) und der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG bejaht sowie sie wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufgenommen. Es erübrigt sich daher, auf die entsprechenden Ausführungen auf Beschwerdeebene sowie die dazu eingereichten Beweismittel einzugehen. Das vorliegende Verfahren beschränkt sich auf die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Vorfluchtgründen (und Nachfluchtgründen bezüglich Beschwerdeführerinnen 1 und 2), des Asyls und der Wegweisung.”
“) 2014 zusammen mit ihren Eltern und ihren Geschwistern ein Asylgesuch in der Schweiz. Mit Entscheid vom (...) 2015 lehnte die Vorinstanz diese Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an. Gleichzeitig wurde der Vollzug der Wegweisung wegen Unzumutbarkeit zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben. Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Urteil D-5872/2015 vom 2. Dezember 2016 die gegen die Ablehnung der Asylgesuche und die Verweigerung der Anerkennung als Flüchtlinge gerichtete Beschwerde vom (...) 2015 ab. B. Der Vater der Beschwerdeführerin wurde auf sein Mehrfachgesuch vom (...) 2021 hin am (...) 2021 aufgrund seiner exponierten exilpolitischen Nachfluchtaktivitäten in der Schweiz als Flüchtling vorläufig aufgenommen. Er reichte daraufhin am (...) 2022 ein Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft für seine Ehefrau, zwei minderjährige Kinder sowie die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz ein. C. Die Mutter der Beschwerdeführer sowie ihre minderjährigen Geschwister wurden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft des Vaters einbezogen. D. Im Hinblick auf die Beschwerdeführerin qualifizierte die Vorinstanz dieses Gesuch als Mehrfachgesuch und lehnte mit Verfügung vom 28. Januar 2022 - eröffnet am 31. Januar 2022 - ihren Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters aufgrund bestehender Volljährigkeit ab. Gleichzeitig stellte die Vorinstanz fest, dass die angeordnete vorläufige Aufnahme bestehen bleibt. E. Die Beschwerdeführerin erhob gegen diese Verfügung am 1. März 2022 - handelnd durch ihre Rechtsvertretung - Beschwerde und machte auf Beschwerdeebene neu objektive Nachfluchtgründe wegen einer drohenden Reflexverfolgung geltend. Eventualiter beantragte sie den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters und subeventualiter die Zurückweisung zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Prozessführung und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. F.”
Bei geteiltem Wohnsitz oder sonstigen Zweifeln ist im Verfahren vertieft abzuklären, ob eine tatsächliche eheliche Gemeinschaft oder ein dauerhaftes Konkubinat besteht. Zu prüfen sind namentlich das tatsächliche Zusammenleben bzw. eine gemeinsame Haushaltsführung sowie die Existenz und gegebenenfalls die rechtliche Gültigkeit einer behaupteten religiösen Ehe (z. B. in Syrien) und die Frage einer allfälligen Anerkennung in der Schweiz.
“3 Il existe une zone d'ombre, qu'il conviendra d'éclaircir en cas de besoin, concernant la volonté actuelle de former une communauté conjugale et/ou familiale effective. Le Tribunal constate que la recourante et B._______ ont désormais des domiciles séparés à C._______, celui-ci résidant toujours avec son fils à la (...), alors qu'elle-même habite maintenant à la (...) (voir à ce sujet en particulier les données figurant dans le système d'information central sur la migration [SYMIC]). 5.4 A supposer que l'intéressée puisse donner une explication satisfaisante à ce qui précède, il appartiendra au SEM de procéder à une analyse plus poussée de sa relation « conjugale » alléguée avec B._______ (p. ex. sur l'existence ou non du mariage religieux invoqué ainsi que sur l'éventuelle validité légale d'une telle union en Syrie, respectivement sur la possibilité d'une reconnaissance éventuelle en droit suisse). A défaut, il conviendrait, le cas échéant, d'examiner si l'on pourrait se trouver ici en présence d'un concubinage durable (voir à ce sujet art. 51 al. 1 LAsi en combinaison avec art. 1a let. e OA 1). 6. 6.1 Partant, le recours doit être admis et la décision du 29 octobre 2020 intégralement annulée, y compris le renvoi et l'admission provisoire déjà ordonnés. En effet, un renvoi ne peut être ordonné avant qu'une demande d'asile soit rejetée (art. 42 et 44 LAsi a contrario), celle de l'intéressée retournant au SEM pour complément d'instruction. Il en va a fortiori de même de l'admission provisoire, une mesure de substitution à l'exécution du renvoi ne pouvant être prononcée avant de savoir si l'éloignement de la recourante du territoire suisse doit effectivement être prononcé. 6.2 Une fois les mesures d'instruction nécessaires entreprises, il appartiendra au SEM de rendre une nouvelle dûment motivée, tenant compte dans la mesure utile des remarques figurant aux considérants précédents. 7. 7.1 Compte tenu de l'issue de la procédure, il n'y a pas lieu de percevoir de frais (art. 63 al. 1 et 2 PA). 7.2 Conformément à l'art. 64 al. 1 PA, l'autorité de recours peut allouer, d'office ou sur requête, à la partie ayant entièrement ou partiellement gain de cause, une indemnité pour les frais indispensables et relativement élevés qui lui ont été occasionnés.”
Einreisebewilligungen nach Art. 51 Abs. 4 AsylG werden in der Regel unbefristet erteilt. Eine Befristung ist im Gesetz nicht vorgesehen und kommt nur ausnahmsweise bei besonderen Umständen in Betracht; sie dient der periodischen Überprüfung, ob die materiellen Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind. Der Widerruf oder die Verweigerung einer Verlängerung richtet sich nach den allgemeinen verwaltungsrechtlichen Widerrufsgrundsätzen.
“Das Bundesverwaltungsgericht hielt in seinem Urteil E-447/2017 vom 22. Februar 2017 (E. 4.3 am Ende) im Zusammenhang mit Einreisebewilligungen nach Art. 51 Abs. 4 AsylG fest, dass diese zwecks Familienvereinigung in der Regel unbefristet vergeben würden. Einzig das Einreisevisum, welches die betroffene Person nach Erhalt der Einreisebewilligung direkt bei der schweizerischen Botschaft an ihrem Aufenthaltsort beantragen müsse, werde befristet erteilt. Eine Befristung der Einreisebewilligung wird auch nicht in Art. 51 Abs. 4 AsylG vorgesehen. Wohl können nach den allgemeinen verwaltungsrechtlichen Regeln besondere Umstände eine Befristung rechtfertigen. Eine Befristung kann nur dazu dienen, periodisch zu überprüfen, ob die materiellen Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG nach wie vor erfüllt sind. Nur wenn dies nicht mehr der Fall ist, kann eine Verlängerung der Bewilligung verweigert werden. Insoweit hat sich die Vorinstanz an den Regeln für den Widerruf von Verwaltungsakten zu orientieren (vgl. BVGE 2018 VII/1 E. 5.4 betr. Familiennachzug bei vorläufiger Aufnahme). Das Asylgesetz enthält im Gegensatz zum eigentlichen Asylwiderruf nach Art. 63 AsylG keine spezialgesetzliche Regelung für den Widerruf des Familienasyls und für den Widerruf einer Einreisebewilligung zwecks Familienzusammenführung nach Art. 51 AsylG. Die Zulässigkeit eines Widerrufs der Einreisebewilligung beurteilt sich daher nach den allgemeinen Widerrufsvoraussetzungen: Rechtskräftige Verfügungen dürfen gemäss Praxis nur unter bestimmten Voraussetzungen und unter Beachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben einseitig aufgehoben oder zum Nachteil des Adressaten abgeändert werden. Es liegt nicht im Ermessen der Behörde, ob sie einen Entscheid widerrufen will oder nicht. Ein Widerruf kommt nur bei fehlerhaften Verfügungen in Betracht, wobei die Fehlerhaftigkeit ursprünglicher oder nachträglicher Natur sein kann.”
Fehlende oder nicht glaubhaft gemachte Angaben zur Vorehe bzw. zur gemeinsamen Haushaltsführung (z. B. widersprüchliche Darstellungen zur Ehe, zu Geburten oder zur Lebensführung) können die Voraussetzungen für Familienasyl nach Art. 51 AsylG verneinen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht im konkreten Fall mit Blick auf das Fehlen einer vorbestehenden familiären Haushaltsgemeinschaft und Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Angaben so entschieden.
“51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2017 VI/4 précité consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; arrêts du Tribunal D-5470/2020 du 14 décembre 2020 et E-7639/2009 du 5 juillet 2010 consid. 2 et 4 ; Minh Son Nguyen, in : Code annoté de droit des migrations, vol. IV : Loi sur l'asile, 2015, art. 51 LAsi, no 14 p. 406), qu'en l'espèce, la recourante s'étant vu reconnaître la qualité de réfugiée et octroyer l'asile à titre originaire, la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie, que s'agissant des autres conditions, le SEM a considéré dans la décision querellée qu'une communauté familiale préexistante en Afghanistan faisait défaut, que pour sa part, le Tribunal doute également fortement de l'existence d'une telle communauté, que les dires de l'intéressée s'agissant des circonstances dans lesquelles elle aurait mis au monde, sans le savoir, deux filles, et les autres propos tenus dans le cadre de la demande de regroupement familial ne sont clairement pas établis, que la recourante a en effet obtenu l'asile en décrivant D._______ comme étant un trafiquant de drogue, particulièrement cruel, violent et dénué de toute moralité, qui l'a toujours considérée comme un objet sexuel et traitée comme une esclave, qu'après son départ du pays, il l'aurait menacée de la retrouver et de la tuer parce qu'elle l'avait déshonoré, affirmant qu'il était prêt à passer quelques années en prison pour cela, qu'il lui aurait plus tard avoué avoir caché la naissance de ses filles, lui faisant en substance savoir qu'elle ne les reverrait plus si elle ne rentrait pas, que ce discours tranche singulièrement avec les faits qui ressortent de la demande de regroupement familial, des moyens produits à l'appui de celle-ci et du mémoire de recours, qu'en effet, son ex-époux, aujourd'hui remarié et père de plusieurs enfants, aurait accepté une collaboration avec l'E.”
“), qu'après un refus de sa part de permettre à ses filles de rejoindre leur mère (à la demande de celle-ci), il serait désormais d'accord « de leur offrir un meilleur avenir, car il y a beaucoup de restrictions en Afghanistan pour les filles », que même si son ex-mari a été dépeint comme étant fourbe et manipulateur, son revirement subit n'apparait pas crédible, que lors de son audition, l'intéressée n'a par ailleurs fait état que d'une seule grossesse, et non de deux, qu'au vu de son récit, qu'elle a alors voulu complet, en évoquant notamment tous les viols subis, l'omission de sa première grossesse (après un viol), qu'elle aurait menée à terme dans des conditions difficiles, accouchant d'un enfant mort-né (selon les indications de son conjoint) est douteuse, que le fait que son mari soit parvenu à lui cacher les deux naissances de ses filles est en lui-même singulier, même dans le contexte décrit, que, surtout, l'explication de la recourante, selon laquelle elle n'a pas rapporté l'ensemble de leurs échanges lors de son audition sur les motifs d'asile n'est pas crédible (cf. demande de regroupement familial, 3e par.), au vu de l'importance et de la gravité des faits tus, qu'elle n'aurait pas manqué de faire état, en audition, de ce qu'elle considère comme une ultime manipulation de la part de D._______, consistant à lui dire que leurs filles étaient encore en vie pour l'inciter à retourner en Afghanistan, qu'au vu de ce qui précède, le Tribunal ne peut manifestement, en l'état, considérer comme établies les conditions justifiant un regroupement familial, qu'il n'estime dès lors pas nécessaire d'ordonner la mise en oeuvre d'une expertise ADN, que les conditions d'application de l'art. 51 LAsi ne sont ainsi pas remplies et c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande d'asile familial et refusé l'autorisation d'entrée en Suisse à B._______ et C._______, que dans son recours, l'intéressée invoque encore l'application de l'art. 8 CEDH (RS 0.101) et de l'art. 3 al. 1 de la Convention du 20 novembre 1989 relative aux droits de l'enfant (RS 0.107), que de jurisprudence constante, les dispositions précitées ne peuvent toutefois suppléer la non-réalisation d'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, la question d'un éventuel droit des proches du requérant de résider en Suisse sur la base de ces dispositions étant du seul ressort des autorités compétentes en matière de regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 2002 no 6 p. 43 et 2006 no 8 p. 92 ; arrêt du Tribunal E-180/2016 du 9 mai 2017 consid. 3.5), que le recours doit être donc rejeté et la décision querellée confirmée, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art.”
Art. 51 Abs. 4 ist darauf angelegt, den Status des Familiennukleus so zu regeln, wie er zum Zeitpunkt der Flucht bestanden hat. Neue familienrechtliche Verbindungen oder nachträglich entstandene bzw. aus anderen Gründen als der Flucht wiederaufgenommene Beziehungen fallen nicht unter den Anwendungsbereich dieser Bestimmung.
“_______, elle n'avait en effet jamais connu ni vécu avec ses deux filles, que dans son mémoire de recours, la recourante fait valoir que l'absence de communauté familiale n'est en aucun cas imputable à sa volonté, qu'au contraire, dès qu'elle aurait eu connaissance de l'existence de B._______ et C._______, elle aurait entrepris toutes les démarches possibles pour entrer en contact avec elles, notamment par l'intermédiaire du SSI Suisse, qu'elle souhaite également le regroupement familial, car D._______ serait capable d'offrir ses filles en mariage au premier venu contre de l'argent dans un avenir proche, si ce n'est aux talibans eux-mêmes, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et jurisp. cit.), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 précité consid. 4.2.2 s.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf.”
“1 LTF), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours, que le recourant, agissant pour sa fille mineure, a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (cf. art. 52 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 106 al. 1 LAsi, le Tribunal examine les motifs de recours tirés d'une violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation (let. a), et d'un établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (let. b), le contrôle de l'opportunité étant, lui, exclu, en ce qui a trait à l'application de la loi sur l'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et consid. 5.4 ; 2014/26 consid. 5.6), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art.”
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit précités ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20, intitulée avant le 1er janvier 2019, loi sur les étrangers [LEtr], cf. RO 2018 3171), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.2, 4.2.3), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1, ATAF VI/6 consid. 5.1 ss), que l'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose la réalisation de plusieurs conditions cumulatives, que l'époux, qui vit en Suisse et veut y faire venir son conjoint, doit bénéficier du statut de réfugié à titre originaire, à condition que les intéressés aient constitué une communauté familiale lors de la fuite du pays d'origine, qu'il faut en outre que la séparation des aspirants au regroupement familial ait eu lieu en raison de la fuite, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale et que, en particulier, la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale antérieure puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, qu'enfin, aucune circonstance particulière ne doit s'opposer à l'octroi de l'asile familial (cf.”
Bei der Prüfung des Einbezugs nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist grundsätzlich der tatsächliche Zustand zum Zeitpunkt der Entscheidfindung massgeblich; die Behörden berücksichtigen daher den gegenwärtigen Sachverhalt. Als Ausnahme gelten die speziellen Regelungen zur Bestimmung der Minderjährigkeit, die nach ständiger Rechtsprechung anders zu handhaben sind.
“_______ et portait désormais le patronyme de celui-ci, ainsi que la décision du SEM du 18 avril 2024 d'inclusion de sa fille précitée dans le statut de réfugié au bénéfice de l'admission provisoire de son époux, la décision incidente du 26 avril 2024, par laquelle la juge instructeur a admis la demande de la recourante de dispense du paiement des frais de procédure, reporté le prononcé sur la demande de désignation d'un mandataire d'office par économie de procédure eu égard aux chances élevées de succès du recours et imparti au SEM un délai au 13 mai 2024 pour déposer sa réponse ou reconsidérer la décision litigieuse, la réponse du 8 mai 2024, par laquelle le SEM a conclu au rejet du recours, dès lors que celui-ci « ne cont[enait] aucun élément nouveau susceptible de modifier [son] point de vue », l'ordonnance de la juge instructeur du 16 mai 2024, la réplique du 22 mai 2024, aux termes de laquelle la recourante fait valoir que le maintien par le SEM de la décision litigieuse est incompréhensible, dès lors que son mariage avec C._______ ainsi que sa vie commune avec celui-ci et leur fille sont désormais établis, et considérant que, selon l'art. 31 LTAF (RS 173.32), le Tribunal connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA (RS 172.021), qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile - lesquelles n'entrent pas dans le champ d'exclusion de l'art. 32 LTAF - peuvent être contestées devant le Tribunal conformément à l'art. 33 let. d LTAF (disposition applicable en vertu du renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent litige, qu'il statue de manière définitive (cf. art. 83 let. d ch. 1 LTF [RS 173.110]), que la recourante a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (cf. art. 52 al. 1 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'aux termes de l'art. 51 al. 1 LAsi intitulé « Asile accordé aux familles », le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que, dans son ATAF 2019 VI/8 (arrêt E-5669/2016 du 18 janvier 2019), le Tribunal a jugé que la disposition précitée s'appliquait également lorsque le réfugié regroupant était exclu de l'asile et au bénéfice de l'admission provisoire, que, conformément à la jurisprudence du Tribunal en matière d'asile, l'autorité, qu'il s'agisse du SEM en première instance ou du Tribunal sur recours, prend en règle générale en considération l'état de fait existant au moment où elle statue (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.4.1 ; 2008/12 consid. 5.2 ; 2008/4 consid. 5.4), que font toutefois exception les règles pour déterminer la minorité de l'enfant d'un réfugié dans le cadre de l'application de l'art. 51 al. 1 LAsi (cf. arrêt du Tribunal E-3528/2020 du 10 février 2022 consid. 2.2.2 et jurisp. cit.), qu'en l'occurrence, dans son arrêt E-4638/2023 du 5 septembre 2023, le Tribunal a considéré que la présence en Suisse de C.”
“1 PA), que, cela étant, le motif ayant conduit le SEM à révoquer le 19 octobre 2023 sa décision du 15 septembre 2023, soit l'erreur initiale de droit liée à l'absence de preuve d'un lien marital entre la recourante et son compatriote, C._______, a perdu toute actualité, compte tenu de l'évolution de l'état de fait déterminant de la cause qu'il convient de prendre en considération pour examiner le bien-fondé du recours du 17 novembre 2023, conformément aux règles jurisprudentielles précitées, qu'en effet, la recourante s'est mariée le (...) 2024 avec C._______, dont elle porte désormais le patronyme, comme en atteste la copie du certificat de famille produite en la cause, qu'il y a lieu d'admettre qu'elle vit en ménage commun avec son époux et leur fille, eu égard à ses déclarations en ce sens et à la décision du SEM du 14 mai 2024 d'admission de sa demande du 22 décembre 2023 de changement de son canton d'attribution en faveur de celui de D._______, canton d'attribution de son époux, qu'il n'existe toujours pas de circonstance particulière au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi qui ferait exception à l'intégration de la recourante dans le statut de réfugié admis à titre provisoire de C._______, le SEM n'ayant à aucun moment prétendu le contraire (s'agissant de la casuistique concernant la notion juridique indéterminée de « circonstances particulières » au sens de cette disposition, cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.3 et jurisp. cit.), que les conditions mises à l'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi sont dès lors présentement réunies, que la décision attaquée annulant la décision du 15 septembre 2023 et rejetant la demande de la recourante du 8 septembre 2023 d'inclusion au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi n'est dès lors manifestement pas ou plus conforme au droit, que, par conséquent, il y a lieu d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée pour violation du droit fédéral (cf. art. 106 al. 1 let. a LAsi), que, par conséquent, la décision du 15 septembre 2023 demeure en force, que, s'avérant manifestement fondé, le recours est admis dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (cf.”
Familiennachzug / räumliche Beschränkung: Art. 51 Abs. 1 LAsi kommt im Wesentlichen für Angehörige zur Anwendung, die sich bereits in der Schweiz aufhalten; für Familienmitglieder, die sich im Ausland befinden, ist grundsätzlich die Einreisebewilligung bzw. das Verfahren des Familiennachzugs (Art. 51 Abs. 4 LAsi bzw. Art. 85 Abs. 7 LEI) vorgesehen. Ferner setzt eine derivative Anerkennung nach schweizerischer Praxis voraus, dass die massgebliche Person in der Schweiz materiell als Flüchtling anerkannt worden ist.
“1 En l'espèce, le recourant allègue d'abord que l'application, dans le cas d'espèce, de l'art. 85 al. 7 LEI à la place de l'art. 51 LAsi était discriminatoire. 5.2 En vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). Ainsi, l'art. 51 al. 1 LAsi - qui a pour vocation de régler de manière uniforme le statut du noyau familial - s'applique aux membres de la famille, présents en Suisse, de réfugiés au bénéfice d'une admission provisoire (ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1 et réf. cit.). Cela dit, cette disposition vise avant tout à permettre aux membres de la famille d'un réfugié auquel l'asile a été accordé en Suisse d'obtenir le même statut que ce dernier, qu'ils soient déjà ou non en ce pays. 5.3 En formulant l'art. 51 al. 1 LAsi, le législateur a voulu reprendre, pour l'essentiel, dans une seule et même disposition, l'art. 3 al. 3 de la loi sur l'asile du 5 octobre 1979 (RO 1980 1718, ci-après : aLAsi) portant sur l'octroi de la qualité de réfugié à titre dérivé à des membres de la famille déjà en Suisse, et l'art. 7 aLAsi portant sur l'octroi de l'asile à titre dérivé à des membres de la famille encore à l'étranger (ATAF 2017 VI/4 consid. 4.3.2 ; arrêt du TAF E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.3.1). L'art. 51 LAsi concerne donc uniquement les membres de la famille de réfugiés en Suisse, à l'exclusion de toutes autres catégories d'étrangers, et n'est dès lors pas applicable aux membres de la famille d'une personne admise à titre provisoire en Suisse (ATAF 2017 VII/8 consid. 5.3 tel que précisé par ATAF 2019 VI/8 consid. 4.1). Quant au réfugié admis à titre provisoire qui souhaite faire venir en Suisse des membres de sa famille se trouvant à l'étranger, il est soumis aux conditions de l'art. 85 al. 7 LEI.”
“1 AsylG erfüllt sind, ist der Zeitpunkt des Entscheids über den Einbezug (vgl. EMARK 2002/20 E. 5a). Dies setzt nach Schweizer Asylpraxis - in materieller Hinsicht - vor-aus, dass die Person, von welcher die Asylgewährung abgeleitet werden soll, sich bereits in der Schweiz befindet und - trotz deklaratorischer Natur der Flüchtlingseigenschaft - eine Anerkennung als Flüchtling und die Gewährung von Asyl durch die schweizerischen Behörden stattgefunden hat. Angesichts des Umstands, dass betreffend die Mutter des Beschwerdeführers bisher kein materieller Asylentscheid ergangen ist, zumal sie sich gemäss Aktenlage bisher nicht in der Schweiz aufhält, ist eine derivative Anerkennung des Beschwerdeführers als Flüchtling beziehungsweise eine derivative Asylgewährung vorliegend - zum Zeitpunkt dieses Urteils - ausgeschlossen. Sollte seine Mutter in Zukunft in der Schweiz ein Asylgesuch stellen und als Flüchtling anerkannt werden sowie Asyl erhalten, steht es dem Beschwerdeführer jedoch frei, ein Gesuch um Einbezug zu stellen, sofern er die Voraussetzungen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG (weiterhin) erfüllen sollte.”
Im erwähnten Verfahren machte das SEM geltend, dass ein in der Schweiz geborenes, im Ausland lebendes Kind sich nicht auf Art. 51 Abs. 4 AsylG berufen könne; ferner habe die Beziehung der Betroffenen zu ihrem Verlobten, die erst lange nach dessen Flucht aufgenommen worden sei, keinen Anspruch nach Art. 51 Abs. 4 AsylG begründet.
“In der Vernehmlassung führte das SEM aus, dass sich auch ein in der Schweiz geborenes Kind, welches im Ausland lebe, nicht auf Art. 51 Abs. 4 AsylG berufen und durch die in der Schweiz erfolgte Geburt eine Einreisebewilligung erwirken könne. Die Beziehung der Beschwerdeführerin und ihrem Verlobten sei zudem erst lange nach dessen Flucht aus dem Heimatstaat aufgenommen worden, weshalb ebenfalls kein Anspruch gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG bestehe.”
Fehlt die überprüfbare Feststellung der Herkunft oder Identität einer einzubeziehenden Person, hat das SEM im konkreten Fall den Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG abgelehnt. Als Begründung wurde – unter Verweis auf BVGE 2020 VI/6 – ausgeführt, dass bei unbekannter Herkunft nicht festgestellt werden könne, ob das Familienleben nicht an einem anderen Ort möglich sei; nicht rechtsgenügende Nachweise (insbesondere nur indikative Bestätigungen ohne Registereinträge) wurden als unzureichlich für die Identitätsfeststellung gewertet.
“Zur Stützung der Vorbringen wurden insbesondere ein Bericht aus dem «NZZ Magazin» vom 24. Oktober 2020, die anonymisierte Zwischenverfügung des Gerichts im Verfahren D-2337/2021 vom 14. Februar 2022, das Härtefallgesuch vom 9. Dezember 2019 inklusive Beilagen (unter anderem: Schreiben an das Tibet-Büro vom 30. November 2015, Schreiben des Tibet-Büros vom 27. November 2015, Erfahrungsberichte der Besuche bei der indischen und nepalesischen Botschaft vom 1. Juli 2019) sowie eine Bestätigung der Geburt respektive des Zivilstands, beide ausgestellt am 28. August 2021 durch das Tibet-Büro in Genf, zu den Akten gereicht. H. H.a Mit Verfügung vom 13. April 2022 - eröffnet am Folgetag - wies das SEM ihr Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG ab. H.b Zur Begründung wurde ausgeführt, mit dem Grundsatzurteil BVGE 2020 VI/6 vom 1. Juli 2020 habe das Bundesverwaltungsgericht einen neuen «besonderen Umstand», der der Gewährung von Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehe, geschaffen. Eine Person unbekannter Herkunft könne sich nicht ins Familienasyl eines Kernfamilienmitglieds einbeziehen lassen, da nicht geklärt werden könne, ob das Familienleben nicht an einem anderen Ort gelebt werden könne. Der Beschwerdeführerin sei mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit eingeräumt worden, überprüfbare Angaben zu ihrem Lebenslauf zu machen. Sie habe dabei lediglich auf bereits im vorangegangenen Wiedererwägungsverfahren vorgetragene Angaben und dort eingereichte Dokumente verwiesen. Die Angaben des Tibet-Büros in Genf würden auf Empfehlungsschreiben der tibetischen Gemeinschaft respektive auf den eigenen Angaben der Beschwerdeführerin basieren. Das Büro stelle Bestätigungen aus, die sich nicht auf konkrete Registereinträge stützen würden. Solchen Angaben komme in der Schweiz keine erhöhte Beweiskraft zu; sie hätten lediglich Indiziencharakter. Die Beschwerdeführerin habe nach wie vor keine rechtsgenüglichen Dokumente eingereicht, die ihre Identität zweifelsfrei feststellen liessen.”
“Zur Stützung der Vorbringen wurden insbesondere ein Bericht aus dem «NZZ Magazin» vom 24. Oktober 2020, die anonymisierte Zwischenverfügung des Gerichts im Verfahren D-2337/2021 vom 14. Februar 2022, das Härtefallgesuch vom 9. Dezember 2019 inklusive Beilagen (unter anderem: Schreiben an das Tibet-Büro vom 30. November 2015, Schreiben des Tibet-Büros vom 27. November 2015, Erfahrungsberichte der Besuche bei der indischen und nepalesischen Botschaft vom 1. Juli 2019) sowie eine Bestätigung der Geburt respektive des Zivilstands, beide ausgestellt am 28. August 2021 durch das Tibet-Büro in Genf, zu den Akten gereicht. H. H.a Mit Verfügung vom 13. April 2022 - eröffnet am Folgetag - wies das SEM ihr Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG ab. H.b Zur Begründung wurde ausgeführt, mit dem Grundsatzurteil BVGE 2020 VI/6 vom 1. Juli 2020 habe das Bundesverwaltungsgericht einen neuen «besonderen Umstand», der der Gewährung von Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehe, geschaffen. Eine Person unbekannter Herkunft könne sich nicht ins Familienasyl eines Kernfamilienmitglieds einbeziehen lassen, da nicht geklärt werden könne, ob das Familienleben nicht an einem anderen Ort gelebt werden könne. Der Beschwerdeführerin sei mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit eingeräumt worden, überprüfbare Angaben zu ihrem Lebenslauf zu machen. Sie habe dabei lediglich auf bereits im vorangegangenen Wiedererwägungsverfahren vorgetragene Angaben und dort eingereichte Dokumente verwiesen. Die Angaben des Tibet-Büros in Genf würden auf Empfehlungsschreiben der tibetischen Gemeinschaft respektive auf den eigenen Angaben der Beschwerdeführerin basieren. Das Büro stelle Bestätigungen aus, die sich nicht auf konkrete Registereinträge stützen würden. Solchen Angaben komme in der Schweiz keine erhöhte Beweiskraft zu; sie hätten lediglich Indiziencharakter. Die Beschwerdeführerin habe nach wie vor keine rechtsgenüglichen Dokumente eingereicht, die ihre Identität zweifelsfrei feststellen liessen.”
Wenn das SEM Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht ausdrücklich und getrennt prüft oder diese Prüfung unklar motiviert, kann dies die Begründung der Entscheidung zur Qualität des Flüchtlingsstatus und zum Recht auf Asyl unzureichend machen. In solchen Fällen hat das Bundesverwaltungsgericht die Entscheidung aufgehoben und die Sache zur neuen, klar begründeten Prüfung an das SEM zurückgewiesen.
“1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il appert de ce qui précède que le SEM ne s'est en définitive pas prononcé à satisfaction de droit sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art.”
Art. 51 Abs. 4 ist auf den einheitlichen Schutz des Kernfamilienverhältnisses zum Zeitpunkt der Flucht gerichtet. Bei der Anwendung ist zu prüfen, ob «besondere Umstände» einer Einbeziehung bestimmter Familienmitglieder in den Flüchtlingsstatus nach Art. 51 Abs. 1 LAsi entgegenstehen; als Beispiel nennt die Rechtsprechung, dass Familienangehörige bereits die Staatsangehörigkeit eines Drittstaates besitzen und dadurch bereits Schutz haben.
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée dans le cas présent, que l'intéressée a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA) et que, présenté dans la forme et le délai (art. 52 al. 1 PA et 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; arrêt du Tribunal E-1813/2019 du 1er juillet 2020 consid. 5.3 et réf. cit.), que l'entrée en Suisse des personnes intéressées, qui ont été séparées du réfugié par la fuite et se trouvent à l'étranger, est alors autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que ces dispositions ont pour finalité de régler, de manière uniforme, le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite et de faire bénéficier ses membres d'une même protection (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cependant, les membres de la famille qui possèdent la nationalité d'un autre Etat que le réfugié bénéficient déjà de la protection de ce dernier, que dans ce contexte, le concept de « circonstance particulière » doit être interprété conformément à la finalité de la disposition en cause, laquelle implique que ces personnes ne peuvent pas être incluses dans le statut du réfugié reconnu en Suisse (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 1997 no 22 consid. 4b et 4c), qu'en effet, il ne serait ni utile ni conforme à la finalité de l'art. 51 al. 1 LAsi que la Suisse leur accorde également sa protection, que cette jurisprudence est demeurée pleinement valable après l'entrée en vigueur de la LAsi en date du 1er octobre 1999 (cf.”
Die Vorinstanz hat entschieden, dass der Einbezug eines in der Schweiz geborenen Kindes nach Art. 51 Abs. 3 AsylG entfallen kann, wenn die betreffende eheähnliche Gemeinschaft nicht anerkannt wird. Sie qualifizierte nicht aufgelöste frühere Ehen (Bigamie/Polygamie) als Verletzung des schweizerischen Ordre public und damit als «besonderen Umstand» im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG, weshalb der Einbezug des Kindes in diesem Fall abgelehnt wurde.
“Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, Bigamie und Polygamie würden den schweizerischen Ordre public verletzen und einen besonderen Umstand gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG darstellen. Folglich sei kein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft eines Ehegatten beziehungsweise Partners möglich, solange die früheren Ehen nicht rechtsgültig aufgelöst worden seien. Der Beschwerdeführer habe nicht beweisen beziehungsweise glaubhaft machen können, dass seine frühere Ehe mit einer anderen Frau rechtsgültig aufgelöst worden sei. Dies habe zur Folge, dass die Beziehung zu seiner Lebenspartnerin nicht als eheähnliche Lebensgemeinschaft betrachtet werden könne. Gestützt darauf könne sein Sohn nicht als minderjähriges Kind eines Flüchtlings und seiner Ehe- oder Konkubinatspartnerin betrachtet werden. Ausserdem sei sein Sohn auch nicht ein in der Schweiz geborenes Kind von Flüchtlingen im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG, da nur er, der Beschwerdeführer, die Flüchtlingseigenschaft besitze.”
In Einzelfällen können konkrete Verfolgungsumstände (etwa eine bei Rückkehr drohende Festnahme infolge Fichierung) die Anerkennung von Ehegatten und minderjährigen Kindern als Flüchtlinge nach Art. 51 AsylG rechtfertigen. Entscheidend ist die Prüfung der einschlägigen Umstände im Einzelfall und das Vorliegen der gesetzlich geforderten Voraussetzungen.
“Sie hätten im Sinne öffentlicher Berichte und der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung Anspruch auf Asyl und alle relevanten Umstände seien im Einzelfall zu prüfen, wobei die bisherigen Erlebnisse gebührend gewürdigt werden müssten (PKK in Makhmur: Der deutsche Spiegel; türkische Zeitung daily sabah; BVGer Urteil D-6773/2019 von 22. März 2021 E. 3.5: politischer Aktivist, Aktivitäten in den sozialen Medien, Strafverfahren). Im Weiteren legten die Beschwerdeführenden in Bezugnahme auf das türkische Strafgesetzbuch mögliche Folgen beziehungsweise Strafausfällungen dar und machten geltend, es könne beim türkischen Staat nicht ohne Weiteres von einem funktionierenden Rechtsstaat ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer verfüge aufgrund der bisherigen Vorbringen über ein politisches Profil, das durch den Aufenthalt im Nordirak geschärft sei. Er habe im Visier der Behörden gestanden, was die Unterschriftenpflicht nach seiner Rückkehr in die Türkei aufzeige. Daher sei von einer bestehenden Fichierung des Beschwerdeführers, welche zu einer Festnahme direkt am Flughafen oder kurze Zeit später führe, auszugehen. Dem Beschwerdeführer sei unter Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft Asyl zu gewähren und die Beschwerdeführerin sei mit den Kindern im Sinne von Art. 51 AsylG in dessen Verfahren einzubeziehen beziehungsweise ihnen sei ebenfalls Asyl zu gewähren.”
Nach der Rechtsprechung umfasst Art. 51 AsylG auch in der Schweiz zusammenlebende Lebenspartner und deren gemeinsame minderjährige Kinder; sie können damit zum Kreis der anspruchsberechtigten Personen gehören.
“Eingangs ist festzuhalten, dass der sich in der Schweiz aufhaltende Beschwerdeführer zusammen mit seiner in der Schweiz wohnhaften Lebenspartnerin und den beiden gemeinsamen Kindern eine Familie im Sinne von Art. 51 AsylG bilden.”
Fehlt in der erstinstanzlichen Verfügung des SEM eine Auseinandersetzung mit der Frage des Einbezugs nach Art. 51 Abs. 1 AsylG (insbesondere zur ehelichen Gemeinschaft), hat das Gericht die Sache in der Regel an das SEM zurückzuweisen. Das SEM muss die Frage des Einbezugs und die zugrunde liegenden Tatsachen hinreichend und nachvollziehbar begründen; bei ungenügender Motivation ist eine Rückweisung zur ergänzten Abklärung und Neubeurteilung geboten.
“b AsylG), und es stellt grundsätzlich auf den Sachverhalt ab, wie er sich im Zeitpunkt des Urteils verwirklicht hat (vgl. BVGE 2012/21 E. 5). Angesichts der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung kann es indessen nicht die Aufgabe der Beschwerdeinstanz sein, mit Blick auf die Frage der Asylgewährung grundlegende Fragen als erste Instanz zu klären und zu beurteilen. Das Gericht beurteilt Beschwerden gegen Verwaltungsverfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, ist mithin zur Überprüfung von Verfügungen zuständig (Art. 31 VGG). Die rechtliche Würdigung des Sachverhalts ist gemäss Art. 32 Abs. 1 VwVG primär auf das Verwaltungsverfahren vor den erstinstanzlichen Bundesbehörden und nicht auf das Beschwerdeverfahren zugeschnitten. Es ist mit anderen Worden nicht Sache des Bundesverwaltungsgerichts, dem SEM die Entscheidfindung abzunehmen, zumal dem Beschwerdeführer dabei eine Instanz verloren ginge. Das SEM hat in der zweiten Vernehmlassung darauf verzichtet, über die Frage, ob der Beschwerdeführer in die Flüchtlingseigenschaft von seiner Ehefrau C._______ einzubeziehen und ihm gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in der Schweiz Asyl zu gewähren ist, zu befinden. Die Sache ist deshalb zur Prüfung dieser Frage an das SEM zurückzuweisen.”
“1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art. 51 al. 1 LAsi, au besoin en vérifiant l'authenticité des moyens remis, et de prendre en compte les démarches entreprises par l'intéressé en vue de faire valoir son droit à demeurer auprès de sa fille et de sa compagne, que, vu l'issue du recours, il n'est pas perçu de frais de procédure (art. 63 al. 1 et 2 PA), la demande d'assistance judiciaire totale devenant sans objet, qu'il se justifie d'allouer des dépens au recourant (art. 64 al. 1 PA et art. 7 ss du règlement du 11 décembre 2006 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF, RS 173.320.2]), qu'en l'absence d'un décompte de prestations, ceux-ci sont fixés ex aequo et bono à 600 francs, (dispositif page suivante) le Tribunal administratif fédéral prononce : 1. Le recours est admis. 2. La cause est renvoyée au SEM pour instruction complémentaire et nouvelle décision, au sens des considérants. 3. Il n'est pas perçu de frais. 4. Le SEM versera au recourant la somme de 600 francs à titre de dépens.”
“_______, chez qui elle avait emménagé dès son arrivée en Suisse, et qu'elle était désormais la « mère de substitution » de l'enfant du susnommé (voir aussi ci-dessus l'état des faits ainsi que les remarques du SEM à ce sujet figurant dans la pièce A18 du dossier, établie deux jours seulement avant qu'il ne rende sa décision). L'intéressée a par ailleurs exposé s'être déjà mariée religieusement avec le susnommé en Syrie, une lettre du 3 février 2019 de tiers non impliqués dans cette procédure ayant été versée au dossier dans le but de témoigner de l'existence de cette union (voir let. B des faits). En outre, des démarches officielles avaient été entreprises sans délai en Suisse en vue de leur mariage civil, projet qui aurait toujours été d'actualité (voir let. E et F des faits). A cela s'ajoute que l'intéressée a également déclaré avoir été recherchée par les autorités syriennes parce qu'elle avait travaillé dans le domaine des (...), activité à laquelle B._______ aurait aussi collaboré. 4.5 En l'état, au regard des éléments de fait exposés ci-dessus, il ne pouvait manifestement pas être exclu d'emblée que la relation entre le susnommé et A._______ soit susceptible de fonder, à tout le moins, une prétention à l'asile familial au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi (voir consid. 4.3.2), voire même, selon les circonstances, un risque de persécution réfléchie (voir consid. 4.3.1), étant aussi rappelé que l'épouse décédée de B._______ s'était vu reconnaître par le SEM la qualité de réfugié à titre originaire, au sens de l'art. 3 LAsi. 4.6 Vu l'importance potentielle de ces éléments de fait et les moyens de preuve déposés, il aurait fallu que le SEM se prononce à leur sujet dans la décision attaquée même s'il avait été convaincu de leur absence totale de vraisemblance (voir à ce sujet cependant consid. 4.4 ci-avant) et/ou de pertinence en matière d'asile. Or, la décision est totalement muette concernant ces points. Aucune mention de l'existence de B._______ et des allégués de la recourante le concernant ainsi que sur l'existence d'un mariage religieux en Syrie, respectivement au sujet des démarches en vue d'un mariage civil ne ressort du libellé de la décision. Elle ne contient, a fortiori, aucune analyse, même sommaire, en rapport avec les questions juridiques qui pourraient éventuellement se poser dans ce contexte (voir à ce sujet notamment le consid.”
Die Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 LAsi kann einer Person nicht zuerkannt werden, die sich im Ausland aufhält und formell kein Gesuchsteller bzw. keine Gesuchstellerin der betreffenden Verfahrensinstanz war. Fehlt die Beteiligung an der betreffenden Verfahrenseinleitung, entfaltet die Entscheidung gegenüber dieser Person keine rechtliche Wirkung.
“6) - et de déterminer si, exceptionnellement, l'intérêt à une fidèle application du droit en vigueur ne prime pas l'intérêt de l'administré à voir sa confiance protégée (cf. arrêt du TAF A-262/2018 du 29 mars 2019 consid. 8.1.1). Le caractère exigeant de ces réquisits s'inscrit dans le respect du principe d'égalité de traitement entre tous les justiciables (art. 8 al. 1 Cst.). 4.3 4.3.1 En l'occurrence, le Tribunal considère que c'est à bon droit que le SEM a constaté la nullité de la décision du 11 avril 2024 en tant qu'elle concerne les recourants. 4.3.2 En effet, le vice dont cette décision est entachée est grave et manifeste, en ce sens que les intéressés n'ont aucunement participé à la procédure initiée le 27 mars 2024, à laquelle la décision du 11 avril 2024 a mis fin (dans ce sens, arrêt du Tribunal E-3887/2022 du 29 novembre 2022, consid. 2). Ne se trouvant pas en Suisse à cette période, ils n'ont pas pu déposer de demande d'asile familial et ne figuraient à l'évidence pas parmi les personnes impliquées. Comme relevé à juste titre par le SEM, la qualité de réfugié au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi ne peut être reconnue à une personne qui réside à l'étranger et qui, formellement, ne l'a pas requise. Les recourants avaient d'ailleurs été explicitement exclus de la procédure précédente visant à les autoriser à entrer en Suisse, contrairement à leur mère et à leur soeur cadette, par décision du SEM du 14 novembre 2023, au motif qu'ils étaient alors déjà majeurs (cf. let. D.). Par ailleurs, le recours déposé contre cette décision par leur père en leur nom était alors encore pendant. Or, le SEM n'a nullement transmis la décision du 11 avril 2024 dans le cadre de cette procédure, ce qu'il n'aurait pas manqué de faire au regard de la teneur de l'art. 58 al. 2 PA, s'il avait réellement estimé que ladite décision avait un quelconque effet juridique à l'égard des intéressés. Enfin, ceux-ci devaient s'attendre à ce que ledit recours soit rejeté, ses conclusions ayant été considérées vouées à l'échec après un examen prima facie par le Tribunal (cf. let. F.). Dans ces conditions, la décision du SEM du 11 avril 2024 était d'emblée privée d'objet en ce qui les concernait.”
Bei der Prüfung von Einreisegesuchen nach Art. 51 Abs. 4 AsylG sind die Behörden auf das Vorliegen «besonderer Umstände» zu prüfen. Nach der Rechtsprechung kann eine längere, bewusst in Kauf genommene Trennung einen solchen besonderen Umstand darstellen und damit gegen eine Bewilligung der Einreise bzw. gegen eine sofortige Familienzusammenführung sprechen.
“Nach Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder unter dem Titel Familienasyl als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
“Zusammenfassend ist festzustellen, dass kein Grund besteht, die Vaterschaft des Beschwerdeführers und die sorgerechtlichen Verhältnisse von B._______ während seiner Minderjährigkeit anders zu beurteilen, als dies seitens des SEM im damaligen Familiennachzugsgesuch in Bezug auf die Tochter F._______ der Fall gewesen war. Aufgrund des langen Zuwartens mit der Einreichung des Familiennachzugsgesuch für B._______ ist jedoch davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer eine langjährige Trennung von B._______ bewusst in Kauf nahm, weshalb diesbezüglich ein besonderer Umstand vorliegt, der gegen die Familienzusammenführung im heutigen Zeitpunkt spricht. Gleichzeitig wäre eine Übersiedlung in die Schweiz im Alter von (...) Jahren für B._______ aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und beruflicher Qualifikationen mit kaum zu überwindenden Schwierigkeiten für eine erfolgreiche Integration verbunden. Es bestehen bezüglich B._______ mithin besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 51 Abs. 4 AsylG, welche gegen den Familiennachzug sprechen. Die angefochtene Verfügung ist insoweit im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG nicht zu beanstanden. Das SEM hat die Einreise von B._______ in die Schweiz zu Recht nicht bewilligt und das Gesuch um Familienzusammenführung abgelehnt. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen. Hingegen ist die Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und das SEM ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer die eingereichte Taufurkunde von B._______ auszuhändigen.”
Die Vorinstanz ist anzuweisen zu prüfen, ob der Ehegatte in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau einzubeziehen und ihm gestützt auf Art. 51 AsylG Asyl zu gewähren ist; gegebenenfalls ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
“Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit beantragt wird, es sei die (originäre) Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers (im Sinne von Art. 3 AsylG) festzustellen und die Vorinstanz anzuweisen, ihm Asyl zu gewähren. Die Beschwerde ist hingegen gutzuheissen, soweit bezogen auf die Asylgewährung die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragt wird. Die Sache ist diesbezüglich mit der Anweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen, zu prüfen, ob der Beschwerdeführer in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau einzubeziehen und ihm gestützt auf Art. 51 AsylG Asyl zu gewähren ist. Im Übrigen ist die Beschwerde aufgrund der erteilten kantonalen Bewilligung (vgl. Bst. T) soweit die Wegweisung und den Vollzug der Wegweisung betreffend als gegenstandslos geworden abzuschreiben.”
Art. 51 Abs. 1 AsylG ermöglicht die Anerkennung von Ehegatten und minderjährigen Kindern als Flüchtlinge durch Einbezug in den Flüchtlingsstatus einer anderen Person. Die Praxis zeigt, dass das SEM einen solchen Einbezug vornimmt etwa bei veränderten familiären Verhältnissen oder wenn Angehörige selbst als Flüchtlinge anerkannt werden; dies erfolgt unter Berufung auf den Grundsatz der Einheit der Familie.
“Dans sa détermination du 21 juin 2021, le SEM a proposé le rejet du recours, estimant qu'aucun élément au dossier ne permettait de retenir que le recourant remplissait les conditions pour la reconnaissance de la qualité de réfugié au moment de son départ de Turquie en 2019. O. Par courrier du 30 juin 2021, le recourant a transmis au Tribunal une copie d'une décision du 27 mai 2021 de la M._______ confirmant son licenciement (...). L'original de ce document ainsi que sa traduction libre ont été remis au Tribunal par courriers séparés des 19 et 21 juillet 2021. P. Par courrier du 8 février 2022 (date du sceau postal), l'intéressé s'est enquis de l'avancement de la procédure et a déposé la copie d'une attestation de la psychologue en charge du suivi de son fils en Turquie. Q. Le 30 janvier 2023, l'épouse du recourant, N._______, a déposé une demande d'asile en Suisse pour elle-même et son fils mineur. Lors de son audition par le SEM du 12 avril 2023, elle a demandé l'inclusion dans la qualité de réfugié et l'admission provisoire de son époux et renoncé à faire valoir des motifs d'asile propres. Par décision du même jour, le SEM a donné suite à cette demande et reconnu à l'épouse et au fils du recourant la qualité de réfugié au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. Aucun recours n'a été déposé contre cette décision qui est entrée en force. R. Les autres éléments contenus dans les écritures précitées seront examinés, si nécessaire, dans les considérants en droit. Droit : 1. 1.1 En vertu de l'art. 31 LTAF (RS 173.32), le Tribunal connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA (RS 172.021) prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF. En particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile et de renvoi peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]). Le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent litige. Il statue de manière définitive (art. 83 let. d ch. 1 LTF [RS 173.110]). 1.2 Le recourant a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 2 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 1.3 Le Tribunal prend en considération l'évolution de la situation intervenue depuis le dépôt de la demande d'asile et tient compte de l'état de fait et de droit existant au moment où il statue (cf.”
“_______, den Sohn des Beschwerdeführers, sei vom Verfahren des Beschwerdeführers zu trennen und mit demjenigen seiner Mutter C._______ (D-5356/2020) zu vereinigen. Betreffend die Ex-Ehefrau und die Kinder lud sie das SEM angesichts der veränderten Sachlage zu einem erneuten Schriftenwechsel ein. Gleichzeitig hiess sie das Gesuch des Beschwerdeführers um amtliche Rechtsverbeiständung gut und forderte ihn auf, eine von ihm bestimmte Rechtsvertretung zu benennen. T. Mit Mandatsanzeige vom 29. August 2022 beantragte MLaw Laura Rudolph die Einsetzung als amtliche Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers. Mit Instruktionsverfügung vom 31. August 2022 gab die Instruktionsrichterin diesem Antrag statt. U. Am 29. September 2022 zog das SEM seine Verfügungen betreffend C._______ und D._______ (D-5356/2020) teilweise in Wiedererwägung und stellte fest, C._______ erfülle aufgrund ihrer exilpolitischen Aktivitäten und der veränderten familiären Situation die Flüchtlingseigenschaft, D._______ werde gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ebenfalls als Flüchtling anerkannt; sie seien daher als Flüchtlinge vorläufig aufzunehmen. Gleichentags zog das SEM auch die Verfügung betreffend E._______ (D-5358/2020) teilweise in Wiedererwägung und stellte fest, auch sie sei gestützt auf den Grundsatz der Einheit der Familie als Flüchtling vorläufig aufzunehmen. V. Mit Instruktionsverfügung vom 1. Dezember 2022 lud die Instruktionsrichterin die Vorinstanz angesichts der neuen Beweismittel, der ärztlichen Unterlagen und der geänderten familiären Verhältnisse zu einem erneuten Schriftenwechsel ein. W. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Dezember 2022 hielt die Vorinstanz an ihrer Verfügung vom 29. September 2020 fest. Gleichzeitig nahm sie zu den neuen Beweismitteln und Vorbringen Stellung. X. In seiner Triplik vom 19. Januar 2023 hielt der Beschwerdeführer an seinen Beschwerdebegehren fest. Gleichzeitig nahm er zur Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung. Y. Mit Eingabe vom 27. Januar 2023 reichte der Beschwerdeführer verschiedene Links zu seinem Instagram-Konto ein.”
“Februar 2022 reichten die Beschwerdeführenden ein Verhandlungsprotokoll vom 27. Januar 2021 sowie einen Auszug aus E-Devlet zu den Akten. I. Das SEM hielt in seiner Vernehmlassung vom 4. April 2022 vollumfänglich an seiner Verfügung fest. J. Innert erstreckter Frist replizierten die Beschwerdeführenden darauf mit Eingabe vom 5. Mai 2022 und ersuchten um Gutheissung der Beschwerde. Der Replik lagen zahlreiche Ausdrucke aus dem UYAP betreffend die Strafverfolgung der Beschwerdeführerin in der Türkei (darunter namentlich ein Recherchebericht, ein Anhörungsprotokoll, eine Anklageschrift, ein Nachforschungsbericht und eine Anzeige; inkl. Übersetzungen), eine Rechnung für Übersetzungsarbeiten sowie eine Honorarnote bei. K. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hob das SEM die Ziffern 1 sowie 4 bis 6 seiner Verfügung vom 14. Januar 2021 mit Verfügung vom 8. Juni 2022 wiedererwägungsweise auf. Es stellte fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft aufgrund von subjektiven Nachfluchtgründen, verfügte gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) den Einbezug des Beschwerdeführers und der gemeinsamen Tochter in den Flüchtlingsstatus der Beschwerdeführerin und ordnete infolge Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden an. L. Auf Anfrage hin erklärten die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 12. Juli 2022, es werde an der Beschwerde festgehalten, soweit diese durch die vorinstanzliche Verfügung vom 8. Juni 2022 nicht gegenstandslos geworden sei. M. Das SEM hielt in einer weiteren Vernehmlassung vom 25. August 2022 vollumfänglich an seinen”
Derivation des Status als «besondere Umstände»: Hat die in der Schweiz anerkannte Person ihren Flüchtlingsstatus derivativ erworben, kann dies als «besondere Umstände» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG angesehen werden und den Einbezug von Ehegatten und minderjährigen Kindern in die Flüchtlingseigenschaft ausschliessen. In solchen Fällen ist zu prüfen, ob die einzubeziehende Person selbst die materiellen Voraussetzungen für die Flüchtlingseigenschaft erfüllt.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Das Kriterium der «besonderen Umstände» dient gemäss ständiger Praxis insbesondere dem Zweck, Missbräuche zu verhindern (vgl. Urteil des BVGer E-1683/2013 vom 21. April 2015 E. 6.2.2 m.w.H.). In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts wurde in verschiedenen Konstellationen das Vorliegen von besonderen Umständen bejaht. So ist ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft namentlich dann ausgeschlossen, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft selbst derivativ erworben hat, wenn die eheliche Gemeinschaft während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise aufgegeben wurde oder wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person und es der Familie an sich zumutbar und möglich wäre, statt in der Schweiz auch in diesem anderen Land zu leben (vgl.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). In der Schweiz geborene Kinder von Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtlinge anerkannt, sofern wiederum keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft entgegenstehende «besondere Umstände» sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staats als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben.”
“1 Le Tribunal, en vertu de l'art. 31 LTAF, connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF. En particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris de regroupement familial, peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi), lequel, sauf l'exception visée à l'art. 83 let. d ch. 1 LTF, non réalisée en l'espèce, statue alors définitivement. 1.2 La recourante a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). 1.3 Présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et dans le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 2. 2.1 L'art. 51 LAsi, intitulé « asile accordé aux familles », prévoit à son al. 1 que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile à titre dérivé, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. 2.2 Entre autres conditions, l'art. 51 al. 1 LAsi exige que le parent ayant obtenu l'asile a été reconnu réfugié à titre originaire (cf. ATAF 2015/40 consid. 3.4.4.1 ; Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 2000 no 23, consid. 3b et jurispr. cit.). Il en découle que si le statut de réfugié a été obtenu à titre dérivé (formellement), l'intéressé ne peut le transmettre que dans l'hypothèse où il remplit lui-même les conditions matérielles pour la reconnaissance de cette qualité (cf. JICRA 2000 no 22, consid. 3a ; 1997 no 1, consid. 5). Il faut aussi que les intéressés aient conclu un mariage valable. Sont assimilés aux conjoints les partenaires enregistrés et les personnes qui vivent en concubinage de manière durable (cf. art. 1a let. e OA 1 [RS 142.311] ; ATAF 2012/5 consid. 4.7.1 s. ; Message du 4 décembre 1995 concernant la révision totale de la loi sur l'asile ainsi que la modification de la loi fédérale sur le séjour et l'établissement des étrangers, FF 1996 II 1, 68). L'octroi de l'asile en vertu de l'art.”
Voraussetzung für die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG ist, dass (i) zum Zeitpunkt der Flucht eine vorbestehende Familiengemeinschaft bestand, (ii) die Trennung der Familie durch die Flucht erfolgt ist (kausaler Zusammenhang mit den Flucht-/Verfolgungsgründen) und (iii) die Wiedervereinigung in der Schweiz fest beabsichtigt ist. Der Gesuchsteller hat diese Umstände nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen.
“Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt gemäss konstanter Rechtsprechung eine zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. BVGE 2012/32 E. 5).”
“4 AsylG setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, BVGE 2012/32 E. 5). Zentrale Bedingung für die Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zwecke der Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat und diese Familienbeziehung auch nach der Flucht im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiedervereinigung der Familie getragen ist. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dient eine Einreisebewilligung zwecks Familienasyls nicht der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.w.H.; BVGE 2012/32, E. 5.2 und 5.4). Die Trennung der Familiengemeinschaft muss kausal mit jenen Umständen zusammenhängen, welche zur Flucht aus dem Heimatland Anlass gegeben haben. Ausnahmsweise kann auch dann von einer im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG relevanten Trennung ausgegangen werden, wenn nicht die Flucht eines Familienmitglieds ins Ausland als solche, sondern andere zwingende Gründe zur Trennung der Familiengemeinschaft geführt haben (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.2). Wer um Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyls ersucht, hat die Zugehörigkeit des nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung beider Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen (Art. 7 AsylG; Botschaft des Bundesrates vom 4. Dezember 1995 zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, BBl 1996 II 70).”
Ein „umgekehrter Einbezug“ (d. h. die Ableitung des Flüchtlingsstatus der Eltern aus der Staatsangehörigkeit des Kindes) ist nach der Rechtsprechung zu Art. 51 AsylG nicht zulässig. Bei der Prüfung nach Art. 51 AsylG ist daher die Staatsangehörigkeit der Eltern bzw. eines Elternteils massgeblich.
“In der Vernehmlassung führt das SEM aus, analog gefestigter Rechtsprechung zu Art. 51 AsylG, wonach der sogenannte umgekehrte Einbezug nicht möglich sei, treffe dies auch auf Art. 71 AsylG zu. Somit sei bei der Prüfung der Schutzbedürftigkeit einer Familie gemäss Art. 71 AsylG die Staatsangehörigkeit der Eltern beziehungsweise eines Elternteils massgebend. Vorliegend verfüge zwar der Sohn aufgrund seiner Geburt in der Ukraine über die ukrainische Staatsangehörigkeit. Die Eltern würden jedoch über die armenische Staatsangehörigkeit verfügen, welche bei der Prüfung des Gesuches um Gewährung vorübergehenden Schutzes massgebend sei. Es bestünden Zweifel, dass beim Beschwerdeführer schwerwiegende gesundheitliche Probleme vorliegen, zumal diese in den Befragungen vom 31. März 2022 nicht geltend gemacht worden seien, obwohl er gefragt worden sei, was gegen eine Rückkehr nach Armenien spreche. Es seien keine ärztlichen Zeugnisse eingereicht worden, welche die gesundheitlichen Probleme bestätigen würden.”
“Vorauszuschicken ist, dass die Begründung des SEM zum Ausschluss von der Schutzgewährung in der Tat äusserst knapp ausgefallen ist. Zwar sind A._______ und B._______ keine ukrainische Staatsangehörige, sehr wohl aber ihr gemeinsamer Sohn C._______. Weshalb die Beschwerdeführenden in dieser Konstellation nicht zu dem von Ziff. 1 Bst. a der Allgemeinverfügung umfassten Personenkreis gehören, wird in der angefochtenen Verfügung mit keinem Wort begründet. Erst in der Vernehmlassung erklärt das SEM, die gefestigte Rechtsprechung zu Art. 51 AsylG, wonach der sogenannte umgekehrte Einbezug nicht möglich ist, treffe auch auf Art. 71 AsylG zu. Somit ist bei der Prüfung der Schutzbedürftigkeit einer Familie gemäss Art. 71 AsylG die Staatsangehörigkeit der Eltern beziehungsweise eines Elternteils massgebend. Vorliegend verfüge zwar der Sohn der Beschwerdeführenden aufgrund seiner Geburt in der Ukraine über die ukrainische Staatsangehörigkeit. Die Beschwerdeführenden (seine Eltern) würden jedoch über die armenische Staatsangehörigkeit verfügen, welche bei der Prüfung des Gesuches um Gewährung vorübergehenden Schutzes massgebend sei. Dies entspricht der in der Rechtsprechung inzwischen geklärten Rechtslage (vgl. die Urteile des BVGer E-3253/2022 vom 19. November 2024 E. 5.2, D-5565/2023 vom 16. Januar 2024 E. 5.2 und D-3839/2022 vom 5. Juli 2023 E. 6.2 je m.w.H.).”
“Das SEM führte in der Vernehmlassung im Wesentlichen aus, der Bundesratsbeschluss stütze sich auf das Asylgesetz ab. Ein umgekehrter Einbezug (Einbezug der Eltern in den Status ihrer Kinder) sei gemäss Art. 51 AsylG nicht möglich. Dies treffe folglich auch auf Art. 71 AsylG zu. Es sei die Staatsangehörigkeit der Eltern respektive eines Elternteils massgebend.”
“Das SEM führte in der Vernehmlassung im Wesentlichen aus, der Bundesratsbeschluss stütze sich auf das Asylgesetz ab. Ein umgekehrter Einbezug (Einbezug der Eltern in den Status ihrer Kinder) sei gemäss Art. 51 AsylG nicht möglich. Dies treffe folglich auch auf Art. 71 AsylG zu. Es sei die Staatsangehörigkeit der Eltern respektive eines Elternteils massgebend. Die Beschwerdeführerin und der Beschwerdeführer könnten aus der Staatsangehörigkeit ihrer Kinder daher keinen Anspruch für sich ableiten. Auch lasse sich aus den Verfahren der Eltern des Beschwerdeführers (N [...]) oder jenem seiner Schwester (N [...]) kein entsprechender Anspruch im Sinne der Familieneinheit ableiten.”
“Das SEM führte in der Vernehmlassung im Wesentlichen aus, der Bundesratsbeschluss stütze sich auf das Asylgesetz ab. Ein umgekehrter Einbezug (Einbezug der Eltern in den Status ihrer Kinder) sei gemäss Art. 51 AsylG nicht möglich. Dies treffe folglich auch auf Art. 71 AsylG zu. Es sei die Staatsangehörigkeit der Eltern respektive eines Elternteils massgebend. Bei den Beschwerdeführenden handle es sich um die Grosseltern ukrainischer Staatsangehöriger, weshalb ein Anspruch nicht in Betracht falle. Gründe, die gegen eine sichere und dauerhafte Rückkehr der Beschwerdeführenden in den Heimatstaat Aserbaidschan sprechen könnten, würden sich daher auch aus den Akten der beiden anderen erwachsenen Kinder der Beschwerdeführenden (N [...] und N [...]) nicht ergeben. Folglich könnten die Beschwerdeführenden aus den Akten ihrer Kinder, welche allesamt aserbaidschanische Staatsangehörige seien, nichts zu ihren Gunsten ableiten.”
Bei der Prüfung einer allfälligen Reflexverfolgung bleiben Verwandte, die ihren Asylstatus allein derivativ nach Art. 51 Abs. 1 AsylG erhalten haben, unberücksichtigt.
“Die Informationen aus der Aktennotiz zeigen, dass die Vorinstanz alle im Rückweisungsurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3270/2015 vom 29. November 2016 erwähnten, sowie weitere Dossiers von Verwandten der Beschwerdeführenden konsultiert und bei der Frage einer möglichen Reflexverfolgung berücksichtigt hat. Einzig aus dem Dossier einer Halbschwester der Beschwerdeführerin (O._______; N [...]) konnte die Vor-instanz das Verwandtschaftsverhältnis prima facie nicht nachvollziehen. Im Ergebnis ist dieses Dossier aber für die Beurteilung einer möglichen Reflexverfolgung der Beschwerdeführenden nicht von Belang, da diese Halbschwester der Beschwerdeführerin als Minderjährige im Jahr (...) gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Mutter ([...]) einbezogen worden war und mittlerweile eingebürgert ist. Insgesamt ergibt sich aus den in der Aktennotiz erwähnten Dossiers ein differenziertes Bild, welches nicht mit der Darstellung der Beschwerdeführenden übereinstimmt, wonach alle Verwandten als Flüchtlinge Asyl erhalten hätten. Verwandte mit einem Asylstatus gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG sind bei der Prüfung einer allfälligen Reflexverfolgung der Beschwerdeführenden nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 37 Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen, AsylV1, SR 142.311). Eine asylbeachtliche Verfolgung der Beschwerdeführenden wegen jener Verwandten, die in den Jahren 2003 beziehungsweise 2010 Asyl in der Schweiz erhalten haben, fällt ebenfalls ausser Betracht, nachdem die Beschwerdeführenden vor ihrer Ausreise wegen dieser lange vor ihnen ausgereisten Verwandten nie Probleme gehabt haben. Der Rechtsvertreter will seine Beschwerdeführenden gleichbehandelt wissen wie alle anderen Familienangehörigen. Bei der Betrachtung der einzelnen in der Aktennotiz erwähnten Verfahren fällt allerdings ein gewichtiger Punkt auf: Keine der Adoptivschwestern der Beschwerdeführerin erfüllte die Flüchtlingseigenschaft originär. Bei der Frage, ob sie in den abgeleiteten Asylstatus einer anderen Person eingeschlossen werden, war bei den verheirateten Schwestern jeweils die (originäre) Flüchtlingseigenschaft der jeweiligen Ehemänner massgebend.”
Bevor Art. 51 AsylG (Familienasyl) angewendet wird, ist vorrangig zu prüfen, ob die betroffene Person die originäre Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt. Gegebenenfalls ist dazu – namentlich wenn aus den Akten keine Asylgründe hervorgehen – eine Anhörung nach Art. 29 AsylG durchzuführen.
“Bei dieser Ausgangslage wäre die Vorinstanz gehalten gewesen, in ihrer neuen Verfügung vom 31. August 2023 auch und vorab erneut darüber zu befinden, ob die Beschwerdeführer die Voraussetzungen für die Zuerkennung der originären Flüchtlingseigenschaft gestützt auf Art. 3 AsylG erfüllen. Insbesondere mit dem Beschwerdeführer 2, der gemäss Akten bislang nie zu den Asylgründen angehört wurde, wäre vor diesem Entscheid eine Anhörung nach Art. 29 AsylG durchzuführen gewesen. Die Frage der originären Flüchtlingseigenschaft ist stets zu prüfen, bevor Art. 51 AsylG - also die derivative Flüchtlingseigenschaft und das Familienasyl - zur Anwendung kommt (Art. 37 AsylV1; vgl. BVGE 2013/21 E. 3, BVGE 2007/19 E. 3.3). Die Verfügung vom 25. August 2023 enthält keine Begründung, aus welcher hervorgehen würde, aus welchen Gründen die Beschwerdeführer nach Auffassung des SEM die Voraussetzungen für eine Asylgewährung gestützt auf Art. 3 AsylG nicht erfüllen.”
“In der Beschwerde wird eventualiter beantragt, der Entscheid sei zu weiteren Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beschwerdeführenden rügen das Vorgehen des SEM, trotz des hängigen Beschwerdeverfahrens ihres Ehemannes respektive Vaters über ihr Asylgesuch befunden zu haben. Das SEM wäre gehalten gewesen, den rechtskräftigen Abschluss des Asylverfahrens des Ehemannes und Vaters abzuwarten, um danach subsidiär zu prüfen, ob vorliegend die Voraussetzungen von Art. 51 AsylG erfüllt seien. Dieser Einwand ist unbehelflich, zumal es im Interesse der Beschwerdeführenden liegt, dass ihre originäre Flüchtlingseigenschaft geprüft wird. Gemäss Art. 37 AsylV 1 (SR 142.311) ist denn auch vor dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft immer zu prüfen, ob die antragstellende Person eigene Fluchtgründe geltend machen kann, die die Flüchtlingseigenschaft begründen. Es besteht ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG an der Feststellung der originären Flüchtlingseigenschaft, das auch in Familienkonstellationen jeder urteilsfähigen Person gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylV I zusteht. Das Vorgehen des SEM ist demnach offenkundig nicht zu beanstanden. Weiter wird der Rückweisungsantrag nicht begründet. Insbesondere legen die Beschwerdeführenden nicht dar, inwiefern der rechtserhebliche Sachverhalt unrichtig oder unvollständig erstellt sei. Der Rückweisungsantrag erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Mit dem sogenannten "Familienasyl" erhalten die Angehörigen der Kernfamilie die gleiche Rechtsstellung und damit auch denselben flüchtlingsrechtlichen Schutz wie der nachziehende anerkannte Flüchtling (vgl. Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka, Migrationsrecht [Kommentar], 4. Aufl. 2015, Rz 1 zu Art. 51 AsylG). Der Prüfung des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft eines Familienangehörigen geht grundsätzlich eine Prüfung der originären Flüchtlingseigenschaft voraus (vgl. BVGE 2007/19 sowie Art. 37 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311).”
Liegt eine durch Art. 8 EMRK geschützte Familiengemeinschaft vor und würde eine Wegweisung das Kindeswohl gefährden, sprechen diese Umstände gegen das Vorliegen von «besonderen Umständen», die einen Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ausschliessen. Solche Erwägungen unterstützen daher den Einbezug des Ehegatten und der minderjährigen Kinder in die Flüchtlingseigenschaft.
“Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sage die Lingua-Analyse respektive der Ort der Sozialisierung nichts über die Staatsangehörigkeit der betroffenen Person aus. Vorliegend besässen die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers die chinesische Staatsbürgerschaft und auch er selbst sei - wie sich aus den vorangehenden Ausführungen ergebe - chinesischer Staatsbürger. Selbst wenn von einer Sozialisierung in Indien oder Nepal ausgegangen würde, sei damit noch nicht erwiesen, dass er die Staatsangehörigkeit eines dieser Länder besitze. Die grosse Mehrheit der im Exil lebendenden Tibeter habe keine neue Staatsbürgerschaft erworben und eine andere als die chinesische Staatsangehörigkeit könne ohne triftige Anhaltspunkte weder als erwiesen noch als wahrscheinlich erachtet werden. Es gebe keine konkreten Hinweise dafür, dass er eine andere Staatsangehörigkeit als seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder habe. Den mehrjährigen Aufenthalt in Nepal habe er von Anfang an offengelegt. Das Vorliegen von besonderen Umständen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG, welche einem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau entgegenstünden, sei zu verneinen. Überdies sei von einer durch Art. 8 EMRK geschützten Familiengemeinschaft zwischen dem Beschwerdeführer, seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern auszugehen. Letztere seien als Flüchtlinge anerkannt, weshalb ihnen ein gemeinsames Familienleben im Ausland nicht ohne Weiteres zuzumuten respektive im gemeinsamen Herkunftsland des Paares nicht möglich sei. Ferner wäre bei einer Wegweisung des Beschwerdeführers das Kindeswohl seiner beiden Kinder stark gefährdet, was die Vorinstanz gänzlich unberücksichtigt gelassen habe.”
Wird das Nichteintreten vom SEM mit Bezug auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG begründet, enthält der angefochtene Nichteintretensentscheid keine materielle Prüfung der Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG. Entsprechend war die Frage der Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids und damit nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
“Die Frage der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie der Gewährung von Asyl - vorliegend das Begehren um Asylgewährung gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG - bildet demnach nicht Gegenstand des angefochtenen Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfahrens. Daran ändert auch der Verweis in der Beschwerde auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-935/2021 vom 16. März 2021 nichts, zumal das SEM im erwähnten Verfahren eine materielle Prüfung der Vor-aussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorgenommen hatte, während es im vorliegenden Verfahren Erwägungen im Zusammenhang mit Art. 51 Abs. 1 AsylG lediglich zur Begründung ihres Nichteintretens gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG anführte.”
Missbräuchliche Ausübung des Rechts — insbesondere wenn die betroffene Person zuvor bereits als Flüchtling anerkannt worden ist und dadurch eine erneute Gesuchstellung beziehungsweise die Inanspruchnahme des Familienasyls offensichtlich formell missbräuchlich ist — kann eine «besondere Umstände» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG darstellen und die Anerkennung im Rahmen der Familienzusammenführung ausschliessen.
“1er que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose qu'en l'espèce, comme le SEM l'a à juste titre relevé, le recourant n'est pas fondé à demander l'asile familial, dès lors qu'il s'est vu reconnaître la qualité de réfugié à titre originaire, par décision du SEM du 12 juin 2008 (cf. ATAF 2015/40 consid. 3.1-3.5), qu'autrement dit, une personne qui a été reconnue réfugiée exclusivement sur la base de motifs subjectifs postérieurs ne peut pas prétendre à l'asile tant qu'elle ne peut pas faire valoir d'autres motifs au sens de l'art. 3 LAsi (ididem, consid. 3.5), qu'en outre, le recourant ne saurait valablement arguer de sa renonciation, au stade du recours, à la qualité de réfugié qui lui a été reconnu par la décision précitée du 12 juin 2008 (cf. arrêt du Tribunal D-3337/2020 du 12 août 2020), qu'en agissant de la sorte, il abuse manifestement de son droit, ce qui constitue une circonstance particulière au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi (cf. ATAF précité, consid. 3.4.4.3 ; cf. également arrêts du Tribunal E-473/2018 du 5 mars 2019 consid. 2.4 et D-3337/2020 précité, p. 6), que dans ces conditions, la décision attaquée doit être confirmée et le recours rejeté, que s'avérant manifestement infondé, il l'est dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111 let. e LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), que la demande d'assistance judiciaire totale doit être rejetée, dès lors que les conclusions du recours sont apparues, d'emblée, vouées à l'échec (art. 65 al. 1 PA), que la demande de dispense du paiement de l'avance de frais devient sans objet avec le prononcé du présent arrêt, qu'étant donné l'issue de la cause, il y a lieu de mettre les frais de procédure à la charge du recourant, conformément à l'art. 63 al. 1 PA et aux art. 2 et 3 du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF, RS 173.”
Ehegatten von als Flüchtlinge anerkannten Personen gehören grundsätzlich zum Kreis der anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 AsylG und können in das gewährte Asyl einbezogen werden, sofern ihre Identität (und bei Kindern das Abstammungsverhältnis) glaubhaft gemacht ist.
“Zunächst hält das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die Beschwerdeführerin als Asylberechtigte in der Schweiz grundsätzlich einen Anspruch auf Einbezug ihres Ehegatten in das ihr gewährte Asyl hat (vgl. BVGE 2015/29 E. 3.2). Auch ist unbestritten, dass es sich bei der nachzuziehenden Person um ein Familienmitglied im Sinne von Art. 51 AsylG handelt, mithin deren Identität (vgl. Beilagen zur Eingabe vom 22. März 2022) und das Abstammungsverhältnis der Kinder (vgl. Eingabe vom 3. Mai 2023) glaubhaft gemacht worden sind.”
Zur Anerkennung eines Konkubinats nach Art. 51 Abs. 4 AsylG ist eine bereits vor der Flucht bestehende, gefestigte eheähnliche Gemeinschaft erforderlich. Blosse, erst nach der Ausreise wiederaufgenommene Kontakte oder Nachweise über Kontaktaufnahmen im Ausland genügen hierfür nicht, soweit sie nicht belegen, dass die partnerschaftliche Beziehung zum Zeitpunkt der Flucht bereits die Qualität eines gefestigten Konkubinats hatte.
“1 und 4 AsylG seien nicht erfüllt, und führte zur Begründung im Wesentlichen Folgendes aus: Es werde nicht in Zweifel gezogen, dass die Beschwerdeführerin schon vor ihrer Ausreise aus Syrien mit B._______ befreundet gewesen sei. Von einem gefestigten Konkubinat könne aber nicht die Rede sein, da es unbestrittenermassen lediglich geheime Treffen und telefonische Kontakte gegeben habe. Die Ausführungen betreffend die Konventionen in ihrem Heimatland und die Einschränkungen, welche sich aus (...) für das Beziehungsleben ergeben würden, seien nachvollziehbar. Dies gelte auch für (...) sowie ihre Ausführungen, weshalb das Gesuch um Familiennachzug erst (...) Jahre nach der Asylgewährung gestellt worden sei. Dennoch sei die Praxis betreffend den Nachzug von Familienangehörigen aus dem Ausland streng. Der Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG sei einzig die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften. Daran vermöge auch der Umstand, dass in Syrien ein Zusammenleben grundsätzlich nicht möglich gewesen sei (...), nichts zu ändern. Es fehle vorliegend an dem für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingenden Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft respektive einer seit längerer Zeit eheähnlich gelebten partnerschaftlichen Beziehung. Auch aus dem Umstand, wonach die Beschwerdeführerin nach ihrer Ausreise aus Syrien mit B._______ telefonisch und via soziale Medien in regem Kontakt gestanden habe, könne nichts im Hinblick auf die Zeit vor der Ausreise abgeleitet werden. In diesem Zusammenhang seien auch die entsprechenden ins Recht gelegten Screenshots nicht geeignet, den Beweis eines gefestigten Konkubinats respektive einer vorbestandenen Familiengemeinschaft zu erbringen.”
“Zudem ist festzustellen, dass sie lediglich Screenshots von WhatsApp Chats ab Februar 2018 ins Recht legte, womit sie den intensiven Kontakt mit B._______ seit der Ausreise und damit wiederum das gefestigte Konkubinat im Zeitpunkt der Ausreise, nicht zu belegen vermag. Ihre Erklärung im Gesuch um Familiennachzug, wegen verlorener Handys und gewechselten SIM-Karten könnten keine Kontaktnachweise von vor dem Jahr 2018 erbracht werden (A1/116 S. 4), reicht nicht aus, um einen nahtlosen, engen Kontakt, welcher auf ein gefestigtes Konkubinat schliessen liesse, zwischen ihr und B._______ glaubhaft zu machen. Selbst wenn sie selber über keine Chats aus der Zeit vor dem Jahr 2018 mehr verfügen sollte, wäre zu erwarten gewesen, dass sie von B._______ solche Belege erhältlich macht. Insgesamt spricht das Verhalten der Beschwerdeführerin nicht für eine durchgehende gefestigte Beziehung im Sinne eines Konkubinats, sondern für die Wiederaufnahme einer Beziehung, welche im Zeitpunkt der Flucht noch nicht (wieder) die Qualität eines gefestigten Konkubinats hatte. Für eine (Wieder-) Aufnahme einer Beziehung besteht im Rahmen von Art. 51 Abs. 4 AsylG kein Raum. Folglich hat das SEM das für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingende Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft res-pektive einer seit längerer Zeit eheähnlichen gelebten partnerschaftlichen Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und B._______ zu Recht verneint.”
Für den Familiennachzug nach Art. 51 AsylG verlangt die Rechtsprechung kumulative Voraussetzungen: Die in Frage stehende Familiengemeinschaft muss bereits vor der Flucht bestanden und die Trennung durch die Flucht bedingt gewesen sein; Art. 51 zielt auf die Wiederherstellung eines vorbestehenden Haushaltsnukleus ab. Beziehungen, die erst nach der Flucht entstanden sind, fallen nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 51.
“1 Le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), en vertu de l'art. 31 LTAF, connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF. En particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris de regroupement familial, peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce. Le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours. 1.2 Le recourant, agissant pour le compte de B._______ et C._______, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA). Présenté dans la forme (art. 52 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable. 1.3 Il est renoncé à un échange d'écritures (art. 111a al. 1 LAsi). 2. 2.1 L'art. 51 LAsi, intitulé « asile accordé aux familles », prévoit à son al. 1 que le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Aux termes de l'art. 51 al. 4 LAsi, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande. 2.2 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf.”
“20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et jurisp. cit.), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 précité consid. 4.2.2 s.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2017 VI/4 précité consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; arrêts du Tribunal D-5470/2020 du 14 décembre 2020 et E-7639/2009 du 5 juillet 2010 consid. 2 et 4 ; Minh Son Nguyen, in : Code annoté de droit des migrations, vol. IV : Loi sur l'asile, 2015, art. 51 LAsi, no 14 p. 406), qu'en l'espèce, la recourante s'étant vu reconnaître la qualité de réfugiée et octroyer l'asile à titre originaire, la première condition de l'art.”
“4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2018 VI/6 consid. 5.4-5.5 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp. cit. ; Minh Son Nguyen, in : Code annoté de droit des migrations, vol. IV : Loi sur l'asile, 2015, art. 51 LAsi, no 14), que la personne sollicitant l'extension en sa faveur de la qualité de réfugié d'un membre de sa famille à titre dérivé a la charge de la preuve des conditions de naissance de son droit, à savoir les faits générateurs que sont son identité (art. 7 et 8 al. 1 let. a, b et d LAsi), dont la nationalité est une composante (art. 1a let. a de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 [OA 1, RS 142.311]), ses liens de parenté avec le réfugié reconnu en Suisse à titre originaire, l'effectivité de leur relation, et s'agissant d'une demande déposée depuis l'étranger, de la condition tirée de leur séparation par la fuite (cf. ATAF 2020 VI/6 consid. 5.1 et jurisp. cit.), qu'en l'espèce, selon le dossier, le recourant a connu son épouse après sa fuite d'Irak et son arrivée en Suisse, le mariage ayant eu lieu en Turquie le (...) 2021 (selon l'acte de mariage rituel déposé à l'appui du recours et les courriers du 19 mai et du 3 octobre 2023), respectivement le (...) 2023 (selon l'acte de mariage déposé à l'appui du courrier du 19 mai 2023), qu'ainsi, comme le SEM l'a à juste titre relevé, n'ayant pas été séparé de son épouse en fuyant son pays d'origine, il ne remplit manifestement pas l'une des conditions cumulatives mises par l'art.”
“]-4/32), dass der Gesetzgeber betreffend Familienzusammenführung keine andere gesetzliche Grundlage vorgesehen hat und Vorstösse zur Anpassung der bestehenden Regelung beziehungsweise über Art. 71 AsylG hinausgehende Bestrebungen - entgegen der beschwerdeweisen Ausführungen (vgl. BVGer-act. 1 Punkt 4 S. 5) - klar abgelehnt hat beziehungsweise nicht darauf eingetreten ist (Parlamentarische Initiative Müller Philipp [16.403], Familiennachzug. Gleiche Regelung für Schutzbedürftige wie für vorläufig Aufgenommene; vgl. Amtliches Bulletin [AB] 2021 N 78 ff.), dass eine Lückenfüllung durch analoge Anwendung von Art. 44 AIG (SR 142.20) beziehungsweise Art. 85c AIG sodann nicht in Betracht fällt, weil eine solche im Ergebnis die Missachtung der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen zur Folge hätte (vgl. Urteil E-7288/2023 E. 7), dass der Beschwerdeführer aufgrund der erst in der Türkei erfolgten Aufnahme der Beziehung zu B._______ sowie der nicht durch eine Flucht veranlassten Trennung auch unter dem Titel des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG keinen Anspruch auf einen Familiennachzug aus dem Ausland hätte, weshalb aus der Perspektive des Asylrechts eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers durch den Status S zu verneinen ist, dass Zweck der Bestimmungen von Art. 71 Abs. 1 und 3 AsylG die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus der Ukraine vorbestandenen sowie durch die Flucht getrennten Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1; Botschaft, S. 82), dass die Fragen einer allfälligen Regelungslücke im AIG sowie einer Ungleichbehandlung oder Diskriminierung des Beschwerdeführers aufgrund seiner Staatsangehörigkeit im Vergleich zu Flüchtlingen (mit Aufenthaltsbewilligung) oder vorläufig aufgenommenen Personen somit letztlich den Bereich des Ausländerrechts beschlagen und nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind (vgl. BVGE 2020 VI/7 E.”
Als «besondere Umstände» im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG, die den Familienasyl‑Einbezug ausschliessen können, nennt die Rechtsprechung u.a.: erstens, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft derivativ erworben hat; zweitens, wenn die einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt und eine hypothetische Verlegung der ganzen Familie in den Staat dieses nicht verfolgten Mitglieds zumutbar und möglich wäre; drittens, wenn die eheliche bzw. familiäre Gemeinschaft über längere Zeit nicht mehr gelebt bzw. aufgegeben wurde. Das Kriterium der «besonderen Umstände» dient insbesondere auch der Verhinderung von Missbräuchen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Das Kriterium der «besonderen Umstände» dient gemäss ständiger Praxis insbesondere dem Zweck, Missbräuche zu verhindern (vgl. Urteil des BVGer E-1683/2013 vom 21. April 2015 E. 6.2.2 m.w.H.). In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts wurde in verschiedenen Konstellationen das Vorliegen von besonderen Umständen bejaht. So ist ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft namentlich dann ausgeschlossen, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft selbst derivativ erworben hat, wenn die eheliche Gemeinschaft während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise aufgegeben wurde oder wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person und es der Familie an sich zumutbar und möglich wäre, statt in der Schweiz auch in diesem anderen Land zu leben (vgl.”
“So ist ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft namentlich dann ausgeschlossen, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft selbst derivativ erworben hat, wenn die eheliche Gemeinschaft während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise aufgegeben wurde oder wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person und es der Familie an sich zumutbar und möglich wäre, statt in der Schweiz auch in diesem anderen Land zu leben (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.1). Soll der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Ehepartners aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten verweigert werden, ist - in hypothetischer Weise - zu prüfen, ob sich die ganze Familie gegebenenfalls im Heimatland des nicht verfolgten Ehepartners niederlassen könnte (vgl. Urteil des BVGer E-1683/2013 vom 21. April 2015 E. 6.2.4 m.w.H.). Der Einbezug des Ehegatten in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.5). Im Kontext des Familienbegriffs werden die eingetragenen Partnerinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebenden Personen den Ehegatten gleichgestellt (Art. 1a Bst. e der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Diese Bestimmung ist auch dann anwendbar, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person lediglich vorläufig aufgenommen wurde und sich die einzubeziehenden Familienmitglieder in der Schweiz aufhalten (vgl. BVGE 2019 VI/8 E. 4.1). Ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG liegt gemäss Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person. Der Einbezug eines Familienmitglieds in die Flüchtlingseigenschaft des anderen Familienmitglieds aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten kann durch das SEM verweigert werden, sofern eine hypothetische Prüfung ergibt, dass sich die ganze Familie im Heimatstaat eines nicht verfolgten Familienmitglieds niederlassen könnte (vgl.”
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat.”
Im vorliegenden Fall wurde eine Verwandte (die Mutter) mit behaupteten PKK-Verbindungen vom SEM nicht als originäre Flüchtling anerkannt, ihr aber gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise/Asyl gewährt. In den Akten wird ferner ausgeführt, dass auch zahlreiche weitere Verwandte PKK-Verbindungen aufweisen und teilweise in der Schweiz Asyl erhalten haben. Diese Angaben stützen eine fallbezogene Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG im konkreten Verfahren.
“Er habe sich zudem politisch für die Demokratik Toplum Partisi (DTP, Partei der demokratischen Gesellschaft) und die Bari ve Demokrasi Partisi (BDP, Partei des Friedens und der Demokratie) engagiert (vgl. SEM-Akten des Vaters). A.b Am (...) Mai 2016 (Eingang SEM) ersuchte er um Nachzug seiner Ehefrau sowie seiner Kinder A._______, B._______(Beschwerdeführerinnen) und C._______ (alle mit derselben N-Nummer). In Bezug auf die Ehefrau wurde das Gesuch gutgeheissen, betreffend die Kinder wurde es abgewiesen, da diese zu diesem Zeitpunkt bereits volljährig waren (vgl. Urteil E-3085/2017 des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. August 2017). A.c Der Mutter der Beschwerdeführerinnen wurde im März 2016 gestützt auf Art. 51 AsylG (SR 142.31) die Einreise in die Schweiz gewährt. Auch sie machte geltend, einer politisch aktiven Familie mit PKK-Verbindungen zu entstammen, politischen Versammlungen beigewohnt und die PKK mit Lebensmitteln versorgt zu haben. Das SEM verneinte aufgrund mangelnder Intensität der geltend gemachten Behelligungen durch das türkische Militär das Vorliegen der originären Flüchtlingseigenschaft, gewährte ihr aber im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG Asyl (vgl. Asylentscheid des SEM vom 10. September 2020). A.d Auch zahlreiche weitere Verwandte der Beschwerdeführerinnen weisen Verbindungen zur PKK auf und haben zum Teil in der Schweiz Asyl erhalten. B. Die Beschwerdeführerinnen reisten am (...) Juli 2019 zusammen mit ihrem Bruder C._______ in die Schweiz ein und ersuchten am (...) Juli 2019 hier um Asyl. Zwei Tage später mandatierten sie ihre damalige Rechtsvertretung. C. C._______, dem Bruder der Beschwerdeführerinnen, wurde am (...) 2020 in der Schweiz Asyl gewährt. D. Anlässlich der Personalienaufnahmen vom 24. Juli 2019 (PA; Beschwerdeführerin 1, vgl. SEM-Akten 1045564-27/6, und Beschwerdeführerin 2, vgl. SEM-Akten 1045564-28/6), der Dublin-Gespräche vom 14. August 2019 (Beschwerdeführerin 2, vgl. SEM-Akten 1045564-32/1, und Beschwerdeführerin 1, vgl. SEM-Akten 1045564-34/2) sowie der Anhörungen vom 5. September 2019 (Beschwerdeführerin 2, vgl. SEM-Akten 1045564-48/10, nachfolgend A48) und 10. Oktober 2019 (Beschwerdeführerin 1, vgl.”
Art. 51 LAsi ist als spezielle, begünstigende Vorschrift zu verstehen und darf nicht extensiv ausgelegt werden. Der Gesetzgeber hat den Kreis der Anspruchsberechtigten abschliessend bestimmt; begünstigt sind demnach nur der Ehegatte (Partner) und die minderjährigen Kinder des anerkannten Flüchtlings. Frühere Ausnahmeregelungen zugunsten weiterer Verwandter wurden mit der Gesetzesänderung aufgehoben; für andere Familienangehörige bleibt der Weg über die LEI.
“3 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3). 3.4 L'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20). Par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2 ; 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.). 3.5 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art.”
“51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant cette exception - et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents , il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial stricto sensu séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3), qu'ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem), que l'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), que cela étant, le recourant s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile en date du 24 août 2023, qu'il a déposé, le 11 octobre suivant, une demande de regroupement familial en faveur notamment de ses deux fils, B._______, alors âgé de 21 ans, et C._______, âgé de 19 ans, que le SEM a rejeté cette demande par décision du 14 novembre 2023, au motif que ceux-ci étaient majeurs au moment du dépôt de la demande de regroupement familial, que dans son recours, l'intéressé argue qu'il convient, dans le cas particulier, de faire une exception à la règle des ayants droit définis à l'art. 51 LAsi et d'accepter l'entrée en Suisse de ses deux fils, malgré leur majorité au moment du dépôt de la demande de regroupement familial du 11 octobre 2023, étant donné leur jeune âge ainsi que l'hospitalisation de l'un d'eux, qu'à l'appui de son recours, il a notamment produit, sous forme de copies, plusieurs documents médicaux concernant son fils cadet, C.”
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 ; 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20), que par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant cette exception - et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents , il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art.”
Art. 51 LAsi ist restriktiv auszulegen: Der Kreis der Begünstigten ist abschliessend auf den Ehegatten des Flüchtlings und dessen minderjährige Kinder (Kernfamilie) beschränkt. Das frühere Ausnahmeprivileg für weitere nahe Verwandte (früheres Abs. 2) wurde mit der Teilrevision aufgehoben; andere Verwandte fallen in der Regel nicht unter Art. 51 und sind nach dem ordentlichen Ausländerrecht (LEI) zu prüfen. Eine extensivere Auslegung steht im Widerspruch zur klaren gesetzlichen und gefestigten bundesgerichtlichen Praxis.
“En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'espèce, la recourante s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 10 décembre 2019, de sorte que la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie. Se pose dès lors la question de savoir si B._______ et C._______ peuvent être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.2 4.2.1 Selon la jurisprudence du Tribunal, le terme « enfant » mentionné à l'art. 51 al. 1 LAsi doit être compris comme étant une relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. arrêts du Tribunal E-5519/2022 du 9 février 2024 consid. 4.3 ; E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.4.2 et réf. cit.). La filiation est une notion juridique qui n'existe que si le droit la consacre et qui résulte soit directement de la loi (pour la mère, de la naissance ; pour le père, de la présomption de paternité du mari), soit d'actes déterminés (reconnaissance, jugement, décision de l'autorité en cas d'adoption ; cf. idem). Il en résulte qu'une adoption ne peut pas être établie sur la base de simples déclarations, mais doit au contraire découler d'un acte délivré par une autorité compétente en la matière.”
“3 L'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse. La condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial. Ainsi, la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3). 3.4 L'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20). Par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2 ; 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.). 3.5 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art.”
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 ; 2015/29 consid. 4.2.1 ; 2015/40 consid. 3.4.4.3), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui résultant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur la loi sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI, RS 142.20), que par conséquent, cette disposition - et singulièrement ses al. 1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant cette exception - et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents , il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art.”
“_______ par le recourant n'était « ici pas opposable » apparaît également inutile, dès lors que le simple fait de recueillir chez soi un enfant, de l'élever et de le prendre en charge financièrement ne suffit pas à établir un lien de filiation. A la lecture des arguments avancés dans le recours, cette affirmation apparaît du reste avoir porté à confusion. 4.7 Au regard de ce qui précède, force est de constater que B._______ ne peut pas être considérée comme étant l'enfant du recourant. Il n'est pas non plus établi qu'elle ait un lien de filiation avec l'épouse de l'intéressé. 5. 5.1 Par ses explications, le recourant fait certes valoir que sa soeur devenue orpheline à l'âge de 7 ans a été recueillie par lui-même et son épouse et qu'ils en ont depuis lors la charge. Selon le SEM, B._______ ne peut pas être considérée comme une enfant recueillie, au motif qu'il n'est plus possible d'inclure un autre proche parent dans le statut de réfugié depuis la révision partielle de la loi sur l'asile, entrée en vigueur en 2014. 5.2 Pour rappel, au regard des débats parlementaires relatifs au projet de la Commission des institutions politiques proposant l'abrogation (pure et simple) de l'art. 51 LAsi, le Tribunal a retenu, dans son ATAF 2015/29, que par la solution de compromis de l'abrogation du seul alinéa 2 de cette disposition, le législateur avait manifestement voulu restreindre le champ des bénéficiaires de l'asile familial aux seuls ayants droit définis à l'alinéa 1er de cette disposition, à savoir le conjoint ou le partenaire enregistré d'un réfugié ainsi que leurs enfants mineurs, soit la famille nucléaire. Il a conclu que les ayants droit à l'asile familial étaient explicitement et exhaustivement énumérés par cette disposition, qui ne pouvait pas faire l'objet d'une interprétation extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers restait applicable (cf. consid. 4.2.3). Ce constat a été confirmé dans l'ATAF 2020 VI/7 (cf. consid. 2.3 et réf. cit). Dans son arrêt précité E-2297/2019 du 22 octobre 2020, le Tribunal a procédé à une interprétation de l'art. 51 al. 1 LAsi. De l'interprétation littérale de cette disposition, il a retenu que l'ancienne CRA avait considéré que l'expression « leurs enfant mineurs » recouvrait les enfants communs des conjoints ainsi que les enfants de chacun d'eux (cf.”
“_______, de bénéficier d'un statut identique au sien en Suisse, qu'à l'appui de son recours, elle a versé des copies de documents émanant de la Justice de paix du district de l'ouest lausannois, du Service de protection de la jeunesse, ainsi que de la Direction générale de l'enfance et de la jeunesse, que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi, qui permettait sous condition le regroupement familial au bénéfice d'autres proches parents, a été abrogé avec effet au 1er février 2014, qu'en supprimant l'exception prévue à l'art. 51 al. 2 LAsi et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial, que pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit désormais être traité uniquement en vertu de la LEI (RS 142.20) et non selon le régime spécial de la LAsi, que l'art. 51 LAsi ne peut ainsi pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque, comme exposé, celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.4 et 3.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf. cit.), qu'en l'occurrence, A._______ est une réfugiée reconnue au bénéfice de l'asile, que B._______ n'est cependant pas sa fille, mais celle de son fils, lequel a d'ailleurs déjà transmis à sa descendance son propre statut, qu'elle se situe dès lors en dehors du cercle des ayants droit à l'asile familial par rapport à sa grand-mère, que par conséquent, les conditions cumulatives et restrictives de l'art. 51 al. 1 LAsi ne sont manifestement pas remplies en l'espèce, que le fait que A._______ ait pris en charge sa petite-fille n'est pas pertinent sous l'angle de cette disposition, qu'en l'absence de réalisation de l'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, il n'appartient pas aux autorités compétentes en matière d'asile d'examiner l'affaire sous l'angle du droit au respect de la vie privée et familiale, que cette question est du ressort des autorités compétentes en matière d'autorisation de séjour au titre du regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf.”
Der Einbezug von Ehegatten und minderjährigen Kindern in die Flüchtlingseigenschaft ist nach Art. 51 Abs. 1 AsylG der Regelfall. Das Vorliegen «besonderer Umstände», die einen Einbezug ausschliessen, ist als Ausnahmeklausel restriktiv zu prüfen. Die Beweislast für das Vorliegen solcher besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden; die betroffenen Personen sind verpflichtet, bei der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken.
“So ist ein Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft namentlich dann ausgeschlossen, wenn die in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Person ihre Flüchtlingseigenschaft selbst derivativ erworben hat, wenn die eheliche Gemeinschaft während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise aufgegeben wurde oder wenn die in die Flüchtlingseigenschaft einzubeziehende Person eine andere Staatsangehörigkeit besitzt als die als Flüchtling anerkannte Person und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 5.3; 2012/32 E. 5.1). Soll der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Ehepartners aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten verweigert werden, ist - in hypothetischer Weise - zu prüfen, ob sich die ganze Familie gegebenenfalls im Heimatland des nicht verfolgten Ehepartners niederlassen könnte (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 9.2; Urteile des BVGer E-5686/2019 vom 11. Dezember 2023 E. 8.2; E-1683/2013 vom 21. April 2015 E. 6.2.4 m.w.H.). Der Einbezug des Ehegatten in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Das Bejahen besonderer Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, ist somit als Ausnahmeklausel zu verstehen und hat entsprechend restriktiv zu erfolgen (vgl. Urteil des BVGer D-696/2018 vom 28. Februar 2018 E. 6.2). Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. BVGE 2020 VI/6 E. 5.2, E. 8.5 und E. 9.5; Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.5).”
“Es ist Sache der Behörden, das Vorliegen eines solchen Umstandes nachzuweisen, wobei die Beweislast bei ihnen liegt. Die gesuchstellende Person ist jedoch verpflichtet, bei der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Besondere Umstände sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staates als der Flüchtling und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während längerer Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl. zum Ganzen: Diane Melo de Almeida, L'asile familial et le regroupement familial en matière d'asile, in Jusletter vom 2. September 2024, S. 13 ff., BVGE 2020 VI/1 E. 8.3.2 und E. 9.1, 2020 VI/6 E. 5.2 f., 2015/40 E. 3.4.4.3 und E. 3.4.4.5, 2012/32 E. 5.1 m.w.H.). Der Einbezug des Ehegatten und der minderjährigen Kinder in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Das Bejahen besonderer Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, ist somit als Ausnahmeklausel zu verstehen und entsprechend grundsätzlich restriktiv anzuwenden. Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. Urteil des BVGer E-3171/2022 vom 18. September 2023 E. 4.3.3 m.w.H.).”
“Die Familienzusammenführung und die Einreise der Kinder ist nur zu gewähren, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen (vgl. Art. 51 Abs. 1 AsylG). Der unbestimmte Rechtsbegriff "besonderer Umstand" wurde vom Gesetzgeber eingeführt, um Missbrauch zu verhindern und es den Behörden zu ermöglichen, Personen, die objektiv keinen Asylschutz benötigen, diesen zu verweigern. Es ist Sache der Behörden, das Vorliegen eines solchen Umstandes nachzuweisen, wobei die Beweislast bei ihnen liegt. Die gesuchstellende Person ist jedoch verpflichtet, bei der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Besondere Umstände sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staates als der Flüchtling und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während längerer Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl. zum Ganzen: Diane Melo de Almeida, L'asile familial et le regroupement familial en matière d'asile, in Jusletter vom 2. September 2024, S. 13 ff.”
Ein derivativ zuerkannter Flüchtlingsstatus könnte bei Trennung vom statusbegründenden Ehe- oder Lebenspartner entzogen werden; daher besteht ein schutzwürdiges Interesse der betroffenen Person an einer eigenständigen, dauerhaften Anerkennung ihres Status.
“Le Tribunal relève néanmoins que les circonstances du cas d'espèce se distinguent de celles de l'arrêt référencé ci-dessus sur un élément essentiel. En effet, au contraire de la personne concernée par l'affaire F-3483/2018, le recourant ne bénéficie pas lui-même directement du statut de réfugié en raison de sa situation personnelle, mais uniquement de manière dérivée en lien avec la situation de son épouse (cf. art. 51 al. 2 LAsi). Il apparaît donc que son statut actuel pourrait lui être retiré, indépendamment de sa volonté ou de son comportement, dans l'hypothèse d'une séparation du couple. Or, l'intéressé bénéficierait d'un statut pérenne en propre s'il devait être reconnu apatride à l'issue de la présente procédure, de sorte qu'il convient de lui reconnaître, de ce point de vue déjà, un intérêt digne de protection à ce qu'il soit statué sur la présente affaire (cf. mutatis mutandis ATAF 2013/21 consid. 3.2 et”
“Le Tribunal relève néanmoins que les circonstances du cas d'espèce se distinguent de celles de l'arrêt référencé ci-dessus sur un élément essentiel. En effet, au contraire de la personne concernée par l'affaire F-3483/2018, le recourant ne bénéficie pas lui-même directement du statut de réfugié en raison de sa situation personnelle, mais uniquement de manière dérivée en lien avec la situation de son épouse (cf. art. 51 al. 2 LAsi). Il apparaît donc que son statut actuel pourrait lui être retiré, indépendamment de sa volonté ou de son comportement, dans l'hypothèse d'une séparation du couple. Or, l'intéressé bénéficierait d'un statut pérenne en propre s'il devait être reconnu apatride à l'issue de la présente procédure, de sorte qu'il convient de lui reconnaître, de ce point de vue déjà, un intérêt digne de protection à ce qu'il soit statué sur la présente affaire (cf. mutatis mutandis ATAF 2013/21 consid. 3.2 et”
In der zitierten Entscheidung hat das Gericht die faktische, dauerhafte eheähnliche Lebensgemeinschaft sowie den ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz als Grundlage dafür gewertet, den in der Schweiz geborenen Sohn eines anerkannten Flüchtlings nach Art. 51 Abs. 3 AsylG anzuerkennen.
“Sie und der Kindsvater seien sri-lankische Staatsangehörige; er sei anerkannter Flüchtling und sie verfüge ausserhalb der Schweiz über keinen gültigen Aufenthaltstitel. Das Familienleben könne folglich nur in der Schweiz gelebt werden. Demnach sei gestützt auf Art. 51 Abs. 3 AsylG der in der Schweiz geborene Beschwerdeführer als Sohn eines Flüchtlings und sie gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als dessen Lebenspartnerin als Flüchtlinge anzuerkennen. Es handle sich bei ihrer nunmehr fünfjährigen Beziehung um eine dauerhafte, eheähnliche Gemeinschaft, zumal sie trotz der erschwerenden Umstände faktisch zusammengelebt hätten. Die Vor-instanz habe ihren ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz seit dem 1. April 2022 und die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil D-3175/2016 vom 17. August 2017 [= BVGE 2017 VI/4; Anmerkung BVGer] zu Unrecht unberücksichtigt gelassen.”
Fehlt ein objektiv tragfähiger Nachweis einer individuell-konkret begründeten Verfolgungsfurcht, kann dies dazu führen, dass Fragen des Familienasyls nach Art. 51 AsylG nicht weiter geprüft werden oder die Schutzwürdigkeit in Frage steht.
“Insgesamt führen die Ausführungen in der Beschwerde zu keiner anderen Betrachtungsweise, wobei die neuen Beweismittel die Einschätzung der Vorinstanz nicht umzustossen vermögen und die Vorbringen eine subjektive Furcht vor asyl- beziehungsweise flüchtlingsrechtlich relevanter Verfolgung objektiv nicht begründet erscheinen lassen. Somit erübrigen sich auch Ausführungen zum Familienasyl im Sinne von Art. 51 AsylG.”
“a zweiter Teilsatz StGB nicht (mehr) auf das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot berufen (vgl. Urteile des BGer 6B_1042/2021 vom 24. Mai 2024 E. 5.3.3; 6B_45/2020 vom 14. März 2022 E. 3.3.4; 6B_551/2021 vom 17. September 2021 E. 3.3.2; 6B_1102/2020 vom 20. Mai 2021 E. 3.4.5). Die Landesverweisung ist folglich mit Art. 32 Abs. 1 FK sowie Art. 5 Abs. 1 AsylG vereinbar. Weiter ist zu prüfen, ob der Beschuldigte bei einer Landesverweisung allenfalls Folter oder eine andere Art grausamer oder unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung zu befürchten hat (vgl. Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB); d.h., ob er sich auf das menschenrechtliche Non-Refoulement-Gebot im Sinne von Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB berufen kann. Dem Beschuldigten wurde mit Entscheid des Bundesamts für Migration (heute SEM) vom 22. Dezember 2000 gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zugesprochen und ihm in der Schweiz Asyl gewährt. Der Beschuldigte hat die Flüchtlingseigenschaft damit nicht originär erworben, sondern diese gestützt auf Art. 51 AsylG (Familienasyl) erhalten (pag. 1002 ff.). Dies bedeutet, dass der Beschuldigte zum damaligen Zeitpunkt nicht nachweisen konnte, dass er individuell-konkret verfolgt wird (vgl. hierzu Hruschka Constantin, in: OFK-Migrationsrecht, Ausländer- und Integrationsgesetz [AIG], Asylgesetz [AsylG], Bürgerrechtsgesetz [BüG] sowie Freizügigkeitsabkommen [FZA] mit weiteren Erlassen, 5. Aufl. 2019, N. 1 zu Art. 51 AsylG). Die Einschätzung der Einwohner- und Spezialdienste der Stadt Biel vom 3. April 2024, wonach eine Rückführung des Beschuldigten nach Libyen angesichts des Non-Refoulement-Prinzips und der bestehenden Hindernisse für die Durchführung der Abschiebung problematisch sei (pag. 1375 f.), wurde pauschal mit dessen Flüchtlingseigenschaft begründet. Eine Auseinandersetzung mit heutigen, allenfalls vorhandenen «reellen» Risiken erfolgte nicht. Mit Schreiben vom 16. April 2024 wurde zur weiteren Prüfung auf das SEM verwiesen (pag. 1387 f.). Die Einschätzung des SEM vom 26. März 2024 enthält ebenfalls keine sachdienlichen Informationen, sondern bestätigt lediglich, dass der Beschuldigte ein in der Schweiz anerkannter Flüchtling ist (pag.”
Die Gewährung von Familienasyl setzt voraus, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine vorbestehende, tatsächlich gelebte Familiengemeinschaft (z.B. gemeinsamer Haushalt) bestanden hat. Ziel von Art. 51 (insbesondere Abs. 4) ist die Wiedervereinigung einer solchen vor der Flucht bestehenden Einheit; die Norm dient nicht zur Schaffung neuer oder zuvor nicht gelebter bzw. lediglich wiederaufgenommener familiärer Beziehungen.
“Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.”
“31 LTAF, connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris en matière de regroupement familial, peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi en dispose autrement (art. 6 LAsi), que le recourant, agissant en faveur de son épouse et de sa fille, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi), prescrits par la loi, son recours est recevable, que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (art. 51 al. 1 LAsi), que, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
“_______, que ceux-ci seraient toutefois âgés, raison pour laquelle cette situation ne saurait durer, que l'intéressé a ainsi sollicité du SEM la venue de sa fille en Suisse, de sorte qu'elle puisse vivre auprès de lui et reprendre son parcours scolaire, que, par décision du 30 mai 2024, le SEM a rejeté la demande de regroupement familial, au motif que la condition de la séparation de la communauté familiale en raison de la fuite du pays d'origine n'était pas remplie, puisque l'intéressé avait été séparé de sa fille suite à son divorce, que, dans son recours, l'intéressé soutient au contraire que la séparation d'avec sa fille n'est pas la conséquence de son divorce mais de ses activités passées contre le gouvernement turc, à l'origine de son exil en Suisse et la reconnaissance par le SEM de sa qualité de réfugié, qu'il invoque avoir été contraint de déménager suite à son divorce et empêché de vivre avec sa fille par mesure de sécurité, qu'il allègue avoir toujours gardé contact avec sa fille, par téléphone et en la voyant dès que possible, malgré les circonstances, qu'il réitère vouloir reconstruire une communauté familiale avec sa fille en Suisse, dans la mesure où il a désormais obtenu le droit de garde sur celle-ci par jugement du tribunal civil du 28 décembre 2023, produit en annexe au recours et préalablement devant l'autorité inférieure, qu'il estime encore que la décision du SEM viole les art. 8 CEDH (RS 0.101) et 3 de la Convention du 20 novembre 1989 relative aux droits de l'enfant (CDE ; RS 0.107), qu'il invoque à ce sujet être empêché de rendre visite à sa fille en raison de son statut de réfugié et affirme qu'il est dans l'intérêt de cette dernière de venir vivre en Suisse pour pouvoir échapper aux violences dont elle est actuellement victime de la part de son beau-père, qu'il reproche par ailleurs au SEM de s'être dispensé d'une véritable analyse du bien supérieur de l'enfant, à l'aune de sa vulnérabilité, de ses liens familiaux et des possibilités de sa prise en charge, pourtant préconisée par le Comité des droits de l'enfant de l'ONU et le Manuel Asile et retour du SEM (Article A2 ; La Convention relative aux droits de l'enfant [CDE]), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris en matière de regroupement familial, peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi en dispose autrement (art. 6 LAsi), que le recourant, agissant en faveur de B._______ et de leurs filles, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi), prescrits par la loi, son recours est recevable, que, pour des raisons d'organisation, la juge signataire du présent arrêt a repris la charge de la procédure, que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (art. 51 al. 1 LAsi), que, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
“3 En l'occurrence, le SEM a dûment tenu compte des déclarations que le recourant a faites à travers notamment les questionnaires détaillés envoyés le 11 juin 2024 et le 9 janvier 2025. Dans la décision querellée, le SEM a relaté tous les faits essentiels allégués et documents présentés par l'intéressé dans le cadre de sa demande de regroupement familial. Il a également indiqué la raison pour laquelle les actes officiels congolais n'étaient pas de nature à démontrer l'existence d'une vie commune avant le départ du pays du recourant. Pour sa part, celui-ci, assisté de son mandataire, a eu l'occasion d'expliquer pourquoi il estimait que sa compagne et ses enfants remplissaient les conditions d'entrée en Suisse en vue de l'octroi familial. Le SEM disposait manifestement d'informations suffisantes et n'avait pas à solliciter des renseignements supplémentaires auprès de la représentation suisse à Kinshasa. Au vu de ce qui précède, aucun élément du dossier ne permet d'admettre que le SEM aurait violé le droit d'être entendu du recourant. 2.4 S'avérant mal fondés, les griefs formels doivent ainsi être écartés. 3. 3.1 A teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). 3.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié ; il implique, en outre, l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite ; il faut que la séparation des aspirants au regroupement familial (conjoint et/ou enfants mineurs) ait eu lieu en raison de la fuite et que les intéressés aient la volonté de poursuivre leur vie familiale.”
Enkel bzw. weiter entfernte Verwandte fallen regelmässig nicht unter Art. 51 Abs. 1 AsylG; der Kreis der Begünstigten ist nach den Gerichtsentscheidungen eng auf Ehegatten/gleichgestellte Partner und minderjährige Kinder beschränkt. Die Aufnahme volljähriger naher Angehöriger wird restriktiv gehandhabt und ist nicht ohne zusätzliche, flüchtlingsrechtlich relevante Gründe zu gewähren.
“_______ n'est cependant pas sa fille, mais celle de son fils, lequel a d'ailleurs déjà transmis à sa descendance son propre statut, qu'elle se situe dès lors en dehors du cercle des ayants droit à l'asile familial par rapport à sa grand-mère, que par conséquent, les conditions cumulatives et restrictives de l'art. 51 al. 1 LAsi ne sont manifestement pas remplies en l'espèce, que le fait que A._______ ait pris en charge sa petite-fille n'est pas pertinent sous l'angle de cette disposition, qu'en l'absence de réalisation de l'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, il n'appartient pas aux autorités compétentes en matière d'asile d'examiner l'affaire sous l'angle du droit au respect de la vie privée et familiale, que cette question est du ressort des autorités compétentes en matière d'autorisation de séjour au titre du regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.6 et jurisp. cit.), qu'en conclusion, c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial en se fondant sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'en conséquence, le recours doit être rejeté, que s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111 let. e LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), que, compte tenu de l'issue de la cause, il y aurait lieu de mettre les frais de procédure à la charge du recourant, conformément aux art. 63 al. 1 PA ainsi que 2 et 3 let. a du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF, RS 173.320.2), que, toutefois, au vu des particularités du cas d'espèce, ceux-ci sont exceptionnellement remis (art. 63 al. 1 3e phr. PA et art. 6 let. b FITAF). (dispositif page suivante) le Tribunal administratif fédéral prononce : 1. Le recours est rejeté. 2. Il n'est pas perçu de frais de procédure. 3. Le présent arrêt est adressé aux recourantes, au SEM et à l'autorité cantonale.”
“In der Vernehmlassung vom 21. März 2022 betont das SEM, die Beschwerde enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Änderung des im Entscheid dargelegten Standpunktes rechtfertigen könnten. Namentlich sei festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt, in dem ihr Vater das Mehrfachgesuch gestellt hat, welches zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft geführt hat, bereits volljährig gewesen sei. Auch die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin, die lebenslang auf die Versorgung durch ihre Familie angewiesen und von dieser abhängig sei, führe nicht dazu, dass die Ablehnung des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft nicht verhältnismässig sei, da Art. 51 Abs. 1 AsylG keiner extensiven Auslegung zugänglich sei, da der Gesetzgeber mit der Aufhebung von Art. 51 aAbs. 2 AsyIG den Kreis der Begünstigten des Familienasyls klar auf die in Art. 51 Abs. 1 AsyIG definierte Kernfamilie (Ehegatten und minderjährige Kinder) beschränkt habe. Die Versorgung und Pflege der Beschwerdeführerin durch ihre Familie sei aufgrund der vorläufigen Aufnahme auch ohne Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft sichergestellt. Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin neu in der Beschwerde geltend gemachten Drohens einer Reflexverfolgung aufgrund der exilpolitischen Tätigkeiten ihres Vaters bestünden keine konkreten Anhaltspunkte für eine drohende Verfolgung. Zwar sei der Vater der Beschwerdeführerin aufgrund seiner exilpolitischen Tätigkeiten am (...) 2021 als Flüchtling anerkannt worden, das blosse Verwandtschaftsverhältnis mit einer Person, weIche in der Schweiz als Flüchtling anerkannt wurde, reiche aber nicht aus, um auf eine mögliche Reflexverfolgung zu schliessen. Vorliegend fehle es daher an einer flüchtlingsrechtlich relevanten Vorverfolgung.”
Wenn die einzubeziehende Person lediglich vorläufig aufgenommen ist (z. B. wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs) und somit nicht als Flüchtling anerkannt wurde, ist Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht anwendbar; ein Familienasyl nach diesem Artikel kommt in solchen Fällen daher nicht in Betracht.
“Weiter rügte die Beschwerdeführerin, dass das Schreiben der Vorinstanz hinsichtlich des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes (vgl. vorinstanzliche Akten A28) im Widerspruch zur Gewährung der vorläufigen Aufnahme aufgrund der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs stehe. Sodann sei der Beizug des Dossiers ihres Ehemannes in den Akten nicht festgehalten worden. Auch in der Vernehmlassung habe sich das SEM hierzu nicht geäussert. Dadurch habe es den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und den Sachverhalt unzureichend festgestellt. Das Vorgehen der Vorinstanz erscheint in der Tat widersprüchlich, ist jedoch im Resultat nicht zu beanstanden. Das SEM ging fälschlicherweise zunächst davon aus, der Ehemann der Beschwerdeführerin sei anerkannter Flüchtling. Aus dem ZEMIS (Zentrales Migrationsinformationssystem) geht jedoch hervor, dass er lediglich über eine vorläufige Aufnahme infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verfügt. Art. 51 Abs. 1 AsylG (Familienasyl) ist daher nicht anwendbar und das SEM hat im Asylentscheid zu Recht den Einbezug in die - nicht vorhandene - Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes nicht geprüft. Ein Beizug dessen Akten zur Prüfung allfälliger Risiken für die Beschwerdeführerin war daher nicht angezeigt, weshalb sich auch keine entsprechende Notiz in den Akten befindet. Aus dem Versehen des SEM ist der Beschwerdeführerin kein Nachteil entstanden. Eine Verletzung des Anspruchs auf Akteneinsicht respektive der Aktenführungspflicht oder der Untersuchungspflicht ist daher zu verneinen.”
“Weiter rügte die Beschwerdeführerin, dass das Schreiben der Vorinstanz hinsichtlich des Einbezugs in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes (vgl. vorinstanzliche Akten A28) im Widerspruch zur Gewährung der vorläufigen Aufnahme aufgrund der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs stehe. Sodann sei der Beizug des Dossiers ihres Ehemannes in den Akten nicht festgehalten worden. Auch in der Vernehmlassung habe sich das SEM hierzu nicht geäussert. Dadurch habe es den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und den Sachverhalt unzureichend festgestellt. Das Vorgehen der Vorinstanz erscheint in der Tat widersprüchlich, ist jedoch im Resultat nicht zu beanstanden. Das SEM ging fälschlicherweise zunächst davon aus, der Ehemann der Beschwerdeführerin sei anerkannter Flüchtling. Aus dem ZEMIS (Zentrales Migrationsinformationssystem) geht jedoch hervor, dass er lediglich über eine vorläufige Aufnahme infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verfügt. Art. 51 Abs. 1 AsylG (Familienasyl) ist daher nicht anwendbar und das SEM hat im Asylentscheid zu Recht den Einbezug in die - nicht vorhandene - Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes nicht geprüft. Ein Beizug dessen Akten zur Prüfung allfälliger Risiken für die Beschwerdeführerin war daher nicht angezeigt, weshalb sich auch keine entsprechende Notiz in den Akten befindet. Aus dem Versehen des SEM ist der Beschwerdeführerin kein Nachteil entstanden. Eine Verletzung des Anspruchs auf Akteneinsicht respektive der Aktenführungspflicht oder der Untersuchungspflicht ist daher zu verneinen.”
Bei der Anwendung des Art. 51 Abs. 1 LAsi ist zu prüfen, ob die Trennung zwischen dem in der Schweiz lebenden anerkannten Flüchtling und den im Ausland verbleibenden Familienangehörigen tatsächlich durch die Flucht verursacht wurde. Voraussetzung ist zudem, dass zuvor ein gemeinsames Zusammenleben bestanden hat; dies muss nachgewiesen werden. Die Auslegung dient dem Zweck, den vor der Flucht bestehenden Familienkern wiederherzustellen.
“_______, et refusé leur entrée en Suisse, le recours interjeté, le 23 novembre 2023, par l'intéressé contre la décision précitée auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), par lequel celui-ci conclut à l'admission de sa demande de regroupement familial en faveur de ses deux fils ainsi qu'à l'octroi d'une autorisation d'entrée en Suisse, requérant par ailleurs l'exemption d'une avance de frais de procédure, la décision incidente du 30 novembre 2023, par laquelle le Tribunal, ayant considéré que les conclusions du recours apparaissaient d'emblée vouées à l'échec, a rejeté la requête d'exemption d'une avance de frais de procédure et imparti au requérant un délai au 12 décembre suivant pour verser une avance sur les frais de procédure de 750 francs, le versement de l'avance de frais requise intervenu dans le délai imparti, et considérant qu'en vertu de l'art. 31 LTAF, le Tribunal connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée dans le cas présent, que le Tribunal est ainsi compétent pour connaître du présent litige, qu'agissant pour le compte de ses deux fils, l'intéressé a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours du 23 novembre 2023 est recevable, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.”
Das Bundesverwaltungsgericht hat in E-3170/2023 die Verfügung der Vorinstanz aufgehoben und die Vorinstanz angewiesen, der betroffenen Person Familienasyl im Sinne von Art. 51 Abs. 3 AsylG zu gewähren. Damit kann das Gericht anordnen, dass Familienasyl nach Art. 51 Abs. 3 AsylG zu gewähren ist.
Kann Art. 51 AsylG nicht erfüllt werden, sind nach h. M. ergänzende Menschenrechts- oder völkerrechtliche Normen nicht zur Begründung von Familienasyl heranzuziehen; das BVGer führt dazu ausdrücklich aus, dass weder Art. 8 EMRK noch die Bestimmungen des UNO‑Pakts II in diesem Fall ergänzend angewendet werden können.
“Schliesslich können hier weder Art. 8 EMRK noch die Bestimmungen des UNO-Pakts II über bürgerliche und politische Rechte (Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966; SR 0.103.2) ergänzend angewendet werden können, nachdem die Voraussetzungen des Familienasyls gemäss Art. 51 AsylG nicht erfüllt sind (vgl. bspw. Urteil des BVGer D-2039/2020 vom 20. November 2020 E. 5.4 m.w.H.).”
Das Familienasyl begründet für Ehegatten und minderjährige Kinder die gleiche Rechtsstellung und denselben flüchtlingsrechtlichen Schutz wie für die berechtigte anerkannte Person. Das Erfordernis, dass «keine besonderen Umstände» vorliegen, dient insbesondere der Verhinderung von Missbräuchen. Minderjährige können in die Flüchtlingseigenschaft der Bezugsperson einbezogen werden, auch wenn sie die originäre Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Mit dem Familienasyl erhalten die Angehörigen der Kernfamilie die gleiche Rechtsstellung und damit auch denselben flüchtlingsrechtlichen Schutz wie der zum Nachzug der Familie berechtigte anerkannte Flüchtling. Für die praxisgemässen Voraussetzungen zur Gewährung des Familienasyls beziehungsweise der Einreisebewilligung wird auf BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2 sowie 2012/32 E. 5 verwiesen.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Das Kriterium der besonderen Umstände dient gemäss ständiger Praxis insbesondere dem Zweck, Missbräuche zu verhindern (vgl. BVGE 2015/40 E. 3.4.4.3).”
“Die beiden in der Schweiz geborenen Kinder dürften von der Situation ihrer Eltern zwar mitbetroffen sein; bei ihnen ist jedoch nicht davon auszugehen, dass sie mit der geforderten beachtlichen Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft nach einer Übersiedelung nach Pakistan Verfolgungshandlungen ausgesetzt würden. Sie erfüllen damit die originäre Flüchtlingseigenschaft nicht, sind jedoch in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Eltern und in das Familienasyl einzubeziehen, nachdem sich aus den Akten keine dagegensprechenden Umstände ergeben (Art. 51 Abs. 1 AsylG).”
Bei erheblichen Zweifeln an der Glaubhaftigkeit behaupteter familiärer Verhältnisse kann die Behörde oder das Gericht von der Anordnung einer DNA‑Expertise absehen. Eine solche Unterlassung kann im Einzelfall dazu führen, dass die Voraussetzungen von Art. 51 AsylG als nicht erfüllt angesehen werden. Ferner kann daraus folgen, dass sich daraus keine Ersatzrechte aus Art. 8 EMRK oder der Konvention über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 ergeben, die die Erfüllung der in Art. 51 AsylG vorgesehenen Voraussetzungen nicht ersetzen.
“), au vu de l'importance et de la gravité des faits tus, qu'elle n'aurait pas manqué de faire état, en audition, de ce qu'elle considère comme une ultime manipulation de la part de D._______, consistant à lui dire que leurs filles étaient encore en vie pour l'inciter à retourner en Afghanistan, qu'au vu de ce qui précède, le Tribunal ne peut manifestement, en l'état, considérer comme établies les conditions justifiant un regroupement familial, qu'il n'estime dès lors pas nécessaire d'ordonner la mise en oeuvre d'une expertise ADN, que les conditions d'application de l'art. 51 LAsi ne sont ainsi pas remplies et c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande d'asile familial et refusé l'autorisation d'entrée en Suisse à B._______ et C._______, que dans son recours, l'intéressée invoque encore l'application de l'art. 8 CEDH (RS 0.101) et de l'art. 3 al. 1 de la Convention du 20 novembre 1989 relative aux droits de l'enfant (RS 0.107), que de jurisprudence constante, les dispositions précitées ne peuvent toutefois suppléer la non-réalisation d'une des conditions fixées à l'art. 51 LAsi, la question d'un éventuel droit des proches du requérant de résider en Suisse sur la base de ces dispositions étant du seul ressort des autorités compétentes en matière de regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière d'asile [JICRA] 2002 no 6 p. 43 et 2006 no 8 p. 92 ; arrêt du Tribunal E-180/2016 du 9 mai 2017 consid. 3.5), que le recours doit être donc rejeté et la décision querellée confirmée, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111 let. e LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), que la demande d'assistance judiciaire partielle doit être rejetée, dans la mesure où, au vu de ce qui précède, le recours était d'emblée voué à l'échec et que, partant, une des conditions cumulatives de l'art. 65 al. 1 PA n'est en tous les cas pas remplie, que, vu l'issue de la cause, il y a donc lieu de mettre les frais de procédure à la charge de la recourante, conformément aux art.”
Für das Bestehen eines Anspruchs nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist erforderlich, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine vorbestehende, tatsächlich gelebte Familiengemeinschaft bestand und diese allein durch die Flucht getrennt wurde. Wer um die Erteilung einer Einreise- bzw. Familienasylbewilligung ersucht, muss die vorbestehende Familiengemeinschaft, die Trennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung darlegen oder zumindest glaubhaft machen.
“1 VwVG), dass auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), dass - wie nachstehend aufgezeigt wird - es sich um eine solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde, dass die an das SEM adressierte Eingabe vom 21. Februar 2025, welche noch während laufender Beschwerdefrist eingereicht wurde, als Parteieingabe zu behandeln ist, dass Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen, dass den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG die Einreise in die Schweiz auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn sie durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass die Erteilung einer Einreisebewilligung eine vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraussetzt, da Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(.”
“_______, et refusé leur entrée en Suisse, le recours interjeté, le 23 novembre 2023, par l'intéressé contre la décision précitée auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), par lequel celui-ci conclut à l'admission de sa demande de regroupement familial en faveur de ses deux fils ainsi qu'à l'octroi d'une autorisation d'entrée en Suisse, requérant par ailleurs l'exemption d'une avance de frais de procédure, la décision incidente du 30 novembre 2023, par laquelle le Tribunal, ayant considéré que les conclusions du recours apparaissaient d'emblée vouées à l'échec, a rejeté la requête d'exemption d'une avance de frais de procédure et imparti au requérant un délai au 12 décembre suivant pour verser une avance sur les frais de procédure de 750 francs, le versement de l'avance de frais requise intervenu dans le délai imparti, et considérant qu'en vertu de l'art. 31 LTAF, le Tribunal connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée dans le cas présent, que le Tribunal est ainsi compétent pour connaître du présent litige, qu'agissant pour le compte de ses deux fils, l'intéressé a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours du 23 novembre 2023 est recevable, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'octroi de l'asile familial à une personne résidant à l'étranger suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié et qu'il ait été séparé, en raison de sa fuite, du membre de sa famille encore à l'étranger avec lequel il entend se réunir en Suisse, à savoir le conjoint et/ou les enfants mineurs, que la condition de la séparation par la fuite implique qu'auparavant, le réfugié ait vécu en ménage commun avec la personne aspirant au regroupement familial, que la ratio legis de cette disposition consiste à rétablir le noyau familial préexistant avant la fuite du pays d'une partie de la famille (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.”
“Wie vorstehend dargelegt, knüpft der Anspruch auf Familienasyl an den Bestand der Familiengemeinschaft an (vgl. E. 4.1). Eine asylrechtliche Familienzusammenführung nach Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG wäre somit vorliegend nur möglich, wenn die Person, für welche die Beschwerdeführerin den Nachzug beantragt, zum Kreis der anspruchsberechtigten Personen für die Zuerkennung der derivativen Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG gehört, und zum Zeitpunkt der Flucht der Beschwerdeführerin aus Afghanistan zwischen ihr und dieser Person eine tatsächlich gelebte Familiengemeinschaft bestanden hat, die allein durch die Fluchtumstände getrennt wurde, und auch nach der Trennung aufrechterhalten und stets im Rahmen des Möglichen weitergeführt wurde.”
“Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.”
“31 LTAF, connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris en matière de regroupement familial, peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi en dispose autrement (art. 6 LAsi), que le recourant, agissant en faveur de son épouse et de sa fille, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi), prescrits par la loi, son recours est recevable, que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (art. 51 al. 1 LAsi), que, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
Das Bundesverwaltungsgericht hat festgestellt, dass bei unbekannter Herkunft einer Person die Einbeziehung in die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG abgelehnt werden kann, weil nicht geklärt werden kann, ob ein Familienleben nicht allenfalls an einem anderen Ort geführt werden könnte. Zudem wies das Gericht darauf hin, dass Bestätigungen von Exilvertretungen (z.B. Tibet-Büro in Genf) nicht auf konkreten Registereinträgen beruhten und vom Gericht als weniger überprüfbar gewertet wurden.
“Sie habe von der exiltibetischen Vertretung in Genf eine Geburtsurkunde und eine Ledigkeitsbescheinigung erhalten, die zusammen mit ihrem N-Ausweis als Asylsuchende als Grundlage für die Einleitung ihrer zivilrechtlichen Heirat in der Schweiz gedient hätten. Zur Stützung der Vorbringen wurden insbesondere ein Bericht aus dem «NZZ Magazin» vom 24. Oktober 2020, die anonymisierte Zwischenverfügung des Gerichts im Verfahren D-2337/2021 vom 14. Februar 2022, das Härtefallgesuch vom 9. Dezember 2019 inklusive Beilagen (unter anderem: Schreiben an das Tibet-Büro vom 30. November 2015, Schreiben des Tibet-Büros vom 27. November 2015, Erfahrungsberichte der Besuche bei der indischen und nepalesischen Botschaft vom 1. Juli 2019) sowie eine Bestätigung der Geburt respektive des Zivilstands, beide ausgestellt am 28. August 2021 durch das Tibet-Büro in Genf, zu den Akten gereicht. H. H.a Mit Verfügung vom 13. April 2022 - eröffnet am Folgetag - wies das SEM ihr Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG ab. H.b Zur Begründung wurde ausgeführt, mit dem Grundsatzurteil BVGE 2020 VI/6 vom 1. Juli 2020 habe das Bundesverwaltungsgericht einen neuen «besonderen Umstand», der der Gewährung von Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehe, geschaffen. Eine Person unbekannter Herkunft könne sich nicht ins Familienasyl eines Kernfamilienmitglieds einbeziehen lassen, da nicht geklärt werden könne, ob das Familienleben nicht an einem anderen Ort gelebt werden könne. Der Beschwerdeführerin sei mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit eingeräumt worden, überprüfbare Angaben zu ihrem Lebenslauf zu machen. Sie habe dabei lediglich auf bereits im vorangegangenen Wiedererwägungsverfahren vorgetragene Angaben und dort eingereichte Dokumente verwiesen. Die Angaben des Tibet-Büros in Genf würden auf Empfehlungsschreiben der tibetischen Gemeinschaft respektive auf den eigenen Angaben der Beschwerdeführerin basieren. Das Büro stelle Bestätigungen aus, die sich nicht auf konkrete Registereinträge stützen würden.”
“Sie habe von der exiltibetischen Vertretung in Genf eine Geburtsurkunde und eine Ledigkeitsbescheinigung erhalten, die zusammen mit ihrem N-Ausweis als Asylsuchende als Grundlage für die Einleitung ihrer zivilrechtlichen Heirat in der Schweiz gedient hätten. Zur Stützung der Vorbringen wurden insbesondere ein Bericht aus dem «NZZ Magazin» vom 24. Oktober 2020, die anonymisierte Zwischenverfügung des Gerichts im Verfahren D-2337/2021 vom 14. Februar 2022, das Härtefallgesuch vom 9. Dezember 2019 inklusive Beilagen (unter anderem: Schreiben an das Tibet-Büro vom 30. November 2015, Schreiben des Tibet-Büros vom 27. November 2015, Erfahrungsberichte der Besuche bei der indischen und nepalesischen Botschaft vom 1. Juli 2019) sowie eine Bestätigung der Geburt respektive des Zivilstands, beide ausgestellt am 28. August 2021 durch das Tibet-Büro in Genf, zu den Akten gereicht. H. H.a Mit Verfügung vom 13. April 2022 - eröffnet am Folgetag - wies das SEM ihr Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG ab. H.b Zur Begründung wurde ausgeführt, mit dem Grundsatzurteil BVGE 2020 VI/6 vom 1. Juli 2020 habe das Bundesverwaltungsgericht einen neuen «besonderen Umstand», der der Gewährung von Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehe, geschaffen. Eine Person unbekannter Herkunft könne sich nicht ins Familienasyl eines Kernfamilienmitglieds einbeziehen lassen, da nicht geklärt werden könne, ob das Familienleben nicht an einem anderen Ort gelebt werden könne. Der Beschwerdeführerin sei mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit eingeräumt worden, überprüfbare Angaben zu ihrem Lebenslauf zu machen. Sie habe dabei lediglich auf bereits im vorangegangenen Wiedererwägungsverfahren vorgetragene Angaben und dort eingereichte Dokumente verwiesen. Die Angaben des Tibet-Büros in Genf würden auf Empfehlungsschreiben der tibetischen Gemeinschaft respektive auf den eigenen Angaben der Beschwerdeführerin basieren. Das Büro stelle Bestätigungen aus, die sich nicht auf konkrete Registereinträge stützen würden.”
Die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem, wechselseitig akzessorischem Zusammenhang. Art. 51 Abs. 4 AsylG ist auf die in Absatz 1 bezeichneten anspruchsberechtigten Personen bezogen, und die Erteilung einer Einreisebewilligung kann nur im Hinblick auf eine mögliche künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Wird die Einreisebewilligung verweigert oder widerrufen, ist die logische Rechtsfolge in der Regel die Ablehnung des Familienasyls bzw. der Familienvereinigung.
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» (BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine künftige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Der Einbezug von Kindern in die Flüchtlingseigenschaft setzt nach Art. 51 AsylG insbesondere voraus, dass die Kinder minderjährig sind sowie den Willen der Familie, die durch die Flucht getrennten Familienmitglieder möglichst zeitnah wieder zu vereinigen und das Familienleben wieder aufzunehmen.”
“Eine nach Art. 51 Abs. 4 AsylG auszustellende Einreisebewilligung und das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG stehen in direktem Zusammenhang miteinander und haben gegenseitig akzessorischen Charakter. Art. 51 Abs. 4 AsylG spricht denn auch von «anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1» und im Urteil BVGE 2020 VI/1 vom 22. Juli 2020 wird dieser Zusammenhang durch die systematische Auslegung bestätigt (vgl. dort E. 8.3.2). Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG kann mithin nur im Hinblick auf eine allfällige Gewährung des Familienasyls erfolgen. Mit der Feststellung, dass die Einreise zurecht verweigert wurde beziehungsweise - wie vorliegend - der Widerruf der Einreisebewilligung zurecht erfolgt ist, geht die vom SEM zutreffend erkannte logische Rechtsfolge einher, dass das Familienasyl beziehungsweise die Familienvereinigung beziehungsweise -zusammenführung abzulehnen ist. Die Ziffer 3 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung ist daher nicht zu beanstanden.”
Art. 51 Abs. 4 AsylG bezweckt die Wiederherstellung bzw. Bewahrung einer Familiengemeinschaft, wie sie bereits vor der Flucht bestanden und gelebt wurde. Familienasyl ist demnach auf vorbestehende, infolge der Flucht unfreiwillig getrennte Familiengemeinschaften beschränkt; es dient nicht der Aufnahme neu entstandener Beziehungen, zuvor nicht gelebter familiärer Verhältnisse oder der Wiederaufnahme zuvor beendeter Beziehungen.
“Il a également indiqué la raison pour laquelle les actes officiels congolais n'étaient pas de nature à démontrer l'existence d'une vie commune avant le départ du pays du recourant. Pour sa part, celui-ci, assisté de son mandataire, a eu l'occasion d'expliquer pourquoi il estimait que sa compagne et ses enfants remplissaient les conditions d'entrée en Suisse en vue de l'octroi familial. Le SEM disposait manifestement d'informations suffisantes et n'avait pas à solliciter des renseignements supplémentaires auprès de la représentation suisse à Kinshasa. Au vu de ce qui précède, aucun élément du dossier ne permet d'admettre que le SEM aurait violé le droit d'être entendu du recourant. 2.4 S'avérant mal fondés, les griefs formels doivent ainsi être écartés. 3. 3.1 A teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose. Si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi). 3.2 L'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile. L'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose ainsi que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié ; il implique, en outre, l'existence d'une communauté familiale préalable à la fuite ; il faut que la séparation des aspirants au regroupement familial (conjoint et/ou enfants mineurs) ait eu lieu en raison de la fuite et que les intéressés aient la volonté de poursuivre leur vie familiale. Il faut, en sus, qu'il n'y ait pas de circonstances particulières s'opposant à l'octroi de l'asile ; ainsi, il importe, en particulier, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée peut raisonnablement être reconstituée (cf. en particulier ATAF 2012/32 consid.”
“Zentrale Bedingung für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat (vgl. dazu die Botschaft zur Totalrevision des AsylG sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II 1 ff., insb. S. 68). Von einer vorbestandenen Familiengemeinschaft in diesem Sinne ist praxisgemäss dann auszugehen, wenn die Familie im Zeitpunkt der Trennung im gleichen Haushalt gelebt hat. Eine Trennung liegt vor, wenn die Familiengemeinschaft durch die Flucht des asylberechtigen Mitglieds ins Ausland getrennt wurde oder wenn in der Heimat ein weiteres Zusammenleben im gemeinsamen Haushalt infolge zwingender Gründe nicht möglich war (vgl. BVGE 2018 VI/6). Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Familienasyl dient weder der Aufnahme von neuen respektive von zuvor noch gar nicht gelebten familiären Beziehun-gen noch der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.4.2 m.w.H.).”
“Zentrale Bedingung für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat (vgl. dazu die Botschaft zur Totalrevision des AsylG sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II 1 ff., insb. S. 68). Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Familienasyl dient weder der Aufnahme von neuen respektive von zuvor noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen noch der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.4.2 m.w.H.).”
“1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat. Im Hinblick hierauf haben Personen, welche nach Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen sind, aus Art. 51 Abs. 4 AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie sich im Ausland aufhalten und durch die Flucht des anerkannten Flüchtlings von diesem getrennt wurden. Dabei setzt das Kriterium der Trennung durch die Flucht nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass die vorbestandene Familiengemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorgelegen haben. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dient der Bewahrung von vorbestandenen Familiengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung, sofern die Gemeinschaft alleine aufgrund der Fluchtumstände und somit unfreiwillig getrennt wurde, aber weder der Aufnahme von neuen respektive von vor der Flucht noch gar nicht gelebten familiären Beziehungen, noch der Wiederaufnahme von zuvor beendeten Beziehungen.”
Gemäss der Rechtsprechung können «besondere Umstände», die der Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegenstehen, beispielsweise angenommen werden, wenn das Familienmitglied Staatsangehörige/r eines anderen Staates ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet wäre, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben über längere Zeit nicht gepflegt wurde und offensichtlich kein Wille besteht, als Familie zusammenzuleben. Ferner setzt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft voraus, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat‑ oder Herkunftsstaat verlassen hat.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen und deren minderjährige Kinder ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende besondere Umstände sind gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Folgenden BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 f., 2017 VI/4 E. 3.1, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2) beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger oder Bürgerin eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben. In jedem Fall bedingt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, dass die anspruchsberechtigte Person ihren Heimat- oder Herkunftsstaat verlassen hat.”
Art. 51 Abs. 1 AsylG ist als spezielle, gegenüber dem ordentlichen Ausländerrecht günstigere Vorschrift zu verstehen. Der Kreis der Begünstigten ist vom Gesetzgeber abschliessend bestimmt; die Norm ist nicht extensiv auszulegen.
“), le courrier du 6 novembre 2020, par lequel le Tribunal accuse réception du recours, et considérant que le Tribunal, en vertu de l'art. 31 LTAF, connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA, prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi n'en dispose autrement (art. 6 LAsi), que A._______ a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 1 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'il est renoncé à un échange d'écritures (art. 111a al. 1 LAsi), qu'à teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit précités ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20, intitulée avant le 1er janvier 2019, loi sur les étrangers [LEtr], cf. RO 2018 3171), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf.”
Im Reexamen können angekündigte oder nachgereichte DNA-Gutachten als Beweismittel herangezogen werden, um eine behauptete biologische Abstammung im Rahmen eines Gesuchs nach Art. 51 AsylG zu klären. Solche Expertisen können für die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen relevant sein, sofern sie vorgelegt und verwertet werden.
“Parties A._______, né le (...), et son épouse B._______, née le (...), Ethiopie, représentés par Marine Zurbuchen, Association elisa-asile, (...), recourants, agissant en faveur de C._______, née le (...), Ethiopie, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Regroupement familial (asile ; recours contre une décision en matière de réexamen) ; décision du SEM du 30 août 2022 / N (...). Vu la décision du 3 août 2016, par laquelle le SEM a reconnu la qualité de réfugié à A._______ et lui a accordé l'asile, la demande de regroupement familial et d'entrée en Suisse déposée par le prénommé, le 7 août 2019, en faveur de son épouse, B._______, de son fils D._______, de sa fille "adoptive" C._______ et de sa mère E._______, la décision du 5 septembre 2019, par laquelle le SEM a rejeté cette demande en tant qu'elle concernait la mère et la fille "adoptive", précisant que la première n'entrait pas dans le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi (RS 142.31) et qu'il n'était pas démontré que la deuxième avait vécu en ménage commun avec A._______ avant sa fuite d'Ethiopie, la décision du SEM du 30 septembre 2020 reconnaissant la qualité de réfugié, selon l'art. 51 al. 1 LAsi, à l'épouse et au fils de l'intéressé, entretemps entrés en Suisse, la demande de réexamen déposée, le 7 juillet 2022, par A._______ ainsi que B._______ auprès du SEM et fondée principalement sur le fait nouveau selon lequel l'enfant C._______ serait l'enfant biologique de l'intéressée, la décision du 30 août 2022, notifiée le lendemain, par laquelle le SEM a rejeté cette demande et constaté le caractère exécutoire de la décision du 5 septembre 2019, le recours interjeté le 30 septembre 2022 contre cette décision, par lequel les intéressés ont conclu à l'annulation des décisions du 5 septembre 2019 et du 30 août 2022, à l'entrée en Suisse de l'enfant C._______ au titre du regroupement familial ainsi qu'à son inclusion dans le statut de réfugié de A._______ en vertu de l'art.”
“31) et qu'il n'était pas démontré que la deuxième avait vécu en ménage commun avec A._______ avant sa fuite d'Ethiopie, la décision du SEM du 30 septembre 2020 reconnaissant la qualité de réfugié, selon l'art. 51 al. 1 LAsi, à l'épouse et au fils de l'intéressé, entretemps entrés en Suisse, la demande de réexamen déposée, le 7 juillet 2022, par A._______ ainsi que B._______ auprès du SEM et fondée principalement sur le fait nouveau selon lequel l'enfant C._______ serait l'enfant biologique de l'intéressée, la décision du 30 août 2022, notifiée le lendemain, par laquelle le SEM a rejeté cette demande et constaté le caractère exécutoire de la décision du 5 septembre 2019, le recours interjeté le 30 septembre 2022 contre cette décision, par lequel les intéressés ont conclu à l'annulation des décisions du 5 septembre 2019 et du 30 août 2022, à l'entrée en Suisse de l'enfant C._______ au titre du regroupement familial ainsi qu'à son inclusion dans le statut de réfugié de A._______ en vertu de l'art. 51 LAsi, ou, subsidiairement, au renvoi de la cause au SEM afin qu'il entende les recourants et ordonne une expertise ADN tendant à établir un lien biologique entre B._______ et l'enfant C._______, la décision incidente du 26 octobre 2022, par laquelle la juge instructeur a considéré que les conclusions du recours apparaissaient d'emblée vouées à l'échec, a rejeté la demande d'assistance judiciaire assortie au recours et requis le paiement d'une avance de frais de 1'500 francs, les courriers des intéressés des 27 et 31 octobre 2022, accompagnés d'un "rapport d'entretien" du 12 octobre 2022 établi par le Service Social International suite à une conversation téléphonique tenue avec l'enfant C._______ depuis le Kenya et annonçant la mise en oeuvre d'une expertise ADN, la décision incidente du 8 novembre 2022, par laquelle la juge instructeur a reconsidéré sa décision incidente du 26 octobre 2022, annulé celle-ci, renoncé à percevoir une avance de frais, annoncé qu'il serait statué sur la demande d'assistance judiciaire partielle ultérieurement et invité les recourants à produire les résultats de l'expertise annoncée dans un délai échéant le 9 décembre 2022, l'écrit des intéressés du 9 novembre 2022 s'enquérant des conditions fixées à la reconnaissance d'un test ADN par le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal) et comportant une demande de prolongation de délai dans le but de produire les résultats, l'ordonnance du 24 novembre 2022 par laquelle la juge instructeur a informé les recourants qu'il n'incombait pas au Tribunal de se déterminer de manière anticipée sur un moyen de preuve à venir, voire incertain, sur lequel la partie entendait fonder sa demande de reconsidération et confirmé le délai pour déposer les résultats de l'expertise ADN octroyé par décision incidente du 8 novembre 2022, le courrier du 8 décembre 2022, par lequel les intéressés ont notamment requis l'octroi d'un délai supplémentaire pour déposer les résultats de cette expertise, et considérant que le Tribunal, en vertu de l'art.”
Das Vorliegen einer vor der Flucht bestehenden familiären Gemeinschaft ist Voraussetzung für die Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AsylG. Fehlt diese Gemeinschaft (z. B. weil die Angehörigen nie zusammengelebt haben oder falsche Angaben gemacht wurden), kann dies die Anwendung von Art. 51 Abs. 1 ausschliessen. Die Betroffenen können dagegen vorbringen, die Trennung sei nicht ihrer Eigenverantwortung zuzuschreiben. Zudem können konkrete Sicherheitsbedenken (etwa die Gefahr einer Zwangsheirat) in die Bewertung einbezogen werden.
“_______, craignant que leur père refuse de soumettre ses enfants à un tel test si la demande venait directement d'elle, que dans la décision querellée, le SEM a rejeté la demande de regroupement familial de l'intéressée et sa demande d'analyse ADN au motif que la condition relative à l'existence d'une communauté familiale avant sa fuite d'Afghanistan n'était pas remplie, qu'en raison des mensonges de D._______, elle n'avait en effet jamais connu ni vécu avec ses deux filles, que dans son mémoire de recours, la recourante fait valoir que l'absence de communauté familiale n'est en aucun cas imputable à sa volonté, qu'au contraire, dès qu'elle aurait eu connaissance de l'existence de B._______ et C._______, elle aurait entrepris toutes les démarches possibles pour entrer en contact avec elles, notamment par l'intermédiaire du SSI Suisse, qu'elle souhaite également le regroupement familial, car D._______ serait capable d'offrir ses filles en mariage au premier venu contre de l'argent dans un avenir proche, si ce n'est aux talibans eux-mêmes, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et jurisp. cit.), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 précité consid.”
“) Jahre jungen Kinder eine wichtige Bezugsperson dar, nachdem er in den vergangenen zehn Jahren und somit seit dem Kleinkindalter respektive gar nie (längere Zeit) Kontakt zu ihnen hatte. Die auf Beschwerdeebene eingereichten Arztberichte vom 22. Oktober 2023 respektive 2. Dezember 2023 vermögen daran nichts zu ändern. Zwar ist diesen zu entnehmen, dass die Kinder psychisch belastet seien und ihre Überführung nach Dänemark dies verstärken könne (vgl. Beschwerdebeilage 2 und Beilage der Eingabe vom 5. Dezember 2023), da eine Umsiedlung der Kinder jedoch nicht Gegenstand des Verfahrens ist, ist ihre Integration in der Schweiz, wo sie seit mehreren Jahren mit ihrer Mutter leben, nicht gefährdet. Darüber hinaus kann vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau denn auch verlangt werden, dass sie zur Vereinigung ihrer Familie das dafür vorgesehene Verfahren gemäss Art. 44 AIG (SR 142.20) bei der zuständigen kantonalen Behörde einleiten, dient das (schweizerische) Asylverfahren doch nicht dazu, die gesetzlichen Bestimmungen über den Familiennachzug zu umgehen (vgl. in Bezug auf Art. 51 Abs. 1 AsylG; BVGE 2019 VI/3 E. 5.7). Nach dem Gesagten ist das Bestehen einer anspruchsbegründenden familiären Beziehung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 EMRK zu verneinen.”
Eine im Drittstaat oder Fluchtstaat nach der Ausreise gegründete Familiengemeinschaft kann unter den in den zitierten Entscheidungen genannten Umständen als durch Flucht getrennt gelten. Entscheidend ist, dass der Verbleib im Drittstaat unzumutbar war bzw. effektiver Schutz fehlte und die Ausreise aus jenem Staat als Flucht zu qualifizieren ist; in solchen Fällen können die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG und damit eine Einreisebewilligung gegeben sein.
“4 AsylG nicht erfüllt seien und der Ehefrau und den Kindern des Beschwerdeführers die Einreise folglich nicht zu bewilligen, mithin das Gesuch um Familienzusammenführung abzulehnen sei, dass der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelstufe vorbringt, er habe seine Ehefrau im Camp H._______ im Jahr 20(...) geheiratet, wo anschliessend auch die Kinder geboren seien, mithin habe die Familiengemeinschaft vor seiner Ausreise aus dem Irak bestanden, dass ihm selbst zwar wegen der Verfolgung in der Türkei Asyl gewährt worden, er im Irak aber ebenso flüchtlingsrelevanter Verfolgung ausgesetzt gewesen sei, da die türkischen Behörden auch dort Einfluss hätten und die Bewohner des Camps H._______ angreifen würden, diese von den irakischen Streitkräften indes keinen Schutz erhielten, dass der Verbleib im Irak vor diesem Hintergrund unzumutbar gewesen und die Ausreise aus jenem Staat als Flucht zu qualifizieren sei, welche die unfreiwillige Trennung der Familiengemeinschaft zur Folge gehabt habe, mithin die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG erfüllt seien, weshalb seiner Ehefrau und den Kindern die Einreise zu bewilligen sowie das Gesuch um Familienzusammenführung gutzuheissen sei, dass er in der Parteieingabe vom 21. Februar 2025 sodann ausführt, sowohl er als auch seine Frau würden an gesundheitlichen Problemen leiden, weshalb sie aufeinander angewiesen seien, dass er schliesslich eine Verletzung des Rechts auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK rügt, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und abgestützt auf die geltende Praxis dargelegt hat, weshalb die Voraussetzungen für die Familienzusammenführung und die Erteilung von Einreisebewilligungen nicht erfüllt sind, dass die Eingaben auf Beschwerdestufe zu keiner anderen Betrachtungsweise führen, zumal der Beschwerdeführer selbst erkennt, dass die Familiengemeinschaft im Verfolgerstaat (Türkei) nicht bestanden hat, sondern erst im Irak gegründet wurde, was von der Vorinstanz und dem Bundesverwaltungsgericht nicht in Frage gestellt wird, weshalb der Beschwerdeführer aus den eingereichten, bereits aus dem erstinstanzlichen Verfahren aktenkundigen ausländischen Dokumenten (Heiratsurkunde, Geburtsurkunden, medizinische Dokumentation, etc.”
“4 AsylG einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen ist (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5.1), dass, wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyl ersucht, die Zugehörigkeit der nachzuziehenden Angehörigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen hat, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, der Beschwerdeführer habe die Türkei gemäss eigenen Angaben im Jahr 19(...) als Jugendlicher verlassen und anschliessend im Irak gelebt, wo er im Jahr 20(...) seine Ehefrau geheiratet und mit dieser fünf Kinder bekommen habe, dass daher davon auszugehen sei, die Familiengemeinschaft habe nicht bereits im Heimatstaat (Türkei) bestanden und sei daher auch nicht durch die Flucht aus der Türkei getrennt worden, weshalb die Bedingungen von Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht erfüllt seien und der Ehefrau und den Kindern des Beschwerdeführers die Einreise folglich nicht zu bewilligen, mithin das Gesuch um Familienzusammenführung abzulehnen sei, dass der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelstufe vorbringt, er habe seine Ehefrau im Camp H._______ im Jahr 20(...) geheiratet, wo anschliessend auch die Kinder geboren seien, mithin habe die Familiengemeinschaft vor seiner Ausreise aus dem Irak bestanden, dass ihm selbst zwar wegen der Verfolgung in der Türkei Asyl gewährt worden, er im Irak aber ebenso flüchtlingsrelevanter Verfolgung ausgesetzt gewesen sei, da die türkischen Behörden auch dort Einfluss hätten und die Bewohner des Camps H._______ angreifen würden, diese von den irakischen Streitkräften indes keinen Schutz erhielten, dass der Verbleib im Irak vor diesem Hintergrund unzumutbar gewesen und die Ausreise aus jenem Staat als Flucht zu qualifizieren sei, welche die unfreiwillige Trennung der Familiengemeinschaft zur Folge gehabt habe, mithin die Voraussetzungen von Art.”
“Praxisgemäss gilt als «Zeitpunkt der Flucht» die asylrechtlich relevante Ausreise aus dem Heimatland (vgl. bspw. Urteil des BVGer D-1955/2023 vom 23. Juni 2023 E. 4.1). Im BVGE 2020 VI/1 kam das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das Erfordernis der «Trennung durch Flucht» voraussetze, dass zwischen der nachzugsberechtigten Person und dem anspruchsberechtigten Familienmitglied im Zeitpunkt der Flucht eine Familiengemeinschaft bestanden haben muss, welche im Heimat- oder Drittstaat getrennt wurde. Damit stellt die Trennung der Familie in einem Drittstaat eine mögliche Konstellation des Anwendungsbereichs von Art. 51 Abs. 4 AsylG dar (vgl. BVGE 2020 VI/1 E. 8.3.4). Die Ausreise des türkischen Beschwerdeführers aus der Türkei Ende 2013, zu einem Zeitpunkt als seitens des türkischen Staates noch keine Bedrohung vorlag, kann nicht als «asylrechtlich relevante Ausreise» und damit als «Flucht» aus dem Heimatland bezeichnet werden. Auch das Fernbleiben von der Türkei seit 2015 kann noch nicht als Flucht gewertet werden. Vielmehr spitzte sich die Lage für den Beschwerdeführer erst im Jahr 2022 flüchtlingsrechtlich relevant zu, nachdem er von dem gegen ihn in der Türkei eröffneten Verfahren erfahren hat. Erst mit der Ausreise aus der ARK im Juni 2022 versuchte er sich den türkischen Behörden, namentlich dem MIT, der auch in der ARK operiert, tatsächlich zu entziehen. Es ist davon auszugehen, dass diese Umstände in den Asylentscheid des SEM den Beschwerdeführer betreffend eingeflossen sind und die ARK nicht als valable Schutzalternative erachtet worden ist, die einer Asylgewährung entgegengestanden hätte (vgl. analog BVGE 2022 VI/1 E.”
Nach Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann die Einreise betroffener Familienangehöriger auch noch nach zuvor erfolgten Einreiseverweigerungen oder negativen Visaentscheiden ermöglicht werden. In der zitierten Praxis wurde die Entscheidung des SEM über den abgeleiteten Flüchtlingsstatus als Grundlage für die Erteilung von nationalen Aufenthalts-/Visazulassungen genutzt, woraufhin die betreffenden Personen legal einreisten.
“_______ a interjeté recours contre la décision rendue à l'endroit de ses deux fils majeurs auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal). Il a conclu à l'admission de sa demande de regroupement familial en leur faveur ainsi qu'à l'octroi d'une autorisation d'entrée en Suisse. F. Par décision incidente du 30 novembre suivant, le juge en charge du dossier (portant le numéro E-6492/2023) a considéré que les conclusions du recours apparaissaient d'emblée vouées à l'échec. Il a dès lors imparti au père des recourants un délai au 12 décembre 2023 pour verser une avance sur les frais de procédure de 750 francs. Le versement de ce montant est intervenu dans le délai imparti. G. Le 27 mars 2024, D._______ a déposé une demande d'asile en Suisse pour elle-même et pour sa fille, E._______. Le 9 avril suivant, elle a renoncé à faire valoir des motifs d'asile propres et a demandé à être incluse, avec sa fille mineure, dans le statut de réfugié de son époux. H. Par décision du 11 avril 2024, le SEM a reconnu la qualité de réfugié à l'ensemble de la famille au titre de l'art. 51 al. 1 LAsi et leur a accordé l'asile à titre dérivé, mentionnant B._______ et A._______ parmi les personnes concernées. I. Dans son arrêt E-6492/2023 du 4 juillet 2024, le Tribunal a rejeté le recours interjeté contre la décision du 14 novembre 2023, refusant l'entrée en Suisse des intéressés. J. Le 10 juillet 2024, le Consulat Général de Suisse à Istanbul a accepté, sur autorisation des autorités cantonales (...), les demandes de visa de long séjour (visa D) pour "autres motifs", déposées par B._______ et A._______ quelques temps plus tôt. A l'appui de leurs demandes, les intéressés avaient produit la décision du SEM du 11 avril 2024. K. Les intéressés sont entrés légalement en Suisse, le 14 juillet 2024, et ont déposé des demandes d'asile le même jour. L. Entendus séparément sur leurs données personnelles, le 18 juillet suivant, puis sur leurs motifs d'asile, le 22 août 2024, ils ont déclaré, pour l'essentiel, être d'ethnie kurde, célibataires, sans enfant et originaires de F._______ (province de H.”
Wird Art. 51 Abs. 1 AsylG im vorinstanzlichen Entscheid nicht materiell beurteilt (z. B. bei Nichteintreten), gehört die materielle Frage der Anerkennung als Flüchtling bzw. der Asylgewährung nicht zum angefochtenen Dispositiv und ist demnach im Rechtsmittelverfahren nur eingeschränkt geltend zu machen. Die Vorinstanz muss jedoch — will sie einen genügenden, anfechtbaren Entscheid schaffen — klar und hinreichend über den Asylgesuchsteil nach Art. 51 Abs. 1 AsylG befinden; unterbleibt eine solche materielle Behandlung bzw. ist die Begründung unklar, kann dies die Rechtsschutzmöglichkeit beeinträchtigen bzw. zur Aufhebung und Rückweisung führen.
“Die Frage der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie der Gewährung von Asyl - vorliegend das Begehren um Asylgewährung gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG - bildet demnach nicht Gegenstand des angefochtenen Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfahrens. Daran ändert auch der Verweis in der Beschwerde auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-935/2021 vom 16. März 2021 nichts, zumal das SEM im erwähnten Verfahren eine materielle Prüfung der Vor-aussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorgenommen hatte, während es im vorliegenden Verfahren Erwägungen im Zusammenhang mit Art. 51 Abs. 1 AsylG lediglich zur Begründung ihres Nichteintretens gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG anführte.”
“Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde die Gewährung von Asyl gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG beantragte, ist Folgendes festzustellen: Anfechtungsobjekt in einem Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bildet der angefochtene vorinstanzliche Entscheid. Das zentrale Element einer Verfügung ist das Dispositiv; grundsätzlich erwächst nur dieses in Rechtskraft und begrenzt den Umfang des Streitgegenstands entsprechend (BGE 113 V 159 E. 1c; BVGE 2009/54 E. 1.3.3). Vorliegend verfügte die Vorinstanz das Nichteintreten gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG; einen materiellen Entscheid betreffend die Gewährung von Asyl gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG fällte sie hingegen nicht.”
“1 que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile (à titre dérivé), pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que la question de l'inclusion du recourant dans le statut (de réfugiée statutaire) de sa compagne relève donc de l'asile, qu'en l'espèce, le SEM ne l'a en rien traitée dans la partie de sa décision dévolue à l'examen de la qualité de réfugié du recourant et de son droit à l'asile, qu'il a ensuite prononcé le renvoi de celui-ci et son exécution, selon un schéma difficilement compréhensible, inversant l'ordre dans lequel ces thèmes devaient être abordés et mélangeant les questions de droit à analyser pourtant séparément, qu'il a notamment semblé traiter l'inclusion éventuelle du recourant dans le statut de réfugiée de sa compagne dans le cadre des questions liées à un potentiel droit à une autorisation de séjour, ceci après avoir prononcé le renvoi et examiné déjà la question de la licéité de l'exécution de cette mesure, que l'examen d'une prétention à une autorisation de séjour au sens des dispositions de police des étrangers est toutefois distinct de celui à entreprendre lorsque se pose la question d'une éventuelle application l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il appert de ce qui précède que le SEM ne s'est en définitive pas prononcé à satisfaction de droit sur l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il n'a d'ailleurs mentionné nulle part dans sa décision, que dans sa réponse au recours, loin de réparer ce vice, il a, à nouveau à tort, fait dépendre l'éventuelle application de l'art. 51 al. 1 LAsi de conditions applicables aux situations prévues à l'art. 51 al. 4 LAsi (cf. ATAF 2017 VI/4 p. 20), retenant au détriment du recourant l'inexistence d'une communauté conjugale au moment de la reconnaissance de la qualité de réfugiée de sa compagne et l'absence d'une séparation par la fuite, que, dans ces conditions, la motivation du SEM ne pouvait être que difficilement comprise et/ou attaquée par le recourant, qu'en conséquence, la décision entreprise viole son droit d'être entendu dans ce sens qu'elle n'est ni suffisamment ni clairement motivée, de sorte que le vice ne saurait être guéri en procédure de recours, qu'il convient donc d'admettre le recours et d'annuler la décision attaquée, partant de renvoyer l'affaire au SEM, à charge pour lui de rendre une nouvelle décision, dûment et correctement motivée, après avoir, si nécessaire, complété l'instruction, qu'il reviendra au SEM de statuer sur l'art.”
Das SEM kann eine zuvor ergangene positive Entscheidung (z. B. Erteilung oder Einreisebewilligung im Zusammenhang mit Familienzusammenführung) vor dem Eintritt der Rechtskraft bzw. solange die Entscheidung noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist als Verfügung ändern oder widerrufen. Solche Änderungen sind grundsätzlich möglich, soweit in den genannten Entscheiden das SEM‑Widerrufs- und Änderungsverhalten in nicht rechtskräftigen Fällen bestätigt wird.
“8 de la Convention du 4 novembre 1950 de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales [CEDH, RS 0.101]), qu'en effet cette question serait, le cas échéant, du ressort des autorités compétentes en matière d'autorisation de séjour au titre du regroupement familial relevant du droit ordinaire des étrangers (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 3.6 et réf. cit.), que le fait que le SEM avait rendu au préalable une décision positive à l'endroit de tous les membres de la famille et qu'il l'a ensuite révoquée relativement à la personne de B._______ n'est pas décisif in casu, attendu que la décision initiale n'était pas encore entrée en force au moment de sa révocation, et qu'en pareilles circonstances, la modification de la décision peut en principe intervenir sans condition particulière (cf ATAF 2007/29 consid. 4.3 et 4.4 et réf. cit.), qu'aussi, c'est à bon droit que le SEM n'a pas autorisé l'entrée en Suisse de l'intéressée et qu'il a rejeté la demande de regroupement familial en ce qui la concerne, en se fondant pour ce faire sur le prescrit de l'art. 51 al. 1 LAsi, qu'il s'ensuit que le recours doit être rejeté, que, s'avérant manifestement infondé, il est rejeté dans une procédure à juge unique, avec l'approbation d'un second juge (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), qu'il est dès lors renoncé à un échange d'écritures, le présent arrêt n'étant motivé que sommairement (art. 111a al. 1 et 2 LAsi), que vu l'issue de la cause, il y a lieu de mettre les frais de procédure, arrêtés à 750 francs, à la charge du recourant, conformément à l'art. 63 al. 1 PA et aux art. 2 et 3 let. a du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF, RS 173.320.2), (dispositif page suivante) le Tribunal administratif fédéral prononce : 1. Le recours est rejeté. 2. Les frais de procédure, d'un montant de 750 francs, sont mis à la charge du recourant. Cette somme doit être versée sur le compte du Tribunal dans les 30 jours dès l'expédition de l'arrêt. 3. Le présent arrêt est adressé au recourant, au SEM et à l'autorité cantonale.”
“Der Entscheid hat Verfügungscharakter, zumal nach ständiger Praxis des SEM und des Bundesverwaltungsgerichts auch die Verweigerung der Einreisebewilligung zwecks Familienvereinigung Verfügungscharakter hat und weil - wie vorliegend - der Widerruf der Einreisebewilligung seitens des SEM konsequenterweise ebenso in Verfügungsform erfolgt ist. Es handelt sich beim Entscheid vom 30. September 2010 um eine rechtskräftige und rechtsbeständige Verfügung, mit der definitiv und verbindlich über die Einreisebewilligung befunden wurde. Diese «res iudicata» bewirkt, dass nicht noch einmal über die gleiche Sache entschieden werden kann. Das SEM hätte daher mit der angefochtenen Verfügung vom 3. Juni 2021 über die Erteilung der Einreisebewilligung gar nicht mehr (weder gutheissend noch abweisend) materiell befinden dürfen (vgl. dazu Urteile des BVGer E-6485/2019 vom 31. Januar 2023 E. 5; E-5555/2021 vom 16. Februar 2022 E. 6 sowie E-2831/2018 vom 4. Juni 2021 E. 6.2). Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Widerruf der Einreisebewilligung und darauf basierend die Ablehnung des Familienasyls nach Art. 51 Abs. 1 AsylG vom SEM zu Recht verfügt wurde. Die «res iudicata» der Einreisebewilligung vom 30. September 2010 steht diesen beiden Anordnungen (vorliegend Dispositiv Ziffern 1 und 3 der angefochtenen Verfügung) selbstredend nicht entgegen. Über das Familienasyl wurde in der Verfügung vom 30. September 2010 denn auch noch nicht befunden. Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung ist demnach von Amtes wegen aufzuheben.”
“Mai 2019 gestellte Gesuch um «Wiederherstellung der Einreisebewilligung» für B._______ und C._______ aufgrund der zwischenzeitlichen Rückkehr der beiden Kinder vom Sudan nach Eritrea und deren erneuten Ausreise in Richtung Äthiopien ist hinsichtlich ihrer Rechtsnatur daher nicht als neues Gesuch um Erteilung der Einreisebewilligung zu qualifizieren - die am 16. November 2010 erteilte und weiterhin gültig gewesene Einreisebewilligung wurde denn auch an keine Befristung gebunden -, sondern als Gesuch um Ermächtigung der schweizerischen Vertretung nunmehr in Äthiopien (statt vormals jener im Sudan) zur Erteilung von Visa für die Schweiz auf Basis der bestehenden Einreisebewilligung. Eine solche Visaerteilung stellt einen Verwaltungsakt im Sinne einer reinen Vollzugsmodalität betreffend die erteilte Einreisebewilligung dar (vgl. wiederum das Urteil des BVGer E-2831/2018 E. 6.5). Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Widerruf der Einreisebewilligung und darauf basierend die Ablehnung der Familienvereinigung (Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG) vom SEM zu Recht verfügt wurde. Die «res iudicata» der Einreisebewilligung vom 16. November 2010 steht diesen beiden Anordnungen (vorliegend Dispositiv Ziffern 1 und 3 der angefochtenen Verfügung) selbstredend nicht entgegen. Über das Familienasyl wurde in der Verfügung vom 16. November 2010 denn auch noch gar nicht befunden.”
Bei einer Mitaufnahme nach Art. 51 Abs. 1 AsylG kann die betroffene Person ohne eigenständige materielle Prüfung der individuellen Asylgründe in die Flüchtlingseigenschaft der Bezugsperson einbezogen werden. Daraus folgt nicht zwingend, dass für die mitaufgenommene Person bereits konkrete, individuell festgestellte Verfolgungsgründe vorliegen. Das SEM prüft den Einbezug und kann ihn verweigern.
“Nach dem Gesagten hat das SEM den Einbezug des Beschwerdeführers in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG zu Recht verneint.”
“Dem Beschuldigten wurde seine Flüchtlingseigenschaft durch die Schweiz gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG anerkannt, indem er in die Flüchtlingseigenschaft seiner Mutter miteinbezogen wurde. Damit wurde er jedoch gerade nicht als Flüchtling im Sinne von Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG anerkannt, da er auf eine ei- genständige Prüfung seiner Asylgründe verzichtet hatte. Damit ergibt sich aus sei- nem Status allein noch keine hinreichende individuelle konkrete Gefähr- dung/Verfolgung in seinem Herkunftsland. Bis heute fehlen zudem konkrete und eindeutige Hinweise auf seine drohende politische Verfolgung im Herkunftsland. Ebenso wenig bestehen Anhaltspunkte, dass sein Leben oder seine Freiheit we- gen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozia- len Gruppe oder seine politischen Anschauungen gefährdet wären (vgl. Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtstellung der Flüchtlinge [Genfer Flüchtlingskonvention; SR 0.142.30]). Auch der Grund für seine Kreuz- Tätowierung auf der Brust erscheint kaum nachvollziehbar und nur schwer ver- ständlich. Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte der Beschuldigte diesbe- züglich jedoch klar, dass er Muslim sei und nicht zum Christentum konvertiert sei, was noch vor der Vorinstanz behauptet worden war (vgl.”
“Le- bensjahr hier. Mit Entscheid des SEM vom 4. Mai 2016 wurde der Beschuldigte gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtling anerkannt, indem er in die Flücht- lingseigenschaft seiner Mutter miteinbezogen wurde, und es wurde ihm in der Schweiz Asyl gewährt. Hervorzuheben ist dabei, dass der Beschuldigte gemäss dem Entscheid des SEM nicht als Flüchtling gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG anerkannt wurde, da er auf eine eigenständige Prüfung seiner Asylgründe verzich- tet hatte. Der Beschuldigte erhielt in der Folge die Aufenthaltsbewilligung B. Trotz Straffälligkeit wurde die Aufenthaltsbewilligung stets verlängert.”
Art. 51 Abs. 4 LAsi ist restriktiv auszulegen. Die Begünstigten wurden vom Gesetzgeber abschliessend festgelegt; die Bestimmung ist nicht extensiv zu interpretieren. Der Zweck der Norm ist die einheitliche Regelung des familiären Kerns, wie er zum Zeitpunkt der Flucht bestand, nicht die Schaffung neuer Familienverhältnisse oder die Wiederaufnahme unter anderen Gründen als der Flucht oder zwingenden Gründen im Herkunftsland.
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et jurisp. cit.), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 précité consid. 4.2.2 s.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et jurisp. cit.), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 précité consid. 4.2.2 s.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art. 51 LAsi, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi n'en dispose autrement (art. 6 LAsi), que A._______ a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 1 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'il est renoncé à un échange d'écritures (art. 111a al. 1 LAsi), qu'à teneur de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit précités ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20, intitulée avant le 1er janvier 2019, loi sur les étrangers [LEtr], cf. RO 2018 3171), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.2, 4.2.3), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf.”
“1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit précités ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20, intitulée avant le 1er janvier 2019, loi sur les étrangers [LEtr], cf. RO 2018 3171), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.2, 4.2.3), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1, ATAF VI/6 consid. 5.1 ss), que l'octroi de l'asile familial, au sens de cette disposition, suppose la réalisation de plusieurs conditions cumulatives, que l'époux, qui vit en Suisse et veut y faire venir son conjoint, doit bénéficier du statut de réfugié à titre originaire, à condition que les intéressés aient constitué une communauté familiale lors de la fuite du pays d'origine, qu'il faut en outre que la séparation des aspirants au regroupement familial ait eu lieu en raison de la fuite, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale et que, en particulier, la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale antérieure puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, qu'enfin, aucune circonstance particulière ne doit s'opposer à l'octroi de l'asile familial (cf.”
Massgeblich für die Minderjährigkeit ist der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung; war das Kind bei Einreichung bereits volljährig, fehlt regelmässig die Grundlage für den Familiennachzug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG. Der Anwendungsbereich der Bestimmung ist abschliessend auf Ehegatten und minderjährige Kinder beschränkt.
“Auch hinsichtlich der ältesten Tochter der Beschwerdeführerin sind die Erwägungen des SEM nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung wird zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und gestützt auf die geltende Praxis dargelegt, weshalb sie die Voraussetzung für den Familiennachzug nicht erfüllt sind. Die Angaben auf Beschwerdeebene führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. Die älteste Tochter der Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung am 18. Dezember 2023 unbestrittenermassen volljährig und erfüllt somit das zwingende Erfordernis der Minderjährigkeit nach Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht. Vorliegend fehlt es somit an der gesetzlichen Grundlage für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin.”
“Die vorinstanzlichen Erwägungen sind nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung wird zwar eher knapp, aber im Ergebnis korrekt und abgestützt auf die geltende Praxis dargelegt, weshalb die Tochter des Beschwerdeführers die Voraussetzung für den Familiennachzug nicht erfüllt. Die Beschwerde führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Aus der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 AsylG ergibt sich klar, dass die nachzuziehenden Kinder minderjährig sein müssen. Der Kreis der Begünstigten des Familienasyls wurde vom Gesetzgeber im Rahmen der am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. "Andere nahe Angehörige" (vgl. aArt. 51 Abs. 2 AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen - darunter auch volljährige Kinder - sind seither unbesehen allfälliger besonderer Gründe nicht mehr anspruchsberechtigt (vgl. BVGE 2014/41 E. 6.4 und E. 6.6; 2015/29 E. 3.2). Der geltende Art. 51 Abs. 1 AsylG zählt abschliessend die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auf und BVGE 2020 VI/7 bestätigt diese, mit dem Wortlaut übereinstimmende Gesetzesauslegung in aller Klarheit (vgl. a.a.O. E. 2.1 ff.). Unbesehen allfälliger und vom Gericht nicht bestrittenen Schwierigkeiten, mit denen die demnächst (...)-jährige Tochter in der Türkei konfrontiert werden könnte, fehlt es vorliegend an der gesetzlichen Grundlage für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters.”
“021), l'a transmise au Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal) comme objet de sa compétence, la décision incidente du 24 mai 2024, par laquelle le juge instructeur, estimant les conclusions du recours vouées à l'échec, a invité le recourant à verser une avance de frais de 750 francs jusqu'au 10 juin suivant, l'avance de frais de 750 francs versée par l'intéressé le 31 mai 2024, et considérant que le Tribunal, en vertu de l'art. 31 LTAF (RS 173.32), connaît des recours contre les décisions au sens de l'art. 5 PA prises par les autorités mentionnées à l'art. 33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi [RS 142.31]), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF [RS 173.32]), exception non réalisée en l'espèce, que le Tribunal est donc compétent pour connaître du recours et statuer définitivement, que l'intéressé a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA, applicable par renvoi de l'art. 37 LTAF), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA, applicable par renvoi de l'art. 6 LAsi) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'aux termes de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que le cercle des bénéficiaires de l'asile familial au sens de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié ainsi qu'à ses enfants mineurs (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), qu'un réfugié n'a dès lors manifestement pas la possibilité de solliciter l'asile familial en faveur d'enfants majeurs, le moment déterminant du point de vue de l'âge de l'enfant étant celui du dépôt de la demande de regroupement familial (cf. ATAF 2020 VI/7 précité consid. 2.4 et réf. cit.), qu'en l'espèce, c'est donc à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial déposée en faveur de B._______, l'une des conditions cumulatives prévues par l'art. 51 al. 1 LAsi n'étant pas remplie, étant donné que la prénommée était majeure au moment du dépôt de la demande, ce qui n'est pas contesté, que dans son écrit du 8 mai 2024, qualifié à juste titre de recours par le SEM, l'intéressé a demandé qu'il soit fait exception à ce principe compte tenu du fait que lors de sa procédure d'asile, l'auditrice lui aurait assuré que, le cas échéant, la majorité de B.”
“1 et 4 LAsi) -, le SEM n'a pas autorisé l'entrée en Suisse de la susnommée et a rejeté la demande de regroupement familial en tant qu'elle la concerne, attendu qu'elle était déjà majeure au moment du dépôt de cette demande, que, dans son recours du 17 mai 2024 (date du timbre postal), l'intéressé, sans prendre de conclusion formelle, s'est opposé à la décision du 26 avril 2024, qu'il a fait valoir, en substance, que sa fille avait été « profondément affectée » par certains événements survenus en Turquie et que le jugement rendu à son encontre (à l'encontre du père) avait également un impact sur elle, qu'il s'est prévalu en outre du fait que B._______ serait une « étudiante très performante », qu'elle ne pourrait pas être séparée du reste de sa famille et qu'il n'y aurait personne au pays à qui elle pourrait être confiée, le cas échéant, que ces différents motifs ne sont toutefois pas pertinents en la cause, qu'en effet, la seule question juridique qu'il y a lieu d'examiner en l'espèce est celle de la juste application - ou non - du prescrit de l'art. 51 LAsi (regroupement familial), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose au regroupement familial (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.), qu'en supprimant l'exception prévue à l'art. 51 al. 2 LAsi et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, il apparaît clairement que le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial, que pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial doit désormais être traité uniquement en vertu des prescriptions de la loi fédérale du 16 décembre 2005 sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20) et non selon le régime spécial de la LAsi, qu'en l'occurrence, il ressort du dossier que B._______, née (...), était majeure au moment du dépôt de la demande de regroupement familial par son père, en date du 12 avril 2024, que cette donnée n'est pas contestée à teneur de l'acte de recours du 17 mai 2024 (cf.”
Kann eine behauptete Staatsangehörigkeit nicht belegt oder glaubhaft gemacht werden, kann dies einen «besonderen Umstand» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG bilden und den Einbezug in das Familienasyl verhindern. Die betroffene Person hat jedoch die Möglichkeit, später ihre tatsächliche Herkunft offenzulegen und daraufhin ein neues Gesuch um Einbezug zu stellen.
“Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine Staatsangehörigkeit weder belegen noch glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht sein Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Lebenspartnerin nach Art. 51 Abs. 1 AsylG aufgrund des Vorliegens eines «besonderen Umstandes» abgelehnt.”
“Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine behauptete chinesische Staatsangehörigkeit weder belegen noch glaubhaft machen kann. Damit steht dem Einbezug in das Familienasyl ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG entgegen. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht das Gesuch des Beschwerdeführers um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau abgelehnt. Da die angefochtene Verfügung mithin kein Bundesrecht verletzt, ist die Beschwerde abzuweisen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass er jederzeit die Möglichkeit hat, seine tatsächliche Herkunft offenzulegen und in der Folge ein neues Gesuch um Familienasyl zu stellen.”
Ein DNA-Test kann die Abstammung (z. B. Vaterschaft) nachweisen und damit – wie das Bundesverwaltungsgericht festgestellt hat – geeignet sein, das Vorliegen eines Familienmitglieds im Sinne von Art. 51 AsylG zu bestätigen.
“Zunächst hält das Bundesverwaltungsgericht Folgendes fest: Der Beschwerdeführer ist ein in der Schweiz anerkannter Flüchtling mit Asylberechtigung. Mit dem DNA-Test hat er die Vaterschaft zu B._______ nachgewiesen. Damit besteht kein Zweifel, dass die nachzuziehende Tochter ein Familienmitglied im Sinne von Art. 51 AsylG ist, mithin ihre Identität und das Abstammungsverhältnis zum Vater feststeht.”
“Zunächst hält das Bundesverwaltungsgericht Folgendes fest: Der Beschwerdeführer ist ein in der Schweiz anerkannter Flüchtling mit Asylberechtigung. Mit dem DNA-Test hat er die Vaterschaft zu B._______ nachgewiesen. Damit besteht kein Zweifel, dass die nachzuziehende Tochter ein Familienmitglied im Sinne von Art. 51 AsylG ist, mithin ihre Identität und das Abstammungsverhältnis zum Vater feststeht.”
Art. 51 Abs. 1 ist restriktiv auszulegen. Die Sonderregelung der Asylgesetzgebung gewährt nur den im Abs. 1 ausdrücklich genannten Angehörigen Anspruch auf Anerkennung als Flüchtlinge und auf Asyl; für weitere Familienangehörige ist nach Wegfall des früheren Abs. 2 das ordentliche Ausländer‑ und Zuwanderungsrecht (LEI) massgeblich. Eine weitergehende oder extensivere Auslegung zu Gunsten eines erweiterten Familienkreises ist nicht angezeigt.
“notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'espèce, la recourante s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 10 décembre 2019, de sorte que la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie. Se pose dès lors la question de savoir si B._______ et C._______ peuvent être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (cf. art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (cf. art. 83 let. d ch. 1 LTF), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours, que le recourant, agissant pour sa fille mineure, a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (cf. art. 52 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 106 al. 1 LAsi, le Tribunal examine les motifs de recours tirés d'une violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation (let. a), et d'un établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (let. b), le contrôle de l'opportunité étant, lui, exclu, en ce qui a trait à l'application de la loi sur l'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et consid. 5.4 ; 2014/26 consid. 5.6), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf.”
“Ayant enfin procédé à une interprétation systématique de l'art. 51 al. 1 LAsi, le Tribunal a rappelé que la LEI était subsidiaire à la loi sur l'asile et retenu que l'abrogation de l'ancien alinéa 2 de cet article avait pour conséquence qu'un regroupement familial du réfugié avec des membres de sa famille autres que les ayants droit exhaustivement énumérés à l'al. 1 devait être d'emblée sollicité sur la base du régime ordinaire de la LEI. Il a précisé à cet égard que si cette situation pouvait conduire à la séparation des membres de la famille au sens strict du réfugié et des proches parents de celui-ci à charge des premiers qui vivaient en communauté à l'étranger, une interprétation extensive de l'expression « leurs enfants mineurs » de l'art. 51 al. 1 LAsi n'avait pas lieu d'être (cf. idem). A noter par ailleurs que dans le cas particulier de l'ATAF 2015/29, le Tribunal ne s'est pas expressément prononcé sur la question de savoir si l'enfant recueilli (ou « Pflegekinder ») était compris dans la notion d'enfant mineur de l'art. 51 al. 1 LAsi ou plutôt dans celle d'« autre proche parent » de l'ancien alinéa 2 de cette disposition. Néanmoins, il a considéré que les ascendants ainsi que les frères et soeurs d'un mineur bénéficiaire de l'asile en Suisse n'étaient pas des ayants droit à l'asile familial. 5.3 Compte tenu de ce qui précède, même en admettant que l'enfant B._______ puisse être considérée comme une enfant recueillie - celle-ci ayant vécu auprès de la famille nucléaire de son frère, dont elle est de 27 ans la cadette, pendant les sept dernières années -, elle ne remplit pas les conditions cumulatives et restrictives de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi. La notion d'enfant mineur telle que comprise dans cette disposition ne s'applique en effet pas à l'intéressée. 5.4 Les explications du recourant au sujet des difficultés auxquelles sa soeur pourrait être confrontée dans le cas où elle resterait en Afghanistan, alors que son épouse et ses enfants viendraient en Suisse, ne sont pas susceptibles de permettre une dérogation aux conditions légales strictes de l'art.”
Die Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG dient der Wiederherstellung der Familiengemeinschaft, wie sie zum Zeitpunkt der Flucht bestand, und nicht der Schaffung neuer oder der Wiederaufnahme vor der Flucht nicht gelebter familiärer Beziehungen; die Bestimmung ist dementsprechend eng auszulegen.
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM en matière d'asile, y compris en matière de regroupement familial, peuvent être contestées, par renvoi de l'art. 105 LAsi, devant le Tribunal, lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (art. 83 let. d ch. 1 LTF), exception non réalisée en l'espèce, que les procédures sont régies par la PA, par la LTAF et par la LTF, à moins que la LAsi en dispose autrement (art. 6 LAsi), que le recourant, agissant en faveur de son épouse et de sa fille, a qualité pour recourir (art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (art. 52 al. 1 PA) et le délai (art. 108 al. 6 LAsi), prescrits par la loi, son recours est recevable, que le conjoint d'un réfugié et leurs enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose (art. 51 al. 1 LAsi), que, si les ayants droit définis à l'al. 1 ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour but de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour des raisons étrangères aux motifs d'asile, qu'ainsi, il est nécessaire que le parent vivant en Suisse ait été reconnu réfugié à titre originaire, que sa séparation des personnes aspirant au regroupement familial ait eu lieu en raison de sa fuite de son pays d'origine, que les intéressés aient vécu en ménage commun avant celle-ci, qu'ils aient la volonté de poursuivre leur vie familiale, que la Suisse apparaisse comme étant le seul pays où la communauté familiale séparée puisse raisonnablement être reconstituée, non pas par commodité, mais par nécessité, et, enfin, qu'aucune circonstance particulière ne s'oppose à l'octroi de l'asile familial (cf. ATAF 2018 VI/6 consid. 5.4-5.5 ; 2017 VI/4 consid. 3.1 et 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4 et jurisp.”
“_______, elle n'avait en effet jamais connu ni vécu avec ses deux filles, que dans son mémoire de recours, la recourante fait valoir que l'absence de communauté familiale n'est en aucun cas imputable à sa volonté, qu'au contraire, dès qu'elle aurait eu connaissance de l'existence de B._______ et C._______, elle aurait entrepris toutes les démarches possibles pour entrer en contact avec elles, notamment par l'intermédiaire du SSI Suisse, qu'elle souhaite également le regroupement familial, car D._______ serait capable d'offrir ses filles en mariage au premier venu contre de l'argent dans un avenir proche, si ce n'est aux talibans eux-mêmes, qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et jurisp. cit.), que le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive (cf. ATAF 2015/29 précité consid. 4.2.2 s.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf.”
“107), qu'il invoque à ce sujet être empêché de rendre visite à sa fille en raison de son statut de réfugié et affirme qu'il est dans l'intérêt de cette dernière de venir vivre en Suisse pour pouvoir échapper aux violences dont elle est actuellement victime de la part de son beau-père, qu'il reproche par ailleurs au SEM de s'être dispensé d'une véritable analyse du bien supérieur de l'enfant, à l'aune de sa vulnérabilité, de ses liens familiaux et des possibilités de sa prise en charge, pourtant préconisée par le Comité des droits de l'enfant de l'ONU et le Manuel Asile et retour du SEM (Article A2 ; La Convention relative aux droits de l'enfant [CDE]), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf. ATAF 2017 VI/4 consid. 3.1), que cette idée repose sur la présomption que les proches du réfugié, ayant vécu avec lui dans leur pays d'origine, ont souffert eux aussi de la persécution qui lui a valu la reconnaissance de la qualité de réfugié ou qu'ils ont risqué d'y être exposés, que l'octroi de l'asile familial n'est donc possible qu'aux conditions restrictives et cumulatives de l'art.”
“Die Einreisebewilligung zwecks Gewährung des Familienasyls im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG wird denjenigen Familienmitgliedern erteilt, die mit einem in der Schweiz als Flüchtling anerkannten und asylberechtigten Mitglied in einer Familiengemeinschaft gelebt haben, welche durch die Flucht desselben getrennt wurde. Die Einreisebewilligung dient demnach der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, welche durch die Flucht getrennt wurden, nicht aber der Aufnahme von neuen oder der Wiederaufnahme von beendeten Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.2 und 5.4, insb. 5.4.2). Weiter setzt die Bewilligung der Einreise in die Schweiz voraus, dass die Verbindung auch nach der Trennung aufrechterhalten und eine rasche Wiedervereinigung der Familie angestrebt wurde (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.4-5.5).”
“Ehegatten von asylberechtigten Flüchtlingen werden gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. In dauernder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenlebende Personen (Konkubinatspaare) sind den Ehegatten gleichgestellt (vgl. BVGE 2008/47 E. 4.1.2 ff.; Art. 1a Bst. e Asylverordnung 1 [AsylV 1]). Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5). Bei Familien, die bereits vor der Flucht getrennt wurden, geht das Bundesverwaltungsgericht von einer vorbestandenen Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorliegen (vgl. Urteile des BVGer E-5603/2019 vom 19. Juli 2021 E. 6.3, D-3664/2016 vom 14. Dezember 2018 E. 5.2 sowie D-982/2016 vom 10. September 2018 E. 5.2.1). Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl entgegenstehende besondere Umstände können gemäss der Rechtsprechung beispielsweise vorliegen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staates als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Staat nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl.”
Die Anspruchsberechtigten nach Art. 51 Abs. 4 AsylG sind auf den Kernfamilienkreis beschränkt. Nach der Revision vom 14. Dezember 2012 (in Kraft seit Feb. 2014) umfasst der Anspruch nur den Ehegatten und die minderjährigen Kinder des anerkannten Flüchtlings; andere nahe Angehörige (insbesondere volljährige Kinder) sind seither nicht mehr anspruchsberechtigt.
“Februar 2014 in Kraft getretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. "Andere nahe Angehörige" (vgl. aArt. 51 Abs. 2 AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen - darunter auch volljährige Kinder - sind seither unbesehen allfälliger besonderer Gründe nicht mehr anspruchsberechtigt (vgl. BVGE 2014/41 E. 6.4 und E. 6.6; 2015/29 E. 3.2). Der geltende Art. 51 Abs. 1 AsylG zählt abschliessend die Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder auf und BVGE 2020 VI/7 bestätigt diese, mit dem Wortlaut übereinstimmende Gesetzesauslegung in aller Klarheit (vgl. a.a.O. E. 2.1 ff.). Unbesehen allfälliger und vom Gericht nicht bestrittenen Schwierigkeiten, mit denen die demnächst (...)-jährige Tochter in der Türkei konfrontiert werden könnte, fehlt es vorliegend an der gesetzlichen Grundlage für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Vaters. Da das Gesuch um Familienzusammenführung abzuweisen ist, ist ihr ebenfalls die Einreise in die Schweiz zu verweigern (Art. 51 Abs. 4 AsylG e contrario). Im Übrigen kann die Familie die Tochter aus der Schweiz finanziell unterstützen und den Kontakt mit ihr über die sozialen Medien pflegen und aufrechterhalten. Sollte die Tochter schliesslich eigene Asylgründe haben, steht es ihr frei, im Ausland um Asyl nachzusuchen.”
“1 et 4 - ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers reste généralement applicable (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.2 ; 2015/29 consid. 4.2.1 et réf. cit.). 3.5 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). 3.6 C'est le lieu de préciser que l'ancien art. 51 al. 2 LAsi - qui permettait d'octroyer l'asile familial à d'autres proches parents d'un réfugié vivant en Suisse en cas de raisons particulières - a été abrogé par la loi fédérale du 14 décembre 2012 (RO 2013 4375) avec effet au 1er février 2014. Les raisons particulières étaient explicitées à l'ancien art. 38 de l'ordonnance 1 sur l'asile du 11 août 1999 (OA 1, RS 142.311) par un besoin du proche parent de l'aide du réfugié, comme en raison d'un handicap de celui-là par exemple. Jusqu'à cette abrogation, l'art. 51 al. 4 LAsi englobait les ayants droit définis non seulement à l'al. 1 (comme c'est encore le cas), mais aussi à l'al. 2. En supprimant cette exception et donc la possibilité d'élargir le cercle des bénéficiaires également à d'autres proches parents, le législateur a souhaité restreindre l'octroi de l'asile familial aux seules personnes visées explicitement par l'art. 51 al. 1 LAsi, soit aux membres du noyau familial au sens strict séparés par la fuite du réfugié reconnu en Suisse (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 et réf. cit.). Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid.”
Kann das SEM wegen fehlender oder unzureichender Angaben die Prüfung, ob «besondere Umstände» i.S.v. Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, nicht durchführen, kann es der gesuchstellenden Person das rechtliche Gehör gewähren und ihr binnen Frist die Möglichkeit geben, ihre tatsächliche Herkunft und überprüfbare Angaben (z.B. frühere Wohnadressen, Aufenthaltsstatus, Arbeitgeber, Schulbesuche) offenzulegen. Das SEM kann in dieser Verfügung auf eine allfällige negative Folge — namentlich die Abweisung des Gesuchs um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft — hinweisen.
“Mit ihrem Gesuch vom 27. Januar 2022 um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres Ehemannes legte die Beschwerdeführerin keine Dokumente vor, welche ihre Staatsangehörigkeit oder den Ort ihrer Sozialisation belegen oder darauf schliessen lassen würden (vgl. SEM-Akte [...]1/9). Das SEM gewährte der Beschwerdeführerin im Verfahren betreffend Familienasyl mit Verfügung vom 21. März 2022 das rechtliche Gehör zu seiner Auffassung, dass sie durch ihre im abgeschlossenen Asylverfahren begangene Mitwirkungspflichtverletzung eine Prüfung darüber, ob besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen würden, verunmögliche. Es erteilte der Beschwerdeführerin in der Folge die Möglichkeit, innert Frist ihre tatsächliche Herkunft offenzulegen und überprüfbare Angaben zum Lebenslauf zu machen, insbesondere die letzten Wohnadressen im Heimat- respektive Herkunftsstaat, den Aufenthaltsstatus, den letzten Arbeitgeber und Schulbesuche etc. darzulegen. Als allfällige negative Rechtsfolge nannte das SEM die Abweisung des Gesuchs um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Lebenspartners (vgl. SEM-Akte [...]-3/3, S. 2). Dieses Vorgehen des SEM entsprach somit den zuvor erwähnten Anforderungen gemäss BVGE 2020 VI/6.”
Minderjährige Kinder von als Flüchtling anerkannten Personen fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Familiennachzugs nach Art. 51 AsylG.
“Zunächst wird das Familienzusammenführungsgesuch hinsichtlich der beiden jüngeren Kinder C._______ und D._______ geprüft. Die Beschwerdeführerin ist seit dem (...) in der Schweiz als Flüchtling anerkannt und erhielt hierzulande Asyl. Die beiden jüngeren Kinder sind nach wie vor minderjährig, womit sie grundsätzlich in den Anwendungsbereich der Familienzusammenführung nach Art. 51 AsylG fallen (vgl. BVGE 2015/29).”
Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt voraus, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine familiäre Gemeinschaft bestanden hat, die Trennung durch die Flucht verursacht wurde und die in der Schweiz verbleibende Familie die feste Absicht verfolgt, die getrennte Gemeinschaft in der Schweiz wiederaufzunehmen. Art. 51 Abs. 4 dient der Wiedervereinigung vorbestehender Familiengemeinschaften; sie gilt nicht zur Begründung neuer oder zur Wiederaufnahme bereits aufgegebener Beziehungen.
“Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt gemäss konstanter Rechtsprechung eine zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus (BVGE 2012/32 E. 5.1 m.w.H.). Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht aus dem Heimatstaat noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, BVGE 2012/32 E. 5.1). Die Trennung der Familiengemeinschaft muss kausal mit jenen Umständen zusammenhängen, welche zur Flucht aus dem Heimatland Anlass gegeben haben, sie muss aber nicht zwingend im Heimatland erfolgt sein. Je nach Fluchtumständen kann auch bei einer Trennung der Familie in einem Drittstaat Art. 51 Abs. 4 AsylG zur Anwendung kommen (vgl. hierzu ausführlich BVGE 2020 VI/1 E. 8.3 und 8.4).”
“Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt gemäss konstanter Rechtsprechung eine zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familiengemeinschaft, die unfreiwillige Trennung der Familie aufgrund der Fluchtumstände sowie die feste Absicht der Familienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. BVGE 2012/32 E. 5). Zentrale Bedingung für die Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zwecke der Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist, dass bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat, diese Familienbeziehung auch nach der Flucht im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiedervereini-gung der Familie getragen ist. Insbesondere dient die Familienzusammenführung nicht der Wiederaufnahme von zwischenzeitlich abgebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.w.H.). Letzteres wurde in der bisherigen Praxis etwa angenommen, wenn zwar im Zeitpunkt der Ausreise eine Familiengemeinschaft bestand, diese aber während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt beziehungsweise nach der Flucht aufgegeben wurde (vgl.”
“Zudem ist festzustellen, dass sie lediglich Screenshots von WhatsApp Chats ab Februar 2018 ins Recht legte, womit sie den intensiven Kontakt mit B._______ seit der Ausreise und damit wiederum das gefestigte Konkubinat im Zeitpunkt der Ausreise, nicht zu belegen vermag. Ihre Erklärung im Gesuch um Familiennachzug, wegen verlorener Handys und gewechselten SIM-Karten könnten keine Kontaktnachweise von vor dem Jahr 2018 erbracht werden (A1/116 S. 4), reicht nicht aus, um einen nahtlosen, engen Kontakt, welcher auf ein gefestigtes Konkubinat schliessen liesse, zwischen ihr und B._______ glaubhaft zu machen. Selbst wenn sie selber über keine Chats aus der Zeit vor dem Jahr 2018 mehr verfügen sollte, wäre zu erwarten gewesen, dass sie von B._______ solche Belege erhältlich macht. Insgesamt spricht das Verhalten der Beschwerdeführerin nicht für eine durchgehende gefestigte Beziehung im Sinne eines Konkubinats, sondern für die Wiederaufnahme einer Beziehung, welche im Zeitpunkt der Flucht noch nicht (wieder) die Qualität eines gefestigten Konkubinats hatte. Für eine (Wieder-) Aufnahme einer Beziehung besteht im Rahmen von Art. 51 Abs. 4 AsylG kein Raum. Folglich hat das SEM das für eine Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG zwingende Erfordernis einer bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestandenen gefestigten Familiengemeinschaft res-pektive einer seit längerer Zeit eheähnlichen gelebten partnerschaftlichen Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und B._______ zu Recht verneint.”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden - unter dem Titel Familienasyl - namentlich Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Abs. 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung der Einreisebewilligung setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus. Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist allein die Wiedervereinigung vorbestandener Familiengemeinschaften und nicht die Aufnahme neuer respektive vor der Flucht noch nicht gelebter familiärer Beziehungen (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 2012/32 E. 5; Botschaft zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II 1 ff., insb. S. 68). Dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung entgegenstehende "besondere Umstände" sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienmitglied Bürger eines anderen Staats als der Flüchtling ist und die Familie in diesem Land nicht gefährdet ist, wenn der Flüchtling seinen Status derivativ erworben hat, oder wenn das Familienleben während einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben (vgl. zum Ganzen BVGE 2012/32 E. 5.1).”
“Die Einreisebewilligung zwecks Gewährung des Familienasyls im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG wird denjenigen Familienmitgliedern erteilt, die mit einem in der Schweiz als Flüchtling anerkannten und asylberechtigten Mitglied in einer Familiengemeinschaft gelebt haben, welche durch die Flucht desselben getrennt wurde. Die Einreisebewilligung dient demnach der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, welche durch die Flucht getrennt wurden, nicht aber der Aufnahme von neuen oder der Wiederaufnahme von beendeten Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.2 und 5.4, insb. 5.4.2). Weiter setzt die Bewilligung der Einreise in die Schweiz voraus, dass die Verbindung auch nach der Trennung aufrechterhalten und eine rasche Wiedervereinigung der Familie angestrebt wurde (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.4-5.5).”
In einem Fall nahm das SEM ein Gesuch um Einbezug eines in der Schweiz geborenen Kindes in die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 51 Abs. 3 AsylG entgegen und lehnte es mit Verfügung ab. Der Einbezug wurde individuell geprüft und begründet; gegen die Verfügung wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben.
“) 2021 in die nordirakische Stadt X._______ reiste, um seine damals frisch angetraute Ehefrau C._______ zu treffen, welche ebenfalls syrischer Staatsangehörigkeit ist, dass C._______ gemäss Aktenlage im Rahmen des ausländerrechtlichen Familiennachzuges zum Beschwerdeführer in die Schweiz nachreisen konnte und auch ihr von der zuständigen kantonalen Behörde eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung (B) erteilt wurde, dass am (...) das gemeinsame Kind B._______ geboren wurde, dass die Ehegatten am 21. September 2023 über ihren Rechtsvertreter mit einer Eingabe unter dem Titel Gesuch um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Vaters ans SEM gelangten, in welcher sie um einen Einbezug (... [ihres Kindes]) in die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ersuchten, auch wenn er diese als damals noch Minderjähriger von seinem Vater [abgeleitet] erhalten habe, dass das SEM diese Eingabe als Gesuch um Einbezug des Kindes in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl des Beschwerdeführers nach Art. 51 Abs. 3 AsylG entgegennahm und das Gesuch mit Verfügung vom 5. Oktober 2023 (eröffnet am 6. Oktober 2023) ablehnte, dass für die vorinstanzliche Entscheidbegründung, soweit nicht nachfolgend darauf eingegangen wird, auf die Akten verwiesen werden kann, dass dem Kind derweil von der zuständigen kantonalen Behörde ebenfalls eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung (B) erteilt wurde (Bewilligung ausgestellt am 11. Oktober 2023), dass der Beschwerdeführer gegen den vorgenannten Entscheid des SEM mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 11. Oktober 2023 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, dass er in seiner Eingabe zur Hauptsache die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Einbezug (... [seines Kindes]) in seine Flüchtlingseigenschaft und das ihm gewährte Asyl beantragte, dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) und um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) ersuchte, dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 31.”
Volljährige Ehegatten fallen nicht ohne Weiteres unter den Anspruch nach Art. 51 Abs. 1 AsylG; das Bundesverwaltungsgericht hat ausgeführt, dass volljährige Personen nicht zu den anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG gehören können (vgl. Entscheid).
Ehegatten und minderjährige Kinder von als Flüchtling anerkannten Personen werden nach Art. 51 Abs. 1 AsylG in der Regel in die Flüchtlingseigenschaft einbezogen, sofern keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Das Gesetz geht dabei davon aus, dass diese nächsten Angehörigen ebenfalls Verfolgung erlitten haben oder der Gefahr der Verfolgung ausgesetzt gewesen sein können (Reflexverfolgung bzw. abgeleitete Flüchtlingseigenschaft). Die Einreise der im Ausland befindlichen anspruchsberechtigten Angehörigen kann im Rahmen des Familienasylverfahrens bewilligt werden.
“Asylrechtlich werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder in der Schweiz als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen (Art. 51 Abs. 1 AsylG). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch zu bewilligen (Familienasyl; Art. 51 Abs. 4 AslyG). Das Asylgesetz geht beim Einschluss des Ehegatten und der minderjährigen Kinder in den Flüchtlingsstatus davon aus, dass diese engsten Familienangehörigen ebenfalls unter der Verfolgung im Heimatstaat gelitten haben oder selbst der Gefahr der Verfolgung ausgesetzt gewesen sind (Reflexverfolgung bzw. abgeleitete oder formelle Flüchtlingseigenschaft). Ist die Familie des asylberechtigten Flüchtlings nicht durch die Flucht getrennt, sondern die Ehe erst danach eingegangen worden, sind die Familienvereinigung und allfällige diesbezüglich bestehende Rechtsansprüche ausländerrechtlich in Anwendung von Art. 43 f. AIG bzw. Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) oder Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101) zu prüfen (vgl. BGE 139 I 330 E. 1.3.2 f., E. 1.4.1; BGer 2C_320/2013 vom”
“) noch immer aktuell sei, sondern auch, dass sehr wohl eine gezielte Verfolgungsgefahr für die Beschwerdeführerin bestehe, zumal sie darin namentlich erwähnt worden sei. Weiter hätten alle drei Mitglieder des Gemeinderats von I._______ schriftlich bestätigt, dass sie ein Gründungsmitglied und ein wichtiger Teil der (...) sei, wobei sie aufgrund ihrer Arbeit als "lider social" bezeichnet worden sei. Dass ihr in Kolumbien kein Polizeischutz zur Verfügung gestellt worden sei und der Staat die Morde an O._______-Mitgliedern nicht verhindert habe, zeige, dass sie offensichtlich nicht auf den Schutz des kolumbianischen Staates zählen könne. Als Folge ihres politischen Engagements bestehe ein unerträglicher psychischer Druck, was durch das eingereichte Arztzeugnis bestätigt werde. Sollte die gezielte Verfolgung der Beschwerdeführerin erneut verneint werden, bestünde zumindest eine Reflexverfolgung aufgrund der Verfolgung ihres Vaters. Sie sei somit als Flüchtling anzuerkennen und ihr Ehemann sei gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft miteinzuschliessen.”
In Ausnahmefällen kann die Gewährung von Familienasyl erforderlich sein, um den Aufenthaltsstatus mit dem Recht auf Achtung des Privat‑ und Familienlebens (Art. 8 EMRK) zu vereinbaren. Das BVGer hat in diesem Zusammenhang auf Umstände wie den Lebensmittelpunkt der Familie in der Schweiz, in der Schweiz geborene Kinder, starke Integration und die Belastung durch eine nur befristete Aufenthaltsbewilligung abgestellt und festgestellt, dass Familienasyl in einzelnen Fällen der einzige Weg sein kann, Art. 8 EMRK zu wahren.
“Hätte die Vor-instanz die hypothetische Zumutbarkeit eines Familienlebens in Äthiopien geprüft, hätte sie darauf schliessen müssen, dass auch in diesem Fall keine besonderen Gründe vorlägen, welche die Gewährung des Familienasyls ausnahmsweise verwehren könnten. Ferner läge hierin entgegen der Rechtsauffassung der Vorinstanz keine Besserstellung vor. Auch einem äthiopischen Staatsangehörigen, der die notwendigen Papiere beschaffen könnte, würde das Familienasyl in der momentanen Situation erteilt. Weiter sei das Recht auf Achtung des Privat und -Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK verletzt. Es sei unbestritten, dass seine Familie den Lebensmittelpunkt in der Schweiz habe. Seine Kinder seien in der Schweiz geboren; er lebe mittlerweile seit (...) Jahren in der Schweiz und sei sehr gut integriert. Seine Aufenthaltsbewilligung sei jährlich befristet und es sei belastend mit dem Gedanken zu leben, dass ihm die Aufenthaltsbewilligung einmal nicht verlängert würde. Da es ihm zudem nicht möglich sei, weitere Papiere zu besorgen, könnten sie auch nicht heiraten. Die Gewährung des Familienasyls nach Art. 51 AsylG sei somit der einzige Weg, um seinen Aufenthaltsstatus im Einklang mit Art. 8 EMRK zu regeln.”
Ehegatten (einschliesslich eingetragener Partnerschaften und dauerhafter Konkubinate im Sinne von Art. 1a lit. e OA1) können ebenfalls als Flüchtlinge anerkannt und mit Asyl versehen werden, selbst wenn die familiäre Gemeinschaft erst in der Schweiz begründet wurde. Die Rechtsprechung verlangt grundsätzlich ein vorbestehendes Familienverhältnis; Ausnahmen sind aber bei zwingenden Gründen möglich. (vgl. Quelle(n): [0])
“Ce ménage commun doit avoir répondu à une nécessité économique impliquant un rapport de dépendance socio-économique et non pas seulement à une simple commodité. En effet, l'autorisation d'entrée en Suisse au titre de l'asile familial est destinée à la seule reconstitution en Suisse de groupes familiaux préexistants et non pas à la création de nouvelles communautés familiales, ni à la reprise de relations terminées (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 ; 2017 VI/4 consid. 4.4.2 ; 2012/32 consid. 5.1 et 5.4). La préexistence d'une communauté familiale est néanmoins également admise lorsque, pour des raisons impérieuses, il a été impossible au réfugié de mener une vie commune jusqu'à sa fuite de son pays d'origine (cf. ATAF 2018 VI/6 consid. 5.1-5.3 ; arrêt du Tribunal D-982/2016 du 10 septembre 2018 consid. 5.2.1). En revanche, si le conjoint d'un réfugié et ses enfants se trouvent déjà en Suisse, ils obtiennent également le statut de réfugié et l'asile sous réserve de circonstances particulières, même si la communauté familiale n'a été fondée qu'en Suisse (cf. ATAF 2017 IV/4 consid. 4.4.1). 2.3 Le cercle des bénéficiaires de l'art. 51 LAsi a été défini par le législateur de manière exhaustive et est ainsi limité au conjoint d'un réfugié et à ses enfants mineurs (cf. notamment ATAF 2020 VI/7 consid. 2.1 à 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3). A teneur de l'art. 1a let. e de l'ordonnance 1 du 11 août 1999 sur l'asile (OA1, RS 142.311), sont toutefois assimilés aux conjoints les partenaires enregistrés et les personnes qui vivent en concubinage de manière durable. 3. 3.1 En l'occurrence, le recourant étant un réfugié reconnu au bénéfice de l'asile depuis le 22 mai 2023, la première condition de l'art. 51 al. 1 et 4 LAsi est remplie. Il convient à ce stade d'examiner si la relation entre le recourant et sa compagne peut être qualifiée de concubinage stable et durable assimilable à une union conjugale au sens de l'art. 1a let. e OA1 et s'ils formaient ainsi une communauté familiale avant la fuite par l'intéressé de son pays d'origine. 3.2 3.2.1 Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, il faut entendre par concubinage stable, étroit ou qualifié, suivant la terminologie employée, une communauté de vie d'une certaine durée, voire durable, entre deux personnes, à caractère en principe exclusif, qui présente une composante tant spirituelle que corporelle et économique.”
Die Praxis verlangt bei nicht ehelichen Partnerschaften regelmässig eine dauerhafte Lebensgemeinschaft. Im zitierten Entscheid hat die Behörde unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung festgestellt, dass etwa anderthalb Jahre gemeinsamen Wohnens – selbst unter Berücksichtigung einer vorausgegangenen Haftzeit als zwingendem Trennungsgrund – nicht ausreichen; als orientierender Mindestmassstab wurde in der Rechtsprechung eine Lebensgemeinschaft von rund zwei Jahren genannt.
“En annexe à sa demande, il a produit une copie de la carte d'identité et du contrat de travail de B._______, contenant notamment son adresse, ainsi qu'un lot de photographies sur lesquelles elle apparaît à ses côtés et aux côtés de sa famille. C. Par courrier du 22 septembre 2023, le SEM a invité l'intéressé à produire une copie du passeport de B._______ ainsi qu'une attestation de domicile mentionnant son adresse actuelle et la date à partir de laquelle elle y a vécu, accompagnée d'une traduction. D. Par courrier du 4 octobre 2023, l'intéressé a fait parvenir au SEM les documents requis. Il ressort notamment de l'attestation de domicile produite que B._______ est domiciliée à l'adresse « (...) » depuis 2021. E. Par décision du 3 novembre 2023, notifiée le 6 novembre suivant, le SEM a refusé l'autorisation d'entrée en Suisse de la compagne de l'intéressé et rejeté la demande de regroupement familial déposée en sa faveur. L'autorité inférieure a pour l'essentiel retenu que les conditions de l'art. 51 al. 4 LAsi n'étaient pas remplies en l'espèce. Rappelant la jurisprudence du Tribunal fédéral applicable en matière de concubinage (en particulier ATF 140 V 50 et arrêt 2C_880/2017 du 3 mai 2018), il a relevé que l'intéressé et sa fiancée n'avaient pas vécu une relation durable qui, par sa durée, pouvait être assimilée à une union conjugale, dès lors que son amie était domiciliée à la même adresse que lui depuis 2021 uniquement. Il en a conclu que, même à prendre en considération la période de détention de l'intéressé entre juin 2017 et le 22 janvier 2022 en tant que raisons impérieuses empêchant le ménage commun, le couple avait vécu ensemble tout au plus entre janvier 2021 et le 22 juin 2022, soit durant une année et demi au maximum, ce qui était insuffisant selon la jurisprudence, qui fixe un minimum de deux ans de vie commune sur le principe. F. Le 6 décembre 2023, l'intéressé a interjeté recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal), par lequel il a conclu à son annulation et, à titre principal, à l'octroi d'une autorisation d'entrée en faveur de sa fiancée en vue du regroupement familial ou, à titre subsidiaire, au renvoi de la cause au SEM pour nouvelle décision.”
“En annexe à sa demande, il a produit une copie de la carte d'identité et du contrat de travail de B._______, contenant notamment son adresse, ainsi qu'un lot de photographies sur lesquelles elle apparaît à ses côtés et aux côtés de sa famille. C. Par courrier du 22 septembre 2023, le SEM a invité l'intéressé à produire une copie du passeport de B._______ ainsi qu'une attestation de domicile mentionnant son adresse actuelle et la date à partir de laquelle elle y a vécu, accompagnée d'une traduction. D. Par courrier du 4 octobre 2023, l'intéressé a fait parvenir au SEM les documents requis. Il ressort notamment de l'attestation de domicile produite que B._______ est domiciliée à l'adresse « (...) » depuis 2021. E. Par décision du 3 novembre 2023, notifiée le 6 novembre suivant, le SEM a refusé l'autorisation d'entrée en Suisse de la compagne de l'intéressé et rejeté la demande de regroupement familial déposée en sa faveur. L'autorité inférieure a pour l'essentiel retenu que les conditions de l'art. 51 al. 4 LAsi n'étaient pas remplies en l'espèce. Rappelant la jurisprudence du Tribunal fédéral applicable en matière de concubinage (en particulier ATF 140 V 50 et arrêt 2C_880/2017 du 3 mai 2018), il a relevé que l'intéressé et sa fiancée n'avaient pas vécu une relation durable qui, par sa durée, pouvait être assimilée à une union conjugale, dès lors que son amie était domiciliée à la même adresse que lui depuis 2021 uniquement. Il en a conclu que, même à prendre en considération la période de détention de l'intéressé entre juin 2017 et le 22 janvier 2022 en tant que raisons impérieuses empêchant le ménage commun, le couple avait vécu ensemble tout au plus entre janvier 2021 et le 22 juin 2022, soit durant une année et demi au maximum, ce qui était insuffisant selon la jurisprudence, qui fixe un minimum de deux ans de vie commune sur le principe. F. Le 6 décembre 2023, l'intéressé a interjeté recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal), par lequel il a conclu à son annulation et, à titre principal, à l'octroi d'une autorisation d'entrée en faveur de sa fiancée en vue du regroupement familial ou, à titre subsidiaire, au renvoi de la cause au SEM pour nouvelle décision.”
Nach den zitierten Entscheiden entfällt die weitere Prüfung eines derivativen Anspruchs nach Art. 51 AsylG regelmässig, wenn die Flüchtlingseigenschaft der massgeblichen Hauptperson verneint worden ist; in den genannten Fällen wurde daher der derivativen Anspruch nicht mehr anerkannt oder geprüft.
“Aufgrund des Gesagten hat die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin 1 zu Recht verneint und ihr Asylgesuch folgerichtig abgelehnt. Demgemäss entfällt die Prüfung eines Anspruchs der Beschwerdeführerin 2 nach Art. 51 AsylG (Anerkennung der derivativen Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl).”
“Dès lors qu'il a été retenu que l'ensemble du récit de l'épouse du recourant est invraisemblable, l'évènement isolé de l'attaque au couteau par le père de l'épouse de l'intéressé, qui s'inscrit dans ce contexte, perd également sa crédibilité. Au surplus, le récit de cet évènement est en lui-même inconsistant d'un point de vue logique, comme l'a estimé à juste titre le SEM dans la décision attaquée. Il est ainsi incompréhensible que le recourant se rende au domicile familial de sa future épouse, alors que celle-ci venait de lui révéler qu'elle était contrainte de cohabiter avec un homme. En tout état de cause, même à admettre la vraisemblance de l'évènement relaté, il n'est ni allégué ni établi que le recourant ait, dans ce cas, sollicité la protection des autorités turques. 5. Sur le vu de ce qui précède, le recourant ne remplit pas les conditions posées par l'art. 3 LAsi pour se voir accorder la qualité de réfugié. Il ne saurait par ailleurs se voir reconnaître l'asile à titre dérivé selon l'art. 51 LAsi, dans la mesure où le recours interjeté par son épouse dans la cause E-2796/2024 a été rejeté. Il s'ensuit que le recours, en tant qu'il conteste le refus de la reconnaissance de la qualité de réfugié et l'octroi de l'asile, doit être rejeté. 6. Lorsqu'il rejette la demande d'asile ou qu'il refuse d'entrer en matière à ce sujet, le SEM prononce, en règle générale, le renvoi de Suisse et en ordonne l'exécution ; il tient compte du principe de l'unité de la famille (art. 44 LAsi). Aucune exception à la règle générale du renvoi, énoncée à l'art. 32 al. 1 de l'ordonnance 1 du 11 août 1999 sur l'asile relative à la procédure (OA 1, RS 142.311), n'étant en l'occurrence réalisée, le Tribunal est tenu, de par la loi, de confirmer cette mesure. 7. 7.1 L'exécution du renvoi est ordonnée si elle est licite, raisonnablement exigible et possible. Si ces conditions ne sont pas réunies, l'admission provisoire doit être prononcée. Celle-ci est réglée par l'art. 84 LEI (RS 142.20). 7.2 L'exécution n'est pas licite lorsque le renvoi de l'étranger dans son Etat d'origine ou de provenance ou dans un Etat tiers est contraire aux engagements de la Suisse relevant du droit international (art.”
“Sur ce point, force est de constater que la recourante a, lors de son audition, évoqué la violence dont son père aurait « toujours » fait usage à son encontre et à l'encontre de sa mère et de ses soeurs et a produit différentes pièces lors de la procédure de première instance censées attester ce fait. Le fardeau de la vraisemblance des motifs de protection incombant à l'intéressée, celle-ci doit supporter les conséquences de n'avoir pas rendu plausible les préjudices subis dans les circonstances décrites et pour les motifs allégués. 4.5 S'agissant du motif d'asile lié aux persécutions dont le mari de la recourante se prétend victime et qui est repris par l'intéressée, celui-ci a été rejeté par le Tribunal, pour défaut de pertinence au sens de l'art. 3 LAsi, par l'arrêt E-2797/2024 rendu ce jour. Il est renvoyé à cet égard aux considérants de cet arrêt. 5. Sur le vu de ce qui précède, la recourante n'a pas rendu vraisemblable sa qualité de réfugié au sens de l'art. 7 LAsi. Elle ne saurait par ailleurs se voir reconnaître l'asile à titre dérivé selon l'art. 51 LAsi, dès lors que le recours interjeté par son mari dans la cause E-2797/2024 a été rejeté. Il s'ensuit que le recours, en tant qu'il conteste le refus de la reconnaissance de la qualité de réfugié et l'octroi de l'asile, doit être rejeté. 6. Lorsqu'il rejette la demande d'asile ou qu'il refuse d'entrer en matière à ce sujet, le SEM prononce, en règle générale, le renvoi de Suisse et en ordonne l'exécution ; il tient compte du principe de l'unité de la famille (art. 44 LAsi). Aucune exception à la règle générale du renvoi, énoncée à l'art. 32 al. 1 de l'ordonnance 1 du 11 août 1999 sur l'asile relative à la procédure (OA 1, RS 142.311), n'étant en l'occurrence réalisée, le Tribunal est tenu, de par la loi, de confirmer cette mesure. 7. 7.1 L'exécution du renvoi est ordonnée si elle est licite, raisonnablement exigible et possible. Si ces conditions ne sont pas réunies, l'admission provisoire doit être prononcée. Celle-ci est réglée par l'art. 84 LEI (RS 142.20). 7.2 L'exécution n'est pas licite lorsque le renvoi de l'étranger dans son Etat d'origine ou de provenance ou dans un Etat tiers est contraire aux engagements de la Suisse relevant du droit international (art.”
Bei Verwandten ausserhalb der Ehe oder einer konkubinatsähnlichen Gemeinschaft (z. B. Onkel/Neffen) kann die Anerkennung nach Art. 51 Abs. 1 AsylG daran scheitern, dass keine frühere gemeinschaftliche Lebensführung nachgewiesen ist.
“Enfin, l'intéressé souligne qu'il est impossible de laisser les enfants à la personne qui s'en occupe actuellement, laquelle envisage de partir en Australie, ou de compter sur l'esprit de solidarité de ses soeurs ou de son frère, tous résidant en Iran au sein d'une grande famille et n'ayant pas les moyens de les accueillir. Dans la mesure où il serait irresponsable de placer les enfants dans un environnement incertain et potentiellement dangereux, l'intéressé ne voit dès lors pas d'autre option que de les réunir avec lui en Suisse en vue de reconstituer leur communauté familiale. A l'appui de son recours, il a versé des documents prouvant qu'il envoie régulièrement de l'argent à la personne responsable de ses neveux en Afghanistan et des messages audio témoignant de ses contacts avec eux depuis son exil. 5. 5.1 En l'occurrence, c'est à bon droit que le SEM a rejeté la demande de regroupement familial du recourant. Le Tribunal peut laisser ouverte ici la question de savoir si B._______ et C._______ appartiennent au cercle des bénéficiaires de l'art. 51 al. 1 LAsi (sur cette question, cf. arrêt du Tribunal E-5519/2022 du 9 février 2024 consid. 3 ss), dans la mesure où l'existence d'une communauté familiale antérieure à la fuite fait défaut entre l'intéressé et ses neveux. Ensemble, ils ont probablement eu des relations oncle-neveux ordinaires, sans pour autant partager des existences. Après le décès de leur père, les enfants ont été placés chez leur tante. Le seul foyer qu'ils ont alors connu est celui constitué par la famille de celle-ci. A admettre que le recourant ait été désigné comme responsable de l'éducation et de l'entretien de ses neveux, cela ne le contraignait pas encore à vivre en communauté familiale avec eux. Même le mois au cours duquel il aurait côtoyé les enfants, la famille les hébergeant était celle de sa soeur. Cette situation s'éloigne des cas de figure (mariage) dans lesquels le Tribunal a pu reconnaître, malgré une courte période de vie commune, la nécessité d'un regroupement familial. D'une part, une telle vie avait en principe existé.”
Für einen Familiennachzug nach Art. 51 Abs. 4 AsylG ist eine vorbestehende Familienbeziehung im Heimat‑/Herkunftsland bzw. — bei vorübergehendem Schutz — in der vom Bundesrat definierten Konfliktregion erforderlich. Eine durch die Schutzereignisse nach Art. 4 AsylG bewirkte Trennung der Angehörigen ist Voraussetzung; Trennungen aus anderen Gründen (z. B. ökonomische) begründen keinen Anspruch.
“Eine Vereinigung nach einer Trennung durch Ereignisse nach Art. 4 AsylG setzt - analog zum asylrechtlichen Familiennachzug aus dem Ausland nach Art. 51 Abs. 4 AsylG - eine vorbestandene Familienbeziehung im Heimat- oder Herkunftsstaat respektive bei vorübergehendem Schutz in der vom Bundesrat in seinem Grundsatzentscheid definierten Konfliktregion voraus. Die Trennung der Familienangehörigen kann bei einer gemeinsamen Flucht aus der Konfliktregion auch ausserhalb derselben erfolgt sein; sie muss aber auf den Ereignissen nach Art. 4 AsylG beruhen (vgl. BVGer E-4404/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 3.3). Haben andere Gründe - etwa ökonomische - zur Trennung geführt, ergibt sich daraus kein Anspruch auf Gewährung des vorübergehenden Schutzes (vgl. BBl 1996 II S. 82).”
“Eine Vereinigung nach einer Trennung durch Ereignisse nach Art. 4 AsylG setzt - analog zum asylrechtlichen Familiennachzug aus dem Ausland nach Art. 51 Abs. 4 AsylG - eine vorbestandene Familienbeziehung im Heimat- oder Herkunftsstaat respektive bei vorübergehendem Schutz in der vom Bundesrat in seinem Grundsatzentscheid definierten Konfliktregion voraus. Die Trennung der Familienangehörigen kann bei einer gemeinsamen Flucht aus der Konfliktregion auch ausserhalb derselben erfolgt sein; sie muss aber auf den Ereignissen nach Art. 4 AsylG beruhen (vgl. BVGer E-4404/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 3.3). Haben andere Gründe - etwa ökonomische - zur Trennung geführt, ergibt sich daraus kein Anspruch auf Gewährung des vorübergehenden Schutzes (vgl. BBl 1996 II S. 82).”
Wurden anspruchsberechtigte Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (sog. Familienasyl). Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG; Familiennachzug).”
“Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist auf Gesuch hin ihre Einreise zu bewilligen Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
“Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Wurden die anspruchsberechtigten Personen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG).”
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind in der Schweiz geborene Kinder von als Flüchtlinge anerkannten Eltern grundsätzlich ebenfalls als Flüchtlinge anzuerkennen, sofern keine besonderen Umstände dagegen sprechen.
“Dem Vater von B._______ wurde mit Verfügung des SEM vom 26. Mai 2016 die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt und Asyl gewährt. Die Beschwerdeführerin wurde (...) 2021 in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl ihres Ehemannes einbezogen, nachdem sie (...) 2021 zwecks Familiennachzug in die Schweiz eingereist war. Der in der Schweiz geborene Sohn B._______ erfüllt damit grundsätzlich die Voraussetzungen für die Zuerkennung der derivativen Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG. Es bleibt zu prüfen, ob ein besonderer Umstand gegeben ist, der gegen den Einbezug des seinen Eltern zuerkannten Flüchtlingsstatus spricht.”
Bei längerer Trennung kann die Frage, ob "besondere Umstände" i.S. von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen, davon abhängen, ob die Betroffenen nachvollziehbar, plausibel und widerspruchsfrei darlegen, welche Kontaktbemühungen unternommen wurden. Das Unterlassen oder das Fehlen plausibler Erklärungen zu solchen Bemühungen kann im Einzelfall als Hinweis auf besondere Umstände gewertet werden.
“Das Gericht stellt hierzu fest, dass seit der Trennung der Eheleute durch die Flucht im August 2016 bis zu deren erneuten Kontaktaufnahme im Dezember 2021 beinahe fünfeinhalb Jahre vergangen sind. Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde zwar grundsätzlich zutreffend vor, dass dieser Umstand für sich genommen noch nicht ausreicht, um das Vorliegen besonderer Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG anzunehmen. Allerdings teilt das Gericht die vorinstanzliche Einschätzung, wonach es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, sachliche Gründe hierfür plausibel und widerspruchsfrei darzutun. Nicht nachvollziehbar ist zunächst, dass die geltend gemachten Kontaktversuche im Anschluss an die Flucht der Beschwerdeführerin und ihres Ehegatten in qualitativer Hinsicht nicht über Rückfragen bei Freunden und Bekannten hinausgegangen sein sollen (vgl. SEM-eAkte [...]-7/12, S. 4, 8, 10). Ebenfalls nicht plausibel erscheint, dass über fast fünfeinhalb Jahre - bis zur Kontaktherstellung über die beiden Vermittler K._______ und J._______ - keine Kontaktversuche stattgefunden haben sollen. Wenig überzeugend erscheint dem Gericht auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, ihr Ehegatte habe sein Telefon aus Furcht, die Al-Shabab-Milizen könnten seine Anrufe rückverfolgen und ihn lokalisieren, in der Wohnung zurückgelassen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Al-Shabab-Milizen über die technischen Mittel und Kenntnisse zur Rückverfolgung von Anrufen und der Lokalisierung von Mobiltelefonen verfügen, was auch dem Ehegatten der Beschwerdeführerin bekannt sein dürfte.”
Sind die Voraussetzungen des Familienasyls nach Art. 51 AsylG nicht erfüllt, ist ein Nachzug nicht über Art. 51 möglich. Ein allfälliger Familiennachzug ist nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen zu prüfen; dafür sind die kantonalen Migrations-/Ausländerbehörden zuständig und bei diesen sind die Gesuche einzureichen.
“Mit ihrer Kritik, die Vorinstanz habe die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Ehemann nicht angemessen berücksichtigt, vermengt sie offensichtlich formelle Fragen mit jenen der rechtlichen Würdigung der Sache. Ob der Einschätzung des SEM in materieller Hinsicht zu folgen ist, wird Gegenstand der folgenden materiellen Erwägungen sein. Art. 29 Abs. 1 BV vermittelt nicht den Anspruch, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). Wenn die Voraussetzungen des Familienasyls nach Art. 51 AsylG, dem die Bestimmung von Art. 71 AsylG nachgebildet ist, nicht erfüllt sind, können weder Art. 8 EMRK noch andere Bestimmungen ergänzend angewandt werden (vgl. Urteil des BVGer D-6862/2023 vom 14. Februar 2024 E. 6.3 m.w.H.). Festzustellen ist sodann, dass das SEM sich sehr wohl dazu geäussert hat, inwiefern es die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem heutigen Ehemann im massgeblichen Zeitpunkt des Kriegsausbruchs nicht als gefestigtes Konkubinat, das den unter Art. 71 AsylG genannten Anspruchsberechtigten gleichgestellt sei, erachte (vgl. angefochtene Verfügung S. 2 f.). Sodann sind für einen Familiennachzug gestützt auf die ausländerrechtlichen Bestimmungen (Art. 42 ff. AIG; SR 142.20) die kantonalen Migrationsbehörden zuständig und nicht das SEM (vgl. D-6862/2023, a.a.O., E. 6.4; nachfolgend E. 7). Für den Familiennachzug nach Art. 85 Abs. 7 AIG besteht eine gemeinsame Zuständigkeit der kantonalen Behörden und des SEM, wobei das Gesuch bei den kantonalen Behörden einzureichen ist (vgl.”
“Nach Durchsicht der Akten schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht der Argumentation in der angefochtenen Verfügung an. Auf die ausführliche Begründung kann vorab verwiesen werden. Dieser vermag die Beschwerdeführerin nichts Entscheidendes entgegenzuhalten, auch nicht mit ihrer Rüge einer rechtsungleichen Behandlung: Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Befindet sich der nachzuziehende Ehegatte eines Flüchtlings mit Asyl im Ausland, setzt Art. 51 Abs. 4 AsylG eine vorbestandene, durch Flucht getrennte Gemeinschaft voraus (zum Ganzen: BVGE 2017 VI/4 E. 3.1). Bei einer Verneinung verbleibt allenfalls die Möglichkeit eines Nachzugs gestützt auf die Vorschriften des AIG. Die Zuständigkeit hierfür liegt bei den kantonalen Behörden. Daraus folgt, dass es der Beschwerdeführerin selbst bei Gewährung von Asyl nicht möglich wäre, ihren Ehemann gestützt auf Art. 51 AsylG nachzuziehen. Insbesondere auch nicht, weil nicht ersichtlich ist, inwiefern das Aufnehmen eines Familienlebens mit B._______ in der Türkei unzumutbar oder unmöglich wäre (vgl. Urteil des BVGer E-4404/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 6.4.1). Sodann steht es einzig der kantonalen Behörde zu, darüber zu befinden, ob der Beschwerdeführerin Ansprüche aus Art. 44 AIG zukommen. Bei der kantonalen Migrationsbehörde einzureichen sind ebenso Gesuche um Familiennachzug gestützt auf Art. 85 Abs. 7 AIG (Art. 74 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Diese Zuständigkeitsordnung gilt im Übrigen auch für alle sich darauf berufende Personen. Eine Lückenfüllung durch analoge Anwendung von Art. 44 AIG beziehungsweise Art. 85 Abs. 7 AIG hätte im Ergebnis zur Folge, die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen zu missachten, und fällt nicht in Betracht.”
“Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, kann auch nicht Art. 8 EMRK (schützenswerte Beziehung) ergänzend hinzugezogen werden (vgl. BVGE 2020 VI/7 E. 3.6). Für die allfällige Beurteilung des Familiennachzuges nach den ausländerrechtlichen Bestimmungen ist der Beschwerdeführer auf die Zuständigkeit der kantonalen Behörden zu verweisen (vgl. u.a. Urteil des BVGer D-354/2022 vom 14. März 2022 E. 6.1 m.w.H.).”
Der Einbezug des Ehegatten (und der minderjährigen Kinder) in die Flüchtlingseigenschaft ist der Regelfall; besondere Umstände, die dem Einbezug entgegenstehen, sind als Ausnahmeklausel restriktiv zu prüfen. Die Beweislast für das Vorliegen solcher besonderen Umstände liegt bei den Asylbehörden. Den betroffenen Personen kommen Mitwirkungspflichten zu.
“Der Einbezug des Ehegatten in die Flüchtlingseigenschaft stellt gemäss der gesetzlichen Konzeption von Art. 51 Abs. 1 AsylG den Regelfall dar. Das Bejahen besonderer Umstände, die einem Einbezug entgegenstehen, ist somit als Ausnahmeklausel zu verstehen und entsprechend grundsätzlich restriktiv anzuwenden (vgl. Urteil des BVGer D-696/2018 vom 28. Februar 2018 E. 6.2). Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Umstände liegt bei den Asylbehörden, wobei die betroffenen Personen eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. Urteil des BVGer E-6677/2014 vom 29. Dezember 2016 E. 4.5).”
Erweist sich, dass die Beziehung nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fällt (z. B. mangels schutzwürdiger familiärer Beziehung), können die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht als erfüllt betrachtet werden. In solchen Fällen bleibt gegebenenfalls der Wege des ausländerrechtlichen Familiennachzugs oder kantonaler Bewilligungen vorbehalten.
“Zwar bestreite das SEM das Bestehen einer Beziehung bis zum Jahr 2011 nicht. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer während des laufenden Verfahrens in der Schweiz vorübergehend bei B._______ untergebracht worden sei, deute jedoch lediglich darauf hin, dass sich die Beziehung beziehungsweise der Wille zur Familienvereinigung erst kürzlich intensiviert habe. Es sei somit nicht vom Bestehen einer schützenswerten Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK auszugehen. Ausserdem sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz einzig mit dem Ziel der Familienzusammenführung, nicht jedoch der Prüfung eigener Fluchtgründe, um Asyl nachgesucht habe. Dies sei als Umgehung der einschlägigen ausländerrechtlichen Bestimmungen zum Familiennachzug zu qualifizieren und deshalb nicht zu schützen. Es stehe ihm jedoch frei, ein ausländerrechtliches Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung beziehungsweise um ausländerrechtlichen Familiennachzug bei den zuständigen kantonalen Behörden zu stellen. Die Voraussetzungen des Art. 51 Abs. 1 AsylG seien nicht erfüllt. Da die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und B._______ nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK falle, gelte B._______ nicht als Familienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO; dasselbe gelte für die bereits erwachsenen Kinder. Schliesslich sei auch kein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO oder humanitäre Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) i.V.m. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ersichtlich, welche ein Eintreten im vorliegenden Fall rechtfertigen würden.”
“Wenn die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 AsylG nicht erfüllt sind, kann die Bestimmung von Art. 8 EMRK nicht ergänzend angewendet werden, ebenso wenig vermögen die Bestimmungen der KRK oder humanitäre Überlegungen daran etwas zu ändern. Die Frage nach einem allfälligen Anspruch auf Regelung des Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz als (Ehe-)Partner beziehungsweise Vater hier als Flüchtlinge anerkannter Personen ist von der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde im Rahmen des ausländerrechtlichen Familiennachzugs zu beurteilen (vgl. BVGE 2019 VI/3 E. 5.7); dazu ist auf die nachfolgenden Ausführungen zu verweisen.”
In der vorliegenden Entscheidung stellte das SEM fest, dass der Beschwerdeführer in Italien als Flüchtling anerkannt worden sei; daraufhin erklärte das SEM die Dublin‑VO für nicht anwendbar und kündigte an, die Rückführung nach Italien zu verfügen. Vorher hatte das SEM bei den italienischen Behörden Auskunft eingeholt. Daraus ergeben sich Koordinationsfragen zwischen der Abklärung einer Drittstaatenanerkennung und dem weiteren Vorgehen im Asyl-/Überstellungsverfahren.
“Sie seien etwa einen Monat bei ihm in Italien geblieben und anschliessend in die Schweiz gereist. Sie seien telefonisch in Verbindung gestanden und hätten sich erst im Oktober 2022 wiedergesehen. Sie hätten sich vorher nicht sehen können, weil es ihm nicht gelungen sei, in die Schweiz zu kommen. Während vier Monaten hätten sie aufgrund von Meinungsverschiedenheiten keinen Kontakt gehabt. Er wolle nicht nach Italien zurückkehren, weil er zusammen mit seinen Töchtern in der Schweiz bleiben möchte. In Italien habe er sich nicht wohl gefühlt. Gesundheitlich gehe es ihm gut. A.d Die Partnerin des Beschwerdeführers verliess Eritrea zusammen mit ihren beiden älteren Töchtern eigenen Angaben gemäss im Januar 2020 und suchte am 23. September 2021 in der Schweiz um Asyl nach. Mit Ver-fügung vom 28. Dezember 2021 stellte das SEM fest, die Partnerin des Be-schwerdeführers erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG. Den beiden älteren Töchtern wurde die Flüchtlingseigen-schaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG zuerkannt. Der Partnerin und den Töchtern des Beschwerdeführers wurde Asyl gewährt. Am (...) wurde die dritte Tochter der Partnerin des Beschwerdeführers geboren. A.e Das SEM stellte bei den italienischen Behörden am 3. November 2022 ein Auskunftsersuchen hinsichtlich des vom Beschwerdeführer in Italien durchlaufenen Asylverfahrens. A.f Die italienischen Behörden teilten am 5. Dezember 2022 mit, der Be-schwerdeführer sei in Italien als Flüchtling anerkannt worden. Die Aufent-haltsbewilligung sei von der Quästur F._______ ausgestellt worden und laufe am (...) 2024 ab. A.g Mit Zwischenverfügung vom 6. Dezember 2022 teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit, dass die Dublin-III-VO nicht anwendbar sei, da er in Italien als Flüchtling anerkannt worden sei. Das SEM beabsichtige, ge-stützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf sein Asylgesuch nicht einzutreten und die Wegweisung nach Italien zu verfügen. Dem Be-schwerdeführer wurde Frist zur Einreichung einer Stellungnahme (rechtliches Gehör) gewährt.”
Ein Anspruch auf Ableitung des Schutzes über Art. 51 Abs. 1 AsylG besteht nicht für den sogenannten umgekehrten Familiennachzug (z. B. Vater eines minderjährigen Schutzberechtigten). Diese Konstellation wird in der genannten Allgemeinverfügung nicht erfasst.
“Weiter kann der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass sein Sohn über einen Schutzstatus S verfügt, keinen eigenen Anspruch auf Gewährung vorübergehenden Schutzes ableiten. Die vorliegende Konstellation - eine Ableitung eines Schutzanspruchs des Vaters eines minderjährigen Schutzberechtigten (sog. umgekehrter Familiennachzug) - wird von Ziff. I Bst. a der Allgemeinverfügung nicht erfasst. Als Familienangehörige werden ausdrücklich nur Partnerinnen und Partner sowie minderjährige Kinder von ukrainischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern genannt (Art. 71 Abs. 1 sowie auch Art. 51 Abs. 1 AsylG; vgl. Urteil des BVGer D-2299/2023 vom 5. September 2023 E. 5.2, D-4049/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 7.1). Darüber hinaus können gemäss Bst. a der Allgemeinverfügung andere enge Verwandte, die zum Zeitpunkt der Flucht ganz oder teilweise unterstützt wurden, in den Schutz einbezogen werden, was vorliegend nicht der Fall ist. An dieser Einschätzung vermögen die in der Replik zitieren Urteile D-3363/2022 und D-2283/2022 nichts zu ändern, zumal diese keine inhaltlichen Erwägungen zur Klärung der vorliegend strittigen Frage enthalten, sondern es sich um Kassationen kurz nach Kriegsbeginn handelt, weil sich das SEM nicht ausreichend mit der Familienkonstellation auseinandergesetzt hatte.”
Minderjährige Kinder können trotz fehlender originärer Flüchtlingseigenschaft in die Flüchtlingseigenschaft der Eltern und in das Familienasyl einbezogen werden, sofern sich aus den Akten keine dagegensprechenden Umstände ergeben. Als solche dagegensprechenden Umstände hat die Rechtsprechung insbesondere genannt: fehlende rechtliche Filiation/Adoption, nur sehr kurze oder lange unterbrochene gemeinsame Lebenszeit, fehlender Nachweis der (wirtschaftlichen/erzieherischen/affektiven) Unterstützung sowie das Fehlen einer besonderen Abhängigkeit des Kindes von der antragstellenden Bezugsperson.
“Die beiden in der Schweiz geborenen Kinder dürften von der Situation ihrer Eltern zwar mitbetroffen sein; bei ihnen ist jedoch nicht davon auszugehen, dass sie mit der geforderten beachtlichen Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft nach einer Übersiedelung nach Pakistan Verfolgungshandlungen ausgesetzt würden. Sie erfüllen damit die originäre Flüchtlingseigenschaft nicht, sind jedoch in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Eltern und in das Familienasyl einzubeziehen, nachdem sich aus den Akten keine dagegensprechenden Umstände ergeben (Art. 51 Abs. 1 AsylG).”
“Ainsi, pour tous les autres membres de la famille, le regroupement familial de ces personnes doit être traité uniquement en vertu de la LEI et non selon le régime spécial de la LAsi (cf. idem). L'art. 51 LAsi ne peut dès lors pas faire l'objet d'une interprétation extensive, puisque - comme exposé - celle-ci irait à l'encontre de la volonté claire du législateur de supprimer l'asile familial pour les personnes autres que celles visées à l'al. 1 de cette disposition (cf. ATAF 2020 VI/7 consid. 2.3 ; 2015/29 consid. 4.2.1 à 4.2.3 et réf cit.). 4. 4.1 En l'espèce, la recourante s'est vu reconnaître la qualité de réfugié et octroyer l'asile à titre originaire par décision du 10 décembre 2019, de sorte que la première condition de l'art. 51 LAsi est remplie. Se pose dès lors la question de savoir si B._______ et C._______ peuvent être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.2 4.2.1 Selon la jurisprudence du Tribunal, le terme « enfant » mentionné à l'art. 51 al. 1 LAsi doit être compris comme étant une relation entre deux personnes fondée sur un lien de filiation (cf. arrêts du Tribunal E-5519/2022 du 9 février 2024 consid. 4.3 ; E-2297/2019 du 22 octobre 2020 consid. 5.4.2 et réf. cit.). La filiation est une notion juridique qui n'existe que si le droit la consacre et qui résulte soit directement de la loi (pour la mère, de la naissance ; pour le père, de la présomption de paternité du mari), soit d'actes déterminés (reconnaissance, jugement, décision de l'autorité en cas d'adoption ; cf. idem). Il en résulte qu'une adoption ne peut pas être établie sur la base de simples déclarations, mais doit au contraire découler d'un acte délivré par une autorité compétente en la matière. 4.2.2 En l'occurrence, l'intéressée a allégué s'être exclusivement occupée de son frère et de sa soeur suite à la disparition, respectivement au décès, de ses parents, et avoir endossé le rôle de mère à leur égard. Elle a certes produit à l'appui de ses allégations un document établi le 21 juin 2010 par l'Etat érythréen, région administrative de I.”
“6), seul étant déterminant, comme indiqué, la filiation résultant de la naissance ou de l'adoption. A fortiori, la recourante a déposé sa demande de regroupement familial plus de quatre ans après avoir été séparée de son frère et de sa soeur en raison de sa fuite et moins de deux mois avant l'obtention, par ces derniers, de la majorité. Son frère et sa soeur ont dès lors vécu durant plus de quatre ans sans la présence de la recourante à leurs côtés, vraisemblablement chez la propriétaire de la maison où ils avaient vécu tous ensemble lorsqu'ils se trouvaient en F._______ (cf. procès-verbal d'audition du 5 novembre 2019, R7 et R8). Dans ces conditions, le lien de dépendance entre la recourante et ses frère et soeur ne semble plus être établi, ce nonobstant ses allégations selon lesquelles elle se serait souciée de leur sort dès son arrivée en Suisse et se serait sentie coupable d'être partie sans eux. Au vu de ce qui précède, B._______ et C._______ ne peuvent pas être considérés comme les enfants mineurs de l'intéressée au sens de l'art. 51 al. 1 LAsi. 4.3 Les arguments du recours relatifs à la bonne intégration de la recourante en Suisse et à la situation actuelle en F._______ ne sont quant à eux pas déterminants dans le cadre de la présente affaire, au même titre que la naissance de l'enfant H._______. 5. En conclusion, c'est à bon droit que le SEM a refusé l'autorisation d'entrée en Suisse au titre de l'asile familial au frère, B._______, et à la soeur, C._______, de la recourante. Le recours du 1er février 2024 doit donc être rejeté. 6. 6.1 Compte tenu de l'issue de la cause, il y aurait lieu de mettre les frais de la procédure à la charge de la recourante, conformément à l'art. 63 al. 1 PA et aux art. 2 et 3 let. b du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF ; RS 173.320.2). Toutefois, pour tenir compte de la violation, par le SEM, du droit d'être entendu de la recourante, il est renoncé à percevoir des frais de procédure. 6.2 En raison du vice de procédure soulevé à juste titre par la recourante (cf.”
“En outre, le SEM a mentionné, dans l'état de fait de la décision attaquée, de manière détaillée de surcroît, tous les faits allégués et documents présentés par l'intéressé dans le cadre de sa demande de regroupement familial. Il a ensuite indiqué, de manière claire et précise, les raisons pour lesquelles il estimait que cette demande devait être rejetée. Vu l'argumentation du recours, le recourant a manifestement saisi les motifs qui ont guidé le SEM et attaquer ensuite la décision querellée en toute connaissance de cause. Au vu de ce qui précède, aucun élément du dossier ne permet d'admettre que le SEM aurait violé le droit d'être entendu du recourant, pas plus qu'il n'aurait manqué au devoir d'instruction de la présente cause. 3.4 S'avérant mal fondés, les griefs formels doivent être écartés. 4. 4.1 Dans la décision querellée, le SEM a notamment estimé que B._______ et C._______ ne pouvaient pas être reconnus comme des enfants adoptés ou des enfants recueillis entrant dans la définition d'« enfants mineurs » de l'art. 51 al.1 LAsi. Bien que l'intéressé ait indiqué avoir vécu avec eux dans la maison de sa soeur et de sa famille avant de fuir l'Afghanistan, la courte période d'un mois de vie commune ne suffisait pas à établir l'existence d'un véritable lien familial. De plus, il n'avait pas pu prouver qu'il avait subvenu aux besoins éducatifs, affectifs et économiques des enfants durant leur séparation. Le SEM a également précisé que le document censé attester son statut de parent adoptif, même authentique, le qualifiait plutôt de tuteur, voire de curateur ou de parrain. Par ailleurs, le recourant, ayant vécu à Kaboul avec des colocataires depuis juillet 2018, n'avait jamais formé de communauté familiale avec ses neveux, à l'exception du mois passé avec eux dans le ménage de sa soeur. Enfin, le SEM a indiqué que le requérant disposait d'autres moyens pour assurer l'accueil de ses neveux, étant donné que sa soeur résidait encore en Afghanistan et que ses deux frères vivaient en Iran. Ces derniers étaient censés contribuer à l'effort de solidarité familiale face à la situation difficile de leurs neveux.”
“_______ qu'il envisageait d'accepter sa demande de regroupement familial en tant qu'elle concernait son épouse et ses deux enfants mineurs, mais qu'il entendait la rejeter en tant qu'elle concernait son fils majeur, dont le lien de dépendance particulier avec ses parents n'avait pas été établi. L'autorité de première instance a imparti au requérant un délai pour se déterminer à ce sujet et pour produire d'éventuels éléments complémentaires. F.Dans ses déterminations du 1er décembre 2022, le requérant a exposé que son fils aîné se trouvait dans une situation de dépendance avec le reste de sa famille et a allégué par ailleurs qu'il aurait pu déposer sa demande de regroupement familial plus tôt s'il n'avait pas dû faire recours pour obtenir le statut de réfugié et l'admission provisoire. G.Le 15 décembre 2022, le SEM a rendu une décision favorable à la demande de regroupement familial en tant qu'elle concernait l'épouse du requérant et leurs deux enfants mineurs. Ces derniers sont ainsi entrés en Suisse le 11 janvier 2023 et y ont déposé une demande d'asile le 17 janvier 2023. Par décision du 25 janvier 2023, le SEM leur a reconnu la qualité de réfugiés afin de préserver l'unité de la famille (art. 51 al.1 LAsi) et a prononcé leur admission provisoire. H.Par décision du 16 décembre 2022, le SEM a rejeté la demande de regroupement familial et d'inclusion dans l'admission provisoire déposée par le requérant en faveur de son fils aîné, au motif que celui-ci était majeur et qu'un lien de dépendance particulier avec le reste de sa famille n'avait pas été démontré. I.Le requérant, agissant par l'entremise de sa mandataire, a recouru contre cette décision le 1er février 2023 auprès du Tribunal en concluant à son annulation et à l'admission de la demande de regroupement familial déposée en faveur de son fils aîné. Il a par ailleurs sollicité l'octroi de l'assistance judiciaire totale. J.Par décision incidente du 1er mars 2023, le Tribunal a admis la demande d'assistance judiciaire totale du recourant, l'a dispensé du paiement des frais de procédure et a désigné sa mandataire en qualité d'avocate d'office pour la procédure de recours. K.Appelé à se prononcer sur le recours, le SEM en a proposé le rejet.”
Das SEM kann einen Antrag auf Einbezug eines Kindes in die Flüchtlingseigenschaft eines Elternteils prüfen und hierzu eine gesonderte Verfügung erlassen; ein solcher Einbezug kann auch unabhängig vom Verfahren der Eltern erfolgen.
“Abschliessend wurde im Urteil festgehalten, das SEM werde in einem weiteren Schritt den zwischenzeitlich bei der Vorinstanz eingereichten Antrag auf Einbezug der Beschwerdeführerin in die Flüchtlingseigenschaft ihres Lebenspartners zu prüfen haben (mit Bezug auf das zweite Kind der Beschwerdeführerin sei bisher offenbar kein entsprechender Antrag gestellt worden). M. M.a Mit Eingaben an das SEM vom 12. April und 7. Mai 2021 wurde für das zweitgeborene Kind der Beschwerdeführerin ein Antrag auf Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seines Vaters gestellt. Zudem beantragte die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für ihr wieder aufgenommenes erstinstanzliches Asylverfahren. Schliesslich wurde darum ersucht, nicht den LINGUA-Angestellten "AS19" mit der Erstellung der bevorstehenden Herkunftsanalyse zu beauftragen, weil dessen Analysen "wiederholt nicht wissenschaftliche Standards genügt" hätten. M.b Mit Schreiben vom 9. Juni 2021 wies das SEM den Antrag betreffend den LINGUA-Analysten "AS19" ab. M.c Mit Verfügung vom 10. Juni 2021 stellte das SEM fest, dass der Sohn der Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 51 Abs. 3 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft seines Vaters einbezogen und als Flüchtling vor-läufig in der Schweiz aufgenommen werde. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. M.d Mit separater Zwischenverfügung vom 10. Juni 2021 wies das SEM das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab (unter Hinweis darauf, dass diese Verfügung erst mit dem Endentscheid anfechtbar sei). N. N.a Am 10. Mai 2021 führte eine Mitarbeitende der Fachstelle Lingua im Auftrag des SEM ein (telefonisch geführtes) Interview mit der Beschwerdeführerin durch. Gestützt auf die Aufnahme dieses Gesprächs erstellte ein Experte der Fachstelle am 18. Juni 2021 eine landeskundliche und sprach-wissenschaftliche Analyse (nachfolgend: Lingua-Analyse). N.b Das SEM gewährte der Beschwerdeführerin am 22. Juli 2021 das rechtliche Gehör zur Lingua-Analyse, namentlich zu deren Ergebnis, dass sie eindeutig nicht im Kreis Purang in der Autonomen Region Tibet sozialisiert worden sei. Dabei wurde die Einsicht in den eigentlichen Analysebericht wegen überwiegender öffentlicher und privater Geheim-haltungsinteressen verweigert, der Beschwerdeführerin jedoch der we-sentliche Inhalt der Begründung des Analyseergebnisses bekanntgegeben.”
“Abschliessend wurde im Urteil festgehalten, das SEM werde in einem weiteren Schritt den zwischenzeitlich bei der Vorinstanz eingereichten Antrag auf Einbezug der Beschwerdeführerin in die Flüchtlingseigenschaft ihres Lebenspartners zu prüfen haben (mit Bezug auf das zweite Kind der Beschwerdeführerin sei bisher offenbar kein entsprechender Antrag gestellt worden). M. M.a Mit Eingaben an das SEM vom 12. April und 7. Mai 2021 wurde für das zweitgeborene Kind der Beschwerdeführerin ein Antrag auf Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seines Vaters gestellt. Zudem beantragte die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für ihr wieder aufgenommenes erstinstanzliches Asylverfahren. Schliesslich wurde darum ersucht, nicht den LINGUA-Angestellten "AS19" mit der Erstellung der bevorstehenden Herkunftsanalyse zu beauftragen, weil dessen Analysen "wiederholt nicht wissenschaftliche Standards genügt" hätten. M.b Mit Schreiben vom 9. Juni 2021 wies das SEM den Antrag betreffend den LINGUA-Analysten "AS19" ab. M.c Mit Verfügung vom 10. Juni 2021 stellte das SEM fest, dass der Sohn der Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 51 Abs. 3 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft seines Vaters einbezogen und als Flüchtling vor-läufig in der Schweiz aufgenommen werde. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. M.d Mit separater Zwischenverfügung vom 10. Juni 2021 wies das SEM das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab (unter Hinweis darauf, dass diese Verfügung erst mit dem Endentscheid anfechtbar sei). N. N.a Am 10. Mai 2021 führte eine Mitarbeitende der Fachstelle Lingua im Auftrag des SEM ein (telefonisch geführtes) Interview mit der Beschwerdeführerin durch. Gestützt auf die Aufnahme dieses Gesprächs erstellte ein Experte der Fachstelle am 18. Juni 2021 eine landeskundliche und sprach-wissenschaftliche Analyse (nachfolgend: Lingua-Analyse). N.b Das SEM gewährte der Beschwerdeführerin am 22. Juli 2021 das rechtliche Gehör zur Lingua-Analyse, namentlich zu deren Ergebnis, dass sie eindeutig nicht im Kreis Purang in der Autonomen Region Tibet sozialisiert worden sei. Dabei wurde die Einsicht in den eigentlichen Analysebericht wegen überwiegender öffentlicher und privater Geheim-haltungsinteressen verweigert, der Beschwerdeführerin jedoch der we-sentliche Inhalt der Begründung des Analyseergebnisses bekanntgegeben.”
Voraussetzung für den Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG ist, dass zwischen der asylberechtigten Person und dem Ehepartner bzw. den minderjährigen Kindern bereits vor der Flucht eine bestehende Familiengemeinschaft bestanden hat. Liessen die Anspruchsberechtigten bereits vor der Flucht getrennt leben, kann dennoch von einer vorbestehenden "gelebten" Familiengemeinschaft ausgegangen werden, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben vorlagen (z. B. objektiv unmögliche gemeinsame Lebensführung).
“Gemäss Art. 71 Abs. 1 Bst. b AsylG wird Ehegatten von Schutzbedürftigen und ihren minderjährigen Kindern vorübergehend Schutz gewährt, wenn die Familie durch Ereignisse nach Art. 4 AsylG getrennt wurde, sich in der Schweiz vereinigen will und keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Eine Vereinigung nach Trennung durch Ereignisse nach Art. 4 AsylG setzt - analog zum asylrechtlichen Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG - eine vorbestandene Familienbeziehung im Heimat- oder Herkunftsstaat respektive bei vorübergehendem Schutz in der vom Bundesrat in seinem Grundsatzentscheid definierten Konfliktregion voraus. Die Trennung der Familienangehörigen kann bei einer gemeinsamen Flucht aus der Konfliktregion auch ausserhalb derselben erfolgt sein; sie muss aber auf den Ereignissen nach Art. 4 AsylG beruhen. Haben andere Gründe - etwa ökonomische - zur Trennung geführt, ergibt sich daraus kein Anspruch auf Gewährung des vorübergehenden Schutzes (vgl. BBl 1996 II S. 82). Befinden sich anspruchsberechtigte Personen im Ausland, so ist ihre Einreise zu bewilligen (Art. 71 Abs. 3 AsylG). Analog zur Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zweck der Familienzusammenführung von Personen mit Asylstatus im Sinne von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG ist es Bedingung, dass bereits vor der Flucht eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat, diese Familienbeziehung nach der Flucht im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiedervereinigung der Familie getragen ist”
“Hätten sie die Möglichkeit gehabt, zusammen zu leben oder zu heiraten, hätten sie dies getan. Dass B._______ in der Zeit, in der sie (...) gewesen sei, nicht (...) geheiratet und (...) auf ihren Anruf gewartet habe, zeuge von der Tiefe der Beziehung. Das SEM verkenne, dass (...) es schlichtweg objektiv unmöglich gewesen [sei], die Beziehung tatsächlich zu leben. (...). Überdies habe sie (Beschwerdeführerin) unter (...) gestanden. (...). Wäre sie (...), hätten sie und B._______ mit dem Tod rechnen müssen. Das Bundesverwaltungsgericht gehe bei Familien, die bereits vor der Ausreise von der asylberechtigten Person im Heimatstaat getrennt gelebt hätten, gleichwohl von einer vorbestandenen gelebten Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für das Getrenntleben in der Heimat vorgelegen hätten. Ihre Ausführungen würden darlegen, dass zwingende Gründe vorgelegen hätten, weshalb sie nicht zusammen mit B._______ im gleichen Haushalt habe leben können. Schliesslich würden auch keine besonderen Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vorliegen. Entgegen der Ansicht des SEM handle es sich bei der Beziehung zwischen ihr und B._______ um ein gefestigtes Konkubinat. Bis heute stehe sie in engem Kontakt zu B._______ Sie würden mehrmals pro Woche telefonieren und sich Nachrichten schicken. Ihre Beziehung würden sie seit nunmehr (...) Jahren aufrechterhalten. Die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG seien damit erfüllt.”
“Gemäss Art. 71 Abs. 1 Bst. b AsylG wird Ehegatten von Schutzbedürftigen und ihren minderjährigen Kindern vorübergehend Schutz gewährt, wenn die Familie durch Ereignisse nach Art. 4 AsylG getrennt wurde, sich in der Schweiz vereinigen will und keine besonderen Umstände dagegensprechen. Eine Vereinigung nach Trennung durch Ereignisse nach Art. 4 AsylG setzt - analog zum asylrechtlichen Einbezug nach Art. 51 Abs. 1 AsylG - eine vorbestandene Familienbeziehung im Heimat- oder Herkunftsstaat respektive bei vorübergehendem Schutz in der vom Bundesrat in seinem Grundsatzentscheid definierten Konfliktregion voraus. Die Trennung der Familienangehörigen kann bei einer gemeinsamen Flucht aus der Konfliktregion auch ausserhalb derselben erfolgt sein; sie muss aber auf den Ereignissen nach Art. 4 AsylG beruhen. Haben andere Gründe - etwa ökonomische - zur Trennung geführt, ergibt sich daraus kein Anspruch auf Gewährung des vorübergehenden Schutzes (vgl. BBl 1996 II S. 82). Befinden sich anspruchsberechtigte Personen im Ausland, so ist ihre Einreise zu bewilligen (Art. 71 Abs. 3 AsylG). Analog zur Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zweck der Familienzusammenführung von Personen mit Asylstatus im Sinne von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG ist es Bedingung, dass bereits vor der Flucht eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person bestanden hat, diese Familienbeziehung nach der Flucht im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiedervereinigung der Familie getragen ist.”
“33 LTAF, qu'en particulier, les décisions rendues par le SEM concernant l'asile peuvent être contestées devant le Tribunal (cf. art. 33 let. d LTAF, applicable par renvoi de l'art. 105 LAsi), lequel statue alors définitivement, sauf demande d'extradition déposée par l'Etat dont le requérant cherche à se protéger (cf. art. 83 let. d ch. 1 LTF), que le Tribunal est donc compétent pour connaître du présent recours, que le recourant, agissant pour sa fille mineure, a qualité pour recourir (cf. art. 48 al. 1 PA), que, présenté dans la forme (cf. art. 52 PA) et le délai (cf. art. 108 al. 6 LAsi) prescrits par la loi, le recours est recevable, qu'en vertu de l'art. 106 al. 1 LAsi, le Tribunal examine les motifs de recours tirés d'une violation du droit fédéral, notamment pour abus ou excès dans l'exercice du pouvoir d'appréciation (let. a), et d'un établissement inexact ou incomplet de l'état de fait pertinent (let. b), le contrôle de l'opportunité étant, lui, exclu, en ce qui a trait à l'application de la loi sur l'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et consid. 5.4 ; 2014/26 consid. 5.6), qu'en vertu de l'art. 51 al. 1 LAsi, le conjoint d'un réfugié et ses enfants mineurs sont reconnus comme réfugiés et obtiennent l'asile, pour autant qu'aucune circonstance particulière ne s'y oppose, que si les ayants droit définis à l'alinéa précité ont été séparés par la fuite et se trouvent à l'étranger, leur entrée en Suisse sera autorisée sur demande (cf. art. 51 al. 4 LAsi), que l'art. 51 LAsi constitue une disposition spéciale, permettant d'accorder aux personnes qui en remplissent les conditions un statut plus favorable que celui découlant d'une autorisation cantonale de séjour fondée sur les prescriptions de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (LEI, RS 142.20), qu'il en découle que cette disposition ne saurait être interprétée de manière extensive, dès lors que le droit ordinaire de police des étrangers demeure applicable (cf. ATAF 2015/29 consid. 4.2.1, et jurisprudence citée), que l'art. 51 al. 4 LAsi a pour finalité de régler de manière uniforme le statut du noyau familial tel qu'il existait au moment de la fuite, et non de créer de nouvelles communautés familiales ou de permettre la reprise de relations interrompues pour d'autres motifs que la fuite ou des raisons impérieuses dans le pays d'origine (cf.”