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Die Übertragung operativer Aufgaben an Dritte ist mit Blick auf den Betrieb der Zentren ausdrücklich vorgesehen. Die blosse Delegation begründet nicht von vornherein eine Verletzung der Führungspflicht des SEM; eine Rüge muss aufzeigen, in welcher konkreten Weise die Führungspflicht verletzt worden sein soll.
“Des Weiteren ist es für das Gericht nicht nachvollziehbar, inwiefern das SEM seiner Pflicht zur Führung eines Asylzentrums im Sinne von Art. 24 Abs. 1 AsylG nicht nachgekommen sein soll. Die Betrauung Dritter mit Aufgaben ist mit Blick auf die Sicherstellung des Betriebs der Zentren gemäss Art. 24b AsylG explizit vorgesehen; in welcher Weise das SEM vorliegend durch die Einholung der medizinischen Unterlagen bei der betrauten Pflegeorganisation gegen seine Führungspflicht verstossen habe soll, ist nicht ersichtlich.”
Eine angemessene Verlängerung des Aufenthalts ist möglich, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Vollzug der Wegweisung ermöglicht werden kann.
“März 2019 in Kraft getretene schweizerische Asylverfahrensrecht zielt darauf ab, eine Mehrzahl der Asylverfahren im sogenannten beschleunigten Verfahren abzuwickeln. Charakteristisch für dieses Verfahren ist die Taktung der Verfahrensschritte: die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts, die Gewährung der Parteirechte und die Abfassung und Eröffnung des erstinstanzlichen Asylentscheids folgen einem gesetzlich vorgegebenen Zeitplan. Es zielt darauf ab, in nicht komplexen Fällen innerhalb von 140 Tagen einen rechtskräftigen Asylentscheid (einschliesslich des Durchlaufens eines Rechtsmittelverfahrens) herbeizuführen und diesen zu vollziehen (vgl. zum Ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7.2). Das beschleunigte Verfahren wird in den Asylzentren des Bundes geführt und es sollte gemäss der gesetzlichen Konzeption innert maximal 31 (Kalender)Tagen vorinstanzlich abgeschlossen sein (vgl. Urteil des BVGer E-5624/2019 vom 13. November 2019 E. 5.2.1). Die Höchstdauer des Aufenthaltes in den Zentren des Bundes beträgt 140 Tage. Nach Ablauf der Höchstdauer erfolgt eine Zuweisung an einen Kanton (Art. 24 Abs. 4 AsylG). Sie kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Vollzug der Wegweisung erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG).”
Im entschiedenen Fall (BVGer D-627/2022) hat das SEM den Betroffenen nach Ablauf der Höchstdauer des Aufenthalts im Bundeszentrum dem Kanton zugewiesen, obwohl medizinisch-psychiatrische Behandlungen und einschlägige Medikation dokumentiert waren. Daraus ergibt sich, dass eine Zuweisung trotz bestehender Behandlungspflege möglich ist; eine weitergehende Verallgemeinerung über eine automatische Fortsetzung des Aufenthalts lässt die zitierte Entscheidung nicht zu.
“_______, du 8 septembre 2021, l'intéressé souffrait de céphalées liées à un traumatisme par arme à feu qu'il avait déclaré avoir subi en 2013. De ce fait, il avait été traité avec divers médicaments (i.e. Relaxane, Dafalgan, Irfen) et s'était vu prescrire un suivi psychiatrique. Il était précisé qu'une évaluation neurologique chirurgicale, liée au traumatisme mentionné, et une évaluation par un opticien étaient indiquées. K. Par rapport médical succinct (F2) du 15 octobre 2021, le Département de psychiatrie du Centre (...) a exposé que le requérant souffrait d'un état de stress post-traumatique traité par Relaxane (0-0-1) et Alprazolam (0.5 mg, 1-0-1). L. Selon un rapport médical succinct (F2) du Département de psychiatrie du Centre (...) du 12 novembre 2021, l'intéressé présentait un état anxieux-dépressif et bénéficiait de ce fait d'un traitement au Remeron (30 mg, 0-0-1) et au Xanax (0.5 mg, 0-0-1). M. Par décision du 6 décembre 2021, le SEM a attribué le requérant au canton de H._______, au motif que le délai maximal de son séjour au CFA avait expiré (cf. art. 24 al. 4 LAsi, art. 21 al. 2 let. c OA 1). N. Par courriel du 28 janvier 2022, le SEM a communiqué au représentant juridique du requérant un projet de décision de non-entrée en matière sur la demande d'asile de celui-ci et son renvoi en Grèce. O. Par attestation du 31 janvier 2022, le Dr I._______ a indiqué que, hormis des problèmes dentaires, le requérant était en bonne santé du point de vue physique, mais gardait des séquelles psychiques suite à deux agressions dont il affirmait avoir été victime à C._______ en 2016. Il avait été blessé à la tête lors de la première d'entre elles et souffrait depuis lors de céphalées. Au cours de la seconde attaque, il était tombé au sol et ressentait de ce fait des douleurs invalidantes aux mains, avec limitation dans les mouvements d'extension. Il avait été examiné par un orthopédiste qui lui avait prescrit des attelles amovibles des poignets. Sur ce point, une consultation médicale était prévue afin de décider si des investigations plus approfondies étaient nécessaires.”
Eine Zuweisung an einen Kanton kann auch dann erfolgen, wenn nach der Zuteilung in das erweiterte Verfahren keine weiteren Abklärungen mehr vorgenommen werden. Nach der Rechtsprechung des BVGer ist dies nicht treuwidrig; im erweiterten Verfahren sind weitere Abklärungsschritte nicht zwingend vorgeschrieben, und nach Art. 24 Abs. 4 AsylG endet der Aufenthalt in den Bundeszentren spätestens nach 140 Tagen mit einer Zuweisung an einen Kanton.
“Schliesslich ist im Handeln der Vorinstanz, dass sie nach dem Kassationsurteil und nach der Zuteilung des Beschwerdeführers in das erweiterte Verfahren ohne weitere Abklärungen ihren abschlägigen Entscheid erlassen hat, kein Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben zu erblicken. Wie schon zuvor erklärt, wurden einerseits die durch das Urteil BVGer E-615/2024 vom 6. Februar 2024 angeordneten Abklärungen durch die Volljährigkeit des Beschwerdeführers offenkundig hinfällig (vgl. E. 5.3). Andererseits sind im erweiterten Verfahren weitere entscheidrelevante Verfahrensschritte (z.B. Abklärungsmassnahmen wie eine weitere Anhörung zu den Asylgründen oder zu Vollzughindernissen) nicht zwingenderweise durchzuführen. Dies ergibt sich zum einen aus dem Wortlaut von Art. 26d AsylG, wonach eine Zuteilung ins erweiterte Verfahren erfolgt, wenn namentlich weitere Abklärungen erforderlich sind, und zum anderen aus dem Umstand, dass eine asylsuchende Person höchstens 140 Tage in einem Bundesasylzentrum verbringen sollte (Art. 24 Abs. 4 AsylG) und dann - ob nun Abklärungsmassnahmen vorgesehen sind oder nicht - einem Kanton zugewiesen wird. Ein widersprüchliches Verhalten kann dem SEM demnach nicht vorgeworfen werden und für den Vertrauensschutz fehlt es nach dem zuvor Gesagten bereits an einer Vertrauensgrundlage, auf welche der Beschwerdeführer sich hätte verlassen dürfen. Im Übrigen wäre auch nicht ersichtlich, welche erheblichen Dispositionen er gestützt auf sein Vertrauen zu seinem Nachteil getätigt haben sollte.”
Bei längerer Verfahrensdauer kann eine Erwerbstätigkeitsbewilligung erst spät erteilt werden. Vor diesem Hintergrund ist das Ausbleiben finanzieller Leistungen den in Bundeszentren untergebrachten Asylsuchenden unter den in den Akten dargestellten Umständen nicht ohne Weiteres vorwerfbar.
“2 Der Beschwerdeführer leistet keine wirtschaftliche Unterstützung für seinen Sohn. Als weggewiesener Asylbewerber lebte er von der Nothilfe, was eine wirtschaftliche Unterstützung offensichtlich ausschloss. Im Vaterschaftsurteil des Bezirksgerichts F vom 2. Mai 2019 wurde denn auch mangels Einkommens des Beschwerdeführers vorläufig darauf verzichtet, diesen zu Unterhalt zu verpflichten. 4.2.1 Asylsuchende verfügen über keine generelle Arbeitserlaubnis in der Schweiz, weshalb ein Stellenantritt immer nur anhand des konkreten Gesuchs eines interessierten Arbeitgebers bei der kantonalen Arbeitsmarktbehörde geprüft und unter den Voraussetzungen von Art. 52 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (SR 142.201) bewilligt werden kann. Aufgrund des Zeitablaufs seit der Wiederaufnahme des Asylverfahrens am 23. Juli 2020 kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer mittlerweile grundsätzlich eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit erhalten könnte (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 1bis sowie Art. 24 AsylG). Den Akten lassen sich keine Angaben hierzu entnehmen. Doch wäre dem Beschwerdeführer eine Arbeitstätigkeit höchstens seit wenigen Monaten gestattet. Unter diesen Umständen ist nach wie vor mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass ihm die ausbleibenden finanziellen Leistungen nicht vorgeworfen werden können (vgl. auch VGr, 17. April 2019, VB.2018.00804, E. 2.2.6). 4.2.2 Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verbundenheit könnten nicht nur Geld-, sondern auch Naturalleistungen von Bedeutung sein, insbesondere bei einer alternierenden (oder faktisch gemeinsamen) Betreuung. Selbst wenn lediglich ein spontan und in Anerkennung der entsprechenden Pflichten regelmässig geleisteter Betrag von symbolischer Bedeutung vorliegt, kann dieser im Gesamtzusammenhang aller Umstände wesentlich ins Gewicht fallen, etwa wenn eine enge affektive Beziehung besteht und sich der Elternteil intensiv um das Kind kümmert, damit der andere seiner Arbeit nachgehen kann (BGr, 11. März 2019, 2C_23/2018, E. 3.”
Art. 24 Abs. 6 erlaubt eine vorzeitige Zuweisung an einen Kanton; diese Möglichkeit wurde in der Praxis beispielsweise durch die Entscheidung des SEM vom 3. November 2022 angewandt.
“), Burundi, représenté par Alfred Ngoyi Wa Mwanza, Consultation juridique pour étrangers, recourant, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Asile et renvoi ; décision du SEM du 7 décembre 2023. Vu la demande d'asile déposée en Suisse, le 27 septembre 2022, par l'intéressé, le mandat de représentation en faveur des juristes et avocats de Caritas Suisse à Boudry, signé par l'intéressé, le 6 octobre 2022, le compte-rendu d'entretien Dublin du 14 octobre 2022, lors duquel le recourant a notamment rapporté avoir subi une agression sexuelle dans son pays d'origine, le journal de soins du 21 octobre 2022, évoquant une consultation du recourant à l'infirmerie du Centre fédéral pour requérants d'asile (CFA) de Boudry afin de solliciter un dépistage d'infections sexuellement transmissibles (dans le contexte d'un rapport non consenti), l'attestation du centre (...) du 28 octobre 2022, dont il ressort notamment qu'une pommade a été remise à l'intéressé, la décision d'attribution de manière anticipée au canton de B._______ (art. 24 al. 6 LAsi [RS 142.31]), du 3 novembre 2022, l'attestation (...) du 2 décembre 2022, relevant que les analyses en laboratoire n'ont pas décelé d'infections sexuellement transmissibles, le procès-verbal de l'audition sur ses motifs d'asile du 19 juillet 2023, les pièces remises à cette occasion, la décision du SEM de passage en procédure étendue du 28 juillet 2023, le procès-verbal de l'audition complémentaire du 22 novembre 2023, la décision du SEM du 7 décembre 2023, notifiée le lendemain, par laquelle le SEM a dénié la qualité de réfugié au recourant, rejeté sa demande d'asile, prononcé son renvoi de Suisse et ordonné l'exécution de cette mesure, le recours, daté du 5 janvier 2024, interjeté contre cette décision, les demandes de dispense de paiement de l'avance de frais et d'assistance judiciaire totale dont il est assorti, le courrier du 9 janvier 2024 et la confirmation y annexée de dépôt du recours, le 8 janvier 2024 à 21h49, délivrée par "My Post 24", le certificat médical du 19 janvier 2024 et l'attestation d'aide financière, transmis par courrier du 24 janvier 2024, la décision incidente du 31 janvier 2024, par laquelle le Tribunal, considérant que les conclusions formulées dans le recours paraissaient d'emblée vouées à l'échec, a rejeté la demande d'assistance judiciaire totale et invité le recourant à verser une avance de frais de 750 francs jusqu'au 15 février 2024, sous peine d'irrecevabilité du recours, le paiement de l'avance requise dans le délai imparti, et considérant que le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), en vertu de l'art.”
Fehlendes Erscheinen zu einem Dublin‑Gespräch begründet nicht ohne Weiteres die Annahme einer Flucht. Ein kurzzeitiges Nichtauffinden ist für sich genommen in den entschiedenen Fällen nicht ausreichend, um Art. 5 Abs. 2 lit. a oder lit. b der Dublin‑Regelung anzuwenden. War der Betroffene in einer Aufnahmestelle untergebracht, deren Höchstdauer 140 Tage beträgt (Art. 24 Abs. 4 AsylG), oder bestand noch genügend Zeit bis zum Ablauf der Dublin‑Fristen, hätte die Behörde den Betroffenen erneut persönlich zu einem Anhörungstermin einladen müssen, da die neuerliche Anhörung für die Dublin‑Entscheidung wesentlich sein konnte.
“) janvier 2023 que l'ORS a été informée, par courriel du même jour, que le recourant nécessitait un traitement contre la gale, que tout porte dès lors à penser que le personnel du CFA était informé de sa situation, que, dans ces circonstances, rien ne suggère que celui-ci aurait, à un moment ou à un autre, quitté le CFA de Boudry ou aurait été introuvable, aucune annonce dans ce sens ou avis de disparition ne figurant d'ailleurs au dossier du SEM, que dans sa notice interne du 3 février 2023, ainsi que dans la décision attaquée, le SEM a uniquement mentionné que l'entretien Dublin avait dû être annulé car le recourant « ne [s'était] pas présenté » ; qu'il n'a toutefois fourni aucune indication complémentaire à ce sujet, ni aucun élément de preuve permettant de conclure que l'intéressé s'est volontairement soustrait à son obligation de se tenir à disposition des autorités, qu'au vu des pièces du dossier, la motivation du SEM apparaît insuffisante pour retenir une fuite de l'intéressé, le SEM ne concluant d'ailleurs pas, dans la décision attaquée, à une quelconque violation de l'obligation de collaborer de sa part, que l'art. 5 par. 2 let. a du règlement Dublin III ne trouve dès lors pas application en l'espèce, qu'il en va de même de la lettre b de la disposition précitée, le SEM n'ayant, avant de rendre sa décision, pas donné au recourant la moindre possibilité de s'exprimer sur l'Etat membre selon lui compétent pour traiter sa demande de protection internationale, qu'in casu, l'autorité intimée aurait dû convoquer une nouvelle fois l'intéressé à un entretien individuel, afin de garantir de manière objective et certaine le respect de son droit d'être entendu, ce d'autant plus que le séjour de l'intéressé dans un CFA - dont la durée maximale est de 140 jours (cf. art. 24 al. 4 LAsi) - le permettait à suffisance, tout comme le délai de traitement de la procédure Dublin, dont la durée maximale est en principe de six mois (cf. art. 29 par. 2 du règlement Dublin III), que la réparation du vice n'entre pas en considération, dès lors que l'audition de l'intéressé est en l'espèce susceptible d'influencer l'examen en opportunité du SEM, en particulier au sujet de l'application de la clause de souveraineté prévue à l'art. 17 par. 1 du règlement Dublin III (cf. ATAF 2019 VI/7 consid. 12.1), tandis que le Tribunal n'est plus en mesure de contrôler l'opportunité de la décision en matière d'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8 ; arrêt du Tribunal F-248/2020 du 21 janvier 2020 consid. 3.4), qu'au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision entreprise annulée pour violation du droit fédéral, respectivement pour violation du droit d'être entendu (cf. art. 106 al. 1 let. a LAsi), que la cause est renvoyée au SEM, qui devra entendre l'intéressé à l'occasion d'un entretien Dublin sur la compétence éventuelle de la Croatie pour le traitement de sa demande d'asile, sur ses objections à son transfert vers cet Etat ainsi que sur son état de santé, puis rendre une nouvelle décision, dûment motivée (cf.”
“_______ ou aurait été introuvable, aucune annonce dans ce sens ou avis de disparition ne figurant au dossier du SEM, que le seul fait que le chargé d'audition aurait cherché le recourant dans la salle d'attente et dans ses environs pendant quelques minutes, sans le trouver, ne suffit de toute évidence pas, en soi, à établir que celui-ci avait pris la fuite, que l'art. 5 par. 2 let. a du règlement Dublin III ne trouve dès lors pas application en l'espèce, qu'il en va de même de la lettre b de la disposition précitée, le SEM n'ayant, avant de rendre sa décision, pas donné au recourant la moindre possibilité de s'exprimer sur l'Etat membre selon lui compétent pour traiter sa demande de protection internationale, qu'en l'espèce, le SEM aurait dû faire droit à la demande de la mandataire de l'intéressé (cf. courriel de Caritas Suisse du 13 décembre 2022 à 11h51 et courrier du même jour) tendant à convoquer une seconde fois ce dernier à un entretien individuel et ce, afin de garantir de manière objective et certaine le respect de son droit d'être entendu, ce d'autant plus que le séjour de l'intéressé dans un CFA - dont la durée maximale est de cent-quarante (140) jours (art. 24 al. 4 LAsi) - le permettait à suffisance, tout comme le délai de traitement de la procédure Dublin - dont la durée maximale est en principe de six mois (art. 29 par. 2 du règlement Dublin III) -, que la réparation du vice n'entre pas en considération, dès lors que l'audition de l'intéressé est en l'espèce susceptible d'influencer l'examen en opportunité du SEM, en particulier au sujet de l'application de la clause de souveraineté prévue à l'art. 17 par. 1 du règlement Dublin III (cf. ATAF 2019 VI/7 consid. 12.1), tandis que le Tribunal n'est plus en mesure de contrôler l'opportunité de la décision en matière d'asile (cf. ATAF 2015/9 consid. 8 ; arrêt du Tribunal F-248/2020 du 21 janvier 2020 consid. 3.4), qu'au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision entreprise annulée pour violation du droit fédéral, respectivement pour violation du droit d'être entendu (art. 106 al. 1 let. a LAsi), que la cause est renvoyée au SEM, qui devra entendre l'intéressé à l'occasion d'un entretien Dublin sur la compétence éventuelle de la Belgique pour le traitement de sa demande d'asile, ses objections à son transfert vers cet Etat ainsi que sur son état de santé, puis rendre une nouvelle décision, dûment motivée (art.”
Auch wenn eine Person in einem Drittstaat bereits als Flüchtling anerkannt wurde oder eine vorläufige bzw. N‑Bewilligung besteht, kann nach Überschreiten der Höchstdauer von 140 Tagen eine Zuweisung an einen Kanton erfolgen; so geschah es in der Entscheidung BVGer E‑5435/2021.
“Juni 2021 ersuchte das SEM die griechischen Behörden gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Drittstaatsangehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Abkommen zwischen der Schweiz und Griechenland über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) schriftlich um Rückübernahme des Beschwerdeführers. Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 15. Juni 2021 zu und präzisierten gleichzeitig, der Beschwerdeführer sei als Flüchtling anerkannt worden und seine Aufenthaltsbewilligung sei bis zum (...) 2023 gültig. Dieser Entscheid sei ihm nicht mitgeteilt worden. F. Den vorinstanzlichen Akten sind Behandlungseinträge der (...) vom 23., 28. und 30. Juni 2021 zu entnehmen. G. Aufgrund der Überschreitung der Höchstdauer des Aufenthaltes in den Zentren des Bundes von 140 Tagen gemäss Art. 24 Abs. 4 AsylG wies die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. September 2021 dem Kanton B._______ zu. H. Am 22. November 2021 ersuchte das SEM die kantonalen Behörden um Zustellung sämtlicher Arztberichte, welche nach dem Austritt aus dem Bundesasylzentrum entstanden seien. Ihm wurde mitgeteilt, dass abgesehen von der Corona-Impfung keine weiteren Arztkonsultationen nötig gewesen seien. I. Am 1. Dezember 2021 händigte die Vorinstanz der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers den Entwurf der Verfügung zum Asylgesuch zur Stellungnahme aus. Ihren vorgesehenen Nichteintretensentscheid begründete sie im Wesentlichen damit, dass im vorliegenden Fall zwar Anzeichen bestünden, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllen würde, da er in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden sei. Gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG sei einem Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder von Wegweisungshindernissen in der Schweiz aber nur dann zu entsprechen, wenn ein schutzwürdiges Interesse nachgewiesen werde.”
“Juni 2021 ersuchte das SEM die griechischen Behörden gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Drittstaatsangehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Abkommen zwischen der Schweiz und Griechenland über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) schriftlich um Rückübernahme des Beschwerdeführers. Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 15. Juni 2021 zu und präzisierten gleichzeitig, der Beschwerdeführer sei als Flüchtling anerkannt worden und seine Aufenthaltsbewilligung sei bis zum (...) 2023 gültig. Dieser Entscheid sei ihm nicht mitgeteilt worden. F. Den vorinstanzlichen Akten sind Behandlungseinträge der (...) vom 23., 28. und 30. Juni 2021 zu entnehmen. G. Aufgrund der Überschreitung der Höchstdauer des Aufenthaltes in den Zentren des Bundes von 140 Tagen gemäss Art. 24 Abs. 4 AsylG wies die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. September 2021 dem Kanton B._______ zu. H. Am 22. November 2021 ersuchte das SEM die kantonalen Behörden um Zustellung sämtlicher Arztberichte, welche nach dem Austritt aus dem Bundesasylzentrum entstanden seien. Ihm wurde mitgeteilt, dass abgesehen von der Corona-Impfung keine weiteren Arztkonsultationen nötig gewesen seien. I. Am 1. Dezember 2021 händigte die Vorinstanz der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers den Entwurf der Verfügung zum Asylgesuch zur Stellungnahme aus. Ihren vorgesehenen Nichteintretensentscheid begründete sie im Wesentlichen damit, dass im vorliegenden Fall zwar Anzeichen bestünden, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllen würde, da er in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden sei. Gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG sei einem Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder von Wegweisungshindernissen in der Schweiz aber nur dann zu entsprechen, wenn ein schutzwürdiges Interesse nachgewiesen werde.”
Die im Zusammenhang mit den BAZ genannte Höchstdauer (konzeptionell 140 Tage) kann angemessen verlängert werden, wenn die Verlängerung konkret dazu dient, das Asylverfahren rasch abzuschliessen oder den Vollzug der Wegweisung zu ermöglichen.
“Das SEM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers im beschleunigten Verfahren behandelt. Beschleunigte Verfahren werden grundsätzlich in den BAZ geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen; diese Frist beinhaltet das erstinstanzliche und ein allfälliges Beschwerdeverfahren sowie das Wegweisungsvollzugsverfahren. Das erstinstanzliche Verfahren besteht aus einer 21-tägigen Vorbereitungsphase und einer daran anschliessenden, achttägigen Entscheidphase, die mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Die für das beschleunigte Verfahren vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Diese Höchstdauer kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Wegweisungsvollzug erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG). Wenn nach der Anhörung zu den Asylgründen feststeht, dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Verfahrens nicht möglich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich sind, erfolgt der Übergang ins erweiterte Verfahren (Art. 26d AsylG; vgl. BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.; Urteil des BVGer E-445/2024 vom 4. April 2024 E. 3.2).”
“Das SEM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers im beschleunigten Verfahren behandelt. Beschleunigte Verfahren werden grundsätzlich in den Bundesasylzentren (BAZ) geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen; diese Frist beinhaltet das erstinstanzliche und ein allfälliges Beschwerdeverfahren sowie das Wegweisungsvollzugsverfahren. Das erstinstanzliche Verfahren besteht aus einer 21-tägigen Vorbereitungsphase und einer daran anschliessenden, achttägigen Entscheidphase, welche mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Die für das beschleunigte Verfahren vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Diese Höchstdauer kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Wegweisungsvollzug erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG). Wenn nach der Anhörung zu den Asylgründen feststeht, dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Verfahrens nicht möglich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich sind, erfolgt der Übergang ins erweiterte Verfahren (Art. 26d AsylG; vgl. zum ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.; s. auch Urteil des BVGer E-445/2024 vom 4. April 2024 E. 3.2).”
“Beschleunigte Verfahren werden in den Asylzentren des Bundes (BAZ) geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen. Es ist vorgesehen, dass innert dieser maximalen Frist das erstinstanzliche und ein allfälliges Beschwerdeverfahren sowie das Wegweisungsvollzugsverfahren durchzuführen sind. Das erstinstanzliche Verfahren umfasst eine 21-tägige Vorbereitungsphase und eine daran anschliessende achttägige Entscheidphase, welche mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Die für das beschleunigte Verfahren vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Diese Höchstdauer kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Wegweisungsvollzug erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG; vgl. zum ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.). Vorliegend reichten die Beschwerdeführenden am 22. August 2023 ihr Asylgesuch ein und wurden am 28. Dezember 2023 angehört. Am 10. Januar 2024 - also 13 Tage nach ihrer Anhörung - eröffnete das SEM seinen Entscheid. Gemäss Art. 37 Abs. 2 AsylG hätte dies innerhalb von acht Tagen geschehen sollen. Die Höchstdauer im BAZ hätte für die Beschwerdeführenden gemäss Art. 24 Abs. 4 AsylV 1 nach 140 Tagen Aufenthalt am 9. Januar 2024 enden sollen.”
“Charakteristisch für dieses Verfahren ist die Taktung der Verfahrensschritte: die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts, die Gewährung der Parteirechte und die Abfassung und Eröffnung des erstinstanzlichen Asylentscheids folgen einem gesetzlich vorgegebenen Zeitplan. Es zielt darauf ab, in nicht komplexen Fällen innerhalb von 140 Tagen einen rechtskräftigen Asylentscheid (einschliesslich des Durchlaufens eines Rechtsmittelverfahrens) herbeizuführen und diesen zu vollziehen (vgl. zum Ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7.2). Das beschleunigte Verfahren wird in den Asylzentren des Bundes geführt und es sollte gemäss der gesetzlichen Konzeption innert maximal 31 (Kalender)Tagen vorinstanzlich abgeschlossen sein (vgl. Urteil des BVGer E-5624/2019 vom 13. November 2019 E. 5.2.1). Die Höchstdauer des Aufenthaltes in den Zentren des Bundes beträgt 140 Tage. Nach Ablauf der Höchstdauer erfolgt eine Zuweisung an einen Kanton (Art. 24 Abs. 4 AsylG). Sie kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Vollzug der Wegweisung erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG).”
Die verfrühte Kantonszuweisung nach Art. 24 Abs. 6 AsylG dient der Sicherstellung des Betriebs in den Bundesasylzentren und der Vermeidung unzumutbar langer Aufenthalte dort. Sie darf jedoch nicht zu Lasten des betroffenen Asylsuchenden angewendet werden.
“Das SEM merkte diesbezüglich in seiner Vernehmlassung zunächst an, dass die lange Verfahrensdauer nicht auf das Verfahren als Einzelfall, sondern auf den verfrühten Kantonsaustritt zurückzuführen sei (Art. 24 Abs. 6 AsyIG), wodurch sich die Vorbereitungsphase verlängert habe. Gemäss Art. 26c AsyIG gelte, dass nach Abschluss der Vorbereitungsphase und mit der Anhörung nach Art. 29 AsyIG umgehend das beschleunigte Verfahren folge. Ein erweitertes Verfahren nach Art. 26d AsyIG sei nur in Fällen angesagt, in denen der Entscheid im beschleunigten Verfahren nicht möglich sei, namentlich, wenn weitere Abklärungen erforderlich seien, was vorliegend nicht der Fall gewesen sei. Die Rechtsvertretung habe anlässlich der Anhörung bestätigt, dass sie keine weiteren Fragen habe und den Sachverhalt als erstellt betrachte und auch der Beschwerdeführer habe angegeben, dass er alles gesagt habe. In der Beschwerdeschrift seien ebenfalls keine Hinweise darauf zu entnehmen, wonach der Sachverhalt nicht vollständig erstellt worden sei. In der Replik wurde dem entgegengehalten, die verfrühte Kantonszuweisung gemäss Art. 24 Abs. 6 AsylG diene dazu, den Betrieb in den Bundesasylzentren zu gewährleisten und einen unzumutbar langen Aufenthalt dort zu verhindern. Sie könne aber nicht zulasten des betroffenen Asylsuchenden angewendet werden.”
Eine allgemein geltende Verlängerung der Höchstdauer wegen höherer Geschäftsbelastung des SEM ist nicht ohne Weiteres zulässig. Das Bundesverwaltungsgericht hat dargelegt, dass die aktuell hohe Geschäftslast des SEM eine Verlängerung nach Art. 24 Abs. 5 AsylG nicht pauschal rechtfertigt.
“Die Beschwerdeführenden rügten eine Verletzung der Rechtsweggarantie, da die Vorinstanz erst 142 Tage nach Einreichung ihrer Asylgesuche die ablehnende Verfügung erlassen und damit die zulässige Verfahrensdauer von 140 Tagen im beschleunigten Verfahren überschritten habe. Der dafür angegebene Grund - die aktuell hohe Geschäftslast des SEM - vermöge eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer im BAZ nicht zu rechtfertigen (Art. 24 Abs. 5 AsylG und Art. 14 Abs. 2 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Die Nichtzuweisung in das erweiterte Verfahren habe drastische Konsequenzen nach sich gezogen. So habe sich die Beschwerdefrist auf sieben Tage verkürzt, weshalb die Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a BV verletzt sei (vgl. Beschwerde Ziff. II.3.1).”
“Die Beschwerdeführenden rügten eine Verletzung der Rechtsweggarantie, da die Vorinstanz erst 142 Tage nach Einreichung ihrer Asylgesuche die ablehnende Verfügung erlassen und damit die zulässige Verfahrensdauer von 140 Tagen im beschleunigten Verfahren überschritten habe. Der dafür angegebene Grund - die aktuell hohe Geschäftslast des SEM - vermöge eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer im BAZ nicht zu rechtfertigen (Art. 24 Abs. 5 AsylG und Art. 14 Abs. 2 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Die Nichtzuweisung in das erweiterte Verfahren habe drastische Konsequenzen nach sich gezogen. So habe sich die Beschwerdefrist auf sieben Tage verkürzt, weshalb die Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a BV verletzt sei (vgl. Beschwerde Ziff. II.3.1).”
Die Verlängerung der Höchstdauer nach Art. 24 Abs. 5 AsylG kann erfolgen, um die in der gesetzgeberischen Konzeption vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen — die das erstinstanzliche Verfahren, ein allfälliges Rechtsmittelverfahren und den Wegweisungsvollzug umfasst — zu ermöglichen oder den Vollzug der Wegweisung zu ermöglichen. Ergibt sich nach der Anhörung, dass ein Entscheid im beschleunigten Verfahren nicht möglich ist (insbesondere weil weitere Abklärungen erforderlich sind), erfolgt der Übergang ins erweiterte Verfahren.
“Das SEM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers im beschleunigten Verfahren behandelt. Beschleunigte Verfahren werden grundsätzlich in den BAZ geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen; diese Frist beinhaltet das erstinstanzliche und ein allfälliges Beschwerdeverfahren sowie das Wegweisungsvollzugsverfahren. Das erstinstanzliche Verfahren besteht aus einer 21-tägigen Vorbereitungsphase und einer daran anschliessenden, achttägigen Entscheidphase, die mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Die für das beschleunigte Verfahren vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Diese Höchstdauer kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Wegweisungsvollzug erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG). Wenn nach der Anhörung zu den Asylgründen feststeht, dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Verfahrens nicht möglich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich sind, erfolgt der Übergang ins erweiterte Verfahren (Art. 26d AsylG; vgl. BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.; Urteil des BVGer E-445/2024 vom 4. April 2024 E. 3.2).”
“Das SEM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers im beschleunigten Verfahren behandelt. Beschleunigte Verfahren werden grundsätzlich in den Bundesasylzentren (BAZ) geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen; diese Frist beinhaltet das erstinstanzliche und ein allfälliges Beschwerdeverfahren sowie das Wegweisungsvollzugsverfahren. Das erstinstanzliche Verfahren besteht aus einer 21-tägigen Vorbereitungsphase und einer daran anschliessenden, achttägigen Entscheidphase, welche mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Die für das beschleunigte Verfahren vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Diese Höchstdauer kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Wegweisungsvollzug erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG). Wenn nach der Anhörung zu den Asylgründen feststeht, dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Verfahrens nicht möglich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich sind, erfolgt der Übergang ins erweiterte Verfahren (Art. 26d AsylG; vgl. zum ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.; s. auch Urteil des BVGer E-445/2024 vom 4. April 2024 E. 3.2).”
“Charakteristisch für dieses Verfahren ist die Taktung der Verfahrensschritte: die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts, die Gewährung der Parteirechte und die Abfassung und Eröffnung des erstinstanzlichen Asylentscheids folgen einem gesetzlich vorgegebenen Zeitplan. Es zielt darauf ab, in nicht komplexen Fällen innerhalb von 140 Tagen einen rechtskräftigen Asylentscheid (einschliesslich des Durchlaufens eines Rechtsmittelverfahrens) herbeizuführen und diesen zu vollziehen (vgl. zum Ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7.2). Das beschleunigte Verfahren wird in den Asylzentren des Bundes geführt und es sollte gemäss der gesetzlichen Konzeption innert maximal 31 (Kalender)Tagen vorinstanzlich abgeschlossen sein (vgl. Urteil des BVGer E-5624/2019 vom 13. November 2019 E. 5.2.1). Die Höchstdauer des Aufenthaltes in den Zentren des Bundes beträgt 140 Tage. Nach Ablauf der Höchstdauer erfolgt eine Zuweisung an einen Kanton (Art. 24 Abs. 4 AsylG). Sie kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Vollzug der Wegweisung erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG).”
Die Unterbringung von Asylsuchenden in einem Zentrum des Bundes ist als öffentlich-rechtliche Aufgabe des Bundes zu qualifizieren.
“Der Bund errichtet Zentren, die vom SEM geführt werden. Dabei beachtet er die Grundsätze der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit (Art. 24 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31], in der seit 1. März 2019 geltenden Fassung). Die Unterbringung von Asylsuchenden erfolgt in einem Zentrum des Bundes (vgl. Art. 24 Abs. 3 AsylG). Damit handelt es sich bei der Unterbringung von Asylsuchenden um eine öffentlich-rechtliche Aufgabe.”
Bei der Standortwahl ist die Weiterverwendung bestehender Gebäude unter den gebotenen Grundsätzen der Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit besonders zu berücksichtigen; sie kann ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller sein als der Abriss und ein Neubau an anderer Stelle (Art. 24 Abs. 1 AsylG).
“In grundsätzlicher Hinsicht ist vorab darauf zu verweisen, dass an der zeitnahen Errichtung eines dritten Bundesasylzentrums im Kanton Zürich ein gewichtiges öffentliches Interesse besteht und der vorgesehene Projektperimeter für dessen Erstellung geeignet ist (vgl. E. 5.3.2). Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, könnte das Bundesasylzentrum unter Beachtung eines Waldabstands von 30 Metern erstellt werden, wenn der Projektperimeter vergrössert und auf das ganze bisher militärisch genutzte Areal ausgedehnt würde. Dem ist jedoch gegenüberzustellen, dass die Weiternutzung der beiden Gebäude ET und KH - die den Abstand von 30 Metern nicht einhalten und in einem solchen Szenario abgerissen werden müssten - ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller ist als die Erstellung neuer Gebäude andernorts auf dem Areal. Dieses Vorgehen kommt der gesetzgeberischen Vorgabe nach, wonach bei der Errichtung von Bundesasylzentren die Grundsätze der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit zu beachten sind (Art. 24 Abs. 1 AsylG). Zudem entspricht der Umstand, dass nur ein Teil des bisher überbauten Geländes überbaut bleiben soll, den Vorgaben einer haushälterischen Nutzung des Bodens (vgl. Art. 75 Abs. 1 BV). Es sprechen damit gewichtige öffentliche Interessen für die Beschränkung des Bundesasylzentrums auf den vorgesehenen Projektperimeter.”
“In grundsätzlicher Hinsicht ist vorab darauf zu verweisen, dass an der zeitnahen Errichtung eines dritten Bundesasylzentrums im Kanton Zürich ein gewichtiges öffentliches Interesse besteht und der vorgesehene Projektperimeter für dessen Erstellung geeignet ist (vgl. E. 5.3.2). Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, könnte das Bundesasylzentrum unter Beachtung eines Waldabstands von 30 Metern erstellt werden, wenn der Projektperimeter vergrössert und auf das ganze bisher militärisch genutzte Areal ausgedehnt würde. Dem ist jedoch gegenüberzustellen, dass die Weiternutzung der beiden Gebäude ET und KH - die den Abstand von 30 Metern nicht einhalten und in einem solchen Szenario abgerissen werden müssten - ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller ist als die Erstellung neuer Gebäude andernorts auf dem Areal. Dieses Vorgehen kommt der gesetzgeberischen Vorgabe nach, wonach bei der Errichtung von Bundesasylzentren die Grundsätze der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit zu beachten sind (Art. 24 Abs. 1 AsylG). Zudem entspricht der Umstand, dass nur ein Teil des bisher überbauten Geländes überbaut bleiben soll, den Vorgaben einer haushälterischen Nutzung des Bodens (vgl. Art. 75 Abs. 1 BV). Es sprechen damit gewichtige öffentliche Interessen für die Beschränkung des Bundesasylzentrums auf den vorgesehenen Projektperimeter.”
Art. 24 Abs. 6 AsylG wurde in der Praxis vom SEM bereits zur vorzeitigen Zuweisung an Kantone angewendet. Die Entscheide dokumentieren, dass eine solche Zuweisung auch kurz nach der Registrierung oder trotz vorangehender Unterbringung in einem Centre fédéral d'asile (CFA) erfolgen kann.
“BVGer E-1225/2024 Entscheiddatum: 27.05.2024Publikationsdatum: 07.06.2024 Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Cour V E-1225/2024 Arrêt du 27 mai 2024 Composition Camilla Mariéthoz Wyssen, juge unique, avec l'approbation de Susanne Bolz-Reimann, juge ; Jean-Marie Staubli, greffier. Parties A._______, né le (...), Turquie, recourant, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Asile et renvoi ; décision du SEM du 26 janvier 2024 / N (...). Vu la demande d'asile déposée en Suisse, le 25 octobre 2022, par A._______, le procès-verbal d'enregistrement de ses données personnelles du 3 novembre suivant, la décision d'attribution anticipée au canton de B._______ du même jour (art. 24 al. 6 LAsi [RS 142.31]), le procès-verbal de l'audition sur ses motifs d'asile du 28 février 2023, la décision du SEM de passage en procédure étendue du 6 mars 2023, les pièces transmises, le 13 mars 2023, par le recourant, à savoir les copies d'une carte d'identité et d'un extrait de registre familial, la décision du 26 janvier 2024, notifiée trois jours plus tard, par laquelle le SEM a dénié la qualité de réfugié au recourant, rejeté sa demande d'asile, prononcé son renvoi de Suisse et ordonné l'exécution de cette mesure, le recours formé, le 26 février suivant, contre cette décision, par lequel l'intéressé a conclu, principalement, à son annulation, à la reconnaissance de la qualité de réfugié et à l'octroi de l'asile, subsidiairement, au prononcé d'une admission provisoire, la demande de dispense de paiement de l'avance de frais qu'il comporte, la décision incidente du 12 mars 2024, par laquelle la juge chargée de l'instruction, estimant que les conclusions du recours paraissaient à première vue vouées à l'échec, a rejeté cette demande incidente et invité l'intéressé à verser, dans un délai échéant le 27 mars 2024, une avance de frais de 750 francs, sous peine d'irrecevabilité, le versement de l'avance requise dans le délai imparti, et considérant que le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), en vertu de l'art.”
“2024 Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Cour V E-269/2024 Arrêt du 22 février 2024 Composition Grégory Sauder, juge unique, avec l'approbation de Deborah D'Aveni ; Antoine Willa, greffier. Parties A._______, né le (...), Burundi, représenté par Mathias Deshusses, Entraide Protestante Suisse EPER/SAJE, recourant, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Asile et renvoi ; décision du SEM du 12 décembre 2023 / N (...). Faits : A. Le 4 septembre 2022, A._______ (ci-après : le requérant, l'intéressé ou le recourant) a déposé une demande d'asile auprès du Centre fédéral d'asile (CFA) de B._______ ; le 6 septembre suivant, il a été transféré au CFA de C._______. B. Le requérant a signé une procuration en faveur de Caritas Suisse, à C._______, en date du 12 septembre 2022. C. Le 26 septembre 2022, l'intéressé a été entendu dans le cadre d'un entretien Dublin ; il a déclaré ne pas avoir de problèmes de santé. D. Le requérant a été attribué de manière anticipée au canton de D._______ (art. 24 al. 6 LAsi) en date du 28 novembre 2022. E. Entendu sur ses motifs d'asile par le SEM, le 12 juin 2023, puis lors d'une audition complémentaire du 24 août suivant, l'intéressé a déclaré être originaire de Bujumbura et appartenir à la communauté tutsie. En 2015, il aurait contribué à organiser, dans son quartier de E._______, des manifestations contre le président Nkurunziza qui se présentait pour un troisième mandat. En septembre 2019, la police aurait perquisitionné le domicile familial à la recherche d'armes. Le requérant, son jeune frère F._______ et leur père, officier à la retraite, auraient été arrêtés ; interrogé par les agents, l'intéressé aurait été frappé par ceux-ci et brûlé avec du plastique fondu. Lui-même et son frère auraient été relâchés après deux jours. Leur père aurait été retrouvé le surlendemain, inconscient devant sa maison ; il serait mort le 27 septembre 2019, sans être sorti du coma. A la fin de 2021, le requérant aurait reçu la visite de G._______, un opposant avec qui il aurait milité en 2015 ; ce dernier se serait alors opposé au père de l'intéressé, qui aurait refusé de participer aux barrages mis en place par les habitants du quartier afin d'empêcher l'intervention de la police.”
Eine Verlängerung der Höchstdauer ist nur dann zulässig, wenn sie konkret dazu beiträgt, das Asylverfahren rasch abzuschliessen oder den Wegweisungsvollzug zu ermöglichen; sie darf nicht losgelöst von diesem Zweck angewendet werden.
“Beschleunigte Verfahren werden in den Asylzentren des Bundes (BAZ) geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen. Es ist vorgesehen, dass innert dieser maximalen Frist das erstinstanzliche und ein allfälliges Beschwerdeverfahren sowie das Wegweisungsvollzugsverfahren durchzuführen sind. Das erstinstanzliche Verfahren umfasst eine 21-tägige Vorbereitungsphase und eine daran anschliessende achttägige Entscheidphase, welche mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Die für das beschleunigte Verfahren vorgesehene Gesamtfrist von 140 Tagen entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Diese Höchstdauer kann angemessen verlängert werden, wenn dadurch das Asylverfahren rasch abgeschlossen oder der Wegweisungsvollzug erfolgen kann (Art. 24 Abs. 5 AsylG; vgl. zum ganzen BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.). Vorliegend reichten die Beschwerdeführenden am 22. August 2023 ihr Asylgesuch ein und wurden am 28. Dezember 2023 angehört. Am 10. Januar 2024 - also 13 Tage nach ihrer Anhörung - eröffnete das SEM seinen Entscheid. Gemäss Art. 37 Abs. 2 AsylG hätte dies innerhalb von acht Tagen geschehen sollen. Die Höchstdauer im BAZ hätte für die Beschwerdeführenden gemäss Art. 24 Abs. 4 AsylV 1 nach 140 Tagen Aufenthalt am 9. Januar 2024 enden sollen.”
Die Zuweisung an einen Kanton nach Art. 24 Abs. 4 AsylG erfolgt — soweit die Gerichtsentscheidung dies bestätigt — gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt durch eine gesonderte, ebenfalls mit Rechtsmitteln anfechtbare Entscheidung. Sie ist deshalb nicht notwendigerweise Bestandteil der angefochtenen Entscheidung über den Transfer und gehört in diesem Verfahrensstadium grundsätzlich nicht zum Gegenstand der fachlichen Beschwerde.
“Le grief d'inopportunité, en revanche, n'est pas invocable devant le Tribunal (cf. ATAF 2015/9 consid. 6.2 et 8.2.2). 3. En tant que la recourante sollicite son attribution au canton de Y._______ (cf. consid. B supra et pce TAF 1 p. 20 et p. 33), le Tribunal relève que cette conclusion est extrinsèque à l'objet de la contestation (cf. ATF 144 II 359 consid. 4.3). En effet, par le chiffre 4 du dispositif de la décision attaquée, le canton de X._______ a été chargé de l'exécution du transfert de l'intéressée. Ce faisant, le SEM a procédé à une application correcte de la loi compte tenu du fait que, au moment du prononcé de la décision, la recourante était logée dans le Centre fédéral pour requérants d'asile de Z._______, situé dans le canton de X._______ (cf. art. 24 al. 3 LAsi en lien avec l'art. 46 al. 1bis LAsi). Il ne s'agissait donc pas d'une attribution cantonale. Celle-ci interviendra, le cas échéant, à un stade ultérieur de la procédure par le biais d'une décision sujette à recours (cf. art. 24 al. 4 LAsi en lien avec l'art. 27 al. 3 LAsi). Le point soulevé n'est donc à juste titre pas traité par la décision attaquée, si bien que le Tribunal n'entrera pas en matière sur celui-ci (cf., pour comparaison, arrêt du TAF F-6878/2024 du 25 novembre 2024 consid. B). 4. 4.1 Sur le plan formel, la recourante se prévaut d'une instruction insuffisante du dossier et d'un manque de motivation de la décision attaquée. En substance, elle reproche au SEM de ne pas avoir instruit plus avant son état de santé, pourtant précaire, de ne pas s'être penché in concreto sur les conditions de vie et les mauvais traitements subis en Croatie et sur les conditions d'accueil et la prise en charge des personnes vulnérables dans cet Etat. Elle fait également valoir que le SEM aurait failli à son devoir d'instruction en lien avec son mariage religieux avec un requérant d'asile résidant en Suisse et la relation étroite, durable et effective qu'ils entretiendraient au sens de l'art. 8 CEDH. 4.2 La procédure administrative est régie essentiellement par la maxime inquisitoire, selon laquelle les autorités définissent les faits pertinents et les preuves nécessaires, qu'elles ordonnent et apprécient en principe d'office (cf.”
“Le grief d'inopportunité, en revanche, n'est pas invocable devant le Tribunal (cf. ATAF 2015/9 consid. 6.2 et 8.2.2). 3. En tant que la recourante sollicite son attribution au canton de Y._______ (cf. consid. B supra et pce TAF 1 p. 20 et p. 33), le Tribunal relève que cette conclusion est extrinsèque à l'objet de la contestation (cf. ATF 144 II 359 consid. 4.3). En effet, par le chiffre 4 du dispositif de la décision attaquée, le canton de X._______ a été chargé de l'exécution du transfert de l'intéressée. Ce faisant, le SEM a procédé à une application correcte de la loi compte tenu du fait que, au moment du prononcé de la décision, la recourante était logée dans le Centre fédéral pour requérants d'asile de Z._______, situé dans le canton de X._______ (cf. art. 24 al. 3 LAsi en lien avec l'art. 46 al. 1bis LAsi). Il ne s'agissait donc pas d'une attribution cantonale. Celle-ci interviendra, le cas échéant, à un stade ultérieur de la procédure par le biais d'une décision sujette à recours (cf. art. 24 al. 4 LAsi en lien avec l'art. 27 al. 3 LAsi). Le point soulevé n'est donc à juste titre pas traité par la décision attaquée, si bien que le Tribunal n'entrera pas en matière sur celui-ci (cf., pour comparaison, arrêt du TAF F-6878/2024 du 25 novembre 2024 consid. B). 4. 4.1 Sur le plan formel, la recourante se prévaut d'une instruction insuffisante du dossier et d'un manque de motivation de la décision attaquée. En substance, elle reproche au SEM de ne pas avoir instruit plus avant son état de santé, pourtant précaire, de ne pas s'être penché in concreto sur les conditions de vie et les mauvais traitements subis en Croatie et sur les conditions d'accueil et la prise en charge des personnes vulnérables dans cet Etat. Elle fait également valoir que le SEM aurait failli à son devoir d'instruction en lien avec son mariage religieux avec un requérant d'asile résidant en Suisse et la relation étroite, durable et effective qu'ils entretiendraient au sens de l'art. 8 CEDH. 4.2 La procédure administrative est régie essentiellement par la maxime inquisitoire, selon laquelle les autorités définissent les faits pertinents et les preuves nécessaires, qu'elles ordonnent et apprécient en principe d'office (cf.”
Bei vorzeitiger Zuweisung in einen Kanton kann es rechtlich zulässig sein, das Gesuch im beschleunigten Verfahren zu belassen, auch wenn absehbar ist, dass die für dieses Verfahren geltende Maximaldauer nicht eingehalten wird. Die Gerichte haben das insbesondere mit hohen Asyl‑ und Schutzgesuchszahlen und den damit verbundenen Kapazitätsengpässen in den BAZ begründet. Die massiv überschrittene gesetzliche Verfahrensdauer wurde dabei als Ordnungsfrist qualifiziert.
“Vorliegend wurde der Beschwerdeführer bereits neun Tage nach Einreichung des Asylgesuchs - nach der PA - dem Kanton zugewiesen. Die Anhörung erfolgte erst rund eineinhalb Jahre nach der Asylgesuchstellung, und neun Tage später erging der Asylentscheid. Es ist davon auszugehen, dass der vorzeitige Zuweisung des Beschwerdeführers in einen Kanton (vgl. dazu Art. 24 Abs. 6 AsylG) und die danach folgende lange Wartezeit bis zur Anhörung auf die hohen Asyl- und Schutzgesuchszahlen in den Jahren 2022 und 2023 und die damit zusammenhängenden Kapazitätsengpässe in den BAZ zurückzuführen sind. Jedenfalls finden sich in den Akten keine Hinweise darauf, dass das Verfahren aus gesuchsspezifischen Gründen - namentlich, weil das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers als besonders komplex erachtet und/oder weitere Abklärungen beziehungsweise weitere Sachverhaltsinstruktionen in Betracht gezogen hätte - so lange gedauert hat. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das SEM den Fall nicht dem erweiterten Verfahren zugewiesen, sondern im beschleunigten Verfahren belassen hat, auch wenn von vornherein ersichtlich war, dass die für das beschleunigte Verfahren grundsätzlich geltende Maximaldauer nicht würde eingehalten werden können. Soweit die massive Überschreitung der gesetzlich statuierten maximalen Verfahrensdauer bemängelt wird, ist festzustellen, dass es sich dabei um eine Ordnungsfrist handelt.”
“Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer bereits elf Tage nach Einreichung des Asylgesuchs - im Anschluss an die PA - dem Kanton zugewiesen. Die Anhörung erfolgte dann erst rund eineinhalb Jahre nach der Asylgesuchstellung, und elf Tage später (nach antragsgemäss gewährter Fristerstreckung für die Einreichung der Stellungnahme zum Entscheidentwurf) erging der Asylentscheid. Es ist davon auszugehen, dass der vorzeitige Austritt des Beschwerdeführers in den Kanton (vgl. dazu Art. 24 Abs. 6 AsylG) und die danach folgende lange Wartezeit bis zur Anhörung auf die hohen Asyl- und Schutzgesuchszahlen in den Jahren 2022 und 2023 und die damit zusammenhängenden Kapazitätsengpässe in den BAZ zurückzuführen sind. Jedenfalls finden sich in den Akten keine Hinweise darauf, dass das Verfahren aus gesuchsspezifischen Gründen - namentlich, weil das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers als besonders komplex erachtet und/oder weitere Abklärungen beziehungsweise weitere Sachverhaltsinstruktionen in Betracht gezogen hätte - so lange gedauert hat. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das SEM den Fall nicht dem erweiterten Verfahren zugewiesen, sondern im beschleunigten Verfahren belassen hat, auch wenn von vornherein ersichtlich war, dass die für das beschleunigte Verfahren grundsätzlich geltende Maximaldauer nicht würde eingehalten werden können. Soweit der Beschwerdeführer die massive Überschreitung der gesetzlich statuierten maximalen Verfahrensdauer bemängelt, ist festzustellen, dass es sich dabei um eine Ordnungsfrist handelt.”
Im Oktober 2022 wurde die Notfallorganisation für den Unterbringungsbereich gemäss Art. 24 Abs. 6 AsylG aktiviert. In der Folge traten Gesuchstellende vor der ersten Anhörung in die Kantone aus; die anschliessende Abarbeitung der pendenten Erstanhörungen zog sich gemäss Vorinstanz bis Anfang März 2024 hin.
“Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung fest, dass aufgrund der Ukraine-Krise - in deren Rahmen im Jahr 2022 mehr als 70'000 Personen aufgenommen worden seien - ab Mitte März 2022 Personal vom regulären Asylverfahren umdisponiert worden sei, bis dafür neues Personal habe rekrutiert und ausgebildet werden können. Gleichzeitig seien im Jahr 2022 - mit 24'511 Gesuchen - knapp 60 Prozent mehr reguläre Asylgesuche gestellt worden als ursprünglich prognostiziert. Dementsprechend hätten auch mehr erste Anhörungen durchgeführt werden müssen, was die personellen Ressourcen stark gefordert habe. Im Oktober 2022 habe sodann die Notfallorganisation für den Unterbringungsbereich gemäss Art. 24 Abs. 6 AsylG aktiviert werden müssen und die Gesuchstellenden seien vor einer ersten Anhörung in den Kanton ausgetreten. Die nicht durchgeführten Anhörungen hätten vor Austritt im Anschluss durch das SEM abgearbeitet werden müssen. Die Abarbeitung dieser pendenten Erstanhörungen nach einem vorzeitigen Kantonsaustritt habe bis Anfang März 2024 gedauert und sei somit erst vor Kurzen abgeschlossen worden. Im Jahr 2023 hätten 30'223 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt - nochmals 5712 Personen oder”
Nach Art. 24 Abs. 6 AsylG ist in der Praxis eine vorzeitige Zuweisung an einen Kanton vor Ablauf der Höchstdauer in den Bundesasylzentren vorgenommen worden. Die Entscheide führen dies wiederholt auf einen raschen und erheblichen Anstieg der Asylgesuche und entsprechende Kapazitätsengpässe in den BAZ zurück; die konkreten Zuweisungszeitpunkte reichten in den Fällen von wenigen Tagen bis mehreren Monaten nach der Gesuchstellung.
“Beschleunigte Verfahren werden grundsätzlich in den BAZ geführt und sind gemäss der Konzeption des Gesetzgebers innert einer Gesamtfrist von 140 Tagen abzuschliessen. Dies entspricht der Höchstdauer des Aufenthaltes in den BAZ (Art. 24 Abs. 3 Bst. a und Abs. 4 AsylG). Eine Zuweisung an einen Kanton kann auch vor Ablauf der Höchstdauer des Aufenthalts in den Zentren des Bundes erfolgen insbesondere bei einem raschen und erheblichen Anstieg der Asylgesuche (Art. 24 Abs. 6 AsylG). Wenn nach der Anhörung zu den Asylgründen feststeht, dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Verfahrens nicht möglich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich sind, erfolgt der Übergang ins erweiterte Verfahren (Art. 26d AsylG; vgl. BVGE 2020 VI/5 E. 7 und E. 8 m.w.H.; Urteile des BVGer D-2452/2024 vom 18. Juli 2024 E. 5 und E-445/2024 vom 4. April 2024 E. 3.2). Vorliegend wurde der Beschwerdeführer knapp vier Monate nach Einreichung des Asylgesuchs dem Kanton zugewiesen. Die Anhörung erfolgte erst rund ein Jahr und neun Monate nach der Asylgesuchstellung, und zehn Tage später erging der Asylentscheid. Wie das SEM in seiner Verfügung vom 1. November 2022 und in seiner Vernehmlassung ausführte, ist die vorzeitige Zuweisung des Beschwerdeführers in einen Kanton und die danach folgende lange Wartezeit bis zur Anhörung auf den damals erheblichen Anstieg der Asylgesuche und die damit zusammenhängenden Kapazitätsengpässe in den BAZ zurückzuführen. Wie das SEM weiter angibt hat das Verfahren nicht aus gesuchsspezifischen Gründen - namentlich, weil das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers als besonders komplex erachtet und/oder weitere Abklärungen beziehungsweise weitere Sachverhaltsinstruktionen in Betracht gezogen hätte - so lange gedauert.”
“BVGer E-1225/2024 Entscheiddatum: 27.05.2024Publikationsdatum: 07.06.2024 Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Cour V E-1225/2024 Arrêt du 27 mai 2024 Composition Camilla Mariéthoz Wyssen, juge unique, avec l'approbation de Susanne Bolz-Reimann, juge ; Jean-Marie Staubli, greffier. Parties A._______, né le (...), Turquie, recourant, contre Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM), Quellenweg 6, 3003 Berne, autorité inférieure. Objet Asile et renvoi ; décision du SEM du 26 janvier 2024 / N (...). Vu la demande d'asile déposée en Suisse, le 25 octobre 2022, par A._______, le procès-verbal d'enregistrement de ses données personnelles du 3 novembre suivant, la décision d'attribution anticipée au canton de B._______ du même jour (art. 24 al. 6 LAsi [RS 142.31]), le procès-verbal de l'audition sur ses motifs d'asile du 28 février 2023, la décision du SEM de passage en procédure étendue du 6 mars 2023, les pièces transmises, le 13 mars 2023, par le recourant, à savoir les copies d'une carte d'identité et d'un extrait de registre familial, la décision du 26 janvier 2024, notifiée trois jours plus tard, par laquelle le SEM a dénié la qualité de réfugié au recourant, rejeté sa demande d'asile, prononcé son renvoi de Suisse et ordonné l'exécution de cette mesure, le recours formé, le 26 février suivant, contre cette décision, par lequel l'intéressé a conclu, principalement, à son annulation, à la reconnaissance de la qualité de réfugié et à l'octroi de l'asile, subsidiairement, au prononcé d'une admission provisoire, la demande de dispense de paiement de l'avance de frais qu'il comporte, la décision incidente du 12 mars 2024, par laquelle la juge chargée de l'instruction, estimant que les conclusions du recours paraissaient à première vue vouées à l'échec, a rejeté cette demande incidente et invité l'intéressé à verser, dans un délai échéant le 27 mars 2024, une avance de frais de 750 francs, sous peine d'irrecevabilité, le versement de l'avance requise dans le délai imparti, et considérant que le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), en vertu de l'art.”
“Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer ersuchte am 11. Juli 2022 in der Schweiz um Asyl und wurde zunächst dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region B._______, am 2. November 2022 gestützt auf Art. 24 Abs. 6 AsylG (SR 142.31) dem Kanton C._______ zugewiesen. Er wurde am 11. März 2024 eingehend zu seinen Asylgründen angehört und am 20. März 2024 dem erweiterten Verfahren zugeteilt. Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie zu sein und aus D._______, K._______, zu stammen. Bereits als Kind sei er aufgrund seiner kurdischen Ethnie Diskriminierungen ausgesetzt gewesen. Er habe sich daher für die Kurden engagiert und an Demonstrationen, Newrozfesten und Versammlungen teilgenommen. Nach Abschluss der Schule habe er für seine Familie gearbeitet und sich in diesem Zusammenhang wiederholt in unterschiedlichen Städten der Türkei, wie E._______, F._______, G._______, H._______ und I._______, aufgehalten. Im Jahre 2005 sei er in J._______ im Rahmen einer Newroz-Feier zusammen mit anderen Teilnehmenden von der Polizei festgenommen und für zwei Tage in Gewahrsam genommen worden. Später habe er von Verwandten in J._______ erfahren, dass er wegen dieses Vorfalls zu einer Haftstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden sei.”
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