Amended by No I of the FA of 1 Oct. 2021, in force since 1 Sept. 2022 (AS 2022 459;BBl 2022 7105). ↩
These agreements are listed in Annex 1. ↩
Amended by No I of the FA of 1 Oct. 2021, in force since 1 Sept. 2022 (AS 2022 459;BBl 2022 7105). ↩
Amended by No I of the FA of 25 Sept. 2015, in force since 1 March 2019 (AS 2016 3101, 2018 2855;BBl 2014 7991). ↩
Amended by No I of the FA of 25 Sept. 2015, in force since 1 March 2019 (AS 2016 3101, 2018 2855;BBl 2014 7991). ↩
Amended by Art. 2 No 2 of the FD of 18 June 2010 on the Adoption of the EC Directive on the Return of Illegal Immigrants (Directive 2008/115/EC), in force since 1 Jan. 2011 (AS 2010 5925;BBl 2009 8881). ↩
Inserted by Art. 2 No 2 of the FD of 18 June 2010 on the Adoption of the EC Directive on the Return of Illegal Immigrants (Directive 2008/115/EC) (AS 2010 5925;BBl 2009 8881). Amended by No I of the FA of 1 Oct. 2021, in force since 1 Sept. 2022 (AS 2022 459;BBl 2022 7105). ↩
Inserted by Art. 2 No 2 of the FD of 18 June 2010 on the Adoption of the EC Directive on the Return of Illegal Immigrants (Directive 2008/115/EC), in force since 1 Jan. 2011 (AS 2010 5925;BBl 2009 8881). ↩
Programmatic access
API and MCP access with filters for source type, region, court, legal area, article, citation, language, and date.
18 commentaries
Das SEM wies in der Verfügung darauf hin, dass Betroffene, falls die angesetzte Ausreisefrist wegen der ausserordentlichen Lage nicht ausreiche, vor Ablauf der Frist schriftlich und mit Begründung um eine Fristerstreckung ersuchen könnten.
“c Als Beweismittel legten die Beschwerdeführenden den sri-lankischen Führerausweis des Beschwerdeführers, eine Kopie der Identitätskarte der Beschwerdeführerin, sri-lankische Geburtsurkunden in beglaubigten Kopien sowie eine sri-lankische Eheurkunde in beglaubigter Kopie, eine beglaubigte Kopie des Todesscheins des Vaters der Beschwerdeführerin sowie ein «Register of deaths» in englischer Sprache, ein Schreiben des Divisional Secretariat von G._______ in englischer Sprache sowie ein polizeiliches Dokument vom 17. Juni 2005 in englischer Sprache ein. D. Mit Verfügung vom 21. April 2020 stellte das SEM fest, die Beschwerdeführenden würden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, lehnte ihre Asylgesuche ab und verfügte ihre Wegweisung aus der Schweiz. Es hielt weiter fest, die Beschwerdeführenden müssten die Schweiz bis am 31. Mai 2020 verlassen, ansonsten könnten sie in Haft genommen und unter Zwang in ihren Heimatstaat zurückgeführt werden. Diese Ausreisefrist werde in Anwendung von Art. 45 Abs. 2bis AsylG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 COVID-19-Verordnung Asyl vom 1. April 2020 angesetzt. Sollte diese Frist wegen der ausserordentlichen Lage aufgrund des Coronavirus nicht ausreichen, damit sie ihrer Ausreisepflicht nachkommen könnten, stehe es ihnen frei, beim SEM vor Ablauf der Frist schriftlich und begründet um Fristerstreckung zu ersuchen. Sodann beauftragte das SEM den zuständigen Kanton (H._______) mit dem Vollzug der Wegweisung und händigte den Beschwerdeführenden die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. Das SEM begründete seinen Entscheid im Wesentlichen damit, dass es in den Schilderungen der Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre zweite Verhaftung zu widersprüchlichen Aussagen gekommen sei. Verschiedener öffentlich zugänglicher Berichte zufolge seien nur Personen muslimischen Glaubens im Zusammenhang mit den Osteranschlägen 2019 verhaftet worden. Zusätzlich überrasche die Tatsache, dass die Behörden sie im Juni 2019 erneut zur Identifizierung von Tatverdächtigen während mehrerer Tage festgehalten haben sollten, obwohl die Identitäten der Täter bereits seit Anfang Mai 2019 öffentlich bekannt und die meisten Verdächtigen in Haft gewesen seien.”
Fehlende Festlegung einer Ausreisefrist im Sinne von Art. 45 Abs. 1 lit. b AsylG kann dazu führen, dass der Asylentscheid als nicht rechtmässig angesehen wird. Dies kann in konkreten Fällen geeignet sein, eine Einstellung von Strafverfahren (insbesondere gestützt auf Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO) für den betreffenden Tatzeitraum zur Folge zu haben.
“Wie die Gesuchstellerin zutreffend vorbringt (Urk. 1), unterscheidet sich der Asylentscheid vom 16. November 2022 von jenem vom 10. Januar 2023 dahin- gehend, dass in Ersterem keine Ausreisefrist im Sinne von Art. 45 Abs. 1 lit. b AsylG festgelegt wurde (Urk. 2/3/2 und 2/9) und dieser folglich nicht rechtmässig erging (OFK/Migrationsrecht-H RUSCHKA, Art. 45 AsylG N 4). Laut der Gesuch- stellerin hat sie sich bei Erlass des Strafbefehls vom 9. Januar 2023 auf den Eintrag im Zentralen Migrationsinformationssystem vom 8. Januar 2023 verlassen (Urk. 1). Gemäss diesem Eintrag soll der genannte Asylentscheid am 16. Dezember 2022 rechtskräftig geworden sein (Urk. 2/3/4). Daraus erhellt, dass die Gesuchstellerin bei Erlass des Strafbefehls nicht erkannte, dass der Ge- suchsgegner mit Asylentscheid des SEM vom 16. November 2022 nicht verpflich- tet worden war, die Schweiz bis spätestens 16. Dezember 2022 zu verlassen. Es liegt mithin eine neue, bereits zum Zeitpunkt der Ausfällung des Strafbefehls be- stehende Tatsache vor, welche im Übrigen im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO geeignet ist, eine Einstellung des Verfahrens (zumindest betreffend den Tatzeitraum vom 17.”
“Wie die Gesuchstellerin zutreffend vorbringt (Urk. 1), unterscheidet sich der Asylentscheid vom 16. November 2022 von jenem vom 10. Januar 2023 dahin- gehend, dass in Ersterem keine Ausreisefrist im Sinne von Art. 45 Abs. 1 lit. b AsylG festgelegt wurde (Urk. 2/3/2 und 2/9) und dieser folglich nicht rechtmässig erging (OFK/Migrationsrecht-H RUSCHKA, Art. 45 AsylG N 4). Laut der Gesuch- stellerin hat sie sich bei Erlass des Strafbefehls vom 9. Januar 2023 auf den Eintrag im Zentralen Migrationsinformationssystem vom 8. Januar 2023 verlassen (Urk. 1). Gemäss diesem Eintrag soll der genannte Asylentscheid am 16. Dezember 2022 rechtskräftig geworden sein (Urk. 2/3/4). Daraus erhellt, dass die Gesuchstellerin bei Erlass des Strafbefehls nicht erkannte, dass der Ge- suchsgegner mit Asylentscheid des SEM vom 16. November 2022 nicht verpflich- tet worden war, die Schweiz bis spätestens 16. Dezember 2022 zu verlassen. Es liegt mithin eine neue, bereits zum Zeitpunkt der Ausfällung des Strafbefehls be- stehende Tatsache vor, welche im Übrigen im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO geeignet ist, eine Einstellung des Verfahrens (zumindest betreffend den Tatzeitraum vom 17.”
Die Entscheidung bestätigt, dass die Kompetenz, über einen Dublin-Transfer und damit über die gesundheitliche Transportfähigkeit zu entscheiden, dem SEM allein zusteht und keine gesetzliche Grundlage besteht, diese Entscheidungskompetenz an kantonale Behörden zu delegieren. Die Kantone bleiben zwar für die Vollstreckung der Transfers zuständig; allfällige beim Vollzug festgestellte Hindernisse sind dem SEM zu melden.
“arrêt du Tribunal E-3918/2017 du 20 juillet 2017), qu'autrement dit, l'autorité prononcera le transfert que si, au moment où elle statue, la personne concernée est apte à être transférée ou du moins lorsque la date de son aptitude au transfert est déterminée ou suffisamment déterminable, que cette dernière hypothèse n'est pas donnée lorsque, comme en l'espèce, l'état de l'intéressée, enceinte, éprouvée par deux fausses couches, n'est pas stable, comme en témoigne sans équivoque l'attestation médicale du 9 septembre 2022 produite, que, pour rappel, il en ressort que la grossesse de l'intéressée est une grossesse à haut risque avec un danger très élevé d'une fausse couche, que le médecin ordonne à la recourante d'éviter de voyager, de se fatiguer ou de rester debout longtemps et indique que des contrôles médicaux sont vitaux pour le bon suivi de sa grossesse, que dans ces circonstances, il est manifeste que le pronostic quant à l'aptitude future de l'intéressée à être transférée n'est pas connu et demeure réservé, que la constatation du SEM selon laquelle il ne ressort pas du dossier que la recourante ne sera pas en mesure de voyager après le premier mois suivant l'accouchement, prévu pour le 7 avril 2023, manque manifestement de pertinence, qu'en effet, il est notoire que la documentation médicale produite prend en compte l'état actuel de l'intéressée et ne préjuge aucunement de l'existence ou de l'absence des troubles de santé futures, éventuellement à venir en mai 2023, qu'en l'espèce, le SEM ne pouvait donc pas, comme il l'a fait, déléguer à l'autorité cantonale chargée de l'exécution du transfert (cf. l'art. 46 LAsi en relation avec l'art. 45 al. 3 LAsi) le soin d'évaluer l'état de santé de la recourante et son aptitude au transport dès lors que cette compétence lui appartient en propre (art. 6a et 31a al. 1 let. b LAsi), qu'en effet, conformément à l'art. 178 al. 3 de la Constitution fédérale (Cst., RS 101), seule la loi peut confier des tâches de l'administration à des organismes et à des personnes de droit public qui sont extérieurs à l'administration fédérale, qu'autrement dit, le transfert de tâches fédérales à des organismes extérieurs à l'administration de la Confédération requiert une base légale formelle (Message du Conseil fédéral du 20 novembre 1996 relatif à une nouvelle constitution fédérale, FF 1997 I 1, 416 ; Jean-François Aubert/Pascal Mahon, Petit commentaire de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Zurich 2003, ad art. 178 n° 10 s.), que s'agissant du cas d'espèce, les cantons sont certes compétents pour procéder à l'exécution des transferts Dublin, que toutefois, la compétence pour décider d'un transfert Dublin et donc de juger de l'aptitude à ce transfert appartient exclusivement au SEM, et aucune base légale ne lui permet de déléguer cette compétence aux autorités cantonales, que s'il est vrai qu'un éventuel obstacle au transfert de la personne concernée peut être signalé au moment de son exécution par ou aux autorités cantonales - à charge pour elles d'en informer le SEM et inversement (cf.”
“arrêt du Tribunal E-3918/2017 du 20 juillet 2017), qu'autrement dit, l'autorité prononcera le transfert que si, au moment où elle statue, la personne concernée est apte à être transférée ou du moins lorsque la date de son aptitude au transfert est déterminée ou suffisamment déterminable, que cette dernière hypothèse n'est pas donnée lorsque, comme en l'espèce, l'état de l'intéressée, enceinte, éprouvée par deux fausses couches, n'est pas stable, comme en témoigne sans équivoque l'attestation médicale du 9 septembre 2022 produite, que, pour rappel, il en ressort que la grossesse de l'intéressée est une grossesse à haut risque avec un danger très élevé d'une fausse couche, que le médecin ordonne à la recourante d'éviter de voyager, de se fatiguer ou de rester debout longtemps et indique que des contrôles médicaux sont vitaux pour le bon suivi de sa grossesse, que dans ces circonstances, il est manifeste que le pronostic quant à l'aptitude future de l'intéressée à être transférée n'est pas connu et demeure réservé, que la constatation du SEM selon laquelle il ne ressort pas du dossier que la recourante ne sera pas en mesure de voyager après le premier mois suivant l'accouchement, prévu pour le 7 avril 2023, manque manifestement de pertinence, qu'en effet, il est notoire que la documentation médicale produite prend en compte l'état actuel de l'intéressée et ne préjuge aucunement de l'existence ou de l'absence des troubles de santé futures, éventuellement à venir en mai 2023, qu'en l'espèce, le SEM ne pouvait donc pas, comme il l'a fait, déléguer à l'autorité cantonale chargée de l'exécution du transfert (cf. l'art. 46 LAsi en relation avec l'art. 45 al. 3 LAsi) le soin d'évaluer l'état de santé de la recourante et son aptitude au transport dès lors que cette compétence lui appartient en propre (art. 6a et 31a al. 1 let. b LAsi), qu'en effet, conformément à l'art. 178 al. 3 de la Constitution fédérale (Cst., RS 101), seule la loi peut confier des tâches de l'administration à des organismes et à des personnes de droit public qui sont extérieurs à l'administration fédérale, qu'autrement dit, le transfert de tâches fédérales à des organismes extérieurs à l'administration de la Confédération requiert une base légale formelle (Message du Conseil fédéral du 20 novembre 1996 relatif à une nouvelle constitution fédérale, FF 1997 I 1, 416 ; Jean-François Aubert/Pascal Mahon, Petit commentaire de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Zurich 2003, ad art. 178 n° 10 s.), que s'agissant du cas d'espèce, les cantons sont certes compétents pour procéder à l'exécution des transferts Dublin, que toutefois, la compétence pour décider d'un transfert Dublin et donc de juger de l'aptitude à ce transfert appartient exclusivement au SEM, et aucune base légale ne lui permet de déléguer cette compétence aux autorités cantonales, que s'il est vrai qu'un éventuel obstacle au transfert de la personne concernée peut être signalé au moment de son exécution par ou aux autorités cantonales - à charge pour elles d'en informer le SEM et inversement (cf.”
Eine Verlängerung der Rekursfrist führt—insbesondere wie im erwähnten TAF-Entscheid im Zusammenhang mit der Covid-19-ordnung—faktisch zu einer entsprechenden Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2 AsylG, weil die aufschiebende Wirkung bzw. die Verzögerung des Eintritts der Verfügung den effektiven Beginn der Ausreisefrist verschiebt.
“L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi ainsi qu’à la directive sur le retour. Le fait que l’appelant ait déposé un recours contre cette décision, ce qui a reporté son entrée en force, n’y change rien. Au contraire, la procédure de recours a prolongé le délai pour le départ. Aucun autre délai n’avait en outre à être accordé à l’appelant pour quitter la Suisse dès lors qu’un délai conforme aux dispositions légales en vigueur avait déjà été fixé par le SEM (cf. également DO 47). Il s’ensuit que l’appelant a bien bénéficié d’un délai de départ pour quitter la Suisse supérieur à 7 jours et conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi. En date du 20 juillet 2021, le TAF a rejeté le recours de l’appelant contre la décision du SEM du 17 juin 2021 déniant la qualité de réfugié à l’appelant, rejetant sa demande d’asile, prononçant son renvoi de Suisse, lui ordonnant de quitter la Suisse et l’espace Schengen, et ordonnant au canton de Fribourg de procéder à l’exécution de cette décision de renvoi. Cet arrêt a effectivement été envoyé en date du 22 juillet 2021, ce qui ressort du seau apposé sur la dernière page de l’arrêt, de sorte que l’on ne saurait retenir une intention de la part de l’appelant de commettre l’infraction de séjour illégal avant qu’il n’ait été au courant de l’entrée en force de sa décision de renvoi. L’arrêt a été notifié à l’appelant en date du 28 juillet 2022 (cf. courrier du TAF du 25 mai 2022). Ainsi, l’appelant devait quitter la Suisse le 29 juillet 2021 (cf. ch. 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021). En tenant compte, à bien plaire, d’un bref délai pour organiser son départ de Suisse et rassembler ses affaires, la Cour considère que l’appelant a séjourné en Suisse sans être au bénéfice d’un titre de séjour valable du 3 août au 12 août 2021.”
Bleiben nach einer in der Schweiz durchgeführten Behandlung medizinische Restbelange bestehen, kann dies bei der Festlegung oder Verlängerung der Ausreisefrist berücksichtigt werden. Insbesondere kann die Frist verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation Nachbehandlungen oder Kontrolltermine in der Schweiz erforderlich macht.
“In Bezug auf die medizinische Ausgangslage ist der Vollständigkeit halber anzufügen, dass der Beschwerdeführer wie erwähnt keine definitiven Vollzugshindernisse aufweist, jedoch allfälligen verbleibenden medizinischen Restbelangen im Bedarfsfall bei der Ausgestaltung der Dauer der Ausreisefrist angemessen Rechnung getragen werden könnte, sofern die gesundheitliche Situation dies erfordert (vgl. Art. 45 Abs. 2bis AsylG).”
“Entgegen der Behauptung in der Beschwerde sind den genannten aktuellen ärztlichen Berichten somit keine Anhaltspunkte auf eine zwingende Notwendigkeit weiterer Operationen zu entnehmen. Ferner ist bloss eine Kontrolle durch den Hausarzt beziehungsweise die obgenannte Nachuntersuchung vorgesehen. Auch beim weiteren Vorbringen, bei den in der Türkei arbeitenden Ärzten handle es sich fast um AKP-Anhänger, weshalb nicht davon auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer «eine richtige Behandlung in Anspruch nehmen könne» handelt es sich um eine durch nichts belegte, pauschalisierte Behauptung, zumal der Beschwerdeführer im Heimatstaat bereits hinreichende medizinische Behandlung erhielt. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Nachkontrolle und bei allfälliger Notwendigkeit eine weitere Behandlung des Beschwerdeführers auch in dessen Heimatstaat gewährleistet wäre. Daher ist die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs der Beschwerdeführenden zu bejahen. In diesem Zusammenhang ist letztlich auch auf die Möglichkeit von Art. 45 Abs. 2bis AsylG hinzuweisen. Sofern die in der Schweiz durchgeführte Operation beziehungsweise medizinische Behandlung wider Erwarten eine zwingende Nachbehandlung in der Schweiz erforderlich machen sollte, so könnte einer entsprechenden Ausgangslage mit einer Verlängerung der Ausreisefrist bereits angemessen begegnet werden. Ein langfristiges Vollzugshindernis, welches aus medizinischen Gründen zu der Anordnung einer vorläufigen Aufnahme führen könnte, wäre in solchen Umständen daher nicht begründet.”
In der Praxis kann die für die Bestimmung des Beginns und des Endes der Ausreisefrist massgebliche Rechtslage in ausserordentlichen Umständen durch Verordnungen angepasst werden. So wurde im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie die Rekursfrist auf 30 Tage verlängert, wodurch sich der Eintritt der Wegweisungsverfügung und somit das konkrete Ende der Ausreisefrist verschoben hat.
“Il soutient qu’il n’a ainsi pas été informé de la date à laquelle il devait quitter la Suisse. Partant, il considère que la condamnation viole la directive Retour, le principe de la bonne foi et de la légalité. 2.2. 2.2.1. Selon l'art. 115 al. 1 LEI, sera puni d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque contrevient aux dispositions sur l'entrée en Suisse prévues à l'art. 5 LEI (let. a), y séjourne illégalement (let. b), ou y exerce une activité lucrative sans autorisation (let. c). De jurisprudence constante, la punissabilité du séjour irrégulier suppose que l'étranger ne se trouve pas dans l'impossibilité objective - par exemple en raison d'un refus du pays d'origine d'admettre le retour de ses ressortissants ou de délivrer des papiers d'identité - de quitter la Suisse et de rentrer légalement dans son pays d'origine. En effet, le principe de la faute suppose la liberté de pouvoir agir autrement (ATF 143 IV 249 consid. 1.6.1 et les références citées). Aux termes de l’art. 45 al. 2 LAsi, la décision de renvoi est assortie d’un délai de départ raisonnable allant de sept à 30 jours. 2.2.2. En l’espèce, la Cour constate qu’un délai pour quitter la Suisse a bien été donné à l’appelant. En effet, il ressort du chiffre 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021 que l’appelant devait quitter le territoire suisse et l’espace Schengen le jour après l’entrée en force de cette décision. L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art.”
Bei einer vorübergehenden Pandemiesituation kann die Überstellung in den zuständigen Dublin‑Staat grundsätzlich weiterhin möglich sein. Vorübergehende Reisebeschränkungen allein rechtfertigen nicht ohne Weiteres eine Verlängerung der Ausreisefrist im Zusammenhang mit Art. 45 Abs. 3 AsylG, soweit die Ausschiebung zu einem späteren, angemessenen Zeitpunkt vorgenommen werden kann.
“5 Au regard de l'ensemble des éléments qui précèdent, c'est à bon droit que le SEM a retenu qu'il n'y avait pas lieu de faire application de la clause discrétionnaire de l'art. 17 par. 1 RD III. 6.6 Enfin, indépendamment des informations contenues dans le rapport de l'OMS du 30 juin 2020 sur le développement de la Covid-19 dans le monde, la situation actuelle liée à la propagation de la pandémie du coronavirus (Covid-19) n'est pas de nature à remettre en cause la possibilité de transférer la requérante vers le Portugal, dès lors que cette situation est temporaire et que, si elle devait retarder momentanément l'exécution du renvoi, celle-ci devra avoir lieu ultérieurement, en temps approprié (cf. arrêt du TAF F-1622/2020 du 26 mars 2020 consid. 2.2), précisant qu'en l'état, la situation sanitaire n'apparaît pas plus favorable en Suisse qu'au Portugal (cf. https://covid19.who.int/region/euro/country/ch et https://covid19.who.int/region/euro/country/pt, consultés en décembre 2020). Enfin, pour ces motifs (cf., également, consid. 4.4, 6.2.1 et 6.2.4 supra) et au regard de l'art. 45 al. 3 LAsi, il n'y a pas non plus lieu de faire application de l'art. 42 al. 2bis LAsi pour fixer un délai de départ plus long à la recourante, ce d'autant plus que sa mère et son fils résident encore au Portugal. 7. 7.1 S'agissant des mesures d'instruction requises, les documents (caviardés) relatifs aux échanges entre les autorités suisses (SEM et OFJ) et les autorités portugaises ont été portés à la connaissance de la recourante en conformité avec les art. 26 ss PA et cette demande doit par conséquent être déclarée sans objet. Il est précisé que les parties caviardées du courriel du 13 mai 2020 n'apparaissent - comme exposé par le SEM - pas pertinentes, dans la mesure où elles visaient à renseigner les autorités concernées que l'information selon laquelle la recourante ne faisait l'objet d'aucune demande d'extradition par la Russie pouvait être communiquée dans le cadre de la procédure d'asile (cf. TAF pces 37 annexe p. 1 et 44 annexe p. 4) ainsi qu'à demander à ce que le SEM accuse réception de ce courriel.”
“5 Au regard de l'ensemble des éléments qui précèdent, c'est à bon droit que le SEM a retenu qu'il n'y avait pas lieu de faire application de la clause discrétionnaire de l'art. 17 par. 1 RD III. 6.6 Enfin, indépendamment des informations contenues dans le rapport de l'OMS du 30 juin 2020 sur le développement de la Covid-19 dans le monde, la situation actuelle liée à la propagation de la pandémie du coronavirus (Covid-19) n'est pas de nature à remettre en cause la possibilité de transférer la requérante vers le Portugal, dès lors que cette situation est temporaire et que, si elle devait retarder momentanément l'exécution du renvoi, celle-ci devra avoir lieu ultérieurement, en temps approprié (cf. arrêt du TAF F-1622/2020 du 26 mars 2020 consid. 2.2), précisant qu'en l'état, la situation sanitaire n'apparaît pas plus favorable en Suisse qu'au Portugal (cf. https://covid19.who.int/region/euro/country/ch et https://covid19.who.int/region/euro/country/pt, consultés en décembre 2020). Enfin, pour ces motifs (cf., également, consid. 4.4, 6.2.1 et 6.2.4 supra) et au regard de l'art. 45 al. 3 LAsi, il n'y a pas non plus lieu de faire application de l'art. 42 al. 2bis LAsi pour fixer un délai de départ plus long à la recourante, ce d'autant plus que sa mère et son fils résident encore au Portugal. 7. 7.1 S'agissant des mesures d'instruction requises, les documents (caviardés) relatifs aux échanges entre les autorités suisses (SEM et OFJ) et les autorités portugaises ont été portés à la connaissance de la recourante en conformité avec les art. 26 ss PA et cette demande doit par conséquent être déclarée sans objet. Il est précisé que les parties caviardées du courriel du 13 mai 2020 n'apparaissent - comme exposé par le SEM - pas pertinentes, dans la mesure où elles visaient à renseigner les autorités concernées que l'information selon laquelle la recourante ne faisait l'objet d'aucune demande d'extradition par la Russie pouvait être communiquée dans le cadre de la procédure d'asile (cf. TAF pces 37 annexe p. 1 et 44 annexe p. 4) ainsi qu'à demander à ce que le SEM accuse réception de ce courriel.”
Rein vorübergehende postoperative Komplikationen können nach den Erwägungen des BVGer höchstens eine Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG rechtfertigen. Solche kurzfristigen Gesundheitsprobleme führen nach dieser Rechtsprechung nicht zu einer vorläufigen Aufnahme.
“Im Übrigen ist festzuhalten, dass die seit Geburt bestehenden gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers 5 - ohne die damit verbundenen Schwierigkeiten für das Kind zu verkennen - bereits vor der Operation wohl ohnehin nicht als derart gravierend zu qualifizieren gewesen wären, dass sie bei einer Rückkehr in den Heimatstaat zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands und damit zur Unzulässigkeit respektive Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs geführt hätten. Hinsichtlich der postoperativen Komplikationen bezüglich der Wundheilung ist ausserdem festzuhalten, dass diese rein vorübergehender Natur waren und daher zwar allenfalls zu einer Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG, aber nicht zu einer vorläufigen Aufnahme geführt hätten. Für eine Verlängerung der Ausreisefrist besteht indes nach dem Ausgeführten im heutigen Zeitpunkt kein Anlass, zumal mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren die vom SEM auf den Februar 2024 angesetzte Ausreisefrist ohnehin faktisch um mehrere Monate überschritten wurde. Das entsprechende subeventualiter gestellte Rechtsbegehren ist daher ebenfalls abzuweisen.”
“Im Übrigen ist festzuhalten, dass die seit Geburt bestehenden gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers 5 - ohne die damit verbundenen Schwierigkeiten für das Kind zu verkennen - bereits vor der Operation wohl ohnehin nicht als derart gravierend zu qualifizieren gewesen wären, dass sie bei einer Rückkehr in den Heimatstaat zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands und damit zur Unzulässigkeit respektive Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs geführt hätten. Hinsichtlich der postoperativen Komplikationen bezüglich der Wundheilung ist ausserdem festzuhalten, dass diese rein vorübergehender Natur waren und daher zwar allenfalls zu einer Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG, aber nicht zu einer vorläufigen Aufnahme geführt hätten. Für eine Verlängerung der Ausreisefrist besteht indes nach dem Ausgeführten im heutigen Zeitpunkt kein Anlass, zumal mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren die vom SEM auf den Februar 2024 angesetzte Ausreisefrist ohnehin faktisch um mehrere Monate überschritten wurde. Das entsprechende subeventualiter gestellte Rechtsbegehren ist daher ebenfalls abzuweisen.”
Das SEM hat im verfahrensgegenständlichen Fall eine Ausreisefrist gestützt auf Art. 45 Abs. 2bis AsylG (in Verbindung mit der COVID‑19‑Verordnung Asyl) angesetzt und wies darauf hin, dass Betroffene vor Ablauf der Frist schriftlich und begründet um Fristerstreckung ersuchen können.
“c Als Beweismittel legten die Beschwerdeführenden den sri-lankischen Führerausweis des Beschwerdeführers, eine Kopie der Identitätskarte der Beschwerdeführerin, sri-lankische Geburtsurkunden in beglaubigten Kopien sowie eine sri-lankische Eheurkunde in beglaubigter Kopie, eine beglaubigte Kopie des Todesscheins des Vaters der Beschwerdeführerin sowie ein «Register of deaths» in englischer Sprache, ein Schreiben des Divisional Secretariat von G._______ in englischer Sprache sowie ein polizeiliches Dokument vom 17. Juni 2005 in englischer Sprache ein. D. Mit Verfügung vom 21. April 2020 stellte das SEM fest, die Beschwerdeführenden würden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, lehnte ihre Asylgesuche ab und verfügte ihre Wegweisung aus der Schweiz. Es hielt weiter fest, die Beschwerdeführenden müssten die Schweiz bis am 31. Mai 2020 verlassen, ansonsten könnten sie in Haft genommen und unter Zwang in ihren Heimatstaat zurückgeführt werden. Diese Ausreisefrist werde in Anwendung von Art. 45 Abs. 2bis AsylG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 COVID-19-Verordnung Asyl vom 1. April 2020 angesetzt. Sollte diese Frist wegen der ausserordentlichen Lage aufgrund des Coronavirus nicht ausreichen, damit sie ihrer Ausreisepflicht nachkommen könnten, stehe es ihnen frei, beim SEM vor Ablauf der Frist schriftlich und begründet um Fristerstreckung zu ersuchen. Sodann beauftragte das SEM den zuständigen Kanton (H._______) mit dem Vollzug der Wegweisung und händigte den Beschwerdeführenden die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. Das SEM begründete seinen Entscheid im Wesentlichen damit, dass es in den Schilderungen der Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre zweite Verhaftung zu widersprüchlichen Aussagen gekommen sei. Verschiedener öffentlich zugänglicher Berichte zufolge seien nur Personen muslimischen Glaubens im Zusammenhang mit den Osteranschlägen 2019 verhaftet worden. Zusätzlich überrasche die Tatsache, dass die Behörden sie im Juni 2019 erneut zur Identifizierung von Tatverdächtigen während mehrerer Tage festgehalten haben sollten, obwohl die Identitäten der Täter bereits seit Anfang Mai 2019 öffentlich bekannt und die meisten Verdächtigen in Haft gewesen seien.”
Eine kurzzeitige Abwesenheit vor dem Zeitpunkt, ab dem die Wegweisungsverfügung vollstreckbar ist, begründet nicht automatisch die Vermutung, die Ausreisefrist sei durch Flucht genutzt worden. Vielmehr muss ein kausaler Zusammenhang bzw. ein Fluchtwille nachgewiesen werden; eine blosse Abwesenheit vor Inkrafttreten der Entscheidvollstreckung reicht dafür nicht aus.
“2 seconde phrase RD III lorsqu'il se soustrait délibérément aux autorités compétentes pour procéder à son transfert, afin de faire échec à ce dernier, qu'il peut être présumé que tel est le cas lorsque ce transfert ne peut être mis à exécution en raison du fait que ce demandeur a quitté le lieu de résidence qui lui a été attribué sans avoir informé les autorités compétentes de son absence, à condition qu'il ait été informé de ses obligations à cet égard, que ledit demandeur conserve la possibilité de démontrer que le défaut d'avis aux autorités de son absence est justifié par des raisons valables et non par l'intention de se soustraire à ces autorités (cf. CJUE, arrêt C-163/17 [GC] du 19 mars 2019 en l'affaire Abubacarr Jawo c. Allemagne), qu'en l'occurrence, le délai de recours de cinq jours ouvrables contre la décision du SEM du 26 septembre 2022, notifiée le lendemain, est arrivé à échéance le 4 octobre 2022, qu'en l'absence d'un recours, cette décision est entrée en force le 5 octobre 2022, que, dans ces circonstances, la décision de transfert n'était exécutoire qu'à partir du 6 octobre 2022 (cf. art. 45 al. 2 LAsi), qu'avant cette date, elle ne pouvait pas être exécutée sous la contrainte par le C._______ indépendamment du lieu où se trouvait le recourant, qu'ainsi, certes, celui-ci s'est absenté sans autorisation du CFA D._______ du 1er au 3 octobre 2022 à 13h27, comme cela ressort du courriel du 30 janvier 2023 de l'agent de la loge du CFA D._______ à la spécialiste Dublin du SEM et du recours, que, toutefois, cette absence de courte durée avant que la décision de transfert ne soit exécutoire n'est à l'évidence en rien causale dans l'absence d'exécution de cette décision sous la contrainte par le C._______, qu'il ne saurait donc être présumé que, par cette absence de courte durée, le recourant avait l'intention de se soustraire au C._______ dans le but de faire échec à son transfert, qu'aucun élément au dossier ne permet de prouver une telle intention, que, partant, c'est à tort que le SEM a qualifié cette absence de courte durée de fuite au sens de l'art. 29 par. 2 seconde phrase RD III, que, pour le reste, il ne ressort ni du dossier ni de la décision litigieuse que le SEM ait considéré qu'il pouvait être reproché au recourant d'avoir pris la fuite sur la (seule) base de l'échange de courriels du 29 décembre 2022 entre le spécialiste en matière de renvois du C.”
Bei einer Dublin-Wegweisung kann die Vorinstanz eine Ausreisefrist von unter sieben Tagen ansetzen. Das Bundesverwaltungsgericht übt bei der Bemessung Zurückhaltung und überprüft insbesondere nur, ob eine längere Frist offensichtlich unangemessen wäre; im entschiedenen Fall rechtfertigte eine Beziehung zur Schwester keine Fristverlängerung.
“Eine Wegweisung gestützt auf die Dublin-Assoziierungsabkommen ist sofort vollstreckbar oder die Vorinstanz kann eine Ausreisefrist von weniger als sieben Tagen ansetzen (Art. 64d Abs. 2 Bst. f AIG und Art. 45 Abs. 3 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht übt Zurückhaltung bei der Bestimmung der angemessenen Ausreisefrist, hält aber das Faktum fest, falls eine Ausreisefrist offensichtlich unangemessen ist (BVGE 2011/28 E. 6.5). Der Vollständigkeit halber ist zu wiederholen, dass beim Beschwerdeführer kein Abhängigkeitsverhältnis vorliegt, welches seinen Verbleib in der Schweiz rechtfertigen würde. Die Ansetzung einer (längeren) Ausreisefrist aufgrund seiner Beziehung zu seiner Schwester ist nicht gerechtfertigt, da die Ausreisefrist nicht offensichtlich unangemessen ist (vgl. auch BVGE 2011/28 E. 6.5). Das entsprechende Subeventualbegehren ist abzuweisen. Die Vorinstanz wird eine neue Ausreisefrist anzusetzen haben.”
Wird die Rekursfrist durch die Covid‑19‑Verordnung verlängert (von 7 auf 30 Tage), kann dies dazu führen, dass die effektive Ausreisefrist sich auf bis zu 30 Tage erstreckt. Nach der einschlägigen Rechtsprechung des TAF ist eine derart verlängerte Ausreisefrist in solchen Fällen mit Art. 45 Abs. 2 LAsi vereinbar.
“L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi ainsi qu’à la directive sur le retour. Le fait que l’appelant ait déposé un recours contre cette décision, ce qui a reporté son entrée en force, n’y change rien. Au contraire, la procédure de recours a prolongé le délai pour le départ. Aucun autre délai n’avait en outre à être accordé à l’appelant pour quitter la Suisse dès lors qu’un délai conforme aux dispositions légales en vigueur avait déjà été fixé par le SEM (cf. également DO 47). Il s’ensuit que l’appelant a bien bénéficié d’un délai de départ pour quitter la Suisse supérieur à 7 jours et conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi. En date du 20 juillet 2021, le TAF a rejeté le recours de l’appelant contre la décision du SEM du 17 juin 2021 déniant la qualité de réfugié à l’appelant, rejetant sa demande d’asile, prononçant son renvoi de Suisse, lui ordonnant de quitter la Suisse et l’espace Schengen, et ordonnant au canton de Fribourg de procéder à l’exécution de cette décision de renvoi. Cet arrêt a effectivement été envoyé en date du 22 juillet 2021, ce qui ressort du seau apposé sur la dernière page de l’arrêt, de sorte que l’on ne saurait retenir une intention de la part de l’appelant de commettre l’infraction de séjour illégal avant qu’il n’ait été au courant de l’entrée en force de sa décision de renvoi. L’arrêt a été notifié à l’appelant en date du 28 juillet 2022 (cf. courrier du TAF du 25 mai 2022). Ainsi, l’appelant devait quitter la Suisse le 29 juillet 2021 (cf. ch. 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021). En tenant compte, à bien plaire, d’un bref délai pour organiser son départ de Suisse et rassembler ses affaires, la Cour considère que l’appelant a séjourné en Suisse sans être au bénéfice d’un titre de séjour valable du 3 août au 12 août 2021.”
“Il soutient qu’il n’a ainsi pas été informé de la date à laquelle il devait quitter la Suisse. Partant, il considère que la condamnation viole la directive Retour, le principe de la bonne foi et de la légalité. 2.2. 2.2.1. Selon l'art. 115 al. 1 LEI, sera puni d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque contrevient aux dispositions sur l'entrée en Suisse prévues à l'art. 5 LEI (let. a), y séjourne illégalement (let. b), ou y exerce une activité lucrative sans autorisation (let. c). De jurisprudence constante, la punissabilité du séjour irrégulier suppose que l'étranger ne se trouve pas dans l'impossibilité objective - par exemple en raison d'un refus du pays d'origine d'admettre le retour de ses ressortissants ou de délivrer des papiers d'identité - de quitter la Suisse et de rentrer légalement dans son pays d'origine. En effet, le principe de la faute suppose la liberté de pouvoir agir autrement (ATF 143 IV 249 consid. 1.6.1 et les références citées). Aux termes de l’art. 45 al. 2 LAsi, la décision de renvoi est assortie d’un délai de départ raisonnable allant de sept à 30 jours. 2.2.2. En l’espèce, la Cour constate qu’un délai pour quitter la Suisse a bien été donné à l’appelant. En effet, il ressort du chiffre 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021 que l’appelant devait quitter le territoire suisse et l’espace Schengen le jour après l’entrée en force de cette décision. L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art.”
“Il soutient qu’il n’a ainsi pas été informé de la date à laquelle il devait quitter la Suisse. Partant, il considère que la condamnation viole la directive Retour, le principe de la bonne foi et de la légalité. 2.2. 2.2.1. Selon l'art. 115 al. 1 LEI, sera puni d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque contrevient aux dispositions sur l'entrée en Suisse prévues à l'art. 5 LEI (let. a), y séjourne illégalement (let. b), ou y exerce une activité lucrative sans autorisation (let. c). De jurisprudence constante, la punissabilité du séjour irrégulier suppose que l'étranger ne se trouve pas dans l'impossibilité objective - par exemple en raison d'un refus du pays d'origine d'admettre le retour de ses ressortissants ou de délivrer des papiers d'identité - de quitter la Suisse et de rentrer légalement dans son pays d'origine. En effet, le principe de la faute suppose la liberté de pouvoir agir autrement (ATF 143 IV 249 consid. 1.6.1 et les références citées). Aux termes de l’art. 45 al. 2 LAsi, la décision de renvoi est assortie d’un délai de départ raisonnable allant de sept à 30 jours. 2.2.2. En l’espèce, la Cour constate qu’un délai pour quitter la Suisse a bien été donné à l’appelant. En effet, il ressort du chiffre 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021 que l’appelant devait quitter le territoire suisse et l’espace Schengen le jour après l’entrée en force de cette décision. L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art.”
Für Gesuche um Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG ist das SEM zuständig und entscheidet in Anwendung von Bundesrecht. Kantonale Behörden sind im Verfahren zur Verlängerung der Ausreisefrist von Bundesrechts wegen nicht beteiligt.
“Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Art. 45 Abs. 2bis AsylG. Nach Art. 45 AsylG ist mit der Wegweisungsverfügung eine angemessene Ausreisefrist zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen (Abs. 2). Eine längere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlängert, wenn besondere Umstände wie die familiäre Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern (Abs. 2bis). Das Gesuch nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG kann die ausländische Person oder ihre Rechtsvertretung direkt dem für die Verlängerung der Ausreisefrist zuständigen SEM stellen (vgl. Weisung des SEM vom 1.1.2008, Asylbereich, Wegweisung und Vollzug [Version vom 1.3.2019; nachfolgend: Weisung SEM], Ziff. III/2.2.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service/Weisungen und Kreisschreiben/III. Asylgesetz», dazu hinten E. 2.4.2; vgl. auch SEM, Handbuch Asyl und Rückkehr [nachfolgend: Handbuch], Kapitel B6, Ziff. 2.4.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Asyl/Schutz vor Verfolgung/Nationale Asylverfahren»). Dieses entscheidet in Anwendung von Bundesrecht, ob hinreichende Gründe für eine Verlängerung der Ausreisefrist vorliegen. Anders als hinsichtlich der Erteilung einer Härtefallbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG sind die kantonalen Behörden im Verfahren um Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG von Bundesrechts wegen nicht beteiligt (vgl. Weisung SEM, Ziff. III/2.2.5, dazu hinten E.”
“Eine längere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlängert, wenn besondere Umstände wie die familiäre Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern (Abs. 2bis). Das Gesuch nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG kann die ausländische Person oder ihre Rechtsvertretung direkt dem für die Verlängerung der Ausreisefrist zuständigen SEM stellen (vgl. Weisung des SEM vom 1.1.2008, Asylbereich, Wegweisung und Vollzug [Version vom 1.3.2019; nachfolgend: Weisung SEM], Ziff. III/2.2.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service/Weisungen und Kreisschreiben/III. Asylgesetz», dazu hinten E. 2.4.2; vgl. auch SEM, Handbuch Asyl und Rückkehr [nachfolgend: Handbuch], Kapitel B6, Ziff. 2.4.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Asyl/Schutz vor Verfolgung/Nationale Asylverfahren»). Dieses entscheidet in Anwendung von Bundesrecht, ob hinreichende Gründe für eine Verlängerung der Ausreisefrist vorliegen. Anders als hinsichtlich der Erteilung einer Härtefallbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG sind die kantonalen Behörden im Verfahren um Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG von Bundesrechts wegen nicht beteiligt (vgl. Weisung SEM, Ziff. III/2.2.5, dazu hinten E. 2.4.2; vgl. auch Handbuch, Kapitel B6, Ziff. 2.4.5).”
Die Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2 AsylG beginnt nicht bereits allein mit der Rechtskraft des Wegweisungsentscheids; massgeblich ist die Zustellung des Entscheids an die betroffene Person. Fehlt die Zustellung, kann die betroffene Person die selbständige Ausreise in der angesetzten Frist faktisch nicht wahrnehmen; in einem solchen Fall kann die Durchsetzbarkeit der Wegweisung und die Anordnung von Durchsetzungshaft vor Zustellung unzulässig sein.
“Voraussetzung der Durchsetzungshaft bildet u.a. das Vorliegen einer rechtskräftigen Weg- oder Ausweisung. Weggewiesene Personen müssen die Schweiz selbständig in der angesetzten Frist (vgl. Art. 64 und Art. 64d AIG bzw. Art. 45 Abs. 2 AsylG [SR 142.31]) verlassen. Darauf nimmt Art. 78 Abs. 1 AIG Bezug, wenn für die Durchsetzungshaft vorausgesetzt wird, dass eine Person ihre Pflicht zur Ausreise aus der Schweiz innerhalb der angesetzten Frist nicht erfüllt. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist am 26. Oktober 2020 ergangen. Damit lag erst zu diesem Zeitpunkt ein rechtskräftiger Entscheid vor. Dessen Versand erfolgte am 26. Oktober 2020, weshalb der rechtskräftige Entscheid frühestens am 27. Oktober 2020 dem Beschwerdeführer zugestellt wurde. Bereits am 26. Oktober 2020 verfügte das Migrationsamt und genehmigte am 27. Oktober 2020 das Haftgericht die Durchsetzungshaft. Der Beschwerdeführer konnte somit eine selbständige Ausreise gar nicht wahrnehmen. Die Vorinstanz geht indes davon aus, dass mit dem rechtskräftigen Wegweisungsentscheid die Ausreisefrist abgelaufen sei. Dies ist unzutreffend. Die Ausreisefrist kann nicht bereits verstrichen sein, wenn der Wegweisungsentscheid rechtskräftig wird (vgl. ANDREAS ZÜND, in: Spescha/Zünd/Bolzli/ Hruschka/de Weck, Migrationsrecht.”
“1 AIG Bezug, wenn für die Durchsetzungshaft vorausgesetzt wird, dass eine Person ihre Pflicht zur Ausreise aus der Schweiz innerhalb der angesetzten Frist nicht erfüllt. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist am 26. Oktober 2020 ergangen. Damit lag erst zu diesem Zeitpunkt ein rechtskräftiger Entscheid vor. Dessen Versand erfolgte am 26. Oktober 2020, weshalb der rechtskräftige Entscheid frühestens am 27. Oktober 2020 dem Beschwerdeführer zugestellt wurde. Bereits am 26. Oktober 2020 verfügte das Migrationsamt und genehmigte am 27. Oktober 2020 das Haftgericht die Durchsetzungshaft. Der Beschwerdeführer konnte somit eine selbständige Ausreise gar nicht wahrnehmen. Die Vorinstanz geht indes davon aus, dass mit dem rechtskräftigen Wegweisungsentscheid die Ausreisefrist abgelaufen sei. Dies ist unzutreffend. Die Ausreisefrist kann nicht bereits verstrichen sein, wenn der Wegweisungsentscheid rechtskräftig wird (vgl. ANDREAS ZÜND, in: Spescha/Zünd/Bolzli/ Hruschka/de Weck, Migrationsrecht. Kommentar, 5. Aufl. 2019, N. 5 zu Art. 78 AIG), andernfalls Sinn und Zweck von Art. 78 Abs. 1 AIG unterlaufen würde. Im Übrigen kennt Art. 45 Abs. 2 AsylG keine Art. 64d Abs. 2 AIG entsprechende Regelung, wonach die Wegweisung unter bestimmten Voraussetzungen sofort vollstreckbar ist. Insofern war die Durchsetzungshaft vor dem 28. Oktober 2020 unzulässig. Ob die kantonalen Behörden allenfalls aufgrund einer gegenüber dem Urteil 2C_768/2020 geänderten faktischen Lage eine erneute Ausschaffungshaft hätten anordnen können, ist hier mangels aktuellen Interesses nicht mehr zu prüfen.”
“Voraussetzung der Durchsetzungshaft bildet u.a. das Vorliegen einer rechtskräftigen Weg- oder Ausweisung. Weggewiesene Personen müssen die Schweiz selbständig in der angesetzten Frist (vgl. Art. 64 und Art. 64d AIG bzw. Art. 45 Abs. 2 AsylG [SR 142.31]) verlassen. Darauf nimmt Art. 78 Abs. 1 AIG Bezug, wenn für die Durchsetzungshaft vorausgesetzt wird, dass eine Person ihre Pflicht zur Ausreise aus der Schweiz innerhalb der angesetzten Frist nicht erfüllt. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist am 26. Oktober 2020 ergangen. Damit lag erst zu diesem Zeitpunkt ein rechtskräftiger Entscheid vor. Dessen Versand erfolgte am 26. Oktober 2020, weshalb der rechtskräftige Entscheid frühestens am 27. Oktober 2020 dem Beschwerdeführer zugestellt wurde. Bereits am 26. Oktober 2020 verfügte das Migrationsamt und genehmigte am 27. Oktober 2020 das Haftgericht die Durchsetzungshaft. Der Beschwerdeführer konnte somit eine selbständige Ausreise gar nicht wahrnehmen. Die Vorinstanz geht indes davon aus, dass mit dem rechtskräftigen Wegweisungsentscheid die Ausreisefrist abgelaufen sei. Dies ist unzutreffend. Die Ausreisefrist kann nicht bereits verstrichen sein, wenn der Wegweisungsentscheid rechtskräftig wird (vgl. ANDREAS ZÜND, in: Spescha/Zünd/Bolzli/ Hruschka/de Weck, Migrationsrecht.”
Ein hängiges Rechtsmittel kann das Inkrafttreten der Wegweisungsverfügung verzögern; dadurch verschiebt sich auch der Beginn der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2 AsylG. Die Frist beginnt somit erst mit dem Eintritt in Rechtskraft der Wegweisungsentscheidung bzw. nach Abschluss des Rechtsmittelverfahrens, soweit das Rechtsmittel die Eintrittsregelung der Verfügung beeinflusst.
“2 LAsi, la décision de renvoi est assortie d’un délai de départ raisonnable allant de sept à 30 jours. 2.2.2. En l’espèce, la Cour constate qu’un délai pour quitter la Suisse a bien été donné à l’appelant. En effet, il ressort du chiffre 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021 que l’appelant devait quitter le territoire suisse et l’espace Schengen le jour après l’entrée en force de cette décision. L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi ainsi qu’à la directive sur le retour. Le fait que l’appelant ait déposé un recours contre cette décision, ce qui a reporté son entrée en force, n’y change rien. Au contraire, la procédure de recours a prolongé le délai pour le départ. Aucun autre délai n’avait en outre à être accordé à l’appelant pour quitter la Suisse dès lors qu’un délai conforme aux dispositions légales en vigueur avait déjà été fixé par le SEM (cf. également DO 47). Il s’ensuit que l’appelant a bien bénéficié d’un délai de départ pour quitter la Suisse supérieur à 7 jours et conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi. En date du 20 juillet 2021, le TAF a rejeté le recours de l’appelant contre la décision du SEM du 17 juin 2021 déniant la qualité de réfugié à l’appelant, rejetant sa demande d’asile, prononçant son renvoi de Suisse, lui ordonnant de quitter la Suisse et l’espace Schengen, et ordonnant au canton de Fribourg de procéder à l’exécution de cette décision de renvoi. Cet arrêt a effectivement été envoyé en date du 22 juillet 2021, ce qui ressort du seau apposé sur la dernière page de l’arrêt, de sorte que l’on ne saurait retenir une intention de la part de l’appelant de commettre l’infraction de séjour illégal avant qu’il n’ait été au courant de l’entrée en force de sa décision de renvoi.”
“L’entrée en force de cette décision intervenait au plus tôt le 7ème jour après sa notification dès lors que le délai de recours était de 7 jours, lequel a toutefois été prolongé à 30 jours en raison de la pandémie du Covid-19 (art. 10 de l’ordonnance du 1er avril 2020 sur les mesures prises dans le domaine de l’asile en raison du coronavirus ; RS 142.318 ; arrêt du TAF du 20 juillet 2021, p. 3), de sorte que le délai accordé au prévenu pour quitter la Suisse arrivait à échéance, au plus tôt, le 31ème jour dès la notification de la décision du SEM. Le délai accordé pour le départ était donc conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi ainsi qu’à la directive sur le retour. Le fait que l’appelant ait déposé un recours contre cette décision, ce qui a reporté son entrée en force, n’y change rien. Au contraire, la procédure de recours a prolongé le délai pour le départ. Aucun autre délai n’avait en outre à être accordé à l’appelant pour quitter la Suisse dès lors qu’un délai conforme aux dispositions légales en vigueur avait déjà été fixé par le SEM (cf. également DO 47). Il s’ensuit que l’appelant a bien bénéficié d’un délai de départ pour quitter la Suisse supérieur à 7 jours et conforme à l’art. 45 al. 2 LAsi. En date du 20 juillet 2021, le TAF a rejeté le recours de l’appelant contre la décision du SEM du 17 juin 2021 déniant la qualité de réfugié à l’appelant, rejetant sa demande d’asile, prononçant son renvoi de Suisse, lui ordonnant de quitter la Suisse et l’espace Schengen, et ordonnant au canton de Fribourg de procéder à l’exécution de cette décision de renvoi. Cet arrêt a effectivement été envoyé en date du 22 juillet 2021, ce qui ressort du seau apposé sur la dernière page de l’arrêt, de sorte que l’on ne saurait retenir une intention de la part de l’appelant de commettre l’infraction de séjour illégal avant qu’il n’ait été au courant de l’entrée en force de sa décision de renvoi. L’arrêt a été notifié à l’appelant en date du 28 juillet 2022 (cf. courrier du TAF du 25 mai 2022). Ainsi, l’appelant devait quitter la Suisse le 29 juillet 2021 (cf. ch. 4 du dispositif de la décision du SEM du 17 juin 2021). En tenant compte, à bien plaire, d’un bref délai pour organiser son départ de Suisse et rassembler ses affaires, la Cour considère que l’appelant a séjourné en Suisse sans être au bénéfice d’un titre de séjour valable du 3 août au 12 août 2021.”
Das Gesuch um Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG kann die ausländische Person oder ihre Rechtsvertretung direkt dem für die Verlängerung zuständigen SEM stellen. Das SEM entscheidet in Anwendung von Bundesrecht, wobei kantonale Behörden im Verfahren um die Verlängerung nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG nicht beteiligt sind.
“Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Art. 45 Abs. 2bis AsylG. Nach Art. 45 AsylG ist mit der Wegweisungsverfügung eine angemessene Ausreisefrist zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen (Abs. 2). Eine längere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlängert, wenn besondere Umstände wie die familiäre Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern (Abs. 2bis). Das Gesuch nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG kann die ausländische Person oder ihre Rechtsvertretung direkt dem für die Verlängerung der Ausreisefrist zuständigen SEM stellen (vgl. Weisung des SEM vom 1.1.2008, Asylbereich, Wegweisung und Vollzug [Version vom 1.3.2019; nachfolgend: Weisung SEM], Ziff. III/2.2.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service/Weisungen und Kreisschreiben/III. Asylgesetz», dazu hinten E. 2.4.2; vgl. auch SEM, Handbuch Asyl und Rückkehr [nachfolgend: Handbuch], Kapitel B6, Ziff. 2.4.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Asyl/Schutz vor Verfolgung/Nationale Asylverfahren»).”
“Eine längere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlängert, wenn besondere Umstände wie die familiäre Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern (Abs. 2bis). Das Gesuch nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG kann die ausländische Person oder ihre Rechtsvertretung direkt dem für die Verlängerung der Ausreisefrist zuständigen SEM stellen (vgl. Weisung des SEM vom 1.1.2008, Asylbereich, Wegweisung und Vollzug [Version vom 1.3.2019; nachfolgend: Weisung SEM], Ziff. III/2.2.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service/Weisungen und Kreisschreiben/III. Asylgesetz», dazu hinten E. 2.4.2; vgl. auch SEM, Handbuch Asyl und Rückkehr [nachfolgend: Handbuch], Kapitel B6, Ziff. 2.4.5, einsehbar unter: <www.sem.admin.ch>, Rubriken «Asyl/Schutz vor Verfolgung/Nationale Asylverfahren»). Dieses entscheidet in Anwendung von Bundesrecht, ob hinreichende Gründe für eine Verlängerung der Ausreisefrist vorliegen. Anders als hinsichtlich der Erteilung einer Härtefallbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG sind die kantonalen Behörden im Verfahren um Verlängerung der Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis AsylG von Bundesrechts wegen nicht beteiligt (vgl. Weisung SEM, Ziff. III/2.2.5, dazu hinten E. 2.4.2; vgl. auch Handbuch, Kapitel B6, Ziff. 2.4.5).”
Verzichtet das SEM gestützt auf Art. 44 AsylG auf die Anordnung und den Vollzug der Wegweisung, wird keine Wegweisungsverfügung im Sinne von Art. 45 AsylG erlassen. In diesem Fall ist die betroffene Person nicht ausreisepflichtig, und Anordnung sowie Vollzug der Wegweisung bilden keinen Gegenstand des Verfahrens.
“6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass in der Beschwerde einerseits um Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl, andererseits um Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sowie Anordnung einer vorläufigen Aufnahme ersucht wurde, dass vorliegend das SEM gestützt auf den grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 44 Abs. 1 AIG (SR 142.20) beziehungsweise Art. 3 Anhang I des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) auf die Anordnung und den Vollzug der Wegweisung verzichtete (vgl. Art. 44 AsylG), dass das SEM demnach keine Wegweisungsverfügung im Sinne von Art. 45 AsylG erlassen hat und der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt dementsprechend auch nicht ausreisepflichtig ist, dass somit weder die Anweisung noch der Vollzug der Wegweisung Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden, weshalb auf die diesbezüglichen Begehren nicht einzutreten ist, dass - wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt - aufgrund des grundsätzlichen Anspruchs des Beschwerdeführers auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 3 Anhang I FZA die konkrete Beurteilung des Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in die Zuständig-keit der kantonalen Migrationsbehörden fällt (Art. 14 Abs. 1 AsylG e contrario; vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21 E. 4d), dass demnach auch auf den Antrag, es seien die Akten der kantonalen Migrationsbehörde betreffend das Gesuch um Familiennachzug beizuziehen, nicht einzutreten ist, zumal das Bundesverwaltungsgericht in der vorliegenden Konstellation über keine Zuständigkeit zur Beurteilung des Gesuchs um Familiennachzug gestützt auf das FZA verfügt, dass es dem Beschwerdeführer - soweit er den Antrag um Beizug der kantonalen Akten mit einer allfälligen Rechtsverzögerung seitens der kantonalen Migrationsbehörden begründet - allerdings freisteht, bei den zuständigen Behörden eine Beschwerde betreffend Rechtsverzögerung beziehungsweise Rechtsverweigerung einzureichen, dass mit Blick auf die weiteren Begehren - namentlich betreffend Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl - auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art.”
Aus gesundheitlichen Gründen, namentlich bei schwerer Erkrankung oder im Kontext der Covid‑19‑Pandemie, können Betroffene eine längere Ausreisefrist nach Art. 45 Abs. 2bis LAsi geltend machen; solche Vorbringen werden in der Praxis teilweise auch in Verbindung mit humanitären Erwägungen (Art. 17 RD III) und Art. 3 EMRK geprüft.
“, M. T., K. P., E. H. c. Refugee Applications Commissioner, Minister for Justice, Equality and Law Reform, C-411/10 et 493/10 ; arrêts du TAF F-1339/2020 du 14 avril 2020 consid. 3.2 et F-7195/2018 du 11 février 2020), l'obtention de garanties individuelles de la part des autorités portugaises s'agissant de la prise en charge des requérants d'asile particulièrement vulnérables - à supposer que l'intéressée en fût partie - n'est pas nécessaire. 5.4 Dans ces conditions, l'application de l'art. 3 par. 2 2ème phrase RD III ne se justifie pas. 6. La recourante fait également valoir que son transfert vers le Portugal serait problématique d'un point de vue humanitaire, en particulier au vu de son état de santé et de la crise sanitaire liée à la pandémie de Covid-19. Elle se prévaut à cet égard d'une violation de l'art. 17 par. 1 RD III, en lien avec les art. 3 CEDH ainsi que 5 LAsi. Subsidiairement et pour les mêmes motifs, un délai de départ plus long devrait lui être octroyé au regard de l'art. 45 al. 2bis LAsi. 6.1 Sur la base de l'art. 17 par. 1 RD III (clause de souveraineté), chaque Etat membre peut décider d'examiner une demande de protection internationale qui lui est présentée par le ressortissant d'un pays tiers ou un apatride, même si cet examen ne lui incombe pas en vertu des critères fixés dans le règlement. Comme l'a retenu la jurisprudence (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.1, ATAF 2012/4 consid. 2.4 et ATAF 2011/9 consid. 4.1), le SEM doit admettre la responsabilité de la Suisse pour examiner une demande de protection internationale qui lui est présentée, même si cet examen ne lui incombe pas en vertu des critères fixés dans le RD III, lorsque le transfert envisagé vers l'Etat membre désigné responsable par lesdits critères viole des obligations de la Suisse relevant du droit international public. Il peut également admettre cette responsabilité pour des raisons humanitaires au sens de l'art. 29a al. 3 OA 1 (cf., à ce sujet, ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et ATAF 2012/4 consid. 2.4 in fine).”
“, M. T., K. P., E. H. c. Refugee Applications Commissioner, Minister for Justice, Equality and Law Reform, C-411/10 et 493/10 ; arrêts du TAF F-1339/2020 du 14 avril 2020 consid. 3.2 et F-7195/2018 du 11 février 2020), l'obtention de garanties individuelles de la part des autorités portugaises s'agissant de la prise en charge des requérants d'asile particulièrement vulnérables - à supposer que l'intéressée en fût partie - n'est pas nécessaire. 5.4 Dans ces conditions, l'application de l'art. 3 par. 2 2ème phrase RD III ne se justifie pas. 6. La recourante fait également valoir que son transfert vers le Portugal serait problématique d'un point de vue humanitaire, en particulier au vu de son état de santé et de la crise sanitaire liée à la pandémie de Covid-19. Elle se prévaut à cet égard d'une violation de l'art. 17 par. 1 RD III, en lien avec les art. 3 CEDH ainsi que 5 LAsi. Subsidiairement et pour les mêmes motifs, un délai de départ plus long devrait lui être octroyé au regard de l'art. 45 al. 2bis LAsi. 6.1 Sur la base de l'art. 17 par. 1 RD III (clause de souveraineté), chaque Etat membre peut décider d'examiner une demande de protection internationale qui lui est présentée par le ressortissant d'un pays tiers ou un apatride, même si cet examen ne lui incombe pas en vertu des critères fixés dans le règlement. Comme l'a retenu la jurisprudence (cf. ATAF 2015/9 consid. 8.2.1, ATAF 2012/4 consid. 2.4 et ATAF 2011/9 consid. 4.1), le SEM doit admettre la responsabilité de la Suisse pour examiner une demande de protection internationale qui lui est présentée, même si cet examen ne lui incombe pas en vertu des critères fixés dans le RD III, lorsque le transfert envisagé vers l'Etat membre désigné responsable par lesdits critères viole des obligations de la Suisse relevant du droit international public. Il peut également admettre cette responsabilité pour des raisons humanitaires au sens de l'art. 29a al. 3 OA 1 (cf., à ce sujet, ATAF 2015/9 consid. 8.2.2 et ATAF 2012/4 consid. 2.4 in fine).”