(Art 58a Abs. 1 und 2 sowie 71b Abs. 5 und 5bis)
Ökologischer und agronomischer Nutzen: 1.1 Einheimische Arten und wertvolle Lebensräume für Tiere oder Pflanzen werden gefördert oder gesichert. 1.2 Die genetische Vielfalt von wildlebender Flora und Fauna werden erhalten oder gefördert. 1.3 Ökosystemleistungen werden gefördert oder gesichert, insbesondere Bestäubung, Schädlingsregulation, Erosionsschutz und Bodenfruchtbarkeit. 1.4 Die Verwendung der Mischung ist bezüglich Anlage, Pflege, Blühverlauf, Unkrautdruck und Kosten praxistauglich. 1.5 Der biogeografische Kontext gemäss der Publikation des BAFU «Die biogeographischen Regionen der Schweiz» von 2022^1^wird berücksichtigt.
Risiken: 2.1 Es ist kein oder nur geringes Schadpotenzial durch Schädlinge und unerwünschte Pflanzenarten in Nachbar- oder Folgekulturen vorhanden, insbesondere bezüglich neu eingeführter Arten, potenziell invasiver Arten, agronomischer Problempflanzen sowie Verbreitung von Schädlingen und Übertragung von Krankheiten. 2.2 Gebietsfremde Arten werden nur in Ausnahmefällen verwendet. Der Nutzen von gebietsfremden Arten ist klar identifizierbar und die Auswahl begründet. Arten gemäss der Publikation des BAFU «Gebietsfremde Arten in der Schweiz» von 2022^2^dürfen nicht verwendet werden. 2.3 Die Herkunft des Saatgutes ist bekannt und der biogeografische Kontext wird insbesondere bei Wildpflanzen berücksichtigt. 2.4 Der Mehrwert gegenüber dem ersetzten Lebensraum ist klar erkennbar und mögliche Konkurrenzeffekte zu bestehenden Lebensräumen sind ausgeschlossen oder werden mit flankierenden Massnahmen vermieden.
Methodik: 3.1 Spezifische Ziele wie Lebensraumvielfalt und -funktion sind definiert. 3.2 Die Auswahl der Pflanzenarten ist wissenschaftlich fundiert und entspricht der Zielsetzung. Mögliche Alternativen und Expertenwissen werden berücksichtigt. 3.3 Praxiserfahrungen sind eingeflossen. 3.4 Die positive Wirkung hinsichtlich der Ziele ist wissenschaftlich abgesichert. 3.5 Die verwendeten Methoden werden zielführend eingesetzt. 3.6 Statistisch abgesicherte Daten sind für jede Fragestellung über mehrere Jahre und über die repräsentativen Anbaugebiete vorhanden. 3.7 Räumlich und zeitlich sind genügend replizierte Studien vorhanden (Gewächshaus-, Halbfreiland- oder Freilanduntersuchungen). 3.8 Eine klare Schlussfolgerung anhand der zu prüfenden Aspekte ist möglich. 3.9 Ein Vorschlag für ein längerfristiges Monitoring liegt vor und die erfolgreiche Umsetzung in die Praxis ist sichergestellt.
Für folgende Einsatzbereiche sind die nachfolgend bezeichneten Saatmischungen geeignet:
Die Publikation ist abrufbar unter:www.bafu.admin.ch> Themen > Thema Landschaft > Publikationen und Studien > Die biogeografischen Regionen der Schweiz. ↩
Die Publikation ist abrufbar unter:www.bafu.admin.ch> Themen > Thema Biodiversität > Publikationen und Studien > Gebietsfremde Arten in der Schweiz. ↩
Nutzen Sie die aktuelle Seite als Kontext für Recherche, Zusammenfassungen, Vergleiche und Entwürfe.
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