Wer vom Handelsregisteramt unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels aufgefordert wird, seine Eintragungspflicht zu erfüllen, und dieser Pflicht nicht innerhalb der gesetzten Frist nachkommt, kann vom Handelsregisteramt mit einer Ordnungsbusse bis zu 5000 Franken bestraft werden.
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Bleiben veröffentlichte Sommationen ohne Erfolg, werden die mit dem Veranlassungsakt verbundenen Emolumente nicht der betroffenen Person belastet, sondern demjenigen auferlegt, der die Leistung des Handelsregisteramts veranlasst hat. Emolumente sind nach Art. 940 OR geschuldet und in der Verordnung über die Emolumente im Handelsregister (OEmol‑RC) geregelt.
“La notification de la décision d’émolument à l’adresse actuelle de la recourante démontre par ailleurs que la notification de la sommation à cette même adresse aurait été possible et n’aurait pas nécessité des démarches disproportionnées. c) Il suit de ce qui précède qu'aucuns des frais liés aux trois sommations publiées dans la Feuille officielle suisse du commerce au mois d’avril 2021 ne peuvent être mis à la charge de la recourante, au contraire de l’émolument de 30 francs et des débours relatifs à l’inscription de la radiation du registre du commerce de l’entreprise individuelle [aaxx]. Car, à supposer que l’intéressée aurait donné suite à la sommation de régulariser sa situation légale, notifiée à son domicile en France, il n’en demeure pas moins que cela aurait quoi qu’il en soit conduit l’intimé à procéder, d’office ou à la demande de X.________, à la radiation du registre du commerce de son entreprise individuelle qu’elle avait cessée ou cédée en 2014. Or, celui qui provoque ou qui sollicite d’une autorité du registre du commerce une prestation doit s’acquitter d’un émolument (art. 940 CO), fixé par le Conseil fédéral dans une ordonnance du 6 mars 2020 sur les émoluments en matière de registre du commerce (OEmol-RC). 3. Le recours doit ainsi être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’intimé pour nouvelle décision d’émolument conforme à ce qui précède. 4. Vu le sort de la cause, il est statué sans frais, les autorités cantonales n’en payant pas (art. 47 al. 2 LPJA) et sans dépens, la recourante ne faisant pas valoir qu’elle aurait engagé des frais pour la défense de ses intérêts (art. 48 LPJA a contrario). Par ces motifs, LA Cour de droit public 1. Admet le recours, annule la décision attaquée et renvoie la cause à l’intimé pour nouvelle décision au sens des considérants. 2. Statue sans frais et ordonne la restitution à la recourante de son avance de frais. 3. N'alloue pas de dépens. Neuchâtel, le 2 septembre 2021 1 Après avoir publié, sans résultat, une triple sommation dans la Feuille officielle suisse du commerce, l’office du registre du commerce radie les entreprises individuelles qui n’ont plus de domicile.”
Wenn das eingetragene Rechtsdomizil nicht erreichbar ist und eine Aufforderung des Handelsregisteramts trotz Fristsetzung ergebnislos bleibt, kann das Amt eine Verfügung über die Löschung erlassen und dabei gegebenenfalls eine Ordnungsbusse nach Art. 940 OR verfügen. Die Zustellung der Aufforderung erfolgt eingeschrieben oder — soweit das eingetragene Rechtsdomizil den Tatsachen nicht entspricht und trotz zumutbarer Nachforschungen kein neues Rechtsdomizil ermittelt werden kann — durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt.
“b HRegV gilt als Rechtsdomizil die Adresse, unter welcher die Rechtseinheit an ihrem Sitz erreicht werden kann (vgl. VGr, 18. August 2020, VB.2020.00356, E. 2.1). Hat ein Einzelunternehmen kein Rechtsdomizil mehr, so wird es vom Handelsregisteramt nach ergebnisloser Aufforderung im Schweizerischen Handelsamtsblatt aus dem Handelsregister gelöscht (Art. 934a OR). Zuvor fordert das Handelsregisteramt das Einzelunternehmen auf, die erforderliche Anmeldung vorzunehmen oder zu belegen, dass keine Eintragung, Änderung oder Löschung erforderlich ist. Es setzt dem Einzelunternehmen dafür eine Frist (Art. 152 Abs. 1 HRegV). Die Aufforderung hat auf die massgebenden Vorschriften und die Rechtsfolgen für den Fall, dass ihr keine Folge geleistet wird, hinzuweisen (Art. 152 Abs. 2 HRegV). Leistet der Inhaber oder die Inhaberin des Einzelunternehmens der Aufforderung innert Frist keine Folge, so erlässt das Handelsregisteramt eine Verfügung über die Löschung, den Inhalt des Eintrags im Handelsregister, die Gebühren und gegebenenfalls die Ordnungsbusse nach Art. 940 OR (Art. 153 Abs. 1 HRegV). Im Eintrag ist die Rechtsgrundlage zu erwähnen und ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Eintragung von Amtes wegen erfolgt ist (Art. 153 Abs. 2 HRegV). Die Aufforderungen des Handelsregisteramts werden durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung an das eingetragene Rechtsdomizil der Rechtseinheit oder nach den Bestimmungen über den elektronischen Geschäftsverkehr zugestellt (Art. 152a Abs. 1 HRegV). Die Zustellung erfolgt nach Art. 152a Abs. 3 lit. a HRegV durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt, wenn das eingetragene Rechtsdomizil der Rechtseinheit nicht mehr den Tatsachen entspricht und ein neues Rechtsdomizil trotz zumutbarer Nachforschungen nicht ermittelt werden kann. 2.2 Vorliegend wurde ein an das eingetragene Domizil des Einzelunternehmens der Beschwerdeführerin adressiertes Schreiben des Handelsregisteramtes vom 3. November 2023 von der Post mit der Bemerkung "Empfänger konnte unter angegeben Adresse nicht ermittelt werden" retourniert.”
“b HRegV gilt als Rechtsdomizil die Adresse, unter welcher die Rechtseinheit an ihrem Sitz erreicht werden kann (vgl. VGr, 18. August 2020, VB.2020.00356, E. 2.1). Hat ein Einzelunternehmen kein Rechtsdomizil mehr, so wird es vom Handelsregisteramt nach ergebnisloser Aufforderung im Schweizerischen Handelsamtsblatt aus dem Handelsregister gelöscht (Art. 934a OR). Zuvor fordert das Handelsregisteramt das Einzelunternehmen auf, die erforderliche Anmeldung vorzunehmen oder zu belegen, dass keine Eintragung, Änderung oder Löschung erforderlich ist. Es setzt dem Einzelunternehmen dafür eine Frist (Art. 152 Abs. 1 HRegV). Die Aufforderung hat auf die massgebenden Vorschriften und die Rechtsfolgen für den Fall, dass ihr keine Folge geleistet wird, hinzuweisen (Art. 152 Abs. 2 HRegV). Leistet der Inhaber oder die Inhaberin des Einzelunternehmens der Aufforderung innert Frist keine Folge, so erlässt das Handelsregisteramt eine Verfügung über die Löschung, den Inhalt des Eintrags im Handelsregister, die Gebühren und gegebenenfalls die Ordnungsbusse nach Art. 940 OR (Art. 153 Abs. 1 HRegV). Im Eintrag ist die Rechtsgrundlage zu erwähnen und ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Eintragung von Amtes wegen erfolgt ist (Art. 153 Abs. 2 HRegV). Die Aufforderungen des Handelsregisteramts werden durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung an das eingetragene Rechtsdomizil der Rechtseinheit oder nach den Bestimmungen über den elektronischen Geschäftsverkehr zugestellt (Art. 152a Abs. 1 HRegV). Die Zustellung erfolgt nach Art. 152a Abs. 3 lit. a HRegV durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt, wenn das eingetragene Rechtsdomizil der Rechtseinheit nicht mehr den Tatsachen entspricht und ein neues Rechtsdomizil trotz zumutbarer Nachforschungen nicht ermittelt werden kann. 2.2 Vorliegend wurde ein an das eingetragene Domizil des Einzelunternehmens der Beschwerdeführerin adressiertes Schreiben des Handelsregisteramtes vom 3. November 2023 von der Post mit der Bemerkung "Empfänger konnte unter angegeben Adresse nicht ermittelt werden" retourniert.”
Das Handelsregisteramt überprüft vor der Eintragung insbesondere, ob Änderungen gegen zwingende gesetzliche Vorschriften verstossen. Es hat ein volles Prüfungsrecht für die formellen Voraussetzungen; die materielle Prüfung ist nur eingeschränkt. Eine Eintragung darf nur dann verweigert werden, wenn die Rechtswidrigkeit manifest und unzweifelhaft ist; bei nicht-ausgeschlossenen, aber streitigen Fragen ist auf den Zivilrichter zu verweisen.
“Aux termes des art. 940 al. 1 CO et 28 aORC, le préposé au registre du commerce doit vérifier si les conditions légales requises pour l’inscription sont remplies. Ces dispositions n’excluent pas une vérification portant sur le bien-fondé de l’inscription requise. Le principe fondamental est que l’inscription doit être conforme à la loi (cf. ATF 121 III 368 consid. 2a ; ATF 114 II 68 consid. 2). Selon la jurisprudence, le préposé vérifie d’abord les conditions formelles posées par le droit en matière de registre du commerce, soit la portée des normes qui régissent immédiatement la tenue du registre. Il jouit à cet égard d’un plein pouvoir d’examen. Il vérifie aussi, mais avec un pouvoir limité, les conditions matérielles, soit l’interprétation des règles, de droit civil ou de droit public, qui fondent la conformité de la réalité constatée avec la loi et dont le respect constitue donc la condition indirecte de l’inscription. Selon les art. 940 al. 2 CO et 28 aORC, il examine, avant de procéder à l’inscription de modifications statutaires, si celles-ci ne dérogent pas à des dispositions légales de caractère impératif et si elles contiennent les éléments exigés par la loi. Il se borne à vérifier le respect des dispositions impératives de la loi qui sont édictées dans l’intérêt public ou en vue de la protection de tiers. Il doit renvoyer à agir devant le juge civil les justiciables qui invoquent des prescriptions de droit dispositif ou concernant uniquement des intérêts privés. Comme la délimitation entre les unes et les autres peut s’avérer difficile, l’inscription ne sera refusée que s’il est manifeste et indiscutable qu’elle est contraire au droit ; elle ne devra en revanche pas l’être si elle repose sur une interprétation plausible de la loi et devra être soumise à l’appréciation du juge (cf. ATF 121 III 368 consid. 2a ; ATF 117 II 186 consid. 1 ; ATF 114 Il 68 consid. 2 ; ATF 91 I 360 consid. 2).”
“Aux termes des art. 940 al. 1 CO et 28 aORC, le préposé au registre du commerce doit vérifier si les conditions légales requises pour l’inscription sont remplies. Ces dispositions n’excluent pas une vérification portant sur le bien-fondé de l’inscription requise. Le principe fondamental est que l’inscription doit être conforme à la loi (cf. ATF 121 III 368 consid. 2a ; ATF 114 II 68 consid. 2). Selon la jurisprudence, le préposé vérifie d’abord les conditions formelles posées par le droit en matière de registre du commerce, soit la portée des normes qui régissent immédiatement la tenue du registre. Il jouit à cet égard d’un plein pouvoir d’examen. Il vérifie aussi, mais avec un pouvoir limité, les conditions matérielles, soit l’interprétation des règles, de droit civil ou de droit public, qui fondent la conformité de la réalité constatée avec la loi et dont le respect constitue donc la condition indirecte de l’inscription. Selon les art. 940 al. 2 CO et 28 aORC, il examine, avant de procéder à l’inscription de modifications statutaires, si celles-ci ne dérogent pas à des dispositions légales de caractère impératif et si elles contiennent les éléments exigés par la loi. Il se borne à vérifier le respect des dispositions impératives de la loi qui sont édictées dans l’intérêt public ou en vue de la protection de tiers. Il doit renvoyer à agir devant le juge civil les justiciables qui invoquent des prescriptions de droit dispositif ou concernant uniquement des intérêts privés. Comme la délimitation entre les unes et les autres peut s’avérer difficile, l’inscription ne sera refusée que s’il est manifeste et indiscutable qu’elle est contraire au droit ; elle ne devra en revanche pas l’être si elle repose sur une interprétation plausible de la loi et devra être soumise à l’appréciation du juge (cf. ATF 121 III 368 consid. 2a ; ATF 117 II 186 consid. 1 ; ATF 114 Il 68 consid. 2 ; ATF 91 I 360 consid. 2).”
In den per 4. März 2024 versandten Sommationsschreiben wurde die Androhung einer Ordnungsbusse von bis zu 5'000 Franken ausdrücklich genannt; die vorgängigen Erinnerungsschreiben kündigten hingegen an, bei Ausbleiben einer Antwort durch Summation vorzugehen und damit zusätzliche Kosten auszulösen.
“Par lettres du 4 janvier 2024, le préposé a envoyé un rappel à chaque entreprise individuelle, relevant que ses courriers du 26 octobre 2023 étaient restés sans réponse et exposant qu’à défaut d’y donner suite dans les 30 jours, il procéderait par voie de sommation, ce qui engendrerait des frais supplémentaires. Par lettres recommandées du 4 mars 2024, le préposé, adressant une sommation à chaque entreprise individuelle, a relevé qu’aucune suite n’avait été donnée à ses courriers du 4 janvier 2024 et les a sommées, en application des art. 938 CO et 152 ORC (Ordonnance sur le registre du commerce du 17 octobre 2017 ; RS 221.411), de requérir – par écrit et dans les 30 jours – les inscription obligatoires ou de prouver qu’aucune inscription n’était nécessaire. Il a expliqué qu’à défaut de réponse, il rendrait une décision portant sur l’obligation d’inscription, son contenu et les émoluments dus, et infligerait une amende d’ordre de 5'000 fr. au plus (art. 940 CO), étant précisé que chaque sommation était en outre d’ores et déjà facturée à hauteur de 100 francs. Dans un courriel du 24 mars 2024, le recourant a indiqué ne pas avoir reçu la correspondance précédente. Il a demandé que le fait de lui imposer une amende soit reconsidéré, exposant que les courriers avaient été envoyés à une adresse où se trouvait sa famille mais d’où il était alors absent, dès lors qu’il avait été temporairement détaché par son employeur au Royaume-Uni. Il a ajouté qu’un retour était prévu l’année suivante, qu’il conservait alors son adresse au domicile familial à S.________, mais que son permis C avait été temporairement suspendu. Par courriel du 28 mars 2024, le registre du commerce a répondu au recourant qu’il était nécessaire de leur faire parvenir par pli postal une réquisition par entreprise individuelle mentionnant sa commune de domicile privé actuelle, étant précisé que le domicile des entreprises individuelles n’était pas concerné.”
“Par lettres du 4 janvier 2024, le préposé a envoyé un rappel à chaque entreprise individuelle, relevant que ses courriers du 26 octobre 2023 étaient restés sans réponse et exposant qu’à défaut d’y donner suite dans les 30 jours, il procéderait par voie de sommation, ce qui engendrerait des frais supplémentaires. Par lettres recommandées du 4 mars 2024, le préposé, adressant une sommation à chaque entreprise individuelle, a relevé qu’aucune suite n’avait été donnée à ses courriers du 4 janvier 2024 et les a sommées, en application des art. 938 CO et 152 ORC (Ordonnance sur le registre du commerce du 17 octobre 2017 ; RS 221.411), de requérir – par écrit et dans les 30 jours – les inscription obligatoires ou de prouver qu’aucune inscription n’était nécessaire. Il a expliqué qu’à défaut de réponse, il rendrait une décision portant sur l’obligation d’inscription, son contenu et les émoluments dus, et infligerait une amende d’ordre de 5'000 fr. au plus (art. 940 CO), étant précisé que chaque sommation était en outre d’ores et déjà facturée à hauteur de 100 francs. Dans un courriel du 24 mars 2024, le recourant a indiqué ne pas avoir reçu la correspondance précédente. Il a demandé que le fait de lui imposer une amende soit reconsidéré, exposant que les courriers avaient été envoyés à une adresse où se trouvait sa famille mais d’où il était alors absent, dès lors qu’il avait été temporairement détaché par son employeur au Royaume-Uni. Il a ajouté qu’un retour était prévu l’année suivante, qu’il conservait alors son adresse au domicile familial à S.________, mais que son permis C avait été temporairement suspendu. Par courriel du 28 mars 2024, le registre du commerce a répondu au recourant qu’il était nécessaire de leur faire parvenir par pli postal une réquisition par entreprise individuelle mentionnant sa commune de domicile privé actuelle, étant précisé que le domicile des entreprises individuelles n’était pas concerné.”
In einem kantonalen Fall wurden zur Ordnungsbusse gemäss Art. 940 OR zusätzlich Gebühren für die Eintragung, die Verfügung (Entscheidung) und die Sommation verrechnet. Konkret ergab sich dabei eine Gesamtbelastung von CHF 670, wovon CHF 500 auf die Ordnungsbusse entfielen.
“Klay ***** Art. 938 al. 2, 940, 941 al. 1 CO Statuant à huis clos sur les recours interjetés par V.________, à J.________ (Royaume-Uni), contre les décisions rendues le 4 juin 2024 par le Préposé au Registre du commerce du canton de Vaud dans les causes concernant les entreprises individuelles N.________ et H.________, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal considère : En fait : A. Par deux décisions du 4 juin 2024, le Préposé au Registre du commerce du canton de Vaud (ci-après : le préposé) a fait porter d’office au registre journalier les inscriptions concernant les entreprises individuelles N.________ et H.________ selon lesquelles leur titulaire V.________ était désormais domicilié à J.________ (Royaume-Uni), et a dit qu’il serait perçu pour chaque inscription, outre les débours engendrés, 20 fr. pour l’inscription du nouveau domicile du titulaire, 50 fr. pour la décision, 100 fr. pour la sommation et 500 fr. d’amende d’ordre (art. 940 CO [loi fédérale du 30 mars 1911 complétant le Code civil suisse (livre cinquième : Droit des obligations) ; RS 220]). Le préposé a considéré que V.________ n’avait pas donné suite dans le délai imparti à ses sommations du 4 mars 2024. B. Par deux actes non signés, datés du 26 juin 2024 et reçus le 5 juillet 2024 par le Tribunal cantonal, V.________ (ci-après : le recourant) a recouru contre ces deux décisions, indiquant contester « la décision […] de [lui] infliger une amende d’un montant de 670 CHF frais compris, dont 500 CHF d’amende ». Subsidiairement, si une amende devait lui être imposée, il demande que son montant soit réduit. Interpellé par la Juge déléguée de la Chambre de céans, le recourant a, par pli du 26 juillet 2024, renvoyé les deux recours susmentionnés après les avoir signés. C. La Chambre des recours civile retient les faits suivants : 1. Le recourant, originaire du Royaume-Uni, est titulaire des entreprises individuelles H.”
“Klay ***** Art. 938 al. 2, 940, 941 al. 1 CO Statuant à huis clos sur les recours interjetés par V.________, à J.________ (Royaume-Uni), contre les décisions rendues le 4 juin 2024 par le Préposé au Registre du commerce du canton de Vaud dans les causes concernant les entreprises individuelles N.________ et H.________, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal considère : En fait : A. Par deux décisions du 4 juin 2024, le Préposé au Registre du commerce du canton de Vaud (ci-après : le préposé) a fait porter d’office au registre journalier les inscriptions concernant les entreprises individuelles N.________ et H.________ selon lesquelles leur titulaire V.________ était désormais domicilié à J.________ (Royaume-Uni), et a dit qu’il serait perçu pour chaque inscription, outre les débours engendrés, 20 fr. pour l’inscription du nouveau domicile du titulaire, 50 fr. pour la décision, 100 fr. pour la sommation et 500 fr. d’amende d’ordre (art. 940 CO [loi fédérale du 30 mars 1911 complétant le Code civil suisse (livre cinquième : Droit des obligations) ; RS 220]). Le préposé a considéré que V.________ n’avait pas donné suite dans le délai imparti à ses sommations du 4 mars 2024. B. Par deux actes non signés, datés du 26 juin 2024 et reçus le 5 juillet 2024 par le Tribunal cantonal, V.________ (ci-après : le recourant) a recouru contre ces deux décisions, indiquant contester « la décision […] de [lui] infliger une amende d’un montant de 670 CHF frais compris, dont 500 CHF d’amende ». Subsidiairement, si une amende devait lui être imposée, il demande que son montant soit réduit. Interpellé par la Juge déléguée de la Chambre de céans, le recourant a, par pli du 26 juillet 2024, renvoyé les deux recours susmentionnés après les avoir signés. C. La Chambre des recours civile retient les faits suivants : 1. Le recourant, originaire du Royaume-Uni, est titulaire des entreprises individuelles H.”
Eine verfügungsweise "Nichteintragung" ist gesetzlich nicht vorgesehen und ergibt nach der zitierten Rechtsprechung keinen Sinn. In Situationen, in denen das Handelsregisteramt von einer Eintragung absehen muss, bleibt bei schuldhafter Verletzung der Eintragungspflicht als Zwangsmittel die wiederholte Verhängung von Ordnungsbussen nach Art. 940 OR; eine Eintragung von Amtes wegen wird in solchen Fällen nicht an deren Stelle gesetzt.
“Auch inhaltlich würde die angefochtene Verfügung einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten. Art. 153 Abs. 1 HRegV schreibt vor, dass das Handelsregisteramt im Falle einer unterlassenen Anmeldung eigenständig eine Eintragung verfügt. Die verfügungsweise "Nichteintragung" ist demgegenüber gesetzlich nicht vorgesehen und ergibt auch keinen Sinn. Kommt das Handelsregisteramt wie vorliegend geschehen zum Schluss, dass sich ausserhalb seiner Kognitionsbefugnis liegende materiell-rechtliche Fragen stellen, so hat es von der Eintragung abzusehen und das Geschäft abzuschreiben. Als Zwangsmittel verbleibt in den Fällen einer schuldhaften Verletzung der Eintragungspflicht - anstelle der Eintragung von Amtes wegen - ausschliesslich die wiederholte Ausfällung einer Ordnungsbusse nach Art. 940 OR als Beugestrafe (vgl. Thomas Koch, Das Zwangsverfahren des Handelsregisterführers, Basel 1997, S. 138; Siffert, a.a.O., Art. 940 OR Rz. 6).”
Vorübergehende Abwesenheit oder behauptete Nichtzustellung schützen nicht automatisch vor der Verhängung einer Ordnungsbusse nach Art. 940 OR. Das Handelsregister kann auf wirksame postalische Erfordernisse bestehen (z. B. schriftliche Requisition per Pli an die aktuelle Privatadresse) und bereits versandte eingeschriebene Sendungen können als wirksame Mitteilungen betrachtet werden.
“Par lettres du 4 janvier 2024, le préposé a envoyé un rappel à chaque entreprise individuelle, relevant que ses courriers du 26 octobre 2023 étaient restés sans réponse et exposant qu’à défaut d’y donner suite dans les 30 jours, il procéderait par voie de sommation, ce qui engendrerait des frais supplémentaires. Par lettres recommandées du 4 mars 2024, le préposé, adressant une sommation à chaque entreprise individuelle, a relevé qu’aucune suite n’avait été donnée à ses courriers du 4 janvier 2024 et les a sommées, en application des art. 938 CO et 152 ORC (Ordonnance sur le registre du commerce du 17 octobre 2017 ; RS 221.411), de requérir – par écrit et dans les 30 jours – les inscription obligatoires ou de prouver qu’aucune inscription n’était nécessaire. Il a expliqué qu’à défaut de réponse, il rendrait une décision portant sur l’obligation d’inscription, son contenu et les émoluments dus, et infligerait une amende d’ordre de 5'000 fr. au plus (art. 940 CO), étant précisé que chaque sommation était en outre d’ores et déjà facturée à hauteur de 100 francs. Dans un courriel du 24 mars 2024, le recourant a indiqué ne pas avoir reçu la correspondance précédente. Il a demandé que le fait de lui imposer une amende soit reconsidéré, exposant que les courriers avaient été envoyés à une adresse où se trouvait sa famille mais d’où il était alors absent, dès lors qu’il avait été temporairement détaché par son employeur au Royaume-Uni. Il a ajouté qu’un retour était prévu l’année suivante, qu’il conservait alors son adresse au domicile familial à S.________, mais que son permis C avait été temporairement suspendu. Par courriel du 28 mars 2024, le registre du commerce a répondu au recourant qu’il était nécessaire de leur faire parvenir par pli postal une réquisition par entreprise individuelle mentionnant sa commune de domicile privé actuelle, étant précisé que le domicile des entreprises individuelles n’était pas concerné.”
“051295-211855 12 CHAMBRE DES RECOURS CIVILE _________________________________________ Arrêt du 13 janvier 2022 __________________ Composition : M. Pellet, président Mmes Crittin Dayen et Chollet, juges Greffière : Mme Egger Rochat ***** Art. 153 ORC ; 934a, 940 et 942 CO ; 76, 79 et 99 LPA-VD Statuant à huis clos sur le recours interjeté par E.________, à [...], contre la décision rendue le 1er novembre 2021 par le Préposé du Registre du commerce du canton de Vaud, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal considère : En fait : A. Par décision du 1er novembre 2021, adressée par courrier recommandé à E.________, le Préposé du Registre du commerce du canton de Vaud (ci-après : le préposé) a dit que l’inscription suivante serait portée au registre journalier : « L’entité juridique est radiée d’office en application des art. 934a CO et 153 al. 1 ORC, car elle n’a plus de domicile légal. ». Elle a en outre mis à la charge de E.________ un émolument de 30 fr. pour l’inscription de radiation et lui a infligé une amende d’ordre de 500 fr. selon l’art. 940 CO. En droit, le préposé a constaté que E.________, titulaire de la raison individuelle [...], n’avait pas donné suite dans le délai imparti à sa sommation dans la Feuille officielle suisse du commerce (FOSC) des 2, 3 et 6 septembre 2021, de sorte que la situation devait être régularisée d’office. B. Par acte du 28 novembre 2021, E.________ (ci-après : le recourant) a interjeté recours contre cette décision en indiquant qu’en raison d’une grave maladie, il n’exerçait plus d’activité indépendante depuis le 30 septembre 2015. Dès lors, il a requis l’annulation de la décision du registre du commerce. Il a joint à son acte un courrier de la Caisse de compensation du Jura du 23 septembre 2015, laquelle prenait note de la cessation de son activité indépendante au 30 septembre 2015. Par courriel du 4 janvier 2022, le recourant a exposé qu’il était à l’assurance-invalidité (AI) à 50 %, ainsi qu’à l’aide sociale, de sorte qu’il n’était pas en mesure d’effectuer l’avance de frais requise par 200 francs.”
Erfüllt die Betroffene die Aufforderung des Handelsregisteramts nicht fristgerecht, kann das Amt die Eintragung von Amtes wegen vornehmen und in der entsprechenden Verfügung — soweit einschlägig — eine Ordnungsbusse nach Art. 940 OR anordnen. Die Verfügung hat die Rechtsgrundlagen anzugeben und ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Eintragung von Amtes wegen erfolgt ist.
“L’office du registre du commerce somme l’entité juridique de requérir les inscriptions obligatoires ou de prouver qu’aucune inscription, modification ou radiation n’est nécessaire ; elle lui impartit un délai à cet effet (art. 938 al. 1 CO et 152 al. 1 ORC). La sommation mentionne les dispositions applicables et les conséquences juridiques en cas de non-exécution (art. 152 al. 2 ORC) ; elle est notifiée par lettre recommandée ou d’une autre manière contre accusé de réception au domicile inscrit de l’entité juridique (art. 152a al. 1 let. a ORC). L’office du registre du commerce procède d’office aux inscriptions si les intéressés ne donnent pas suite à cette sommation dans le délai imparti (art. 938 al. 2 CO). Dans un tel cas, l’art. 153 al. 1 ORC prévoit que l’office du registre du commerce rend une décision portant sur l’inscription, la modification de faits inscrits ou la radiation (let. a), le contenu de l’inscription au registre du commerce (let. b), les émoluments dus (let. c), et, le cas échéant, l’amende d’ordre au sens de l’art. 940 CO (let. d). L’inscription indique les bases juridiques et mentionne expressément qu’elle a lieu d’office (art. 153 al. 2 ORC).”
“b HRegV gilt als Rechtsdomizil die Adresse, unter welcher die Rechtseinheit an ihrem Sitz erreicht werden kann (vgl. VGr, 18. August 2020, VB.2020.00356, E. 2.1). Hat ein Einzelunternehmen kein Rechtsdomizil mehr, so wird es vom Handelsregisteramt nach ergebnisloser Aufforderung im Schweizerischen Handelsamtsblatt aus dem Handelsregister gelöscht (Art. 934a OR). Zuvor fordert das Handelsregisteramt das Einzelunternehmen auf, die erforderliche Anmeldung vorzunehmen oder zu belegen, dass keine Eintragung, Änderung oder Löschung erforderlich ist. Es setzt dem Einzelunternehmen dafür eine Frist (Art. 152 Abs. 1 HRegV). Die Aufforderung hat auf die massgebenden Vorschriften und die Rechtsfolgen für den Fall, dass ihr keine Folge geleistet wird, hinzuweisen (Art. 152 Abs. 2 HRegV). Leistet der Inhaber des Einzelunternehmens der Aufforderung innert Frist keine Folge, so erlässt das Handelsregisteramt eine Verfügung über die Löschung, den Inhalt des Eintrags im Handelsregister, die Gebühren und gegebenenfalls die Ordnungsbusse nach Art. 940 OR (Art. 153 Abs. 1 HRegV). Im Eintrag ist die Rechtsgrundlage zu erwähnen und ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Eintragung von Amtes wegen erfolgt ist (Art. 153 Abs. 2 HRegV). Die Aufforderungen des Handelsregisteramts werden durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung an das eingetragene Rechtsdomizil der Rechtseinheit oder nach den Bestimmungen über den elektronischen Geschäftsverkehr zugestellt (Art. 152a Abs. 1 HRegV). Die Zustellung erfolgt nach Art. 152a Abs. 3 lit. a HRegV durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt, wenn das eingetragene Rechtsdomizil der Rechtseinheit nicht mehr den Tatsachen entspricht und ein neues Rechtsdomizil trotz zumutbarer Nachforschungen nicht ermittelt werden kann. 2.2 Der Beschwerdeführer informierte den Beschwerdegegner am 2. Dezember 2021 per E-Mail darüber, dass sein Einzelunternehmen B über ein neues Rechtsdomizil verfüge. Am 13. Dezember 2021 teilte der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer mit, für die Domiziländerung habe er ein genauer bezeichnetes Anmeldeformular auszufüllen und dieses originalunterzeichnet zu retournieren.”
Nach Art. 940 OR hat der Registerführer vor der Eintragung in erster Linie die formellen registerrechtlichen Voraussetzungen zu prüfen; insoweit verfügt er über eine umfassende Prüfungsbefugnis. Wo materielles Recht betroffen ist, ist seine Prüfungsbefugnis hingegen beschränkt; er hat lediglich auf die Einhaltung jener zwingenden Vorschriften zu achten, die im öffentlichen Interesse oder zum Schutze Dritter stehen. Der Registerführer darf grundsätzlich von der inhaltlichen Richtigkeit der eingereichten Erklärungen und Belege ausgehen und hat nur im Zweifelsfall eine beschränkte Nachprüfungspflicht.
“Gemäss Art. 940 OR hat der Registerführer vor der Eintragung einer Statutenänderung zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Eintragung ins Handelsregister erfüllt sind (Abs. 1). Bei der Eintragung juristischer Personen ist insbesondere zu prüfen, ob die Statuten keinen zwingenden Vorschriften widersprechen und den vom Gesetz verlangten Inhalt aufweisen (Abs. 2; vgl. auch Art. 21 Abs. 2 aHRegV vom 7. Juni 1937). Nach der Rechtsprechung prüft der Registerführer zunächst die formellen registerrechtlichen Voraussetzungen, mithin die Einhaltung der Normen, die unmittelbar die Führung des Handelsregisters betreffen. In dieser Hinsicht verfügt er über eine umfassende Prüfungsbefugnis. Wo nicht Registerrecht, sondern materielles Recht in Frage steht, ist die Prüfungsbefugnis des Registerführers indessen beschränkt (BGE 132 III 668 E. 3.1). Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat er lediglich auf die Einhaltung jener zwingenden Gesetzesbestimmungen zu achten, die im öffentlichen Interesse oder zum Schutze Dritter aufgestellt worden sind.”
“Schliesslich weisen die kantonalen Instanzen auch zutreffend darauf hin, dass die Gesellschaften, welche die entsprechenden Marken eintragen liessen, diese nie für die Bezeichnung ihrer Waren oder Dienstleistungen verwendet haben (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 108). Im Sachverhaltskomplex "F.________ AG" hat der Beschwerdeführer zudem selbst eingeräumt, er habe am Wert der Marke gezweifelt und hätte selber dafür nichts bezahlt (angefochtenes Urteil S. 133; erstinstanzliches Urteil S. 152). Insgesamt lassen die Umstände vernünftigerweise keinen anderen Schluss zu, als dass der Beschwerdeführer die Bilanzfälschungen und die weiteren strafbaren Handlungen zumindest in Kauf genommen hat. Hiefür spricht auch, dass er als Jurist und erfahrener Geschäftsmann sowie aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt die Sachlage in ihrer Tragweite erkennen konnte (vgl. etwa angefochtenes Urteil S. 264 f.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 107 f.). Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass das Handelsregister die Aktienkapitalerhöhungen jeweils anstandslos eingetragen hat (Beschwerde S. 25). Zwar hat der Registerführer gemäss Art. 940 OR vor der Eintragung einer Statutenänderung zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Eintragung ins Handelsregister erfüllt sind (Abs. 1). Nach der Rechtsprechung verfügt jener indes nur in Bezug auf die formellen registerrechtlichen Voraussetzungen über eine umfassende Prüfungsbefugnis. Soweit materielles Recht in Frage steht, ist seine Prüfungsbefugnis auf die Prüfung beschränkt, ob die im öffentlichen Interesse oder zum Schutze Dritter aufgestellten zwingenden Gesetzesbestimmungen eingehalten worden sind (BGE 132 III 668 E. 3.1; 125 III 18 E. 3b; 121 III 368 E. 2a; 117 II 186 E. 1; Urteile 4A_370/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 2.6; 4A_363/2013 vom 28. April 2014 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 140 III 206; je mit Hinweisen). Dabei darf der Handelsregisterführer von der inhaltlichen Richtigkeit der ihm eingereichten Erklärungen und Belege ausgehen und hat nur im Zweifelsfall eine beschränkte Nachprüfungspflicht (BGE 114 II 68 E. 2; 123 IV 132 E. 3b/aa; 120 IV 199 E. 3b). Dementsprechend kann der Beschwerdeführer nichts aus BGE 132 III 668 ableiten (Beschwerde S.”
“Gemäss Art. 940 OR hat der Registerführer vor der Eintragung einer Statutenänderung zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Eintragung ins Handelsregister erfüllt sind (Abs. 1). Bei der Eintragung juristischer Personen ist insbesondere zu prüfen, ob die Statuten keinen zwingenden Vorschriften widersprechen und den vom Gesetz verlangten Inhalt aufweisen (Abs. 2; vgl. auch Art. 21 Abs. 2 aHRegV vom 7. Juni 1937). Nach der Rechtsprechung prüft der Registerführer zunächst die formellen registerrechtlichen Voraussetzungen, mithin die Einhaltung der Normen, die unmittelbar die Führung des Handelsregisters betreffen. In dieser Hinsicht verfügt er über eine umfassende Prüfungsbefugnis. Wo nicht Registerrecht, sondern materielles Recht in Frage steht, ist die Prüfungsbefugnis des Registerführers indessen beschränkt (BGE 132 III 668 E. 3.1). Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat er lediglich auf die Einhaltung jener zwingenden Gesetzesbestimmungen zu achten, die im öffentlichen Interesse oder zum Schutze Dritter aufgestellt worden sind.”
Sind Eintragungen bereits ins Tagesregister aufgenommen, können Dritte diese Eintragung nicht vor der Verwaltungsbehörde bzw. dem Handelsregisteramt anfechten; sie sind an das zuständige Zivilgericht zu verweisen, weil dem Handelsregisteramt für die Streitbeilegung in solchen Fällen die Entscheidbefugnis fehlt.
“Juli 2017, A-8309/2015, E. 2.6). Die Funktionen der Stiftungsaufsichtsbeschwerde werden somit durch Leistungs-, Unterlassungs-, Feststellungs- und Gestaltungsklagen ersetzt. Dafür ist das Zivilgericht am Stiftungssitz zuständig (Dominique Jakob, in: Andrea Büchler/ders. [Hrsg.], Kurzkommentar ZGB, 2. A., Basel 2017, Art. 87 N. 7; Harold Grüninger, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, 6. A., Basel 2018, Art. 87 N. 12; Hans Michael Riemer, Berner Kommentar, Die Stiftungen Art. 80–89c ZGB, 2. A., Bern 2020, Systematischer Teil N. 190; vgl. BGr, 23. März 2012, 9C_823/2011, E. 2.1). Das Verwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der Anträge des Beschwerdeführers nicht zuständig. Zum gleichen Ergebnis führt auch aArt. 162 Abs. 5 HRegV. Gemäss dieser Bestimmung sind Dritte, die gegen eine Eintragung vorgehen wollen, die bereits ins Tagesregister aufgenommen wurde, an das Zivilgericht zu verweisen (VGr, 19. August 2015, VB.2015.00447, E. 3.2; Martin K. Eckert, Basler Kommentar, 5. A., Basel 2016, Art. 940 OR N. 7; Antonio Carbonara, in: Rino Siffert/Nicholas Turin [Hrsg.], Handelsregisterverordnung [HRegV], Bern 2013, Art. 162 N. 116); dem Handelsregisteramt "geht jegliche Entscheidbefugnis ab" (Michael Gwelessiani, Praxiskommentar zur Handelsregisterverordnung, Zürich 2016, Art. 162 N. 573). Die Neueintragung der Stiftung B wurde am 22. Dezember 2020 ins Tagesregister aufgenommen und am 29. Dezember 2020 im SHAB publiziert; die Eingabe des Beschwerdeführers vom 23. Dezember 2020 ging somit nach der Aufnahme der Eintragung ins Tagesregister beim Beschwerdegegner ein. An der Unzuständigkeit des Beschwerdegegners – wie auch des Verwaltungsgerichts – ändert sodann auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer im Schreiben vom 21. Januar 2021 nicht (ausdrücklich) an das Zivilgericht verwiesen, sondern ihm "empfohlen" wurde, sich "an die eingetragenen Personen der Stiftung zu wenden". Ohnehin ist die Verweisung an das Zivilgericht grundsätzlich nicht als Verfügung zu qualifizieren, weshalb eine Anfechtung derselben nur in – hier nicht anwendbaren – Ausnahmefällen möglich ist (Carbonara, Art.”
Wenn das Handelsregisteramt von der Eintragung absehen muss (weil materiell-rechtliche Fragen ausserhalb seiner Kognitionsbefugnis liegen), verbleibt als Zwangsmittel für schuldhafte Verletzungen der Eintragungspflicht einzig die wiederholte Verhängung einer Ordnungsbusse nach Art. 940 OR; eine «Nichteintragung» als verfügungsweise ist gesetzlich nicht vorgesehen (vgl. KGer BL, 17.8.2022, E. 6.5).
“Auch inhaltlich würde die angefochtene Verfügung einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten. Art. 153 Abs. 1 HRegV schreibt vor, dass das Handelsregisteramt im Falle einer unterlassenen Anmeldung eigenständig eine Eintragung verfügt. Die verfügungsweise "Nichteintragung" ist demgegenüber gesetzlich nicht vorgesehen und ergibt auch keinen Sinn. Kommt das Handelsregisteramt wie vorliegend geschehen zum Schluss, dass sich ausserhalb seiner Kognitionsbefugnis liegende materiell-rechtliche Fragen stellen, so hat es von der Eintragung abzusehen und das Geschäft abzuschreiben. Als Zwangsmittel verbleibt in den Fällen einer schuldhaften Verletzung der Eintragungspflicht - anstelle der Eintragung von Amtes wegen - ausschliesslich die wiederholte Ausfällung einer Ordnungsbusse nach Art. 940 OR als Beugestrafe (vgl. Thomas Koch, Das Zwangsverfahren des Handelsregisterführers, Basel 1997, S. 138; Siffert, a.a.O., Art. 940 OR Rz. 6).”
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