Wer bei einem zweiseitigen Vertrage den andern zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat.
134 commentaries
Art. 82 OR findet auf synallagmatische Verträge Anwendung. Als einheitliches Vertragsverhältnis gelten auch zusammengesetzte Vertragsverbindungen, d. h. mehrere an sich selbstständige Verträge, die genetisch und funktionell so eng verbunden sind, dass sie als Synallagma zu verstehen sind. In Ausnahmefällen kann die Einrede des nicht erfüllten Vertrags auch dann gerechtfertigt sein, wenn kein einheitliches Rechtsverhältnis besteht — etwa bei ständiger Geschäftsverbindung und einem für beide Parteien erkennbar engen natürlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang der Leistungen, bei dem die einseitige Leistungsdurchsetzung als treuwidrig erscheinen würde.
“Die Anwendung von Art. 82 OR setzt voraus, dass ein synallagmatischer Vertrag vorliegt und zwei Pflichten zueinander in einem Austauschverhältnis stehen. Ein Austauschverhältnis liegt nur vor, wenn die beiderseitigen Leistungsversprechen ihre Grundlage in demselben Vertragsverhältnis haben, weshalb die Einrede des nicht erfüllten Vertrages wegen einer Leistungsstörung aus einem früheren Vertrag nicht erhoben werden kann. Als einheitlich anzusehen sind auch zusammengesetzte Verträge bzw. Vertragsverbindungen, d. h. mehrere an sich selbstständige Verträge, die genetisch und funktionell derart miteinander verbunden sind, dass das Verhältnis zwischen den Verträgen als Synallagma aufzufassen ist. In Ausnahmefällen kann aber, selbst wenn kein einheitliches Rechtsverhältnis besteht, das Zugestehen eines Leistungsverweigerungsrechts nach Art. 82 OR gerechtfertigt sein. Dies kann der Fall sein, wenn Vertragsparteien in ständiger Geschäftsverbindung zueinanderstehen und die Leistungen - für beide Vertragsparteien erkennbar - einen engen Interessenzusammenhang aufweisen. Die beiderseitigen Ansprüche müssen in einem derart untrennbaren natürlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, dass die einseitige Leistungsdurchsetzung als geradezu treuwidrig im Sinne von Art. 2 ZGB erschiene (Rolf H. Weber, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation, Art. 68-96 OR, Bd. VI/1/4, 2. Aufl., Bern 2005, N 27 ff. zu Art. 82 OR m. w. H.). Die Vorinstanz qualifizierte die Werkleistungen aus den drei Werkverträgen als eine einheitliche Bauleistung, welche auch in einem Vertrag hätte vereinbart werden können. Diese Würdigung überzeugt. Die Bauarbeiten betreffen alle dasselbe Projekt am selben Standort im gleichen Zeitraum. Dass die einzelnen Werkvertrage funktionell in einem sehr engen Zusammenhang zueinanderstehen, zeigt sich nebst dem nahezu identischen Wortlaut der Vertragsurkunden und Offert-Verhandlungsprotokollen auch daran, dass sogar die Parteien selbst teilweise einzelne Vertragsbestandteile verwechselten bzw.”
“Ein Austauschverhältnis liegt nur vor, wenn die beiderseitigen Leistungsversprechen ihre Grundlage in demselben Vertragsverhältnis haben, weshalb die Einrede des nicht erfüllten Vertrages wegen einer Leistungsstörung aus einem früheren Vertrag nicht erhoben werden kann. Als einheitlich anzusehen sind auch zusammengesetzte Verträge bzw. Vertragsverbindungen, d. h. mehrere an sich selbstständige Verträge, die genetisch und funktionell derart miteinander verbunden sind, dass das Verhältnis zwischen den Verträgen als Synallagma aufzufassen ist. In Ausnahmefällen kann aber, selbst wenn kein einheitliches Rechtsverhältnis besteht, das Zugestehen eines Leistungsverweigerungsrechts nach Art. 82 OR gerechtfertigt sein. Dies kann der Fall sein, wenn Vertragsparteien in ständiger Geschäftsverbindung zueinanderstehen und die Leistungen - für beide Vertragsparteien erkennbar - einen engen Interessenzusammenhang aufweisen. Die beiderseitigen Ansprüche müssen in einem derart untrennbaren natürlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, dass die einseitige Leistungsdurchsetzung als geradezu treuwidrig im Sinne von Art. 2 ZGB erschiene (Rolf H. Weber, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation, Art. 68-96 OR, Bd. VI/1/4, 2. Aufl., Bern 2005, N 27 ff. zu Art. 82 OR m. w. H.). Die Vorinstanz qualifizierte die Werkleistungen aus den drei Werkverträgen als eine einheitliche Bauleistung, welche auch in einem Vertrag hätte vereinbart werden können. Diese Würdigung überzeugt. Die Bauarbeiten betreffen alle dasselbe Projekt am selben Standort im gleichen Zeitraum. Dass die einzelnen Werkvertrage funktionell in einem sehr engen Zusammenhang zueinanderstehen, zeigt sich nebst dem nahezu identischen Wortlaut der Vertragsurkunden und Offert-Verhandlungsprotokollen auch daran, dass sogar die Parteien selbst teilweise einzelne Vertragsbestandteile verwechselten bzw. nicht richtig zuordnen konnten (vgl. bspw. RG act. I/3 Rz. 30 und RG act. I/6 S. 75). Aus dem Verhalten der Berufungsklägerin wurde zudem klar, dass sie bei allen Werkverträgen die Zahlungen teilweise verweigern würde, weshalb die Weiterführung der Arbeiten unter den anderen beiden Werkverträgen unzumutbar gewesen wäre. Der Entscheid der Vorinstanz ist also auch hier nicht zu beanstanden.”
Spezialfälle im Anwendungsbereich von Art. 82 OR: Die Zurverfügungstellung einer Patente oder Lizenz kann eine wesentliche Gegenleistung des einen Vertragspartners bilden, sodass deren Erfüllung als Voraussetzung für das Verfolgen der Gegenleistung gemäss Art. 82 OR gelten kann (Quelle 0). Im Arbeitsverhältnis kann die Treuepflicht verlangen, bei internen Untersuchungen zu kooperieren; dies wird in Verbindung mit der Anwendung von Art. 82 OR thematisiert (Quelle 1). Hinsichtlich Lohnansprüchen ist festzuhalten, dass der Arbeitnehmer bei Nichtzahlung die Arbeitsleistung nach Art. 82 OR zurückhalten darf; wurde er während der Kündigungsfrist vom Arbeitgeber von der Arbeitspflicht befreit, entfällt die Pflicht zum Angebot der Leistung nicht in jedem Fall — in bestimmten Fällen ist ein erneutes Angebot erforderlich (Quellen 3, 4).
“L’appelante était par conséquent déboutée de sa conclusion tendant à condamner l’intimée au paiement de 1'000 fr. à titre de participation aux frais de médiation. Enfin, l’intimée avait été informée en février 2020 que les locaux étaient impropres à servir de la restauration chaude et que le système d’extraction d’air était insuffisant pour exploiter les locaux conformément à l’usage qu’elle souhaitait en faire, mais n’avait pas déclaré se départir du contrat durant l’année suivante. C’était donc en vain qu‘elle alléguait que le contrat était entaché d’une erreur essentielle. 2.1. L’appelante fait valoir que c’est à tort que le Tribunal a retenu que le bail à ferme ne pouvait perdurer indépendamment de la mise à disposition de la patente. L’intimée aurait pu continuer l’exploitation en trouvant une autre personne titulaire de la patente. 2.1.1. Selon l’art. 278 al. 1 CO, le bailleur est tenu de délivrer la chose dans un état approprié à l’usage convenu et à l’exploitation pour lesquels elle a été affermée. Selon l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. 2.1.2. Comme l’a relevé le Tribunal, l’exploitation des locaux remis à bail nécessitait une patente dont l’intimée n’était pas titulaire. Afin que les locaux puissent néanmoins être exploités, les parties ont simultanément conclu un contrat de mandat afin que l’appelante mette à disposition de l’intimée sa patente. Cette mise à disposition de patente était un service essentiel que l’appelante procurait à l’intimée, comme l’atteste le fait que le contrat de mise à disposition y faisait expressément référence. Enfin, l’appelante a agi par la voie d’une requête unique en qualifiant les montants dus pour la mise à disposition de la patente de frais accessoires, ce qui confirme qu’elle considérait les deux contrats comme un tout. La Cour retient donc que la mise à disposition de la patente de l’appelante était nécessaire à l’intimée pour qu’elle puisse exploiter le local remis à bail et qu’elle constituait un élément essentiel du contrat.”
“Le devoir de fidélité peut cependant imposer une dénonciation des manquements préjudiciables à la partie employeuse lorsque la personne qui effectue le signalement, de par son statut ou les instructions reçues, est tenue de surveiller le personnel, ou que les fautes commises sont de nature à léser gravement les intérêts de l'entreprise. Qu'elle agisse par devoir ou non, la personne salariée qui tire la sonnette d'alarme devra respecter l'éventuelle procédure interne de signalement, sous réserve du cas où une telle démarche apparaitrait d'emblée inutile. Lorsque la partie employeuse mène une enquête interne afin de vérifier la réalité des faits à l'origine de la dénonciation (art. 328 CO), le devoir de fidélité de la personne salariée lui impose de collaborer à l'investigation (Dunand, Commentaire du contrat de travail, 2ème éd. 2022, n. 13 ad art. 321a ; Carranza / Micotti, Whistleblowing : Perspectives en droit suisse, 2014, p. 29 et suivante). 4.1.5 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). 4.2 En l'espèce, l'appelant, concernant les circonstances de son licenciement, fait grief au Tribunal de ne pas avoir présumé sa bonne foi lorsqu'il avait formulé une demande d'assurance de protection contre le licenciement s'il dénonçait des comportements répréhensibles et de n'avoir pas de preuve qu'il était de mauvaise foi. Il s'attache ainsi à démontrer qu'en son for intérieur il était de bonne foi au moment des événements litigieux, eu égard notamment au comportement de l'intimée lorsqu'il avait précédemment dénoncé des entorses à l'éthique. Il considère en outre que les règles applicables aux lanceurs d'alertes au sein d'une entreprise avaient été violées. Selon lui, les motifs retenus pour justifier son licenciement étaient des prétextes infondés.”
“März 2019 ‒ - 29 - noch vor der Unterzeichnung der Vereinbarung vom 18. März 2019 ‒, dass sie "[...] als Eigentümer rechtlich und auch moralisch verpflichtet [sei], sämtliche Unternehmer [...] zu bezahlen [...]." (act. 3/25). Im gleichen E-Mail liess sie verlauten: "Wir sind mit Ihren Leis- tungen am Bau sehr zufrieden und schätzen diese Zusammenarbeit." (act. 3/25). Diese ur- kundlich belegten Umstände sprechen gegen das Vorliegen einer begründeten Furcht aus dem subjektiven Standpunkt der Beklagten. Widerrechtlichkeit: Sodann fehlt es auch an der Widerrechtlichkeit des in Aussicht gestellten Verhaltens. Die Drohung mit der Geltendmachung eines Rechts ist an sich nicht widerrechtlich (Urteil 4A_726/2016 des Bundesgerichts vom 15. Mai 2017, E. 5.2). Es ist unbestritten, dass die E._____ GmbH gegenüber den Kläge- rinnen ihren Zahlungspflichten nicht nachgekommen ist. Entsprechend waren die Klägerinnen berechtigt, ihre Arbeitsleistung i.S.v. Art. 82 OR zurückzuhalten. Die Weigerung der Klägerinnen, ihre Arbeitsleistung für die E._____ GmbH weiterhin zu erbringen, war demzufolge nicht zweckfremd. Die Beklagte wirft den Klägerin- nen sodann pauschal vor, in den Medien eine Verleumdungskampagne gestartet zu haben bzw. mit einer solchen gedroht zu haben (act. 11 N. 89 f., N. 93; act. 24 N. 9). Dies wird von den Klägerinnen bestritten (act. 20 N. 100). Derart rudimentä- re Behauptungen sind einem Beweisverfahren nicht zugänglich, weshalb sich Weiterungen erübrigen. Im Übrigen wurde der Beklagten durch den Abschluss der Sicherungsvereinbarung vom 18. März 2019 auch nicht die Einräumung über- mässiger Vorteile abgenötigt (Urteil 4A_78/2017 des Bundesgerichts vom 20. Juli 2017, E. 5.2). Zusammenfassend lässt sich keine Widerrechtlichkeit des Verhal- tens der Klägerinnen erstellen. In Anbetracht des Gesagten müssen die weiteren Tatbestandselemente ‒ Kausa- lität, Drohungsabsicht, Verwirkungsfrist ‒ nicht mehr geprüft werden.”
“1). En particulier, tel est le cas si les éléments essentiels de l'accord dérogatoire ne sont pas formulés dans un accord écrit, un contrat-type de travail ou une convention collective de travail (Wyler/Heinzer, op. cit., p. 318). Dans ces cas, le régime de base de l'art. 324a al. 1 à 3 CO s'applique comme minimum impératif pour le calcul du montant du salaire dû, sous déduction des éventuelles prestations d'assurances pour la période correspondante (Wyler/Heinzer, op. cit., p. 318 s). Les indemnités journalières versées en vertu d'un contrat d'assurance maladie sont exonérées des contributions sociales (art. 6 al. 2 let. b OAVS; arrêt du Tribunal fédéral 4A_42/2018 du 5 décembre 2018 consid. 5). 6.4 Le droit au paiement du salaire implique que le travailleur ait fourni sa prestation de travail (art. 319 et 324 CO). S'il n'exécute pas celle-ci sans être empêché par un motif reconnu, le travailleur est en demeure (art. 102 ss CO) et l'employeur peut alors refuser de payer le salaire (art. 82 CO). De même, l'employeur peut être en demeure. S'il empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, l'employeur doit payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir sa prestation (art. 324 al. 1 CO). La demeure de l'employeur suppose en principe que le travailleur ait offert ses services. Le travailleur ne peut toutefois se voir reprocher de n'avoir pas offert ses services lorsque l'employeur l'a libéré de l'obligation de travailler jusqu'au terme du délai de congé ou lorsqu'il n'aurait de toute manière pas accepté la prestation de travail offerte (ATF 135 III 349 consid. 4.2). Néanmoins, lorsque l'employeur a libéré le travailleur de son obligation de travailler durant le délai de congé, mais que celui-ci s'est prolongé en raison de la survenance d'une période de protection, il appartient au travailleur d'offrir à nouveau ses services pour la période courant jusqu'à l'échéance différée du contrat Wyler/ Heinzer, op. cit.”
Bei qualitativen bzw. substanziellen Leistungsrügen ist erforderlich, dass der Mangel hinreichend konkret, nicht offensichtlich unhaltbar und rechtzeitig gerügt wird. Gemäss ständiger Rechtsprechung (sog. «Basler Praxis») führt eine derartig substanziiert vorgebrachte Rüge dazu, dass der Gläubiger gestützt auf Art. 82 OR nachweisen muss, dass er korrekt erfüllt hat. In der doktrinären Diskussion wird überwiegend verlangt, dass der Schuldner den Mangel substantiiert behauptet (nicht bloss pauschal), wobei einzelne Autoren eine weniger strenge Darlegungsanforderung befürworten.
“In prima istanza, il Pretore aveva statuito in sintesi che il contratto concluso dalle parti era assimilabile ad un contratto di mandato, il quale costituisce un titolo di rigetto provvisorio per gli onorari convenuti se il mandatario ha eseguito con diligenza e fedeltà gli affari affidatigli, e aveva accertato quanto segue: che il mandato non era stato revocato (o comunque non prima del 31 gennaio 2022) ma che, in particolare con lo scritto del 25 gennaio 2022, l'escussa si era lamentata "dell'impossibilità di comunicazione/relazione/collaborazione durante settimane", del "mancato allestimento del piano di rilancio nonché [del]la mancata condivisione dell'asserita attività sino a quel punto svolta", che la creditrice procedente a quel punto aveva già incassato ben fr. 100'000.-- (pari alla metà del corrispettivo pattuito) a fronte di soli quattro mesi di collaborazione su sedici previsti e che, a parte qualche servizio svolto (la promozione di una collaborazione con una società e la gestione del sito per la vendita online, salvo poi non condividere le credenziali di accesso con la convenuta), "tutto si ignora[va] delle iniziative messe in atto dall'istante con riguardo agli impegni assunti". Il Giudice di prime cure ne ha quindi dedotto che siccome l'escussa aveva contestato "in modo sufficientemente circostanziato, non palesemente insostenibile e tempestivo", oltre che non strumentale alla causa, la correttezza dell'adempimento delle prestazioni dovutegli e incombeva alla creditrice procedente, in virtù dell'art. 82 CO e della cosiddetta "Basler Praxis", dimostrare di aver adempiuto correttamente i propri obblighi ma questa non vi era riuscita, il rigetto provvisorio dell'opposizione non poteva essere concesso. 3.2. Con la sentenza impugnata la Camera di esecuzione e fallimenti ha innanzitutto confermato di aver instaurato una costante giurisprudenza (sentenza 14.2017.73 del 27 dicembre 2017 in RtiD 2018 II pag. 823 n. 42c consid. 5.4-5.6, successivamente confermata) secondo cui la "Basler Praxis" si applica in linea di massima anche alle contestazioni qualitative della controprestazione del creditore, per cui ove l'escusso abbia contestato in modo sufficientemente circostanziato, non palesemente insostenibile e tempestivo la correttezza dell'adempimento delle prestazioni dovutegli dall'escutente, incombe a quest'ultimo, in virtù dell'art. 82 CO, dimostrare di avere adempiuto correttamente i propri obblighi onde ottenere il rigetto provvisorio dell'opposizione. Ha in seguito rilevato che siccome il Pretore aveva applicato tale giurisprudenza senza che la creditrice procedente la criticasse né la discutesse, la decisione di prima istanza resisteva alla critica.”
“1 [vente]; 5A_833/2017 du 8 mars 2018 consid. 2.3 [bail]; 5P.471/2001 du 5 mars 2002 consid. 2b [entreprise]; cf. aussi sous l'angle de l'art. 9 Cst: arrêt 5P.461/2001 du 5 mars 2002 consid. 2c/aa; dans ce sens: ABBET, La mainlevée provisoire et les contrats bilatéraux: développements récents, in JdT 2021 II p. 4 ss [11 ss]; VEUILLET/ABBET, in La mainlevée de l'opposition, 2 ème éd., 2022, n° 150 et 150a ad art. 82 LP; cf. aussi, GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Art. 1-88, 1999, n° 81 ad art. 83 LP qui cite le défaut de la chose vendue comme un moyen libératoire au sens de l'art. 82 al. 2 LP). La majorité de la doctrine estime certes que le débiteur doit seulement alléguer le défaut pour que la mainlevée provisoire soit refusée. Ces auteurs reconnaissent toutefois qu'il doit le faire de manière "substantielle" pour que cette contestation n'apparaisse pas sans consistance. Ils admettent aussi quelques aménagements dans l'application de l'art. 82 CO, en vue de permettre au débiteur de retenir le prix seulement dans la mesure nécessaire à exercer ses droits de garantie. En pratique, la différence avec l'exigence de la preuve du défaut au degré de la vraisemblance telle que retenue en l'occurrence apparaît donc ténue (STAEHELIN, in Basler Kommentar, SchKG I, 3 ème éd., 2021, n° 102, 103 et 105 ad art. 82 LP; VOCK/AEPLI, in SK Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4 ème éd., 2017, n° 28 ad art. 82 LP; en faveur d'une simple allégation: STÜCHELI, Die Rechtsöffnung, 2000, p. 343; VOCK, in Kurzkommentar SchKG, 2 ème éd., 2014, n° 19 ad art. 82 LP).”
Bei zweiseitigen Verträgen kann die Fälligkeit der Gegenleistung dadurch nachgewiesen werden, dass der Gläubiger seine Leistung erbracht hat oder sie ordnungsgemäss angeboten hat. Bei Grundstücksübertragungen genügt nach der Rechtsprechung etwa die Requisition zur Eintragung im Grundbuch (bzw. das damit zusammenhängende ordnungsgemässe Angebot der Leistung) als Erfüllungsnachweis; im Kaufrecht gilt ansonsten das Zug‑um‑Zug‑Prinzip, sodass die Gegenleistung erst gefordert werden darf, wenn die Leistung erbracht oder angeboten ist.
“La réquisition au registre foncier constitue ainsi la déclaration de volonté du propriétaire qui invite le conservateur du registre foncier à procéder à la BGE 148 III 145 S. 152 modification requise dans le registre foncier, ce qui provoque finalement avec l'inscription dans le grand livre le changement de propriétaire. Avec la réquisition, l'aliénateur a manifesté sa volonté de transférer la propriété et ainsi fait tout ce qu'il fallait pour exécuter l'obligation découlant du titre d'acquisition. Il n'exerce aucune influence sur le déroulement ultérieur de la procédure qui commence avec l'inscription au journal et se termine par l'inscription dans le grand livre. Avec l'inscription au journal, l'aliénateur a fourni la prestation promise et renoncé à sa qualité de propriétaire (ATF 138 III 512 consid. 3.2). La réquisition d'inscription ne peut pas être retirée unilatéralement (cf. art. 47 al. 1, 2e phrase, de l'ordonnance du 23 septembre 2011 sur le registre foncier [ORF; RS 211.432.1]). Le Tribunal fédéral souligne que l'application de l'art. 82 CO peut poser problème dans ce domaine lorsque le transfert de la possession et celui de la propriété ne sont pas concomitants. En principe, la contre-prestation, c'est-à-dire le prix, ne doit être apportée trait pour trait qu'avec le dernier acte d'exécution (arrêt 4C.460/1993 du 3 mai 1994 consid. 2c/aa). Ainsi, lorsque le paiement du prix se fait par la reprise d'une dette hypothécaire, il faut une clause contractuelle expresse pour que le vendeur puisse exiger d'être libéré par la reprise de dette externe au moment même du transfert de la propriété. A défaut, il ne le sera qu'après ce transfert (ATF 121 III 256 consid. 3b). Toutefois, il a jugé que, lorsque le vendeur de l'immeuble doit transférer à l'acheteur une cédule hypothécaire au porteur contre la production d'une promesse irrévocable de payer et qu'il est prêt à le faire, cette offre d'exécution est une offre verbale qui suffit à mettre en échec l'exception d'inexécution soulevée par l'acheteur qui se refuse de payer (arrêt 4C.”
“Regeste Art. 82 Abs. 1 SchKG; Art. 75, 82 und 211 Abs. 1 OR; provisorische Rechtsöffnung. Grundstückkauf. Voraussetzung der Fälligkeit der Forderung auf Zahlung des Preises. Natur des Anbietens eigener Erfüllung. In der Vollstreckung des Grundstückkaufpreises kann der Betreibende die Fälligkeit seiner Forderung aufzeigen, nicht nur indem er beweist, dass er seine Leistung erbracht hat, sondern auch indem er beweist, dass er diese ordnungsgemäss im Sinne von Art. 82 OR angeboten hat (E. 4).”
“« Au vu de cette date, le transfert de propriété et le paiement de l’intégralité du prix de vente et de la provision pour frais d’achat devaient intervenir dans les 30 jours »), et que le prix pouvait être payé le 11 juin 2019 (« Conformément au chapitre II, chiffre 10, du pacte d’emption, (ce prix) était payable au jour de la signature de la réquisition de transfert immobilier » ; il était payable « valeur 11 juin 2019 au plus tard »). Quant au montant de 236'000 fr., les recourants ne soutiennent pas que son paiement devait intervenir avant la passation de l’acte prévue le 11 juin 2019. A raison, dès lors que, à l’instar du prix de vente, il ressort du texte de l’acte que ce montant était payable « pour le jour de la réquisition de transfert immobilier, pour être consigné sous la responsabilité du notaire ». Dans ces conditions, les prestations en cause devaient être exécutées trait pour trait, le lieu de l’exécution au sens de l’art. 74 CO étant l’étude du notaire et le terme stipulé au sens de l’art. 75 CO étant le 11 juin 2019 (sur l’exécution trait pour trait, cf. en outre Schraner, op. cit., n. 103 ad art. 82 OR p. 236). Il s’ensuit que les recourants échouent, alors que le fardeau de cette preuve leur incombait en tant que créanciers, à prouver que l’intimée devait prester en premier. Par conséquent, la jurisprudence constante que le Tribunal fédéral a rendue en matière de mainlevée provisoire et de contrats bilatéraux doit s’appliquer. 1.4.3 1.4.3.1 Pour que le pacte d’emption vaille reconnaissance de dette pour le montant du prix de vente il faudrait, selon cette jurisprudence (cf. Principes juridiques consid 1.1), que les recourants poursuivants « aient rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont ils requièrent le recouvrement ». Or, leur obligation était, d’après le pacte d’emption, de signer la réquisition de transfert ce qui aurait entraîné – ce qui ne dépend pas d’eux - l’inscription au grand livre et, partant, le transfert de propriété. Cette obligation n’a pas été remplie. Il ne ressort pas non plus des pièces au dossier que cette obligation aurait d’une quelconque manière été garantie avant le dépôt de la réquisition de poursuite.”
“Im Kaufvertragsrecht wird Art. 75 OR, soweit die Fälligkeit der Kaufpreisforderung zur Diskussion steht, allerdings durch Art. 213 Abs. 1 OR verdrängt, der anordnet, dass der Kaufpreis mit dem Übergang des Kaufgegenstandes in den Besitz des Käufers fällig wird. Das bedeutet, dass der Verkäufer den Kaufpreis erst verlangen darf, nachdem er erfüllt oder die Erfüllung angeboten hat. Die Leistungen sind mit anderen Worten Zug-um-Zug zu erbrin- gen, wie Art. 82 OR dies allgemein für synallagmatische Verträge vorsieht (Ste- phanie Hrubesch-Millauer, in: Müller-Chen/Huguenin [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Vertragsverhältnisse Teil 1: Innominatkontrakte, Kauf, Tausch, Schenkung, Miete, Leihe, 3. Aufl., Zürich 2016, N 1 zu Art. 213 OR). Im vorliegenden Fall war der Beschwerdeführer demnach berechtigt, die Zahlung zu verweigern, solange der Beschwerdegegner ihm die Aktien nicht übertragen hatte oder ihm die Übertragung nicht wenigstens anbot.”
Zur Höhe des Zurückbehalts: Der Zurückbehalt darf sich an den voraussichtlichen Kosten der Nachbesserung orientieren und ist durch die Grundsätze von Treu und Glauben begrenzt. Daher darf nur jener Betrag einbehalten werden, der zur angemessenen Sicherung der konkreten Refixationskosten notwendig erscheint; berechtigte und konkrete Kostenpositionen sind darzulegen.
“En cas de livraison défectueuse de l'ouvrage, le maître, qui a opté pour la réfection, peut soulever ladite exception en vue d'obtenir la réparation de l'ouvrage et retenir la rémunération due à l'entrepreneur jusqu'à ce que celui-ci ait éliminé le défaut (arrêt du Tribunal fédéral 4D_3/2019 du 1er avril 2019 consid. 2.2 et les références citées). Si l'exception d'inexécution est fondée, à savoir si le créancier n'a pas exécuté sa prestation ni offert de le faire, le juge admettra l'action en ce sens qu'il condamnera le débiteur à exécuter trait pour trait; autrement dit, il imposera à ce dernier une obligation grevée d'une condition suspensive. La prétention du créancier tendant à obtenir du débiteur l'exécution simultanée est de droit fédéral. Point n'est donc besoin que, dans un procès, le créancier formule une conclusion expresse à l'encontre du débiteur. Le juge statuera en ce sens sur la base de l'exception d'inexécution soulevée par le débiteur selon l'art. 82 CO (ATF 127 III 199 consid. 3a et les références citées, in SJ 2001 549 et JdT 2001 I 248). Si l'exception d'inexécution est rejetée, parce que le créancier a exécuté ou régulièrement offert d'exécuter sa prestation, le juge doit prononcer une condamnation inconditionnelle (Hohl, CR CO I, 2012, n. 13 ad art. 82 CO). Une fois l'exception d'inexécution soulevée, il revient au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle générale qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1; 4D_55/2009 du 1er juillet 2009 consid. 2.3). En principe, le droit de rétention couvre toute la rémunération en souffrance. Ce principe ne vaut toutefois que dans les limites de la bonne foi. Par conséquent, si les frais de réfection prévisibles sont moins importants que la rémunération encore due, le droit de rétention ne s'étend qu'au montant qui est justifié par les règles de la bonne foi. Sur la rémunération due, le maître peut retenir autant que ce qui est nécessaire pour garantir "généreusement" la créance en réfection concrète et exercer une pression appropriée sur l'entrepreneur afin qu'il exécute sans délai la réfection due. Le montant qui peut être retenu augmente lorsque, par exemple, il existe des indices que l'entrepreneur n'entend pas exécuter son obligation de réfection correctement.”
“Schliesslich verwies die Vorinstanz auf die Einrede des nicht erfüllten Ver- trags nach Art. 82 OR. Die Beschwerdegegnerin begründe die in casu zurückbe- haltenen CHF 12'000.00 mit der Offerte der D. vom 18. November 2022 über CHF 1'203.20, der Offerte der E. vom 21. November 2022 über CHF 4'108.45 und dem glaubhaften Hinweis, dass damit nur die Kosten für die Nebenarbeiten abgegolten seien, nicht aber jene der Abdichtung selbst sowie den internen Aufwand wie Kontrollen der Bauleitung, Koordination der Arbeiten etc. Diese Einwendungen der Beschwerdegegnerin erschienen glaubhaft, weshalb das Rechtsöffnungsgesuch ebenfalls aus diesem Grunde abzuweisen sei (act. B.1, E. 3.2.4).”
“153 SIA-Norm 118 einer Qualifikation als faktische Saldovereinbarung oder Kontokorrentverhältnis. Der Werkvertrag stelle nämlich kein Dauerschuldverhältnis dar, welches mit Saldierung aller Forderungen beendet werden könne. Ebensowenig bezwecke die Schlussabrechnung die gesamte Abrechnung über alle gegenwärtigen Forderungen der Vertragsparteien aus dem Werkvertrag. Sie sei auf Leistungen zu festen Preisen beschränkt und umfasse z.B. nicht Regiearbeiten, die unter dem Werkvertrag erbracht worden seien. Selbst für Leistungen zu festen Preisen berücksichtige sie keine Mehr- oder Mindervergütungen. Auch eine Verrechnung von gegenseitigen Forderungen finde mit der Schlussabrechnung nicht statt. Da somit kein Kontokorrentverhältnis vorliege, sei Art. 117 Abs. 2 OR nicht anwendbar und komme es zu keiner Novation des Schuldverhältnisses. Vielmehr stelle der Nachbesserungsanspruch einen modifizierten Erfüllungsanspruch des Bestellers dar, welcher in einem Austauschverhältnis mit dem Vergütungsanspruch des Unternehmers stehe, weshalb ein Zurückbehalterecht nach Art. 82 OR geltend gemacht werden könne.”
Art. 82 OR gewährt dem Schuldner die aufschiebende (dilatorische) Einrede der Nicht-Erfüllung (exceptio non adimpleti contractus). Er darf die eigene Leistung bis zur Erbringung oder zum gehörigen Angebot der Gegenleistung zurückhalten. Die Einrede muss der Schuldner erheben; sie ist nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen. Erhebt der Schuldner die Einrede, obliegt es dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner Leistung nachzuweisen.
“Der Gläubiger kann sich begnügen, auf vorbehaltlose Leistung zu klagen. Es obliegt dem Schuldner, die Einrede zu erheben (BGE 127 III 199 E. 3a; 123 III 16 E. 2b). Ist die Einrede berechtigt, hat der Gläubiger also die Leistung weder erbracht noch angeboten, so schützt das Gericht die Klage in dem Sinne, dass es den Schuldner zur Leistung Zug um Zug, das heisst zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt. Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O.”
“82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf. Der Gläubiger kann sich begnügen, auf vorbehaltlose Leistung zu klagen. Es obliegt dem Schuldner, die Einrede zu erheben (BGE 127 III 199 E. 3a; 123 III 16 E. 2b). Ist die Einrede berechtigt, hat der Gläubiger also die Leistung weder erbracht noch angeboten, so schützt das Gericht die Klage in dem Sinne, dass es den Schuldner zur Leistung Zug um Zug, das heisst zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt. Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen.”
“62; U LRICH G. SCHROETER, a.a.O., N. 32 zu Art. 82 OR mit Hinweis auf BGE 111 II 468; ROLF H. WEBER, a.a.O., N. 85 zu Art. 82 OR; MARIUS SCHRANER, in: Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen Art. 68-96 OR, 3. Aufl. 2000, N. 55 zu Art. 82 OR). Das Leistungsverweigerungsrecht besteht auch dann, wenn der Verkäufer vorleistungspflichtig ist, der Käufer sich aber mit alten Zahlungen noch im Rückstand befindet; sobald der Käufer der früheren Leistungspflicht nachkommt, entfällt die Einrede aus Art. 82, und es gilt wieder die vertraglich vor- gesehene zeitliche Ordnung der Erfüllung (R OLF H. WEBER, a.a.O., N. 87 zu Art. 82 OR mit Hinweis auf BGE 52 II 139). Das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR ist eine Einrede im techni- schen Sinne. Sie zeitigt nur dann Rechtsfolgen, wenn der Schuldner sie (zumin- dest konkludent) erhoben, sich also darauf berufen hat (U LRICH G. SCHROETER, a.a.O., N. 51 zu Art. 82 OR). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2. m.w.H.). Erhebt der Schuldner die Ein- rede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (Urteile des Bundesgerichts 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.2. und 4A_351/2021 vom 26. April 2022 E. 3.1.1). Be- reits erwähnt wurde, dass der Alleinvertriebsvertrag gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zwei Leistungspaare beinhaltet und ein Leistungsverweigerungs- recht "über das Kreuz" nicht besteht, d.h. der Lieferant darf nicht Warenlieferun- gen zurückhalten, wenn der Alleinvertreter den Verkauf ungenügend fördert bzw. dieser die Zahlung, wenn jener das Alleinvertriebsrecht verletzt (R OLF H. WEBER, a.a.O., N. 100 zu Art. 82 OR vgl. oben E. 1.4.).”
Ist die Leistung des Klägers bestritten, obliegt es dem Kläger, darzulegen, dass er seine Leistung erbracht oder angeboten hat; dies gilt nach Art. 82 OR für Verträge mit wechselseitigen Verpflichtungen. Bei streitigen Ansprüchen können pauschale oder ungenügend detaillierte Rechnungen/Abrechnungen die Darlegungspflicht nicht erfüllen; erforderliche Beweismittel können Urkunden, detaillierte Leistungsaufstellungen oder eine Expertise sein, soweit dies zur Feststellung des Inhaltes und der Angemessenheit der Leistung notwendig ist.
“3b ; TF 4A_287/2015 du 22 juillet 2015 consid. 2.1 ; Tercier / Bieri / Carron, op. cit., n. 4589). 4.1.3 En présence d'obligations réciproques dues en vertu d'un contrat bilatéral, l'art. 82 CO prévoit que celui qui poursuit l'exécution d'un tel contrat doit avoir exécuté ou offert d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Le débiteur auquel l'exécution est réclamée a le droit de refuser sa prestation en soulevant l'exception d'inexécution si, de son côté, le créancier qui poursuit l'exécution n'a pas exécuté ou offert d'exécuter sa contre-prestation (ATF 148 III 145 consid. 4.2.1.1). Il s’agit d’une exception dilatoire : le débiteur ne peut donc pas l’invoquer s’il entend s’opposer définitivement, et non seulement provisoirement, à l’exécution, par exemple s’il soutient que la contre-prestation du créancier n’existe pas (Hohl, in : Commentaire romand, Code des obligations I, 3ème éd., Bâle 2021, nn. 3 et 6 ad art. 82 CO). 4.2 La juge de paix a constaté que la recourante avait échoué à démontrer qu’elle avait accompli des prestations en exécution du contrat litigieux. Comme le constat que la recourante n'a fourni aucune prestation est un constat de fait, cette dernière doit en établir le caractère arbitraire. Or, elle échoue à le démontrer. En effet, en réponse à la réquisition de production de pièces tendant à démontrer l’existence de ses prestations, la recourante a déposé un bordereau de deux pièces, l’une constituée d’un bulletin de participation à l’assemblée générale des copropriétaires de l’immeuble sis route [...] à Genève et l’autre constituée d’un lot de documents remis à la recourante en lien avec ses contrats de mandat. On peut d’emblée constater que la production de ces documents ne permet pas d’infirmer le constat de la juge de paix. La première pièce concerne la gestion des parts de copropriété pour une opération intervenue le 12 octobre 2020 (pièce 51.1 du bordereau du 30 novembre 2022), soit alors que la recourante avait déjà été rémunérée, les factures de celle-ci ayant été réglées jusqu’en novembre 2020.”
“4b ; Werro, in : Commentaire romand, Code des obligations I, 3ème éd., Bâle 2021, n. 50 ad art. 394 CO). La rémunération due au mandataire représente en effet une contre-prestation pour les services qu'il rend au mandant, plus précisément pour l'activité diligente qu'il exerce dans l'affaire dont il est chargé, de sorte que le mandataire qui ne rend pas les services promis, c'est-à-dire qui demeure inactif ou n'agit pas avec le soin requis, ne peut prétendre à l'entier des honoraires convenus ou à la même rémunération qui serait équitablement due à un mandataire diligent. En d'autres termes, et même lorsque les honoraires ont été fixés de manière forfaitaire, le mandataire ne peut prétendre à une rémunération que s'il a exécuté correctement sa prestation, ce qu'il lui incombe de démontrer (ATF 124 III 423 consid. 3b ; TF 4A_287/2015 du 22 juillet 2015 consid. 2.1 ; Tercier / Bieri / Carron, op. cit., n. 4589). 4.1.3 En présence d'obligations réciproques dues en vertu d'un contrat bilatéral, l'art. 82 CO prévoit que celui qui poursuit l'exécution d'un tel contrat doit avoir exécuté ou offert d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Le débiteur auquel l'exécution est réclamée a le droit de refuser sa prestation en soulevant l'exception d'inexécution si, de son côté, le créancier qui poursuit l'exécution n'a pas exécuté ou offert d'exécuter sa contre-prestation (ATF 148 III 145 consid. 4.2.1.1). Il s’agit d’une exception dilatoire : le débiteur ne peut donc pas l’invoquer s’il entend s’opposer définitivement, et non seulement provisoirement, à l’exécution, par exemple s’il soutient que la contre-prestation du créancier n’existe pas (Hohl, in : Commentaire romand, Code des obligations I, 3ème éd., Bâle 2021, nn. 3 et 6 ad art. 82 CO). 4.2 La juge de paix a constaté que la recourante avait échoué à démontrer qu’elle avait accompli des prestations en exécution du contrat litigieux. Comme le constat que la recourante n'a fourni aucune prestation est un constat de fait, cette dernière doit en établir le caractère arbitraire.”
“Il perito inoltre ha osservato che, oltre a non potersi esprimere sulle condizioni di contratto della DL e sulle prestazioni pattuite (che di regola includono anche la costatazione e notifica di eventuali difetti e l’organizzazione dei lavori per la loro eliminazione), nemmeno poteva comprendere oggettivamente come sia stato calcolato l’importo fatturato nel doc. 18 e a quali prestazioni si riferisca, mancando un dettaglio (perizia, pag. 22), e gli appellanti non forniscono chiarimenti. In effetti, la fattura non menziona solo i costi per la ricerca di nuovi artigiani ma anche “perizie, coordinazione, notifiche varie, spese postali e telefoniche”, per cui non è possibile determinare se queste attività fossero previste nel contratto originario e sarebbero state comunque da svolgere. Queste considerazioni non possono essere sovvertite dalle suesposte censure appellatorie, di carattere eccessivamente soggettivo. In altre parole, anche se l’abbandono del cantiere ha causato alla committenza dei maggiori costi, questi non sono stati sufficientemente dimostrati, mancando elementi oggettivi per valutare la congruità della pretesa di deduzione di cui trattasi. Non occorre dunque esaminare se l’impresa edile fosse o meno legittimata a interrompere i lavori (ad esempio a seguito di mancati pagamenti in applicazione dell’art. 82 CO). 12.9 Fatture n. 21 e 22 di E__________ SA per fr. 15'000.- cadauna (doc. 14 e 15, sgombero di materiale e smontaggio di ponteggi) Anche a tal riguardo, le censure appellatorie sono destinate all’insuccesso siccome troppo generiche e inadatte a mettere in discussione le conclusioni peritali. Come già detto, gli appellanti evidenziano che l’abbandono del cantiere sarebbe stato ingiustificato, ma non indicano dove, nella sentenza 25 giugno 2013, verrebbe accertata detta circostanza. È pur vero che detta sentenza accerta che E__________ SA ha svolto lavori di sgombero e smontaggio che avrebbero dovuto essere eseguiti da AO 1. Il perito ha nondimeno osservato che le fatture doc. 14 e 15, anche se lette unitamente al preventivo 28 giugno 2012 contenuto nel plico doc. 4, sono troppo generiche per comprendere nel dettaglio quali opere siano state eseguite e per dedurre se esse fossero comprese nel capitolato d’appalto delle opere da capomastro. Ha anche rilevato che, avendo l’impresa edile lasciato il cantiere a inizio luglio 2012 (con l’ultimo rapporto giornaliero risalente al 9 luglio 2012), non è chiaro perché il suddetto preventivo è stato richiesto e presentato parecchi giorni prima, quando l’impresa era ancora presente sul posto (perizia, pag.”
“Pour le recourant, la juge de paix ne pouvait pas retenir, sans arbitraire, que les pièces produites en annexe au courriel du 16 juin 2016 correspondaient à l’offre du 26 mai 2016. L’intimée aurait dû produire la pièce requise 151, soit « Tout document établissant que les relevés topographiques de la parcelle [...], les relevés de l’enveloppe du bâtiment et les relevés intérieurs du bâtiment ont été établis, respectivement remis au défendeur », si elle existe et requérir une expertise pour faire valider, respectivement établir, le montant des honoraires auxquels elle prétend. Retenir que le recourant n’a pas établi qu’il n’a pas reçu les pièces revient selon lui à lui faire supporter, de manière inadmissible, le fardeau de la preuve d’un fait négatif. 3.2 Dans la mesure où la partie qui était défenderesse en première instance conteste que la prestation de la partie demanderesse ait été correctement effectuée, il revenait à cette dernière de l’établir. Il incombe en effet au demandeur d’établir qu’il a exécuté sa prestation ou qu’il a régulièrement offert de le faire, si le défendeur soulève l’exception de l’art. 82 CO (ATF 132 III 186 consid. 5.1 ; ATF 128 III 271 consid. 2aa ; Lardelli/Vetter, Basler Kommentar ZGB I, 6e éd., Bâle 2018, n. 50 ad art. 8 CC ; Walter, Berner Kommentar, art. 1-9 ZGB, 2012, n. 544 ad art. 8 CC ; Braconi/Carron/Gauron-Carlin, CC-CO annotés, 11e édition, Bâle 2020, ad art. 82 CO). La question à résoudre est celle de savoir si les plans produits correspondent à ceux commandés, ce qui est contesté par le recourant. Le document envoyé au recourant en annexe au courriel du 16 juin 2016 paraît effectivement sommaire et ne pas correspondre à la prestation contractuelle convenue, soit à l’offre du 26 mai 2016 acceptée le 31 mai 2016, ce qu’il appartenait à la demanderesse d’établir. La pièce requise 151 a été proposée par l’intimé pour infirmer le témoignage G.________, laquelle pièce n’a pas été produite. On ne saurait en conséquence reprocher au défendeur de ne pas avoir offert d’autres moyens de preuve permettant de mettre en doute ce témoignage, qui effectivement est à même de manquer d’impartialité, dans la mesure où le témoin est propriétaire associé de la société O.”
Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine dilatorische (aufschiebende) Einrede: Er darf die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder zum Angebot der Gegenleistung zurückhalten. Die Einrede setzt voraus, dass Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen und nicht bereits eine Partei vorleistungspflichtig ist. Wegen ihres dilatorischen Charakters kann die Einrede nicht geltend gemacht werden, wenn der Schuldner sich der Erfüllung endgültig entziehen will; in einem solchen Fall sind stattdessen geeignete endgültige Rechtsbehelfe (z.B. Rücktritt) zu ergreifen. Die Einrede ist eine prozessuale Einrede, die der Schuldner (zumindest konkludent) erheben muss und die nicht von Amtes wegen berücksichtigt wird.
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Diese Bestimmung betrifft die Ordnung in der Erfüllung von Leistung und Gegenleistung aus einem zweiseitigen Vertrag. Dabei ist Art. 82 OR nur anwendbar, wenn die eine und die andere Leistung in ein und demselben Vertrag versprochen worden sind und gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art.”
“Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
“82 OR setzt im Allgemeinen voraus, dass (i) ein vollkommen zweiseitiger Vertrag vorliegt, (ii) dass die Leistungen der bei- den Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass (iii) keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (U LRICH G. SCHROETER, in: Basler Kommen- tar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 9 zu Art. 82 OR; zum Ganzen R OLF H. WEBER, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation Art. 68-96 OR, 2. Aufl. - 24 - 2005, N. 30 zu Art. 82 OR ff.). Als einheitliches Rechtsverhältnis erachtet wird auch der Sukzessivlieferungsvertrag, wobei die eine Partei weitere Leistungen verweigern kann, wenn die andere Partei eine fällige Teilleistung nicht erbracht hat (BGE 84 II 149 S. 150; Urteil des Bundesgerichts 4A_589/2016 vom 2. März 2017 E. 6.2. m.w.H.; V ON THUR/ESCHER, Allgemeiner Teil OR, Bd. II, 1974, § 64 S. 62; U LRICH G. SCHROETER, a.a.O., N. 32 zu Art. 82 OR mit Hinweis auf BGE 111 II 468; ROLF H. WEBER, a.a.O., N. 85 zu Art. 82 OR; MARIUS SCHRANER, in: Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen Art. 68-96 OR, 3. Aufl. 2000, N. 55 zu Art. 82 OR). Das Leistungsverweigerungsrecht besteht auch dann, wenn der Verkäufer vorleistungspflichtig ist, der Käufer sich aber mit alten Zahlungen noch im Rückstand befindet; sobald der Käufer der früheren Leistungspflicht nachkommt, entfällt die Einrede aus Art. 82, und es gilt wieder die vertraglich vor- gesehene zeitliche Ordnung der Erfüllung (R OLF H. WEBER, a.a.O., N. 87 zu Art. 82 OR mit Hinweis auf BGE 52 II 139). Das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR ist eine Einrede im techni- schen Sinne. Sie zeitigt nur dann Rechtsfolgen, wenn der Schuldner sie (zumin- dest konkludent) erhoben, sich also darauf berufen hat (U LRICH G. SCHROETER, a.a.O., N. 51 zu Art. 82 OR). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 4A_533/2013 vom 27.”
In konkreten Fällen (z. B. Übertragung von Garantien) begründet die blosse Existenz einer Nebenpflicht allein kein Recht zur Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR. Es bedarf einer hinreichenden Substantiierung, insbesondere ist darzulegen, dass die Nebenpflicht in einem Austauschverhältnis zur Gegenleistung steht und ohne deren Erfüllung die Hauptleistung für den Gläubiger faktisch wertlos würde. Fehlt diese Qualität oder die konkrete Darlegung, ist eine Leistungsverweigerung gestützt auf Art. 82 OR nicht zulässig.
“Zudem zeigen die Beschwerdeführerinnen nicht auf, weshalb die Übertragung von Garantien eine Hauptpflicht sein sollte, die in einem synallagmatischen Austauschverhältnis zur Bezahlung des Werklohns stehen sollte. Vielmehr legt die Vorinstanz schlüssig dar, dass es sich dabei höchstens um eine Nebenpflicht handeln könnte, welche hinter die Hauptpflicht zur Erstellung des Werks zurücktritt. Dass das Werk nicht wertlos wird, nur weil keine Garantien übertragen werden, anerkennen auch die Beschwerdeführerinnen. Die Pflicht zur Übertragung bestehender Garantien wäre unabhängig von der mängelfreien Erstellung des Werkes einklagbar. Dasselbe gilt für eine physische Übergabe (vgl. Art. 170 Abs. 2 OR, wonach der Abtretende verpflichtet ist, dem Erwerber die Schuldurkunde und alle vorhandenen Beweismittel auszuliefern und ihm die zur Geltendmachung der Forderung nötigen Aufschlüsse zu erteilen). Dies spricht gegen die Anwendung von Art. 82 OR (WEBER, a.a.O., N. 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, a.a.O., N. 65 zu Art. 82 OR). Dass etwas anderes vereinbart worden wäre, indem der Nebenleistung ein solcher Stellenwert eingeräumt worden wäre, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht, legen die Beschwerdeführerinnen nicht rechtsgenüglich dar. Die Argumentation, sachlogisch seien die Garantien zusammen mit der Abtretung der Gewährleistungsrechte zu übergeben gewesen, spräche eher dafür, dass die erfolgte Abtretungserklärung auch selbständige Garantieversprechen umfassen sollte. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin am 3. Mai 2017 in einem mit "Abtretungserklärung" überschriebenen Dokument noch einmal unter Nennung aller konkreten Werkgarantien der einzelnen Subunternehmer sämtliche ihr zustehenden Gewährleistungsrechte abgetreten haben sollte, wie die Beschwerdeführerinnen behaupten (die Vorinstanz hat festgehalten, die Beschwerdegegnerin habe in einzelnen Fällen eine Abtretung von Rechten aus den Werkgarantien erklärt; vgl. E. 2.1 hiervor), würde daraus nicht zwingend folgen, dass die Vollzugsvereinbarung vom 22.”
“Selbst wenn man von einer Pflicht der Klägerin zur Übertragung von Subunter- nehmer-Sicherheiten auf die Beklagten ausgehen würde, würde der Anspruch an ungenügender Substantiierung scheitern. Die Beklagten haben sich nicht dazu geäussert, von welchen Subunternehmern konkret die Klägerin Sicherheiten hätte einfordern und auf die Beklagten übertragen müssen. Die von ihr verwendete Formulierung "Für alle anderen Subunternehmer erfolgte durch die Klägerin aller- dings bis heute nicht mal eine Erklärung der Abtretung der Rechte aus Werkga- rantien" (act. 12 Rz. 16) genügt den Substantiierungsanforderungen nicht. Darüber hinaus stünde eine Pflicht zur Übertragung von Garantien auch nicht in dem für eine Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR erforderlichen Austausch- verhältnis mit dem geltend gemachten Werklohnanspruch. Beim behaupteten An- spruch auf Übertragung von Garantien handelt es sich höchstens um eine Ne- benpflicht der Klägerin. Art. 82 OR ist zwar nicht per se auf Hauptleistungspflich- ten beschränkt; der vorliegenden Nebenpflicht fehlt es jedoch an der notwendigen Qualität, da die Hauptleistungspflicht (d.h. die Pflicht der Klägerin zur Werkerstel- lung) offenkundig nicht wertlos ist ohne die Übertragung der Garantien. Die Be- klagten behaupten im Übrigen weder, dass die Werkerstellung ohne die Übertra- gung der Garantien wertlos ist, noch legen sie dar, weshalb die Verletzung einer Nebenpflicht sie im konkreten Fall zur Leistungsverweigerung berechtigen sollte. Eine Verweigerung der Werklohn-Schlusszahlung gestützt auf Art. 82 OR ist demnach nicht zulässig. In ihrer Duplik stützen die Beklagten ihre Leistungsver- weigerung neu auch auf das in der SIA-Norm 118 verankerte Rückbehaltsrecht (act.”
“Darüber hinaus stünde eine Pflicht zur Übertragung von Garantien auch nicht in dem für eine Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR erforderlichen Austausch- verhältnis mit dem geltend gemachten Werklohnanspruch. Beim behaupteten An- spruch auf Übertragung von Garantien handelt es sich höchstens um eine Ne- benpflicht der Klägerin. Art. 82 OR ist zwar nicht per se auf Hauptleistungspflich- ten beschränkt; der vorliegenden Nebenpflicht fehlt es jedoch an der notwendigen Qualität, da die Hauptleistungspflicht (d.h. die Pflicht der Klägerin zur Werkerstel- lung) offenkundig nicht wertlos ist ohne die Übertragung der Garantien. Die Be- klagten behaupten im Übrigen weder, dass die Werkerstellung ohne die Übertra- gung der Garantien wertlos ist, noch legen sie dar, weshalb die Verletzung einer Nebenpflicht sie im konkreten Fall zur Leistungsverweigerung berechtigen sollte. Eine Verweigerung der Werklohn-Schlusszahlung gestützt auf Art. 82 OR ist demnach nicht zulässig. In ihrer Duplik stützen die Beklagten ihre Leistungsver- weigerung neu auch auf das in der SIA-Norm 118 verankerte Rückbehaltsrecht (act. 31 Rz. 29). Dieses Rückbehaltsrecht erfährt in Art. 149 ff. SIA-Norm 118 eine eingehende Regelung. Die Beklagten führen jedoch nicht näher aus, inwiefern ihnen gestützt darauf ein Rückbehaltsrecht in der behaupteten Höhe zusteht. Ins- besondere machen sie keine Angaben zum massgeblichen Leistungswert und - 15 - zum Prozentsatz des Rückbehalts. Überdies wurde bereits ausgeführt, dass Art. 181 SIA-Norm 118 den Unternehmer zwar zur Sicherstellung seiner Leistungen verpflichtet, nicht aber zur Sicherstellung der Leistungen seiner Subunternehmer. Demnach kann das Fehlen der Sicherheitsleistung von Subunternehmer- Leistungen auch nicht zur Begründung eines Rückbehaltsrechts nach SIA-Norm 118 herangezogen werden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beklagten die Verweigerung der Leistung der Schlusszahlung weder auf Art.”
Bei rechtzeitiger Mängelrüge steht dem Besteller nach Art. 82 OR ein Rückbehaltungsrecht zur Durchsetzung von Mängelrechten (insbesondere Nachbesserung) zu. Der Umfang des Rückbehalts richtet sich unter anderem nach den zu erwartenden Verbesserungskosten; in Lehre und Praxis wird hierfür als Orientierung gelegentlich ein Wert von rund dem Dreifachen der erwarteten Verbesserungskosten genannt.
“Die Besorgung des Auftrags ist auch ohne Erfolgseintritt zu vergüten, sofern dies verabredet wurde oder üblich ist (Art. 394 Abs. 3 OR), wovon aufgrund des Kontexts und der Art der durch die Klägerin erbrachten Dienstleistung sowie mangels entsprechender Bestreitungen seitens des Beklagten ohne Weite- res auszugehen ist. Demgegenüber ist der Werklohn grundsätzlich bei Ablieferung des Werks zu zahlen (Art. 372 Abs. 1 OR). Ob der Vergütungsanspruch auch bei der Übergabe eines mangelhaften Werkes fällig wird, ist umstritten. Nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung verhindert die Mangelhaftigkeit des Werkes den Eintritt der Fälligkeit nicht (BGE 129 III 748 E. 7.2 = Pra 93 (2004) Nr. 147; Stettler, § 11 Werkvertrag, in: Böhringer/Müller/Münch/Waltenspühl (Hrsg.), Prinzipien des Vertragsrechts, 4. Aufl., 2020, N 11.24; Gauch, a.a.O., N 1155). Hierfür stehen dem Besteller nach rechtzeitiger Mängelrüge, die Mängel- rechte (Wandelung, Minderung und Nachbesserung) zur Verfügung. Denkbar wäre, die Vergütungsleistung gestützt auf Art. 82 OR (in gewissem) Umfang zurückzube- halten, sofern der Besteller von seinem Nachbesserungsrecht Gebrauch macht (Gauch, a.a.O. N 1155). Der Beklagte rügte vorliegend zwar den Mangel (Urk. 12 Rz. 3 und Urk. 19 Rz. 5). Die Ausübung eines Mängelrechts, insbesondere eines Nachbesserungsrechts, ist im durch den Beklagten präsentierten Sachverhalt aber nicht ersichtlich. Sowohl nach Auftrags- als auch nach Werkvertragsrecht schuldet der Beklagte der Klägerin damit für ihre Arbeiten eine Vergütung von Fr. 120.–. - 6 - Zur Mahngebühr von Fr. 30.– äussert sich der Beklagte in seiner Beschwerdeschrift nicht, weshalb auf diese einerseits nicht eingegangen werden muss (vgl. E. II.1). Andererseits ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese zusprach, nach- dem der Beklagte den bei der Klägerin behaupteten Schaden von Fr. 30.– für das Mahnverfahren nicht bestritten hatten (Urk. 12 Rz. 2.1, Rz. 3 und Rz. 5). 4.Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie ab- zuweisen ist.”
“September 2022 Bezug, ohne auf etwaige Gegenforderungen oder Leistungsverweigerungsrechte wegen Baumängel einzugehen (RG act. 2). In ihrer schriftlichen Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch führte die Beschwerdegegnerin sodann detailliert aus, dass die Schlusszahlung infolge eines am 28. September 2022 gerügten Bau- mangels - eines undichten Übergangs der Wand- und Treppenfuge im Aussen- treppenbereich - nicht gefordert werden könne und dass dieser Baumangel in der Schlussabrechnung vom 30. September 2022 ausdrücklich vorbehalten worden sei (RG act. 5, S. 2 ff.). Diese Einwendungen der Beschwerdegegnerin blieben im weiteren Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens unbestritten. Wenn von der Un- ternehmerin ein mangelhaftes Werk abgeliefert worden ist, ist die Rechtsöffnung für den Werklohn zu verweigern (Daniel Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG, 3. Aufl., Basel 2021, N 102 und 128 zu Art. 82 SchKG). Bei Mangelhaftigkeit des Werks hat die Bestellerin ein Rückbehaltungsrecht gestützt auf Art. 82 OR, um den Nachbesserungsanspruch durchzusetzen, und zwar im Umfang des ungefähr Dreifachen der zu erwartenden Verbesserungskosten (Peter Gauch, Der Werkver- trag, 6. Aufl., Zürich 2019, Rz. 2392). Vorliegend belaufen sich die erforderlichen Verbesserungskosten für den Baumangel unbestrittenermassen auf CHF 4'108.45, womit ein Rückbehalt in der Höhe von CHF 12'000.00 - entspre- chend dem dreifachen Wert - gerechtfertigt ist. Dass die Vorinstanz das Rechtsöffnungsgesuch abgewiesen hat, ist demnach korrekt.”
“Tel n'est pas le cas pour le défaut des étanchéités des introductions de l'électricité et du téléréseau, l'intervention de l'intimée à cet égard n'ayant pas pu être établie. En revanche, s'agissant de l'accident et de la présence d'eau durant le chantier avant la fin des travaux et la remise des clés, d'une part, et du dysfonctionnement du clapet anti-refoulement, d'autre part, les dommages-intérêts sont dus à ce titre, dès lors que l'appelant a établi un dommage en lien de causalité avec le défaut de l'ouvrage, soit, selon la conclusion étayée et convaincante à laquelle est parvenu l’expert, l'humidité due à ces deux éléments préexistants avant la fin du chantier et la remise des clés, qui ont été ainsi à eux seuls suffisants pour provoquer les dégâts constatés. 5.5 5.5.1 Il s’ensuit que l'appelant peut prétendre tant à la réduction du prix de l'ouvrage qu'à des dommages-intérêts. L'appelant a dans un premier temps refusé de payer le solde du prix de vente d'un montant de 19'772 fr., en vertu de l’art. 82 CO, puis a opposé en compensation des dommages-intérêts pour un montant total de 21'485 fr. 05, soit 10'357 fr. 30 pour les trois factures d'entreprise pour les travaux d’investigation et d'assainissement, 9'627 fr. 75 de frais de conseil hors procédure et 1'500 fr. de dépens alloués en procédure de mainlevée. Selon l'appelant, s'y ajouteraient les frais de réparation de l'ouvrage, estimés par l'expert à 13'000 francs. V.________ a estimé le dommage subi au total à 30'000 fr., incluant les frais annexes d'avocats, d'expertise, de perte d'usage du sous-sol et divers. 5.5.2 Les frais de réparation de l'ouvrage évalués par l'expert à 13'000 fr. peuvent être admis dans leur totalité. En effet, les travaux de remise en état relevés par l'expert (carrelage du hall et réfection du carrelage de la salle de bains, parquet stratifié des chambres, y compris plinthes et seuils, réfection des plâtres et de la peinture, divers et imprévus, dont la reprise des bas de portes, et nettoyages de fin de chantier) se justifient indépendamment des défauts des étanchéités des introductions électriques, au regard des développements à ce sujet et dès lors que les deux causes mentionnées suffisent pour admettre le défaut en son entier (consid.”
Versicherungsprämien können der Lehre und Rechtsprechung zufolge zurückbehalten werden, solange der Versicherer seine Leistung nicht erbringt oder anbietet. Im Arbeitsverhältnis kommt die Einrede der Nichtleistung nach Art. 82 OR nur in Betracht, wenn der Arbeitnehmer seiner Leistungspflicht nicht nachkommt (bei Verzug oder berechtigter Verweigerung); ist der Arbeitgeber für die Nichterbringung verantwortlich, bleibt er lohnzahlungspflichtig. Bei umsatzabhängigen Lizenzvergütungen wird die Vergütung häufig erst nach Entstehen konkreter Umsätze fällig; mangels Fälligkeit ist die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nach Art. 82 OR dann ausgeschlossen. Auch Monopolbetriebe dürfen Leistungen bei Nichtbezahlung grundsätzlich zurückhalten; fehlt jedoch der Schuldnerverzug, fehlt die rechtliche Grundlage für eine Unterbrechung der Leistung.
“2 LCA), tout comme, d’ailleurs, une période de service militaire ou une absence momentanée du domicile (PIGUET, op. cit., n. 53 et 54 ad. art. 20). 5.2.6 Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime, lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. L’art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l’on appelle exception d’inexécution ou « exceptio non adimpleti contractus » qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu’à l’exécution ou l’offre d’exécution de la contre-prestation. Une fois que cette exception a été invoquée par le débiteur, il appartient au créancier de prouver qu’il a exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (PIGUET, op. cit., 59 ad. art. 20). L’art. 82 CO régit l’exécution des obligations réciproques dues en vertu d’un contrat bilatéral parfait. Celles-ci doivent être exécutées simultanément. Leurs obligations s’inscrivent dans un rapport d’échange. Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. Cette exception est sans portée si les prestations réciproques sont de même nature, car dans ce cas en effet elles s’éteignent par compensation (Fabienne HOHL, Commentaire romand CO, n. 1 et 6 ad art. 82). 5.3 En l’espèce, la sommation adressée le 19 février 2019 par la défenderesse à la demanderesse la priait de payer l’arriéré de prime, dont le montant était spécifié, de même que le montant des frais de sommation.”
“2 LCA), tout comme, d’ailleurs, une période de service militaire ou une absence momentanée du domicile (PIGUET, op. cit., n. 53 et 54 ad. art. 20). 5.2.6 Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime, lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. L’art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l’on appelle exception d’inexécution ou « exceptio non adimpleti contractus » qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu’à l’exécution ou l’offre d’exécution de la contre-prestation. Une fois que cette exception a été invoquée par le débiteur, il appartient au créancier de prouver qu’il a exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (PIGUET, op. cit., 59 ad. art. 20). L’art. 82 CO régit l’exécution des obligations réciproques dues en vertu d’un contrat bilatéral parfait. Celles-ci doivent être exécutées simultanément. Leurs obligations s’inscrivent dans un rapport d’échange. Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. Cette exception est sans portée si les prestations réciproques sont de même nature, car dans ce cas en effet elles s’éteignent par compensation (Fabienne HOHL, Commentaire romand CO, n. 1 et 6 ad art. 82). 5.3 En l’espèce, la sommation adressée le 19 février 2019 par la défenderesse à la demanderesse la priait de payer l’arriéré de prime, dont le montant était spécifié, de même que le montant des frais de sommation.”
“Cette résiliation, qui a été signifiée durant la première année de service une fois terminée la période de protection applicable pendant la première année de service, est valable. Calculé rétrospectivement depuis le 30 juin 2023, le délai de congé contractuellement applicable, de trois mois (avril, mai et juin), comptait 91 jours. La durée du délai de protection, qui doit être déterminée en fonction de la fin de l’incapacité, laquelle est intervenue dans la seconde année de service, est donc de 180 jours. L’appelant doit donc se voir reconnaître une durée de protection de 180 jours, qui a débuté le 2 février 2023 et qui a dès lors pris fin le 31 juillet 2023. Ainsi, le délai de congé au sens de l’art. 336c al. 2 CO n’a commencé à courir que le 1er août, pour expirer 91 jours plus tard, le 30 octobre 2023. Ensuite du report prévu à l’art. 336c al. 3 CO, les rapports de travail ont pris fin le 31 octobre 2023. Le grief de l’appelant se révèle donc bien fondé. 4. Le bien-fondé du grief de l’appelant n’entraîne toutefois pas nécessairement l’admission de l’appel. 4.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon la jurisprudence, cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 120 II 209 consid. 6a ; Tercier/Bieri/Carron, Les contrats spéciaux, 5e éd. 2016, n. 335; Gauch/Schluep/Emmenegger, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, t. II, 10e éd. 2014, n. 2215). Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu ; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 115 V 437 consid. 5a). Aux termes de l'art. 324 al. 1 CO, si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail.”
“Die Lizenzgebühr beziehe sich vielmehr auf den Bruttoumsatz, der mit Produkten erzielt wurde, die unter Verwendung einer solchen Lizenz hergestellt wurden ("gross sales generated with products manufactured by use of such license"), weshalb sie erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig werde. Das Schiedsgericht hat nachvollziehbar erwogen, dass angesichts der vertraglich umschriebenen Bemessung der Lizenzgebühr, die unter Verwendung der eingeräumten Rechte konkret erzielte Verkaufsumsätze voraussetzt, im Zeitpunkt der Lizenzeinräumung noch keine Zahlung fällig wird. Es ist daher zutreffend davon ausgegangen, dass die Fälligkeit der Lizenzgebühr nicht sofort, sondern - entsprechend der konkret getroffenen vertraglichen Regelung zu deren Bemessung bzw. der Natur des Rechtsverhältnisses - erst nach Erzielung entsprechender Umsätze eintritt (vgl. etwa RETO M. HILTY, Lizenzvertragsrecht, 2001, S. 495). Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht liegt keine willkürliche Anwendung von Art. 75 OR vor. Mangels fälliger Zahlungsverpflichtung im Zeitpunkt der Lizenzgewährung ist dem auf Art. 82 OR gestützten Einwand die Grundlage entzogen. Der Vorwurf der Willkür erweist sich auch in diesem Zusammenhang als unbegründet.”
“Vor diesem Hintergrund steht die gesetzliche Regelung. Die Einstellung einer Leistung bei unterbliebener Gegenleistung entspricht einem Fundamentalprinzip des Privatrechts wie auch der gesamten Rechtsordnung. Gemäss Art. 82 des Obligationenrechts (OR, SR 220) kann jede Partei eines zweiseitigen Vertrages beim Verzug der Gegenpartei ihre eigene Leistung zurückhalten. Dies gilt über Art. 82 OR hinaus auch dann, wenn die Leistungen nicht in einem synallagmatischen Austauschverhältnis stehen (VGE VD.2009.214 vom 22. Januar 2010 E. 4.4). Auch ein Monopolbetrieb ist grundsätzlich weder verpflichtet noch gehalten, seine Leistungen ohne Gegenleistung zu erbringen. Es besteht daher kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf umfassende Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch den Staat ohne Erbringung einer Gegenleistung durch Bezahlung der entsprechenden Gebühren und Preise (VGE VD.2009.614 vom 22. Januar 2010 E. 4.3). Die Regeln des Obligationenrechts können bei Vertragsverletzungen auch im öffentlichen Recht als Ausdruck allgemeiner Rechtsgrundsätze herangezogen werden (VGE VD.2015.178 vom 24. Mai 2016 E. 3.4.1 mit Hinweis auf Müller-Tschumi, Leistungsstörungen bei verwaltungsrechtlichen Verträgen, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Der verwaltungsrechtliche Vertrag in der Praxis, S. 57, 59 und 82 mit Verweis auf die Lehre sowie die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 122 I 328 E. 7b S.”
“Demzufolge gerieten die IWB aufgrund der Nichtannahme der unbestrittenermassen angebotenen Barzahlung der Rechnungsbeträge in Gläubigerverzug (vgl. Gauch/Schluep/Schmid/Emmenegger, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 11. Aufl., Zürich 2020, Rz. 2430). Dies schliesst einen Schuldnerverzug des Rekurrent aus (Gauch/Schluep/Schmid/Emmenegger, a.a.O., Rz. 2449). Befindet sich der Rekurrent aber nicht in Verzug, so fehlt den IWB die Grundlage, um ihre eigene Leistung gemäss Art. 82 OR zurückzubehalten. Damit sind die Voraussetzungen für die Unterbrechung der Energielieferung gemäss § 26 Abs. 1 lit. e und § 52 Abs. 4 AB IWB Elektrizität, wonach die IWB die Lieferung von Elektrizität verweigern können, wenn Kundinnen oder Kunden nach der zweiten Mahnung ihren Zahlungspflichten gegenüber den IWB nicht nachkommen, nicht erfüllt.”
Die blosse Ablieferung eines mangelhaften Werkes begründet nicht ohne Weiteres ein Rückbehaltungsrecht gestützt auf Art. 82 OR. Mit der Ablieferung wandelt sich die Forderung des Bestellers auf ein mangelfreies Werk in Mängelrechte (Gestaltungsrechte) um; dadurch fehlt dem Besteller eine Forderung, die sich noch auf die Leistung eines mangelfreien Werkes richtet, sodass die Grundlage der Einrede des nicht erfüllten Vertrages entfällt. Erst wenn der Besteller sein Mängelrecht tatsächlich ausübt – etwa die Nachbesserung verlangt – entsteht wieder eine modifizierte Leistungspflicht des Unternehmers, und das Austauschverhältnis (und damit Art. 82 OR) kann erneut relevant werden.
“Beim Werkvertrag stehen die Zahlung des Werklohnes und die Abliefe- rung eines mangelfreien Werkes miteinander im Austauschverhältnis. Alleine die Ablieferung eines mangelhaften Werkes begründet für den Besteller aber noch kein Rückbehaltungsrecht der an sich fälligen Werklohnforderung gestützt auf Art. 82 OR ("Einrede des nicht erfüllten Vertrages"). Vielmehr führt die Ablieferung eines mangelhaften Werkes dazu, dass sich die Forderung des Bestellers auf Herstellung und Ablieferung eines mangelfreien Werkes mit Ablieferung in der Weise wandelt, als an Stelle dieser Forderung die Mängelrechte nach Art. 368 OR – bzw. hier nach Art. 169 SIA-Norm 118 – treten (vgl. z.B. BGer 4C.258/2001 vom 5. September 2002, E. 4.1.4). Mit dieser Umwandlung erhält der Besteller die sog. Mängelrechte, bei welchen es sich um Gestaltungsrechte handelt. Infolge der Umwandlung hat der Besteller keine Forderung mehr, welche sich auf die Leis- tung eines mangelfreien Werkes richtet, und der Einrede des nicht erfüllten Ver- trages nach Art. 82 OR ist die Grundlage entzogen. Die blosse Ablieferung eines mangelhaften Werkes ist also kein Grund, der den Besteller zur Rückbehaltung der Vergütung berechtigt (zum Ganzen: G AUCH, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, Rz. 2368 f. m.w.H.; auch ZK OR-B ÜHLER, 1998, N 16 zu Art. 372). Dies ändert sich erst, wenn der Besteller sein Mängelrecht ausübt und – im Anwendungsbe- reich von Art. 169 Abs. 1 SIA-Norm 118, wonach die Nachbesserung Vorrang ge- genüber den weiteren Mängelrechten hat – die Nachbesserung durch den Unter- nehmer verlangt. Dadurch wird eine Nachbesserungsschuld des Unternehmers - 25 - begründet, mithin lebt seine ursprüngliche Pflicht zur Leistung eines mangelfreien Werkes in modifizierter Form – beschränkt auf die Nachbesserung des bereits hergestellten und abgelieferten Werkes – wieder auf, und darauf richtet sich auch der modifizierte Erfüllungsanspruch des Bestellers. Die vom Unternehmer ge- schuldete Verbesserung durch Mangelbeseitigung steht im Austauschverhältnis mit der vom Besteller geschuldeten Vergütung, und der Besteller kann die eigene Leistung nach Art.”
Wer sich auf ein Rückbehaltungsrecht nach Art. 82 OR beruft, muss die zur Begründung erforderlichen Tatsachen hinreichend substantiiert vorbringen. Insbesondere sind Angaben dazu erforderlich, dass und wie die Nachbesserung verlangt wurde (z.B. wer die Aufforderung stellte, in welcher Form und gegebenenfalls wann bzw. an welche Person). Unterlässt die behauptende Partei diese Substantiierung, kann der geltend gemachte Rückbehalt abgelehnt werden.
“Da die Ausübung des Nachbesserungsrechts aber Voraussetzung sei, damit die Beklagte den Werklohn zurückbehalten dürfe, wäre die Ausübung desselben – so die Vorinstanz weiter – durch die Beklagte substantiiert vorzubringen gewesen. Die diesbezüglichen Ausführungen der Be- klagten seien aber nur pauschal erfolgt, womit sie ihrer Substantiierungslast in keiner Weise nachgekommen sei: Weder erhelle aus ihren Ausführungen, ob sie persönlich oder ihre Vertretung die Nachbesserung verlangt habe und in welcher Form, an welchem konkreten Datum oder in welchem Zeitraum diese Erklärung erfolgt sei, noch an welche natürliche Person der Klägerin diese Erklärung gerich- tet gewesen sei. Es könne hinsichtlich der Behauptung der Beklagten weder der Beweis abgenommen noch der Gegenbeweis angetreten werden. Damit sei da- von auszugehen, die Nachbesserung sei bis Prozessbeginn (und auch danach bis - 22 - zur Urteilsfällung und Eröffnung) nicht ausgeübt worden. Entsprechend sei die Beklagte nicht berechtigt, den Lohn einredeweise gestützt auf Art. 82 OR zurück- zubehalten. Da die Beklagte gehalten sei, vor anderen Wahlrechten die Nachbes- serung zu verlangen, könne über das Vorliegen von Mängeln und einen allfälligen Minderungsanspruch im vorliegenden Verfahren nicht befunden werden, und auf die entsprechenden Ausführungen der Parteien müsse nicht eingegangen werden (act. 83 E. IV./7.).”
“In diesem Fall ist (zumindest der dadurch beschwerten Par- tei) Gelegenheit zu geben, dazu Stellung zu nehmen (z.B. BGE 116 V 182 ff., E. 1a mit Verweis auf BGE 115 Ia 94 ff., E. 1b mit weiteren Hinweisen = Pra 78 [1989], vgl. auch G ÖKSU, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 53 N 12). Die Vorinstanz hatte den vorgetragenen und von ihr als erstellt angesehe- nen Sachverhalt unter die rechtlichen Normierungen zu subsumieren. Sie kam dabei in einem ersten Schritt zum Schluss, die Forderung sei im geltend gemach- - 29 - ten Umfang geschuldet und auch fällig. In einem weiteren Schritt hatte sie zu prü- fen, ob die Beklagte den Werklohn mit Blick auf die geltend gemachten Mängel- rechte zu Recht zurückbehält (vgl. act. 20 Rz. 6, wo die Beklagte selbst explizit auf Art. 82 OR Bezug nimmt). Da die anwaltlich vertretene Beklagte aber nicht hinreichend behauptete bzw. substantiierte, dass sie von der Klägerin Nachbes- serung verlangt hatte, verneinte die Vorinstanz bei der gegebenen Rechtslage (hierzu E. III./D.3.2.2)einen Rückbehaltungsanspruch gemäss Art. 82 OR. Unter- lässt es eine Partei, einen von ihr geltend gemachten und zu ihren Gunsten wir- kenden Sachverhaltsumstand nach dessen Bestreitung hinreichend zu substanti- ieren, kann eine Verneinung des damit begründeten rechtlichen Anspruchs nicht überraschen. Die Vorinstanz stützte sich dabei nicht auf juristische Argumente, welche nicht Thema im Verfahren waren. Vielmehr hatte sich die Beklagte selbst (wie gezeigt) u.a. auf Mängelrechte bzw. einen Rückbehaltungsanspruch nach Art. 82 OR berufen. Dass es vor diesem Hintergrund obsolet war, den Bestand und den Umfang der behaupteten Mängel zu prüfen, kann dabei ebenfalls nicht überraschen (vgl. auch hiervor E. III./D.3.2.2.3). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör der Beklagten ist zu verneinen.”
“Selbst wenn man von einer Pflicht der Klägerin zur Übertragung von Subunter- nehmer-Sicherheiten auf die Beklagten ausgehen würde, würde der Anspruch an ungenügender Substantiierung scheitern. Die Beklagten haben sich nicht dazu geäussert, von welchen Subunternehmern konkret die Klägerin Sicherheiten hätte einfordern und auf die Beklagten übertragen müssen. Die von ihr verwendete Formulierung "Für alle anderen Subunternehmer erfolgte durch die Klägerin aller- dings bis heute nicht mal eine Erklärung der Abtretung der Rechte aus Werkga- rantien" (act. 12 Rz. 16) genügt den Substantiierungsanforderungen nicht. Darüber hinaus stünde eine Pflicht zur Übertragung von Garantien auch nicht in dem für eine Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR erforderlichen Austausch- verhältnis mit dem geltend gemachten Werklohnanspruch. Beim behaupteten An- spruch auf Übertragung von Garantien handelt es sich höchstens um eine Ne- benpflicht der Klägerin. Art. 82 OR ist zwar nicht per se auf Hauptleistungspflich- ten beschränkt; der vorliegenden Nebenpflicht fehlt es jedoch an der notwendigen Qualität, da die Hauptleistungspflicht (d.h. die Pflicht der Klägerin zur Werkerstel- lung) offenkundig nicht wertlos ist ohne die Übertragung der Garantien. Die Be- klagten behaupten im Übrigen weder, dass die Werkerstellung ohne die Übertra- gung der Garantien wertlos ist, noch legen sie dar, weshalb die Verletzung einer Nebenpflicht sie im konkreten Fall zur Leistungsverweigerung berechtigen sollte. Eine Verweigerung der Werklohn-Schlusszahlung gestützt auf Art. 82 OR ist demnach nicht zulässig. In ihrer Duplik stützen die Beklagten ihre Leistungsver- weigerung neu auch auf das in der SIA-Norm 118 verankerte Rückbehaltsrecht (act. 31 Rz. 29). Dieses Rückbehaltsrecht erfährt in Art. 149 ff. SIA-Norm 118 eine eingehende Regelung. Die Beklagten führen jedoch nicht näher aus, inwiefern ihnen gestützt darauf ein Rückbehaltsrecht in der behaupteten Höhe zusteht.”
Schriftliche, vom Schuldner unterzeichnete Schuldanerkenntnisse (z.B. Darlehensvertrag mit Unterschrift, Mandatsvereinbarung mit genau festgelegtem Honorar; sodann auch der definitive Verlustschein, der als Schuldanerkenntnis i.S.v. Art. 82 OR gilt) können ein Anerkenntnis im Sinne von Art. 82 OR begründen, sofern der geschuldete Betrag bestimmbar und die Forderung fällig ist. Bei zweiseitigen Verträgen setzt dies voraus, dass die für die Fälligkeit erforderliche Leistung vom Gläubiger erbracht oder angeboten worden ist. Der Schuldner kann zur Abwehr jede zivilrechtliche Einrede vorbringen; er muss diese aber nicht voll beweisen, sondern sie nur verlässlich bzw. verosimilar darlegen (prüfungsrechtlich genügt in der Regel das Veranschaulichen der Einrede).
“Le poursuivi peut se prévaloir de tous les moyens de droit civil - exceptions ou objections - qui infirment la reconnaissance de dette. Il n'a pas à apporter la preuve absolue (ou stricte) de ses moyens libératoires, mais seulement à les rendre vraisemblables (art. 254 al. 1 CPC). Le juge n'a pas à être persuadé de l'existence des faits allégués; il doit, en se fondant sur des éléments objectifs, avoir l'impression qu'ils se sont produits, sans exclure pour autant la possibilité qu'ils se soient déroulés autrement (ATF 142 III 720 consid. 4.1). Son rôle n'est pas d'interpréter des contrats ou d'autres documents, mais d'accorder rapidement, après examen sommaire des faits et du droit, une protection provisoire au requérant dont la situation paraît claire (ACJC/658/2012 du 11 mai 2012 consid. 5.2; ACJC/1211/1999 du 25 novembre 1999 consid. 3; arrêt du Tribunal fédéral du 10 mai 1968, résumé in JdT 1969 II 32). 3.2 En l'espèce, le recourant a bien produit une reconnaissance de dette au sens de l'art. 82 CO. Le remboursement du montant versé au titre d'acompte sur la vente était soumis à la condition suspensive qu'une réponse non favorable soit donnée à la reprise du bail. Or cette condition est réalisée puisque la régie a confirmé par écrit au recourant le 24 avril 2024 que sa candidature pour la reprise du bail n'avait pas été retenue. L'argument de l'intimée selon lequel le dossier présenté par le recourant était "bidon" est dénué de substance et n'est corroboré par aucun élément concret. Contrairement à ce qu'a retenu le Tribunal, il importe par ailleurs peu de savoir, au stade de la mainlevée de l'opposition, si le recourant a failli à ses obligations contractuelles lors de la reprise du bail. Le but de la procédure de mainlevée n'est en effet pas de constater la réalité de la créance en poursuite, mais l'existence d'un titre exécutoire. Or le titre produit par le recourant ne prévoit pas d'obligation spécifique à charge du recourant dans le cadre de la reprise du bail. Il n'est en particulier pas mentionné que le bail devait être repris par deux personnes.”
“Ad ogni modo il Pretore non aveva accertato l'esistenza di difetti qualitativi bensì l'incompleto adempimento delle prestazioni contrattuali da parte della creditrice procedente per cui non giustificandosi, sotto questo profilo, di trattare diversamente un inadempimento parziale da quello totale, l'ammissibilità della prassi ticinese sopra evocata poteva in definitiva restare indecisa e il reclamo si rivelava infondato. 4. La ricorrente dinanzi al Tribunale federale rimprovera alla Camera di esecuzione e fallimenti un accertamento arbitrario dei fatti (art. 9 Cost.) e un'applicazione della suddetta prassi contraria al diritto federale (art. 82 LEF, art. 8 CC, art. 320 lett. a CPC e art. 8 Cost.), in particolare per non aver operato alcuna distinzione tra i casi di mancata esecuzione (dal profilo quantitativo) e quelli di cattiva esecuzione del contratto (dal profilo qualitativo). Con una tale distinzione, a suo dire, si sarebbe dovuto concludere che non incombeva a lei dimostrare - in virtù dell'art. 82 CO - di aver eseguito la propria prestazione, bensì all'escussa - in virtù dell'art. 82 cpv. 2 LEF - rendere verosimile la cattiva esecuzione del contratto da parte della creditrice. Le censure di violazione dell'art. 320 lett. a CPC e dell'art. 8 Cost. vanno d'acchito dichiarate inammissibili poiché manifestamente insufficienti dal profilo dei rispettivi requisiti di motivazione (art. 42 cpv. 2 e 106 cpv. 2 LTF) : se la prima è priva di una qualsivoglia motivazione, per la seconda non si capisce perché "[n]on avendo dato peso alla differenza fra mancata esecuzione e cattiva esecuzione di un'obbligazione contrattuale ", i Giudici cantonali avrebbero disatteso la disposizione costituzionale invocata. 4.1. 4.1.1. L'art. 82 cpv. 1 LEF prevede che se il credito si fonda sopra un riconoscimento di debito constatato mediante atto pubblico o scrittura privata, il creditore può chiedere il rigetto provvisorio dell'opposizione. Costituisce in particolare un riconoscimento di debito ai sensi della predetta norma la scrittura privata firmata dal debitore escusso, dalla quale emerge la volontà di lui di pagare all'escutente, senza riserva né condizione alcuna, un importo determinato - o facilmente determinabile - ed esigibile (DTF 148 III 145 consid.”
“Costituisce in particolare un riconoscimento di debito ai sensi della predetta norma la scrittura privata firmata dal debitore escusso, dalla quale emerge la volontà di lui di pagare all'escutente, senza riserva né condizione alcuna, un importo determinato - o facilmente determinabile - ed esigibile (DTF 148 III 145 consid. 4.1.1; 145 III 20 consid. 4.1.1; 139 III 297 consid. 2.3.1). In linea di principio, un contratto in forma scritta giustifica il rigetto provvisorio dell'opposizione per l'importo dovuto dall'escusso, a condizione che l'esigibilità del debito sia accertata e, nel caso di contratti bilaterali, quando l'escutente provi di aver eseguito le prestazioni dalle quali dipende l'esigibilità (DTF 145 III 20 consid. 4.1.1 con rinvii). Il contratto di mandato costituisce in linea di principio un riconoscimento di debito per l'onorario del mandatario fissato in maniera precisa nel titolo stesso o in uno scritto ad esso legato (sentenza 5A_367/2007 del 15 ottobre 2007 consid. 3.1 e 4.1; DANIEL STAEHELIN, in Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3a ed. 2021, n. 129 ad art. 82 LEF). Spetta al creditore procedente provare l'esigibilità del debito. L'escusso può opporre la sua inesigibilità unicamente se può avvalersi dell'art. 82 CO (DTF 148 III 145 consid. 4.1.1 con i riferimenti). Un contratto bilaterale costituisce pertanto riconoscimento di debito soltanto se il creditore escutente ha prestato o garantito i suoi obblighi legali o contrattuali esigibili prima del, o contemporaneamente al, pagamento posto in esecuzione, ovvero se ha fornito o offerto di fornire la propria prestazione a fronte della controprestazione (DTF 145 III 20 consid. 4.1.1 con rinvii). 4.1.2. Conformemente all'art. 82 cpv. 2 LEF, il giudice pronuncia il rigetto provvisorio dell'opposizione se il debitore non giustifica immediatamente delle eccezioni che infirmano il riconoscimento di debito. L'escusso può avvalersi di ogni argomento di diritto civile - eccezione o obiezione - atto a invalidare il riconoscimento di debito. Non deve portare la prova piena dei suoi mezzi liberatori, ma li deve rendere verosimili, in linea di principio mediante documenti (art. 254 cpv. 1 CPC; DTF 145 III 20 consid. 4.1.2; 142 III 720 consid. 4.1). Il giudice non deve essere persuaso dell'esistenza dei fatti allegati; in base a elementi oggettivi, egli deve avere l'impressione che questi fatti si siano verificati, senza con ciò escludere che le cose siano andate diversamente (DTF 142 III 720 consid.”
“Aus dem Gesagten geht hervor, dass der erwähnte definitive Verlustschein Nr. V.____ und die Betreibung Nr. X.____ in der genannten Schuldner-Information vom 29. März 2021 unter der gleichen Referenznummer Z.____ aufgeführt sind. Der Verlustschein gilt nach Art. 149 Abs. 2 SchKG als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 OR. Die Beschwerde ist abzuweisen. Mit dem rechtskräftigen Urteil wird die definitive Rechtsöffnung nach Art. 82 SchKG erteilt.”
“Le poursuivant ne peut en effet obtenir, sur la base du contrat écrit, la mainlevée provisoire de l’opposition pour la somme d’argent incombant au poursuivi que s’il parvient à prouver qu’il a bien exécuté les prestations dont dépend l’exigibilité (ATF 145 III 20 cons. 4.1.1 et les arrêts cités). Dans cette hypothèse, un contrat bilatéral ne vaut reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, au plus tard au moment de ce paiement (ATF 145 III 20 cons. 4.1.1). Ainsi, si un contrat de prêt est signé par l’emprunteur, le prêteur pourra se prévaloir de la reconnaissance de dette pour le remboursement du prêt, cela pour autant que le débiteur (l’emprunteur) ne conteste pas avoir reçu la somme prêtée et que le remboursement soit exigible lors de la notification du commandement de payer (ATF 140 III 456 cons. 2.2 ; 136 III 627 cons. 2). La situation se présente de manière différente lorsque l’emprunteur se prévaut du contrat de prêt pour obtenir le versement de la somme que le prêteur s’est engagé à lui remettre pour une période déterminée. L’exception d’inexécution (art. 82 CO) n’est alors évidemment pas envisageable et, si le versement de la somme prêtée est exigible, le contrat de prêt signé par le prêteur constitue d’emblée une reconnaissance de dette que l’emprunteur peut invoquer (Abbet / Veuillet, La mainlevée de l’opposition, 2017, n. 166 ad art. 82 ; Staehelin, in Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2e éd. 2010, n. 119 ad art. 82). La validité de la reconnaissance de dette pourrait tout au plus être contestée dans l’hypothèse de la demeure de l’emprunteur en sa qualité de créancier (cf. art. 91 CO qui vise une incombance). Ce dernier cas n’entre pas en ligne de compte ici. d) L’emprunteur peut donc se prévaloir du titre de mainlevée s’il établit l’existence du contrat de prêt, que le prêteur (poursuivi) a apposé sa signature sur le titre, qu’il y a exprimé sa volonté de payer à l’emprunteur (poursuivant), sans réserve ni condition, une somme d’argent déterminée ou aisément déterminable et exigible. 4.2. En l’espèce, il résulte des constatations de fait du tribunal civil que chacun des intimés se fonde sur un contrat de prêt écrit, signé par la recourante, qui porte sur une somme d’argent déterminée dont le versement est exigible et qui constitue dès lors pour chacun d’eux une reconnaissance de dette pour le versement de la somme prêtée (cf.”
Nach der zitierten Rechtsprechung konnte die Einrede der Nichtleistung (Art. 82 OR) im Konkursstadium nicht geltend gemacht werden, soweit bereits ein vollstreckbarer gerichtlicher oder schiedsrichterlicher Titel bestand; sie verhindert demnach nicht die Vollstreckung definitiver Entscheide.
“S'il est certes exact que tant le séquestre italien que le séquestre suisse se fondent sur l'ordonnance de "sequestro conservativo" du 11 décembre 2015 et que le second a été prononcé en complément du premier, il n'en demeure pas moins qu'il s'agit de deux séquestres distincts ordonnés par des autorités différentes et que, selon le dispositif clair et univoque de la sentence arbitrale du 12 mai 2022, seule une obligation de lever le séquestre prononcé en Italie et de restituer les montres séquestrées dans ce cadre a été décidée. Il n'apparaît ainsi pas critiquable de considérer que l'obligation de lever de séquestre prévue dans la sentence arbitrale du 12 mai 2022 ne concerne que le séquestre italien. La recourante ne critiquant pas pour le surplus l'argumentation juridique présentée par le premier juge, il n'y a pas lieu d'y revenir. Le grief de la recourante à cet égard est en conséquence infondé. 8. Le premier juge a retenu que la recourante ne pouvait pas se prévaloir de l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO au stade de la faillite pour les trois motifs suivants. Premièrement, cette exception ne pouvait pas faire obstacle à une décision judiciaire exécutoire, étant uniquement à disposition du débiteur qui conteste l'exigibilité d'une créance pour laquelle il n'existe pas de titre de mainlevée définitive. L'ATF 148 III 145 cité par la recourante ne concernait pas une procédure de faillite mais de mainlevée d'opposition. Deuxièmement, les obligations incombant aux parties consécutivement à la procédure arbitrale n'étaient pas assimilables à des prestations réciproques librement convenues dans le cadre d'un rapport d'échange mais résultaient de sentences arbitrales définitives, auxquelles les parties ne pouvaient plus s'opposer en se prévalant d'une inexigibilité des créances. Enfin, troisièmement, l'exception d'inexécution n'entrait pas dans les hypothèses limitativement énumérées à l'art. 172 ch. 3 LP, n'étant pas une cause d'extinction d'une dette pécuniaire. La recourante conteste que l'exception d'inexécution ne puisse plus être invoquée au stade de la faillite, faisant valoir que, selon l'ATF 148 III 145, cette exception s'applique pleinement en droit des poursuites.”
Bei bestimmten Konstellationen bestehen besondere Einschränkungen bzw. Konkretisierungen des Zurückbehaltungsrechts nach Art. 82 OR: Beim Mietverhältnis ist das Zurückbehaltungsrecht eingeschränkt; stattdessen kommt die Hinterlegung des Mietzinses nach Art. 259g OR in Betracht und hat Vorrang (vgl. Quelle 0). Im System des Tiers payant gilt: Die Zahlungspflicht des Krankenversicherers gegenüber dem Leistungserbringer und die Rechnungsprüfung durch die versicherte Person sind zu trennen; die versicherte Person kann nicht wegen behaupteter Kontrollrechte die Zahlungen des Leistungserbringers gegenüber dem Versicherer mit Berufung auf Art. 82 OR verweigern (vgl. Quelle 1). Soweit Monopolbetriebe betroffen sind, besteht grundsätzlich keine verfassungsrechtliche Verpflichtung, Leistungen ohne Gegenleistung zu erbringen; das Zurückbehaltungsprinzip des Privatrechts findet insoweit Anwendung (vgl. Quelle 2).
“Lediglich der Vollständigkeit halber sei in diesem Zusammenhang das Fol- gende angeführt: Der Berufungsbeklagte kündigte das Mietverhältnis gestützt auf Art. 257d OR wegen Zahlungsrückstands des Berufungsklägers (RG act. 1.7). Art. 257d OR ist anwendbar, wenn der Mieter mit der Zahlung fälliger Mietzinsen und Nebenkosten in Rückstand ist; der Zahlungsrückstand tritt automatisch ein, wenn die Zahlung bei Fälligkeit nicht erbracht wird (Bachofner, a.a.O., Rz. 144). Um die ausserordentliche Kündigung abzuwenden, müssen ausstehende Mietzinsschul- den während der vom Vermieter in der Kündigungsandrohung angesetzten 30- tägigen Zahlungsfrist beglichen werden (Bachofner, a.a.O., Rz. 142, 156). Werden Mängel an der Mietsache behauptet, so darf der Mietzins nicht nach Art. 82 OR zurückbehalten werden, sondern der Mieterschaft steht die Hinterlegung des Miet- zinses nach Art. 259g OR offen. Eine Tilgung von ausstehenden Mietzinsen durch Hinterlegung ist allerdings nur möglich bevor die Kündigungsandrohung ausge- sprochen wurde, weil nach Art. 259g OR nur Mietzinsen, die künftig fällig werden, hinterlegt werden können (Bachofner, a.a.O., Rz. 145, 160). Die Hinterlegung des Mietzinses gilt gemäss Art. 259g Abs. 2 OR als Zahlung, wenn sie formell gültig erfolgt ist (insb. Aufforderung zur Mängelbehebung, schriftliche Ansetzung einer Bestreitungsfrist, unterbliebene Mängelbeseitigung, Androhung der Hinterlegung). Nach rechtsgültig erfolgter Hinterlegung ist eine ausserordentliche Kündigung we- gen Zahlungsrückstandes ungültig (Bachofner, a.a.O. Rz. 145). Wird der Mietzins nicht bezahlt und ist deshalb eine ausserordentliche Kündigung im Sinne von Art. 257d OR erfolgt, so kann diese mit der Behauptung der Mangel- haftigkeit der Mietsache nicht mehr abgewendet werden und es genügt auch nicht, dass, wie dies im Schlichtungsgesuch geschehen ist, erst zu diesem Zeitpunkt die Herabsetzung des Mietzinses verlangt wird.”
“Dort führt das Bundesgericht aus, soweit die Krankenversicherung im System des Tiers payant ihrer Zahlungspflicht gegenüber dem Leistungserbringer nachgekommen sei, habe sie Anspruch darauf, von der versicherten Person die gesetzlich vorgeschriebenen Kostenbeteiligungen zu erhalten. Dieser Anspruch bestehe unabhängig davon, ob die versicherte Person die ihr zustehende Rechnungskopie - vom Krankenversicherer oder vom Leistungserbringer - erhalten habe. Es handle sich dabei nur um ein Element der Kostenkontrolle, nicht um eine Vorleistung im Sinne eines Zug-um-Zug-Geschäfts in Analogie zu Art. 82 OR, deren Unterlassung die Nichtbegleichung der vom Krankenversicherer in Rechnung gestellten Prämien und Kostenbeteiligungen rechtfertigen würde. Bereits insofern sei die Weigerung des Versicherten, die ausstehenden Beträge zu bezahlen, unrechtmässig und die gesetzeskonforme Erhebung von Mahn- und Betreibungsspesen korrekt (a.a.O. E. 3.2). Die Kritik des Beschwerdeführers an der zitierten Rechtsprechung stützt sich auf die von ihm postulierten Kontrollrechte des Versicherungsnehmers. Die beanstandete Praxis geht davon aus, dass die Zahlungspflicht gegenüber dem Leistungserbringer und die Rechnungsabwicklung resp. -kontrolle getrennt voneinander zu betrachten sind. Die Voraussetzungen für eine Änderung dieser Praxis sind jedenfalls nicht erfüllt (vgl. BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1). Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen.”
“Vor diesem Hintergrund steht die gesetzliche Regelung. Die Einstellung einer Leistung bei unterbliebener Gegenleistung entspricht einem Fundamentalprinzip des Privatrechts wie auch der gesamten Rechtsordnung. Gemäss Art. 82 des Obligationenrechts (OR, SR 220) kann jede Partei eines zweiseitigen Vertrages beim Verzug der Gegenpartei ihre eigene Leistung zurückhalten. Dies gilt über Art. 82 OR hinaus auch dann, wenn die Leistungen nicht in einem synallagmatischen Austauschverhältnis stehen (VGE VD.2009.214 vom 22. Januar 2010 E. 4.4). Auch ein Monopolbetrieb ist grundsätzlich weder verpflichtet noch gehalten, seine Leistungen ohne Gegenleistung zu erbringen. Es besteht daher kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf umfassende Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch den Staat ohne Erbringung einer Gegenleistung durch Bezahlung der entsprechenden Gebühren und Preise (VGE VD.2009.614 vom 22. Januar 2010 E. 4.3). Die Regeln des Obligationenrechts können bei Vertragsverletzungen auch im öffentlichen Recht als Ausdruck allgemeiner Rechtsgrundsätze herangezogen werden (VGE VD.2015.178 vom 24. Mai 2016 E. 3.4.1 mit Hinweis auf Müller-Tschumi, Leistungsstörungen bei verwaltungsrechtlichen Verträgen, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Der verwaltungsrechtliche Vertrag in der Praxis, S. 57, 59 und 82 mit Verweis auf die Lehre sowie die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 122 I 328 E. 7b S.”
Art. 82 OR begründet eine dilatorische (aufschiebende) Einrede: Der Schuldner darf die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten. Wegen dieses dilatorischen Charakters ist die Einrede nicht zulässig, wenn der Leistende sich nicht nur vorläufig, sondern endgültig der Erfüllung des Vertrags entziehen will; in diesem Fall kommen andere Rechtsbehelfe (z. B. Rücktritt) in Betracht.
“82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
“- 36 - nicht verbindlich erachte und in klaren Worten darauf hingewiesen, dass sie vom Vertrag zurücktrete (act. 14 Rz. 51, Rz. 56 und Rz. 67; act. 31 Rz. 18). Sie sei zu keiner weiteren Zahlung verpflichtet (act. 14 Rz. 56; act. 31 Rz. 18 und Rz. 41). An- dernorts behauptet sie zudem, sie habe viel in die Boutique investieren müssen, z.B. in Elektrik, Licht, Sound, Kasse, Sicherheit und Garnituren (vgl. act. 31 Rz. 37). Bei Abschluss des Vorvertrags sei sie davon ausgegangen, dass ebendiese Ele- mente eingebaut sein würden (vgl. act. 31 Rz. 41). 5.3.1.2. Aus den Ausführungen der Beklagten erhellt, dass sie die Klägerin nicht zur Erfüllung anhalten will. Einerseits führt sie aus, sie habe der Klägerin ihren Wil- len mitgeteilt, vom Vertrag zurückzutreten, andererseits beschreibt sie getätigte In- vestitionen im Zusammenhang mit den Gegenständen, welche sie behauptungsge- mäss nicht von der Klägerin erhalten habe, weshalb sie auch aus praktischen Grün- den nicht mehr an einer Erfüllung interessiert sein kann. Damit fällt die Anwendbar- keit von Art. 82 OR, der die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpf- ten Leistungspflichten durchsetzen will, um eine einseitige Vorleistung zu vermei- den, mangels eigener Vertragstreue von vornherein ausser Betracht (vgl. auch WE- BER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 195 m.w.H.). 5.3.2.1. Da die Beklagte nicht am Vertrag festhalten, sondern von diesem zurück- treten will, erscheint folgerichtig, dass sie mit dem Vorwurf der Nichterfüllung einen Schuldnerverzug i.S.v. Art. 102 ff. OR geltend machen will. Einen solchen bestreitet die Klägerin: Sie führt aus, sie habe der Beklagten am 20. Dezember 2012 sämtli- ches Ladeninventar, das Gegenstand des Vertrages vom November 2012 gewesen sei, vereinbarungsgemäss übergeben (act. 1 Rz. 37 und Rz. 48; act. 35 Rz. 10). Zu keinem Zeitpunkt habe sie Inventar, das Gegenstand des Vertrages vom November 2012 gewesen sei, aus dem Ladenlokal entfernt (act. 35 Rz. 10). 5.3.2.2. Aufgrund des Bestreitens der beklagtischen Behauptungen durch die Klä- gerin ist die Beklagte dafür beweispflichtig, dass sie zur Ausübung des Rechts, vom Vertrag zurückzutreten, berechtigt war (vgl.”
Bei endgültiger bzw. dauernder Nichterbringung der Gegenleistung (z. B. Einstellung der Leistung infolge Aufgabes/ Konkurs des Leistenden) kann der Gläubiger der Gegenleistung nach Art. 82 OR die eigene Leistung verweigern. Im Versicherungsverhältnis findet die exceptio non adimpleti contractus Anwendung: Der Prämienzahler ist berechtigt, die Prämienzahlung zurückzuhalten, solange der Versicherer nicht leistet oder die Leistung nicht angeboten hat.
“Dans la majorité des cas, il est fortement probable que la masse n'exécutera pas le contrat, celle-ci n'étant jamais tenue juridiquement de le faire. Dans ce cas, les règles générales du Code des obligations sur l'inexécution du contrat s'appliquent et le créancier pourra produire sa créance dans le cadre de la faillite. Le cocontractant pourra donc soit maintenir le contrat et produire dans la faillite une créance correspondant à son intérêt à l'exécution du contrat, soit résoudre le contrat et produire dans la faillite une créance correspondant à l'intérêt négatif. En tous les cas, sa créance ne sera honorée qu'à concurrence du dividende de faillite disponible (Jeanneret, in Commentaire romand, Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, 2005, LP, n. 11 et 35 ad art. 211 LP). 6.2 En l'espèce, dès le 1er janvier 2021, l'intimée n'a plus satisfait à son obligation prévue à l'art. 1.2 des conditions générales de fournir à l'appelante l'usage de l'objet du leasing, à savoir l'application H______. L'appelante était dès lors en droit dès cette date de refuser de payer les mensualités de leasing, conformément à l'art. 82 CO. C'est à tort que l'intimée soutient que l'appelante est déchue de ce droit au motif qu'elle n'aurait pas respecté les incombances mises à sa charge par l'art. 7 des conditions générales. Cette disposition, qui vise le cas des défauts de la chose vendue, n'est pas applicable au cas d'espèce. Dans le présent litige, l'application a totalement cessé de fonctionner dès le 1er janvier 2021, en raison de la cessation d'activité du fournisseur, qui a par la suite été dissous par voie de faillite. La prestation contractuelle n'a ainsi plus du tout été fournie et ne pouvait plus l'être, comme l'administrateur de D______ SA l'a confirmé à l'appelante. Une telle hypothèse n'est pas assimilable à un défaut de la chose vendue. Ce qui précède est d'ailleurs corroboré par les déclarations faites par le représentant de l'intimée devant le Tribunal. Ledit représentant a en effet indiqué que l'art. 7.3 des conditions générales visait un défaut d'utilisation, comme un problème technique. Or, dans le cas d'espèce, il ne s'agit pas d'un problème technique.”
“La violation non fautive du contrat peut résulter de circonstances propres au débiteur de la prime. Tel est le cas lorsque des circonstances indépendantes de la volonté du débiteur de la prime (maladie, accident, etc.) empêchent ce dernier de veiller à ses intérêts ou d’en confier la défense à une tierce personne. En revanche, l’insolvabilité du débiteur ne saurait excuser le retard dans le paiement de la prime (art. 45 al. 2 LCA), tout comme, d’ailleurs, une période de service militaire ou une absence momentanée du domicile (PIGUET, op. cit., n. 53 et 54 ad. art. 20). 5.2.6 Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime, lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. L’art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l’on appelle exception d’inexécution ou « exceptio non adimpleti contractus » qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu’à l’exécution ou l’offre d’exécution de la contre-prestation. Une fois que cette exception a été invoquée par le débiteur, il appartient au créancier de prouver qu’il a exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (PIGUET, op. cit., 59 ad. art. 20). L’art. 82 CO régit l’exécution des obligations réciproques dues en vertu d’un contrat bilatéral parfait. Celles-ci doivent être exécutées simultanément. Leurs obligations s’inscrivent dans un rapport d’échange. Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat.”
Haben die Parteien vertraglich vereinbart, dass die geschuldete Leistung erst nach vollständiger Vorauszahlung fällig wird, so ist die Einrede des nicht erfüllten Vertrages nach Art. 82 OR ausgeschlossen; der Leistende kann die Lieferung bis zur vollständigen Zahlung zurückbehalten.
“D’altronde, le parti hanno convenuto esplicitamente nell’accordo del 14 ottobre 2019, sottoscritto dal reclamante (doc. C), che la merce, già ordinata e pagata dall’istante (doc. I), sarebbe stata consegnata al convenuto dietro il pagamento del saldo del prezzo, sicché il pagamento della prima rata può considerarsi “perso” solo se il convenuto non darà seguito al suo obbligo di pagare il saldo. Egli non può neppure avvalersi dell’eccezione d’inadempimento ai sensi dell’art. 82 CO, siccome per volontà delle parti la prestazione di fornitura della merce diverrà esigibile solo dopo il pagamento della terza e ultima rata (art. 213 cpv. 1 CO di natura dispositiva, Tercier/Bieri/Carron, Les contrats spéciaux, 5a ed. 2016, n. 874 e 1211 sulla vendita a pagamento anticipato).”
“D’altronde, le parti hanno convenuto esplicitamente nell’accordo del 14 ottobre 2019, sottoscritto dal reclamante (doc. C), che la merce, già ordinata e pagata dall’istante (doc. I), sarebbe stata consegnata al convenuto dietro il pagamento del saldo del prezzo, sicché il pagamento della prima rata può considerarsi “perso” solo se il convenuto non darà seguito al suo obbligo di pagare il saldo. Egli non può neppure avvalersi dell’eccezione d’inadempimento ai sensi dell’art. 82 CO, siccome per volontà delle parti la prestazione di fornitura della merce diverrà esigibile solo dopo il pagamento della terza e ultima rata (art. 213 cpv. 1 CO di natura dispositiva, Tercier/Bieri/Carron, Les contrats spéciaux, 5a ed. 2016, n. 874 e 1211 sulla vendita a pagamento anticipato).”
Die Einrede des Art. 82 OR hat einen dilatorischen Charakter und kommt nur zur Anwendung, solange die beiderseitige Vertragserfüllung noch möglich ist. Wird die Erfüllung durch das Verhalten des Vertragspartners dauerhaft verunmöglicht oder bestand zum relevanten Zeitpunkt keine Erfüllungsbereitschaft mehr, steht die Einrede nach den zitierten Entscheidungen nicht zu.
“82 OR und Art. 97 Abs. 1 OR. Der Vorinstanz sei zuzustimmen, dass die Beschwerdegegnerin eine Vertragsverletzung begangen habe, indem sie die Registrierung der Medikamente im Vertragsgebiet zurückgezogen habe. Dadurch sei die Erfüllung des Vertriebsvertrags unmöglich geworden. Der Beschwerdeführerin sei dadurch ein Schaden von EUR 900'562.49 entstanden, wobei das Verhalten der Beschwerdegegnerin für den Schadenseintritt kausal gewesen sei. Der Beschwerdeführerin stehe daher ein Schadenersatzanspruch nach Art. 97 Abs. 1 OR zu. Die Vorinstanz gehe sodann allerdings zu Unrecht davon aus, dass der Beschwerdegegnerin die Einrede gemäss Art. 82 OR zustehe. Die Einrede habe einen dilatorischen Charakter, weshalb sie nur zum Tragen komme, wenn die Vertragserfüllung für beide Parteien noch möglich sei. Da die Beschwerdegegnerin die Erreichung des Vertragszwecks der Absatzförderung und damit weitere Erfüllungshandlungen in Form der Medikamentenlieferungen verunmöglicht habe, sei die Einrede des Art. 82 OR spätestens ab dem 26. März 2019 bzw. spätestens ab dem 30. August 2019 unzulässig. Die Einrede vermöge somit den Bestand der verrechnungsweise geltend gemachten Schadenersatzforderung nicht zu beeinträchtigen.”
“Damit bestand innerhalb der Verfügbarkeit eine vertragliche Pflicht zur Lieferung der Arzneimittel. Vor diesem Hintergrund ist der in derselben Bestimmung vorgesehene Ausschluss von Ansprüchen der Beschwerdeführerin wegen verspäteter Lieferung oder Nichtlieferung als Haftungsfreizeichnungsklausel zu qualifizieren, die am Bestand der vertraglichen Lieferpflicht nichts ändert, sondern allenfalls die Folgen der Verletzung dieser Pflicht regelt (vgl. E. 6.5 hiernach). Es steht sodann fest, dass ab Anfang Juli 2019 keine Lieferungen mehr von der Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin erfolgten, wodurch diese vertragliche Pflicht verletzt wurde. Diese Lieferpflicht wurde gemäss den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz aufgrund der fehlenden Registrierung dauerhaft unmöglich, weshalb die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Entschlusses, die Medikamente nicht weiter zu registrieren, keine Erfüllungsbereitschaft mehr hatte und sich daher für die Nichterfüllung ihrer vertraglichen Pflichten nicht auf Art. 82 OR berufen konnte. 6.5. Fraglich bleibt höchstens, ob die Haftungsfreizeichnungsklausel gemäss Ziff.”
“82 OR und Art. 97 Abs. 1 OR. Der Vorinstanz sei zuzustimmen, dass die Beschwerdegegnerin eine Vertragsverletzung begangen habe, indem sie die Registrierung der Medikamente im Vertragsgebiet zurückgezogen habe. Dadurch sei die Erfüllung des Vertriebsvertrags unmöglich geworden. Der Beschwerdeführerin sei dadurch ein Schaden von EUR 900'562.49 entstanden, wobei das Verhalten der Beschwerdegegnerin für den Schadenseintritt kausal gewesen sei. Der Beschwerdeführerin stehe daher ein Schadenersatzanspruch nach Art. 97 Abs. 1 OR zu. Die Vorinstanz gehe sodann allerdings zu Unrecht davon aus, dass der Beschwerdegegnerin die Einrede gemäss Art. 82 OR zustehe. Die Einrede habe einen dilatorischen Charakter, weshalb sie nur zum Tragen komme, wenn die Vertragserfüllung für beide Parteien noch möglich sei. Da die Beschwerdegegnerin die Erreichung des Vertragszwecks der Absatzförderung und damit weitere Erfüllungshandlungen in Form der Medikamentenlieferungen verunmöglicht habe, sei die Einrede des Art. 82 OR spätestens ab dem 26. März 2019 bzw. spätestens ab dem 30. August 2019 unzulässig. Die Einrede vermöge somit den Bestand der verrechnungsweise geltend gemachten Schadenersatzforderung nicht zu beeinträchtigen.”
“Damit bestand innerhalb der Verfügbarkeit eine vertragliche Pflicht zur Lieferung der Arzneimittel. Vor diesem Hintergrund ist der in derselben Bestimmung vorgesehene Ausschluss von Ansprüchen der Beschwerdeführerin wegen verspäteter Lieferung oder Nichtlieferung als Haftungsfreizeichnungsklausel zu qualifizieren, die am Bestand der vertraglichen Lieferpflicht nichts ändert, sondern allenfalls die Folgen der Verletzung dieser Pflicht regelt (vgl. E. 6.5 hiernach). Es steht sodann fest, dass ab Anfang Juli 2019 keine Lieferungen mehr von der Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin erfolgten, wodurch diese vertragliche Pflicht verletzt wurde. Diese Lieferpflicht wurde gemäss den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz aufgrund der fehlenden Registrierung dauerhaft unmöglich, weshalb die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Entschlusses, die Medikamente nicht weiter zu registrieren, keine Erfüllungsbereitschaft mehr hatte und sich daher für die Nichterfüllung ihrer vertraglichen Pflichten nicht auf Art. 82 OR berufen konnte. 6.5. Fraglich bleibt höchstens, ob die Haftungsfreizeichnungsklausel gemäss Ziff.”
In der Praxis ist die Konsignation die gebräuchlichste Form der effektiven Offer (Realoblation) nach Art. 82 OR; eine Bescheinigung des Konsignatars dient dabei regelmässig als zweckmässiges Beweismittel für die Offerierung.
“En principe, l'offre au sens de l'art. 82 CO doit être effective (Realoblation; ATF 111 II 463 consid. 5a). Ainsi, le débiteur doit avoir entrepris tout ce qui était nécessaire pour l'exécution de manière à ce que celle-ci ne requière plus que l'acceptation du créancier (LOERTSCHER/TOLOU, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 14 ad art. 91 CO; cf. aussi arrêts 4C.19/1989 précité consid. 2a; C.345/1985 du 25 février 1986 consid. 3c). En pratique, l'offre effective la plus courante est la consignation (WEBER, in Berner Kommentar, Art. 68-96 OR, 2e éd. 2005, n° 186 ad art. 82 CO). La consignation démontre en effet l'offre de cette nature (SCHRANER, in Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen, Art. 68-96 OR, 3e éd. 2000, n° 148 ad art. 82 CO), de sorte que, pratiquement, pour faire valoir en justice une telle offre, le vendeur s'y prendra de la sorte et se procurera une preuve "commode" sous la forme d'une attestation du consignataire (JEANPRÊTRE, Remarques sur l'exception d'inexécution, in Mélanges en l'honneur de Henri Deschenaux, 1977, p. 271 ss [281 et 283]). Exceptionnellement, une offre verbale (Verbaloblation) peut suffire. Tel est le cas si la dette est quérable (ATF 119 II 437 consid. 2b; BGE 148 III 145 S. 151 ATF 109 II 26 consid. 4a; arrêts 4C.199/2004 du 11 janvier 2005 consid. 9.1.3.1; C.345/1985 précité; P.719/1980 du 11 novembre 1981 consid. 3c) ou si le créancier refuse d'accomplir les actes préparatoires nécessaires pour que le débiteur puisse exécuter son obligation, ou encore refuse manifestement d'emblée d'accepter la prestation. Pour que son offre verbale soit valable, le débiteur doit toutefois être en mesure de procéder à l'exécution effective (ATF 111 II 463 consid. 5a; arrêt 4C.460/1993 du 3 mai 1994 consid.”
“Il souligne tout d'abord qu'il n'y a pas lieu de consigner, pour le vendeur poursuivant, lorsque la dette est quérable, ni lorsque l'acheteur est en demeure du créancier. Il oppose ensuite à cet arrêt que la condamnation conditionnelle n'est posible que si le poursuivant n'a pas réussi à écarter l'exception d'inexécution et que, dans tous les cas, la consignation, qui n'est qu'un moyen de concrétiser l'offre effective de prester, est inefficace pour protéger l'acheteur comme entendait le faire le Tribunal fédéral, puisque le vendeur peut retirer la chose et continuer la poursuite après le prononcé de la mainlevée. Enfin, comme d'autres auteurs le feront à sa suite (SCHRANER, op. cit., n° 221 ad art. 82 CO; WEBER, op. cit., nos 228 et 232 ad art. 82 CO), il conteste l'obligation de consigner avant l'introduction de la poursuite, alors que l'acheteur n'a pas soulevé cette exception, le Tribunal fédéral confondant exigibilité, seule exigence à laquelle doit répondre la créance à ce moment, et simultanéité. STÜCHELI estime également que l'art. 82 CO s'applique pleinement en droit des poursuites. En conséquence, pour faire échec à l'exception fondée sur l'inexécution de la contreprestation soulevée par le poursuivi, le poursuivant doit prouver par pièces qu'il a exécuté sa propre prestation conformément au contrat ou qu'il l'a au moins offerte. Cet auteur considère que, en exigeant la consignation en cas de demeure du créancier et en excluant la simple offre de prester dans BGE 148 III 145 S. 156 l'ATF 79 II 282, le Tribunal fédéral est allé à l'encontre de la lettre claire de l'art. 82 CO et a imposé au poursuivant de prester en premier, alors que celui-ci est en droit de demander l'exécution dès que sa créance est exigible. Ce n'est que pour se faciliter la preuve par titre de son exécution que le créancier a intérêt à consigner la chose, le débiteur pouvant encore lui opposer qu'il a retiré son offre. Il précise encore que l'offre verbale ne suffit en principe pas, à moins que la dette soit quérable ou en cas de refus préalable d'accepter la prestation.”
Beweis- und Darlegungslast: Erhebt der Schuldner die Einrede der Nichterfüllung (exceptio non adimpleti contractus), obliegt es dem Gläubiger, darzulegen und zu beweisen, dass er erfüllt oder seine Leistung angeboten hat. In der prozessualen Praxis (insbesondere im Verfahren der vorläufigen Aufhebung der Rechtsvorschlags‑/Betreibungsmassnahmen) muss der Gläubiger dies grundsätzlich sofort belegen; üblicherweise erfolgt dies durch Urkunden (z. B. Vertrag, Zahlungsnachweis), gegebenenfalls durch Konsignation oder sonst nachvollziehbare Nachweise eines effektiven Leistungsangebots. Der Schuldner braucht seine Einrede nicht mit voller Beweiskraft zu erbringen, sondern diese lediglich glaubhaft bzw. plausibel zu machen, in der Regel ebenfalls mittels Urkunden.
“En effet, selon l'adage in dubio contra stipulatorem, le rédacteur du contrat qui a eu le temps d'analyser en détails son texte ne doit pas pouvoir en tirer un avantage envers le cocontractant qui connaît moins bien les dispositions auxquelles il souscrit. En outre, il incombe au rédacteur de formuler les clauses avec la précision nécessaire. S'il ne l'a pas fait, la jurisprudence admet que sa volonté a correspondu à la solution qui lui est moins favorable (Winiger, in Commentaire romand, Code des obligations I, 2021, CO, n. 50 ad art. 18 CO). 6.1.2 Selon l'art. 164 al. 1 CO, le créancier peut céder son droit à un tiers sans le consentement du débiteur, à moins que la cession n’en soit interdite par la loi, la convention ou la nature de l’affaire. La cession n’est valable que si elle a été constatée par écrit (art. 165 al. 1 CO). L'acte de cession doit exprimer la volonté de céder. Son contenu doit être suffisamment explicite pour qu'un tiers non partie au contrat initial puisse individualiser la ou les créances cédées et savoir qui en est titulaire (ATF 122 III 361 consid. 4 in JT 1997 I 206;105 II 83 consid. 2 in JT 1980 I 73). 6.1.3 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté où offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cet article accorde au débiteur une exception dilatoire, que l'on appelle exception d'inexécution (exceptio non adimpleti contractus), qui lui permet de ne pas exécuter sa prestation tant que son cocontractant n'a pas exécuté ou offert d'exécuter la sienne. Il appartient au débiteur de soulever cette exception. Une fois qu'il l'a invoquée, il incombe au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (ATF 127 III 199 consid. 3a; 123 III 16 consid. 2b; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1). Dans l'action en libération de dette, l'exception d'inexécution du débiteur et sa demande seront admises si le créancier n'établit pas avoir exécuté ou consigné, avant la notification du commandement de payer, sa propre contre-prestation (Hohl, in Commentaire romand, Code des obligations I, 2021, CO, n.”
“Un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_39/2023 du 24 février 2023 consid. 5.2.3: 5A_940/2020 du 27 janvier 2021 consid. 3.2.1). Dans un contrat bilatéral, la question de la fourniture de la prestation du poursuivant ne constitue donc pas à un moyen libératoire au sens de l'art. 82 al. 2 LP que le débiteur devrait rendre vraisemblable. Elle relève de la contestation d'une exigence mise à l'admission d'un contrat bilatéral parfait comme titre de mainlevée provisoire au sens de l'art. 82 al. 1 LP (ATF 145 III 20 consid. 4.3.2 et 4.3.3; arrêt du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5). Ainsi, lorsque, pour faire échec à la mainlevée fondée sur un contrat bilatéral, le poursuivi allègue que le poursuivant, qui doit prester en premier, n'a pas ou pas correctement exécuté sa propre prestation (exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO) et que son affirmation n'est pas sans consistance, la mainlevée ne peut être accordée que si le créancier est en mesure de prouver immédiatement le contraire (ATF 136 III 627 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5; 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2; 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.2 et 3.3 Abbet/Veuillet, La mainlevée de l'opposition, 2ème éd., 2022, n. 147 s ad art. 82 LP). 2.1.2 Le contentieux de la mainlevée de l'opposition (art. 80 ss LP) est une procédure sur pièces ("Urkundenprozess") (art. 254 al. 1 CPC), dont le but n'est pas de constater la réalité d'une créance, mais l'existence d'un titre exécutoire. Le juge de la mainlevée examine uniquement la force probante du titre produit par le créancier poursuivant, sa nature formelle, et non pas la validité de la prétention déduite en poursuite (ATF 145 III 160 consid. 5.1; 142 III 720 consid. 4.1.1). Le prononcé de mainlevée ne sortit que des effets de droit des poursuites et ne fonde pas l'exception de chose jugée (res judicata) quant à l'existence de la créance (ATF 148 III 225 consid.”
“Les conditions générales font alors partie intégrante du contrat (ATF 133 III 675 consid. 3.3). 2.1.3 Le poursuivi peut se prévaloir de tous les moyens de droit civil – exceptions ou objections – qui infirment la reconnaissance de dette (ATF 145 III 20 consid. 4.1.2 et la référence; 131 III 268 consid. 3.2). Le poursuivi n'a pas à apporter la preuve absolue (ou stricte) de ses moyens libératoires, mais seulement à les rendre vraisemblables, en principe par titre (art. 254 al. 1 CPC; ATF 145 III 20 consid. 4.1.2 et la référence). Le juge n'a pas à être persuadé de l'existence des faits allégués; il doit, en se fondant sur des éléments objectifs, avoir l'impression qu'ils se sont produits, sans exclure pour autant la possibilité qu'ils se soient déroulés autrement (ATF 142 III 720 consid. 4.1 et la référence). Lorsque, pour faire échec à la mainlevée fondée sur un contrat bilatéral, le poursuivi allègue que le poursuivant, qui doit prester en premier, n'a pas ou pas correctement exécuté sa propre prestation (exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO), la mainlevée ne peut être accordée que si le créancier est en mesure de prouver immédiatement le contraire (ATF 136 III 627 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2; 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.2 et 3.3 [en matière de prêt]; 5A_367/2007 du 15 octobre 2007 consid. 3.1; Krauskopf, La mainlevée provisoire: quelques jurisprudences récentes, in JdT 2008 II 23 ss, p. 35). 2.2 En l'espèce, la recourante reproche au Tribunal d'avoir retenu que le contrat avait été suspendu d'un commun accord entre les parties. Ce grief est fondé. En effet, aucun élément du dossier ne rend vraisemblable ce fait. Si l'intimé a certes adressé un courrier électronique en ce sens à la recourante en juillet 2020, il ne résulte pas du dossier que la recourante aurait accepté de suspendre les effets du contrat. Au contraire, la recourante a adressé deux factures à l'intimé, relatives aux périodes du 15 juillet 2020 au 14 janvier 2021 et du 15 janvier 2021 au 14 janvier 2022.”
“Le juge de la mainlevée provisoire examine donc seulement la force probante du titre produit par le créancier, sa nature formelle - et non la validité de la créance - et il lui attribue force exécutoire si le débiteur ne rend pas immédiatement vraisemblables ses moyens libératoires (ATF 132 III 140 consid. 4.1.1). Constitue une reconnaissance de dette, au sens de l’art. 82 al. 1 LP, l'acte authentique ou sous seing privé, signé par le poursuivi - ou son représentant (ATF 132 III 140 consid. 4.1.1 et les arrêts cités) -, d'où ressort sa volonté de payer au poursuivant, sans réserve ni condition, une somme d'argent déterminée, ou aisément déterminable, et exigible (ATF 139 III 97 consid. 2.3.1 et la jurisprudence mentionnée). b) Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation. Dans une procédure au fond, le débiteur doit, le cas échéant, soulever l’exception d’inexécution si le créancier n’a pas exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (Hohl, in CR-CO I, n. 1 ad art. 82 CO). L’offre d’exécution de la prestation doit en principe être une offre effective (Realoblation) et non pas seulement verbale (Hohl, op. cit., n. 8 ad art. 82 CO ; ATF 111 II 463 consid. 5a, JdT 1986 I 233). Selon l'art. 82 al. 1 LP (loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite ; RS 281.1), le créancier dont la poursuite se fonde sur une reconnaissance de dette constatée par acte authentique ou sous seing privé peut requérir la mainlevée provisoire. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral en matière de mainlevée provisoire d’opposition fondée sur un contrat (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1), « un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies (TF 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2) et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (TF 5A_367/2007 du 15 octobre 2007 consid.”
Eine einseitige, eindeutige Schuldanerklärung kann als sofort fällige Leistungspflicht gelten, sofern keine Gegenleistung aussteht und nicht Umstände vorliegen, die nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags eine spätere Erfüllung rechtfertigen.
“En l'espèce, contrairement à ce que soutient le recourant, le 1 er paragraphe du courrier du 6 avril 2011 ne contient aucune offre alternative suite à laquelle le créancier aurait dû spécifier son choix entre deux prestations du débiteur s'il voulait obtenir l'exécution de l'accord. Il en ressort au contraire un engagement ferme du recourant de verser à l'intimé le montant de 258'000 euros au total, à raison de 25'800 euros par année, étant précisé que le recourant ne conteste pas que l'expression " a s far as it is possible " ne remet en cause ni la qualité de reconnaissance de dette du document, ni l'exigibilité de la créance. Par ailleurs, cette clause ne fait cas d'aucune relation d'échange entre un transfert d'actions dont l'intimé serait propriétaire et un prix en espèces de 258'000 euros. Comme l'a relevé la cour cantonale, la remise d'actions n'est même pas mentionnée dans le courrier. Au demeurant, le recourant ne se prévaut d'aucune inexécution de la prestation par l'intimé (cf. art. 82 al. 1 CO) pour remettre en cause l'exigibilité de sa propre dette (cf. ATF 145 III 20 consid. 4.1.1). Il ressort uniquement du document litigieux que le versement de ce montant est la contrepartie de l'investissement déjà effectué par l'intimé, sous la forme du prêt converti (" as consideration for the investment made into C.________ "). L'argument du recourant fondé sur le 2 ème paragraphe du courrier du 6 avril 2011 n'est pas convaincant pour jeter un doute sur le caractère de reconnaissance de dette de ce document: la clause qu'il contient ne remet pas en cause son engagement ferme exprimé, dans le premier paragraphe, de verser à l'intimé le montant de 258'000 euros en contrepartie de son investissement. Le rachat d'actions n'est pas une alternative à une autre prestation, sur laquelle l'intimé pourrait faire porter son choix, mais une réserve du recourant lui-même relative à son droit à l'actionnariat (" [...] I reserve the option to pay the full Euro 258'000 at an earlier stage "). La seule proposition alternative qu'on pourrait comprendre de ce document est celle de la propre augmentation de la participation de l'intimé dans la société, si certaines conditions financières sont remplies, au lieu du rachat d'actions précité par le recourant.”
Die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nach Art. 82 OR berechtigt zur Leistungsverweigerung bzw. Arbeitsniederlegung, ohne dass die verweigernde Partei dadurch in Schuldnerverzug gerät oder – bei berechtigter Ausübung – für die Kosten einer Ersatzvornahme durch Dritte haftet. Dies kann auch gelten, wenn die SIA‑Norm 118 übernommen wurde; Art. 82 OR dient ferner als Grundlage für Zurückbehaltungen.
“Die Berufungsbeklagte stellte am 28. April 2020 ihre Arbeit auf der Baustelle mit der Begründung ein, dass die Berufungsklägerin sich weigere, die fällig gewordenen Forderungen zu bezahlen (zur Rechtmässigkeit der Arbeitsniederlegung vgl. nachfolgend E. 9). Sie machte von ihrem Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR Gebrauch, das auch dann besteht, wenn die SIA-Norm 118 übernommen wurde (Gauch, a.a.O., Rz. 1280). Durch die Einrede des nicht erfüllten Vertrags gerät die Schuldnerin - in casu die Berufungsbeklagte - nicht in Schuldnerverzug, weshalb sie auch nicht schadenersatzpflichtig wird und somit für die Kosten der Ersatzvornahme durch Drittunternehmer nicht haftet (vgl. Ulrich G. Schröter, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 46 zu Art. 82 OR). Nicht gefolgt werden kann der vorinstanzlichen Schlussfolgerung, wonach der Berufungsbeklagten ohnehin der volle Werklohn zustehe (act. B.1 E. 6.3.4.10). Nach Art. 190 Abs. 2 SIA-Norm 118 kann die Unternehmerin bei Zahlungsverzug des Bauherrn (nach Ansetzung einer Nachfrist) den Vertrag auflösen. In diesem Falle hat sie das Werk nicht zu vollenden, kann aber auch nur für die bereits erbrachte Leistung eine Vergütung fordern. Diese Vertragsauflösung entspricht dem Rücktritt nach Art. 107 Abs. 2 und Art. 109 OR, wirkt aber ex nunc (nicht ex tunc). In diesem Fall wird der Vertrag durch Kündigung beendet (Gauch/Stöckli, a.a.O., N 20 zu Art. 190). Verlangt die Unternehmerin dagegen die Erfüllung nach Art. 107 Abs. 2 OR und somit den vollen Werklohn, muss sie das Werk vollendet haben. Die Vollendung bildet nämlich die erste Voraussetzung dafür, dass das Werk als abgenommen gelten kann und die Forderung fällig wird (vgl. vorne E. 3.1.3).”
“Schliesslich verwies die Vorinstanz auf die Einrede des nicht erfüllten Ver- trags nach Art. 82 OR. Die Beschwerdegegnerin begründe die in casu zurückbe- haltenen CHF 12'000.00 mit der Offerte der D. vom 18. November 2022 über CHF 1'203.20, der Offerte der E. vom 21. November 2022 über CHF 4'108.45 und dem glaubhaften Hinweis, dass damit nur die Kosten für die Nebenarbeiten abgegolten seien, nicht aber jene der Abdichtung selbst sowie den internen Aufwand wie Kontrollen der Bauleitung, Koordination der Arbeiten etc. Diese Einwendungen der Beschwerdegegnerin erschienen glaubhaft, weshalb das Rechtsöffnungsgesuch ebenfalls aus diesem Grunde abzuweisen sei (act. B.1, E. 3.2.4).”
Die Einrede des Leistungsverweigerungsrechts nach Art. 82 OR ist vom Schuldner zu erheben. Ist die Einrede berechtigt, schützt das Gericht den Schuldner, indem es ihn zur Leistung Zug um Zug verurteilt; der Kläger muss eine solche Verurteilung nicht ausdrücklich beantragen. Die Einrede ist nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen.
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf. Der Gläubiger kann sich begnügen, auf vorbehaltlose Leistung zu klagen. Es obliegt dem Schuldner, die Einrede zu erheben (BGE 127 III 199 E. 3a; 123 III 16 E. 2b). Ist die Einrede berechtigt, hat der Gläubiger also die Leistung weder erbracht noch angeboten, so schützt das Gericht die Klage in dem Sinne, dass es den Schuldner zur Leistung Zug um Zug, das heisst zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt. Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art.”
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf. Der Gläubiger kann sich begnügen, auf vorbehaltlose Leistung zu klagen. Es obliegt dem Schuldner, die Einrede zu erheben (BGE 127 III 199 E. 3a; 123 III 16 E. 2b). Ist die Einrede berechtigt, hat der Gläubiger also die Leistung weder erbracht noch angeboten, so schützt das Gericht die Klage in dem Sinne, dass es den Schuldner zur Leistung Zug um Zug, d.h. zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt. Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art.”
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner damit eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf. Der Gläubiger kann sich begnügen, auf vorbehaltlose Leistung zu klagen. Es obliegt dem Schuldner, die Einrede zu erheben (BGE 127 III 199 E. 3a; 123 III 16 E. 2b). Ist die Einrede berechtigt, hat der Gläubiger also die Leistung weder erbracht noch angeboten, so schützt das Gericht die Klage in dem Sinne, dass es den Schuldner zur Leistung Zug um Zug, d.h. zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt. Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3 S. 299; Urteil 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2).”
Art. 82 OR gestattet bei zweiseitigen (wechselseitigen) Verträgen dem Schuldner die exceptio non adimpleti contractus: Er darf die geschuldete Leistung bis zur Erfüllung oder zumindest bis zum Angebot der Gegenleistung zurückhalten. In der versicherungsrechtlichen Anwendung bedeutet dies, dass der Prämienpflichtige die Prämienzahlung zurückbehalten kann, solange der Versicherer seine Leistung nicht erbracht oder zumindest angeboten hat. Diese Einrede entfällt jedoch, wenn die gegenseitigen Leistungen gleichartig sind und daher durch Kompensation erlöschen.
“Il serait en effet contraire aux règles de la bonne foi que l’assureur puisse se délier de ses obligations lorsque l’inobservation d’un délai n’est pas imputable au débiteur de la prime. Il incombe toutefois à ce dernier de prouver qu’aucune faute ne lui est imputable. La violation non fautive du contrat peut résulter de circonstances propres au débiteur de la prime. Tel est le cas lorsque des circonstances indépendantes de la volonté du débiteur de la prime (maladie, accident, etc.) empêchent ce dernier de veiller à ses intérêts ou d’en confier la défense à une tierce personne. En revanche, l’insolvabilité du débiteur ne saurait excuser le retard dans le paiement de la prime (art. 45 al. 2 LCA), tout comme, d’ailleurs, une période de service militaire ou une absence momentanée du domicile (PIGUET, op. cit., n. 53 et 54 ad. art. 20). 5.2.6 Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime, lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. L’art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l’on appelle exception d’inexécution ou « exceptio non adimpleti contractus » qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu’à l’exécution ou l’offre d’exécution de la contre-prestation. Une fois que cette exception a été invoquée par le débiteur, il appartient au créancier de prouver qu’il a exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (PIGUET, op. cit., 59 ad. art. 20). L’art. 82 CO régit l’exécution des obligations réciproques dues en vertu d’un contrat bilatéral parfait. Celles-ci doivent être exécutées simultanément. Leurs obligations s’inscrivent dans un rapport d’échange. Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance.”
“82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. L’art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l’on appelle exception d’inexécution ou « exceptio non adimpleti contractus » qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu’à l’exécution ou l’offre d’exécution de la contre-prestation. Une fois que cette exception a été invoquée par le débiteur, il appartient au créancier de prouver qu’il a exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (PIGUET, op. cit., 59 ad. art. 20). L’art. 82 CO régit l’exécution des obligations réciproques dues en vertu d’un contrat bilatéral parfait. Celles-ci doivent être exécutées simultanément. Leurs obligations s’inscrivent dans un rapport d’échange. Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. Cette exception est sans portée si les prestations réciproques sont de même nature, car dans ce cas en effet elles s’éteignent par compensation (Fabienne HOHL, Commentaire romand CO, n. 1 et 6 ad art. 82). 5.3 En l’espèce, la sommation adressée le 19 février 2019 par la défenderesse à la demanderesse la priait de payer l’arriéré de prime, dont le montant était spécifié, de même que le montant des frais de sommation. Elle précisait que le paiement devait être effectué dans le délai de sommation de quatorze jours. Elle informait la demanderesse des conséquences d’un paiement tardif, en particulier du fait que sa couverture d’assurance serait suspendue, en ce sens qu’aucune prestation ne lui serait versée pour tout sinistre après ce délai. Le délai de sommation a commencé à courir avec l’envoi de la sommation, soit dès le 19 février 2019.”
Fehlen im Vertrag ausdrückliche Regelungen zu Restarbeiten, können Abnahme- bzw. Empfangsprotokolle als Beleg dafür dienen, dass der Werkunternehmer noch vereinbarte Nach- oder Restarbeiten schuldet und damit die Voraussetzungen für die Geltendmachung der Ausnahme nach Art. 82 OR (Zurückbehaltungsrecht bei gegenseitigen Verpflichtungen) gegeben sein können.
“L'intimée soutient qu'elle serait déchargée de toute responsabilité dans la mesure où le procès-verbal de réception indique que les défauts observés provenaient exclusivement de la commande centralisée sous la seule responsabilité de l'électricien. Or, ce même document liste en parallèle plusieurs travaux à effectuer par l'intimée, de sorte que l'indication qui précède n'a manifestement pas la portée que l'intimée lui prête, étant par ailleurs relevé que des défauts peuvent en tout état apparaître ultérieurement. Afin de déterminer si l'appelant peut valablement retenir sa prestation, il y a lieu d'examiner s'il est en droit d'exiger l'exécution des travaux résiduels, respectivement la réfection des travaux, étant relevé que contrairement à ce que soutient l'intimée, l'appelant s'est toujours prévalu de l'exception d'inexécution en soutenant qu'il refusait de payer le solde du prix tant que les travaux n'étaient pas terminés. Le fait qu'il ne se soit pas référé expressément à la disposition légale applicable, à savoir l'art. 82 CO, importe peu, dans la mesure où le juge applique le droit d'office. 3.2.1 Comme indiqué ci-dessus (cf. supra consid. 2.2), les postes 1 à 3 susmentionnés constituent des achèvements manquants. Pour que l'appelant soit légitimé à retenir le paiement du prix pour ce motif, il convient de déterminer si ces travaux étaient convenus par les parties, bien que le contrat n'en fasse pas expressément mention. S'agissant de la dissimulation des câbles électriques (1), il ressort explicitement des procès-verbaux des 21 janvier et 22 mars 2013 que ces travaux incombaient à l'intimée. Le fait qu'elle ait indiqué sur son exemplaire du procès-verbal du 22 mars 2013 que ces travaux étaient à la charge exclusive de l'électricien ne saurait modifier ce qui précède, dans la mesure où il n'est pas établi que l'exemplaire annoté de l'intimée aurait été transmis au maître ou à la direction des travaux et où le témoin H______ a confirmé que les constatations figurant sur le procès-verbal dans sa version d'origine ont été faites en présence de toutes les parties sans qu'aucune réserve n'ait été émise.”
In Ausnahmefällen kann Art. 82 OR analog auf einen nachträglichen Entzug der Mietsache Anwendung finden; als solcher Umstand wird in der Lehre auch die Entwendung des Wohnungsschlüssels in Betracht gezogen. In diesem Falle dürfte die Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR nur die noch nicht fälligen Mietzinsen betreffen (bei monatlicher Vorauszahlung etwa künftige Monatsmieten). Das Leistungsverweigerungsrecht muss als Einrede im technischen Sinn geltend gemacht werden; diese Einrede entfaltet Rechtsfolgen erst ab dem Zeitpunkt, in dem sie erhoben wird.
“In der Lehre wird die Ansicht vertreten, dass die Art. 259 ff. OR abgesehen allenfalls von Art. 259f OR die Verletzung der Überlassungspflicht während der Mietdauer durch einen Entzug der Mietsache nicht regeln (vgl. Tschudi, SVIT-Kommentar, 4. Auflage 2018, Vorbemerkungen zu Art. 258-259i OR N 2 f. und 1113). Daher erscheint eine analoge Anwendung von Art. 82 OR im Fall eines nachträglichen Entzugs der Mietsache nicht ausgeschlossen. Als solcher könnte allenfalls auch die Entwendung des Wohnungsschlüssels qualifiziert werden. Die Mieterin hatte den Bruttomietzins monatlich im Voraus zu bezahlen (angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. I). Falls ihr die Wohnung am 15. Februar 2022 entzogen worden wäre, hätte sie daher in analoger Anwendung von Art. 82 OR höchstens die Bezahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für März und April 2022 verweigern können (vgl. zur analogen Anwendung von Art. 82 OR auf Dauerschuldverhältnisse BGE 120 II 209 E. 6a S. 211 f.; Schraner, in: Zürcher Kommentar, 3. Auflage 2000, Art. 82 OR N 112). Mit den Mietzinsen und Nebenkosten für Januar und Februar 2022 hätte sie sich damit in jedem Fall in Verzug befunden. Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist durch eine Einrede im technischen Sinn geltend zu machen. Diese zeigt erst ab dem Zeitpunkt Rechtsfolgen, in dem sie erhoben wird (vgl. Schroeter, in: Basler Kommentar, 7. Auflage 2020, Art. 82 OR N 41, 45 f. und 51; Weber, in: Berner Kommentar, 2. Auflage 2005, Art. 82 OR N 199 und 212214). Dass sie die Einrede des nicht erfüllten Vertrags vor Ablauf der Zahlungsfrist gemäss Art. 257d Abs. 1 OR und damit spätestens am 23. Mai 2022 erhoben habe, behauptet die Mieterin in ihrer Berufung vom 16. Oktober 2022, ihren Bemerkungen zum aufgehobenen Entscheid, ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2022, ihrer Berufungserklärung vom 4. Januar 2023, ihrer Berufungsbegründung vom 9. Januar 2023, ihren Bemerkungen zum angefochtenen Entscheid, ihrem Nachtrag vom 10.”
“259f OR die Verletzung der Überlassungspflicht während der Mietdauer durch einen Entzug der Mietsache nicht regeln (vgl. Tschudi, SVIT-Kommentar, 4. Auflage 2018, Vorbemerkungen zu Art. 258-259i OR N 2 f. und 1113). Daher erscheint eine analoge Anwendung von Art. 82 OR im Fall eines nachträglichen Entzugs der Mietsache nicht ausgeschlossen. Als solcher könnte allenfalls auch die Entwendung des Wohnungsschlüssels qualifiziert werden. Die Mieterin hatte den Bruttomietzins monatlich im Voraus zu bezahlen (angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. I). Falls ihr die Wohnung am 15. Februar 2022 entzogen worden wäre, hätte sie daher in analoger Anwendung von Art. 82 OR höchstens die Bezahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für März und April 2022 verweigern können (vgl. zur analogen Anwendung von Art. 82 OR auf Dauerschuldverhältnisse BGE 120 II 209 E. 6a S. 211 f.; Schraner, in: Zürcher Kommentar, 3. Auflage 2000, Art. 82 OR N 112). Mit den Mietzinsen und Nebenkosten für Januar und Februar 2022 hätte sie sich damit in jedem Fall in Verzug befunden. Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist durch eine Einrede im technischen Sinn geltend zu machen. Diese zeigt erst ab dem Zeitpunkt Rechtsfolgen, in dem sie erhoben wird (vgl. Schroeter, in: Basler Kommentar, 7. Auflage 2020, Art. 82 OR N 41, 45 f. und 51; Weber, in: Berner Kommentar, 2. Auflage 2005, Art. 82 OR N 199 und 212214). Dass sie die Einrede des nicht erfüllten Vertrags vor Ablauf der Zahlungsfrist gemäss Art. 257d Abs. 1 OR und damit spätestens am 23. Mai 2022 erhoben habe, behauptet die Mieterin in ihrer Berufung vom 16. Oktober 2022, ihren Bemerkungen zum aufgehobenen Entscheid, ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2022, ihrer Berufungserklärung vom 4. Januar 2023, ihrer Berufungsbegründung vom 9. Januar 2023, ihren Bemerkungen zum angefochtenen Entscheid, ihrem Nachtrag vom 10. Januar 2023 und ihrer Eingabe vom 11. Januar 2023 nicht einmal. Damit würde auch ein Entzug der Wohnung nichts daran ändern, dass sie sich im Zeitpunkt des Ablaufs der Zahlungsfrist mit der Zahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für Januar bis und mit April 2022 in Verzug befunden hat und die Kündigung daher gültig ist.”
In den dargestellten Entscheiden wurde festgestellt, dass bei einem erheblichen und fälligen Zahlungsausstand (im konkret entschiedenen Fall rund EUR 1 Mio.) gestützt auf Art. 82 OR ab dem betreffenden Zeitpunkt keine Verpflichtung mehr bestand, die Lieferungen fortzusetzen; Lieferungen konnten somit zurückbehalten werden.
“des Vertriebsvertrages nicht anwendbar. Denn die Klausel sei allein auf eine Regelung hinsichtlich einzelner Produktelieferungen und nicht auf den Vertriebsvertrag als solchen zugeschnitten. Die Beschwerdegegnerin berufe sich jedoch zu Recht auf das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR. Die Beschwerdeführerin habe sich im Juli 2019 aufgrund aufgelaufener und fälliger Rechnungen der Beschwerdegegnerin in einem Zahlungsrückstand von rund EUR 1 Mio. befunden. Angesichts dieses Zahlungsrückstands sei die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 82 OR ab Juli 2019 nicht mehr verpflichtet gewesen, die Beschwerdeführerin weiter zu beliefern. Der verrechnungsweise geltend gemachte Anspruch der Beschwerdeführerin scheitere somit bereits an der notwendigen Vertragsverletzung.”
“Term and Termination of Agreement). Nebenbei dürfte überdies Art. 100 Abs. 1 OR zum Tragen kommen, nachdem die Klägerin den Lieferstopp unbestrittenermassen mit Wissen und Wil- len (im Rahmen einer "strategischen Entscheidung") veranlasste. Damit sich die Beklagte tatsächlich auf eine Vertragsverletzung stützen könnte, darf allerdings kein zureichendes Leistungsverweigerungsrecht der Klägerin im Sinne von Art. 82 OR gegeben sein, was sogleich zu prüfen ist. Einrede des nichterfüllten Vertrages (Art. 82 OR) Erstellt bzw. nicht bestritten ist, dass im Zeitpunkt Juli 2019 aufgrund aufgelaufe- ner und fälliger Rechnungen der Klägerin ein Zahlungsausstand von rund EUR 1 Mio. vorlag. Darüber hinaus ist weder behauptet noch ersichtlich, dass die offenen Rechnungen jemals später beglichen worden wären. Angesichts dieses Zah- lungsausstandes war die Klägerin gestützt auf die Bestimmung von Art. 82 OR – und im Einklang mit der erwähnten Rechtsprechung zum Alleinvertriebs- respekti- ve Sukzessivlieferungsvertrag – nicht mehr verpflichtet, die Beklagte ab dem Zeit- punkt Juli 2019 weiter zu beliefern. Dass die Beklagte zuvor die Zahlungen zu Recht einstellte, ist nicht erkennbar, insbesondere nicht aufgrund der behaupteten "Margenverluste" von EUR 219'712.– für Q4/2017 und Q1/2018 (vgl. oben E. 2.4.). Festzuhalten ist ausserdem, dass sich erstmals einem Schreiben vom 25.”
“Fazit Zusammengefasst beruft sich die Klägerin vorliegend zu Recht auf das Leis- tungsverweigerungsrecht im Sinne von Art. 82 OR. Ab dem Zeitpunkt Juli 2019 war sie aufgrund der ausstehenden und fälligen Vergütungsforderungen in Höhe von rund EUR 1 Mio. nicht mehr zu weiteren Lieferungen verpflichtet. Die vertrag- lich geschuldete Lieferpflicht der Klägerin war damit nicht mehr gegeben. Der ver- rechnungsweise geltend gemachte Anspruch der Beklagten scheitert bereits an der notwendigen Vertragsverletzung. Inwiefern die übrigen Voraussetzungen der Schadenersatzforderung gegeben wären, kann unter diesen Umständen dahinge- stellt bleiben. - 30 -”
Blosse Verzögerungen oder Erklärungen, wonach die Nichtleistung auf einem Irrtum beruhe, begründen allein kein Recht zum Zurückbehalt nach Art. 82 OR; eine unverhohlene Leistungsverweigerung ist erforderlich (vgl. Quelle 0). Entscheidet der Schuldner stattdessen einseitig, den Preis zu mindern, so bleibt er den verminderten Preis schuldig; in diesem Fall ist die Berufung auf Art. 82 OR ausgeschlossen (vgl. Quellen 1, 2).
“Comme on l'a vu, les reproches formulés par l'appelant à l'encontre de l'intimé dans le cadre de la reprise de la ligne téléphonique ne sont pas avérés et l'appelant n'a pas démontré que le transfert de bail constituait une condition essentielle de leur accord sans laquelle il n'aurait pas contracté. De même, aucun élément ne permet de retenir qu'une transmission des dossiers de la patientèle au jour de la reprise du cabinet aurait été une condition essentielle du contrat, au point qu'un retard, tel que celui reconnu par l'intimé dans le cas d'espèce, aurait été fatal et, partant, constitutif d'une inexécution. Il est ici utile de rappeler que l'appelant avait, à l'époque des faits, indiqué à l'intimé que le retard dans le versement des sommes prévues par le contrat de reprise était due à une erreur de sa part, sans nullement prétendre qu'il refusait de s'exécuter aussi longtemps que l'intimé n'avait pas honoré toutes ses obligations. Partant, l'appelant n'est pas fondé à se prévaloir de l'art. 82 CO pour se soustraire à son obligation en paiement du prix.”
“82 CO ne peut pas être soulevée lorsque le débiteur, à qui la chose a été livrée et qui fait valoir la garantie, opte pour la réduction du prix. En effet, dans une telle situation, le débiteur doit le prix tel que résultant de la réduction et un refus de payer l'entier de celui-ci, au sens de l'art. 82 CO, est exclu, faute de rapport d'échange entre les prestations. Plus précisément, le débiteur ne conteste pas l'exigibilité de la créance, mais il maintient le contrat tout en provoquant unilatéralement une réduction du prix. Il reste donc redevable du prix réduit (VENTURI/ZEN-RUFFINEN, in Commentaire romand, CO I, 3ème éd., 2021, n° 15 ad art. 205 CO) et il n'y a plus de rapport d'échange entre la livraison et la prétention en réduction du prix (BÜHLER, Zürcher Kommentar, Der Werkvertrag, art. 363-379 OR, 1998, n° 16 ad art. 372 CO; CHAIX, in Commentaire romand, CO I, 3ème éd., 2021, n° 15 ad art. 372 CO; GAUCH, Der Werkvertrag, 2019, n° 2373; HOHL, in Commentaire romand, CO I, 3ème éd., 2021, n° 6 ad art. 82 CO; GAUCH/SCHLUEP/SCHMID/EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, tome II, 11ème éd., 2020, n° 2224 [entreprise]; LEHMANN, in Kurzkommentar OR, 2014, n° 5 ad art. 372 CO; SCHRANER, Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen, Art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n° 137, 141 et 144 ad art. 82 CO; TERCIER/BIERI/CARRON, Les contrats spéciaux, 5ème éd., 2016, n° 790 et 807 [vente], 4073 et 4081 (toutefois moins affirmatifs au n° 4097) [entreprise]; ZINDEL/SCHOTT, in Basler Kommentar, OR I, 7ème éd., 2020, n° 12 ad art. 372 CO; moins précis: GROSS, in Kurzkommentar OR, 2014, n° 17 ad art. 82 CO; KREN KOSTKIEWICZ, in OFK Kommentar, OR I, 4ème éd., 2023, n° 11 ad art. 82 CO; SCHROETER, in Basler Kommentar, 7ème éd., 2020, n° 7 ad art. 82 CO; WEBER, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation, Art. 68-96 OR, 2ème éd., 2005, n° 177 ss ad art. 82 CO).”
“Plus précisément, le débiteur ne conteste pas l'exigibilité de la créance, mais il maintient le contrat tout en provoquant unilatéralement une réduction du prix. Il reste donc redevable du prix réduit (VENTURI/ZEN-RUFFINEN, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 15 ad art. 205 CO) et il n'y a plus de rapport d'échange entre la livraison et la prétention en réduction du prix (BÜHLER, Zürcher Kommentar, Der Werkvertrag, art. 363-379 OR, 1998, n° 16 ad art. 372 CO; CHAIX, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 15 ad art. 372 CO; GAUCH, Der Werkvertrag, 2019, n. 2373; HOHL, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 6 ad art. 82 CO; GAUCH/SCHLUEP/SCHMID/EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, tome II, 11e éd. 2020, n. 2224 [entreprise];LEHMANN, in Kurzkommentar OR, 2014, n° 5 ad art. 372 CO; SCHRANER, Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen, Art. 68-96 OR, 3e éd. 2000, nos 137, 141 et 144 ad art. 82 CO; TERCIER/BIERI/CARRON, Les contrats spéciaux, 5e éd. 2016, n. 790 et 807 [vente], 4073 et 4081 (toutefois moins affirmatifs au BGE 149 III 310 S. 316 n. 4097) [entreprise];ZINDEL/SCHOTT, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, vol. I, 7e éd. 2020, n° 12 ad art. 372 CO; moins précis: GROSS, in Kurzkommentar OR, 2014, n° 17 ad art. 82 CO; KREN KOSTKIEWICZ, in Kommentar Schweizerisches Obligationenrecht, vol. I, 4e éd. 2023, n° 11 ad art. 82 CO; SCHROETER, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, 7e éd. 2020, n° 7 ad art. 82 CO; WEBER, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation, Art. 68-96 OR, 2e éd. 2005, nos 177 ss ad art. 82 CO).”
Nach der Rechtsprechung kann der Gläubiger bzw. Berechtigte die Übergabe oder Leistung verweigern bzw. die eigene Leistung zurückhalten, bis die vertraglich vorgesehene Sicherheitsleistung bzw. die Übertragung von Garantien oder Bürgschaften erbracht ist; in der Praxis wurde dies auch für die Übertragung von Garantien/Bürgschaften von Subunternehmern geltend gemacht (Ausübung des Verweigerungsrechts nach Art. 82 OR).
“Die Beschwerdeführerinnen machen zunächst geltend, sie seien gestützt auf Art. 82 OR und Art. 152 i.V.m. Art. 181 SIA-Norm 118 berechtigt, die eingeklagten Fr. 500'000.-- zurückzubehalten, solange die Beschwerdegegnerin ihnen nicht die Garantien oder Bürgschaften der Subunternehmer überträgt.”
“_____-strasse 3 wurde nach- vollziehbar dargetan, dass per 6. November 2019 ein Mietvertrag abgeschlossen wurde (act. 3/1). In Ziffer 9 [S. 9] des Mietvertrages wurde die Verpflichtung der Mieterin statuiert, vor Übergabe des Mietobjektes eine Sicherheitsleistung von CHF 72'000.– zu leisten, wobei vorbehalten wurde, dass im Unterlassungsfall die - 12 - Übergabe verweigert werden könne. Zwar wurde von der Klägerin nicht ausge- führt, inwiefern die Beklagte zur Leistung der Sicherheit angehalten und gemahnt worden wäre, indes blieb schliesslich unbestritten, dass diese vorausgesetzte Si- cherheitsleistung bis heute, und damit insbesondere auch im massgeblichen Zeit- punkt 1. August 2020, nicht geleistet wurde. Für die Situation der fehlenden Si- cherheitsleistung im Sinne von Art. 257e OR vor Übergabe der Mietsache würden die rechtlichen Grundlagen an sich ein Vorgehen nach den allgemeinen Verzugs- regeln gemäss Art. 107/109 OR oder das Verweigerungsrecht nach Art. 82 OR nahelegen. Die Klägerin hat sich nicht näher dazu geäussert. In rein tatsächlicher Hinsicht blieb jedenfalls unbestritten, dass die Klägerin das Mietobjekt in Einklang mit Ziffer 9 des Mietvertrages per 1. August 2020 nicht übergeben hat. Ins Recht gelegt wurde – auch für die Büroräume”
Erhebt der Schuldner die Einrede nach Art. 82 OR, muss er diese zunächst behaupten. Sodann obliegt es dem Gläubiger, nachzuweisen, dass er seine Leistung tatsächlich erbracht oder gehörig angeboten hat. In der Rechtsprechung und Praxis gilt, dass bei einer substantierten, rechtzeitigen und nicht offensichtlich unhaltbaren Bestreitung durch den Schuldner der Gläubiger die Erfüllung bzw. das Angebot seiner Leistung darlegen und beweisen muss.
“82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté où offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cet article accorde au débiteur une exception dilatoire, que l'on appelle exception d'inexécution (exceptio non adimpleti contractus), qui lui permet de ne pas exécuter sa prestation tant que son cocontractant n'a pas exécuté ou offert d'exécuter la sienne. Il appartient au débiteur de soulever cette exception. Une fois qu'il l'a invoquée, il incombe au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (ATF 127 III 199 consid. 3a; 123 III 16 consid. 2b; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1). Dans l'action en libération de dette, l'exception d'inexécution du débiteur et sa demande seront admises si le créancier n'établit pas avoir exécuté ou consigné, avant la notification du commandement de payer, sa propre contre-prestation (Hohl, in Commentaire romand, Code des obligations I, 2021, CO, n. 14 ad art. 82 CO). 6.1.4 Selon l'art. 208 al. 1 LP, l’ouverture de la faillite rend exigibles les dettes du failli. La réclamation dont l’objet n’est pas une somme d’argent se transforme en une créance de valeur équivalente (art. 211 al. 1 LP). Lorsque la réclamation résulte d’un contrat bilatéral, qui n’est pas encore exécuté au moment de l’ouverture de la faillite ou qui ne l’est que partiellement, l’administration de la faillite peut se charger de l’effectuer en nature à la place du débiteur (art. 211 al. 2 LP). La production de la créance en nature est soumise aux règles de l'art. 232 ch. 2 LP qui dispose que les créanciers du failli doivent produire leurs créances ou revendications à l'office dans le mois qui suit la publication de l'ouverture de la faillite. A cet effet, les créanciers devront remettre à l'office leurs moyens de preuve, à savoir tous titres, extraits de livres, etc. La créance en nature, une fois transformée, sera portée à l'état de collocation en application des règles posées par les art.”
“Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E.”
“In materia di esecuzione basata su un contratto bilaterale in cui le parti sono tenute a prestazioni simultanee o in cui spetta al creditore l’obbligo della prestazione anticipata, già dal 2017 la Camera si è scostata dalla prassi di Basilea-Campagna citata nella sentenza impugnata (14.2003.15 del 16 ottobre 2003 consid. 4.1), che poneva a carico dell’escusso l’onere di rendere verosimile l’inadempimento o il cattivo adempimento della prestazione dovuta dall’istante, per adottare la prassi ora dominante di Basilea-Città (detta anche “Basler Praxis”), secondo cui, ove l’escusso abbia contestato in modo sufficientemente circostanziato, non palesemente insostenibile e tempestivo la correttezza dell’adempimento delle prestazioni dovutegli dall’escutente nell’ambito di un contratto bilaterale, incombe al procedente, in virtù dell’art. 82 CO, dimostrare di avere adempiuto correttamente i propri obblighi onde ottenere il rigetto provvisorio dell’opposizione all’esecuzione volta all’incasso della propria pretesa (sentenze della CEF”
Nach dem in der zitierten Entscheidung dargelegten Auslegungsprinzip ist eine nachträgliche Zinsneuberechnung aufgrund von Marktänderungen – namentlich negativer Refinanzierungssätze – nicht ohne vertragliche Grundlage zu Lasten des Schuldners durchsetzbar. Weiterhin gelten für das Verfolgen der eigenen Leistungserbringung die in der Rechtsprechung und der Lehre genannten Voraussetzungen von Art. 82 ff. OR (insbesondere Pflicht zur Leistungserbringung oder Angebot zur Leistungserbringung [Offer], sowie die einschlägigen Regeln zu Verzug und Verzugszins nach Art. 102 und 104 OR).
“6 Dans l'ATF 145 III 241, le Tribunal fédéral a procédé à l'interprétation d'un contrat pour déterminer si les parties avaient convenu de préserver une marge fixe au prêteur, indépendamment de la variation du taux Libor CHF. En l'occurrence, celles-ci avaient conclu un contrat en juillet 2006, dont il ressortait que le prêteur mettrait 100'000'000 fr. à disposition de l'emprunteur et que le prêt porterait intérêt au taux Libor CHF à six mois augmenté d'un taux fixe de 0,0375% par an dès le 10 août 2006. Dans ce cadre, le Tribunal fédéral a considéré qu'il n'apparaissait pas que les parties devaient, lors de la conclusion du contrat le 20 juillet 2006, soit huit ans et demi avant l'introduction par la BNS, le 22 janvier 2015, d'un taux d'intérêt négatif sur les avoirs en comptes de virement, tabler sur des taux de refinancement négatifs, ni que l'emprunteur puisse se refinancer à un taux d'intérêt négatif étant précisé que les banques ne se refinançaient pas nécessairement aux taux de référence sur le marché interbancaire. 6.1.7 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon l'art. 102 CO, le débiteur d'une obligation exigible est mis en demeure par l'interpellation du créancier (al. 1). Lorsque le jour de l'exécution a été déterminé d'un commun accord, ou fixé par l'une des parties en vertu d'un droit à elle réservé et au moyen d'un avertissement régulier, le débiteur est mis en demeure par la seule expiration de ce jour (al. 2). Selon l'art. 104 al. 1 CO, Le débiteur qui est en demeure pour le paiement d’une somme d’argent doit l’intérêt moratoire à 5% l’an. Les parties peuvent toutefois conventionnellement modifier ce taux (Thevenoz, Commentaire romand, Code des obligations I, 2021, n. 13 ad art. 104 CO). 6.1.8 Un contrat est parfait lorsque les parties ont, réciproquement et d'une manière concordante, manifesté leur volonté (art. 1 al. 1 CO).”
Die Übernahme der SIA‑Norm 118 schliesst das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR nicht aus. Art. 37 Abs. 1 SIA 118 (Ausschluss des vertragswidrigen Arbeitsunterbruchs bei Meinungsverschiedenheiten) steht der Anwendung von Art. 82 OR nicht entgegen. Voraussetzung ist, dass die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nicht vertraglich ausgeschlossen wurde.
“Die Berufungsbeklagte stellte am 28. April 2020 ihre Arbeit auf der Baustelle mit der Begründung ein, dass die Berufungsklägerin sich weigere, die fällig gewordenen Forderungen zu bezahlen (zur Rechtmässigkeit der Arbeitsniederlegung vgl. nachfolgend E. 9). Sie machte von ihrem Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR Gebrauch, das auch dann besteht, wenn die SIA-Norm 118 übernommen wurde (Gauch, a.a.O., Rz. 1280). Durch die Einrede des nicht erfüllten Vertrags gerät die Schuldnerin - in casu die Berufungsbeklagte - nicht in Schuldnerverzug, weshalb sie auch nicht schadenersatzpflichtig wird und somit für die Kosten der Ersatzvornahme durch Drittunternehmer nicht haftet (vgl. Ulrich G. Schröter, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 46 zu Art. 82 OR). Nicht gefolgt werden kann der vorinstanzlichen Schlussfolgerung, wonach der Berufungsbeklagten ohnehin der volle Werklohn zustehe (act. B.1 E. 6.3.4.10). Nach Art. 190 Abs. 2 SIA-Norm 118 kann die Unternehmerin bei Zahlungsverzug des Bauherrn (nach Ansetzung einer Nachfrist) den Vertrag auflösen. In diesem Falle hat sie das Werk nicht zu vollenden, kann aber auch nur für die bereits erbrachte Leistung eine Vergütung fordern. Diese Vertragsauflösung entspricht dem Rücktritt nach Art. 107 Abs. 2 und Art.”
“) oder in der Bezahlung einer illiquiden Forderung (BGE 106 IV 125 E. 3b). Zulässig ist das Ziel, eine Schuldanerkennung zu erwirken, selbst wenn der Täter am Bestand der Schuld zweifelt (BGE 69 IV 168 E. 3), was nach BGE 106 IV 125 E. 3b kaum mehr gilt; BGE 115 IV 207 E. 2 cc lässt das Ziel der «Bezahlung einer (behaupteten) ausstehenden Schuld» genügen; einschränkender nunmehr BGer 6B_1074/2016 (Trechsel/Mona, Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. 2018, N. 8 f. zu Art. 181 StGB). Ob die Verweigerung von Werkleistungen den Tatbestand der Nötigung erfüllt, ist unter anderem daran zu messen, ob das Mittel dieser Einflussnahme rechtswidrig ist, ob also die Arbeitsniederlegung zivilrechtlich unzulässig ist. Art. 82 des Obligationenrechts (OR; SR 220) bestimmt, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Die Anwendung von Art. 82 OR setzt das Vorliegen eines vollkommen zweiseitigen (synallagmatischen) Vertrags voraus. Ein solches Austauschverhältnis besteht in Bezug auf den Werkvertrag grundsätzlich zwischen Bauleistung und Werklohn. Bildet die SIA-Norm 118 Vertragsbestandteil, schliesst Art. 37 Abs. 1 SIA-Norm 118 (Ausschluss des vertragswidrigen Arbeitsunterbruchs bei Meinungsverschiedenheiten) die Anwendbarkeit von Art. 82 OR gerade nicht aus, weil es sich dabei nicht um einen vertragswidrigen Unterbruch handelt. Bedingung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist aber, dass die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nicht vertraglich wegbedungen wurde. Der Unternehmer ist zur Arbeitseinstellung auch dann befugt, wenn es sich bei der verzögerten Vergütungsleistung um eine Voraus- oder Abschlagszahlung oder um eine endgültige Teilzahlung handelt (vgl. zum Ganzen Gauch, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, Rz. 1280 ff.).”
Strittig ist, ob der Käufer, der nach Lieferung wegen eines Mangels die Preisreduktion wählt, diese im Betreibungsverfahren als Einrede im Sinne von Art. 82 SchKG geltend machen kann. Die Rechtsprechung unterscheidet zwei Einordnungen: Wird sie als Einrede behandelt, sind Mangel, Mängelrüge und Höhe der Reduktion glaubhaft zu machen; wird sie als Bestreitung der Fälligkeit im Sinne von Art. 82 OR verstanden, genügt die Behauptung des Mangels und der Reduktion (vgl. Rechtsprechung 5A_625/2022).
“La question qui se pose est de savoir si, dans une procédure de mainlevée provisoire, le poursuivi qui fait valoir son droit à la réduction du prix en raison d'un défaut de la chose, après s'être fait livrer celle-ci, fait valoir une exception, au sens de l'art. 82 al. 2 LP, ou s'il conteste l'exigibilité de la créance, au sens de l'art. 82 CO (question laissée ouverte: ATF 145 III 20 consid. consid. 4.3.2; arrêt 5A_65/2020 du 7 juillet 2020 consid. 5.2.2, publié in RSPC 2020 p. 483). Dans la première hypothèse, il devrait rendre vraisemblables le défaut, l'avis de celui-ci et le montant de la réduction, alors que, dans la seconde, il suffirait qu'il invoque l'existence de ces éléments, comme l'a jugé le Tribunal fédéral en cas d'inexécution au sens strict (ATF 145 III 20 précité). L'interprétation de l'art. 82 CO étant uniforme en droit des contrats et en droit des poursuites (ATF 148 III 145 consid. 4.3.3), il convient, pour y répondre (cf. infra consid. 5.2), de déterminer si l'acheteur qui prétend s'être fait livrer un objet qualitativement défectueux peut invoquer l'exception d'inexécution lorsqu'il a opté pour la réduction du prix de vente (cf. infra consid. 5.1).”
Wird die Gegenleistung endgültig nicht erbracht, kann der andere Vertragspartner gestützt auf Art. 82 OR die Zahlung verweigern (exceptio non adimpleti contractus). Im zitierten Entscheid hat das Gericht festgestellt, dass die Zahlungsforderung des Leistenden ab dem Zeitpunkt entfiel, ab dem seine Gegenleistung vollständig eingestellt war.
“Dans la majorité des cas, il est fortement probable que la masse n'exécutera pas le contrat, celle-ci n'étant jamais tenue juridiquement de le faire. Dans ce cas, les règles générales du Code des obligations sur l'inexécution du contrat s'appliquent et le créancier pourra produire sa créance dans le cadre de la faillite. Le cocontractant pourra donc soit maintenir le contrat et produire dans la faillite une créance correspondant à son intérêt à l'exécution du contrat, soit résoudre le contrat et produire dans la faillite une créance correspondant à l'intérêt négatif. En tous les cas, sa créance ne sera honorée qu'à concurrence du dividende de faillite disponible (Jeanneret, in Commentaire romand, Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, 2005, LP, n. 11 et 35 ad art. 211 LP). 6.2 En l'espèce, dès le 1er janvier 2021, l'intimée n'a plus satisfait à son obligation prévue à l'art. 1.2 des conditions générales de fournir à l'appelante l'usage de l'objet du leasing, à savoir l'application H______. L'appelante était dès lors en droit dès cette date de refuser de payer les mensualités de leasing, conformément à l'art. 82 CO. C'est à tort que l'intimée soutient que l'appelante est déchue de ce droit au motif qu'elle n'aurait pas respecté les incombances mises à sa charge par l'art. 7 des conditions générales. Cette disposition, qui vise le cas des défauts de la chose vendue, n'est pas applicable au cas d'espèce. Dans le présent litige, l'application a totalement cessé de fonctionner dès le 1er janvier 2021, en raison de la cessation d'activité du fournisseur, qui a par la suite été dissous par voie de faillite. La prestation contractuelle n'a ainsi plus du tout été fournie et ne pouvait plus l'être, comme l'administrateur de D______ SA l'a confirmé à l'appelante. Une telle hypothèse n'est pas assimilable à un défaut de la chose vendue. Ce qui précède est d'ailleurs corroboré par les déclarations faites par le représentant de l'intimée devant le Tribunal. Ledit représentant a en effet indiqué que l'art. 7.3 des conditions générales visait un défaut d'utilisation, comme un problème technique. Or, dans le cas d'espèce, il ne s'agit pas d'un problème technique.”
“Par la suite elle a été informée de toutes les démarches effectuées par l'appelante à l'encontre du fournisseur. Dans ce cadre, il importe peu que les contacts entre l'appelante et le fournisseur se soient déroulés par courriels, plutôt que par lettre recommandée. Une telle prescription n'est en effet qu'une règle d'ordre, destinée à s'assurer que le destinataire de la communication la reçoive effectivement, ce qui a été le cas en l'espèce. L'on relèvera au demeurant que l'appelante a exposé dans son courrier du 6 septembre 2021 à l'intimée qu'elle avait adressé le 14 janvier 2021 un courrier recommandé à D______ SA, lequel lui avait été retourné car la société n'était plus active dans ses locaux. L'intimé n'a pas contesté cette affirmation au moment des faits. Il ressort de ce qui précède que, puisque l'intimée a cessé dès le 1er janvier 2021 de fournir à l'appelante sa propre prestation, à savoir l'usage de l'application H______, celle-ci pouvait se prévaloir de l'exceptio non adimpleti contractus de l'art. 82 CO et refuser de payer les mensualités du leasing. L'intimée n'a dès lors pas de créance fondée sur le contrat de leasing litigieux à l'encontre de l'appelante. Elle ne peut en particulier pas invoquer l'art. 16.1 des conditions générales, puisque son droit au paiement des redevances de leasing s'est éteint dès le 1er janvier 2021. Il sera par conséquent fait droit aux conclusions de l'appelante, sans qu'il soit nécessaire d'examiner les autres arguments de celle-ci, notamment de trancher la question de savoir si la cessation totale de fourniture de prestation par D______ SA équivaut à un sinistre total au sens de l'art. 12 des conditions générales. L'intimée ne prétend pas que tel soit le cas. Le jugement entrepris sera dès lors annulé et il sera statué à nouveau (art. 318 al. 1 let. b CPC) dans le sens où il sera constaté, comme le demande l'appelante, que celle-ci n'est pas la débitrice de l'intimée et que la poursuite n° 1______ n'ira pas sa voie. 7. 7.1 Les frais sont mis à la charge de la partie qui succombe (art.”
“Dans la majorité des cas, il est fortement probable que la masse n'exécutera pas le contrat, celle-ci n'étant jamais tenue juridiquement de le faire. Dans ce cas, les règles générales du Code des obligations sur l'inexécution du contrat s'appliquent et le créancier pourra produire sa créance dans le cadre de la faillite. Le cocontractant pourra donc soit maintenir le contrat et produire dans la faillite une créance correspondant à son intérêt à l'exécution du contrat, soit résoudre le contrat et produire dans la faillite une créance correspondant à l'intérêt négatif. En tous les cas, sa créance ne sera honorée qu'à concurrence du dividende de faillite disponible (Jeanneret, in Commentaire romand, Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, 2005, LP, n. 11 et 35 ad art. 211 LP). 6.2 En l'espèce, dès le 1er janvier 2021, l'intimée n'a plus satisfait à son obligation prévue à l'art. 1.2 des conditions générales de fournir à l'appelante l'usage de l'objet du leasing, à savoir l'application H______. L'appelante était dès lors en droit dès cette date de refuser de payer les mensualités de leasing, conformément à l'art. 82 CO. C'est à tort que l'intimée soutient que l'appelante est déchue de ce droit au motif qu'elle n'aurait pas respecté les incombances mises à sa charge par l'art. 7 des conditions générales. Cette disposition, qui vise le cas des défauts de la chose vendue, n'est pas applicable au cas d'espèce. Dans le présent litige, l'application a totalement cessé de fonctionner dès le 1er janvier 2021, en raison de la cessation d'activité du fournisseur, qui a par la suite été dissous par voie de faillite. La prestation contractuelle n'a ainsi plus du tout été fournie et ne pouvait plus l'être, comme l'administrateur de D______ SA l'a confirmé à l'appelante. Une telle hypothèse n'est pas assimilable à un défaut de la chose vendue. Ce qui précède est d'ailleurs corroboré par les déclarations faites par le représentant de l'intimée devant le Tribunal. Ledit représentant a en effet indiqué que l'art. 7.3 des conditions générales visait un défaut d'utilisation, comme un problème technique. Or, dans le cas d'espèce, il ne s'agit pas d'un problème technique.”
Art. 82 OR setzt grundsätzlich mehr als eine rein verbale Ankündigung voraus; eine reale Erfüllungsbestellung (Realoblation) ist in der Regel erforderlich. Bei Grundstücksverkäufen fehlt allerdings das fahrnismässige Äquivalent zur Konsignation, sodass eine tatsächliche Realoblation praktisch oft nicht möglich ist. In der Rechtsprechung wurden deshalb prozessuale Handlungen (z. B. das Erscheinen vor dem Notar) gelegentlich als «Angebot zur Erfüllung» gewertet, diese Auslegung ist jedoch nicht unumstritten und bedarf einer strengen Prüfung.
“1 Pour que le pacte d’emption vaille reconnaissance de dette pour le montant du prix de vente il faudrait, selon cette jurisprudence (cf. Principes juridiques consid 1.1), que les recourants poursuivants « aient rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont ils requièrent le recouvrement ». Or, leur obligation était, d’après le pacte d’emption, de signer la réquisition de transfert ce qui aurait entraîné – ce qui ne dépend pas d’eux - l’inscription au grand livre et, partant, le transfert de propriété. Cette obligation n’a pas été remplie. Il ne ressort pas non plus des pièces au dossier que cette obligation aurait d’une quelconque manière été garantie avant le dépôt de la réquisition de poursuite. Certes, l’arrêt considère que les recourants, du fait qu’ils se sont présentés à la séance devant le notaire du 11 juin 2019, ont émis une « offre d’exécuter effective » (consid. Va), p. 10), ou « que le transfert de propriété (…) a fait l’objet d’une offre réelle » (consid. Vb), p. 11). Cette analyse procède à mon sens d’une mauvaise compréhension de l’art. 82 CO, disposition qui sous-tend la jurisprudence du Tribunal fédéral. L’ « offre d’exécuter sa propre obligation », au sens de l’art. 82 CO, ne suppose en principe pas seulement une offre verbale (« Verbaloblation »), à savoir une déclaration de tenir la chose à disposition, mais une offre réelle (« Realoblation »), et cette offre réelle implique une consignation en cas de vente mobilière. Toutefois, pour les motifs exposés plus haut (cf. Principes juridiques consid. 1.1 i.f.), en matière de vente immobilière, une offre réelle sous forme de consignation au sens de l’art. 92 CO ou sous une autre forme – en particulier un transfert de possession, par la remise des clés à un tiers - n’est pas possible, respectivement pas suffisante. En particulier, l’équivalent en matière immobilière de la consignation n’existe pas. Au vu de ce qui précède, comme l’a relevé à juste titre le premier juge, les recourants n’ont pas établi ou rendu vraisemblable qu’ils avaient rempli ou garanti leur propre obligation de requérir l’inscription du transfert au registre foncier.”
Art. 82 OR kann in der Praxis unzulässig oder unbeachtlich sein, wenn die anspruchsberechtigte Partei längere Zeit Kenntnis von Mängeln hatte und den Vertrag ratifizierte oder über die behaupteten Forderungen disponierte bzw. sie nicht rechtzeitig monierte. In solchen Konstellationen wird die Einrede der nicht erfüllten Leistung (exceptio non adimpleti contractus) mangels rechtzeitiger Geltendmachung bzw. wegen Verwirkung bzw. Ratifikation regelmässig erschwert bzw. abgewiesen.
“En effet, cette situation était de nature à prétériter l'activité de A______ FZE ainsi que de B______ LTD, et partant à dévaluer leurs actions, à un double titre : tout d’abord, ces sociétés étaient tenues de répondre à des exigences strictes, fixées par le gouvernement américain, pour voir reconduits les contrats de livraison de carburant, tel que le respect des règles fiscales étasuniennes par l’ensemble des personnes qui leur étaient affiliées (actionnaire et ayants droits économiques inclus); ensuite, elles risquaient d'être impliquées, en raison des actes reprochés au précité, dans de potentielles procédures, pénales et/ou civiles. C______ LTD a déclaré invalider la vente des actions (art. 28 CO, voire art. 205 al. 1 in limine CO), subsidiairement a requis une réduction de leur prix d’achat (indemnité pour moins-value fondée sur l'art. 205 al. 1 in fine CO ["breach of warranty"]), excipant, par ailleurs, pour s'opposer aux conclusions de H______ LTD, de compensation ainsi que d'inexécution au sens de l'art. 82 CO (exceptio non adimpleti contractus). Certaines de ses prétentions ont été formulées dans le cadre d'une demande reconventionnelle, qu'elle a retirée par la suite, avec les pièces qui y étaient annexées. c.c.c. G______ – résident suisse – s'est exprimé à deux reprises devant la juridiction arbitrale, par écrit, dans des documents intitulés "witness statement[s]". Il y exposait, entre autres, que l'ayant droit économique du trust détenant [ultimement] A______ FZE et B______ LTD était E______, et non D______ (PP 100'918 et ss ainsi que 101'400 et ss). c.c.d. Par sentence partielle du 5 février 2024 (Partial Award; PP 101'353 et ss), le tribunal arbitral a débouté C______ LTD de ses conclusions pour les motifs suivants : l'invalidation de la vente était intervenue tardivement (art. 31 CO), cette société ayant connaissance, depuis le printemps 2021 déjà, de l'existence de l'enquête diligentée contre D______; il résultait d'ailleurs de missives dont elle était l'auteure qu'elle avait ratifié cette vente; les éléments du dossier ne permettaient pas de statuer sur ses autres prétentions ("breach of warranty", compensation et exceptio non adimpleti contractus), puisqu'elle avait retiré, en même temps que sa demande reconventionnelle, les pièces qui auraient permis de se déterminer à leur sujet; en tout état, la teneur des contrats du 12 octobre 2020 excluait toute compensation, respectivement tout refus d'exécution fondé sur l'art.”
“So führt sie im Schreiben vom 29. Mai 2020 selbst aus, dass sie nach der Rückbelastung der entsprechenden Rechnungen über diese - 65 - verfügte, indem sie beispielsweise eine (neue) Rechnung an den Kunden sandte (vgl. act. 33 Ad 85; act. 43 Ad 85; act. 6/9). Offensichtlich ging das Verständnis der Parteien dahin, dass die Regressforderungen nicht rückzediert werden mussten, wenn sie nicht beglichen wurden, und die Klägerin durfte aufgrund der jahrelangen Handhabe und Nichtmonierung durch die Beklagte und der Tatsache, dass diese über die Forderungen verfügte, nach Treu und Glauben auch davon ausgehen (vgl. act. 33 Rz 85). Entsprechend kann sich die Beklagte nicht darauf berufen, es habe sich bei der Rückzession der Regressforderungen um ein Synallagma im Sinne von Art. 82 OR zum Bestand des Regressanspruches gehandelt, und es müsse daher Zug um Zug erfüllt werden. Offen bleiben kann entsprechend, ob die Beklagte über- haupt eine rechtsgenügende Einrede im Sinne von Art. 82 OR erhoben hat. 3.4Fazit Unbestritten blieb der von der Klägerin geltend gemachte Saldovortrag vom 5. März 2020 von CHF 7'023.90 (act. 5 Rz 98.41; act. 17 Ad 98.41). Entsprechend ist der Betrag zu berücksichtigen. Der Klägerin stehen grundsätzlich Regressansprüche von total CHF 188'459.65 zu (CHF 10'766.75 + CHF 36'411.20 + CHF 134'257.80 + CHF 7'023.90). 3.5.Eventualstandpunkt der Beklagten Die Beklagte macht im Eventualstandpunkt geltend, dass die Klägerin bei einer Rückabwicklung nur verlangen könne, was sie ihr für die Forderungen effektiv be- zahlt habe, nämlich CHF”
Bei formell verschiedenen, aber wirtschaftlich eng verbundenen Forderungen kann der Schuldner analog zu Art. 82 OR ein persönliches Leistungsverweigerungs- oder Zurückbehaltungsrecht geltend machen. Eine derartige wirtschaftliche Connexität ist nur zurückhaltend anzuerkennen; sie setzt eine derart enge natürliche und ökonomische Verbindung voraus, dass eine einseitige Erfüllung gegen Treu und Glauben verstiesse.
“Lorsque les prestations reposent sur des rapports d'obligations différents et économiquement liés, la jurisprudence a toutefois reconnu au débiteur, par analogie avec l'art. 82 CO, le droit de refuser sa prestation en vertu d'un droit de rétention personnel si, de son côté, le créancier ne s'est pas exécuté (Hohl, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n 1 et 9 ad art. 82 CO et les références jurisprudentielles citées : cf. également ATF 128 V 224 consid. 2b; Schroeter, Commentaire bâlois CO I, 7ème éd., 2020, n. 48 à 50 ad art. 82 CO; Weber, Commentaire bernois art. 68-96 CO, 2ème éd., 2005, n. 19 à 29 ad art. 82 CO; Schraner, Commentaire zurichois art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n. 175 à 187 ad art. 82 CO). Pour des raisons de sécurité juridique et des transactions, une connexité économique ne doit pas être admise à la légère. Elle n'est donnée que lorsque les prestations présentent un lien naturel et économique si étroit qu'une exécution unilatérale apparaîtrait contraire aux règles de la bonne foi (Weber, op. cit., n. 28 ad art. 82 CO; Schraner, op. cit., n. 186 ad art. 82 CO). 8.2 Le droit de la cédule hypothécaire a été modifié lors de la révision du 11 décembre 2009, entrée en vigueur le 1er janvier 2012 (RO 2011 4637 ss, p. 4657). Bien que la cédule hypothécaire concernée ait été constituée sous l'ancien droit, elle est toujours valable, de sorte que l'étendue des droits qu'elle confère est régie par le nouveau droit, sous réserve des droits acquis (arrêt du Tribunal fédéral 4A_559/2019 du 12 mai 2020 consid. 2; cf. Steinauer, La cédule hypothécaire, Les obligations foncières, 2016, respectivement en allemand, Zürcher Kommentar, Der Schuldbrief, Die Anleihensobligationen mit Grundpfandrecht, 2ème éd., 2015, nos 25 ss ad Remarques liminaires). 8.2.1 Sous l'ancien comme sous le nouveau droit, la cédule hypothécaire est une créance personnelle garantie par un gage immobilier (art. 842 aCC et art. 842 al. 1 CC). La cédule sur papier est un papier-valeur qui incorpore à la fois la créance et le droit de gage immobilier, qui en est l'accessoire (ATF 144 III 29 consid.”
Art. 82 OR wird in der Praxis auch auf Arbeitsverhältnisse angewandt: Grundsätzlich kann der Arbeitgeber sich auf die Ausnahme der Nichterfüllung berufen, wenn der Arbeitnehmende seine Arbeitsleistung nicht erbracht hat; hierfür muss der Arbeitnehmende seine Leistung zumindest angeboten haben. Nach Art. 324 Abs. 1 OR bleibt der Lohn jedoch geschuldet, wenn der Arbeitgeber die Arbeitsleistung durch sein Verschulden verhindert oder sich in Annahmeverzug befindet. Die Rechtsprechung verlangt in der Regel, dass der Arbeitnehmende sein Dienstangebot klar gemacht hat; kein Vorwurf trifft ihn hingegen, wenn der Arbeitgeber ihn ausdrücklich von der Arbeitspflicht befreit hat oder die Leistung offensichtlich nicht angenommen worden wäre. Ebenso ist Voraussetzung der Arbeitgeberdifferenz, dass die Weigerung des Arbeitgebers unbegründet war.
“Le bien-fondé du grief de l’appelant n’entraîne toutefois pas nécessairement l’admission de l’appel. 4.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon la jurisprudence, cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 120 II 209 consid. 6a ; Tercier/Bieri/Carron, Les contrats spéciaux, 5e éd. 2016, n. 335; Gauch/Schluep/Emmenegger, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, t. II, 10e éd. 2014, n. 2215). Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu ; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 115 V 437 consid. 5a). Aux termes de l'art. 324 al. 1 CO, si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail. Selon la jurisprudence, cette disposition exige que l'employeur soit en demeure d'accepter la prestation de travail du travailleur. Cette demeure de l'employeur suppose que le travailleur ait offert ses services (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 115 V 437 consid. 5a p. 444). Le travailleur ne peut pas se voir reprocher de n'avoir pas offert ses services, lorsque l'employeur l'a libéré de l'obligation de travailler jusqu'au terme du délai de congé (ou lorsqu'il n'aurait de toute manière pas accepté la prestation de travail offerte) (ATF 135 précité loc. cit ; TF 4A_289/2010 du 27 juillet 2010 consid. 4.1), sous réserve du cas où le travailleur a été libéré de son obligation de travailler pendant le délai de congé, soit jusqu'à une date déterminée, et que l’incapacité apparue pendant le délai de congé entraîne une prolongation significative des rapports de travail, car alors l'employeur peut souhaiter à nouveau occuper le salarié ; dans ce dernier cas, le travailleur doit donc offrir ses services (cf.”
“On ne voit toutefois pas – et l’appelante ne l’établit pas – quelle incidence cet élément a sur l'état de fait retenu ni sur l'issue de la cause. Il peut être ignoré. 4. 4.1 En droit, l'appelante invoque une violation de l'art. 324 CO en tant que les premiers juges ont retenu que l’employeur était en demeure d'accepter la prestation de travail de l'intimée. Il n'est en revanche pas contesté que le licenciement du 28 janvier 2021 est nul en raison de la grossesse de l'intimée. 4.2 La nullité du congé selon l'art. 336c al. 2 CO ne modifie pas les droits et obligations des parties : le travailleur doit fournir sa prestation de travail alors que l'employeur reste tenu de payer le salaire (art. 319 et 324 CO ; ATF 115 V 437 consid. 5a ; TF 4A_587/2020 du 28 mai 2021 consid. 5.1). Notamment, les règles sur la demeure sont applicables : si le salarié n'exécute pas sa prestation de travail sans être empêché par un motif reconnu, il est en demeure (art. 102 ss CO) et l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (Aubry Girardin, in : Commentaire du contrat de travail, n. 49 ad art. 336c). De même, l'employeur peut être en demeure s'il empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs et doit payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir sa prestation (art. 324 CO ; ibid.). Aux termes de l'art. 324 CO, si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail. Cette disposition institue une règle spéciale pour le cas de demeure de l'employeur d'accepter la prestation de travail de l'employé (Guy Longchamp, in Commentaire du contrat de travail, Berne 2013, n. 1 ad art. 324 CO). Deux conditions sont posées : le travailleur doit avoir offert sa prestation et l'employeur doit avoir refusé celle-ci de manière injustifiée (Wyler/Heinzer, Droit du travail, 4e éd.”
“Le recourant n'a pas invoqué que l’annonce tardive de l’empêchement de travailler lui aurait causé un préjudice particulier et aucune partie ne soutient qu’elle serait constitutive d'un abus de droit ayant pour effet de supprimer l'extension au 31 juillet 2020 de la protection contre le congé (cf. Aubert, Commentaire romand, Code des obligations I, Bâle 2012, n. 15 ad art. 336c CO). Il en découle que la seule tardivité de l'annonce n'a pas pour conséquence de mettre à néant les prétentions salariales de l'employé pour la période courant jusqu’au 31 juillet 2020. 3.3 3.3.1 La prolongation des rapports de travail sur la base de l'art. 336c al. 2 CO ne modifie pas les droits et obligations des parties. Le travailleur doit fournir sa prestation dès qu'il a recouvré sa capacité de travail alors que l'employeur reste tenu de payer le salaire (art. 319 al. 1 CO). S'il n'exécute pas sa prestation de travail sans être empêché par un motif reconnu, le travailleur est en demeure (art. 102 ss CO) et l'employeur peut alors refuser de payer le salaire (art. 82 CO ; ATF 132 III 406 consid. 2.6 ; 115 V 437 consid. 5a). De même, les règles sur la demeure de l'employeur sont applicables. S'il empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, l'employeur doit payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir sa prestation (art. 324 al. 1 CO). La demeure de l'employeur suppose en principe que le travailleur ait clairement offert ses services (ATF 115 V 437 consid. 5a ; TF 4C.189/2005 du 17 novembre 2005 consid. 3.3 ; TF 4C.230/2005 du 1er septembre 2005 consid. 3.1 ; TF 4C.331/2001 du 12 février 2002 consid. 4b ; TF 4C.383/1991 du 23 octobre 1992 consid. 3c, reproduit in SJ 1993, p. 365). Le travailleur ayant recouvré sa capacité de travail ne peut toutefois se voir reprocher de n'avoir pas offert ses services lorsque l'employeur l'a libéré de l'obligation de travailler jusqu'au terme du délai de congé (ATF 118 II 139 consid. 1a et les réf. citées ; TF 4C.66/1994 du 20 juillet 1994 consid.”
“L'appelant fait grief au Tribunal d'avoir retenu que son salaire n'était pas dû pour les mois de septembre à novembre 2017, faute pour lui d'avoir offert ses services pour cette période. Selon lui, l'intimée ne les aurait de toute façon pas acceptés. 8.1.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie. Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire. L'employeur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation (art. 102 ss CO) lorsqu'il est en retard dans le paiement de salaires échus; l'employé peut alors invoquer l'exception d'inexécution par application analogique de l'art. 82 CO et refuser d'exécuter son travail. L'art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l'on appelle exception d'inexécution, qui lui permet de ne pas exécuter sa prestation tant que son cocontractant n'a pas exécuté ou offert d'exécuter la sienne. Il appartient au débiteur de soulever cette exception. Une fois qu'il l'a invoquée, il incombe au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1). 8.1.2 La nullité ou la suspension du congé selon l'art. 336c al. 2 CO ne modifient pas les droits et obligations des parties: le travailleur doit fournir sa prestation de travail alors que l'employeur reste tenu de payer le salaire (art. 319 et 324 CO). Aux termes de l'art. 324 al. 1 CO, si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail (arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 précité consid.”
“Ora, per l'art. 319 cpv. 1 CO il lavoratore si obbliga a lavorare al servizio del datore di lavoro e questi a pagare un salario. Se non esegue la prestazione lavorativa senza essere impedito da un motivo riconosciuto, il lavoratore si trova in mora (art. 102 segg. CO) e il datore di lavoro può rifiutarsi di pagare il salario per inadempimento (art. 82 CO). Il salario rimane però dovuto qualora sia il datore di lavoro a impedire per sua colpa la prestazione del lavoro o sia altrimenti in mora nell'accettazione di questo (art. 324 cpv. 1 CO). La mora del datore di lavoro presuppone di principio che il lavoratore abbia offerto la sua prestazione. Nessun rimprovero può però essere mosso a un lavoratore per non avere offerto le sue prestazioni lavorative se il datore di lavoro l'ha esonerato dall'obbligo di prestarle (DTF 135 III 357 consid. 4.2; più recentemente: sentenza del Tribunale federale 4A_587/2020 del 28 maggio 2021 consid. 5.1). Conformemente all'art. 8 CC incombe al lavoratore che sostiene di essere stato dispensato dall'obbligo di lavorare, dimostrare questa circostanza (sentenza del Tribunale federale 4C.329/2004 del 15 dicembre 2004 consid. 2.2).”
Ist zwischen Leistung und Gegenleistung ein derart enger Zusammenhang gegeben, dass eine Nebenleistung für den Vertragswert der Hauptleistung wesentlich ist (z. B. Freigabe der Produkte als Voraussetzung für die Werthaltigkeit einer Lizenz), rechtfertigt dies nach Art. 82 OR, dass die Gegenleistung bis zur Erfüllung dieser Nebenpflicht verweigert bzw. die Zahlung zurückbehalten wird, sofern die Gegenleistung vertragswidrig ausbleibt.
“Im hier streitigen Lizenzvertrag besteht ein Austauschverhältnis demnach einer- seits zwischen der Verpflichtung des Lizenzgebers, die Marken zu Gebrauch und Nutzung zu überlassen, und anderseits der Pflicht der Lizenznehmerin, eine Li- zenzgebühr zu bezahlen. Die Verpflichtung des Klägers, die von der Beklagten vorgelegten Produkte für den Markt freizugeben, steht im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung, also nicht unmittelbar mit der Lizenzerteilung. Dies spricht dafür, dass es sich bei der Pflicht zur Freigabe um eine Nebenleistungspflicht handelt. Allerdings setzt der Gebrauch und die Nutzung der Marken voraus, dass die Lizenzprodukte auch tatsächlich vertrieben werden können, was eine vorgän- gige Freigabe voraussetzt. Die Lizenz ist für die Beklagte mit anderen Worten praktisch wertlos, wenn der Kläger die Lizenzprodukte nicht für den Markt freigibt. Damit besteht zwischen der Pflicht zur Bezahlung der Mindestlizenzgebühren und der Pflicht zur Freigabe der Lizenzprodukte ein derart enges Verhältnis, dass die Anwendung des Art. 82 OR gerechtfertigt ist (vgl. Ulrich G. Schroeter, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 7. Aufl., Basel 2020, N 26 zu Art. 82 OR). Die Beklagte ist also grundsätzlich be- rechtigt, die Zahlung der Lizenzgebühr zu verweigern, sofern der Kläger vertrags- widrig keine Freigabe erteilt.”
“Im hier streitigen Lizenzvertrag besteht ein Austauschverhältnis demnach einer- seits zwischen der Verpflichtung des Lizenzgebers, die Marken zu Gebrauch und Nutzung zu überlassen, und anderseits der Pflicht der Lizenznehmerin, eine Li- zenzgebühr zu bezahlen. Die Verpflichtung des Klägers, die von der Beklagten vorgelegten Produkte für den Markt freizugeben, steht im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung, also nicht unmittelbar mit der Lizenzerteilung. Dies spricht dafür, dass es sich bei der Pflicht zur Freigabe um eine Nebenleistungspflicht handelt. Allerdings setzt der Gebrauch und die Nutzung der Marken voraus, dass die Lizenzprodukte auch tatsächlich vertrieben werden können, was eine vorgän- gige Freigabe voraussetzt. Die Lizenz ist für die Beklagte mit anderen Worten praktisch wertlos, wenn der Kläger die Lizenzprodukte nicht für den Markt freigibt. Damit besteht zwischen der Pflicht zur Bezahlung der Mindestlizenzgebühren und der Pflicht zur Freigabe der Lizenzprodukte ein derart enges Verhältnis, dass die Anwendung des Art. 82 OR gerechtfertigt ist (vgl. Ulrich G. Schroeter, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 7. Aufl., Basel 2020, N 26 zu Art. 82 OR). Die Beklagte ist also grundsätzlich be- rechtigt, die Zahlung der Lizenzgebühr zu verweigern, sofern der Kläger vertrags- widrig keine Freigabe erteilt.”
“Im hier streitigen Lizenzvertrag besteht ein Austauschverhältnis demnach einer- seits zwischen der Verpflichtung des Lizenzgebers, die Marken zu Gebrauch und Nutzung zu überlassen, und anderseits der Pflicht der Lizenznehmerin, eine Li- zenzgebühr zu bezahlen. Die Verpflichtung des Klägers, die von der Beklagten vorgelegten Produkte für den Markt freizugeben, steht im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung, also nicht unmittelbar mit der Lizenzerteilung. Dies spricht dafür, dass es sich bei der Pflicht zur Freigabe um eine Nebenleistungspflicht handelt. Allerdings setzt der Gebrauch und die Nutzung der Marken voraus, dass die Lizenzprodukte auch tatsächlich vertrieben werden können, was eine vorgän- gige Freigabe voraussetzt. Die Lizenz ist für die Beklagte mit anderen Worten praktisch wertlos, wenn der Kläger die Lizenzprodukte nicht für den Markt freigibt. Damit besteht zwischen der Pflicht zur Bezahlung der Mindestlizenzgebühren und der Pflicht zur Freigabe der Lizenzprodukte ein derart enges Verhältnis, dass die Anwendung des Art. 82 OR gerechtfertigt ist (vgl. Ulrich G. Schroeter, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 7. Aufl., Basel 2020, N 26 zu Art. 82 OR). Die Beklagte ist also grundsätzlich be- rechtigt, die Zahlung der Lizenzgebühr zu verweigern, sofern der Kläger vertrags- widrig keine Freigabe erteilt.”
Wird dem Gläubiger eine unbestritten angebotene Barzahlung nicht angenommen, kann der Gläubiger in Annahmeverzug geraten. Befindet sich der Schuldner dadurch nicht in Verzug, fehlen die Voraussetzungen für eine Leistungsverweigerung bzw. Zurückbehaltung nach Art. 82 OR.
“Demzufolge gerieten die IWB aufgrund der Nichtannahme der unbestrittenermassen angebotenen Barzahlung der Rechnungsbeträge in Gläubigerverzug (vgl. Gauch/Schluep/Schmid/Emmenegger, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 11. Aufl., Zürich 2020, Rz. 2430). Dies schliesst einen Schuldnerverzug des Rekurrent aus (Gauch/Schluep/Schmid/Emmenegger, a.a.O., Rz. 2449). Befindet sich der Rekurrent aber nicht in Verzug, so fehlt den IWB die Grundlage, um ihre eigene Leistung gemäss Art. 82 OR zurückzubehalten. Damit sind die Voraussetzungen für die Unterbrechung der Energielieferung gemäss § 26 Abs. 1 lit. e und § 52 Abs. 4 AB IWB Elektrizität, wonach die IWB die Lieferung von Elektrizität verweigern können, wenn Kundinnen oder Kunden nach der zweiten Mahnung ihren Zahlungspflichten gegenüber den IWB nicht nachkommen, nicht erfüllt.”
Art. 82 OR ist als dilatorische Einrede ausgestaltet und gilt nur, solange die beiderseitige Vertragserfüllung noch möglich ist. Steht der Verpflichtete der Erfüllung endgültig entgegen oder hat die Gegenpartei die Erfüllung dauerhaft verunmöglicht bzw. sich dauerhaft vom Vertragsverhältnis zurückgezogen, so kommt die dilatorische Einrede nicht mehr in Betracht. In diesem Fall sind stattdessen andere Rechtsbehelfe wie Rücktritt oder Schadenersatz (z.B. Art. 97 OR) zu prüfen.
“Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
“Die Beschwerdeführerin rügt eine falsche Anwendung von Art. 82 OR und Art. 97 Abs. 1 OR. Der Vorinstanz sei zuzustimmen, dass die Beschwerdegegnerin eine Vertragsverletzung begangen habe, indem sie die Registrierung der Medikamente im Vertragsgebiet zurückgezogen habe. Dadurch sei die Erfüllung des Vertriebsvertrags unmöglich geworden. Der Beschwerdeführerin sei dadurch ein Schaden von EUR 900'562.49 entstanden, wobei das Verhalten der Beschwerdegegnerin für den Schadenseintritt kausal gewesen sei. Der Beschwerdeführerin stehe daher ein Schadenersatzanspruch nach Art. 97 Abs. 1 OR zu. Die Vorinstanz gehe sodann allerdings zu Unrecht davon aus, dass der Beschwerdegegnerin die Einrede gemäss Art. 82 OR zustehe. Die Einrede habe einen dilatorischen Charakter, weshalb sie nur zum Tragen komme, wenn die Vertragserfüllung für beide Parteien noch möglich sei. Da die Beschwerdegegnerin die Erreichung des Vertragszwecks der Absatzförderung und damit weitere Erfüllungshandlungen in Form der Medikamentenlieferungen verunmöglicht habe, sei die Einrede des Art. 82 OR spätestens ab dem 26.”
“August 2019, mit entsprechendem Schreiben an die zuständigen Gesundheitsministerien umgesetzt. Infolge der fehlenden Registrierung entfiel die Möglichkeit zur Lieferung der Arzneimittel in die drei Länder, womit auch der Vertrieb der Arzneimittel im Rahmen des Vertriebsvertrags dauerhaft verunmöglicht wurde. Aus diesen für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin mit der fehlenden Registrierung die Medikamentenlieferungen definitiv und nicht nur vorübergehend einstellen wollte. Sie wollte sich aus den betroffenen Ländern dauerhaft zurückziehen und damit der Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtung definitiv und nicht nur vorübergehend entziehen. Diese Absicht hat sie der Beschwerdeführerin bereits mit E-Mail vom 26. März 2019 mitgeteilt, weshalb ihr ab diesem Zeitpunkt die dilatorische Einrede von Art. 82 OR nicht mehr zur Verfügung stand (vgl. E. 6.3 hiervor). Die Vorinstanz ist somit zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin sich für die fehlende Medikamentenlieferung auf Art. 82 OR berufen konnte. Daran ändert auch der Einwand der Beschwerdegegnerin nichts, die fehlende Registrierung stelle keine Vertragsverletzung im Sinne von Art. 97 OR dar. Es trifft zwar zu, dass der Vertriebsvertrag keine explizite Registrierungspflicht vorsieht. Die Vorinstanz hat zudem festgestellt, dass keine gelebte Registrierungspflicht der Beschwerdegegnerin dargetan worden sei. Der Vertriebsvertrag sieht jedoch in Ziff.”
“Die Beschwerdeführerin rügt eine falsche Anwendung von Art. 82 OR und Art. 97 Abs. 1 OR. Der Vorinstanz sei zuzustimmen, dass die Beschwerdegegnerin eine Vertragsverletzung begangen habe, indem sie die Registrierung der Medikamente im Vertragsgebiet zurückgezogen habe. Dadurch sei die Erfüllung des Vertriebsvertrags unmöglich geworden. Der Beschwerdeführerin sei dadurch ein Schaden von EUR 900'562.49 entstanden, wobei das Verhalten der Beschwerdegegnerin für den Schadenseintritt kausal gewesen sei. Der Beschwerdeführerin stehe daher ein Schadenersatzanspruch nach Art. 97 Abs. 1 OR zu. Die Vorinstanz gehe sodann allerdings zu Unrecht davon aus, dass der Beschwerdegegnerin die Einrede gemäss Art. 82 OR zustehe. Die Einrede habe einen dilatorischen Charakter, weshalb sie nur zum Tragen komme, wenn die Vertragserfüllung für beide Parteien noch möglich sei. Da die Beschwerdegegnerin die Erreichung des Vertragszwecks der Absatzförderung und damit weitere Erfüllungshandlungen in Form der Medikamentenlieferungen verunmöglicht habe, sei die Einrede des Art. 82 OR spätestens ab dem 26. März 2019 bzw. spätestens ab dem 30. August 2019 unzulässig. Die Einrede vermöge somit den Bestand der verrechnungsweise geltend gemachten Schadenersatzforderung nicht zu beeinträchtigen.”
“des Vertriebsvertrags erfasst. Mangels Erfüllungsbereitschaft durfte sich die Beschwerdegegnerin für die unterbliebene Lieferung ebenso wenig auf Art. 82 OR berufen. Die Beschwerde erweist sich insofern als begründet. Die Vorinstanz hat allerdings nicht abschliessend geklärt, ob die übrigen Voraussetzungen des Schadenersatzanspruchs gemäss Art. 97 Abs. 1 OR (namentlich Kausalität, Schaden und Verschulden) erfüllt sind. Die Sache ist daher zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese wird zu beurteilen haben, ob die übrigen Voraussetzungen (Kausalität, Schaden und Verschulden) des von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Schadensersatzanspruchs vorliegen.”
Hält die eigene Partei die Gegenpartei nicht mehr zur Erfüllung an (z. B. weil sie vom Vertrag zurücktritt), fällt die Anwendbarkeit von Art. 82 OR typischerweise weg. Eine Vertragskündigung oder -beendigung beseitigt damit jedoch nicht notwendigerweise vertraglich vereinbarte Zahlungsansprüche; fällige Raten können trotz Entfall der Einrede des Art. 82 weiterhin geschuldet sein.
“- 36 - nicht verbindlich erachte und in klaren Worten darauf hingewiesen, dass sie vom Vertrag zurücktrete (act. 14 Rz. 51, Rz. 56 und Rz. 67; act. 31 Rz. 18). Sie sei zu keiner weiteren Zahlung verpflichtet (act. 14 Rz. 56; act. 31 Rz. 18 und Rz. 41). An- dernorts behauptet sie zudem, sie habe viel in die Boutique investieren müssen, z.B. in Elektrik, Licht, Sound, Kasse, Sicherheit und Garnituren (vgl. act. 31 Rz. 37). Bei Abschluss des Vorvertrags sei sie davon ausgegangen, dass ebendiese Ele- mente eingebaut sein würden (vgl. act. 31 Rz. 41). 5.3.1.2. Aus den Ausführungen der Beklagten erhellt, dass sie die Klägerin nicht zur Erfüllung anhalten will. Einerseits führt sie aus, sie habe der Klägerin ihren Wil- len mitgeteilt, vom Vertrag zurückzutreten, andererseits beschreibt sie getätigte In- vestitionen im Zusammenhang mit den Gegenständen, welche sie behauptungsge- mäss nicht von der Klägerin erhalten habe, weshalb sie auch aus praktischen Grün- den nicht mehr an einer Erfüllung interessiert sein kann. Damit fällt die Anwendbar- keit von Art. 82 OR, der die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpf- ten Leistungspflichten durchsetzen will, um eine einseitige Vorleistung zu vermei- den, mangels eigener Vertragstreue von vornherein ausser Betracht (vgl. auch WE- BER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 195 m.w.H.). 5.3.2.1. Da die Beklagte nicht am Vertrag festhalten, sondern von diesem zurück- treten will, erscheint folgerichtig, dass sie mit dem Vorwurf der Nichterfüllung einen Schuldnerverzug i.S.v. Art. 102 ff. OR geltend machen will. Einen solchen bestreitet die Klägerin: Sie führt aus, sie habe der Beklagten am 20. Dezember 2012 sämtli- ches Ladeninventar, das Gegenstand des Vertrages vom November 2012 gewesen sei, vereinbarungsgemäss übergeben (act. 1 Rz. 37 und Rz. 48; act. 35 Rz. 10). Zu keinem Zeitpunkt habe sie Inventar, das Gegenstand des Vertrages vom November 2012 gewesen sei, aus dem Ladenlokal entfernt (act. 35 Rz. 10). 5.3.2.2. Aufgrund des Bestreitens der beklagtischen Behauptungen durch die Klä- gerin ist die Beklagte dafür beweispflichtig, dass sie zur Ausübung des Rechts, vom Vertrag zurückzutreten, berechtigt war (vgl.”
“Ne consegue che la reclamante non ha reso verosimile l’obbligo di garanzia dell’istante (o perlomeno non più verosimile della tesi sostenuta da quest’ultima), ma soprattutto non ha reso attendibile l’esistenza di un rapporto di reciprocità tra il preteso obbligo di garanzia dell’istante e il dovere della convenuta di versare le somme promesse, finché il contratto di sponsorizzazione era in essere. Già per questa ragione l’eccezione d’inadempimento giusta l’art. 82 CO andava respinta. Siccome la RE 1 ha disdetto il contratto dopo la fine della prima stagione sportiva (o meglio l’11 luglio 2019, v. doc. O), rimane tenuta a pagare la seconda e la terza rata, le cui scadenze (1° gennaio e 1° aprile) erano del resto, per esplicita volontà delle parti, l’una anteriore e l’altra di poco successiva al termine della stagione sportiva, cioè in date in cui gli obiettivi di visibilità non potevano ancora essere pienamente verificati. Su questo punto la decisione impugnata va di conseguenza confermata, ancorché per un altro motivo.”
Bei umsatzabhängigen Lizenzgebühren richtet sich die Fälligkeit nach den vertraglich bestimmten Umsätzen; wenn die Gebühr erst mit der Erzielung konkreter Verkaufsumsätze bemessen wird, ist im Zeitpunkt der Lizenzeinräumung noch keine Zahlung fällig. Fehlt damit zur Zeit der Gewährung eine fällige Zahlungsverpflichtung, entzieht dies einer auf Art. 82 OR gestützten Einrede die Grundlage.
“Die Lizenzgebühr beziehe sich vielmehr auf den Bruttoumsatz, der mit Produkten erzielt wurde, die unter Verwendung einer solchen Lizenz hergestellt wurden ("gross sales generated with products manufactured by use of such license"), weshalb sie erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig werde. Das Schiedsgericht hat nachvollziehbar erwogen, dass angesichts der vertraglich umschriebenen Bemessung der Lizenzgebühr, die unter Verwendung der eingeräumten Rechte konkret erzielte Verkaufsumsätze voraussetzt, im Zeitpunkt der Lizenzeinräumung noch keine Zahlung fällig wird. Es ist daher zutreffend davon ausgegangen, dass die Fälligkeit der Lizenzgebühr nicht sofort, sondern - entsprechend der konkret getroffenen vertraglichen Regelung zu deren Bemessung bzw. der Natur des Rechtsverhältnisses - erst nach Erzielung entsprechender Umsätze eintritt (vgl. etwa RETO M. HILTY, Lizenzvertragsrecht, 2001, S. 495). Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht liegt keine willkürliche Anwendung von Art. 75 OR vor. Mangels fälliger Zahlungsverpflichtung im Zeitpunkt der Lizenzgewährung ist dem auf Art. 82 OR gestützten Einwand die Grundlage entzogen. Der Vorwurf der Willkür erweist sich auch in diesem Zusammenhang als unbegründet.”
Bei Dauerschuldverhältnissen ist für die Anwendbarkeit der Einrede nach Art. 82 OR entscheidend, welche zeitlichen Bestimmungen die Parteien vereinbart haben und wann die Leistungen als fällig gelten. Vereinbarungen über Raten, Zahlungspläne oder eine fortlaufende Leistungspflicht können demnach die Exigibilität der Gegenleistung regeln und damit die Zulässigkeit der Einrede nach Art. 82 OR beeinflussen.
“________ SA, poiché quest'ultima aveva tempo fino al 31 dicembre 2022 per rilanciare la Boutique C.________" e non era tenuta a raggiungere determinati risultati parziali durante questi 16 mesi. A suo avviso, la Corte cantonale avrebbe di conseguenza dovuto stabilire che l'opponente non era legittimata ad invocare l'eccezione di inadempimento a soli pochi mesi dall'inizio del rapporto contrattuale. La sentenza impugnata in effetti muove dall'assunto pretorile che il contratto di consulenza fosse assimilabile ad un mandato, qualificazione che la ricorrente ora (per la prima volta) mette in discussione, ma che può rimanere indecisa: ciò che conta in definitiva, per l'applicazione dell'art. 82 CO, è da un lato il carattere sinallagmatico del contratto, qui incontestato, e d'altro lato la determinazione della volontà delle parti in merito alle tempistiche per la fornitura dei servizi pattuiti e quindi all'esigibilità delle prestazioni (v. FABIENNE HOHL, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3a ed. 2021, n. 5 e 7 ad art. 82 CO; ULRICH G. SCHROETER, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, vol. I, 7a ed. 2020, n. 9 ad art. 82 CO). Nel concreto caso, è incontestato che nell'ambito delle attività di rilancio della boutique la ricorrente era tenuta, in base al "piano di rilancio" allegato al contratto, ad assicurare il coordinamento degli acquisti di prodotto, il management del punto vendita, il coordinamento del personale, le attività di marketing nonché la redazione e il monitoraggio del preventivo annuale (controllo di gestione) e che, all'epoca dei fatti, essa aveva già incassato fr. 100'000.--, ovvero un importo pari alla metà del corrispettivo, dopo quattro mesi di collaborazione a fronte di una collaborazione prevista sull'arco di sedici mesi. I Giudici cantonali hanno assunto che le prestazioni richieste alla ricorrente dovessero costituire attività continuative e accompagnare la mandante per tutta la durata del contratto, determinando così implicitamente la vera e concorde volontà delle parti contraenti (interpretazione soggettiva).”
“Im Geschäftsjahr 2017 ist nichts ersichtlich, was dem Gewinnbeteiligungsan- spruch des Klägers entgegenstehen könnte. Im Geschäftsjahr 2018 besteht die Besonderheit, dass der Kläger per Ende März aus dem Betrieb ausschied und bis Ende Jahr einzig noch seine Aktienbeteiligung inne hatte. Es liesse sich die Frage aufwerfen, ob es für die Höhe der Gewinnbeteiligung von Bedeutung ist, dass eine Partei während der einjährigen Kündigungsfrist aufhört, als Partner im Be- trieb tätig zu sein. Konkret könnte sich – mindestens auf den ersten Blick – fra- gen, ob die Gewinnbeteiligung des ausscheidenden Partners für das laufende Ge- schäftsjahr gleich hoch sein soll, unabhängig davon, ob er noch während des - 19 - ganzen Jahres, bloss während einiger Monate oder gar nicht mehr für den ge- meinsamen Betrieb tätig gewesen ist. Der Beklagte stört sich unter dem Titel der Einrede nach Art. 82 OR und im Rah- men der verrechnungsweisen Geltendmachung eines Schadenersatzanspruchs (dazu hinten E. IV.4.2. f.) zwar am Umstand, dass der Kläger ab April 2018 nicht mehr für die C._____ AG tätig war. Er macht aber (für den Eventualfall, dass von einem grundsätzlichen Gewinnbeteiligungsanspruch des Klägers auszugehen ist) nicht etwa geltend, der Gewinnbeteiligungsanspruch bestehe nur pro rata tempo- ris. Dies zu Recht. Denn tatsächlich ergibt sich aus der Nachfolgevereinbarung, dass die Tätigkeit für die C._____ AG durch das Basissalär abgegolten wird und die Gewinnbeteiligung einzig an den Aktienbesitz anknüpft. Ziffer”
Ist die Leistung eines Vertragspartners wirtschaftlich so eng mit einer Gegenleistung verbunden, dass beide Leistungen natürlicherweise zusammenzuhören, kann Art. 82 OR analog oder ein persönliches Zurückbehaltungsrecht anerkannt werden. Eine solche wirtschaftliche Konnektivität ist nur anzunehmen, wenn ein natürlicher, enger wirtschaftlicher Zusammenhang vorliegt; sie darf nicht leichtfertig bejaht werden und ist unter Berücksichtigung von Treu und Glauben zu prüfen.
“Die Anwendung von Art. 82 OR setzt voraus, dass ein synallagmatischer Vertrag vorliegt und zwei Pflichten zueinander in einem Austauschverhältnis stehen. Ein Austauschverhältnis liegt nur vor, wenn die beiderseitigen Leistungsversprechen ihre Grundlage in demselben Vertragsverhältnis haben, weshalb die Einrede des nicht erfüllten Vertrages wegen einer Leistungsstörung aus einem früheren Vertrag nicht erhoben werden kann. Als einheitlich anzusehen sind auch zusammengesetzte Verträge bzw. Vertragsverbindungen, d. h. mehrere an sich selbstständige Verträge, die genetisch und funktionell derart miteinander verbunden sind, dass das Verhältnis zwischen den Verträgen als Synallagma aufzufassen ist. In Ausnahmefällen kann aber, selbst wenn kein einheitliches Rechtsverhältnis besteht, das Zugestehen eines Leistungsverweigerungsrechts nach Art. 82 OR gerechtfertigt sein. Dies kann der Fall sein, wenn Vertragsparteien in ständiger Geschäftsverbindung zueinanderstehen und die Leistungen - für beide Vertragsparteien erkennbar - einen engen Interessenzusammenhang aufweisen.”
“En conséquence, en l'absence d'accord et de disposition légale réglementant la problématique, il convient d'appliquer les principes légaux résultant de la notion même de garantie fiduciaire. Il est ainsi admis qu'il existe pour le créancier une obligation de restituer la cédule au débiteur lorsque l'ensemble des prestations découlant de la créance de base ont été exécutées. Il y a lieu de considérer, à l'instar de ce que préconise la doctrine pour le remboursement des créances cédulaires et de ce qui a été retenu dans l'arrêt ACJC/1422/2019 de la Cour de justice, que la restitution doit avoir lieu simultanément, une différence de régime entre la créance cédulaire et la créance issue du rapport de base garantie au moyen d'une cédule transférée à titre fiduciaire ne se justifiant pas. En conséquence, l'appelante n'ayant pas donné suite à l'offre des intimées de procéder au paiement de la somme de 280'000 fr. moyennant restitution de la cédule hypothécaire, celles-ci pouvaient légitimement refuser de s'exécuter tant que l'appelante n'exécutait pas ou n'offrait pas d'exécuter sa propre prestation. S'il est exact que l'art. 82 CO ne s'applique qu'aux contrats bilatéraux, une application par analogie de cette disposition doit être admise dans le cas d'espèce. Un lien économique étroit entre la prestation des intimées en remboursement des avances consenties et celle de l'appelante en restitution de la cédule hypothécaire peut en effet être retenu puisqu'il a été jugé que ces prestations devaient être exécutées simultanément. En tout état, le refus des intimées de s'exécuter peut également se justifier en application de l'art. 91 CO. Les intimées ont en effet offert, par courriers des 23 et 13 décembre 2019, de rembourser les avances consenties moyennant restitution de la cédule hypothécaire. Dans la mesure où elle était tenue de procéder à la restitution requise, l'appelante, en refusant cette offre, est tombée en demeure, à l'instar du créancier qui refuse de remettre le titre de créance au débiteur qui paie sa dette. Contrairement à ce que soutient l'appelante, il ne saurait être déduit du fait que les intimées ont, en appel, déclaré être prêtes à s'acquitter du montant de 280'000 fr.”
“Lorsque les prestations reposent sur des rapports d'obligations différents et économiquement liés, la jurisprudence a toutefois reconnu au débiteur, par analogie avec l'art. 82 CO, le droit de refuser sa prestation en vertu d'un droit de rétention personnel si, de son côté, le créancier ne s'est pas exécuté (Hohl, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n 1 et 9 ad art. 82 CO et les références jurisprudentielles citées : cf. également ATF 128 V 224 consid. 2b; Schroeter, Commentaire bâlois CO I, 7ème éd., 2020, n. 48 à 50 ad art. 82 CO; Weber, Commentaire bernois art. 68-96 CO, 2ème éd., 2005, n. 19 à 29 ad art. 82 CO; Schraner, Commentaire zurichois art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n. 175 à 187 ad art. 82 CO). Pour des raisons de sécurité juridique et des transactions, une connexité économique ne doit pas être admise à la légère. Elle n'est donnée que lorsque les prestations présentent un lien naturel et économique si étroit qu'une exécution unilatérale apparaîtrait contraire aux règles de la bonne foi (Weber, op. cit., n. 28 ad art. 82 CO; Schraner, op. cit., n. 186 ad art. 82 CO). 8.2 Le droit de la cédule hypothécaire a été modifié lors de la révision du 11 décembre 2009, entrée en vigueur le 1er janvier 2012 (RO 2011 4637 ss, p. 4657). Bien que la cédule hypothécaire concernée ait été constituée sous l'ancien droit, elle est toujours valable, de sorte que l'étendue des droits qu'elle confère est régie par le nouveau droit, sous réserve des droits acquis (arrêt du Tribunal fédéral 4A_559/2019 du 12 mai 2020 consid. 2; cf. Steinauer, La cédule hypothécaire, Les obligations foncières, 2016, respectivement en allemand, Zürcher Kommentar, Der Schuldbrief, Die Anleihensobligationen mit Grundpfandrecht, 2ème éd., 2015, nos 25 ss ad Remarques liminaires). 8.2.1 Sous l'ancien comme sous le nouveau droit, la cédule hypothécaire est une créance personnelle garantie par un gage immobilier (art. 842 aCC et art. 842 al. 1 CC). La cédule sur papier est un papier-valeur qui incorpore à la fois la créance et le droit de gage immobilier, qui en est l'accessoire (ATF 144 III 29 consid.”
Die Einrede des nicht erfüllten Vertrags entfällt, wenn sie vertraglich wegbedungen wurde. Bestimmte vertragliche Bestimmungen (z. B. Art. 37 Abs. 1 SIA‑Norm 118) können die Zulässigkeit eines Arbeitsunterbruchs bzw. dessen Behandlung regeln und dadurch die Anwendbarkeit von Art. 82 OR beeinflussen.
“) oder in der Bezahlung einer illiquiden Forderung (BGE 106 IV 125 E. 3b). Zulässig ist das Ziel, eine Schuldanerkennung zu erwirken, selbst wenn der Täter am Bestand der Schuld zweifelt (BGE 69 IV 168 E. 3), was nach BGE 106 IV 125 E. 3b kaum mehr gilt; BGE 115 IV 207 E. 2 cc lässt das Ziel der «Bezahlung einer (behaupteten) ausstehenden Schuld» genügen; einschränkender nunmehr BGer 6B_1074/2016 (Trechsel/Mona, Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. 2018, N. 8 f. zu Art. 181 StGB). Ob die Verweigerung von Werkleistungen den Tatbestand der Nötigung erfüllt, ist unter anderem daran zu messen, ob das Mittel dieser Einflussnahme rechtswidrig ist, ob also die Arbeitsniederlegung zivilrechtlich unzulässig ist. Art. 82 des Obligationenrechts (OR; SR 220) bestimmt, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Die Anwendung von Art. 82 OR setzt das Vorliegen eines vollkommen zweiseitigen (synallagmatischen) Vertrags voraus. Ein solches Austauschverhältnis besteht in Bezug auf den Werkvertrag grundsätzlich zwischen Bauleistung und Werklohn. Bildet die SIA-Norm 118 Vertragsbestandteil, schliesst Art. 37 Abs. 1 SIA-Norm 118 (Ausschluss des vertragswidrigen Arbeitsunterbruchs bei Meinungsverschiedenheiten) die Anwendbarkeit von Art. 82 OR gerade nicht aus, weil es sich dabei nicht um einen vertragswidrigen Unterbruch handelt. Bedingung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist aber, dass die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nicht vertraglich wegbedungen wurde. Der Unternehmer ist zur Arbeitseinstellung auch dann befugt, wenn es sich bei der verzögerten Vergütungsleistung um eine Voraus- oder Abschlagszahlung oder um eine endgültige Teilzahlung handelt (vgl. zum Ganzen Gauch, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, Rz. 1280 ff.).”
“Ob die Verweigerung von Werkleistungen den Tatbestand der Nötigung erfüllt, ist unter anderem daran zu messen, ob das Mittel dieser Einflussnahme rechtswidrig ist, ob also die Arbeitsniederlegung zivilrechtlich unzulässig ist. Art. 82 des Obligationenrechts (OR; SR 220) bestimmt, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Die Anwendung von Art. 82 OR setzt das Vorliegen eines vollkommen zweiseitigen (synallagmatischen) Vertrags voraus. Ein solches Austauschverhältnis besteht in Bezug auf den Werkvertrag grundsätzlich zwischen Bauleistung und Werklohn. Bildet die SIA-Norm 118 Vertragsbestandteil, schliesst Art. 37 Abs. 1 SIA-Norm 118 (Ausschluss des vertragswidrigen Arbeitsunterbruchs bei Meinungsverschiedenheiten) die Anwendbarkeit von Art. 82 OR gerade nicht aus, weil es sich dabei nicht um einen vertragswidrigen Unterbruch handelt. Bedingung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist aber, dass die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nicht vertraglich wegbedungen wurde. Der Unternehmer ist zur Arbeitseinstellung auch dann befugt, wenn es sich bei der verzögerten Vergütungsleistung um eine Voraus- oder Abschlagszahlung oder um eine endgültige Teilzahlung handelt (vgl. zum Ganzen Gauch, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, Rz. 1280 ff.).”
In der Regel besteht ein Austauschverhältnis nur zwischen den Hauptleistungspflichten; die Anwendung von Art. 82 OR auf Nebenleistungspflichten ist nur ausnahmsweise denkbar. Entscheidend ist dabei, ob den Parteien die Nebenleistung einen solchen Stellenwert eingeräumt haben, dass sie zur Hauptleistung in einem synallagmatischen Austauschverhältnis steht — dies obliegt in erster Linie der Vertragsparteien.
“1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog. primären Nebenpflichten aus (z.B. Mitteilungspflichten, selbstständige Unterlassungspflichten, Verschaffungspflichten), die selbstständig eingeklagt werden können (WEBER, a.a.O., N. 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N. 65 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen; kritisch: SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR). Es ist in erster Linie an den Parteien zu entscheiden, ob die Nebenleistung einen solchen Stellenwert hat, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht (zit. Urteile 4A_308/2012 E. 2.5; 4C.217/2002 E. 3.1; SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 81 und 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, a.a.O., N. 65 zu Art. 82 OR).”
“Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E. 1 S. 413). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Nebenleistungspflichten denkbar (Urteile 4A_308/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 2.5; 5A_367/2007 vom 15. Oktober 2007 E. 3.2; 4C.217/2002 vom 24. Juni 2003 E. 3.1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog. primären Nebenpflichten aus (z.B. Mitteilungspflichten, selbstständige Unterlassungspflichten, Verschaffungspflichten), die selbstständig eingeklagt werden können (WEBER, a.a.O., N. 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N. 65 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen; kritisch: SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR). Es ist in erster Linie an den Parteien zu entscheiden, ob die Nebenleistung einen solchen Stellenwert hat, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht (zit. Urteile 4A_308/2012 E. 2.5; 4C.217/2002 E. 3.1; SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 81 und 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, a.a.O., N. 65 zu Art. 82 OR).”
“1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog. primären Nebenpflichten aus (z.B. Mitteilungspflichten, selbstständige Unterlassungspflichten, Verschaffungspflichten), die selbstständig eingeklagt werden können (WEBER, a.a.O., N. 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N. 65 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen; kritisch: SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR). Es ist in erster Linie an den Parteien zu entscheiden, ob die Nebenleistung einen solchen Stellenwert hat, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht (zit. Urteile 4A_308/2012 E. 2.5; 4C.217/2002 E. 3.1; SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 81 und 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, a.a.O., N. 65 zu Art. 82 OR).”
“Nach Art. 82 OR muss derjenige, der bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits erfüllt haben oder die Erfül- lung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Die Einrede des nichterfüllten Vertrages ist nicht auf alle Verpflichtungen anwendbar, welche aus einem zweiseitigen Vertrag erwach- sen, sondern nur auf solche, die gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 107 II 411 E. 1). In der Regel besteht ein Austauschverhältnis nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (BGE 122 IV 322 E. 3b). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Ne- benleistungspflichten denkbar. Dabei ist es in erster Linie an den Parteien zu ent- scheiden, ob die Nebenleistung einen solchen Stellenwert hat, dass sie zur Haupt- leistung in einem Austauschverhältnis steht (BGer 4A_308/2012 v.”
Bei Werkverträgen wird der Werklohn grundsätzlich mit der Lieferung/Übergabe der Leistung fällig, auch wenn diese Mängel aufweist. Der Besteller kann jedoch den Werklohn ganz oder teilweise zurückbehalten, namentlich solange er keine verständliche und prüfbare Schlussrechnung erhalten hat oder zur Sicherung berechtigter Nachbesserungsansprüche; der Umfang des Zurückbehalts muss sich jedoch nach Treu und Glauben richten und in einem angemessenen Verhältnis zu den voraussichtlichen Refixationskosten stehen. Wird die Exceptio non adimpleti contractus geltend gemacht, kann das Gericht die Leistung des Schuldners unter aufschiebender Bedingung anordnen, sofern der Besteller seine eigene Leistung nicht erbracht oder angeboten hat.
“Enfin, le fait que l'intimée ait qualifié la séance du 22 mars 2013 de "première réception" dans sa demande et que la direction des travaux ait évoqué une "réception [des] ouvrages" dans son courriel du 19 novembre 2013 ne saurait modifier ce qui précède, au vu des travaux résiduels listés dans le procès-verbal du 22 mars 2013, lesquels devaient être réceptionnés une fois effectués. Partant, le Tribunal a retenu à bon droit que l'ouvrage avait été livré le 22 mars 2013, étant précisé que cette livraison n'affecte en rien les droits du maître à recevoir un ouvrage achevé, ce qui oblige l'entrepreneur à exécuter les travaux restants - pour autant qu'ils aient été convenus - conformément aux règles sur l'exécution des contrats. Cette question sera examinée ci-après. 3. L'appelant fait grief au Tribunal de l'avoir condamné à payer le prix de l'ouvrage, alors qu'il était en droit d'en retenir le paiement jusqu'à l'exécution, respectivement la réfection de l'ouvrage. Il lui reproche en particulier d'avoir retenu qu'il avait fait valoir l'action minutoire, alors qu'il avait exercé son droit à la réfection de l'ouvrage, et d'avoir violé la règle sur le fardeau de l'allégation en matière d'avis des défauts. 3.1.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (arrêts du Tribunal fédéral 4A_68/2010 du 12 octobre 2010 consid. 3.2.3; 4A_252/2008 du 28 août 2008 consid. 2.2). 3.1.2 A teneur de l'art. 372 al. 1 CO, le prix de l'ouvrage est payable au moment de la livraison. L'exigibilité du prix intervient dès la livraison d'un ouvrage, même entaché de défauts (Chaix, op. cit., n. 7 ad art. 372 CO). Le défaut doit exister au moment de la livraison (défauts primaires) ou avoir au moins sa cause dans un défaut existant déjà au moment de la livraison (défauts secondaires; arrêt du Tribunal fédéral 4A_109/2014 du 21 mai 2014 consid.”
“Parimenti, gli appellanti non possono (come già più volte ribadito) pretendere una liquidazione allestita in base alle misurazioni e a prezzi unitari, vista la natura forfettaria della mercede. 14.4 Per legge, nel contratto di appalto la mercede è esigibile al momento della consegna dell’opera ultimata (art. 372 CO), a meno che le parti abbiano pattuito altrimenti. La Norma SIA 118 esige, oltre a ciò, l’allestimento di una liquidazione finale e la sua verifica da parte della committenza (art. 153-155). Laddove l’appaltatrice interrompa definitivamente i lavori e receda dal contratto prima dell’ultimazione dell’opera, essa deve però evidentemente poter pretendere il pagamento per le prestazioni fornite (cfr. Gauch, op. cit., pag. 551 n. 1156; Koller, Schweizerisches Werkvertragsrecht, 2015, pag. 85 n. 207; DTF 129 III 738, consid. 7.3; STF 4C.241/2003 dell’11 novembre 2003, consid. 5.2). Secondo l’Alta Corte, la difettosità dell’opera non preclude l’esigibilità della mercede (DTF 129 III 738, consid. 7.2). Ciononostante, non può subentrare una mora se il committente ha il diritto di rifiutare il pagamento, segnatamente in base all’art. 82 CO; ad esempio, la committenza può trattenere la mercede relativa alle opere non eseguite oppure, a determinate circostanze, alle opere difettose (ritenuto che una parte della dottrina riconosce un simile diritto, fondato sul sinallagma, solo qualora il committente faccia valere il diritto alla riparazione gratuita dei difetti e l’importo trattenuto si trovi in un ragionevole rapporto con i presumibili costi di riparazione, cfr. Gauch, op. cit., pag. 1013 n. 2370 seg. e pag. 1019 n. 2387 seg.; v. anche DTF 89 II 232, consid. 4 ma altresì DTF 94 II 161, consid. 2d). La questione non necessita di essere qui approfondita per assenza di argomentazioni degli appellanti a tal proposito. Di principio, malgrado l’esigibilità della mercede, il committente ha il diritto di trattenerla fintantoché non ha ricevuto una fattura comprensibile e verificabile, in modo da poter essere in grado di valutare quali pretese riconoscere e quali contestare, laddove il grado di dettaglio richiesto dipende dalla natura del contratto, dal tipo di mercede e da tutte le circostanze del caso concreto (Gauch, op.”
“L'entrepreneur doit comprendre sur quels points son ouvrage est contesté et pouvoir saisir la nature du défaut, son emplacement sur l'ouvrage et son étendue. Le maître n'a toutefois pas à motiver plus longuement sa position; en particulier, il n'a pas à préciser l'origine des défauts dénoncés, ni à spécifier quels droits il entend exercer (arrêts du Tribunal fédéral 4A_251/2018 du 11 septembre 2018 consid. 3.2; 4A_293/2017 du 13 février 2018 consid. 2.2.2 et 4A_82/2008 du 29 avril 2009 consid. 6.1). 4.1.4 A teneur de l'art. 372 al. 1 CO, le prix de l'ouvrage est payable au moment de la livraison. L'exigibilité du prix intervient dès la livraison d'un ouvrage, même entaché de défauts (Chaix, CR CO I, 2012, n. 7 ad art. 372 CO). En présence d'un ouvrage livré défectueux, le maître peut réduire le prix en proportion de la moins-value, ou obliger l'entrepreneur à réparer l'ouvrage à ses frais si la réfection est possible sans dépenses excessives (art. 368 al. 2 CO). Si le maître choisit de faire réparer l'ouvrage, il doit payer à l'entrepreneur la totalité du prix convenu (Tercier/Bieri/Carron, op. cit., n. 3886). L'art. 82 CO accorde toutefois au débiteur une exception dilatoire, qu'on appelle exception d'inexécution ou exceptio non adimpleti contractus, qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu'à l'exécution ou l'offre d'exécution de la contre-prestation. Le créancier peut se contenter d'ouvrir action contre le débiteur afin que celui-ci lui fournisse inconditionnellement sa prestation; il appartient alors au débiteur de soulever l'exception d'inexécution de la prestation (ATF 127 III 199 consid. 3a et les références citées, in SJ 2001 549 et JdT 2001 I 248). En cas de livraison défectueuse de l'ouvrage, le maître, qui a opté pour la réfection, peut soulever ladite exception en vue d'obtenir la réparation de l'ouvrage et retenir la rémunération due à l'entrepreneur jusqu'à ce que celui-ci ait éliminé le défaut (arrêt du Tribunal fédéral 4D_3/2019 du 1er avril 2019 consid. 2.2 et les références citées). Si l'exception d'inexécution est fondée, à savoir si le créancier n'a pas exécuté sa prestation ni offert de le faire, le juge admettra l'action en ce sens qu'il condamnera le débiteur à exécuter trait pour trait; autrement dit, il imposera à ce dernier une obligation grevée d'une condition suspensive.”
“En cas de livraison défectueuse de l'ouvrage, le maître, qui a opté pour la réfection, peut soulever ladite exception en vue d'obtenir la réparation de l'ouvrage et retenir la rémunération due à l'entrepreneur jusqu'à ce que celui-ci ait éliminé le défaut (arrêt du Tribunal fédéral 4D_3/2019 du 1er avril 2019 consid. 2.2 et les références citées). Si l'exception d'inexécution est fondée, à savoir si le créancier n'a pas exécuté sa prestation ni offert de le faire, le juge admettra l'action en ce sens qu'il condamnera le débiteur à exécuter trait pour trait; autrement dit, il imposera à ce dernier une obligation grevée d'une condition suspensive. La prétention du créancier tendant à obtenir du débiteur l'exécution simultanée est de droit fédéral. Point n'est donc besoin que, dans un procès, le créancier formule une conclusion expresse à l'encontre du débiteur. Le juge statuera en ce sens sur la base de l'exception d'inexécution soulevée par le débiteur selon l'art. 82 CO (ATF 127 III 199 consid. 3a et les références citées, in SJ 2001 549 et JdT 2001 I 248). Si l'exception d'inexécution est rejetée, parce que le créancier a exécuté ou régulièrement offert d'exécuter sa prestation, le juge doit prononcer une condamnation inconditionnelle (Hohl, CR CO I, 2012, n. 13 ad art. 82 CO). Une fois l'exception d'inexécution soulevée, il revient au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle générale qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1; 4D_55/2009 du 1er juillet 2009 consid. 2.3). En principe, le droit de rétention couvre toute la rémunération en souffrance. Ce principe ne vaut toutefois que dans les limites de la bonne foi. Par conséquent, si les frais de réfection prévisibles sont moins importants que la rémunération encore due, le droit de rétention ne s'étend qu'au montant qui est justifié par les règles de la bonne foi. Sur la rémunération due, le maître peut retenir autant que ce qui est nécessaire pour garantir "généreusement" la créance en réfection concrète et exercer une pression appropriée sur l'entrepreneur afin qu'il exécute sans délai la réfection due. Le montant qui peut être retenu augmente lorsque, par exemple, il existe des indices que l'entrepreneur n'entend pas exécuter son obligation de réfection correctement.”
“A., Art. 82 N 25 f., BK OR-W EBER, Art. 82 N 79; GAUCH/SCHLUEP/SCHMID/EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht, Band I, N 101 f. und Band II, N 2214). Die Unterzeichnung der Schlussrechnung durch den Unternehmer ist rei ne Formsache bzw. im Rahmen des vollkommenen zweiseitigen Werkvertrags eine vertragliche Obliegenheit, welche nicht als Ver- tragspflicht gestützt auf Art. 82 OR eingefordert werden kann. Der Klägerin, wel- che die umfassenden Bauten offenkundig erstellt hat, kann daher Art. 82 OR bei der Einforderung des Werklohnes nicht mit der Begründung entgegengehalten werden, sie habe ihre Schlussrechnung nicht unterzeichnet bzw. ihre Unterschrift nicht angeboten. Mit der Zustellung der von ihr ausgefertigten Schlussrechnung brachte die Klägerin im Übrigen unmissverständlich zum Ausdruck, damit einver- standen zu sein. Da die Schlussrechnung als Anhang mit dem von der Klägerin - 15 - unterzeichneten Schreiben vom 29. Mai 2016 verschickt wurde, erschiene es überspitzt formalistisch, den Eintritt der Fälligkeit an der Unterzeichnung der Schlussrechnung scheitern zu lassen.”
“153 SIA-Norm 118 einer Qualifikation als faktische Saldovereinbarung oder Kontokorrentverhältnis. Der Werkvertrag stelle nämlich kein Dauerschuldverhältnis dar, welches mit Saldierung aller Forderungen beendet werden könne. Ebensowenig bezwecke die Schlussabrechnung die gesamte Abrechnung über alle gegenwärtigen Forderungen der Vertragsparteien aus dem Werkvertrag. Sie sei auf Leistungen zu festen Preisen beschränkt und umfasse z.B. nicht Regiearbeiten, die unter dem Werkvertrag erbracht worden seien. Selbst für Leistungen zu festen Preisen berücksichtige sie keine Mehr- oder Mindervergütungen. Auch eine Verrechnung von gegenseitigen Forderungen finde mit der Schlussabrechnung nicht statt. Da somit kein Kontokorrentverhältnis vorliege, sei Art. 117 Abs. 2 OR nicht anwendbar und komme es zu keiner Novation des Schuldverhältnisses. Vielmehr stelle der Nachbesserungsanspruch einen modifizierten Erfüllungsanspruch des Bestellers dar, welcher in einem Austauschverhältnis mit dem Vergütungsanspruch des Unternehmers stehe, weshalb ein Zurückbehalterecht nach Art. 82 OR geltend gemacht werden könne.”
Art. 82 OR ist auf das Arbeitsverhältnis zumindest analog anwendbar: Wird der Lohn trotz Fälligkeit vom Arbeitgeber nicht bezahlt, kann der Arbeitnehmende als Folge der Ausnahme der nicht erfüllten Gegenleistung die Arbeit zurückhalten. Dies gilt nach der Praxis auch dann, wenn der geschuldete Betrag gering ist. Die Anwendung erfolgt kraft Analogie und steht unter den in der Rechtsprechung genannten Voraussetzungen.
“En droit suisse, la rémunération du travailleur obéit au principe de la liberté contractuelle : le salaire convenu fait foi (arrêts du Tribunal fédéral 4C_136/2002 du 20 juin 2003 consid. 2.1; 4C_465/1999 du 31 mars 2000, consid. 1a). Si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail (art. 324 al. 1 CO). 5.2.3 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1 et les références). Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 précité, ibidem). L'employeur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation (art. 102 ss CO) lorsqu'il est en retard dans le paiement de salaires échus; l'employé peut alors invoquer l'exception d'inexécution par application analogique de l'art. 82 CO et refuser d'exécuter son travail (ATF 120 II 209 consid. 6a, JdT 1995 I 367; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 précité, ibidem). Il s'agit d'une application analogique de l'art. 324 CO (ATF 136 III 313 consid. 2.3.1, JdT 2012 II 414; 120 II 209 consid. 6a et 9). L'employé est fondé à retenir sa prestation même si le solde dû par l'employeur n'est pas important (Favre/Munoz/Tobler, Le contrat de travail, code annoté, 2ème éd. 2010, n. 1.2 ad art. 323 CO et n. 1.74 ad art. 337 CO avec référence à l'arrêt du Tribunal fédéral du 21 octobre 1996 consid. 2c publié in SJ 1997 149). Selon la doctrine, l'exercice de ce droit de rétention personnel ne présuppose pas, contrairement à ce qui prévaut en matière de demeure de l'employeur, que le travailleur offre préalablement ses services.”
Die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nach Art. 82 OR richtet sich nach dem Prozessrecht; im ordentlichen Verfahren bestimmt die Zivilprozessordnung die Fristen. Die Parteien haben typischerweise zwei Gelegenheiten, unbeschränkt neue Tatsachen und Beweismittel vorzubringen (erstes Mal im ersten Schriftenwechsel, zweitens im zweiten Schriftenwechsel oder – falls kein zweiter Schriftenwechsel stattfindet – an der Instruktionsverhandlung bzw. «zu Beginn der Hauptverhandlung» vor den ersten Parteivorträgen).
“Bis zu welchem Zeitpunkt die Einrede des nicht erfüllten Vertrages nach Art. 82 OR im Verfahren zu erheben ist, bestimmt sich nach den Bestimmungen des Prozessrechtes (BGE 76 II 298 E. 3 S. 299; ROLF H. WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 221 zu Art. 82 OR; MARIUS SCHRANER, in: Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N. 205 zu Art. 82 OR; HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR), also hier nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung. Nach der Zivilprozessordnung haben die Parteien im ordentlichen Verfahren vor der ersten Instanz zwei Mal Gelegenheit, sich unbeschränkt zur Sache zu äussern und vorbehaltlos neue Tatsachen und Beweismittel in den Prozess einzuführen: Ein erstes Mal im Rahmen des ersten Schriftenwechsels; ein zweites Mal entweder im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels oder - wenn kein solcher durchgeführt wird - an einer Instruktionsverhandlung (Art. 226 Abs. 2 ZPO) oder "zu Beginn der Hauptverhandlung" (Art. 229 Abs. 2 ZPO), d.h. vor den ersten Parteivorträgen (BGE 144 III 67 E. 2.1). In einem kürzlich ergangenen Urteil hat das Bundesgericht bekräftigt, dass "zu Beginn der Hauptverhandlung" nach Art. 229 Abs. 2 ZPO so zu verstehen ist, dass neue Tatsachen und Beweismittel vor den ersten Parteivorträgen nach Art. 228 ZPO ins Verfahren eingebracht werden müssen (Urteil 4A_50/2021 vom 6.”
Im Sukzessivlieferungsvertrag gilt Art. 82 OR: Der Vertrag wird als ein einheitliches Rechtsverhältnis angesehen. Der Leistende (z.B. der Verkäufer) darf weitere Teilleistungen bzw. Lieferungen zurückhalten, solange die andere Partei mit der Bezahlung fälliger früherer Teilleistungen in Verzug ist. Es handelt sich dabei um eine dilatorische Einrede; sie erlaubt nur ein vorläufiges Zurückhalten der Leistung, nicht eine endgültige Vertragsaufgabe.
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Diese Bestimmung betrifft die Ordnung in der Erfüllung von Leistung und Gegenleistung aus einem zweiseitigen Vertrag. Dabei ist Art. 82 OR nur anwendbar, wenn die eine und die andere Leistung in ein und demselben Vertrag versprochen worden sind und gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art.”
“Das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR setzt im Allgemeinen voraus, dass (i) ein vollkommen zweiseitiger Vertrag vorliegt, (ii) dass die Leistungen der bei- den Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass (iii) keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (U LRICH G. SCHROETER, in: Basler Kommen- tar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 9 zu Art. 82 OR; zum Ganzen R OLF H. WEBER, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation Art. 68-96 OR, 2. Aufl. - 24 - 2005, N. 30 zu Art. 82 OR ff.). Als einheitliches Rechtsverhältnis erachtet wird auch der Sukzessivlieferungsvertrag, wobei die eine Partei weitere Leistungen verweigern kann, wenn die andere Partei eine fällige Teilleistung nicht erbracht hat (BGE 84 II 149 S. 150; Urteil des Bundesgerichts 4A_589/2016 vom 2. März 2017 E. 6.2. m.w.H.; V ON THUR/ESCHER, Allgemeiner Teil OR, Bd. II, 1974, § 64 S. 62; U LRICH G. SCHROETER, a.a.O., N. 32 zu Art. 82 OR mit Hinweis auf BGE 111 II 468; ROLF H. WEBER, a.a.O., N. 85 zu Art. 82 OR; MARIUS SCHRANER, in: Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen Art. 68-96 OR, 3. Aufl. 2000, N. 55 zu Art. 82 OR). Das Leistungsverweigerungsrecht besteht auch dann, wenn der Verkäufer vorleistungspflichtig ist, der Käufer sich aber mit alten Zahlungen noch im Rückstand befindet; sobald der Käufer der früheren Leistungspflicht nachkommt, entfällt die Einrede aus Art. 82, und es gilt wieder die vertraglich vor- gesehene zeitliche Ordnung der Erfüllung (R OLF H. WEBER, a.a.O., N. 87 zu Art. 82 OR mit Hinweis auf BGE 52 II 139). Das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR ist eine Einrede im techni- schen Sinne. Sie zeitigt nur dann Rechtsfolgen, wenn der Schuldner sie (zumin- dest konkludent) erhoben, sich also darauf berufen hat (U LRICH G. SCHROETER, a.a.O., N. 51 zu Art. 82 OR). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art.”
“Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden wirkli- chen Parteiwillen festzustellen (Art. 18 Abs. 1 OR). Bleibt eine tatsächliche Wil- lensübereinstimmung unbewiesen, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Par- teiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so aus- zu legen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten (BGE 138 III 659 E. 4.2.1; BGE 137 III 145 E. 3.2.1). Dabei ist vom Wortlaut der Erklärungen auszugehen, die jedoch nicht isoliert, sondern aus ihrem konkreten Sinngefüge heraus zu beur- teilen sind (BGE 138 III 659 E. 4.2.1; BGE 132 III 626 E. 3.1; BGE 123 III 165 E. 3a). Massgebend ist der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, weshalb bei der Ausle- gung nach dem Vertrauensprinzip nachträgliches Parteiverhalten nicht von Be- deutung ist (BGE 132 III 626 E. 3.1; BGE 129 III 675 E. 2.3). Einrede des nichterfüllten Vertrages (Art. 82 OR) Wer bei einem zweiseitigen Vertrage den andern zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR setzt im Allgemeinen voraus, dass (i) ein vollkommen zweiseitiger Vertrag vorliegt, (ii) dass die Leistungen der bei- den Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass (iii) keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (U LRICH G. SCHROETER, in: Basler Kommen- tar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 9 zu Art. 82 OR; zum Ganzen R OLF H. WEBER, Berner Kommentar, Die Erfüllung der Obligation Art. 68-96 OR, 2. Aufl. - 24 - 2005, N. 30 zu Art. 82 OR ff.). Als einheitliches Rechtsverhältnis erachtet wird auch der Sukzessivlieferungsvertrag, wobei die eine Partei weitere Leistungen verweigern kann, wenn die andere Partei eine fällige Teilleistung nicht erbracht hat (BGE 84 II 149 S.”
Bleibt die vereinbarte Sicherheitsleistung vor Übergabe aus, kann der Vermieter die Übergabe der Mietsache nach Art. 82 OR verweigern. Alternativ kommen die allgemeinen Verzugsregeln (Art. 107/109 OR) oder ein Betreibungsverfahren (Art. 38 SchKG) in Betracht. Ob eine ausserordentliche Kündigung gerechtfertigt ist, ist umstritten und hängt von der Unzumutbarkeit im konkreten Einzelfall ab.
“264 OR – auch für befristete Mietverhältnisse – der Mieter von seinen Ver- pflichtungen gegenüber dem Vermieter nur befreit sein, wenn er einen für den Vermieter zumutbaren neuen Mieter vorschlägt, andernfalls muss er den Mietzins bis zu dem Zeitpunkt leisten, in dem das Mietverhältnis gemäss Vertrag oder Ge- setz endet oder beendet werden kann (H ANS BÄTTIG, SVIT-Komm., Das Schwei- zerische Mietrecht, 4. Aufl. 2018, Art. 264 N. 7). Art. 257e OR regelt die Modalitäten der vom Mieter gestellten Sicherheit (sog. Kaution oder Depot). Bleibt die Sicherheitsleistung nach Übergabe der Mietsache aus, kann, je nach vertretener Meinung, eine Kündigung aus wichtigem Grund im Sinne von Art. 266g OR in Betracht kommen (D ANIEL REUDT, SVIT-Komm., Das Schweizerische Mietrecht, 4. Aufl. 2018, Art. 257e N. 20). Bleibt die Sicherheits- leistung indes vor Übergabe der Mietsache aus, kann der Vermieter nach den all- - 11 - gemeinen Verzugsregeln von Art. 107/109 OR vorgehen respektive u.U. auch die Übergabe der Mietsache gestützt auf Art. 82 OR verweigern (D ANIEL REUDT, SVIT-Komm., Das Schweizerische Mietrecht, 4. Aufl. 2018, Art. 257e N. 21; ZK OR-H IGI/BÜHLMANN, 5. Aufl. 2019, Art. 257e N. 14).”
“_____-strasse 3 wurde nach- vollziehbar dargetan, dass per 6. November 2019 ein Mietvertrag abgeschlossen wurde (act. 3/1). In Ziffer 9 [S. 9] des Mietvertrages wurde die Verpflichtung der Mieterin statuiert, vor Übergabe des Mietobjektes eine Sicherheitsleistung von CHF 72'000.– zu leisten, wobei vorbehalten wurde, dass im Unterlassungsfall die - 12 - Übergabe verweigert werden könne. Zwar wurde von der Klägerin nicht ausge- führt, inwiefern die Beklagte zur Leistung der Sicherheit angehalten und gemahnt worden wäre, indes blieb schliesslich unbestritten, dass diese vorausgesetzte Si- cherheitsleistung bis heute, und damit insbesondere auch im massgeblichen Zeit- punkt 1. August 2020, nicht geleistet wurde. Für die Situation der fehlenden Si- cherheitsleistung im Sinne von Art. 257e OR vor Übergabe der Mietsache würden die rechtlichen Grundlagen an sich ein Vorgehen nach den allgemeinen Verzugs- regeln gemäss Art. 107/109 OR oder das Verweigerungsrecht nach Art. 82 OR nahelegen. Die Klägerin hat sich nicht näher dazu geäussert. In rein tatsächlicher Hinsicht blieb jedenfalls unbestritten, dass die Klägerin das Mietobjekt in Einklang mit Ziffer 9 des Mietvertrages per 1. August 2020 nicht übergeben hat. Ins Recht gelegt wurde – auch für die Büroräume”
“Sie dient dazu, die Risiken des Vermieters zu vermindern, die ihm aus der Gebrauchsüberlassung der Sache an den Mieter entstehen, beispielsweise das Ausbleiben der Mietzinsleistung oder Schäden aus unsorgfältiger Behandlung der Mietsache (ZK-HIGI/BÜHLMANN, Art. 257e OR N 5). Im Falle eines Zahlungsverzugs des Mieters steht dem Vermieter bei der Geschäftsmiete überdies gemäss Art. 268 OR ein Retentionsrecht an den beweglichen Sachen zu, die sich in den vermieteten Räumen befinden und zu deren Einrichtung oder Benutzung gehören. Leistet der Mieter eine vereinbarte Sicherheitsleistung nach Art. 257e OR nicht, kann der Vermieter nach Art. 38 SchKG vorgehen und den Mieter auf Zahlung oder Sicherheitsleistung betreiben. Zudem kann er einen auf unbestimmte Zeit geschlossenen Vertrag ordentlich kündigen (SVIT-Komm.-REUDT, 4. Aufl., Art. 257e OR N 20). Vor Übergabe der Mietsache kann der Vermieter überdies nach den allgemeinen Verzugsregeln von Art. 107/109 OR vorgehen und gegebenenfalls die Übergabe der Mietsache gestützt auf Art. 82 OR verweigern (ZK-HIGI/BÜHLMANN, Art. 257e OR N 10 und 14; SVIT-Komm.-REUDT, 4. Aufl., Art. 257e OR N 21; CPra Bail-MARCHAND, 2. Aufl., Art. 257e OR N 10). Die Frage nach der Zulässigkeit einer ausserordentlichen Kündigung im Falle des Ausbleibens der vereinbarten Sicherheitsleistung, insbesondere bei befristeten Mietverträgen, wird in der Lehre unterschiedlich beantwortet. Einer ersten Ansicht nach steht dem Vermieter diesfalls kein ausserordentliches Kündigungsrecht zu. Stattdessen habe der Vermieter seinen Erfüllungsanspruch nach Art. 97 ff. OR geltend zu machen (MRA 4/06 S. 134 f.). Einer zweiten Ansicht nach berechtigt das pflichtwidrige Ausbleiben der Sicherheitsleistung den Vermieter zur Kündigung aus wichtigem Grund nach Art. 266g OR, vorausgesetzt die Fortführung des Mietverhältnisses sei im konkreten Einzelfall unzumutbar (ZK-HIGI/BÜHLMANN, Art. 257e OR N 13; SVIT-Komm.-REUDT, 4. Aufl., Art. 257e OR N 20). Auch einer - 6 - dritten Lehrmeinung nach ist eine ausserordentliche Kündigung des Mietverhältnisses möglich, sofern der Mieter zuvor erfolglos abgemahnt worden und eine Fortführung des Mietverhältnisses ohne Sicherheiten unzumutbar sei.”
Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine dilatorische (aufschiebende) Einrede. Wird die Einrede als berechtigt erachtet, führt dies dazu, dass der Schuldner zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt werden kann bzw. seine Leistung bis zur Erbringung oder zum Angebot der Gegenleistung zurückhalten darf. Voraussetzung für die Anwendbarkeit ist, dass der Schuldner am Vertrag festhalten will (die Einrede ist nicht zulässig, wenn der Schuldner sich endgültig der Erfüllung widersetzen will).
“Art. 82 OR regelt die zeitliche Ordnung der Erfüllung gegenseitiger synallag- matischer Verträge (SCHROETER, in: Basler Kommentar OR I, a.a.O., Art. 82 N 1; - 34 - WEBER, in: Berner Kommentar OR, Bern 2005, Art. 82 N 4). Er statuiert, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits vollständig erfüllt oder die Erfüllung angeboten haben muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Entsprechend gewährt er dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2.). Das Ergebnis einer seitens des Gerichts als berechtigt beurteilten Einrede ist somit, dass der Schuldner zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt wird, mithin dass er mit seiner Leistung in zeitlicher Hinsicht abwarten darf, bis der Gläubiger seinen Teil der Ver- einbarung erbracht hat (BGE 127 III 199 E.”
“Art. 82 OR regelt die zeitliche Ordnung der Erfüllung gegenseitiger synallag- matischer Verträge (SCHROETER, in: Basler Kommentar OR I, a.a.O., Art. 82 N 1; - 34 - WEBER, in: Berner Kommentar OR, Bern 2005, Art. 82 N 4). Er statuiert, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits vollständig erfüllt oder die Erfüllung angeboten haben muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Entsprechend gewährt er dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2.). Das Ergebnis einer seitens des Gerichts als berechtigt beurteilten Einrede ist somit, dass der Schuldner zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt wird, mithin dass er mit seiner Leistung in zeitlicher Hinsicht abwarten darf, bis der Gläubiger seinen Teil der Ver- einbarung erbracht hat (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 111 II 463 E. 3.; vgl. WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 222 ff.). Zwecklogische Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist demgemäss, dass der Schuldner am Ver- trag festhalten möchte (WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 195). Hinsichtlich der Behauptungs- und Beweislast gilt Art. 8 ZGB: Der fordernde Gläu- biger hat namentlich die vertragsgemässe Erfüllung oder das Erfüllungsangebot zu beweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art.”
“Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
Erhebt der Schuldner die Einrede, hat der Gläubiger nachzuweisen, dass er seine Leistung bereits erbracht oder gehörig angeboten hat; gelingt ihm dies nicht, trägt er die Folgen der Beweislosigkeit. Dies kann zur Stattgabe der Einrede des Schuldners und dazu führen, dass dem Gläubiger provisorische Rechtsöffnung nicht gewährt wird, soweit er die verlangten Urkunden nicht beibringt.
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zum Ganzen: Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1 f. mit Hinweisen).”
“Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299; Urteile 4A_464/2018 vom 18. April 2019 E. 4.1; 4A_361/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.3; 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3; 4A_252/2008 vom 28. August 2008 E. 2.2). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3). Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3), was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR).”
“Nach der Rechtsprechung ist die provisorische Rechtsöffnung zu erteilen, wenn der Gläubiger der Kaufpreisforderung mit Urkunden nachweist, dass er sei- ne eigene Leistung i.S.v. Art. 82 OR erbracht oder gehörig angeboten hat, wobei es sich bei diesen Urkunden - anders als für den Nachweis des Bestands der Schuldanerkennung - nicht um einen provisorischen Rechtsöffnungstitel handeln muss (BGE 148 III 145 E. 4.3.3). Auch in der Lehre ist anerkannt, dass im Bestrei- tungsfall der Gläubiger die bereits erbrachte Erfüllung beweisen und nicht nur glaubhaft machen muss (Daniel Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 107 zu Art. 82 SchKG). Zum Nachweis der eigenen Leis- tung berief sich der Beschwerdegegner auf das Schreiben der C. vom 5. November 2019 (RG act. II/5), worin die Verwaltungsräte F. und G. zuhanden des Regionalgerichts bestätigen, dass der Beschwerdeführer "gestützt auf seine Ausübungserklärung vom 13. September 2018 aus dem zwischen ihm und Herrn B. abgeschlossenen Kaufsrechtsvertrag vom 11. Juli 2018 sowie die entsprechende Abtretungserklärung von Herrn B. mit 5'000 Namenakti- on à je CHF”
In Ausnahmefällen ist die Verweigerung der Übergabe nach Art. 82 OR unzulässig; etwa wenn der Erwerber bzw. Mieter bereits vor Vertragsbeginn in Besitz war (z. B. als Untermieter), sodass dem Leistungsverweigerungsrecht keine praktische Durchsetzbarkeit zukommt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ist einzelfallabhängig.
“Sie sind allerdings in erster Linie auf den Fall der ausgebliebenen Hauptleistung des Schuldners zugeschnitten und enthalten implizit durchaus eine Unzumutbarkeit der Situation für den Gläubiger. Ohne Unzumutbarkeitserfordernis könnte wegen der unbedeutenden Verletzung von vertraglichen Nebenpflichten ohne Weiteres das gesamte Hauptverhältnis vorzeitig gekündigt werden. Das überzeugt nicht. Der Gesetzgeber verlangt für eine vorzeitige Auflösung des Mietverhältnisses denn auch stets, dass deren Fortsetzung für die kündigende Partei unzumutbar ist (vgl. Art. 257f OR und Art. 266g OR, implizit letztlich auch bei Art. 257d OR). Schliesslich hat die Kündigung, auch wenn sie nach Art. 107 Abs. 2 OR ergeht, den Formalien der Art. 266l bis Art. 266o OR zu entsprechen (HIGI, AJP 7/2006 S. 885; vgl. BGE 132 III 109 E. 5). 1.2 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beklagte bereits vor Beginn des Mietvertrags per 1. Oktober 2019 Untermieterin des Vormieters gewesen ist und es dem Kläger deshalb verunmöglicht war, bei Nichtleistung der Kaution gestützt auf Art. 82 OR die Übergabe des Mietobjekts an die Beklagte zu verweigern. Zudem haben die Parteien einen befristeten Mietvertrag (1. Oktober 2019 bis 30. April 2022) abgeschlossen. Das Mietverhältnis endet daher mit Ablauf der vereinbarten Dauer. Eine ordentliche Kündigung ist nicht vorgesehen und stand dem Kläger im vorliegenden Fall nicht offen (Art. 266 Abs. 1 OR). Mit Schreiben vom 9. April 2020 hat der Kläger die Beklagte bezüglich der Leistung der Kaution in Verzug gesetzt und ihr gleichzeitig eine Frist von 30 Tagen angesetzt, um die Kaution in der Höhe von Fr. 45'000.– zu hinterlegen. Diese Frist ist angemessen, beträgt doch auch die anzusetzende Frist bei Verzug mit der Mietzinszahlung 30 Tage (Art. 257d Abs. 1 OR). Es ist sodann unbestritten, dass die Beklagte die Kaution innert dieser Frist nicht geleistet hat. Vielmehr hat sie diese erst nach Erhalt der Kündigung am 21. September 2020 auf das Sperrkonto bei der Zürcher Kantonalbank einbezahlt. Zwar gibt die Beklagte an, sie habe bereits nach der Schlichtungsverhandlung - 10 - vom 6.”
Bei unterlassenen Akontozahlungen in einem Werkvertrags-/Bauverhältnis kann eine vom Leistenden vorgenommene Arbeitsniederlegung gestützt auf Art. 82 OR gerechtfertigt sein.
“(Gipserarbeiten) zumindest im Umfang von CHF 134'100.00 anerkannt habe. Die Zahlung dieses Betrags sei Ende März 2020 fällig gewesen. Trotz Fälligkeit habe es die Berufungsklägerin unterlassen, den Akontobetrag zu überweisen, weshalb die Arbeitsniederlegung gestützt auf Art. 82 OR gerechtfertigt gewesen sei. In der Folge sei es für die Berufungsbeklagte auch in Bezug auf die Werkverträge BKP”
Erhebt der Schuldner die Einrede des nicht erfüllten Vertrags rechtzeitig und substanziiert, trifft den Gläubiger die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass er seine Gegenleistung erbracht oder gehörig angeboten hat. Kann der Gläubiger dies nicht nachweisen, ist die Einrede zu bejahen; dies führt in der Regel dazu, dass eine provisorische Rechtsöffnung bzw. Handhebung nicht erteilt wird.
“Er statuiert, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits vollständig erfüllt oder die Erfüllung angeboten haben muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Entsprechend gewährt er dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2.). Das Ergebnis einer seitens des Gerichts als berechtigt beurteilten Einrede ist somit, dass der Schuldner zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt wird, mithin dass er mit seiner Leistung in zeitlicher Hinsicht abwarten darf, bis der Gläubiger seinen Teil der Ver- einbarung erbracht hat (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 111 II 463 E. 3.; vgl. WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 222 ff.). Zwecklogische Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist demgemäss, dass der Schuldner am Ver- trag festhalten möchte (WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 195). Hinsichtlich der Behauptungs- und Beweislast gilt Art. 8 ZGB: Der fordernde Gläu- biger hat namentlich die vertragsgemässe Erfüllung oder das Erfüllungsangebot zu beweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art. 82 OR erhoben hat (BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_361/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.3; SCHROETER, a.a.O., Art. 82 N 52).”
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zum Ganzen: Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1 f. mit Hinweisen).”
“Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299; Urteile 4A_464/2018 vom 18. April 2019 E. 4.1; 4A_361/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.3; 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3; 4A_252/2008 vom 28. August 2008 E. 2.2). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3). Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3), was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR).”
“1 et les arrêts cités) -, d'où ressort sa volonté de payer au poursuivant, sans réserve ni condition, une somme d'argent déterminée, ou aisément déterminable, et exigible (ATF 139 III 297 consid. 2.3.1 et la jurisprudence mentionnée). Un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies (arrêt du Tribunal fédéral 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2) et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (arrêt du Tribunal fédéral 5A_367/2007 du 15 octobre 2007 consid. 3.1 et les références). Un contrat bilatéral ne vaut ainsi reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, ou au moment de ce paiement, c'est-à-dire s'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation en rapport d'échange (cf. ATF 116 III 72; cf. arrêt du Tribunal fédéral 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.3 [prêt]). Il est rappelé à cet égard que selon l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral - ou synallagmatique - doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Ainsi, la mainlevée provisoire peut être accordée sur la base d'un contrat bilatéral dans les quatre hypothèses suivantes : le poursuivi prétend que la contre-prestation n'a pas été exécutée ou n'a pas été exécutée correctement ; le poursuivi prétend que la contre-prestation n'a pas été exécutée ou n'a pas été exécutée correctement mais cette allégation est manifestement sans consistance ; le poursuivi prétend que la contre-prestation n'a pas été exécutée ou n'a pas été exécutée correctement mais le créancier peut prouver qu'il a accompli ce qui lui incombait ; le poursuivi doit s'exécuter le premier en vertu du contrat (Abbet, in La mainlevée de l'opposition, n. 145 ad art 82 CC). 3.2 En l'espèce, comme l'a justement retenu le premier juge sur la base des documents versés à la procédure à teneur du dossier en mains de la Cour, la recourante n'a pas démontré avoir fourni sa prestation au-delà du 5 mai 2022.”
“Un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_39/2023 du 24 février 2023 consid. 5.2.3: 5A_940/2020 du 27 janvier 2021 consid. 3.2.1). Dans un contrat bilatéral, la question de la fourniture de la prestation du poursuivant ne constitue donc pas à un moyen libératoire au sens de l'art. 82 al. 2 LP que le débiteur devrait rendre vraisemblable. Elle relève de la contestation d'une exigence mise à l'admission d'un contrat bilatéral parfait comme titre de mainlevée provisoire au sens de l'art. 82 al. 1 LP (ATF 145 III 20 consid. 4.3.2 et 4.3.3; arrêt du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5). Ainsi, lorsque, pour faire échec à la mainlevée fondée sur un contrat bilatéral, le poursuivi allègue que le poursuivant, qui doit prester en premier, n'a pas ou pas correctement exécuté sa propre prestation (exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO) et que son affirmation n'est pas sans consistance, la mainlevée ne peut être accordée que si le créancier est en mesure de prouver immédiatement le contraire (ATF 136 III 627 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5; 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2; 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.2 et 3.3 Abbet/Veuillet, La mainlevée de l'opposition, 2ème éd., 2022, n. 147 s ad art. 82 LP). 2.1.2 Le contentieux de la mainlevée de l'opposition (art. 80 ss LP) est une procédure sur pièces ("Urkundenprozess") (art. 254 al. 1 CPC), dont le but n'est pas de constater la réalité d'une créance, mais l'existence d'un titre exécutoire. Le juge de la mainlevée examine uniquement la force probante du titre produit par le créancier poursuivant, sa nature formelle, et non pas la validité de la prétention déduite en poursuite (ATF 145 III 160 consid. 5.1; 142 III 720 consid. 4.1.1). Le prononcé de mainlevée ne sortit que des effets de droit des poursuites et ne fonde pas l'exception de chose jugée (res judicata) quant à l'existence de la créance (ATF 148 III 225 consid.”
Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR setzt ein Austauschverhältnis der gegenseitigen Leistungen voraus. Regelmässig besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten; die Anwendung gegenüber Nebenleistungspflichten ist nur ausnahmsweise denkbar, namentlich wenn die Hauptleistung ohne die Nebenleistung praktisch wertlos wäre oder die Parteien der Nebenleistung diesen Stellenwert beigemessen haben.
“Art. 82 OR ist nur bei vollkommen zweiseitigen Verträgen anwendbar, bei welchen zwei Pflichten zueinander im Austauschverhältnis stehen. Die Anwen- dung ist auf die Hauptleistungspflichten sowie auf bedeutende Nebenpflichten, ohne welche die Hauptleistung praktisch wertlos ist, beschränkt. Die Hauptpflich- ten beim Werkvertrag bestehen in der Herstellung und Ablieferung des Werkes einerseits und der Vergütungszahlung anderseits (BSK OR I-S CHROETER,”
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E. 1 S. 413). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Nebenleistungspflichten denkbar (Urteile 4A_308/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 2.5; 5A_367/2007 vom 15. Oktober 2007 E. 3.2; 4C.217/2002 vom 24. Juni 2003 E. 3.1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog.”
“Nach Art. 82 OR muss derjenige, der bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits erfüllt haben oder die Erfül- lung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Die Einrede des nichterfüllten Vertrages ist nicht auf alle Verpflichtungen anwendbar, welche aus einem zweiseitigen Vertrag erwach- sen, sondern nur auf solche, die gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 107 II 411 E. 1). In der Regel besteht ein Austauschverhältnis nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (BGE 122 IV 322 E. 3b). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Ne- benleistungspflichten denkbar. Dabei ist es in erster Linie an den Parteien zu ent- scheiden, ob die Nebenleistung einen solchen Stellenwert hat, dass sie zur Haupt- leistung in einem Austauschverhältnis steht (BGer 4A_308/2012 v.”
Nach Art. 82 OR kann der Anspruch auf Erfüllung eines zweiseitigen Vertrags nur geltend gemacht werden, wenn der Verfolger seine eigene Leistung bereits erbracht oder die Erfüllung angeboten hat; dies gilt nicht, wenn der Verfolger gemäss Vertragsinhalt oder Natur des Vertrags erst später zu leisten hat. Ein schriftlicher Vertrag kann – soweit die Fälligkeit der Schuld und die Leistung oder das Leistungsangebot des Verfolgers ersichtlich sind – zur vorläufigen Aufhebung der Rechtsöffnung führen. Umstände wie die COVID‑19‑Pandemie begründen nicht ohne Weiteres eine Abweichung von den vertraglichen Pflichten (clausula rebus sic stantibus). Bei der Geltendmachung von Gegenansprüchen (z. B. als Kompensation) ist erforderlich, dass diese ohne Aufschub beweisbar sind.
“Par conséquent, il n'y a pas lieu d'admettre que la pandémie de Covid-19 constituerait en l'espèce une circonstance extraordinaire et imprévisible, justifiant de considérer que le bail ne déploierait pas tous ses effets, ni que l'intimée abuserait de son droit en poursuivant le recouvrement des loyers convenus. Le recourant ne démontre par ailleurs pas, ni ne soutient, que les locataires se seraient en l'espèce adressés à l'intimée pour demander une adaptation des conditions du bail pour les motifs susvisés, ni même qu'ils auraient obtenu ou sollicité des autorités une quelconque aide pour poursuivre leurs activités. A teneur de la procédure, les locataires se sont seulement prévalus de tels motifs lorsqu'ils ont déclaré résilier le bail de manière anticipée pour le 31 mars 2023, qui constitue la fin de la période pour laquelle des loyers leur sont présentement réclamés. Le grief sera donc rejeté. 6. Le recourant reproche également au Tribunal de ne pas avoir considéré que le contrat de bail litigieux ne valait pas titre de mainlevée, au motif que l'intimée n'avait pas complètement exécuté les obligations qui lui incombaient selon ledit contrat. 6.1 Selon l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral – ou synallagmatique – doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Conformément à cette disposition, un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies (arrêt du Tribunal fédéral 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2) et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (arrêt du Tribunal fédéral 5A_367/2007 du 15 octobre 2007 consid. 3.1 et les références). Un contrat bilatéral ne vaut ainsi reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, ou au moment de ce paiement, c'est-à-dire s'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation en rapport d'échange (cf.”
“Les allégations du précité selon lesquelles il ne serait intervenu qu'en qualité de cautionnement solidaire ne pouvaient être suivies, considérant que le juge de la mainlevée ne pouvait se livrer à une interprétation subjective des contrats signés par les parties, mais devait se tenir à l'examen littéral du titre produit. L'argument paraissait de surcroît contraire à la bonne foi, dès lors que le bail avait été établi par une société de gérance contrôlée par le prénommé lui-même, de sorte que celui-ci ne pouvait ignorer la teneur ou la portée de son engagement. Le juge de la mainlevée ne pouvait pas davantage déroger aux termes du contrat de bail en raison de circonstances extraordinaires (clausula rebus sic stantibus), étant observé que le bail avait été signé en 2021 et que les effets de la pandémie de Covid-19 étaient alors largement connus. Pour les mêmes motifs, il n'y avait pas lieu de retenir que la bailleresse n'avait pas exécuté sa prestation de manière conforme à ce que pouvaient attendre les locataires, au sens de l'art. 82 CO, et ce malgré la fermeture des établissements publics ordonnée par les autorités; ce moyen libératoire se confondait d'ailleurs avec le précédent. Le locataire échouait de même à rendre vraisemblable que le bail avait été résilié de manière anticipée pour le 31 mars 2023, dès lors que la bailleresse avait contesté la validité de cette résiliation – qui supposait notamment qu'un locataire de remplacement ait été proposé – devant l'autorité judiciaire compétente. Il était par ailleurs établi que la bailleresse avait imputé le montant de 57'644 fr. 35 versé au mois de juillet 2022, désigné comme le loyer dudit mois, sur l'arriéré en cours, soit sur le mois d'octobre 2021. Dès lors que la poursuite portait sur les loyers de mois de novembre 2021 à mars 2023, la bailleresse ne sollicitait pas le paiement d'un loyer déjà payé. Il était au surplus douteux que l'avis manifestant la volonté du locataire d'affecter le paiement susvisé au mois de juillet 2022 soit parvenu à la bailleresse, puisque cet avis avait été adressé à la société de gérance, dont le mandat avait été résilié à la même époque.”
“3 La possibilité d'opposer en compensation une contre-créance contestée existe aussi pour le locataire mis en demeure de payer un arriéré de loyer (art. 257d CO); la déclaration de compensation doit toutefois intervenir avant l'échéance du délai de grâce (ATF 119 II 241 consid. 6b/bb; arrêt du Tribunal fédéral 4C_212/2006 du 28 septembre 2006 consid. 3.1.1, in CdB 2007 22). La contre-créance invoquée en compensation doit pouvoir être prouvée sans délai; si une procédure relative à la contre-créance est pendante devant une autre instance, il ne saurait être question de suspendre la procédure en contestation du congé jusqu'à droit connu dans l'autre procédure, sauf si une décision définitive est imminente. Cette restriction se justifie d'autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir tout ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer (arrêts du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2). Le Tribunal fédéral a ainsi déjà exclu, dans deux arrêts, la possibilité pour un locataire d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêts du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 précités consid. 5; 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3 in RtiD 2009 II 681). 3.2 En l'espèce, l'appelante affirme avoir réglé le loyer par compensation, en faisant valoir une créance que l'intimée conteste et qui relève de la réduction de loyer et des dommages-intérêts, pour laquelle la compensation ne peut pas être admise ou, à tout le moins, ne peut l'être que restrictivement, soit à la condition qu'elle puisse être prouvée sans délai, ce qui n'est pas le cas. En effet, tout d'abord, dans son courrier du 23 avril 2020, l'appelante a laissé le choix à l'intimée de lui remettre des locaux d'une surface de 150m2 ou de modifier le loyer.”
Bei zweiseitigen (synallagmatischen) Verträgen gilt nach Art. 82 OR grundsätzlich das Zug‑um‑Zug‑Prinzip: die Leistungen sind gleichzeitig zu erbringen, sofern nicht etwas anderes vereinbart ist.
“Betreibungskosten. Die Beklagte hat diese Forderungen der Klägerin bis heute nicht beglichen. In Ziff. 3 des Rechtsbegehrens ihrer Klage fordert sie alsdann die Beseitigung des Rechts- vorschlags in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes Volketswil (Zahlungsbe- fehl vom 23. Juni 2022). - 6 - 3.Rechtliches und Würdigung 3.1.Kaufpreis Zunächst fordert die Klägerin von der Beklagten den Kaufpreis von CHF 62'198.39 für diverse gelieferte Baumaterialien (act. 1 Rechtsbegehren Ziff. 1). Durch den (Fahrnis-)Kaufvertrag verpflichtet sich der Verkäufer, dem Käufer den Kaufgegenstand zu übergeben und ihm das Eigentum daran zu verschaffen, und der Käufer, dem Verkäufer den Kaufpreis zu bezahlen. Sofern nicht Vereinbarung oder Übung entgegenstehen, sind Verkäufer und Käufer verpflichtet, ihre Leistun- gen gleichzeitig – Zug um Zug – zu erfüllen (Art. 184 Abs. 1 und 2 OR, Art. 82 OR, Art. 187 Abs. 1 OR). Gemäss unbestritten gebliebener Darstellung der Klägerin haben die Parteien di- verse Kaufverträge über verschiedene Baumaterialien abgeschlossen. Nachdem die Klägerin – gemäss ihren unbestrittenen Vorbringen – die Baumaterialien jeweils geliefert (vgl. auch unterzeichnete Lieferscheine) und in Rechnung gestellt hatte, wäre die Beklagte als Käuferin Zug um Zug bzw. innerhalb der ihr angesetzten Frist zur Zahlung der Kaufpreise verpflichtet gewesen. Dieser Pflicht ist sie bis heute nicht nachgekommen. Die Kaufpreisforderung in der Höhe von insgesamt CHF 62'198.39 ist ausgewiesen und dieser Betrag der Klägerin entsprechend zu- zusprechen. 3.2.Verzugszins Bezüglich Verzugszins führt die Klägerin aus, sie habe der Beklagten bei jeder ein- zelnen Rechnung eine Zahlungsfrist mit einem klar definierten Datum gesetzt. Hier- bei handle es sich um einen sog. Verfalltag, nach dessen Ablauf die Beklagte je- weils automatisch in Verzug geraten sei.”
“Im Kaufvertragsrecht wird Art. 75 OR, soweit die Fälligkeit der Kaufpreisforderung zur Diskussion steht, allerdings durch Art. 213 Abs. 1 OR verdrängt, der anordnet, dass der Kaufpreis mit dem Übergang des Kaufgegenstandes in den Besitz des Käufers fällig wird. Das bedeutet, dass der Verkäufer den Kaufpreis erst verlangen darf, nachdem er erfüllt oder die Erfüllung angeboten hat. Die Leistungen sind mit anderen Worten Zug-um-Zug zu erbrin- gen, wie Art. 82 OR dies allgemein für synallagmatische Verträge vorsieht (Ste- phanie Hrubesch-Millauer, in: Müller-Chen/Huguenin [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Vertragsverhältnisse Teil 1: Innominatkontrakte, Kauf, Tausch, Schenkung, Miete, Leihe, 3. Aufl., Zürich 2016, N 1 zu Art. 213 OR). Im vorliegenden Fall war der Beschwerdeführer demnach berechtigt, die Zahlung zu verweigern, solange der Beschwerdegegner ihm die Aktien nicht übertragen hatte oder ihm die Übertragung nicht wenigstens anbot.”
Praxis: Für den Entfall des Lohnanspruchs nach Art. 82 OR ist in der Regel erforderlich, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung angeboten oder bereits erbracht hat; andererseits kann der Arbeitnehmer bei eindeutigem Zahlungsverzug des Arbeitgebers die Leistung suspendieren und behält dann den Lohnanspruch. In strittigen Fällen ist entscheidend, ob der Arbeitnehmer klar angeboten hat zurückzukehren bzw. die Leistung anzubieten und ob der Arbeitgeber in Verzug steht; der Arbeitgeber konnte den Arbeitnehmer vor einem Lohnabzug zur Rückkehr auffordern.
“A supposer, par impossible, que, comme le soutient l’appelante, l’intimé soit revenu, le 8 août 2019, sur sa décision – et qu’il faille accorder à l’annotation patronale écrite sur son courrier du 6 août 2019 un crédit – il conviendrait alors de s’interroger sur le sens du terme « Erreur ; entendu » : s’agirait-il d’acter un revenir, par l’intimé, sur le principe de sa démission, ou simplement sur l’échéance, qui était inexacte, des rapports de travail résiliés ? 2.7.4. Ensuite, force est de constater que l’intimé n’a plus effectué le mois de septembre 2019. L’on s’étonne que l’appelante, dût-on se placer dans sa thèse, n’ait pas immédiatement sommé l’intimé de réintégrer son poste de travail, lorsque, au début du mois septembre 2019, elle a dû constater l’absence de l’intimé sans motif justifié. Elle eût pu, et, dans son optique, dû, le comminer de revenir travailler, faute de quoi elle retiendrait un abandon de poste au sens de l’art. 337 d CO et les conséquences en découlant. L’on constate également l’absence de tout paiement d’un salaire afférent au mois de septembre 2019 – sans que l’appelante, pour justifier cette omission, ne se fût avisée, à l’époque, de se prévaloir à l’égard de l’intimé, de l’art. 82 CO : pas de travail, pas de salaire. 2.7.5. Enfin, et à supposer qu’il faille accorder du crédit aux allégués de fait alignés dans la lettre de licenciement immédiat du 27 septembre 2019 (= pièce 7 dem), l’on constate la présence de griefs quant à un problème d’absence de l’intimé durant quelques jours au mois d’août 2019, mais aucune thématisation d’une absence fautive au travail à partir du 1er septembre 2019. Enfin, l’existence y affirmée d’un courrier que ce dernier aurait adressé à l’appelante en date du 24 septembre 2019, marquant une volonté de rompre le contrat « avec effet immédiat, soit pour le 30 septembre » (sic) n’a pas été démontrée : l’appelante n’a pas produit ledit courrier. 2.8. Compte tenu de ces indices et éléments, le courrier de l’intimé du 6 août 2019, interprété selon le principe de la confiance (art. 18 CO), valait offre à l’appelante de terminer les rapports de travail, d’entente, pour l’échéance rapprochée du 31 août 2019. Ces indices et éléments montrent ensuite que cette offre avait été tacitement acceptée par l’appelante.”
“1). En particulier, tel est le cas si les éléments essentiels de l'accord dérogatoire ne sont pas formulés dans un accord écrit, un contrat-type de travail ou une convention collective de travail (Wyler/Heinzer, op. cit., p. 318). Dans ces cas, le régime de base de l'art. 324a al. 1 à 3 CO s'applique comme minimum impératif pour le calcul du montant du salaire dû, sous déduction des éventuelles prestations d'assurances pour la période correspondante (Wyler/Heinzer, op. cit., p. 318 s). Les indemnités journalières versées en vertu d'un contrat d'assurance maladie sont exonérées des contributions sociales (art. 6 al. 2 let. b OAVS; arrêt du Tribunal fédéral 4A_42/2018 du 5 décembre 2018 consid. 5). 6.4 Le droit au paiement du salaire implique que le travailleur ait fourni sa prestation de travail (art. 319 et 324 CO). S'il n'exécute pas celle-ci sans être empêché par un motif reconnu, le travailleur est en demeure (art. 102 ss CO) et l'employeur peut alors refuser de payer le salaire (art. 82 CO). De même, l'employeur peut être en demeure. S'il empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, l'employeur doit payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir sa prestation (art. 324 al. 1 CO). La demeure de l'employeur suppose en principe que le travailleur ait offert ses services. Le travailleur ne peut toutefois se voir reprocher de n'avoir pas offert ses services lorsque l'employeur l'a libéré de l'obligation de travailler jusqu'au terme du délai de congé ou lorsqu'il n'aurait de toute manière pas accepté la prestation de travail offerte (ATF 135 III 349 consid. 4.2). Néanmoins, lorsque l'employeur a libéré le travailleur de son obligation de travailler durant le délai de congé, mais que celui-ci s'est prolongé en raison de la survenance d'une période de protection, il appartient au travailleur d'offrir à nouveau ses services pour la période courant jusqu'à l'échéance différée du contrat Wyler/ Heinzer, op. cit.”
“82 CO, le salarié peut suspendre sa prestation de travail lorsque l'employeur se trouve en demeure de verser le salaire. Pendant cette période de suspension, le travailleur conserve son droit à la rémunération, même s'il s'abstient volontairement d'offrir sa prestation. Ainsi, l'employeur en retard dans le paiement du salaire doit être traité comme s'il empêchait l'exécution du travail (ATF 136 III 313, consid. 2.3.2, publié in JdT 2011 II, p. 206 ; 120 II 209, consid. 6a et 9, publié in JdT 1995 I, p. 367 ; Wyler/Heinzer, op. cit., p. 263). Enfin, le débiteur qui est en demeure pour le paiement d'une somme d'argent doit l'intérêt moratoire à 5% l'an, même si un taux inférieur avait été fixé pour l'intérêt conventionnel (art. 104 al. 1 CO). A la fin du contrat, toutes les créances qui en découlent deviennent exigibles (art. 339 al. 1 CO). 4.2 En l'espèce, l'Appelante fait grief au Tribunal de première instance d'avoir considéré qu'elle avait résilié son contrat de travail avec effet immédiat le 30 mars 2019. Elle estime que par application analogique de l'art. 82 CO, elle était en droit de ne pas retourner travailler après la date du 30 mars, au motif que B______ était en demeure dans le paiement de son salaire. Tout d'abord, il n'est pas contesté par les parties que l'Appelante avait été engagée dès le 29 janvier 2019 au G______ en qualité de serveuse, mais qu'aucun de contrat de travail écrit n'avait été signé. Les parties avaient convenu par oral qu'elle serait payée fr. 1'000.- pour les mois de janvier et février, et qu'elle serait augmentée dès le mois de mars 2019. Après l'entretien litigieux du 30 mars 2019 entre les parties, l'Appelante avait quitté l'établissement en pleurs, fait qui a été confirmé par le témoin J______. Lors de son départ ce jour-là, l'Appelante n'a pas fait part de façon claire à B______ qu'elle ne reviendrait pas travailler tant que la différence entre le salaire qu'elle avait effectivement perçu et le salaire minimum prévu par la CCNT ne lui avait pas été payée. Comme l'a relevé le Tribunal de première instance, elle n'en a en tout cas pas apporté la preuve et il apparaît au contraire qu'elle n'a pris contact avec B______ que quinze jours plus tard, par lettre de son conseil du 15 avril 2019.”
Bei Prozessen auf Zahlung (beispielsweise wegen Kaufpreis für bewegliche Sachen) kann die Einwendung des Schuldners wegen Nichtlieferung nach Art. 82 OR nur dadurch wirksam entkräftet werden, dass der Gläubiger die geschuldete Leistung tatsächlich angeboten bzw. consigniert. Der Bundesgerichtsentscheid verlangt im solchen Verfahren in der Regel eine Konsignation im Sinn von Art. 91 ff. OR, die zudem vor Einleitung der Betreibung erfolgte; ein blosses mündliches Angebot genügt dafür nicht.
“Ainsi, dans une procédure portant sur une action en libération d'une dette de prix issue d'un contrat de vente mobilière, le Tribunal fédéral a jugé, dans un arrêt déjà ancien, que, si on rejette cette action et qu'on accorde au vendeur la mainlevée définitive de l'opposition sans qu'il ait livré ou consigné la chose, l'exécution forcée suivrait son cours et l'acheteur ne pourrait plus opposer au vendeur qu'il ne payera le prix que contre la livraison; à supposer que le vendeur ne s'exécute pas spontanément, l'acheteur devrait dès lors obtenir la livraison en engageant une nouvelle procédure. Le Tribunal fédéral a considéré insatisfaisant ce résultat car il rendrait caduque l'obligation de prester trait pour trait. A l'appui de son propos, il a certes répété que l'offre à laquelle l'art. 82 CO fait référence est en principe une offre réelle, soit l'offre d'exécuter effectivement la prestation conformément au contrat; néanmoins, il a jugé non seulement qu'une offre verbale, qui pourrait suffire en rapport avec des moyens de droit qui permettent de sauvegarder le principe de l'exécution simultanée des prestations, n'est pas suffisante dans une poursuite qui tend à la constatation d'une obligation de payer unilatérale, mais aussi que seule la consignation au sens des art. 91 s. CO, effectuée de plus avant l'introduction de la poursuite, permet au vendeur de faire notifier un commandement de payer pour le prix. BGE 148 III 145 S. 154 Il a ajouté que si l'acheteur est en demeure du créancier, l'obligation d'exécuter trait pour trait perdure. Il a motivé cette règle en avançant que, si le vendeur actionnait l'acheteur en paiement du prix, il devrait d'abord mettre en échec l'exception de l'art. 82 CO et qu'il ne peut dès lors pas contourner ce système en choisissant la voie de la poursuite contre l'acheteur, puisque celui-ci ne pourrait pas faire valoir ce moyen dans une telle procédure.”
“Le Tribunal fédéral a considéré insatisfaisant ce résultat car il rendrait caduque l'obligation de prester trait pour trait. A l'appui de son propos, il a certes répété que l'offre à laquelle l'art. 82 CO fait référence est en principe une offre réelle, soit l'offre d'exécuter effectivement la prestation conformément au contrat; néanmoins, il a jugé non seulement qu'une offre verbale, qui pourrait suffire en rapport avec des moyens de droit qui permettent de sauvegarder le principe de l'exécution simultanée des prestations, n'est pas suffisante dans une poursuite qui tend à la constatation d'une obligation de payer unilatérale, mais aussi que seule la consignation au sens des art. 91 s. CO, effectuée de plus avant l'introduction de la poursuite, permet au vendeur de faire notifier un commandement de payer pour le prix. BGE 148 III 145 S. 154 Il a ajouté que si l'acheteur est en demeure du créancier, l'obligation d'exécuter trait pour trait perdure. Il a motivé cette règle en avançant que, si le vendeur actionnait l'acheteur en paiement du prix, il devrait d'abord mettre en échec l'exception de l'art. 82 CO et qu'il ne peut dès lors pas contourner ce système en choisissant la voie de la poursuite contre l'acheteur, puisque celui-ci ne pourrait pas faire valoir ce moyen dans une telle procédure. Le Tribunal fédéral a soutenu ensuite qu'on ne pourrait pas non plus rejeter l'action en libération de dette, avec la réserve que l'acheteur ne peut être obligé au paiement que contre une livraison conforme au contrat, car le commandement de payer, en tant que sommation inconditionnelle de payer le prix, n'est pas fondé. Il a ajouté qu'il n'y avait pas de seconde procédure de mainlevée qui fait suite au jugement de libération de dette car la loi confère un effet direct à cette action sur la continuation de la poursuite (art. 83 al. 3 LP; ATF 79 II 280 consid. 2 et 3). Dans une affaire d'assistance judiciaire relative à une action en libération de dette engagée par l'acheteur contre le vendeur qui avait obtenu la mainlevée provisoire, le Tribunal fédéral a en revanche jugé que, pour offrir sa prestation de façon à mettre en échec l'exception d'inexécution de l'acheteur, le vendeur qui a offert d'exécuter sa prestation et a invité plusieurs fois l'acheteur à se présenter devant le notaire à ces fins n'a pas en plus à requérir l'inscription de l'acheteur auprès de l'office du registre foncier.”
Art. 82 OR gewährt dem Leistenden eine dilatorische Einrede: Er kann die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten. Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht das Austauschverhältnis zwischen allen Teillieferungen einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits; der Verkäufer darf daher weitere Lieferungen verweigern, solange der Käufer mit der Zahlung für frühere Lieferungen in Verzug ist. Bei Dauerschuldverhältnissen wird die analoge Anwendung von Art. 82 OR anerkannt, sodass spätere Leistungen periodenverschoben zurückbehalten werden können.
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Diese Bestimmung betrifft die Ordnung in der Erfüllung von Leistung und Gegenleistung aus einem zweiseitigen Vertrag. Dabei ist Art. 82 OR nur anwendbar, wenn die eine und die andere Leistung in ein und demselben Vertrag versprochen worden sind und gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen.”
“Es besteht daher kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf umfassende Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch den Staat ohne Erbringung einer Gegenleistung durch Bezahlung der entsprechenden Gebühren und Preise (VGE VD.2009.614 vom 22. Januar 2010 E. 4.3). Die Regeln des Obligationenrechts können bei Vertragsverletzungen auch im öffentlichen Recht als Ausdruck allgemeiner Rechtsgrundsätze herangezogen werden (VGE VD.2015.178 vom 24. Mai 2016 E. 3.4.1 mit Hinweis auf Müller-Tschumi, Leistungsstörungen bei verwaltungsrechtlichen Verträgen, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Der verwaltungsrechtliche Vertrag in der Praxis, S. 57, 59 und 82 mit Verweis auf die Lehre sowie die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 122 I 328 E. 7b S. 340 f., welche die analoge Anwendung zumindest dann bejaht, wenn eine entsprechende Regelung im kantonalen Recht fehlt). Bei Dauerschuldverhältnissen mit Vorleistungspflichten können somit auch bei ausbleibenden Gegenleistungen für früher erbrachte Leistungen aus demselben Vertragsverhältnis in analoger Anwendung von Art. 82 OR «periodenverschoben» spätere Leistungen zurückbehalten werden (Entscheid des Handelsgerichts St. Gallen HG.2009.261 vom 15. Juni 2010 E. 5; BGE 120 II 209 E. 6a S. 212 mit weiteren Hinweisen; VGE VD.2022.226 vom 16. Mai 2023 E. 2.2.1).”
“2 CO prévoit que si des livraisons et des paiements partiels ont été convenus, le prix afférent à chaque partie de l'ouvrage est payable au moment de la livraison de cette partie. L'exception prévue par cette disposition suppose que l'entrepreneur soit tenu, d'après le contenu du contrat, d'effectuer des livraisons partielles et que le prix soit déterminé en fonction des parties à livrer. Si des livraisons partielles ont été convenues mais que le prix n'est pas déterminé en fonction des parties à livrer, le prix ne devient exigible, dans sa totalité, qu'au moment de la livraison de la dernière partie (Gauch, op. cit., n. 1158). Une dérogation à ce principe peut intervenir par convention expresse des parties ou en raison de l'usage, par exemple lors de livraisons successives à prix unitaires avec facturation périodique (Chaix in Commentaire romand, Code des obligations vol. I., 3ème éd., 2021, n. 10 ad art. 372 CO). En cas de livraisons partielles au sens de l'art. 372 al. 2 CO, le rapport d'échange prévu par l'art. 82 CO concerne, d'un côté, toutes les livraisons et, de l'autre côté, le paiement intégral de l'ouvrage. Par conséquent, le maître peut opposer l'exception d'inexécution du contrat pour le prix afférent à une partie de l'ouvrage régulièrement livré si d'autres ne le sont pas. A l'inverse, l'entrepreneur est en droit de refuser de livrer les autres parties tant qu'il n'est pas payé pour une partie livrée (Chaix, op. cit., n. 17 ad art. 372 CO). 3.2.1 En l'espèce, les parties ne sont pas expressément convenues d'un terme de livraison pour les éléments de bracelets commandés par l'appelante le 16 octobre 2017. Comme l'a constaté le Tribunal, les allégations de l'appelante et de son représentant F______ selon lesquelles les parties auraient convenu d'un délai à "fin novembre - début décembre" 2017 pour recevoir les éléments nécessaires à la réalisation de deux bracelets ne sont pas vérifiées. Elles ont au contraire été contredites par l'autre gérant de l'appelante, E______, qui a déclaré que les parties s'étaient entendues sur un délai à fin décembre 2017 pour la confection des différents éléments devant être livrés par l'intimée.”
Bei Mängeln der Mietsache findet Art. 82 OR grundsätzlich keine Anwendung: Das Mietrecht kennt mit Art. 259g CO (und den damit verbundenen Vorschriften zur Mietzinsreduktion) eine lex‑specialis. Der Mieter kann den Mietzins deshalb in der Regel nicht kraft Art. 82 OR einfach zurückbehalten. Vielmehr hat er bei Forderung nach Mängelbeseitigung den Vermieter schriftlich zur Reparatur aufzufordern und — falls er den Mietzins der Höhe nach bestreiten will — die in Art. 259g CO vorgesehenen Schritte (Fristsetzung, Anzeige der Konsignation, Konsignation bei einer kantonal bezeichneten Stelle) zu befolgen. Kommt der Mieter dem nicht nach, kann er durch Zahlung oder durch Konsignation nach Erhalt einer Zahlungs‑ bzw. Aufforderungsandrohung eine Kündigung vermeiden; ein Zurückbehaltungsversuch erfolgt auf eigenes Risiko.
“Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3, in RtiD 2009 II 681). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2).”
“Il lui suffit d'envoyer au bailleur une déclaration unilatérale de réduction du loyer (autoréduction) et de cesser de payer celui-ci à due concurrence. Par ce biais, le locataire exerce un droit formateur, qui déploie ses effets sitôt la déclaration parvenue dans la sphère d'influence du bailleur (LACHAT, Le bail à loyer, op. cit., p. 320). La question d'une « autoréduction » du loyer ne se pose vraiment que lorsque le locataire continue à occuper les locaux qui sont affectés d'un défaut irréparable. Dans le cas où le défaut est réparable, le locataire doit en exiger la réparation et consigner le loyer. L'« autoréduction » n'est pas une alternative à la consignation du loyer (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3; LACHAT, Le bail à loyer, op. cit., p. 320, N 156). Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014, 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 et les références citées).”
“Eine Zurückbehaltung des ganzen oder eines Teils des Mietzinses gestützt auf Art. 82 OR wegen Mängeln der Mietsache ist ausgeschlossen (BGer 4A_537/2016 E. 4.2, 4A_140/2014, 4A_250/2014 vom 6. August 2014 E. 5.2; vgl. Bachofner, Die Mieterausweisung, Diss. Basel 2017, Zürich 2019, N 144), wie das Zivilgericht richtig festgestellt hat (angefochtener Entscheid E. 2.11.5).”
“3 La consignation est l'opération par laquelle une personne (le consignant) remet une chose mobilière à une autre personne (le consignataire), en faveur d'un tiers bénéficiaire, le consignataire s'engageant à la conserver jusqu'à ce que ce tiers ou le consignant soit autorisé à lui en réclamer la délivrance. La consignation prévue aux art. 259g ss CO est une consignation à titre d'exécution ; le débiteur, en remettant la chose à un tiers, est réputé exécuter son obligation et échappe ainsi aux conséquences de l'inexécution. Il s'agit d'un mode d'extinction d'une obligation tenant lieu d'exécution ou équivalant au paiement (Aubert, Commentaire romand, Code des obligations I, 2e éd. 2012, nn. 8-10 ad art. 259g CO). Selon l'art. 259g al. 2 CO, les loyers consignés sont réputés payés. Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l’objet loué n’est pas en droit de retenir tout ou partie du loyer échu ; il n’a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l’art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l’art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; TF 4A_537/2016 du 16 novembre 2016 consid. 4.2 ; Wey, La consignation du loyer, thèse Lausanne, 1995, p. 64 ; Lachat/Rubli, Le bail à loyer, 2019, ch. 13.7.4.8 p. 341 ; Aubert, CPra-Bail, 2e éd., 2016, n. 10 ad art. 259g CO). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls. Lachat relève dans ce sens que le locataire peut se libérer en compensant avec une « créance certaine » (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; Lachat, Le bail à loyer, 2019, ch. 15.3.7 p. 381 et ch. 30.2.3.5 p. 879 s.). 3.3 En l’espèce, l’appelante reconnaît ne pas avoir versé ni consigné les loyers en question dans le délai imparti par l’intimé.”
“Si le bail ne précise pas clairement l'usage convenu, celui-ci doit être dégagé à partir des règles régissant l'interprétation des contrats (ATF 136 III 186 consid. 3.1.1 et les références citées; arrêt du Tribunal fédéral 4A_208/2015 du 12 février 2016 consid. 3.1 et références citées). Tout ce qui s'écarte de l'état conforme à l'usage convenu constitue un défaut de la chose louée (art. 258 al. 1 CO; ATF 135 III 345 consid. 3.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_395/2017 du 11 octobre 2018 consid. 5.2 et les références citées). 4.1.3 Aux termes de l'art. 259g al. 1 CO, le locataire d'un immeuble qui exige la réparation d'un défaut doit fixer par écrit au bailleur un délai raisonnable à cet effet; il peut lui signifier qu'à défaut de réparation dans ce délai, il consignera auprès d'un office désigné par le canton les loyers à échoir. Le locataire avisera par écrit le bailleur de son intention de consigner les loyers. Les loyers consignés sont réputés payés (art. 259g al. 2 CO). La consignation constitue une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO (exception d'inexécution). Le locataire ne peut dès lors pas se prévaloir de l'art. 82 CO en cas de défaut. Il doit exiger la réparation et le cas échéant consigner le loyer s'il veut se mettre à l'abri d'une résiliation anticipée de son bail. S'il se limite à une déclaration de réduction du loyer et retient la quote-part correspondante, il s'expose selon les circonstances à un congé abrupt (Lachat/Bohnet, in Commentaire romand CO I, art. 253-529 CO, 3ème éd. 2021, n. 4b ad art. 259d CO; n. 2 ad art. 259g CO et les références citées). 4.2 En l'espèce, l'appelante prétend que la bailleresse aurait dû effectuer des travaux de remise en état et qu'à défaut elle n'a pas exécuté son obligation de remettre les locaux conformément au contrat. Or, l'usage convenu de la chose louée se détermine en premier lieu selon le contrat de bail, lequel est, en l'espèce, clair à ce sujet. Il en ressort, de manière explicite et non équivoque, que l'appelante connaissait bien l'état des locaux et acceptait de les prendre en location "en l'état" en contrepartie du loyer convenu, à charge pour elle d'entreprendre des travaux d'aménagement (clause II du contrat).”
Bei synallagmatischen Verträgen mit fortlaufenden oder gleichzeitig zu erfüllenden Leistungen kann die Gebundenheit an die Simultanität der Leistungen die Einrede der Nichterfüllung nach Art. 82 OR betreffen (vgl. Quelle 0). Im Mietrecht wird für irreparable Mängel die Möglichkeit einer einseitigen Mietzinsreduktion (autoréduction) erörtert, wobei dies nur in spezifischen Konstellationen zur Anwendung kommt (vgl. Quelle 1). Hingegen schliesst die ausdrückliche oder faktische Fortsetzung bzw. Akzeptanz der Leistung gegenüber dem Vertragspartner die nachträgliche Berufung auf die Einrede nach Art. 82 OR aus (vgl. Quellen 2 und 3).
“Nel concreto caso, è incontestato che nell'ambito delle attività di rilancio della boutique la ricorrente era tenuta, in base al "piano di rilancio" allegato al contratto, ad assicurare il coordinamento degli acquisti di prodotto, il management del punto vendita, il coordinamento del personale, le attività di marketing nonché la redazione e il monitoraggio del preventivo annuale (controllo di gestione) e che, all'epoca dei fatti, essa aveva già incassato fr. 100'000.--, ovvero un importo pari alla metà del corrispettivo, dopo quattro mesi di collaborazione a fronte di una collaborazione prevista sull'arco di sedici mesi. I Giudici cantonali hanno assunto che le prestazioni richieste alla ricorrente dovessero costituire attività continuative e accompagnare la mandante per tutta la durata del contratto, determinando così implicitamente la vera e concorde volontà delle parti contraenti (interpretazione soggettiva). Hanno quindi considerato che le lamentele della mandante rispetto all'inadempimento di tali prestazioni, inoltrate a ridosso della scadenza della seconda rata, fossero "coerent[i] con l'esigenza di simultaneità delle prestazioni pattuite in un contratto bilaterale alla base dell'art. 82 CO". Continuando a ribadire genericamente, in maniera appellatoria, che si trattava di un contratto di risultato (rilancio della boutique), che il risultato concordato avrebbe potuto essere verificato con criteri oggettivi "già solo confrontando il fatturato e/o l'incassato dei periodi pre e post collaborazione" fra le parti, ma solo dopo il 31 dicembre 2022, e che quindi andava stabilito che l'opponente non era legittimata a invocare l'eccezione di inadempimento del contratto ad inizio 2022 a soli pochi mesi dall'inizio della collaborazione, la ricorrente non sovverte tali accertamenti, e in particolare non dimostra che l'accertamento della volontà soggettiva delle parti effettuata dai Giudici cantonali (che rileva del fatto e vincola pertanto il Tribunale federale; v. art. 105 cpv. 1 LTF; DTF 144 III 93 consid. 5.2.2; sentenza 5A_132/2023 del 7 novembre 2023 consid. 5.3) sia arbitrario. Non illustra in base a quali ulteriori elementi in loro possesso, tenuto conto del loro limitato potere di cognizione (v.”
“Il lui suffit d'envoyer au bailleur une déclaration unilatérale de réduction du loyer (autoréduction) et de cesser de payer celui-ci à due concurrence. Par ce biais, le locataire exerce un droit formateur, qui déploie ses effets sitôt la déclaration parvenue dans la sphère d'influence du bailleur (LACHAT, Le bail à loyer, op. cit., p. 320). La question d'une « autoréduction » du loyer ne se pose vraiment que lorsque le locataire continue à occuper les locaux qui sont affectés d'un défaut irréparable. Dans le cas où le défaut est réparable, le locataire doit en exiger la réparation et consigner le loyer. L'« autoréduction » n'est pas une alternative à la consignation du loyer (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3; LACHAT, Le bail à loyer, op. cit., p. 320, N 156). Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014, 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 et les références citées).”
“du contrat, a contrario). Aussi, le fait que les intimés aient retenu le paiement de l'avant-dernier acompte n'est pas une circonstance extraordinaire ayant eu pour effet de perturber le bon déroulement des travaux. L'appelante est au demeurant forclose à se prévaloir, dans le cadre de la présente procédure, de l'exception tirée de l'art. 82 CO dans la mesure où elle a renoncé à l'exécution synallagmatique du contrat en acceptant de poursuivre les travaux jusqu'à la fin du mois de février 2018 malgré les montants qu'elle estimait lui être dus sur la base du contrat. Pour l'ensemble de ces motifs, l'appelante ne peut être suivie lorsqu'elle prétend que le retard de livraison serait en partie de la responsabilité des intimés.”
“Suite à cet envoi, l'appelante n'a pas procédé à de quelconques travaux de réparation - celle-ci ayant d'ailleurs déjà bénéficié en vain de plusieurs mois pour s'exécuter - et a introduit deux procédures judiciaires à l'encontre des intimés, confirmant ainsi son refus de procéder aux réparations demandées. Compte tenu du refus de l'appelante de procéder aux travaux de réfection et du fait que les intimés avaient laissé plusieurs mois à l'appelante pour procéder aux retouches demandées, ceux-ci n'étaient plus tenus d'impartir un délai à l'appelante pour procéder à la levée des réserves – ce qui aurait été inutile - avant de requérir, à l'occasion de leur écriture du 19 décembre 2016, la moins-value de l'ouvrage. Le grief de l'appelante est ainsi infondé. 7. L'appelante soutient par ailleurs qu'elle n'était pas tenue de procéder aux réparations dans la mesure où les époux B______/C______ étaient en demeure de lui payer ses demandes d'acomptes échues. 7.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offert d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (arrêts du Tribunal fédéral 4A_68/2010 du 12 octobre 2010 consid. 3.2.3; 4A_252/2008 du 28 août 2008 consid. 2.2). 7.2 En l'espèce, l'appelante ne saurait se prévaloir de cette exception dans la présente procédure dans la mesure où elle a renoncé à l'exécution synallagmatique du contrat en s'engageant dans son courrier du 18 juin 2015 à procéder aux travaux de réfections malgré les montants qu'elle estimait lui être dus. Ce grief n'est donc pas fondé. 8. L'appelante reproche au Tribunal d'avoir retenu que l'ouvrage présentait une moins-value de 195'984 fr. en se fondant sur le rapport de l'expert Q______. 8.1 Le droit à la réduction du prix au sens de l'art. 169 al. 1 ch. 2 SIA-118 tend à une réduction proportionnelle à la moins-value de l'ouvrage.”
Im Mietverhältnis tritt Art. 259g OR als lex specialis an die Stelle der Einrede nach Art. 82 OR: Wer wegen Mängeln der Mietsache reagieren will, hat nach Art. 259g Abs. 1 OR dem Vermieter schriftlich eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung anzusetzen und kann bei Fristablauf die Miete bei einer dafür vorgesehenen Stelle consignieren; Art. 259g Abs. 2 OR erklärt consignierte Mieten für bezahlt. Infolgedessen kann sich der Mieter wegen eines Mangels grundsätzlich nicht auf Art. 82 OR berufen, wenn die auf Art. 259g OR beruhenden Voraussetzungen und Rechtsbehelfe einschlägig sind.
“Si le bail ne précise pas clairement l'usage convenu, celui-ci doit être dégagé à partir des règles régissant l'interprétation des contrats (ATF 136 III 186 consid. 3.1.1 et les références citées; arrêt du Tribunal fédéral 4A_208/2015 du 12 février 2016 consid. 3.1 et références citées). Tout ce qui s'écarte de l'état conforme à l'usage convenu constitue un défaut de la chose louée (art. 258 al. 1 CO; ATF 135 III 345 consid. 3.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_395/2017 du 11 octobre 2018 consid. 5.2 et les références citées). 4.1.3 Aux termes de l'art. 259g al. 1 CO, le locataire d'un immeuble qui exige la réparation d'un défaut doit fixer par écrit au bailleur un délai raisonnable à cet effet; il peut lui signifier qu'à défaut de réparation dans ce délai, il consignera auprès d'un office désigné par le canton les loyers à échoir. Le locataire avisera par écrit le bailleur de son intention de consigner les loyers. Les loyers consignés sont réputés payés (art. 259g al. 2 CO). La consignation constitue une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO (exception d'inexécution). Le locataire ne peut dès lors pas se prévaloir de l'art. 82 CO en cas de défaut. Il doit exiger la réparation et le cas échéant consigner le loyer s'il veut se mettre à l'abri d'une résiliation anticipée de son bail. S'il se limite à une déclaration de réduction du loyer et retient la quote-part correspondante, il s'expose selon les circonstances à un congé abrupt (Lachat/Bohnet, in Commentaire romand CO I, art. 253-529 CO, 3ème éd. 2021, n. 4b ad art. 259d CO; n. 2 ad art. 259g CO et les références citées). 4.2 En l'espèce, l'appelante prétend que la bailleresse aurait dû effectuer des travaux de remise en état et qu'à défaut elle n'a pas exécuté son obligation de remettre les locaux conformément au contrat. Or, l'usage convenu de la chose louée se détermine en premier lieu selon le contrat de bail, lequel est, en l'espèce, clair à ce sujet. Il en ressort, de manière explicite et non équivoque, que l'appelante connaissait bien l'état des locaux et acceptait de les prendre en location "en l'état" en contrepartie du loyer convenu, à charge pour elle d'entreprendre des travaux d'aménagement (clause II du contrat).”
“3 La consignation est l'opération par laquelle une personne (le consignant) remet une chose mobilière à une autre personne (le consignataire), en faveur d'un tiers bénéficiaire, le consignataire s'engageant à la conserver jusqu'à ce que ce tiers ou le consignant soit autorisé à lui en réclamer la délivrance. La consignation prévue aux art. 259g ss CO est une consignation à titre d'exécution ; le débiteur, en remettant la chose à un tiers, est réputé exécuter son obligation et échappe ainsi aux conséquences de l'inexécution. Il s'agit d'un mode d'extinction d'une obligation tenant lieu d'exécution ou équivalant au paiement (Aubert, Commentaire romand, Code des obligations I, 2e éd. 2012, nn. 8-10 ad art. 259g CO). Selon l'art. 259g al. 2 CO, les loyers consignés sont réputés payés. Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l’objet loué n’est pas en droit de retenir tout ou partie du loyer échu ; il n’a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l’art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l’art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; TF 4A_537/2016 du 16 novembre 2016 consid. 4.2 ; Wey, La consignation du loyer, thèse Lausanne, 1995, p. 64 ; Lachat/Rubli, Le bail à loyer, 2019, ch. 13.7.4.8 p. 341 ; Aubert, CPra-Bail, 2e éd., 2016, n. 10 ad art. 259g CO). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls. Lachat relève dans ce sens que le locataire peut se libérer en compensant avec une « créance certaine » (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; Lachat, Le bail à loyer, 2019, ch. 15.3.7 p. 381 et ch. 30.2.3.5 p. 879 s.). 3.3 En l’espèce, l’appelante reconnaît ne pas avoir versé ni consigné les loyers en question dans le délai imparti par l’intimé.”
Art. 82 OR verlagert die Behauptungslast: Ersucht der Schuldner, die Einrede des Nicht-Erfüllens zu erheben, so muss er behaupten, der Gläubiger habe die Leistung nicht erbracht oder nicht gehörig angeboten. Daraufhin trifft den Gläubiger die Beweislast dafür, dass er seine eigene Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB und der Verhandlungsgrundsatz bleiben jedoch massgeblich; der Parteien obliegt der Vortrag, Substantiierung und Beweis der für ihre Ansprüche relevanten Tatsachen.
“Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E.”
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zum Ganzen: Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1 f. mit Hinweisen).”
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3). Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3), was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR).”
“Verhandlungsgrundsatz und Beweislast In Verfahren, in denen – wie vorliegend – der Verhandlungsgrundsatz gilt, obliegt es den Parteien und nicht dem Richter, die Tatsachen des Verfahrens zusammen zu tragen (Art. 55 Abs. 1 ZPO; BGE 123 III 60 E. 3a = Pra 86 [1997] Nr. 107). Entsprechend trifft sie die Behauptungs- Substantiierungs- und Beweislast sowie die Bestreitungslast. Gemäss Art. 8 ZGB hat diejenige Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, die aus ihr Rechte ableitet. Die andere Partei trifft die Gegenbeweislast (Urteil BGer 4A_82/2019 vom 3. Juli 2019 E. 2.1). Wer Ansprüche aus einem zweiseitigen Vertrag geltend macht, muss bewei- - 24 - sen, dass er selbst bereits erfüllt bzw. die Erfüllung angeboten hat oder dass die Gegenpartei vorleistungspflichtig ist (Art. 82 OR).”
Fehlt die Gegenleistung des Gläubigers, ist dadurch die Fälligkeit (Exigibilität) der eigenen Schuld nicht automatisch aufgehoben. Nach Art. 82 Abs. 1 OR muss derjenige, der die Erfüllung des anderen verlangt, selbst entweder bereits erfüllt oder die Erfüllung angeboten haben; das blosses Fehlen einer Gegenleistung begründet nicht von vornherein die Unverbindlichkeit oder Nichtexigibilität der eigenen Verpflichtung.
“En l'espèce, contrairement à ce que soutient le recourant, le 1 er paragraphe du courrier du 6 avril 2011 ne contient aucune offre alternative suite à laquelle le créancier aurait dû spécifier son choix entre deux prestations du débiteur s'il voulait obtenir l'exécution de l'accord. Il en ressort au contraire un engagement ferme du recourant de verser à l'intimé le montant de 258'000 euros au total, à raison de 25'800 euros par année, étant précisé que le recourant ne conteste pas que l'expression " a s far as it is possible " ne remet en cause ni la qualité de reconnaissance de dette du document, ni l'exigibilité de la créance. Par ailleurs, cette clause ne fait cas d'aucune relation d'échange entre un transfert d'actions dont l'intimé serait propriétaire et un prix en espèces de 258'000 euros. Comme l'a relevé la cour cantonale, la remise d'actions n'est même pas mentionnée dans le courrier. Au demeurant, le recourant ne se prévaut d'aucune inexécution de la prestation par l'intimé (cf. art. 82 al. 1 CO) pour remettre en cause l'exigibilité de sa propre dette (cf. ATF 145 III 20 consid. 4.1.1). Il ressort uniquement du document litigieux que le versement de ce montant est la contrepartie de l'investissement déjà effectué par l'intimé, sous la forme du prêt converti (" as consideration for the investment made into C.________ "). L'argument du recourant fondé sur le 2 ème paragraphe du courrier du 6 avril 2011 n'est pas convaincant pour jeter un doute sur le caractère de reconnaissance de dette de ce document: la clause qu'il contient ne remet pas en cause son engagement ferme exprimé, dans le premier paragraphe, de verser à l'intimé le montant de 258'000 euros en contrepartie de son investissement. Le rachat d'actions n'est pas une alternative à une autre prestation, sur laquelle l'intimé pourrait faire porter son choix, mais une réserve du recourant lui-même relative à son droit à l'actionnariat (" [...] I reserve the option to pay the full Euro 258'000 at an earlier stage "). La seule proposition alternative qu'on pourrait comprendre de ce document est celle de la propre augmentation de la participation de l'intimé dans la société, si certaines conditions financières sont remplies, au lieu du rachat d'actions précité par le recourant.”
Ein schriftlicher Vertrag kann grundsätzlich als Titel für die provisorische Mainlevée gelten, wenn sich aus ihm die Fälligkeit der Forderung und die geschuldete Gegenleistung ergeben. Bei zweiseitigen (synallagmatischen) Verträgen ist zusätzlich erforderlich, dass der Verlangende seine eigene Leistung erfüllt oder deren Erfüllung angeboten hat (zwingende Voraussetzung nach der Rechtsprechung).
“Par conséquent, il n'y a pas lieu d'admettre que la pandémie de Covid-19 constituerait en l'espèce une circonstance extraordinaire et imprévisible, justifiant de considérer que le bail ne déploierait pas tous ses effets, ni que l'intimée abuserait de son droit en poursuivant le recouvrement des loyers convenus. Le recourant ne démontre par ailleurs pas, ni ne soutient, que les locataires se seraient en l'espèce adressés à l'intimée pour demander une adaptation des conditions du bail pour les motifs susvisés, ni même qu'ils auraient obtenu ou sollicité des autorités une quelconque aide pour poursuivre leurs activités. A teneur de la procédure, les locataires se sont seulement prévalus de tels motifs lorsqu'ils ont déclaré résilier le bail de manière anticipée pour le 31 mars 2023, qui constitue la fin de la période pour laquelle des loyers leur sont présentement réclamés. Le grief sera donc rejeté. 6. Le recourant reproche également au Tribunal de ne pas avoir considéré que le contrat de bail litigieux ne valait pas titre de mainlevée, au motif que l'intimée n'avait pas complètement exécuté les obligations qui lui incombaient selon ledit contrat. 6.1 Selon l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral – ou synallagmatique – doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Conformément à cette disposition, un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies (arrêt du Tribunal fédéral 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2) et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (arrêt du Tribunal fédéral 5A_367/2007 du 15 octobre 2007 consid. 3.1 et les références). Un contrat bilatéral ne vaut ainsi reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, ou au moment de ce paiement, c'est-à-dire s'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation en rapport d'échange (cf.”
“Un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1 ; TF 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2) et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (cf. TF 5A_65/2020 du 7 juillet 2020 consid. 5.2.1 qui expose très bien l’interprétation faite de l’art. 82 CO en droit des poursuites ; cf. Abbet, La mainlevée provisoire et les contrats bilatéraux, développements récents, in JdT 2021 II 4 ss). Un contrat bilatéral ne vaut ainsi reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, ou au moment de ce paiement (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1 ; Gilliéron, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, vol. I, 1999, n° 45 ad art. 82 LP), c'est-à-dire en principe s'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation en rapport d'échange (cf. art. 82 CO ; TF 5A_65/2020 du 7 juillet 2020 consid. 5.2.1 ; ATF 116 III 72). Le Tribunal fédéral en a déduit dans une jurisprudence constante, et encore dans un arrêt publié récent, qu’un contrat de vente ordinaire, portant sur une chose mobilière, constituait un titre de mainlevée provisoire pour le montant du prix échu pour autant que la chose vendue ait été livrée lorsque le prix était payable d'avance, ou consignée lorsqu’il était payable au comptant (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1; TF 5A_65/2020 du 7 juillet 2020 consid. 5.2.1 ; TF 5A_532/2019 du 4 mai 2020 consid. 2.2 ; TF 5A_105/2019 du 7 août 2019 consid. 3.3.3 ; TF 5A_630/2010 du 1er septembre 2011 consid. 2.1; TF 5P.247/2004 du 14 octobre 2004 consid. 2 ; cf. les nombreuses jurisprudences cantonales citées par Panchaud/Caprez, Die Rechtsöffnung, La mainlevée d’opposition, 2e éd. 1980, § 72 ; cf. aussi Gilliéron, op. cit., n° 46 ad art. 82 LP). En effet, l’art. 184 al. 2 CO prévoit que, sauf convention contraire, le vendeur et l’acheteur sont tenus de s’acquitter simultanément de leurs obligations - qui sont pour le vendeur de livrer la chose et d’en transférer la propriété et pour l’acheteur de payer le prix convenu (cf.”
“a) La procédure de mainlevée provisoire, comme la procédure de mainlevée définitive, est une procédure sur pièces (Urkundenprozess), dont le but n'est pas de constater la réalité de la créance en poursuite, mais l'existence d'un titre exécutoire : le créancier ne peut motiver sa requête qu'en produisant le titre et la production de cette pièce, considérée en vertu de son contenu, de son origine et de ses caractéristiques extérieures comme un tel titre, suffit pour que la mainlevée soit prononcée si le débiteur n'oppose pas et ne rend pas immédiatement vraisemblables des exceptions (ATF 58 I 363 consid. 2 p. 369/370). Le juge de la mainlevée provisoire examine donc seulement la force probante du titre produit par le créancier, sa nature formelle - et non la validité de la créance - et il lui attribue force exécutoire si le débiteur ne rend pas immédiatement vraisemblables ses moyens libératoires (ATF 132 III 140 consid. 4.1.1). Constitue une reconnaissance de dette, au sens de l’art. 82 al. 1 LP, l'acte authentique ou sous seing privé, signé par le poursuivi - ou son représentant (ATF 132 III 140 consid. 4.1.1 et les arrêts cités) -, d'où ressort sa volonté de payer au poursuivant, sans réserve ni condition, une somme d'argent déterminée, ou aisément déterminable, et exigible (ATF 139 III 97 consid. 2.3.1 et la jurisprudence mentionnée). b) Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation. Dans une procédure au fond, le débiteur doit, le cas échéant, soulever l’exception d’inexécution si le créancier n’a pas exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (Hohl, in CR-CO I, n. 1 ad art. 82 CO). L’offre d’exécution de la prestation doit en principe être une offre effective (Realoblation) et non pas seulement verbale (Hohl, op. cit., n. 8 ad art. 82 CO ; ATF 111 II 463 consid. 5a, JdT 1986 I 233). Selon l'art. 82 al. 1 LP (loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite ; RS 281.1), le créancier dont la poursuite se fonde sur une reconnaissance de dette constatée par acte authentique ou sous seing privé peut requérir la mainlevée provisoire. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral en matière de mainlevée provisoire d’opposition fondée sur un contrat (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1), « un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies (TF 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid.”
Das Leistungsverweigerungsrecht ist als Einrede im technischen Sinn geltend zu machen. Die Einrede entfaltet erst ab dem Zeitpunkt, in dem sie erhoben wird, Rechtsfolgen; sie muss zudem vor Ablauf der betreffenden Zahlungsfrist geltend gemacht worden sein.
“82 OR im Fall eines nachträglichen Entzugs der Mietsache nicht ausgeschlossen. Als solcher könnte allenfalls auch die Entwendung des Wohnungsschlüssels qualifiziert werden. Die Mieterin hatte den Bruttomietzins monatlich im Voraus zu bezahlen (angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. I). Falls ihr die Wohnung am 15. Februar 2022 entzogen worden wäre, hätte sie daher in analoger Anwendung von Art. 82 OR höchstens die Bezahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für März und April 2022 verweigern können (vgl. zur analogen Anwendung von Art. 82 OR auf Dauerschuldverhältnisse BGE 120 II 209 E. 6a S. 211 f.; Schraner, in: Zürcher Kommentar, 3. Auflage 2000, Art. 82 OR N 112). Mit den Mietzinsen und Nebenkosten für Januar und Februar 2022 hätte sie sich damit in jedem Fall in Verzug befunden. Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist durch eine Einrede im technischen Sinn geltend zu machen. Diese zeigt erst ab dem Zeitpunkt Rechtsfolgen, in dem sie erhoben wird (vgl. Schroeter, in: Basler Kommentar, 7. Auflage 2020, Art. 82 OR N 41, 45 f. und 51; Weber, in: Berner Kommentar, 2. Auflage 2005, Art. 82 OR N 199 und 212214). Dass sie die Einrede des nicht erfüllten Vertrags vor Ablauf der Zahlungsfrist gemäss Art. 257d Abs. 1 OR und damit spätestens am 23. Mai 2022 erhoben habe, behauptet die Mieterin in ihrer Berufung vom 16. Oktober 2022, ihren Bemerkungen zum aufgehobenen Entscheid, ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2022, ihrer Berufungserklärung vom 4. Januar 2023, ihrer Berufungsbegründung vom 9. Januar 2023, ihren Bemerkungen zum angefochtenen Entscheid, ihrem Nachtrag vom 10. Januar 2023 und ihrer Eingabe vom 11. Januar 2023 nicht einmal. Damit würde auch ein Entzug der Wohnung nichts daran ändern, dass sie sich im Zeitpunkt des Ablaufs der Zahlungsfrist mit der Zahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für Januar bis und mit April 2022 in Verzug befunden hat und die Kündigung daher gültig ist.”
“Als solcher könnte allenfalls auch die Entwendung des Wohnungsschlüssels qualifiziert werden. Die Mieterin hatte den Bruttomietzins monatlich im Voraus zu bezahlen (angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. I). Falls ihr die Wohnung am 15. Februar 2022 entzogen worden wäre, hätte sie daher in analoger Anwendung von Art. 82 OR höchstens die Bezahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für März und April 2022 verweigern können (vgl. zur analogen Anwendung von Art. 82 OR auf Dauerschuldverhältnisse BGE 120 II 209 E. 6a S. 211 f.; Schraner, in: Zürcher Kommentar, 3. Auflage 2000, Art. 82 OR N 112). Mit den Mietzinsen und Nebenkosten für Januar und Februar 2022 hätte sie sich damit in jedem Fall in Verzug befunden. Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist durch eine Einrede im technischen Sinn geltend zu machen. Diese zeigt erst ab dem Zeitpunkt Rechtsfolgen, in dem sie erhoben wird (vgl. Schroeter, in: Basler Kommentar, 7. Auflage 2020, Art. 82 OR N 41, 45 f. und 51; Weber, in: Berner Kommentar, 2. Auflage 2005, Art. 82 OR N 199 und 212214). Dass sie die Einrede des nicht erfüllten Vertrags vor Ablauf der Zahlungsfrist gemäss Art. 257d Abs. 1 OR und damit spätestens am 23. Mai 2022 erhoben habe, behauptet die Mieterin in ihrer Berufung vom 16. Oktober 2022, ihren Bemerkungen zum aufgehobenen Entscheid, ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2022, ihrer Berufungserklärung vom 4. Januar 2023, ihrer Berufungsbegründung vom 9. Januar 2023, ihren Bemerkungen zum angefochtenen Entscheid, ihrem Nachtrag vom 10. Januar 2023 und ihrer Eingabe vom 11. Januar 2023 nicht einmal. Damit würde auch ein Entzug der Wohnung nichts daran ändern, dass sie sich im Zeitpunkt des Ablaufs der Zahlungsfrist mit der Zahlung der Mietzinsen und Nebenkosten für Januar bis und mit April 2022 in Verzug befunden hat und die Kündigung daher gültig ist.”
Vor der Ausübung der Mängelrechte steht dem Besteller nach Art. 82 OR kein Leistungsverweigerungsrecht zu. Mit der Ablieferung des Werks treten die Mängelrechte an die Stelle der Forderung auf Erstellung eines mangelfreien Werks.
“Rechtliches Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, er habe nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückbehalten darf. Die seitens des Bestellers zu leistende Vergütung bildet die Gegenleistung für die Herstellung und Ablieferung des geschuldeten Werks. Damit stellt sich die Frage, ob dem Besteller, dem ein mangelhaftes Werk abgeliefert wird, nicht nur die Män- gelrechte von Art. 368 OR (bzw. der SIA-Norm 118) zustehen, sondern überdies die Einrede des nicht erfüllten Vertrages nach Art. 82 OR. Das Bundesgericht hat dies in zwei Leitentscheiden – BGE 89 II 232 und BGE 94 II 161 – grundsätzlich bejaht. Ob dem Besteller ein Leistungsverweigerungsrecht zusteht, hängt von nachfolgenden Umständen ab. Vor der Ausübung der Mängelrechte steht dem Besteller kein Leistungsverweigerungsrecht zu, denn mit der Ablieferung treten an die Stelle von dessen Forderung auf Erstellung eines mangelfreien Werkes die Mängelrechte.”
“Selbst wenn jedoch von einem einheitlichen Rechtsverhältnis auszugehen wäre, ist umstritten, inwieweit die Einrede des nicht erfüllten Vertrags im Anwen- dungsbereich von Art. 197 ff. OR greift (vgl. z.B. S CHROETER, a.a.O., Art. 82 N 7). - 11 - Es wird teilweise die Meinung vertreten, dass die Gewährleistungsregeln als be- sondere Regeln grundsätzlich vorgehen. Zumindest muss jedoch massgebend sein, ob durch die Erhebung der Einrede des Art. 82 OR die Erfüllung Zug um Zug noch bewirkt werden kann (vgl. R OLF H. WEBER, a.a.O., Art. 82 N 177). Im Kauf- vertragsrecht kann das Zug-um-Zug-Prinzip durchgesetzt werden, wenn sich der Käufer ein vertragliches Nachbesserungsrecht ausbedungen hat (oder ein sol- ches im Gesetz vorgesehen ist), der Käufer dieses Nachbesserungsrecht auch tatsächlich ausübt und eine Nachbesserung noch möglich ist (vgl. M ARIUS SCHRA- NER , in: Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N 145 zu Art. 82 OR). Die im Verfah- ren vor dem Handelsgericht Paris streitigen Ansprüche betreffen angeblich man- gelhafte Terrassendielen. Die Beklagte verlangt von der Klägerin die Kosten für den Ersatz der defekten Dielen und die Arbeitskosten für die Entfernung und neue Verlegung (vgl. act. 40 S. 9 m.H.a. act. 13/6); aus act. 13/6 S. 12 ff. ergibt sich, dass die Beklagte Schadenersatz in der Höhe dieser Kosten wegen Mängeln der Kaufsache geltend macht. Die Beklagte behauptet weder, dass ihr gegenüber der Klägerin ein Nachbesserungsrecht zusteht, noch, dass sie ein solches ausübt.”
Bei einem vertraglich vereinbarten Zahlungsplan (Acompte) kann ein ausstehendes Acompte den Unternehmer berechtigen, die Arbeiten gemäss Art. 82 OR vorübergehend einzustellen. Voraussetzung ist, dass die Acompteforderung durch den Vertrag gedeckt und sachlich gerechtfertigt ist sowie die vereinbarten Zahlungsmodalitäten eingehalten werden. Die Einstellung der Arbeiten darf nicht missbräuchlich erfolgen.
“Ainsi, les parties peuvent convenir que le maître est tenu de fournir des "paiements préalables", payables avant que la prestation de l'entrepreneur ne soit fournie, ou des "rétro-acomptes", exigibles en fonction des prestations déjà effectuées par l’entrepreneur. Ces acomptes ont un caractère provisoire, en ce sens qu'ils sont versés pour être imputés sur la totalité de la rémunération. De tels acomptes se rencontrent notamment dans le contrat de construction (Gauch, op. cit., p. 334). Lorsque le contrat contient un plan financier, le maître doit strictement respecter les dates prévues pour le paiement des acomptes; il ne peut pas les retenir simplement en constatant que les travaux n'avancent pas comme l'entrepreneur l'avait annoncé dans le contrat (Zufferey, La "118" in Journées suisses du droit de la construction 2017, p. 37). La demeure de créancier du maître a pour effet d'empêcher la demeure de l'entrepreneur (Gauch, op. cit., p. 384). Lorsque le maître ne verse pas l'acompte convenu, l'entrepreneur peut soulever l'exception d'inexécution du contrat et interrompre les travaux jusqu'à ce qu'il reçoive le paiement en souffrance, sur la base de l'art. 82 CO (Gauch, op. cit., p. 369). Encore faut-il que la demande d'acompte présentée par l'entrepreneur soit justifiée et corresponde aux modalités de paiement arrêtées dans la convention (ACJC/1160/2006 du 19 octobre 2006 consid. 4.5). Le droit d'interrompre les travaux ne doit au surplus pas être exercé de façon abusive (art. 2 al. 2 CC; Gauch, op. cit.,p. 370).”
Art. 82 OR gewährt dem Schuldner die dilatorische Einrede der Nicht- bzw. Nichterfüllung (exceptio non adimpleti contractus / exception d’inexécution). Die Einrede ist vom Schuldner zu erheben; hat er sie vorgebracht, obliegt es dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen.
“Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E. 1 S. 413). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art.”
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf. Der Gläubiger kann sich begnügen, auf vorbehaltlose Leistung zu klagen. Es obliegt dem Schuldner, die Einrede zu erheben (BGE 127 III 199 E. 3a; 123 III 16 E. 2b). Ist die Einrede berechtigt, hat der Gläubiger also die Leistung weder erbracht noch angeboten, so schützt das Gericht die Klage in dem Sinne, dass es den Schuldner zur Leistung Zug um Zug, das heisst zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt. Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen.”
“Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299; Urteile 4A_464/2018 vom 18. April 2019 E. 4.1; 4A_361/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.3; 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3; 4A_252/2008 vom 28. August 2008 E. 2.2). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3). Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen (Urteil 4A_68/2010 vom 12. Oktober 2010 E. 3.2.3), was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR).”
Die Vorinstanz durfte nicht allein auf das herabgesetzte Beweismass des Glaubhaftmachens abstellen; eine bloss glaubhaft gemachte Behauptung der eigenen Leistung reicht nach dem in der Quelle dargestellten Entscheid nicht aus, um die Feststellung einer verbindlich erbrachten Leistung zu tragen.
“Nennwert im Aktienbuch unserer Gesellschaft eingetragen ist." Auf der Grundlage dieses Schreiben kam die Vor-instanz zum Schluss, dass der Beschwerdegegner die Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten glaubhaft dargelegt habe (act. B.1, E. 24 f.). Die Vorinstanz stellte für den Beweis der eigenen Leis- tung demnach auf das herabgesetzte Beweismass des Glaubhaftmachens ab, anstatt den strikten Beweis zu verlangen. Ihre darauf gründende Schlussfolge- rung, der Beschwerdegegner habe seine Leistung erbracht, so dass sich der Be- schwerdeführer nicht wirksam auf das Leistungsverweigerungsrecht des Art. 82 OR bzw. Art. 213 Abs. 1 OR berufen könne, lässt sich folglich nicht aufrechterhal- ten.”
Wird eine vertragsgemässe Leistung rechtsgültig angeboten und vom Schuldner abgelehnt, kann sich der Schuldner grundsätzlich nicht auf Art. 82 OR berufen. Ebenso schliesst eine ausdrückliche Zusage des Gläubigers, trotz angeblicher offener Forderungen weiter zu leisten, die Einrede des nicht erfüllten Vertrags aus.
“Das Gericht kann das Verfahren sistieren, wenn dies zweckmässig er- scheint. Letzteres ist namentlich der Fall, wenn der Entscheid vom Ausgang eines anderen Verfahrens abhängig ist (Art. 126 Abs. 1 ZPO). Wer bei einem zweiseiti- gen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Lehnt der Schuldner die vertragsgemäss angebotene Gläubigerleistung ab, so kann er sich nicht auf Art. 82 OR berufen (BSK OR I-Schroeter, Art. 82 N 40). In prozessualer Hinsicht ist zu beachten, dass der Urteilsschuldner im Vollstreckungsverfahren nur sehr be- schränkt Einwendungen vorbringen kann. Es entspricht nicht dem Wesen des sum- marischen Vollstreckungsverfahrens, über heikle materiellrechtliche Fragen bzw. Fragen, bei denen das gerichtliche Ermessen eine wichtige Rolle spielt, zu befinden (BGer 4A_432/2019 vom 13. Dezember 2019, E. 3.3.2). Die Gegenleistung ist im Erkenntnisentscheid bzw. Vergleich hinreichend genau zu umschreiben, damit das Vollstreckungsgericht nur vergleichen muss, ob die im Erkenntnis bzw. Vergleich bezeichnete Leistung mit der angebotenen Leistung übereinstimmt (M. Huber, Die Vollstreckung von Urteilen nach der Schweizerischen ZPO, Diss. Basel 2016, Rz. 98). Der Entscheid des Vollstreckungsgerichts hat rein vollstreckungsrechtliche Bedeutung. Er steht einem allfälligen späteren ordentlichen Prozess über die Ge- genleistung nicht entgegen (BSK ZPO-Zinsli, Art.”
“Suite à cet envoi, l'appelante n'a pas procédé à de quelconques travaux de réparation - celle-ci ayant d'ailleurs déjà bénéficié en vain de plusieurs mois pour s'exécuter - et a introduit deux procédures judiciaires à l'encontre des intimés, confirmant ainsi son refus de procéder aux réparations demandées. Compte tenu du refus de l'appelante de procéder aux travaux de réfection et du fait que les intimés avaient laissé plusieurs mois à l'appelante pour procéder aux retouches demandées, ceux-ci n'étaient plus tenus d'impartir un délai à l'appelante pour procéder à la levée des réserves – ce qui aurait été inutile - avant de requérir, à l'occasion de leur écriture du 19 décembre 2016, la moins-value de l'ouvrage. Le grief de l'appelante est ainsi infondé. 7. L'appelante soutient par ailleurs qu'elle n'était pas tenue de procéder aux réparations dans la mesure où les époux B______/C______ étaient en demeure de lui payer ses demandes d'acomptes échues. 7.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offert d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (arrêts du Tribunal fédéral 4A_68/2010 du 12 octobre 2010 consid. 3.2.3; 4A_252/2008 du 28 août 2008 consid. 2.2). 7.2 En l'espèce, l'appelante ne saurait se prévaloir de cette exception dans la présente procédure dans la mesure où elle a renoncé à l'exécution synallagmatique du contrat en s'engageant dans son courrier du 18 juin 2015 à procéder aux travaux de réfections malgré les montants qu'elle estimait lui être dus. Ce grief n'est donc pas fondé. 8. L'appelante reproche au Tribunal d'avoir retenu que l'ouvrage présentait une moins-value de 195'984 fr. en se fondant sur le rapport de l'expert Q______. 8.1 Le droit à la réduction du prix au sens de l'art. 169 al. 1 ch. 2 SIA-118 tend à une réduction proportionnelle à la moins-value de l'ouvrage.”
Anwendbar nur bei einem synallagmatischen (vollkommen zweiseitigen) Vertrag, d.h. wenn die Leistungen in einem Austauschverhältnis zueinander stehen. Art. 82 OR begründet eine aufschiebende (dilatorische) Einrede, die es dem Schuldner erlaubt, seine Leistung bis zur Erbringung oder zum Angebot der Gegenleistung zurückzuhalten. Die Norm ist nicht auf Hauptleistungspflichten beschränkt; sie kann auch für Nebenpflichten gelten, wenn die Hauptleistung ohne diese Nebenpflichten praktisch wertlos wäre. Voraussetzung ist ferner, dass der Leistende am Vertrag festhalten will.
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss nach Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Diese Bestimmung betrifft die Ordnung in der Erfüllung von Leistung und Gegenleistung aus einem zweiseitigen Vertrag. Dabei ist Art. 82 OR nur anwendbar, wenn die eine und die andere Leistung in ein und demselben Vertrag versprochen worden sind und gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen.”
“Art. 82 OR regelt die zeitliche Ordnung der Erfüllung gegenseitiger synallag- matischer Verträge (SCHROETER, in: Basler Kommentar OR I, a.a.O., Art. 82 N 1; - 34 - WEBER, in: Berner Kommentar OR, Bern 2005, Art. 82 N 4). Er statuiert, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits vollständig erfüllt oder die Erfüllung angeboten haben muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Entsprechend gewährt er dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2.). Das Ergebnis einer seitens des Gerichts als berechtigt beurteilten Einrede ist somit, dass der Schuldner zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt wird, mithin dass er mit seiner Leistung in zeitlicher Hinsicht abwarten darf, bis der Gläubiger seinen Teil der Ver- einbarung erbracht hat (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 111 II 463 E. 3.; vgl. WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 222 ff.). Zwecklogische Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist demgemäss, dass der Schuldner am Ver- trag festhalten möchte (WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 195). Hinsichtlich der Behauptungs- und Beweislast gilt Art. 8 ZGB: Der fordernde Gläu- biger hat namentlich die vertragsgemässe Erfüllung oder das Erfüllungsangebot zu beweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art.”
“Rechtliche Grundlagen Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Die Norm begründet ein Leistungsverweigerungsrecht. Es handelt sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zu- rückhalten darf (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) (S CHROETER, BSK OR I, 7. Aufl., 2019, N 2 zu Art. 82). Das Eingreifen von Art. 82 OR setzt voraus, dass ein vollkommen zweiseitiger (synallagmatischer) Vertrag vorliegt, dass die Leistungen der beiden Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (SCHROETER, a.a.O., N 9, 24). Art. 82 OR ist nicht per se auf Hauptleistungspflichten beschränkt, sondern kann auch auf Nebenpflichten anwendbar sein, wenn die Hauptleistungspflicht ohne diese praktisch wertlos ist (SCHROETER, a.a.O., N 25). - 11 - Der fordernde Gläubiger hat den Bestand des Rechtsverhältnisses, die schuldne- rische Leistungspflicht und die Fälligkeit der Leistung darzulegen und zu bewei- sen; seine vertragsgemässe Erfüllung muss er dann nachweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art.”
Voraussetzung der Einrede der nicht erfüllten Gegenleistung (exceptio non adimpleti contractus) nach Art. 82 OR ist, dass der Leistende seine eigene Verpflichtung bereits erfüllt oder sie ordnungsgemäss angeboten hat. Art. 82 setzt ein vollkommen zweiseitiges Vertragsverhältnis ohne Vorleistungspflicht voraus. Ausnahmen bestehen, etwa wenn die Schuld quérable ist oder der Gläubiger ohne rechtfertigenden Grund die Annahme oder die zur Ausführung erforderlichen Vorbereitungshandlungen verweigert; in solchen Fällen kann die Einrede misslingen. In Ausnahmefällen kann ein verbales Angebot genügen, sofern der Leistende tatsächlich zur effektiven Erfüllung in der Lage ist.
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, muss gemäss Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbie- ten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrags erst später zu erfüllen hat. Die Anwendung der Bestimmung setzt grundsätzlich einen voll- kommen zweiseitigen Vertrag voraus, in dem die Leistungspflichten in einem Aus- - 19 - tauschverhältnis stehen und ihre Grundlage in einem einheitlichen Rechtsverhält- nis haben (S CHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 7. Aufl. 2020, N 9 ff. zu Art. 82 OR). Art. 82 OR setzt zudem voraus, dass keine Vorleistungspflicht besteht (SCHROETER, a.a.O., N 35 f.).”
“En effet, selon l'adage in dubio contra stipulatorem, le rédacteur du contrat qui a eu le temps d'analyser en détails son texte ne doit pas pouvoir en tirer un avantage envers le cocontractant qui connaît moins bien les dispositions auxquelles il souscrit. En outre, il incombe au rédacteur de formuler les clauses avec la précision nécessaire. S'il ne l'a pas fait, la jurisprudence admet que sa volonté a correspondu à la solution qui lui est moins favorable (Winiger, in Commentaire romand, Code des obligations I, 2021, CO, n. 50 ad art. 18 CO). 6.1.2 Selon l'art. 164 al. 1 CO, le créancier peut céder son droit à un tiers sans le consentement du débiteur, à moins que la cession n’en soit interdite par la loi, la convention ou la nature de l’affaire. La cession n’est valable que si elle a été constatée par écrit (art. 165 al. 1 CO). L'acte de cession doit exprimer la volonté de céder. Son contenu doit être suffisamment explicite pour qu'un tiers non partie au contrat initial puisse individualiser la ou les créances cédées et savoir qui en est titulaire (ATF 122 III 361 consid. 4 in JT 1997 I 206;105 II 83 consid. 2 in JT 1980 I 73). 6.1.3 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté où offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cet article accorde au débiteur une exception dilatoire, que l'on appelle exception d'inexécution (exceptio non adimpleti contractus), qui lui permet de ne pas exécuter sa prestation tant que son cocontractant n'a pas exécuté ou offert d'exécuter la sienne. Il appartient au débiteur de soulever cette exception. Une fois qu'il l'a invoquée, il incombe au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (ATF 127 III 199 consid. 3a; 123 III 16 consid. 2b; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1). Dans l'action en libération de dette, l'exception d'inexécution du débiteur et sa demande seront admises si le créancier n'établit pas avoir exécuté ou consigné, avant la notification du commandement de payer, sa propre contre-prestation (Hohl, in Commentaire romand, Code des obligations I, 2021, CO, n.”
“L’art. 82 LEF contiene solo due capoversi. Dal profilo processuale è pertanto difficile immaginare una terza ipotesi accanto all’obbligo dell’escutente di dimostrare l’esistenza di un titolo di rigetto del-l’opposizione (cpv. 1) e quello dell’escusso di rendere verosimili eccezioni che infirmino tale titolo (cpv. 2). Il problema evocato dalla reclamante è in realtà un altro. È quello delle condizioni materiali perché l’eccezione dell’art. 82 CO possa essere accolta. Al riguardo la giurisprudenza ha già avuto modo di precisare che secondo l’art. 91 CO, il creditore cade in mora se rifiuta senza motivo legittimo di accettare la prestazione che gli è offerta regolarmente, con la conseguenza, in un contratto sinallagmatico, d’impedirgli di eccepire l’inesecuzione della controprestazione giusta l’art. 82 CO (DTF 148 III 149 consid. 4.2.1.2), ciò che costituirebbe un abuso manifesto di diritto (cfr. sentenza della CEF 14.2022.10/40 del 6 luglio 2022 consid. 6.1.2). Onde contrastare con successo l’eccezione di mancato o cattivo adempimento della propria prestazione, in virtù dell’art. 82 cpv. 1 LEF l’escutente deve dimostrare di averla offerta regolarmente all’escusso, che senza motivi legittimi non l’ha accettata.”
“82 CO), de sorte que, pratiquement, pour faire valoir en justice une telle offre, le vendeur s'y prendra de la sorte et se procurera une preuve "commode" sous la forme d'une attestation du consignataire (JEANPRÊTRE, Remarques sur l'exception d'inexécution, in Mélanges en l'honneur de Henri Deschenaux, 1977, p. 271 ss [281 et 283]). Exceptionnellement, une offre verbale (Verbaloblation) peut suffire. Tel est le cas si la dette est quérable (ATF 119 II 437 consid. 2b; BGE 148 III 145 S. 151 ATF 109 II 26 consid. 4a; arrêts 4C.199/2004 du 11 janvier 2005 consid. 9.1.3.1; C.345/1985 précité; P.719/1980 du 11 novembre 1981 consid. 3c) ou si le créancier refuse d'accomplir les actes préparatoires nécessaires pour que le débiteur puisse exécuter son obligation, ou encore refuse manifestement d'emblée d'accepter la prestation. Pour que son offre verbale soit valable, le débiteur doit toutefois être en mesure de procéder à l'exécution effective (ATF 111 II 463 consid. 5a; arrêt 4C.460/1993 du 3 mai 1994 consid. 2c/aa; HOHL, op. cit., n° 8 ad art. 82 CO; JEANPRÊTRE, op. cit., p. 280; WEBER, op. cit., n° 188 ad art. 82 CO).”
Bei Planer-/Architektenverträgen handelt es sich häufig um vollkommen zweiseitige Verträge in einem Austauschverhältnis. Planende sind dabei grundsätzlich vorleistungspflichtig, was im Zusammenhang mit Art. 82 OR zu beachten ist.
“Vertragsqualifikation Im vorliegenden Planer-/Bauleitungsvertrag wurde die Klägerin als Innenarchitek- tin mit sämtlichen Architektenleistungen für den Umbau des neuen Lokals der Be- klagten an der C._____ ... in D._____ beauftragt (act. 3/4). Dabei handelt es sich um einen vollkommen zweiseitigen Vertrag, bei dem die Leistungen der Parteien in einem Austauschverhältnis stehen und die Klägerin grundsätzlich vorleistungs- pflichtig ist (vgl. Art. 82 OR, E GLI/STÖCKLI, Planerverträge, Verträge mit Architek- ten und Ingenieuren, 2. Aufl. 2019, § 8 Das Planerhonorar IV.-VII., Rz. 8.181). Es liegt ein sog. Gesamt-Architekturvertrag vor, d.h. ein Architekturvertrag, der sämt- liche Architektenleistungen für die Durchführung eines Bauvorhabens erfasst. Da- bei handelte es sich um einen gemischten Vertrag mit auftragsrechtlichen und werkvertraglichen Elementen (act. 1 Rz. 111 f.; act. 11 Rz. 196; BGE 134 III 361 E. 5.1; 127 III 543 E. 2a; 114 II 53 E. 2b; 110 II 380 E. 2; 109 II 462 E. 3d; Urteile BGer 4A_146/2015 vom 19. August 2015 E. 4.1; 4A_90/2013 vom 10. Juni 2013 E. 3; 4A_55/2012 vom 31. Juli 2012 E. 4.4; Z INDEL/SCHOTT, in: Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar (nachfolgend: BSK) OR I, 7. Aufl. 2019, Art. 363 N 18; GEHRER/GEHRER CORDEY, in: Münch/Kasper Leh- ne/Probst [Hrsg.], Schweizer Vertragshandbuch, 3. Aufl. 2018, 73 Architekturvertrag, Rz.”
In dem konkreten Fall stellte die Mandataire ihre Leistungen ein und machte gegenüber der Mandante die Einrede der Nichterfüllung (Art. 82 OR) geltend; sie setzte die Ausführung ihrer Arbeiten soweit aus, bis die ihr geschuldeten Honorare bezahlt würden.
“Faits : A. Par une offre du 8 juillet 2003 déposée suite à un appel d'offre de la société A.________ SA (ci-après: la mandante, la défenderesse, la recourante), la société B.________ SA (ci-après: la mandataire, la demanderesse, l'intimée), ingénieur civil, s'est engagée dans le cadre d'un projet de construction d'un ensemble immobilier comprenant deux immeubles et un parking sis sur la commune de U.________. Suite à l'émergence de différends dans le déroulement de la réalisation du projet de construction entre 2008 et 2009, la mandante a résilié le 9 juillet 2009 le mandat de la mandataire pour l'un des deux immeubles, pour qu'elle se concentre sur l'autre immeuble et le parking. La mandataire a contesté cette résiliation qu'elle a considéré comme intervenant en temps inopportun et a contesté les reproches formulés à son encontre. La mandataire a suspendu toutes ses activités sur le chantier et a facturé le solde de ses honoraires. Elle a invoqué une exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO et indiqué surseoir à l'exécution de ses prestations tant que la mandante ne se serait pas acquittée des montants ouverts, qui lui étaient dus. Pour terminer les travaux, la mandante a dû confier l'exécution de ceux-ci à un autre ingénieur civil, l'entreprise C.________ SA dont la note d'honoraires finale a dépassé de 52'000 fr. le montant de l'offre de la mandataire. B. A la suite de l'échec de la conciliation et la délivrance d'une autorisation de procéder, la mandataire a déposé une demande en justice le 14 octobre 2011 contre la mandante en concluant à ce que cette dernière soit condamnée à lui verser la somme de 108'000 fr. avec intérêts à 5% l'an dès le 9 juillet 2009, montant correspondant au dommage qu'elle considérait avoir subi en raison de l'inexécution de la mandante. Par réponse et demande reconventionnelle du 27 février 2012, la mandante a conclu au rejet de la demande et, reconventionnellement, à ce que la mandataire soit condamnée à lui verser la somme de 411'381 fr. avec intérêts à 5% l'an dès le dépôt de la réponse.”
Art. 82 OR wird in der Praxis zumindest analog auf das Arbeitsverhältnis angewendet. Macht der Arbeitnehmende seine Arbeitsleistung nicht geltend (nicht erbracht oder nicht angeboten) und liegt kein anerkannter Verhinderungsgrund vor, kann der Arbeitgeber die Lohnzahlung für die Dauer der Nichterbringung mit Berufung auf die Ausnahme der Unvollstreckbarkeit verweigern.
“Le bien-fondé du grief de l’appelant n’entraîne toutefois pas nécessairement l’admission de l’appel. 4.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon la jurisprudence, cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 120 II 209 consid. 6a ; Tercier/Bieri/Carron, Les contrats spéciaux, 5e éd. 2016, n. 335; Gauch/Schluep/Emmenegger, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, t. II, 10e éd. 2014, n. 2215). Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu ; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 115 V 437 consid. 5a). Aux termes de l'art. 324 al. 1 CO, si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail. Selon la jurisprudence, cette disposition exige que l'employeur soit en demeure d'accepter la prestation de travail du travailleur. Cette demeure de l'employeur suppose que le travailleur ait offert ses services (ATF 135 III 349 consid. 4.2 ; ATF 115 V 437 consid. 5a p. 444). Le travailleur ne peut pas se voir reprocher de n'avoir pas offert ses services, lorsque l'employeur l'a libéré de l'obligation de travailler jusqu'au terme du délai de congé (ou lorsqu'il n'aurait de toute manière pas accepté la prestation de travail offerte) (ATF 135 précité loc. cit ; TF 4A_289/2010 du 27 juillet 2010 consid. 4.1), sous réserve du cas où le travailleur a été libéré de son obligation de travailler pendant le délai de congé, soit jusqu'à une date déterminée, et que l’incapacité apparue pendant le délai de congé entraîne une prolongation significative des rapports de travail, car alors l'employeur peut souhaiter à nouveau occuper le salarié ; dans ce dernier cas, le travailleur doit donc offrir ses services (cf.”
“On ne voit toutefois pas – et l’appelante ne l’établit pas – quelle incidence cet élément a sur l'état de fait retenu ni sur l'issue de la cause. Il peut être ignoré. 4. 4.1 En droit, l'appelante invoque une violation de l'art. 324 CO en tant que les premiers juges ont retenu que l’employeur était en demeure d'accepter la prestation de travail de l'intimée. Il n'est en revanche pas contesté que le licenciement du 28 janvier 2021 est nul en raison de la grossesse de l'intimée. 4.2 La nullité du congé selon l'art. 336c al. 2 CO ne modifie pas les droits et obligations des parties : le travailleur doit fournir sa prestation de travail alors que l'employeur reste tenu de payer le salaire (art. 319 et 324 CO ; ATF 115 V 437 consid. 5a ; TF 4A_587/2020 du 28 mai 2021 consid. 5.1). Notamment, les règles sur la demeure sont applicables : si le salarié n'exécute pas sa prestation de travail sans être empêché par un motif reconnu, il est en demeure (art. 102 ss CO) et l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (Aubry Girardin, in : Commentaire du contrat de travail, n. 49 ad art. 336c). De même, l'employeur peut être en demeure s'il empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs et doit payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir sa prestation (art. 324 CO ; ibid.). Aux termes de l'art. 324 CO, si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail. Cette disposition institue une règle spéciale pour le cas de demeure de l'employeur d'accepter la prestation de travail de l'employé (Guy Longchamp, in Commentaire du contrat de travail, Berne 2013, n. 1 ad art. 324 CO). Deux conditions sont posées : le travailleur doit avoir offert sa prestation et l'employeur doit avoir refusé celle-ci de manière injustifiée (Wyler/Heinzer, Droit du travail, 4e éd.”
“Concernant l'audition des témoins H______, K______, L______, U______ et AB______, les premiers étaient également fondés à refuser celle-ci. En effet, ces témoins étaient cités à l'appui d'allégués non contestés (ses compétences professionnelles avant la restructuration) ou pour lesquels ils étaient suffisamment renseignés (le comportement de P______, la restructuration et le déroulement de l'enquête interne). Il s'ensuit que les premiers juges n'ont pas violé le droit d'être entendu de l'appelant, soit son droit à la preuve, en refusant l'audition des témoins susvisés. Il ne se justifie donc pas de renvoyer la cause au Tribunal pour compléter l'instruction de la cause en ce sens. 5. L'appelant fait grief au Tribunal d'avoir considéré qu'il ne pouvait pas prétendre au versement de son salaire de janvier 2019. 5.1.1 Selon l'art. 322 al. 1 CO, l'employeur paie au travailleur le salaire convenu, usuel ou fixé par un contrat-type de travail ou par une convention collective. Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cette disposition s'applique par analogie au contrat de travail, lorsque le travailleur ne fournit pas sa prestation sans se prévaloir d'un motif d'empêchement ou sans en être empêché par un motif reconnu, de sorte que l'employeur peut refuser le paiement du salaire pour la durée de la carence dans la fourniture de la prestation de travail (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1; Wyler/Heinzer, Droit du travail, 2019, p. 275). 5.1.2 A teneur de l'art. 42 let. d CCT, les employés sont assurés auprès de l'assurance collective de l'employeur, qui prévoit le versement d'une indemnité journalière égale à 100% du salaire assuré, dès le 31ème jour de maladie, pendant 730 jours maximum, selon les conditions générales et particulières d'assurance.”
“336c CO prenait fin et que le courrier était réceptionné le lendemain, le congé n'était pas nul (arrêt du Tribunal fédéral 4A_479/2021 précité, consid. 4.2 et 4.5). 5.2.2 Conformément à l'article 319 al. 1er in fine CO, l'employeur s'engage à verser une rémunération au travailleur. Ce salaire peut être fixé d'après le temps (à l'heure, à la journée, à la semaine, au mois etc.) ou selon le travail fourni (salaire aux pièces, à la tâche, à la commission etc.). Selon l'art. 322 al. 1 CO, l'employeur paie au travailleur le salaire convenu, usuel ou fixé par un contrat-type de travail ou par une convention collective. En droit suisse, la rémunération du travailleur obéit au principe de la liberté contractuelle : le salaire convenu fait foi (arrêts du Tribunal fédéral 4C_136/2002 du 20 juin 2003 consid. 2.1; 4C_465/1999 du 31 mars 2000, consid. 1a). Si l'employeur empêche par sa faute l'exécution du travail ou se trouve en demeure de l'accepter pour d'autres motifs, il reste tenu de payer le salaire sans que le travailleur doive encore fournir son travail (art. 324 al. 1 CO). 5.2.3 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1 et les références). Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 précité, ibidem). L'employeur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation (art. 102 ss CO) lorsqu'il est en retard dans le paiement de salaires échus; l'employé peut alors invoquer l'exception d'inexécution par application analogique de l'art.”
In Rahmen- und komplexen Vertriebsverhältnissen (z.B. Rahmen- und Alleinvertriebsverträge) wird in der bundesrechtlichen Praxis ein Leistungsverweigerungsrecht „über das Kreuz“ (d.h. zwischen unterschiedlichen Leistungspaaren) nicht zugelassen. Dies wirft entsprechend Fragen zur Anwendbarkeit von Art. 82 OR in solchen Sachverhalten auf.
“Die Grund- prinzipien des Sukzessivlieferungsvertrages kommen zum Tragen. Ausserdem handelt es sich um einen Rahmenvertrag (A MSTUTZ/MORIN, a.a.O., N. 115 Einl. vor Art. 184 ff.; Entscheid des Handelsgerichts des Kantons Bern HG 18 58 vom 2. September 2019 E. 11.8). Es bestehen zwei Austauschverhältnisse im Sinne eines Doppelsynallagmas: ei- nerseits die Lieferpflicht gegen die Abnahme- und Zahlungspflicht (Kaufvertrags- verhältnis), andererseits die Pflicht zum exklusiven Bezug (Alleinverkaufsrecht) gegen die Verkaufsförderungspflicht (Alleinvertriebsverhältnis) (S CHMID/STÖCKLI/ - 9 - K RAUSKOPF, OR BT, 3. Aufl. 2021, N. 2594 m.w.H.; AMSTUTZ/MORIN, a.a.O., N. 118 f. Einl. vor Art. 184 ff.; BGE 107 II 222 E. I.2.). Die bundesrechtliche Praxis lässt das Leistungsverweigerungsrecht "über das Kreuz" (d.h. zwischen Kaufver- trags- und Alleinvertriebsverhältnis) nicht zu. Je nach vertretener Meinung führt dies zu verschiedenen Fragen bezüglich Anwendbarkeit von Art. 82 OR (A M- STUTZ /MORIN, a.a.O., N. 122 Einl. vor Art. 184 ff.; WILDHABER, in: Kull/Wildhaber [Hrsg.], Schweizer Vertriebsrecht, 2008, N. 375 ff.; vgl. unten E. 2.5.3.).”
Lehnt der Gläubiger eine vom Schuldner unbestritten angebotene Leistung ohne Rechtfertigung ab (Gläubigerverzug), fehlt dem Gläubiger, soweit der Schuldner nicht seinerseits in Verzug ist, die Grundlage, die eigene Leistung nach Art. 82 OR zurückzubehalten.
“Demzufolge gerieten die IWB aufgrund der Nichtannahme der unbestrittenermassen angebotenen Barzahlung der Rechnungsbeträge in Gläubigerverzug (vgl. Gauch/Schluep/Schmid/Emmenegger, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 11. Aufl., Zürich 2020, Rz. 2430). Dies schliesst einen Schuldnerverzug des Rekurrent aus (Gauch/Schluep/Schmid/Emmenegger, a.a.O., Rz. 2449). Befindet sich der Rekurrent aber nicht in Verzug, so fehlt den IWB die Grundlage, um ihre eigene Leistung gemäss Art. 82 OR zurückzubehalten. Damit sind die Voraussetzungen für die Unterbrechung der Energielieferung gemäss § 26 Abs. 1 lit. e und § 52 Abs. 4 AB IWB Elektrizität, wonach die IWB die Lieferung von Elektrizität verweigern können, wenn Kundinnen oder Kunden nach der zweiten Mahnung ihren Zahlungspflichten gegenüber den IWB nicht nachkommen, nicht erfüllt.”
Praktische Grenzen: 1) Das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR ist in der Praxis entbehrlich, wenn der Gläubiger seinerseits in Verzug steht; ein solcher Verzug kann die Geltendmachung der Einrede ausschliessen. 2) Im Kaufrecht lässt sich das Zug‑um‑Zug‑Prinzip bei Mängeln nur durchsetzen, wenn dem Käufer ein vertragliches oder gesetzliches Nachbesserungsrecht zusteht, dieses tatsächlich ausgeübt wird und eine Nachbesserung noch möglich ist. 3) Bei Grundstücksverkäufen ist eine echte Realoblation der Sache oft nicht möglich; die Simultaneität der Leistungen wird in der Regel erst mit Erfüllungshandlungen wie der Eintragung im Grundbuch bzw. der tatsächlichen Übergabe erreicht.
“Ohne diese Unterlagen und schriftlichen Er- klärungen sei der Vollzug der Transaktion und die gegenseitige Zug um Zug Erfül- lung eigentlich gar nicht möglich. Die sich aus dem Kaufvertrag ergebenden An- sprüche seien durch den vermeintlichen Rücktritt der Gesuchsgegnerin nicht da- hingefallen. Der von der Gesuchsgegnerin erklärte Vertragsrücktritt sei unwirk- sam. So hätten die Parteien das Recht auf Rücktritt vom Vertrag ausgeschlossen. Würde das Rücktrittsrecht im Grundsatz bestehen, sei die Gesuchsgegnerin unter den konkreten Umständen nicht zum Rücktritt berechtigt gewesen, da sie sich selbst mit ihren eigenen Leistungen in Verzug befunden habe. Sie habe die Ge- suchsgegnerin mehrfach zur Vorbereitung und Erbringung ihrer Leistungen aufge- fordert und gleichzeitig die eigene Leistung (Zahlung) angeboten. Da die Ge- suchsgegnerin in keiner Art und Weise auf diese Aufforderungen reagiert und ihre eigenen Leistungen nicht angeboten habe, habe sie (die Gesuchstellerin) sich mit ihrer Zahlungsverpflichtung nicht in Verzug befunden (unter Hinweis auf Art. 82 OR), zumal die Leistungen Zug um Zug zu erbringen gewesen seien. Mangels Zahlungsverzug sei die Gesuchsgegnerin nicht zum Vertragsrücktritt berechtigt gewesen (act. 1 Rz. 59 ff.). b.aa. Beim Kaufvertrag vom 8. November 2018 handelt es sich um einen Kaufver- trag nach Art. 184 OR. Der Kaufvertrag ist ein zweiseitig, synallagmatischer Ver- trag (Kren Kostkiewicz, OFK-OR, Art. 184 N 1). - 8 - bb. Ist eine Verbindlichkeit fällig, wird der Schuldner durch Mahnung des Gläu- bigers in Verzug gesetzt. Wurde für die Erfüllung ein bestimmter Verfalltag verab- redet, kommt der Schuldner schon mit Ablauf dieses Tages in Verzug (Art. 102 Abs. 1 und 2 OR). Befindet sich ein Schuldner bei zweiseitigen Verträgen im Ver- zug, ist der Gläubiger berechtigt, ihm eine angemessene Frist zur nachträglichen Erfüllung anzusetzen oder durch die zuständige Behörde ansetzen zu lassen. Wird auch bis zum Ablaufe dieser Frist nicht erfüllt, so kann der Gläubiger, wenn er es unverzüglich erklärt, mitunter auf die nachträgliche Leistung verzichten und vom Vertrage zurücktreten (Art.”
“Selbst wenn jedoch von einem einheitlichen Rechtsverhältnis auszugehen wäre, ist umstritten, inwieweit die Einrede des nicht erfüllten Vertrags im Anwen- dungsbereich von Art. 197 ff. OR greift (vgl. z.B. S CHROETER, a.a.O., Art. 82 N 7). - 11 - Es wird teilweise die Meinung vertreten, dass die Gewährleistungsregeln als be- sondere Regeln grundsätzlich vorgehen. Zumindest muss jedoch massgebend sein, ob durch die Erhebung der Einrede des Art. 82 OR die Erfüllung Zug um Zug noch bewirkt werden kann (vgl. R OLF H. WEBER, a.a.O., Art. 82 N 177). Im Kauf- vertragsrecht kann das Zug-um-Zug-Prinzip durchgesetzt werden, wenn sich der Käufer ein vertragliches Nachbesserungsrecht ausbedungen hat (oder ein sol- ches im Gesetz vorgesehen ist), der Käufer dieses Nachbesserungsrecht auch tatsächlich ausübt und eine Nachbesserung noch möglich ist (vgl. M ARIUS SCHRA- NER , in: Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N 145 zu Art. 82 OR). Die im Verfah- ren vor dem Handelsgericht Paris streitigen Ansprüche betreffen angeblich man- gelhafte Terrassendielen. Die Beklagte verlangt von der Klägerin die Kosten für den Ersatz der defekten Dielen und die Arbeitskosten für die Entfernung und neue Verlegung (vgl. act. 40 S. 9 m.H.a. act. 13/6); aus act. 13/6 S. 12 ff. ergibt sich, dass die Beklagte Schadenersatz in der Höhe dieser Kosten wegen Mängeln der Kaufsache geltend macht. Die Beklagte behauptet weder, dass ihr gegenüber der Klägerin ein Nachbesserungsrecht zusteht, noch, dass sie ein solches ausübt. Wenn sie in der Duplik geltend macht, dass sie von der Klägerin die Garantie, ihr zukünftige Mängelbeseitigungskosten zu ersetzen, verlangt, was nach französi- schem Recht möglich sei, also Gewährleistungsansprüche, die nicht bzw. noch nicht direkt auf eine Geldzahlung gerichtet seien (act. 62 S. 14), so vermag dies nichts zu ändern; eine Garantie, künftige Kosten zu ersetzen, ist nichts anderes als ein verbindliches Versprechen, Kostenersatz zu leisten, also ebenfalls kein Versprechen, die Kaufsache nachzubessern oder Ersatz zu liefern.”
“138), ou dans le cadre de conventions entre parties, le vendeur pouvant par exemple s’engager à requérir le transfert sur le vu d’une promesse irrévocable d’une banque de payer le prix de vente, et cette dernière ne remplir sa promesse de payer que lorsque la preuve lui sera donnée que le transfert de propriété aura été inscrit au registre foncier (Koller, Der Grundstückkauf, § 4 nos 12 et 13 p. 139 et les réf. cit.). C’est dire qu’en matière de vente immobilière, il n’est pas possible au vendeur qui offre d’exécuter de faire une offre effective ou réelle (« Realoblation »), au sens où l’entend la jurisprudence sur l’art. 82 al. 1 CO – à l’instar de la consignation en matière de vente mobilière – qui soit susceptible de garantir la simultanéité de ses prestations avec la prestation de l’acquéreur en paiement du prix. En particulier, du fait que la consignation ne peut avoir lieu que sur des objets mobiliers, il n’est pas possible de consigner une maison en remettant les clés de celle-ci (Weber, op. cit., n. 72 et 78 ad art. 92 OR pp. 522-523 et les références citées). Ce n’est donc qu’en cas d’exécution (soit d’exécution parfaite : Hohl, in Thévenoz/Werro (éd.), Commentaire romand, Code des obligations, tome I [ci-après : CR-CO I], 2e éd. 2012, n. 8 ad art. 82 CO p. 667), c’est-à-dire lorsque les obligations du vendeur de livrer la chose et d’en transférer la propriété à l’acquéreur par l’inscription au registre foncier auront été remplies qu’il sera en droit, simultanément, de réclamer le paiement du prix de vente (Giger, op. cit, n. 146 ad art. 184 OR ; Koller, Basler Kommentar OR I, n. 90-91 ad art. 184 OR pp. 1265-1266 et les références). 1.2 La promesse de vente est un contrat synallagmatique par lequel un propriétaire s'oblige à vendre un immeuble à des conditions et dans un délai déterminés à une personne qui s'oblige à l'acquérir (TF 4C.68/2002 du 6 juin 2002 consid. 2a ; Rehfous, La formation du contrat et l'avant-contrat en matière immobilière in SJ 1965 p. 305 ss, 314 ; Engel, Contrats de droit suisse, 2e éd. Berne 2000, p. 99). L'avantage de cette institution réside dans la faculté de soumettre la passation de l'acte à conclure à une condition suspensive, casuelle ou potestative consistant dans une autorisation de construire, le déclassement du terrain, l'obtention d'un crédit de construction, etc.”
Die Exceptio non adimpleti contractus nach Art. 82 OR setzt voraus, dass die betreffenden Leistungen wechselseitig aus ein und demselben synallagmatischen (bilateralen) Vertrag stammen und in einem Austauschverhältnis zueinander stehen. Weiter verlangt die Rechtsprechung, dass die Gegenleistung des Beklagten in Beziehung zur geltend gemachten Forderung steht und grundsätzlich fällig bzw. als exigibel anzusehen ist. Derjenige, der sich auf Art. 82 OR beruft, muss die für die Einrede erforderliche Reziprozität der Leistungen glaubhaft machen.
“Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). En ce sens, l'art. 82 CO est une modalité d'exécution du contrat. En vertu de l'art. 895 al. 1 CC, le créancier qui, du consentement du débiteur, se trouve en possession de choses mobilières appartenant à ce dernier, a le droit de les retenir jusqu'au paiement, à la condition que sa créance soit exigible et qu'il y ait un rapport naturel de connexité entre elle et l'objet retenu.”
“253 ss CO (ATF 139 III 353 consid. 2.1.2). La cession de l'usage de la chose louée, respectivement la cession de l'usage et de la jouissance de l'objet affermé, ainsi que le droit d'en jouir et partant de l'exploiter et d'en retirer les fruits naturels et civils, constituent un élément essentiel de la sous-location, respectivement du bail à ferme (CPra Bail, 2ème éd. 2017 - BOHNET/DIETSCHY-MARTENET, art. 253 CO n. 59 et CARRON, art. 275 CO N 31). En particulier, l'art 257 CO précise que le loyer est la rémunération due par le locataire au bailleur pour la cession de l'usage de la chose. Cette disposition, qui complète l'art. 253 CO, rappelle la nature synallagmatique du contrat de bail et s'applique également aux baux de sous-location (CPra Bail, 2ème éd. 2017 - BIERI, art. 257 n. 1). 2.1.2 Celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat (art. 82 CO). Cette disposition institue une exception d'inexécution : le débiteur peut refuser d'exécuter sa propre prestation jusqu'à ce que de son côté, le créancier ait exécuté ou offert d'exécuter la sienne (ATF 123 III 16 consid. 2b). L'art. 82 CO vise directement les prestations issues d'un contrat synallagmatique (ou bilatéral parfait), qui sont promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). L'admission de l'exception d'inexécution suppose donc la réalisation de trois conditions : les prestations réciproques sont dues en vertu d'un seul et même contrat bilatéral parfait, les prestations sont toutes deux exigibles et le créancier n'a pas exécuté ou offert d'exécuter sa contreprestation (arrêt du Tribunal fédéral 4A_498/2016 du 31 janvier 2017 consid. 4.2.1 et les réf. citées; cf. également arrêt du Tribunal fédéral 4A_ 65/2020 du 7 juillet 2020 consid.”
“del 28 marzo 2023 consid. 5.1.2; DTF 145 III 25 consid. 4.3.2 limitatamente all’eccezione d’inadempimento; DTF 149 III 310 consid. 5.2.2, implicitamente per i difetti che ricadono sotto l’art. 82 CO). Spetta al convenuto rendere verosimile che le prestazioni per cui invoca l’eccezione dell’art. 82 CO si trovano in un rapporto di reciprocità con la pretesa posta in esecuzione (sentenze della CEF”
“Nel concreto caso, è incontestato che nell'ambito delle attività di rilancio della boutique la ricorrente era tenuta, in base al "piano di rilancio" allegato al contratto, ad assicurare il coordinamento degli acquisti di prodotto, il management del punto vendita, il coordinamento del personale, le attività di marketing nonché la redazione e il monitoraggio del preventivo annuale (controllo di gestione) e che, all'epoca dei fatti, essa aveva già incassato fr. 100'000.--, ovvero un importo pari alla metà del corrispettivo, dopo quattro mesi di collaborazione a fronte di una collaborazione prevista sull'arco di sedici mesi. I Giudici cantonali hanno assunto che le prestazioni richieste alla ricorrente dovessero costituire attività continuative e accompagnare la mandante per tutta la durata del contratto, determinando così implicitamente la vera e concorde volontà delle parti contraenti (interpretazione soggettiva). Hanno quindi considerato che le lamentele della mandante rispetto all'inadempimento di tali prestazioni, inoltrate a ridosso della scadenza della seconda rata, fossero "coerent[i] con l'esigenza di simultaneità delle prestazioni pattuite in un contratto bilaterale alla base dell'art. 82 CO". Continuando a ribadire genericamente, in maniera appellatoria, che si trattava di un contratto di risultato (rilancio della boutique), che il risultato concordato avrebbe potuto essere verificato con criteri oggettivi "già solo confrontando il fatturato e/o l'incassato dei periodi pre e post collaborazione" fra le parti, ma solo dopo il 31 dicembre 2022, e che quindi andava stabilito che l'opponente non era legittimata a invocare l'eccezione di inadempimento del contratto ad inizio 2022 a soli pochi mesi dall'inizio della collaborazione, la ricorrente non sovverte tali accertamenti, e in particolare non dimostra che l'accertamento della volontà soggettiva delle parti effettuata dai Giudici cantonali (che rileva del fatto e vincola pertanto il Tribunale federale; v. art. 105 cpv. 1 LTF; DTF 144 III 93 consid. 5.2.2; sentenza 5A_132/2023 del 7 novembre 2023 consid. 5.3) sia arbitrario. Non illustra in base a quali ulteriori elementi in loro possesso, tenuto conto del loro limitato potere di cognizione (v.”
“Im Übrigen hat sich das Bundesgericht in jenem Urteil nicht dazu geäussert, ob mit der Saldierung durch die Bauleitung und Anerkennung durch die Bauherrin eine Saldovereinbarung entstand. Es hat lediglich festgehalten, dass die Vorinstanz dies angenommen habe. Daran ändern auch die angeführten Kommentarstellen nichts. Auch diese gehen davon aus, dass mit Art. 153 ff. SIA-Norm 118 keine globale Abrechnung aller offenen Forderungen aus dem Werkvertrag erfolgt und dass das Schuldverhältnis durch die Abrechnung nicht abgeschlossen wird. Ebenso ist ohne Belang, von welcher Rechtsauffassung die Beschwerdegegnerin angeblich ausging, ist doch das Bundesgericht an die Rechtsauffassung der Parteien oder der Vorinstanz nicht gebunden. Auch ein Kontokorrentverhältnis verneinte die Vorinstanz schlüssig. Auf ihre diesbezüglichen Erwägungen kann verwiesen werden. Ihre Auffassung, wonach der Nachbesserungsanspruch einen modifizierten Erfüllungsanspruch des Bestellers darstellt, welcher in einem Austauschverhältnis mit dem Vergütungsanspruch des Unternehmers steht, weshalb ein Zurückbehalterecht nach Art. 82 OR geltend gemacht werden kann, leuchtet ein. Nach dem Gesagten kann zudem offen bleiben, ob die Vorinstanz die Vorbringen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der behaupteten Saldovereinbarung zu Recht als verspätet betrachtet und unberücksichtigt gelassen hat (oben E. 3.3.1). Die Beschwerdeführerin hatte diese Vorbringen in ihrer Stellungnahme vom 29. Januar 2016 zur Duplik der Beschwerdegegnerin und in einer Noveneingabe vom 5. März 2015 erhoben und rügt insofern eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie des Rechts auf Beweis. Ausserdem habe sie die Vorbringen genügend substanziiert. Auf die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde, einschliesslich derjenigen zur Verletzung der Beweislastverteilung sowie der Dispositionsmaxime, braucht nicht eingegangen zu werden. Gleiches gilt für die Einwände gegen ein Zurückbehalterecht der Beschwerdegegnerin nach Art. 82 OR. Die Beschwerdeführerin stützt ihre Auffassung auf die von der Vorinstanz verworfene Annahme, das Rechtsverhältnis der Parteien sei noviert worden, sodass kein einheitliches (synallagmatisches) Rechtsverhältnis bestehe.”
Auch bestrittene Gegenforderungen können nach Art. 82 OR zur Aufrechnung angeführt werden. Die Praxis verlangt jedoch, dass die geltend gemachte Gegenforderung «ohne Verzögerung» (sofort) beweisbar bzw. entscheidungsreif ist; andernfalls ist die Aufrechnung riskant für den Aufrechnenden und kann im konkret betroffenen Verfahren nicht akzeptiert werden. Liegt ein separates, noch hängiges Verfahren über die Gegenforderung vor, rechtfertigt das allein in der Regel nicht die Aussetzung des Verfahrens der Hauptforderung, es sei denn, eine endgültige Entscheidung in der Gegenklage stehe unmittelbar bevor.
“Le congé est inefficace notamment si le congé a été notifié avant l'expiration du délai comminatoire, si le locataire a payé l'arriéré de loyer dans le délai comminatoire, si le loyer n'est pas échu, et si le loyer initial est nul faute d'avoir été communiqué au moyen du formulaire officiel et ce jusqu'à ce que le loyer soit fixé judiciairement (Lachat, Le bail à loyer, Lausanne 2019, p. 879 ss). 4.2 Le débiteur peut opposer la compensation même si sa créance est contestée (art. 120 al. 2 CO). La possibilité d'opposer en compensation une contre-créance contestée existe aussi pour le locataire mis en demeure de payer un arriéré de loyer (art. 257d CO); la déclaration de compensation doit toutefois intervenir avant l'échéance du délai de grâce (ATF 119 II 241 consid. 6b/bb p. 248; arrêt 4C_212/2006 du 28 septembre 2006 consid. 3.1.1, in CdB 2007 22). La contre-créance invoquée en compensation doit pouvoir être prouvée sans délai. Cette restriction se justifie d’autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l’objet loué n’est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu ; il n’a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l’art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l’art. 82 CO. Il est donc dans son tort s’il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d’opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée. Si le locataire se décide à compenser avec une contre créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (ACJC/1497/2020 du 26 octobre 2020 consid. 4.4 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3, in RtiD 2009 II 681 ; 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5). Aux termes de l'art. 124 al. 1 CO, la compensation n'a lieu que pour autant que le débiteur fasse connaître au créancier son intention de l'invoquer. Il s'agit d'une déclaration de volonté formatrice, qui doit exprimer de manière non équivoque l'intention de compenser de son auteur. La déclaration doit également permettre à son destinataire de comprendre quelle est la créance compensée et quelle est la créance compensante (arrêt du Tribunal fédéral 4C_174/1999 du 14 juillet 1999 consid. 2b). Ainsi, la simple production d’une note d’honoraires, sans référence à la créance prétendument compensée, ne vaut pas déclaration de compensation (arrêt du Tribunal fédéral 4C_124/2005 du 26 juillet 2005 consid.”
“L'obligation du juge de se prononcer sur la contre-créance invoquée en compensation ne saurait prolonger la procédure en contestation du congé de façon à contrecarrer la volonté du législateur de permettre au bailleur de mettre fin au bail et d'obtenir l'évacuation du locataire dans les plus brefs délais; cette volonté découle des règles de droit matériel évoquées ci-dessus, sans qu'il soit nécessaire de trancher la question de savoir si la contestation de l'efficacité du congé relève de la procédure ordinaire ou simplifiée (cf. ATF 139 III 457 consid. 5.3 in fine, qui laisse la question indécise). Invoquer la compensation avec une contre-créance contestée ne doit pas être un moyen susceptible de conduire à une prolongation du séjour indu du locataire dans l'objet loué. La contre-créance invoquée en compensation doit dès lors pouvoir être prouvée sans délai; si une procédure relative à la contre-créance est pendante devant une autre instance, il ne saurait être question de suspendre la procédure en contestation du congé jusqu'à droit connu dans l'autre procédure, sauf si une décision définitive est imminente. Cette restriction se justifie d'autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt précité 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3, in RtiD 2009 II 681). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 et les références citées). LACHAT relève dans ce sens que le locataire qui prétend compenser avec le loyer une prétendue créance contre son bailleur court le risque de voir son bail résilié en application de l'art. 257d al. 2 CO (retard dans le paiement du loyer) s'il n'était pas fondé à invoquer la compensation.”
“L'obligation du juge de se prononcer sur la contre-créance invoquée en compensation ne saurait prolonger la procédure en contestation du congé de façon à contrecarrer la volonté du législateur de permettre au bailleur de mettre fin au bail et d'obtenir l'évacuation du locataire dans les plus brefs délais lorsque la résiliation a été donnée selon l'art. 257d CO. Invoquer la compensation avec une contre-créance contestée ne doit pas être un moyen susceptible de conduire à une prolongation du séjour indu du locataire dans l'objet loué. La contre-créance invoquée en compensation doit dès lors pouvoir être prouvée sans délai ; si une procédure relative à la contre-créance est pendante devant une autre instance, il ne saurait être question de suspendre la procédure en contestation du congé jusqu'à droit connu dans l'autre procédure, sauf si une décision définitive est imminente (CACI 22 janvier 2019/29 ; CACI 7 décembre 2018/692 consid. 3.4.1 ; CREC 26 juillet 2016/292 consid. 3.2.2). Cette restriction se justifie d'autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu ; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; TF 4A_537/2016 du 16 novembre 2016 consid. 4.2 ; Wey, La consignation du loyer, Thèse Lausanne, 1995, p. 64 ; Lachat et al., Le bail à loyer, 2019, ch. 13.7.4.8 p. 341 ; Aubert, CPra-Bail, 2e éd., 2016, n. 10 ad art. 259g CO). 4.3 En l’espèce, force est tout d’abord d’admettre que la requête de suspension formulée à titre préalable par l’appelante est nouvelle et donc irrecevable, celle-ci n'ayant pas été prise dans le cadre de la procédure de première instance, alors même que la cause XZ20.028885, ouverte devant le Tribunal des baux, était déjà pendante. Même recevable, elle serait d’ailleurs de toute manière rejetée dans la mesure où l’appelante n’allègue pas qu’une décision définitive dans cette procédure serait imminente, condition nécessaire à une suspension dans le cadre d’une cause en expulsion fondée sur l’art. 257d CO. Sur le fond, l’appelante fonde son argumentation sur la compensation.”
“3 La possibilité d'opposer en compensation une contre-créance contestée existe aussi pour le locataire mis en demeure de payer un arriéré de loyer (art. 257d CO); la déclaration de compensation doit toutefois intervenir avant l'échéance du délai de grâce (ATF 119 II 241 consid. 6b/bb; arrêt du Tribunal fédéral 4C_212/2006 du 28 septembre 2006 consid. 3.1.1, in CdB 2007 22). La contre-créance invoquée en compensation doit pouvoir être prouvée sans délai; si une procédure relative à la contre-créance est pendante devant une autre instance, il ne saurait être question de suspendre la procédure en contestation du congé jusqu'à droit connu dans l'autre procédure, sauf si une décision définitive est imminente. Cette restriction se justifie d'autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir tout ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer (arrêts du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2). Le Tribunal fédéral a ainsi déjà exclu, dans deux arrêts, la possibilité pour un locataire d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêts du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 précités consid. 5; 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3 in RtiD 2009 II 681). 3.2 En l'espèce, l'appelante affirme avoir réglé le loyer par compensation, en faisant valoir une créance que l'intimée conteste et qui relève de la réduction de loyer et des dommages-intérêts, pour laquelle la compensation ne peut pas être admise ou, à tout le moins, ne peut l'être que restrictivement, soit à la condition qu'elle puisse être prouvée sans délai, ce qui n'est pas le cas. En effet, tout d'abord, dans son courrier du 23 avril 2020, l'appelante a laissé le choix à l'intimée de lui remettre des locaux d'une surface de 150m2 ou de modifier le loyer.”
“La possibilité d'opposer en compensation une contre-créance contestée existe aussi pour le locataire mis en demeure de payer un arriéré de loyer (art. 257d CO); la déclaration de compensation doit toutefois intervenir avant l'échéance du délai de grâce (ATF 119 II 241 consid. 6b/bb p. 248; arrêt du Tribunal fédéral 4C_212/2006 du 28 septembre 2006 consid. 3.1.1, in CdB 2007 22 septembre 2006 consid. 3.1.1, in CdB 2007 22). La contre-créance invoquée en compensation doit pouvoir être prouvée sans délai; si une procédure relative à la contre-créance est pendante devant une autre instance, il ne saurait être question de suspendre la procédure en contestation du congé jusqu'à droit connu dans l'autre procédure, sauf si une décision définitive est imminente. Cette restriction se justifie d'autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt du Tribunal fédéral précité 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3, in RtiD 2009 II 681). Si le locataire se décide à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5).”
Wenn der Unternehmer die vertragsgemässe Nachbesserung verweigert oder diese nicht erbringt, kann der Besteller nach Art. 82 OR die Einrede der nicht erfüllten Leistung bzw. einen Rückbehalt seiner Gegenleistung geltend machen, bis die vertragsgemässe Nachbesserung erfolgt. Die Einrede nach Art. 82 OR berührt dabei nicht den Bestand oder die Fälligkeit der Forderung.
“Auch die übrigen Voraussetzungen gemäss Art. 82 OR seien erfüllt, so die Vorinstanz abschliessend. Mithin stünden sich nach dem Gesagten der fällige Anspruch auf Werklohnrestanz und der ebenfalls fällige Nachbesserungsanspruch gegenüber. Diesen habe die Beschwerdeführerin zudem nicht erfüllt, da sie die Nachbesserung bis dato verweigert habe. Die Ausübung des Leistungsverweigerungsrechts durch die Beschwerdegegnerin sei auch nicht rechtsmissbräuchlich, was die Beschwerdeführerin ohnehin nicht behauptet habe. Die Einrede nach Art. 82 OR sei daher begründet, sodass die Beschwerdegegnerin zu einer Zug-um-Zug-Leistung der Werklohnrestanz gegen Ersatz der verbauten C-Stahlrohre und einfachen Rohrschellen durch vertragsgemässes Rohrmaterial (Gas- und Siederohre sowie Kälterohrschellen) zu verurteilen sei. Die Beschwerdeführerin habe zudem sicherzustellen, dass die Anlage wieder korrekt mit vertragskonformem Wasser befüllt und in Betrieb genommen werde. Im Übrigen stehe es den Parteien frei, sich zwecks Erzielung eines wirksamen Schutzes gegen Korrosion auf eine andere Art der Sanierung zu einigen.”
“Weigert sich der Unternehmer zur Vornahme einer Verbesserung, so ste- hen die Mängelrechte gemäss Art. 169 Abs. 1 Ziff. 1-3 SIA-Norm 118 dem Unter- - 98 - nehmer schon vor Ablauf der Frist zur Nachbesserung zu (Art. 169 Abs. 2 SIA- Norm 118). Mit Schreiben vom 8. Mai 2018 bestritt die Klägerin die Mängel grösstenteils; le- diglich die Pos. 304, 448, 675, 687, 700, 715, 738 anerkannte sie (act. 12 Rz. 77; act. 24 Rz. 148; act. 13/48). Die Klägerin machte mit Schreiben vom 8. Mai 2018 und vom 18. Juni 2018 ein Leistungsverweigerungsrecht geltend, da die Beklagte ihre Vergütungsforderung nicht vollständig beglichen habe (act. 24 Rz. 148; act. 13/48; act. 13/49). Der Werklohn und die Nachbesserungsforderung stehen in einem Gegenseitigkeits- verhältnis i.S.v. Art. 82 OR (BGE 89 II 232 E. 4a S. 235-236; R OGER BRÄNDLI, Die Nachbesserung im Werkvertrag, Zürich/St. Gallen 2007, N 953; GAUCH, a.a.O., N 2374, 2377; ZINDEL/SCHOTT, in: Basler Kommentar, N. 65 zu Art. 368 OR, N. 12 zu Art. 372 OR). Die Einrede aus Art. 82 OR berührt den Bestand und die Fällig- keit der Forderung indessen nicht (ULRICH G. SCHROETER, in: Basler Kommentar, N. 44 zu Art. 82 OR; Z INDEL/SCHOTT, in: Basler Kommentar, N. 13 zu Art. 372 OR). Der Besteller ist zudem seinerseits zu einem Rückbehalt seiner Leistung be- rechtigt, solange der Unternehmer die vollendete Nachbesserungsarbeit nicht ab- geliefert hat (GAUCH, a.a.O., N 2377, 2374). Kein Gegenseitigkeitsverhältnis be- steht zwischen dem Nachbesserungsanspruch und einem mit Schreiben der Klä- gerin vom 18. Juni 2018 geltend gemachten Anspruch der Klägerin auf Zustellung des bei der gemeinsamen Betrachtung der streitgegenständlichen Mängel erstell- ten Protokolls (act. 24 Rz.148; act. 13/49). Da die Klägerin die Nachbesserung verweigert hat, ist die Beklagte zur Ersatzvor- nahme auf Kosten der Beklagten gemäss Art.”
Vertraglich vereinbarte Verbote der Verrechnung oder Bestimmungen, die ein Zurückbehaltungsrecht ausschliessen, sind zu beachten und können die Berufung auf Art. 82 OR einschränken. Im entschiedenen Fall wurde eine solche Vertragsklausel als Verrechnungsverbot (Art. 126 OR) verstanden, weshalb die Einstellung der Arbeiten durch den Gläubiger gestützt auf Art. 82 OR bzw. die vertragliche Regelung gerechtfertigt war.
“Aufgrund der fehlenden Ablieferung waren die Berufungsbeklagten nicht befugt, sich bereits auf das Minderungsrecht im Sinne von Art. 368 Abs. 2 OR zu berufen. Überdies wäre vorliegend die Verrechnung selbst im Falle eines bereits vollendeten und abgelieferten Werkes vertragswidrig gewesen. Die Parteien haben in Ziffer 4 sowie Ziffer 7 der «Allgemeinen Bedingungen zu Werkverträgen der A. GmbH» (Bestandteil des Werkvertrages vom 21. April 2010 gemäss Ziffer 2 Nr. 1) explizit vereinbart, dass der Besteller (d.h. die Berufungsbeklagten) nicht zu einem Rückbehalt von Werkpreiszahlungen befugt ist. Diese Bestimmung kann nur als Verrechnungsverbot im Sinne von Art. 126 OR verstanden werden, zumal es für ein Generalunternehmen gerade Sinn und Zweck sein muss, pünktliche Zahlungen des Bestellers sicherzustellen, damit der Generalunternehmer die von ihm engagierten Subunternehmer pünktlich entlohnen kann. Aufgrund der ausbleibenden Tranchenzahlung von CHF 65'000.00 stellte die Berufungsklägerin gestützt auf Art. 82 OR bzw. Ziffer 4 der «Allgemeinen Bedingungen zu Werkverträgen der A. GmbH» die Arbeiten an dem Einfamilienhaus daher zu Recht ein.”
Art. 82 OR ist nur anwendbar, wenn die gegenüberstehenden Leistungen grundsätzlich als Hauptleistungspflichten gelten; Nebenleistungspflichten werden nur erfasst, sofern sie für die Hauptleistung wesentlich sind. Ferner kommt das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR nicht in Betracht, wenn der Leistende die Existenz seiner Verpflichtung bestreitet bzw. sich endgültig der Leistung entziehen will.
“Es hat damit sein Bewenden, dass die Vorinstanz zu Recht von einem ungenügenden Tatsachen- vortrag der Beklagten betreffend die behauptete Unkostenbeteiligung ausgegan- gen ist. Die Berufung erweist sich damit auch in diesem Punkt als nicht stichhaltig. Die Vorbringen zum "zweiten Teil" (resp. zur "Quasi-Partnerschaft") waren unge- nügend, und die Vorinstanz war damit auch nicht gehalten, die hierzu angebote- nen Beweise abzunehmen. 5.Da der Beklagten keine Verrechnungsforderung aus einer Unkostenbeteili- gungspflicht des Klägers zusteht (und die vorinstanzliche Abweisung der dort noch geltend gemachten Schadenersatzforderung gegen den Kläger von der Be- - 19 - klagten in der Berufung nicht angefochten wurde), fällt auch ein allfälliges Leis- tungsverweigerungsrecht der Beklagten gestützt auf Art. 82 OR zum Vornherein ausser Betracht, wie schon die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (act. 88 E. II.8.2.1.). Entgegen der Beklagten (act. 85 Rz. 37 f.) ist indes auch die Eventu- albegründung der Vorinstanz, wonach Art. 82 OR in der vorliegenden Konstella- tion ohnehin nicht greifen würde (act. 88 E. II.8.2.2.), nicht zu beanstanden: Vor- aussetzung eines Leistungsverweigerungsrechts nach Art. 82 OR wäre, dass sich die beiden konkret betroffenen Vertragsleistungen grundsätzlich als Hauptleis- tungspflichten gegenüberstehen – wobei ein Teil der Literatur überdies auch eine Nebenleistungspflicht mit einbezieht, falls ohne diese die Hauptleistungspflicht praktisch wertlos wäre (anstelle vieler BSK OR I-SCHROETER, Art. 82 N 25 f.). Die Beklagte leitete ihr Leistungsverweigerungsrecht daraus ab, dass sich der Kläger im Verzug befinde mit seiner Pflicht zur Rechenschaftsablegung über seinen Um- satz, zu welcher er gemäss Beklagter aufgrund der vereinbarten Umsatzabgabe verpflichtet wäre (act. 88 E. II.8.2.1. mit den entsprechenden Hinweisen). Es han- delt sich dabei augenscheinlich weder um eine Hauptleistungspflicht noch um eine für die Hauptleistung essenzielle Nebenleistungspflicht. Die diesbezügliche Rüge der Beklagten geht fehl.”
“2 CO ne trouve donc pas application dans le cas d’espèce. Deuxièmement, la demanderesse n’est pas en demeure au sens de l’art. 91 CO. En effet, il ne peut absolument pas être retenu qu’elle refuse sans motif légitime d’accepter la prestation qui lui est régulièrement offerte, dans la mesure où A.________ SA ne lui a même jamais offert d’exploiter son commerce après le 1er septembre 2018. Il ne ressort pas non plus de l’instruction de la cause que la demanderesse refuse sans motif légitime d’accomplir les actes préparatoires qui lui incombent et sans lesquels A.________ SA ne peut exécuter son obligation; en effet, comme indiqué au paragraphe précédent, l’exécution de cette obligation a toujours été possible après le 1er septembre 2018. Les conditions d’application de l’art. 91 CO ne sont donc pas remplies en l’espèce. Troisièmement, il est vrai que, dans le cas d’un contrat synallagmatique, la peine conventionnelle n’est pas exigible tant que, de son côté, le créancier n’a pas lui-même satisfait à ses. L’art. 82 CO institue une exception d’inexécution qu’il appartient au débiteur d’invoquer. En la soulevant, le débiteur peut refuser d’exécuter sa propre prestation jusqu’à ce que, de son côté, le créancier ait exécuté ou offert d’exécuter la sienne. Il s’agit d’une exception dilatoire, en ce sens que le débiteur ne peut donc pas l’invoquer s’il entend s’opposer définitivement, et non seulement provisoirement, à l’exécution. Autrement dit, le débiteur ne peut pas invoquer cette exception s’il conteste l’existence même de son obligation. Or, en l’espèce […], dans le cadre de la présente procédure, A.________ SA a toujours allégué ne plus être contractuellement liée à la demanderesse depuis le 1re octobre 2018; elle a d’ailleurs déjà quitté les lieux et rendu les clefs à la fin septembre 2018 et elle n’a manifestement aucune intention d’exploiter à nouveau son commerce d’ici au 30 septembre 2021; autrement dit, la défenderesse conteste l’existence même de sa propre obligation et elle entend s’opposer définitivement à son exécution.”
Eine spätere Fakturierung verschiebt die Fälligkeit der Gegenleistung nicht. Die Rechnungsstellung im Folgemonat betrifft den Geldfluss, nicht den Zeitpunkt, in welchem die Gegenleistung geschuldet ist; wird mit der Fakturierung gewartet, bleibt die leistungsempfangende Partei – wenn auch aufgeschoben – zur Gegenleistung verpflichtet (Art. 82 OR; vgl. 2C_632/2022 E. 3.2.3).
“Nichts daran ändert, dass die Steuerpflichtige in ständiger Praxis ihre Lieferungen und Leistungen erst im Folgemonat fakturiert. Dieser Umstand berührt zwar den Geldfluss, nicht aber den Zeitpunkt, in welchem die Gegenleistung geschuldet ist. Von allgemeinem Schuldrechts wegen stünde nichts im Weg, die Lieferung oder Leistung unmittelbar in Rechnung zu stellen (Art. 82 OR; BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3). Wartet die leistende Person (hier: die Steuerpflichtige) mit der Fakturierung zu, bleibt die leistungsempfangende Partei zur Gegenleistung - wenn auch aufgeschoben - verpflichtet.”
“Nichts daran ändert, dass die Steuerpflichtige in ständiger Praxis ihre Lieferungen und Leistungen erst im Folgemonat fakturiert. Dieser Umstand berührt zwar den Geldfluss, nicht aber den Zeitpunkt, in welchem die Gegenleistung geschuldet ist. Von allgemeinem Schuldrechts wegen stünde nichts im Weg, die Lieferung oder Leistung unmittelbar in Rechnung zu stellen (Art. 82 OR; BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3). Wartet die leistende Person (hier: die Steuerpflichtige) mit der Fakturierung zu, bleibt die leistungsempfangende Partei zur Gegenleistung - wenn auch aufgeschoben - verpflichtet.”
“Nichts daran ändert, dass die Steuerpflichtige in ständiger Praxis ihre Lieferungen und Leistungen erst im Folgemonat fakturiert. Dieser Umstand berührt zwar den Geldfluss, nicht aber den Zeitpunkt, in welchem die Gegenleistung geschuldet ist. Von allgemeinem Schuldrechts wegen stünde nichts im Weg, die Lieferung oder Leistung unmittelbar in Rechnung zu stellen (Art. 82 OR; BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3). Wartet die leistende Person (hier: die Steuerpflichtige) mit der Fakturierung zu, bleibt die leistungsempfangende Partei zur Gegenleistung - wenn auch aufgeschoben - verpflichtet.”
Der klagende Gläubiger hat den Bestand des Vertragsverhältnisses, die ihm zustehende Leistungspflicht des Schuldners sowie die Fälligkeit der Forderung zu behaupten und zu beweisen. Erhebt der Schuldner die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nach Art. 82 OR, obliegt es dem Gläubiger sodann, die Erfüllung seiner eigenen Leistung oder deren gehöriges Angebot nachzuweisen.
“Rechtliche Grundlagen Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Die Norm begründet ein Leistungsverweigerungsrecht. Es handelt sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zu- rückhalten darf (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) (S CHROETER, BSK OR I, 7. Aufl., 2019, N 2 zu Art. 82). Das Eingreifen von Art. 82 OR setzt voraus, dass ein vollkommen zweiseitiger (synallagmatischer) Vertrag vorliegt, dass die Leistungen der beiden Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (SCHROETER, a.a.O., N 9, 24). Art. 82 OR ist nicht per se auf Hauptleistungspflichten beschränkt, sondern kann auch auf Nebenpflichten anwendbar sein, wenn die Hauptleistungspflicht ohne diese praktisch wertlos ist (SCHROETER, a.a.O., N 25). - 11 - Der fordernde Gläubiger hat den Bestand des Rechtsverhältnisses, die schuldne- rische Leistungspflicht und die Fälligkeit der Leistung darzulegen und zu bewei- sen; seine vertragsgemässe Erfüllung muss er dann nachweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art.”
“Der Kläger braucht die Verurteilung des Beklagten zur Leistung Zug um Zug nicht zu verlangen. Das Gericht erlässt ein dahingehendes Urteil auf Einrede des Beklagten nach Art. 82 OR (BGE 127 III 199 E. 3a; 111 II 463 E. 3 S. 467). Das Leistungsverweigerungsrecht gemäss Art. 82 OR ist nicht von Amts wegen zu berücksichtigen (BGE 76 II 298 E. 3; Urteil 4A_262/2021 vom 30. September 2021 E. 5.1). Erhebt der Schuldner die Einrede, ist es am Gläubiger zu beweisen, dass er seine eigene Leistung erbracht oder gehörig angeboten hat (BGE 123 III 16 E. 2b; 79 II 277 E. 2 S. 279; 76 II 298 E. 3 S. 299). Art. 82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E.”
“Ce n'est que si le juge ne parvient pas à déterminer la volonté réelle et commune des parties - parce que les preuves font défaut ou ne sont pas concluantes - ou s'il constate qu'une partie n'a pas compris la volonté exprimée par l'autre à l'époque de la conclusion du contrat - ce qui ne ressort pas déjà du simple fait qu'elle l'affirme en procédure, mais doit résulter de l'administration des preuves -, qu'il doit recourir à l'interprétation normative (ou objective), à savoir rechercher leur volonté objective, en déterminant le sens que, d'après les règles de la bonne foi, chacune d'elles pouvait et devait raisonnablement prêter aux déclarations de volonté de l'autre. Il s'agit d'une interprétation selon le principe de la confiance. D'après ce principe, la volonté interne de s'engager du déclarant n'est pas seule déterminante; une obligation à sa charge peut découler de son comportement, dont l'autre partie pouvait, de bonne foi, déduire une volonté de s'engager. Le principe de la confiance permet ainsi d'imputer à une partie le sens objectif de sa déclaration ou de son comportement, même si celui-ci ne correspond pas à sa volonté intime (ATF 144 III 93 consid. 5.2.3; arrêt du Tribunal fédéral 4A_431/2019 précité, ibidem). 4.1.4 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cet article accorde au débiteur une exception dilatoire, que l'on appelle exception d'inexécution (exceptio non adimpleti contractus), qui lui permet de ne pas exécuter sa prestation tant que son cocontractant n'a pas exécuté ou offert d'exécuter la sienne. Il appartient au débiteur de soulever cette exception. Une fois qu'il l'a invoquée, il incombe au créancier de prouver qu'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation, conformément à la règle qui veut que celui qui se prévaut de son exécution l'établisse (ATF 127 III 199 consid. 3a; 123 III 16 consid. 2b; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1). Dans l'action en libération de dette, l'exception d'inexécution du débiteur et sa demande seront admises si le créancier n'établit pas avoir exécuté ou consigné, avant la notification du commandement de payer, sa propre contre-prestation (Hohl, Commentaire romand CO I, 2021, n° 14 ad art.”
Art. 82 OR ist eine dilatorische Einrede: Der Schuldner darf die eigene Leistung bis zur Leistung oder zum Angebot der Gegenleistung zurückhalten, sofern er am Vertragsverhältnis festhalten will. Kann oder will der Schuldner die Leistung dagegen endgültig verweigern oder den Vertrag aufgeben (z. B. Rücktritt, gänzliche Verweigerung), ist Art. 82 OR nicht anwendbar; in solchen Fällen sind andere Rechtsbehelfe zu verfolgen.
“Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
“Entsprechend gewährt er dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_533/2013 vom 27. März 2014 E. 6.2.). Das Ergebnis einer seitens des Gerichts als berechtigt beurteilten Einrede ist somit, dass der Schuldner zu einer aufschiebend bedingten Verpflichtung verurteilt wird, mithin dass er mit seiner Leistung in zeitlicher Hinsicht abwarten darf, bis der Gläubiger seinen Teil der Ver- einbarung erbracht hat (BGE 127 III 199 E. 3.a; BGE 111 II 463 E. 3.; vgl. WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 222 ff.). Zwecklogische Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist demgemäss, dass der Schuldner am Ver- trag festhalten möchte (WEBER, in: Berner Kommentar OR, a.a.O., Art. 82 N 195). Hinsichtlich der Behauptungs- und Beweislast gilt Art. 8 ZGB: Der fordernde Gläu- biger hat namentlich die vertragsgemässe Erfüllung oder das Erfüllungsangebot zu beweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art. 82 OR erhoben hat (BGE 123 III 16 E. 2.b; BGer Urteil 4A_361/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 3.3; SCHROETER, a.a.O., Art. 82 N 52).”
“2 CO ne trouve donc pas application dans le cas d’espèce. Deuxièmement, la demanderesse n’est pas en demeure au sens de l’art. 91 CO. En effet, il ne peut absolument pas être retenu qu’elle refuse sans motif légitime d’accepter la prestation qui lui est régulièrement offerte, dans la mesure où A.________ SA ne lui a même jamais offert d’exploiter son commerce après le 1er septembre 2018. Il ne ressort pas non plus de l’instruction de la cause que la demanderesse refuse sans motif légitime d’accomplir les actes préparatoires qui lui incombent et sans lesquels A.________ SA ne peut exécuter son obligation; en effet, comme indiqué au paragraphe précédent, l’exécution de cette obligation a toujours été possible après le 1er septembre 2018. Les conditions d’application de l’art. 91 CO ne sont donc pas remplies en l’espèce. Troisièmement, il est vrai que, dans le cas d’un contrat synallagmatique, la peine conventionnelle n’est pas exigible tant que, de son côté, le créancier n’a pas lui-même satisfait à ses. L’art. 82 CO institue une exception d’inexécution qu’il appartient au débiteur d’invoquer. En la soulevant, le débiteur peut refuser d’exécuter sa propre prestation jusqu’à ce que, de son côté, le créancier ait exécuté ou offert d’exécuter la sienne. Il s’agit d’une exception dilatoire, en ce sens que le débiteur ne peut donc pas l’invoquer s’il entend s’opposer définitivement, et non seulement provisoirement, à l’exécution. Autrement dit, le débiteur ne peut pas invoquer cette exception s’il conteste l’existence même de son obligation. Or, en l’espèce […], dans le cadre de la présente procédure, A.________ SA a toujours allégué ne plus être contractuellement liée à la demanderesse depuis le 1re octobre 2018; elle a d’ailleurs déjà quitté les lieux et rendu les clefs à la fin septembre 2018 et elle n’a manifestement aucune intention d’exploiter à nouveau son commerce d’ici au 30 septembre 2021; autrement dit, la défenderesse conteste l’existence même de sa propre obligation et elle entend s’opposer définitivement à son exécution.”
“Demgemäss würde es der Beklagten auch aus diesen Gründen nicht gelingen, mit- tels Geltendmachung eines Verzugs den klägerischen Anspruch erlöschen zu las- sen. 5.3.2.4. Insoweit als die Beklagte den Schuldnerverzug im Übrigen mit einer tiefen Werthaltigkeit des Überlassenen begründet (act. 31 Rz. 16 f., Rz. 21, Rz. 24 und Rz. 38), ist auf das bereits Ausgeführte zu verweisen (vgl. E. 4.3.2.2.3.). 5.3.2.5. Schliesslich ist anzumerken, dass sich die Beklagte abermals widersprüch- lich verhält, wenn sie zunächst geltend macht, die Vertragserfüllung sei für die Klä- gerin subjektiv unmöglich, weil ihr diese gestützt auf das Akzessionsprinzip ins Ei- gentum der Vermieterin übergegangenes eingebautes Mobiliar verkauft habe, und ihr hernach Verzug vorwirft, was definitionsgemäss eine Nichtleistung trotz Leis- tungsmöglichkeit voraussetzt (vgl. BGer Urteil 1P.802/2005 vom 9. März 2006 E. 7.2; vgl. E. 2.3.). 5.4.Fazit Nachdem die Beklagte sowohl ausdrücklich als auch sinngemäss ausführt, nicht am Vertragsverhältnis mit der Klägerin festhalten zu wollen, fällt die Anwendbarkeit von Art. 82 OR von vornherein ausser Betracht. Demnach behauptet die Beklagte mit ihrer Einrede, die Klägerin habe den Vertrag nicht erfüllt, einen Schuldnerverzug i.S.v. Art. 102 ff. OR. Dafür ist sie behauptungs- und beweispflichtig. Ihren entspre- chenden Obliegenheiten kommt sie jedoch nicht nach, weshalb auch diese Rüge fehl geht. 6.Rechtsmissbrauch Die Klägerin deutet in ihren Schriften wiederholt an, dass sich die Beklagte rechts- missbräuchlich verhalte (act. 1 Rz. 30; act. 26 Rz. 22 und Rz. 44). Art. 2 Abs. 2 ZGB, auf welchen sie sich bezieht, statuiert, dass der offenbare Missbrauch eines Rechts keinen Rechtsschutz finde. Die Berufung auf Rechtsmissbrauch wird nur als ultima ratio zugelassen (vgl. LEHMANN / HONSELL, in: Basler Kommentar ZGB I, 7. Aufl., Basel 2022, Art. 2 N 29; SCHWANDER, in: OFK ZGB, 4. Aufl., Zürich 2021, - 39 - Art. 2 N 4). Da die Beklagte wie aufgezeigt mit keinem ihrer Vorbringen eine Zah- lungspflicht ihrerseits abzuwehren vermag, erübrigt sich die Auseinandersetzung mit dem klägerischen Vorwurf.”
Art. 82 OR findet Anwendung auch beim Werkvertrag: Voraussetzung ist ein vollkommen zweiseitiges (synallagmatisches) Austauschverhältnis zwischen Leistung (Bauleistung) und Gegenleistung (Werklohn). Der Unternehmer darf die Arbeiten einstellen, wenn der Besteller nicht leistet; dies umfasst nach der Lehre/RS auch Voraus-, Abschlags‑ oder Teilzahlungen. Die Einrede des nicht Erfüllten entfällt jedoch, wenn sie vertraglich wegbedungen wurde; die Anwendung von Art. 82 kann vor dem Hintergrund von SIA‑Regelungen (insbesondere Art. 37 Abs. 1 SIA 118) zu beachten sein (SIA 118 schliesst Art. 82 nicht per se aus).
“2 cc lässt das Ziel der «Bezahlung einer (behaupteten) ausstehenden Schuld» genügen; einschränkender nunmehr BGer 6B_1074/2016 (Trechsel/Mona, Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. 2018, N. 8 f. zu Art. 181 StGB). Ob die Verweigerung von Werkleistungen den Tatbestand der Nötigung erfüllt, ist unter anderem daran zu messen, ob das Mittel dieser Einflussnahme rechtswidrig ist, ob also die Arbeitsniederlegung zivilrechtlich unzulässig ist. Art. 82 des Obligationenrechts (OR; SR 220) bestimmt, dass wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten muss, es sei denn, dass er nach dem Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Die Anwendung von Art. 82 OR setzt das Vorliegen eines vollkommen zweiseitigen (synallagmatischen) Vertrags voraus. Ein solches Austauschverhältnis besteht in Bezug auf den Werkvertrag grundsätzlich zwischen Bauleistung und Werklohn. Bildet die SIA-Norm 118 Vertragsbestandteil, schliesst Art. 37 Abs. 1 SIA-Norm 118 (Ausschluss des vertragswidrigen Arbeitsunterbruchs bei Meinungsverschiedenheiten) die Anwendbarkeit von Art. 82 OR gerade nicht aus, weil es sich dabei nicht um einen vertragswidrigen Unterbruch handelt. Bedingung für die Anwendbarkeit von Art. 82 OR ist aber, dass die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nicht vertraglich wegbedungen wurde. Der Unternehmer ist zur Arbeitseinstellung auch dann befugt, wenn es sich bei der verzögerten Vergütungsleistung um eine Voraus- oder Abschlagszahlung oder um eine endgültige Teilzahlung handelt (vgl. zum Ganzen Gauch, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, Rz. 1280 ff.).”
Bei ausbleibender Zahlung fälliger Löhne kann der Arbeitnehmer nach der in Rechtsprechung und Lehre vertretenen Ansicht die Arbeitsleistung durch analoge Anwendung von Art. 82 OR verweigern; während dieser Leistungsverweigerung bleibt der Lohnanspruch bestehen (vgl. Art. 324 OR). Dies gilt auch bei geringfügigen Rückständen. Nach der Rechtsprechung und Lehre kann in bestimmten Fällen kein vorheriges Angebot der Arbeitsleistung erforderlich sein, weil der Arbeitgeber durch den Lohnrückstand bereits in Verzug ist.
“Der Arbeitsvertrag ist ein schuldrechtliches Austauschverhältnis. Wenn eine Partei nicht leistet, kann die andere ihre Leistung zurückbehalten. Das ergibt sich aus den in Art. 82 OR festgehaltenen allgemeinen Grundsätzen und wurde vom Bundesgericht bereits bezüglich des Rechts auf Arbeitsverweigerung bei Lohnrückständen ausdrücklich festgehalten (BGE 136 III 313 E. 2.3.1; BGE 120 II 209 E. 6a; Urteile 4A_356/2022 vom 20. Dezember 2022 E. 3.3.4; 4A_45/2018 vom 25. Juli 2018 E. 7.2; 4A_291/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 3.2). Der Gläubiger kommt in Verzug, wenn er die Annahme der gehörig angebotenen Leistung oder die Vornahme der ihm obliegenden Vorbereitungshandlungen, ohne die der Schuldner zu erfüllen nicht BGE 150 III 22 S. 25 imstande ist, ungerechtfertigterweise verweigert (Art. 91 OR). Der allgemeine Teil des Obligationenrechts sieht für diesen Fall vor, dass der Schuldner vom Vertrag zurücktreten kann (Art. 95 OR). Weil diese Rechtsfolge bei einem Dauerschuldverhältnis kaum adäquat ist, hat der Gesetzgeber beim Arbeitsvertrag eine Sonderregel geschaffen: Kann die Arbeit infolge Verschuldens des Arbeitgebers nicht geleistet werden oder kommt er aus anderen Gründen mit der Annahme der Arbeitsleistung in Verzug, so bleibt er zur Entrichtung des Lohnes verpflichtet, ohne dass der Arbeitnehmer zur Nachleistung verpflichtet ist (Art.”
“82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Cette disposition s'applique au contrat de travail, tout au moins par analogie (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 du 18 avril 2019 consid. 4.1 et les références). Le travailleur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation, c'est-à-dire de fournir sa prestation de travail (art. 102 ss CO), lorsqu'il n'exécute pas sa prestation sans en être empêché par un motif reconnu; l'employeur peut alors invoquer l'exception d'inexécution de l'art. 82 CO pour refuser de payer le salaire (ATF 135 III 349 consid. 4.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 précité, ibidem). L'employeur peut être en demeure d'exécuter sa propre obligation (art. 102 ss CO) lorsqu'il est en retard dans le paiement de salaires échus; l'employé peut alors invoquer l'exception d'inexécution par application analogique de l'art. 82 CO et refuser d'exécuter son travail (ATF 120 II 209 consid. 6a, JdT 1995 I 367; arrêt du Tribunal fédéral 4A_464/2018 précité, ibidem). Il s'agit d'une application analogique de l'art. 324 CO (ATF 136 III 313 consid. 2.3.1, JdT 2012 II 414; 120 II 209 consid. 6a et 9). L'employé est fondé à retenir sa prestation même si le solde dû par l'employeur n'est pas important (Favre/Munoz/Tobler, Le contrat de travail, code annoté, 2ème éd. 2010, n. 1.2 ad art. 323 CO et n. 1.74 ad art. 337 CO avec référence à l'arrêt du Tribunal fédéral du 21 octobre 1996 consid. 2c publié in SJ 1997 149). Selon la doctrine, l'exercice de ce droit de rétention personnel ne présuppose pas, contrairement à ce qui prévaut en matière de demeure de l'employeur, que le travailleur offre préalablement ses services. L'employeur se trouve en effet déjà en demeure du fait de ne pas s'être acquitté à temps du salaire de son employé (Brühwiler, Einzelarbeitsvertrag, Kommentar zu den Art. 319-343 OR, 3ème éd. 2014, n. 3 ad art.”
“In einer Eventualbegründung hielt die Vorinstanz schliesslich fest, selbst wenn man die WhatsApp-Nachricht ausblende, hätte es zur Wahrung des Lohnanspruchs genügt, wenn der Beschwerdegegner die Beschwerdeführerin über den Irrtum informiert hätte, ohne seine Arbeit anzubieten. Denn die Beschwerdeführerin habe sich mit der Lohnzahlung für November 2017 bereits im Rückstand befunden, weshalb der Beschwerdegegner die Arbeit in analoger Anwendung von Art. 82 OR hätte verweigern dürfen (BGE 136 III 313 E. 2.3.1; 120 II 209 E. 6a; Urteil 4A_45/2018 vom 25. Juli 2017 E. 7.2), wenn er von der Beschwerdeführerin dazu aufgefordert worden wäre.”
“Au moment où elle a cessé le travail, le 15 novembre 2015, l'intimée était au service de la recourante depuis 16 mois et avait reçu 4'400 fr. en espèces. L'employeuse était alors manifestement en retard dans le paiement de salaires échus. Dans une telle situation, l'employée était en droit de refuser sa prestation (art. 82 CO par analogie) et l'employeuse restait tenue de lui verser son salaire (art. 324 al. 1 CO par analogie) (ATF 120 II 209 consid. 6a et 9a; plus récemment, arrêt 4A_257/2019 du 6 novembre 2019 consid. 3.2). La recourante n'ayant effectué le paiement suivant qu'en février 2016, le droit de l'intimée de percevoir son salaire en n'exécutant pas sa prestation a perduré jusqu'à la fin des rapports de travail, le 31 décembre”
“La première est que le travailleur doit avoir correctement offert sa prestation, dans le temps, l'espace et la fonction, et de manière personnelle ; en pratique, il suffit que le travailleur ait offert sa prestation de manière effective en se présentant à sa place de travail, par écrit (au moyen d'une lettre) ou de toute autre manière appropriée (Wyler/Heinzer, op. cit., p. 260). Si l'offre du travailleur n'est soumise à aucune exigence de forme particulière, elle doit être claire et sérieuse (idem, pp. 260-261). En pratique, considérant qu'en vertu de l'art. 8 CC, le travailleur supporte le fardeau de la preuve quant à l'offre de service, il a intérêt à procéder d'une manière lui permettant ensuite, en cas de litige, d'établir son offre (Longchamp, in Commentaire du contrat de travail, 2013, n. 3 ad art. 324 CO, p. 198). La seconde condition est que l'employeur doit avoir refusé la prestation de travail de manière injustifiée ; tel est le cas lorsqu'il refuse le travail régulièrement offert (Wyler/Heinzer, op. cit., p. 262). Par application analogique de l'art. 82 CO, le salarié peut suspendre sa prestation de travail lorsque l'employeur se trouve en demeure de verser le salaire. Pendant cette période de suspension, le travailleur conserve son droit à la rémunération, même s'il s'abstient volontairement d'offrir sa prestation. Ainsi, l'employeur en retard dans le paiement du salaire doit être traité comme s'il empêchait l'exécution du travail (ATF 136 III 313, consid. 2.3.2, publié in JdT 2011 II, p. 206 ; 120 II 209, consid. 6a et 9, publié in JdT 1995 I, p. 367 ; Wyler/Heinzer, op. cit., p. 263). Enfin, le débiteur qui est en demeure pour le paiement d'une somme d'argent doit l'intérêt moratoire à 5% l'an, même si un taux inférieur avait été fixé pour l'intérêt conventionnel (art. 104 al. 1 CO). A la fin du contrat, toutes les créances qui en découlent deviennent exigibles (art. 339 al. 1 CO). 4.2 En l'espèce, l'Appelante fait grief au Tribunal de première instance d'avoir considéré qu'elle avait résilié son contrat de travail avec effet immédiat le 30 mars 2019.”
Der Beklagte/Besteller muss darlegen und glaubhaft machen, dass die von ihm geltend gemachten Gegenleistungen in einem reziproken Verhältnis zur eingeforderten Leistung stehen; dies obliegt dem Vortragspflichtigen.
“del 26 aprile 2024 consid. 5; DTF 145 III 25 consid. 4.3.2 limitatamente all’eccezione d’inadempimento; DTF 149 III 310 consid. 5.2.2, implicitamente per i difetti che ricadono sotto l’art. 82 CO). Spetta al convenuto rendere verosimile che le prestazioni per cui invoca l’eccezione dell’art. 82 CO si trovano in un rapporto di reciprocità con la pretesa posta in esecuzione (citata 14.2023.134, consid. 5 i.f. e i rinvii).”
“del 28 marzo 2023 consid. 5.1.2; DTF 145 III 25 consid. 4.3.2 limitatamente all’eccezione d’inadempimento; DTF 149 III 310 consid. 5.2.2, implicitamente per i difetti che ricadono sotto l’art. 82 CO). Spetta al convenuto rendere verosimile che le prestazioni per cui invoca l’eccezione dell’art. 82 CO si trovano in un rapporto di reciprocità con la pretesa posta in esecuzione (sentenze della CEF”
Bei jahrelanger Duldung bzw. entsprechender Handhabung der Parteien kann nach Treu und Glauben der Anspruch nicht mehr plötzlich unter dem Vorbehalt der Zug‑um‑Zug‑Erfüllung geltend gemacht werden; in solchen Fällen kann die Einrede aus Art. 82 OR ausgeschlossen sein.
“4; z.B. act. 6/39/6 und act. 6/39/16). Sodann blieb unbestritten und ist belegt, dass die Beklagte die in den Regressauszügen aufgelisteten Kundenforderungen nach der Rückver- gütung selbst bewirtschaftete. So führt sie im Schreiben vom 29. Mai 2020 selbst aus, dass sie nach der Rückbelastung der entsprechenden Rechnungen über diese - 65 - verfügte, indem sie beispielsweise eine (neue) Rechnung an den Kunden sandte (vgl. act. 33 Ad 85; act. 43 Ad 85; act. 6/9). Offensichtlich ging das Verständnis der Parteien dahin, dass die Regressforderungen nicht rückzediert werden mussten, wenn sie nicht beglichen wurden, und die Klägerin durfte aufgrund der jahrelangen Handhabe und Nichtmonierung durch die Beklagte und der Tatsache, dass diese über die Forderungen verfügte, nach Treu und Glauben auch davon ausgehen (vgl. act. 33 Rz 85). Entsprechend kann sich die Beklagte nicht darauf berufen, es habe sich bei der Rückzession der Regressforderungen um ein Synallagma im Sinne von Art. 82 OR zum Bestand des Regressanspruches gehandelt, und es müsse daher Zug um Zug erfüllt werden. Offen bleiben kann entsprechend, ob die Beklagte über- haupt eine rechtsgenügende Einrede im Sinne von Art. 82 OR erhoben hat. 3.4Fazit Unbestritten blieb der von der Klägerin geltend gemachte Saldovortrag vom 5. März 2020 von CHF 7'023.90 (act. 5 Rz 98.41; act. 17 Ad 98.41). Entsprechend ist der Betrag zu berücksichtigen. Der Klägerin stehen grundsätzlich Regressansprüche von total CHF 188'459.65 zu (CHF 10'766.75 + CHF 36'411.20 + CHF 134'257.80 + CHF 7'023.90). 3.5.Eventualstandpunkt der Beklagten Die Beklagte macht im Eventualstandpunkt geltend, dass die Klägerin bei einer Rückabwicklung nur verlangen könne, was sie ihr für die Forderungen effektiv be- zahlt habe, nämlich CHF”
“4; z.B. act. 6/39/6 und act. 6/39/16). Sodann blieb unbestritten und ist belegt, dass die Beklagte die in den Regressauszügen aufgelisteten Kundenforderungen nach der Rückver- gütung selbst bewirtschaftete. So führt sie im Schreiben vom 29. Mai 2020 selbst aus, dass sie nach der Rückbelastung der entsprechenden Rechnungen über diese - 65 - verfügte, indem sie beispielsweise eine (neue) Rechnung an den Kunden sandte (vgl. act. 33 Ad 85; act. 43 Ad 85; act. 6/9). Offensichtlich ging das Verständnis der Parteien dahin, dass die Regressforderungen nicht rückzediert werden mussten, wenn sie nicht beglichen wurden, und die Klägerin durfte aufgrund der jahrelangen Handhabe und Nichtmonierung durch die Beklagte und der Tatsache, dass diese über die Forderungen verfügte, nach Treu und Glauben auch davon ausgehen (vgl. act. 33 Rz 85). Entsprechend kann sich die Beklagte nicht darauf berufen, es habe sich bei der Rückzession der Regressforderungen um ein Synallagma im Sinne von Art. 82 OR zum Bestand des Regressanspruches gehandelt, und es müsse daher Zug um Zug erfüllt werden. Offen bleiben kann entsprechend, ob die Beklagte über- haupt eine rechtsgenügende Einrede im Sinne von Art. 82 OR erhoben hat. 3.4Fazit Unbestritten blieb der von der Klägerin geltend gemachte Saldovortrag vom 5. März 2020 von CHF 7'023.90 (act. 5 Rz 98.41; act. 17 Ad 98.41). Entsprechend ist der Betrag zu berücksichtigen. Der Klägerin stehen grundsätzlich Regressansprüche von total CHF 188'459.65 zu (CHF 10'766.75 + CHF 36'411.20 + CHF 134'257.80 + CHF 7'023.90). 3.5.Eventualstandpunkt der Beklagten Die Beklagte macht im Eventualstandpunkt geltend, dass die Klägerin bei einer Rückabwicklung nur verlangen könne, was sie ihr für die Forderungen effektiv be- zahlt habe, nämlich CHF”
Bei sog. primären Nebenpflichten (z. B. Mitteilungspflichten, selbständige Unterlassungs- oder Verschaffungspflichten) ist umstritten, ob Art. 82 OR anwendbar ist. Ein Teil der Lehre verneint ein Austauschverhältnis und betrachtet solche Pflichten als selbständig einklagbar. Die Rechtsprechung lässt Art. 82 OR jedoch ausnahmsweise auch für Nebenleistungspflichten zu, wenn ohne die Nebenpflicht die Hauptleistung praktisch wertlos wäre; massgeblich ist zudem, ob die Parteien der Nebenleistung den Stellenwert eingeräumt haben, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht.
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E. 1 S. 413). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Nebenleistungspflichten denkbar (Urteile 4A_308/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 2.5; 5A_367/2007 vom 15. Oktober 2007 E. 3.2; 4C.217/2002 vom 24. Juni 2003 E. 3.1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog.”
“1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog. primären Nebenpflichten aus (z.B. Mitteilungspflichten, selbstständige Unterlassungspflichten, Verschaffungspflichten), die selbstständig eingeklagt werden können (WEBER, a.a.O., N. 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N. 65 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen; kritisch: SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR). Es ist in erster Linie an den Parteien zu entscheiden, ob die Nebenleistung einen solchen Stellenwert hat, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht (zit. Urteile 4A_308/2012 E. 2.5; 4C.217/2002 E. 3.1; SCHROETER, a.a.O., N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 81 und 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, a.a.O., N. 65 zu Art. 82 OR).”
“Zudem zeigen die Beschwerdeführerinnen nicht auf, weshalb die Übertragung von Garantien eine Hauptpflicht sein sollte, die in einem synallagmatischen Austauschverhältnis zur Bezahlung des Werklohns stehen sollte. Vielmehr legt die Vorinstanz schlüssig dar, dass es sich dabei höchstens um eine Nebenpflicht handeln könnte, welche hinter die Hauptpflicht zur Erstellung des Werks zurücktritt. Dass das Werk nicht wertlos wird, nur weil keine Garantien übertragen werden, anerkennen auch die Beschwerdeführerinnen. Die Pflicht zur Übertragung bestehender Garantien wäre unabhängig von der mängelfreien Erstellung des Werkes einklagbar. Dasselbe gilt für eine physische Übergabe (vgl. Art. 170 Abs. 2 OR, wonach der Abtretende verpflichtet ist, dem Erwerber die Schuldurkunde und alle vorhandenen Beweismittel auszuliefern und ihm die zur Geltendmachung der Forderung nötigen Aufschlüsse zu erteilen). Dies spricht gegen die Anwendung von Art. 82 OR (WEBER, a.a.O., N. 91 zu Art. 82 OR; SCHRANER, a.a.O., N. 65 zu Art. 82 OR). Dass etwas anderes vereinbart worden wäre, indem der Nebenleistung ein solcher Stellenwert eingeräumt worden wäre, dass sie zur Hauptleistung in einem Austauschverhältnis steht, legen die Beschwerdeführerinnen nicht rechtsgenüglich dar. Die Argumentation, sachlogisch seien die Garantien zusammen mit der Abtretung der Gewährleistungsrechte zu übergeben gewesen, spräche eher dafür, dass die erfolgte Abtretungserklärung auch selbständige Garantieversprechen umfassen sollte. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin am 3. Mai 2017 in einem mit "Abtretungserklärung" überschriebenen Dokument noch einmal unter Nennung aller konkreten Werkgarantien der einzelnen Subunternehmer sämtliche ihr zustehenden Gewährleistungsrechte abgetreten haben sollte, wie die Beschwerdeführerinnen behaupten (die Vorinstanz hat festgehalten, die Beschwerdegegnerin habe in einzelnen Fällen eine Abtretung von Rechten aus den Werkgarantien erklärt; vgl. E. 2.1 hiervor), würde daraus nicht zwingend folgen, dass die Vollzugsvereinbarung vom 22.”
Bei Grundstückskauf besteht kein praktisches Äquivalent zur Konsignation; Art. 82 OR verlangt insoweit nicht bloss eine verbale Offer (“Verbaloblation”). Für eine wirksame Offer im Sinn von Art. 82 OR ist bei Immobilien in der Regel tatsächliche Erfüllung oder eine hinreichende Garantie/Leistungsvorleistung erforderlich (z.B. Unterzeichnung der Requisition und/oder sonstige sichere Garantie der Eintragung). Eine blosse Verbaloblation genügt meist nicht.
“1), que les recourants poursuivants « aient rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont ils requièrent le recouvrement ». Or, leur obligation était, d’après le pacte d’emption, de signer la réquisition de transfert ce qui aurait entraîné – ce qui ne dépend pas d’eux - l’inscription au grand livre et, partant, le transfert de propriété. Cette obligation n’a pas été remplie. Il ne ressort pas non plus des pièces au dossier que cette obligation aurait d’une quelconque manière été garantie avant le dépôt de la réquisition de poursuite. Certes, l’arrêt considère que les recourants, du fait qu’ils se sont présentés à la séance devant le notaire du 11 juin 2019, ont émis une « offre d’exécuter effective » (consid. Va), p. 10), ou « que le transfert de propriété (…) a fait l’objet d’une offre réelle » (consid. Vb), p. 11). Cette analyse procède à mon sens d’une mauvaise compréhension de l’art. 82 CO, disposition qui sous-tend la jurisprudence du Tribunal fédéral. L’ « offre d’exécuter sa propre obligation », au sens de l’art. 82 CO, ne suppose en principe pas seulement une offre verbale (« Verbaloblation »), à savoir une déclaration de tenir la chose à disposition, mais une offre réelle (« Realoblation »), et cette offre réelle implique une consignation en cas de vente mobilière. Toutefois, pour les motifs exposés plus haut (cf. Principes juridiques consid. 1.1 i.f.), en matière de vente immobilière, une offre réelle sous forme de consignation au sens de l’art. 92 CO ou sous une autre forme – en particulier un transfert de possession, par la remise des clés à un tiers - n’est pas possible, respectivement pas suffisante. En particulier, l’équivalent en matière immobilière de la consignation n’existe pas. Au vu de ce qui précède, comme l’a relevé à juste titre le premier juge, les recourants n’ont pas établi ou rendu vraisemblable qu’ils avaient rempli ou garanti leur propre obligation de requérir l’inscription du transfert au registre foncier. Partant, l’obligation de payer le prix de vente de 5'900'000 fr. et la provision de 236'000 francs n’était pas exigible à la date de la réquisition de poursuite.”
“Cette solution a été adoptée par le Tribunal fédéral car, dans le cas d’une telle prestation, une offre verbale (« Verbaloblation ») par laquelle l’intéressé offre simplement sa prestation et/ou déclare maintenir la chose à la disposition de son cocontractant, n’offre pas une garantie suffisante, si bien qu’il faut une offre réelle (« Realoblation »), la consignation étant en pratique la forme la plus importante d’offre réelle (cf. Staehelin, in : Staehelin/Bauer/Staehelin (éd.), Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG [ci-après : Basler Kommentar SchKG I], 2e éd. Bâle 2010, n. 108 ad art. 82 SchKG p. 715; Weber, Berner Kommentar, Obligationenrecht, Allgemeine Bestimmungen, Vorbemerkungen und Kommentar zu Art. 68-96 OR, Bd VI/1/4, Berne 1983, n. 184 et 186 ad art. 82 OR p. 304, et n. 100-123 ad art. 91 OR pp. 492-497 ; Schraner, Zürcher Kommentar, Art. 68-96 OR, Bd V/1 e, Zurich 1991 et 2000, n. 148 ad art. 82 OR p. 245 et les références citées ; cf. aussi Leimgruber, in : Lüchinger/Oser (éd.), Basler Kommentar, Obligationenrecht I [ci-après : Basler Kommentar OR I], Art. 1-529 OR, 7e éd. Bâle 2020 n. 39 ad art. 82 OR p. 629 et n. 4 ad art. 91 OR p. 665). En matière de vente immobilière, la question est toutefois radicalement différente. Si, comme en matière de vente mobilière, l’acquisition suppose A/ un titre d’acquisition (acte générateur de l’obligation de transférer la propriété, par exemple un contrat de vente) et B/ une opération d’acquisition, cette dernière n’est pas constituée que d’une seule opération (le transfert de possession de la chose), mais de deux opérations supplémentaires nécessaires pour le transfert de propriété de l’immeuble : 1) à savoir un acte de disposition (la réquisition adressée par le vendeur à l’office du registre foncier d’inscrire l’acquéreur comme nouveau propriétaire, en application de l’art. 12 al. 1 ORF) et 2) d’un acte matériel (l’inscription au grand livre, qui est constitutive ; Steinauer, Les droits réels, Tome I, 6e éd. 2019, nos 137- 141 ainsi que no 932 pp. 84-85 et 282, et Tome II, 5e éd. 2020, no 2086 p. 83). Ce n’est que lorsque la dernière étape est réalisée que le but du contrat de vente immobilière, qui est de transférer la propriété à l’acquéreur, est atteint (Giger, Berner Kommentar, Obligationenrecht, Band VI/2/1/1, Berne 1979, Art.”
“92 CO, avant la réquisition de poursuite, autorise le vendeur à faire notifier un commandement de payer pour le paiement du prix, car elle seule garantit que le transfert de possession et de propriété puissent avoir lieu en même temps que le paiement du prix (ATF 79 II 280 consid. 2, JdT 1954 I 233 ; cf. aussi les arrêts précités). Cette solution a été adoptée par le Tribunal fédéral car, dans le cas d’une telle prestation, une offre verbale (« Verbaloblation ») par laquelle l’intéressé offre simplement sa prestation et/ou déclare maintenir la chose à la disposition de son cocontractant, n’offre pas une garantie suffisante, si bien qu’il faut une offre réelle (« Realoblation »), la consignation étant en pratique la forme la plus importante d’offre réelle (cf. Staehelin, in : Staehelin/Bauer/Staehelin (éd.), Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG [ci-après : Basler Kommentar SchKG I], 2e éd. Bâle 2010, n. 108 ad art. 82 SchKG p. 715; Weber, Berner Kommentar, Obligationenrecht, Allgemeine Bestimmungen, Vorbemerkungen und Kommentar zu Art. 68-96 OR, Bd VI/1/4, Berne 1983, n. 184 et 186 ad art. 82 OR p. 304, et n. 100-123 ad art. 91 OR pp. 492-497 ; Schraner, Zürcher Kommentar, Art. 68-96 OR, Bd V/1 e, Zurich 1991 et 2000, n. 148 ad art. 82 OR p. 245 et les références citées ; cf. aussi Leimgruber, in : Lüchinger/Oser (éd.), Basler Kommentar, Obligationenrecht I [ci-après : Basler Kommentar OR I], Art. 1-529 OR, 7e éd. Bâle 2020 n. 39 ad art. 82 OR p. 629 et n. 4 ad art. 91 OR p. 665). En matière de vente immobilière, la question est toutefois radicalement différente. Si, comme en matière de vente mobilière, l’acquisition suppose A/ un titre d’acquisition (acte générateur de l’obligation de transférer la propriété, par exemple un contrat de vente) et B/ une opération d’acquisition, cette dernière n’est pas constituée que d’une seule opération (le transfert de possession de la chose), mais de deux opérations supplémentaires nécessaires pour le transfert de propriété de l’immeuble : 1) à savoir un acte de disposition (la réquisition adressée par le vendeur à l’office du registre foncier d’inscrire l’acquéreur comme nouveau propriétaire, en application de l’art.”
Kann eine Vertragspartnerin bei einem zweiseitigen Vertrag Akontozahlungen nicht erhalten, darf sie nach der in den Entscheidungen dargestellten Rechtsprechung die Ausführung der Arbeiten ankündigen oder vorläufig einstellen. Dies kann mit der Einrede des nicht erfüllten Vertrages gestützt werden (Art. 82 OR).
“Hervorzuheben ist in tatsächlicher Hinsicht, dass der Bauleiter der Berufungskläger die Berufungsbeklagten ausdrücklich zur Stellung von Akontorechnungen aufgefordert hat und dass die Adressaten diese Rechnungen überwiegend beglichen haben, ohne dabei einen Vorbehalt anzubringen. Diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung wird von den Berufungsklägern nicht beanstandet. Dass diese gelebte Übung in Abweichung von Art. 372 OR mit dem erwähnten Recht auf Akontorechnungsstellung auf Seiten der Unternehmerin und der Zahlungspflicht der Besteller einhergeht, erscheint nachvollziehbar. Wird der Berufungsbeklagten zugestanden, Akontorechnungen zu stellen, geraten die Berufungskläger als Adressaten und Schuldner bei Zahlungssäumnis in Verzug, so die weitere rechtliche Würdigung der Vorinstanz, welche die Berufungskläger in ihrer Berufung unkommentiert liessen. Ohne entsprechende Rüge hat das Kantonsgericht keinen Anlass, näher auf die Verzugsvoraussetzungen gemäss Art. 102 ff. OR einzugehen. Nach Art. 82 OR darf die Partei in einem zweiseitigen Vertrag sodann den andern zur Erfüllung anhalten, ohne die eigene Leistung anzubieten, wenn er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Dabei handelt es sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (zum Ganzen statt vieler: BS OR I-Schroeter, Art. 82 OR N 2). Daraus folgt auf den vorliegenden Fall bezogen, dass die Ankündigung der Berufungsbeklagten gegenüber der Berufungskläger gemäss E-Mail vom 1. Juli 2019, ihre Arbeiten bei Ausbleiben der Akontozahlungen einzustellen, gesetzlich abgestützt war. Somit fehlt es dem seitens der Berufungskläger geltend gemachten Bereicherungsanspruch am hinreichenden Nachweis einer widerrechtlichen Drohung. Die Berufungsbeklagte durfte den Baustopp gestützt auf Art. 82 OR ankünden, so dass die Berufung bezüglich der Rückforderung einer angeblich zu viel bezahlten Nichtschuld in Höhe von CHF 41’761.”
“Une clause compromissoire imposait de soumettre à l'Institution d'arbitrage des Chambres de commerce suisses ( Swiss Chambers' Arbitration Institution, SCAI) "[t]ous litiges [...] nés du présent contrat ou se rapportant à celui-ci, y compris la validité, la nullité, la violation, ou la résiliation du contrat" (art. 11.5). A.b. Les travaux ont débuté sans retard. Par avenant 1A bis du 28 juillet 2014, les parties ont convenu de reporter les termes de livraison de cinq semaines. Au mois d'août 2015, l'entrepreneuse a transmis à sa partenaire des rappels concernant les acomptes nos 7, 8 et 9. Constatant qu'ils restaient impayés, elle a avisé la constructrice le 26 août 2015 "de l'arrêt du chantier en date du 27 août 2015", précisant qu'elle le "redémarrer[ait]" après avoir obtenu "la garantie de financement de l'ensemble de l'ouvrage, le paiement des acomptes et des avenants". Le 4 septembre 2015, la constructrice a sommé l'entrepreneuse de reprendre les travaux le 18 septembre au plus tard, tout en réservant ses droits, y compris celui de résilier le contrat. L'entrepreneuse a invoqué l'art. 82 CO pour justifier l'arrêt de chantier. Le 28 octobre 2015, la constructrice a derechef enjoint à sa cocontractante de reprendre le chantier avant le 3 novembre 2015 et de terminer la villa C pour le 18 décembre 2015. Le 13 novembre 2015, elle l'a encore invitée à lui confirmer la reprise des travaux dans un ultime délai échéant le 20 novembre 2015, en vain. Le 23 novembre 2015, la constructrice a déclaré "renoncer à l'exécution du contrat". Un litige s'en est suivi. B. Le 26 octobre 2018, l'entrepreneuse, se fondant sur la clause arbitrale insérée dans le contrat, a initié une procédure contre la constructrice et son administrateur devant la Swiss Chambers' Arbitration Institution ( SCAI). Les parties ont convenu de soumettre le litige à un arbitre unique en la personne de l'avocat P.________. Le siège de l'arbitrage a été fixé à Lausanne. La procédure, conduite en français, a été soumise au Règlement suisse d'arbitrage international ( Swiss Rules of International Arbitration) dans sa teneur au 1er juin 2012.”
Bei Zahlungsverzug des Bestellers durfte der Unternehmer die Arbeiten einstellen und sich auf die Einrede des nicht erfüllten Vertrags (Art. 82 OR) berufen. Nach den Akten stellte eine solche Arbeitseinstellung bei ausstehenden Ratenzahlungen keine Nötigung dar; weder die SIA‑Norm 118 noch eine vertragliche Bestimmung hätten dem Vorgehen zwingend entgegengestanden. Die Einrede wirkt gegenüber dem Vertragspartner; sie kann jedoch eine reflexartige Wirkung gegenüber der Bauherrschaft entfalten, etwa indem dieser Gelegenheit zur Leistung der ausstehenden Raten gegeben wird.
“________ bestätigt worden sei. Gemäss dem Zahlungsplan des Werkvertrages (pag. 18) sei bereits die zweitletzte Ratenzahlung von CHF 15'000.00 zur Zahlung fällig gewesen. Somit sei zu diesem Zeitpunkt nicht die Firma des Beschuldigten, sondern die Bauherrschaft massiv in Zahlungsverzug gewesen. Behindere der Besteller die Vertragserfüllung des Unternehmers, indem er z.B. seine termingerechte Zahlungspflicht nicht erfülle, komme er in Verzug. Der Unternehmer dürfe seine Arbeit unter Berufung auf die «Einrede des nicht erfüllten Vertrages» (Ar. 82 OR) einstellen. Weder die SIA-Norm 118 (Art. 37 Abs. 1) noch eine vertragliche Bestimmung im Werkvertrag hätten einer Arbeitseinstellung bei Zahlungsverzug des Auftraggebers entgegengestanden. Wenn der Beschuldigte somit die Fortsetzung der Bauarbeiten von der Bezahlung der fälligen Ratenzahlungen abhängig gemacht habe, stelle dies keine Nötigungshandlung dar, sondern sei lediglich Ausfluss seines Einrederechts des nicht erfüllten Vertrages gemäss Art. 82 OR. Das Einrederecht gelte grundsätzlich gegenüber dem Vertragspartner, habe jedoch wie vorliegend der Fall, eine entsprechende Reflexwirkung auf die Bauherrschaft. Was gegenüber dem Vertragspartner eine zulässige Einrede sei, könne nicht gegenüber Drittpersonen zu einer strafbaren Nötigung erklärt werden. Stattdessen müsse man dem Beschuldigten zugutehalten, dass er die Bauherrschaft in die Problematik der ausstehenden Ratenzahlungen miteinbezogen habe, um ihnen die Möglichkeit zu geben, anstelle der I.________ GmbH die fälligen Ratenzahlungen zu leisten, so dass die Bauvollendung doch noch bis zu dem von der Bauherrschaft gewünschten Einzugstermin möglich gewesen wäre (pag. 688-690). Des Weiteren liege auch keine Nötigungshandlung vor, weil der Beschuldigte sich weder gegenüber der I.________ GmbH vertraglich noch gegenüber der Bauherrschaft anderweitig verpflichtet habe, den Bau bis Ende März 2015 zu beenden. Aus den Akten gehe hervor, dass es bereits vorher zu Bauverzögerungen gekommen sei, die nicht vom Beschuldigten zu verantworten gewesen seien.”
Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine dilatorische, aufschiebende Einrede: Er darf die Leistung bis zur Erbringung oder zum Angebot der Gegenleistung zurückhalten. Wegen dieses vorläufigen Charakters steht die Einrede nicht zur Verfügung, wenn der Schuldner sich der Erfüllung endgültig entziehen will. In einem solchen Fall kann er sich nicht auf Art. 82 OR berufen und muss stattdessen andere Rechtsbehelfe (z.B. den Rücktritt) verfolgen, die eine endgültige Klärung herbeiführen.
“Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
“August 2019, mit entsprechendem Schreiben an die zuständigen Gesundheitsministerien umgesetzt. Infolge der fehlenden Registrierung entfiel die Möglichkeit zur Lieferung der Arzneimittel in die drei Länder, womit auch der Vertrieb der Arzneimittel im Rahmen des Vertriebsvertrags dauerhaft verunmöglicht wurde. Aus diesen für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin mit der fehlenden Registrierung die Medikamentenlieferungen definitiv und nicht nur vorübergehend einstellen wollte. Sie wollte sich aus den betroffenen Ländern dauerhaft zurückziehen und damit der Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtung definitiv und nicht nur vorübergehend entziehen. Diese Absicht hat sie der Beschwerdeführerin bereits mit E-Mail vom 26. März 2019 mitgeteilt, weshalb ihr ab diesem Zeitpunkt die dilatorische Einrede von Art. 82 OR nicht mehr zur Verfügung stand (vgl. E. 6.3 hiervor). Die Vorinstanz ist somit zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin sich für die fehlende Medikamentenlieferung auf Art. 82 OR berufen konnte. Daran ändert auch der Einwand der Beschwerdegegnerin nichts, die fehlende Registrierung stelle keine Vertragsverletzung im Sinne von Art. 97 OR dar. Es trifft zwar zu, dass der Vertriebsvertrag keine explizite Registrierungspflicht vorsieht. Die Vorinstanz hat zudem festgestellt, dass keine gelebte Registrierungspflicht der Beschwerdegegnerin dargetan worden sei. Der Vertriebsvertrag sieht jedoch in Ziff.”
“Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
Im Zusammenhang mit Art. 82 OR kann ein Gläubiger bei beweglichen Sachen ein Zurückbehaltungsrecht nach Art. 895 ZGB geltend machen, wenn die Gegenforderung fällig ist und ein natürlicher Zusammenhang (Connexität) zwischen der Forderung und der zurückbehaltenen Sache besteht.
“Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). En ce sens, l'art. 82 CO est une modalité d'exécution du contrat. En vertu de l'art. 895 al. 1 CC, le créancier qui, du consentement du débiteur, se trouve en possession de choses mobilières appartenant à ce dernier, a le droit de les retenir jusqu'au paiement, à la condition que sa créance soit exigible et qu'il y ait un rapport naturel de connexité entre elle et l'objet retenu.”
Ein Rückbehaltungsanspruch nach Art. 82 OR kann verneint werden, wenn die geltend gemachten Nachbesserungsansprüche oder die dafür behaupteten Kosten nicht hinreichend substantiiert werden. Pauschale Kostenschätzungen oder unsubstantiierte Behauptungen genügen nach den zitierten Entscheiden nicht.
“Würdigung Der Beklagten kann ein Leistungsverweigerungsrecht nur dann zustehen, wenn sie ihr Nachbesserungsrecht bereits ausgeübt hat. Bei den Mängelrechten von Art. 169 SIA-Ordnung 118 handelt es sich um Gestaltungsrechte. Die Pflicht des Unternehmers besteht daher erst, wenn der Unternehmer sein Gestaltungsrecht ausübt und die Nachbesserung verlangt (G AUCH/STÖCKLI, Kommentar zur SIA- Norm 118, Art. 169 N 1). Die Beklagte hat nach eigener Sachdarstellung bislang keine Nachbesserung verlangt, sondern einzig die Mängel gerügt. Damit hat sie ihr Nachbesserungsrecht nicht ausgeübt und ihr steht auch kein Leistungsverwei- gerungsrecht zu. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass die Beklagte sich grundsätzlich auf das Leistungsverweigerungsrecht von Art. 82 OR berufen könnte, verfängt ihr diesbezüglicher Einwand im Übrigen nicht. Die Beklagte unterlässt es nämlich, die von ihr vorgebrachten Nachbesserungskosten zu substantiieren und begnügt sich – obwohl die Klägerin diese bestreitet – mit der pauschalen Behauptung, sie schätze die Kosten auf CHF 150'000.–.”
“Sie kam dabei in einem ersten Schritt zum Schluss, die Forderung sei im geltend gemach- - 29 - ten Umfang geschuldet und auch fällig. In einem weiteren Schritt hatte sie zu prü- fen, ob die Beklagte den Werklohn mit Blick auf die geltend gemachten Mängel- rechte zu Recht zurückbehält (vgl. act. 20 Rz. 6, wo die Beklagte selbst explizit auf Art. 82 OR Bezug nimmt). Da die anwaltlich vertretene Beklagte aber nicht hinreichend behauptete bzw. substantiierte, dass sie von der Klägerin Nachbes- serung verlangt hatte, verneinte die Vorinstanz bei der gegebenen Rechtslage (hierzu E. III./D.3.2.2)einen Rückbehaltungsanspruch gemäss Art. 82 OR. Unter- lässt es eine Partei, einen von ihr geltend gemachten und zu ihren Gunsten wir- kenden Sachverhaltsumstand nach dessen Bestreitung hinreichend zu substanti- ieren, kann eine Verneinung des damit begründeten rechtlichen Anspruchs nicht überraschen. Die Vorinstanz stützte sich dabei nicht auf juristische Argumente, welche nicht Thema im Verfahren waren. Vielmehr hatte sich die Beklagte selbst (wie gezeigt) u.a. auf Mängelrechte bzw. einen Rückbehaltungsanspruch nach Art. 82 OR berufen. Dass es vor diesem Hintergrund obsolet war, den Bestand und den Umfang der behaupteten Mängel zu prüfen, kann dabei ebenfalls nicht überraschen (vgl. auch hiervor E. III./D.3.2.2.3). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör der Beklagten ist zu verneinen.”
Exceptio non adimpleti contractus (Leistungsverweigerungsrecht): Nach Art. 82 OR kann die Partei eines zweiseitigen (insbesondere Zug‑um‑Zug) Vertrages die geschuldete Gegenleistung bis zur Erbringung oder bis zum Angebot der Gegenleistung verweigern. Bei Vorliegen eines solchen synallagmatischen Vertrags kann die Einrede zur Geltendmachung von Rechten gegen eine nicht vollständig erfüllende Partei geboten sein. Zu beachten ist, dass die Einrede nicht verspätet, etwa erst in den Schlussanträgen, erhoben werden darf.
“1 della convenzione, ossia quanto concerneva il rapporto di lavoro fittizio, mentre tutto il resto è stato reputato perfettamente valido e parte del contratto dissimulato. D’altronde l’appellante nemmeno spiega perché questo tipo di soluzione sarebbe incoerente e inaccettabile. In relazione all’eccezione di mancato adempimento del contratto sinallagmatico di cui all’art. 82 CO, le contestazioni sono rimaste a un tale grado di superficialità da renderle di difficile trattazione. Non mettendo in discussione il principio che, se avanzata solo con le conclusioni di causa, l’exceptio non adimpleti contractus è tardiva, l’appellante fa riferimento unicamente alla qualificazione giuridica del passaggio delle azioni, dimenticando che, qualsiasi natura essa abbia avuto, la convenzione in disamina presentava evidenti aspetti di contratto sinallagmatico “Zug um Zug” che gli avrebbero consentito, e finanche imposto, di far valere i propri diritti derivanti dalla mancata consegna di tutte le azioni secondo i patti da parte di AO 1 ai sensi dell’art. 82 CO. Pertanto anche per questi aspetti l’appello è da respingere. 16. In merito alla questione della prescrizione, che il Pretore aggiunto ha escluso applicandosi alla fattispecie il termine decennale dell’art. 127 CO e non quello quinquennale dell’art. 128 cifra 1 CO, poiché il pagamento rateale di un prezzo d’acquisto non costituisce una prestazione periodica, l’appellante sostiene invece che debba valere quello più breve dei due non trattandosi nella fattispecie di un contratto di compravendita. La conferma in questa sede della bontà di quest’ultima interpretazione degli accordi consente di rigettare anche questa argomentazione senza necessità di approfondimento. 17. Infine AP 1, ritiene che il primo giudice avrebbe sbagliato a concedere alla moglie l’assistenza giudiziaria anche per quanto concerne la procedura di conciliazione, considerato che la relativa domanda è stata formulata unicamente con la petizione, per cui essa non si potrebbe estendere alle spese giudiziarie di tale procedura, che erano state rinviate a quella di merito.”
“Avendo comunque proposto con le conclusioni scritte la tesi per la quale a fronte del mancato trasferimento completo delle azioni la controparte della convenzione (che non era lui) non era tenuta a offrire la propria prestazione come previsto da tale norma, l’eccezione dovrebbe essere considerata tempestiva. 15.3. Laddove tali critiche sono fondate sull’inesistenza di un contratto di compravendita e sulla sua mancata allegazione, vale quanto precedentemente scritto, con la precisazione che è evidente che il Pretore aggiunto ha indicato come simulato unicamente il punto n. 1 della convenzione, ossia quanto concerneva il rapporto di lavoro fittizio, mentre tutto il resto è stato reputato perfettamente valido e parte del contratto dissimulato. D’altronde l’appellante nemmeno spiega perché questo tipo di soluzione sarebbe incoerente e inaccettabile. In relazione all’eccezione di mancato adempimento del contratto sinallagmatico di cui all’art. 82 CO, le contestazioni sono rimaste a un tale grado di superficialità da renderle di difficile trattazione. Non mettendo in discussione il principio che, se avanzata solo con le conclusioni di causa, l’exceptio non adimpleti contractus è tardiva, l’appellante fa riferimento unicamente alla qualificazione giuridica del passaggio delle azioni, dimenticando che, qualsiasi natura essa abbia avuto, la convenzione in disamina presentava evidenti aspetti di contratto sinallagmatico “Zug um Zug” che gli avrebbero consentito, e finanche imposto, di far valere i propri diritti derivanti dalla mancata consegna di tutte le azioni secondo i patti da parte di AO 1 ai sensi dell’art. 82 CO. Pertanto anche per questi aspetti l’appello è da respingere. 16. In merito alla questione della prescrizione, che il Pretore aggiunto ha escluso applicandosi alla fattispecie il termine decennale dell’art. 127 CO e non quello quinquennale dell’art.”
“1 della convenzione, ossia quanto concerneva il rapporto di lavoro fittizio, mentre tutto il resto è stato reputato perfettamente valido e parte del contratto dissimulato. D’altronde l’appellante nemmeno spiega perché questo tipo di soluzione sarebbe incoerente e inaccettabile. In relazione all’eccezione di mancato adempimento del contratto sinallagmatico di cui all’art. 82 CO, le contestazioni sono rimaste a un tale grado di superficialità da renderle di difficile trattazione. Non mettendo in discussione il principio che, se avanzata solo con le conclusioni di causa, l’exceptio non adimpleti contractus è tardiva, l’appellante fa riferimento unicamente alla qualificazione giuridica del passaggio delle azioni, dimenticando che, qualsiasi natura essa abbia avuto, la convenzione in disamina presentava evidenti aspetti di contratto sinallagmatico “Zug um Zug” che gli avrebbero consentito, e finanche imposto, di far valere i propri diritti derivanti dalla mancata consegna di tutte le azioni secondo i patti da parte di AO 1 ai sensi dell’art. 82 CO. Pertanto anche per questi aspetti l’appello è da respingere. 16. In merito alla questione della prescrizione, che il Pretore aggiunto ha escluso applicandosi alla fattispecie il termine decennale dell’art. 127 CO e non quello quinquennale dell’art. 128 cifra 1 CO, poiché il pagamento rateale di un prezzo d’acquisto non costituisce una prestazione periodica, l’appellante sostiene invece che debba valere quello più breve dei due non trattandosi nella fattispecie di un contratto di compravendita. La conferma in questa sede della bontà di quest’ultima interpretazione degli accordi consente di rigettare anche questa argomentazione senza necessità di approfondimento. 17. Infine AP 1, ritiene che il primo giudice avrebbe sbagliato a concedere alla moglie l’assistenza giudiziaria anche per quanto concerne la procedura di conciliazione, considerato che la relativa domanda è stata formulata unicamente con la petizione, per cui essa non si potrebbe estendere alle spese giudiziarie di tale procedura, che erano state rinviate a quella di merito.”
Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende (dilatorische) Einrede. Er darf die geforderte Leistung so lange zurückhalten, bis die Gegenleistung erbracht oder angeboten worden ist. Wegen des dilatorischen Charakters der Einrede kommt sie nicht in Frage, wenn der Schuldner die Erfüllung endgültig verweigern will. Zweck der Regel ist die Durchsetzung der gleichzeitigen Erfüllung zweier sich gegenüberstehenden Leistungspflichten und damit die Vermeidung einseitiger Vorleistungen.
“Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
“Diese Bestimmung betrifft die Ordnung in der Erfüllung von Leistung und Gegenleistung aus einem zweiseitigen Vertrag. Dabei ist Art. 82 OR nur anwendbar, wenn die eine und die andere Leistung in ein und demselben Vertrag versprochen worden sind und gegenseitig derart aufeinander Bezug haben, dass die eine die Gegenleistung für die andere ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Im Sukzessivlieferungsvertrag besteht dieses Austauschverhältnis zwischen allen Raten des Verkäufers einerseits und dem gesamten Kaufpreis andererseits. Der Verkäufer braucht daher nicht weitere Leistungen zu erbringen, solange der Käufer mit der Zahlung des Preises für frühere Lieferungen in Verzug ist (BGE 84 II 149 S. 150; m.w.H.). Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine aufschiebende Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (BGE 127 III 199 E. 3a; Urteil 4A_539/2022 vom 5. April 2023 E. 2.2). Es handelt sich mithin um eine dilatorische Einrede (BGE 122 III 66 E. 3a; ROLF H. WEBER, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, Art. 82 OR N. 202). Aufgrund des dilatorischen Charakters von Art. 82 OR darf der Schuldner die Einrede nicht erheben, wenn er sich der Erfüllung seiner Verpflichtung endgültig und nicht nur vorläufig widersetzen will (FABIENNE HOHL, in: Commentaire Romand Code des Obligations, 3. Aufl. 2021, N. 3 zu Art. 82 OR; WEBER, a.a.O., N. 195 und 204 zu Art. 82 OR). So will Art. 82 OR die gleichzeitige Erfüllung von zwei miteinander verknüpften Leistungspflichten durchsetzen, um eine einseitige Vorleistung zu vermeiden. Wer vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen will, darf sich deshalb nicht gänzlich vom Vertrag lossagen und die Erbringung der Gegenleistung schlechthin ablehnen. Will der belangte Schuldner nicht am Vertrag festhalten, hat er statt der Einrede aus Art. 82 OR andere Rechtsbehelfe anzustrengen (wie z.B. Rücktritt vom Vertrag), die zur endgültigen Klärung der Verhältnisse führen (WEBER, a.a.O., N. 195 zu Art. 82 OR).”
Bei Mietmängeln hat der Mieter grundsätzlich nicht das Recht, den Mietzins einfach ganz oder teilweise einbehalten zu lassen. Die Konsignation nach Art. 259g OR gilt als lex specialis gegenüber der Ausnahme der Nichterfüllung nach Art. 82 OR. Der Mieter muss die Mängel anzeigen und kann sich durch Konsignation der fälligen Mieten entlasten; unterlässt er dies und behält er den Mietzins zurück, trägt er die damit verbundenen Risiken (u.a. mögliche Kündigungsfolgen oder das Risiko einer Gegenrechnung mit einer strittigen Gegenforderung).
“Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3, in RtiD 2009 II 681). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2).”
“arrêt du Tribunal fédéral 4A_333/2022 du 9 novembre 2022 destiné à la publication, consid. 5.2, arrêt résumé et analysé par ECKLIN, Newsletter bail.ch janvier 2023). Le locataire doit invoquer en compensation une créance certaine dans le délai comminatoire de l'art. 257d al. 1 CO. A défaut, il ne pourra pas faire obstacle à la résiliation anticipée du bail (LACHAT, op. cit., ch. 3.7, p. 381). Si une procédure relative à la contre-créance est pendante devant une autre instance, il ne saurait être question de suspendre la procédure en contestation du congé jusqu'à droit connu dans l'autre procédure, sauf si une décision définitive est imminente. Cette restriction se justifie d'autant plus que le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l'objet loué n'est pas en droit de retenir toute ou partie du loyer échu; il n'a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l'art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer, ce qui a même conduit une fois le Tribunal fédéral à exclure la possibilité d'opposer en compensation une créance fondée sur les défauts de la chose louée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_472/2008 du 26 janvier 2009 consid. 4.2.3, in RtiD 2009 II 681). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls (arrêt du Tribunal fédéral 4A_140/2014 et 4A_250/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2). 4.3 Le congé est annulable lorsqu'il contrevient aux règles de la bonne foi (art. 271 al. 1 CO). La jurisprudence admet que le congé prononcé conformément à l'art. 257d CO peut, à titre très exceptionnel, contrevenir aux règles de la bonne foi; la notion doit être interprétée très restrictivement, afin de ne pas mettre en question le droit du bailleur à recevoir le loyer à l'échéance (ATF 140 III 591 consid.”
“Si le bail ne précise pas clairement l'usage convenu, celui-ci doit être dégagé à partir des règles régissant l'interprétation des contrats (ATF 136 III 186 consid. 3.1.1 et les références citées; arrêt du Tribunal fédéral 4A_208/2015 du 12 février 2016 consid. 3.1 et références citées). Tout ce qui s'écarte de l'état conforme à l'usage convenu constitue un défaut de la chose louée (art. 258 al. 1 CO; ATF 135 III 345 consid. 3.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_395/2017 du 11 octobre 2018 consid. 5.2 et les références citées). 4.1.3 Aux termes de l'art. 259g al. 1 CO, le locataire d'un immeuble qui exige la réparation d'un défaut doit fixer par écrit au bailleur un délai raisonnable à cet effet; il peut lui signifier qu'à défaut de réparation dans ce délai, il consignera auprès d'un office désigné par le canton les loyers à échoir. Le locataire avisera par écrit le bailleur de son intention de consigner les loyers. Les loyers consignés sont réputés payés (art. 259g al. 2 CO). La consignation constitue une lex specialis par rapport à l'art. 82 CO (exception d'inexécution). Le locataire ne peut dès lors pas se prévaloir de l'art. 82 CO en cas de défaut. Il doit exiger la réparation et le cas échéant consigner le loyer s'il veut se mettre à l'abri d'une résiliation anticipée de son bail. S'il se limite à une déclaration de réduction du loyer et retient la quote-part correspondante, il s'expose selon les circonstances à un congé abrupt (Lachat/Bohnet, in Commentaire romand CO I, art. 253-529 CO, 3ème éd. 2021, n. 4b ad art. 259d CO; n. 2 ad art. 259g CO et les références citées). 4.2 En l'espèce, l'appelante prétend que la bailleresse aurait dû effectuer des travaux de remise en état et qu'à défaut elle n'a pas exécuté son obligation de remettre les locaux conformément au contrat. Or, l'usage convenu de la chose louée se détermine en premier lieu selon le contrat de bail, lequel est, en l'espèce, clair à ce sujet. Il en ressort, de manière explicite et non équivoque, que l'appelante connaissait bien l'état des locaux et acceptait de les prendre en location "en l'état" en contrepartie du loyer convenu, à charge pour elle d'entreprendre des travaux d'aménagement (clause II du contrat).”
“3 La consignation est l'opération par laquelle une personne (le consignant) remet une chose mobilière à une autre personne (le consignataire), en faveur d'un tiers bénéficiaire, le consignataire s'engageant à la conserver jusqu'à ce que ce tiers ou le consignant soit autorisé à lui en réclamer la délivrance. La consignation prévue aux art. 259g ss CO est une consignation à titre d'exécution ; le débiteur, en remettant la chose à un tiers, est réputé exécuter son obligation et échappe ainsi aux conséquences de l'inexécution. Il s'agit d'un mode d'extinction d'une obligation tenant lieu d'exécution ou équivalant au paiement (Aubert, Commentaire romand, Code des obligations I, 2e éd. 2012, nn. 8-10 ad art. 259g CO). Selon l'art. 259g al. 2 CO, les loyers consignés sont réputés payés. Le locataire qui prétend avoir une créance en réduction de loyer ou en dommages-intérêts pour cause de défauts de l’objet loué n’est pas en droit de retenir tout ou partie du loyer échu ; il n’a en principe que la possibilité de consigner le loyer, l’art. 259g CO étant une lex specialis par rapport à l’art. 82 CO. Il est donc dans son tort s'il retient le loyer (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; TF 4A_537/2016 du 16 novembre 2016 consid. 4.2 ; Wey, La consignation du loyer, thèse Lausanne, 1995, p. 64 ; Lachat/Rubli, Le bail à loyer, 2019, ch. 13.7.4.8 p. 341 ; Aubert, CPra-Bail, 2e éd., 2016, n. 10 ad art. 259g CO). Si le locataire passe outre, il peut toujours, à réception de l'avis comminatoire, éviter la résiliation du bail en payant le montant dû ou en le consignant et ainsi éviter le congé et la procédure judiciaire en contestation de ce congé. S'il se décide néanmoins à compenser avec une contre-créance contestée, il fait ce choix à ses risques et périls. Lachat relève dans ce sens que le locataire peut se libérer en compensant avec une « créance certaine » (TF 4A_140/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; Lachat, Le bail à loyer, 2019, ch. 15.3.7 p. 381 et ch. 30.2.3.5 p. 879 s.). 3.3 En l’espèce, l’appelante reconnaît ne pas avoir versé ni consigné les loyers en question dans le délai imparti par l’intimé.”
Bei einem zweiseitigen Vertrag ist dieser nur dann als Anerkennung i.S.v. Art. 82 OR zu werten, wenn der Verfolgende seine eigene Leistung erfüllt oder zumindest die Leistung angeboten bzw. die Erfüllung garantiert hat; andernfalls bleibt die Gegenforderung des Beklagten zu prüfen. Bei der Verfolgung aufgrund eines bilateralen Vertrags ist das Vorliegen der vom Verfolgenden geschuldeten Leistung (Erfüllung oder Angebot/Garantie) eine vom Gericht zu prüfende Voraussetzung dafür, dass der Vertrag als Anerkennung der Schuld gilt und die Vollstreckung verlangt werden kann.
“3. La recourante fait valoir que l’intimée n’a pas soulevé l’exception d’inexécution de l’art. 82 CO (Code des obligations du 30 mars 1911 ; RS 220) et soutient qu’elle n’avait en conséquence pas à établir la mise à disposition des locaux dont les loyers font l’objet de la présente poursuite. 3.1 Selon l'art. 82 al. 1 LP, le créancier dont la poursuite se fonde sur une reconnaissance de dette constatée par acte authentique ou sous seing privé peut requérir la mainlevée provisoire de l’opposition. Constitue une reconnaissance de dette au sens de cette disposition, en particulier, l'acte sous seing privé, signé par le poursuivi - ou son représentant -, d'où ressort sa volonté de payer au poursuivant, sans réserve ni condition, une somme d'argent déterminée, ou aisément déterminable, et exigible (ATF 148 III 145 consid. 4.1.1 ; 145 III 20 consid. 4.1.1; 139 III 297 consid. 2.3.1). 3.2 3.2.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Le créancier ne doit pas nécessairement avoir fourni sa prestation pour rendre le prix exigible. Il suffit qu'il offre sa prestation, en ce sens qu'il peut, dans le contrat de vente par exemple, disposer de la chose et la remettre trait pour trait à l'acheteur moyennant le paiement du prix de vente (ATF 148 III 145 consid. 4.2.2.2 ; ATF 129 III 535 consid. 3.2.1; TF 4C.104/2004 du 2 juin 2004 consid. 6.2). 3.2.2 En droit des poursuites, lorsque la poursuite est fondée sur un contrat bilatéral, la question de la contreprestation du poursuivant n’est pas une exception, soit un moyen libératoire, mais une condition pour que le poursuivant dispose d’un titre, qu’il faut examiner d’office. Un contrat bilatéral n’est en effet pas une reconnaissance de dette pure et simple.”
“Le poursuivant ne peut en effet obtenir, sur la base du contrat écrit, la mainlevée provisoire de l’opposition pour la somme d’argent incombant au poursuivi que s’il parvient à prouver qu’il a bien exécuté les prestations dont dépend l’exigibilité (ATF 145 III 20 cons. 4.1.1 et les arrêts cités). Dans cette hypothèse, un contrat bilatéral ne vaut reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, au plus tard au moment de ce paiement (ATF 145 III 20 cons. 4.1.1). Ainsi, si un contrat de prêt est signé par l’emprunteur, le prêteur pourra se prévaloir de la reconnaissance de dette pour le remboursement du prêt, cela pour autant que le débiteur (l’emprunteur) ne conteste pas avoir reçu la somme prêtée et que le remboursement soit exigible lors de la notification du commandement de payer (ATF 140 III 456 cons. 2.2 ; 136 III 627 cons. 2). La situation se présente de manière différente lorsque l’emprunteur se prévaut du contrat de prêt pour obtenir le versement de la somme que le prêteur s’est engagé à lui remettre pour une période déterminée. L’exception d’inexécution (art. 82 CO) n’est alors évidemment pas envisageable et, si le versement de la somme prêtée est exigible, le contrat de prêt signé par le prêteur constitue d’emblée une reconnaissance de dette que l’emprunteur peut invoquer (Abbet / Veuillet, La mainlevée de l’opposition, 2017, n. 166 ad art. 82 ; Staehelin, in Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2e éd. 2010, n. 119 ad art. 82). La validité de la reconnaissance de dette pourrait tout au plus être contestée dans l’hypothèse de la demeure de l’emprunteur en sa qualité de créancier (cf. art. 91 CO qui vise une incombance). Ce dernier cas n’entre pas en ligne de compte ici. d) L’emprunteur peut donc se prévaloir du titre de mainlevée s’il établit l’existence du contrat de prêt, que le prêteur (poursuivi) a apposé sa signature sur le titre, qu’il y a exprimé sa volonté de payer à l’emprunteur (poursuivant), sans réserve ni condition, une somme d’argent déterminée ou aisément déterminable et exigible. 4.2. En l’espèce, il résulte des constatations de fait du tribunal civil que chacun des intimés se fonde sur un contrat de prêt écrit, signé par la recourante, qui porte sur une somme d’argent déterminée dont le versement est exigible et qui constitue dès lors pour chacun d’eux une reconnaissance de dette pour le versement de la somme prêtée (cf.”
“Le poursuivant ne peut en effet obtenir, sur la base du contrat écrit, la mainlevée provisoire de l’opposition pour la somme d’argent incombant au poursuivi que s’il parvient à prouver qu’il a bien exécuté les prestations dont dépend l’exigibilité (ATF 145 III 20 cons. 4.1.1 et les arrêts cités). Dans cette hypothèse, un contrat bilatéral ne vaut reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, au plus tard au moment de ce paiement (ATF 145 III 20 cons. 4.1.1). Ainsi, si un contrat de prêt est signé par l’emprunteur, le prêteur pourra se prévaloir de la reconnaissance de dette pour le remboursement du prêt, cela pour autant que le débiteur (l’emprunteur) ne conteste pas avoir reçu la somme prêtée et que le remboursement soit exigible lors de la notification du commandement de payer (ATF 140 III 456 cons. 2.2 ; 136 III 627 cons. 2). La situation se présente de manière différente lorsque l’emprunteur se prévaut du contrat de prêt pour obtenir le versement de la somme que le prêteur s’est engagé à lui remettre pour une période déterminée. L’exception d’inexécution (art. 82 CO) n’est alors évidemment pas envisageable et, si le versement de la somme prêtée est exigible, le contrat de prêt signé par le prêteur constitue d’emblée une reconnaissance de dette que l’emprunteur peut invoquer (Abbet / Veuillet, La mainlevée de l’opposition, 2017, n. 166 ad art. 82 ; Staehelin, in Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2e éd. 2010, n. 119 ad art. 82). La validité de la reconnaissance de dette pourrait tout au plus être contestée dans l’hypothèse de la demeure de l’emprunteur en sa qualité de créancier (cf. art. 91 CO qui vise une incombance). Ce dernier cas n’entre pas en ligne de compte ici. d) L’emprunteur peut donc se prévaloir du titre de mainlevée s’il établit l’existence du contrat de prêt, que le prêteur (poursuivi) a apposé sa signature sur le titre, qu’il y a exprimé sa volonté de payer à l’emprunteur (poursuivant), sans réserve ni condition, une somme d’argent déterminée ou aisément déterminable et exigible. 4.2. En l’espèce, il résulte des constatations de fait du tribunal civil que chacun des intimés se fonde sur un contrat de prêt écrit, signé par la recourante, qui porte sur une somme d’argent déterminée dont le versement est exigible et qui constitue dès lors pour chacun d’eux une reconnaissance de dette pour le versement de la somme prêtée (cf.”
Bei vereinbarten Akontozahlungen kann der Unternehmer die Einrede des nicht erfüllten Vertrages nach Art. 82 OR erheben und die Arbeiten unterbrechen bzw. einen Baustopp ankündigen, wenn die Akontozahlungen ausbleiben. Die gestellte Akontoforderung muss dabei gerechtfertigt und den vereinbarten Zahlungsmodalitäten entsprechend sein; das Recht zur Unterbrechung darf nicht missbräuchlich ausgeübt werden.
“Ainsi, les parties peuvent convenir que le maître est tenu de fournir des "paiements préalables", payables avant que la prestation de l'entrepreneur ne soit fournie, ou des "rétro-acomptes", exigibles en fonction des prestations déjà effectuées par l’entrepreneur. Ces acomptes ont un caractère provisoire, en ce sens qu'ils sont versés pour être imputés sur la totalité de la rémunération. De tels acomptes se rencontrent notamment dans le contrat de construction (Gauch, op. cit., p. 334). Lorsque le contrat contient un plan financier, le maître doit strictement respecter les dates prévues pour le paiement des acomptes; il ne peut pas les retenir simplement en constatant que les travaux n'avancent pas comme l'entrepreneur l'avait annoncé dans le contrat (Zufferey, La "118" in Journées suisses du droit de la construction 2017, p. 37). La demeure de créancier du maître a pour effet d'empêcher la demeure de l'entrepreneur (Gauch, op. cit., p. 384). Lorsque le maître ne verse pas l'acompte convenu, l'entrepreneur peut soulever l'exception d'inexécution du contrat et interrompre les travaux jusqu'à ce qu'il reçoive le paiement en souffrance, sur la base de l'art. 82 CO (Gauch, op. cit., p. 369). Encore faut-il que la demande d'acompte présentée par l'entrepreneur soit justifiée et corresponde aux modalités de paiement arrêtées dans la convention (ACJC/1160/2006 du 19 octobre 2006 consid. 4.5). Le droit d'interrompre les travaux ne doit au surplus pas être exercé de façon abusive (art. 2 al. 2 CC; Gauch, op. cit.,p. 370).”
“372 OR mit dem erwähnten Recht auf Akontorechnungsstellung auf Seiten der Unternehmerin und der Zahlungspflicht der Besteller einhergeht, erscheint nachvollziehbar. Wird der Berufungsbeklagten zugestanden, Akontorechnungen zu stellen, geraten die Berufungskläger als Adressaten und Schuldner bei Zahlungssäumnis in Verzug, so die weitere rechtliche Würdigung der Vorinstanz, welche die Berufungskläger in ihrer Berufung unkommentiert liessen. Ohne entsprechende Rüge hat das Kantonsgericht keinen Anlass, näher auf die Verzugsvoraussetzungen gemäss Art. 102 ff. OR einzugehen. Nach Art. 82 OR darf die Partei in einem zweiseitigen Vertrag sodann den andern zur Erfüllung anhalten, ohne die eigene Leistung anzubieten, wenn er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Dabei handelt es sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (zum Ganzen statt vieler: BS OR I-Schroeter, Art. 82 OR N 2). Daraus folgt auf den vorliegenden Fall bezogen, dass die Ankündigung der Berufungsbeklagten gegenüber der Berufungskläger gemäss E-Mail vom 1. Juli 2019, ihre Arbeiten bei Ausbleiben der Akontozahlungen einzustellen, gesetzlich abgestützt war. Somit fehlt es dem seitens der Berufungskläger geltend gemachten Bereicherungsanspruch am hinreichenden Nachweis einer widerrechtlichen Drohung. Die Berufungsbeklagte durfte den Baustopp gestützt auf Art. 82 OR ankünden, so dass die Berufung bezüglich der Rückforderung einer angeblich zu viel bezahlten Nichtschuld in Höhe von CHF 41’761.40 bereits aus diesem Grund scheitert. Der Vollständigkeit halber sei in diesem Zusammenhang noch angefügt, dass der Vorinstanz entgegen den Ausführungen der Berufungskläger in ihrer Berufung bei ihrer Feststellung, die Berufungsbeklagte habe nach der ausgesprochenen Drohung vom 1. Juli 2019 weitere Arbeiten ausgeführt, keine Verletzung der Verhandlungsmaxime vorgeworfen werden kann. Wie die Berufungsbeklagte zurecht darauf hinwiesen hat, stellte sie in ihrer Klageantwort im erstinstanzlichen Verfahren eine entsprechende Tatsachenbehauptung auf, indem sie in Rz 18 ausführte, dass sie ihre Arbeiten auf der Baustelle der Berufungskläger im Nachgang zur E-Mail vom 1.”
“Hervorzuheben ist in tatsächlicher Hinsicht, dass der Bauleiter der Berufungskläger die Berufungsbeklagten ausdrücklich zur Stellung von Akontorechnungen aufgefordert hat und dass die Adressaten diese Rechnungen überwiegend beglichen haben, ohne dabei einen Vorbehalt anzubringen. Diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung wird von den Berufungsklägern nicht beanstandet. Dass diese gelebte Übung in Abweichung von Art. 372 OR mit dem erwähnten Recht auf Akontorechnungsstellung auf Seiten der Unternehmerin und der Zahlungspflicht der Besteller einhergeht, erscheint nachvollziehbar. Wird der Berufungsbeklagten zugestanden, Akontorechnungen zu stellen, geraten die Berufungskläger als Adressaten und Schuldner bei Zahlungssäumnis in Verzug, so die weitere rechtliche Würdigung der Vorinstanz, welche die Berufungskläger in ihrer Berufung unkommentiert liessen. Ohne entsprechende Rüge hat das Kantonsgericht keinen Anlass, näher auf die Verzugsvoraussetzungen gemäss Art. 102 ff. OR einzugehen. Nach Art. 82 OR darf die Partei in einem zweiseitigen Vertrag sodann den andern zur Erfüllung anhalten, ohne die eigene Leistung anzubieten, wenn er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat. Dabei handelt es sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückhalten darf (zum Ganzen statt vieler: BS OR I-Schroeter, Art. 82 OR N 2). Daraus folgt auf den vorliegenden Fall bezogen, dass die Ankündigung der Berufungsbeklagten gegenüber der Berufungskläger gemäss E-Mail vom 1. Juli 2019, ihre Arbeiten bei Ausbleiben der Akontozahlungen einzustellen, gesetzlich abgestützt war. Somit fehlt es dem seitens der Berufungskläger geltend gemachten Bereicherungsanspruch am hinreichenden Nachweis einer widerrechtlichen Drohung. Die Berufungsbeklagte durfte den Baustopp gestützt auf Art. 82 OR ankünden, so dass die Berufung bezüglich der Rückforderung einer angeblich zu viel bezahlten Nichtschuld in Höhe von CHF 41’761.”
Das Inaussichtstellen der Einstellung der Leistung (z. B. die Niederlegung der Arbeit) kann zwar zivilrechtlich unter Umständen in Betracht fallen; der missbräuchliche Einsatz dieser Drohung zur Erzwingung unzulässiger Vorteile kann jedoch strafrechtlich als Nötigung qualifiziert werden. Selbst wenn die Leistungsverweigerung nach Art. 82 OR zivilrechtlich möglich wäre, schliesst dies nicht aus, dass ihr zweckwidriger Gebrauch strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
“________ zweifelte, sondern bestens wusste, dass eine derartige gar nicht bestand. Die Einsetzung des Nötigungsmittels (das Inaussichtstellen der Baueinstellung) diente der Durchsetzung einer nicht gegenüber dieser Person bestehenden Forderung. Der Beschuldigte ging bei seinen objektiv als Nötigung zu qualifizierenden Handlungen nicht etwa von der Rechtmässigkeit der geltend gemachten Forderung aus, sondern wusste, dass D.________ nicht der Schuldner der eigentlichen Forderung und somit auch nicht verpflichtet war, ihm die Zahlung zu leisten. Entsprechend ist bereits der Zweck, von D.________ eine Zahlung in Höhe von CHF 75'000.00 als Gegenleistung für die ausstehenden Bauarbeiten erwirken zu wollen, als unerlaubt zu qualifizieren. Ob das eingesetzte Nötigungsmittel – die Einstellung der Bauarbeiten – als rechtmässig anzusehen ist, der Beschuldigte in zivilrechtlicher Hinsicht dazu berechtigt war, seine Arbeit insbesondere im Vertragsverhältnis mit der I.________ GmbH allenfalls gestützt auf Art. 82 OR niederzulegen, kann somit offenbleiben. Der guten Ordnung halber sei aber erwähnt, dass selbst wenn der Beschuldigte berechtigt gewesen wäre die Arbeit niederzulegen, D.________ sich also die zulässige, nachteilige Handlung hätte gefallen lassen müssen, darin ein Missbrauch der Androhung von an sich rechtlich unbedenklichen Nachteilen zur Erzielung zweckwidriger Vorteile läge. Der Beschuldigte versuchte, D.________ gegen seinen Willen zur Zahlung bzw. Unterzeichnung der Schuldanerkennung zu bewegen, um sich dadurch eine unzulässige Erweiterung seiner Möglichkeiten zu verschaffen, ohne dass er darauf Anspruch gehabt hätte, worin eine unzulässige Freiheitsbeschränkung des Willens des Geschädigten zu sehen ist. Es liegen weder Rechtsfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vor. Der Beschuldigte hat sich folglich der versuchten Nötigung gemäss Art. 181 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.”
Nach Art. 82 OR war die Bank berechtigt, ihre Leistung (insbesondere das Konsolidieren des Baukredits) zu verweigern, bis die Vertragspartnerin die vertraglich vereinbarten Sicherheiten erbracht und gegebenenfalls die Löschung von gesetzlichen Handwerker‑ bzw. Unternehmerhypotheken veranlasst hatte. Vertragsklauseln können ein solches Leistungsverweigerungsrecht konkret bestätigen.
“CG). Tuttavia, il contratto di credito di costruzione (crédit de construction; Baukreditvertrag) è un contratto di credito in conto corrente, garantito da un pegno immobiliare, destinato alla costruzione o alla trasformazione di un immobile (Reto Arpagaus, in: Das Schweizerischen Bankgeschäft, 8a ed. 2021 n. 1166), ovvero fondamentalmente un contratto di mutuo (con elementi di mandato) oneroso, dotato quindi di un carattere sinallagmatico (Tercier/Bieri/ Carron, Les contrats spéciaux, 5a ed. 2016, n. 2505), che si estende agli altri obblighi assunti dalle parti come l’obbligo di fornire delle garanzie o di ammortamento (Maurenbrecher/ Schärer, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7a ed. 2020, n. 1/a e 27-29 ad art. 312 CO). La banca era così legittimata a rifiutare di eseguire le proprie prestazioni finché la cliente non avesse provveduto da parte sua a adempiere i propri obblighi (art. 82 CO), in particolare quello di fornire le garanzie pattuite e di far cancellare eventuali ipoteche legali degli artigiani e imprenditori. Ciò valeva a fortiori per il dovere di consolidamento, non potendosi imporre alla banca di modificare il contratto a vantaggio della cliente, trasformando il cre-dito in conto corrente in un credito ipotecario a lungo termine con un tasso d’interesse inferiore, mentre la cliente non aveva ancora adempiuto i propri obblighi risultanti dal contratto in essere.”
Bestehen erkennbare Teilansprüche (z. B. Abschlagszahlungen), kann der Schuldner die gesamte Zahlung nicht ohne Weiteres verweigern; die vollständige Zahlungsverweigerung trotz erkennbaren, geschuldeten Teilbetrags berechtigt zur Einrede nach Art. 82 OR und kann die Arbeitsniederlegung rechtfertigen.
“, II/73 S. 5). Die Parteien einigten sich demnach auf Abschlagszahlungen, die nach Massgabe bereits erbrachter Leistungen der Unternehmerin anfallen. In Bezug auf die Fälligkeit findet sich im Werkvertrag keine individuelle Abrede, so dass Art. 148 SIA-Norm 118 greift, wonach die Abschlagszahlungen fällig werden, sobald das ordnungsgemäss abgefasste Zahlungsbegehren bei der Bauleitung eingeht. Diese Voraussetzung war mit der Zustellung der Rechnung vom 27. Februar 2020 erfüllt. Auch wenn es zutreffen sollte, dass die Berufungsbeklagte damals mit Blick auf den Stand der Arbeiten zu viel in Rechnung stellte, war für die Berufungsklägerin nach Treu und Glauben erkennbar, dass sie jedenfalls den Betrag, der den tatsächlich erbrachten Leistungen entspricht, schuldete. Jedenfalls in diesem Umfang wurde die Akontozahlung somit fällig. Indem die Berufungsklägerin die Zahlung gänzlich verweigerte, also auch des ihrer Meinung nach geschuldeten tieferen Betrags, war die Berufungsbeklagte zur Einrede nach Art. 82 OR berechtigt. Folglich erweist sich die Arbeitsniederlegung durch die Berufungsbeklagte Ende April 2020 als gerechtfertigt.”
Bei zweiseitigen (synallagmatischen) Verträgen ist die Mainlevée nur zu erteilen, wenn der Gläubiger die geschuldete Leistung bereits erbracht oder regelmässig angeboten hat. Erhebt der Schuldner die Einrede der Nichterfüllung (Art. 82 OR) und macht sie substanziiert geltend, kann die Mainlevée nur gewährt werden, wenn der Gläubiger dies sofort beweist.
“Un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_39/2023 du 24 février 2023 consid. 5.2.3: 5A_940/2020 du 27 janvier 2021 consid. 3.2.1). Dans un contrat bilatéral, la question de la fourniture de la prestation du poursuivant ne constitue donc pas à un moyen libératoire au sens de l'art. 82 al. 2 LP que le débiteur devrait rendre vraisemblable. Elle relève de la contestation d'une exigence mise à l'admission d'un contrat bilatéral parfait comme titre de mainlevée provisoire au sens de l'art. 82 al. 1 LP (ATF 145 III 20 consid. 4.3.2 et 4.3.3; arrêt du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5). Ainsi, lorsque, pour faire échec à la mainlevée fondée sur un contrat bilatéral, le poursuivi allègue que le poursuivant, qui doit prester en premier, n'a pas ou pas correctement exécuté sa propre prestation (exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO) et que son affirmation n'est pas sans consistance, la mainlevée ne peut être accordée que si le créancier est en mesure de prouver immédiatement le contraire (ATF 136 III 627 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5; 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2; 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.2 et 3.3 Abbet/Veuillet, La mainlevée de l'opposition, 2ème éd., 2022, n. 147 s ad art. 82 LP). 2.1.2 Le contentieux de la mainlevée de l'opposition (art. 80 ss LP) est une procédure sur pièces ("Urkundenprozess") (art. 254 al. 1 CPC), dont le but n'est pas de constater la réalité d'une créance, mais l'existence d'un titre exécutoire. Le juge de la mainlevée examine uniquement la force probante du titre produit par le créancier poursuivant, sa nature formelle, et non pas la validité de la prétention déduite en poursuite (ATF 145 III 160 consid. 5.1; 142 III 720 consid. 4.1.1). Le prononcé de mainlevée ne sortit que des effets de droit des poursuites et ne fonde pas l'exception de chose jugée (res judicata) quant à l'existence de la créance (ATF 148 III 225 consid.”
“2; 4A_405/2017 du 30 novembre 2017 consid. 3.3). Cela étant, si le dossier permet de considérer la tardiveté de l'avis des défauts comme prouvée, le juge doit en tenir compte et constater la péremption des droits de garantie, même si l'entrepreneur n'a pas invoqué le caractère tardif; cela résulte du fait que le juge doit appliquer le droit d'office (Tercier/Bieri/Carron, op. cit., n. 3832; Gauch, op. cit., n. 2174). 3.1.4 Si l'exception d'inexécution est admise, parce que le créancier demandeur n'a ni exécuté ni offert d'exécuter sa prestation, le jugement doit condamner le débiteur défendeur à l'exécution donnant donnant; en d'autres termes, il doit imposer à celui-ci une obligation grevée d'une condition suspensive (ATF 127 III 199 consid. 3a). Si l'exception d'inexécution est rejetée, parce que le créancier demandeur a exécuté ou régulièrement offert d'exécuter sa prestation, le juge doit prononcer une condamnation inconditionnelle (Hohl, Commentaire romand, Code des obligations I, 2012, n. 13 ad art. 82 CO). 3.1.5 A teneur de l'art. 164 CPC, si une partie refuse de collaborer sans motif valable, le tribunal en tient compte lors de l'appréciation des preuves. 3.2 En l'espèce, l'appelant fait valoir son droit de retenir le solde du prix en raison des travaux inachevés, respectivement des défauts suivants : absence de caches de certains câbles électriques, apparents et qui pendent (1), absence de caches latéraux sur la plupart des stores intérieurs, laissant apparaître l'extrémité des rouleaux de stores (2), absence de caches inférieurs des caissons de stores, laissant apparaître les rouleaux de stores (3), dimensionnement différent de l'un des trois caissons de stores d'une baie vitrée, créant une asymétrie par rapport aux deux autres (4), ondulations et plis du store de la véranda du fait de sa tension insuffisante (5) et décrochage de sa structure du store de la baie vitrée d'entrée (6). L'intimée soutient qu'elle serait déchargée de toute responsabilité dans la mesure où le procès-verbal de réception indique que les défauts observés provenaient exclusivement de la commande centralisée sous la seule responsabilité de l'électricien.”
In Fällen wie Whistleblowing können Treuepflichten bestehen, die die Einhaltung interner Melde‑ und Ermittlungsverfahren sowie die Zusammenarbeit bei internen Untersuchungen verlangen. Solche Pflichten sind bei der Prüfung bilateraler Leistungen nach Art. 82 OR zu berücksichtigen; daraus folgt jedoch nicht ohne Weiteres, dass die Pflicht zur vorgängigen Erfüllung oder zum Erfüllungsangebot entfällt.
“321a CO, de dénoncer des collègues. Le devoir de fidélité peut cependant imposer une dénonciation des manquements préjudiciables à la partie employeuse lorsque la personne qui effectue le signalement, de par son statut ou les instructions reçues, est tenue de surveiller le personnel, ou que les fautes commises sont de nature à léser gravement les intérêts de l'entreprise. Qu'elle agisse par devoir ou non, la personne salariée qui tire la sonnette d'alarme devra respecter l'éventuelle procédure interne de signalement, sous réserve du cas où une telle démarche apparaitrait d'emblée inutile. Lorsque la partie employeuse mène une enquête interne afin de vérifier la réalité des faits à l'origine de la dénonciation (art. 328 CO), le devoir de fidélité de la personne salariée lui impose de collaborer à l'investigation (Dunand, Commentaire du contrat de travail, 2ème éd. 2022, n. 13 ad art. 321a ; Carranza / Micotti, Whistleblowing : Perspectives en droit suisse, 2014, p. 29 et suivante). 4.1.5 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). 4.2 En l'espèce, l'appelant, concernant les circonstances de son licenciement, fait grief au Tribunal de ne pas avoir présumé sa bonne foi lorsqu'il avait formulé une demande d'assurance de protection contre le licenciement s'il dénonçait des comportements répréhensibles et de n'avoir pas de preuve qu'il était de mauvaise foi. Il s'attache ainsi à démontrer qu'en son for intérieur il était de bonne foi au moment des événements litigieux, eu égard notamment au comportement de l'intimée lorsqu'il avait précédemment dénoncé des entorses à l'éthique.”
Bei Werkverträgen verhindert die Mangelhaftigkeit des Werks nach neueren Entscheiden grundsätzlich nicht die Fälligkeit des Werklohns. Der Besteller kann jedoch nach rechtzeitiger Mängelrüge und Ausübung seiner Mängelrechte (insbesondere durch Aufforderung zur Nachbesserung) die Zahlung nach Art. 82 OR in einem angemessenen Umfang zurückbehalten; die Praxis spricht in Einzelfällen von einem Rückbehalt bis etwa dem Dreifachen der voraussichtlichen Verbesserungskosten. Entscheidet sich der Besteller hingegen für eine Preisreduktion, steht ihm die Einrede des nicht erfüllten Vertrages nach Art. 82 OR in der Regel nicht zu.
“Die Besorgung des Auftrags ist auch ohne Erfolgseintritt zu vergüten, sofern dies verabredet wurde oder üblich ist (Art. 394 Abs. 3 OR), wovon aufgrund des Kontexts und der Art der durch die Klägerin erbrachten Dienstleistung sowie mangels entsprechender Bestreitungen seitens des Beklagten ohne Weite- res auszugehen ist. Demgegenüber ist der Werklohn grundsätzlich bei Ablieferung des Werks zu zahlen (Art. 372 Abs. 1 OR). Ob der Vergütungsanspruch auch bei der Übergabe eines mangelhaften Werkes fällig wird, ist umstritten. Nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung verhindert die Mangelhaftigkeit des Werkes den Eintritt der Fälligkeit nicht (BGE 129 III 748 E. 7.2 = Pra 93 (2004) Nr. 147; Stettler, § 11 Werkvertrag, in: Böhringer/Müller/Münch/Waltenspühl (Hrsg.), Prinzipien des Vertragsrechts, 4. Aufl., 2020, N 11.24; Gauch, a.a.O., N 1155). Hierfür stehen dem Besteller nach rechtzeitiger Mängelrüge, die Mängel- rechte (Wandelung, Minderung und Nachbesserung) zur Verfügung. Denkbar wäre, die Vergütungsleistung gestützt auf Art. 82 OR (in gewissem) Umfang zurückzube- halten, sofern der Besteller von seinem Nachbesserungsrecht Gebrauch macht (Gauch, a.a.O. N 1155). Der Beklagte rügte vorliegend zwar den Mangel (Urk. 12 Rz. 3 und Urk. 19 Rz. 5). Die Ausübung eines Mängelrechts, insbesondere eines Nachbesserungsrechts, ist im durch den Beklagten präsentierten Sachverhalt aber nicht ersichtlich. Sowohl nach Auftrags- als auch nach Werkvertragsrecht schuldet der Beklagte der Klägerin damit für ihre Arbeiten eine Vergütung von Fr. 120.–. - 6 - Zur Mahngebühr von Fr. 30.– äussert sich der Beklagte in seiner Beschwerdeschrift nicht, weshalb auf diese einerseits nicht eingegangen werden muss (vgl. E. II.1). Andererseits ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese zusprach, nach- dem der Beklagte den bei der Klägerin behaupteten Schaden von Fr. 30.– für das Mahnverfahren nicht bestritten hatten (Urk. 12 Rz. 2.1, Rz. 3 und Rz. 5). 4.Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie ab- zuweisen ist.”
“September 2022 Bezug, ohne auf etwaige Gegenforderungen oder Leistungsverweigerungsrechte wegen Baumängel einzugehen (RG act. 2). In ihrer schriftlichen Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch führte die Beschwerdegegnerin sodann detailliert aus, dass die Schlusszahlung infolge eines am 28. September 2022 gerügten Bau- mangels - eines undichten Übergangs der Wand- und Treppenfuge im Aussen- treppenbereich - nicht gefordert werden könne und dass dieser Baumangel in der Schlussabrechnung vom 30. September 2022 ausdrücklich vorbehalten worden sei (RG act. 5, S. 2 ff.). Diese Einwendungen der Beschwerdegegnerin blieben im weiteren Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens unbestritten. Wenn von der Un- ternehmerin ein mangelhaftes Werk abgeliefert worden ist, ist die Rechtsöffnung für den Werklohn zu verweigern (Daniel Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG, 3. Aufl., Basel 2021, N 102 und 128 zu Art. 82 SchKG). Bei Mangelhaftigkeit des Werks hat die Bestellerin ein Rückbehaltungsrecht gestützt auf Art. 82 OR, um den Nachbesserungsanspruch durchzusetzen, und zwar im Umfang des ungefähr Dreifachen der zu erwartenden Verbesserungskosten (Peter Gauch, Der Werkver- trag, 6. Aufl., Zürich 2019, Rz. 2392). Vorliegend belaufen sich die erforderlichen Verbesserungskosten für den Baumangel unbestrittenermassen auf CHF 4'108.45, womit ein Rückbehalt in der Höhe von CHF 12'000.00 - entspre- chend dem dreifachen Wert - gerechtfertigt ist. Dass die Vorinstanz das Rechtsöffnungsgesuch abgewiesen hat, ist demnach korrekt.”
“Die Vorinstanz stellte bei der Berechnung auf die Angaben der Klägerin ab, welche rechnerisch den Betrag von CHF 26'029.– ergeben (act. 49 E. 4.5.1 und act. 46 S. 6 f. Rz 22 f.). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Ob die Be- klagte diesen Betrag letzten Endes schuldet, hängt von der materiellen Beurtei- lung der Forderungsklage ab. Vorweg ist zu bemerken, dass sich die Nachfristansetzung gemäss Art. 155 Abs. 2 SIA-Norm 118 auf den Prüfbescheid bezieht; dieser (und nicht die Unter- - 16 - zeichnung der Schlussrechnung durch die Beklagte) soll nachgeholt werden. Wei- ter ist vor Augen zu halten, dass der Werklohn, sofern Art. 154 Abs. 2 und Art. 155 Abs. 2 SIA-Norm 118 nicht zur Anwendung gelangen (wie es im Übrigen die Beklagte postuliert), mit der Ablieferung (Abnahme) der zu erstellenden Bau- ten fällig wird (Art. 372 OR). Dabei ist es unerheblich, ob das Werk mit Mängeln behaftet ist oder nicht. Auch das Einrederecht nach Art. 82 OR verhindert die Fäl- ligkeit im Übrigen nicht (BGE 129 III 748 E. 7.2; P ETER GAUCH, Der Werkvertrag,”
“Rechtliches Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, er habe nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen. Art. 82 OR gewährt dem Schuldner eine Einrede mit der Wirkung, dass er die geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zurückbehalten darf. Die seitens des Bestellers zu leistende Vergütung bildet die Gegenleistung für die Herstellung und Ablieferung des geschuldeten Werks. Damit stellt sich die Frage, ob dem Besteller, dem ein mangelhaftes Werk abgeliefert wird, nicht nur die Män- gelrechte von Art. 368 OR (bzw. der SIA-Norm 118) zustehen, sondern überdies die Einrede des nicht erfüllten Vertrages nach Art. 82 OR. Das Bundesgericht hat dies in zwei Leitentscheiden – BGE 89 II 232 und BGE 94 II 161 – grundsätzlich bejaht. Ob dem Besteller ein Leistungsverweigerungsrecht zusteht, hängt von nachfolgenden Umständen ab. Vor der Ausübung der Mängelrechte steht dem Besteller kein Leistungsverweigerungsrecht zu, denn mit der Ablieferung treten an die Stelle von dessen Forderung auf Erstellung eines mangelfreien Werkes die Mängelrechte. Ein Leistungsverweigerungsrecht kann erst bestehen, wenn der Besteller seine Mängelrechte ausübt und den Unternehmer zur Nachbesserung anhält. Mit Ausübung dieses Rechts lebt die ursprüngliche Forderung auf Leistung eines mangelfreien Werkes wieder auf und steht in einem Austauschverhältnis zur geschuldeten Vergütung. Übt der Besteller demgegenüber sein Minderungsrecht aus oder verlangt den Ersatz des Mangelfolgeschadens, steht ihm kein Leis- tungsverweigerungsrecht zu (G AUCH, Werkvertrag, N 2366 ff.”
“Il a retenu que la remise par l'entrepreneur au maître d'un ouvrage achevé et réalisé conformément au contrat dans chacune de ses parties vaut livraison, peu importe que l'ouvrage soit ou non entaché de défauts, et que le prix de l'ouvrage est payable au moment de cette livraison (art. 372 al. 1 CO; ATF 129 III 738 consid. 7.2; cf. aussi arrêt 4C.469/2004 du 17 mars 2005 consid. 3.2, où il a laissé la question ouverte). Dans des arrêts non publiés, il a même limité l'exception de l'art. 82 CO au cas où le maître a opté pour la réfection de l'ouvrage, en ce sens qu'il peut retenir la rémunération due à l'entrepreneur jusqu'à ce que celui-ci ait éliminé le défaut (arrêts 4D_3/2019 du 1 er avril 2019 consid. 2.2; 4A_306/2008 du 9 septembre 2008 consid. 4.1.3). Comme le souligne bon nombre d'auteurs, il faut admettre que l'exception de l'art. 82 CO ne peut pas être soulevée lorsque le débiteur, à qui la chose a été livrée et qui fait valoir la garantie, opte pour la réduction du prix. En effet, dans une telle situation, le débiteur doit le prix tel que résultant de la réduction et un refus de payer l'entier de celui-ci, au sens de l'art. 82 CO, est exclu, faute de rapport d'échange entre les prestations. Plus précisément, le débiteur ne conteste pas l'exigibilité de la créance, mais il maintient le contrat tout en provoquant unilatéralement une réduction du prix. Il reste donc redevable du prix réduit (VENTURI/ZEN-RUFFINEN, in Commentaire romand, CO I, 3ème éd., 2021, n° 15 ad art. 205 CO) et il n'y a plus de rapport d'échange entre la livraison et la prétention en réduction du prix (BÜHLER, Zürcher Kommentar, Der Werkvertrag, art. 363-379 OR, 1998, n° 16 ad art. 372 CO; CHAIX, in Commentaire romand, CO I, 3ème éd., 2021, n° 15 ad art. 372 CO; GAUCH, Der Werkvertrag, 2019, n° 2373; HOHL, in Commentaire romand, CO I, 3ème éd., 2021, n° 6 ad art. 82 CO; GAUCH/SCHLUEP/SCHMID/EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, tome II, 11ème éd., 2020, n° 2224 [entreprise]; LEHMANN, in Kurzkommentar OR, 2014, n° 5 ad art. 372 CO; SCHRANER, Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen, Art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n° 137, 141 et 144 ad art.”
“Il a retenu que la remise par l'entrepreneur au maître d'un ouvrage achevé et réalisé conformément au contrat dans chacune de ses parties vaut livraison, peu importe que l'ouvrage soit ou non entaché de défauts, et que le prix de l'ouvrage est payable au moment de cette livraison (art. 372 al. 1 CO; ATF 129 III 738 consid. 7.2; cf. aussi arrêt 4C.469/2004 du 17 mars 2005 consid. 3.2, où il a laissé la question ouverte). Dans des arrêts non publiés, il a même limité l'exception de l'art. 82 CO au cas où le maître a opté pour la réfection de l'ouvrage, en ce sens qu'il peut retenir la rémunération due à l'entrepreneur jusqu'à ce que celui-ci ait éliminé le défaut (arrêts 4D_3/ 2019 du 1er avril 2019 consid. 2.2; 4A_306/2008 du 9 septembre 2008 consid. 4.1.3). Comme le souligne bon nombre d'auteurs, il faut admettre que l'exception de l'art. 82 CO ne peut pas être soulevée lorsque le débiteur, à qui la chose a été livrée et qui fait valoir la garantie, opte pour la réduction du prix. En effet, dans une telle situation, le débiteur doit le prix tel que résultant de la réduction et un refus de payer l'entier de celui-ci, au sens de l'art. 82 CO, est exclu, faute de rapport d'échange entre les prestations. Plus précisément, le débiteur ne conteste pas l'exigibilité de la créance, mais il maintient le contrat tout en provoquant unilatéralement une réduction du prix. Il reste donc redevable du prix réduit (VENTURI/ZEN-RUFFINEN, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 15 ad art. 205 CO) et il n'y a plus de rapport d'échange entre la livraison et la prétention en réduction du prix (BÜHLER, Zürcher Kommentar, Der Werkvertrag, art. 363-379 OR, 1998, n° 16 ad art. 372 CO; CHAIX, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 15 ad art. 372 CO; GAUCH, Der Werkvertrag, 2019, n. 2373; HOHL, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3e éd. 2021, n° 6 ad art. 82 CO; GAUCH/SCHLUEP/SCHMID/EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, tome II, 11e éd. 2020, n. 2224 [entreprise];LEHMANN, in Kurzkommentar OR, 2014, n° 5 ad art. 372 CO; SCHRANER, Zürcher Kommentar, Die Erfüllung der Obligationen, Art.”
Bei Unmöglichkeit kommt es zu einem Rückabwicklungsverhältnis: bereits empfangene Gegenleistungen sind nach Art. 82 OR zurückzugewähren; umgekehrt ist der Gläubiger gegenüber nicht lieferbaren Mengen von der Pflicht zur Zahlung entbunden, soweit die Leistung noch nicht erbracht bzw. bezahlt worden ist.
“Entgegen den Ausführungen der Klägerinnen habe keine anfängliche Unmöglichkeit bestanden. Die Zuweniglieferungen durch die Klägerinnen würden daher eine Vertragsverletzung darstellen und zur AGP-Kürzung berechtigen. Sollte die Rechtsmittelinstanz entgegen der Auffassung der Beklagten feststellen, dass eine Anzahl der von den Beklagten 3 bestellten und auch bereits bezahlten Produktmengen aufgrund anfänglicher Unmöglichkeit tatsächlich nie herstell- und lieferbar gewesen seien, wäre das CMA insoweit teilweise nichtig. Die Klägerinnen wären somit von ihrer Leistungspflicht (nämlich Produktions- und Lieferpflicht) befreit. Genauso wären die Beklagten umgekehrt von ihrer Leistungspflicht, nämlich der Zahlung des AGP bezüglich der nicht gelieferten Mengen, befreit. Die Beklagte 3 würde demnach mit der Zahlung des vollen AGP zu viel zahlen bzw. gezahlt haben. Die Klägerinnen wären dann verpflichtet, den Betrag, welchen sie für die unmöglich zu liefernde Menge von der Beklagten 3 zu viel erhalten haben, im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses i.S.v. Art. 82 OR zurückzuerstatten. Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art.”
“Entgegen den Ausführungen der Klägerinnen habe keine anfängliche Unmöglichkeit bestanden. Die Zuweniglieferungen durch die Klägerinnen würden daher eine Vertragsverletzung darstellen und zur AGP-Kürzung berechtigen. Sollte die Rechtsmittelinstanz entgegen der Auffassung der Beklagten feststellen, dass eine Anzahl der von den Beklagten 3 bestellten und auch bereits bezahlten Produktmengen aufgrund anfänglicher Unmöglichkeit tatsächlich nie herstell- und lieferbar gewesen seien, wäre das CMA insoweit teilweise nichtig. Die Klägerinnen wären somit von ihrer Leistungspflicht (nämlich Produktions- und Lieferpflicht) befreit. Genauso wären die Beklagten umgekehrt von ihrer Leistungspflicht, nämlich der Zahlung des AGP bezüglich der nicht gelieferten Mengen, befreit. Die Beklagte 3 würde demnach mit der Zahlung des vollen AGP zu viel zahlen bzw. gezahlt haben. Die Klägerinnen wären dann verpflichtet, den Betrag, welchen sie für die unmöglich zu liefernde Menge von der Beklagten 3 zu viel erhalten haben, im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses i.S.v. Art. 82 OR zurückzuerstatten. Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art.”
Bei einem synallagmatischen Vertrag kann bereits erbrachte oder teilweise bezahlte Leistung das Festhalten an der Erfüllung bzw. die Geltendmachung der Erfüllung vor dem ursprünglich angenommenen Fälligkeitszeitpunkt beeinflussen. Entscheidend sind der sinallagmatische Charakter des Vertrags und die Vereinbarung bzw. die Bestimmung der Zeitpunkte der Leistungserbringung bzw. der Fälligkeit durch die Parteien.
“Secondo la ricorrente, il contratto non era un mandato e prevedeva un'obbligazione di risultato solo al 31 dicembre 2022, quindi "non rientrava nelle prerogative contrattuali di B.________ né invocare l'eccezione d'inadempimento nell'ambito di una procedura esecutiva ad inizio 2022, né tantomeno sollevare legittimamente, nel medesimo periodo, contestazioni sull'adempimento di A.________ SA, poiché quest'ultima aveva tempo fino al 31 dicembre 2022 per rilanciare la Boutique C.________" e non era tenuta a raggiungere determinati risultati parziali durante questi 16 mesi. A suo avviso, la Corte cantonale avrebbe di conseguenza dovuto stabilire che l'opponente non era legittimata ad invocare l'eccezione di inadempimento a soli pochi mesi dall'inizio del rapporto contrattuale. La sentenza impugnata in effetti muove dall'assunto pretorile che il contratto di consulenza fosse assimilabile ad un mandato, qualificazione che la ricorrente ora (per la prima volta) mette in discussione, ma che può rimanere indecisa: ciò che conta in definitiva, per l'applicazione dell'art. 82 CO, è da un lato il carattere sinallagmatico del contratto, qui incontestato, e d'altro lato la determinazione della volontà delle parti in merito alle tempistiche per la fornitura dei servizi pattuiti e quindi all'esigibilità delle prestazioni (v. FABIENNE HOHL, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3a ed. 2021, n. 5 e 7 ad art. 82 CO; ULRICH G. SCHROETER, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, vol. I, 7a ed. 2020, n. 9 ad art. 82 CO). Nel concreto caso, è incontestato che nell'ambito delle attività di rilancio della boutique la ricorrente era tenuta, in base al "piano di rilancio" allegato al contratto, ad assicurare il coordinamento degli acquisti di prodotto, il management del punto vendita, il coordinamento del personale, le attività di marketing nonché la redazione e il monitoraggio del preventivo annuale (controllo di gestione) e che, all'epoca dei fatti, essa aveva già incassato fr. 100'000.--, ovvero un importo pari alla metà del corrispettivo, dopo quattro mesi di collaborazione a fronte di una collaborazione prevista sull'arco di sedici mesi.”
“Secondo la ricorrente, il contratto non era un mandato e prevedeva un'obbligazione di risultato solo al 31 dicembre 2022, quindi "non rientrava nelle prerogative contrattuali di B.________ né invocare l'eccezione d'inadempimento nell'ambito di una procedura esecutiva ad inizio 2022, né tantomeno sollevare legittimamente, nel medesimo periodo, contestazioni sull'adempimento di A.________ SA, poiché quest'ultima aveva tempo fino al 31 dicembre 2022 per rilanciare la Boutique C.________" e non era tenuta a raggiungere determinati risultati parziali durante questi 16 mesi. A suo avviso, la Corte cantonale avrebbe di conseguenza dovuto stabilire che l'opponente non era legittimata ad invocare l'eccezione di inadempimento a soli pochi mesi dall'inizio del rapporto contrattuale. La sentenza impugnata in effetti muove dall'assunto pretorile che il contratto di consulenza fosse assimilabile ad un mandato, qualificazione che la ricorrente ora (per la prima volta) mette in discussione, ma che può rimanere indecisa: ciò che conta in definitiva, per l'applicazione dell'art. 82 CO, è da un lato il carattere sinallagmatico del contratto, qui incontestato, e d'altro lato la determinazione della volontà delle parti in merito alle tempistiche per la fornitura dei servizi pattuiti e quindi all'esigibilità delle prestazioni (v. FABIENNE HOHL, in Commentaire romand, Code des obligations, vol. I, 3a ed. 2021, n. 5 e 7 ad art. 82 CO; ULRICH G. SCHROETER, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, vol. I, 7a ed. 2020, n. 9 ad art. 82 CO). Nel concreto caso, è incontestato che nell'ambito delle attività di rilancio della boutique la ricorrente era tenuta, in base al "piano di rilancio" allegato al contratto, ad assicurare il coordinamento degli acquisti di prodotto, il management del punto vendita, il coordinamento del personale, le attività di marketing nonché la redazione e il monitoraggio del preventivo annuale (controllo di gestione) e che, all'epoca dei fatti, essa aveva già incassato fr. 100'000.--, ovvero un importo pari alla metà del corrispettivo, dopo quattro mesi di collaborazione a fronte di una collaborazione prevista sull'arco di sedici mesi.”
Wenn der Arbeitgeber durch ausdrückliche Zusicherungen das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses signalisiert, kann der Arbeitnehmer trotz Leistungsverweigerung nicht ohne Weiteres von seiner Arbeitsleistungspflicht entbunden sein; in diesem Fall bleibt der Lohnanspruch (gestützt auf die in den Quellen genannte Anwendung von Art. 82 OR und Art. 324 Abs. 1 OR) bestehen. Arbeitgeberäusserungen können somit die Beurteilung beeinflussen, ob der Arbeitnehmer die Leistungspflicht fortsetzen muss.
“Considerato che, a far tempo dal 5 gennaio 2023, il dipendente ha validamente esercitato il suo diritto di rifiutarsi di fornire la prestazione lavorativa, e ciò in applicazione analogica dell'art. 82 CO (DTF 120 ll 209), la sua pretesa al versamento del salario rimane valida ex art. 324 cpv. 1 CO (DTF 136 Ill 313 consid. 2.3.2.). Viste le eloquenti email dell'amministratore unico della __________ datate 7.01.2023 e 14.01.2023, il datore di lavoro ha fornito al dipendente delle rassicurazioni in merito al proseguimento del rapporto di lavoro, cosicché sarebbe un controsenso ritenere che il dipendente dovesse sentirsi libero di lasciare incompiuto il proprio lavoro e gli impegni lavorativi già presi. Se così fosse, il combinato degli artt. 82 e 324 cpv. 1 CO verrebbe svuotato del suo senso, perché equivarrebbe a dire che, se il datore di lavoro tarda/sospende il versamento del salario, il rapporto di lavoro è da ritenersi automaticamente disdetto e pertanto, anche nel caso in cui il datore di lavoro saldasse in seguito il dovuto, il dipendente non sarebbe tenuto a fornire nuovamente la prestazione lavorativa o a farlo solo fino al termine della presunta “disdetta". 19. A comprova del fatto che il dipendente (che aveva un ruolo dirigenziale) nel periodo 6 gennaio - 19 febbraio 2024, rimaneva innegabilmente legato al datore di lavoro, vi sono gli appuntamenti, i compiti e le scadenze lasciate in sospeso, che richiedevano di essere portate a termine per assicurare il progredire ed il futuro dell'azienda.”
“Considerato che, a far tempo dal 5 gennaio 2023, il dipendente ha validamente esercitato il suo diritto di rifiutarsi di fornire la prestazione lavorativa, e ciò in applicazione analogica dell'art. 82 CO (DTF 120 ll 209), la sua pretesa al versamento del salario rimane valida ex art. 324 cpv. 1 CO (DTF 136 Ill 313 consid. 2.3.2.). Viste le eloquenti email dell'amministratore unico della __________ datate 7.01.2023 e 14.01.2023, il datore di lavoro ha fornito al dipendente delle rassicurazioni in merito al proseguimento del rapporto di lavoro, cosicché sarebbe un controsenso ritenere che il dipendente dovesse sentirsi libero di lasciare incompiuto il proprio lavoro e gli impegni lavorativi già presi. Se così fosse, il combinato degli artt. 82 e 324 cpv. 1 CO verrebbe svuotato del suo senso, perché equivarrebbe a dire che, se il datore di lavoro tarda/sospende il versamento del salario, il rapporto di lavoro è da ritenersi automaticamente disdetto e pertanto, anche nel caso in cui il datore di lavoro saldasse in seguito il dovuto, il dipendente non sarebbe tenuto a fornire nuovamente la prestazione lavorativa o a farlo solo fino al termine della presunta “disdetta". 19. A comprova del fatto che il dipendente (che aveva un ruolo dirigenziale) nel periodo 6 gennaio - 19 febbraio 2024, rimaneva innegabilmente legato al datore di lavoro, vi sono gli appuntamenti, i compiti e le scadenze lasciate in sospeso, che richiedevano di essere portate a termine per assicurare il progredire ed il futuro dell'azienda.”
Bei Dauerschuldverhältnissen mit Vorleistungspflichten kann Art. 82 OR analog angewendet werden; in diesem Fall ist es möglich, spätere Periodenleistungen «periodenverschoben» zurückzubehalten, sofern die Gegenleistung für frühere Perioden aus demselben Vertragsverhältnis ausbleibt.
“Es besteht daher kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf umfassende Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch den Staat ohne Erbringung einer Gegenleistung durch Bezahlung der entsprechenden Gebühren und Preise (VGE VD.2009.614 vom 22. Januar 2010 E. 4.3). Die Regeln des Obligationenrechts können bei Vertragsverletzungen auch im öffentlichen Recht als Ausdruck allgemeiner Rechtsgrundsätze herangezogen werden (VGE VD.2015.178 vom 24. Mai 2016 E. 3.4.1 mit Hinweis auf Müller-Tschumi, Leistungsstörungen bei verwaltungsrechtlichen Verträgen, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Der verwaltungsrechtliche Vertrag in der Praxis, S. 57, 59 und 82 mit Verweis auf die Lehre sowie die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 122 I 328 E. 7b S. 340 f., welche die analoge Anwendung zumindest dann bejaht, wenn eine entsprechende Regelung im kantonalen Recht fehlt). Bei Dauerschuldverhältnissen mit Vorleistungspflichten können somit auch bei ausbleibenden Gegenleistungen für früher erbrachte Leistungen aus demselben Vertragsverhältnis in analoger Anwendung von Art. 82 OR «periodenverschoben» spätere Leistungen zurückbehalten werden (Entscheid des Handelsgerichts St. Gallen HG.2009.261 vom 15. Juni 2010 E. 5; BGE 120 II 209 E. 6a S. 212 mit weiteren Hinweisen; VGE VD.2022.226 vom 16. Mai 2023 E. 2.2.1).”
“Es besteht daher kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf umfassende Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch den Staat ohne Erbringung einer Gegenleistung durch Bezahlung der entsprechenden Gebühren und Preise (VGE VD.2009.614 vom 22. Januar 2010 E. 4.3). Die Regeln des Obligationenrechts können bei Vertragsverletzungen auch im öffentlichen Recht als Ausdruck allgemeiner Rechtsgrundsätze herangezogen werden (VGE VD.2015.178 vom 24. Mai 2016 E. 3.4.1 mit Hinweis auf Müller-Tschumi, Leistungsstörungen bei verwaltungsrechtlichen Verträgen, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Der verwaltungsrechtliche Vertrag in der Praxis, S. 57, 59 und 82 mit Verweis auf die Lehre sowie die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 122 I 328 E. 7b S. 340 f., welche die analoge Anwendung zumindest dann bejaht, wenn eine entsprechende Regelung im kantonalen Recht fehlt). Bei Dauerschuldverhältnissen mit Vorleistungspflichten können somit auch bei ausbleibenden Gegenleistungen für früher erbrachte Leistungen aus demselben Vertragsverhältnis in analoger Anwendung von Art. 82 OR «periodenverschoben» spätere Leistungen zurückbehalten werden (Entscheid des Handelsgerichts St. Gallen HG.2009.261 vom 15. Juni 2010 E. 5; BGE 120 II 209 E. 6a S. 212 mit weiteren Hinweisen; VGE VD.2022.226 vom 16. Mai 2023 E. 2.2.1).”
Sind Teillieferungen vereinbart und ist der Preis nach Teilleistungen bestimmt, wird der auf jede Teilleistung entfallende Preis mit der jeweiligen Lieferung fällig. Wurde zwar Teillieferung, nicht aber eine Preisverteilung nach Teilleistungen vereinbart, wird der Preis erst mit der letzten Lieferung fällig. Im Zusammenhang mit Art. 82 OR beziehen sich die gegenseitigen Leistungsverpflichtungen auf alle Lieferungen gegenüber der vollständigen Zahlung; daraus folgt, dass der Besteller die Zahlung für eine regelmässig gelieferte Teilleistung wegen der Nichterfüllung anderer Teile verweigern kann, und der Lieferant seinerseits weitere Teillieferungen bis zur Bezahlung bereits gelieferter Teile verweigern darf.
“2 CO prévoit que si des livraisons et des paiements partiels ont été convenus, le prix afférent à chaque partie de l'ouvrage est payable au moment de la livraison de cette partie. L'exception prévue par cette disposition suppose que l'entrepreneur soit tenu, d'après le contenu du contrat, d'effectuer des livraisons partielles et que le prix soit déterminé en fonction des parties à livrer. Si des livraisons partielles ont été convenues mais que le prix n'est pas déterminé en fonction des parties à livrer, le prix ne devient exigible, dans sa totalité, qu'au moment de la livraison de la dernière partie (Gauch, op. cit., n. 1158). Une dérogation à ce principe peut intervenir par convention expresse des parties ou en raison de l'usage, par exemple lors de livraisons successives à prix unitaires avec facturation périodique (Chaix in Commentaire romand, Code des obligations vol. I., 3ème éd., 2021, n. 10 ad art. 372 CO). En cas de livraisons partielles au sens de l'art. 372 al. 2 CO, le rapport d'échange prévu par l'art. 82 CO concerne, d'un côté, toutes les livraisons et, de l'autre côté, le paiement intégral de l'ouvrage. Par conséquent, le maître peut opposer l'exception d'inexécution du contrat pour le prix afférent à une partie de l'ouvrage régulièrement livré si d'autres ne le sont pas. A l'inverse, l'entrepreneur est en droit de refuser de livrer les autres parties tant qu'il n'est pas payé pour une partie livrée (Chaix, op. cit., n. 17 ad art. 372 CO). 3.2.1 En l'espèce, les parties ne sont pas expressément convenues d'un terme de livraison pour les éléments de bracelets commandés par l'appelante le 16 octobre 2017. Comme l'a constaté le Tribunal, les allégations de l'appelante et de son représentant F______ selon lesquelles les parties auraient convenu d'un délai à "fin novembre - début décembre" 2017 pour recevoir les éléments nécessaires à la réalisation de deux bracelets ne sont pas vérifiées. Elles ont au contraire été contredites par l'autre gérant de l'appelante, E______, qui a déclaré que les parties s'étaient entendues sur un délai à fin décembre 2017 pour la confection des différents éléments devant être livrés par l'intimée.”
“2 CO prévoit que si des livraisons et des paiements partiels ont été convenus, le prix afférent à chaque partie de l'ouvrage est payable au moment de la livraison de cette partie. L'exception prévue par cette disposition suppose que l'entrepreneur soit tenu, d'après le contenu du contrat, d'effectuer des livraisons partielles et que le prix soit déterminé en fonction des parties à livrer. Si des livraisons partielles ont été convenues mais que le prix n'est pas déterminé en fonction des parties à livrer, le prix ne devient exigible, dans sa totalité, qu'au moment de la livraison de la dernière partie (Gauch, op. cit., n. 1158). Une dérogation à ce principe peut intervenir par convention expresse des parties ou en raison de l'usage, par exemple lors de livraisons successives à prix unitaires avec facturation périodique (Chaix in Commentaire romand, Code des obligations vol. I., 3ème éd., 2021, n. 10 ad art. 372 CO). En cas de livraisons partielles au sens de l'art. 372 al. 2 CO, le rapport d'échange prévu par l'art. 82 CO concerne, d'un côté, toutes les livraisons et, de l'autre côté, le paiement intégral de l'ouvrage. Par conséquent, le maître peut opposer l'exception d'inexécution du contrat pour le prix afférent à une partie de l'ouvrage régulièrement livré si d'autres ne le sont pas. A l'inverse, l'entrepreneur est en droit de refuser de livrer les autres parties tant qu'il n'est pas payé pour une partie livrée (Chaix, op. cit., n. 17 ad art. 372 CO). 3.2.1 En l'espèce, les parties ne sont pas expressément convenues d'un terme de livraison pour les éléments de bracelets commandés par l'appelante le 16 octobre 2017. Comme l'a constaté le Tribunal, les allégations de l'appelante et de son représentant F______ selon lesquelles les parties auraient convenu d'un délai à "fin novembre - début décembre" 2017 pour recevoir les éléments nécessaires à la réalisation de deux bracelets ne sont pas vérifiées. Elles ont au contraire été contredites par l'autre gérant de l'appelante, E______, qui a déclaré que les parties s'étaient entendues sur un délai à fin décembre 2017 pour la confection des différents éléments devant être livrés par l'intimée.”
Eine rein verbale Offer kann nach hiesiger Rechtsprechung und Lehre unter bestimmten Voraussetzungen genügen (insbesondere wenn die Forderung quérabel ist oder der Gläubiger die Annahme verweigert bzw. sich im Annahmeverzug befindet). In der Praxis ist die Tragweite der verbalen Offer bei Grundstücksgeschäften jedoch eingeschränkt: Der Gläubiger muss das regelmässige Angebot mit den in der Verfahren zur Erlangung der provisorischen Rechtsöffnung zulässigen Beweismitteln belegen, wobei insbesondere schriftliche Nachweise oft massgeblich sind.
“Il précise encore que l'offre verbale ne suffit en principe pas, à moins que la dette soit quérable ou en cas de refus préalable d'accepter la prestation. Le créancier doit au contraire avoir effectivement accompli tous les actes préparatoires, de sorte que le débiteur n'a plus qu'à accepter la prestation offerte (STÜCHELI, Die Rechtsöffnung, 2000, p. 344 ss). STAEHELIN soutient qu'en cas de demeure du créancier, la consignation au sens de l'art. 92 al. 1 CO vaut exécution et qu'une simple offre de prester est insuffisante. Il critique toutefois, comme les autres auteurs précités, l'exigence selon laquelle la consignation devrait avoir lieu avant la notification du commandement de payer au motif que la créance doit, au moment de l'introduction de la poursuite, être exigible et que l'exigibilité n'est pas reportée par le fait qu'une exception pourrait être opposée. Il ajoute que la consignation n'est pas nécessaire si le créancier prouve que le débiteur a renvoyé la chose sans contrôle. Il précise aussi, en référence à l' ATF 111 II 469, que si le droit matériel (art. 82 CO) octroie un droit inconditionnel à l'exécution au poursuivant lorsque la partie adverse se trouve en demeure du créancier, ce qu'il lui appartient de prouver, le droit de l'exécution doit en tenir compte en octroyant la mainlevée provisoire au poursuivant. Dès lors, une offre verbale suffit si le cocontractant est en retard dans l'acceptation (art. 91 CO) ou s'il n'est d'emblée pas disposé à accepter la prestation, sinon la preuve de l'exécution ne pourrait jamais être apportée, notamment dans le cas de contrats de services (STAEHELIN, op. cit., n° 108 ad art. 82 LP). Dans le même sens, ABBET soutient que le poursuivant peut démontrer qu'il a exécuté ou offert régulièrement d'exécuter sa propre obligation. Se fondant sur la jurisprudence rendue en application de l'art. 82 CO et critiquant lui aussi l'ATF 79 II 280, il précise que l'offre doit en principe être réelle mais qu'une offre verbale d'exécution est en particulier suffisante si la dette du poursuivant est quérable et que le poursuivant n'a pas non plus l'obligation de consigner s'il peut prouver que le poursuivi est en demeure d'accepter la contre-prestation (art.”
“Par ailleurs, la partie qui tombe en demeure du créancier (art. 91 ss CO) ne peut plus se prévaloir de l'exception d'exécution trait pour trait (cf. supra consid. 4.2.1.2; arrêt 4C.236/2002 du 29 octobre 2002 consid. 3; cf. aussi LOERTSCHER/TOLOU, op. cit., n° 3 ad art. 91 CO). L'argument présenté dans l'ATF 79 II 289 selon lequel, si on admettait le contraire, la procédure d'exécution BGE 148 III 145 S. 158 serait, sur ces deux points, plus sévère envers le poursuivi que si le poursuivant l'avait directement actionné au fond ne porte donc manifestement plus. Ensuite, il est admis, tant en doctrine qu'en jurisprudence en application des art. 82 et 91 CO, qu'une offre verbale d'exécution est suffisante, notamment, si la dette est quérable ou si le créancier refuse manifestement d'emblée d'accepter la prestation, à condition toutefois que le créancier soit en mesure de s'exécuter (ATF 119 II 437 consid. 2b; ATF 111 II 463 consid. 5a; arrêt P.719/1980 du 11 novembre 1981 consid. 3c; cf. aussi HOHL, op. cit., n° 8 ad art. 82 CO; LOERTSCHER/TOLOU, op. cit., n° 14 ad art. 91 CO). Ainsi, à la suite de la doctrine qui affirme que le droit des poursuites doit suivre la jurisprudence rendue en application du droit matériel (art. 82 et 91 CO; cf. supra consid. 4.3.2), il faut retenir qu'en matière d'exécution du prix d'une vente immobilière, le poursuivant peut démontrer l'exigibilité de sa créance en prouvant non seulement qu'il a exécuté sa prestation, mais aussi qu'il a régulièrement offert celle-ci, au sens de l'art. 82 CO. Quant à la nature de cette offre, la distinction entre offre verbale et offre réelle n'est pas toujours aisée en matière de vente immobilière. Pratiquement, la portée de l'offre verbale est réduite, étant donné que le créancier doit démontrer son offre régulière selon les moyens de preuve admissibles en procédure de mainlevée, soit par titre (cf. arrêt 5A_1015/2020 du 30 août 2021 consid. 3.2.2). A cet égard, il y a lieu de préciser, à la suite de la doctrine précitée (cf. supra consid. 4.3.2), que, pour démontrer l'exigibilité de sa créance, le poursuivant peut, contrairement à ce qui vaut pour l'existence de la reconnaissance de dette (ATF 145 III 160 consid 5.”
Die Einrede nach Art. 82 OR kann entfallen, wenn der Leistende trotz Kenntnis der Gegenforderung die Arbeiten fortsetzt oder auf die synallagmatische Ausübung verzichtet (sog. Forclusion/Verwirkung).
“du contrat, a contrario). Aussi, le fait que les intimés aient retenu le paiement de l'avant-dernier acompte n'est pas une circonstance extraordinaire ayant eu pour effet de perturber le bon déroulement des travaux. L'appelante est au demeurant forclose à se prévaloir, dans le cadre de la présente procédure, de l'exception tirée de l'art. 82 CO dans la mesure où elle a renoncé à l'exécution synallagmatique du contrat en acceptant de poursuivre les travaux jusqu'à la fin du mois de février 2018 malgré les montants qu'elle estimait lui être dus sur la base du contrat. Pour l'ensemble de ces motifs, l'appelante ne peut être suivie lorsqu'elle prétend que le retard de livraison serait en partie de la responsabilité des intimés.”
“Suite à cet envoi, l'appelante n'a pas procédé à de quelconques travaux de réparation - celle-ci ayant d'ailleurs déjà bénéficié en vain de plusieurs mois pour s'exécuter - et a introduit deux procédures judiciaires à l'encontre des intimés, confirmant ainsi son refus de procéder aux réparations demandées. Compte tenu du refus de l'appelante de procéder aux travaux de réfection et du fait que les intimés avaient laissé plusieurs mois à l'appelante pour procéder aux retouches demandées, ceux-ci n'étaient plus tenus d'impartir un délai à l'appelante pour procéder à la levée des réserves – ce qui aurait été inutile - avant de requérir, à l'occasion de leur écriture du 19 décembre 2016, la moins-value de l'ouvrage. Le grief de l'appelante est ainsi infondé. 7. L'appelante soutient par ailleurs qu'elle n'était pas tenue de procéder aux réparations dans la mesure où les époux B______/C______ étaient en demeure de lui payer ses demandes d'acomptes échues. 7.1 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offert d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (arrêts du Tribunal fédéral 4A_68/2010 du 12 octobre 2010 consid. 3.2.3; 4A_252/2008 du 28 août 2008 consid. 2.2). 7.2 En l'espèce, l'appelante ne saurait se prévaloir de cette exception dans la présente procédure dans la mesure où elle a renoncé à l'exécution synallagmatique du contrat en s'engageant dans son courrier du 18 juin 2015 à procéder aux travaux de réfections malgré les montants qu'elle estimait lui être dus. Ce grief n'est donc pas fondé. 8. L'appelante reproche au Tribunal d'avoir retenu que l'ouvrage présentait une moins-value de 195'984 fr. en se fondant sur le rapport de l'expert Q______. 8.1 Le droit à la réduction du prix au sens de l'art. 169 al. 1 ch. 2 SIA-118 tend à une réduction proportionnelle à la moins-value de l'ouvrage.”
Art. 82 OR kann nach der Rechtsprechung und Lehre in analoger Anwendung auch auf rechtlich getrennte, aber wirtschaftlich eng miteinander verbundene Verpflichtungen zur Anwendung gelangen. In diesen Fällen ist dem Schuldner ein Leistungsverweigerungsrecht bzw. ein persönliches Zurückbehaltungsrecht zugestanden worden. Voraussetzung ist jedoch, dass zwischen den Leistungen ein natürlicher und wirtschaftlich so enger Zusammenhang besteht, dass eine einseitige Erfüllung den Grundsätzen von Treu und Glauben widerspräche; eine solche wirtschaftliche Connexität ist nicht leichtfertig anzunehmen.
“1 Aux termes de l'art. 91 CO, le créancier est en demeure lorsqu'il refuse sans motif légitime d'accepter la prestation qui lui est régulièrement offerte, ou d'accomplir les actes préparatoires qui lui incombent et sans lesquels le débiteur ne peut exécuter son obligation. Le refus du créancier peut également porter sur des actes qu'il doit effectuer lors de l'exécution Il s'agit notamment des actes visés à l'art. 88 à 90 CO, soit de la délivrance d'une quittance ou de la restitution (cas échéant, de l'annulation) du titre de créance (Loertscher/Tolou, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n. 11 ad art. 91 CO). Le débiteur doit offrir d'accomplir sa prestation. En principe, son offre doit être effective, réelle. Le débiteur doit avoir entrepris tout ce qui était nécessaire pour l'exécution de manière à ce que celle-ci ne requière plus que l'acceptation du créancier (ATF 148 III 145 consid. 4.2.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 4C_199/2004 du 11 janvier 2005 consid. 9.1.3.1). 8.1.2 Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). Lorsque les prestations reposent sur des rapports d'obligations différents et économiquement liés, la jurisprudence a toutefois reconnu au débiteur, par analogie avec l'art. 82 CO, le droit de refuser sa prestation en vertu d'un droit de rétention personnel si, de son côté, le créancier ne s'est pas exécuté (Hohl, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n 1 et 9 ad art. 82 CO et les références jurisprudentielles citées : cf.”
“82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). Lorsque les prestations reposent sur des rapports d'obligations différents et économiquement liés, la jurisprudence a toutefois reconnu au débiteur, par analogie avec l'art. 82 CO, le droit de refuser sa prestation en vertu d'un droit de rétention personnel si, de son côté, le créancier ne s'est pas exécuté (Hohl, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n 1 et 9 ad art. 82 CO et les références jurisprudentielles citées : cf. également ATF 128 V 224 consid. 2b; Schroeter, Commentaire bâlois CO I, 7ème éd., 2020, n. 48 à 50 ad art. 82 CO; Weber, Commentaire bernois art. 68-96 CO, 2ème éd., 2005, n. 19 à 29 ad art. 82 CO; Schraner, Commentaire zurichois art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n. 175 à 187 ad art. 82 CO). Pour des raisons de sécurité juridique et des transactions, une connexité économique ne doit pas être admise à la légère. Elle n'est donnée que lorsque les prestations présentent un lien naturel et économique si étroit qu'une exécution unilatérale apparaîtrait contraire aux règles de la bonne foi (Weber, op. cit., n. 28 ad art. 82 CO; Schraner, op. cit., n. 186 ad art. 82 CO). 8.2 Le droit de la cédule hypothécaire a été modifié lors de la révision du 11 décembre 2009, entrée en vigueur le 1er janvier 2012 (RO 2011 4637 ss, p. 4657). Bien que la cédule hypothécaire concernée ait été constituée sous l'ancien droit, elle est toujours valable, de sorte que l'étendue des droits qu'elle confère est régie par le nouveau droit, sous réserve des droits acquis (arrêt du Tribunal fédéral 4A_559/2019 du 12 mai 2020 consid.”
“En conséquence, en l'absence d'accord et de disposition légale réglementant la problématique, il convient d'appliquer les principes légaux résultant de la notion même de garantie fiduciaire. Il est ainsi admis qu'il existe pour le créancier une obligation de restituer la cédule au débiteur lorsque l'ensemble des prestations découlant de la créance de base ont été exécutées. Il y a lieu de considérer, à l'instar de ce que préconise la doctrine pour le remboursement des créances cédulaires et de ce qui a été retenu dans l'arrêt ACJC/1422/2019 de la Cour de justice, que la restitution doit avoir lieu simultanément, une différence de régime entre la créance cédulaire et la créance issue du rapport de base garantie au moyen d'une cédule transférée à titre fiduciaire ne se justifiant pas. En conséquence, l'appelante n'ayant pas donné suite à l'offre des intimées de procéder au paiement de la somme de 280'000 fr. moyennant restitution de la cédule hypothécaire, celles-ci pouvaient légitimement refuser de s'exécuter tant que l'appelante n'exécutait pas ou n'offrait pas d'exécuter sa propre prestation. S'il est exact que l'art. 82 CO ne s'applique qu'aux contrats bilatéraux, une application par analogie de cette disposition doit être admise dans le cas d'espèce. Un lien économique étroit entre la prestation des intimées en remboursement des avances consenties et celle de l'appelante en restitution de la cédule hypothécaire peut en effet être retenu puisqu'il a été jugé que ces prestations devaient être exécutées simultanément. En tout état, le refus des intimées de s'exécuter peut également se justifier en application de l'art. 91 CO. Les intimées ont en effet offert, par courriers des 23 et 13 décembre 2019, de rembourser les avances consenties moyennant restitution de la cédule hypothécaire. Dans la mesure où elle était tenue de procéder à la restitution requise, l'appelante, en refusant cette offre, est tombée en demeure, à l'instar du créancier qui refuse de remettre le titre de créance au débiteur qui paie sa dette. Contrairement à ce que soutient l'appelante, il ne saurait être déduit du fait que les intimées ont, en appel, déclaré être prêtes à s'acquitter du montant de 280'000 fr.”
Bei einem Grundstückskauf ist eine Realoblation/Consignation, wie sie bei beweglichen Sachen denkbar ist, nicht geeignet, die Simultaneität der Leistungen im Sinne von Art. 82 Abs. 1 OR zu gewährleisten. Die Consignation kann nur an beweglichen Sachen stattfinden; es ist daher nicht möglich, die Übergabe einer Liegenschaft etwa durch Aushändigung der Schlüssel gleichwertig zu consignieren. Erst mit der Erfüllung der Lieferpflichten des Verkäufers, namentlich der Übertragung des Eigentums durch Eintragung im Grundbuch (vollständige Leistung), kann der Verkäufer zugleich die Zahlung des Kaufpreises verlangen.
“), kann die Zahlung des Betrags von Fr. 17'000.-- (allenfalls durch Vermittlung des Grundbuchamtes) so erfolgen, dass der Beklagte Louis Küttel erst nach Vollzug der Eintragung des Klägers im Grundbuch über diesen Betrag verfügen kann »), le juge pouvant par exemple ordonner qu’une réquisition ne soit faite au registre foncier qu’une fois le prix payé en ses mains (Koller, Der Grundstückkauf, § 4 no 12 p. 138), ou dans le cadre de conventions entre parties, le vendeur pouvant par exemple s’engager à requérir le transfert sur le vu d’une promesse irrévocable d’une banque de payer le prix de vente, et cette dernière ne remplir sa promesse de payer que lorsque la preuve lui sera donnée que le transfert de propriété aura été inscrit au registre foncier (Koller, Der Grundstückkauf, § 4 nos 12 et 13 p. 139 et les réf. cit.). C’est dire qu’en matière de vente immobilière, il n’est pas possible au vendeur qui offre d’exécuter de faire une offre effective ou réelle (« Realoblation »), au sens où l’entend la jurisprudence sur l’art. 82 al. 1 CO – à l’instar de la consignation en matière de vente mobilière – qui soit susceptible de garantir la simultanéité de ses prestations avec la prestation de l’acquéreur en paiement du prix. En particulier, du fait que la consignation ne peut avoir lieu que sur des objets mobiliers, il n’est pas possible de consigner une maison en remettant les clés de celle-ci (Weber, op. cit., n. 72 et 78 ad art. 92 OR pp. 522-523 et les références citées). Ce n’est donc qu’en cas d’exécution (soit d’exécution parfaite : Hohl, in Thévenoz/Werro (éd.), Commentaire romand, Code des obligations, tome I [ci-après : CR-CO I], 2e éd. 2012, n. 8 ad art. 82 CO p. 667), c’est-à-dire lorsque les obligations du vendeur de livrer la chose et d’en transférer la propriété à l’acquéreur par l’inscription au registre foncier auront été remplies qu’il sera en droit, simultanément, de réclamer le paiement du prix de vente (Giger, op. cit, n. 146 ad art. 184 OR ; Koller, Basler Kommentar OR I, n. 90-91 ad art. 184 OR pp. 1265-1266 et les références).”
“), kann die Zahlung des Betrags von Fr. 17'000.-- (allenfalls durch Vermittlung des Grundbuchamtes) so erfolgen, dass der Beklagte Louis Küttel erst nach Vollzug der Eintragung des Klägers im Grundbuch über diesen Betrag verfügen kann »), le juge pouvant par exemple ordonner qu’une réquisition ne soit faite au registre foncier qu’une fois le prix payé en ses mains (Koller, Der Grundstückkauf, § 4 no 12 p. 138), ou dans le cadre de conventions entre parties, le vendeur pouvant par exemple s’engager à requérir le transfert sur le vu d’une promesse irrévocable d’une banque de payer le prix de vente, et cette dernière ne remplir sa promesse de payer que lorsque la preuve lui sera donnée que le transfert de propriété aura été inscrit au registre foncier (Koller, Der Grundstückkauf, § 4 nos 12 et 13 p. 139 et les réf. cit.). C’est dire qu’en matière de vente immobilière, il n’est pas possible au vendeur qui offre d’exécuter de faire une offre effective ou réelle (« Realoblation »), au sens où l’entend la jurisprudence sur l’art. 82 al. 1 CO – à l’instar de la consignation en matière de vente mobilière – qui soit susceptible de garantir la simultanéité de ses prestations avec la prestation de l’acquéreur en paiement du prix. En particulier, du fait que la consignation ne peut avoir lieu que sur des objets mobiliers, il n’est pas possible de consigner une maison en remettant les clés de celle-ci (Weber, op. cit., n. 72 et 78 ad art. 92 OR pp. 522-523 et les références citées). Ce n’est donc qu’en cas d’exécution (soit d’exécution parfaite : Hohl, in Thévenoz/Werro (éd.), Commentaire romand, Code des obligations, tome I [ci-après : CR-CO I], 2e éd. 2012, n. 8 ad art. 82 CO p. 667), c’est-à-dire lorsque les obligations du vendeur de livrer la chose et d’en transférer la propriété à l’acquéreur par l’inscription au registre foncier auront été remplies qu’il sera en droit, simultanément, de réclamer le paiement du prix de vente (Giger, op. cit, n. 146 ad art. 184 OR ; Koller, Basler Kommentar OR I, n. 90-91 ad art. 184 OR pp. 1265-1266 et les références).”
Art. 82 OR ist als Modalität der Vertragserfüllung zu verstehen: Die Bestimmung betrifft Leistungen, die in einem synallagmatischen Austauschverhältnis stehen (gegenseitige Abhängigkeit) und regelt, dass der Gläubiger die Durchsetzung seiner Forderung grundsätzlich davon abhängig machen darf, dass er selbst erfüllt hat oder die Erfüllung anbietet; ausgenommen sind Fälle, in denen wegen Inhalt oder Natur des Vertrags die eigene Leistung erst später fällig ist.
“Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). En ce sens, l'art. 82 CO est une modalité d'exécution du contrat. En vertu de l'art. 895 al. 1 CC, le créancier qui, du consentement du débiteur, se trouve en possession de choses mobilières appartenant à ce dernier, a le droit de les retenir jusqu'au paiement, à la condition que sa créance soit exigible et qu'il y ait un rapport naturel de connexité entre elle et l'objet retenu.”
“Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). En ce sens, l'art. 82 CO est une modalité d'exécution du contrat. En vertu de l'art. 895 al. 1 CC, le créancier qui, du consentement du débiteur, se trouve en possession de choses mobilières appartenant à ce dernier, a le droit de les retenir jusqu'au paiement, à la condition que sa créance soit exigible et qu'il y ait un rapport naturel de connexité entre elle et l'objet retenu.”
“Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, muss gemäss Art. 82 OR entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbie- ten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst spä- ter zu erfüllen hat. Die Anwendung der Bestimmung setzt grundsätzlich einen vollkommen zweiseitigen Vertrag voraus, in dem die Leistungspflichten in einem Austauschverhältnis stehen und ihre Grundlage in einem einheitlichen Rechtsver- hältnis haben (U LRICH G. SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 7. Aufl. 2020, Art. 82 N 9 ff., 24 ff.).”
Eine wirtschaftliche Connexität im Sinn einer analogen Anwendung von Art. 82 OR ist zurückhaltend anzuerkennen. Sie liegt nur vor, wenn die Leistungen verschiedener Verpflichtungsverhältnisse einen natürlichen und so engen wirtschaftlichen Zusammenhang aufweisen, dass eine einseitige Erfüllung den Grundsätzen von Treu und Glauben widerspräche. Aus Gründen der Rechtssicherheit ist die Connexität nicht leichtfertig zu bejahen.
“Lorsque les prestations reposent sur des rapports d'obligations différents et économiquement liés, la jurisprudence a toutefois reconnu au débiteur, par analogie avec l'art. 82 CO, le droit de refuser sa prestation en vertu d'un droit de rétention personnel si, de son côté, le créancier ne s'est pas exécuté (Hohl, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n 1 et 9 ad art. 82 CO et les références jurisprudentielles citées : cf. également ATF 128 V 224 consid. 2b; Schroeter, Commentaire bâlois CO I, 7ème éd., 2020, n. 48 à 50 ad art. 82 CO; Weber, Commentaire bernois art. 68-96 CO, 2ème éd., 2005, n. 19 à 29 ad art. 82 CO; Schraner, Commentaire zurichois art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n. 175 à 187 ad art. 82 CO). Pour des raisons de sécurité juridique et des transactions, une connexité économique ne doit pas être admise à la légère. Elle n'est donnée que lorsque les prestations présentent un lien naturel et économique si étroit qu'une exécution unilatérale apparaîtrait contraire aux règles de la bonne foi (Weber, op. cit., n. 28 ad art. 82 CO; Schraner, op. cit., n. 186 ad art. 82 CO). 8.2 Le droit de la cédule hypothécaire a été modifié lors de la révision du 11 décembre 2009, entrée en vigueur le 1er janvier 2012 (RO 2011 4637 ss, p. 4657). Bien que la cédule hypothécaire concernée ait été constituée sous l'ancien droit, elle est toujours valable, de sorte que l'étendue des droits qu'elle confère est régie par le nouveau droit, sous réserve des droits acquis (arrêt du Tribunal fédéral 4A_559/2019 du 12 mai 2020 consid. 2; cf. Steinauer, La cédule hypothécaire, Les obligations foncières, 2016, respectivement en allemand, Zürcher Kommentar, Der Schuldbrief, Die Anleihensobligationen mit Grundpfandrecht, 2ème éd., 2015, nos 25 ss ad Remarques liminaires). 8.2.1 Sous l'ancien comme sous le nouveau droit, la cédule hypothécaire est une créance personnelle garantie par un gage immobilier (art. 842 aCC et art. 842 al. 1 CC). La cédule sur papier est un papier-valeur qui incorpore à la fois la créance et le droit de gage immobilier, qui en est l'accessoire (ATF 144 III 29 consid.”
“82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Selon le texte même de l'art. 82 CO, cette disposition s'applique aux contrats bilatéraux; elle vise directement les prestations d'un seul et même contrat synallagmatique promises l'une en échange de l'autre, soit celles qui dépendent l'une de l'autre pour leur naissance et leur exécution (ATF 128 V 224 consid. 2b; 116 III 70 consid. 3b; 107 II 411 consid. 1). Lorsque les prestations reposent sur des rapports d'obligations différents et économiquement liés, la jurisprudence a toutefois reconnu au débiteur, par analogie avec l'art. 82 CO, le droit de refuser sa prestation en vertu d'un droit de rétention personnel si, de son côté, le créancier ne s'est pas exécuté (Hohl, Commentaire romand CO I, 3ème éd., 2021, n 1 et 9 ad art. 82 CO et les références jurisprudentielles citées : cf. également ATF 128 V 224 consid. 2b; Schroeter, Commentaire bâlois CO I, 7ème éd., 2020, n. 48 à 50 ad art. 82 CO; Weber, Commentaire bernois art. 68-96 CO, 2ème éd., 2005, n. 19 à 29 ad art. 82 CO; Schraner, Commentaire zurichois art. 68-96 OR, 3ème éd., 2000, n. 175 à 187 ad art. 82 CO). Pour des raisons de sécurité juridique et des transactions, une connexité économique ne doit pas être admise à la légère. Elle n'est donnée que lorsque les prestations présentent un lien naturel et économique si étroit qu'une exécution unilatérale apparaîtrait contraire aux règles de la bonne foi (Weber, op. cit., n. 28 ad art. 82 CO; Schraner, op. cit., n. 186 ad art. 82 CO). 8.2 Le droit de la cédule hypothécaire a été modifié lors de la révision du 11 décembre 2009, entrée en vigueur le 1er janvier 2012 (RO 2011 4637 ss, p. 4657). Bien que la cédule hypothécaire concernée ait été constituée sous l'ancien droit, elle est toujours valable, de sorte que l'étendue des droits qu'elle confère est régie par le nouveau droit, sous réserve des droits acquis (arrêt du Tribunal fédéral 4A_559/2019 du 12 mai 2020 consid. 2; cf. Steinauer, La cédule hypothécaire, Les obligations foncières, 2016, respectivement en allemand, Zürcher Kommentar, Der Schuldbrief, Die Anleihensobligationen mit Grundpfandrecht, 2ème éd.”
Art. 82 OR kann ausnahmsweise auch auf Nebenleistungspflichten Anwendung finden, wenn die wechselseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen und die Hauptleistung ohne die betreffende Nebenleistung praktisch wertlos wäre.
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E. 1 S. 413). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Nebenleistungspflichten denkbar (Urteile 4A_308/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 2.5; 5A_367/2007 vom 15. Oktober 2007 E. 3.2; 4C.217/2002 vom 24. Juni 2003 E. 3.1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog.”
“Rechtliche Grundlagen Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Die Norm begründet ein Leistungsverweigerungsrecht. Es handelt sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zu- rückhalten darf (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) (S CHROETER, BSK OR I, 7. Aufl., 2019, N 2 zu Art. 82). Das Eingreifen von Art. 82 OR setzt voraus, dass ein vollkommen zweiseitiger (synallagmatischer) Vertrag vorliegt, dass die Leistungen der beiden Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (SCHROETER, a.a.O., N 9, 24). Art. 82 OR ist nicht per se auf Hauptleistungspflichten beschränkt, sondern kann auch auf Nebenpflichten anwendbar sein, wenn die Hauptleistungspflicht ohne diese praktisch wertlos ist (SCHROETER, a.a.O., N 25). - 11 - Der fordernde Gläubiger hat den Bestand des Rechtsverhältnisses, die schuldne- rische Leistungspflicht und die Fälligkeit der Leistung darzulegen und zu bewei- sen; seine vertragsgemässe Erfüllung muss er dann nachweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art. 82 OR erhoben hat (S CHROETER, a.a.O., N. 52). Der Gläubiger kann eine ihm zustehende Forderung ohne Einwilligung des Schuldners an einen anderen abtreten, soweit nicht Gesetz, Vereinbarung oder Natur des Rechtsverhältnisses entgegenstehen (Art.”
Der Anspruchsgegner hat darzulegen, dass die von ihm ins Feld geführten Leistungen in einem reziproken Verhältnis zur geltend gemachten Forderung stehen, und das Ausmass der gerechtfertigten Zurückbehaltung glaubhaft zu machen; es genügt hierfür in der Regel die Plausibilisierung (nicht strenge Beweisführung).
“del 28 marzo 2023 consid. 5.1.2; DTF 145 III 25 consid. 4.3.2 limitatamente all’eccezione d’inadempimento; DTF 149 III 310 consid. 5.2.2, implicitamente per i difetti che ricadono sotto l’art. 82 CO). Spetta al convenuto rendere verosimile che le prestazioni per cui invoca l’eccezione dell’art. 82 CO si trovano in un rapporto di reciprocità con la pretesa posta in esecuzione (sentenze della CEF”
“Les conditions générales font alors partie intégrante du contrat (ATF 133 III 675 consid. 3.3). 2.1.3 Le poursuivi peut se prévaloir de tous les moyens de droit civil – exceptions ou objections – qui infirment la reconnaissance de dette (ATF 145 III 20 consid. 4.1.2 et la référence; 131 III 268 consid. 3.2). Le poursuivi n'a pas à apporter la preuve absolue (ou stricte) de ses moyens libératoires, mais seulement à les rendre vraisemblables, en principe par titre (art. 254 al. 1 CPC; ATF 145 III 20 consid. 4.1.2 et la référence). Le juge n'a pas à être persuadé de l'existence des faits allégués; il doit, en se fondant sur des éléments objectifs, avoir l'impression qu'ils se sont produits, sans exclure pour autant la possibilité qu'ils se soient déroulés autrement (ATF 142 III 720 consid. 4.1 et la référence). Lorsque, pour faire échec à la mainlevée fondée sur un contrat bilatéral, le poursuivi allègue que le poursuivant, qui doit prester en premier, n'a pas ou pas correctement exécuté sa propre prestation (exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO), la mainlevée ne peut être accordée que si le créancier est en mesure de prouver immédiatement le contraire (ATF 136 III 627 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2; 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.2 et 3.3 [en matière de prêt]; 5A_367/2007 du 15 octobre 2007 consid. 3.1; Krauskopf, La mainlevée provisoire: quelques jurisprudences récentes, in JdT 2008 II 23 ss, p. 35). 2.2 En l'espèce, la recourante reproche au Tribunal d'avoir retenu que le contrat avait été suspendu d'un commun accord entre les parties. Ce grief est fondé. En effet, aucun élément du dossier ne rend vraisemblable ce fait. Si l'intimé a certes adressé un courrier électronique en ce sens à la recourante en juillet 2020, il ne résulte pas du dossier que la recourante aurait accepté de suspendre les effets du contrat. Au contraire, la recourante a adressé deux factures à l'intimé, relatives aux périodes du 15 juillet 2020 au 14 janvier 2021 et du 15 janvier 2021 au 14 janvier 2022.”
Im Betreibungsrecht ist bei einem zweiseitigen Vertrag die Behörde von Amtes wegen darauf zu prüfen, ob der Verfolgende seine eigene Leistung erfüllt oder angeboten hat; dies gehört zur Prüfung der Exigibilität des Titels für die provisorische Rechtsöffnung. Ein schriftlicher Vertrag kann grundsätzlich zur provisorischen Rechtsöffnung berechtigen, sofern die Bedingungen der Exigibilität erfüllt sind und der Verfolgende nachweist, dass er die ihm obliegende Leistung erfüllt oder angeboten hat (bei Kaufverträgen z.B. Lieferung oder Konsignation der verkauften Sache).
“Constitue une reconnaissance de dette au sens de cette disposition, en particulier, l'acte sous seing privé, signé par le poursuivi - ou son représentant -, d'où ressort sa volonté de payer au poursuivant, sans réserve ni condition, une somme d'argent déterminée, ou aisément déterminable, et exigible (ATF 148 III 145 consid. 4.1.1 ; 145 III 20 consid. 4.1.1; 139 III 297 consid. 2.3.1). Il appartient au poursuivant de prouver l'exigibilité de la dette (ATF 145 III 20 consid. 4.3.2). Le poursuivi ne peut opposer l'inexigibilité de sa dette que s'il peut se prévaloir de l'art. 82 CO (ATF 148 III 145 consid. 4.1.1). a) Aux termes de l'art. 82 CO, celui qui poursuit l'exécution d'un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d'exécuter sa propre obligation, à moins qu'il ne soit au bénéfice d'un terme d'après les clauses ou la nature du contrat. Dans le contrat de vente, en application de ces règles, le Tribunal fédéral retient que le vendeur n'est pas obligé de fournir sa prestation avant l'acheteur pour rendre le prix exigible. Il suffit qu'il offre sa prestation, en ce sens qu'il peut disposer de la chose et la remettre trait pour trait à l'acheteur moyennant le paiement du prix de vente (ATF 148 III 145 consid. 4.2.2.2 ; ATF 129 III 535 consid. 3.2.1; TF 4C.104/2004 du 2 juin 2004 consid. 6.2). L’art. 82 CO donne au débiteur une exception dilatoire lui permettant de ne pas exécuter sa prestation tant que son cocontractant n'a pas exécuté ou n'offre pas d'exécuter la sienne. Le créancier peut se contenter d'ouvrir action contre le débiteur afin que celui-ci lui fournisse inconditionnellement sa prestation ; il appartient alors au débiteur de soulever l'exception d'inexécution de la prestation (ATF 148 III 145 consid. 4.2.3 ; ATF 127 III 199 consid. 3a ; 123 III 16 consid. 2b ; TF 5A_65/2020 du 7 juillet 2020 consid. 5.2.1 ; 4A_533/2013 du 27 mars 2014 consid. 6.2, résumé in JdT 2015 II p. 179). b) En droit des poursuites, au vu de cette théorie et malgré le fait qu'il appartient au débiteur de soulever l'exception dans le procès au fond, un contrat bilatéral justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité de sa créance. Dès lors que le débiteur poursuivi se prévaut d'une inexécution - ce qu’il ne lui incombe pas de faire, mais qu’il a la faculté de faire en procédure de mainlevée - l'opposition ne peut être levée que si le créancier poursuivant démontre avoir exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation (ATF 145 III 20 consid.”
“Un contrat écrit justifie en principe la mainlevée provisoire de l'opposition pour la somme d'argent incombant au poursuivi lorsque les conditions d'exigibilité de la dette sont établies et, en particulier dans les contrats bilatéraux, lorsque le poursuivant prouve avoir exécuté les prestations dont dépend l'exigibilité (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_39/2023 du 24 février 2023 consid. 5.2.3: 5A_940/2020 du 27 janvier 2021 consid. 3.2.1). Dans un contrat bilatéral, la question de la fourniture de la prestation du poursuivant ne constitue donc pas à un moyen libératoire au sens de l'art. 82 al. 2 LP que le débiteur devrait rendre vraisemblable. Elle relève de la contestation d'une exigence mise à l'admission d'un contrat bilatéral parfait comme titre de mainlevée provisoire au sens de l'art. 82 al. 1 LP (ATF 145 III 20 consid. 4.3.2 et 4.3.3; arrêt du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5). Ainsi, lorsque, pour faire échec à la mainlevée fondée sur un contrat bilatéral, le poursuivi allègue que le poursuivant, qui doit prester en premier, n'a pas ou pas correctement exécuté sa propre prestation (exception d'inexécution au sens de l'art. 82 CO) et que son affirmation n'est pas sans consistance, la mainlevée ne peut être accordée que si le créancier est en mesure de prouver immédiatement le contraire (ATF 136 III 627 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_446/2018 du 25 mars 2019 consid. 5; 5A_465/2014 du 20 août 2014 consid. 7.2.1.2; 5A_326/2011 du 6 septembre 2011 consid. 3.2 et 3.3 Abbet/Veuillet, La mainlevée de l'opposition, 2ème éd., 2022, n. 147 s ad art. 82 LP). 2.1.2 Le contentieux de la mainlevée de l'opposition (art. 80 ss LP) est une procédure sur pièces ("Urkundenprozess") (art. 254 al. 1 CPC), dont le but n'est pas de constater la réalité d'une créance, mais l'existence d'un titre exécutoire. Le juge de la mainlevée examine uniquement la force probante du titre produit par le créancier poursuivant, sa nature formelle, et non pas la validité de la prétention déduite en poursuite (ATF 145 III 160 consid. 5.1; 142 III 720 consid. 4.1.1). Le prononcé de mainlevée ne sortit que des effets de droit des poursuites et ne fonde pas l'exception de chose jugée (res judicata) quant à l'existence de la créance (ATF 148 III 225 consid.”
“Un contrat bilatéral ne vaut ainsi reconnaissance de dette que si le poursuivant a rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont il requiert le recouvrement, ou au moment de ce paiement, c'est-à-dire s'il a exécuté ou offert d'exécuter sa propre prestation en rapport d'échange. Plus particulièrement, un contrat de vente ordinaire constitue un titre de mainlevée provisoire pour le montant du prix échu pour autant que la chose vendue ait été livrée ou consignée lorsque le prix était payable d'avance ou au comptant (ATF 145 III 20 consid. 4.1.1 et les références). Dans cet arrêt, le Tribunal fédéral ne s'est pas référé à l'ATF 79 II 280 précité, mais fondé sur des arrêts non publiés qui ne le mentionnaient pas non plus, ainsi que sur GILLIÉRON dont l'avis est exposé ci-dessous. Enfin, dans un arrêt postérieur, le Tribunal fédéral a affirmé que la solution consacrée dans cet ATF 145 III 20 est fondée sur la théorie de l'exception telle que consacrée en droit matériel à l'art. 82 CO (arrêt 5A_65/2020 du 7 juillet 2020 consid. 5.2.1, in RSPC 2020 p. 483).”
Auch Monopol- oder öffentlich-rechtliche Versorgungsbetriebe können ihre Leistungen bei unterbliebener Gegenleistung zurückhalten; daraus ergibt sich kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf kostenlose bzw. umfassende Versorgung ohne Zahlung der gebühren- oder preispflichtigen Gegenleistung.
“Vor diesem Hintergrund steht die gesetzliche Regelung. Die Einstellung einer Leistung bei unterbliebener Gegenleistung entspricht einem Fundamentalprinzip des Privatrechts wie auch der gesamten Rechtsordnung. Gemäss Art. 82 des Obligationenrechts (OR, SR 220) kann jede Partei eines zweiseitigen Vertrages beim Verzug der Gegenpartei ihre eigene Leistung zurückhalten. Dies gilt über Art. 82 OR hinaus auch dann, wenn die Leistungen nicht in einem synallagmatischen Austauschverhältnis stehen (VGE VD.2009.214 vom 22. Januar 2010 E. 4.4). Auch ein Monopolbetrieb ist grundsätzlich weder verpflichtet noch gehalten, seine Leistungen ohne Gegenleistung zu erbringen. Es besteht daher kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf umfassende Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch den Staat ohne Erbringung einer Gegenleistung durch Bezahlung der entsprechenden Gebühren und Preise (VGE VD.2009.614 vom 22. Januar 2010 E. 4.3). Die Regeln des Obligationenrechts können bei Vertragsverletzungen auch im öffentlichen Recht als Ausdruck allgemeiner Rechtsgrundsätze herangezogen werden (VGE VD.2015.178 vom 24. Mai 2016 E. 3.4.1 mit Hinweis auf Müller-Tschumi, Leistungsstörungen bei verwaltungsrechtlichen Verträgen, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Der verwaltungsrechtliche Vertrag in der Praxis, S. 57, 59 und 82 mit Verweis auf die Lehre sowie die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 122 I 328 E. 7b S.”
Nach dem zitierten Entscheid ist die Klägerin/Antragstellerin in Bezug auf die Einrede des nicht erfüllten Vertrags (Art. 82 OR) ausgeschlossen, weil sie trotz von ihr geltend gemachter Forderungen die Arbeiten bis Ende Februar 2018 fortgesetzt und damit auf die Ausübung der synallagmatischen Einrede verzichtet hat.
“du contrat, a contrario). Aussi, le fait que les intimés aient retenu le paiement de l'avant-dernier acompte n'est pas une circonstance extraordinaire ayant eu pour effet de perturber le bon déroulement des travaux. L'appelante est au demeurant forclose à se prévaloir, dans le cadre de la présente procédure, de l'exception tirée de l'art. 82 CO dans la mesure où elle a renoncé à l'exécution synallagmatique du contrat en acceptant de poursuivre les travaux jusqu'à la fin du mois de février 2018 malgré les montants qu'elle estimait lui être dus sur la base du contrat. Pour l'ensemble de ces motifs, l'appelante ne peut être suivie lorsqu'elle prétend que le retard de livraison serait en partie de la responsabilité des intimés.”
Art. 82 OR setzt ein vollkommen zweiseitiges (synallagmatisches) Vertragsverhältnis voraus; die gegenseitigen Leistungen müssen in einem Austauschverhältnis zueinander stehen. Der Gläubiger, der die Leistung einfordert, hat den Bestand des Rechtsverhältnisses, die schuldnerische Leistungspflicht und die Fälligkeit darzulegen und zu beweisen. Erhebt der Schuldner die Einrede des nicht erfüllten Vertrags (Art. 82 OR), so hat der Gläubiger sodann die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner Leistung nachzuweisen.
“82 OR weicht vom Prinzip ab, wonach den Beweisbelasteten auch die (objektive) Behauptungslast trifft. Der Schuldner hat nämlich zu behaupten, dass der Gläubiger die Leistung weder erbracht noch gehörig angeboten hat, und dieser hat anschliessend zu beweisen, dass er seine Leistung erfüllt oder gehörig angeboten hat (FABIENNE HOHL, in: Commentaire romand, Code des obligations I, 3. Aufl. 2021, N. 11 zu Art. 82 OR). Hingegen führt Art. 82 OR zu keiner Umkehr der Beweislast. Die allgemeine Regel von Art. 8 ZGB gilt: Es obliegt zunächst dem Gläubiger, der seine Forderung durchsetzen will, die Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, die den Bestand seiner Forderung feststellen lassen. Der Schuldner, welcher die Einrede des nicht erfüllten Vertrags erhebt, hat den Bestand seiner Gegenforderung zu beweisen. Es obliegt anschliessend dem Gläubiger, die Erfüllung oder das gehörige Angebot seiner eigenen Leistung nachzuweisen, was auch bedeutet, dass er die Folgen der Beweislosigkeit trägt (HOHL, a.a.O., N. 11 zu Art. 82 OR; zit. Urteil 4A_262/2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Das Leistungsverweigerungsrecht setzt allerdings voraus, dass die gegenseitigen Leistungen in einem Austauschverhältnis stehen. In der Regel besteht ein solches nur zwischen den Hauptleistungspflichten, nicht jedoch in Hinblick auf die Nebenleistungspflichten (Urteil 5P.69/2004 vom 14. April 2004 E. 4.1; vgl. auch BGE 122 IV 322 E. 3b; 107 II 411 E. 1 S. 413). Ausnahmsweise ist die Anwendung von Art. 82 OR aber auch im Hinblick auf Nebenleistungspflichten denkbar (Urteile 4A_308/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 2.5; 5A_367/2007 vom 15. Oktober 2007 E. 3.2; 4C.217/2002 vom 24. Juni 2003 E. 3.1; je mit Hinweisen), namentlich wenn die Hauptleistung bei Nichterfüllung der Nebenleistungspflicht praktisch wertlos wäre (zit. Urteil 5A_367/2007 E. 3.2; SCHROETER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 26 zu Art. 82 OR; WEBER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2005, N. 91 zu Art. 82 OR; je mit Hinweisen). Gegen die Annahme eines Austauschverhältnisses spricht sich ein Teil der Lehre bei den sog.”
“Rechtliche Grundlagen Wer bei einem zweiseitigen Vertrag den andern zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Die Norm begründet ein Leistungsverweigerungsrecht. Es handelt sich um eine aufschiebende Einrede des Schuldners mit der Wirkung, dass dieser die von ihm geforderte Leistung bis zur Erbringung oder Anbietung der Gegenleistung zu- rückhalten darf (Einrede des nicht erfüllten Vertrages) (S CHROETER, BSK OR I, 7. Aufl., 2019, N 2 zu Art. 82). Das Eingreifen von Art. 82 OR setzt voraus, dass ein vollkommen zweiseitiger (synallagmatischer) Vertrag vorliegt, dass die Leistungen der beiden Parteien in einem Austauschverhältnis zueinander stehen und dass keine der Parteien vorleistungspflichtig ist (SCHROETER, a.a.O., N 9, 24). Art. 82 OR ist nicht per se auf Hauptleistungspflichten beschränkt, sondern kann auch auf Nebenpflichten anwendbar sein, wenn die Hauptleistungspflicht ohne diese praktisch wertlos ist (SCHROETER, a.a.O., N 25). - 11 - Der fordernde Gläubiger hat den Bestand des Rechtsverhältnisses, die schuldne- rische Leistungspflicht und die Fälligkeit der Leistung darzulegen und zu bewei- sen; seine vertragsgemässe Erfüllung muss er dann nachweisen, wenn der Schuldner die Einrede nach Art. 82 OR erhoben hat (S CHROETER, a.a.O., N. 52). Der Gläubiger kann eine ihm zustehende Forderung ohne Einwilligung des Schuldners an einen anderen abtreten, soweit nicht Gesetz, Vereinbarung oder Natur des Rechtsverhältnisses entgegenstehen (Art.”
Bei zweiseitigen Verträgen greift die Ausnahme der nicht erfüllten Gegenleistung (exceptio non adimpleti contractus): Wer die Erfüllung der Gegenpartei verlangt, muss seine eigene Leistung bereits erbracht oder zumindest angeboten haben. Die Leistungen sind in der Regel simultan zu erbringen; der Gläubiger trägt die Darlegungslast dafür, dass er vorgeleistet oder die Leistung angeboten hat. Beispielhaft wurde dies im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der Übertragungsrequisition beim Grundstückskauf bestätigt: Wird diese Pflicht nicht erfüllt, kann die Gegenleistung zurückbehalten werden.
“82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. L’art. 82 CO accorde au débiteur une exception dilatoire, que l’on appelle exception d’inexécution ou « exceptio non adimpleti contractus » qui lui permet de retenir la prestation réclamée jusqu’à l’exécution ou l’offre d’exécution de la contre-prestation. Une fois que cette exception a été invoquée par le débiteur, il appartient au créancier de prouver qu’il a exécuté ou offert d’exécuter sa propre prestation (PIGUET, op. cit., 59 ad. art. 20). L’art. 82 CO régit l’exécution des obligations réciproques dues en vertu d’un contrat bilatéral parfait. Celles-ci doivent être exécutées simultanément. Leurs obligations s’inscrivent dans un rapport d’échange. Le débiteur de la prime ne peut être mis en demeure de payer la prime lorsque l’assureur n’exécute ou n’offre pas d’exécuter sa propre obligation découlant du contrat d’assurance. Aux termes de l’art. 82 CO, celui qui poursuit l’exécution d’un contrat bilatéral doit avoir exécuté ou offrir d’exécuter sa propre obligation, à moins qu’il ne soit au bénéfice d’un terme d’après les clauses ou la nature du contrat. Cette exception est sans portée si les prestations réciproques sont de même nature, car dans ce cas en effet elles s’éteignent par compensation (Fabienne HOHL, Commentaire romand CO, n. 1 et 6 ad art. 82). 5.3 En l’espèce, la sommation adressée le 19 février 2019 par la défenderesse à la demanderesse la priait de payer l’arriéré de prime, dont le montant était spécifié, de même que le montant des frais de sommation. Elle précisait que le paiement devait être effectué dans le délai de sommation de quatorze jours. Elle informait la demanderesse des conséquences d’un paiement tardif, en particulier du fait que sa couverture d’assurance serait suspendue, en ce sens qu’aucune prestation ne lui serait versée pour tout sinistre après ce délai. Le délai de sommation a commencé à courir avec l’envoi de la sommation, soit dès le 19 février 2019.”
“« Au vu de cette date, le transfert de propriété et le paiement de l’intégralité du prix de vente et de la provision pour frais d’achat devaient intervenir dans les 30 jours »), et que le prix pouvait être payé le 11 juin 2019 (« Conformément au chapitre II, chiffre 10, du pacte d’emption, (ce prix) était payable au jour de la signature de la réquisition de transfert immobilier » ; il était payable « valeur 11 juin 2019 au plus tard »). Quant au montant de 236'000 fr., les recourants ne soutiennent pas que son paiement devait intervenir avant la passation de l’acte prévue le 11 juin 2019. A raison, dès lors que, à l’instar du prix de vente, il ressort du texte de l’acte que ce montant était payable « pour le jour de la réquisition de transfert immobilier, pour être consigné sous la responsabilité du notaire ». Dans ces conditions, les prestations en cause devaient être exécutées trait pour trait, le lieu de l’exécution au sens de l’art. 74 CO étant l’étude du notaire et le terme stipulé au sens de l’art. 75 CO étant le 11 juin 2019 (sur l’exécution trait pour trait, cf. en outre Schraner, op. cit., n. 103 ad art. 82 OR p. 236). Il s’ensuit que les recourants échouent, alors que le fardeau de cette preuve leur incombait en tant que créanciers, à prouver que l’intimée devait prester en premier. Par conséquent, la jurisprudence constante que le Tribunal fédéral a rendue en matière de mainlevée provisoire et de contrats bilatéraux doit s’appliquer. 1.4.3 1.4.3.1 Pour que le pacte d’emption vaille reconnaissance de dette pour le montant du prix de vente il faudrait, selon cette jurisprudence (cf. Principes juridiques consid 1.1), que les recourants poursuivants « aient rempli ou garanti les obligations légales ou contractuelles exigibles avant le paiement dont ils requièrent le recouvrement ». Or, leur obligation était, d’après le pacte d’emption, de signer la réquisition de transfert ce qui aurait entraîné – ce qui ne dépend pas d’eux - l’inscription au grand livre et, partant, le transfert de propriété. Cette obligation n’a pas été remplie. Il ne ressort pas non plus des pièces au dossier que cette obligation aurait d’une quelconque manière été garantie avant le dépôt de la réquisition de poursuite.”
Lehnt der Gläubiger eine vertragsgemäss angebotene Leistung ohne legitimen Grund ab, steht ihm die Einrede nach Art. 82 OR nicht zu; nach Art. 91 CO fällt der Gläubiger in Verzug, wenn er eine ordnungsgemäss angebotene Leistung unbegründet nicht annimmt. Der Anspruchsteller muss darlegen, dass er die Leistung erbracht oder ordnungsgemäss angeboten hat und dass die Annahme ohne legitimen Grund verweigert wurde.
“Das Gericht kann das Verfahren sistieren, wenn dies zweckmässig er- scheint. Letzteres ist namentlich der Fall, wenn der Entscheid vom Ausgang eines anderen Verfahrens abhängig ist (Art. 126 Abs. 1 ZPO). Wer bei einem zweiseiti- gen Vertrag den anderen zur Erfüllung anhalten will, muss entweder bereits erfüllt haben oder die Erfüllung anbieten, es sei denn, dass er nach dem Inhalt oder der Natur des Vertrages erst später zu erfüllen hat (Art. 82 OR). Lehnt der Schuldner die vertragsgemäss angebotene Gläubigerleistung ab, so kann er sich nicht auf Art. 82 OR berufen (BSK OR I-Schroeter, Art. 82 N 40). In prozessualer Hinsicht ist zu beachten, dass der Urteilsschuldner im Vollstreckungsverfahren nur sehr be- schränkt Einwendungen vorbringen kann. Es entspricht nicht dem Wesen des sum- marischen Vollstreckungsverfahrens, über heikle materiellrechtliche Fragen bzw. Fragen, bei denen das gerichtliche Ermessen eine wichtige Rolle spielt, zu befinden (BGer 4A_432/2019 vom 13. Dezember 2019, E. 3.3.2). Die Gegenleistung ist im Erkenntnisentscheid bzw. Vergleich hinreichend genau zu umschreiben, damit das Vollstreckungsgericht nur vergleichen muss, ob die im Erkenntnis bzw. Vergleich bezeichnete Leistung mit der angebotenen Leistung übereinstimmt (M. Huber, Die Vollstreckung von Urteilen nach der Schweizerischen ZPO, Diss. Basel 2016, Rz. 98). Der Entscheid des Vollstreckungsgerichts hat rein vollstreckungsrechtliche Bedeutung.”
“L’art. 82 LEF contiene solo due capoversi. Dal profilo processuale è pertanto difficile immaginare una terza ipotesi accanto all’obbligo dell’escutente di dimostrare l’esistenza di un titolo di rigetto del-l’opposizione (cpv. 1) e quello dell’escusso di rendere verosimili eccezioni che infirmino tale titolo (cpv. 2). Il problema evocato dalla reclamante è in realtà un altro. È quello delle condizioni materiali perché l’eccezione dell’art. 82 CO possa essere accolta. Al riguardo la giurisprudenza ha già avuto modo di precisare che secondo l’art. 91 CO, il creditore cade in mora se rifiuta senza motivo legittimo di accettare la prestazione che gli è offerta regolarmente, con la conseguenza, in un contratto sinallagmatico, d’impedirgli di eccepire l’inesecuzione della controprestazione giusta l’art. 82 CO (DTF 148 III 149 consid. 4.2.1.2), ciò che costituirebbe un abuso manifesto di diritto (cfr. sentenza della CEF 14.2022.10/40 del 6 luglio 2022 consid. 6.1.2). Onde contrastare con successo l’eccezione di mancato o cattivo adempimento della propria prestazione, in virtù dell’art. 82 cpv. 1 LEF l’escutente deve dimostrare di averla offerta regolarmente all’escusso, che senza motivi legittimi non l’ha accettata.”
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