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Wird die Einleitung einer Verantwortlichkeitsklage durch den Verwaltungsrat beschlossen, erfolgt dies gemäss Art. 713 Abs. 1 OR mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Entscheidung über die Klageerhebung gehört zu den Zuständigkeiten des Verwaltungsrats, kann aber auch durch die Generalversammlung getroffen werden. Ob der Verwaltungsrat eine solche Entscheidung tatsächlich getroffen hat, ist eine Frage des materiellen Rechts und betrifft die Qualität der Gesellschaft zum Klagerecht (qualité pour agir); die Frage, wer die Gesellschaft prozessual vertritt, ist davon zu unterscheiden.
“La décision de la société anonyme d'introduire une action en responsabilité contre les membres du conseil d'administration ou les autres personnes qui s'occupent de la gestion (art. 754 al. 1 CO) fait partie des attributions du conseil d'administration (art. 716 CO). Cette décision peut également être prise par l'assemblée générale (cf. art. 693 al. 3 ch. 4 CO; PETER BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 4e éd. 2009, p. 2445 no 224; GERICKE/WALLER, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, 5e éd. 2016, no 4 ad art. 756 CO; CORBOZ/ AUBRY GIRARDIN, in Commentaire romand, Code des obligations, 2e éd. 2017, no 4 ad art. 756 CO; HANS CASPAR VON DER CRONE, Aktienrecht, 2e éd. 2020, p. 811 no 1887; DRUEY/DRUEY JUST/GLANZMANN, Gesellschafts- und Handelsrecht, 12e éd. 2021, p. 275 nos 111-113; LINO HÄNNI, La responsabilité des administrateurs hors de la faillite de la société anonyme, 2017, p. 302 s. n. 818). Lorsque la décision est prise par le conseil d'administration, elle est prise à la majorité des voix émises (art. 713 al. 1 CO; BÖCKLI, op. cit., p. 1586 no 118; DRUEY/DRUEY JUST/GLANZMANN, op. cit., p. 252 s. no 91; HÄNNI, op. cit., p. 303 n. 819). Dès lors que la société anonyme ne peut faire valoir son droit que si, notamment, le conseil d'administration en a décidé ainsi, la question de savoir si ledit conseil d'administration a pris une telle décision relève du droit matériel et ressortit à la qualité pour agir en justice de la société anonyme. Autre est la question de savoir qui peut représenter la société anonyme en procédure, laquelle relève de la capacité d'ester en justice (ATF 141 III 80 consid. 1.3).”
“La décision de la société anonyme d'introduire une action en responsabilité contre les membres du conseil d'administration ou les autres personnes qui s'occupent de la gestion (art. 754 al. 1 CO) fait partie des attributions du conseil d'administration (art. 716 CO). Cette décision peut également être prise par l'assemblée générale (cf. art. 693 al. 3 ch. 4 CO; PETER BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 4e éd. 2009, p. 2445 no 224; GERICKE/WALLER, in Basler Kommentar, Obligationenrecht, 5e éd. 2016, no 4 ad art. 756 CO; CORBOZ/ AUBRY GIRARDIN, in Commentaire romand, Code des obligations, 2e éd. 2017, no 4 ad art. 756 CO; HANS CASPAR VON DER CRONE, Aktienrecht, 2e éd. 2020, p. 811 no 1887; DRUEY/DRUEY JUST/GLANZMANN, Gesellschafts- und Handelsrecht, 12e éd. 2021, p. 275 nos 111-113; LINO HÄNNI, La responsabilité des administrateurs hors de la faillite de la société anonyme, 2017, p. 302 s. n. 818). Lorsque la décision est prise par le conseil d'administration, elle est prise à la majorité des voix émises (art. 713 al. 1 CO; BÖCKLI, op. cit., p. 1586 no 118; DRUEY/DRUEY JUST/GLANZMANN, op. cit., p. 252 s. no 91; HÄNNI, op. cit., p. 303 n. 819). Dès lors que la société anonyme ne peut faire valoir son droit que si, notamment, le conseil d'administration en a décidé ainsi, la question de savoir si ledit conseil d'administration a pris une telle décision relève du droit matériel et ressortit à la qualité pour agir en justice de la société anonyme. Autre est la question de savoir qui peut représenter la société anonyme en procédure, laquelle relève de la capacité d'ester en justice (ATF 141 III 80 consid. 1.3).”
Eine vorgängige Traktandierung des Geschäfts ist nach der zitierten Rechtsprechung kein Gültigkeitserfordernis für die Wirksamkeit eines Verwaltungsratsbeschlusses. Ist der Verwaltungsrat beschlussfähig, kann ein Mehrheitsentscheid auch in einer späteren Sitzung getroffen werden; Art. 713 Abs. 1 OR erlaubt somit die Beschlussfassung durch einfache Mehrheit (mit Stichentscheid des Vorsitzenden, sofern die Statuten nichts anderes vorsehen).
“Unbestritten ist, dass an der Verwaltungs- ratssitzung sämtliche Verwaltungsräte (der Beschwerdeführer, der Beschwerde- gegner und Prof. Dr. C._____) teilnahmen (vgl. Urk. 2 S. 3; Urk. 16/2/2). Der Ver- waltungsrat war somit beschlussfähig. Eine vorgängige Traktandierung des An- trags auf Bilanzdeponierung ist nicht Gültigkeitserfordernis für die Beschlussfas- sung (BSK OR II-Wernli/Rizzi, 5. Aufl., Basel 2016, Art. 715 N 8). Sowohl der Be- schwerdegegner als auch Prof. Dr. C._____ sagten aus, dass sie anlässlich der Verwaltungsratssitzung für die Einreichung der Überschuldungsanzeige gestimmt hätten und der Beschwerdeführer dagegen (Urk. 16/10/1 S. 5 F/A 32, Urk. 16/11/3 S. 10 F/A 74 f.), wie es auch im vom Beschwerdegegner unterzeichneten Auszug - 8 - des Verwaltungsratsprotokolls festgehalten ist (Urk. 16/2/2). Die Staatsanwalt- schaft hielt korrekt fest (Urk. 4 S. 9), dass der Verwaltungsrat jederzeit resp. in ei- ner weiteren Sitzung besagten Mehrheitsentscheid hätte fällen können (Art. 713 Abs. 1 OR). Es ist dementsprechend nicht ersichtlich, weshalb eine Fälschung des Verwaltungsratsbeschlusses vom 18. Oktober 2013 hätte vorgenommen wer- den sollen. Dass H._____, ein Kollege des Beschwerdeführers, welcher an der Verwaltungsratssitzung zugegen war, anlässlich seiner Befragung vom 26. August 2020 erklärte, seiner Erinnerung nach sei an der Verwaltungsratssit- zung nichts beschlossen worden, resp. es sei einzig festgestellt worden, dass ernsthafte zwischenmenschliche Probleme bestünden (Urk. 16/11/2 S. 8 F/A 72 und S. 9 F/A 84), vermag hieran nichts zu ändern, zumal dieser zu Protokoll gab, gewusst zu haben, dass der Beschwerdegegner eine Überschuldung der Gesell- schaft befürchtet habe (Urk. 16/11/2 S. 4 F/A 31 f.). Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdeführer weiter nach der Verwaltungs- ratssitzung am 21. Oktober 2013,”
Bei mangelhafter oder unterlassener Einberufung kann das Teilnahme- und Mitwirkungsrecht der Verwaltungsratsmitglieder nach Art. 713 OR verletzt sein. Liegt ein solcher Formmangel vor und war er kausal für die Nichtanwesenheit von Mitgliedern, kann dies die Nichtigkeit des betreffenden Verwaltungsratsbeschlusses begründen. Die Nichtigkeit hat absolute Unwirksamkeit (erga omnes) zur Folge und kann von jedermann mit rechtlichem Interesse geltend gemacht werden.
“Für die Beschlüsse des Verwaltungsrates gelten sinngemäss die gleichen Nichtigkeitsgründe wie für die Beschlüsse der Generalversammlung (Art. 714 OR). Nichtigkeit ist bei Vorliegen schwerwiegender Verstösse gegen zwingende und grundlegende Normen des Aktienrechts anzunehmen (BGE 138 III 204 E. 4.2, 133 III 77 E. 5, 115 II 468 E. 3.b). Nichtig sind bei sinngemässer Anwendung von Art. 706b Ziff. 1 und 2 OR insbesondere Beschlüsse, welche die zwingend gewährten Individualrechte, namentlich die Mitwirkungs- und Kontrollrechte der Verwaltungsratsmitglieder verletzen, insbesondere das Recht auf Teilnahme an Verwaltungsratssitzungen gemäss Art. 713 OR. Nichtigkeit aus formellen Gründen liegt insbesondere vor, wenn die Beschlussfassung an einer Sitzung erfolgte, an der aufgrund mangelhafter oder unterlassener Einberufung ohne wichtigen Grund (z.B. beim Vorliegen einer akuten Interessenskollision) nicht alle Verwaltungsratsmitglieder anwesend waren, sofern der Formmangel für die Absenz kausal war (vgl. Bühler, in: Zürcher Kommentar, Die Aktiengesellschaft, Generalversammlung und Verwaltungsrat. Mängel in der Organisation, Art. 698-726 und 731b OR, 3. Aufl. 2018, N. 16 und 25 zu Art. 714 OR; von der Crone Hans Capar, Aktienrecht, 2. Aufl. 2020, S. 631; Stach, OFK-Kommentar Schweizerisches Obligationenrecht, 3. Aufl. 2016, N. 5 zu Art. 714 OR; Wibmer, OFK-Kommentar Aktienrecht, 2016, N. 2 f. zu Art. 714 OR; Plüss/Facincani-Kunz, CHK-Handkommentar zum Schweizerischen Privatrecht, N. 7 zu Art. 714 OR; Wernli/Rizzi, a.a.O., N. 5 Art. 713 OR und N. 12 zu Art. 714 OR; Müller/Lipp/Plüss, Der Verwaltungsrat - Band I, Ein Handbuch für Theorie und Praxis, 5.”
“1 und 2 OR insbesondere Beschlüsse, welche die zwingend gewährten Individualrechte, namentlich die Mitwirkungs- und Kontrollrechte der Verwaltungsratsmitglieder verletzen, insbesondere das Recht auf Teilnahme an Verwaltungsratssitzungen gemäss Art. 713 OR. Nichtigkeit aus formellen Gründen liegt insbesondere vor, wenn die Beschlussfassung an einer Sitzung erfolgte, an der aufgrund mangelhafter oder unterlassener Einberufung ohne wichtigen Grund (z.B. beim Vorliegen einer akuten Interessenskollision) nicht alle Verwaltungsratsmitglieder anwesend waren, sofern der Formmangel für die Absenz kausal war (vgl. Bühler, in: Zürcher Kommentar, Die Aktiengesellschaft, Generalversammlung und Verwaltungsrat. Mängel in der Organisation, Art. 698-726 und 731b OR, 3. Aufl. 2018, N. 16 und 25 zu Art. 714 OR; von der Crone Hans Capar, Aktienrecht, 2. Aufl. 2020, S. 631; Stach, OFK-Kommentar Schweizerisches Obligationenrecht, 3. Aufl. 2016, N. 5 zu Art. 714 OR; Wibmer, OFK-Kommentar Aktienrecht, 2016, N. 2 f. zu Art. 714 OR; Plüss/Facincani-Kunz, CHK-Handkommentar zum Schweizerischen Privatrecht, N. 7 zu Art. 714 OR; Wernli/Rizzi, a.a.O., N. 5 Art. 713 OR und N. 12 zu Art. 714 OR; Müller/Lipp/Plüss, Der Verwaltungsrat - Band I, Ein Handbuch für Theorie und Praxis, 5. Aufl. 2021, S. 422; Böckli, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, § 13 N 275; Beschluss und Urteil des Handelsgerichts Zürich HG200002 vom 18. Mai 2021 E. 5.2). Die Nichtigkeit eines Verwaltungsratsbeschlusses hat dessen absolute Unwirksamkeit erga omnes zur Folge. Nichtigkeit kann von jedermann, der ein rechtliches Interesse nachweist, gegenüber jedermann jederzeit geltend gemacht werden (vgl. Wernli/Rizzi, a.a.O., N. 8 zu Art. 714 OR; Stehle/Reichle, Präjudizienbuch OR, 2021, N. 2 zu Art. 714 OR).”
Fehlt das nach Art. 713 Abs. 3 OR vorgeschriebene Unterzeichnungsbild (z. B. die Unterschrift des Protokollführers) und werden nicht die Identitäten der Anwesenden angegeben, spricht die Rechtsprechung der vorgelegten Niederschrift nur eine geringe Beweiskraft zu.
“Partant, même s’il fallait retenir au vu de la solidarité invoquée par la recourante l’existence d’un risque certain, voire quasi-certain de devoir répondre solidairement de la dette fiscale de son employé en France pour les années fiscales 2010 et 2011, la recourante aurait dû provisionner les montants en question bien avant 2015 et 2016. d. En tant que la recourante assied son argumentation sur une obligation de sa part déduite de l’art. 327a CO, il convient de constater, en premier lieu, qu'aucun élément au dossier ne permet de retenir qu'il existait un risque certain ou même quasi-certain d'action judiciaire de la part de M. B______ à son encontre durant les années fiscales en cause. À teneur du dossier, l’employé n’a même pas formulé de demande allant dans ce sens en 2015 ou 2016. La décision du conseil d’administration exposant avoir pris en charge les montants réclamés par le fisc français à la demande de M. B______ ne date que du 27 janvier 2020. En outre, cette décision, qui semble avoir été adoptée pour les besoins de la cause, ne respecte pas la forme prescrite par l’art. 713 al. 3 CO, le procès-verbal n’étant signé que par le président du conseil d’administration ; il ne mentionne pas non plus l’identité des autres personnes présentes. La force probante de cette pièce est donc faible. Il ressort de l’arrêt de la chambre de céans de 2020, définitif, qu’une renonciation à la prescription, valable jusqu’au 31 janvier 2020, du prétendu droit de M. B______ à faire supporter les montants pour lesquels il était recherché par le fisc français avait été signée entre M. B______ et la recourante en 2018. Aucun autre élément du dossier ne témoigne du fait qu’en 2015 et 2016, il existait un risque concret que l’intéressé fasse valoir en justice à l’encontre de la recourante le remboursement des montants en question. Ce risque doit d’autant plus être nié qu’aucune pièce au dossier ne permet de retenir que l’employé aurait, conformément à l’art. 327c al. 1 CO, produit pendant les années 2009 à 2011 pour lesquelles le fisc français l’a recherché des décomptes de ses « frais », ni d’ailleurs en 2013 lorsqu’il a reçu la proposition de rectification relative aux années fiscales 2010 et 2011 ou encore le 25 novembre 2014 lorsque les redressements ont été maintenus.”
“Partant, même s’il fallait retenir au vu de la solidarité invoquée par la recourante l’existence d’un risque certain, voire quasi-certain de devoir répondre solidairement de la dette fiscale de son employé en France pour les années fiscales 2010 et 2011, la recourante aurait dû provisionner les montants en question bien avant 2015 et 2016. d. En tant que la recourante assied son argumentation sur une obligation de sa part déduite de l’art. 327a CO, il convient de constater, en premier lieu, qu'aucun élément au dossier ne permet de retenir qu'il existait un risque certain ou même quasi-certain d'action judiciaire de la part de M. B______ à son encontre durant les années fiscales en cause. À teneur du dossier, l’employé n’a même pas formulé de demande allant dans ce sens en 2015 ou 2016. La décision du conseil d’administration exposant avoir pris en charge les montants réclamés par le fisc français à la demande de M. B______ ne date que du 27 janvier 2020. En outre, cette décision, qui semble avoir été adoptée pour les besoins de la cause, ne respecte pas la forme prescrite par l’art. 713 al. 3 CO, le procès-verbal n’étant signé que par le président du conseil d’administration ; il ne mentionne pas non plus l’identité des autres personnes présentes. La force probante de cette pièce est donc faible. Il ressort de l’arrêt de la chambre de céans de 2020, définitif, qu’une renonciation à la prescription, valable jusqu’au 31 janvier 2020, du prétendu droit de M. B______ à faire supporter les montants pour lesquels il était recherché par le fisc français avait été signée entre M. B______ et la recourante en 2018. Aucun autre élément du dossier ne témoigne du fait qu’en 2015 et 2016, il existait un risque concret que l’intéressé fasse valoir en justice à l’encontre de la recourante le remboursement des montants en question. Ce risque doit d’autant plus être nié qu’aucune pièce au dossier ne permet de retenir que l’employé aurait, conformément à l’art. 327c al. 1 CO, produit pendant les années 2009 à 2011 pour lesquelles le fisc français l’a recherché des décomptes de ses « frais », ni d’ailleurs en 2013 lorsqu’il a reçu la proposition de rectification relative aux années fiscales 2010 et 2011 ou encore le 25 novembre 2014 lorsque les redressements ont été maintenus.”
Zur Ausübung des Organklagerechts muss der Verwaltungsrat einen Beschluss fassen. Wurde dieser Beschluss vor dem Erlass einer gegen einzelne Mitglieder gerichteten Handlungsbeschränkung gefasst, ist er nach den zitierten Entscheidungsgründen jedenfalls nicht von dieser Beschränkung erfasst.
“Die Beschwerdeführer verweisen im Übrigen auf die Klageschrift im Verfahren HG200070. Danach haben die Beschwerdeführer 1 und 2 - wie bereits erwähnt - auch "namens und im Auftrag des Verwaltungsrates der C.________ AG" geklagt. Näheres führen die Beschwerdeführer dazu nicht aus. Es ist daher bereits fraglich, ob sie - wie erforderlich - den nicht wieder gutzumachenden rechtlichen Nachteil genügend dargelegt haben. Ein solcher ist im Übrigen auch nicht ersichtlich. Es ist unbestritten, dass der Verwaltungsrat einer Gesellschaft gestützt auf Art. 706 Abs. 1 OR als Partei im Anfechtungsprozess auftreten kann. Im Umfang dieser Parteifähigkeit ist der Verwaltungsrat auch prozessfähig. Zur Ausübung des Organklagerechts muss der Verwaltungsrat Beschluss fassen (Art. 713 OR; BRIGITTE TANNER, in: Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2018, N. 78 zu Art. 706 OR; PETER/CAVADINI, in: Commentaire romand, Code des obligations II, 2. Aufl. 2017, N. 16 zu Art. 706 OR). Dieser Beschluss zur Klageerhebung wurde vorliegend offensichtlich vor dem 21. April 2020 (Klageeinreichung) gefasst und somit bevor die Vorinstanz den Beschwerdeführern verbot, für die Gesellschaft zu handeln. Unabhängig davon, ob der Beschluss gültig zustande gekommen ist - was hier nicht geprüft werden muss - ist er deshalb jedenfalls von der hier angefochtenen Handlungsbeschränkung an die Adresse der "früheren" Verwaltungsräte nicht betroffen. Wenn die Beschwerdeführer 1 und 2 nun im Auftrag des Verwaltungsrats diesen Beschluss ausführen und klagen, nehmen sie zum einen nicht im Sinn der Unterlassungsverpflichtung rechtsgeschäftliche oder tatsächliche Handlungen für die Gesuchstellerin vor (Dispositivziffer 1) und sie treten auch nicht in sonstiger Weise für die Gesuchstellerin auf (Dispositivziffer 1 lit.”
Eine formelle Sitzung des Verwaltungsrats ist nicht zwingend erforderlich. Art. 713 Abs. 2 OR erlaubt die Beschlussfassung durch Zirkulation, das heisst durch schriftliche Zustimmung zu einer Vorlage, sofern kein Mitglied die Durchführung einer Diskussion verlangt.
“Les décisions de l'assemblée générale sont nulles en particulier si elles suppriment ou limitent les droits des actionnaires impérativement garantis par la loi, restreignent les droits de contrôle des actionnaires davantage que ne le permet la loi, négligent les structures de base de la société anonyme ou portent atteinte aux dispositions de protection du capital (art. 706b CO). La portée de la règle pour les décisions du conseil d'administration est discutée, mais il n'est pas contesté que la nullité ne sera admise qu'exceptionnellement, par exemple en cas de violation grave et durable de règles légales impératives et fondamentales (arrêt du TF du 16.01.2007 [4C.347/2006] cons. 5). Pour la validité d’une décision du conseil d’administration, une séance formelle de ce conseil n'est pas impérativement prescrite : la loi prévoit au contraire la possibilité de prendre des décisions par circulation, c'est-à-dire par approbation écrite donnée à une proposition, lorsqu'aucun membre ne demande la discussion (art. 713 al. 2 CO). En principe, une décision du conseil d’administration est nulle si elle a été prise sans que tout ou partie du conseil ait été régulièrement convoquée (cf. notamment Peter/Cavadini, in : CR CO II, n. 5 et 13 ad art. 715). c) En l’espèce, il est vrai que, comme le soutient l’appelante, on ne peut pas retenir qu’elle aurait été convoquée à une séance du conseil d’administration de l’intimée portant à l’ordre du jour la question de son éventuel licenciement. Il n’incombait pas à l’appelante d’établir l’absence de convocation, mais bien à l’intimée, le cas échéant, de démontrer qu’il y en avait eu une. Elle ne l’a pas fait. L’intimée n’a d’ailleurs pas soutenu en procédure qu’une telle convocation aurait été adressée à son employée. Cependant, dans le cas d’espèce, une séance du conseil d’administration aurait constitué une formalité inutile. Tous les membres du conseil, sauf évidemment l’appelante elle-même, entendaient que le contrat de travail de celle-ci soit résilié. L’appelante le savait, selon elle depuis le 13 septembre 2018 déjà.”
Art. 713 Abs. 2 OR lässt die Beschlussfassung des Verwaltungsrats schriftlich, etwa durch Zirkular bzw. auf dem Korrespondenzweg, zu. Eine förmliche Sitzung ist nicht zwingend, sofern kein Mitglied die Diskussion verlangt. In der Praxis kann eine Sitzung etwa entbehrlich sein, wenn Einigkeit besteht oder alle Mitglieder stillschweigend oder ausdrücklich zustimmen.
“Les décisions de l'assemblée générale sont nulles en particulier si elles suppriment ou limitent les droits des actionnaires impérativement garantis par la loi, restreignent les droits de contrôle des actionnaires davantage que ne le permet la loi, négligent les structures de base de la société anonyme ou portent atteinte aux dispositions de protection du capital (art. 706b CO). La portée de la règle pour les décisions du conseil d'administration est discutée, mais il n'est pas contesté que la nullité ne sera admise qu'exceptionnellement, par exemple en cas de violation grave et durable de règles légales impératives et fondamentales (arrêt du TF du 16.01.2007 [4C.347/2006] cons. 5). Pour la validité d’une décision du conseil d’administration, une séance formelle de ce conseil n'est pas impérativement prescrite : la loi prévoit au contraire la possibilité de prendre des décisions par circulation, c'est-à-dire par approbation écrite donnée à une proposition, lorsqu'aucun membre ne demande la discussion (art. 713 al. 2 CO). En principe, une décision du conseil d’administration est nulle si elle a été prise sans que tout ou partie du conseil ait été régulièrement convoquée (cf. notamment Peter/Cavadini, in : CR CO II, n. 5 et 13 ad art. 715). c) En l’espèce, il est vrai que, comme le soutient l’appelante, on ne peut pas retenir qu’elle aurait été convoquée à une séance du conseil d’administration de l’intimée portant à l’ordre du jour la question de son éventuel licenciement. Il n’incombait pas à l’appelante d’établir l’absence de convocation, mais bien à l’intimée, le cas échéant, de démontrer qu’il y en avait eu une. Elle ne l’a pas fait. L’intimée n’a d’ailleurs pas soutenu en procédure qu’une telle convocation aurait été adressée à son employée. Cependant, dans le cas d’espèce, une séance du conseil d’administration aurait constitué une formalité inutile. Tous les membres du conseil, sauf évidemment l’appelante elle-même, entendaient que le contrat de travail de celle-ci soit résilié. L’appelante le savait, selon elle depuis le 13 septembre 2018 déjà.”
“Oberstes Organ der Aktiengesellschaft ist die Generalversammlung der Aktionäre (Art. 698 Abs. 1 OR). Sie ist als Präsenzveranstaltung konzipiert. Eine schriftliche Beschlussfassung ist im Gesetz nicht vorgesehen, anders als bei anderen Gesellschaftsformen (so bei der Gesellschafterversammlung im Recht der GmbH: Art. 805 Abs. 4 OR; und bei der Generalversammlung der Genossenschafter: Art. 880 OR) und auch anders als in Bezug auf Verwaltungsratsbeschlüsse (Art. 713 Abs. 2 OR). Schriftliche Abstimmung auf dem Korrespondenzweg an Stelle der Beschlussfassung in der Generalversammlung ist demnach - selbst bei Einstimmigkeit - unzulässig (BGE 128 III 142 E. 3b; 71 I 383 E. 2a; 67 I 342 E. 3; vgl. immerhin Art. 727a Abs. 2 und 3 OR).”
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