27 commentaries
In der Lehre und Rechtsprechung bestehen zwei Ansätze zur Berechnung des Versorgungsschadens nach Art. 45 OR: Die Rechtsprechung und die praktische Handhabung favorisieren eine einphasige, abstrakte Berechnung auf den Todestag der Getöteten, da sich nicht zuverlässig feststellen lasse, ob die versorgte Person den Urteilszeitpunkt erlebt hätte, und diese Methode als praktikabel gilt. Demgegenüber vertreten einzelne Autoren eine zweistufige Vorgehensweise: konkretere Ersatzbemessung bis zum Urteilszeitpunkt mit anschliessender Kapitalisierung; dabei könnten hypothetische Risiken (z. B. Versterben vor dem Urteilszeitpunkt) durch Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen berücksichtigt werden.
“Der Bestand einer Notlage ist nicht erforderlich (BGE 57 II 180 S. 181-183; W EBER/SCHAETZLE/DOLF, a.a.O., N 9.160). Anders als bei der Berechnung des Invaliditätsschadens wird bei der Berechnung des Versorgungsschadens nicht unterschieden zwischen dem konkret zu berech- nenden vergangenen und dem abstrakt zu berechnenden zukünftigen Schaden, sondern die Schadensberechnung erfolgt abstrakt auf den Todestag (BGE 145 III 225 E. 4.1.2.2 S. 234; BGE 119 II 361 E. 5b S. 366-367 = Pra 83 [1994] Nr. 163; BGE 108 II 434 E. 5a S. 440; BGE 101 II 346 E. 3c S. 351-352; BGE 99 II 207 E. III.6 S. 211 = Pra 62 [1973] Nr. 209; BGE 84 II 292 E. 7a S. 301; BGer 4A_122/2016 vom 4. Juli 2016 E. 8.1), da sich nicht bestimmen lässt, ob die getö- tete Person ohne das Schadensereignis den Urteilstag erlebt hätte (BGE 119 II 361 E. 5b S. 366-367 = Pra 83 [1994] Nr. 163; BGE 84 II 292 E. 7a S. 301-303; s. auch B REHM, in: Berner Kommentar, N. 94 zu Art. 45 OR). Im Interesse einer ein- fachen und praktikablen Berechnungsweise des Versorgungsschadens ist an der einphasigen Berechnung festzuhalten (BGE 113 II 323 E. 3a S. 333; BGE 84 II 292 E. 7a S. 301-302). Die Diskussion des Sterberisikos der Versorgerin (act. 1 Rz. 50; act. 11 Rz. 160-164; act. 22 Rz. 25, 225-229; act. 27 Rz. 49, 455, 456) entfällt dementsprechend weitgehend (s. darüber hinaus Ziffer”
“Ein anderer Teil der Autoren macht geltend, es gebe keinen zwingenden Grund, bei Todesfällen anders vorzugehen als bei Invalidität (ROLAND BREHM, Berner Kommentar, Das Obligationenrecht, 4. Aufl. 2013, N. 96 zu Art. 45 OR; HARDY LANDOLT, Zürcher Kommentar, 2007, N. 188 f. zu Art. 45 OR; WEBER/SCHAETZLE, Personenschaden im Rück- und Ausblick - eine kritische Standortbestimmung, in: Personen-Schaden-Forum 2010, S. 303). Vielmehr könne bei einem zweistufigen Vorgehen der Schaden bis zum Rechnungszeitpunkt genauer - da konkret - ermittelt werden. Da man im Urteilszeitpunkt wisse, ob die Personen noch leben, die versorgt worden wären, gebe es keinen Grund, anstelle des Aufaddierens auf den Todestag zu kapitalisieren und dadurch (über den Kapitalisierungsfaktor) deren Sterbens- und Invalidisierungsrisiken für die zwischen dem Todes- und dem Erledigungs-(Urteils-)zeitpunkt liegende Zeitspanne einzubeziehen. Den hypothetischen Entwicklungen bei der versorgenden Person (z.B. Versterben vor dem Urteilstag) könne mit einer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung Rechnung getragen werden (zum Ganzen THOMAS BITTEL, Ausgewählte Fragen zum Versorgungsschaden, in: Personen-Schaden-Forum 2004, S. 61 f.; SCHAETZLE/WEBER, Kapitalisieren, 5. Aufl. 2001, Rz.”
Sowohl die Rechtsprechung (vgl. BGE 147 III 402) als auch zahlreiche Autoren bejahen die Anrechnung von Erbanfall sowie von güter‑ und erbrechtlichen Vorteilen auf den Ersatz nach Art. 45 OR.
“Zahlreiche Autoren bejahen - zum Teil mit unterschiedlicher Begründung - mit dem Bundesgericht die Anrechnung (BREHM, a.a.O., N. 54 ff., v.a. N. 56 ff. zu Art. 45 OR; JÜRG FISCHER, Berechnungsvorschläge zum Versorgungsschaden aus der Praxis, in: Personen-Schaden-Forum 2012, S. 45; ROLF KUHN, Die Anrechnung von Vorteilen im Haftpflichtrecht, 1987, S. 150 f.; HANS MERZ, Allgemeiner Teil, in: Obligationenrecht, SPR Bd. VI/1, 1984, S. 210; ders. , ZBJV 107/1971 S. 128; REY/WILDHABER, a.a.O., Rz. 356; SCHAER, a.a.O., Rz. 193; WERRO, Commentaire romand, a.a.O., N. 29 zu Art. 45 OR [alle bezogen auf Erbanfall];MARTIN A. KESSLER, a.a.O., N. 12 zu Art. 45 OR [bezogen auf güter- und erbrechtlichen Anfall];OFTINGER/STARK, a.a.O., § 6 Rz. 276 [bezogen aufgüter- und erbrechtlichen Anfall sowie zusätzlich auch auf das eigene, bisherige Vermögen]).”
Die Bestattungskosten wurden im betreffenden Fall pauschal anerkannt und mit einem Betrag von 4'413 Fr. als Ersatz nach Art. 45 Abs. 1 OR zugesprochen.
“Il a en particulier mentionné le rapport du pédopsychiatre de l'enfant du 28 juillet 2023 faisant état de l'impact de ce drame sur son patient, le défunt étant décrit comme un père investi et très présent auprès de son fils, ainsi que le diagnostic de réaction dépressive prolongée et de troubles de l'adaptation émis par la pédopsychiatre (P. 85/2). S'agissant de B.Q.________, le premier juge a relevé le grand désarroi et l'existence d'un deuil insurmontable engendrant des angoisses importantes constatés par son médecin-généraliste ainsi que l'état dépressif nettement aggravé depuis le drame, le profond sentiment de détresse et l'état de stress post-traumatique très marqué observé par son psychiatre. Au vu de ces éléments, les montants alloués, soit 40'000 fr. pour le fils de la victime et 50'000 fr. pour son épouse, sont adéquats et ils doivent être confirmés, de même que l'allocation du montant de 4'413 fr., correspondant aux frais funéraires, alloués à titre de réparation du dommage (art. 45 al. 1 CO). Par ailleurs, une réduction de ces montants telle que requise par l'appelant sur la base de l'art. 44 al. 1 CO ne saurait s'imposer, l'analyse effectuée au considérant 5.3 ci-dessus ne retenant pas une faute concomitante du cycliste, mais une erreur d'appréciation. Mal fondé, le grief de l'appelant sera rejeté. 7. 7.1 A.E.________ fait encore valoir que la peine est excessive. Il s’agissait d’une simple contravention dont il était bien incapable de mesurer les conséquences mortelles exceptionnelles, dès lors qu’il est rare qu’un piéton cause, par sa seule présence, le décès d’un usager de la route. La faute devait se situer au plus bas de l’échelle, d’autant qu'il avait lui-même été très impacté par l’accident. 7.2 Selon l’art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
Vermögenserträge sind nach Art. 45 OR nur insoweit zu berücksichtigen, als sie tatsächlich der Bestreitung des Lebensunterhalts bzw. der Versorgung dienten. Bei fehlender Verwendungsnachweisung bleiben sie unberücksichtigt. Sodann ist zu beachten, dass in der Praxis häufig keine eindeutige Zuordnung der tatsächlichen Zahlungsflüsse möglich ist; massgeblich ist das Verhältnis von Erwerbseinkommen, Vermögenserträgen und Vermögenssubstanz und insbesondere, ob der Lebensunterhalt typischerweise aus Erwerbseinkommen bestritten wurde.
“41; act. 27 Rz. 105). Es könne nicht angehen, dass der Witwer auf Kosten der Versorgerin gelebt und nicht auf die Erträge und Kapitalgewinne auf seinem Vermögen zu- rückgegriffen, sondern auf Kosten der Versorgerin Ersparnisse gebildet habe (act. 11 Rz. 42; act. 27 Rz. 103, 107, 110). Die Klägerinnen lehnen eine Berücksichtigung der Vermögenserträge ab (act. 1 Rz. 35 [S. 29-30]; act. 22 Rz. 76). Die Versorgerin und der Witwer hätten zu Leb- zeiten der Versorgerin den laufenden Lebensunterhalt aus den hohen zur Verfü- gung stehenden Erwerbseinkommen bestritten, ohne auf die auf beiden Seiten vorhandenen Vermögen oder deren Erträgnisse zurückzugreifen (act. 22 Rz. 96, 101, 104). Die von der Beklagten in diesem Zusammenhang referenzierte Kommentarstelle, wonach infolge Vermischung der Geldbeträge die Frage, aus welcher Quelle wel- che Summe entnommen werde, bedeutungslos werde (B REHM, a.a.O., N. 57 zu Art. 45 OR; act. 11 Rz. 44; act. 27 Rz. 111), bezieht sich auf die Anrechnung der künftigen Erträge aus dem vom Versorger ererbten Vermögen im Sinne einer Vor- teilsanrechnung und nicht auf die Berücksichtigung der vergangenen Vermö- - 38 - genserträge im Rahmen der Berechnung der Versorgungsquote. Offensichtlich ist , dass bei der Bezahlung von Kosten des Lebensunterhalts aus einem Bank- konto in aller Regel keine Zuordnung der dafür benötigten Mittel zu den auf dieses Konto erfolgten Zuflüssen vorgenommen werden kann. Lediglich buchhalterisch lässt sich bestimmen, ob ein Haushalt seinen laufenden Unterhalt aus Erwerbs- einkommen, Vermögenserträgen oder der Vermögenssubstanz finanziert. Da Pri- vathaushalte keine Mittelflussrechnung zu führen pflegen, stehen solche Zahlen typischerweise für die Berechnung des Versorgungsschadens nicht zur Verfü- gung. Vermögenserträge sind zu berücksichtigen, wenn sie der Versorgung dienen (vgl.”
“111), bezieht sich auf die Anrechnung der künftigen Erträge aus dem vom Versorger ererbten Vermögen im Sinne einer Vor- teilsanrechnung und nicht auf die Berücksichtigung der vergangenen Vermö- - 38 - genserträge im Rahmen der Berechnung der Versorgungsquote. Offensichtlich ist , dass bei der Bezahlung von Kosten des Lebensunterhalts aus einem Bank- konto in aller Regel keine Zuordnung der dafür benötigten Mittel zu den auf dieses Konto erfolgten Zuflüssen vorgenommen werden kann. Lediglich buchhalterisch lässt sich bestimmen, ob ein Haushalt seinen laufenden Unterhalt aus Erwerbs- einkommen, Vermögenserträgen oder der Vermögenssubstanz finanziert. Da Pri- vathaushalte keine Mittelflussrechnung zu führen pflegen, stehen solche Zahlen typischerweise für die Berechnung des Versorgungsschadens nicht zur Verfü- gung. Vermögenserträge sind zu berücksichtigen, wenn sie der Versorgung dienen (vgl. L ANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 208, 209 zu Art. 45 OR). Denkbar erscheint etwa, dass ein vermögender Versorger keine oder nur eine geringfügige Erwerbs- tätigkeit ausübt und hauptsächlich von seinen Vermögenserträgen oder gar von der Vermögenssubstanz lebt. In der Regel wird jedoch der Lebensunterhalt aus dem Erwerbseinkommen bestritten (L ANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 208 zu Art. 45 OR). Massgeblich ist das Verhältnis zwischen Erwerbseinkommen, Ver- mögenserträgen und Vermögenssubstanz. Vorliegend sind die Einkommen der Versorgerin und des Witwers jeweils so hoch, dass diese zur Bestreitung des Le- bensunterhalts nicht auf die Vermögenserträge angewiesen sind und erst recht kein Bedarf besteht, auf die Vermögenssubstanz zurückzugreifen. Die Vermö- genserträge wären somit beim Sparanteil sogleich wieder auszuscheiden (Zif- fer”
“Offensichtlich ist , dass bei der Bezahlung von Kosten des Lebensunterhalts aus einem Bank- konto in aller Regel keine Zuordnung der dafür benötigten Mittel zu den auf dieses Konto erfolgten Zuflüssen vorgenommen werden kann. Lediglich buchhalterisch lässt sich bestimmen, ob ein Haushalt seinen laufenden Unterhalt aus Erwerbs- einkommen, Vermögenserträgen oder der Vermögenssubstanz finanziert. Da Pri- vathaushalte keine Mittelflussrechnung zu führen pflegen, stehen solche Zahlen typischerweise für die Berechnung des Versorgungsschadens nicht zur Verfü- gung. Vermögenserträge sind zu berücksichtigen, wenn sie der Versorgung dienen (vgl. L ANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 208, 209 zu Art. 45 OR). Denkbar erscheint etwa, dass ein vermögender Versorger keine oder nur eine geringfügige Erwerbs- tätigkeit ausübt und hauptsächlich von seinen Vermögenserträgen oder gar von der Vermögenssubstanz lebt. In der Regel wird jedoch der Lebensunterhalt aus dem Erwerbseinkommen bestritten (L ANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 208 zu Art. 45 OR). Massgeblich ist das Verhältnis zwischen Erwerbseinkommen, Ver- mögenserträgen und Vermögenssubstanz. Vorliegend sind die Einkommen der Versorgerin und des Witwers jeweils so hoch, dass diese zur Bestreitung des Le- bensunterhalts nicht auf die Vermögenserträge angewiesen sind und erst recht kein Bedarf besteht, auf die Vermögenssubstanz zurückzugreifen. Die Vermö- genserträge wären somit beim Sparanteil sogleich wieder auszuscheiden (Zif- fer”
Die Lehre ist geteilt, ob künftige Erträge aus dem ausbezahlten Kapital von Summenversicherungen bei der Vorteilsausgleichung nach Art. 45 OR anzurechnen sind. Eine Auffassung bejaht die Anrechnung, weil solche Erträge die Versorgungsbedürftigkeit der Hinterbliebenen minderten. Eine andere lehnt die Anrechnung generell ab mit der Begründung, Erträge aus zugeflossenem Vermögen sollten nicht angerechnet werden. Eine dritte Ansicht sieht in Art. 96 VVG einen Ausschluss der Vorteilsausgleichung für als Summenversicherung ausgestaltete Lebensversicherungen und damit ebenfalls ein Wegfallen der Anrechnung der darauf erzielbaren Erträge.
“Ein Teil der Lehre vertritt wie die Vorinstanz die Ansicht, künftige Erträge auf dem ausbezahlten Kapital einer Summenversicherung seien anzurechnen, denn sie reduzierten entsprechend die Versorgungsbedürftigkeit der versorgten Person. Aus Art. 96 VVG könne nichts Gegenteiliges abgeleitet werden, denn diese Bestimmung beziehe sich nur auf die Versicherungs kapitalien und das Kriterium der Versorgungsbedürftigkeit gehe vor (BREHM, a.a.O., N. 65 f. zu Art. 45 OR; KUHN, a.a.O., S. 153; gl.M. FISCHER, a.a.O., S. 45). Nach anderer Auffassung ist die Anrechnung ausgeschlossen, jedoch nicht aufgrund von Art. 96 VVG, sondern weil im Sinn der hiervor dargelegten Überlegungen zu den Erträgen aus zugeflossenem Vermögen grundsätzlich keine Anrechnung von Erträgen darauf erfolgen soll. Ebenso wie die getötete Person weiterhin Ersparnisse gebildet hätte, hätte sie auch weiterhin Versicherungsprämien bezahlt und die Erträge aus dem Versicherungskapital wären den versorgten Personen nicht zur Verfügung gestanden (HÜRZELER, System, a.a.O., S. 251). Ein weiterer Teil der Lehre nimmt an, aus Art. 96 VVG folge, dass als Summenversicherung ausgestaltete Lebensversicherungen nicht der Vorteilsausgleichung unterworfen seien (MERZ, a.a.O., S. 210), womit auch die Anrechnung von darauf zu erzielenden Vermögenserträgen als Vorteil wegfällt. Der - namentlich von BREHM geäusserten - Auffassung, wonach es den Gesetzgeber bei der Schaffung von Art. 96 VVG nicht interessiert habe, was mit den Zinsen BGE 147 III 402 S.”
Der Versorgungsschaden besteht im Wegfall der Unterhaltsleistung des verstorbenen Versorgers, vermindert um die dadurch entfallenen Aufwendungen. Zweck des Ersatzes ist die Ermöglichung der Weiterführung des bisherigen Lebensstandards der versorgten Personen.
“Schaden Die Beklagte ist für den aus der Tötung entstandenen Schaden leistungspflichtig (Haftungsgrund; BGE 143 III 254 E. 3.2 S. 257). Gemäss Art. 45 Abs. 3 OR be- steht ein Anspruch auf Ersatz des durch den Verlust des Versorgers entstande- nen Schadens. Der Versorgungsschaden besteht im Wegfall der Unterhaltsleis- tung des verstorbenen Versorgers, abzüglich der dadurch weggefallenen Auf- wendungen (BGE 108 II 434 E. 2b S. 436-437 = Pra 72 [1983] Nr. 54; BGer 5C.7/2001 vom 20. Juli 2001 E. 8b; S TEPHAN WEBER/MARC SCHAETZLE/REMO DOLF, Der Personenschaden und seine Berechnung, in: Haftung und Versiche- rung, hrsg. von Stephan Weber/Peter Münch, 2. Aufl. 2015, N 9.159). Sein Ersatz - 18 - bezweckt, den versorgten Personen die Weiterführung ihres bisherigen Lebens- standards zu ermöglichen (BGE 129 II 49 E. 2 S. 50-51; BGE 113 II 323 E. 3b S. 334; BGE 112 II 87 E. 2b S. 92; BGE 108 II 434 E. 2a S. 436 = Pra 72 [1983] Nr. 54; BGE 102 II 90 E. 2b S. 93; BGE 95 II 411 E. 1b S. 416 = Pra 59 [1970] Nr. 43; BGer 5C.7/2001 vom 20. Juli 2001 E. 8b). Der Bestand einer Notlage ist nicht erforderlich (BGE 57 II 180 S.”
In der zitierten Entscheidung wurden die geltend gemachten Bestattungskosten durch vorgelegte Beweisstücke (eingereichte Rechnungen/Quittungen und andere Unterlagen) nachgewiesen.
“Or, lors de l'incendie du 17 novembre 2014, ils ont précisément agi dans le cadre de leurs fonctions d'agent chargé de la sécurité du site [du foyer] de AJ______. Les parties plaignantes ne sont dès lors, en dérogation avec le droit privé, pas fondées à faire valoir des prétentions en réparation de leur dommage contre les appelants C______ et E______. Il en va de même à l'égard de l'appelant Z______, employé de l'HOSPICE GÉNÉRAL, sa responsabilité pénale étant fondée sur le manquement de l'un de ses devoirs au titre de coordinateur incendie. Les parties plaignantes seront en conséquence déboutées des conclusions prises contre les précités, qu'elles soient de nature condamnatoire ou seulement constatatoire. 6.3.1. Aux termes de l'art. 41 al. 1 CO, celui qui cause, d'une manière illicite, un dommage à autrui, soit intentionnellement, soit par négligence ou imprudence, est tenu de le réparer. En cas de mort d'homme, les dommages-intérêts comprennent les frais, notamment ceux d'inhumation (art. 45 al. 1 CO). La preuve du dommage incombe au demandeur (art. 42 al. 1 CO). 6.3.2. En l'espèce, T______ et U______ ont fait valoir des prétentions en réparation de leur dommage matériel relativement aux frais des obsèques du défunt, dont CHF 5'629.- et CHF 1'000.- ont été reconnus par le TP. AB______ a conclu notamment au remboursement de la valeur, arrêtée à CHF 1'186.85 par le TP, des effets personnels qu'il a perdus dans l'incendie. AD______, assureur incendie du mobilier de l'HOSPICE GÉNÉRAL, a conclu au remboursement des indemnités versées à la suite du sinistre, totalisant CHF 92'980.65. Ces prétentions ont été dûment attestées par pièces (cf. pièces produites au TP par T______ et U______ ainsi que AB______ le 24 novembre 2022 et par l'assurance le 13 septembre 2022). La condamnation de l'appelant A______ à verser les montants précités au titre du remboursement du dommage matériel sera en conséquence confirmée. 6.4.1. Aux termes de l'art. 46 al. 1 CO, en cas de lésions corporelles, la partie qui en est victime a droit au remboursement des frais et aux dommages-intérêts qui résultent de son incapacité de travail totale ou partielle, ainsi que de l'atteinte portée à son avenir économique.”
Bestattungskosten umfassen die üblichen für Ort und Rang der verstorbenen Person anfallenden Posten (z. B. Kosten der Einäscherung oder Beerdigung, Gottesdienst/Feier, Todesanzeige, Trauermahl, Denkmal und gegebenenfalls Autopsiekosten). Diese Kosten sind im Einzelfall konkret zu bemessen; erstattungsfähig sind nach der einschlägigen Praxis nur tatsächlich notwendige Aufwendungen, die den örtlichen Gebräuchen sowie der sozialen und finanziellen Situation des Verstorbenen und der Hinterbliebenen entsprechen.
“Selon l'art. 45 al. 1 CO, en cas de mort d'homme, les dommages-intérêts comprennent les frais, notamment ceux d'inhumation. En relation avec l'art. 19 al. 2 LAVI, les frais d'obsèques sont donc compris dans l'indemnisation du dommage matériel de la LAVI. En font notamment partie les frais pour le monument funéraire (Stéphanie Converset, op. cit., p. 193; voir aussi pour une explication générale des postes du dommage couverts: Recommandations de la Conférence suisse des offices de liaison de la LAVI [CSOL-LAVI] pour l’application de la loi fédérale sur l’aide aux victimes d’infractions, du 21 janvier 2010 [p. 36-38]). S'intéressant à la question du montant des frais d'inhumation au sens de l'art. 45 CO, la Note du 3 mars 2021 de l'OFJ à la CSOL-LAVI concernant la prise en charge des frais d'obsèques précise que ceux-ci comprennent "les frais funéraires usuels pour le lieu et le rang de la personne, soit le coût de la crémation ou de l’enterrement, du service religieux, de l’avis mortuaire, du repas funèbre, du monument funéraire, etc., et éventuellement les frais d’autopsie. Les frais d’obsèques doivent être calculés concrètement dans le cas d’espèce. Selon la jurisprudence, seules peuvent être compensées les dépenses réellement nécessaires, conformes aux usages du lieu et du pays et à la situation sociale et financière du défunt et des survivants. Il convient de juger dans chaque cas où se situe la limite pour ce qui est des usages locaux et du rang du défunt, sur la base des circonstances. Les ouvrages juridiques ne permettent guère de généraliser ces éléments concrets. Ils se réfèrent simplement, concernant l’exclusion de la responsabilité, à l’art. 44 CO (Réduction de l’indemnité du fait de la responsabilité de la personne lésée) et à la rupture du lien de causalité.”
“Selon l'art. 45 al. 1 CO, en cas de mort d'homme, les dommages-intérêts comprennent les frais, notamment ceux d'inhumation. En relation avec l'art. 19 al. 2 LAVI, les frais d'obsèques sont donc compris dans l'indemnisation du dommage matériel de la LAVI. En font notamment partie les frais pour le monument funéraire (Stéphanie Converset, op. cit., p. 193; voir aussi pour une explication générale des postes du dommage couverts: Recommandations de la Conférence suisse des offices de liaison de la LAVI [CSOL-LAVI] pour l’application de la loi fédérale sur l’aide aux victimes d’infractions, du 21 janvier 2010 [p. 36-38]). S'intéressant à la question du montant des frais d'inhumation au sens de l'art. 45 CO, la Note du 3 mars 2021 de l'OFJ à la CSOL-LAVI concernant la prise en charge des frais d'obsèques précise que ceux-ci comprennent "les frais funéraires usuels pour le lieu et le rang de la personne, soit le coût de la crémation ou de l’enterrement, du service religieux, de l’avis mortuaire, du repas funèbre, du monument funéraire, etc., et éventuellement les frais d’autopsie. Les frais d’obsèques doivent être calculés concrètement dans le cas d’espèce. Selon la jurisprudence, seules peuvent être compensées les dépenses réellement nécessaires, conformes aux usages du lieu et du pays et à la situation sociale et financière du défunt et des survivants. Il convient de juger dans chaque cas où se situe la limite pour ce qui est des usages locaux et du rang du défunt, sur la base des circonstances. Les ouvrages juridiques ne permettent guère de généraliser ces éléments concrets. Ils se réfèrent simplement, concernant l’exclusion de la responsabilité, à l’art. 44 CO (Réduction de l’indemnité du fait de la responsabilité de la personne lésée) et à la rupture du lien de causalité.”
Erfolgt die Tötung durch Personal einer kantonalen Anstalt oder im Rahmen staatlicher Institutionen, kommt nach den angegebenen Quellen das auf die Anstalt anwendbare Staatshaftungsrecht (Haftungsgesetz) zur Anwendung; das Gemeinwesen haftet nach diesen Bestimmungen für den von Angehörigen geltend gemachten Versorgerschaden (Art. 45 Abs. 3 OR). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine derartige Verantwortungsübernahme des Gemeinwesens die direkte Klage gegen den Urheber ausschliessen.
“Zivilansprüche sind Forderungen, die sich aus dem Zivilrecht ergeben und ordentlicherweise vor den Zivilgerichten durchgesetzt werden müssen (BGE 141 IV 1 E. 1.1). Im Strafverfahren können Zivilansprüche adhäsionsweise geltend gemacht werden (vgl. Art. 122 und Art. 126 StPO). Die Opferangehörigen müssen eigene Zivilansprüche gegen den Straftäter geltend machen (Art 122 Abs. 2 StPO). In Betracht kommen in erster Linie Versorgerschaden (Art. 45 Abs. 3 OR) und Genugtuung (Art. 47 OR). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Privatklägerschaft keine Zivilansprüche, wenn für Taten, die dem Beschuldigten vorgehalten werden, ein Gemeinwesen die Verantwortlichkeit gemäss öffentlichem Recht übernimmt unter Ausschluss jeder direkten Klage gegen den Urheber (BGE 138 IV 86 E. 3.1 = Pra 2012 Nr. 114, 133 IV 228 E. 2.3.3 = Pra 2008 Nr. 33, 131 I 455 E. 1.2.4). Im vorliegenden Fall steht eine mutmasslich begangene Straftat im Rahmen einer medizinischen Konsultation am D____ zur Diskussion. Beim D____ handelt es sich um eine Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit (§ 1 des Gesetzes über die öffentlichen Spitäler des Kantons Basel-Stadt [Öffentliche Spitäler-Gesetz, ÖSpG; SG 331.100]), für welche das Gesetz über die Haftung des Staates und seines Personals (Haftungsgesetz, HG; SG 161.100) zur Anwendung gelangt (§ 1 HG). Das D____ haftet nach den Bestimmungen des HG für den Schaden, den sein Personal in Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich zufügt (§ 3 Abs.”
“Zivilansprüche sind Forderungen, die sich aus dem Zivilrecht ergeben und ordentlicherweise vor den Zivilgerichten durchgesetzt werden müssen (BGE 141 IV 1 E. 1.1). Im Strafverfahren können Zivilansprüche adhäsionsweise geltend gemacht werden (vgl. Art. 122 und Art. 126 StPO). Die Opferangehörigen müssen eigene Zivilansprüche gegen den Straftäter geltend machen (Art 122 Abs. 2 StPO). In Betracht kommen in erster Linie Versorgerschaden (Art. 45 Abs. 3 OR) und Genugtuung (Art. 47 OR). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Privatklägerschaft keine Zivilansprüche, wenn für Taten, die dem Beschuldigten vorgehalten werden, ein Gemeinwesen die Verantwortlichkeit gemäss öffentlichem Recht übernimmt unter Ausschluss jeder direkten Klage gegen den Urheber (BGE 138 IV 86 E. 3.1 = Pra 2012 Nr. 114, 133 IV 228 E. 2.3.3 = Pra 2008 Nr. 33, 131 I 455 E. 1.2.4). Im vorliegenden Fall steht eine mutmasslich begangene Straftat im Rahmen einer medizinischen Konsultation am D____ zur Diskussion. Beim D____ handelt es sich um eine Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit (§ 1 des Gesetzes über die öffentlichen Spitäler des Kantons Basel-Stadt [Öffentliche Spitäler-Gesetz, ÖSpG; SG 331.100]), für welche das Gesetz über die Haftung des Staates und seines Personals (Haftungsgesetz, HG; SG 161.100) zur Anwendung gelangt (§ 1 HG). Das D____ haftet nach den Bestimmungen des HG für den Schaden, den sein Personal in Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich zufügt (§ 3 Abs.”
In Strafurteilen kann der Täter nach Art. 45 OR zivilrechtlich zur Erstattung der mit dem Todesfall zusammenhängenden Kosten verurteilt werden. Die angeführten Entscheide enthalten exemplarische Zuweisungen konkreter Geldbeträge für solche Kosten (Beispiel: CHF 16'807.25; CHF 11'720.80).
“Die beim Forensischen Institut Zürich lagernden Asservate mit der Referenz K160920-087/67700349 (A009'670'637, A009'670'648, A009'670'659; A009'670'660, A009'670'671; A009'670'682, A009'670'693; A009'670'706, A009'671'050, A009'671'061, A009'671'072; A009'671'083, A009'671'094; A009'671'107, A009'671'118, A009'671'129, A009'671'130, A009'672'746, A009'671'163, A009'671'174, A009'671'185, A009'671'209, A009'677'763, A009'677'774, A009'671'298, A009'671'301, A009'671'312, A009'673'227 A009'673'238, A009'673'249, A009'674'117, A009'674'253, A009'674'695, A009'676'157, A009676'180, A009'699'358, A009'699'370, A009'699'392, A009'674'300, A009'674'322, A009'683'447, A009'683'469, A009'683'470, A009'683'481, A009'683'492, A009'683'505, A009'683'516, A009'683'527, A009'683'538, A009'683'549, A009'683'685, A009'683'425, A009'675'778, A009'709'857, A009'709'868, A009'713'035, A009'713'079, A009'712'996, A009'681'394, A009'681'407, A009'681'418, A009'682'717, A009'682'728, A009'682'739, A009'682'751, A009'682'773, A009'682'784, A009'682'808, A009'682'819, A009'682'842, A009'692'835, A009'708'581, A009'708'865, A009'710'172, A009'708'898, A009'712'269, A009'713'115, A009'717'628) werden innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft vernichtet. 12. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägerinnen 1-4 (A._____, B._____, C._____ und D._____) im Sinne von Art. 45 OR Schadenersatz von CHF 16'807.25 zuzüglich 5 % Zins ab 20. September 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das diesbezügliche Schadenersatzbegehren abgewiesen. 13. Im Übrigen wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerinnen 1-4 (A._____, B._____, C._____ und D._____) auf den Zivilweg verwiesen. 14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (A._____) CHF 20'000 zuzüglich 5 % Zins ab 20. September 2016 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. - 8 - 15. Die Genugtuungsbegehren der Privatklägerinnen 2-4 (B._____, C._____ und D._____) werden abgewiesen. 16. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: CHF10'000.00; die weiteren Auslagen betragen: CHF17'000.00 Gebühr Vorverfahren CHF4'434.00 Kosten Kantonspolizei Zürich CHF76'780.50 Gutachten/Expertisen etc. CHF19'456.99 Auslagen Untersuchung CHF1'200.00 Beschwerdeverfahren UB210038 CHF800.00 Beschwerdeverfahren UB210108 CHF800.00 Beschwerdeverfahren UB210152 CHF800.”
“Avertit C______ que si elle devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine (art. 44 al. 3 CP). Constate une violation du principe de célérité (art. 5 al. 1 CPP). Renonce à ordonner une interdiction au sens de l'art 67 al. 2 CP. Ordonne l'expulsion de Suisse de C______ pour une durée de 5 ans (art. 66a al. 1 let. b CP). Dit que l'exécution de la partie ferme de la peine prime celle de l'expulsion (art. 66c al. 2 CP). Condamne C______ à payer à B______ CHF 50'000.-, avec intérêts à 5% dès le ______ avril 2018, à titre de réparation du tort moral (art. 47 CO). Condamne C______ à payer à A______ CHF 50'000.-, avec intérêts à 5% dès le ______ avril 2018, à titre de réparation du tort moral (art. 47 CO). Condamne C______ à payer à B______ et A______ CHF 11'720.80, avec intérêts à 5% dès le 1er juillet 2018, à titre de dommages-intérêts pour les frais liés au décès (art. 45 CO). Condamne C______ à verser à B______ et A______ CHF 50'755.95, à titre de juste indemnité pour les dépenses obligatoires occasionnées par la procédure (art. 433 al. 1 CPP). Ordonne la restitution à B______ et A______ des cubes en plastique figurant sous chiffres 1 et 2 de l'inventaire du 27 septembre 2022. Fixe à CHF 25'066.55 l'indemnité de procédure due à Me D______, défenseur d'office de C______ (art. 135 CPP). Condamne C______ à 80% des frais de la procédure, qui s'élèvent dans leur globalité à CHF 41'654.85, y compris un émolument de jugement de CHF 3'000.- (art. 426 al. 1 CPP). Laisse le solde des frais de la procédure à la charge de l'Etat (art. 423 al. 1 CPP)." Notifie le présent arrêt aux parties. Le communique, pour information, à l'Office cantonal de la population et des migrations et au Tribunal correctionnel. La greffière : Lylia BERTSCHY Le président : Vincent FOURNIER Indication des voies de recours : Conformément aux art. 78 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral (LTF), le présent arrêt peut être porté dans les trente jours qui suivent sa notification avec expédition complète (art.”
Der Nasciturus wird nach der Praxis rückwirkend als rechtsfähig anerkannt und kann — vorbehaltlich der dafür sonstigen Voraussetzungen — Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens nach Art. 45 Abs. 3 OR haben.
“Auch wenn ein expliziter Verweis für die Beurteilung der subjektiven Voraussetzungen für den Kinderabzug auf das Personenrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) fehle, sei für die Beurteilung des Begriffs des Kindes die Definition von Art. 31 ZGB hinzuzuziehen. Es gehe daher nicht darum, woran der Kinderabzug anknüpfe, sondern lediglich darum, ob ein ungeborenes Kind bereits als Kind existiere beziehungsweise rechtsfähig sei (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 10 f.). Dem Kind beziehungsweise dem Nasciturus werde bereits vor der Geburt eine besondere Stellung zuerkannt. Der Nasciturus werde rückwirkend als rechtsfähig anerkennt, besitze gemäss Art. 31 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 544 Abs. 1 ZGB bedingte Erbfähigkeit, sei Mitglied der Erbengemeinschaft, hafte solidarisch für Erbschafts- und Erbgangsschulden, habe einen schuldrechtlichen Anspruch auf Schadenersatz aus ungerechtfertigten Eingriffen der körperlichen Integrität für Ereignisse vor der Geburt aus Art. 41 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) sowie Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens bei Tötung einer Person mit Versorgerqualität aus Art. 45 Abs. 3 OR. Strafrechtlich stehe ein vorsätzlich begangener Schwangerschaftsabbruch unter Strafe und schütze somit auch die rechtlich bereits vorhandene Persönlichkeit des Kindes (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 12). Die Folge der Rechtsfähigkeit des Nasciturus sei die Erlangung sämtlicher Persönlichkeitsrechte im Sinne der Rechtsordnung. Die zeitliche Rückwirkung sei auch für die steuerrechtliche Beurteilung des stichtagsbezogenen Sozialabzuges relevant. Aufgrund der tatsächlichen Rückwirkung habe das Kind bereits zum hier relevanten Stichtag vom 31. Dezember 2016 ex tunc die Persönlichkeitsrechte erlangt. Folglich sei der Kinderabzug zu gewähren, da das Kind im Zeitpunkt des Stichtages bereits gezeugt gewesen sei (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 14 f.).”
Der Versorgungsschaden ist abstrakt zu berechnen. Massgebliche Berechnungsmethode ist die Kapitalisierung des künftigen Unterhaltsausfalls zum Zeitpunkt des Todes des Versorgers.
“Regeste a Art. 45 Abs. 3 OR; Methode der Berechnung des Versorgungsschadens. Der Versorgungsschaden ist (abstrakt) durch Kapitalisierung auf den Zeitpunkt des Todes des Versorgers zu berechnen (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 5). Regeste b Art. 45 Abs. 3 OR; Anrechenbarkeit von Vermögenserträgen bei der Berechnung des Versorgungsschadens. Vermögenserträge sind bei der Berechnung des Versorgungsschadens anzurechnen, auch wenn diese nicht bereits während bestehendem Versorgungsverhältnis dem Unterhalt dienten (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 10.4 und 10.5). Regeste c Art. 45 Abs. 3 OR; Anrechenbarkeit von Vermögenserträgen aus Kapitalien von Summenversicherungen bei der Berechnung des Versorgungsschadens. Erträge aus dem aufgrund des Todes des Versorgers ausbezahlten Kapital einer Summenversicherung sind bei der Berechnung des Versorgungsschadens anzurechnen (E. 10.7).”
Als Versorger gilt, wer die betreffenden Personen tatsächlich unterstützt hat und mutmasslich weiterhin unterstützen würde. Das Tatbestandsmerkmal ist erfüllt, wenn aus der bisherigen praktischen Unterstützung und den Umständen ersichtlich ist, dass eine Fortsetzung der Unterstützung zu erwarten gewesen wäre.
“Versorgungsverhältnis Versorger ist, wer die versorgten Personen tatsächlich unterstützt hat und mut- masslich weiterhin unterstützen würde (BGE 114 II 144 E. 2a S. 146; BGE 112 II 87 E. 2b S. 92-93; L ANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 59 zu Art. 45 OR). Der grundsätzliche Bestand eines Versorgungsverhältnisses ist unbestritten geblieben (act. 1 Rz. 27). Das Tatbestandsmerkmal des Versorgungsverhältnisses ist erfüllt.”
Zu Art. 45 Abs. 1 OR gehören nach Rechtsprechung und amtlichen Erläuterungen auch die üblichen Bestattungskosten zum ersatzfähigen Schaden. Dazu zählen insbesondere die Kosten für Einäscherung oder Beerdigung, den religiösen bzw. weltlichen Abschiedsdienst, die Todes- oder Traueranzeige, das Trauermahl sowie das Grab- bzw. Denkmal (Monument), wobei sich das Erstattungsniveau an den üblichen Bestattungskosten für Ort und Stand der verstorbenen Person orientiert.
“Selon l'art. 45 al. 1 CO, en cas de mort d'homme, les dommages-intérêts comprennent les frais, notamment ceux d'inhumation. En relation avec l'art. 19 al. 2 LAVI, les frais d'obsèques sont donc compris dans l'indemnisation du dommage matériel de la LAVI. En font notamment partie les frais pour le monument funéraire (Stéphanie Converset, op. cit., p. 193; voir aussi pour une explication générale des postes du dommage couverts: Recommandations de la Conférence suisse des offices de liaison de la LAVI [CSOL-LAVI] pour l’application de la loi fédérale sur l’aide aux victimes d’infractions, du 21 janvier 2010 [p. 36-38]). S'intéressant à la question du montant des frais d'inhumation au sens de l'art. 45 CO, la Note du 3 mars 2021 de l'OFJ à la CSOL-LAVI concernant la prise en charge des frais d'obsèques précise que ceux-ci comprennent "les frais funéraires usuels pour le lieu et le rang de la personne, soit le coût de la crémation ou de l’enterrement, du service religieux, de l’avis mortuaire, du repas funèbre, du monument funéraire, etc.”
“Selon l'art. 45 al. 1 CO, en cas de mort d'homme, les dommages-intérêts comprennent les frais, notamment ceux d'inhumation. En relation avec l'art. 19 al. 2 LAVI, les frais d'obsèques sont donc compris dans l'indemnisation du dommage matériel de la LAVI. En font notamment partie les frais pour le monument funéraire (Stéphanie Converset, op. cit., p. 193; voir aussi pour une explication générale des postes du dommage couverts: Recommandations de la Conférence suisse des offices de liaison de la LAVI [CSOL-LAVI] pour l’application de la loi fédérale sur l’aide aux victimes d’infractions, du 21 janvier 2010 [p. 36-38]). S'intéressant à la question du montant des frais d'inhumation au sens de l'art. 45 CO, la Note du 3 mars 2021 de l'OFJ à la CSOL-LAVI concernant la prise en charge des frais d'obsèques précise que ceux-ci comprennent "les frais funéraires usuels pour le lieu et le rang de la personne, soit le coût de la crémation ou de l’enterrement, du service religieux, de l’avis mortuaire, du repas funèbre, du monument funéraire, etc.”
Zum Ersatz des Versorgerschadens kann neben dem entgangenen Unterhaltsgeld auch der Verlust von Unterstützung in natura (Naturalunterhalt) zählen.
“A ce stade, seul demeure litigieux le "préjudice ménager" dont les recourants entendent obtenir réparation à la suite du décès de leur époux et père. Il s'agit plus précisément de la perte de soutien en nature, qui s'ajouterait à la perte de soutien en espèces (cf. art. 45 al. 3 CO).”
Nach der Rechtsprechung steht auch dem ungeborenen Kind (Nasciturus) ein Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens nach Art. 45 Abs. 3 OR zu.
“Auch wenn ein expliziter Verweis für die Beurteilung der subjektiven Voraussetzungen für den Kinderabzug auf das Personenrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) fehle, sei für die Beurteilung des Begriffs des Kindes die Definition von Art. 31 ZGB hinzuzuziehen. Es gehe daher nicht darum, woran der Kinderabzug anknüpfe, sondern lediglich darum, ob ein ungeborenes Kind bereits als Kind existiere beziehungsweise rechtsfähig sei (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 10 f.). Dem Kind beziehungsweise dem Nasciturus werde bereits vor der Geburt eine besondere Stellung zuerkannt. Der Nasciturus werde rückwirkend als rechtsfähig anerkennt, besitze gemäss Art. 31 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 544 Abs. 1 ZGB bedingte Erbfähigkeit, sei Mitglied der Erbengemeinschaft, hafte solidarisch für Erbschafts- und Erbgangsschulden, habe einen schuldrechtlichen Anspruch auf Schadenersatz aus ungerechtfertigten Eingriffen der körperlichen Integrität für Ereignisse vor der Geburt aus Art. 41 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) sowie Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens bei Tötung einer Person mit Versorgerqualität aus Art. 45 Abs. 3 OR. Strafrechtlich stehe ein vorsätzlich begangener Schwangerschaftsabbruch unter Strafe und schütze somit auch die rechtlich bereits vorhandene Persönlichkeit des Kindes (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 12). Die Folge der Rechtsfähigkeit des Nasciturus sei die Erlangung sämtlicher Persönlichkeitsrechte im Sinne der Rechtsordnung. Die zeitliche Rückwirkung sei auch für die steuerrechtliche Beurteilung des stichtagsbezogenen Sozialabzuges relevant. Aufgrund der tatsächlichen Rückwirkung habe das Kind bereits zum hier relevanten Stichtag vom 31. Dezember 2016 ex tunc die Persönlichkeitsrechte erlangt. Folglich sei der Kinderabzug zu gewähren, da das Kind im Zeitpunkt des Stichtages bereits gezeugt gewesen sei (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 14 f.).”
“Auch wenn ein expliziter Verweis für die Beurteilung der subjektiven Voraussetzungen für den Kinderabzug auf das Personenrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) fehle, sei für die Beurteilung des Begriffs des Kindes die Definition von Art. 31 ZGB hinzuzuziehen. Es gehe daher nicht darum, woran der Kinderabzug anknüpfe, sondern lediglich darum, ob ein ungeborenes Kind bereits als Kind existiere beziehungsweise rechtsfähig sei (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 10 f.). Dem Kind beziehungsweise dem Nasciturus werde bereits vor der Geburt eine besondere Stellung zuerkannt. Der Nasciturus werde rückwirkend als rechtsfähig anerkennt, besitze gemäss Art. 31 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 544 Abs. 1 ZGB bedingte Erbfähigkeit, sei Mitglied der Erbengemeinschaft, hafte solidarisch für Erbschafts- und Erbgangsschulden, habe einen schuldrechtlichen Anspruch auf Schadenersatz aus ungerechtfertigten Eingriffen der körperlichen Integrität für Ereignisse vor der Geburt aus Art. 41 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) sowie Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens bei Tötung einer Person mit Versorgerqualität aus Art. 45 Abs. 3 OR. Strafrechtlich stehe ein vorsätzlich begangener Schwangerschaftsabbruch unter Strafe und schütze somit auch die rechtlich bereits vorhandene Persönlichkeit des Kindes (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 12). Die Folge der Rechtsfähigkeit des Nasciturus sei die Erlangung sämtlicher Persönlichkeitsrechte im Sinne der Rechtsordnung. Die zeitliche Rückwirkung sei auch für die steuerrechtliche Beurteilung des stichtagsbezogenen Sozialabzuges relevant. Aufgrund der tatsächlichen Rückwirkung habe das Kind bereits zum hier relevanten Stichtag vom 31. Dezember 2016 ex tunc die Persönlichkeitsrechte erlangt. Folglich sei der Kinderabzug zu gewähren, da das Kind im Zeitpunkt des Stichtages bereits gezeugt gewesen sei (vgl. Rekurs und Beschwerde, Rz 14 f.).”
Bestattungskosten gelten als ersatzfähiger Schaden. Versicherte Dritte (z. B. Versicherer) oder andere Anspruchsberechtigte können Erstattung verlangen, sofern sie die Auslagen bereits getragen und ihren Erstattungsanspruch entsprechend nachgewiesen haben.
“Or, lors de l'incendie du 17 novembre 2014, ils ont précisément agi dans le cadre de leurs fonctions d'agent chargé de la sécurité du site [du foyer] de AJ______. Les parties plaignantes ne sont dès lors, en dérogation avec le droit privé, pas fondées à faire valoir des prétentions en réparation de leur dommage contre les appelants C______ et E______. Il en va de même à l'égard de l'appelant Z______, employé de l'HOSPICE GÉNÉRAL, sa responsabilité pénale étant fondée sur le manquement de l'un de ses devoirs au titre de coordinateur incendie. Les parties plaignantes seront en conséquence déboutées des conclusions prises contre les précités, qu'elles soient de nature condamnatoire ou seulement constatatoire. 6.3.1. Aux termes de l'art. 41 al. 1 CO, celui qui cause, d'une manière illicite, un dommage à autrui, soit intentionnellement, soit par négligence ou imprudence, est tenu de le réparer. En cas de mort d'homme, les dommages-intérêts comprennent les frais, notamment ceux d'inhumation (art. 45 al. 1 CO). La preuve du dommage incombe au demandeur (art. 42 al. 1 CO). 6.3.2. En l'espèce, T______ et U______ ont fait valoir des prétentions en réparation de leur dommage matériel relativement aux frais des obsèques du défunt, dont CHF 5'629.- et CHF 1'000.- ont été reconnus par le TP. AB______ a conclu notamment au remboursement de la valeur, arrêtée à CHF 1'186.85 par le TP, des effets personnels qu'il a perdus dans l'incendie. AD______, assureur incendie du mobilier de l'HOSPICE GÉNÉRAL, a conclu au remboursement des indemnités versées à la suite du sinistre, totalisant CHF 92'980.65. Ces prétentions ont été dûment attestées par pièces (cf. pièces produites au TP par T______ et U______ ainsi que AB______ le 24 novembre 2022 et par l'assurance le 13 septembre 2022). La condamnation de l'appelant A______ à verser les montants précités au titre du remboursement du dommage matériel sera en conséquence confirmée. 6.4.1. Aux termes de l'art. 46 al. 1 CO, en cas de lésions corporelles, la partie qui en est victime a droit au remboursement des frais et aux dommages-intérêts qui résultent de son incapacité de travail totale ou partielle, ainsi que de l'atteinte portée à son avenir économique.”
Für die Wertermittlung der Unterstützungsleistung ist der ermittelte Stundenaufwand mit einem Stundenlohn zu multiplizieren, der demjenigen entspricht, der einer tatsächlich angestellten Ersatzkraft bezahlt würde oder einer hypothetischen Ersatzkraft bezahlt werden müsste. Dabei ist ein Brutto‑Brutto‑Stundenlohn zugrunde zu legen (einschliesslich Arbeitgeber‑ und Arbeitnehmerbeiträge sowie allfälliger weiterer Lohnnebenkosten).
“Angesichts dessen ist jedenfalls vorliegend nachvollziehbar, dass für die Vorinstanz die Gründe für die – aus rechtlicher Sicht grundsätzlich gebotene – gesonderte Behandlung der Ansprüche überwogen. Daran vermag auch die Stellungnahme von Brehm zu den Argumenten der Verfechter einer getrennten Berechnung der Ansprüche nichts Entscheidendes zu ändern. Einerseits räumt er selbst ein, dass die Vornahme des Wiederverheiratungsabzugs am gesamten Entschädigungskapital rechtlich unbefriedigend sei. Andererseits erscheint das auf die Lebenserfahrung gestützte Argument, dass im Fall des Todes der Hausfrau die Kinder materiell auch von einer Versorgung durch die Stiefmutter profitierten, nicht derart zwingend, dass deswegen von der getrennten Behandlung der Ansprüche abzuweichen wäre. Gleiches gilt für den hinsichtlich des Rückgriffrechts der Sozialversicherungen vorgebrachten Einwand, es spreche nichts gegen die Feststellung, dass der Ersatz des Versorgungsschadens des Vaters denjenigen der Kinder ausschalte (BK-Brehm, Art. 45 OR N 177a und N 177b). Aus diesen Gründen ist somit das vorinstanzliche Vorgehen, die Ansprüche auf Versorgungsschaden aus Haushaltsführung des Klägers und der Klägerin getrennt zu berechnen, insgesamt nicht zu beanstanden. Die von der Vorinstanz vorgenommene Aufteilung zwischen Kläger und Klägerin im Verhältnis 3:1 wurde von der Beklagten in der Berufung sodann nicht bestritten und erscheint jedenfalls nicht unangemessen, womit es dabei sein Bewenden hat. […] gg) Stundenansatz Um den Wert der Unterstützungsleistung zu bestimmen, ist sodann der ermittelte Stundenaufwand mittels eines Stundenlohnes, der einer effektiv angestellten Ersatzkraft bezahlt wird oder einer hypothetischen Ersatzkraft bezahlt werden müsste, zu multiplizieren (ZK-Landolt, Art. 45 OR N 284 m.H.; Fellmann/Kottmann, a.a.O., N 2279). aaa) Die Kläger veranschlagten in ihrer Berechnung für die Hausarbeit per Stichtag 1. Januar 2007 einen Brutto-Brutto-Stundenlohn (inkl. Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer und allfälliger weiterer Lohnnebenkosten) von Fr.”
Bestattungskosten können nach Art. 45 Abs. 1 OR konkret als zu erstattender Schaden zugesprochen werden; die Praxis bestätigt dies durch die Zuweisung konkreter Beträge für Bestattungskosten.
“Il a en particulier mentionné le rapport du pédopsychiatre de l'enfant du 28 juillet 2023 faisant état de l'impact de ce drame sur son patient, le défunt étant décrit comme un père investi et très présent auprès de son fils, ainsi que le diagnostic de réaction dépressive prolongée et de troubles de l'adaptation émis par la pédopsychiatre (P. 85/2). S'agissant de B.Q.________, le premier juge a relevé le grand désarroi et l'existence d'un deuil insurmontable engendrant des angoisses importantes constatés par son médecin-généraliste ainsi que l'état dépressif nettement aggravé depuis le drame, le profond sentiment de détresse et l'état de stress post-traumatique très marqué observé par son psychiatre. Au vu de ces éléments, les montants alloués, soit 40'000 fr. pour le fils de la victime et 50'000 fr. pour son épouse, sont adéquats et ils doivent être confirmés, de même que l'allocation du montant de 4'413 fr., correspondant aux frais funéraires, alloués à titre de réparation du dommage (art. 45 al. 1 CO). Par ailleurs, une réduction de ces montants telle que requise par l'appelant sur la base de l'art. 44 al. 1 CO ne saurait s'imposer, l'analyse effectuée au considérant 5.3 ci-dessus ne retenant pas une faute concomitante du cycliste, mais une erreur d'appréciation. Mal fondé, le grief de l'appelant sera rejeté. 7. 7.1 A.E.________ fait encore valoir que la peine est excessive. Il s’agissait d’une simple contravention dont il était bien incapable de mesurer les conséquences mortelles exceptionnelles, dès lors qu’il est rare qu’un piéton cause, par sa seule présence, le décès d’un usager de la route. La faute devait se situer au plus bas de l’échelle, d’autant qu'il avait lui-même été très impacté par l’accident. 7.2 Selon l’art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
Nach der in BGE 147 III 402 wiedergegebenen und in der Lehre vertretenen Auffassung ist Art. 96 VVG dahin zu verstehen, dass Summenversicherungen, die durch Spar- und Risikoprämien finanziert sind, vor dem Zugriff des Haftpflichtigen geschützt werden sollen. Soweit diese Schutzfunktion reicht, umfasst sie nach herrschender Lehre auch die Erträge aus dem Versicherungskapital; solche Erträge werden demnach beim Versorgungsschaden berücksichtigt bzw. dem Vorteilsausgleich nicht zugänglich gemacht.
“Ebenso wie die getötete Person weiterhin Ersparnisse gebildet hätte, hätte sie auch weiterhin Versicherungsprämien bezahlt und die Erträge aus dem Versicherungskapital wären den versorgten Personen nicht zur Verfügung gestanden (HÜRZELER, System, a.a.O., S. 251). Ein weiterer Teil der Lehre nimmt an, aus Art. 96 VVG folge, dass als Summenversicherung ausgestaltete Lebensversicherungen nicht der Vorteilsausgleichung unterworfen seien (MERZ, a.a.O., S. 210), womit auch die Anrechnung von darauf zu erzielenden Vermögenserträgen als Vorteil wegfällt. Der - namentlich von BREHM geäusserten - Auffassung, wonach es den Gesetzgeber bei der Schaffung von Art. 96 VVG nicht interessiert habe, was mit den Zinsen BGE 147 III 402 S. 418 auf ausbezahltem Versicherungskapital geschehe, sei entgegenzuhalten, dass Sinn und Zweck des Privilegs von Art. 96 VVG gerade darin bestehe, durch Spar- und Risikoprämien finanzierte Summenversicherungen vom "Zugriff" des Haftpflichtigen zu schützen, weshalb auch die Anrechnung der Erträge von Art. 96 VVG erfasst werde (LANDOLT, Zürcher Kommentar, 2007, N. 381 f. zu Art. 45 OR; im Ergebnis gl.M. STEHLE, Versorgungsschaden, a.a.O., Rz. 759 ff.; STEIN, a.a.O., S. 285 f.; WEBER/SCHAETZLE/DOLF, a.a.O., Rz. 9.190).”
Im vorliegenden Fall erhoben die Eltern Zivilforderungen u. a. gestützt auf Art. 45 Abs. 1 OR. Das Bundesgericht bejahte deren Legitimation zur Beschwerde in Strafsachen, weil der Ausgang des Strafverfahrens die zivilrechtlichen Ansprüche unmittelbar beeinflusste.
“Alle sechs Straf- und Zivilkläger stellten im erstinstanzlichen Verfahren eine Genugtuungsforderung, B.A.________ stellte zudem ein Schadenersatzbegehren. Die Vorinstanz wies als Folge des Freispruchs die Zivilforderungen der Eltern der Verunfallten, B.A.________ und A.A.________, und der Schwestern der Verunfallten, D.A.________ und C.A.________, ab. Die Eltern und Schwestern der Verunfallten machen Zivilforderungen gestützt auf Art. 47 OR, der Vater der Verunfallten zudem gestützt auf Art. 45 Abs. 1 OR geltend. Es handelt sich um Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen, welche gestützt auf eine schädigende Handlung im Sinne von Art. 41 ff. OR zu entschädigen sind. Der angefochtene Entscheid, mithin die Frage, ob ein Schuld- oder Freispruch ergeht, wirkt sich unmittelbar auf die Zivilforderungen der Eltern und der Schwestern der Verunfallten aus. Sie sind somit zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). Anders verhält es sich in Bezug auf die erstinstanzlich abgewiesenen Genugtuungsforderungen von F.F.________ und G.F.________. Die Vorinstanz hält fest, die Abweisung dieser Genugtuungsforderungen durch die Erstinstanz sei im Berufungsverfahren unangefochten geblieben und somit in Rechtskraft erwachsen. Diese Feststellung der Vorinstanz wird in der Beschwerde nicht beanstandet. Somit bildeten die Genugtuungsforderungen von F.F.________ und G.F.________ nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens. Die Beschwerdelegitimation fällt dahin, wenn das Strafverfahren im Zivilpunkt bereits rechtskräftig erledigt ist (Urteile 6B_1235/2020 vom 5.”
Steuerliche Folgen bestehen: Einkommenssteuerpflicht des Verstorbenen endet, und steuerliche Auswirkungen betreffen auch Schadenersatz- und Hinterbliebenenleistungen. Die Rechtsprechung und ein Grossteil der Lehre lehnen jedoch aus Praktikabilitätsgründen die Berücksichtigung von Steuern bei der Berechnung des Versorgungsschadens ab.
“Die Rechtsprechung und eine Mehrheit im Schrifttum lehnen die Berücksichtigung der Steuern bei der Berechnung der Versorgungsschadens aus Praktikabilitäts- gründen ab (BGE 101 II 346 nicht in Pra 64 [1975] Nr. 264 publ. E. 4 S. 353-354; BGer vom 13. Dezember 1994, Pra 84 [1995] Nr. 172 E. 6a S. 557-558; weitere Nw. zur Rechtsprechung bei L ANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 376 zu Vorbe- merkungen zu Art. 45/46 OR; FELLMANN/KOTTMANN, a.a.O., N 2145; KARL OFTIN- GER /EMIL W. STARK, Schweizerisches Haftpflichtrecht I, 5. Aufl. 1995, § 6 N 291, 292; MARKUS SCHMID, Aspekte und Thesen zum Versorgungsschaden, Personen- Schaden-Forum 2004, S. 26; E MIL. W. STARK, Ausservertragliches Haftpflicht- recht, Skriptum, 2. Aufl. 1988, N 124; S TEPHAN WEBER, Wer versorgt wen womit – Vorschläge für neue Berechnungsmethoden und Hilfsmittel beim Schaden infolge Tötung, Personen-Schaden-Forum 2019, S. 191-192; a.A. BERNHARD STEHLE, Die Berechnung des Versorgungsschadens: Drei neue Faktoren, Personen-Schaden- Forum 2012, S. 142; DERS., Der Versorgungsschaden, Diss. Freibung, 2010, N 286; LANDOLT, in: Zürcher Kommentar, N. 314 zu Art. 45 OR). Die umfangrei- chen Ausführungen der Parteien allein zur Frage der Steuern (act. 1 Rz. 36-37; act. 11 Rz. 63-69; act. 22 Rz. 26-74; act. 27 Rz. 50-78) stützen dieses Argument. Der Einkommenssteuer unterliegen nicht nur das weggefallene Einkommen des Versorgers, sondern auch die Schadenersatzleistungen und die Sozial- und Pri- vatversicherungsleistungen an die Versorgten (Art. 22 Abs. 1 und Art. 23 lit. a und b DBG; Art. 7 Abs. 1 Satz 1 StHG; § 24 Abs. 1 lit. c Steuergesetz BL; W E- BER /SCHAETZLE/DOLF, a.a.O., N 9.213). Die Steuerpflicht des Versorgers endet mit dessen Tode (Art. 8 Abs. 2 DBG; § 11 Abs. 2 Steuergesetz BL), und es erfolgt ein Übergang der Steuerlast auf die Versorgten, da die bisherige Steuerfreiheit von Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher Pflichten (vgl. Art. 24 lit. e DBG; Art. 7 Abs. 4 lit. g StHG; § 28 Abs. 1 lit. g Steuergesetz BL) entfällt. Die Steuerlast ist sowohl beim weggefallenen Versorgererwerbseinkommen als auch bei den steu- erpflichtigen Hinterbliebenenleistungen und Schadenersatzleistungen zu berück- sichtigen (F ELLMANN/KOTTMANN, a.”
Bei Verlust des Versorgers kommt ein Anspruch auf künftigen Unterhaltsausfall nach Art. 45 Abs. 3 OR in Betracht. Die konkrete, insbesondere detaillierte Berechnung des Unterhaltsausfalls gilt häufig als aufwändig und wird daher nach Art. 126 Abs. 3 StPO regelmässig an das Zivilgericht verwiesen.
“________ et D.R.________ à titre de réparation du tort moral, ainsi que de 23'807 fr. 75 en faveur de E.R.________ à titre de réparation du dommage matériel. Elles reprennent également leurs prétentions en perte de soutien formulées en première instance. De son côté, l’appelant principal conclut au renvoi des parties plaignantes à agir devant le juge civil pour l’ensemble de leurs prétentions. 5.2 En règle générale, selon l’art. 126 al. 1 let. a CPP, le juge de la cause pénale doit statuer sur les conclusions civiles présentées lorsqu’il rend un verdict de culpabilité à l’encontre du prévenu. L'art. 126 al. 3 CPP prévoit que, dans le cas où le jugement complet des conclusions civiles exigerait un travail disproportionné, le tribunal peut traiter celles-ci seulement dans leur principe et, pour le surplus, renvoyer la partie plaignante à agir par la voie civile. Les prétentions de faible valeur sont, dans la mesure du possible, jugées par le tribunal lui-même. 5.2.1 Le calcul de la perte de soutien (art. 45 al. 3 CO) et celui de la perte de gain (art. 46 al. 1 CO) sont des cas habituels de renvoi au juge civil. En revanche, le dommage matériel ou les frais médicaux consentis par le lésé, s’ils sont établis par pièces, ou l’indemnité pour tort moral, n’exigent en général par un travail disproportionné, de sorte que le renvoi au juge civil ne se justifie pas (Moreillon/Parein-Reymond, Petit commentaire CPP, 2e éd., Bâle 2016, n. 14 ad art. 126 al. 3 CPP, p. 408 et références citées). 5.2.2 Aux termes de l'art. 47 CO, le juge peut, compte tenu des circonstances particulières, allouer à la victime de lésions corporelles ou, en cas de mort d'homme, à la famille, une indemnité équitable à titre de réparation morale. L'indemnité a pour but exclusif de compenser le préjudice que représente une atteinte au bien-être moral (ATF 116 II 733 consid. 4f). Le principe d'une indemnisation pour tort moral et l'ampleur de la réparation dépendent d'une manière décisive de la gravité de l'atteinte et de la possibilité d'adoucir de façon sensible, par le versement d'une somme d'argent, la douleur physique ou morale (ATF 130 III 699 consid.”
Bei pensionierten Versorgern ist ein massgeblicher Sparanteil aus Erwerbseinkommen nicht zwingend anzunehmen; bei geringem Pensions- bzw. Renteneinkommen kann daher kein Sparanteil mehr angesetzt werden.
“% des Nettoein- kommens zu berücksichtigen, was einen jährlichen Sparanteil von CHF 142'849 ergibt. 2.4.3.4.2. Der jährliche Sparanteil des Witwers von CHF 25'000 bis zum 30. September 2017 (Zeitpunkt der Pensionierung) ist unbestritten geblieben (act. 1 Rz. 35 [S. 29-30]; act. 11 Rz. 59; act. 22 Rz. 126, 171; act. 27 Rz. 362). Der Einkauf in die Pensionskasse wird bei der Berechnung des Erwerbseinkom- mens berücksichtigt (Ziffer 2.4.3.1.2 oben). Für die Zeit ab 1. Oktober 2017 bis zum hypothetischen Erreichen des AHV-Alters der Versorgerin behaupten die Klägerinnen einen Sparanteil von CHF 10'000 (act. 22 Rz. 176). Das Pensionseinkommen des Witwers beträgt lediglich CHF 70'000. Bei diesen Grössenverhältnissen ist nicht von einem Sparanteil aus- zugehen (BGer 4A_433/2013 vom 15. April 2014 E. 7.2 m.Nw.; L ANDOLT, in: Zür- cher Kommentar, N. 247, 248 zu Art. 45 OR). Für die Zeit nach der Pensionierung ist deshalb kein Sparanteil mehr auszuscheiden. 2.4.3.5. Zwischenergebnis Bei der Versorgerin ist von einem massgeblichen Versorgungseinkommen von CHF 316'472 (CHF 459'320 - CHF 142'849) auszugehen. Beim Witwer ist von ei- nem solchen von CHF 97'493 (CHF 122'493 - CHF 25'000) bis zum 30. September 2017 (Zeitpunkt der Pensionierung) bzw.”
Bei der Bemessung des Versorgungsschadens nach Art. 45 Abs. 3 OR sind Vermögenserträge anzurechnen. Dies schliesst nach der Rechtsprechung auch Erträge aus dem aufgrund des Todes ausbezahlten Kapital (z. B. aus Summenversicherungen/Todeskapitalien) mit ein.
“Regeste a Art. 45 Abs. 3 OR; Methode der Berechnung des Versorgungsschadens. Der Versorgungsschaden ist (abstrakt) durch Kapitalisierung auf den Zeitpunkt des Todes des Versorgers zu berechnen (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 5). Regeste b Art. 45 Abs. 3 OR; Anrechenbarkeit von Vermögenserträgen bei der Berechnung des Versorgungsschadens. Vermögenserträge sind bei der Berechnung des Versorgungsschadens anzurechnen, auch wenn diese nicht bereits während bestehendem Versorgungsverhältnis dem Unterhalt dienten (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 10.4 und 10.5). Regeste c Art. 45 Abs. 3 OR; Anrechenbarkeit von Vermögenserträgen aus Kapitalien von Summenversicherungen bei der Berechnung des Versorgungsschadens. Erträge aus dem aufgrund des Todes des Versorgers ausbezahlten Kapital einer Summenversicherung sind bei der Berechnung des Versorgungsschadens anzurechnen (E. 10.7).”
“Die Klägerinnen gehen davon aus, das Bundesgericht habe im zit. Urteil C 509/86 bereits im Sinn der zuletzt genannten Auffassung die Anrechnung von Erträgen aus ausbezahlten Summenversicherungen verneint. Es ist fraglich, ob aus dem erwähnten Entscheid Derartiges abgeleitet werden kann, zumal sich das Bundesgericht zu dieser Frage nicht ausdrücklich äusserte und sie auch nicht Verfahrensgegenstand bildete. Die erstgenannte Ansicht von BREHM und anderen überzeugt. Die Bestimmung von Art. 96 VVG ist eng auszulegen. Sie betrifft lediglich die Anrechnung des Stamm kapitals , nicht jedoch die daraus entstehenden Erträge. Der Summenversicherte rechnet mit dem für den Versicherungsfall versprochenen Kapital, das er kumulativ zum Schaden erhält. Wenn er auf diesem Kapital zusätzlich einen Ertrag erwirtschaften kann, ist nicht einzusehen, weshalb er diesen nicht für seinen Unterhalt soll verwenden müssen, so dass sich seine Versorgungsbedürftigkeit, die Art. 45 Abs. 3 OR einzig ausgleichen will, vermindert. Des Weiteren ist Folgendes zu beachten: Wird ein Versicherungsanspruch - wie in casu - nicht zu Lebzeiten zugunsten eines Dritten begründet, bildet die Versicherungsleistung Teil der Erbschaft (Art. 476 ZGB). Deshalb ist es folgerichtig, den Ertrag aus diesem Teil der Erbschaft genauso zu berücksichtigen wie den Ertrag aus der übrigen Erbschaft. Sowohl die Erbschaft wie die auf den Todesfall ausbezahlte Summenversicherung beruhen auf einem besonderen Rechtsgrund, werden aber beide infolge des Todes ausgerichtet und stehen beide in einem inneren Zusammenhang mit dem Wegfall des Versorgers. Es wäre inkonsequent, könnten Erträge aus Erbschaft angerechnet werden, solche aus dem Kapital einer Summenversicherung jedoch nicht. Demzufolge ist der Vorinstanz zu folgen und die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.”
Für Art. 45 OR kann der Regress auch insoweit gelten, als Leistungen über die gesetzlichen (obligatorischen) Leistungen hinaus erbracht wurden. Soweit diese überobligatorischen Leistungen schadensorientiert sind und auf den Direktschaden anrechenbar sind, ist ein Regress zulässig. Für den überobligatorischen Bereich ist der Regress allerdings nur dann zu gewähren, wenn und soweit der zivilrechtliche Versorgungsschaden die gesetzlichen Leistungen übersteigt.
“Ziff. 9 S. 16). Auch wenn sich die Be- stimmung dem Wortlaut nach nur auf die obligatorischen Leistungen bezieht, blei- ben die überobligatorischen Leistungen schadensorientiert und ist der Regress der Klägerin 2 auch für diesen Teil zuzulassen (BECK, a.a.O., N 6.179), soweit diese auf den Direktschaden anrechenbar sind, weil eine entsprechende Versor- gungsbedürftigkeit vorliegt (B REHM, in: Berner Kommentar, N. 76, 77a zu Art. 45 OR). Für den überobligatorischen Bereich ist der Regress der Klägerin 2 zuzulas- sen, wenn und soweit der zivilrechtliche Versorgungsschaden die gesetzlichen Leistungen der Klägerinnen übersteigt. In vergangenen Entscheidungen ordnete das Bundesgericht das Regressrecht im Rahmen von Art. 51 Abs. 2 OR auf der Stufe der aus Vertrag Haftenden ein (BGE 132 III 321 E. 2.3.2.4 S. 330-331; BGE 115 II 24 E. 2b S. 26-27) und stellte es damit auf dieselbe Stufe wie das Regressrecht des Schadensversicherers nach Art. 72 Abs. 1 VVG (BGE 137 III 352 E. 4.1 S. 353-354, E. 4.7 S. 362). Mit Urteil vom 7. Mai 2018 änderte das Bundesgericht seine Rechtsprechung zum Regress des Schadensversicherers dahingehend, dass sich dieser ausschliesslich nach - 11 - Art. 72 Abs. 1 VVG richtet (BGE 144 III 209 E. 2.6 S. 216-217). In einer Entschei- dung vom 2. Oktober 2018 übernahm das hiesige Gericht die Argumentation des Bundesgerichts für den auf kantonalem Gesetz beruhenden Regress einer kanto- nalen Gebäudeversicherung und gewährte dieser ein integrales Regressrecht (HGer ZH HG160139-O vom 2.”
Im vorliegenden Entscheid wurden infolge des strafgerichtlichen Freispruchs die Zivilforderungen der Eltern abgewiesen. Der Vater hatte dabei Bestattungskosten ausdrücklich gestützt auf Art. 45 Abs. 1 OR geltend gemacht.
“Alle sechs Straf- und Zivilkläger stellten im erstinstanzlichen Verfahren eine Genugtuungsforderung, B.A.________ stellte zudem ein Schadenersatzbegehren. Die Vorinstanz wies als Folge des Freispruchs die Zivilforderungen der Eltern der Verunfallten, B.A.________ und A.A.________, und der Schwestern der Verunfallten, D.A.________ und C.A.________, ab. Die Eltern und Schwestern der Verunfallten machen Zivilforderungen gestützt auf Art. 47 OR, der Vater der Verunfallten zudem gestützt auf Art. 45 Abs. 1 OR geltend. Es handelt sich um Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen, welche gestützt auf eine schädigende Handlung im Sinne von Art. 41 ff. OR zu entschädigen sind. Der angefochtene Entscheid, mithin die Frage, ob ein Schuld- oder Freispruch ergeht, wirkt sich unmittelbar auf die Zivilforderungen der Eltern und der Schwestern der Verunfallten aus. Sie sind somit zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). Anders verhält es sich in Bezug auf die erstinstanzlich abgewiesenen Genugtuungsforderungen von F.F.________ und G.F.________. Die Vorinstanz hält fest, die Abweisung dieser Genugtuungsforderungen durch die Erstinstanz sei im Berufungsverfahren unangefochten geblieben und somit in Rechtskraft erwachsen. Diese Feststellung der Vorinstanz wird in der Beschwerde nicht beanstandet. Somit bildeten die Genugtuungsforderungen von F.F.________ und G.F.________ nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens. Die Beschwerdelegitimation fällt dahin, wenn das Strafverfahren im Zivilpunkt bereits rechtskräftig erledigt ist (Urteile 6B_1235/2020 vom 5.”
“Alle sechs Straf- und Zivilkläger stellten im erstinstanzlichen Verfahren eine Genugtuungsforderung, B.A.________ stellte zudem ein Schadenersatzbegehren. Die Vorinstanz wies als Folge des Freispruchs die Zivilforderungen der Eltern der Verunfallten, B.A.________ und A.A.________, und der Schwestern der Verunfallten, D.A.________ und C.A.________, ab. Die Eltern und Schwestern der Verunfallten machen Zivilforderungen gestützt auf Art. 47 OR, der Vater der Verunfallten zudem gestützt auf Art. 45 Abs. 1 OR geltend. Es handelt sich um Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen, welche gestützt auf eine schädigende Handlung im Sinne von Art. 41 ff. OR zu entschädigen sind. Der angefochtene Entscheid, mithin die Frage, ob ein Schuld- oder Freispruch ergeht, wirkt sich unmittelbar auf die Zivilforderungen der Eltern und der Schwestern der Verunfallten aus. Sie sind somit zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). Anders verhält es sich in Bezug auf die erstinstanzlich abgewiesenen Genugtuungsforderungen von F.F.________ und G.F.________. Die Vorinstanz hält fest, die Abweisung dieser Genugtuungsforderungen durch die Erstinstanz sei im Berufungsverfahren unangefochten geblieben und somit in Rechtskraft erwachsen. Diese Feststellung der Vorinstanz wird in der Beschwerde nicht beanstandet. Somit bildeten die Genugtuungsforderungen von F.F.________ und G.F.________ nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens. Die Beschwerdelegitimation fällt dahin, wenn das Strafverfahren im Zivilpunkt bereits rechtskräftig erledigt ist (Urteile 6B_1235/2020 vom 5.”
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