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Nach Art. 119 OR erlöschen Forderungen bei Unmöglichkeit; bei zweiseitigen Verträgen besteht bei der Freigewordenheit des Schuldners grundsätzlich ein Rückerstattungsanspruch nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung. In der zitierten Rechtsprechung wurden dagegen allgemeine Vertragsbestimmungen, die für Fälle wie Krankheit die Rückerstattung für laufende und vorangegangene Monate ausschliessen und Formvorschriften (z. B. eingeschriebener Brief) vorsehen, nicht als missbräuchlich im Sinne der LCD angesehen. Das bedeutet, dass ein vertraglicher Ausschluss von Rückerstattungen unter Umständen wirksam sein kann; die Vereinbarkeit mit der LCD und die konkreten Vertragsklauseln sind jedoch im Einzelfall zu prüfen.
“8 LCD (dans sa teneur en vigueur depuis le 1er juillet 2012), agit de façon déloyale celui qui, notamment, utilise des conditions générales qui, en contradiction avec les règles de la bonne foi prévoient, au détriment du consommateur, une disproportion notable et injustifiée entre les droits et les obligations découlant du contrat. La disproportion peut apparaître dans la relation d'échange entre les prestations caractéristiques du contrat comme dans l'organisation de la relation contractuelle dans son ensemble (Fornage, op. cit., p. 16). Les travaux préparatoires désignent la nullité comme sanction des conditions générales déloyales (Message du Conseil fédéral du 2 septembre 2009 concernant la modification de la loi fédérale contre la concurrence déloyale, FF 2009 I 5539 ss, p. 5568). Le juge doit d'office relever la nullité d'une clause abusive (Pichonnaz, Quelques réponses possibles de l'art. 8 LCD aux difficultés des conditions générales d'assurance). Selon l'art. 2 LCD, est déloyal et illicite tout comportement ou pratique commerciale qui est trompeur ou qui contrevient de toute autre manière aux règles de la bonne foi et qui influe sur les rapports entre concurrents ou entre fournisseurs et clients. 2.1.3 A teneur de l'art. 119 CO, l'obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur (al. 1); dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime (art. 62 CO), ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû. 2.2 En l'occurrence, les clauses n° 2 et 5 des conditions générales annexées au contrat conclu le 30 août 2020 prévoient que les demandes de suspension de l'abonnement (notamment pour cause de maladie), respectivement la résiliation du contrat doivent être effectuées par courrier recommandé avec accusé de réception. Par ailleurs, la clause n° 5, qui concerne les modalités de la résiliation du contrat, stipule que les mois en cours et les mois précédents ne feraient l'objet d'aucun remboursement. La recourante ne peut être suivie lorsqu'elle soutient que ces clauses ne lui seraient pas opposables du fait qu'elles seraient abusives au sens de la LCD. D'une part, la doctrine qu'elle cite à l'appui de son recours considère que les clauses qui imposent des exigences de forme ne sont pas abusives.”
Bei unverschuldeter Unmöglichkeit gilt: Der Gläubiger kann das dem Schuldner infolge des Untergangs der Leistung zugekommene stellvertretende Commodum (z.B. eine Versicherungsleistung) herausverlangen. Leistet der Gläubiger bereits Zahlungen, die im Verhältnis zur nunmehr möglichen Leistung zu hoch sind, kann er den überzahlten Teil pro rata zurückfordern. Im Gesellschaftsverhältnis führt unverschuldete Leistungsunfähigkeit (z.B. wegen Krankheit) nicht notwendigerweise zum Verlust von Liquidationsansprüchen des betroffenen Gesellschafters.
“Die genauen Kosten habe sie aber nicht gekannt und sich bei ihrer An- gabe insbesondere nicht auf eine Rechnung gestützt. Der Beklagte räumte seine Verantwortlichkeit für das defekte Kochfeld grundsätz- lich ein und führte aus, das Feld sei zerbrochen, als er eine Pfanne darauf abge- stellt habe. Die Ehefrau des Klägers habe aber von einem Wert der Platte von Fr. 160.– gesprochen. Der Handwerker B. habe den Ersatz für Fr. 360.– plus MWSt - 7 - offeriert. Die Haftpflichtversicherung habe gestützt darauf dem Beklagten auch eben diesen Betrag ausbezahlt. Allerdings finde man bei Ikea viel günstigere Kochfelder, so dass der Beklagte nur den entsprechenden tieferen Betrag schul- de. Der Bestand einer Haftpflichtversicherung des Mieters ändert an dessen miet- rechtlichen Verantwortlichkeit gemäss Art. 267 OR grundsätzlich nichts, denn der Vermieter ist am Versicherungsvertrag nicht beteiligt, namentlich auch nicht an den Prämienzahlungen. Allerdings ist für den Fall einer unverschuldeten Unmög- lichkeit der Leistung nach Art. 119 OR allgemein anerkannt, dass trotz der beidsei- tigen Befreiung von der vertraglichen Leistungspflicht der Gläubiger der unmöglich gewordenen Leistung Anspruch hat auf das sog. Stellvertretende Commodum, welches seinem Vertragspartner als Folge des Untergangs oder Verlusts der ge- schuldeten Sache zugekommen ist. Dabei handelt es sich um eine Ersatzleistung, insbesondere eine Versicherungssumme (BGE 112 II 235 E. 4b: Anspruch auf Herausgabe des Schadenersatzes an den Unterpächter, den der Pächter und Un- terverpächter wegen eines vertragswidrigen Verkaufs der Sache vor Ablauf der Dauer des Hauptpachtvertrages erzielt hat; BGE 51 II 171 E. 3: Anspruch auf die Versicherungssumme bei Zerstörung des Kaufobjekts durch Brand; BGE 43 II 225 E. 5: Anspruch auf die von den Militärbehörden ausgerichtete Vergütung bei Beschlagnahmung des Kaufobjekts; ebenso BGE 46 II 429 E. 2 und 3, wo aber ein Anspruch auf den Gewinn des Verkäufers von Garn nach dessen kriegswirt- schaftlichen Blockade und späteren anderweitigen Veräusserung verneint wurde).”
“Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR festgestellt, so könne die Beklagte 3 einen Rückforderungsanspruch geltend machen für das bereits Geleistete. Da die Beklagte 3 vorliegend mehr bezahlt habe, als aufgrund der gegebenenfalls von der Rechtsmittelinstanz festgestellten nachträglichen unverschuldeten Unmöglichkeit hätte geliefert werden können, so könne die Beklagte 3 die zuviel geleistete Zahlung pro rata zurückfordern. Die in Ziff.”
“Con la decisione impugnata il Pretore, dopo aver rigettato l’eccezione di incapacità processuale dell’attore e data per assodata l’esistenza di una società semplice ex art. 530 seg. CO (pur potendo rientrare in considerazione l’esistenza di una società in nome collettivo), ha esaminato se e quando è avvenuto lo scioglimento della medesima e quali pretese di liquidazione poteva vantare l’attore. Dopo aver accertato che l’idea alla base del progetto era che tutti e tre i soci avrebbero continuativamente operato nella nascente struttura fornendo le loro prestazioni fisioterapiche e dividendosi poi perdite e ricavi in parti uguali, nonché elencato le cause di scioglimento di cui all’art. 545 CO, il Pretore ha osservato che nessuno dei soci ha mai disdetto il contratto societario. Piuttosto l’attore, dopo aver svolto negli anni 2006-2008 solamente una sporadica attività per la società, è stato poi costretto da motivi di salute ad interromperla del tutto a partire dal 1° gennaio 2009 e ha abbandonato definitivamente la Svizzera, per cui ogni suo apporto all’impresa comune, senza alcuna sua colpa, è diventato impossibile (art. 119 CO), e la società semplice è proseguita con i due soci rimanenti, per poi essere definitivamente chiusa al 31 dicembre 2010 (doc. 10 e 18). Ciò non comporta tuttavia la decadenza dei suoi diritti di socio. Piuttosto, l’uscita di un socio è retta per analogia dall’art. 580 CO, che regola la sua liquidazione, privilegiando eventuali pattuizioni fra i soci, nella fattispecie presenti all’art. 8 della convenzione doc. A. Pur rilevando che l’attore non si è confrontato con il contenuto di tale clausola (accontentandosi piuttosto di far valere alcune posizioni e trascurando del tutto gli elementi che il contratto societario impone di considerare) e che pertanto le sue allegazioni sono insufficienti in quanto non permettono di accertare se una liquidazione sia dovuta o meno e a quanto dovrebbe ammontare, il primo giudice ha ritenuto iniquo privarlo delle sue spettanze, procedendo comunque a un relativo esame. Ne ha derivato che l’attore non ha alcuna pretesa di partecipazione all’utile per il biennio 2009-2010, non avendo in quel periodo più prestato alcuna attività, ritenuto che ciò non è conforme allo spirito della società semplice (che non è una società di capitale), allo scopo del contratto e all’uso nel settore (teste R__________, fisioterapista).”
Trifft den Schuldner Verschulden oder Mitverantwortung für die Unmöglichkeit, bleibt der Anspruch auf Schadenersatz bestehen; in diesem Fall ist der Schuldner nach Art. 119 Abs. 1 OR (analog angewandt) schadenersatzpflichtig.
“Januar 2015 die Pflicht der Swissgrid AG, den nach schweizerischem Recht an sich bestehenden Vorrang zu gewähren, infolge objektiver Unmöglichkeit entfallen. Mangels einer besonderen Regelung im Verwaltungsrecht rechtfertige es sich, die Regelung von Art. 119 OR analog anzuwenden. Die Swissgrid AG werde grundsätzlich nicht schadenersatzpflichtig (Art. 119 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, fünfter Teil: Obligationenrecht; OR, SR 220; analog) und es entstünden auch keine Sekundärpflichten, unter Vorbehalt der Haftung für ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 119 Abs. 2 OR) oder der Herausgabe eines stellvertretenden Commodums (vgl. dazu BGE 112 II 235 E. 4c S. 239 f.; Urteil des BGer 4C.199/2004 vom 11. Januar 2005 E. 0.1). Anders verhalte es sich jedoch, wenn die Swissgrid AG die Vertragskündigung durch die deutschen Übertragungsnetzbetreiber oder deren Weigerung, einen die Vorränge respektierenden neuen Vertrag abzuschliessen, mitzuverantworten hätte (Art. 119 Abs. 1 OR analog). In diesem Fall würde sie schadenersatzpflichtig (Urteil des BGer 2C_390/2016, 2C_391/2016 vom 6. November 2017 E. 5.3.4). Falls die von der ElCom noch durchzuführenden Abklärungen ergäben, dass die Swissgrid AG die Unmöglichkeit der Vorranggewährung zu verantworten oder mitzuverantworten habe, hätte sie den Kraftwerken eine Entschädigung im Umfang des Verlusts zu bezahlen, der ihnen durch die Nichtgewährung der beantragten Vorränge entstanden sei. Sollte die Swissgrid AG zwar die Unmöglichkeit nicht zu verantworten haben, durch den Wegfall der streitgegenständlichen Vorränge jedoch einen wirtschaftlichen Vorteil erzielt haben, so wäre dieser nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung oder des stellvertretenden Commodums an die Kraftwerkbetreiberinnen herauszugeben (E. 5.3.5).”
Lehre und Rechtsprechung unterscheiden teils zwischen objektiver Unmöglichkeit (weder Schuldner noch Dritte können leisten) und subjektiver Unmöglichkeit (die Leistung ist für den Schuldner unüberwindbar) sowie zwischen vorübergehender und dauerhafter Unmöglichkeit. Ob eine vorübergehende Einschränkung zur Befreiung nach Art. 119 OR führt, hängt davon ab, ob ihre Dauer derart unvorhersehbar bzw. faktisch dauerhaft ist, dass die Erfüllung de facto entfällt; ist die Dauer vorsehbar oder lediglich eine persönliche Unmöglichkeit des Schuldners, greift Art. 119 OR nicht ohne Weiteres.
“L'impossibilité subséquente peut être matérielle - par exemple le décès d'un cheval dont le débiteur devait assurer l'entretien et le dressage (ATF 107 II 144) - ou juridique - ainsi une interdiction d'exportation qui empêche le débiteur de fournir la prestation (ATF 111 II 352, JdT 1986 I 73); certains distinguent également selon que l'impossibilité est objective, c'est-à-dire que ni le débiteur ni des tiers ne sont en mesure d'effectuer la prestation contractuelle, ou subjective, lorsqu'une prestation devient impossible parce qu'elle se heurte à un obstacle insurmontable pour le débiteur (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.1 et réf. cit.). L'interdiction administrative faite au locataire d'exploiter les locaux loués dans le but prévu ou le retrait de l'autorisation d'exercer sa profession rend donc les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rend pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (ATF 116 II 512, JdT 1991 I 310; ATF 62 II 42; ATF 57 II 532; Thevenoz, Commentaire romand du code des obligations I, 3ème éd., 2021, n. 5 ad art. 119). L'impossibilité au sens de l'art. 119 CO implique l'extinction des obligations et, en matière de bail, la libération des locaux auparavant loués. Ainsi, le locataire qui invoque l'impossibilité et qui cesse le paiement des loyers doit abandonner les locaux (ATF 57 II 532). L'absence de restitution des locaux avait notamment été reprochée à la Migros dans un arrêt concernant sa succursale vaudoise (ATF 62 II 42). Finalement, la doctrine est divisée sur l'applicabilité de l'art. 119 CO en cas d'impossibilité temporaire (Lachat/Brutschin, SJ 2020 II p. 134). Pour qu'une impossibilité temporaire soit considérée comme durable, au point de rendre l'exécution impossible au sens de l'art. 119 CO, la durée doit à tout le moins être imprévisible au point qu'elle est assimilable à un empêchement durable (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2).”
“De plus, l’interdiction administrative faite au locataire d’exploiter les locaux loués ou le retrait de l’autorisation d’exercer sa profession rendent les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rendent pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (CR CO I- Thévenoz, 3ème éd. 2021, art. 119 CO n. 5). Bohnet souligne également que l’interdiction généralisée d’ouverture des commerces et autres établissements publics prévue par l’Ordonnance 2 COVID-19 ne produit pas d’impact sur les locaux loués en tant que tels. Les qualités matérielles et juridiques de ceux-ci ne sont pas touchées par les mesures étatiques, de sorte que la chose louée ne souffre, suite à l’entrée en vigueur de ladite ordonnance, d’aucun défaut matériel ou juridique. Preuve en est le fait que, dans la situation actuelle, le bailleur peut pratiquement continuer à céder l’usage des locaux loués au locataire, pendant que ce dernier peut continuer à les occuper contre paiement d’un loyer, même s’il ne peut plus y exploiter son activité commerciale. Seul lorsqu’une partie interviendra pour dénoncer cette situation, celle-ci pourra s’interrompre ; or l’existence d’une impossibilité au sens de l’art. 119 CO ne saurait dépendre de la volonté des parties (Bohnet, p. 36). D’autre part, l’impossibilité liée à une raison simplement personnelle d'accomplir la prestation n’est pas une cause d'extinction de la dette. En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.”
Bei teilweiser Zerstörung ist eine Gesamtwürdigung vorzunehmen; dabei sind namentlich die Wiederherstellbarkeit, die voraussichtlichen Kosten im Verhältnis zum Wert des Gebäudes sowie die Dauer der Unbewohnbarkeit zu berücksichtigen. Eine nur teilweise oder vorübergehende Unbewohnbarkeit führt nicht automatisch zum Erlöschen der Forderung nach Art. 119 OR.
“2), mais que s'il n'est que partiellement détruit, il convient d'examiner s'il est raisonnable d'exiger du bailleur qu'il le reconstruise, ce qui dépendra notamment du coût des travaux au regard de la valeur de l'immeuble (cf. D. LACHAT / K. GROBET THORENS / X. RUBLI / P. STASTNY, Le bail à loyer, Lausanne, 2019, p. 238-239). 2.5. En l'espèce, la Chambre de céans a d'ores et déjà jugé, dans la présente affaire, que le fait de changer les serrures de l'appartement, de n'en point remettre les clés au recourant, d'enlever son nom de la boîte aux lettres et de relouer le logement à un tiers, apparaissaient comme autant de comportements susceptibles d'être qualifiés de contrainte (ACPR/409/2022 consid. 2.5). Ce faisant, la Chambre de céans s'était fondée sur le fait que la procédure en cours devant la juridiction des baux et loyers avait pour effet de suspendre la résiliation du bail, de sorte que le recourant était toujours locataire de l'appartement. Dans l'ordonnance querellée, le Ministère public a néanmoins considéré que l'appartement litigieux avait été totalement détruit par les flammes, ce qui avait entraîné une impossibilité objective, au sens de l'art. 119 CO, et, partant, l'extinction ipso jure du contrat de bail. La commission d'une infraction pénale en lien avec les locaux était dès lors exclue. Ce raisonnement ne saurait toutefois être suivi, à ce stade de la procédure. Force est en effet de constater que, selon le rapport de la BPTS, le feu n'a touché que les chambres à coucher et le corridor, les autres pièces n'étant endommagées que par les suies et l'intervention des pompiers. La destruction totale de l'appartement à la suite du sinistre ne peut dès lors être tenue pour acquise, quand bien même les lieux auraient été inhabitables, ce qui n'implique pas nécessairement une destruction totale. Le caractère inhabitable des lieux n'a en outre eu, semble-t-il, qu'un caractère temporaire, puisqu'ils ont pu être remis en état en l'espace de deux mois, laps de temps qui paraît a priori trop court pour être considéré comme un empêchement durable au sens de l'art. 119 CO. L'on ne peut par ailleurs rien tirer, pour déterminer l'ampleur des réfections dues à l'incendie, de la demande de transformation et rénovation de l'appartement déposée par la régie le 10 juin 2020, puisqu'il ressort de la plateforme Sadconsult que l'immeuble sis no.”
“2), mais que s'il n'est que partiellement détruit, il convient d'examiner s'il est raisonnable d'exiger du bailleur qu'il le reconstruise, ce qui dépendra notamment du coût des travaux au regard de la valeur de l'immeuble (cf. D. LACHAT / K. GROBET THORENS / X. RUBLI / P. STASTNY, Le bail à loyer, Lausanne, 2019, p. 238-239). 2.5. En l'espèce, la Chambre de céans a d'ores et déjà jugé, dans la présente affaire, que le fait de changer les serrures de l'appartement, de n'en point remettre les clés au recourant, d'enlever son nom de la boîte aux lettres et de relouer le logement à un tiers, apparaissaient comme autant de comportements susceptibles d'être qualifiés de contrainte (ACPR/409/2022 consid. 2.5). Ce faisant, la Chambre de céans s'était fondée sur le fait que la procédure en cours devant la juridiction des baux et loyers avait pour effet de suspendre la résiliation du bail, de sorte que le recourant était toujours locataire de l'appartement. Dans l'ordonnance querellée, le Ministère public a néanmoins considéré que l'appartement litigieux avait été totalement détruit par les flammes, ce qui avait entraîné une impossibilité objective, au sens de l'art. 119 CO, et, partant, l'extinction ipso jure du contrat de bail. La commission d'une infraction pénale en lien avec les locaux était dès lors exclue. Ce raisonnement ne saurait toutefois être suivi, à ce stade de la procédure. Force est en effet de constater que, selon le rapport de la BPTS, le feu n'a touché que les chambres à coucher et le corridor, les autres pièces n'étant endommagées que par les suies et l'intervention des pompiers. La destruction totale de l'appartement à la suite du sinistre ne peut dès lors être tenue pour acquise, quand bien même les lieux auraient été inhabitables, ce qui n'implique pas nécessairement une destruction totale. Le caractère inhabitable des lieux n'a en outre eu, semble-t-il, qu'un caractère temporaire, puisqu'ils ont pu être remis en état en l'espace de deux mois, laps de temps qui paraît a priori trop court pour être considéré comme un empêchement durable au sens de l'art. 119 CO. L'on ne peut par ailleurs rien tirer, pour déterminer l'ampleur des réfections dues à l'incendie, de la demande de transformation et rénovation de l'appartement déposée par la régie le 10 juin 2020, puisqu'il ressort de la plateforme Sadconsult que l'immeuble sis no.”
Vorübergehende oder provisorische Gründe begründen grundsätzlich keine Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 Abs. 1 OR; diese Vorschrift setzt voraus, dass die Unmöglichkeit mit hinreichender Sicherheit bis zum Vertragsende bestehen bleibt. Liegt nur eine vorübergehende Beeinträchtigung vor, kommt allenfalls eine zeitliche oder sachliche Teilunmöglichkeit in Betracht, nicht jedoch die vollständige Erlöschung der Forderung nach Art. 119 Abs. 1 OR.
“Or, la recourante ne remet pas en cause l'interprétation du Tribunal selon laquelle il était exigé du client qu'il informe le cocontractant préalablement pour obtenir une suspension du contrat. Au demeurant, la recourante ne peut pas prétendre au remboursement des mensualités payées durant la période d'incapacité, puisque les conditions générales prévoient expressément, à l'art. 2 in fine, que les absences quelles qu'elles soient ne donneraient lieu à aucune annulation des paiements des cotisations. Par surabondance, il sera relevé que le certificat médical du 3 août 2020 cité dans la lettre de l'intimée du 27 avril 2022 est antérieur à la conclusion du contrat présentement litigieux (signé le 31 août 2020), ce qui, en soi, questionne au sujet de la bonne foi de l'intéressée. En effet, il paraît malvenu de la part de la précitée d'exiger de l'intimée, sur la base des règles sur l'enrichissement illégitime, qu'elle lui rembourse les mensualités contractuellement convenues, alors qu'elle-même semble avoir conclu un contrat d'abonnement en sachant d'avance qu'elle serait dans l'incapacité de bénéficier des prestations offertes par le centre de fitness. Enfin, l'art. 119 al. 1 CO dont se prévaut la recourante ne trouve pas application in casu, dans la mesure où le motif invoqué comme source d'impossibilité était de nature provisoire (cf. arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2), étant relevé que l'impossibilité ne semblait de toute manière pas subséquente, au vu du certificat médical antérieur au contrat. Compte tenu de l'ensemble de ce qui précède, c'est à bon droit que le premier juge a débouté la recourante de toutes ses conclusions. Partant, le recours, infondé, sera rejeté. 3. 3.1 Vu la nature du litige, la procédure est gratuite (art. 22 ch. 5 LaCC). Il sera donc statué sans frais. 3.2 Se fondant sur l'art. 95 al. 3 let. c CPC, l'intimée conclut à l'octroi d'une indemnité équitable de 1'500 fr. pour les démarches effectuées, notamment la consultation d'un avocat. 3.2.1 Selon l'art. 95 al. 3 CPC, les dépens comprennent les débours nécessaires (let. a) et le défraiement d'un représentant professionnel (let. b) ou, lorsqu'une partie n'a pas de représentant professionnel, une indemnité équitable pour les démarches effectuées, dans les cas où cela se justifie (let.”
“Bei nachträglicher objektiver unverschuldeter Unmöglichkeit ist der Schuld- ner nicht mehr verpflichtet, die Leistung zu erbringen, er wird demnach frei (Art. 119 Abs. 1 OR). Das Bundesgericht hat in der Vergangenheit festgehalten, dass Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende bestehen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht abzusehen sei (BGer 4C.334/2002 vom”
“März 2021 wieder öffnen (Verord- nung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19- Epidemie [Covid-19-Verordnung besondere Lage], in der bis 26. Juni 2021 gülti- gen Fassung). Das Abholen bestellter Waren vor Ort blieb stets möglich. 2. Mietvertrag 2.1. Für die Prüfung der Frage, wer die Folgen und Risiken von Nutzungsbe- schränkungen trägt, welche sich aus behördlichen oder gesetzgeberischen Mas- snahmen zur Bekämpfung einer Pandemie ergeben, ist zunächst auf den Miet- vertrag abzustellen. 2.2. Vorliegend haben die Parteien unbestritten weder eine spezifische Risiko- tragungsklausel vereinbart noch findet sich im Mietvertrag eine explizite Zusiche- rung, wonach die Miete nicht geschuldet wäre, wenn von staatlicher Seite im Fal- le einer Epidemie bzw. Pandemie Nutzungsbeschränkungen, insbesondere Be- triebsschliessungen, angeordnet würden. 3. Unmöglichkeit 3.1. Bei nachträglicher objektiver unverschuldeter Unmöglichkeit ist der Schuld- ner nicht mehr verpflichtet, die Leistung zu erbringen, er wird demnach frei (Art. 119 Abs. 1 OR). Das Bundesgericht hat in der Vergangenheit festgehalten, - 8 - dass Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragende bestehen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht abzusehen sei (BGer 4C.344/2002 vom 12.11.2003 E. 4; BGer 4C.34/2000 vom 24.04.2001 E. 4). Es findet sich in der Lehre aber auch die Meinung, dass die Unmöglichkeit nur einen Teil der Leistung betreffen könne (sog. Teilunmöglichkeit). Bei Dauer- schuldverhältnissen könne eine sachliche Teilunmöglichkeit in dem Sinne vorlie- gen, dass der Mieter das Mietobjekt nur noch teilweise gebrauchen könne. Es könne aber auch eine zeitliche Teilunmöglichkeit vorliegen, namentlich wenn der Mieter das Mietobjekt nur während einer gewissen Zeit nicht gebrauchen könne (H AEFELI/GALLI/VISCHER, Coronavirus SARS-CoV-2: Klärung mietrechtlicher Fra- gen, in: Jusletter 14. April 2020, S. 5). Dabei ist die Unterscheidung zwischen der Zweckverfehlung bzw. dem Zweckfortfall und der Verwendungsunmöglichkeit entscheidend (H AEFELI/GALLI/VISCHER, a.”
Eine nachträgliche Unmöglichkeit i.S.v. Art. 119 OR setzt grundsätzlich eine dauerhafte Leistungshindernis voraus oder wenigstens ein zeitlich unvorhersehbares Hindernis, das wegen seiner Ungewissheit einem dauernden Hindernis gleichzustellen ist. Kurzfristige Einschränkungen (als Beispiel genannt werden in der Rechtsprechung Perioden von etwa sechs Wochen bzw. rund zwei Monaten) werden im Regelfall nicht als dauerhafte Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR angesehen.
“L'interdiction administrative faite au locataire d'exploiter les locaux loués dans le but prévu ou le retrait de l'autorisation d'exercer sa profession rend donc les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rend pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (ATF 116 II 512, JdT 1991 I 310; ATF 62 II 42; ATF 57 II 532; Thevenoz, Commentaire romand du code des obligations I, 3ème éd., 2021, n. 5 ad art. 119). L'impossibilité au sens de l'art. 119 CO implique l'extinction des obligations et, en matière de bail, la libération des locaux auparavant loués. Ainsi, le locataire qui invoque l'impossibilité et qui cesse le paiement des loyers doit abandonner les locaux (ATF 57 II 532). L'absence de restitution des locaux avait notamment été reprochée à la Migros dans un arrêt concernant sa succursale vaudoise (ATF 62 II 42). Finalement, la doctrine est divisée sur l'applicabilité de l'art. 119 CO en cas d'impossibilité temporaire (Lachat/Brutschin, SJ 2020 II p. 134). Pour qu'une impossibilité temporaire soit considérée comme durable, au point de rendre l'exécution impossible au sens de l'art. 119 CO, la durée doit à tout le moins être imprévisible au point qu'elle est assimilable à un empêchement durable (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2).”
“Dans l'ordonnance querellée, le Ministère public a néanmoins considéré que l'appartement litigieux avait été totalement détruit par les flammes, ce qui avait entraîné une impossibilité objective, au sens de l'art. 119 CO, et, partant, l'extinction ipso jure du contrat de bail. La commission d'une infraction pénale en lien avec les locaux était dès lors exclue. Ce raisonnement ne saurait toutefois être suivi, à ce stade de la procédure. Force est en effet de constater que, selon le rapport de la BPTS, le feu n'a touché que les chambres à coucher et le corridor, les autres pièces n'étant endommagées que par les suies et l'intervention des pompiers. La destruction totale de l'appartement à la suite du sinistre ne peut dès lors être tenue pour acquise, quand bien même les lieux auraient été inhabitables, ce qui n'implique pas nécessairement une destruction totale. Le caractère inhabitable des lieux n'a en outre eu, semble-t-il, qu'un caractère temporaire, puisqu'ils ont pu être remis en état en l'espace de deux mois, laps de temps qui paraît a priori trop court pour être considéré comme un empêchement durable au sens de l'art. 119 CO. L'on ne peut par ailleurs rien tirer, pour déterminer l'ampleur des réfections dues à l'incendie, de la demande de transformation et rénovation de l'appartement déposée par la régie le 10 juin 2020, puisqu'il ressort de la plateforme Sadconsult que l'immeuble sis no. ______, avenue 1______ a fait l'objet, entre juillet 2013 et janvier 2024, de pas moins de 37 demandes visant la rénovation et la transformation d'appartements, témoignant d'une volonté de rénover entièrement le bâtiment, et ainsi de le valoriser, indépendamment de l'existence de défauts (étant précisé que, selon la jurisprudence, ces informations, disponibles sur internet, peuvent être considérées comme des faits notoires, dès lors qu'elles bénéficient d'une empreinte officielle et proviennent de sources non controversées, cf. ATF 143 IV 380 consid. 1.2). Il n'existe ainsi aucune certitude quant à la réalisation des conditions de l'art. 119 CO. Il est d'ailleurs révélateur que la régie n'a jamais évoqué expressément l'extinction de facto du bail avant de résilier ce dernier, que C______ a reconnu que cette décision avait été prise non pas en raison d'une prétendue disparition de l'objet du contrat, mais de la responsabilité du fils du recourant dans la survenance du sinistre, pointée par le rapport de police reçu en août 2020, et qu'elle a persisté à parler de "réfection", terme qui désigne davantage une remise en état qu'une reconstruction.”
“2), mais que s'il n'est que partiellement détruit, il convient d'examiner s'il est raisonnable d'exiger du bailleur qu'il le reconstruise, ce qui dépendra notamment du coût des travaux au regard de la valeur de l'immeuble (cf. D. LACHAT / K. GROBET THORENS / X. RUBLI / P. STASTNY, Le bail à loyer, Lausanne, 2019, p. 238-239). 2.5. En l'espèce, la Chambre de céans a d'ores et déjà jugé, dans la présente affaire, que le fait de changer les serrures de l'appartement, de n'en point remettre les clés au recourant, d'enlever son nom de la boîte aux lettres et de relouer le logement à un tiers, apparaissaient comme autant de comportements susceptibles d'être qualifiés de contrainte (ACPR/409/2022 consid. 2.5). Ce faisant, la Chambre de céans s'était fondée sur le fait que la procédure en cours devant la juridiction des baux et loyers avait pour effet de suspendre la résiliation du bail, de sorte que le recourant était toujours locataire de l'appartement. Dans l'ordonnance querellée, le Ministère public a néanmoins considéré que l'appartement litigieux avait été totalement détruit par les flammes, ce qui avait entraîné une impossibilité objective, au sens de l'art. 119 CO, et, partant, l'extinction ipso jure du contrat de bail. La commission d'une infraction pénale en lien avec les locaux était dès lors exclue. Ce raisonnement ne saurait toutefois être suivi, à ce stade de la procédure. Force est en effet de constater que, selon le rapport de la BPTS, le feu n'a touché que les chambres à coucher et le corridor, les autres pièces n'étant endommagées que par les suies et l'intervention des pompiers. La destruction totale de l'appartement à la suite du sinistre ne peut dès lors être tenue pour acquise, quand bien même les lieux auraient été inhabitables, ce qui n'implique pas nécessairement une destruction totale. Le caractère inhabitable des lieux n'a en outre eu, semble-t-il, qu'un caractère temporaire, puisqu'ils ont pu être remis en état en l'espace de deux mois, laps de temps qui paraît a priori trop court pour être considéré comme un empêchement durable au sens de l'art. 119 CO. L'on ne peut par ailleurs rien tirer, pour déterminer l'ampleur des réfections dues à l'incendie, de la demande de transformation et rénovation de l'appartement déposée par la régie le 10 juin 2020, puisqu'il ressort de la plateforme Sadconsult que l'immeuble sis no.”
“Selbst wenn vorliegend die Nutzung der Geschäftsräume zum Betrieb zweier Restaurants eingeschränkt war, handelt es sich bezüglich der 6-wöchigen Schlies- sung im Jahre 2020 um eine im Verhältnis zur gesamten Laufzeit der Mietverhält- nisse kurze Dauer. Dabei war die Nutzung der Räume als Lagerräume oder zum Anbieten eines Take-Away-Betriebs jederzeit möglich. Eine dauerhafte Schlies- sung von Restaurationsbetrieben bzw. die Schliessung öffentlich zugänglicher Ein- richtungen für das Publikum im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung lag somit nicht vor und der Wegfall dieser Anordnungen war stets absehbar. Der Zweck der Gebrauchsüberlassung und die Nutzung des Mietobjekts wurde von der Vermieterin gewährleistet. Erst recht gilt dies für die Zeit nach dem ersten «Lock- down». Die zweite Schliessungsperiode war zwar mit über fünf Monaten mehr als drei Mal so lang wie die erste. Weitere Erörterungen erübrigen sich aber nur schon deshalb, weil die Parteien diese Phase mittels Vergleich in Gestalt der Drittelslö- sung mit der Stadt Zürich verbindlich geregelt haben. Die Bestimmungen über die nachträgliche Unmöglichkeit nach Art. 119 OR kommen daher auf den vorliegen- den Fall nicht zur Anwendung.”
“Die Dauerhaftigkeit ist vorliegend zu verneinen. Die Parteien haben den vorliegenden Mietvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die Einkaufslä- den, worunter auch das Ladenlokal für Bekleidung der Beklagten fällt (vgl. at. 15 S. 2), mussten zwar für jeweils begrenzte Zeiträume schliessen, durften inzwi- schen aber wieder öffnen. Auch weitere Schutzmassnahmen wurden zwischen- zeitlich jeweils gelockert. Jedenfalls liegt eine dauerhafte Schliessung öffentlich zugänglicher Einrichtungen für das Publikum im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht vor. Der Wegfall dieser Anordnungen war stets absehbar. Die Bestimmungen über die nachträgliche Unmöglichkeit nach Art. 119 OR kommen daher auf den vorliegenden Fall schon aus diesem Grund nicht zur An- wendung.”
Bei nachträglicher Unmöglichkeit ist nach der in der Lehre vertretenen Auffassung zu unterscheiden: Trägt die Arbeitgeberin das allgemeine Betriebsrisiko, soll der Arbeitnehmer für den Wegfall einer Bonusbedingung nicht ohne Weiteres mangels Verantwortlichkeit gemäss Art. 119 Abs. 1 OR leer ausgehen. Für Erfolgsboni kann eine zulässige Teilrisikoüberwälzung auf den Arbeitnehmer in Betracht kommen; bei Leistungsboni ist eine derartige Risikoüberwälzung ohne entsprechende Vereinbarung dagegen eher nicht anzunehmen. Bei Verschulden einer Partei bleibt deren Ersatzpflicht bzw. Stellung zu prüfen.
“In der Lehre werden zur Vorgehensweise bei nachträglicher Unmög- lichkeit des Eintritts einer Bonusbedingung folgende Ansichten vertreten: Für Cramer ist nach dem Verschulden zu fragen, wenn der Eintritt der Be- dingung erst nach Abschluss der entsprechenden Vereinbarung unmöglich wird. Sei die Arbeitgeberin verantwortlich, etwa weil sie eine Maschine nicht repariere, so sei der Arbeitnehmer so zu stellen, als wäre der Bedingungseintritt nach wie vor möglich. Sei der Arbeitnehmer für die Unmöglichkeit verantwortlich, so sei - 28 - wiederum zu fragen, ob ihm dies angesichts der arbeitsrechtlichen Risikovertei- lung anzulasten sei. Trage keine der Parteien die Verantwortung für die Unmög- lichkeit, etwa weil die Bedingung aufgrund höherer Gewalt nicht mehr erreicht werden könne, so hätte der Arbeitnehmer entsprechend der Regelung in Art. 119 Abs. 1 OR grundsätzlich keine Möglichkeit, einen Bonus zu erhalten. Diese Rechtsfolge sei für das Arbeitsrecht abzulehnen, da die Arbeitgeberin das allge- meine Betriebsrisiko trage. Wiederum sei zu fragen, ob ohne das die Möglichkeit des Bedingungseintritts vereitelnde Ereignis die Bedingung möglicherweise einge- treten wäre. Dies gelte indes nicht für Erfolgsboni, wo die Arbeitgeberin das Be- triebsrisiko zulässigerweise teilweise auf den Arbeitnehmer abwälze. Bei Leis- tungsboni dürfte ohne entsprechende Vereinbarung eine solche Risikoüberwäl- zung nicht beabsichtigt sein (Cramer, Der Bonus im Arbeitsvertrag, Bern 2007, Rz 440 ff.). Hirsiger weist im Zusammenhang mit Leistungsstörungen bei Zielvereinba- rungen bzw. nachträglich veränderten Vertragsumständen auf Art. 119 OR hin, wonach eine Forderung als erloschen gilt, soweit durch Umstände, die der Schuldner nicht zu verantworten hat, seine Leistung unmöglich geworden ist.”
Zur Anwendbarkeit von Art. 119 OR in der COVID‑Pandemie bestanden widersprüchliche Auffassungen in Lehre und Praxis. Nach Quelle [0] ergaben eingeholte Gutachten diametral entgegengesetzte Schlussfolgerungen; das Tribunal des baux et loyers Genève hielt die behördliche Schliessung nicht für einen Mangel der Mietsache und sah Art. 119 OR als nicht anwendbar, schloss hingegen eine Vertragsanpassung nach clausula rebus sic stantibus nicht grundsätzlich aus.
“de l'arrêt précité, la Cour a rappelé que de nombreux avis de droit avaient été requis et publiés par les milieux concernés et que ceux-ci parvenaient à des conclusions diamétralement opposées, les uns considérant que la cessation de règlement des loyers ne pouvait pas être envisagée (https://www.cgionline.ch/wp-content/uploads/2020/03/ avis-de-droit.pdf) et les autres que le loyer n'était pas dû, que ce soit en application des règles sur le défaut de la chose louée (art. 259d CO), de l'impossibilité subséquente d'exécution (art. 119 CO), de la notion d'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) ou encore de l'adaptation du contrat par le juge (https://www.asloca.ch/wp-content/uploads/2020/03/Avis-de-droit-loyers_locaux_commerciaux_ASLOCA-1.pdf). Dans un jugement JTBL/565/2021 du 28 juin 2021 (commenté dans la Newsletter droit du bail de septembre 2021), le Tribunal des baux et loyers de Genève - après avoir passé en revue les avis doctrinaux divergents sur le sujet - a considéré que la fermeture des établissements publics ordonnée par les autorités en lien avec la crise sanitaire ne constituait pas, pour les locataires de tels établissements, un défaut de la chose louée susceptible d'ouvrir le droit à une réduction de loyer sur la base de l'art. 259d CO; une telle réduction ne pouvait pas non plus se fonder sur l'art. 119 CO. En revanche, "la fermeture générale des établissements ordonnée dans le cadre de la crise sanitaire liée à l'épidémie de Covid-19 constitu[ait] un changement important et imprévisible des circonstances qui pourrait laisser une place à l'adaptation du contrat par le juge au sens de la clausula rebus sic stantibus", cette question pouvant souffrir de rester ouverte dans le cas d'espèce (l'existence d'un déséquilibre propre à entraîner la ruine des locataires n'ayant pas été démontrée, pas plus qu'un abus de droit du bailleur - qui avait proposé des arrangements de paiement, notamment en acceptant le paiement différé du loyer - à exiger, en procédure, le paiement de l'entier du loyer).”
Art. 119 Abs. 3 OR bewahrt diejenigen Fälle, in denen kraft Gesetzes oder vertraglicher Vereinbarung das Risiko bereits vor der Erfüllung dem Gläubiger zugewiesen ist. Insbesondere wird die periculum est emptoris‑Regel (Art. 185 Abs. 1 OR) in der Praxis restriktiv angewendet; die Ausnahmen von ihr sind dagegen eher weit auszulegen.
“, sur le compte indiqué pour la première vente. La lecture de ces dispositions permet de constater sans doute possible que l’acte de cession était conditionné au versement du prix pour la deuxième vente, et non l’inverse. Le grief est téméraire. Partant, la non remise de l’acte de cession n’autorisait pas l’appelant à refuser le paiement du prix de vente. Ici encore, l’art. 185 al. 3 CO n’est d’aucun secours à l’intéressé. 6. 6.1 L’appelant soutient enfin que l’intimé, en ne se rendant pas à l’assemblée générale extraordinaire, puis en ne resouscrivant pas de nouvelles actions, se serait lui-même mis dans l’impossibilité d’exécuter la seconde vente. Il devrait pour cette raison, sans citer aucune disposition légale, être libéré de la dette « dont il est question ». 6.2 Selon les règles générales, dans un contrat synallagmatique, lorsque le débiteur est libéré de son obligation en raison d'une impossibilité non fautive, le créancier est lui aussi libéré de sa propre obligation conformément à l'art. 119 al. 2 CO. L'art. 119 al. 3 CO réserve toutefois les cas dans lesquels la loi ou le contrat mettent les risques à la charge du créancier avant même que l'obligation soit exécutée. L'un des cas d'application est celui prévu par l'art. 185 al. 1 CO en matière de vente (TF 4C_199/2004 du 11 janvier 2005 consid. 9.1.1 ; Venturi/Zen-Ruffinen, Commentaire romand, Code des obligations I, 3e éd., Bâle 2021, n. 1 ad art. 185 CO). Selon l'art. 185 al. 1 CO, les profits et les risques de la chose passent à l'acquéreur dès la conclusion du contrat, sauf les exceptions résultant de circonstances ou de stipulations particulières (« periculum est emptoris »). Si la chose périt sans faute du vendeur entre la conclusion du contrat et son exécution, l'acheteur reste donc en principe tenu de payer le prix. Cette solution se concilie mal, sur plus d'un point, avec les principes généraux du droit des obligations suisse. Tant la jurisprudence que la doctrine préconisent en conséquence une application restrictive de la règle et une interprétation extensive des exceptions qui y sont faites.”
Arbeitsrechtliche Besonderheit: Bei Arbeitsverträgen geht Art. 324 Abs. 1 OR der allgemeinen Regel von Art. 119 OR vor, da der Arbeitgeber nach herrschender Auffassung das Betriebs‑ und Wirtschaftsrisiko trägt. Im Bereich von Bonusvereinbarungen ist zu unterscheiden: Bei Leistungsboni wird ohne ausdrückliche Abrede regelmässig nicht angenommen, dass das Risiko auf den Arbeitnehmer übergeht; bei Erfolgs‑ oder Erfolgsbeteiligungsboni ist eine teilweise Risikoüberwälzung auf den Arbeitnehmer zulässig.
“Weil diese Rechtsfolge bei einem Dauerschuldverhältnis kaum adäquat ist, hat der Gesetzgeber beim Arbeitsvertrag eine Sonderregel geschaffen: Kann die Arbeit infolge Verschuldens des Arbeitgebers nicht geleistet werden oder kommt er aus anderen Gründen mit der Annahme der Arbeitsleistung in Verzug, so bleibt er zur Entrichtung des Lohnes verpflichtet, ohne dass der Arbeitnehmer zur Nachleistung verpflichtet ist (Art. 324 Abs. 1 OR). Dafür hat der Arbeitnehmer kein Recht, vom Vertrag zurückzutreten (BGE 124 III 346 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen; BGE 116 II 42 E. 5b; Urteile 4A_291/ 2008 vom 2. Dezember 2008 E. 3.2 mit Hinweis; 4A_458/2018 vom 29. Januar 2020 E. 4.4.2; 4A_666/2017 vom 17. Mai 2018 E. 4.1). Die gleichen Rechtsfolgen treten ein, wenn die Leistung aus einem Grund unmöglich geworden ist, der im Risikobereich des Arbeitgebers liegt. Dabei steht in der Lehre ausser Diskussion, dass Art. 324 Abs. 1 OR auch jene Fälle erfasst, in denen ohne das Verschulden des Arbeitgebers die Arbeitsleistung wegen eines Ereignisses unmöglich geworden ist, das in seiner Risikosphäre liegt. Insofern geht Art. 324 Abs. 1 OR der allgemeinen Regel von Art. 119 OR vor. Ferner trägt nach nahezu einhelliger Auffassung der Arbeitgeber das Betriebs- und Wirtschaftsrisiko (BGE 124 III 346 E. 2a; Urteil 4A_291/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 3.2; je mit Hinweisen).”
“Trage keine der Parteien die Verantwortung für die Unmög- lichkeit, etwa weil die Bedingung aufgrund höherer Gewalt nicht mehr erreicht werden könne, so hätte der Arbeitnehmer entsprechend der Regelung in Art. 119 Abs. 1 OR grundsätzlich keine Möglichkeit, einen Bonus zu erhalten. Diese Rechtsfolge sei für das Arbeitsrecht abzulehnen, da die Arbeitgeberin das allge- meine Betriebsrisiko trage. Wiederum sei zu fragen, ob ohne das die Möglichkeit des Bedingungseintritts vereitelnde Ereignis die Bedingung möglicherweise einge- treten wäre. Dies gelte indes nicht für Erfolgsboni, wo die Arbeitgeberin das Be- triebsrisiko zulässigerweise teilweise auf den Arbeitnehmer abwälze. Bei Leis- tungsboni dürfte ohne entsprechende Vereinbarung eine solche Risikoüberwäl- zung nicht beabsichtigt sein (Cramer, Der Bonus im Arbeitsvertrag, Bern 2007, Rz 440 ff.). Hirsiger weist im Zusammenhang mit Leistungsstörungen bei Zielvereinba- rungen bzw. nachträglich veränderten Vertragsumständen auf Art. 119 OR hin, wonach eine Forderung als erloschen gilt, soweit durch Umstände, die der Schuldner nicht zu verantworten hat, seine Leistung unmöglich geworden ist. Er bezeichnet es allerdings als fraglich, ob eine Ausdehnung dieses Tatbestandes auf Fälle blosser, nach Vertragsschluss durch veränderte Umstände bewirkte Un- zumutbarkeit der Leistung erfolgen soll, und stellt fest, die überwiegende Lehre stelle sich gegen die Anwendung von Unmöglichkeitsregeln auf solche Fälle. Die- ser überwiegenden Lehrmeinung sei zu folgen. Die gesetzlichen Unmöglichkeits- regeln seien nicht anwendbar, da es an einer im Gegenseitigkeitsverhältnis ste- henden Zielerreichungspflicht fehle. Die Berufung auf ein Leistungsstörungsrecht setze voraus, dass eine synallagmatische Leistung nicht (mehr) erbracht werden könne. Dies sei aber bei der Unmöglichkeit der Zielvereinbarung nicht mehr ge- geben, da dem Arbeitnehmer die Erbringung der Arbeitsleistung weiterhin möglich sei.”
Die Ablösung eines Referenzzinssatzes (z.B. LIBOR durch SARON) begründet nicht automatisch eine Unmöglichkeit im Sinn von Art. 119 OR. In der zitierten Entscheidung wird ausgeführt, dass der Vertrag weiterhin besteht und einzig die Berechnung des variablen Zinssatzes problematisch sein kann; die Pflicht zur Zahlung eines fest vereinbarten Zinssatzes bleibt unverändert bestehen. (Konflikte betreffen insb. die Anwendbarkeit des neuen Referenzzinssatzes.)
“und 1.2.), und weiter anerkannte, dass sie "gegenwärtig und zukünftig" zur Zahlung der Zinsen verpflichtet sei (act. 3/3 Ziff. 3.6.). ff. Insgesamt ist somit glaubhaft gemacht, dass eine vertragliche Grundlage besteht, wonach die Gesuchstellerin verpflichtet ist, nebst den festen Zinsen auch einen allfälligen variablen negativen Zins zu bezahlen. Die gegenteilige Meinung der Gesuchstellerin ist nicht glaubhaft gemacht. b. Ablösung des LIBOR durch den SARON per 1. Januar 2022: Die Gesuch- stellerin macht geltend, dass nach der Ablösung des LIBOR durch den SARON keine Pflicht zur Bezahlung eines SARON-Zinssatzes vereinbart worden sei. Die Gesuchsgegnerin sei daher nicht berechtigt, den SARON als Referenzzinssatz anzuwenden. Vielmehr sei von Unmöglichkeit im Sinn von Art. 119 OR auszuge- hen. Demzufolge bestehe kein Recht der Gesuchsgegnerin, SARON-Zins zu be- lasten. Die Gesuchsgegnerin bestreitet eine Unmöglichkeit wegen Ablösung des LIBOR durch den SARON. Die Arbeitsgruppe der Schweizerischen Nationalbank haben den SARON ausdrücklich als Nachfolger des LIBOR empfohlen. Mit dem SARON stehe ein ökonomisch vergleichbarer Referenzzinssatz zur Verfügung (act. 14 Rz. 116 ff.). aa. Die vertraglichen Abmachungen der Parteien bestehend aus dem Rahmen- vertrag und den Zinsaustauschgeschäften ist gültig zustande gekommen und be- steht weiterhin (vgl. lit. a). Damit ist ohne weiteres klar, dass der feste Zinssatz akt uell und auch weiterhin bezahlt werden muss. Die von der Gesuchstellerin pos- tulierte Variante der Unmöglichkeit scheidet somit von Vornherein aus. Die Bezif- ferung des festen Zinssatzes ist weiterhin und unverändert klar. Schwierigkeiten - 13 - bestehen nur bezüglich der Berechnung des variablen Zinssatzes, weil der LI- BOR-Referenzzinssatz nicht mehr gilt und die Geltung des SARON-Referenzzins umstritten ist.”
Gelingt es dem Schuldner nicht, die behaupteten Umstände hinreichend bzw. vraisemblierbar darzulegen oder zu beweisen, scheitert sein Einwand. Die Unmöglichkeit muss objektiv und endgültig sein und darf dem Schuldner nicht zugerechnet werden; blosse Zahlungsunfähigkeit begründet keine Unmöglichkeit.
“b) En l’espèce, le recourant ne formule aucun grief exprès contre la décision de mainlevée. Il allègue seulement qu’un séquestre a été prononcé sur ses comptes bancaires et que la banque a refusé une séance de conciliation « permettant de trouver un compromis acceptable ». Invoquant l’art. 119 CO, il en tire pour conséquence que l’exécution de son obligation est devenue impossible par suite de circonstances qui ne lui sont pas imputables et que son obligation est donc éteinte . Le moyen est infondé et doit être rejeté. La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune à l'art. 119 al. 1 CO et l’art. 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (ibidem, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO). L’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (ibid., op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Son application est donc exclue lorsque le débiteur répond de l'impossibilité (loc. cit.). Or, en l’occurrence, le séquestre allégué des comptes du recourant, outre qu’il n’est pas rendu vraisemblable, ne saurait être considéré comme une impossibilité définitive. De plus, on ignore tout des circonstances dans lesquelles il aurait été ordonné et exécuté et pour quelle raison il serait – par hypothèse – injustifié. D’ailleurs, le juge de la mainlevée, au contraire du juge du fond ou du juge du séquestre (dont on ignore même s’il s’agirait d’une autorité judiciaire civile ou pénale), ne pourrait pas constater le caractère éventuellement injustifié du séquestre. Quant au fait que la banque aurait refusé une tentative de conciliation, il n’est pas non plus rendu vraisemblable et ne constitue au demeurant pas une cause d’impossibilité pour le recourant d’exécuter son obligation. Le recourant échoue ainsi à rendre vraisemblable le moyen libératoire qu’il invoque, ce qui ne lui permet pas de s’opposer valablement à la poursuite en réalisation de gage, dont il ne remet par ailleurs pas en cause les conditions d’exercice.”
Ob behördlich angeordnete COVID‑19‑Schliessungen eine nachträgliche Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR begründen, ist in Lehre und Praxis umstritten. In der Literatur und in Gutachten liegen entgegenstehende Auffassungen vor; die kantonale Rechtsprechung betont, dass die Frage bislang nicht abschliessend vom Bundesgericht entschieden ist und einer konkreten Einzelfallprüfung bedarf.
“La question du paiement du loyer des locaux commerciaux pendant la pandémie de Covid-19, en particulier concernant les établissements publics dont la fermeture a été ordonnée par les autorités tant cantonales que fédérales, n'a pas encore été tranchée à ce jour. Cette question doit faire l'objet d'une analyse approfondie. De nombreux avis de droit ont été requis et publiés par les milieux concernés et parviennent à des conclusions diamétralement opposées, les premiers considérant que la cessation de règlement des loyers ne peut être envisagée (https://www.cgionline.ch/wp-content/uploads/2020/03/avis-de-droit.pdf), et les seconds que le loyer n'est pas dû, en application des règles sur le défaut de la chose louée (art. 259d CO), l'impossibilité subséquente d'exécution (art. 119 CO), la notion d'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) et l'adaptation du contrat par le juge (https://www.asloca.ch/wp-content/uploads/2020/03/Avis-de-droit-loyers_locaux_ commerciaux_ASLOCA-1.pdf). Il en résulte que la situation juridique n'est pas claire et que ces questions doivent être examinées dans le cadre de la procédure au fond (ACJC/1248/2021 du 4 octobre 2021, consid. 3.2; ACJC/1181/2021 du 20 septembre 2021, consid. 4.2).”
“La question du paiement du loyer des locaux commerciaux pendant la pandémie de COVID-19, en particulier concernant les établissements publics dont la fermeture a été ordonnée par les autorités tant cantonales que fédérales, n'a pas encore été tranchée à ce jour par le Tribunal fédéral. De nombreux avis de droit ont été requis et publiés par les milieux concernés et parviennent à des conclusions diamétralement opposées, les premiers considérant que la cessation de règlement des loyers ne peut être envisagée (https://www.cgionline.ch/wp-content/uploads/2020/03/avis-de-droit.pdf), et les seconds que le loyer n'est pas dû, en application des règles sur le défaut de la chose louée (art. 259d), l'impossibilité subséquente d'exécution (art. 119 CO), la notion d'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) ou l'adaptation du contrat par le juge (https://www.asloca.ch/wp-content/uploads/2020/03/Avis-de-droit-loyers_locaux_ commerciaux_ASLOCA-1.pdf; Lachat/ Brutschin, Le bail aux temps du coronavirus, in SJ 2020 II p. 111 ss.).”
“La question du paiement du loyer des locaux commerciaux pendant la pandémie de Covid-19, en particulier concernant les établissements publics dont la fermeture a été ordonnée par les autorités tant cantonales que fédérales, n'a pas encore été tranchée à ce jour. Cette question doit faire l'objet d'une analyse approfondie. En effet, il doit être définitivement jugé, que ce soit sous l'angle de l'art. 259d CO (réduction de loyer), de l'impossibilité subséquente (art. 119 CO), de l'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) ou de la clausula rebus sic stantibus, si le loyer reste dû - totalement ou partiellement - durant cette période ou non. De nombreux avis de droit ont été requis et publiés par les milieux concernés et parviennent à des conclusions diamétralement opposées, les premiers considérant que la cessation de règlement des loyers ne peut être envisagée (https://www.cgionline.ch/wp-content/uploads/2020/03/avis-de-droit.pdf), et les seconds que le loyer n'est pas dû, en application des règles sur le défaut de la chose louée (art. 259d CO), l'impossibilité subséquente d'exécution (art. 119 CO), la notion d'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) et l'adaptation du contrat par le juge (https://www.asloca.ch/wp-content/uploads/2020/03/Avis-de-droit-loyers_locaux_ commerciaux_ASLOCA-1.pdf).”
“1 CPC, ce fait, qui n’est pas complexe et ne supposait pas de vérification particulière, aurait néanmoins dû être invoqué sans retard, selon le développement exposé au considérant 9 ci-dessus auquel il est renvoyé. En l’espèce, s’agissant d’un paiement conséquent effectué le 9 juillet 2020, on peut admettre que les demandeurs en ont eu connaissance au plus tard dans les quelques jours qui ont suivi (ce qu’ils ne contestent pas formellement puisqu’ils indiquent en avoir eu connaissance « récemment, dans le courant de l’été »). Par conséquent, en se prévalant de ce fait le 19 août 2020 – soit près de quarante jours plus tard –, ils ont agi tardivement et le nova ne peut être admis. 12.3. a) Sur le fond, la défenderesse soutient qu’elle n’a pas à verser les loyers en cause parce qu’elle n’a pas été en mesure d’exploiter son commerce ni de vendre ses biens en magasin suite aux mesures prises par le Conseil fédéral pour lutter contre le coronavirus, ce qui constitue, de son point de vue, un défaut de la chose louée (art. 259d CO) et une impossibilité d’exécution (art. 119 CO). Les demandeurs considèrent quant à eux que cette situation n’a entraîné aucun défaut juridique de la chose louée dont ils devraient répondre et qui impliquerait une réduction du loyer. b) De nombreux avis ont été publiés sur le sujet. En juin 2020, les auteurs de l’article paru à la SJ 2020 II p. 111, intitulé « Le bail au temps du coronavirus », dénombraient 19 avis de droit traitant de la question de savoir si les locataires dont les commerces ont été provisoirement fermés suite aux mesures du Conseil fédéral pour lutter contre le coronavirus doivent ou non payer leur loyer pendant la période de fermeture. Le Tribunal fédéral n’a pas encore eu à se pencher sur le sujet. Au niveau politique, le Parlement fédéral a refusé, en décembre dernier, un projet de loi qui prévoyait que les commerçants et artisans ne paient, à certaines conditions, que 40% de leur loyer pendant la durée de fermeture de leur commerce, les bailleurs supportant le reste, soit 60%. Il convient donc d’examiner les deux arguments soulevés par la défenderesse.”
Fehlende Zahlungsfähigkeit oder rein persönliche Unvermögen begründen nicht ohne Weiteres eine Befreiung nach Art. 119 OR; Insolvenz oder Geldmangel fallen nicht unter den Begriff der Unmöglichkeit im Sinn von Art. 119 OR. Ist die Leistung objektiv nicht unmöglich, stehen dem Gläubiger zivil- und exekutionsrechtliche Durchsetzungswege offen; die Lehre und Rechtsprechung weisen zudem auf konkrete Hilfsinstrumente hin (etwa das Ufficio rette/Antizipationen und Einzüge) zur Durchsetzung von Ansprüchen.
“In concreto la reclamante si vale, appunto, dell'impossibilità di eseguire la prestazione, ma trascura che l'impossibilità contemplata dall'art. 119 CO è oggettiva, comune a qualunque debitore in una data situazione, non soggettiva, che riguarda solo il debitore in questione. Nel caso specifico l'assolvimento della prestazione da parte di RE 1, consistente nello sgombero dell'abitazione, non è per sua natura oggettivamente impossibile. Problematica è, se mai, la difficoltà per lei di trovare un'altra sistemazione logistica a causa degli scarsi mezzi a disposizione. È possibile che il marito abbia versato solo parzialmente il contributo alimentare ed è indubbio che una trascuranza degli obblighi alimentari configuri un contegno censurabile. Resta il fatto che, in tale eventualità, per conseguire dal marito il pagamento dell'intero contributo l'interessata disponeva dei rimedi offerti dal diritto civile (art. 176a e 177 CC) e dal diritto esecutivo. In particolare essa poteva rivolgersi all'Ufficio rette, anticipi e incassi per ottenere un aiuto – di principio gratuito – volto all'esecuzione della pretesa di mantenimento (cfr. art. 131 cpv.”
“De plus, l’interdiction administrative faite au locataire d’exploiter les locaux loués ou le retrait de l’autorisation d’exercer sa profession rendent les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rendent pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (CR CO I- Thévenoz, 3ème éd. 2021, art. 119 CO n. 5). Bohnet souligne également que l’interdiction généralisée d’ouverture des commerces et autres établissements publics prévue par l’Ordonnance 2 COVID-19 ne produit pas d’impact sur les locaux loués en tant que tels. Les qualités matérielles et juridiques de ceux-ci ne sont pas touchées par les mesures étatiques, de sorte que la chose louée ne souffre, suite à l’entrée en vigueur de ladite ordonnance, d’aucun défaut matériel ou juridique. Preuve en est le fait que, dans la situation actuelle, le bailleur peut pratiquement continuer à céder l’usage des locaux loués au locataire, pendant que ce dernier peut continuer à les occuper contre paiement d’un loyer, même s’il ne peut plus y exploiter son activité commerciale. Seul lorsqu’une partie interviendra pour dénoncer cette situation, celle-ci pourra s’interrompre ; or l’existence d’une impossibilité au sens de l’art. 119 CO ne saurait dépendre de la volonté des parties (Bohnet, p. 36). D’autre part, l’impossibilité liée à une raison simplement personnelle d'accomplir la prestation n’est pas une cause d'extinction de la dette. En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.”
Soweit die Pflicht zur Vorranggewährung objektiv unmöglich geworden ist und Swissgrid diese Unmöglichkeit nicht zu verantworten hat, kommt nach den in den Quellen genannten Erwägungen eine Haftung nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung bzw. die Herausgabe eines stellvertretenden Commodums in Betracht (Art. 119 Abs. 2 OR). Wenn Swissgrid die Unmöglichkeit hingegen zu verantworten oder mitzuverantworten hat, ist nach den Quellen stattdessen Schadenersatz zu prüfen.
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist - mit Blick auf die Kündigung des (früheren) Kooperationsabkommens - ab dem 1. Januar 2015 die Pflicht der Swissgrid AG, den nach schweizerischem Recht an sich bestehenden Vorrang zu gewähren, infolge objektiver Unmöglichkeit entfallen. Mangels einer besonderen Regelung im Verwaltungsrecht rechtfertige es sich, die Regelung von Art. 119 OR analog anzuwenden. Die Swissgrid AG werde grundsätzlich nicht schadenersatzpflichtig (Art. 119 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, fünfter Teil: Obligationenrecht; OR, SR 220; analog) und es entstünden auch keine Sekundärpflichten, unter Vorbehalt der Haftung für ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 119 Abs. 2 OR) oder der Herausgabe eines stellvertretenden Commodums (vgl. dazu BGE 112 II 235 E. 4c S. 239 f.; Urteil des BGer 4C.199/2004 vom 11. Januar 2005 E. 0.1). Anders verhalte es sich jedoch, wenn die Swissgrid AG die Vertragskündigung durch die deutschen Übertragungsnetzbetreiber oder deren Weigerung, einen die Vorränge respektierenden neuen Vertrag abzuschliessen, mitzuverantworten hätte (Art. 119 Abs. 1 OR analog). In diesem Fall würde sie schadenersatzpflichtig (Urteil des BGer 2C_390/2016, 2C_391/2016 vom 6. November 2017 E. 5.3.4). Falls die von der ElCom noch durchzuführenden Abklärungen ergäben, dass die Swissgrid AG die Unmöglichkeit der Vorranggewährung zu verantworten oder mitzuverantworten habe, hätte sie den Kraftwerken eine Entschädigung im Umfang des Verlusts zu bezahlen, der ihnen durch die Nichtgewährung der beantragten Vorränge entstanden sei. Sollte die Swissgrid AG zwar die Unmöglichkeit nicht zu verantworten haben, durch den Wegfall der streitgegenständlichen Vorränge jedoch einen wirtschaftlichen Vorteil erzielt haben, so wäre dieser nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung oder des stellvertretenden Commodums an die Kraftwerkbetreiberinnen herauszugeben (E.”
Bei Kaufverträgen (Art. 184 ff. OR) ist Art. 185 Abs. 1 OR als Spezialnorm gegenüber Art. 119 OR zu beachten: Gewinn und Risiko der Sache können bereits mit Vertragsschluss auf den Erwerber übergehen. Die Ausnahmen sind restriktiv auszulegen; ein früherer Risikoübergang ist insbesondere dann gerechtfertigt, wenn die zeitliche Trennung von Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäft im Interesse des Käufers liegt.
“courriels du 17 novembre 2013, 2 février et 1er septembre 2014), l'appelant a persisté à réclamer que l'intimé s'acquitte de ses dettes et que l'objet de la nouvelle convention proposée différait de celles conclues antérieurement. Enfin, le fait que l'appelant ait, le 10 décembre 2014, par l'intermédiaire de son conseil, exigé le remboursement des prêts initialement accordés en juin et juillet 2011 et non le paiement du prix des actions n'apparaît pas déterminant au regard des circonstance susexposées. Il s'ensuit que l'appelant peut en principe prétendre, sur la base des conventions d'achat d'actions du 19 octobre 2012, au paiement par l'intimé du prix convenu pour le rachat des actions cédées. Se pose toutefois la question de savoir si, compte tenu de la faillite de C______/1______ SA, l'obligation de l'intimé de s'acquitter du prix des actions demeure. 4. Il est acquis que les conventions d'achat d'actions du 19 octobre 2012 constituent des contrats de vente au sens des art. 184 et ss CO. 4.1 Aux termes de l'art. 185 al. 1 CO, qui constitue une norme spéciale par rapport à l'art. 119 CO, les profits et les risques de la chose passent à l'acquéreur dès la conclusion du contrat, sauf les exceptions résultant de circonstances ou de stipulations particulières. Il résulte de cette disposition que si la chose mobilière périt sans la faute du vendeur entre la conclusion du contrat et le transfert de possession entraînant le transfert de la propriété (art. 714 al. 1 CC), l'acheteur reste en principe tenu de payer le prix. Cette solution se conciliant mal avec les principes généraux du droit des obligations suisse, en particulier avec la règle qui veut que le propriétaire supporte les risques de la chose (res perit domino), tant la jurisprudence que la doctrine préconisent une application restrictive de la règle et une interprétation extensive des exceptions qui y sont faites (ATF 128 III 370 consid. 4a; 84 II 158 consid. 1b; arrêt du Tribunal fédéral 4A_601/2009 du 8 février 2010 consid. 3.2.3). Un transfert des risques à l'acheteur dès la conclusion du contrat se justifie pleinement lorsque la séparation temporelle entre l'acte obligationnel et l'acte de disposition intervient dans l'intérêt de ce dernier (ATF 128 III 370 consid.”
Bei unverschuldeter (objektiver) Unmöglichkeit entfällt die Leistungspflicht nach Art. 119 Abs. 1 OR und der Schuldner ist grundsätzlich nicht schadenersatzpflichtig. Ist der Schuldner (mit)verantwortlich für die Unmöglichkeit, besteht hingegen Schadensersatzpflicht. Erzielte wirtschaftliche Vorteile sind gegebenenfalls nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung oder des stellvertretenden Commodums herauszugeben.
“Januar 2015 die Pflicht der Swissgrid AG, den nach schweizerischem Recht an sich bestehenden Vorrang zu gewähren, infolge objektiver Unmöglichkeit entfallen. Mangels einer besonderen Regelung im Verwaltungsrecht rechtfertige es sich, die Regelung von Art. 119 OR analog anzuwenden. Die Swissgrid AG werde grundsätzlich nicht schadenersatzpflichtig (Art. 119 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, fünfter Teil: Obligationenrecht; OR, SR 220; analog) und es entstünden auch keine Sekundärpflichten, unter Vorbehalt der Haftung für ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 119 Abs. 2 OR) oder der Herausgabe eines stellvertretenden Commodums (vgl. dazu BGE 112 II 235 E. 4c S. 239 f.; Urteil des BGer 4C.199/2004 vom 11. Januar 2005 E. 0.1). Anders verhalte es sich jedoch, wenn die Swissgrid AG die Vertragskündigung durch die deutschen Übertragungsnetzbetreiber oder deren Weigerung, einen die Vorränge respektierenden neuen Vertrag abzuschliessen, mitzuverantworten hätte (Art. 119 Abs. 1 OR analog). In diesem Fall würde sie schadenersatzpflichtig (Urteil des BGer 2C_390/2016, 2C_391/2016 vom 6. November 2017 E. 5.3.4). Falls die von der ElCom noch durchzuführenden Abklärungen ergäben, dass die Swissgrid AG die Unmöglichkeit der Vorranggewährung zu verantworten oder mitzuverantworten habe, hätte sie den Kraftwerken eine Entschädigung im Umfang des Verlusts zu bezahlen, der ihnen durch die Nichtgewährung der beantragten Vorränge entstanden sei. Sollte die Swissgrid AG zwar die Unmöglichkeit nicht zu verantworten haben, durch den Wegfall der streitgegenständlichen Vorränge jedoch einen wirtschaftlichen Vorteil erzielt haben, so wäre dieser nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung oder des stellvertretenden Commodums an die Kraftwerkbetreiberinnen herauszugeben (E. 5.3.5).”
“Januar 2015 die Pflicht der Swissgrid AG, den nach schweizerischem Recht an sich bestehenden Vorrang zu gewähren, infolge objektiver Unmöglichkeit entfallen. Mangels einer besonderen Regelung im Verwaltungsrecht rechtfertige es sich, die Regelung von Art. 119 OR analog anzuwenden. Die Swissgrid AG werde grundsätzlich nicht schadenersatzpflichtig (Art. 119 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, fünfter Teil: Obligationenrecht; OR, SR 220; analog) und es entstünden auch keine Sekundärpflichten, unter Vorbehalt der Haftung für ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 119 Abs. 2 OR) oder der Herausgabe eines stellvertretenden Commodums (vgl. dazu BGE 112 II 235 E. 4c S. 239 f.; Urteil des BGer 4C.199/2004 vom 11. Januar 2005 E. 0.1). Anders verhalte es sich jedoch, wenn die Swissgrid AG die Vertragskündigung durch die deutschen Übertragungsnetzbetreiber oder deren Weigerung, einen die Vorränge respektierenden neuen Vertrag abzuschliessen, mitzuverantworten hätte (Art. 119 Abs. 1 OR analog). In diesem Fall würde sie schadenersatzpflichtig (Urteil des BGer 2C_390/2016, 2C_391/2016 vom 6. November 2017 E. 5.3.4). Falls die von der ElCom noch durchzuführenden Abklärungen ergäben, dass die Swissgrid AG die Unmöglichkeit der Vorranggewährung zu verantworten oder mitzuverantworten habe, hätte sie den Kraftwerken eine Entschädigung im Umfang des Verlusts zu bezahlen, der ihnen durch die Nichtgewährung der beantragten Vorränge entstanden sei. Sollte die Swissgrid AG zwar die Unmöglichkeit nicht zu verantworten haben, durch den Wegfall der streitgegenständlichen Vorränge jedoch einen wirtschaftlichen Vorteil erzielt haben, so wäre dieser nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung oder des stellvertretenden Commodums an die Kraftwerkbetreiberinnen herauszugeben (E. 5.3.5).”
Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 Abs. 1 OR muss die geschuldete Leistung selbst betreffen. Blosse wirtschaftliche Unmöglichkeit, namentlich die Unfähigkeit, ein Projekt (z. B. ein Bauvorhaben) zu verwirklichen, begründet für sich genommen nicht das Erlöschen einer Geldschuld; die Ausführung einer Geldforderung wird durch reine Mittellosigkeit nicht als unmöglich im Sinne von Art. 119 Abs. 1 OR angesehen.
“Si le juge ne parvient pas à déterminer la volonté réelle et commune des parties - parce que les preuves font défaut ou ne sont pas concluantes - ou s'il constate qu'une partie n'a pas compris la volonté exprimée par l'autre à l'époque de la conclusion du contrat - ce qui ne ressort pas déjà du simple fait qu'elle l'affirme en procédure, mais doit résulter de l'administration des preuves -, il doit recourir à l'interprétation normative (ou objective), à savoir rechercher leur volonté objective, en déterminant le sens que, d'après les règles de la bonne foi, chacune d'elles pouvait et devait raisonnablement prêter aux déclarations de volonté de l'autre. Il s'agit d'une interprétation selon le principe de la confiance (arrêts du Tribunal fédéral 4A_508/2016 déjà cité consid. 6.2 et les références; 4A_98/2016 déjà cité consid. 5.1). D'après ce principe, la volonté interne de s'engager du déclarant n'est pas seule déterminante; une obligation à sa charge peut découler de son comportement, dont l'autre partie pouvait, de bonne foi, déduire une volonté de s'engager. Le principe de la confiance permet ainsi d'imputer à une partie le sens objectif de sa déclaration ou de son comportement, même si celui-ci ne correspond pas à sa volonté intime (ATF 130 III 417 consid. 3.2 et les arrêts cités). 6.1.9 A teneur de l'art. 119 al. 1 CO, l’obligation s’éteint lorsque l’exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. L'exécution d'une dette d'argent par impécuniosité n'est jamais impossible ; l'impécuniosité et l'insolvabilité du débiteur sont spécifiquement régies par la loi sur la poursuite pour dettes et la faillite (Thévenoz, Commentaire Romand, Code des obligations I, 2021, n. 17 ad art. 97 CO). 6.2.1 En l'espèce, les parties ont conclu un contrat de prêt de consommation, à teneur duquel l'intimée devait mettre à disposition de l'appelante un montant de 900'000 fr., le prêt portant intérêt au taux Libor CHF 6 mois augmenté d'un coût de liquidité variable, mais de 2,50% au maximum, et d'une marge fixe de 1,50%. Le contrat ne prévoit pas de plancher mais fixe un plafond, les intérêts ne pouvant excéder la limite maximale permise par la loi italienne n. 108 du 7 mars 1996. Il ne contient pas non plus de disposition sur les conséquences d'un éventuel passage du taux Libor CHF à six mois en territoire négatif, ni sur une éventuelle garantie de la marge convenue en faveur de l'intimée.”
“Ensuite, on constate que par courrier du 17 mai 2019, le conseil de l’intimée a informé le recourant qu’après un premier refus des autorités communales, un nouveau projet avait obtenu un préavis favorable du service de l’urbanisme et de la commission consultative et allait ainsi prochainement pouvoir être déposé en vue d’une mise à l’enquête. Il est ainsi hautement vraisemblable que les « éventuelles oppositions » mentionnées dans l’avenant signé par la suite concernaient uniquement celles qui risquaient d’être formulées dans le cadre de la mise à l’enquête en vue de l’obtention du permis de construire pour le projet immobilier de l’intimée. Or, cette dernière ne prétend pas que son projet aurait finalement été mis à l’enquête ni, a fortiori, qu’il se serait heurté à de telles oppositions. Il découle de ce qui précède que l’intimée rend tout au plus vraisemblable l’octroi d’un sursis de paiement jusqu’au 30 juin 2020. En conséquence, le montant de 150’000 fr., dû en vertu du contrat de prêt du 30 octobre 2017, était à nouveau exigible dès cette date. c) A titre de moyen libératoire supplémentaire, l’intimée invoque encore une impossibilité non fautive au sens de l’art. 119 CO. ca) Aux termes de l'art. 119 al. 1 CO, l'obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (al. 2). Sont exceptés les cas dans lesquels la loi ou le contrat mettent les risques à la charge du créancier avant même que l'obligation soit exécutée (al. 3). cb) En l’occurrence, on a déjà relevé que l’intimée n’avait pas exposé – ni a fortiori rendu vraisemblable - en quoi l’annulation du nPGA la Commune de [...] par le Tribunal fédéral aurait impacté la réalisation de son projet immobilier. Elle perd par ailleurs de vue que son obligation envers le recourant ne consiste pas à réaliser son projet de construction mais à lui rembourser le montant prêté. Or, on ne voit a priori pas en quoi l’éventuelle impossibilité de réaliser ce projet rendrait également impossible le remboursement de la somme qui lui a été prêtée par le recourant.”
Eine nur vorübergehende Unmöglichkeit führt nicht automatisch zum Erlöschen der Leistungspflicht nach Art. 119 OR; für die Anwendung des Art. 119 OR ist vielmehr die Dauerhaftigkeit der Unmöglichkeit entscheidend. Massnahmen kurzfristiger oder vorhersehbarer Dauer (z. B. befristete behördliche Schliessungen) werden in der Rechtsprechung in der Regel nicht als dauerhafte Unmöglichkeit angesehen. Wenn die vertragliche Vereinbarung alternative Ausführungsarten nicht umfasst, wäre für eine Anpassung der Vertragserfüllung der Konsens beider Parteien erforderlich.
“In der Berufung stellt sich die Klägerin erneut auf den Standpunkt, dass es verschiedene Möglichkeiten gegeben hätte, den Taxi-Shuttle-Service für Ange- stellte oder Angehörige wie auch für nützliche Medikamenteneinkäufe oder sonsti- ge Einkäufe weiterhin anzubieten (act. 25 S. 1). Die Klägerin hatte in der Klagebe- gründung vor Vorinstanz ausführlich dargelegt, weshalb der abgeschlossene Ver- - 12 - trag aus ihrer Sicht nicht im Sinne von Art. 119 OR unmöglich geworden sei (act. 1 S. 2 ff.). Die Vorinstanz kam wie erwähnt zum Schluss, dass das Vertrags- verhältnis nicht gestützt auf Art. 119 OR zum Erlöschen gekommen sei, weil es an der Dauerhaftigkeit der objektiven Unmöglichkeit gefehlt habe (act. 27 S. 18). Mit Bezug auf die von der Klägerin vorgebrachten alternativen Möglichkeiten, wie die vertraglich vereinbarten Fahrten während der Pandemie hätten ausgeführt wer- den können, hielt die Vorinstanz fest, dass diese Möglichkeiten von der ursprüng- lichen Vereinbarung der Parteien nicht erfasst worden seien. Es wäre eine Ver- tragsanpassung nötig gewesen, welche den Konsens beider Parteien vorausge- setzt hätte. Eine solche Vertragsanpassung hätten die Parteien nie vorgenommen (act. 27 S. 17). Dieser zutreffenden Auffassung der Vorinstanz hält die Klägerin in der Berufung nichts Stichhaltiges entgegen. Erneut ist festzuhalten, dass vertrag- lich zwei Fahrten täglich – Abfahrt in C._____”
“Somit liege ein unvorhergesehenes Ereignis vor, das die äusseren Vertrags- bedingungen erheblich verändert habe. Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich habe am 12. März 2020 ein "Besuchsverbot für Spitäler, Alters- und Pfle- geheime sowie Invaliditätseinrichtungen " für die Zeit vom 13. März 2020 bis am 30. April 2020 angeordnet. Es sei notorisch, dass die in Alters- und Pflegeheimen untergebrachten Bewohner zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen ge- hört hätten. In dieser Zeit hätten sie weder Besuch empfangen noch habe ihnen Ausgang gewährt werden können. So sei der vereinbarte Fahrdienst zum Erliegen gekommen, worüber sich die Parteien einig seien. Ab dem 30. April 2020 sei das Besuchsverbot in den Altersheimen bereits wieder gelockert worden und Besuche seien mit bestimmten Einschränkungen wieder möglich gewesen. Der Fahrdienst hätte grundsätzlich unter erschwerten Bedingungen wieder aufgenommen werden können, weshalb keine dauernde Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR vorge- legen habe. Die von der Klägerin erwähnten Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Fahrdienstes seien von der ursprünglichen Vereinbarung nicht erfasst worden. Vielmehr wäre eine Vertragsanpassung nötig gewesen, welche den Konsens bei- der Parteien vorausgesetzt hätte. Eine solche Anpassung sei aber nie vorgenom- men worden. - 7 - Nach dem 1. April 2020 hätten beide Parteien weder ihre Leistung angebo- ten noch die Leistung der Gegenseite angefordert und sich auch nicht darum be- müht, den Fahrdienst aufrechtzuerhalten. Es sei einfach abgewartet worden, ins- besondere auch als nach dem 30. April 2020 Besuche grundsätzlich – unter den vorgesehenen Bedingungen – wieder möglich gewesen wären. Da die Ausführun- gen beider Parteien zum Untätigbleiben übereinstimmten, erübrige sich eine Be- weisabnahme, konkret die Zeugeneinvernahme von D._____. Aufgrund des Ver- haltens der Parteien ab dem 13. März 2020 – während der laufenden Vertragszeit – bis Anfang 2022 sei davon auszugehen, dass sie die Vereinbarung per 13.”
“Elle souligne encore qu’il s’agissait d’une impossibilité d’utilisation car le but d’exploitation prévu dans le bail ne pouvait plus être atteint. Elle relève enfin qu’au moment des faits, les parties n’étaient pas en mesure de connaître l’étendue temporelle des mesures sanitaires de sorte qu’il convient d’admettre l’impossibilité temporaire comme durable. L’intimée conteste cette interprétation et considère que la décision est bien fondée. 2.3.2. A teneur de l'article 119 CO, qui régit l’impossibilité subséquente, l'obligation s’éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur (al. 1). Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (al. 2). S'agissant en particulier de la fermeture des locaux ordonnée en lien avec la pandémie de Covid-19, Ia doctrine majoritaire a considéré qu'une telle mesure ne pouvait constituer un cas d'impossibilité du bailleur (Iynedjian, p. 57, Bohnet, p. 36 ss). En effet, l’impossibilité prévue par l’art. 119 CO peut être initiale ou subséquente et intervient alors en cours de bail. En tous les cas, cette impossibilité doit être durable. Les mesures de l’Ordonnance 2 Covid-19 n’ont été prises que pour une courte durée et même si elles devaient être prolongées, elles ne le seraient pas au point d’être considérées comme durables. Pour qu'une impossibilité temporaire soit considérée comme durable, au point de rendre l’exécution impossible au sens de l'art. 119 CO, la durée doit à tout le moins être imprévisible au point qu'elle est assimilable à un empêchement durable (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2., Bohnet, p. 38). De plus, l’interdiction administrative faite au locataire d’exploiter les locaux loués ou le retrait de l’autorisation d’exercer sa profession rendent les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rendent pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (CR CO I- Thévenoz, 3ème éd. 2021, art. 119 CO n. 5). Bohnet souligne également que l’interdiction généralisée d’ouverture des commerces et autres établissements publics prévue par l’Ordonnance 2 COVID-19 ne produit pas d’impact sur les locaux loués en tant que tels.”
Pandemiebedingte staatliche Beschränkungen begründen nach der Rechtsprechung in der Regel keine Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR, soweit die überlassene Sache in ihren materiellen und rechtlichen Eigenschaften nicht betroffen ist und der Gebrauch durch den Gläubiger weiterhin möglich bleibt. Ebenso gilt übereinstimmend in Lehre und Rechtsprechung, dass wirtschaftliche Unfähigkeit bzw. Zahlungsunfähigkeit (Insolvenz, Geldmangel) grundsätzlich nicht als Unmöglichkeit i.S.v. Art. 119 OR führen.
“La conclusion a été déclarée irrecevable. Concernant ensuite la conclusion en réduction de loyer, le Tribunal a constaté qu’elle avait également été modifiée en cours de procédure. Toutefois, la nouvelle conclusion présentait un lien de connexité avec la première et respectait dès lors les conditions de l’art. 230 CPC. Elle a donc été déclarée recevable. Sur le fond, le Tribunal a débouté A______ de ses conclusions en réduction du loyer, au motif que les conséquences liées à la mise en place des mesures sanitaires précitées ne constituaient pas un défaut de la chose louée. Celles-ci avaient tout au plus eu un impact sur l'activité économique du locataire sans toutefois influencer son pouvoir d’user des locaux loués selon l'art. 256 CO. Une fois parvenu à cette conclusion, le Tribunal a examiné si d'autres motifs auraient pu justifier que le locataire fût libéré de l’obligation de s’acquitter du loyer pendant la période de la pandémie de coronavirus. Les conditions d'application de l'art. 119 CO et de la clausula rebus sic stantibus n'étaient pas remplies, car il n’existait aucune impossibilité du locataire de s'acquitter des montants dus, respectivement, la clausula rebus sic stantibus devait céder le pas à l'art. 266g CO en matière de bail à loyer, dont les conditions d'application n'étaient pour le surplus pas remplies. b.a Par acte déposé au greffe universel de la Cour de justice le 30 août 2022, A______ (ci-après : le locataire ou l'appelant) a formé appel du jugement précité et conclu principalement à ce que les chiffres 3 et 4 de son dispositif soient annulés, à ce qu'une réduction de loyer net de 20% du 17 mars 2020 au 17 janvier 2021 et de 100% du 18 janvier 2021 au 26 juin 2021 lui soit octroyée et finalement à ce que B______ AG (ci-après : la bailleresse ou l'intimée) soit condamnée à lui restituer le trop-perçu de loyer s'élevant à 28'702 fr. 08 pour la première période précitée et à 76'032 fr. pour la seconde. Subsidiairement, l'appelant a conclu à ce que les chiffres 3 et 4 du dispositif du jugement entrepris soient annulés, à ce qu'une réduction de loyer net de 50% lui soit accordée pour la période du 17 mars 2020 au 26 juin 2021 et à ce que B______ AG soit condamnée à lui verser un montant de 102'405 fr.”
“Les qualités matérielles et juridiques de ceux-ci ne sont pas touchées par les mesures étatiques, de sorte que la chose louée ne souffre, suite à l’entrée en vigueur de ladite ordonnance, d’aucun défaut matériel ou juridique. Preuve en est le fait que, dans la situation actuelle, le bailleur peut pratiquement continuer à céder l’usage des locaux loués au locataire, pendant que ce dernier peut continuer à les occuper contre paiement d’un loyer, même s’il ne peut plus y exploiter son activité commerciale. Seul lorsqu’une partie interviendra pour dénoncer cette situation, celle-ci pourra s’interrompre ; or l’existence d’une impossibilité au sens de l’art. 119 CO ne saurait dépendre de la volonté des parties (Bohnet, p. 36). D’autre part, l’impossibilité liée à une raison simplement personnelle d'accomplir la prestation n’est pas une cause d'extinction de la dette. En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.2021.20 du 28 janvier 2022 consid. 2.7). Cette question n’était plus contestée et n’a pas été examinée en procédure d’appel (ZB.2022 6 du 8 août 2022). Le Tribunal des baux et loyers de Genève a également retenu que les conditions d’une libération sur la base de l’art. 119 CO (impossibilité subséquente) n’étaient pas réalisées, indiquant que les interdictions d'ouverture des établissements publics prononcées par les autorités cantonales ou fédérales ont visé la population, touchant par ce biais l'activité des locataires, alors que la mise à disposition des locaux loués par le bailleur demeurait possible.”
Bei noch unsicherer oder nicht endgültig entschiedener Rechtslage kann zu prüfen sein, ob eine nachträgliche Unmöglichkeit nach Art. 119 OR eingetreten ist. Ist dies der Fall, kann der freigewordene Schuldner die bereits empfangene Gegenleistung nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung zurückerstatten müssen; in der zitierten Entscheidung wurden insoweit Rückerstattungsbegehren für Anzahlungen geltend gemacht. Die Frage der Anwendbarkeit war dort jedoch noch nicht endgültig entschieden.
“Malgrado eventuali rassicurazioni da parte della venditrice, essi non potevano pertanto avere delle certezze sugli sviluppi della controversia, rispettivamente dovevano sapere che a ogni procedura giudiziaria sono legate delle incognite. Tale consapevolezza induce anche ad escludere un errore. È parimenti difficilmente ravvisabile l’adempimento delle condizioni di cui all’art. 97 CO (segnatamente di una violazione contrattuale e della colpa), ritenuto che AO 1 ha fatto quanto in suo potere per rispettare il contratto tramite gli strumenti a sua disposizione (ricorso contro la decisione municipale, allestimento/modifica del Regolamento condominiale), laddove la risoluzione della controversia dal punto di vista pianificatorio non dipende tanto dalla sua volontà, quanto dagli accertamenti delle competenti autorità amministrative. Non essendo la situazione giuridica definitivamente risolta, appare del resto prematuro parlare di un’illiceità o di un’impossibilità iniziale oggettiva (art. 20 CO). Vi sarebbe piuttosto da valutare un’impossibilità successiva ai sensi dell’art. 119 CO, secondo cui un’obbligazione si ritiene estinta se ne sia divenuto impossibile l’adempimento per circostanze non imputabili al debitore, nel cui caso questi è tenuto di restituire, secondo le norme dell’indebito arricchimento, la controprestazione già ricevuta e non può più chiedere quanto gli sarebbe ancora dovuto. La questione non appare in ogni modo determinante, per i motivi che seguiranno. 6. Giusta l’art. 55 CPC, le parti devono dedurre in giudizio i fatti su cui poggiano le loro domande e indicare i mezzi di prova, mentre l’applicazione del diritto è di competenza del giudice (art. 57 CPC). Già negli allegati introduttivi, oltre a proporre alcuni costrutti giuridici potenzialmente rilevanti, AP 1 e AP 2 hanno esposto tutte le motivazioni per cui essi, a loro modo di vedere, dovrebbero ottenere la restituzione degli acconti e delle spese. Alcuni di questi aspetti sono stati tralasciati dal primo giudice e vengono riproposti dagli appellanti in questa sede, di modo che si impone un loro esame.”
Liegt ein Austauschverhältnis vor, haftet der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR aus ungerechtfertigter Bereicherung für die bereits empfangene Gegenleistung; zugleich ist der Gläubiger von seiner noch nicht erfüllten Gegenleistungspflicht befreit. Bei zu viel geleisteten Zahlungen kann der Schuldner eine pro rata-Rückerstattung verlangen.
“Genauso wären die Beklagten umgekehrt von ihrer Leistungspflicht, nämlich der Zahlung des AGP bezüglich der nicht gelieferten Mengen, befreit. Die Beklagte 3 würde demnach mit der Zahlung des vollen AGP zu viel zahlen bzw. gezahlt haben. Die Klägerinnen wären dann verpflichtet, den Betrag, welchen sie für die unmöglich zu liefernde Menge von der Beklagten 3 zu viel erhalten haben, im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses i.S.v. Art. 82 OR zurückzuerstatten. Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR festgestellt, so könne die Beklagte 3 einen Rückforderungsanspruch geltend machen für das bereits Geleistete. Da die Beklagte 3 vorliegend mehr bezahlt habe, als aufgrund der gegebenenfalls von der Rechtsmittelinstanz festgestellten nachträglichen unverschuldeten Unmöglichkeit hätte geliefert werden können, so könne die Beklagte 3 die zuviel geleistete Zahlung pro rata zurückfordern. Die in Ziff.”
“Genauso wären die Beklagten umgekehrt von ihrer Leistungspflicht, nämlich der Zahlung des AGP bezüglich der nicht gelieferten Mengen, befreit. Die Beklagte 3 würde demnach mit der Zahlung des vollen AGP zu viel zahlen bzw. gezahlt haben. Die Klägerinnen wären dann verpflichtet, den Betrag, welchen sie für die unmöglich zu liefernde Menge von der Beklagten 3 zu viel erhalten haben, im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses i.S.v. Art. 82 OR zurückzuerstatten. Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR festgestellt, so könne die Beklagte 3 einen Rückforderungsanspruch geltend machen für das bereits Geleistete. Da die Beklagte 3 vorliegend mehr bezahlt habe, als aufgrund der gegebenenfalls von der Rechtsmittelinstanz festgestellten nachträglichen unverschuldeten Unmöglichkeit hätte geliefert werden können, so könne die Beklagte 3 die zuviel geleistete Zahlung pro rata zurückfordern. Die in Ziff.”
“Genauso wären die Beklagten umgekehrt von ihrer Leistungspflicht, nämlich der Zahlung des AGP bezüglich der nicht gelieferten Mengen, befreit. Die Beklagte 3 würde demnach mit der Zahlung des vollen AGP zu viel zahlen bzw. gezahlt haben. Die Klägerinnen wären dann verpflichtet, den Betrag, welchen sie für die unmöglich zu liefernde Menge von der Beklagten 3 zu viel erhalten haben, im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses i.S.v. Art. 82 OR zurückzuerstatten. Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR festgestellt, so könne die Beklagte 3 einen Rückforderungsanspruch geltend machen für das bereits Geleistete. Da die Beklagte 3 vorliegend mehr bezahlt habe, als aufgrund der gegebenenfalls von der Rechtsmittelinstanz festgestellten nachträglichen unverschuldeten Unmöglichkeit hätte geliefert werden können, so könne die Beklagte 3 die zuviel geleistete Zahlung pro rata zurückfordern. Die in Ziff.”
Führt Unmöglichkeit der Leistung nach Art. 119 OR zur Befreiung des Schuldners, begründet dies bei zweiseitigen Verträgen ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis: Der befreite Schuldner muss bereits Empfangenes nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung herausgeben, und der Gläubiger wird von seiner noch nicht erfüllten Gegenleistungspflicht entbunden.
“CMA zur AGP-Kürzung berechtigt. Eine anfänglich objektive Unmöglichkeit in dem Sinne, dass von Anfang an klar gewesen sein sollte, dass die prognostizierten Bestellmengen mangels Kapazität des Z.____ Werks gar nicht hätten produziert werden können, ist von den Klägerinnen nicht nachgewiesen worden. Selbst wenn eine tatsächlich anfängliche subjektive Unmöglichkeit der Klägerinnen nachgewiesen wäre, so treffen die Ausführungen der Beklagten zu, dass in einem solchen Fall ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis im Sinne von Art. 119 OR entstehen würde, bei welchem die Klägerinnen von ihrer Pflicht zur tatsächlich nicht herstell- und lieferbaren Produktemenge befreit wären, im Gegenzug aber die Beklagte 3 ihrerseits von der entsprechenden AGP-Zahlung als Gegenleistungspflicht entbunden wäre. Selbst bei Vorliegen einer nachträglichen subjektiven Unmöglichkeit, bei welcher den Klägerinnen der Exkulpationsbeweis gelingen würde, würden die Rückabwicklungsregeln von Art. 119 OR zur Anwendung gelangen, womit auch in diesem Fall die Beklagten eine verhältnismässige AGP-Kürzung für nicht erhaltenen Produktmengen vornehmen dürften. Den Klägerinnen gelingt es nicht darzulegen, dass das Werk in Z.____ im Zeitpunkt des Vertragsschlusses nicht die Produktionskapazität ausgewiesen habe, welche für die Herstellung der im CMA festgehaltenen Mengen notwendig war. Weder mit dem Gutachten oder den Zeugen- und Parteibefragungen noch im Rahmen des Schriftenwechsels im erstinstanzlichen Verfahren konnte der Nachweis erbracht werden, dass die Klägerinnen während der gesamten CMA-Laufzeit die Produktionskapazität des Werks in Z.____ ausschöpften, um die prognostizierten und dann auch bestellten Produktemengen herstellen zu können. Auch konnten die Klägerinnen die behauptete nachträgliche Unmöglichkeit nicht hinreichend substantiieren, da der Beweis nicht erbracht werden konnte, dass während der Vertragslaufzeit keine höhere Produktionskapazität möglich war. Eine Exkulpation der Klägerinnen gemäss Art.”
Kann die einseitige Leistungserfüllung (z. B. ein Bauprojekt) infolge Unmöglichkeit nicht verwirklicht werden, so entbindet dies den Vertragspartner nicht von der Pflicht, bereits empfangene Gegenleistungen nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung zurückzuerstatten (Art. 119 Abs. 2 OR).
“Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (al. 2). Sont exceptés les cas dans lesquels la loi ou le contrat mettent les risques à la charge du créancier avant même que l'obligation soit exécutée (al. 3). cb) En l’occurrence, on a déjà relevé que l’intimée n’avait pas exposé – ni a fortiori rendu vraisemblable - en quoi l’annulation du nPGA la Commune de [...] par le Tribunal fédéral aurait impacté la réalisation de son projet immobilier. Elle perd par ailleurs de vue que son obligation envers le recourant ne consiste pas à réaliser son projet de construction mais à lui rembourser le montant prêté. Or, on ne voit a priori pas en quoi l’éventuelle impossibilité de réaliser ce projet rendrait également impossible le remboursement de la somme qui lui a été prêtée par le recourant. Enfin, et même si une telle impossibilité était établie, l’intimée resterait tenue de rembourser ce qu’elle a déjà perçu en application de l’art. 119 al. 2 CO. d) Il résulte de ce qui précède que la mainlevée provisoire devait être octroyée à concurrence de 150’000 francs. Le recourant réclame également un intérêt de 7.15% l’an sur cette somme. Cet intérêt correspond à l’intérêt conventionnel prévu par le contrat de prêt qui vaut également titre à la mainlevée sur ce point. Il est réclamé sur le montant de 150’000 fr., soit sur le montant du capital avancé par le recourant de sorte que la question d’un éventuel anatocisme, soulevé par l’intimée, ne se pose pas. Le recourant allègue que l’intérêt conventionnel n’a plus été payé depuis le 14 août 2020. L’intimé ne rend pas vraisemblable que le montant dû à ce titre aurait été payé au-delà de cette date. En définitive, la mainlevée provisoire sera donc prononcée à concurrence de 150’000 fr. plus intérêt à 7.15 % l’an dès le 14 août 2020. IV. En conclusion, le recours doit être admis et le prononcé réformé en ce sens que l’opposition de l’intimée doit être levée provisoirement à concurrence de 150'000 fr.”
“Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (al. 2). Sont exceptés les cas dans lesquels la loi ou le contrat mettent les risques à la charge du créancier avant même que l'obligation soit exécutée (al. 3). cb) En l’occurrence, on a déjà relevé que l’intimée n’avait pas exposé – ni a fortiori rendu vraisemblable - en quoi l’annulation du nPGA la Commune de [...] par le Tribunal fédéral aurait impacté la réalisation de son projet immobilier. Elle perd par ailleurs de vue que son obligation envers le recourant ne consiste pas à réaliser son projet de construction mais à lui rembourser le montant prêté. Or, on ne voit a priori pas en quoi l’éventuelle impossibilité de réaliser ce projet rendrait également impossible le remboursement de la somme qui lui a été prêtée par le recourant. Enfin, et même si une telle impossibilité était établie, l’intimée resterait tenue de rembourser ce qu’elle a déjà perçu en application de l’art. 119 al. 2 CO. d) Il résulte de ce qui précède que la mainlevée provisoire devait être octroyée à concurrence de 150’000 francs. Le recourant réclame également un intérêt de 7.15% l’an sur cette somme. Cet intérêt correspond à l’intérêt conventionnel prévu par le contrat de prêt qui vaut également titre à la mainlevée sur ce point. Il est réclamé sur le montant de 150’000 fr., soit sur le montant du capital avancé par le recourant de sorte que la question d’un éventuel anatocisme, soulevé par l’intimée, ne se pose pas. Le recourant allègue que l’intérêt conventionnel n’a plus été payé depuis le 14 août 2020. L’intimé ne rend pas vraisemblable que le montant dû à ce titre aurait été payé au-delà de cette date. En définitive, la mainlevée provisoire sera donc prononcée à concurrence de 150’000 fr. plus intérêt à 7.15 % l’an dès le 14 août 2020. IV. En conclusion, le recours doit être admis et le prononcé réformé en ce sens que l’opposition de l’intimée doit être levée provisoirement à concurrence de 150'000 fr.”
Die Ablösung des CHF‑LIBOR durch den SARON begründet keine Unmöglichkeit der Leistung im Sinne von Art. 119 OR. Vertrags- und leistungsbezogene Zahlungsverpflichtungen bleiben bestehen; die variablen Zinssätze sind entsprechend auf Basis des SARON zu berechnen.
“1): "In Switzerland, the National Working Group on Swiss Franc Reference Rates [...] has recommended SARON (Swiss Average Rate Overnight) as the alternative to the Swiss franc Libor." Ähnlich hält die SIX fest (vgl. act. 22/6): "2022 fällt die Unterstützung für den Libor weg und die Banken müssen darauf basierende Verträge, Produkte, Systeme und Prozesse auf neue, alternative Referenzzinssätze (ARR) umstellen. Die Komplexität der Umstellung auf ARR solle nicht unterschätzt werden. SIX stelle mit dem SARON, dem Swiss Average Rate Over Night, bereits seit 2009 eine robuste Alternative zum CHF LIBOR zur Verfügung". cc. Damit ist festzuhalten, dass der CHF-LIBOR per 31. Dezember 2021 durch den SARON abgelöst wurde. Der SARON ist ein mit dem CHF-LIBOR vergleich- barer alternativer Referenzzinssatz, der sowohl im Rahmen des vorliegenden Rahmenvertrages und der unter dessen Geltung abgeschlossenen Zinsaus- tauschgeschäfte als auch im Rahmen des Vergleichs vom 28. Februar/12. März 2018 massgebend ist. Eine Unmöglichkeit nach Art. 119 OR liegt nicht vor. Viel- mehr bestehen die Zins-Swaps weiter, wobei seit 1. Januar 2022 die variablen Zinssätze auf der Basis des SARON zu berechnen sind. - 14 - c. Damit gelingt es der Gesuchstellerin nicht glaubhaft zu machen, dass die Gesuchsgegnerin nicht berechtigt sei, auf der Grundlage des Rahmenvertrages und der Zinsaustauschgeschäfte Zinszahlungen einzufordern. Der Verfügungsan- spruch ist nicht glaubhaft gemacht.”
Bei Geldforderungen befreit Unmöglichkeit nach Art. 119 Abs. 1 OR nur, wenn sie objektiv und endgültig ist. Eine rein subjektive Unfähigkeit oder blosse Mittellosigkeit des Schuldners gilt nicht als befreiende Unmöglichkeit, da die Leistung grundsätzlich auch von Dritten erbracht werden könnte.
“Le recourant doit donc tendre à démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée en la discutant au moins de manière succincte et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 précité ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3 ; TF 5A_693/2022 du 6 mars 2022 consid. 6.2). b) En l’espèce, le recourant ne formule aucun grief exprès contre la décision de mainlevée. Il allègue seulement qu’un séquestre a été prononcé sur ses comptes bancaires. Invoquant l’art. 119 CO, il soutient que l’exécution de son obligation serait ainsi devenue impossible par suite de circonstances qui ne lui seraient pas imputables et en tire pour conséquence que son obligation serait donc éteinte. Le moyen est infondé et doit être rejeté. La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune aux art. 119 al. 1 CO et 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être objective en ce sens que ni le débiteur ni personne d’autre ne peut plus la fournir (ibidem ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., 2012, n° 1491). L’incapacité du débiteur à fournir sa prestation constitue en principe une impossibilité subjective, non libératoire, sauf dans les cas où la prestation à fournir est strictement personnelle (Thévenoz, op. et loc. cit.) ; ce n’est pas le cas d’une prestation pécuniaire, qu’un tiers pourrait fournir. De plus, l’incapacité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (Thévenoz, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., n° 1493). En outre, l’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op.”
Die nachträgliche Unmöglichkeit nach Art. 119 OR muss objektiv sein; das heisst, die geschuldete Leistung darf von niemandem mehr erbracht werden. Zudem muss die Nichterbringbarkeit definitiv bzw. dauerhaft sein; es muss mit Gewissheit bis zum Vertragsende bestehen oder sein Wegfall darf nicht absehbar sein. In der Lehre wird allerdings für Dauerschuldverhältnisse vertreten, dass unter engen Voraussetzungen auch eine zeitlich beschränkte Leistungsverhinderung als nachträgliche Unmöglichkeit gelten kann.
“Rechtliches Soweit durch Umstände, die der Schuldner nicht zu vertreten hat, seine Leistung unmöglich geworden ist, gilt die Forderung als erloschen (Art. 119 Abs. 1 OR). Bei zweiseitigen Verträgen haftet der freigewordene Schuldner für die bereits emp- fangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung und verliert die noch nicht erfüllte Gegenforderung (Art. 119 Abs. 2 OR). Art. 119 OR regelt mithin die Folgen der nachträglichen, nicht vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglich- keit und bildet eine Korrespondenznorm zu Art. 97 OR, welcher die Folgen der nachträglichen, vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglichkeit regelt (W OLF- GANG WIEGAND, in: WIDMER LÜCHINGER/OSER [Hrsg.], Basler Kommentar Obligati- onenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 1 ff. zu Art. 119 OR). Es wird zwischen subjektiver und objektiver Unmöglichkeit unterschieden. Die ob- jektive Unmöglichkeit kann dabei auch auf rechtlichen Gründen, wie beispielswei- se behördliche oder gesetzliche Anordnungen, beruhen (W EBER, a.a.O., N 4 zu Art. 253 OR; BGE 111 352 E. 2a; BGE 57 II 532 E. 2). Ein Merkmal der Unmög- lichkeit ist, dass die Nichterbringbarkeit der Leistung definitiv bzw. dauerhaft sein muss (E ICHENBERGER, a.a.O., N 6 zu Art. 119 OR; WIEGAND, a.a.O., N 1 zu Art. 119 OR). So hat das Bundesgericht festgehalten, dass eine Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende beste- hen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht absehbar sei (BGer 4C.”
“Rechtliches Soweit durch Umstände, die der Schuldner nicht zu vertreten hat, seine Leistung unmöglich geworden ist, gilt die Forderung als erloschen (Art. 119 Abs. 1 OR). Bei zweiseitigen Verträgen haftet der freigewordene Schuldner für die bereits emp- fangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung und verliert die noch nicht erfüllte Gegenforderung (Art. 119 Abs. 2 OR). Art. 119 OR regelt mithin die Folgen der nachträglichen, nicht vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglich- keit und bildet eine Korrespondenznorm zu Art. 97 OR, welcher die Folgen der nachträglichen, vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglichkeit regelt (W OLF- GANG WIEGAND, in: WIDMER LÜCHINGER/OSER [Hrsg.], Basler Kommentar Obligati- onenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 1 ff. zu Art. 119 OR). Es wird zwischen subjektiver und objektiver Unmöglichkeit unterschieden. Die ob- jektive Unmöglichkeit kann dabei auch auf rechtlichen Gründen, wie beispielswei- se behördliche oder gesetzliche Anordnungen, beruhen (W EBER, a.a.O., N 4 zu Art. 253 OR; BGE 111 352 E. 2a; BGE 57 II 532 E. 2). Ein Merkmal der Unmög- lichkeit ist, dass die Nichterbringbarkeit der Leistung definitiv bzw. dauerhaft sein muss (E ICHENBERGER, a.a.O., N 6 zu Art. 119 OR; WIEGAND, a.a.O., N 1 zu Art. 119 OR). So hat das Bundesgericht festgehalten, dass eine Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende beste- hen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht absehbar sei (BGer 4C.34/2000, Ur- teil vom 24. April 2001 E. 4; BGer 4C.344/2002, Urteil vom 12. November 2003 E. 4). In der Literatur findet sich die Ansicht, dass bei Dauerschuldverhältnissen eine nachträgliche Unmöglichkeit auch bei einer zeitlich beschränkten Leistungsver- hinderung vorliegen könne.”
“Le recourant doit donc tendre à démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée en la discutant au moins de manière succincte et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 précité ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3 ; TF 5A_693/2022 du 6 mars 2022 consid. 6.2). b) En l’espèce, le recourant ne formule aucun grief exprès contre la décision de mainlevée. Il allègue seulement qu’un séquestre a été prononcé sur ses comptes bancaires. Invoquant l’art. 119 CO, il soutient que l’exécution de son obligation serait ainsi devenue impossible par suite de circonstances qui ne lui seraient pas imputables et en tire pour conséquence que son obligation serait donc éteinte. Le moyen est infondé et doit être rejeté. La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune aux art. 119 al. 1 CO et 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être objective en ce sens que ni le débiteur ni personne d’autre ne peut plus la fournir (ibidem ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., 2012, n° 1491). L’incapacité du débiteur à fournir sa prestation constitue en principe une impossibilité subjective, non libératoire, sauf dans les cas où la prestation à fournir est strictement personnelle (Thévenoz, op. et loc. cit.) ; ce n’est pas le cas d’une prestation pécuniaire, qu’un tiers pourrait fournir. De plus, l’incapacité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (Thévenoz, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., n° 1493). En outre, l’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Son application est donc exclue lorsque le débiteur répond de l'impossibilité (loc.”
Art. 119 Abs. 2 führt bei nicht verschuldeter Unmöglichkeit grundsätzlich zur Befreiung des Schuldners; in der Regel ist damit auch die Gegenforderung des Gläubigers aufgehoben. Art. 119 Abs. 3 stellt jedoch klar, dass gesetzliche oder vertragliche Bestimmungen das Risiko vor Erfüllung dem Gläubiger auferlegen können (z. B. periculum est emptoris nach Art. 185 Abs. 1 OR). Diese Ausnahmeregelungen sind restriktiv auszulegen.
“, sur le compte indiqué pour la première vente. La lecture de ces dispositions permet de constater sans doute possible que l’acte de cession était conditionné au versement du prix pour la deuxième vente, et non l’inverse. Le grief est téméraire. Partant, la non remise de l’acte de cession n’autorisait pas l’appelant à refuser le paiement du prix de vente. Ici encore, l’art. 185 al. 3 CO n’est d’aucun secours à l’intéressé. 6. 6.1 L’appelant soutient enfin que l’intimé, en ne se rendant pas à l’assemblée générale extraordinaire, puis en ne resouscrivant pas de nouvelles actions, se serait lui-même mis dans l’impossibilité d’exécuter la seconde vente. Il devrait pour cette raison, sans citer aucune disposition légale, être libéré de la dette « dont il est question ». 6.2 Selon les règles générales, dans un contrat synallagmatique, lorsque le débiteur est libéré de son obligation en raison d'une impossibilité non fautive, le créancier est lui aussi libéré de sa propre obligation conformément à l'art. 119 al. 2 CO. L'art. 119 al. 3 CO réserve toutefois les cas dans lesquels la loi ou le contrat mettent les risques à la charge du créancier avant même que l'obligation soit exécutée. L'un des cas d'application est celui prévu par l'art. 185 al. 1 CO en matière de vente (TF 4C_199/2004 du 11 janvier 2005 consid. 9.1.1 ; Venturi/Zen-Ruffinen, Commentaire romand, Code des obligations I, 3e éd., Bâle 2021, n. 1 ad art. 185 CO). Selon l'art. 185 al. 1 CO, les profits et les risques de la chose passent à l'acquéreur dès la conclusion du contrat, sauf les exceptions résultant de circonstances ou de stipulations particulières (« periculum est emptoris »). Si la chose périt sans faute du vendeur entre la conclusion du contrat et son exécution, l'acheteur reste donc en principe tenu de payer le prix. Cette solution se concilie mal, sur plus d'un point, avec les principes généraux du droit des obligations suisse. Tant la jurisprudence que la doctrine préconisent en conséquence une application restrictive de la règle et une interprétation extensive des exceptions qui y sont faites.”
Bei gewöhnlichen Mietverträgen über Geschäftsräume liegt das Betriebsrisiko grundsätzlich bei der Mieterin; eine behördliche Schliessung führt daher in der Regel nicht zum Erlöschen der Mietforderung nach Art. 119 OR. Abweichende Folgen kommen nur in Betracht, wenn die Vermieterin durch besondere Zusicherungen Anteil am Betriebsrisiko übernommen hat oder — unter sehr strengen Voraussetzungen — das Gericht den Vertrag wegen wesentlich veränderter Umstände anpasst (clausula rebus sic stantibus). Für eine solche Anpassung sind sämtliche Umstände beider Parteien zu würdigen; die Mieterin hat insbesondere darzulegen, wie sich die Massnahmen konkret auf den Betrieb ausgewirkt haben, welche Gegenmassnahmen sie ergriffen und welche staatlichen Hilfen sie beansprucht hat.
“ZMP 2021 Nr. 10 Art. 259d OR; Art. 119 OR; Art. 2 ZGB. Auswirkungen von Corona- Massnahmen auf Geschäftsmietverträge. Mietzinsminderung. Unmöglichkeit. Clausula rebus sic stantibus (richterliche Vertragsanpassung an ausseror- dentliche Umstände). Bei einem gewöhnlichen Mietvertrag über Geschäftsräume liegt das Betriebsrisi- ko einzig bei der Mieterin. Die Vermieterin hat nur zu gewährleisten, dass die Sache in einem zum vertraglichen bzw. vorausgesetzten Gebrauch tauglichen Zustand übergeben und unterhalten wird. Daher kommt eine Vertragskorrektur nach den Regeln über die Teilunmöglichkeit von Verträgen (Art. 119 OR) oder eine Mietzinsminderung (Art. 259d OR) im Falle einer behördlichen Schliessung von Geschäftsbetrieben grundsätzlich nicht infrage. Vorbehalten bleiben beson- dere Zusicherungen der Vermieterin, mit welchen diese sich am Betriebsrisiko der Mieterin beteiligt hat (E. IV.3 und IV.4). Bei zeitlich und sachlich besonders schweren Auswirkungen von behördlichen Massnahmen kommt eine gerichtliche Vertragsanpassung wegen wesentlich veränderter Umstände in Betracht (clausu- la rebus sic stantibus). Die Voraussetzungen sind aber streng. Eine Anpassung setzt die Würdigung sämtlicher Umstände bei beiden Vertragsparteien voraus. Die Mieterin hat insbesondere darzulegen, wie sich die behördlichen Massnah- men konkret auf ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt haben, welche betrieblichen Gegenmassnahmen sie mit welchem Erfolg ergriffen hat, welche staatliche Hilfen sie in Anspruch genommen hat und warum sie auf mögliche Gegenmassnahmen verzichtet hat. Dabei ist es zwar ihr gutes Recht, der Gegenpartei und dem Ge- richt die Einsicht in ihre Geschäftsbücher zu verweigern.”
Eine behördliche Untersagung der Geschäftstätigkeit kann die gemieteten Räume für den Mieter unbrauchbar machen. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass die Leistung des Vermieters im Sinne von Art. 119 OR unmöglich geworden ist: In der Lehre und Rechtsprechung wird unterschieden zwischen Zweckverfehlung (die Leistungserfolg, der Inhalt der geschuldeten Leistung ist, fällt weg) und blosser Verwendungsunmöglichkeit (die Sache ist objektiv noch übergabefähig, ihr bestimmter Zweck entfällt). Bei gewöhnlicher Raummiete liegt das Verwendungsrisiko in der Regel beim Mieter; grundsätzlich bleibt der Mietzins geschuldet, sofern nicht besondere Zusicherungen des Vermieters oder andere konkrete Umstände vorliegen.
“L'impossibilité subséquente peut être matérielle - par exemple le décès d'un cheval dont le débiteur devait assurer l'entretien et le dressage (ATF 107 II 144) - ou juridique - ainsi une interdiction d'exportation qui empêche le débiteur de fournir la prestation (ATF 111 II 352, JdT 1986 I 73); certains distinguent également selon que l'impossibilité est objective, c'est-à-dire que ni le débiteur ni des tiers ne sont en mesure d'effectuer la prestation contractuelle, ou subjective, lorsqu'une prestation devient impossible parce qu'elle se heurte à un obstacle insurmontable pour le débiteur (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.1 et réf. cit.). L'interdiction administrative faite au locataire d'exploiter les locaux loués dans le but prévu ou le retrait de l'autorisation d'exercer sa profession rend donc les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rend pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (ATF 116 II 512, JdT 1991 I 310; ATF 62 II 42; ATF 57 II 532; Thevenoz, Commentaire romand du code des obligations I, 3ème éd., 2021, n. 5 ad art. 119). L'impossibilité au sens de l'art. 119 CO implique l'extinction des obligations et, en matière de bail, la libération des locaux auparavant loués. Ainsi, le locataire qui invoque l'impossibilité et qui cesse le paiement des loyers doit abandonner les locaux (ATF 57 II 532). L'absence de restitution des locaux avait notamment été reprochée à la Migros dans un arrêt concernant sa succursale vaudoise (ATF 62 II 42). Finalement, la doctrine est divisée sur l'applicabilité de l'art. 119 CO en cas d'impossibilité temporaire (Lachat/Brutschin, SJ 2020 II p. 134). Pour qu'une impossibilité temporaire soit considérée comme durable, au point de rendre l'exécution impossible au sens de l'art. 119 CO, la durée doit à tout le moins être imprévisible au point qu'elle est assimilable à un empêchement durable (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2).”
“De plus, l’interdiction administrative faite au locataire d’exploiter les locaux loués ou le retrait de l’autorisation d’exercer sa profession rendent les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rendent pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (CR CO I- Thévenoz, 3ème éd. 2021, art. 119 CO n. 5). Bohnet souligne également que l’interdiction généralisée d’ouverture des commerces et autres établissements publics prévue par l’Ordonnance 2 COVID-19 ne produit pas d’impact sur les locaux loués en tant que tels. Les qualités matérielles et juridiques de ceux-ci ne sont pas touchées par les mesures étatiques, de sorte que la chose louée ne souffre, suite à l’entrée en vigueur de ladite ordonnance, d’aucun défaut matériel ou juridique. Preuve en est le fait que, dans la situation actuelle, le bailleur peut pratiquement continuer à céder l’usage des locaux loués au locataire, pendant que ce dernier peut continuer à les occuper contre paiement d’un loyer, même s’il ne peut plus y exploiter son activité commerciale. Seul lorsqu’une partie interviendra pour dénoncer cette situation, celle-ci pourra s’interrompre ; or l’existence d’une impossibilité au sens de l’art. 119 CO ne saurait dépendre de la volonté des parties (Bohnet, p. 36). D’autre part, l’impossibilité liée à une raison simplement personnelle d'accomplir la prestation n’est pas une cause d'extinction de la dette. En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.”
“Dabei ist die Unterscheidung zwischen der Zweckverfehlung bzw. dem Zweckfortfall und der Verwendungsunmöglichkeit entscheidend (H AEFELI/GALLI/VISCHER, a.a.O., S. 6 f.; REICHLE/STEHLE, Coronavi- rus und Geschäftsraummiete, in: Jusletter 18. Mai 2020, S. 8 ff.; LACHAT/ BRUTSCHIN, Le bail aux temps du coronavirus, SJ 2020 II p. 111, S. 131 ff.). Zweckverfehlung liegt vor, wenn der im Rahmen eines Schuldverhältnisses zu erzielende Leistungserfolg, der zum Inhalt der geschuldeten Leistung gehört, nicht mehr eintreten kann. Damit wird die Leistung des Schuldners unmöglich, weshalb die Zweckverfehlung als ein Fall der absoluten Unmöglichkeit zu be- trachten ist. Blosse Verwendungsunmöglichkeit ist dagegen anzunehmen, wenn der Schuldner die Sache nicht (mehr) für den vorgesehenen Zweck gebrauchen kann, dieser Zweckgebrauch jedoch nicht Inhalt der geschuldeten Leistung ist. Die Sach-/ Dienstleistung ist somit noch objektiv möglich (R EICHLE/STEHLE, a.a.O., S. 8; a.A. HAEFELI/GALLI/VISCHER, a.a.O., S. 6. Die Befreiungswirkungen von Art. 119 OR treten diesfalls nicht ein (REICHLE/STEHLE, a.a.O., S. 8; HAEFE- LI /GALLI/VISCHER, a.a.O., S. 7). Das Verwendungsrisiko liegt demnach beim (Ge- schäfts-)Mieter. In BGE 62 II 42 entschied das Bundesgericht auf Verwendungs- unmöglichkeit und befand, die Mietzinse seien trotz untersagter Geschäftstätig- keit infolge eines behördlichen Betriebsverbots vollumfänglich geschuldet. Dies weil es sich um eine gewöhnliche Raummiete handle, da die Verwendungsmög- lichkeit im Vertrag nicht spezifisch geregelt worden sei. Das Bundesgericht nahm in diesem Entscheid auf Seite 44 in”
Kommt die Arbeitsverhinderung durch das Verschulden eines Dritten zustande, tritt das vom Sozialzweck des Art. 324a herrührende Lohnrisiko nicht mehr zu Lasten des Arbeitgebers; vielmehr ist der haftpflichtige Dritte den Arbeitgeber für den dadurch entstandenen Lohnaufwand und die hierfür zusätzlich geschaffenen Ressourcen schadlos zu halten.
“Die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers gemäss Art. 324a Abs. 1 OR ist Ausdruck seiner Fürsorgepflicht und stellt eine sozialpolitisch begründete Aus- nahme vom Prinzip dar, dass das Ausbleiben einer Leistung den Partner berech- tigt, seine Gegenleistung zu verweigern, wie dies in Art. 119 Abs. 3 OR vorbehal- ten wird (Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, Art. 324a N 5). Aus sozialpolitischen Überlegungen wird das Lohnrisiko bei einer unverschuldeten Arbeitsverhinderung dem Arbeitge- ber überbunden. Er hat mithin den Lohn weiterhin zu entrichten und auch die Kos- ten zu tragen, welche durch die Kompensation der Abwesenheit verursacht wer- den, wenngleich diese zumeist bereits im Voraus einkalkuliert und die Anzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitnehmer gerade auch im Hinblick auf derartige Vorkommnisse genügen wird. Wird nun jedoch der Arbeitnehmer aufgrund eines Unfalls an seiner Arbeitsleistung gehindert und haftet für diesen Unfall (gegebe- - 12 - nenfalls kausal) eine Drittperson, greift die sozialpolitisch begründete Rechtferti- gung zur Überbindung des Lohnrisikos auf den Arbeitgeber nicht mehr. Vielmehr ist unter diesen Umständen der Arbeitgeber für die auch im Hinblick auf derartige Vorkommnisse zusätzlich geschaffenen Ressourcen durch den haftpflichtigen Dritten schadlos zu halten.”
Art. 119 OR gilt grundsätzlich; im Arbeitsverhältnis geht jedoch die speziellere Regel des Art. 324 Abs. 1 OR vor. Danach bleibt der Arbeitgeber zur Lohnzahlung verpflichtet, wenn die Arbeitsleistung infolge von Umständen, die in seiner Risikosphäre liegen, oder aus Gründen, die er zu vertreten hat, nicht erbracht werden kann. Damit trägt der Arbeitgeber im Arbeitsverhältnis das Betriebs‑ und Wirtschaftsrisiko und Art. 324 Abs. 1 OR verdrängt insoweit die allgemeine Folgenregel des Art. 119 OR.
“Weil diese Rechtsfolge bei einem Dauerschuldverhältnis kaum adäquat ist, hat der Gesetzgeber beim Arbeitsvertrag eine Sonderregel geschaffen: Kann die Arbeit infolge Verschuldens des Arbeitgebers nicht geleistet werden oder kommt er aus anderen Gründen mit der Annahme der Arbeitsleistung in Verzug, so bleibt er zur Entrichtung des Lohnes verpflichtet, ohne dass der Arbeitnehmer zur Nachleistung verpflichtet ist (Art. 324 Abs. 1 OR). Dafür hat der Arbeitnehmer kein Recht, vom Vertrag zurückzutreten (BGE 124 III 346 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen; BGE 116 II 42 E. 5b; Urteile 4A_291/ 2008 vom 2. Dezember 2008 E. 3.2 mit Hinweis; 4A_458/2018 vom 29. Januar 2020 E. 4.4.2; 4A_666/2017 vom 17. Mai 2018 E. 4.1). Die gleichen Rechtsfolgen treten ein, wenn die Leistung aus einem Grund unmöglich geworden ist, der im Risikobereich des Arbeitgebers liegt. Dabei steht in der Lehre ausser Diskussion, dass Art. 324 Abs. 1 OR auch jene Fälle erfasst, in denen ohne das Verschulden des Arbeitgebers die Arbeitsleistung wegen eines Ereignisses unmöglich geworden ist, das in seiner Risikosphäre liegt. Insofern geht Art. 324 Abs. 1 OR der allgemeinen Regel von Art. 119 OR vor. Ferner trägt nach nahezu einhelliger Auffassung der Arbeitgeber das Betriebs- und Wirtschaftsrisiko (BGE 124 III 346 E. 2a; Urteil 4A_291/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 3.2; je mit Hinweisen).”
Behördliche Betriebsschliessungen im Rahmen der Covid-19-Massnahmen begründen nach überwiegender Lehre und Praxis in der Regel keine dauerhafte Unmöglichkeit des Vermieters im Sinne von Art. 119 OR. Für Art. 119 ist eine dauerhafte bzw. unabsehbare Unmöglichkeit erforderlich; vorübergehende oder absehbar zeitlich begrenzte Schliessungen genügen nicht. Zudem beeinträchtigen die Schliessungsanordnungen häufig nur die Nutzung zu einem bestimmten Verwendungszweck (z. B. kommerzielle Tätigkeit), nicht aber die tatsächliche oder rechtliche Fähigkeit des Vermieters, die Sache zur Gebrauchsüberlassung bereitzustellen, sodass die Leistung des Vermieters weiterhin als erbracht gelten kann.
“Die zeit- liche Begrenzung der Massnahmen wurde in den entsprechenden Verordnungen festgehalten. So wurde jeweils das Inkrafttreten und die Geltungsdauer in der - 16 - Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie festge- legt (vgl. Covid-19 V; LS 818.18). Ausserdem war aus den vorangegangen Lock- downs vorhersehbar, dass die Betriebsschliessungen nach Wegfall der ange- spannten Lage sofort aufgehoben werden würden. Eine dauerhafte bzw. unab- sehbare Schliessung von öffentlich zugänglichen Einrichtungen für das Publikum im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung lag somit nicht vor. Die Ansicht einer zeitlich begrenzten Unmöglichkeit ist im vorliegenden Fall abzu- lehnen, da sie sich in Widerspruch zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt, die für das Vorliegen der Unmöglichkeit die Unabsehbarkeit des Wegfall des Leis- tungshindernisses verlangt (vgl. BGer 4C.34/2000, Urteil vom 24. April 2001 E. 4). Im Ergebnis kommen die Bestimmungen über die nachträgliche Unmöglichkeit nach Art. 119 OR daher vorliegend nicht zur Anwendung.”
“En effet, l’impossibilité prévue par l’art. 119 CO peut être initiale ou subséquente et intervient alors en cours de bail. En tous les cas, cette impossibilité doit être durable. Les mesures de l’Ordonnance 2 Covid-19 n’ont été prises que pour une courte durée et même si elles devaient être prolongées, elles ne le seraient pas au point d’être considérées comme durables. Pour qu'une impossibilité temporaire soit considérée comme durable, au point de rendre l’exécution impossible au sens de l'art. 119 CO, la durée doit à tout le moins être imprévisible au point qu'elle est assimilable à un empêchement durable (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2., Bohnet, p. 38). De plus, l’interdiction administrative faite au locataire d’exploiter les locaux loués ou le retrait de l’autorisation d’exercer sa profession rendent les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rendent pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (CR CO I- Thévenoz, 3ème éd. 2021, art. 119 CO n. 5). Bohnet souligne également que l’interdiction généralisée d’ouverture des commerces et autres établissements publics prévue par l’Ordonnance 2 COVID-19 ne produit pas d’impact sur les locaux loués en tant que tels. Les qualités matérielles et juridiques de ceux-ci ne sont pas touchées par les mesures étatiques, de sorte que la chose louée ne souffre, suite à l’entrée en vigueur de ladite ordonnance, d’aucun défaut matériel ou juridique. Preuve en est le fait que, dans la situation actuelle, le bailleur peut pratiquement continuer à céder l’usage des locaux loués au locataire, pendant que ce dernier peut continuer à les occuper contre paiement d’un loyer, même s’il ne peut plus y exploiter son activité commerciale. Seul lorsqu’une partie interviendra pour dénoncer cette situation, celle-ci pourra s’interrompre ; or l’existence d’une impossibilité au sens de l’art. 119 CO ne saurait dépendre de la volonté des parties (Bohnet, p. 36). D’autre part, l’impossibilité liée à une raison simplement personnelle d'accomplir la prestation n’est pas une cause d'extinction de la dette.”
“Dass die Parteien sich über das schriftlich Festgehaltene hinaus in einer abweichenden Weise ge- äussert oder ein vom objektiven Sinn des Festgehaltenen abweichendes über- einstimmendes Verständnis des Vertragswortlautes gehabt hätten, wurde von keiner Seite behauptet. Die Vertragsauslegung führt zum Schluss, dass die Par- teien sich nicht spezifisch auf einen (wirtschaftlichen) Verwendungszweck nur als Ladenlokal für Damenbekleidung geeinigt haben, respektive sich die Klägerin jedenfalls nicht verpflichtet hat, dass die Beklagte das Ladenlokal tatsächlich stets als solches gebrauchen kann. Die Gebrauchsüberlassung des Mietobjekts wurde durch die Massnahmen des Bundesrats – seien es die allgemeinen Hygi- ene- und Abstandsvorschriften oder die Veranstaltungsverbote und Schlies- sungsanordnungen – nicht beeinträchtigt, weshalb die Klägerin ihre Hauptleis- tung mit der Gebrauchsüberlassung des Mietobjekts gehörig erbracht hat. Es liegt somit keine zeitliche Teilunmöglichkeit vor, weshalb Art. 119 OR vorliegend selbst unter diesem Aspekt nicht anwendbar ist.”
Pandemie- bzw. behördliche Betriebsschliessungen werden in der herrschenden Lehre und in mehreren Entscheiden in der Regel nicht als Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR qualifiziert. Entscheidend ist, dass die Unmöglichkeit dauerhaft bzw. so unvorhersehbar sein muss, dass mit ihr bis Vertragsende gerechnet werden muss; kurzzeitige oder prognostizierbare Massnahmen genügen nicht. Weiter wird in der Doktrin und Rechtsprechung betont, dass die amtliche Untersagung der Ausübung einer Tätigkeit die physische oder rechtliche Verfügung des Vermieters über die Sache in der Regel nicht ausschaltet. Die Praxis ist jedoch nicht völlig einheitlich, sodass für konkrete Fälle eine vertiefte Prüfung notwendig ist.
“A teneur de l'article 119 CO, qui régit l’impossibilité subséquente, l'obligation s’éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur (al. 1). Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (al. 2). S'agissant en particulier de la fermeture des locaux ordonnée en lien avec la pandémie de Covid-19, Ia doctrine majoritaire a considéré qu'une telle mesure ne pouvait constituer un cas d'impossibilité du bailleur (Iynedjian, p. 57, Bohnet, p. 36 ss). En effet, l’impossibilité prévue par l’art. 119 CO peut être initiale ou subséquente et intervient alors en cours de bail. En tous les cas, cette impossibilité doit être durable. Les mesures de l’Ordonnance 2 Covid-19 n’ont été prises que pour une courte durée et même si elles devaient être prolongées, elles ne le seraient pas au point d’être considérées comme durables. Pour qu'une impossibilité temporaire soit considérée comme durable, au point de rendre l’exécution impossible au sens de l'art. 119 CO, la durée doit à tout le moins être imprévisible au point qu'elle est assimilable à un empêchement durable (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.2., Bohnet, p. 38). De plus, l’interdiction administrative faite au locataire d’exploiter les locaux loués ou le retrait de l’autorisation d’exercer sa profession rendent les locaux loués inutiles pour le locataire, mais ne rendent pas impossible la mise à disposition de ces mêmes locaux par le bailleur (CR CO I- Thévenoz, 3ème éd. 2021, art. 119 CO n. 5). Bohnet souligne également que l’interdiction généralisée d’ouverture des commerces et autres établissements publics prévue par l’Ordonnance 2 COVID-19 ne produit pas d’impact sur les locaux loués en tant que tels. Les qualités matérielles et juridiques de ceux-ci ne sont pas touchées par les mesures étatiques, de sorte que la chose louée ne souffre, suite à l’entrée en vigueur de ladite ordonnance, d’aucun défaut matériel ou juridique. Preuve en est le fait que, dans la situation actuelle, le bailleur peut pratiquement continuer à céder l’usage des locaux loués au locataire, pendant que ce dernier peut continuer à les occuper contre paiement d’un loyer, même s’il ne peut plus y exploiter son activité commerciale.”
“En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.2021.20 du 28 janvier 2022 consid. 2.7). Cette question n’était plus contestée et n’a pas été examinée en procédure d’appel (ZB.2022 6 du 8 août 2022). Le Tribunal des baux et loyers de Genève a également retenu que les conditions d’une libération sur la base de l’art. 119 CO (impossibilité subséquente) n’étaient pas réalisées, indiquant que les interdictions d'ouverture des établissements publics prononcées par les autorités cantonales ou fédérales ont visé la population, touchant par ce biais l'activité des locataires, alors que la mise à disposition des locaux loués par le bailleur demeurait possible. Ces mesures n'ont en outre pas un caractère durable (JTBL/565/2021 du 28 juin 2021 consid. 5c). Il en va de même du Tribunal civil régional du Littoral et Val-de-Travers qui a considéré que cette impossibilité ne touche ni la prestation du bailleur, qui a pu continuer à louer son local en dépit des mesures édictées par le Conseil fédéral, ni celle du locataire, qui a pu continuer à payer son loyer, l’incapacité économique de le faire n’étant pas un motif de libération (PORD.2020.5 du 23 février 2021, consid. 12.3 d). Le Tribunal des baux de Zürich est arrivé à la même conclusion, jugeant que l’impossibilité ne pourrait être envisageable que dans l’hypothèse très particulière où le bailleur a garanti au locataire que celui-ci pourrait toujours utiliser les locaux conformément à leur destination, un tel usage spécial étant une condition essentielle du contrat de bail (MJ21008-L, ZMP 2021 n.”
“Or, à cette période, l'appelant ne pouvait pas exploiter son restaurant en raison de l'interdiction prononcée par les autorités cantonales. La question de savoir quelle conséquence une telle interdiction a sur le paiement du loyer est complexe et nécessite un examen approfondi, qui excède celui que peut faire le juge chargé d'une procédure de cas clair, qui statue par la voie de la procédure sommaire. La doctrine est divisée sur la question et le Tribunal ne s'est pas encore prononcé sur celle-ci. L'on ne saurait par conséquent retenir que l'application de l'une ou l'autre des normes invoquées par les parties s'impose de façon évidente au regard du texte légal ou sur la base d'une doctrine et d'une jurisprudence éprouvée. Contrairement à ce qu'a retenu le Tribunal, il n'est en particulier pas certain que l'appelant était tenu, au vu des circonstances, d'invoquer formellement sa contre-créance dans le délai comminatoire. Certains auteurs soutiennent notamment que, en application de l'art. 119 CO, la réduction de loyer serait due ipso facto sans même que le locataire ait à la demander (Lachat/ Brutschin, op. cit., p. 135). La situation juridique n'est donc pas claire, ce qui entraîne l'irrecevabilité de la requête déposée par l'intimée. Le jugement querellé sera par conséquent annulé et il sera statué à nouveau en ce sens. Le recours devient sans objet.”
Ist die Erfüllung infolge von Umständen, die der Schuldner nicht zu vertreten hat, dauerhaft unmöglich (z. B. vollständige bzw. nicht wiederherstellbare Zerstörung der Mietsache), erlischt die Forderung bzw. der Mietvertrag nach Art. 119 Abs. 1 OR. Ist die Sache hingegen nur teilweise zerstört und wiederherstellbar, liegt nach der Rechtsprechung keine Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 Abs. 1 vor, sondern eine mangelhafte oder gestörte Leistung; in diesem Fall kommen die Mängelrechte nach Art. 259 ff. OR zur Anwendung.
“Cela vaut y compris lorsque le bail a été résilié, mais qu'une procédure en contestation du congé est pendante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_499/2013 du 4 février 2014 consid. 3.3.3 et 6B_8/2010 du 29 mars 2010 consid. 2.2.2). Sur le plan subjectif, il faut que l'auteur ait agi avec conscience et volonté, soit au moins qu'il ait accepté l'éventualité que le procédé soit illicite et entrave le destinataire dans sa liberté de décision (ATF 120 IV 17 consid. 2c). Le dol éventuel suffit (art. 12 al. 2 CP; arrêt du Tribunal fédéral 6B_406/2020 du 20 août 2020 consid. 2.1). Il y a dol éventuel lorsque l'auteur, qui ne veut pas le résultat dommageable pour lui-même, envisage le résultat de son acte comme possible et l'accepte au cas où il se produirait, mais également lorsque le résultat dommageable s'impose à l'auteur de manière si vraisemblable que son comportement ne peut raisonnablement être interprété que comme l'acceptation de ce résultat (ATF 137 IV 1 consid. 4.2.3; 133 IV 9 consid. 4.1; 131 IV 1 consid. 2.2; arrêt du Tribunal fédéral 6B_718/2017 du 17 janvier 2018 consid. 2.1). 2.4. À teneur de l'art. 119 al. 1 CO, une obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Cette disposition ne s'applique pas en cas d'impossibilité temporaire; une situation d'une durée imprévisible est en revanche assimilable à un empêchement durable (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.1 et 4.2). Ainsi, si le bailleur, pendant la durée du bail, est dans l'impossibilité de délivrer la chose louée sans qu'il ait commis de faute, il y a impossibilité objective subséquente d'exécuter le contrat telle que l'entend l'art. 119 CO et le bail s'éteint de lui-même sans que le bailleur ne doive indemniser le locataire (arrêt du Tribunal fédéral 4A_173/2010 du 22 juin 2010 consid. 5.1). En revanche, si la chose louée n'est que partiellement détruite et qu'elle puisse être remise en état, il s'agit d'un cas d'exécution défectueuse du bail, de sorte que le locataire dispose des droits ancrés aux art. 259ss CO (arrêt du Tribunal fédéral 4A_173/2010 du 22 juin 2010 consid.”
“Cela vaut y compris lorsque le bail a été résilié, mais qu'une procédure en contestation du congé est pendante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_499/2013 du 4 février 2014 consid. 3.3.3 et 6B_8/2010 du 29 mars 2010 consid. 2.2.2). Sur le plan subjectif, il faut que l'auteur ait agi avec conscience et volonté, soit au moins qu'il ait accepté l'éventualité que le procédé soit illicite et entrave le destinataire dans sa liberté de décision (ATF 120 IV 17 consid. 2c). Le dol éventuel suffit (art. 12 al. 2 CP; arrêt du Tribunal fédéral 6B_406/2020 du 20 août 2020 consid. 2.1). Il y a dol éventuel lorsque l'auteur, qui ne veut pas le résultat dommageable pour lui-même, envisage le résultat de son acte comme possible et l'accepte au cas où il se produirait, mais également lorsque le résultat dommageable s'impose à l'auteur de manière si vraisemblable que son comportement ne peut raisonnablement être interprété que comme l'acceptation de ce résultat (ATF 137 IV 1 consid. 4.2.3; 133 IV 9 consid. 4.1; 131 IV 1 consid. 2.2; arrêt du Tribunal fédéral 6B_718/2017 du 17 janvier 2018 consid. 2.1). 2.4. À teneur de l'art. 119 al. 1 CO, une obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Cette disposition ne s'applique pas en cas d'impossibilité temporaire; une situation d'une durée imprévisible est en revanche assimilable à un empêchement durable (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.1 et 4.2). Ainsi, si le bailleur, pendant la durée du bail, est dans l'impossibilité de délivrer la chose louée sans qu'il ait commis de faute, il y a impossibilité objective subséquente d'exécuter le contrat telle que l'entend l'art. 119 CO et le bail s'éteint de lui-même sans que le bailleur ne doive indemniser le locataire (arrêt du Tribunal fédéral 4A_173/2010 du 22 juin 2010 consid. 5.1). En revanche, si la chose louée n'est que partiellement détruite et qu'elle puisse être remise en état, il s'agit d'un cas d'exécution défectueuse du bail, de sorte que le locataire dispose des droits ancrés aux art. 259ss CO (arrêt du Tribunal fédéral 4A_173/2010 du 22 juin 2010 consid.”
Reine wirtschaftliche Zahlungsunfähigkeit (z. B. Insolvenz, Liquiditätsmangel) führt nicht zur Befreiung von der Leistung nach Art. 119 OR. In der Lehre wird dies als einheitliche Auffassung dargestellt, und die Rechtsprechung hat — auch im Zusammenhang mit Betriebsschliessungen während der Covid‑19‑Pandemie — eine Unmöglichkeit i.S. von Art. 119 OR in solchen Fällen verneint.
“Seul lorsqu’une partie interviendra pour dénoncer cette situation, celle-ci pourra s’interrompre ; or l’existence d’une impossibilité au sens de l’art. 119 CO ne saurait dépendre de la volonté des parties (Bohnet, p. 36). D’autre part, l’impossibilité liée à une raison simplement personnelle d'accomplir la prestation n’est pas une cause d'extinction de la dette. En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.2021.20 du 28 janvier 2022 consid. 2.7). Cette question n’était plus contestée et n’a pas été examinée en procédure d’appel (ZB.2022 6 du 8 août 2022). Le Tribunal des baux et loyers de Genève a également retenu que les conditions d’une libération sur la base de l’art. 119 CO (impossibilité subséquente) n’étaient pas réalisées, indiquant que les interdictions d'ouverture des établissements publics prononcées par les autorités cantonales ou fédérales ont visé la population, touchant par ce biais l'activité des locataires, alors que la mise à disposition des locaux loués par le bailleur demeurait possible. Ces mesures n'ont en outre pas un caractère durable (JTBL/565/2021 du 28 juin 2021 consid. 5c). Il en va de même du Tribunal civil régional du Littoral et Val-de-Travers qui a considéré que cette impossibilité ne touche ni la prestation du bailleur, qui a pu continuer à louer son local en dépit des mesures édictées par le Conseil fédéral, ni celle du locataire, qui a pu continuer à payer son loyer, l’incapacité économique de le faire n’étant pas un motif de libération (PORD.”
“En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.2021.20 du 28 janvier 2022 consid. 2.7). Cette question n’était plus contestée et n’a pas été examinée en procédure d’appel (ZB.2022 6 du 8 août 2022). Le Tribunal des baux et loyers de Genève a également retenu que les conditions d’une libération sur la base de l’art. 119 CO (impossibilité subséquente) n’étaient pas réalisées, indiquant que les interdictions d'ouverture des établissements publics prononcées par les autorités cantonales ou fédérales ont visé la population, touchant par ce biais l'activité des locataires, alors que la mise à disposition des locaux loués par le bailleur demeurait possible. Ces mesures n'ont en outre pas un caractère durable (JTBL/565/2021 du 28 juin 2021 consid. 5c). Il en va de même du Tribunal civil régional du Littoral et Val-de-Travers qui a considéré que cette impossibilité ne touche ni la prestation du bailleur, qui a pu continuer à louer son local en dépit des mesures édictées par le Conseil fédéral, ni celle du locataire, qui a pu continuer à payer son loyer, l’incapacité économique de le faire n’étant pas un motif de libération (PORD.2020.5 du 23 février 2021, consid. 12.3 d). Le Tribunal des baux de Zürich est arrivé à la même conclusion, jugeant que l’impossibilité ne pourrait être envisageable que dans l’hypothèse très particulière où le bailleur a garanti au locataire que celui-ci pourrait toujours utiliser les locaux conformément à leur destination, un tel usage spécial étant une condition essentielle du contrat de bail (MJ21008-L, ZMP 2021 n.”
Ist die Rechtslage hinsichtlich der Anwendbarkeit von Art. 119 OR unklar, kann im Einzelfall angenommen werden, dass der Handelnde ohne Vorsatz gehandelt hat (auch kein Eventualvorsatz — dolus eventualis).
“N'étant plus locataire, A______ ne pouvait plus tirer aucun droit du contrat, la SI D______ SA étant libre de disposer des locaux à sa guise, en particulier de faire changer les cylindres et de conclure un nouveau bail avec un tiers une fois l'appartement remis en état. En toute hypothèse, la situation juridique en lien avec l'application de l'art. 119 CO n'étant pas claire, c'était sans intention, fût-ce par dol éventuel, que la SI D______ SA, respectivement C______, avait agi. D. a. Dans son recours, A______ relève que, selon le rapport de la Brigade de la police technique et scientifique (BPTS) du 6 mai 2021, le feu avait initialement été restreint à la chambre des parents, mais s'était propagé dans le couloir et la chambre de F______, le temps que les clés du logement soient apportées; les autres pièces avaient surtout été abîmées par les suies et l'intervention des pompiers. La structure même de l'immeuble, et de l'appartement en particulier, n'avait donc pas été endommagée, constat partagé par l'assurance qui était venue sur place le 24 février 2020 et avait dressé une liste des choses endommagées/détruites. Les travaux de réfection n'avaient d'ailleurs duré que deux mois. Les conditions d'une impossibilité subséquente au sens de l'art. 119 CO n'étaient dès lors pas réalisées et, compte tenu de la contestation du congé, il était autorisé à demeurer dans l'appartement, ce dont les agissements de la bailleresse l'avaient empêché. Les éléments objectifs de l'infraction de contrainte et de violation de domicile étaient par conséquent clairement réalisés. b. Le Ministère public conclut au rejet du recours, en se référant à la motivation de son ordonnance. c. Dans ses observations, C______ fait valoir que l'appartement avait été totalement détruit par l'incendie et que plusieurs autres logements, de même que les communs (façades, fenêtres), avaient été détériorés. Les travaux de réfection avaient duré jusqu'en septembre 2020 et coûté CHF 213'814.77. La cause la plus probable du sinistre était un mégot de cigarette mettant le feu au matelas dans la chambre parentale. Les conditions de l'art. 119 CO relatives à l'impossibilité matérielle objective sans faute du débiteur étaient dès lors réalisées et les résiliations du bail n'avaient été envoyées "qu'en tant que de besoin".”
Erweist sich die Leistung nachträglich als unverschuldet unmöglich (Art. 119 Abs. 1 OR) und hat der Leistungsempfänger von der Gegenleistung bereits einen Teil erhalten oder der Zahlende bereits zuviel geleistet, kann der zuviel Erhaltene bzw. Gezahlte im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses anteilsmässig (pro rata) zurückgefordert werden.
“Die Klägerinnen wären somit von ihrer Leistungspflicht (nämlich Produktions- und Lieferpflicht) befreit. Genauso wären die Beklagten umgekehrt von ihrer Leistungspflicht, nämlich der Zahlung des AGP bezüglich der nicht gelieferten Mengen, befreit. Die Beklagte 3 würde demnach mit der Zahlung des vollen AGP zu viel zahlen bzw. gezahlt haben. Die Klägerinnen wären dann verpflichtet, den Betrag, welchen sie für die unmöglich zu liefernde Menge von der Beklagten 3 zu viel erhalten haben, im Rahmen des dann bestehenden Rückabwicklungsverhältnisses i.S.v. Art. 82 OR zurückzuerstatten. Wo die wegen Unmöglichkeit nicht gelieferte Ware in Rechnung gestellt und von der Beklagten 3 noch nicht gezahlt worden ist, wäre die Beklagte 3 von der Pflicht der Zahlung befreit. Anders als die Meinung der Klägerinnen liege weder eine nachträgliche noch eine subjektive Unmöglichkeit vor. Die Klägerinnen hätten die Zuweniglieferungen verschuldet. Sollte die Rechtsmittelinstanz jedoch feststellen, dass die Klägerinnen kein Verschulden treffe, so würden die Forderungen der Beklagten nach Art. 119 Abs. 1 OR als erloschen gelten. Liege ein Austauschverhältnis vor, so hafte der freigewordene Schuldner nach Art. 119 Abs. 2 OR für die bereits empfangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung. Gleichzeitig werde der Gläubiger von seiner Gegenleistungspflicht befreit. Habe der Schuldner die Gegenleistung des Gläubigers bereits im Zeitpunkt des Unmöglichkeitseintrittes erhalten, so erfolge nach der herrschenden Lehre ein vertragliches Rückabwicklungsverhältnis. Werde also eine nachträgliche subjektive Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR festgestellt, so könne die Beklagte 3 einen Rückforderungsanspruch geltend machen für das bereits Geleistete. Da die Beklagte 3 vorliegend mehr bezahlt habe, als aufgrund der gegebenenfalls von der Rechtsmittelinstanz festgestellten nachträglichen unverschuldeten Unmöglichkeit hätte geliefert werden können, so könne die Beklagte 3 die zuviel geleistete Zahlung pro rata zurückfordern. Die in Ziff.”
Art. 119 Abs. 2 OR entspricht dem Grundsatz im synallagmatischen Arbeitsvertrag «kein Lohn ohne Arbeit». Bei Annahmeverzug der Arbeitgeberin gilt jedoch Art. 324 OR als lex specialis und ist vorrangig; die Arbeitgeberin bleibt in diesem Fall zur Lohnzahlung verpflichtet.
“Der Arbeitsvertrag ist ein synallagmatischer Schuldvertrag, bei welchem die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers und die Lohnzahlung der Arbeitgeberin im Austauschverhältnis stehen. Für nicht geleistete Arbeit hat der Arbeitnehmer daher grundsätzlich keinen Lohnanspruch; es gilt der Grundsatz "kein Lohn ohne Arbeit" (Art. 82, Art. 119 Abs. 2 OR; BGer 4A_291/2008 E. 3.2; SHK-von Zedtzwitz/Keller, 2021, Art. 324 OR N 1; BSK OR I-Portmann/Rudolph, 7. Aufl., Art. 324 N 1). Von diesem Grundsatz gibt es allerdings insbesondere zwei gewichtige Ausnahmen: Zum einen hat die Arbeitgeberin den Lohn des Arbeitnehmers zu entrichten, wenn sie sich selber im Annahmeverzug befindet (Art. 324 OR). Zum anderen besteht aus sozialpolitischen Gründen eine Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin für eine gewisse Dauer, sofern der Arbeitnehmer aus Gründen, die in seiner Person liegen, unverschuldet an der Arbeitsleistung verhindert ist (Art. 324a OR). Gemäss Art. 324 Abs. 1 OR bleibt die Arbeitgeberin, wenn die Arbeit infolge ihres Verschuldens nicht geleistet werden kann oder sie aus anderen Gründen mit der Annahme der Arbeitsleistung in Verzug kommt, zur Entrichtung des Lohnes verpflichtet, ohne dass der Arbeitnehmer zur Nachleistung verpflichtet ist. Art. 324 OR ist lex specialis zu den allgemeinen Bestimmungen über den Gläubigerverzug und geht diesen dementsprechend vor.”
Bei behördlichen Schliessungen von Geschäftsbetrieben liegt das Betriebsrisiko in der Regel bei der Mieterin/dem Mieter; Art. 119 OR greift deshalb nur ausnahmsweise. Ausgenommen sind Fälle, in denen der Vermieter durch besondere Zusicherungen (z. B. Umsatzgarantie) Teile des Betriebsrisikos übernommen hat; andernfalls kommt allenfalls eine richterliche Vertragsanpassung (clausula rebus sic stantibus) in Betracht. Art. 119 OR betrifft hier die nachträgliche Unmöglichkeit der Leistungspflicht und die sich daraus ergebenden Folgen.
“ZMP 2022 Nr. 11 Art. 257d und 259d OR; Art. 119 OR; Art. 2 ZGB. Auswirkungen von Corona- Massnahmen auf Geschäftsmietverträge. Mietzinsminderung. Unmöglichkeit. Clausula rebus sic stantibus (richterliche Vertragsanpassung an ausseror- dentliche Umstände). Zahlungsverzugskündigung. Bei einem gewöhnlichen Mietvertrag über Geschäftsräume liegt das Betriebsri- siko einzig bei der Mieterin (ZMP 2021 Nr. 10). Die Vermieterin hat nur zu ge- währleisten, dass die Sache in einem zum vertraglichen bzw. vorausgesetzten Gebrauch tauglichen Zustand übergeben und unterhalten wird. Daher kommt eine Vertragskorrektur nach den Regeln über die Teilunmöglichkeit von Verträ- gen (Art. 119 OR) oder eine Mietzinsminderung (Art. 259d OR) im Falle einer be- hördlichen Schliessung von Geschäftsbetrieben grundsätzlich nicht infrage. Vor- behalten bleiben besondere Zusicherungen der Vermieterin, mit welchen diese sich am Betriebsrisiko der Mieterin beteiligt hat, etwa in der Gestalt einer Um- satzgarantie (E. IV.1.3-6, E. IV.2). Ohne eine solche Zusicherung kommt eine ge- richtliche Vertragsanpassung wegen wesentlich veränderter Umstände in Be- tracht (clausula rebus sic stantibus).”
“Malgrado eventuali rassicurazioni da parte della venditrice, essi non potevano pertanto avere delle certezze sugli sviluppi della controversia, rispettivamente dovevano sapere che a ogni procedura giudiziaria sono legate delle incognite. Tale consapevolezza induce anche ad escludere un errore. È parimenti difficilmente ravvisabile l’adempimento delle condizioni di cui all’art. 97 CO (segnatamente di una violazione contrattuale e della colpa), ritenuto che AO 1 ha fatto quanto in suo potere per rispettare il contratto tramite gli strumenti a sua disposizione (ricorso contro la decisione municipale, allestimento/modifica del Regolamento condominiale), laddove la risoluzione della controversia dal punto di vista pianificatorio non dipende tanto dalla sua volontà, quanto dagli accertamenti delle competenti autorità amministrative. Non essendo la situazione giuridica definitivamente risolta, appare del resto prematuro parlare di un’illiceità o di un’impossibilità iniziale oggettiva (art. 20 CO). Vi sarebbe piuttosto da valutare un’impossibilità successiva ai sensi dell’art. 119 CO, secondo cui un’obbligazione si ritiene estinta se ne sia divenuto impossibile l’adempimento per circostanze non imputabili al debitore, nel cui caso questi è tenuto di restituire, secondo le norme dell’indebito arricchimento, la controprestazione già ricevuta e non può più chiedere quanto gli sarebbe ancora dovuto. La questione non appare in ogni modo determinante, per i motivi che seguiranno. 6. Giusta l’art. 55 CPC, le parti devono dedurre in giudizio i fatti su cui poggiano le loro domande e indicare i mezzi di prova, mentre l’applicazione del diritto è di competenza del giudice (art. 57 CPC). Già negli allegati introduttivi, oltre a proporre alcuni costrutti giuridici potenzialmente rilevanti, AP 1 e AP 2 hanno esposto tutte le motivazioni per cui essi, a loro modo di vedere, dovrebbero ottenere la restituzione degli acconti e delle spese. Alcuni di questi aspetti sono stati tralasciati dal primo giudice e vengono riproposti dagli appellanti in questa sede, di modo che si impone un loro esame.”
Ein richterliches Eingreifen (clausula rebus sic stantibus) bleibt eine Ausnahme. Es kommt nur in Betracht, wenn die Änderung der Umstände unvorhersehbar und nicht vermeidbar ist und das Gleichgewicht der Leistungen schwerwiegend stört. Zudem setzt ein solches Eingreifen voraus, dass der Vertrag nicht vorbehaltlos vollständig erfüllt worden ist. In diesen Fällen kann eine Anpassung oder Aufhebung des Vertrags erwogen werden.
“, Bâle 2012, nn. 1 ss ad art. 119 CO ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., Zurich 2012, nn. 1480 ss). Un changement de circonstances affectant l'intérêt du créancier à la prestation relève de la clausula rebus sic stantibus (théorie de l'imprévision) : il peut justifier une résiliation anticipée pour de justes motifs, l'interprétation du contrat dans le sens d'une condition suspensive ou résolutoire implicite, ou encore appeler une correction du contrat par le comblement d'une lacune contractuelle. Une intervention du juge dans un contrat en raison d'un changement de circonstances doit rester exceptionnelle et suppose que celui-ci n'était ni prévisible ni évitable, qu'il altère gravement l'équilibre des prestations dans des cas semblables à la présente espèce et que le contrat n'a pas été exécuté sans réserve (ATF 127 III 300, JT 2001 I 239 ; ATF 62 II 42 précité consid. 2 ; Winniger, in Commentaire romand CO I, op. cit., nn. 193 ss ad art. 18 CO, Thévenoz, op. cit., n. 5 ad art. 119 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., nn. 963 ss, pp. 217 ss). 5.2.2 La règle de l'art. 8 CC s'applique en principe également lorsque la preuve porte sur des faits négatifs ; cette exigence est toutefois tempérée par les règles de la bonne foi qui obligent le défendeur à coopérer à la procédure probatoire, notamment en offrant la preuve du contraire, sans que cela implique un renversement du fardeau de la preuve (ATF 119 II 305 ; ATF 106 II 29 consid. 2 ; CACI 28 juillet 2020/322 consid. 3.2.2). 5.3 Contrairement à ce que semble penser l'appelante, il n'y a pas de renversement du fardeau de la preuve s'agissant d'un fait négatif. Par ailleurs, rien au dossier ne permet de conclure à une impossibilité objective subséquente et non imputable au débiteur. En effet, l'intéressée s'est contentée d'alléguer, sans le prouver, que le contrat n'aurait jamais pu venir à chef, au motif que le bailleur n'aurait pas accepté le transfert du bail. On ne voit toutefois pas pour quel motif (cf. art. 263 al. 2 CO) autre que celui de l'insolvabilité de l'appelante le bailleur aurait éventuellement refusé le transfert, étant relevé qu'un tel motif aurait alors dû été imputé à l'appelante.”
“, Bâle 2012, nn. 1 ss ad art. 119 CO ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., Zurich 2012, nn. 1480 ss). Un changement de circonstances affectant l'intérêt du créancier à la prestation relève de la clausula rebus sic stantibus (théorie de l'imprévision) : il peut justifier une résiliation anticipée pour de justes motifs, l'interprétation du contrat dans le sens d'une condition suspensive ou résolutoire implicite, ou encore appeler une correction du contrat par le comblement d'une lacune contractuelle. Une intervention du juge dans un contrat en raison d'un changement de circonstances doit rester exceptionnelle et suppose que celui-ci n'était ni prévisible ni évitable, qu'il altère gravement l'équilibre des prestations dans des cas semblables à la présente espèce et que le contrat n'a pas été exécuté sans réserve (ATF 127 III 300, JT 2001 I 239 ; ATF 62 II 42 précité consid. 2 ; Winniger, in Commentaire romand CO I, op. cit., nn. 193 ss ad art. 18 CO, Thévenoz, op. cit., n. 5 ad art. 119 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., nn. 963 ss, pp. 217 ss). 5.2.2 La règle de l'art. 8 CC s'applique en principe également lorsque la preuve porte sur des faits négatifs ; cette exigence est toutefois tempérée par les règles de la bonne foi qui obligent le défendeur à coopérer à la procédure probatoire, notamment en offrant la preuve du contraire, sans que cela implique un renversement du fardeau de la preuve (ATF 119 II 305 ; ATF 106 II 29 consid. 2 ; CACI 28 juillet 2020/322 consid. 3.2.2). 5.3 Contrairement à ce que semble penser l'appelante, il n'y a pas de renversement du fardeau de la preuve s'agissant d'un fait négatif. Par ailleurs, rien au dossier ne permet de conclure à une impossibilité objective subséquente et non imputable au débiteur. En effet, l'intéressée s'est contentée d'alléguer, sans le prouver, que le contrat n'aurait jamais pu venir à chef, au motif que le bailleur n'aurait pas accepté le transfert du bail. On ne voit toutefois pas pour quel motif (cf. art. 263 al. 2 CO) autre que celui de l'insolvabilité de l'appelante le bailleur aurait éventuellement refusé le transfert, étant relevé qu'un tel motif aurait alors dû été imputé à l'appelante.”
Bei nachträglicher objektiver Unmöglichkeit der Leistungserbringung (z. B. Totalzerstörung der Mietsache durch Brand) erlischt das Mietverhältnis nach Art. 119 OR von selbst; eine Kündigung oder Ersatzpflicht des Vermieters entfällt in solchen Fällen. Ist die Sache nur teilweise zerstört und wiederherstellbar, kommen hingegen die Rechtsbehelfe des Mieters nach Art. 259 ff. OR in Betracht.
“Il y a dol éventuel lorsque l'auteur, qui ne veut pas le résultat dommageable pour lui-même, envisage le résultat de son acte comme possible et l'accepte au cas où il se produirait, mais également lorsque le résultat dommageable s'impose à l'auteur de manière si vraisemblable que son comportement ne peut raisonnablement être interprété que comme l'acceptation de ce résultat (ATF 137 IV 1 consid. 4.2.3; 133 IV 9 consid. 4.1; 131 IV 1 consid. 2.2; arrêt du Tribunal fédéral 6B_718/2017 du 17 janvier 2018 consid. 2.1). 2.4. À teneur de l'art. 119 al. 1 CO, une obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Cette disposition ne s'applique pas en cas d'impossibilité temporaire; une situation d'une durée imprévisible est en revanche assimilable à un empêchement durable (arrêt du Tribunal fédéral 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 consid. 4.1 et 4.2). Ainsi, si le bailleur, pendant la durée du bail, est dans l'impossibilité de délivrer la chose louée sans qu'il ait commis de faute, il y a impossibilité objective subséquente d'exécuter le contrat telle que l'entend l'art. 119 CO et le bail s'éteint de lui-même sans que le bailleur ne doive indemniser le locataire (arrêt du Tribunal fédéral 4A_173/2010 du 22 juin 2010 consid. 5.1). En revanche, si la chose louée n'est que partiellement détruite et qu'elle puisse être remise en état, il s'agit d'un cas d'exécution défectueuse du bail, de sorte que le locataire dispose des droits ancrés aux art. 259ss CO (arrêt du Tribunal fédéral 4A_173/2010 du 22 juin 2010 consid. 5.1). Il s'ensuit que, si un immeuble est totalement détruit par un incendie, le locataire ne peut exiger du bailleur qu'il le remplace par une nouvelle construction (ATF 39 II 289 consid. 2), mais que s'il n'est que partiellement détruit, il convient d'examiner s'il est raisonnable d'exiger du bailleur qu'il le reconstruise, ce qui dépendra notamment du coût des travaux au regard de la valeur de l'immeuble (cf. D. LACHAT / K. GROBET THORENS / X. RUBLI / P. STASTNY, Le bail à loyer, Lausanne, 2019, p. 238-239). 2.5. En l'espèce, la Chambre de céans a d'ores et déjà jugé, dans la présente affaire, que le fait de changer les serrures de l'appartement, de n'en point remettre les clés au recourant, d'enlever son nom de la boîte aux lettres et de relouer le logement à un tiers, apparaissaient comme autant de comportements susceptibles d'être qualifiés de contrainte (ACPR/409/2022 consid.”
“La gérance s’est par ailleurs d’ores et déjà réservée de procéder à la résiliation du bail pour justes motifs si les mesures adéquates n’étaient pas prises afin de remédier à la situation. Des photographies de l’appartement étaient jointes au courrier. 1.5 Le 11 octobre 2021, un incendie s’est déclaré dans l’appartement loué par l’intimé. Le rapport de police du 8 décembre 2021 indique que l’incendie avait commencé dans le couloir de l’appartement de l’intimé, lequel avait quitté les lieux vers 6h45, en fermant à clé et en laissant ses animaux à l’intérieur. La police avait constaté la présence d’une grande accumulation d’objets, laissant penser qu’un certain désordre devait régner, notamment dans le couloir où le sinistre s’était déclaré. A cet endroit, aucune source de chaleur n’était présente. La cause du sinistre privilégiée était donc une source de chaleur amenée de manière indéterminée. Selon un courriel du 3 novembre 2021 de l’Etablissement cantonal d’assurance (ci-après : l’ECA), le second œuvre de l’appartement était en dégât total. 1.6 Le 9 novembre 2021, la requérante a invoqué une impossibilité objective d’exécuter le contrat de bail au sens de l’art. 119 CO, l’appartement ayant subi un dégât total, ce qui entraînait selon elle la fin immédiate du contrat. Le bail avait ainsi pris fin à la date du sinistre, sans qu’il ne soit nécessaire de le résilier. Il n’y avait donc pas lieu de prévoir une réintégration de l’intimé dans l’appartement après les travaux de remise en état. A titre subsidiaire, la requérante a résilié le bail de manière extraordinaire pour le 1er avril 2022 invoquant de justes motifs. A titre plus subsidiaire, elle a résilié le bail pour son échéance ordinaire le 1er octobre 2022. Mal adressées, les formules de résiliation ont été renvoyées à l’intimé le 16 décembre 2021, repoussant l’effet de la résiliation ordinaire au 1er janvier 2023. Par courrier du 1er décembre 2021 adressé à la Commission de conciliation en matière de baux à loyer, l’intimé a requis l’annulation de la résiliation du bail, subsidiairement sa prolongation de quatre ans. 1.7 Le 28 mars 2022, la Commission de conciliation en matière de baux à loyer a délivré une autorisation de procéder à l’intimé à la suite de l’échec de la procédure de conciliation.”
Bei Dauerschuldverhältnissen wird in der Literatur vertreten, dass eine nachträgliche, zeitlich beschränkte Unmöglichkeit die Leistung für einen Teil der Vertragsdauer unmöglich machen kann. In der Folge kommt es nach Art. 119 OR entweder zu einer anteilsmässigen Reduktion der Gegenleistung (z.B. Mietzinsherabsetzung) oder allenfalls zur vorzeitigen Beendigung des Dauerschuldverhältnisses; diese Auffassung wurde auch in der Praxis geprüft und stellenweise analog angewendet.
“Bei zweiseitigen Verträgen haftet der freigewordene Schuldner für die bereits emp- fangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung und verliert die noch nicht erfüllte Gegenforderung (Art. 119 Abs. 2 OR). Art. 119 OR regelt mithin die Folgen der nachträglichen, nicht vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglich- keit und bildet eine Korrespondenznorm zu Art. 97 OR, welcher die Folgen der nachträglichen, vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglichkeit regelt (W OLF- GANG WIEGAND, in: WIDMER LÜCHINGER/OSER [Hrsg.], Basler Kommentar Obligati- onenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 1 ff. zu Art. 119 OR). Es wird zwischen subjektiver und objektiver Unmöglichkeit unterschieden. Die ob- jektive Unmöglichkeit kann dabei auch auf rechtlichen Gründen, wie beispielswei- se behördliche oder gesetzliche Anordnungen, beruhen (W EBER, a.a.O., N 4 zu Art. 253 OR; BGE 111 352 E. 2a; BGE 57 II 532 E. 2). Ein Merkmal der Unmög- lichkeit ist, dass die Nichterbringbarkeit der Leistung definitiv bzw. dauerhaft sein muss (E ICHENBERGER, a.a.O., N 6 zu Art. 119 OR; WIEGAND, a.a.O., N 1 zu Art. 119 OR). So hat das Bundesgericht festgehalten, dass eine Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende beste- hen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht absehbar sei (BGer 4C.34/2000, Ur- teil vom 24. April 2001 E. 4; BGer 4C.344/2002, Urteil vom 12. November 2003 E. 4). In der Literatur findet sich die Ansicht, dass bei Dauerschuldverhältnissen eine nachträgliche Unmöglichkeit auch bei einer zeitlich beschränkten Leistungsver- hinderung vorliegen könne. Danach werde die versprochene Dauerleistung für ei- nen Teil der Vertragsdauer unmöglich (G AUCH, System der Beendigung von Dau- erverträgen, Diss., Freiburg 1968 = AISUF Band 34, Freiburg 1968, S. 128 f.; AEPLI, Zürcher Kommentar Obligationenrecht, 3. Aufl., Zürich 1991, N 121 ff. zu Art. 119 OR). Die Folge der zeitweisen Unmöglichkeit könne entweder eine an- teilsmässige Herabsetzung des geschuldeten Mietzinses oder die vorzeitige Be- - 15 - endigung des Dauerschuldverhältnisses sein (HIGI/WILDISEN, a.”
“Ein Merkmal der Unmög- lichkeit ist, dass die Nichterbringbarkeit der Leistung definitiv bzw. dauerhaft sein muss (E ICHENBERGER, a.a.O., N 6 zu Art. 119 OR; WIEGAND, a.a.O., N 1 zu Art. 119 OR). So hat das Bundesgericht festgehalten, dass eine Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende beste- hen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht absehbar sei (BGer 4C.34/2000, Ur- teil vom 24. April 2001 E. 4; BGer 4C.344/2002, Urteil vom 12. November 2003 E. 4). In der Literatur findet sich die Ansicht, dass bei Dauerschuldverhältnissen eine nachträgliche Unmöglichkeit auch bei einer zeitlich beschränkten Leistungsver- hinderung vorliegen könne. Danach werde die versprochene Dauerleistung für ei- nen Teil der Vertragsdauer unmöglich (G AUCH, System der Beendigung von Dau- erverträgen, Diss., Freiburg 1968 = AISUF Band 34, Freiburg 1968, S. 128 f.; AEPLI, Zürcher Kommentar Obligationenrecht, 3. Aufl., Zürich 1991, N 121 ff. zu Art. 119 OR). Die Folge der zeitweisen Unmöglichkeit könne entweder eine an- teilsmässige Herabsetzung des geschuldeten Mietzinses oder die vorzeitige Be- - 15 - endigung des Dauerschuldverhältnisses sein (HIGI/WILDISEN, a.a.O., N 25 zu Art. 258 OR; GAUCH, a.a.O., S. 129).”
“[zweiter Artikel 2.6] als Pay- ment/Financial Agent [...] allenfalls unmöglich geworden"). Damit ist erstellt, dass ab dem von der Beklagten behaupteten Zeitpunkt (September 2013) zumindest eine teilweise Unmöglichkeit der Leistungserbringung durch die Klägerin auf un- absehbare Dauer unter dem befristeten Vertrag vorlag, an der sich bis Vertrags- ende unstreitig nichts änderte. Dies führt gemäss den vorzitierten Bestimmungen zu einem anteilsmässigen Erlöschen der Leistungspflicht ab September 2013 und einer entsprechenden Reduktion der Gegenleistung in Form der monatlichen Retainer Fee (Art. 119 Abs. 1 und 2 OR analog; BSK OR I-W IEGAND, 7. Auflage, Basel 2019, N 13 zu Art. 119 OR). 4.2.3.5. Zur Höhe dieses Anteils an der Gegenleistung resp. zum Anteil der Leis- tungen als "pay/financial agent" an der Gesamtheit der von der Klägerin seit Ver- tragsbeginn am 1. Februar 2013 bis August 2013 erbrachten Dienste äussern sich - 19 - die Parteien nicht. Im vorliegenden Verfahren stützt die Klägerin ihre eigentliche Honorarforderung (Fee for Services) gemäss Ziff.”
Rechtliche Hindernisse (z. B. behördliche Verbote wie Ausfuhrverbote oder das Fehlen vorgeschriebener Bewilligungen bzw. Akkreditierungen) können eine nachträgliche Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR begründen. Dabei ist zu prüfen, ob das Risiko kraft Gesetzes oder nach dem Vertrag dem Gläubiger zugewiesen ist (vgl. Art. 119 Abs. 3 OR).
“L'impossibilité subséquente peut être matérielle - par exemple le décès d'un cheval dont le débiteur devait assurer l'entretien et le dressage (ATF 107 II 144 consid. 3) - ou juridique - ainsi une interdiction d'exportation qui empêche le débiteur de fournir la prestation (ATF 111 II 352 consid. 2a). Certains auteurs distinguent également selon que l'impossibilité est objective, c'est-à-dire que ni le débiteur ni des tiers ne sont en mesure d'effectuer la prestation contractuelle (Pichonnaz, Impossibilité et exorbitance, thèse Fribourg 1997, n. 325 et les références; Thévenoz, Commentaire romand, 2ème éd. 2012, n. 4 ad art. 119 CO) ou subjective, lorsqu'une prestation devient impossible parce qu'elle se heurte à un obstacle insurmontable pour le débiteur (Pichonnaz, op. cit., n. 340; contre cette distinction: cf. von Tuhr/Escher, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Band II, 3ème éd., 1974, par. 68 p. 94; cf. aussi Aepli, Commentaire zurichois, 3ème éd., 1991, n. 49 ad art. 119 CO, qui exclut les cas d'impossibilité subjective du champ d'application de l'art. 119 CO). Le Tribunal fédéral adopte quant à lui une position plutôt large (ATF 126 III 75 consid. 2 b et c; 116 II 512 consid. 2; 82 II 332 consid. 5; 57 II 532 consid. 1; arrêt du Tribunal fédéral 4C.378/2000 du 5 mars 2001 in SJ 2001 I 445, consid 3b). 4.7 Constitue une exception au principe de la fidélité contractuelle l'application de la théorie de la clausula rebus sic stantibus. Celle-ci permet d'adapter un contrat synallagmatique de durée lorsque, en vertu d'une modification des circonstances qui n'était ni prévisible ni évitable, l'équilibre entre prestation et contre-prestation est à ce point rompu que le créancier abuse manifestement de son droit, en exigeant la prestation promise par son cocontractant (ATF 127 III 300 in SJ 2002 I 1; 122 III 97 consid. 3a in JdT 1997 I 294). Lié par les conclusions des parties, le juge doit rechercher la volonté hypothétique des parties, en déterminant la solution qu'elles auraient adoptée de bonne foi si elles avaient prévu la modification des circonstances au moment de la conclusion du contrat (Tercier/ Pichonnaz, Le droit des obligations, 5ème éd.”
“341 CO; Wyler/Heinzer, Droit du travail, 3e éd. 2014, p. 268 s.). Une renonciation unilatérale à un droit impératif n'est donc pas possible, sauf si elle s'accompagne de concessions réciproques (ATF 118 II 58 consid. 2b p. 61; 110 II 168 consid. 3b p. 171). Le salaire minimum prévu par une conventio n collective revêt un caractère impératif et ne peut pas faire l'objet, en vertu de l'art. 341 al. 1 CO, d'une renonciation de la part du travailleur (Streiff/Von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, 7e éd. 2012, n° 5 ad art. 341 CO p. 1290 s.). 3.2 In casu, la renonciation en cause a été signée alors que l'intimé était encore l'employé de l'appelante, ce qui le plaçait en situation précaire et constitue déjà un argument en faveur de son inefficacité. De plus, elle n'est rédigée qu’au détriment de l’intimé, sans concession de l’appelante. Par conséquent, cette quittance est a priori dépourvue de portée juridique. L’appelante argue cependant qu’elle ne doit pas être examinée au regard de l’art. 341 CO mais de l’art. 119 CO, l’exécution de la prestation de l’intimé étant devenue impossible en raison de son défaut d’accréditation, dont il était responsable. De ce fait, aucun risque d’entreprise n’était imputable à l’appelante, ce qu’il convient d’examiner. 3.2.1 Le canton de Genève, comme les cantons de Fribourg, Vaud, Valais, Neuchâtel et Jura, est partie au Concordat sur les entreprises de sécurité, dont les buts sont de fixer des règles communes régissant l'activité des entreprises de sécurité et de leurs agents et d'assurer la validité intercantonale des autorisations accordées par les cantons (art. 2 du Concordat). Au sens de cette convention intercantonale, une entreprise de sécurité qui a son siège ou une succursale dans l'un des cantons concordataires doit ainsi obtenir, entre autres, une autorisation d'engager du personnel, laquelle est en pri ncipe délivrée par l'autorité compétente du canton où elle a son siège (art. 7 al. 1 let. a et b et 7 al. 2 du Concordat). Une telle autorisation doit être demandée pour chacun des agents de sécurité dont l'engagement est envisagé.”
“S’agissant des faits, toutefois, le pouvoir d’examen dont dispose l’autorité saisie d’un recours est plus restreint qu’en appel, le grief de la constatation manifestement inexacte des faits se recoupant avec celui de l’arbitraire au sens de l’art. 9 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) (Jeandin, op. cit., nn. 4 et 5 ad art. 320 CPC et les références citées). Le pouvoir d’examen de la Chambre des recours est donc limité à l’arbitraire s’agissant des faits retenus par l’autorité précédente (TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2 et les références citées). 3. 3.1 La recourante conteste l’interprétation des conditions générales intégrées au contrat de formation conclu entre les parties. 3.2 3.2.1 L'art. 119 al. 1 CO prévoit l'extinction de l'obligation lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Il s'agit d'une impossibilité subséquente, soit survenue postérieurement à la naissance de l'obligation valable (Thévenoz, Commentaire romand, n. 7 ad art. 97 CO). Elle ne vise que l'impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (art. 119 al. 2 CO). Cette règle ne vaut cependant que si la loi ou le contrat ne met pas le risque à sa charge (art. 119 al. 3 CO. 3.2.2 En vertu de l’art. 18 CO, le juge doit, tant pour déterminer si un contrat a été conclu que pour l'interpréter, rechercher la réelle et commune intention des parties, sans s'arrêter aux expressions ou dénominations inexactes dont elles ont pu se servir, soit par erreur, soit pour déguiser la nature véritable de la convention (ATF 144 III 93 consid. 5.2.2 ; ATF 132 III 626 consid. 3.1 ; ATF 132 III 268 consid. 2.3.2 et les arrêts cités, JdT 2006 I 564, SJ 2006 I 359). L’interprétation contractuelle des manifestations de volonté implique d’abord une interprétation subjective et, en cas d’échec seulement d’une telle inter-prétation, elle nécessite une interprétation objective selon le principe de la confiance (ATF 144 III 93 consid.”
Art. 119 OR betrifft die objektive Unmöglichkeit der Leistung (nicht bloss subjektive Schwierigkeiten des Schuldners). In der zitierten Entscheidung wurde ausgeführt, dass die Klägerin zwar Unmöglichkeit geltend machte, tatsächlich aber nur persönliche Schwierigkeiten vorlagen; für Unterhaltsansprüche standen ihr zivilrechtliche und exekutorische Hilfen zur Verfügung (insbesondere Art. 176a und 177 ZGB und das Ufficio rette, anticipi e incassi).
“In concreto la reclamante si vale, appunto, dell'impossibilità di eseguire la prestazione, ma trascura che l'impossibilità contemplata dall'art. 119 CO è oggettiva, comune a qualunque debitore in una data situazione, non soggettiva, che riguarda solo il debitore in questione. Nel caso specifico l'assolvimento della prestazione da parte di RE 1, consistente nello sgombero dell'abitazione, non è per sua natura oggettivamente impossibile. Problematica è, se mai, la difficoltà per lei di trovare un'altra sistemazione logistica a causa degli scarsi mezzi a disposizione. È possibile che il marito abbia versato solo parzialmente il contributo alimentare ed è indubbio che una trascuranza degli obblighi alimentari configuri un contegno censurabile. Resta il fatto che, in tale eventualità, per conseguire dal marito il pagamento dell'intero contributo l'interessata disponeva dei rimedi offerti dal diritto civile (art. 176a e 177 CC) e dal diritto esecutivo. In particolare essa poteva rivolgersi all'Ufficio rette, anticipi e incassi per ottenere un aiuto – di principio gratuito – volto all'esecuzione della pretesa di mantenimento (cfr. art. 131 cpv.”
Tritt eine nachträgliche, nicht dem Schuldner zuzurechnende Unmöglichkeit ein, führt Art. 119 Abs. 1 OR zur Erlöschung der Forderung. Bei zweiseitigen Verträgen hat der dadurch befreite Schuldner empfangene Leistungen nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung herauszugeben und kann die noch geschuldete Gegenleistung nicht mehr verlangen. Die Unmöglichkeit muss definitiv sein; sie kann auch auf rechtlichen Gründen beruhen. (Anwendungsbereich: Art. 119 Abs. 1 OR.)
“Rechtliches Soweit durch Umstände, die der Schuldner nicht zu vertreten hat, seine Leistung unmöglich geworden ist, gilt die Forderung als erloschen (Art. 119 Abs. 1 OR). Bei zweiseitigen Verträgen haftet der freigewordene Schuldner für die bereits emp- fangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung und verliert die noch nicht erfüllte Gegenforderung (Art. 119 Abs. 2 OR). Art. 119 OR regelt mithin die Folgen der nachträglichen, nicht vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglich- keit und bildet eine Korrespondenznorm zu Art. 97 OR, welcher die Folgen der nachträglichen, vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglichkeit regelt (W OLF- GANG WIEGAND, in: WIDMER LÜCHINGER/OSER [Hrsg.], Basler Kommentar Obligati- onenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 1 ff. zu Art. 119 OR). Es wird zwischen subjektiver und objektiver Unmöglichkeit unterschieden. Die ob- jektive Unmöglichkeit kann dabei auch auf rechtlichen Gründen, wie beispielswei- se behördliche oder gesetzliche Anordnungen, beruhen (W EBER, a.a.O., N 4 zu Art. 253 OR; BGE 111 352 E. 2a; BGE 57 II 532 E. 2). Ein Merkmal der Unmög- lichkeit ist, dass die Nichterbringbarkeit der Leistung definitiv bzw.”
“319 CPC) ; elle revoit librement les questions de droit soulevées par le recourant et peut substituer ses propres motifs à ceux de l’autorité précédente ou du recourant (Spühler, op. cit., n. 1 ad art. 320 CPC ; Hohl, Procédure civile, tome II, 2e éd., Berne 2010, n. 2508 p. 452). S’agissant des faits, toutefois, le pouvoir d’examen dont dispose l’autorité saisie d’un recours est plus restreint qu’en appel, le grief de la constatation manifestement inexacte des faits se recoupant avec celui de l’arbitraire au sens de l’art. 9 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) (Jeandin, op. cit., nn. 4 et 5 ad art. 320 CPC et les références citées). Le pouvoir d’examen de la Chambre des recours est donc limité à l’arbitraire s’agissant des faits retenus par l’autorité précédente (TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2 et les références citées). 3. 3.1 La recourante conteste l’interprétation des conditions générales intégrées au contrat de formation conclu entre les parties. 3.2 3.2.1 L'art. 119 al. 1 CO prévoit l'extinction de l'obligation lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Il s'agit d'une impossibilité subséquente, soit survenue postérieurement à la naissance de l'obligation valable (Thévenoz, Commentaire romand, n. 7 ad art. 97 CO). Elle ne vise que l'impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (art. 119 al. 2 CO). Cette règle ne vaut cependant que si la loi ou le contrat ne met pas le risque à sa charge (art. 119 al. 3 CO. 3.2.2 En vertu de l’art. 18 CO, le juge doit, tant pour déterminer si un contrat a été conclu que pour l'interpréter, rechercher la réelle et commune intention des parties, sans s'arrêter aux expressions ou dénominations inexactes dont elles ont pu se servir, soit par erreur, soit pour déguiser la nature véritable de la convention (ATF 144 III 93 consid.”
Bei nachträglicher, objektiver und dem Schuldner nicht zurechenbarer Unmöglichkeit erlischt die Forderung nach Art. 119 Abs. 1 OR. Die Unmöglichkeit ist objektiv zu verstehen, d.h. weder der Schuldner noch ein Dritter kann die Leistung mehr erbringen. Sie muss zudem dauerhaft bzw. so sein, dass ihr Wegfall bis zum Vertragsende mit Sicherheit oder zumindest nicht absehbar ist. Die blosse Unvermögen des Schuldners (subjektive Unmöglichkeit) befreit in der Regel nicht; ebenso gilt, dass die Erfüllung einer Geldschuld durch blosse Zahlungsunfähigkeit nicht als Unmöglichkeit i.S.v. Art. 119 Abs. 1 OR angesehen wird.
“Le recourant doit donc tendre à démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée en la discutant au moins de manière succincte et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 précité ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3 ; TF 5A_693/2022 du 6 mars 2022 consid. 6.2). b) En l’espèce, le recourant ne formule aucun grief exprès contre la décision de mainlevée. Il allègue seulement qu’un séquestre a été prononcé sur ses comptes bancaires. Invoquant l’art. 119 CO, il soutient que l’exécution de son obligation serait ainsi devenue impossible par suite de circonstances qui ne lui seraient pas imputables et en tire pour conséquence que son obligation serait donc éteinte. Le moyen est infondé et doit être rejeté. La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune aux art. 119 al. 1 CO et 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être objective en ce sens que ni le débiteur ni personne d’autre ne peut plus la fournir (ibidem ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., 2012, n° 1491). L’incapacité du débiteur à fournir sa prestation constitue en principe une impossibilité subjective, non libératoire, sauf dans les cas où la prestation à fournir est strictement personnelle (Thévenoz, op. et loc. cit.) ; ce n’est pas le cas d’une prestation pécuniaire, qu’un tiers pourrait fournir. De plus, l’incapacité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (Thévenoz, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., n° 1493). En outre, l’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op.”
“La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune aux art. 119 al. 1 CO et 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être objective en ce sens que ni le débiteur ni personne d’autre ne peut plus la fournir (ibidem ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., 2012, n° 1491). L’incapacité du débiteur à fournir sa prestation constitue en principe une impossibilité subjective, non libératoire, sauf dans les cas où la prestation à fournir est strictement personnelle (Thévenoz, op. et loc. cit.) ; ce n’est pas le cas d’une prestation pécuniaire, qu’un tiers pourrait fournir. De plus, l’incapacité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (Thévenoz, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., n° 1493). En outre, l’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Son application est donc exclue lorsque le débiteur répond de l'impossibilité (loc. cit.). En l’occurrence, le séquestre allégué des comptes du recourant, outre qu’il n’est pas rendu vraisemblable, ne saurait être considéré comme une impossibilité objective définitive. De plus, on ignore tout des circonstances dans lesquelles il aurait été ordonné et exécuté et pour quelle raison il serait – par hypothèse – injustifié. D’ailleurs, le juge de la mainlevée, au contraire du juge du fond ou du juge du séquestre (dont on ignore même s’il s’agirait d’une autorité judiciaire civile ou pénale), ne pourrait pas constater le caractère éventuellement injustifié du séquestre. Le recourant échoue ainsi à rendre vraisemblable le moyen libératoire qu’il invoque, ce qui ne lui permet pas de s’opposer valablement à la poursuite en cause. III. Vu ce qui précède, le recours, manifestement infondé, doit être rejeté selon le mode procédural de l’art.”
“Bei nachträglicher objektiver unverschuldeter Unmöglichkeit ist der Schuld- ner nicht mehr verpflichtet, die Leistung zu erbringen, er wird demnach frei (Art. 119 Abs. 1 OR). Das Bundesgericht hat in der Vergangenheit festgehalten, dass Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende bestehen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht abzusehen sei (BGer 4C.334/2002 vom”
Allein pandemiebedingte Umsatzrückgänge ohne behördliches Schliessungsgebot begründen nach der zitierten Rechtsprechung keine Unmöglichkeit im Sinne von Art. 119 OR. Im entschiedenen Fall sprach zudem, dass Mietrückstände bereits vor der Pandemie bestanden, gegen die Annahme einer solchen Unmöglichkeit.
“Le Tribunal a considéré que les conditions du cas clair étaient réalisées. Lorsque le congé avait été donné, l'appelante était en retard dans le paiement de son loyer. Le congé était valable, indépendamment de la question de l'impact de la pandémie sur l'activité de l'appelante et sur le paiement du loyer, car son commerce n'avait pas été fermé sur ordre des autorités et les retards de paiement remontaient à 2019, soit avant la pandémie. Même à supposer que les loyers payés en 2020 soient venus combler les loyers impayés en 2019, ce qui n'était pas établi, l'on ne pouvait envisager d'impossibilité au sens de l'art. 119 CO ni de disproportion manifeste des intérêts en présence puisque le commerce n'avait pas été contraint de fermer ses portes. Depuis l'expiration du terme fixé, l'appelante ne disposait plus d'un titre juridique l'autorisant à occuper les locaux loués, de sorte que son évacuation devait être ordonnée. L'appelante fait valoir que le cas n'est pas clair. La sandwicherie qu'elle exploite n'avait pas été fermée en raison du COVID-19 mais son chiffre d'affaires avait chuté en raison de la fermeture de C______. La fermeture générale des établissements ordonnée dans le cadre de la crise sanitaire liée à la pandémie de COVID-19 constituait un changement important et imprévisible des circonstances qui pouvait laisser une place à une réadaptation du contrat par le juge dans le sens de la clausula rebus sic stantibus. L'intimée s'était montrée "intraitable" et abusait de son droit en résiliant le bail, ce d'autant plus que la cause s'inscrivait dans un contexte procédural complexe, puisque le bail avait déjà été résilié à deux reprises quelques temps auparavant.”
Bei reinen Geldschulden begründet blosse Zahlungsunfähigkeit in der Regel keine Unmöglichkeit i.S.v. Art. 119 OR. Die Unmöglichkeit muss objektiv und dauerhaft sein, d.h. weder der Schuldner noch ein Dritter kann die Leistung mehr erbringen; eine rein wirtschaftliche Unfähigkeit (Impécuniosité/Insolvenz) führt nach Lehre und Rechtsprechung nicht zur Befreiung. Zudem verlangt Art. 119, dass die Unmöglichkeit dem Schuldner nicht zuzurechnen ist.
“1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être objective en ce sens que ni le débiteur ni personne d’autre ne peut plus la fournir (ibidem ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., 2012, n° 1491). L’incapacité du débiteur à fournir sa prestation constitue en principe une impossibilité subjective, non libératoire, sauf dans les cas où la prestation à fournir est strictement personnelle (Thévenoz, op. et loc. cit.) ; ce n’est pas le cas d’une prestation pécuniaire, qu’un tiers pourrait fournir. De plus, l’incapacité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (Thévenoz, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., n° 1493). En outre, l’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Son application est donc exclue lorsque le débiteur répond de l'impossibilité (loc. cit.). En l’occurrence, le séquestre allégué des comptes du recourant, outre qu’il n’est pas rendu vraisemblable, ne saurait être considéré comme une impossibilité objective définitive. De plus, on ignore tout des circonstances dans lesquelles il aurait été ordonné et exécuté et pour quelle raison il serait – par hypothèse – injustifié. D’ailleurs, le juge de la mainlevée, au contraire du juge du fond ou du juge du séquestre (dont on ignore même s’il s’agirait d’une autorité judiciaire civile ou pénale), ne pourrait pas constater le caractère éventuellement injustifié du séquestre. Le recourant échoue ainsi à rendre vraisemblable le moyen libératoire qu’il invoque, ce qui ne lui permet pas de s’opposer valablement à la poursuite en cause. III. Vu ce qui précède, le recours, manifestement infondé, doit être rejeté selon le mode procédural de l’art. 322 CPC et le prononcé attaqué confirmé. Les frais judiciaires de deuxième instance, arrêtés à 990 fr.”
“Le recourant doit donc tendre à démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée en la discutant au moins de manière succincte et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 précité ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3 ; TF 5A_693/2022 du 6 mars 2022 consid. 6.2). b) En l’espèce, le recourant ne formule aucun grief exprès contre la décision de mainlevée. Il allègue seulement qu’un séquestre a été prononcé sur ses comptes bancaires. Invoquant l’art. 119 CO, il soutient que l’exécution de son obligation serait ainsi devenue impossible par suite de circonstances qui ne lui seraient pas imputables et en tire pour conséquence que son obligation serait donc éteinte. Le moyen est infondé et doit être rejeté. La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune aux art. 119 al. 1 CO et 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être objective en ce sens que ni le débiteur ni personne d’autre ne peut plus la fournir (ibidem ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., 2012, n° 1491). L’incapacité du débiteur à fournir sa prestation constitue en principe une impossibilité subjective, non libératoire, sauf dans les cas où la prestation à fournir est strictement personnelle (Thévenoz, op. et loc. cit.) ; ce n’est pas le cas d’une prestation pécuniaire, qu’un tiers pourrait fournir. De plus, l’incapacité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (Thévenoz, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO ; Tercier/Pichonnaz, op. cit., n° 1493). En outre, l’art. 119 al. 1 CO ne vise que l’impossibilité qui n'est pas imputable au débiteur (Thévenoz, op. cit., n. 7 ad art. 119 CO). Son application est donc exclue lorsque le débiteur répond de l'impossibilité (loc.”
“Sous réserve de vices manifestes, l’autorité de recours peut se limiter aux arguments développés contre le jugement de première instance dans la motivation écrite. En effet, selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, la motivation du recours doit à tout le moins satisfaire aux exigences qui sont posées pour un acte d’appel. Le recourant doit donc démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 et les références citées ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3 ; TF 5A_206/2016 du 1er juin 2016 consid. 4.2.1 et les références citées). b) En l’espèce, la recourante ne formule aucun grief exprès contre la décision de mainlevée. Elle allègue seulement qu’un séquestre a été prononcé sur les comptes bancaires de K.________ et que la banque a refusé une séance de conciliation « permettant de trouver un compromis acceptable ». Invoquant l’art. 119 CO, elle en tire pour conséquence que l’exécution de son obligation est devenue impossible par suite de circonstances qui ne lui sont pas imputables et que son obligation est donc éteinte . Le moyen est infondé et doit être rejeté. La notion d’impossibilité objective subséquente et définitive est commune à l'art. 119 al. 1 CO et l’art. 97 al. 1 CO (Thévenoz, in Thévenoz/Werro, Commentaire romand, Code des obligations I, Art. 1 à 252 CO, 3e éd. 2021, n. 4 ad art. 119 CO). En particulier, l’impossibilité doit être définitive, c’est-à-dire qu’il doit paraître exclu qu’elle cesse dans le futur (ibidem, op. cit., n. 18 ad art. 97 CO). L’exécution d’une dette d’argent par impécuniosité n’est jamais impossible (ibid., op. cit., n. 17 ad art. 97 CO). En outre, en l’occurrence, le séquestre allégué – et non rendu vraisemblable – bloquerait les comptes du coobligé de la recourante, de sorte qu’on ne distingue pas en quoi cette mesure affecterait la possibilité pour celle-ci d’exécuter son obligation solidaire.”
“En d'autres termes, le fait que le locataire soit économiquement incapable de fournir sa prestation, à savoir le paiement du loyer, n'est pas un motif valable de libération au sens de l'article 119 CO (JdT 1936 I 162 ; arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003 ; Thévenoz, art. 119 CO n. 6; Bohnet, p. 37). Par ailleurs, l'unanimité règne en doctrine pour dire que l'insolvabilité ou le manque d’argent ne tombe jamais sous le coup de l'article 119 CO (arrêt TF 4C.344/2002 du 12 novembre 2003). La jurisprudence a également écarté l’hypothèse de l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO en lien avec la fermeture des locaux commerciaux pendant la pandémie du Covid-19. En effet, le Tribunal civil de Bâle-Ville n’a pas retenu l’impossibilité au sens de l’art. 119 CO car cette hypothèse suppose que l’impossibilité subsiste jusqu’à la fin du contrat ou du moins que sa fin ne soit pas prévisible, condition qui n’était pas remplie en l’espèce (MG.2021.20 du 28 janvier 2022 consid. 2.7). Cette question n’était plus contestée et n’a pas été examinée en procédure d’appel (ZB.2022 6 du 8 août 2022). Le Tribunal des baux et loyers de Genève a également retenu que les conditions d’une libération sur la base de l’art. 119 CO (impossibilité subséquente) n’étaient pas réalisées, indiquant que les interdictions d'ouverture des établissements publics prononcées par les autorités cantonales ou fédérales ont visé la population, touchant par ce biais l'activité des locataires, alors que la mise à disposition des locaux loués par le bailleur demeurait possible. Ces mesures n'ont en outre pas un caractère durable (JTBL/565/2021 du 28 juin 2021 consid. 5c). Il en va de même du Tribunal civil régional du Littoral et Val-de-Travers qui a considéré que cette impossibilité ne touche ni la prestation du bailleur, qui a pu continuer à louer son local en dépit des mesures édictées par le Conseil fédéral, ni celle du locataire, qui a pu continuer à payer son loyer, l’incapacité économique de le faire n’étant pas un motif de libération (PORD.2020.5 du 23 février 2021, consid. 12.3 d). Le Tribunal des baux de Zürich est arrivé à la même conclusion, jugeant que l’impossibilité ne pourrait être envisageable que dans l’hypothèse très particulière où le bailleur a garanti au locataire que celui-ci pourrait toujours utiliser les locaux conformément à leur destination, un tel usage spécial étant une condition essentielle du contrat de bail (MJ21008-L, ZMP 2021 n.”
Art. 119 OR betrifft die nachträgliche (subsequente) Unmöglichkeit, die dem Schuldner nicht zuzurechnen ist. In der Lehre und Rechtsprechung wird dabei zwischen materieller und juristischer Unmöglichkeit unterschieden; gelegentlich wird ferner zwischen objektiver Unmöglichkeit (weder Schuldner noch Dritte können leisten) und subjektiver Unmöglichkeit (nur der Schuldner ist an der Leistung gehindert) differenziert.
“A teneur de l'art. 119 CO, l'obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur (al. 1). Dans les contrats bilatéraux, le débiteur ainsi libéré est tenu de restituer, selon les règles de l'enrichissement illégitime, ce qu'il a déjà reçu et il ne peut plus réclamer ce qui lui restait dû (al. 2). Cette disposition régit l'impossibilité subséquente, par opposition à l'impossibilité originaire, qui rend le contrat nul en vertu de l'article 20 al. 1 CO. L'impossibilité subséquente peut être matérielle - par exemple le décès d'un cheval dont le débiteur devait assurer l'entretien et le dressage (ATF 107 II 144) - ou juridique - ainsi une interdiction d'exportation qui empêche le débiteur de fournir la prestation (ATF 111 II 352, JdT 1986 I 73); certains distinguent également selon que l'impossibilité est objective, c'est-à-dire que ni le débiteur ni des tiers ne sont en mesure d'effectuer la prestation contractuelle, ou subjective, lorsqu'une prestation devient impossible parce qu'elle se heurte à un obstacle insurmontable pour le débiteur (arrêt du Tribunal fédéral 4C.”
“L'impossibilité subséquente peut être matérielle - par exemple le décès d'un cheval dont le débiteur devait assurer l'entretien et le dressage (ATF 107 II 144 consid. 3) - ou juridique - ainsi une interdiction d'exportation qui empêche le débiteur de fournir la prestation (ATF 111 II 352 consid. 2a). Certains auteurs distinguent également selon que l'impossibilité est objective, c'est-à-dire que ni le débiteur ni des tiers ne sont en mesure d'effectuer la prestation contractuelle (Pichonnaz, Impossibilité et exorbitance, thèse Fribourg 1997, n. 325 et les références; Thévenoz, Commentaire romand, 2ème éd. 2012, n. 4 ad art. 119 CO) ou subjective, lorsqu'une prestation devient impossible parce qu'elle se heurte à un obstacle insurmontable pour le débiteur (Pichonnaz, op. cit., n. 340; contre cette distinction: cf. von Tuhr/Escher, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Band II, 3ème éd., 1974, par. 68 p. 94; cf. aussi Aepli, Commentaire zurichois, 3ème éd., 1991, n. 49 ad art. 119 CO, qui exclut les cas d'impossibilité subjective du champ d'application de l'art. 119 CO). Le Tribunal fédéral adopte quant à lui une position plutôt large (ATF 126 III 75 consid. 2 b et c; 116 II 512 consid. 2; 82 II 332 consid. 5; 57 II 532 consid. 1; arrêt du Tribunal fédéral 4C.378/2000 du 5 mars 2001 in SJ 2001 I 445, consid 3b). 4.7 Constitue une exception au principe de la fidélité contractuelle l'application de la théorie de la clausula rebus sic stantibus. Celle-ci permet d'adapter un contrat synallagmatique de durée lorsque, en vertu d'une modification des circonstances qui n'était ni prévisible ni évitable, l'équilibre entre prestation et contre-prestation est à ce point rompu que le créancier abuse manifestement de son droit, en exigeant la prestation promise par son cocontractant (ATF 127 III 300 in SJ 2002 I 1; 122 III 97 consid. 3a in JdT 1997 I 294). Lié par les conclusions des parties, le juge doit rechercher la volonté hypothétique des parties, en déterminant la solution qu'elles auraient adoptée de bonne foi si elles avaient prévu la modification des circonstances au moment de la conclusion du contrat (Tercier/ Pichonnaz, Le droit des obligations, 5ème éd.”
“La charge de la preuve incombe à la victime, qui doit alléguer et prouver qu'elle a subi un dol au sens précité, d'une part, et que ce dol a influencé sa volonté de contracter d'une façon causale, comme condition sine qua non, d'autre part (art. 8 CC [Code civil suisse du 10 décembre 1907 ; RS 210] ; ATF 129 III 320 consid. 6.3, rés. in JdT 2003 1331 et SJ 2004 133 ; TF 4A_125/2014 du 2 juin 2014 consid. 3.1). 4.3 L'appelante a allégué avoir reçu l'information selon laquelle le chiffre d'affaires mensuel du restaurant était compris entre 50'000 et 60'000 francs. Elle a invoqué le témoignage de son frère à l'appui de cet allégué. Or, on ne saurait accorder la moindre crédibilité à ce témoignage, pour les motifs exposés au considérant précédent (cf. supra consid. 3.4). Partant, on doit admettre que l'appelante n'a pas démontré avoir été trompée sur le chiffre d'affaires de l'établissement « [...] » et qu’elle aurait avoir ainsi contracté en raison du dol de la partie adverse. 5. 5.1 Invoquant une violation de l'art. 119 CO, l'appelante indique que le bailleur du restaurant n'aurait jamais accepté de lui transférer le bail, fait valoir qu'il s'agit d'un fait négatif et qu'il incombait par conséquent à l'intimée de démontrer que tel n'était pas le cas en produisant un document du bailleur dans ce sens. 5.2 5.2.1 Aux termes de l'art. 119 al. 1 CO, l'obligation s'éteint lorsque l'exécution en devient impossible par suite de circonstances non imputables au débiteur. Il s'agit d'une impossibilité objective, subséquente (c'est-à-dire postérieure au contrat) et non imputable au débiteur. L'impossibilité subséquente de la prestation pour le débiteur doit être strictement distinguée de son inutilité subséquente pour le créancier, que ce soit parce que le but est déjà atteint ou parce qu'il disparaît (ATF 62 II 42 ; Thévenoz, in Commentaire romand CO I, 2e éd., Bâle 2012, nn. 1 ss ad art. 119 CO ; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5e éd., Zurich 2012, nn. 1480 ss). Un changement de circonstances affectant l'intérêt du créancier à la prestation relève de la clausula rebus sic stantibus (théorie de l'imprévision) : il peut justifier une résiliation anticipée pour de justes motifs, l'interprétation du contrat dans le sens d'une condition suspensive ou résolutoire implicite, ou encore appeler une correction du contrat par le comblement d'une lacune contractuelle.”
Bei unverschuldeter Unmöglichkeit nach Art. 119 OR hat der Gläubiger Anspruch auf das dem Schuldner aus dem Untergang oder Verlust der geschuldeten Sache zugekommene stellvertretende Commodum. Dieser Anspruch ist jedoch in Umfang und Inhalt darauf beschränkt, was der Schuldner vertraglich zu verantworten hat; Leistungen Dritter, die ausserhalb der vertraglichen Verantwortlichkeit liegen (z. B. Kulanzleistungen einer Versicherung), gehören grundsätzlich nicht dazu.
“ZMP 2021 Nr. 7 Art. 97 OR; Art. 119 OR; Art. 267 OR. Verhältnis der Ansprüche des Vermie- ters zur Leistung einer Haftpflichtversicherung des Mieters. Stellvertretendes Commodum. Der Bestand einer Haftpflichtversicherung des Mieters ändert an dessen miet- rechtlicher Verantwortlichkeit einzig gemäss Art. 267 OR grundsätzlich nichts, denn der Vermieter ist am Versicherungsvertrag nicht beteiligt, namentlich auch nicht an den Prämienzahlungen. Allerdings ist im Fall einer unverschuldeten Un- möglichkeit einer Leistung nach Art. 119 OR anerkannt, dass trotz der beidseitigen Befreiung von der vertraglichen Leistungspflicht der Gläubiger der unmöglich ge- wordenen Leistung Anspruch hat auf das sog. Stellvertretende Commodum, wel- ches seinem Vertragspartner als Folge des Untergangs oder Verlusts der ge- schuldeten Sache zugekommen ist. Auch bei der Verschuldenshaftung nach Art. 267 OR kann der Vermieter als Gläubiger Anspruch auf das Commodum erheben. Er kann es aber nur im Umfang der vertraglichen Verantwortlichkeit des Mieters beanspruchen, also insbesondere nicht bei Kulanzleistungen der Versicherung.”
Führt eine behördliche Entscheidung zur nachträglichen Unmöglichkeit der Leistung, kann dies Rückerstattungsansprüche des Gläubigers für bereits empfangene Gegenleistungen nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung (Art. 62 OR) begründen; bei noch ungeklärter oder schwebender Rechtslage ist jedoch Zurückhaltung geboten, da der Eintritt der Unmöglichkeit erst feststehen muss.
“Malgrado eventuali rassicurazioni da parte della venditrice, essi non potevano pertanto avere delle certezze sugli sviluppi della controversia, rispettivamente dovevano sapere che a ogni procedura giudiziaria sono legate delle incognite. Tale consapevolezza induce anche ad escludere un errore. È parimenti difficilmente ravvisabile l’adempimento delle condizioni di cui all’art. 97 CO (segnatamente di una violazione contrattuale e della colpa), ritenuto che AO 1 ha fatto quanto in suo potere per rispettare il contratto tramite gli strumenti a sua disposizione (ricorso contro la decisione municipale, allestimento/modifica del Regolamento condominiale), laddove la risoluzione della controversia dal punto di vista pianificatorio non dipende tanto dalla sua volontà, quanto dagli accertamenti delle competenti autorità amministrative. Non essendo la situazione giuridica definitivamente risolta, appare del resto prematuro parlare di un’illiceità o di un’impossibilità iniziale oggettiva (art. 20 CO). Vi sarebbe piuttosto da valutare un’impossibilità successiva ai sensi dell’art. 119 CO, secondo cui un’obbligazione si ritiene estinta se ne sia divenuto impossibile l’adempimento per circostanze non imputabili al debitore, nel cui caso questi è tenuto di restituire, secondo le norme dell’indebito arricchimento, la controprestazione già ricevuta e non può più chiedere quanto gli sarebbe ancora dovuto. La questione non appare in ogni modo determinante, per i motivi che seguiranno. 6. Giusta l’art. 55 CPC, le parti devono dedurre in giudizio i fatti su cui poggiano le loro domande e indicare i mezzi di prova, mentre l’applicazione del diritto è di competenza del giudice (art. 57 CPC). Già negli allegati introduttivi, oltre a proporre alcuni costrutti giuridici potenzialmente rilevanti, AP 1 e AP 2 hanno esposto tutte le motivazioni per cui essi, a loro modo di vedere, dovrebbero ottenere la restituzione degli acconti e delle spese. Alcuni di questi aspetti sono stati tralasciati dal primo giudice e vengono riproposti dagli appellanti in questa sede, di modo che si impone un loro esame.”
“Il Pretore aggiunto ha pertanto correttamente costatato la mancata dimostrazione dell’esistenza di una società semplice. Gli appellanti non possono pertanto pretendere la refusione delle spese da loro sostenute e quantificate nei doc. P e S-T, di qui la reiezione dell’azione riconvenzionale, a conferma del giudizio di prima sede. Ancorché ininfluente ai fini del giudizio, ci si potrebbe chiedere se la pretesa riconvenzionale dei medesimi sia compatibile con i principi relativi allo scioglimento della società semplice e in particolare con quello dell’unità della liquidazione, per cui nella medesima procedura devono essere considerati nel loro insieme tutti i rapporti giuridici, tutti gli attivi e i passivi, tutti i diritti e i doveri e le reciproche pretese dei soci (STF 4A_509/2010 dell’11 marzo 2011, consid. 6.2). Visti i considerandi che precedono, la questione non necessita di essere approfondita. 12. Accertata l’esistenza di un contratto sinallagmatico impossibile da adempiere a causa della decisione del TRAM del 17 marzo 2017 (art. 119 CO), il giudice di prime cure ha concluso per il buon fondamento dell’azione principale dell’attore, tendente alla restituzione dell’indebito arricchimento (art. 62 CO) e promossa tempestivamente entro i termini della prescrizione (ritenuto che i convenuti non hanno neppure sollevato una relativa eccezione), ovvero fr. 12'050.- oltre interessi del 5% dal 1° aprile 2018, valendo i precetti esecutivi di cui ai doc. U e V quale valida prima interpellazione (art. 102 e 104 CO). 12.1 A tal riguardo, gli appellanti criticano il primo giudice per averli considerati tutt’ora arricchiti senza spiegarne il motivo. A loro modo di vedere, essi non si sono arricchiti, poiché hanno usato gli acconti per realizzare il progetto, che ha comportato varie spese, sostenute in buona fede (v. doc. P). Da tale documento emerge difatti un residuo in loro favore di fr. 13'385.75, per cui non dovrebbero restituire alcunché. 12.2 Siccome gli appellanti non spiegano dove, negli allegati di prima sede, avessero esposto queste considerazioni e la conseguente eccezione del cessato arricchimento (art.”
Die Anwendbarkeit von Art. 119 OR auf behördliche, pandemiebedingte Schliessungen gewerblicher Räume ist nach der zitierten Quelle bislang nicht entschieden. Art. 119 OR wird als eine mögliche rechtliche Grundlage geprüft; es bestehen aber divergierende Rechtsmeinungen und verschiedene alternative Prüfwege, weshalb eine abschliessende Klärung aussteht.
“La question du paiement du loyer des locaux commerciaux pendant la pandémie de Covid-19, en particulier concernant les établissements publics dont la fermeture a été ordonnée par les autorités tant cantonales que fédérales, n'a pas encore été tranchée à ce jour. Cette question doit faire l'objet d'une analyse approfondie. En effet, il doit être définitivement jugé, que ce soit sous l'angle de l'art. 259d CO (réduction de loyer), de l'impossibilité subséquente (art. 119 CO), de l'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) ou de la clausula rebus sic stantibus, si le loyer reste dû - totalement ou partiellement - durant cette période ou non. De nombreux avis de droit ont été requis et publiés par les milieux concernés et parviennent à des conclusions diamétralement opposées, les premiers considérant que la cessation de règlement des loyers ne peut être envisagée (https://www.cgionline.ch/wp-content/uploads/2020/03/avis-de-droit.pdf), et les seconds que le loyer n'est pas dû, en application des règles sur le défaut de la chose louée (art. 259d CO), l'impossibilité subséquente d'exécution (art. 119 CO), la notion d'exorbitance (art. 97 al. 1 CO) et l'adaptation du contrat par le juge (https://www.asloca.ch/wp-content/uploads/2020/03/Avis-de-droit-loyers_locaux_ commerciaux_ASLOCA-1.pdf).”
Passivität oder unterlassene Intervention des Gläubigers kann als Duldung oder Annahme eines negativen Umstands gewertet werden; in solchen Fällen kann dies die Geltendmachung der Unmöglichkeit durch den Schuldner einschränken oder ausschliessen, weil der Gläubiger die Folgen seiner eigenen Verantwortlichkeit zu tragen hat.
“L’intimé affirme avoir satisfait cette requête en deux temps, courant novembre 2015, et rien ne permet de le contredire, notamment pas les témoignages recueillis, le préposé à son dossier ayant affirmé qu'il n'envoyait en principe que des dossiers complets. Or, à aucun moment l’appelante n’a relancé l'intimé après novembre 2015. Dès lors, compte tenu de son obligation d’obtenir l’accréditation de son agent avant le 9 janv ier 2016, et il peut en être déduit que le dossier de l'intimé était complet, sans quoi il lui appartenait d'intervenir pour que ledit délai puisse être respecté. Ayant permis à son agent de travailler au-delà de cette date, son absence de réaction permet de considérer qu’elle attendait la délivrance du sésame et qu’elle s’était affranchie du retard mis par l’administration, à une période où, selon les propos de ses témoins, celle-ci n’était pas strict s’agissant des délais. Elle a ainsi, hors toute considération liée au risque d’entreprise ou à une impossibilité découlant de l’art. 119 CO, peu vraisemblable, accepté un fait négatif dont elle avait la responsabilité et elle doit en assumer les conséquences. C’est en raison de sa passivité que la carte de l'intimé n'a pas été délivrée à la date du 9 janvier 2016. Dès lors que les circonstances internationales n'ont changé qu'en mars 2016, et qu'elle était fautivement en retard, l'appelante ne saurait se prévaloir de ces modifications réglementaires pour se libérer de ses obligations. À l'inverse, la responsabilité de l’intimé n'est pas engagée dans cette situation et c'est sans sa faute qu’il n’a pu travailler dès février 2016. Par conséquent, c’est à juste titre que le Tribunal a retenu que son salaire ne pouvait lui être retenu entre la fin de son incapacité de travail et l’obtention d’une nouvelle accréditation. Il s’ensuit que les griefs de l’appelante doivent être écartés, la décision du Tribunal concernant le salaire à verser à l’intimé devant être confirmées. 4. L’appelante considère enfin que l’intimé avait valablement accepté de prendre ses vacances en nature et qu’elle ne pouvait être condamnée à verser un deuxième fois ce montant en espèce.”
“L’intimé affirme avoir satisfait cette requête en deux temps, courant novembre 2015, et rien ne permet de le contredire, notamment pas les témoignages recueillis, le préposé à son dossier ayant affirmé qu'il n'envoyait en principe que des dossiers complets. Or, à aucun moment l’appelante n’a relancé l'intimé après novembre 2015. Dès lors, compte tenu de son obligation d’obtenir l’accréditation de son agent avant le 9 janv ier 2016, et il peut en être déduit que le dossier de l'intimé était complet, sans quoi il lui appartenait d'intervenir pour que ledit délai puisse être respecté. Ayant permis à son agent de travailler au-delà de cette date, son absence de réaction permet de considérer qu’elle attendait la délivrance du sésame et qu’elle s’était affranchie du retard mis par l’administration, à une période où, selon les propos de ses témoins, celle-ci n’était pas strict s’agissant des délais. Elle a ainsi, hors toute considération liée au risque d’entreprise ou à une impossibilité découlant de l’art. 119 CO, peu vraisemblable, accepté un fait négatif dont elle avait la responsabilité et elle doit en assumer les conséquences. C’est en raison de sa passivité que la carte de l'intimé n'a pas été délivrée à la date du 9 janvier 2016. Dès lors que les circonstances internationales n'ont changé qu'en mars 2016, et qu'elle était fautivement en retard, l'appelante ne saurait se prévaloir de ces modifications réglementaires pour se libérer de ses obligations. À l'inverse, la responsabilité de l’intimé n'est pas engagée dans cette situation et c'est sans sa faute qu’il n’a pu travailler dès février 2016. Par conséquent, c’est à juste titre que le Tribunal a retenu que son salaire ne pouvait lui être retenu entre la fin de son incapacité de travail et l’obtention d’une nouvelle accréditation. Il s’ensuit que les griefs de l’appelante doivent être écartés, la décision du Tribunal concernant le salaire à verser à l’intimé devant être confirmées. 4. L’appelante considère enfin que l’intimé avait valablement accepté de prendre ses vacances en nature et qu’elle ne pouvait être condamnée à verser un deuxième fois ce montant en espèce.”
Für Art. 119 Abs. 2 OR gilt, dass die nachträgliche Unmöglichkeit dauerhaft bzw. definitiv sein muss. Es ist zwischen subjektiver und objektiver Unmöglichkeit zu unterscheiden; objektive Unmöglichkeit kann auch auf rechtlichen Gründen (z. B. behördliche oder gesetzliche Anordnungen) beruhen.
“Rechtliches Soweit durch Umstände, die der Schuldner nicht zu vertreten hat, seine Leistung unmöglich geworden ist, gilt die Forderung als erloschen (Art. 119 Abs. 1 OR). Bei zweiseitigen Verträgen haftet der freigewordene Schuldner für die bereits emp- fangene Gegenleistung aus ungerechtfertigter Bereicherung und verliert die noch nicht erfüllte Gegenforderung (Art. 119 Abs. 2 OR). Art. 119 OR regelt mithin die Folgen der nachträglichen, nicht vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglich- keit und bildet eine Korrespondenznorm zu Art. 97 OR, welcher die Folgen der nachträglichen, vom Schuldner zu verantwortenden Unmöglichkeit regelt (W OLF- GANG WIEGAND, in: WIDMER LÜCHINGER/OSER [Hrsg.], Basler Kommentar Obligati- onenrecht I, 7. Aufl., Basel 2020, N 1 ff. zu Art. 119 OR). Es wird zwischen subjektiver und objektiver Unmöglichkeit unterschieden. Die ob- jektive Unmöglichkeit kann dabei auch auf rechtlichen Gründen, wie beispielswei- se behördliche oder gesetzliche Anordnungen, beruhen (W EBER, a.a.O., N 4 zu Art. 253 OR; BGE 111 352 E. 2a; BGE 57 II 532 E. 2). Ein Merkmal der Unmög- lichkeit ist, dass die Nichterbringbarkeit der Leistung definitiv bzw. dauerhaft sein muss (E ICHENBERGER, a.a.O., N 6 zu Art. 119 OR; WIEGAND, a.a.O., N 1 zu Art. 119 OR). So hat das Bundesgericht festgehalten, dass eine Unmöglichkeit nur in Betracht komme, wenn diese mit Gewissheit bis zum Vertragsende beste- hen bleibe oder ihr Wegfall zumindest nicht absehbar sei (BGer 4C.”
Im Arbeitsrecht ist das Betriebsrisiko anders zu gewichten; Art. 324 OR ist als lex specialis gegenüber Art. 119 OR zu verstehen und Fälle lohnfortzahlungspflichtiger Betriebsstörungen können nicht ohne Weiteres nach Art. 119 OR beurteilt werden.
“Da sie trotzdem lohnfortzahlungspflichtig bleibe, habe sie mithin das sog. Betriebsrisiko (Wirtschafts-, Unternehmerrisiko) zu tragen. Darunter fielen Betriebsstörungen technischer, wirtschaftlicher oder behördlicher Art, wozu u.a. auch Unterbrechungen in der Energieversorgung, Naturkatastrophen oder ein staatliches Herstellungsverbot gehörten. Die Arbeitgeberin habe also auch die Folgen von höherer Gewalt oder von Zufall zu tragen. Der Sinn und Zweck des Konzepts des Betriebsrisikos basiere auf der grundsätzlichen Risikoverteilung zwischen Arbeitgeberin und Arbeitnehmer im Arbeitsrecht. Das Arbeitsrecht beabsichtige den Schutz des Arbeitnehmers als schwächere Vertragspartei. Folge man der Auffassung, dass eine Pandemie nicht zum Berufsrisiko gehöre, so gerate das Konzept der Risikolast, der eine Risikogewinnchance entgegenstehe, in Schieflage. Gegen die Subsumtion von Betriebsschliessungen unter das Betriebsrisiko werde argumentiert, Art. 324 OR sei eine Konkretisierung der Regelung der Unmöglichkeit, in der abweichend von Art. 119 OR das Risiko im Einzelfall zulasten des Gläubigers gehe, der die Leistung vom Schuldner nicht erhalte (Art. 119 Abs. 3 OR). Es sei nicht die Absicht des Gesetzgebers gewesen, die Arbeitgeberin für Fälle höherer Gewalt verantwortlich zu machen, die den Einflussbereich ihres Betriebes überschritten. Weiter werde unter Hinweis auf Art. 91 OR vorgebracht, da die Betriebsschliessungen alle (in einer bestimmten Branche) getroffen hätten und die Arbeitgeberin keinen Einfluss auf die behördlichen Anordnungen habe, sei die Annahmeverweigerung der Arbeitsleistung aus objektiven Gründen gerechtfertigt und liege daher kein Gläubigerverzug vor. Der Auslegung von Art. 324 OR sei indessen durch die in dieser Bestimmung vorgenommenen gesetzlichen Risikoverteilung Grenzen gesetzt. Insofern sei Art. 324 OR lex specialis zu Art. 91 sowie Art. 119 Abs. 1 und 2 OR und sehe eine davon abweichende und umfassende Risikoverteilung zulasten der Arbeitgeberin vor. Es könnten nicht einfach die Rechtfertigungsgründe des allgemeinen Teils des OR auf den Annahmeverzug der Arbeitgeberin übernommen werden.”
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