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Stehen sich in der Erbauseinandersetzung ein einzelner Gläubiger und Solidarschuldner gegenüber (bzw. ist einer der Erben zugleich Gläubiger), führt dies vor der erbrechtlichen Auseinandersetzung nicht zum Untergang der Forderung durch Vereinigung (Konfusion) nach Art. 118 OR. Ebenso kann vor Klärung, wem die Schulden im Rahmen der Auseinandersetzung zugewiesen werden, keine erfolgswirksame Abschreibung wegen Uneinbringlichkeit erfolgen.
“Für den Fall, dass einer der Erben zugleich auch Gläubiger ist, verweist der Beschwerdeführer auf einen BGE aus dem Jahre 1945 (BGE 71 II 219), wonach unter den Erben die Verteilung der Schulden zur Auseinandersetzung über die Erbschaft gehöre. Das ist zwar richtig, für die hier gegebene Konstellation aber verkürzt. Weil sich Einzelgläubiger und Solidarschuldner gegenüberstehen, kann es - vor der erbrechtlichen Auseinandersetzung - zu keinem Untergang qua Vereinigung (durch "Konfusion"; Art. 118 OR) kommen. Ebensowenig kann es aber zu diesem Zeitpunkt zu einer erfolgswirksamen Abschreibung wegen Uneinbringlichkeit kommen, denn solange nicht (genügend) geklärt ist, wer die Schulden "übernimmt" (bzw. wem sie im Rahmen der erbrechtlichen Auseinandersetzung zuzuweisen sind), ist auch nicht klar, ob (und ggf. in welchem Umfang) sie sich als uneinbringlich erweisen.”
“Für den Fall, dass einer der Erben zugleich auch Gläubiger ist, verweist der Beschwerdeführer auf einen BGE aus dem Jahre 1945 (BGE 71 II 219), wonach unter den Erben die Verteilung der Schulden zur Auseinandersetzung über die Erbschaft gehöre. Das ist zwar richtig, für die hier gegebene Konstellation aber verkürzt. Weil sich Einzelgläubiger und Solidarschuldner gegenüberstehen, kann es - vor der erbrechtlichen Auseinandersetzung - zu keinem Untergang qua Vereinigung (durch "Konfusion"; Art. 118 OR) kommen. Ebensowenig kann es aber zu diesem Zeitpunkt zu einer erfolgswirksamen Abschreibung wegen Uneinbringlichkeit kommen, denn solange nicht (genügend) geklärt ist, wer die Schulden "übernimmt" (bzw. wem sie im Rahmen der erbrechtlichen Auseinandersetzung zuzuweisen sind), ist auch nicht klar, ob (und ggf. in welchem Umfang) sie sich als uneinbringlich erweisen.”
Die Eigenersteigerung des Gläubigers im Rahmen einer Spezialliquidation führt nicht automatisch zu einer Konfusion (Vereinigung) i.S.v. Art. 118 Abs. 1 OR und damit nicht zwangsläufig zum Erlöschen der Forderung; insb. tritt bei fälligen Schulden keine Überbindung ein, sondern die Schuld wird vorweg aus dem Erlös bezahlt.
“Nicht stichhaltig ist weiter das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe im Zusammenhang mit der Grundpfandverwertung keinen Verlustschein (gemeint wohl: Pfandausfallschein) vorgelegt, weshalb sie über keinen Rechtsöffnungstitel verfüge. Wie erwähnt (vorne E. 2.3), verfügt die Beschwerdegegnerin mit dem Bürgschaftsvertrag sowie den Kreditverträgen über taugliche provisorische Rechtsöffnungstitel. Der Beschwerdeführer übersieht, dass es gemäss Art. 82 Abs. 2 SchKG ihm selbst oblag, Einwendungen welche die Schuldanerkennung entkräften, sofort glaubhaft zu machen und die Beschwerdegegnerin nicht auf eine Urkunde in der Qualität eines Rechtsöffnungstitels angewiesen war, um seinen Einwand, die Hauptschuld sei bereits vollständig getilgt worden, zu widerlegen. Sodann geht der Beschwerdeführer fehl in der Annahme, es sei dadurch, dass die Beschwerdegegnerin als Gläubigerin im Rahmen der Spezialliquidation nach Art. 230a Abs. 2 SchKG das Grundstück der Hauptschuldnerin selbst ersteigert habe, zu einer Konfusion im Sinne von Art. 118 Abs. 1 OR gekommen, was zum (vollständigen) Erlöschen der Hauptforderung und folglich auch zur Beendigung der Bürgschaft geführt habe. Unter anderem übersieht der Beschwerdeführer, dass im Rahmen der Spezialliquidation nach Art. 230a Abs. 2 SchKG keine Überbindung der fällig gewesenen Schuld stattgefunden hat. Zur Überbindung von grundpfandgesicherten Schulden kommt es bloss dann, wenn die Schuld nicht fällig ist. Ist sie hingegen fällig, wird sie "nicht überbunden, sondern vorweg aus dem Erlös bezahlt" (Art. 135 Abs. 1 letzter Satz SchKG). Entgegen der offenbar vom Beschwerdeführer ebenfalls vertretenen Auffassung hatte auch der Untergang der Grundpfandrechte in der gegen die Hauptschuldnerin geführten Zwangsvollstreckung nicht das (vollständige) Erlöschen der pfandgesicherten Forderung zur Folge (s. auch zit. Urteil 5A_295/2023 E. 5.4).”
Genugtuungsansprüche von Angehörigen sind originäre Ansprüche. Sie gelten nicht als mittels Rechtsnachfolge auf die Angehörigen übergegangene Ansprüche und vereinigen sich daher nach der zitierten Rechtsprechung nicht mit Eigentümer‑/Halteransprüchen im Sinne von Art. 118 OR.
“ihres Urteils da- für, dass, selbst wenn G._____ sel. als Halter anzusehen wäre, eine Haftung der Beklagten infrage käme, da es nicht zu einer Vereinigung der Ansprüche im Sinne von Art. 118 OR komme, weil es sich beim Genugtuungsanspruch von Angehöri- gen um einen eigenen Anspruch handle, nicht um einen mittels Rechtsnachfolge auf sie übergegangenen Anspruch. Dazu ist festzuhalten, dass es richtig ist, dass die Ansprüche Angehöriger von Getöteten auf Ersatz ihres immateriellen Scha- dens im Sinne von Art. 47 OR originäre Ansprüche darstellen. Richtig ist deshalb auch, dass entsprechend die Argumentation der Vereinigung der Ansprüche, wie dies beim Anspruch eines selbst verunfallten Halters und Lenkers gegenüber sei- ner Halterhaftpflichtversicherung der Fall ist, nicht verfängt. Im vorliegenden Fall ist zu beachten, dass am Unfall kein anderes Fahrzeug beteiligt war und G._____ sel. als Lenker selber beim verursachten Unfall getötet wurde. Ist nun der Lenker des Autos nicht gleichzeitig Halter des Autos, haftet der Halter bzw. dessen Versi- cherung grundsätzlich für die Betriebsgefahr des Fahrzeuges und den verursach- ten materiellen und immateriellen Schaden. Den Angehörigen steht somit grund- sätzlich ein Anspruch gegen den Halter des Fahrzeuges bzw.”
“ihres Urteils da- für, dass, selbst wenn G._____ sel. als Halter anzusehen wäre, eine Haftung der Beklagten infrage käme, da es nicht zu einer Vereinigung der Ansprüche im Sinne von Art. 118 OR komme, weil es sich beim Genugtuungsanspruch von Angehöri- gen um einen eigenen Anspruch handle, nicht um einen mittels Rechtsnachfolge auf sie übergegangenen Anspruch. Dazu ist festzuhalten, dass es richtig ist, dass die Ansprüche Angehöriger von Getöteten auf Ersatz ihres immateriellen Scha- dens im Sinne von Art. 47 OR originäre Ansprüche darstellen. Richtig ist deshalb auch, dass entsprechend die Argumentation der Vereinigung der Ansprüche, wie dies beim Anspruch eines selbst verunfallten Halters und Lenkers gegenüber sei- ner Halterhaftpflichtversicherung der Fall ist, nicht verfängt. Im vorliegenden Fall ist zu beachten, dass am Unfall kein anderes Fahrzeug beteiligt war und G._____ sel. als Lenker selber beim verursachten Unfall getötet wurde. Ist nun der Lenker des Autos nicht gleichzeitig Halter des Autos, haftet der Halter bzw. dessen Versi- cherung grundsätzlich für die Betriebsgefahr des Fahrzeuges und den verursach- ten materiellen und immateriellen Schaden. Den Angehörigen steht somit grund- sätzlich ein Anspruch gegen den Halter des Fahrzeuges bzw.”
Wenn Gläubiger- und Schuldnerstellung in einer Person zusammenfallen (z. B. infolge Erbfalls, sodass Erben zugleich Schuldner einer gegenüber der verstorbenen Person bestehenden Forderung werden), erlischt die Forderung durch Vereinigung (Art. 118 Abs. 1 OR).
“________, la présomption de l'art. 772 al. 2 CC s'applique, F.________ pouvant "librement disposer des choses mobilières estimées lors de leur remise" et devenant comptable de leur valeur estimée au début de l'usufruit (consid. 3c). Le juge de première instance - dont la décision fait l'objet du dernier appel de la recourante - est aussi parti d'un usufruit de disposition et en a tiré deux conséquences: premièrement, l'usufruitière, à l'exclusion des héritiers nus-propriétaires, était la seule habilitée, conformément à l'art. 755 al. 2 CC, à gérer les avoirs successoraux soumis à son usufruit et, partant, à pouvoir donner un mandat de gestion à l'intimé, avec la précision que le mandat confié à l'intimé par ses cohéritières et l'usufruitière selon la procuration du 16 janvier 1982 ne prévoyait de toute manière pas la gestion des biens par le mandataire; deuxièmement, la différence de 310'286 fr. invoquée comme dommage constituait une dette de l'usufruitière envers les héritiers de E.________, éteinte par confusion (art. 118 al. 1 CO) lorsque lesdits héritiers sont devenus eux-mêmes les débiteurs de cette obligation au moment du décès de leur mère. Dans l'arrêt attaqué, la cour cantonale se déclare liée par les considérants de l'arrêt de renvoi susmentionné qu'elle a elle-même rendu en 2014 et, en conséquence, ne revient pas sur la qualification de l'usufruit dont F.________ bénéficiait. Néanmoins, dans un passage alternant faits et hypothèses de manière peu claire, l'autorité précédente examine le cas comme si l'usufruitière n'avait pas eu un droit de disposition - parce que l'inventaire estimatif de la Justice de Paix ne procéderait pas d'un accord conventionnel - ou qu'elle n'avait pas fait usage de ce droit, demandant l'accord des nus-propriétaires pour procéder à un acte de disposition. Elle en déduit que l'intimé "a fait usage de la procuration délivrée [le 16 janvier 1982] par les nus-propriétaires conjointement à l'usufruitière pour gérer les actifs de la succession de E.________ soumis à l'usufruit" et retient ainsi, comme la recourante le soutenait, un mandat de gestion confié à l'intimé par l'hoirie.”
“2 CC, avait été définitivement tranchée par la Cour de céans dans l’arrêt de renvoi du 16 avril 2014, a considéré que D.G.________ était la seule personne habilitée à gérer les avoirs successoraux soumis à l’usufruit (art. 755 al. 2 CC), à l’exclusion des héritiers nus-propriétaires. Dans ces conditions, l’intimé 1, qui s’était occupé de la gestion desdits avoirs, n’avait pu recevoir un mandat de gestion que de la part de l’usufruitière D.G.________ et l’appelante, qui ne pouvait pas avoir confié un droit de gestion dont elle n’était pas titulaire, n’avait pas de droit personnel contre l’intimé 1 du fait de sa prétendue mauvaise gestion des avoirs soumis à usufruit. Le magistrat a également relevé que le mandat confié à l’intimé 1 par les cohéritiers de C.G.________ selon procuration du 16 janvier 1982 ne prévoyait de toute façon pas la gestion des avoirs soumis à l’usufruit de D.G.________. Le président a dès lors considéré que la différence de 310'286 fr. constituait une dette de l’usufruitière D.G.________ envers ses quatre enfants nus-propriétaires, dette qui s’était éteinte par confusion (art. 118 al. 1 CO) au moment du décès de l’usufruitière. En effet, les quatre enfants ayant été saisis des dettes de leur mère, leur qualité de débiteurs solidaires de la dette précitée était venue se superposer à celle de créanciers solidaires de ce même montant.”
Wenn die Eigenschaften des Gläubigers und des Schuldners in einer Person zusammentreffen, erlischt die Forderung durch Konfusion gemäss Art. 118 Abs. 1 OR. Dies kann etwa eintreten, wenn die Erben einer Partei mit den gegenüberstehenden Berechtigten zusammenfallen, sodass die Forderung der Nachlassmasse bzw. der Erben mit deren Schuldstellung identisch wird.
“Pour le reste, rien dans les termes de la procuration de 1982 ne laisse apparaître que l'hoirie avait chargé l'intimé de la gestion des avoirs de la succession soumis à l'usufruit de F.________, en dérogation à la règle de l'art. 755 al. 2 CC accordant le pouvoir de gestion à l'usufruitier. Dès lors qu'une éventuelle responsabilité de l'intimé fondée sur un mandat de gestion de l'hoirie n'entre pas en ligne de compte, les héritiers de E.________ et nus-propriétaires n'ont pas pu subir, lors de la création du compte en usufruit en 1999, un dommage lié à l'exécution imparfaite d'une obligation de restitution du mandant au sens de l'art. 400 al. 1 CO. En réalité, l'obligation de restitution incombait à l'usufruitière (cf. art. 772 al. 1 CC). Ce n'est qu'en 2006, au décès de leur mère (art. 749 al. 1 CC), que les nus-propriétaires étaient susceptibles de subir un dommage, si les actifs restitués étaient d'une valeur inférieure à la valeur des actions en cause. Mais il s'agirait alors d'une dette de la succession de l'usufruitière dont les héritiers se confondent avec les nus-propriétaires; elle serait ainsi éteinte par confusion (art. 118 al. 1 CO).”
“Pour le reste, rien dans les termes de la procuration de 1982 ne laisse apparaître que l'hoirie avait chargé l'intimé de la gestion des avoirs de la succession soumis à l'usufruit de F.________, en dérogation à la règle de l'art. 755 al. 2 CC accordant le pouvoir de gestion à l'usufruitier. Dès lors qu'une éventuelle responsabilité de l'intimé fondée sur un mandat de gestion de l'hoirie n'entre pas en ligne de compte, les héritiers de E.________ et nus-propriétaires n'ont pas pu subir, lors de la création du compte en usufruit en 1999, un dommage lié à l'exécution imparfaite d'une obligation de restitution du mandant au sens de l'art. 400 al. 1 CO. En réalité, l'obligation de restitution incombait à l'usufruitière (cf. art. 772 al. 1 CC). Ce n'est qu'en 2006, au décès de leur mère (art. 749 al. 1 CC), que les nus-propriétaires étaient susceptibles de subir un dommage, si les actifs restitués étaient d'une valeur inférieure à la valeur des actions en cause. Mais il s'agirait alors d'une dette de la succession de l'usufruitière dont les héritiers se confondent avec les nus-propriétaires; elle serait ainsi éteinte par confusion (art. 118 al. 1 CO).”
Wenn Forderungs- und Schuldposition in einer Person zusammenfallen (z. B. dieselbe Person ist zugleich Schädiger und Geschädigter), geht die Forderung nach Art. 118 OR durch Vereinigung unter. Nach einschlägiger Rechtsprechung gilt dies namentlich für den lenkenden Halter: Er kann aus der Betriebsgefahr seines eigenen Fahrzeugs keine Ersatzansprüche gegen sich selbst bzw. gegen seine Haftpflichtversicherung geltend machen.
“, Art. 58 SVG N 4). Nach dem Interesse- oder Utilitätsprinzip soll die kausale Haftung für die Betriebsgefahr derjenige tragen, welcher den besonderen und unmittelbaren Nutzen aus dem gefährlichen Betrieb des Motorfahrzeuges hat; in der Regel hat derjenige das grösste Interesse am Betrieb des Fahrzeuges, wel- cher über das Fahrzeug unmittelbar verfügt und es jederzeit nach eigenen Bedürf- nissen und zu eigenem Nutzen betreiben kann. Alleine die Übernahme der Kos- ten aus irgendwelchen Gründen vermag die Haftung für die Betriebsgefahr ge- mäss Bundesgericht nicht zu begründen, vielmehr ist die Verfügungsgewalt über das Fahrzeug und die Nutzniessung aus der Sache entscheidend (vgl. dazu BGE 129 III 102 E. 2.2). Wer lenkender Halter oder Mithalter eines Fahrzeuges ist, kann aus der Betriebs- gefahr seines eigenen Fahrzeuges keine Ansprüche geltend machen, wenn ein Schaden verursacht wird, da er selber für den Schaden einzustehen hat bzw. die Forderung durch Vereinigung in Anwendung von Art. 118 OR untergeht, falls er zugleich Schädiger und Geschädigter ist. Der lenkende Halter hat keinen An- spruch gegen seine Haftpflichtversicherung (vgl. LANDOLT/DÄHLER, Familiäre As- pekte der Motorfahrzeughaftpflicht, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2012, S. 115 Rz 8). Anders ist dies beim Lenker eines Schaden verursachenden Fahrzeuges, dessen Halter er nicht ist: Bei dieser Konstellation ist der lenkende Nichthalter als Geschädigter aktivlegitimiert für Schadenersatzansprüche gegen - 14 - den nichtlenkenden Fahrzeughalter bzw. dessen Haftpflichtversicherung (LAN- DOLT/DÄHLER, a.a.O., S. 115 Rz 6).”
Bei Solidarhaftung kann die Gläubigerin von einem solidarisch haftenden Schuldner nur denjenigen Teil der Forderung fordern, für den dieser gegenüber ihr haftet. Ferner führt die Vereinigung von Gläubiger- und Schuldnereigenschaften — z. B. wenn Schädiger und Geschädigter in einer Person zusammenfallen — zum Untergang der Forderung; die vereinigte Person hat in diesem Fall keinen Anspruch aus der erloschenen Forderung.
“Enfin, le recourant soutient que la caisse de compensation intimée pourrait compenser de futures prestations d'assurance dues à C.________ avec le dommage que ce dernier lui a causé, en raison de la confusion existant entre les deux débiteurs (cf. art. 118 CO). On peut s'abstenir de se prononcer sur cette éventualité, car elle n'a aucune incidence sur le sort du présent litige. Le recourant est solidairement responsable avec un tiers du dommage causé à l'intimée, de sorte qu'il est loisible à cette dernière de lui en demander réparation à concurrence du montant dont il répond envers elle (cf. ATF 135 V 65 consid. 1.7; 119 V 86 consid. 5a).”
“, Art. 58 SVG N 4). Nach dem Interesse- oder Utilitätsprinzip soll die kausale Haftung für die Betriebsgefahr derjenige tragen, welcher den besonderen und unmittelbaren Nutzen aus dem gefährlichen Betrieb des Motorfahrzeuges hat; in der Regel hat derjenige das grösste Interesse am Betrieb des Fahrzeuges, wel- cher über das Fahrzeug unmittelbar verfügt und es jederzeit nach eigenen Bedürf- nissen und zu eigenem Nutzen betreiben kann. Alleine die Übernahme der Kos- ten aus irgendwelchen Gründen vermag die Haftung für die Betriebsgefahr ge- mäss Bundesgericht nicht zu begründen, vielmehr ist die Verfügungsgewalt über das Fahrzeug und die Nutzniessung aus der Sache entscheidend (vgl. dazu BGE 129 III 102 E. 2.2). Wer lenkender Halter oder Mithalter eines Fahrzeuges ist, kann aus der Betriebs- gefahr seines eigenen Fahrzeuges keine Ansprüche geltend machen, wenn ein Schaden verursacht wird, da er selber für den Schaden einzustehen hat bzw. die Forderung durch Vereinigung in Anwendung von Art. 118 OR untergeht, falls er zugleich Schädiger und Geschädigter ist. Der lenkende Halter hat keinen An- spruch gegen seine Haftpflichtversicherung (vgl. LANDOLT/DÄHLER, Familiäre As- pekte der Motorfahrzeughaftpflicht, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2012, S. 115 Rz 8). Anders ist dies beim Lenker eines Schaden verursachenden Fahrzeuges, dessen Halter er nicht ist: Bei dieser Konstellation ist der lenkende Nichthalter als Geschädigter aktivlegitimiert für Schadenersatzansprüche gegen - 14 - den nichtlenkenden Fahrzeughalter bzw. dessen Haftpflichtversicherung (LAN- DOLT/DÄHLER, a.a.O., S. 115 Rz 6).”
Vereinigung (Konfusion) führt zum Erlöschen der Forderung. Beispiele: Bei einer Absorption kann die Forderung auf den Erwerber übergehen und dort mit dessen Schuld verschmelzen (Konfusion). Ebenso führt das Zusammentreffen von Gläubiger- und Schuldnereigenschaft nach wirksamer Zession zum Erlöschen der Obligation (Art. 118 Abs. 1 OR).
“Der Erlös aus dem Verkauf der Aktien durch die Beschwerdeführerin an die Käufergesellschaft betrug Fr. 610'000.--. Die Ausschüttung bestand in der Absorption der B.________ AG durch die Käufergesellschaft, wodurch das letzte nennenswerte Aktivum der B.________ AG - die ihr von der Beschwerdeführerin abgetretene Kaufpreisforderung von Fr. 610'000.-- auf die Käufergesellschaft über- und sodann durch Konfusion unterging (Art. 118 Abs. 1 OR).”
“19). Die Darstellung der Beschwerdeführerin, welche darauf hinausläuft, dass ein Gläubiger mit Abschluss des Vertrages seinen Erfüllungsanspruch an den Schuldner zediert, wobei dieser den Anspruch im Falle einer Vertragsverletzung veruntreut, lässt sich mit den zivilrechtlichen Bestimmungen ebenfalls nicht in Einklang bringen. Offenkundig kann kein sachenrechtlicher Besitz (Art. 919 ff. ZGB) an einer Forderung begründet werden, wie dies die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 5. Juli 2021 (S. 7, Rz. 10) suggeriert. Sodann bedarf die Abtretung einer Forderung gemäss Art. 165 Abs. 1 OR der schriftlichen Form. Zumal für die von der Beschwerdeführerin behauptete Abrede keinerlei Anhaltspunkte im Wortlaut des Darlehens- und Pfandvertrags vom 23. April 2019 bestehen, fällt eine Übertragung des Erfüllungsanspruchs ausser Betracht. Selbst wenn man von einer rechtsgültigen Zession ausgehen wollte, wäre diese Obligation zufolge Vereinigung der Schuldner- und Gläubigereigenschaft erloschen (Art. 118 Abs. 1 OR). Folglich hätte zu keinem Zeitpunkt ein Recht der Beschwerdeführerin bestanden, welches von den Beschwerdegegnern 2 und 3 hätte veruntreut werden können. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, welche aus der unterlassenen Errichtung des Registerschuldbriefs seitens der Beschwerdegegner eine Veruntreuung anvertrauter Vermögenswerte konstruieren will, läuft damit ins Leere.”
Art. 118 Abs. 1 OR (Vereinigung) führt nicht ohne Weiteres zur Erlöschung einer selbstständigen, unwiderruflichen Garantie oder Bürgschaft, wenn Gläubiger- und Schuldnerstellung zusammenfallen. Aus dem Wortlaut und der Rechtsprechung ergibt sich, dass eine Bank, die sich als „irrevocable“, „independent“ und „on first demand“ zur Zahlung verpflichtet hat, an diese Verpflichtung grundsätzlich gebunden bleibt. Soweit die Geltendmachung der Garantie jedoch offensichtlich missbräuchlich ist, kann und muss der Garant die Leistung verweigern (z.B. mangels tatsächlich bestehender Forderung des Begünstigten gegen den Hauptschuldner, durch ersatzlose Ausweitung der Garantie auf fremde Ansprüche oder bei offensichtlicher Unverhältnismässigkeit des geforderten Betrags).
“Il y a notamment abus manifeste : - si le bénéficiaire cherche à mettre en jeu la garantie pour couvrir une prétention qu'elle n'avait pas pour but d'assurer: en effet, comme la finalité du contrat de garantie est la couverture d'un risque particulier, la garantie ne peut s'appliquer à un autre contrat que le contrat de base (ATF 122 III 321 consid. 4a; arrêts du Tribunal fédéral 4A_111/2014 du 31 octobre 2014 déjà cité, consid. 3.3; 4C.25/2003 du 19 mai 2003 consid. 2.1); - si le bénéficiaire n'a aucune prétention contre le débiteur principal parce que celui-ci a indubitablement exécuté sa prestation (arrêt du Tribunal fédéral 4A_111/2014 du 31 octobre 2014, consid. 3.3 in medio et l'arrêt cité); - si le montant réclamé au titre de la garantie est en disproportion manifeste avec celui du dommage subi par le créancier (arrêt du Tribunal fédéral 4A_111/2014 du 31 octobre 2014, ibidem). En cas d'abus, le garant non seulement peut, mais doit refuser de verser la garantie (ATF 138 III 241 consid. 3.2); ce faisant, il défend les intérêts de son client et accomplit correctement son mandat (arrêt du Tribunal fédéral 4A_709/2016 du 6 avril 2017 consid. 2.3). 2.1.4 L'obligation est éteinte par confusion, lorsque les qualités de créancier et de débiteur se trouvent réunies dans la même personne (art. 118 al. 1 CO). 2.2 En l'espèce, il apparaît établi et incontesté que l'on se trouve en présence d'une garantie indépendante au vu du texte de celle-ci. En effet, il s'agit d'un engagement pris par une banque à payer "de façon irrévocable" et "indépendamment de la validité et des effets juridiques de la relation de crédit susmentionnée". La banque a renoncé à faire valoir les exceptions et objections résultant de la relation de base et s'est engagée à payer à première demande. 2.3 Il s'agit maintenant de déterminer si le Tribunal a à bon droit refusé d'allouer le montant réclamé par l'appelante au titre de cette garantie. Afin de sceller le sort de cette question, il suffit de se limiter à la question de la conformité de l'appel à la garantie (consid. 2.4 ci-après) et de traiter, à titre superfétatoire, la question du caractère abusif de la démarche de l'appelante (consid. 2.5 ci-après). 2.4 Il ressort du texte de la garantie litigieuse que celle-ci a été émise, pour remplacer la garantie précédente au nom de D______, sur demande de G______, ce en lien avec un contrat de servitude que celle-ci aurait conclu avec la Ville E______.”
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