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Art. 18

814.680OSitesFederal Council Ordinance1 oct. 1998Source originale
  1. L’autorité évalue le projet d’assainissement. Ce faisant, elle tient compte en particulier:
    1. de l’effet des mesures sur l’environnement;
    2. de l’efficacité à long terme de ces mesures;
    3. des dangers que représente le site pollué pour l’environnement avant et après l’assainissement;
    4. si la décontamination est incomplète, de la possibilité de contrôler les mesures et de combler les lacunes, ainsi que d’assurer les moyens nécessaires pour les mesures prévues;
    5. de ce que les conditions permettant de s’écarter de l’objectif fixé pour l’assainissement en vertu de l’art. 15, al. 2 et 3, sont remplies ou non.
  2. Se basant sur l’évaluation, elle rend une décision fixant en particulier:
    1. les buts définitifs de l’assainissement;
    2. les mesures d’assainissement, le suivi ainsi que les délais à respecter;
    3. les autres charges et conditions à remplir pour la protection de l’environnement.
  3. Dans des cas exceptionnels, elle peut, avec l’accord de l’Office fédéral de l’environnement (OFEV), approuver la remise en place de matériaux d’excavation pollués qui ne remplissent pas les exigences de valorisation visées à l’art. 19 de l’ordonnance du 4 décembre 2015 sur les déchets1sur le site d’où proviennent ces matériaux:
    1. si, ce faisant, on réduit globalement la pollution de l’environnement;
    2. s’il est prouvé que les matériaux d’excavation remis en place n’engendrent pas d’atteintes nuisibles ou incommodantes et qu’il n’existe pas de danger concret que de telles atteintes apparaissent, et
    3. si le site est surveillé à long terme.2

Footnotes

  1. RS 814.600

  2. Introduit par le ch. I de l’O du 31 mai 2024, en vigueur depuis le 1erjuil. 2024 (RO 2024 253).

4 commentaries

N1.Contestabilité des décisions de variante par des tiers (art. 18 OSites)

Les décisions relatives aux variantes ne peuvent pas être contestées directement par des tiers ; leur examen n'intervient que préjudiciellement dans le cadre du recours contre les autorisations ou décisions subséquentes qui y sont fondées, conformément à l'art. 18 OSites.

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass Fragen der Koordination von land- und seeseitiger Sanierung relevant werden, wenn der Varianten- entscheid für den einen Teil so begründet wird, dass die Berücksichtigung von Synergien (bei ausgeschlossenen Varianten) zu einer abweichenden Beurteilung führen könnte und für den anderen Teil nicht bereits rechtskräftig entschieden wurde, dass die korrespondierende (die Synergie herbeifüh- rende) Variante nicht als die optimale Sanierungsvariante erachtet und des- halb ausgeschlossen wird (was aufgrund der wechselseitigen Koordination nur aus Gründen, die ihrerseits nicht durch Synergien relativierbar sind, mög- lich wäre). Soweit nach dieser Massgabe eine Koordination erforderlich er- scheint, ist sodann zu beachten, dass diese – wie aus dem Vorstehenden erhellt – materiell die Variantenentscheide betrifft. Da aber die Variantenent- scheide durch Dritte gar nicht direkt anfechtbar sind, sondern eine Überprü- fung lediglich vorfrageweise bei Anfechtung der gestützt darauf ergehenden Bewilligungen (bzw. Festlegung gemäss Art. 18 AltlV) erfolgt (vgl. E. 7.2.1), kann die blosse Koordination der Variantenentscheide nicht die gemeinsame Anfechtbarkeit, welche wiederum eine einheitliche Überprüfung durch die R2.2023.00128 Seite 156 Rechtsmittelinstanzen erlaubt, sicherstellen. Umgekehrt könnten aber einer Koordination auch der nachgelagerten Entscheide unter Umständen – ins- besondere unter Berücksichtigung der vorstehend erwähnten Dringlichkeit – Bedenken hinsichtlich der Praktikabilität erwachsen. Die Frage ist vorliegend nicht abschliessend zu klären: Nachdem wie aufgezeigt die Notwendigkeit einer Abstimmung von see- und landseitiger Sanierung massgeblich von der Begründung des zur Diskussion stehenden Variantenentscheids abhängt, kann lediglich im konkreten Anwendungsfall beurteilt werden, ob den ent- sprechenden Voraussetzungen Genüge getan wurde. Im vorliegenden Re- kursverfahren muss es demgegenüber bei den beiden Hinweisen auf die Möglichkeit von Konstellationen, die eine Abstimmung erfordern, und auf die in diesem Fall auftretende Problematik des Auseinanderfallens von Varian- tenentscheid und durch Dritte anfechtbarem nachgelagerten Entscheid sein Bewenden haben.

N2.Vérification de la qualité de l'eau dans les projets d'assainissement

Citation : OSites art. 18 ch. 3 Lors de l'examen d'un projet d'assainissement, il convient de vérifier si les exigences de la législation relative à la protection des eaux concernant la qualité de l'eau sont respectées. On peut se référer à l'aide à l'exécution pertinente «Besoins d'assainissement ainsi que objectifs et urgence d'un assainissement».

das Gewässer die Anfor- derungen der Gewässerschutzgesetzgebung an die Wasserqualität erfüllt (vgl. zu diesen – kumulativ zu erfüllenden – Voraussetzungen die in E. 6.2 zitierte Vollzugshilfe "Sanierungsbedarf sowie Ziele und Dringlichkeit einer Sanierung", S. 17 ff.; vgl. auch Art. 18 Abs. 1 lit. e AltlV). Fraglich ist zunächst, ob es sich vorliegend überhaupt um einen Anwendungsfall von Art. 15 Abs. 3 AltlV – auf welchen sich die Vorinstanzen gar nicht berufen – handelt: Zu- nächst wird das jeweils in den Erwägungen erwähnte (und auch in act.
das Gewässer die Anfor- derungen der Gewässerschutzgesetzgebung an die Wasserqualität erfüllt (vgl. zu diesen – kumulativ zu erfüllenden – Voraussetzungen die in E. 6.2 zitierte Vollzugshilfe "Sanierungsbedarf sowie Ziele und Dringlichkeit einer Sanierung", S. 17 ff.; vgl. auch Art. 18 Abs. 1 lit. e AltlV). Fraglich ist zunächst, ob es sich vorliegend überhaupt um einen Anwendungsfall von Art. 15 Abs. 3 AltlV – auf welchen sich die Vorinstanzen gar nicht berufen – handelt: Zu- nächst wird das jeweils in den Erwägungen erwähnte (und auch in act.

N3.Conditions accessoires en droit des sites contaminés

OSites art. 18 n. 2 Dans la pratique, lors de modifications de projets, on accepte fréquemment des prescriptions accessoires au regard du droit des sites contaminés et du droit des déchets; l'art. 18 OSites n'est toutefois pas toujours expressément mentionné, alors que la décision peut, par exemple, fixer l'objectif d'assainissement et d'autres prescriptions.

Januar 2021 werde in altlasten- und abfallrechtlicher Hin- sicht gemäss Art. 18 AltlV unter gewissen Nebenbestimmungen genehmigt (Dispositivziffer III.1), wobei erneut die Festlegung des Sanierungsziels er- folgte (Dispositivziffer III.1.b); ausserdem wurde dem Bauvorhaben in altlas- ten- und abfallrechtlicher Hinsicht als Grundlage für die Baubewilligung und Baufreigabe unter Nebenbestimmungen zugestimmt (Dispositivziffer III.2). In analoger Weise hielt der zweite Variantenentscheid vom 28. Januar 2022 – neben den vorstehend erwähnten Anordnungen – in Dispositivziffer I.3 fest, das AWEL habe ein angepasstes Sanierungsprojekt zu erstellen und der Be- hörde innert bestimmter Frist zur Genehmigung einzureichen. Wenn in der Folge die angefochtene Gesamtverfügung vom 11. April 2023 in Dispositiv- ziffer III (betreffend Bauten und Anlagen in einem Perimeter gemäss Kataster der belasteten Standorte) lediglich festhält, der Projektänderung werde in alt- lastenrechtlicher Hinsicht mit Nebenbestimmungen zugestimmt, so liegt da- rin trotz fehlender Erwähnung von Art. 18 AltlV (auf welchen denn auch in act.

N4.Fixation de l'objectif d'assainissement selon l'art. 18 OSites

En pratique, lors des autorisations fondées sur l'art. 18 OSites, il est souvent demandé de définir un objectif d'assainissement concret ; dans les décisions citées, cet objectif a été fixé dans les dispositions accessoires (numéros du dispositif) et l'autorité compétente a été chargée d'élaborer un projet d'assainissement adapté et de le soumettre pour approbation.

Januar 2021 werde in altlasten- und abfallrechtlicher Hin- sicht gemäss Art. 18 AltlV unter gewissen Nebenbestimmungen genehmigt (Dispositivziffer III.1), wobei erneut die Festlegung des Sanierungsziels er- folgte (Dispositivziffer III.1.b); ausserdem wurde dem Bauvorhaben in altlas- ten- und abfallrechtlicher Hinsicht als Grundlage für die Baubewilligung und Baufreigabe unter Nebenbestimmungen zugestimmt (Dispositivziffer III.2). In analoger Weise hielt der zweite Variantenentscheid vom 28. Januar 2022 – neben den vorstehend erwähnten Anordnungen – in Dispositivziffer I.3 fest, das AWEL habe ein angepasstes Sanierungsprojekt zu erstellen und der Be- hörde innert bestimmter Frist zur Genehmigung einzureichen. Wenn in der Folge die angefochtene Gesamtverfügung vom 11. April 2023 in Dispositiv- ziffer III (betreffend Bauten und Anlagen in einem Perimeter gemäss Kataster der belasteten Standorte) lediglich festhält, der Projektänderung werde in alt- lastenrechtlicher Hinsicht mit Nebenbestimmungen zugestimmt, so liegt da- rin trotz fehlender Erwähnung von Art. 18 AltlV (auf welchen denn auch in act.