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Art. 223

321.0MStGFederal Act01.01.1928Originalquelle
  1. Anstände über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit werden vom Bundesstrafgericht endgültig entschieden.1
  2. Das Bundesstrafgericht hebt Verfahren oder Urteile auf, die einen Übergriff der zivilen in die militärische Gerichtsbarkeit oder der militärischen in die zivile Gerichtsbarkeit enthalten. Es trifft nötigenfalls vorsorgliche Massnahmen.2
  3. Die infolge des aufgehobenen Urteils vollzogene Strafe wird auf eine infolge des andern Urteils zu erstehende Strafe angerechnet.

Footnotes

  1. Fassung gemässAnhang Ziff. 11 des Strafgerichtsgesetzes vom 4. Okt. 2002, in Kraft seit 1. April 2004 (AS 2003 21332131;BBl 2001 4202 ).

  2. Fassung gemässAnhang Ziff. 11 des Strafgerichtsgesetzes vom 4. Okt. 2002, in Kraft seit 1. April 2004 (AS 2003 21332131;BBl 2001 4202 ).

1 commentary

N1.Zuständigkeit der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Für die nach Art. 223 MStG entscheidenden Anstände sind nach der Rechtsprechung die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zuständig.

Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts entscheidet über Konflikte über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit (Art. 223 MStG i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 des Organisationsreglements vom 31. August 2010 für das Bundesstrafgericht [Organisationsreglement BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]; Godel, La procédure pénale militaire en Suisse, 2018, S. 176, 192, 267; Schmid/Jositsch, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, N. 433; vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2011.40 vom 4. November 2011).