Voltar à lei

Art. 28

831.20IVGFederal Act15 de out. de 1959Fonte original
  1. Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die:
    1. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
    2. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG1) gewesen sind; und
    3. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
  2. Eine Rente nach Absatz 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Artikel 8 Absätze 1bisund 1ternicht ausgeschöpft sind.2
  3. 3

Footnotes

  1. SR 830.1

  2. Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV), in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 705;BBl 2017 2535).

  3. Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV), mit Wirkung seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 705;BBl 2017 2535).

575 commentaries

N1.Stichtag und Karenzfrist bei Besserung

Bei graduellen Änderungen des Invaliditätsgrades kann die Rente entsprechend herabgesetzt oder aufgehoben werden. Erreicht der Invaliditätsgrad infolge Besserung die rentenausschliessenden Schwellen von Art. 28 Abs. 2 IVG, ist bei der Bestimmung des massgeblichen Stichtags die dreimonatige Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV sowie — sofern einschlägig — das Ende des Wartejahrs zu beachten; die Herabsetzung oder Aufhebung erfolgt dann zum sich daraus ergebenden Datum.

Zusammenfassend ergibt sich in Anwendung der gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor), bei einem Status von 70 % Erwerb und 30 % Haushalt (vgl. E. 5.5 hiervor), per 1. August 2020 (Ablauf des Wartejahres; vgl. E. 6.1 hiervor) unter Berücksichtigung einer erwerblichen Einschränkung von 42 % (vgl. E. 6.4 hiervor) und einer Einschränkung im Haushalt von 0 % (vgl. E. 7.3 hiervor) ein IV-Grad von 42 %. Demnach hat der Beschwerdeführer ab dem 1. August 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 2.2 hiervor). Ab Februar 2021 belief sich die erwerbliche Einschränkung auf 35 % (vgl. E. 6.4 hiervor); die Einschränkung im Haushalt betrug unverändert 0 % (vgl. E. 7.3 hiervor). Dies ergibt einen nunmehr rentenausschliessenden IV-Grad von 35 % (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG). Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.5 hiervor) führt dies grundsätzlich (vgl. E. 8.2 hiernach) zur Aufhebung der Viertelsrente per 31. Mai
Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 60 % ab dem 14. Juni 2021 beträgt der Invaliditätsgrad 40 % (100 % ./. 60 %), was gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine Viertelsrente begründet. Zufolge Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf mindestens 70 % seit dem 14. Juli 2021 beträgt der nunmehr rentenausschliessende Invaliditätsgrad noch höchstens 30 % (100 % ./. 70 %). Unter Berücksichtigung der Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2 f.) ist die vormals ganze Rente (vgl. vorne E. 4.1) folglich ab dem 1. Oktober 2021 auf eine Viertelsrente herabzusetzen und sodann per 31. Oktober 2021 aufzuheben.
% (vgl. vorne E. 6.3). Dies ergibt einen nunmehr rentenausschliessenden Invaliditätsgrad (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG) von rund 21 % (20.63 %). Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.4) führt dies zur Aufhebung der Invalidenrente per 31. Mai

N2.Kein Rentenanspruch bei 20–25% Invalidität

Nach der zitierten Rechtsprechung führt ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 20 % bzw. 25 % nicht zu einem Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 2 IVG; die vorinstanzliche Abweisung der Rentenforderung wurde in diesem Entscheid bestätigt.

Nach einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Invalideneinkomen von Fr. 50'327.-; Valideneinkommen von Fr. 62'892.- [gemäss der Vorinstanz] oder Fr. 67'102.- [gemäss dem Beschwerdeführer; vgl. E. 6.2 in fine]) resultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 20 % bzw. 25 %, welcher keinen Anspruch auf eine Rente verleiht (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die vorinstanzliche Bestätigung der rentenablehnenden Verfügung vom 9. November 2021 ist damit bundesrechtskonform.

N3.Ernsthafte Zweifel durch nachgereichte Unterlagen

Nach h.M. können ergänzende bzw. nachgereichte medizinische Unterlagen allein nicht ohne Weiteres dazu führen, von einem zuvor als beweiskräftig beurteilten Administrativ- oder Verlaufsgutachten abzuweichen; sie müssen ernsthafte Zweifel an dessen Schlussfolgerungen begründen, damit das Gutachten nicht mehr verbindlich bleibt.

Entscheid Versicherungsgericht, 17.10.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a IVG. Beweiskraft des Administrativgutachtens bejaht. Die nachgereichten medizinischen Unterlagen vermögen keine ernsthaften Zweifel am Gutachten zu erwecken. Ist der medizinische
Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2021 Art. 28 IVG; Art. 17 ATSG: Gestützt auf das beweiskräftige Verlaufsgutachten ist eine revisionsweise
Au vu de l’ensemble des éléments exposés ci-dessus, il y a lieu de considérer que l’expertise du Q.________ du 16 août 2018 a pleine valeur probante. Ceci étant, l’intimé était justifié à se fonder sur ses conclusions pour retenir que la recourante dispose d’une pleine capacité de travail dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (dont il a donné des exemples) depuis le 1er février 2015, à procéder au calcul du degré d’invalidité tel qu’il l’a fait – calcul non critiqué par la recourante, à juste titre – et, au vu du degré d’invalidité de 5 % en résultant, de nier le droit de la recourante à une rente d’invalidité (art. 28 LAI).

N4.Zeitidentischer Einkommensvergleich

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend. Validen‑ und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln; rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen. Soweit zum relevanten Zeitpunkt noch nicht alle lohnstatistischen Zahlen vorliegen, ist das Abstellen auf frühere (verfügbare) LSE‑Jahreswerte zulässig. Zur Ermittlung des Invalideneinkommens können die Tabellen der Lohnstrukturerhebung (z. B. TA1, sektor- und positionsspezifisch) herangezogen werden.

Das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 IVG) ist nach Ablauf der sechsmonatigen Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) seit der Anmeldung per 1. Februar 2022 unstreitig erfüllt (vgl. hierzu auch E. 4.5 nachfolgend). Es verbleibt die Ermittlung des Invaliditätsgrades. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird grundsätzlich das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Mit Blick auf die im zweiten Halbjahr 2021 (vgl. E. 2.1 hiervor) erfolgte Neuanmeldung fiel der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG sowie unter der Prämisse einer erfüllten Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) in das Jahr 2022, womit die Invaliditätsbemessung grundsätzlich auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. Da jedoch für das Jahr 2022 im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch nicht alle relevanten lohnstatistischen Zahlen vorgelegen haben, ist der Einkommensvergleich für das Jahr 2021 (und damit gestützt auf die damals geltenden LSE-Tabellenlöhne des Jahres 2020) vorzunehmen.
Da der mutmassliche Rentenanspruch im Dezember 2020 (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) beginnt, ist das Invalideneinkommen anhand der LSE 2020 zu ermitteln und dabei auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor abzustellen (BGE 126 V 75 E. 7a; Urteile BGer 8C_124/2021 vom 2. August 2021 E. 4.4.1; 8C_58/2021 vom 30. Juni 2021 E. 4.1.1; vgl. auch Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Januar 2024, Rz. 3207 und Anhang III). In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin unter vielfältigen somatischen und psychischen Beschwerden leidet und ihr nicht viele Tätigkeitsfelder offenstehen, ist nicht zu beanstanden und wird seitens der Beschwerdeführerin auch nicht kritisiert, dass auf die Position 77-82 (sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen) abgestellt wurde, handelt es sich doch dabei um die bisher ausgeübte Tätigkeit, die der Beschwerdeführerin nach wie vor mit einer gewissen Leistungseinschränkung zumutbar ist. In diesem Tätigkeitsbereich lag die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2020 bei 41,8 Stunden (vgl.
Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist zur Berechnung des Valideneinkommens unbestrittenermassen auf den zuletzt erzielten Lohn bei der Y.___ aufgerechnet auf das Jahr 2021 (Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Januar 2021 erfüllt) und damit auf ein Jahreseinkommen von Fr. 57'216.-- abzustellen (Urk. 6/67 und Urk. 6/30/5 und 6/20/23; Fr. 4'375.--x 13 [Monatslöhne] x 1.006).     Unbestritten blieb auch das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen, wobei zu Recht die Tabellenwerte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2020) beigezogen wurden, nachdem die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit nicht verwertet. Die Beschwerdegegnerin ermittelte dabei für das Jahr 2021 ein Invalideneinkommen von Fr. 53'814.00 (Urk. 6/67), was mit Blick auf die einschlägigen Tabellen nicht zu beanstanden ist. Der Verzicht auf einen sogenannt leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn ist mit Blick darauf, dass das Bundesgericht in jüngerer Zeit selbst bei einer versicherten Person mit Einschränkungen der dominanten Hand auf einen Abzug verzichtete (Urteil 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 3.2 und E. 4.2.2) und die linksdominante Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf eine körperlich leichte Tätigkeit, welche den Rücken und die rechte Schulter schont, angewiesen ist (vgl.

N5.Keine Haushaltsprüfung bei ganzer Invalidenrente

Ergibt sich aufgrund der Erwerbsunfähigkeit bereits ein Invaliditätsgrad, der den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente nach Art. 28 Abs. 2 IVG begründet, ist eine gesonderte Prüfung oder Einbeziehung von Einschränkungen im Haushalt grundsätzlich entbehrlich.

Die Vorinstanz hat richtig erkannt, dass aufgrund der vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin im erwerblichen Bereich seit Januar 2014 ein gewichteter Invaliditätsgrad von 80 % resultiert (vgl. auch E. 3.1 hiervor). Dies ist denn auch unbestritten. Da bereits dies zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt (Art. 28 Abs. 2 IVG), braucht nicht geprüft zu werden, ob bzw. bejahendenfalls in welchem Ausmass Einschränkungen im Aufgabenbereich Haushalt zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades führen. Unbehelflich ist somit der Einwand der IV-Stelle, die Vorinstanz habe den Haushaltabklärungsbericht vom 4. August 2016 zu Unrecht nicht beachtet.

N6.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG legt eine gestaffelte Rentenzuteilung nach Invaliditätsgrad fest: ab 40% Viertelsrente, ab 50% Halbrente, ab 60% Dreiviertelsrente und ab 70% ganze Rente. Dies bestimmt die Höhe des Rentenanspruchs in der Praxis.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]).
Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen
Aux termes de l'art. 28 al. 1 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 [pour le droit en vigueur postérieurement, cf. modification de la LAI du 19 juin 2020, Développement continu de l'AI; RO 2021 705]) déterminant en l'espèce (ATF 148 V 21 consid. 5.3 et les références), le droit à une rente d'invalidité présuppose notamment que l'assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qu'au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. Selon l'échelonnement des rentes prévu à l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins ou à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins.

N7.Befristeter voller Rentenanspruch und Anpassung

Nach Ablauf des Wartejahres kann ein zeitlich befristeter voller Rentenanspruch entstehen. Bei späterer Besserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands ist eine Umwandlung oder Aufhebung der Rente (beispielsweise in eine halbe oder keine Rente) möglich.

113-18 bis 26) sowie in Beachtung der persönlichen und beruflichen Entwicklung und der gesamten Krankengeschichte (IV-act. 113-27 bis 28, 54 ff.). Der Experte setzte sich mit den teils anderslautenden Beurteilungen und Diagnosen der Behandler auseinander und begründete seine divergierenden Einschätzungen medizinisch nachvollziehbar (IV-act. 113-31). Es ist darauf abzustellen, sowohl in Bezug auf die Diagnosestellungen als auch bezüglich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen im Verlauf und ab dem Begutachtungszeitpunkt. Damit ist hinlänglich erstellt, dass der Beschwerdeführer medizinisch-theoretisch ab dem 22. Juni 2020 als zu 100 %, ab dem 21. Februar 2021 als zu 80 % und ab Februar 2022 als zu 50 % arbeitsunfähig, in angestammter und adaptierter Tätigkeit, zu qualifizieren ist. Ab dem Begutachtungszeitpunkt im September 2022 lag medizinisch-theoretisch keine Arbeitsunfähigkeit mehr vor, weder in der angestammten noch in adaptierter Tätigkeit (IV-act. 113-34 f.). Entsprechend verfügte die Beschwerdegegnerin zu Recht per Juni 2021 (nach Ablauf der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) bis und mit Mai 2022 (die Verbesserung wird gestützt auf Art. 88a Abs. 1 IVV erst nach drei Monaten berücksichtigt) eine befristete ganze Rente und danach ab Juni 2022 bis und mit Dezember 2022 eine befristete halbe Rente. In diesem Zeitraum arbeitete denn der Beschwerdeführer auch zu 50 % in seiner angestammten Tätigkeit bei der Z.___ (IV-act. 113-11). Ab dem 1. Januar 2023 besteht bei voller Arbeitsfähigkeit auch in angestammter Tätigkeit in Anwendung des Prozentvergleichs (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts vom 12. September 2017, 8C_852/2016, E. 4.4.4) offenkundig kein Rentenanspruch mehr. Das Begehren um Ausrichtung einer unbefristeten ganzen Rente ab 1. Juni 2022 ist demnach abzuweisen. Selbst wenn zugunsten des Beschwerdeführers davon ausgegangen würde, dass er im "Validenfall" weiterhin bei der Z.___ tätig wäre und jenes Einkommen erzielen könnte (BGE 139 V 30 E. 3.3.2) resp. die Z.___ das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer aufgrund dessen langen gesundheitlichen Einschränkungen – und nicht aus wirtschaftlichen Gründen, wie es das Zwischenzeugnis vom 11.
Januar 2023 in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.     Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist auf das rechnerische Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung nicht näher einzugehen. In dieser Hinsicht bleiben dem Beschwerdeführer nach dem Erlass der neuen Verfügung alle Rechte gewahrt. Zur Vermeidung unnötiger Weiterungen sei lediglich schon hier darauf hingewiesen, dass entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin in den Fallnotizen vom 22. September 2022 (Urk. 6/257/11; vgl. auch Urk. 6/189/15) auch im Falle einer vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ein – zeitlich begrenzter – Rentenanspruch entstehen kann angesichts dessen, dass das Wartejahr mit einer durchgehenden mindestens teilweisen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit dem ersten Unfall vom Juli 2016 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) im April 2018 bereits bestanden war (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3 und 9C_412/2017 vom 5. Oktober 2017 E. 4.3).

N8.Zusammenrechnung Erwerb und Haushalt

Bei der gemischten Methode sind die Anteile der Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im Aufgabenbereich (Haushalt) getrennt zu bemessen und die Invaliditätsgrade beider Bereiche zusammenzurechnen. Fehlt eine wirtschaftliche Verwertbarkeit der verbleibenden Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, wird vollständige Erwerbsunfähigkeit angenommen. Bei entsprechend hohem Erwerbsinvaliditätsanteil (z.B. 70 % Erwerbssituation) kann sich daraus Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ergeben.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig (und ist ihnen die Aufnahme einer Vollerwerbstätigkeit nicht zumutbar; Art. 8 Abs. 3 ATSG), so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fach­personen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E.
Fehlt es an einer wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2019 vom 11. September 2020 E. 4.5 mit Hinweis auf 9C_446/2012 vom 16. November 2012 E. 5.2). Bei einem Status von 70% Erwerb und 30% Aufgabenbereich hat die Beschwerdeführerin gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG unabhängig einer allfälligen Einschränkung im Haushalt Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
Hat die Vorinstanz den für die Beurteilung des strittigen Rentenanspruchs in medizinischer Hinsicht massgebenden Sachverhalt ohne Bundesrechtsverletzung festgestellt, ändern auch die übrigen, aus erwerblicher Sicht erhobenen Einwände nichts an der zu Recht verfügten Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente. Der von der Beschwerdeführerin gerügte Verzicht auf die Durchführung einer Haushaltsabklärung zeitigt kein anderes Ergebnis. Die prozentuale Aufteilung von 70 zu 30 zu Gunsten der Erwerbsarbeit blieb auch letztinstanzlich unbestritten. Angesichts der nur geringen medizinisch begründeten Limitierung in Bezug auf Heben und Tragen von Gewichten über 20 kg besteht mit der Vorinstanz kein Anlass, von einer erheblichen Einschränkung im Haushalt auszugehen. Selbst wenn in Bezug auf den Tätigkeitsanteil im Haushaltsbereich eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 100 % anzunehmen wäre, würde nach der gemischten Methode der Invaliditätsgradermittlung keine Invalidität von mindestens 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) resultieren. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und der Untersuchungsgrundsatz wurden durch den Verzicht auf weitere Abklärungen unter den hier gegebenen Umständen nicht verletzt.

N9.Einkommensvergleich und medizinischer Nachweis

Zur Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist der Einkommensvergleich massgebend (Einkommen ohne/mit Invalidität). Eine bloss medizinisch-theoretische Einschätzung der Leistungsfähigkeit genügt nicht; entscheidend ist die Auswirkung der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf die Erwerbs- bzw. Erwerbsfähigkeit, die medizinisch substanziiert nachgewiesen sein muss.

En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 et la référence). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, est déterminant le moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). En l’occurrence, la décision querellée a été rendue postérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la demande de prestations a été déposée en août 2021 et la recourante a été durablement incapable de travailler dès mars 2018, de sorte que son éventuel droit à une rente d’invalidité naîtrait antérieurement au 1er janvier 2022 (cf. art. 28 al. 1 let. b et 29 al. 1 LAI) et que les dispositions applicables sont celles en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 4.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA; ATF 130 V 343 consid. 3.4). La détermination du taux d'invalidité ne saurait reposer sur la simple évaluation médico-théorique de la capacité de travail de l'assuré car cela revient à déduire de manière abstraite le degré d'invalidité de l'incapacité de travail, sans tenir compte de l'incidence économique de l'atteinte à la santé (ATF 114 V 281 consid. 1c et 310 consid. 3c; RAMA 1996 n° U 237 p. 36 consid. 3b). 4.3 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art.
Le moment de la survenance de l’invalidité ne dépend ni de la date à laquelle la demande est présentée, ni de celle à partir de laquelle une prestation est requise ; il ne coïncide pas nécessairement avec le moment où l’assuré apprend pour la première fois que son atteinte à la santé peut lui ouvrir droit à des prestations. Il n’est pas forcément le même pour chaque catégorie de prestations (Michel VALTERIO, op. cit., n. 36 ad art. 6). Pour l’octroi d’une rente (ordinaire ou extraordinaire) d’invalidité, l’art. 28 LAI exige, pour qu’il y ait invalidité (autrement dit qu’une invalidité survienne), que la capacité de l’assuré de réaliser un gain ou d’accomplir ses travaux habituels ne puisse pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, que l’assuré ait présenté une incapacité de travail d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il soit invalide à 40% au moins, la rente d’invalidité alors allouée étant un quart de rente, une demi-rente, un trois-quarts de rente ou une rente entière selon que le taux d’invalidité est, respectivement, de 40 à 49%, de 50 à 59%, de 60 à 69% ou de 70% ou plus (art. 28 al. 2 LAI). Le cas d’assurance ne peut toutefois survenir au plus tôt que le premier jour du mois qui suit le 18ème anniversaire (RCC 1984 p. 463). 3.4 Selon l’art. 36 al. 1 LAI, a droit à une rente ordinaire l’assuré qui, lors de la survenance de l’invalidité, compte trois années au moins de cotisations. La condition de durée minimale de cotisations de trois années s’applique à tous les assurés, quelle que soit leur nationalité. Pour les citoyens suisses et les ressortissants d’un État de l’Union européenne (ci-après : UE) ou de l’Association européenne de libre échange (ci-après : AELE), il faut prendre en compte les périodes de cotisations accomplies au sein d’un État respectivement de l’UE ou de l’AELE, étant toutefois précisé qu’il faut au moins qu’il y ait une année de cotisation en Suisse (art. 6 et 57 du règlement [CE] n° 883/2004). 3.5 Selon l’art. 39 al. 1 LAI (que réserve d’ailleurs l’art. 6 al. 1 phr. 2 LAI), le droit aux rentes extraordinaires de l’assurance-invalidité est déterminé conformément aux dispositions de la loi fédérale sur l’assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.
Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1; SVR 2020 IV n° 48 c. 8.1.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 [RO 2007 5129]), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.4 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande. Sinon, elle examine d'abord si la modification constatée suffit pour admettre, cette fois, une invalidité ouvrant droit à une rente et rend une décision en conséquence.
Puisque, sur le plan temporel, sont en principe applicables - sous réserve d'une règle contraire de droit transitoire - les dispositions en vigueur au moment où les faits juridiquement déterminants se sont produits ou à l’époque de l'état de fait ayant des conséquences juridiques (ATF 146 V 364 c. 7.1, 144 V 210 c. 4.3.1) et que la décision attaquée date d'avant l'entrée en vigueur de cette modification, il faut examiner le droit à la rente selon les normes en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. 3.2 Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). D’après l'anc. art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 3.3 Hormis les atteintes à la santé mentale et physique, les atteintes à la santé psychique peuvent également entraîner une invalidité (art. 8 en relation avec l’art. 7 LPGA). Une atteinte à la santé psychique importante et pertinente en droit de l'assurance-invalidité n'existe que si le diagnostic, lors d’un examen sur un premier niveau, résiste aussi aux motifs d'exclusion selon l'ATF 131 V 49, qui ont trop peu été pris en considération en pratique. Il n'existe en général aucune atteinte à la santé assurée lorsque la limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action repose sur une exagération ou une manifestation analogue (ATF 127 V 294 c. 5a). Partant, dans une telle situation, un droit à une rente doit être exclu, même si les critères de classification d’un trouble psychique sont réalisés (voir art.

N10.Selbsteingliederungspflicht als Schadenminderung

Selbsteingliederungspflicht/Schadenminderung: Die versicherte Person hat eigenverantwortliche Selbstbemühungen zu leisten (z.B. medizinische Massnahmen zu unterstützen, auf schädliches Verhalten zu verzichten). Gelingt durch diese Massnahmen eine noch wesentliche medizinische Besserung der Arbeitsfähigkeit, kann dadurch ein Anspruch auf Invalidenrente entfallen. Die erforderlichen Schritte zur Selbsteingliederung sind als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht dem Rentenbegehren vorgängig.

Regeste Art. 6, Art. 7, Art. 8 Abs. 1, Art. 21 Abs. 4 ATSG; Art. 8 Abs. 1 und Abs. 3, Art. 12 Abs. 1, Art. 22 Abs. 1, Art. 28 Abs. 1 lit. b und lit. c, Art. 28 Abs. 2 IVG; medizinische Massnahmen, Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Invalidenrente, Schadenminderungspflicht. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG kann der Anspruch auf eine Invalidenrente nur entstehen, wenn nach Ablauf des Wartejahrs eine entsprechende rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit bzw. Invalidität eintritt. Das Gesetz weist diesbezüglich keine echte Lücke auf, die vom Bundesgericht zu füllen wäre (E. 5 und 6). Der Beschwerdegegner war nicht invalid, da sich seine Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen noch wesentlich verbessern liess. Es ist nicht einzusehen, weshalb er nicht in der Lage gewesen sein soll, aus Eigeninitiative auf den Alkohol- und Drogenkonsum zu verzichten und die notwendigen Medikamente zur Behandlung des Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) einzunehmen. Die notwendigen Schritte zur Selbsteingliederung gehen als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (E.

N11.Anfechtungsgegenstand von IV‑Verfügungen

Zu prüfen ist als erstes, worüber die IV‑Stelle in der angefochtenen Verfügung tatsächlich verfügt hat. Nur die in einer Verfügung getroffenen Regelungen sind Anfechtungsgegenstand; fehlt eine Verfügung zu beruflichen oder sonstigen Eingliederungsmassnahmen, ist insoweit nicht einzutreten.

Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (vgl. auch BGE 131 V 164 f. E. 2.1 mit Hinweisen). Der Rentenanspruch einerseits und die einzelnen Eingliederungsmassnahmen andererseits sind als je unterscheidbare, streitgegenstandsfähige Rechtsverhältnisse zu begreifen (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2022, zu Art. 28 Rz. 19). Dabei ist stets als Erstes zu prüfen, worüber die IV-Stelle tatsächlich verfügt hat. Vorliegend beurteilte die IV-Stelle in der Verfügung vom 9. Februar 2021 einzig den Rentenanspruch der Versicherten. Die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen wurde in dieser Verfügung nicht geprüft. Aus diesem Grund kann auf das Rechtsbegehren, soweit damit die Prüfung von beruflichen Massnahmen beantragt wird, im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende Dezember 2021 geltenden Fassung). Gemäss den ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b Abs. 1 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 – 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.
Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1). Was den subeventualiter geltend gemachten Antrag auf berufliche Massnahmen anbelangt, so wurde dieser durch Mitteilung vom 21. November 2019 abgewiesen (IV-act. 81) und war nicht Gegenstand der Verfügung vom 30. Juli 2022 (IV-act. 187). Im Hinblick darauf, dass die angefochtene Verfügung von einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad ausgeht, ist die Frage betreffend berufliche Massnahmen auch nicht notwendigerweise deren Gegenstand. Unter diesen Umständen ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen sowie andere Eingliederungsmassnahmen nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb auf den entsprechenden Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist.   Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist der Antrag der Beschwerdeführerin auf Rentenleistungen. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.
Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Ausmass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). 1.2.2 Der Beschwerdeführer beantragt unter anderem, es sei ihm für das Vorverfahren die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Vorinstanz hat in der vorliegend angefochtenen Verfügung über den Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung nicht entschieden. In ihrer Vernehmlassung führte die IV-Stelle aus, sie werde noch eine entsprechende Verfügung erlassen. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung keinen Entscheid erlassen, weshalb diesbezüglich kein Anfechtungsgegenstand vorliegt. Auf dieses Begehren kann somit nicht eingetreten werden. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich eine vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 befristete ganze IV-Rente zugesprochen hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.

N12.Invaliditätsgrad durch Einkommensvergleich

Die Invalidität ist im Recht der Invalidenversicherung eine primär wirtschaftliche (nicht rein medizinische) Grösse; massgeblich sind die wirtschaftlichen Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung für die Erwerbsfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicherten wird der Invaliditätsgrad durch einen Vergleich des hypothetischen Erwerbseinkommens ohne Invalidität (Valideneinkommen) mit dem erzielbaren Erwerbseinkommen nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) bestimmt; aus der so ermittelten Differenz ergibt sich der Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 2 IVG.

De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (Ulrich MEYER-BLASER, Bundesgesetz über die Invaliden-versicherung, 1997, p. 8). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. En vertu des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. Selon l’art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 3.3.2 Lors de l'examen du droit à une rente d'invalidité en cas de troubles psychiques, il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 281 ; 143 V 409 consid.
En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2ème phrase, LPGA). 5.3.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40 % au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50 % au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70 % au moins (art. 28 al. 2 LAI). L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art. 29 al. 4 LAI n'est pas applicable lorsque, comme en l'espèce, la personne assurée est un ressortissant suisse ou de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un des Etats membres de l'UE (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement no 883/2004). 5.3.2 Aux termes de l'art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. En cas d'incapacité totale de travail de l'assuré dans toute activité lucrative, le Tribunal renonce à effectuer une telle comparaison des gains (arrêt du Tribunal C-1005/2021 du 28 avril 2023 consid.
6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 4. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl.
La part de l'activité professionnelle dans l'ensemble des travaux de l'assuré est déterminée en comparant l'horaire de travail usuel dans la profession en question et l'horaire accompli par l'assuré valide; on calcule donc le rapport en pourcent entre ces deux valeurs. La part de l'autre travail habituel constitue le reste du pourcentage (SVR 1996 IV no 76 p. 221; RCC 1992 p. 136 consid. 1a et les références). La durée de travail effectivement accomplie dans le ménage et la profession est ici sans importance (RCC 1980 p. 564). L'invalidité totale s'obtient en additionnant les degrés d'invalidité correspondant aux parts respectives attribuées aux activités lucrative et non lucrative (VSI 1999 p. 231 consid. 2b et les références). 3.5. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50 % au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60 % au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70 % au moins, il a droit à une rente entière. 4. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). 4.1. Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler.
6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité. Conformément à l'art. 4 LAI, l'invalidité (art. 8 LPGA) peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (al. 1). L'invalidité est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (al. 2). 4.3 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). Selon l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70 % au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50 % au moins, ou à un quart de rente s'il est invalide à 40 % au moins. 4.4 Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L'atteinte à la santé n'est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l'assuré (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 4.4.1 Chez les assurés actifs – comme le recourant –, le degré d'invalidité doit être évalué sur la base d'une comparaison des revenus. Pour cela, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art.

N13.Übergangsrecht bei IVG-Revision 2022

Anwendbares Recht: Massgeblich ist grundsätzlich die Gesetzesfassung, die zum Zeitpunkt der rechtlich zu beurteilenden Tatbestände gilt (Zeitpunkt des Entstehens der Invalidität bzw. des Rentenanspruchs). Die durch die Revision vom 1. Januar 2022 eingeführten Bestimmungen gelten für Rentenansprüche, die gemäss Art. 29 IVG ab dem 1. Januar 2022 entstehen. Soweit Invalidität und der ggf. daraus folgende Rentenanspruch spätestens am 31. Dezember 2021 entstanden sind, ist hingegen weiterhin das bis Ende 2021 geltende Recht anzuwenden (übergangsrechtliche Praxis und Kreisschreiben).

En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en février 2022 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. Conformément à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date à laquelle l'annonce a été remise à la poste ou déposée auprès de l'organe est déterminante s'agissant du moment auquel les prestations ont été faites valoir (Guy LONGCHAMP, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 28 et 40 ad art. 29 LPGA). Aux termes de l'art. 28a al. 1 LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art.
L'anticipo spese è stato corrisposto entro il termine impartito (art. 63 cpv. 4 PA). Il ricorso è pertanto ammissibile. 2. 2.1 Il 1° gennaio 2022 sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e del 3 novembre 2021 dell'OAI (RU 2021 706). Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 144 V 210 consid. 4.3.1; 143 V 446 consid. 3.3; 139 V 335 consid. 6.2; 138 V 475 consid. 3.1). 2.2 Nel caso in esame, si applicano le disposizioni in vigore al 1° ottobre 2022, data a partire dalla quale potrebbe sorgere al più presto il diritto alla rendita (la domanda di rendita è stata infatti presentata il 26 aprile 2022, art. 29 cpv. 1 LAI, consid. B.b.a), nella misura in cui sono adempiuti gli ulteriori presupposti dell'art. 28 LAI, così come le ulteriori modifiche entrate in vigore successivamente e fino alla data della decisione impugnata (16 marzo 2023). 3. 3.1 Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA e l'art. 69 cpv. 2 OAI (RS 831.201), l'UAIE esamina le domande concernenti le prestazioni d'invalidità, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno, in particolare circa lo stato di salute del richiedente, la sua attività, la sua capacità di lavoro e la sua idoneità all'integrazione. 3.2 Giusta l'art. 49 lett. b PA, l'accertamento inesatto ed incompleto dei fatti giuridicamente rilevanti è un motivo di ricorso. 3.3 Il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata, vale a dire il 16 marzo 2023. Il giudice delle assicurazioni sociali esamina infatti la decisione impugnata sulla base della situazione di fatto esistente al momento in cui essa è stata resa (DTF 132 V 215 consid. 3.1.1; 130 V 445 consid. 1.2). Tiene tuttavia conto dei fatti verificatisi dopo tale data quando essi possano imporsi quali elementi d'accertamento retrospettivo della situazione anteriore alla decisione stessa (DTF 129 V 1 consid.
1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022 sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au RAI (RO 2021 706). Tous les droits à la rente nés à partir du 1er janvier 2022 sont régis par ces nouvelles dispositions (Circulaire de l'Office fédéral des assurances sociales [OFAS] sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9100). En l'espèce, dès lors que s'il était accordé, le droit à la rente prendrait naissance au plus tôt au mois de mars 2022 (soit une année après le début de l'incapacité de travail [cf. ci-dessus, let. B] ; art. 28 LAI [cf. ci-dessous, consid. 6.2]), il convient d'appliquer le nouveau droit à la présente cause. 4.2 Dans la mesure où la recourante est une ressortissante française, est domiciliée en France, a été assurée à l'AVS/AI suisse et demande l'octroi de prestations AI suisses, l'affaire présente un aspect transfrontalier (ATF 145 V 231 consid. 7.1 ; 143 V 354 consid. 4 ; 143 V 81 en particulier consid. 8.1). Est applicable à la présente cause l'Accord du 21 juin 1999 sur la libre circulation des personnes (ALCP, RS 0.142.112.681), conclu entre la Suisse et la Communauté européenne et ses Etats membres, dont l'annexe II règle la coordination des systèmes de sécurité sociale (art. 8 ALCP). Dans ce contexte, l'ALCP fait référence depuis le 1er avril 2012 au règlement (CE) n° 883/2004 du Parlement européen et du Conseil du 29 avril 2004 portant sur la coordination des systèmes de sécurité sociale (ci-après : règlement n° 883/2004, RS 0.831.109.268.1), ainsi qu'au règlement (CE) n° 987/2009 du Parlement européen et du Conseil du 16 septembre 2009 fixant les modalités d'application du règlement (CE) n° 883/2004 (ci-après : règlement n° 987/2009, RS 0.
Le rendite AI rette dal nuovo diritto sono pertanto le rendite il cui diritto è nato il 1° gennaio 2022 o successivamente conformemente all’articolo 29 capoversi 1 e 2 LAI.   Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti:   in caso di insorgenza dell’invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021: - prima fissazione della rendita → DR in vigore fino al 31 dicembre 2021, - modifica del grado d’invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31 dicembre 2031 → C DT US AI;   in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l’art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente: - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio 2022.”   La presente procedura porta sulla reiezione della (prima) domanda di prestazioni inoltrata dall’assicurato nel mese di maggio 2021, in cui egli ha indicato un’incapacità lavorativa del 50% dal luglio 2019 (doc. 7 incarto AI). Pertanto, trattandosi di una domanda tardiva, il diritto alle prestazioni sarebbe nato sei mesi dopo, ossia il 1. novembre 2021 (art. 29 cpv. 1 LAI). L’invalidità (teorica) ex art. 28 LAI sarebbe invece insorta un anno dopo l’asserito danno alla salute, ovvero il mese di luglio 2020. Conseguentemente, sia l’invalidità che l’asserito diritto alle prestazioni sono insorti entro il 31 dicembre 2021, sebbene la decisione impugnata sia stata emanata il 23 novembre 2023 (cfr. supra consid. 1.1.).   Ne segue che al caso di specie vanno applicate le norme in vigore fino al 31 dicembre 2021.                             2.3.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno. Occorre quindi che il danno alla salute abbia cagionato una diminuzione della capacità di guadagno, perché il caso possa essere sottoposto all'assicurazione per l'invalidità (Duc, L’assurance invalidité, in: Meyer (Hrsg.

N14.Vorläufige Renteneröffnung bei Besserungsaussicht

Ergibt sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass eine Besserung innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z. B. nach einer Entzugstherapie) erreichbar ist, ist der Rentenanspruch vorläufig zu eröffnen; die Entscheidung ist nach Durchführung der Therapie im Wege der Revision erneut zu prüfen. Gutachten, die nach älteren Verfahrensstandards erstellt wurden, verlieren nicht von vornherein ihre Beweiskraft; ihre verwertbare Aussagekraft ist im konkreten Fall zu bewerten.

Dans l’hypothèse où un sevrage apparaît possible dans un délai déterminé au degré de la vraisemblance prépondérante, le droit à une rente de l'assurance-invalidité est, au préalable, ouvert et devra être réexaminé, par voie de révision, après la mise en œuvre de la thérapie (ATF 145 V 215 consid. 8.2). 2.4. Les expertises mises en œuvre selon les anciens standards de procédure ne perdent pas d’emblée toute valeur probante. Il y a lieu d’examiner si elles permettent ou non une appréciation concluante du cas à l’aune des indicateurs déterminants (ATF 141 V 281 consid. 8). 3. L’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière (art. 28 LAI). 3.1. D'après l'art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. 3.2. Il découle de la notion d'invalidité que ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée; ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et non pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). Toutefois, pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
Regeste: Art. 28 IVG: Beweiskraft Gutachten bejaht. Invaliditätsbemessung anhand der gemischten Methode. Auf vier Monate befristeter Anspruch auf eine Viertelsrente bejaht. Unbefristeter Rentenanspruch verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2021, IV 2020/55). Entscheid vom 5. Mai 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2020/55 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Zogg, rechtsanwälte.og42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N15.Neutrale oder traumaspezifische Begutachtung

Sind die medizinischen Unterlagen für die Beurteilung des Invaliditätsgrades unklar oder lückenhaft, ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt ist. Sind die Berichte nicht umfassend, beruhen sie nicht auf allseitigen Untersuchungen oder beantworten sie die streitigen Fragen nicht hinreichend, kann die Verwaltung bzw. das Gericht weitere Abklärungen anordnen. In geeigneten Fällen ist ein neutrales Gutachten bzw. — bei besonderem Bedarf (z. B. bei traumabedingten Beschwerden) — ein traumaspezifisches Begutachtungssetting durch einen spezialisierten Gutachter in Betracht zu ziehen.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fach­personen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b und BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt worden ist. Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf das psychiatrische Gutachten von Prof. G.___ vom 7. Mai
Hinzu komme, dass keine Dolmetscherin zur Begutachtung beigezogen worden sei. Daher habe sich die Beschwerdeführerin nur in einfacher Form in der deutschen Sprache ausdrücken und komplexere Abläufe nicht schildern könne, was ihr zum Nachteil gereiche. Schliesslich gehe aus dem aktuellsten Bericht der Klinik F____ vom 1. Februar 2022 der Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen und ängstlich-vermeidenden Anteilen hervor. Dazu äussere sich der psychiatrische Experte Dr. E____ nicht. Aus all diesen Gründen könne nicht auf das psychiatrische Gutachten von Dr. E____ abgestellt werden. Es sei ein neutrales psychiatrisches Gutachten bei einem Experten, der wirtschaftlich nicht von der IV-Stelle abhängig sei, vom Gericht in Auftrag zu geben (vgl. Beschwerde vom 13. Dezember 2021, Replik vom 31. März 2022 und Triplik vom 7. Juni 2022). 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle zu Recht einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind.
Anlässlich der Begutachtung sei sie nicht in der Lage gewesen, sich dem Gutachter gegenüber zu öffnen, weshalb dieser das Ausmass ihrer gravierenden psychisch bedingten Einschränkungen nicht habe erkennen können. Einzig mittels eines traumaspezifischen Begutachtungssettings durch einen auf Traumata spezialisierten Gutachter könne der medizinische Sachverhalt adäquat geklärt werden. Bezüglich der Bemessungsmethode bringt die Beschwerdeführerin sodann vor, sie wäre im Gesundheitsfall als alleinstehende und alleinerziehende Mutter aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. 2.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist demnach die Frage, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt ist. Zu beleuchten ist sodann die Methode zur Bemessung des Invaliditätsgrades. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und in Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 V 28 E. 2.2). 3.2. 3.2.1. Grundlagen für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind in einem ersten Schritt medizinische Unterlagen, welche der Verwaltung (und im Beschwerdefall dem Gericht) von ärztlichen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ihre Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können. 3.2.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 232 E. 5.1). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, ob er in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 352).

N16.Parallele Prüfung alten und neuen Rechts

Erstreckt sich das Begehren auf Zeiträume vor und nach dem 1. Januar 2022, sind die bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Vorschriften und die ab dem 1. Januar 2022 anwendbaren Vorschriften jeweils für den entsprechenden Zeitraum parallel zu prüfen.

Da ein Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin ab November 2019 und ab April 2022 zu prüfen ist, kommt jeweils das alte und das neue Recht zur Anwendung. Vorliegend werden deshalb je nach Relevanz sowohl die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen als auch die ab 1. Januar 2022 anwendbaren Rechtsvorschriften zitiert. 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.
Da ein Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin ab November 2019 und ab April 2022 zu prüfen ist, kommt jeweils das alte und das neue Recht zur Anwendung. Vorliegend werden deshalb je nach Relevanz sowohl die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen als auch die ab 1. Januar 2022 anwendbaren Rechtsvorschriften zitiert. 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.

N17.Bemessung nach verbleibenden Erwerbsmöglichkeiten

Bei der Bemessung ist auf die verbleibenden Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen. Individuelle Lohnangaben (z. B. im individuellen Konto) können wegen validitätsfremder Einflüsse irreführend sein und sind nicht als alleinige Bemessungsgrundlage geeignet.

Im Sinne von Art. 8 ATSG, welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 IVG zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
Entscheid Versicherungsgericht, 13.11.2020 Art. 28 IVG. Beweiswürdigung Administrativgutachten. Validität eines in eigener Unternehmung angestellten Chief Operating Officers. Der Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt kann nicht anhand der im individuellen Konto eingetragenen Löhne (einschliesslich Bonuszahlungen) bestimmt werden, da diese erheblich von validitätsfremden bzw. erwerbfähigkeitsfremden Gesichtspunkten beeinflusst waren. Bezugspunkt für die Bemessung des Verlusts an Erwerbsmöglichkeiten bzw. der Invalidität ist ein ausgeglichener Arbeitsmarkt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. November 2020, IV 2018/346). Entscheid vom 13. November 2020 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2018/346 Parteien Erbengemeinschaft A.___ sel.,   bestehend aus: - B.___, - C.___, Beschwerdeführerinnen, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.

N18.Mittelbare Relevanz psychosozialer Faktoren

Psychosoziale bzw. soziokulturelle Faktoren sind für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG grundsätzlich nur mittelbar relevant: Sie können berücksichtigt werden, soweit sie eine verselbständigte psychische Störung hervorgebracht haben oder die Folgen einer solchen eigenständigen Gesundheitsstörung verschlimmern oder aufrechterhalten. Reine Beeinträchtigungen, die sich unmittelbar und ausschliesslich aus sozialen Belastungen ergeben, sind bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung/Invalidität auszuklammern.

Les facteurs de stress psychosociaux peuvent toutefois contribuer indirectement à l'invalidité s’ils entraînent une atteinte avérée à l'intégrité psychique qui restreint à son tour la capacité de travail, s'ils maintiennent une atteinte à la santé devenue autonome ou aggravent l’ampleur de ses conséquences – qui existent indépendamment des éléments étrangers à l'invalidité (arrêt du Tribunal fédéral 8C_559/2019 du 20 janvier 2020 consid. 3.2 et l’arrêt cité). Ainsi, les troubles psychiques dus principalement à des circonstances extérieures, telles que le surmenage causé par l’exercice de plusieurs professions (par ex. l’accomplissement des tâches ménagères parallèlement à l’activité lucrative) ou un milieu défavorable n’ont pas valeur d’invalidité (RSAS 2006, p. 517, 521). De même, une aggravation de l'état de santé qui trouve son explication dans des recherches d’emploi infructueuses n'est pas pertinente en droit de l'assurance-invalidité (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_330/2021 du 6 septembre 2021 consid. 4.4.2 et l’arrêt cité). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). 5.4 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 5.5 Selon l'art. 28a LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière. Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité. Pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière. Pour un taux d’invalidité inférieur à 50%, la quotité de la rente est fixée selon un tableau. 5.6 Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, s'il y a eu un recours) a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir (ATF 122 V 157 consid.
Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus il est cependant essentiel que le diagnostic médical précise s'il y a atteinte à la santé psychique qui équivaut à une maladie (ATF 127 V 294 c. 5a; SVR 2012 IV n°52 c. 3.2). Ce n’est que si et dans la mesure où ils entretiennent une maladie psychique devenue autonome ou aggravent ses conséquences – survenant elles-mêmes indépendamment des éléments étrangers à l’invalidité – que les facteurs psychosociaux et socioculturels peuvent influencer indirectement l’invalidité (ATF 139 V 547 c. 3.2.2; SVR 2010 IV n°19 c. 5.2). Par ce biais, l’on tient dès lors compte des possibles interactions entre les troubles qui se manifestent sur les plans physique et psychique et l’environnement social, même si cela doit être compris de manière nettement moins étendue que dans le modèle bio-psychosocial constituant une conception souvent défendue par la médecine moderne (SVR 2008 IV n° 62 c. 4.2). 2.5 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 2.6 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c.
Solche von der soziokulturellen oder psychosozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2).     Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditätsbegründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.5    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 1.6    Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 4.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 4.3   4.3.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid.

N19.Wartefrist bei neuem Versicherungsfall

Liegt eine neue Invalidität vor, die sich in Ursache oder in zeitlicher bzw. inhaltlicher Hinsicht von einer früheren Phase ausreichend unterscheidet (keine materielle und zeitliche Verbundenheit), handelt es sich um einen neuen Versicherungsfall. In diesem Fall beginnt die einjährige Wartefrist nach Art. 28 IVG von neuem; eine frühere Anspruchsperiode schliesst den Neubeginn der Wartefrist nicht automatisch aus.

dd) Dans le contexte de la fixation du degré d’invalidité, le pouvoir d’examen de l’autorité judiciaire de première instance n’est pas limité dans ce contexte à la violation du droit (y compris l’excès ou l’abus du pouvoir d’appréciation), mais s’étend également à l’opportunité de la décision administrative, les tribunaux ne pouvant toutefois substituer leur propre appréciation à celle de l’administration (cf. ATF 137 V 71 consid. 5.2). b) aa) En l’occurrence, il est constant que la recourante a présenté une incapacité de travail totale dans toutes activités du 9 mai 2017 au 7 juin 2018, si bien que le droit à une rente entière peut être confirmé au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 et 2 LAI), à savoir dès le 1er mai 2018 et ce jusqu’au 30 septembre 2018, à savoir trois mois après que la recourante ait recouvré une pleine capacité de gain (art. 17 al. 1 LPGA ; art. 88a al. 1 RAI). L’incapacité de travail du 16 novembre 2020 au 9 mars 2021 en raison des limitations fonctionnelles transitoires sur le plan rhumatologique et non plus à des motifs d’ordre psychologique justifie l’application d’un nouveau délai de carence d’une année dès lors qu’il s’agit de deux cas d’assurances distincts (cf. Michel Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], 2018, n. 8 ad art. 28 LAI). Cette seconde période n’atteint cependant pas le délai de carence d’une année et reste postérieure de plus de trois mois à celle reconnue sur le plan psychiatrique du 9 mai 2017 au 7 juin 2018 ; elle n’ouvre pas le droit à la rente (art. 28 al. 1 LAI ; art. 17 al. 1 LPGA ; art. 88a al. 1 RAI). Cependant, dès lors que l’activité habituelle d’auxiliaire de santé n’est plus exigible à compter du 16 novembre 2020, il reste à examiner le degré d’invalidité de la recourante à partir du 16 novembre 2021, au terme du nouveau délai de carence d’une année, date à laquelle l’intéressée avait déjà retrouvé une pleine capacité de travail dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (évitant un travail répétitif avec les mains et le port des charges de plus de 10 kg), à compter du 10 mars 2021. bb) Dès lors que seule une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (évitant un travail répétitif avec les mains et le port des charges de plus de 10 kg) demeure exigible, l’intimé aurait dû procéder au calcul du degré d’invalidité en établissant les termes de la comparaison de revenu ce qu’il n’a pas fait.
Aux termes de cette disposition, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi. La règle de l’art. 29bis RAI n’est ainsi pas applicable lorsque l’assuré, autrefois bénéficiaire d’une rente d’invalidité, subit une nouvelle invalidité à la suite d’une maladie ou d’un accident qui n’était pas à l’origine de l’invalidité pour laquelle la rente avait été précédemment allouée ou lorsque la rente avait été refusée en raison d’un degré d’invalidité insuffisant et qu’il y a par la suite une aggravation de l’atteinte à la santé. Il s’agit alors d’un nouveau cas d’assurance de sorte que le délai d’attente de trois cent soixante-cinq jours recommence à courir (Michel Valterio, Commentaire de la Loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], Genève-Zurich-Bâle 2018, n. 18 ad art. 28 LAI et les réf. citées). En effet, le principe de l’unicité de la survenance de l’invalidité cesse d’être applicable lorsque l’invalidité subit des interruptions notables ou que l’évolution de l’état de santé ne permet plus d’admettre l’existence d’un lien de connexité matérielle et temporelle entre les diverses phases, qui en deviennent autant de cas nouveaux de survenance de l’invalidité (TF 9C_472/2016 du 29 novembre 2016 consid. 5.2 et les références citées). 4. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.

N20.Haushaltsabklärung nicht ausreichend für Rentenbeginn

Bei Nichterwerbstätigen dient die Haushaltsabklärung zur Feststellung, wie sich der Gesundheitsschaden konkret auf die Betätigung im Haushalt auswirkt (spezifische Methode). Für die Bestimmung des Beginns der im Wartejahr massgebenden Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG sind die Ergebnisse der Haushaltsabklärung hingegen nicht ausreichend. Der Beginn des Rentenanspruchs ist auch bei nichterwerbstätigen Versicherten auf der Grundlage medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen; diese sollen darlegen, ab wann und inwieweit die versicherte Person im Haushaltsbereich in ihrer Arbeitsfähigkeit (als funktionelles Leistungsvermögen) eingeschränkt war.

Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).     Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3600 ff. des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand: 1. Januar 2024) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar. Bei der spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung ist mithin nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch eine Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). Dagegen kann zur Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im sogenannten Wartejahr nicht von den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgegangen werden, um die diesbezügliche Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Aufgabenbereich zu beurteilen. Der Beginn des Rentenanspruches ist vielmehr auch bei nichterwerbstätigen Versicherten - analog zur Arbeitsunfähigkeit bei Erwerbstätigen – auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Daraus sollte hervorgehen, ab wann und inwieweit die versicherte Person in ihrer Arbeitsfähigkeit (definiert als funktionelles Leistungsvermögen) im Haushaltsbereich eingeschränkt war (BGE 130 V 97 E. 3.3.3).
Bei der spezifischen Methode ist nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch eine Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist. Diese erstreckt sich im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von Familienangehörigen, welche im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen ist und weiter geht als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). Die versicherte Person hat zudem Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihr eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Der Umstand, dass diese Arbeiten nur mühsam und mit höherem Zeitaufwand bewältigt werden können, begründet nicht ohne Weiteres eine Invalidität (BGE 130 V 97 E. 3.3.3).     Dagegen kann zur Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht von den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgegangen werden, um die diesbezügliche Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Aufgabenbereich zu beurteilen. Der Beginn des Rentenanspruches ist vielmehr auch bei nichterwerbstätigen Versicherten - analog zur Arbeitsunfähigkeit bei Erwerbstätigen – auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Daraus sollte hervorgehen, ab wann und inwieweit die versicherte Person in ihrer Arbeitsfähigkeit (definiert als funktionelles Leistungsvermögen) im Haushaltsbereich eingeschränkt war (BGE 130 V 97 E. 3.3.3).

N21.Heilung formeller Aufspaltung von einheitlichem Rentenanspruch bei kumulativer Prüfung

Bei kumulativer Prüfung kann die formelle Aufspaltung eines einheitlichen Rentenanspruchs in mehrere Verfügungen materiell unerheblich sein. Gemäss Praxis des Bundesgerichts kann eine formelle Rechtswidrigkeit in solchen Fällen «geheilt» werden, wenn inhaltlich voraussichtlich nichts geändert würde; die Verfügungen sind dann auf ihre materielle Rechtmässigkeit zu prüfen.

Nach der ständigen Praxis des Bundesgerichtes hat es sich dabei aber um einen unteilbaren Gegenstand gehandelt, über den mit einer einzigen Verfügung hätte entschieden werden müssen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2020, BGer 9C_453/2020, E. 4.3.1.). Die beiden angefochtenen Verfügungen erweisen sich damit als in formeller Hinsicht rechtswidrig. Eine Aufhebung der beiden Verfügungen und die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zum Erlass einer einzigen Verfügung über den Rentenanspruch ab dem 1. Juni 2022 aus diesem Grund allein wäre aber unverhältnismässig, denn inhaltlich würde sich dadurch überwiegend wahrscheinlich nichts ändern. Dies zwingt dazu, die formelle Rechtswidrigkeit zu ignorieren, nach dem Sprachgebrauch des Bundesgerichts also die formelle Rechtswidrigkeit zu "heilen". Somit sind die beiden Verfügungen auf ihre materielle Rechtmässigkeit zu prüfen. Im Urteilsdispositiv wird dem Umstand Rechnung getragen, dass zwei Verfügungen angefochten worden sind, so dass es grundsätzlich zulässig wäre, dieses Urteil nur in dem Teil anzufechten, der eine der beiden Verfügungen bzw. Rentenphasen betrifft.   Eine versicherte Person hat laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, wenn sie während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre. Der IV-Grad wird anhand eines Vergleichs des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens mit dem Valideneinkommen ermittelt (Art.

N22.Rentenanspruch und Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG

Anspruchsvoraussetzungen und Rentenabstufung richten sich nach Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG. Danach besteht Anspruch, wenn zumutbare Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsfähigkeit bzw. die Fähigkeit zur Ausübung des Aufgabenbereichs nicht wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % Arbeitsunfähigkeit vorlag und nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40 % Invalidität gegeben ist. Für die Bemessung des Invaliditätsgrades ist der Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG/LPGA (Vergleich des hypothetischen Validen- und des zu erwartenden Invalideneinkommens) heranzuziehen.

Indem das Kantonsgericht, welches in IV-Beschwerdeverfahren gemäss § 57 VPO über eine uneingeschränkte Kognition verfügt, dem Beschwerdeführer ein umfassendes Replikrecht zur dieser Vernehmlassung der IV-Stelle eingeräumt hat, wäre eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs des Versicherten in jedem Fall als geheilt zu betrachten (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen). 3. Materiell strittig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. Juli 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Der frühestmögliche Rentenbeginn kommt dabei auf den 1. November 2020 (Ablauf des Wartejahres am 19. September 2020) zu liegen. Zu Recht nicht mehr umstritten ist seit der Eingabe des Beschwerdeführers vom 3. Juni 2024 die Ausrichtung einer Kinderrente. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art.
deren Ablehnung nach dem 1. Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. Februar 2021 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch ab 1. Juni 2022. Massgebend ist dabei grundlegend der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 29. Mai 2024 entwickelt hat, da dieser Zeitpunkt rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 129 V 4 E. 1.2). 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art.
Pour cela, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s’effectue, en règle ordinaire, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l’un avec l’autre, la différence permettant de calculer le taux d’invalidité (ATF 130 V 343 consid. 3.4 et 128 V 29 consid. 1 ; TF 8C_708/2007 du 21 août 2008 consid. 2.1). Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment de la naissance du droit à une éventuelle rente de l’assurance-invalidité (ATF 134 V 322 consid. 4.1 ; 129 V 222).                 bb) En l’occurrence, le recourant a présenté une incapacité de travail de 100 % dès le 20 janvier 2021. Cependant, dès le 1er mars 2021, il a retrouvé une capacité de travail de 60 % dans une activité adaptée à son état de santé. Ce changement dans la capacité de travail étant susceptible d’influencer le droit à la rente, il convient d’effectuer la comparaison des revenus à l’aune des circonstances prévalant en 2022 (art. 28 al. 1 LAI).                 b) L’art. 25 RAI concrétise les art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA. D’après l’art. 25 al. 1 RAI, est réputé revenu au sens de l’art. 16 LPGA le revenu annuel présumable sur lequel les cotisations seraient perçues en vertu de la LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10), à l’exclusion toutefois : des prestations accordées par l’employeur pour compenser des pertes de salaire par suite d’accident ou de maladie entraînant une incapacité de travail dûment prouvée (let. a) ; des indemnités de chômage, des allocations pour perte de gain au sens de la LAPG (loi fédérale du 25 septembre 1952 sur les allocations pour perte de gain ; RS 834.1) et des indemnités journalières de l’assurance-invalidité (let. b). Selon l’art. 25 al. 2 RAI, les revenus déterminants au sens de l’art. 16 LPGA sont établis sur la base de la même période et au regard du marché du travail suisse. En vertu de l’art. 25 al. 3 RAI, si les revenus déterminants sont fixés sur la base de valeurs statistiques, les valeurs médianes de l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) de l’Office fédéral de la statistique font foi.

N23.Meldepflicht bei anstrengenden und zeitaufwändigen Hobbys

Die Ausübung eines körperlich anstrengenden und zeitaufwändigen Hobbys kann als meldepflichtige Änderung in den persönlichen/verändert wirtschaftlichen Verhältnissen gelten und damit eine Meldepflicht auslösen; eine Verletzung dieser Meldepflicht kann zu einer rückwirkenden Anpassung der Invalidenrente führen (z. B. Autoreparaturen).

Entscheid Versicherungsgericht, 30.08.2022 Art. 28 IVG. Art. 77 und Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV. Art. 25 Abs. 2 ATSG i.V.m Art. 70 IVG, Art. 87 Abs. 1 AHVG und Art. 148a StGB. Invalidenrente. Meldepflicht. Rückwirkende Anpassung. Verwirkungsfrist. Zu melden ist nicht nur eine Erwerbsaufnahme im eigentlichen Sinn, sondern jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die zu einer Änderung des Leistungsanspruchs führen kann. Dazu gehört auch die Ausübung eines körperlich anstrengenden und zeitaufwändigen Hobbys (in casu Autoreparaturen), die auch eine Erwerbstätigkeit als möglich erscheinen lässt. Da eine Meldepflichtverletzung vorliegt, ist die Rentenanpassung rückwirkend vorzunehmen (E. 3.2) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2021, IV 2019/168). Da auf Grund der gegebenen Beweislage nicht von einer vorsätzlich begangenen Meldepflichtverletzung des Beschwerdeführers auszugehen ist, liegt keine strafbare Handlung vor. Es bleibt damit bei der fünfjährigen absoluten Verwirkungsfrist (E.
Entscheid Versicherungsgericht, 16.06.2021 Art. 28 IVG. Art. 77 und Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV. Invalidenrente. Meldepflicht. Rückwirkende Anpassung. Zu melden ist nicht nur eine Erwerbsaufnahme im eigentlichen Sinn, sondern jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die zu einer Änderung des Leistungsanspruchs führen kann. Dazu gehört auch die Ausübung eines körperlich anstrengenden und zeitaufwändigen Hobbys (in casu Autoreparaturen), die auch eine Erwerbstätigkeit als möglich erscheinen lässt. Da eine Meldepflichtverletzung vorliegt, ist die Rentenanpassung rückwirkend vorzunehmen (E. 3.2) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2021, IV 2019/168). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 16. Juni 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach Geschäftsnr. IV 2019/168 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N24.Mindestbeitragsdauer von drei Jahren

Neben der in Art. 28 Abs. 1bis IVG genannten Voraussetzung (Ausgeschöpfte Eingliederungsmöglichkeiten) besteht als kumulative Anspruchsvoraussetzung eine Mindestbeitragsdauer von drei Jahren nach Art. 36 Abs. 1 IVG.

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Gemäss Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Absatz 1 nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. Zusätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass der Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat. Die Anspruchsvoraus-setzung der Mindestbeitragsdauer für eine ordentliche Invalidenrente ist hier unbestritten erfüllt (IV-act. 7 f.).

N25.Einkommensvergleich beim frühestmöglichen Rentenbeginn

Für die Bestimmung des Rentenbeginns ist der Zeitpunkt massgebend, in dem das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt ist. Der Einkommensvergleich ist auf den (hypothetischen) Beginn des Rentenanspruchs vorzunehmen; massgeblich ist somit das frühestmögliche Rentenbeginnjahr (Jahr der Entstehung).

Aufgrund des unter E. 2.1 hiervor Dargelegten konnte ein Rentenanspruch frühestens am 1. Juli 2021 entstehen. Zu diesem Zeitpunkt war das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bereits seit längerer Zeit er­füllt (vgl. etwa act. II 158.1/6 Ziff. 4.5), weshalb der Einkommensvergleich auf das Jahr 2021 hin vorzunehmen ist.
und 8) war auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.3 hiervor) in diesem Zeitpunkt erfüllt (zu den verschiedenen Funktionen dieser Fristen: vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.). Der Einkommensvergleich ist daher entgegen der angefochtenen Verfügung (vgl. act. II 74 S. 2) nicht per Oktober 2023, sondern per Mai 2023 vorzunehmen. Am Ergebnis ändert dies indes nichts.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Ab November 2022 war dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als … in somatischer Hinsicht dauerhaft nicht mehr zumutbar (act. II 109/6); nach Ablauf des Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und mit Blick auf die Neuanmeldung im August 2022 (act. II 62; Art. 29 Abs. 1 IVG) ist frühestmöglicher Zeitpunkt für eine Rente im November 2023, weshalb ein Einkommensvergleich für das Jahr 2023 erfolgt.
1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment (hypothétique) de la naissance du droit à la rente; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à une même période et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'à la date de la décision être pris en compte (ATF 143 295 c. 4.1.3, 129 V 222). 6.2 L’année de référence à prendre en compte en l’espèce pour la comparaison des revenus est l'année 2021, étant donné le début potentiel de la rente au plus tôt le 1er juin 2021. A cette date-là, l’assuré présentait en effet une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne depuis une année sans interruption notable et le délai de carence de six mois à compter du dépôt de la demande AI en octobre 2020 était également échu (art. 28 al. 1 LAI et art. 29 al. 1 LAI). 6.3 6.3.1 Pour déterminer le revenu de personne valide, il faut se fonder sur le revenu que la personne assurée aurait effectivement pu réaliser selon un degré de vraisemblance prépondérante sans atteinte à la santé, en vertu de ses aptitudes professionnelles et des circonstances personnelles, au moment du début potentiel du droit à la rente. Il y a lieu en règle générale de prendre pour base le dernier salaire gagné par la personne assurée, en l'adaptant le cas échéant au renchérissement et à l'évolution des salaires réels (ATF 145 V 141 c. 5.2.1, 134 V 322 c. 4.1; SVR 2022 UV n° 4 c. 3.2). 6.3.2 En l'espèce, l'intimé s'est fondé à juste titre sur les données statistiques de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) publiées par l'Office fédéral de la statistique (OFS) pour évaluer le revenu sans handicap. Dès lors que le dernier emploi exercé par le recourant a été perdu eu égard à sa durée déterminée et pour des raisons ainsi étrangères à l'invalidité, il peut en effet être fait abstraction de la pratique qui veut que le revenu de personne valide soit en règle générale calculé sur la base du dernier salaire réalisé (TF 8C_260/2020 du 2 juillet 2020, in: SVR 2020 IV n° 71 c.
S. 7 f. i.V.m. AB 208 und AB 212 S. 11) und der Neuanmeldung zum Leistungsbezug im April 2021 (AB 151) sind per November 2021 sowohl das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) als auch die sechsmonatige Wartezeit (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. dazu BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.) erfüllt (vgl. E. 2.3 hiervor). Eine erste Invaliditätsbemessung hat damit auf diesen Zeitpunkt hin zu erfolgen. Angesichts der damals vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten (vgl. AB

N26.Vorrang der Rehabilitation vor Rente

Eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 wird nicht gewährt, solange die zumutbaren bzw. vernünftigerweise zumutbaren Eingliederungs‑/Rehabilitationsmassnahmen im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind. Gemäss Rechtsprechung ist die fehlende Rehabilitationsfähigkeit als Voraussetzung für die Rentenzuteilung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen (Prinzip «Rehabilitation vor Rente»).

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Selon la jurisprudence, si l'assuré peut prétendre à des prestations de l'assurance-invalidité, l'allocation d'une rente d'invalidité à l'issue du délai d'attente (cf. art. 28 al. 1 LAI) n'entre en considération que si l'intéressé n'est pas, ou pas encore, susceptible d'être réadapté professionnellement en raison de son état de santé (principe dit de la priorité de la réadaptation sur la rente ; ATF 121 V 190 consid. 4c). La preuve de l'absence de capacité de réadaptation comme condition à l'octroi d'une rente d'invalidité doit présenter un degré de vraisemblance prépondérante. Dans les autres cas, une rente de l'assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d'instruction destinées à démontrer que l'assuré est susceptible d'être réadapté ont révélé que celui-ci ne l'était pas (ATF 121 V 190 consid. 4d ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_559/2021 du 14 juillet 2022 consid. 2.2 et les références).  3.3 Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art.
b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 c) Une rente au sens de l’art. 28 al. 1 LAI n’est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n’ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI).                 d) Le taux d’invalidité des personnes qui exercent une activité lucrative à temps partiel est déterminé par l’addition du taux d’invalidité en lien avec l’activité lucrative et du taux d’invalidité en lien avec les travaux habituels (méthode mixte d’évaluation de l’invalidité). Pour ce faire, il convient d’abord de déterminer quelle part de son temps, exprimée en pourcentage, la personne assurée aurait consacrée à l’exercice de son activité lucrative ou à l’entreprise de son conjoint, sans atteinte à la santé, et quelle part de son temps elle aurait consacrée à ses travaux habituels. Le taux d’invalidité en lien avec l’activité lucrative est ensuite déterminé selon l’art. 16 LPGA, en extrapolant le revenu sans invalidité pour une activité lucrative correspondant à un taux d’occupation de 100 %, en calculant le revenu avec invalidité sur la base d’une activité lucrative correspondant à un taux d’occupation de 100 % et en l’adaptant selon la capacité fonctionnelle déterminante, puis en pondérant la perte de gain exprimée en pourcentage en fonction du taux d’occupation qu’aurait l’assuré s’il n’était pas invalide.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.5Prozent 48 Prozent45Prozent 47 Prozent42.5Prozent 46 Prozent40Prozent 45 Prozent37.5Prozent 44 Prozent35Prozent 43 Prozent32.5Prozent 42 Prozent30Prozent 41 Prozent27.5Prozent 40 Prozent25Prozent
L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phr. LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 6.3 6.3.1 L'évaluation du taux d'invalidité est réglée à l'art. 28a LAI. La méthode utilisée pour évaluer le taux d'invalidité (comparaison des revenus, comparaison des activités ou méthode mixte) dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente. Aux termes de l'art. 24septies RAI, ce statut est déterminé en fonction de la situation professionnelle dans laquelle se trouverait l'assuré s'il n'était pas atteint dans sa santé (al. 1). L'assuré est réputé : exercer une activité lucrative au sens de l'art. 28a al. 1 LAI dès lors qu'en bonne santé, il exercerait une activité lucrative à un taux d'occupation de 100% ou plus (al. 2 let. a) ; ne pas exercer d'activité lucrative au sens de l'art. 28a al. 2 LAI dès lors qu'en bonne santé, il n'exercerait pas d'activité lucrative (al. 2 let. b) ; exercer une activité lucrative à temps partiel au sens de l'art.

N27.Materielles Recht zum Entstehungszeitpunkt

Grundsatz: Es ist grundsätzlich das materielle Recht anzuwenden, das zum Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs (Geburtszeitpunkt des Rechts) in Kraft war. Bei Übergangsfällen sind sodann allfällige besondere Übergangsregelungen zu beachten.

Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) samt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Nach den allgemeinen Grundsätzen des – materiellen – intertemporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen. In Anwendung dieses intertemporalrechtlichen Hauptsatzes ist bei einem dauerhaften Sachverhalt, der – wie hier – teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung eingetreten ist, der Anspruch auf eine Invalidenrente für die erste Periode nach den altrechtlichen Bestimmungen und für die zweite Periode nach den neuen Normen zu prüfen. Besondere übergangsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323, 328 E. 4.2; zur Publikation vorgesehenes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 2.2.). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben u.a. Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können und während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Laut Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 massgebenden Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 et la référence). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, est déterminant le moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). En l'occurrence, la décision querellée a certes été rendue postérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la demande de prestations ayant été déposée le 29 mars 2021, un éventuel droit à une rente d'invalidité naîtrait au plus tôt en septembre 2021, soit six mois après le dépôt de la demande (cf. art. 29 al. 1 LAI), de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. 3.2   3.2.1 Aux termes de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente d'invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70 % au moins, à un trois-quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50 % au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40 % au moins. L'art. 29 al. 1 LAI dispose que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est postérieure au 1er janvier 2022, comme en l’espèce, la situation est régie par les nouvelles dispositions légales et réglementaires en vigueur dès le 1er janvier 2022.   3.              a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1), un taux d’invalidité compris entre 50 et 69 % donnant droit à une quotité de rente correspondant au taux d’invalidité (al. 2), un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70 % donnant droit à une rente entière (al. 3), tandis qu’un taux d’invalidité compris entre 40 et 49 % donne droit à une rente de 25 % à 47.5 % (al. 4 ; chaque point d’invalidité supplémentaire augmentant la quotité de la rente de 2.5 %).                 b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI).                 c) Lorsque la rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si la personne assurée rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art.
Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin am 29. Januar 2021 (vgl. Urk. 6/1 Ziff. 2) lief das Wartejahr im Januar 2022 ab (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), womit ein Rentenanspruch frühestens in diesem Zeitpunkt entstehen konnte. In dieser Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.

N28.Ergänzende Abklärungen bei Zweifeln

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit oder Schlüssigkeit ärztlicher Feststellungen (z. B. Regionaler Ärztlicher Dienst, Gutachten) sind ergänzende Abklärungen anzuordnen. Bei auseinanderfallenden Beurteilungen von Gutachtern und den behandelnden Ärzten ist eine sorgfältige Beweiswürdigung erforderlich.

Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundlagen zu den Begriffen der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG) und der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) sowie zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass es dem Sozialversicherungsgericht nach der Rechtsprechung nicht verwehrt ist, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf eine (versicherungsinterne) Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hinweis).
Akten des Kranktaggeldversicherers im IV-Dossier Dok-Nr. 58; E. 3.3 hiervor), weshalb bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der gutachterlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Solche Zweifel liegen jedoch nicht vor. Das polydisziplinäre Gutachten der SMAB AG vom 3. Oktober 2022 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden und es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Inhaltlich ist das Gutachten im Wesentlichen widerspruchsfrei und es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 5.2. In Bezug auf den Verlauf der Arbeitsunfähigkeiten ist festzustellen, dass das Expertenteam der SMAB AG eine vollständige Arbeitsfähigkeit ab Gutachtenszeitpunkt (= 3. Oktober 2022) attestierte. Da die Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG unbestrittenermassen am 11. Februar 2022 abgelaufen ist, ist aufgrund der medizinischen Aktenlage zu prüfen, ob allenfalls während der Zeit vom 11. Februar 2022 bis 2. Oktober 2022 eine Arbeitsunfähigkeit bestand. Für die Zeit ab 11. Februar 2021 bescheinigte einzig Dr. I. eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Sie begründete diese im Wesentlichen mit den Langzeitfolgen der Covid-19-Erkrankung mit Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, starker Atemnot, arterieller Hypertonie sowie einer Depression (Bericht vom 1. Juli 2022 und Schreiben 4. November 2022). Ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit überzeugt jedoch nicht. Als Erstes ist festzustellen, dass sie keine Funktionseinschränkungen beschrieb, sondern lediglich auf die von den behandelnden Fachärzten gestellten Diagnosen verwies. Es entsteht dadurch der Eindruck, dass sie sich bei ihrer Beurteilung hauptsächlich auf die Angaben des Versicherten stützte. Den fachärztlichen Berichten kann weiter entnommen werden, dass die arterielle Hypertonie und die Atemnot im hier zu beurteilenden Zeitraum die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkten.
100). Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). 1.2. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 2. 2.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. H____ und Dr. I____ vom 24. Januar 2024 könne nicht abgestellt werden. Es erfülle die Beweisanforderungen nicht. Vielmehr sei auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte (insb. von Dr. E____) abzustellen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen und anschliessend über den Rentenanspruch zu entscheiden (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik). 2.2. Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 13. Mai 2024 (IV-Akte 92) zu Recht gestützt auf die vorliegenden Akten einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt hat. 3. 3.1. 3.1.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.1.2. Gestützt auf Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art.

N29.Voraussetzungen und Staffelung der Invalidenrente nach Art. 28 IVG

Voraussetzungen: Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn kumulativ erfüllt sind: a) die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit zur Betätigung im Aufgabenbereich kann durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestand durchschnittlich mindestens 40 % Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG); und c) nach Ablauf dieses Jahres liegt mindestens 40 % Invalidität vor (Art. 8 ATSG). Die Höhe der Rente richtet sich gestaffelt nach Art. 28 Abs. 2 und Art. 28b IVG (Viertel-/Halb-/Dreiviertel/ganze Rente bzw. nach den in Art. 28b geregelten Prozentanteilen).

Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie u.a. zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% invalid sind (lit.

N30.Bemessung am verbleibenden Gesundheitsschaden

Bei der Feststellung des Invaliditätsgrades sind nur die gesundheitlichen Folgen zu berücksichtigen, die nach den zumutbaren/angemessenen Behandlungen und Eingliederungsmassnahmen verbleiben; es bleibt unberücksichtigt, was durch solche Massnahmen objektiv überwindbar ist.

1 LAI), de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 3.             Le litige porte sur le bien-fondé de la décision du 25 septembre 2023 par laquelle l’intimé a nié le droit de la recourante à une rente d’invalidité. 4.             Aux termes de l’art. 8 al. 1 LPGA, est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 4.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid.
Demgemäss sind vorliegend die altrechtlichen Bestimmungen in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anzuwenden. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 4. 4.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) ist. Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 4.2. 4.2.1. Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256, 261 E. 4; BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.

N31.Unterbrechung der Wartezeit: 30 Tage volle Arbeitsfähigkeit erforderlich

Gemäss Art. 29ter IVV wird die Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erst dann unterbrochen, wenn die versicherte Person während mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. Eine nur in einer angepassten Tätigkeit ausgeübte Teilbeschäftigung begründet nicht ohne weiteres eine solche Unterbrechung der Wartezeit. Die konkrete Abklärung und Beweisführung, dass tatsächlich mindestens 30 aufeinanderfolgende Tage volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vorgelegen haben, ist entscheidend.

7) allein lässt sich nicht abstellen, da dieser sich lediglich auf die Auflistung des Krankentaggeldversicherers bezogen haben dürfte und zudem zu Unrecht die bisherige Tätigkeit als Immobilienverwalterin einer angepassten Tätigkeit gleichsetzte. Damit erweist sich die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des frühestmöglichen Ablaufs des Wartejahrs im September 2021 als ungenügend abgeklärt.     Anzumerken ist in diesem Zusammenhang , dass die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gemäss Art. 29ter IVV erst dann unterbrochen wird, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. Sollte die Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt in ihrer angestammten Tätigkeit als Immobilienverwalterin mit eigener Portfoliobetreuung (vgl. Urk. 9/14 Ziff. 2.2) wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit erreicht haben, zumal es sich bei der ab 1. November 2021 in einem Pensum von 60 % ausgeübten Tätigkeit um eine angepasste Tätigkeit gehandelt hat, wäre demnach keine Unterbrechung der Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eingetreten.     Mangels einer zuverlässigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entbehrt auch der von der Beschwerdegegnerin für den Zeitpunkt des Ablaufs des Wartejahrs getätigte Einkommensvergleich, welcher von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in angestammter Tätigkeit ausging, einer Grundlage.
7/56/29). Einem undatierten Schreiben des Beschwerdeführers an die AXA ist zu entnehmen, dass er im Rahmen eines Arbeitsversuches entsprechend der hausärztlichen Atteste vom 11. Mai 2020 bis 9. Juni 2020 zu 100 % und von 9. bis 23. Juni 2020 zu 50 % sowie vom 24. Juni 2020 bis 5. August 2020 zu 100 % gearbeitet habe. Ab dem 6. August 2020 habe er Handgelenkbandagen getragen, ausserdem sei die ärztliche Empfehlung zur Operation erfolgt (Urk. 7/56/90). Im September und Oktober 2020 wurden die Operationen an den beiden Handgelenken aufgrund des beidseitigen Karpaltunnelsyndroms schliesslich durchgeführt (Urk. 7/56/182-183). Es persistierten Beschwerden an den Händen und Handgelenken (Urk. 7/47/18-19) und der behandelnde Dr. med. G.___, Facharzt für Handchirurgie und für Chirurgie, attestierte gemäss dem Bericht vom 9. Februar 2021 aufgrund dessen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 7. September 2020 bis auf weiteres (Urk. 7/39/1).     Im Hinblick auf Art. 29ter IVV in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG respektive den Beginn einer allfälligen Rente ist vor diesem Hintergrund fraglich und ungeklärt, ob der Beschwerdeführer in der Zeit von Dezember 2019 bis November 2020 an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. Unklar und ohne hinreichende ärztliche Beurteilung ist insbesondere die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vom 17. Februar 2020 bis zu den Operationen im Oktober
Für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit bedarf es somit regelmässig einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2).     Vorliegend sind sich die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin einig, dass gestützt auf die medizinische Aktenlage jedenfalls ab dem 14. Oktober 2020 eine medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 100 % für sämtliche Tätigkeiten belegt ist. Die Beschwerdegegnerin stützte sich insbesondere auf die Aktenbeurteilung vom 21. Juni 2022 durch ihre Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. Y.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, zertifizierte medizinische Gutachterin SIM (Urk. 9/92/6-8). Die RAD-Ärztin würdigte die vorhandenen Arztberichte und erachtete eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) und eines Asperger-Syndroms (ICD-10 F84.5) seit dem 14. Oktober 2020 als ausgewiesen.     Streitig zwischen den Parteien ist jedoch, ob vor diesem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit vorlag, aufgrund welcher der Beginn der Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auf einen früheren Zeitpunkt als den 14. Oktober 2020 festzulegen wäre (E. 2.2.2). Die Annahme einer solchen bedingt aber jedenfalls, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht gemäss Art. 29ter IVV unterbrochen wurde, mithin nicht während mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen eine volle Arbeitsfähigkeit vorlag. Den Akten zu entnehmen ist eine ab 23. April 2018 fachpsychiatrisch attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Oktober 2018 (Urk. 9/4/1-7, 9/37 Ziff. 1.3). Nach Antritt ihrer 70 %-Stelle am 15. Februar 2019 war die Beschwerdeführerin für den Job-Coach nicht mehr erreichbar (Urk. 9/23/2). Das Eingliederungsdossier wurde mit Mitteilung vom 18. Juni 2019 im Einverständnis mit der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 9/23/6) abgeschlossen (Urk. 9/22), ohne dass weitere ärztliche Einkünfte eingeholt wurden. Der Krankentaggeldversicherer hatte seine Leistungen bereits per 28. Februar 2019 eingestellt, dies in der Annahme einer ab 1. März 2019 gegebenen Arbeitsfähigkeit von 80 % (Urk. 9/21/1).

N32.Ganzrente nach Wartejahr und Péjoration

Ist während des Wartejahres eine dauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit feststellbar, besteht mit Ablauf dieses Jahres Anspruch auf eine ganze Rente. Kurzzeitige Unterbrüche (z. B. zwei Monate) stehen dem Anspruch nicht notwendigerweise entgegen. Ergibt sich nachträglich eine Verschlechterung auf 100% (Péjoration), kann der Anspruch auf die ganze Rente unter Berücksichtigung von Art. 88a RAI erst mit der dort geregelten dreimonatigen Verschiebung beginnen.

________ résultent d’une analyse complète de la situation médicale objective et subjective, étayée par des résultats d’examens spécialisés en psychiatrie, rhumatologie et médecine générale, portant aussi bien sur les aspects somatiques que psychiques et reposant sur une anamnèse complète, avec notamment une description précise et exhaustive des plaintes et du quotidien. Ainsi, comme l’a indiqué l’OAI, la capacité de travail de la recourante a été nulle dans toute activité du 16 septembre 2016 au 4 décembre 2017, selon le rapport du Dr R.________ du 23 avril 2018, soit selon l’expertise jusqu’à fin août 2017, puis lors d’une période de réentrainement jusqu’en décembre 2017, en raison d’une atteinte orthopédique ; ainsi que du mois d’octobre 2018 à celui de février 2019, en raison d’une atteinte sur le plan psychiatrique. b) En l’occurrence, un an après la survenance de l’incapacité totale de travail de la recourante le 16 septembre 2016, soit en septembre 2017, elle présentait toujours une incapacité de travail de 100 %, de sorte que le droit à une rente entière lui était ouvert (cf. consid. 3b et art. 28 LAI). La recourante avait donc droit à une rente entière dès le 1er septembre 2017. c) La recourante a recouvré une capacité de travail totale dans une activité adaptée à tout le moins, dès le 4 décembre 2017. En effet, les experts ont retenu une capacité de travail théoriquement exigible dans l’activité habituelle de la recourante, tout en précisant néanmoins que l’atteinte à la santé que représentait la fibromyalgie l’avait « désentrainée » au travail et à l’effort, de sorte qu’une rééducation était nécessaire. Il est donc justifié de considérer, d’un point de vue pratique et comme l’a fait l’OAI (suivant sur ce point les avis du SMR et du Dr R.________), que la capacité de travail de la recourante était entière dans une activité adaptée à compter du 4 décembre 2017. Cette appréciation est en outre fondée compte tenu des limitations fonctionnelles attestées par le Dr R.________ (port de charges supérieures à 3 kg, travaux au-dessus de l’horizontale, cf. notamment certificat du 23 avril 2018), qui sont vraisemblablement incompatibles avec l’activité professionnelle habituelle de la recourante.
Dans ce contexte, l'on doit donc admettre que l'assuré subirait un désavantage salarial par rapport aux autres employés à un poste semblable. En témoigne au demeurant le fait que le poste aménagé auprès de son ancien employeur était expressément conditionné au soutien de l'assurance-invalidité (dossier OAI, p. 231 et 292). Dans ce contexte, il apparaît adéquat de prendre en compte un désavantage salarial de 10% (CHF 60'123.05). Enfin, il convient de tenir compte de la capacité de travail de 50% qui a été retenue pour fixer le revenu d'invalide à CHF 30'061.55. Il ressort de la comparaison des revenus de valide (CHF 65'130.-) et d'invalide (CHF 30'061.55) que la perte de gain se monte à CHF 35'068.45. Cela correspond à un degré d'invalidité de 53.84%, soit 54% (cf. ATF 130 V 121). Un degré d'invalidité supérieur à 50% et inférieur à 60% donne droit à une demi-rente. Compte tenu des délais applicables, le droit à cette demi-rente commence le 1er juin 2017. En effet, le délai d'attente d'une année commence au 1er juin 2016, date qui correspond au prononcé d'une incapacité de travail de 50% de longue durée (art. 28 LAI; cf. rapport du 16 juillet 2017, dossier OAI, p. 371). 7.2. Par la suite, l'assuré doit se voir reconnaître une incapacité de travail totale du 27 avril 2017 au 10 septembre 2018, étant souligné que la courte période d'amélioration du 30 août au 24 octobre 2017 n'a pas à être prise en compte (art. 88a al. 1 RAI). Pour cette période, le degré d'invalidité est de 100% et donne donc droit à une rente entière. Le droit à la rente entière commence trois mois après la péjoration de la situation (art. 88a al. 2 RAI), à savoir le 1er juillet 2017. 7.3. Enfin, à partir du 11 septembre 2018, la capacité de travail est de 30% dans une activité adaptée, en substance sans port de charges de plus de 3 kg, permettant l'alternance des positions et avec des déplacements très limités. Le montant retenu au titre de revenu de valide correspond toujours au salaire réalisé en dernier lieu par le recourant selon l'attestation de son ancien employeur, soit CHF 65'130.-. Cette fois-ci, ce montant doit néanmoins être adapté à l'évolution des salaires nominaux (soit CHF 65'740.
Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2021 Art. 28 IVG. Art. 28a IVG. Festlegung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf. Die Beschwerdeführerin ist als Vollerwerbstätige zu qualifizieren und der Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleich zu bestimmen. Nach Ablauf des Wartejahres resultiert mit einem Unterbruch von zwei Monaten ein Anspruch auf eine ganze Rente. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2021, IV 2019/325). Entscheid vom 16. August 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2019/325 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, Postfach 1576, 8750 Glarus, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, am Verfahren beteiligt 1.    Pensionskasse G.___, 2.    Pensionskasse H.___, vertreten durch Rechtsanwalt lic.

N33.Kein hypothetisches Erwerbseinkommen unter 60

Bei Personen unter 60 Jahren, deren Nicht-Erwerbstätigkeit kraft Art. 28 Abs. 2 IVG festgestellt ist, ist ein hypothetisches Erwerbseinkommen nicht zu berücksichtigen.

Le SPC, quant à lui, se fonde sur les décisions rendues par l’OAI et entrées en force pour établir la capacité de travail du recourant et de son épouse. Il estime que les certificats médicaux produits dans le cadre de l’opposition ne permettent pas une autre appréciation du cas, raison pour laquelle un revenu hypothétique est retenu. Le principe de la prise en compte d’un revenu hypothétique découle de l’art. 11a LPC, qui prévoit que si une personne renonce volontairement à exercer une activité lucrative que l’on pourrait raisonnablement exiger d’elle, le revenu hypothétique correspondant est pris en compte comme revenu déterminant. S’agissant des personnes qui n’ont pas d’activité lucrative en raison de leur invalidité, l’art. 14a OPC-AVS/AI renvoie à la loi fédérale sur l’assurance-invalidité du 19 juin 1959 (LAI - 831.20) en stipulant que pour les invalides âgés de moins de 60 ans (al. 1), le revenu de l’activité lucrative n’est pas pris en compte lorsque l’invalidité de la personne sans activité lucrative a été établie conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (renvoi de l’art. 14a al. 3 let. a OPC-AVS/AI). Sous l’ancien droit, applicable pour les mois de novembre et décembre 2020, l’art. a14a al. 3 let. a OPC-AVS/AI renvoie à la notion de personne sans activité lucrative définie à l’art. a27 du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201). 8.2 Le recourant étant né en juillet 1965, ce n’est qu’en juillet 2025 qu’il atteindra l’âge de 60 ans. Partant, la disposition susmentionnée lui est applicable pour la période faisant l’objet de la décision querellée et il sied de se fonder sur l’invalidité, telle qu’elle a été établie par l’OAI, pour déterminer s’il se justifie de tenir compte d’un éventuel revenu hypothétique. À teneur de la décision d’octroi d’une rente d’invalidité et refus de reclassement rendue par l’OAI en date du 1er juin 2023, l’assuré est reconnu comme étant en incapacité totale de travail dans son activité habituelle, depuis le 13 novembre 2019, cependant « il est médicalement reconnu qu’une activité adaptée à vos limitations fonctionnelles est raisonnablement exigible à raison de 100% dès le 1er juillet 2020 ».

N34.Wartezeitbeginn bei 20% Arbeitsunfähigkeit

Die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich im Sinn dieser Eröffnung gilt in der Praxis bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20%.

Das Wartejahr gilt im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (vgl. AHI-Praxis 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in fine m.w.H.).
(art. 28 al. 1 LAI).                 Le délai d’attente d’une année prévu à l’art. 28 al. 1 let. b LAI commence à courir au moment où l’on constate une diminution sensible de la capacité de travail, un taux d’incapacité de 20 % étant déjà considéré comme pertinent en ce sens (TF 8C_718/2018 du 21 février 2019 consid. 2.2 ; TF 9C_162/2011 du 11 novembre 2011 consid. 2.3).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG).     Die einjährige Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_463/2007 vom 28. April 2008 E. 7.2.2 in fine mit Hinweisen).

N35.Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG

Bei der Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist für erwerbstätige Versicherte Art. 16 ATSG anzuwenden: Der Invaliditätsgrad wird durch einen Einkommensvergleich bestimmt, indem das nach Eintritt der Invalidität erzielbare Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) dem Erwerbseinkommen gegenübergestellt wird, das die versicherte Person ohne Invalidität erzielt hätte (Valideneinkommen). Bei teilweiser Erwerbstätigkeit ist zunächst der auf die Erwerbstätigkeit entfallende Zeitanteil zu bestimmen.

6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 4.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Pour les personnes qui exercent une activité lucrative à temps partiel, d’une part, et qui accomplissent par ailleurs des travaux habituels aux sens des art. 8 al. 3 LPGA et 28a al. 2 LAI, d’autre part, il convient d’abord de déterminer quelle part de son temps, exprimée en pourcentage, la personne assurée aurait consacré à l’exercice de son activité lucrative, sans atteinte à la santé, et quelle part de son temps elle aurait consacrée à ses travaux habituels.

N36.Rentenbeginn und anwendbare Gesetzesfassung

Rentenbeginn: Der Beginn des Anspruchs richtet sich nach Art. 29 LAI. Danach entsteht der Anspruch frühestens nach Ablauf der in Art. 29 vorgesehenen Frist ab dem Datum, an dem die Leistung geltend gemacht wurde (für den massgeblichen Zeitpunkt der Geltendmachung vgl. die Regeln zum Einlieferungs-/Aufgabedatum). Der Zeitpunkt des Rentenbeginns zusammen mit dem Zeitpunkt, zu dem die Invalidität entstanden ist, bestimmt über die anwendbare Gesetzesfassung (insbesondere im Hinblick auf die Übergangsregelungen vom 1. Januar 2022).

En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en février 2022 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. Conformément à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date à laquelle l'annonce a été remise à la poste ou déposée auprès de l'organe est déterminante s'agissant du moment auquel les prestations ont été faites valoir (Guy LONGCHAMP, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 28 et 40 ad art. 29 LPGA). Aux termes de l'art. 28a al. 1 LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art.
L'anticipo spese è stato corrisposto entro il termine impartito (art. 63 cpv. 4 PA). Il ricorso è pertanto ammissibile. 2. 2.1 Il 1° gennaio 2022 sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e del 3 novembre 2021 dell'OAI (RU 2021 706). Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 144 V 210 consid. 4.3.1; 143 V 446 consid. 3.3; 139 V 335 consid. 6.2; 138 V 475 consid. 3.1). 2.2 Nel caso in esame, si applicano le disposizioni in vigore al 1° ottobre 2022, data a partire dalla quale potrebbe sorgere al più presto il diritto alla rendita (la domanda di rendita è stata infatti presentata il 26 aprile 2022, art. 29 cpv. 1 LAI, consid. B.b.a), nella misura in cui sono adempiuti gli ulteriori presupposti dell'art. 28 LAI, così come le ulteriori modifiche entrate in vigore successivamente e fino alla data della decisione impugnata (16 marzo 2023). 3. 3.1 Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA e l'art. 69 cpv. 2 OAI (RS 831.201), l'UAIE esamina le domande concernenti le prestazioni d'invalidità, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno, in particolare circa lo stato di salute del richiedente, la sua attività, la sua capacità di lavoro e la sua idoneità all'integrazione. 3.2 Giusta l'art. 49 lett. b PA, l'accertamento inesatto ed incompleto dei fatti giuridicamente rilevanti è un motivo di ricorso. 3.3 Il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata, vale a dire il 16 marzo 2023. Il giudice delle assicurazioni sociali esamina infatti la decisione impugnata sulla base della situazione di fatto esistente al momento in cui essa è stata resa (DTF 132 V 215 consid. 3.1.1; 130 V 445 consid. 1.2). Tiene tuttavia conto dei fatti verificatisi dopo tale data quando essi possano imporsi quali elementi d'accertamento retrospettivo della situazione anteriore alla decisione stessa (DTF 129 V 1 consid.
Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti:   - in caso di insorgenza dell'invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021:   - prima fissazione della rendita → DR [diritto, n.d.r.] in vigore fino al 31 dicembre 2021,   - modifica del grado d'invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31 dicembre 2031 → C DT US AI; - in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l'art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente:   - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio 2022".   Secondo le citate Circolari, dunque, qualora contestualmente ad una prima fissazione di rendita l'asserita invalidità e l'eventuale diritto alla rendita sono insorti al più tardi al 31 dicembre 2021, torna applicabile il diritto previgente, e ciò anche se la decisione è stata resa nel 2022. Per contro, se l'eventuale diritto ad una rendita è nato il 1° gennaio 2022, o successivamente, torna applicabile il diritto attualmente in vigore.   In concreto, l'assicurata ha presentato la domanda di prestazioni il 17 marzo 2020 (cfr. consid. 1.1) e l'invalidità (teorica), giusta l'art. 28 LAI, è insorta al più presto il 6 maggio 2023, ossia un anno dopo l'inizio dell'incapacità lavorativa di lunga durata accertata dal medico SMR il 21 luglio 2023 (cfr. consid. 1.2). Pertanto, considerato che il diritto a una rendita sorge al più presto sei mesi dopo la rivendicazione del diritto alle prestazioni (art. 29 cpv. 1 e 3 LAI), ne consegue che, sulla scorta delle citate circolari, in specie è applicabile il diritto attuale in essere dal 1° gennaio 2022 (cfr. Circolare sull'invalidità e la grande invalidità nell'assicurazione per l'invalidità (CIGI), n. 2027 con esempio; cfr. anche Valterio, Commentaire – Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 1, 3 e 4 ad art. 29 LAI).                             2.3.  Secondo l'art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli artt. 7 e 8 LPGA, con invalidità s'intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio.

N37.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Die Rente wird nach dem Invaliditätsgrad abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die (a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, (b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und (c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG (sog. Einkommensvergleich) festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Abs. 2 (sog. Betätigungsvergleich) festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).

N38.Beurteilung psychischer Erwerbsminderung

Bei psychischen Störungen entscheidet für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 2 IVG allein die nach zumutbaren Behandlungen und Eingliederungsmassnahmen verbleibende, objektiv nicht überwindbare Minderung der Erwerbsfähigkeit. Die Beurteilung erfolgt nach normierten, strukturierten Bewertungsrastern/Indikatoren, und eine fachärztlich-psychiatrische Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem ist in der Regel erforderlich.

2 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 3.2   3.2.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid.
Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée, d'après des indicateurs standardisés (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF  140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.6 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre.
La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 [RO 2007 5129]), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.6 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 2.5 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt.

N39.Volle Rente bei 100% Arbeitsunfähigkeit

Bei durch medizinische Begutachtung belegter 100%iger Arbeitsunfähigkeit infolge schwerer Leiden (z. B. schwerst chronifiziertes Schmerzsyndrom mit Benzodiazepin‑Abhängigkeit) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Führt hingegen eine medizinisch belegte Wiedererlangung der vollen Erwerbsfähigkeit zu keiner rentenbegründenden Invalidität mehr, kann die Rente drei Monate nach dem Zeitpunkt der Wiedererlangung eingestellt werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2023 Art. 28 IVG. Invalidenrente. Gerichtsgutachten. Aufgrund der durch eine polydisziplinäre Begutachtung begründeten 100%igen Arbeitsunfähigkeit infolge eines schwerst chronifizierten Schmerzsyndroms und einer Benzodiazepin-Abhängigkeit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2023, IV 2020/56). Entscheid vom 12. April 2023 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Jeannine Wiessner-Bodmer Geschäftsnr. IV 2020/56 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
d) Partant, il y a lieu de se rallier à l’appréciation de l’intimé selon laquelle le recourant a effectivement recouvré une capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée à compter du 30 janvier 2019, ce qui constitue un changement notable au sens requis par l’art. 17 LPGA. L’intimé était en conséquence légitimé à procéder à l’évaluation de l’invalidité du recourant à cette date, sans que l’on ne puisse lui opposer la poursuite de l’indemnisation par la CNA jusqu’au 30 septembre 2020. On précisera au demeurant que la notion de stabilisation de l’état de santé, si elle est déterminante en assurance-accidents pour fixer le début du droit à la rente (art. 19 al. 1 LAA [loi fédérale du 20 mars 1981 sur l’assurance-accidents ; RS 832.20]), ne l’est pas en ce qui concerne l’assurance-invalidité. Au surplus, on relèvera que la comparaison des revenus ne prête pas le flanc à la critique, le recourant ne soulevant du reste aucun grief spécifique sur le calcul effectué par l’intimé. On peut donc retenir que le recourant a présenté un degré d’invalidité de 7 % dès le 30 janvier 2019, ce qui justifie la suppression de son droit à la rente trois mois après l’amélioration de son état de santé, soit dès le 1er mai 2019 (cf. art. 28 LAI et 88a al. 1 RAI). 5. a) En définitive, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge du recourant, vu le sort de ses conclusions. Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens au recourant, qui n’obtient pas gain de cause et a procédé sans mandataire qualifié (art. 61 let. g LPGA ; ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 25 août 2021 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est confirmée. III. Les frais judiciaires, arrêtés à 600 fr. (six cents francs), sont mis à la charge de V.________. IV. Il n’est pas alloué de dépens. Le président : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ V.
Entscheid Versicherungsgericht, 01.03.2021 Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV, aArt. 88bis Abs. 2 lit. b IVV und aArt. 77 IVV (in der bis 31. Dezember 2011 gültigen Fassung). Beweiswert medizinischer Gutachten. Beweiskraft der beiden verlaufsgutachterlichen Beurteilungen bejaht, in denen eine gesundheitliche Verbesserung mit Wiederlangen einer vollständigen Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde, die zu einem nicht mehr rentenbegründenden Mindestinvaliditätsgrad führt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. März 2021, IV 2018/21). Entscheid vom 1. März 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2018/21 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rentenrevision (Einstellung)

N40.Kumulative Anspruchsvoraussetzungen der IV

Voraussetzungen für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind kumulativ: a) die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit zur Tätigkeitsausübung kann durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestand im Durchschnitt eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % (Art. 6 ATSG); und c) nach Ablauf dieses Jahres liegt eine Invalidität von mindestens 40 % vor (Art. 8 ATSG).

Ferner ist gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzt, dass die Versicherten ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), dass sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.
Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain. Par incapacité de travail, on entend toute perte, totale ou partielle, résultant d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui (art. 6, 1ère phrase, LPGA). L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2ème phrase, LPGA). 5.3.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40 % au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50 % au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70 % au moins (art. 28 al. 2 LAI). L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art.
Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

N41.Anforderungen an medizinische Gutachten

Für die Beurteilung eines Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind vollständige, nachvollziehbare und begründete medizinische Gutachten erforderlich. Pauschale, lückenhafte oder nicht nachvollziehbare Expertisen — etwa mit unzureichender Anamnese, fehlenden Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit oder fehlender Begründung der gezogenen Schlussfolgerungen — haben in der Regel nur geringe Beweiskraft und können den Rentenanspruch gefährden oder weitere Abklärungen notwendig machen.

der subjektiv verminderten Leistungsfähigkeit und den objektivierbaren Befunden zu diskutieren gewesen, was jedoch nicht der Fall ist. Insofern erscheint das Gutachten der SMAB auch unter diesem Blickwinkel als unvollständig bzw. nicht nachvollziehbar. Nach dem Gesagten kann hinsichtlich der Einschätzung einer vollen (100 %) Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit seit dem 1. Januar 2023 nicht auf das Gutachten der SMAB vom 13. April 2023 (IV-act. 193) abgestellt werden. Unter den gegebenen Umständen (weder eine somatische noch eine psychische Ursache der Schmerzattacken kann gestützt auf die vorliegende Aktenlage überwiegend wahrscheinlich ausgeschlossen werden) erübrigen sich weitere Ausführungen zu der von den Gutachtern erfolgten – und vom Beschwerdeführer monierten (act. G 1-10) – Prüfung von Konsistenz und Plausibilität bzw. den getroffenen Schlussfolgerungen der Gutachter hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.   Zusammengefasst erweist sich die dem Beschwerdeführer vom 1. September 2020 (nach Ablauf des sogenannten Wartejahrs nach Art. 28 Abs. 1 IVG) bis 31. März 2023 (Ablauf der Anpassungsfrist nach Art. 88a Abs. 1 IVV) zugesprochene befristete ganze Rente als begründet (zur vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vom 12. September 2019 bis zum 31. Dezember 2022 vgl. nochmals vorstehende E. 3.3) und wird auch von der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren nicht in Frage gestellt. Hingegen kann ein möglicher Rentenanspruch des Beschwerdeführers über den 31. März 2023 hinaus aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden, insbesondere kann hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2023 nicht auf das Gutachten der SMAB vom 13. April 2023 (IV-act. 193) abgestellt werden. Allein gestützt auf die pauschale (Kurz‑)Beurteilung von Dr. B.___ vom 17. Oktober 2022 (IV-act. 173‑4) bzw. das nicht weiter begründete Sammel-Arztzeugnis (act. G 9.1) kann eine volle bzw. 80%ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit jedoch auch nicht als überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen betrachtet werden.
___ fällt ausserdem ins Gewicht, dass sie auf einer umfassenden persönlichen Untersuchung beruht, die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden und die relevanten medizinischen Akten dabei Berücksichtigung fanden, die aus objektiver Sicht erfolgte Konsistenz- und Ressourcenprüfung plausibel erscheint und die hinsichtlich des Gesundheitsschadens und der Arbeitsfähigkeit gezogenen Schlüsse aus medizinischer Laiensicht einleuchten. Ein weiterer Abklärungsbedarf ist zu verneinen und das Gesuch des Beschwerdeführers um eine polydisziplinäre Begutachtung abzuweisen. Gestützt auf die beweiskräftige Arbeitsfähigkeitsschätzung von Prof. G.___ ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sowohl für die angestammte als auch eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 67%ige Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 143-26). Es erscheint aufgrund dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung fraglich, dass der Beschwerdeführer die für einen Rentenanspruch kumulativ zu erfüllende Voraussetzung einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch andauernden durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt (vgl. hierzu BGE 142 V 550 E. 3.1). Diese Frage kann jedoch offengelassen werden, da ohnehin kein rentenbegründender Invaliditätsgrad im Fall des Beschwerdeführers resultiert (siehe nachstehende E. 3). In Anbetracht, dass dem Beschwerdeführer auch im angestammten Bereich leidensangepasste Tätigkeiten offenstehen und sich aus seinen vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübten Tätigkeiten keine taugliche Grundlage für die konkrete Ermittlung eines Valideneinkommens ergeben, ist zur Ermittlung des Invaliditätsgrads ein Prozentvergleich vorzunehmen (siehe zum Prozentvergleich etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 6. April 2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 mit Hinweis). Im Rahmen des Prozentvergleichs sind die vom Beschwerdeführer zugunsten eines Tabellenlohnabzugs (siehe hierzu BGE 126 V 75) ins Feld geführten lohnwirksamen invaliditätsfremden Gesichtspunkte (keine Schulbildung und keine abgeschlossene Lehre, act. G 1, II. B. Rz 4.2) sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen ausgeklammert, weshalb sie keinen Abzug rechtfertigen.
Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, Zweifel an der Beweiskraft der Gerichtsexpertise zu wecken. Soweit er die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Chemiearbeiter/Gabelstapelfahrer in Frage stellt, ist ihm entgegenzuhalten, dass die Beurteilung des Gerichtsgutachters in Kenntnis des damaligen Arbeitsplatzprofils (vgl. Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 20. Juli 2015; act. 24) erfolgte und er somit über die Anforderungen und Verhältnisse der früheren beruflichen Tätigkeit im Bilde war. Seine Beurteilung, wonach über den Verlauf gemittelt von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30% auszugehen sei, begründete er mit der langen Verlaufszeit und der Erkenntnis, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Berichte weder eine gravierende Verschlechterung noch eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands belegt seien. Konkrete Hinweise darauf, dass der Gutachter diese Beurteilung im Hinblick auf Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ergebnisorientiert vorgenommen und sich somit von einem sachfremden Kriterium hätte leiten lassen, sind weder ersichtlich noch substantiiert dargetan. Insgesamt sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gerichtsgutachten von Dr. D.____ vom 11. Oktober 2021 in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Insgesamt lässt die Gerichtsexpertise eine zuverlässige Beurteilung des Krankheitsverlaufs und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf zusätzliche Abklärungen verzichtet und davon ausgegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Chemiearbeiter/Gabelstapelfahrer seit Jahren im Umfang von 30% in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, ihm aber (optimal) angepasste Tätigkeiten zu 100% zumutbar sind.
Im Hinblick auf das hochexpressive Ausdrucksverhalten des Beschwerdeführers bezüglich Missbefindlichkeiten sei unter Umständen eine gewisse Toleranz von Seiten der Leitung und der Mitarbeiterschaft vonnöten. Aufgrund dieser Adaptionskriterien ist dem Beschwerdeführer die angestammte Erwerbstätigkeit offensichtlich nicht mehr zumutbar. Die Adaptionskriterien sind nämlich nicht vereinbar mit der Tätigkeit als Schichtführer, bei der u. a. Qualitätssicherung, Planung, Organisation und Koordination und damit Selbständigkeit sowie Kommunikationsfähigkeit notwendig sind. Es wird also noch ergänzend zu erklären sein, weshalb trotz der nicht erfüllten Adaptionskriterien eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schichtführer gegeben sein soll. Der Beschwerdeführer hat sich im Februar 2011 zum Rentenbezug angemeldet. Seit dem 30. Oktober 2010 ist er aufgrund der durch die behandelnden Ärzte attestierten Psychose als Schichtführer beim letzten Arbeitgeber durchschnittlich zu mehr als 40% arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 24-1 und 26-1). Unter der Berücksichtigung des sogenannten Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und der sechsmonatigen Frist nach Art. 29 Abs. 1 IVG ist der potentielle Rentenbeginn auf den Oktober 2011 festzusetzen. Die Angaben von Dr. P.___ zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind sowohl für die angestammte als auch für die adaptierte Tätigkeit unzureichend. Dr. P.___ hätte für die Zeit ab dem 1. Oktober 2011 (potentieller Rentenbeginn) den Verlauf der Arbeitsfähigkeiten genau angeben müssen. Er hat jedoch bezüglich der angestammten Tätigkeit lediglich ausgeführt, die Arbeitsfähigkeit sei seit der letzten Hospitalisation von 2012 mehrheitlich stabil gewesen. In den letzten zwei bis drei Jahren sei noch eine gewisse zusätzliche Stabilisierung und damit eine relative Verbesserung eingetreten. Ähnlich vage sind die Angaben bei der Arbeitsfähigkeitsfähigkeitsschätzung für eine adaptierte Tätigkeit. Dr. P.___ hat auf einen horizontalen Verlauf der Leistungskurve seit der letzten Hospitalisation 2011/2012 hingewiesen hat und gleichzeitig eine tendenzielle Verbesserung in den letzten zwei bis drei Jahren angegeben.
___ zutreffend erkannt hat, war in den ihm zur Verfügung stehenden Akten lediglich eine einmalige Angabe zur Arbeitsfähigkeit zu finden, und zwar jene einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss dem Bericht der Klinik Z.___ vom 25. September 2019 (Urk. 6/9/2). Auf diese Einschätzung kann indes nicht abgestellt werden, da dazu nicht erklärt wurde, auf welche Tätigkeit sich diese Angabe bezieht. Wie dem von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht der Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie der Klinik Z.___ vom 17. Dezember 2020 zu entnehmen ist, wurde - bei im Wesentlichen unveränderter Diagnose und unverändertem Beschwerdebild (Urk. 9 S. 1) und daher auch für die Zeit vor Erlass der angefochtenen Verfügung aussagekräftig - eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit lediglich in Bezug auf körperlich belastende Tätigkeiten wie in der Pflege oder in anderen körperlich belastenden Tätigkeiten attestiert (Urk. 9 S. 2). Dass eine solche Tätigkeit der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar ist respektive darin eine andauernde erhebliche Einschränkung besteht und daher auch das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist, wurde von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten (Urk. 2 S. 1).     Entscheidend ist hier indessen die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG). Hierzu wurde von den behandelnden Ärzten der Klinik Z.___ zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten als denkbar erachtet (Urk. 9 S. 2), ohne allerdings anzugeben, in welchem Umfang eine solche Teilarbeitsfähigkeit zumutbar sei. Daher kann auch auf diesen Bericht nicht abschliessend abgestellt werden. Auch dem neuen Bericht von Prof. Dr. A.___ vom 7. Januar 2021 (Urk. 11) sind keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen.     Damit steht kein Bericht eines behandelnden Arztes zur Verfügung, aus welchem die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit für den hier zu beurteilenden Zeitraum (vgl. E. 2.3 hiervor) von März 2019 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Oktober 2020 rechtsgenüglich hervorgeht.
Die Beschwerdegegnerin verneinte in der angefochtenen Verfügung einen Rentenanspruch bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 0% (IV-Akte 92). Dabei stützte sie sich in medizinischer Hinsicht auf das bidisziplinäre (rheumatologisch-psychiatrische) Gutachten von Dr. K____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. Juni 2019 (IV-Akte 64) und Dr. L____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, vom 20. Dezember 2019 (IV-Akte 72). 2.2. Der Beschwerdeführer beanstandet das psychiatrische Gutachten von Dr. K____ und macht geltend, dass darauf nicht abgestellt werden könne, weil es hinsichtlich der Anamnese unvollständig sei. Er bemängelt das Gutachten als nicht beweiskräftig, da es das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung zu Unrecht verneint habe und beantragt die Durchführung eines gerichtlichen Gutachtens in psychiatrischer Hinsicht (Beschwerde, S. 6 f.; Replik, S. 2 f.). 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob sich die angefochtene Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht vom 6. Oktober 2000 ATSG; SR 830.1) gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem solchen von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 (SR 830.1) in Verbindung mit Art.
Der Beschwerdeführer übt in diesem Zusammenhang Kritik an der Exploration und der Untersuchungsmethodik des Gutachters und vertritt ferner die Meinung, es fehle dem Gutachter selbst an der erforderlichen Unabhängigkeit. Gestützt auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte sei dem Beschwerdeführer mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen, subeventualiter die Sache zur erneuten Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 2.2. Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, das von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Teilgutachten sei beweisrechtlich weder aus formeller Sicht noch inhaltlich zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin verweist in diesem Zusammenhang ferner auf die ergänzende gutachterliche Stellungnahme vom 11. Januar 2021 (IV-Akte 96). Die Ablehnung des Rentenanspruchs sei daher zu Recht erfolgt. 2.3. Streitig und zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist. Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.

N42.Kein Unterbruch durch therapeutische Tätigkeit

Eine Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit mit ausschliesslich therapeutischem Zweck unterbricht die Wartefrist nach Art. 28 IVG nicht, wenn keine wirkliche, auf dem Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr besteht. Ebenso führt ein Arbeitsversuch nicht zur Unterbrechung der Wartefrist, wenn die ausgeübte Tätigkeit die Kräfte des Versicherten offensichtlich übersteigt oder unter den gegebenen Umständen voraussichtlich zum Scheitern verurteilt wäre, selbst wenn er länger als 30 Tage dauert.

29ter RAI, une interruption du délai d'attente ne peut être admise que lorsque l'assuré s'est trouvé dans la capacité d'exercer un travail économiquement utilisable pendant au moins trente jours consécutifs. Le fait que ce travail ait été rétribué ou non est sans importance. Par contre, le délai ne sera pas interrompu lorsque la reprise de l'activité n'a qu'un but thérapeutique alors qu'il ne subsiste plus de réelle capacité de travail utilisable sur le marché, et lorsque l'activité exercée met manifestement à trop lourde contribution les forces de l'assuré ou lorsque, quand bien même on doit admettre que celui qui est occupé dans un centre de réadaptation aurait pu reprendre une activité lucrative en faisant preuve de bonne volonté, les circonstances permettent de penser qu'un essai de reprise du travail aurait probablement abouti à un échec. Un essai de reprise du travail qui échoue n'interrompt pas le délai d'attente même s'il dure plus de trente jours (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, 2018, n. 14 – 15 ad art. 28 LAI). 8.2 En l'espèce, si le SMR a effectivement mentionné, dans ses avis des 8 septembre 2020 et 28 janvier 2021, que le recourant avait présenté une incapacité de travail de 100% depuis le 22 avril 2019, il a fixé le début de l’incapacité durable de travail au 21 novembre 2021. Cette détermination est justifiée par une période de reprise du travail de plus de trente jours consécutifs. Il est en effet rappelé que, dans son rapport du 11 mars 2020, le Dr C______ a attesté d’une incapacité de travail de 100% entre le 22 avril et le 4 juin 2019, 50% du 5 juin au 1er octobre 2019, de 0% du 2 octobre au 26 novembre 2019, de 50% du 27 novembre 2019 au 15 décembre 2019, de 0% des 16 au 17 décembre 2019, et de 50% dès le 18 décembre 2019. Selon sa note d'observations du 28 avril 2020, l'intimé, en se basant sur les périodes d'incapacité de travail transmises par la Vaudoise, a notamment retenu une incapacité de travail de 0% du 2 octobre au 21 novembre 2019, de 50% du 22 novembre 2019 au 3 mars 2020, et de 100% à partir du 4 mars 2020.
Une réduction de la capacité de travail de 20 % suffit en principe à ouvrir la période d’attente (Valterio, op. cit., n° 13 ad art. 28 LAI et les références). Le délai d’attente d’une année, pendant lequel l’assuré doit avoir présenté une incapacité de travail de 40 % en moyenne sans interruption notable, commence également à courir lorsque la personne assurée a travaillé, pendant une certaine période, au-delà de ce qui était raisonnablement exigible de sa part, en risquant d’aggraver son état de santé (TF 8C_724/2011 du 24 juillet 2012 consid. 4.3 et les références). A teneur de l’art. 29ter RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), il y a interruption notable de l’incapacité de travail au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI lorsque l’assuré a été entièrement apte au travail pendant 30 jours consécutifs au moins. Ce délai ne sera toutefois pas interrompu lorsque l’activité exercée met manifestement à trop lourde contribution les forces de l’assuré (Valterio, op. cit., n° 15 ad art. 28 LAI et la référence). d) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 1 et 3 LAI). e) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.

N43.Bindungswirkung von IV-Entscheiden

IV-Verfügungen sind für Vorsorgeeinrichtungen grundsätzlich verbindlich, können jedoch nur dann direkt übernommen werden, wenn der normative Kontext der berufsvorsorgerechtlichen Beurteilung mit demjenigen der IV-Entscheidung gleich oder vergleichbar ist. Insbesondere hat das Bundesgericht klargestellt, dass eine IV-rechtliche Festlegung nicht zwangsläufig auf berufsvorsorgerechtliche Fragen übertragbar ist (z. B. Beginn des IV-Wartejahrs versus berufsvorsorgerechtlich massgeblicher Beginn der Arbeitsunfähigkeit). Gleichzeitig bestehen Fälle, in denen Vorsorgeeinrichtungen an IV-Entscheide bezüglich Invaliditätsgrad und Renten- bzw. Wartebeginn gebunden sind, wenn dieser Kontext übereinstimmt.

Die Beklagte 1 ist der Ansicht, der berufsvorsorgerechtlich relevante Beginn der Arbeitsunfähigkeit müsse auf den 24. Februar 2020 festgelegt werden, weil die IV-Stelle diesen Zeitpunkt in ihrer Rentenverfügung als Beginn des Wartejahres festgelegt habe und die Anmeldung bei der Krankentaggeldversicherung ab diesem Tag erfolgt sei. Zudem habe der Kläger gegenüber der IV-Stelle keinen früheren Beginn der Arbeitsunfähigkeit geltend gemacht. Diese Sichtweise trifft nicht zu. Zwar sind Festlegungen der IV über Entstehung, Höhe und Beginn des Rentenanspruchs für die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge grundsätzlich verbindlich (BGE 138 V 409 E. 3.1). Eine IV-rechtliche Festlegung bindet die Vorsorgeeinrichtung aber nur dann, wenn der normative Kontext der berufsvorsorgerechtlichen Fragestellung gleich oder vergleichbar ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_381/2022 vom 19. Juli 2023 E. 2.2.1). Dies ist für den Beginn des IV-rechtlichen Wartejahrs und den Beginn der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht der Fall. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG haben Versicherte Anspruch auf eine IV-Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig waren. Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4). Im vorliegenden Fall bewirkte demzufolge die mehr als dreissigtägige Zeitspanne der 100%igen Arbeitsfähigkeit des Klägers im Arbeitsverhältnis mit der F. vom 6. Januar 2020 bis zum 24. Februar 2020 invalidenversicherungsrechtlich einen Neubeginn des Wartejahres am 24. Februar 2020. Der einschlägige berufsvorsorgerechtliche Kontext ist anders. Für die Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % über mindestens drei Monate erforderlich (siehe vorstehend Erwägung 3.2). Die Zeitspanne der 100%igen Arbeitsfähigkeit während rund eineinhalb Monaten vom 6.
Folglich geht die Beklagte vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die IV aus (vgl. E. 2.2.1 hiervor). Mit Verfügung vom 21. März 2014 sprach die IV-Stelle Bern (IVB) der Klägerin rückwirkend ab dem 1. Oktober 2012 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % basierende ganze Rente zu (act. III 76). Darin setzte die IVB den Beginn des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG explizit auf Juni 2009 fest, den Rentenbeginn dann aber infolge verspäteter Anmeldung (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) auf April 2012 (act. III 76/8 unten). Die IVB hat sowohl den Vorbescheid vom 9. Oktober 2013 (act. III 52) als auch die rentenzusprechenden Verfügungen vom 21. März bzw. 9. April 2014 (act. III 76 f.) der Beklagten (konkret der Panvica [ohne eigene Rechtspersönlichkeit] als eines von 13 Vorsorgewerken der proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz [vgl. Eingabe der Beklagten vom 8. März 2022]) eröffnet. Diese blieben (auch durch die Beklagte) unangefochten. Damit besteht eine grundsätzliche Bindung der Beklagten an den IV-Entscheid in Bezug auf den Invaliditätsgrad (Art. 23 BVG) einerseits und den Rentenbeginn bzw. die Frage des Eintritts der massgebenden Arbeitsunfähigkeit (Eröffnung der Wartezeit; Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 26 Abs. 1 BVG) andererseits (vgl. E. 2.2.2 hiervor).

N44.Hypothetische Beurteilung des Erwerbsstatus

Die Beantwortung der Statusfrage (ob eine versicherte Person ganztägig, teilzeitlich, zeitweilig erwerbstätig oder nichterwerbstätig ist) erfordert regelmässig eine hypothetische Beurteilung. Dabei sind auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen. Solche Fragen sind einer direkten Beweisführung wesensgemäss meist nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden; ihre Würdigung stellt damit im Wesentlichen eine Tatfrage/Beweiswürdigungsfrage dar.

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zu den Begriffen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG) sowie zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) und nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist, dass die Beantwortung der Statusfrage, das heisst, ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung erfordert, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Derlei ist einer direkten Beweisführung wesensgemäss nicht zugänglich und muss in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe stellt eine Tatfrage dar, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden (BGE 144 I 28 E. 2.4). Richtig wiedergegeben werden im angefochtenen Urteil schliesslich auch die hinsichtlich des Beweiswerts von ärztlichen Berichten und Gutachten zu beachtenden Regeln im Allgemeinen (BGE 134 V 231 E.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zu den Begriffen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG) sowie zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) und nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) zutreffend dargelegt. Dabei ging die Vorinstanz bei Entstehung des Rentenanspruchs vor Ende 2021 zu Recht von der bis damals gültig gewesenen Fassung des IVG aus (vgl. Urteil 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 2 mit Hinweisen). Anzufügen ist, dass die Beantwortung der Statusfrage, das heisst, ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung erfordert, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Derlei ist einer direkten Beweisführung wesensgemäss nicht zugänglich und muss in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe stellt eine Tatfrage dar, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden (BGE 144 I 28 E.

N45.Nachträgliche Eingaben und Rentenbeginn

Nachträgliche Eingaben (z. B. Nachreichung von Arztberichten) können als erneute Anmeldung zum Leistungsbezug gewertet werden und dadurch den frühestmöglichen Rentenbeginn nach Art. 28 Abs. 1 IVG verschieben.

Der hypothetische Rentenbeginn beginnt zu jenem Zeitpunkt, in welchem der Beschwerdeführer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen war und anschliessend mindestens im Umfang von 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG; vgl. vorstehend E. 1.3), frühestens jedoch sechs Monate nach Geltendmachung des Anspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. vorstehend E. 1.4). Nachdem der Beschwerdeführer seiner Beschwerde vom 29. November 2017 (Urk. 9/71/1-2 = Urk. 9/75/3-4) gegen die Verfügung vom 30. Oktober 2017 (Urk. 9/64) einen Arztbericht beilegte und danach noch einen weiteren Arztbericht einreichte, was durch die Beschwerdegegnerin als erneute Anmeldung zum Leistungsbezug qualifiziert wurde (vorstehend E. 4.3), ist der frühestmögliche Rentenbeginn 1. Mai

N46.Bei Vollerwerbsunfähigkeit kein Einkommensvergleich

Ist die versicherte Person zum relevanten Zeitpunkt voll erwerbsunfähig, erübrigt sich ein Einkommensvergleich: Das zu berücksichtigende Invalideneinkommen beträgt Fr. 0.–, sodass der Invaliditätsgrad 100 % beträgt.

Im Folgenden sind die erwerbliche Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin zu prüfen. Da feststeht, dass die im hypothetischen Gesundheitsfall voll erwerbstätige Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom 1. September 2017 bis 30. September 2019 in jeder Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig war, erübrigt sich für den Zeitpunkt des frühestmöglichen Beginns des Rentenanspruchs, d.h. für Oktober 2018 (vgl. oben E. 4.2 und 4.3), die Durchführung eines eigentlichen Einkommensvergleichs. Da die Beschwerdeführerin kein Einkommen erzielen konnte, liegt das zu berücksichtigende Invalideneinkommen bei Fr. 0.- und der IV-Grad entsprechend bei 100 %. Die Beschwerdeführerin hat somit ab 1. Oktober 2018 Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 IVG), wie es die Vorinstanz am 24. November 2020 zu Recht verfügt hat. Für den Zeitpunkt der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf 60 % in angepassten Tätigkeiten ab 1. Oktober 2019 ist der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin anhand eines Einkommensvergleichs gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (vgl. oben E. 4.5) zu ermitteln. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Vorinstanz bzw. IV-Stelle H._______ den Invaliditätsgrad ab 1. Oktober 2019 korrekt berechnet hat.

N47.Unabhängige Kostenübernahme begonnener Ausbildung

Die Kostenübernahme für eine bereits begonnene berufliche Ausbildung kann vorab und unabhängig von einem allfälligen Rentenanspruch beurteilt werden. Ob ein Rentenanspruch besteht, ist gesondert und im Rahmen der materiellen Prüfung durch die IV‑Stelle zu prüfen.

Inwiefern hier - trotz des Grundsatzes Eingliederung vor Rente (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E. 3.2.1) - für das Eingliederungsverfahren von Belang sein soll, ob bereits vor der beantragten Eingliederungsmassnahme ein Rentenanspruch entstanden sei oder nicht, wie die Beschwerdeführerin geltend macht (Urk. 1 S. 24), ist nicht ersichtlich. Hier durfte und konnte der Anspruch auf die Kostenübernahme für die Ausbildung Bachelor Pflege FH an der Hochschule C.___ unabhängig vom Rentenanspruch und vorab beurteilt werden, zumal die Beschwerdeführerin die von der beantragten beruflichen Massnahme betroffene Ausbildung bereits begonnen und zuvor erfolgreich die eidgenössische Berufsmaturität absolviert hatte (Urk. 7/55).     Wohl ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, dass ein Rentenanspruch entstehen kann, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist. Dies gilt auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Wie es sich damit bezüglich der Beschwerdeführerin verhält, ist aber jedenfalls nicht in diesem Verfahren zu prüfen und wird die IV-Stelle im Rahmen ihrer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs zu beurteilen haben.

N48.Viertelsrente bei durchschnittlich 40% Invalidität

In der Praxis wurden Invaliditätsgrade von rund 40–41% bzw. 44% in einzelnen Entscheidungen als Grundlage für den Anspruch auf eine Viertelsrente anerkannt. Daneben zeigen die Entscheide, dass bei nachgewiesenem durchschnittlichem Invaliditätsgrad von 40% das Wartejahr erfüllt sein kann und der Rentenanspruch ab dem in den Gutachten bzw. Entscheiden festgestellten Beginn der relevanten Leistungsfähigkeitseinbusse beginnt.

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). - Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Eintritt des Versicherungsfalls jedoch weiterhin in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelt; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2016, IV 2013/572 E. 6.4). Eine (anhaltende) Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin relevanten Ausmasses ist gemäss dem jüngsten Gutachten vom 3. April 2020 ab April 2017 anzunehmen. Ein Wartejahr ist demnach im April 2018 abgelaufen. Dass keine beruflichen Massnahmen mehr unternommen wurden, lässt sich bei den vorliegenden Gegebenheiten nicht beanstanden. Bei einem Invaliditätsgrad von 44 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente. Angesichts der Anmeldung vom April 2016 steht Art.
Die Gutachter terminierten den Eintritt der gesundheitlichen Verschlechterung und damit der 40%igen Arbeitsunfähigkeit übereinstimmend und nachvollziehbar auf den März 2015, so dass in den zwölf Monaten vor dem 1. Mai 2018 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % jedenfalls rechtsgenüglich ausgewiesen und das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3) damit erfüllt ist. Somit besteht der Anspruch auf eine halbe Rente ab 1. Mai
x 12 x 0.6). Die Erwerbseinbusse von Fr. 22'658.-- (Fr. 55'407.-- ./. Fr. 32'749.--) ergibt einen Invaliditätsgrad von 41 %. Im Ergebnis nichts anderes resultiert, wenn für das Validen- und das Invalideneinkommen von den gleichen Tabellen ausgegangen würde. Diesfalls beträgt die Einschränkung entsprechend der Arbeitsunfähigkeit 40 %.     Der Invaliditätsgrad von 40 % oder 41 % begründet den Anspruch auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 1 IVG).     Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns.

N49.Anspruchsvoraussetzungen für IV-Rente

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht Anspruch auf eine Rente, wenn die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, trotz zumutbarer Eingliederungsmassnahmen nicht wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann. Weiter verlangt die Bestimmung, dass die betroffene Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Durchschnitt mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40 % invalid ist. "Invalidität" entspricht der in Art. 8 Abs. 1 ATSG definierten voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden ganzen oder teilweisen Erwerbsunfähigkeit; Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG der durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

Besondere übergangsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323, 328 E. 4.2; zur Publikation vorgesehenes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 2.2.). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben u.a. Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können und während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Laut Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 massgebenden Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2.4. Gestützt auf den seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruches in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2.5. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art.
Altersjahr bereits zurückgelegt hat, bleibt für sie übergangsrechtlich auch nach diesem Datum das bisherige Recht anwendbar, es sei denn, der zu prüfende Rentenanspruch wäre tatsächlich erst nach dem 31. Dezember 2021 entstanden. Die materiellen Bestimmungen werden dementsprechend nachfolgend in der bis 31. Dezember 2021 anwendbaren Fassung zitiert.   Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und der IVV sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit.
Der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Vorinstanz hat die übrigen Voraussetzungen für die Zusprechung einer Rente im Übrigen zutreffend dargelegt (Art. 6 und 7 ATSG sowie Art. 28 Abs. 1 IVG). Darauf wird verwiesen.

N50.Wartejahr bei episodischen Erkrankungen

Bei episodischen oder phasenhaft verlaufenden Erkrankungen ist für die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 IVG auf die tatsächliche Lage zum Ende des Wartejahrs bzw. auf das Vorliegen einer fortbestehenden oder wiederkehrenden Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Fällt das Ende des Wartejahrs in eine vorübergehende, beschwerdefreie Phase, darf dies – namentlich bei typischer Rezidivneigung der Krankheit – nicht dazu führen, dass ein Anspruch ausgeschlossen wird, wenn die Arbeitsunfähigkeit wieder auftritt. Ergibt sich eine nachträgliche Verschlechterung des Gesundheitszustands, kann dadurch ein Rentenanspruch entstehen, auch wenn zuvor durch Verwertung der Restarbeitsfähigkeit vorübergehend ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt wurde.

So sei er nach Ablauf des Wartejahres am 17. Januar 2019 im Umfang von 50% arbeits- und erwerbsunfähig gewesen und habe damit alle Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt. Namentlich seine episodischen Cluster-Kopfschmerzen seien am 7. März 2019 noch nicht ausgeheilt gewesen, sondern seien episodisch wiederholt aufgetreten und hätten eine erneute Arbeitsunfähigkeit nach sich gezogen. Es sei stossend, aufgrund des Zufalls, wonach das Ende des Wartejahres just auf eine schmerzfreie Phase gefallen sei, ein erneutes Bestehen der Wartezeit zu verlangen, zumal die diagnostizierten Cluster-Kopfschmerzen von sich abwechselnden Phasen geprägt seien. Die verspätete Anmeldung sei nur für den Beginn der Rentenauszahlung ab 1. Mai 2019 relevant. Eventualiter sei der Beginn der erstmaligen Rentenauszahlung auf den 1. August 2019 festzulegen und damit auf jenen Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer seine angeblich vorübergehend zurückerlangte Arbeitsfähigkeit wieder eingebüsst hatte.
Mit Blick auf das eben Dargelegte ist ab Ende 2016 eine anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner ausgewiesen, womit die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Mit dem Eintritt einer nunmehr vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in jeder angepassten Tätigkeit infolge der Hüft-TEP am 8. März 2021 ist auch die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG erfüllt. Besteht für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Höhe, wogegen durch Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit vorerst ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann, so entsteht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Rentenanspruch im Falle einer Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, Rz. 36 zu Art. 28). Damit entstand am 1. März 2021 ein Rentenanspruch. Die am 1. Dezember 2021 (vgl. E. 4.4 hiervor) eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustands nach Rekonvaleszenz der erfolgreich durchgeführten Hüft-Revision bewirkt – gemäss Art.
Cette dernière intervention a permis d’améliorer les amplitudes de la cheville et de l’articulation sous-talienne, mais les douleurs persistaient et nécessitaient encore l’utilisation de béquilles pour les déplacements (cf. notes de consultation du Dr G.________ du 17 décembre 2018 ; rapport médical du Dr G.________ du 6 février 2019 ; notes de consultation du Dr G.________ du 29 avril 2019).                 Un séjour de rééducation intensive auprès de la F.________ au mois de juillet 2019 n’a pas non plus permis de réduire les douleurs. Celles-ci restaient invalidantes et intolérables à la marche sans l’aide d’une canne (cf. notes de consultation du Dr G.________ du 28 août 2019).                 Au vu de ce qui précède, il n’est pas contestable ni au demeurant contesté que le recourant a subi une nouvelle atteinte durable à sa santé somatique depuis la décision du 10 mars 2015, qui justifiait la reconnaissance d’une incapacité de travail totale dès le mois de juin 2018, le délai d’attente d’une année échéant au mois de juin 2019 (cf. art. 28 al. 1 LAI ; consid. 4.b ci-dessus).

N51.Reaktivierung oder neuer Versicherungsfall

Bei Reaktivierung derselben Gesundheitsstörung ist die Sonderregel von Art. 29bis nur anwendbar, wenn die Wiedereinsetzung in den früheren invalidisierenden Zustand zu einem hohen Invaliditätsgrad geführt hat, der mindestens 30 aufeinanderfolgende Tage angedauert hat. Liegt hingegen eine neue Krankheit oder ein neuer Unfall vor, die nicht Ursache der früheren Invalidität waren, handelt es sich um einen neuen Versicherungsfall; in diesem Fall beginnt die Jahresfrist (Wartefrist nach Art. 28) von neuem zu laufen.

également : Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l’assurance-invalidité (AI), Genève, Zurich, Bâle, 2011, p. 342, n. 1234 et 11235). d) La règle de l’art. 29bis RAI s’applique seulement lorsque l’atteinte à la santé qui donné naissance au droit s’est réactivée et provoque un regain d’invalidité de degré élevé qui a duré trente jours consécutifs au moins. Elle n’est en revanche pas applicable lorsque l’assuré, autrefois bénéficiaire d’une rente d’invalidité, subit une nouvelle invalidité à la suite d’une maladie ou d’un accident qui n’était pas à l’origine de l’invalidité pour laquelle la rente avait été précédemment allouée. Il en va de même lorsque la rente avait été refusée en raison d’un degré d’invalidité insuffisant et qu’il y a par la suite une aggravation de l’atteinte à la santé. Il s’agit alors d’un nouveau cas d’assurance, de sorte que le délai d’attente de trois cent soixante-cinq jours recommence à courir (cf. Michel Valterio, Commentaire de la loi sur l’assurance-invalidité, Genève/Zurich/Bâle 2018, n° 18 ad. art. 28 LAI, p. 393, et références citées). 6. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales qu’il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.

N52.Voraussetzungen und Berechnung des Invaliditätsgrads

Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht, wenn a) die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann, b) die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Durchschnitt mindestens zu 40 % arbeitsunfähig war, und c) sie nach Ablauf dieses Jahres mindestens zu 40 % invalid ist. Zur Feststellung des Invaliditätsgrads wird der hypothetische Erwerb (ohne Invalidität) mit dem nach Behandlungen und zumutbarer Eingliederung erreichbaren Erwerb verglichen (vgl. Art. 16 LPGA). Die Quellen enthalten die bis Ende 2021 geltende Staffelung der Rentenhöhen und weisen auf die ab 1.1.2022 geänderte prozentuale Regelung hin.

9101 de la circulaire de l’Office fédéral des assurances sociales [ci-après : OFAS] sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er janvier 2024 [ci-après : CIRAI]).                 c) En l’espèce, la recourante a fait valoir son droit aux prestations de l’AI par le dépôt d’une demande de prestations de l’AI auprès de l’intimé le 5 novembre 2019, si bien que le droit litigieux peut avoir pris naissance en mai 2020 au plus tôt (cf. art. 29 al. 1 LAI). Sont donc applicables à l’examen du droit à la rente de la recourante les dispositions de la LAI et du RAI en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. C’est ainsi dans cette version que ces dispositions sont reproduites, citées et appliquées ci-après.   4.              a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (let. c) (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA).                 b) Est réputée incapacité de gain – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. a LAI – toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA).                 Est réputée incapacité de travail – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI – toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique.
Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (vgl. auch BGE 131 V 164 f. E. 2.1 mit Hinweisen). Der Rentenanspruch einerseits und die einzelnen Eingliederungsmassnahmen andererseits sind als je unterscheidbare, streitgegenstandsfähige Rechtsverhältnisse zu begreifen (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2022, zu Art. 28 Rz. 19). Dabei ist stets als Erstes zu prüfen, worüber die IV-Stelle tatsächlich verfügt hat. Vorliegend beurteilte die IV-Stelle in der Verfügung vom 9. Februar 2021 einzig den Rentenanspruch der Versicherten. Die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen wurde in dieser Verfügung nicht geprüft. Aus diesem Grund kann auf das Rechtsbegehren, soweit damit die Prüfung von beruflichen Massnahmen beantragt wird, im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende Dezember 2021 geltenden Fassung). Gemäss den ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b Abs. 1 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 – 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.
Erwägung: 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 23. Oktober 2020 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 2.3 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1).
Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle der Beschwerdeführerin zu Recht lediglich eine vom 1. Dezember 2012 bis 31. Juli 2013 befristete ganze IV-Rente sowie eine vom 1. August 2013 bis 30. April 2015 befristete Dreiviertelsrente zugesprochen hat. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.

N53.Überwiegende Wahrscheinlichkeit als Beweisgrad

Bei der Feststellung des Invaliditätsgrads und bei Entscheiden über Renten nach Art. 28 Abs. 2 IVG gilt als massgebender Beweisgrad die überwiegende Wahrscheinlichkeit (vraisemblance prépondérante).

a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. 5. a) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid.
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG), die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall voll erwerbstätigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG), den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1) und den Beweiswert ärztlicher Berichte (vgl. E. 2 hiervor; BGE 143 V 124 E. 2.2.2, 125 V 351 E. 3a) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall teilweise Erwerbstätigen nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 145 V 370, 143 I 50 E. 4.4) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezüglich des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (vgl. E. 1 hiervor; BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.

N54.Psychische Schäden: Diagnostik nach ICD/DSM

Die Anerkennung einer psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung als gesundheitlicher Schaden setzt einen Befund voraus, der von einem Sachverständigen (Psychiater) gestellt wird und fachgerecht anhand der Kriterien eines anerkannten Klassifikationssystems (z. B. ICD/DSM) begründet ist.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 4.          4.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid. 4c ; 102 V 165 consid. 3.1 ; VSI 2001 p. 223 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). La reconnaissance de l’existence d’une atteinte à la santé psychique suppose la présence d’un diagnostic émanant d’un expert (psychiatre) et s’appuyant selon les règles de l’art sur les critères d’un système de classification reconnu, tel le CIM ou le DSM-IV (ATF 143 V 409 consid. 4.5.2 ; 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1 ; 130 V 396 consid.

N55.Revisionsregeln bei Neuanmeldung

Bei einer Neuanmeldung im Zusammenhang mit dem Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind die nach der Rechtsprechung für Revisionen massgeblichen Regeln sinngemäss bzw. analog anzuwenden (vgl. Art. 17 ATSG; Art. 87/88a IVV und die zitierte Rechtsprechung). Eine materielle Neubesichtigung des Rentenanspruchs erfolgt demnach nur, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Invaliditätsgrad oder die relevanten Umstände in einer Weise verändert haben, die den Anspruch beeinflussen kann.

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), den Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 IVG), die bei der Neuanmeldung der versicherten Person analog anwendbaren Revisionsregeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a Abs. 2 IVV; BGE 144 I 103 E. 2.1), die Invaliditätsbemessung nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) und den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). b) Lorsque la rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Si l’administration est entrée en matière sur la nouvelle demande, il convient de traiter l’affaire au fond et de vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré est réellement intervenue. Cela revient à examiner, par analogie avec l’art. 17 al. 1 LPGA, si entre la dernière décision de refus de rente – qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus conformes au droit – et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, s’est produit (ATF 133 V 108 consid.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zum Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 IVG) und eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der Wiedergabe der bei einer Neuanmeldung analog zur Revision anwendbaren Regeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV; BGE 134 V 131 E. 3; 133 V 108 E. 5; 130 V 71; 117 V 198 E. 3a). Richtig sind auch die Ausführungen zur Beurteilung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens anhand der sogenannten Standardindikatoren bei psychischen Erkrankungen (BGE 141 V 281; 143 V 409 und 418). Darauf wird verwiesen.
Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung (Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 2022, Rz 9102). 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.
Die Vorinstanz legte die für die Beurteilung des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG massgeblichen Bestimmungen, insbesondere zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG) und zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), sowie die zu beachtenden Grundsätze zum Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) zutreffend dar. Gleiches gilt hinsichtlich des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG und Art. 16 ATSG) und der Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall erwerbstätigen Versicherten nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) sowie des Vorgehens bei einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente bei rückwirkender Rentenzusprechung gemäss den Modalitäten einer Revision der Invalidenrente (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV; BGE 141 V 9 E. 2.3). Darauf wird verwiesen.

N56.Umschulung trotz möglichem Einkommen

Allein die Möglichkeit, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen, ist kein Ausschlussgrund für einen Anspruch auf Umschulung. Die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Umschulungsanspruch unterscheiden sich massgeblich von denen für eine Invalidenrente (Art. 28 IVG) und sind gesondert zu prüfen.

Die Beschwerdegegnerin verwies für die Verneinung eines Anspruches auf Umschulung unter anderem auch auf die Tatsache, dass es dem Beschwerdeführer möglich sei, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Diesbezüglich ist klarzustellen, dass alleine der Umstand, dass der Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte, nichts über den Anspruch auf eine Umschulung aussagt, unterscheiden sich doch die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Umschulungsanspruch von denjenigen eines Rentenanspruches massgeblich (vgl. E. 2.1-2 für die Voraussetzungen der Umschulung und Art. 28 IVG für die Voraussetzungen für eine Invalidenrente).     Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Umschulung weiter im Wesentlichen mit zwei Argumenten. Einerseits sah sie den Anspruch beim Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter als grundsätzlich nicht gegeben an, andererseits begründete sie den fehlenden Anspruch auch mit der mangelnden gesundheitlichen Verschlechterung seit der letzten Prüfung (E. 3.1).
Die Beschwerdegegnerin verwies für die Verneinung eines Anspruches auf Umschulung unter anderem auch auf die Tatsache, dass es dem Beschwerdeführer möglich sei, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Diesbezüglich ist klarzustellen, dass alleine der Umstand, dass der Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte, nichts über den Anspruch auf eine Umschulung aussagt, unterscheiden sich doch die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Umschulungsanspruch von denjenigen eines Rentenanspruches massgeblich (vgl. E. 2.1-2 für die Voraussetzungen der Umschulung und Art. 28 IVG für die Voraussetzungen für eine Invalidenrente).     Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Umschulung weiter im Wesentlichen mit zwei Argumenten. Einerseits sah sie den Anspruch beim Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter als grundsätzlich nicht gegeben an, andererseits begründete sie den fehlenden Anspruch auch mit der mangelnden gesundheitlichen Verschlechterung seit der letzten Prüfung (E. 3.1).

N57.Ausnahmen vom Eingliederungsgrundsatz

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG gilt der Grundsatz «Eingliederung vor Rente». Eine Invalidenrente kann vor der Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur in Ausnahmefällen zugesprochen werden. Als solche Fälle gelten namentlich, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist, oder wenn Abklärungen ergeben, dass eine Eingliederung nicht in Frage kommt.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) bzw. "Eingliederung statt Rente" greift, solange die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Der neue Art. 28 Abs. 1bis IVG regelt nun auch explizit, dass eine Rente nicht zugesprochen werden kann, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung nicht ausgeschöpft sind (vgl. E. 4.2 hiervor). Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten.
Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt (Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Gemäss Rechtsprechung ist für die Entstehung des Rentenanspruchs deshalb das Ende der Eingliederungsmassnahmen massgebend: Die IV-Stelle hat nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zuerst abzuklären, ob die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (zum Ganzen: BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen).
Den koordinationsrechtlichen Grundsatz "Eingliederung vor/statt Rente" (vgl. Art. 1a IVG) tangiert der vorinstanzlich bejahte Rentenanspruch nicht. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]; Urteil 8C_24/2024 vom 23. Dezember 2024 E. 5.2.1). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4). Der rentenausschliessende Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG bezieht sich auf die in Art. 8 Abs. 3 IVG abschliessend aufgezählten (BGE 119 V 250 E. 1b; ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27 bis IVG], 2014, N. 71 zu Art. 8 IVG) gesetzlichen Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 ff. IVG. Er erfasst nicht die medizinischen Behandlungen im Sinn von Art. 25 KVG mit Eingliederungswirkung, zu deren schadenmindernder Inanspruchnahme die versicherte Person verpflichtet ist (Art. 7 Abs. 2 lit. d und Art. 7a IVG; MURER, a.a.O., N. 81 zu Art. 7 IVG), und die den gesetzlichen Eingliederungsmassnahmen vorgehen (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 23 zu Art. 7-7b IVG; nachfolgende E. 5.1.3).
Kann die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden, so greift der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) beziehungsweise «Eingliederung statt Rente». Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden, andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E.
Entsprechend dem Ausgeführten gilt in der Invalidenversicherung somit der Grundsatz "Eingliederung vor Rente“ (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG und Art. 7 Abs. 1 ATSG). Ein Rentenanspruch kann erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen, und zwar selbst dann, wenn diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Vor diesem Zeitpunkt ist eine Invalidenrente, gegebenenfalls auch rückwirkend, nur zuzusprechen, wenn die versicherte Person nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Pflicht zur Selbsteingliederung geht dabei – als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht – nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2013 vom 19. September 2013 E. 6.3). Indessen kann der Rentenbescheid unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen bereits gefällt werden, falls der Rentenanspruch durch allenfalls noch vorzunehmende berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht mehr beeinflusst werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_585/2021 vom 6. Januar 2022 E.
Diesem Antrag, der in Bezug auf das Erfordernis weiterer Abklärungen mit demjenigen der Beschwerdeführerin übereinstimmt, ist daher stattzugeben. Darüber hinaus ist festzulegen, dass die weiteren Abklärungen in Form eines polydisziplinären Gutachtens zu erfolgen haben, an dem die Disziplinen der Orthopädie oder der Orthopädischen Chirurgie, der Neurologie und der Psychiatrie zu beteiligen sind. Erst nach Vorliegen des Gutachtens kann entschieden werden, ob weitere Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind und aufgrund welcher Feststellungen die Invaliditätsbemessung vorzunehmen ist. Auf die Vorbringen hierzu in der Beschwerdeschrift braucht daher an dieser Stelle noch nicht eingegangen zu werden. Es ist lediglich darauf hinzuweisen, dass eine – gegebenenfalls vorübergehende – Rentenzusprechung dort bereits vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen in Betracht kommt, wo die Eingliederungsfähigkeit noch nicht wiedererlangt ist. Unter diesem Gesichtspunkt wäre namentlich der Rentenanspruch in der ersten Zeit nach Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) im März 2021 näher zu prüfen.

N58.Wartejahr bei 100% Arbeitsunfähigkeit

Ist seit mindestens zwölf Monaten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ausgewiesen, gilt das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG als erfüllt. Ergibt sich hieraus ein Anspruch, entsteht dieser grundsätzlich ab Ablauf des Wartejahrs; dies gilt, sofern durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen keine Wiederherstellung, Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbstätigkeit erreicht wurde.

Ein Anspruch auf eine Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung am 18. August 2022 gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. Februar 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern bis dahin das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Diesbezüglich anerkennt RAD-Arzt Dr. med. E., dass in der bisherigen Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 23. November 2021 ausgewiesen ist (vgl. RAD-Abklärungsbericht vom 17. Juli 2023 [IV-act. 53 S. 11]). Das Wartejahr war somit am 1. Februar 2023 bereits erfüllt. Mithin entstünde ein Anspruch auf eine Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt, sofern der Beschwerdeführer seine Erwerbstätigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern konnte (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG).
Auf der Grundlage der Erkenntnisse im Gutachten von Prof. Dr. D.___ vom 26. Juni 2024 (vorstehend E. 3.1) sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.     Der Rentenanspruch entsteht erst nach Ablauf eines Jahres mit einer durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG).     Prof. Dr. D.___ ging von einer ausgewiesen vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug im Mai 2017 (Urk. 7/1) aus, bei einer Entwicklung und stetigen Ausprägung des Krankheitsbildes seit etwa dem Jahr 2014 (vorstehend E. 3.1).     Es ist davon auszugehen, dass zum Zeitpunkt des frühestens zu prüfenden Rentenbeginns per November 2017 (Art. 29 Abs. 1 IVG) das Wartejahr bei einer seit Mai 2017 ausgewiesenen 100%igen Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 3.1) und auch einer vor Mai 2017 anzunehmenden relevanten Arbeitsunfähigkeit als erfüllt zu betrachten ist.     Da beim Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeder Erwerbstätigkeit und entsprechend ein Invaliditätsgrad von 100 % vorliegt, besteht ab 1. November 2017 ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.     Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
Angesichts der für den somatischen Gesundheitsschaden gutachterlich attestierten vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit seit März 2021 (act. II 185.1/8 Ziff. 4.6.4) war auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in diesem Zeitpunkt erfüllt (vgl. E. 2.4 hiervor; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 27 S. 75 E.7.4; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 10. Dezember 2001, I 179/01, E. 3a; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, Art. 28 N. 37). Folglich ist eine erste Invaliditätsbemessung per März 2022 vorzunehmen.
Die Beschwerdegegnerin ging verfügungsweise ihrerseits von einer Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus und führte dementsprechend unter Berücksichtigung der früher ausgeübten Reinigungstätigkeit einen Einkommensvergleich durch, obschon sie die Beschwerdeführerin als zu 100 % im Haushalt Tätige qualifizierte und diese Betätigung für uneingeschränkt zumutbar hielt (Urk. 11/16). Da keine Erwerbsunfähigkeit resultierte, war eine abschliessende Klärung der Arbeitsunfähigkeit in einer bisherigen Tätigkeit oder im Hinblick auf das Wartejahr nicht erforderlich. Demzufolge ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass bereits damals eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit vorgelegen und somit zur Eröffnung des Wartejahres geführt hätte.     Den im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten Akten ist eine Verschlechterung der Sehstörung im März 2021 zu entnehmen, doch attestierte Dr. E.___ keine Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 3.1). Erst im Formularbericht vom 16. Juni 2021 bescheinigte er, dass keine Arbeitsfähigkeit vorliege. Zum bisherigen Verlauf konnte er sich nicht äussern (Urk. 11/20/2-3).     Mit dem Nachweis einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab Juni 2021 wurde das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) eröffnet, das im Juni 2022 ablief. Hernach lag nach dem Gesagten ein Invaliditätsgrad von mindestens 80 % vor. In Anbetracht der Neuanmeldung im Mai 2021 (Urk. 11/17-18), welche auf den Rentenbeginn am 1. Juni 2022 keinen Einfluss hat (Art. 29 Abs. 1 IVG), ist die Beschwerde gutzuheissen und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juni 2022 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Daran ändert auch der am 1. Januar 2022 in Kraft getretene Art. 28b Abs. 3 IVG nichts, der bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % ebenfalls Anspruch auf eine ganze Rente einräumt, weshalb sich Weiterungen zum anwendbaren Recht erübrigen.

N59.Berücksichtigung konkreter Tätigkeitsbeschränkungen

Bei der Festlegung des verbleibenden Leistungsprofils und der Bemessung der Invalidität nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind nur konkret festgestellte berufliche Einschränkungen zu berücksichtigen. Relevante Beispiele, die die Quelle nennt, sind das Nichtzumutbarsein von längerem Stehen oder längeren Gehstrecken, das Tragen von Lasten über 10 kg (insbesondere nicht oberhalb des Schultergürtels) sowie das Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten; solche konkreten Tätigkeitsbeschränkungen sind bei der Beurteilung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen.

________, spécialiste en psychiatrie et psychothérapie auprès de D.________, estimait déjà plausible l'existence de facteurs psychologiques qui pourraient mettre en péril la bonne marche des mesures de réadaptation (dossier OAI, p. 161). La lecture du rapport du Dr J.________ tend donc à confirmer que la situation n'a pas évolué sur ce plan. 7.5. Il ressort de l'ensemble de ce qui précède que l'assuré n'était pas en mesure de travailler entre le 13 septembre et le 13 octobre 2016. Puis, jusqu'au 1er juin 2018, seules des activités monomanuelles étaient exigibles. A partir de cette dernière date, il faut considérer comme établi de manière probante qu'il est en mesure de travailler sans perte de rendement et à temps plein dans une activité n'imposant pas la position debout et la marche prolongées, un port de charge de plus de 10 kg ou au dessus de la ceinture scapulaire, ainsi que le travail sur les échelles ou échafaudages. 8. Principes relatifs au calcul du degré d'invalidité 8.1. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 8.2. La méthode ordinaire d’évaluation du taux d’invalidité (art. 28a al. 1 LAI) s'applique aux assurés exerçant une activité lucrative.

N60.Abklärungspflicht bei Mindestbeitragsdauer

Sind Zweifel daran vorhanden, ob die für den Leistungsanspruch erforderliche Mindestbeitragsdauer bei Eintritt der Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt ist, hat die zuständige Behörde vor der Rechtsanwendung vertiefte Abklärungen vorzunehmen (z. B. Beizug eines aktualisierten IK‑Auszuugs oder Einholung weiterer Unterlagen). Dies entspricht ihrer Untersuchungspflicht (vgl. Art. 61 lit. c ATSG).

________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, in ihrem Bericht vom 26. Juni 2018, der Versicherte arbeite derzeit bei der C.________ AG in einem Pensum von 50 %. Ferner enthält der Beschluss des Stadtrats vom........ betreffend Sozialhilfe den Hinweis, der Beschwerdeführer sei vom 23. Februar bis 9. März 2017 kurzzeitig für das Personalbüro D.________ im Einsatz gewesen. Vor diesem Hintergrund hätte die Vorinstanz ihren ablehnenden Entscheid nicht allein auf der Basis des am 18. August 2017 ausgestellten IK-Auszugs fällen dürfen. Vielmehr wäre sie - zumal sie von der Begründungslinie der Beschwerdegegnerin abwich und sich als Erstbehörde entscheidwesentlich zur betreffenden Thematik äusserte - im Rahmen der ihr gemäss Art. 61 lit. c ATSG obliegenden Untersuchungspflicht gehalten gewesen, vertiefte Abklärungen vorzunehmen, beispielsweise durch Beizug eines aktualisierten IK-Auszugs. Da die Voraussetzung der minimalen Beitragsdauer bei Eintritt des Versicherungsfalles erfüllt sein muss, d.h. hier bei Eintritt der Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG (vgl. vorstehende E. 2.2), welche Frage im angefochtenen Entscheid jedoch als gestützt auf die vorhandenen Unterlagen nicht beurteilbar eingestuft und letztlich offen gelassen wurde, konnte auch hinsichtlich des Aspekts der Erfüllung der Mindestbeitragsdauer in der Schweiz ohne zusätzliche Informationen nicht abschliessend befunden werden. Der vorinstanzliche Entscheid verletzt somit Bundesrecht und ist aufzuheben. Eine Rückweisung der Angelegenheit an das kantonale Gericht erübrigt sich indessen, weil bereits aus den vorliegenden Akten hervorgeht - und nunmehr letztinstanzlich durch die Beschwerdegegnerin bestätigt wird -, dass der Versicherte auch ab 2017 immer wieder sporadisch einer Erwerbstätigkeit nachging. Infolge fehlender Beitragsdauer in der Schweiz könnte der Rentenanspruch daher mit der IV-Stelle nur für den Fall verneint werden, dass die Invalidität bereits vor Einreise in die Schweiz eingetreten wäre. Davon kann aber - so bereits das kantonale Gericht - auf der Grundlage der derzeitigen medizinischen Dokumentaton nicht ohne weiteres ausgegangen werden.
________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, in ihrem Bericht vom 26. Juni 2018, der Versicherte arbeite derzeit bei der C.________ AG in einem Pensum von 50 %. Ferner enthält der Beschluss des Stadtrats vom........ betreffend Sozialhilfe den Hinweis, der Beschwerdeführer sei vom 23. Februar bis 9. März 2017 kurzzeitig für das Personalbüro D.________ im Einsatz gewesen. Vor diesem Hintergrund hätte die Vorinstanz ihren ablehnenden Entscheid nicht allein auf der Basis des am 18. August 2017 ausgestellten IK-Auszugs fällen dürfen. Vielmehr wäre sie - zumal sie von der Begründungslinie der Beschwerdegegnerin abwich und sich als Erstbehörde entscheidwesentlich zur betreffenden Thematik äusserte - im Rahmen der ihr gemäss Art. 61 lit. c ATSG obliegenden Untersuchungspflicht gehalten gewesen, vertiefte Abklärungen vorzunehmen, beispielsweise durch Beizug eines aktualisierten IK-Auszugs. Da die Voraussetzung der minimalen Beitragsdauer bei Eintritt des Versicherungsfalles erfüllt sein muss, d.h. hier bei Eintritt der Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG (vgl. vorstehende E. 2.2), welche Frage im angefochtenen Entscheid jedoch als gestützt auf die vorhandenen Unterlagen nicht beurteilbar eingestuft und letztlich offen gelassen wurde, konnte auch hinsichtlich des Aspekts der Erfüllung der Mindestbeitragsdauer in der Schweiz ohne zusätzliche Informationen nicht abschliessend befunden werden. Der vorinstanzliche Entscheid verletzt somit Bundesrecht und ist aufzuheben. Eine Rückweisung der Angelegenheit an das kantonale Gericht erübrigt sich indessen, weil bereits aus den vorliegenden Akten hervorgeht - und nunmehr letztinstanzlich durch die Beschwerdegegnerin bestätigt wird -, dass der Versicherte auch ab 2017 immer wieder sporadisch einer Erwerbstätigkeit nachging. Infolge fehlender Beitragsdauer in der Schweiz könnte der Rentenanspruch daher mit der IV-Stelle nur für den Fall verneint werden, dass die Invalidität bereits vor Einreise in die Schweiz eingetreten wäre. Davon kann aber - so bereits das kantonale Gericht - auf der Grundlage der derzeitigen medizinischen Dokumentaton nicht ohne weiteres ausgegangen werden.

N61.Dauerhafte Verbesserung der Erwerbsfähigkeit

Als für eine Rentenrevision massgeblich gilt eine entscheidende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, wenn diese mindestens drei Monate ohne nennenswerte Unterbrechung anhält und keine bald zu erwartende Komplikation vorliegt. Eine solche andauernde Verbesserung begründet typischerweise eine als vermindungsrelevant betrachtete Änderung des Invaliditätsgrades.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art.
Des modifications législatives et réglementaires sont entrées en vigueur au 1er janvier 2022 dans le cadre du Développement continu de l'assurance-invalidité (LAI, modification du 19 juin 2020, RO 2021 705 ; RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201], modification du 3 novembre 2021, RO 2021 706). Conformément aux principes généraux en matière de droit transitoire, l'ancien droit reste applicable au cas particulier, au vu de la date de la décision litigieuse (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 138 V 176 consid. 7.1 ; TF 9C_881/2018 du 6 mars 2019 consid. 4.1). 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). b) Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. 5. Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique (première phrase). En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (deuxième phrase). b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art.
1007 à 1009 de la Circulaire relative aux dispositions transitoires concernant le système de rente linéaire [Circ. DT DC AI] valable dès le 1er janvier 2022). b) En l’occurrence, la décision attaquée date du 26 avril 2022 et a alloué au recourant une rente d’invalidité limitée dans le temps, au motif qu’il disposerait à nouveau d’une capacité de travail de 70 % dans son activité habituelle depuis le 1er janvier 2021, ce que celui-ci conteste. Dans la mesure où l’état de fait déterminant est antérieur au 31 décembre 2021 et concerne l’allocation d’une rente au-delà du 31 mars 2021, il convient d’appliquer l’ancien droit. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art.

N62.Befangenheit verlangt konkrete Anhaltspunkte

Stellungnahmen, die erst nach der Begutachtung abgegeben werden, sind aus zeitlicher Sicht grundsätzlich nicht geeignet, auf eine bereits zum Zeitpunkt des Gutachtens bestehende Voreingenommenheit der Gutachter zu schliessen. Für die Annahme von Befangenheit bedarf es konkreter Anhaltspunkte, die auf eine bereits zum Zeitpunkt des Gutachtens gegebene Voreingenommenheit hindeuten.

Die Äusserungen des RAD in den Stellungnahmen vom 17. August 2022 (IV-act. 176) und vom 29. November 2022 (IV-act. 184) sowie des ärztlichen Leiters der Gutachterstelle vom 10. September 2022 (IV-act. 183) betreffen den Einwand des Beschwerdeführers vom 29. Juni 2022 (IV-act. 172-1 ff.). Es wurde ausgeführt, diesem liessen sich keine konkreten Fragen entnehmen. Beide Schreiben wurden erst nach der Begutachtung verfasst und kommentiert. Die Ausführungen des RAD und der Gutachterstelle sind deshalb aus rein zeitlicher Sicht nicht geeignet, auf eine schon zum Zeitpunkt der Abfassung des Gutachtens bestandene Voreingenommenheit der Gutachter aufgrund der Person des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers zu schliessen. Damit ist nicht von einer Befangenheit der Gutachter auszugehen. Zusammenfassend ergeben sich aus formeller Hinsicht keine Beanstandungen, die eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung rechtfertigen würden. Zu prüfen ist somit der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art.
Die Äusserungen des RAD in den Stellungnahmen vom 17. August 2022 (IV-act. 176) und vom 29. November 2022 (IV-act. 184) sowie des ärztlichen Leiters der Gutachterstelle vom 10. September 2022 (IV-act. 183) betreffen den Einwand des Beschwerdeführers vom 29. Juni 2022 (IV-act. 172-1 ff.). Es wurde ausgeführt, diesem liessen sich keine konkreten Fragen entnehmen. Beide Schreiben wurden erst nach der Begutachtung verfasst und kommentiert. Die Ausführungen des RAD und der Gutachterstelle sind deshalb aus rein zeitlicher Sicht nicht geeignet, auf eine schon zum Zeitpunkt der Abfassung des Gutachtens bestandene Voreingenommenheit der Gutachter aufgrund der Person des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers zu schliessen. Damit ist nicht von einer Befangenheit der Gutachter auszugehen. Zusammenfassend ergeben sich aus formeller Hinsicht keine Beanstandungen, die eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung rechtfertigen würden. Zu prüfen ist somit der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art.

N63.Rückwirkende Anpassung der Invalidenrente

Bei über ein Jahr andauernden Perioden mit höherer Beeinträchtigung ist zu prüfen, ob rückwirkend eine höhere oder eine befristete/abgestufte Invalidenrente zuzusprechen ist. Eine Erhöhung wegen Verschlechterung ist erst zu berücksichtigen, wenn die Verschlechterung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat.

Pour l’année 2021 à tout le moins sont relevés notamment une symptomatologie psychotique (avec des hallucinations), un état confusionnel et des troubles du comportement ainsi que des constatations susceptibles le cas échéant de constituer des empêchements à accomplir les tâches quotidiennes nettement plus importants que ceux constatés à fin décembre 2022 lors de l’enquête ménagère (cf. notamment, pour un résumé de la situation jusqu’au 1er mars 2022, le point 1 du questionnaire AI rempli à cette même date par la Dre C______, médecin interne aux HUG). Or l’enquête ménagère a été effectuée à fin décembre 2022, à une date où la situation psychique et cognitive de l’assurée était stabilisée depuis novembre 2022. On ne peut donc en l’état aucunement exclure que dans les activités habituelles examinées par le rapport d’enquête ménagère, l’empêchement pondéré sans exigibilité aurait, entre avril 2021 et octobre 2022, pu être supérieur à 72.80% et l’empêchement pondéré avec exigibilité supérieur 41.40%. Cette question n’a apparemment pas été examinée précisément par l’intimé, alors que cette période d’avril 2021 à octobre 2022 est plus longue qu’une année (cf. art. 28 al. 1 LAI) et permettrait le cas échéant la reconnaissance d’une rente AI plus élevée que celle de 27.50% à partir d’avril 2022 et jusqu’à trois mois après le mois d’octobre 2022, soit jusqu’au mois de janvier 2023 (cf. art. 88a al. 1 RAI). La cause doit donc être renvoyée sur ce point à l’office, qui ne l’a pas instruit concrètement. Il appartiendra à l’OAI de requérir à tout le moins les lettres de sortie et les rapports de « consultation médicale cognitive et neurocomportementale » postérieurs à janvier 2022, respectivement 14 mars 2022, voire tous autres rapports médicaux pertinents, de solliciter l’avis du SMR et de mettre en œuvre le cas échéant toutes autres mesures d’instruction utiles. 6.             Vu ce qui précède, le recours sera partiellement admis, la décision querellée sera confirmée en tant qu’elle prend en compte la période commençant en novembre 2022 mais annulée concernant la situation comprise entre avril 2021 et octobre 2022, la cause étant renvoyée sur ce point à l’intimé pour instruction et nouvelle décision.
Die Vorinstanz legte die für die Beurteilung des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG massgeblichen Bestimmungen, insbesondere zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG) und zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), sowie die zu beachtenden Grundsätze zum Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) zutreffend dar. Gleiches gilt hinsichtlich des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG und Art. 16 ATSG) und der Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall erwerbstätigen Versicherten nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) sowie des Vorgehens bei einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente bei rückwirkender Rentenzusprechung gemäss den Modalitäten einer Revision der Invalidenrente (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV; BGE 141 V 9 E. 2.3). Darauf wird verwiesen.
Die Beschwerdeführerin erfüllt die Wartezeit-Voraussetzung demnach schon im September 2016 (und nicht erst im Dezember 2016 wie vom Abklärungsbeauftragten berechnet). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 21. Februar 2019, 8C_718/2018 E. 2.2, vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015 E. 3.1, vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013 E. 3.2, vom 24. März 2010, 8C_5/2010 E.3.2, und vom 2. Dezember 2008, 9C_718/2008 E. 4.1.1; AHI 1996 S. 187; BGE 105 V 156 E. 2c und 2d, entsprechend ZAK 1980 S. 282; Rz 4001 f. KSIH, vgl. auch Rz 4005 KSIH) müssen die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann. - Deshalb kann bei einer Invalidität der Beschwerdeführerin von 100 % ab September 2016 eine Viertelsrente zugesprochen werden. - Für eine erforderliche Abstufung der Rente bei einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist in der Folge nicht mehr Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, sondern (der zunächst auf Rentenrevisionen zugeschnittene) Art. 88a IVV massgebend (vgl. BGE 109 V 125 E. 4a für den alten Art. 29 Abs. 1 IVG). Nach dessen Abs. 2 ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Artikel 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar (vgl. dazu ZAK 1990 S. 49). Letztere Bestimmung vermag vorliegend jedoch keine Erhöhung innert weniger als drei Monaten zu bewirken. Demnach ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin nach Ablauf von drei Monaten auf eine ganze Rente zu erhöhen. Gemäss dem Gutachten dauerte die volle Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin (von August 2016) bis Oktober
Les décisions des offices AI cantonaux peuvent directement faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du siège de l’office concerné (art. 56 al. 1 LPGA et art. 69 al. 1 let. a LAI), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le litige porte sur le droit de la recourante à une rente d’invalidité au-delà du 28 février 2017, singulièrement sur son degré d’incapacité au-delà du 1er décembre 2016. 3. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 133 V 263 consid.

N64.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG richtet sich der Rentenanspruch nach dem Grad der Invalidität: bei mindestens 70% wird eine ganze Rente gewährt, bei mindestens 60% eine Dreiviertelsrente, bei mindestens 50% eine halbe Rente und bei mindestens 40% eine Viertelsrente.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.

N65.Bemessung Wartejahr versus Invaliditätsgrad

Für Art. 28 Abs. 1 IVG bemisst sich die für das Wartejahr massgebliche Arbeitsunfähigkeit nach der gesundheitlich bedingten Einbusse an funktionalem Leistungsvermögen; dabei kommt es in der Regel auf die Einschränkungen im bisherigen Beruf an. Für die Bemessung des Invaliditätsgrades hingegen ist auf das Einkommen abzustellen, das die versicherte Person auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer den gesundheitlichen Verhältnissen angepassten zumutbaren Tätigkeit erzielen könnte. Bei Anwendung der gemischten Methode ist für Wartezeit und Rentenbeginn auf den gewichteten Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teilbereichen abzustellen.

Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig war (lit. b), sofern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (lit. c). Zusätzlich kann der Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung entstehen.     Während für die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und den Invaliditätsgrad (Art. 8 und Art. 16 ATSG), wie sie nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG für die Rentenhöhe massgebend sind, nach dem Einkommen zu fragen ist, das eine Person auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden angepassten zumutbaren Tätigkeit erzielen könnte, beurteilt sich die Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), wie sie für das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG massgebend ist, nach der gesundheitlich bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschränkungen im bisherigen Beruf an (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E. 2a, 97 V 226 E. 2).     Im Rahmen der gemischten Methode ist für die Bestimmung der Wartezeit und des Rentenbeginns analog zur Rechtsprechung zur Ermittlung des Invaliditätsgrades auf den gewichteten Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teilbereichen abzustellen (BGE 130 V 97 E. 3.4).

N66.Rentenbemessung nach Invaliditätsgrad

Seit dem 1. Januar 2022 wird die Höhe der Rente nach einem stufenlosen, prozentualen System bemessen. Bei einem Invaliditätsgrad von 50–69% entspricht der prozentuale Rentenanteil dem Invaliditätsgrad; ab 70% besteht Anspruch auf eine ganze Rente. Liegt der Invaliditätsgrad unter 40%, besteht kein Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.
b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts, öffentlichrechtliche Abteilungen, vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). Vorliegend hat sich die Versicherte am 22. Dezember 2021 zum Leistungsbezug angemeldet (IV-Dok 6). Mit Blick auf die in Art. 29 Abs. 1 IVG statuierte Karenzfrist von sechs Monaten kann ein Rentenanspruch mithin frühestens per Juni 2022 entstehen. Für den Anspruch auf eine IV-Rente und deren Bemessung ab Juni 2022 sind folglich die Gesetzesgrundlagen in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung anwendbar. 2.1 Ein Rentenanspruch setzt generell voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 9C_488/2022 vom 13. März 2023 E. 2.2.1). Bei einem IV-Grad von unter 40% besteht demnach auch unter dem Blinkwinkel des ab 1. Januar 2022 geltenden Rechts kein Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 2.2 Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen gilt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird. Dabei besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente erst bei einem IV-Grad ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung). 2.3 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.

N67.Keine Anwendung auf Renten vor 2022

Nach der in der zitierten Entscheidung dargelegten Ansicht ist Art. 28 Abs. 1bis IVG nicht auf eine Rente anzuwenden, deren Anspruch bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden war (im dortigen Fall: Rentenentstehung am 1. Juli 2020).

Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 19. Januar 2024, S. 2 C./Ziff. 2), denn dieser Arbeitsversuch führte zur Exazerbation der Beschwerden und musste bereits am 10. Mai 2020 wieder abgebrochen werden (act. II 27/3). Nachdem der Rentenanspruch (bereits) am 1. Juli 2020 entstanden war, endete dieser nicht mit dem Beginn der Eingliederungsmassnahmen bzw. der Ausrichtung von Taggeldern am 23. November 2020 (act. II 40, 42), vielmehr sind die Taggelder mit der Rente zu verrechnen (vgl. aArt. 22 Abs. 5bis IVG, wonach einer rentenbeziehenden Person die Rente während der Durchführung von Integrationsmassnahmen nach aArt. 14a IVG und von Massnahmen zur Wiedereingliederung nach aArt. 8a IVG anstelle eines Taggeldes weiter ausgerichtet wird). Folglich kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie dem Beschwerdeführer gestützt auf das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht ab dem 1. Februar 2022 eine Rente zugesprochen hat (act. IIa 159). Der per 1. Januar 2022 in Kraft getretene Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind, ist vorliegend nicht anwendbar.

N68.Medizinische Beurteilung vor Haushaltsabklärung

Für die Prüfung des Wartejahrs nach Art. 28 Abs. 1 IVG ist die Arbeitsunfähigkeit — auch im Haushaltsbereich — anhand medizinischer Beurteilungen zu bestimmen; die Ergebnisse einer Haushaltsabklärung sind hierfür nicht massgeblich. Eine Vor‑Ort‑Abklärung kann jedoch im Rahmen der konkreten Invaliditätsbemessung nützlich sein, um die tatsächlichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt festzustellen.

Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).     Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3600 ff. des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand: 1. Januar 2024) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar. Bei der spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung ist mithin nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch eine Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). Dagegen kann zur Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im sogenannten Wartejahr nicht von den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgegangen werden, um die diesbezügliche Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Aufgabenbereich zu beurteilen. Der Beginn des Rentenanspruches ist vielmehr auch bei nichterwerbstätigen Versicherten - analog zur Arbeitsunfähigkeit bei Erwerbstätigen – auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Daraus sollte hervorgehen, ab wann und inwieweit die versicherte Person in ihrer Arbeitsfähigkeit (definiert als funktionelles Leistungsvermögen) im Haushaltsbereich eingeschränkt war (BGE 130 V 97 E. 3.3.3).
Zu klären ist im Folgenden zunächst, ob das sogenannte Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, wonach während eines Jahres eine Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf oder im Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG) von durchschnittlich mindestens 40 % ohne wesentlichen Unterbruch bestanden haben muss, erfüllt ist. Dabei ist zu beachten, dass diese Arbeitsunfähigkeit auch in Bezug auf den Haushaltsbereich - analog zur Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich – nach medizinischen Einschätzungen und nicht nach den Ergebnissen einer Haushaltsabklärung zu beurteilen ist (vgl. E. 1.4.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteilung der Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) daher insofern grundsätzlich zutreffend auf eine ärztliche Beurteilung, ohne hierfür eine Abklärung vor Ort zur Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt durchzuführen.

N69.Neubeginn der Wartefristen

Wird nach einer rentenausschliessenden Eingliederung wieder eine Leistungsanmeldung vorgenommen, ist diese — gestützt auf die Rechtsprechung — wie eine erstmalige Anmeldung zu behandeln. Dementsprechend beginnen die für den Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG massgeblichen Wartefristen von neuem.

Meldet sich jemand bei der Invalidenversicherung an und findet eine Stelle, bei der er rentenausschliessend eingegliedert ist, und meldet er sich nach Verlust dieser Stelle wieder an, so ist dies entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin (Urk. 13/6 S. 6) weder als Revisionsgesuch noch als Neuanmeldung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV, sondern gleich wie eine erstmalige Anmeldung zu behandeln (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_876/2017 vom 15. Mai 2018 E. 4.1; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Auflage 2022, N 130 zu Art. 30).     Vorliegend war die Beschwerdeführerin nach Antritt der 70 %-Anstellung im Februar 2019 rentenausschliessend eingegliedert. Die kumulativen Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 IVG waren somit nicht erfüllt. Da die Leistungsanmeldung vom November 2020 nach dem Gesagten wie eine erstmalige Anmeldung und als neuer Versicherungsfall zu behandeln ist, kann der Rentenanspruch beziehungsweise der Anspruch auf Hilflosenentschädigung frühestens nach Bestehen der beiden Wartezeiten von Art. 28 Abs. 1 lit. b (materielle Anspruchsvoraussetzung [ein Jahr dauernde Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 %]) und Art. 29 Abs. 1 IVG (formelle Karenzfrist, die mit Blick auf den frühest möglichen Rentenbeginn einzuhalten ist) im Zusammenhang mit dem Leistungsgesuch vom 12. November 2020 (vgl. Urk. 9/28) erfolgen. Hiervon ging denn auch die Beschwerdeführerin aus, schloss sie doch auf einen frühest möglichen Rentenbeginn sechs Monate nach der Anmeldung vom November 2020, mithin ab Mai 2021 (Urk. 13/1 S. 7).

N70.Hypothetisches Einkommen auf ausgeglichenem Arbeitsmarkt

Für die Bemessung des Invaliditätsgrades ist massgeblich, welcher Lohn auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielt würde. Dabei wird das hypothetische Einkommen ohne Invalidität dem Einkommen gegenübergestellt, das die versicherte Person nach den nachbehandelten, zumutbaren Behandlungen und Rehabilitationsmassnahmen in derjenigen Tätigkeit erzielen kann, die ihr auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch zugemutet werden darf.

6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité. En vertu de l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 7.               7.1 Pour pouvoir trancher le droit aux prestations, l'administration ou l'instance de recours a besoin de documents que le médecin ou d'autres spécialistes doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 ; 115 V 133 consid. 2). Ces données médicales permettent généralement une appréciation objective du cas (arrêt du Tribunal fédéral 8C_713/2019 du 12 août 2020 consid. 5.2). 7.2 Selon le principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales, le juge n'est pas lié par des règles formelles, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.
Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021.                 b) En l’occurrence, un éventuel droit à la rente pourrait s’ouvrir en juin 2020 compte tenu du début de l’incapacité de travail de l’assurée à compter du 22 juin 2019 (art. 28 al. 1 let. b LAI) et du dépôt de sa demande de prestations intervenue fin novembre 2019 (art. 29 al. 1 LAI), si bien que les dispositions de l’ancien droit restent applicables.   4.              a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). 5. a) Pour fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid.

N71.Rückwirkende Rentenzusprache bei Nicht-Eingliederungsfähigkeit

Rückwirkung: Eine Rente kann — entgegen dem Grundsatz, dass Eingliederungsmassnahmen vorgängig durchzuführen sind — rückwirkend zugesprochen werden, wenn Abklärungen ergeben, dass die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustands nicht (oder noch nicht) eingliederungsfähig war. Ferner stützt die Rechtsprechung die Feststellung, dass bei einem überjährigen, trotz Behandlung andauernden Krankheitsverlauf die Leistungserforderlichkeit bzw. der Rentenanspruch dann zu bejahen sein kann, wenn die leistungsspezifischen Voraussetzungen (u. a. dauernde Arbeitsunfähigkeit und Ablauf des Wartejahrs) erfüllt sind.

1 lit. a IVG). Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; vgl. auch Meyer/Reichmuth Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 IVG Rz. 8).
Soweit die Beschwerdegegnerin (wohl) gestützt auf die Stellungnahme ihres RAD, wonach die Depression behandelbar und daher kein längerdauernder Gesundheitsschaden ausgewiesen sei (vgl. Urk. 6/24/5), einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden mit dieser Begründung ohne Weiterungen verneint, geht sie fehl. Sie verkennt, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversicherung nicht per se ausschliesst (vgl. zum Ganzen: BGE 143 V 409 E. 4.4) und die Therapierbarkeit und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines rechtserheblichen Gesundheitsschadens der Ausrichtung von Leistungen nicht im Weg steht, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die leistungsspezifischen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (bezüglich Rente vgl. Art. 28 IVG). Die Beschwerdegegnerin übersieht aber auch, dass dem Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. Y.___ vom 7. März 2023 seit 16. Februar 2022 ununterbrochen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowie ab Februar 2023 weiterhin noch eine solche von 70 % attestiert wurde (Urk. 6/22/2). Gemäss den fachärztlichen Angaben des seit September 2019 behandelnden Psychiaters blieb der Beschwerdeführer mithin trotz pharmakologischer und gesprächstherapeutischer Behandlung seit Februar 2022 über längere Zeit (und insbesondere über das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG hinaus) in seiner Arbeitsfähigkeit wesentlich eingeschränkt. Angesichts des im Verfügungszeitpunkt gegebenen überjährigen Krankheitsverlaufs konnte die Rechtserheblichkeit des Gesundheitsschadens daher jedenfalls nicht mehr mit Begründung verneint werden, das Leiden sei vorübergehender Natur.
c) Il y a ainsi lieu de se fonder sur l’expertise probante du Dr D.________ et de retenir que le recourant est totalement incapable de travailler.                 d) Reste à déterminer le début de cette incapacité. En effet, l’expert D.________ retient que celle-ci existait à tout le moins depuis novembre 2019. A ce moment-là, l’assuré déposait sa deuxième demande de prestations et le Dr K.________, dans son rapport du 28 novembre 2019, attestait d’une incapacité de travail pour des motifs psychiques. Il ressort cependant de l’ensemble des pièces au dossier que l’assuré a fait un burn-out en juin 2019, événement qui a engendré les atteintes psychiatriques incapacitantes retenues par le Dr D.________. La décision entreprise reconnaissait d’ailleurs que l’assuré avait présenté depuis juin 2019 une incapacité totale de travail sans interruption notable.                 Vu ce qui précède, on retiendra que l’assuré était durablement incapable de travailler, dans toutes activités, depuis le mois de juin 2019, début du délai d’attente d’un an (art. 28 LAI). A l’échéance dudit délai, l’assuré était toujours totalement incapable de travailler dans toutes activités, ce qui ouvre le droit à une rente entière d’invalidité, fondée sur un degré d’invalidité de 100 %, dès le 1er juin 2020. Il appartiendra à l’intimé de fixer le montant de la rente et de l’arriéré à lui verser, notamment après coordination avec les indemnités journalières déjà versées.   7.              Subsiste la question des frais de l’expertise judiciaire.                 a) Aux termes de l’art. 45 al. 1 LPGA, les frais de l’instruction sont pris en charge par l’assureur qui a ordonné les mesures. A défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l’appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement.                 Conformément à la jurisprudence du Tribunal fédéral en matière d'assurance-invalidité (ATF 139 V 496 consid. 4.3 ; 139 V 349 consid. 5.4), les frais qui découlent de la mise en œuvre d'une expertise judiciaire peuvent le cas échéant être mis à la charge de l'assurance-invalidité.

N72.Abgrenzung obligatorischer und ausserobligatorischer Leistungen

Anspruchsvoraussetzungen für ausserobligatorische Leistungen sind von denen der obligatorischen Invalidenversicherung nach Art. 28 IVG zu unterscheiden und unabhängig zu prüfen. So stimmen die Regelungen und Prüfungskriterien einer ausserobligatorischen Einrichtung (z. B. Stiftung FAR) bzw. eines Privatversicherers nicht mit denjenigen der IV überein; beide Leistungssysteme können daher getrennt auf Anspruch und Leistungsumfang überprüft werden.

Dies trifft auch im Fall der im ausserobligatorischen Bereich agierenden Stiftung FAR zu, deren Möglichkeit zur allfälligen Leistungskürzung sich aus ihrem Reglement ergibt (vgl. Art. 18 Abs. 2 Reglement FAR). Die vorliegend angefochtenen Verfügungen begründen weder eine Leistungspflicht der Stiftung FAR noch verwehren sie ihr die selbständige Prüfung ihrer Anspruchsvoraussetzungen gemäss GAV FAR und Reglement FAR. Die Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen der Stiftung FAR (vgl. Art. 13 Reglement FAR) stimmen denn auch in keiner Weise mit denjenigen für Leistungen der Invalidenversicherungen (vgl. Art. 28 IVG) überein. Analog einem Privatversicherer, welcher seine Leistungen um diejenigen der obligatorischen Unfallversicherung kürzen könnte, fehlt es der Stiftung FAR an einem schutzwürdigen Interesse, denn der ihr möglicherweise erwachsende Nachteil ergibt sich nicht unmittelbar aus den angefochtenen Verfügungen, sondern stellt eine blosse Reflexwirkung dar.
Von einer Unvollständigkeit der Berichterstattung des RAD kann vor diesem Hintergrund keine Rede sein. Vielmehr gilt auch für die invalidenversicherungsrechtlichen Belange, dass nicht allfällige pathologisch-anatomische Veränderungen entscheidwesentlich sind, sondern einzig die daraus entstandenen verbleibenden Funktionseinschränkungen. Solche lassen sich, wie im angefochtenen Entscheid einlässlich erwogen, keine ausmachen. Daran ändern entgegen der in der Beschwerde vertretenen Sichtweise weder die regelmässige Schmerzmitteleinnahme noch der Umstand allein etwas, dass der Beschwerdeführer seit Mai 2018 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Ebenso wenig ergeben sich schliesslich entsprechende Rückschlüsse aus der Tatsache, dass der Versicherte seit 1. Mai 2018 Taggelder der Unfallversicherung bezieht. In dieser Hinsicht kann ebenfalls vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Erläuterungen verwiesen werden, wonach beide Leistungsarten auf unterschiedlichen Voraussetzungen basieren (UV-Taggeld [vgl. Art. 16 UVG], IV-Rente [vgl. Art. 28 IVG]). Diesen ist nichts beizufügen.

N73.Suchtmittelkonsum als Mitursache

Bei Suchtmitteln (z. B. Cannabis, Alkohol) ist zu prüfen, ob der Konsum eine zusätzliche Komponente der gesundheitlichen Einschränkungen bildet. Das Gutachten sollte diese Frage klären; hierzu können Feststellungen zur Abstinenz oder eine konkrete Abgrenzung möglicher Konsumschäden erforderlich sein (z. B. nach mehrwöchiger Abstinenz).

IV-Akte 110). Sie stützte sich dabei auf das bidisziplinäre neurologisch-psychiatrische Gutachten von Dr. E____ und Dr. F____ vom 19. November 2019 (vgl. IV-Akte 82) sowie deren ergänzenden Stellungnahmen vom 8. Oktober 2020 resp. vom 30. November 2020 (vgl. Stellungnahme Dr. F____, IV-Akte 100; Stellungnahme Dr. E____, IV-Akte 104). 2.2. Der Beschwerdeführer stellt die Beweiskraft des Gutachtens in Frage und bringt zur Hauptsache vor, dass nach dem Gutachten u.a. unklar bleibe, inwiefern der hohe Cannabis-Konsum des Beschwerdeführers eine zusätzliche Komponente seiner anderweitigen Einschränkungen darstelle. Dies könnte erst dann abgegrenzt werden, wenn er während mehrerer Wochen abstinent wäre (vgl. Beschwerde, S. 3). 2.3. Unbestrittenermassen ist der Beschwerdeführer stark abhängig von Cannabis. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist daher, ob der Cannabis-Konsums des Beschwerdeführers im Gutachten ausreichend berücksichtigt wurde. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht vom 6. Oktober 2000 ATSG; SR 830.1) gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem solchen von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Um den Gesundheitszustand einer versicherten Person beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
IV-Akte 110). Sie stützte sich dabei auf das bidisziplinäre neurologisch-psychiatrische Gutachten von Dr. E____ und Dr. F____ vom 19. November 2019 (vgl. IV-Akte 82) sowie deren ergänzenden Stellungnahmen vom 8. Oktober 2020 resp. vom 30. November 2020 (vgl. Stellungnahme Dr. F____, IV-Akte 100; Stellungnahme Dr. E____, IV-Akte 104). 2.2. Der Beschwerdeführer stellt die Beweiskraft des Gutachtens in Frage und bringt zur Hauptsache vor, dass nach dem Gutachten u.a. unklar bleibe, inwiefern der hohe Cannabis-Konsum des Beschwerdeführers eine zusätzliche Komponente seiner anderweitigen Einschränkungen darstelle. Dies könnte erst dann abgegrenzt werden, wenn er während mehrerer Wochen abstinent wäre (vgl. Beschwerde, S. 3). 2.3. Unbestrittenermassen ist der Beschwerdeführer stark abhängig von Cannabis. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist daher, ob der Cannabis-Konsums des Beschwerdeführers im Gutachten ausreichend berücksichtigt wurde. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht vom 6. Oktober 2000 ATSG; SR 830.1) gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem solchen von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Um den Gesundheitszustand einer versicherten Person beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.

N74.Neuanmeldung: Neubeurteilung nur bei wesentlicher Änderung

Bei einer Neuanmeldung ist die materielle Prüfung entsprechend den Revisionsregeln (analog Art. 17 ATSG) vorzunehmen. Eine Neubeurteilung des Rentenanspruchs erfolgt nur, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der für den Rentenanspruch massgebliche Invaliditätsgrad bzw. der Gesundheitszustand in einer Weise wesentlich verändert hat, die den Rentenanspruch beeinflussen kann.

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen sind der Beurteilung einer Sache jene Rechtsnormen zugrunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 144 V 201, 213 E. 4.3.1, BGE 140 V 41, 44, E. 6.3.1 mit Hinweisen sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_250/2022 vom 8. November 2022 E. 4.1. mit Hinweisen). Demnach sind vorliegend die Bestimmungen des ATSG, des IVG und IVV in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Handelt es sich beim Gesuch um Leistungen der Invalidenversicherung um eine Neuanmeldung, erfolgt die materielle Prüfung analog zum Verfahren der Rentenrevision nach Art. 17 ATSG (BGE 130 V 71, 73 E. 3.1). Demnach wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt, aufgehoben oder (neu) zugesprochen, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9, 10 f.
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG) sowie die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) und des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) richtig dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich des Beweiswerts ärztlicher Berichte (vgl. E. 1 hiervor; BGE 142 V 58 E. 5.1, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7, 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass bei der Neuanmeldung der versicherten Person bei der IV-Stelle die Revisionsregeln analog anwendbar sind (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 141 V 585 E. 5.3 in fine; Urteil 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E. 2.2).
1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA). b) L'art. 28 al. 1 LAI prévoit que l'assuré a droit à une rente aux conditions cumulatives suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). c) A teneur de l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021), la rente est échelonnée selon le degré d'invalidité, un degré d'invalidité de 40 % au moins donnant droit à un quart de rente, un degré d'invalidité de 50 % au moins donnant droit à une demi-rente, un degré d'invalidité de 60 % au moins donnant droit à trois-quarts de rente et un degré d'invalidité de 70 % au moins donnant droit à une rente entière. 5. a) Lorsque la rente ou l'allocation pour impotent a été refusée parce que le degré d'invalidité était insuffisant ou parce qu'il n'y avait pas d'impotence, la nouvelle demande ne peut être examinée que si l'assuré rend plausible que son invalidité ou son impotence s'est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité] ; RS 831.201]). b) Lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande, il convient de traiter l'affaire au fond et vérifier que la modification du degré d'invalidité ou de l'impotence rendue plausible par l'assuré est réellement intervenue.
Die Beschwerdegegnerin wendet hiergegen im Wesentlichen ein, es sei in keinster Weise nachvollziehbar, dass ein «Bagatellunfall», wie er vom Beschwerdeführer ins Feld geführt werde, geeignet sei, die vorgebrachten Diagnosen auszulösen (Beschwerdeantwort [BA], Rz. 2). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege im Wesentlichen ein unveränderter medizinischer Sachverhalt und daher keine rentenerhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers vor (BA, Rz. 2 f.; Duplik, S. 1). 2.4. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Verfügung vom 25. September 2023 (IV-Akte 350) einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u. a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2. Bei einer Neuanmeldung sind die Revisionsregeln gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 8C_571/2023 vom 29. Februar 2024 E. 4.1). Die Invalidenrente ist gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG zu revidieren, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 100 Prozent erhöht wird (lit. b). Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E.

N75.Nachvollziehbare Anforderungen an ärztliche Gutachten

Bei medizinischer Unsicherheit oder bei psychischen Störungen benötigt die Verwaltung zur Beurteilung des Invaliditätsgrades normierte, strukturierte und umfassende ärztliche Unterlagen. Gutachten müssen nachvollziehbar begründet sein und sich inhaltlich mit dem Aktenbild auseinandersetzen; bei widersprüchlichen Befunden sind die Gründe für die Präferenz eines ärztlichen Gutachtens ersichtlich darzulegen.

2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.4 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c.
Il en va ainsi notamment lorsqu’il n’existe aucun indice en faveur d’une incapacité de travail durable ou lorsque l’incapacité de travail est niée sous l’angle psychique sur la base d’un rapport probant établi par un médecin spécialisé et que d’éventuelles appréciations contraires n’ont pas de valeur probante du fait qu’elles proviennent de médecins n’ayant pas une qualification spécialisée ou pour d’autres raisons (arrêts du Tribunal fédéral 9C_101/2019 du 12 juillet 2019 consid. 4.3 ; 9C_724/2018 du 11 juillet 2019 consid. 7). En l’absence d’un diagnostic psychiatrique, une telle appréciation n’a pas non plus à être effectuée (arrêt du Tribunal fédéral 9C_176/2018 du 16 août 2018 consid. 3.2.2). 6.             6.1 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 6.2 En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour les taux d’invalidité compris entre 40 et 49%, la quotité de la rente s’échelonne de 25 à 47.5% (al. 4). La quotité de la rente est déterminée en fonction de l’incapacité de gain au moment où le droit à la rente prend naissance (art. 28 al. 1 let. c LAI). Le droit à la rente naît au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré à fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). 7.             7.1 Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d’autres spécialistes, doivent lui fournir (ATF 122 V 157 consid.
Par ce biais, l’on tient dès lors compte des possibles interactions entre les troubles qui se manifestent sur les plans physique et psychique et l’environnement social, même si cela doit être compris de manière nettement moins étendue que dans le modèle bio-psychosocial constituant une conception souvent défendue par la médecine moderne (SVR 2008 IV n° 62 c. 4.2). 2.5 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 2.6 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.7 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre. En particulier, le juge ne saurait statuer, en présence de rapports médicaux contradictoires, sans avoir examiné l'ensemble des preuves disponibles et sans indiquer les motifs qui le conduisent à retenir un avis médical plutôt qu'un autre (ATF 143 V 124 c.

N76.Restarbeitsfähigkeit und Rentenanspruch

Eine erhebliche verbleibende angepasste Erwerbsfähigkeit kann zur Verneinung des Rentenanspruchs führen (z. B. Fälle mit rund 50 % Restarbeitsfähigkeit wurden als nicht rentenberechtigend beurteilt). Ebenso kann eine nur geringe tägliche Leistungsminderung (z. B. etwa 45 Minuten/Tag), die zu einem entsprechend tiefen Invaliditätsgrad führt, den Rentenanspruch verneinen. Umgekehrt führt ein Invaliditätsgrad von mindestens 70 % nach den gesetzlichen Regelungen zum Anspruch auf eine ganze Rente; eine Restarbeitsfähigkeit von 70 % entspricht daher in den zitierten Entscheiden der Verneinung des Rentenanspruchs.

Da die Beschwerdeführerin seit Januar 2022 über eine Restarbeitsfähigkeit von 70 % verfüge, sei die Voraussetzung der 40%igen Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres nicht erfüllt. Damit habe man zu Recht einen Rentenanspruch verneint (vgl. insb. die Beschwerdeantwort; siehe auch die Verfügung vom 14. November 2023). 2.2. Die Beschwerdeführerin wendet hiergegen zur Hauptsache ein, sie wäre bei guter Gesundheit 100 % und nicht lediglich 80 % erwerbstätig (vgl. S. 2 f. der Beschwerde). Des Weiteren macht sie geltend, in medizinischer Hinsicht könne nicht auf das Gutachten der M____ AG vom 10. Mai 2023 abgestellt werden. Namentlich fehle es dem psychiatrischen Teilgutachten an Beweiskraft. Schliesslich moniert die Beschwerdeführerin, das Invalideneinkommen sei unzutreffend ermittelt worden (vgl. die Beschwerde; siehe auch die Replik). 2.3. Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Verfügung vom 14. November 2023 (IV-Akte 140) erneut einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin abgelehnt hat. 3. 3.1. 3.1.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.1.2. Gestützt auf Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art.
TRIBUNAL CANTONAL AI 375/20 - 376/2022 ZD20.046909 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 14 décembre 2022 __________________ Composition : M. Neu, président Mme Silva et M. Reinberg, assesseurs Greffière : Mme Tedeschi ***** Cause pendante entre : I.________, au [...], recourante, représentée par Me Jana Burysek, avocate à Lausanne, et Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, intimé. _______________ Art. 28 al. 1 LAI ; 43 al. 1 LPGA. E n f a i t : A. I.________ (ci-après : l’assurée ou la recourante), née en [...], a travaillé en qualité de concierge à 50 %, à tout le moins, entre le mois de mars 2002 et le mois de septembre 2006 (cf. extrait du compte individuel AVS). Le 31 mai 2018, l’assurée a déposé une demande de prestations de l’assurance-invalidité pour adulte auprès de l’Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l’OAI ou l’intimé), indiquant souffrir d’une polyarthrite rhumatoïde depuis 2017. Dans un rapport du 12 octobre 2018, le Dr F.________, spécialiste en médecine interne générale, a principalement posé les diagnostics de polyarthrite rhumatoïde (séronégative et non érosive, existante depuis 2017 et diagnostiquée en 2018), ainsi que d’arthrose du genou gauche (depuis 2018). Selon lui, la capacité de travail dans l’activité habituelle était nulle depuis le mois de novembre 2017, à tout le moins ; en revanche, dans une activité sédentaire adaptée aux limitations fonctionnelles (à savoir : impossibilité de rester longtemps dans la même position ou d’exercer une activité physique lourde ; tâches ménagères possibles, mais sans « gros travaux », accompagnées d’un épuisement en fin de journée ; en cas d’efforts, l’assurée le « ressentait » le lendemain ; manutention limitée), la capacité de travail était de 50 %, compte tenu de la fatigabilité.
Les conclusions expertales, dont on retient la pleine valeur probante, concordent dans la mesure où le compte-rendu susmentionné (courrier électronique du 3 décembre 2018 de la H.________ à la REA) montre un exemple du déconditionnement social affectant le recourant. Dans ces conditions, l’intimé n’avait pas à mettre en œuvre une nouvelle évaluation. c) On relève à toutes fins utiles que dans sa réponse du 19 janvier 2021, l’intimé a admis que l’atteinte à la santé avait bel et bien un impact sur la capacité de travail dans une activité adaptée, puisque les experts retiennent une diminution de rendement liée aux fréquents passages aux toilettes. S’agissant d’un assuré conservant une capacité de travail dans son activité habituelle, le taux d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4). En l’occurrence, les revenus sans et avec invalidité ne diffèrent qu’au niveau de l’horaire exigible. En 2019, date d’ouverture d’un éventuel droit à la rente au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 LAI), la durée normale du travail dans les entreprises pour les activités de services administratifs était de 42,1 heures (soit 42 h 06) selon les chiffres réunis par l’Office fédéral de la statistique (Tableau n° OFS je-f-03.02.03.01.04.01, rubrique 77+79-82). La perte de rendement journalière de 45 minutes (3 heures et 45 minutes par semaine) sur un emploi à plein temps représente un degré d’invalidité de 8,9 % (3,75 h ÷ 42,1 h), qui n’est pas susceptible d’ouvrir le droit à la rente. d) Au vu de ce qui précède, l'intimé était fondé à retenir que le recourant disposait d'une pleine capacité de travail dans son activité habituelle, sous réserve d’une diminution du rendement journalier de 45 minutes, et, par conséquent, à nier son droit aux prestations de l’assurance-invalidité. 8. Dans un autre grief, le recourant se plaint d’une violation de l’art. 16 LAI, au motif que l’intimé lui aurait appliqué cette disposition de manière arbitraire. Les deux stages dont il a bénéficié s’étant avérés inappropriés selon lui, il conteste dans ce cadre qu’un défaut de collaboration puisse lui être reproché.
A ce propos, il n’est pas contesté que ce dernier présente un certain nombre de limitations fonctionnelles (épaule gauche : pas de port de charges lourdes répétitif ni de travail prolongé ou répétitif avec le membre supérieur gauche au-dessus du plan des épaules et en porte-à-faux ; rachis : éviter les activités nécessitant le maintien prolongé du tronc en porte-à-faux, les flexions et torsions répétées du tronc et le port de charges lourdes) qui, si elles ne lui permettent plus d’exercer la profession de monteur en échafaudages, ne l’empêchent nullement d’exercer une activité adaptée (cf. rapport de la Clinique Q.________ du 18 août 2020, p. 7). 7. Cela étant constaté, il convient d’examiner le degré d’invalidité du recourant. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). b) Pour évaluer le taux d’invalidité, et ainsi le montant de la rente, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité). C’est la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s’effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l’un avec l’autre, la différence permettant de calculer le taux d’invalidité (ATF 137 V 334 consid. 3.1.1 ; TF 8C_643/2016 du 25 avril 2017 consid. 4.1). c) Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible. Il se déduit en règle générale du salaire réalisé avant l’atteinte à la santé, en l’adaptant toutefois à son évolution vraisemblable jusqu’au moment déterminant de la naissance éventuelle du droit à la rente (ATF 134 V 322 consid.

N77.Wartejahr erfüllt durch FlüB-Anwendung

Bei ausländischen Minderjährigen können die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch (z. B. das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erst erfüllt sein, nachdem bestimmte Voraussetzungen wie der Erwerb des Flüchtlingsstatus eingetreten sind; mit dem Flüchtlingsstatus können die Normen des FlüB zur Anwendung gelangen, sodass die erforderlichen versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Beschwerdeführer hatte nach Lage der Akten grundsätzlich die für eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige erforderliche Hilfslosigkeit sowie das sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) bereits ab August 2003 (leichten Grades) bzw. Mai 2006 (mittleren Grades) erfüllt (vgl. Abklärungsbericht vom 6. November 2008, Urk. 7/33). Unbestritten geblieben ist, dass sich am Ausmass der Hilflosigkeit, wonach er in mindestens vier Lebensbereichen dauernd der erheblichen Dritthilfe bedarf, seither nichts geändert hat und kein Anspruch auf Intensivpflegezuschlag besteht (vgl. auch Abklärungsbericht vom 16. Februar 2018, Urk. 7/137). Ferner entspricht es der Rechtslage, dass der Beschwerdeführer als russischer Staatsangehöriger mit Einreise in die Schweiz im März 2003 unabhängig seines Aufenthaltstatus die versicherungsmässigen Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Hilfslosenentschädigung für Minderjährige nicht erfüllte. Im Januar 2008 erhielten er und seine Familienangehörigen den Flüchtlingstatus (Urk. 18/2), weshalb ab diesem Zeitpunkt die Normen des FlüB zur Anwendung gelangten (E. 3.2) mit der Folge, dass er die für den Leistungsanspruch notwendigen versicherungsmässigen Voraussetzungen nunmehr erfüllte.

N78.Fachärztlicher Nachweis psychischer Erkrankung

Sind psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren vorwiegend für die Beschwerden verantwortlich, rechtfertigt dies allein in der Regel keinen Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG. Vielmehr muss ein medizinisch relevantes psychiatrisches Krankheitsbild (z. B. eine medizinisch nachgewiesene, anhaltende Depression oder ein vergleichbarer psychischer Zustand) durch einen Facharzt belegt sein und die Erwerbsfähigkeit erheblich beeinträchtigen, damit von Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 gesprochen werden kann.

Pour qu'une invalidité soit reconnue, il est nécessaire qu'un substrat médical pertinent entrave la capacité de travail (et de gain) de manière importante et soit à chaque fois mis en évidence par un médecin spécialisé. Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé psychique équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socioculturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents au plan psychiatrique tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive. En définitive, une atteinte psychique influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). 4. Droit à la rente Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). 5. Dispositions applicables en cas de nouvelle demande Selon l’art. 87 al. 3 du règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité (RAI ; RS 831.20), lorsque la rente ou l’allocation pour impotent a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant ou parce qu’il n’y avait pas d’impotence, la nouvelle demande ne peut être examinée que si les conditions prévues à l’al.
Pour qu'une invalidité soit reconnue, il est nécessaire qu'un substrat médical pertinent entrave la capacité de travail (et de gain) de manière importante et soit à chaque fois mis en évidence par un médecin spécialisé. Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé psychique équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socioculturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents au plan psychiatrique tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive. En définitive, une atteinte psychique influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). 3.3. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50 % au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60 % au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70 % au moins, il a droit à une rente entière. D’après l’art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.
L'expert-neurologue estime en effet que les plaintes de l'assurée sont "en partie en relation avec des facteurs psychologiques et éventuellement socio-professionnels, soit des facteurs extra-somatiques". Ainsi que déjà cité ci-avant, il conclut ainsi "qu'existent chez cette assurée des éléments extra-somatiques pouvant jouer un rôle sinon dans l'apparition des troubles, du moins dans leur importance et leur répercussion sur son activité personnelle et professionnelle" (dossier OAI, p. 202). Pour autant, la recourante ne rapporte ni trouble psychiatrique ni suivi de cet ordre, ne serait-ce que par son médecin traitant. Ses différents médecins ne font pas, non plus, état de troubles de cet ordre qui justifieraient une incapacité de travail. Dans ce contexte, c'est à juste titre que l'OAI a renoncé à investiguer les troubles de l'assurée sous l'angle psychiatrique. En l'absence d'indice confirmant l'existence de troubles psychiatriques invalidants, l'on doit considérer comme vraisemblable que les facteurs extra-somatiques ayant une répercussion sur l'état de santé de l'assurée ne sont vraisemblablement pas de cet ordre. 7. 7.1. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 7.2. Dans le contexte de la méthode générale de comparaison des revenus (art. 28a al. 1 LAI en corrélation avec l'art.

N79.Einkommensvergleich bei unverändertem Erwerbsstatus

Führt die vorzeitige Pensionierung krankheitsbedingt herbeigeführte Änderungen nicht herbei, bleibt die frühere Qualifikation als vollzeitlich Erwerbstätiger für den Einkommensvergleich massgebend. Der Invaliditätsgrad ist in diesem Rahmen mittels Einkommensvergleich zu ermitteln.

Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2022 Art. 28 IVG, Art. 7, Art. 8 und Art. 16 ATSG. Da die vorzeitige Pensionierung im Rahmen der beruflichen Vorsorge krankheitsbedingt erfolgte, hat sie keine Änderung an der bisherigen Qualifikation des Beschwerdeführers als vollzeitlich Erwerbstätiger zur Folge. Der Invaliditätsgrad ist damit im Rahmen eines Einkommensvergleichs zu ermitteln. Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2022, IV 2021/87). Entscheid vom 3. August 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/87 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG Mathias Enderli, rtwp rechtsanwälte & notare, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2022 Art. 28 IVG, Art. 7, Art. 8 und Art. 16 ATSG. Da die vorzeitige Pensionierung im Rahmen der beruflichen Vorsorge krankheitsbedingt erfolgte, hat sie keine Änderung an der bisherigen Qualifikation des Beschwerdeführers als vollzeitlich Erwerbstätiger zur Folge. Der Invaliditätsgrad ist damit im Rahmen eines Einkommensvergleichs zu ermitteln. Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2022, IV 2021/87). Entscheid vom 3. August 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/87 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG Mathias Enderli, rtwp rechtsanwälte & notare, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N80.Entstehenszeitpunkt und Art. 29 LAI

Bei der Bestimmung, welches Recht auf einen Rentenanspruch nach Art. 28 IVG anzuwenden ist (z.B. alt bis 31.12.2021 oder neu ab 1.1.2022), ist der tatsächliche Entstehenszeitpunkt des Anspruchs massgebend. Dieser Zeitpunkt kann sich bei verspäteter Antragstellung nach Art. 29 LAI (Berechnung von Warte‑/Jahresfristen) verschieben. Daher sind diese Fristen bei der Ermittlung des frühestmöglichen Entstehenszeitpunkts zu berücksichtigen, weil sie darüber entscheiden können, welche Rechtslage anwendbar ist.

4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Auf Grund der im August 2020 anhängig gemachten Neuanmeldung (Urk. 6/270) könnten allfällige Leistungen frühestens ab Februar 2021 ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend.     Die massgeblichen Bestimmungen und Grundsätze wurden im Urteil IV.2020.00045 vom 28. Juli 2020 (Urk. 6/267) mit Verweis auf das Urteil IV.2014.00049 vom 28. Mai 2015 (Urk. 6/167) bereits dargelegt (zur Invalidität und zum psychischen Gesundheitsschaden: Art. 4 IVG, Art. 3 Abs. 1, 6, 7 und 8 ATSG, zum Rentenanspruch: Art. 28 IVG, zur Neuanmeldung: Art. 17 ATSG, Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung wurden ausserdem die Abgrenzungskriterien zwischen einem versicherten Gesundheitsschaden und auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruhenden Leistungseinschränkungen sowie die zu beachtenden Regeln zum Beweiswert eines ärztlichen Berichts oder Gutachtens dargelegt (Urk. 6/267 S. 3 ff.).
Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti:   in caso di insorgenza dell’invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021: - prima fissazione della rendita → DR in vigore fino al 31 dicembre 2021, - modifica del grado d’invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31 dicembre 2031 → C DT US AI;   in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l’art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente: - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio 2022.”   La presente procedura porta sulla reiezione della domanda di prestazioni inoltrata (per il tramite del dr. med. _________) l’11/18 febbraio 2020; nel formulario di richiesta di prestazioni per adulti successivamente inoltrato, l’assicurata ha indicato un’incapacità lavorativa totale dal 16 agosto 2017 (doc. 92 incarto AI). Pertanto, trattandosi di una domanda tardiva, il diritto alle prestazioni sarebbe nato sei mesi dopo, ossia il 1. agosto 2020 (art. 29 cpv. 1 LAI). L’invalidità (teorica) ex art. 28 LAI sarebbe invece insorta un anno dopo l’asserito peggioramento, ovvero il mese di agosto 2018. Conseguentemente, sia l’invalidità che l’asserito diritto alle prestazioni sono insorti entro il 31 dicembre 2021, sebbene la decisione impugnata sia stata emanata il 7 novembre 2023 (cfr. supra consid. 1.2).   Ne segue che al caso di specie vanno applicate le norme in vigore fino al 31 dicembre 2021.                                                             2.3.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno. Occorre quindi che il danno alla salute abbia cagionato una diminuzione della capacità di guadagno, perché il caso possa essere sottoposto all'assicurazione per l'invalidità (Duc, L’assurance invalidité, in: Meyer (Hrsg.
Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti: -        in caso di insorgenza dell’invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021: - prima fissazione della rendita → DR in vigore fino al 31 dicembre 2021, - modifica del grado d’invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31 dicembre 2031 → C DT US AI; -        in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l’art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente: - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio 2022”.                                   Secondo le citate circolari, dunque, qualora contestualmente ad una prima fissazione di rendita, l’asserita invalidità e l’eventuale diritto alla rendita sono insorti al più tardi al 31 dicembre 2021, torna applicabile il diritto previgente, e ciò anche se la decisione è stata resa successivamente.                                     In concreto, l’assicurata ha presentato la sua domanda di prestazioni AI il 19 aprile 2021, adducendo un’incapacità lavorativa dal 2 novembre 2020 e successivamente fluttuante (cfr. supra consid. 1.1.). Non trattandosi di una domanda tardiva ai sensi dell’art. 29 cpv. 1 LAI (cifra 2027 della Circolare sull’invalidità e la grande invalidità nell’assicurazione per l’invalidità (CIGI), valida dal 1. gennaio 2015, stato al 1. gennaio 2021), l’eventuale diritto alla rendita ex art. 28 LAI sarebbe insorto al più presto il 2 novembre 2021 (per il calcolo vedi cifre 2017, 2018 e Allegato II delle CIGI; Valterio, Commentaire – Loi fédérale sur l’assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 13 ad art. 28 LAI), ossia prima della modifica legislativa di cui sopra.                                                                     Visto quanto precede, ogni riferimento alle norme di diritto materiale applicabili in concreto, salvo indicazione contraria, va inteso nel tenore in vigore fino al 31 dicembre 2021.                             2.3.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno.
In questo contesto, anzi, il momento aleatorio dell’emanazione della decisione è irrilevante per la determinazione del diritto applicabile, dato che presenta sempre un certo grado di arbitrarietà (DTF 139 V 263). Nell’ottica di un’applicazione uniforme del diritto a livello nazionale, vi chiediamo pertanto di esaminare le sentenze cantonali prestando particolare attenzione alla corretta interpretazione della menzionata regolamentazione di diritto intertemporale e, in caso di decisioni che vi derogassero, di vagliarne l’impugnazione dinanzi al Tribunale federale.”                                     In concreto, l’assicurata ha presentato (la sua prima) domanda di prestazioni AI l’8/10 giugno 2020 (cfr. supra consid. 1.1.) adducendo un’incapacità lavorativa a far tempo dal 2010 (doc. 1, doc. 5, pag. 24 e doc. 7 incarto AI). Conseguentemente, a prescindere dalla questione a sapere se si tratti di una domanda tardiva o meno (cfr. doc. 29 cpv. 1 LAI), il diritto alle prestazioni d’invalidità sarebbe in ogni caso insorto al più tardi l’8/10 giugno 2021 (cfr. art. 28 LAI). Pertanto, sia l’invalidità che l’asserito diritto alle prestazioni sarebbero insorti entro il 31 dicembre 2021.                                   L’Ufficio AI ha emanato la sua decisione di rifiuto di prestazioni il 17 agosto 2022 (cfr. supra consid. 1.4. in fine).                                     Visto quanto precede, ogni riferimento alle norme di diritto materiale applicabili in concreto, salvo indicazione contraria, va inteso nel tenore in vigore fino al 31 dicembre 2021.                             2.3.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno.
Da queste sentenze si evince inoltre che i tribunali considerano il momento dell’emanazione della decisione impugnata quale limite temporale importante per l’esame dei fatti; tuttavia, non si può concludere su questa base che anche la determinazione del diritto applicabile dipenda dal momento dell’emanazione della decisione. In questo contesto, anzi, il momento aleatorio dell’emanazione della decisione è irrilevante per la determinazione del diritto applicabile, dato che presenta sempre un certo grado di arbitrarietà (DTF 139 V 263). Nell’ottica di un’applicazione uniforme del diritto a livello nazionale, vi chiediamo pertanto di esaminare le sentenze cantonali prestando particolare attenzione alla corretta interpretazione della menzionata regolamentazione di diritto intertemporale e, in caso di decisioni che vi derogassero, di vagliarne l’impugnazione dinanzi al Tribunale federale.”                                     In concreto l’assicurata ha presentato la sua prima domanda di prestazioni AI il 13/21 febbraio 2020 (cfr. supra consid. 1.1.), ragione per cui, trattandosi di una domanda tardiva, il diritto alle prestazioni sarebbe nato al più presto il 1. agosto 2020 (art. 29 cpv. 1 LAI). L’invalidità teorica ex art. 28 LAI sarebbe insorta al più presto il 1. settembre 2019 (cfr. supra consid. 1.3.). La modifica determinante è avvenuta il 30 novembre 2020 (cfr. supra consid. 1.3.; cfr. anche l’esempio 1 a marginale 9102 della C DT US AI).                                   Conseguentemente, tutte le condizioni per l’applicazione del diritto previgente sono in concreto adempiute, anche se l’Ufficio AI ha emanato la sua decisione il 12 maggio 2022 (cfr. supra consid. 1.3.).   Pertanto, ogni riferimento alle norme applicabili in concreto, salvo indicazione contraria, va inteso nel tenore in vigore fino al 31 dicembre 2021.                             2.2.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno.
In questo contesto, anzi, il momento aleatorio dell’emanazione della decisione è irrilevante per la determinazione del diritto applicabile, dato che presenta sempre un certo grado di arbitrarietà (DTF 139 V 263). Nell’ottica di un’applicazione uniforme del diritto a livello nazionale, vi chiediamo pertanto di esaminare le sentenze cantonali prestando particolare attenzione alla corretta interpretazione della menzionata regolamentazione di diritto intertemporale e, in caso di decisioni che vi derogassero, di vagliarne l’impugnazione dinanzi al Tribunale federale.”   Con telefonata intercorsa il 5 ottobre 2022 l’UFAS ha confermato al TCA che, a dispetto della difformità di giudizio dei tribunali cantonali riscontrata nei primi mesi dalla modifica legislativa, il corretto procedere è quello illustrato nelle summenzionate Circolari.   In concreto, l’assicurato ha presentato la sua prima domanda di prestazioni AI il 26/28 febbraio 2019 (cfr. supra consid. 1.1.), ragione per cui, trattandosi di una domanda tardiva, il diritto alle prestazioni sarebbe nato al più presto il 1. settembre 2019 (art. 29 cpv. 1 LAI). L’invalidità (teorica) ex art. 28 LAI sarebbe insorta al più presto il 22 dicembre 2018, ossia un anno dopo l’infortunio (cfr. supra consid. 1.1. e 1.5.). Conseguentemente, sia l’invalidità che l’asserito diritto alle prestazioni sarebbero insorti entro il 31 dicembre 2021. L’Ufficio AI ha emanato la sua decisione di rifiuto di prestazioni il 25 maggio 2022 (cfr. supra consid. 1.6.). Visto quanto precede, ogni riferimento alle norme di diritto materiale applicabili in concreto, salvo indicazione contraria, va inteso nel tenore in vigore fino al 31 dicembre 2021.                             2.2.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno.

N81.Psychische Störungen als Invaliditätsgrund

Psychische Störungen können – soweit sie zu einer dauernden oder jedenfalls längerfristigen Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit führen – einen Invaliditätsgrund im Sinne von Art. 28 IVG bilden; hierzu zählen nach der Rechtsprechung auch anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und Fibromyalgie. Bei der Beurteilung psychischer Leiden sind die anerkannten Standardindikatoren bzw. besonderen Beurteilungskriterien heranzuziehen. Das Bestehen von noch nicht ausgeschöpften Behandlungsmöglichkeiten oder Behandlungspflichten schliesst eine Rentenzusprache nicht von vornherein aus.

Compte tenu de ce qui précède, les nouvelles dispositions légales introduites dans le cadre du développement continu de l'AI et entrées en vigueur le 1er janvier 2022 ne sont ici pas applicables, dans la mesure où le recourant a bénéficié d'une rente entière dès le 1er avril 2017, supprimée à partir du 1er juin 2018, et était âgé de 56 ans au 1er janvier 2022. 3. 3.1. A teneur de l’art. 8 al. 1 LPGA, applicable par le renvoi de l’art. 1 al. 1 LAI, est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l'art. 4 al. 1 LAI, dite invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 al. 1 LPGA). Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain; de plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). D'après l'art. 28 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (al. 1). La rente est échelonnée selon le taux d'invalidité (al. 2). De plus, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations (art. 29 al. 1 LAI). 3.2. Les atteintes à la santé psychique – y compris les troubles somatoformes douloureux persistants ou fibromyalgie – peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.
Die für die Beurteilung der Streitsache massgeblichen rechtlichen Grundlagen wurden im angefochtenen Urteil zutreffend dargelegt. Es betrifft dies namentlich die Bestimmungen und Grundsätze zur Invalidität und zu deren Grundlagen, vor allem bei psychischen Gesundheitsschäden (Art. 6 ff. ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG; BGE 145 V 215 E. 5.1; 143 V 124 E. 2.2.2, 418 E. 7; 142 V 106 E. 4.4; 141 V 281), zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG) sowie zur Beweiskraft und Beweiswürdigung medizinischer Grundlagen (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 137 V 210 E. 1.3.4; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a und b). Darauf wird verwiesen.
Das kantonale Gericht hat die Begriffe der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG), die bei der rückwirkenden Zusprache einer zeitlich befristeten und/oder abgestuften Rente zu beachtenden revisionsrechtlichen Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) sowie die Rechtsprechung zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen zur Beurteilung der Invalidität bei psychischen Leiden anhand der sog. Standardindikatoren (BGE 141 V 281; 143 V 409 und 418). Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze über den Begriff der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt für die Ermittlung des Invaliditätsgrads nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG), die Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invaliditätsbemessung (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195; 132 V 93 E. 4 S. 99) und die Würdigung medizinischer Berichte (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 125 V 351 E. 3a S. 352), namentlich bei Hausärzten (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Korrekt sind auch die Ausführungen zur Beurteilung der Invalidität bei psychischen Leiden anhand der sogenannten Standardindikatoren (BGE 141 V 281; 143 V 409 und 418). Darauf wird verwiesen.
4 Ce raisonnement, cohérent, ne peut être balayé par un caractère d'une gravité insuffisante des atteintes résultant, selon l'intimé, des possibilités non épuisées de traitement et des différences de niveaux d'activités entre la vie professionnelle et extra-professionnelle. En effet, contrairement à ce qu'avance l'intimé, il n'apparaît pas que la fréquence, considérée comme modérée par l'expert, des séances de psychothérapie ait dépendu d'une quelconque mauvaise coopération du recourant. De même, il a été confirmé par le spécialiste traitant que le recourant s'est scrupuleusement conformé à la médication qui lui a été prescrite, y compris lors des changements ayant été déterminés par des effets secondaires indésirables et de l'adaptation selon les conseils de l'expert (voir c. 5.13 et 5.14). Dès lors, le caractère invalidant des troubles du recourant ne peut pas leur être dénié du seul fait qu'ils peuvent (éventuellement) encore être soignés ou traités à plus ou moins longue échéance. Un droit à une rente, si les conditions de l'art. 28 LAI sont remplies (voir c. 3.3), ne peut être exclu de ce fait (ATF 141 V 281 c. 4.3.1.2, 127 V 294 c. 4c) et encore moins un droit à toute prestation. Quant aux différences de handicap entre sphères professionnelle et privée, elles doivent déjà être nuancées dans la mesure où les troubles du recourant ont aussi entraîné des dysfonctionnements dans sa vie privée. Les relations avec les personnes qui connaissent les phases problématiques de son comportement perdent immanquablement de leur spontanéité afin d'éviter tout risque de froisser sa susceptibilité. Il ne faut pas oublier que le point déterminant à élucider en AI consiste à évaluer la mesure dans laquelle la personne assurée, pratiquement, conserve une capacité à exercer une activité sur le marché du travail qui lui est ouvert au regard de ses capacités, nonobstant les douleurs qu'elle ressent, mais que l'examen doit également porter sur la question de savoir si l'exercice de cette activité n’apparaît pas insupportable pour la société (ATF 136 V 279 c.

N82.Medizinische und wirtschaftliche Beurteilung der Invalidität

Für die Beurteilung des Invaliditätsgrads im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG sind ärztliche und fachliche Unterlagen erforderlich. Der Arzt hat den Gesundheitszustand zu beurteilen und anzugeben, in welchem Umfang und für welche konkreten Tätigkeiten (gegebenenfalls auch in einer anderen Berufssparte) dem Versicherten eine Erwerbstätigkeit noch zuzumuten ist. Medizinische Feststellungen bilden die Grundlage der Beurteilung; der Invaliditätsgrad wird jedoch nicht ausschliesslich medizinisch bestimmt, sondern berücksichtigt auch wirtschaftliche Elemente (insbesondere die Erwerbsmöglichkeiten auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt).

6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité. En vertu de l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 7.               7.1 Pour pouvoir trancher le droit aux prestations, l'administration ou l'instance de recours a besoin de documents que le médecin ou d'autres spécialistes doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 ; 115 V 133 consid. 2). Ces données médicales permettent généralement une appréciation objective du cas (arrêt du Tribunal fédéral 8C_713/2019 du 12 août 2020 consid. 5.2). 7.2 Selon le principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales, le juge n'est pas lié par des règles formelles, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.
Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.3 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4). En revanche, il n'appartient pas au médecin de s'exprimer sur le degré d'une rente éventuelle, étant donné que la notion d'invalidité n'est pas seulement déterminée par des facteurs médicaux, mais également des facteurs économiques (cf.

N83.Beweiskraft polydisziplinärer Gutachten

Polydisziplinäre Gutachten können als beweiskräftig für die Feststellung des Invaliditätsgrades und für die Bestimmung des Rentenbeginns herangezogen werden. Medizinische Begutachtungen (z. B. SMR-Abklärungen) spielen insbesondere eine Rolle, wenn über den Beginn der Verschlechterung bzw. den Zeitpunkt des Leistungsanspruchs gestritten wird.

Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2021 Art. 28 IVG. Polydisziplinäres Gutachten als beweiskräftig erachtet. Prozentvergleich. Festlegung des Rentenbeginns. Nach Ablauf des Wartejahres resultiert ein Anspruch auf eine halbe Rente. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2021, IV 2020/137). Entscheid vom 29. September 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2020/137 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Horschik, Schifflände 22, Postfach, 8024 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
), Esami ENMG precedentemente eseguiti senza segni per una radicolopatia sensitiva o motoria, DD: nell'ambito della diagnosi 1),  Sindrome lombovertebrale/-spondilogena cronica su discrete discopatie a livello L4-L5 ed L5-Sl (DD: nell'ambito della diagnosi 1), ha concluso per un’inabilità lavorativa completa dal 25 marzo 2019 e l’amministrazione ha quindi dato mandato di esperire l’inchiesta economica per le persone che si occupano dell’economia domestica (doc. AI pag. 329). Tale inchiesta, eseguita dall’assistente sociale il 19 maggio 2020 (doc. AI pag. 329), tenendo conto delle limitazioni evidenziate dal profilo medico nel rapporto finale del SMR del 21 febbraio 2020, sulla base degli accertamenti esperiti presso il domicilio dell’assicurata, dopo aver fissato gli impedimenti di ogni singola mansione casalinga, ha stabilito una limitazione complessiva del 63.5% (doc. AI pag. 332). Tale valutazione è stata posta a fondamento della decisione del 22 luglio 2020 che ha statuito come segue:   "  Abbiamo esaminato il diritto a prestazioni d'invalidità. l requisiti per l'attribuzione di una rendita risultano essere assolti. Le disposizioni legali che le competono si trovano in allegato. La nostra decisione si basa su questi presupposti.   Decidiamo pertanto: Dal 01.03.2020 (dopo un anno dall'insorgenza dell'inabilità lavorativa, art. 28 LAI) lei ha diritto a tre quarti di rendita di grado 64%.   Esito degli accertamenti: Si rammenta che con decisione del 20.09.2011 fu soppressa la rendita d'invalidità di cui era beneficiaria (grado 50%) in seguito al miglioramento del suo stato di salute, oggettivato mediante espletamento di una perizia pluridisciplinare. In data 13.04.2018 ha avanzato richiesta di riesame del suo diritto a prestazioni d'invalidità per il tramite del certificato medico del Dr. __________ del 07.04.2018. Il nostro Servizio Medico Regionale, dopo approfonditi accertamenti, ha stabilito la sussistenza di un peggioramento dello stato di salute a decorrere dal 25.03.2019. L'entità dell'impedimento rilevato nella conduzione della sua economia domestica è stata quantificata da un nostro assistente sociale, dopo inchiesta del 19 maggio 2020, ed ammonta nel 63.5% (arrotondato per eccesso 64%), Ne discende il diritto a tre quarti di rendita, come da conclusioni precedentemente esposte.” (doc. A)                                                                                   Di fronte a questo giudice l’assicurata non contesta la valutazione esperita al domicilio e, quindi, le conclusioni sul grado d’invalidità, ma unicamente la data a partire dalla quale le sue condizioni sono peggiorate, a suo dire da situare non al marzo 2019, ma all’aprile 2018, conformemente al certificato del 7 aprile 2018 del curante, sulla base di documentazione agli atti e di un nuovo certificato del 31 ottobre 2020 con il quale il dr.

N84.Staffelung der Invalidenrente nach Invaliditätsgrad

Die Invalidenrente ist gestaffelt nach dem Invaliditätsgrad: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her-stellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 8.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. 9. 9.1 En vertu de l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d'invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l'art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art.
En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 deuxième phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6.3 Un assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur jusqu'au 31 décembre 2021). Les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% sont versées aux ressortissants suisses et aux ressortissants d'un Etat membre de l'Union européenne s'ils ont leur domicile et leur résidence habituelle sur le sol de l'un d'eux (art. 29 al. 4 LAI ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.4 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI) et sous réserve d'un délai d'attente d'une année à compter du début de l'atteinte à la santé (art. 28 al. 1 let. b LAI). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid.

N85.Gemischte Methode der Invaliditätsbemessung

Bei der Invaliditätsgradbestimmung nach Art. 28 IVG wird in den zitierten Entscheiden die gemischte Methode angewandt: Erwerbs- und Haushaltseinbussen sind zu berücksichtigen. Als Bewertungsmethoden werden insbesondere Einkommens- und Tätigkeitsvergleiche herangezogen; im Erwerbsbereich kommt dabei auch ein Prozentvergleich zur Anwendung.

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2024 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Abstellen auf das polydisziplinäre Gutachten. Ausschliesslich qualitative, orthopädisch und psychisch bedingte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Invaliditätsgradbestimmung durch gemischte Methode (Erwerb & Haushalt). Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2024, IV 2023/195). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 26. August 2024 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Markus Jakob Geschäftsnr. IV 2023/195 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominique Chopard, Werdstrasse 36, Postfach 9562, 8036 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 18.07.2023 Art. 28 IVG: Prüfung eines medizinischen Gutachtens sowie eines Haushaltsabklärungsberichts. Gemischte Methode. Prozentvergleich im Erwerbsbereich. Kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen vom 18. Juli 2023, IV 2023/5). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_583/2023. Entscheid vom 18. Juli 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2023/5 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Atakan Özçelebi,HAK Rechtsanwälte, Vadianstrasse 40, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2022 Art. 28 IVG; Art. 88a IVV: Beweiskraft Gutachten bejaht. Einkommensvergleich als Prozentvergleich. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Januar 2022, IV 2021/45). Entscheid vom 12. Januar 2022 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2021/45 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokaturm Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente (Befristung)
Entscheid Versicherungsgericht, 20.10.2021 Art. 28 IVG: Beweiskraft Gutachten bejaht. Gemischte Methode. Einkommensvergleich und Tätigkeitsvergleich. Kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 2021, IV 2020/175). Entscheid vom 20. Oktober 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2020/175 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Bachmann, Rosenbergstrasse 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N86.Ergänzungspflicht bei unzureichenden Gutachten

Sind Gutachten nicht nachvollziehbar begründet oder fehlen erforderliche fachärztliche Abklärungen, ist die Verwaltung gehalten, weitere Abklärungen bzw. neue Gutachten veranlassen. Bleiben solche ergänzenden, verlässlichen medizinischen Entscheidungsgrundlagen aus, kann die Beurteilung des Invaliditätsgrades nicht gestützt werden und die Verfügung gestützt auf die vorliegenden Akten negiert werden bzw. ist eine Rückweisung zur Durchführung neuer Abklärungen möglich.

Dezem­ber 2015 E. 1 (vgl. IV-act. 138-5) ist festgestellt worden, das Eintreten auf das erneute Leistungsgesuch (vom Januar 2012) sei zu Recht unbestritten geblieben. Die nun ergangene, angefochtene Verfügung vom 25. Februar 2019 hat einen Rentenanspruch wie erwähnt abgewiesen (die Beschwerdegegnerin hatte zudem inzwischen die gerichtlich angeordnete Begutachtung veranlasst). Die Beschwerdeführerin selber beantragt (einzig) Rentenleistungen. Streitgegenstand bildet daher materiell einzig der allfällige Rentenanspruch.   Anwendbar sind, da ein allenfalls vor dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu beurteilen ist, die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) in den bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.   Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sind von der MEDAS estimed AG polydisziplinär (allgemein-internistisch, neurologisch, orthopädisch, neuropsychologisch, psychiatrisch) begutachtet worden. Dabei ist die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht nachvollziehbar begründet worden, wie sich aus dem Folgenden ergibt. Bei der orthopädischen Begutachtung hat der estimed-Gutachter den Befund erhoben und beschrieben. Namentlich hat er betreffend die aktive und passive Bewegung im Bereich beider Hüftgelenke keine relevante Einschränkung, in den Knie- und Sprunggelenken keine Bewegungseinschränkung und an den unteren Extremitäten keine Schonhaltung vorgefunden (vgl.
Sachverhalt aufgrund der fehlenden Durchführung eines erneuten MRT’s unvollständig erhoben worden. Unter Berücksichtigung der von den behandelnden Ärzten attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter seien neue Gutachten in Auftrag zu geben. 2.3. Streitig und zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 18. März 2021 zu Recht eine halbe Invalidenrente zusprach. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisionsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9, 10, E. 2.3; BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1 mit Hinweis). 3.3. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bei einer Rentenrevision bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108, 114 E.
Anlässlich der Begutachtung sei sie nicht in der Lage gewesen, sich dem Gutachter gegenüber zu öffnen, weshalb dieser das Ausmass ihrer gravierenden psychisch bedingten Einschränkungen nicht habe erkennen können. Einzig mittels eines traumaspezifischen Begutachtungssettings durch einen auf Traumata spezialisierten Gutachter könne der medizinische Sachverhalt adäquat geklärt werden. Bezüglich der Bemessungsmethode bringt die Beschwerdeführerin sodann vor, sie wäre im Gesundheitsfall als alleinstehende und alleinerziehende Mutter aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. 2.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist demnach die Frage, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt ist. Zu beleuchten ist sodann die Methode zur Bemessung des Invaliditätsgrades. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und in Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 V 28 E. 2.2). 3.2. 3.2.1. Grundlagen für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind in einem ersten Schritt medizinische Unterlagen, welche der Verwaltung (und im Beschwerdefall dem Gericht) von ärztlichen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ihre Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können. 3.2.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 232 E. 5.1). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, ob er in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 352).
Änderungskündigung vom 28. März 2019 IV-Akte 21) von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen und dem Beschwerdeführer mindestens eine halbe Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Durchführung eines neuen Gutachtens zurück zu weisen. Die Beschwerdegegnerin habe keine eigene Abklärung veranlasst, sondern auf die ZAFAS-Abklärung der Krankentaggeldversicherung abgestellt. Es fehle an einer umfassenden fachärztlichen Abklärung, welche die Polymorbidität der Beschwerden des Beschwerdeführers und dessen damit einhergehende Arbeitsfähigkeit beurteile. 2.3. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf die vorliegenden Akten zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Versicherte haben Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht u.a., wenn die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (Art. 29 Abs. 1 lit. b aIVG; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 3.2. Zur Beurteilung der Invalidität sind die Verwaltung und im Streitfall das Gericht zunächst auf Unterlagen von Ärztinnen und Ärzten angewiesen, deren Aufgabe es ist, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten Arbeitsunfähigkeit besteht oder eine Arbeitsleistung zumutbar ist (BGE 122 V 158 E. 1b; 114 V 314 E. 3c). Für den Beweiswert eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind.

N87.Psychiatrische Diagnostik und Arbeitsfähigkeit

Bei psychischen Leiden verlangt die Rechtsprechung in der Regel eine fachärztliche (psychiatrische) Diagnose, gestützt auf anerkannte Klassifikationssysteme (z. B. CIM/DSM). Für die Rentenentscheidung sind zudem eine sorgfältige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und eine genaue Würdigung medizinischer Gutachten sowie der Eingliederungsmassnahmen erforderlich.

2b ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanent d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu, telle la classification internationale des maladies (ci-après : CIM) ou le DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual) (ATF 143 V 409 consid. 4.5.2 ; 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1 ; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). 4.3 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'al. 1bis dudit art. 28 LAI – en vigueur depuis le 1er janvier 2022 – dispose qu'une rente au sens de l’al. 1 n’est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n’ont pas été épuisées. Selon l'art. 28b LAI – entré en vigueur le 1er janvier 2022 –, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2). Pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité inférieur à 50%, la quotité de la rente est la suivante : tableau, avec un taux d'invalidité d'au minimum 40% donnant droit à une rente – la plus basse – de 25%, jusqu'à un taux d'invalidité de 49 % donnant droit à une rente de 47.5% (al. 4). 4.4 Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid.
Entscheid Versicherungsgericht, 23.09.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG Kein Rentenanspruch. Kein "verfrühter" Rentenentscheid. Früherer Abschluss der beruflichen Massnahmen zu Recht erfolgt. Aktuelle Beschäftigung nicht über IV erfolgt. Keine Verletzung des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente". Die durch die Behandler attestierte 50 % Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist nicht plausibel. Mangels fachärztlich gestellter Diagnose einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung IV-rechtlich kein relevanter Gesundheitsschaden. Abstützen auf RAD-ärztliche Aktenbeurteilung, welche unter Einbezug der Suva-kreisärztlichen Beurteilung erfolgt ist, zulässig, da keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ersichtlich sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. September 2024, IV 2023/222). Entscheid vom 23. September 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/222 Parteien A.
Im angefochtenen Entscheid werden die massgeblichen Bestimmungen zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), zum Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 und 3 IVG) und auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG), insbesondere bei einem psychischen Leiden (BGE 143 V 409, 418; 141 V 281) korrekt dargelegt. Zutreffend wiedergegeben wird auch die Rechtsprechung betreffend den Beweiswert und die Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze über die Anwendbarkeit der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen des IVG und der IVV (und nicht der am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Änderung [Weiterentwicklung der IV WEIV]) bei Entstehung eines allfälligen Rentenanspruchs bereits vor jenem Zeitpunkt (Urteil 8C_111/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 3.1 mit Hinweis) zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben sind auch die rechtlichen Grundlagen zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG) und zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG). Gleiches gilt bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen (BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 und 418, 141 V 281; vgl. auch BGE 145 V 361 E. 3.1) und der Rechtsprechung zum Beweiswert sowie zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3). Darauf wird verwiesen.

N88.Eingliederungsvorrang vor Rentenzusprache

Art. 28 Abs. 1bis IVG bedeutet, dass eine nach Abs. 1 in Aussicht stehende Rente solange nicht zugesprochen wird, bis die Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter ausgeschöpft sind.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.5Prozent 48 Prozent45Prozent 47 Prozent42.5Prozent 46 Prozent40Prozent 45 Prozent37.5Prozent 44 Prozent35Prozent 43 Prozent32.5Prozent 42 Prozent30Prozent 41 Prozent27.5Prozent 40 Prozent25Prozent
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.5Prozent 48 Prozent45Prozent 47 Prozent42.5Prozent 46 Prozent40Prozent 45 Prozent37.5Prozent 44 Prozent35Prozent 43 Prozent32.5Prozent 42 Prozent30Prozent 41 Prozent27.5Prozent 40 Prozent25Prozent
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.5Prozent 48 Prozent45Prozent 47 Prozent42.5Prozent 46 Prozent40Prozent 45 Prozent37.5Prozent 44 Prozent35Prozent 43 Prozent32.5Prozent 42 Prozent30Prozent 41 Prozent27.5Prozent 40 Prozent25Prozent

N89.Erwerbsunfähigkeit trotz zumutbarer Massnahmen

Voraussetzung für eine Rentenzuteilung ist, dass die Erwerbsfähigkeit trotz der nach Lage der Sache zumutbaren Behandlungs‑ und Rehabilitationsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Die Beeinträchtigung muss nach den erforderlichen Massnahmen fortbestehen und objektiv nicht überwindbar sein.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.3 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 3.4 Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents qu’un médecin, éventuellement d’autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est, à ce motif, incapable de travailler (ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références ; 125 V 256 consid. 4 et les références). En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l’assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 et les références). 3.4.1 Selon le principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 61 let. c LPGA), le juge n'est pas lié par des règles formelles, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.
1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Par incapacité de travail, on entend toute perte, totale ou partielle, résultant d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui (art. 6 première phrase LPGA). L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 deuxième phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6.3 Un assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur jusqu'au 31 décembre 2021). Les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% sont versées aux ressortissants suisses et aux ressortissants d'un Etat membre de l'Union européenne s'ils ont leur domicile et leur résidence habituelle sur le sol de l'un d'eux (art. 29 al. 4 LAI ; art.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). 5. a) En vertu de l’art. 61 let. c LPGA, le juge apprécie librement les preuves médicales du dossier, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées.

N90.Kein neues Wartejahr bei Rentenrevision

Bei Erhöhung oder revisionsweiser Neufestsetzung einer bereits laufenden Rente genügt eine ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate andauernde, relevante Verschlechterung (Art. 88a Abs. 2 IVV); ein neues Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar.     Die Erhöhung eines Rentenanspruchs setzt demnach eine relevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit von drei (vollen) Monaten (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3 mit Hinweis auf ZAK 1986 S. 345), aber kein neues Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG voraus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_985/2009 vom 2. März 2010 E. 4.4.2 mit Hinweisen). Dies gilt nicht nur bei der revisionsweisen Neufestsetzung einer laufenden Rente, sondern auch dann, wenn gleichzeitig rückwirkend beispielsweise eine halbe und eine diese ablösende ganze Rente zugesprochen wird (BGE 121 V 264 E. 6a und E. 6b/dd mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 9C_718/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 4.1.1 und I 792/06 vom 26. September 2007 E. 8.2).

N91.Anforderungen an ärztliche Abklärungsberichte

Für die Bemessung des Invaliditätsgrads nach Art. 28 Abs. 2 IVG sind ärztliche Befunde und fachliche Abklärungsberichte zentrale Grundlagen. Ärztinnen und Ärzte sowie fachlich qualifizierte Abklärungsstellen haben darzulegen, in welchem Umfang und für welche Tätigkeiten die versicherte Person (arbeits‑)fähig oder arbeitsunfähig ist; die Berichte müssen umfassend und schlüssig sein. Das Gericht greift in die fachliche Beurteilung nur ein, wenn klare Widersprüche oder offensichtliche Fehleinschätzungen vorliegen.

Toutefois, pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2; 114 V 310 consid. 3c; 105 V 156 consid. 1). 4. Dispositions relatives au calcul de la rente d'invalidité Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente ; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente ; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 5. Dispositions relatives à l'appréciation des preuves 5.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée. Dans ce domaine, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid.
Es sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Die Abklärungsperson muss fachlich qualifiziert sein und die örtlichen Verhältnisse kennen; weiter muss der Bericht in Kenntnis der medizinisch indizierten Einschränkungen und Behinderungen verfasst worden sein. Der Experte hat die Angaben des Betroffenen zu berücksichtigen, wobei abweichende Meinungen im Bericht aufzuzeigen sind. Der Abklärungsbericht muss schliesslich umfassend und einleuchtend sein sowie begründete, mit den Abklärungen übereinstimmende Schlussfolgerungen aufweisen. Sind diese Anforderungen erfüllt, greift das Gericht nur dann in das Ermessen des Experten ein, wenn klare und offensichtliche Fehleinschätzungen oder Widersprüche vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das Gericht (BGE 128 V 93 E. 4; Urteile EVGer I 120/03 vom 21. Januar 2004 E. 2.2; I 316/02 vom 22. August 2003 E. 1; I 352/01 vom 26. April 2002 E. 2c/bb). So wenig wie bei der Bemessung des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist beim erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich die medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern die invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse. Den ärztlichen Schätzungen kommt indessen für die Beurteilung der Zumutbarkeit einer bestimmten Tätigkeit entscheidende Bedeutung zu (vgl. ZAK 1972 S. 301 E. 1a; Urteile EVGer I 120/03 vom 21. Januar 2004 E. 2.2; I 316/02 vom 22. August 2003 E. 1).
1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E.
Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.4 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2018 IV n° 27 c. 4.2.1). 2.5 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre.
Zudem seien ergänzende Abklärungen durchzuführen, ob der Beschwerdeführer auf dem ersten Arbeitsmarkt überhaupt arbeits- und leistungsfähig sei (Beschwerde Rz. 24). Aufgrund des Gesundheitszustands, der Persönlichkeitsmerkmale und eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten (Intelligenzminderung) sei der Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage, eine Arbeitstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auszuüben (Replik Rz. 8). 2.3. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht mit Verfügung vom 10. Juni 2021 gestützt auf die vorliegenden Akten von April 2019 bis Ende September 2019 eine befristete halbe Invalidenrente zugestanden und ab Oktober 2019 einen Rentenanspruch verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf ein Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärztinnen oder der Ärzte ist es, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193, 195 E. 3.2; 132 V 93, 99 E.

N92.Dreimonatsfrist bei Wiedererlangter Teilarbeitsfähigkeit

Bei Rückgang des Invaliditätsgrades nach vorübergehender Vollinvalidität richtet sich die Wirksamkeit der geänderten Rentenleistung nach der Dreimonatsfrist nach Wiedererlangung teilweiser Arbeitsfähigkeit (Art. 88a RAI); der geänderte Rentenanspruch tritt demnach drei Monate nach Wiedererlangung teilweiser Arbeitsfähigkeit ein.

________ ne rendent ainsi pas vraisemblable une plus ample atteinte invalidante à sa santé psychique qui contredirait le rapport d’expertise du Dr EJ.P.________ et ne mettent pas en doutes les conclusions de cet expert. 11. Il résulte de ce qui précède que la recourante a présenté, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 let. b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid.

N93.Anspruch auf ganze Invalidenrente

Erfüllen Witwen, Witwer oder Waisen zugleich die Anspruchsvoraussetzungen für eine Hinterlassenenrente der AHV und für eine Invalidenrente, so haben sie Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Witwen, Witwer und Waisen, welche sowohl die Anspruchsvoraussetzungen für eine Hinterlassenenrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung als auch für eine Rente der Invalidenversicherung erfüllen, haben Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (Art.

N94.Leichte bis mittelgradige Depressionen und Invalidität

Bei leicht- bis mittelgradigen depressiven Störungen ohne erhebliche psychiatrische Komorbidität kann im Regelfall keine schwere psychische Krankheit und damit keine rentenbegründende Invalidität nach Art. 28 Abs. 1 IVG festgestellt werden. Besteht zudem ein bedeutendes therapeutisches Potenzial, ist die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens zweifelhaft; es bedarf daher gewichtiger Gründe, um trotz dieser Umstände auf eine invalidisierende Erkrankung zu schliessen. Ergeben sich psychiatrische Stellungnahmen, die eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit attestieren, ohne dass eine schwere psychische Störung bejaht oder dies schlüssig begründet wird, kann die Versicherung oder das Gericht der medizinischen Beurteilung die rechtliche Massgeblichkeit versagen.

Regeste Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 6-8 ATSG (insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG); Art. 28 Abs. 1 IVG; depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur und rentenbegründende Invalidität. Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann. Attestieren die psychiatrischen Fachpersonen bei diesen Konstellationen trotz Verneinung einer schweren psychischen Störung ohne (allenfalls auf Nachfrage hin erfolgte) schlüssige Erklärung eine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, besteht für die Versicherung oder das Gericht Grund dafür, der medizinisch-psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche Massgeblichkeit zu versagen (E. 6.2.2).

N95.Rentenbeginn bei Geburts- und Frühinvalidität

Invalidität von Geburt/Frühinvalidität: Bei Geburts- oder Frühinvaliden tritt der Rentenanspruch grundsätzlich mit Erreichen des 18. Lebensjahrs ein, sofern zu diesem Zeitpunkt keine Rehabilitationsmassnahmen in Anspruch genommen werden. Werden solche Massnahmen noch durchgeführt, bemisst sich der Beginn des Rentenanspruchs erst mit deren Beendigung oder Unterbrechung (vgl. ATF I 201/00; vgl. Quelle).

4 al. 2 LAI implique notamment que la réalisation des conditions d’octroi des prestations est limitée à un type de prestation donné et n’entraîne en principe pas d’autres effets au-delà des prestations entrant en considération (arrêt du Tribunal fédéral 9C_231/2016 du 1er juin 2016 consid. 2.1). 6.1.1 Pour le droit à la rente, l’invalidité est réputée survenue au moment où la personne assurée présente une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne depuis une année sans interruption notable, et qu’une fois le délai d’attente écoulé, cette incapacité perdure à 40 % au moins (cf. art. 28 al. 1 let. b et c). Le cas d’assurance ne peut toutefois survenir qu’au plus tôt le premier jour du mois qui suit le dix-huitième anniversaire (art. 29 al. 1 LAI ; ATF 126 V 5 consid. 2b). En revanche, l’événement assuré n’est pas réputé survenu et, partant, une rente n’est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter n’ont pas été épuisées (cf. art. 28 al. 1bis LAI ; Michel VALTERIO, op. cit., n. 39 ad art. 4). Pour les invalides de naissance et les invalides précoces, le cas d’assurance est en règle générale réalisé au moment où ils atteignent leur dix-huitième année. Cette règle ne s’applique toutefois qu’à la condition qu’ils ne bénéficient pas à ce moment-là, de mesures de réadaptation. Dans de tels cas, le début de l’invalidité pour le droit à la rente est fixé à l’échéance ou à l’interruption des mesures de réadaptation (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 201/00 du 20 novembre 2000 consid. 3 ; Michel VALTERIO, op cit., n. 41 ad art. 4 LAI). 6.1.2 Aux termes de l’art. 10 al. 1 LAI, le droit aux mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle et aux mesures d’ordre professionnel prend naissance au plus tôt au moment où l’assuré fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. En ce qui concerne les autres mesures de réadaptation et les mesures de nouvelle réadaptation au sens de l’art. 8a LAI, le droit à celles-ci prend naissance dès qu’elles sont indiquées en raison de l’âge et de l’état de santé de l’assuré (art.

N96.Medizinische Akten und Prozentvergleich

Bei der Beurteilung des Rentenanspruchs stützt sich die Verwaltung bzw. der Richter primär auf medizinische Akten und allfällige Spezialgutachten. Die Beweiskraft dieser Unterlagen ist im Rahmen einer freien, vollständigen und sorgfältigen Beweiswürdigung zu prüfen. Fehlt ein längerfristig erzieltes nahezu durchschnittliches Erwerbseinkommen, ist der Invaliditätsgrad mittels Prozentvergleich zu ermitteln.

Im angefochtenen Urteil werden die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 6 ff. ATSG und Art. 28 IVG), zur Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG; BGE 128 V 29 E. 1), zur Bedeutung und Beweiskraft medizinischer Unterlagen (BGE 125 V 351 E. 3a; 115 V 133 E. 2 in fine), zur Beweiswürdigung (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1) und zum Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1]), qu’il satisfait en outre aux autres conditions légales (art. 61 let. b LPGA), de sorte qu’il est recevable en la forme, qu’aux termes de l’art. 82 LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), l’autorité peut renoncer à l’échange d’écritures ou, après celui-ci, à toute autre mesure d’instruction, lorsque le recours paraît manifestement irrecevable, bien ou mal fondé (al. 1), rendant dans ces cas à bref délai une décision d’irrecevabilité, d’admission ou de rejet, sommairement motivée (al. 2) ; attendu que l’assuré a droit à une rente s’il présente une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins, un degré d’invalidité de 40 % donnant droit à un quart de rente, un degré d’invalidité de 50 % au moins à une demi-rente, un degré d’invalidité de 60 % au moins à un trois-quarts de rente et un degré d’invalidité de 70 % au moins à une rente entière (art. 28 LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20]), qu’est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 8 al. 1 LPGA et art. 4 al. 1 LAI), que pour se prononcer sur l’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position (ATF 132 V 93 consid. 4 ; 125 V 256 consid. 4 ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid. 5.1), que selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves, que le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux (ATF 134 V 231 consid.
Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2020 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Gestützt auf ein als beweiskräftig erachtetes psychiatrisches Gerichtsgutachten ist der Beschwerdeführer zu mindestens 70 % arbeitsunfähig. Da er nie längerfristig ein nahezu durchschnittliches Einkommen erzielt hat, ist der Invaliditätsgrad durch einen Prozentvergleich zu ermitteln. Somit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. November 2020, IV 2017/456). Entscheid vom 23. November 2020 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Miriam Lendfers und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2017/456 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Surber, Oberer Graben 44, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 23.02.2022 Art. 28 IVG. Gutachten als beweiskräftig erachtet. Prozentvergleich. Kein Rentenanspruch, Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts ded Kantons St. Gallen vom 23. Februar 2022, IV 2020/210). Entscheid vom 23. Februar 2022 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2020/210 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N97.Ende des Versicherungsschutzes bei Abwicklung und Auslandsaufenthalt

Der Versicherungsschutz der schweizerischen Invalidenversicherung endet in der Regel spätestens mit der definitiven Abwicklung durch Rentenzahlung oder durch eine erfolgreich umgesetzte Wiedereingliederung (Réadaptation). Ebenso kann die Deckung enden, wenn die versicherte Person eine Erwerbstätigkeit ausserhalb der Schweiz aufnimmt oder Leistungen des Wohnstaates (z. B. Arbeitslosenentschädigung) den Lohn ersetzen; in solchen Fällen unterliegt die betroffene Person in der Regel der Gesetzgebung des Wohn- bzw. Beschäftigungsstaates, sodass eine unbegrenzte Fortführung der Versicherung in der Schweiz nicht angezeigt ist.

Aussi, selon la jurisprudence, la couverture d'assurance prend fin, au plus tard, au moment où le cas est définitivement liquidé sous l'angle du droit de l'assurance-invalidité suisse par le versement d'une rente (et que des mesures de réadaptation ne sont pas envisagées en parallèle; ATF 132 V 244 consid. 6; 53 consid. 6.6) ou par une réadaptation mise en oeuvre avec succès (cf. Circulaire sur la procédure pour la fixation des prestations dans l'AVS/AI/PC [CIBIL], ch. 1011). Il en va de même lorsque l'intéressée reprend une activité lucrative hors de Suisse ou qu'elle bénéficie des prestations de l'assurance-chômage de son Etat de résidence puisque celles-ci remplacent le salaire (ATF 132 V 53 consid. 6.6). Dans toutes ces situations, l'intéressé est en principe soumis à la législation de l'Etat de résidence (ou du [nouvel] emploi), de sorte qu'une continuation de l'assurance en Suisse sans limite temporelle n'a pas de raison d'être (ATF 132 V 244 consid. 6.4.1; ATAF 2017 V 7 consid. 6.1 à 6.7 et 6.8.4; TAF C-148/2016 du 28 février 2018 consid. 5; C-3952/2015 du 16 novembre 2017 consid. 6.7; C-5291/2013 du 31 août 2016 consid. 5.1 et 5.2; C-7302/2013 du 5 mars 2015 consid. 4.2). 7. 7.1 Aux termes de l'art. 28 al. 1 LAI, la personne assurée a droit à une rente d'invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; elle a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, elle est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). De plus, en vertu de l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente d'invalidité prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 7.2 7.2.1 L'évaluation du taux d'invalidité se fait sur la base de trois méthodes : la méthode ordinaire de comparaison des revenus pour les personnes exerçant une activité lucrative, la méthode de comparaison des activités pour les personnes sans activité lucrative et la méthode mixte pour les personnes exerçant à la fois une activité lucrative à temps partiel et accomplissant par ailleurs des travaux habituels.

N98.Gewichtung der Arbeitsunfähigkeit nach Erwerbsgrad

Bei Teilerwerbstätigkeit ist die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf anteilig nach dem Erwerbsgrad zu gewichten. Fehlt eine Leidensanpassung bzw. liegt eine anpassbare Tätigkeit vor, kann dies dazu führen, dass ein Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG entfällt.

S. 50). Damit ist das Leistungsbegehren mangels einer zumindest 40%igen Arbeitsunfähigkeit bereits aufgrund des nicht bestandenen Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. E. 2.3 vorne) abzuweisen (zumal bei Teilerwerbstätigen die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf entsprechend der Invaliditätsbemessung zu gewichten wäre und im Aufgabenbereich jedenfalls keine höhere Einschränkung dokumentiert ist [vgl. BGE 130 V 97 E. 3.4 S. 102 sowie hinten E. 6.7]). Doch selbst wenn von einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen würde, änderte sich am Ergebnis nichts (vgl. E. 6.8 hinten). Diesfalls wäre mit Blick auf die im Juli 2019 erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 22 S. 1) der (potentiell) frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. Januar 2020 festzulegen (Art. 29 Abs. 1 IVG).
Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2021 Art. 28 Abs. 1 IVG. Ausnahmsweises Abstellen auf die Berichte der behandelnden Ärzte für die Bestimmung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit. Teilzeitlich ausgeübte Tätigkeit ist nicht leidensangepasst. Invalideneinkommen anhand LSE bestimmt. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2021, IV 2019/19). Entscheid vom 2. Juni 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2019/19 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N99.LSE-Tabellenlohn ohne Abzug

Bei der abstrakten Arbeitsmarktbewertung kann auf die lohnstatistischen Tabellenlöhne der LSE (unterstes Kompetenzniveau, TA1_tirage_skill_level) ohne Abzug abgestellt werden, wenn auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Angebot an leidensangepassten Tätigkeiten im tiefsten Kompetenzniveau vorhanden ist. Liegt dann bei der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein entsprechender Verdienst zugrunde, kann dies zum Wegfall des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 2 IVG führen.

Mit ihrer Argumentation macht die Beschwerdeführerin im Kern geltend, dass sie aufgrund der gesundheitsbedingten Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit - d.h. wegen des erhöhten Pausenbedarfs und des Bedürfnisses nach einem gut strukturierten Arbeitsplatz - nicht in der Lage sei, den in der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2018 ausgewiesenen und an das medizinisch zumutbare Pensum von 70 % angepassten Verdienst zu erzielen. Diesbezüglich ist ihr zu entgegnen, dass ihr auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an angepassten Tätigkeiten im tiefsten Kompetenzniveau 1 offensteht, in denen sie über eine Arbeitsfähigkeit von 70 % verfügt. Soweit das kantonale Gericht einen Abzug vom Tabellenlohn verneinte, wird dies in der Beschwerde sodann nicht gerügt, womit sich Weiterungen an dieser Stelle erübrigen. Ohne Abzug resultiert der von der IV-Stelle und vom kantonalen Gericht berechnete Invaliditätsgrad von 30 %. Damit besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG).
-- fest (AB 320/6). Für das Invalideneinkommen (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2 f. S. 296 f.; SVR 2021 Nr. 51 S. 168 E. 3.2) zog sie mangels Ausschöpfung der zumutbaren Resterwerbsfähigkeit die ebenfalls indexierten und an die wöchentliche Normalarbeitszeit sowie die medizinisch-theoretisch zumutbare Arbeitsfähigkeit angepassten lohnstatistischen Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 des Bundesamtes für Statistik (BFS) im untersten Kompetenzniveau heran (vgl. BFS, LSE 2018, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Total, Männer) und ermittelte ein Invalideneinkommen von Fr. 47'437.-- pro 2018 bzw. von Fr. 61'994.-- pro 2020 (vgl. AB 320/6). Gestützt darauf berechnete die Beschwerdegegnerin per 6. April 2018 (recte: 6. Februar 2018; vgl. AB 42 [Neuanmeldung vom 5. August 2017] und Art. 29 Abs. 1 IVG) bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % einen rentenausschliessenden (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG) Invaliditätsgrad von 35 %. Wegen der ab dem 28. Januar 2020 nunmehr vollständig aufgehobenen Arbeitsfähigkeit (vgl. AB 260.1/13 Ziff. 4.8) setzte sie den Invaliditätsgrad neu auf 100 % fest, was den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (vgl. vorne E. 2.4). Infolge der per Ende Mai 2020 eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes aus kardiologischer Sicht und einer Arbeitsfähigkeit von nunmehr 90 % (vgl. AB 260.1/13 Ziff. 4.8 bzw. AB 260.5/9 in fine) betrug der wiederum rentenausschliessende Invaliditätsgrad per 1. Juni 2020 15 % (vgl. AB 320/6). 4.2.2 Die von der Beschwerdegegnerin verwendeten Berechnungsgrundlagen und die gestützt darauf vorgenommenen Berechnungen des Invaliditätsgrades sind nicht zu beanstanden und werden vom rechtskundig vertretenen Beschwerdeführer – ausgenommen seine grundsätzliche Kritik an der Verwendung der LSE-Tabellenlöhne beim Invalideneinkommen (vgl. Beschwerde S. 10 Art. 8; siehe dazu E. 4.2.3 hiernach) – denn auch zu Recht nicht gerügt.

N100.Gutachten allein nicht ausreichend

Liegen diagnostische Unklarheiten vor (z. B. hinsichtlich der Ursache von Schmerzen) bzw. ist der medizinische Sachverhalt nicht abschliessend geklärt, kann nicht ausschliesslich auf ein versicherungsexternes Gutachten abgestellt werden. In solchen Fällen sind weitere Abklärungen bzw. Rückfragen an die behandelten Ärzte bzw. eine Rückweisung zur Ergänzung der Abklärungen an die IV-Stelle anzuordnen.

Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2024 Art. 28 IVG, Invalidenrente. Auf das versicherungsexterne Gutachten kann hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht abgestellt werden, da in diagnostischer Hinsicht noch Abklärungen zur Ursache der vom Beschwerdeführer geklagten, hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit jedoch unberücksichtigt gebliebenen, Schmerzattacken offen sind. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. November 2024, IV 2023/225). Entscheid vom 7. November 2024 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Anita Burkhart Geschäftsnr. IV 2023/225 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Syndicom, Gewerkschaft Medien und Kommunikation, Monbijoustrasse 33, Postfach, 3001 Bern, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
___ widersprechen würden und keine Auseinandersetzung mit den Vorakten enthielten. Auch auf die prognostizierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit per Juni 2021 könne nicht abgestellt werden, zumal die Schmerzen weiterhin persistierten und im November 2021 gar ein stationärer Aufenthalt zur multimodalen Schmerztherapie erfolgt sei. Gemäss den im Einwandverfahren aufgelegten Arztberichten sei aus neurologischer Sicht neu die Diagnose eines chronischen Kopfschmerzsyndroms gestellt worden, wobei die Beschwerdegegnerin keine Abklärung bezüglich der Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorgenommen habe. Im Austrittsbericht des Universitätsspitals C.___ vom 7. Dezember 2021 sei sodann ausdrücklich auf die Erforderlichkeit weiterer psychiatrischer Abklärungen hingewiesen worden. Insgesamt liege kein feststehender medizinischer Sachverhalt vor. Die Beschwerdegegnerin habe verfrüht entschieden und damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem erfülle die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen von Art. 28 IVG seit August 2020, weshalb die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen wäre, einen befristeten Rentenanspruch zu prüfen (Urk. 1).

N101.Nachweis des Rentenbeginns durch Echtzeitgutachten

Für den Beginn der Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG bedarf es in der Regel einer überzeugenden, idealerweise echtzeitlich ausgestellten medizinischen Beurteilung. Nachträgliche, spekulative medizinische Feststellungen genügen in der Regel nicht; der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit ist mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.

Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist (vgl. ebenda). Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_108/2013 vom 24. Juli 2013 E. 4.2 und 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2, je m.w.H.). Bei Nichterwerbstätigen kann bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bzw. der Einbusse an funktionellem Leistungsvermogen im bisherigen Aufgabenbereich nicht von den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgegangen werden, da bei dieser - als unmittelbarer Grundlage für die Festlegung der Invalidität - grosses Gewicht auf die Pflicht zur Schadensminderung gelegt wird. Mit dem Betätigungsvergleich wird zwar die Einbusse an funktionalem Leistungsvermögen im Aufgabenbereich, d.h. der Invaliditätsgrad, nicht aber auch die für den Rentenbeginn (Ablauf des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. auch Art. 29 IVG) massgebende Arbeitsunfähigkeit ermittelt. Die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Aufgabenbereich ist stattdessen - analog zur Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich - auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Daraus sollte hervorgehen, ab wann und inwieweit die versicherte Person in ihrem funktionellen Leistungsvermögen im Haushaltsbereich eingeschränkt war. Bei Teilerwerbstätigkeit ist für den erwerblichen Anteil die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf und für den Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich die diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit zu ermitteln. Sodann ist analog zur Ermittlung des Invaliditätsgrades auf den gewichteten Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teilbereichen abzustellen (BGE 130 V 97 E. 3.3 f. m.H.a. KSIH Rz. 2025 [seit 1. Januar 2022 KSIR Rz. 2218 f.]; TRAUB, in: Fresard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 2020, Art. 8 N. 31).
Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 1.5    Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt gemäss Art. 29ter IVV vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4 mit Hinweisen). 1.6    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 11 zu Art. 30). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E.
Unerheblich ist, auf welche gesundheitlich bedingten Ursachen diese Arbeitsunfähigkeit zurückzuführen ist (KSIH, a.a.O., Rz. 2009). Im Gegensatz zur kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 6 ATSG hat der Begriff der Erwerbsunfähigkeit mithin eine längerfristige Komponente, denn erst eine Erwerbsunfähigkeit führt schliesslich zu Renten (BBl 1999 IV 4547). Mit Art. 7 Abs. 2 Satz 2 IVG erfolgte sodann die legislatorische Verankerung des Gebots der Objektivierbarkeit, mit welcher die Rechtsprechungsentwicklung sowohl zur Frage der Zumutbzw. Überwindbarkeit von gesundheitlichen Beeinträchtigungen als auch zur Frage ihrer Objektivierbarkeit durch den Gesetzgeber bestätigt wurde (BGE 139 V 547 E. 5.7). Die Frage, ob beispielsweise auch soziale Belastungen, welche direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, ausgeklammert zu bleiben haben, spielt mithin nur eine Rolle bei der Frage der Erwerbsunfähigkeit gemäss Art. 7 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG, nicht aber bei der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 6 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2021, 9C_311/2021, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.3 Obschon in der Verwaltungspraxis die Berechnung nach einer taggenauen Berechnungsformel erfolgt, genügt es, die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% nach Monaten zu berechnen (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2019, 8C_567/2019, E. 3.3). Der rechtsgenügliche Nachweis einer relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen erfordert im Grundsatz eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Nachträgliche Annahmen sowie spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst deutlich rückwirkend festgelegte medizinischtheoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen nicht aus (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juli 2012, 8C_204/2012, E. 3.2). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind.
1 IVG) nicht überwiegend wahrscheinlich erstellbar, nachdem für die Zeit vom 1. November 2018 bis 31. Oktober 2020 keine Arbeitsunfähigkeitsatteste in den Akten liegen, Dr. Z.___ sich offensichtlich weigerte, weitere Atteste auszustellen und solche zufolge des Behandlungsunterbruchs vom 30. Januar bis 14. Oktober 2020 zumindest für diesen Zeitraum auch nicht mehr erhältlich gemacht werden können. Wie dargelegt, genügen mit Blick auf die neuerliche Eröffnung des Wartejahres nach Unterbruch desselben für den Nachweis hinsichtlich Zeitpunkts des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit keine nachträglichen Annahmen und spekulativen Überlegungen und auch tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistungen oder Arbeitspensen genügen für sich allein nicht für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu zusätzlich einer überzeugenden, echtzeitlichen medizinischen Einschätzung (vgl. E. 2.2.2 und E. 4.2). Solche fehlen vorliegend für die Zeit vor dem 14. Oktober 2020, um ein bereits zuvor begonnenes Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG begründen zu können.
Nach der Rechtsprechung ist unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist.

N102.Arbeitsunfähigkeit ohne Schadenminderungspflicht

Bei der Beurteilung des Rentenbeginns nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist die Arbeitsunfähigkeit primär medizinisch anhand ärztlicher Stellungnahmen zu beurteilen. Die in der Rechtsprechung genannten Aspekte der Schadenminderungspflicht (z. B. Anpassung des Verhaltens, Unterstützung durch Familienangehörige) sind nicht in die Definition der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einzubeziehen.

Zudem wird eine Unterstützung durch Familienangehörige vorausgesetzt, welche weiter geht als im Gesundheitsfall. Diese Faktoren sind indes bestmöglich durch eine Abklärung der konkreten Verhältnisse vor Ort zu ermitteln; mithin sind diesbezüglich die Ergebnisse einer Haushaltsabklärung massgeblich (BGE 133 V 504 E. 4.2, 130 V 97 E. 3.3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2004 I 462/03 E. 4.2.1).     Sowohl in Bezug auf den Rentenbeginn (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) als auch hinsichtlich der psychischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Haushalttätigkeit ist die Arbeitsunfähigkeit dagegen wie ausgeführt (vorstehend E. 1.3.2 und E. 3.3.1 hiervor) auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Es rechtfertigt sich mit Blick auf die hinsichtlich des Rentenbeginns anzustrebende Gleichbehandlung von erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Versicherten allerdings nicht, die genannten Faktoren der Schadenminderungspflicht (angepasste Verhaltensweisen, Mithilfe von Familienangehörigen) auch in die Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einfliessen zu lassen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.3.3; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2011 vom 8. Februar 2012 E. 5.2.2). Die Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht durch die RAD-Ärztin bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit im Haushalt ist daher nicht regelgerecht.
6/32/7). Wohl ist bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihr eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Der Umstand, dass diese Arbeiten nur mühsam und mit höherem Zeitaufwand bewältigt werden können, begründet nicht ohne weiteres eine Invalidität. Zudem wird eine Unterstützung durch Familienangehörige vorausgesetzt, welche weiter geht als im Gesundheitsfall. Diese Faktoren sind indes bestmöglich durch eine Abklärung der konkreten Verhältnisse vor Ort zu ermitteln; mithin sind diesbezüglich die Ergebnisse einer Haushaltsabklärung massgeblich (BGE 133 V 504 E. 4.2, 130 V 97 E. 3.3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2004 I 462/03 E. 4.2.1).     Sowohl in Bezug auf den Rentenbeginn (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) als auch hinsichtlich der psychischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Haushalttätigkeit ist die Arbeitsunfähigkeit dagegen wie ausgeführt (vorstehend E. 1.3.2 und E. 3.3.1 hiervor) auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Es rechtfertigt sich mit Blick auf die hinsichtlich des Rentenbeginns anzustrebende Gleichbehandlung von erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Versicherten allerdings nicht, die genannten Faktoren der Schadenminderungspflicht (angepasste Verhaltensweisen, Mithilfe von Familienangehörigen) auch in die Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einfliessen zu lassen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.3.3; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2011 vom 8. Februar 2012 E. 5.2.2). Die Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht durch die RAD-Ärztin bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit im Haushalt ist daher nicht regelgerecht.
Zudem wird eine Unterstützung durch Familienangehörige vorausgesetzt, welche weiter geht als im Gesundheitsfall. Diese Faktoren sind indes bestmöglich durch eine Abklärung der konkreten Verhältnisse vor Ort zu ermitteln; mithin sind diesbezüglich die Ergebnisse einer Haushaltsabklärung massgeblich (BGE 133 V 504 E. 4.2, 130 V 97 E. 3.3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2004 I 462/03 E. 4.2.1).     Sowohl in Bezug auf den Rentenbeginn (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) als auch hinsichtlich der psychischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Haushalttätigkeit ist die Arbeitsunfähigkeit dagegen wie ausgeführt (vorstehend E. 1.3.2 und E. 3.3.1 hiervor) auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Es rechtfertigt sich mit Blick auf die hinsichtlich des Rentenbeginns anzustrebende Gleichbehandlung von erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Versicherten allerdings nicht, die genannten Faktoren der Schadenminderungspflicht (angepasste Verhaltensweisen, Mithilfe von Familienangehörigen) auch in die Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einfliessen zu lassen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.3.3; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2011 vom 8. Februar 2012 E. 5.2.2). Die Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht durch die RAD-Ärztin bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit im Haushalt ist daher nicht regelgerecht.
6/32/7). Wohl ist bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihr eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Der Umstand, dass diese Arbeiten nur mühsam und mit höherem Zeitaufwand bewältigt werden können, begründet nicht ohne weiteres eine Invalidität. Zudem wird eine Unterstützung durch Familienangehörige vorausgesetzt, welche weiter geht als im Gesundheitsfall. Diese Faktoren sind indes bestmöglich durch eine Abklärung der konkreten Verhältnisse vor Ort zu ermitteln; mithin sind diesbezüglich die Ergebnisse einer Haushaltsabklärung massgeblich (BGE 133 V 504 E. 4.2, 130 V 97 E. 3.3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2004 I 462/03 E. 4.2.1).     Sowohl in Bezug auf den Rentenbeginn (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) als auch hinsichtlich der psychischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Haushalttätigkeit ist die Arbeitsunfähigkeit dagegen wie ausgeführt (vorstehend E. 1.3.2 und E. 3.3.1 hiervor) auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beurteilen. Es rechtfertigt sich mit Blick auf die hinsichtlich des Rentenbeginns anzustrebende Gleichbehandlung von erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Versicherten allerdings nicht, die genannten Faktoren der Schadenminderungspflicht (angepasste Verhaltensweisen, Mithilfe von Familienangehörigen) auch in die Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einfliessen zu lassen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.3.3; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2011 vom 8. Februar 2012 E. 5.2.2). Die Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht durch die RAD-Ärztin bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit im Haushalt ist daher nicht regelgerecht.

N103.Methoden zur Invaliditätsbemessung

Zur Feststellung des Invaliditätsgrades kommen vorrangig drei Methoden in Betracht: die ordentliche Einkommensvergleichsmethode, die spezielle Methode und die gemischte Methode; ihre Anwendung richtet sich nach dem Status der betroffenen Person (z. B. erwerbstätig, nicht erwerbstätig). Fehlt ein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen, kann das Invalideneinkommen auf Basis von Lohnstatistiken (ESS) bestimmt werden. Bei Selbstständigen ist die in Prozent berechnete Vergleichsmethode wegen nicht verrechenbarer fixer Betriebskosten eingeschränkt.

6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). Pour évaluer le taux d'invalidité, il existe principalement trois méthodes : la méthode ordinaire de comparaison des revenus, la méthode spécifique et la méthode mixte, dont l'application dépend du statut – actif, ménager ou mixte – du bénéficiaire potentiel de la rente (dans ce sens, voir TF 9C_250/2021 du 24 mars 2022 consid. 2.2).
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 al. 1 LPGA). Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 2.3. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). En l'absence d'un revenu effectivement réalisé - soit lorsque l'assuré, après la survenance de l'atteinte à la santé, n'a pas repris d'activité ou alors aucune activité adaptée normalement exigible -, le revenu d'invalide doit être évalué sur la base des statistiques sur les salaires moyens (enquête suisse sur la structure des salaires [ESS]; ATF 135 V 297; 126 V 75; 124 V 321 consid.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). 5.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois-quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 5.3 Chez les assurés qui exerçaient une activité lucrative à plein temps avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique, il y a lieu de déterminer l'ampleur de la diminution des possibilités de gain de l'assuré, en comparant le revenu qu'il aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré ; c'est la méthode générale de comparaison des revenus (art. 28a al. 1 LAI en corrélation avec l'art. 16 LPGA) et ses sous-variantes, la méthode de comparaison en pour-cent et la méthode extraordinaire de comparaison des revenus (ATF 137 V 334 consid. 3.1.1 et les références). Dans le cas d'un indépendant, le degré d'invalidité ne saurait être déterminé en appliquant la méthode de la comparaison en pour-cent, cette méthode ne prenant pas en considération le fait que la gestion d'une structure commerciale engendre des charges fixes et incompressibles, telles que loyer, mobilier ou assurances, qui sont indépendantes de la variation du degré d'activité.
En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré à droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s’il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer l’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28a al. 1 LAI). Le revenu sans invalidité se détermine en règle générale d’après le dernier salaire que l’assuré a obtenu avant l’atteinte à la santé, en tenant compte de l’évolution des salaires jusqu’au moment du prononcé de la décision (ATF 129 V 222 consid. 4.3.1). L’art. 26 al. 1 RAI prévoit que lorsque la personne n’a pas pu acquérir de connaissances professionnelles suffisantes à cause de son invalidité, le revenu qu’elle pourrait obtenir si elle n’était pas invalide correspond en pour-cent, selon son âge, aux fractions de la médiane, actualisée chaque année, telle qu’elle ressort de l’enquête de l’Office fédéral de la statistique sur la structure des salaires (ci-après : ESS).

N104.Anrechnung der Wartezeit bei Rückfall

Wiederauftreten/erneute Verschlechterung: Eine erneute Verschlechterung kann grundsätzlich ein neues einjähriges Wartejahr begründen. Wurde die Rente zuvor wegen Absenkung des Invaliditätsgrads aufgehoben und tritt innerhalb von drei Jahren erneut eine Arbeitsunfähigkeit gleicher Herkunft ein, so wird die bereits zurückgelegte Wartezeit auf das neue Wartejahr angerechnet (vgl. Entscheid; Art. 29bis RAI).

Résumé de l'appréciation des preuves, droit à la rente et sort du recours Il ressort de l'ensemble de ce qui précède qu'une incapacité de travail doit être reconnue au recourant du 1er janvier 2010 au 1er décembre 2011 ainsi que depuis le mois de février 2016 en raison des troubles psychiques, étant précisé qu'à eux seuls, les troubles somatiques ne conduisent pas à la reconnaissance d'une incapacité de travail. L'incapacité de travail portant du mois de janvier 2010 au 1er décembre 2011 justifie le droit à une rente entière du 1er janvier 2011 (fin du délai d'attente d'un an selon l'art. 28 al. 2 LAI) au 31 mars 2012 (délai d'attente de trois mois selon l'art. 88a RAI). Cette rente doit en revanche être supprimée à partir du 1er avril 2012, la comparaison des revenus – lesquels ne sont pas contestés et n'apparaissent pas devoir être objet de critiques – laissant apparaître un degré d'invalidité insuffisant. En février 2016, l'état de l'assuré s'est aggravé suite à la décompensation de troubles de la personnalité, soit une nouvelle atteinte psychiatrique justifiant qu'il soit à nouveau pris en compte un délai d'attente d'une année (art. 28 al. 2 LAI). L'assuré doit donc se voir reconnaître le droit à une rente entière à partir du 1er février 2017, soit après l'échéance du délai d'attente d'une année. Partant, la décision de l'OAI échappant à la critique, le recours (605 2019 298), mal fondé, doit être rejeté et la décision contestée confirmée. Les frais de justice, par CHF 800.-, sont mis à la charge du recourant, sous réserve des considérants sur l'assistance judiciaire qui suivent. 8. Dispositions relatives à l'assistance judiciaire gratuite 8.1. En vertu de l'art. 29 al. 3 Cst., toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a le droit, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès, à l'assistance judiciaire gratuite, ainsi qu'à l'assistance gratuite d'un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert. L'art. 29 al. 3 Cst. vise à assurer que chacun puisse, indépendamment de sa situation financière, faire juger par un tribunal des litiges non dénués de chance de succès, et se faire représenter au procès par un avocat pour autant que cela soit matériellement nécessaire.
1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA). b) L'art. 28 al. 1 LAI prévoit que l'assuré a droit à une rente aux conditions cumulatives suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). c) A teneur de l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021), la rente est échelonnée selon le degré d'invalidité, un degré d'invalidité de 40 % au moins donnant droit à un quart de rente, un degré d'invalidité de 50 % au moins donnant droit à une demi-rente, un degré d'invalidité de 60 % au moins donnant droit à trois-quarts de rente et un degré d'invalidité de 70 % au moins donnant droit à une rente entière. 4. a) Selon l’art. 29bis RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente que lui imposerait l’art. 28 al. 1, let. b, LAI celle qui a précédé le premier octroi. b) L’art. 88a al. 1 RAI précise que si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période.

N105.Sprungprinzip bei Rentenhöhe

Die Rentenhöhe richtet sich nach den in Art. 28 Abs. 2 IVG genannten Schwellen; die Staffelung «springt» demnach beim Erreichen der gesetzlichen Prozentgrenzen (40 %, 50 %, 60 %, 70 %) und ist nicht proportional zur exakten Höhe des Invaliditätsgrads.

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.
Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 8C_592/2022 vom 11. April 2023 E. 2 mit Hinweis auf das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV] in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung Rz. 1007 f.; vgl. ferner Kaspar Gerber, in Thomas Gächter [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, IVG, Bern 2022, N. 102 zu Art. 28b IVG). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Bemessung des Invaliditätsgrades von (teil-)erwerbstätigen Versicherten richtet sich nach Art. 16 ATSG (Art. 28a Abs. 1 und Abs. 3 IVG), wonach (für den erwerblichen Anteil) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei teilerwerbstätigen Versicherten, die daneben auch im Aufgabenbereich tätig sind, wird für die Bemessung des Invaliditätsgrades für den Aufgabenbereich darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Die Rentenabstufungen nach Art. 28 Abs. 2 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachpersonen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E.

N106.80%-Schwelle und Dreimonatsfrist

Eine ganze Invalidenrente ist zu leisten, wenn die Erwerbsfähigkeit um mindestens 80% gemindert ist. Für den Beginn des Rentenanspruchs ist der Zeitpunkt massgebend, ab dem diese Minderung ununterbrochen während drei Monaten bestanden hat.

_______, il peut ainsi être retenu que la recourante ne peut accomplir que des activités légères et adaptées à son état de santé à 20 % à compter du 17 novembre 2018, date à partir de laquelle la recourante a été suivie pour une spondylose lombo-sacrée (cf. annexe à TAF pce 1, en particulier le rapport du Dr E._______ du 17 novembre 2018). La recourante subit ainsi une diminution de sa capacité de gain (cf. art. 7 et 8 LPGA) de 80 % au moins depuis le 17 novembre 2018 (cf. comparaison des revenus de l'OAIE- non contestée par la recourante - du 6 novembre 2023 [annexe à TAF pce 7]). 5.4 Par ailleurs, le Tribunal ne décèle pas d'éléments pouvant justifier un changement de méthode d'évaluation du taux d'invalidité telle que celle retenue lors de la décision initiale du 14 septembre 2001, selon laquelle la recourante exercerait - en bonne santé - une activité lucrative à 100 % (méthode de comparaison des revenus ; cf. art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA), le grief de la recourante à ce sujet semblant découler d'une mauvaise compréhension de la détermination du taux d'invalidité. 6. La recourante a donc droit à une rente entière d'invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 et art. 28b al. 3 LAI dans sa version en vigueur depuis le 1er janvier 2022) à compter du 1er février 2019 (cf. art. 88a al. 2 1re phr. du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité [RAI, RS 831.201] prévoyant en particulier que si la capacité de gain de l'assuré se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable). Aussi, la rente d'invalidité doit être recalculée à compter de la date précitée, tenant compte de ce qui suit (consid. 7). 7. 7.1 Selon l'art. 35 al. 1 de la loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants (LAVS, RS 831.10 [dans sa version en vigueur lors de la notification de la décision litigieuse]) - applicable à l'assurance-invalidité par renvoi de l'art. 37 al. 1bis LAI - la somme des deux rentes pour un couple s'élève au plus à 150 % du montant maximal de la rente de vieillesse si les deux conjoints ont droit à une rente de vieillesse (let.

N107.Neubegutachtung und unentgeltliche Rechtsvertretung

Sind vorliegende gutachterliche Beurteilungen widersprüchlich oder ist ein Erstgutachten nicht beweiskräftig, kann die IV‑Stelle (bzw. die Rechtsinstanz) eine neue gutachterliche Beurteilung anordnen. Bei widersprüchlichen Gutachten wurde in der Rechtsprechung zudem ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren bejaht.

Entscheid Versicherungsgericht, 03.12.2020 Art. 28 IVG. Beweiswürdigung verschiedener gutachterlicher Beurteilungen. Das Erstgutachten vermag trotz nachträglicher ergänzender Stellungnahme keine beweiskräftige Grundlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs zu bilden. Deshalb holte die IV-Stelle zu Recht eine neue gutachterliche Beurteilung ein. Diese erweist sich als beweiskräftig. Der von der IV-Stelle gestützt darauf ermittelte Rentenanspruch (befristete ganze Rente mit anschliessender unbefristeter Viertelsrente) ist nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Dezember 2020, IV 2019/257). Entscheid vom 3. Dezember 2020 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/257 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer leidet seit Kindheit an einem ADHS und an lumbalen bzw. lumboradikulären Beschwerden. Es liegen zwei von der Verwaltung veranlasste bidisziplinäre Gutachten vor. Die Einholung des zweiten Gutachtens stellt keine unzulässige second opinion dar. Bei vorliegen von zwei sich widersprechenden Gutachten besteht vorliegend ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. November 2021, IV 2020/96 und IV 2020/261). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_27/2022. Entscheid vom 17. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/96, IV 2020/261 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Ilona Zürcher, M.A. HSG in Law, Tobelmülistrasse 1, 9425 Thal, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N108.Kumulative Voraussetzungen der Rentenzusprache

Die Voraussetzungen für eine Rentenzusprache sind kumulativ zu erfüllen: (a) die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit zur Betätigung im Aufgabenbereich kann nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden; (b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestand eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% (Art. 6 ATSG); und (c) nach Ablauf dieses Jahres liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor (Art. 8 ATSG). Bei einem Invaliditätsgrad von 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente.

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.

N109.Normierte Beurteilung und Rehabilitationsprüfung

Bei psychischen Störungen ist das Vorliegen einer Invalidität im Regelfall mittels einer normierten und strukturierten Beurteilung zu prüfen. Vor einem Rentenzuspruch sind die zumutbaren Rehabilitationsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter LAI zu untersuchen und auszuschöpfen, bevor eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 (bzw. Abs. 1bis) gewährt wird.

2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.4 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c.

N110.Psychiatrische Diagnose mit Funktionsnachweis

Bei psychischen Störungen ist für die Prüfung einer Invalidität eine fachärztliche (psychiatrische) Diagnose erforderlich, die sich an einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem orientiert. Ein blosser Diagnosebefund genügt nicht; es müssen die Folgen der psychischen Beeinträchtigung für die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit konkret und funktional begründet sowie in ihrem Ausmass ausgewiesen werden.

6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt vorab eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E.
La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose également la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). Toutes les affections psychiques doivent en principe faire l'objet d'une procédure probatoire structurée au sens de l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). 4.3. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 4.4. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d'informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 125 V 256 consid.
Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien (anc.) art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4). En revanche, il n'appartient pas au médecin de s'exprimer sur le degré d'une rente éventuelle, étant donné que la notion d'invalidité n'est pas seulement déterminée par des facteurs médicaux, mais également des facteurs économiques (voir art.

N111.Verwertbarkeitsprüfung vor Rentenzuteilung

Vor einer Rentenzuteilung ist vorab zu prüfen, ob die verbleibende Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar ist. Bei dieser Verwertbarkeitsprüfung sind insbesondere Art und Folgen des Gesundheitsschadens, der absehbare Umstellungs‑ und Einarbeitungsaufwand sowie Persönlichkeitsmerkmale, Begabungen, Ausbildung und beruflicher Werdegang zu berücksichtigen.

Kurze Pausen sollten möglich sowie eine jederzeit in kurzer Frist erreichbare Toilette vorhanden sein. Es sollte keine Präsenzpflicht bestehen und nur wenig bis kein Publikumsverkehr (IV-act. 72-8). Ausgehend von der Arbeitsfähigkeit gemäss E. 2.4 bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Wie die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung zu Recht anführt, wäre aufgrund der Geburt des Sohnes der Beschwerdeführerin am 30. Januar 2021 (vgl. IV-act. 87) im Verfügungszeitpunkt am 15. Februar 2021 allenfalls nicht mehr von einer vollen Erwerbstätigkeit, sondern einer teilweisen Erwerbstätigkeit mit einem Anteil Haushaltstätigkeit auszugehen (vgl. IV-act. 88-3) und folglich der Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode zu bestimmen gewesen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [SR 831.201]). Für eine gewisse Zeit wäre auch eine gänzliche Aufgabe der Erwerbstätigkeit denkbar, was zu einem reinen Betätigungsvergleich führen würde (vgl. Art. 28 Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 27 IVV). Da angesichts der Art der Beschwerden der Beschwerdeführerin (Durchfälle und wiederkehrende abdominelle Schmerzen; vgl. Sachverhalt A.h.) die Einschränkung im Tätigkeitsbereich Haushalt sicher nicht grösser als im Erwerbsbereich ausfallen würde, wird im Folgenden von einer vollen Erwerbstätigkeit ausgegangen und der Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs bestimmt (vgl. E. 1.2; nachfolgend E. 3.2). Weil die Beschwerdeführerin die Frage der Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit aufwirft (vgl. act. G1, Rz. E. 8), gilt es vorab diese zu prüfen (nachfolgend E. 3.1).   Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich.

N112.Therapieadhärenz und Rentenversagung

Teilweise Therapieadhärenz und nur bedingte Besserung sprechen gegen einen invalidisierenden Charakter der Krankheit und können — unter Berücksichtigung weiterer fachärztlicher Feststellungen — zur Versagung einer Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG führen.

Zur psychiatrischen Behandlung des Beschwerdeführers ist erstellt, dass eine Laboruntersuchung im RAD am 18. April 2023 (für Duloxetin bestand Therapieadhärenz, Trittico lag unterhalb der Nachweisgrenze [act. II 94/2]) nur eine teilweise Therapieadhärenz für die verordneten Antidepressiva ergeben hat (act. II 110/14). Der Beschwerdeführer ist zwar in psychotherapeutischer Behandlung, wobei unklar ist, wie häufig die Behandlungstermine stattfinden (act. II 110/15); in der Therapie konnte jedoch nur eine bedingte Verbesserung erreicht werden und die behandelnde Psychotherapeutin beschrieb lediglich eine bedingte Veränderungsmotivation des Beschwerdeführers (act. II 116/4). Dies spricht für einen geringen Leidensdruck (act. II 124/3). Da keine weiteren Diagnosen im psychiatrischen Fachgebiet ausgewiesen sind (act. II 110/15), liegen auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten vor. Vorliegend sind keine gewichtigen Gründe ersichtlich, welche gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung schliessen liessen. Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann, ist von einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228).

N113.Normierte, strukturierte Leistungsfähigkeitsbeurteilung

Bei der Feststellung der zumutbaren Leistungsfähigkeit ist eine normierte, strukturierte Beurteilung anhand eines Indikatorenkatalogs vorzunehmen. Diese Beurteilung hat symmetrisch und ohne vorgegebenes Ergebnis sowohl die einschränkenden äusseren Belastungsfaktoren als auch die Kompensationspotenziale (Ressourcen) der versicherten Person zu berücksichtigen.

Si une atteinte à la santé psychique assurée doit être reconnue même sous l’angle des motifs d’exclusion, il y a lieu alors de procéder sur un second niveau, à l’aide d’une grille d’évaluation normative et structurée fondée sur un catalogue d'indicateurs, à une évaluation symétrique sans résultat prédéfini de la capacité de travail raisonnablement exigible de la personne assurée, en tenant compte d'une part des facteurs de contrainte restreignant la capacité de travail et du potentiel de compensation (ressources) d'autre part (ATF 141 V 281 c. 3.6). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Selon l'art. 28a al. 3 LAI, lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit en outre des travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'art. 28a al. 2 LAI pour cette activité-là. Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité.

N114.Rückwirkender Rentenanspruch und Suspendierung ziviler Verfahren

Besondere Situationen können dazu führen, dass ein Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG rückwirkend anerkannt wird oder die Rente ab einem früheren Zeitpunkt höher bemessen wird. Solche Situationen sind z. B. ein vorzeitiger Eintritt der Invalidität (Jugendfall) oder das nachträgliche Eintreten der versicherungsmässigen Voraussetzungen (z. B. Erwerb des Flüchtlingsstatus). Ergibt sich daher die Möglichkeit eines rückwirkenden Rentenanspruchs, sind zivilrechtliche Verfahren (z. B. Scheidung) grundsätzlich zu suspendieren, bis die Frage des Rentenbeginns geklärt ist.

Der Beschwerdeführer habe «bisher nie über einen längeren Zeitraum hinweg eine kontinuierliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit realisieren» können. Er sei immer auch auf den Goodwill seines Arbeitgebers angewiesen gewesen. Der RAD (sig. F____) gelangte in seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 2020 mit Hinweis auf die angeführte Äusserung des psychiatrischen Experten zur Beurteilung, der Beschwerdeführer habe schon die Schulzeit und Ausbildung mit viel Mühe und Unterstützung durchlaufen und er habe in der Folge gemäss IK-Auszug nie ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt. Daraus schliesst der RAD, dass der Eintritt der Invalidität bereits bei Eintritt ins Erwachsenenalter und durchgehend vorgelegen habe (IV-Akte 119 S. 3). 4. 4.1. Als «Grundsatz» (Randtitel) hält das IVG in Art. 28 fest, dass u.a. Anspruch auf eine Invalidenrente besteht, sofern die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Mit Blick auf die Äusserungen des psychiatrischen Experten sowie des RAD wäre somit zu folgern, dass der der Ablauf des Wartejahres im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und zugleich ein rentenbegründender Invaliditätsgrad zeitlich weit vor der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 15. Mai 2019 (IV-Akte 11) zu liegen käme. Gemäss der Verfügung vom 10. März 2021 (IV-Akte 135) hat die Beschwerdegegnerin dies im Rahmen der Festlegung der Rentenhöhe der von ihr ab 1. November 2019 gesprochenen Invalidenrente anerkannt. Sie verweist auf Art. 37 Abs. 2 IVG, wonach die Invalidenrente für eine Person mit vollständiger Beitragsdauer, die vor dem 25. Geburtstag invalid wird, mindestens 133 1/3% des Mindestbetrages der zutreffenden ordentlichen Vollrente beträgt (Art. 37 Abs. 2 IVG). Der Beschwerdeführer ist am 2. Juni 1992 geboren. Die Beschwerdegegnerin hat mit ihrem Hinweis auf Art. 37 Abs. 2 IVG implizit anerkannt, dass der Eintritt der Invalidität schon vor dem 2. Juni 2017, als der Versicherte 25 Jahre alt wurde, eingetreten ist.
Der Beschwerdeführer hatte nach Lage der Akten grundsätzlich die für eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige erforderliche Hilfslosigkeit sowie das sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) bereits ab August 2003 (leichten Grades) bzw. Mai 2006 (mittleren Grades) erfüllt (vgl. Abklärungsbericht vom 6. November 2008, Urk. 7/33). Unbestritten geblieben ist, dass sich am Ausmass der Hilflosigkeit, wonach er in mindestens vier Lebensbereichen dauernd der erheblichen Dritthilfe bedarf, seither nichts geändert hat und kein Anspruch auf Intensivpflegezuschlag besteht (vgl. auch Abklärungsbericht vom 16. Februar 2018, Urk. 7/137). Ferner entspricht es der Rechtslage, dass der Beschwerdeführer als russischer Staatsangehöriger mit Einreise in die Schweiz im März 2003 unabhängig seines Aufenthaltstatus die versicherungsmässigen Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Hilfslosenentschädigung für Minderjährige nicht erfüllte. Im Januar 2008 erhielten er und seine Familienangehörigen den Flüchtlingstatus (Urk. 18/2), weshalb ab diesem Zeitpunkt die Normen des FlüB zur Anwendung gelangten (E. 3.2) mit der Folge, dass er die für den Leistungsanspruch notwendigen versicherungsmässigen Voraussetzungen nunmehr erfüllte.
1 CC, était déterminant pour l'application de cette disposition le point de savoir si, avant l'introduction de la procédure de divorce, un droit à une rente d'invalidité de la prévoyance professionnelle était né, c'est-à-dire si le risque de prévoyance « invalidité » était réalisé. Le fait qu'aucune rente n'était (encore) versée n'excluait pas l'application de l'art. 124 CC (ATF 146 V 95 consid. 4.4). Lorsqu’un droit à une rente d’invalidité avec effet rétroactif à un moment antérieur au dépôt de la demande de divorce ne peut être exclu, la procédure doit en règle générale être suspendue jusqu’à ce que la question soit tranchée (TF 9C_391/2019 du 23 mars 2020 consid. 5.1 non publié in ATF 146 V 95 consid. 4.4). 3.4 En l’espèce, l’intimée a ouvert action en divorce le 3 juillet 2017. Or à cette date, l’appelant, né en 1969, avait annoncé une incapacité de travail totale depuis le 7 mars 2016. Le 13 février 2017, il avait déposé une demande de prestations auprès de l’OAI. Dans son courrier du 2 avril 2019, cet office a mentionné le début du délai d’attente d’un an selon l’art. 28 al. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20) au 6 mars 2016. On comprend en outre des courriers produits à l’appui de l’appel que le sort donné à la demande du 13 février 2017 de l’appelant n’avait toujours pas été tranché en juillet 2020, l’OAI procédant alors encore à des mesures d’instruction. Il est dès lors possible que l’appelant puisse avoir droit à rente invalidité avec effet rétroactif au 6 mars 2017 (cf. art. 28 LAI, le droit à une rente de l’assurance-invalidité prenant naissance au plus tôt un an après l'apparition de l’atteinte à la santé qui entraîne une incapacité de travail d’au moins 40 %), soit avant le dépôt de la demande de divorce. Dans ces conditions, l’autorité précédente ne pouvait statuer sur le sort des avoirs de prévoyance professionnelle des parties et aurait dû suspendre la cause, aucun intérêt prédominant ne s’y opposant. 4. 4.1 Le principe de l'unité du jugement de divorce visé à l'art. 283 al. 1 CPC paraît à première vue imposer l'annulation du jugement et le renvoi de la cause dans son ensemble à l’autorité précédente.

N115.Prüfung praktischer Erwerbsfähigkeit vor Rentenreduktion

Bei einer Änderung des Invaliditätsgrades ist vor einer Reduktion oder Aufhebung der Rente zu prüfen, ob die auf dem medizinischen Befund beruhende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit sich praktisch in einer Verminderung des Invaliditätsgrades niederschlägt. Gegebenenfalls sind vorgängig berufliche Beobachtungs- oder Rehabilitationsmassnahmen durchzuführen, da deren Durchführung oder Erfolg in bestimmten Umständen für die praktische Beurteilung der Erwerbsfähigkeit und damit für die Festlegung der Rentenhöhe erheblich sein kann.

S’agissant de l’absence de formation, il ne saurait s’agir d’un facteur susceptible de jouer un rôle significatif sur les perspectives salariales du recourant. D’une part, les activités adaptées qui rentrent en ligne de compte (simples et répétitives, de niveau de compétences 1) ne nécessitent ni formation ni expérience professionnelle spécifique. D’autre part, tout nouveau travail va de pair avec une période d’apprentissage, de sorte qu’il n’y a pas matière de procéder à un abattement à ce titre (TF 9C_200/2017 du 14 novembre 2017 consid. 4.5 ; TF 8C_227/2017 du 17 mai 2018 consid. 5). cc) Au final, il n’y a pas lieu de s’écarter du taux d’abattement de 5 % retenu par l’intimé en raison de l’âge du recourant sur le salaire statistique fondant le revenu d’invalide. h) En comparant un revenu sans invalidité de 69'108 fr. avec un revenu d’invalide de 65'023 fr. 73 (montant qui intègre un abattement de 5 %), il en résulte un degré d’invalidité de 5,91 %, arrondi à 6 % (ATF 130 V 121), taux insuffisant pour ouvrir le droit à une rente d’invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). Même en retenant un taux d’abattement éventuel de 20 %, le droit du recourant à une rente ne s’en trouverait pas modifié. 8. Compte tenu de l’âge du recourant au moment où a été rendue la décision lui ouvrant le droit à une rente limitée dans le temps (55 ans), il convient encore d’examiner la question de son droit à la mise en œuvre de mesures de réadaptation préalablement à la réduction et la suppression de sa rente, en lien avec l’obligation de se réadapter soi-même (cf. courrier de la magistrate instructrice du 8 novembre 2021). a) Le Tribunal fédéral a admis que l'octroi de mesures de réadaptation pouvait dans certaines circonstances particulières constituer une condition sine qua non, d’un point de vue professionnel, à la valorisation économique de la capacité de travail (TF 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7). Il a ainsi considéré qu'il existe des situations dans lesquelles, avant de réduire ou de supprimer une rente d’invalidité – y compris dans le cadre d’une décision d’octroi, à titre rétroactif, d’une rente limitée dans le temps (ATF 145 V 209) –, l’administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d’invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d’observation professionnelle (afin d’établir l’aptitude au travail, la résistance à l’effort, etc.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid.

N116.Einkommensvergleich bei Invaliditätsbemessung

Zur Ermittlung des Invaliditätsgrades wird das hypothetische Einkommen ohne Invalidität mit dem Einkommen verglichen, das die versicherte Person nach den zumutbaren Behandlungs‑ und Reintegrationsmassnahmen auf einem Markt für Arbeit mit ausgewogenen Verhältnissen erzielen könnte. Dies ist die Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 LPGA; Art. 28 Abs. 2 LAI).

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 4.          4.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid. 4c ; 102 V 165 consid. 3.1 ; VSI 2001 p. 223 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). La reconnaissance de l’existence d’une atteinte à la santé psychique suppose la présence d’un diagnostic émanant d’un expert (psychiatre) et s’appuyant selon les règles de l’art sur les critères d’un système de classification reconnu, tel le CIM ou le DSM-IV (ATF 143 V 409 consid. 4.5.2 ; 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1 ; 130 V 396 consid.
2 Aux termes de l'art. 8 al. 1er LPGA, est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l'art. 6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité. En vertu de l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. 3.3 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. L’art. 16 LPGA prévoit que, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. Il s'agit là de la méthode dite de comparaison des revenus (ATF 128 V 29 consid. 1). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). En vertu de l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. La rente est entière si l'assuré est invalide à 70% au moins, s'élève à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins (art. 28 al. 2 LAI). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Il y a lieu de préciser que, selon la jurisprudence, la notion d'invalidité au sens du droit des assurances sociales est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1 et la référence). 3.4 Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, s'il y a eu un recours) a besoin de documents que le médecin, éventuellement d'autres spécialistes, doivent lui fournir (ATF 125 V 261 consid.
17 LPGA doit clairement ressortir du dossier (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et les références). 5.               5.1 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. 5.2 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28a al. 1 LAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid.
Le litige porte sur le bien-fondé de la décision du 14 avril 2023, octroyant une rente entière ordinaire du 1er septembre 2022 jusqu’au 31 mars 2023, puis mettant fin à cette rente au motif que le recourant dispose à nouveau d’une capacité de travail de 100% dans une activité adaptée. 7. 7.1 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). 7.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. 7.3 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28a al. 1 LAI). 7.4 Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid.
1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si entre la dernière décision de refus de rente – qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus conformes au droit – et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, s’est produit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Il faut par conséquent procéder de la même manière qu’en cas de révision au sens de cette disposition, qui prévoit que, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). b) aa) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité). C’est la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art.

N117.Beginn des Wartejahrs durch ärztliche Feststellung

Beginn des Wartejahrs: Massgeblich ist der Zeitpunkt, ab dem eine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte bzw. zuletzt ausgeübte Tätigkeit von den Ärzten festgestellt ist. Für die Feststellung des Beginns des Jahres d’Attente sind ärztliche Befunde/Atteste bzw. Krankschreibungen und die Beurteilung durch den medizinischen Dienst massgebliche Anhaltspunkte.

28 cpv. 1 lett. b LAI: il disposto prevede che è al più presto alla fine dell’anno d’attesa che – se anche gli altri presupposti sono adempiuti – nasce il diritto ad una rendita (Frey/Mosimann/Bollinger, AHVG/IVG Kommentar, n. 3 ad art. 28 LAI con rinvio giurisprudenziale). Infatti, la ratio del presupposto consiste nel concretizzare lo scopo dell’AI, ossia la tutela dell’assicurato contro una riduzione duratura della sua capacità di guadagno, non essendo l’assicurazione invalidità, di principio, tenuta a coprire la perdita di guadagno passeggera e tantomeno una perdita di guadagno riconducibile a malattia o infortunio; ciò è compito dell’assicurazione malattia, infortuni o militare (cfr. Valterio, Commentaire de la Loi fédérale sur l’assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 5 e segg. ad art. 28 LAI con rinvii). Per la decorrenza dell’anno d’attesa è determinante l’incapacità lavorativa nell’attività (e mansionario) precedente accertata dai medici (Frey/Mosimann/Bollinger, op. cit., n. 4 ad art. 28 LAI; Valterio, op. cit. n. 9 ad art. 28 LAI). Pertanto, anche se – per ipotesi di lavoro – si prendesse il 15 agosto 2018 quale inizio dell’anno d’attesa, il diritto della ricorrente alla rendita d’invalidità sarebbe nato al più presto a settembre del 2019 e non, come da lei asserito, a febbraio del
Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 8. Januar 2007 (IV-act. 10-9), den echtzeitlich ausgefüllten Unfallschein (IV-act. 3-2) sowie die RAD-Stellungnahme vom 2. Juli 2007, wonach seit 10. Mai 2005 eine volle Arbeitsunfähigkeit für die angestammte ausschliesslich stehende Tätigkeit bestand (IV-act. 23-3) könnte mit Dr. J.___ davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bereits 2005 eingetreten ist (vgl. IV-act. 257-87). In diesem Fall wäre das Wartejahr gemäss Art. 28 IVG zum Zeitpunkt der IV-Anmeldung der Beschwerdeführerin bereits erfüllt gewesen. Ob das Wartejahr schon vor dem 29. November 2007 abgelaufen ist, kann indes aus den nachstehenden Gründen offen bleiben.
Das Wartejahr i.S.v. Art. 28 IVG ist ebenfalls im Mai 2015 erfüllt worden, da der Beschwerdeführer seit dem 27. Mai 2014 krankgeschrieben ist (vgl. IV-act. 149-14). Massgebend für den Einkommensvergleich ist somit das Jahr
continuativamente fino ad ora la capacità lavorativa nell’attività abituale sia nulla.”                                            Questo Tribunale non ha alcun motivo per scostarsi dalle convincenti conclusioni della dr.ssa med. __________ secondo cui già dal mese di maggio 2018, e dunque quando era ancora alle dipendenze della __________ e faceva parte della cerchia degli assicurati, l’interessata fosse completamente inabile al lavoro. Del resto, questa conclusione ha una rilevanza anche in ambito AI, giacché è a partire da tale data che inizia l’anno d’attesa per poter avere diritto ad una rendita (art. 28 LAI). Se la perita non avesse ritenuto convincente quanto stabilito dai medici curanti, a non averne dubbio, se ne sarebbe scostata. Ciò vale a maggiore ragione se si pensa che la valutazione di una completa incapacità lavorativa già dal mese di maggio 2018 è stata avvallata anche dai medici del servizio medico regionale (SMR).                                            A proposito del medico SMR non va dimenticato che per l’art. 59 cpv. 2bis LAI i servizi medici regionali sono a disposizione degli uffici AI per valutare le condizioni mediche del diritto alle prestazioni, stabiliscono la capacità funzionale dell'assicurato - determinante per l'AI secondo l'articolo 6 LPGA - di esercitare un'attività lucrativa o di svolgere le mansioni consuete in una misura ragionevolmente esigibile e sono indipendenti per quanto concerne le decisioni in ambito medico nei singoli casi.                                          Scopo e senso del disposto come pure dell’art. 49 OAI risiedono nella possibilità, per gli uffici AI, di fare capo a propri medici per la valutazione degli aspetti sanitari del diritto alla rendita.

N118.Verzicht auf das strukturierte Beweisverfahren

Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann auf das strukturierte Beweisverfahren verzichtet werden, wenn dies nicht nötig oder geeignet ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Aktenlage oder beweiswerte fachärztliche Berichte eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit nach Art. 28 Abs. 1 IVG in nachvollziehbar begründeter Weise verneinen oder keine Hinweise auf eine solche Arbeitsunfähigkeit enthalten. Allfälligen gegenteiligen Einschätzungen ist kein Beweiswert beizumessen, soweit ihnen die fachärztliche Qualifikation fehlt oder andere Gründe für mangelnden Beweiswert vorliegen.

Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – (psychisch bedingte) Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise (mehr) bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 S. 228). Da hier die MEDAS D.________-Gutachter aus psychiatrischer Sicht überzeugend und schlüssig keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt haben und die übrigen Akten dieses Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen vermögen, kann vorliegend auf eine Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 verzichtet werden.
Ob dabei aber ein verselbstständigter Gesundheitsschaden vorliegt, ist im Rahmen des mit BGE 141 V 281 eingeführten strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, indem die betreffenden Umstände und ihre Entwicklung als Ressourcen oder Belastungsfaktoren in den Komplexen "Persönlichkeit" und "sozialer Kontext" (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 f.) bewertet werden (vgl. statt vieler: BGE 143 V 409 E. 4.5.2; Urteile 9C_10/2021 vom 15. Juni 2021 E. 3.3.1; 8C_559/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2; 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers verbietet sich somit ein direkter Rückschluss von der medizinischen Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit, selbst wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren ärztlich festgestellt sind. Demzufolge bleibt für die Anwendung des biopsychosozialen Krankheitsbegriffs auch in dieser spezifischen Konstellation kein Raum. Zudem darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass auf ein strukturiertes Beweisverfahren in Anbetracht der Verhältnismässigkeit auch ganz verzichtet werden kann, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Davon ist etwa auszugehen, wenn für eine länger andauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird, wobei allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert zukommt (BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 418 E. 7.1). Ernsthafte sachliche Gründe für eine Änderung dieser Rechtsprechung (zu den Voraussetzungen: BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1; 137 V 417 E. 2.2.2), wie sie der Beschwerdeführer fordert, sind nicht ersichtlich.
6.2). Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).     Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7). Nach BGE 143 V 409 sind namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung).
Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstörungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).

N119.Beginn Teilrente und Karenzfrist

Eine Teilrente ist ab dem Zeitpunkt zu gewähren, ab dem eine dauerhafte teilweise Erwerbsfähigkeit besteht. Eine nachfolgende dauerhafte Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist erst nach Ablauf der massgebenden Karenzfrist zu berücksichtigen (vgl. E.4.7).

Gemäss den medizinischen Einschätzungen (vgl. E. 3) war der Beschwerdeführer vom 1. Oktober 2019 bis 15. Januar 2021 zu 100 % arbeitsunfähig, sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit. Für diesen Zeitraum ging die IV-Stelle daher zu Recht von einem Invaliditätsgrad von 100 % aus und bejahte nach Ablauf des Wartejahres einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Auf eine Anpassung des Rentenbeginns per 1. Oktober 2020 (vgl. Urk. 6/10/6, 6/28/15; 52/8) ist zu Gunsten des Beschwerdeführers zu verzichten.     Per 16. Januar 2021 ist eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten und der Beschwerdeführer war zu 50 % arbeitsfähig in angepasster Tätigkeit (vgl. E. 3). In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erst zu berücksichtigen, nachdem sie drei Monate gedauert hat, weshalb dem Beschwerdeführer erst ab dem 1. April 2021 die 50%ige Arbeitsfähigkeit anzurechnen ist. Ab dem 1. April 2021 betrug der Invaliditätsgrad folglich 42 % (vgl. E. 4.6), womit nach Art. 28 Abs. 2 IVG ab diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung ausgewiesen ist.

N120.Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und Gutachtenbegründung

Bei der Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit dem Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG) sind die konkret in Frage kommenden Tätigkeiten samt ihren behinderungsrelevanten Anforderungen sowie das jeweilige Lohnniveau zu prüfen; die Invaliditätsbemessung erfolgt dabei nach der Methode des Einkommensvergleichs. Die Begründung der medizinischen Gutachten bzw. Berichte ist für die Abwägung konkurrierender Gutachten und damit für die Feststellung der Verwertbarkeit entscheidend.

Entscheid Versicherungsgericht, 04.02.2025 Art. 28 IVG, Invalidenrente; faktische Einhändigkeit des Beschwerdeführers. Die anlässlich der beruflichen Abklärungen ermittelte Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten widerspricht derjenigen, welche der Rentenablehnung zugrunde gelegt wurde. Erneute Rückweisung zu weiteren Abklärungen zu möglichen Tätigkeiten samt ihren behinderungsrelevanten Anforderungen und dem jeweiligen Lohnniveau sowie anschliessend neuem Entscheid hinsichtlich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und damit zusammenhängend auch des Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2025, IV 2024/55). «Entscheid als PDF» «IV_2024-55.pdf» anzeigen
Die Vorinstanz legte die massgebenden Rechtsgrundlagen zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), zur Invalidität (Art. 8 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) und zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG) zutreffend dar. Ebenfalls richtig sind die vorinstanzlichen Ausführungen zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten im Allgemeinen, Berichten versicherungsinterner Ärzte im Besonderen sowie medizinischer Aktenbeurteilungen (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5; 143 V 124 E. 2.2.2; 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a und 3b/ee; Urteil 9C_309/2015 vom 27. Oktober 2015 E. 1). Darauf wird verwiesen.
L'acte attaqué cite les normes et la jurisprudence nécessaires à la résolution du litige, en particulier celles portant sur la notion d'invalidité (art. 6 et 8 LPGA en relation avec l'art. 4 al. 1 LAI), le droit à une rente (art. 28 LAI), sa naissance (art. 29 LAI) et l'applicabilité des dispositions relatives à la révision des rentes et autres prestations durables (art. 17 LPGA; art. 88a RAI) aux rentes temporaires et/ou aux rentes échelonnées dans le temps (ATF 145 V 209 consid. 5.3). Il cite en outre les règles relatives à l'appréciation du caractère invalidant des troubles psychiques (ATF 143 V 418), au rôle des médecins dans ce contexte (ATF 132 V 93 consid. 4), à la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), ainsi qu'à la valeur probante des avis médicaux (ATF 134 V 231 consid. 5.1), dont ceux des services médicaux régionaux des offices AI (art. 59 al. 2bis LAI; art. 49 RAI; ATF 142 V 58 consid. 5.1). Il expose également les règles concernant l'évaluation du degré d'invalidité au moyen de la méthode de comparaison des revenus (art. 16 LPGA), plus particulièrement celles portant sur la détermination du revenu sans invalidité (ATF 134 V 322 consid. 4.1) en fonction des données tirées de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS; arrêt 8C_205/2021 du 4 août 2021 consid.
Entscheid Versicherungsgericht, 23.02.2022 Art. 28 IVG. Gutachten als beweiskräftig erachtet. Prozentvergleich. Kein Rentenanspruch, Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts ded Kantons St. Gallen vom 23. Februar 2022, IV 2020/210). Entscheid vom 23. Februar 2022 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2020/210 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 27.11.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss einem als beweistauglich beurteilten Verlaufsgutachten vom 27. Februar 2019 ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. in Anbetracht seines Alters von 6_ Jahren und weiterer Faktoren ist die Arbeitsfähigkeit indes ab dem für die Frage des massgeblichen Alters relevanten Zeitpunkt des Gutachtens nicht mehr verwertbar. Indes ist bis zu diesem Zeitpunkt die Verwertbarkeit gegeben. Der Beschwerdeführer hat daher erst am 1. März 2019 Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. November 2021, IV 2020/53). Entscheid vom 27. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/53 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Jacober, Oberer Graben 44, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N121.Vorrang der Eingliederung mit Ausnahmen

Grundsatz «Eingliederung vor Rente»: Eine Invalidenrente darf nur zugesprochen werden, wenn die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Daraus folgt jedoch nicht, dass über die Rentenfrage in jedem Fall erst nach oder erst gleichzeitig mit der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen entschieden werden muss; liegt bereits vor Durchführung von Massnahmen kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vor, kann der Rentenentscheid getroffen werden. Zudem ist zu beachten, dass bestimmte berufliche Massnahmen grundsätzlich eine vorgängige Ermittlung einer Mindesterwerbseinbusse bzw. des Invaliditätsgrades erfordern.

Entscheid Versicherungsgericht, 09.12.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des Administrativgutachtens bejaht. Aus dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» kann nicht abgeleitet werden, dass über die Rentenfrage in jedem Fall nur befunden werden könne, wenn vorgängig oder (mindestens) gleichzeitig über den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen entschieden worden ist. Der gesetzlich vorgeschriebene Eingliederungsgrundsatz beinhaltet lediglich das Gebot, dass eine Invalidenrente erst und nur dann zugesprochen werden darf, wenn die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Falls bereits vor der Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen kein rentenbegründender Invaliditätsgrad besteht, kann der Rentenentscheid unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen gefällt werden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Dezember 2021, IV 2020/189). Entscheid vom 9. Dezember 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr.
Für die Zeit vor dem 1. Januar 2022 ist grundsätzlich das alte Recht anwendbar; vorbehalten bleiben Revisions- und Neuanmeldungsgründe nach Inkrafttreten der Gesetzesnovelle. Damit erübrigen sich grundsätzlich auch Ausführungen zum Einwand des Beschwerdeführers einer unzulässigen verfrühten Rentenprüfung bzw., dass nach dem per 1. Januar 2022 eingeführten neuen Abs. 1bis von Art. 28 IVG eine Rente nicht zugesprochen werde, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung nicht ausgeschöpft seien (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 2). Diesbezüglich gilt es zudem zu beachten, dass es berufliche Massnahmen gibt, welche grundsätzlich eine Mindesterwerbseinbusse voraussetzen, die zuerst ermittelt werden muss, d.h. einer Invaliditätsgradberechnung bedürfen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. Dezember 2022, 8C_128/2022, E. 7.1).

N122.Unterbrüche und Teilzeittätigkeit im Wartejahr

Bei unsteter oder gestufter Arbeitsfähigkeit sowie bei Unterbrüchen im Bewertungszeitraum sind diese Unterbrechungen bei der Beurteilung des Wartejahres und des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG zu berücksichtigen. Ergibt sich aus den Akten Unklarheit über eine Teilzeittätigkeit, kann eine weitergehende Abklärung des Arbeitsstatus und—falls notwendig—eine Untersuchung der Haushaltsökonomie angeordnet werden.

Selbst wenn ohne Gesundheitsschaden von einem Vollzeitpensum auszugehen wäre, würde während des Wartejahres keine durchschnittlich 40%-ige Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG vorliegen. Es ergäbe sich vom 30. März 2022 bis zum 29. November 2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, vom 30. November 2022 bis zum 22. August 2023 eine Arbeitsunfähigkeit von 0 % und seit dem 23. August 2023 eine solche von 30 %. Der Haushaltsbereich hätte diesfalls keine Relevanz mehr und es wäre keine Gewichtung vorzunehmen.
Dans le même formulaire, elle a également mentionné une activité accessoire pour W.________ SA (cf. aussi extrait du compte individuel AVS du 2 septembre 2019) qu’elle aurait exercé à 50 % sans atteinte à la santé. Cela étant, il n’est pas exclu que le degré d’invalidité doive être calculé selon la méthode mixte d’évaluation applicable aux personnes exerçant une activité lucrative à temps partiel. En l’état, le dossier ne permet toutefois pas de se prononcer en toute connaissance de cause. Aussi convient-il de renvoyer la cause à l’intimé afin qu’il examine plus en détail la question du statut de la recourante, respectivement la question de l’exercice d’une activité accessoire et qu’il mette en œuvre, le cas échéant, une enquête économique sur le ménage. d) Pour autant, les questions du statut de la recourante et de l’exercice d’une activité accessoire peuvent cependant rester ouvertes s’agissant de la période du 20 avril 2019 au 31 janvier 2021. En effet, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 LAI), l’application de la méthode mixte d’évaluation de l’invalidité aboutit quoi qu’il en soit à un degré d’invalidité de 70 % qui ouvre le droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI) dès le 1er avril 2020 jusqu’au 31 janvier 2021 à tout le moins (art. 88a al. 1 RAI). 10. a) La recourante requiert la prise en charge par l’intimé des frais d’établissement du rapport du 29 septembre 2021 du Dr B.________ pour un montant de 3'500 francs. b) Aux termes de l'art. 45 al. 1 LPGA, les frais de l’instruction sont pris en charge par l'assureur qui a ordonné les mesures; à défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l'appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement. Selon la jurisprudence, les frais d’expertise font partie des frais de procédure (TF 8C_61/2016 du 19 décembre 2016 consid. 6.1 et les arrêts cités, in SVR 2017 n° 19 p. 63). Les frais d’expertise privée peuvent être inclus dans les dépens mis à la charge de l’assureur social lorsque cette expertise était nécessaire à la résolution du litige (ATF 115 V 62 consid.

N123.Ausschöpfung zumutbarer Eingliederungsmöglichkeiten

Eine Rente wird nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die zumutbaren Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind.

Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. 2.7 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 gültig gewesenen Fassung, welcher per 1. Januar 2022 aufgehoben wurde, bestand der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid war. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % bestand Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem IV-Grad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Abs. 2). Bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem IV-Grad unter 50 % gelten die prozentualen Anteile gemäss Art. 28b Abs. 4 IVG.
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.

N124.Invaliditätsbemessung anhand häuslicher Arbeiten

Bei nicht erwerbstätigen Versicherten tritt an die Stelle der Erwerbsfähigkeit die Fähigkeit, die üblichen häuslichen oder betreuerischen Arbeiten zu verrichten. Der Invaliditätsgrad bemisst sich nach dem durch die gesundheitliche Beeinträchtigung bedingten Hindernis, diese gewohnten Arbeiten zu erfüllen.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 4.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). 4.3 Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). 4.4 Selon l'art. 28a al. 1 1re phrase LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art. 16 LPGA, aux termes duquel pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. 4.5 Selon l'art. 28a al. 2 LAI, le taux d’invalidité de l’assuré qui n’exerce pas d’activité lucrative, qui accomplit ses travaux habituels et dont on ne peut raisonnablement exiger qu’il entreprenne une activité lucrative est évalué, en dérogation à l’art. 16 LPGA, en fonction de son incapacité à accomplir ses travaux habituels. Pour les personnes sans activité rémunérée, qui sont aussi couvertes par la LAI, la loi consacre une conception particulière de l'invalidité, qui substitue la capacité d'accomplir les travaux habituels à la capacité de gain ; est déterminant l'empêchement, causé par l'atteinte à la santé, d'accomplir les travaux habituels (art.

N125.Keine Anfechtung fehlender Eingliederungsentscheide

Für das Verwaltungs- und Rechtsmittelverfahren ist als Anfechtungsgegenstand nur das massgebend, worüber die IV-Stelle in der Verfügung tatsächlich entschieden hat. Fehlt in der Verfügung eine Entscheidung zu Eingliederungsmassnahmen, sind diese nicht Gegenstand der Beschwerde und es fehlt insoweit an einem anfechtbaren Rechtsverhältnis.

Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (vgl. auch BGE 131 V 164 f. E. 2.1 mit Hinweisen). Der Rentenanspruch einerseits und die einzelnen Eingliederungsmassnahmen andererseits sind als je unterscheidbare, streitgegenstandsfähige Rechtsverhältnisse zu begreifen (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2022, zu Art. 28 Rz. 19). Dabei ist stets als Erstes zu prüfen, worüber die IV-Stelle tatsächlich verfügt hat. Vorliegend beurteilte die IV-Stelle in der Verfügung vom 9. Februar 2021 einzig den Rentenanspruch der Versicherten. Die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen wurde in dieser Verfügung nicht geprüft. Aus diesem Grund kann auf das Rechtsbegehren, soweit damit die Prüfung von beruflichen Massnahmen beantragt wird, im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende Dezember 2021 geltenden Fassung). Gemäss den ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b Abs. 1 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 – 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.
Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1). Was den subeventualiter geltend gemachten Antrag auf berufliche Massnahmen anbelangt, so wurde dieser durch Mitteilung vom 21. November 2019 abgewiesen (IV-act. 81) und war nicht Gegenstand der Verfügung vom 30. Juli 2022 (IV-act. 187). Im Hinblick darauf, dass die angefochtene Verfügung von einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad ausgeht, ist die Frage betreffend berufliche Massnahmen auch nicht notwendigerweise deren Gegenstand. Unter diesen Umständen ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen sowie andere Eingliederungsmassnahmen nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb auf den entsprechenden Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist.   Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist der Antrag der Beschwerdeführerin auf Rentenleistungen. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.

N126.Rentenumfang bei Teilinvalidität

Teilweise Wiederherstellung/Teilinvalidität: Ist nur eine angepasste Tätigkeit möglich, bestimmt sich der Rentenumfang nach dem verbleibenden Invaliditätsgrad. Bei der Beurteilung können eine teilweise Wiederaufnahme der Tätigkeit und ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen berücksichtigt werden, was das Rentenausmass beeinflussen kann.

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
TRIBUNAL CANTONAL AI 169/20 - 336/2020 ZD20.021377 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 5 octobre 2020 __________________ Composition : Mme Pasche, présidente Mme Berberat et M. Piguet, juges Greffière : Mme Chaboudez ***** Cause pendante entre : E.________, à [...], recourant, représenté par S.________, à [...], et Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, intimé. _______________ Art. 28 al. 1 LAI ; 43 LPGA E n f a i t e t e n d r o i t : Vu la demande de prestations déposée le 23 octobre 2012 par E.________ (ci-après : l’assuré ou le recourant) auprès de l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l’OAI ou l’intimé), au motif qu’il était en incapacité de travail totale dans son activité de maçon depuis le 20 août 2012 en raison de douleurs au niveau du dos, vu le rapport du 31 décembre 2012 du Dr K.________, médecin praticien spécialiste en médecine interne générale, posant les diagnostics avec effet sur la capacité de travail de lyse isthmique L5 sans compression radiculaire, d’épisode dépressif moyen chronique depuis plusieurs années et de probable trouble de la personnalité de type dépendante, ainsi que les diagnostics sans effet sur la capacité de travail de syndrome d’apnées obstructives du sommeil de degré modéré, de bronchite chronique sur tabagisme actif, d’ancienne consommation abusive d’alcool et de dyslipidémie traitée, atteintes qui permettaient d’envisager la reprise d’une activité adaptée dès que possible, de 50 à 100 %, vu l’avis du Service médical régional de l’assurance-invalidité (ci-après : SMR) du 11 septembre 2013 qui, sur la base d’un nouveau rapport du Dr K.
Die Beschwerdegegnerin verneint einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 38 %. Sie geht, basierend auf der bidisziplinären Begutachtung durch Dr. D____ und Dr. E____, davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig wäre und kein Anlass zur Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn bestehe. 2.2. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sei ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen von 20 %, eventualiter von 15 % angemessen, sodass ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente resultiere. Im Sinne einer Eventualerwägung macht sie zudem geltend, der relevante Sachverhalt sei vorliegend nicht abschliessend geklärt. Sie befinde sich weiterhin in medizinischer und physiotherapeutischer Betreuung. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch zudem frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art.

N127.Angemessenheitsprüfung von Eingliederungsmassnahmen

Vor einer Rentenzusprache sind konkrete Eingliederungsmassnahmen zu prüfen, anzuordnen, zu dokumentieren und nach Möglichkeit auszuschöpfen. Entscheidend ist dabei die Beurteilung der Angemessenheit der Massnahmen; nach Rechtsprechung umfasst dies sachliche, zeitliche, finanzielle und persönliche Aspekte. Solche Einschätzungen sind häufig entscheidend für die Frage, ob eine Rente zuzusprechen ist.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.
Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz keinen Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen gewährt werden können (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81). Eingliederungsmassnahmen unterliegen jedoch den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 8 Abs. 1 IVG. Eine Eingliederungsmassnahme hat somit neben den dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendigkeit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeits-grundsatzes zu genügen. Danach muss sie unter Berücksichtigung der ge-samten tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem angemessenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Hinsichtlich der Angemessenheit lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, nämlich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche Angemessenheit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes Mass an Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer gewissen Dauer ist; des Weitern muss der zu erwartende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmassnahme stehen; schliesslich muss die Massnahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (BGE 142 V 523 E.

N128.Invalidenrente bei gescheiterter Eingliederung

Scheitern von Eingliederungsmassnahmen aufgrund eines invalidisierenden Gesundheitsleidens (z. B. psychische Störung, Suchterkrankung) kann nach Beendigung der Massnahmen einen Anspruch auf Invalidenrente nach Art. 28 Abs. 1 IVG begründen. Die grundsätzliche Behandelbarkeit eines Leidens schliesst einen Rentenanspruch nicht per se aus. Bei Abhängigkeitssyndromen gelten allerdings Schadenminderungs‑/Behandlungspflichten; bei pflichtwidrigem Nichtbefolgen können nach den einschlägigen Bestimmungen Sanktionen in Betracht kommen. Zu beachten sind verfahrensrechtliche Grenzen, etwa dass bestimmte Pflichten im Abklärungsverfahren nicht auferlegt werden dürfen.

Insgesamt ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht von einem fehlenden Eingliederungswillen bzw. einer entsprechenden Motivation ausging, welche einem Rentenanspruch gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG entgegenstehen würde. Wenn nun aber die Eingliederungsmassnahmen vorliegend nicht aufgrund fehlender Motivation, sondern die Probleme bei der Eingliederung durch das auch vom RAD-Arzt anerkannte (psychische) Störungsbild bedingt waren, mithin das Scheitern auf den invalidisierenden Gesundheitsschaden zurückzuführen ist, könnte nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch entstehen (vgl. Erwägung
Mai 2023 zwar aus, unter Einhaltung einer Abstinenz wäre der Gesundheitszustand von A. sicherlich verbesserbar (vgl. IV-act. 80 S. 6). Ob damit jedoch eine Eingliederungsfähigkeit hätte herbeigeführt werden können, ist zu bezweifeln. Denn so hielt die RAD-Ärztin weiter fest, die Prognose scheine aufgrund des langjährigen Verlaufs mit diversen Organschädigungen eher ungünstig (vgl. ebenda). Insofern erscheint die auferlegte Alkoholabstinenz aufgrund der bereits eingetretenen, anerkanntermassen schwerwiegenden Folgeschäden (vgl. IV-act. 80 S. 9) auch in prognostischer Hinsicht überwiegend wahrscheinlich nicht eingliederungswirksam, da sich diese auch durch eine Abstinenz nicht beheben liessen. Soweit die Beschwerdegegnerin zudem aufgrund des grundsätzlich behandelbaren Abhängigkeitssyndroms auf eine (medizinische) Eingliederungsfähigkeit schliesst (vgl. angefochtene Verfügung vom 16. September 2024 [IV-act. 79 S. 4]), ist ihr entgegenzuhalten, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit einen Rentenanspruch nicht per se ausschliesst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2).
Ein Rentenanspruch kann entstehen, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist. Die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung schliesst auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit einen Rentenanspruch nicht per se aus (SVR 2020 IV Nr. 11 S. 41, 9C_309/2019 E.4.3.1 mit Hinweisen). Bei einem Abhängigkeitssyndrom kommt aber selbstredend auch die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (BGE 145 V 215 E. 5.3.1). Das kantonale Gericht hat eine weitere stationäre Behandlung für zumutbar und möglich gehalten.
a IVG eine Rentenzusprechung in Nachachtung des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» erst in Frage kommt, wenn keine Eingliederungsmassnahmen (mehr) in Frage kommen, es sei denn, die versicherte Person war - nach Ablauf der einjährigen Wartezeit - wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig (vorstehend E. 1.3; BGE 148 V 397 E. 6.2.4, 121 V 190 E. 4d). Damit im Einklang steht die Rechtsprechung, wonach - die (vorübergehend) fehlende Eingliederungsfähigkeit vorausgesetzt - die Therapierbarkeit eines Leidens dem Eintritt der rentenbegründenden Invalidität nicht im Wege steht (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG]; 4. Auflage 2022, N. 17 zu Art. 28).     Die Beschwerdegegnerin ging mit dem Beschwerdeführer (Urk. 6/44/4) davon aus, dass dieser seit 7. Juli 2020 in seiner angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig war (Urk. 6/190/2), was durch die medizinischen Unterlagen (Urk. 6/39/1-4, Urk. 6/47/2) untermauert und nicht zu beanstanden ist (vgl. dazu auch nachfolgend E. 5.2). Bereits vor Ablauf des seither laufenden Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) wurden Massnahmen beruflicher Art in dem Sinne aufgenommen, als der Beschwerdeführer vom 29. März bis 23. April 2021 eine berufliche Abklärung im B.___ durchlief (Urk. 6/74-76, Urk. 6/83); für die Zeit vom 28. April 2021 bis am 27. Oktober 2021 übernahm die IV-Stelle sodann die Kosten für Coaching/Arbeitsvermittlung (Urk. 6/98-99, Urk. 6/116). Vom 16. August bis am 5. September 2021 stand der Versicherte in einem Arbeitsversuch im Alters- und Pflegeheim D.___ (Urk. 6/105107).     Die laufenden Eingliederungsmassnahmen wurden aus gesundheitlichen Gründen und nach Lage der Akten bei 100%iger Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/118/20) seitens der Beschwerdegegnerin am 6. Dezember 2021 mit der Begründung (vorläufig) beendet, der Beschwerdeführer müsse sich Operationen (Fisteln, Bandscheibenvorfall, vgl. Urk. 6/118/18-20) unterziehen (Urk. 6/117). Am 23. Februar 2022 wurde im Spital I.___ die Fistel operativ versorgt (Urk. 6/130), woraufhin sich der Beschwerdeführer mit Mail vom 25. Februar 2022 wieder als eingliederungsfähig erklärte (Urk.
Es ist darauf hinzuweisen, dass es unzulässig ist, eine Schadenminderungspflicht im Abklärungsverfahren aufzuerlegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.2). Denn in diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversicherung - trotz des diesbezüglich irreführenden Wortlauts von Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG - nicht per se ausschliesst (Urteile des Bundesgerichts 9C_586/2023 vom 6. November 2023 E. 4.3, 9C_327/2022 vom 10. Oktober 2023 E. 4.2, BGE 143 V 409 E. 4.4, BGE 127 V 294 E. 4b). Namentlich ist es nicht so, dass ein Rentenanspruch der Invalidenversicherung vor Durchführung der medizinischen Behandlung nicht zu prüfen wäre oder gar nicht erst entstehen könnte. Dieser muss nach der Geltendmachung unverzüglich geprüft werden, auch wenn in Zukunft Behandlungsmassnahmen beabsichtigt und möglich sind. Die Therapierbarkeit und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines Gesundheitsschadens stehen der Ausrichtung einer Invalidenrente nicht im Weg, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die Voraussetzungen erfüllt sind (Arbeitsfähigkeit von 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch und danach Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 %, Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG).
Demgegenüber darf eine Entzugsbehandlung als Behandlungsmassnahme selbstredend (unverändert) jederzeit zur Schadenminderung angeordnet werden. Hierbei muss aber vorgängig die Zumutbarkeit einer solchen im konkreten Fall vor allem aus medizinischer Sicht umfassend beurteilt werden.     Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversicherung - trotz des diesbezüglich irreführenden Wortlauts von Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG - nicht per se ausschliesst (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, BGE 127 V 294 E. 4b). Namentlich ist es nicht so, dass ein Rentenanspruch der Invalidenversicherung vor Durchführung der medizinischen Behandlung nicht zu prüfen wäre oder gar nicht erst entstehen könnte. Dieser muss nach der Geltendmachung unverzüglich geprüft werden, auch wenn in Zukunft Behandlungsmassnahmen beabsichtigt und möglich sind. Die Therapierbarkeit und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines Gesundheitsschadens stehen auch der Ausrichtung einer Invalidenrente nicht im Weg, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die Voraussetzungen erfüllt sind (Arbeitsfähigkeit von 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch und danach Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 %, Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG).

N129.Rentenanspruch nach Eingliederungsmassnahmen

Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, entsteht ein Anspruch auf Invalidenrente grundsätzlich erst nach Beendigung bzw. dem erfolglosen Abschluss der zumutbaren Eingliederungsmassnahmen. Eine Rente kommt vor diesem Zeitpunkt nur in Betracht, wenn die versicherte Person nicht bzw. noch nicht eingliederungsfähig ist oder wenn weitere Eingliederungsmassnahmen den Rentenanspruch nicht mehr beeinflussen können.

Den koordinationsrechtlichen Grundsatz "Eingliederung vor/statt Rente" (vgl. Art. 1a IVG) tangiert der vorinstanzlich bejahte Rentenanspruch nicht. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]; Urteil 8C_24/2024 vom 23. Dezember 2024 E. 5.2.1). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4). Der rentenausschliessende Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG bezieht sich auf die in Art. 8 Abs. 3 IVG abschliessend aufgezählten (BGE 119 V 250 E. 1b; ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art.
Entsprechend dem Ausgeführten gilt in der Invalidenversicherung somit der Grundsatz "Eingliederung vor Rente“ (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG und Art. 7 Abs. 1 ATSG). Ein Rentenanspruch kann erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen, und zwar selbst dann, wenn diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Vor diesem Zeitpunkt ist eine Invalidenrente, gegebenenfalls auch rückwirkend, nur zuzusprechen, wenn die versicherte Person nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Pflicht zur Selbsteingliederung geht dabei – als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht – nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2013 vom 19. September 2013 E. 6.3). Indessen kann der Rentenbescheid unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen bereits gefällt werden, falls der Rentenanspruch durch allenfalls noch vorzunehmende berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht mehr beeinflusst werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_585/2021 vom 6. Januar 2022 E.
Vorliegend war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns (Januar 2020) gemäss ärztlicher Einschätzung in seiner angestammten und jeder anderen seinen Leiden angepassten Tätigkeit 50 % arbeitsfähig und damit aus medizinischer Sicht eingliederungsfähig (E. 4). Das ist unbestritten (vgl. auch E. 2.2 hiervor). Ausserdem ist nach Lage der Akten ausgewiesen, dass die Beschwerdegegnerin seit Mai 2019 im Rahmen der Berufsberatung Integrations- und Eingliederungsmassnahmen prüfte (vgl. Urk. 9/53) und diese erstmalig am 11. Mai 2020 (vorübergehend) abschloss (Urk. 9/52). Im Juli 2020 nahm die Beschwerdegegnerin erneut Abklärungen beruflicher Massnahmen vor (vgl. Urk. 9/88) und schloss diese am 13. August 2021 ab (Urk. 9/86). Insofern ist erstellt, dass für den Zeitraum von Januar 2020 bis August 2021 gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG noch kein Rentenanspruch entstehen konnte. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer seitens der Unfallversicherung im Zusammenhang mit Heilbehandlungen bis 30. Juni 2022 ein Taggeld bezog (vgl. Urk. 9/137), bestand auch (noch) kein Anspruch auf Auszahlung von IV-(Warte)Taggelder (vgl. E. 5.3 in fine), abgesehen von der hierfür fraglichen (vgl. nachfolgend) Voraussetzung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit.

N130.Konkrete medizinische Feststellungen erforderlich

Für die Beurteilung des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind konkrete medizinische Feststellungen erforderlich. Verwaltung und Gerichte stützen sich auf medizinische Unterlagen und Gutachten; nicht einheitliche oder widersprüchliche Feststellungen können zur Versagung der Rente führen.

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Auf der Grundlage der obigen Erkenntnisse ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Invalidenrente nicht erfüllt sind. Es mangelt an einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. vorstehende E. 1.3).     Von einer abschliessenden Beantwortung der Statusfrage und allfälligen zusätzlichen Abklärungen in dieser Hinsicht kann somit abgesehen werden. Die diesbezüglichen Angaben in den Feststellungsblättern der Beschwerdegegnerin sind nicht einheitlich und reichen von der Bemerkung, die Qualifikation sei ausgehend von einer vermutlich vollen Erwerbstätigkeit abzuklären (Urk. 11/127/1), bis zur Annahme einer 80%igen Erwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall (Urk. 11/138/3).
Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.

N131.Keine Invalidenrente bei Einreiseinvalidität

Besteht bei der ersten Einreise in die Schweiz bereits eine Invalidität von mindestens 40 % und waren damit die versicherungs‑/aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen (z. B. Mindestbeitragszeit bzw. Mindestaufenthalt) zum Zeitpunkt des Eintritts der Invalidität noch nicht erfüllt, besteht nach der Rechtsprechung kein Anspruch auf eine Invalidenrente nach Art. 28 IVG. Ebenso wird in der Rechtsprechung kein neuer Versicherungsfall angenommen, wenn eine Erhöhung des Invaliditätsgrades lediglich eine Verschlimmerung der bei Einreise bestehenden Gesundheitsbeeinträchtigung darstellt.

In particolare ciò non dipende né dalla data in cui è stata presentata la domanda di prestazioni, né da quando tale prestazione è stata richiesta e generalmente non coincide con il momento in cui l’assicurato apprende, per la prima volta, che il danno alla salute può aprirgli un diritto a prestazioni assicurative (DTF 118 V 82, 111 V 121, 108 V 62, 105 V 60, 103 V 130).                                   L’insorgenza dell’invalidità va accertata singolarmente per ogni tipo di prestazione (art. 4 cpv. 2 LAI; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2014, ad art. 4, n. 140 pag. 51).                                     Trattandosi del diritto alla rendita, l’invalidità insorge quando la capacità al guadagno dell’assicurato o la sua capacità di svolgere le mansioni consuete non può essere ristabilita, mantenuta o migliorata mediante provvedimenti d’integrazione ragionevolmente esigibili, egli ha avuto un’incapacità al lavoro (art. 6 LPGA) almeno del 40 per cento in media durante un anno senza notevole interruzione e al termine di questo anno è invalido (art. 8 LPGA) almeno al 40 per cento (art. 28 LAI).                                                             2.4.  Secondo l'art. 6 cpv. 2 LAI, il diritto di un cittadino straniero con domicilio e dimora abituale in Svizzera a una prestazione è subordinato al fatto che, all'insorgere dell'invalidità, siano stati pagati i contributi almeno per un anno intero (tre anni per una rendita ordinaria d’invalidità, art. 36 cpv. 1 LAI) oppure che l'interessato abbia risieduto ininterrottamente in Svizzera per dieci anni.                                     Se una persona era già invalida (almeno) nella misura del 40% alla sua prima entrata in Svizzera, ossia prima che le menzionate condizioni potessero realizzarsi, essa non ha diritto alla rendita d’invalidità (STF 9C_369/2010 del 25 ottobre 2010 consid. 1. e 9C_658/2008 del 10 giugno 2009 consid. 3.2).                                   Se dopo l'entrata in Svizzera la persona parzialmente invalida esercita un'attività lavorativa, essa è obbligatoriamente assicurata all'AVS/AI ed è tenuta a versare i contributi (STF 9C_658/2008 del 10 giugno 2009 consid.
Ist eine ausländische Person bereits bei der Einreise zu mindestens 40 % invalid und nehmen die Beeinträchtigungen später so zu, dass die Erwerbfähigkeit schwindet, hat sie selbst, wenn sie nach ihrer Einreise arbeitet und somit obligatorisch AHV/IV-versichert ist und Beiträge bezahlt hat, keinen Rentenanspruch. Der Grund liegt darin, dass gemäss Rechtsprechung kein neuer Versicherungsfall vorliegt, wenn die den Übergang auf eine höhere Rente rechtfertigende Erhöhung des Invaliditätsgrades die Folge einer Verschlimmerung der ursprünglichen Gesundheitsbeeinträchtigung ist (Urteil des Bundesgerichts I 76/05 vom 30. Mai 2006 E. 2 in: SVR 2007 IV Nr. 7 S. 23 ff., sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_592/2015 vom 2. Mai 2016 E. 3.2, je mit Hinweisen). 3.3. Nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruches auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Der Eintritt der Invalidität ist somit für die einzelnen Leistungen der Invalidenversicherung autonom zu bestimmen (sog. leistungsspezifische Invalidität). Im Falle einer Rente gilt die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem der Anspruch nach Art. 28 IVG entsteht, das heisst frühestens, wenn die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % bleibend oder für längere Zeit erwerbsunfähig ist (Urteil des BGer 8C_237/2020 vom 23. Juli 2020 E. 5.2.). 4. 4.1. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist nach Art. 7 Abs. 1 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 4.2. Intelligenzminderungen werden nach dem heute zur Anwendung gelangenden Klassifikationssystem ICD-10 in leichte (Intelligenzquotient [IQ] 69 bis 50), mittelgradige (IQ 49 bis 35), schwere (IQ 34 bis 20) und schwerste (IQ weniger als 20) Fälle eingeteilt (ICD-10 F70 bis F73).
Streitgegenstand bilden der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Hilflosenentschädigung. Vorab ist dabei strittig und zu klären, ob die Beschwerdeführerin bei Eintritt einer allfälligen Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 2 und Art. 28 IVG) die versicherungsmässigen und rentenspezifischen Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG und Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllt hat, sie mithin während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet hat.     In diesem Zusammenhang stellt sich insbesondere die Frage, ob als mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt gelten kann, dass ein zu invalidisierender Arbeitsunfähigkeit führender Gesundheitsschaden bereits bei der Einreise in die Schweiz im Oktober 2008 bestand (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 620/05 vom 21. November 2006 E. 5), was zur Folge hätte, dass die die Beschwerdeführerin die Anspruchsvoraussetzung der dreijährigen Mindestbeitragszeit nicht erfüllen konnte.

N132.Mindestens 40 % Arbeitsunfähigkeit jährlich

Massgeblich ist, dass während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sein muss (Art. 28 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 6 ATSG).

Bis zum 31. Dezember 2021 war die Entstehung des Rentenanspruchs wie folgt geregelt: Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsun­fähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit.

N133.Meldepflichtverletzung und Rentenanpassung

Wenn Versicherte ihre Meldepflicht verletzen und dadurch eine wesentliche Gesundheitsverbesserung nicht anzeigen, kann dies — soweit die Verbesserung zu einer Erwerbsfähigkeit von mindestens 31% geführt hätte — eine Rentenherabsetzung bzw. in konkreten Fällen auch eine rückwirkende Renteneinstellung zur Folge haben (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG).

Anschliessend haben bis zum Herbst 2018, als die Beschwerdegegnerin erneut Abklärungen durchgeführt hat, keine psychiatrischen Konsultationen mehr stattgefunden. In Anbetracht dieses Verlaufs ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am 7. Januar 2011 seinen Gesundheitszustand (bewusst oder unbewusst) schlechter dargestellt hat, als er tatsächlich gewesen ist (vgl. auch die Angabe des psychiatrischen Gutachters, dass eine aggravierende Darstellung der subjektiven Beschwerden retrospektiv nicht ausgeschlossen werden könne). Bei der Anwendung der gebotenen Aufmerksamkeit hätte der Beschwerdeführer also spätestens im Januar 2011 erkennen müssen, dass sich sein Gesundheitszustand im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzusprache massgeblich verbessert hat und dass diese Verbesserung eine Auswirkung auf den Leistungsanspruch haben könnte. Selbst wenn diese Verbesserung lediglich eine Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit von mindestens 31% zur Folge gehabt hätte, hätte nämlich eine Herabsetzung der Rente resultiert (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Beschwerdeführer hat damit seine Meldepflicht in zumindest leicht fahrlässiger Weise verletzt. Die rückwirkende Renteneinstellung per 30. April 2011 ist damit in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 i.V.m. Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Mai 2022, 9C_371/2021, E. 4.4, mit Hinweisen) rechtmässig gewesen. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.

N134.Fehlendes Wartejahr: Kein Rentenanspruch

Ist das ununterbrochene Wartejahr von einem Jahr mit durchschnittlich mindestens 40% Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt, besteht nach der Rechtsprechung kein Anspruch auf eine IV-Rente und die Beschwerde wird abgewiesen, selbst wenn medizinische Gutachten vorliegen, die gesundheitliche Beeinträchtigungen attestieren.

In simili circostanze, ribaditi i suesposti periodi di inabilità lavorativa dal 13 dicembre 2019 al 26 ottobre 2020, considerata dunque la ripresa dell’abilità lavorativa completa in attività adeguate a partire dal 27 ottobre 2020, con un conseguente grado di invalidità nullo, l’assicurato non ha quindi presentato, ai sensi dell’art. 28 cpv. 1 lett. b e c LAI, un periodo ininterrotto di un anno con almeno il 40% di inabilità lavorativa in media e con un grado di invalidità di almeno il 40% alla scadenza dell’anno di attesa (art. 28 LAI; cfr. anche art. 6 LPGA; cfr. al consid. 2.4), ragione per cui non gli può essere riconosciuto il diritto ad una rendita di invalidità.                                   La decisione impugnata merita pertanto conferma, mentre il ricorso va respinto.                                     Come già anticipato, all’assicurato va comunque fatto presente che in caso di peggioramento rilevante delle sue condizioni di salute, debitamente comprovato da pertinente documentazione medica, egli potrà in futuro presentare una nuova domanda di prestazioni. Il presente giudizio non pregiudica infatti eventuali suoi diritti nei confronti dell’AI insorti in epoca successiva alla data decisiva del provvedimento impugnato.
Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2022 Art. 28 IVG, Art. 6 ATSG. Prüfung des Anspruchs auf eine IV-Rente unter Würdigung eines psychiatrischen und neuropsychologischen Gutachtens. Wartejahr nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2022, IV 2021/226). Entscheid vom 21. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2021/226 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Blumenbergplatz 1, Postfach 1126, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 20.01.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens. Wartejahr nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Januar 2022, IV 2020/232). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_151/2022. Entscheid vom 20. Januar 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2020/232 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
il Sig. RI 1 presenta nuovamente una capacità di guadagno residua del 100% ed un grado d'invalidità nulla, ed essendo il grado Al inferiore al 40%, il diritto alla rendita non sussiste. Visto e considerato che rassicurato non ha presentato un nuovo periodo ininterrotto di un anno almeno con inabilità del 40%, prestazioni sotto forma di rendita non possono essere erogate, secondo l'art. 28 LAI.   Osservazioni al progetto di decisione del

N135.Beweiskraft von Arbeitsfähigkeitsgutachten

Die Rechtsprechung erkennt gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsabschätzungen in der Regel grosse Beweiskraft zu; überzeugt die Schätzung jedoch nicht oder weist das Gutachten Mängel auf, ist es zu ergänzen oder an die IV‑Stelle zurückzuweisen. Neu eingereichte bildgebende Befunde entkräften ein bestehendes Gutachten im Beschwerdeverfahren nur, wenn sie eine damit zusammenhängende dauerhafte Verschlechterung der funktionellen Leistungsfähigkeit nachweisen.

Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2023 Art. 28 IVG Beweiskraft der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Das Schlafapnoesyndrom hat keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2023, IV 2022/63). Entscheid vom 6. April 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Mirjam Angehrn und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Julia Dillier Geschäftsnr. IV 2022/63 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 11.11.2021 Art. 28 IVG. Rückweisung zur Ergänzung des Gutachtens, da die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht überzeugt. Würdigung eines Gutachtens. Teilweise Gutheissung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. November 2021, IV 2020/227). Entscheid vom 11. November 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett Geschäftsnr. IV 2020/227 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Zollinger, Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 28.01.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG. Würdigung eines Gutachtens. Keine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung. Keine namhafte Verschlechterung bewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Januar 2022, IV 2020/70). Entscheid vom 28. Januar 2022 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Annina Janett Geschäftsnr. IV 2020/70 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG, Art. 28 IVG; Art. 28a IVG Im Beschwerdeverfahren eingereichte neue bildgebende Befunde vermögen die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu entkräften, zumal keine damit zusammenhängende dauerhafte Verschlechterung der funktionellen Leistungsfähigkeit ausgewiesen ist. Einkommensvergleich bei Teilerwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2024, IV 2023/138). Entscheid vom 24. Juni 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/138 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N136.Soziale Umstände bei Marktinteresse

Bei der Beurteilung des Marktinteresses bzw. bei revisionsweisen Anpassungen des Valideneinkommens können neben den medizinischen Feststellungen auch soziale Umstände berücksichtigt werden; die Gerichte und Behörden haben etwa die Geburt eines Kindes als Revisionsanlass und ein höheres Alter (z. B. über 62) als relevant für die Wahrscheinlichkeit eines Interesses von Arbeitgebern genannt. Die sozioökonomischen Folgen dürfen jedoch nicht an die Stelle der aufgrund der Gesundheit festgestellten Erwerbseinbusse treten.

3 Vorliegend trifft es zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht näher auf die Argumente der Beschwerdeführerin betreffend Revision und Wiedererwägung einging und auch die Vorbringen im Zusammenhang mit der Haushaltsabklärung nicht näher würdigte. Der angefochtenen Verfügung ist aber klar zu entnehmen, weshalb die Beschwerdegegnerin in der Geburt des zweiten Kindes einen Revisionsgrund erblickte und weshalb in ihren Augen wiedererwägungsweise eine Reduktion des bisherigen Valideneinkommens zulässig ist. Auch zum Beweiswert der Haushaltsabklärung äusserte sich die Beschwerdegegnerin im Ergebnis klar, so dass es der Beschwerdeführerin möglich war, die Verfügung sachgerecht und detailliert in einer 19-seitigen Beschwerde anzufechten. Eine Verletzung des Gehörsanspruchs liegt damit nicht vor. 4. In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht revisionsweise aufhob. 5.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 5.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
Tout bien considéré, les limitations fonctionnelles régissant l'exercice d'une telle activité présentent des caractéristiques ne correspondant pas à celles régnant généralement sur le marché libre du travail, mais se rapprochent au contraire de ce qui prévaut dans un cadre protégé. En d'autres termes, les limitations précitées réduisent excessivement les chances de la recourante de s'intégrer professionnellement. Le fait que celle-ci soit aujourd'hui âgée de plus de 62 ans (et également au moment de l'expertise du Dr F.________) achève de convaincre la Cour qu'il est peu probable qu'elle soit susceptible d'intéresser sérieusement un employeur sur le marché ordinaire du travail. L'ensemble de ce qui précède conduit le Tribunal de céans à conclure que la recourante n'est plus en mesure de valoriser sa capacité de travail résiduelle. Elle doit par conséquent être considérée comme entièrement invalide à partir de décembre 2019, ainsi que retenu dans l'expertise du Dr F.________, ce qui lui ouvre le droit à une rente entière d'invalidité à partir du 1er décembre 2020, au terme d'un délai d'attente d'une année (art. 28 al. 1 LAI). 7. Au vu de ce qui précède, le recours est admis et la décision du 19 octobre 2021 est annulée. Partant, la recourante a droit à une rente entière d’invalidité à partir du 1er décembre 2020. Celle-ci ayant obtenu gain de cause, les frais de procédure, par CHF 800.-, doivent être mis à la charge de l’autorité intimée. L'avance de frais du même montant consentie par la recourante lui est restituée. Eu égard au sort du litige, la recourante a droit à une entière indemnité à titre de dépens, conformément aux art. 137 ss du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative (CPJA; RSF 150.1) et au tarif cantonal du 17 décembre 1991 des frais de procédure et des indemnités en matière de juridiction administrative (Tarif/JA; RSF 150.12). Compte tenu de la difficulté de l’affaire ainsi que des opérations nécessaires à la conduite de la présente procédure, il se justifie de fixer l’indemnité de manière forfaitaire à CHF 800.-, éventuelle TVA comprise, laquelle est mise à la charge de l'autorité intimée et sera directement versée à la mandataire de la recourante (cf.

N137.Rentenrevision bei nachträglicher Verschlechterung

Bei rechtskräftig zuerkannten Renten oder bestehender Rentenkürzung kann der nachträgliche Eintritt eines erheblichen, verschuldensunabhängigen invalidisierenden Gesundheitsschadens oder eine dauerhaft andauernde Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit einen Revisionsgrund bilden. Die Rentenkürzung ist als Dauerrechtsverhältnis anpassungsfähig; Zeitpunkt und Umfang einer Neuverfügung richten sich sinngemäss nach den revisionsrechtlichen Grundsätzen. Länger dauernde Erhöhungen der Arbeitsunfähigkeit trotz medizinischer Optimierung können eine Rentenrevision rechtfertigen.

7b IVG grundsätzlich in einer andauernden Kürzung oder Verweigerung von Leistungen, die so lange aufrechtzuerhalten ist, als das den Eintritt oder die Verschlimmerung der Invalidität kausal verursachende qualifizierte Verschulden der versicherten Person wirkt (BGE 119 V 241, Urteil des Bundesgerichts 8C_394/2018 vom 11. März 2019 E. 3.2, Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Auflage 2022, Rn. 48 zu Art. 7-7b).     Im Hinblick darauf, dass mit Art. 21 ATSG/Art. 7b IVG das qualifiziert fehlerhafte Verhalten so lange sanktioniert werden soll, als dieses invalidisierend wirkt, ist die Kürzung im Sinne eines Dauerrechtsverhältnisses Anpassungen zugänglich. Da sich die Faktoren der Verursachung ändern können, hat die Rechtsprechung die revisionsrechtlichen Grundsätze (heute: Art. 17 ATSG) analog auf die den Kürzungstatbeständen der heute geltenden Art. 21 ATSG/Art. 7b IVG entsprechenden Regelungssachverhalte angewendet. Die Rentenkürzung ist, wie die Rentenberechtigung (Art. 28 IVG) als solche, ein Dauerrechtsverhältnis, dessen verbindliche Regelung durch formell rechtskräftige Verfügung unter dem Vorbehalt des nachträglichen Eintritts neuer erheblicher Tatsachen steht. Der Eintritt eines zusätzlichen verschuldensunabhängigen invalidisierenden Gesundheitsschadens stellt einen solchen Revisionsgrund für die rechtskräftig verfügte Kürzung dar. Der Zeitpunkt für die Neufestsetzung, Aufhebung oder Herabsetzung der Kürzung ist in sinngemässer Anwendung der Art. 88a und Art. 88bis IVV zu bestimmen (Meyer/Reichmuth, a.a.O., Rn. 49 zu Art. 7-7b).
Entscheid Versicherungsgericht, 29.07.2022 Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 21 Abs. 4 ATSG. Rentenrevision. Länger dauernde Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit, der mit einer Optimierung der medikamentösen Behandlung begegnet werden könnte. Anspruch auf eine an die Stelle der bisherigen Invalidenrente tretende (höhere) Arbeitsunfähigkeitsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Juli 2022, IV 2022/14). Entscheid vom 29. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2022/14 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rentenrevision

N138.Anspruchsanfang bei verspäteter Anmeldung nach Verschlechterung

Bei nachträglicher Verschlechterung, die eine neue bzw. verspätete Anmeldung begründet, entsteht der Anspruch auf Invalidenrente erst nach Ablauf der sechsmonatigen Frist ab dem Datum der Geltendmachung (vgl. art. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. art. 29 Abs. 1 IVG, wie im Entscheid angewendet).

4 et les références). cc) S’agissant enfin du « long éloignement du marché du travail », il n’est, de jurisprudence constante, pas un facteur d’abattement, si bien qu’il n’y a pas lieu d’en tenir compte (TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6.3 et les références ; 9C_55/2018 du 30 mai 2018 consid. 4.3 ; 9C_17/2018 du 17 avril 2018 consid. 4.3 et les références). dd) Dans la mesure où les Drs A.M.________ et A.P.________ ont déjà tenu compte des limitations fonctionnelles dans le cadre de l’évaluation de la capacité de travail (p. 9, ch. 4.1) et qu’aucun autre facteur ne peut être pris en considération, une réduction ne se justifie en définitive pas (TF I 16/05 du 13 mars 2006 consid. 6.3 ; TFA U 511/00 du 28 février 2001 consid. 3.b). c) Cela étant, le recourant a présenté une aggravation de son état de santé justifiant une révision de la dernière décision au fond du 7 novembre 2013 dès le mois de mai 2018. Le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité (art. 88a al. 1 RAI ; art. 28 al. 2 LAI) ne prend cependant naissance qu’à l’échéance du délai de six mois à compter du dépôt tardif de sa nouvelle demande de prestations de l’assurance-invalidité le 27 septembre 2019 (art. 29 al. 1 LAI), à savoir le 1er mars 2020. 15. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision litigieuse réformée en ce sens que le recourant a droit à une demi-rente d’invalidité dès le 1er mai 2020, fondée sur un degré d’invalidité de 50 %. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil qu’il convient d’arrêter à 1'500 fr., débours et TVA compris, et de mettre à la charge de la partie intimée (art. 61 let. g LPGA ; art.
4 et les références). cc) S’agissant enfin du « long éloignement du marché du travail », il n’est, de jurisprudence constante, pas un facteur d’abattement, si bien qu’il n’y a pas lieu d’en tenir compte (TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6.3 et les références ; 9C_55/2018 du 30 mai 2018 consid. 4.3 ; 9C_17/2018 du 17 avril 2018 consid. 4.3 et les références). dd) Dans la mesure où les Drs A.M.________ et A.P.________ ont déjà tenu compte des limitations fonctionnelles dans le cadre de l’évaluation de la capacité de travail (p. 9, ch. 4.1) et qu’aucun autre facteur ne peut être pris en considération, une réduction ne se justifie en définitive pas (TF I 16/05 du 13 mars 2006 consid. 6.3 ; TFA U 511/00 du 28 février 2001 consid. 3.b). c) Cela étant, le recourant a présenté une aggravation de son état de santé justifiant une révision de la dernière décision au fond du 7 novembre 2013 dès le mois de mai 2018. Le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité (art. 88a al. 1 RAI ; art. 28 al. 2 LAI) ne prend cependant naissance qu’à l’échéance du délai de six mois à compter du dépôt tardif de sa nouvelle demande de prestations de l’assurance-invalidité le 27 septembre 2019 (art. 29 al. 1 LAI), à savoir le 1er mars 2020. 15. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision litigieuse réformée en ce sens que le recourant a droit à une demi-rente d’invalidité dès le 1er mai 2020, fondée sur un degré d’invalidité de 50 %. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil qu’il convient d’arrêter à 1'500 fr., débours et TVA compris, et de mettre à la charge de la partie intimée (art. 61 let. g LPGA ; art.

N139.Materielle und objektive Prüfung der Eingliederungsmöglichkeiten vor Rentenzusprechung

Bevor eine Rente zugesprochen wird, sind die Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG materiell zu prüfen; die Prüfung hat objektiviert zu erfolgen und sich an den vorliegenden Belegen und Indikatoren zu orientieren. Fehlen schlüssige Nachweise zur Ausschöpfung der Eingliederung, kann die Verwaltung den Rentenanspruch verneinen. Bei einer neuen Gesuchseinreichung muss die versicherte Person plausibel machen, dass sich die für den Rentenentscheid relevanten Verhältnisse geändert haben; erfolgt ein Anlass zur materiellen Prüfung, hat die Verwaltung zu prüfen, ob die behauptete Änderung tatsächlich eingetreten ist.

Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. 2.7 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 gültig gewesenen Fassung, welcher per 1. Januar 2022 aufgehoben wurde, bestand der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid war. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % bestand Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem IV-Grad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Abs. 2). Bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem IV-Grad unter 50 % gelten die prozentualen Anteile gemäss Art.
Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 4.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 4.3 Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'article 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5 ; 113 V 273 consid. 1a ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_1006/2010 du 22 mars 2011 consid 2.2). 4.4 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c.
La notion d’invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 5.             A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n’est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter n’ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69 %, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70 %, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour les taux d’invalidité compris entre 40 et 49 %, la quotité de la rente s’échelonne de 25 à 47.5 % (cf. al. 4). La quotité de la rente est déterminée en fonction de l’incapacité de gain au moment où le droit à la rente prend naissance (cf. art. 28 al. 1 let. c LAI). Le droit à la rente naît au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré à fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). 6.               6.1 Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents qu’un médecin, éventuellement d’autres spécialistes, doivent lui fournir.
La reconnaissance d'un taux d'invalidité fondant le droit à une rente ne sera admise que si, dans le cas d'espèce, les répercussions fonctionnelles de l'atteinte à la santé médicalement constatée sont établies de manière concluante et exempte de contradictions, et avec (au moins) un degré de vraisemblance prépondérante, à l'aide des indicateurs standards. Si tel n'est pas le cas, c'est à la personne assurée de supporter les conséquences de l'absence de preuve (c. 6). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande.
L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 7. 7.1 Si la rente a été refusée une première fois parce que le degré d'invalidité était insuffisant, comme c'est le cas en l'espèce, la nouvelle demande ne peut être examinée que si l'assuré rend plausible que son invalidité s'est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 ; ATF 130 V 71 consid. 2.2 ; 109 V 262 consid. 3). Cette exigence doit permettre à l'administration, qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force, d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 130 V 71 consid. 3.2.3 ; 125 V 410 consid. 2b ; 117 V 198 consid. 4b et les références). Lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande, il convient de traiter l'affaire au fond et de vérifier que la modification du degré d'invalidité ou de l'impotence est réellement intervenue (ATF 109 V 108 consid.

N140.Wohnsitzvoraussetzung bei Teilinvaliditätsrenten

Bei einem Invaliditätsgrad unter 50% werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben. Dies stellt eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar; Ausnahmen bestehen nur, wenn völkerrechtliche Bestimmungen eine abweichende Regelung vorsehen.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung [AS 2007 5129 5147]; ebenso Art. 28 Abs. 1 IVG in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung [AS 2003 3837]; in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung von Art. 28 Abs. 1 IVG bestand bei mindestens 66 2/3% Anspruch auf eine ganze Rente). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50%, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung [AS 2007 5129]; ebenso Art. 28 Abs. 1ter IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung), soweit nicht völkerrechtliche Bestimmungen eine abweichende Regelung vorsehen, was laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip besteht hier nicht. Wie erwähnt (E. 3.1), werden laut dem hier anwendbaren Abkommen in der Schweiz zugesprochene Viertelsrenten nicht in den Kosovo exportiert.

N141.Invaliditätsgrad als wirtschaftliche Grösse

Der Invaliditätsgrad ist eine wirtschaftliche Grösse. Massgeblich ist der Vergleich des Erwerbseinkommens, das die versicherte Person ohne Invalidität erzielt hätte (Valideneinkommen), mit dem Erwerbseinkommen, das sie nach den erfolgten medizinischen Behandlungen und den zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei Ausübung einer ihr zumutbaren Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen). Entscheidend sind demnach die objektiven wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitsbeeinträchtigung; die reine medizinische Diagnose ist nicht allein entscheidend.

Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar (BGE 144 V 213 E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2 und Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101) und werden nachfolgend in dieser zitiert.   Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 al. 1 LPGA). Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 2.3. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). En l'absence d'un revenu effectivement réalisé - soit lorsque l'assuré, après la survenance de l'atteinte à la santé, n'a pas repris d'activité ou alors aucune activité adaptée normalement exigible, le revenu d'invalide doit être évalué sur la base des statistiques sur les salaires moyens (enquête suisse sur la structure des salaires [ESS]; ATF 135 V 297; 126 V 75; 124 V 321 consid.
La part de l'activité professionnelle dans l'ensemble des travaux de l'assuré est déterminée en comparant l'horaire de travail usuel dans la profession en question et l'horaire accompli par l'assuré valide; on calcule donc le rapport en pourcent entre ces deux valeurs. La part de l'autre travail habituel constitue le reste du pourcentage (SVR 1996 IV no 76 p. 221; RCC 1992 p. 136 consid. 1a et les références). La durée de travail effectivement accomplie dans le ménage et la profession est ici sans importance (RCC 1980 p. 564). L'invalidité totale s'obtient en additionnant les degrés d'invalidité correspondant aux parts respectives attribuées aux activités lucrative et non lucrative (VSI 1999 p. 231 consid. 2b et les références). 3.5. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50 % au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60 % au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70 % au moins, il a droit à une rente entière. 4. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). 4.1. Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler.

N142.Altersbedingte Abschläge auf Invalideneinkommen

Bei älteren Versicherten und/oder solchen, die über lange Zeit vom Arbeitsmarkt abwesend waren, kann ein Abschlag auf das Invalideneinkommen gerechtfertigt sein. Die Praxis kennt typischerweise Abschläge von rund 10 % (bei etwa 50–52 Jahren und langjähriger Abwesenheit) bis zu 15 % (bei deutlich höherem Alter und langer Abwesenheit); das Vorliegen eines solchen Abschlags ist jedoch stets im Einzelfall zu prüfen.

Cela apparaît d'autant plus justifié que le Tribunal fédéral a reconnu dans un arrêt récent une déduction globale de 10% dans le cas d'une assurée de seulement 50 ans au moment déterminant de la comparaison des revenus, qui était absente depuis de nombreuses années du marché du travail et souffrait de troubles psychiques qui avaient déjà été pris en considération dans l'évaluation de la capacité de travail et du rendement (arrêt du Tribunal fédéral 9C_341/2023 du 29 janvier 2024 consid. 6.2.1 et 6.2.3). Or comme il a déjà été vu, dans la présente affaire, outre le fait que le recourant soit absent depuis longtemps du marché du travail et présente des limitations objectives de nature orthopédique, il est bien plus âgé (61 ans et 6 mois ou 62 ans et 7 mois selon le moment qui est retenu) que l'assurée dans l'affaire précitée jugée par le Tribunal fédéral. Ainsi, un abattement de 15% sur le revenu d'invalide apparaît en l'espèce justifié. 16. 16.1 Au vu de ce qui précède, il sied de corriger le calcul opéré par l'autorité inférieure, dans la décision entreprise, par la prise en compte d'une déduction de 15% pour l'abattement. Ainsi, le salaire d'invalide s'élève alors à Fr. 41'981.- (49'389 x 85 :100). 16.2 La comparaison des revenus de valide et d'invalide ainsi obtenue débouche sur une perte de gain de 43,94% ([74'886 - 41'981] x 100 : 74'886), arrondie à 44%. Selon l'art. 28 al. 2 LAI, un tel taux d'invalidité donne droit à un quart de rente d'invalidité. Les griefs du recourant dirigés contre le calcul du taux d'invalidité sont dès lors fondés. 17. En conséquence, le recours est partiellement admis et la décision attaquée réformée en ce sens que le recourant a droit à un quart de rente d'invalidité à partir du mois de juin 2018 (trois mois après la constatation médicale de de l'aggravation de la santé de l'assuré en mars 2018 selon l'expertise pluridisciplinaire du Nn._______ ; cf. art. 88a al. 2 RAI ; cf. notamment arrêt du Tribunal fédéral 9C_147/2022 du 8 août 2022 consid. 6.3 ; arrêt du Tribunal administratif fédéral C-3302/2020 du 8 février 2023 consid. 11). Le dossier est retourné à l'autorité inférieure afin qu'elle procède au versement des prestations arriérées dues, ainsi que, le cas échéant, des intérêts moratoires dus. 18. Au demeurant, on rappellera que la date du 25 août 2011 (délais d'attente ; voir supra consid. 15.4) ne saurait en aucun cas être retenue in casu pour plusieurs raisons.
En l'occurrence, au regard de l'âge de l'assurée qui en 2014 avait 52 ans et de son absence du marché du travail depuis 1999, le TAF retient un abattement de 10% conformément à la jurisprudence du Tribunal fédéral qui insiste de tenir compte d'une part, d'une absence prolongée du marché du travail ainsi que, d'autre part, de l'effet de l'âge, à partir de 50 ans, combiné avec le handicap. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, il s'agit d'éléments contribuant à désavantager une personne invalide sur le plan de la rémunération par rapport aux travailleurs jouissant d'une pleine capacité de travail (cf. TF 9C_341/2023 du 29 janvier 2024 consid. 6.2.3 ; 9C_459/2019 du 5 novembre 2019 consid. 5.3), étant du reste précisé que les limitations importantes de l'assurée ne sont nullement compensées par d'autres éléments tels que sa formation ou son expérience professionnelle (cf. TF 9C_341/2023 du 29 janvier 2024 consid. 6.2.3 ; 9C_459/2019 du 5 novembre 2019 consid. 5.3). En conséquence, le revenu avec invalidité s'élève à 1'210.35 francs (1'344.83 francs réduit de 10%). 10.4.3 La comparaison des revenus fait apparaitre une perte de gain de 3'595.60 francs (4'805.95 francs - 1'210.35 francs), correspondant à un taux d'invalidité de 75% (3'595.60 francs x 100 / 4'805.95 francs). Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, ce degré donne droit à une rente d'invalidité entière. Si l'on tenait compte d'un revenu sans invalidité de 4'720.26 francs francs (cf. consid. 10.4.1), la perte de gain s'élèverait à 3'509.91 francs (4'720.26 francs - 1'210.35 francs) et le taux d'invalidité à 74% (3'509.91 francs x 100 / 4'720.26 francs), ce qui permettrait là également à l'assurée d'obtenir une rente entière d'invalidité. 10.5 La période du 15 octobre 2014 au 29 octobre 2018, lorsque l'état de santé s'est aggravé L'incapacité de travail totale que l'assurée présentait à compter du 15 octobre 2014 correspond à un degré d'invalidité de 100% qui est déterminé selon la comparaison en pour-cent, une variante admissible de la comparaison des revenus (cf. ATF 114 V 310 consid. 3a ; TF 9C_648/2016 du 12 juillet 2017 consid. 6.2.1 ; 8C_628/2015 du 6 avril 2016 consid. 5.3.5 ; 8C_211/2013 du 3 octobre 2013 consid. 4.1 in SVR 2014 UV n° 1 p. 1 ; Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4ème édition 2022, art.
Autrement dit, il ne suffit pas de constater qu'un assuré a dépassé la cinquantaine au moment déterminant de la naissance du droit à la rente pour que cette circonstance justifie de procéder à un abattement. Encore récemment (TF 8C_227/2017 du 17 mai 2018 consid. 5), le Tribunal fédéral a insisté sur ce point et a affirmé que l'effet de l'âge combiné avec un handicap doit faire l'objet d'un examen dans le cas concret, les possibles effets pénalisants au niveau salarial induits par cette constellation aux yeux d'un potentiel employeur pouvant être compensés par d'autres éléments personnels ou professionnels. Au vu de ces éléments, il n’y a pas lieu de s’écarter du taux d’abattement de 10 % retenu par l’office intimé. Il s’ensuit que le revenu d’invalide doit être fixé à 50'881 fr. 65. d) Sur le vu de ce qui précède, la perte de gain s’élève à 40'546 fr. 35 (91'428 fr. – 50'881 fr. 65) et le degré d’invalidité à 44,35 % (91'428 fr – 40'546 fr. 35 / 91'428 fr. x 100), ouvrant le droit à un quart de rente d’invalidité (art. 28 al. 2 LAI) dès le 1er août 2019, soit à l’échéance d’une période de trois mois suivant l’amélioration de la capacité de gain du recourant (art. 88a al. 1 RAI en relation avec l’art. 29 al. 3 LAI). 8. En définitive, le recours doit être admis et la décision rendue par l’office AI le 11 août 2020 réformée, en ce sens que le recourant a droit, pour la période du 1er mars 2018 au 31 juillet 2019, à une rente entière d’invalidité basée sur un degré d’invalidité de 100 % puis, dès le 1er août 2019, à un quart de rente d’invalidité, basée sur un degré d’invalidité de 44,35 %. 9. a) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis, première phrase, LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020 [cf. art. 82a LPGA]). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr. et mis à la charge de l’office AI, qui succombe.

N143.Eingliederung vor Invalidenrente

Nach der Rechtsprechung kommt eine Invalidenrente nur in Betracht, wenn die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter ausgeschöpft sind (Prinzip: Eingliederung vor Rente). Das Fehlen einer Rehabilitationsfähigkeit muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Eine rückwirkende Rentenzuweisung ist nur möglich, wenn die Untersuchungen ergeben haben, dass der Versicherte kein Rehapotenzial besitzt.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Selon la jurisprudence, si l'assuré peut prétendre à des prestations de l'assurance-invalidité, l'allocation d'une rente d'invalidité à l'issue du délai d'attente (cf. art. 28 al. 1 LAI) n'entre en considération que si l'intéressé n'est pas, ou pas encore, susceptible d'être réadapté professionnellement en raison de son état de santé (principe dit de la priorité de la réadaptation sur la rente ; ATF 121 V 190 consid. 4c). La preuve de l'absence de capacité de réadaptation comme condition à l'octroi d'une rente d'invalidité doit présenter un degré de vraisemblance prépondérante. Dans les autres cas, une rente de l'assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d'instruction destinées à démontrer que l'assuré est susceptible d'être réadapté ont révélé que celui-ci ne l'était pas (ATF 121 V 190 consid. 4d ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_559/2021 du 14 juillet 2022 consid. 2.2 et les références).  3.3 Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art.

N144.Einkommensvergleich nach Ablauf des Wartejahrs

Ist das Wartejahr im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt, ist der erste Einkommensvergleich auf den Zeitpunkt des Ablaufs dieses Jahres vorzunehmen. Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben. Bei späteren relevanten Änderungen des Zustands bzw. der Berechnungsgrundlagen können weitere Einkommensvergleiche erforderlich werden.

Die Beschwerdegegnerin nahm einen ersten Einkommensvergleich per November 2013 (Ablauf der einjährigen Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung) vor. Sie verglich ein Valideneinkommen von Fr. 79'250.-- mit einem Invalideneinkommen von Fr. 57'982.-- und errechnete auf diese Weise einen rentenausschliessenden IV-Grad von 27 % (vgl. S. 1 f. der Verfügung vom 3. Oktober 2024; IV-Akte 493, S. 1 f.).
a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) Aux termes de l’art. 28 al. 1 LAI, pour avoir droit à une rente de l’assurance-invalidité, l’assurée doit remplir les trois conditions suivantes : premièrement, sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne doit pas pouvoir être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation (par exemple, une mesure d’intervention précoce) dont on peut raisonnablement exiger le suivi (let. a) ; deuxièmement, il doit avoir présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b), étant précisé que seule l'incapacité de travail dans l'ancienne profession ou dans l'ancien domaine d'activité est à ce titre déterminante (ch. 2206 de la Circulaire sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI] de l’Office fédéral des assurances sociales [OFAS], valable dès le 1er janvier 2022) ; troisièmement, au terme de cette année, il doit présenter un taux d’invalidité d’au moins 40 % (let. c). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu sans invalidité, soit le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide, est comparé au revenu avec invalidité, soit le revenu qu’il pourrait raisonnablement obtenir sur un marché du travail équilibré après la mise en place des traitements et l’exécution des mesures de réadaptation (art.
Da in diesem Zeitpunkt auch das sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt war (vgl. E. 3.4 hiervor), ist auf diesen Zeitpunkt hin ein erster Einkommensvergleich durchzuführen.
Dannzumal war das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt, wurde doch spätestens ab Anfang September 2021 eine relevante Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 14.2/1 ff.; vgl. auch AB 53.1/7 Ziff. 4.5). Damit ist der Einkommensvergleich auf das Jahr 2022 hin vorzunehmen.
Da erst ab dem 28. März 2022 eine massgebende Arbeitsunfähigkeit erstellt ist (vgl. AB 61/5), ist der Einkommensvergleich mit Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 IVG; vgl. vorne E. 2.2) per März 2023 vorzunehmen. Ob während dieses Wartejahres eine durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, braucht vorliegend nicht näher geprüft zu werden, da dies allein (noch) keinen Rentenanspruch zu begründen vermag. Dieser entsteht nur dann, wenn sich anschliessend an das Wartejahr eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesst (BGE 148 V 397 E. 5.3 S. 403). Die Beschwerdeführerin wäre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch im Gesundheitsfall nicht mehr bei der letzten Arbeitgeberin tätig, da sie diese Anstellung aus betrieblichen Gründen verlor (vgl. AB 19/1 Ziff. 2.1, 5.3/3). Entsprechend sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, wobei der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit von 20 % entspricht (vgl. in BGE 148 V 321 nicht publizierte E. 6.2 des Entscheids des BGer vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021). Mit Ablauf des Wartejahres lagen damit weder eine fortwährende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % noch ein entsprechender, rentenbegründender Invaliditätsgrad vor, weshalb kein Rentenanspruch besteht.
S. 10 f. Ziff. 4.7) auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt (zu den verschiedenen Funktionen dieser Fristen vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.). Dementsprechend wäre ein erster Einkommensvergleich per April 2020 vorzunehmen. Dass die Beschwerdegegnerin die Werte für das Jahr 2019 herangezogen hat (vgl. act. II 190 S. 5 f.), spielt im Ergebnis insofern keine Rolle, als Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben sind, was hier geschah. Zudem bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass das Abstellen auf die Werte des Jahres 2019 zu einem massgeblich anderen Ergebnis führen würde.
Die Voraussetzung, wonach während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % bestanden haben muss (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), erfüllt die Versicherte mit Blick auf die ab dem Mediateilinfarkt vom 22. August 2014 echtzeitlich ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit (vgl. act. II 5) jedoch erstmals im August 2015, womit ein erster Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. Unter Berücksichtigung, dass die Revision der IVV hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrades für Teilerwerbstätige am 1. Januar 2018 in Kraft trat (vgl. E. 2.5.3 f. hiervor), ist per 1. Januar 2018 gestützt auf aArt. 27bis Abs. 3 IVV ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen. Aufgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden verminderten Arbeitsfähigkeit spätestens ab Mai 2018 (act. II

N145.Objektive Erwerbsverminderung als Massstab

Für die Bemessung der Rente nach Art. 28 Abs. 2 LAI ist massgeblich, welche wirtschaftlichen Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung nach zumutbaren Behandlungs‑ und Rehabilitationsmassnahmen verbleiben. Entscheidend sind damit die objektiven wirtschaftlichen Auswirkungen (Verminderung der Erwerbsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt), nicht die rein medizinische Diagnose.

2 Aux termes de l'art. 8 al. 1er LPGA, est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l'art. 6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité. En vertu de l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. 3.3 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. L’art. 16 LPGA prévoit que, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. Il s'agit là de la méthode dite de comparaison des revenus (ATF 128 V 29 consid. 1). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). En vertu de l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. La rente est entière si l'assuré est invalide à 70% au moins, s'élève à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins (art. 28 al. 2 LAI). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Il y a lieu de préciser que, selon la jurisprudence, la notion d'invalidité au sens du droit des assurances sociales est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1 et la référence). 3.4 Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, s'il y a eu un recours) a besoin de documents que le médecin, éventuellement d'autres spécialistes, doivent lui fournir (ATF 125 V 261 consid.

N146.Rentenrevision bei erheblicher Invaliditätsänderung

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zur Rentenrevision ist jede wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse, die geeignet ist, den IV‑Grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière.   c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 1 et 3 LAI).                 d) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]).
Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 3.4 3.4.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). 3.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung.
Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 3.4 3.4.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). 3.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung.
6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.1 Die IV-Stelle ging in der angefochtenen Verfügung vom 15. April 2024, mit welcher sie der Versicherten eine ganze Invalidenrente vom 1. Dezember 2020 bis 31. Juli 2022 und ab 1. August 2022 eine Viertelsrente zusprach, davon aus, dass diese aufgrund ihrer depressiven Erkrankung in der ersten Zeitphase vollständig arbeitsunfähig war und seit dem 1. August 2022 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Sie stützte sich bei der Würdigung des medizinischen

N147.Teilrenten nach Invaliditätsgrad

Bei einem Invaliditätsgrad bestehen gestaffelte Teilrenten: ab 40 % eine Viertelsrente, ab 50 % eine halbe Rente, ab 60 % eine Dreiviertelsrente und ab 70 % eine ganze Rente. Teilrenten richten sich nach dem errechneten Invaliditätsgrad.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N148.Sechsmonatige Entstehungsfrist für IV- und BVG-Leistungen

Der Anspruch auf eine IV-Rente entsteht frühestens sechs Monate nach der Geltendmachung/Anmeldung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). Dies gilt auch bei erneuter oder neuerlicher Anmeldung nach einer früheren Ablehnung. Seit der IV-Revision (1.1.2008) ist diese Entstehungsregelung zudem für die Feststellung des Beginns von BVG-Invalidenleistungsansprüchen massgeblich.

IV-Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens sechs Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und nicht mit Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 419 E. 4.3.2 S. 422).
Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2022 BVG Nr. 17 S. 63 E. 3, 2020 BVG Nr. 36 S. 154 E. 3.3). Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird. Die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist somit auch im Lichte von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen (SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 136 E. 5.3). 2.7 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 5. IV-Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens sechs Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und nicht mit Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 419 E. 4.3.2 S. 422). 3. 3.1 Vorab ist festzuhalten, dass die von Amtes wegen zu prüfende Frage der Aktiv- und Passivlegitimation zur materiellen Begründetheit des Klagebegehrens gehört, es sich mithin um materielle Anspruchsvoraussetzungen handelt. Mit anderen Worten sind Aktiv- und Passivlegitimation nicht Bedingungen im Sinne von Prozessvoraussetzungen, vielmehr führt ihr Fehlen zur Abweisung und nicht zur Zurückweisung der – bzw. zum Nichteintreten auf die – Klage (BGE 147 V 2 E. 3.2.1 S. 5). 3.2 Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 30. Juni 2017 sprach die IVB dem Kläger mit Wirkung ab 1. September 2013 eine ganze Invalidenrente zu (act. I 7/164). Wie unter E. 2.4 hiervor dargelegt, werden Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, bei welcher die ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Damit ist zunächst zu prüfen, ob die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, während der Versicherungsdeckung durch die Beklagte 1 oder 2 eingetreten ist.
b) et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Dans le cas d'une nouvelle demande faisant suite à une décision précédente de refus de rente, l'art. 29 al. 1 LAI s'applique (Tribunal fédéral [TF] 8C_623/2020 du 2 août 2021 c. 4.3). Aux termes de cette disposition, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. En outre, l'art. 29 al. 3 LAI dispose que la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 5.2 En l'espèce, l'octroi d'une rente pourrait prendre effet au plus tôt le 1er juillet 2020. C'est au cours de ce mois qu'a expiré le délai de carence de six mois de l'art. 29 al. 1 LAI, la nouvelle demande ayant été postée le 15 janvier 2020 (voir art. 29 al. 3 LPGA; dos. AI 111/32). Le délai d'attente d'un an de l'art. 28 al. 1 LAI était aussi échu, l'incapacité de travail totale ayant été attestée depuis 2013. Il découle de ces circonstances que l'année de référence pour la comparaison des revenus est 2020 (voir ATF 143 V 295 c. 4.1.3). Sur le vu de l'incapacité totale de travail dans toute activité telle que retenue, le revenu avec invalidité est nul et la comparaison de revenus mène ainsi à un degré d'invalidité de 100%, donnant droit à une rente entière dès le 1er juillet 2020, comme l'a d'ailleurs décidé l'intimé. 6. Reste à déterminer si le recourant peut prétendre à une rente extraordinaire correspondant aux 133% du montant minimum de la rente ordinaire complète. 6.1 En vertu de l'art. 36 al. 1 LAI, a droit à une rente ordinaire l’assuré qui, lors de la survenance de l’invalidité, compte trois années au moins de cotisations. Selon l'art. 4 al. 2 LAI, l'invalidité est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (voir art. 28 al.

N149.Rentenbeginn nach Eingliederungsmassnahmen

Solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden bzw. ein Taggeld beansprucht werden kann, entsteht kein Anspruch auf eine IV‑Rente; der Rentenbeginn ist frühestens nach Abschluss bzw. Ausschöpfung dieser Massnahmen festzulegen (kein Rentenbeginn während laufender/taggeldberechtigter Massnahmen).

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechts­sätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Er entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG). Eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Nachdem sich die Beschwerdeführerin Ende August 2019 angemeldet hatte (act. II 1), gewährte ihr die Beschwerdegegnerin vom 5. November 2020 bis 31. Dezember 2022 Eingliederungsmassnahmen (mit Taggeldanspruch; Umschulung und Ausbildungs-Praktikum [act. II 31, 42, 52]). Seit 1. Januar 2023 ist die Beschwerdeführerin im umgeschulten Bereich tätig und die Beschwerdegegnerin schloss die beruflichen Massnahmen ab (act. II 61, 62). Ein allfälliger Rentenanspruch könnte somit frühestens ab 1. Januar 2023 entstehen (vgl. auch act. II 83/1). Der Rentenanspruch ist deshalb anhand der ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen zu beurteilen (Rz. 9100 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2022 [KSIR]).
S. 15) – zutreffend und im Übrigen unbestritten. Denn dem Beschwerdeführer wurden für die Zeit vom 25. Oktober 2021 bis Dezember 2022 durchgehend Eingliederungsmassnahmen zugesprochen (act. II 124; 136; 148 f.; 165). Damit kann der Rentenanspruch sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht erst entstehen, nachdem die Möglichkeiten zur Eingliederung beendet (zur Rechtslage bis 31. Dezember 2021, vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 406) respektive ausgeschöpft sind (zur Rechtslage ab 1. Januar 2022 vgl. Art. 28 Abs. 1bis IVG [vgl. E. 2.2.2 vorne]).
Jedoch bezog der Beschwerdeführer während den beruflichen Eingliederungsmassnahmen vom 20. Januar 2020 (vgl. AB 62) bis 15. März 2021 (AB 113/3; vgl. auch AB 109) IV-Taggelder. Solche Eingliederungsmassnahmen stehen nach dem Grundsatz ʺEingliederung vor Renteʺ einem Rentenanspruch von vornherein entgegen (BGE 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b; Rz. 1045 des bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] bzw. unter Herrschaft der hier intertemporal-rechtlich nicht anwendbaren Weiterentwicklung der IV [vgl. E. 2.1 hiervor] nunmehr auch explizit Art. 28 Abs. 1bis IVG). Mithin ist der frühest mögliche Zeitpunkt des Rentenbeginns auf den 1. März 2021 festzulegen, was allerdings letztlich unerheblich ist.

N150.Probatorische Abklärung bei psychischen Erkrankungen

Bei psychischen, psychosomatischen Erkrankungen und Abhängigkeitssyndromen ist grundsätzlich ein strukturiertes, indikatorbasiertes Beweisverfahren (probatorische Abklärung) durchzuführen, um das Vorliegen einer invaliditätsbegründenden Gesundheitsschädigung und den Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG zu prüfen. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann auf ein solches Verfahren jedoch verzichtet werden, wenn es nicht nötig oder nicht geeignet ist.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). 6. a) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). b) Il convient en premier lieu que l’atteinte soit diagnostiquée par l’expert selon les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 2.1.2 et 2.2). c) Une fois le diagnostic posé, la capacité de travail réellement exigible doit être examinée au moyen d’un catalogue d’indicateurs, appliqué en fonction des circonstances du cas particulier et répondant aux exigences spécifiques de celui-ci (ATF 141 V 281 consid. 4.1.1). Cette grille d’évaluation comprend un examen du degré de gravité fonctionnel de l’atteinte à la santé, avec notamment une prise en considération du caractère plus ou moins prononcé des éléments pertinents pour le diagnostic, du succès ou de l’échec d’un traitement dans les règles de l’art, d’une éventuelle réadaptation ou de la résistance à une telle réadaptation, et enfin de l’effet d’une éventuelle comorbidité physique ou psychique sur les ressources adaptatives de la personne assurée.
b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4).                 c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 d) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré.
Ob dabei aber ein verselbstständigter Gesundheitsschaden vorliegt, ist im Rahmen des mit BGE 141 V 281 eingeführten strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, indem die betreffenden Umstände und ihre Entwicklung als Ressourcen oder Belastungsfaktoren in den Komplexen "Persönlichkeit" und "sozialer Kontext" (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 f.) bewertet werden (vgl. statt vieler: BGE 143 V 409 E. 4.5.2; Urteile 9C_10/2021 vom 15. Juni 2021 E. 3.3.1; 8C_559/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2; 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers verbietet sich somit ein direkter Rückschluss von der medizinischen Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit, selbst wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren ärztlich festgestellt sind. Demzufolge bleibt für die Anwendung des biopsychosozialen Krankheitsbegriffs auch in dieser spezifischen Konstellation kein Raum. Zudem darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass auf ein strukturiertes Beweisverfahren in Anbetracht der Verhältnismässigkeit auch ganz verzichtet werden kann, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Davon ist etwa auszugehen, wenn für eine länger andauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird, wobei allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert zukommt (BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 418 E. 7.1). Ernsthafte sachliche Gründe für eine Änderung dieser Rechtsprechung (zu den Voraussetzungen: BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1; 137 V 417 E. 2.2.2), wie sie der Beschwerdeführer fordert, sind nicht ersichtlich.

N151.Einjahresfrist bei merklicher Erwerbsminderung

Die Einjahresfrist beginnt zu laufen, sobald eine merkliche Verminderung der Erwerbsfähigkeit festgestellt wird. Ein durchschnittlicher Arbeitsunfähigkeitsgrad von rund 20 % wurde in der Rechtsprechung bereits als hierfür relevant angesehen.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Le délai d’attente d’une année commence à courir au moment où l’on constate une diminution sensible de la capacité de travail, un taux d’incapacité de 20 % étant déjà considéré comme pertinent en ce sens (TF 8C_718/2018 du 21 février 2019 consid. 2.2 ; TF 9C_162/2011 du 11 novembre 2011 consid. 2.3). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).
6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. c) S’agissant du droit à une rente, la survenance de l’invalidité se situe au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté, en moyenne, une incapacité de travail de 40 % au moins pendant une année sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI). Selon la jurisprudence, le délai d’attente d’une année commence à courir au moment où l’on constate une diminution sensible de la capacité de travail, un taux d’incapacité de 20 % étant déjà considéré comme pertinent en ce sens (TF 9C_162/2011 du 11 novembre 2011 consid. 2.3 ; TFA I 411/96 du 16 octobre 1997 consid. 3c, in : VSI 1998 p. 126). 4. a) Pour pouvoir fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.

N152.Rentenanspruch trotz Therapierbarkeit

Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen kann bei über das Wartejahr und den relevanten Zeitraum ununterbrochener mindestens 40%iger Arbeitsunfähigkeit trotz laufender oder möglicher Eingliederungsmassnahmen ein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehen. Die grundsätzliche Therapierbarkeit eines Gesundheitsschadens schliesst einen Rentenanspruch nicht von vornherein aus. (Hinweis: Diese Auslegung wird in der zitierten kantonalen Rechtsprechung vertreten; das Bundesgericht hat in einem konkreten Fall entgegenstehende Erwägungen getroffen.)

Mai 2020 kein Taggeld bezogen, könnte sie nach der gesetzlichen Konzeption trotzdem keinen Rentenanspruch haben, da eine nur für einen Tag ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit weder als länger dauernde noch als voraussichtlich bleibende Erwerbsunfähigkeit qualifiziert werden kann. Im kantonalen Beschwerdeverfahren IV 2016/328 ist den drei Abteilungen des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen in Anwendung des vom Art. 54 GerG (sGS 941.1) vorgesehenen Verfahrens jedoch die folgende Frage gestellt worden: „Haben Versicherte, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und die nach Ablauf dieses Jahres weiterhin zu mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig sind, grundsätzlich Anspruch auf eine Rente, obwohl zumutbare Eingliederungsmassnahmen, welche ihre Arbeitsfähigkeit […] wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, nicht abgeschlossen sind?“ Diese Frage ist mehrheitlich bejaht worden, weshalb sich die Rechtsprechung des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen seither nach der entsprechenden Formulierung richtet, die – entweder als Ergebnis einer Interpretation des Art. 28 Abs. 1 IVG oder als gerichtliche Ausfüllung einer Lücke im Art. 28 IVG – dem ihrerseits klaren und eindeutigen Wortlaut entsprechend Anwendung finden muss. Ein entsprechender Rentenanspruch beruht dabei nicht auf einer Invalidität im Sinne des Art. 8 Abs. 1 (i.V.m. Art. 7 Abs. 1) ATSG, sondern – wie bei einem UV- oder MV-Taggeld – auf einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Art. 6 Satz 2 ATSG (vgl. etwa den Entscheid IV 2021/136 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 28. April 2022, E. 5.2). Im BGE 148 V 397 hat das Bundesgericht einen Entscheid des St. Galler Versicherungsgerichtes, mit dem gestützt auf diesen „gemeinsamen Entscheid“ nach Art. 54 GerG eine Rente zugesprochen worden war, als rechtswidrig aufgehoben. Es hat festgehalten (E. 6.2), der Gesetzgeber sei sich mit der Formulierung des Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG bewusst gewesen, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente nur entstehen könne, wenn nach dem Ablauf des Wartejahres eine entsprechende rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit respektive Invalidität eintrete. Er habe die Ansprüche auf medizinische Massnahmen und Taggelder eingehend geregelt, wobei insbesondere zu erwähnen sei, dass die medizinischen Massnahmen zu den Eingliederungsmassnahmen gehörten (vgl.
Soweit die Beschwerdegegnerin (wohl) gestützt auf die Stellungnahme ihres RAD, wonach die Depression behandelbar und daher kein längerdauernder Gesundheitsschaden ausgewiesen sei (vgl. Urk. 6/24/5), einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden mit dieser Begründung ohne Weiterungen verneint, geht sie fehl. Sie verkennt, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversicherung nicht per se ausschliesst (vgl. zum Ganzen: BGE 143 V 409 E. 4.4) und die Therapierbarkeit und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines rechtserheblichen Gesundheitsschadens der Ausrichtung von Leistungen nicht im Weg steht, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die leistungsspezifischen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (bezüglich Rente vgl. Art. 28 IVG). Die Beschwerdegegnerin übersieht aber auch, dass dem Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. Y.___ vom 7. März 2023 seit 16. Februar 2022 ununterbrochen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowie ab Februar 2023 weiterhin noch eine solche von 70 % attestiert wurde (Urk. 6/22/2). Gemäss den fachärztlichen Angaben des seit September 2019 behandelnden Psychiaters blieb der Beschwerdeführer mithin trotz pharmakologischer und gesprächstherapeutischer Behandlung seit Februar 2022 über längere Zeit (und insbesondere über das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG hinaus) in seiner Arbeitsfähigkeit wesentlich eingeschränkt. Angesichts des im Verfügungszeitpunkt gegebenen überjährigen Krankheitsverlaufs konnte die Rechtserheblichkeit des Gesundheitsschadens daher jedenfalls nicht mehr mit Begründung verneint werden, das Leiden sei vorübergehender Natur.
Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 80a Abs.1 IVV: Gestützt auf ein Gerichtsgutachten hat der Beschwerdeführer bei einer Erwerbsunfähigkeit von 70 % einen unbefristeten Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2023, IV 2020/26). Entscheid vom 6. April 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Marie Löhrer, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/26 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG Gerichtsgutachten; die Gutachter attestieren für den gesamten entscheidrelevanten Zeitraum ab Neuanmeldung bis Erlass der angefochtenen Verfügung eine vollständige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit; es sind keine zwingenden Gründe ersichtlich, welche die Einschätzung der Gutachter zu erschüttern vermöchten; Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2024, IV 2022/165). Entscheid vom 16. Oktober 2024 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2022/165 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Schmid, Engelgasse 2 / Marktplatz, Postfach 42, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2023 Art. 28 IVG. Invalidenrente. Gerichtsgutachten. Aufgrund der durch eine polydisziplinäre Begutachtung begründeten 100%igen Arbeitsunfähigkeit infolge eines schwerst chronifizierten Schmerzsyndroms und einer Benzodiazepin-Abhängigkeit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2023, IV 2020/56). Entscheid vom 12. April 2023 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Jeannine Wiessner-Bodmer Geschäftsnr. IV 2020/56 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N153.Beweiskraft von BEGAZ-Gutachten

Ein BEGAZ-Gutachten, das einen Grad der Arbeitsunfähigkeit von 50% ausweist, kann beweiskräftig sein. Klinikaufenthalte können in einem konkreten Fall einen Anspruch auf eine befristete ganze Rente begründen; im Übrigen kann die der IV-Stelle zugesprochene halbe Rente bestätigt werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2021 Art. 28 IVG: BEGAZ-Gutachten, welches eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausweist, ist beweiskräftig. Wegen Klinikaufenthalten besteht ein Anspruch auf eine befristete ganze Rente, im Übrigen wird die von der IV-Stelle zugesprochene halbe Rente bestätigt. Prozentvergleich. Offengelassen, ob Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt wäre. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2021, IV 2019/4). Entscheid vom 15. März 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2019/4 Parteien A.___ Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N154.Vorläufige Rente bei fehlender Rehafähigkeit

Nach Ablauf der einjährigen Wartefrist besteht Anspruch auf mindestens eine vorläufige Rente, wenn der Versicherte aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht rehafähig ist, auch wenn künftig Eingliederungsmassnahmen noch denkbar wären.

La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants des deux revenus hypothétiques et en les comparant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité. Dans la mesure où ces revenus ne peuvent être chiffrés exactement, ils doivent être estimés d'après les éléments connus dans le cas particulier, après quoi l'on compare entre elles les valeurs approximatives ainsi obtenues (méthode générale de comparaison des revenus; ATF 128 V 29 c. 1, 104 V 135 c. 2b; SVR 2019 BVG n° 16 c. 4.4.2). 6.2 Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment (hypothétique) de la naissance du droit à la rente; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à une même période et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'à la date de la décision être prises en compte (ATF 143 V 295 c. 4.1.3, 129 V 222). Une rente n’est toutefois pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n’ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Il découle certes du principe "la réadaptation au lieu de la rente" qu’aucune rente ne peut être octroyée avant que les mesures de réadaptation n’aient été suivies; ceci ne vaut que pour les assurés aptes à la réadaptation. Si après l’expiration du délai d’attente d’une année, un assuré n’est pas ou toujours pas apte à la réadaptation du fait de son état de santé, il a droit à une rente – au moins provisoire – même si des mesures de réadaptation sont envisageables à l’avenir (ATF 121 V 190 c. 4, SVR 2001 IV n° 24 c. 4c). 6.3 En l'espèce, le recourant a déposé sa demande de prestations en septembre 2018 (dos. AI 2/11), si bien que, compte tenu du délai de carence de six mois prévu par l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente pourrait naître au plus tôt dès le 1er mars 2019 (art. 29 al. 3 LAI). A cette date, l'assuré n'avait toutefois pas encore présenté une incapacité de travail de 40% en moyenne durant une année, sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI). En effet, son incapacité de travail a été attestée dès le 25 juillet 2018 (dos.

N155.Leistungseinbusse: arbeitsrechtliche Manifestation und ärztliche Einschätzung

Als relevante Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG gilt in der Regel eine in der beruflichen Tätigkeit erkennbare Einbusse des funktionellen Leistungsvermögens. Diese Leistungseinbusse muss sich üblicherweise arbeitsrechtlich manifestieren (z. B. Leistungseinbruch mit Feststellung/Ermahnung durch den Arbeitgeber oder gehäufte gesundheitlich bedingte Ausfälle). Eine allein im Vergleich zu Gesunden nur reduziert erbrachte Leistung ist für sich genommen regelmässig nicht ausreichend; zusätzlich bedarf es in der Regel einer überzeugenden, vorzugsweise echtzeitlichen medizinischen Einschätzung.

Nach der Rechtsprechung ist unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist.
Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheblich arbeitsunfähig ist, ob sie mithin im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses ihre übliche oder aber eine gesundheitsbedingt eingeschränkte Leistung erbringt, ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 79/99 und B 4/00 vom 26. Januar 2001 E. 4a/aa). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht (SVR 2008 IV Nr. 11 S. 32, I 687/06 E. 5.1; E. 4.2 des in SZS 2003 S. 434 zusammengefassten Urteils B 13/01 vom 5. Februar 2003). Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes.

N156.Wartejahr entbehrlich bei fehlender Invalidität

Ist im massgeblichen Prüfzeitpunkt kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben, kann auf eine abschliessende Prüfung, ob das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt ist, verzichtet werden. Ebenso kann das Gericht weitere Abklärungen unterlassen, wenn nach antizipierter Beweiswürdigung nicht zu erwarten ist, dass sie zu neuen, relevanten Erkenntnissen führen.

Nach dem Dargelegten erweist sich der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis als bundesrechtskonform. Die vom kantonalen Gericht nicht abschliessend beantwortete Frage, ob das für einen Rentenanspruch vorausgesetzte Wartejahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) überhaupt erfüllt war, bedarf somit auch letztinstanzlich keiner Klärung. Die in der Beschwerde beantragte Rückweisung an die Vorinstanzen erübrigt sich, da von weiteren Abklärungen keine weiterführenden Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3).
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Ob die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Zeitpunkt des Ablaufs der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Oktober 2023 erfüllt war, kann offen bleiben, da aus der Invaliditätsbemessung in diesem Zeitpunkt ohnehin kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 4.6 hiernach).

N157.Polydisziplinäre Gutachten bei neuropsychischen Störungen

Bei neuropsychischen bzw. psychiatrischen Störungen (z. B. Depression, ADHS) können polydisziplinäre bzw. bidisziplinäre Gutachten bei der Würdigung der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit und im Rahmen der Prüfung nach Art. 28 IVG herangezogen werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 23.05.2022 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Das Gutachten äussert sich zu den im anwendbaren strukturierten Beweisverfahren bei depressiven Störungen massgeblichen Standardindikatoren. Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit bejaht. Prozentvergleich. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Mai 2022, IV 2021/57). Entscheid vom 23. Mai 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren Geschäftsnr. IV 2021/57 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eugen Koller, LL.M., Anwaltskanzlei St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer leidet seit Kindheit an einem ADHS und an lumbalen bzw. lumboradikulären Beschwerden. Es liegen zwei von der Verwaltung veranlasste bidisziplinäre Gutachten vor. Die Einholung des zweiten Gutachtens stellt keine unzulässige second opinion dar. Bei vorliegen von zwei sich widersprechenden Gutachten besteht vorliegend ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. November 2021, IV 2020/96 und IV 2020/261). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_27/2022. Entscheid vom 17. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/96, IV 2020/261 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Ilona Zürcher, M.A. HSG in Law, Tobelmülistrasse 1, 9425 Thal, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 16.03.2021 Art. 28 IVG, Art. 42 Abs. 1 IVG. Würdigung von medizinischen und neuropsychologischen Berichten behandelnder Stellen und namentlich eines polydisziplinären (internistischen, neurologischen, psychiatrischen und neuropsychologischen) Gutachtens. Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Keine anzunehmende

N158.Eingliederung vor Rente stärken

Die Weiterentwicklung der IV (WEIV) verfolgt die Ausschöpfung des Eingliederungspotenzials und die Stärkung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten. Die Einführung eines stufenlosen Rentensystems sollte die Aufnahme oder Erhöhung von Erwerbstätigkeit durch finanzielle Anreize fördern. Art. 28 Abs. 1bis IVG bekräftigt damit den Grundsatz «Eingliederung vor Rente».

Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) samt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535; Urteil 8C_43/2023 vom 29. November 2023 E. 2). Ziel dieser Reform war die Ausschöpfung des Eingliederungspotenzials und die Stärkung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (Botschaft vom 15. Februar 2017 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [WEIV], in: BBl 2017 2535 [fortan: Botschaft], S. 2542). Die Einführung eines stufenlosen Rentensystems (vgl. Art. 28b Abs. 2 und 4 IVG) sollte die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder die Erhöhung des Arbeitspensums mit finanziellen Anreizen fördern (Botschaft S. 2616), wobei gleichzeitig dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" durch Verankerung in Art. 28 Abs. 1bis IVG nochmals Nachdruck verliehen wurde (Botschaft S. 2618 u. S. 2668).
Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) samt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535; Urteil 8C_43/2023 vom 29. November 2023 E. 2). Ziel dieser Reform war die Ausschöpfung des Eingliederungspotenzials und die Stärkung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (Botschaft vom 15. Februar 2017 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [WEIV], in: BBl 2017 2535 [fortan: Botschaft], S. 2542). Die Einführung eines stufenlosen Rentensystems (vgl. Art. 28b Abs. 2 und 4 IVG) sollte die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder die Erhöhung des Arbeitspensums mit finanziellen Anreizen fördern (Botschaft S. 2616), wobei gleichzeitig dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" durch Verankerung in Art. 28 Abs. 1bis IVG nochmals Nachdruck verliehen wurde (Botschaft S. 2618 u. S. 2668).

N159.Umfassende Neuprüfung von Rentenansprüchen

Bei einer Neuanmeldung oder wenn eine anspruchserhebliche Änderung glaubhaft gemacht wird, hat die Verwaltung den Rentenanspruch tatsächlich und rechtlich umfassend neu zu prüfen. In Revisionsverfahren ist der Sachverhalt mit Blick auf den für die Revision massgebenden Zeitpunkt zu vergleichen.

Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1; BGE 129 V 354, 356 E. 1; BGE 129 V 1, 4 E. 1.2). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.2). 3.2. Ist im Rahmen einer Neuanmeldung eine anspruchserhebliche Änderung - wie hier - glaubhaft gemacht, so ist die Verwaltung verpflichtet, den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juni 2014 [8C_746/2013] E. 2); sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. 3.3. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69% entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70% besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50% gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 4. 4.1. Um zu beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in rentenerheblicher Weise verändert hat, ist die Verwaltung auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung stellen.
I m Hinblick auf Art. 17 ATSG ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der verfügten Rentenaufhebung mit jenem bei Bestätigung der ganzen Invalidenrente (8. Februar 2012) zu vergleichen. Entscheidend ist, ob sich daraus eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit in dem Mass ergibt, dass sich dadurch der Invaliditätsgrad von 100 % auf weniger als 70 % (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2021 geltenden Fassung) reduziert hätte (vgl. vorangehende E. 2).

N160.Indikatorenbasiertes Beweisverfahren bei psychischen Erkrankungen

Bei der Beurteilung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist – insbesondere bei psychischen Erkrankungen – ein strukturiertes Beweisverfahren anzuwenden. Dieses Verfahren arbeitet mit systematisierten Indikatoren (z. B. funktioneller Schweregrad, Konsistenz der Einschränkungen, funktionelle Einschränkungen in verschiedenen Lebensbereichen, vorhandene Ressourcen/Kompensationspotenzial; zudem sind Verlauf und Ergebnis von Behandlungen zu berücksichtigen). Auf dieser indikatorenbasierten Grundlage muss nachvollziehbar geschlossen werden, inwieweit die gesundheitlichen Folgen die Arbeits‑/Erwerbsfähigkeit vermindern.

De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (Ulrich MEYER-BLASER, Bundesgesetz über die Invaliden-versicherung, 1997, p. 8). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. En vertu des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. Selon l’art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 3.3.2 Lors de l'examen du droit à une rente d'invalidité en cas de troubles psychiques, il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 281 ; 143 V 409 consid.
1 LPGA, est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 3.4 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 102 V 165; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). En 2017, le Tribunal fédéral a modifié sa pratique lors de l'examen du droit à une rente d'invalidité en cas de troubles psychiques. La jurisprudence développée pour les troubles somatoformes douloureux, selon laquelle il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 281), s'applique dorénavant à toutes les maladies psychiques.
1 LAI), de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 6.               6.1 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). 6.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. 6.3 Selon les art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. Selon l’art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 7.             Selon la jurisprudence, en cas de troubles psychiques, la capacité de travail réellement exigible doit être évaluée dans le cadre d'une procédure d'établissement des faits structurée et sans résultat prédéfini, permettant d'évaluer globalement, sur une base individuelle, les capacités fonctionnelles effectives de la personne concernée, en tenant compte, d'une part, des facteurs contraignants extérieurs incapacitants et, d'autre part, des potentiels de compensation (ressources) (ATF 141 V 281 consid.
Der rechtserhebliche Sachverhalt ist somit altrechtlich zu beurteilen und es sind die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 und BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E.
etwa den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juli 2020, IV 2018/143 E. 2.1).  Vorliegend sind, da ein vor dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu beurteilen ist, die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) in den bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen anwendbar. Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1, BGE 144 V 210 E. 4.3.1). Die Übergangsbestimmungen zur Änderung des IVG vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV) enthalten keine abweichende Regelung, so dass die genannte (lückenfüllende) Praxis des Bundesgerichts anzuwenden ist. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, vgl. schon BGE 102 V 165). - Nach der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren gemäss den Vorgaben in BGE 141 V 281 zu unterziehen. Die funktionellen Folgen der Gesundheitsschädigung sind danach qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind in der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz.
2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3    Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).     Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind.

N161.Aufteilung Haushalt und Erwerbstätigkeit für Invaliditätsbemessung

Haushaltstätigkeit und Erwerbstätigkeit sind getrennt und umfassend abzuklären; die zutreffende Aufteilung ist für die Invaliditätsbemessung entscheidend. Dafür sind überzeugende, umfassende Gutachten erforderlich.

April 2018 (IV-Akte 32) erfülle die Anforderungen an die Beweistauglichkeit nicht. Die Einschränkung im Haushalt sei höher als von der Abklärungsperson angenommen. Auch diesbezüglich sei eine weitere, gerichtliche Abklärung erforderlich. Überdies sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 75 % erwerbstätig gewesen wäre und sich zu 25 % im Haushalt betätigt hätte. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin ab dem 1. September 2016 einen Anspruch auf eine Invalidenrente der IV hat. Insbesondere ist strittig, ob auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS E____ vom 11. August 2019 abgestellt werden kann und ob die Beschwerdegegnerin die Aufteilung von Haushalt und Erwerb korrekt vorgenommen hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E.
En conclusion, la capacité de travail a été évaluée à 0% de février 2012 à janvier 2013, puis à 100% de janvier 2013 à juin 2018, date à compter de laquelle elle n’a plus été que de 50% dans une activité adaptée (en raison d’une baisse de rendement de 50% sur un temps de travail de 100%), étant précisé qu’avec un traitement adéquat, cette capacité de travail pourrait augmenter à 100%. Eu égard aux considérations qui précèdent, la Cour de céans considère qu’une pleine valeur probante peut être reconnue aux conclusions des experts, de sorte que c’est à juste titre que l’intimé s’y est rallié, s’agissant de l’évaluation de la capacité de travail de l’assurée. Reste à examiner le calcul du degré d’invalidité, qui fait l’objet du second grief de la recourante. 6.               6.1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Selon l’art. 27bis RAI en vigueur depuis le 1er janvier 2018, pour les personnes qui exercent une activité lucrative à temps partiel et accomplissent par ailleurs des travaux habituels visés à l'art. 7 al. 2 LAI, le taux d'invalidité est déterminé par l'addition des taux suivants : a. le taux d'invalidité en lien avec l'activité lucrative; b. le taux d'invalidité en lien avec les travaux habituels (al. 2). Le calcul du taux d'invalidité en lien avec l'activité lucrative est régi par l'art. 16 LPGA, étant entendu que : a. le revenu que l'assuré aurait pu obtenir de l'activité lucrative exercée à temps partiel, s'il n'était pas invalide, est extrapolé pour la même activité lucrative exercée à plein temps; b. la perte de gain exprimée en pourcentage est pondérée au moyen du taux d'occupation qu'aurait l'assuré s'il n'était pas invalide (al. 3). Pour le calcul du taux d'invalidité en lien avec les travaux habituels, on établit le pourcentage que représentent les limitations dans les travaux habituels par rapport à la situation si l'assuré n'était pas invalide.

N162.Ärztliche Stellungnahmen bei Invaliditätsbemessung

Bei der Bemessung des Invaliditätsgrads sind ärztliche Stellungnahmen über den Gesundheitszustand und darüber, welche Tätigkeiten der Versicherten noch zumutbar sind, eine wesentliche Grundlage. Auf dieser Grundlage (neben weiteren Beweismitteln) wird der Invaliditätsgrad festgestellt, der nach Art. 28 Abs. 2 IVG die Höhe der Rente (mind. 40/50/60/70 %) bestimmt.

Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 2. 2.1. Am 1. Januar 2022 ist das revidierte IVG in Kraft getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. 2.2. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. 2.3. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente. 2.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 2.5. 2.5.1. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E.
L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 8.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 8.3 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. 9. 9.1 Pour pouvoir déterminer la capacité de travail médico-théorique et évaluer l'invalidité de la personne concernée, l'administration, ou le tribunal en cas de recours, a besoin de documents que le médecin ou éventuellement d'autres spécialistes doivent lui fournir (ATF 117 V 282 consid. 4a) et sur lesquels elle s'appuiera, sous peine de violer le principe inquisitoire (arrêts du TF 8C_623/2012 du 6 décembre 2012 consid. 1). Le Tribunal fédéral a jugé que les données fournies par les médecins constituent un élément utile pour apprécier les conséquences fonctionnelles de l'atteinte à la santé, quand bien même la notion d'invalidité est de nature économique/juridique et non médicale. Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler, compte tenu de ses limitations (ATF 143 V 418 consid.
Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'anc. art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.6 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre.
Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.

N163.Rundung des Invaliditätsgrads und Rentenbemessung nach Art. 28 IVG

Rundung: Der ermittelte Invaliditätsprozentsatz wird nach der in der Rechtsprechung genannten Rundungspraxis gerundet (vgl. Verweis auf BGE 130 V 121). Bemessung der Rente: Entsprechend Art. 28 Abs. 2 IVG richtet sich die Rentenhöhe nach dem gerundeten Invaliditätsgrad: ab 40 % Viertelsrente, ab 50 % Halbrente, ab 60 % Dreiviertelsrente, ab 70 % Ganzerente.

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert ein rentenausschliessender (aArt. 28 Abs. 2 IVG) Invaliditätsgrad von gerundet 36 % ([Fr. 82'095.50 ./. Fr. 52'294.95] / Fr. 82'095.50 x 100; zur Rundungspraxis siehe BGE 130 V 121 E. 3.2 und
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). 5. a) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid.
6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 4. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl.

N164.40%-Grenze für Rentenanspruch

Für einen Anspruch auf eine Invalidenrente verlangt Art. 28 Abs. 1 IVG regelmässig einen Invaliditätsgrad von mindestens 40%. In der Praxis begründen geringere Leistungsminderungen (z. B. circa 10%) üblicherweise keinen Rentenanspruch.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré.
Gestützt auf den beweiskräftigen Untersuchungsbericht des RAD vom 25. Januar 2024 (act. II 116) ist erstellt, dass bis auf eine 10%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit zufolge des erhöhten Pausenbedarfs keine weitergehende objektivierbare (quantitative) Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen besteht. Im Rahmen dieser Einschränkungen respektive des medizinischen Zumutbarkeitsprofils (act. II 116/7) sind sowohl die erlernte Tätigkeit als ... EFZ (act. Il 39/1, 102) als auch die aktuell ausgeübte Tätigkeit als ... (act. II 110/3 f.) bzw. eine anderweitige den Fähigkeiten und Neigungen des Beschwerdeführers entsprechende Tätigkeit vollschichtig mit einer Leistungsminderung von 10 % zumutbar. Damit bestehen weder eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres (sogenanntes Wartejahr; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und auch kein zumindest 40%iger Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG; vgl. E. 2.2 hiervor). Mithin besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Im Rahmen der Invaliditätsbemessung griff die Vorinstanz für die Festlegung des Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne der LSE - LSE 2012, Tabelle TA1, Ziff. 47 ("Detailhandel") Kompetenzniveau 1, Männer - zurück, da dem Versicherten die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lagerist wegen Umstrukturierung noch vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gekündigt worden sei. Dies ergab einen Wert von Fr. 58'900.38. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens zog die Vorinstanz die Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, Total, gemäss LSE 2012 bei. Unter Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 70 % (Oktober 2012 bis März 2014) ergab dies ein Invalideneinkommen von Fr. 45'623.97. Einen Abzug vom Tabellenlohn nahm das kantonale Gericht nicht vor. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 58'900.38 und einem Invalideneinkommen von Fr. 45'623.97 resultierte ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 23 % (Art. 28 Abs. 1 IVG).
Toutefois, dans la mesure où le recourant peut exercer une activité adaptée, dès décembre 2015, à plein temps avec une diminution de rendement de 10% prenant en compte les limitations fonctionnelles énoncées par les auteurs du rapport d'expertise du 13 mai 2019 ainsi que le O._______ , médecin du SMR, la réduction de 5% en raison des limitations fonctionnelles et de l'âge du recourant (54 ans au moment où la reprise d'une activité était exigible médicalement : cf. not. ATF 138 V 457 consid. 3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_84/2018 du 1er février 2019 consid. 6.2 et 6.3) n'est donc pas justifiée (arrêts du Tribunal fédéral 9C_497/2020 du 25 juin 2021 consid. 5.2.2 ; 9C_122/2017 du 20 décembre 2017 consid. 4.1 ; 9C_708/2017 du 23 février 2018 consid. 9.2 ; 9C_677/2012 du 3 juillet 2013 consid. 2.2 ; 9C_232/2019 du 26 juin 2019 consid. 3.1). 10.3.3 Par comparaison des revenus sans et avec invalidité de respectivement 76'053 francs et 60'123 francs, le degré d'invalidité s'élève à 20.94%, arrondis à 21% ([76'053 - 60'123] : 76'053 x 100 % =20.94). Ce taux n'ouvre pas le droit à une rente d'invalidité conformément à l'art. 28 al. 1 LAI. 11. En conséquence, le recours doit être rejeté et la décision du 6 janvier 2020 de l'OAIE confirmée. 12. Le recourant, qui succombe, doit s'acquitter des frais de justice fixés, compte tenu de la charge liée à la procédure, à 800 francs (art. 63 al. 1 PA ; voir également art. 69 al. 1bis et 2 LAI). Ils sont compensés par l'avance de frais du même montant dont il s'est acquitté dans le cadre de la présente procédure. Vu l'issue du litige, le recourant n'a pas droit aux dépens (art. 64 al. 1 PA, art. 7 al. 1 du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF, RS 173.320.2]). En vertu de l'art. 7 al. 3 FITAF, l'autorité inférieure n'a pas droit aux dépens. Par ces motifs, le Tribunal administratif fédéral prononce : 1. Le recours est rejeté. 2. Les frais de procédure de 800 francs sont mis à la charge du recourant. Ils sont compensés par l'avance sur les frais, d'un même montant, versée en cause le 6 février 2020.

N165.Betätigungsvergleich bei unklaren Erwerbseinkommen

Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, ist ein Betätigungsvergleich anzustellen. Dieser dient zur Feststellung der leidensbedingten Behinderung; der Invaliditätsgrad ist danach unter besonderer Berücksichtigung der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit zu bestimmen.

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode (gemäss Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27bis und 27 Abs. 1 IVV) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann aber ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 f. E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen).

N166.Befristeter Rentenanspruch bei Abklärungsbedarf

Liegt die medizinische Sachlage nicht als feststehender Befund vor (z. B. weiterer Abklärungsbedarf, fehlende Auseinandersetzung mit Vorakten), hat die IV‑Stelle weitere Abklärungen zu veranlassen und einen befristeten Rentenanspruch bzw. die Prüfung eines solchen in Betracht zu ziehen.

___ widersprechen würden und keine Auseinandersetzung mit den Vorakten enthielten. Auch auf die prognostizierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit per Juni 2021 könne nicht abgestellt werden, zumal die Schmerzen weiterhin persistierten und im November 2021 gar ein stationärer Aufenthalt zur multimodalen Schmerztherapie erfolgt sei. Gemäss den im Einwandverfahren aufgelegten Arztberichten sei aus neurologischer Sicht neu die Diagnose eines chronischen Kopfschmerzsyndroms gestellt worden, wobei die Beschwerdegegnerin keine Abklärung bezüglich der Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorgenommen habe. Im Austrittsbericht des Universitätsspitals C.___ vom 7. Dezember 2021 sei sodann ausdrücklich auf die Erforderlichkeit weiterer psychiatrischer Abklärungen hingewiesen worden. Insgesamt liege kein feststehender medizinischer Sachverhalt vor. Die Beschwerdegegnerin habe verfrüht entschieden und damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem erfülle die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen von Art. 28 IVG seit August 2020, weshalb die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen wäre, einen befristeten Rentenanspruch zu prüfen (Urk. 1).
Entscheid Versicherungsgericht, 29.03.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine/Innere Medizin, Neuropsychologie, Orthopädie und Psychiatrie). Verweigerung der Mitwirkung bei der Begutachtung. Untersuchungspflicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung. Abmahnung der Mitwirkungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. März 2022, IV 2020/248). Entscheid vom 29. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2020/248 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N167.Dreimonatsdauer für Rentenherabsetzung

Verbessert sich der Gesundheitszustand der versicherten Person derart, dass der Invaliditätsgrad unter die für eine Rente nach Art. 28 Abs. 2 IVG massgebliche Schwelle fällt, kann dies zur Herabsetzung oder Einstellung der Rente führen. Für die Wirksamkeit der Änderung ist die in Art. 88a IVV vorgesehene Dreimonatsdauer einer ununterbrochenen Änderung massgeblich; die Rente wird entsprechend ab dem Zeitpunkt neu beurteilt, ab dem die dreimonatige Änderung vorliegt.

Zusammenfassend ergibt sich in Anwendung der gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor), bei einem Status von 70 % Erwerb und 30 % Haushalt (vgl. E. 5.5 hiervor), per 1. August 2020 (Ablauf des Wartejahres; vgl. E. 6.1 hiervor) unter Berücksichtigung einer erwerblichen Einschränkung von 42 % (vgl. E. 6.4 hiervor) und einer Einschränkung im Haushalt von 0 % (vgl. E. 7.3 hiervor) ein IV-Grad von 42 %. Demnach hat der Beschwerdeführer ab dem 1. August 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 2.2 hiervor). Ab Februar 2021 belief sich die erwerbliche Einschränkung auf 35 % (vgl. E. 6.4 hiervor); die Einschränkung im Haushalt betrug unverändert 0 % (vgl. E. 7.3 hiervor). Dies ergibt einen nunmehr rentenausschliessenden IV-Grad von 35 % (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG). Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.5 hiervor) führt dies grundsätzlich (vgl. E. 8.2 hiernach) zur Aufhebung der Viertelsrente per 31. Mai
_______, il peut ainsi être retenu que la recourante ne peut accomplir que des activités légères et adaptées à son état de santé à 20 % à compter du 17 novembre 2018, date à partir de laquelle la recourante a été suivie pour une spondylose lombo-sacrée (cf. annexe à TAF pce 1, en particulier le rapport du Dr E._______ du 17 novembre 2018). La recourante subit ainsi une diminution de sa capacité de gain (cf. art. 7 et 8 LPGA) de 80 % au moins depuis le 17 novembre 2018 (cf. comparaison des revenus de l'OAIE- non contestée par la recourante - du 6 novembre 2023 [annexe à TAF pce 7]). 5.4 Par ailleurs, le Tribunal ne décèle pas d'éléments pouvant justifier un changement de méthode d'évaluation du taux d'invalidité telle que celle retenue lors de la décision initiale du 14 septembre 2001, selon laquelle la recourante exercerait - en bonne santé - une activité lucrative à 100 % (méthode de comparaison des revenus ; cf. art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA), le grief de la recourante à ce sujet semblant découler d'une mauvaise compréhension de la détermination du taux d'invalidité. 6. La recourante a donc droit à une rente entière d'invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 et art. 28b al. 3 LAI dans sa version en vigueur depuis le 1er janvier 2022) à compter du 1er février 2019 (cf. art. 88a al. 2 1re phr. du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité [RAI, RS 831.201] prévoyant en particulier que si la capacité de gain de l'assuré se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable). Aussi, la rente d'invalidité doit être recalculée à compter de la date précitée, tenant compte de ce qui suit (consid. 7). 7. 7.1 Selon l'art. 35 al. 1 de la loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants (LAVS, RS 831.10 [dans sa version en vigueur lors de la notification de la décision litigieuse]) - applicable à l'assurance-invalidité par renvoi de l'art. 37 al. 1bis LAI - la somme des deux rentes pour un couple s'élève au plus à 150 % du montant maximal de la rente de vieillesse si les deux conjoints ont droit à une rente de vieillesse (let.
I m Hinblick auf Art. 17 ATSG ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der verfügten Rentenaufhebung mit jenem bei Bestätigung der ganzen Invalidenrente (8. Februar 2012) zu vergleichen. Entscheidend ist, ob sich daraus eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit in dem Mass ergibt, dass sich dadurch der Invaliditätsgrad von 100 % auf weniger als 70 % (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2021 geltenden Fassung) reduziert hätte (vgl. vorangehende E. 2).
Zusammenfassend kann auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. D____ vom 10. August 2020 (IV-Akte 88) sowie auf die RAD-Stellungnahme vom 9. Februar 2020 (IV-Akte 90) abgestellt werden. Das Gutachten wurde in Kenntnis der Aktenlage erstellt, ist umfassend und schlüssig, so dass ihm voller Beweiswert zukommt. Der Gutachter hat ausführlich begründet, dass der Beschwerdeführer mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einer nicht näher bezeichneten Angststörung (ICD-10: F41.9) leidet und dass ihm ab Mitte Mai 2020 einfache Hilfstätigkeiten mit geringen Ansprüchen an kognitive Fähigkeiten und ohne hohen Termindruck in einem 80% Pensum bzw. bei hohem Zeit- bzw. Termindruck und mit hohen Ansprüchen an das Durchhaltevermögen ein Pensum von 50% zumutbar sind. 5.5. Angesichts des verbesserten Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ab Mitte Mai 2020 ergibt sich im Rahmen der Invaliditätsbemessung neu ein Invaliditätsgrad von 20% (vgl. Verfügung vom 12. Februar 2021 [IV-Akte 107]). Da somit kein rentenauslösender IV-Grad mehr vorliegt (Art. 28 Abs. 2 IVG) hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die Einstellung des Rentenanspruchs unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 31. August 2020 verfügt. 6. 6.1. Den obigen Ausführungen zufolge ist die Beschwerde abzuweisen. 6.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von CHF 800.00, zu Lasten des Beschwerdeführers. Da ihm die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden ist, gehen diese Kosten zu Lasten des Staates. 6.3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Da dem Beschwerdeführer der Kostenerlass bewilligt wurde, ist seinem Vertreter ein angemessenes Kostenerlasshonorar zuzusprechen. Diesbezüglich ist zu bemerken, dass das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt im Sinne einer Faustregel – in durchschnittlichen IV-Fällen bei doppeltem Schriftenwechsel – ein Kostenerlasshonorar von CHF 3'000.00 (inklusive Auslagen) zuspricht. Bei der Anwendung dieser Pauschale wird berücksichtigt, dass der effektive Aufwand davon nach oben oder unten abweichen kann, sich im Schnitt aber ausgleicht.
29 Abs. 1 IVG) ist der Rentenbeginn vorliegend auf April 2017 festzulegen. Dies ist zwischen den Parteien zu Recht nicht umstritten. Es ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Invalideneinkommens auf die LSE abstellte. Da jedoch die jeweils im Verfügungszeitpunkt aktuellsten Tabellen zu verwenden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_414/2017 vom 21. September 2017 E. 4.2) ist anstelle der LSE 2014 auf jene aus dem Jahr 2016 abzustellen. Dies bleibt jedoch ohne Einfluss auf die Höhe des Invaliditätsgrades. Der Invaliditätsgrad beträgt somit wie von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 4. November 2019 korrekt ermittelt bei 58% ab April 2017 und berechtigt die Beschwerdeführerin zum Bezug einer halben Invalidenrente. 6.3.3. Angesichts des verbesserten Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ab Januar 2018 ergibt sich im Rahmen der Invaliditätsbemessung neu ein Invaliditätsgrad von 15%. Da somit kein rentenauslösender IV-Grad mehr vorliegt (Art. 28 Abs. 2 IVG) hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die Einstellung des Rentenanspruchs unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) per 31. April 2018 verfügt. 7. 7.1. Infolge der obigen Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. 7.2. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von CHF 800.00 zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Zufolge Bewilligung des Kostenerlasses gehen sie zu Lasten des Staates. 7.3. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im Kostenerlass ist ein angemessenes Anwaltshonorar auszurichten. Das Sozialversicherungsgericht geht bei der Bemessung eines Kostenerlasshonorars für durchschnittliche IV-Verfahren bei doppeltem Schriftenwechsel im Sinne einer Faustregel von einem Honorar in Höhe von CHF 3'000.00 (inklusive Auslagen) zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer (CHF 231.00) aus. Bei einfacheren oder komplizierteren Verfahren kann dieser Ansatz entsprechend erhöht oder reduziert werden.

N168.Umfassende Prüfung bei Wiederanmeldung

Bei einer Wiederanmeldung ist zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand seit der letzten rechtskräftigen Verfügung derart verändert hat, dass nunmehr ein Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht. Die IV‑Behörde hat den anspruchsrelevanten Sachverhalt erneut umfassend zu untersuchen; dies schliesst die erneute Würdigung auch solcher Elemente ein, die unverändert geblieben zu sein scheinen.

Entscheid Versicherungsgericht, 16.03.2023 Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 28 Abs. 1 IVG. Wiederanmeldung zum Rentenbezug. Nachdem die frühere Rente der Beschwerdeführerin eingestellt worden war und sie eine Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft gemacht hatte, hatte die Beschwerdegegnerin zu prüfen, ob sich ihr Gesundheitszustand im Vergleich zum Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen Verfügung wesentlich verändert hatte. Gestützt auf das neue beweiskräftige Gutachten ist eine relevante Veränderung nicht erstellt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. März 2023, IV 2022/72). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_274/2023. Entscheid vom 16. März 2023 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Jeannine Wiessner-Bodmer Geschäftsnr. IV 2022/72 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom 23. März 2017 (Urk. 13/31) eingetreten. Es gilt somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitraum zwischen der Verfügung vom 25. September 2014, mit welcher ein Anspruch auf eine Invalidenrente verneint worden war (Urk. 13/25), und der angefochtenen Verfügung vom 22. September 2020 (Urk. 2) insoweit verschlechtert hat, dass nunmehr ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Dabei fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin nach Lage der Akten ab 25. September 2013 zu 100 % arbeitsunfähig war (Urk. 13/1/3, Urk. 13/2/1, Urk. 13/2/12, Urk. 13/13/1). Damit war das gleichentags eröffnete Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) am 24. September 2014 abgelaufen. Mit der tags darauf erlassenen Verfügung hat die IV-Stelle dementsprechend das Leistungsgesuch mit der Begründung abgewiesen, es liege kein invalidisierendes psychisches Leiden vor (Urk. 13/25). Die vorliegende Leistungsprüfung hat daher unter dem Blickwinkel der Neuanmeldung zu erfolgen (BGE 97 V 59).
Aber nach der Auffassung der Beschwerdegegnerin beziehungsweise des Bundesgerichtes soll in jedem Revisionsverfahren – und damit auch in einem revisionsanalogen Verfahren betreffend eine Wiederanmeldung zum Rentenbezug – eine umfassende Prüfung und Würdigung des gesamten Sachverhaltes möglich sein, was zur Folge haben soll, dass auch unverändert gebliebene Elemente des anspruchsrelevanten Sachverhaltes erneut gewürdigt werden müssen, wobei keine Bindung an eine frühere Verfügung, an ein früheres Urteil eines kantonalen Versicherungsgerichtes oder an ein früheres Bundesgerichtsurteil bestehen soll. Würde man dieser Auffassung folgen, wäre der Prüfungsumfang in einem Revisionsverfahren mit jenem in einem Verfahren betreffend eine erstmalige Anmeldung zum Leistungsbezug identisch, weil der gesamte massgebende Sachverhalt umfassend neu abgeklärt und gewürdigt werden müsste. Das müsste natürlich auch für ein Verfahren betreffend eine Wiederanmeldung zum Rentenbezug gelten, wobei es keine Rolle spielen könnte, ob man ein solches Verfahren als ein „Revisionsverfahren“ nach der bundesgerichtlichen Terminologie qualifizieren würde. So oder anders hat das Rentenbegehren des Beschwerdeführers also umfassend geprüft werden müssen.   Gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, wenn sie während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung sowie allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre. Der Beschwerdeführer hat angegeben, dass er seit dem Jahr 1986 als Plattenleger erwerbstätig gewesen sei.

N169.Meldepflichtverletzung und rückwirkende Rentenfolgen

Bei Verletzung der Meldepflichten kann der Rentenanspruch revisionsweise rückwirkend aufgehoben oder die Rente rückwirkend angepasst werden; zu Unrecht bezogene Rentenleistungen können zurückgefordert werden. Die Rechtsprechung nimmt dabei an, dass nicht nur eine formelle Erwerbsaufnahme, sondern auch Änderungen in persönlichen/wirtschaftlichen Verhältnissen meldepflichtrelevant sein können; hierzu zählt nach dortiger Rechtsprechung etwa die Ausübung eines zeitaufwändigen und körperlich anstrengenden Hobbys, das eine Erwerbstätigkeit als möglich erscheinen lässt.

Entscheid Versicherungsgericht, 25.01.2022 Art. 28 IVG, Art. 17 ATSG, Art. 77 und 88bis Abs. 2 lit. b IVV, 25 ATSG. Rückwirkende revisionsweise Aufhebung des Rentenanspruchs infolge Meldepflichtverletzung. Rückforderung der zu Unrecht bezogenen Rentenleistungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Januar 2022, IV 2020/144). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_190/2022. Entscheid vom 25. Januar 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Corinne Schambeck und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/144 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Blumenbergplatz 1, Postfach 1126, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rentenrevision (Einstellung) und Rückforderung
Entscheid Versicherungsgericht, 16.06.2021 Art. 28 IVG. Art. 77 und Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV. Invalidenrente. Meldepflicht. Rückwirkende Anpassung. Zu melden ist nicht nur eine Erwerbsaufnahme im eigentlichen Sinn, sondern jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die zu einer Änderung des Leistungsanspruchs führen kann. Dazu gehört auch die Ausübung eines körperlich anstrengenden und zeitaufwändigen Hobbys (in casu Autoreparaturen), die auch eine Erwerbstätigkeit als möglich erscheinen lässt. Da eine Meldepflichtverletzung vorliegt, ist die Rentenanpassung rückwirkend vorzunehmen (E. 3.2) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2021, IV 2019/168). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 16. Juni 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach Geschäftsnr. IV 2019/168 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N170.Prozentvergleich zur Bestimmung des Invaliditätsgrads

Verfahrenspraktischer Hinweis: Der Prozentvergleich (Setzen des hypothetischen Valideneinkommens auf 100 % und Schätzung des Invalideneinkommens als Prozentsatz hiervon) ist eine zulässige Ermittlungsmethode für den Invaliditätsgrad, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen. Er ist namentlich sachgerecht, wenn die geschätzte Prozentdifferenz die massgebenden Rentengrenzwerte von 70/60/50/40 % eindeutig über- oder unterschreitet. Für Selbstständige ist die Methode in der Regel nicht anwendbar, da fixe Betriebsaufwendungen und andere unternehmensspezifische Kosten nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).     Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen). Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
Der Invaliditätsgrad ist durch Prozentvergleich (BG. E 114 V 310 E. 3a) zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 Prozent (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig überoder unterschreitet (Urteil des Bundesgerichts vom 15. September 2020, 8C_285/2020, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). 5.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois-quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 5.3 Chez les assurés qui exerçaient une activité lucrative à plein temps avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique, il y a lieu de déterminer l'ampleur de la diminution des possibilités de gain de l'assuré, en comparant le revenu qu'il aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré ; c'est la méthode générale de comparaison des revenus (art. 28a al. 1 LAI en corrélation avec l'art. 16 LPGA) et ses sous-variantes, la méthode de comparaison en pour-cent et la méthode extraordinaire de comparaison des revenus (ATF 137 V 334 consid. 3.1.1 et les références). Dans le cas d'un indépendant, le degré d'invalidité ne saurait être déterminé en appliquant la méthode de la comparaison en pour-cent, cette méthode ne prenant pas en considération le fait que la gestion d'une structure commerciale engendre des charges fixes et incompressibles, telles que loyer, mobilier ou assurances, qui sont indépendantes de la variation du degré d'activité.
Selon ce dernier, la capacité de travail est nulle dès le 28 février 2021 dans l’activité habituelle, mais, suivant les conclusions de la dernière mesure professionnelle auprès des EPI, de 100% avec une diminution de rendement de 25%, susceptible de s’améliorer depuis octobre 2021 et « au fil du temps », dans une activité adaptée, respectant les limitations fonctionnelles suivantes : pas de position statique prolongée, pas de mouvements en porte-à-faux ni en rotation du rachis lombaire, pas de mouvements répétitifs du rachis cervical, pas de port de charges de plus de 5 kg. Il n’y a dès lors pas lieu de procéder à des investigations complémentaires, ni d’ordonner une expertise judiciaire. La recourante présente certes réellement des souffrances et difficultés au plan somatique et/ou psychique, mais celles-ci ne sont pas suffisamment graves pour la reconnaissance d'une invalidité (cf. notamment art. 4 al. 2 LAI). L’assurée a accompli des efforts méritoires en vue d’une réinsertion professionnelle (notamment dans le cadre des stages et mesures professionnelles auprès de l’OSEO et des EPI), et il lui appartient de continuer et accroître ses efforts. 8.               8.1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Selon la jurisprudence, il est possible de fixer la perte de gain d'un assuré directement sur la base de son incapacité de travail en faisant une comparaison en pour-cent. Cette méthode constitue une variante admissible de la comparaison des revenus basée sur des données statistiques : le revenu hypothétique réalisable sans invalidité équivaut alors à 100%, tandis que le revenu d'invalide est estimé à un pourcentage plus bas, la différence en pour-cent entre les deux valeurs exprimant le taux d'invalidité. L'application de cette méthode se justifie entre autres lorsque les salaires avant et/ou après invalidité ne peuvent pas être déterminés (arrêt du Tribunal fédéral 9C_237/2016 du 24 août 2016 consid. 2.2 et les références). La mesure dans laquelle les salaires ressortant des statistiques doivent être réduits, dépend de l'ensemble des circonstances personnelles et professionnelles du cas particulier (limitations liées au handicap, âge, années de service, nationalité/catégorie d'autorisation de séjour et taux d'occupation) et résulte d'une évaluation dans les limites du pouvoir d'appréciation.

N171.Bestimmung des Invaliditätsgrades durch Einkommensvergleich

Bei Erwerbstätigen wird der Invaliditätsgrad nach Art. 16 LPGA durch einen wirtschaftlichen Einkommensvergleich bestimmt (Vergleich von Validen‑ und Invalideneinkommen). Fehlt eine durchschnittliche Einkommensbiographie, ist stattdessen ein Prozentvergleich heranzuziehen.

7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno. Occorre quindi che il danno alla salute abbia cagionato una diminuzione della capacità di guadagno, perché il caso possa essere sottoposto all'assicurazione per l'invalidità (Duc, L’assurance invalidité, in: Meyer (Hrsg.), Schweizeri-sches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 2a ed., 2007, pag. 1411, n. 46).                                        -   secondo l’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI l’assicurato ha diritto ad una rendita se ha avuto un’incapacità al lavoro (art. 6 LPGA) almeno del 40% in media durante un anno senza notevole interruzione (e, per la lett. c, se al termine di questo anno è invalido [art. 8 LPGA] almeno al 40%). Secondo il cpv. 2 del medesimo art. 28 LAI gli assicurati hanno diritto ad una rendita intera se sono invalidi almeno al 70%, a tre quarti di rendita se sono invalidi almeno al 60%, ad una mezza rendita se sono invalidi almeno al 50% o a un quarto di rendita se sono invalidi almeno al 40%. In virtù dell'art. 28a cpv. 1 LAI, per valutare l'invalidità di un assicurato che esercita un'attività lucrativa si applica l'articolo 16 LPGA. Il Consiglio federale definisce il reddito lavorativo determinante per la valutazione dell'invalidità. Ai sensi dell'art. 16 LPGA il grado d'invalidità è determinato stabilendo il rapporto fra il reddito del lavoro che l'assicurato conseguirebbe, dopo l'insorgenza dell'invalidità e dopo l'esecuzione di eventuali provvedimenti d'integrazione, nell'esercizio di un'attività lucrativa ragionevolmente esigibile da lui in condizioni normali di mercato del lavoro (reddito da invalido) e il reddito del lavoro che egli avrebbe potuto conseguire se non fosse diventato invalido (reddito da valido). Il grado d'invalidità dell'assicurato deve quindi essere determinato dal raffronto del reddito che egli ancora può conseguire nonostante la sua invalidità con quello che avrebbe potuto guadagnare in assenza delle affezioni di cui è portatore (Duc, op.
Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2020 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Gestützt auf ein als beweiskräftig erachtetes psychiatrisches Gerichtsgutachten ist der Beschwerdeführer zu mindestens 70 % arbeitsunfähig. Da er nie längerfristig ein nahezu durchschnittliches Einkommen erzielt hat, ist der Invaliditätsgrad durch einen Prozentvergleich zu ermitteln. Somit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. November 2020, IV 2017/456). Entscheid vom 23. November 2020 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Miriam Lendfers und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2017/456 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Surber, Oberer Graben 44, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N172.Rechtsgenügende medizinische Dokumentation

Zur Anwendung von Art. 28 Abs. 2 IVG ist der Gesundheitszustand zum massgeblichen Verfügungszeitpunkt rechtsgenüglich, umfassend und nachvollziehbar medizinisch festzustellen und zu dokumentieren; nur auf dieser Grundlage lässt sich zuverlässig feststellen, ob und in welchem Umfang (und folglich ab welchem Zeitpunkt) ein Rentenanspruch besteht.

Diesem Facharzt diente als Beurteilungsbasis insbesondere der Bericht des Suva-Kreisarztes med. pract. E._______, Facharzt für Chirurgie, vom 16. April 2019 (act. 108 S. 7 bis 18). Diese sowie weitere - mit Blick auf den massgeblichen Verfügungszeitpunkt vom 18. Oktober 2019 relativ zeitnah erstellte - medizinische Dokumente, welche Dr. med. L._______ zur Verfügung gestanden hatten, sind nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben. Anhand dieser sowie zusätzlicher Dokumente ist anschliessend zu prüfen, ob eine rechtsgenügliche und umfassende Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers vorliegt resp. ob sich der rechtserhebliche Sachverhalt als vollständig abgeklärt und gewürdigt erweist. Falls dies bejaht werden kann, ist weiter zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen (befristeten oder unbefristeten) Rentenanspruch hat resp. ob die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG (vgl. zum kumulativen Charakter von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG bspw. Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1) und Art. 28 Abs. 2 IVG erfüllt sind (vgl. E. 2.5 hiervor). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Rentenanspruch gemäss Art. 29 IVG Abs. 1 frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des
Par écritures des 2 août et 3 septembre 2024, le recourant a pris note de la position de l’OAI et modifié ses conclusions, demandant l’octroi d’une rente dès le 1er avril 2019 – et non pas à compter d’une date antérieure. n. Les autres faits seront repris – en tant que de besoin – dans la partie « en droit » du présent arrêt.   EN DROIT   1.             La compétence de la Cour de céans, la recevabilité du recours et le droit applicable ont été examinés dans l’ordonnance d’expertise du 5 octobre 2023 (ATAS/746/2023), de sorte qu’il n’y a pas lieu d’y revenir. 2.             Le litige porte sur le bien-fondé du refus de l’intimé d’accorder une rente d’invalidité au recourant. 3.               3.1   3.1.1 A teneur de l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : a. sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, b. il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et c. au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Enfin, selon l’art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. 3.1.2 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al.

N173.Kumulative Anspruchsvoraussetzungen und Revision

Die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 sind kumulativ zu erfüllen: Zum einen müssen zumutbare Behandlungs‑ und Rehabilitationsmassnahmen berücksichtigt bzw. ausgeschöpft sein; zum anderen muss der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sein und am Ende dieses Jahres eine Invalidität von mindestens 40 % aufweisen. Eine nachträgliche Verbesserung des Invaliditätsgrades kann zu einer Revision, Reduktion oder Aufhebung der Rente führen, sofern die Änderung substantiiert ist und eine dauerhafte Besserung zu erwarten ist (u. a. Revision bei wesentlicher Änderung des Invaliditätsgrades).

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                               b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                      c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al.
Toutefois, le litige porte sur la date de suppression de la rente d’invalidité, dont il n’est pas contesté que le droit est né antérieurement à cette date, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 3.4 L'art. 8 LPGA prévoit qu'est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. L'art. 4 LAI précise que l'invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. 3.5 Selon l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.6 À teneur de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'art. 28 al. 1bis LAI précise qu'une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées. 3.7 La rente est échelonnée selon le taux d’invalidité : 40% au moins un quart de rente, 50% au moins une demie rente, 60% au moins trois quarts de rente, 70% au moins une rente entière. 3.8 En vertu de l'art. 88a al. 1 RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période.
Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4.             Conformément aux art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI, est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). En vertu de l’art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 5.             L’art. 17 al. 1 LPGA dispose que la rente d'invalidité est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée, réduite ou supprimée, lorsque le taux d'invalidité de l'assuré subit une modification d'au moins 5 points de pourcentage, ou atteint 100%.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c).

N174.Beweismassstab bei Arbeitsunfähigkeit

Beweismassstab und Beweislast: Die Beurteilung erfolgt nach der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Bei lückenhafter Aktenlage kommt es für die Bejahung der unter Art. 28 Abs. 1 IVG vorausgesetzten Arbeitsunfähigkeit häufig entscheidend auf die Dauer und die Schwere der Arbeitsminderung sowie auf echtzeitliche, überzeugende medizinische oder betriebliche Hinweise an. Fehlen derartige ärztliche Unterlagen für die fragliche Zeit, kann aus objektiver Beweislosigkeit folgen, dass der Anspruchsteller die daraus resultierenden Nachteile zu tragen hat.

Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 5.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Art. 29 Abs. 1 IVG bestimmt, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht. 6.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsfähig ist.
Bei den Akten befinden sich kaum psychiatrische Berichte aus jener Zeit. Der psychiatrische Sachverständige der ABI GmbH hat deshalb überzeugend dargelegt, dass die Verschlechterung erst ab der Berichterstattung durch Dr. C.___ im März 2018 als aus­gewiesen qualifiziert werden könne. Selbst wenn diese Angabe medizinisch nicht überzeugen sollte, muss aus juristischer Sicht von einer objektiven Beweislosigkeit hinsichtlich einer vor dem März 2018 eingetretenen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ausgegangen werden, da der Sachverständige der ABI GmbH natürlich den Gesundheitszustand vor der Untersuchung nicht hat erheben können und da die Akten keine überzeugenden Angaben für die Zeit vor März 2018 enthalten. Die Folgen der Beweislosigkeit müsste in einer lückenfüllenden analogen Anwendung des Art. 8 ZGB der Beschwerdeführer tragen. So oder anders kommt also die Berücksichtigung des Arbeitsunfähigkeitsgrades von 40 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten für die Zeit vor März 2018 nicht in Frage. Das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG könnte zwar schon früher zu laufen begonnen haben, wenn nämlich der Beschwerdeführer vor März 2018 durchschnittlich 40 Prozent arbeitsunfähig bezogen auf die letzte Tätigkeit gewesen wäre, aber im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz aus dem Jahr 2013 war diese Tätigkeit aus somatischer Sicht noch als uneingeschränkt zumutbar qualifiziert worden und der rheumatologische Sachverständige der ABI GmbH hat den Zeitpunkt der (geringfügigen) Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes mangels zwischenzeitlicher Berichte nicht genau bestimmen, sondern lediglich angeben können, dass seine Arbeitsfähigkeitsschätzung spätestens ab der aktuellen Untersuchung massgebend sei. Auch diesbezüglich liegt damit eine objektive Beweislosigkeit vor. Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer damit zu Recht erst ab dem 1. März 2019 eine Viertelsrente zugesprochen.   Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Nach der Rechtsprechung ist unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist.

N175.Einkommensbemessung zum Rentenbeginn

Für die Bemessung des Invaliditätsgrades ist auf den Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns abzustellen. Validen- und Invalideneinkommen sind für dieselbe Referenzperiode zu ermitteln; Einkommensänderungen, die bis zum Erlass der Verfügung eintreten und den Anspruch beeinflussen können, sind zu berücksichtigen.

Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit nahm die Beschwerdegegnerin per Juli 2022 (Ablauf des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) einen ersten Einkommensvergleich vor, was einen IV-Grad von 100 % und damit ab Juli 2022 einen Anspruch auf eine ganze Rente ergab (vgl. IV-Akte 132, S. 5).
Aufgrund des unter E. 2.1 hiervor Dargelegten konnte ein Rentenanspruch frühestens am 1. Juli 2021 entstehen. Zu diesem Zeitpunkt war das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bereits seit längerer Zeit er­füllt (vgl. etwa act. II 158.1/6 Ziff. 4.5), weshalb der Einkommensvergleich auf das Jahr 2021 hin vorzunehmen ist.
1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment (hypothétique) de la naissance du droit à la rente; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à une même période et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'à la date de la décision être pris en compte (ATF 143 295 c. 4.1.3, 129 V 222). 6.2 L’année de référence à prendre en compte en l’espèce pour la comparaison des revenus est l'année 2021, étant donné le début potentiel de la rente au plus tôt le 1er juin 2021. A cette date-là, l’assuré présentait en effet une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne depuis une année sans interruption notable et le délai de carence de six mois à compter du dépôt de la demande AI en octobre 2020 était également échu (art. 28 al. 1 LAI et art. 29 al. 1 LAI). 6.3 6.3.1 Pour déterminer le revenu de personne valide, il faut se fonder sur le revenu que la personne assurée aurait effectivement pu réaliser selon un degré de vraisemblance prépondérante sans atteinte à la santé, en vertu de ses aptitudes professionnelles et des circonstances personnelles, au moment du début potentiel du droit à la rente. Il y a lieu en règle générale de prendre pour base le dernier salaire gagné par la personne assurée, en l'adaptant le cas échéant au renchérissement et à l'évolution des salaires réels (ATF 145 V 141 c. 5.2.1, 134 V 322 c. 4.1; SVR 2022 UV n° 4 c. 3.2). 6.3.2 En l'espèce, l'intimé s'est fondé à juste titre sur les données statistiques de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) publiées par l'Office fédéral de la statistique (OFS) pour évaluer le revenu sans handicap. Dès lors que le dernier emploi exercé par le recourant a été perdu eu égard à sa durée déterminée et pour des raisons ainsi étrangères à l'invalidité, il peut en effet être fait abstraction de la pratique qui veut que le revenu de personne valide soit en règle générale calculé sur la base du dernier salaire réalisé (TF 8C_260/2020 du 2 juillet 2020, in: SVR 2020 IV n° 71 c.

N176.Keine Bindungswirkung zwischen IV und UV

Die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung entfaltet gegenüber dem Unfallversicherer (und umgekehrt) keine Bindungswirkung. Zudem ist der Rentenanspruch nach Art. 29 IVG erst frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs begründet und kann frühestens im Monat nach Vollendung des 18. Lebensjahrs beginnen. Schliesslich sind die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG zu prüfen.

Der Beschwerdeführer hingegen stützte sich vorrangig auf die Berichte von Dr. med. F._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, vom 18. Mai 2020 (recte: 2022; IVSTA-act. 24) und 5. Januar 2023 (Eingangsstempel des Rechtsvertreters; BVGer-act. 1 Beilage 3). Diese fachärztlichen Dokumente sowie allenfalls weitere sind nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben und zu würdigen. Dabei ist zu prüfen, ob eine rechtsgenügliche und umfassende Beurteilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers vorliegt resp. ob sich der rechtserhebliche Sachverhalt als vollständig abgeklärt und gewürdigt erweist. Falls dies bejaht werden kann, ist weiter insbesondere zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Rentenanspruch hat resp. ob die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG (vgl. E. 2.6 hiervor; zum kumulativen Charakter von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG vgl. bspw. Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1) und Art. 28 Abs. 2 IVG erfüllt sind. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer und umgekehrt keine Bindungswirkung entfaltet (vgl. BGE 131 V 362; 133 V 549 E. 6) und der Rentenanspruch gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Aufgrund der Anmeldung vom 8. März 2022 (vgl. Bst. B.a hiervor) könnte dem Beschwerdeführer demnach frühestens ab 1. September 2022 (vgl. hierzu etwa Urteil des BGer 8C_54/2019 vom 1. April 2019 E. 3.2) unter der Bedingung, dass die materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG erfüllt sind, eine IV-Rente ausgerichtet werden. 3.1 Der Internist und Rheumatologe Dr. med. E._______ vom RAD führte in seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2022 gestützt auf die Akten des Krankentaggeldversicherers aus, beim Versicherten bestehe ein exazerbiertes Lumbalsyndrom ohne Radikulopathie, ausgelöst durch schwere körperliche Arbeit im Beruf, welches sich unter konservativer Therapie gebessert habe.

N177.Revisionsrelevanz kleiner Invaliditätsänderungen

Kleine Änderungen des Invaliditätsgrades können revisionsrelevant sein, sofern sie den Übergang in ein anderes Rentenstufen‑Echelon nach Art. 28 Abs. 2 IVG bewirken (z. B. eine Änderung um 2 Prozentpunkte) (Quelle 0). Mit der Revision per 1.1.2022 wurde ein stufenloses Rentensystem eingeführt, wodurch die prozentgenaue Ermittlung des Invaliditätsgrades an Bedeutung gewonnen hat (Quelle 3). Für bereits laufende Renten gelten daneben nach Art. 17 ATSG Revisionsregeln, die u. a. eine Änderung des Invaliditätsgrades um mindestens fünf Prozentpunkte als Revisionsgrund vorsehen (Quelle 1).

Toute modification des circonstances factuelles ne constitue pas un motif de révision. Aux termes de la loi, la modification doit être « notable » (« erheblich »), c’est-à-dire qu’elle doit être susceptible de conduire à une évaluation différente du taux d’invalidité dans une mesure qui influence le droit à la rente d’invalidité (ATF 130 V 343 consid, 3.5, arrêt du Tribunal fédéral 9C_223/2011 consid. 3.2). Dans l’assurance-invalidité, tout changement de l’état de fait qui conduit à un taux d’invalidité justifiant l’application d’un échelon différent (inférieur ou supérieur) de rente (cf. art. 28 al. 2 LAI) est en principe considéré comme notable ; une faible modification du degré d’invalidité (de 2 %) peut dès lors conduire à une révision si elle entraîne le passage à un échelon autre que celui établi initialement (p. ex. une baisse de 41 % à 39 %). Toutefois, le changement en cause doit avoir trait aux circonstances (personnelles ou économiques) liées spécifiquement à la personne assurée ; une modification peu importante des données statistiques sur lesquelles se fonde le ou les revenus déterminants devant être comparés pour évaluer le taux d’invalidité ne conduit pas à une révision de la rente d’invalidité, même si elle entraîne le passage à un échelon de rente différent (ATF 133 V 545). Cela vaut aussi lorsqu’il existe un motif particulier pour la révision (p. ex. cessation de l’activité lucrative), mais que le changement du taux d’invalidité est dû uniquement à une modification mineure du revenu statistique déterminant (arrêt du Tribunal fédéral 9C_8/2010 du 19 mars 2010). Lorsque la comparaison des états de fait déterminants dans le temps met en évidence une modification des circonstances pertinentes, le droit à la rente doit être examiné à nouveau sous tous ses aspects factuels et juridiques (« allseitige Prüfung »), sans que des évaluations antérieures ne revêtent un caractère obligatoire.
Nach der obigen Darlegung der auf den vorliegenden Fall anwendbaren Rechtsgrundlagen ist darauf hinzuweisen, dass durch das - mit der per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Revision des IVG und der IVV eingeführte - stufenlose Rentensystem die prozentgenaue Ermittlung des Invaliditätsgrades über die bisherigen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hinaus generell einen höheren Stellenwert erhalten hat. Art. 28a Abs. 1 IVG erteilt dem Bundesrat neu die Kompetenz, die bisher weitgehend auf der Rechtsprechung basierenden Regeln und Kriterien für die Ermittlung des Einkommens mit und ohne Invalidität (z.B. wann auf tatsächliche Werte und wann auf Tabellenlöhne abzustellen ist bzw. welche Tabelle anzuwenden ist) auf Verordnungsstufe zu umschreiben. Ebenso regelt der Bundesrat die bei diesen Einkommen nötigen, bisher von der Rechtsprechung entwickelten Korrekturfaktoren (z.B. welche Kriterien für einen leidensbedingten Abzug zu berücksichtigen sind und in welcher Höhe ein entsprechender Abzug erfolgen kann). Damit sollen namentlich der Interpretationsspielraum der IV-Stellen sowie der kantonalen Gerichte eingeschränkt, eine möglichst einheitliche Handhabung für die ganze Schweiz ("unité de doctrine") sichergestellt sowie gerichtliche Auseinandersetzungen zur Bemessung des Invaliditätsgrades nach Möglichkeit vermieden werden (vgl. Botschaft vom 15.
Die Beschwerdegegnerin wendet hiergegen im Wesentlichen ein, es sei in keinster Weise nachvollziehbar, dass ein «Bagatellunfall», wie er vom Beschwerdeführer ins Feld geführt werde, geeignet sei, die vorgebrachten Diagnosen auszulösen (Beschwerdeantwort [BA], Rz. 2). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege im Wesentlichen ein unveränderter medizinischer Sachverhalt und daher keine rentenerhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers vor (BA, Rz. 2 f.; Duplik, S. 1). 2.4. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Verfügung vom 25. September 2023 (IV-Akte 350) einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u. a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2. Bei einer Neuanmeldung sind die Revisionsregeln gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 8C_571/2023 vom 29. Februar 2024 E. 4.1). Die Invalidenrente ist gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG zu revidieren, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 100 Prozent erhöht wird (lit. b). Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E.

N178.Gerichtsgutachten als Rentenbeweis

Gerichtsgutachten können als beweiskräftig anerkannt werden und begründen — gestützt auf die darin enthaltene Arbeitsfähigkeits- bzw. Erwerbsunfähigkeitsfeststellung — einen Anspruch nach Art. 28 IVG. Die Entscheide zeigen, dass je nach festgestelltem Invaliditätsgrad ganze, halbe oder viertels Renten sowie befristete oder unbefristete Rentenansprüche möglich sind.

Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Gerichtsgutachten. Gestützt auf das beweiskräftige Gerichtsgutachten ist von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auf dem ausgeglichenen (ersten) Arbeitsmarkt auszugehen, die einen Anspruch auf eine ganze Rente begründet (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2021, IV 2019/225). Entscheid vom 25. Oktober 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/225 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eugen Koller, LL.M., St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 04.05.2022 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des psychiatrischen Gerichtsgutachtens bejaht. Gestützt auf die darin enthaltene Arbeitsfähigkeitsschätzung besteht ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente mit anschliessendem unbefristetem Anspruch auf eine Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Mai 2022, IV 2019/219). Entscheid vom 4. Mai 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/219 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Boltshauser, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 80a Abs.1 IVV: Gestützt auf ein Gerichtsgutachten hat der Beschwerdeführer bei einer Erwerbsunfähigkeit von 70 % einen unbefristeten Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2023, IV 2020/26). Entscheid vom 6. April 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Marie Löhrer, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/26 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N179.Eingliederung, Jahresarbeitsunfähigkeit und 40% Invalidität

Voraussetzung für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind kumulativ: a) die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit zur Ausübung der bisherigen Tätigkeit kann durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden; b) die versicherte Person war während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Durchschnitt mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG); und c) nach Ablauf dieses Jahres besteht eine Invalidität von mindestens 40 % (Art. 8 ATSG).

Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet diese aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022, sind hingegen die Bestimmungen des IVG und der IVV sowie diejenigen des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend (KSIR, Rz. 9101; vgl. auch Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2. Streitig und zu prüfen ist die ab 1. März 2018 zugesprochene Viertelsrente. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.

N180.Schadenminderungspflicht bei Haushaltstätigkeit

Bei im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht bei der Bemessung der Invalidität nach Art. 28 Abs. 1 IVG zu berücksichtigen. Es ist vom Massstab des vernünftigen Menschen in gleicher Lage auszugehen; diesem sind zumutbare Massnahmen zur Reduktion der Auswirkungen der Behinderung abzuverlangen. Dazu gehören namentlich eine sinnvolle Arbeitseinteilung, Arbeitsteilung und in üblichem Umfang die Inanspruchnahme von Familienhilfe. Können einzelne Haushaltarbeiten wegen der Behinderung nur noch mit unverhältnismässem Zeitaufwand erledigt werden, sind vorrangig diese organisatorischen Anpassungen und familiären Unterstützungsleistungen zu prüfen.

Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.

N181.Alte Staffelung der Rentenquoten

Für Ansprüche bzw. Leistungszeiträume, die vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind oder nach den Übergangsregelungen noch nach altem Recht zu beurteilen sind, gilt die bis zum 31. Dezember 2021 gültige Staffelung der Rentenquoten. Danach besteht Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %, auf eine halbe Rente bei mindestens 50 %, auf eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60 % und auf eine ganze Rente bei mindestens 70 %.

Bis 31. Dezember 2021 präsentiert sich die Rechtslage wie folgt: Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.       Ab 1. Januar 2022 präsentiert sich die Rechtslage wie folgt: Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente sodann nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen gilt hingegen wie erwähnt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird (oben, Erwägung 1.2). Dabei besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente ebenfalls erst bei einem IV-Grad ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung).
Sowohl die erstmalige Rentenabstufung auf eine IV-Rente im Umfang noch von 51% als auch die darauffolgende Leistungseinstellung erfolgten jedoch erst im Jahr 2022. Für den erstmaligen Anspruch auf eine IV-Rente und deren Bemessung ab Herbst 2021 sind folglich noch die Gesetzesgrundlagen in der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Hinsichtlich des abgestuften Rentenanspruchs ab Frühjahr 2022 und der in der Folge zu prüfenden Rentenaufhebung sind demgegenüber die Gesetzesgrundlagen in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung anwendbar. 2.1 Sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht setzt ein Rentenanspruch generell voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 9C_488/2022 vom 13. März 2023 E. 2.2.1). Bei einem IV-Grad von unter 40% besteht demnach auch weiterhin kein Rentenanspruch mehr (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen gilt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird. Dabei besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente erst bei einem IV-Grad ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung). 2.3 Für die Festlegung einer Rentenabstufung sind weiterhin die Revisionsbestimmungen gemäss Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 analog anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 30.
und dass sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung]).

N182.Beweiswert medizinischer Begutachtungen

Gerichtliche Gutachten und medizinische Begutachtungen der IV‑Organe haben in der Regel einen hohen Beweiswert; von einem Gerichtsgutachten weichen die Gerichte nur aus zwingenden Gründen ab. Stimmen mehrere Begutachtungen überein, erhöht dies deren Beweiskraft. Sprechen Befunde hingegen widersprüchlich oder sind sie unvollständig, ist — sofern dies zur Feststellung des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG erforderlich — mit ergänzenden Abklärungen, gegebenenfalls polydisziplinären, vorzugehen.

Im angefochtenen Urteil werden die massgebenden Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt. Es betrifft dies namentlich die Bestimmungen und Grundsätze zum Beginn (Art. 29 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung; vgl. nunmehr Art. 28 Abs. 2 IVG). Richtig sind auch die Ausführungen zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3, je mit Hinweisen) sowie insbesondere zum Beweiswert von Gerichtsgutachten, von denen das Gericht nicht ohne zwingende Gründe abweicht (BGE 143 V 269 E. 6.2.3.2; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/aa). Darauf wird verwiesen.
228-55), sowie den rheumatologischen Gutachten vom Februar 2011 und vom Mai 2016 (vgl. IV-act. 228-54). Die Einschätzung der Klinik C.___ vom 7. Oktober 2016 dagegen sei keinesfalls zu teilen, denn es scheine kein Augenmerk auf die Inkonsistenzen gerichtet, sondern auf eine somatische Schmerzursache abgestellt worden zu sein, die angesichts der zahllosen Infiltrationen nicht zu bestätigen sei. Die Coxarthrose sei inzwischen erfolgreich behandelt worden und auch die Rhizarthrose sei grundsätzlich gut behandelbar (vgl. IV-act. 228-55). Für eine körperlich sehr leichte Arbeit hat nach stichhaltig begründeten Angaben des Gutachters der Orthopädie dementsprechend auch in der zurückliegenden Zeit keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit im Sinn einer invalidisierenden Erkrankung vorgelegen (vgl. IV-act. 228-56). Auch wenn zwischenzeitlich von behandelnden Stellen erheblichere somatische Diagnosen gestellt, mehrere Behandlungen vorgenommen und Phasen voller Arbeitsunfähigkeit attestiert wurden, ist demnach nicht von einer für die Erfüllung einer Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ausreichenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. - Es ist darauf hinzuweisen, dass die - wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt auch bildgebend belegten - vorhandenen somatischen Schädigungen bei der ABI-Begutachtung ebenso Berücksichtigung fanden wie der Umstand der teilweise mangelnden Erklärbarkeit von Beschwerden und der ausbleibenden Behandlungserfolge (vgl. etwa Berichte vom 28. Juli 2015 [keine Erklärung für beklagte Schmerzen], 22. März 2016 [kein Steroideffekt], 9. Mai 2016 [kein Behandlungserfolg], 4. November 2016 [Elektrophysiologie ohne Auffälligkeiten], 19. Juni 2017 [PRT ohne Besserung]). - Besonderes Gewicht gibt beweismässig ausserdem die - bezüglich Rentenrelevanz im Wesentlichen festzustellende - Übereinstimmung von Ergebnissen der Begutachtungen. Was die psychiatrische Begutachtung im Einzelnen betrifft, hielt der Gutachter unter anderem zum Untersuchungsbefund (nach AMDP) fest, die Stimmung der Beschwerdeführerin sei depressiv gewesen mit verminderter Freude und einem gewissen Interessensverlust.
___ fällt ausserdem ins Gewicht, dass sie auf einer umfassenden persönlichen Untersuchung beruht, die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden und die relevanten medizinischen Akten dabei Berücksichtigung fanden, die aus objektiver Sicht erfolgte Konsistenz- und Ressourcenprüfung plausibel erscheint und die hinsichtlich des Gesundheitsschadens und der Arbeitsfähigkeit gezogenen Schlüsse aus medizinischer Laiensicht einleuchten. Ein weiterer Abklärungsbedarf ist zu verneinen und das Gesuch des Beschwerdeführers um eine polydisziplinäre Begutachtung abzuweisen. Gestützt auf die beweiskräftige Arbeitsfähigkeitsschätzung von Prof. G.___ ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sowohl für die angestammte als auch eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 67%ige Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 143-26). Es erscheint aufgrund dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung fraglich, dass der Beschwerdeführer die für einen Rentenanspruch kumulativ zu erfüllende Voraussetzung einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch andauernden durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt (vgl. hierzu BGE 142 V 550 E. 3.1). Diese Frage kann jedoch offengelassen werden, da ohnehin kein rentenbegründender Invaliditätsgrad im Fall des Beschwerdeführers resultiert (siehe nachstehende E. 3). In Anbetracht, dass dem Beschwerdeführer auch im angestammten Bereich leidensangepasste Tätigkeiten offenstehen und sich aus seinen vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübten Tätigkeiten keine taugliche Grundlage für die konkrete Ermittlung eines Valideneinkommens ergeben, ist zur Ermittlung des Invaliditätsgrads ein Prozentvergleich vorzunehmen (siehe zum Prozentvergleich etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 6. April 2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 mit Hinweis). Im Rahmen des Prozentvergleichs sind die vom Beschwerdeführer zugunsten eines Tabellenlohnabzugs (siehe hierzu BGE 126 V 75) ins Feld geführten lohnwirksamen invaliditätsfremden Gesichtspunkte (keine Schulbildung und keine abgeschlossene Lehre, act. G 1, II. B. Rz 4.2) sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen ausgeklammert, weshalb sie keinen Abzug rechtfertigen.

N183.Fiktives Valideneinkommen anhand ESS/LSE

Kann das tatsächliche Einkommen nicht bestimmt werden, kommt zur Ermittlung des fiktiven Valideneinkommens in der Regel auf statistische Lohndaten zurückgegriffen zu werden (insbesondere ESS / LSE). Dabei ist auf die für den massgeblichen Zeitpunkt des Rentenbeginns relevante Erhebung abzustellen; zudem ist die seitherige Nominallohnentwicklung zu berücksichtigen.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. bb) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b/aa) Lorsque le revenu sans invalidité ne peut pas être déterminé en fonction de l’activité lucrative habituelle exercée avant l’atteinte à la santé, il convient de recourir à des données statistiques en se demandant quelle activité l’assuré aurait effectuée s’il était resté en bonne santé. On se référera en règle générale à l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) publiée tous les deux ans par l’Office fédéral de la statistique. On procédera de même pour l’établissement du revenu avec invalidité lorsque l’assuré n’a pas repris d’activité lucrative dans une profession adaptée, ou lorsque son activité ne met pas pleinement en valeur sa capacité de travail résiduelle, contrairement à ce qui serait raisonnablement exigible (ATF 126 V 75 ; Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.
On tiendra également compte de l’évolution des salaires nominaux, pour les hommes ou les femmes selon la personne concernée, entre la date de référence de l’ESS et l’année déterminante pour l’évaluation de l’invalidité (ATF 129 V 408 consid. 3.1.2). Cette année correspond en principe à celle lors de laquelle le droit éventuel à la rente prend naissance (ATF 134 V 322 consid. 4.1 ; 129 V 222). ee) L’assuré peut, selon sa situation personnelle, voir ses perspectives salariales être réduites par des facteurs tels que l’âge, le handicap, les années de services, la nationalité, le titre de séjour ou le taux d’occupation. Une évaluation globale des effets de ces circonstances sur le revenu d’invalide est nécessaire. La jurisprudence admet de procéder à une déduction de 25 % au maximum pour en tenir compte (ATF 129 V 472 consid. 4.2.3 ; 126 V 75). b) Pour calculer l’éventuel droit à la rente, l’intimé s’est à juste titre placé au moment de la naissance d’un éventuel droit à la rente en 2018, soit un an après l’échéance du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 LAI) compte tenu du dépôt de la demande à l’automne 2017. aa) Dès lors que le recourant n’exerçait plus d’activité professionnelle depuis le mois de novembre 2016 (cf. rapport initial DP, p. 2), l’intimé s’est à juste titre fondé sur les revenus statistiques pour calculer le gain de valide. Le salaire de référence pour les hommes travaillant dans le secteur de la construction, était, en 2018, de 5'622 fr. par mois, part au treizième salaire comprise (ESS 2018, TA1_tirage_skill_level, 41-43 construction, niveau de qualification 1 [non qualifié]), étant précisé qu’au moment de rendre la décision attaquée, l’intimé ne disposait pas encore de l’édition 2018 de l’ESS. Cela représente un revenu annuel de 67'464 fr. (5'622 fr. × 12 mois). Compte tenu de la durée hebdomadaire de travail dans les entreprises de la construction en 2018 (41,3 heures ; OFS, Durée normale du travail dans les entreprises selon la division économique, rubrique 41-43), ce montant doit être porté à 69'656 fr. 58 (67'464 fr.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen. Mit Blick auf das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG lit. b IVG (oben, Erwägung 2.1) ist der für einen Rentenanspruch massgebende IV-Grad bei einer durchgehend bis März 2018 bestehenden Arbeitsunfähigkeit von lediglich 30% bei der hypothetisch erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs (oben, Erwägung 3.2) erst per März 2019 zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Entgegen der von der IV-Stelle herangezogenen Lohnstrukturerhebung (LSE) aus dem Jahr 2014 bildet mit Blick auf den frühestmöglichen Rentenbeginn ab März 2019 Grundlage korrekterweise die LSE 2016, Tabelle TA1, Privater Sektor Total, Frauen, Kompetenzniveau 1 für einfache und repetitive Arbeiten (Fr. 4'363.— x 12/40 x 41,7 Wochenstunden, zuzüglich Nominallohnentwicklung per 2019 im Umfang von 1,8% [Tabelle BFS

N184.Entstehung des Rentenanspruchs: Karenzfrist und Mindestbeitragsdauer

Für den Entstehungszeitpunkt des Rentenanspruchs sind die materiellen Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. a–c kumulativ zu erfüllen; zusätzlich ist die formelle sechsmonatige Karenzfrist nach Art. 29 IVG zu beachten. Ferner gilt die Mindestbeitragsdauer nach Art. 36 IVG (mindestens drei Jahre) als kumulative Voraussetzung.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
b IVG) und ist deshalb noch kein Rentenanspruch entstanden, so ist eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren (oben, Erwägung 3.3). Das Gleiche hat zu gelten, wenn zwar die materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG erfüllt sind, die für einen Rentenanspruch vorausgesetzte formelle Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 29 IVG in diesem Zeitpunkt aber noch nicht vorliegt, oder –umgekehrt – die materiellen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG trotz Bestehens der sechsmonatigen Karenzfrist seit der formellen Leistungsanmeldung zwischenzeitlich wieder weggefallen sind. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass die Karenzfrist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG eine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 140 V 470 E. 3.3.1 am Ende). Deren verfahrensmässige Natur ändert nichts daran, dass ein Rentenanspruch immer nur dann entstehen kann und mit ihm der Versicherungsfall erst dann als eingetreten gilt, wenn sowohl die materiellen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG als auch die in Art. 29 Abs. 1 IVG vorgeschriebene Voraussetzung verfahrensmässiger Natur kumulativ erfüllt sind.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Zusätzlich kumulativ zu erfüllende Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass der Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (davon mindestens ein Jahr AHV/IV-Beiträge in der Schweiz), was vorliegend unbestritten der Fall ist (Art.

N185.Arbeitsunfähigkeit als Leistungsbeginn

Für den Anspruch auf Leistungen der beruflichen Vorsorge (BVG) ist nicht der rechtliche Beginn der Invalidität nach IVG, sondern der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit massgebend, deren Ursache zur Invalidität führt. Die Vorsorgeeinrichtung bleibt für eine während des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Arbeitsunfähigkeit leistungs- und damit anspruchsberechtigt, auch wenn die versicherte Person später aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet oder die Versicherteneigenschaft wegfällt.

Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung, hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn er mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist. Gemäss Abs. 1 von Art. 26 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Art. 29 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).     Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl. Art. 23 BVG). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit (nach einer Wartezeit von einem Jahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 26 BVG) invalid wird. Damit nämlich der durch die zweite Säule bezweckte Schutz zum Tragen kommt, muss das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit eintritt, während welcher die Person unter Umständen aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden ist und daher nicht mehr dem Obligatorium unterstanden hat (BGE 138 V 409 E. 6, 123 V 262 E. 1b, 121 V 97 E. 2a, 120 V 112 E. 2b, je mit Hinweisen). Für eine einmal aus während der Versicherungsdauer aufgetretene Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft kein Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 136 V 65 E. 3.1, 123 V 262 E. 1a, 118 V 35 E. 5).

N186.Gemischte Invaliditätsbemessung Erwerb und Haushalt

Bei Teilzeitarbeit oder unbezahlter Mitarbeit im Familienbetrieb ist die Invalidität für die Erwerbstätigkeit nach Art. 16 LPGA zu bewerten; die Invalidität für die Haushaltstätigkeit wird nach dem (früheren) Art. 28 Abs. 2bis LAI / Art. 28a Abs. 2 LAI festgestellt. Die jeweiligen Anteile werden bestimmt und der Gesamtinvaliditätsgrad mit der sogenannten «gemischten» Methode berechnet. Erwerbs- und Haushaltsbereich gelten in der Regel als komplementär (zusammen i. d. R. 100%); dabei sind weder der zeitliche Aufwand für Hausarbeiten noch die Grösse des Haushalts ein entscheidendes Kriterium für die Bestimmung des Haushaltsanteils.

Sous l’angle de la procédure, la modification du RAI constitue un motif de révision à prendre en compte dès le 1er janvier 2018 (voir à ce sujet aussi: lettre circulaire AI n° 372 du 9 janvier 2018 établie par l'Office fédéral des assurances sociales [OFAS]). D'après l'art. 28a al. 3 LAI (jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2ter LAI), lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit ses travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'art. 28a al. 2 LAI (jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2bis LAI) pour cette activité-là. Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité (méthode dite "mixte" d'évaluation de l'invalidité; ATF 144 I 21 c. 2.1, 142 V 290 c. 4; jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2bis LAI). Dans le cadre de la méthode mixte (art. 28a al. 3 LAI), l'activité lucrative et les travaux habituels non rémunérés sont en principe complémentaires, en ce sens que ce qui ne constitue pas une activité lucrative appartient à la tenue du ménage. En d'autres termes, les deux domaines ensemble représentent en règle générale une valeur de 100%. Par conséquent, la part consacrée au ménage ne doit pas être déterminée en fonction de l'ampleur des tâches entrant dans le champ des travaux habituels. Le temps que l'assuré prend pour les travaux ménagers ne s'avère pas non plus décisif. Le fait que la taille du ménage ne représente pas un critère déterminant vaut également à l'égard des assurés qui travaillent exclusivement dans le ménage, dont les tâches habituelles sont ainsi toujours, conformément à la jurisprudence, évaluées à 100% (ATF 141 V 15 c. 4.5). 2.2 L'invalidité est l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). Elle peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art.
1 Le 1er janvier 2018 est entré en vigueur le nouvel art. 27bis al. 2 à 4 du règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) introduisant un nouveau mode d'évaluation de l'invalidité pour les personnes travaillant à temps partiel. Jusqu’au 31 décembre 2017, l'ancienne réglementation s'appliquait, la nouvelle réglementation n’ayant donc pas d’effet rétroactif. Sous l’angle de la procédure, la modification du RAI constitue un motif de révision à prendre en compte dès le 1er janvier 2018 (voir à ce sujet aussi: lettre circulaire AI n° 372 du 9 janvier 2018 établie par l'Office fédéral des assurances sociales [OFAS]). D'après l'art. 28a al. 3 LAI (jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2ter LAI), lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit ses travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'art. 28a al. 2 LAI (jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2bis LAI) pour cette activité-là. Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité (méthode dite "mixte" d'évaluation de l'invalidité; ATF 144 I 21 c. 2.1, 142 V 290 c. 4; jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2bis LAI). Dans le cadre de la méthode mixte (art. 28a al. 3 LAI), l'activité lucrative et les travaux habituels non rémunérés sont en principe complémentaires, en ce sens que ce qui ne constitue pas une activité lucrative appartient à la tenue du ménage. En d'autres termes, les deux domaines ensemble représentent en règle générale une valeur de 100%. Par conséquent, la part consacrée au ménage ne doit pas être déterminée en fonction de l'ampleur des tâches entrant dans le champ des travaux habituels. Le temps que l'assuré prend pour les travaux ménagers ne s'avère pas non plus décisif. Le fait que la taille du ménage ne représente pas un critère déterminant vaut également à l'égard des assurés qui travaillent exclusivement dans le ménage, dont les tâches habituelles sont ainsi toujours, conformément à la jurisprudence, évaluées à 100% (ATF 141 V 15 c.
1 Le 1er janvier 2018 est entré en vigueur le nouvel art. 27bis al. 2 à 4 du règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) introduisant un nouveau mode d'évaluation de l'invalidité pour les personnes travaillant à temps partiel. Jusqu’au 31 décembre 2017, l'ancienne réglementation s'appliquait, la nouvelle réglementation n’ayant donc pas d’effet rétroactif. Sous l’angle de la procédure, la modification du RAI constitue un motif de révision à prendre en compte dès le 1er janvier 2018 (voir à ce sujet aussi: lettre circulaire AI n° 372 du 9 janvier 2018 établie par l'Office fédéral des assurances sociales [OFAS]). D'après l'art. 28a al. 3 LAI (jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2ter LAI), lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit ses travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'art. 28a al. 2 LAI (jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2bis LAI) pour cette activité-là. Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité (méthode dite "mixte" d'évaluation de l'invalidité; ATF 144 I 21 c. 2.1, 142 V 290 c. 4; jusqu'à fin 2007: anc. art. 28 al. 2bis LAI). Dans le cadre de la méthode mixte (art. 28a al. 3 LAI), l'activité lucrative et les travaux habituels non rémunérés sont en principe complémentaires, en ce sens que ce qui ne constitue pas une activité lucrative appartient à la tenue du ménage. En d'autres termes, les deux domaines ensemble représentent en règle générale une valeur de 100%. Par conséquent, la part consacrée au ménage ne doit pas être déterminée en fonction de l'ampleur des tâches entrant dans le champ des travaux habituels. Le temps que l'assuré prend pour les travaux ménagers ne s'avère pas non plus décisif. Le fait que la taille du ménage ne représente pas un critère déterminant vaut également à l'égard des assurés qui travaillent exclusivement dans le ménage, dont les tâches habituelles sont ainsi toujours, conformément à la jurisprudence, évaluées à 100% (ATF 141 V 15 c.

N187.Echtzeitliche ärztliche Dokumentation erforderlich

Retrospektive ärztliche Schätzungen genügen für den Nachweis des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit nach Art. 28 IVG grundsätzlich nicht allein. Auf ein echtzeitliches ärztliches Zeugnis kann nur verzichtet werden, wenn die negativen Auswirkungen der Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit echtzeitlich dokumentiert sind. Fehlt eine hinreichende Begründung des Gutachtens, sind weitere medizinische Abklärungen anzuordnen.

Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss zwar – wie beim Rentenanspruch gegenüber einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge – auch gegenüber der Invalidenversicherung grundsätzlich mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit echtzeitlich nachgewiesen sein (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_276/2010 vom 2. Juli 2010 E. 3.3). Dem ist aber nicht zwingend so. Nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen aber nicht aus. Um der retrospektiven ärztlichen Attestierung der Arbeitsunfähigkeit zu folgen und auf ein echtzeitliches Arztzeugnis verzichten zu können, müssen die negativen Auswirkungen der Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit vielmehr echtzeitlich dokumentiert sein (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 9C_154/2021 vom 10. März 2022 E. 2.2., 9C_517/2020 vom 28. Januar 2021 E. 3.2 und 9C_851/2014 vom 29. Juni 2015 E. 3.2; siehe auch Kaspar Gerber, a.a.O, N 154 zu Art. 28 IVG). 3.4. Eine Reduktion des Arbeitspensums kann ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen einer relevanten Arbeitsunfähigkeit sein, genügt allein in der Regel jedoch nicht für den Nachweis einer gesundheitlich bedingten funktionellen Leistungseinbusse. Dies gilt insbesondere, wenn die Reduktion aus einem subjektiven Krankheitsgefühl heraus erfolgt oder, wenn konkurrierende Gründe bestehen (z.B. der Wunsch nach mehr Zeit für bestimmte [Freizeit-]Aktivitäten oder für eine berufsbegleitende Weiterbildung). Es braucht grundsätzlich eine echtzeitliche ärztliche Bestätigung, dass die Reduktion des Arbeitspensums gesundheitlich bedingt notwendig ist, weil etwa die weitere Verrichtung der Berufsarbeit nur unter der Gefahr der Verschlimmerung des Gesundheitszustandes möglich wäre. Davon kann abgesehen werden, wenn andere Umstände, z.B. krankheitsbedingte Absenzen vor der Arbeitszeitreduktion, den Schluss nahelegen, dass dieser Schritt auch objektiv betrachtet aus gesundheitlichen Gründen erfolgt und insoweit eine arbeitsrechtlich in Erscheinung getretene (sinnfällige) Leistungseinbusse zu bejahen ist (vgl.
Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss zwar – wie beim Rentenanspruch gegenüber einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge – auch gegenüber der Invalidenversicherung grundsätzlich mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit echtzeitlich nachgewiesen sein (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_276/2010 vom 2. Juli 2010 E. 3.3). Dem ist aber nicht zwingend so. Nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen aber nicht aus. Um der retrospektiven ärztlichen Attestierung der Arbeitsunfähigkeit zu folgen und auf ein echtzeitliches Arztzeugnis verzichten zu können, müssen die negativen Auswirkungen der Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit vielmehr echtzeitlich dokumentiert sein (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 9C_154/2021 vom 10. März 2022 E. 2.2., 9C_517/2020 vom 28. Januar 2021 E. 3.2 und 9C_851/2014 vom 29. Juni 2015 E. 3.2; siehe auch Kaspar Gerber, a.a.O, N 154 zu Art. 28 IVG).
Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2025 Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Beweiskraft eines Gutachtens. Gutheissung des Antrags, die Tonaufnahme des psychiatrischen Teilgutachtens aufgrund der geltend gemachten Verständigungsschwierigkeiten anlässlich der mündlichen Verhandlung abzuspielen. Die retrospektive Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Teilgutachtens überzeugt nicht. Die Sache ist daher zur weiteren medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2025, IV 2023/217). «Entscheid als PDF» «IV_2023-217.pdf» anzeigen

N188.Letzte rechtskräftige Verfügung als Ausgangspunkt

Bei Revisionen oder bei der Anpassung laufender Renten nach Art. 28 Abs. 1 IVG bildet für die Prüfung, ob sich der Invaliditätsgrad in einer anspruchserheblichen Weise geändert hat, die zuletzt rechtskräftige Verfügung den zeitlichen Ausgangspunkt, sofern sie auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht.

Pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une révision de la rente (sur demande ou d’office), constitue le point de départ temporel pour l’examen du degré d’invalidité la dernière décision entrée en force et qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 133 V 108 consid. 5). 4. Invalidité et choix de la méthode de calcul du degré d'invalidité 4.1. A teneur de l’art. 8 al. 1 LPGA, applicable par le biais de l’art. 1 al. 1 LAI, est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l'art. 4 al. 1 LAI, dite invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Il découle de la notion d'invalidité que ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée; ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). 4.2. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b), et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). L'al. 2 prévoit que la rente est échelonnée selon le taux d'invalidité. 4.3. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). L'évaluation du taux d'invalidité se fait sur la base de plusieurs méthodes dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente à savoir, la méthode ordinaire, la méthode spécifique, la méthode mixte ou encore la méthode extraordinaire.
Laufende Renten sind nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs auswirkt (Art. 28 Abs. 1 IVG; BGE 134 V 131 E. 3). Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht. Die IV-Stelle führte zuletzt vor Erlass der Verfügung vom 3. Februar 2017 eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung des medizinischen und des erwerblichen Sachverhalts durch. Damit bilden einerseits das Verfügungsdatum vom 3. Februar 2017 und andererseits das Datum der angefochtenen Verfügung vom 11. Januar 2022 die relevanten Vergleichszeitpunkte.

N189.Unterbruch und Neubeginn der Wartezeit

Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person während mindestens 30 aufeinanderfolgender Tage voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). Tritt nach einem solchen Unterbruch erneut eine Arbeitsunfähigkeit ein, beginnt die einjährige Wartezeit für den Rentenanspruch von neuem zu laufen, wobei die bis zum Unterbruch bereits zurückgelegten Zeiten grundsätzlich nicht angerechnet werden. Eine Ausnahme hiervon ist nur in den in Art. 29bis IVV bezeichneten Fällen vorgesehen.

Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). Diesfalls beginnt die einjährige Wartezeit bei erneuter Arbeitsunfähigkeit wieder von vorne zu laufen (vgl. KSIR Rz. 2212).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; vgl. SVR 2016 BVG Nr. 51 S. 215, 9C_289/2016 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_633/2017 vom 16. Februar 2018 E. 3.4).     Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Absatz 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG).
Urteile des Bundesgerichts vom 20. Februar 2018, 9C_147/2017, E. 4.4, vom 3. Juli 2013, 9C_677/2012, E. 2.3 und vom 24. November 2010, 9C_757/2010, E. 4.1). Ein wesentlicher Unterbruch im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt gemäss Art. 29ter der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. In diesem Fall beginnt die Wartezeit mit Wiedererreichen der Wesentlichkeitsschwelle von neuem und es erfolgt keine Anrechnung früher zurückgelegter Wartezeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2016, 9C_317/2016, E. 4.2; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] und vom 26. Juni 2001, I 34/01, E. 1 und vom 17. September 1993, I 209/91, in: Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28, Rz. 35). Nach Art. 29bis IVV werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Invalidenrente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben wurde, in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit jedoch erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht hat. Handelt es sich nicht um das gleiche Leiden, ist keine Anrechnung bereits zurückgelegter Wartezeiten zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. November 2019, 8C_607/2019, E. 3.2 und vom 21. Mai 2008, 9C_73/2008, E. 5.2, je e contrario). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Bei der Frage der Zumutbarkeit einer Tätigkeit ist insofern eine objektive Betrachtungsweise massgebend, als es nicht auf das subjektive Empfinden respektive die Selbsteinschätzung der versicherten Person ankommen kann (BGE 141 V 295 E.
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt gemäss Art. 29ter IVV vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4 mit Hinweisen).

N190.Gewicht spezifischer Untersuchungen bei Widersprüchen

Sind Befunde widersprüchlich, können spezifische Untersuchungen (z. B. neuropsychologische Testungen) für die Beurteilung erhebliches Gewicht haben. Solche Untersuchungsergebnisse sind in ihrer Aussage zu begründen; bestehen Zweifel oder Widersprüche zur übrigen Aktenlage, sind sie durch weitere Abklärungen zu klären.

Vor dem Hintergrund der während der psychiatrischen Begutachtung festgestellten Inkonsistenzen und der nachgewiesenen wahrscheinlichen Aggravation in der neuropsychologischen Testung, sei das Ergebnis der Konsensbesprechung ‑ wonach infolge unzureichender Mitwirkung der Beschwerdeführerin keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit belegbar sei ‑ nachvollziehbar und schlüssig, weshalb darauf abzustellen sei. 2.2. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, es bestehe eine über Jahre erhobene, dichte und fundierte Aktenlage, die ein konsistentes Bild von ihrem Gesundheitszustand gebe. Der neuropsychologischen Testung sei in Hinblick auf die Gesamtbegutachtung ein zu hoher Stellenwert eingeräumt worden und es könne nicht sein, dass ihr Leistungsbegehren letztendlich gestützt darauf abgewiesen werde. Der Widerspruch zwischen dieser Testung und der übrigen Aktenlage müsse anhand einer neuen Begutachtung geklärt werden. 3. 3.1. 3.1.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 3.1.2. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.1.3. Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6).
La reconnaissance d'un taux d'invalidité fondant le droit à une rente ne sera admise que si, dans le cas d'espèce, les répercussions fonctionnelles de l'atteinte à la santé médicalement constatée sont établies de manière concluante et exempte de contradictions, et avec (au moins) un degré de vraisemblance prépondérante, à l'aide des indicateurs standards. Si tel n'est pas le cas, c'est à la personne assurée de supporter les conséquences de l'absence de preuve (c. 6). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.6 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021: RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.7 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). Il incombe tout d’abord au médecin (expert) d’évaluer l’état de santé et, si nécessaire, de décrire son évolution dans le temps, c’est-à-dire de réunir les résultats des investigations en procédant à un examen médical selon les règles de l’art, en tenant compte des plaintes subjectives, puis de poser un diagnostic en se fondant sur ces résultats.

N191.Scheitern zumutbarer Rehabilitationsmassnahmen

Anspruch auf eine Rente besteht nur, wenn die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Rehabilitations‑ oder berufliche Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann. Die Einschränkungen müssen trotz solcher zumutbarer Massnahmen fortbestehen und in konkreten, medizinischen bzw. wirtschaftlichen Unterlagen nachgewiesen werden.

Ferner ist gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzt, dass die Versicherten ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), dass sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I.654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 3.2.2 Lorsque la première décision de refus est fondée sur le fait que l'assuré ne satisfaisait pas aux conditions d'assurance au moment de la survenance de l'invalidité (cf. art. 6 et 36 LAI), il ne peut prétendre à une rente de l'assurance-invalidité qu'en relation avec un nouveau cas d'assurance, à savoir la survenance d'une atteinte à la santé totalement différente de celle qui prévalait au moment du premier refus et propre, par sa nature et sa gravité, à causer une incapacité de travail de 40% au moins en moyenne sur une année (ATF 136 V 369 consid.
Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain. Par incapacité de travail, on entend toute perte, totale ou partielle, résultant d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui (art. 6, 1ère phrase, LPGA). L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2ème phrase, LPGA). 7.3 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40 % au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50 % au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70 % au moins (art. 28 al. 2 LAI). L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 4.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). 4.3 Selon l’art. 8 al. 1er LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d’octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). Le droit aux mesures de réadaptation n’est pas lié à l’exercice d’une activité lucrative préalable. L’art. 8 al. 3 let. b LAI dispose que les mesures de réadaptation comprennent les mesures d’ordre professionnel (orientation professionnelle, formation professionnelle initiale, reclassement, placement, aide en capital). 4.3.1 Selon l'art. 15 LAI, l'assuré auquel son invalidité rend difficile le choix d'une profession ou l'exercice de son activité antérieure a droit à l'orientation professionnelle. L’orientation professionnelle, qui inclut également les conseils en matière de carrière, a pour but de cerner la personnalité des assurés et de déterminer leurs capacités et leurs dispositions qui constitueront la base permettant de choisir une activité professionnelle appropriée ou une activité dans un autre domaine, voire un placement adéquat.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.

N192.Teilrente trotz langjähriger Arbeitsmarktabstinenz

Im entschiedenen Wiederanmeldungsfall konnte trotz langjähriger Abwesenheit vom Arbeitsmarkt eine Teilrente bejaht werden, weil ein polydisziplinäres Gutachten eine teilweise Arbeitsunfähigkeit (z. B. 30 %) und die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt feststellte. Im dortigen Entscheid wurden Abzüge etwa wegen des Leidens, wegen Teilzeitarbeit, wegen langjähriger Arbeitsmarktabstinenz, wegen mangelnder Deutschkenntnisse, fehlender Qualifikation oder wegen Ausländerstatus nicht vorgenommen.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 17 ATSG; Art. 28 IVG: Wiederanmeldung. Gemäss unbestrittenem polydisziplinären Gutachten liegt aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % vor. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf ausgeglichenem Arbeitsmarkt gegeben. Kein Abzug vom Invalidenabkommen wegen Leidens, Teilzeittätigkeit, langjähriger Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, mangelnder Deutschkenntnisse, fehlender Qualifikation und Ausländerstatus (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2021, IV 2020/43). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_703/2021. Entscheid vom 15. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz) und Michaela Machleidt Lehmann, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/43 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gandi Calan, Anwaltskanzlei & Notariat Calan, Obere Bahnhofstrasse 26a, 9500 Wil SG, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.

N193.Dreimonatsfrist für Rentenrevision

Nachdem die Wartefristen gemäss Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 erfüllt sind, gilt eine gesundheitliche Lage als stabil, wenn sie während drei Monaten ohne wesentliche Änderung bestanden hat; erhebliche Verschlechterungen oder Verbesserungen des Invaliditätsgrades rechtfertigen eine Revision des Rentenanspruchs erst, wenn sie drei Monate andauern ohne wesentliche Verbesserung.

________ exposait qu’une douleur paravertébrale persistait après la troisième intervention, possiblement liée à la présence d’une vis localisée au niveau iliaque droit, mais qu’il avait été renoncé à une nouvelle révision chirurgicale dans la mesure où la symptomatologie était décrite comme supportable par le patient. En présence d’une atteinte dégénérative, le risque d’une aggravation à moyen ou long terme est notoire. Cette problématique n’a évidemment pas échappé au Dr Z.________, qui a néanmoins constaté une stabilisation de la situation après six mois postopératoires de la troisième intervention et a posé un pronostic « moyen » concernant l’évolution probable de l’état de santé. Après avoir eu connaissance du projet de décision de l’intimé, le requérant a produit un nouveau rapport du Dr L.________ daté de mai 2023. Le spécialiste traitant n’y faisait pas état d’une péjoration de l’état de santé du requérant depuis ses précédentes évaluations. Le recours auprès de la Cour de céans était fondé sur ce même rapport.                 Or, conformément à l’art. 28 al. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20), le droit à une rente d’invalidité existe si la personne concernée présente une incapacité de travail d’au moins 40 % depuis plus d’une année et se trouve, au terme de cette année, invalide à 40 % au moins, le droit à la rente prenant cependant naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date du dépôt de la demande de prestations (art. 29 al. 1 LAI). Des aggravations ou améliorations notables du taux d’invalidité peuvent ensuite justifier une révision du droit à la rente dès qu’elles ont duré trois mois sans amélioration notable (art. 88a RAI [règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). En d’autres termes, une fois les délais d’attentes des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI échus, la situation est considérée comme stable lorsqu’elle a duré trois mois sans interruption notable.                 Ainsi, le fait que l’état de santé du requérant se soit dégradé postérieurement à la décision du 8 juin 2023, respectivement qu’une quatrième intervention se soit concrétisée en novembre 2024, ne saurait remettre en cause le constat d’un état de santé resté relativement identique entre février 2022 et juin 2023, donc stable du point de vue du droit à la rente.

N194.Mitwirkungspflicht bei Invalidenrenten

Der Anspruch auf eine Invalidenrente kommt nicht bereits dann zu stehen, wenn die Erwerbsfähigkeit noch durch medizinische Massnahmen wesentlich verbessert werden kann. Das Bundesgericht weist darauf hin, dass in einem solchen Fall die allgemeinen Pflichten zur Schadenminderung bzw. zur Selbsteingliederung (z.B. Aufgabe schädigender Suchtmittelkonsums oder Mitwirkung an notwendigen Behandlungen) zu berücksichtigen sind; unterbliebene Mitwirkung kann das Bestehen einer rentenbegründenden Invalidität in Frage stellen.

Regeste Art. 6, Art. 7, Art. 8 Abs. 1, Art. 21 Abs. 4 ATSG; Art. 8 Abs. 1 und Abs. 3, Art. 12 Abs. 1, Art. 22 Abs. 1, Art. 28 Abs. 1 lit. b und lit. c, Art. 28 Abs. 2 IVG; medizinische Massnahmen, Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Invalidenrente, Schadenminderungspflicht. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG kann der Anspruch auf eine Invalidenrente nur entstehen, wenn nach Ablauf des Wartejahrs eine entsprechende rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit bzw. Invalidität eintritt. Das Gesetz weist diesbezüglich keine echte Lücke auf, die vom Bundesgericht zu füllen wäre (E. 5 und 6). Der Beschwerdegegner war nicht invalid, da sich seine Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen noch wesentlich verbessern liess. Es ist nicht einzusehen, weshalb er nicht in der Lage gewesen sein soll, aus Eigeninitiative auf den Alkohol- und Drogenkonsum zu verzichten und die notwendigen Medikamente zur Behandlung des Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) einzunehmen. Die notwendigen Schritte zur Selbsteingliederung gehen als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (E. 7).

N195.Beweiskraft monodisziplinärer orthopädischer Gutachten

Ein monodisziplinäres orthopädisches Gutachten kann ausreichend beweiskräftig sein, wenn – wie vom Versicherungsgericht festgestellt – keine Anhaltspunkte vorliegen, dass ergänzende Begutachtungen in weiteren Disziplinen erforderlich wären.

Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2022 Art. 28 IVG: Beweiswert eines monodisziplinären orthopädischen Gutachtens bejaht. Anhaltspunkte dafür, dass eine Begutachtung in weiteren Disziplinen erforderlich wäre, liegen nicht vor. Einkommensvergleich (gemischte Methode). Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2022, IV 2021/135). Entscheid vom 6. April 2022 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2021/135 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N196.Beweiswürdigung: Tonaufnahmen und Gutachten

Heimlich erstellte Tonaufnahmen können die Beweiswürdigung betreffen. Administrativgutachten sowie ältere Berichte behandelnder Ärzte oder Institutionen, die keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach dem strukturierten Beweisverfahren enthalten, sind nicht verwertbar.

Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2023 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsgrad. Heimlich erstellte Tonaufnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Dezember 2023, IV 2023/85). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_48/2024. Entscheid vom 6. Dezember 2023 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2023/85 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Frank Goecke, advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 03.04.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG, Rentenanspruch für einen inzwischen verstorbenen Versicherten. Auf ein zu Lebzeiten des suchtkranken Versicherten verfasstes Administrativgutachten kann nicht abgestellt werden, da es eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach dem strukturierten Beweisverfahren weder enthält noch erlaubt. Dies gilt auch für vorliegende Berichte behandelnder Ärzte und Institutionen, die zudem vor Jahren verfasst wurden. Der von der dazu legitimierten zuständigen Sozialbehörde geltend gemachte Anspruch bleibt beweislos. Folglich Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2023, IV 2021/192). Entscheid vom 3. April 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2021/192 Parteien Politische Gemeinde A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Soziale Dienste der Stadt A.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.

N197.Medizinische Unterlagen und Beweiswürdigung

Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf ärztliche und gegebenenfalls weitere fachliche Unterlagen angewiesen. Ärztinnen und Ärzte haben den Gesundheitszustand zu beurteilen und anzugeben, in welchem Umfang und hinsichtlich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Verwaltung und Gericht prüfen die vorgelegten Beweismittel objektiv nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung.

6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité. En vertu de l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 7.               7.1 Pour pouvoir trancher le droit aux prestations, l'administration ou l'instance de recours a besoin de documents que le médecin ou d'autres spécialistes doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 ; 115 V 133 consid. 2). Ces données médicales permettent généralement une appréciation objective du cas (arrêt du Tribunal fédéral 8C_713/2019 du 12 août 2020 consid. 5.2). 7.2 Selon le principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales, le juge n'est pas lié par des règles formelles, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.
28 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.

N198.Eingeschränkte Bindungswirkung der IV-Feststellungen

Die Bindungswirkung der Feststellungen der Invalidenversicherung besteht nur insoweit, als diese Feststellungen für den IV-Leistungsentscheid rechtserheblich waren. Soweit es um Zeiträume oder Befunde geht, die die IV-Stelle mangels Anlass bzw. wegen des Sechsmonatsbegrenzung nicht abgeklärt hat (insbesondere für den Zeitpunkt des Beginns der einjährigen Wartefrist nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), fehlt der Vorsorgeeinrichtung in der Regel die Verbindlichkeit der IV-Feststellungen.

Zu klären ist die Frage, ob die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit der Klägerin während der berufsvorsorgerechtlichen Versicherungsdeckung durch die Beklagte eingetreten ist. Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass die Beklagte in keines der beiden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren einbezogen worden war (vgl. act. IIF 38, act. IIA 186), womit die Feststellungen und Beurteilungen der IVL für die Beklagte von vornherein nicht bindend sind (vgl. E. 3.3.1 f. hiervor). Überdies war die IVL – nachdem sie nach erstmaliger Anmeldung im Juli 2013 (act. IIF 5) mit Verfügung vom 24. März 2014 (act. IIF 38) einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneint hatte – auf die Neuanmeldung vom April 2015 (act. IIE 43, act. IIF 43) hin denn auch nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, soweit dieser ab dem (erneuten) Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag. Denn ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. Insoweit für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend ist, bestünde damit keine Bindungswirkung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019), müssen doch die Feststellungen der IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein, damit sie für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind (Marc Hürzeler in: Schneider/Geiser/Gächter, Kommentar zum BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 24). Mit Blick auf das hiervor Dargelegte bestünde daher – selbst beim Einbezug der Beklagten in das IV-Verfahren – keine Bindungswirkung an Feststellungen in Bezug auf den Zeitraum vor Oktober 2014 betreffende allfällige Arbeitsunfähigkeiten. Demgegenüber hat sich die Klägerin die IV-Verfügung vom 24. März 2014 (act. IIIF 38), mit welcher festgestellt wurde, dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorlag, entgegenhalten zu lassen.
Die Beklagte stützt sich jedoch auf das von der Invalidenversicherung Verfügte unter Bezugnahme auf Art. 50 des Vorsorgereglements der Pensions­kasse C.________, gültig ab 1. Januar 2016, Stand 1. Januar 2017 (nachfolgend: Reglement [Akten der Beklagten {act. II}] A; vgl. Klageantwort S. 5 Ziff. 15 sowie Schlussbemerkungen der Beklagten vom 16. Dezember 2022 S. 2 Ziff. 3), so dass sie der Klägerin den Nichteinbezug ins IV-Verfahren nicht mehr entgegenhalten kann und von der Bindungswirkung des IV-Entscheides auszugehen ist (vgl. E. 2.4 hiervor). Zu berücksichtigen ist jedoch das Folgende: Wie in E. 2.4 hiervor dargelegt, sind die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der Organe der Invaliden­versicherung gebunden (vgl. auch Art. 50 ff. Reglement [act. II A]). Diese Bindungswirkung erstreckt sich grundsätzlich auch auf die Feststellungen hinsichtlich des Eintritts der (nachmals) invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, d.h. der Eröffnung der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. SVR 2014 BVG Nr. 3 S. 9 E. 1.2). Da jedoch der IV-Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht (Art. 29 Abs. 1 IVG) und die Leistungsvoraussetzungen für die Invalidenrente eine einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) beinhalten, ist die IV-Stelle nicht gehalten, Abklärungen zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, die ab dem Leistungsersuchen gerechnet weiter als sechs Monate zurückliegt. Ist für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend, besteht keine Bindungswirkung der betroffenen Vorsorgeeinrichtung an die Feststellungen der IV-Stelle zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (vgl. Hans-Ulrich Stauffer, Recht­sprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 4. Auflage 2019, S. 73 f.; SVR 2019 BVG Nr. 46 S. 180 E. 3.3). Indem die Klägerin sich bei der Invalidenversicherung erst im Juni 2017 anmeldete (act.
August 2020 (zuzüglich Nachdeckungsfrist; Art. 10 Abs. 3 BVG) bei ihr vorsorgeversichert war (act. III 48). Gleichwohl kann die Verfügung der IV-Stelle im Hinblick auf einen allfälligen Streit um berufsvorsorgerechtliche Invalidenleistungen nur insoweit Verbindlichkeit erlangen, als die Vorsorgeeinrichtung ein schutzwürdiges Interesse nach Art. 59 ATSG hatte bzw. gehabt hätte, die Verfügung der IV-Stelle ihrerseits anzufechten mit dem Begehren, es sei festzustellen, dass bereits vor Beginn des Vorsorgeverhältnisses eine auf dem invalidisierenden Gesundheitsschaden beruhende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % bestanden und ohne wesentlichen Unterbruch bis zum von der IV-Stelle festgestellten Beginn der Wartezeit angedauert hatte. Mit einem theoretisch frühest möglichen Rentenbeginn im Januar 2021 nach dem Recht der IV ist dies hier nicht der Fall. Nachdem die Beklagte die Leistungszusprache der IV nicht in Frage stellt, sondern einzig eine vor den Beginn des frühest möglichen iv-rechtlichen Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massgebenden Umfang geltend macht (act. III 164; desgleichen mit Schreiben vom 17. August 2023), wonach die nun invalidisierende Ursache sich seit Jahren auf den Gesundheitszustand ausgewirkt habe und es sich bei der Anstellung bei der C.________ AG um einen gescheiterten Arbeitsversuch gehandelt habe (act. II 8; Klageantwort S. 4 Ziff. 11), war die Beklagte als BVG-Versicherer nicht legitimiert, mit dieser Begründung ein Rechtsmittel im Verfahren nach IVG einzureichen. Sie muss sich deshalb den von der IV-Stelle festgelegten Beginn der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht als im Sinne von Art. 23 lit. a BVG massgebenden Zeitpunkt für die Bestimmung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung entgegenhalten lassen. Mithin besteht für die Beklagte in dieser Hinsicht keine Bindungswirkung an die Feststellungen der IV-Verfügung (SVR 2019 BV Nr. 43 S. 170 E. 4.2; Entscheid des BGer vom 21. November 2016, 9C_340/2016, E.

N199.Rentenrevision und veränderte Befundlage

Bei Wiederaufnahme, Revision oder wiederholten Entscheiden rechtfertigt nicht jede anderslautende Feststellung allein eine Rentenrevision; massgeblich ist eine veränderte Befundlage. Nachträglich erhobene Befunde sind nur insoweit retrospektiv von Bedeutung, als sie einen bereits vor dem Verfügungserlass bestehenden Zustand belegen oder geeignet sind, die damalige Beurteilung zu beeinflussen. Eine zunächst gerügte Verletzung des rechtlichen Gehörs kann sich im weiteren Verfahren als geheilt erweisen, sodass dies die materielle Beurteilung nicht zwingend ändert.

________ abweichende Arbeitsunfähigkeit attestierte (vgl. AB 151 S. 4), ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Folgenabschätzung eine hohe Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenszüge trägt (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195, 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253). Damit handelt es sich um eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105). Eine im Vergleich zu früheren Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit genügt denn auch nicht per se, um auf einen veränderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (Entscheid des BGer vom 4. August 2020, 9C_154/2020, E. 5.2.2). Insoweit die Beschwerdeführerin schliesslich vorbringt, der RAD habe sich nicht zur Arbeitsfähigkeit, sondern nur zur Leistungsfähigkeit geäussert (Eingabe vom 24. April 2023 S. 2), handelt es sich dabei einzig um eine terminologische Differenzierung: Unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen (vgl. SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1). Entscheidend sind die aus einem Gesundheitsschaden resultierenden funktionellen Einschränkungen (vgl. Entscheid des BGer vom 20. April 2022, 8C_803/2021, E. 5.3.1), welche von Dr. med. D.________ klar festgehalten worden waren (vgl. AB 34 S. 5). Folglich sind mit dem neuropsychologischen Konsilium vom August 2022 (AB 151 S. 6) samt Stellungnahme (AB 151 S. 3) in medizinischer Hinsicht keine neuen Tatsachen glaubhaft gemacht (vgl. E. 3.1 f. hiervor). Ferner lässt auch die während der Probezeit gekündigte Anstellung als ... (vgl. AB 127 S. 8) nicht auf eine Veränderung des Gesundheitszustandes schliessen (Beschwerde S. 1 f.). Denn die im Rahmen des Arbeitsverhältnisses festgestellte begrenzte Belastbarkeit war – wie bereits dargelegt – schon bei Erlass der Verfügung von 2020 (AB 54) bekannt (vgl. AB 34, 50). Auch sonst lassen sich den Akten keine Anhaltspunkte entnehmen, wonach im Referenzzeitraum eine Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden haben könnte (vgl.
Nach dem Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung erhobene Befunde sind dagegen rechtsprechungsgemäss lediglich - aber immerhin - noch insofern von Bedeutung, als sie einen vorbestehenden Zustand beschreiben bzw. als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (zu Letzterem vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. Oktober 2016, 8C_357/2016 E. 3.2; vgl. BGE 99 V 102). - Von Letzterem ist nach dem Dargelegten nicht auszugehen. Es besteht nicht Grund, die Beurteilung gemäss dem Gutachten rückblickend aufgrund der erwähnten Akten in Frage zu stellen. Für den vorliegend relevanten Sachverhalt kann in medizinischer Hinsicht demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Gutachten abgestellt werden.     Zusammenfassend ist der Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten in medizinischer Hinsicht ab Januar 2016 (bis November 2018) als durchgehend voll arbeitsunfähig und ab dem 26. November 2018 als zu 50 % arbeitsunfähig zu betrachten.     Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Le recourant soutient n’avoir eu accès à l’intégralité de son dossier, envoyé par l’intimé le 6 septembre 2023, que le 11 septembre 2023, soit la vieille de l'échéance du délai de recours. Même à supposer que le droit d'être entendu du recourant n'ait pas été respecté compte tenu de la remise tardive de toutes les pièces de son dossier, il sied de rappeler qu’il a eu l’occasion de se prononcer en pleine connaissance de cause devant la chambre de céans, qui jouit d'un plein pouvoir d'examen en fait et en droit (arrêts du Tribunal fédéral 9C_205/2013 du 1er octobre 2013 consid. 1 ; 9C_127/2007 du 12 février 2008 consid. 2.2), puisqu’il a répliqué le 13 décembre 2023. Ainsi, l’éventuelle violation du droit d'être entendu par l'intimé a été réparée au cours de la procédure contentieuse. 8.             Le recourant reproche à l'intimé d'avoir fixé le début de son incapacité durable de travail au 21 novembre 2019, et non au mois d'avril 2019, et conclut à l’octroi d’une rente entière d'invalidité à compter du 1er juin 2020. 8.1 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente d'invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. L'art. 28 al. 2 LAI prévoit que l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Selon l'art. 29 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (al.

N200.Mindestgrad 40% Arbeitsunfähigkeit

Für die Zuteilung einer Rente ist zu prüfen, ob die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist; der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit im relevanten Jahr ist dabei zu berücksichtigen.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG. Im Übrigen setzt der Rentenanspruch auch nach neuem Recht u.a. voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 9C_488/2022 vom 13. März 2023 E. 2.2.1).

N201.Invaliditätsbemessung bei psychischen Störungen

Bei psychischen Störungen genügt die Diagnosestellung allein nicht für die Beurteilung der Invalidität nach Art. 28 Abs. 2 IVG. Entscheidend ist zu prüfen, ob der versicherten Person trotz der Erkrankung und allfälliger Behandlung sozial‑praktisch zugemutet werden kann, einer (Ganz- oder Teilzeit‑)Tätigkeit nachzugehen, sowie ob sich die Einschränkungen in den verschiedenen Lebensbereichen (z. B. Arbeit versus Freizeit) gleichermassen zeigen; auch der Verlauf und die Aussicht therapeutischer bzw. re‑/habilitativer Massnahmen sind dabei zu berücksichtigen.

Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden.
Le déroulement et l'issue des traitements thérapeutiques et des mesures de réadaptation professionnelle fournissent également des conclusions sur les conséquences de l'affection psychosomatique. Il convient également de bien intégrer la question des ressources personnelles dont dispose la personne concernée, eu égard en particulier à sa personnalité et au contexte social dans lequel elle évolue. Jouent également un rôle essentiel les questions de savoir si les limitations alléguées se manifestent de la même manière dans tous les domaines de la vie (travail et loisirs) et si la souffrance se traduit par un recours aux offres thérapeutiques existantes. 2.3. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 3. 3.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée. Dans ce domaine, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid.
Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.4 Selon l’art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Selon l'ancien art. 28a al. 3 LAI (dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit ses travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'ancien art. 28a al. 2 LAI pour cette activité-là (dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129). Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité (méthode dite "mixte" d'évaluation de l'invalidité; ATF 144 I 21 c.

N202.Beweiskraft medizinischer Gutachten bei Rentenrevisionen

Bei revisionsweisen Überprüfungen von Renten nach Art. 28 IVG können Ansprüche geändert, eingestellt oder neu zugesprochen werden. Entscheidend für eine solche revisionsweise Änderung ist die Beweiskraft und Qualität der medizinischen Gutachten, namentlich verlaufsgutachterlicher Beurteilungen.

Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2021 Art. 28 IVG; Art. 17 ATSG: Gestützt auf das beweiskräftige Verlaufsgutachten ist eine revisionsweise
Entscheid Versicherungsgericht, 01.03.2021 Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV, aArt. 88bis Abs. 2 lit. b IVV und aArt. 77 IVV (in der bis 31. Dezember 2011 gültigen Fassung). Beweiswert medizinischer Gutachten. Beweiskraft der beiden verlaufsgutachterlichen Beurteilungen bejaht, in denen eine gesundheitliche Verbesserung mit Wiederlangen einer vollständigen Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde, die zu einem nicht mehr rentenbegründenden Mindestinvaliditätsgrad führt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. März 2021, IV 2018/21). Entscheid vom 1. März 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2018/21 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rentenrevision (Einstellung)
Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2020 Art. 28 IVG, Art. 42 IVG und Art. 17 ATSG; Art. 37 Abs. 4 ATSG. Revisionsweise Einstellung der Ansprüche auf eine Rente und leichte Hilflosenentschädigung. Beweiswürdigung Gerichtsgutachten. Keine revisionsrechtlich relevante

N203.Wartejahr, Anmeldung und Rentenbeginn

Für die Bestimmung des frühestmöglichen Rentenbeginns sind sowohl das Datum des schadensstiftenden Ereignisses als auch das Datum, an dem die Leistung geltend gemacht wurde (Anmeldung), massgeblich. Die konkrete Festlegung des Beginns richtet sich nach Art. 28 und Art. 29 IVG, insbesondere nach dem einjährigen Anspruchsvoraussetzungszeitraum (Wartejahr) und der frühestens sechsmonatigen Frist ab Geltendmachung; das Datum der Geltendmachung bemisst sich nach dem Aufgabedatum der Anmeldung.

Aufgrund des am 16. Oktober 2018 erlittenen Verhebetraumas sowie der Anmeldung zum Leistungsbezug am 4. Juni 2019 ergibt sich ein frühestmöglicher Rentenanspruch per 1. Dezember 2019 (Art. 28 IVG, Art. 29 Abs. 1 IVG).
En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en février 2022 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. Conformément à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date à laquelle l'annonce a été remise à la poste ou déposée auprès de l'organe est déterminante s'agissant du moment auquel les prestations ont été faites valoir (Guy LONGCHAMP, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 28 et 40 ad art. 29 LPGA). Aux termes de l'art. 28a al. 1 LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art.
Nel caso in esame con decisione 5 marzo 2014, confermata dal TCA il 27 novembre 2014, a RI 1 è stata concessa una rendita intera d’invalidità limitatamente al periodo dal 1. giugno 2012 al 30 giugno 2013 (cfr. supra consid. 1.1).   La presente procedura porta sulla reiezione della nuova domanda di prestazioni inoltrata dall’assicurato l’11 settembre 2020, in cui egli ha indicato un’incapacità lavorativa dal “10/11 2010”, producendo inoltre dei referti medici del proprio curante attestanti un’inabilità lavorativa completa dal mese di gennaio 2019 (cfr. supra consid. 1.2). Pertanto, a prescindere dalla questione a sapere se si tratti di una domanda tardiva ai sensi dell’art. 29 cpv. 1 LAI (nel qual caso il diritto alle prestazioni sarebbe nato al più presto sei mesi dopo, ossia il 1. febbraio 2021 [per il calcolo vedasi ad esempio la STCA 32.2022.70 del 6 marzo 2023 consid. 2.1 in fine]), il diritto alle prestazioni d’invalidità sarebbe sorto al più tardi l’11 settembre 2021 (cfr. art. 28 LAI). Conseguentemente, sia l’invalidità che l’asserito diritto alle prestazioni sono insorti entro il 31 dicembre 2021, sebbene la decisione impugnata sia stata emanata il 17 agosto 2023 (cfr. supra consid. 1.3)   Ne segue che al caso di specie vanno applicate le norme in vigore fino al 31 dicembre 2021.                             2.3.  Secondo l’art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli art. 7 e 8 della LPGA, con invalidità s’intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio. Gli elementi fondamentali dell'invalidità, secondo la surriferita definizione, sono quindi un danno alla salute fisica o psichica conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio, e la conseguente incapacità di guadagno. Occorre quindi che il danno alla salute abbia cagionato una diminuzione della capacità di guadagno, perché il caso possa essere sottoposto all'assicurazione per l'invalidità (Duc, L’assurance invalidité, in: Meyer (Hrsg.

N204.Wartejahr und fortbestehender Invaliditätsgrad

Für die Festsetzung der Rentenhöhe nach Art. 28 Abs. 2 IVG sind zwei kumulative Voraussetzungen zu erfüllen: erstens ein im vorangegangenen Jahr durchschnittlich bestehender Beeinträchtigungsgrad der Arbeitsfähigkeit (Wartejahr) und zweitens ein nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehender Invaliditätsgrad. Beide Grade müssen jeweils in der für die betreffende Rentenstufe erforderlichen Mindesthöhe vorliegen.

Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 264 E. 6b/cc). Entsprechend der in Art. 28 Abs. 2 IVG festgelegten Rentenabstufung kommt daher zum Beispiel eine Viertelsrente erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens zu 40 % invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG ist (Art. 8 ATSG; Urteile des Bundesgerichts 8C_174/2013, 8C_178/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2; 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1).
Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 264 E. 6b/cc). Entsprechend der in Art. 28 Abs. 2 IVG festgelegten Rentenabstufung kommt daher zum Beispiel eine Viertelsrente erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens zu 40 % invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG ist (Art. 8 ATSG; Urteile des Bundesgerichts 8C_174/2013, 8C_178/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2; 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1).
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteile des Bundesgerichts vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013, E. 3.2). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N205.Kumulative Mindestanforderung an Erwerbsunfähigkeit

Nach der Rechtsprechung müssen die während des Wartejahrs durchschnittlich bestehende Arbeitsunfähigkeit und die nach Ablauf der Wartezeit vorhandene Erwerbsunfähigkeit kumulativ in der jeweils für eine Rentenstufe geltenden Mindesthöhe gegeben sein. Ist die nach Ablauf des Wartejahrs bestehende Erwerbsunfähigkeit für die betreffende Rentenstufe nicht ausreichend, begründet die vorhergehende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit allein keinen Rentenanspruch.

Das Bundesgericht erwog in BGE 121 V 264 E. 6b/cc, eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% während eines Jahres allein vermöge keinen Rentenanspruch zu begründen, sondern nur, wenn sich daran eine Erwerbsunfähigkeit von mindestens gleicher Höhe anschliesse. Dies gelte in gleicher Weise für alle drei gesetzlichen Rentenabstufungen. Die durchschnittliche Beeinträchtigung während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssten somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden könne. Bei Ablauf des Wartejahrs bestand eine Arbeitsunfähigkeit von 50%, sodass gemäss obenstehender Rechtsprechung eine Rente basierend auf dieser Beeinträchtigung zuzusprechen wäre. Wie bereits ausgeführt, hat die Arbeitsunfähigkeit von 50% vorliegend jedoch lediglich einen Invaliditätsgrad von 35,5% zur Folge, sodass ab Januar 2009 effektiv noch kein Anspruch auf eine Rente entstehen konnte (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Nachdem per 22. Januar 2009 indes eine Verschlechterung und damit eine Arbeitsunfähigkeit von 100% eintrat, entsteht der Rentenanspruch auf eine ganze Rente bei einem IV-Grad von 71% nach Ablauf von drei Monaten (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), also per 1. April
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Das Bundesgericht erwog in BGE 121 V 264 E. 6b/cc a.E., eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres allein vermöge keinen Rentenanspruch zu begründen, sondern nur, wenn sich daran eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesse. Dies gelte in gleicher Weise für alle drei gesetzlichen Rentenabstufungen (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung [entspricht der derzeit geltenden Regelung von Art. 28 Abs. 2 IVG; vgl. Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
Zu prüfen bleibt, ob für die Bestimmung der einschlägigen Rentenstufe nach Art. 28 Abs. 2 IVG im streitbetroffenen Zeitraum (E. 2.1 hiervor) auf die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres (40 %) oder die effektiv ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit (100 %) unmittelbar nach dessen Ablauf abzustellen ist. Dabei handelt es sich um eine vom Bundesgericht frei überprüfbare Rechtsfrage (Art. 95 lit. a i.V.m. Art. 106 Abs. 1 BGG).

N206.Massgeblicher Zeitpunkt für Einkommensvergleich

Der frühestmögliche Rentenbeginn bemisst sich nach dem Ablauf des einjährigen Wartejahrs gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG. Dieser (hypothetische) Beginn des Rentenanspruchs bildet grundsätzlich den Zeitpunkt, auf den der Einkommensvergleich und damit die Invaliditätsbemessung Bezug nehmen.

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Mit Blick auf die im Juni 2023 erfolgte Neuanmeldung zum Leistungsbezug (vgl. act. II 55 S. 12) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) sowie unter der Prämisse einer erfüllten Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. E. 2.2 hiervor) auf Dezember
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Mit Blick auf die im zweiten Halbjahr 2021 (vgl. E. 2.1 hiervor) erfolgte Neuanmeldung fiel der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG sowie unter der Prämisse einer erfüllten Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) in das Jahr 2022, womit die Invaliditätsbemessung grundsätzlich auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. Da jedoch für das Jahr 2022 im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch nicht alle relevanten lohnstatistischen Zahlen vorgelegen haben, ist der Einkommensvergleich für das Jahr 2021 (und damit gestützt auf die damals geltenden LSE-Tabellenlöhne des Jahres 2020) vorzunehmen.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung der ab November 2021 attestierten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bzw. einer Leistungsminderung von 20 % in einer angepassten Tätigkeit (E. 3.2 hiervor) und der Anmeldung im April 2022 (AB 97) fällt der frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Wartezeit) i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Karenzfrist von sechs Monaten) auf November
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung der ab Juli 2018 attestierten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (AB 4) und der Anmeldung im Oktober 2018 (AB 1) fällt der frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Wartezeit) i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Karenzfrist von sechs Monaten) auf Juli

N207.Tageweise gewichteter Arbeitsunfähigkeitsgrad

Zur Erfüllung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 IVG wird der Grad der Arbeitsunfähigkeit tageweise gewichtet und als durchschnittlicher Prozentsatz über den relevanten Zeitraum berechnet (z. B. [Anzahl Tage × jeweiliger Grad] / Anzahl Tage des Bezugszeitraums).

Mit Blick auf die Anmeldung zum Leistungsbezug vom 13. März 2018 und die seit März 2017 (Beginn Wartezeit) vorliegende 30%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit erfüllte die Beschwerdeführerin die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenanspruchs ab September 2018 mangels durchschnittlicher 40%iger Arbeitsunfähigkeit nicht (E. 1.3.1 und E. 1.3.2). Die Wartezeit mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 40 % erfüllte sie unter Berücksichtigung der vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 1. November 2019 (E. 3.2) erst am 23. Dezember 2019 ([312 Tage x 30 % + 53 Tage x 100 %]: 365 Tage =
% ([54 x 100 % + 311 x 30 %] / 365) erreicht und damit die Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG knapp erfüllt. Dementsprechend ist per August 2017 ein Einkommensvergleich durchzuführen.

N208.Zähldatum bei länger dauernder Arbeitsunfähigkeit

Für die Bestimmung von beitragsrechtlichen Voraussetzungen zählt als Zähldatum der Eintritt der länger dauernden Arbeitsunfähigkeit (Wartejahr). Beiträge, die nach diesem Zeitpunkt geleistet wurden, können für die Berechnung der erforderlichen Beitragszeiten nicht zugerechnet werden.

Da un controllo del conto individuale AVS dell'interessato, è tuttavia emerso che, prima dell'insorgere dell'invalidità, quest'ultimo aveva contribuito soltanto cinque mesi nel 2014 e tre mesi nel 2015 (doc. 373). Constatando un periodo contributivo in Svizzera inferiore ai dodici mesi previsti dall'art. 36 LAI e dalla relativa giurisprudenza (doc. 376, 377, 380), l'amministrazione ha quindi sostituito il precedente progetto (e pure quello del 3 novembre 2021 [doc. 381]) con il progetto di decisione del 7 gennaio 2022, con cui ha negato all'assicurato il diritto alle prestazioni AI (doc. 396). A giusto titolo, essa ha poi ritenuto che i contributi versati per quattro mesi da febbraio a marzo 2018 (cfr. doc. 380), di cui l'assicurato si è prevalso in sede di audizione (doc. 391 e 397) e ancora in sede di ricorso (doc. TAF 1), non potevano essere conteggiati essendo posteriori al momento in cui è insorta l'invalidità (cfr. art. 36 cpv. 1 LAI e art. 57 cpv. 1 del Regolamento n. 883/2004). Tale momento, fissato dall'amministrazione al 1° febbraio 2016, corrisponde alla data di scadenza dell'anno di attesa previsto dall'art. 28 LAI a partire dall'insorgere dell'incapacità lavorativa di lunga durata, che secondo gli atti medici versati agli atti si situa al 1° febbraio 2015. La decisione del 18 marzo 2022 ha quindi confermato il rifiuto del diritto a una rendita (doc. 403). 7.2.2. Nel proprio gravame l'insorgente non ha apportato alcun elemento che permetta di correggere il conteggio dei contributi versati da quest'ultimo prima di febbraio 2016 e rendere quantomeno plausibile un periodo contributivo pari o superiore a un anno (cfr. allegati al doc. TAF 1). Di indizi in tal senso neppure emergono dall'incarto dell'UAIE. L'esame dell'estratto conto individuale dell'INPS, per altro, non permette di avvalorare maggiormente la tesi del ricorrente, ma anzi parrebbe piuttosto sconfessarla (doc. 392). 7.3. Alla luce di quanto precede, quand'anche questo Tribunale si fosse chinato sulle richieste del ricorrente, non avrebbe potuto accoglierle, risultando il ricorso manifestamente infondato. 8. Il giudice dell'istruzione decide quale giudice unico la non entrata nel merito di impugnazioni manifestamente inammissibili (art.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Schaffung dieser Bestimmung hat keine Veränderung des (nämlich in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelten) Zeitpunkts des Eintritts des Versicherungsfalls mit sich gebracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2016, IV 2013/641 E. 1.1).  Nach der Aktenlage begann beim Beschwerdeführer eine im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ununterbrochen anhaltende Arbeitsunfähigkeit schon vor dem Herzinfarkt, nämlich am 5. Februar 2014 (vgl. Fremd-act. 1-3, 1-5; vgl. auch IV-act. 8-9 f.). Denn für die Bestimmung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während der Wartezeit ist nicht erheblich, auf welche gesundheitlich bedingten Ursachen die Arbeitsunfähigkeit zurückzuführen ist (vgl. Rz 2009 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH in den Fassungen ab 1. Januar 2015). Auch verschiedene, hintereinander oder kumulativ auf­tretende Ursachen der Arbeitsunfähigkeit können bei der Anwendung des ehemaligen Art.

N209.Anrechnung IV-Rente durch Krankentaggeldversicherung

Überlappt der Rentenbeginn nach Art. 28 Abs. 1 IVG mit Ansprüchen aus Krankentaggeldversicherungen, kommt in der Praxis eine Anrechnung der IV-Rente durch die Krankentaggeldversicherung und damit eine Leistungskürzung in Betracht; dies ist auch für die Abrechnung gegenüber bevorschussenden Dritten (Drittauszahlungen) relevant. Bei der Beurteilung sind die intertemporalrechtlichen Grundsätze und die zum Zeitpunkt des Sachverhalts geltende Rechtslage zugrunde zu legen.

Oktober 2021 als Vorleistung anerkannt und dementsprechend den beiden Versicherungsgesellschaften im Sinne einer Nachzahlung an bevorschussende Dritte Fr. 11'537.10 (Beigeladene 2) bzw. Fr. 6'705.90 (Beigeladene 1) ausbezahlt hat. 3. 3.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen sind der Beurteilung einer Sache jene Rechtsnormen zugrunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 140 V 41, 44, E 6.3.1 mit Hinweisen). Demnach sind vorliegend die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Die Renten der Invalidenversicherung werden grundsätzlich (vorbehalten bleibt Art. 29 Abs. 1 IVG) bereits nach Ablauf eines Jahres, in welchem durchschnittliche eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % bestand, ausgerichtet (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Die Krankentaggeldversicherungen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1) umfassen aber nicht selten einen Anspruch von 720 Tagen Krankentaggeld bei Arbeitsunfähigkeit, sodass ein Zusammenfallen dieser Leistungen in der Praxis relativ häufig ist. Während die Invalidenversicherung uneingeschränkt leistungspflichtig ist, kann die Krankentaggeldversicherung eine Anrechnung der Invalidenrente der IV sowie eine entsprechende Leistungskürzung vorsehen. In vielen Fällen verfügt die Invalidenversicherung ihre Leistungen nicht bereits bei Ablauf des ersten Jahres der Arbeitsunfähigkeit sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Aus Sicht der Krankentaggeldversicherung liegt dann eine Überentschädigung der versicherten Person vor (vgl. Gustavo Scartazzini/Marc Hürzeler, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Auflage, Basel 2012, § 23 N 175). Die Zulässigkeit einer Drittauszahlung von Teilen einer nachzuzahlenden Invalidenrente der IV bestimmt sich in diesen Fällen nach den folgenden Rechtsgrundlagen: Gemäss Art.

N210.Vertiefte Abklärungspflicht der IV‑Stelle

Bei widersprüchlichen Einschätzungen sind weitergehende Abklärungen vorzunehmen, namentlich zu konkreten zumutbaren Tätigkeiten, deren behinderungsrelevanten Anforderungen und dem jeweiligen Lohnniveau; hierzu können berufsberaterische Abklärungen gehören. Die IV-Stelle hat die anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit aktiv zu ermitteln.

Entscheid Versicherungsgericht, 04.02.2025 Art. 28 IVG, Invalidenrente; faktische Einhändigkeit des Beschwerdeführers. Die anlässlich der beruflichen Abklärungen ermittelte Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten widerspricht derjenigen, welche der Rentenablehnung zugrunde gelegt wurde. Erneute Rückweisung zu weiteren Abklärungen zu möglichen Tätigkeiten samt ihren behinderungsrelevanten Anforderungen und dem jeweiligen Lohnniveau sowie anschliessend neuem Entscheid hinsichtlich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und damit zusammenhängend auch des Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2025, IV 2024/55). «Entscheid als PDF» «IV_2024-55.pdf» anzeigen
Entscheid Versicherungsgericht, 30.03.2023 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Adaptionskriterien, Anforderungsprofil. Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit durch eine berufsberaterische Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. März 2023, IV 2022/64). Entscheid vom 30. März 2023 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2022/64 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Juni 2019 eine leidensadaptierte Tätigkeit im Umfang von 70 % und danach von 50 % für zumutbar gehalten habe. Das kantonale Gericht ging ausführlich auf die medizinischen Aktenlage ein und schützte diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin bringt nicht vor, sie sei bloss in geringerem Masse arbeitsfähig gewesen, sondern rügt nur, sich über ihre tatsächliche Arbeitsfähigkeit mangels eines Hinweises der IV-Stelle nicht im Klaren gewesen zu sein. Dabei wies sie die IV-Stelle bereits mit rechtskräftiger Verfügung vom 25. September 2012 darauf hin, es habe keine anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb ihr die Tätigkeit von 20 - 30 % im angestammten Beruf zumutbar sei. Ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin die ihr zumutbare Arbeitsfähigkeit ausschöpft oder davon absieht, ist - auch mit Blick auf die von ihr erwähnte Unterstützung im Konkubinat - grundsätzlich eine persönliche Entscheidung. Aufgabe der IV-Stelle ist es, bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 28 IVG) abzuklären.

N211.Rentenanspruch vor Eingliederungsmassnahmen

Art. 28 Abs. 1bis IVG fand im vorliegenden Fall keine Anwendung, weil der Rentenanspruch bereits am 1. Juli 2020 entstanden war und die Eingliederungsmassnahmen erst später (am 23. November 2020) begannen. Damit war die Vorschrift nach den festgestellten Umständen nicht anwendbar.

Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 19. Januar 2024, S. 2 C./Ziff. 2), denn dieser Arbeitsversuch führte zur Exazerbation der Beschwerden und musste bereits am 10. Mai 2020 wieder abgebrochen werden (act. II 27/3). Nachdem der Rentenanspruch (bereits) am 1. Juli 2020 entstanden war, endete dieser nicht mit dem Beginn der Eingliederungsmassnahmen bzw. der Ausrichtung von Taggeldern am 23. November 2020 (act. II 40, 42), vielmehr sind die Taggelder mit der Rente zu verrechnen (vgl. aArt. 22 Abs. 5bis IVG, wonach einer rentenbeziehenden Person die Rente während der Durchführung von Integrationsmassnahmen nach aArt. 14a IVG und von Massnahmen zur Wiedereingliederung nach aArt. 8a IVG anstelle eines Taggeldes weiter ausgerichtet wird). Folglich kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie dem Beschwerdeführer gestützt auf das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht ab dem 1. Februar 2022 eine Rente zugesprochen hat (act. IIa 159). Der per 1. Januar 2022 in Kraft getretene Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind, ist vorliegend nicht anwendbar.

N212.Anspruchsvoraussetzungen und Rentenstaffelung

Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1–2 IVG sind: (a) die Erwerbsfähigkeit (oder die Fähigkeit zur Tätigkeit im Aufgabenbereich) kann durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden; (b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen zu sein (Art. 6 ATSG); und (c) nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40% invalid zu sein (Art. 8 ATSG). Die Rentenhöhe richtet sich gestaffelt nach dem Invaliditätsgrad: ab 40% Viertelsrente, ab 50% halbe Rente, ab 60% Dreiviertelsrente und ab 70% ganze Rente.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der hier anwendbaren, bis Ende Dezember 2021 in Kraft gestandenen Fassung).
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N213.Wartezeit bei Rückfall innerhalb von drei Jahren

Wurde eine Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben und erreicht der Invaliditätsgrad innerhalb von drei Jahren aufgrund desselben Leidens erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG frühere Zeiten angerechnet (Art. 29bis IVV). Liegt nach Ablauf der Wartezeit hingegen kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vor, ist eine spätere gesundheitliche Verschlechterung als neuer Versicherungsfall zu betrachten; die Wartezeit ist dann erneut zu erfüllen.

Gemäss Art. 29bis IVG werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrads aufgehoben wurde, dieser aber in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht.
sei spätestens seit Juli 2016 in ihrer bisherigen Tätigkeit dauerhaft eingeschränkt gewesen. In der Zeit von Juli 2017 bis Juni 2018 habe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 30 Prozent bestanden, ab Juli 2018 bis zum 10. Dezember 2018 eine vollständige Arbeitsfähigkeit, danach eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Dem von Juli 2017 bis September 2018 dauernden IV-Rentenanspruch habe eine Arbeitsunfähigkeit infolge von Sehproblemen und nach Entfernung des Meningeoms am 20. Januar 2017 verbliebenen Beeinträchtigungen zugrunde gelegen. Im Hinblick auf die Terminierung des neuerlichen IV-Rentenanspruchs ab Dezember 2018 hielt das Gericht fest, die als Folge der operativen Entfernung des Meningeom-Rezidivs am 10. Dezember 2018 eingetretene Arbeitsunfähigkeit sei "ausreichend auf dasselbe Leiden zurückzuführen". Diese Feststellung erfolgte vor dem Hintergrund von Art. 29bis IVV, der sich mit dem Wiederaufleben der Invalidität nach Aufhebung der Rente befasst. Danach werden bei der Berechnung der Wartezeit, die dem Beginn des IV-Rentenanspruchs vorausgeht (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG: Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 Prozent, die ein Jahr ohne wesentlichen Unterbruch angedauert hat), früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben wurde, dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht.
Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden gemäss Art. 29bis IVV bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet. Sinn und Zweck von Art. 29bis IVV ist, den Rentenanspruch einer versicherten Person, die zwischenzeitlich ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen konnte, wiederaufleben zu lassen, wenn sich innert dreier Jahre auf Grund desselben Leidens wieder eine höhere Arbeitsunfähigkeit ergibt (BGE 117 V 23 E. 3b, Urteil des Bundesgerichts 8C_25/2010 vom 21. Mai 2010 E. 4.1.1).     Art. 29bis IVV ist nicht anwendbar, wenn nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorlag. Diesfalls ist die nachfolgende gesundheitliche Verschlechterung als neuer Versicherungsfall zu betrachten mit der Folge, dass die Wartezeit erneut zu bestehen ist (BGE 142 V 547 E. 3.1).

N214.Einkommensvergleich und 40%-Schwelle

Prüfungspraxis: Anspruchsvoraussetzung ist, dass die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, die bisherigen Arbeiten auszuüben, durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Zur Feststellung der wirtschaftlichen Invalidität wird in der Regel ein Vergleich des hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden mit dem zu erwartenden Einkommen unter Berücksichtigung der zumutbaren Tätigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vorgenommen (Art. 16 LPGA). Weiterer Massstab ist, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Durchschnitt mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen ist und am Ende dieses Jahres mindestens zu 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG).

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).   5.              a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.
Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.4 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c.
Ferner ist gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzt, dass die Versicherten ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), dass sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.

N215.Anwendbare Gesetzesfassung bei Rentenanspruch

Rückwirkung / anwendbare Gesetzesfassung: Massgeblich ist die Gesetzesfassung, die zum Zeitpunkt des Entstehens des Rentenanspruchs gilt. Ergibt sich der Anspruch vor dem 1. Januar 2022, sind die Bestimmungen in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung anzuwenden. Für die Bestimmung des massgebenden Zeitpunkts sind die Übergangsregelungen, namentlich Art. 88a IVV, sowie die einschlägigen Übergangsbestimmungen der IVV/IVG zu beachten.

In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands bzw. im Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1; vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Die Gutachter gingen bei der Arbeitsunfähigkeitsschätzung davon aus, dass sie zumindest seit Februar 2021 anzunehmen sei (IV-act. 82-11). Die IV-Anmeldung erfolgte am 6. April 2021 (IV-act. 1). Somit waren am 1. Februar 2022 sowohl das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG als auch die sechsmonatige Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG erfüllt und konnte ein allfälliger Rentenanspruch entstanden sein. Demnach sind im vorliegenden Fall die ab 1. Januar 2022 gültigen Bestimmungen des IVG anwendbar. Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung der IVV per 1. Januar 2024 finden auf alle Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2024 entstehen, die Bestimmungen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2023 Anwendung. Besteht der Rentenanspruch über den 31. Dezember 2023 hinaus, so sind ab dem 1. Januar 2024 die Bestimmungen der IVV in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Die Erhöhung der Rente erfolgt per 1. Januar
Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Vorliegend erging die angefochtene Verfügung nach dem 1. Januar 2022, zur Diskussion steht jedoch, ob davor ein Rentenanspruch entstanden ist. Insoweit beurteilt sich die Streitigkeit nach den bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen des IVG, der IVV und des ATSG (Urteil des Bundesgerichts vom 13. November 2023, 8C_309/2023, E. 2.1 mit Hinweis). Die betreffenden Bestimmungen werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde der Versicherten vom 19. Juni 2022 ist demnach einzutreten. 1.2 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Die Parteien gehen zu Recht davon aus, dass der Versicherungsfall (rentenbegründende Invalidität; BGE 137 V 417 E. 2.2.4) noch vom dem 1. Januar 2022 eingetreten ist. Damit kommt der allgemeine Grundsatz zur Anwendung, wonach im Rahmen einer Rechtsänderung dasjenige Recht gilt, welches bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes in Kraft stand (BGE 138 V 475 E. 3 f. mit Hinweisen; BGE 127 V 466 E. 1). Im vorliegenden Fall sind somit die Bestimmungen des IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1).
Oktober 2000 gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil vom 8. Februar 2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 3.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass die hier in Frage kommenden Revisionsgründe mehrheitlich vor dem 1. Januar 2022 eintraten. Folglich sind die Gesetzesgrundlagen in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 4.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.

N216.Rente zurückstellen bei Eingliederungsmassnahmen

Wenn Ausbildungs- oder Eingliederungsmassnahmen erst nach dem 1. Januar 2022 abgeschlossen oder beendet werden, ist der Rentenanspruch nach dem seit dem 1. Januar 2022 geltenden Recht zu prüfen. Art. 28 Abs. 1bis IVG kann unter diesen Umständen dazu führen, dass die Zusprechung einer Rente zurückgestellt wird, solange die Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind.

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 22. März 2024 (act. II 154), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. Ferner ist der frühest mögliche Rentenbeginn mit Blick auf den per 3. Juli 2023 erfolgten Abschluss der Ausbildung zum Agrarpraktiker EBA (act. II 122 S. 2 ff.) bzw. die im November 2023 abgeschlossenen Eingliederungsmassnahmen (act. II 129; 136) nicht vor dem 1. Januar 2022 (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Damit gelangt das seit 1. Januar 2022 gültige Recht zur Anwendung (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391).
Das angefochtene Urteil ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden und entspricht den allgemeinen Grundsätzen des Übergangsrechts. Die Vorinstanz schloss sodann aus, einen allfälligen Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Januar 2022 in Anwendung des seit diesem Datum geltenden neuen Rechts zu prüfen, da lit. b ÜbBest. IVV WEIV auf den Beschwerdeführer nicht anwendbar sei. In diesem Punkt verstösst das kantonale Urteil gegen die allgemeinen Grundsätze des intertemporalen Rechts, die in Ermangelung einer anderslautenden Übergangsbestimmung anwendbar sind und vorschreiben, dass bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs aufgrund von Gesundheitsschäden und Invalidität, die nach diesem Datum andauern, das ab dem 1. Januar 2022 in Kraft getretene neue Recht anzuwenden ist. In Anbetracht dieser allgemeinen Grundsätze hat die Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2022 in Anwendung des seit diesem Datum geltenden neuen Rechts zu prüfen und sodann unter Berücksichtigung von Art. 28 Abs. 1bis IVG neu darüber zu verfügen. Insoweit ist die Beschwerde begründet und folglich teilweise gutzuheissen.
Allerdings nahm die Beschwerdeführerin vom 17. Januar bis zum 4. März 2022 an beruflichen Eingliederungsmassnahmen teil (vgl. AB 31, 47). Ob mithin entsprechend der in der Beschwerde vertretenen Ansicht (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 4) die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung massgebend sind (aArt.; vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) oder mit Blick auf Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung i.S.v. Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind, übereinstimmend mit der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 112 S. 3) das neue, ab 1. Januar 2022 geltende Recht anwendbar ist, kann offen bleiben, resultiert doch so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 4.3.4 hiernach).

N217.Kumulation von Erwerbs- und Haushaltsinvalidität

Bei Anwendung der gemischten Methode können Erwerbs- und Haushaltsinvalidität kumulativ gewichtet werden, so dass kleinere Haushaltseinschränkungen den insgesamt massgeblichen Invaliditätsgrad erhöhen und damit die Rentenklasse beeinflussen. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG bestimmen die prozentualen Invaliditätsgrade die Rentenhöhe; in der Rechtsprechung ist gezeigt, dass gerade eine geringe Haushaltseinschränkung in der Kumulation den Übergang zu einer höheren Rente bewirken kann. Hingegen führt eine Erwerbsinvalidität von mindestens 70% unabhängig von einer Haushaltseinschränkung zur ganzen Rente.

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
Dies bedeutet, dass nur insofern eine sachliche Kongruenz zwischen der Invalidenrente und den Krankentaggeldleistungen besteht, als sich die beiden Leistungen auf die Arbeitsunfähigkeit bzw. die Einschränkung im Erwerb beziehen. Hinsichtlich der Einschränkung im Haushalt sind die beiden Leistungen grundsätzlich nicht kongruent. Jedenfalls dann, wenn die gemischte Methode angewandt wird und eine Einschränkung im Haushalt festgestellt wird, ist somit genauer zu prüfen, inwieweit eine Drittauszahlung unter der Berücksichtigung des Kongruenz-Grundsatzes rechtmässig ist. Dies ist vorliegend der Fall. 5.5. Im Fall der Beschwerdeführerin ging die Beschwerdegegnerin von einer Aufteilung von 75 % Erwerbstätigkeit und 25 % Haushalt aus. Bei einer Einschränkung im Erwerb von 85.8 % resultierte ein Invaliditätsgrad im Erwerb von 64.35 %. Bei einer Einschränkung von 44 % betrug der Invaliditätsgrad im Haushalt 11 %. Insgesamt resultierte so ein Invaliditätsgrad von 75 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (vgl. Verfügung vom 25. Oktober 2021, IV-Akte 68, S. 5, sowie Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Invaliditätsgrad im Erwerb allein würde gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu einer Dreiviertelsrente führen (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Invaliditätsgrad im Haushalt von 11 % ist letztlich entscheidend dafür, dass sie eine ganze Rente erhält. Denn nur aufgrund der Kumulation der beiden Invaliditätsgrade wird der eine ganze Rente begründende Invaliditätsgrad von 75 % erreicht. Die Invalidenrente kann folglich im Umfang einer Dreiviertelsrente als kongruent zu den zwischen dem 1. Februar 2021 und dem 30. November 2021 vorgeleisteten Krankentaggeldern verstanden werden. Damit wird berücksichtigt, dass die Einschränkung im Haushalt von den Krankentaggeldversicherungen nicht versichert wurden und die Einschränkung im Erwerb wird ebenso berücksichtigt, wie der Anteil des Erwerbs an der gesamten berücksichtigten Tätigkeit (d.h. Erwerb und Haushalt zusammen). Zudem wird diese Schlussfolgerung dem Umstand gerecht, dass die Invalidenrente der IV nach den bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen (vgl. dazu E. 3.1.) abgestuft ist und somit der Invaliditätsgrad – anders als bei der Unfallversicherung (vgl.
Fehlt es an einer wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2019 vom 11. September 2020 E. 4.5 mit Hinweis auf 9C_446/2012 vom 16. November 2012 E. 5.2). Bei einem Status von 70% Erwerb und 30% Aufgabenbereich hat die Beschwerdeführerin gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG unabhängig einer allfälligen Einschränkung im Haushalt Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.

N218.Wartejahr entscheidet über Rentenanspruch

Das einjährige Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine notwendige Voraussetzung für das Entstehen eines Rentenanspruchs; wird es nicht erfüllt, kann das Rentenbegehren unabhängig vom Invaliditätsgrad abgewiesen werden.

hiervor) ist festzuhalten, dass der Vorbescheid vom 27. März 2020 (act. III 174) den Beklagten 1 und 3, nicht aber der Beklagte 2 eröffnet wurde. Die Verfügung vom 7. September 2020 (act. III 194) wurde hingegen allen drei Beklagten zugestellt. Die IVB war auf die Neuanmeldung vom April 2018 (act. III 88) hin nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, soweit dieser ab dem (erneuten) Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag. Denn ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. Insoweit für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend ist, besteht damit keine Bindungswirkung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019), müssen doch die Feststellungen der IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein, damit sie für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind (Marc Hürzeler in: Schneider/Geiser/Gächter, Kommentar zum BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 24). Mit Blick auf die hiervor gemachten Ausführungen kommt der IV-Verfügung vom 7. September 2020 (act. III 194) hinsichtlich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit für alle drei Beklagten keine Bindungswirkung zu. Folglich ist der Eintritt der massgebenden Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität gemäss Invalidenversicherung geführt hat, für alle drei Beklagten frei zu prüfen.
Das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 IVG) ist nach Ablauf der sechsmonatigen Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) seit der Anmeldung per 1. Februar 2022 unstreitig erfüllt (vgl. hierzu auch E. 4.5 nachfolgend). Es verbleibt die Ermittlung des Invaliditätsgrades. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird grundsätzlich das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E.
Dieser hat sich im Jahr 2017 auf 54’783 Franken und im Jahr 2022 auf 55’722 Franken ÷ 2’784 Punkte × 2’822 Punkte = 56’483 Franken belaufen (vgl. die von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebene Textausgabe des IVG, 11. Aufl. 2022, Anh. 2). Bei einem Valideneinkommen von 63’050 Franken und einem Invalideneinkommen von 54’783 Franken zu Beginn des Jahres 2018 resultiert ein Invaliditätsgrad von 13,11 Prozent. Bei einem Valideneinkommen von 65’438 Franken und einem Invalideneinkommen von 56’483 Franken (aktuellste Zahlen) resultiert für den Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung ein Invaliditätsgrad von 13,68 Prozent. Ein Rentenanspruch setzt allerdings einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent voraus. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin gemäss den überzeugenden Ausführungen der Sachverständigen der ZVMB GmbH im hier massgebenden Zeitraum nie ohne einen wesentlichen Unterbruch während mindestens eines Jahres durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist. Sie hat also auch das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat ihr Rentenbegehren deshalb im Ergebnis zu Recht abgewiesen.   Die gegen die Rentenverfügung vom 19. September 2023 gerichtete Beschwerde ist abzuweisen. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten wären an sich der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung ist sie allerdings von der Pflicht, die Gerichtskosten zu bezahlen, vorläufig befreit. Sollten es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten, wird sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 123 ZPO). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Auf den Antrag um berufliche Eingliederungsmassnahmen wird nicht eingetreten. Die gegen die Abweisung des Rentenbegehrens gerichtete Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin ist vorläufig von der Pflicht, die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen, befreit.

N219.Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG

Für das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist die Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG massgebend. Sie bemisst sich nach der gesundheitlich bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen und bezieht sich in der Regel auf die Einschränkungen in der bisherigen (angestammten) Tätigkeit; die Beurteilung erfolgt grundsätzlich aufgrund medizinischer Einschätzungen (bei Bedarf auch für den Haushaltsbereich).

Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig war (lit. b), sofern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (lit. c). Zusätzlich kann der Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung entstehen.     Während für die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und den Invaliditätsgrad (Art. 8 und Art. 16 ATSG), wie sie nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG für die Rentenhöhe massgebend sind, nach dem Einkommen zu fragen ist, das eine Person auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden angepassten zumutbaren Tätigkeit erzielen könnte, beurteilt sich die Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), wie sie für das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG massgebend ist, nach der gesundheitlich bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschränkungen im bisherigen Beruf an (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E. 2a, 97 V 226 E. 2).     Im Rahmen der gemischten Methode ist für die Bestimmung der Wartezeit und des Rentenbeginns analog zur Rechtsprechung zur Ermittlung des Invaliditätsgrades auf den gewichteten Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teilbereichen abzustellen (BGE 130 V 97 E. 3.4).
Zu klären ist im Folgenden zunächst, ob das sogenannte Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, wonach während eines Jahres eine Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf oder im Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG) von durchschnittlich mindestens 40 % ohne wesentlichen Unterbruch bestanden haben muss, erfüllt ist. Dabei ist zu beachten, dass diese Arbeitsunfähigkeit auch in Bezug auf den Haushaltsbereich - analog zur Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich – nach medizinischen Einschätzungen und nicht nach den Ergebnissen einer Haushaltsabklärung zu beurteilen ist (vgl. E. 1.4.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteilung der Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) daher insofern grundsätzlich zutreffend auf eine ärztliche Beurteilung, ohne hierfür eine Abklärung vor Ort zur Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt durchzuführen.

N220.Rückwirkende temporäre Arbeitsunfähigkeit ohne Rentenanspruch

Vorübergehende, retrospektiv festgestellte Phasen erhöhter Arbeitsunfähigkeit können zwar festgestellt werden; sie begründen aber nicht zwingend einen Rentenanspruch nach Art. 28 IVG, wenn die Voraussetzungen des Artikels (z. B. das erforderliche ununterbrochene Ausmass und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit) nicht erfüllt sind.

5g) bietet als eine ausserhäusliche berufliche Betätigung in einem Anstellungsverhältnis, angenommen werden, dass nicht andauernd mittelschwere Tätigkeiten ausgeübt werden müssen. Damit rechtfertigt sich im Ergebnis insgesamt jedenfalls, eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt von mehr als 32 % mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Eine rentenbegründende Höhe wird daher nicht erreicht. In einer angepassten Erwerbstätigkeit besteht gemäss dem Gutachten im Übrigen wie erwähnt ebenfalls eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von maximal 30 %, womit eine rentenbegründende Invalidität auch bei Annahme einer teilzeitlichen oder gar einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nicht begründet würde.   Retrospektiv ist nach der Aktenlage intermittierend im Jahr 2017 (Mai/Juli 2017 [bzw. August 2017, IV-act. 49-3] bis November 2017) infolge einer Pneumonie, bei deren Abklärung zunächst der Verdacht auf ein Bronchialkarzinom geäussert worden und die am 2. August 2017 mittels einer VATS-Lobektomie operativ angegangen worden ist, eine höhere Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Diese erfüllte indessen nicht die Voraussetzungen (gemäss Art. 28 IVG), einen Rentenanspruch auszulösen.  Anhaltspunkte für eine allfällige bedeutsame Verschlechterung des Gesundheitszustands in der Zeit zwischen der medizinischen Begutachtung vom Februar 2020 und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. August 2020 liegen nicht vor, so dass von einer weiteren Haushaltabklärung abgesehen werden konnte. Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach im Ergebnis als rechtmässig.   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr bezahlt.
In simili circostanze, ribadito il suesposto periodo di inabilità lavorativa dal 6 febbraio al 30 giugno 2020, considerata dunque la ripresa dell’abilità lavorativa completa a partire dal 1° luglio 2020, l’assicurata non ha quindi presentato, ai sensi dell’art. 28 cpv. 1 lett. b e c LAI, un periodo ininterrotto di un anno con almeno il 40% di inabilità lavorativa in media e con un grado di invalidità di almeno il 40% alla scadenza dell’anno di attesa (art. 28 LAI; cfr. anche art. 6 LPGA; cfr. al consid. 2.3), ragione per cui non gli può essere riconosciuto il diritto ad una rendita di invalidità.                                     La decisione contestata dell’Ufficio AI va quindi confermata, mentre il ricorso va respinto.                                   All’assicurata va comunque fatto nuovamente presente che in caso di peggioramento rilevante delle sue condizioni di salute, debitamente comprovato da pertinente documentazione medica (segnatamente in relazione agli addotti problemi alle mani e a quello proctologici), ella potrà in futuro presentare una nuova domanda di prestazioni. Il presente giudizio non pregiudica infatti eventuali suoi diritti nei confronti dell’assicurazione federale per l’invalidità insorti in epoca successiva alla data decisiva del provvedimento impugnato, il quale delimita il potere cognitivo del giudice (DTF 130 V 140 e 129 V 4).

N221.Fachärztliche Diagnose nach ICD/DSM

Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem (z. B. ICD/CIM, DSM) voraus.

Materiell strittig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. Juli 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Der frühestmögliche Rentenbeginn kommt dabei auf den 1. November 2020 (Ablauf des Wartejahres am 19. September 2020) zu liegen. Zu Recht nicht mehr umstritten ist seit der Eingabe des Beschwerdeführers vom 3. Juni 2024 die Ausrichtung einer Kinderrente. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 4.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E.
6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt vorab eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 4.               4.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid. 4c ; 102 V 165 consid. 3.1; VSI 2001 p. 223 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). La reconnaissance de l’existence d’une atteinte à la santé psychique suppose la présence d’un diagnostic émanant d’un expert (psychiatre) et s’appuyant selon les règles de l’art sur les critères d’un système de classification reconnu, tel le CIM ou le DSM-IV (ATF 143 V 409 consid. 4.5.2 ; 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1 ; 130 V 396 consid.

N222.Ärztliche Diagnose als Anspruchsvoraussetzung

Für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG bildet die medizinische Befundlage den Ausgangspunkt. Eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit begründet Anspruch nur, wenn sie Folge einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, die ärztlich – in der Regel durch einen Facharzt der betreffenden Disziplin – eindeutig diagnostiziert wurde, und wenn die daraus resultierende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit objektiv nicht überwindbar ist. Psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren sind bei der Invaliditätsbeurteilung nicht an die Stelle der bio‑medizinisch fundierten Feststellungen zu setzen.

Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.3 Le point de départ de l'examen du droit aux prestations selon l'art. 4 al. 1 LAI, ainsi que les art. 6 ss LPGA, et en particulier l’art. 7 al. 2 LPGA, est l'ensemble des éléments et constatations médicales. Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 [RO 2007 5129]), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art.
En définitive, une atteinte psychique influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). Si la médecine actuelle repose sur une conception bio-psycho-sociale de la maladie (qui ne considère pas cette dernière comme un phénomène exclusivement biologique ou physique mais comme le résultat de l'interaction entre des symptômes somatiques et psychiques ainsi que l'environnement social du patient), le droit des assurances sociales - en tant qu'il a pour objet la question de l'invalidité - s'en tient à une conception bio-médicale de la maladie, dont sont exclus les facteurs psychosociaux et socioculturels (voir notamment arrêt TF 9C_286/2015 du 12 janvier 2016 consid. 4.1). 4. Dispositions relatives au droit à une rente de l’assurance-invalidité 4.1. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. 4.2. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Pour le revenu sans invalidité, il convient d'établir ce que l'assuré aurait, au degré de la vraisemblance prépondérante, réellement pu obtenir au moment déterminant s'il n'était pas devenu invalide. Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible.
Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.3 Le point de départ de l'examen du droit aux prestations selon l'art. 4 al. 1 LAI, ainsi que les art. 6 ss LPGA, et en particulier l’art. 7 al. 2 LPGA, est l'ensemble des éléments et constatations médicales. Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 [RO 2007 5129]), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art.

N223.20%-Grenze für Wartezeitseröffnung

Praxisgemäss wird für die Eröffnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eine erhebliche und dauerhafte Einbusse des funktionellen Leistungsvermögens im bisherigen Beruf von mindestens 20 % angesetzt. Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich in der Regel sinnfällig auf das Arbeitsverhältnis auswirken (z. B. Leistungsminderung mit entsprechender Feststellung/Ermahnung des Arbeitgebers, gehäufte gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle). Der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit ist grundsätzlich echtzeitlich mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen; eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

-- pro Monat und die Höhe der Rentenleistung wäre voraussichtlich auch im umstrittenen, unmittelbar davorliegenden Zeitraum gleich gewesen. Damit ist für den verfahrensrelevanten Anspruch vom 1. April 2017 bis zum 31. August 2017 von einem gesamthaften Streitwert von Fr. 11'000.-- auszugehen, weshalb die Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Praxisgemäss wird die für Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG relevante Mindesteinschränkung zur Eröffnung der Wartezeit bei 20% angesetzt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 20. Februar 2018, 9C_147/2017, E. 4.4, vom 3. Juli 2013, 9C_677/2012, E. 2.3 und vom 24. November 2010, 9C_757/2010, E. 4.1). Ein wesentlicher Unterbruch im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt gemäss Art. 29ter der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. In diesem Fall beginnt die Wartezeit mit Wiedererreichen der Wesentlichkeitsschwelle von neuem und es erfolgt keine Anrechnung früher zurückgelegter Wartezeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2016, 9C_317/2016, E. 4.2; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] und vom 26. Juni 2001, I 34/01, E. 1 und vom 17. September 1993, I 209/91, in: Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28, Rz. 35). Nach Art. 29bis IVV werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Invalidenrente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben wurde, in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit jedoch erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht hat.
Für den Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG ist die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf massgeblich. Sie ist relevant, wenn sie mindestens 20 % beträgt – was auch für die Eröffnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt (vgl. BGE 144 V 58 E. 4.4 mit weiteren Hinweisen). Die Arbeitsunfähigkeit muss sich zudem auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirken oder ausgewirkt haben. Es muss also arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person im bisherigen Beruf an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit grundsätzlich echtzeitlich nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_91/2013 vom 17. Juni 2013 E. 4.1.2 mit Hinweisen).     Der rechtsgenügliche Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen erfordert jedoch nicht zwingend eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit.
Zu ergänzen ist Folgendes: Für die Bestimmung der Leistungszuständigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG ist - wie für die Eröffnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG - eine erhebliche und dauerhafte Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich massgebend. Diese muss mindestens 20 % betragen (Urteil 9C_570/2021 vom 20. Dezember 2021 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Hervorzuheben ist zudem: Zum rechtsgenüglichen Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen wird nicht zwingend eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit verlangt. Nachträgliche Annahmen und spekulative Überlegungen, so beispielsweise eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen aber nicht aus. Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirken oder ausgewirkt haben; die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen muss mit anderen Worten arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten sein (durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers, durch gehäufte aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle usw.

N224.Prozessuale Überprüfung befristeter Rentenzusprechungen und Begründung der Dauerbefristung

Befristete Rentenzusprechungen können Gegenstand prozessrechtlicher Überprüfung sein; die Begründung der Dauerbefristung ist für diese Prüfung relevant.

Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Ausmass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). 1.2.2 Der Beschwerdeführer beantragt unter anderem, es sei ihm für das Vorverfahren die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Vorinstanz hat in der vorliegend angefochtenen Verfügung über den Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung nicht entschieden. In ihrer Vernehmlassung führte die IV-Stelle aus, sie werde noch eine entsprechende Verfügung erlassen. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung keinen Entscheid erlassen, weshalb diesbezüglich kein Anfechtungsgegenstand vorliegt. Auf dieses Begehren kann somit nicht eingetreten werden. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich eine vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 befristete ganze IV-Rente zugesprochen hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.

N225.Festlegung des Validen‑ und Invalideneinkommens

Für die Festlegung des Valideneinkommens ist der im individuellen Lohnkonto (IK‑Auszug) aufgeführte Lohn massgebend. Eine exakte Einzelberechnung des Valideneinkommens wird in der zitierten Entscheidung nicht verlangt. Das Invalideneinkommen ist entsprechend dem tatsächlichen Arbeitsunfähigkeitsgrad zu ermitteln; dabei sind bestehende Fixkosten zu berücksichtigen, weshalb sich der Invaliditätsgrad etwas unterhalb des reinen Arbeitsunfähigkeitsgrads ausfallen kann.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.02.2023 Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer ist in seiner bisherigen Tätigkeit gemäss Gutachten weiterhin 70 % arbeitsfähig. Für das Valideneinkommen ist der IK-Auszug massgebend. Exakte Ermittlung des Valideneinkommens nicht notwendig, da das Invalideneinkommen entsprechend dem Arbeitsunfähigkeitsgrad zu ermitteln ist. Zusätzlich sind die bestehenden Fixkosten zu berücksichtigen, sodass der Invaliditätsgrad etwas tiefer liegt als die Arbeitsunfähigkeit. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Februar 2023, IV 2022/24). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_201/2023. Entscheid vom 15. Februar 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2022/24 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 15.02.2023 Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer ist in seiner bisherigen Tätigkeit gemäss Gutachten weiterhin 70 % arbeitsfähig. Für das Valideneinkommen ist der IK-Auszug massgebend. Exakte Ermittlung des Valideneinkommens nicht notwendig, da das Invalideneinkommen entsprechend dem Arbeitsunfähigkeitsgrad zu ermitteln ist. Zusätzlich sind die bestehenden Fixkosten zu berücksichtigen, sodass der Invaliditätsgrad etwas tiefer liegt als die Arbeitsunfähigkeit. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Februar 2023, IV 2022/24). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_201/2023. Entscheid vom 15. Februar 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2022/24 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N226.Vorrang der Eingliederung vor Rente

Eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG kommt nur in Betracht, wenn die Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG ausgeschöpft sind; das Gesetz stellt damit das Prinzip «Eingliederung vor Rente» klar.

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Im Sinne des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» stellt das Gesetz seit 1. Januar 2022 klar, dass eine Rente nach Absatz 1 nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Zusätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass die Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, was vorliegend unbestritten der Fall ist (vgl. IK-Auszug vom 8. Juli 2021 [IV-act. 8]).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % (beziehungsweise von 40-49 %) gelten prozentuale Anteile von 25 bis

N227.Qualität und Validität polydisziplinärer Gutachten

Polydisziplinäre Gutachten (z. B. MGSG, MEDAS, RAD) können dem Gericht beweiskräftig erscheinen; die Beweiskraft bemisst sich jedoch fallabhängig nach Qualität und Validität des Gutachtens. Fehlen Validität oder bestehen erhebliche Zweifel, kann dies die Beurteilung der Leistungsfähigkeit und damit den Rentenentscheid beeinflussen.

Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2025 Art. 28 IVG. Beweiskräftiges polydisziplinäres MGSG-Gutachten. Einkommensvergleich für den gesamten entscheidrelevanten Zeitraum nach bis 31. Dezember 2020 in Kraft stehenden Bestimmungen. Kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Februar 2025, IV 2024/50). «Entscheid als PDF» «IV_2024-50.pdf» anzeigen
________ n’évoque que des « symptômes psychiatriques » en 2017 mais ne pose aucun diagnostic remontant antérieurement à octobre 2022. Quoi qu’il en soit, cette recommandation est compatible avec le diagnostic posé par les experts, qu’elle n’est pas propre à remettre en cause. Les éléments ressortant des différents écrits du psychiatre traitant ne permettent dès lors pas d’infirmer le bien-fondé des conclusions des experts.                 d) En définitive, l’appréciation faite par les experts du D.________ de la situation médicale de la recourante est claire et convaincante, sans qu’il n’existe au dossier d’éléments antérieurs à la décision attaquée, justifiant de s’éloigner de leurs conclusions.                 e) Sur le vu de ce qui précède, il convient de reconnaître une pleine valeur probante au rapport d’expertise établi le 31 janvier 2022 par les Drs X.________ et S.________, dont la Cour de céans n’a aucun motif de s’écarter. Partant, il sied de suivre les conclusions des experts et de retenir que la recourante présente depuis à tout le moins le mois de juillet 2020 (fin du délai d’attente d’une année ; art. 28 LAI) une capacité de travail de 80 % dans son activité habituelle ou dans toute activité répondant aux limitations fonctionnelles retenues, à savoir pas de positions assise et debout statiques prolongées, changement de position régulier, pas de porte-à-faux du buste et du rachis cervical, ni de rotations répétées du buste et du rachis cervical, pas d’effort de soulèvement de plus de 5 kg à partir du sol, port de charge limité à 9 kg proche du corps, éviter les montées et les descentes d’escalier répétées, pas de position à genoux et accroupie prolongée, pas de travail en hauteur (échelle, escabeau, tabouret, échafaudage). Dans la mesure où la recourante est capable de travailler dans son activité habituelle, son taux d’incapacité de travail se confond avec son taux d’invalidité. C’est donc à juste titre que l’intimé a refusé d’allouer une rente à la recourante, un taux d’invalidité de 20 % n’ouvrant pas de droit à une rente.   7.              Le dossier est complet et permet à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause.
Entscheid Versicherungsgericht, 04.09.2024 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Prüfung eines psychiatrischen Gutachtens und einer neuropsychologischen Beurteilung. Erhebliche Zweifel an der Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens. Fehlende Validität der Ergebnisse der neuropsychologischen Testung. Verletzung der Untersuchungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. September 2024, IV 2023/145). Entscheid vom 4. September 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2023/145 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 21.12.2023 Art. 28 IVG: Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens bejaht. Rentenanspruch abgelehnt. Beschwerde abgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Dezember 2023, IV 2023/115). Entscheid vom 21. Dezember 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2023/115 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2023 Art. 28 IVG. Beurteilung des RAD als beweiskräftig erachtet. Festlegung der Arbeitsfähigkeit. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch, Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2023, IV 2022/195). Entscheid vom 30. November 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2022/195 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG Abstellen auf ein Gutachten, gemäss welchem Inkonsistenzen bestehen, aufgrund derer nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von geltend gemachten psychischen Erkrankungen ausgegangen werden kann. Abweisung der Beschwerde, da ein rentenbegründender Invaliditätsgrad nicht erreicht wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2024, IV 2023/162). Entscheid vom 16. August 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Marie Löhrer und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/162 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N228.Staffelung der Invalidenrente

Die Invalidenrente ist nach dem Invaliditätsgrad gestaffelt: ab 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine Halbrente, ab 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG (sog. Einkommensvergleich) festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Abs. 2 (sog. Betätigungsvergleich) festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig (und ist ihnen die Aufnahme einer Vollerwerbstätigkeit nicht zumutbar; Art. 8 Abs. 3 ATSG), so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fach­personen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E.
Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2021 geltenden Fassung). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Einkommensvergleich). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität durch einen Einkommensvergleich festgelegt; waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit durch einen Betätigungsvergleich festgelegt (gemischte Methode; vgl. Art. 28a IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fassung; BGE 144 I 21 E. 2.1).

N229.Zumutbare Reintegrationspflicht vor Rentenzahlung

Bei langandauernder Arbeitsunfähigkeit kann vom Versicherten verlangt werden, dass er sich auch einer Tätigkeit in einer anderen Berufs- oder Branchenrichtung anpasst; eine Rente wird erst zugesprochen, wenn die zumutbaren Reintegrations- und Rehabilitationsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter ausgeschöpft sind.

L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 7.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 7.3 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. 7.4 La notion d'invalidité dans le domaine de l'assurance-invalidité coïncide avec celle valable dans l'assurance-accidents et dans l'assurance militaire (art. 16 LPGA ; ATF 127 V 129 consid. 4d ; 133 V 549 consid. 6). Si l'atteinte à la santé est la même, l'évaluation de l'invalidité selon l'assurance-invalidité, l'assurance-accidents et l'assurance militaire doit conduire au même degré d'invalidité (ATF 133 V 549 consid. 6 ; 126 V 288 consid. 2a avec références). L'assureur n'est toutefois pas lié par une décision rendue par une autre autorité, par exemple si le degré d'invalidité résulte d'un accord entre les parties (ATF 127 V 129 consid.

N230.Rückwirkende Ansprüche befristeter Renten

Bei befristeten Renten ist zu prüfen, ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen auch rückwirkend erfüllt sind. In einzelnen Fällen kann ein polydisziplinäres Gutachten einen rückwirkenden Anspruch auf eine befristete Rente begründen.

Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2020 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 36 IVG Festlegung des Beginns der Invalidität; Prüfung der versicherungsmässigen Voraussetzungen bei ausländischem Staatsangehörigen. Gestützt auf ein polydisziplinäres Gutachten besteht rückwirkend ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2020, IV 2019/24). Entscheid vom 9. November 2020 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2019/24 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Zogg, rechtsanwälte.og42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2020 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 36 IVG Festlegung des Beginns der Invalidität; Prüfung der versicherungsmässigen Voraussetzungen bei ausländischem Staatsangehörigen. Gestützt auf ein polydisziplinäres Gutachten besteht rückwirkend ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2020, IV 2019/24). Entscheid vom 9. November 2020 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2019/24 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Zogg, rechtsanwälte.og42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N231.Keine Abzüge bei fehlender Lohnstatistik

Fehlt eine geeignete Lohnstatistik als Bemessungsgrundlage, ist nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der Regel kein zusätzlicher Abzug bei der Invaliditätsbemessung vorzunehmen; in solchen Fällen kann der Invaliditätsgrad mit der festgestellten Arbeitsunfähigkeitsquote übereinstimmen.

1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 8.2 En l’espèce, c’est de manière conforme au droit que l’intimé a repris le taux d’incapacité de travail pour la fixation du degré d’invalidité (50%). En effet, une simple comparaison de pourcentage peut suffire lorsque l’assuré dispose d’une capacité résiduelle de travail dans son activité habituelle et qu’aucune autre activité n’est mieux adaptée à ses limitations fonctionnelles. Le taux d’invalidité est alors identique au taux d’incapacité de travail (cf. ATF 114 V 310 consid. 3a ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_562/2022 du 12 septembre 2023 consid. 6 et les références). Pour le surplus, en l’absence de salaire statistique comme base du revenu avec invalidité, il n’y a pas de place ici pour un éventuel abattement (cf., a contrario, ATF 135 V 297 consid. 5.2 ; ATF 134 V 322 consid. 5.2 et les références ; ATF 126 V 75 consid. 5b/aa-cc). 8.3 C’est donc conformément au droit, notamment l’art. 28 al. 2 LAI, que l’OAI a remplacé la rente entière d’invalidité par une demi-rente à partir du deuxième mois suivant la notification de ladite décision (art. 88bis al. 2 let. a RAI), à savoir le 1er mars 2023, basée sur un degré d’invalidité de 50%. 9.             La décision querellée étant conforme au droit, le recours sera rejeté. 10.         La procédure n'étant pas gratuite (art. 69 al. 1bis LAI), un émolument de CHF 200.- (montant minimal) sera perçu de la recourante, qui n’obtient pas gain de cause.   PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1.        Déclare le recours recevable. Au fond : 2.        Le rejette. 3.        Met un émolument de CHF 200.- à la charge de la recourante. 4.        Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art.
1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 8.2 En l’espèce, c’est de manière conforme au droit que l’intimé a repris le taux d’incapacité de travail pour la fixation du degré d’invalidité (50%). En effet, une simple comparaison de pourcentage peut suffire lorsque l’assuré dispose d’une capacité résiduelle de travail dans son activité habituelle et qu’aucune autre activité n’est mieux adaptée à ses limitations fonctionnelles. Le taux d’invalidité est alors identique au taux d’incapacité de travail (cf. ATF 114 V 310 consid. 3a ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_562/2022 du 12 septembre 2023 consid. 6 et les références). Pour le surplus, en l’absence de salaire statistique comme base du revenu avec invalidité, il n’y a pas de place ici pour un éventuel abattement (cf., a contrario, ATF 135 V 297 consid. 5.2 ; ATF 134 V 322 consid. 5.2 et les références ; ATF 126 V 75 consid. 5b/aa-cc). 8.3 C’est donc conformément au droit, notamment l’art. 28 al. 2 LAI, que l’OAI a remplacé la rente entière d’invalidité par une demi-rente à partir du deuxième mois suivant la notification de ladite décision (art. 88bis al. 2 let. a RAI), à savoir le 1er mars 2023, basée sur un degré d’invalidité de 50%. 9.             La décision querellée étant conforme au droit, le recours sera rejeté. 10.         La procédure n'étant pas gratuite (art. 69 al. 1bis LAI), un émolument de CHF 200.- (montant minimal) sera perçu de la recourante, qui n’obtient pas gain de cause.   PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1.        Déclare le recours recevable. Au fond : 2.        Le rejette. 3.        Met un émolument de CHF 200.- à la charge de la recourante. 4.        Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art.

N232.Herabsetzung nur bei erheblicher Änderung

Unwesentliche Differenzen zwischen medizinischen Beurteilungen rechtfertigen nicht die Herabsetzung einer Rente. Eine Rentenherabsetzung setzt vielmehr eine anspruchserhebliche (erhebliche) Änderung des Invaliditätsgrades voraus (vgl. Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG).

Dezember 2020 des behandelnden Hausarztes, pract. med. F____, nicht abgestellt werden. Hinzu komme, dass ohnehin keine Änderungen in der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers eingetreten seien. Vielmehr handle es sich bei der Einschätzung des ABI, wonach der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, um eine unterschiedliche medizinische Beurteilung, die unwesentlich sei. Dem Beschwerdeführer sei daher nach wie vor eine ganze Invalidenrente auszurichten. 2.3. Streitig und zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin gestützt auf das E____-Gutachten vom 26. März 2019 zu Recht von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ausging und die Rente per 30. Juni 2021 eingestellt hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisionsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9, 10, E. 2.3; BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des

N233.Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei Älteren

Im entschiedenen Fall hat das Gericht festgestellt, dass bei einer Versicherten, die älter als 62 Jahre war, altersbedingte Vermittlungshindernisse dazu geführt haben, dass die verbleibende Arbeitsfähigkeit als nicht verwertbar anzusehen war. Vor diesem Hintergrund wurde ihr Anspruch auf eine ganze Invalidenrente nach Art. 28 Abs. 1 IVG bejaht. Daraus folgt nicht allgemein, sondern zeigt, dass im Einzelfall altersbedingte Vermittlungsnachteile die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG ausschliessen können.

Tout bien considéré, les limitations fonctionnelles régissant l'exercice d'une telle activité présentent des caractéristiques ne correspondant pas à celles régnant généralement sur le marché libre du travail, mais se rapprochent au contraire de ce qui prévaut dans un cadre protégé. En d'autres termes, les limitations précitées réduisent excessivement les chances de la recourante de s'intégrer professionnellement. Le fait que celle-ci soit aujourd'hui âgée de plus de 62 ans (et également au moment de l'expertise du Dr F.________) achève de convaincre la Cour qu'il est peu probable qu'elle soit susceptible d'intéresser sérieusement un employeur sur le marché ordinaire du travail. L'ensemble de ce qui précède conduit le Tribunal de céans à conclure que la recourante n'est plus en mesure de valoriser sa capacité de travail résiduelle. Elle doit par conséquent être considérée comme entièrement invalide à partir de décembre 2019, ainsi que retenu dans l'expertise du Dr F.________, ce qui lui ouvre le droit à une rente entière d'invalidité à partir du 1er décembre 2020, au terme d'un délai d'attente d'une année (art. 28 al. 1 LAI). 7. Au vu de ce qui précède, le recours est admis et la décision du 19 octobre 2021 est annulée. Partant, la recourante a droit à une rente entière d’invalidité à partir du 1er décembre 2020. Celle-ci ayant obtenu gain de cause, les frais de procédure, par CHF 800.-, doivent être mis à la charge de l’autorité intimée. L'avance de frais du même montant consentie par la recourante lui est restituée. Eu égard au sort du litige, la recourante a droit à une entière indemnité à titre de dépens, conformément aux art. 137 ss du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative (CPJA; RSF 150.1) et au tarif cantonal du 17 décembre 1991 des frais de procédure et des indemnités en matière de juridiction administrative (Tarif/JA; RSF 150.12). Compte tenu de la difficulté de l’affaire ainsi que des opérations nécessaires à la conduite de la présente procédure, il se justifie de fixer l’indemnité de manière forfaitaire à CHF 800.-, éventuelle TVA comprise, laquelle est mise à la charge de l'autorité intimée et sera directement versée à la mandataire de la recourante (cf.

N234.Echtzeitliches ärztliches Zeugnis grundsätzlich erforderlich

Für den Rentenanspruch nach Art. 28 IVG ist grundsätzlich ein echtzeitliches ärztliches Zeugnis über die Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen. Retrospektive Atteste werden nur anerkannt, wenn die negativen Auswirkungen der Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit echtzeitlich dokumentiert sind (z. B. krankheitsbedingte Absenzen oder andere glaubhafte Indizien). Eine nachträgliche Reduktion des Arbeitspensums kann ein gewichtiges Indiz sein, genügt aber in der Regel nicht allein; es bedarf grundsätzlich einer echtzeitlichen ärztlichen Bestätigung, dass die Pensumsreduktion gesundheitlich bedingt notwendig ist.

Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss zwar – wie beim Rentenanspruch gegenüber einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge – auch gegenüber der Invalidenversicherung grundsätzlich mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit echtzeitlich nachgewiesen sein (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_276/2010 vom 2. Juli 2010 E. 3.3). Dem ist aber nicht zwingend so. Nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen aber nicht aus. Um der retrospektiven ärztlichen Attestierung der Arbeitsunfähigkeit zu folgen und auf ein echtzeitliches Arztzeugnis verzichten zu können, müssen die negativen Auswirkungen der Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit vielmehr echtzeitlich dokumentiert sein (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 9C_154/2021 vom 10. März 2022 E. 2.2., 9C_517/2020 vom 28. Januar 2021 E. 3.2 und 9C_851/2014 vom 29. Juni 2015 E. 3.2; siehe auch Kaspar Gerber, a.a.O, N 154 zu Art. 28 IVG). 3.4. Eine Reduktion des Arbeitspensums kann ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen einer relevanten Arbeitsunfähigkeit sein, genügt allein in der Regel jedoch nicht für den Nachweis einer gesundheitlich bedingten funktionellen Leistungseinbusse. Dies gilt insbesondere, wenn die Reduktion aus einem subjektiven Krankheitsgefühl heraus erfolgt oder, wenn konkurrierende Gründe bestehen (z.B. der Wunsch nach mehr Zeit für bestimmte [Freizeit-]Aktivitäten oder für eine berufsbegleitende Weiterbildung). Es braucht grundsätzlich eine echtzeitliche ärztliche Bestätigung, dass die Reduktion des Arbeitspensums gesundheitlich bedingt notwendig ist, weil etwa die weitere Verrichtung der Berufsarbeit nur unter der Gefahr der Verschlimmerung des Gesundheitszustandes möglich wäre. Davon kann abgesehen werden, wenn andere Umstände, z.B. krankheitsbedingte Absenzen vor der Arbeitszeitreduktion, den Schluss nahelegen, dass dieser Schritt auch objektiv betrachtet aus gesundheitlichen Gründen erfolgt und insoweit eine arbeitsrechtlich in Erscheinung getretene (sinnfällige) Leistungseinbusse zu bejahen ist (vgl.
Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss zwar – wie beim Rentenanspruch gegenüber einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge – auch gegenüber der Invalidenversicherung grundsätzlich mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit echtzeitlich nachgewiesen sein (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_276/2010 vom 2. Juli 2010 E. 3.3). Dem ist aber nicht zwingend so. Nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen aber nicht aus. Um der retrospektiven ärztlichen Attestierung der Arbeitsunfähigkeit zu folgen und auf ein echtzeitliches Arztzeugnis verzichten zu können, müssen die negativen Auswirkungen der Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit vielmehr echtzeitlich dokumentiert sein (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 9C_154/2021 vom 10. März 2022 E. 2.2., 9C_517/2020 vom 28. Januar 2021 E. 3.2 und 9C_851/2014 vom 29. Juni 2015 E. 3.2; siehe auch Kaspar Gerber, a.a.O, N 154 zu Art. 28 IVG).

N235.Funktionelles Leistungsvermögen im Haushalt

Bei der Prüfung des Anspruchs ist das funktionelle Leistungsvermögen im Haushaltsbereich für den konkreten relevanten Zeitraum zu beurteilen. Medizinische Berichte müssen Auskunft darüber geben, ob und ab welchem Datum eine Einschränkung im Haushaltsbereich bestand, auch für Zeiten vor einer gesundheitlichen Stabilisierung (z. B. im Wartejahr). Fehlen diesbezügliche Aussagen, sind ergänzende medizinische Berichte und gegebenenfalls eine Abklärung vor Ort im Haushaltsbereich einzuholen.

Er hob hervor, dass die Beschwerdeführerin eine Besserung der Beschwerden unter der Medikation mit Cosentyx bestätige, und hielt alsdann fest, er könne die immer noch angegebene Schmerzintensität (Ausprägungsgrade 6-9 von 10) nicht ganz nachvollziehen (Urk. 6/85/12), die Belastbarkeit sei seines Erachtens höher als von der Beschwerdeführerin beschrieben und die Einschränkungen beträfen nur körperlich belastende Tätigkeiten, nicht aber Büroarbeiten (Urk. 6/85/14-15). Damit ist indessen der Gesamtverlauf auf dem Weg zur Diagnostik und zur Optimierung der Behandlungsmöglichkeiten, wie er etwa aus den Berichten des B.___ vom 10. März 2020 und vom 5. Juli 2021 (Urk. 6/72/42-46 und Urk. 6/44/7-8) und des E.___ vom 25. Mai 2021 (Urk. 6/34/9-12) sowie aus einer Skizzierung der geplanten Medikamentenumstellung von Dr. D.___ vom 4. Juni 2021 (Urk. 6/34/13-14) ersichtlich ist, zu wenig gewürdigt. Denn bei Beginn der massgeblichen Arbeitsunfähigkeit im November 2019 und entsprechender Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) kommt ein Rentenanspruch bereits ab November 2020 in Betracht. Demzufolge ist auch eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für die Zeit vor der gesundheitlichen Stabilisierung erforderlich, und zwar nicht nur eine solche für die berufliche Tätigkeit, sondern auch eine solche für die Tätigkeit im nichterwerblichen Aufgabenbereich des Haushaltes und der Kinderbetreuung.     Über die Lückenhaftigkeit in Bezug auf den Zeitablauf hinaus beleuchtet die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. I.___ sodann auch in genereller Hinsicht nicht alle massgeblichen Gesichtspunkte. Dr. I.___ räumte nämlich ein, dass eine Arthritiserkrankung eine besondere Dynamik habe, sodass die Frage der Belastbarkeit im Verlauf je nach Beschwerden immer wieder neu gestellt werden müsse (Urk. 6/85/15). Regelmässig wiederkehrende, durch Schubkrankheiten bedingte Absenzen vom Arbeitsplatz sind jedoch nach der Rechtsprechung grundsätzlich bei der Festlegung des zeitlich zumutbaren Umfangs der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_42/2022 vom 12.
Im Bericht des Ärztezentrums A.___ vom 3. März 2022 (Urk. 6/7/1-3) wurde jedoch lediglich allgemein zum Belastungsprofil (verminderte körperliche Belastung aufgrund der Schmerzproblematik, Einschränkungen bei jeder Tätigkeit mit erhöhter Gewichtsbelastung und längerem Stehen, Unmöglichkeit von Tätigkeiten in gebeugter Haltung, Urk. 6/7/3) und zur Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt Stellung genommen (Arbeitstätigkeit seit längerer Zeit nicht realistisch; Urk. 6/7/1). In Bezug auf den Haushaltsbereich wurde nur festgehalten, dass die Angehörigen die Haushaltsführung teilweise übernehmen müssten. Eine Aussage zur Arbeitsfähigkeit definiert als funktionelles Leistungsvermögen im Haushaltsbereich vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022 im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist dem Bericht dagegen nicht zu entnehmen, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann, was von den Parteien zu Recht auch nicht behauptet wurde.
Die dazu von der Beschwerdegegnerin im Hinblick auf das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) einzuholenden medizinischen Einschätzungen haben unter Berücksichtigung sämtlicher somatischer und psychischer Beschwerden Auskunft darüber zu geben, ob und inwieweit die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit (definiert als funktionelles Leistungsvermögen) im Haushaltsbereich mindestens ab August 2021 eingeschränkt war. Zuvor ist zudem ein Bericht der Klinik für Neurochirurgie des Kantonsspitals D.___ einzuholen, welcher sich über die bisher nicht aktenkundigen Ergebnisse des in den Berichten vom 22. April und vom 28. Juni 2022 (Urk. 6/23/2-5, 6/24) erwähnten neuen MRT der BWS ausspricht.     Falls gemäss diesen Abklärungen auf die Erfüllung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zu schliessen ist, ist hernach eine Abklärung vor Ort im Haushaltsbereich unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse im Einzelfall einzuholen (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV, Rz. 3041 ff. des Kreisschreibens über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2022; BGE 133 V 504 E.

N236.Rentenbeginn bei Taggeldbezug

Bezieht der Versicherte während Eingliederungsmassnahmen IV‑Taggelder, so wird der frühestmögliche Beginn der Rente auf das Ende der Taggeldbezugszeit festgelegt.

% bzw. gerundet 56 % ([Fr. 67'422.60 - Fr. 29'864.50] / Fr. 67'422.60 x 100), womit Anspruch auf 56 % einer ganzen Invalidenrente besteht (vgl. E. 3.2.2.2 vorne). Weil dem Beschwerdeführer aufgrund laufender Eingliederungsmassnahmen (Art. 28 Abs. 1bis IVG) bis 30. Juni 2022 Taggelder ausgerichtet wurden (act. II 167; Art. 29 Abs. 2 IVG), ist Anspruchsbeginn der 1. Juli
Jedoch bezog der Beschwerdeführer während den beruflichen Eingliederungsmassnahmen vom 20. Januar 2020 (vgl. AB 62) bis 15. März 2021 (AB 113/3; vgl. auch AB 109) IV-Taggelder. Solche Eingliederungsmassnahmen stehen nach dem Grundsatz ʺEingliederung vor Renteʺ einem Rentenanspruch von vornherein entgegen (BGE 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b; Rz. 1045 des bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] bzw. unter Herrschaft der hier intertemporal-rechtlich nicht anwendbaren Weiterentwicklung der IV [vgl. E. 2.1 hiervor] nunmehr auch explizit Art. 28 Abs. 1bis IVG). Mithin ist der frühest mögliche Zeitpunkt des Rentenbeginns auf den 1. März 2021 festzulegen, was allerdings letztlich unerheblich ist.

N237.Stufenlose Bemessung der Invalidenrente

Bis zum 31. Dezember 2021 wurde die Rente nach dem Grad der Invalidität in Viertelstufen bemessen (Viertel/halb/dreiviertel/ganze). Per 1. Januar 2022 wurde dieses System durch ein stufenloses, prozentuales Modell (Art. 28b IVG) ersetzt. Ein Mindestinvaliditätsgrad von 40 % bleibt Voraussetzung; bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % besteht weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente.

L'AI suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6.3 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, l'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. Au 1er janvier 2022, le système des quarts de rente de l'ancien art. 28 al. 2 LAI a été remplacé par un système de rentes linéaire. Ainsi, aux termes de l'art. 28b LAI, en vigueur dès le 1er janvier 2022, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69 %, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2), tandis que pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70 %, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Enfin, pour les taux d'invalidité compris entre 40% et 49%, les rentes s'échelonnent de façon linéaire de 25% à 47.5% d'une rente entière (al. 4). 6.4 Selon l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art.
201) in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023 E. 3.2. und 8C_644/2022 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3). 3.3. Nach der Rechtsprechung sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 ATSG) bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften Rente analog anwendbar (BGE 133 V 263, 263 E. 6.1). 4. 4.1. 4.1.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 4.1.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gestützt auf Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Nach bisherigem Recht besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss dem per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs weiterhin in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt, wobei nach wie vor ein Mindestinvaliditätsgrad von 40 % vorausgesetzt wird und ab einem Invaliditätsgrad von 70 % Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Neu gilt jedoch ein detailliert festgeschriebenes, stufenloses System.

N238.Verwertbarkeit ungenauer Arztberichte

Fehlen in Arztberichten nähere Angaben, auf welche konkrete Tätigkeit sich eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezieht oder in welchem Umfang (z. B. Prozentangaben für eine leidensangepasste Tätigkeit), kann dies die Verwertbarkeit der Angaben einschränken und erfordert in der Regel ergänzende Abklärungen. Nicht objektivierte Beschwerden (etwa eine nicht weiter belegte Fatigabilität) begründen allein keine höhere Invaliditätsbemessung.

Nach dem Gesagten spricht insgesamt nichts gegen die Zuverlässigkeit des eingeholten Gutachtens, weshalb auf die darin festgehaltenen Arbeitsfähigkeiten von 65 % in der zuletzt ausgeübten sowie von 90 % in einer optimal angepassten Tätigkeit auszugehen ist. Die Beschwerdegegnerin hat folglich die Voraussetzung einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) zu Recht verneint (vgl. Urk. 10/108/7).     Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
en 2014 (ESS 2014 Tableau TA1_skill_level, niveau de compétence 1). Après indexation et prise en compte d’une durée hebdomadaire dans les entreprises de 41,7 heures, l’intimé a retenu un revenu annuel sans invalidité de 54'008 fr. 17 pour 2015. Pour calculer le revenu annuel avec invalidité, fixé à 48'607 fr. 35, l’intimé a procédé à une réduction de 10 % en raison des limitations fonctionnelles et de l’âge de la recourante, qui pouvaient engendrer un désavantage salarial. Il ne se justifie pas de tenir compte d’une diminution de rendement de 30 %, comme le requiert la recourante sur la base d’une grande fatigabilité, qui n’est pas un élément objectivé, et de son trouble psychique, qui n’a pas d’incidence sur la capacité de travail selon les conclusions de l’expertise de D.________ SA. Les revenus avec et sans invalidité retenus par l’intimé ne sont pas critiquables. Leur comparaison aboutit à un degré d’invalidité de 10 % (54'008 fr. 17 – 48'607 fr. 35 / 54'008 fr. 17 x 100), qui n’atteint pas le seuil de 40 % ouvrant le droit à la rente (art. 28 al. 1 LAI). 7. a) En conclusion, le recours, mal fondé, doit être rejeté, sans qu’il y ait lieu de compléter l’instruction, comme le requiert la recourante, par la mise en œuvre d’une expertise médicale et la production du dossier du centre médico-social qui la suit. En effet, le dossier est complet et permet à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause (appréciation anticipée des preuves : ATF 140 I 285 consid. 6.3.1 ; 130 II 425 consid. 2.1 ; 122 II 464 consid. 4a). b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). Il convient de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge de la recourante, vu le sort de ses conclusions. Toutefois, dès lors qu’elle a obtenu, au titre de l’assistance judiciaire, l’exonération d’avances et des frais de justice, ces frais sont laissés provisoirement à la charge de l’Etat (art. 122 al. 1 let.
___ zutreffend erkannt hat, war in den ihm zur Verfügung stehenden Akten lediglich eine einmalige Angabe zur Arbeitsfähigkeit zu finden, und zwar jene einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss dem Bericht der Klinik Z.___ vom 25. September 2019 (Urk. 6/9/2). Auf diese Einschätzung kann indes nicht abgestellt werden, da dazu nicht erklärt wurde, auf welche Tätigkeit sich diese Angabe bezieht. Wie dem von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht der Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie der Klinik Z.___ vom 17. Dezember 2020 zu entnehmen ist, wurde - bei im Wesentlichen unveränderter Diagnose und unverändertem Beschwerdebild (Urk. 9 S. 1) und daher auch für die Zeit vor Erlass der angefochtenen Verfügung aussagekräftig - eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit lediglich in Bezug auf körperlich belastende Tätigkeiten wie in der Pflege oder in anderen körperlich belastenden Tätigkeiten attestiert (Urk. 9 S. 2). Dass eine solche Tätigkeit der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar ist respektive darin eine andauernde erhebliche Einschränkung besteht und daher auch das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist, wurde von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten (Urk. 2 S. 1).     Entscheidend ist hier indessen die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG). Hierzu wurde von den behandelnden Ärzten der Klinik Z.___ zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten als denkbar erachtet (Urk. 9 S. 2), ohne allerdings anzugeben, in welchem Umfang eine solche Teilarbeitsfähigkeit zumutbar sei. Daher kann auch auf diesen Bericht nicht abschliessend abgestellt werden. Auch dem neuen Bericht von Prof. Dr. A.___ vom 7. Januar 2021 (Urk. 11) sind keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen.     Damit steht kein Bericht eines behandelnden Arztes zur Verfügung, aus welchem die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit für den hier zu beurteilenden Zeitraum (vgl. E. 2.3 hiervor) von März 2019 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Oktober 2020 rechtsgenüglich hervorgeht.

N239.20%-Schwelle für Umschulung

Die Rechtsprechung verlangt für einen Anspruch auf Umschulung eine Erheblichkeitsschwelle der Erwerbseinbusse von 20 %. Liegt die Erwerbseinbusse deutlich darunter, besteht nach dieser Rechtsprechung kein Anspruch auf Umschulung; das Vorliegen anderer Ansprüche (z. B. einer Invalidenrente nach Art. 28 IVG) kann hiervon gesondert zu beurteilen sein.

S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) 7 % ([Fr. 71'179.-- ./. Fr. 66'070.--] / Fr. 71'179.-- x 100). Damit wird die für den Umschulungsanspruch rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblichkeitsschwelle einer Erwerbseinbusse von 20 % (vgl. E. 2.3 hiervor) deutlich nicht erreicht, womit kein Anspruch auf eine Umschulung besteht. Das Bestehen anderer Ansprüche – insbesondere der auf eine Invalidenrente (vgl. dazu Art. 28 IVG) – wird zu Recht nicht geltend gemacht. Die gegen die Verfügung vom 25. April 2023 (act. II 131) erhobene Beschwerde ist damit unbegründet und folglich abzuweisen.

N240.Familienbedingtes Entgegenkommen und Tabellenlohn

In der zitierten Entscheidung wurde unter Bezug auf Art. 28 Abs. 2 IVG zugunsten des Versicherten angenommen, dass bei einer betrieblichen Übertragung an ein Familienmitglied und einem daraus resultierenden familienbedingten Entgegenkommen der im Arbeitsverhältnis ausgewiesene Lohn nicht als reiner Leistungslohn zu werten ist. Dementsprechend konnte für das Invalideneinkommen auf den tieferen LSE-Tabellenlohn abgestellt werden (Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer).

Für das Invalideneinkommen ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer gemäss Arbeitsvertrag vom 29. Januar 2020 (IV-act. 194) und den im Recht liegenden Lohnabrechnungen für den Zeitraum von Februar 2020 bis November 2021 (IV-act. 193-1 ff.) nach Eintritt seiner Invalidität einen Monatslohn von Fr. 3'000.-- erzielte. Bei einem Invalideneinkommen von jährlich Fr. 39'000.-- (Fr. 3'000.-- x 13) und einem Valideneinkommen von Fr. 76'268.-- (siehe E. 5.3 vorstehend) würde ein Invaliditätsgrad von 49 % resultieren, womit der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente hätte. Jedoch gab der Beschwerdeführer an, er habe seine GmbH seinem Bruder übertragen und danach für diesen gearbeitet (vgl. beispielhaft IV-act. 126-12), sodass von einem gewissen Entgegenkommen der Arbeitgeberin aufgrund der familiären Verbundenheit ausgegangen werden kann, auch wenn der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben nur im Umfang von 20 % bei seinem Bruder gearbeitet hat (vgl. ebenfalls IV-act. 126-12). Offenbar verlor der Beschwerdeführer diese Stelle im Jahr 2022 (vgl. IV-act. 176, wonach der Versicherte ab 1. Juni 2022 arbeitslos gemeldet sei). Zu Gunsten des Beschwerdeführers kann angenommen werden, dass es sich beim Lohn von Fr. 3'000.-- nicht um reinen Leistungslohn gehandelt hat. Somit kann für das Invalideneinkommen der tiefere LSE-Tabellenlohn herangezogen werden. Die Parteien sind sich denn auch einig, dass für das Invalideneinkommen auf die Tabelle TA1 der LSE für das Total sämtlicher Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, abzustellen ist.

N241.Verwertbarkeit verbleibender Erwerbsfähigkeit

Ein teilweiser Rest der Erwerbsfähigkeit schliesst den Anspruch auf eine Rente nicht von vornherein aus. Entscheidend ist, ob die verbliebene Erwerbsfähigkeit verwertbar ist bzw. der verbleibende Erwerbsverlust objektiv nicht überwunden werden kann.

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Entscheid Versicherungsgericht, 31.05.2021 Art. 28 Abs. 1 IVG. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit einer in adaptierten Tätigkeiten vollzeitlich arbeitsfähigen Hilfsarbeiterin trotz kurzer verbliebener Aktivitätsdauer von 10 Monaten bejaht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Mai 2021, IV 2020/110). Entscheid vom 31. Mai 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2020/110 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Petrik, St. Leonhardstrasse 45, Postfach 1637, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N242.Übergangsrecht bei Rentenansprüchen

Übergangsrecht: Entsteht der Rentenanspruch bis zum 31. Dezember 2021, gilt für Personen, die am 1. Januar 2022 älter als 55 Jahre sind, weiterhin das bis dahin geltende Recht. Ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Anspruch unterliegt dem seit diesem Datum geltenden Recht.

Im angefochtenen Urteil werden die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 7 f. ATSG, Art. 4 Abs. 1 und Art. 28 IVG, Letzter in der bis Ende 2021 geltenden und hier primär anwendbaren Fassung) sowie zur Bedeutung und Beweiskraft medizinischer Unterlagen (BGE 125 V 256 E. 4; 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3a) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist Folgendes: Nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage ist zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, gilt für den am 1. Januar 2022 über 55-jährigen Beschwerdeführer das bisherige Recht weiterhin (lit. c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 [Weiterentwicklung der IV]; vgl. auch Rz. 9103 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1; vgl. auch Rz. 9100 KSIR). Auch nach dem neuen Recht setzt der Rentenanspruch insbesondere einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % voraus (vgl.
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 210 E. 4.3.1). Demnach sind die Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar, da die angefochtene Verfügung einen noch unter Geltung des alten Rechts entstandenen Rentenanspruch zum Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 IVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Volljährige, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei einem Invaliditätsgrad unter 40 % besteht kein Anspruch auf eine Rente. Gemäss Art. 28a IVG erfolgt die Invaliditätsbemessung nach drei verschiedenen Methoden, nämlich nach der allgemeinen Methode des reinen Einkommensvergleichs für erwerbstätige versicherte Personen (Art.

N243.Kumulierung von Erwerbs- und Haushaltsinvalidität

Erwerbs- und Haushaltsinvalidität werden gemäss Rechtsprechung nach Art. 28 Abs. 2 IVG gewichtet kumuliert. Dadurch kann ein relativ kleiner Anteil der Haushaltsinvalidität dazu führen, dass eine höhere Rentenstufe (z. B. von Dreiviertels- auf ganze Rente) erreicht wird (vgl. Rechenbeispiele in den Entscheidungen). Die Praxis behandelt dabei Fragen der Aufteilung, Rundung und der sachlichen Kongruenz zu Krankentaggeldleistungen (insbesondere, dass der auf den Haushalt entfallende Anteil grundsätzlich nicht kongruent ist), was zu streitigen Abgrenzungsfragen führen kann.

Dies bedeutet, dass nur insofern eine sachliche Kongruenz zwischen der Invalidenrente und den Krankentaggeldleistungen besteht, als sich die beiden Leistungen auf die Arbeitsunfähigkeit bzw. die Einschränkung im Erwerb beziehen. Hinsichtlich der Einschränkung im Haushalt sind die beiden Leistungen grundsätzlich nicht kongruent. Jedenfalls dann, wenn die gemischte Methode angewandt wird und eine Einschränkung im Haushalt festgestellt wird, ist somit genauer zu prüfen, inwieweit eine Drittauszahlung unter der Berücksichtigung des Kongruenz-Grundsatzes rechtmässig ist. Dies ist vorliegend der Fall. 5.5. Im Fall der Beschwerdeführerin ging die Beschwerdegegnerin von einer Aufteilung von 75 % Erwerbstätigkeit und 25 % Haushalt aus. Bei einer Einschränkung im Erwerb von 85.8 % resultierte ein Invaliditätsgrad im Erwerb von 64.35 %. Bei einer Einschränkung von 44 % betrug der Invaliditätsgrad im Haushalt 11 %. Insgesamt resultierte so ein Invaliditätsgrad von 75 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (vgl. Verfügung vom 25. Oktober 2021, IV-Akte 68, S. 5, sowie Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Invaliditätsgrad im Erwerb allein würde gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu einer Dreiviertelsrente führen (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Invaliditätsgrad im Haushalt von 11 % ist letztlich entscheidend dafür, dass sie eine ganze Rente erhält. Denn nur aufgrund der Kumulation der beiden Invaliditätsgrade wird der eine ganze Rente begründende Invaliditätsgrad von 75 % erreicht. Die Invalidenrente kann folglich im Umfang einer Dreiviertelsrente als kongruent zu den zwischen dem 1. Februar 2021 und dem 30. November 2021 vorgeleisteten Krankentaggeldern verstanden werden. Damit wird berücksichtigt, dass die Einschränkung im Haushalt von den Krankentaggeldversicherungen nicht versichert wurden und die Einschränkung im Erwerb wird ebenso berücksichtigt, wie der Anteil des Erwerbs an der gesamten berücksichtigten Tätigkeit (d.h. Erwerb und Haushalt zusammen). Zudem wird diese Schlussfolgerung dem Umstand gerecht, dass die Invalidenrente der IV nach den bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen (vgl. dazu E. 3.1.) abgestuft ist und somit der Invaliditätsgrad – anders als bei der Unfallversicherung (vgl.
Denn nur aufgrund der Kumulation der beiden Invaliditätsgrade wird der eine ganze Rente begründende Invaliditätsgrad von 75 % erreicht. Die Invalidenrente kann folglich im Umfang einer Dreiviertelsrente als kongruent zu den zwischen dem 1. Februar 2021 und dem 30. November 2021 vorgeleisteten Krankentaggeldern verstanden werden. Damit wird berücksichtigt, dass die Einschränkung im Haushalt von den Krankentaggeldversicherungen nicht versichert wurden und die Einschränkung im Erwerb wird ebenso berücksichtigt, wie der Anteil des Erwerbs an der gesamten berücksichtigten Tätigkeit (d.h. Erwerb und Haushalt zusammen). Zudem wird diese Schlussfolgerung dem Umstand gerecht, dass die Invalidenrente der IV nach den bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen (vgl. dazu E. 3.1.) abgestuft ist und somit der Invaliditätsgrad – anders als bei der Unfallversicherung (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2022 vom 18. August 2022 E. 5.4) – nicht punktgenau mit der auszurichtenden Rente gleichzusetzen ist, wenngleich sich der Rentengrad aus dem Invaliditätsgrad ableitet (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Im Übrigen entspricht diese Aufteilung im vorliegenden Fall auch der Aufteilung von Haushalt (75 %) und Erwerb (25 %). Entgegen der Darstellung der Beigeladenen 2 ist nicht massgebend, dass ihre AVB diese Aufteilung nicht (explizit) vorsehen. Der Kongruenzgrundsatz gilt unabhängig davon, was in den AVB der Krankentaggeldversicherung steht. Und wie dargelegt, ist der Teil der Invalidenrente, der auf die Einschränkung im Haushalt entfällt, nicht kongruent zu den Krankentaggeldleistungen. 5.6. Im Sinne dieser Ausführungen hat die Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu Recht eine Drittauszahlung an die beiden beigeladenen Krankentaggeldversicherungen vorgenommen. Allerdings ist die Höhe der Drittauszahlung auf die Höhe einer Dreiviertelsrente zu begrenzen – nur dieser Anteil ist kongruent mit den Krankentaggeldleistungen. Zeitlich ist die Auszahlung auf den von der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 30. November 2021 genannten Zeitraum vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Oktober 2021 (vgl.
April 2014, IV-Akte 83 S. 9), womit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad besteht. 7.2. Die gewichtete Einschränkung im Haushalt (Anteil 64%) ab August 2013 schätzt die Beschwerdegegnerin auf 17,92% (IV-Akte 177 S. 6). Rechnet man den Invaliditätsgrad im erwerblichen Teil von 12% (Erw. 5.3.1.) hinzu, ergibt sich nach wie vor ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 30%. 7.3. Die gewichtete Einschränkung im Haushalt (Anteil 50%) ab August 2014 wird auf 14% geschätzt. Unter Hinzurechnung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich von 24% (Erw. 5.3.2.) ergibt sich ein wiederum rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 38%. 7.4. Gemäss vorstehenden Ausführungen resultiert ab 1. Januar 2018 im erwerblichen Bereich (80%) ein gewichteter Invaliditätsgrad von 61%. Für den Haushalt ist, ausgehend von einer Einschränkung von 28%, bei einem Anteil von 20% ein Invaliditätsgrad von 5,6% hinzuzurechnen. Gesamthaft ergibt sich ein gerundeter Invaliditätsgrad von 67%, was zu einer Dreiviertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG) ab 1. Januar 2018 berechtigt. 8. 8.1. Zusammenfassend ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 17. September 2020 dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2018 ein Dreiviertelsrente auszurichten ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Vorliegend dringt die Beschwerdeführerin mit ihren Rechtsbegehren nur teilweise durch. Für die Verlegung der Verfahrenskosten ist die Halbierung der ordentlichen Kosten wie die Zusprache einer um die Hälfte reduzierten Parteientschädigung vorzusehen. 8.2. Dementsprechend sind die ordentlichen Kosten mit einer Gebühr von CHF 800.-- von den Parteien je hälftig zu tragen. Der Anteil der Beschwerdeführerin geht zufolge Bewilligung des Kostenerlasses zu Lasten des Staates 8.3. Das Sozialversicherungsgericht spricht im Sinne einer Faustregel in durchschnittlichen IV-Fällen wie dem vorliegenden bei Obsiegen des Versicherten eine Parteientschädigung von CHF 3'750.-- bzw. bei Wettschlagen der ausserordentlichen Kosten ein Kostenerlasshonorar von Fr.
S. 19 Konsensbeurteilung). Damit ist ohne weiteres davon auszugehen, dass sich die Einschränkung im Aufgabenbereich in einem Rahmen zwischen 30 % und 70 % bewegt, was bei einer Qualifikation von 20 % im Aufgabenbereich einem Invaliditätsgrad von 6 % (30 % x 0.2) bis 14 % (70 % x 0.2) entspricht und zusammen mit der Einschränkung im Erwerbsbereich (54.08 %) zu einem Invaliditätsgrad zwischen 60 % und 70 % bzw. zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente führt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Zu erwähnen bleibt, dass auch die Qualifikation als Vollerwerbstätige bei einem Invaliditätsgrad von

N244.Pflicht zur ergänzenden medizinischen Abklärung

Zeigt ein Gerichtsgutachten für den privaten/Haushaltsbereich erhebliche Einschränkungen auf und ist die gemischte Methode relevant, ist die Verwaltung verpflichtet, eine ergänzende medizinische Abklärung zu veranlassen. Gerichtsgutachten haben im Sozialversicherungsverfahren einen hohen, grundsätzlich vollen Beweiswert.

Da das psychiatrische Gerichtsgutachten auch für den privaten Bereich Einschränkungen im erheblichen Masse ausweise, so müsse für den Fall, dass die gemischte Methode zur Anwendung gelänge eine erneute Abklärung seitens der Beschwerdegegnerin veranlasst werden. 2.6. Die von der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 9. Februar 2021 aufgeworfenen Fragekomplexe wurden der Gutachterstelle zur Beantwortung vorgelegt, welche diese mit Stellungnahme vom 30. März 2021 (Gerichtsakte G18) beantwortet. Die Parteien verzichten in der Folge mit Eingaben vom 30. April 2021 und vom 3. Mai 2021 auf eine weitere Stellungnahme. 2.7. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 22. Oktober 2019 für den Zeitraum vom 1. April 2016 bis zum 31. Juli 2017 und ab dem 1. April 2019 unter Anwendung der gemischten Methode einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. 3.2.1. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E. 3a). 3.2.3. Gerichtsgutachten haben im Sozialversicherungsverfahren einen hohen Stellenwert, sie geniessen grundsätzlich vollen Beweiswert (vgl.
Da das psychiatrische Gerichtsgutachten auch für den privaten Bereich Einschränkungen im erheblichen Masse ausweise, so müsse für den Fall, dass die gemischte Methode zur Anwendung gelänge eine erneute Abklärung seitens der Beschwerdegegnerin veranlasst werden. 2.6. Die von der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 9. Februar 2021 aufgeworfenen Fragekomplexe wurden der Gutachterstelle zur Beantwortung vorgelegt, welche diese mit Stellungnahme vom 30. März 2021 (Gerichtsakte G18) beantwortet. Die Parteien verzichten in der Folge mit Eingaben vom 30. April 2021 und vom 3. Mai 2021 auf eine weitere Stellungnahme. 2.7. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 22. Oktober 2019 für den Zeitraum vom 1. April 2016 bis zum 31. Juli 2017 und ab dem 1. April 2019 unter Anwendung der gemischten Methode einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. 3.2.1. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E. 3a). 3.2.3. Gerichtsgutachten haben im Sozialversicherungsverfahren einen hohen Stellenwert, sie geniessen grundsätzlich vollen Beweiswert (vgl.

N245.Anwendung neuer Invaliditätsberechnung ab Inkrafttreten

Ist das geänderte Recht anwendbar, ist die neue Berechnungsmethode für den Invaliditätsgrad und daraus folgende Rentenansprüche ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden.

Für den Anspruchszeitraum von Februar bis Dezember 2017 besteht kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 2 IVG) : Die Teilinvalidität im erwerblichen Bereich von 29,9 Prozent und die Teilinvalidität im Aufgabenbereich Haushalt von 9,45 Prozent ergeben zusammen einen Invaliditätsgrad von rund 39 Prozent. Soweit hingegen das ab Anfang des Jahres 2018 in Kraft stehende Recht anwendbar ist (vgl. BGE 146 V 364 E. 7.1), entspricht die Summe der Teilinvalidität im Haushalt (9,45 Prozent) und derjenigen im Erwerb (33,8 Prozent) einem Gesamtinvaliditätsgrad von rund 43 Prozent. Die Versicherte hat daher mit Wirkung ab Januar 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente.
Für den Anspruchszeitraum von Februar bis Dezember 2017 besteht kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 2 IVG) : Die Teilinvalidität im erwerblichen Bereich von 29,9 Prozent und die Teilinvalidität im Aufgabenbereich Haushalt von 9,45 Prozent ergeben zusammen einen Invaliditätsgrad von rund 39 Prozent. Soweit hingegen das ab Anfang des Jahres 2018 in Kraft stehende Recht anwendbar ist (vgl. BGE 146 V 364 E. 7.1), entspricht die Summe der Teilinvalidität im Haushalt (9,45 Prozent) und derjenigen im Erwerb (33,8 Prozent) einem Gesamtinvaliditätsgrad von rund 43 Prozent. Die Versicherte hat daher mit Wirkung ab Januar 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente.

N246.40% Arbeitsunfähigkeit im Jahresdurchschnitt

Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG besteht ein Rentenanspruch nur, wenn die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist. Vorübergehende oder nur geringfügige Arbeitsausfälle erfüllen diese Voraussetzung in der Regel nicht.

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.

N247.Vorrang der Eingliederung vor Rente

Praxis: Die Rentenbewilligung wird zurückgestellt, solange die Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. Eine nicht ausgeschöpfte Eingliederung kann damit den Zugang zur Rente verhindern oder verzögern.

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Gemäss Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Absatz 1 nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. Zusätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass der Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat. Die Anspruchsvoraus-setzung der Mindestbeitragsdauer für eine ordentliche Invalidenrente ist hier unbestritten erfüllt (IV-act. 7 f.).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt.

N248.Tabellenlohnabzug bei Bewilligung B

In einem Entscheid (IV 2020/78) wurde bei der Feststellung des Invaliditätsgrades im Rahmen von Art. 28 IVG ein statistisch ausgewiesener Tabellenlohnabzug von 15 % wegen migrationsrechtlich bedingter Minderentlöhnung (Aufenthaltsbewilligung B) anerkannt.

Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 24 Abs. 1 lit. b der Flüchtlingskonvention und Bundesbeschluss über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staatenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Kinderrente): Das der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende medizinische Gutachten ist beweiskräftig. Aufgrund der nunmehr zumutbaren Teilzeittätigkeit und der statistisch ausgewiesenen Minderentlöhnung wegen des migrationsrechtlichen Status (Aufenthaltsbewilligung B) ist ein Tabellenlohnabzug von insgesamt 15 % begründet. Bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit resultiert ein Invaliditätsgrad von 57.5 % und es bleibt bei der von der Vorinstanz zugesprochenen halben Rente. Für sein im Ausland lebendes Kind besteht mangels Sozialhilfeabkommens und wegen fehlender Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers kein Anspruch auf eine Kinderrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. September 2021, IV 2020/78). Entscheid vom 10. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschrei­berin Beatrix Zahner Geschäftsnr.
Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 24 Abs. 1 lit. b der Flüchtlingskonvention und Bundesbeschluss über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staatenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Kinderrente): Das der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende medizinische Gutachten ist beweiskräftig. Aufgrund der nunmehr zumutbaren Teilzeittätigkeit und der statistisch ausgewiesenen Minderentlöhnung wegen des migrationsrechtlichen Status (Aufenthaltsbewilligung B) ist ein Tabellenlohnabzug von insgesamt 15 % begründet. Bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit resultiert ein Invaliditätsgrad von 57.5 % und es bleibt bei der von der Vorinstanz zugesprochenen halben Rente. Für sein im Ausland lebendes Kind besteht mangels Sozialhilfeabkommens und wegen fehlender Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers kein Anspruch auf eine Kinderrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. September 2021, IV 2020/78). Entscheid vom 10. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschrei­berin Beatrix Zahner Geschäftsnr.

N249.Rentenanspruch erst nach Ausschöpfung der Eingliederungsmassnahmen

Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, entsteht der Anspruch auf eine Invalidenrente erst, nachdem die angeordneten Eingliederungsmassnahmen beendet bzw. ausgeschöpft sind; das Entstehen der Rente hängt dabei nicht vom Erfolg dieser Massnahmen ab.

Den koordinationsrechtlichen Grundsatz "Eingliederung vor/statt Rente" (vgl. Art. 1a IVG) tangiert der vorinstanzlich bejahte Rentenanspruch nicht. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]; Urteil 8C_24/2024 vom 23. Dezember 2024 E. 5.2.1). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4). Der rentenausschliessende Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG bezieht sich auf die in Art. 8 Abs. 3 IVG abschliessend aufgezählten (BGE 119 V 250 E. 1b; ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27 bis IVG], 2014, N. 71 zu Art. 8 IVG) gesetzlichen Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 ff. IVG. Er erfasst nicht die medizinischen Behandlungen im Sinn von Art. 25 KVG mit Eingliederungswirkung, zu deren schadenmindernder Inanspruchnahme die versicherte Person verpflichtet ist (Art. 7 Abs. 2 lit. d und Art. 7a IVG; MURER, a.a.O., N. 81 zu Art. 7 IVG), und die den gesetzlichen Eingliederungsmassnahmen vorgehen (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4.
Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4).
Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruches in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2.5. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 3.3. 3.3.1. Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr explizit Art. 28 Abs. 1bis IVG, in Kraft seit 1. Januar 2022). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung der Massnahmen entstehen (vgl. u.a. das zur Publikation vorgesehene Urteil 9C_2023 vom 28. Februar 2025 E. 5.1.2.). 3.3.2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 IVG entsteht der Rentenanspruch nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann. Gestützt auf Art. 22 Abs. 1 lit. a IVG haben insbesondere Versicherte während der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 IVG Anspruch auf ein Taggeld. Müssen sie eine Eingliederungsmassnahme wegen Krankheit unterbrechen, so wird ihnen gestützt auf Art. 20quater Abs. 1 und Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) das Taggeld während einer gewissen Zeit weitergewährt. Gemäss Art. 20quater Abs. 4 IVV entfällt der Anspruch auf das Taggeld, wenn feststeht, dass die Eingliederungsmassnahme nicht mehr weitergeführt wird.

N250.Prüf- und Dokumentationspflicht vor Rentenzusprechung

Vor Zusprechung einer Rente ist von Amtes wegen zu prüfen und zu dokumentieren, dass die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG (vgl. Art. 8 Abs. 1bis/1ter IVG) ausgeschöpft wurden. Das Fehlen einer Eingliederungsfähigkeit bzw. die Unmöglichkeit einer beruflichen Wiedereingliederung ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.2. 3.2.1. Invalide oder von einer Invalidität bedrohte versicherte Personen haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit a) diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b) die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). 3.2.2. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind. 3.2.3. Invalidität liegt folglich vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt (Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Damit wird der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» statuiert. Eine Invalidenrente soll also erst und nur dann zugesprochen werden, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten (Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E. 3.2.1, vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4 Auflage 2023, Art.
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend vorbringt, sind Rentenleistungen erst dann auszurichten, wenn keine zumutbaren Eingliederungsmassnahmen mehr in Betracht fallen. Der in der Invalidenversicherung geltende Grundsatz «Eingliederung vor Rente» bzw. «Eingliederung statt Rente» bewirkt, dass die Rente hinter einer Eingliederungsmassnahme bzw. dem damit verbundenen Taggeld zurücktritt (so Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; vgl. auch Meyer/Reichmuth Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 IVG Rz.
[9C_900/2013] cons. 6). Il est précisé que, pour que le délai d’une année prévu à l’article 28 al. 1 let. b LAI puisse continuer de courir, il ne doit pas subir d’interruption notable. On est en présence d’une interruption notable du délai lorsque l’assuré a été entièrement apte au travail pendant trente jours consécutifs au moins (art. 29ter RAI). Au surplus, le délai d’attente est réputé avoir commencé dès qu’il a été possible de constater une incapacité de travail indiscutable au vu des circonstances, une réduction de la capacité de travail de 20 % étant d’ailleurs, en règle générale, déjà considérée comme significative (cf. chiffre 2207 de la Circulaire sur l’invalidité et les rentes dans l’invalidité valable dès le 01.01.2022, p. 26). b/bb) Selon la jurisprudence, si l'assuré peut prétendre à des prestations de l'assurance-invalidité, l'allocation d'une rente d'invalidité à l'issue du délai d'attente (cf. art. 28 al. 1 LAI), n'entre en considération que si l'intéressé n'est pas, ou pas encore, susceptible d'être réadapté professionnellement en raison de son état de santé (principe dit de la priorité de la réadaptation sur la rente ; ATF 121 V 190 cons. 4c). La preuve de l'absence de capacité de réadaptation comme condition à l'octroi d'une rente d'invalidité doit présenter un degré de vraisemblance prépondérante. Dans les autres cas, une rente de l'assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d'instruction destinées à démontrer que l'assuré est susceptible d'être réadapté ont révélé que celui-ci ne l'était pas (ATF 121 V 190 cons. 4d ; arrêt du TF du
Unter dem Aspekt des Grundsatzes "Eingliederung statt Rente" ergibt sich für die Zeit vor dem 1. Januar 2022 betreffend das Folgende: Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG haben nur jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. Rentenleistungen werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann (BGE 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b). Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Leistungsgesuchs wie auch im Revisionsfall hat die Verwaltung von Amtes wegen abzuklären, ob vorgängig der Gewährung oder Weiterausrichtung einer Rente Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind (AHI 1997 S. 39 E. 4a). Ziel ist, eine Invalidenrente erst und nur dann auszurichten, wenn die Möglichkeiten, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten, ausgeschöpft sind (Entscheid des BGer vom 20. Oktober 2010, 8C_515/2010, E. 2.2).

N251.Ganze Rente bei schwankender Invalidität

Bei schwankendem Invaliditätsgrad kann die Rentenzuteilung zeitlich differenziert erfolgen. Ergibt die Beurteilung Schwankungen zwischen 70% und 100%, wird in der Praxis bzw. nach einschlägiger Rechtsprechung regelmässig eine ganze Rente zugesprochen. Der Rentenbeginn ist dabei unter Berücksichtigung der einschlägigen Warte‑ und Entstehungsfristen zu bestimmen.

Dans ces circonstances, il convient de déterminer les revenus avec et sans invalidité en se référant aux mêmes salaires statistiques. Il est donc superflu de les chiffrer avec exactitude et le degré d'invalidité se confond avec celui de l'incapacité de travail. Par conséquent, entre le 1er janvier 2018 et le 31 mai 2019, le degré d'invalidité a été de 100% compte tenu d’une incapacité de travail totale. Dès le 1er juin 2019, l’incapacité de travail a été de 70%, ce qui correspond à une invalidité du même pourcentage. A l’expiration du délai d’attente d’une année prévu par l’art. 28 al. 1 let. b LAI, le 1er janvier 2019, le recourant était invalide à 100%. Toutefois, à cette date, cela ne faisait pas six mois que la demande de prestations avait été déposée. Compte tenu de ce délai (art. 29 LAI), le droit à la rente ne peut prendre naissance qu’à partir du 1er avril 2019, soit six mois après le dépôt de la demande, en octobre 2018. Dès lors que le degré d’invalidité du recourant oscille entre 70 et 100%, c’est une rente entière qui doit lui être accordée dès le 1er avril 2019 (cf. art. 28 al. 2 LAI). 8.             Eu égard à ce qui précède, le recours est admis. La décision du 3 décembre 2020 est réformée et le recourant est mis au bénéfice d’une rente entière dès le 1er avril 2019. Le recourant obtenant gain de cause, une indemnité de CHF 2'000.- lui sera accordée à titre de participation à ses frais et dépens (art. 61 let. g LPGA ; art. 6 du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en matière administrative du 30 juillet 1986 [RFPA - E 5 10.03]). Au vu du sort du recours, il y a lieu de condamner l'intimé au paiement d'un émolument de CHF 200.- (art. 69 al. 1bis LAI).   *** PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1.        Déclare le recours recevable. Au fond : 2.        L’admet. 3.        Réforme la décision du 3 décembre 2020 en ce sens qu’est reconnu au recourant le droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er avril 2019. 4.        Condamne l’intimé à verser au recourant la somme de CHF 2'000.- à titre de participation à ses frais et dépens.
6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.1 Die IV-Stelle ging in der angefochtenen Verfügung vom 15. April 2024, mit welcher sie der Versicherten eine ganze Invalidenrente vom 1. Dezember 2020 bis 31. Juli 2022 und ab 1. August 2022 eine Viertelsrente zusprach, davon aus, dass diese aufgrund ihrer depressiven Erkrankung in der ersten Zeitphase vollständig arbeitsunfähig war und seit dem 1. August 2022 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Sie stützte sich bei der Würdigung des medizinischen

N252.Rückwirkende Rentenberechnung und Prüfung

Der Rentenbeginn bzw. die Rentenberechnung kann rückwirkend ab einem konkret feststellbaren Datum erfolgen. Bei rückwirkenden, befristeten oder abgestuften Rentenentscheidungen umfasst die Verfügung sowohl die Zusprechung als auch deren Aufhebung oder Herabsetzung und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung. Unbestrittene Bezugszeiten sind für die Berechnung bzw. Beurteilung nicht ausgeschlossen.

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung hat die Beschwerdegegnerin folglich insoweit abweichend vom angefochtenen Urteil bei im Übrigen unbestrittenem Zeitpunkt des Rentenbeginns ab 1. Dezember 2011 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).     Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).     Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben.
6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. c) Lorsqu’un office de l’assurance-invalidité rend simultanément et avec effet rétroactif, en un ou plusieurs prononcés, des décisions par lesquelles il octroie une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée, il règle un rapport juridique complexe : le prononcé d’une rente pour la première fois et, simultanément, son augmentation, sa réduction ou sa suppression par application par analogie de la procédure de révision de l’art. 17 LPGA. Même si le recourant ne met en cause la décision qu’à propos de l’une des périodes entrant en considération, c’est le droit à la rente pour toutes les périodes depuis le début éventuel du droit à la rente jusqu’à la date de la décision qui forme l’objet de la contestation et l’objet du litige dans cette situation (ATF 125 V 413 consid.

N253.Leidensabzug: 25% Grenze, keine doppelte Berücksichtigung

Ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn ist im Einzelfall unter Würdigung aller persönlichen und beruflichen Umstände nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf insgesamt 25 % nicht überschreiten. Bereits in der medizinischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigte gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht nochmals in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen (Verbot der doppelten Berücksichtigung).

Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2022, 9C_395/2022, E. 4.5.2 mit Hinweisen). Nachdem im vorliegenden Fall faktisch ein Prozentvergleich vorzunehmen ist (vgl. vorstehende E. 7.2), müsste ein allfälliger Tabellenlohnabzug – bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % – mindestens 20 % betragen, damit ein rentenbegründender Invaliditätsgrad (40 %, vgl. aArt. 28 Abs. 1 lit. c IVG und vorstehende E. 2.1) erreicht wird. Die Beschwerdeführerin macht denn auch geltend, ihr sei der maximale Tabellenlohnabzug von 25 % zu gewähren, da sie selbst angepasste Tätigkeiten nur noch mit grossen Einschränkungen ausüben könne und eine allfällige Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich kaum verwertbar sei (act. G 1-5 Ziff. 12). Die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist verwertbar (vgl. vorstehende E. 6) und kann deshalb nicht zu einem Tabellenlohnabzug führen. Die gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin, insbesondere die verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs, wurden sodann bereits bei der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt (vgl. IV-act. 197 sowie vorstehende E. 5.4.1) und können aufgrund des Verbots der doppelten Berücksichtigung (vgl. vorstehende E. 8.1) nicht auch noch in die Bemessung des Tabellenlohnabzugs einfliessen. Somit erscheint es fraglich, ob der von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung eingeräumte Tabellenlohnabzug von 10 % gerechtfertigt ist.
Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20). 5.3 Frühestmöglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; act. IIA 257/16 [durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von

N254.Einkommensvergleich bei Rentenbemessung

Bei im Gesundheitsfall voll erwerbstätigen Versicherten wird der Invaliditätsgrad nach der Methode des Einkommensvergleichs bemessen (Art. 16 ATSG). Diese Bemessungsart ist für die Beurteilung des Rentenanspruchs bzw. die Festlegung der Rentenhöhe nach Art. 28 IVG massgeblich.

Streitig ist, ob die vorinstanzliche Zusprache einer Viertelsrente ab 1. Januar 2019 bundesrechtskonform ist. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend den Rentenanspruch (Art. 28 IVG) und die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall voll erwerbstätigen Versicherten nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Beurteilung der Invalidität bei psychischen Erkrankungen (BGE 143 V 409, 418, 141 V 281) und des Beweiswerts von Arztberichten (vgl. E. 1 hiervor; BGE 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.

N255.Festsetzung 100% bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit

Bei festgestellter vollständiger Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit kann von einem Einkommensvergleich abgesehen werden; das zu berücksichtigende Invalideneinkommen beträgt dann Fr. 0.– und der Invaliditätsgrad kann 100 % festgelegt werden. Es ist jedoch auf die tatsächliche medizinische Feststellung der vollständigen Arbeitsunfähigkeit zu achten, da abweichende Feststellungen (z. B. verbleibende Erwerbsfähigkeit in einem Teilpensum) einen 100%-Invaliditätsgrad ausschliessen können.

Da feststeht, dass der im hypothetischen Gesundheitsfall voll erwerbstätige Beschwerdeführer vom 11. September 2015 bis 25. Oktober 2015 in jeder Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig war, erübrigt sich für den Zeitpunkt des frühestmöglichen Beginns des Rentenanspruchs, d.h. für September 2015, die Durchführung eines eigentlichen Einkommensvergleichs. Da der Beschwerdeführer kein Einkommen erzielen konnte, liegt das zu berücksichtigende Invalideneinkommen bei Fr. 0.- und der Invaliditätsgrad entsprechend bei 100 %. Der Beschwerdeführer hat somit ab 1. September 2015 und unter Berücksichtigung der dreimonatigen Anpassungsfrist (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) bis (mindestens) 31. Januar 2016 Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 IVG), wie es die Vorinstanz am 4. Februar 2021 zu Recht verfügt hat. Dieser Anspruch des Beschwerdeführers auf eine (befristete) ganze Rente ist als ausgewiesen zu betrachten. Ob jedoch über den 31. Januar 2016 hinaus ein Rentenanspruch besteht, kann erst nach Vorliegen des Ergebnisses der erforderlichen ergänzenden medizinischen Abklärungen geprüft werden.
Aucune raison objective ne justifie de remettre en question l’incapacité de travail totale reconnue du 8 juin 2018 au 30 juin 2020 et, corollairement, l’octroi d’une rente entière d’invalidité pour la période du 1er juin 2019 (art. 28 al. 1 LAI) au 30 septembre 2020 (art. 88a al. 1 RAI). La période visée a en effet été marquée par trois interventions chirurgicales successives (en juin 2018 au niveau du pied droit, en mars 2019 au niveau du genou gauche et en septembre 2019 au niveau du pied droit). A cela s’ajoute que, pour la période concernée, les avis médicaux au dossier ont majoritairement évoqué une capacité de travail nulle, ou atteignant ponctuellement un maximum de 20 % dans une activité adaptée en télétravail (cf. rapport du Dr M.________ du 1er novembre 2019). Si des avis médicaux plus isolés ont certes pu mentionner des taux plus élevés, ils doivent être considérés avec retenue ; on notera en particulier que le Dr J.________ a certes évoqué une reprise d’activé mais en réservant cependant la présence d’éléments extra-orthopédiques (cf. rapport d’expertise du 17 mars 2019), et que le Dr Y.________ a bien signalé la possibilité d’un retour au travail mais uniquement de manière hypothétique (« peut-être ») et sous l’angle de la rhizarthrose bilatérale (cf.
Da die Versicherte gemäss der massgebenden gutachterlichen Beurteilung ab Oktober 2020 in sämtlichen Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig war und weiterhin ist, kann jedoch für diesen Zeitraum, d.h. ab Oktober 2020, von der Vornahme eines Einkommensvergleichs abgesehen und stattdessen ohne Weiteres von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. 8.2 Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang allerdings Folgendes: Die IV-Stelle weist in ihrer abschliessenden Stellungnahme vom 22. Mai 2024 zu Recht darauf hin, dass die Beschwerdeführerin gemäss Bericht des Abklärungsdienstes vom 13. November 2020 bei guter Gesundheit in einem 80 %-Pensum tätig wäre und die restlichen 20 % ihrer Freizeit widmen würde. Sie gelte somit als Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich (vgl. dazu etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2024, 9C_43/2024, E. 5.2 mit Hinweisen). Dieser Einwand der IV-Stelle erweist sich als zutreffend. Somit beläuft sich der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin ab Eintritt der vollen Arbeitsunfähigkeit, d.h. ab Oktober 2020, nicht auf 100 %, sondern auf 80 % 9.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (lit. b). Vorliegend sind sich die Parteien nicht einig, wann dieses gesetzliche Wartejahr bei der Beschwerdeführerin zu laufen begonnen hat. Die IV-Stelle vertritt in ihrer Eingabe vom 22. Mai 2024 diesbezüglich den Standpunkt, laut den massgebenden Feststellungen des psychiatrischen Gerichtsgutachters könne bei der Versicherten von einer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher beruflichen Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt seit Oktober 2020 ausgegangen werden. Demnach habe das gesetzliche Wartejahr im Oktober 2020 zu laufen begonnen. Die Beschwerdeführerin wiederum vertritt in ihrer Stellungnahme vom 3. Juni 2024 diesbezüglich die Auffassung, dass sie von den behandelnden Ärzten bereits ab 13. Juni 2019 ein erstes Mal vollständig arbeitsunfähig geschrieben worden sei. Danach sei sie zwar von Dezember 2019 bis Oktober 2020 noch ein letztes Mal auf dem ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig gewesen, dabei habe es sich aber um eine Anstellung gehandelt, bei der sie aus gesundheitlichen Gründen lediglich noch ein Pensum von ca.

N256.Beginn des Wartejahres bei Hilflosenentschädigung

Nach der Rechtsprechung ist für die Entstehung eines Anspruchs auf Hilflosenentschädigung rechtsprechungsgemäss die einjährige Wartezeit von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in analoger Anwendung vorauszusetzen; entsprechend kann auch der Beginn des Wartejahres in analoger Anwendung bestimmt werden.

Der Anspruch auf Hilflosenentschädigung entsteht analog zu Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Zeitpunkt, in dem die Hilflosigkeit während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ohne dass dabei die Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG zur Anwendung gelangen würde (BGE 144 V 361, 137 V 351 E. 5.1 S. 361).
Der Abklärungsdienst legte den Zeitpunkt des Anspruchsbeginns in analoger Anwendung der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zutreffend auf den 1. Mai 2021 fest (act. II 171 S. 6 f., 70 S. 4; vgl. E. 2.6 hiervor), was auch von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wird.
a); für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b); oder ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). 3.4.2. Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist es, zu verhindern, dass Personen schwer verwahrlosen und/oder in ein Heim oder eine Klinik eingewiesen werden müssen. Lebenspraktische Begleitung besteht nur dann, wenn eine Person nicht fähig ist, ihre Grundversorgung sicherzustellen. Darunter sind zu verstehen: Nahrung, Körperpflege, angemessene Kleidung, minimale Anforderungen an die Wohnungspflege. Wenn diese Versorgung nicht gewährleistet ist, wäre eine Heimeinweisung unumgänglich (vgl. Rz 2085 ff. KSH). 3.5. Gemäss Art. 35 Abs. 1 IVV entsteht der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung am ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Für die Entstehung des Anspruches auf eine Hilflosenentschädigung ist rechtsprechungsgemäss die einjährige Wartezeit in analoger Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG vorauszusetzen (BGE 144 V 361, 367 E. 6.2.9). Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der UV entsteht gemäss Art. 37 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die UV (UVV; SR 832.202) ebenfalls am ersten Tag des Monats, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind. 3.6. 3.6.1. Gemäss Art. 66 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) werden Hilflosenentschädigungen nach den Bestimmungen des jeweiligen Einzelgesetzes und in nachstehender Reihenfolge ausschliesslich gewährt: a. von der Militärversicherung (MV) oder UV; b. von der IV oder der AHV. 3.6.2. Der Rechtsprechung des Bundesgerichts zufolge besteht kein Raum für die Zusprechung einer Hilflosenentschädigung durch die Invalidenversicherung, wenn die Hilflosigkeit ausschliesslich auf einen (nach dem Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] versicherten) Unfall zurückzuführen ist. Dies gilt selbst für eine provisorische Zusprache einer Hilflosenentschädigung (BGE 146 V 129, 135 E.

N257.Anwendung früherer Rentenstaffelung bei Entstehung vor 2022

Ratione temporis: Liegt die Entstehung des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, bleibt die bis zum 31.12.2021 geltende Staffelung von Art. 28 Abs. 2 (Viertel-/Halb-/Dreiviertels-/Ganzrente bei 40/50/60/70 % Invalidität) anwendbar; dies folgt aus dem allgemeinen Prinzip, dass auf den Zeitpunkt der Entstehung des Anspruchs abzustellen ist, sofern keine spezielle Übergangsbestimmung vorgeht.

und dass sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung]).
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. b) En l’occurrence, le recourant a été mis au bénéfice d’une rente d’invalidité limitée dans le temps à partir du 1er septembre 2020, si bien que l’ancien droit demeure applicable. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. En l’occurrence, compte tenu de la naissance du droit à une rente au 1er juillet 2019, l’ancien droit est applicable. 3. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art.
Selon les dispositions transitoires de la modification de la LAI du 19 juin 2020, pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant l’entrée en vigueur de la présente modification et qui avaient au moins 55 ans à l’entrée en vigueur de cette modification, l’ancien droit reste applicable. En l’occurrence, le recourant était âgé de 59 ans au 1er janvier 2022 et son droit à la rente est né avant cette date, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur ancienne teneur. 3.             Déposé dans les forme et délai prévus par la loi (art. 56ss LPGA), le recours est recevable. 4.              En vertu de l’art. 28 al. 1er LAI, l’assuré a droit à une rente d’invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L’art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur jusqu’au 31 décembre 2021 dispose que l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à trois quarts de rente s’il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. 5.             Selon l'art. 17 al. 1 LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. 5.1 Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d'invalidité, et partant le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid.

N258.Beginn des Rentenanspruchs

Massgeblich für die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist der Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs. Der Anspruch entsteht mit Erfüllung der Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG (insbesondere nach Ablauf des einjährigen Wartezeitraums gemäss lit. b) und grundsätzlich frühestens mit Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung; vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). In Zweifelsfällen ist deshalb auf den konkreten Beginn des Wartejahres bzw. auf den tatsächlich feststellbaren Entstehungszeitpunkt des Anspruchs abzustellen.

Für die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist der Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Der Rentenanspruch entsteht grundsätzlich – vgl. bereits E. 2.2.2 hiervor – frühestens mit Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung (Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 ATSG) auf den Zeitpunkt, in dem mit Erfüllung des leistungsbegründenden Sachverhalts (Art. 28 Abs. 1 IVG) der Versicherungsfall eingetreten ist (vgl. BGE 146 V 331 S. 337 f. E. 5.2). Mit Blick auf die im August 2021 erfolgte Neuanmeldung zum Leistungsbezug (AB 74) entstand der Rentenanspruch des Beschwerdeführers somit frühestens im Februar
Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fassung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine Invalidenrente bzw. deren Ablehnung nach dem 1. Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem Folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend ist strittig, ob der Rentenanspruch ab 1. März 2022 entstanden ist. Demzufolge sind die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2.1 Streitig ist der Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente. Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Sowohl die erstmalige Rentenabstufung auf eine IV-Rente im Umfang noch von 51% als auch die darauffolgende Leistungseinstellung erfolgten jedoch erst im Jahr 2022. Für den erstmaligen Anspruch auf eine IV-Rente und deren Bemessung ab Herbst 2021 sind folglich noch die Gesetzesgrundlagen in der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Hinsichtlich des abgestuften Rentenanspruchs ab Frühjahr 2022 und der in der Folge zu prüfenden Rentenaufhebung sind demgegenüber die Gesetzesgrundlagen in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung anwendbar. 2.1 Sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht setzt ein Rentenanspruch generell voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 9C_488/2022 vom 13. März 2023 E. 2.2.1). Bei einem IV-Grad von unter 40% besteht demnach auch weiterhin kein Rentenanspruch mehr (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen gilt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird. Dabei besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente erst bei einem IV-Grad ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung). 2.3 Für die Festlegung einer Rentenabstufung sind weiterhin die Revisionsbestimmungen gemäss Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6.
Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene Verfügung datiert vom 29. Juni 2022 (AB 116), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung eines Rentenanspruchs mit Blick auf die Anmeldung vom Oktober 2019 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) und dem Arbeitsunfähigkeitsattest ab Juni 2019 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) im Mai 2020 (vgl. E. 2.3 und
Die IV-Stelle hat einen Rentenanspruch verneint und dadurch den Beginn des Rentenanspruchs nicht bestimmen müssen. Es ist deshalb nicht klar, welche Bestimmungen zur Anwendung gelangen. Da ein allfälliger Rentenanspruch sowohl unter Berücksichtigung des frühstmöglichen Rentenbeginns gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (Rentenanmeldung: 15. Januar 2021 + 6 Monate) als auch unter Beachtung des Ablaufs des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Beginn des Wartejahres: 25. Juni 2020) im Jahr 2021 entstehen würde, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Bestimmungen anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.

N259.Karenzfrist als formelle Anspruchsvoraussetzung

Die sechsmonatige Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG ist eine zusätzliche, formelle Anspruchsvoraussetzung. Ein Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG entsteht erst, wenn sowohl die materiellen Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 (lit. a–c) als auch die formelle Voraussetzung der Karenzfrist erfüllt sind.

Soweit die IV-Stelle bei dieser Aktenlage eine Invalidenrente erst nach Ablauf des ab 12. August 2019 erneut bestandenen Wartejahres ab August 2020 zugesprochen hat, erweist sich ihre Disposition als rechtmässig. Liegt nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und ist deshalb noch kein Rentenanspruch entstanden, so ist eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren (oben, Erwägung 3.3). Das Gleiche hat zu gelten, wenn zwar die materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG erfüllt sind, die für einen Rentenanspruch vorausgesetzte formelle Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 29 IVG in diesem Zeitpunkt aber noch nicht vorliegt, oder –umgekehrt – die materiellen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG trotz Bestehens der sechsmonatigen Karenzfrist seit der formellen Leistungsanmeldung zwischenzeitlich wieder weggefallen sind. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass die Karenzfrist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG eine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 140 V 470 E. 3.3.1 am Ende). Deren verfahrensmässige Natur ändert nichts daran, dass ein Rentenanspruch immer nur dann entstehen kann und mit ihm der Versicherungsfall erst dann als eingetreten gilt, wenn sowohl die materiellen Voraussetzungen gemäss Art.
Soweit die IV-Stelle bei dieser Aktenlage eine Invalidenrente erst nach Ablauf des ab 12. August 2019 erneut bestandenen Wartejahres ab August 2020 zugesprochen hat, erweist sich ihre Disposition als rechtmässig. Liegt nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und ist deshalb noch kein Rentenanspruch entstanden, so ist eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren (oben, Erwägung 3.3). Das Gleiche hat zu gelten, wenn zwar die materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG erfüllt sind, die für einen Rentenanspruch vorausgesetzte formelle Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 29 IVG in diesem Zeitpunkt aber noch nicht vorliegt, oder –umgekehrt – die materiellen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG trotz Bestehens der sechsmonatigen Karenzfrist seit der formellen Leistungsanmeldung zwischenzeitlich wieder weggefallen sind. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass die Karenzfrist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG eine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 140 V 470 E. 3.3.1 am Ende). Deren verfahrensmässige Natur ändert nichts daran, dass ein Rentenanspruch immer nur dann entstehen kann und mit ihm der Versicherungsfall erst dann als eingetreten gilt, wenn sowohl die materiellen Voraussetzungen gemäss Art.

N260.Getrennte Karenzberechnung bei Gesundheitsfällen

Bei zeitlich oder ursächlich getrennten Gesundheitsfällen ist der Karenzzeitraum jeweils gesondert zu berechnen; eine frühere, andersartige Erkrankung begründet nicht ohne Weiteres eine Anrechnung auf ein neues, selbständiges Versicherungsereignis.

b) aa) En l’occurrence, il est constant que la recourante a présenté une incapacité de travail totale dans toutes activités du 9 mai 2017 au 7 juin 2018, si bien que le droit à une rente entière peut être confirmé au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 et 2 LAI), à savoir dès le 1er mai 2018 et ce jusqu’au 30 septembre 2018, à savoir trois mois après que la recourante ait recouvré une pleine capacité de gain (art. 17 al. 1 LPGA ; art. 88a al. 1 RAI). L’incapacité de travail du 16 novembre 2020 au 9 mars 2021 en raison des limitations fonctionnelles transitoires sur le plan rhumatologique et non plus à des motifs d’ordre psychologique justifie l’application d’un nouveau délai de carence d’une année dès lors qu’il s’agit de deux cas d’assurances distincts (cf. Michel Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], 2018, n. 8 ad art. 28 LAI). Cette seconde période n’atteint cependant pas le délai de carence d’une année et reste postérieure de plus de trois mois à celle reconnue sur le plan psychiatrique du 9 mai 2017 au 7 juin 2018 ; elle n’ouvre pas le droit à la rente (art. 28 al. 1 LAI ; art. 17 al. 1 LPGA ; art. 88a al. 1 RAI). Cependant, dès lors que l’activité habituelle d’auxiliaire de santé n’est plus exigible à compter du 16 novembre 2020, il reste à examiner le degré d’invalidité de la recourante à partir du 16 novembre 2021, au terme du nouveau délai de carence d’une année, date à laquelle l’intéressée avait déjà retrouvé une pleine capacité de travail dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (évitant un travail répétitif avec les mains et le port des charges de plus de 10 kg), à compter du 10 mars 2021. bb) Dès lors que seule une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (évitant un travail répétitif avec les mains et le port des charges de plus de 10 kg) demeure exigible, l’intimé aurait dû procéder au calcul du degré d’invalidité en établissant les termes de la comparaison de revenu ce qu’il n’a pas fait. En conséquence, la décision attaquée est arbitraire dans son résultat dans la mesure où elle ne tient pas compte des faits déterminants, à savoir d’une incapacité de travail dans l’activité habituelle.
Quant au revenu avec invalidité, il s’agit de se référer au tableau TA1_skill level de l’ESS 2014, niveau de qualification correspondant aux tâches physiques ou manuelles simples pour les hommes, soit 5'312 fr. par mois ou 63'744 fr. par an, adapté à la durée usuelle du temps de travail dans les entreprises en 2015 (41.7 heures) et indexé à 2015 (0.3 % pour les hommes), avec un abattement de 5 % pour tenir compte des limitations fonctionnelles. Le revenu avec invalidité s’établit donc à 63'319 fr. 86. Sur cette base, la perte de gain est de 27'951 fr. 92, soit un degré d’invalidité de 30.62 % qui n’ouvre plus de droit à une rente. Le droit aux trois-quarts de rente prend donc fin trois mois après la diminution du taux d’invalidité, soit le 30 juin 2015. c) L’accident du 6 juillet 2016 a entraîné une incapacité de travail totale jusqu’au 18 mai 2017 et donc un degré d’invalidité de 100 %. Toutefois, l’atteinte à la santé n’étant pas de même origine que celle qui a pris fin en mars 2015, l’art. 29bis RAI n’est pas applicable et un nouveau délai de carence doit être calculé conformément à l’art. 28 al. 1 LAI. A cet égard, l’intimé ne peut être suivi lorsqu’il procède à un calcul d’invalidité moyenne sur une année. D’une part, la notion d’invalidité moyenne est dépourvue de base légale (cf. AI 29/20 ‑ 337/2020 du 5 octobre 2020 consid. 5). D’autre part, la notion d’incapacité de travail moyenne de l’art. 28 al. 1 let. b LAI pour calculer le délai de carence d’une année, et donc la date de l’ouverture du droit à la rente, s’applique uniquement en considération d’une même atteinte à la santé dont l’effet sur la capacité de travail aurait évolué dans le temps. En l’occurrence, l’atteinte au pied a entraîné une incapacité de travail de 100 % dans toute activité dès le 6 juillet 2016, mais pour une durée inférieure à une année. Ainsi, à l’échéance de cette année de carence, le 6 juillet 2017, seule l’atteinte rhumatologique connue de longue date exerçait encore une influence sur la capacité de travail. A cette date, le revenu sans invalidité déterminé en 2017 (91'271 fr. 78) indexé selon l’évolution des salaires réels des hommes successivement à 2016 (1.

N261.Spezialisierte und polydisziplinäre Gutachten bei ungenügender Abklärung

Wenn der Gesundheitszustand für die Prüfung eines Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG ungenügend abgeklärt ist, können multiple oder spezialisierte Gutachten erforderlich sein. Die Rechtsprechung nennt gegenüberliegenden Beispielen insbesondere neuropsychologische Abklärungen (z. B. bei Lernbehinderung) sowie—je nach konkretem Beschwerdebild—orthopädische, rheumatologische, hämatologische oder dermatologische Abklärungen. In Fällen wie bei Chronic‑Fatigue/Long‑COVID kann eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen sein, wenn damit die zur Invaliditätsbeurteilung notwendigen Sachverhaltslücken geschlossen werden.

Dezember 2019 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, zunächst zu 20 %, während der COVID-Erkrankung für die Zeit vom 9. März bis 19. April 2020 zu 100 % und seit 20. April 2020 zu 50 %. Er leide unter einem chronischen Müdigkeitssyndrom respektive Chronic Fatigue Syndrom (CFS) und zusätzlich unter einer psychischen Störung, welche diagnostisch unterschiedlich beurteilt werde. Die Diagnose CFS sei von vier Kliniken des Universitätsspitals Z.___ diagnostiziert worden, wobei sich die Ärztin des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) nicht mit den entsprechenden Berichten auseinandergesetzt und ihre Einschätzung auf blosse Behauptungen abgestützt habe. Der RAD-Stellungnahme vom 28. Februar 2023 komme deshalb kein Beweiswert zu (S. 5 ff.). Das psychische Leiden werde entgegen der RAD-Stellungnahme seit Herbst 2021 durch ein Antidepressivum behandelt, wobei es trotz regelmässiger, intensiver und leitliniengerechter Behandlung nicht gelungen sei, den psychischen Gesundheitszustand nachhaltig zu verbessern, weshalb eine langandauernde, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Erkrankung im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG vorliege (S. 8). Im Weiteren seien die Ursache und die Auswirkungen der oralen Sicca-Symptomatik und der Hyperthyreose bisher nicht abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin habe es versäumt, den Gesundheitszustand, das Zumutbarkeitsprofil und den Grad der Auswirkungen in einer leidensangepassten Tätigkeit rechtskonform abzuklären, weshalb weitere Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen seien und ein polydisziplinäres Gutachten zu veranlassen sei. Der Beschwerdeführer sei seit 20. April 2020 zu 50 % arbeitsunfähig und schöpfe seine Restarbeitsfähigkeit bei seiner bisherigen Arbeitgeberin vollständig aus, weshalb ihm mit Wirkung ab Dezember 2020 ein Anspruch auf eine halbe Rente zustehe (S. 9 f.).
Die angestammte Tätigkeit als Schichtleiter könne nicht verglichen werden mit einem Setting bei einem Gutachter während knapp sechs Stunden (unterbrochen durch eine 1.5-stündige Mittagspause). Insgesamt seien die Widersprüche im Gutachten derart gravierend, dass nicht darauf abgestellt werden könne. Auch habe sich die Schlafapnoe verschlechtert, was aus dem Bericht der ResMed vom 2. November 2020 (act. 10.1) hervorgehe. Aufgrund der Lernbehinderung des Beschwerdeführers rechtfertige sich die eventualiter beantragte neuropsychologische Begutachtung. B.d. Am 22. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer folgende Arztberichte ein: Bericht von Dr. med. Q.___, Facharzt für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 26. November 2020 (act. G 12.1), und Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. G.___ vom 27. Mai 2019 (act. G 12.2). Dr. Q.___ hatte angegeben, dass eine obstruktive Schlafapnoe vorliege. Dr. G.___ hatte den Versicherten am 27. Mai 2019 vom 1. Januar 2012 bis 31. Mai 2019 voll arbeitsunfähig geschrieben. B.e. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 14). Erwägungen   Eine versicherte Person hat laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann, wenn sie während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre. Für die Ermittlung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens kommt den Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit in der Regel eine zentrale Rolle zu.
Die Beschwerdegegnerin verneint einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. Sie stützt sich dabei auf das bidisziplinäre Gutachten von Prof. Dr. C____ und Dr. D____ vom 18. April 2020, auf die Beurteilungen des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) sowie auf die Berichte ihres Abklärungsdienstes. Sie geht von einer Aufteilung von 30 % Erwerbstätigkeit und 70 % Pflege des demenzkranken Vaters aus. 2.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr Gesundheitszustand sei ungenügend abgeklärt worden. Das bidisziplinäre Gutachten stelle (namentlich wegen ungenügender Begründung der Arbeitsunfähigkeit) keine genügende Entscheidungsgrundlage dar. Zusätzlich wären eine orthopädische und/oder rheumatologische Abklärung, eine hämatologische und eine dermatologische Abklärung notwendig. Beim Einkommensvergleich sei zudem statt eines Abzugs von 5 %, ein solcher von mindestens 20 % gerechtfertigt. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Rente der IV hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG) 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein.

N262.Gemischte Methode bei teilweiser Erwerbstätigkeit

Bei teilweiser Erwerbstätigkeit ist für den Erwerbsteil der Invaliditätsgrad nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) und — soweit nebenbei auch ein Aufgabenbereich besteht — für diesen Teil der Invaliditätsgrad nach dem Betätigungsvergleich (Art. 28 Abs. 2 IVG) zu bestimmen. In solchen Fällen ist der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen getrennt zu bemessen (gemischte Methode).

Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG (sog. Einkommensvergleich) festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Abs. 2 (sog. Betätigungsvergleich) festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).

N263.Rentenbefristung und Anfechtungsgegenstand

Die konkrete Befristung einer zugesprochenen IV‑Rente kann Gegenstand des Nacheinstellungsverfahrens sein, insbesondere im Rahmen der Prüfung, ob die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt sind. Wird über einen Nebenpunkt (z. B. die Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung) in der angefochtenen Verfügung nicht entschieden, liegt hierfür kein Anfechtungsgegenstand vor.

Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Ausmass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). 1.2.2 Der Beschwerdeführer beantragt unter anderem, es sei ihm für das Vorverfahren die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Vorinstanz hat in der vorliegend angefochtenen Verfügung über den Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung nicht entschieden. In ihrer Vernehmlassung führte die IV-Stelle aus, sie werde noch eine entsprechende Verfügung erlassen. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung keinen Entscheid erlassen, weshalb diesbezüglich kein Anfechtungsgegenstand vorliegt. Auf dieses Begehren kann somit nicht eingetreten werden. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich eine vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 befristete ganze IV-Rente zugesprochen hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Ausmass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). 1.2.2 Der Beschwerdeführer beantragt unter anderem, es sei ihm für das Vorverfahren die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Vorinstanz hat in der vorliegend angefochtenen Verfügung über den Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung nicht entschieden. In ihrer Vernehmlassung führte die IV-Stelle aus, sie werde noch eine entsprechende Verfügung erlassen. Damit hat die Vorinstanz in Bezug auf die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung keinen Entscheid erlassen, weshalb diesbezüglich kein Anfechtungsgegenstand vorliegt. Auf dieses Begehren kann somit nicht eingetreten werden. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich eine vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 befristete ganze IV-Rente zugesprochen hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.

N264.Echtzeitliche Beurteilung und überwiegende Wahrscheinlichkeit

Für den Rentenzuspruch ist regelmässig eine überzeugende, echtzeitliche medizinische Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit erforderlich; retrospektive Feststellungen sind nur bei stichhaltiger Begründung und entsprechender medizinischer Dokumentation zu akzeptieren. Der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit ist mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.

Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn der Versicherte während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung) ist. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_996/2010 vom 5. Mai 2011 E. 7.1).     Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden und auch eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit bedarf es somit regelmässig einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19.
Die Gutachter der medexperts konnten die retrospektive Arbeitsunfähigkeit nicht mit Sicherheit beantworten (vgl. IV-act. 189-9, 189-11). Eine das Wartejahr auslösende Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG wurde mit Bericht der behandelnden Ärzte der Kliniken C.___ vom 26. November 2015 mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 5. Oktober 2015 erstmals attestiert (IV-act. 56-3 f.). Der RAD notierte in seiner Stellungnahme vom 17. Mai 2016 nach Würdigung der verschiedenen Arztberichte, dass die von der Suva akzeptierte Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich auch für die Invalidenversicherung gelten solle (IV-act. 80). Gemäss den Angaben der Suva habe vom 5. Oktober 2015 bis 7. Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden und seit dem 8. Januar 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (IV-act. 88-1). Ein Rentenanspruch kann somit frühestens ab 1. November 2016 bestehen. Dies hat zur Folge, dass der mit der Beschwerdeantwort zugestandene befristete Rentenanspruch vom 1. November 2006 bis 31. Mai 2007 nicht bestätigt werden kann. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art.
1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA). 4. a) L'art. 28 al. 1 LAI prévoit que l'assuré a droit à une rente aux conditions cumulatives suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). b) A teneur de l’art. 28 al. 2 LAI, la rente est échelonnée selon le degré d'invalidité, un degré d'invalidité de 40 % au moins donnant droit à un quart de rente, un degré d'invalidité de 50 % au moins donnant droit à une demi-rente, un degré d'invalidité de 60 % au moins donnant droit à trois-quarts de rente et un degré d'invalidité de 70 % au moins donnant droit à une rente entière. 5. a) Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, s'il y a eu un recours) a besoin de documents que les médecins, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore raisonnablement exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 et 115 V 133 consid. 2). b) D’après le principe de la libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales (art.

N265.Beweiswert ärztlicher Gutachten

Für die Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG sind ärztliche Gutachten und Berichte zentrale Beweismittel. Ihr Beweiswert richtet sich nach ihrer Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit: relevant ist, ob sie auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden und die Vorakten (Anamnese) berücksichtigen, die medizinischen Zusammenhänge schlüssig darlegen und die Schlussfolgerungen begründet sind. Bei widersprechenden medizinischen Stellungnahmen ist das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, weshalb eine Stellungnahme gegenüber einer anderen beigezogen wird.

1    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 6.2    Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).     Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes oder eines Arztgutachtens ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fach­personen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E.
2.2. Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber die Ansicht, das psychiatrische Gutachten von Dr. med. C____ sei nicht beweiskräftig, da der Gutachter es insbesondere unterlassen habe, standardisierte Intelligenztests durchzuführen. Aus diesem Grund sei das Gutachten unvollständig und es könne daher nicht darauf abgestellt werden. Es seien daher weitere Abklärungen notwendig, um den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung beurteilen zu können. 2.3. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 22. Oktober 2021 zu Recht gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 4. Mai 2021 von Dr. med. C____ einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneinte. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 3.2. Zur Beurteilung der Invalidität sind die Verwaltung und im Streitfall das Gericht zunächst auf Unterlagen von Ärztinnen und Ärzten angewiesen, deren Aufgabe es ist, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten Arbeitsunfähigkeit besteht oder eine Arbeitsleistung zumutbar ist (BGE 122 V 158 E. 1b; 114 V 314 E. 3c). Für den Beweiswert eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231, 232 E.

N266.Eingliederung vor Rente als Leitprinzip

Die Bestimmung wurde mit der Weiterentwicklung der IV (WEIV) per 1. Januar 2022 eingeführt. Nach den bereitgestellten Materialien verfolgt die Reform das Ziel, das Eingliederungspotenzial auszuschöpfen und die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten zu stärken, wodurch dem Prinzip «Eingliederung vor Rente» Nachdruck verliehen wird.

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Im Sinne des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» stellt das Gesetz seit 1. Januar 2022 klar, dass eine Rente nach Absatz 1 nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Zusätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass die Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, was vorliegend unbestritten der Fall ist (vgl. IK-Auszug vom 8. Juli 2021 [IV-act. 8]).
Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) samt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535; Urteil 8C_43/2023 vom 29. November 2023 E. 2). Ziel dieser Reform war die Ausschöpfung des Eingliederungspotenzials und die Stärkung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (Botschaft vom 15. Februar 2017 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [WEIV], in: BBl 2017 2535 [fortan: Botschaft], S. 2542). Die Einführung eines stufenlosen Rentensystems (vgl. Art. 28b Abs. 2 und 4 IVG) sollte die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder die Erhöhung des Arbeitspensums mit finanziellen Anreizen fördern (Botschaft S. 2616), wobei gleichzeitig dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" durch Verankerung in Art. 28 Abs. 1bis IVG nochmals Nachdruck verliehen wurde (Botschaft S. 2618 u. S. 2668).

N267.Leidensabzug bei teilweiser Verweisung

In dem hier zugrunde liegenden Fall rechtfertigten die 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit zusammen mit zusätzlichen qualitativen Einschränkungen einen Leidensabzug von 10% auf das Invalideneinkommen, was zu einem Invaliditätsgrad von 55% und damit Anspruch auf eine halbe Invalidenrente nach Art. 28 Abs. 2 IVG führte.

Gemäss der LSE-Tabelle T18 für das Jahr 2018 verdienten zwar statistisch Männer ohne Kaderfunktion mit einem Beschäftigungsgrad von 50-74 % gut 4 % weniger als solche mit einem Beschäftigungsgrad von 90 % und mehr. Dies stellt aber rechtsprechungsgemäss keine überproportionale Lohneinbusse dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_223/2020 vom 25. Mai 2020 E. 4.3.2). Allerdings darf hier auch berücksichtigt werden, dass das Bundesgericht bei 50%iger Arbeitsfähigkeit von Männern wiederholt Lohnabzüge gewährt hat (vgl. dazu die Übersicht in: Egli/Filippo/Gächter/Meier, Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung, Zürich 2021, S. 205 f.). In einer Gesamtbetrachtung rechtfertigt sich vorliegend angesichts der nurmehr 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit und der dazu tretenden qualitativen Einschränkungen ein Leidensabzug vom Invalideneinkommen von 10 %.     Damit ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 55 %, was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N268.Anrechnung IV-Rente bei Krankentaggeld

Bei gleichzeitigen Krankentaggeldleistungen und einer nach Art. 28 Abs. 1 IVG ausgerichteten Invalidenrente kann eine Überentschädigung der versicherten Person eintreten. Krankentaggeldversicherungen sehen häufig eine Anrechnung der IV-Rente und damit eine Leistungskürzung vor. Soweit die IV-Rente nachträglich ausbezahlt wird, kommt eine Drittauszahlung an bevorschussende Krankentaggeldversicherer in Betracht; deren Zulässigkeit ist anhand der einschlägigen gesetzlichen Grundlagen und des konkreten Falls zu prüfen.

Oktober 2021 als Vorleistung anerkannt und dementsprechend den beiden Versicherungsgesellschaften im Sinne einer Nachzahlung an bevorschussende Dritte Fr. 11'537.10 (Beigeladene 2) bzw. Fr. 6'705.90 (Beigeladene 1) ausbezahlt hat. 3. 3.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen sind der Beurteilung einer Sache jene Rechtsnormen zugrunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 140 V 41, 44, E 6.3.1 mit Hinweisen). Demnach sind vorliegend die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Die Renten der Invalidenversicherung werden grundsätzlich (vorbehalten bleibt Art. 29 Abs. 1 IVG) bereits nach Ablauf eines Jahres, in welchem durchschnittliche eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % bestand, ausgerichtet (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Die Krankentaggeldversicherungen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1) umfassen aber nicht selten einen Anspruch von 720 Tagen Krankentaggeld bei Arbeitsunfähigkeit, sodass ein Zusammenfallen dieser Leistungen in der Praxis relativ häufig ist. Während die Invalidenversicherung uneingeschränkt leistungspflichtig ist, kann die Krankentaggeldversicherung eine Anrechnung der Invalidenrente der IV sowie eine entsprechende Leistungskürzung vorsehen. In vielen Fällen verfügt die Invalidenversicherung ihre Leistungen nicht bereits bei Ablauf des ersten Jahres der Arbeitsunfähigkeit sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Aus Sicht der Krankentaggeldversicherung liegt dann eine Überentschädigung der versicherten Person vor (vgl. Gustavo Scartazzini/Marc Hürzeler, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Auflage, Basel 2012, § 23 N 175). Die Zulässigkeit einer Drittauszahlung von Teilen einer nachzuzahlenden Invalidenrente der IV bestimmt sich in diesen Fällen nach den folgenden Rechtsgrundlagen: Gemäss Art.

N269.Massgeblicher Gesundheitszustand zum Rentenbeginn

Für die Zusprache einer Rente ist der Gesundheitszustand erst nach Ablauf des Wartejahrs massgeblich; entscheidend ist folglich die Situation zum Zeitpunkt des möglichen Rentenbeginns. Zu beachten ist dabei, dass ein Rentenanspruch frühestens sechs Monate nach Anmeldung entstehen kann, sodass nur der gesundheitliche Sachverhalt von Bedeutung ist, der nicht früher als ein halbes Jahr vor der Anmeldung verwirklicht wurde.

Zunächst verweist die Versicherte auf ihr Vorbringen im kantonalen Prozess, die rheumatologische Beurteilung im MEDAS-Gutachten vom 12. Februar 2018 sei widersprüchlich. Einerseits werde dort festgehalten, nach dem (zweiten) Unfall im Jahr 2013 mit Distorsion der Halswirbelsäule könne binnen weniger Wochen mit dem Erreichen des Status quo ante (Zustand vor dem Unfall) gerechnet werden, weil keine strukturellen Läsionen oder Veränderungen nachgewiesen seien; anderseits werde bestätigt, dass im Frühjahr 2014 eine schwere Foramenstenose C3/C4 mit Kompression der C4-Wurzel dokumentiert worden sei. Die vorinstanzliche Feststellung, es lägen keine strukturellen Läsionen oder Veränderungen vor, sei mithin aktenwidrig. Es erschliesse sich nicht, weshalb eine erneute Traumatisierung der schwer geschädigten Halswirbelsäule schon nach wenigen Wochen abgeheilt gewesen sein soll; ebensowenig sei nachvollziehbar, dass die Gutachter angesichts der somatischen Befunde (auch) von einer Schmerzverarbeitungsstörung ausgingen. Anspruchserheblich ist erst der Gesundheitszustand nach Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 IVG), d.h. im Februar
Da der Rentenanspruch nach IVG frühestens nach einer sechsmonatigen Karenzzeit seit Geltendmachung entstehen kann (Art. 29 Abs. 1 IVG), darüber hinaus die versicherte Person in diesem Zeitpunkt während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sein muss (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), kommt für die Rentenzusprechung nach IVG so oder anders lediglich jenem Sachverhalt eine entscheidende Bedeutung zu, wie er sich nicht früher als ein halbes Jahr vor der Anmeldung verwirklicht hatte (Entscheid des BGer vom 29. Juni 2016, 8C_180/2016, E. 3).
Was im Weiteren die Frage anbelangt, ob der Beschwerdegegner die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit erwerblich verwerten kann, hat die Vorinstanz den massgeblichen Stichtag korrekt auf den 19. März 2021 (Vorliegen des psychiatrischen Gerichtsgutachtens des Dr. med. C.________) festgelegt (vgl. dazu: BGE 138 V 457 E. 3.3). Auf dieser Grundlage ist das kantonale Gericht in einlässlicher Würdigung der massgeblichen individuellen Umstände zu Recht davon ausgegangen, dass die Resterwerbsfähigkeit des in diesem Zeitpunkt bereits 64-jährigen Beschwerdegegners in Anbetracht seiner gesundheitlichen Einschränkungen, der ausgeprägten arbeitsmarktlichen Desintegration (letzte Erwerbstätigkeit im Jahre 2009) sowie der fehlenden Sprachkenntnisse und mangelnden Berufsausbildung in einem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und 16 ATSG) realistischerweise nicht (mehr) nachgefragt wird (vgl. statt vieler: Urteil 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E. 5.2 mit Hinweisen). Dem ist nichts beizufügen. Auch die weiteren Erwägungen im angefochtenen Urteil, insbesondere hinsichtlich des am 1. Januar 2012 bestandenen Wartejahrs (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), sind unbestritten geblieben und geben keinen Anlass zu näherer Überprüfung. Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Rentenzusprache (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG).

N270.Rentenanspruch, Revision und Beweiswürdigung

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Voraussetzungen des Rentenanspruchs nach Art. 28 IVG, die einschlägigen Fragen der Rentenrevision sowie die Beweiswürdigung (insbesondere die Würdigung von ärztlichen Berichten und Gutachten) darzulegen und zu prüfen.

Streitig ist, ob die vorinstanzlich bestätigte Verneinung des Rentenanspruchs ab 1. Januar 2012 bundesrechtskonform ist. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und der Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 141 V 9 E. 2.3; 133 V 108; 130 V 343 E. 3.5.3), die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall erwerbstätigen Versicherten nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) sowie den Beweiswert von Arztberichten (vgl. E. 1 hiervor) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.

N271.Beginn Arbeitsunfähigkeit: überwiegende Wahrscheinlichkeit

Der Zeitpunkt, in dem die Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, ist nach den konkreten Verhältnissen des Einzelfalls (z. B. Leistungsminderung, Absenzen, Arbeitgeberrügen) zu bestimmen und muss mit der für zivilprozessuale Feststellungen üblichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt sein. Eine rein retrospektive, medico‑theoretische Rückdatierung oder spekulative Festlegung des Rentenbeginns genügt nicht.

Pour déterminer si cette incapacité de travail est survenue, il convient de se fonder sur les circonstances du cas concret auxquelles appartiennent notamment la constatation d’une diminution des prestations fournies, une remontrance de l’employeur ou des absences fréquentes liées à l’état de santé. Les entraves à la capacité de travail doivent en d’autres termes se manifester lorsque l’assuré était au service de son ancien employeur. Une constatation rétroactive et médico-théorique de la capacité de travail après plusieurs années ne suffit pas. À moins qu’il ne soit dûment documenté sur le plan médical, le fait que l’assuré ait connu une capacité de rendement réduite par rapport à ses collègues pendant la durée des rapports de travail n’est pas décisif. Le moment de la survenance de l’incapacité de travail ne saurait faire l’objet d’hypothèses ou de déductions spéculatives, mais doit être établi avec le degré habituel de la vraisemblance prépondérante (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, 2018, n. 13 ad art. 28 LAI ; pratique VSI 1998 p. 126 ; ATAS/988/2023 du 13 décembre 2023 consid. 7.2.1). L'art. 29ter RAI énonce qu'il y a interruption notable de l'incapacité de travail au sens de l'art. 28 al. 1 let. b LAI lorsque l'assuré a été entièrement apte au travail pendant 30 jours consécutifs au moins. Si une nouvelle incapacité de travail survient après cette interruption, un nouveau délai d'attente d'une année commence à courir, sans qu'il y ait lieu de prendre en considération les périodes antérieures d'incapacité de travail (arrêt du Tribunal fédéral I 392/05 et I 420/05 du 24 août 2006 consid. 4.2). Afin d'interrompre le délai d'une année, l'assuré doit disposer, pendant 30 jours consécutifs au moins, d'une capacité de travail économiquement utilisable. La reprise d'un travail visant seulement la guérison, telle une mesure d'ergothérapie, n'interrompt pas le délai (RCC 1969 p. 571). Il en va de même de l'essai de reprise de travail dépassant manifestement les forces de l'assuré, qui s'est soldé par un échec, même s'il a dépassé 30 jours (RCC 1964 p.
Entscheid Versicherungsgericht, 27.11.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss einem als beweistauglich beurteilten Verlaufsgutachten vom 27. Februar 2019 ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. in Anbetracht seines Alters von 6_ Jahren und weiterer Faktoren ist die Arbeitsfähigkeit indes ab dem für die Frage des massgeblichen Alters relevanten Zeitpunkt des Gutachtens nicht mehr verwertbar. Indes ist bis zu diesem Zeitpunkt die Verwertbarkeit gegeben. Der Beschwerdeführer hat daher erst am 1. März 2019 Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. November 2021, IV 2020/53). Entscheid vom 27. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/53 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Jacober, Oberer Graben 44, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N272.Konkrete Ermittlung des fiktiven Einkommens

Das Einkommen ohne Invalidität ist so konkret wie möglich zu ermitteln; es leitet sich in der Regel aus dem vor der Gesundheitsschädigung erzielten Lohn ab, unter realistischer Fortschreibung bis zum massgeblichen Zeitpunkt. Ergibt sich aus den Umständen des Einzelfalls, dass die versicherte Person sich ohne gesundheitliche Beeinträchtigung voraussichtlich dauerhaft mit einer freiwillig geringeren Erwerbstätigkeit begnügt hätte, ist auf dieses niedrigere (fiktive) Einkommen abzustellen.

2 RAI prévoit que si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. b) En l’occurrence, la recourante a déposé une demande de révision de son droit à la rente par le biais du Dr W.________ en date du 21 octobre 2020 en faisant valoir que sa capacité de travail était désormais nulle. Dans la mesure où le changement déterminant invoqué conduirait à une modification du droit à la rente avant le 1er janvier 2022, il convient d’appliquer l’ancien droit. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. b) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible. Il se déduit en règle générale du salaire réalisé avant l’atteinte à la santé, en l’adaptant toutefois à son évolution vraisemblable jusqu’au moment déterminant de la naissance éventuelle du droit à la rente (ATF 144 I 103 consid.
(“[…] Wäre eine versicherte Person gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber ihr Arbeitspensum aus freien Stücken, sei es um mehr Freizeit zu haben, sei es um einer (Weiter-) Ausbildung nachzugehen, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (BBl 1958 II 1162; LEUZINGER-NAEF, a.a.O., S. 124 f. sowie RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 195 unten f.; zur Kausalität und Finalität des Invaliditätsbegriffes im Allgemeinen und zur Bedeutung der sogenannten invaliditätsfremden Faktoren im Besonderen vgl. MEYER-BLASER, a.a.O., S. 14 f. und dortige Hinweise). Folgerichtig hat die Rechtsprechung entschieden, dass unter dem Erwerbseinkommen, das der Versicherte erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre, nach Art. 28 Abs. 2 IVG jenes Einkommen zu verstehen ist, welches er als Gesunder tatsächlich erzielen würde. Ist auf Grund der Umstände des Einzelfalles anzunehmen, dass der Versicherte sich ohne gesundheitliche Beeinträchtigung voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit begnügte, so ist darauf abzustellen, auch wenn er an sich besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten hätte (ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a mit Hinweisen; erwähntes Urteil B. vom 19. Mai 1993; vgl. auch RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97) […]”).                                     In tale contesto l’amministrazione dovrà innanzitutto stabilire il motivo (ragioni di salute o altro) alla base della modifica del salario dal 1° marzo 2012 (punto 5.1, pag. 36 incarto AI), poi risalito nel 2015 a fr. 61’950.

N273.Fiktives Vollzeitpensum bei nicht feststellbarem Umfang

Kann der konkrete zeitliche Umfang nicht abschliessend festgestellt werden, darf in bestimmten Fällen zur Beurteilung auf ein fiktives Vollzeitpensum abgestellt werden, soweit das Ergebnis dadurch nicht verändert wird.

[IV-act. 89 S. 29]). Im vorliegenden Verfahren braucht die Frage, in welchem zeitlichen Umfang der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, letztlich nicht abschliessend geklärt zu werden, da die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auch dann nicht erfüllt ware, wenn von einem Vollzeitpensum ausgegangen würde (vgl. Erwägung

N274.Frühere Staffelung der Invalidenrenten

In der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung von Art. 28 Abs. 2 IVG war die Rentenhöhe gestaffelt: bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

Bis 31. Dezember 2021 präsentiert sich die Rechtslage wie folgt: Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.       Ab 1. Januar 2022 präsentiert sich die Rechtslage wie folgt: Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.
2. Règles relatives au droit à une rente de l'assurance-invalidité 2.1. A teneur de l’art. 8 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le biais de l’art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI; RS 831.20), est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l'art. 4 al. 1 LAI, dite invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. 2.2. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, dans sa version en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 2.3. Les dispositions régissant la rente d’invalidité ont été modifiées dès le 1er janvier 2022. Selon l’art. 28b al. 1 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière. L’al. 2 dispose que, pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité. Selon l’al. 3, pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière. Enfin, l’al. 4 prévoit les quotités de la rente lorsque le taux d’invalidité est inférieur à 50%.
b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.2.3. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.4. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (sowohl in der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung, als auch in der seit Januar 2022 geltenden Version) frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art.
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

N275.Ausnahme von Art. 88a IVV bei Verschlechterung

Ergibt sich anfangs nur eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mit Einkommen aus einer Verweisungstätigkeit, so schliesst dies einen später bei Verschlechterung des Gesundheitszustands entstehenden Rentenanspruch nicht aus. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist in solchen Fällen nicht in jedem Fall Art. 88a Abs. 2 IVV anzuwenden.

Mit Blick auf das eben Dargelegte ist ab Ende 2016 eine anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner ausgewiesen, womit die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Mit dem Eintritt einer nunmehr vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in jeder angepassten Tätigkeit infolge der Hüft-TEP am 8. März 2021 ist auch die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG erfüllt. Besteht für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Höhe, wogegen durch Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit vorerst ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann, so entsteht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Rentenanspruch im Falle einer Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, Rz. 36 zu Art. 28). Damit entstand am 1. März 2021 ein Rentenanspruch. Die am 1. Dezember 2021 (vgl. E. 4.4 hiervor) eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustands nach Rekonvaleszenz der erfolgreich durchgeführten Hüft-Revision bewirkt – gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV nach drei Monaten (vgl. E. 1.4.2) – keine Aufhebung des Rentenanspruchs per 1. März 2022, da der Versicherte zu diesem Zeitpunkt erneut in stationärer Behandlung war, womit auch in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit gegeben war.
Mit Blick auf das eben Dargelegte ist ab Ende 2016 eine anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner ausgewiesen, womit die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Mit dem Eintritt einer nunmehr vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in jeder angepassten Tätigkeit infolge der Hüft-TEP am 8. März 2021 ist auch die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG erfüllt. Besteht für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Höhe, wogegen durch Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit vorerst ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann, so entsteht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Rentenanspruch im Falle einer Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, Rz. 36 zu Art. 28). Damit entstand am 1. März 2021 ein Rentenanspruch. Die am 1. Dezember 2021 (vgl. E. 4.4 hiervor) eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustands nach Rekonvaleszenz der erfolgreich durchgeführten Hüft-Revision bewirkt – gemäss Art.

N276.Gewichtung und Rundung bei Invaliditätsgrad

Bei Anwendung der gemischten Methode kann der ermittelte Invaliditätsgrad je nach Gewichtung der Erwerbs- und Haushaltsanteile sowohl unter als auch über dem 40%-Schwellenwert liegen. Entsprechend kann dies zur Ablehnung oder zur Gewährung einer Rente führen; in den Entscheidungen wird zudem auf die Rundungspraxis und die sich daraus ergebenden Rentenstufen hingewiesen.

b) Cela étant, aucun grief à l’encontre de l’enquête ménagère n’a été soulevé par la recourante, laquelle s’est cantonnée, dans ses différentes écritures, à contester la validité du rapport d’expertise du Dr I.________. Le rapport de l’évaluatrice a domicile remplit de surcroît les réquisits jurisprudentiels permettant de lui reconnaître une pleine valeur probante (cf. supra consid. 4e), de sorte que ses conclusions doivent être validées.   7.              a) Dans la mesure où la recourante présente une incapacité de travail de 75 % sur la part active de 50 % – cela singulièrement dans son activité habituelle – et une incapacité de 13,2 % sur la part ménagère, laquelle se monte également à 50 %, le degré d’invalidité global résultant des deux domaines est le suivant :   Activité partielle Part Empêchement Degré d’invalidité active 50 % 25 % 12,5 % ménagère 50 % 13,2 % 6,6 % Taux d’invalidité global : 19,1 %                             Le taux d’invalidité global de la recourante de 19,1 % – arrondi à 19 % – est inférieur au seuil de 40 %, fixé à l’art. 28 al. 1 LAI, ouvrant le droit à une rente de l’assurance-invalidité (cf. supra consid. 3b/aa). C’est dès lors à juste titre que l’intimé a refusé à l’assurée le versement de cette prestation.   8.              a) En définitive, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision rendue le 21 mars 2023 par l'intimé confirmée.                 b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie recourante, vu le sort de ses conclusions.                 c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA).                 d) La partie recourante a été mise au bénéfice de l’assistance judiciaire par décisions des 5 mai et 10 août 2023 de la Juge instructrice, avec effet respectivement au 2 mai et 10 juillet 2023. Les frais judiciaires mis à sa charge ci-avant sont donc provisoirement supportés par l’Etat et Me Pierre-Yves Brandt peut prétendre à une équitable indemnité pour son mandat d’office, qu’il convient de fixer à 1'300 fr.
bb) Quant au revenu avec invalidité, l’on procédera sur les mêmes bases en appliquant un abattement de 5 % pour tenir compte des limitations fonctionnelles, lequel n’est pas contesté, si bien que les revenus d’invalide se montent à 52'466 fr. 61 en 2019 et à 50'818 fr. 15 en 2020. cc) Le degré d’invalidité pour la part active se monte ainsi à 5 % pour les deux périodes (52'466 fr. 61 ÷ 55'228 fr. 02 et 50'818 fr. 15 ÷ 53'492 fr. 76). c) Aussi, le degré d’invalidité a évolué de la manière suivante : De janvier 2019 à décembre 2019 Activité partielle Part Empêchement Degré d’invalidité Active 30 % 5 % 1,5 % Ménagère 70 % 24,9 % 17,43 % Degré d’invalidité 18,93 % De janvier 2020 à février 2020 Activité partielle Part Empêchement Degré d’invalidité Active 30 % 5 % 1,5 % Ménagère 70 % 24,9 % 17,43 % Degré d’invalidité 18,93 % Et à partir de janvier 2020 : Activité partielle Part Empêchement Degré d’invalidité Active 60 % 5 % 3 % Ménagère 40 % 24,9 % 9,96 % Degré d’invalidité 12,96 %% Inférieur pour toutes les périodes considérées au seuil de 40 %, le degré d’invalidité n’ouvre pas le droit à la rente (art. 28 al. 1 LAI). 9. a) La recourante fait enfin grief à l’OAI de ne pas avoir procédé à une analyse globale de la situation. Elle explique qu’elle entame sa soixantième année, souffre de diverses atteintes reconnues, présente des limitations fonctionnelles, n’a pas d’expérience professionnelle et dispose d’un français peu étayé. b) S’il est vrai que des facteurs tels que l’âge, le manque de formation ou les difficultés linguistiques jouent un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l’on peut encore raisonnablement exiger d’un assuré, ils ne constituent pas, en règle générale, des circonstances supplémentaires qui, à part le caractère raisonnablement exigible d’une activité, sont susceptibles d’influencer l’étendue de l’invalidité, même s’ils rendent parfois difficile, voire impossible la recherche d’une place et, partant, l’utilisation de la capacité de travail résiduelle. Toutefois, lorsqu’il s’agit d’évaluer l’invalidité d’un assuré qui se trouve proche de l’âge donnant droit à la rente de vieillesse, il faut procéder à une analyse globale de la situation et se demander si, de manière réaliste, cet assuré est en mesure de retrouver un emploi sur un marché équilibré du travail (TF 9C_774/2016 du 30 juin 2017 consid.
Januar 2020 wurde bei der Versicherten im Haushaltbereich eine Einschränkung von insgesamt 14 % ermittelt. Bei einer Einschränkung in diesem Umfang im Haushaltbereich und einer solchen von 100 % im Erwerbsbereich resultiert in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung mit Anteilen von 65 % an Erwerbs- und von 35 % an Haushalttätigkeit ein lnvaliditätsgrad von insgesamt 69,9 % [(65 x 100 %) + (35 x 14 %)] bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121) von 70 %. Der Versicherten steht deshalb - wie auch die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 28. Juni 2023 zu Recht anerkennt - auch dann eine ganze Rente zu, wenn man ihre Invalidität nicht nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs, sondern - wie in der angefochtenen Verfügung - in Anwendung der gemischten Methode mit Anteilen von 65 % an Erwerbs- und von 35 % an Haushalttätigkeit bemisst. 10. Zu prüfen ist schliesslich, ab welchem Zeitpunkt die Versicherte die ihr zustehende ganze Rente beanspruchen kann. 10.1 Laut Art. 28 Abs. 1 IVG setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (lit. b). Im Weiteren schreibt Art. 29 Abs. 1 IVG in Bezug auf den Rentenanspruch vor, dass dieser frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht. 10.2. In seinem Bericht vom 18. Juni 2019 attestierte der behandelnde Orthopäde Dr. med. C. , Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, der Versicherten im Zusammenhang mit den vorausgegangenen operativen Interventionen am linken Knie aus orthopädischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 17. Dezember 2018 bis 31. August 2019. In ihrem Gutachten vom 15. Juni 2023, dem nach dem Gesagten voller Beweiswert zukommt, vertraten die asim-Fachärzte die Auffassung, dass die damalige Beurteilung des behandelnden Orthopäden geschützt werden könne. An diese auf die erfolgten Knieoperationen zurückzuführende vollständige Arbeitsunfähigkeit schloss sich dann laut asim-Gutachten Ende August 2019 nahtlos eine weitere (neue) 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit an, die ihre Ursache nunmehr in der Magenbypass-Operation der Versicherten vom 27.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N277.Massgeblichkeit der LSE trotz neuer Studien

Bei der Prüfung des Anspruchs nach Art. 28 IVG ist auf das polydisziplinäre Gutachten abzustellen. Nach der zitierten Rechtsprechung ändern neue Studien zum Tabellenlohnabzug nichts an der Massgeblichkeit der LSE; die Tabellenwerte bleiben für den Einkommensvergleich und die Invaliditätsbemessung relevant.

Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2022 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG Auf das polydisziplinäre Gutachten ist abzustellen; es wird durch die Berichte der behandelnden Rheumatologin nicht entkräftet. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 148 V 174) ändern neue Studien zum Tabellenlohnabzug nichts an der Massgeblichkeit der LSE (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Oktober 2022, IV 2021/231). Entscheid vom 3. Oktober 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz) und Michaela Machleidt Lehmann, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2021/231 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pablo Blöchlinger, Lutherstrasse 4, Postfach, 8021 Zürich 1, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG. Prüfung des Anspruchs auf eine IV-Rente unter Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Bestimmung Validen- und Invalidenkarriere. Einkommensvergleich. Tabellenlohnabzug. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2022, IV 2021/157). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_415/2022. Entscheid vom 5. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2021/157 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Näscher, Alte Landstrasse 106, Postfach, 9445 Rebstein, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N278.Revision trotz unverändertem Gesundheitszustand

Auch bei im Wesentlichen unverändertem Gesundheitszustand ist eine Revision der Invalidenrente möglich, wenn sich die erwerblichen bzw. wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Zustands in einer für den Rentenanspruch wesentlichen Weise verändert haben. Dazu zählt namentlich eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch Angewöhnung oder Anpassung sowie sonstige erhebliche Änderungen in der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit.

Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du TF, le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Constitue un motif de révision tout changement sensible de la situation réelle propre à influencer le degré d'invalidité, donc le droit à la rente. La rente d'invalidité peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais également lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou l'accomplissement des travaux habituels) ont subi un changement notable. C'est notamment le cas d'une amélioration de la capacité de travail en raison de l'accoutumance ou de l'adaptation au handicap (ATF 144 I 103 c. 2.1, 141 V 9 c. 2.3; SVR 2021 IV n° 36 c 3.1). Selon une jurisprudence constante, l'appréciation différente d'un état de fait qui, pour l'essentiel est demeuré inchangé, n'appelle pas à une révision (ATF 147 V 161 c.
Die Beschwerdegegnerin wendet hiergegen im Wesentlichen ein, die Beurteilungen des zuständigen Arztes des RAD erscheine insgesamt schlüssig, wonach eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, die sich massgeblich limitierend auf die Zumutbarkeit einer medizinisch-theoretisch angepassten Tätigkeit auswirken würde, nicht ausgewiesen sei (vgl. RAD-Berichte vom 22. Juni 2023 [IV-Akte 221], 28. September 2023 [IV-Akte 229] sowie vom 10. November 233 [IV-Akte 233]; Beschwerdeantwort [BA], Rz. 11-18; Duplik, S. 1 f.). Zudem sei, wie von der Beschwerdeführerin gefordert, hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ein Leidensabzug von 25 % nicht gerechtfertigt (BA, Rz. 19 ff.). 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3.). Die Invalidenrente ist nicht nur bei wesentlichen Veränderungen des Gesundheitszustands, sondern auch dann zu revidieren, wenn sich die wirtschaftlichen Auswirkungen bei gleichbleibendem Gesundheitszustand erheblich verändert haben (BGE 141 V 9 E.
Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der IV-Grad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den IV-Grad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreiviertelsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (vgl. BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den IV-Grad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden. Umgekehrt ist - bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand - eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben.
Cela vaut notamment lorsqu'en l'état du dossier, aucun élément ne permet d'admettre une incapacité de travail de longue durée (art. 28 al. 1 let. b LAI) ou qu'une telle incapacité de travail de longue durée est niée d'une manière compréhensible par des rapports médicaux convaincants de médecins spécialistes, dans la mesure où d'éventuelles autres appréciations divergentes ne s'avèrent pas probantes faute de qualification médicale spécialisée de leurs auteurs ou pour d'autres motifs (ATF 145 V 215 c. 7). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI, RS 831.20), a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.4 Si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA). Constitue un motif de révision tout changement sensible de la situation réelle propre à influencer le degré d'invalidité, donc le droit à la rente. La rente d'invalidité peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais également lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou l'accomplissement des travaux habituels) ont subi un changement notable. C'est notamment le cas d'une amélioration de la capacité de travail en raison de l'accoutumance ou de l'adaptation au handicap.
Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.3 2.3.1 Si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA). Constitue un motif de révision tout changement sensible de la situation réelle propre à influencer le degré d'invalidité, donc le droit à la rente. La rente d'invalidité peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais également lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou l'accomplissement des travaux habituels) ont subi un changement notable. C'est notamment le cas d'une amélioration de la capacité de travail en raison de l'accoutumance ou de l'adaptation au handicap.
2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 3.4. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.5 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (vgl. BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Bei den Renten der Invalidenversicherung ist grundsätzlich jede Änderung des

N279.Medizinischer Befund als Invaliditätsvoraussetzung

Psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren genügen für sich allein nicht. Damit nach Art. 28 Abs. 1 IVG Invalidität bejaht werden kann, bedarf es eines medizinisch fassbaren Gesundheitsbefunds (insbesondere einschlägiger psychiatrischer Befunde), der die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit in eigenständiger Weise beeinträchtigt. Liegen im Wesentlichen nur psychosoziale oder soziokulturelle Erklärungen vor, reicht dies nicht aus.

En définitive, une atteinte psychique influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). Si la médecine actuelle repose sur une conception bio-psycho-sociale de la maladie (qui ne considère pas cette dernière comme un phénomène exclusivement biologique ou physique mais comme le résultat de l'interaction entre des symptômes somatiques et psychiques ainsi que l'environnement social du patient), le droit des assurances sociales - en tant qu'il a pour objet la question de l'invalidité - s'en tient à une conception bio-médicale de la maladie, dont sont exclus les facteurs psychosociaux et socioculturels (voir notamment arrêt TF 9C_286/2015 du 12 janvier 2016 consid. 4.1). 4. Dispositions relatives au droit à une rente de l’assurance-invalidité 4.1. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. 4.2. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Pour le revenu sans invalidité, il convient d'établir ce que l'assuré aurait, au degré de la vraisemblance prépondérante, réellement pu obtenir au moment déterminant s'il n'était pas devenu invalide. Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible.
Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socio-culturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents, par exemple au plan psychiatrique, tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive. En définitive, une atteinte influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). 3.2. Ce n'est toutefois pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci (ATF 127 V 294). 4. Droit à la rente Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. 5. Détermination de l’invalidité Le taux d’invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d’ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 122 V 418). Néanmoins, pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d’informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 105 V 156, 114 V 310; RCC 1982, p.
Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socioculturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents, par exemple au plan psychiatrique, tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive (comme, par exemple, une « dysthymie », ATF 143 V 418 consid. 8.1. et références). En définitive, une atteinte influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; Tribunal fédéral, arrêt non publié [I 797/06] du 21 août 2007 consid. 4). Ce n'est, cela étant, pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci (ATF 127 V 294). 3. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures deréadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 4. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée.
Pour qu'une invalidité soit reconnue, il est nécessaire qu'un substrat médical pertinent entrave la capacité de travail (et de gain) de manière importante et soit à chaque fois mis en évidence par un médecin spécialisé. Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé psychique équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socioculturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents au plan psychiatrique tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive. En définitive, une atteinte psychique influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). 3.3. Selon l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s’il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021), l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux d’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente, lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente ; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). D’après l’art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.

N280.Keine Rente bei Nichtmitwirkung

Bleiben die Möglichkeiten zur Eingliederung ungenutzt, so ist eine Rente nach Art. 28 Abs. 1bis IVG nicht zuzuweisen. Nach den zitierten Entscheiden kann insbesondere die unentschuldigte Nichtmitwirkung an angeordneten Eingliederungsmassnahmen — nach erfolgter Aufforderung zur Mitwirkung — dazu führen, dass die Massnahmen abgeschlossen bzw. ein Gesuch nicht weiterverfolgt wird und somit eine Rente ausbleiben kann.

f.). Dennoch ist festzuhalten, dass entsprechend dem Grundsatz „Eingliederung statt Rente“ solange keine Rente zugesprochen werden darf, als eine Eingliederung einen rentenanspruchserheblichen Erfolg verspricht, denn gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG haben nur jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. Im Übrigen enthält das IVG seit der Änderung vom 19. Juli 2020, welche hier intertemporalrechtlich allerdings nicht anwendbar ist (vgl. E. 2.1 hiervor), nunmehr auch ausdrücklich fest, dass eine Rente nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Der Beschwerdeführerin wurden Integrationsmassnahmen in Form eines Belastbarkeits- und Aufbautrainings zugesprochen (vgl. AB 78, 82, 85, 90; vgl. hierzu auch IV-Protokoll S. 8 ff. [in den Gerichtsakten]). Nach Aufforderung zur Mitwirkung (AB 97) schloss die Beschwerdegegnerin die beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 7. Oktober 2019 (AB 105) ab bzw. trat auf das Gesuch nicht ein, weil die Beschwerdeführerin sich nicht in der Lage sah, an Eingliederungsmassnahmen mit einer Steigerung des Pensums auf 100 % teilzunehmen (vgl. AB 98) und damit in unentschuldbarer Weise nicht mitwirkte. Im Nachgang zur Begutachtung forderte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin sodann dahingehend zur Schadenminderung auf, als sie die gutachterlichen Therapieempfehlungen (vgl. AB
f.). Dennoch ist festzuhalten, dass entsprechend dem Grundsatz „Eingliederung statt Rente“ solange keine Rente zugesprochen werden darf, als eine Eingliederung einen rentenanspruchserheblichen Erfolg verspricht, denn gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG haben nur jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. Im Übrigen enthält das IVG seit der Änderung vom 19. Juli 2020, welche hier intertemporalrechtlich allerdings nicht anwendbar ist (vgl. E. 2.1 hiervor), nunmehr auch ausdrücklich fest, dass eine Rente nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Der Beschwerdeführerin wurden Integrationsmassnahmen in Form eines Belastbarkeits- und Aufbautrainings zugesprochen (vgl. AB 78, 82, 85, 90; vgl. hierzu auch IV-Protokoll S. 8 ff. [in den Gerichtsakten]). Nach Aufforderung zur Mitwirkung (AB 97) schloss die Beschwerdegegnerin die beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 7. Oktober 2019 (AB 105) ab bzw. trat auf das Gesuch nicht ein, weil die Beschwerdeführerin sich nicht in der Lage sah, an Eingliederungsmassnahmen mit einer Steigerung des Pensums auf 100 % teilzunehmen (vgl. AB 98) und damit in unentschuldbarer Weise nicht mitwirkte. Im Nachgang zur Begutachtung forderte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin sodann dahingehend zur Schadenminderung auf, als sie die gutachterlichen Therapieempfehlungen (vgl. AB

N281.Wartejahr, Karenzfrist und Rechtsanwendung

Bei der Entstehung des Rentenanspruchs sind das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und die sechsmonatige Karenzfrist (Art. 29 IVG) zu prüfen; der Zeitpunkt, zu dem diese Fristen erfüllt sind, bestimmt, welche materielle Fassung des IVG/der IVV anzuwenden ist (altes oder seit 1. Januar 2022 geltendes Recht).

Da auch die übrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 1.3. Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des IVG sowie der IVV (Verordnung vom 9. Dezember 1961 über die Invalidenversicherung, SR 831.201) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer war infolge des Unfalls vom 18. Juli 2021 während mehr als einem Jahr ohne wesentlichen Unterbruch mindestens zu 40% arbeitsunfähig. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (vgl. E. 3.1. unten) war demnach im Juli 2022 erfüllt, womit die per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Bestimmungen des IVG vorliegend Anwendung finden. 2. 2.1. Mit vorliegend angefochtener Verfügung vom 17. November 2023 hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer vom 1. Juli 2022 bis zum 30. April 2023 eine ganze Rente zugesprochen. Basis dieses Rentenentscheids bildet die medizinische Einschätzung des SUVA-Facharztes für Orthopädie und Traumatologie Dr. med. G____ vom 6. Dezember 2022 (IV-Akte 19.8). Darin hatte dieser prognostiziert, der Beschwerdeführer werde ab Januar 2023 wieder zu 50%, ab Februar 2023 zu 75% und ab März 2023 zu 100% arbeitsfähig sein. Die Beschwerdegegnerin ermittelte ab Februar 2023 einen Invaliditätsgrad von 21% und stelle die Rentenberechtigung unter Berücksichtigung einer dreimonatigen Übergangsfrist gem. Art. 88a Abs. 1 IVV per Ende April 2023 ein. Der Beschwerdeführer hat es daraufhin in Verletzung der Meldepflicht nach Art. 77 IVV versäumt, der Beschwerdegegnerin mitzuteilen, dass er am 9.
Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Nach den allgemeinen Grundsätzen des materiellen intertemporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen. Die Beschwerdeführerin meldete sich im November 2021 bei der Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug an und die für den Rentenbeginn ausschlaggebende Arbeitsunfähigkeit trat per 1. Dezember 2021 ein. Der Anspruch auf eine Invalidenrente könnte folglich unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartefrist (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) und des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) frühestens ab Dezember 2022 entstehen, weshalb die Gesetzesgrundlagen in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.
nachstehend) kann der in Frage stehende Rentenanspruch somit frühestens per 1. Februar 2022 (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG) entstanden sein. Demnach sind nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) und unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in zeitlicher Hinsicht vorliegend die materiellen Bestimmungen in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar. Art. 26bis Abs. 3 IVV ist grundsätzlich in der bis 31. Dezember 2023 gültigen Fassung anwendbar, wobei das Bundesgericht diese mit Urteil vom 8. Juli 2024, 8C_823/2023, als teilweise bundesrechtswidrig eingestuft hat.   Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands bzw. im Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1; vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Die Gutachter gingen bei der Arbeitsunfähigkeitsschätzung davon aus, dass sie zumindest seit Februar 2021 anzunehmen sei (IV-act. 82-11). Die IV-Anmeldung erfolgte am 6. April 2021 (IV-act. 1). Somit waren am 1. Februar 2022 sowohl das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG als auch die sechsmonatige Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG erfüllt und konnte ein allfälliger Rentenanspruch entstanden sein. Demnach sind im vorliegenden Fall die ab 1. Januar 2022 gültigen Bestimmungen des IVG anwendbar. Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung der IVV per 1. Januar 2024 finden auf alle Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2024 entstehen, die Bestimmungen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2023 Anwendung. Besteht der Rentenanspruch über den 31. Dezember 2023 hinaus, so sind ab dem 1. Januar 2024 die Bestimmungen der IVV in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Die Erhöhung der Rente erfolgt per 1. Januar

N282.Beweislast beim Rentengesuch

Ergibt die Aktenlage – namentlich nach ergänzenden Vorbringen und Unterlagen – nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine objektivierbare Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, hat der Versicherte die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen; dies kann zur Abweisung des Rentengesuchs nach Art. 28 IVG führen.

Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Bestätigung der Abweisung eines Rentenanspruchs. Gemäss beweistauglichem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit nahezu 100 % arbeitsfähig. Die geltend gemachten starken (subjektiven) Beschwerden und Einschränkungen konnten nicht genügend nachgewiesen (objektiviert) werden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2023, IV 2023/21). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2023. Entscheid vom 16. November 2023 Besetzung Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Tanja Petrik-Haltiner und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/21 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 06.09.2021 Art. 28 IVG: Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von Dr. N.___ sowie den Gesamteindruck der übrigen Akten ist davon auszugehen, dass eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit - zumindest in optimal angepassten Tätigkeiten - nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist und diesbezüglich von weiteren Abklärungen vor dem Hintergrund der erhobenen Aggravationstendenzen keine besseren Erkenntnisse zu erwarten sind, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 136 I 236 ff. E. 5.3 und 5.5 mit weiteren Hinweisen). Die Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. September 2021, IV 2020/130). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_689/2021. Entscheid vom 6. September 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr.
Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2021 Art. 28 IVG: Gestützt auf die medizinische Aktenlage ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit bis zum 31. Juli 2017 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ist und ab dem 1. August 2017 weiterhin zumindest 30 % arbeitsunfähig ist. Ob nach dem 31. Juli 2017 bis zur Begutachtung durch die ZIMB anfangs 2019 allenfalls sogar eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 30 % vorgelegen hat, bleibt beweislos. Die Folgen der Beweislosigkeit hat die Beschwerdeführerin zu tragen. Anspruch auf eine befristete ganze Rente bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2021, IV 2020/95). Entscheid vom 5. Juli 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2020/95 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler, Wyler Koch Partner AG, Zürcherstrasse 310, Postfach 340, 8501 Frauenfeld, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 22.10.2020 Art. 28 IVG: Die gesamte Aktenlage liefert einerseits Anhaltspunkte für gesundheitliche Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers, andererseits aber auch solche für ein suboptimales Leistungsverhalten und eine mangelnde Motivation. Aufgrund der vorhandenen Aktenlage ist es dem Gericht nicht möglich, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzustellen, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Von einer weiteren Begutachtung sind aktuell keine wesentlich neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten, da anzunehmen ist, dass der Beschwerdeführer in solchen Situationen nicht sein wahres Leistungspotential in Alltagssituationen wird entfalten können oder nicht gewillt ist, dieses zu entfalten. Folglich hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und das Rentenbegehren ist abzuweisen. Sollte sich der Beschwerdeführer zu einem späteren Zeitpunkt zu einer stationären Behandlung entschliessen und sollten sich daraus oder sollten sich anderweitig neue Erkenntnisse bezüglich seines Gesundheitszustandes ergeben, steht es ihm offen, sich erneut bei der Beschwerdegegnerin anzumelden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.

N283.Gewichtung medizinischer Unterlagen

Bei der Beurteilung des Rentenanspruchs nach Art. 28 IVG stützen sich Verwaltung und Gericht auf medizinische Unterlagen. Ärztliche Berichte und Gutachten sowie Feststellungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes sind dabei wichtige Beweismittel und werden in der Praxis für die Beweiswürdigung herangezogen; ihnen kommt im Rahmen der Invaliditätsbemessung eine konkrete, aber nicht alleinige Bedeutung zu.

Im angefochtenen Urteil werden - mit Verweis auf die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. April 2022 - die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall voll Erwerbstätigen nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen zur Aufgabe des Arztes oder der Ärztin, auch derjenigen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) im Rahmen der Invaliditätsbemessung (BGE 132 V 93 E. 4, 125 V 256 E. 4; Urteil 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.1 und
Im angefochtenen Urteil werden die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 6 ff. ATSG und Art. 28 IVG), zur Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG; BGE 128 V 29 E. 1), zur Bedeutung und Beweiskraft medizinischer Unterlagen (BGE 125 V 351 E. 3a; 115 V 133 E. 2 in fine), zur Beweiswürdigung (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1) und zum Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1]), qu’il satisfait en outre aux autres conditions légales (art. 61 let. b LPGA), de sorte qu’il est recevable en la forme, qu’aux termes de l’art. 82 LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), l’autorité peut renoncer à l’échange d’écritures ou, après celui-ci, à toute autre mesure d’instruction, lorsque le recours paraît manifestement irrecevable, bien ou mal fondé (al. 1), rendant dans ces cas à bref délai une décision d’irrecevabilité, d’admission ou de rejet, sommairement motivée (al. 2) ; attendu que l’assuré a droit à une rente s’il présente une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins, un degré d’invalidité de 40 % donnant droit à un quart de rente, un degré d’invalidité de 50 % au moins à une demi-rente, un degré d’invalidité de 60 % au moins à un trois-quarts de rente et un degré d’invalidité de 70 % au moins à une rente entière (art. 28 LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20]), qu’est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 8 al. 1 LPGA et art. 4 al. 1 LAI), que pour se prononcer sur l’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position (ATF 132 V 93 consid. 4 ; 125 V 256 consid. 4 ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid. 5.1), que selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves, que le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux (ATF 134 V 231 consid.
Die Vorinstanz legte die für die Beurteilung der Streitsache massgeblichen Rechtsgrundlagen im angefochtenen Urteil korrekt dar. Es betrifft dies insbesondere die Erwägungen zur Erwerbsunfähigkeit und Invalidität (Art. 7 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG) sowie zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) und zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG). Gleiches gilt für die Ausführungen zum Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Zutreffend sind auch die Ausführungen zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und Gutachten (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3; je mit Hinweisen) sowie zum in tatsächlicher Hinsicht massgebenden Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses entwickelte (BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 132 V 215 E. 3.1.1; je mit Hinweisen; Urteil 8C_144/2022 vom 11. August 2022 E. 3). Darauf wird verwiesen.

N284.Grundsatz Eingliederung vor Rente und Abklärungspflicht der IV-Stelle

Grundsatz «Eingliederung vor Rente» und Abklärungspflicht: Die IV-Stelle muss vorrangig prüfen, ob Eingliederungsmassnahmen angezeigt sind. Renten kommen nur in Betracht, wenn eine Eingliederung nicht oder nur ungenügend möglich ist. Die Abklärung der Eingliederungsmöglichkeit ist vor der Beurteilung des Rentenanspruchs durchzuführen.

Art. 1a lit. a und Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG sowie Art. 7 ATSG statuieren den Grundsatz "Eingliederung vor Rente". Demnach gehen Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. Diese werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann. Für die Abklärungspflicht der IV-Stelle bedeutet dies, dass sie zuerst prüfen muss, ob Eingliederungsmassnahmen angezeigt sind, bevor der Rentenanspruch untersucht wird (Urteil des BGer 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.1 mit Hinweisen, in: SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86; Müller, a.a.O., S. 193 Rz. 1033).

N285.Zeitidentischer Einkommensvergleich bei IV

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen bzw. fristgemässen) Beginns des Rentenanspruchs massgeblich. Das Einkommen ohne und mit Invalidität ist auf zeitidentischer Grundlage zu erheben. Zudem sind rentenrelevante Änderungen der Vergleichseinkommen, die bis zum Erlass der Verfügung eintreten, zu berücksichtigen.

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Mit Blick auf die im Juni 2023 erfolgte Neuanmeldung zum Leistungsbezug (vgl. act. II 55 S. 12) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) sowie unter der Prämisse einer erfüllten Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. E. 2.2 hiervor) auf Dezember
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Ob die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Zeitpunkt des Ablaufs der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Oktober 2023 erfüllt war, kann offen bleiben, da aus der Invaliditätsbemessung in diesem Zeitpunkt ohnehin kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 4.6 hiernach).
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Aufgrund der erstellten Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 3.9 hiervor) und der Neuanmeldung zum Leistungsbezug im November 2020 (act. II 38) ist frühestmöglicher Rentenbeginn (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG) der 1. Mai 2021, weshalb ein Einkommensvergleich für das Jahr 2021 erfolgt.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Der frühestmögliche Rentenbeginn liegt vorliegend im Mai 2021 (vgl. E. 2.1 hiervor), womit die Invaliditätsbemessung auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. Ob die Anspruchsvoraussetzung des erfüllten Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG angesichts der retrospektiven gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.4 hiervor) erfüllt ist, kann vorliegend offenbleiben, da unabhängig davon gestützt auf die per Anmeldung zum Leistungsbezug erstellte Arbeitsfähigkeit von 70 % (vgl. E. 3.4 hiervor) kein anspruchsbegründender IV-Grad resultiert (vgl. E. 7 hiernach).
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Mit Blick auf die im Dezember 2013 erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 1) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG sowie der per dato erfüllten Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) auf den 1. Juni 2014 (vgl. act. II
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung der ab November 2021 attestierten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bzw. einer Leistungsminderung von 20 % in einer angepassten Tätigkeit (E. 3.2 hiervor) und der Anmeldung im April 2022 (AB 97) fällt der frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Wartezeit) i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Karenzfrist von sechs Monaten) auf November
Weiter zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens. Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im März 2021 (AB 1), sodass der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. vorne E. 2.3) auf September 2021 fällt. Angesichts der ab 2019 erstellten fortwährenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (vgl. AB 41.1/24) war auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. vorne E. 2.3) in diesem Zeitpunkt erfüllt (zu den verschiedenen Funktionen dieser Fristen vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.). Der Einkommensvergleich ist daher entgegen der angefochtenen Verfügung (vgl. AB 88/1) nicht per 2020, sondern erst per September 2021 vorzunehmen. Am Ergebnis ändert dies indes nichts.
) que la juridiction cantonale aurait dû prendre en considération (en lieu et place du montant de 91'845 fr. qu'elle a fixé en se fondant sur le salaire perçu par l'assuré en 2017; consid. 4 supra). Comme le Tribunal fédéral l'a déjà rappelé au recourant au consid. 4.1 de l'arrêt 9C_484/2016 rendu le 10 février 2017, pour procéder à la comparaison des revenus, il convient en principe de se placer au moment de la naissance du droit à la rente; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à un même moment et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'au moment où la décision est rendue doivent être prises en compte (ATF 129 V 222 consid. 4.1). Conformément à ce principe, il n'y a pas lieu de s'écarter du revenu sans invalidité fixé à 91'845 fr. par l'instance précédente à la suite de l'office intimé, en référence à l'année 2017, soit au moment de la naissance - une année après la survenance d'une incapacité durable de travail (cf. art. 28 al. 1 lit. b LAI) - du droit éventuel de l'assuré à une rente. A cet égard, selon les constatations cantonales, qui lient la Cour de céans (consid. 1 supra), le recourant présentait en effet une incapacité de travail totale et durable, médicalement attestée, dans son ancienne activité d'installateur sanitaire depuis le 19 novembre
1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment (hypothétique) de la naissance du droit à la rente; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à une même période et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'à la date de la décision être pris en compte (ATF 143 295 c. 4.1.3, 129 V 222). 6.2 L’année de référence à prendre en compte en l’espèce pour la comparaison des revenus est l'année 2021, étant donné le début potentiel de la rente au plus tôt le 1er juin 2021. A cette date-là, l’assuré présentait en effet une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne depuis une année sans interruption notable et le délai de carence de six mois à compter du dépôt de la demande AI en octobre 2020 était également échu (art. 28 al. 1 LAI et art. 29 al. 1 LAI). 6.3 6.3.1 Pour déterminer le revenu de personne valide, il faut se fonder sur le revenu que la personne assurée aurait effectivement pu réaliser selon un degré de vraisemblance prépondérante sans atteinte à la santé, en vertu de ses aptitudes professionnelles et des circonstances personnelles, au moment du début potentiel du droit à la rente. Il y a lieu en règle générale de prendre pour base le dernier salaire gagné par la personne assurée, en l'adaptant le cas échéant au renchérissement et à l'évolution des salaires réels (ATF 145 V 141 c. 5.2.1, 134 V 322 c. 4.1; SVR 2022 UV n° 4 c. 3.2). 6.3.2 En l'espèce, l'intimé s'est fondé à juste titre sur les données statistiques de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) publiées par l'Office fédéral de la statistique (OFS) pour évaluer le revenu sans handicap. Dès lors que le dernier emploi exercé par le recourant a été perdu eu égard à sa durée déterminée et pour des raisons ainsi étrangères à l'invalidité, il peut en effet être fait abstraction de la pratique qui veut que le revenu de personne valide soit en règle générale calculé sur la base du dernier salaire réalisé (TF 8C_260/2020 du 2 juillet 2020, in: SVR 2020 IV n° 71 c.

N286.Ergänzende Haushaltabklärung bei unklarer Arbeitsfähigkeit

Ist die Qualifikation bzw. die Arbeitsfähigkeit unzureichend geklärt, darf die Verwaltung nicht auf eine Haushaltabklärung verzichten; es ist eine ergänzende Haushaltabklärung anzuordnen.

Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Aufgrund des aus orthopädischer Sicht recht eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil ist die umstrittene Qualifikation der Beschwerdeführerin noch zu wenig geklärt. Die Beschwerdegegnerin hätte nicht auf eine Haushaltabklärung verzichten dürfen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung des der angefochtenen Verfügung zugrundeliegenden polydisziplinären Gutachtens ist auch nach erfolgter Stellungnahme der Gutachter nicht nachvollziehbar. Die Angelegenheit ist daher zur ergänzenden Haushaltabklärung und Vervollständigung des medizinischen
Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Aufgrund des aus orthopädischer Sicht recht eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil ist die umstrittene Qualifikation der Beschwerdeführerin noch zu wenig geklärt. Die Beschwerdegegnerin hätte nicht auf eine Haushaltabklärung verzichten dürfen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung des der angefochtenen Verfügung zugrundeliegenden polydisziplinären Gutachtens ist auch nach erfolgter Stellungnahme der Gutachter nicht nachvollziehbar. Die Angelegenheit ist daher zur ergänzenden Haushaltabklärung und Vervollständigung des medizinischen

N287.Unterbrechung der Wartezeit bei Arbeitsfähigkeit

Eine bereits begonnene Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 IVG kann unterbrochen werden, wenn Versicherte während mehr als 30 aufeinanderfolgenden Tagen wieder voll arbeitsfähig sind; in der Praxis werden hierfür die konkreten medizinischen Zeiträume gemäss den Gutachten berücksichtigt (vgl. Praxis unter Bezug auf Art. 29ter IVV).

hiervor), liegt ein Unterbruch der Wartezeit i.S.v. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29ter IVV vor. Infolge der Implantation der medialen Hemiprothese ist ab dem 10. Januar 2019 für drei Monate postoperativ erneut eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab Mitte April 2019 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten (resp. einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit; AB
Was die Zeit davor betrifft, steht aufgrund der Akten das Folgende fest: Im Erstverfahren wurde rechtskräftig entschieden, dass ab dem 27. Juni 2010 keine Arbeitsunfähigkeit und keine wesentliche Behinderung mehr bestand, d.h. die bisherigen Tätigkeiten wurden als uneingeschränkt zumutbar erachtet (AB 11). Vom 30. März bis Ende Mai 2018 bestand aus kardiologischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Damit hat grundsätzlich die einjährige Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) zu laufen begonnen. Da jedoch ab dem 1. Juni 2018 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestand (AB 46.1/8) und danach erst wieder ab dem 10. Juli 2019 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. Bericht der psychiatrischen Dienste D.________ vom 17. Dezember 2019 [AB 23/2 Ziff. 11] und vom 7. April 2020 [AB 28/2 Ziff. 11]), war der Beschwerdeführer an mehr als 30 aufeinanderfolgenden Tagen wieder voll arbeitsfähig. Damit wurde die Wartezeit gemäss Art. 29ter IVV unterbrochen und die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG begann ab dem 10. Juli 2019 neu zu laufen (Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), 3. Aufl. 2014, S. 303 f.). Wie gutachterlich attestiert, bestand ab Juli 2019 bis April 2020 eine Arbeitsunfähigkeit von 40% und seit Mai 2020 eine solche von 20%. Somit bestand lediglich während zehn Monaten (Juli 2019 bis April 2020) eine für die Erfüllung des Wartejahrs geforderte Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40%, d.h. das Wartejahr ist nicht erfüllt, zumal seither lediglich noch eine Arbeitsunfähigkeit von 20% besteht. Damit konnte ein allfälliger Rentenanspruch nicht entstehen. Aber selbst wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers davon ausgegangen würde, dass das Wartejahr erfüllt ist, würde dies am Resultat nichts ändern: Frühestmöglicher Rentenbeginn wäre wie dargelegt Mai 2020, weshalb auf diesen Zeitpunkt hin der Einkommensvergleich durchzuführen wäre. Da sich die vom psychiatrischen Gutachter attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20% ab Mai 2020 sowohl auf die angestammte Tätigkeit wie auch auf eine angepasste Tätigkeit bezieht (AB 46.

N288.Unterbruch der Wartefrist ab 30 Tagen

Eine vorübergehende Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (kurze Zwischenaufhebungen) führt nicht zwingend zu einem Unterbruch der Wartefrist; ein wesentlicher Unterbruch liegt erst bei mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voller Arbeitsfähigkeit vor. Die konkreten Umstände sind im Einzelfall zu prüfen.

Diese ist unbestritten und durch die Akten ausgewiesen. Zur Arbeitsunfähigkeit im November 2017 äusserte er sich nicht explizit, was einem Versehen entsprungen sein dürfte. Indem er die von den Ärzten des Zentrums E.___ ab 1. Dezember 2017 attestierte durchgehende Arbeitsunfähigkeit übernahm und deren damalige Behandlungen als plausibel und wohl auch wirksam erachtete (E. 3.6.3), ist nicht davon auszugehen, dass er die von denselben Behandlern im Monat November 2017 attestierte Arbeitsunfähigkeit in Frage gestellt hätte, wenn er sie aktiv zur Kenntnis genommen und kommentiert hätte.     Erstellt ist damit, dass die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 6 ATSG bereits am 3. November 2017 begann (E. 1.3). Sollte sie vom 15. bis 30. November 2017 zwischenzeitlich wieder aufgehoben gewesen sein, so würde auch dies noch nicht zu einem Unterbruch der Wartezeit führen (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, N. 34 zu Art. 28 IVG).
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; Bundesgerichtsentscheide vom 16. Februar 2018, 8C_633/2017 E. 3.4, und vom 10. August 2016, 9C_289/2016 E. 3.2). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Schaffung dieser Bestimmung hat keine Veränderung des (nämlich in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelten) Zeitpunkts des Eintritts des Versicherungsfalls mit sich gebracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2015, IV 2013/52 E. 1.2, vom 2. Mai 2016, IV 2013/641 E. 1.1, vom 15. März 2016, IV 2013/572 E. 6.4). Die Beschwerdeführerin war nach der Aktenlage (gemäss dem zeitnäheren der Atteste Dr. B.___s) zwar bereits ab Oktober 2011 arbeitsunfähig, ab April 2012 bis Juni 2012 lag aber gemäss dem (im Vergleich zur späteren Gerichtsexpertise) zeitnäheren und diesbezüglich relevanten Gutachten der G.___ keine Arbeitsunfähigkeit mehr vor. Daher konnte ein Wartejahr erst am 1. Juli 2012 beginnen und im Juli 2013 ablaufen. Art. 29 Abs. 1 IVG steht einer Auszahlung ab 1. Juli 2013 nicht entgegen.   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.  Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig.

N289.IV-Feststellungen binden nur zur Erwerbstätigkeit

Die Feststellungen der IV über den Invaliditätsgrad bei teilweise erwerbstätigen Versicherten binden Vorsorgeeinrichtungen nur hinsichtlich der Erwerbstätigkeit. Soweit der Invaliditätsbegriff der Pensionskasse weiter reicht oder anders gefasst ist, ist diese nicht verpflichtet, den Schlussfolgerungen der IV zu folgen, und kann eine eigene Beurteilung vornehmen.

Se essi infatti fanno espresso riferimento al concetto di invalidità previsto dall’AI, sono vincolati dalla valutazione dell’invalidità fatta dall'assicurazione invalidità, a meno che la stessa appaia di primo acchito insostenibile (DTF 115 V 208 consid. 2c e 215 consid. 4c; SZS 2002 pag. 155 e 1996 pag. 48 consid. 2b/d; SVR 1995 BVG Nr. 22 pag. 57 e 1994 BVG Nr. 15 consid. 3c;). Infine, se il concetto di invalidità è più esteso, il fondo di previdenza non è vincolato alle conclusioni dell’AI. In tal caso la fondazione può statuire liberamente tenuto conto di regole proprie. In simili condizioni potrà senz'altro fondarsi su elementi raccolti dall'Ufficio AI, ma non sarà vincolata da una valutazione che si fonda su altri criteri (SZS 1997 pag. 71 e 1996 pag. 56; DTF 118 V 73 consid. 1; 117 V 335 consid. 5c).                                                                                  Infine, l’istituto di previdenza non è vincolato alle conclusioni dell’AI circa il grado di invalidità di assicurati occupati parzialmente calcolato giusta il metodo misto di valutazione del grado di invalidità secondo l’art. 28 LAI e art. 16 LPGA. In effetti, in quest’ambito il grado d'invalidità stabilito dagli organi dell'assicurazione per l'invalidità è vincolante per l'istituto di previdenza solo per quanto attiene all'attività lucrativa (DTF 144 V 72 consid. 4.2 e 4.3; cfr. anche Vetter-Schreiber, op. cit., all’art. 24 n. 7 e n. 25).
Se essi infatti fanno espresso riferimento al concetto di invalidità previsto dall’AI, sono vincolati dalla valutazione dell’invalidità fatta dall'assicurazione invalidità, a meno che la stessa appaia di primo acchito insostenibile (DTF 115 V 208 consid. 2c e 215 consid. 4c; SZS 2002 pag. 155 e 1996 pag. 48 consid. 2b/d; SVR 1995 BVG Nr. 22 pag. 57 e 1994 BVG Nr. 15 consid. 3c;). Infine, se il concetto di invalidità è più esteso, il fondo di previdenza non è vincolato alle conclusioni dell’AI. In tal caso la fondazione può statuire liberamente tenuto conto di regole proprie. In simili condizioni potrà senz'altro fondarsi su elementi raccolti dall'Ufficio AI, ma non sarà vincolata da una valutazione che si fonda su altri criteri (SZS 1997 pag. 71 e 1996 pag. 56; DTF 118 V 73 consid. 1; 117 V 335 consid. 5c).                                                                                  Infine, l’istituto di previdenza non è vincolato alle conclusioni dell’AI circa il grado di invalidità di assicurati occupati parzialmente calcolato giusta il metodo misto di valutazione del grado di invalidità secondo l’art. 28 LAI e art. 16 LPGA. In effetti, in quest’ambito il grado d'invalidità stabilito dagli organi dell'assicurazione per l'invalidità è vincolante per l'istituto di previdenza solo per quanto attiene all'attività lucrativa (DTF 144 V 72 consid. 4.2 e 4.3; cfr. anche Vetter-Schreiber, op. cit., all’art. 24 n. 7 e n. 25).

N290.Erschöpfung beruflicher Eingliederungsmassnahmen

Ist die in Art. 28 IVG vorausgesetzte Eingliederung nicht ausgeschöpft, kann dies die Zusprache einer IV-Rente verhindern. Die Praxis verlangt in jedem Einzelfall eine konkrete Prüfung, ob die zumutbaren Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung tatsächlich ausgeschöpft sind.

28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA 8C_145/2019 9C_573/2017 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI 9C_376/2017 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_260/2020 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 107 V 17ATF 107 V 17DTF 107 V 17 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 111 VRPGart. 111 LPJAart. 111 VRPG 5A_601/2017 5A_724/2016 BGE 140 V 521ATF 140 V 521DTF 140 V 521 Art. 123 ZPOart. 123 CPCart. 123 CPC Art. 112 VRPGart. 112 LPJAart. 112 VRPG Art. 123 ZPOart. 123 CPCart. 123 CPC erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2023 33026.02.2024Refus de renteNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 148 V 162BGE 145 V 215BGE 144 V 2108C_260/20208C_145/20195A_601/2017Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 15 VRPGRechtsprechung KantonJTA AI/2023/83Normen Bund/Kanton
7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 140 V 207ATF 140 V 207DTF 140 V 207 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 144 V 427ATF 144 V 427DTF 144 V 427 JTA AI/2021/384 8C_134/2020 8C_471/2017 Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA 9C_573/2017 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 8C_64/2019 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2021 66529.06.2022Rente limitée dans le tempsNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 146 V 364BGE 145 V 141BGE 144 I 1038C_134/20208C_64/20198C_471/2017Normen KantonArt.
7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_614/2015 8C_261/2016 9C_867/2018 9C_867/2018 9C_190/2019 9C_740/2018 9C_669/2018 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 209ATF 143 V 209DTF 143 V 209 BGE 145 V 361ATF 145 V 361DTF 145 V 361 8C_445/2018 8C_783/2019 BGE 136 I 229ATF 136 I 229DTF 136 I 229 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 142 V 547ATF 142 V 547DTF 142 V 547 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 135 V 58ATF 135 V 58DTF 135 V 58 BGE 131 V 51ATF 131 V 51DTF 131 V 51 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 8C_64/2019 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 168ATF 143 V 168DTF 143 V 168 BGE 121 V 45ATF 121 V 45DTF 121 V 45 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 8C_534/2019 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 8C_211/2018 9C_782/2019 8C_327/2018 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 111 VRPGart. 111 LPJAart. 111 VRPG Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 82a ATSGart.
Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung. IV. Zustellung. Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig. Freiburg, 12. Mai 2021/bsc Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: 605 2020 203 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 130 V 97ATF 130 V 97DTF 130 V 97 BGE 115 V 133ATF 115 V 133DTF 115 V 133 BGE 107 V 17ATF 107 V 17DTF 107 V 17 BGE 105 V 156ATF 105 V 156DTF 105 V 156 BGE 111 V 235ATF 111 V 235DTF 111 V 235 BGE 115 V 404ATF 115 V 404DTF 115 V 404 BGE 114 V 281ATF 114 V 281DTF 114 V 281 BGE 107 V 20ATF 107 V 20DTF 107 V 20 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_913/2013 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 8C_94/2018 8C_72/2019 8C_193/2013 erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos605 2020 20312.

N291.Prozentualer Tabellenlohnabzug bei Invalidität

Nach der Praxis kann im Rahmen des Tabellenlohns ein prozentualer Tabellenlohnabzug erforderlich sein, damit der Vergleich der Erwerbsfähigkeit zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führt. In den zitierten Entscheiden ergab sich, dass für einen Rentenanspruch ein bis zu 20%iger Tabellenlohnabzug berücksichtigt werden müsste; ein solcher Abzug wurde in den konkreten Fällen aber nicht als gerechtfertigt erachtet, weshalb kein Rentenanspruch bestand.

Entscheid Versicherungsgericht, 28.09.2023 Art. 28 IVG, Invalidenrente. Die abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit gemäss BEFAS-Abklärung vermag keine Zweifel an der im Administrativverfahren zuvor eingeholten externen gutachterlichen Einschätzung zu erwecken. Die Restarbeitsfähigkeit von 80 % ist verwertbar. Zum Erreichen eines rentenbegründenden IV-Grads müsste ein Tabellenlohnabzug von 20 % gewährt werden. Ein solcher rechtfertigt sich vorliegend nicht, folglich besteht kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. September 2023, IV 2022/200). Entscheid vom 28. September 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler Geschäftsnr. IV 2022/200 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 96, 8500 Frauenfeld, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
Entscheid Versicherungsgericht, 24.11.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Administrativgutachten. Beweiskraft der administrativgutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Verschlechterung des Gesundheitszustands bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung verneint. Im Rahmen eines Prozentvergleichs resultierte selbst bei Gewährung eines – wenn überhaupt – höchstens 20%igen Tabellenlohnabzugs kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. November 2021, IV 2020/23). Entscheid vom 24. November 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/23 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 23.03.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG Gemäss beweiskräftigem Verlaufsgutachten, welches insobesondere auch vorhandene Inkonsistenzen berücksichtigt, ist der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Beide Vergleichseinkommen sind nach dem Tabellenlohn festzulegen (Prozentvergleich). Damit hat der Beschwerdeführer nach wie vor keinen Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. März 2023, IV 2022/129). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_261/2023. Entscheid vom 23. März 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2022/129 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Amtsvormundschaft B.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N292.Einkommensvergleich und Rentenstaffel

Die Beurteilung des Invaliditätsgrades ist eine wirtschaftliche Frage. Bei erwerbstätigen Versicherten wird in der Regel mittels Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG; vgl. Art. 28a IVG) ermittelt, welches Erwerbseinkommen ohne bzw. mit Invalidität zu erwarten wäre. Die Abstufung der Renten erfolgt nach Art. 28 Abs. 2 IVG (40/50/60/70 %-Schwellen).

De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (Ulrich MEYER-BLASER, Bundesgesetz über die Invaliden-versicherung, 1997, p. 8). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. En vertu des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. Selon l’art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 3.3.2 Lors de l'examen du droit à une rente d'invalidité en cas de troubles psychiques, il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 281 ; 143 V 409 consid.
Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.5.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden.
b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4). c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. d) Pour évaluer le degré d’invalidité, il existe principalement trois méthodes : la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]), la méthode spécifique (art. 8 al. 3 LPGA et 28a al. 2 LAI [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]) et la méthode mixte (art. 28a al. 3 LAI et 27bis al. 2 à 4 RAI [dans leur teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). aa) Avec la méthode ordinaire, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité).

N293.Eingliederung vor Rente und Rentenbeginn

Zeitlicher Beginn des Rentenanspruchs: Ein Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG kann frühestens nach Ablauf der einschlägigen Warte- und Karenzfristen entstehen. Zudem ist nach dem Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ für das Entstehen der Rente in der Regel das Ende bzw. das Ausscheiden beruflicher Eingliederungsmassnahmen massgebend; solange solche Massnahmen durchgeführt werden und gegebenenfalls Taggelder ausgerichtet werden, kann die Rente grundsätzlich nicht entstehen bzw. ausgezahlt werden.

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene Verfügung datiert vom 26. September 2024 (act. II 176), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Nach der Neuanmeldung im September 2020 (act. II 58), mit welcher die sechsmonatige Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG zu laufen begann, wobei der Rentenanspruch zusätzlich auch noch die Erfüllung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG voraussetzt, wurden entsprechend dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Rz. 1045 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH; gültig bis 31. Dezember 2021] sowie Rz. 2300 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR; gültig ab 1. Januar 2022]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen: vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) Eingliederungsmassnahmen (in Form von Aufbautrainings; act. II 89, 96) mit Taggeldanspruch (act. II 94, 103) durchgeführt. Diese wurden gemäss Mitteilung vom 12. Januar 2023 aus gesundheitlichen Gründen per 9. Januar 2023 abgebrochen (act. II 111). Mit Blick auf die erst mit dem Abbruch der beruflichen Massnahmen per 9. Januar 2023 ausgeschöpften Eingliederungsmöglichkeiten fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unbestrittenermassen (act. II 176/1; Beschwerde S. 3 Ziff. 9) auf Januar 2023, denn ein Rentenanspruch kann nicht entstehen, solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden resp.
Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt (Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Gemäss Rechtsprechung ist für die Entstehung des Rentenanspruchs deshalb das Ende der Eingliederungsmassnahmen massgebend: Die IV-Stelle hat nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zuerst abzuklären, ob die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (zum Ganzen: BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen).
Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Die Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgte im Mai 2018 (Urk. 7/8), wobei bis zum 27. Juni 2021 Taggelder (Urk. 7/112/2, Urk. 7/144/9) und bis September 2021 berufliche Eingliederungsmassnahmen erbracht wurden (Urk. 7/111-112). Der Rentenanspruch kann nicht entstehen, solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG; vgl. Meyer/ Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Auflage 2022, N. 7 zu Art. 28 mit Hinweisen) und diese von einem Taggeldanspruch nach Art. 22 IVG begleitet werden (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG sowie Meyer/Reichmuth, a.a.O., N. 10 zu Art. 29 unter Hinweis auf BGE 126 V 241 E. 5; vgl. auch Art. 43 Abs. 2 sowie Art. 47 Abs. 2 IVG zur Ablösung des Taggeldes durch eine Rente). Mithin könnte eine Rente gegebenenfalls frühestens ab Ende Juni 2021 ausgerichtet werden. In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.
Auf der Grundlage der obigen Erkenntnisse sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen. Unbestrittenermassen bildet der Februar 2021 den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns. Zum einen hatte sich die Beschwerdeführerin bereits im Juli 2019 zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 6/2 f.) und zum anderen bestand gemäss fachärztlicher Feststellung seit dem 1. Juli 2018 eine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit. Dementsprechend waren im Februar 2021 sowohl das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG als auch die sechsmonatige Karenzfrist seit der Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) abgelaufen. Da der Beschwerdeführerin im Zuge der gewährten beruflichen Eingliederungsmassnahmen Taggelder ausgerichtet wurden (Urk. 6/18, 6/24, 6/30 und 6/35), fiel die Rentenzusprechung jedoch erst nach Abschluss ebendieser Massnahmen im Februar 2021 in Betracht (Urk. 6/44; vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG).

N294.Unterbrechung des Wartejahrs durch Erwerbstätigkeit

Unterbrechung der Wartezeit: Wiederholte Erwerbstätigkeit, die zu einem Gesamtzeitraum von mehr als 30 Tagen führt, kann das Fortlaufen des Wartejahrs nach Art. 28 Abs. 2 IVG unterbrechen; massgeblich sind die konkreten Unterbrechungsregelungen (vgl. Art. 29ter IVV).

Dezember 2013 zunächst von Februar bis Ende Oktober 2014 während neun Monaten vollzeitlich und ohne längere oder auch gehäufte kurze krankheitsbedingte Absenzen aufzuweisen (vgl. Urk. 7/12/9/ff.), als Mitarbeiter Lager bei der R.___ AG tätig. Gemäss seiner damaligen Arbeitgeberin entsprach der Lohn dabei der Arbeitsleistung (Urk. 7/12/2) und das Arbeitsverhältnis war von vornherein befristet, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte mithin nicht aus gesundheitlichen Gründen (Urk. 7/12/1). Ferner lässt sich auch den Berichten der behandelnden Ärzte keine für den Zeitraum vor Oktober 2014 attestierte Arbeitsunfähigkeit entnehmen (vgl. dazu die Auflistung der Arbeitsunfähigkeitszeiten in Urk. 7/197/5). Für eine vor der Einreise in die Schweiz eingetretene Invalidität bestehen somit keine Hinweise.     Der Beschwerdeführer war in der Folge im Jahr 2015 jeweils während mehrerer Monate arbeitsunfähig, arbeitete in der Zwischenzeit jedoch auch mehrmals über einen Zeitraum von mehr als 30 Tagen und unterbrach dadurch die Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG (Art. 29ter IVV, vgl. Urk. 7/197/5, Urk. 3/1). Durch seine Arbeitstätigkeit für wechselnde Arbeitgeber in dieser Zeitspanne erfüllte der Beschwerdeführer die erforderliche Beitragszeit in der Schweiz von mindestens einem Jahr. Ferner weist er in Zypern eine Versicherungsdauer von 578 Wochen auf (Urk. 7/62/2), was die Beschwerdegegnerin nicht in Abrede stellte, so dass die dreijährige Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Rente im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG unter Berücksichtigung dieser Beitragszeiten ohne Weiteres erreicht ist (vgl. Art. 6 der Verordnung [EG] Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit). Der Beschwerdeführer erfüllt somit grundsätzlich die versicherungsmässigen Voraussetzungen für eine Rente der Invalidenversicherung. Zu prüfen bleibt, ob ein solcher Anspruch aufgrund seines Gesundheitszustandes zu bejahen ist.

N295.Eingliederung und Gutachten bei psychischen Leiden

Bei psychischen Leiden kommt Art. 28 IVG regelmässig zur Anwendung. Die Rechtsprechung behandelt dabei insbesondere die Voraussetzungen der Eingliederung und die Bedeutung sowie die Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten.

Im angefochtenen Entscheid werden die massgeblichen Bestimmungen zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), zum Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 und 3 IVG) und auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG), insbesondere bei einem psychischen Leiden (BGE 143 V 409, 418; 141 V 281) korrekt dargelegt. Zutreffend wiedergegeben wird auch die Rechtsprechung betreffend den Beweiswert und die Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.
32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 Art.

N296.Voraussetzungen und Bemessung der Invalidenrente

Nach der Rechtsprechung besteht der Anspruch auf eine Invalidenrente nur, wenn die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit zur Betätigung im Aufgabenbereich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Weiter verlangt Art. 28 Abs. 1 IVG, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres zumindest 40% invalid ist. Die Höhe der Rente richtet sich gestaffelt nach dem Invaliditätsgrad. Bei erwerbstätigen Versicherten erfolgt die Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Vergleich von hypothetischem Erwerbseinkommen ohne Gesundheitsbeeinträchtigung und dem mit gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielbaren Einkommen).

A l'inverse, si aucune modification notable de l'état de fait n'a pu être établie selon la vraisemblance prépondérante, il n'y a pas lieu d'effectuer un examen du droit à la rente sous tous ses aspects factuels et juridiques et d'évaluer à nouveau le degré d'invalidité en conséquence ; la situation prévalant jusqu'alors est maintenue – le droit à la prestation reste inchangé – conformément au principe de la charge matérielle de la preuve (TF 9C_779/2015 du 4 mai 2016 consid. 5.5 in fine et les références citées ; Margit Moser-Szeless, loc. cit., no 29 ad art. 17 LPGA).                 f) En l'occurrence, c'est à juste titre que l'intimé est entré en matière sur la nouvelle demande du 6 mars 2020 de la recourante.   5.              a) La personne assurée a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), si elle a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, elle est invalide à 40 % au moins (let. c) (art. 28 al. 1 LAI).                 b) Est réputée incapacité de gain – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. a LAI – toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de la personne assurée sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA).                 Est réputée incapacité de travail – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI – toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de la personne assurée à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de la personne assurée peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA).
Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). 3.3. Si aucune modification notable de l’état de fait n’a pu être établie selon la vraisemblance prépondérante, il n’y a pas lieu d’effectuer un examen du droit à la rente sous tous ses aspects factuels et juridiques et d’évaluer à nouveau le degré d’invalidité en conséquence; la situation juridique prévalant jusqu’alors est maintenue – le droit à la prestation reste inchangée – conformément au principe de la charge matérielle de la preuve (CR LPGA-Moser-Szeless, art. 17 n. 29). 4. Dispositions relatives au calcul du taux d’invalidité 4.1. L'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). 4.2. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). 4.2.1. Pour le revenu sans invalidité, il convient d'établir ce que l'assuré aurait, au degré de la vraisemblance prépondérante, réellement pu obtenir au moment déterminant s'il n'était pas devenu invalide. Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible. Partant de la présomption que l'assuré aurait continué d'exercer son activité sans la survenance de son invalidité, ce revenu se déduit en principe du salaire réalisé en dernier lieu par l'assuré avant l'atteinte à la santé, en prenant en compte également l'évolution des salaires jusqu'au moment de la naissance du droit à la rente; des exceptions ne peuvent être admises que si elles sont établies au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt TF 8C_259/2021 du 23 septembre 2021 consid.
Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung (Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 2022, Rz 9102). 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.
17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité d’accomplir les travaux habituels a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (cf. art. 88a al. 1 RAI). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d).   5.              a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière.                 b) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité). C’est la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]), applicable lorsque, comme en l’espèce, l’assuré exercerait une activité professionnelle à 100 %, s’il était en bonne santé.

N297.Wartejahr und fehlender Invaliditätsgrad

Fehlt das während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% betragende Wartejahr oder ist der erforderliche Invaliditätsgrad nicht erreicht, besteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG kein Anspruch auf eine Invalidenrente; in den zitierten Entscheiden wurde in solchen Fällen das Leistungsbegehren abgelehnt.

Die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbuch) war demnach zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung am 19. September 2024 nicht erfüllt und die Beschwerdegegnerin hat das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen. Unter diesen Umständen erübrigen sich somit Weiterungen zur Berechnung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG bzw. zu den diesbezüglichen Einwänden des Beschwerdeführers (vgl. act. A.3 Ziff. III.5 u.7).
f.). Damit bestand weder im Zeitpunkt des aufgrund der Anmeldung zum Leistungsbezug im August 2023 (act. II 1) frühestmöglichen Rentenbeginns per Februar 2024 (Art. 29 Abs. 1 IVG) noch zu einem späteren Zeitpunkt bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 22. Oktober 2024 (act. Il 84) eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres (sogenanntes Wartejahr; vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) respektive eine darüber hinausdauernde ebenso hohe Erwerbsunfähigkeit bzw. Invalidität (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG), weshalb ein Rentenanspruch bereits aus diesem Grund entfällt. Im Übrigen würde auch unter der Prämisse des erfüllten Wartejahres bei einem der Arbeitsunfähigkeit entsprechenden Invaliditätsgrad von 20 % kein Rentenanspruch resultieren (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG e contrario; vgl. auch E. 2.3 hiervor). Diesbezüglich kann auf den zu keinen Bemerkungen Anlass gebenden Einkommensvergleich in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden (act. Il 84/1). Der Beschwerdeführer hat damit keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Oktober 2024 (act. II 84) ist folglich abzuweisen.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.

N298.Allseitige Neufestsetzung des Rentenanspruchs

Liegt ein revisionsbegründender Sachverhalt (insbesondere eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustands) vor, ist der Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig neu zu prüfen. Für die Neufestsetzung des Invaliditätsgrades ist eine korrekt und vollständig festgestellte Tatsachengrundlage erforderlich; frühere Beurteilungen sind hierfür nicht bindend.

Diese Einschätzung erachtet der Beschwerdeführer als unzutreffend (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik). 2.2. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin gestützt auf die vorliegenden Akten mit Verfügung vom 1. Juli 2020 (IV-Akte 177) zu Recht einen weiteren Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. 3. 3.1. Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind; und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Bei einem IV-Grad von mindestens 40 % besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. 3.3. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_156/2020 vom 9. Juli 2020 E. 2.2). Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen; siehe auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_749/2019 vom 18. Juni 2020 E. 3.5). Es kann nicht nur eine (erhebliche) Gesundheitsverbesserung, sondern grundsätzlich auch eine gesundheitliche Verschlechterung revisionsrechtlich relevant sein und zu einer allseitigen, umfassenden Neubeurteilung des Rentenanspruchs führen (vgl.
Toute modification des circonstances factuelles ne constitue pas un motif de révision. Aux termes de la loi, la modification doit être « notable » (« erheblich »), c’est-à-dire qu’elle doit être susceptible de conduire à une évaluation différente du taux d’invalidité dans une mesure qui influence le droit à la rente d’invalidité (ATF 130 V 343 consid, 3.5, arrêt du Tribunal fédéral 9C_223/2011 consid. 3.2). Dans l’assurance-invalidité, tout changement de l’état de fait qui conduit à un taux d’invalidité justifiant l’application d’un échelon différent (inférieur ou supérieur) de rente (cf. art. 28 al. 2 LAI) est en principe considéré comme notable ; une faible modification du degré d’invalidité (de 2 %) peut dès lors conduire à une révision si elle entraîne le passage à un échelon autre que celui établi initialement (p. ex. une baisse de 41 % à 39 %). Toutefois, le changement en cause doit avoir trait aux circonstances (personnelles ou économiques) liées spécifiquement à la personne assurée ; une modification peu importante des données statistiques sur lesquelles se fonde le ou les revenus déterminants devant être comparés pour évaluer le taux d’invalidité ne conduit pas à une révision de la rente d’invalidité, même si elle entraîne le passage à un échelon de rente différent (ATF 133 V 545). Cela vaut aussi lorsqu’il existe un motif particulier pour la révision (p. ex. cessation de l’activité lucrative), mais que le changement du taux d’invalidité est dû uniquement à une modification mineure du revenu statistique déterminant (arrêt du Tribunal fédéral 9C_8/2010 du 19 mars 2010). Lorsque la comparaison des états de fait déterminants dans le temps met en évidence une modification des circonstances pertinentes, le droit à la rente doit être examiné à nouveau sous tous ses aspects factuels et juridiques (« allseitige Prüfung »), sans que des évaluations antérieures ne revêtent un caractère obligatoire.
Lorsque les faits déterminants pour le droit à la rente se sont modifiés au point de faire apparaître un changement important de l'état de santé motivant une révision, le degré d'invalidité doit être fixé à nouveau sur la base d'un état de fait établi de manière correcte et complète, sans référence à des évaluations antérieures de l'invalidité (ATF 141 V 9). 7.             Aux termes des art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI, est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). L’art. 28 al. 2 LAI prévoit que l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois-quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. À teneur des art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI, pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L'atteinte à la santé n'est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l'assuré (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 654/00 du 9 avril 2001 consid.

N299.Beginn der Invalidität objektiv bestimmen

Beginn der Invalidität: Der massgebliche Zeitpunkt ist objektiv nach dem Gesundheitszustand zu bestimmen und hängt nicht vom Datum der Leistungsgesuchsstellung ab. Für das Wartejahr ist die arbeitsunfähigkeitsbezogene Beurteilung retrospektiv nach der medizinischen Aktenlage vorzunehmen. Wird der Beginn bestritten, ist die Rüge gegen die Beweiskraft eines medizinischen Gutachtens durch darlegbare, objektiv überprüfbare medizinische oder klinische Anhaltspunkte zu stützen, die im Gutachten nicht berücksichtigt wurden.

En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 Selon l’art. 4 al. 2 LAI, l’invalidité est réputée survenue dès qu’elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir le droit aux prestations entrant en considération. Ce moment doit être déterminé objectivement, d’après l’état de santé ; des facteurs externes fortuits n’ont pas d’importance. Il ne dépend en particulier ni de la date à laquelle une demande a été présentée, ni de celle à partir de laquelle une prestation a été requise, et ne coïncide pas non plus nécessairement avec le moment où l’assuré apprend, pour la première fois, que l’atteinte à sa santé peut ouvrir droit à des prestations d’assurance (ATF 140 V 246 consid. 6.1 et les références citées).                 b) S'agissant du droit à une rente, la survenance de l'invalidité se situe au moment où celui-ci prend naissance (conformément à l'art. 28 al. 1 LAI), soit dès que l'assuré présente une incapacité de gain durable de 40 pour cent au moins (variante I) ou dès qu'il a présenté, en moyenne, une incapacité de travail de 40 pour cent au moins pendant une année sans interruption notable (variante II), mais au plus tôt le premier jour du mois qui suit le dix-huitième anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI).   5.              a) Il découle de l’art. 61 let. c LPGA que le juge apprécie librement les preuves médicales, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse, sans être lié par des règles formelles. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées.
a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Selon l’art. 4 al. 2 LAI, l’invalidité est réputée survenue dès qu’elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir le droit aux prestations entrant en considération. Ce moment doit être déterminé objectivement, d’après l’état de santé ; des facteurs externes fortuits n’ont pas d’importance. Il ne dépend en particulier ni de la date à laquelle une demande a été présentée, ni de celle à partir de laquelle une prestation a été requise, et ne coïncide pas non plus nécessairement avec le moment où l’assuré apprend, pour la première fois, que l’atteinte à sa santé peut ouvrir droit à des prestations d’assurance (ATF 140 V 246 consid. 6.1 et les références). b) S'agissant du droit à une rente, la survenance de l'invalidité se situe au moment où celui-ci prend naissance (conformément à l'art. 28 al. 1 LAI), soit dès que l'assuré présente une incapacité de gain durable de 40 pour cent au moins (variante I) ou dès qu'il a présenté, en moyenne, une incapacité de travail de 40 pour cent au moins pendant une année sans interruption notable (variante II), mais au plus tôt le premier jour du mois qui suit le dix-huitième anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI). 5. La jurisprudence attache une présomption d’objectivité aux expertises confiées par l’administration à des médecins spécialistes externes, ainsi qu’aux expertises judiciaires pour résoudre un cas litigieux. Pour remettre en cause la valeur probante d’une expertise médicale, il appartient d’établir l’existence d’éléments objectivement vérifiables – de nature clinique ou diagnostique – qui auraient été ignorés dans le cadre de l’expertise et qui seraient suffisamment pertinents pour remettre en cause le bien-fondé des conclusions de l’expert ou en établir le caractère incomplet (TF 9C_748/2013 du 10 février 2014 consid. 4.1.1, 9C_631/2012 du 9 novembre 2012 consid.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique (première phrase). En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (seconde phrase). b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Selon l’art. 4 al. 2 LAI, l’invalidité est réputée survenue dès qu’elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération. Ce moment doit être déterminé objectivement, d’après l’état de santé ; des facteurs externes fortuits n’ont pas d’importance. Il ne dépend en particulier ni de la date à laquelle une demande a été présentée, ni de celle à partir de laquelle une prestation a été requise, et ne coïncide pas non plus nécessairement avec le moment où l’assuré apprend, pour la première fois, que l’atteinte à sa santé peut ouvrir droit à des prestations d’assurance (ATF 140 V 246 consid.
Dabei handelt es sich um eine Richtlinie, die als solche mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) vereinbar ist. Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).   Vorliegend haben die medexperts-Gutachter dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % seit Februar 2019 attestiert (IV-act. 126-7). Der RAD erachtet das medexperts-Gutachten als grundsätzlich beweiskräftig (vgl. IV-act. 128). Dieses erfüllt denn auch die Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. hierzu E. 2.3 vorstehend). Auch der Beschwerdeführer zieht das Gutachten als solches nicht in Zweifel, sondern kritisiert einzig, er sei schon im Dezember 2018 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen, sodass der Rentenanspruch mit Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) per 1. Dezember 2019 entstanden sei. Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, wann beim Beschwerdeführer die 50%ige Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist. Die internistische Gutachterin und der neurologische Gutachter attestieren dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (IV-act. 126-15 und 126-34). Der orthopädische Gutachter sah für den Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 80 % als gegeben an. Bezüglich Verlauf hielt er fest, abgesehen von der funktionellen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung Ende November 2019 würden sich keine fachärztlichen Einschätzungen finden, sodass er vorschlage, den Zeitpunkt nach Durchführung der funktionellen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung, also Ende November 2019, als Beginn dieser Arbeitsunfähigkeit anzusehen (IV-act. 126-47). Einzig der psychiatrische Gutachter attestierte dem Beschwerdeführer retrospektiv ab Februar 2019 auch in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % (IV-act.

N300.Aktuelle Tabellenlöhne und Abattemente

Bei der Verwendung statistischer Tabellenlöhne (z. B. ESS/TA1) ist auf die jeweils aktuellsten verfügbaren Daten abzustellen. In Einzelfällen kann der nach den Statistikwerten ermittelte Invalidenverdienst wegen persönlicher oder berufsbedingter Umstände durch ein Abattement reduziert werden; funktionelle Einschränkungen, die bereits in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurden, dürfen jedoch nicht nochmals durch einen Abschlag berücksichtigt werden.

De plus, l'autorité doit se fonder sur les données les plus récentes disponibles au moment de la décision (ATF 143 V 295 consid. 4 ; arrêt du TF 9C_699/2015 du 6 juillet 2016 consid. 5.2). 10.6 En l'occurrence, l'OAI-B._______ a retenu un salaire annuel sans invalidité de 80'585 fr. 56, salaire basé sur les informations transmises par l'ancien employeur en 2019 et indexé en 2022 (cf. OAI-B._______ pce 35). Se basant sur les données statistiques de l'ESS de 2022, l'OAI-B._______ a, à juste titre, retenu un salaire annuel d'invalide de 69'988 fr. 74 (ESS tableau TA1 n°01-96, total homme, niveau de compétence 1, adapté à l'horaire hebdomadaire de 41.7 ; indexé à 2022), sans diminution de rendement et abattement. 10.7 Sur cette base, l'OAIE a procédé à la comparaison des revenus sans et avec invalidité de respectivement 80'585 fr. 56 et 69'988 fr. 74 et abouti à un taux d'invalidité de 13.15% ([80'585 fr. 56 - 69'988 fr. 74] : 80'585 fr. 56 x 100% = 13.15). Ce taux n'ouvre pas le droit à une rente d'invalidité conformément à l'art. 28 al. 1 LAI. 10.8 10.8.1 Par souci de complétude, il convient d'aborder la question de l'absence d'abattement même si le recourant ne remet pas en cause cet absence d'abattement sur le salaire statistique retenu à titre de revenu d'invalide et n'oppose aucun motif qui justifierait de s'écarter sur ce point de la décision attaquée. Dans certains cas, le revenu d'invalide déterminé d'après les données statistiques doit être réduit afin de tenir compte des circonstances personnelles et professionnelles de la personne concernée (limitations liées au handicap, âge, années de service, nationalité ou la catégorie d'autorisation de séjour et taux d'occupation) susceptibles de diminuer ses possibilités de réaliser un gain se situant dans la moyenne, applicable aux personnes ne souffrant pas d'invalidité, sur le marché ordinaire de l'emploi. Pour fixer la hauteur de cet abattement, il convient d'examiner dans un cas concret si des indices permettent de conclure qu'à cause de l'une ou l'autre des caractéristiques précitées, la personne assurée n'est en mesure d'utiliser sa capacité résiduelle de travail sur le marché ordinaire de l'emploi que contre une rémunération inférieure au salaire moyen correspondant.
Enfin, s’agissant des limitations fonctionnelles du recourant, elles ne justifient pas non plus de procéder à un abattement sur le gain d’invalide, puisqu’elles ont déjà été prises en considération lors de l’examen de la capacité de travail du recourant. Quant aux autres facteurs pouvant entrer en ligne de compte (âge, années de service ou encore taux d’occupation), ils ne sont, là encore, pas susceptibles de justifier l’application d’un abattement sur le gain d’invalide. Partant, l’OAI n’a pas excédé son pouvoir d’appréciation en ne procédant à aucun abattement sur le revenu statistique d’invalide, de sorte que celui-ci se monte à CHF 65'815.20. 6.4. Dans ces conditions, la comparaison entre les revenus de valide et d’invalide effectuée par l’OAI, qui ne laisse apparaître aucune perte de gain, respectivement aucun taux d’invalidité, peut en l’espèce être confirmée ; le recourant ne subissant aucune perte de gain dans une activité adaptée. C’est ainsi à bon droit que l’OAI a nié le droit au recourant à une rente d’invalidité. 7. Sort du recours Il découle de tout ce qui précède que le recourant n’a pas droit à une rente d’invalidité de l’OAI, le taux d’invalidité minimum de 40% n’étant pas atteint (art. 28 al. 1 LAI). Le recours, infondé, doit ainsi être rejeté et la décision querellée confirmée. 8. Frais de justice La procédure n’étant pas gratuite, des frais de justice de CHF 800.- sont mis à la charge du recourant, qui succombe. Ils sont compensés avec son avance de frais. Aucune indemnité de partie n’est octroyée au recourant. la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. II. Des frais de CHF 800.- sont mis à la charge du recourant. Ils sont compensés avec son avance de frais. III. Aucune indemnité de partie n’est allouée. IV. Notification. Un recours en matière de droit public peut être déposé auprès du Tribunal fédéral contre le présent jugement dans un délai de 30 jours dès sa notification. Ce délai ne peut pas être prolongé. Le mémoire de recours sera adressé, en trois exemplaires, au Tribunal fédéral, Schweizerhofquai 6, 6004 Lucerne. Il doit indiquer les conclusions, les motifs et les moyens de preuve et être signé. Les motifs doivent exposer succinctement en quoi le jugement attaqué viole le droit.

N301.Gemischte Bemessungsmethode bei Teilzeitarbeit

Bei teilweiser Erwerbstätigkeit ist eine gemischte Methode massgeblich: Für den erwerbstätigen Anteil erfolgt die Bemessung der Invalidität durch einen Einkommensvergleich; für im Aufgabenbereich ausgeübte Tätigkeiten erfolgt die Bemessung durch einen Betätigungsvergleich. Die Kombination dieser beiden Bewertungen bestimmt den Invaliditätsgrad.

Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2021 geltenden Fassung). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Einkommensvergleich). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität durch einen Einkommensvergleich festgelegt; waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit durch einen Betätigungsvergleich festgelegt (gemischte Methode; vgl. Art. 28a IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fassung; BGE 144 I 21 E. 2.1).

N302.Anforderungen an medizinische Gutachten

Zur Bemessung des Invaliditätsgrades sind weitgehend objektivierbare Angaben zu den funktionellen Einschränkungen und deren Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit erforderlich. Medizinische Gutachten müssen lege artis erstellt, umfassend, nachvollziehbar begründet und aktenbezogen sein; sie haben den Gesundheitszustand und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf konkret beurteilbare Tätigkeiten darzulegen.

6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt vorab eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E.
Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV) bleibt der bisherige Rentenanspruch für Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Artikel 17 Absatz 1 ATSG ändert (lit. b Abs. 1).      2. 2.1    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.2 2.2.1    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2.2.2    Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fach­personen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b und BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt worden ist. Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf das psychiatrische Gutachten von Prof. G.___ vom 7. Mai

N303.Invaliditätsgrad in Grenzfällen und Stichtag

Streitgegenstand ist häufig die konkrete Feststellung des Invaliditätsgrads in Grenzfällen (Abgrenzung an den Schwellenwerten) sowie der massgebliche Zeitpunkt der Feststellung; als massgeblicher Zeitpunkt gilt nach der Rechtsprechung der Sachverhalt bis zur angefochtenen Verfügung/Entscheidung.

Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.
Januar 2021 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. November 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. b). 3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art.

N304.Keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit bei leichter Persönlichkeitsstörung

Bei einer nur leicht ausgeprägten Persönlichkeitsstörung, die nach den Akten keine funktionellen Einschränkungen mit Krankheitswert erkennen lässt, fehlt in der Regel der Nachweis einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG.

Angesichts dessen, dass aber selbst der Behandler von einer nur leichten Ausprägung der Persönlichkeitsstörung ausgeht, welche für sich alleine keine Arbeitsunfähigkeit begründe (E. 3.10), liesse sich selbst bei erstellter Diagnose keine funktionell einschränkende psychische Störung mit Krankheitswert erkennen.     Die nunmehr vorgebrachte Einschätzung von dipl. Arzt B.___, wonach aufgrund der störungsassoziierten verminderten Frustrationsfähigkeit die Integrationsmöglichkeiten und -fähigkeiten erheblich eingeschränkt seien und längerfristig von einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt von 80 % auszugehen sei (3.10), erging explizit unter zusätzlicher Berücksichtigung der somatischen Einschränkungen (Urk. 7/107 S. 3) und gibt bei einer selbst vom Behandler als nur leichtgradig beurteilten Persönlichkeitsstörung, welche bis anhin offensichtlich keine funktionell einschränkenden Wirkungen nach sich gezogen hatte, keinen Anlass zum Schluss auf eine dauerhaft leistungseinschränkende psychische Störung.     Entsprechend liegen aufgrund der Aktenlage keine hinreichenden Hinweise auf eine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) zufolge eines psychischen Gesundheitsschadens vor, weshalb die Beschwerdegegnerin in Anbetracht der Verhältnismässigkeit auch auf ein strukturiertes Beweisverfahren verzichten durfte (BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 418 E. 7.1).

N305.Kein Rentenanspruch bei höchstens 37% Kapitalisierung unbeachtlich

Bei einem Invaliditätsgrad von höchstens 37 % besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Beurteilung, ob eine revisionsweise Aufhebung der Rente zu Recht erfolgt ist, sind die sich daraus allenfalls ergebenden Folgewirkungen auf einen kapitalisierten Rentenanspruch nicht von Bedeutung.

Bei einem Invaliditätsgrad von maximal 37 % besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG), weshalb die Vorinstanz die Rentenaufhebung zu Recht bestätigt hat. Welche Folgerungen sich aus der revisionsweisen Rentenaufhebung auf den kapitalisierten Rentenanspruch der Invalidenversicherung ergeben, ist für die Frage, ob eine revisionsweise Rentenaufhebung zu Recht erfolgte, nicht von Bedeutung (vgl. BGE 141 V 148 E. 4.3). Insoweit kann die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass die Invalidenversicherung vom Haftpflichtversicherer entschädigt worden ist, nichts zu ihren Gunsten ableiten.

N306.Rentenstufenwechsel als Revisionsgrund

Art. 28 Abs. 2 IVG sieht abgestufte Rentenstufen vor (ab 40/50/60/70%). Änderungen des Invaliditätsgrades können revidierend sein, wenn sie geeignet sind, den Anspruch zu beeinflussen; selbst eine geringe prozentuale Änderung kann revisionsbegründend sein, soweit sie zum Wechsel in ein anderes Renten‑Echelon führt.

Toute modification des circonstances factuelles ne constitue pas un motif de révision. Aux termes de la loi, la modification doit être « notable » (« erheblich »), c’est-à-dire qu’elle doit être susceptible de conduire à une évaluation différente du taux d’invalidité dans une mesure qui influence le droit à la rente d’invalidité (ATF 130 V 343 consid, 3.5, arrêt du Tribunal fédéral 9C_223/2011 consid. 3.2). Dans l’assurance-invalidité, tout changement de l’état de fait qui conduit à un taux d’invalidité justifiant l’application d’un échelon différent (inférieur ou supérieur) de rente (cf. art. 28 al. 2 LAI) est en principe considéré comme notable ; une faible modification du degré d’invalidité (de 2 %) peut dès lors conduire à une révision si elle entraîne le passage à un échelon autre que celui établi initialement (p. ex. une baisse de 41 % à 39 %). Toutefois, le changement en cause doit avoir trait aux circonstances (personnelles ou économiques) liées spécifiquement à la personne assurée ; une modification peu importante des données statistiques sur lesquelles se fonde le ou les revenus déterminants devant être comparés pour évaluer le taux d’invalidité ne conduit pas à une révision de la rente d’invalidité, même si elle entraîne le passage à un échelon de rente différent (ATF 133 V 545). Cela vaut aussi lorsqu’il existe un motif particulier pour la révision (p. ex. cessation de l’activité lucrative), mais que le changement du taux d’invalidité est dû uniquement à une modification mineure du revenu statistique déterminant (arrêt du Tribunal fédéral 9C_8/2010 du 19 mars 2010). Lorsque la comparaison des états de fait déterminants dans le temps met en évidence une modification des circonstances pertinentes, le droit à la rente doit être examiné à nouveau sous tous ses aspects factuels et juridiques (« allseitige Prüfung »), sans que des évaluations antérieures ne revêtent un caractère obligatoire.
Die Testungen und Symptomvalidierungsverfahren seien auf heterosexuelle Menschen ausgerichtet und könnten das Empfinden einer homosexuellen Person kaum genügend abbilden. Der Gutachter habe sich ferner mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte kaum auseinandergesetzt. Nach Ansicht seiner behandelnden Ärzte lägen nebst einer Persönlichkeitsstörung auch somatische Krankheitsbilder mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 2.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Frage, ob der angefochtene Rentenentscheid der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers gerecht wird. Dabei interessiert insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per Dezember 2020 von einem verbesserten Gesundheitszustand ausgeht. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach den vorliegend anwendbaren Bestimmungen des IVG Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf ein Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente sind nach der Rechtsprechung die Revisionsbestimmungen (vgl. dazu Art. 17 Abs. 1 ATSG) analog anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1; 133 V 263, 263 E. 6.1 mit Hinweisen; 109 V 125, 127 E. 4a). Diese sehen vor, dass eine Rente entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben wird, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person revidierbar. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder Rentenaufhebung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (Urteil BGer 8C_87/2009 vom 16.
Die Beschwerdegegnerin wendet hiergegen im Wesentlichen ein, die Beurteilungen des zuständigen Arztes des RAD erscheine insgesamt schlüssig, wonach eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, die sich massgeblich limitierend auf die Zumutbarkeit einer medizinisch-theoretisch angepassten Tätigkeit auswirken würde, nicht ausgewiesen sei (vgl. RAD-Berichte vom 22. Juni 2023 [IV-Akte 221], 28. September 2023 [IV-Akte 229] sowie vom 10. November 233 [IV-Akte 233]; Beschwerdeantwort [BA], Rz. 11-18; Duplik, S. 1 f.). Zudem sei, wie von der Beschwerdeführerin gefordert, hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ein Leidensabzug von 25 % nicht gerechtfertigt (BA, Rz. 19 ff.). 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3.). Die Invalidenrente ist nicht nur bei wesentlichen Veränderungen des Gesundheitszustands, sondern auch dann zu revidieren, wenn sich die wirtschaftlichen Auswirkungen bei gleichbleibendem Gesundheitszustand erheblich verändert haben (BGE 141 V 9 E.

N307.Statistischer Invalidenlohn bei konkreter Leistungsminderung

Bei der Bemessung der Leistung kann der statistische Invalidenlohn aus einer leichten, zu 100 % angepassten Tätigkeit zugrunde gelegt werden. Wurde durch das medizinische Gutachten eine konkrete Leistungsminderung (z. B. Verminderung des Arbeitsertrags) festgestellt, ist in der Regel kein zusätzliches pauschales Abzug für funktionelle Einschränkungen vorzunehmen.

Compte tenu d’une baisse de rendement de 30 % dans une telle activité, le revenu d’invalide se monte à 32'794 fr. 95 (46'849 fr. 95 - 30 %). Dans ce second cas de figure, il n’y a pas lieu de tenir compte d’un abattement supplémentaire pour les limitations fonctionnelles dès lors qu’un tel abattement n’entre pas en ligne de compte lorsque le corps médical a retenu, comme en l’espèce, une baisse de rendement (TF 8C_115/2021 du 10 août 2021 consid. 3.2.1 ; 9C_759/2018 du 18 février 2019). Cela étant, il y a lieu de retenir qu’une activité adaptée légère est exigible à un taux d’activité de 100 % et que le revenu d’invalide statistique qui en découle est le mieux à même de réduire le dommage à l’assurance, si bien qu’in fine, le revenu d’invalide se monte à 49'123 francs. dd) Sur le vu de ce qui précède, la comparaison des revenus avec et sans invalidité révèle une perte de gain de 15'379 fr. (64'502 fr. - 49'123 fr.), c’est-à-dire un degré d’invalidité de 23,84 %, lequel, inférieur au seuil de 40 % (art. 28 al. 1 LAI), n’ouvre pas le droit à la rente. 10. A titre de mesure d’instruction, la recourante a requis la mise en œuvre d’une nouvelle expertise pluridisciplinaire auprès de la Clinique [...] pour une évaluation fonctionnelle. Les éléments du dossier, aussi bien sur le plan médical que sur le plan économique, sont cependant suffisants pour permettre à la Cour de céans de se prononcer en toute connaissance de cause, si bien que l’on peut y renoncer par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid. 4.1 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). 11. a) En conclusion, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision litigieuse confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie recourante, vu le sort de ses conclusions. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à la partie recourante, au demeurant non assistée, qui n’obtient pas gain de cause (art.

N308.Anfechtung ausländischer Beitragszeiten

Streit über im Ausland geleistete Beitragszeiten kann im Verfahren nach Art. 28 Abs. 1 IVG die Höhe der Rente betreffen. Für die Berechnung sind die Massstäbe der LAVS heranzuziehen (vgl. Art. 36 Abs. 2 LAI; Art. 29bis LAVS), weshalb die von der Verwaltung nicht berücksichtigten ausländischen Beitragsjahre Gegenstand der Anfechtung sein können.

Le juge n'entre donc pas en matière, sauf exception, sur des conclusions qui vont au-delà de l'objet de la contestation. L'objet du litige dans la procédure de recours est le rapport juridique réglé dans la décision attaquée, dans la mesure où - d'après les conclusions du recours - il est remis en question par la partie recourante (ATF 144 II 359 consid. 4.3 et 136 V 362 consid. 3). 3.2 En l'espèce, l'objet de la contestation, tel qu'il a été circonscrit dans la décision attaquée du 11 mai 2022, porte sur le versement, en faveur du recourant, d'une rente d'invalidité dès le 1er juin 2019. Dans ce contexte, le recourant remet toutefois uniquement en cause la durée de cotisation retenue par l'OAIE pour calculer la rente en question et se borne à reprocher à l'autorité précédente de ne pas avoir pris en compte à cet égard les périodes de cotisation accomplies en France. Aussi le litige porte-il uniquement sur cet aspect, le droit à la rente ayant au demeurant été admise par l'arrêt entré en force du Tribunal canton C._______ du 25 novembre 2021. 4. 4.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c) ; en sus, l'assuré doit compter au moins trois années de cotisations lors de la survenance de l'invalidité (art. 36 al. 1 LAI). 4.2 En vertu de l'art. 36 al. 2 LAI, les dispositions de la LAVS sont applicables par analogie au calcul des rentes ordinaires. Ainsi, suivant l'art. 29bis al. 1 LAVS, le calcul de la rente est déterminé par les années de cotisations, les revenus provenant d'une activité lucrative ainsi que les bonifications pour tâches éducatives ou pour tâches d'assistance entre le 1er janvier qui suit la date où l'ayant droit a eu 20 ans révolus et le 31 décembre qui précède la réalisation du risque assuré (âge de la retraite ou du décès).

N309.Kumulative Haushalt- und Erwerbseinschränkungen

Auch relativ kleine Haushaltseinschränkungen können in kumulativer Betrachtung mit Einschränkungen im Erwerb den Gesamtinvaliditätsgrad gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG so erhöhen, dass eine höhere Rente (z. B. ganze Rente) begründet wird.

die Einschränkung im Erwerb beziehen. Hinsichtlich der Einschränkung im Haushalt sind die beiden Leistungen grundsätzlich nicht kongruent. Jedenfalls dann, wenn die gemischte Methode angewandt wird und eine Einschränkung im Haushalt festgestellt wird, ist somit genauer zu prüfen, inwieweit eine Drittauszahlung unter der Berücksichtigung des Kongruenz-Grundsatzes rechtmässig ist. Dies ist vorliegend der Fall. 5.5. Im Fall der Beschwerdeführerin ging die Beschwerdegegnerin von einer Aufteilung von 75 % Erwerbstätigkeit und 25 % Haushalt aus. Bei einer Einschränkung im Erwerb von 85.8 % resultierte ein Invaliditätsgrad im Erwerb von 64.35 %. Bei einer Einschränkung von 44 % betrug der Invaliditätsgrad im Haushalt 11 %. Insgesamt resultierte so ein Invaliditätsgrad von 75 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (vgl. Verfügung vom 25. Oktober 2021, IV-Akte 68, S. 5, sowie Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Invaliditätsgrad im Erwerb allein würde gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu einer Dreiviertelsrente führen (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Invaliditätsgrad im Haushalt von 11 % ist letztlich entscheidend dafür, dass sie eine ganze Rente erhält. Denn nur aufgrund der Kumulation der beiden Invaliditätsgrade wird der eine ganze Rente begründende Invaliditätsgrad von 75 % erreicht. Die Invalidenrente kann folglich im Umfang einer Dreiviertelsrente als kongruent zu den zwischen dem 1. Februar 2021 und dem 30. November 2021 vorgeleisteten Krankentaggeldern verstanden werden. Damit wird berücksichtigt, dass die Einschränkung im Haushalt von den Krankentaggeldversicherungen nicht versichert wurden und die Einschränkung im Erwerb wird ebenso berücksichtigt, wie der Anteil des Erwerbs an der gesamten berücksichtigten Tätigkeit (d.h. Erwerb und Haushalt zusammen). Zudem wird diese Schlussfolgerung dem Umstand gerecht, dass die Invalidenrente der IV nach den bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen (vgl. dazu E. 3.1.) abgestuft ist und somit der Invaliditätsgrad – anders als bei der Unfallversicherung (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2022 vom 18.
La chargée d’enquête a de plus motivé de manière plausible et détaillé les différentes limitations résultant des diagnostics médicaux, de même que la pondération des différents postes. Elle n’a en outre pas retenu d’obligation de réduction du dommage car l’assurée vit seule. Par conséquent, les conclusions du rapport d’enquête économique sur le ménage constituent une base appropriée pour procéder à l'évaluation des empêchements de la recourante. En se fondant sur l’enquête du 11 mars 2019, à laquelle il convient de renvoyer pour les détails, la Cour retient que la recourante présente un empêchement de 14.17 % (2.05 % pour l’alimentation, 11.22 % pour l’entretien du logement et 0.90 % pour les emplettes et les courses diverses). La recourante présente dès lors un degré d’invalidité de 7.085 % (14.17 % : 2) pour la part ménagère (compte tenu d’un taux d’activité de 50 %). 10.3. Sur le vu des éléments qui précèdent, la recourante présente un taux d’invalidité de 57 % dès le 1er octobre 2016 ([100 % : 2 [part de 50 %]] + [14.17 % : 2 [part de 50 %]]). Elle a donc droit à une demi-rente d’invalidité depuis le 1er octobre 2016 (art. 28 al. 2 LAI; consid. 2.1 supra), soit six mois après le dépôt de sa demande de prestations. L’OAI ne pouvait ainsi limiter cette demi-rente dans le temps, en la supprimant au 31 décembre 2017. 11. Le recours est partiellement admis dans le sens de ce qui précède. L’office intimé procédera au calcul du montant des rentes dues à la recourante jusqu’à ce que cette dernière puisse prétendre une rente de vieillesse de l’AVS (art. 30 LAI). 12. 12.1. Dans la mesure où la recourante a conclu à l’octroi d’une rente entière de l’assurance-invalidité, les frais de la procédure devant le Tribunal cantonal, fixés à CHF 800.- (art. 69 al. 1bis LAI), doivent être partagés par moitié entre la recourante (CHF 400.-) et l’office AI (CHF 400.-). 12.2. L’assurée obtenant partiellement gain de cause dans la présente procédure et étant représentée par un mandataire professionnel, elle a droit à l'octroi de dépens réduits de moitié (art. 61 let. g LPGA). Par courrier du 29 septembre 2020, le mandataire a fait parvenir sa liste de frais, d'un montant total de CHF 3'764.

N310.Zeitliche Reihenfolge der Vorsorgefälle

Vorzeitige Teilpensionierung kann für das betroffene Pensum den Vorsorgefall «Alter» begründen und damit den Vorsorgefall «Invalidität» zeitlich ausschliessen. Entscheidend ist, welcher Vorsorgefall zuerst eingetreten ist; ist der Vorsorgefall Invalidität bereits eingetreten, schliesst dies die Möglichkeit einer vorzeitigen Altersrente auch dann aus, wenn die Invalidenrentenzusprache erst später erfolgt.

So hat der verstorbene Ehemann der Klägerin gemäss Ausführungen der Parteien aus freien Stücken eine Frühpensionierung nach Art. 22 Abs. 2 des Vorsorgereglementes der Beklagten beantragt, welcher Umstand bei einem Alter von 58 zum Zeitpunkt der ersten Teilpensionierung per 1. Oktober 2015 zu einer Alterspensionierung in diesem Teilpensum führt, unabhängig davon, ob auch gesundheitliche Beweggründe hierfür eine Rolle gespielt haben. Im Falle einer vorzeitigen Teilpensionierung fällt eine Weiterversicherung gemäss Art. 8 des Vorsorgereglements ausser Betracht (vgl. auch Art. 26, Urk. 2/24). Demnach tritt bei einer vorzeitigen Pensionierung mit der Fortführung einer Erwerbstätigkeit für das Pensum der Teilpensionierung der Leistungsfall Alter ein.     Dagegen entsteht der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge, wie auch in Art. 27 Abs. 3 des Vorsorgereglements der Beklagten ausdrücklich festgehalten (Urk. 2/24), mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG und nicht mit dem Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 140 V 470). Daraus folgt auch, dass eine der Rentenzusprechung durch die Invalidenversicherung vorausgegangene Arbeitsunfähigkeit für die Beurteilung der Frage, ob der Vorsorgefall Invalidität und damit die Leistungspflicht der Beklagten für eine Invalidenrente eingetreten ist, nicht von Relevanz ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2020 vom 26. März 2021 E. 5).     Zur Frage der Abgrenzung des Vorsorgefall Alters vom Vorsorgefall Invalidität hat das Bundesgericht festgehalten, dass zur Beantwortung dieser Frage entscheidend ist, welcher Vorsorgefall zeitlich zuerst eingetreten ist (BGE 138 V 227 E. 5.2). Da sich beide Vorsorgefälle damit gegenseitig ausschliessen, erweist es sich als nicht relevant, ob beispielsweise die Entscheidung einer versicherten Person, sich vorzeitig pensionieren zu lassen, in Kenntnis des allenfalls bereits zuvor eingetretenen Vorsorgefalles Invalidität erfolgt ist oder nicht. In einem solchen Fall würde der bereits eingetretene Vorsorgefall Invalidität die Möglichkeit, eine vorzeitige Altersrente zu verlangen, automatisch ausschliessen, auch wenn die Invalidenrentenzusprache erst später erfolgt (Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2020 vom 26.
So hat der verstorbene Ehemann der Klägerin gemäss Ausführungen der Parteien aus freien Stücken eine Frühpensionierung nach Art. 22 Abs. 2 des Vorsorgereglementes der Beklagten beantragt, welcher Umstand bei einem Alter von 58 zum Zeitpunkt der ersten Teilpensionierung per 1. Oktober 2015 zu einer Alterspensionierung in diesem Teilpensum führt, unabhängig davon, ob auch gesundheitliche Beweggründe hierfür eine Rolle gespielt haben. Im Falle einer vorzeitigen Teilpensionierung fällt eine Weiterversicherung gemäss Art. 8 des Vorsorgereglements ausser Betracht (vgl. auch Art. 26, Urk. 2/24). Demnach tritt bei einer vorzeitigen Pensionierung mit der Fortführung einer Erwerbstätigkeit für das Pensum der Teilpensionierung der Leistungsfall Alter ein.     Dagegen entsteht der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge, wie auch in Art. 27 Abs. 3 des Vorsorgereglements der Beklagten ausdrücklich festgehalten (Urk. 2/24), mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG und nicht mit dem Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 140 V 470). Daraus folgt auch, dass eine der Rentenzusprechung durch die Invalidenversicherung vorausgegangene Arbeitsunfähigkeit für die Beurteilung der Frage, ob der Vorsorgefall Invalidität und damit die Leistungspflicht der Beklagten für eine Invalidenrente eingetreten ist, nicht von Relevanz ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2020 vom 26. März 2021 E. 5).     Zur Frage der Abgrenzung des Vorsorgefall Alters vom Vorsorgefall Invalidität hat das Bundesgericht festgehalten, dass zur Beantwortung dieser Frage entscheidend ist, welcher Vorsorgefall zeitlich zuerst eingetreten ist (BGE 138 V 227 E. 5.2). Da sich beide Vorsorgefälle damit gegenseitig ausschliessen, erweist es sich als nicht relevant, ob beispielsweise die Entscheidung einer versicherten Person, sich vorzeitig pensionieren zu lassen, in Kenntnis des allenfalls bereits zuvor eingetretenen Vorsorgefalles Invalidität erfolgt ist oder nicht. In einem solchen Fall würde der bereits eingetretene Vorsorgefall Invalidität die Möglichkeit, eine vorzeitige Altersrente zu verlangen, automatisch ausschliessen, auch wenn die Invalidenrentenzusprache erst später erfolgt (Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2020 vom 26.

N311.Rückwirkende Rentenzusprache bei voller Erwerbsunfähigkeit

Bei einer neu eingetretenen, durch Gutachten bestätigten vollständigen Erwerbsunfähigkeit kann die Rente rückwirkend ab drei Monaten nach Beginn dieser neuen Arbeitsunfähigkeit zugesprochen werden. Liegt ein Wartejahr im Sinne von Art. 28 IVG vor, kann die Rente ab dem Ende dieses Jahres gewährt werden, auch wenn die Anmeldung erst später erfolgte.

Elles ne sont d'ailleurs nullement remises en cause, étant rappelé ici que le médecin-psychiatre du SMR a conclu que « force est d'admettre les conclusions du Dr D.________ (…) » (cf. rapport du 25 novembre 2020 du Dr E.________, produit par l'OAI le 27 novembre 2020). De surcroît, l'examen opéré par l'expert se fonde sur un catalogue d'indicateurs structuré conformément aux conditions posées par la jurisprudence fédérale (cf. supra consid. 5.2). 6.2.2.5. A l'aune du rapport d'expertise du Dr D.________ qui a pleine valeur probante, la Cour de céans retient que, depuis la décision du 19 mars 2013, entrée en force, l'état de santé de l'assuré s'est détérioré au point que celui-ci s'est retrouvé en incapacité de travail totale dans toute activité à partir du 1er novembre 2014 (date de sa mise en arrêt maladie par sa médecin-psychiatre traitante), et que son incapacité de travail perdurait lors du prononcé de la décision attaquée du 28 mars 2018, respectivement lors de l'établissement du rapport d'expertise du 24 octobre 2020. La capacité de gain de l'assuré est dès lors à nouveau nulle dès le 1er novembre 2014. Ceci se traduit, en application des art. 28 LAI, 17 al. 1 LPGA et 88a al. 2, 1ère phr. RAI, par l'octroi d'une rente AI entière à compter du 1er février 2015, soit trois mois après le début de la nouvelle incapacité de travail totale sans interruption notable. 7. Compte tenu de ce qui précède, le recours du 7 mai 2018 doit être admis, la décision du 28 mars 2018 annulée, et le droit de l'assuré à une rente entière d'invalidité reconnu à partir du 1er février 2015. Partant, la cause sera renvoyée à l'OAI pour le calcul du montant et le service de la rente. 8. 8.1. La procédure n'étant pas gratuite (cf. art. 69 al. 1bis LAI), les frais de justice sont fixés à CHF 800.- et mis intégralement à la charge de l'OAI. Partant, l'avance de frais de CHF 800.-, versée le 23 mai 2018 par le recourant, sera restituée à celui-ci. 8.2. Ayant obtenu gain de cause, le recourant a droit à des dépens (cf. art. 61 let. g LPGA), étant précisé que seules les opérations relatives à la présente procédure de recours – à l'exclusion de celles, relatives à la procédure administrative devant l'OAI, antérieures à la décision attaquée du 28 mars 2018 – seront indemnisées.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). - Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Eintritt des Versicherungsfalls jedoch weiterhin in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelt; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2016, IV 2013/572 E. 6.4). Eine (anhaltende) Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin relevanten Ausmasses ist gemäss dem jüngsten Gutachten vom 3. April 2020 ab April 2017 anzunehmen. Ein Wartejahr ist demnach im April 2018 abgelaufen. Dass keine beruflichen Massnahmen mehr unternommen wurden, lässt sich bei den vorliegenden Gegebenheiten nicht beanstanden. Bei einem Invaliditätsgrad von 44 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente. Angesichts der Anmeldung vom April 2016 steht Art. 29 Abs. 1 IVG einer Auszahlung ab April 2018 nicht im Weg.   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 22. Juli 2021 teilweise gutzuheissen und der Beschwerdeführerin ist ab 1. April 2018 eine Viertelsrente zuzusprechen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens (für die Kostenfolgen als voll zu betrachtendes Obsiegen der Beschwerdeführerin) sind die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art.

N312.Wartezeit 20% und arbeitsrechtliche Manifestation

Für die Eröffnung der Wartezeit genügt bereits eine erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von rund 20%. Bei rückwirkenden Rentenzusprechungen kann der Nachweis, dass durchgehend mindestens 20% Arbeitsunfähigkeit bestanden, die Wartezeit eröffnen. Die Leistungseinbusse muss sich in der Regel arbeitsrechtlich manifestiert haben (etwa durch erkennbare Leistungsabfälle oder Ausfälle); eine rein nachträglich medizinisch-theoretische Feststellung genügt nicht.

Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht oder unzutreffend berücksichtigt worden wären. Gestützt auf die überzeugende gerichtsgutachterliche Beurteilung ist folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab dem Jahr 2012 und insbesondere auch im Zeitpunkt der IV-Anmeldung vom 29. Mai 2012 (IV-act. 63) von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten auszugehen. Nachdem Dr. med. K.___, Spezialarzt Orthopädie, dem Beschwerdeführer in seinem Gutachten vom 22. August 2008 eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bankangestellter von 65 % attestiert (IV-act. 31-6) und das hiesige Gericht in seinem Entscheid vom 4. November 2009, IV2009/68, auf diese Beurteilung abgestellt hatte (vgl. insbesondere seine Erwägung 3.5; IV-act. 60), ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass bis zur Anmeldung vom 29. Mai 2012 durchgehend mindestens eine 20 %ige Arbeitsunfähigkeit bestand (vgl. auch IV-act. 65-1). Damit ist das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nach Ablauf von sechs Monaten nach der Anmeldung (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) als erfüllt zu betrachten und dem Beschwerdeführer folglich ab 1. Dezember 2012 eine ganze Rente zuzusprechen.   Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung vom 5. Februar 2020 aufzuheben und dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. Dezember 2012 eine ganze Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistungen ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit mit Rücksicht auf das erforderliche Gerichtsgutachten und den weiteren Schriftenwechsel als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die Kosten des polydisziplinären Gerichtsgutachtens von insgesamt Fr.
Die Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in fine mit Hinweisen). Unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bestimmung ist eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch- theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht.

N313.Erschöpfung der Eingliederungsmassnahmen

Grundsatz «Eingliederung vor Rente»: Eine Invalidenrente wird grundsätzlich erst zugesprochen, wenn zumutbare Eingliederungsmassnahmen (insbesondere medizinische Behandlung und berufliche Eingliederung) geprüft und ausgeschöpft sind. Die Rechtsprechung lässt eine Ausnahme zu, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustands nicht bzw. noch nicht eingliederungsfähig war. Seit dem 1.1.2022 sieht Abs. 1bis von Art. 28 ausdrücklich vor, dass eine Rente nicht gewährt wird, bevor die in Art. 8 Abs. 1bis und 1ter genannten Eingliederungsmöglichkeiten erschöpft sind.

1 lit. a IVG). Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; vgl. auch Meyer/Reichmuth Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 IVG Rz. 8).
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend den Rentenanspruch (Art. 28 IVG), die Bemessung der Invalidität nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) und den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) richtig dargelegt. Beizupflichten ist ihr auch, dass bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente die Revisionsregeln analog anwendbar sind (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 145 V 209 E. 5.3, 131 V 164). Ebenfalls zutreffend wiedergegeben hat die Vorinstanz die Rechtsprechung, wonach der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann (Grundsatz "Eingliederung vor Rente"; BGE 148 V 397 E. 6.2.4). Darauf wird verwiesen.
2 Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L'atteinte à la santé n'est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l'assuré (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 4.3 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'al. 1bis dudit art. 28 LAI - en vigueur depuis le 1er janvier 2022 - dispose qu'une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. Selon l'art. 28b LAI - entré en vigueur le 1er janvier 2022 -, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2). Pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité inférieur à 50%, la quotité de la rente est la suivante : tableau, avec un taux d'invalidité d'au minimum 40% donnant droit à une rente - la plus basse - de 25%, jusqu'à un taux d'invalidité de 49% donnant droit à une rente de 47,5% (al. 4). 4.4 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA.
2 Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L'atteinte à la santé n'est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l'assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 10.3 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'al. 1bis dudit art. 28 LAI – en vigueur depuis le 1er janvier 2022 – dispose qu'une rente au sens de l’al. 1 n’est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n’ont pas été épuisées. Selon l'art. 28b LAI - entré en vigueur le 1er janvier 2022 -, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2). Pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité inférieur à 50%, la quotité de la rente est la suivante: tableau, avec un taux d'invalidité d'au minimum 40% donnant droit à une rente - la plus basse - de 25%, jusqu'à un taux d'invalidité de 49% donnant droit à une rente de 47,5% (al. 4). 11.           11.1 Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, s'il y a eu un recours) a besoin de documents qu'un médecin, éventuellement d'autres spécialistes, doivent lui fournir.

N314.Wartejahr und Rentenbeginn

Voraussetzung für eine Invalidenrente ist unter anderem ein Wartejahr: die versicherte Person muss während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sein. Ob diese Bedingung erfüllt ist, wird in der Regel retrospektiv geprüft; der Anspruch auf die Rente kann daher frühestens am Ende dieses Jahres entstehen. Für die Berechnung des Beginns ist der konkret festzustellende Beginn der langandauernden Arbeitsunfähigkeit massgeblich (Berechnung in Tagen möglich).

; Valterio, in Commentaire de la loi sur l’assurance-invalidité, 2018, n. 9 ad art. 28 LAI [ci-après : Commentaire LAI]). La période d’une année qui donne droit à une rente au sens de l’article 28 al. 1 let. b LAI n’a pas la signification juridique d’un délai qui court à partir d’un jour déterminé et dont la fin peut être prédéterminée. Elle signifie bien plutôt le laps de temps durant lequel une partie importante de l’état de fait qui permet l’octroi d’une rente doit être réalisé. Le fait décisif est l’existence d’une incapacité de travail de 40 % au moins pendant une année (Valterio, Commentaire LAI, n. 7 ad art. 28 LAI et la réf. citée). On ne peut en principe savoir que rétroactivement si la condition de 365 jours d’une incapacité de travail moyenne est réalisée (Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 2029 [ci-après : Droit de l’AVS et de l’AI]). Cela signifie que le droit à une rente peut prendre naissance, pour autant que toutes les autres conditions soient remplies, au plus tôt après une année d’incapacité de travail ininterrompue d’au moins 40 % en moyenne et au plus tôt lorsqu’il est établi que l’atteinte à la santé continue d’avoir pour effet une réduction totale ou partielle et de longue durée de la capacité de gain (FF 2015 4215, p.
1 LAI, la ricorrente aveva diritto ad una rendita d’invalidità per un periodo indeterminato già a partire da febbraio 2019.”) (doc. 61, pag. 355 incarto AI, doc. I, p.to 7.). A torto.   La ricorrente ha frainteso l’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI: il disposto prevede che è al più presto alla fine dell’anno d’attesa che – se anche gli altri presupposti sono adempiuti – nasce il diritto ad una rendita (Frey/Mosimann/Bollinger, AHVG/IVG Kommentar, n. 3 ad art. 28 LAI con rinvio giurisprudenziale). Infatti, la ratio del presupposto consiste nel concretizzare lo scopo dell’AI, ossia la tutela dell’assicurato contro una riduzione duratura della sua capacità di guadagno, non essendo l’assicurazione invalidità, di principio, tenuta a coprire la perdita di guadagno passeggera e tantomeno una perdita di guadagno riconducibile a malattia o infortunio; ciò è compito dell’assicurazione malattia, infortuni o militare (cfr. Valterio, Commentaire de la Loi fédérale sur l’assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 5 e segg. ad art. 28 LAI con rinvii). Per la decorrenza dell’anno d’attesa è determinante l’incapacità lavorativa nell’attività (e mansionario) precedente accertata dai medici (Frey/Mosimann/Bollinger, op. cit., n. 4 ad art. 28 LAI; Valterio, op. cit. n. 9 ad art. 28 LAI). Pertanto, anche se – per ipotesi di lavoro – si prendesse il 15 agosto 2018 quale inizio dell’anno d’attesa, il diritto della ricorrente alla rendita d’invalidità sarebbe nato al più presto a settembre del 2019 e non, come da lei asserito, a febbraio del
Il TF ha stabilito che per la determinazione del salario statistico sono di principio applicabili i dati salariali nazionali di cui alla tabella RSS TA1 (STFA U 75/03 del 12 ottobre 2006 e I 222/04 del 5 settembre 2006).   Occorre innanzitutto determinare il momento d’insorgenza dell’eventuale diritto alla rendita, per poi accertare quale fosse l’attività dell’assicurato in quel momento e determinare il reddito da valido.   Il ricorrente ha motivato la domanda di prestazioni del 26/28 febbraio 2019 adducendo problematiche riconducibili ad un infortunio occorsogli il 22 dicembre 2017 (cfr. supra consid. 1.1.). I periodi di incapacità lavorativa accertati dai periti (cfr. supra consid. 1.4.) sono stati confermati in questa sede (cfr. supra consid. 2.6.). Conseguentemente, in applicazione dell’art. 28 cpv. 1 LAI l’anno d’attesa è iniziato a decorrere il 22 dicembre 2017 ed è terminato il 22 dicembre 2018 (il calcolo della decorrenza è da effettuare in giorni, cfr. Valterio, Commentaire sur la loi fédérale sur l’assurance-invalidité, 2018, n. 13 ad art. 28 LAI). Pertanto, il diritto alla rendita sarebbe insorto al più presto il 22 dicembre 2018 (momento determinante).   Occorre ora determinare quanto RI 1 nel momento determinante guadagnerebbe secondo il grado di verosimiglianza preponderante come persona sana (reddito da valido).                                     In concreto, occorre innanzitutto verificare quale fosse l’attività abituale dell’assicurato al momento del danno alla salute, siccome egli contesta di essere (stato) solo un operaio agricolo.   Nel formulario di domanda AI del 26/28 febbraio egli ha dichiarato, quale ultima attività principale, quella di contadino al 100% per fr. 3'650 mensili lordi (doc. 10, pag. 24 incarto AI). Nel curriculum vitae, egli ha indicato, quale funzione quella di “OPERAIO 100% […]” (doc. 18, pag. 37 incarto AI). Alla consulente professionale l’assicurato ha dichiarato di svolgere presso __________ di __________ varie attività come quella di custode di cavalli, operaio, ricezione del campeggio e varie attività a partire dal 2014 (doc.
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Volljährige, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG). Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt u.a. eine während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehende Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % (sog. Wartejahr) und einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % voraus (Art. 28 IVG in der hier anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung).
Der angefochtene Entscheid ist folglich aufzuheben und die Sache antragsgemäss gestützt auf § 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ergänzende medizinische Abklärungen (psychiatrisch/rheumatologisch/ophthalmologisch) im Sinne der Erwägungen veranlasse und anschliessend erneut über den Rentenanspruch verfüge.     Es bleibt zur Argumentation des Beschwerdeführers in Urk. 1 Ziff. 4b anzumerken, dass die versicherungsmässigen Voraussetzungen erst zu prüfen sind, wenn der Eintritt der Invalidität feststeht. Diese gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Im Falle einer Rente entsteht der Anspruch nach Art. 28 IVG, wenn die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch mindestens 40 % arbeitsunfähig war und nach Ablauf dieses Jahres weiterhin mindestens 40 % invalid ist. Der angefochtene Entscheid beruht auf einem Invaliditätsgrad von 0 % (vgl. Urk. 2), womit eine abschliessende Prüfung der versicherungsmässigen Voraussetzungen weder notwendig noch möglich war.
continuativamente fino ad ora la capacità lavorativa nell’attività abituale sia nulla.”                                            Questo Tribunale non ha alcun motivo per scostarsi dalle convincenti conclusioni della dr.ssa med. __________ secondo cui già dal mese di maggio 2018, e dunque quando era ancora alle dipendenze della __________ e faceva parte della cerchia degli assicurati, l’interessata fosse completamente inabile al lavoro. Del resto, questa conclusione ha una rilevanza anche in ambito AI, giacché è a partire da tale data che inizia l’anno d’attesa per poter avere diritto ad una rendita (art. 28 LAI). Se la perita non avesse ritenuto convincente quanto stabilito dai medici curanti, a non averne dubbio, se ne sarebbe scostata. Ciò vale a maggiore ragione se si pensa che la valutazione di una completa incapacità lavorativa già dal mese di maggio 2018 è stata avvallata anche dai medici del servizio medico regionale (SMR).                                            A proposito del medico SMR non va dimenticato che per l’art. 59 cpv. 2bis LAI i servizi medici regionali sono a disposizione degli uffici AI per valutare le condizioni mediche del diritto alle prestazioni, stabiliscono la capacità funzionale dell'assicurato - determinante per l'AI secondo l'articolo 6 LPGA - di esercitare un'attività lucrativa o di svolgere le mansioni consuete in una misura ragionevolmente esigibile e sono indipendenti per quanto concerne le decisioni in ambito medico nei singoli casi.                                          Scopo e senso del disposto come pure dell’art. 49 OAI risiedono nella possibilità, per gli uffici AI, di fare capo a propri medici per la valutazione degli aspetti sanitari del diritto alla rendita.

N315.Ergänzende medizinische Abklärungen bei unklaren Befunden

Sind die medizinischen Befunde unklar, widersprüchlich oder nicht rechtsgenüglich abgeklärt, bedarf es vor einem materiellen Entscheid über einen Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG ergänzender medizinischer Abklärungen; hierzu gehören gegebenenfalls fachärztliche Abklärungen und ein polydisziplinäres Obergutachten.

%). Gemäss den Akten bestand mindestens während der akuten Phase des immobilisierenden lumboradikulären Schmerzsyndroms L5 links vom 19. Mai 2021 (Urk. 9/19/6) bis zum Ende der stationären Behandlung per 3. Juli 2021 (Urk. 9/19/7-9, Urk. 9/19/21-22) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Es ist somit massgeblich, ob unmittelbar im Anschluss an die stationäre Rehabilitation, nämlich vom 4. Juli 2021 bis zumindest am 18. August 2021 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestand oder ob bereits damals, mithin vor dem 18. August 2021, aus fachärztlicher rheumatologischer respektive neurologischer Sicht von einer erheblich verbesserten Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und im Haushaltsbereich auszugehen sei. Eine fachärztliche Stellungnahme dazu fehlt.     Es bedarf zur abschliessenden Beurteilung, ob die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt sei, somit ergänzender medizinischer Abklärungen.
Dezember 2019 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, zunächst zu 20 %, während der COVID-Erkrankung für die Zeit vom 9. März bis 19. April 2020 zu 100 % und seit 20. April 2020 zu 50 %. Er leide unter einem chronischen Müdigkeitssyndrom respektive Chronic Fatigue Syndrom (CFS) und zusätzlich unter einer psychischen Störung, welche diagnostisch unterschiedlich beurteilt werde. Die Diagnose CFS sei von vier Kliniken des Universitätsspitals Z.___ diagnostiziert worden, wobei sich die Ärztin des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) nicht mit den entsprechenden Berichten auseinandergesetzt und ihre Einschätzung auf blosse Behauptungen abgestützt habe. Der RAD-Stellungnahme vom 28. Februar 2023 komme deshalb kein Beweiswert zu (S. 5 ff.). Das psychische Leiden werde entgegen der RAD-Stellungnahme seit Herbst 2021 durch ein Antidepressivum behandelt, wobei es trotz regelmässiger, intensiver und leitliniengerechter Behandlung nicht gelungen sei, den psychischen Gesundheitszustand nachhaltig zu verbessern, weshalb eine langandauernde, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Erkrankung im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG vorliege (S. 8). Im Weiteren seien die Ursache und die Auswirkungen der oralen Sicca-Symptomatik und der Hyperthyreose bisher nicht abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin habe es versäumt, den Gesundheitszustand, das Zumutbarkeitsprofil und den Grad der Auswirkungen in einer leidensangepassten Tätigkeit rechtskonform abzuklären, weshalb weitere Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen seien und ein polydisziplinäres Gutachten zu veranlassen sei. Der Beschwerdeführer sei seit 20. April 2020 zu 50 % arbeitsunfähig und schöpfe seine Restarbeitsfähigkeit bei seiner bisherigen Arbeitgeberin vollständig aus, weshalb ihm mit Wirkung ab Dezember 2020 ein Anspruch auf eine halbe Rente zustehe (S. 9 f.).
Nach dem Gesagten ist ein abschliessender materieller Entscheid gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich. Da es die IV-Stelle unterlassen hat, den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit in somatischer und psychiatrischer Hinsicht und insbesondere bezüglich der systematisierten Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 rechtsgenüglich abzuklären, hat eine Rückweisung zu erfolgen. Es ist deshalb angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein den praxisgemässen Anforderungen entsprechendes polydisziplinäres Gutachten einhole und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers erneut entscheide. Ergibt die medizinische Beweislage, dass mit gewisser Wahrscheinlichkeit unter subjektiv zumutbaren Massnahmen eine im Verhältnis des Eingriffs wesentliche Verbesserung zu erwarten wäre, bleibt ihr die Auferlegung einer entsprechenden Schadenminderungspflicht unbenommen. Zu erinnern ist weiter daran, dass ein Rentenanspruch entstehen kann, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist (vgl. Urteil 8C_787/2014 vom 5. Februar 2015 E. 3.2 mit zahlreichen Hinweisen; dazu, dass insbesondere die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung in der Invalidenversicherung einen Anspruch nicht per se ausschliesst vgl. BGE 143 V 409 E. 4.4 S. 414 f. sowie grundlegend BGE 127 V 294 E. 4 S. 294 ff.). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.
Sie stützte sich dabei in medizinischer Hinsicht auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. P____ und Dr. Q____ (IV-Akten 103 ff.). 2.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen im Wesentlichen ein, dass auf das bidisziplinäre Gutachten nicht abgestellt werden könne. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin verletze die bloss bidisziplinäre Begutachtung und die direkte Auftragserteilung an die Gutachter sowohl Art. 43 ATSG als auch die Verfahrensrechte im Sinne von Art. 72bis der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201). Zwecks Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bedürfe es eines polydisziplinären gerichtlichen Obergutachtens. Ferner bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei aufgrund des zusätzlich erhöhten Pausenbedarfs ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10% zu gewähren. 2.3. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt hat. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht vom 6. Oktober 2000 ATSG; SR 830.1) gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem solchen von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 (SR 830.1) in Verbindung mit Art.
Es trifft zu, dass sie nicht detailliert ausführte, auf welche spezialärztliche Beurteilung sie abstellte. Allerdings wird dies aus den IV-Akten, welche der Beschwerdeführerin auf deren Begehren (vgl. Schreiben vom 2. März 2020, IV-Akte 131, sowie Protokolleintrag vom 25. März 2020) zugeschickt wurden (vgl. Schreiben vom 11. März 2020 und vom 26. März 2020, IV-Akten 133 und 134) klar. So geht namentlich aus dem Bericht von Dr. E____, Facharzt für Allgemeinmedizin (D) und Arbeitsmedizin, des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 10. Dezember 2019 hervor, dass auf das Gutachten der MEDAS D____ vom 28. September 2019 (IV-Akte 126) abgestellt werden könne und dementsprechend davon auszugehen sei, dass bei der Beschwerdeführerin kein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe (IV-Akte 128, insbesondere S. 4 f.). Mit diesen Ausführungen vermag die Begründung den formellen Anforderungen zu genügen. Jedenfalls war es der Beschwerdeführerin – wie auch die Beschwerde vorliegend zeigt – möglich, die Verfügung sachgerecht anzufechten. 4. 4.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Ein Anspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 4.2. 4.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein.

N316.Leistungspflicht trotz Versicherungsende

Tritt die Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsdauer ein, bleibt die Vorsorgeeinrichtung für die daraus geschuldeten Invalidenleistungen leistungspflichtig, auch wenn die Versicherteneigenschaft später wegfällt oder sich der Invaliditätsgrad nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses ändert.

1 BVG hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn er mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist. Gemäss Abs. 1 von Art. 26 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Art. 29 IVG). Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl. Art. 23 BVG). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit (nach einer Wartezeit von einem Jahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 26 BVG) invalid wird. Damit nämlich der durch die zweite Säule bezweckte Schutz zum Tragen kommt, muss das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit eintritt, während welcher die Person unter Umständen aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden ist und daher nicht mehr dem Obligatorium unterstanden hat (BGE 138 V 409 E. 6, 123 V 262 E. 1b, 121 V 97 E. 2a, 120 V 112 E. 2b, je mit Hinweisen). Für eine einmal aus während der Versicherungsdauer aufgetretene Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft kein Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 136 V 65 E. 3.1, 123 V 262 E. 1a, 118 V 35 E. 5).
1 BVG hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn er mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist. Gemäss Abs. 1 von Art. 26 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Art. 29 IVG). Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl. Art. 23 BVG). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit (nach einer Wartezeit von einem Jahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 26 BVG) invalid wird. Damit nämlich der durch die zweite Säule bezweckte Schutz zum Tragen kommt, muss das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit eintritt, während welcher die Person unter Umständen aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden ist und daher nicht mehr dem Obligatorium unterstanden hat (BGE 138 V 409 E. 6, 123 V 262 E. 1b, 121 V 97 E. 2a, 120 V 112 E. 2b, je mit Hinweisen). Für eine einmal aus während der Versicherungsdauer aufgetretene Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft kein Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 136 V 65 E. 3.1, 123 V 262 E. 1a, 118 V 35 E. 5).

N317.Wartejahr und zumutbares Vollpensum

Für die Berechnung des Wartejahrs ist auf die hauptsächliche Tätigkeit im zumutbaren Vollpensum abzustellen. Alles, was über dieses zumutbare Vollpensum hinausgeht, bleibt grundsätzlich bei der Prüfung des Wartejahrs unberücksichtigt. Das Wartejahr kann jedoch dennoch beginnen, wenn die versicherte Person über das Zumutbare hinaus gearbeitet hat und dadurch eine Verschlechterung der Gesundheit riskiert oder eingetreten ist.

Entscheid Versicherungsgericht, 13.08.2024 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens. Prüfung des Wartejahres. Für die Berechnung des Wartejahres ist nur die hauptsächliche Tätigkeit (im Vollpensum) relevant. Einer gesunden versicherten Person ist invalidenrechtlich ein 100%-Pensum zumutbar. Alles was über diese zumutbare Arbeitstätigkeit hinausgeht ist nicht versichert und bei der Wartejahrprüfung nicht zu berücksichtigen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. August 2024, IV 2023/157). Entscheid vom 13. August 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2023/157 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer ZahnerAnwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. c) Dans le cadre de l’art. 28 al. 1 let. b LAI, l’incapacité de travail peut être définie comme la perte fonctionnelle, due à une atteinte à la santé, de la capacité de rendement de l’assuré dans sa profession ou dans son champ d’activité habituel (ATF 130 V 97 consid. 3.2 ; Michel Valterio, Loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], Genève/Zurich/Bâle 2018, n° 9 ad art. 28 LAI). Pour établir rétrospectivement quand la période de 365 jours a commencé à courir, il faut déterminer le moment à partir duquel la personne assurée a subi une diminution sensible de son rendement dans son activité professionnelle ou dans ses travaux habituels. Une réduction de la capacité de travail de 20 % suffit en principe à ouvrir la période d’attente (Valterio, op. cit., n° 13 ad art. 28 LAI et les références). Le délai d’attente d’une année, pendant lequel l’assuré doit avoir présenté une incapacité de travail de 40 % en moyenne sans interruption notable, commence également à courir lorsque la personne assurée a travaillé, pendant une certaine période, au-delà de ce qui était raisonnablement exigible de sa part, en risquant d’aggraver son état de santé (TF 8C_724/2011 du 24 juillet 2012 consid. 4.3 et les références). A teneur de l’art. 29ter RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), il y a interruption notable de l’incapacité de travail au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI lorsque l’assuré a été entièrement apte au travail pendant 30 jours consécutifs au moins. Ce délai ne sera toutefois pas interrompu lorsque l’activité exercée met manifestement à trop lourde contribution les forces de l’assuré (Valterio, op. cit., n° 15 ad art. 28 LAI et la référence). d) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art.

N318.Keine Bindungswirkung bei IV-Grad unter 40 Prozent

Rentenanspruch der IV setzt einen Invaliditätsgrad von mindestens 40% voraus. Feststellungen oder Entscheide der Invalidenversicherung betreffend einen Invaliditätsgrad unter 40% entfalten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen keine Bindungswirkung.

vorausgesetzt). Da eine Rentenzusprache durch die Invalidenversicherung einen Invaliditätsgrad von 40 % voraussetzt (Art. 28 Abs. 1 IVG; dies galt bereits vor der Weiterentwicklung der IV per 1. Januar 2022) und die Bindungswirkung eines Entscheids der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad unter 40 % für die Vorsorgeeinrichtung entfällt (E. 3.4.4), kann aus der Formulierung der Beklagten nicht geschlossen werden, ihr Übernahmewille hätte sich auch auf Invalidenrenten unter einem Invaliditätsgrad von 40 % erstreckt, zumal sie selbst keine Invalidenrenten unter einem Invaliditätsgrad von 40 % gewährt und sie nicht wusste, dass dies bei der Klägerin anders gelagert war, schliesslich hatte die Klägerin sie nicht darüber aufgeklärt, Invalidenrenten bereits ab einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % zu gewähren. Da sich aus dem Rentnerverzeichnis keine laufenden Leistungsfälle mit einem Invaliditätsgrad unter 40 % ergaben, hatte die Beklagte auch sonst keine Veranlassung, davon auszugehen, die Klägerin gewähre Invalidenrenten bei einem Invaliditätsgrad unter 40 %. Im Rentnerverzeichnis, Stand per 31. Dezember 2019, wurde einzig die Beigeladene unter der Rubrik «pendente Leistungsfälle» mit einem Invaliditätsgrad von 80 % aufgeführt (Urk.

N319.Attestierte Restarbeitsfähigkeit als Rentenausschluss

Für den Anspruch nach Art. 28 IVG ist die Arbeitsunfähigkeit an der konkret attestierten Leistungsfähigkeit in der bisherigen bzw. üblichen Tätigkeit zu messen. Attestierte Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten kann folglich einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad begründen.

b LAI, l'incapacité de travail peut plus précisément être définie comme la perte fonctionnelle, due à une atteinte à la santé, de la capacité de rendement de l'assuré dans sa profession ou dans son champ d'activité habituel, les pertes financières subies durant le délai d'attente étant en principe sans importance. Cette référence à l'activité antérieure a principalement pour conséquence que, pour déterminer l'incapacité de travail, il n'y a pas lieu de se référer, comme dans le cadre de l'évaluation de l'invalidité, à l'ensemble du marché du travail et au devoir de l'assuré de réduire le dommage, mais uniquement à la baisse de rendement dans la profession qu'il exerçait et qui a donné lieu, sur la base des constatations médicales, à l'incapacité de travail déterminant le début de la période de carence. L'incapacité de travail au sens de l'art. 28 al. 1 let. b LAI correspond donc, chez les personnes qui exercent une activité lucrative, aux empêchements médicalement constatés dans la profession ou l'activité qu'elles exerçaient jusqu'alors et chez celles qui n'exercent pas, à la diminution – attestée médicalement – du rendement fonctionnel dans l'accomplissement des travaux habituels (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, 2018, n. 9 ad art. 28 LAI). L'incapacité de travail est par ailleurs une notion objective ; l'appréciation subjective que fait la personne assurée de son état de santé et de son incapacité à exercer sa profession n'est pas prise en considération (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand de la LPGA, 2018, n. 19 et 20 ad art. 6 LPGA). 3.3 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. Selon la jurisprudence, en cas de troubles psychiques, la capacité de travail réellement exigible doit être évaluée dans le cadre d'une procédure d'établissement des faits structurée et sans résultat prédéfini, permettant d'évaluer globalement, sur une base individuelle, les capacités fonctionnelles effectives de la personne concernée, en tenant compte, d'une part, des facteurs contraignants extérieurs incapacitants et, d'autre part, des potentiels de compensation (ressources) (ATF141 V 281 consid. 3.6 et 4). L'accent doit ainsi être mis sur les ressources qui peuvent compenser le poids de la douleur et favoriser la capacité d'exécuter une tâche ou une action (arrêt du Tribunal fédéral 9C_111/2016 du 19 juillet 2016 consid.
b LAI: il disposto prevede che è al più presto alla fine dell’anno d’attesa che – se anche gli altri presupposti sono adempiuti – nasce il diritto ad una rendita (Frey/Mosimann/Bollinger, AHVG/IVG Kommentar, n. 3 ad art. 28 LAI con rinvio giurisprudenziale). Infatti, la ratio del presupposto consiste nel concretizzare lo scopo dell’AI, ossia la tutela dell’assicurato contro una riduzione duratura della sua capacità di guadagno, non essendo l’assicurazione invalidità, di principio, tenuta a coprire la perdita di guadagno passeggera e tantomeno una perdita di guadagno riconducibile a malattia o infortunio; ciò è compito dell’assicurazione malattia, infortuni o militare (cfr. Valterio, Commentaire de la Loi fédérale sur l’assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 5 e segg. ad art. 28 LAI con rinvii). Per la decorrenza dell’anno d’attesa è determinante l’incapacità lavorativa nell’attività (e mansionario) precedente accertata dai medici (Frey/Mosimann/Bollinger, op. cit., n. 4 ad art. 28 LAI; Valterio, op. cit. n. 9 ad art. 28 LAI). Pertanto, anche se – per ipotesi di lavoro – si prendesse il 15 agosto 2018 quale inizio dell’anno d’attesa, il diritto della ricorrente alla rendita d’invalidità sarebbe nato al più presto a settembre del 2019 e non, come da lei asserito, a febbraio del
Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2022 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten. Beweiskraft des Administrativgutachtens, insbesondere des psychiatrischen Teils bejaht. Bei einer Restarbeitsfähigkeit von 70% für leidensangepasste Tätigkeiten resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2022, IV 2021/16). Entscheid vom 2. August 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/16 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Zahner Anwälte AG, Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2022 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung verschiedener Gutachten. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen, womit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2022, IV 2020/258). Entscheid vom 14. Juni 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/258 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Laurent Häusermann, AMPARO Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 28.01.2022 Art. 28 IVG: Beweiskraft Gutachten bejaht. Die ab dem Mai 2014 (abgesehen von stationären und teilstationären Aufenthalten mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit) attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Folglich ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für ihre Rentenberechnung darauf abgestellt hat. Der errechnete Invaliditätsgrad sowie die verfügten Rentenansprüche sind ebenfalls nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Januar 2022, IV 2020/255). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_166/2022. Entscheid vom 28. Januar 2022 Besetzung Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2020/255 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic.
Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Beweiswürdigung medizinischer Berichte. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung des Rentengesuchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2022, IV 2021/23). Entscheid vom 19. Januar 2022 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/23 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 01.03.2021 Art. 28 IVG. Wiederanmeldung. Beweiswürdigung polydisziplinäres Gutachten. Beweiskraft der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung und Verwertbarkeit der bescheinigten 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bejaht. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. März 2021, IV 2019/148). Entscheid vom 1. März 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/148 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N320.Eingliederung vor Rente

Voraussetzung des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG ist, dass die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, durch zumutbare Eingliederungs‑ bzw. Rehabilitationsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Eine Rente kommt demnach nur in Betracht, wenn die zumutbaren Möglichkeiten der Wiedereingliederung/​Rehabilitation ausgeschöpft sind (Prinzip «Eingliederung vor Rente» bzw. Erfordernis, dass Rehabilitationsmassnahmen nicht zumutbar oder nicht erfolgversprechend sind).

Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let.
Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). 3.2 En l’occurrence, un éventuel droit à une rente d’invalidité naîtrait au plus tôt en juillet 2023, soit six mois après le dépôt de la demande du 11 janvier 2023 (art. 29 al. 1 LAI), de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4.             La recourante affirme être invalide et demande une rente AI entière. 4.1 L'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c ; art. 28 al. 1 LAI). Une rente au sens de l’art. 28a al. 1 LAI n’est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l’art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n’ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 4.2 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Selon la jurisprudence, si l'assuré peut prétendre à des prestations de l'assurance-invalidité, l'allocation d'une rente d'invalidité à l'issue du délai d'attente (cf. art. 28 al. 1 LAI) n'entre en considération que si l'intéressé n'est pas, ou pas encore, susceptible d'être réadapté professionnellement en raison de son état de santé (principe dit de la priorité de la réadaptation sur la rente ; ATF 121 V 190 consid. 4c). La preuve de l'absence de capacité de réadaptation comme condition à l'octroi d'une rente d'invalidité doit présenter un degré de vraisemblance prépondérante. Dans les autres cas, une rente de l'assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d'instruction destinées à démontrer que l'assuré est susceptible d'être réadapté ont révélé que celui-ci ne l'était pas (ATF 121 V 190 consid.
En effet, la base de comparaison déterminante dans le temps pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une révision de la rente est constituée par la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et la référence).   5.               5.1 L'art. 8 LPGA prévoit qu'est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. L'art. 4 LAI précise que l'invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Selon l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). À teneur de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'art. 28 al. 1bis LAI précise qu'une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées. En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour les taux d’invalidité compris entre 40 et 49%, la quotité de la rente s’échelonne de 25 à 47.

N321.Strukturierte Begutachtung psychischer Erkrankungen

Bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen sowie bei Abhängigkeitssyndromen empfiehlt die Rechtsprechung in der Regel eine strukturierte Probe- bzw. Probatorik und eine systematische, indikatorengestützte Begutachtung. Das Invaliditätsmerkmal ist danach im Rahmen eines umfassenden Untersuchungsansatzes zu bestimmen, der Diagnose, funktionelle Einschränkungen, Ressourcen der versicherten Person sowie das Ansprechen oder die Resistenz gegenüber einer fachgerecht durchgeführten Behandlung berücksichtigt.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI).                 c) Tant les affections psychosomatiques que les affections psychiques et les syndromes de dépendance primaires à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées ; voir également ATF 145 V 215 consid. 5 et 6.2). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4).   5.              a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). 6. a) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). b) Il convient en premier lieu que l’atteinte soit diagnostiquée par l’expert selon les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 2.1.2 et 2.2). c) Une fois le diagnostic posé, la capacité de travail réellement exigible doit être examinée au moyen d’un catalogue d’indicateurs, appliqué en fonction des circonstances du cas particulier et répondant aux exigences spécifiques de celui-ci (ATF 141 V 281 consid. 4.1.1). Cette grille d’évaluation comprend un examen du degré de gravité fonctionnel de l’atteinte à la santé, avec notamment une prise en considération du caractère plus ou moins prononcé des éléments pertinents pour le diagnostic, du succès ou de l’échec d’un traitement dans les règles de l’art, d’une éventuelle réadaptation ou de la résistance à une telle réadaptation, et enfin de l’effet d’une éventuelle comorbidité physique ou psychique sur les ressources adaptatives de la personne assurée.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. En l’occurrence, la naissance éventuelle du droit à une rente serait antérieure au 1er janvier 2022, de sorte que l’ancien droit demeure applicable. 3. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid.
Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socio-culturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents, par exemple au plan psychiatrique, tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive. En définitive, une atteinte influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). 3.2. Ce n'est toutefois pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci (ATF 127 V 294). 4. Droit à la rente Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. 5. Détermination de l’invalidité Le taux d’invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d’ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 122 V 418). Néanmoins, pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d’informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 105 V 156, 114 V 310; RCC 1982, p.
Pour qu'une invalidité soit reconnue, il est nécessaire qu'un substrat médical pertinent entrave la capacité de travail (et de gain) de manière importante et soit à chaque fois mis en évidence par un médecin spécialisé. Plus les facteurs psychosociaux et socioculturels apparaissent au premier plan et imprègnent l'anamnèse, plus le diagnostic médical doit préciser si l'atteinte à la santé psychique équivaut à une maladie. Il ne suffit donc pas que le tableau clinique soit constitué d'atteintes relevant de facteurs socioculturels; il faut au contraire que celui-ci comporte d'autres éléments pertinents au plan psychiatrique tels qu'une dépression durable au sens médical ou un état psychique assimilable et non une simple humeur dépressive. En définitive, une atteinte psychique influençant la capacité de travail de manière autonome est nécessaire pour que l'on puisse parler d'invalidité. Tel n'est en revanche pas le cas lorsque l'expert ne relève pour l'essentiel que des éléments trouvant leur explication et leur source dans le champ socioculturel ou psychosocial (ATF 127 V 294 consid. 5a; arrêt TF I 797/06 du 21 août 2007 consid. 4). 3.3. Selon l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s’il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021), l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux d’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente, lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente ; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). D’après l’art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.

N322.Kompensation von Tabellenlohnabzug

Bei überdurchschnittlicher Leistungsfähigkeit kann ein ansonsten gerechtfertigter Tabellenlohnabzug kompensiert werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2024 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines polydisziplinären Administrativgutachtens. Kompensation von einen Tabellenlohnabzug rechtfertigenden Nachteilen durch eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 28. März 2024, IV 2023/116). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 28. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2023/116 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N323.Wiederaufnahme nur bei glaubhafter Änderung

Wurde eine Rente bereits einmal mit der Begründung eines ungenügenden Invaliditätsgrads abgelehnt, wird ein erneut eingereichtes Gesuch nur geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Invaliditätsgrad in einer die Leistungsansprüche beeinflussenden Weise verändert hat. Nimmt die Verwaltung aufgrund einer derartigen Glaubhaftmachung erneut das Gesuch entgegen, hat sie den Fall materiell zu prüfen und festzustellen, ob die behauptete Veränderung tatsächlich eingetreten ist; bestätigt sich keine Änderung, ist das neue Gesuch abzulehnen.

Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.4 Lorsque la rente a déjà été refusée une fois parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande n’est examinée que si la personne assurée y établit de façon plausible que l’invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (voir art. 87 al. 2 et 3 du règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité [RAI, RS 831.201]; voir également ATF 130 V 343 c. 3.5.3). Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art.
Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.4 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande.
Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande.
L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 7.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 8. 8.1 Si la rente a été refusée une première fois parce que le degré d'invalidité était insuffisant, comme c'est le cas en l'espèce, la nouvelle demande ne peut être examinée que si l'assuré rend plausible que son invalidité s'est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 ; ATF 130 V 71 consid. 2.2 ; 109 V 262 consid. 3). Cette exigence doit permettre à l'administration, qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force, d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 130 V 71 consid. 3.2.3 ; 125 V 410 consid. 2b ; 117 V 198 consid. 4b et les références). Lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande, il convient de traiter l'affaire au fond et de vérifier que la modification du degré d'invalidité ou de l'impotence est réellement intervenue (ATF 109 V 108 consid.

N324.Anpassung der IV‑Rente bei Wiedererlangung teilweiser Arbeitsfähigkeit

Wird nach einer Periode voller Invalidität wieder teilweise Arbeitsfähigkeit erlangt, erfolgt die Anpassung der Rente drei Monate nach dem Wiedererlangen der teilweisen Arbeitsfähigkeit (Herab- oder Hochsetzung nach Art. 28 Abs. 2 IVG).

________ ne rendent ainsi pas vraisemblable une plus ample atteinte invalidante à sa santé psychique qui contredirait le rapport d’expertise du Dr EJ.P.________ et ne mettent pas en doutes les conclusions de cet expert. 11. Il résulte de ce qui précède que la recourante a présenté, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 let. b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid.

N325.Anwendbares Verordnungs- und Referenzjahr

Für die Bestimmung des anwendbaren Verordnungs- bzw. Referenzjahrs ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die anspruchsbegründenden Fristen erfüllt sind: massgeblich sind insbesondere das einjährige Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 IVG und die sechsmonatige Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Dieser Zeitpunkt kann entscheiden, welche Fassungen des IVG, der IVV (und gegebenenfalls des ATSG) bzw. welches Referenzjahr für die Einkommensvergleichsberechnung gelten (Übergangsrecht).

Denn das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG – ein massgebender Gesundheitsschaden ist frühestens seit Januar 2021 aktenkundig (vgl. AB 25/2) – und die sechsmonatige Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG – die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im Juni 2021 (AB 1) – waren erst im Jahr 2022 vollständig. Somit sind vorliegend die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung massgebend (Rz. 9100 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391).
Januar 2022, Rz. 9100). Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet diese aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022, sind hingegen die Bestimmungen des IVG und der IVV sowie diejenigen des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend (KSIR, Rz. 9101; vgl. auch Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Vorliegend datiert die angefochtene Verfügung vom 10. Oktober 2023. Zur Diskussion steht jedoch ein Rentenanspruch des Versicherten ab 1. Januar 2021 (= Ablauf der einjährigen gesetzlichen Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG). Somit ist die Angelegenheit in Anwendung der Bestimmungen des IVG und der IVV sowie derjenigen des ATSG in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung zu beurteilen. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Gemäss Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art.
1 Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants des deux revenus hypothétiques et en les comparant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité. Dans la mesure où ces revenus ne peuvent être chiffrés exactement, ils doivent être estimés d'après les éléments connus dans le cas particulier, après quoi l'on compare entre elles les valeurs approximatives ainsi obtenues (méthode générale de comparaison des revenus; ATF 128 V 29 c. 1, 104 V 135 c. 2b; SVR 2019 BVG n° 16 c. 4.4.2). 7.2 La détermination de l'année de référence pour procéder à la comparaison des revenus dépend d'abord de l'échéance du délai d'attente d'une année d'incapacité de travail d'au moins 40% (art. 28 al. 1 LAI) et du moment à partir duquel un droit à une rente AI pourrait être reconnu à l'assuré, c’est-à-dire en fonction du délai de carence de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir ses droits (art. 29 al. 1 LAI). Aucune incapacité de travail n’a été médicalement attestée au moment du dépôt de la demande de prestations AI (dos. AI 19 et 20), mais selon les experts, la capacité de travail et de rendement de 70% existe depuis de nombreuses années (p. 10 expertise). En tout état de cause, le délai de carence de six mois est arrivé à échéance le 22 septembre 2021 (formulaire de demande daté du 16 mars 2021 [dos. AI 20/8] et expédié le 22 mars 2021 [dos. AI 20/10]). Il découle de ces circonstances que l'année de référence pour la comparaison des revenus est bien 2021, comme l'a retenu à juste titre l'intimé. 7.3 En l'espèce, s'agissant du revenu sans invalidité, force est de constater que l'assuré n'a jamais exercé d'activité lucrative depuis son arrivée en Suisse en 2012.
274 c. 5a/aa; RAMA 1987 p. 377). Partant, l’assuré ne pouvait pas refuser la proposition de son employeur d’exercer son activité dans le cadre du télétravail si celui-ci permettait d’augmenter ou de maintenir un taux de travail à 80% et ainsi mettre un terme à toute rente AI dès le 1er janvier 2021. 6.7 Il résulte de ce qui précède qu’une pleine valeur probante doit être reconnue à l’expertise du 28 mai 2020. Une capacité de travail à 80% dès le mois de janvier 2021 doit ainsi être retenue non seulement en vertu des conclusions de l’expert, mais également en vertu des avis des médecins traitants, de l’employeur et de l’obligation de l’assuré de diminuer le dommage de l’assurance. 7. Il convient finalement de procéder à l'évaluation du degré d'invalidité du recourant, puis d'examiner son droit à une rente. 7.1 La détermination de l'année de référence pour procéder à la comparaison des revenus dépend d'abord de l'échéance du délai d'attente d'une année d'incapacité de travail d'au moins 40% (art. 28 al. 1 LAI) qui, en l'espèce, est arrivé à terme en novembre 2019 (incapacité de travail permanente et totale attestée par les médecins traitants depuis novembre 2018; voir c. 4.2.1 et 4.2.4). Elle dépend ensuite du moment à partir duquel un droit à une rente AI pourrait être reconnu à l'assuré en fonction du délai de carence de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir ses droits (art. 29 al. 1 LAI). Le formulaire de demande a été daté du 6 avril 2019 et reçu par l'Office AI Berne le 17 avril 2019 (dos. AI 56/8). Il découle de ces circonstances que le droit à la rente est né au plus tôt en novembre 2019 de sorte que l'année de référence pour la comparaison des revenus est 2019. 7.2 Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art.

N326.Bemessungsjahr beim Einkommensvergleich

Für den Einkommensvergleich nach Art. 28 IVG ist massgebend das Jahr vor dem Beginn der anhaltenden Arbeitsunfähigkeit; üblicherweise wird daher das Jahr vor Ablauf des Wartejahres zugrunde gelegt.

Das Wartejahr i.S.v. Art. 28 IVG ist zu diesem Zeitpunkt schon verstrichen gewesen, da die anhaltende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bereits im April 2018 ihren Anfang genommen hat (vgl. E. 4.6). Massgebend für den Einkommensvergleich ist somit das Jahr
Das Wartejahr i.S.v. Art. 28 IVG ist ebenfalls im Mai 2015 erfüllt worden, da der Beschwerdeführer seit dem 27. Mai 2014 krankgeschrieben ist (vgl. IV-act. 149-14). Massgebend für den Einkommensvergleich ist somit das Jahr

N327.Voraussetzungen ganze Invalidenrente

Für die Gewährung einer ganzen Rente setzt die Rechtsprechung voraus, dass die versicherte Person weiterhin mindestens zu 70 % invalid ist und im vorangegangenen Jahr durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen ist. Die Rentenhöhe bemisst sich sodann nach dem Ausmass der weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit sowie dem durchschnittlichen Grad der Arbeitsunfähigkeit im vorangegangenen Jahr.

4) die vom Gesetz für eine ganze Rente verlangte (vgl. vorstehende E. 2.2) mindestens 70%ige Invalidität vor. Denn angesichts der vollständigen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit kann ein Einkommensvergleich (vgl. hierzu vorstehende E. 2.1) unterbleiben, da offensichtlich ein mindestens 70%iger Invaliditätsgrad resultiert (für den Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin und insbesondere die von ihr auf beiden Seiten des Einkommensvergleichs verwendeten identischen tabellarischen Einkommen vgl. IV-act. 88). Die Rentenhöhe ist jedoch nicht nur vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit, sondern auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG (alt Art. 28 Abs. 1 IVG) ist (BGE 121 V 264 E. 6a und b S. 272 ff.; Urteil 9C_491/2015 vom 19. Januar 2016 E. 4.2). Das asim konnte die vom ZIMB dem Beschwerdeführer ab spätestens 15. August 2019 attestierte 30%ige Arbeitsunfähigkeit nachvollziehen und schloss sich dieser Beurteilung an (IV-act. 86-14 und K16). Sodann war nach einer Operation an der HWS vom 2. Dezember 2019 (vgl. Austrittsbericht in IV-act. 58-9) laut ZIMB-Gutachter von einer zwölfwöchigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (IV-act. 86-14 und -89 sowie K6). Spätestens ab April 2020 bestand sodann die 100%ige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit. Insgesamt erfüllte damit der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. Oktober 2020 (vgl. E. 1) auch die Voraussetzung der durchschnittlich mindestens 70%igen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres (September 2020 100 %, August 2020 100 %, Juli 2020 100 %, Juni 2020 100 %, Mai 2020 100 %, April 2020 100 %, März 2020 30 %, Februar 2020 100 %, Januar 2020 100 %, Dezember 2019 100 %, November 2019 30 %, Oktober 2019 30 %, durchschnittlich

N328.Kumulative Voraussetzungen für Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG

Die in Art. 28 Abs. 1 IVG genannten Voraussetzungen (a–c) sind kumulative Tatbestandsmerkmale; fehlt eine der Voraussetzungen, besteht kein Anspruch auf eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
100). Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). 1.2. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 2. 2.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. H____ und Dr. I____ vom 24. Januar 2024 könne nicht abgestellt werden. Es erfülle die Beweisanforderungen nicht. Vielmehr sei auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte (insb. von Dr. E____) abzustellen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen und anschliessend über den Rentenanspruch zu entscheiden (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik). 2.2. Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 13. Mai 2024 (IV-Akte 92) zu Recht gestützt auf die vorliegenden Akten einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt hat. 3. 3.1. 3.1.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.1.2. Gestützt auf Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG).

N329.Gewichtete Zusammenrechnung bei Kombinationsinvalidität

Bei Kombination von Erwerbs- und Haushaltsbeeinträchtigungen wird der Gesamtinvaliditätsgrad durch gewichtete Zusammenrechnung der Teilgrade ermittelt; ein Gesamtgrad von mindestens 40 % begründet Anspruch auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Au demeurant, l'aide que l'on peut exiger de la mère et du fils de l’assurée a été prise en compte au titre de l'obligation de réduire le dommage (ATF 130 V 97 consid. 3.2). Eu égard à ce qui précède, aucun indice n'est propre à remettre en cause les conclusions du rapport d’évaluation économique sur le ménage du 5 octobre 2020 mettant en évidence un empêchement de 19,9 % dans l’accomplissement des travaux habituels. Ce document a été rédigé par une enquêtrice qualifiée, qui a eu connaissance de la situation locale et spatiale ainsi que des empêchements et des handicaps résultant des diagnostics médicaux, et a correctement apprécié les indications de l’assurée recueillies sur place. 11. a) Du 1er février 2018 au 29 février 2020, le taux d’invalidité global doit ainsi être fixé à 36,6 % ([60 % x 47,74 %] + [40 % x 19,9 %]), arrondi à 37 % (ATF 130 V 121). b) Pour la période courant depuis le 1er mars 2020, le taux d’invalidité global doit être fixé à 43,84 % ([80 % x 49,83 %] + [20 % x 19,9 %]), arrondi à 44 %, taux qui ouvre le droit à un quart de rente (cf. art. 28 al. 2 LAI). 12. a) Le recours doit être admis et la décision attaquée réformée en ce sens que la recourante a droit à un quart de rente d’invalidité dès le 1er mars 2020. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’intimé, vu l’issue du litige. Il n’y a pas lieu d’allouer des dépens, la recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 6 juin 2023 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est réformée en ce sens que Z.________ est mise au bénéfice d’un quart de rente d’invalidité dès le 1er mars 2020. III. Les frais judiciaires, arrêtés à 600 fr. (six cents francs), sont mis à la charge de l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud. IV.
DT DC AI, chiffre 2002), les rentes d’invalidité des bénéficiaires appartenant au groupe « Droits acquis » (années de naissance de 1957 à 1966) restent dans l’ancien droit et conservent l’échelonnement des fractions obtenues jusqu’à l’extinction de la rente d’invalidité ou jusqu’au moment où une rente de vieillesse lui succède. bb) Dans le cas présent, la décision de refus de prestations a été rendue le 2 mai 2022. La capacité de travail et de gain de la recourante, née en 1965, est diminuée depuis 1999. Le début du droit éventuel aux prestations est fixé au 1er octobre 2019 compte tenu de la demande tardive (au sens de l’art. 29 al. 1 LAI). Sont dès lors applicables les dispositions de la LAI et des ordonnances y relatives dans leur ancienne teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. b) aa) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité). C’est la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI). bb) L’invalidité des assurés n’exerçant pas d’activité lucrative et dont on ne peut raisonnablement exiger qu’ils en entreprennent une est évaluée en fonction de l’incapacité d’accomplir leurs travaux habituels (méthode «spécifique» d’évaluation de l’invalidité ; art.
Gemäss Haushaltsabklärung beträgt die Einschränkung im Haushalt 12,01 Prozent, was einen Teilinvaliditätsgrad von 7,21 Prozent (60 Prozent von 12,01) ergibt. Die Einschränkung in der Erwerbstätigkeit beträgt 0 Prozent respektive würde – würde man den maximalen Abzug vom Tabellenlohn gewähren – maximal 6,72 Prozent (40 Prozent von 16,8) betragen. Damit ist mit einem Invaliditätsgrad von maximal 13,93 Prozent (7,21 + 6,72) die Schwelle von 40 Prozent (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) bei weitem nicht erreicht. Entsprechend hat die Vorinstanz den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint.

N330.Zeitpunkt des Anspruchsentstehens massgeblich

Ist der Rentenanspruch erst ab dem 1. Januar 2022 entstanden, ist auf die seit dem 1. Januar 2022 geltende Gesetzesfassung abzustellen. Massgeblich ist dabei der Zeitpunkt des Entstehens des Leistungsanspruchs (nicht das Datum der Entscheidung oder der Neuanmeldung).

En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en date du 28 août 2023 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4.               4.1 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). 4.2 L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. Conformément à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date à laquelle l'annonce a été remise à la Poste ou déposée auprès de l'organe est déterminante s'agissant du moment auquel les prestations ont été faites valoir (Guy LONGCHAMP, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 28 et 40 ad art. 29 LPGA). 4.3 Aux termes de l'art. 28a al. 1 LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art.
1 PA). L'anticipo spese è stato corrisposto entro il termine impartito (art. 63 cpv. 4 PA). Il ricorso è pertanto ammissibile. 2. 2.1 Il 1° gennaio 2022 sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e le modifiche del 3 novembre 2021 dell'OAI (RU 2021 706). Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 144 V 210 consid. 4.3.1; 143 V 446 consid. 3.3; 139 V 335 consid. 6.2; 138 V 475 consid. 3.1). 2.2 Nel caso in esame, si applicano le disposizioni legali nella loro versione in vigore al 1° gennaio 2022, data a partire dalla quale potrebbe sorgere al più presto il diritto alla rendita (consid. D.d e 5.3.3), nella misura in cui sono adempiuti i presupposti dell'art. 28 LAI, così come le ulteriori modifiche entrate in vigore successivamente e fino alla data della decisione impugnata (19 giugno 2023). 3. 3.1 Secondo l'art. 43 LPGA e l'art. 69 OAI, l'UAIE esamina le domande concernenti le prestazioni d'invalidità, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno, in particolare circa lo stato di salute del richiedente, la sua attività, la sua capacità di lavoro e la sua idoneità all'integrazione. 3.2 Giusta l'art. 49 lett. b PA, l'accertamento inesatto ed incompleto dei fatti giuridicamente rilevanti è un motivo di ricorso. 3.3 Il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata. Il giudice delle assicurazioni sociali esamina infatti la decisione impugnata sulla base della situazione di fatto esistente al momento in cui essa è stata resa (DTF 132 V 215 consid. 3.1.1; 130 V 445 consid. 1.2). Tiene tuttavia conto dei fatti verificatisi dopo tale data quando essi possano imporsi quali elementi d'accertamento retrospettivo della situazione anteriore alla decisione stessa (DTF 129 V 1 consid.
Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti:   - in caso di insorgenza dell'invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021:   - prima fissazione della rendita → DR [diritto, n.d.r.] in vigore fino al 31 dicembre 2021,   - modifica del grado d'invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31 dicembre 2031 → C DT US AI; - in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l'art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente:   - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio 2022".   Secondo le citate Circolari, dunque, qualora contestualmente ad una prima fissazione di rendita l'asserita invalidità e l'eventuale diritto alla rendita sono insorti al più tardi al 31 dicembre 2021, torna applicabile il diritto previgente, e ciò anche se la decisione è stata resa nel 2022. Per contro, se l'eventuale diritto ad una rendita è nato il 1° gennaio 2022, o successivamente, torna applicabile il diritto attualmente in vigore.   In concreto, l'assicurata ha presentato la domanda di prestazioni il 17 marzo 2020 (cfr. consid. 1.1) e l'invalidità (teorica), giusta l'art. 28 LAI, è insorta al più presto il 6 maggio 2023, ossia un anno dopo l'inizio dell'incapacità lavorativa di lunga durata accertata dal medico SMR il 21 luglio 2023 (cfr. consid. 1.2). Pertanto, considerato che il diritto a una rendita sorge al più presto sei mesi dopo la rivendicazione del diritto alle prestazioni (art. 29 cpv. 1 e 3 LAI), ne consegue che, sulla scorta delle citate circolari, in specie è applicabile il diritto attuale in essere dal 1° gennaio 2022 (cfr. Circolare sull'invalidità e la grande invalidità nell'assicurazione per l'invalidità (CIGI), n. 2027 con esempio; cfr. anche Valterio, Commentaire – Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 1, 3 e 4 ad art. 29 LAI).                             2.3.  Secondo l'art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli artt. 7 e 8 LPGA, con invalidità s'intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio.
4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Auf Grund der im August 2020 anhängig gemachten Neuanmeldung (Urk. 6/270) könnten allfällige Leistungen frühestens ab Februar 2021 ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend.     Die massgeblichen Bestimmungen und Grundsätze wurden im Urteil IV.2020.00045 vom 28. Juli 2020 (Urk. 6/267) mit Verweis auf das Urteil IV.2014.00049 vom 28. Mai 2015 (Urk. 6/167) bereits dargelegt (zur Invalidität und zum psychischen Gesundheitsschaden: Art. 4 IVG, Art. 3 Abs. 1, 6, 7 und 8 ATSG, zum Rentenanspruch: Art. 28 IVG, zur Neuanmeldung: Art. 17 ATSG, Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung wurden ausserdem die Abgrenzungskriterien zwischen einem versicherten Gesundheitsschaden und auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruhenden Leistungseinschränkungen sowie die zu beachtenden Regeln zum Beweiswert eines ärztlichen Berichts oder Gutachtens dargelegt (Urk. 6/267 S. 3 ff.).

N331.Fachärztliche Gutachten und Invaliditätsbeurteilung

Für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG ist die medizinische Befund- und Gutachtenlage zentral. Die ärztlichen Expertisen sollen fachärztlich begründete Diagnosen enthalten und nachvollziehbar darlegen, in welchem Umfang und für welche Tätigkeiten die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. Auf dieser Grundlage kann die Verwaltung bzw. das Gericht die wirtschaftlichen Folgen und den Invaliditätsgrad beurteilen.

Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit toutefois pas pour admettre que celle-ci a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, compte tenu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel (ATF 142 V 106 c. 4.4). Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Auf Grund des am 6. Oktober 2020 erfolgten Revisionsgesuchs könnten allfällige Leistungen unter Vorbehalt von Art. 88a Abs. 1 IVV frühestens ab dem Monat der Gesuchstellung ausgerichtet werden (Art. 88bis Abs. 1 IVV). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version zitiert wird. 1.2    Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung des IVG vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV) bleibt der bisherige Rentenanspruch für Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Artikel 17 Absatz 1 ATSG ändert (lit. b Abs. 1).      2. 2.1    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.2 2.2.1    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E.
Le point de départ de l'examen du droit aux prestations est l'ensemble des éléments et constatations médicales. Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1; SVR 2020 IV n° 48 c. 8.1.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit toutefois pas pour admettre que celle-ci a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (art. 7 al. 2 LPGA; ATF 142 V 106 c. 4.4). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
Sie stützte sich dabei in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten von Dr. med. univ. I____ (vgl. IV-Akte 107). 2.2. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass entgegen der Beurteilung der Beschwerdegegnerin mit Dr. med. univ. I____ nicht davon ausgegangen werden könne, ihr Gesundheitszustand habe sich ab Februar 2017 gebessert. Nach heutigem Erkenntnisstand habe die Beschwerdeführerin einen Rückfall erlitten und sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert, weshalb auf das Gutachten von Dr. med. univ. I____ nicht abgestellt werden könne. 2.3. Streitig und zu prüfen ist deshalb, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Als «Grundsatz» (Randtitel) hält das IVG in Art. 28 fest, dass u.a. Anspruch auf eine Invalidenrente besteht, sofern die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 3.2. Dem anspruchsbegründenden Risiko der Invalidität liegen zunächst medizinische Sachverhalte zugrunde. Zur Beurteilung der Invalidität sind Sozialversicherungsträger und -gerichte deshalb auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten Arbeitsunfähigkeit besteht oder eine Arbeitsleistung noch zumutbar ist (Bundesgerichtsentscheid (BGE) 125 V 256, 261 f. E. 4). Für den Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels, noch die Bezeichnung der Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351, 352 E.

N332.20% Erwerbseinbusse und Reclassementprüfung

Nach der Rechtsprechung kann eine ungefähre Erwerbseinbusse von rund 20% grundsätzlich den Anspruch auf ein Reclassement in eine neue Berufstätigkeit eröffnen; es besteht jedoch kein bedingungsloses Recht auf berufliche Massnahmen. Eine etwa 20%ige Erwerbseinbusse begründet damit regelmässig die Prüfung der Angemessenheit von Reintegrationsmassnahmen (insbesondere Reclassement), bedeutet jedoch nicht automatisch Anspruch auf eine IV‑Rente.

La réadaptation par soi-même est un aspect de l’obligation de diminuer le dommage et prime aussi bien le droit à une rente que celui à des mesures de réadaptation (art. 21 al. 4 LPGA). 12.2 Selon l’art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d’octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). Le droit aux mesures de réadaptation n’est pas lié à l’exercice d’une activité lucrative préalable. Lors de la fixation de ces mesures, il est tenu compte de la durée probable de la vie professionnelle restante (art. 8 al. 1bis LAI). L’art. 8 al. 3 let. b LAI dispose que les mesures de réadaptation comprennent les mesures d’ordre professionnel (orientation professionnelle, formation professionnelle initiale, reclassement, placement, aide en capital). 12.3 Se pose en premier lieu la question de savoir si l'assuré est invalide ou menacé d'une invalidité permanente (art. 28 al. 1 LAI). On rappellera qu'il n'existe pas un droit inconditionnel à obtenir une mesure professionnelle (voir par ex. l'arrêt du Tribunal fédéral 9C_385/2009 du 13 octobre 2009). Il faut également relever que si une perte de gain de 20% environ ouvre en principe droit à une mesure de reclassement dans une nouvelle profession (ATF 139 V 399 consid. 5.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_500/2020 du 1er mars 2021 consid. 2 et les références), la question reste ouverte s'agissant des autres mesures d'ordre professionnel prévues par la loi (arrêt du Tribunal fédéral 9C_464/2009 du 31 mai 2010). 12.4 En l'espèce, dès janvier 2022, le degré d'invalidité, nul, est inférieur au seuil ouvrant le droit à un reclassement. Par ailleurs, les autres mesures d'ordre professionnel n’apparaissent pas indiquées dans le cas d’espèce, au vu des activités possibles sans formation et adaptées aux limitations fonctionnelles sur un marché équilibré du travail et dès lors que la recourante n’est pas entravée par son atteinte à la santé dans sa recherche d’emploi.
9.1 Selon l'art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d'accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d'octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). Le droit aux mesures de réadaptation n'est pas lié à l'exercice d'une activité lucrative préalable. Lors de la fixation de ces mesures, il est tenu compte de la durée probable de la vie professionnelle restante (art. 8 al. 1bis LAI en vigueur dès le 1er janvier 2008). L'art. 8 al. 3 let. b LAI dispose que les mesures de réadaptation comprennent les mesures d'ordre professionnel (orientation professionnelle, formation professionnelle initiale, reclassement, placement, aide en capital). Se pose en premier lieu la question de savoir si l'assuré est invalide ou menacé d'une invalidité permanente (cf. art. 28 al. 1 LAI). On rappellera qu'il n'existe pas un droit inconditionnel à obtenir une mesure professionnelle (voir par ex. l'arrêt du Tribunal fédéral 9C_385/2009 du 13 octobre 2009). Il faut également relever que si une perte de gain de 20 % environ ouvre en principe droit à une mesure de reclassement dans une nouvelle profession (ATF 139 V 399 consid. 5.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_500/2020 du 1er mars 2021 consid. 2 et les références), la question reste ouverte s'agissant des autres mesures d'ordre professionnel prévues par la loi (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_464/2009 du 31 mai 2010). 9.2 En vertu de l'art. 15 LAI – dans sa version en vigueur dès le 1er janvier 2022 –, l'assuré auquel son invalidité rend difficile le choix d'une profession a droit à l'orientation professionnelle et à une mesure préparatoire à l'entrée en formation (al. 1). L'assuré auquel son invalidité rend difficile l'exercice de son activité antérieure a droit à l'orientation professionnelle (al. 2). L'art. 4a RAI – également en vigueur à compter du 1er janvier 2022 – précise en quoi peut consister l'orientation professionnelle.
L'absence de capacité subjective de l'assuré doit toutefois être établie au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt du Tribunal fédéral 8C_667/2015 du 6 septembre 2016 consid. 5.3 et les références). Sont réputées nécessaires et appropriées toutes les mesures de réadaptation professionnelle qui contribuent directement à favoriser la réadaptation dans la vie active. L'étendue de ces mesures ne saurait être déterminée de manière abstraite, puisque cela suppose un minimum de connaissances et de savoir-faire et que seules seraient reconnues comme mesures de réadaptation professionnelle celles se fondant sur le niveau minimal admis. Au contraire, il faut s'en tenir aux circonstances du cas concret. Celui qui peut prétendre au reclassement en raison de son invalidité a droit à la formation complète qui est nécessaire dans son cas, si sa capacité de gain peut ainsi, selon toute vraisemblance, être sauvegardée ou améliorée de manière notable (ATF 124 V 108 consid. 2a ; VSI 1997 p. 85 consid. 1). Se pose en premier lieu la question de savoir si l'assuré est invalide ou menacé d'une invalidité permanente (cf. art. 28 al. 1 LAI). On rappellera qu'il n'existe pas un droit inconditionnel à obtenir une mesure professionnelle (voir par ex. l'arrêt du Tribunal fédéral 9C_385/2009 du 13 octobre 2009). Il faut également relever que si une perte de gain de 20 % environ ouvre en principe droit à une mesure de reclassement dans une nouvelle profession (ATF 139 V 399 consid. 5.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_500/2020 du 1er mars 2021 consid. 2 et les références), la question reste ouverte s'agissant des autres mesures d'ordre professionnel prévues par la loi (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_464/2009 du 31 mai 2010). 4.5.2 En vertu de l'art. 15 LAI – dans sa version en vigueur avant le 1er janvier 2022 –, l’assuré auquel son invalidité rend difficile le choix d’une profession ou l’exercice de son activité antérieure a droit à l’orientation professionnelle. Les objectifs de cette mesure sont que grâce au soutien qui leur est offert à travers l'orientation professionnelle, les personnes assurées identifient des formations qui correspondent à leur âge, leur niveau de développement, leurs aptitudes et leurs intérêts, et qu'elles sont en mesure de suivre.

N333.Strikte Anwendung gesetzlicher Schwellen

Bei gesetzlichen Schwellen im Zusammenhang mit Art. 28 Abs. 1 IVG ist zu beachten, dass der Gesetzgeber klar definierbare Limiten vorsieht und deren Einhaltung im Interesse der Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit grundsätzlich verlangt wird. In Grenzfällen können daher bereits knappe Unterschreitungen zur Versagung des Rentenanspruchs führen; so hat ein Invaliditätsgrad von 26,1% keinen Anspruch auf eine Invalidenrente geboten. Eine weitergehende Lockerung der Schwellen wird in den zitierten Entscheiden nicht gebilligt.

Dezember 2020), bevor sie schliesslich auf CHF 50'000.- gesenkt wurde.- (vgl. AB NR 2020 2130 ff.; AB SR 2020 1179 ff.; Einführung von Art. 12 Abs. 4 in der Fassung ab 19. Dezember 2020 und Änderung von Art. 3 Abs. 1 Bst. b der Covid-19-Härtefallverordnung, Fassung ab 19. Dezember 2020), um kleinen Unternehmen besser Rechnung zu tragen, insbesondere solchen, deren Inhaber sich beispielsweise für eine Teilzeitbeschäftigung entschieden haben. Weiter ist festzuhalten, dass gesetzlich vorgeschriebene Schwellen, wie der vorgeschriebene Mindestumsatz von CHF 50'000.-, zwangsläufig Grenzfälle mit sich ziehen, bei denen die Anforderungen jeweils nur knapp nicht erfüllt werden. Das Ziel solcher gesetzlicher Schwellen ist es aber gerade, klar definierbare Abgrenzungen zu schaffen. Entsprechende Schwellen bzw. Abgrenzungen finden sich in zahlreichen Gesetzen, beispielsweise für Beschwerdefristen oder auch bei der Berechnung des Grades der Arbeitsunfähigkeit im Rahmen eines Gesuches um eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Die mit solchen gesetzlichen Grenzen einhergehenden Schwierigkeiten werden vom Gesetzgeber im Interesse der Rechtssicherheit und der Rechtsgleichheit grundsätzlich akzeptiert. Gerade im vorliegenden Fall besteht kein Grund, die im Gesetz klar festgehaltenen Limiten nicht zu respektieren, zumal dadurch wiederum neue Grenzfälle kreiert würden (vgl. zum Ganzen BGE 122 V 256 E. 5c; siehe dazu auch Urteil KG FR 603 2021 80 vom 30. Juli 2021 E. 3 mit Hinweisen) und der Schwellenwert in casu deutlich unterschritten wird.
Weiter ist festzuhalten, dass gesetzlich vorgeschriebene Schwellen, wie der vorgeschriebene Mindestumsatz von CHF 50'000.-, zwangsläufig Grenzfälle mit sich ziehen, bei denen die Anforderungen jeweils gerade knapp nicht erfüllt werden. Das Ziel solcher gesetzlicher Schwellen ist es aber gerade, klar definierbare Abgrenzungen zu schaffen. Entsprechende Schwellen bzw. Abgrenzungen finden sich in zahlreichen Gesetzen, beispielsweise für Beschwerdefristen oder auch bei der Berechnung des Grades der Arbeitsunfähigkeit im Rahmen eines Gesuches um eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Die mit solchen gesetzlichen Grenzen einhergehenden Schwierigkeiten werden vom Gesetzgeber im Interesse der Rechtssicherheit und der Rechtsgleichheit grundsätzlich akzeptiert. Gerade im vorliegenden Fall besteht kein Grund, die im Gesetz klar festgehaltenen Limiten nicht zu respektieren, zumal dadurch wiederum neue Grenzfälle kreiert würden (vgl. zum Ganzen BGE 122 V 256 E. 5c; siehe dazu auch Urteil KG FR 603 2021 80 vom 30. Juli 2021 E. 3 mit Hinweisen).
Cela étant, il n'a pas introduit de dérogation à la condition exigeant la réalisation pour les exercices 2018 et 2019 d'un chiffre d'affaires moyen d'au moins CHF 50'000.- pour les entreprises créées avant le 31 décembre 2017. C'est le lieu de relever que, lorsque des seuils sont imposés par la loi, il peut inévitablement y avoir des cas limites qui peuvent sembler stricts, dans lesquels les valeurs requises ne sont que légèrement dépassées ou non atteintes. Il en va de même pour l'exigence de la réalisation d'un chiffre d'affaires moyen de CHF 50'000.- pour les années 2018 et 2019 comme condition du droit à une indemnité cantonale COVID-19 pour cas de rigueur. Or, l'objectif des limites légales est précisément de créer des délimitations clairement définissables. Cette nécessité existe dans tous les domaines du droit et se retrouve dans de nombreuses lois, par exemple pour les délais de recours ou les taux d'incapacité de travail requis dans le cadre d'une demande de rente d'invalidité (art. 28 al. 1 LAI). Les difficultés liées à des limites aussi précises ont, en principe, été acceptées par le législateur dans l'intérêt de la sécurité juridique et de l'égalité. Il n'est donc guère justifié de ne pas respecter strictement les limites qui résultent clairement de la loi. Une approche plus souple - par exemple en arrondissant un montant vers le haut - ne serait guère bénéfique, sauf pour le cas d'espèce, car elle n'entraînerait qu'un déplacement de facto de la limite légale sans pouvoir éviter de nouveaux cas limites et difficiles (cf. pour le tout, ATF 122 V 256 consid. 5c). Il résulte de ce qui précède que c'est à juste titre que l'autorité intimée s'est fondée sur le chiffre d'affaires moyen réalisé en 2018 et 2019 et que, ce dernier étant inférieur au seuil minimal de CHF 50'000.- imposé par les législations fédérale et cantonale, elle a refusé la demande du recourant. 4. 4.1. Sur le vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision rendue le 29 avril 2021 par la DEE confirmée.
Ausgehend von einem Valideneinkommen von CHF 103'555.- und einem Invalideneinkom­men von CHF 76'485.- liegt die gesundheitsbedingte Einkommenseinbusse bei CHF 27'070.-, was einem Invaliditätsgrad von 26,1 Prozent entspricht. Bei einem Invaliditätsgrad von 26,1 Prozent hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG). Folglich ist die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung der Vorinstanz zu bestä­tigen.

N334.Anwendbares Rentenrecht nach Entstehungsdatum

Die anzuwendende Gesetzesfassung bemisst sich nach dem Zeitpunkt, zu dem das Recht auf die Rente entsteht. Ergibt sich der Anspruch vor dem 1. Januar 2022, ist die bis zum 31. Dezember 2021 geltende Gesetzes- und Verordnungsfassung anzuwenden; entsteht der Anspruch am oder nach dem 1. Januar 2022, findet das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht Anwendung.

En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en février 2022 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. Conformément à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date à laquelle l'annonce a été remise à la poste ou déposée auprès de l'organe est déterminante s'agissant du moment auquel les prestations ont été faites valoir (Guy LONGCHAMP, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 28 et 40 ad art. 29 LPGA). Aux termes de l'art. 28a al. 1 LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 et la référence). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, est déterminant le moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). En l’occurrence, la décision querellée a certes été rendue postérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, le recourant conclut à l’octroi d’une rente à partir du 1er février 2018, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 3.             Le litige porte sur le début du droit à la rente du recourant. 4.             En vertu de l’art. 28 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes (al. 1) : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). À teneur de l’art. 29 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (al. 1). Le droit ne prend pas naissance tant que l’assuré peut faire valoir son droit à une indemnité journalière au sens de l’art. 22 (al. 2). La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (al. 3). L’art.
Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti: -   in caso di insorgenza dell'invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021:     - prima fissazione della rendita → DR [diritto, ndr.] in vigore fino al       31 dicembre 2021,     - modifica del grado d'invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31       dicembre 2031 → C DT US AI; -   in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l'art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente:     - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio                     2022.".   Secondo le citate Circolari, dunque, qualora contestualmente ad una prima fissazione di rendita l'asserita invalidità e l'eventuale diritto alla rendita sono insorti al più tardi al 31 dicembre 2021, torna applicabile il diritto previgente, e ciò anche se la decisione è stata resa nel 2024. Per contro, se l'eventuale diritto ad una rendita è nato il 1° gennaio 2022, o successivamente, torna applicabile il diritto attualmente in vigore.   In concreto, l'invalidità (teorica) giusta l'art. 28 LAI sarebbe insorta al più presto il 15 dicembre 2021, ossia un anno dopo l'ultima decisione dell'Ufficio AI cresciuta in giudicato. L'assicurato ha presentato la nuova domanda di prestazioni il 20 giugno 2022 (cfr. consid. 1.1), ragion per cui, trattandosi di una domanda tardiva ai sensi dell'art. 29 cpv. 1 LAI, l'eventuale diritto a una rendita sorgerebbe al più presto sei mesi dopo la rivendicazione del diritto alle prestazioni, e meglio il 1° dicembre 2022 (art. 29 cpv. 3 LAI). Ne consegue che è applicabile il diritto in vigore dal 1° gennaio 2022 (cfr. Circolare sull'invalidità e la grande invalidità nell'assicurazione per l'invalidità (CIGI), n. 2027 con esempio; cfr. anche Valterio, Commentaire – Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 1, 3 e 4 ad art. 29 LAI).                             2.3.  Secondo l'art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli artt. 7 e 8 LPGA, con invalidità s'intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio.

N335.Rentenanspruch trotz Behandelbarkeit

Die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung schliesst einen Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht von vornherein aus. Ein Rentenanspruch ist nach Geltendmachung unverzüglich zu prüfen, auch wenn zu einem späteren Zeitpunkt Behandlungen vorgesehen oder möglich sind. Therapie‑ bzw. prognostizierte Besserungsfähigkeit steht der Ausrichtung einer Rente nicht entgegen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen zum Zeitpunkt der Prüfung erfüllt sind.

Es ist darauf hinzuweisen, dass es unzulässig ist, eine Schadenminderungspflicht im Abklärungsverfahren aufzuerlegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.2). Denn in diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversicherung - trotz des diesbezüglich irreführenden Wortlauts von Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG - nicht per se ausschliesst (Urteile des Bundesgerichts 9C_586/2023 vom 6. November 2023 E. 4.3, 9C_327/2022 vom 10. Oktober 2023 E. 4.2, BGE 143 V 409 E. 4.4, BGE 127 V 294 E. 4b). Namentlich ist es nicht so, dass ein Rentenanspruch der Invalidenversicherung vor Durchführung der medizinischen Behandlung nicht zu prüfen wäre oder gar nicht erst entstehen könnte. Dieser muss nach der Geltendmachung unverzüglich geprüft werden, auch wenn in Zukunft Behandlungsmassnahmen beabsichtigt und möglich sind. Die Therapierbarkeit und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines Gesundheitsschadens stehen der Ausrichtung einer Invalidenrente nicht im Weg, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die Voraussetzungen erfüllt sind (Arbeitsfähigkeit von 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch und danach Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 %, Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG).

N336.Amtswegige Abklärungspflicht vor Rentenentscheidung

Bei der Prüfung des Rentenanspruchs hat die IV-Stelle den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen vollständig abzuklären. Dies umfasst in der Regel das Einholen fachärztlicher Gutachten (z. B. psychiatrische Begutachtung), allenfalls eine Haushaltsabklärung sowie konkrete Abklärungen zur Eingliederungsfähigkeit. Soweit die Eingliederungsfähigkeit noch nicht abschliessend beurteilt worden ist, ist eine Rentenprüfung vor Abschluss der erforderlichen Abklärungen nicht vorzunehmen.

On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1 et les références citées). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose également la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). Toutes les affections psychiques doivent en principe faire l'objet d'une procédure probatoire structurée au sens de l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). 4.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. 4.3. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La méthode ordinaire d’évaluation du taux d’invalidité (art. 28a al. 1 LAI) s'applique aux assurés qui exerçaient une activité lucrative à plein temps avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique, tandis que la méthode dite mixte d'évaluation du taux d'invalidité (art.
Vorliegend sei aber zu beachten, dass die Rentenprüfung erst vorgenommen werden dürfe, wenn die beruflichen Massnahmen beendet seien. Den Akten sei diesbezüglich zu entnehmen, dass die IV-Stelle die Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin noch nicht abschliessend habe beurteilen können. Zwar habe sie das Dossier der beruflichen Massnahmen mit Verfügung vom 20. Februar 2015 abgeschlossen. Der Grund dafür sei aber die Schwangerschaft der Beschwerdeführerin gewesen. Die IV-Stelle habe darauf hingewiesen, dass sich die Beschwerdeführerin jederzeit wieder bei der Invalidenversicherung melden könne, wenn die Betreuung des Kindes während allfälliger beruflicher Massnahmen geregelt sei und sie weiterhin in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung stehe. Damit habe die IV-Stelle klar zum Ausdruck gebracht, dass der Anspruch auf berufliche Massnahmen noch nicht abschliessend beurteilt worden sei. Bei dieser Sachlage habe sie von Gesetzes wegen noch keine Rentenprüfung vornehmen dürfen (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Mithin sei der Rentenbeginn zu Recht auf den 1. Dezember 2015 festgesetzt worden.
Es ist in erster Linie Aufgabe der Beschwerdegegnerin, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_125/2023 vom 8. August 2023 E. 5.7 mit Hinweisen). Sie wird im Verfahren nach Art. 44 ATSG erneut ein psychiatrisches Gutachten einzuholen haben, welches sich insbesondere unter Würdigung der in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren über die Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit und über allfällige Einschränkungen im Aufgabenbereich auszusprechen haben wird. Abhängig vom Resultat der gutachterlichen Untersuchung wird die Beschwerdegegnerin ausserdem eine Haushaltsabklärung zu veranlassen haben, um hiernach den Leistungsanspruch neu beurteilen zu können. Dabei wird sie dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» bzw. «Eingliederung statt Rente» Rechnung zu tragen haben, demgemäss ein Rentenanspruch nur bejaht werden kann, wenn keine geeigneten Eingliederungsmassnahmen (mehr) in Frage kommen (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG; BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 5.3 mit Hinweisen).     Die angefochtene Verfügung vom 3. Oktober 2023 (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzenden Abklärungen im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Eingliederungsmassnahmen und gegebenenfalls auf eine Invalidenrente neu verfüge.
mit weiteren Hinweisen). Den Akten ist zu entnehmen, dass die IV-Stelle die Eingliederungsfähigkeit der Versicherten noch nicht abschliessend beurteilen konnte. Mit Verfügung vom 20. Februar 2015 schloss sie zwar das Dossier der beruflichen Massnahmen ab, aber auch nur deshalb, weil damals zielführende berufliche Massnahmen wegen der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden konnten. Gleichzeitig wies sie in dieser Verfügung darauf hin, dass sich die Versicherte jederzeit wieder bei der IV melden könne, wenn die Betreuung des Kindes während allfälliger beruflicher Massnahmen geregelt sei und sie weiterhin in psychiatrischpsychotherapeutischer Behandlung stehe. Mit dieser Verfügung brachte die IV-Stelle klar zum Ausdruck, dass der Anspruch auf berufliche Massnahmen noch nicht abschliessend beurteilt worden war. Bei dieser Sachlage durfte die IV-Stelle von Gesetzes wegen noch keine Rentenprüfung vornehmen (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Unter diesen Umständen ist es nicht nachvollziehbar, weshalb die Versicherte annahm, das Dossier sei zur Rentenprüfung weitergeleitet worden.
Eine solche Prognose ist aber immer mit Unsicherheiten behaftet und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese nicht bewahrheitet (Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E. 6.4). Vom RAD wurde empfohlen, der Beschwerdeführerin dringend eine Massnahme im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht aufzuerlegen. Eine psychiatrische Behandlung einmal wöchentlich in serbischer Sprache während der Dauer von einem halben Jahr und, falls dies nicht anschlagen würde, eine stationäre multimodale Schmerztherapie von vier bis sechs Wochen seien angezeigt (Urk. 7/42/2-3). Die Existenz möglicher und zumutbarer Therapieoptionen ist zwar mit Blick auf die Schadenminderungspflicht von Bedeutung. Ob ein Behandlungserfolg eintritt, kann indes im Einzelfall erst nach Abschluss der entsprechenden Behandlung beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_724/2018 vom 11. Juli 2019 E. 8.2 mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist in diesem Zusammenhang deshalb, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversicherung - trotz des diesbezüglich irreführenden Wortlauts von Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG - nicht per se ausschliesst (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, BGE 127 V 294 E. 4b). Namentlich ist es nicht zutreffend, dass ein Rentenanspruch der Invalidenversicherung vor Durchführung der medizinischen Behandlung nicht zu prüfen wäre oder gar nicht erst entstehen könnte. Dieser muss nach der Geltendmachung unverzüglich geprüft werden, auch wenn in Zukunft Behandlungsmassnahmen beabsichtigt und möglich sind. Die Therapierbarkeit und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines Gesundheitsschadens stehen auch der Ausrichtung einer Invalidenrente nicht im Weg, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die Voraussetzungen erfüllt sind (Arbeitsfähigkeit von 40 % während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch und danach Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 %, Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG).     Des Weiteren ist auch zu berücksichtigen, dass Dr. B.___ nicht über einen psychiatrischen Facharzttitel verfügt. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis ist im Zusammenhang mit der notwendigen fachlichen Qualifikation des RAD von entscheidender Bedeutung, ob Dr.

N337.Voraussetzungen und Beurteilung der Invalidität

Voraussetzungen des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG: Anspruch besteht, wenn die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit zur Verrichtung der bisherigen Arbeiten durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann; während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Durchschnitt mindestens 40% arbeitsunfähig war und nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40% invalid ist. Erwerbsunfähigkeit und Invalidität sind gemäss ATSG zu bestimmen. Die Invaliditätsbeurteilung erfolgt nach den anerkannten Methoden (Einkommensvergleich, Aktivitätsvergleich, Mischmethode).

Solche von der soziokulturellen oder psychosozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2).     Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditätsbegründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.5    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 1.6    Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E.
Aussi, selon la jurisprudence, la couverture d'assurance prend fin, au plus tard, au moment où le cas est définitivement liquidé sous l'angle du droit de l'assurance-invalidité suisse par le versement d'une rente (et que des mesures de réadaptation ne sont pas envisagées en parallèle; ATF 132 V 244 consid. 6; 53 consid. 6.6) ou par une réadaptation mise en oeuvre avec succès (cf. Circulaire sur la procédure pour la fixation des prestations dans l'AVS/AI/PC [CIBIL], ch. 1011). Il en va de même lorsque l'intéressée reprend une activité lucrative hors de Suisse ou qu'elle bénéficie des prestations de l'assurance-chômage de son Etat de résidence puisque celles-ci remplacent le salaire (ATF 132 V 53 consid. 6.6). Dans toutes ces situations, l'intéressé est en principe soumis à la législation de l'Etat de résidence (ou du [nouvel] emploi), de sorte qu'une continuation de l'assurance en Suisse sans limite temporelle n'a pas de raison d'être (ATF 132 V 244 consid. 6.4.1; ATAF 2017 V 7 consid. 6.1 à 6.7 et 6.8.4; TAF C-148/2016 du 28 février 2018 consid. 5; C-3952/2015 du 16 novembre 2017 consid. 6.7; C-5291/2013 du 31 août 2016 consid. 5.1 et 5.2; C-7302/2013 du 5 mars 2015 consid. 4.2). 7. 7.1 Aux termes de l'art. 28 al. 1 LAI, la personne assurée a droit à une rente d'invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; elle a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, elle est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). De plus, en vertu de l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente d'invalidité prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 7.2 7.2.1 L'évaluation du taux d'invalidité se fait sur la base de trois méthodes : la méthode ordinaire de comparaison des revenus pour les personnes exerçant une activité lucrative, la méthode de comparaison des activités pour les personnes sans activité lucrative et la méthode mixte pour les personnes exerçant à la fois une activité lucrative à temps partiel et accomplissant par ailleurs des travaux habituels.
Sie hatte Kenntnis der Vorakten und konnte sich im Rahmen des Beschwerdeverfahrens umfassend äussern. Aus dem Schriftenwechsel (act. G1, G3 und G6) geht sodann hervor, dass auch für den Fall, dass die Beschwerdeführerin ihre Einwände hätte vorbringen können, die Beschwerdegegnerin gleich entschieden hätte bzw. bei einer Rückweisung zur korrekten Durchführung des Vorbescheidverfahrens gleich entscheiden würde, sodass ein Weiterzug mittels Beschwerde an das Versicherungsgericht unumgänglich gewesen wäre bzw. eine Rückweisung lediglich einen formalistischen Leerlauf bewirken würde und mit dem Interesse der Beschwerdeführerin an einer beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht vereinbar wäre. Aus verfahrensökonomischen Gründen rechtfertigt es sich deshalb, den an sich nicht gering zu schätzenden Verfahrensmangel mit dem vorliegenden Verfahren, in welchem das Gericht mit voller Kognition ausgestattet ist, zu heilen (zu den Kostenfolgen siehe E. 8.3 nachstehend).   Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art.

N338.Probatorisches Verfahren bei psychischen Störungen

Bei psychischen, psychosomatischen Störungen sowie primären Abhängigkeitssyndromen ist grundsätzlich ein strukturiertes probatorisches Verfahren im Sinne von ATF 141 V 281 durchzuführen, um den invaliditätsrelevanten Charakter der Beschwerden festzustellen, bevor nach Art. 28 Abs. 1 IVG eine Rente gewährt wird.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI).                 c) Tant les affections psychosomatiques que les affections psychiques et les syndromes de dépendance primaires à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées ; voir également ATF 145 V 215 consid. 5 et 6.2). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4).   5.              a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.
On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1 et les références citées). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose également la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). Toutes les affections psychiques doivent en principe faire l'objet d'une procédure probatoire structurée au sens de l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). 3.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). L'évaluation du taux d'invalidité se fait sur la base de quatre méthodes dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente, la méthode ordinaire, la méthode spécifique, la méthode mixte et la méthode extraordinaire. Pour déterminer la méthode applicable au cas particulier, il faut à chaque fois se demander ce que la personne assurée aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) aa) Le Tribunal fédéral a modifié sa pratique en matière d’évaluation du droit à une rente de l’assurance-invalidité en cas de troubles somatoformes douloureux et d’affections psychosomatiques assimilées (ATF 141 V 281 consid. 4.2). Il a notamment abandonné la présomption selon laquelle ces syndromes peuvent être surmontés par un effort de volonté raisonnablement exigible (ATF 141 V 281 consid.

N339.Zumutbarkeit beruflicher Umorientierung

Bei langandauernder Einschränkung der Arbeitsfähigkeit kann von der versicherten Person verlangt werden, eine andere Tätigkeit oder einen Berufswechsel in Betracht zu ziehen. Die Frage, ob eine solche Massnahme zumutbar ist, ist unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. Zu den relevanten subjektiven und objektiven Kriterien gehören insbesondere die verbleibende Arbeitsfähigkeit, das Alter, die konkrete berufliche Situation, die Bindung an den Wohnort sowie die Existenz eines ausgewogenen Arbeitsmarktes und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsverhältnisse.

En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 LPGA). En vertu de l'article 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). L’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. Un taux d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins à une demi-rente, un taux de 60 % au moins à trois quarts de rente et un taux de 70 % au moins à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI).
2 et les références); il n'a pas droit à une rente lorsqu'il serait en mesure, au besoin en changeant de profession, d'obtenir un revenu excluant une invalidité ouvrant droit à une rente; la réadaptation par soi-même est un aspect de l'obligation de diminuer le dommage et prime aussi bien le droit à une rente que celui à des mesures de réadaptation. Le point de savoir si une mesure peut être exigée d'un assuré doit être examiné au regard de l'ensemble des circonstances objectives et subjectives du cas concret. Par circonstances subjectives, il faut entendre en premier lieu l'importance de la capacité résiduelle de travail ainsi que les facteurs personnels tels que l'âge, la situation professionnelle concrète ou encore l'attachement au lieu de domicile. Parmi les circonstances objectives doivent notamment être prises en compte l'existence d'un marché du travail équilibré et la durée prévisible des rapports de travail. 6. Un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; de 50% au moins, à une demi-rente; de 60% au moins, à trois-quarts de rente; et de 70% au moins, à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI dans sa version en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). 7. En l’espèce, le litige porte sur le droit de la recourante à des prestations de l'AI dans le cadre d'une première demande, au-delà du 1er mai 2020, date à laquelle l’OAI a estimé qu’elle pouvait à nouveau exercer une activité professionnelle adaptée, raison pour laquelle il lui a donc reconnu une rente limitée dans le temps. Il n’est en revanche pas contesté ni contestable que la recourante a droit à une rente entière du 1er février 2019 au 30 avril 2020, dans la mesure où les experts et le rhumatologue traitant sont d’accord que celle-ci est en incapacité de travail à 100% dans toute activité en raison de sa spondylarthrite axiale durant la période allant du 26 janvier 2018 à fin février 2020, à tout le moins. Il importe dès lors d’examiner la problématique de la capacité de travail et son évolution dans le temps. La recourante critique en premier lieu essentiellement les conclusions de l’expertise bidisciplinaire, sur lesquelles se fonde la décision de l’OAI.

N340.Wesentliche Differenz begründet neuen Versicherungsfall

Erfolgt eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die sich in Natur und Schwere wesentlich von jener unterscheidet, welche zum Zeitpunkt der früheren Ablehnung vorlag, und ist diese neue Beeinträchtigung geeignet, eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % im Jahresmittel zu verursachen, so steht — mangels materieller Connexität mit dem früheren Sachverhalt — ein neuer Versicherungsfall und damit ein neuer Leistungsanspruch im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG an.

6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’invalidité est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (art. 4 al. 2 LAI). aa) En matière de rente de l’assurance-invalidité, l’assuré a droit à une telle prestation si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. bb) La survenance d'une atteinte à la santé totalement différente de celle qui prévalait au moment du refus de la première demande de prestations et propre, par sa nature et sa gravité, à causer une incapacité de travail de 40 % au moins en moyenne sur une année a, compte tenu de l'absence de connexité matérielle avec la situation de fait prévalant au moment du refus de la première demande de prestations, pour effet de créer un nouveau cas d'assurance (ATF 136 V 369 consid. 3.1 et les références citées ; voir également ATF 147 V 133 consid. 5.3). A cet égard, on notera encore que le principe de l'unicité de la survenance de l'invalidité cesse d'être applicable lorsque l'invalidité subit des interruptions notables ou que l'évolution de l'état de santé ne permet plus d'admettre l'existence d'un lien de fait et de temps entre les diverses phases, qui en deviennent autant de cas nouveaux de survenance de l'invalidité (TF 9C_472/2016 du 29 novembre 2016 consid.
En effet, la protection juridique des parties est suffisamment réalisée lorsque la notification irrégulière atteint son but malgré cette irrégularité (ATF 122 V 189 consid. 2). e) C’est en l’occurrence à tort que l’OAI, respectivement la caisse de compensation, a notifié la décision litigieuse à la recourante et non à son mandataire. Il apparaît toutefois que cette erreur n’a pas entraîné de préjudice puisque Me Carré a rapidement eu connaissance de la décision en question et a pu la contester utilement par le biais du présent recours. La notification irrégulière est dès lors restée sans conséquence, comme le relève l’OAI dans sa réponse. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. b) Il y a un nouveau cas d’assurance lors de la survenance d’une atteinte à la santé totalement différente de celle qui prévalait au moment du premier refus de prestations et propre, par sa nature et sa gravité, à causer une incapacité de travail de 40 % au moins en moyenne sur une année (ATF 136 V 369 consid. 3.1 et les références). c) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.

N341.Hypothetisches Erwerbspensum als Grundlage

Für die Wahl der Bemessungsmethode (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) ist massgeblich, ob die versicherte Person als ganz- oder teilerwerbstätig zu betrachten ist. Entscheidend ist dabei, welches Erwerbspensum die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen hypothetisch ausüben würde, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Die Beurteilung dieser Statusfrage ist damit eine hypothetische Prüfung, die auch hypothetische Willensentscheidungen berücksichtigt und in der Regel aus äusseren Indizien zu erschliessen ist.

Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und in Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 V 28 E. 2.2). Für die Wahl der Bemessungsmethode ist entscheidend, ob die versicherte Person als ganz- oder teilerwerbstätig zu betrachten ist. Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) entscheidende Statusfrage, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl.
Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und die darauf basierenden Schlussfolgerungen der Beschwerdegegnerin rechtmässig sind. Zu beleuchten ist ferner die Methode zur Bemessung des Invaliditätsgrades. 3. 3.1. 3.1.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und in Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 V 28 E. 2.2). 3.1.2. Für die Wahl der Bemessungsmethode ist entscheidend, ob die versicherte Person als ganz- oder teilerwerbstätig zu betrachten ist. Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) entscheidende Statusfrage, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl.

N342.Analoge Lückenfüllung nach Art. 8 ZGB

Liegt objektive Beweislosigkeit vor und sind weitere Abklärungen nach antizipierter Beweiswürdigung nicht erfolgversprechend, kann in Ausnahmefällen zugunsten des Versicherten eine lückenfüllende, analoge Anwendung von Art. 8 ZGB erfolgen; dies kann sich auf die Festlegung des Beginns des Wartejahrs und damit auf den Anspruch nach Art. 28 Abs. 2 IVG auswirken.

Bezüglich des Zeitraums davor steht nicht überwiegend wahrscheinlich fest, ob und allenfalls in welchem Ausmass der Beschwerdeführer arbeitsunfähig gewesen ist. Von weiteren Sachverhaltsabklärungen ist diesbezüglich in antizipierender Beweiswürdigung kein ausreichender Erkenntnisgewinn zu erwarten, weshalb eine objektive Beweislosigkeit vorliegt, deren Folgen in einer lückenfüllenden, analogen Anwendung des Art. 8 ZGB der Beschwerdeführer tragen muss. Das sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) hat folglich erst im Oktober 2010 zu laufen begonnen, weshalb der Rentenanspruch am 1. Oktober 2011 entstanden ist. Der Invaliditätsgrad beträgt überwiegend wahrscheinlich mindestens 70 Prozent, denn der Beschwerdeführer ist, wie der RAD-Arzt I.___ anschaulich und überzeugend aufgezeigt hat, selbst unter günstigsten Umständen mit einer intensiven Therapie und einem überaus wohlwollenden und verständnisvollen Arbeitsumfeld nicht in der Lage gewesen, eine Leistung zu erbringen, die mehr als 30 Prozent der Leistung eines gesunden Polygraphen entsprochen hätte. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist damit ein Anspruch auf eine ganze Rente mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 ausgewiesen. Bleibt zu prüfen, ob der Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV der wiedererwägungsweisen Zusprache der Rente für die Zeit vor dem 1. April 2018 entgegen steht, wie die Beschwerdegegnerin geltend gemacht hat. Gemäss dem Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV erfolgt die Erhöhung einer Rente frühestens von dem Monat an, in dem der Mangel entdeckt wurde, wenn festgestellt wird, dass der Beschluss der IV-Stelle zum Nachteil des Versicherten zweifellos unrichtig war. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann diese Bestimmung im hier zu beurteilenden Wiedererwägungsverfahren nicht massgebend sein, denn nach seinem klaren und eindeutigen Wortlaut betrifft der Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV nur die (revisionsweise) Erhöhung, aber nicht die Zusprache (auch nicht die wiedererwägungsweise Zusprache) einer Rente. Die systematische Interpretation führt zum selben Ergebnis, denn der Art. 88bis IVV befindet sich im Abschnitt E, der mit „Die Revision der Renten, der Hilflosenentschädigung und des Assistenzbeitrages“ betitelt ist.

N343.Fachpsychiatrisches Gutachten nach ICD/DSM

Zur Anerkennung einer psychischen Beeinträchtigung im Sinne von Art. 28 IVG ist in der Regel ein fachpsychiatrisches Gutachten erforderlich; dieses muss nach den Regeln der Kunst auf den Kriterien eines anerkannten Klassifikationssystems (z. B. CIM/DSM) beruhen.

1 LPGA, est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). L’art. 16 LPGA dispose que pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. Conformément à l’art. 28 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide à 40% au moins. 5.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. La reconnaissance de l’existence d’une atteinte à la santé psychique suppose la présence d’un diagnostic émanant d’un expert (psychiatre) et s’appuyant selon les règles de l’art sur les critères d’un système de classification reconnu, tel le CIM ou le DSM-IV (ATF 143 V 409 consid. 4.5.2 ; 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid.
En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 LPGA). En vertu de l'article 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). L'assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. Un taux d'invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente AI, un taux d'invalidité de 50 % au moins à une demi-rente AI, un taux d'invalidité de 60 % au moins à trois quarts de rente AI et un taux d'invalidité de 70 % au moins à une rente entière (art. 28 LAI). 5. a) Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'article 4 al. 1 LAI en liaison avec l'article 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2, 2e phrase LPGA ; ATF 141 V 281 cons. 3.7.1 ; cf. aussi ATF 127 V 294 cons. 4c in fine). b) Dans un arrêt concernant l’abandon de la présomption du caractère surmontable des douleurs liées à des syndromes de type troubles somatoformes douloureux ou affections psychosomatiques assimilées, le Tribunal fédéral a rappelé et maintenu la nécessité, en présence de telles pathologies, d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 cons.
En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 LPGA). En vertu de l'article 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). L'assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. Un taux d'invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente AI, un taux d'invalidité de 50 % au moins à une demi-rente AI, un taux d'invalidité de 60 % au moins à trois quarts de rente AI et un taux d'invalidité de 70 % au moins à une rente entière (art. 28 LAI). 5. a) Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'article 4 al. 1 LAI en liaison avec l'article 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2, 2e phrase LPGA ; ATF 141 V 281 cons. 3.7.1 ; cf. aussi ATF 127 V 294 cons. 4c in fine). b) Dans un arrêt concernant l’abandon de la présomption du caractère surmontable des douleurs liées à des syndromes de type troubles somatoformes douloureux ou affections psychosomatiques assimilées, le Tribunal fédéral a rappelé et maintenu la nécessité, en présence de telles pathologies, d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 cons.

N344.Suspendierung bei rückwirkender Invalidenrente

Kann ein rückwirkender Anspruch auf Invalidenrente nach Art. 28 IVG nicht ausgeschlossen werden — etwa weil die Rente mit Wirkung vor dem Einreichen des Scheidungsbegehrens entstehen könnte — ist das Scheidungsverfahren in der Regel zu suspendieren, bis die Rentenfrage geklärt ist.

Lorsqu’un droit à une rente d’invalidité avec effet rétroactif à un moment antérieur au dépôt de la demande de divorce ne peut être exclu, la procédure doit en règle générale être suspendue jusqu’à ce que la question soit tranchée (TF 9C_391/2019 du 23 mars 2020 consid. 5.1 non publié in ATF 146 V 95 consid. 4.4). 3.4 En l’espèce, l’intimée a ouvert action en divorce le 3 juillet 2017. Or à cette date, l’appelant, né en 1969, avait annoncé une incapacité de travail totale depuis le 7 mars 2016. Le 13 février 2017, il avait déposé une demande de prestations auprès de l’OAI. Dans son courrier du 2 avril 2019, cet office a mentionné le début du délai d’attente d’un an selon l’art. 28 al. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20) au 6 mars 2016. On comprend en outre des courriers produits à l’appui de l’appel que le sort donné à la demande du 13 février 2017 de l’appelant n’avait toujours pas été tranché en juillet 2020, l’OAI procédant alors encore à des mesures d’instruction. Il est dès lors possible que l’appelant puisse avoir droit à rente invalidité avec effet rétroactif au 6 mars 2017 (cf. art. 28 LAI, le droit à une rente de l’assurance-invalidité prenant naissance au plus tôt un an après l'apparition de l’atteinte à la santé qui entraîne une incapacité de travail d’au moins 40 %), soit avant le dépôt de la demande de divorce. Dans ces conditions, l’autorité précédente ne pouvait statuer sur le sort des avoirs de prévoyance professionnelle des parties et aurait dû suspendre la cause, aucun intérêt prédominant ne s’y opposant. 4. 4.1 Le principe de l'unité du jugement de divorce visé à l'art. 283 al. 1 CPC paraît à première vue imposer l'annulation du jugement et le renvoi de la cause dans son ensemble à l’autorité précédente. Toutefois, ce principe ne porte pas atteinte à l'autorité de chose jugée partielle du jugement qui résulte de l'art. 315 al. 1 CPC, selon lequel l'appel suspend l'entrée en force du jugement dans la mesure des conclusions prises en deuxième instance ; cf. ATF 144 III 298 consid. 6.3.2 et 6.4 ; RSPC 2018 pp. 396 s.). La juridiction de première instance ne peut en effet pas, en principe, prononcer le divorce sans régler dans la même décision (tous) les effets accessoires de celui-ci.

N345.Staffelung der Invalidenrente nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG legt die gestaffelte Höhe der Invalidenrente fest: bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die (a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, (b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und (c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
und dass sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung]).

N346.Rentenanteile bei 40–50% Invalidität

Bei einem Invaliditätsgrad von 40% bis unter 50% sieht Art. 28b Abs. 1 bzw. Abs. 4 gestaffelte prozentuale Rentenanteile vor; diese liegen zwischen 25% und unter 50%.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad von 40-50 % gelten prozentuale Anteile zwischen 25 % und
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.

N347.Wesentliche Änderung als Revisionsgrund

Anlass zur Revision der laufenden IV-Rente ist jede wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der Zusprechung oder der letzten Verfügung, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 2 IVG zu beeinflussen. Revisionsrechtlich relevant können sowohl eine wesentliche Verbesserung als auch eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes sein; zudem ist bei Vorliegen eines Revisionsgrundes der Anspruch umfassend neu zu prüfen.

Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende 2021 geltenden und hier anwendbaren Fassung). Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSGebenfalls in der bis Ende 2021 geltenden und hier anwendbaren Fassung). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 9 E. 2.3). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art.
Diese Einschätzung erachtet der Beschwerdeführer als unzutreffend (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik). 2.2. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin gestützt auf die vorliegenden Akten mit Verfügung vom 1. Juli 2020 (IV-Akte 177) zu Recht einen weiteren Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. 3. 3.1. Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind; und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Bei einem IV-Grad von mindestens 40 % besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. 3.3. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_156/2020 vom 9. Juli 2020 E. 2.2). Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen; siehe auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_749/2019 vom 18. Juni 2020 E. 3.5). Es kann nicht nur eine (erhebliche) Gesundheitsverbesserung, sondern grundsätzlich auch eine gesundheitliche Verschlechterung revisionsrechtlich relevant sein und zu einer allseitigen, umfassenden Neubeurteilung des Rentenanspruchs führen (vgl.
Streitig ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Erlass der Verfügung vom 24. Februar 2017 (IV-Akte 59) wesentlich verändert hat und sie deshalb einen Anspruch auf eine höhere als eine halbe Invalidenrente hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9, 10 f. E. 2, BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 115, V 308, 313 E. 4a/bb, BGE 112 V 371, 372 E. 2b, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131, 132 E.

N348.Beweiskraft versicherungsinterner Berichte

Versicherungsinterne Berichte, namentlich RAD‑Stellungnahmen und reine Aktengutachten können in Verfahren über einen Rentenanspruch nach Art. 28 IVG beweiskräftig sein; in einzelnen Fällen wurden sie als ausreichend für die Entscheidsfindung erachtet, sodass weitergehende Abklärungen entbehrlich waren.

Entscheid Versicherungsgericht, 11.11.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 8 IVG; Art. 28 IVG: Beweiswert eines internen RAD-Berichts: Gemäss einer beweistauglichen Einschätzung des RAD, der sich unter anderem auf eine Beurteilung des Suva-Arztes stützt, liegt kein invaliditätsbegründender Gesundheitsschaden vor, und ein solcher droht auch nicht. Somit besteht werde Anspruch auf eine Rente noch auf berufliche Massnahmen. Es sind keie weiteren Abklärungen notwendig. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. November 2024, IV 2023/213). Entscheid vom 11. November 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/213 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand berufliche Massnahmen / Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2023 Art. 28 IVG. Beurteilung des RAD als beweiskräftig erachtet. Festlegung der Arbeitsfähigkeit. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch, Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2023, IV 2022/195). Entscheid vom 30. November 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2022/195 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Die Vorinstanz legte die für die Beurteilung der Streitsache massgeblichen Rechtsgrundlagen im angefochtenen Entscheid zutreffend dar. Es betrifft dies insbesondere die Erwägungen zur Erwerbsunfähigkeit und Invalidität (Art. 7 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG) sowie zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG). Korrekt sind auch die Ausführungen bezüglich des Beweiswertes versicherungsinterner Berichte und Stellungnahmen sowie von reinen Aktengutachten des RAD (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5; 142 V 58 E. 5.1; Urteil 9C_647/2020 vom 26. August 2021 E. 4.2). Hierauf wird verwiesen.
Entscheid Versicherungsgericht, 13.01.2021 Art. 28 IVG. Beweiskraft der RAD-Stellungnahmen bejaht. Anspruch auf eine unbefristete Rente bei 100%-iger Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten verneint. Zusprache einer befristeten ganzen Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Januar 2021, IV 2019/17). Entscheid vom 13. Januar 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi Geschäftsnr. IV 2019/17 Parteien A.___ Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N349.Streit um Erfüllung des Wartejahrs

Die Frage, ob das Wartejahr erfüllt ist, kann in der Praxis streitig werden und zu weitergehenden Abklärungen oder Rückweisung zur Ergänzung des Stoffs führen.

Dezember 2023 sei aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, dem Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2023 eine IV-Rente mit einem IV-Grad von 40 % (prozentualer Anteil an der ganzen Rente 25 %) auszurichten. Eventualiter: Die Angelegenheit sei zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.     - unter Kosten- und Entschädigungsfolge - Mit Beschwerdeantwort vom 5. März 2024 schliesst die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Mit Eingaben vom 26. März und 16. Oktober 2024 reichte der Beschwerdeführer den Bericht von Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, und Dr. med. H.________, Assistenzarzt, Spital I.________, vom 6. September 2024 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 6) sowie den Bericht von Dr. med. J.________, Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin, Spital F.________, vom 25. Januar 2024 (act. I 5) ein. Mit prozessleitender Verfügung vom 18. November 2024 wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zur Frage des erfüllten Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) zu äussern. In den Stellungnahmen vom 26. November und 13. Dezember 2024 äusserten sich die Parteien. Der Beschwerdeführer reichte zudem den Bericht von M.Sc. K.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, vom 14. Juni 2024 (act. I 7) ein. Die Stellungnahmen wurden unter den Parteien wechselseitig ausgetauscht.

N350.Revisionsfähigkeit der Viertel- bis Ganzrenten

Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, kann die Rente entsprechend revidiert (erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben) werden. Die in Art. 28 Abs. 2 IVG vorgesehenen Viertel-, Halb-, Drei‑Viertel‑ und ganzen Renten sind demnach revisionsfähig und können bei änderndem Invaliditätsgrad angepasst werden.

L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 8.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. 9. 9.1 En vertu de l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d'invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l'art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art.
En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2ème phrase, LPGA). 7.3 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40 % au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50 % au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70 % au moins (art. 28 al. 2 LAI). L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art. 29 al. 4 LAI n'est pas applicable lorsque, comme en l'espèce, la personne assurée est une ressortissante suisse ou de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un des Etats membres de l'UE (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement no 883/2004). 7.4 En cas de rentes rétroactives limitées dans le temps, les dispositions relatives à la révision sont applicables. Ainsi, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA). La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 141 V 9 consid.
Die Beschwerdegegnerin wendet hiergegen im Wesentlichen ein, die Beurteilungen des zuständigen Arztes des RAD erscheine insgesamt schlüssig, wonach eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, die sich massgeblich limitierend auf die Zumutbarkeit einer medizinisch-theoretisch angepassten Tätigkeit auswirken würde, nicht ausgewiesen sei (vgl. RAD-Berichte vom 22. Juni 2023 [IV-Akte 221], 28. September 2023 [IV-Akte 229] sowie vom 10. November 233 [IV-Akte 233]; Beschwerdeantwort [BA], Rz. 11-18; Duplik, S. 1 f.). Zudem sei, wie von der Beschwerdeführerin gefordert, hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ein Leidensabzug von 25 % nicht gerechtfertigt (BA, Rz. 19 ff.). 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3.). Die Invalidenrente ist nicht nur bei wesentlichen Veränderungen des Gesundheitszustands, sondern auch dann zu revidieren, wenn sich die wirtschaftlichen Auswirkungen bei gleichbleibendem Gesundheitszustand erheblich verändert haben (BGE 141 V 9 E.

N351.Zeitpunktbezogene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit

Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist auf den massgeblichen Zeitpunkt abzustellen (insbesondere auf den Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs / das Ende des Wartejahrs). Gutachten haben die Arbeitsfähigkeit ab diesem Zeitpunkt sowie deren Verlauf zu beurteilen. Spätere Arztberichte sind nur insoweit zu berücksichtigen, als sie Rückschlüsse auf die zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben.

Pour cela, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s’effectue, en règle ordinaire, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l’un avec l’autre, la différence permettant de calculer le taux d’invalidité (ATF 130 V 343 consid. 3.4 et 128 V 29 consid. 1 ; TF 8C_708/2007 du 21 août 2008 consid. 2.1). Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment de la naissance du droit à une éventuelle rente de l’assurance-invalidité (ATF 134 V 322 consid. 4.1 ; 129 V 222).                 bb) En l’occurrence, le recourant a présenté une incapacité de travail de 100 % dès le 20 janvier 2021. Cependant, dès le 1er mars 2021, il a retrouvé une capacité de travail de 60 % dans une activité adaptée à son état de santé. Ce changement dans la capacité de travail étant susceptible d’influencer le droit à la rente, il convient d’effectuer la comparaison des revenus à l’aune des circonstances prévalant en 2022 (art. 28 al. 1 LAI).                 b) L’art. 25 RAI concrétise les art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA. D’après l’art. 25 al. 1 RAI, est réputé revenu au sens de l’art. 16 LPGA le revenu annuel présumable sur lequel les cotisations seraient perçues en vertu de la LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10), à l’exclusion toutefois : des prestations accordées par l’employeur pour compenser des pertes de salaire par suite d’accident ou de maladie entraînant une incapacité de travail dûment prouvée (let. a) ; des indemnités de chômage, des allocations pour perte de gain au sens de la LAPG (loi fédérale du 25 septembre 1952 sur les allocations pour perte de gain ; RS 834.1) et des indemnités journalières de l’assurance-invalidité (let. b). Selon l’art. 25 al. 2 RAI, les revenus déterminants au sens de l’art. 16 LPGA sont établis sur la base de la même période et au regard du marché du travail suisse. En vertu de l’art. 25 al. 3 RAI, si les revenus déterminants sont fixés sur la base de valeurs statistiques, les valeurs médianes de l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) de l’Office fédéral de la statistique font foi.
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1. September 2023 entwickelte. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 143 V 409 E. 2.1). Spätere Arztberichte sind aber in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (BGE 121 V 362 E. 1b). 4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b). 4.2 Bei Erwerbstätigen wird der lnvaliditätsgrad gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ermittelt durch den Vergleich des Erwerbseinkommens, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage nach Eintritt des Gesundheitsschadens und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen erzielen könnte (lnvalideneinkommen), mit dem Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre (Valideneinkommen). 4.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1).
Der medizinische Sachverhalt kann nach dem Gesagten nicht erstellt werden. Er erweist sich insbesondere hinsichtlich des aktuellen psychischen Gesundheitszustands, jedoch auch betreffend die von verschiedenen Ärzten angesprochenen Wechselwirkungen zwischen den somatischen und psychischen Beschwerden (vgl. E. 4.4.2; E. 4.8) als vollständig ungeklärt (vgl. BGE 139 V 99 E. 1.1).     Die Sache ist daher zur Einholung eines bi- oder polydisziplinären Gutachtens mit mindestens den Fachrichtungen Psychiatrie und Orthopädie an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (§ 26 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).     Nachdem vorliegend der Ablauf des Wartejahres im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 1.3) per 26. März 2021 unbestritten und ausgewiesen ist (vgl. Urk. 10/174 S. 9 unten) und ein Rentenanspruch somit ab März 2021 in Frage steht, werden sich die Gutachter zur aktuellen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachmann/Berufsbildner (je 50 %) und gegebenenfalls in näher definierter angepasster Tätigkeit sowie zum entsprechenden Verlauf ab 26. März 2021 zu äussern haben.
Die Einschätzung des RAD, es gelte bis Januar 2021 das von der D____klinik [...] Mitte 2020 festgelegte Belastungsprofil, lässt sich darum nicht zweifelsfrei halten. Die Verfügung vom 15. Januar 2021 ist darum, da auf einer noch nicht zuverlässig geklärten medizinischen Sachlage beruhend, aufzuheben. 6. Dass der medizinische Zustand mit Blick auf den Bericht der D____klinik [...] vom 23. März 2021 vertiefter Abklärung bedarf, ist im Grundsatz nicht strittig. Da jedoch nach dem Dargelegten die Verfügung vom 15. Januar 2021 aufzuheben ist, weil sie auf einer nicht zuverlässig abgeklärten medizinischen Sachlage beruht, hat sich die von der Beschwerdegegnerin vorzunehmende Abklärung zum Ausmass der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch auf das vor der Verfügung vom 15. Januar 2021 gelegene Zeitintervall zu erstrecken. Der Zeitrahmen wird dabei durch das Datum der ursprünglichen Anmeldung vom 7. Februar 2020 (IV-Akte 1) sowie die einschlägigen Vorschriften zum frühest möglichen Rentenbeginn (Art. 29 Abs. 1 IVG) bzw. die Vorgaben zur Erfüllung des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) abgesteckt. 7. 7.1. Aus den dargestellten Gründen ist die Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung vom 15. Januar 2021 aufzuheben. Der Fall ist zur Abklärung im Sinne der
Gestützt auf die medizinische Aktenlage können sowohl der Gesundheitszustand als auch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im hier relevanten Zeitraum (Juli 2021 [Anmeldung im Januar 2022; frühest möglicher Rentenbeginn nach bestandener einjähriger Wartezeit im Juli 2022, Art. 29 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG] bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 21. Dezember 2023) gestützt auf die momentane Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden.

N352.Unvollständige Gutachten: ergänzende Abklärungen

Erweist sich ein Administrativgutachten als unvollständig oder als nicht beweiskräftig für den für den Rentenanspruch massgeblichen Zeitraum, rechtfertigt dies ergänzende medizinische Abklärungen bzw. das Einholen einer neuen gutachterlichen Beurteilung oder die Rückweisung an die IV‑Stelle zur weiteren Abklärung und Neubescheidung.

Entscheid Versicherungsgericht, 19.03.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Administrativgutachten. Beweiskraft der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Da sich die Administrativgutachter allerdings nicht über den gesamten für den Rentenanspruch relevanten zurückliegenden Zeitraum äusserten und sich auch aus den Akten keine klaren Schlüsse ziehen lassen, ist die Sache an die IV-Stelle zu weiteren medizinischen Abklärungen und zu neuer Verfügung betreffend einen allenfalls rückwirkend befristeten Rentenanspruch zurückzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. März 2021, IV 2019/138). Entscheid vom 19. März 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Corinne Schambeck, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/138 Parteien A.___ Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Strehler, MLaw, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 310, 8500 Frauenfeld, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
Entscheid Versicherungsgericht, 03.12.2020 Art. 28 IVG. Beweiswürdigung verschiedener gutachterlicher Beurteilungen. Das Erstgutachten vermag trotz nachträglicher ergänzender Stellungnahme keine beweiskräftige Grundlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs zu bilden. Deshalb holte die IV-Stelle zu Recht eine neue gutachterliche Beurteilung ein. Diese erweist sich als beweiskräftig. Der von der IV-Stelle gestützt darauf ermittelte Rentenanspruch (befristete ganze Rente mit anschliessender unbefristeter Viertelsrente) ist nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Dezember 2020, IV 2019/257). Entscheid vom 3. Dezember 2020 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/257 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St.

N353.Indikatorenschema bei Abhängigkeitssyndromen und Psychosomatik

Bei Abhängigkeitssyndromen und psychosomatischen Störungen ist das strukturierte Indikatorenschema anzuwenden. Massgeblich sind insbesondere der Schweregrad der Störung, der Verlauf und das Ergebnis therapeutischer bzw. re‑/Eingliederungsmassnahmen, die persönlichen Ressourcen der versicherten Person sowie die Konsistenz der Einschränkungen (gleichmässige Beeinträchtigung in verschiedenen Lebensbereichen).

Cette évaluation doit se dérouler en tenant compte d'un catalogue d'indices qui rassemble les éléments essentiels propres aux troubles de nature psychosomatique. La phase diagnostique doit mieux prendre en considération le fait qu'un diagnostic présuppose un certain degré de gravité. Le déroulement et l'issue des traitements thérapeutiques et des mesures de réadaptation professionnelle fournissent également des conclusions sur les conséquences de l'affection psychosomatique. Il convient également de bien intégrer la question des ressources personnelles dont dispose la personne concernée, eu égard en particulier à sa personnalité et au contexte social dans lequel elle évolue. Jouent également un rôle essentiel les questions de savoir si les limitations alléguées se manifestent de la même manière dans tous les domaines de la vie (travail et loisirs) et si la souffrance se traduit par un recours aux offres thérapeutiques existantes. 5. Droit à la rente – calcul du taux – obligation de réduire le dommage Selon l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente lorsque sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qu’il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L’al. 2 prévoit que la rente est échelonnée selon le taux d’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente, un taux de 50% au moins donne droit à une demi-rente, un taux de 60% au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux de 70% au moins donne droit à une rente entière. 5.1. Selon l’art. 28a al. 1 LAI, l’art. 16 LPGA s’applique à l’évaluation du taux d'’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative. Ce dernier article indique que, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.
6.2). Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).     Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7). Nach BGE 143 V 409 sind namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung).
In der Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens) handelt es sich um die Frage (1) der gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen und (2) des behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks. Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der - im Einzelfall relevanten – Indikatoren geben, müssen dem Rechtsanwender die erforderlichen Indizien verschaffen, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (BGE 141 V 281 E. 4.1.3). 3.3. Es ist nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7, 143 V 409 E. 4.5.3). 4. 4.1. Dr. med. E____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Gutachten vom 3. Juni 2022 (IV-Akte 49) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Störungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1), Störungen durch Cannabinoide, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F12.20) und Störungen durch Kokain, Status nach schädlichem Gebrauch (ICD-10 F14.1). Unter dem Titel «Differentialdiagnostische Diskussion» führte der Gutachter aus, der Beschwerdeführer sei in einem Familiensystem aufgewachsen, in welchem er nicht gänzlich solide, präsente und versichernde Elternbilder habe internalisieren können, und er also nicht eine gänzlich stabile narzisstische Entwicklung habe durchlaufen können.
Hierzu gehören nach dem oben Ausgeführten auch Abhängigkeitssyndrome (E. 6.2). Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3). Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).

N354.Strukturierte, funktionale Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen

Bei psychischen Erkrankungen ist die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 28 IVG nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in einem strukturierten, funktionalen Verfahren vorzunehmen (vgl. BGE 141 V 281). Dabei sind funktionale Einschränkungen zu erfassen, in der Regel Standardindikatoren (u. a. funktioneller Schweregrad, Konsistenz) zu berücksichtigen und mögliche Kompensationspotenziale/Ressourcen einzubeziehen. Die Beurteilung hat objektiv anhand medizinischer Feststellungen zu erfolgen; die subjektive Einschätzung der versicherten Person ist nicht massgebend.

b LAI, l'incapacité de travail peut plus précisément être définie comme la perte fonctionnelle, due à une atteinte à la santé, de la capacité de rendement de l'assuré dans sa profession ou dans son champ d'activité habituel, les pertes financières subies durant le délai d'attente étant en principe sans importance. Cette référence à l'activité antérieure a principalement pour conséquence que, pour déterminer l'incapacité de travail, il n'y a pas lieu de se référer, comme dans le cadre de l'évaluation de l'invalidité, à l'ensemble du marché du travail et au devoir de l'assuré de réduire le dommage, mais uniquement à la baisse de rendement dans la profession qu'il exerçait et qui a donné lieu, sur la base des constatations médicales, à l'incapacité de travail déterminant le début de la période de carence. L'incapacité de travail au sens de l'art. 28 al. 1 let. b LAI correspond donc, chez les personnes qui exercent une activité lucrative, aux empêchements médicalement constatés dans la profession ou l'activité qu'elles exerçaient jusqu'alors et chez celles qui n'exercent pas, à la diminution – attestée médicalement – du rendement fonctionnel dans l'accomplissement des travaux habituels (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, 2018, n. 9 ad art. 28 LAI). L'incapacité de travail est par ailleurs une notion objective ; l'appréciation subjective que fait la personne assurée de son état de santé et de son incapacité à exercer sa profession n'est pas prise en considération (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand de la LPGA, 2018, n. 19 et 20 ad art. 6 LPGA). 3.3 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. Selon la jurisprudence, en cas de troubles psychiques, la capacité de travail réellement exigible doit être évaluée dans le cadre d'une procédure d'établissement des faits structurée et sans résultat prédéfini, permettant d'évaluer globalement, sur une base individuelle, les capacités fonctionnelles effectives de la personne concernée, en tenant compte, d'une part, des facteurs contraignants extérieurs incapacitants et, d'autre part, des potentiels de compensation (ressources) (ATF141 V 281 consid. 3.6 et 4). L'accent doit ainsi être mis sur les ressources qui peuvent compenser le poids de la douleur et favoriser la capacité d'exécuter une tâche ou une action (arrêt du Tribunal fédéral 9C_111/2016 du 19 juillet 2016 consid.
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 145 V 215 E. 5, 143 V 409 und 418, 141 V 281) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezüglich des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4), des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 351 E. 3a) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (E. 1 hiervor; BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3a und 3b/cc). Darauf wird verwiesen.
Im angefochtenen Urteil werden die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 7 f. ATSG und Art. 28 IVG), sowie zur Bedeutung und Beweiskraft medizinischer Unterlagen (BGE 125 V 256 E. 4; 125 V 351 E. 3a) zutreffend dargelegt. Richtig ist auch der vorinstanzliche Hinweis, wonach die Einschränkungen infolge psychischer Erkrankungen grundsätzlich anhand systematisierter Indikatoren zu beurteilen sind (BGE 141 V 281; 143 V 418). Darauf wird verwiesen. Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie bei der konkreten Beweiswürdigung betreffen Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2) und sind für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich. Soweit die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird, geht es um eine frei überprüfbare Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2; Urteil 8C_712/2019 vom 12. Februar 2020 E. 1.3). Rechtsfrage ist auch, nach welchen Gesichtspunkten die Entscheidung über die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit erfolgt (BGE 140 V 267 E. 2.4 mit Hinweisen; SVR 2021 IV Nr.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; Bundesgerichtsentscheide vom 16. Februar 2018, 8C_633/2017 E. 3.4, und vom 10. August 2016, 9C_289/2016 E. 3.2). - Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Schaffung dieser Bestimmung hat keine Veränderung des (nämlich in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelten) Zeitpunkts des Eintritts des Versicherungsfalls mit sich gebracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2016, IV 2013/641 E. 1.1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, vgl. auch BGE 102 V 165). - Sämtliche psychischen Erkrankungen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Die funktionellen Folgen der Gesundheitsschädigung sind danach qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind in der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz.

N355.Beweiswert monodisziplinärer orthopädischer Gutachten

Ein monodisziplinäres orthopädisches Gutachten kann ausreichend beachtlichen Beweiswert haben, sofern die Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass weitere disziplinäre Abklärungen erforderlich sind.

Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2022 Art. 28 IVG: Beweiswert eines monodisziplinären orthopädischen Gutachtens bejaht. Anhaltspunkte dafür, dass eine Begutachtung in weiteren Disziplinen erforderlich wäre, liegen nicht vor. Einkommensvergleich (gemischte Methode). Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2022, IV 2021/135). Entscheid vom 6. April 2022 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2021/135 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N356.Interdisziplinäre Beurteilung bei Mischbildern

Bei somatisch‑psychischen Mischbildern ist eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung angezeigt. Diese soll unter Einbezug fachärztlich‑psychiatrischer Abklärungen insbesondere Auskunft geben über die Chronologie der Arbeitsfähigkeit und über das funktionelle Leistungsvermögen.

Nach dem Gesagten ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie in Bezug auf das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ab dem 19. Mai 2021 und insbesondere ab dem Ende der stationären Behandlung per 3. Juli 2021 bis Mai 2022 ergänzende medizinische Abklärungen zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Erwerbstätigkeit und im Haushaltsbereich (diesbezüglich definiert als funktionelles Leistungsvermögen) vornimmt. Ferner ist der Gesundheitszustand und die Arbeits-/Leistungsfähigkeit auch aus fachärztlich-psychiatrischer Sicht und hinsichtlich der Adipositas beurteilen zu lassen.     Angesichts der somatischen und psychischen Beschwerden mit fraglicher psychosomatischer Überlagerung ist eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung angezeigt. Diese hat nach Vorlage der vervollständigten Akten unter Berücksichtigung aller Beschwerden insbesondere auch zum chronologischen Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Cafeteria-Angestellte (ab Mai 2021 bis aktuell) und im Haushaltsbereich (von Mai 2021 bis Mai 2022) mit besonderem Augenmerk auf die Zeit vom 3. Juli 2021 bis Mai 2022 sowie zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab Mai 2022 Auskunft zu geben.
Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2024 Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Untersuchungsgrundsatz. Veränderungen des Gesundheitszustandes nach einer polydisziplinären Begutachtung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Oktober 2024, IV 2024/38). Entscheid vom 3. Oktober 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2024/38 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2021 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines bidisziplinären (Orthopädie und Psychiatrie) Gutachtens. Anspruchsvoraussetzungen einer mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; sog. Wartejahr) und einer anschliessenden Invalidität von mindestens 40% nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2021, IV 2020/79). Entscheid vom 12. Oktober 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2020/79 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, die ihr gutachterlich attestierte Restarbeitsfähigkeit sei auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar, weshalb ihr eine ganze Rente zuzusprechen sei. Ihre Einschränkungen seien zu umfangreich. Die Verfügung sei nicht ausreichend substantiiert, da nicht klar sei, wie eine solche zu 80 % zugemutete Verweistätigkeit ausgeführt werden könne. Zudem habe die Vorinstanz die Schmerzsituation der Beschwerdeführerin bei ihrer Beurteilung völlig ausgeklammert. 2.3. Die Beschwerdegegnerin wendet hiergegen zur Hauptsache ein, gestützt auf das beweiskräftige bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. D____ und E____ vom 3. September 2020 sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit über eine 80%ige Restarbeitsfähigkeit verfüge. Bei dieser medizinischen Ausgangslage habe man – bei korrekt durchgeführtem Einkommensvergleich – zu Recht einen Rentenanspruch über eine Viertelsrente verfügt. 2.4. Zu prüfen ist somit im Folgenden, ob die IV-Stelle den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine ganze Invalidenrente zu Recht verneint und stattdessen eine Viertelsrente verfügt hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E.

N357.Tabellenlohnabzug bei Invalideneinkommen

Ein Tabellenlohnabzug ist im Rahmen der Invalideneinkommensberechnung möglich und wirkt sich auf den Invaliditätsgrad aus. Er ist jedoch nicht automatisch, sondern im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen und darf 25% nicht überschreiten. In der zitierten Rechtsprechung wurde in einem Fall ein Abzug von 10% als angemessen erachtet, während ein beantragter Abzug von 25% als zu hoch angesehen wurde; in einem anderen Entscheid wurde die Rechtmässigkeit eines 10%-Abzugs fraglich befunden, wobei gleichzeitig auf das Verbot der doppelten Berücksichtigung gesundheitlicher Einschränkungen hingewiesen wird.

Der Beschwerdeführer kann seine Restarbeitsfähigkeit sodann nicht nur als Hilfsarbeiter, sondern auch in einer angestammten Tätigkeit als W.___ verwerten. Dass er nur noch in Teilzeit (50 %) tätig sein kann, rechtfertigt einen Tabellenlohnabzug (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.4). Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer denn auch bereits einen Tabellenlohnabzug zugebilligt (vgl. IV-act. 170). Der vom Beschwerdeführer geforderte Tabellenlohnabzug von 25 % (act. G1) geht indes zu weit und ist den konkret vorliegenden Einschränkungen nicht angemessen. Insgesamt ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen. Wird dem Valideneinkommen von Fr. 106'069.-- das Invalideneinkommen von Fr. 35'742.-- (Fr. 39'713.-- abzüglich 10 % Tabellenlohnabzug) gegenübergestellt, so resultiert ein Invaliditätsgrad von 66 %, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Die Beschwerdegegnerin setzte den Rentenbeginn unter Berücksichtigung des bereits erfüllten Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) sowie der Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) auf den 1. Dezember 2013 fest. Dies wurde nicht bestritten und ist nicht zu beanstanden.   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer, beginnend am 1. Dezember 2013, eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegenden Angelegenheit angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2016, IV 2014/126, E. 6.2 mit Hinweis). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs­gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen.
Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2022, 9C_395/2022, E. 4.5.2 mit Hinweisen). Nachdem im vorliegenden Fall faktisch ein Prozentvergleich vorzunehmen ist (vgl. vorstehende E. 7.2), müsste ein allfälliger Tabellenlohnabzug – bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % – mindestens 20 % betragen, damit ein rentenbegründender Invaliditätsgrad (40 %, vgl. aArt. 28 Abs. 1 lit. c IVG und vorstehende E. 2.1) erreicht wird. Die Beschwerdeführerin macht denn auch geltend, ihr sei der maximale Tabellenlohnabzug von 25 % zu gewähren, da sie selbst angepasste Tätigkeiten nur noch mit grossen Einschränkungen ausüben könne und eine allfällige Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich kaum verwertbar sei (act. G 1-5 Ziff. 12). Die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist verwertbar (vgl. vorstehende E. 6) und kann deshalb nicht zu einem Tabellenlohnabzug führen. Die gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin, insbesondere die verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs, wurden sodann bereits bei der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt (vgl. IV-act. 197 sowie vorstehende E. 5.4.1) und können aufgrund des Verbots der doppelten Berücksichtigung (vgl. vorstehende E. 8.1) nicht auch noch in die Bemessung des Tabellenlohnabzugs einfliessen. Somit erscheint es fraglich, ob der von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung eingeräumte Tabellenlohnabzug von 10 % gerechtfertigt ist.

N358.Unverbindlichkeit von IV-Gradfeststellungen unter 40 %

Ergibt die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad, der unter der gesetzlichen Mindestgrenze von 40 % liegt (Art. 28 IVG), sind deren Feststellungen gegenüber Vorsorgeeinrichtungen nicht bindend. Die Praxis begründet dies damit, dass die IV-Organe im unterhalb der Erheblichkeitsschwelle liegenden Bereich keine veranlassungsgemässe, genaue Bestimmung des Invaliditätsgrades treffen; folglich können Vorsorgeeinrichtungen die leistungserheblichen Voraussetzungen selbständig prüfen.

Die IV-Stelle ermittelte in der Verfügung vom 21. November 2018 einen IV-Grad des Klägers von 4 % (Urk. 13/77/1-3). Selbst unter Berücksichtigung der vom Kläger geltend gemachten Vergleichseinkommen hätte für den massgebenden Zeitraum ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert, weshalb er mangels schutzwürdigen Interesses nicht berechtigt gewesen wäre, die Verfügung anzufechten mit dem Begehren, die Vergleichseinkommen seien anders festzulegen. Der von der IV-Stelle ermittelte Invaliditätsgrad ist für die Vorsorgeeinrichtung nicht bindend, wenn er die gesetzliche Mindestgrenze von 40 % (Art. 28 IVG) nicht erreicht, weil in diesem unterhalb der Erheblichkeitsschwelle liegenden Bereich für die Organe der Invalidenversicherung keine Veranlassung besteht, eine genaue Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_300/2019 vom 28. Oktober 2019 E. 5.2 m.w.H.). Damit entfällt eine Bindung an die diesbezüglichen Feststellungen der IV-Stelle, was rechtsprechungsgemäss die freie Überprüfbarkeit des leistungserheblichen Sachverhaltes im vorliegenden berufsvorsorgerechtlichen Verfahren zur Folge hat (vgl. vorstehend E. 1.3).
Inoltre, secondo il TF, considerato come lo scopo del vincolo alla pronuncia dell'AI sia quello di sgravare gli istituti di previdenza da accertamenti dispendiosi, bisogna ritenere che tale vincolo sia riferito unicamente a quegli accertamenti e a quelle valutazioni degli organi dell’AI che nell’ambito della procedura (dell’AI) erano determinanti per l’esame della pretesa alla rendita d’invalidità e sui quali andava effettivamente deciso; diversamente gli organi della previdenza professionale devono esaminare i presupposti della pretesa liberamente (STF 9C_684/2008 del 18 settembre 2009; STF B 83/04 del 25 aprile 2006, B 50/99 del 14 agosto 2000, B 79/99 e 4/00 del 26 gennaio 2001). Ne discende ad esempio che la fissazione della data d’inizio del diritto alla rendita da parte dell’Ufficio AI non esclude che l’incapacità lavorativa motivante il diritto a prestazioni d’invalidità della previdenza professionale sia subentrata, foss’anche in misura ridotta, già prima dell’inizio dell’anno di carenza secondo l’AI (Stauffer, op. cit., n. 1020 segg; Vetter-Schreiber, op. cit, all’art. 23 n. 53 pag. 121; SZS 2003 pag. 45 e 2005 pag. 241; STFA B 47/98 dell’11 luglio 2000). Inoltre quando la previdenza professionale prevede prestazioni di invalidità anche con un grado d’invalidità inferiore al 40% o quando nell’ambito della previdenza professionale è prevista una classificazione della rendita più precisa che nell’AI, l’istituto di previdenza può decidere liberamente (Vetter-Schreiber, all’art. 23 n. 53 pag. 122). In presenza di un grado di invalidità inferiore al grado minimo legale del 40% (art. 28 LAI), l’istituto di previdenza non è vincolato alle constatazioni e conclusioni fatte dall’AI, “weil in diesem unterhalb der Erheblichkeitsschwelle liegenden Bereich für die Organe der Invalidenversicherung keine Veranlassung besteht, eine genaue Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmen” (cfr. STF 9C_300/2019 consid. 5b con riferimenti).                                                                     Richiamati questi principi, nella sua pronuncia del 5 settembre 2022, il TF ha concluso, confermando sostanzialmente quanto già concluso dal TCA nella pronuncia del 15 novembre 2021, che nella fattispecie la Fondazione convenuta, nell’esame dei presupposti della pretesa a prestazioni d’invalidità, non è vincolata dai provvedimenti dell’Ufficio AI, nella misura in cui “quest'ultimo aveva stabilito dal 30 settembre 2012 un grado di invalidità 20%, ossia inferiore al minimo edittale del 40% (DTF 143 V 434 consid. 2.2; 133 V 67 consid. 4.3.2; sentenza 9C-300/2019 del 28 ottobre 2019 consid.
Il ricorrente sosteneva che questa motivazione non permetteva di precisare il tasso d’invalidità esatto dal quale sarebbe poi dipesa la valutazione dell’incapacità di guadagno nella previdenza professionale.                                     Il TF nella sentenza 9C_971/2009 del 14 giugno 2011 ha negato la richiesta di accertamento del grado preciso d’invalidità nell'ottica di una eventuale rendita della previdenza professionale sovraobbligatoria rilevando quanto segue:   "  Da un lato perché per il calcolo della media retrospettiva non è determinante il grado di invalidità esatto, quanto piuttosto quello dell'incapacità lavorativa. Dall'altro perché gli accertamenti degli organi AI esplicano effetto vincolante nei confronti degli istituti di previdenza solo limitatamente a quegli aspetti che nella procedura AI si sono dimostrati decisivi per la fissazione del diritto a una rendita d'invalidità (cfr. a tal proposito DTF 130 V 270 consid. 3.1 pag. 273; SVR 2007 IV n. 3 pag. 8 consid. 3 [I 808/05]). L'accertamento di un grado d'invalidità che non raggiunge il limite di legge del 40% (art. 28 LAI) non esplica per contro effetto vincolante perché in una simile evenienza gli organi dell'AI non hanno (avuto) motivo di determinare esattamente il tasso d'invalidità (cfr. pure sentenze 8C_696/2008 del 3 giugno 2009 consid. 11 e 9C_8/2009 del 30 marzo 2009 consid. 3.2 con riferimenti."                                     Infine, con sentenza 9C_992/2012 del 27 marzo 2013 al consid. 4 il TF ha rammentato:   "  4. Diverso è invece il discorso per quanto concerne la richiesta di prestazioni a dipendenza dell'affezione somatica, per la quale l'UAI ha riconosciuto una rendita intera limitata nel tempo, e più precisamente dal 1° agosto 2009 (sei mesi dopo la presentazione della domanda conformemente all'art. 29 cpv. 1 LAI) al 31 marzo 2010 (tre mesi dopo l'accertato miglioramento).   4.1 Come si evince dagli art. 23, 24 cpv. 1 e 26 cpv. 1 LPP, fra primo (assicurazione per l'invalidità) e secondo pilastro (previdenza professionale) esiste un forte legame funzionale. Questo legame mira, da un lato, a garantire un coordinamento materiale esteso tra primo e secondo pilastro e, dall'altro, a esentare quanto più possibile gli organi della previdenza professionale dai dispendiosi accertamenti riguardanti le condizioni, l'estensione e l'inizio del diritto alle prestazioni d'invalidità del secondo pilastro (DTF 133 V 67 consid.

N359.Beweiswürdigung bei widersprüchlichen Gutachten

Bei der Prüfung des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG stützt sich die Beweiswürdigung auf die medizinischen Unterlagen; bei widersprüchlichen medizinischen Gutachten ist zu begründen, weshalb ein Gutachten gegenüber einem anderen den Vorrang erhält. Zudem ist beim Fehlen einer Therapiebefolgung zu prüfen, ob dieses Verhalten medizinisch bedingt ist (z. B. Unvermögen, Krankheit oder Verständnisdefizit).

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). 5. a) En vertu de l’art. 61 let. c LPGA, le juge apprécie librement les preuves médicales du dossier, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées.
On ne peut pas conclure à l’absence de lourdes souffrances lorsqu’il est clair que le fait de ne pas recourir à une thérapie recommandée et accessible ou de ne pas s’y conformer doit être attribué à une incapacité (inévitable) de l’assuré de comprendre sa maladie. De manière similaire, le comportement de l’assuré dans le cadre de sa réadaptation professionnelle (par soi-même) doit être pris en considération. Dans ce contexte également, un comportement incohérent est un indice que la limitation invoquée serait due à d’autres raisons qu’à une atteinte à la santé assurée (ATF 141 V 281 consid. 4.4 et les références citées). c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Comme le revenu sans invalidité, le revenu avec invalidité doit être évalué avant tout en fonction de la situation professionnelle concrète de la personne assurée. Le revenu effectivement réalisé par la personne assurée après la survenance de l’atteinte à la santé doit être pris en considération si l’activité exercée repose sur des rapports de travail stables et qu’elle met pleinement en valeur la capacité résiduelle de travail et de gain raisonnablement exigible (ATF 139 V 592 consid. 2.3). Lorsque l’activité de l’assuré ne met pas pleinement en valeur sa capacité de travail résiduelle, contrairement à ce qui serait raisonnablement exigible, le revenu avec invalidité peut être évalué en se référant aux données salariales publiées tous les deux ans par l’Office fédéral de la statistique dans l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS ; ATF 129 V 472 consid.

N360.Mindestschwelle 40% Arbeitsunfähigkeit

Liegt die Leistungsreduktion nur bei einem geringen Prozentsatz (z. B. 10%), besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente, weil die gesetzlich vorausgesetzte Schwelle von durchschnittlich mindestens 40% Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres nicht erreicht ist. Ein Anspruch kommt hingegen in Betracht, wenn die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt sind, namentlich eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% während eines Jahres.

Gestützt auf den beweiskräftigen Untersuchungsbericht des RAD vom 25. Januar 2024 (act. II 116) ist erstellt, dass bis auf eine 10%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit zufolge des erhöhten Pausenbedarfs keine weitergehende objektivierbare (quantitative) Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen besteht. Im Rahmen dieser Einschränkungen respektive des medizinischen Zumutbarkeitsprofils (act. II 116/7) sind sowohl die erlernte Tätigkeit als ... EFZ (act. Il 39/1, 102) als auch die aktuell ausgeübte Tätigkeit als ... (act. II 110/3 f.) bzw. eine anderweitige den Fähigkeiten und Neigungen des Beschwerdeführers entsprechende Tätigkeit vollschichtig mit einer Leistungsminderung von 10 % zumutbar. Damit bestehen weder eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres (sogenanntes Wartejahr; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und auch kein zumindest 40%iger Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG; vgl. E. 2.2 hiervor). Mithin besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.

N361.Bindungswirkung von IV-Feststellungen

Feststellungen der IV-Stelle zum Beginn des Wartejahrs sind für Dritte (z. B. Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgeber) nur dann verbindlich, wenn der normative Kontext der fraglichen berufsvorsorgerechtlichen Frage mit dem der invalidenversicherungsrechtlichen Feststellung übereinstimmt; ist dies nicht der Fall, besteht für Dritte freier Prüfungsraum.

Die Beklagte 1 ist der Ansicht, der berufsvorsorgerechtlich relevante Beginn der Arbeitsunfähigkeit müsse auf den 24. Februar 2020 festgelegt werden, weil die IV-Stelle diesen Zeitpunkt in ihrer Rentenverfügung als Beginn des Wartejahres festgelegt habe und die Anmeldung bei der Krankentaggeldversicherung ab diesem Tag erfolgt sei. Zudem habe der Kläger gegenüber der IV-Stelle keinen früheren Beginn der Arbeitsunfähigkeit geltend gemacht. Diese Sichtweise trifft nicht zu. Zwar sind Festlegungen der IV über Entstehung, Höhe und Beginn des Rentenanspruchs für die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge grundsätzlich verbindlich (BGE 138 V 409 E. 3.1). Eine IV-rechtliche Festlegung bindet die Vorsorgeeinrichtung aber nur dann, wenn der normative Kontext der berufsvorsorgerechtlichen Fragestellung gleich oder vergleichbar ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_381/2022 vom 19. Juli 2023 E. 2.2.1). Dies ist für den Beginn des IV-rechtlichen Wartejahrs und den Beginn der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht der Fall. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG haben Versicherte Anspruch auf eine IV-Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig waren. Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4). Im vorliegenden Fall bewirkte demzufolge die mehr als dreissigtägige Zeitspanne der 100%igen Arbeitsfähigkeit des Klägers im Arbeitsverhältnis mit der F. vom 6. Januar 2020 bis zum 24. Februar 2020 invalidenversicherungsrechtlich einen Neubeginn des Wartejahres am 24. Februar 2020. Der einschlägige berufsvorsorgerechtliche Kontext ist anders. Für die Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % über mindestens drei Monate erforderlich (siehe vorstehend Erwägung 3.2). Die Zeitspanne der 100%igen Arbeitsfähigkeit während rund eineinhalb Monaten vom 6.
hiervor) ist festzuhalten, dass der Vorbescheid vom 27. März 2020 (act. III 174) den Beklagten 1 und 3, nicht aber der Beklagte 2 eröffnet wurde. Die Verfügung vom 7. September 2020 (act. III 194) wurde hingegen allen drei Beklagten zugestellt. Die IVB war auf die Neuanmeldung vom April 2018 (act. III 88) hin nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, soweit dieser ab dem (erneuten) Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag. Denn ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. Insoweit für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend ist, besteht damit keine Bindungswirkung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019), müssen doch die Feststellungen der IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein, damit sie für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind (Marc Hürzeler in: Schneider/Geiser/Gächter, Kommentar zum BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 24). Mit Blick auf die hiervor gemachten Ausführungen kommt der IV-Verfügung vom 7. September 2020 (act. III 194) hinsichtlich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit für alle drei Beklagten keine Bindungswirkung zu. Folglich ist der Eintritt der massgebenden Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität gemäss Invalidenversicherung geführt hat, für alle drei Beklagten frei zu prüfen.

N362.Mitwirkungspflicht: Rückweisung, Abmahnung, Widerruf

Bei Verweigerung der Begutachtung oder fehlender Mitwirkung des Versicherten kann die IV‑Stelle eine Rückweisung zur weiteren Abklärung, eine Abmahnung wegen Mitwirkungspflicht und anschliessend eine Neuverfügung anordnen. Wird späteres neues medizinisches Material eingereicht, ist ein Widerruf bzw. eine Änderung früherer Abweisungsentscheide möglich.

Entscheid Versicherungsgericht, 24.05.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Orthopädie, Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie und Psychiatrie). Verweigerung der Mitwirkung bei der Begutachtung. Untersuchungspflicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung. Abmahnung der Mitwirkungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Mai 2022, IV 2021/109). Entscheid vom 24. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2021/109 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, Postfach 1576, 8750 Glarus, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Im Weiteren sei keine gesundheitliche Beeinträchtigung vorhanden, die zu anhaltenden Funktionseinschränkungen führen und eine Arbeitsunfähigkeit begründen würde. Am 20. September 2018 wendete die Versicherte ein (IV-act. 61), frühere Labortests bestätigten eine aktive Borreliose; diese Tests seien von den Gutachtern ohne Begründung als nicht akkreditiert oder wegen mangelnder Qualitätstandards abgetan worden. Ihre Beeinträchtigungen, welche auch zum Verlust der Anstellung geführt hätten, seien ebenfalls ignoriert oder als psychosomatisch abgetan worden. Nach wie vor seien jedoch gesundheitliche Beschwerden vorhanden; auch diesbezügliche Therapien nehme sie noch wahr. Aufgrund dieser Therapien seien bereits erste Besserungen eingetreten; ab dem 9. Juni 2017 (also nach Ablauf der Krankentaggeldleistungen) stehe ihr eine Rentenleistung zu. Am 9. Oktober 2018 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt die Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen und um Rentenleistungen (IV-act. 62). Bezüglich der Einwände führte sie aus, dass die fachmedizinisch nachvollziehbare kurze Arbeitsunfähigkeit die Voraussetzungen für eine Rentenleistung gemäss Art. 28 IVG nicht erfülle. Am 6. November 2018 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 9. Oktober 2018 (IV-act. 64-2 ff.). Sie beantragte eine Invalidenrente infolge vollständiger Arbeitsunfähigkeit ab dem 9. Juni 2017. Sie reichte unter anderem folgende neue (den Gutachtern noch nicht bekannten) Berichte ein: Laborbefund L.___ betreffend Blutuntersuchung vom 23. April 2018 (IV-act. 66-48 f.) und Bericht des Q.___ vom 31. Januar 2018 (IV-act. 66-28 f.). Am 3. Dezember 2018 widerrief die IV-Stelle die Verfügung vom 9. Oktober 2018 (IV-act. 75). Am 9. Dezember 2018 liess die Versicherte einen Bericht von Dr. med. M.___ vom 7. November 2018 nachreichen (IV-act. 79 f.). Dr. M.___ hatte ausgeführt, die Versicherte leide an einer Borrelieninfektion. Er habe daher eine systemische Ganzkörperhyperthermie (neun Behandlungen) vorgenommen und zusätzlich Antibiotika verabreicht. Mit einem Entscheid vom 14. Dezember 2018 (IV 2018/369) schrieb das Versicherungsgericht des Kantons St.Gallen das Beschwerdeverfahren ab (IV-act.

N363.Leistungsbeginn beruflicher Vorsorge durch IV-Anspruch

Der Leistungsbeginn der obligatorischen beruflichen Vorsorge richtet sich nach Art. 26 BVG: Er entsteht mit dem Anspruch auf eine Invalidenrente der IV nach Art. 29 Abs. 1 IVG (frühestens sechs Monate nach Anmeldung) und nicht mit dem Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG.

Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2022 BVG Nr. 17 S. 63 E. 3, 2020 BVG Nr. 36 S. 154 E. 3.3). Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird. Die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist somit auch im Lichte von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen (SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 136 E. 5.3). 2.7 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 5. IV-Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens sechs Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und nicht mit Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 419 E. 4.3.2 S. 422). 3. 3.1 Vorab ist festzuhalten, dass die von Amtes wegen zu prüfende Frage der Aktiv- und Passivlegitimation zur materiellen Begründetheit des Klagebegehrens gehört, es sich mithin um materielle Anspruchsvoraussetzungen handelt. Mit anderen Worten sind Aktiv- und Passivlegitimation nicht Bedingungen im Sinne von Prozessvoraussetzungen, vielmehr führt ihr Fehlen zur Abweisung und nicht zur Zurückweisung der – bzw. zum Nichteintreten auf die – Klage (BGE 147 V 2 E. 3.2.1 S. 5). 3.2 Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 30. Juni 2017 sprach die IVB dem Kläger mit Wirkung ab 1. September 2013 eine ganze Invalidenrente zu (act. I 7/164). Wie unter E. 2.4 hiervor dargelegt, werden Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, bei welcher die ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Damit ist zunächst zu prüfen, ob die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, während der Versicherungsdeckung durch die Beklagte 1 oder 2 eingetreten ist.
2 Soweit sich die Beklagte in Bezug auf den Rentenbeginn ab 1. Oktober 2018 auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zur 5. IV-Revision (BGE 140 V 470) stützt, kann ihr nicht gefolgt werden, da aus dieser keine Erkenntnisse zur Auslegung von Art. 26 Abs. 1 BVG in der vorliegenden Konstellation resultieren. Nach dieser Rechtsprechung tritt der Vorsorgefall Invalidität praxisgemäss nicht mit der ihr zugrundeliegenden Arbeitsunfähigkeit, sondern mit Beginn des Anspruchs auf eine Invalidenleistung ein (BGE 142 V 419 E. 4.3.1, 134 V 28 E. 3.4.2). Der Anspruch auf eine Invalidenleistung der beruflichen Vorsorge beginnt wiederum frühestens mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nach Ablauf von sechs Monaten nach Anmeldung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG. Dies steht im Unterschied zur bis 2007 geltenden Regelung, nach welcher, unabhängig vom Beginn der Rente der Invalidenversicherung, der Anspruch nach Ablauf der Wartezeit nach aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (heute: Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) entstand (BGE 142 V 419 E. 4.3.2, 140 V 470 E. 3.2 und 3.4; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 10. September 2019, 9C_387/2019, E. 2.3 und vom 24. April 2018, 9C_299/2017, E. 2 und 5.1). Die heutige Regelung hat deshalb insbesondere die Wirkungen einer verspäteten Anmeldung der versicherten Person zum Gegenstand (vgl. Hürzeler, a.a.O., Art. 26 BVG, Rz. 2). Diese Auslegung bezieht sich somit einzig auf die Konstellation, in welcher ein möglicher Rentenbeginn der beruflichen Vorsorge vor Ablauf der sechs Monate nach Anmeldung und vor Rentenbeginn der Invalidenversicherung diskutiert werden könnte. Eine Aussage, wie die Konstellation zu behandeln wäre, in welcher ein möglicher Rentenbeginn der beruflichen Vorsorge nach Ablauf der sechs Monate nach Anmeldung und vor Rentenbeginn der Invalidenversicherung zur Diskussion stehen würde, kann hieraus jedoch nicht abgeleitet werden. 5.3 Der Beklagten ist hingegen insoweit Recht zu geben, als nach dem Wortlaut von Art. 26 Abs. 1 BVG und von Art.

N364.Anforderungen an medizinische Gutachten

Medizinische Gutachten müssen für die Beurteilung des Invaliditätsgrades eine umfassende, lege artis erhobene und in den Schlussfolgerungen hinreichend begründete Darstellung des Gesundheitszustands und der sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen enthalten. Eine fachärztlich gestellte Diagnose begründet für sich allein nicht die Annahme einer Invalidität; die Auswirkungen auf Arbeits‑ und Erwerbsfähigkeit sind in ihrem Ausmass gesondert darzulegen und zu begründen.

Der Beschwerdeführer hingegen stützte sich vorrangig auf die Berichte von Dr. med. F._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, vom 18. Mai 2020 (recte: 2022; IVSTA-act. 24) und 5. Januar 2023 (Eingangsstempel des Rechtsvertreters; BVGer-act. 1 Beilage 3). Diese fachärztlichen Dokumente sowie allenfalls weitere sind nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben und zu würdigen. Dabei ist zu prüfen, ob eine rechtsgenügliche und umfassende Beurteilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers vorliegt resp. ob sich der rechtserhebliche Sachverhalt als vollständig abgeklärt und gewürdigt erweist. Falls dies bejaht werden kann, ist weiter insbesondere zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Rentenanspruch hat resp. ob die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG (vgl. E. 2.6 hiervor; zum kumulativen Charakter von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG vgl. bspw. Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1) und Art. 28 Abs. 2 IVG erfüllt sind. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer und umgekehrt keine Bindungswirkung entfaltet (vgl. BGE 131 V 362; 133 V 549 E. 6) und der Rentenanspruch gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des
Diesem Facharzt diente als Beurteilungsbasis insbesondere der Bericht des Suva-Kreisarztes med. pract. E._______, Facharzt für Chirurgie, vom 16. April 2019 (act. 108 S. 7 bis 18). Diese sowie weitere - mit Blick auf den massgeblichen Verfügungszeitpunkt vom 18. Oktober 2019 relativ zeitnah erstellte - medizinische Dokumente, welche Dr. med. L._______ zur Verfügung gestanden hatten, sind nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben. Anhand dieser sowie zusätzlicher Dokumente ist anschliessend zu prüfen, ob eine rechtsgenügliche und umfassende Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers vorliegt resp. ob sich der rechtserhebliche Sachverhalt als vollständig abgeklärt und gewürdigt erweist. Falls dies bejaht werden kann, ist weiter zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen (befristeten oder unbefristeten) Rentenanspruch hat resp. ob die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG (vgl. zum kumulativen Charakter von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG bspw. Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1) und Art. 28 Abs. 2 IVG erfüllt sind (vgl. E. 2.5 hiervor). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Rentenanspruch gemäss Art. 29 IVG Abs. 1 frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des
_______ genügt aber auch aus anderen Gründen den Anforderungen an eine beweiswertige medizinische Expertise, auf welche hinsichtlich einer Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden könnte, nicht: Angesichts der psychiatrischen Diagnosen hätte ein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 erfolgen müssen (vgl. BGE 143 V 409). Ein solches kann anhand des Gutachtens von HH._______ jedoch nicht nachvollzogen werden, da bereits die lege artis gebotene Herleitung und Begründung der gestellten Diagnosen fehlen. Soweit HH._______ zum Schluss kommt, die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei auf unter drei Stunden gesunken, ist ausserdem festzuhalten, dass die Deutsche Rentenversicherung ein von der schweizerischen Invalidenversicherung wesentlich abweichendes Rentenabstufungssystem kennt (vgl. dazu Urteil des BVGer C-1601/2019 vom 18. November 2020 E. 7.5.2). Die (an das deutsche Bemessungssystem anknüpfenden) Schlussfolgerungen im psychiatrisch-neurologischen Gutachten weisen jedenfalls im vorliegenden Fall nicht die für die schweizerische Rentenbemessung erforderliche, rechtsgenügliche Präzision auf (vgl. zur feineren Rentenabstufung nach schweizerischem Recht: Art. 28 Abs. 2 IVG [in der Fassung vom 1. Januar 2020, vgl. oben E. 3.5]), um auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in jeglicher Tätigkeit zu schliessen. Hinzu kommt schliesslich, dass die weiteren gesundheitlichen (somatischen) Einschränkungen im rein psychiatrisch-neurologischen Gutachten von HH._______ nicht mitberücksichtigt werden konnten. Beim Beschwerdeführer bestehen neben psychischen Erkrankungen insbesondere eine Adipositas per magna (BMI > 40), eine Hypertonie, ein Schlafapnoe-Syndrom, Diabetes mellitus Typ II, eine Harnblasenentleerungsstörung sowie Erkrankungen des Bewegungsapparats (Wirbelsäule, Knie, Füsse).
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bzw. der Arbeitsunfähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Januar 2018, 9C_790/2017, E. 2.1.1 mit Hinweisen). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 352 E.
6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E.

N365.Abgrenzung Rente und Eingliederungsmassnahmen

Rentenanspruch und einzelne Eingliederungsmassnahmen sind als voneinander unterscheidbare, streitgegenstandsfähige Rechtsverhältnisse zu betrachten. Entscheidet die Verfügung lediglich über die Rente, sind Eingliederungsmassnahmen nicht automatisch mitentschieden; es ist zunächst zu prüfen, worüber die IV‑Stelle tatsächlich verfügt hat, bevor über die Massnahmen entschieden werden kann.

Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteils-voraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Rentenanspruch einerseits und die einzelnen Eingliederungsmassnahmen andererseits sind als je unterscheidbare, streitgegenstandsfähige Rechtsverhältnisse zu begreifen (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2014, zu Art. 28 Rz. 18). Dabei ist stets als Erstes zu prüfen, worüber die IV-Stelle tatsächlich verfügt hat. 2.2 Vorliegend befasste sich die IV-Stelle in der Verfügung vom 20. Mai 2019 einzig mit dem Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen wurde in dieser Verfügung nicht geprüft. Aus diesem Grund kann auf das Rechtsbegehren der Versicherten, soweit sie damit die Beurteilung von beruflichen Massnahmen beantragt, im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden. 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E.
Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteils-voraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Rentenanspruch einerseits und die einzelnen Eingliederungsmassnahmen andererseits sind als je unterscheidbare, streitgegenstandsfähige Rechtsverhältnisse zu begreifen (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2014, zu Art. 28 Rz. 18). Dabei ist stets als Erstes zu prüfen, worüber die IV-Stelle tatsächlich verfügt hat. 2.2 Vorliegend befasste sich die IV-Stelle in der Verfügung vom 20. Mai 2019 einzig mit dem Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen wurde in dieser Verfügung nicht geprüft. Aus diesem Grund kann auf das Rechtsbegehren der Versicherten, soweit sie damit die Beurteilung von beruflichen Massnahmen beantragt, im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden. 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E.

N366.Staffelung der Invalidenrente nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG sieht eine Staffelung der Invalidenrente nach dem Invaliditätsgrad vor: Bei mindestens 40 % Invalidität besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Auch nach neuem Recht setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; vgl. oberwähntes Bundesgerichtsurteil 8C_658/2022 E. 3.1).
Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 144 V 201, 213 E. 4.3.1, BGE 140 V 41, 44 E. 6.3.1 mit Hinweisen sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_250/2022 vom 8. November 2022 E. 4.1. mit Hinweisen). Demnach sind vorliegend die Bestimmungen des ATSG, des IVG und IVV in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des

N367.Verfahrens- und Beweisregeln bei Neuanmeldung

Verfahrensrechtlich sind bei Neuanmeldung bzw. verspäteter Gesuchstellung die für die Neuanmeldung analog anwendbaren Revisionsregeln sowie der Untersuchungsgrundsatz und die einschlägigen Fristen zu beachten. Bei der Sachverhaltsfeststellung ist der Beweiswert der Akten praxisgerecht zu würdigen; fehlende oder unvollständige Unterlagen zu den ausgeschöpften Eingliederungsmassnahmen können die Beurteilung des Anspruchs beeinflussen und damit für die Entscheidsfassung sowie allfällige Rechtsmittel von Bedeutung sein.

Die Vorinstanz legte die Bestimmungen und Grundsätze zur Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG), zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG), zu den bei der Neuanmeldung der versicherten Person bei der IV-Stelle analog anwendbaren Revisionsregeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 141 V 585 E. 5.3 in fine) sowie zum Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) zutreffend dar, worauf verwiesen wird. Gleiches gilt bezüglich der Beurteilung des Beweiswerts ärztlicher Berichte und von Gerichtsgutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a), wobei das Gericht nach den Richtlinien zur Beweiswürdigung praxisgerecht nicht ohne zwingende Gründe von diesen abweicht (BGE 143 V 269 E. 6.2.3.2; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/aa).
Après réception du dossier de l'assurance-invalidité le 5 février 2022, la possibilité lui était encore donnée de requérir formellement la notification du préavis puisque l'OAI n'avait pas encore rendu de décision. Elle n'a toutefois pas non plus usé de cette possibilité. Il faut en outre observer que des copies des décisions que l'OAI a rendues le 21 avril 2022 ont bel et bien été communiquées à la défenderesse. Or, cette dernière n'a pas contesté ces décisions qui sont entrées en force, alors même qu'elle en avait le droit au même titre que l'assuré. Par conséquent, la défenderesse doit être considérée comme ayant pris part à la procédure de l'assurance-invalidité avec, pour corollaire, qu'elle est en principe liée par la décision de l'OAI (cf. consid. 4b supra).                 Dans les décisions rendues le 21 avril 2022, l’OAI a retenu que le demandeur avait présenté une incapacité totale de travail sans interruption notable à compter du 18 août 2017 et qu'après l'échéance du délai d'une année prévu par l'art. 28 LAI, soit le 18 août 2018, l'incapacité de travail était de 40 %, puis de 100 % dès mars 2019. L'OAI a fait partir le droit à la rente le 1er octobre 2020, et non pas le 1er août 2018 comme le prévoit l'art. 29 al. 3 LAI, compte tenu de la tardiveté de la demande formée par l'assuré le 10 avril 2020 (art. 29 al. 1 LAI).                 Sur la base du dossier de l’assurance-invalidité produit par la défenderesse, on observe que l’OAI a en réalité instruit la demande au-delà des deux ans précédant la date du dépôt de la demande. En effet, l'OAI a fixé le début de l'incapacité de travail invalidante au 18 août 2017, ce qui correspond à la date d'admission du demandeur dans le Service psychiatrique du Centre hospitalier W.________ (cf. rapport de ce service du 12 septembre 2017). Le rapport d'examen du SMR du 2 décembre 2021 retient une capacité de travail de 0 % du 18 au 28 août 2017, puis de 60 % depuis septembre 2017 et ensuite de 0 % depuis mars 2019, dans le sens des conclusions auxquelles sont parvenues les expertes du V.
ch/fr/d/18439/download [site consulté en août 2023]), les rentes d'invalidité de l'ancien droit sont les rentes dont le début du droit est né avant le 31 décembre 2021 et les rentes d'invalidité du nouveau droit sont celles dont le début du droit est intervenu dès le 1er janvier 2022. Il en résulte que si une décision concernant la fixation initiale ou la modification du droit à la rente est rendue après le 1er janvier 2022, les dispositions légales et règlementaires en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 restent applicables si la survenance de l'invalidité ainsi que le début du droit à la rente sont antérieurs au 31 décembre 2021 (voir également Circ. DT DC AI, chiffre 1009 dont il ressort implicitement que l'ancien droit reste aussi applicable en cas de modification du droit à la rente survenue avant le 1er janvier 2022). 3.3 En l'espèce, la demande a été déposée le 9 février 2021, de sorte que le droit à la rente pourrait naître au plus tôt le 1er août 2021 (cf. art. 29 al. 1 LAI), sous réserve que les autres conditions soient remplies (cf. art. 28 LAI). Ainsi, le Tribunal tiendra compte des règles en vigueur à ce moment-là et ne prendra pas en considération le nouveau droit. 4. 4.1 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 29 avril 2022). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; arrêt du TF 9C_115/2022 du 22 mars 2023 consid. 5.1.2 in fine). Le Tribunal ne peut ainsi prendre en considération que les rapports médicaux établis antérieurement à la décision attaquée, à moins que ceux établis ultérieurement ne permettent de mieux comprendre l'état de santé et la capacité de travail de l'assuré jusqu'à la décision sujette à recours (ATF 130 V 445 consid. 1.2.1 ; 121 V 362 consid. 1b) et qu'ils soient de nature à influencer l'appréciation du cas au moment où la décision attaquée a été rendue (arrêt du TF 9C_628/2020 du 29 juillet 2021 consid.

N368.Beweis- und Instruktionspflicht bei Invaliditätsgrad

Beweis- und Instruktionspflicht: Bei der Beurteilung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG sind für Revisionsprüfungen in der Regel aktuelle ärztliche Unterlagen und medizinische Abklärungen erforderlich. Fehlen Berechnungen des Invaliditätsgrads oder sind die wirtschaftlich relevanten Feststellungen unvollständig, ist die Verwaltung/Versicherungsinstanz zur ergänzenden Instruktion verpflichtet. Bei unklarer oder widersprüchlicher Gutachtenlage können ergänzende Abklärungen bis hin zu einer neuen Begutachtung geboten sein; eine bloss unterschiedliche Würdigung gleicher Befunde allein genügt jedoch nicht, es muss eine veränderte Befundlage oder erklärbarer Widerspruch vorliegen.

6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Ausmass der (Rest-) Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der Zusprechung der befristeten Invalidenrente in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E.
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) und die bei der IV-Neuanmeldung der versicherten Person analog anwendbaren Revisionsregeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 141 V 9 E. 2.3 und 585 E. 5.3) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (BGE 144 I 103 E. 2.1, 141 V 9 E. 2.3). Zudem genügen weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens, um auf einen geänderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (SVR 2022 IV Nr. 19 S. 60, 9C_212/2021 E. 4.4.1; Urteil 8C_190/2022 vom 19. August 2022 E. 2.3.2 mit Hinweis).
Die Testungen und Symptomvalidierungsverfahren seien auf heterosexuelle Menschen ausgerichtet und könnten das Empfinden einer homosexuellen Person kaum genügend abbilden. Der Gutachter habe sich ferner mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte kaum auseinandergesetzt. Nach Ansicht seiner behandelnden Ärzte lägen nebst einer Persönlichkeitsstörung auch somatische Krankheitsbilder mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 2.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Frage, ob der angefochtene Rentenentscheid der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers gerecht wird. Dabei interessiert insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per Dezember 2020 von einem verbesserten Gesundheitszustand ausgeht. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach den vorliegend anwendbaren Bestimmungen des IVG Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf ein Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente sind nach der Rechtsprechung die Revisionsbestimmungen (vgl. dazu Art. 17 Abs. 1 ATSG) analog anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1; 133 V 263, 263 E. 6.1 mit Hinweisen; 109 V 125, 127 E. 4a). Diese sehen vor, dass eine Rente entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben wird, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person revidierbar. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder Rentenaufhebung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (Urteil BGer 8C_87/2009 vom 16.
Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2022 Art. 28 Abs. 2 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG. Rentenrevision. Ein Statuswechsel (100 % im Aufgabenbereich zu 80 % erwerbstätig) stellt einen Revisionsgrund dar (E. 5). Die geltend gemachten Einwände gegen das psychiatrisch-orthopädische Gutachten und gegen den psychiatrischen Gutachter sind nicht zu hören. So können erlittene Traumata auch ohne erneute Exploration durch den Gutachter beurteilt werden, sofern jene in den Akten dokumentiert und dem Gutachter bekannt seien (E. 6.3.2). Im Weiteren weist das Gutachten keine wesentlichen Widersprüche zu früheren Expertisen auf (E. 6.3.3 - 6.3.5) und hat sich der Experte mit anderen medizinischen Einschätzungen auseinandergesetzt. Die andere Beurteilung des gleichen
Vor dem Hintergrund der während der psychiatrischen Begutachtung festgestellten Inkonsistenzen und der nachgewiesenen wahrscheinlichen Aggravation in der neuropsychologischen Testung, sei das Ergebnis der Konsensbesprechung ‑ wonach infolge unzureichender Mitwirkung der Beschwerdeführerin keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit belegbar sei ‑ nachvollziehbar und schlüssig, weshalb darauf abzustellen sei. 2.2. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, es bestehe eine über Jahre erhobene, dichte und fundierte Aktenlage, die ein konsistentes Bild von ihrem Gesundheitszustand gebe. Der neuropsychologischen Testung sei in Hinblick auf die Gesamtbegutachtung ein zu hoher Stellenwert eingeräumt worden und es könne nicht sein, dass ihr Leistungsbegehren letztendlich gestützt darauf abgewiesen werde. Der Widerspruch zwischen dieser Testung und der übrigen Aktenlage müsse anhand einer neuen Begutachtung geklärt werden. 3. 3.1. 3.1.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 3.1.2. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.1.3. Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6).
82 LPA-VD, l’autorité peut renoncer à l’échange d’écritures ou, après celui-ci, à toute autre mesure d’instruction, lorsque le recours paraît manifestement irrecevable, bien ou mal fondé (al. 1), rendant dans ces cas à bref délai une décision d’irrecevabilité, d’admission ou de rejet, sommairement motivée (al. 2) ; attendu que l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI), qu’un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI), qu’en l'espèce, il sied de constater que l’intimé s'est rallié dans le cadre de sa duplique aux conclusions du Dr T.________, que ce faisant il a admis que l'assurée présentait une incapacité de travail de 50 % de septembre 2018 à ce jour, sous réserve de la période comprise entre mars et octobre 2020, durant laquelle l'état de santé s'est aggravé et la capacité de travail était nulle, qu’au vu de ce qui précède et des pièces du dossier, cette appréciation n’apparaît pas critiquable, que cela étant, l'OAI n’a pas procédé au calcul du degré d'invalidité découlant des taux d'incapacité précités, que l’instruction doit être complétée et actualisée sur ce plan, raison pour laquelle il se justifie d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimé – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune, que le recours se révèle ainsi bien fondé, les faits pertinents n’ayant pas été constatés de manière complète sur le plan économique (art.

N369.Ganze Rente bei 70% während Karenzfrist

Ergibt die Bewertung während der einjährigen Karenzfrist einen Invaliditätsgrad von 70 %, begründet dies nach Art. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine ganze Rente; diese Leistung kann somit ab Ablauf der Wartefrist geschuldet sein.

aussi extrait du compte individuel AVS du 2 septembre 2019) qu’elle aurait exercé à 50 % sans atteinte à la santé. Cela étant, il n’est pas exclu que le degré d’invalidité doive être calculé selon la méthode mixte d’évaluation applicable aux personnes exerçant une activité lucrative à temps partiel. En l’état, le dossier ne permet toutefois pas de se prononcer en toute connaissance de cause. Aussi convient-il de renvoyer la cause à l’intimé afin qu’il examine plus en détail la question du statut de la recourante, respectivement la question de l’exercice d’une activité accessoire et qu’il mette en œuvre, le cas échéant, une enquête économique sur le ménage. d) Pour autant, les questions du statut de la recourante et de l’exercice d’une activité accessoire peuvent cependant rester ouvertes s’agissant de la période du 20 avril 2019 au 31 janvier 2021. En effet, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 LAI), l’application de la méthode mixte d’évaluation de l’invalidité aboutit quoi qu’il en soit à un degré d’invalidité de 70 % qui ouvre le droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI) dès le 1er avril 2020 jusqu’au 31 janvier 2021 à tout le moins (art. 88a al. 1 RAI). 10. a) La recourante requiert la prise en charge par l’intimé des frais d’établissement du rapport du 29 septembre 2021 du Dr B.________ pour un montant de 3'500 francs. b) Aux termes de l'art. 45 al. 1 LPGA, les frais de l’instruction sont pris en charge par l'assureur qui a ordonné les mesures; à défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l'appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement. Selon la jurisprudence, les frais d’expertise font partie des frais de procédure (TF 8C_61/2016 du 19 décembre 2016 consid. 6.1 et les arrêts cités, in SVR 2017 n° 19 p. 63). Les frais d’expertise privée peuvent être inclus dans les dépens mis à la charge de l’assureur social lorsque cette expertise était nécessaire à la résolution du litige (ATF 115 V 62 consid. 5c ; TF 8C_89/2020 du 4 décembre 2020 consid. 6.2 ; 8C_61/2016 précité consid. 6.1 in fine ; 8C_354/2015 du 13 octobre 2015 consid.

N370.Verwertbarkeit verbleibender Arbeitsfähigkeit: altersunabhängige Nachfrage nach einfachen Hilfsarbeiten

Bei der Prüfung der Verwertbarkeit verbleibender Arbeitsfähigkeit ist zu berücksichtigen, dass einfache Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach den erwähnten Entscheidungen grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und dies die Verwertbarkeit nach Art. 28 Abs. 2 IVG stützen kann.

Januar 2022, als der Beschwerdeführer rund 57,5 Jahre alt war und seine verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter damit noch rund 7,5 Jahre betragen hat. Dieser noch relativ lange Zeithorizont bis hin zu seiner Pensionierung vermag grundsätzlich keine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Versicherten zu begründen. Auch sonst kann kein fehlender Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG erkannt werden. Obschon er in seinem Alter nicht mehr leicht vermittelbar ist, bestehen für ihn entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung genug Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. 8.3 Daran ändern die Vorbringen des Beschwerdeführerin nichts. Er wendet ein, dass er nur noch leichte körperliche Tätigkeiten mit entsprechender Wechselbelastung ausüben könne, was in der Praxis wiederum zu einem erheblich fehlenden Zugang zum Arbeitsmarkt führe. Dieser Auffassung ist insofern zu widersprechen, dass namentlich Hilfsarbeiten auf einem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden (Urteil des EVG vom 20. Juli 2004, I 39/04). Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer sowohl gemäss den Berichten seiner behandelnden Ärzte als auch gemäss den zitierten RAD-Stellungnahmen auf körperlich leichte Arbeiten in Wechselbelastung angewiesen ist. Eine Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wird darin jedoch keine attestiert. Dass der Versicherte somit in einer leidensadaptierten Tätigkeit grundsätzlich noch zu 100 % arbeitsfähig ist, spricht mithin ebenfalls für die Verwertbarkeit seiner Arbeitsfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009, E. 4.3). Der Beschwerdeführer hat schliesslich selbst angegeben, dass er über relativ viel Arbeitserfahrung verfüge (vgl. Beschwerde vom 27. Juni 2022, B.2.), was ihm den Zugang zum Arbeitsmarkt weiter erleichtern dürfte. Die qualitativen Limitierungen schränken die Chancen der Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis demnach zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erscheinen.
Dies bedeutet, dass in einem gemäss rheumatologischen Gutachten umschriebenen Tätigkeitsprofil eine 60%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Beim vorliegend umschriebenen Tätigkeitsprofil (dominant sitzende Tätigkeit mit Erholungs- und Pausenbedarf) kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht behauptet werden, dass keine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit mehr vorliege. Trotz dieser Einschränkungen besteht für eine solche Verweistätigkeit ein vergleichsweise weites Spektrum an in diesem Bereich noch immer zumutbaren (Hilfs-)Tätigkeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.3), auch wenn lediglich noch ein 60%iges Pensum möglich ist. Das ihm noch zumutbare Tätigkeitsfeld unterliegt jedenfalls nicht derart vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung künftig nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Die sachlichen Limitierungen schränken die Chancen der Verwertung der fraglichen Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erscheinen. So werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl. BGE 146 V 16 E. 7.2.1). Schliesslich stehen auch die erwähnten mangelnden Sprachkenntnisse und die fehlende Ausbildung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit dem Versicherten nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 2019, 8C_424/2018, E. 4.2). Im Lichte der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Annahme einer Unverwertbarkeit einer Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist deshalb von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.
Die Beschwerdeführerin ist zu 100% arbeitsfähig. Sie ist in quantitativer Hinsicht somit nicht eingeschränkt. In qualitativer Hinsicht kann sie zwar nicht mehr körperlich schwere Arbeiten, hingegen immer noch dem Rückenleiden adaptierte körperlich leichte Tätigkeiten ohne Notwendigkeit, Lasten über 10 kg zu heben, tragen oder zu stossen, mit Möglichkeit im Sitzen, Stehen und Gehen arbeiten zu können, ausführen. Hilfsarbeiten werden auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 15. Oktober 2020, 8C_433/2020, E. 8.2.3 und vom 25. Oktober 2018, 9C_898/2017, E. 3.4). Aufgrund der fachärztlichen Umschreibung der Restarbeitsfähigkeit ist davon auszugehen, dass der Versicherten auch unter Beachtung ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach wie vor ein relativ breiter Fächer verschiedenster Hilfsarbeitertätigkeiten offensteht. Es kann auch nicht nur von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten gesprochen werden. Die Einschränkung der in Frage kommenden Hilfsarbeiten führt nicht dazu, dass es sich lediglich um Tätigkeiten handelt, die nur in so eingeschränkter Form möglich sind, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wären. So gibt es in Industrie und Gewerbe verschiedene einfache Hilfstätigkeiten, die leicht sind, vorwiegend sitzend ausgeübt werden können und Wechselbelastungen zulassen (z.

N371.Gutachtenpflicht bei psychischen Störungen und Abhängigkeit

Bei psychischen Störungen und Abhängigkeitssyndromen ist für die Prüfung von Art. 28 Abs. 1 IVG eine weitgehend objektivierte Zumutbarkeitsprüfung vorzunehmen. Bei Abhängigkeit und bei psychischen Beschwerden sind fachärztliche Gutachten mit einer Indikatorenprüfung einzuholen, damit beurteilt werden kann, ob zumutbare Eingliederungsmassnahmen ausschöpfbar sind und die Erwerbsfähigkeit dadurch wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann.

fest, der Rentenanspruch setze zwar voraus, dass die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern könne. Dies ändere jedoch nichts daran, dass man bei einem Abhängigkeitssyndrom - genau gleich wie bei psychischen Beschwerden - ein Gutachten mit Indikatorenprüfung einholen müsse, damit man überhaupt erst prüfen könne, ob Eingliederungsmassnahmen zumutbar seien sowie sich die Erwerbsfähigkeit durch etwelche Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern lasse. K. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2024 beantragte die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie primär auf die angefochtene Verfügung vom 16. September 2024 und führte ergänzend dazu insbesondere aus, der Umstand, dass A. nebst den Unfallfolgen an einer unbehandelten Pneumonie sowie an psychischen Beschwerden leide, spreche noch mehr für die von ihr vertretene Auffassung, dass A. ihre Möglichkeiten zur Eingliederung nicht ausgeschöpft habe und dass sie folglich gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG keinen Rentenspruch habe. Denn nicht nur eine Alkoholabstinenz, sondern auch eine Behandlung der Pneumonie sowie eine psychiatrische Behandlung würden offensichtlich der Eingliederung von A. dienen. Letztere verzichte aber unverständlicherweise auch auf diese Behandlungen. L. Mit Datum vom 23. Oktober 2024 hielt A. replicando an ihren bisherigen Anträgen fest und vertiefte ihre bisherige Argumentation. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 29. Oktober 2024 auf die Einreichung einer Duplik. M. Am 2025 verstarb A. . Mit Schreiben vom 2025 reichte Rechtsanwalt Adrian Scarpatetti den Entscheid des erstistanzlichen Zivilgerichts des Regionalgerichts H. vom 2025 betreffend Testamentseröffnung ein, welchem entnommen werden kann, dass die verstorbene A. ihren Ehemann B. sowie ihre Tochter C. als Erben hinterlassen hat. Gleichzeitig teilte er mit, dass die Erben die Weiterführung des Verfahrens wünschen.
Deshalb gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. 2.7 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 gültig gewesenen Fassung, welcher per 1. Januar 2022 aufgehoben wurde, bestand der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid war.
Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). Les experts doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art.

N372.Eingliederung vor Rentenanspruch

Art. 28 Abs. 1 IVG folgt dem Grundsatz «Eingliederung vor/statt Rente»: Ein Rentenanspruch besteht nur, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Die Gesetzesrevision sowie die Praxis seit dem 1. Januar 2022 haben diesen Vorrang hervorgehoben und konkretisiert.

Das in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG (vgl. auch Art. 16 ATSG) geregelte Anspruchserfordernis, die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern zu können, bringt den Grundsatz "Eingliederung statt Rente" gemäss der
Das in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG (vgl. auch Art. 16 ATSG [SR 830.1]) geregelte Anspruchserfordernis, die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern zu können, bringt den Grundsatz "Eingliederung statt Rente" gemäss der
Den koordinationsrechtlichen Grundsatz "Eingliederung vor/statt Rente" (vgl. Art. 1a IVG) tangiert der vorinstanzlich bejahte Rentenanspruch nicht. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]; Urteil 8C_24/2024 vom 23. Dezember 2024 E. 5.2.1). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4). Der rentenausschliessende Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG bezieht sich auf die in Art. 8 Abs. 3 IVG abschliessend aufgezählten (BGE 119 V 250 E. 1b; ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art.
Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4).
Im angefochtenen Urteil werden die massgeblichen Bestimmungen zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) und zum Anspruch auf eine Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG) korrekt dargelegt. Zutreffend wiedergegeben wird auch Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. Darauf wird verwiesen.
Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.2). 3.1.2. Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 22. März 2022 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind (vgl. dazu u.a. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-976/2020 vom 12. Mai 2022 E. 2.2.2). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.2.3. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.4. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs.
Le litige porte sur le taux d'invalidité de la recourante, singulièrement sur l'évaluation de ses empêchements dans la sphère professionnelle, sa capacité de travail dans la sphère ménagère n'étant pas contestée. 3.             Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur les modifications de la LAI du 19 juin 2020 (développement continu de l’AI ; RO 2021 705) ainsi que celles du 3 novembre 2021 du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI ‑ RS 831.201 ; RO 2021 706). En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en date du 28 août 2023 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4.               4.1 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). 4.2 L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance.

N373.Fehlende Restarbeitsfähigkeit und ganze Invalidenrente

Liegt auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine wirtschaftlich verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr vor, ist dies als vollständige Erwerbsunfähigkeit zu qualifizieren; daraus ergibt sich nach Ablauf des Wartejahres Anspruch auf eine ganze Invalidenrente gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG.

Von sehr leichten Tätigkeiten kann im Bereich von Zoos und Zoohandlungen offensichtlich kaum die Rede sein. Vielmehr ist unter diesen konkreten Umständen nicht ersichtlich, wie der Beschwerdeführer die von der Vorinstanz aufgezählten Tätigkeiten ohne ein unrealistisches Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers noch ausüben können sollte. Insgesamt ist das besagte Profil unter den vorliegenden Voraussetzungen derart eingeschränkt, dass auch unter Berücksichtigung von Nischenarbeitsplätzen keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mehr vorliegt (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2012, 8C_926/2011, E. 2.3). Fehlt es an der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor (Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2020, 9C_766/2019, E. 4.5 mit Hinweis). Folglich besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente nach Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) ab 1. Februar

N374.Verwertbarkeit einzelner Gutachten trotz Institutszweifeln

Auch wenn gegen ein Gutachterinstitut Bedenken bestehen, kann ein einzelnes Gutachten verwertbar sein, sofern es keine derart gravierenden Mängel aufweist, dass seine Verwertung ausgeschlossen wäre; die richterliche Beweiswürdigung bleibt massgeblich.

Entscheid Versicherungsgericht, 30.05.2024 Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 87 Abs. 2 IVV. Wiederanmeldung Invalidenrente nach rechtskräftiger Abweisung eines Rentenanspruchs. PMEDA-Gutachten. Trotz der von der EKQMB am 4. Oktober 2023 abgegebenen Empfehlung, die Zusammenarbeit mit der PMEDA AG einzustellen bzw. bei dieser Stelle keine medizinischen Gutachten mehr einzuholen, weist das vorliegend zu beurteilende Gutachten keine derart gravierenden Mängel auf, dass nicht darauf abgestellt werden könnte. Nachdem somit immer noch ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert, ist die Beschwerde abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. Mai 2024, IV 2022/183). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 30. Mai 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach Geschäftsnr. IV 2022/183 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St.

N375.Eingliederung vor Rente

Grundsatz «Eingliederung vor/statt Rente»: Vor der Zusprechung einer Invalidenrente ist zunächst zu prüfen, ob zumutbare Eingliederungsmassnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Eine Rente kommt grundsätzlich erst dann in Betracht, wenn solche Massnahmen nicht (mehr) in Frage kommen oder ausgeschöpft sind. Eine Rente kann vor Abschluss bzw. Ausschöpfung der Eingliederungsmassnahmen nur ausnahmsweise zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist.

Den koordinationsrechtlichen Grundsatz "Eingliederung vor/statt Rente" (vgl. Art. 1a IVG) tangiert der vorinstanzlich bejahte Rentenanspruch nicht. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG statuiert eine Prioritätenordnung für gesetzliche Leistungen: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt voraus, dass die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (vgl. nunmehr auch Art. 28 Abs. 1bis IVG [in Kraft seit 1. Januar 2022]; Urteil 8C_24/2024 vom 23. Dezember 2024 E. 5.2.1). Ist die versicherte Person grundsätzlich eingliederungsfähig, kann der Rentenanspruch somit unabhängig vom Eingliederungserfolg erst nach Beendigung dieser Massnahmen entstehen (BGE 148 V 397 E. 6.2.4; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. BGE 121 V 190 E. 4). Der rentenausschliessende Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG bezieht sich auf die in Art. 8 Abs. 3 IVG abschliessend aufgezählten (BGE 119 V 250 E. 1b; ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27 bis IVG], 2014, N. 71 zu Art. 8 IVG) gesetzlichen Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 ff. IVG. Er erfasst nicht die medizinischen Behandlungen im Sinn von Art. 25 KVG mit Eingliederungswirkung, zu deren schadenmindernder Inanspruchnahme die versicherte Person verpflichtet ist (Art. 7 Abs. 2 lit. d und Art. 7a IVG; MURER, a.a.O., N. 81 zu Art. 7 IVG), und die den gesetzlichen Eingliederungsmassnahmen vorgehen (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 23 zu Art. 7-7b IVG; nachfolgende E. 5.1.3).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) bzw. "Eingliederung statt Rente" greift, solange die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Der neue Art. 28 Abs. 1bis IVG regelt nun auch explizit, dass eine Rente nicht zugesprochen werden kann, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung nicht ausgeschöpft sind (vgl. E. 4.2 hiervor). Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten.
Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt (Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Gemäss Rechtsprechung ist für die Entstehung des Rentenanspruchs deshalb das Ende der Eingliederungsmassnahmen massgebend: Die IV-Stelle hat nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zuerst abzuklären, ob die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (zum Ganzen: BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen).
Entsprechend dem Ausgeführten gilt in der Invalidenversicherung somit der Grundsatz "Eingliederung vor Rente“ (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG und Art. 7 Abs. 1 ATSG). Ein Rentenanspruch kann erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen, und zwar selbst dann, wenn diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Vor diesem Zeitpunkt ist eine Invalidenrente, gegebenenfalls auch rückwirkend, nur zuzusprechen, wenn die versicherte Person nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Pflicht zur Selbsteingliederung geht dabei – als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht – nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2013 vom 19. September 2013 E. 6.3). Indessen kann der Rentenbescheid unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen bereits gefällt werden, falls der Rentenanspruch durch allenfalls noch vorzunehmende berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht mehr beeinflusst werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_585/2021 vom 6. Januar 2022 E.
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend vorbringt, sind Rentenleistungen erst dann auszurichten, wenn keine zumutbaren Eingliederungsmassnahmen mehr in Betracht fallen. Der in der Invalidenversicherung geltende Grundsatz «Eingliederung vor Rente» bzw. «Eingliederung statt Rente» bewirkt, dass die Rente hinter einer Eingliederungsmassnahme bzw. dem damit verbundenen Taggeld zurücktritt (so Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; vgl. auch Meyer/Reichmuth Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 IVG Rz.
Kann die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden, so greift der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) beziehungsweise «Eingliederung statt Rente». Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden, andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E.

N376.Jahresmittel: zeitanteilige Verrechnung

Für die Berechnung des Jahresmittels nach Art. 28 Abs. 1 IVG werden unterschiedliche Zeiträume und verschiedene Grade der Arbeitsunfähigkeit zeitanteilig verrechnet. So reicht beispielsweise eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit während 92 Tagen zuzüglich einer anschliessenden 20%igen Arbeitsunfähigkeit während der übrigen 273 Tage für ein durchschnittliches Jahresmittel von mindestens 40% (Berechnung nach Quelle).

05.2021)», wobei aufgrund der Notwendigkeit von regelmässigen Pausen bei der mehrheitlich stehenden Tätigkeit eine maximal 20%ige Verminderung bestehe (Urk. 9/41/9). Ab wann genau von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auszugehen sei und ab wann welche Arbeitsfähigkeit (definiert als funktionelles Leistungsvermögen) im Haushaltsbereich bestand, respektive bis wann die vom Hausarzt Dr. F.___ attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (Urk. 9/19/2, Urk. 9/27/34) nach Einschätzung von Dr. A.___ allenfalls gerechtfertigt erschien, ist seinem Bericht nicht zu entnehmen.     Dies ist daher entscheidend, da bezogen auf ein Wartejahr vom 19. Mai 2021 bis am 18. Mai 2022 bereits bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit während 92 Tagen, mithin bis und mit 18. August 2021, und einer allfällig daran anschliessenden 20%igen Arbeitsunfähigkeit die Voraussetzung einer durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt wäre ([92 Tage x 100 %] + [273 Tage x 20 %] = 14660; 14660 : 365 Tage =
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.

N377.Fehlendes Wartejahr verhindert Rentenanspruch

Ist das einjährige Wartejahr nicht erfüllt (kein Jahr mit durchschnittlich mindestens 40% Arbeitsunfähigkeit), besteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG kein Anspruch auf eine Invalidenrente, auch nicht in späteren Zeiträumen, in denen ein Invaliditätsgrad festgestellt wird.

f.). Damit bestand weder im Zeitpunkt des aufgrund der Anmeldung zum Leistungsbezug im August 2023 (act. II 1) frühestmöglichen Rentenbeginns per Februar 2024 (Art. 29 Abs. 1 IVG) noch zu einem späteren Zeitpunkt bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 22. Oktober 2024 (act. Il 84) eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres (sogenanntes Wartejahr; vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) respektive eine darüber hinausdauernde ebenso hohe Erwerbsunfähigkeit bzw. Invalidität (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG), weshalb ein Rentenanspruch bereits aus diesem Grund entfällt. Im Übrigen würde auch unter der Prämisse des erfüllten Wartejahres bei einem der Arbeitsunfähigkeit entsprechenden Invaliditätsgrad von 20 % kein Rentenanspruch resultieren (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG e contrario; vgl. auch E. 2.3 hiervor). Diesbezüglich kann auf den zu keinen Bemerkungen Anlass gebenden Einkommensvergleich in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden (act. Il 84/1). Der Beschwerdeführer hat damit keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Oktober 2024 (act. II 84) ist folglich abzuweisen.
Dieser hat sich im Jahr 2017 auf 54’783 Franken und im Jahr 2022 auf 55’722 Franken ÷ 2’784 Punkte × 2’822 Punkte = 56’483 Franken belaufen (vgl. die von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebene Textausgabe des IVG, 11. Aufl. 2022, Anh. 2). Bei einem Valideneinkommen von 63’050 Franken und einem Invalideneinkommen von 54’783 Franken zu Beginn des Jahres 2018 resultiert ein Invaliditätsgrad von 13,11 Prozent. Bei einem Valideneinkommen von 65’438 Franken und einem Invalideneinkommen von 56’483 Franken (aktuellste Zahlen) resultiert für den Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung ein Invaliditätsgrad von 13,68 Prozent. Ein Rentenanspruch setzt allerdings einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent voraus. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin gemäss den überzeugenden Ausführungen der Sachverständigen der ZVMB GmbH im hier massgebenden Zeitraum nie ohne einen wesentlichen Unterbruch während mindestens eines Jahres durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist. Sie hat also auch das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat ihr Rentenbegehren deshalb im Ergebnis zu Recht abgewiesen.   Die gegen die Rentenverfügung vom 19. September 2023 gerichtete Beschwerde ist abzuweisen. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten wären an sich der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung ist sie allerdings von der Pflicht, die Gerichtskosten zu bezahlen, vorläufig befreit. Sollten es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten, wird sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 123 ZPO). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Auf den Antrag um berufliche Eingliederungsmassnahmen wird nicht eingetreten. Die gegen die Abweisung des Rentenbegehrens gerichtete Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin ist vorläufig von der Pflicht, die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen, befreit.

N378.Restarbeitsfähigkeit für einfache Hilfsarbeiten

Das Versicherungsgericht hat in einem Fall entschieden, dass bei einer 61‑jährigen Versicherten, die seit vielen Jahren nicht erwerbstätig war, Restarbeitsfähigkeit für einfache Hilfsarbeiten bejaht werden kann.

Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2024 Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Beweiskraft eines Gutachtens vs. Beweiskraft der Berichte von behandelnden Spezialärzten. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht, weil der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch für eine 61-jährige Versicherte, die seit vielen Jahren nicht mehr arbeitstätig gewesen ist, einen Arbeitsplatz als Hilfsarbeiterin kennt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. März 2024, IV 2023/77). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 28. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2023/77 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N379.Heilung von Verfahrensmängeln und Legitimation Dritter

Verfahrensmängel können aus verfahrensökonomischen Gründen durch das Gericht geheilt werden, sodass es mit voller Kognition entscheidet (vgl. [0]). Drittparteien sind an Verfügungen der IV-Stelle bzw. zur Anfechtung nur gebunden bzw. legitimiert, wenn sie ein schutzwürdiges Anfechtungsinteresse haben (vgl. [1]). Bei Anfechtungen kantonaler IV-Verfügungen ist das Kantonsgericht als Versicherungsgericht sachlich zuständig (vgl. [2]).

Sie hatte Kenntnis der Vorakten und konnte sich im Rahmen des Beschwerdeverfahrens umfassend äussern. Aus dem Schriftenwechsel (act. G1, G3 und G6) geht sodann hervor, dass auch für den Fall, dass die Beschwerdeführerin ihre Einwände hätte vorbringen können, die Beschwerdegegnerin gleich entschieden hätte bzw. bei einer Rückweisung zur korrekten Durchführung des Vorbescheidverfahrens gleich entscheiden würde, sodass ein Weiterzug mittels Beschwerde an das Versicherungsgericht unumgänglich gewesen wäre bzw. eine Rückweisung lediglich einen formalistischen Leerlauf bewirken würde und mit dem Interesse der Beschwerdeführerin an einer beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht vereinbar wäre. Aus verfahrensökonomischen Gründen rechtfertigt es sich deshalb, den an sich nicht gering zu schätzenden Verfahrensmangel mit dem vorliegenden Verfahren, in welchem das Gericht mit voller Kognition ausgestattet ist, zu heilen (zu den Kostenfolgen siehe E. 8.3 nachstehend).   Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art.
Juli 2013 bis Ende Mai 2015 (zuzüglich Nachdeckungsfrist) bei ihr vorsorgeversichert war. Gleichwohl kann die Verfügung der IV im Hinblick auf einen allfälligen Streit um berufsvorsorgerechtliche Invalidenleistungen nur insoweit Verbindlichkeit erlangen, als die Beklagte ein schutzwürdiges Interesse nach Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gehabt hätte, sie ihrerseits anzufechten mit dem Begehren, es sei festzustellen, dass bereits bei Beginn des Vorsorgeverhältnisses am 1. Juli 2013 eine auf dem invalidisierenden Gesundheitsschaden beruhende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % bestanden und ohne wesentlichen Unterbruch bis zum von der IV-Stelle [...] festgestellten Beginn der Wartezeit angedauert hatte. Dies betrifft initial einen Zeitraum der in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht nicht massgeblich war. Nachdem die Beklagte im Übrigen die IV-rechtliche Leistungszusprache nicht in Frage stellt, sondern einzig eine über den Beginn des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massgebenden Umfang von 20 % behauptet, war sie als BVG-Versicherer nicht legitimiert, Rechtsmittel im Verfahren nach IVG einzureichen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_47/2019 vom 29. Mai 2019 E. 4.2.). Sie ist daher in Bezug auf die Festlegung des Beginns des Wartejahres nicht an diesen Entscheid der IV-Stelle [...] gebunden. 4. 4.1. Die Beklagte macht im Wesentlichen geltend, der Kläger sei bereits im Zeitpunkt des Antrittes seiner Stelle bei der M____ AG (ununterbrochen) – und damit bereits vor der Entstehung des Vorsorgeverhältnisses mit ihr – wegen des (erst später diagnostizierten) Asperger-Syndromes zu mindestens 20 % arbeitsunfähig gewesen. Das Asperger-Syndrom sei als Ursache der späteren Erwerbsunfähigkeit anzusehen. Aus diesem Grunde entfalle eine Leistungspflicht (vgl. insb. die Klagantwort; siehe auch die Duplik). Diese Ansicht wird vom Kläger bestritten. Er macht primär geltend, die Arbeitsunfähigkeit sei erst im Dezember 2014 eingetreten.
Erwägung: 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 13. Oktober 2020 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.

N380.Ärztliche Berichte und Rentenfestsetzung

Ärztliche Berichte haben die medizinische Beurteilung des Gesundheitszustands und Angaben zur Leistungs‑ bzw. Arbeitsfähigkeit zu liefern. Die Festsetzung des Invaliditätsgrads und damit der Rentenhöhe ist hingegen eine juristisch‑ökonomische Würdigung, die der Verwaltung bzw. dem Gericht vorbehalten ist; es gehört nicht zu den Aufgaben des Arztes, den konkreten Rentenanspruch festzulegen.

La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose également la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). Toutes les affections psychiques doivent en principe faire l'objet d'une procédure probatoire structurée au sens de l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). 4.3. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 4.4. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d'informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 125 V 256 consid.
Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien (anc.) art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4). En revanche, il n'appartient pas au médecin de s'exprimer sur le degré d'une rente éventuelle, étant donné que la notion d'invalidité n'est pas seulement déterminée par des facteurs médicaux, mais également des facteurs économiques (voir art.
3 Le jugement de la cause incombe à la Cour des affaires de langue française du TA dans sa composition ordinaire de trois juges (art. 54 al. 1 let. c et 56 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.4 Le Tribunal examine librement la décision contestée et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 L'invalidité est l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). D'après l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.2 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2018 IV n° 27 c. 4.2.1). En revanche, il n'appartient pas au médecin de s'exprimer sur le degré d'une rente éventuelle, étant donné que la notion d'invalidité n'est pas seulement déterminée par des facteurs médicaux, mais également des facteurs économiques (cf.

N381.Rentenbeginn nach erschöpften Rehabilitationsmassnahmen

Rentenbeginn nach Art. 28 Abs. 1 IVG tritt grundsätzlich erst ein, wenn zumutbare Eingliederungsmassnahmen durchgeführt wurden bzw. als erschöpft beurteilt sind; dabei sind die einschlägige Karenzfrist sowie das Wartejahr zu beachten. Ebenfalls relevant ist die ausdrückliche Regelung, dass eine Rente nicht gewährt wird, solange alle Rehabilitationsmöglichkeiten gemäss Art. 28 Abs. 1bis IVG nicht erschöpft sind.

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene Verfügung datiert vom 26. September 2024 (act. II 176), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Nach der Neuanmeldung im September 2020 (act. II 58), mit welcher die sechsmonatige Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG zu laufen begann, wobei der Rentenanspruch zusätzlich auch noch die Erfüllung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG voraussetzt, wurden entsprechend dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Rz. 1045 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH; gültig bis 31. Dezember 2021] sowie Rz. 2300 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR; gültig ab 1. Januar 2022]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen: vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) Eingliederungsmassnahmen (in Form von Aufbautrainings; act. II 89, 96) mit Taggeldanspruch (act. II 94, 103) durchgeführt. Diese wurden gemäss Mitteilung vom 12. Januar 2023 aus gesundheitlichen Gründen per 9. Januar 2023 abgebrochen (act. II 111). Mit Blick auf die erst mit dem Abbruch der beruflichen Massnahmen per 9. Januar 2023 ausgeschöpften Eingliederungsmöglichkeiten fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unbestrittenermassen (act. II 176/1; Beschwerde S. 3 Ziff. 9) auf Januar 2023, denn ein Rentenanspruch kann nicht entstehen, solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden resp.
Le litige porte sur le droit à la rente d'invalidité à laquelle peut prétendre le recourant de la part de l'intimé à compter du 1er août 2023. 3.1 L'art. 8 LPGA prévoit qu'est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. L'art. 4 LAI précise que l'invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Selon l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2 À teneur de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'art. 28 al. 1bis LAI précise qu'une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées. En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour les taux d’invalidité compris entre 40 et 49%, la quotité de la rente s’échelonne de 25 à 47.
En effet, la base de comparaison déterminante dans le temps pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une révision de la rente est constituée par la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et la référence).   5.               5.1 L'art. 8 LPGA prévoit qu'est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. L'art. 4 LAI précise que l'invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Selon l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). À teneur de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L'art. 28 al. 1bis LAI précise qu'une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées. En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour les taux d’invalidité compris entre 40 et 49%, la quotité de la rente s’échelonne de 25 à 47.

N382.Abstellen auf aktuellstes psychiatrisches Gutachten

Im Entscheid IV 2021/85 hat das Versicherungsgericht in psychiatrischer Hinsicht auf das aktuellste Gutachten abgestellt.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2022 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Bei mehreren Gutachten ist im vorliegenden Fall in psychiatrischer Hinsicht auf das aktuellste abzustellen. Danach ist die Beschwerdeführerin zu 60 % arbeitsfähig. Die Beschwerdeführerin hätte ohne Gesundheitsschaden das elterliche Geschäft übernommen. Da sie dort bereits vor dem zur Teilinvalidität führenden Unfall bei sämtlichen Tätigkeiten mithalf, gilt die Arbeitsfähigkeitsschätzung auch für die Tätigkeit als Geschäftsführerin, weshalb ein Prozentvergleich erfolgen kann. Gründe für einen Abzug vom Invalideneinkommen von über 10 % bestehen nicht. Die angefochtene Verfügung, gemäss welcher Anspruch auf eine Viertelsrente besteht, wird bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2022, IV 2021/85). Entscheid vom 15. September 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2021/85 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic.

N383.Anwendbares Recht bei Rentenentstehung

Zeitlicher Anknüpfungspunkt: Entscheidend ist die Rechtslage zum Zeitpunkt des Entstehens des Rentenanspruchs. Ergibt sich das Entstehen des Rechts an der Rente vor dem 1. Januar 2022, ist die bis zum 31. Dezember 2021 geltende Rechtslage anzuwenden; ergibt sich das Entstehen des Rechts ab dem 1. Januar 2022, findet die seither geltende Gesetzesfassung Anwendung. Damit wird auch bestimmt, welche Regelungen zu Art. 28 (einschliesslich der auf die Eingliederung bezüglichen Bestimmungen) massgebend sind.

En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 et la référence). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, est déterminant le moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). En l’occurrence, la décision querellée a certes été rendue postérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, le recourant conclut à l’octroi d’une rente à partir du 1er février 2018, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 3.             Le litige porte sur le début du droit à la rente du recourant. 4.             En vertu de l’art. 28 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes (al. 1) : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). À teneur de l’art. 29 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (al. 1). Le droit ne prend pas naissance tant que l’assuré peut faire valoir son droit à une indemnité journalière au sens de l’art. 22 (al. 2). La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (al. 3). L’art.
Per le decisioni di rendita emanate a partire dal 1° gennaio 2022 valgono le regole seguenti: -   in caso di insorgenza dell'invalidità e inizio del diritto alla rendita al più tardi il 31 dicembre 2021:     - prima fissazione della rendita → DR [diritto, ndr.] in vigore fino al       31 dicembre 2021,     - modifica del grado d'invalidità tra il 1° gennaio 2022 e il 31       dicembre 2031 → C DT US AI; -   in caso di nascita del diritto alla rendita secondo l'art. 29 cpv. 1 e 2 LAI il 1° gennaio 2022 o successivamente:     - prima fissazione della rendita → DR in vigore dal 1° gennaio                     2022.".   Secondo le citate Circolari, dunque, qualora contestualmente ad una prima fissazione di rendita l'asserita invalidità e l'eventuale diritto alla rendita sono insorti al più tardi al 31 dicembre 2021, torna applicabile il diritto previgente, e ciò anche se la decisione è stata resa nel 2024. Per contro, se l'eventuale diritto ad una rendita è nato il 1° gennaio 2022, o successivamente, torna applicabile il diritto attualmente in vigore.   In concreto, l'invalidità (teorica) giusta l'art. 28 LAI sarebbe insorta al più presto il 15 dicembre 2021, ossia un anno dopo l'ultima decisione dell'Ufficio AI cresciuta in giudicato. L'assicurato ha presentato la nuova domanda di prestazioni il 20 giugno 2022 (cfr. consid. 1.1), ragion per cui, trattandosi di una domanda tardiva ai sensi dell'art. 29 cpv. 1 LAI, l'eventuale diritto a una rendita sorgerebbe al più presto sei mesi dopo la rivendicazione del diritto alle prestazioni, e meglio il 1° dicembre 2022 (art. 29 cpv. 3 LAI). Ne consegue che è applicabile il diritto in vigore dal 1° gennaio 2022 (cfr. Circolare sull'invalidità e la grande invalidità nell'assicurazione per l'invalidità (CIGI), n. 2027 con esempio; cfr. anche Valterio, Commentaire – Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 1, 3 e 4 ad art. 29 LAI).                             2.3.  Secondo l'art. 4 cpv. 1 LAI in relazione con gli artt. 7 e 8 LPGA, con invalidità s'intende l'incapacità al guadagno presunta permanente o di rilevante durata, cagionata da un danno alla salute fisica o psichica, conseguente a infermità congenita, malattia o infortunio.
1 PA). L'anticipo spese è stato corrisposto entro il termine impartito (art. 63 cpv. 4 PA). Il ricorso è pertanto ammissibile. 2. 2.1 Il 1° gennaio 2022 sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e le modifiche del 3 novembre 2021 dell'OAI (RU 2021 706). Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 144 V 210 consid. 4.3.1; 143 V 446 consid. 3.3; 139 V 335 consid. 6.2; 138 V 475 consid. 3.1). 2.2 Nel caso in esame, si applicano le disposizioni legali nella loro versione in vigore al 1° gennaio 2022, data a partire dalla quale potrebbe sorgere al più presto il diritto alla rendita (consid. D.d e 5.3.3), nella misura in cui sono adempiuti i presupposti dell'art. 28 LAI, così come le ulteriori modifiche entrate in vigore successivamente e fino alla data della decisione impugnata (19 giugno 2023). 3. 3.1 Secondo l'art. 43 LPGA e l'art. 69 OAI, l'UAIE esamina le domande concernenti le prestazioni d'invalidità, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno, in particolare circa lo stato di salute del richiedente, la sua attività, la sua capacità di lavoro e la sua idoneità all'integrazione. 3.2 Giusta l'art. 49 lett. b PA, l'accertamento inesatto ed incompleto dei fatti giuridicamente rilevanti è un motivo di ricorso. 3.3 Il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata. Il giudice delle assicurazioni sociali esamina infatti la decisione impugnata sulla base della situazione di fatto esistente al momento in cui essa è stata resa (DTF 132 V 215 consid. 3.1.1; 130 V 445 consid. 1.2). Tiene tuttavia conto dei fatti verificatisi dopo tale data quando essi possano imporsi quali elementi d'accertamento retrospettivo della situazione anteriore alla decisione stessa (DTF 129 V 1 consid.
1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022 sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au RAI (RO 2021 706). Tous les droits à la rente nés à partir du 1er janvier 2022 sont régis par ces nouvelles dispositions (Circulaire de l'Office fédéral des assurances sociales [OFAS] sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9100). En l'espèce, dès lors que s'il était accordé, le droit à la rente prendrait naissance au plus tôt au mois de mars 2022 (soit une année après le début de l'incapacité de travail [cf. ci-dessus, let. B] ; art. 28 LAI [cf. ci-dessous, consid. 6.2]), il convient d'appliquer le nouveau droit à la présente cause. 4.2 Dans la mesure où la recourante est une ressortissante française, est domiciliée en France, a été assurée à l'AVS/AI suisse et demande l'octroi de prestations AI suisses, l'affaire présente un aspect transfrontalier (ATF 145 V 231 consid. 7.1 ; 143 V 354 consid. 4 ; 143 V 81 en particulier consid. 8.1). Est applicable à la présente cause l'Accord du 21 juin 1999 sur la libre circulation des personnes (ALCP, RS 0.142.112.681), conclu entre la Suisse et la Communauté européenne et ses Etats membres, dont l'annexe II règle la coordination des systèmes de sécurité sociale (art. 8 ALCP). Dans ce contexte, l'ALCP fait référence depuis le 1er avril 2012 au règlement (CE) n° 883/2004 du Parlement européen et du Conseil du 29 avril 2004 portant sur la coordination des systèmes de sécurité sociale (ci-après : règlement n° 883/2004, RS 0.831.109.268.1), ainsi qu'au règlement (CE) n° 987/2009 du Parlement européen et du Conseil du 16 septembre 2009 fixant les modalités d'application du règlement (CE) n° 883/2004 (ci-après : règlement n° 987/2009, RS 0.
ch/fr/d/18439/download [site consulté en août 2023]), les rentes d'invalidité de l'ancien droit sont les rentes dont le début du droit est né avant le 31 décembre 2021 et les rentes d'invalidité du nouveau droit sont celles dont le début du droit est intervenu dès le 1er janvier 2022. Il en résulte que si une décision concernant la fixation initiale ou la modification du droit à la rente est rendue après le 1er janvier 2022, les dispositions légales et règlementaires en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 restent applicables si la survenance de l'invalidité ainsi que le début du droit à la rente sont antérieurs au 31 décembre 2021 (voir également Circ. DT DC AI, chiffre 1009 dont il ressort implicitement que l'ancien droit reste aussi applicable en cas de modification du droit à la rente survenue avant le 1er janvier 2022). 3.3 En l'espèce, la demande a été déposée le 9 février 2021, de sorte que le droit à la rente pourrait naître au plus tôt le 1er août 2021 (cf. art. 29 al. 1 LAI), sous réserve que les autres conditions soient remplies (cf. art. 28 LAI). Ainsi, le Tribunal tiendra compte des règles en vigueur à ce moment-là et ne prendra pas en considération le nouveau droit. 4. 4.1 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 29 avril 2022). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; arrêt du TF 9C_115/2022 du 22 mars 2023 consid. 5.1.2 in fine). Le Tribunal ne peut ainsi prendre en considération que les rapports médicaux établis antérieurement à la décision attaquée, à moins que ceux établis ultérieurement ne permettent de mieux comprendre l'état de santé et la capacité de travail de l'assuré jusqu'à la décision sujette à recours (ATF 130 V 445 consid. 1.2.1 ; 121 V 362 consid. 1b) et qu'ils soient de nature à influencer l'appréciation du cas au moment où la décision attaquée a été rendue (arrêt du TF 9C_628/2020 du 29 juillet 2021 consid.

N384.Tabellenlohnabzug bei teilweiser Arbeitsfähigkeit

Das Versicherungsgericht hat in den zitierten Fällen bei teilweiser Arbeitsfähigkeit einen Tabellenlohnabzug von 10 % als angemessen anerkannt; dieser Abzug wurde bei der Rentenbemessung berücksichtigt.

Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2022 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss einem beweistauglichen polydisziplinären Gutachten ist die Beschwerdeführerin zu 50 % arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht benötigt sie für die Erbringung der 50 %igen Leistung eine Anwesenheit von fünf bis sechs Stunden täglich und ist bei der Benützung des linken Armes erheblich eingeschränkt.. Dies rechtfertigt einen Tabellenlohnabzug von 10 %. Bei einem resultierenden Invaliditätsgrad von 62 % hat sie Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2022, IV 2020/237). Entscheid vom 24. Januar 2022 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/237 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Zahner Anwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Das der angefochtenen Verfügung in medizinischer Hinsicht zugrunde liegende Gutachten ist beweistauglich. Die Gutachter attestierten eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten. Eine unter anderem diagnostizierte in Fehlstellung verheilte Fraktur des Epicondylus ulnaris mit Pseudoarthrose und verbliebener Beugekontraktur führt nicht zu einer faktischen Einarmigkeit. Die Beschwerdegegnerin gewährte einen als angemessen zu betrachtenden Tabellenlohnabzug von 10 %. Ein höherer lässt sich nicht begründen. Der resultierende Invaliditätsgrad ist nicht rentenbegründend (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2021, IV 2019/147). Entscheid vom 2. August 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2019/147 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Kathrin Schläpfer, MLaw, rechtsanwälte.

N385.Berichtseinholung und Auskunftspflicht

Art. 28 Abs. 3 IVG kann die Einholung von Berichten bei behandelnden Stellen durch die IV-Stelle rechtfertigen; die Stellen sind dabei mit einem Hinweis auf ihre Auskunftspflicht (in Verbindung mit Art. 6a IVG) anzuschreiben.

Nach dem Gesagten kann aufgrund der vorhandenen Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer arbeitsunfähig ist beziehungsweise allenfalls vorübergehend war. Nachdem der Sachverhalt nicht ausreichend abgeklärt ist, ist die angefochtene Verfügung vom 25. Mai 2020 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.     Die Beschwerdegegnerin wird vorerst die vorhandenen Berichte bei den Behandlern einzuholen haben. Dazu wird sie sich insbesondere erneut an die Praxis A.___, Zürich, (Psychologe Y.___ und/oder Dr. B.___) mit einem eindringlichen Hinweis auf deren Auskunftspflicht (Art. 6a IVG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 3 IVG) zu wenden haben (vgl. für das Vorgehen: Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI] vom 1. Januar 2018, Kapitel

N386.Einjährige Mindestdauer der Invalidität

Kurzfristige Arbeitsunfähigkeitsperioden von jeweils unter einem Jahr begründen nach der zitierten Praxis in der Regel keinen Anspruch auf eine Rente nach Art. 28 IVG; ein rentenbegründender Invaliditätszeitraum muss daher die gesetzlich vorausgesetzte Mindestdauer von mindestens einem Jahr erreichen.

Al riguardo, va fatto presente che se l'istruttoria da effettuare d'ufficio conduce l'amministrazione o il giudice, in base ad un apprezzamento coscienzioso delle prove, alla convinzione che la probabilità di determinati fatti deve essere considerata predominante e che altri provvedimenti probatori più non potrebbero modificare il risultato, si rinuncerà ad assumere altre prove (valutazione anticipata delle prove cfr. DTF 130 II 425 consid. 2.1 con rinvii). Un tale modo di procedere non lede il diritto di essere sentito conformemente all'art. 29 cpv. 2 Cost. (SVR 2001 IV no. 10 p. 28 consid. 4b; riguardo al previgente art. 4 cpv. 1 v Cost., cfr. DTF 124 V 94 consid. 4b, 122 V 162 consid. 1d). Considerato come il ricorrente non abbia apportato indizi concreti atti a minare l’affidabilità della perizia fata eseguire dall’amministrazione, la richiesta del ricorrente di essere fatto oggetto di un nuovo accertamento peritale psichiatrico, segnatamente nella forma di una perizia giudiziaria, va disattesa. Per gli stessi motivi non vi è motivo di rinviare gli atti all’amministrazione per accertamenti ulteriori.                                            Visto quanto sopra, non presentando l’assicurato, fatti salvi i citati limitati periodi dal 2 agosto 2017 al 24 gennaio 2018, dal 31 maggio al 5 giugno 2018, dal 2 al 21 novembre 2018 - e quindi di durata inferiore al periodo minimo di un anno giusta l’art. 28 LAI (cfr. al consid. 2.2) -, un’inabilità lavorativa da ascrivere alle problematiche psichiatriche, e non essendo fatto valere alcuna affezione somatica con valenza invalidante, correttamente l’Ufficio AI ha negato il diritto a prestazioni.                                          La decisione contestata va quindi confermata, mentre che il gravame va respinto.

N387.Rentenstufen nach Invaliditätsgrad

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ergeben sich die Rentenstufen aus dem Invaliditätsgrad: bei mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % eine halbe Rente, bei mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % eine ganze Rente.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptations exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. c) Le statut de l’assuré (assuré exerçant une activité lucrative à temps complet, assuré non actif, assuré exerçant une activité lucrative à temps partiel) détermine la méthode d’évaluation de l’invalidité applicable, entre les trois méthodes reconnues (méthode générale de comparaison des revenus applicable aux assurés exerçant une activité lucrative à temps complet, art. 28a al. 1 LAI en corrélation avec l’art. 16 LPGA ; méthode spécifique de comparaison des champs d’activité, applicable aux assurés non actifs, art. 28a al. 2 LAI en corrélation avec l’art. 8 al. 3 LPGA et l’art. 27 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201] ; méthode mixte, applicable aux assurés exerçant une activité lucrative à temps partiel, art.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid.
1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si entre la dernière décision de refus de rente – qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus conformes au droit – et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, s’est produit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Il faut par conséquent procéder de la même manière qu’en cas de révision au sens de cette disposition, qui prévoit que, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). b) aa) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité). C’est la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N388.Polydisziplinäres Gutachten und Rentenanspruch

Ein vom Gericht eingeholtes polydisziplinäres Gutachten kann die Arbeitsunfähigkeit und damit den Anspruch auf Rente nach Art. 28 IVG begründen; sind schwierige medizinische und rechtliche Fragen gegeben, kann daraus auch ein Anspruch auf unentgeltliche anwaltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren folgen.

Entscheid Versicherungsgericht, 19.10.2020 Art. 28 IVG, Art. 29 Abs. 3 BV, Art. 37 Abs. 4 ATSG. Gerichtsgutachten und unentgeltliche Rechtsverbeiständung. Vorliegend ist gestützt auf das durch das Gericht eingeholte polydisziplinäre Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen und damit ein Anspruch auf Rente gegeben. Da es sich nicht um einen einfachen, durchschnittlichen IV-Rentenfall handelt, sondern sich schwierige medizinische und rechtliche Fragen stellten, ist der Anspruch auf unentgeltliche anwaltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren ebenfalls zu bejahen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2020, IV 2018/186 und IV 2018/249). Entscheid vom 19. Oktober 2020 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Marie Löhrer und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer Geschäftsnr. IV 2018/186, IV 2018/249 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Boris Züst, Dolder Züst Rechtsanwälte, Sonnenstrasse 5, Postfach 126, 9004 St.

N389.Leistungsanspruch trotz vorübergehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit

Eine vorübergehende vollständige (100%) Arbeitsunfähigkeit schliesst den Leistungsanspruch nach Art. 28 Abs. 2 IVG nicht zwingend aus; für die Dauer dieser vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit kann Anspruch bestehen, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen (insbesondere der erforderliche Invaliditätsgrad) weiterhin erfüllt sind.

dargelegt, ist der Beschwerdeführer seit dem 8. Januar 2016 in der angestammten Arbeitstätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig, wobei diese Arbeitsunfähigkeit auch im Januar 2019 noch gegeben war. Somit ist die Anspruchsvoraussetzung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG gegeben. Zwischen Januar und Mai 2019 ist nach der gutachterlichen Einschätzung (IV-act. 259-11) vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in jeglicher Tätigkeit ausgewiesen (IV-act. 259-11: "nach der akuten Lungenembolie im Januar 2019 bestand passager eine aufgehobene Arbeitsfähigkeit"). Danach bestanden aus pneumologischer Sicht noch gewisse Einschränkungen, welche jedoch nicht über jene aus orthopädischer sowie psychiatrischer Sicht von 2019 hinausgingen und spätestens seit Oktober 2019 vollständig abgeklungen sind (IV-act. 189-8: "ab Oktober 2019 ist von einer Arbeitsfähigkeit wie vorher auszugehen, das heisst, das Ereignis der Lungenembolie hatte keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr zu Folge"). Dies wurde auch durch den RAD bestätigt (IV-act. 261-2). Übereinstimmend damit hatten auch die behandelnden Ärzte ab dem 27. Mai 2019 wieder eine Arbeitsfähigkeit für das ursprüngliche Pensum bestätigt (IV-act. 220). Von Januar bis Mai 2019 war der Beschwerdeführer folglich zu mindestens 40 % invalid (Art.

N390.Normiertes Prüfungsraster und Gutachtenbegründung

Bei der Beurteilung, ob eine psychische Gesundheitsstörung eine rentenbegründende Invalidität im Sinn von Art. 28 Abs. 1 IVG bewirkt, ist nach der Rechtsprechung anhand eines normierten, strukturierten Prüfungsrasters mit standardisierten Indikatoren vorzugehen. Zu den in der Rechtsprechung genannten Indikatoren gehören namentlich der funktionelle Schweregrad, die Konsistenz des Verhaltens, Persönlichkeit und persönliche Ressourcen, der soziale Kontext, der Erfolg oder die Resistenz gegenüber Behandlung und Eingliederung sowie Komorbiditäten. Medizinische Gutachten müssen Diagnose und daraus gezogene Schlussfolgerungen so begründen, dass die Rechtsanwendung die Erfüllung der relevanten Kriterien nachvollziehen kann.

Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). Le point déterminant est ici de savoir si et dans quelle mesure la personne assurée, pratiquement, conserve une capacité à exercer une activité sur le marché du travail qui lui est ouvert au regard de ses capacités, nonobstant les douleurs qu'elle ressent, et si cela n'apparaît pas insupportable pour la société (ATF 136 V 279 c. 3.2.1). Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée, d'après des indicateurs standardisés (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (ATF 142 V 106 c. 4.4). La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). Les experts doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art.
Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 [RO 2007 5129]), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
3.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). 3.2.2 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 3.4 3.4.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (aArt.
Si une atteinte à la santé psychique assurée doit être reconnue même sous l'angle des motifs d'exclusion, il y a lieu alors de procéder sur un second niveau, à l'aide d'une grille d'évaluation normative et structurée fondée sur un catalogue d'indicateurs, à une évaluation symétrique sans résultat prédéfini de la capacité de travail raisonnablement exigible de la personne assurée, en tenant compte d'une part des facteurs de contrainte restreignant la capacité de travail et du potentiel de compensation (ressources) d'autre part (ATF 141 V 281 c. 3.6). En règle générale, il convient de prendre en considération des indicateurs standards classés selon leurs caractéristiques communes (c. 4.1.3), qui sont répartis dans les catégories "degré de gravité fonctionnel" (c. 4.3) et "cohérence" (c. 4.4). La grille d'évaluation présentée est de nature juridique (c. 5). La reconnaissance d'un taux d'invalidité fondant le droit à une rente ne sera admise que si, dans le cas d'espèce, les répercussions fonctionnelles de l'atteinte à la santé médicalement constatée sont établies de manière concluante et exempte de contradictions, et avec (au moins) un degré de vraisemblance prépondérante, à l'aide des indicateurs standards. Si tel n'est pas le cas, c'est à la personne assurée de supporter les conséquences de l'absence de preuve (c. 6). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art.
2    Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2)     Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5    Wurde eine Rente verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

N391.Rente vor oder rückwirkend trotz Eingliederungsunfähigkeit

Kann eine versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig werden, darf eine Rente bereits vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen zugesprochen werden. Ebenso kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden, wenn Abklärungsmassnahmen ergeben, dass Eingliederung nicht möglich ist.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) bzw. "Eingliederung statt Rente" greift, solange die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Der neue Art. 28 Abs. 1bis IVG regelt nun auch explizit, dass eine Rente nicht zugesprochen werden kann, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung nicht ausgeschöpft sind (vgl. E. 4.2 hiervor). Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 17 zu Art. 28 IVG).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) bzw. "Eingliederung statt Rente" greift, solange die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Der neue Art. 28 Abs. 1bis IVG regelt nun auch explizit, dass eine Rente nicht zugesprochen werden kann, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung nicht ausgeschöpft sind (vgl. E. 4.2 hiervor). Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 mit Hinweisen; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 17 zu Art. 28 IVG).

N392.Glaubhaftmachung der Verschlechterung

Bei einer Neuanmeldung nach früherer Ablehnung muss der Anspruchsberechtigte die Änderung des Gesundheits- bzw. Invaliditätsgrades glaubhaft machen. Die Verwaltung hat die Sache materiell zu untersuchen und zu prüfen, ob die vom Versicherten behauptete, tatsächliche Verschlechterung eingetreten ist; ist dies nicht der Fall, ist das neue Gesuch zurückzuweisen.

En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 LPGA). En vertu de l'article 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). L'assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. Un taux d'invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente AI, un taux d'invalidité de 50 % au moins à une demi-rente AI, un taux d'invalidité de 60 % au moins à trois quarts de rente AI et un taux d'invalidité de 70 % au moins à une rente entière (art. 28 LAI). b) Lorsque l'administration entre en matière sur une nouvelle demande après un refus de prestations (art. 87 al. 3 RAI), elle doit examiner la cause au plan matériel – soit en instruire tous les aspects médicaux et juridiques (arrêts du TF des 16.06.2015 [9C_721/2014] cons. 3.1 et 09.07.2012 [9C_142/2012] cons. 4) – et s'assurer que la modification du degré d'invalidité rendue vraisemblable par l'assuré est effectivement survenue. Cela revient à examiner si – par analogie avec l'article 17 LPGA – l'état de santé de l'assuré s'est notablement modifié depuis l'entrée en force de la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit, une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus (ATF 133 V 108 cons. 5 et les références citées ; arrêt du TF du 11.02.2016 [9C_399/2015] cons. 2). Si tel n’est pas le cas, elle rejette la nouvelle demande. Dans le cas contraire, elle est tenue d'examiner s'il y a désormais lieu de reconnaître un taux d'invalidité ouvrant le droit à une prestation ou augmentant celle-ci.
Il sera fait état des arguments développés par elles à l’appui de leurs conclusions respectives dans les considérants en droit du présent arrêt, pour autant que cela soit utile à la solution du litige. en droit 1. Interjeté en temps utile et dans les formes légales auprès de l'autorité judiciaire compétente par un assuré directement touché par la décision attaquée et dûment représenté, le recours est recevable. 2. Le litige porte sur le droit du recourant à une rente d’invalidité, singulièrement sur le point de savoir dans quelle mesure son état de santé s’est modifié depuis la dernière décision reposant sur un examen matériel complet du droit à la prestation. 3. 3.1. Aux termes de l'art. 8 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 LAI (RS 831.20), est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. D'après l'art. 4 al. 1 LAI, l’invalidité peut résulter d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident. D'après l'art. 28 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (al. 1). La rente est échelonnée selon le taux d'invalidité (al. 2). 3.2. Selon l'art. 87 al. 3 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201), lorsque la rente, l’allocation pour impotent ou la contribution d’assistance a été refusée parce que le degré d'invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si les conditions prévues à l'al. 2 sont remplies. D'après cet alinéa, lorsqu'une demande de révision est déposée, celle-ci doit établir de façon plausible que l'invalidité, l'impotence ou l'étendue du besoin de soins ou du besoin d’aide découlant de l'invalidité de l'assuré s'est modifiée de manière à influencer ses droits.
Entscheid Versicherungsgericht, 08.08.2024 Art. 28 IVG. Neuanmeldung eines Rentenanspruchs. Beweiskraft des Verlaufsgutachtens bejaht. Gestützt darauf ist weiterhin ein Rentenanspruch zu verneinen. Abweisung des neuerlich eingereichten Rentengesuchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. August 2024, IV 2023/84). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_568/2024. Entscheid vom 8. August 2024 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2023/84 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
In simili circostanze, ribaditi i suesposti periodi di inabilità lavorativa dal 13 dicembre 2019 al 26 ottobre 2020, considerata dunque la ripresa dell’abilità lavorativa completa in attività adeguate a partire dal 27 ottobre 2020, con un conseguente grado di invalidità nullo, l’assicurato non ha quindi presentato, ai sensi dell’art. 28 cpv. 1 lett. b e c LAI, un periodo ininterrotto di un anno con almeno il 40% di inabilità lavorativa in media e con un grado di invalidità di almeno il 40% alla scadenza dell’anno di attesa (art. 28 LAI; cfr. anche art. 6 LPGA; cfr. al consid. 2.4), ragione per cui non gli può essere riconosciuto il diritto ad una rendita di invalidità.                                   La decisione impugnata merita pertanto conferma, mentre il ricorso va respinto.                                     Come già anticipato, all’assicurato va comunque fatto presente che in caso di peggioramento rilevante delle sue condizioni di salute, debitamente comprovato da pertinente documentazione medica, egli potrà in futuro presentare una nuova domanda di prestazioni. Il presente giudizio non pregiudica infatti eventuali suoi diritti nei confronti dell’AI insorti in epoca successiva alla data decisiva del provvedimento impugnato.

N393.Übergangsbestimmungen zur Überführung in Art. 28b IVG

Übergangsbestimmungen: Für Rentenansprüche, die vor Inkrafttreten der Änderung entstanden sind und deren Anspruchsberechtigte am 1.1.2022 mindestens 55 Jahre alt waren, bleibt das frühere Recht anwendbar. Laufende Renten von Versicherten, die am 1.1.2022 das 30. Altersjahr noch nicht erreicht hatten (Jahrgänge 1992–2003), werden spätestens am 1.1.2032 in das neue stufenlose Rentensystem (Art. 28b IVG) überführt.

c, pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente a pris naissance avant l'entrée en vigueur de cette modification et qui, à l'entrée en vigueur de la modification, avaient au moins 55 ans, l’ancien droit reste applicable (arrêt du Tribunal fédéral 8C_561/2022 du 4 août 2023 consid. 3.1 et la référence), ce qui est le cas du recourant qui a atteint l’âge de 55 ans en avril 2021, soit avant le 1er janvier 2022. 3.2 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 3.3 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid.
Selon les dispositions transitoires de la modification de la LAI du 19 juin 2020, pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant l’entrée en vigueur de la présente modification et qui avaient au moins 55 ans à l’entrée en vigueur de cette modification, l’ancien droit reste applicable. En l’occurrence, le recourant était âgé de 59 ans au 1er janvier 2022 et son droit à la rente est né avant cette date, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur ancienne teneur. 3.             Déposé dans les forme et délai prévus par la loi (art. 56ss LPGA), le recours est recevable. 4.              En vertu de l’art. 28 al. 1er LAI, l’assuré a droit à une rente d’invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). L’art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur jusqu’au 31 décembre 2021 dispose que l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à trois quarts de rente s’il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. 5.             Selon l'art. 17 al. 1 LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. 5.1 Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d'invalidité, et partant le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid.
3 der Übergangsbestimmungen werden Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 30. Altersjahr noch nicht vollendet haben, die Regelung des Rentenanspruchs nach Artikel 28b IVG spätestens 10 Jahre nach Inkrafttreten dieser Änderung angewendet. In anderen Worten werden laufende Renten von versicherten Personen, welche am 1. Januar 2022 das 30. Altersjahr noch nicht erreicht haben (Jahrgänge 1992 bis 2003), soweit sie nicht vorher nach Rz. 9105 KSIR ins neue Rentensystem überführt wurden, am 1. Januar 2032 ins neue stufenlose Rentensystem (Art. 28b IVG) überführt (Rz. 9107 KSIR). 3.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen wie auch der seit 1. Januar 2022 geltenden Version des IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u. a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.3. 3.3.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.3.2. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.4. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (sowohl in der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung, als auch in der seit 1. Januar 2022 geltenden Version) frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art.

N394.Karenzfrist, Wartejahr und Rentenbeginn

Der Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Geltendmachung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG). Voraussetzung ist zudem, dass das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bis zum Entstehen des Anspruchs erfüllt war; der frühestmögliche Rentenbeginn richtet sich damit nach dem Zusammenspiel der Karenzfrist und dem Erfüllungszeitpunkt des Wartejahrs. Für die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist der Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs massgebend.

Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint hat. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung vom 6. September 2022 wegen der seit 30. März 2022 attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztzeugnisse Dr. med. D. [IV-act. 54 S. 11 ff.]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG frühestens ab dem 1. März 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern er bis dahin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Zu prüfen ist konkret, ob beim Beschwerdeführer das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war bzw. ob ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hinreichend abgeklärt worden ist. Im Rahmen dessen bestreitet der Beschwerdeführer sinngemäss die Anwendung der gemischten Methode sowie die (fehlende) Einschränkung im Haushaltsbereich.
Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021.                 Tel est le cas en l’occurrence, puisqu’un éventuel droit à une rente d’invalidité s’ouvrirait à partir du 1er octobre 2021, soit six mois après la demande de prestations du 14 avril 2021 (art. 29 al. 1 LAI) et après l’échéance du délai de carence d’une année depuis le 17 septembre 2020 (art. 28 al. 1 let. b LAI).                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI).                 c) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). C’est la méthode ordinaire de comparaison des revenus (28a al. 1 LAI [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]).                 Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible. Il se déduit en règle générale du salaire réalisé avant l’atteinte à la santé, en l’adaptant toutefois à son évolution vraisemblable jusqu’au moment déterminant de la naissance éventuelle du droit à la rente (ATF 144 I 103 consid. 5.3 ; 134 V 322 consid. 4.1).                 Comme le revenu sans invalidité, le revenu avec invalidité doit être évalué avant tout en fonction de la situation professionnelle concrète de la personne assurée.
Für die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist der Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Der Rentenanspruch entsteht grundsätzlich – vgl. bereits E. 2.2.2 hiervor – frühestens mit Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung (Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 ATSG) auf den Zeitpunkt, in dem mit Erfüllung des leistungsbegründenden Sachverhalts (Art. 28 Abs. 1 IVG) der Versicherungsfall eingetreten ist (vgl. BGE 146 V 331 S. 337 f. E. 5.2). Mit Blick auf die im August 2021 erfolgte Neuanmeldung zum Leistungsbezug (AB 74) entstand der Rentenanspruch des Beschwerdeführers somit frühestens im Februar

N395.Revisionsrecht bei rückwirkender Rentenzusprechung

Bei rückwirkender Zusprechung einer befristeten oder abgestuften Invalidenrente sind die revisionsrechtlichen Regeln von Art. 17 ATSG und die Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV sinngemäss anzuwenden. Massgeblich ist der Vergleich des Sachverhalts zum Rentenbeginn einerseits und zumjenigen Zeitpunkt andererseits, der nach Art. 88a IVV für die Festsetzung der Aufhebung oder Herabsetzung der Leistung anzusetzen ist.

Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.4 Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 1 ATSG) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 festzusetzen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 8C_534/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 130 V 343 E.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis). 1.5    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E.
Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 140 V 41, 44, E 6.3.1 mit Hinweisen). Demnach vorliegend sind die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Wird, wie vorliegend, rückwirkend eine befristete Rente zugesprochen, sind die revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 17 ATSG und Art. 88a IVV auf die Änderung des Anspruchs anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1 und BGE 109 V 125, 126 E. 4a). Es ist demnach zu beurteilen, ob sich der zunächst für eine bestimmte Dauer bejahte rentenbegründende Invaliditätsgrad der betroffenen Person ab einem bestimmten Zeitpunkt in einem derartigen Ausmass verändert hat, dass kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht. 3.4. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art.

N396.Entstehungszeitpunkt der Hilflosenentschädigung: Einjahresdauer und Fortdauerprognose

Für den Entstehungszeitpunkt der Hilflosenentschädigung ist regelmässig vorausgesetzt, dass die Hilflosigkeit während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestanden hat. Der Anspruch entsteht zu dem Zeitpunkt, in dem diese einjährige Dauer erfüllt ist und die Hilflosigkeit voraussichtlich weiterhin andauern wird.

Nach aArt. 42 Abs. 4 IVG wird die Hilflosenentschädigung frühestens ab der Geburt und spätestens bis Ende des Monats gewährt, in welchem vom Rentenvorbezug gemäss Art. 40 Abs. 1 AHVG Gebrauch gemacht oder in welchem das Rentenalter erreicht wird. Der Anspruchsbeginn richtet sich nach Vollendung des ersten Lebensjahres nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Entgegen dem wörtlich verstandenen Verweis in aArt. 42 Abs. 4 IVG richtete sich bereits unter dem bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Recht der zeitliche Beginn des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung nicht nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Vielmehr gelangte nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sinngemäss die Bestimmung zu den Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente zur Anwendung. Demnach entstand der Anspruch auf Hilflosenentschädigung analog zu Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Zeitpunkt, in dem die Hilflosigkeit während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ohne dass dabei die Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG zur Anwendung gelangen würde (BGE 137 V 351 E. 5.1 S. 361, vgl. dazu die neue Formulierung von Art. 42 Abs. 4 IVG in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung).
Nach aArt. 42 Abs. 4 IVG wird die Hilflosenentschädigung frühestens ab der Geburt und spätestens bis Ende des Monats gewährt, in welchem vom Rentenvorbezug gemäss Art. 40 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831.10) Gebrauch gemacht oder in welchem das Rentenalter erreicht wird. Der Anspruchsbeginn richtet sich nach Vollendung des ersten Lebensjahres nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Entgegen dem wörtlich verstandenen Verweis in aArt. 42 Abs. 4 IVG richtete sich bereits unter dem bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Recht der zeitliche Beginn des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung nicht nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Vielmehr gelangte nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sinngemäss die Bestimmung zu den Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente zur Anwendung. Demnach entstand der Anspruch auf Hilflosenentschädigung analog zu Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Zeitpunkt, in dem die Hilflosigkeit während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ohne dass dabei die Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG zur Anwendung gelangen würde (BGE 137 V 351 E. 5.1 S. 361, vgl. dazu die neue Formulierung von Art. 42 Abs. 4 IVG in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung).
Der Anspruch auf Hilflosenentschädigung entsteht analog zu Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Zeitpunkt, in dem die Hilflosigkeit während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ohne dass dabei die Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG zur Anwendung gelangen würde (BGE 144 V 361, 137 V 351 E. 5.1 S. 361).
Dezember 2016 gültigen Fassung war zusätzlich vorgesehen, dass der Anspruch frühestens beim Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs entstehe. Dieser Zusatz war vom Bundesgericht in BGE 133 V 42 E. 3 als verfassungs- und gesetzeswidrig befunden und in der Folge aus der Verordnungsbestimmung gestrichen worden. Damit ist davon auszugehen, dass es sich bei der Änderung des Art. 37 UVV per 1. Januar 2017 lediglich um eine Anpassung an die gestützt auf BGE 133 V 42 bereits geltende rechtliche Situation gehandelt hat. 3.3 Im Unterschied zur Hilflosenentschädigung im Bereich der Alters- und Hinterlassenenversicherung (vgl. dazu Art. 43bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG] vom 20. Dezember 1946) und gemäss Invalidenversicherung (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 19. Juni 1959; vgl. dazu auch BGE 137 V 356 E. 4 ff.) ist im Bereich der Unfallversicherung keine Mindestdauer der bestehenden Hilflosigkeit vorgesehen. Art. 43bis Abs. 2 AHVG und Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 IVG sehen vor, dass ein Anspruch auf Hilflosenentschädigung regelmässig nur dann entsteht, wenn der Zustand, aufgrund dessen auf eine Hilflosigkeit geschlossen wird, seit mindestens einem Jahr bestanden hat. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass im Bereich der Invalidenversicherung eine einjährige Wartefrist für die Entstehung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung in sinngemässer Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in jedem Fall vorauszusetzen sei (BGE 144 V 361 E. 6.2). In der Literatur wurde verschiedentlich angeführt, dass auch im Bereich der Unfallversicherung eine entsprechende Frist Geltung haben dürfte (vgl. Irene Hofer, in: Frésard-Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, Basel 2019, Art. 9 N 16; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 11 Rz 14; Stéphanie Perrenoud, in: Dupont/Moser-Szeless [Hrsg.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Basel 2018, Art.

N397.Bemessung des Invaliditätsgrads durch Erwerbseinkommen

Bei erwerbstätigen Versicherten wird der Invaliditätsgrad nach der allgemeinen Methode der Vergleichung der Erwerbseinkommen bemessen: Das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen würde, ist dem Erwerbseinkommen gegenüberzustellen, das sie nach erfolgten Behandlungen und den zumutbaren Eingliederungsmassnahmen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen könnte.

1 En effet, selon les dispositions légales en vigueur au 1er août 2008 et jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue, l'invalidité au sens de la LPGA et de la LAI est l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). L'invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 4 al. 1 LAI) et est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (art. 4 al. 2 LAI). Selon l'art. 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Par incapacité de travail, on entend toute perte, totale ou partielle, résultant d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui (art. 6, 1ère phrase LPGA). 4.4.2.2 De surcroît, conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). En particulier, dans le cas d'espèce, c'est à juste titre que l'autorité précédente a évalué l'invalidité dans le cadre de l'exercice d'une activité lucrative que le recourant aurait exercée à temps plein sans atteinte à la santé (méthode de la comparaison des revenus ; cf. art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA ; pour plus de détails, cf. notamment arrêt du TF 9C_883/2017 du 28 février 2018 consid. 4.1), celui-ci - qui a acquis un certificat de capacité en tant qu'employé de commerce en 2012 (formation élargie suivie dans une école privée [AI pces 45 et 47]) - ayant démontré sa volonté d'exercer une activité lucrative à 100 % (cf.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). En vertu de l’art. 28b LAI entré en vigueur le 1er janvier 2022, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). 7.2 La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). Chez les assurés qui exerçaient une activité lucrative à plein temps avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique, il y a lieu de déterminer l'ampleur de la diminution de leurs possibilités de gain, en comparant le revenu qu'ils auraient pu obtenir s'ils n'étaient pas invalides avec celui qu'ils pourraient obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée d'eux après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré ; c'est la méthode générale de comparaison des revenus (art.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). c) Pour évaluer le degré d'invalidité, il existe principalement trois méthodes – la méthode générale de comparaison des revenus, la méthode spécifique et la méthode mixte – dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente : assuré exerçant une activité lucrative à temps complet, assuré non actif, assuré exerçant une activité lucrative à temps partiel. aa) Pour un assuré qui exerçait une activité lucrative à plein temps avant d'être atteint dans sa santé physique, mentale ou psychique, il y a lieu de déterminer l'ampleur de la diminution de ses possibilités de gain, en comparant le revenu qu'il aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré ; c'est la méthode générale de comparaison des revenus (art. 28a al. 1 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, en corrélation avec l'art.
Gemäss aArt. 28a Abs. 1 IVG bzw. Art. 28 Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massgebenden Erwerbseinkommen (sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren [Art. 28 Abs. 1 IVG]). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
a) Des modifications législatives et réglementaires sont entrées en vigueur au 1er janvier 2022 dans le cadre du « développement continu de l'AI » (loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI] [Développement continu de l’AI], modification du 19 juin 2020, RO 2021 705, et règlement sur l’assurance-invalidité [RAI], modification du 3 novembre 2021, RO 2021 706). Conformément aux principes généraux en matière de droit transitoire, l'ancien droit reste en l'espèce applicable, au vu de la date de la décision litigieuse rendue le 11 août 2021 (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 138 V 176 consid. 7.1 ; TF 9C_881/2018 du 6 mars 2019 consid. 4.1). b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré.

N398.Dokumentationsbedarf und Arbeitgeberangaben

Bei Art. 28 Abs. 1 IVG können unspezifische Beschwerden ohne längere ärztliche Dokumentation nicht als hinreichender Beleg für eine andauernde Arbeitsunfähigkeit gewertet werden. Fehlen einzelne Arbeitsunfähigkeitsatteste, können indessen belastende Angaben der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber in der Aktenlage herangezogen werden, wenn sie die Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit stützen.

Entscheid Versicherungsgericht, 20.01.2021 Art. 7 ATSG, Art. 28 Abs. 1 IVG. Die vom Rentenansprecher geltend gemachten unspezifischen Symptome sind durch die medizinischen Akten nicht belegt, ein Leidensdruck ist mangels Arztbesuchen über lange Zeit nicht ersichtlich. Weitere Abklärungen sind nicht notwendig. Rechtmässige Verneinung des Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Januar 2021, IV 2019/101). Entscheid vom 20. Januar 2021 Besetzung Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi Geschäftsnr. IV 2019/101 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung davon ausging, dass das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zu diesem Zeitpunkt bereits verstrichen war, hatte der Hausarzt des Beschwerdeführers diesen doch ab 16. April 2015 zu 100 % krankgeschrieben. Zwar fehlt in den Akten ein Beleg für ein Arbeitsunfähigkeitsattest zwischen Mitte Mai und Ende Juli 2015 (vgl. IV-act. 16-3). Da die Arbeitgeberin am 6. Oktober 2015 aber eine volle Arbeitsunfähigkeit "seit ca. 5 Monaten" erwähnte (IV-act. 7-10), ist nicht von einer (sich auf das Ende des Wartejahres auswirkenden) vorübergehenden Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen. Beim Rentenbeginn am 1. April 2016 ist für den Einkommensvergleich somit das Jahr 2016 massgebend. Der von der IV-Stelle anfangs angenommene Validenlohn von Fr. 85'385.-- widersprach den gemeldeten Angaben der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (vgl. IV-act. 117). Auf Einwand des Beschwerdeführers hin passte die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen korrekterweise von Fr. 85'385.-- auf Fr. 90'009.-- an (IV-act. 122-7; IV-act. 125-1). Somit ist ein Valideneinkommen von Fr.

N399.Wartejahr und gemischte Methode

Für den Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG muss das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b erfüllt sein (z. B. ein Jahr nach Beginn einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 %); die Beurteilung des Wartejahrs erfolgt grundsätzlich nach medizinischer Einschätzung. Nach Ablauf des Wartejahrs ist für die Begründung des Rentenanspruchs der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode zu bestimmen.

Im Erwerbsbereich besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % seit dem 14. Mai 2018 (vgl. E. 3.1 hiervor). Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, welches sich auch im Aufgabenbereich grundsätzlich nach den medizinischen Einschätzung beurteilt (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.3.3), war somit im Mai 2019 erfüllt. Im Anschluss daran muss zur Begründung eines Anspruchs auf eine Rente ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % gegeben sein (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG), was sich nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG, Art. 27bis Abs. 2-4 IVV) bemisst, wobei hier der frühest mögliche Rentenbeginn auf den August 2021 fällt (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG; vgl. oben E. 2.3).
Ce moyen doit cependant être rejeté dès lors que la décision contestée a été rendue le 21 novembre 2022, près de deux mois après l’apparition de ces troubles suite à la chute survenue le 28 septembre 2022, à savoir une durée de moins de trois mois, insuffisante pour en tenir compte dans le cadre de la présente procédure (art. 88a al. 2 RAI ; comp. consid. 7c/bb ci-dessus). Dans le cadre de son recours, il y a lieu de constater que la recourante ne remet plus en cause le taux d’empêchement ménager retenu par l’enquêteur dans l’exécution des tâches du ménage (24,9 %) qu’elle contestait dans le cadre de la procédure d’audition (cf. rapport du 21 juillet 2022 du Dr N.________ et la motivation accompagnant la décision attaquée du 21 novembre 2022). b) Pour le surplus, l’OAI a produit avec son écriture du 10 août 2023 une communication interne de la REA du 26 juillet 2023, accompagnée du calcul du salaire exigible, si bien que l’argumentation de la recourante quant à l’absence de détermination des revenus avec et sans invalidité ne peut être suivie. En l’occurrence, il y a lieu de calculer le degré d’invalidité présenté par la recourante dès le mois de janvier 2019, soit une année après le début de l’incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI) et d’appliquer la méthode mixte d’évaluation de l’invalidité (consid. 4b et c ci-dessus). aa) C’est à juste titre que l’intimé s’est fondé sur les ESS, faute de revenu effectivement réalisé. Il convient de se référer à l’ESS 2018 pour le calcul du degré d’invalidité en 2019, en procédant à l’indexation correspondante (+ 1 % ; OFS, T39 Evolution des salaires nominaux, des prix à la consommation et des salaires réels 2010-2022), et à l’ESS 2020 pour le calcul du degré d’invalidité en 2020. Le revenu auquel pouvaient prétendre les femmes pour des activités simples et répétitives dans les domaines de la production et des services était de 4'371 fr. selon l’ESS 2018 et de 4'276 fr. selon l’ESS 2020, pour une semaine de 40 heures. Après indexation et adaptation à la durée de travail hebdomadaire moyenne durant les années en question, qui était de 41,7 heures (OFS, Durée normale du travail dans les entreprises selon la division économique 2004-2021), les salaires annuels de référence se montent respectivement à 55'228 fr.

N400.Wahl der Lohntabelle beeinflusst Invaliditätsgrad

In 9C_516/2020 hat das Bundesgericht ausgeführt, dass bei Ansatz des Tabellenlohns — selbst auf dem untersten Anforderungsniveau — ein Invaliditätsgrad von 48 % resultierte, was nach Art. 28 Abs. 2 IVG zu einer Viertelsrente führt. Die Wahl der konkreten Tabelle bzw. des Kompetenzniveaus beeinflusst somit den ermittelten Invaliditätsgrad.

Sodann ergibt sich aus dem Hinweis des Neuropsychologen, wonach die Umsetzung der vorhandenen Ressourcen durch ein neuropsychologisches Coaching unterstützt werden "könnte", nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers; insbesondere lässt sich daraus nicht schliessen, dass die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit bereits aus medizinischen Gründen eine Eingliederungsmassnahme voraussetzte (vgl. SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1). Anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, stehen ihm nicht nur administrative Arbeiten zur Verfügung, stellte doch die Vorinstanz für das Invalideneinkommen auf den Totalwert für Männer der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 ab (Tabelle TA1; Kompetenzniveau 2). Auch bei Berücksichtigung des Tabellenlohns im untersten Anforderungsniveau, der eine Vielzahl leichter Tätigkeiten ohne hohe Anforderungen umfasst (vgl. statt vieler Urteil 9C_303/2020 vom 6. August 2020 E. 4.2), würde ein Invaliditätsgrad von 48 % und damit eine Viertelsrente resultieren (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Unter den im konkreten Fall gegebenen Umständen hat das kantonale Gericht kein Recht verletzt, indem es die Selbsteingliederung als zumutbar betrachtet hat. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.
Sodann ergibt sich aus dem Hinweis des Neuropsychologen, wonach die Umsetzung der vorhandenen Ressourcen durch ein neuropsychologisches Coaching unterstützt werden "könnte", nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers; insbesondere lässt sich daraus nicht schliessen, dass die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit bereits aus medizinischen Gründen eine Eingliederungsmassnahme voraussetzte (vgl. SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1). Anders als der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, stehen ihm nicht nur administrative Arbeiten zur Verfügung, stellte doch die Vorinstanz für das Invalideneinkommen auf den Totalwert für Männer der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 ab (Tabelle TA1; Kompetenzniveau 2). Auch bei Berücksichtigung des Tabellenlohns im untersten Anforderungsniveau, der eine Vielzahl leichter Tätigkeiten ohne hohe Anforderungen umfasst (vgl. statt vieler Urteil 9C_303/2020 vom 6. August 2020 E. 4.2), würde ein Invaliditätsgrad von 48 % und damit eine Viertelsrente resultieren (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Unter den im konkreten Fall gegebenen Umständen hat das kantonale Gericht kein Recht verletzt, indem es die Selbsteingliederung als zumutbar betrachtet hat. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.

N401.Periodengerechte Prüfung von Rentenansprüchen

Bei dauerhaften Sachverhalten, die sich teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten einer Gesetzesänderung verwirklichen, ist der Rentenanspruch periodengerecht zu prüfen: Für die Periode vor dem Inkrafttreten gelten die bis dahin anwendbaren Bestimmungen, für die danach liegende Periode die neuen Vorschriften.

Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) samt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Nach den allgemeinen Grundsätzen des – materiellen – intertemporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen. In Anwendung dieses intertemporalrechtlichen Hauptsatzes ist bei einem dauerhaften Sachverhalt, der – wie hier – teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung eingetreten ist, der Anspruch auf eine Invalidenrente für die erste Periode nach den altrechtlichen Bestimmungen und für die zweite Periode nach den neuen Normen zu prüfen. Besondere übergangsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323, 328 E. 4.2; zur Publikation vorgesehenes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 2.2.). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben u.a. Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können und während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Laut Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 massgebenden Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit.
Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Auf Grund des am 30. Juli 2020 stattgehabten Unfallereignisses (Urk. 9/3/90-91) und der im November 2020 anhängig gemachten Anmeldung bei der Invalidenversicherung (Urk. 9/2) könnten allfällige Leistungen frühestens ab Juli 2021 ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG i. V. m. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird
Da ein Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin ab November 2019 und ab April 2022 zu prüfen ist, kommt jeweils das alte und das neue Recht zur Anwendung. Vorliegend werden deshalb je nach Relevanz sowohl die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen als auch die ab 1. Januar 2022 anwendbaren Rechtsvorschriften zitiert. 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Gemäss dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs.

N402.Erforderlichkeit strukturierter probatorischer Abklärung bei psychischen Erkrankungen

Bei psychischen Erkrankungen muss der invalidierende Charakter in der Regel mittels einer strukturierten probatorischen Abklärung festgestellt werden. Diese Abklärung hat – im Rahmen einer Gesamtbeurteilung – insbesondere die funktionalen Einschränkungen und die Ressourcen der versicherten Person sowie die Frage der Resistenz gegenüber einer fachgerecht durchgeführten Behandlung zu prüfen.

b) Le caractère invalidant des affections psychiques, des affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doit en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, il doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4).               c) La personne assurée a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, si elle a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, elle est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI).                 d) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que la personne assurée aurait pu obtenir si elle n’était pas atteinte dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’elle pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée d’elle après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 e) Pour fixer le degré d’invalidité, l'administration – ou le juge s'il y a recours – a besoin de documents que les médecins, éventuellement d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. Les données médicales constituent en outre un élément utile pour déterminer quelles activités peuvent encore être raisonnablement exigées de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid.
b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4).                 c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI).   5.              a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.
b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4).                 c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 d) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré.
b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4). c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). 4. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.

N403.Nachvollziehbare Begründung pauschaler Abzüge

Pauschale Abzüge (z. B. leidensbedingte Abzüge) sowie die Wahl des Vergleichseinkommens können den ermittelten Invaliditätsgrad und damit die Rentenhöhe nach Art. 28 Abs. 2 IVG erheblich beeinflussen. Solche Annahmen sind nachvollziehbar zu begründen.

Mit einem Abzug von 10% reduziert sich das vorinstanzlich berücksichtigte Invalideneinkommen auf Fr. 48'792.60 (Fr. 54'214.- x 0.9; vgl. E. 2.1 hiervor), woraus sich in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 82'940.00 ein Invaliditätsgrad von 41,17% ergibt. Folglich dringt der Beschwerdeführer mit seinem Antrag auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung; vgl. E. 3 hiervor) ab 1. Oktober 2018 durch, was zur Gutheissung der Beschwerde führt.
Indicateurs du marché du travail 2019 ; TA2.1). Une exigibilité restreinte à 50 % justifie de réduire ce montant à 29’942 fr. Après abattement de 5 %, le revenu d’invalide s’élève dès lors à 28'445 fr. en 2018. c) Les montants déterminants, au titre de revenus d’invalide, pour la comparaison des revenus, s’élèvent donc à 25'653 fr. en 2015 et 28'445 fr. en 2018. Ces montants s’avèrent d’ailleurs favorables à la recourante, puisqu’ils sont légèrement inférieurs à ce qu’elle dégage concrètement auprès de l’Hôtel P.________ (soit 29'250 fr. [2'250 fr. x 13] selon son contrat de travail). 11. Il s’agit à ce stade de procéder à la comparaison des revenus mis en évidence sous considérants 9 et 10 supra, conformément à l’art. 16 LPGA. a) A partir du mois de décembre 2015, le degré d’invalidité de la recourante s’est élevé à 58,22 % ([61’393 – 25’563 x 100] / 61’393), arrondi à 58 %. Ce taux aurait légitimé la réduction de la rente entière versée dès le 1er août 2013 à une demi-rente d’invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI), à partir du mois de mars 2016 (cf. art. 88a al. 1 RAI). Un tel résultat est défavorable à la recourante, puisque l’intimé lui a alloué une rente entière d’invalidité, fondée sur un degré d’invalidité de 100 %, jusqu’au 30 novembre 2018. Il conviendrait en principe, conformément à l’art. 61 let. d LPGA, de réformer la décision du 20 juillet 2020 au détriment de la recourante pour la période s’étendant de mars 2016 à novembre 2018. Or, si la loi permet au tribunal de procéder à une reformatio in pejus, il ne s’agit en réalité que d’une simple opportunité. Le tribunal n’opte pour une reformatio in pejus qu’avec retenue, en particulier si des questions d’opportunité ou d’appréciation sont en jeu (cf. Jean Métral, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n°77 ad art. 61 LPGA). En l’occurrence, l’intimé n’ayant pas remis en cause le bien-fondé de l’allocation d’une rente entière d’invalidité durant les mesures professionnelles octroyées à la recourante, il sera renoncé à procéder à une reformatio in pejus au détriment de cette dernière.
Ainsi, le rapport d'enquête du 22 janvier 2019 a fixé l'exigibilité de la participation du mari et de la fille de l'assurée aux tâches ménagères à 28% alors que le rapport du 19 avril 2011 n'avait fait part que d'une exigibilité minime (cf. consid. 10.2.3 et 10.3). Or, ces changements de la situation de l'assurée constituent des motifs de révision de la rente en cours. Dans la mesure où, par ailleurs, le rapport d'enquête du 22 janvier 2019 est détaillé et dûment motivé (cf. consid. 6.2.3), le TAF n'a pas de raison de s'écarter du taux d'empêchement de 19% établi. Compte tenu d'un taux d'activité dans le ménage de 57%, le taux d'invalidité de 10,83% a été correctement déterminé (19% de 57%). Enfin, au regard de l'art. 88a al. 1 RAI (consid. 6.4), cette amélioration de la situation peut être prise en compte au plus tard à compter du 1er avril 2019. 10.4.4 En conclusion, le TAF peut confirmer que le nouveau taux d'invalidité de l'assurée s'élève désormais à 54% tel que déterminé par l'évaluation de l'invalidité selon la méthode mixte du 21 novembre 2019 (cf. consid. 10.3). Ce degré donne droit à une demi-rente conformément à l'art. 28 al. 2 LAI cité (consid. 6.3). En vertu de l'art. 88bis al. 2 let. a RAI (consid. 6.5) et compte tenu de la décision attaquée du 2 juillet 2019, la réduction des trois quarts de rente en une demie-rente prend effet au 1er septembre 2019. 11. Au regard de ce qui précède, le Tribunal peut confirmer la proposition de l'OAIE du 28 novembre 2019 que la recourante a acceptée. Le recours est admis partiellement et la décision du 2 juillet 2019 annulée et réformée dans le sens que l'assurée a droit à une demi-rente à compter du 1er septembre 2019. 12. A toutes fins utiles, il est précisé que l'assurée pourra annoncer dans le futur toute modification de sa situation médicale et/ou économique et demander une révision de sa rente (cf. consid. 5). L'Office AI instruira alors cette demande et se prononcera. Selon l'art. 88bis al. 1 let. a RAI, une augmentation de la rente peut prendre effet au plus tôt si la révision est demandée par la personne assurée dès le mois où cette demande est présentée. 13. 13.1 En règle générale, les frais de procédure sont à la charge de la partie qui succombe (art.

N404.Rentenstaffelung nach Invaliditätsgrad

Die Höhe der Rente bemisst sich nach dem Invaliditätsgrad: Viertelsrente ab 40 % Invalidität, Halbrente ab 50 %, Dreiviertelsrente ab 60 % und ganze Rente ab 70 % (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch - wie hier - nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] Nr. 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).
Dans ce cadre, les cotisations versées à une assurance sociale assimilée d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) ou de l'Association européenne de libre-échange (AELE) peuvent également être prises en considération, à condition qu'une année au moins de cotisations puisse être comptabilisée en Suisse (FF 2005 4065 ; art. 6 et 45 du règlement n° 883/2004 ; ATF 131 V 390). In casu, il ressort du dossier que l'assuré ; qui compte notamment 184 mois de cotisations à l'AVS/AI suisse (pce AI 12), remplit la condition afférente à la durée minimale de cotisations. 5.2 En outre, conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40 % au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50 % au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70 % au moins (art. 28 al. 2 LAI). L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art. 29 al. 4 LAI n'est pas applicable lorsque, comme en l'espèce, la personne assurée est un ressortissant suisse ou de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un des Etats membres de l'UE (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 5.3 Cela étant, il convient d'examiner si le recourant est invalide au sens de la LAI. 6. 6.1 L'invalidité au sens de la LPGA et de la LAI est l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). Elle peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 4 al. 1 LAI) et est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (art.

N405.Gestaffelte Renten bei wechselnder Erwerbsfähigkeit

Bei wechselnder oder befristet eingeschränkter Arbeitsfähigkeit können zeitlich gestaffelte Rentenansprüche entstehen (z. B. befristet halbe Rente). Angaben zur Wiederaufnahme der Tätigkeit oder zu angepasster/weitergeführter Beschäftigung können die Beurteilung des Invaliditätsgrades und damit des Rentenanspruchs beeinflussen, ohne dass aus den Quellen hervorgeht, dass dies stets automatisch zur Wegfall der Rente führt.

Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2024 Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG. Gemäss beweiskräftigem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. Indes besteht retrospektiv befristet eine lediglich 50%ige Arbeitsfähigkeit. Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer befristet eine halbe Rente zuzusprechen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. März 2024, IV 2023/57). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 4. März 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/57 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Sébastien Touton, Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
In Anwendung von Art. 28 IVG in Verbindung mit Art. 29 IVG sowie Art. 88a IVV resultiert von September 2018 bis Ende Juli 2019 ein Invaliditätsgrad von 100 %, womit von September 2018 bis Ende Oktober 2019 ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht. Ab August 2019 bis Mitte November 2020 beträgt der Invaliditätsgrad 50 %, womit ab November 2019 bis Ende Februar 2021 ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ausgewiesen ist. Seit Ende November 2020 ist demgegenüber von einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 20 % auszugehen, weshalb die Rente per Ende Februar 2021 aufzuheben ist.
76 incarto AI)   Rapporti del medico fiduciario LAINF dr. __________ (neurochirurgo) del 16.08.2021 e 05.10.2021 (docc. 149 e 154 incarto AI) 0 12.05.2020 100 21.07.2020 0 22.07.2020 100 07.08.2020 0 27.08.2020 50 07.09.2020 0 15.09.2020 100 10.11.2020 0 19.11.2020 100 04.12.2020 50 15.12.2020 0 20.01.2021 100 27.01.2021 50 01.02.2021 0 28.02.2021 100 16.03.2021 0 01.11.2021 40 19.01.2022 0 22.01.2022 30 07.05.2022 0 12.05.2022                                           * riduzione della presenza.                             1.3.  Con progetto di decisione del 23 agosto 2022, l’Ufficio AI ha prospettato il rifiuto di prestazioni adducendo che nei periodi 12.05.2020-20.07.2020, 15.09.2020-09.11.2020 e 01.11.2021-18.01.2022 vi è stata un’interruzione notevole dell’incapacità lavorativa ex art. 29ter OAI, che la decorrenza dell’anno d’attesa ex art. 28 LAI è (ri)cominciata dal 19 gennaio 2022 e sarebbe terminata nel gennaio 2023 e che, essendo stata accertata una capacità lavorativa completa in ogni attività dal 12 maggio 2022, l’assicurato non ha diritto ad una rendita d’invalidità e a provvedimenti professionali (doc. 83 incarto AI).                                     L’assicurato non ha presentato osservazioni al progetto e l’Ufficio AI lo ha confermato con decisione del 3 ottobre 2022 (doc. 84 incarto AI).                           1.4.  Rappresentato dall’avv. RA 1, l’assicurato ha interposto tempestivo ricorso contro la decisione del 3 ottobre 2022, postulandone l’annullamento.                                   Egli adduce innanzitutto che i limiti funzionali constatati dal medico SMR sono manifestamente incompatibili con la ripresa della sua attività abituale di assistente di cura.                                   Rileva inoltre che la ripresa dell’attività lavorativa al 100% dal 12 maggio 2022 non è da intendersi quale riacquisizione della capacità lavorativa del 100% in quanto il datore di lavoro lo ha temporaneamente dispensato dalle mansioni che l’attività abituale comporta, proprio in ragione dei limiti funzionali accertati.

N406.Befristete retrospektive anteilige Rente

Bei retrospektiv teilweiser Arbeitsunfähigkeit kann dem Versicherten befristet eine anteilige Rente (z. B. halbe Rente bei 50% Arbeitsfähigkeit) zugesprochen werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2024 Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG. Gemäss beweiskräftigem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. Indes besteht retrospektiv befristet eine lediglich 50%ige Arbeitsfähigkeit. Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer befristet eine halbe Rente zuzusprechen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. März 2024, IV 2023/57). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 4. März 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/57 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Sébastien Touton, Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N407.Probeplatzierung und Invaliditätsausmass

Probeplatzierung (Placement à l'essai) (bis zu 180 Tagen) kann zur Erprobung der Arbeitsfähigkeit auf dem Primärarbeitsmarkt gewährt werden. Faktoren wie Alter, fehlende Ausbildung oder Sprachschwierigkeiten können bei der Festlegung praktisch zumutbarer Tätigkeiten berücksichtigt werden, werden aber grundsätzlich nicht als zusätzliche Umstände gewertet, die das Invaliditätsausmass nach Art. 28 Abs. 1 IVG verändern.

Aux termes de cette disposition, l’assurance peut accorder à l'assuré un placement à l'essai de 180 jours au plus afin de vérifier qu'il possède les capacités nécessaires pour intégrer le marché de l'emploi (al. 1). Durant le placement à l'essai, l'assuré a droit à une indemnité journalière; les bénéficiaires de rente continuent de toucher leur rente (al. 2). Le placement à l’essai permet de placer l’assuré, pendant une période donnée, au sein d’une entreprise du marché primaire de l’emploi afin de tester sa capacité de travail. L’objectif du placement à l’essai est d’apprécier au mieux, sur le marché primaire de l’emploi, la capacité de travail de l’assuré dans une activité tenant compte des limitations dues à son état de santé. Cette mesure s’adresse aux assurés aptes à la réadaptation dont les capacités sont réduites pour raison de santé. Elle peut être octroyée que l’assuré touche ou non une rente. Le placement à l’essai s’inscrit dans un processus global de réadaptation (au moins partielle) sur le marché primaire de l’emploi. S’il débouche sur un contrat de travail, une allocation d’initiation au travail peut alors être octroyée à l’entreprise (CMRP, n. 5017ss). 3.4. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, la rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art.
16 LPGA, lorsqu'elle ne peut être exercée que sous une forme tellement restreinte qu'elle n'existe pratiquement pas sur le marché général du travail ou que son exercice suppose de la part de l'employeur des concessions irréalistes et que, de ce fait, il semble exclu de trouver un emploi correspondant (arrêts TF I 350/89 du 30 avril 1991 consid. 3b; I 329/88 du 25 janvier 1989 consid. 4a). S'il est vrai que des facteurs tels que l'âge, le manque de formation ou les difficultés linguistiques jouent un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l'on peut encore raisonnablement exiger d'un assuré, ils ne constituent pas, en règle générale, des circonstances supplémentaires qui, à part le caractère raisonnablement exigible d'une activité, sont susceptibles d'influencer l'étendue de l'invalidité, même s'ils rendent parfois difficile, voire impossible la recherche d'une place et, partant, l'utilisation de la capacité de travail résiduelle (arrêt TF I 377/98 du 28 juillet 1999 consid. 1 et les références). 3. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir des travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l'invalidité: un taux d'invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l'invalidité atteint 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente; lorsqu'elle atteint 60% au moins, l'assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d'invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 4. Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d'informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 105 V 158; 114 V 314; RCC 1982 p.

N408.Ausländische Entscheide nicht bindend, Unterlagen berücksichtigen

Ausländische Entscheide über eine Invalidenrente binden die schweizerischen Behörden für die Beurteilung nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht. Medizinische und administrative Unterlagen aus dem Ausland sind jedoch bei der Beurteilung zu berücksichtigen.

4 ; arrêt du TF 9C_573/2012 du 16 janvier 2013 consid. 4). 4.3 Enfin, il est de jurisprudence constante que l'octroi d'une rente étrangère d'invalidité ne préjuge pas l'appréciation de l'invalidité selon la loi suisse (arrêt du TF I 435/02 du 4 février 2003 consid. 2). Les instances des assurances sociales suisses, dont l'OAIE et les tribunaux, ne sont donc pas liées par les décisions des autorités étrangères en matière d'assurances sociales (ATF 130 V 253 consid. 2.4), étant précisé que la documentation médicale et administrative fournie par les institutions de sécurité sociale d'un autre Etat membre doit, elle, être prise en considération (art. 49 al. 2 du règlement n° 987/2009). 5. Tout requérant, pour avoir droit à une rente de l'AI suisse, doit compter, lors de la survenance de l'invalidité, trois années de cotisations au moins (art. 36 al. 1 LAI ; FF 2005 p 4065 ; art. 6 et 45 du règlement n° 883/2004 ; ATF 131 V 390 ; voir en l'espèce OAIE pce 6), et remplir les conditions cumulatives suivantes (art. 28 al. 1 LAI) : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6. 6.1 Pour se prononcer sur l'invalidité, l'administration - en cas de recours, le juge - se fonde sur des documents médicaux, la tâche du médecin consistant à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle proportion et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 117 V 282 consid. 4a ; arrêt du TF 8C_623/2012 du 6 décembre 2012 consid. 1 ; ATF 143 V 418 consid. 6 ; 132 V 93 consid. 4 ;125 V 256 consid. 4 ; 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c ; 105 V 156 consid. 1 ; voir également ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les réf. cit.). 6.2 Le principe de la libre appréciation des preuves s'applique de manière générale à toute procédure de nature administrative, que ce soit devant l'administration ou le juge.

N409.Beweiskraft polydisziplinärer Gutachten

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen bewertet polydisziplinäre Gutachten regelmässig als beweiskräftig für die Beurteilung von Rentenansprüchen nach Art. 28 IVG. Abweichende Einschätzungen behandelnder Ärzte entkräften ein solches Gutachten nicht ohne Weiteres; für eine Abweichung sind konkrete Anhaltspunkte erforderlich.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2024 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Neuanmeldung nach Abweisung. Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens bejaht. Kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. August 2024, IV 2023/170). Entscheid vom 15. August 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Jakob Geschäftsnr. IV 2023/170 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2023 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2023, IV 2022/145). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2024 Entscheid vom 19. Dezember 2023 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2022/145 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Markus Thier, Industriestrasse 28, Postfach 1014, 9100 Herisau, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 22.03.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG Beweiskraft polydisziplinäres Gutachten. Die abweichende Einschätzung des behandelnden Psychiaters vermag keine Abweichung davon zu begründen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. März 2023, IV 2022/6). Entscheid vom 22. März 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2022/6 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 08.11.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des von der IV-Stelle eingeholten polydisziplinären Gutachtens bejaht. Kein rentenbegründeter Invaliditätsgrad bei einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. November 2021, IV 2020/6). Entscheid vom 8. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/6 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, Advokatur 107, Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Umstritten ist die Beweiskraft eines polydisziplinären Gutachtens vom 9. Dezember 2019, welches dem unter einer arteriellen und einer koronaren Herzkrankheit sowie unter weichteilrheumatischen Beschwerden keine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit attestierte. Das Gutachten ist beweistauglich, die Beschwerde folglich abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2021, IV 2020/87). Entscheid vom 25. Oktober 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/87 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5, Postfach 48, 9620 Lichtensteig, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N410.Ausschöpfung von Rehabilitationsmassnahmen

Prüfung der Ausschöpfung von Rehabilitationsmassnahmen: Vor der Zusprechung einer Rente ist zu prüfen, ob die in Art. 8 Abs. 1bis und 1ter genannten Rehabilitationsmassnahmen, die zumutbar und vernünftigerweise zu fordern sind, tatsächlich ausgeschöpft worden sind. Bei einer Wiedererwägung bzw. neuen Beurteilung ist zu überprüfen, ob diese Voraussetzungen vorliegen bzw. ob sich die Verhältnisse diesbezüglich geändert haben.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 3.3   3.3.1 Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents qu’un médecin, éventuellement d’autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est, à ce motif, incapable de travailler (ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références ; 125 V 256 consid. 4 et les références). En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l’assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 et les références). Dans certaines circonstances, il peut être nécessaire de demander des renseignements auprès du médecin traitant afin que le SMR puisse établir une évaluation globale et compréhensible de la capacité fonctionnelle résiduelle, qui tienne compte de tous les facteurs médicaux influents [OFAS, Dispositions d’exécution relatives à la modification de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité (Développement continu de l’AI), rapport explicatif (après la procédure de consultation) du 3 novembre 2021 (ci-après : rapport explicatif), ad art.
1 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d'accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d'octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). 2.5 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2), pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.6 Lors d'une nouvelle demande ou d'une demande de révision, la personne assurée doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par la personne assurée s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande.

N411.Wirtschaftlicher Einkommensvergleich und medizinische Gutachten

Zur Feststellung des Invaliditätsgrads nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist auf den wirtschaftlichen Einkommensvergleich abzustellen; eine rein medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit genügt nicht. Medizinische Gutachten sind für die Abklärung und die Beweiswürdigung zentral, müssen umfassend begründet sein und die Aktenlage berücksichtigen. Frühere Entscheide ohne formelle oder materielle Rechtskraft entfalten beim erstmaligen Entscheid über Anspruchsberechtigung keine Bindungswirkung.

En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 et la référence). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, est déterminant le moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). En l’occurrence, la décision querellée a été rendue postérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la demande de prestations a été déposée en août 2021 et la recourante a été durablement incapable de travailler dès mars 2018, de sorte que son éventuel droit à une rente d’invalidité naîtrait antérieurement au 1er janvier 2022 (cf. art. 28 al. 1 let. b et 29 al. 1 LAI) et que les dispositions applicables sont celles en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 4.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA; ATF 130 V 343 consid. 3.4). La détermination du taux d'invalidité ne saurait reposer sur la simple évaluation médico-théorique de la capacité de travail de l'assuré car cela revient à déduire de manière abstraite le degré d'invalidité de l'incapacité de travail, sans tenir compte de l'incidence économique de l'atteinte à la santé (ATF 114 V 281 consid. 1c et 310 consid. 3c; RAMA 1996 n° U 237 p. 36 consid. 3b). 4.3 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art.
1 et les références). En l’occurrence, la décision querellée se fonde sur des faits juridiquement déterminants antérieurs au 1er janvier 2022, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées, ci-après, dans leur ancienne teneur. 5.             Le délai de recours est de trente jours (art. 56 LPGA ; art. 62 al. 1 de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 [LPA - E 5 10]). Interjeté dans la forme et le délai prévus par la loi, le recours est recevable. 6.             Le litige porte sur la date à laquelle la recourante a droit à une rente d’invalidité de la part de l’intimé, étant rappelé qu’une première demande, tendant à l’obtention de mesures d’ordre professionnelles, déposée le 7 août 2019, lui a été refusée par communication du 16 octobre 2020, que la recourante a déposé une nouvelle demande de prestation le 14 juin 2021 et que l’OAI a retenu que la recourante présentait une incapacité de travail de 100% dès le mois d’août 2019. 7.             En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois-quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Selon l’art 29 al. 1 et 3 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l’assuré (al. 1) ; la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (al. 3). 8.               8.1 Selon l'art. 29 al. 1 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit s'annoncer à l'assureur compétent, dans la forme prescrite pour l'assurance sociale concernée.
Vorliegend finden somit grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 4. Januar 2022 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 3.2. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Der Anspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). Gemäss dem bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Art. 28 Abs. 2 IVG hat eine versicherte Person Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Seit dem 1. Januar 2022 findet sich eine analoge Regelung in Art. 28b IVG. Es kann jedoch vorliegend darauf verzichtet werden, darauf einzugehen, da sie für dieses Urteil nicht von Relevanz ist. 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass allfällige Rentenansprüche der Versicherten gegenüber der Invalidenversicherung (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) bislang nicht rechtskräftig beurteilt wurden. Diesen wesentlichen Umstand übersieht die Beschwerdeführerin bei ihren Ausführungen zur materiellen und formellen Rechtskraft unter Verweis auf Art. 17 und Art. 53 ATSG, die hier beide nicht Anwendung finden, da im gegebenen Verfahren erstmalig über die Anspruchsberechtigung zu befinden ist.

N412.Verspätete Anmeldung und Anrechnung von Wartezeiten

Bei verspäteter Anmeldung kann der formelle Rentenanspruch nach Art. 29 Abs. 1 IVG erst später entstehen, sodass zwischen dem früheren gesundheitlichen Verlauf und dem Zeitpunkt des Anspruchsentstehens Lücken bestehen können. In solchen Fällen können die für Art. 28 Abs. 1 IVG erforderlichen materiellen Voraussetzungen (z. B. Wartejahr oder erforderlicher Invaliditätsgrad) zwischenzeitlich entfallen, wodurch die Wartezeit allenfalls erneut zu erfüllen ist. Art. 29bis IVV kann unter bestimmten Voraussetzungen frühere Wartezeiten anrechnen; die Rechtsprechung stellt jedoch klar, dass dies nicht in jeder Konstellation zur Anwendung kommt.

b IVG). Jedoch war mangels Bestehens der formellen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG in diesem Zeitpunkt noch kein Rentenanspruch entstanden. Die anschliessende Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens ist deshalb als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren. Dies hat zur Folge, dass die Wartezeit erneut zu bestehen war und schliesslich erst ein Jahr nach der am 12. August 2019 infolge einer perforierten Sigmadivertikulitis am 11. August 2020 erneut abgelaufen ist (IV-Dok 54). Dem Beschwerdeführer ist zwar insofern beizupflichten, als er mit Blick auf seine seit dem 15. Januar 2018 zunächst volle und in der Folge ab 16. April 2018 hälftige Arbeitsunfähigkeit sowohl das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bestanden hat (IV-Dok 2) als auch hinsichtlich seiner bis 7. März 2019 andauernden hälftigen Arbeitsunfähigkeit die für einen Rentenanspruch in Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG stipulierte materielle Voraussetzung einer unmittelbar anschliessend bestehenden Invalidität von mindestens 40% erfüllt hat (IV-Dok 16). Auch ist an dieser Stelle zu präzisieren, dass keinerlei Unterbruch des Wartejahres gemäss Art. 29ter IVV vorliegt. Indes übersieht der Beschwerdeführer mit Blick auf seine verspätete Anmeldung vom 6. November 2018 (IV-Dok 1), dass ein allfälliger Rentenanspruch – wenn auch aus formellen Gründen – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens im Mai 2019 (sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art. 29 Abs. 1 ATSG) entstehen konnte. In diesem Zeitpunkt war jedoch die für einen Rentenanspruch erforderliche materielle Voraussetzung einer rentenrelevanten Invalidität von mindestens 40% infolge seiner ab 7. März 2019 vollständig wiedererlangten Arbeitsfähigkeit wieder weggefallen. Dies hat zur Folge, dass die Wartezeit erneut zu bestehen war, da Art. 29bis IVV (Anrechnung früher bestandener Wartezeiten bei Wiederaufleben der Invalidität infolge des gleichen Leidens) in dieser Konstellation nicht zur Anwendung gelangt (Urteile des Bundesgerichts vom 18.
Die gutachterlich attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin gilt seit 2018 (vgl. E. 4.3.3). Somit wäre das gesetzliche Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) spätestens Ende 2019 abgelaufen. Die IV-Anmeldung erfolgte jedoch verspätet erst am 21. Juni 2020, wobei sie erst am 19. August 2020 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen ist (Urk. 6/1). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Das ist folglich Februar
formulierte diagnostische Beurteilung [hat] unverändert ihre Gültigkeit"]). Gestützt auf Art. 29bis IVV hat der Beschwerdeführer damit die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht erneut zu bestehen. Mit Blick auf die im Mai 2019 (AB 5) erfolgte Neuanmeldung fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. dazu BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550; SVR 2019 IV Nr. 71 S. 230 E. 3.1.3) auf den 1. November

N413.Leidensbedingter Abzug beim Invalideneinkommen

Bei der Bemessung des Invalideneinkommens nach Art. 28 IVG ist zu prüfen, ob ein leidensbedingter Abzug vom hypothetischen oder vom Tabellenlohn vorzunehmen ist. Ob ein solcher Abzug zu gewähren ist, kann erheblichen Einfluss auf den Invaliditätsgrad haben und ist — wie in der Rechtsprechung ausgeführt — eine prüfbare Rechtsfrage.

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), insbesondere auch bei psychischen Leiden (BGE 143 V 409 E. 4.2.1; 143 V 418; 141 V 281), sowie zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der Ermittlung des Invaliditätsgrades (Art. 16 ATSG) und namentlich auch bezüglich des sogenannten leidensbedingten Abzuges vom hypothetischen Verdienst, den die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit verdienen könnte (Invalideneinkommen; Urteil 8C_256/2021 vom 9. März 2022 E. 6.3, zur Publikation vorgesehen). Ob ein solcher Abzug zu gewähren sei, ist eine vom Bundesgericht frei überprüfbare Rechtsfrage (BGE 137 V 71 E. 5.1). Richtig wiedergegeben werden im angefochtenen Urteil auch die Regeln über den Beweiswert von ärztlichen Berichten und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis), insbesondere von versicherungsexternen Gutachten (BGE 137 V 210 E. 1.3.4; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Zu ergänzen ist diesbezüglich, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E.
Entscheid Versicherungsgericht, 24.11.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Administrativgutachten. Beweiskraft der administrativgutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Verschlechterung des Gesundheitszustands bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung verneint. Im Rahmen eines Prozentvergleichs resultierte selbst bei Gewährung eines – wenn überhaupt – höchstens 20%igen Tabellenlohnabzugs kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. November 2021, IV 2020/23). Entscheid vom 24. November 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/23 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss beweistauglichem Gutachten beträgt die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 100 %. Für die Bemessung des Invalideneinkommens kann nicht auf das effektiv erzielte Einkommen abgestellt werden, da der Beschwerdeführer lediglich im Umfang von 40 % tätig ist und einen unterdurchschnittlichen Lohn erzielt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2024, IV 2023/27). Entscheid vom 5. Februar 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Mirjam Angehrn und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/27 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Stadelmann, Stadelmann Rechtsanwälte, Amriswilerstrasse 50, Postfach, 8570 Weinfelden, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N414.Valideneinkommen: zuletzt erzielter Lohn massgebend

Sind gesundheitliche Gründe zumindest teilursächlich für den Verlust des Arbeitsplatzes, ist für die Bestimmung des Valideneinkommens der zuletzt erzielte Lohn massgebend (z. B. der Lohn als Polizist).

Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Beweiskraft Administrativgutachten bejaht. Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist der Lohn als Polizist massgebend, da gesundheitliche Gründe für den Arbeitsplatzverlust im Polizeidienst zumindest teilursächlich waren (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. August 2022, IV 2021/183). Entscheid vom 15. August 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/183 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Beweiskraft Administrativgutachten bejaht. Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist der Lohn als Polizist massgebend, da gesundheitliche Gründe für den Arbeitsplatzverlust im Polizeidienst zumindest teilursächlich waren (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. August 2022, IV 2021/183). Entscheid vom 15. August 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/183 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N415.Abzüge beim Invalideneinkommen bis 25%

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens werden in der Praxis regelmässig Abzüge zur Berücksichtigung verminderter Leistungsfähigkeit vorgenommen; die Entscheide bewegen sich dabei typischerweise in einem Bereich von ungefähr 5% bis rund 25%. Die Rechtsprechung akzeptiert einen Abzug von höchstens 25% als Obergrenze.

Pour le surplus, il ne ressort pas d’autre élément susceptible d’influer négativement sur les perspectives salariales du recourant, en lien avec des activités adaptées simples et ne nécessitant pas de formation spécifique. Ainsi, quand bien même il est de nationalité étrangère, il n’a pas présenté de problèmes d'intégration sociale particuliers, puisqu'il a été en mesure d’achever sa scolarité en Suisse et d’exercer diverses professions en étant même indépendant avant la survenance de ses problèmes de santé. Étant rappelé que le taux d’abattement ne saurait excéder 25 % (ATF 146 V 16 consid. 4.1 ; 126 V 75), il convient d’admettre que les limitations fonctionnelles du recourant ont déjà été dûment prises en considération dans la fixation de la capacité de travail dans une activité adaptée à un taux réduit de 80 %. Compte tenu d’un abattement de 5 %, le revenu d’invalide s’élève à 51'502 fr. 70. d) La comparaison d’un revenu sans invalidité de 57'815 fr. 99 avec un revenu d’invalide de 51'502 fr. 70 aboutit à un degré d’invalidité de 11 %. Le droit à une rente d’invalidité n’est donc pas ouvert (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). 7. Le recourant requiert, à titre de mesures d’instruction, la mise en œuvre d’une expertise pluridisciplinaire. En l’état du dossier, l’instruction concernant l’état de santé et les limitations fonctionnelles du recourant est complète. La Cour de céans, procédant à une appréciation anticipée des preuves, rejette la réquisition, s’estimant suffisamment renseignée et la mesure sollicitée n’est pas de nature à ébranler sa conviction (sur l’appréciation anticipée des preuves, cf. ATF 145 I 167 consid. 4.1 ; 140 I 285 consid. 6.3.1 ; 130 II 425 consid. 2.1). 8. a) En définitive, le recours est rejeté et la décision du 26 juin 2019 est confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie recourante, vu le sort de ses conclusions.
En conséquence, la Cour de céans considère qu'il y a lieu de se baser sur le même salaire statistique pour le revenu d'invalide que celui défini plus haut comme revenu sans invalidité. Au vu des limitations décrites par les experts dans l'activité de gérante de centre de fitness, il se justifie toutefois d'en déduire un abattement de 20%. D'après la jurisprudence, un tel abattement sur le salaire statistique (qui résulte d'une évaluation dans les limites du pouvoir d'appréciation de l'autorité et peut aller au maximum jusqu'à 25% de ce salaire) permet de tenir compte des différents éléments qui peuvent influencer le revenu d'une activité lucrative, comme les limitations liées au handicap de la personne assurée (ATF 135 V 297 c. 5.2, 134 V 322 c. 5.2; SVR 2018 IV n° 46 c. 3.3). En procédant de la sorte, on obtient un revenu d'invalide à prendre en compte de Fr. 52'624.20. 7.4.4 Il résulte de ce qui précède qu'en comparant le revenu de valide de Fr. 65'780.25 avec le revenu d'invalide de Fr. 52'624.20, on obtient une perte de gain de Fr. 13'156.05, ce qui représente un degré d'invalidité de 20%, inférieur au taux minimal de 40% requis par l'ancien art. 28 al. 2 LAI pour ouvrir le droit à une rente. Partant, compte tenu de l'art. 88a al. 1 RAI, c'est à bon droit que l'intimé a mis fin au 30 avril 2020 à la rente entière d'invalidité allouée à la recourante à partir du 1er décembre 2019. 8. 8.1 En conclusion, la recourante a droit à une demi-rente d'invalidité du 1er septembre 2011 au 30 avril 2012, ainsi qu'à une rente entière du 1er août au 31 décembre 2013, du 1er août au 31 octobre 2014, du 1er avril au 31 juillet 2015, puis du 1er décembre 2019 au 30 avril 2020. Le recours doit ainsi être partiellement admis et la décision contestée annulée, dans la mesure où elle accorde à la recourante une rente entière d'invalidité du 1er mai au 31 juillet 2013, puis ne lui accorde pas de rente pour les périodes du 1er septembre 2011 au 30 avril 2012 et du 1er avril au 31 juillet 2015. Il s'ensuit que, malgré la réforme de la décision en cause aboutissant à la suppression de la rente entière relative aux trois mois de mai, juin et juillet 2013, la recourante obtient notablement plus de prestations que ce que l'intimé lui avait accordé pour l'ensemble de la période litigieuse, de sorte qu'il ne saurait être question en l'occurrence d'une reformatio in peius de la décision contestée, prise dans sa globalité (voir Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 2e éd.
Cette année correspond en principe à celle lors de laquelle le droit éventuel à la rente prend naissance (ATF 134 V 322 consid. 4.1 ; 129 V 222). dd) L’assuré peut, selon sa situation personnelle, voir ses perspectives salariales être réduites par des facteurs tels que l’âge, le handicap, les années de services, la nationalité, le titre de séjour ou le taux d’occupation. Une évaluation globale des effets de ces circonstances sur le revenu d’invalide est nécessaire. La jurisprudence admet de procéder à une déduction de 25 % au maximum pour en tenir compte (ATF 129 V 472 consid. 4.2.3 ; 126 V 75). c) En l'espèce, il convient de procéder à un nouveau calcul du degré d’invalidité, compte tenu d’une baisse de rendement de 20%. Ainsi, en comparant le revenu sans invalidité – non contesté – de 59'255 fr. 53 (inchangé ; cf. décision querellée) avec le revenu d’invalide de 43'206 fr. 54 ([54'008 fr. 17 – 20%] au lieu de 48'607 fr. 35 ; cf. décision querellée), la perte de gain s’élève à 16'048 fr. 99, ce qui correspond à un degré d’invalidité de 27%, n’ouvrant pas de droit à une rente d’invalidité (art. 28 al. 2 LAI). Il n’y a pas lieu d’opérer un abattement de 5% sur le revenu d’invalide, comme le requiert la recourante, dans la mesure où la baisse de rendement de 20% tient précisément compte des limitations fonctionnelles de la recourante. A toutes fins utiles, on relèvera que même dans l’éventualité où il était tenu compte d’une baisse de rendement de 30%, il en résulterait alors un degré d’invalidité de 36%, lui aussi insuffisant pour ouvrir le droit à la rente. Bien que le degré d’invalidité de 27% soit supérieur à la limite retenue pour l’octroi d’un reclassement professionnel au sens de l’art. 17 LAI, la recourante ne peut prétendre à une telle mesure, dès lors que sa capacité de gain n’apparaît pas susceptible d’être améliorée par dite mesure, des activités simples et répétitives lui étant accessibles. S’agissant des autres mesures professionnelles susceptibles d’entrer en ligne de compte dans son cas, on rappellera que l’intimé l’a mise au bénéfice d’une aide au placement, ce qui apparaît parfaitement adéquat pour assister la recourante dans la recherche d’une activité adaptée à son état de santé correspondant à l’exigibilité fixée par les médecins (cf.

N416.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 geltenden und hier massgebenden Fassung, E. 4.4) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Diese Einschränkung gilt jedoch nicht für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).
En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 deuxième phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6.3 Un assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur jusqu'au 31 décembre 2021). Les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% sont versées aux ressortissants suisses et aux ressortissants d'un Etat membre de l'Union européenne s'ils ont leur domicile et leur résidence habituelle sur le sol de l'un d'eux (art. 29 al. 4 LAI ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.4 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI) et sous réserve d'un délai d'attente d'une année à compter du début de l'atteinte à la santé (art. 28 al. 1 let. b LAI). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid.
1 L'invalidité est l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). Elle peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 4 al. 1 LAI) et est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (art. 4 al. 2 LAI). Selon l'art. 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 5.2 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré-e a droit à un quart de rente s'il ou elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il ou elle est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il ou elle est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il ou elle est invalide à 70% au moins. L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art. 29 al. 4 LAI n'est pas applicable lorsqu'une personne assurée est une ressortissante suisse ou de l'UE et réside dans l'un des Etats membres de l'UE (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6. 6.1 En principe, en vertu de l'art. 17 al. 1 LPGA, la rente d'invalidité est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée, réduite ou supprimée, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable.

N417.Befristete Rentenzusprache bei Invalidität unter 40 %

Liegt ein Invaliditätsgrad von unter 40 % im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG vor, kann die Rentenzusprache befristet werden; in der Praxis erfolgte dies etwa bis zu einem konkreten Datum bzw. Prüfzeitpunkt (vgl. zur Befristung im entschiedenen Fall bis 31. März 2018, Art. 88a IVV).

In medizinischer Hinsicht beruhen diese Invaliditätsgrade auf der Entwicklung des Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit gemäss dem bundesrechtskonform als beweiswertig erkannten Medexperts-Gutachten. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts eines anspruchsausschliessenden Invaliditätsgrades von weniger als 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) ab Januar 2018 die Rentenzusprache bis zum 31. März 2018 (Art. 88a Abs. 1 IVV) befristete. Folglich hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.

N418.Beschränkte Bindungswirkung IV-Feststellungen gegenüber BVG

Feststellungen der IV-Stelle zum Beginn der Wartezeit bzw. zum Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit sind gegenüber BVG-Versicherern nicht in jedem Fall verbindlich. Soweit eine Vorsorgeeinrichtung im IV-Verfahren nicht legitimiert war, die IV-Verfügung anzufechten oder kein schutzwürdiges Interesse im Sinn von Art. 59 ATSG bestand, muss sich der BVG-Versicherer die von der IV-Stelle festgelegten Zeitpunkte nicht entgegenhalten lassen und kann den Eintrittszeitpunkt frei überprüfen.

gehabt hätte, die Verfügung der IV-Stelle ihrerseits anzufechten mit dem Begehren, es sei festzustellen, dass bereits vor Beginn des Vorsorgeverhältnisses eine auf dem invalidisierenden Gesundheitsschaden beruhende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % bestanden und ohne wesentlichen Unterbruch bis zum von der IV-Stelle festgestellten Beginn der Wartezeit angedauert hatte. Mit einem theoretisch frühest möglichen Rentenbeginn im Januar 2021 nach dem Recht der IV ist dies hier nicht der Fall. Nachdem die Beklagte die Leistungszusprache der IV nicht in Frage stellt, sondern einzig eine vor den Beginn des frühest möglichen iv-rechtlichen Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massgebenden Umfang geltend macht (act. III 164; desgleichen mit Schreiben vom 17. August 2023), wonach die nun invalidisierende Ursache sich seit Jahren auf den Gesundheitszustand ausgewirkt habe und es sich bei der Anstellung bei der C.________ AG um einen gescheiterten Arbeitsversuch gehandelt habe (act. II 8; Klageantwort S. 4 Ziff. 11), war die Beklagte als BVG-Versicherer nicht legitimiert, mit dieser Begründung ein Rechtsmittel im Verfahren nach IVG einzureichen. Sie muss sich deshalb den von der IV-Stelle festgelegten Beginn der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht als im Sinne von Art. 23 lit. a BVG massgebenden Zeitpunkt für die Bestimmung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung entgegenhalten lassen. Mithin besteht für die Beklagte in dieser Hinsicht keine Bindungswirkung an die Feststellungen der IV-Verfügung (SVR 2019 BV Nr. 43 S. 170 E. 4.2; Entscheid des BGer vom 21. November 2016, 9C_340/2016, E. 6; vgl. auch SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019).
2) an die Feststellungen der IV nicht gebunden, weil die Rente der IV aufgrund einer verspäteten Anmeldung ausgerichtet werde (Klageantwort S. 7 Rz. 17; Gerichtsakten pag. 69). Die IVB verneinte nämlich eine verspätete Anmeldung explizit (act. I 7/163/1). Zu beachten ist indessen, dass die Beklagte 1 die IV-rechtliche Leistungszusprache im Rahmen des Vorbescheidverfahrens (act. I 7/155 ff.) nicht in Frage stellte, jedoch mit Schreiben vom 21. März 2017 eine über den Beginn des Wartejahres (festgesetzt von der IVB auf September 2012) nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massgebenden Umfang behauptete (act. I 7/160; desgleichen mit E-Mail vom 19. Januar 2022, wonach der Kläger seit November 2011 relevant arbeitsunfähig sei; act. I 8), mithin in einem Zeitraum, der in IV-rechtlicher Hinsicht nicht massgeblich war. Diesbezüglich war die Beklagte 1 als BVG-Versicherer allerdings nicht legitimiert, ein Rechtsmittel im Verfahren nach IVG einzureichen, weshalb sie sich den auf September 2012 festgesetzten IV-rechtlichen Beginn der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht als im Sinne von Art. 23 lit. a BVG massgebenden Zeitpunkt für die Bestimmung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung entgegenhalten lassen muss. Mithin besteht auch für die Beklagte 1 in dieser Hinsicht keine Bindungswirkung an die Feststellungen der IV-Verfügung (Entscheide des BGer vom 29. Mai 2019, 9C_47/2019, E. 4.2, und vom 21. November 2016, 9C_340/2016, E. 6). Folglich ist der Eintritt der massgebenden Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität gemäss IV geführt hat, sowohl für die Beklagte 1 als auch die Beklagte 2 vorliegend frei zu prüfen. Hingegen besteht für die Beklagte 1 namentlich Bindungswirkung in Bezug auf die festgestellten Invaliditätsgrade (vgl. E. 5.1 hiernach).
August 2020 (zuzüglich Nachdeckungsfrist; Art. 10 Abs. 3 BVG) bei ihr vorsorgeversichert war (act. III 48). Gleichwohl kann die Verfügung der IV-Stelle im Hinblick auf einen allfälligen Streit um berufsvorsorgerechtliche Invalidenleistungen nur insoweit Verbindlichkeit erlangen, als die Vorsorgeeinrichtung ein schutzwürdiges Interesse nach Art. 59 ATSG hatte bzw. gehabt hätte, die Verfügung der IV-Stelle ihrerseits anzufechten mit dem Begehren, es sei festzustellen, dass bereits vor Beginn des Vorsorgeverhältnisses eine auf dem invalidisierenden Gesundheitsschaden beruhende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % bestanden und ohne wesentlichen Unterbruch bis zum von der IV-Stelle festgestellten Beginn der Wartezeit angedauert hatte. Mit einem theoretisch frühest möglichen Rentenbeginn im Januar 2021 nach dem Recht der IV ist dies hier nicht der Fall. Nachdem die Beklagte die Leistungszusprache der IV nicht in Frage stellt, sondern einzig eine vor den Beginn des frühest möglichen iv-rechtlichen Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massgebenden Umfang geltend macht (act. III 164; desgleichen mit Schreiben vom 17. August 2023), wonach die nun invalidisierende Ursache sich seit Jahren auf den Gesundheitszustand ausgewirkt habe und es sich bei der Anstellung bei der C.________ AG um einen gescheiterten Arbeitsversuch gehandelt habe (act. II 8; Klageantwort S. 4 Ziff. 11), war die Beklagte als BVG-Versicherer nicht legitimiert, mit dieser Begründung ein Rechtsmittel im Verfahren nach IVG einzureichen. Sie muss sich deshalb den von der IV-Stelle festgelegten Beginn der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht als im Sinne von Art. 23 lit. a BVG massgebenden Zeitpunkt für die Bestimmung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung entgegenhalten lassen. Mithin besteht für die Beklagte in dieser Hinsicht keine Bindungswirkung an die Feststellungen der IV-Verfügung (SVR 2019 BV Nr. 43 S. 170 E. 4.2; Entscheid des BGer vom 21. November 2016, 9C_340/2016, E.

N419.Gesamthafte Beweiswürdigung der Arbeitsfähigkeit

Bei der Feststellung der Arbeitsfähigkeit sind Observationsergebnisse sowie mehrere Berichte und Gutachten gesamthaft zu würdigen. Ärztliche Angaben zur Arbeitsfähigkeit sind ein wichtiger, aber nur ein Teil der Beweiswürdigung; je nachdem sind ergänzende, interdisziplinäre Abklärungen bzw. klare, umfassende medizinische Befunde erforderlich, damit ein Arztbericht für die streitigen Fragen als genügendes Beweismittel gilt.

Il a certes objectivé une double discopathie C5-C6 et C6-C7 postérieurement à la décision attaquée, sans qu’on ne puisse toutefois définir de nouvelles limitations fonctionnelles entravant objectivement la capacité de travail résiduelle de la recourante (cf. rapports des 29 juin et 12 octobre 2020). On remarque d’ailleurs que le Dr L.________ ne s’est pas exprimé sur dite capacité, se limitant à rapporter les propos de sa patiente quant à ses douleurs et à ses difficultés à se projeter dans une activité lucrative (cf. rapport du 27 janvier 2022). Ces éléments sont insuffisants pour remettre en question l’appréciation de l’intimé, fondée sur les conclusions du M.________SA et sur les observations communiquées par les autres spécialistes traitants de la recourante. 13. On peut en définitive considérer que la capacité de travail de la recourante et ses fluctuations ont été correctement prises en compte par l’intimé aux termes de la décision querellée. C’est donc à bon droit que l’intimé a servi à la recourante une rente entière d’invalidité, fondée sur un degré d’invalidité de 100 % du 1er juillet 2017 au 31 mai 2019, sur la base des art. 28 al. 2 LAI et 88a RAI. On ajoutera que l’intimé a, à juste titre, fait application de l’art. 29bis RAI en retenant des reprises d’invalidité pour les incapacités totales de travail débutées les 1er juin et le 23 novembre 2018 (cf. consid. 4d supra). Il a par ailleurs légitimement qualifié les atteintes de l’épaule et du coude droits – traitées respectivement du 16 décembre 2019 au mois de juillet 2020 et du 17 août au 28 septembre 2020 – de nouveaux cas d’assurance (cf. consid. 4c supra). Il était dès lors fondé à constater que le délai de carence d’un an prévu à l’art. 28 al. 1, let. b, LAI n’était pas échu, ce qui excluait le droit à une rente pour ces intervalles. 14. a) Selon l’art. 28a al. 1 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021), l’art. 16 LPGA s’applique à l’évaluation de l’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative (méthode générale de comparaison des revenus et ses sous-variantes : méthode de comparaison en pour-cent [ATF 114 V 310 consid. 3a et les références] et méthode extraordinaire de comparaison des revenus [ATF 128 V 29]).
In den angefochtenen Urteilen wurden die massgeblichen rechtlichen Grundlagen und die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend dargelegt. Es betrifft dies namentlich die Erwägungen zum Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 2 IVG) und zur Beweiskraft medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a und 3b), insbesondere im Zusammenhang mit der Würdigung von Observationsergebnissen (Urteil 9C_395/2016 vom 25. August 2016 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bzw. der Arbeitsunfähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Januar 2018, 9C_790/2017, E. 2.1.1 mit Hinweisen). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 352 E.
1 LPGA, est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2 en vigueur dès le 1er janvier 2008). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). 3.4 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 102 V 165; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). En 2017, le Tribunal fédéral a modifié sa pratique lors de l'examen du droit à une rente d'invalidité en cas de troubles psychiques. La jurisprudence développée pour les troubles somatoformes douloureux, selon laquelle il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 281), s'applique dorénavant à toutes les maladies psychiques.

N420.Zumutbarkeit bei leidensangepasster Tätigkeit

Für die Zusprache einer Rente muss eine Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten, weiterhin zumutbaren Tätigkeit tatsächlich festgestellt sein. Eine fehlende Feststellung beziehungsweise eine offensichtlich fehlerhafte Beurteilung dieser Zumutbarkeit kann eine offensichtlich fehlerhafte Rechtsanwendung darstellen und die ursprüngliche Verfügung im wiedererwägungsrechtlichen Sinne als unrichtig erscheinen lassen.

S. 6) in der Folge eine ganze IV-Rente ausgerichtet. Bei dieser Sachlage liegt aus retrospektiver Sicht eine offensichtlich fehlerhafte Rechtsanwendung vor. So war für die Bemessung der Invalidität im erwerblichen Bereich schon dazumal stets eine Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten, weiterhin zumutbaren Tätigkeit vorausgesetzt (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2002 geltenden Fassung, heute Art. 16 ATSG). Eine solche lag gemäss dem massgebenden Gutachten von Dr. B.____ aber gerade nicht vor. Die ursprüngliche Zusprache einer ganzen IV-Rente beruht damit auf einer offensichtlich fehlerhaften Anwendung der damals massgebenden Gesetzesbestimmung von Art. 28 Abs. 2 IVG. Unter diesen Umständen erweist sich die entsprechende Verfügung vom 23. März 1999 im wiedererwägungsrechtlichen Sinne als zweifellos unrichtig (Urteile des Bundegerichts vom 23. August 2010, 9C_466/2010, E. 3.2.3 mit Hinweis und vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 6.2). Daran ändert auch nichts, dass Dr. B.____ sich in seiner Stellungnahme vom 25. Mai 1998 dem offensichtlich fehlerhaften Vorschlag der IV-Stelle für eine Berentung angeschlossen hat. Ebenso wenig an diesem Ergebnis etwas zu ändern vermögen die zwischenzeitlich erfolgten Revisionsverfahren in den Jahren 2000 und 2003 (oben, Erwägung E. 5.2.2).

N421.Beweiswert ärztlicher Berichte

Für die Beurteilung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 2 IVG kommt ärztlichen Berichten Beweiswert zu, wenn sie für die streitigen Aspekte umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden sowie die Vorakten berücksichtigen und wenn die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet sind.

Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 2. 2.1. Am 1. Januar 2022 ist das revidierte IVG in Kraft getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. 2.2. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. 2.3. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente. 2.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 2.5. 2.5.1. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E.
Demgemäss sind vorliegend die altrechtlichen Bestimmungen in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anzuwenden. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 4. 4.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) ist. Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 4.2. 4.2.1. Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256, 261 E. 4; BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E.
Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 8C_592/2022 vom 11. April 2023 E. 2 mit Hinweis auf das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV] in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung Rz. 1007 f.; vgl. ferner Kaspar Gerber, in Thomas Gächter [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, IVG, Bern 2022, N. 102 zu Art. 28b IVG). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. 4.1.1. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.1.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E.
Es sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Die Abklärungsperson muss fachlich qualifiziert sein und die örtlichen Verhältnisse kennen; weiter muss der Bericht in Kenntnis der medizinisch indizierten Einschränkungen und Behinderungen verfasst worden sein. Der Experte hat die Angaben des Betroffenen zu berücksichtigen, wobei abweichende Meinungen im Bericht aufzuzeigen sind. Der Abklärungsbericht muss schliesslich umfassend und einleuchtend sein sowie begründete, mit den Abklärungen übereinstimmende Schlussfolgerungen aufweisen. Sind diese Anforderungen erfüllt, greift das Gericht nur dann in das Ermessen des Experten ein, wenn klare und offensichtliche Fehleinschätzungen oder Widersprüche vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das Gericht (BGE 128 V 93 E. 4; Urteile EVGer I 120/03 vom 21. Januar 2004 E. 2.2; I 316/02 vom 22. August 2003 E. 1; I 352/01 vom 26. April 2002 E. 2c/bb). So wenig wie bei der Bemessung des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist beim erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich die medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern die invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse. Den ärztlichen Schätzungen kommt indessen für die Beurteilung der Zumutbarkeit einer bestimmten Tätigkeit entscheidende Bedeutung zu (vgl. ZAK 1972 S. 301 E. 1a; Urteile EVGer I 120/03 vom 21. Januar 2004 E. 2.2; I 316/02 vom 22. August 2003 E. 1).
Sie befinde sich weiterhin in medizinischer und physiotherapeutischer Betreuung. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch zudem frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp.

N422.Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit: Auch bei teilweiser Arbeitsfähigkeit ist zu prüfen, ob diese in einer ideal oder leicht adaptierten Tätigkeit verwertbar ist. Dies kann einen zumutbaren Stellenwechsel einschliessen; in geeigneten Fällen ist etwa die Vermittlung in einfache / Hilfsarbeiterstellen nicht von vornherein ausgeschlossen.

Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2024 Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Art. 29 Abs. 1 ATSG. Neuanmeldung. Die Neuanmeldung unterscheidet sich nicht von einer erstmaligen Anmeldung. Zumutbarkeit eines Stellenwechsels, wenn der Stellenwechsel die Gefahr einer gesundheitlichen Verschlechterung birgt. Da das Risiko für eine anhaltende und damit IV-relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch einen Stellenwechsel unter Beachtung der empfohlenen Massnahmen klein ist, ist der Versicherten die Verwertung der Arbeitsfähigkeit in einer ideal adaptierten Tätigkeit zumutbar. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 28. März 2024, IV 2023/109). Entscheid vom 28. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2023/109 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel, Schmid & Herrmann Rechtsanwälte, Lange Gasse 90, 4052 Basel, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2024 Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Beweiskraft eines Gutachtens vs. Beweiskraft der Berichte von behandelnden Spezialärzten. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht, weil der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch für eine 61-jährige Versicherte, die seit vielen Jahren nicht mehr arbeitstätig gewesen ist, einen Arbeitsplatz als Hilfsarbeiterin kennt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. März 2024, IV 2023/77). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 28. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2023/77 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
L’experte psychiatre a constaté par voie de conséquence de la cohérence chez la recourante dans le recours aux soins sur le plan somatique, respectivement l'absence de recours à un suivi psychiatrique, puisqu’elle ne se plaignait pas d’atteinte psychique, mais physique. Tant le volet psychiatrique que le volet rhumatologique qui n’est à juste titre pas remis en cause convainquent. L’évaluation consensuelle des experts est conforme aux résultats auxquels chaque expert est parvenu dans son champ de spécialité. Leur avis commun est clairement motivé et apparait probant aux yeux de la chambre de céans. Il n’y a dès lors pas lieu de s’écarter des conclusions du rapport d’expertise, à savoir que la recourante est capable de travailler dans une activité légère adaptée, respectant les limitations fonctionnelles évoquées dans l’expertise, volet rhumatologique, à raison de maximum 8 heures par jour. L’on précisera à ce stade que même en tenant compte d’un horaire hebdomadaire de 40h au lieu de 41.7 h retenu dans le calcul fait par l’intimé, le taux d’invalidité serait de 2.95, arrondi à 3%, soit largement inférieur au taux de 40% ouvrant le droit à une rente (art. 28 LAI) et à celui de 20% pour des mesures de reclassement (ATF 139 V 399 consid. 5.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_500/2020 du 1er mars 2021 consid. 2 et les références). En effet, le calcul se présenterait comme suit : Selon ESS 2020, tableau TA1-tirage-skill_level, femme, niveau de compétence 1 pour 40h de travail : CHF 4'276.-, soit CHF 51'312.- (et non pas CHF 4'458.-, respectivement CHF 53'493.-, selon le calcul de l’OAI), actualisé à l’indexation selon ISS 2022 (ESS de réf. 107.9, indice de l’année prise en compte 108.6) : soit CHF 51'644.- (au lieu de CHF 53'840.-). Le revenu avant l’atteinte à la santé, année 2022, étant de CHF 53'226.-, la perte de salaire s’élèverait à CHF 1'582.- (CHF 53'226.- - CHF 51'644.-), soit un taux d’invalidité de 2.9% au lieu du taux de 0% retenu dans le calcul attaqué. Ce taux n’ouvre pas de droit à des prestations d’invalidité. 5.10 Quant à l’abattement de 25% requis par la recourante, il est rappelé que lors du prononcé de la décision contestée le 1er février 2023, le règlement en vigueur (art.

N423.Neuer Versicherungsfall bei andersartiger Beeinträchtigung

Tritt eine gesundheitliche Beeinträchtigung auf, die sich in Natur und Schwere wesentlich von der ursprünglichen Schädigung unterscheidet und die ihrerseits geeignet ist, eine für Art. 28 Abs. 1 IVG massgebliche Invalidität (z. B. durchschnittlich mindestens 40 % über ein Jahr) zu begründen, so begründet dies — wegen fehlender materieller Connexität zur früheren Situation — einen neuen Versicherungsfall. In einem solchen Fall beginnt die einschlägige Wartezeit bzw. das Wartejahr erneut; sofern formelle Karenzfristen (z. B. Anmeldefristen) nicht erfüllt sind, entsteht ein Rentenanspruch erst nach deren Ablauf.

6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’invalidité est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (art. 4 al. 2 LAI). aa) En matière de rente de l’assurance-invalidité, l’assuré a droit à une telle prestation si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. bb) La survenance d'une atteinte à la santé totalement différente de celle qui prévalait au moment du refus de la première demande de prestations et propre, par sa nature et sa gravité, à causer une incapacité de travail de 40 % au moins en moyenne sur une année a, compte tenu de l'absence de connexité matérielle avec la situation de fait prévalant au moment du refus de la première demande de prestations, pour effet de créer un nouveau cas d'assurance (ATF 136 V 369 consid. 3.1 et les références citées ; voir également ATF 147 V 133 consid. 5.3). A cet égard, on notera encore que le principe de l'unicité de la survenance de l'invalidité cesse d'être applicable lorsque l'invalidité subit des interruptions notables ou que l'évolution de l'état de santé ne permet plus d'admettre l'existence d'un lien de fait et de temps entre les diverses phases, qui en deviennent autant de cas nouveaux de survenance de l'invalidité (TF 9C_472/2016 du 29 novembre 2016 consid.
August 2019 auf einen von der ursprünglichen neurologischen Beeinträchtigung völlig neuen Gesundheitsschaden zurückzuführen war, lag nach Ablauf der Wartezeit im Januar 2019 zwar ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Jedoch war mangels Bestehens der formellen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG in diesem Zeitpunkt noch kein Rentenanspruch entstanden. Die anschliessende Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens ist deshalb als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren. Dies hat zur Folge, dass die Wartezeit erneut zu bestehen war und schliesslich erst ein Jahr nach der am 12. August 2019 infolge einer perforierten Sigmadivertikulitis am 11. August 2020 erneut abgelaufen ist (IV-Dok 54). Dem Beschwerdeführer ist zwar insofern beizupflichten, als er mit Blick auf seine seit dem 15. Januar 2018 zunächst volle und in der Folge ab 16. April 2018 hälftige Arbeitsunfähigkeit sowohl das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bestanden hat (IV-Dok 2) als auch hinsichtlich seiner bis 7. März 2019 andauernden hälftigen Arbeitsunfähigkeit die für einen Rentenanspruch in Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG stipulierte materielle Voraussetzung einer unmittelbar anschliessend bestehenden Invalidität von mindestens 40% erfüllt hat (IV-Dok 16). Auch ist an dieser Stelle zu präzisieren, dass keinerlei Unterbruch des Wartejahres gemäss Art. 29ter IVV vorliegt. Indes übersieht der Beschwerdeführer mit Blick auf seine verspätete Anmeldung vom 6. November 2018 (IV-Dok 1), dass ein allfälliger Rentenanspruch – wenn auch aus formellen Gründen – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens im Mai 2019 (sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art. 29 Abs. 1 ATSG) entstehen konnte. In diesem Zeitpunkt war jedoch die für einen Rentenanspruch erforderliche materielle Voraussetzung einer rentenrelevanten Invalidität von mindestens 40% infolge seiner ab 7. März 2019 vollständig wiedererlangten Arbeitsfähigkeit wieder weggefallen.
En effet, la protection juridique des parties est suffisamment réalisée lorsque la notification irrégulière atteint son but malgré cette irrégularité (ATF 122 V 189 consid. 2). e) C’est en l’occurrence à tort que l’OAI, respectivement la caisse de compensation, a notifié la décision litigieuse à la recourante et non à son mandataire. Il apparaît toutefois que cette erreur n’a pas entraîné de préjudice puisque Me Carré a rapidement eu connaissance de la décision en question et a pu la contester utilement par le biais du présent recours. La notification irrégulière est dès lors restée sans conséquence, comme le relève l’OAI dans sa réponse. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. b) Il y a un nouveau cas d’assurance lors de la survenance d’une atteinte à la santé totalement différente de celle qui prévalait au moment du premier refus de prestations et propre, par sa nature et sa gravité, à causer une incapacité de travail de 40 % au moins en moyenne sur une année (ATF 136 V 369 consid. 3.1 et les références). c) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.

N424.Probatorische Untersuchung vor Invaliditätsbeurteilung

Bei psychischen Erkrankungen, psychosomatischen Störungen und Abhängigkeitssyndromen ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich eine strukturierte probatorische Abklärungs‑/Behandlungsphase durchzuführen. Das Vorliegen einer invaliditätsbegründenden Beeinträchtigung ist vorzugsweise erst im Rahmen dieser probatorischen Untersuchung zu beurteilen, wobei die Diagnose lege artis sowie funktionale Einschränkungen, die Ressourcen der versicherten Person und die Resistenz gegenüber einer regelgerechten Behandlung zu berücksichtigen sind.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). 5. Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) aa) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). bb) Il convient en premier lieu que l’atteinte soit diagnostiquée par l’expert selon les règles de l’art (lege artis ; ATF 141 V 281 consid.
b) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4). c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. d) Pour évaluer le degré d’invalidité, il existe principalement trois méthodes : la méthode ordinaire de comparaison des revenus (art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]), la méthode spécifique (art. 8 al. 3 LPGA et 28a al. 2 LAI [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]) et la méthode mixte (art. 28a al. 3 LAI et 27bis al. 2 à 4 RAI [dans leur teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). aa) Avec la méthode ordinaire, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité).
b) L'invalidité des assurés pour la part qu'ils consacrent à leurs travaux habituels doit être évaluée selon la méthode spécifique de comparaison des types d'activité. L'application de cette méthode nécessite l'établissement d'une liste des activités – qui peuvent être assimilées à une activité lucrative – que la personne assurée exerçait avant la survenance de son invalidité, ou qu'elle exercerait sans elle, qu'il y a lieu de comparer ensuite à l'ensemble des tâches que l'on peut encore raisonnablement exiger d'elle, malgré son invalidité, après d'éventuelles mesures de réadaptation. Pour ce faire, l'administration procède à une enquête sur place. c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI, un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). d) Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid.

N425.Abstufung der Renten nach Invaliditätsgrad

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG sind die Renten abgestuft nach dem Invaliditätsgrad: bei mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % eine halbe Rente, bei mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % eine ganze Rente.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

N426.Psychiatrisches Gerichtsgutachten und Rentenbemessung

Ein aktuelles, beweiskräftiges psychiatrisches Gerichtsgutachten kann nach Art. 28 IVG die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit tragen und damit die Zusprache bzw. Fortdauer ganzer oder gestufter Renten (befristet oder unbefristet) begründen; es bildet die Grundlage für die einschlägige Arbeitsfähigkeitsschätzung und die sich daraus ergebende Leistungsbemessung.

Entscheid Versicherungsgericht, 25.09.2024 aArt. 28 IVG und aArt. 17 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung). Rentenrevision. Gestützt auf das beweiskräftige psychiatrische Gerichtsgutachten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach wie vor vollständig arbeitsunfähig ist und keine revisionswesentliche Änderung des Gesundheitszustands seit der ursprünglichen Rentenzusprache vorliegt. Er hat damit weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. September 2024, IV 2023/102). Entscheid vom 25. September 2024 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2023/102 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Advokatur am Falkenstein, Falkensteinstrasse 1, Postfach, 9016 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rentenrevision
Entscheid Versicherungsgericht, 04.05.2022 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des psychiatrischen Gerichtsgutachtens bejaht. Gestützt auf die darin enthaltene Arbeitsfähigkeitsschätzung besteht ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente mit anschliessendem unbefristetem Anspruch auf eine Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Mai 2022, IV 2019/219). Entscheid vom 4. Mai 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/219 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Boltshauser, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2021 Art. 28 IVG: BEGAZ-Gutachten, welches eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausweist, ist beweiskräftig. Wegen Klinikaufenthalten besteht ein Anspruch auf eine befristete ganze Rente, im Übrigen wird die von der IV-Stelle zugesprochene halbe Rente bestätigt. Prozentvergleich. Offengelassen, ob Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt wäre. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2021, IV 2019/4). Entscheid vom 15. März 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2019/4 Parteien A.___ Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N427.Geltung alter Bemessungsregeln vor 2022

Intertemporale Anwendung: Entsteht der Anspruch auf Invalidenrente vor dem 1. Januar 2022, sind die bis zum 31. Dezember 2021 geltenden materiellen Bemessungsregeln von Art. 28 Abs. 2 IVG anzuwenden.

En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. En l’occurrence, compte tenu de la naissance du droit à une rente au 1er juillet 2019, l’ancien droit est applicable. 3. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art.
Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). Vorliegend entstand der Rentenanspruch am 1. Januar 2020 und die Leistungseinstellung erfolgte per 30. April 2021. Folglich sind die Gesetzesgrundlagen in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 4.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 4.4 Bei der Berechnung des Invalideneinkommens ist von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art.
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1; vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Die Gutachter gingen davon aus, dass die aktuelle Arbeitsunfähigkeit seit Juli 2019 bestehe (IV-act. 184-10). Die Anmeldung erfolgte am 19. Juni 2020 (IV-act. 57). Somit waren am 1. Dezember 2020 sowohl das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG als auch die sechsmonatige Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG erfüllt. Demnach sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen materiellen Bestimmungen anwendbar und werden nachfolgend in dieser Fassung zitiert.   Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.

N428.Keine Anfechtungsbefugnis von Zusatzleistungsträgern

Bei Leistungskürzungen durch die Invalidenversicherung begründet dies für eine ausserobligatorische Leistungsträgerin (z. B. Stiftung FAR) nach der Rechtsprechung noch kein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung. Die angefochtenen Verfügungen begründen weder eine Leistungspflicht der Stiftung noch verhindern sie deren eigenständige Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen; ein für die Stiftung entstehender Nachteil ist insoweit lediglich eine Reflexwirkung und begründet keine direkte Leistungspflicht gegenüber der versicherten Person.

Dies trifft auch im Fall der im ausserobligatorischen Bereich agierenden Stiftung FAR zu, deren Möglichkeit zur allfälligen Leistungskürzung sich aus ihrem Reglement ergibt (vgl. Art. 18 Abs. 2 Reglement FAR). Die vorliegend angefochtenen Verfügungen begründen weder eine Leistungspflicht der Stiftung FAR noch verwehren sie ihr die selbständige Prüfung ihrer Anspruchsvoraussetzungen gemäss GAV FAR und Reglement FAR. Die Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen der Stiftung FAR (vgl. Art. 13 Reglement FAR) stimmen denn auch in keiner Weise mit denjenigen für Leistungen der Invalidenversicherungen (vgl. Art. 28 IVG) überein. Analog einem Privatversicherer, welcher seine Leistungen um diejenigen der obligatorischen Unfallversicherung kürzen könnte, fehlt es der Stiftung FAR an einem schutzwürdigen Interesse, denn der ihr möglicherweise erwachsende Nachteil ergibt sich nicht unmittelbar aus den angefochtenen Verfügungen, sondern stellt eine blosse Reflexwirkung dar.

N429.Reha‑Unmöglichkeit und mindestens 40%ige Invalidität

Zu prüfen sind insbesondere (i) ob die Erwerbsfähigkeit durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (Reha‑Unmöglichkeit) und (ii) ob nach Ablauf des Jahres eine mindestens 40%ige Invalidität vorliegt. Beide Voraussetzungen sind für das Vorliegen eines Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG entscheidend.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung).
2 ATSG). 3.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens-differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. Allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 3.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs.
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N430.Einkommensschätzung bei Selbständigerwerbenden

Bei besonders schwieriger Feststellung der Einkommen vor und nach Invalidität — namentlich bei Selbständigerwerbenden — kann ausnahmsweise die sogenannte ausserordentliche Bewertungsmethode zur Ermittlung des Erwerbsausfalls angewendet werden. In der Rechtspraxis werden bei der Invaliditätsbemessung zudem gelegentlich pauschale Abzüge (zum Beispiel 5 %) für funktionelle Einschränkungen berücksichtigt, um das Einkommen mit Invalidität abzuschätzen.

1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Par incapacité de travail, on entend toute perte, totale ou partielle, résultant d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui (art. 6, 1ère phrase LPGA). L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2ème phrase LPGA). 8.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 8.3 Dans les cas où il est particulièrement difficile de déterminer les revenus avant et après l'invalidité, tout particulièrement s'agissant des indépendants, la jurisprudence admet que l'évaluation de la perte de gain soit faite, exceptionnellement, par une méthode dite extraordinaire. Celle-ci consiste à déterminer les répercussions économiques de la baisse de rendement sur la situation concrète où se déploie l'activité (cf.
Der von der Beschwerdeführerin erwähnte Ausländerstatus führt nicht zu einem Abzug. Auch eingeschränkte Sprachkenntnisse vermögen keinen Abzug vom Tabellenlohn bezüglich der Einsatzmöglichkeiten für einfache und repetitive Tätigkeiten zu rechtfertigen (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 29. Mai 2018, 9C_266/2017 E. 3.4.4, und vom 18. August 2014, 9C_426/2014 E. 4.2). Dass die Beschwerdeführerin wegen ihres Alters eine relevante Einbusse hinzunehmen hätte, ist ebenfalls nicht anzunehmen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 29. Mai 2018, 9C_266/2017 E. 3.4.4). Vorliegend ist demnach kein Grund für einen massgeblichen Abzug ersichtlich. Ein mehr als 5 % ausmachender Abzug kommt bei den vorliegenden Gegebenheiten jedenfalls nicht in Frage.   Die Beschwerdeführerin war gemäss dem IME-Gutachten wie erwähnt in der Zeit vom 23. Oktober 2017 bis Juli 2018 voll arbeitsunfähig und anschliessend ist bis August 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % anzunehmen. Daher konnte im Oktober 2018 ein Wartejahr mit ununterbrochener ausreichender Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ablaufen. Zu jenem Zeitpunkt dauerte eine der Arbeitsunfähigkeit von 50 % entsprechende Erwerbsunfähigkeit weiterhin längere Zeit an (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ergibt sich mit dem erwähnten Abzug (von 5 %) eine Invalidität von

N431.Multidisziplinäre Begutachtung bei komplexen Befunden

Bei unklaren oder multifaktoriellen Befunden kann eine polydisziplinäre oder mindestens bidisziplinäre Begutachtung (z. B. Psychiatrie/Psychotherapie zusammen mit somatischen Fachrichtungen wie Orthopädie oder Rheumatologie) oder ein spezialisiertes Begutachtungssetting (z. B. traumaspezifisches Setting) erforderlich sein, um den medizinischen Sachverhalt für die Invaliditätsbemessung nach Art. 28 Abs. 2 IVG rechtsgenüglich abzuklären.

Zum einen seien verschiedene Berichte behandelnder Ärzte nicht berücksichtigt worden, zum anderen hätte es einer polydisziplinären Begutachtung (unter Beteiligung der Disziplinen Psychiatrie und Psychotherapie sowie Orthopädische bzw. Fuss-Chirurgie). Die Sache sei daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit weitere Abklärungen erfolgten. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin über den 31. Januar 2021 hinaus einen Anspruch auf eine höhere als eine halbe Invalidenrente hat. Insbesondere ist strittig, ob weitere medizinische Abklärungen notwendig sind um ihren Gesundheitszustand abschliessend beurteilen zu können. Die befristete ganze Rente vom 1. November 2019 bis zum 31. Januar 2021 ist unumstritten. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9, 10 f. E. 2.3, BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3, BGE 115, V 308, 313 E. 4a/bb, BGE 112 V 371, 372 E. 2b, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 E.
Er leide erwiesenermassen an krankheitsbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen, weshalb die kreisärztliche Einschätzung, welche nur rein unfallkausale gesundheitliche Beeinträchtigungen berücksichtige, nicht unbesehen übernommen werden dürfe. Es würden degenerative Veränderungen am Rücken bestehen und es seien auch psychische Probleme aktenkundig. Zudem befinde er sich seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung (Eingabe vom 6. April 2021 Rz. 3 ff.). Demgemäss sei im vorliegenden Verfahren mindestens eine bidisziplinäre Begutachtung der Fachrichtungen Rheumatologie und Psychiatrie notwendig (Eingabe vom 6. April 2021 Rz. 6). 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen mit Verfügung vom 18. Dezember 2019 die zugesprochene Rente befristet hat. Zu prüfen ist dabei insbesondere, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt wurde. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf ein Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Rechtsprechungsgemäss ist nach Art. 17 Abs. 1 ATSG die Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrads von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben (BGE 141 V 9, 10 E. 2.3; 134 V 131, 132 E. 3; 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 3.3. Wird – wie vorliegend – rückwirkend eine befristete Rente zugesprochen, sind die revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art.
Anlässlich der Begutachtung sei sie nicht in der Lage gewesen, sich dem Gutachter gegenüber zu öffnen, weshalb dieser das Ausmass ihrer gravierenden psychisch bedingten Einschränkungen nicht habe erkennen können. Einzig mittels eines traumaspezifischen Begutachtungssettings durch einen auf Traumata spezialisierten Gutachter könne der medizinische Sachverhalt adäquat geklärt werden. Bezüglich der Bemessungsmethode bringt die Beschwerdeführerin sodann vor, sie wäre im Gesundheitsfall als alleinstehende und alleinerziehende Mutter aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. 2.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist demnach die Frage, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt ist. Zu beleuchten ist sodann die Methode zur Bemessung des Invaliditätsgrades. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und in Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 V 28 E. 2.2). 3.2. 3.2.1. Grundlagen für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind in einem ersten Schritt medizinische Unterlagen, welche der Verwaltung (und im Beschwerdefall dem Gericht) von ärztlichen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ihre Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können. 3.2.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 232 E. 5.1). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, ob er in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 352).
_______ genügt aber auch aus anderen Gründen den Anforderungen an eine beweiswertige medizinische Expertise, auf welche hinsichtlich einer Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden könnte, nicht: Angesichts der psychiatrischen Diagnosen hätte ein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 erfolgen müssen (vgl. BGE 143 V 409). Ein solches kann anhand des Gutachtens von HH._______ jedoch nicht nachvollzogen werden, da bereits die lege artis gebotene Herleitung und Begründung der gestellten Diagnosen fehlen. Soweit HH._______ zum Schluss kommt, die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei auf unter drei Stunden gesunken, ist ausserdem festzuhalten, dass die Deutsche Rentenversicherung ein von der schweizerischen Invalidenversicherung wesentlich abweichendes Rentenabstufungssystem kennt (vgl. dazu Urteil des BVGer C-1601/2019 vom 18. November 2020 E. 7.5.2). Die (an das deutsche Bemessungssystem anknüpfenden) Schlussfolgerungen im psychiatrisch-neurologischen Gutachten weisen jedenfalls im vorliegenden Fall nicht die für die schweizerische Rentenbemessung erforderliche, rechtsgenügliche Präzision auf (vgl. zur feineren Rentenabstufung nach schweizerischem Recht: Art. 28 Abs. 2 IVG [in der Fassung vom 1. Januar 2020, vgl. oben E. 3.5]), um auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in jeglicher Tätigkeit zu schliessen. Hinzu kommt schliesslich, dass die weiteren gesundheitlichen (somatischen) Einschränkungen im rein psychiatrisch-neurologischen Gutachten von HH._______ nicht mitberücksichtigt werden konnten. Beim Beschwerdeführer bestehen neben psychischen Erkrankungen insbesondere eine Adipositas per magna (BMI > 40), eine Hypertonie, ein Schlafapnoe-Syndrom, Diabetes mellitus Typ II, eine Harnblasenentleerungsstörung sowie Erkrankungen des Bewegungsapparats (Wirbelsäule, Knie, Füsse).

N432.Valideneinkommen nach LSE‑Tabellenlöhnen

Fehlt eine anerkannte Ausbildung und lag keine bezahlte Erwerbstätigkeit vor, ist das Valideneinkommen nach den LSE‑Tabellenlöhnen für Hilfskräfte zu bemessen. Im vorliegenden Entscheid wurde in diesem Zusammenhang kein leidensbedingter Abzug vorgenommen.

Die Beschwerdeführerin verfügt über keine anerkannte Berufsausbildung in der Schweiz und ging nie einer bezahlten Arbeitstätigkeit nach (Urk. 14/9). Zur Bestimmung des Valideneinkommens ist daher auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen, wobei sie als Hilfskraft zu qualifizieren ist. Wie vorstehend dargelegt, war die Versicherte trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen seit September 2017 in der Lage, einer leichten Tätigkeit zu 60 % nachzugehen. Da sie auch in dieser Tätigkeit als Hilfskraft arbeiten würde, kann eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden (9C_22/2014 vom 18. Februar 2014 E. 3.2). Die Vornahme eines leidensbedingten Abzugs rechtfertigt sich nicht. Somit resultiert ein Invaliditätsgrad von 40 %, was in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung ab Mai 2020 begründet (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Die Beschwerdeführerin verfügt über keine anerkannte Berufsausbildung in der Schweiz und ging nie einer bezahlten Arbeitstätigkeit nach (Urk. 14/9). Zur Bestimmung des Valideneinkommens ist daher auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen, wobei sie als Hilfskraft zu qualifizieren ist. Wie vorstehend dargelegt, war die Versicherte trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen seit September 2017 in der Lage, einer leichten Tätigkeit zu 60 % nachzugehen. Da sie auch in dieser Tätigkeit als Hilfskraft arbeiten würde, kann eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden (9C_22/2014 vom 18. Februar 2014 E. 3.2). Die Vornahme eines leidensbedingten Abzugs rechtfertigt sich nicht. Somit resultiert ein Invaliditätsgrad von 40 %, was in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung ab Mai 2020 begründet (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N433.Rückwirkende Rente bei schwankender Arbeitsfähigkeit

Bei schwankender oder erst später stabilisierter Arbeitsfähigkeit kann die IV-Stelle den Rentenanspruch auch rückwirkend zusprechen; das Bundesgericht anerkennt, dass Art. 28 Abs. 1 IVG einen Rentenanspruch unabhängig vom Erreichen eines Endzustands begründen kann. In der Rechtsprechung wurde im konkreten Fall die Rente bis drei Monate nach der Verbesserung gewährt.

Dass die IV-Stelle erst ab der kreisärztlichen Untersuchung vom 26. Februar 2020 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgegangen ist, überzeugt vor dem Hintergrund, dass die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zuvor offenbar stark schwankte. So lag laut med. pract. A.___ im März 2019 eine vollzeitliche Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vor (Urk. 8/22/12), doch zeigten sich dann im August 2019 eine völlige Resorption des VKB-Transplantats sowie medial bereits arthrotische Veränderungen, woraufhin med. pract. A.___ sinngemäss die Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit bis Ende 2019 verneinte, wobei bis dahin unter Fortführung der Physiotherapie zu trainieren sei (Urk. 8/26/19-20). Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 26. Februar 2020 zeigte sich dann bei auch subjektivem Nutzen der Physiotherapie hinsichtlich des Muskelaufbaus (Urk. 8/39/4) eine verminderte Atrophie (Urk. 8/39/6). Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer von Juli 2018 - als das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bestanden war - bis Ende Mai 2020 (drei Monate nach der Verbesserung, vgl. E. 1.5 vorstehend) eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat. Da anhand der überzeugenden kreisärztlichen Beurteilung vom 27. Februar 2020 indes eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszumachen ist, ist für den Rentenanspruch ab Juni 2020 die 80%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit massgebend.
Soweit der Beschwerdeführer rügt, es liege kein stabiler Gesundheitszustand vor (Beschwerde S. 5 f. BS 3 lit. a ff.), verkennt er, dass anders als bei der Unfallversicherung (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG ein Rentenanspruch unabhängig davon besteht, ob ein Endzustand erreicht wurde oder nicht (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 27. November 2018, 8C_321/2018, E. 5.1). Auf die diesbezüglichen Vorbringen ist daher nicht näher einzugehen; für die vorliegend streitigen Belange erübrigen sich demnach auch weitere medizinische Abklärungen zur Frage des Endzustandes. Entgegen der Ansicht in der Beschwerde (S. 6 BS 3 lit.

N434.Sechsmonatsfrist und keine Bindungswirkung für berufliche Vorsorge

Für die Beurteilung des für den Rentenanspruch massgeblichen Gesundheits- bzw. Arbeitsunfähigkeitsverlaufs ist nach der Rechtsprechung regelmässig nur der Zeitraum von Bedeutung, der nicht weiter als sechs Monate vor dem Leistungsbegehren zurückliegt. Die IV-Stelle ist nicht verpflichtet, Abklärungen zu Perioden vorzunehmen, die ab dem Gesuch gerechnet weiter zurückliegen, weil ein IV-Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach sechs Monaten seit der Anmeldung entstehen kann (vgl. insb. die erwähnten Entscheide). Soweit für Ansprüche der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit weiter zurückliegender Zeitabschnitte entscheidend ist, besteht daher keine Bindungswirkung der Vorsorgeeinrichtung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit.

Da der Rentenanspruch nach IVG frühestens nach einer sechsmonatigen Karenzzeit seit Geltendmachung entstehen kann (Art. 29 Abs. 1 IVG), darüber hinaus die versicherte Person in diesem Zeitpunkt während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sein muss (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), kommt für die Rentenzusprechung nach IVG so oder anders lediglich jenem Sachverhalt eine entscheidende Bedeutung zu, wie er sich nicht früher als ein halbes Jahr vor der Anmeldung verwirklicht hatte (Entscheid des BGer vom 29. Juni 2016, 8C_180/2016, E. 3).
Bei der Anmeldung des Beschwerdegegners zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung im Februar 2015 handelte es sich um eine Neuanmeldung. Die umfassende Neuprüfung infolge der Verschlechterung des Gesundheitszustandes, die gemäss IV-Stelle im September 2014 eingetreten sei, beschlägt den allenfalls geänderten resp. neu entstandenen Rentenanspruch; der Rentenanspruch oder die Arbeits (un) fähigkeit im ursprünglich beurteilten - hier mit Erlass der Verfügung vom 10. Juni 2013 beendeten - Zeitraum war in diesem Zusammenhang nicht erneut zu überprüfen. Wie die Vorinstanz folglich zu Recht zum Schluss kam, hatte die IV-Stelle keinen Anlass dazu, Feststellungen zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdegegners zu einem Zeitpunkt zu treffen, der länger als sechs Monate vor seiner Anmeldung im Februar 2015 und damit vor August 2014 lag. Denn aufgrund der Anmeldung bei der Invalidenversicherung im Februar 2015 konnte der Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens im August 2015 entstehen (sofern in diesem Zeitpunkt die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war). So äusserte sich die IV-Stelle denn auch nicht zu einer möglichen Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf im Umfang von mindestens 20 %, wie das kantonale Gericht nicht offensichtlich unrichtig feststellte. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die IV-Stelle sei bis September 2014 von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen, so bezog sich diese Aussage im Übrigen klar auf eine angepasste Tätigkeit.
Juli 2018 gültig gewesenen Fassung haben Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente, die im Sinne der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der Pensionskasse versichert waren (act. II 2/20). Folglich geht die Beklagte vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die IV aus (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Mit Verfügung vom 20. April 2021 sprach die IV-Stelle Solothurn dem Kläger rückwirkend ab dem 1. September 2019 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % basierende ganze Rente zu (act. III 84; vgl. auch act. III 83). Die IV-Stelle … hat sowohl den Vorbescheid vom 16. Dezember 2020 (act. III 78) als auch die rentenzusprechenden Verfügungen vom 26. März und 20. April 2021 (act. III 83 f.) der Beklagten (konkret der PK E.________) eröffnet (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Diese blieben (auch durch die Beklagte) unangefochten. Indessen setzte die IV-Stelle … den Zeitpunkt des Eintritts der massgebenden Arbeitsunfähigkeit (Beginn des Wartejahres; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) nicht explizit fest, sondern begnügte sich mit dem Hinweis auf eine seit längerer Zeit bestehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten (act. III 83/4). Die IV-Stelle … war – nachdem sie nach früheren Anmeldungen vom Juli 2014 (act. III 6) und Februar 2018 (act. III 25) mit Verfügungen vom 18. Januar 2016 (act. III 22) und 23. August 2018 (act. III 40) einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneint hatte – auf die Neuanmeldung vom März 2019 (act. III 42) hin denn auch nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, soweit dieser ab dem (erneuten) Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag. Denn ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. Insoweit für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend ist, besteht damit keine Bindungswirkung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (Entscheide des Bundesgerichts vom 16.
15 sowie Schlussbemerkungen der Beklagten vom 16. Dezember 2022 S. 2 Ziff. 3), so dass sie der Klägerin den Nichteinbezug ins IV-Verfahren nicht mehr entgegenhalten kann und von der Bindungswirkung des IV-Entscheides auszugehen ist (vgl. E. 2.4 hiervor). Zu berücksichtigen ist jedoch das Folgende: Wie in E. 2.4 hiervor dargelegt, sind die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der Organe der Invaliden­versicherung gebunden (vgl. auch Art. 50 ff. Reglement [act. II A]). Diese Bindungswirkung erstreckt sich grundsätzlich auch auf die Feststellungen hinsichtlich des Eintritts der (nachmals) invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, d.h. der Eröffnung der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. SVR 2014 BVG Nr. 3 S. 9 E. 1.2). Da jedoch der IV-Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht (Art. 29 Abs. 1 IVG) und die Leistungsvoraussetzungen für die Invalidenrente eine einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) beinhalten, ist die IV-Stelle nicht gehalten, Abklärungen zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, die ab dem Leistungsersuchen gerechnet weiter als sechs Monate zurückliegt. Ist für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend, besteht keine Bindungswirkung der betroffenen Vorsorgeeinrichtung an die Feststellungen der IV-Stelle zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (vgl. Hans-Ulrich Stauffer, Recht­sprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 4. Auflage 2019, S. 73 f.; SVR 2019 BVG Nr. 46 S. 180 E. 3.3). Indem die Klägerin sich bei der Invalidenversicherung erst im Juni 2017 anmeldete (act. III 2), konnte ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf der halbjährigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entstehen, sofern in diesem Zeitpunkt auch die einjährige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war, also per Dezember
Zu klären ist die Frage, ob die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit der Klägerin während der berufsvorsorgerechtlichen Versicherungsdeckung durch die Beklagte eingetreten ist. Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass die Beklagte in keines der beiden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren einbezogen worden war (vgl. act. IIF 38, act. IIA 186), womit die Feststellungen und Beurteilungen der IVL für die Beklagte von vornherein nicht bindend sind (vgl. E. 3.3.1 f. hiervor). Überdies war die IVL – nachdem sie nach erstmaliger Anmeldung im Juli 2013 (act. IIF 5) mit Verfügung vom 24. März 2014 (act. IIF 38) einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneint hatte – auf die Neuanmeldung vom April 2015 (act. IIE 43, act. IIF 43) hin denn auch nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, soweit dieser ab dem (erneuten) Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag. Denn ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. Insoweit für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend ist, bestünde damit keine Bindungswirkung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019), müssen doch die Feststellungen der IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein, damit sie für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind (Marc Hürzeler in: Schneider/Geiser/Gächter, Kommentar zum BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 24). Mit Blick auf das hiervor Dargelegte bestünde daher – selbst beim Einbezug der Beklagten in das IV-Verfahren – keine Bindungswirkung an Feststellungen in Bezug auf den Zeitraum vor Oktober 2014 betreffende allfällige Arbeitsunfähigkeiten. Demgegenüber hat sich die Klägerin die IV-Verfügung vom 24. März 2014 (act. IIIF 38), mit welcher festgestellt wurde, dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorlag, entgegenhalten zu lassen.

N435.Begründung bei widersprüchlichen medizinischen Gutachten

Bei widersprüchlichen medizinischen Gutachten hat das Gericht die gesamten ärztlichen und sonstigen Beweismittel zu würdigen. Es muss die Gründe angeben, weshalb es sich für eine bestimmte medizinische Beurteilung entscheidet. Insbesondere ist darzulegen, weshalb einem Gutachten gegenüber einem anderen Gewicht beigemessen wird (z. B. wegen ausführlicher Untersuchung, wegen Berücksichtigung der Anamnese, wegen Klarheit der medizinischen Darstellung oder wegen nachvollziehbar motivierter Schlussfolgerungen).

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 3.3. Pour statuer, l'administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d'informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 125 V 256 consid. 4). En présence d’avis médicaux contradictoires, le juge doit apprécier l’ensemble des preuves à disposition et indiquer les motifs pour lesquels il se fonde sur une appréciation plutôt que sur une autre. Il importe, pour conférer pleine valeur probante à un rapport médical, que les points litigieux importants aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance de l’anamnèse, que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions du médecin soient dûment motivées (ATF 125 V 351 consid.
S’il est vrai que des facteurs tels que l’âge, le manque de formation ou les difficultés linguistiques jouent un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l’on peut encore raisonnablement exiger de l’assuré, ils ne constituent pas, en règle générale, des circonstances supplémentaires qui, à part le caractère raisonnablement exigible d’une activité, sont susceptibles d’influencer l’étendue de l’invalidité, même s’ils rendent parfois difficile, voire impossible la recherche d’une place et, partant, l’utilisation de la capacité de travail résiduelle (arrêt TF I 377/98 du 28 juillet 1999 consid. 1 et les références citées). 4. Selon l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux d’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente ; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente ; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 5. Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d’informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 105 V 158 ; 114 V 314 ; RCC 1982 p. 36). En présence d’avis médicaux contradictoires, le juge doit apprécier l’ensemble des preuves à disposition et indiquer les motifs pour lesquels il se fonde sur une appréciation plutôt que sur une autre.
20) est réputée invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l'art. 4 al. 1 LAI, dite invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. 3. L'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes: a. sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles; b. il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable; c. au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). 4. Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge en cas de recours) a besoin d'informations que seul le médecin est à même de lui fournir. La tâche de ce dernier consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est capable ou incapable de travailler (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2; 114 V 310 consid. 3c). 4.1. En matière d'appréciation des preuves, le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s'ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. Il ne peut écarter un rapport médical au seul motif qu'il est établi par le médecin interne d'un assureur social, respectivement par le médecin traitant (ou l'expert privé) de la personne assurée, sans examiner autrement sa valeur probante (arrêt TF 8C_456/2010 du 19 avril 2011 consid. 3 et la référence citée). En présence d’avis médicaux contradictoires, le juge doit apprécier l’ensemble des preuves à disposition et indiquer les motifs pour lesquels il se fonde sur une appréciation plutôt que sur une autre.

N436.Wartejahr bei Hilflosenentschädigung

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts bestimmt sich der zeitliche Beginn des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung entgegen dem wörtlichen Verweis in Art. 42 Abs. 4 IVG nicht nach Art. 29 Abs. 1 IVG, sondern es gelangt sinngemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (einjähriges Wartejahr) zur Anwendung. Die Gesetzesfassung von Art. 42 Abs. 4 IVG wurde dazu per 1. Januar 2022 entsprechend angepasst.

Va qui rilevato che nella DTF 137 V 351 il Tribunale federale ha precisato che, contrariamente al rinvio dell'art. 42 cpv. 4 in fine LAI nel tenore in vigore fino al 31 dicembre 2021, l'inizio del diritto all'assegno per grandi invalidi non è disciplinato dall'art. 29 cpv. 1 LAI. Continua invece ad essere applicabile, per analogia, l'art. 28 cpv. 1 LAI sui presupposti del diritto alla rendita.                                   Alla questione lasciata aperta nella succitata DTF 137 V 351 consid. 5.1 – ossia se il diritto a un assegno per grandi invalidi presupponga in ogni caso la decorrenza del termine annuale di carenza in applicazione dell’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI – l’Alta Corte ha risposto con la DTF 144 V 361, con la quale ha concluso che la nascita del diritto ad un assegno per grandi invalidi presuppone in ogni caso la decorrenza del termine annuale di carenza in applicazione analogica dell’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI: “(…) Nach dem Gesagten ist für die Entstehung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung jedenfalls die einjährige Wartezeit in analoger Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG vorauszusetzen. (…)” (DTF 144 V 367 consid.6.2.9).   Giusta l'art. 42ter cpv. 1 LAI il grado personale di grande invalidità è determinante per stabilire l'importo dell'assegno per grandi invalidi: l'assegno mensile in caso di grande invalidità di grado elevato ammonta all'80%, in caso di grande invalidità di grado medio al 50% e in caso di grande invalidità di grado lieve al 20% dell'importo massimo della rendita di vecchiaia secondo l'articolo 34 capoversi 3 e 5 LAVS.                                     Secondo il N. 2010 CGI l’aiuto è considerato regolare se l’assicurato ne necessita o può ipoteticamente necessitarne quotidianamente (sentenza del TF 9C_562/2016 del 13 gennaio 2017). La regolarità è anche ammessa se per esempio l’assicurato è soggetto ad attacchi che possono manifestarsi soltanto ogni due o tre giorni, ma improvvisamente e spesso anche ogni giorno o più volte al giorno (RCC 1986 pag. 510).                                     Per il N. 2011 CGI anche se l’aiuto è necessario tra quattro e sei giorni a settimana (ossia per la maggior parte dei giorni della settimana), non si è di fronte a un aiuto regolare, dato che questo non è necessario quotidianamente.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts richtet sich der zeitliche Beginn des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung nach Vollendung des ersten Lebensjahres entgegen dem wörtlich verstandenen Verweis in Art. 42 Abs. 4 IVG nicht nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Vielmehr gelangt sinngemäss Art. 28 Abs. 1 IVG zu den Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente zur Anwendung. Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsteht demnach grundsätzlich nach dem Ablauf eines Wartejahres in sinngemässer Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 144 V 361 E. 6.2).
Nach Art. 42 Abs. 4 Satz 2 IVG richtet sich der Beginn des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung nach Vollendung des ersten Lebensjahres nach Art. 29 Abs. 1 IVG. Art. 29 Abs. 1 IVG bestimmt, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht. Gemäss einem Grundsatzurteil des Bundesgerichts ist für den Beginn des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung allerdings entgegen dem Wortlaut nicht Art. 29 Abs. 1 IVG massgebend, sondern vielmehr Art. 28 Abs. 1 IVG (BGE 137 V 351 E. 5.1). Per 1. Januar 2022 ist Art. 42 Abs. 4 Satz 2 IVG daher entsprechend angepasst worden. Nach dieser neuen Fassung, die inhaltlich schon vorher gegolten hat (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.2), entsteht der Anspruch, wenn während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch mindestens eine Hilflosigkeit leichten Grades bestanden hat. Ferner muss die Hilflosigkeit anschliessend fortbestehen (vgl. auch KSIH Rz 8092 und 8093, KSH Rz 6001 und 6002). Bei Versicherten, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, entsteht der Anspruch sodann nach der Sonderregelung in Art. 42bis Abs. 3 IVG, sobald voraussichtlich während mehr als zwölf Monaten eine Hilflosigkeit besteht.

N437.Wartejahr, Karenzfrist und Rentenbeginn

Der Anspruch entsteht grundsätzlich erst nach Ablauf des einjährigen Wartejahrs sowie der gegebenenfalls einschlägigen Karenzfrist. Liegen zum Zeitpunkt des Wartejahrs oder der Karenzfrist laufende Taggelder oder berufliche Eingliederungsmassnahmen vor, kann dies den Zeitpunkt der Rentenzusprechung nach den in den Entscheidungen genannten Regeln verzögern.

Zu prüfen bleibt damit der Zeitpunkt des Rentenbeginns. In ihrer Verfügung ging die IV-Stelle von einem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit per 12. Februar 2019 aus. Die Vorinstanz stellte auf diese unstreitige Feststellung ab. Die einjährige Wartezeit wäre somit im Februar 2020 abgelaufen (Art. 28 Abs. 1 IVG). Die Anmeldung des Beschwerdeführers zum Leistungsbezug erfolgte jedoch erst mit Formular vom 21. September 2019, welches bei der Beschwerdegegnerin am 27. September 2019 einging. Dem Beschwerdeführer steht damit rückwirkend ab 1. März 2020 eine Viertelsrente zu (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).
Auf der Grundlage der obigen Erkenntnisse sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen. Unbestrittenermassen bildet der Februar 2021 den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns. Zum einen hatte sich die Beschwerdeführerin bereits im Juli 2019 zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 6/2 f.) und zum anderen bestand gemäss fachärztlicher Feststellung seit dem 1. Juli 2018 eine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit. Dementsprechend waren im Februar 2021 sowohl das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG als auch die sechsmonatige Karenzfrist seit der Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) abgelaufen. Da der Beschwerdeführerin im Zuge der gewährten beruflichen Eingliederungsmassnahmen Taggelder ausgerichtet wurden (Urk. 6/18, 6/24, 6/30 und 6/35), fiel die Rentenzusprechung jedoch erst nach Abschluss ebendieser Massnahmen im Februar 2021 in Betracht (Urk. 6/44; vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG).
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG setzt für die Entstehung eines Rentenanspruchs eine durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen Tätigkeit) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch voraus (vorstehend E. 1.4). Mit Blick auf die seit dem Autounfall am 12. September 2009 bestehenden gesundheitlichen Leiden und der am 31. Mai 2012 anerkannten Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit gilt die die einjährige Wartezeit seither als bestanden. Da sich die Beschwerdeführerin erst mit ihrem Zusatzgesuch vom 3. Dezember 2018 erneut zum Rentenbezug angemeldet hatte (Urk. 7/137), war die sechsmonatige Karenzfrist nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) am 3. Juni 2019 abgelaufen (vgl. auch Urk. 7/204/10). Ein Rentenanspruch besteht folglich frühestens ab Anfang Juni 2019 (vorstehend E. 1.4). In jenem Zeitpunkt war sie in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig.

N438.Invalidität als wirtschaftlicher Rechtsbegriff

Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG ist eine wirtschaftliche und nicht primär medizinische Rechtsbegriffsbestimmung. Massgeblich sind die wirtschaftlichen Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung für die Erwerbs- bzw. Leistungsfähigkeit (insbesondere die Auswirkungen auf die Erwerbsmöglichkeiten / den Vergleichs‑ bzw. Einkommensvergleich gemäss Art. 16 LPGA). Ärztliche Befunde und Gutachten dienen dazu, den Gesundheitszustand und die daraus folgenden funktionellen Einschränkungen festzustellen; diese medizinischen Feststellungen bilden wiederum die Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und für die Bestimmung der im Einzelfall zumutbaren Tätigkeit.

Le taux d’invalidité en lien avec l’activité lucrative est déterminé en extrapolant le revenu sans invalidité pour une activité lucrative correspondant à un taux d’occupation de 100 % (al. 2 let. a), en calculant le revenu avec invalidité sur la base d’une activité lucrative correspondant à un taux d’occupation de 100 % et en l’adaptant selon la capacité fonctionnelle déterminante (al. 2 let. b) et en pondérant la perte de gain exprimée en pourcentage en fonction du taux d’occupation qu’aurait l’assuré s’il n’était pas invalide (al. 2 let. c). Le taux d’invalidité en lien avec les travaux habituels est calculé en déterminant le pourcentage que représentent les limitations dans les travaux habituels par rapport à la situation dans laquelle l’assuré serait sans invalidité (al. 3 let. a) et en pondérant le pourcentage déterminé à la let. a en fonction de la différence entre le taux d’occupation visé à l’al. 2 let. c et une activité lucrative exercée à plein temps (al. 3 let. b). 2.5. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). 3. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). 3.1. Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler.
4) : taux d’invalidité quotité de la rente 49% 47,5% 48% 45% 47% 42,5% 46% 40% 45% 37,5% 44% 35% 43% 32,5% 42% 30% 41% 27,5% 40% 25% 6.2 La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). Dans l'assurance-invalidité, l'invalidité est survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération. S'agissant de la détermination du droit à une rente d'invalidité, il faut ainsi examiner si les conditions de l'art. 28 al. 1 LAI sont remplies. Contrairement à l'assureur-accidents, les offices AI n'ont pas à attendre l'issue des mesures thérapeutiques, ni la stabilisation du cas, mais sont tenus d'évaluer la capacité de gain des assurés bien avant (arrêt du Tribunal fédéral 8C_239/2020 du 19 avril 2021 consid. 8.2). 6.3   6.3.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid. 4c ; ATF 102 V 165 consid. 3.1 ; VSI 2001 p. 223 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). La reconnaissance de l’existence d’une atteinte à la santé psychique suppose la présence d’un diagnostic émanant d’un expert (psychiatre) et s’appuyant selon les règles de l’art sur les critères d’un système de classification reconnu, tel le CIM ou le DSM-IV (ATF 143 V 409 consid.
Selon cette méthode, il faut évaluer d'une part l'invalidité dans les travaux habituels par comparaison des activités (méthode spécifique) et d'autre part l'invalidité dans une activité lucrative par comparaison des revenus (méthode ordinaire); on pourra alors déterminer l'invalidité globale d'après le temps consacré à ces deux champs d'activités. La part de l'activité professionnelle dans l'ensemble des travaux de l'assuré est déterminée en comparant l'horaire de travail usuel dans la profession en question et l'horaire accompli par l'assuré valide; on calcule donc le rapport en pourcent entre ces deux valeurs. La part de l'autre travail habituel constitue le reste du pourcentage (SVR 1996 IV no 76 p. 221; RCC 1992 p. 136 consid. 1a et les références). La durée de travail effectivement accomplie dans le ménage et la profession est ici sans importance (RCC 1980 p. 564). L'invalidité totale s'obtient en additionnant les degrés d'invalidité correspondant aux parts respectives attribuées aux activités lucrative et non lucrative (VSI 1999 p. 231 consid. 2b et les références). 3.5. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50 % au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60 % au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70 % au moins, il a droit à une rente entière. 4. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418).
Lorsque les faits déterminants pour le droit à la rente se sont modifiés au point de faire apparaître un changement important de l'état de santé motivant une révision, le degré d'invalidité doit être fixé à nouveau sur la base d'un état de fait établi de manière correcte et complète, sans référence à des évaluations antérieures de l'invalidité (ATF 141 V 9). 3.3 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). En vertu de l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. La rente est entière si l'assuré est invalide à 70% au moins, s'élève à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins (art. 28 al. 2 LAI). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). Il y a lieu de préciser que, selon la jurisprudence, la notion d'invalidité au sens du droit des assurances sociales est une notion économique et non médicale ; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid.
7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 3.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 3.3 En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3).

N439.Anwendbares Recht bei Rentenbeginn 2022

Für die Beurteilung eines Anspruchs auf Invalidenrente ist grundsätzlich das Recht massgeblich, das bei Erfüllung des für die Rechtsfolge relevanten Tatbestandes gilt. Ergibt sich, dass der frühest mögliche Rentenbeginn nicht vor dem 1. Januar 2022 liegt, ist folglich das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht — einschliesslich Art. 28 Abs. 1bis IVG — anzuwenden.

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 22. März 2024 (act. II 154), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. Ferner ist der frühest mögliche Rentenbeginn mit Blick auf den per 3. Juli 2023 erfolgten Abschluss der Ausbildung zum Agrarpraktiker EBA (act. II 122 S. 2 ff.) bzw. die im November 2023 abgeschlossenen Eingliederungsmassnahmen (act. II 129; 136) nicht vor dem 1. Januar 2022 (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Damit gelangt das seit 1. Januar 2022 gültige Recht zur Anwendung (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391).
Das angefochtene Urteil ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden und entspricht den allgemeinen Grundsätzen des Übergangsrechts. Die Vorinstanz schloss sodann aus, einen allfälligen Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Januar 2022 in Anwendung des seit diesem Datum geltenden neuen Rechts zu prüfen, da lit. b ÜbBest. IVV WEIV auf den Beschwerdeführer nicht anwendbar sei. In diesem Punkt verstösst das kantonale Urteil gegen die allgemeinen Grundsätze des intertemporalen Rechts, die in Ermangelung einer anderslautenden Übergangsbestimmung anwendbar sind und vorschreiben, dass bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs aufgrund von Gesundheitsschäden und Invalidität, die nach diesem Datum andauern, das ab dem 1. Januar 2022 in Kraft getretene neue Recht anzuwenden ist. In Anbetracht dieser allgemeinen Grundsätze hat die Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2022 in Anwendung des seit diesem Datum geltenden neuen Rechts zu prüfen und sodann unter Berücksichtigung von Art. 28 Abs. 1bis IVG neu darüber zu verfügen. Insoweit ist die Beschwerde begründet und folglich teilweise gutzuheissen.

N440.Entfall der IV-Rente trotz Vollzeiterwerbstätigkeit

Selbst bei (angenommener) Vollzeiterwerbstätigkeit kann ein Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG entfallen, wenn die übrigen Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt sind.

[IV-act. 89 S. 29]). Im vorliegenden Verfahren braucht die Frage, in welchem zeitlichen Umfang der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, letztlich nicht abschliessend geklärt zu werden, da die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auch dann nicht erfüllt ware, wenn von einem Vollzeitpensum ausgegangen würde (vgl. Erwägung

N441.Objektive Zumutbarkeitsprüfung bei psychischen Leiden

Die Zumutbarkeitsprüfung ist weitgehend objektiviert und berücksichtigt nur die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, die die versicherte Person durch Aufbietung allen guten Willens hätte abwenden können, gelten bei psychischen Leiden nicht als invalidenversicherungsrechtlich relevante Folgen. Massgeblich ist, ob die versicherte Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch in der Lage ist, die verbleibende Restarbeitsfähigkeit auf dem für sie offenen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Vor einer Rentenzusprechung sind die Möglichkeiten zur Eingliederung auszuschöpfen (Art. 28 Abs. 1; seit 1.1.2022 zusätzlich Art. 28 Abs. 1bis).

Deshalb gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Laut dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehendem Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. 2.7 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 gültig gewesenen Fassung, welcher per 1. Januar 2022 aufgehoben wurde, bestand der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid war.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N442.Kein Indikatorenverfahren ohne Anhaltspunkte

Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann auf das strukturierte Beweisverfahren (Indikatorenprüfung nach BGE 141 V 281) verzichtet werden, wenn es nicht nötig oder geeignet ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Aktenlage keine Hinweise auf eine länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) Arbeitsunfähigkeit liefert oder wenn beweiswertige fachärztliche Berichte eine solche in nachvollziehbarer Weise verneinen. Gegenteilige Einschätzungen sind nur dann zu gewichten, wenn ihnen fachärztliche Qualifikation oder sonstiger Beweiswert zukommt; fehlt dies, rechtfertigen sie in der Regel keine Indikatorenprüfung.

Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – (psychisch bedingte) Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise (mehr) bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 S. 228). Da hier die MEDAS D.________-Gutachter aus psychiatrischer Sicht überzeugend und schlüssig keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt haben und die übrigen Akten dieses Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen vermögen, kann vorliegend auf eine Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 verzichtet werden.
Zur psychiatrischen Behandlung des Beschwerdeführers ist erstellt, dass eine Laboruntersuchung im RAD am 18. April 2023 (für Duloxetin bestand Therapieadhärenz, Trittico lag unterhalb der Nachweisgrenze [act. II 94/2]) nur eine teilweise Therapieadhärenz für die verordneten Antidepressiva ergeben hat (act. II 110/14). Der Beschwerdeführer ist zwar in psychotherapeutischer Behandlung, wobei unklar ist, wie häufig die Behandlungstermine stattfinden (act. II 110/15); in der Therapie konnte jedoch nur eine bedingte Verbesserung erreicht werden und die behandelnde Psychotherapeutin beschrieb lediglich eine bedingte Veränderungsmotivation des Beschwerdeführers (act. II 116/4). Dies spricht für einen geringen Leidensdruck (act. II 124/3). Da keine weiteren Diagnosen im psychiatrischen Fachgebiet ausgewiesen sind (act. II 110/15), liegen auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten vor. Vorliegend sind keine gewichtigen Gründe ersichtlich, welche gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung schliessen liessen. Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann, ist von einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228).
Ob dabei aber ein verselbstständigter Gesundheitsschaden vorliegt, ist im Rahmen des mit BGE 141 V 281 eingeführten strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, indem die betreffenden Umstände und ihre Entwicklung als Ressourcen oder Belastungsfaktoren in den Komplexen "Persönlichkeit" und "sozialer Kontext" (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 f.) bewertet werden (vgl. statt vieler: BGE 143 V 409 E. 4.5.2; Urteile 9C_10/2021 vom 15. Juni 2021 E. 3.3.1; 8C_559/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2; 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers verbietet sich somit ein direkter Rückschluss von der medizinischen Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit, selbst wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren ärztlich festgestellt sind. Demzufolge bleibt für die Anwendung des biopsychosozialen Krankheitsbegriffs auch in dieser spezifischen Konstellation kein Raum. Zudem darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass auf ein strukturiertes Beweisverfahren in Anbetracht der Verhältnismässigkeit auch ganz verzichtet werden kann, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Davon ist etwa auszugehen, wenn für eine länger andauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird, wobei allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert zukommt (BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 418 E. 7.1). Ernsthafte sachliche Gründe für eine Änderung dieser Rechtsprechung (zu den Voraussetzungen: BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1; 137 V 417 E. 2.2.2), wie sie der Beschwerdeführer fordert, sind nicht ersichtlich.
Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (vgl. E. 2.3 hiervor). Der beim Beschwerdeführer diagnostizierte Gesundheitsschaden stellt keine schwere psychische Störung dar, attestierte doch nicht einmal die behandelnde Ärztin Dr. med. E.________ – notabene keine psychiatrische Fachärztin – eine schwer ausgeprägte Störung (act. II 37/6). Zudem liegen auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten vor (vgl. E. 2.3 hiervor). Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält (Beschwerdeantwort S. 2 C./Rz. 9), ist mangels Medikation und nur alle zwei Monate stattfindender Behandlungen bei einer Nichtfachärztin von einem erheblichen therapeutischen Potential auszugehen (vgl. E. 2.3 hiervor). Gewichtige Gründe, welche gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung schliessen liessen, sind vorliegend keine ersichtlich. Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähigkeit im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. E. 4.3 hiervor), ist von einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228). In der Folge besteht mangels invalidisierendem Gesundheitsschaden kein Rentenanspruch. Somit erübrigen sich auch Weiterungen zu einem Einkommensvergleich und zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit bei fortgeschrittenem Alter (vgl. Beschwerde S. 10 ff. IV./Ziff. 8 und 9).

N443.Fingierter 100%-Arbeitsgrad und Extrapolation

Bei der Festlegung eines fingierten bzw. fiktiven Beschäftigungsgrads ist auf den zuletzt zumutbaren tatsächlichen Arbeitsgrad abzustellen. Soweit sachgerecht, kann fingiert werden, die versicherte Person habe durchgehend mit 100% gearbeitet; dies schliesst die Extrapolation eines Teilzeitlohns auf Vollzeit ein, um das zumutbar erzielbare Invalideneinkommen zu bestimmen.

Eine versicherte Person, die im fiktiven Gesundheitsfall mit einem Beschäftigungsgrad von weit über den berufsüblichen 100% arbeiten würde und nun wegen einer Gesundheitsbeeinträchtigung gezwungen wäre, nur noch mit einem Beschäftigungsgrad von 100% zu arbeiten, wäre nämlich in einem erheblichen Ausmass arbeitsunfähig. Die versicherte Person hingegen, die im fiktiven Gesundheitsfall "nur" mit einem Beschäftigungsgrad von 100% arbeiten würde, obwohl ihr ein deutlich höherer Beschäftigungsgrad möglich wäre, könnte nicht arbeitsunfähig sein, auch wenn eine Gesundheitsbeeinträchtigung es ihr verunmöglichen würde, den Beschäftigungsgrad auf deutlich mehr als 100% heraufzusetzen, der bisherige Beschäftigungsgrad von 100% aber immer noch zumutbar wäre. Deshalb muss fingiert werden, dass die Beschwerdeführerin durchgehend nur mit einem Beschäftigungsgrad von 100% gearbeitet hat. Sie ist deshalb seit dem Jahr 2017 zu 25% arbeitsunfähig. Damit sind die Anspruchsvoraussetzungen einer mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; sog. Wartejahr) und einer anschliessenden Invalidität von mindestens 40% nicht erfüllt. Im Übrigen wäre selbst bei einer Erfüllung des Wartejahres keine rentenauslösende Invalidität gegeben. Die Beschwerdeführerin hat keine Berufsausbildung absolviert und ist zuletzt hauptsächlich als Reinigungskraft/Allrounderin und zusätzlich (noch) als Chauffeuse tätig gewesen. Die Validenkarriere der Beschwerdeführerin besteht also in der Verrichtung von Hilfsarbeiten. Die Akten enthalten keine Hinweise auf eine (erheblich) über- oder unterdurchschnittliche Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung. Die Validenkarriere besteht deshalb in der Ausübung einer durchschnittlich entlöhnten Hilfsarbeit bei einem Beschäftigungsgrad von 100%. Auch die Invalidenkarriere besteht in der (zumutbaren) Verrichtung einer solchen Hilfsarbeit. Der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens würde dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne und damit dem Valideneinkommen entsprechen.
Les décisions des offices AI cantonaux peuvent directement faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du siège de l’office concerné (art. 56 al. 1 LPGA et art. 69 al. 1 let. a LAI), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé auprès du tribunal compétent en temps utile compte tenu des féries (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36] et 38 al. 4 let. a LPGA) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le litige porte sur le droit de la recourante à des prestations de l’assurance-invalidité, singulièrement à une rente d’invalidité. 3. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). b) Pour les personnes qui exercent une activité lucrative à temps partiel ou travaillent sans être rémunérées dans l’entreprise de leur conjoint, d’une part, et qui accomplissent par ailleurs des travaux habituels aux sens des art. 8 al. 3 LPGA et 28a al. 2 LAI, d’autre part, il convient d’abord de déterminer quelle part de son temps, exprimée en pourcentage, l’assuré aurait consacrée à l’exercice de son activité lucrative ou à l’entreprise de son conjoint, sans atteinte à la santé, et quelle part de son temps il aurait consacrée à ses travaux habituels. Le taux d’invalidité en lien avec l’exercice de l’activité lucrative ou de l’activité dans l’entreprise du conjoint est établi conformément aux art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI (comparaison des revenus), étant toutefois précisé que le revenu que l’assuré aurait pu obtenir de cette activité à temps partiel est extrapolé pour la même activité exercée à plein temps. Le taux d’invalidité pour la part de son temps consacrée par l’assuré à ses travaux habituels est établi conformément aux art.

N444.Beweiskraft administrativer Gutachten

Administrativgutachten kommt in der Regel erhebliche Beweiskraft zu; sie bleiben tragend, sofern nachgereichte Unterlagen oder Stellungnahmen behandelnder Ärzte nicht ernsthafte Hinweise auf neue oder wesentliche medizinische Sachverhalte liefern, die im Gutachten unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären.

Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2024 Art. 28 IVG, Invalidenrente. Die abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den behandelnden Psychiater vermag keine Zweifel an der im Administrativverfahren zuvor eingeholten externen gutachterlichen Einschätzung zu erwecken. Unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht besteht auch keine rentenbegründende Einschränkung im Haushaltsbereich. Es besteht kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 4. März 2024, IV 2023/50). Entscheid vom 4. März 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn (Vorsitz), Christiane Gallati-Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler Geschäftsnr. IV 2023/50 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Dorfstrasse 33, 9313 Muolen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2023 Art. 28 IVG. Beurteilung des RAD als beweiskräftig erachtet. Festlegung der Arbeitsfähigkeit. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch, Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2023, IV 2022/195). Entscheid vom 30. November 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2022/195 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 17.10.2022 Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a IVG. Beweiskraft des Administrativgutachtens bejaht. Die nachgereichten medizinischen Unterlagen vermögen keine ernsthaften Zweifel am Gutachten zu erwecken. Ist der medizinische
Entscheid Versicherungsgericht, 28.07.2022 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Administrativgutachten. Beweiskraft der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad im Rahmen eines Prozentvergleichs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Juli 2022, IV 2021/190). Entscheid vom 28. Juli 2022 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/190 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Soziale Dienste B.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 22.01.2021 Art. 28 IVG. Die Einschätzung der behandelnden Fachärzte vermag an einem schlüssigen Administrativgutachten keine Zweifel zu erwecken, wenn die Behandler nicht auf wesentliche medizinischen Tatsachen hinweisen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Januar 2021, IV 2018/339). Entscheid vom 22. Januar 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren Geschäftsnr. IV 2018/339 Parteien A.___ Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand IV-Leistungen

N445.Erhebliche Tatsachenänderung als Revisionsgrund

Revisionsgrund: Eine Rentenrevision ist gegeben, wenn sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Zusprechung der Rente in einer für den Invaliditätsgrad wesentlichen (erheblichen) Weise geändert haben, sodass sich der Anspruch (Viertel-, Halb-, Dreiviertel- oder ganze Rente nach Art. 28 Abs. 2 IVG) voraussichtlich verändert. Dagegen genügt eine lediglich unterschiedliche Beurteilung unveränderter Verhältnisse nicht als Revisionsgrund.

Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; materielle Revision). Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen; Urteile 9C_212/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 4.4.1; 9C_434/2020 vom 10. Juni 2021 E. 2). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E.
Die so berechnete prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrades, den die Person hätte, wenn sie nicht invalide geworden wäre, gewichtet (lit. b). 4.1 Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Dezember 2017 ist für zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung laufende Dreiviertelsrenten, halbe Renten und Viertelsrenten, die in Anwendung der gemischten Methode zugesprochen wurden, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Änderung eine Revision einzuleiten. Auslöser der Revision sind somit die geänderten Rechtsgrundlagen ab 1. Januar 2018 in Bezug auf die Berechnungsart der gemischten Methode. Darüber hinaus sind laufende Invalidenrenten nach Art. 17 ATSG für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreiviertelsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist zu berücksichtigen, dass weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt, um auf einen geänderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts vom 26. April 2023, 8C_586/2022, E. 3.2 mit Hinweisen). Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden. Umgekehrt ist – bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand – eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13.
Toute modification des circonstances factuelles ne constitue pas un motif de révision. Aux termes de la loi, la modification doit être « notable » (« erheblich »), c’est-à-dire qu’elle doit être susceptible de conduire à une évaluation différente du taux d’invalidité dans une mesure qui influence le droit à la rente d’invalidité (ATF 130 V 343 consid, 3.5, arrêt du Tribunal fédéral 9C_223/2011 consid. 3.2). Dans l’assurance-invalidité, tout changement de l’état de fait qui conduit à un taux d’invalidité justifiant l’application d’un échelon différent (inférieur ou supérieur) de rente (cf. art. 28 al. 2 LAI) est en principe considéré comme notable ; une faible modification du degré d’invalidité (de 2 %) peut dès lors conduire à une révision si elle entraîne le passage à un échelon autre que celui établi initialement (p. ex. une baisse de 41 % à 39 %). Toutefois, le changement en cause doit avoir trait aux circonstances (personnelles ou économiques) liées spécifiquement à la personne assurée ; une modification peu importante des données statistiques sur lesquelles se fonde le ou les revenus déterminants devant être comparés pour évaluer le taux d’invalidité ne conduit pas à une révision de la rente d’invalidité, même si elle entraîne le passage à un échelon de rente différent (ATF 133 V 545). Cela vaut aussi lorsqu’il existe un motif particulier pour la révision (p. ex. cessation de l’activité lucrative), mais que le changement du taux d’invalidité est dû uniquement à une modification mineure du revenu statistique déterminant (arrêt du Tribunal fédéral 9C_8/2010 du 19 mars 2010). Lorsque la comparaison des états de fait déterminants dans le temps met en évidence une modification des circonstances pertinentes, le droit à la rente doit être examiné à nouveau sous tous ses aspects factuels et juridiques (« allseitige Prüfung »), sans que des évaluations antérieures ne revêtent un caractère obligatoire.

N446.Zumutbare Familienhilfe bei Haushaltsarbeit

Bei im Haushalt tätigen Versicherten ist bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die zumutbare Mithilfe der übrigen Familienangehörigen zu berücksichtigen. Massgeblich sind die im Haushalt spezifisch anfallenden Arbeiten sowie deren Gewichtung und Häufigkeit, die konkrete Aufgabenteilung, der erhöhte Pausenbedarf sowie die zumutbare gelegentliche Hilfe durch Familienmitglieder. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht ist es der versicherten Person zumutbar, Arbeitseinteilung und in üblicherem Umfang familieninterne Mithilfe in Anspruch zu nehmen; diese Umstände können den für einen Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsgrad beeinflussen.

Des Weiteren berücksichtigt die ärztliche Einschätzung durch Dr. Z.___ die zumutbare Mithilfe der Familienangehörigen nicht. Dies ist jedoch auch nicht Aufgabe der ärztlichen Beurteilung.     Für die bei der Bemessung des Invaliditätsgrades massgebende Einschränkung im Haushaltsbereich sind auch die im Haushalt der versicherten Person spezifisch anfallenden Arbeiten (und deren Gewichtung beziehungsweise Häufigkeit) und die Aufgabenteilung in der Familie respektive vor allem die zumutbare Mithilfe der übrigen Familienmitglieder von Belang.     Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.
% (= 50 x 25 %).     Damit im Gesamtergebnis ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) resultiert, müsste im Haushaltsbereich ein gewichteter Invaliditätsgrad von rund 27 % ausgewiesen sein; dementsprechend müsste im mit 50 % gewichteten Haushaltsbereich eine Invalidität von mehr als 50 % vorliegen. Es bestehen aber nur geringe körperliche Einschränkungen, der Beschwerdeführerin sind leichte bis mittelschwere Tätigkeiten - wie sie in einem üblichen Haushalt hauptsächlich vorkommen - bis auf längere rückenbelastenden Arbeitspositionen voll zumutbar. Die Beschwerdeführerin schilderte denn auch, sie könne den Haushalt mit gelegentlicher Hilfe ihrer mittleren Tochter beim Putzen des Bades und bei groben Reinigungsarbeiten sowie mit eingeschobenen Pausen selbständig ausüben (Urk. 9/76/54). Es ist der Beschwerdeführerin dabei zumutbar, den erhöhten Pausenbedarf durch eine angepasste Arbeitsaufteilung und durch die gelegentliche Hilfe der Tochter aufzufangen. Eine Invalidität von mehr als 50 % im Haushaltsbereich wird daher offensichtlich nicht erreicht und daraus folgernd entsteht auch kein Rentenanspruch.

N447.Rückwirkende Zusprechung und Aufhebung

Bei rückwirkend zugesprochenen befristeten oder abgestuften Invalidenrenten umfasst die Verfügung sowohl die Zusprechung der Leistung als auch deren Aufhebung oder Herabsetzung; sie bildet damit gesamthaft den Anfechtungs- und Streitgegenstand. Für die Beurteilung, ob ein Revisionsgrund vorliegt, ist der Vergleich des Sachverhalts zum Zeitpunkt der Rentenzusprechung bzw. des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung oder Herabsetzung massgeblich (analoge Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 4.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.5 Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 1 ATSG) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 8C_534/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 130 V 343 E.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).     Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben.
Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.4 Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 1 ATSG) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 festzusetzen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 8C_534/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 130 V 343 E.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).     Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben.
voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). 3.2. Vorliegend meldete sich die Beschwerdeführerin im Februar 2020 erneut bei der Beschwerdegegnerin an. Unter Berücksichtigung der damals geltenden Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG könnte ein allfälliger Rentenanspruch im August 2020 entstanden sein (vgl. Verfügung vom 3. April 2023, IV-Akte 129, vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand 1. Juli 2023, Rz 9100 ff.). Demgemäss sind vorliegend die altrechtlichen Bestimmungen in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anzuwend- en. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 4. 4.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 4.2. Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisionsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9, 10, E. 2.3; BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1 mit Hinweis). 4.3. Wird, wie vorliegend, rückwirkend eine befristete Rente zugesprochen, sind die revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 17 ATSG und Art. 88a IVV auf die Änderung des Anspruchs anwendbar (BGE 140 V 207, 211 E. 4.1 und BGE 109 V 12, 126 E. 4a). Es ist demnach zu beurteilen, ob sich der zunächst für eine bestimmte Dauer bejahte rentenbegründende Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin ab einem bestimmten Zeitpunkt – vorliegend ab November 2021 – in einem derartigen Ausmass verändert hat, dass ein verminderter respektive kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht.
Die Testungen und Symptomvalidierungsverfahren seien auf heterosexuelle Menschen ausgerichtet und könnten das Empfinden einer homosexuellen Person kaum genügend abbilden. Der Gutachter habe sich ferner mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte kaum auseinandergesetzt. Nach Ansicht seiner behandelnden Ärzte lägen nebst einer Persönlichkeitsstörung auch somatische Krankheitsbilder mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 2.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Frage, ob der angefochtene Rentenentscheid der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers gerecht wird. Dabei interessiert insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per Dezember 2020 von einem verbesserten Gesundheitszustand ausgeht. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach den vorliegend anwendbaren Bestimmungen des IVG Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf ein Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente sind nach der Rechtsprechung die Revisionsbestimmungen (vgl. dazu Art. 17 Abs. 1 ATSG) analog anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1; 133 V 263, 263 E. 6.1 mit Hinweisen; 109 V 125, 127 E. 4a). Diese sehen vor, dass eine Rente entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben wird, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person revidierbar. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder Rentenaufhebung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (Urteil BGer 8C_87/2009 vom 16.

N448.Relevanz früher Gutachtenstichtage

Bei der Feststellung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit bzw. des Wartejahrs kann die Verwaltung auf frühere Gutachtenstichtage abstellen. Dagegen sind Zeitpunkte, die vor dem für den IV‑rentenanspruch massgeblichen Zeitraum liegen, für den Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht relevant; entsprechende Feststellungen entfalten für andere Rechtsgebiete (z. B. berufsvorsorgerechtliche Ansprüche) nicht ohne Weiteres Bindungswirkung.

Die Beschwerdegegnerin stellte für die Berechnung des Wartejahrs nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG neben den Abschlussbeurteilungen des RAD Ostschweiz vom 19. September 2023 und 6. August 2024 (IV-act. 149 S. 16) insbesondere auf das bidisziplinäre (allgemeininternistische und psychiatrische) estimed-Gutachten vom 5. September 2023 (IV-act. 89) und das psychiatrische Gutachten der Gutachterin G. vom 4. August 2024 (IV-act. 139) ab. Betreffend Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wird im estimed-Gutachten vom 5. September 2023 festgehalten, dass der Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachmann zu 100 % arbeitsfähig ist, wobei diese Einschätzung gemäss der Beurteilung des RAD Ostschweiz mit Blick auf den Bericht des Augenzentrums H. vom 1. Dezember 2022 (IV-act. 61) seit dem 30. November 2022 Gültigkeit beanspruchen kann. Im Gutachten der Gutachterin G. vom 4. August 2024 wird festgehalten, dass es im Anschluss an die estimed-Begutachtung, d.h. konkret ab dem 23. August 2023 (gemäss psychiatrischem Bericht von Dr.
Mai 2019 fest (IV-act. 201 ff.). Gegen diesen Vorbescheid hat sich die Beklagte 2 mit ihrem Einwand vom 27. Oktober 2021 zur Wehr gesetzt und beantragt, dass der Beginn der Arbeitsunfähigkeit und der Beginn der allfälligen Wartefrist auf einen Zeitpunkt vor dem 17. Januar 2019, sprich auf einen Zeitpunkt vor der versicherungsrechtlichen Unterstellung des Klägers bei ihr, zu legen seien (IV-act. 206). Aufgrund dieses Einwandes hat die IV-Stelle den Beginn des Wartejahres neu überprüft und in der unangefochten rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 12. April 2022 auf den 1. Juli 2018 festgelegt (IV-act. 214 ff.). Die IV-Stelle hatte sich aufgrund des Einwandes der Beklagten 2 zwar ausdrücklich mit dem Beginn des Wartejahres auseinandergesetzt. Aufgrund der erst am 18. November 2019 erfolgten (Wieder‑)Anmeldung (IV-act. 111) konnte eine Rentenzusprache in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG jedoch ohnehin frühestens per 1. Mai 2020 erfolgen. Mithin war für die Prüfung des Rentenanspruchs aufgrund von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einzig relevant, ob der Kläger spätestens ab dem 31. Mai 2019 (ein Jahr vor dem frühestmöglichen Rentenbeginn [vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i. V. m. Art. 29 Abs. 1 IVG]) in einem anspruchsbegründenden Umfang arbeitsunfähig war. Ob davor bereits eine Arbeitsunfähigkeit vorlag und gegebenenfalls seit wann und in welchem Umfang, war für den IV-rechtlichen Rentenanspruch hingegen nicht massgebend. Die aufgrund der Einwände der Beklagten 2 erfolgte Prüfung und Festlegung eines früheren Eintritts der Arbeitsunfähigkeit durch die IV-Stelle kann somit für die Beurteilung der berufsvorsorgerechtlichen Ansprüche des Klägers keine Bindungswirkung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entfalten (vgl. dazu auch die Urteile des Bundesgerichts vom 29. Juni 2016, 8C_180/2016, E. 3, und vom 16. Dezember 2016, 9C_896/2015, E. 4.2, je mit Hinweisen), zumal ohnehin davon auszugehen ist, dass der Kläger – mangels Aussicht auf einen allfälligen früheren Rentenanspruch – kein rechtlich schützenswertes Interesse an der Anfechtung dieser Feststellung gehabt hätte.

N449.Retrospektive medizinische Feststellungen und Einkommensvergleich

Retrospektive medizinische Feststellungen (z.B. Atteste, tagesklinische Behandlung) können bei der Festlegung des hypothetischen Beginns des Rentenanspruchs berücksichtigt werden. Ist dadurch ein früherer massgebender Beginn zu bejahen, ist der Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt vorzunehmen.

Unter Berücksichtigung der Anmeldung zum Leistungsbezug im Mai 2022 (AB 1) und der daraus folgenden Karenzfrist (E. 2.3 hiervor) ist von einem frühestmöglichen Rentenbeginn ab dem 1. November 2022 auszugehen. Die einjährige Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) war in diesem Zeitpunkt ebenfalls erfüllt (AB 114.1/15 f.). Hinsichtlich des Beginns der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit verwies der Sachverständige Dr. med. L.________ auf die Atteste der behandelnden Fachärzte (AB 114.1/15 Ziff. 4.6, 114.3/23 Ziff. 8.1), mithin ist diesbezüglich retrospektiv allenfalls bereits seit der tagesklinischen Behandlung ab August 2019 im Spital R.______, jedenfalls aber seit Sommer 2021 von einer massgebenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. AB 3, 14/14-16, 17/3, 30/4, 31/2, 38, 48). Folglich ist der Einkommensvergleich per November 2022 vorzunehmen ist.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung der ab Juli 2018 attestierten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (AB 4) und der Anmeldung im Oktober 2018 (AB 1) fällt der frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Wartezeit) i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Karenzfrist von sechs Monaten) auf Juli
Die Ärzte attestierten ab 15. April 2020 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. II 1/3 Ziff. 4.4, 11/8, 21/2 Ziff. 1.3,). Nach der Anmeldung vom 24. Juni 2020 (ohne Unterschrift; act. 1/7) bzw. 1. Juli 2020 (mit Unterschrift; act. II 6/8) sowie unter Berücksichtigung des Ablaufs der Wartezeit und Karenzfrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 2 IVG) ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Einkommensvergleich per April 2021 vornahm (vgl. act. II 57/6 Ziff. 5.2).

N450.Beitragszeiten und Mindestbeitragsdauer

Bei der Prüfung des Anspruchs sind die massgeblichen Beitragszeiten für die Rentenberechnung zu berücksichtigen. Kumulativ ist zudem die in Art. 36 Abs. 1 IVG geforderte Mindestbeitragsdauer zu prüfen: beim Eintritt der Invalidität müssen mindestens drei Jahre Beiträge geleistet worden sein, davon mindestens ein Jahr AHV/IV-Beiträge in der Schweiz.

Le juge n'entre donc pas en matière, sauf exception, sur des conclusions qui vont au-delà de l'objet de la contestation. L'objet du litige dans la procédure de recours est le rapport juridique réglé dans la décision attaquée, dans la mesure où - d'après les conclusions du recours - il est remis en question par la partie recourante (ATF 144 II 359 consid. 4.3 et 136 V 362 consid. 3). 3.2 En l'espèce, l'objet de la contestation, tel qu'il a été circonscrit dans la décision attaquée du 11 mai 2022, porte sur le versement, en faveur du recourant, d'une rente d'invalidité dès le 1er juin 2019. Dans ce contexte, le recourant remet toutefois uniquement en cause la durée de cotisation retenue par l'OAIE pour calculer la rente en question et se borne à reprocher à l'autorité précédente de ne pas avoir pris en compte à cet égard les périodes de cotisation accomplies en France. Aussi le litige porte-il uniquement sur cet aspect, le droit à la rente ayant au demeurant été admise par l'arrêt entré en force du Tribunal canton C._______ du 25 novembre 2021. 4. 4.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c) ; en sus, l'assuré doit compter au moins trois années de cotisations lors de la survenance de l'invalidité (art. 36 al. 1 LAI). 4.2 En vertu de l'art. 36 al. 2 LAI, les dispositions de la LAVS sont applicables par analogie au calcul des rentes ordinaires. Ainsi, suivant l'art. 29bis al. 1 LAVS, le calcul de la rente est déterminé par les années de cotisations, les revenus provenant d'une activité lucrative ainsi que les bonifications pour tâches éducatives ou pour tâches d'assistance entre le 1er janvier qui suit la date où l'ayant droit a eu 20 ans révolus et le 31 décembre qui précède la réalisation du risque assuré (âge de la retraite ou du décès).
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Zusätzlich kumulativ zu erfüllende Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass der Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (davon mindestens ein Jahr AHV/IV-Beiträge in der Schweiz), was vorliegend unbestritten der Fall ist (Art.

N451.Medizinische Berichte zur Arbeitsfähigkeit

Für die Beurteilung im Sinne von Art. 28 Abs. 1bis IVG sind medizinische Berichte erforderlich, die den Gesundheitszustand und die daraus resultierenden funktionalen Einschränkungen sowie die für die Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit massgeblichen Tätigkeiten ausweisen. Solche Angaben sind nützlich, um festzustellen, welche Eingliederungsmassnahmen noch zumutbar sind oder bereits in Betracht gezogen werden können. Zusätzlich ist aus arbeitsrechtlicher Perspektive relevant, ob sich eine Leistungseinbusse objektiv feststellen lässt (z. B. dokumentierte Leistungsminderung, Abmahnung oder überdurchschnittliche krankheitsbedingte Absenzen).

L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 7. 7.1 Pour pouvoir déterminer la capacité de travail médico-théorique et évaluer l'invalidité de la personne concernée, l'administration, ou le tribunal en cas de recours, a besoin de documents que le médecin ou éventuellement d'autres spécialistes doivent lui fournir (ATF 117 V 282 consid. 4a) et sur lesquels elle s'appuiera, sous peine de violer le principe inquisitoire (arrêt du TF 8C_623/2012 du 6 décembre 2012 consid. 1). Le Tribunal fédéral a jugé que les données fournies par les médecins constituent un élément utile pour apprécier les conséquences fonctionnelles de l'atteinte à la santé, quand bien même la notion d'invalidité est de nature économique/juridique et non médicale. Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler, compte tenu de ses limitations (ATF 143 V 418 consid.
1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. Une rente au sens de l'art. 28 al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Par incapacité de travail au sens de l'art. 28 al. 1 let. b LAI, on entend la perte ou la diminution du rendement fonctionnel dans la profession habituelle ou le champ d'activité habituel. Il doit apparaître du point de vue du droit du travail que la personne assurée a perdu de sa capacité de rendement, ainsi notamment par une diminution de ses prestations avec une constatation en ce sens ou même un avertissement de l'employeur, ou par des absences au travail accrues, sortant de l'ordinaire et conditionnées par la maladie. Une incapacité de travail médicale théorique, qui n'est fixée rétroactivement qu'après des années sans que l'ancien employeur ait remarqué une diminution de capacité, ne suffit pas (SVR 2008 IV n° 11 c. 5.1). A l'inverse, une prestation dans l'activité professionnelle fournie avec un rendement seulement réduit par rapport à celui d'une personne en bonne santé ne s'avère en règle générale pas non plus suffisante pour admettre, à elle seule, une incapacité de travail au sens de la loi.
Par ce biais, l’on tient dès lors compte des possibles interactions entre les troubles qui se manifestent sur les plans physique et psychique et l’environnement social, même si cela doit être compris de manière nettement moins étendue que dans le modèle bio-psychosocial constituant une conception souvent défendue par la médecine moderne (SVR 2008 IV n° 62 c. 4.2). 2.5 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 2.6 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.7 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre. En particulier, le juge ne saurait statuer, en présence de rapports médicaux contradictoires, sans avoir examiné l'ensemble des preuves disponibles et sans indiquer les motifs qui le conduisent à retenir un avis médical plutôt qu'un autre (ATF 143 V 124 c.

N452.Bindungswirkung gegenüber Vorsorgeeinrichtungen

Sind die Vorsorgeeinrichtung in das Vorbescheidverfahren einbezogen worden und wurde ihr der Rentenentscheid eröffnet, können die für den Rentenanspruch entscheidenden Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe gegenüber der Vorsorgeeinrichtung Bindungswirkung entfalten. Dabei beschränkt sich die Verbindlichkeit auf solche Feststellungen, die für die Beurteilung von Art. 28 Abs. 1 IVG (insbesondere zur Invaliditätsbemessung und zum Rentenbeginn) rechtserheblich sind; unter bestimmten Umständen können jedoch die für die Vorsorgeeinrichtung massgebenden zeitlichen Anknüpfungspunkte von den IV-rechtlichen Zeitpunkten abweichen.

Die Beschwerdeführerin wurde ins Vorbescheidverfahren einbezogen (Urk. 8/85, 93) und ihr wurde der Rentenentscheid eröffnet (Urk. 2). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach dessen Geltendmachung (Art. 29 Abs. 1 IVG) und setzt voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Der Beigeladene hatte sich am 27. Mai 2021 zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/4). In Übereinstimmung mit den Akten der Krankentaggeldversicherung legte die IV-Stelle den Beginn des Wartejahres auf den 4. Januar 2021 fest (Urk. 8/82/7, Urk. 14/24-25); mithin erfolgte die Anmeldung des Beigeladenen aus IV-rechtlicher Sicht nicht verspätet und er stand im fraglichen Zeitraum in einem Vorsorgeverhältnis mit der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 2; Arbeitgeberbescheinigung Urk. 8/35, Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 3. Januar 2023 durch Konkurseröffnung, Urk. 8/55).     Damit kommt der Invaliditätsbemessung und der Festlegung des Rentenbeginns durch die IV-Stelle grundsätzlich Bindungswirkung für die Beschwerdeführerin zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_315/2013 vom 27. Oktober 2013 E. 3.1), was zu ihrer Beschwerdelegitimation im vorliegenden Verfahren führt.
Die Beschwerdeführerinnen wurden ins Vorbescheidverfahren einbezogen (vgl. Urk. 7/235) und ihnen wurden die Rentenentscheide eröffnet (Urk. 2, Urk. 16/2). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach dessen Geltendmachung (Art. 29 Abs. 1 IVG) und setzt voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % in der angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Der Versicherte hatte sich am 23. Mai 2008 zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 7/1); die das Wartejahr eröffnende Arbeitsunfähigkeit legte die Beschwerdegegnerin auf den 1. Dezember 2006 fest (Urk. 7/30/6, 7/233/13). Im fraglichen Zeitraum stand der Versicherte in einem Vorsorgeverhältnis mit den Beschwerdeführerinnen (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 6 und Urk. 7/1/4 f., 7/7/5).     Damit kommt der Invaliditätsbemessung und der Festlegung des Rentenbeginns durch die IV-Stelle Bindungswirkung für die Beschwerdeführerinnen zu, weshalb deren Beschwerdelegitimation vorliegend zu bejahen ist. Dies wird im Übrigen auch weder von der Beschwerdegegnerin noch vom Beigeladenen in Frage gestellt.
Anders als die Einwände in der Beschwerde suggerieren, ist der Umstand, dass ein Entscheid der IV-Stelle unter gegebenen Voraussetzungen für die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge verbindlich ist, nicht Ausdruck einer bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Vielmehr ist die grundsätzliche (Urteil 9C_340/2016 vom 21. November 2016 E. 5.1) Orientierung an den entscheidenden Feststellungen der Organe der Invalidenversicherung (vgl. E. 2.2 hievor) in den Art. 23 ff. BVG positivrechtlich ausdrücklich verankert (Urteil 9C_414/2007 vom 25. Juli 2008 E. 2.2 mit Hinweis u.a. auf BGE 115 V 208, 215 und 118 V 35 E. 2 f.; vgl. auch die von der Beschwerdeführerin zitierte E. 3.1 von BGE 130 V 270). Sind die Voraussetzungen für eine Bindungswirkung gegeben, schliesst dies freilich nicht aus, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Beginn der Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und der im Sinne von Art. 23 lit. a BVG massgebende Zeitpunkt dennoch auseinanderfallen können. Zu denken ist etwa an einen Sachverhalt, bei dem ein Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit nur so lange gedauert hat, dass die Schwelle der Wesentlichkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29ter IVV überschritten ist (vgl. dazu Urteil 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4 mit Hinweisen), nicht aber auch jene zum Unterbruch des zeitlichen Konnexes (vgl. dazu BGE 144 V 58 E. 4.4).

N453.Referenzzeitpunkt und rückwirkende Rentenrevisionen

Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung ist die zuletzt eröffnete rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (d.h. rechtskonforme Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und – bei Anhaltspunkten für geänderte erwerbliche Auswirkungen – Einkommensvergleich). Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente sind die für Rentenrevisionen geltenden Regeln (Art. 17 ATSG) in Verbindung mit Art. 88a IVV analog anzuwenden.

Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 140 V 41, 44 E. 6.3.1 mit Hinweisen) sind die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 2. 2.1. Die Parteien sind der Ansicht, dass die im September 2019 diagnostizierte seronegative rheumatoide Arthritis als wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zu qualifizieren sei, weshalb weitere Abklärungen notwendig seien. 2.2. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob eine abklärungsbedürftige wesentliche Veränderung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin zu bejahen ist. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisionsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9, 10, E. 2.3; BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1 mit Hinweis). 3.3. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bei einer Rentenrevision bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 147 V 167, 169 E.
Insbesondere ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin genügend abgeklärt hat. 3. 3.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen sind der Beurteilung einer Sache jene Rechtsnormen zugrunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 144 V 201, 213 E. 4.3.1, BGE 140 V 41, 44, E 6.3.1 mit Hinweisen sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_250/2022 vom 8. November 2022 E. 4.1. mit Hinweisen). Demnach sind vorliegend die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.3. Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9 E. 2 S. 10 f., BGE 134 V 131 E. 3 S. 132 und BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 f. mit Hinweisen). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b S. 372). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3, BGE 115, V 308, 313 E. 4a/bb, BGE 112 V 371, 372 E. 2b, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 E.
Diese Frage muss aber – wie sich nachfolgend zeigen wird – an dieser Stelle nicht abschliessend beurteilt werden. 2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Beurteilung des Leistungsbegehrens wesentlich verändert haben. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2. Mai 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen unveränderten tatsächlichen Verhältnissen alleine führt nicht zu einer materiellen Revision.
Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse in Kraft getreten (AS 2021 705; BBl 2017 2535). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364, 370 E. 7.1; 144 V 210, 213 E. 4.3.1). Bei Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG finden die Bestimmungen des IVG und der IVV [Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961, SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung, sofern die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 eintrat. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Vorliegend liegt die potentiell massgebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vor dem 1. Januar 2022; damit ist das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht anwendbar. 3.2. Eine versicherte Person hat gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis). 1.5    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4    Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis). 1.5    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E.

N454.Rentenstaffelung nach wirtschaftlicher Erwerbsminderung

Die Rentenhöhen sind gestaffelt: bei mindestens 40 % Invalidität ein Viertelrente, bei mindestens 50 % eine Halbrente, bei mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % eine ganze Rente. Massgeblich für die Bestimmung des Invaliditätsgrades ist die wirtschaftliche Erwerbsminderung nach Durchführung der medizinischen Behandlung und zumutbarer Eingliederungsmassnahmen (Vergleich des hypothetischen Erwerbseinkommens ohne Invalidität mit dem erzielbaren Erwerbseinkommen nach Invalidität).

4 ; arrêt du TF 9C_465/2022 du 1er mars 2023 consid. 5.5). 4.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c) ; en sus, l'assuré doit compter au moins trois années de cotisations lors de la survenance de l'invalidité (art. 36 al. 1 LAI). La rente est échelonnée comme suit selon le taux d'invalidité : un taux d'invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente ; lorsque l'invalidité atteint 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente ; lorsqu'elle atteint 60% au moins, l'assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d'invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). Selon l'art. 29 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l'assuré (al. 1) ; la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (al. 3). 4.2 On entend par invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 LPGA et art. 4 al. 1 LAI). Selon l'art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Aussi le taux d'invalidité s'évalue-t-il en comparant le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Aux termes de l’art. 17 al. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée.
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 2.2.2 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff klar zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person leidet, und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). 2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 2.3.2 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt.

N455.Administrativgutachten: Aggravation, Simulation, Prognosen

Bei der Würdigung von Administrativgutachten im Zusammenhang mit Art. 28 IVG ist besondere Vorsicht geboten; Fragen der Aggravation oder Simulation sind ausdrücklich zu prüfen. Ebenso sind mögliche Verschlechterungsszenarien (Prognosen zur künftigen Entwicklung) sorgfältig zu prüfen und zu gewichten.

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2024 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines Administrativgutachtens. Aggravation bzw. Simulation (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2024, IV 2022/158). Entscheid vom 14. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2022/158 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N456.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Nach den in den Quellen dargestellten Voraussetzungen hat eine versicherte Person Anspruch auf eine Rente nach Art. 28 IVG, wenn sie während eines Jahres im Sinne der Rechtsprechung eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% geltend gemacht hat und am Ende dieses Jahres ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vorliegt. Die Rechtsprechung ordnet daraus die Rentenstaffel zu: 40% Invalidität → Viertelsrente, 50% → Halb­rente, 60% → Dreiviertelsrente, 70% → ganze Rente.

c) ; sa mise sous curatelle de portée générale (let. d) ; la cessation des fonctions en vertu desquelles l’une des parties agissait (let. e) ; le décès, la démission, la suspension ou la destitution de l’avocat ou du mandataire qualifié constitué (let. f). Aucune de ces conditions n’est réalisée en l’espèce, dès lors en particulier qu’il n’y a pas de procédure pendante qui pourrait avoir une incidence sur l’issue du présent litige, et que l’intimé n’a pas donné son accord à la suspension de la procédure. La requête de la recourante sera ainsi rejetée. 4.             La LAI a connu une novelle le 19 juin 2020, entrée en vigueur le 1er janvier 2022. Dans ce cadre, le système des quarts de rente jusque-là applicable a été remplacé par un système linéaire de rentes (Message concernant la modification de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité [Développement continu de l'assurance-invalidité], FF 2017 2442). Il convient en préambule de rappeler ce qui suit au sujet du droit applicable. 4.1 En vertu de l’art. 28 LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assuré a droit à une rente d’invalidité aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c) (al. 1). L’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à trois quarts de rente s’il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins (al. 2). L’art. 29 LAI dispose que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l’assuré (al.
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.

N457.Rentenbeginn nach neuem Gesuch

Bei einem neuen Gesuch ist der Beginn des Rentenanspruchs nicht automatisch mit dem Datum einer medizinischen Verschlechterung gesetzt. Das Gericht prüft den Anspruch im Vergleich zur letzten in Rechtskraft stehenden Verfügung; ein Anspruch kann daher frühestens ab dem Zeitpunkt entstehen, der sich aus der neuen Verfügung und den für Art. 28 Abs. 1 IVG massgeblichen Fristen (z. B. Ablauf der einjährigen Wartefrist bzw. — in den genannten Fällen — ab dem ersten Tag des sechsten Monats nach Eingang des neuen Gesuchs) ergibt.

2), si entre la décision de refus de prestations entrée en force et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, s'est produit (ATF 125 V 368 consid. 2 ; 133 V 108 et 130 V 71). 5.3 En l'espèce, l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande de la recourante et l'a rejetée (OAIE pce 225). Par conséquent, le Tribunal administratif fédéral doit déterminer, en se référant à la dernière décision entrée en force qui a été prise sur la base d'un examen matériel du droit de la recourante à une rente (à savoir la décision du 4 juin 2014) et en la comparant à la décision litigieuse du 18 novembre 2019, si la recourante remplit les conditions d'octroi d'une rente à compter, au plus tôt, du 1er mars 2016 (art. 29 al.1 LAI : cf. la nouvelle demande du 10 septembre 2015 [OAIE pce 27]; ATF 133 V 108 consid. 4.2 ; comp. ATF 140 V 2 consid. 5 et ATF 142 V 547 consid. 3). 6. 6.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c) ; en sus, l'assuré doit compter au moins trois années de cotisations lors de la survenance de l'invalidité (art. 36 al. 1 LAI). La rente est échelonnée comme suit selon le taux d'invalidité: un taux d'invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l'invalidité atteint 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente; lorsqu'elle atteint 60% au moins, l'assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d'invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). 6.2 On entend par invalidité l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art.
Les rapports auxquels se réfère le recourant restent par ailleurs insuffisants pour établir la capacité résiduelle de travail du recourant depuis cette date, de sorte qu’une instruction complémentaire, sous la forme d’une expertise bidisciplinaire, sera nécessaire sur ce point. d) Vu ce qui précède, il convient de constater, en particulier sur la base de l’expertise du Y.________ et son complément, que le recourant a présenté une péjoration de l’état de son dos et, dans le courant de l’année 2018, une péjoration de son état de santé psychique. Ces atteintes à la santé ont entraîné une incapacité totale de travail et de gain du 5 mars 2018 au 30 avril 2019. L’atteinte psychique s’est améliorée en début d’année 2019 déjà, mais l’incapacité de travail pour des motifs somatiques a perduré jusqu’au 30 avril 2019. Il existe une aggravation incapacitante de l’état de santé du recourant de nature à influencer négativement sa capacité de travail. La situation du recourant ne s’avère pas superposable à celle qui avait cours le 9 janvier 2017. Cela pourrait fonder le droit à une rente de l’assurance-invalidité dès l’échéance du délai d’attente d’une année prévu par l’art. 28 al. 1 LAI, soit dès le 1er mars 2019. Le droit n’a toutefois pris naissance que le premier jour du sixième mois après le dépôt de la nouvelle demande, soit le 1er avril 2019. L’état de santé du recourant s’est ensuite amélioré et était compatible avec l’exercice d’une activité adaptée, à un taux de 100 %, depuis le 1er mai 2019. L’intimé a procédé à une comparaison de revenus qui ne prête pas flanc à la critique. En particulier, il s’est fondé à juste titre, pour établir le revenu hypothétique sans invalidité (52'884 fr. 10), sur le revenu réalisé auprès du dernier employeur du recourant, en l’adaptant à l’évolution des salaires nominaux jusqu’en 2019 (cf. document « Calcul du salaire exigible » du 12 juin 2020 [pièce 202]). Le recourant conteste ce revenu hypothétique sans invalidité et soutient qu’il aurait réalisé, sans atteinte à la santé, un revenu annuel de 78'163 fr. 60 en 2019. Même en retenant ce montant et en le comparant au revenu hypothétique avec invalidité de 64'700 fr. 23 – lequel tient compte d’un abattement de 5 % qui n’ouvre pas le flanc à la critique –, il en résulterait une perte de revenu de 13'463 fr.

N458.Abklärungspflicht und Beweiswürdigung

Die Verwaltung hat im Verfahren einen inquisitorischen Untersuchungs- und Aufklärungsauftrag und muss die für die Beurteilung des Rentenanspruchs erforderlichen Tatsachen d’office so weit abklären, bis sie hinreichend festgestellt sind. Die Feststellung der Erwerbsfähigkeit stützt sich vorrangig auf die vorhandenen medizinischen Unterlagen; die Gerichte/Instanzen verfügen über einen weiten Spielraum in der Beweiswürdigung. Formmängel der Verfügung führen nicht automatisch zur Aufhebung der Bemessung, soweit die wesentlichen Entscheidgründe offengelegt sind.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). 3.3 Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt du Tribunal fédéral 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales (arrêt du Tribunal fédéral 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.1). À ce titre, l'art. 43 LPGA énonce que l'assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1).
2 Selon l’intimé, le SMR avait pris en compte tant l’évaluation faite par le médecin d’arrondissement de la SUVA que celles des médecins traitants du recourant pour déterminer sa capacité de travail et ses limitations fonctionnelles. Aucun élément médical objectivement vérifiable – de nature clinique ou diagnostique – qui aurait été ignoré dans le cadre de l’instruction et qui serait suffisamment pertinent pour remettre en cause le bien-fondé des conclusions du SMR et de l’intimé n’avait été apporté par le recourant. L’instruction permettait de statuer en pleine connaissance de cause sur son état de santé et sa capacité de travail, de sorte que la mise en œuvre de mesure d’investigations complémentaires était inutile. 4.2   4.2.1 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 4.2.2 Dans l'assurance-invalidité, l'invalidité est survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération. S'agissant de la détermination du droit à une rente d'invalidité, il faut ainsi examiner si les conditions de l'art. 28 al. 1 LAI sont remplies. Contrairement à l'assurance-invalidité, l'assurance-accidents est, quant à elle, chargée du traitement de l'atteinte à la santé (cf.
Zudem haben sich die Beschwerdegegnerin und ihr RAD sowohl mit den Einwänden als auch mit den von der Beschwerdeführerin eingereichten medizinischen Berichten befasst. In den Akten deutet nichts darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin Eingaben oder Vorbringen der Beschwerdeführerin ignoriert hätte. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist deshalb nicht auszumachen. In der Verfügungsbegründung ist die Beschwerdegegnerin zwar nicht explizit auf alle Vorbringen der Beschwerdeführerin eingegangen, aber dazu ist sie auch gar nicht verpflichtet gewesen. Die Begründungspflicht bezweckt nämlich ausschliesslich eine Offenlegung der wesentlichen Entscheidmotive beziehungsweise eine entsprechend fundierte Anfechtung einer Verfügung. Dieser Pflicht hat die Beschwerdegegnerin Genüge getan. Damit liegt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör noch eine Verletzung der Begründungspflicht vor. Die angefochtenen Verfügungen erweisen sich als formell korrekt.   Ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung besteht gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG, wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, wenn sie während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage durch eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit erzielen könnte, in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Die Beschwerdeführerin hat keine Berufsausbildung absolviert. Sie ist als Hilfsarbeiterin tätig gewesen. Ihre Validenkarriere besteht folglich in der Verrichtung einer typischen Hilfsarbeit, was bedeutet, dass das Valideneinkommen dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne entspricht.
L'acte attaqué cite les normes et la jurisprudence nécessaires à la résolution du litige, plus particulièrement celles portant sur la notion d'invalidité (art. 8 al. 1 LPGA et 4 LAI), le droit à la rente (art. 28 al. 1 LAI), les méthodes d'évaluation du degré d'invalidité (art. 16 LPGA, 28a LAI, 27bis al. 2 à 4 RAI; ATF 147 V 124 consid. 7; 144 I 28 consid. 2.3; 141 V 15 consid. 3.1 s.) ainsi que la maxime inquisitoire et ses limites (art. 43 et 61 let. c LPGA; ATF 145 V 90 consid. 3.2). Il suffit d'y renvoyer.

N459.Rückwirkende Rentenzusprechung trotz Eingliederung vor Rente

Wenn zumutbare Eingliederungsmassnahmen untauglich oder unzumutbar sind oder Abklärungen ergeben, dass Eingliederung nicht möglich ist, kann die IV-Rente auch rückwirkend zugesprochen werden. Das geltende Prinzip «Eingliederung vor Rente» bedeutet jedoch, dass eine Rente im Grundsatz erst nach Abklärung bzw. nach Beendigung entsprechender Massnahmen geprüft wird; das Vorhandensein vorübergehender Massnahmen schliesst eine Rückwirkung nicht automatisch aus, sofern Abklärungen die fehlende Eingliederungsfähigkeit ergeben.

Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (vgl. u.a. BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1; BGE 129 V 354, 356 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG sowie die des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. 3.2. 3.2.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG haben Anspruch auf eine IV-Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können. 3.2.2. Die IV-Stelle hat nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zuerst abzuklären, ob die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch im Grundsatz bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1. mit Hinweisen).
Im August 2020 ist es im Zusammenhang mit der neuen vollzeitigen Arbeitsstelle der Beschwerdeführerin zwar zu einer vorübergehenden Wiederaufnahme der beruflichen Massnahmen in Form eines Job Coachings gekommen (vgl. Urk. 7/149), insbesondere da die Beschwerdeführerin Bedenken bezüglich Pensums geäussert hatte (vgl. Urk. 7/144), welche sich nachträglich bewahrheiteten. Die Beschwerdeführerin hat eine Arbeitsstelle angetreten, die gemäss medizinischer Einschätzung des Gutachters nicht ihrem gesundheitlichen Zustand entsprochen hat (vgl. E. 3; Urk. 7/208 S. 32 f.). Soweit die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung den Rentenanspruch ab Februar 2021 prüfte (vgl. Urk. 2), ist sie darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Mitteilung vom 22. Januar 2021 lediglich um den Abschluss vorübergehender Eingliederungsmassnahmen handelte (vgl. Urk. 7/152). Formell abgeschlossen hat die Beschwerdegegnerin die beruflichen Massnahmen bereits mit Mitteilung vom 20. Juni 2019 (Urk. 7/111). Insofern ist erstellt, dass für den Zeitraum von Juni 2016 bis Juni 2019 gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG noch kein Rentenanspruch entstehen konnte. Hernach ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 60 % arbeitsunfähig war.
] nicht mehr zumutbar und seit März 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist (vgl. Beurteilung vom 22. Mai 2023 [IV-act. 80 S. 6]; siehe ferner die zahlreichen Arztzeugnisse von Dr. med. E. [IV-act. 18, 34 und 53] sowie die unfallversicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. I ._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 22. Februar 2023 [IV-act. 19 S. 4]). Das Wartejahr war somit am 1. September 2023 bereits erfüllt (wobei anzunehmen ist, dass auch im Haushaltsbereich in medizinischer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung bestand [vgl. BGE 130 V 97; siehe ferner Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen {BSV} über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung {KSIR}, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 2219]). Mithin entstünde ein Anspruch auf eine Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt, sofern A. ihre Erwerbstätigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern konnte (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG).

N460.Fortführung der Rente bei unklarer Besserung

Veränderungen des Gesundheitszustandes nach einer polydisziplinären Begutachtung sind für den Anspruch auf Rente zu prüfen. Ergibt sich aus den Unterlagen eine mögliche nachträgliche Verbesserung, die nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigt ist, ist die Rente bis zur Klärung weiterzuführen und sind ergänzende Abklärungen anzuordnen.

Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2024 Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Untersuchungsgrundsatz. Veränderungen des Gesundheitszustandes nach einer polydisziplinären Begutachtung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Oktober 2024, IV 2024/38). Entscheid vom 3. Oktober 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2024/38 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
4 C'est donc à juste titre que le SMR a suivi les conclusions du Dr H._______ et estimé qu'au niveau psychiatrique, la recourante pourrait exercer toute activité professionnelle à 50% (AI pces 86 et 94), pour autant que son état somatique le permette. 13. 13.1 Il s'avère ainsi, au vu de tout ce qui précède, que la recourante présente, du 3 juillet 2014 au 24 septembre 2015, une incapacité de travail totale dans toute activité. Sur un plan psychiatrique, sa capacité de travail s'est améliorée à 50% dans toute activité dès août 2015. Au niveau somatique cependant, on ne peut, sur la base de la documentation versée en cause, confirmer ou infirmer, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'amélioration de la capacité de travail constatée par l'autorité inférieure à partir du 25 septembre 2015. En conséquence, le dossier ne fonde pas, à ce stade, de motif de révision de la rente. Il y a donc lieu de maintenir le droit au versement d'une rente entière du 1er juillet 2015 - soit une année après le début de l'incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI ; voir supra consid. 6.2) - jusqu'au 31 décembre 2015 - la rente ne pouvant être réduite ou supprimée que trois mois après l'amélioration si celle-ci devait être confirmée (art. 88a RA ; voir supra consid. 6.4) -, et de procéder à une instruction complémentaire pour le surplus (voir supra consid. 3.1). En effet, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves : ATF 131 I 153 consid. 3 ; 130 II 425 consid. 2). 13.2 Aux termes de l'art. 61 al. 1 PA, l'autorité de recours statue elle-même sur l'affaire ou exceptionnellement la renvoie avec des instructions impératives à l'autorité inférieure. Le Tribunal fédéral a précisé à cet égard que le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure se justifie notamment lorsqu'il s'agit d'enquêter sur une situation médicale qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen complet, respectivement lorsque l'autorité inférieure n'a nullement instruit une question déterminante pour l'examen du droit aux prestations ou lorsque un éclaircissement, une précision ou un complément d'expertise s'avère nécessaire (ATF 137 V 210 consid.

N461.Altersrenten-Nähe und wirtschaftliche Verwertbarkeit

Nähe zur ordentlichen Altersrente kann mitursächlich dafür sein, dass eine verbleibende Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht ausnutzbar ist und daher eine ganze Invalidenrente begründet wird. Bei der Beurteilung können Alter, fehlende Ausbildung, langjährige Arbeitsmarktferne sowie funktionelle Einschränkungen relevante Umstände sein, die es für einen Arbeitgeber als sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen, die Versicherte bzw. den Versicherten noch anzustellen, sodass es unrealistisch ist, dass sie/er ihre/seine verbleibende Erwerbsfähigkeit wirtschaftlich verwerten kann.

Or, il ne pourrait employer la recourante que sur une courte période, compte tenu du fait que la fin de la période d'activité est proche (2 ans et 6 mois avant la retraite). Par conséquent, le Tribunal est d'avis que compte tenu de l'âge de l'assurée, de sa proximité avec la retraite au moment déterminant, de ses limitations fonctionnelles et des autres circonstances du cas d'espèce, notamment de son absence de formation (OAIE pce 69 p. 4) et de son éloignement du monde du travail depuis une vingtaine d'années, il est fortement improbable qu'un employeur consente à l'engager, de sorte qu'il apparaît irréaliste que celle-ci soit en mesure d'exploiter économiquement sa capacité de gain résiduelle. 18. Lorsqu'il est établi que la personne assurée ne peut plus exploiter sa capacité de travail résiduelle sur le plan économique, il en résulte une invalidité totale, aussi pour la période antérieure au moment déterminant (consid. 17.2 supra), ce qui lui donne droit à une rente entière d'invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI) à partir du 1er juin 2022, compte tenu du délai d'attente d'un an prévu par l'art. 28 al. 1 let. b LAI. 19. Au regard de tout ce qui précède, le recours est admis et la décision attaquée du 21 décembre 2021 annulée. La recourante a droit à une rente entière d'invalidité dès le 1er juin 2022. Le dossier est transmis à l'OAIE afin qu'il fixe le montant de la rente à verser. Il déterminera, de plus, s'il y a lieu d'allouer des intérêts moratoires au sens de l'art. 26 al. 2 LPGA. L'Office AI rendra ensuite la (les) décision(s) y relative(s) 20. 20.1 Il n'est pas perçu de frais de procédure puisque la recourante, qui avait été dispensée de verser l'avance de frais par la décision incidente du 3 mars 2022 (TAF pce 4), a obtenu gain de cause (cf. art. 63 al. 1 et 2 PA). 20.2 En outre, conformément aux art. 64 al. 1 PA et 7 al. 1 du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF, RS 173.320.2), le Tribunal peut allouer à la partie ayant obtenu gain de cause une indemnité pour les frais indispensables et relativement élevés qui lui ont été occasionnés par le litige.

N462.Abmahnung und Rückweisung bei Mitwirkungsverweigerung

Bei Verweigerung der Mitwirkung an Begutachtungen kann die IV-Stelle die versicherte Person wegen Nichterfüllung der Mitwirkungspflicht abmahnen und den Dossierstand zur weiteren Abklärung zurückweisen mit anschliessender Neuverfügung.

Entscheid Versicherungsgericht, 24.05.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Orthopädie, Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie und Psychiatrie). Verweigerung der Mitwirkung bei der Begutachtung. Untersuchungspflicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung. Abmahnung der Mitwirkungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Mai 2022, IV 2021/109). Entscheid vom 24. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2021/109 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, Postfach 1576, 8750 Glarus, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N463.Polydisziplinäre Abklärung der Restarbeitsfähigkeit

Bei zahlreichen bzw. fachübergreifenden Befunden ist die verbleibende Eingliederungs‑/Restarbeitsfähigkeit häufig mit einem polydisziplinären Gutachten abzuklären; liegt eine solche Abklärung nicht vor, sind Rückweisung oder die Einholung ergänzender (polydisziplinärer) Gutachten angezeigt.

Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2023 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2023, IV 2022/145). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2024 Entscheid vom 19. Dezember 2023 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2022/145 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Markus Thier, Industriestrasse 28, Postfach 1014, 9100 Herisau, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 29.10.2021 Art. 7 und 8 ATSG. Art. 28 IVG. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD überzeugt nicht. Aufgrund der Vielzahl der Befunde und Diagnosen, welche verschiedene medizinische Fachgebiete betreffen, wäre es zwingend notwendig gewesen, die verbliebene Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung abzuklären. Rückweisung zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2021, IV 2018/254). Entscheid vom 29.Oktober 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull Geschäftsnr. IV 2018/254 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2021 Art. 28 IVG: Polydisziplinäres Gutachten durch das Gericht eingeholt. Kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. September 2021, IV 2018/233). Entscheid vom 22. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2018/233 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 14.09.2021 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens. Prozentvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. September 2021, IV 2019/241). Entscheid vom 14. September 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2019/241 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N464.Rentenanspruch bei episodischen Erkrankungen

Bei episodisch wiederkehrenden Erkrankungsphasen führt eine zufällige schmerzfreie Periode nicht automatisch zum Wegfall des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG; die tatsächliche wiederholte Arbeitsunfähigkeit ist zu berücksichtigen.

So sei er nach Ablauf des Wartejahres am 17. Januar 2019 im Umfang von 50% arbeits- und erwerbsunfähig gewesen und habe damit alle Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt. Namentlich seine episodischen Cluster-Kopfschmerzen seien am 7. März 2019 noch nicht ausgeheilt gewesen, sondern seien episodisch wiederholt aufgetreten und hätten eine erneute Arbeitsunfähigkeit nach sich gezogen. Es sei stossend, aufgrund des Zufalls, wonach das Ende des Wartejahres just auf eine schmerzfreie Phase gefallen sei, ein erneutes Bestehen der Wartezeit zu verlangen, zumal die diagnostizierten Cluster-Kopfschmerzen von sich abwechselnden Phasen geprägt seien. Die verspätete Anmeldung sei nur für den Beginn der Rentenauszahlung ab 1. Mai 2019 relevant. Eventualiter sei der Beginn der erstmaligen Rentenauszahlung auf den 1. August 2019 festzulegen und damit auf jenen Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer seine angeblich vorübergehend zurückerlangte Arbeitsfähigkeit wieder eingebüsst hatte.

N465.Rentenanspruch nach erfolglosen Eingliederungsmassnahmen

Anspruch auf eine Rente besteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG, wenn die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann. Dies schliesst Fälle ein, in denen trotz verbleibender Teilfähigkeiten durchgeführte Eingliederungsmassnahmen langfristig nicht zu einer Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit geführt haben.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.

N466.Rentenrevision erst nach Abschluss der Eingliederung

Solange die Möglichkeiten zur Eingliederung gemäss Art. 28 Abs. 1bis IVG nicht ausgeschöpft sind, kann eine Erhöhung oder Revision der Rente bis zum Abschluss dieser Massnahmen zurückgestellt werden. Eine später eintretende Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit begründet deshalb nicht notwendigerweise sofort einen Anspruch auf Rentenerhöhung; eine Revision wird erst ab dem Zeitpunkt geprüft, ab dem die Eingliederungsmassnahmen beendet sind bzw. sich der Invaliditätsgrad ändert.

La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou à une adaptation au handicap (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 2 RAI, si l’incapacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels ou l’impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité d’un assuré s’aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroit, le cas échéant son droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable. 4.4.2 En l’occurrence, conformément à la décision de l’intimé, la diminution de la capacité de travail du recourant, le 15 avril 2022, admise par l’intimé, ne lui donne pas droit à une augmentation de sa rente d’invalidité trois mois plus tard (art. 88a al. 2 RAI), en raison de la mise en œuvre de la mesure de réadaptation du 2 mai au 31 décembre 2022, en application de l’art. 28 al. 1bis LAI. Comme reconnu par l’intimé, dès le 1er janvier 2023, le recourant a droit à un 68% d’une rente entière d’invalidité, ce calcul effectué par l’intimé peut être confirmé, ce d’autant que le recourant ne le conteste pas spécifiquement, mais se borne, dans une remarque toute générale, à relever que le calcul effectué par l’intimé « est particulièrement étonnant, pour rester poli, comme par un curieux hasard, on est censé arriver à 68% de taux d’invalidité, soit juste à 2% de la rente entière », argument qui, faute de contester des éléments du calcul, n’est pas pertinent. Étant donné que le degré d’invalidité de 68%, calculé au 1er janvier 2023, est supérieur de plus de cinq points à celui de 43% en vigueur jusque-là, la rente peut, en application de l’art. 17 LPGA précité, être révisée dès le 1er janvier 2023. 5.             Au vu de ce qui précède, le recours sera partiellement admis, la décision litigieuse réformée dans le sens que le recourant a droit à un quart de rente d’invalidité dès le 1er décembre 2020 et à un 68% d’une rente entière d’invalidité dès le 1er janvier 2023, étant relevé que l’aggravation de l’état de santé du recourant, admise par l’intimé dès le 24 janvier 2024, dès lors qu’elle est survenue postérieurement à la décision litigieuse, pourra faire l’objet d’une demande de révision (à cet égard ATF 144 V 210).
La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou à une adaptation au handicap (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 2 RAI, si l’incapacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels ou l’impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité d’un assuré s’aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroit, le cas échéant son droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable. 4.4.2 En l’occurrence, conformément à la décision de l’intimé, la diminution de la capacité de travail du recourant, le 15 avril 2022, admise par l’intimé, ne lui donne pas droit à une augmentation de sa rente d’invalidité trois mois plus tard (art. 88a al. 2 RAI), en raison de la mise en œuvre de la mesure de réadaptation du 2 mai au 31 décembre 2022, en application de l’art. 28 al. 1bis LAI. Comme reconnu par l’intimé, dès le 1er janvier 2023, le recourant a droit à un 68% d’une rente entière d’invalidité, ce calcul effectué par l’intimé peut être confirmé, ce d’autant que le recourant ne le conteste pas spécifiquement, mais se borne, dans une remarque toute générale, à relever que le calcul effectué par l’intimé « est particulièrement étonnant, pour rester poli, comme par un curieux hasard, on est censé arriver à 68% de taux d’invalidité, soit juste à 2% de la rente entière », argument qui, faute de contester des éléments du calcul, n’est pas pertinent. Étant donné que le degré d’invalidité de 68%, calculé au 1er janvier 2023, est supérieur de plus de cinq points à celui de 43% en vigueur jusque-là, la rente peut, en application de l’art. 17 LPGA précité, être révisée dès le 1er janvier 2023. 5.             Au vu de ce qui précède, le recours sera partiellement admis, la décision litigieuse réformée dans le sens que le recourant a droit à un quart de rente d’invalidité dès le 1er décembre 2020 et à un 68% d’une rente entière d’invalidité dès le 1er janvier 2023, étant relevé que l’aggravation de l’état de santé du recourant, admise par l’intimé dès le 24 janvier 2024, dès lors qu’elle est survenue postérieurement à la décision litigieuse, pourra faire l’objet d’une demande de révision (à cet égard ATF 144 V 210).

N467.Keine Revision ohne wesentliche Tatsachenänderung

Bei Fehlen einer nachgewiesenen, wesentlichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse bleibt die bisherige Rechtslage bezüglich des Rentenanspruchs bestehen; eine erneute materielle Prüfung des Anspruchs erfolgt nicht. Arztberichte, die erst nach einer Verfügung eingereicht werden, können grundsätzlich nicht revisionswirksam berücksichtigt werden, sofern sie keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine dauerhafte Verschlechterung oder Verbesserung des Gesundheitszustands im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG liefern. Rechtskräftig festgestellte Anspruchsvoraussetzungen (z. B. Nichterfüllung des Wartejahrs) sind in der Regel nur im Wege der Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision überprüfbar. Eine schuldhafte Verletzung der Meldepflicht kann eine rückwirkende Aufhebung oder Anpassung von Leistungen rechtfertigen; wird die Meldepflichtverletzung jedoch in der Revisionsverfügung nicht als Tatbestand weiter ausgestaltet, kann sie im Revisionsverfahren selbst nicht Gegenstand der Auseinandersetzung sein.

A l'inverse, si aucune modification notable de l'état de fait n'a pu être établie selon la vraisemblance prépondérante, il n'y a pas lieu d'effectuer un examen du droit à la rente sous tous ses aspects factuels et juridiques et d'évaluer à nouveau le degré d'invalidité en conséquence ; la situation prévalant jusqu'alors est maintenue – le droit à la prestation reste inchangé – conformément au principe de la charge matérielle de la preuve (TF 9C_779/2015 du 4 mai 2016 consid. 5.5 in fine et les références citées ; Margit Moser-Szeless, loc. cit., no 29 ad art. 17 LPGA).                 f) En l'occurrence, c'est à juste titre que l'intimé est entré en matière sur la nouvelle demande du 6 mars 2020 de la recourante.   5.              a) La personne assurée a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), si elle a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, elle est invalide à 40 % au moins (let. c) (art. 28 al. 1 LAI).                 b) Est réputée incapacité de gain – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. a LAI – toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de la personne assurée sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA).                 Est réputée incapacité de travail – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI – toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de la personne assurée à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de la personne assurée peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA).
II 92) geht hervor, dass sich der Gesundheitszustand aus somatischer Sicht nicht massgebend verändert hat. Diesbezüglich legte er schlüssig dar, dass aufgrund eines Rezidivs eines Mammakarzinoms zwischen März und November 2023 einzig eine vorübergehende Veränderung eingetreten ist und dass spätestens ab Dezember 2023 das bisherige Zumutbarkeitsprofil, d.h. eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und jeder anderen dem Ausbildungsstand entsprechenden Tätigkeit (vgl. act. II 31 S. 5), wieder gültig ist (act. II 92 S. 9). Damit stellen das Tumorrezidiv und dessen erfolgreiche Behandlung keinen Revisions- resp. Neuanmeldungsgrund (vgl. E. 2.4 hiervor) dar. Ein solcher muss geeignet sein, den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105), was bei einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes von maximal neun Monaten (März bis November 2023) und bei einer zugunsten der Beschwerdeführerin in dieser Zeit angenommen 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht der Fall ist, da dadurch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) nicht erfüllt wird. Ebenso ist nicht ersichtlich, inwiefern dadurch ein Anspruch auf berufliche Massnahmen betroffen sein könnte. Soweit die fachliche Qualifikation von Dr. med. D.________ für die Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes in Frage gestellt wird (Beschwerde S. 7 Ziff. 24 f.), ist darauf hinzuweisen, dass dieser nicht nur Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist, sondern auch über eine Weiterbildung als Praktischer Arzt verfügt (vgl. die entsprechenden Angaben unter <www.medregom.admin.ch>). Zudem benötigen RAD-Ärzte rechtsprechungs­gemäss keinen spezifischen Facharzttitel, wenn sie – wie hier – lediglich die bestehenden Akten würdigen, nicht aber einen Untersuchungsbericht im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV erstellen (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_446/2022 vom 12. September 2023 E. 4.2.2). Darüber hinaus steht die Beurteilung des RAD-Arztes im Einklang mit den Ausführungen des behandelnden Onkologen Dr. med. E.________. Dieser führte in seinen Berichten weder funktionelle Einschränkungen auf noch attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit.
Den im Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberichten könne für die Beurteilung keine Bedeutung zukommen, da sie erst nach der Verfügung vom 22. September 2020 datieren. Als Neuanmeldung könnten die Berichte auch nicht entgegengenommen werden, da sich auch aus ihnen nicht auf eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen liesse. Folglich sei man auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten. 2.2. Der Beschwerdeführer bringt hiergegen zur Hauptsache vor, die vorgelegten Berichte der behandelnden Ärzte seien ausreichend, um eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers zumindest glaubhaft zu machen. Namentlich aus dem Bericht von Dr. med. E____ vom 3. Mai 2021 und dem Austrittsbericht der G____ vom 13. Januar 2021 (bei den Verfahrensakten) ergebe sich eine Chronifizierung des Krankheitsbildes des Beschwerdeführers. Das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers sei daher an Hand zu nehmen. 2.3. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind. 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Revision der Invalidenrente nach Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zu einer solchen Rentenanpassung gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Anpassungsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Die Rechtskraft von Verfügungen über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherungen, wozu auch Renten der Invalidenversicherung gehören, ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Dies gilt nicht zuletzt für Anspruchsvoraussetzungen, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 bzw. Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und überprüft werden (BGE 136 V 373 E. 3.1.1; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 18. Mai 2017, 8C_842/2016, E. 5.1.1, vom 29. April 2015, 9C_36/2015, E. 5.1, vom 18. August 2014, 8C_349/2014, E. 3.2 und vom 18. Oktober 2011, 9C_920/2010, E. 2.2). Die in der Verfügung vom 6. Juni 2016 festgestellte volle Arbeitsfähigkeit ab dem 20. Oktober 2014 stellt ein (negatives) Element der materiellen Anspruchsvoraussetzung (BGE 142 V 550 E. 3.2) für eine Invalidenrente dar, da sie die (Nicht-)Erfüllung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG beschlägt. Sie ist deshalb nur in der Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision überprüfbar.
Es sei daher in Würdigung der gesamten Umstände davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zu Unrecht Leistungen der Invalidenversicherung erwirkt habe, respektive es zumindest unterlassen habe, die Aufnahme seiner Arbeitstätigkeit zu melden. Damit habe er eine schuldhafte Verletzung der Meldepflicht begangen, was eine rückwirkende Anpassung der Leistungen per August 2016 zulasse. 2.2. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, beim Gutachten der G____ handle es sich um eine unzulässige "second opinion", weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Die Beschwerdegegnerin wäre gehalten gewesen, die Observationsergebnisse den Verfassern des D____ Gutachtens vorzulegen. Ungeachtet dessen vermöge das Gutachten der G____ keine seit August 2016 eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustandes auszuweisen. Es sei auf das Gutachten E____/F____ abzustellen, welches sich mit dem Observationsmaterial durchaus befasst habe. 2.3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 25. Oktober 2021 die ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers zu Recht per 1. August 2016 aufgehoben hat. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem solchen von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl.
Die Beschwerdegegnerin ermittelte in ihrer Revisionsverfügung vom 18. März 2022 für das Jahr 2020 neu einen Invaliditätsgrad von 48% und für das Jahr 2021 einen solchen von 57%. Hierzu erwog sie u.a., dass für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. März 2021 eine Verletzung der Meldepflicht vorliege. Gleichzeitig stellte sie jedoch den Erlass einer separaten Verfügung betreffend die Rückerstattung der gegebenenfalls zu Unrecht bezogenen Leistungen in Aussicht. Die Frage nach einer allfälligen Meldepflichtverletzung bildet vorliegend demnach nicht Anfechtungs- und folglich auch nicht Streitgegenstand, nachdem die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung auch nicht weiter auf die Tatbestandsvoraussetzungen einer Meldepflichtverletzung eingeht. Der Beschwerdeführer beantragt mit der vorliegenden Beschwerde denn auch ausschliesslich die Weiterausrichtung der bisherigen Dreiviertelsrente. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist damit einzig die revisionsweise Herabsetzung der bisher ausgerichteten Dreiviertelsrente. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art.

N468.Rentenaufhebung bei Unterschreiten von 40 Prozent

Erreicht der Invaliditätsgrad weniger als 40 %, begründet dies keinen Anspruch auf eine Invalidenrente nach Art. 28 Abs. 2 IVG. Führt eine Besserung des Gesundheitszustandes zu einem Invaliditätsgrad unter 40 %, kann die Rente entsprechend aufgehoben oder eingestellt werden; in den Praxisentscheiden wird dies teilweise mit rückwirkender Wirkung bis zu dem Zeitpunkt vorgenommen, ab dem die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind.

L’uniformité de la notion d’invalidité n’a cependant pas pour conséquence de libérer chacune de ces assurances de l’obligation de procéder dans chaque cas et de manière indépendante à l’évaluation de l'invalidité (ATF 131 V 362 consid. 2.2.1, 126 V 288 consid. 2a et 2d). Il faut en outre tenir compte du fait que l’assureur-accidents ne répond que des conséquences des atteintes à la santé qui sont en relation de causalité naturelle et adéquate avec l’accident assuré ; c’est pourquoi l’évaluation de l’invalidité par les organes de l’assurance-accidents n’a pas de force contraignante absolue pour l’assurance-invalidité, et vice-versa (ATF 133 V 549 consid. 6.2 et 6.4, 131 V 362 consid. 2.2.1 et 2.2.2).                 c) Le recourant ne fait valoir aucun grief à l’encontre de l’évaluation de l’invalidité opérée par l’intimé, singulièrement eu égard aux revenus avec et sans invalidité déterminés sur la base des statistiques salariales dans son cas. Dans la mesure où le préjudice déterminé par l’intimé à compter d’août 2021 n’apparaît pas critiquable, on peut confirmer le taux d’invalidité de 10 % mis en évidence le 1er février 2023. Faute d’atteindre le seuil de 40 % prévu par l’art. 28 al. 2 LAI, le recourant ne peut donc pas prétendre à une rente de l’assurance-invalidité au-delà du 30 novembre 2021, soit trois mois après la survenance de l’amélioration de son état de santé psychique objectivée au sein du Centre N.________ (cf. art. 88a al. 1 RAI).                 d) On ajoutera que même s’il convenait de retenir le degré d’invalidité fixé par la CNA dans sa décision du 2 mars 2023, cela n’aurait aucune incidence sur le droit aux prestations de l’assurance-invalidité du recourant au-delà du 30 novembre 2021.   10.              a) Sur le vu de ce qui précède, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision de l’intimé du 27 septembre 2023 confirmée.                 b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). En l’espèce, les frais judiciaires, arrêtés à 600 fr., sont imputés au recourant qui succombe.
Il importe encore de préciser que la situation financière précaire du recourant telle que mise en évidence par les psychiatres traitants, ne peut pas être considérée comme un critère d'abattement, étant rappelé que la mesure dans laquelle les salaires ressortant des statistiques doivent être réduits dépend de l'ensemble des circonstances personnelles et professionnelles du cas particulier (limitations liées au handicap, âge, années de service, nationalité/catégorie d'autorisation de séjour et taux d'occupation). Ainsi, il n’y a pas de motif à déduire un abattement au revenu avec invalidité calculé par l’intimé. g) Conformément à l’art. 16 LPGA, la comparaison entre un revenu sans invalidité de 74'620 fr., ressortant du questionnaire rempli le 1er avril 2021 par A._________ SA, et avec invalidité de 65'683 fr. 48 révèle une perte de gain de 8'936 fr. 52 qui correspond à un degré d’invalidité de 11,98 % ([8'936 fr. 52 / 74'620 fr.] x 100), arrondi à 12 % (cf. ATF 130 V 121), taux qui s’avère inférieur au seuil de 40 % pour ouvrir le droit à une rente d’invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI). 10. a) En définitive, le recours doit être rejeté et la décision entreprise confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre en principe à la charge du recourant, vu le sort de ses conclusions. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens au recourant, qui n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). d) Le recourant est au bénéfice de l’assistance judiciaire limitée aux frais de justice. Les frais judiciaires mis à sa charge ci-avant sont donc provisoirement supportés par l’Etat. Le recourant est toutefois rendu attentif au fait qu’il devra en rembourser le montant dès qu’il sera en mesure de le faire (art. 122 al. 1 et 123 CPC [code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272], applicables par renvoi de l’art. 18 al. 5 LPA-VD). Les modalités de ce remboursement sont fixées par la Direction du recouvrement de la Direction générale des affaires institutionnelles et des communes (auparavant : le Service juridique et législatif ; art.
2 ; TF 9C_777/2015 du 12 mai 2016 consid. 5.3 et TF 9C_344/2015 du 25 novembre 2015 consid. 2.3). Un abattement plus élevé que celui appliqué par l’OAI ne se justifie donc pas. dd) De toute manière, même en retenant un montant de 67'098 fr. tel que proposé par le recourant pour le revenu sans invalidité, il en découlerait un taux d'invalidité de 3,18 %, arrondi à 3 %, qui n'ouvre pas non plus le droit à la rente. Le même constat s’imposerait avec un abattement de 25 % sur le revenu d’invalide donnant un taux d’invalidité de 23,76 %, arrondi à 24 %. Les griefs du recourant relatifs au calcul du degré d’invalidité doivent tous être rejetés. d) Finalement à la date de la décision litigieuse, la modification de l’état de santé du recourant depuis le 3 septembre 2019 ne justifiait pas l’octroi d’une rente en sa faveur au-delà du 31 décembre 2019 (art. 88a al. 1 RAI) compte tenu d’un degré d’invalidité en toutes hypothèses inférieur au seuil minimal fixé à 40 % ne permettant pas le maintien du droit à cette prestation (art. 28 al. 2 LAI). 7. Dans un dernier moyen, le recourant conteste le montant de la rente qui n’aurait pas été fixé en tenant compte des années de cotisation en Espagne. Il plaide que l’échelle 14 doit s’appliquer au vu de cette période de cotisation et une rente mensuelle de 680 fr. être allouée. Il est d’emblée précisé que l’OAI a pris en compte les périodes d’assurance accomplies en Espagne pour constater que la durée minimale de trois années de cotisations est remplie et permet l’ouverture d’un droit à une rente en Suisse. Seule est contestée l’absence de prise en considération des périodes de cotisations en Espagne dans le calcul du montant de la rente. a) Vu la nationalité espagnole du recourant et l’exercice de son droit à la libre circulation vers la Suisse en 2016, il y a lieu d'examiner la cause non pas sous l'angle de la Convention de sécurité sociale du 13 octobre 1969 entre la Confédération suisse et l’Espagne (RS 0.831.109.332.2) mais de l'Accord du 12 juin 1999 entre, d'une part, la Confédération suisse et, d'autre part, la Communauté européenne et ses Etats membres, sur la libre circulation des personnes (ALCP, RS 0.
%). Insgesamt beläuft sich der Invaliditätsgrad somit auf gerundet 33 % (24 % + 9,24 %). Damit werden die für einen Rentenanspruch mindestens erforderlichen 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) nicht mehr erreicht, weshalb die bisher ausgerichtete Viertelsrente gestützt auf Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV zu Recht vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats aufgehoben wurde. Die vorliegende Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin in Gutheissung der Beschwerde zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2018 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 35% auszurichten. Hervorzuheben ist abschliessend, dass dieses Ergebnis dem Normzweck von lit. a Abs. 5 SchlB IVG nicht zuwiderläuft. Wie erwähnt, (vgl. Studhalter, a.a.O. S. 38) soll zwar die Aufhebung oder Herabsetzung von IV-Renten gemäss SchlB IVG nicht im Rahmen der intersystemischen Koordination durch eine Erhöhung der UVG-Komplementärrente nach Art. 20 Abs. 2 UVG aufgefangen werden. Vorliegend ergibt sich die einem Invaliditätsgrad von 35% entsprechende Invalidenrente des Unfallversicherers aufgrund einer durch unfallkausale Beschwerden bedingten Arbeitsunfähigkeit von 20%. Bei einem solchen, auch von der IV ermittelten Invaliditätsgrad ist der gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG geforderte rentenbegründende Invaliditätsgrad von 40% somit nicht erreicht. Der Umstand, dass die IV bei einem solchen Invaliditätsgrad nicht leistungspflichtig wird, ergibt sich jedoch aus der unterschiedlichen Festsetzung der Untergrenze des leistungsbegründenden Invaliditätsgrades je im UVG (Art. 18 Abs. 1 UVG) und im IVG (Art. 28 Abs. 2 IVG). Dieser Unterschied tritt jedoch auch aufgrund einer Rentenprüfung nach einer Erstanmeldung zu Tage, sofern dabei in beiden Versicherungszweigen ein 40% unterschreitender Invaliditätsgrad resultiert. Dann ist (sofern der Invaliditätsgrad höher als 10% ist) nur der Unfallversicherer leistungspflichtig. In solchen Fällen kann von einer zu vermeidenden "Kostenverlagerung" von der Invalidenversicherung zu Lasten der Unfallversicherung nicht gesprochen werden. Dass es sich nun im vorliegenden Fall anders verhalten soll, wenn die Rente der IV einer von lit. a SchlB IVG nur teilweise (vgl. Erw. 3.2.) erfassten Person reduziert oder aufgehoben wird, die bis zum Zeitpunkt der Renteneinstellung durch die IV zugleich eine UV-Komplementärrente bezogen hatte, ist nicht einzusehen.

N469.Abzüge und Nicht-Proportionalität beim Invalideneinkommen

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens nach Art. 28 Abs. 1 IVG können zur Berücksichtigung funktioneller Einschränkungen zusätzliche Abzüge vorgenommen werden (in den Entscheiden werden z. B. Abzüge von 5 % oder 10 % angewendet). Weiter ist zu beachten, dass ein Teilzeiteinkommen nicht automatisch proportional tiefer liegt als ein Vollzeiteinkommen; eine entsprechende Nicht-Proportionalität kann bei der Festlegung des Invalideneinkommens berücksichtigt werden.

8 %, ce chiffre étant déjà publié au moment de la décision litigieuse le 8 septembre 2022. Dès lors, après adaptation à l’évolution des salaires selon l’indice des salaires nominaux pour les hommes des années 2019 (+ 0,9 %), 2020 (+ 0,8 %) et 2021 (‑0.7 %), l'OAI devait arriver à un revenu annuel brut statistique de 68'441 fr. 10. Afin de tenir compte des limitations fonctionnelles, l'intimée a pris en compte un abattement supplémentaire de 10 % - qui ne prête pas le flanc à la critique –, ce qui conduit au salaire exigible final de 61'597 francs.                 ccc) Partant, en retenant un revenu de valide de 71'521 fr. 30 et après comparaison avec le revenu d’invalide de 61'597 fr., il en résulte un préjudice économique de 9'924 fr. 30 (71'521 fr. 30 – 61'957 fr.), ce qui correspond à un degré d'invalidité de 13.87 % (9'924 fr. 30 ÷ 71'521 fr. 30).                 c) En définitive, un taux d'invalidité de 13.87 % est insuffisant pour ouvrir le droit à une rente de l’assurance-invalidité (cf. art. 28 al. 1 LAI) et l’intimé était dès lors fondé à supprimer la rente d'invalidité du recourant après le 31 décembre 2021, trois mois après qu'il ait recouvré une pleine capacité de travail dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (art. 17 al. 1 LPGA et 88a al. 1 RAI).   8.              Le dossier est complet, permettant ainsi à la Cour de statuer en connaissance de cause. Un complément d’instruction, singulièrement la mise en œuvre d’une expertise judiciaire apparaît inutile car les renseignements médicaux pertinents et nécessaires figurent au dossier, de sorte que la requête formulée en ce sens par le recourant dans ses écritures doit être rejetée. L’instruction ayant été menée de manière complète par l’OAI qui a pris le soin de se renseigner auprès des autres assureurs sociaux, de l’ensemble des médecins, sur l’ensemble des atteintes à la santé du recourant pouvant induire des limitations fonctionnelles, il est possible de statuer en l’état du dossier par appréciation (anticipée) des preuves (ATF 145 I 167 consid.
Les femmes exerçant une activité à temps partiel ne perçoivent en effet souvent pas un revenu moins élevé proportionnellement à celles qui sont occupées à plein temps (TF 9C_373/2019 du 18 juillet 2019 consid. 5.2 et les références ; 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6.2 ; 9C_751/2011 du 30 avril 2012 consid. 4.2.2 et les références). Dans ces circonstances, l’abattement retenu par l’intimé peut être confirmé. cc) Comme on l’a vu ci-dessus, une baisse de rendement de 20 % doit être admise sur le plan médical (cf. consid. 9c/aa ci-dessus). Non contesté, le recours à l’ESS peut aussi être confirmé. Le revenu d’invalide aurait dès lors dû être fixé à 43'744 fr. 97 (54'681 fr. 21 – 20 %), sur lequel il convient encore d’opérer un abattement de 5 % pour tenir compte des limitations fonctionnelles, ce qui aboutit à un revenu d’invalide de 41'557 fr. 72 et à un degré d’invalidité pour la part active de 29,2 % (41'557 fr. 72 ÷ 58'652 fr. 52). Dans la mesure où la part active est pondérée à 25 %, et en l’absence d’empêchement au plan ménager, il en résulte un degré d’invalidité de 7,3 % ([29,2 % × 25 %] + [0 % × 75 %] ; cf. consid. 4d ci-dessus) lequel, inférieur au seuil de 40 % (art. 28 al. 1 LAI), n’ouvre pas le droit à la rente. Au demeurant, même en tenant compte d’un statut d’active à 50 % et de ménagère à 50 %, ce qui serait pour le moins douteux (cf. consid. 7), le degré d’invalidité serait alors de 14,6 % ([29,2 % × 50 %] + [0 % × 50 %]) et ne permettrait pas non plus l’ouverture du droit à la rente. 12. A titre de mesure d’instruction, la recourante a requis la mise en œuvre d’une nouvelle expertise pluridisciplinaire et d’une nouvelle enquête ménagère. Les éléments du dossier, aussi bien sur le plan médical que sur le plan économique, sont cependant suffisants pour permettre à la Cour de céans de se prononcer en connaissance de cause, si bien que l’on peut y renoncer par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid. 4.1 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). 13. a) En conclusion, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision litigieuse confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art.

N470.Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit durch leichte Arbeiten

Auch bei älteren Versicherten können realistische Vermittlungschancen für körperlich leichte (insbesondere Hilfs-)Tätigkeiten bestehen. Die Zumutbarkeit leidensadaptierter, körperlich leichter Arbeiten kann bereits die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 2 IVG begründen.

Januar 2022, als der Beschwerdeführer rund 57,5 Jahre alt war und seine verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter damit noch rund 7,5 Jahre betragen hat. Dieser noch relativ lange Zeithorizont bis hin zu seiner Pensionierung vermag grundsätzlich keine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Versicherten zu begründen. Auch sonst kann kein fehlender Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG erkannt werden. Obschon er in seinem Alter nicht mehr leicht vermittelbar ist, bestehen für ihn entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung genug Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. 8.3 Daran ändern die Vorbringen des Beschwerdeführerin nichts. Er wendet ein, dass er nur noch leichte körperliche Tätigkeiten mit entsprechender Wechselbelastung ausüben könne, was in der Praxis wiederum zu einem erheblich fehlenden Zugang zum Arbeitsmarkt führe. Dieser Auffassung ist insofern zu widersprechen, dass namentlich Hilfsarbeiten auf einem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden (Urteil des EVG vom 20. Juli 2004, I 39/04). Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer sowohl gemäss den Berichten seiner behandelnden Ärzte als auch gemäss den zitierten RAD-Stellungnahmen auf körperlich leichte Arbeiten in Wechselbelastung angewiesen ist. Eine Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wird darin jedoch keine attestiert. Dass der Versicherte somit in einer leidensadaptierten Tätigkeit grundsätzlich noch zu 100 % arbeitsfähig ist, spricht mithin ebenfalls für die Verwertbarkeit seiner Arbeitsfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009, E. 4.3). Der Beschwerdeführer hat schliesslich selbst angegeben, dass er über relativ viel Arbeitserfahrung verfüge (vgl. Beschwerde vom 27. Juni 2022, B.2.), was ihm den Zugang zum Arbeitsmarkt weiter erleichtern dürfte. Die qualitativen Limitierungen schränken die Chancen der Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis demnach zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erscheinen.
____ ging in seinem Gutachten in Bezug auf die Restarbeitsfähigkeit davon aus, dass der Beschwerdeführerin körperlich leichte bis selten mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten zu 100% zumutbar seien. Bei derartigen Grundvoraussetzungen kann entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht behauptet werden, dass keine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit mehr vorliege. Zudem ist der Versicherten eine leidensadaptierte Tätigkeit noch zu 100% zumutbar, was für ein vergleichsweise weites Spektrum an in diesem Bereich noch immer zumutbaren (Hilfs-)Tätigkeiten spricht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.3). Das ihr noch zumutbare Tätigkeitsfeld unterliegt jedenfalls nicht derart vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung künftig nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Die sachlichen Limitierungen schränken die Chancen der Verwertung der fraglichen Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erscheinen. So werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl. BGE 146 V 16 E. 7.2.1). Schliesslich stehen auch die erwähnten mangelnden Sprachkenntnisse und die fehlende Ausbildung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Versicherten nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 2019, 8C_424/2018, E. 4.2). Im Lichte der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Annahme einer Unverwertbarkeit einer vollzeitlichen Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist deshalb von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen.

N471.Rentenexport bei EU‑Staatsangehörigen

Für Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen und nach Art. 29 Abs. 4 IVG grundsätzlich an den Wohnsitz in der Schweiz gebunden wären, gilt diese Beschränkung nicht für Staatsangehörige eines Mitgliedstaats der EU, sofern sie in einem EU‑Mitgliedstaat Wohnsitz haben (Art. 7 VO (EG) Nr. 883/2004; vgl. Rechtsprechung).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch - wie hier - nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] Nr. 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).

N472.Normierte Erwerbsfähigkeitsprüfung bei psychischen Störungen

Bei psychischen Störungen ist vor dem Rentenzuspruch eine normierte, strukturierte Bewertung der zumutbaren Erwerbsfähigkeit anhand eines Indikatorenkatalogs vorzunehmen; zugleich sind die einzuleitenden Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.

Si une atteinte à la santé psychique assurée doit être reconnue même sous l’angle des motifs d’exclusion, il y a lieu alors de procéder sur un second niveau, à l’aide d’une grille d’évaluation normative et structurée fondée sur un catalogue d'indicateurs, à une évaluation symétrique sans résultat prédéfini de la capacité de travail raisonnablement exigible de la personne assurée, en tenant compte d'une part des facteurs de contrainte restreignant la capacité de travail et du potentiel de compensation (ressources) d'autre part (ATF 141 V 281 c. 3.6). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Selon l'art. 28a al. 3 LAI, lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit en outre des travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'art. 28a al. 2 LAI pour cette activité-là. Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité.

N473.Reanmeldung als neuer Versicherungsfall

Meldet sich eine Person nach einer zuvor rentenausschliessenden Eingliederung erneut bei der Invalidenversicherung an, ist diese erneute Anmeldung wie eine erstmalige Anmeldung zu behandeln. Daraus folgt, dass ein neuer Versicherungsfall vorliegt und die Anspruchsvoraussetzungen sowie die Wartezeiten von Art. 28 Abs. 1 IVG (insbesondere die einjährige, mindestens 40% dauernde Arbeitsunfähigkeit nach lit. b) erneut zu prüfen sind.

Meldet sich jemand bei der Invalidenversicherung an und findet eine Stelle, bei der er rentenausschliessend eingegliedert ist, und meldet er sich nach Verlust dieser Stelle wieder an, so ist dies entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin (Urk. 13/6 S. 6) weder als Revisionsgesuch noch als Neuanmeldung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV, sondern gleich wie eine erstmalige Anmeldung zu behandeln (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_876/2017 vom 15. Mai 2018 E. 4.1; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Auflage 2022, N 130 zu Art. 30).     Vorliegend war die Beschwerdeführerin nach Antritt der 70 %-Anstellung im Februar 2019 rentenausschliessend eingegliedert. Die kumulativen Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 IVG waren somit nicht erfüllt. Da die Leistungsanmeldung vom November 2020 nach dem Gesagten wie eine erstmalige Anmeldung und als neuer Versicherungsfall zu behandeln ist, kann der Rentenanspruch beziehungsweise der Anspruch auf Hilflosenentschädigung frühestens nach Bestehen der beiden Wartezeiten von Art. 28 Abs. 1 lit. b (materielle Anspruchsvoraussetzung [ein Jahr dauernde Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 %]) und Art. 29 Abs. 1 IVG (formelle Karenzfrist, die mit Blick auf den frühest möglichen Rentenbeginn einzuhalten ist) im Zusammenhang mit dem Leistungsgesuch vom 12. November 2020 (vgl. Urk. 9/28) erfolgen. Hiervon ging denn auch die Beschwerdeführerin aus, schloss sie doch auf einen frühest möglichen Rentenbeginn sechs Monate nach der Anmeldung vom November 2020, mithin ab Mai 2021 (Urk. 13/1 S. 7).

N474.Wirtschaftliche Nutzbarkeit der Restarbeitsfähigkeit

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der verbleibenden Erwerbsfähigkeit ist nicht auf konkrete, gegenwärtige Vermittlungen auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt abzustellen. Massgeblich ist vielmehr, ob die Restarbeitsfähigkeit bei üblicher Stellenverfügbarkeit wirtschaftlich verwertbar ist; überzogene Anforderungen sind nicht zu stellen, unrealistische Erwerbsmöglichkeiten sind jedoch auszuschliessen.

6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). c) Lorsqu'il s'agit d'examiner dans quelle mesure un assuré peut encore exploiter économiquement sa capacité de gain résiduelle sur le marché du travail entrant en considération pour lui (art. 16 LPGA), on ne saurait subordonner la concrétisation des possibilités de travail et des perspectives de gain à des exigences excessives. Il s'ensuit que pour évaluer l'invalidité, il n'y a pas lieu d'examiner la question de savoir si un invalide peut être placé eu égard aux conditions concrètes du marché du travail, mais uniquement de se demander s'il pourrait encore exploiter économiquement sa capacité résiduelle de travail lorsque les places de travail disponibles correspondent à l'offre de la main d'œuvre (TF 8C_407/2018 du 3 juin 2019 consid. 5.2 ; TF 9C_633/2016 du 28 décembre 2016 consid. 4.2). On ne saurait toutefois se fonder sur des possibilités de travail irréalistes. Ainsi, on ne peut parler d'une activité exigible au sens de l'art.

N475.Funktionale Beurteilung psychischer Störungen

Bei psychischen Störungen ist der Nachweis der tatsächlich bestehenden funktionellen Auswirkungen für die Bemessung des IV‑Grades zentral. Die Beurteilung erfolgt im Rahmen eines strukturierten, rechtlich normierten Prüfungsrasters unter Verwendung systematisierter Standardindikatoren, namentlich zur Einschätzung des funktionellen Schweregrads und der Konsistenz der Beeinträchtigungen.

1 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 5.2 L’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70 % au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60 % au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50 % au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 2 LAI). 5.2.1 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 102 V 165 ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). Il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 28), car celles-ci ne peuvent en principe être déterminées ou prouvées sur la base de critères objectifs que de manière limitée. La question des effets fonctionnels d'un trouble doit dès lors être au centre.
3 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien "funktioneller Schweregrad" (E. 4.3 S. 298) und "Konsistenz" einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit­lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6 S. 308). 2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3). 3. 3.1 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen: 3.
1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.1 Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach die IV-Stelle dem Versicherten in der angefochtenen Verfügung vom 27. Mai 2019 für die Zeit vom 1. November 2012 bis 28. Februar 2013 eine befristete Dreiviertelsrente und für Zeit vom 1. März 2013 bis 31. August 2014 eine befristete ganze Invalidenrente zu. In ihrer Eingabe vom 8. Juli 2020 anerkannte sie zudem einen Anspruch auf eine unbefristete Viertelsrente ab 1. Februar 2016. Der Versicherte stellt nicht in Frage, dass ihm die zugesprochene befristete Dreiviertelsrente und die ganze Invalidenrente zustehen. Er beantragt in seiner Beschwerde einzig, dass ihm in Abänderung der angefochtenen Verfügung mit Wirkung ab 28. Mai 2014 bzw. in Berücksichtigung der dreimonatigen Frist von Art.

N476.Wartejahr und kumulierte Erwerbsunfähigkeit

Für den Rentenbeginn nach Art. 28 IVG ist entscheidend, dass während eines Jahres im Sinne des Wartejahrs eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % vorliegt. Diese Voraussetzung ist in der Praxis häufig erst retrospektiv zu bestimmen. Nach der Rechtsprechung kann bereits eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit um rund 20 % den Beginn der einjährigen Wartezeit auslösen. Die während des Wartejahrs festgestellte durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit sind kumulativ zu prüfen und müssen zusammen das für die jeweilige Rentenstufe erforderliche Mindestmass erreichen.

a) Avec les décisions litigieuses, l’intimé a reconnu le droit de la recourante à une demi-rente d’invalidité à compter du 1er juin 2015. Bien qu’il n’ait pas pris de conclusion en ce sens et ait finalement proposé le rejet du recours, l’intimé a exposé en cours de procédure, comme déjà relevé ci-dessus (cf. consid. 2b), que le droit théorique de la recourante à une rente d’invalidité aurait pu prendre naissance dès le 1er janvier 2014 mais que le préjudice économique permettant l’octroi d’un quart de rente était atteint seulement à compter du 1er juin 2014. Se fondant sur le raisonnement présenté par l’intimé dans ses écritures, la recourante a conclu pour sa part à l’octroi d’une rente entière d’invalidité dès le 1er janvier 2014. Dans le cadre de l’art. 28 al. 1 let. b LAI, l’incapacité de travail peut être définie comme la perte fonctionnelle, due à une atteinte à la santé, de la capacité de rendement de l’assuré dans sa profession ou dans son champ d’activité habituel (ATF 130 V 97 consid. 3.2 ; Michel Valterio, Loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], Genève/Zurich/Bâle 2018, n. 9 ad art. 28 LAI). Pour établir rétrospectivement quand la période de 365 jours a commencé à courir, il faut déterminer le moment à partir duquel la personne assurée a subi une diminution sensible de son rendement dans son activité professionnelle ou dans ses travaux habituels. Une réduction de la capacité de travail de 20 % suffit en principe à ouvrir la période d’attente (Valterio, op. cit., n. 13 ad art. 28 LAI et les références). Le délai d’attente d’une année, pendant lequel l’assuré doit avoir présenté une incapacité de travail de 40 % en moyenne sans interruption notable, commence également à courir lorsque la personne assurée a travaillé, pendant une certaine période, au-delà de ce qui était raisonnablement exigible de sa part, en risquant d’aggraver son état de santé (TF 8C_724/2011 du 24 juillet 2012 consid. 4.3 et les références). En l’occurrence, la demande de prestations a été déposée le 7 août 2012, alors que la psychiatre traitante de la recourante attestait d’une incapacité de travail depuis le mois de mai 2012.
; Valterio, in Commentaire de la loi sur l’assurance-invalidité, 2018, n. 9 ad art. 28 LAI [ci-après : Commentaire LAI]). La période d’une année qui donne droit à une rente au sens de l’article 28 al. 1 let. b LAI n’a pas la signification juridique d’un délai qui court à partir d’un jour déterminé et dont la fin peut être prédéterminée. Elle signifie bien plutôt le laps de temps durant lequel une partie importante de l’état de fait qui permet l’octroi d’une rente doit être réalisé. Le fait décisif est l’existence d’une incapacité de travail de 40 % au moins pendant une année (Valterio, Commentaire LAI, n. 7 ad art. 28 LAI et la réf. citée). On ne peut en principe savoir que rétroactivement si la condition de 365 jours d’une incapacité de travail moyenne est réalisée (Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 2029 [ci-après : Droit de l’AVS et de l’AI]). Cela signifie que le droit à une rente peut prendre naissance, pour autant que toutes les autres conditions soient remplies, au plus tôt après une année d’incapacité de travail ininterrompue d’au moins 40 % en moyenne et au plus tôt lorsqu’il est établi que l’atteinte à la santé continue d’avoir pour effet une réduction totale ou partielle et de longue durée de la capacité de gain (FF 2015 4215, p. 4290, 4322). En effet, le degré d'incapacité de travail présenté en moyenne par l'assuré pendant une année et l'incapacité de gain subsistant après la période d'attente doivent dès lors être cumulés et atteindre le degré minimum légal ouvrant droit aux différentes rentes, pour qu'une rente d'un degré correspondant soit octroyée (ATF 121 V 264 cons.
Revision, BBl 2005 4459 ff., 4568]). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssten somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden könne. Seither hielt es in ständiger Rechtsprechung daran fest - auch nach der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Neufassung von Art. 28 IVG (vgl. etwa die Urteile 8C_718/2018 vom 21. Februar 2019 E. 2.2; 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1; 9C_900/2013 vom 8. April 2014 E. 6.1; 8C_243/2011 vom 8. Juni 2011 E. 6.1; 9C_996/2010 vom 5. Mai 2011 E. 7.1; 9C_882/2009 vom 1. April 2010 E. 5.2; 9C_985/2009 vom 2. März 2010 E. 4.3; siehe ferner BGE 105 V 156 E. 2c; HANS-JAKOB MOSIMANN, in: Frey/Mosimann/ Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, N. 9 zu Art. 28 IVG; MICHEL VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité, 2018, N. 16 zu Art. 28 IVG; Rz. 4001 f. des Kreisschreibens des BSV über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], in der seit 1. Januar 2015 geltenden Fassung).

N477.Befund und Schweregrad entscheiden

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG kommt es nicht vorrangig auf die Diagnosenbezeichnung an, sondern auf die konkrete Befundlage (psychopathologischer bzw. pathologischer Befund) und den Schweregrad der Symptomatik. Eine bloss unterschiedliche diagnostische Einordnung oder eine abweichende medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit genügt nicht ohne veränderte Befunde. Umgekehrt kann — bei im Wesentlichen gleichbleibendem Gesundheitszustand — eine Angewöhnung bzw. Anpassung an die Behinderung, welche zu einer wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung sein.

Die so berechnete prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrades, den die Person hätte, wenn sie nicht invalide geworden wäre, gewichtet (lit. b). 4.1 Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Dezember 2017 ist für zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung laufende Dreiviertelsrenten, halbe Renten und Viertelsrenten, die in Anwendung der gemischten Methode zugesprochen wurden, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Änderung eine Revision einzuleiten. Auslöser der Revision sind somit die geänderten Rechtsgrundlagen ab 1. Januar 2018 in Bezug auf die Berechnungsart der gemischten Methode. Darüber hinaus sind laufende Invalidenrenten nach Art. 17 ATSG für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreiviertelsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist zu berücksichtigen, dass weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt, um auf einen geänderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts vom 26. April 2023, 8C_586/2022, E. 3.2 mit Hinweisen). Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden. Umgekehrt ist – bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand – eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13.
Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der IV-Grad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den IV-Grad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreiviertelsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (vgl. BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den IV-Grad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden. Umgekehrt ist - bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand - eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben.
En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 LPGA). En vertu de l'article 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). L'assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40 % au moins. Un taux d'invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente AI, un taux d'invalidité de 50 % au moins à une demi-rente AI, un taux d'invalidité de 60 % au moins à trois quarts de rente AI et un taux d'invalidité de 70 % au moins à une rente AI entière (art. 28 al. 2 LAI). b) Aux termes de l'article 17 al. 1 LPGA, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l’article 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 134 V 131 cons. 3, 130 V 343 cons. 3.5). Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou une adaptation au handicap. En revanche, une simple appréciation différente d'un état de fait qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle pas une révision au sens de l'article 17 LPGA (ATF 141 V 9 cons. 2.3).

N478.Feststellung des Invaliditätsgrades

Die Feststellung des Invaliditätsgrades beruht auf medizinischen Befunden (einschliesslich fachärztlicher Diagnosen) und auf dem wirtschaftlichen Vergleichseinkommen nach Art. 16 ATSG. Anspruchsvoraussetzungen sind unter anderem das Wartejahr und eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% während eines Jahres ohne erhebliche Unterbrechung; am Ende dieses Jahres muss ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vorliegen.

On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1 et les références citées). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose également la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). Toutes les affections psychiques doivent en principe faire l'objet d'une procédure probatoire structurée au sens de l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). 3.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). L'évaluation du taux d'invalidité se fait sur la base de quatre méthodes dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente, la méthode ordinaire, la méthode spécifique, la méthode mixte et la méthode extraordinaire. Pour déterminer la méthode applicable au cas particulier, il faut à chaque fois se demander ce que la personne assurée aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue.
Le point de départ de l'examen du droit aux prestations est l'ensemble des éléments et constatations médicales. Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1; SVR 2020 IV n° 48 c. 8.1.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit toutefois pas pour admettre que celle-ci a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante (art. 7 al. 2 LPGA; ATF 142 V 106 c. 4.4). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
Les principaux symptômes d’une affection sont la fatigue excessive, l'épuisement et l'intolérance à l’effort, le souffle court et les difficultés respiratoires et les problèmes de mémoire et de concentration. D’autres symptômes peuvent également se manifester. En général, la recherche n'a pas encore assez de données pour comprendre de manière satisfaisante ce phénomène. La question de savoir comment la pratique judiciaire doit appréhender cette maladie nouvelle n'a pas encore été complètement investiguée. À l'instar de la recherche médicale sur le syndrome en tant que tel, la pratique judiciaire n'a pas encore assez de casuistique pour tirer des conclusions d'ordre général. Plusieurs auteurs ont toutefois constaté qu'il serait raisonnable de traiter au moins la partie non somatique du Covid long de manière similaire aux maladies psychiques, étant donné la difficulté à établir des liens de causalité adéquate (Egli, Kradolfer, Vokinger, Long Covid, RSAS pp. 176 et 182-183 ; Dupont, État de droit et état d’urgence : perspectives sous l’angle du droit des assurances, 2023, SJ 2023 p. 345). 5. Droit à la rente – calcul du taux d'incapacité Selon l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente lorsque sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (lit. a), qu’il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (lit. b) et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (lit. c). L’al. 2 prévoit que la rente est échelonnée selon le taux d’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente, un taux de 50% au moins donne droit à une demi-rente, un taux de 60% au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux de 70% au moins donne droit à une rente entière. 5.1. Selon l’art. 28a al. 1 LAI, l’art. 16 LPGA s’applique à l’évaluation de l’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative. Ce dernier article indique que, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.

N479.Einfluss von Tabellenlohnabzügen auf Renten

Abzüge vom Tabellenlohn (etwa 10 % oder 20 % in den erwähnten Fällen) können den ermittelten Invaliditätsgrad beeinflussen und dadurch je nach konkretem Vergleich zu unterschiedlichen Rentenansprüchen nach Art. 28 Abs. 2 IVG führen; in den zitierten Entscheidungen ergaben sich etwa eine halbe Rente (bei 10 % Abzug), eine Viertelsrente (bei einem angenommenen 20 % Abzug in anderem Fall) bzw. in einem weiteren Vergleich eine Dreiviertelsrente.

Es stellt sich die Frage, wie hoch der Abzug hier auszufallen hat. Mit einem solchen von 10 % reduziert sich das Invalideneinkommen auf Fr. 38'590.-, woraus sich im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 83'000.- ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 54 % ergibt. Folglich dringt die Beschwerdeführerin bereits bei einem Tabellenlohnabzug von 10 % mit ihrem Antrag auf eine halbe Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung; vgl. E. 2.2 hiervor) ab 1. April 2019 durch (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG). Somit kann dahingestellt bleiben, ob ein Abzug von 20 % gerechtfertigt wäre (vgl. E. 4.4.1 hiervor). Die Beschwerde ist begründet.
In Anwendung eines leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn in Höhe von 20 Prozent und ansonsten gleichbleibenden Parametern des Einkommensvergleichs (vgl. Verfügung vom 13. August 2021) ergibt sich für die Zeit von Oktober 2014 bis Dezember 2016 ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37,5 Prozent. Für die Zeit ab Oktober 2017 beträgt der Invaliditätsgrad 45,3 Prozent. Insoweit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Aus der Gegenüberstellung des auf dem Tabellenlohn ermittelten Valideneinkommens mit dem Invalideneinkommen ergibt sich - unabhängig davon, ob die LSE 2014 oder 2016 herangezogen wird - ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Invaliditätsgrad von 61 % bzw. 62 %; Art. 28 Abs. 2 IVG). Auf Weiterungen, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie basierend auf der LSE 2014 den Invaliditätsgrad ermittelte, kann daher verzichtet werden.

N480.Erneutes Wartejahr nach Renteneinstellung

Erreicht der Invaliditätsgrad erst nach einer zwischenzeitlichen Renteneinstellung wieder ein rentenbegründendes Ausmass, und liegen zwischen Renteneinstellung und erneutem Anspruch mehr als drei Jahre, ist das einjährige Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG erneut zu absolvieren. Ein bestehender Rentenanspruch entsteht sodann erst ab dem Zeitpunkt der tatsächlichen Verschlechterung bzw. der Wiederaufnahme der Arbeitsunfähigkeit und nach Ablauf der gesetzlichen Karenzfrist.

Vorliegend kann der Invaliditätsgrad erst im November 2019 wieder ein rentenbegründendes Ausmass erreicht haben. Damit sind zwischen Renteneinstellung und erneutem Rentenanspruch mehr als drei Jahre vergangen, weshalb das Wartejahr nochmals absolviert werden muss. In Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG sowie unter Berücksichtigung der Wiederanmeldung im Oktober 2018 ist frühestmöglicher Zeitpunkt des Rentenbeginns der 1. November
Im Falle einer Neuanmeldung nach einem mangels rentenbegründender Invalidität ablehnenden Entscheid sind die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG und die sechsmonatige Wartefrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG erneut zu bestehen (BGE 142 V 547 E. 3.1 ff.; Urteil des BGer 9C_909/2017 vom 3. Mai 2018 E. 2; Urteil des BVGer C-5466/2020 vom 7. März 2023 E. 4.6). Mit Blick auf die im Oktober 2012 eingereichte Neuanmeldung sind daher vorliegend Leistungsansprüche ab April 2013 zu prüfen (vgl. Urteil C-8284/2015 E. 3.2).
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1). Da ein Rentenanspruch mit rechtskräftig gewordener Mitteilung vom 14. Oktober 2014 (IV-act. 79) abgewiesen worden war, entsteht ein allfälliger Rentenanspruch aufgrund der Wiederanmeldung vom 19. Januar 2021 vorliegend bei erfülltem Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG mit Ablauf der Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG per 1. Juli 2021 (vgl. BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3). Demnach sind die Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar, da die angefochtene Verfügung einen noch unter Geltung des alten Rechts entstandenen Rentenanspruch zum Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101), und werden nachfolgend in dieser Fassung zitiert. Hingegen ist der per 1. Januar 2022 in Kraft getretene neu gefasste Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) betreffend Gutachten als Verfahrensvorschrift sofort und somit vorliegend anwendbar, da er im Zeitpunkt der Gutachtenserstellung bereits in Kraft war.   In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und in Art.

N481.Invaliditätsbeginn bei völliger Erwerbsunfähigkeit seit 18

Liegt völlige Erwerbsunfähigkeit seit dem 18. Geburtstag vor, kann der Eintritt der Invalidität für den Rentenfall – gestützt auf Art. 28 Abs. 1 LAI – ein Jahr nach Vollendung des 18. Lebensjahrs angesetzt werden (vgl. Entscheid betreffend Festlegung des Invaliditätszeitpunkts).

3a, mais d’une simplification purement arithmétique (arrêt du Tribunal fédéral 8C_111/2023 du 12 octobre 2023 consid. 6.2 et les références). 10.7 En l’espèce, l’intimé a considéré que l’absence d’activité professionnelle du recourant avant son atteinte à la santé ne reflétait pas sa volonté hypothétique et qu’en conséquence, il convenait de lui reconnaître le statut d’actif. L’intimé a également estimé qu’en l’absence d’activité exercée avant et après la survenance de l’invalidité, il était nécessaire de déterminer les revenus avec et sans invalidité sur la même tabelle statistique, si bien que le taux d’invalidité se confondait avec la capacité de travail raisonnablement exigible dans une activité adaptée. Ces appréciations, qui ne sont pas contestées, apparaissent correctes, si bien qu’il n’y a pas lieu de s’en écarter. On ajoutera que dans la mesure où le recourant a eu 18 ans le 23 avril 2013 et que sa capacité de travail est entièrement nulle depuis lors (ci-dessus : consid. 9), l’invalidité – pour le cas d’assurance « rente » – est survenue le 23 avril 2014 (cf. art. 28 al. 1 LAI ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_510/2020 du 2 novembre 2020 consid. 2.2). Pour le surplus, il n’est pas contesté que le recourant ne présentait pas, à cette date, un minimum de trois années de cotisations AVS, si bien qu’en application de l’art. 36 al. l LAI, il ne peut pas prétendre à une rente d’invalidité ordinaire. 11.         Il reste à examiner si en tant que ressortissant étranger, le recourant répond aux critères d’octroi d’une rente entière d’invalidité extraordinaire en application de l’art. 39 al. 3 LAI. 11.1 On rappellera que les termes de l’art. 39 al. 3 LAI (« remplissaient comme enfants les conditions fixées à l’art. 9 al. 3 ») visent, d'une part, les exigences relatives à l'année entière de cotisations et aux années de résidence en Suisse du ressortissant étranger, respectivement de son père ou de sa mère (conditions d'assurance). Ils impliquent, d'autre part, que l'intéressé a bénéficié ou aurait pu bénéficier de mesures de réadaptation, soit que le droit à ces mesures lui a été ou aurait pu lui être reconnu, parce qu'il satisfaisait ou aurait pu satisfaire aux conditions matérielles de la prestation de réadaptation visée par l'art.
3a, mais d’une simplification purement arithmétique (arrêt du Tribunal fédéral 8C_111/2023 du 12 octobre 2023 consid. 6.2 et les références). 10.7 En l’espèce, l’intimé a considéré que l’absence d’activité professionnelle du recourant avant son atteinte à la santé ne reflétait pas sa volonté hypothétique et qu’en conséquence, il convenait de lui reconnaître le statut d’actif. L’intimé a également estimé qu’en l’absence d’activité exercée avant et après la survenance de l’invalidité, il était nécessaire de déterminer les revenus avec et sans invalidité sur la même tabelle statistique, si bien que le taux d’invalidité se confondait avec la capacité de travail raisonnablement exigible dans une activité adaptée. Ces appréciations, qui ne sont pas contestées, apparaissent correctes, si bien qu’il n’y a pas lieu de s’en écarter. On ajoutera que dans la mesure où le recourant a eu 18 ans le 23 avril 2013 et que sa capacité de travail est entièrement nulle depuis lors (ci-dessus : consid. 9), l’invalidité – pour le cas d’assurance « rente » – est survenue le 23 avril 2014 (cf. art. 28 al. 1 LAI ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_510/2020 du 2 novembre 2020 consid. 2.2). Pour le surplus, il n’est pas contesté que le recourant ne présentait pas, à cette date, un minimum de trois années de cotisations AVS, si bien qu’en application de l’art. 36 al. l LAI, il ne peut pas prétendre à une rente d’invalidité ordinaire. 11.         Il reste à examiner si en tant que ressortissant étranger, le recourant répond aux critères d’octroi d’une rente entière d’invalidité extraordinaire en application de l’art. 39 al. 3 LAI. 11.1 On rappellera que les termes de l’art. 39 al. 3 LAI (« remplissaient comme enfants les conditions fixées à l’art. 9 al. 3 ») visent, d'une part, les exigences relatives à l'année entière de cotisations et aux années de résidence en Suisse du ressortissant étranger, respectivement de son père ou de sa mère (conditions d'assurance). Ils impliquent, d'autre part, que l'intéressé a bénéficié ou aurait pu bénéficier de mesures de réadaptation, soit que le droit à ces mesures lui a été ou aurait pu lui être reconnu, parce qu'il satisfaisait ou aurait pu satisfaire aux conditions matérielles de la prestation de réadaptation visée par l'art.

N482.Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei widersprüchlichen Gutachten

Bei widersprüchlichen oder uneinheitlichen medizinischen Gutachten ist der Beginn der Arbeitsunfähigkeit (und damit der Anspruchszeitpunkt) mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu stützen. Dabei kommt der Gerichtspraxis zufolge einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die möglichst echtzeitlich/kontemporan erfolgt ist (z. B. Arztberichte oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen), besonderes Gewicht zu; nachträgliche spekulative oder rein retrospektive Annahmen genügen regelmässig nicht.

Ces derniers n’allèguent pas, au demeurant, devoir assumer des tâches qui viendraient entraver leur fonctionnement professionnel. Enfin, eu égard à l’argument selon lequel une inégalité de traitement devrait être constatée au détriment des personnes se vouant au ménage, il convient de rappeler que le domaine du ménage ne comporte pas les exigences de rendement du secteur professionnel et permet une marge de manœuvre substantielle sur le plan organisationnel. Par conséquent, l’argument tendant au constat d’une inégalité de traitement peut être écarté. h) En définitive, il y a lieu de confirmer le degré d’invalidité de 3,5 % (1,5 % [6 x 0,25] pour l’entretien de l’appartement et 2 % [10 x 0,2] pour la lessive et l’entretien des vêtements) mis en évidence dans la sphère d’activité ménagère. 13. Compte tenu des considérants supra, le degré d’invalidité global de la recourante se monte à 51,75 % ([100 x 0,5] 1 [3,5 x 0,5]), arrondi à 52 %, ce qui ouvre le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité (cf. art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021). 14. a) Il convient en dernier lieu de déterminer à partir de quelle date la recourante est en droit de prétendre au versement de la prestation susmentionnée, singulièrement quand le délai d’attente d’un an prévu à l’art. 28 al. 1 let. b LAI est parvenu à échéance. Force est de constater que l’on dispose d’avis médicaux divergents quant au début de l’incapacité de travail de longue durée in casu. Le Dr C.________ a mentionné une incapacité totale de travail dès le 1er mars 2019 dans son rapport du 3 septembre 2020. Il a précisé subséquemment que « la maladie était déjà présente en 2018 avec une probable atteinte sous forme d’asthénie ». Quant au Centre hospitalier D.________, le Service d’hématologie du Département d’oncologie a indiqué une incapacité totale de travail « débutée en avril 2019 » sur questions de l’intimé du 17 février 2021. Il a toutefois établi des certificats d’arrêt de travail uniquement à compter du 21 janvier 2020. Par ailleurs, il ressort du rapport de prise en charge du Centre hospitalier D.
Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L'art. 28 al. 1 LAI prévoit que l'assuré a droit à une rente aux conditions cumulatives suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). c) A teneur de l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021), la rente est échelonnée selon le degré d'invalidité, un degré d'invalidité de 40 % au moins donnant droit à un quart de rente, un degré d'invalidité de 50 % au moins donnant droit à une demi-rente, un degré d'invalidité de 60 % au moins donnant droit à trois-quarts de rente et un degré d'invalidité de 70 % au moins donnant droit à une rente entière. 5. Concernant tout d'abord l'incapacité de travail de la recourante, le taux de 60% retenu dans la décision n'est pas contesté. Le grief de la recourante porte sur le moment de sa survenance. a) En date du 22 mars 2021, la Dre V.________ a fait état d'une incapacité de travail de 60% et de limitations fonctionnelles valables depuis le mois de novembre 2020. Dans son rapport médical du 25 février 2022, elle détaillait que la recourante avait toujours tenté de maintenir son activité au maximum raisonnable, sa capacité de travail de 40% apparaissant comme un maximum. Quant au Dr K.________, il retenait une incapacité de travail de 50% dès le 12 novembre 2020, évoluant en s'aggravant à 60% dès la fin du mois de janvier 2021 (certificat médical du 15 février 2021, rapport médical du 29 mars 2021).
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn der Versicherte während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung) ist. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_996/2010 vom 5. Mai 2011 E. 7.1).     Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden und auch eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit bedarf es somit regelmässig einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19.
Die Gutachter der medexperts konnten die retrospektive Arbeitsunfähigkeit nicht mit Sicherheit beantworten (vgl. IV-act. 189-9, 189-11). Eine das Wartejahr auslösende Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG wurde mit Bericht der behandelnden Ärzte der Kliniken C.___ vom 26. November 2015 mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 5. Oktober 2015 erstmals attestiert (IV-act. 56-3 f.). Der RAD notierte in seiner Stellungnahme vom 17. Mai 2016 nach Würdigung der verschiedenen Arztberichte, dass die von der Suva akzeptierte Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich auch für die Invalidenversicherung gelten solle (IV-act. 80). Gemäss den Angaben der Suva habe vom 5. Oktober 2015 bis 7. Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden und seit dem 8. Januar 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (IV-act. 88-1). Ein Rentenanspruch kann somit frühestens ab 1. November 2016 bestehen. Dies hat zur Folge, dass der mit der Beschwerdeantwort zugestandene befristete Rentenanspruch vom 1. November 2006 bis 31. Mai 2007 nicht bestätigt werden kann. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art.

N483.Rentenbeginn nach Wartejahr bei Rückwirkung

Eine nach einer früheren Verfügung eingetretene erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands kann einen Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG begründen. Soweit eine solche Verschlechterung erst nach einer vorangehenden Entscheidung feststeht, kommt Rückwirkung in Betracht; der Rentenbeginn kann ab dem Ende des einjährigen Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 IVG festgelegt werden, wenn die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Cette dernière intervention a permis d’améliorer les amplitudes de la cheville et de l’articulation sous-talienne, mais les douleurs persistaient et nécessitaient encore l’utilisation de béquilles pour les déplacements (cf. notes de consultation du Dr G.________ du 17 décembre 2018 ; rapport médical du Dr G.________ du 6 février 2019 ; notes de consultation du Dr G.________ du 29 avril 2019).                 Un séjour de rééducation intensive auprès de la F.________ au mois de juillet 2019 n’a pas non plus permis de réduire les douleurs. Celles-ci restaient invalidantes et intolérables à la marche sans l’aide d’une canne (cf. notes de consultation du Dr G.________ du 28 août 2019).                 Au vu de ce qui précède, il n’est pas contestable ni au demeurant contesté que le recourant a subi une nouvelle atteinte durable à sa santé somatique depuis la décision du 10 mars 2015, qui justifiait la reconnaissance d’une incapacité de travail totale dès le mois de juin 2018, le délai d’attente d’une année échéant au mois de juin 2019 (cf. art. 28 al. 1 LAI ; consid. 4.b ci-dessus).
Mit der rentenabweisenden Verfügung vom 16. März 2018, welche unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, hatte die Beschwerdegegnerin festgehalten, dass vor Ablauf des einjährigen Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe (Urk. 7/20/1). Es ist unstrittig, dass im Vergleich dazu eine anspruchserhebliche Verschlechterung der psychischen Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten ist und dem Beschwerdeführer nach der erneuten Anmeldung (vgl. dazu Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Auflage, Zürich 2022, Rz 120 zu Art. 30 vom 27. Juli 2018 (Urk. 7/25) und nach Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ab dem 1. Februar 2019 eine Rente zusteht.
Der vom orthopädischen PMEDA-Gutachter bereits auf Oktober 2018 festgesetzte Zeitpunkt der gesundheitlichen Verbesserung lässt sich zudem nicht leichthin mit den Umständen vereinbaren, dass der Beschwerdeführer am 1. Oktober 2018 verunfallte und sich dabei erhebliche Gesundheitsschäden zuzog (periprothetische Femurfraktur rechts; siehe den Notfallbericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am KSSG vom 2. Oktober 2018, IV-act. 112-82 f.), die u.a. eine am 10. Oktober 2018 durchgeführte Operation (IV-act. 112-87 f.) mit mehrwöchiger Rekonvaleszenzphase zur Folge hatte (siehe zum Ganzen sowie zur stationären Rehabilitationsmassnahme vom 18. Oktober bis 7. November 2018 den Bericht der Rehaklinik M.___ AG vom 7. November 2018, IV-act. 112-93 ff.). Die an der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am KSSG behandelnden medizinischen Fachpersonen bescheinigten im Übrigen erst ab Anfang Mai 2019 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit mit weiterer Steigerungsmöglichkeit (Bericht vom 9. April 2019, IV-act. 112-105).  Das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) war damit am 1. Februar 2018 erfüllt. Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte am 3. August 2017 (IV-act. 4). Die sechsmonatige Frist von Art. 29 Abs. 1 IVG endete anfangs Februar 2018, womit ein allfälliger Rentenanspruch ab 1. Februar 2018 in Betracht fiele. Die Sache ist nach dem soeben Dargelegten zur retrospektiven Verlaufsbeurteilung der Arbeitsfähigkeit für die angestammte und eine leidensangepasste Tätigkeit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Des Weiteren ist die zwischen den Parteien umstrittene Höhe des Invalideneinkommens zu prüfen. Soweit der Beschwerdeführer kritisiert, die nachträgliche Erhöhung des im Vor­bescheid berücksichtigten Invalideneinkommens stelle ein widersprüchliches Verhalten dar (act. G 14, Rz 7), übersieht er, dass im Beschwerdeverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 61 lit. c ATSG) und das Versicherungsgericht bei seiner Beurteilung ohnehin nicht an die Rechtsauffassung der Beschwerdegegnerin gebunden ist, sondern das Recht von Amtes wegen anwendet (BGE 133 V 200 E.

N484.Behandelbarkeit und Eingliederungsfähigkeit

Die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung schliesst einen Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht automatisch aus. Entscheidend ist vielmehr, ob durch Behandlung oder sonstige Eingliederungsmassnahmen eine realistische Eingliederungsfähigkeit erreicht werden kann.

Mai 2023 zwar aus, unter Einhaltung einer Abstinenz wäre der Gesundheitszustand von A. sicherlich verbesserbar (vgl. IV-act. 80 S. 6). Ob damit jedoch eine Eingliederungsfähigkeit hätte herbeigeführt werden können, ist zu bezweifeln. Denn so hielt die RAD-Ärztin weiter fest, die Prognose scheine aufgrund des langjährigen Verlaufs mit diversen Organschädigungen eher ungünstig (vgl. ebenda). Insofern erscheint die auferlegte Alkoholabstinenz aufgrund der bereits eingetretenen, anerkanntermassen schwerwiegenden Folgeschäden (vgl. IV-act. 80 S. 9) auch in prognostischer Hinsicht überwiegend wahrscheinlich nicht eingliederungswirksam, da sich diese auch durch eine Abstinenz nicht beheben liessen. Soweit die Beschwerdegegnerin zudem aufgrund des grundsätzlich behandelbaren Abhängigkeitssyndroms auf eine (medizinische) Eingliederungsfähigkeit schliesst (vgl. angefochtene Verfügung vom 16. September 2024 [IV-act. 79 S. 4]), ist ihr entgegenzuhalten, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit einen Rentenanspruch nicht per se ausschliesst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2).

N485.Wartejahr bei vorbestehender Arbeitsunfähigkeit

Erfüllt die versicherte Person die für Art. 28 IVG erforderliche Arbeitsunfähigkeit bereits vor der Anmeldung, kann das Wartejahr bereits vor Eingang des Leistungsbegehrens ablaufen; der Rentenanspruch kann demnach ab dem Ende dieses Jahres entstehen. Für die Beurteilung ist der Zeitpunkt des Eintritts der relevanten Arbeitsunfähigkeit massgeblich, sodass Anmelde- und Verfahrensdaten für die konkrete Rechtsanwendung (intertemporale Fragen) relevant sein können.

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). - Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Eintritt des Versicherungsfalls jedoch weiterhin in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelt; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2016, IV 2013/572 E. 6.4). Eine (anhaltende) Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin relevanten Ausmasses ist gemäss dem jüngsten Gutachten vom 3. April 2020 ab April 2017 anzunehmen. Ein Wartejahr ist demnach im April 2018 abgelaufen. Dass keine beruflichen Massnahmen mehr unternommen wurden, lässt sich bei den vorliegenden Gegebenheiten nicht beanstanden. Bei einem Invaliditätsgrad von 44 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente. Angesichts der Anmeldung vom April 2016 steht Art. 29 Abs. 1 IVG einer Auszahlung ab April 2018 nicht im Weg.   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 22. Juli 2021 teilweise gutzuheissen und der Beschwerdeführerin ist ab 1. April 2018 eine Viertelsrente zuzusprechen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens (für die Kostenfolgen als voll zu betrachtendes Obsiegen der Beschwerdeführerin) sind die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art.
Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 8. Januar 2007 (IV-act. 10-9), den echtzeitlich ausgefüllten Unfallschein (IV-act. 3-2) sowie die RAD-Stellungnahme vom 2. Juli 2007, wonach seit 10. Mai 2005 eine volle Arbeitsunfähigkeit für die angestammte ausschliesslich stehende Tätigkeit bestand (IV-act. 23-3) könnte mit Dr. J.___ davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bereits 2005 eingetreten ist (vgl. IV-act. 257-87). In diesem Fall wäre das Wartejahr gemäss Art. 28 IVG zum Zeitpunkt der IV-Anmeldung der Beschwerdeführerin bereits erfüllt gewesen. Ob das Wartejahr schon vor dem 29. November 2007 abgelaufen ist, kann indes aus den nachstehenden Gründen offen bleiben.
continuativamente fino ad ora la capacità lavorativa nell’attività abituale sia nulla.”                                            Questo Tribunale non ha alcun motivo per scostarsi dalle convincenti conclusioni della dr.ssa med. __________ secondo cui già dal mese di maggio 2018, e dunque quando era ancora alle dipendenze della __________ e faceva parte della cerchia degli assicurati, l’interessata fosse completamente inabile al lavoro. Del resto, questa conclusione ha una rilevanza anche in ambito AI, giacché è a partire da tale data che inizia l’anno d’attesa per poter avere diritto ad una rendita (art. 28 LAI). Se la perita non avesse ritenuto convincente quanto stabilito dai medici curanti, a non averne dubbio, se ne sarebbe scostata. Ciò vale a maggiore ragione se si pensa che la valutazione di una completa incapacità lavorativa già dal mese di maggio 2018 è stata avvallata anche dai medici del servizio medico regionale (SMR).                                            A proposito del medico SMR non va dimenticato che per l’art. 59 cpv. 2bis LAI i servizi medici regionali sono a disposizione degli uffici AI per valutare le condizioni mediche del diritto alle prestazioni, stabiliscono la capacità funzionale dell'assicurato - determinante per l'AI secondo l'articolo 6 LPGA - di esercitare un'attività lucrativa o di svolgere le mansioni consuete in una misura ragionevolmente esigibile e sono indipendenti per quanto concerne le decisioni in ambito medico nei singoli casi.                                          Scopo e senso del disposto come pure dell’art. 49 OAI risiedono nella possibilità, per gli uffici AI, di fare capo a propri medici per la valutazione degli aspetti sanitari del diritto alla rendita.

N486.Fachärztliche Beurteilung psychischer Beeinträchtigungen

Bei geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen ist für die Feststellung einer rentenbegründenden Gesundheitsschädigung in der Regel eine fachärztliche (psychiatrische) Beurteilung erforderlich; die Diagnose ist lege artis zu begründen und anerkannte Klassifikationssysteme (z. B. CIM/DSM) heranzuziehen. Diese Anforderungen gelten im Rahmen der Anspruchsprüfung nach Art. 28 Abs. 1 IVG.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). 4.2.2 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 127 V 294 consid. 4c ; 102 V 165 consid. 3.1 ; VSI 2001 p. 223 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). La reconnaissance de l’existence d’une atteinte à la santé psychique suppose la présence d’un diagnostic émanent d’un expert (psychiatre) et s’appuyant selon les règles de l’art sur les critères d’un système de classification reconnu, tel le CIM ou le DSM-IV (ATF 143 V 409 consid. 4.5.2 ; 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1 ; 130 V 396 consid.
On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1 et les références citées). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose également la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). Toutes les affections psychiques doivent en principe faire l'objet d'une procédure probatoire structurée au sens de l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). 3.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). L'évaluation du taux d'invalidité se fait sur la base de quatre méthodes dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente, la méthode ordinaire, la méthode spécifique, la méthode mixte et la méthode extraordinaire. Pour déterminer la méthode applicable au cas particulier, il faut à chaque fois se demander ce que la personne assurée aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue.
Folglich sind die Gesetzesgrundlagen in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 – 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad von 40 – 50 % gelten prozentuale Anteile zwischen 25 % und 47.5 % (Abs. 4). 3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 145 V 215 E.
3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

N487.Rückweisung zur Ergänzung der Abklärung

Fehlen für den Rentenbeginn oder eine behauptete Verschlechterung noch verwertbare Feststellungen, kann die Behörde die Akten zur Ergänzung der Abklärung zurückweisen; auch eine erneute medizinische Begutachtung kann dann entscheidungsrelevant sein. Wenn die vorhandenen Akten bzw. ein Gutachten eine Verschlechterung nicht belegen, kann das Leistungsbegehren abgewiesen werden.

In particolare, un siffatto rinvio appare in generale giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid. 2.3 con rinvii; cfr. pure sentenza del TAF C- 1621/2020 consid. 9.3). 6.4 Infine va evidenziato che la rendita intera d'invalidità accordata dal 1° agosto 2020 al 31 dicembre 2020 va considerata già acquisita, non essendo stata contestata e non risultando elementi agli atti che possano mettere in dubbio le ripercussioni dello stato di salute sulla capacità lavorativa accertate dall'autorità inferiore per questo periodo. Tuttavia questo Tribunale non può attribuire il citato diritto in questa sede in quanto va ancora accertato in sede amministrativa se eventualmente il diritto non decorre già in precedenza da marzo 2020 (sei mesi dopo la presentazione della domanda, nel settembre 2019, art. 29 cpv. 1 LAI e un anno dalla decorrenza dell'incapacità lavorativa rilevante per l'invalidità, anno d'attesa, art. 28 LAI; DTF 135 V 148 consid. 5) 6.5 Per il resto, il ricorrente, reso edotto da questo Tribunale della possibilità che il rinvio degli atti di causa all'autorità inferiore per complemento dell'istruttoria e nuova decisione avrebbe anche potuto comportare la resa di un nuovo provvedimento da parte dell'amministrazione a suo detrimento e concessagli pertanto la facoltà d'eventualmente ritirare il gravame (v. il provvedimento del Tribunale amministrativo federale del 30 ottobre 2023 [doc. TAF 23]), ha comunicato a questo Tribunale di voler mantenere il proprio ricorso (v. la presa di posizione del 14 novembre 2023 [doc. TAF 25]). 7. 7.1 Visto l'esito del ricorso, non sono prelevate spese processuali (art. 63 PA). L'anticipo equivalente alle presumibili spese processuali di CHF 800.- versato il 23 novembre 2022, sarà restituito al ricorrente allorquando la presente sentenza sarà cresciuta in giudicato. 7.1 Ritenuto che l'insorgente è rappresentato in questa sede da un mandatario professionale, si giustifica altresì l'attribuzione di spese ripetibili (art.
Entscheid Versicherungsgericht, 26.05.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 17 ATSG; Art. 28 IVG: Nach einer Wiederanmeldung wurde der Beschwerdeführer psychiatrisch begutachtet. Gegen das Gutachten wurden sowohl formelle (Befangenheit) als auch inhaltliche Mängel (Diagnosen, Arbeitsfähigkeitsschätzung) vorgebracht. Diese sind mit Blick auf die übrigen medizinischen Akten nicht ausgewiesen. Auf das Gutachten ist abzustellen. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes erscheint für den Zeitraum zwischen der Referenzlage und der angefochtenen Verfügung nicht nachgewiesen. Die Beschwerdeführerin hat das erneute Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Mai 2021, IV 2019/129). Entscheid vom 26. Mai 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2019/129 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St.

N488.Abklärung, Mitwirkung und Beweiswert ärztlicher Berichte

Für den Zuspruch einer Rente nach Art. 28 IVG ist die Abklärungspflicht sowie die Mitwirkung der versicherten Person von Bedeutung. Dies schliesst die Auskunfts- und Mitwirkungspflichten nach Art. 43 ATSG ein. Bei der Beurteilung sind der massgebende Beweisgrad (überwiegende Wahrscheinlichkeit) sowie der Beweiswert ärztlicher Berichte zu berücksichtigen.

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 145 V 215 E. 5, 143 V 409 und 418, 141 V 281) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Abklärung (Art. 43 ATSG), insbesondere der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten der versicherten Person (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. hierzu auch nicht publ. E. 3.3 des Urteils BGE 139 V 585, veröffentlicht in SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21), des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (E. 1 hiervor; BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.

N489.Beweiskraft des ABI-Gutachtens

Ein ABI-Gutachten, das eine volle leidensadaptierte Arbeitsfähigkeit ausweist, wird im Anspruchsentscheid als beweiskräftig angesehen.

Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2021 Art. 28 Abs. 3 IVG: ABI-Gutachten, welches eine volle leidensadaptierte Arbeitsfähigkeit ausweist, ist beweiskräftig. Wegen einer Rückenoperation besteht ein Anspruch auf eine befristete ganze Rente, im Übrigen besteht kein Rentenanspruch. Anwendung der gemischten Methode mit hoher Gewichtung des Haushaltsanteils. Im Erwerbsbereich Prozentvergleich. Offengelassen, ob Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt wäre. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2021, IV 2020/50). Entscheid vom 19. November 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2020/50 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Heer, Degersheimerstrasse 6, Postfach 354, 9230 Flawil, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N490.Polydisziplinäre Gutachten und Rentenentscheide

Polydisziplinäre Gutachten können — je nach Ergebnis — eine ganze oder eine teilweise Rente begründen; in einem Fall führte ein polydisziplinäres Gutachten zu einer ganzen Rente wegen eines schwerst chronifizierten Schmerzsyndroms mit Benzodiazepin‑Abhängigkeit, in einem anderen zu einer halben Rente und in einem weiteren wurde ein Rentengesuch trotz polydisziplinärem Gutachten abgewiesen.

Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2023 Art. 28 IVG. Invalidenrente. Gerichtsgutachten. Aufgrund der durch eine polydisziplinäre Begutachtung begründeten 100%igen Arbeitsunfähigkeit infolge eines schwerst chronifizierten Schmerzsyndroms und einer Benzodiazepin-Abhängigkeit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2023, IV 2020/56). Entscheid vom 12. April 2023 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Jeannine Wiessner-Bodmer Geschäftsnr. IV 2020/56 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, advokatur rechtsanker, Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2021 Art. 28 IVG. Polydisziplinäres Gutachten als beweiskräftig erachtet. Prozentvergleich. Festlegung des Rentenbeginns. Nach Ablauf des Wartejahres resultiert ein Anspruch auf eine halbe Rente. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2021, IV 2020/137). Entscheid vom 29. September 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Blättler Geschäftsnr. IV 2020/137 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Horschik, Schifflände 22, Postfach, 8024 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2021 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des polydisziplinären MZR-Gutachtens, worin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde, bejaht. Abweisung des Rentengesuchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2021, IV 2019/206). Entscheid vom 18. Mai 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2019/206 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Jakob, rtwp rechtsanwälte & notare, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N491.Ärztliche Einschätzung allein keine Revision

Eine neue ärztliche Einschätzung begründet nicht automatisch eine Revision im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG. Entscheidend ist, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse (insbesondere die Befundlage bzw. die erwerblichen Auswirkungen) tatsächlich verändert haben; eine bloss abweichende Diagnose oder eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts ist revisionsrechtlich unbeachtlich.

Dabei verglich es in einem ersten Schritt den Gesundheitszustand, wie er zum Zeitpunkt der Rentenaufhebungsverfügung vom 17. Oktober 2018 ausgewiesen war, mit demjenigen, wie er sich anlässlich der neuen Rentenverfügung vom 28. Juni 2022 präsentierte. In Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen und in Würdigung der Akten gelangte es zur Überzeugung, dieser sei im Wesentlichen unverändert geblieben. Soweit von ärztlicher Seite neu eine andere Arbeitsfähigkeitseinschätzung abgegeben werde als der Rentenaufhebungsverfügung vom 17. Oktober 2018 zu Grunde liegend, handle es sich lediglich um eine revisionsrechtlich unbeachtliche andere Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts. Dementsprechend habe die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers abweisen dürfen. Allein im Sinne einer Zusatzbegründung bestimmte das Gericht alsdann den Invaliditätsgrad, wie er bei erstmaliger Anmeldung zum Leistungsbezug zu bemessen wäre, ohne dabei auf einen anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende 2021 gültigen Fassung sowie neu Art. 28b Abs. 4 IVG) zu gelangen.
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) und die bei der IV-Neuanmeldung der versicherten Person analog anwendbaren Revisionsregeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 141 V 9 E. 2.3 und 585 E. 5.3) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (BGE 144 I 103 E. 2.1, 141 V 9 E. 2.3). Zudem genügen weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens, um auf einen geänderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (SVR 2022 IV Nr. 19 S. 60, 9C_212/2021 E. 4.4.1; Urteil 8C_190/2022 vom 19. August 2022 E. 2.3.2 mit Hinweis).
Mai 2021 den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneinte. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzesüber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Die Invalidenrente bemisst sich nach dem Grad der Invalidität: Bei einem IV-Grad von mindestens 40 % besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. 3.2.1. Tritt die Verwaltung wie vorliegend auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und zu prüfen, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist (BGE 130 V 71, 73 E. 3.1.). Sie hat somit analog einem Revisionsfall nach Art. 17 ATSG vorzugehen. Gemäss dieser Bestimmung wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9, 10 f. E. 2, BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343. 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich und stellt keinen Revisionsgrund dar (BGE 115, V 308, 313 E.

N492.Periodengerechte Rentenprüfung und Übergangsrecht

Bei gemischten oder zeitlich gestaffelten Sachverhalten ist der Rentenanspruch periodengerecht zu prüfen: Für Zeiträume, deren rechtserhebliche Tatsachen vor dem 1. Januar 2022 liegen, sind die bis 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen anzuwenden; für spätere Perioden gelten die seit 1. Januar 2022 geltenden Regeln (insbesondere Art. 28b IVG). Übergangsrechtliche Vorschriften bzw. Übergangsfristen (vgl. einschlägige Übergangsregelungen, z.B. Art. 88a IVV / Kreisschreiben) können eine zeitlich befristete Fortzahlung bewirken. In der Praxis sind daher Umrechnungen bzw. Übergangstabellen und revisionsrechtliche Prüfungen (bei sukzessiver Verschlechterung oder Verbesserung des Invaliditätsgrades) regelmässig erforderlich, weil frühere Teilrenten für die künftige Bemessung oder Anpassung relevant sein können.

In Anwendung dieses intertemporalrechtlichen Hauptsatzes ist bei einem dauerhaften Sachverhalt, der – wie hier – teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung eingetreten ist, der Anspruch auf eine Invalidenrente für die erste Periode nach den altrechtlichen Bestimmungen und für die zweite Periode nach den neuen Normen zu prüfen. Besondere übergangsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323, 328 E. 4.2; zur Publikation vorgesehenes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 2.2.). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung haben u.a. Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können und während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Laut Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 massgebenden Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2.4. Gestützt auf den seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruches in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung bezüglich des übergangsrechtlich anwendbaren Rechts im Hinblick auf das am 1. Januar 2022 in Kraft getretene revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20; Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535) richtig dargelegt (BGE 148 V 174 E. 4.1). Gleiches gilt betreffend die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 IVG), die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 lit. b IVG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG), die bei der IV-Neuanmeldung der versicherten Person analog anwendbaren Revisionsregeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 144 I 103 E. 2.1, 141 V 9 E. 2.3, 585 E. 5.3), den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) und den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten (E. 1 hiervor; BGE 125 V 351 E. 3a; vgl. auch BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Darauf wird verwiesen.
3 der Übergangsbestimmungen werden Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 30. Altersjahr noch nicht vollendet haben, die Regelung des Rentenanspruchs nach Artikel 28b IVG spätestens 10 Jahre nach Inkrafttreten dieser Änderung angewendet. In anderen Worten werden laufende Renten von versicherten Personen, welche am 1. Januar 2022 das 30. Altersjahr noch nicht erreicht haben (Jahrgänge 1992 bis 2003), soweit sie nicht vorher nach Rz. 9105 KSIR ins neue Rentensystem überführt wurden, am 1. Januar 2032 ins neue stufenlose Rentensystem (Art. 28b IVG) überführt (Rz. 9107 KSIR). 3.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen wie auch der seit 1. Januar 2022 geltenden Version des IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die u. a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. 3.3. 3.3.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.3.2. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.4. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (sowohl in der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung, als auch in der seit 1. Januar 2022 geltenden Version) frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende 2021 anwendbaren Fassung hat die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Gemäss diesen seither neu in Kraft stehenden Bestimmungen wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b IVG in der ab 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung). Bei einem IV-Grad ab 70% besteht weiterhin Anspruch auf eine ganze IV-Rente. Bei einem IV-Grad von 50-69% entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Absätze 2 und 3). Bei einem IV-Grad von unter 50% gelten prozentuale Anteile zwischen 25% und 47,5% (Absatz 4). Welche materiellen Rechtssätze bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 466 E.
Oktober 2017 (zum Beginn des Rentenanspruchs vgl. E. 4.1) bis 30. November 2018 anzunehmen ist (zu den Arbeitsunfähigkeiten vgl. E. 3.9), resultiert nach dem Gesagten ein Invaliditätsgrad von 100 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40 %, wie er im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2019 vorgelegen hat (vgl. E. 3.9), ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 64 % (100 % - [90 % x 40 %]) und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung), wobei dem Beschwerdeführer aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV die ganze Rente noch bis zum 28. Februar 2019 auszuzahlen ist. Bei der ab dem 1. Mai 2019 geltenden Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. dazu E. 3.9) ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 28 % (100 % - [90 % x 80 %]), womit ein Rentenanspruch entfällt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung). Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die Dreiviertelsrente jedoch noch bis zum 31. Juli 2019 geschuldet. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ab dem 1. August 2019 besteht kein Rentenanspruch mehr.   Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung des Rentenbetrags ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs.

N493.Standardisierte Indikatoren bei Eingliederungsprüfungen

Bei der Prüfung, ob die Reintegrationsmöglichkeiten im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter ausgeschöpft sind, ist bei psychischen Störungen ein strukturiertes Vorgehen mit standardisierten Indikatoren anzuwenden. Anhaltspunkte und funktionale Auswirkungen psychischer Störungen sind mithilfe solcher Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei nachzuweisen, damit Entscheide über das Erschöpftsein der Eingliederungsmöglichkeiten und die invalidisierenden Folgen getroffen werden können.

7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). À droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 2.3 Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté ; la mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (ATF 102 V 165 ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 786/04 du 19 janvier 2006 consid. 3.1). En 2017, le Tribunal fédéral a modifié sa pratique lors de l'examen du droit à une rente d'invalidité en cas de troubles psychiques. La jurisprudence développée pour les troubles somatoformes douloureux, selon laquelle il y a lieu d'examiner la capacité de travail et la capacité fonctionnelle de la personne concernée dans le cadre d'une procédure structurée d'administration des preuves à l'aide d'indicateurs (ATF 141 V 281), s'applique dorénavant à toutes les maladies psychiques.
La reconnaissance d'un taux d'invalidité fondant le droit à une rente ne sera admise que si, dans le cas d'espèce, les répercussions fonctionnelles de l'atteinte à la santé médicalement constatée sont établies de manière concluante et exempte de contradictions, et avec (au moins) un degré de vraisemblance prépondérante, à l'aide des indicateurs standards. Si tel n'est pas le cas, c'est à la personne assurée de supporter les conséquences de l'absence de preuve (c. 6). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande.

N494.Polydisziplinäre Gutachten und Restarbeitsfähigkeit

Bei Neuanmeldung, Wiederanmeldung oder Neubeurteilung können polydisziplinäre Gutachten entscheidende Beweiskraft für die Feststellung der Restarbeitsfähigkeit und damit für den Rentenanspruch bzw. die zugrundeliegenden Berechnungsgrundlagen haben.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2024 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Neuanmeldung nach Abweisung. Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens bejaht. Kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. August 2024, IV 2023/170). Entscheid vom 15. August 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Jakob Geschäftsnr. IV 2023/170 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 17 ATSG; Art. 28 IVG: Wiederanmeldung. Gemäss unbestrittenem polydisziplinären Gutachten liegt aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % vor. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf ausgeglichenem Arbeitsmarkt gegeben. Kein Abzug vom Invalidenabkommen wegen Leidens, Teilzeittätigkeit, langjähriger Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, mangelnder Deutschkenntnisse, fehlender Qualifikation und Ausländerstatus (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2021, IV 2020/43). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_703/2021. Entscheid vom 15. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz) und Michaela Machleidt Lehmann, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/43 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gandi Calan, Anwaltskanzlei & Notariat Calan, Obere Bahnhofstrasse 26a, 9500 Wil SG, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
également : Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l’assurance-invalidité (AI), Genève, Zurich, Bâle, 2011, p. 342, n. 1234 et 11235). d) La règle de l’art. 29bis RAI s’applique seulement lorsque l’atteinte à la santé qui donné naissance au droit s’est réactivée et provoque un regain d’invalidité de degré élevé qui a duré trente jours consécutifs au moins. Elle n’est en revanche pas applicable lorsque l’assuré, autrefois bénéficiaire d’une rente d’invalidité, subit une nouvelle invalidité à la suite d’une maladie ou d’un accident qui n’était pas à l’origine de l’invalidité pour laquelle la rente avait été précédemment allouée. Il en va de même lorsque la rente avait été refusée en raison d’un degré d’invalidité insuffisant et qu’il y a par la suite une aggravation de l’atteinte à la santé. Il s’agit alors d’un nouveau cas d’assurance, de sorte que le délai d’attente de trois cent soixante-cinq jours recommence à courir (cf. Michel Valterio, Commentaire de la loi sur l’assurance-invalidité, Genève/Zurich/Bâle 2018, n° 18 ad. art. 28 LAI, p. 393, et références citées). 6. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales qu’il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.

N495.Neuanmeldung bestimmt frühesten Rentenbeginn

Für den frühestmöglichen Rentenbeginn ist der Eintritt des leistungsbegründenden Sachverhalts (Art. 28 Abs. 1 IVG) massgeblich; daran knüpft die sechsmontige Karenzfrist an. Das Datum der Neuanmeldung ist für die Berechnung dieser Frist relevant und kann somit den frühestmöglichen Rentenbeginn bestimmen.

Für die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist der Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Der Rentenanspruch entsteht grundsätzlich – vgl. bereits E. 2.2.2 hiervor – frühestens mit Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung (Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 ATSG) auf den Zeitpunkt, in dem mit Erfüllung des leistungsbegründenden Sachverhalts (Art. 28 Abs. 1 IVG) der Versicherungsfall eingetreten ist (vgl. BGE 146 V 331 S. 337 f. E. 5.2). Mit Blick auf die im August 2021 erfolgte Neuanmeldung zum Leistungsbezug (AB 74) entstand der Rentenanspruch des Beschwerdeführers somit frühestens im Februar
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Ab­zugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 64 E. 5.2.1.1). 5.4 Frühestmöglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der Sechsmonatsfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Neuanmeldung vom Oktober 2020 (act. II 54) April 2021 (Art. 29 Abs. 3 IVG). Zu diesem Zeitpunkt war das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG abgelaufen (act. II 133.1/18 Ziff. 4.7). Der Einkommensvergleich ist auf das Jahr 2021 hin durchzuführen.

N496.Einkommensvergleich und Prozentvergleich

Bei Erwerbstätigen erfolgt die Bemessung des Invaliditätsgrades grundsätzlich anhand eines Einkommensvergleichs: Die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen sind ziffernmässig möglichst genau zu ermitteln und gegenüberzustellen. Lässt sich das Validen‑ oder Invalideneinkommen nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen, kann stattdessen ein Prozentvergleich angewendet werden.

Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2. März 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). Später eingereichte ärztliche Berichte sind aber zu berücksichtigen, wenn daraus Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2015, 9C_48/2015, E. 3.2.1). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. b). 3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden.
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Der Invaliditätsgrad ist durch Prozentvergleich (BGE 114 V 310 E. 3a S. 312 f.; Urteil 9C_804/2016 vom 10. April 2017 E. 2.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, S. 323 f.) zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 Prozent (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteile 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3; und 9C_100/2010 vom 23. März 2010 E. 2.1; BGE 104 V 135 E. 2b S. 137).
16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. Il découle de la notion d’invalidité que ce n’est pas l’atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c’est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). 3.3. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. Chez les assurés exerçant une activité lucrative, le taux d'invalidité doit être évalué sur la base d'une comparaison des revenus. Pour cela, le revenu que l'assuré aurait pu réaliser s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité (ATF 137 V 334 consid.

N497.Verwertbarkeit Restarbeitsfähigkeit bei Wiederanmeldung

Bei Wiederanmeldung ist die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt massgeblich. Im Verfahren können frühere Gutachten, Entscheide und zuvor getroffene Eingliederungsmassnahmen berücksichtigt werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 17 ATSG; Art. 28 IVG: Wiederanmeldung. Gemäss unbestrittenem polydisziplinären Gutachten liegt aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % vor. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf ausgeglichenem Arbeitsmarkt gegeben. Kein Abzug vom Invalidenabkommen wegen Leidens, Teilzeittätigkeit, langjähriger Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, mangelnder Deutschkenntnisse, fehlender Qualifikation und Ausländerstatus (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2021, IV 2020/43). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_703/2021. Entscheid vom 15. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz) und Michaela Machleidt Lehmann, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/43 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gandi Calan, Anwaltskanzlei & Notariat Calan, Obere Bahnhofstrasse 26a, 9500 Wil SG, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
Entscheid Versicherungsgericht, 01.03.2021 Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV, aArt. 88bis Abs. 2 lit. b IVV und aArt. 77 IVV (in der bis 31. Dezember 2011 gültigen Fassung). Beweiswert medizinischer Gutachten. Beweiskraft der beiden verlaufsgutachterlichen Beurteilungen bejaht, in denen eine gesundheitliche Verbesserung mit Wiederlangen einer vollständigen Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde, die zu einem nicht mehr rentenbegründenden Mindestinvaliditätsgrad führt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. März 2021, IV 2018/21). Entscheid vom 1. März 2021 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2018/21 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rentenrevision (Einstellung)
Dans ces circonstances, la Cour considère que, en ce qui concerne la période antérieure aux rapports d'expertise des 24 et 29 mai 2019, rien au dossier ne permet de faire fi des incapacités de travail totales attestées de manière continue, depuis le 31 janvier 2017, par les médecins en exercice à F.________ et le médecin généraliste J.________, lesquels étaient alors les seuls à suivre l'assuré et à connaître son état de santé. A l'inverse, les arrêts de travail complets au bénéfice desquels le Dr J.________ et la Dresse M.________ continuent de mettre leur patient au-delà du mois de mai 2019 (et jusqu'au 5 décembre 2019 en l'état des pièces du dossier; cf. rapports des 14 mai 2019 et 12 septembre 2019 du Dr J.________, in dossier AI, pièces 95 et 102; et rapport du 6 novembre 2019 de la Dresse M.________, in dossier AI, pièce 115) ne sont dorénavant plus suffisamment étayés, comme exposé ci-avant, face aux conclusions émises dans l'intervalle par les experts. 6.7. En résumé, la Cour de céans retient une capacité de travail nulle dans toute activité du 31 janvier 2017 (date du premier arrêt de travail) au 29 mai 2019 (date du dernier rapport d'expertise), puis une capacité de travail entière exigible dans une activité légère et adaptée. Ceci se traduit, en application des art. 28 LAI, 29 al. 1 LAI, 17 al. 1 LPGA et 88a al. 1 RAI, par l'octroi d'une rente d'invalidité entière limitée dans le temps du 1er janvier 2018 au 31 août 2019. En revanche, pour la période à partir du 1er septembre 2019, de la comparaison du revenu de valide, non contesté, fixé par l'OAI, dans sa décision du 7 novembre 2019, à CHF 63'375.- selon les indications fournies par l'employeur (cf. questionnaire daté du 22 janvier 2019 de E.________ SA, in dossier AI, pièce 74), avec celui d'invalide, non contesté, fixé par l'OAI à CHF 66'803.40 sur la base des données salariales statistiques (lesquelles comportent un large éventail d'activités légères existant sur le marché du travail sans exiger de formation particulière) de l'Office fédéral de la statistique, il ne résulte aucune perte de gain. Le taux d'invalidité est donc nul. Au demeurant, même si, par hypothèse, l'on opérait une déduction globale maximale de 25% sur le salaire statistique pour davantage tenir compte de l'ensemble des circonstances personnelles et professionnelles du cas particulier à titre de désavantage salarial (cf.

N498.Rundungspraxis bei Invaliditätsgraden

Rundungspraxis: Die Rechtsprechung rundet Invaliditätsgrade nach den in BGE 130 V 121 festgelegten Regeln auf ganze Prozentpunkte; dies kann dazu führen, dass durch die Rundung ein Anspruch auf eine Invalidenrente entfällt.

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78'992.20 und einem Invalideneinkommen von Fr. 66'070.20 resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 12'922.--, was einen rentenausschliessenden IV-Grad (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG) von gerundet 16 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und
La comparaison des revenus sans invalidité et avec invalidité ainsi obtenus aboutit à un taux d'invalidité de 38.93% ([4'523.03 - 2'762.30] x 100 : 4'523.03), arrondi à 39% selon les règles jurisprudentielles (ATF 130 V 121 consid. 3.2), n'ouvrant pas droit à un rente d'invalidité (art. 28 al. 2 LAI ; voir supra consid. 7.2).
% (vgl. E. 7.2 hiervor) per Juni 2019 ein rentenausschliessender (Art. 28 Abs. 2 IVG) Invaliditätsgrad von rund 35 % (34.86 %; zur Rundungspraxis vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und

N499.Rentenbeginn und rückwirkende Gewährung

Das Recht auf die Rente kann frühestens sechs Monate nach der Geltendmachung entstehen (Art. 29 IVG). Bei rückwirkender Gewährung sind die relevanten Zeitpunkte und die medizinischen Nachweise bis zum Erlass der Verfügung zu prüfen.

Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint hat. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung vom 6. September 2022 wegen der seit 30. März 2022 attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztzeugnisse Dr. med. D. [IV-act. 54 S. 11 ff.]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG frühestens ab dem 1. März 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern er bis dahin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Zu prüfen ist konkret, ob beim Beschwerdeführer das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war bzw. ob ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hinreichend abgeklärt worden ist. Im Rahmen dessen bestreitet der Beschwerdeführer sinngemäss die Anwendung der gemischten Methode sowie die (fehlende) Einschränkung im Haushaltsbereich.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                                             b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI).                               c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 1 et 3 LAI).   5.              a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI).   5.              Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut encore raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité).
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die (a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, (b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und (c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N500.Voraussetzungen für Invalidenrente

Voraussetzung für eine Invalidenrente ist, dass zumutbare Eingliederungsmassnahmen ausgeschöpft sind; dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig war; und dass sie nach Ablauf dieses Jahres mindestens zu 40 % invalid ist. Eine Rente wird nicht gewährt, solange Eingliederungsmöglichkeiten im Sinne von Art. 28 Abs. 1bis IVG nicht ausgeschöpft sind. Der Entstehungszeitpunkt des Anspruchs (z. B. frühestens nach Ablauf von sechs Monaten seit Geltendmachung) ist zu beachten.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.
November 2022 die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung finden (Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 2022, Rz 9102). 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3     1.3.1    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis am 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3.2    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Die Beschwerdegegnerin verneint einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 38 %. Sie geht, basierend auf der bidisziplinären Begutachtung durch Dr. D____ und Dr. E____, davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig wäre und kein Anlass zur Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn bestehe. 2.2. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sei ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen von 20 %, eventualiter von 15 % angemessen, sodass ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente resultiere. Im Sinne einer Eventualerwägung macht sie zudem geltend, der relevante Sachverhalt sei vorliegend nicht abschliessend geklärt. Sie befinde sich weiterhin in medizinischer und physiotherapeutischer Betreuung. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch zudem frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art.

N501.Funktionale Begründung bei Rentenanspruch

Bei der Prüfung des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG genügt die blosse Feststellung einer Diagnose nicht. Sachverständige müssen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwendung erkennen kann, inwiefern daraus konkrete funktionelle Folgen folgen (insbesondere für die verbleibende Erwerbsfähigkeit) und ob zumutbare Eingliederungsmassnahmen verlangt werden können. Die Gutachten sollen nachvollziehbar darlegen, ob die klassifikatorischen Voraussetzungen erfüllt sind und welche Einschränkungen für Voll- oder Teilzeitarbeit bestehen.

Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit toutefois pas pour admettre que celle-ci a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, compte tenu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel (ATF 142 V 106 c. 4.4). Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, compte tenu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (TF), le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'ancien art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, RO 2007 5129), l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.5 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir.
3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

N502.Anordnung neutraler fachärztlicher Begutachtung

Bei der Bemessung des Invaliditätsgrads können unbrauchbare oder lückenhafte medizinische Gutachten (z. B. infolge fehlender Dolmetschung, Abhängigkeitsverhältnissen oder mangelhafter Mitwirkung) das Gericht veranlassen, eine neue, neutrale fachärztliche Begutachtung anzuordnen. Entfällt eine solche Notwendigkeit, weil die Aktenlage eine abschliessende Beurteilung zulässt, kann auf eine erneute gerichtliche Expertise verzichtet werden.

La recourante n'a produit aucun rapport médical qui attesterait, sur la base d'éléments objectifs, que ses atteintes résiduelles l'entraveraient totalement dans l'exercice d'une activité adaptée, aux dates retenues par le SMR. Au vu de ce qui précède, la chambre de céans conclura que la capacité de travail de la recourante dans son activité habituelle était de 0% depuis le 15 juin 2009. En revanche, dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles, sa capacité de travail était de 100% du 1er décembre 2011 au 26 août 2013, du 13 août 2014 (consultation ambulatoire aux HUG ; dossier AI p. 500) au 17 novembre 2015, ainsi que depuis le 15 février 2017 (consultation ambulatoire de la douleur aux HUG ; dossier AI p. 652), mais de 0% du 27 août 2013 (opération ; dossier AI p. 390) au 12 août 2014 ainsi que du 18 novembre 2015 (opération ; dossier AI p. 1012) au 14 février 2017. Aussi, par appréciation anticipée des preuves (ATF 122 II 464 consid. 4a), est-il superflu de mettre en œuvre une nouvelle expertise judiciaire. 4.2 Reste à examiner le degré d'invalidité de la recourante. 4.2.1 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. Chez les assurés actifs, le degré d'invalidité doit être évalué sur la base d'une comparaison des revenus. Pour cela, le revenu que l'assuré aurait pu réaliser s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 8 al. 1 et art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s'effectue, en règle ordinaire, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité (méthode générale de comparaison des revenus ; ATF 128 V 29 consid. 1 ; 104 V 135 consid. 2a et 2b). Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment de la naissance du droit à la rente ; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à un même moment et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'au moment où la décision est rendue doivent être prises en compte (ATF 129 V 222 et 128 V 174).
Hinzu komme, dass keine Dolmetscherin zur Begutachtung beigezogen worden sei. Daher habe sich die Beschwerdeführerin nur in einfacher Form in der deutschen Sprache ausdrücken und komplexere Abläufe nicht schildern könne, was ihr zum Nachteil gereiche. Schliesslich gehe aus dem aktuellsten Bericht der Klinik F____ vom 1. Februar 2022 der Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen und ängstlich-vermeidenden Anteilen hervor. Dazu äussere sich der psychiatrische Experte Dr. E____ nicht. Aus all diesen Gründen könne nicht auf das psychiatrische Gutachten von Dr. E____ abgestellt werden. Es sei ein neutrales psychiatrisches Gutachten bei einem Experten, der wirtschaftlich nicht von der IV-Stelle abhängig sei, vom Gericht in Auftrag zu geben (vgl. Beschwerde vom 13. Dezember 2021, Replik vom 31. März 2022 und Triplik vom 7. Juni 2022). 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle zu Recht einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind.
Vor dem Hintergrund der während der psychiatrischen Begutachtung festgestellten Inkonsistenzen und der nachgewiesenen wahrscheinlichen Aggravation in der neuropsychologischen Testung, sei das Ergebnis der Konsensbesprechung ‑ wonach infolge unzureichender Mitwirkung der Beschwerdeführerin keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit belegbar sei ‑ nachvollziehbar und schlüssig, weshalb darauf abzustellen sei. 2.2. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, es bestehe eine über Jahre erhobene, dichte und fundierte Aktenlage, die ein konsistentes Bild von ihrem Gesundheitszustand gebe. Der neuropsychologischen Testung sei in Hinblick auf die Gesamtbegutachtung ein zu hoher Stellenwert eingeräumt worden und es könne nicht sein, dass ihr Leistungsbegehren letztendlich gestützt darauf abgewiesen werde. Der Widerspruch zwischen dieser Testung und der übrigen Aktenlage müsse anhand einer neuen Begutachtung geklärt werden. 3. 3.1. 3.1.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 3.1.2. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.1.3. Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6).

N503.Neuerliche Rentenprüfung nur bei Verschlechterung

Für eine neuerliche Prüfung eines Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG genügt nicht bloss die wiederholte Einreichung gleichlautender ärztlicher Berichte; die IV-Stelle prüft eine neue Anmeldung nur, wenn glaubhaft gemacht wird, dass sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise verändert oder eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.

Sollte der Beschwerdeführer eine relevante Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend machen wollen, ist es ihm unbenommen, sich bei der Beschwerdegegnerin erneut anzumelden. Bezüglich eines allfälligen befristeten Rentenanspruchs ist weiter die (auf somatische Beschwerden bezogene) Arbeitsfähigkeit im Verlauf zu prüfen. Der Beschwerdeführer hatte sich letztmals am 2. November 2017 zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin angemeldet (IV-act. 32). Die behandelnden Ärzte hatten dem Beschwerdeführer aufgrund einer linksseitigen Ischialgie bei grosser Rezidiv-Hernie L4/5 links und diesbezüglich am 28. September 2017 erfolgten Refenestration L4/5 links ab 7. August bis 16. November 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (IV-act. 39-9 ff., 39-14 f., 43). Am 24. Januar 2018 beurteilte Dr. C.___, der Beschwerdeführer sei als Lokführer zwar nicht mehr arbeitsfähig, eine adaptierte Tätigkeit sei ihm jedoch für zwei bis vier Stunden täglich zumutbar (IV-act. 52). Dr. E.___ beurteilte am 16. April und 8. Juni 2018, mithin noch vor Ablauf des Wartejahres i.S.v. Art. 28 Abs. 1 IVG, in einer adaptierten Tätigkeit sei von einer ca. 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 88). Aufgrund weiterhin bestehender Schmerzen unterzog sich der Beschwerdeführer am 22. Januar 2019 einem operativen Eingriff (IV-act. 120 f.). Wie bereits erwähnt, erachtete Dr. C.___ am 28. April 2019, also rund drei Monate postoperativ, dem Beschwerdeführer eine leichte wechselbelastende Tätigkeit für acht Stunden täglich zumutbar; dies ohne verminderte Leistungsfähigkeit (IV-act. 128). Dr. E.___ befand am 6.  Mai 2019, es sei nachvollziehbar, dass sich der Beschwerdeführer – entsprechend den Angaben von Dr. C.___ (IV-act. 129) – Ende April 2019 aufgrund der Operation vom Januar 2019 nur noch zu 80 % arbeitsfähig fühle. Innerhalb eines Zeitrahmens von höchstens sechs Monaten nach der Operation sollte jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bestehen. Dementsprechend sollte ab Ende April 2019 die Arbeitsfähigkeit schrittweise so gesteigert werden können (IV-act. 131).
Der Beschwerdeführer ist der Meinung seine gesundheitliche Situation habe sich verschlechtert und er sei nicht mehr arbeitsfähig. Er verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf den Bericht seines behandelnden Psychiaters Dr. med. F____ vom 3. September 2022. Es sei ihm daher eine Rente der Invalidenversicherung auszurichten. 2.2. Die Beschwerdegegnerin vertritt hingegen die Ansicht, gestützt auf den Bericht von Dr. med. F____ ergebe sich keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers. Vielmehr beschreibe der behandelnde Psychiater einen seit Jahren unveränderten Gesundheitszustand, weshalb eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht ausgewiesen sei. Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen bestehe angesichts der fehlenden subjektiven Eingliederungsfähigkeit nicht. 2.3. Streitig und zu prüfen ist im Wesentlichen, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 29. Juli 2022 zu Recht Leistungen der Invalidenversicherung verneinte. 3. 3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzesüber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Die Invalidenrente bemisst sich nach dem Grad der Invalidität: Bei einem IV-Grad von mindestens 40 % besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so prüft die IV-Stelle eine neue Anmeldung nur dann, wenn glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art.

N504.Beweiswert nicht‑fachärztlicher psychiatrischer Gutachten

Fehlen Anhaltspunkte für eine psychiatrische Erkrankung, kann auf eine vertiefte/spezialärztliche psychiatrische Abklärung verzichtet werden. Umgekehrt können nicht‑fachärztliche Beurteilungen im psychiatrischen Bereich gegenüber probativen fachärztlichen Berichten keinen oder nur eingeschränkten Beweiswert haben.

L'expert-neurologue estime en effet que les plaintes de l'assurée sont "en partie en relation avec des facteurs psychologiques et éventuellement socio-professionnels, soit des facteurs extra-somatiques". Ainsi que déjà cité ci-avant, il conclut ainsi "qu'existent chez cette assurée des éléments extra-somatiques pouvant jouer un rôle sinon dans l'apparition des troubles, du moins dans leur importance et leur répercussion sur son activité personnelle et professionnelle" (dossier OAI, p. 202). Pour autant, la recourante ne rapporte ni trouble psychiatrique ni suivi de cet ordre, ne serait-ce que par son médecin traitant. Ses différents médecins ne font pas, non plus, état de troubles de cet ordre qui justifieraient une incapacité de travail. Dans ce contexte, c'est à juste titre que l'OAI a renoncé à investiguer les troubles de l'assurée sous l'angle psychiatrique. En l'absence d'indice confirmant l'existence de troubles psychiatriques invalidants, l'on doit considérer comme vraisemblable que les facteurs extra-somatiques ayant une répercussion sur l'état de santé de l'assurée ne sont vraisemblablement pas de cet ordre. 7. 7.1. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 7.2. Dans le contexte de la méthode générale de comparaison des revenus (art. 28a al. 1 LAI en corrélation avec l'art.
Zur psychiatrischen Behandlung des Beschwerdeführers ist erstellt, dass eine Laboruntersuchung im RAD am 18. April 2023 (für Duloxetin bestand Therapieadhärenz, Trittico lag unterhalb der Nachweisgrenze [act. II 94/2]) nur eine teilweise Therapieadhärenz für die verordneten Antidepressiva ergeben hat (act. II 110/14). Der Beschwerdeführer ist zwar in psychotherapeutischer Behandlung, wobei unklar ist, wie häufig die Behandlungstermine stattfinden (act. II 110/15); in der Therapie konnte jedoch nur eine bedingte Verbesserung erreicht werden und die behandelnde Psychotherapeutin beschrieb lediglich eine bedingte Veränderungsmotivation des Beschwerdeführers (act. II 116/4). Dies spricht für einen geringen Leidensdruck (act. II 124/3). Da keine weiteren Diagnosen im psychiatrischen Fachgebiet ausgewiesen sind (act. II 110/15), liegen auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten vor. Vorliegend sind keine gewichtigen Gründe ersichtlich, welche gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung schliessen liessen. Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann, ist von einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228).
Il en va ainsi notamment lorsqu’il n’existe aucun indice en faveur d’une incapacité de travail durable ou lorsque l’incapacité de travail est niée sous l’angle psychique sur la base d’un rapport probant établi par un médecin spécialisé et que d’éventuelles appréciations contraires n’ont pas de valeur probante du fait qu’elles proviennent de médecins n’ayant pas une qualification spécialisée ou pour d’autres raisons (arrêts du Tribunal fédéral 9C_101/2019 du 12 juillet 2019 consid. 4.3 ; 9C_724/2018 du 11 juillet 2019 consid. 7). En l’absence d’un diagnostic psychiatrique, une telle appréciation n’a pas non plus à être effectuée (arrêt du Tribunal fédéral 9C_176/2018 du 16 août 2018 consid. 3.2.2). 6.             6.1 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 6.2 En vertu de l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2) ; pour un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70%, l’assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour les taux d’invalidité compris entre 40 et 49%, la quotité de la rente s’échelonne de 25 à 47.5% (al. 4). La quotité de la rente est déterminée en fonction de l’incapacité de gain au moment où le droit à la rente prend naissance (art. 28 al. 1 let. c LAI). Le droit à la rente naît au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré à fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art.

N505.Bestimmung des Invaliditätsgrads durch Einkommensvergleich und Abzüge

Streitigkeiten betreffen häufig die punktgenaue Bestimmung, ob die Einkommensdifferenz die in Art. 28 Abs. 2 IVG genannten Schwellen (70, 60, 50, 40 %) genau erreicht oder knapp verfehlt. Die Rechtsprechung verlangt zur Bestimmung des Invaliditätsgrads eine möglichst genaue Gegenüberstellung der Validen- und Invalideneinkommen; die Grenzwerte sind dabei entscheidend. In Einzelfällen können zudem Abzüge (z. B. ein angenommenes Absenken um 10 %) geprüft werden, weil solche Anpassungen das Überschreiten oder Verfehlen einer der Prozentschwellen beeinflussen können.

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Der Invaliditätsgrad ist durch Prozentvergleich (BGE 114 V 310 E. 3a S. 312 f.; Urteil 9C_804/2016 vom 10. April 2017 E. 2.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, S. 323 f.) zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 Prozent (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteile 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3; und 9C_100/2010 vom 23. März 2010 E. 2.1; BGE 104 V 135 E. 2b S. 137).
[évolution de l'indice des salaires nominaux, 2011-2018]). Comparé avec un revenu d'invalide (non contesté) de 28'445 fr. en 2018, le taux d'invalidité de la recourante s'élève à 56 % (55,54 %). Il est insuffisant pour donner droit à trois quarts de rente (anc. art. 28 al. 2 LAI).
- et indexé selon l'ISS, soit CHF 59'520.-, ramené à 95% (en application de l’art. 26 al. 2 RAI tel qu’en vigueur à partir du 1er janvier 2022) pour atteindre CHF 56'544.-. La comparaison des revenus sans et avec invalidité conduisait à une perte de gain de 20.79%. Ces calculs n’apparaissent pas défavorables à un éventuel droit de l’intéressée à une rente AI. On peut certes se demander pourquoi 2023 est l’année prise en compte, alors que le droit éventuel à une rente AI serait né en 2021, mais cela ne change en rien l’issue du litige. On peut également s’interroger pour quels motifs l’office n’a pas procédé à un abattement par rapport au revenu d’invalide (cf. à ce sujet ATF 148 V 174 consid. 6.3 et les références ; 135 V 297 consid. 5.2 ; 134 V 322 consid. 5.2 et les références). Toutefois, même avec un abattement de 10% – maximum éventuellement envisageable –, on arriverait à un degré d’invalidité (de 28.7%) bien inférieur au taux minimal (40%) requis pour l’ouverture d’un droit à une rente AI (cf. art. 28 al. 2 LAI). 6.             Vu ce qui précède, et malgré les souffrances réelles de l’assurée, la décision querellée est en tous points conforme au droit, et le recours sera en conséquence rejeté. 7.             Il convient de renoncer à la perception d'un émolument, la recourante étant au bénéfice de l'assistance juridique (art. 69 al. 1bis LAI et 13 al. 1 du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en procédure administrative du 30 juillet 1986 [RFPA - E 5 10.03]).   PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1.        Déclare le recours recevable. Au fond : 2.        Le rejette. 3.        Dit qu’il n’est pas perçu d’émolument. 4.        Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art. 82 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral, du 17 juin 2005 (LTF - RS 173.

N506.Heranziehung von ATSG- und IVV-Normen

Bei der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind die einschlägigen Begriffs‑ und Tatbestandsnormen des ATSG (insbesondere Art. 6–8) sowie die einschlägigen Bestimmungen der IVV heranzuziehen.

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
Der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Vorinstanz hat die übrigen Voraussetzungen für die Zusprechung einer Rente im Übrigen zutreffend dargelegt (Art. 6 und 7 ATSG sowie Art. 28 Abs. 1 IVG). Darauf wird verwiesen.
Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2), in der sie nachfolgend auch referenziert werden. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.
Le droit applicable est déterminé par les règles en vigueur au moment où les faits juridiquement déterminants se sont produits, étant précisé que le juge n'a pas à prendre en considération les modifications du droit ou de l'état de fait postérieurs à la date déterminante de la décision litigieuse (ATF 130 V 445 consid. 1.2.1 et les références citées). Les nouvelles dispositions légales introduites dans le cadre du développement continu de l'AI et entrées en vigueur le 1er janvier 2022 ne sont ici pas applicables au vu de la date de la décision querellée. 3. 3.1. A teneur de l’art. 8 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA ; RS 830.1), applicable par le biais de l’art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité (LAI ; RS 831.20), est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée. Selon l’art. 4 al. 1 LAI, dite invalidité peut résulter d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident. Ce n’est pas l’atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c’est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). 3.2. Selon l’art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s’il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité : un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente ; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente ; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 3.3. D’après l’art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.

N507.Theoretische Lohnermittlung und Tabellenanpassung

Fehlt ein reales Invalideneinkommen oder ist dieses nicht repräsentativ, sind theoretische Löhne auf Basis der schweizerischen Lohnstatistik (Enquête suisse sur la structure des salaires, ESS/OFS) zu ermitteln. Bei Verwendung von Tabellenwerten (z. B. TA‑Tabellen) sind diese hinsichtlich des tatsächlich anwendbaren Arbeitspensums sowie der Lohnentwicklung anzupassen bzw. zu indexieren.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 al. 1 LPGA). Seules les conséquences de l'atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d'une incapacité de gain. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 2.2. D'après une jurisprudence constante, ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée, ce sont plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité à accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 2.3. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). En l'absence d'un revenu effectivement réalisé - soit lorsque l'assuré, après la survenance de l'atteinte à la santé, n'a pas repris d'activité ou alors aucune activité adaptée normalement exigible -, le revenu d'invalide doit être évalué sur la base des statistiques sur les salaires moyens (enquête suisse sur la structure des salaires [ESS]; ATF 135 V 297; 126 V 75; 124 V 321 consid.
1; pour le salaire avec invalidité : ATF 139 V 592 consid. 2.3; 135 V 297 consid. 5.2). De plus, les salaires doivent se fonder sur un même marché du travail puisque les niveaux de rémunération et des coûts de la vie ne sont pas les mêmes d'un pays à l'autre et, partant, ne permettent pas de procéder à une comparaison objective des revenus en question (ATF 137 V 20 consid. 5.2.3.2; 110 V 273 consid. 4b; TF 8C_300/2015 du 10 novembre 2015 consid. 7.1). A défaut d'un salaire de référence, des salaires théoriques doivent être évalués sur la base des données statistiques qui résultent, pour le marché du travail suisse, de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) éditée par l'Office fédéral de la statistique (OFS; ATF 139 V 592 consid. 2.3; 135 V 297 consid. 5.2; 129 V 472 consid. 4.2.1; 126 V 75 consid. 3b/aa et bb; TF 9C_363/2016 du 12 décembre 2016 consid. 5.3.1 s.; 9C_719/2015 du 3 juin 2016 consid. 5.1). 7.3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré du taux d'invalidité. Au regard de l'art. 28 al. 2 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2007 5129; FF 2005 4215), la personne assurée a droit à un quart de rente si elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, cette restriction ne s'applique pas lorsque la personne assurée est ressortissante suisse ou ressortissante d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un de ces pays (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 7.4 S'agissant de la condition d'assurance qu'une personne doit remplir pour avoir droit à une rente d'invalidité suisse, il ressort de l'art. 36 al. 1 LAI que tout requérant doit avoir versé, lors de la survenance de l'invalidité, des cotisations à l'AVS/AI durant trois années au total, dont au moins une année en Suisse lorsque la personne intéressée a été assujettie à la législation de deux ou plusieurs Etats membres de l'Union européenne (cf.
Les revenus sans et avec invalidité à comparer doivent être déterminés de manière aussi concrète que possible si bien qu'il convient, dans la mesure du possible, de se référer aux salaires réellement gagnés par la personne assurée avant et après la survenance de ses problèmes de santé (s'agissant du salaire sans invalidité : ATF 139 V 28 consid. 3.3.2; 134 V 322 consid. 4.1; TF 9C_708/2017 du 23 février 2018 consid. 8.1; pour le salaire avec invalidité : ATF 139 V 592 consid. 2.3; 135 V 297 consid. 5.2). A défaut d'un salaire de référence, des salaires théoriques doivent être évalués sur la base des données statistiques qui résultent, pour le marché du travail suisse, de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) éditée par l'Office fédéral de la statistique (OFS; ATF 139 V 592 consid. 2.3; 135 V 297 consid. 5.2; 129 V 472 consid. 4.2.1; 126 V 75 consid. 3b/aa et bb; TF 9C_363/2016 du 12 décembre 2016 consid. 5.3.1 s.; 9C_719/2015 du 3 juin 2016 consid. 5.1). 5.3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré du taux d'invalidité. Au regard de l'art. 28 al. 2 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2007 5129; FF 2005 4215), la personne assurée a droit à un quart de rente si elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art. 29 al. 4 LAI n'est pas applicable lorsque la personne assurée est une ressortissante suisse ou d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un des Etats membres (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 5.4 Au vu de l'art. 30 LAI, la personne assurée cesse d'avoir droit à la rente d'invalidité dès qu'elle peut prétendre à la rente de vieillesse de l'AVS.
Dans la mesure où l'intimée n'épuisait pas sa capacité résiduelle de gain, les premiers juges en ont déduit qu'il convenait de se référer, nonobstant l'activité exercée "à 50 % de son 73 %" auprès de la société B.________, aux données statistiques résultant de l'Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) pour déterminer le revenu d'invalide (consid. 9b p. 22 du jugement attaqué). Ils ont ainsi pris en compte les revenus ressortant des tables TA1 pour des femmes exerçant des tâches physiques ou manuelles simples dans le secteur privé, qu'ils ont adaptés à l'horaire usuel de travail dans les entreprises et indexés à l'évolution des salaires. Comparant les revenus d'invalide ainsi obtenus avec le revenu sans invalidité (voir les calculs détaillés figurant aux consid. 9c-h, pp. 22-24 du jugement), le tribunal cantonal, appliquant la méthode mixte (art. 28a al. 3 LAI), a fixé les taux d'invalidité globaux comme suit: 43 % pour la période de mai au 17 juin 2011, 28 % du 18 juin 2011 au 30 avril 2012, 44 % du 24 juillet 2013 au 31 décembre 2017, puis 51 % à compter du 1er janvier 2018, ce qui ouvrait droit aux rentes correspondantes (cf. art. 28 al. 2 LAI). […] 5. 5.1. Le revenu d'invalide doit être évalué avant tout en fonction de la situation professionnelle concrète de la personne assurée. Mais c'est seulement lorsque l'activité exercée après la survenance de l'atteinte à la santé repose sur des rapports de travail particulièrement stables, qu'elle met pleinement en valeur la capacité de travail résiduelle exigible et que le gain obtenu correspond au travail effectivement fourni et ne contient pas d'éléments de salaire social, que le revenu effectivement réalisé doit être pris en compte pour fixer le revenu d'invalide. En l'absence d'un revenu effectivement réalisé - soit lorsque la personne assurée, après la survenance de l'atteinte à la santé, n'a pas repris d'activité lucrative ou alors aucune activité normalement exigible -, le revenu d'invalide peut être évalué sur la base de salaires fondés sur les données statistiques résultant de l'ESS (ATF 139 V 592 consid. 2.3 p. 593; 135 V 297 consid. 5.2 p. 301 et les références). Est réputé revenu au sens de l'art.

N508.Jahresdurchschnitt und Kumulierung von Ausfallzeiten

Für den Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG ist das einjährige Wartejahr zentral: Erforderlich ist, dass die versicherte Person während eines Jahres «ohne wesentlichen Unterbruch» im Jahresdurchschnitt mindestens 40 % arbeitsunfähig war. Die Jahresdurchschnittsberechnung erfolgt anhand der einzelnen Periodengrade (z. B. Monatswerte) und erlaubt die Kumulierung auch wechselnder, wiederholter oder kürzerer Ausfallzeiten zur Ermittlung des Durchschnitts.

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.
auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Diese werden nachfolgend in der alten Fassung zitiert. Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Die IV-Stelle trat aufgrund des veränderten Gesundheitsschadens zu Recht (Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV) auf das neue Gesuch vom 4. März 2019 (IV-act. 55) ein. Ein allfälliger Rentenanspruch besteht nach vorgängig rechtskräftig gewordener abweisender Verfügung vom 26. August 2008 (IV-act. 43) frühestens nach Ablauf des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und sechs Monate nach Einreichen der Anmeldung (Art. 29 IVG; vgl. BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3). Gemäss den Gutachtern war sie in der angestammten Tätigkeit bis zum 21. Oktober 2018 zu 30 % arbeitsunfähig, bis zum 15. Juli 2019 100 %, bis zum 1. August 2019 50 % und danach 30 %. Vom 1. September 2018 bis 1. September 2019 war die Beschwerdeführerin somit während rund 1,75 Monaten zu 30 %, während 8,75 Monaten zu 100 %, während 0,5 Monaten zu 50 % sowie während einem Monat zu 30 % arbeitsunfähig (IV-act. 173-9). Im Schnitt entspricht dies rund 82 %, weshalb das Wartejahr am 1. September 2019 erfüllt war. Zu diesem Zeitpunkt war auch die sechsmonatige Frist gemäss Art. 29 IVG abgelaufen, weshalb ein allfälliger Rentenanspruch ab 1. September 2019 besteht.   Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art.
Auf den Zeitpunkt von August 2016 (zweite Phase) setzte der Gutachter im Weiteren den Beginn der vollen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin für alle beruflichen Tätigkeiten fest, und zwar weil spätestens bei der damaligen Erstbeurteilung durch die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen eine solche ausgewiesen sei (vgl. IV-act. 129-28, vgl. IV-act. 129-7). Auch dieser Einschätzung kann nach der Aktenlage gefolgt werden. Während der Zeit einer vollen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin auch für adaptierte Tätigkeiten ergibt sich unbestrittenermassen eine Invalidität eines Ausmasses, das Anspruch auf eine ganze Rente gibt. Was den Eintritt des Rentenfalls betrifft, wird der Anspruch auf eine ganze Rente in der Beschwerdeantwort ab 1. August 2017 - somit ein Jahr nach dem Beginn der vollen Arbeitsunfähigkeit - anerkannt. Bei der Abklärung an Ort und Stelle war dagegen davon ausgegangen worden, dass bei vorbestehender Einschränkung der Beschwerdeführerin im Umfang von 30 % (50 % Arbeitsunfähigkeit in 60-prozentigem Erwerbsteil) im Verlauf des dritten Monats nach Eintritt der vollen Arbeitsunfähigkeit, somit im Dezember 2016, die (sc. gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erforderliche jahresdurchschnittliche Einschränkung von 40 % erreicht werde, weshalb zu jenem Zeitpunkt ein Anspruch auf eine Viertelsrente entstanden und drei Monate später (sc. gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV und Art. 29bis IVV) eine ganze Rente geschuldet sei. Vor der vollen Arbeitsunfähigkeit ab August 2016 war die Beschwerdeführerin wie oben (E. 6.3.2) dargelegt bereits zu 38 % in ihrer (kombinierten) erwerblichen und spezifischen Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Nach elf Monaten dieser Einschränkung von 38 % und einem Monat voller Arbeitsunfähigkeit wird ein Durchschnitt von 43 % Arbeitsunfähigkeit erreicht. Die Beschwerdeführerin erfüllt die Wartezeit-Voraussetzung demnach schon im September 2016 (und nicht erst im Dezember 2016 wie vom Abklärungsbeauftragten berechnet). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 21. Februar 2019, 8C_718/2018 E. 2.2, vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015 E. 3.1, vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013 E.

N509.Stufenweise Gewährung von Teilrenten

Bei schrittweiser Veränderung des Invaliditätsgrades können für unterschiedliche Zeiträume nacheinander Teilrenten gewährt werden (z. B. zunächst Viertelsrente ab einem Datum, später ganze Rente). Der Beginn der jeweiligen Rentenstufe richtet sich nach der Erfüllung des Wartejahrs und der festgestellten Arbeitsunfähigkeit.

Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222). Die Entstehung des Rentenanspruchs setzt die Erfüllung des Wartejahres (während eines Jahres durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 %; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) voraus. Dieses war im Falle des Beschwerdeführers - ausgehend von den im Z.___-Gutachten festgehaltenen Arbeitsunfähigkeiten (E. 4.6 hiervor) - per 1. März 2019 erfüllt und die Voraussetzungen für eine Viertelsrente waren gegeben (276 Tage zu 20 % arbeitsunfähig, 89 Tage zu 100 % arbeitsunfähig; siehe dazu auch Urk. 10/131/14; BGE 121 V 264 E. 6b, Urteil des Bundesgerichts I 650/00 vom 14. August 2001 E. 2b). Ab 1. Juni 2019 bestand dann aufgrund der seit Januar 2019 bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 88a Abs. 2 IVV). Da die vollständige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten bis Ende Juni 2019 andauerte, ist ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bis 30. September 2019 ausgewiesen (Art. 88a Abs. 1 IVV). Zu prüfen ist im Folgenden der Rentenanspruch ab 1. Oktober
KSIH). Damit besteht ab 1. Mai 2019 zunächst Anspruch auf eine Viertelsrente und vom 1. August bis 30. September 2019 Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; Art. 88a Abs. 1 bzw. Abs. 2 IVV; BGE 121 V 264 E. 6b dd und E. 7 S. 275; Rz. 4001 f. KSIH; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Art. 28 N. 36 und Art. 29 N. 6).

N510.Einjährige Mindestdauer für Rentenanspruch

Kurzzeitige bzw. periodisch beschränkte Hospitalisierungen oder eine Arbeitsunfähigkeit von unter einem Jahr genügen nach dem zitierten Entscheid nicht für einen Rentenanspruch gemäss Art. 28 IVG; es wird ein mindestens einjähriger Zeitraum verlangt.

Visto quanto sopra, non presentando l’assicurata, fatti salvi i citati limitati periodi di ricovero ospedaliero - dal 26 al 28 giugno 2019 e dal 12 al 17 settembre 2019 - e quindi di durata inferiore al periodo minimo di un anno giusta l’art. 28 LAI (cfr. al consid. 2.2) -, un’inabilità lavorativa da ascrivere alle problematiche psichiatriche, e non essendo stata fatta validamente valere alcuna affezione somatica con valenza invalidante, correttamente l’Ufficio AI ha negato il diritto a prestazioni.                                   La decisione contestata va quindi confermata, mentre che il gravame va respinto.

N511.Vorübergehende Verschlechterung erfüllt Wartejahr nicht

Eine rein vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes kann dazu führen, dass das für einen Rentenanspruch erforderliche Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht erfüllt wird; im zitierten Fall wurde eine maximal neunmonatige Verschlechterung als nicht ausreichend für die Erfüllung des Wartejahrs und damit für einen Rentenanspruch gewertet.

II 92) geht hervor, dass sich der Gesundheitszustand aus somatischer Sicht nicht massgebend verändert hat. Diesbezüglich legte er schlüssig dar, dass aufgrund eines Rezidivs eines Mammakarzinoms zwischen März und November 2023 einzig eine vorübergehende Veränderung eingetreten ist und dass spätestens ab Dezember 2023 das bisherige Zumutbarkeitsprofil, d.h. eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und jeder anderen dem Ausbildungsstand entsprechenden Tätigkeit (vgl. act. II 31 S. 5), wieder gültig ist (act. II 92 S. 9). Damit stellen das Tumorrezidiv und dessen erfolgreiche Behandlung keinen Revisions- resp. Neuanmeldungsgrund (vgl. E. 2.4 hiervor) dar. Ein solcher muss geeignet sein, den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105), was bei einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes von maximal neun Monaten (März bis November 2023) und bei einer zugunsten der Beschwerdeführerin in dieser Zeit angenommen 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht der Fall ist, da dadurch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) nicht erfüllt wird. Ebenso ist nicht ersichtlich, inwiefern dadurch ein Anspruch auf berufliche Massnahmen betroffen sein könnte. Soweit die fachliche Qualifikation von Dr. med. D.________ für die Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes in Frage gestellt wird (Beschwerde S. 7 Ziff. 24 f.), ist darauf hinzuweisen, dass dieser nicht nur Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist, sondern auch über eine Weiterbildung als Praktischer Arzt verfügt (vgl. die entsprechenden Angaben unter <www.medregom.admin.ch>). Zudem benötigen RAD-Ärzte rechtsprechungs­gemäss keinen spezifischen Facharzttitel, wenn sie – wie hier – lediglich die bestehenden Akten würdigen, nicht aber einen Untersuchungsbericht im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV erstellen (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_446/2022 vom 12. September 2023 E. 4.2.2). Darüber hinaus steht die Beurteilung des RAD-Arztes im Einklang mit den Ausführungen des behandelnden Onkologen Dr. med. E.________. Dieser führte in seinen Berichten weder funktionelle Einschränkungen auf noch attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit.
II 92) geht hervor, dass sich der Gesundheitszustand aus somatischer Sicht nicht massgebend verändert hat. Diesbezüglich legte er schlüssig dar, dass aufgrund eines Rezidivs eines Mammakarzinoms zwischen März und November 2023 einzig eine vorübergehende Veränderung eingetreten ist und dass spätestens ab Dezember 2023 das bisherige Zumutbarkeitsprofil, d.h. eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und jeder anderen dem Ausbildungsstand entsprechenden Tätigkeit (vgl. act. II 31 S. 5), wieder gültig ist (act. II 92 S. 9). Damit stellen das Tumorrezidiv und dessen erfolgreiche Behandlung keinen Revisions- resp. Neuanmeldungsgrund (vgl. E. 2.4 hiervor) dar. Ein solcher muss geeignet sein, den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105), was bei einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes von maximal neun Monaten (März bis November 2023) und bei einer zugunsten der Beschwerdeführerin in dieser Zeit angenommen 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht der Fall ist, da dadurch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) nicht erfüllt wird. Ebenso ist nicht ersichtlich, inwiefern dadurch ein Anspruch auf berufliche Massnahmen betroffen sein könnte. Soweit die fachliche Qualifikation von Dr. med. D.________ für die Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes in Frage gestellt wird (Beschwerde S. 7 Ziff. 24 f.), ist darauf hinzuweisen, dass dieser nicht nur Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist, sondern auch über eine Weiterbildung als Praktischer Arzt verfügt (vgl. die entsprechenden Angaben unter <www.medregom.admin.ch>). Zudem benötigen RAD-Ärzte rechtsprechungs­gemäss keinen spezifischen Facharzttitel, wenn sie – wie hier – lediglich die bestehenden Akten würdigen, nicht aber einen Untersuchungsbericht im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV erstellen (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_446/2022 vom 12. September 2023 E. 4.2.2). Darüber hinaus steht die Beurteilung des RAD-Arztes im Einklang mit den Ausführungen des behandelnden Onkologen Dr. med. E.________. Dieser führte in seinen Berichten weder funktionelle Einschränkungen auf noch attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit.

N512.Beginn und Dauer der Jahreswartefrist

Für den Beginn und die Dauer der Jahreswartefrist nach Art. 28 IVG ist eine sorgfältige Feststellung der Arbeitsunfähigkeit erforderlich; fehlerhafte oder lückenhafte Berechnungen der Frist können zu willkürlichen Entscheiden und zur Versagung eines Rentenanspruchs führen.

En outre, pour qu’une décision soit annulée au titre de l’arbitraire, il ne suffit pas qu’elle se fonde sur une motivation insoutenable; encore faut-il qu’elle apparaisse arbitraire dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; 147 II 454 consid. 4.4). b) A l’occasion de la décision du 21 juillet 2022, l’intimé retient qu’en raison d’une intervention chirurgicale, la recourante avait présenté une incapacité de travail totale du 12 avril 2019 au 1er août 2020, puis en raison d’une nouvelle atteinte à la santé, une incapacité de travail du 5 janvier 2021 au 31 août 2021. Dites incapacités étaient inférieures à une année, le droit à la rente n’était pas ouvert. Cette conclusion est arbitraire dans sa motivation et son résultat. En effet, la durée entre le 12 avril 2019 et le 1er août 2020 est manifestement supérieure à une année. La décision doit ainsi être partiellement réformée en ce sens que la recourante a droit à une rente entière d’invalidité dès le mois d’avril 2019 et ce jusqu’au 30 novembre 2020, soit trois mois après l’amélioration de son état de santé (cf. art. 28 LAI et art. 88a RAI). c) aa) Concernant le calcul du taux d’invalidité, étant donné que la recourante n’a jamais exercé d’activité professionnelle en Suisse, l’intimé a recouru aux salaires statistiques afin de déterminer son revenu dans une activité adaptée. Cette démarche n’est pas contestée en l’espèce. L’intimé retient que si les revenus avec et sans invalidité sont basés sur la même tabelle statistique, il est superflu de les chiffrer avec exactitude. Il n’en demeure pas moins que, dans une fiche de calcul du salaire exigible du 5 octobre 2018, l’intimé a retenu un salaire annuel de 52'155 fr. 20, correspondant à un niveau de compétence 1 (TA1 ; activités industrielles légères, conditionnement léger, petit montage à l’établi, surveillance d’un processus de production), indexé à 2018. Un abattement de 5 % se justifiait en l’espèce en raison des limitations fonctionnelles présentées par la recourante. Etant donné que les revenus avec et sans invalidité sont identiques, le pourcentage de l’abattement, grevant le salaire avec invalidité, correspond au degré d’invalidité de la recourante.
Al di là del tenore dell’art. 29 cpv. 1 LAI, la ricorrente aveva diritto ad una rendita d’invalidità per un periodo indeterminato già a partire da febbraio 2019.”) (doc. 61, pag. 355 incarto AI, doc. I, p.to 7.). A torto.   La ricorrente ha frainteso l’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI: il disposto prevede che è al più presto alla fine dell’anno d’attesa che – se anche gli altri presupposti sono adempiuti – nasce il diritto ad una rendita (Frey/Mosimann/Bollinger, AHVG/IVG Kommentar, n. 3 ad art. 28 LAI con rinvio giurisprudenziale). Infatti, la ratio del presupposto consiste nel concretizzare lo scopo dell’AI, ossia la tutela dell’assicurato contro una riduzione duratura della sua capacità di guadagno, non essendo l’assicurazione invalidità, di principio, tenuta a coprire la perdita di guadagno passeggera e tantomeno una perdita di guadagno riconducibile a malattia o infortunio; ciò è compito dell’assicurazione malattia, infortuni o militare (cfr. Valterio, Commentaire de la Loi fédérale sur l’assurance-invalidité (LAI), 2018, n. 5 e segg. ad art. 28 LAI con rinvii). Per la decorrenza dell’anno d’attesa è determinante l’incapacità lavorativa nell’attività (e mansionario) precedente accertata dai medici (Frey/Mosimann/Bollinger, op. cit., n. 4 ad art. 28 LAI; Valterio, op. cit. n. 9 ad art. 28 LAI). Pertanto, anche se – per ipotesi di lavoro – si prendesse il 15 agosto 2018 quale inizio dell’anno d’attesa, il diritto della ricorrente alla rendita d’invalidità sarebbe nato al più presto a settembre del 2019 e non, come da lei asserito, a febbraio del

N513.Wartefrist als Massstab für Rentenbeginn

Nach der Praxis beginnt ein Rentenanspruch grundsätzlich frühestens nach Ablauf der in Art. 29 Abs. 1 IVG vorgesehenen sechsmonatigen Frist ab Geltendmachung des Leistungsanspruchs; diese Frist wird in den Fällen als Massstab zur Festlegung des frühestmöglichen Rentenbeginns herangezogen.

5/145) kein kardiologisches Verlaufsgutachten in Auftrag gegeben hat (Urk. 1 S. 12 Ziff. 35 f.). Er bringt jedoch nicht vor, dass weitere medizinische Abklärungen erforderlich und zielführend wären. Die Untersuchungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG dauert denn auch rechtsprechungsgemäss nur so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_475/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 4.2 mit Hinweis). Dies ist vorliegend in Anbetracht des B.___-Gutachtens vom 19. August 2015 (Urk. 5/76), der von der Beschwerdegegnerin im Nachgang zum Bundesgerichtsurteil eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte und der RAD-Stellungnahme vom 4. März 2022 (vgl. vorstehende E. 3.2.1-3.2.5) für den rentenrelevanten Zeitraum der Fall.     Der frühestmögliche Rentenbeginn ist auf März 2013 festzulegen, da dem Beschwerdeführer ab März 2012 eine Arbeitsunfähigkeit für die von ihm ausgeübten schweren körperlichen Arbeiten attestiert wurde (vgl. Urk. 5/76/37-39; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und die in Art. 29 Abs. 1 IVG vorgesehene sechsmonatige Karenzfrist seit der Geltendmachung des Leistungsanspruchs im September 2012 (Urk. 6/9) im März 2013 ebenfalls abgelaufen war. Auf der Grundlage des bis zum Begutachtungszeitpunkt im August 2015 (Urk. 5/76/6) auch vom Bundesgericht für massgeblich erachteten B.___-Gutachtens ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass von August 2012 bis Sommer 2013 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leichte und mittelschwere Arbeiten vorlag. Danach bestand aufgrund einer Abnahme der linksventrikulären Funktion für mittelschwere körperliche Arbeiten nur noch eine 50%ige und lediglich für leichte körperliche Arbeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 5/76/38). Zu einer erneuten Verschlechterung des kardiologischen Gesundheitszustandes kam es gemäss nachvollziehbarer Beurteilung des RAD-Arztes Dr. I.___ im November 2016, als ein persistierendes Vorhofflimmern mit deutlicher Leistungseinbusse einsetzte. Seither besteht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch für leichte körperliche Tätigkeiten nur noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Urk.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).     Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des
Ein Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG unter anderem erst bei einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % (vgl. vorstehend E. 1.2), frühestens jedoch sechs Monate nach Geltendmachung des Anspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). Nachdem sich die Beschwerdeführerin am 11. Oktober 2017 (Urk. 8/153) bei der Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug angemeldet hatte (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 13. Oktober 2017, vgl. Aktenverzeichnis zu Urk. 8/153), ist der frühestmögliche Rentenbeginn grundsätzlich im April
Ainsi, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s’appliquent à toutes les rentes qui prennent naissance à partir du 1er janvier 2022 (cf. ch. 9100 de la Circulaire sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI] valable dès le 1er janvier 2022). Comme la date de la survenance de l’invalidité (art. 28 al. 1 et 1bis LAI) peut ne pas coïncider avec la date du début du droit à la rente, une rente d’invalidité est traitée selon le nouveau droit si le début du droit naît à partir du 1er janvier 2022, même si la survenance de l’invalidité a été fixée à une date antérieure au 31 décembre 2021. Les rentes d’invalidité du nouveau droit sont donc les rentes dont le début du droit, au sens de l’art. 29 al. 1 et 2 LAI, est intervenu dès le 1er janvier 2022 (cf. ch. 1007 et 1008 de la Circulaire relative aux dispositions transitoires concernant le système de rente linéaire [Circ. DT DC AI] valable dès le 1er janvier 2022). c) Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b). L'art. 29 al. 1 LAI dispose quant à lui que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations. Ces dispositions s'appliquent également en cas de nouvelle demande à la suite d'un refus de prestations ; en d'autres termes, lors du dépôt d'une nouvelle demande à la suite d'un premier refus de prestations de l'assurance-invalidité, la naissance du droit à la rente reste subordonnée aux conditions prévues aux art. 28 et 29 LAI (ATF 140 V 2 consid. 5.3 ; TF 8C_623/2020 du 2 août 2021 consid. 4.2). d) En l’occurrence, la décision attaquée date du 27 juin 2022 et fait suite au dépôt d’une troisième demande par la recourante en date du 17 février 2022. Aussi, le droit à une éventuelle rente prendrait naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter du 17 février 2022.

N514.Nur gesundheitliche Folgen massgebend

Bei der Festsetzung des Invaliditätsgrades für die Rentenbemessung sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Im Sinne von Art. 8 ATSG, welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 IVG zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
Im Sinne von Art. 8 ATSG, welches aufgrund von Art. 1 Abs. 1 IVG zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.

N515.Einjährige materielle Wartezeit und 40-Prozent-Grenze

Materielle Voraussetzung: Anspruchsvoraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 IVG ist, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Durchschnitt mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (lit. b) und am Ende dieses Jahres ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorliegt (lit. c). Diese einjährige materielle Wartezeit ist von der verfahrensrechtlichen Sechsmonats-Karenz gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG zu unterscheiden.

Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint hat. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung vom 6. September 2022 wegen der seit 30. März 2022 attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztzeugnisse Dr. med. D. [IV-act. 54 S. 11 ff.]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG frühestens ab dem 1. März 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern er bis dahin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Zu prüfen ist konkret, ob beim Beschwerdeführer das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war bzw. ob ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hinreichend abgeklärt worden ist. Im Rahmen dessen bestreitet der Beschwerdeführer sinngemäss die Anwendung der gemischten Methode sowie die (fehlende) Einschränkung im Haushaltsbereich.
Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch von A. auf Leistungen der Invalidenversicherung infolge Verletzung der Schadenminderungspflicht bzw. einer angenommenen Eingliederungsfähigkeit verneint hat. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung im März 2023 gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. September 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern bis dahin das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Diesbezüglich anerkennt RAD-Ärztin G. in Übereinstimmung mit Hausarzt Dr. med. E., dass die angestammte Tätigkeit [ ... ] nicht mehr zumutbar und seit März 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist (vgl. Beurteilung vom 22. Mai 2023 [IV-act. 80 S. 6]; siehe ferner die zahlreichen Arztzeugnisse von Dr. med. E. [IV-act. 18, 34 und 53] sowie die unfallversicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. I ._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 22. Februar 2023 [IV-act. 19 S. 4]). Das Wartejahr war somit am 1. September 2023 bereits erfüllt (wobei anzunehmen ist, dass auch im Haushaltsbereich in medizinischer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung bestand [vgl. BGE 130 V 97; siehe ferner Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen {BSV} über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung {KSIR}, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 2219]). Mithin entstünde ein Anspruch auf eine Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt, sofern A.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré.
Zudem bestimmt Art. 29 Abs. 1 IVG, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht. Während Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG die materielle Seite des Rentenanspruchs betrifft und für den Beginn der IV-Rente unter anderem eine im Wesentlichen ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40% während eines Jahres voraussetzt (oben, Erwägung 3.1), stellt die Frist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG eine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung verfahrensmässiger Natur dar, indem sie an die formale Geltendmachung des Leistungsanspruchs anknüpft. Die Wartezeiten von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und Art. 29 Abs. 1 IVG haben somit unterschiedliche Funktionen – einmal als materielle Anspruchsvoraussetzung (ein Jahr dauernde Arbeitsunfähigkeit) und einmal als formelle Karenzfrist, die mit Blick auf den frühest möglichen Rentenbeginn einzuhalten ist.
1 L'invalidité est l'incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). Elle peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 4 al. 1 LAI) et est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération (art. 4 al. 2 LAI). Selon l'art. 7 al. 1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 5.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). De plus, en vertu de l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente d'invalidité prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. 5.3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré du taux d'invalidité. Au regard de l'art. 28 al. 2 LAI, la personne assurée a droit à un quart de rente si elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins.

N516.Einkommensvergleich und Restarbeitsfähigkeit

Praktische Hinweise: Bei Fehlen einer wirtschaftlich verwertbaren Restarbeitsfähigkeit kann aus der Rechtsprechung heraus auf einen Einkommensvergleich verzichtet und eine volle Erwerbsunfähigkeit festgestellt werden; gleichwohl ist der effektive Invaliditätsgrad unter Beachtung etwaiger Teilerwerbstätigkeit zu prüfen. Bei selbständiger Tätigkeit sind vorerkrankungsbedingte Einkommensschwankungen zu berücksichtigen. Für Teilerwerbstätige können infolge Rechtsänderungen bzw. Revisionen der IVV mehrere Einkommensvergleichszeitpunkte erforderlich sein. Bei retrospektiven Begutachtungen ist der Einkommensvergleich nach den Verhältnissen im hypothetischen Beginnzeitpunkt des Rentenanspruchs vorzunehmen.

Da die Versicherte gemäss der massgebenden gutachterlichen Beurteilung ab Oktober 2020 in sämtlichen Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig war und weiterhin ist, kann jedoch für diesen Zeitraum, d.h. ab Oktober 2020, von der Vornahme eines Einkommensvergleichs abgesehen und stattdessen ohne Weiteres von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. 8.2 Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang allerdings Folgendes: Die IV-Stelle weist in ihrer abschliessenden Stellungnahme vom 22. Mai 2024 zu Recht darauf hin, dass die Beschwerdeführerin gemäss Bericht des Abklärungsdienstes vom 13. November 2020 bei guter Gesundheit in einem 80 %-Pensum tätig wäre und die restlichen 20 % ihrer Freizeit widmen würde. Sie gelte somit als Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich (vgl. dazu etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2024, 9C_43/2024, E. 5.2 mit Hinweisen). Dieser Einwand der IV-Stelle erweist sich als zutreffend. Somit beläuft sich der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin ab Eintritt der vollen Arbeitsunfähigkeit, d.h. ab Oktober 2020, nicht auf 100 %, sondern auf 80 % 9.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (lit. b). Vorliegend sind sich die Parteien nicht einig, wann dieses gesetzliche Wartejahr bei der Beschwerdeführerin zu laufen begonnen hat. Die IV-Stelle vertritt in ihrer Eingabe vom 22. Mai 2024 diesbezüglich den Standpunkt, laut den massgebenden Feststellungen des psychiatrischen Gerichtsgutachters könne bei der Versicherten von einer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher beruflichen Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt seit Oktober 2020 ausgegangen werden. Demnach habe das gesetzliche Wartejahr im Oktober 2020 zu laufen begonnen. Die Beschwerdeführerin wiederum vertritt in ihrer Stellungnahme vom 3. Juni 2024 diesbezüglich die Auffassung, dass sie von den behandelnden Ärzten bereits ab 13. Juni 2019 ein erstes Mal vollständig arbeitsunfähig geschrieben worden sei. Danach sei sie zwar von Dezember 2019 bis Oktober 2020 noch ein letztes Mal auf dem ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig gewesen, dabei habe es sich aber um eine Anstellung gehandelt, bei der sie aus gesundheitlichen Gründen lediglich noch ein Pensum von ca.
TRIBUNAL CANTONAL   AI 193/23 - 44/2025   ZD23.027378           COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 17 février 2025 __________________ Composition :               Mme              BRÉLAZ BRAILLARD, présidente                             Mme              Pasche et M. Tinguely, juges Greffière              :              Mme              Chaboudez ***** Cause pendante entre : H.________, à [...], recourant, représenté par Me Thierry De Mestral, avocat à Pully,   et OFFICE DE L'ASSURANCE-INVALIDITÉ POUR LE CANTON DE VAUD, à Vevey, intimé.     _______________   Art. 28 al. 1 LAI               E n  f a i t  :   A.              Le 14 avril 2021, H.________ (ci-après : l’assuré ou le recourant), né en 1967, a déposé une demande de prestations auprès de l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l’OAI ou l’intimé). Au bénéfice d’un CFC de maçon et d’une formation de contremaître, l’assuré travaillait comme directeur de sa propre entreprise depuis 1995 lorsqu’il s’est retrouvé en totale incapacité de travail dès le 17 septembre 2020 en raison d’un fort diabète avec des complications au niveau des pieds.                 Selon ses décisions de taxation fiscale, l’assuré a obtenu un revenu provenant de son activité indépendante à hauteur de 218'923 fr. en 2016, de 180'198 fr. en 2017 et de 83'488 fr. en 2018, et une perte de 111'543 fr. en 2019.                 Dans des rapports des 1er décembre 2020 et 17 août 2021, le Dr G.________, médecin généraliste traitant de l’assuré, a posé le diagnostic de polyneuropathie sévère dans le cadre d’un diabète de type 2, avec l’apparition progressive de douleurs invalidantes aux deux pieds et d’une pallesthésie effondrée.
Von sehr leichten Tätigkeiten kann im Bereich von Zoos und Zoohandlungen offensichtlich kaum die Rede sein. Vielmehr ist unter diesen konkreten Umständen nicht ersichtlich, wie der Beschwerdeführer die von der Vorinstanz aufgezählten Tätigkeiten ohne ein unrealistisches Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers noch ausüben können sollte. Insgesamt ist das besagte Profil unter den vorliegenden Voraussetzungen derart eingeschränkt, dass auch unter Berücksichtigung von Nischenarbeitsplätzen keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mehr vorliegt (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2012, 8C_926/2011, E. 2.3). Fehlt es an der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor (Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2020, 9C_766/2019, E. 4.5 mit Hinweis). Folglich besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente nach Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) ab 1. Februar
Die Voraussetzung, wonach während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % bestanden haben muss (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), erfüllt die Versicherte mit Blick auf die ab dem Mediateilinfarkt vom 22. August 2014 echtzeitlich ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit (vgl. act. II 5) jedoch erstmals im August 2015, womit ein erster Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. Unter Berücksichtigung, dass die Revision der IVV hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrades für Teilerwerbstätige am 1. Januar 2018 in Kraft trat (vgl. E. 2.5.3 f. hiervor), ist per 1. Januar 2018 gestützt auf aArt. 27bis Abs. 3 IVV ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen. Aufgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden verminderten Arbeitsfähigkeit spätestens ab Mai 2018 (act. II
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Der frühestmögliche Rentenbeginn liegt vorliegend im Mai 2021 (vgl. E. 2.1 hiervor), womit die Invaliditätsbemessung auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen ist. Ob die Anspruchsvoraussetzung des erfüllten Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG angesichts der retrospektiven gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.4 hiervor) erfüllt ist, kann vorliegend offenbleiben, da unabhängig davon gestützt auf die per Anmeldung zum Leistungsbezug erstellte Arbeitsfähigkeit von 70 % (vgl. E. 3.4 hiervor) kein anspruchsbegründender IV-Grad resultiert (vgl. E. 7 hiernach).

N517.Fehlende Beitragsdauer verhindert Rentenanspruch

Fehlt die versicherungsmässige Mindestbeitragsdauer (vgl. Art. 36 IVG), entfällt der Anspruch auf eine Invalidenrente auch dann, wenn eine Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG gegeben sein könnte. So wurde etwa festgestellt, dass bei lediglich viermonatiger Beitragszeit die für den geltend gemachten Versicherungsfall erforderliche dreijährige Beitragsdauer nicht erfüllt war, weshalb offenbleiben konnte, ob eine Invalidität nach Art. 28 Abs. 1 IVG überhaupt eingetreten ist.

Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer nur während vier Monaten Beiträge an die AHV/IV in der Schweiz geleistet hat, erfüllt er für den geltend gemachten neu eingetretenen Versicherungsfall im Januar 2021 die versicherungsmässige Anspruchsvoraussetzung einer Beitragsdauer von mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 IVG (vgl. dazu oben E. 6.1.1) nicht. Damit kann vorliegend auch offen bleiben, ob mit dem geltend gemachten Versicherungsfall im Januar 2021 für sich alleine eine Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG eingetreten ist.
Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer nur während vier Monaten Beiträge an die AHV/IV in der Schweiz geleistet hat, erfüllt er für den geltend gemachten neu eingetretenen Versicherungsfall im Januar 2021 die versicherungsmässige Anspruchsvoraussetzung einer Beitragsdauer von mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 IVG (vgl. dazu oben E. 6.1.1) nicht. Damit kann vorliegend auch offen bleiben, ob mit dem geltend gemachten Versicherungsfall im Januar 2021 für sich alleine eine Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG eingetreten ist.

N518.Vorrang versicherungsexterner Gutachten

Bei der Beurteilung des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist grundsätzlich auf ein versicherungsexternes Gutachten abzustellen, sofern nicht konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen. Auch versicherungsinterne ärztliche Feststellungen können berücksichtigt werden; bestehen aber Zweifel an deren Schlüssigkeit oder Verlässlichkeit, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen.

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), insbesondere bei psychischen Leiden (BGE 143 V 409 E. 4.2.1; 143 V 418; 141 V 281), zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der Regeln über den Beweiswert eines ärztlichen Berichts oder Gutachtens (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Hervorzuheben ist, dass auf ein versicherungsexternes Gutachten praxisgemäss abzustellen ist, sofern nicht konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Anzufügen bleibt, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) rechtsprechungsgemäss nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG) und namentlich zu deren Beurteilung bei psychischen Leiden (BGE 143 V 409 E. 4.2.1; 143 V 418; 141 V 281), zum Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie zur Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der bei der Beurteilung des Beweiswerts eines ärztlichen Berichts oder Gutachtens zu beachtenden Regeln (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Zu ergänzen ist, dass auf ein versicherungsexternes Gutachten abzustellen ist, sofern nicht konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt es rechtsprechungsgemäss nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), zum Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie zur Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG), insbesondere auch zu den Vergleichszeitpunkten (BGE 134 V 131 E. 3; 133 V 108 E. 5.3.1; 130 V 71), zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der Regeln über den Beweiswert eines ärztlichen Berichts oder Gutachtens (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Zu ergänzen ist, dass auf ein versicherungsexternes Gutachten abzustellen ist, sofern nicht konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Auch auf versicherungsinterne ärztliche Feststellungen kann praxisgemäss abgestellt werden. Bestehen jedoch auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind weitere Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/ee; 122 V 157 E. 1d). Richtig wiedergegeben wird im angefochtenen Urteil schliesslich die Rechtsprechung zur Beurteilung einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit bei psychischen Leiden (BGE 143 V 409 E. 4.2.1; 143 V 418; 141 V 281).

N519.Amtswegige Abklärungspflicht und Gutachten

Beweis- und Abklärungspflicht: Für die Prüfung des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG trifft die IV-Stelle von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen und sie kann medizinische Begutachtungen veranlassen. Medizinische Gutachten müssen umfassend sein, die Vorakten berücksichtigen und begründete Schlussfolgerungen enthalten. Bei widersprüchlichen oder strittigen Befunden sind ergänzende Stellungnahmen oder weitere Abklärungen (gegebenenfalls Gerichtsgutachten) einzuholen.

Auch diesbezüglich sei eine weitere, gerichtliche Abklärung erforderlich. Überdies sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 75 % erwerbstätig gewesen wäre und sich zu 25 % im Haushalt betätigt hätte. 2.3. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin ab dem 1. September 2016 einen Anspruch auf eine Invalidenrente der IV hat. Insbesondere ist strittig, ob auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS E____ vom 11. August 2019 abgestellt werden kann und ob die Beschwerdegegnerin die Aufteilung von Haushalt und Erwerb korrekt vorgenommen hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp.
Der Beschwerdeführer übt in diesem Zusammenhang Kritik an der Exploration und der Untersuchungsmethodik des Gutachters und vertritt ferner die Meinung, es fehle dem Gutachter selbst an der erforderlichen Unabhängigkeit. Gestützt auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte sei dem Beschwerdeführer mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen, subeventualiter die Sache zur erneuten Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 2.2. Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, das von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Teilgutachten sei beweisrechtlich weder aus formeller Sicht noch inhaltlich zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin verweist in diesem Zusammenhang ferner auf die ergänzende gutachterliche Stellungnahme vom 11. Januar 2021 (IV-Akte 96). Die Ablehnung des Rentenanspruchs sei daher zu Recht erfolgt. 2.3. Streitig und zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist. Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Verfügung an, Frühinterventionsmassnahmen verfolgten den Zweck, den bisherigen Arbeitsplatz von arbeitsunfähigen Versicherten zu erhalten oder Versicherte an einem neuen Arbeitsplatz innerhalb oder ausserhalb des bisherigen Betriebes einzugliedern. Sinngemäss argumentiert die Beschwerdegegnerin, da ab 15. September 2020 eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, fehle es an der Grundlage für Frühinterventionsmassnahmen. Der Rentenanspruch wird mit der Verfügung vom 9. April 2021 unter mit Hinweis auf die Regelung in Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG verneint, wonach Versicherte Anspruch auf eine Rente haben, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Ferner wird auf Art. 29 Abs. 1 IVG verwiesen. Danach entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine materielle Anspruchsvoraussetzung für die Rentenberechtigung, diejenige nach Art. 29 Abs. 1 IVG ist eine solche verfahrensmässiger Natur (formelle Karenzfrist; BGE 142 V 547, 550 E. 3.2). Der Beschwerdeführer hatte sich am 17. Februar 2020 zum Bezug von Leistungen angemeldet (IV-Akte 4). Die Beschwerdegegnerin begründet implizit den fehlenden Rentenanspruch damit, es habe mit Ablauf der Frist von 6 Monaten gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG eine nicht eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden. 2.2. Für ihre Annahme, es liege per 15. September 2020 eine volle Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit vor, stützt sich die Beschwerdegegnerin auf die Stellungnahme des RAD vom 21. Januar 2021 (IV-Akte 20, sig. E____). Die Ärztin des RAD stützt ihre Einschätzung ihrerseits auf die in den Akten der SUVA enthaltenen medizinischen Unterlagen. Sie bezeichnet die Beurteilungen und Schlussfolgerungen der G____ (vgl. Austrittsbericht vom 17. September 2020 über den Aufenthalt vom 25. August 2020 bis 15.

N520.Abstinenznachweis kein automatischer Rentenausschluss

Ein geforderter Abstinenznachweis (insbesondere bei Alkoholabhängigkeit) schliesst einen Anspruch auf Invalidenrente nicht automatisch aus. Es ist in den Quellen ausdrücklich als fraglich bezeichnet, ob ein solcher Abstinenznachweis überhaupt vom rentenausschliessenden Eingliederungsvorbehalt des Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG erfasst wird. Zudem kann trotz der Forderung eines Abstinenznachweises die Eingliederungsfähigkeit zum Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns fehlen.

Insgesamt ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht von einer durch einen Alkoholabstinenznachweis zu erreichenden Eingliederungsfähigkeit von A. ausging, welche einem Rentenanspruch gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG entgegenstehen würde. Dabei ist ohnehin fraglich, ob der Alkoholabstinenznachweis vom rentenausschliessenden Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG überhaupt erfasst wird (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_443/2023 vom 28. Februar 2025 E. 5.1.2 in fine). Vielmehr war die Eingliederungsfähigkeit - wie auch von RAD-Ärztin G. anerkannt wurde (vgl. Beurteilung vom 23. August 2023 [IV-act. 80 S. 7 und S. 10]) - im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. September 2023 (noch) nicht gegeben. Da zudem die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 16. September 2024 ausdrücklich einräumt, dass A. aufgrund des Abhängigkeitssyndroms und der übrigen gesundheitlichen Beschwerden zu 100 % arbeitsunfähig war (vgl. IV-act. 79 S. 3), entstand ab dem 1. September 2023 somit ein Anspruch auf eine Invalidenrente. Ob A. in der Folge noch eingliederungsfähig wurde, erscheint fraglich und wurde nicht weiter abgeklärt. Aktenkundig sind einzig drei Arztzeugnisse von Hausarzt Dr.
Insgesamt ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht von einer durch einen Alkoholabstinenznachweis zu erreichenden Eingliederungsfähigkeit von A. ausging, welche einem Rentenanspruch gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG entgegenstehen würde. Dabei ist ohnehin fraglich, ob der Alkoholabstinenznachweis vom rentenausschliessenden Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG überhaupt erfasst wird (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_443/2023 vom 28. Februar 2025 E. 5.1.2 in fine). Vielmehr war die Eingliederungsfähigkeit - wie auch von RAD-Ärztin G. anerkannt wurde (vgl. Beurteilung vom 23. August 2023 [IV-act. 80 S. 7 und S. 10]) - im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. September 2023 (noch) nicht gegeben. Da zudem die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 16. September 2024 ausdrücklich einräumt, dass A. aufgrund des Abhängigkeitssyndroms und der übrigen gesundheitlichen Beschwerden zu 100 % arbeitsunfähig war (vgl. IV-act. 79 S. 3), entstand ab dem 1. September 2023 somit ein Anspruch auf eine Invalidenrente. Ob A. in der Folge noch eingliederungsfähig wurde, erscheint fraglich und wurde nicht weiter abgeklärt. Aktenkundig sind einzig drei Arztzeugnisse von Hausarzt Dr. med. E. Während er am 20./29. September 2023 noch davon ausging, dass die Arbeitsfähigkeit Ende Oktober oder auch erst später bzw. ab Januar 2024 gesteigert werden könne (vgl.
Insgesamt ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht von einer durch einen Alkoholabstinenznachweis zu erreichenden Eingliederungsfähigkeit von A. ausging, welche einem Rentenanspruch gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG entgegenstehen würde. Dabei ist ohnehin fraglich, ob der Alkoholabstinenznachweis vom rentenausschliessenden Eingliederungsvorbehalt nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG überhaupt erfasst wird (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_443/2023 vom 28. Februar 2025 E. 5.1.2 in fine). Vielmehr war die Eingliederungsfähigkeit - wie auch von RAD-Ärztin G. anerkannt wurde (vgl. Beurteilung vom 23. August 2023 [IV-act. 80 S. 7 und S. 10]) - im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. September 2023 (noch) nicht gegeben. Da zudem die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 16. September 2024 ausdrücklich einräumt, dass A. aufgrund des Abhängigkeitssyndroms und der übrigen gesundheitlichen Beschwerden zu 100 % arbeitsunfähig war (vgl. IV-act. 79 S. 3), entstand ab dem 1. September 2023 somit ein Anspruch auf eine Invalidenrente. Ob A. in der Folge noch eingliederungsfähig wurde, erscheint fraglich und wurde nicht weiter abgeklärt. Aktenkundig sind einzig drei Arztzeugnisse von Hausarzt Dr.

N521.Keine neue Wartezeit bei Wiederaufleben

Werden frühere Versicherungs‑ oder Rentenzeiten angerechnet, beginnt für einen erneuten Rentenanspruch wegen desselben Leidens innerhalb von drei Jahren nach Aufhebung der früheren Rente kein neues Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG. Die Anrechnung richtet sich nach der Regelung zum Wiederaufleben der Invalidität (Art. 29bis IVV), wonach die vor dem ersten Rentenbeginn zurückgelegte Wartezeit bei entsprechender Wiederkehr der Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt wird.

Gemäss Art. 29bis IVG werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrads aufgehoben wurde, dieser aber in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht.
Dans ces circonstances, l'OAIE était fondé à déterminer la capacité résiduelle de travail de l'assuré sur la seule base de la prise de position SM/OAIE du 7 mai 2019 à laquelle il convient de conférer pleine valeur probante et de déterminer le degré d'invalidité du recourant sur la base d'une capacité résiduelle de travail de 30% dans une activité lucrative de substitution s'exerçant à mi-temps, en position assise, évitant de se pencher et de travailler en position accroupie ou agenouillée, avec un port de charges limité à 5 kg, sans mouvements répétitifs, sans déplacements ni marche sur terrain irrégulier, sans montée d'escaliers, d'échelles ou d'échafaudages, sans nuisances telles que poussière, émanations, froid, humidité et intempéries. 10. Il convient ensuite de déterminer le moment de la naissance de l'éventuel droit à la rente du recourant. Ce dernier conclut principalement à ce que celle-ci lui soit versée rétroactivement à compter du 1er novembre 2007 correspondant à la suppression de son précédent droit à une rente d'invalidité subsidiairement du 1er octobre 2017 comme retenu par le préavis de l'OAIE du 5 juillet 2019 (TAF pces 1,16 et 24). 10.1 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28 al. 1 let. b LAI, celle qui a précédé le premier octroi (art. 29bis RAI). La jurisprudence ajoute que s'il existe, dans un premier temps, une incapacité de travail dans l'activité habituelle d'une durée et d'une ampleur significative mais que subsiste une capacité de travail résiduelle dans des activités adaptées qui permet ou permettrait de réaliser un revenu excluant un droit à la rente, l'assuré peut prétendre - sous réserve d'autres conditions (notamment art.
sei spätestens seit Juli 2016 in ihrer bisherigen Tätigkeit dauerhaft eingeschränkt gewesen. In der Zeit von Juli 2017 bis Juni 2018 habe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 30 Prozent bestanden, ab Juli 2018 bis zum 10. Dezember 2018 eine vollständige Arbeitsfähigkeit, danach eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Dem von Juli 2017 bis September 2018 dauernden IV-Rentenanspruch habe eine Arbeitsunfähigkeit infolge von Sehproblemen und nach Entfernung des Meningeoms am 20. Januar 2017 verbliebenen Beeinträchtigungen zugrunde gelegen. Im Hinblick auf die Terminierung des neuerlichen IV-Rentenanspruchs ab Dezember 2018 hielt das Gericht fest, die als Folge der operativen Entfernung des Meningeom-Rezidivs am 10. Dezember 2018 eingetretene Arbeitsunfähigkeit sei "ausreichend auf dasselbe Leiden zurückzuführen". Diese Feststellung erfolgte vor dem Hintergrund von Art. 29bis IVV, der sich mit dem Wiederaufleben der Invalidität nach Aufhebung der Rente befasst. Danach werden bei der Berechnung der Wartezeit, die dem Beginn des IV-Rentenanspruchs vorausgeht (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG: Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 Prozent, die ein Jahr ohne wesentlichen Unterbruch angedauert hat), früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben wurde, dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht.
Zu prüfen bleibt, ab welchem Zeitpunkt der Versicherte die ihm nach dem Gesagten erneut zustehende ganze Rente beanspruchen kann. Bei der Beantwortung dieser Frage gilt es zu beachten, dass die IV- Stelle dem Versicherten in der angefochtenen Verfügung für den Zeitraum vom 1. Dezember 2013 bis 31. März 2014 eine befristete ganze Rente zusprach und gleichzeitig für die Zeit ab 1. April 2014 einen Rentenanspruch verneinte. Nach dem oben Gesagten ist beim Beschwerdeführer ab 1. März 2016 (wieder) von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Versicherte vor der Wiederausrichtung der ganzen Rente nochmals ein Wartejahr zu bestehen hat. Dies ist jedoch unter Hinweis auf die Regelung des Art. 29bis der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 zu verneinen. Laut der genannten Bestimmung werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, falls die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrads aufgehoben wurde und dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht. Eine solche Konstellation liegt hier vor, weshalb mit dem Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit per 1. März 2016 kein neues Wartejahr zu laufen beginnt. Zu beachten ist jedoch die Bestimmung von Art. 88a Abs. 2 IVV, wonach eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit (erst) zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Da beim Beschwerdeführer nach dem oben Gesagten ab 1. März 2016 wieder eine volle Erwerbsunfähigkeit vorlag, ist ihm die ganze Rente - wie von ihm beantragt - ab 1. Juni 2016 auszurichten.

N522.Beweislast bei Arbeitsunfähigkeit

Nachweis des Eintritts und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit: Es genügt regelmässig der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Fehlen zeitnahe oder überzeugende medizinische Angaben in den Akten, kann die IV-Stelle ergänzende Belege verlangen; nachträgliche spekulative Annahmen ersetzen keinen ordentlichen Nachweis. Liegt objektive Beweislosigkeit vor, sind die daraus fliessenden rechtlichen Folgen vom Versicherten zu tragen.

Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 1.5    Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt gemäss Art. 29ter IVV vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4 mit Hinweisen). 1.6    Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 11 zu Art. 30). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E.
L'absence de capacité subjective de l'assuré doit toutefois être établie au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt du Tribunal fédéral 8C_667/2015 du 6 septembre 2016 consid. 5.3 et les références). Sont réputées nécessaires et appropriées toutes les mesures de réadaptation professionnelle qui contribuent directement à favoriser la réadaptation dans la vie active. L'étendue de ces mesures ne saurait être déterminée de manière abstraite, puisque cela suppose un minimum de connaissances et de savoir-faire et que seules seraient reconnues comme mesures de réadaptation professionnelle celles se fondant sur le niveau minimal admis. Au contraire, il faut s'en tenir aux circonstances du cas concret. Celui qui peut prétendre au reclassement en raison de son invalidité a droit à la formation complète qui est nécessaire dans son cas, si sa capacité de gain peut ainsi, selon toute vraisemblance, être sauvegardée ou améliorée de manière notable (ATF 124 V 108 consid. 2a ; VSI 1997 p. 85 consid. 1). Se pose en premier lieu la question de savoir si l'assuré est invalide ou menacé d'une invalidité permanente (cf. art. 28 al. 1 LAI). On rappellera qu'il n'existe pas un droit inconditionnel à obtenir une mesure professionnelle (voir par ex. l'arrêt du Tribunal fédéral 9C_385/2009 du 13 octobre 2009). Il faut également relever que si une perte de gain de 20 % environ ouvre en principe droit à une mesure de reclassement dans une nouvelle profession (ATF 139 V 399 consid. 5.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_500/2020 du 1er mars 2021 consid. 2 et les références), la question reste ouverte s'agissant des autres mesures d'ordre professionnel prévues par la loi (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_464/2009 du 31 mai 2010). 4.5.2 En vertu de l'art. 15 LAI – dans sa version en vigueur avant le 1er janvier 2022 –, l’assuré auquel son invalidité rend difficile le choix d’une profession ou l’exercice de son activité antérieure a droit à l’orientation professionnelle. Les objectifs de cette mesure sont que grâce au soutien qui leur est offert à travers l'orientation professionnelle, les personnes assurées identifient des formations qui correspondent à leur âge, leur niveau de développement, leurs aptitudes et leurs intérêts, et qu'elles sont en mesure de suivre.
Bei den Akten befinden sich kaum psychiatrische Berichte aus jener Zeit. Der psychiatrische Sachverständige der ABI GmbH hat deshalb überzeugend dargelegt, dass die Verschlechterung erst ab der Berichterstattung durch Dr. C.___ im März 2018 als aus­gewiesen qualifiziert werden könne. Selbst wenn diese Angabe medizinisch nicht überzeugen sollte, muss aus juristischer Sicht von einer objektiven Beweislosigkeit hinsichtlich einer vor dem März 2018 eingetretenen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ausgegangen werden, da der Sachverständige der ABI GmbH natürlich den Gesundheitszustand vor der Untersuchung nicht hat erheben können und da die Akten keine überzeugenden Angaben für die Zeit vor März 2018 enthalten. Die Folgen der Beweislosigkeit müsste in einer lückenfüllenden analogen Anwendung des Art. 8 ZGB der Beschwerdeführer tragen. So oder anders kommt also die Berücksichtigung des Arbeitsunfähigkeitsgrades von 40 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten für die Zeit vor März 2018 nicht in Frage. Das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG könnte zwar schon früher zu laufen begonnen haben, wenn nämlich der Beschwerdeführer vor März 2018 durchschnittlich 40 Prozent arbeitsunfähig bezogen auf die letzte Tätigkeit gewesen wäre, aber im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz aus dem Jahr 2013 war diese Tätigkeit aus somatischer Sicht noch als uneingeschränkt zumutbar qualifiziert worden und der rheumatologische Sachverständige der ABI GmbH hat den Zeitpunkt der (geringfügigen) Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes mangels zwischenzeitlicher Berichte nicht genau bestimmen, sondern lediglich angeben können, dass seine Arbeitsfähigkeitsschätzung spätestens ab der aktuellen Untersuchung massgebend sei. Auch diesbezüglich liegt damit eine objektive Beweislosigkeit vor. Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer damit zu Recht erst ab dem 1. März 2019 eine Viertelsrente zugesprochen.   Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Dies würde voraussetzen, dass der Beschwerdeführer am 9. März oder spätestens 1. Mai 2007 zu 40% invalid war und im Jahr davor ohne wesentlichen Unterbruch mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen war (Art. 28 Abs. 1 IVG; vgl. E. 3.3). Dies lässt sich aufgrund der Akten nicht nachvollziehen: Dem - in den folgenden Erwägungen zu würdigenden - U._______-Gutachten lassen sich zu dieser Frage keine Anhaltspunkte entnehmen; dies ist wohl der Fragestellung aus der Warte der Unfallversicherung geschuldet. Aufgrund der Taggeldaufstellung der C._______ vom 27. August 2018 (IVSTA-act. 61, S. 19 ff., vgl. Sachverhalt Bst. A

N523.Nachweis des Eintrittszeitpunkts der Arbeitsunfähigkeit

Der Eintrittszeitpunkt der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden. Auf rein retrospektive, spekulative medizinische oder erwerbliche Annahmen ist abzustellen; idealtypisch stützen sich Feststellungen auf echtzeitliche medizinische Einschätzungen oder erkennbare Leistungseinbussen im Erwerbsleben. Zudem können spätere Erkenntnisse — namentlich nachgewiesene Beschwerdeaggravationen — frühere Gutachten entkräften und retrospektive Feststellungen in Zweifel ziehen, sodass solche Feststellungen kritisch zu prüfen sind.

Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).     Die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG wird unterbrochen, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). Tritt nach einem wesentlichen Unterbruch wieder eine Arbeitsunfähigkeit (von wenigstens 20 %) ein, so beginnt die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG neu zu laufen, ohne Anrechnung der bis zum wesentlichen Unterbruch bereits zurückgelegten Perioden von Arbeitsunfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2018 vom 4. Juni 2019 E. 5.1).
Diese Aggravation hat er anschaulich mit der Diskrepanz zwischen den Schmerzangaben der Beschwerdeführerin und dem beobachteten Verhalten im Rahmen der Untersuchungen, mit der Diskrepanz zwischen den Schmerzangaben und den geschilderten Alltagsaktivitäten, mit der Verweigerung einer sachlichen Diskussion über eine mögliche angepasste Arbeitstätigkeit, mit dem Fehlen von Strategien im Umgang mit den geschilderten Schmerzen, mit der geltend gemachten Schmerzpersistenz trotz intensiver Behandlungen, mit den Inkonsistenzen bezüglich der Laborergebnisse, mit der Diskrepanz zwischen dem im Rahmen der orientierenden testpsychologischen Zusatzuntersuchung gezeigten kognitiven Leistungsniveau und dem Verhalten während der Exploration sowie mit den deutlichen Hinweisen auf eine Beschwerdeaggravation im Rahmen der Beschwerdevalidierungstests begründet. Die nachgewiesene Aggravation weckt erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der früheren Arbeitsfähigkeitsschätzungen. Deshalb rechtfertigt es sich nicht, gestützt auf das Gutachten der SMAB AG aus dem Jahr 2018 von einer relevanten psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Folglich hat retrospektiv nie eine Phase bestanden, in der die Beschwerdeführerin für eine längere Zeit zu mehr als 30 Prozent arbeitsunfähig gewesen wäre, weshalb sie das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht bestanden und folglich keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Da der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne und damit dem Valideneinkommen entspricht, kann sein Betrag bei der Berechnung des Invaliditätsgrades mathematisch keine Rolle spielen. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, korrigiert um einen allfälligen dem sogenannten Tabellenlohnabzug analogen Abzug (sog. Prozentvergleich). Ein solcher Abzug wird gewährt, wenn davon ausgegangen werden muss, dass die versicherte Person ihre Arbeitsfähigkeit nicht mit demselben ökonomischen Erfolg verwerten kann wie eine gesunde, im selben Pensum tätige Person. Ein strikt ökonomisch-betriebswirtschaftlich denkender, also keinen Soziallohn ausrichtender Arbeitgeber wird einer versicherten Person nämlich keinen durchschnittlichen, sondern nur einen unterdurchschnittlichen Lohn ausbezahlen, um seinen aus der Anstellung resultierenden „Arbeitsmehrwert“ – die Differenz zwischen dem ökonomischen Wert der Arbeitsleistung und den direkten und indirekten Lohn- und Lohnnebenkosten – auf einen durchschnittlichen Betrag zu erhöhen, wenn die versicherte Person nur einen unterdurchschnittlichen ökonomischen Mehrwert generieren kann respektive wenn die indirekten Lohnkosten und die Lohnnebenkosten überdurchschnittlich hoch sind, sodass für den Arbeitgeber nur ein unterdurchschnittlicher „Arbeitsmehrwert“ resultiert.

N524.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG legt die Staffelung der Invalidenrenten nach dem Invaliditätsgrad fest: Anspruch auf eine Viertelsrente ab 40 %, auf eine halbe Rente ab 50 %, auf eine Dreiviertelsrente ab 60 % und auf eine ganze Rente ab 70 %.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung [AS 2007 5129 5147]; ebenso Art. 28 Abs. 1 IVG in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung [AS 2003 3837]; in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung von Art. 28 Abs. 1 IVG bestand bei mindestens 66 2/3% Anspruch auf eine ganze Rente). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50%, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung [AS 2007 5129]; ebenso Art. 28 Abs. 1ter IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung), soweit nicht völkerrechtliche Bestimmungen eine abweichende Regelung vorsehen, was laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip besteht hier nicht. Wie erwähnt (E. 3.1), werden laut dem hier anwendbaren Abkommen in der Schweiz zugesprochene Viertelsrenten nicht in den Kosovo exportiert.
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 geltenden Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie - wie der Beschwerdeführer - in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der EU haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1). Vorliegend kann ein allfälliger Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Viertelsrente allerdings erst mit der Anwendbarkeit des FZA und der VO (EG) 883/2004 ab 1. Januar 2017 nach Kroatien ausbezahlt werden. Im bis zum 31. Dezember 2016 anwendbaren bilateralen Sozialversicherungsabkommen mit Kroatien ist in Art. 5 diesbezüglich vorgesehen, dass ordentliche Renten der schweizerischen Invalidenversicherung für Versicherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, nur bei Wohnsitz in der Schweiz gewährt werden. Der Vollständigkeit halber ist für eine allfällige zusätzliche bosnische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers - bei gleichzeitigem Wohnsitz in Bosnien und Herzegowina bis zum Umzug nach Kroatien am 5.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung]). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch - wie hier - nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der EU haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 geltenden Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind Viertelsrenten jedoch entgegen Art. 29 Abs. 4 IVG exportierbar (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind Viertelsrenten jedoch entgegen Art. 29 Abs. 4 IVG exportierbar (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).

N525.Rückwirkender Rentenbeginn bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit

Rechtsprechungsgemäss lässt sich bei durchgehend nachgewiesenem Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit in den Akten ein rückwirkender Rentenbeginn feststellen; in den vorliegenden Entscheiden betraf dies Fälle mit dauernder Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% bzw. vollständiger Arbeitsunfähigkeit. Bei durchgehend nachgewiesener 100%iger Arbeitsunfähigkeit wurde in den Entscheidungen eine ganze Rente ab dem entsprechenden Beginn gewährt.

Wie sich in den folgenden Erwägungen zeigen wird, wird das Gericht, gestützt auf die Methode des Einkommensvergleichs, von einem Invaliditätsgrad von 71% ausgehen (E. 6). Die Gutachter und die Gutachterin äussern sich nicht explizit zum Beginn der festgesetzten Arbeitsunfähigkeit. Sie bezeichnen jedoch die Funktionseinschränkungen (nicht aber das Schmerzsyndrom) als Resultat der Wirbelsäulenoperationen (IVSTA-act. 50, S. 57). Ein späterer Beginn der beschriebenen funktionellen Limiten lässt sich in den Akten nicht plausibilisieren. Der Invaliditätsgrad von 71% - und damit über 40% - war jedenfalls am 2. November 2011 erreicht. Seit dem 2. September 2009 war der Beschwerdeführer durchgehend zu 50% oder mehr arbeitsunfähig. Die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 IVG sind somit spätestens ab dem 2. November 2011 klar erfüllt. Zu klären bleibt im Folgenden aber die Bedeutung der früheren Phasen der Arbeitsunfähigkeit.
6 Au vu de l'ensemble de ce qui précède, le Tribunal considère que le rapport d'expertise du 31 janvier 2020 est conforme aux réquisits jurisprudentiels et doit, partant, se voir attribuer pleine valeur probante. Il n'existe aucun motif suffisant permettant de douter du bien-fondé et de s'écarter des motivations et conclusions retenues dans ledit rapport d'expertise. Dès lors, c'est à bon droit que l'autorité inférieure a estimé que le recourant était en mesure de travailler à plein temps dans une activité adaptée avec une baisse de rendement de 30% dès le mois de juin 2014. 10.7 Cela étant, la décision attaquée s'appuie sur une lecture erronée du rapport d'expertise, puisqu'elle considère que le recourant a droit à un quart de rente du 1er juillet 2013 au 31 août 2014, alors que le rapport d'expertise conclut à une incapacité de travail complète pour cette période, ce que l'autorité intimée a du reste reconnu dans le cadre de la présente procédure (cf. supra, consid. 7.2). Il y a donc lieu de réformer la décision querellée en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d'invalidité du 1er juillet 2013 au 31 août 2014, soit une année après le début de l'incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI ; voir supra, consid. 6.2). Par ailleurs, pour la période ultérieure à compter du 1er septembre 2014, les modifications de l'état de santé n'étant déterminantes qu'après une période de trois mois (art. 88a RAI ; voir supra consid. 6.2), il sera tenu compte d'une capacité de travail pleine et entière avec une diminution de rendement de 30% dans une activité adaptée dans les calculs effectués ci-après et portant sur un éventuel droit à la rente pour cette période. 11. Il reste à examiner le calcul du taux d'invalidité effectué par l'OAIE et le choix de la méthode utilisée à cet effet. 11.1 On rappellera que, pour évaluer le taux d'invalidité, il existe principalement trois méthodes : la méthode générale de comparaison des revenus, la méthode spécifique et la méthode mixte, dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente (ATF 137 V 334 consid. 3.1 ; arrêt du TF 9C_250/2021 du 24 mars 2022 consid. 2.2). Pour déterminer la méthode applicable au cas particulier, il faut se demander ce que l'assuré aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue.
Die Voraussetzung, wonach während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % bestanden haben muss (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), ist jedoch erst im Mai 2017 erfüllt, so wurde dem Beschwerdeführer im MEDAS-Gutachten vom 13. März 2018 (AB 381.1) ab Mai 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ... attestiert (S. 50 Ziff. 12.1). Gestützt auf die gutachterliche Einschätzung war der Beschwerdeführer von Mai bis September 2017 aufgrund der postoperativen Rehabilitation vollständig arbeitsunfähig (Ziff. 12.2), weshalb es ihm nicht möglich war, ein Invalideneinkommen zu erzielen. Damit beträgt der Invaliditätsgrad für diesen Zeitraum 100 %, womit ihm ab Mai 2017 eine ganze Rente zuzusprechen ist.
notamment lettre de postulation du 26 octobre 2015 précitée [consid. 12.2.1]) - n'était plus apte à se réadapter par lui-même lors de la notification de la décision litigieuse. 12.3 Sur le vu de ce qui précède, à supposer qu'une amélioration de la capacité de travail ait eu lieu le 19 juillet 2017 - ce que le Tribunal de céans a écarté (cf. ci-dessus, consid. 11.3) - c'est à tort que l'autorité inférieure a considéré le recourant comme étant en mesure de réintégrer par ses propres moyens le marché du travail, sans autres mesures d'ordre professionnel. 13. Une amélioration de la capacité de travail du recourant ne pouvant notamment pas être retenue au degré de la vraisemblance prépondérante à compter du mois de juillet 2017, c'est à tort que l'autorité précédente n'a versé qu'une rente limitée dans le temps jusqu'au 31 octobre 2017. La nouvelle atteinte invalidante affectant l'épaule droite s'étant produite en octobre 2015, une rente entière d'invalidité, sans interruption, doit être versée dès le 1er octobre 2016 (cf. art. 28 al. 1 LAI). Par ailleurs, le recourant ayant travaillé à 100 % avant le début de son incapacité de travail (cf. AI pce 14), c'est à bon droit que l'autorité précédente a appliqué la méthode ordinaire de comparaison des revenus (cf. ci-dessus, consid. 6.4). 14. Partant, le recours est admis, la décision du 15 février 2019 étant réformée en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d'invalidité, sans interruption, à compter du 1er octobre 2016, le dossier étant retourné à l'autorité inférieure afin qu'elle détermine le montant global de la rente, sous suite d'intérêts moratoires (art. 26 al. 2 LPGA). 15. 15.1 Vu l'issue du litige, et dans la mesure où aucun frais de procédure n'est mis à la charge de l'autorité inférieure, il n'est pas perçu de frais de procédure (art. 63 al. 1 et 2 PA). L'avance de frais de Fr 800.- versée par la partie recourante (TAF pce 4) lui sera remboursée dès l'entrée en force du présent arrêt, sur le compte qu'elle aura désigné au Tribunal administratif fédéral.

N526.Antizipierte Beweiswürdigung in der Verwaltung

Lässt die Aktenlage den geltend gemachten Anspruchszeitpunkt klar ausscheiden oder ist die beantragte Beweisführung voraussichtlich ohne aufklärende Wirkung, kann die Verwaltung auf weitere Beweiserhebungen verzichten und eine antizipierte Beweiswürdigung vornehmen.

Il est possible de renoncer à un moyen de preuve requis par une partie lorsque les faits que la partie entend prouver ne sont pas déterminants juridiquement, lorsqu'il s'agit de prouver un fait déjà établi, lorsqu'il apparaît d'emblée que la preuve proposée ne conduira pas à des éclaircissements ou lorsque l'autorité est en mesure d'apprécier les faits par elle-même sur la base de ses propres connaissances du domaine ou de celles de ses employés spécialisés (ATF 122 V 157 c. 1d). 2.2 En l'espèce, la recourante a affirmé que son droit d'être entendue avait été violé du fait que l'intimé n'a pas donné suite à sa requête (formulée dans ses objections) de faire préciser auprès de ses médecins la date du début de l'incapacité de travail, de même qu'à leur soumettre l'expertise pour une prise de position. La recourante a aussi reproché à l'intimé de n'avoir pas considéré les rapports qu'elle lui avait transmis le 8 mai 2020. 2.3 Au cas particulier, dans ses objections, la recourante avait motivé sa requête tendant à faire préciser la date de l'incapacité de travail en expliquant qu'une rente devait être servie avant le 1er janvier 2017. La réglementation de la naissance du droit à la rente en vigueur depuis le 1er janvier 2008, à savoir l'art. 28 al. 1 LAI, en relation avec l'art. 29 al. 1 et 3 LAI, dont les teneurs ont été jointes tant au préavis qu'à la décision (droit pouvant naître au plus tôt six mois à compter de la date à laquelle la personne assurée s'est annoncée à l'AI), permet aisément de comprendre l'appréciation anticipée des preuves (voir à ce sujet c. 2.1 et ATF 144 V 361 c. 6.5) à laquelle l'intimé a procédé pour renoncer à des investigations sur ce point. Du reste, le recours lui-même ne précise plus de date pour le début du droit à la rente revendiquée. Sous l'angle d'une violation de son droit d'être entendue, de même que de la faculté de procéder à une appréciation anticipée des preuves, la recourante ne peut pas non plus reprocher à l'intimé une violation du principe de l'instruction d'office parce qu'il aurait omis d'interpeller les médecins traitants au sujet de leur avis sur les résultats d'une expertise qu'il a organisée et qu'il estime probante. La question de la fiabilité de l'expertise (et de ses conséquences) ressortit à l'examen au fond.

N527.Gemischte Methode bei erstmaliger Prüfung

Nach der Rechtsprechung (u. a. Di Trizio) ist die Anwendung der gemischten Methode eingeschränkt worden; sie kann jedoch bei der erstmaligen Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente weiterhin massgeblich sein.

Le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité selon les art. 16 LPGA et 28a al. 2 LAI cités et l'invalidité globale est déterminée selon les parts respectives de l'activité lucrative et de l'accomplissement des travaux habituels, pondérée en fonction du temps alors attribué à chacune des activités précitées (ATF 141 V 15 consid. 4.5; 137 V 334 consid. 3.1). Depuis l'arrêt de la Cour européenne des droits de l'homme n° 7186/09 Di Trizio du 2 février 2016, l'application de la méthode mixte est restreinte (ATF 144 I 28 consid. 4.2 s. et références; TF 9C_387/2017 du 30 octobre 2017 consid. 5.3) mais toujours déterminante lorsqu'il s'agit notamment - comme en l'occurrence - d'examiner pour la première fois le droit à une rente suite à une première demande de prestations (notamment : TF 8C_633/2015 du 12 février 2016 consid. 4.3; pour d'autres situations encore voir notamment : TF 8C_462/2017 du 30 janvier 2018 consid. 5.2). 7.3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré du taux d'invalidité. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2007 5129; FF 2005 4215), la personne assurée a droit à un quart de rente si elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente si elle est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente si elle est invalide à 60% au moins et à une rente entière si elle est invalide à 70% au moins. L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, cette restriction ne s'applique pas lorsque la personne assurée est ressortissante suisse ou ressortissante d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un de ces pays (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 7.4 Enfin, s'agissant de la condition d'assurance qu'une personne doit remplir pour avoir droit à une rente d'invalidité suisse, il ressort de l'art. 36 al. 1 LAI que tout requérant doit avoir versé, lors de la survenance de l'invalidité, des cotisations à l'AVS/AI durant trois années au total, dont au moins une année en Suisse lorsque la personne intéressée a été assujettie à la législation de deux ou plusieurs Etats membre de l'Union européenne (cf.
Le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité selon les art. 16 LPGA et 28a al. 2 LAI cités et l'invalidité globale est déterminée selon les parts respectives de l'activité lucrative et de l'accomplissement des travaux habituels, pondérée en fonction du temps alors attribué à chacune des activités précitées (ATF 141 V 15 consid. 4.5; 137 V 334 consid. 3.1). Depuis l'arrêt de la Cour européenne des droits de l'homme n° 7186/09 Di Trizio du 2 février 2016, l'application de la méthode mixte est restreinte (ATF 144 I 28 consid. 4.2 s. et références; TF 9C_387/2017 du 30 octobre 2017 consid. 5.3) mais toujours déterminante lorsqu'il s'agit notamment - comme en l'occurrence - d'examiner pour la première fois le droit à une rente suite à une première demande de prestations (notamment : TF 8C_633/2015 du 12 février 2016 consid. 4.3; pour d'autres situations encore voir notamment : TF 8C_462/2017 du 30 janvier 2018 consid. 5.2). 7.3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré du taux d'invalidité. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2007 5129; FF 2005 4215), la personne assurée a droit à un quart de rente si elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente si elle est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente si elle est invalide à 60% au moins et à une rente entière si elle est invalide à 70% au moins. L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, cette restriction ne s'applique pas lorsque la personne assurée est ressortissante suisse ou ressortissante d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un de ces pays (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 7.4 Enfin, s'agissant de la condition d'assurance qu'une personne doit remplir pour avoir droit à une rente d'invalidité suisse, il ressort de l'art. 36 al. 1 LAI que tout requérant doit avoir versé, lors de la survenance de l'invalidité, des cotisations à l'AVS/AI durant trois années au total, dont au moins une année en Suisse lorsque la personne intéressée a été assujettie à la législation de deux ou plusieurs Etats membre de l'Union européenne (cf.

N528.Stufenloses prozentuales Rentensystem

Bis 31.12.2021 galt die Staffel Viertel/Halb/Dreiviertel/ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 in der bis dahin geltenden Fassung). Mit Inkrafttreten der Revision per 1.1.2022 wurde dieses System durch ein stufenloses, prozentuales System (Art. 28b IVG) ersetzt. Danach entspricht bei einem Invaliditätsgrad von 50–69 % die Rentenquotität dem Invaliditätsgrad; bei einem Invaliditätsgrad von 40–49 % werden die Rentenquoten linear von 25 % bis 47,5 % einer ganzen Rente festgelegt.

En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6.3 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, l'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins. Au 1er janvier 2022, le système des quarts de rente de l'ancien art. 28 al. 2 LAI a été remplacé par un système de rentes linéaire. Ainsi, aux termes de l'art. 28b LAI, en vigueur dès le 1er janvier 2022, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69 %, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2), tandis que pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70 %, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Enfin, pour les taux d'invalidité compris entre 40% et 49%, les rentes s'échelonnent de façon linéaire de 25% à 47.5% d'une rente entière (al. 4). 6.4 Selon l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (concernant la relation entre art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, voir ATF 142 V 547 consid. 3.2). L'art. 29 al. 3 LAI précise que la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. L’art. 28b LAI (en vigueur depuis le 1er janvier 2022) dispose que la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1), un taux d’invalidité compris entre 50 et 69 % donnant droit à une quotité de rente correspondant au taux d’invalidité (al. 2), un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70 % donnant droit à une rente entière (al. 3), tandis qu’un taux d’invalidité compris entre 40 et 49 % donne droit à une rente de 25 % à 47,5 % (al. 4 ; chaque point d’invalidité supplémentaire augmentant la quotité de la rente de 2,5 %). c) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art.
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente sodann nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen gilt hingegen wie erwähnt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird (oben, Erwägung 1.2). Dabei besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente ebenfalls erst bei einem IV-Grad ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung).

N529.Vorübergehende Arbeitsunfähigkeit und kein Rentenanspruch

Wird die tatsächliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf höchstens 12 Monate festgestellt, so geht dies – wie in der angeführten Entscheidung – zu Lasten des Rentenanspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG; die Versicherte hat damit nach Auffassung der Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Rente.

Januar 2020 abgelaufen und der Rentenanspruch somit nicht wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht per 1. Dezember 2020, sondern per 1. Januar 2020 entstanden. Dies korrespondiert mit der weiteren Ausführung des Beschwerdeführers, wonach selbst die Beschwerdegegnerin eine Arbeitsunfähigkeit bis Februar 2020 anerkenne und der Rentenanspruch «unlängst» entstanden sei. Allerdings verhält es sich nicht so, dass die Beschwerdegegnerin für die Dauer von Januar 2019 bis und mit Februar 2020 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit anerkannt hat, sondern sie vertritt die Ansicht, dass spätestens ab Februar 2020 keine Arbeitsunfähigkeit mehr plausibel sei. Mithin geht sie von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit längstens bis Ende Januar 2020 aus und es ergibt sich auch nicht, dass sie für diese Zeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit anerkannt hat. Die Beschwerdegegnerin hat dies zwar nicht explizit so ausgeführt, sie stellt sich aber zumindest im Ergebnis auf den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer maximal während 12 Monaten in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen und somit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG kein Rentenanspruch entstanden ist.

N530.Rentenrevision nur bei tatsächlicher Veränderung

Ändert sich seit der Zusprechung der Rente eine wesentliche tatsächliche Verhältnisse, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, so kann die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben werden. Eine bloss andere Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes begründet hingegen keinen Revisionsgrund.

b) Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision ; la rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 545 consid. 6.1). En revanche, une appréciation différente d’une situation demeurée pour l’essentiel inchangée ne constitue pas un motif de révision (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 141 V 9 consid. 2.3). c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). d) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI). e) Il découle de l’art. 61 let. c LPGA que le juge apprécie librement les preuves médicales, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse, sans être lié par des règles formelles. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.
b) Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision ; la rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 545 consid. 6.1). En revanche, une appréciation différente d’une situation demeurée pour l’essentiel inchangée ne constitue pas un motif de révision (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 141 V 9 consid. 2.3). c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). d) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées.
med. H____ vom 9. September 2020 gehe keine wesentliche und dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft hervor. Die Frage, ob aufgrund der Berichte und der darin erwähnten Minderintelligenz ein Revisionsverfahren nach Art. 53 Abs. 1 ATSG durchzuführen sei, müsse im Rahmen eines neuen Administrativverfahrens geklärt werden (vgl. Duplik). 2.2. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, es sei bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung zu einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes gekommen, insbesondere bestehe eine akute Suizidalität. Zudem habe als Folge des angekündigten Nichteintretens vor dem Hintergrund der Minderintelligenz eine paranoide Entwicklung stattgefunden. Die neu festgestellte Minderintelligenz sei als ausschlaggebender Faktor für die Fehlverarbeitung des Unfalls aus dem Jahre 2003 zu sehen. Diesem Umstand hätten die Gutachter bislang nicht Rechnung getragen. Dies erfordere eine Neubeurteilung des Gesundheitszustandes. 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind. 3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Revision der Invalidenrente nach Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zu einer solchen Rentenanpassung gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Anpassungsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Die für die Beurteilung massgeblichen Rechtsgrundlagen wurden im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben. Es betrifft dies namentlich die Bestimmungen und Grundsätze zu den Begriffen der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), zu den Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG), zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG), zur Bemessung des Invaliditätsgrads bei erwerbstätigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG und Art. 16 ATSG) sowie zur Bedeutung ärztlicher Auskünfte bei der Invaliditätsschätzung (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.; 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Hinweisen). Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG [SR 830.1]). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E.

N531.Funktionelles Beweisverfahren bei psychischen Störungen

Bei psychischen Störungen ist für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und des Invaliditätsgrades typischerweise ein strukturiertes (funktionelles) Beweisverfahren erforderlich; dabei sind systematisierte Standardindikatoren zu berücksichtigen. Medizinische Unterlagen haben dabei eine wesentliche Bedeutung für die Beweiswürdigung.

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall voll Erwerbstätigen nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen (BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 und 418, 141 V 281; vgl. auch BGE 145 V 361 E. 3.1), des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (BGE 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.
Im angefochtenen Urteil werden die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 7 f. ATSG und Art. 28 IVG), sowie zur Bedeutung und Beweiskraft medizinischer Unterlagen (BGE 125 V 256 E. 4; 125 V 351 E. 3a) zutreffend dargelegt. Richtig ist auch der vorinstanzliche Hinweis, wonach die Einschränkungen infolge psychischer Erkrankungen grundsätzlich anhand systematisierter Indikatoren zu beurteilen sind (BGE 141 V 281; 143 V 418). Darauf wird verwiesen. Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie bei der konkreten Beweiswürdigung betreffen Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2) und sind für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich. Soweit die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird, geht es um eine frei überprüfbare Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2; Urteil 8C_712/2019 vom 12. Februar 2020 E. 1.3). Rechtsfrage ist auch, nach welchen Gesichtspunkten die Entscheidung über die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit erfolgt (BGE 140 V 267 E. 2.4 mit Hinweisen; SVR 2021 IV Nr.
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; Bundesgerichtsentscheide vom 16. Februar 2018, 8C_633/2017 E. 3.4, und vom 10. August 2016, 9C_289/2016 E. 3.2). - Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Schaffung dieser Bestimmung hat keine Veränderung des (nämlich in Art. 4 IVG und Art. 28 IVG geregelten) Zeitpunkts des Eintritts des Versicherungsfalls mit sich gebracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2016, IV 2013/641 E. 1.1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, vgl. auch BGE 102 V 165). - Sämtliche psychischen Erkrankungen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Die funktionellen Folgen der Gesundheitsschädigung sind danach qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind in der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz.

N532.Gestufte Rentenzuteilung nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG sieht eine gestufte Rentenzuteilung nach dem Invaliditätsgrad vor: Bei einer Invalidität von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente; ab 50% auf eine halbe Rente; ab 60% auf eine Dreiviertelsrente; ab 70% auf eine ganze Rente.

Elle retient ainsi que l'assurée n'est plus en mesure de travailler dans son ancienne activité d'opératrice depuis 2016, ainsi que dans toute activité du 1er novembre 2016 au 30 mai 2017 et du 23 janvier 2018 au 30 septembre 2019, en lien avec les suites d'interventions chirurgicales. En revanche, hors ces périodes, elle demeure apte à travailler à un taux de 80%, compte tenu d'une diminution de rendement de 10%, dans une activité adaptée. Celle-ci doit limiter la station debout, limiter la marche à moins d'une demi-heure, éviter les positions à genoux ou accroupie, limiter l'usage de la main droite qui ne peut désormais qu'être considérée comme une aide, ainsi qu'éviter tout port de charge à droite. Elle doit également permettre à l'assurée de prendre régulièrement sa glycémie durant la journée. 6. 6.1. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. En vertu de l'art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente s’il est invalide à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l’invalidité: un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l’invalidité atteint 50% au moins, l’assuré a droit à une demi-rente; lorsqu’elle atteint 60% au moins, l’assuré a droit à trois quarts de rente et lorsque le taux d’invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. 6.2. La loi consacre trois régimes distincts d'évaluation de l'invalidité, qui, pour une même atteinte à la santé, peuvent aboutir à des conséquences assécurologiques sensiblement différentes (arrêt TF 9C_790/2010 du 8 juillet 2011 consid. 5.5.1). La méthode ordinaire d’évaluation du taux d’invalidité (art. 28a al. 1 LAI) s'applique aux assurés exerçant une activité lucrative. Le degré d'invalidité résulte de la comparaison du revenu d'invalide, soit ce que l'assuré est encore capable de gagner en utilisant sa capacité résiduelle de travail dans toute la mesure que l’on est en droit d’attendre de lui, avec le revenu sans invalidité, à savoir ce qu’il pourrait gagner si l’invalidité ne l’entravait pas (RCC 1963 p.
1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d’activité, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA). 4. a) L'art. 28 al. 1 LAI prévoit que l'assuré a droit à une rente aux conditions cumulatives suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). b) A teneur de l’art. 28 al. 2 LAI, la rente est échelonnée selon le degré d'invalidité, un degré d'invalidité de 40 % au moins donnant droit à un quart de rente, un degré d'invalidité de 50 % au moins donnant droit à une demi-rente, un degré d'invalidité de 60 % au moins donnant droit à trois-quarts de rente et un degré d'invalidité de 70 % au moins donnant droit à une rente entière. 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves qu’il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves.
Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 4. Januar 2021 auf eine weitere Stellungnahme. Das Kantonsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde vom 7. September 2020 ist demnach einzutreten. 2.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind Art. 7 Abs.

N533.Zumutbarkeitsprüfung bei Gesundheitsrisiken

Zur Zumutbarkeitsprüfung zählen typischerweise Orts-, Branchen- oder Stellenwechsel sowie die Berücksichtigung gesundheitlicher Risiken. Eine mögliche IV-relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands ist in die Abwägung einzubeziehen; je nach Ausprägung des konkreten Risikos kann eine solche Gefahr die Unzumutbarkeit begründen.

Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2024 Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Art. 29 Abs. 1 ATSG. Neuanmeldung. Die Neuanmeldung unterscheidet sich nicht von einer erstmaligen Anmeldung. Zumutbarkeit eines Stellenwechsels, wenn der Stellenwechsel die Gefahr einer gesundheitlichen Verschlechterung birgt. Da das Risiko für eine anhaltende und damit IV-relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch einen Stellenwechsel unter Beachtung der empfohlenen Massnahmen klein ist, ist der Versicherten die Verwertung der Arbeitsfähigkeit in einer ideal adaptierten Tätigkeit zumutbar. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 28. März 2024, IV 2023/109). Entscheid vom 28. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2023/109 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel, Schmid & Herrmann Rechtsanwälte, Lange Gasse 90, 4052 Basel, gegen IV-Stelle des Kantons St.
69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 137 I 273ATF 137 I 273DTF 137 I 273 BGE 132 II 342ATF 132 II 342DTF 132 II 342 BGE 118 Ia 336ATF 118 Ia 336DTF 118 Ia 336 BGE 129 V 485ATF 129 V 485DTF 129 V 485 BGE 105 V 248ATF 105 V 248DTF 105 V 248 BGE 112 V 87ATF 112 V 87DTF 112 V 87 8C_434/2019 BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 314ATF 137 V 314DTF 137 V 314 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 82a ATSGart. 82a LPGAart. 82a LPGA Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG BVR 2009 186 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 137 V 57ATF 137 V 57DTF 137 V 57 Art. 61 ATSGart.

N534.Aggravation und Ausschluss des Rentenanspruchs

Bei psychischen Störungen ist auf Anzeichen von Aggravation bzw. sekundärem Krankheitsgewinn zu prüfen. Ergibt sich, dass die Leistungseinschränkung auf solchen Erscheinungen beruht, liegt nach Praxis regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, was die Leistungszuerkennung (Rentenanspruch nach Art. 28 IVG) ausschliessen kann.

Streitig ist, ob die vorinstanzlich bestätigte Verneinung des Rentenanspruchs bundesrechtskonform ist. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall voll erwerbstätigen Versicherten nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) und die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Beurteilung der Invalidität bei psychischen Erkrankungen (BGE 143 V 409 und 418, 141 V 281), des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (E. 1 hiervor; BGE 125 V 351 E. 3a). Beizupflichten ist der Vorinstanz auch, dass praxisgemäss keine versicherte Gesundheitsschädigung vorliegt, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist.
Streitig ist, ob die vorinstanzlich bestätigte Verneinung des Rentenanspruchs bundesrechtskonform ist. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Invaliditätsbemessung bei im Gesundheitsfall voll erwerbstätigen Versicherten nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) und die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Beurteilung der Invalidität bei psychischen Erkrankungen (BGE 143 V 409 und 418, 141 V 281), des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (E. 1 hiervor; BGE 125 V 351 E. 3a). Beizupflichten ist der Vorinstanz auch, dass praxisgemäss keine versicherte Gesundheitsschädigung vorliegt, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist.

N535.Rentenabstufung nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG regelt die Abstufung der Invalidenrente nach dem Invaliditätsgrad: Bei mindestens 40 % Invalidität besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.                 b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA).                 c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.

N536.Leidensangepasste Restarbeitsfähigkeit und Rente

Bei dauernder Totalinvalidität kann der Invaliditätsgrad mit dem bisherigen Erwerbsumfang übereinstimmen und damit eine Rente begründen. Hingegen führt eine hohe leidensangepasste Restarbeitsfähigkeit (z. B. rund 70–80 %) in der Rechtsprechung regelmässig nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad.

En effet, jusqu’à cette date, elle avait beaucoup lutté pour contenir ses troubles et répondre aux exigences de son emploi, mais elle s’est épuisée, avec une cassure psychique et une impossibilité de se remobiliser, qui est présente encore aujourd’hui. Comme relevé ci-avant (cf. considérant 8b/aa), les limitations fonctionnelles s’observent aussi dans les tâches ménagères et dans les activités quotidiennes de la recourante. La Dre H.________ précise encore que le pronostic est défavorable, en raison de la chronicité du trouble bipolaire et de la rigidification du trouble de la personnalité. Même si le trouble bipolaire faisait l’objet d’un traitement médicamenteux efficace, tout au plus pourrait-on espérer une meilleure stabilisation des fluctuations de l’humeur, mais le traitement n’aurait pas d’effet sur le trouble de la personnalité, affection la plus invalidante.                 d) Sur le vu de ce qui précède, il convient de retenir que l’assurée est durablement incapable de travailler depuis le 6 juillet 2015, date du début du délai d’attente d’un an (art. 28 LAI). A l’échéance du délai d’attente, le 6 juillet 2016, l’assurée était toujours totalement incapable de travailler. Dans la mesure où la Dre H.________ estime qu’aucune activité ne permettrait à la recourante d’améliorer son taux d’activité ou ses revenus, le taux d’invalidité se confond avec l’incapacité de travail telle qu’elle a été retenue par l’experte (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; ATF 114 V 310 consid. 3a ; TF 9C_252/2021 du 9 février 2022 consid. 6 et la référence citée). L’assurée a indiqué, dans le formulaire complété le 27 novembre 2015, qu’elle exercerait une activité lucrative à 80 %. Au vu des limitations fonctionnelles constatées et de l’incapacité totale de travail, le taux d’invalidité est donc de 80 % au moins, ce qui fonde le droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er juillet 2016 (art. 29 LAI et considérant 4c supra).   9.              Subsiste la question des frais de l’expertise judiciaire.                 a) Aux termes de l’art.
Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2022 Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten. Beweiskraft des Administrativgutachtens, insbesondere des psychiatrischen Teils bejaht. Bei einer Restarbeitsfähigkeit von 70% für leidensangepasste Tätigkeiten resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2022, IV 2021/16). Entscheid vom 2. August 2022 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/16 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Zahner Anwälte AG, Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2022 Art. 28 IVG. Beweiswürdigung bei divergierenden gutachterlichen Beurteilungen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen, die zu keinem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. April 2022, IV 2020/216). Entscheid vom 7. April 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/216 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsagent Fabian Bigger, RGB Consulting, Sonnenbühlstrasse 3, 9200 Gossau SG, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand IV-Leistungen
Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Gestützt auf ein als beweiskräftig befundenes Gutachten ist die Beschwerdeführerin in angepassten Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Gründe für eine fehlende Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit oder einen Tabellenlohnabzug liegen nicht vor. Bei einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 70 % und einer Tätigkeit im Aufgabenbereich von 30 % besteht bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von rund 8 % kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2021, IV 2019/177). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_631/2021. Entscheid vom 5. Juli 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2019/177 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Sebastiaan van der Werff, MLaw, Schwager Mätzler Schneider, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N537.10%-Tabellenabzug bei Restarbeitsfähigkeit

Ist die Restarbeitsfähigkeit verwertbar, entscheidet der Einkommensvergleich über den Rentenanspruch. In den vorliegenden Entscheiden wurde typischerweise ein Tabellenlohnabzug von 10 % berücksichtigt; weitergehende Leidensabzüge sind nur bei entsprechender Begründung zu gewähren. Konkret zeigen die Fälle, dass bei einer effektiven Arbeitsfähigkeit von rund 66–69 % (unter Einbezug der Normalarbeitszeit) bei Gewährung eines 10%-Tabellenabzugs eine Viertelsrente angenommen wurde, während bei einer Restarbeitsfähigkeit von 80 % ein Anspruch nur bestanden hätte, wenn ein höherer (z. B. 20%) Tabellen-/Leidensabzug gerechtfertigt gewesen wäre.

Entscheid Versicherungsgericht, 29.04.2024 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Gerichtsgutachten; die Gutachter attestieren eine Arbeitsfähigkeit von 69 % (6 von 8 Stunden tägl.). Unter Berücksichtigung der Normalarbeitszeit ergibt sich eine Arbeitsfähigkeit von 66 %. Neben dem krankheitsbedingten Pausenmehrbedarf sind keine weiteren ordentlichen Pausen zu berücksichtigen. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht. Der Einkommensvergleich ergibt unter Gewährung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % einen Anspruch auf eine Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. April 2024, IV 2021/102). Beim Bundesgericht angefochten Entscheid vom 29. April 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2021/102 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler, Zürcher­strasse 310, Postfach, 8501 Frauenfeld, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 28.09.2023 Art. 28 IVG, Invalidenrente. Die abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit gemäss BEFAS-Abklärung vermag keine Zweifel an der im Administrativverfahren zuvor eingeholten externen gutachterlichen Einschätzung zu erwecken. Die Restarbeitsfähigkeit von 80 % ist verwertbar. Zum Erreichen eines rentenbegründenden IV-Grads müsste ein Tabellenlohnabzug von 20 % gewährt werden. Ein solcher rechtfertigt sich vorliegend nicht, folglich besteht kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. September 2023, IV 2022/200). Entscheid vom 28. September 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler Geschäftsnr. IV 2022/200 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 96, 8500 Frauenfeld, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2022 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss als beweistauglich befundenem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit aufgrund einer organisch bedingten, multifaktoriellen Fatigue in seiner Arbeitsfähigkeit um 30 % eingeschränkt. Bei gegebener Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt, vorzunehmendem Prozentvergleich und fehlender Begründbarkeit eines über den gewährten Tabellenlohnabzug von 10 % hinausgehenden Leidensabzugs resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2022, IV 2020/136). Entscheid vom 6. Januar 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Marie Löhrer, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/136 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Soziale Dienste der Stadt St. Gallen, Brühlgasse 1, Postfach 563, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St.
Entscheid Versicherungsgericht, 12.05.2021 Art. 28 IVG: Beweiskraft Gutachten bejaht. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht. Einkommensvergleich. Rentenanspruch verneint. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Mai 2021, IV 2019/217). Entscheid vom 12. Mai 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2019/217 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N538.Eingliederung vor Rentenzusprache

Prüfpflicht vor materieller Rentenprüfung: Bei Neuanträgen und Revisionen ist vor der materiellen Prüfung des Rentenanspruchs zu prüfen und darzulegen, ob die zumutbaren beruflichen Eingliederungs‑ bzw. Rehabilitationsmassnahmen im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis/1ter IVG ausgeschöpft sind. Entsprechend ist zu prüfen, welche Eingliederungsmöglichkeiten bestehen, bevor über die Rentenzusprache entschieden wird; eine Rentenprüfung kann erst erfolgen, wenn diese Möglichkeiten, soweit ein Anspruch besteht, ausgeschöpft sind.

Contrairement à l’incapacité de travail, est déterminante ici, non pas l’aptitude de la personne assurée à accomplir un travail dans son domaine professionnel, mais la capacité de gain qui, après l’application des mesures de traitement et de réadaptation, subsiste, pour elle, dans une profession quelconque entrant en ligne de compte sur un marché équilibré du travail. La perte ou la réduction de cette capacité est considérée comme une incapacité de gain (ATF 130 V 343 c. 3.2.1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). 4.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 4.3 Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'article 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5 ; 113 V 273 consid. 1a ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_1006/2010 du 22 mars 2011 consid 2.2). 4.4 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c.
L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phr. LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). Aux termes de l'art. 28 al. 1bis LAI, une rente au sens de l'art. 28 al. 1 LAI n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées. 6.3 6.3.1 L'évaluation du taux d'invalidité est réglée à l'art. 28a LAI. La méthode utilisée pour évaluer le taux d'invalidité (comparaison des revenus, comparaison des activités ou méthode mixte) dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente. Aux termes de l'art. 24septies RAI, ce statut est déterminé en fonction de la situation professionnelle dans laquelle se trouverait l'assuré s'il n'était pas atteint dans sa santé (al. 1). L'assuré est réputé : exercer une activité lucrative au sens de l'art. 28a al. 1 LAI dès lors qu'en bonne santé, il exercerait une activité lucrative à un taux d'occupation de 100 % ou plus (al. 2 let. a) ; ne pas exercer d'activité lucrative au sens de l'art. 28a al. 2 LAI dès lors qu'en bonne santé, il n'exercerait pas d'activité lucrative (al. 2 let. b) ; exercer une activité lucrative à temps partiel au sens de l'art.
La reconnaissance d'un taux d'invalidité fondant le droit à une rente ne sera admise que si, dans le cas d'espèce, les répercussions fonctionnelles de l'atteinte à la santé médicalement constatée sont établies de manière concluante et exempte de contradictions, et avec (au moins) un degré de vraisemblance prépondérante, à l'aide des indicateurs standards. Si tel n'est pas le cas, c'est à la personne assurée de supporter les conséquences de l'absence de preuve (c. 6). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.4 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). Une rente au sens de l'al. 1 n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter LAI n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). Aux termes de l'art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Lors d'une nouvelle demande ou demande de révision, l'assuré doit rendre plausible une modification des circonstances. Si l'administration accepte d'entrer en matière sur la nouvelle demande, elle doit examiner la cause quant au fond (examen matériel) et vérifier si la modification du degré d'invalidité alléguée par l'assuré s'est réellement produite; elle procédera alors d'une manière analogue à celle qui est applicable à un cas de révision selon l'art. 17 al. 1 LPGA (SVR 2011 IV n° 2 c. 3.2). Si elle constate que le degré d'invalidité ne s'est pas modifié depuis la décision précédente passée en force, elle rejette la nouvelle demande.
der Arbeitsfähigkeit besteht - sowie in Bezug auf die beruflichen Massnahmen (da insoweit eine Neuanmeldung vorliegt) in analoger Berücksichtigung der Grundsätze über die Rentenrevision (vgl. E. 1.5) - wird die Verwaltung über das Leistungsbegehren neu zu verfügen haben.     Anzumerken bleibt in Bezug auf den Rentenanspruch, dass - nachdem gemäss Akten erst ab dem 7. Oktober 2021 eine längere Arbeitsunfähigkeit bestand – die einjährige Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 1.4 hievor) bei Erlass der angefochtenen Verfügung (1. Februar 2022) noch nicht bestanden war. Auch wenn die Verwaltung ablehnend verfügte, ohne den Sachverhalt in genügender Weise abgeklärt zu haben, war die Verneinung eines Rentenanspruchs zumindest im Verfügungszeitpunkt jedenfalls im Ergebnis korrekt. Entsprechend ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und neuem Entscheid über den Leistungsanspruch zunächst in Form beruflicher Eingliederungsmassnahmen zurückzuweisen. In Nachachtung des mit Art. 28 Abs. 1bis IVG verstärkten Grundsatzes „Eingliederung vor Rente“ wird eine neuerliche Rentenprüfung erst anhand zu nehmen sein, wenn die Eingliederungsmöglichkeiten, soweit auf diese ein Anspruch besteht, ausgeschöpft sind.

N539.Strukturiertes Beweisverfahren und Ausnahmen

Bei psychischen Störungen ist grundsätzlich das strukturierte Beweisverfahren nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 141 V 281) anzuwenden. Von diesem Verfahren kann aus Gründen der Verhältnismässigkeit abgesehen werden, wenn die Aktenlage und beweiswertige fachärztliche Gutachten in nachvollziehbarer Weise eine invalidisierende, länger dauernde Arbeitsunfähigkeit verneinen oder entgegenstehende Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation bzw. aus ähnlichen Gründen keinen Beweiswert haben.

Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – (psychisch bedingte) Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise (mehr) bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 S. 228). Da hier die MEDAS D.________-Gutachter aus psychiatrischer Sicht überzeugend und schlüssig keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt haben und die übrigen Akten dieses Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen vermögen, kann vorliegend auf eine Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 verzichtet werden.
Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (vgl. E. 2.3 hiervor). Der beim Beschwerdeführer diagnostizierte Gesundheitsschaden stellt keine schwere psychische Störung dar, attestierte doch nicht einmal die behandelnde Ärztin Dr. med. E.________ – notabene keine psychiatrische Fachärztin – eine schwer ausgeprägte Störung (act. II 37/6). Zudem liegen auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten vor (vgl. E. 2.3 hiervor). Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält (Beschwerdeantwort S. 2 C./Rz. 9), ist mangels Medikation und nur alle zwei Monate stattfindender Behandlungen bei einer Nichtfachärztin von einem erheblichen therapeutischen Potential auszugehen (vgl. E. 2.3 hiervor). Gewichtige Gründe, welche gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung schliessen liessen, sind vorliegend keine ersichtlich. Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähigkeit im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. E. 4.3 hiervor), ist von einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228). In der Folge besteht mangels invalidisierendem Gesundheitsschaden kein Rentenanspruch. Somit erübrigen sich auch Weiterungen zu einem Einkommensvergleich und zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit bei fortgeschrittenem Alter (vgl. Beschwerde S. 10 ff. IV./Ziff. 8 und 9).
und 4.7). Die Anspruchsvoraussetzung für eine IV-Rente nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, wonach die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sein muss, ist damit nicht erfüllt (vgl. E. 2.1 hiervor). Auch wenn die Diagnose der Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) sodann grundsätzlich dem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 (vgl. BGE 143 V 418 E. 7 S. 428 f.) unterliegt, erübrigt sich die Durchführung eines solchen vorliegend, da hieraus keine höhere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterliche attestierte resultieren kann (Entscheid des BGer vom 14. April 2019, 8C_783/2019, E. 4.1.4). Damit kann vorliegend auch ein Einkommensvergleich unterbleiben. Im Ergebnis wäre die Beschwerde folglich selbst unter der Prämisse einer massgeblichen Veränderung des Gesundheitszustandes mangels Erfüllen der Anspruchsvoraussetzungen für einen Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 lit. b AVIG abzuweisen.
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 S. 228).
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (cf. art. 7 al. 1 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie à l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes: (a.) sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles; (b.) il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et (c.) au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). c) aa) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). bb) Il convient en premier lieu que l’atteinte soit diagnostiquée par l’expert selon les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 2.1.2 et 2.2). Le diagnostic doit résister à des motifs d’exclusion. Il y a ainsi lieu de conclure à l’absence d’une atteinte à la santé ouvrant le droit aux prestations d’assurance si les limitations liées à l’exercice d’une activité résultent d’une exagération des symptômes ou d’une constellation semblable, et ce même si les caractéristiques d’un trouble somatoforme douloureux, d’une affection psychosomatique assimilée ou d’un trouble psychique au sens de la classification sont réalisées (ATF 141 V 281 consid. 2.2 ; TF 8C_562/2014 du 29 septembre 2015 consid. 8.2). Des indices d’une telle exagération apparaissent notamment en cas de discordance entre les symptômes décrits et le comportement observé, l’allégation d’intenses douleurs dont les caractéristiques demeurent vagues, l’absence de demande de soins, de grandes divergences entre les informations fournies par le patient et celles ressortant de l’anamnèse, le fait que des plaintes très démonstratives laissent insensible l’expert, ainsi que l’allégation de lourds handicaps malgré un environnement psychosocial intact.

N540.Bindungswirkung von IV-Feststellungen

Feststellungen der IV-Stelle binden Vorsorgeeinrichtungen nur in Bezug auf diejenigen Aspekte, die im IV-Verfahren entscheidrelevant für die Feststellung des Rentenanspruchs waren. Ein darüber hinaus gehender, genau bestimmter Invaliditätsgrad, der im IV-Verfahren nicht bestimmend war, ist für Vorsorgeeinrichtungen nicht automatisch verbindlich.

Il ricorrente sosteneva che questa motivazione non permetteva di precisare il tasso d’invalidità esatto dal quale sarebbe poi dipesa la valutazione dell’incapacità di guadagno nella previdenza professionale.                                     Il TF nella sentenza 9C_971/2009 del 14 giugno 2011 ha negato la richiesta di accertamento del grado preciso d’invalidità nell'ottica di una eventuale rendita della previdenza professionale sovraobbligatoria rilevando quanto segue:   "  Da un lato perché per il calcolo della media retrospettiva non è determinante il grado di invalidità esatto, quanto piuttosto quello dell'incapacità lavorativa. Dall'altro perché gli accertamenti degli organi AI esplicano effetto vincolante nei confronti degli istituti di previdenza solo limitatamente a quegli aspetti che nella procedura AI si sono dimostrati decisivi per la fissazione del diritto a una rendita d'invalidità (cfr. a tal proposito DTF 130 V 270 consid. 3.1 pag. 273; SVR 2007 IV n. 3 pag. 8 consid. 3 [I 808/05]). L'accertamento di un grado d'invalidità che non raggiunge il limite di legge del 40% (art. 28 LAI) non esplica per contro effetto vincolante perché in una simile evenienza gli organi dell'AI non hanno (avuto) motivo di determinare esattamente il tasso d'invalidità (cfr. pure sentenze 8C_696/2008 del 3 giugno 2009 consid. 11 e 9C_8/2009 del 30 marzo 2009 consid. 3.2 con riferimenti."                                     Infine, con sentenza 9C_992/2012 del 27 marzo 2013 al consid. 4 il TF ha rammentato:   "  4. Diverso è invece il discorso per quanto concerne la richiesta di prestazioni a dipendenza dell'affezione somatica, per la quale l'UAI ha riconosciuto una rendita intera limitata nel tempo, e più precisamente dal 1° agosto 2009 (sei mesi dopo la presentazione della domanda conformemente all'art. 29 cpv. 1 LAI) al 31 marzo 2010 (tre mesi dopo l'accertato miglioramento).   4.1 Come si evince dagli art. 23, 24 cpv. 1 e 26 cpv. 1 LPP, fra primo (assicurazione per l'invalidità) e secondo pilastro (previdenza professionale) esiste un forte legame funzionale. Questo legame mira, da un lato, a garantire un coordinamento materiale esteso tra primo e secondo pilastro e, dall'altro, a esentare quanto più possibile gli organi della previdenza professionale dai dispendiosi accertamenti riguardanti le condizioni, l'estensione e l'inizio del diritto alle prestazioni d'invalidità del secondo pilastro (DTF 133 V 67 consid.
La présidente: Le greffier: Voie de recours Dans les 30 jours dès la notification de ses considérants, le présent jugement peut faire l'objet d'un recours en matière de droit public auprès du Tribunal fédéral, Schweizerhofquai 6, 6004 Lucerne, au sens des art. 39 ss, 82 ss et 90 ss de la loi fédérale du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral (LTF, RS 173.110). Art. 56 ATSGart. 56 LPGAart. 56 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 15 VRPGart. 15 LPJAart. 15 VRPG Art. 74 VRPGart. 74 LPJAart. 74 VRPG Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 83 ATSGart. 83 LPGAart. 83 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI 9C_323/2009 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_105/2009 BGE 135 V 254ATF 135 V 254DTF 135 V 254 9C_204/2009 9C_323/2009 8C_819/2013 8C_942/2009 9C_238/2019 BGE 139 V 99ATF 139 V 99DTF 139 V 99 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 9C_10/2017 9C_668/2015 Art.

N541.Psychiatrisches Gutachten bei unklarer Aktenlage

Lässt die Aktenlage den psychischen Gesundheitszustand nicht abschliessend klären (z. B. Hinweise auf somatisch‑psychische Überlagerung oder fehlende fachärztlich‑psychiatrische Stellungnahmen), sind ergänzende psychiatrische Abklärungen bzw. ein psychiatrisches Gutachten anzuordnen. Ohne solche fachärztlichen Befunde lässt sich das für Art. 28 Abs. 1 IVG relevante Invaliditätsausmass (mindestens 40 %) nicht verlässlich beurteilen.

Im Anschluss an das Wartejahr muss gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG eine mindestens 40%ige Invalidität (Art. 8 ATSG) bestehen. Auch diese Voraussetzung kann bei gegebener Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden. Denn es bestehen in den Akten Hinweise darauf, dass die somatischen Beschwerden von psychischen Beschwerden überlagert wurden, ohne dass dazu eine hinreichende (fach-)ärztlich-psychiatrische Stellungnahme vorliegt. So hatte bereits Dr. K.___ bei der neurologischen und elektrodiagnostischen Untersuchung vom 10. November 2021 nebst der Diagnose einer radikulären Reizsymptomatik L5 links eine erhebliche myofasziale und funktionelle Überlagerung festgestellt (Urk. 9/19/41-42). Der RAD-Arzt sodann betonte in seinem Bericht vom 24. August 2022, dass seine aktuelle Einschätzung sich auf eine spezialärztliche körperliche Untersuchung abstütze, wobei er auf eine Schmerzchronifizierung schloss und eine erhebliche Diskrepanz zwischen den objektiv feststellbaren pathologischen Befunden einerseits und der subjektiven Selbsteinschätzung sowie dem Schmerzgebaren der Beschwerdeführerin andererseits feststellte (Urk.
Nach dem Gesagten lassen die Akten keine abschliessende Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin im hier massgeblichen Zeitraum von Juni 2019 (Beginn Wartejahr, Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, Urk. 7/21/4) bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids, welcher rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet, zu (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; 129 V 167 E. 1). Es ist daher unabdingbar, ein psychiatrisches Gutachten einzuholen, welches sich unter anderem zur Massgeblichkeit der psychosozialen Faktoren respektive dazu äussert, ob und gegebenenfalls ab wann von einem verselbständigten Gesundheitsschaden auszugehen ist, und die Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im Einklang mit der geltenden Rechtslage nach Massgabe der im Regelfall heranzuziehenden Standardindikatoren ermöglicht. Was den somatischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin anbelangt, lassen die erst nach Erlass des angefochtenen Entscheids erstellten Berichte der Klinik B.___ (Urk. 22/2) keine Rückschlüsse auf funktionelle Einschränkungen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung zu E. 1.7).Gegebenenfalls wird die Beschwerdegegnerin auch in diesem Zusammenhang weitergehende medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten haben, um die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin gesamthaft beurteilen zu können.
4 C'est donc à juste titre que le SMR a suivi les conclusions du Dr H._______ et estimé qu'au niveau psychiatrique, la recourante pourrait exercer toute activité professionnelle à 50% (AI pces 86 et 94), pour autant que son état somatique le permette. 13. 13.1 Il s'avère ainsi, au vu de tout ce qui précède, que la recourante présente, du 3 juillet 2014 au 24 septembre 2015, une incapacité de travail totale dans toute activité. Sur un plan psychiatrique, sa capacité de travail s'est améliorée à 50% dans toute activité dès août 2015. Au niveau somatique cependant, on ne peut, sur la base de la documentation versée en cause, confirmer ou infirmer, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'amélioration de la capacité de travail constatée par l'autorité inférieure à partir du 25 septembre 2015. En conséquence, le dossier ne fonde pas, à ce stade, de motif de révision de la rente. Il y a donc lieu de maintenir le droit au versement d'une rente entière du 1er juillet 2015 - soit une année après le début de l'incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI ; voir supra consid. 6.2) - jusqu'au 31 décembre 2015 - la rente ne pouvant être réduite ou supprimée que trois mois après l'amélioration si celle-ci devait être confirmée (art. 88a RA ; voir supra consid. 6.4) -, et de procéder à une instruction complémentaire pour le surplus (voir supra consid. 3.1). En effet, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves : ATF 131 I 153 consid. 3 ; 130 II 425 consid. 2). 13.2 Aux termes de l'art. 61 al. 1 PA, l'autorité de recours statue elle-même sur l'affaire ou exceptionnellement la renvoie avec des instructions impératives à l'autorité inférieure. Le Tribunal fédéral a précisé à cet égard que le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure se justifie notamment lorsqu'il s'agit d'enquêter sur une situation médicale qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen complet, respectivement lorsque l'autorité inférieure n'a nullement instruit une question déterminante pour l'examen du droit aux prestations ou lorsque un éclaircissement, une précision ou un complément d'expertise s'avère nécessaire (ATF 137 V 210 consid.
1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA. On ne considère pas comme des conséquences d'un état psychique maladif, donc pas comme des affections à prendre en charge par l'assurance-invalidité, les diminutions de la capacité de gain que l'assuré pourrait empêcher en faisant preuve de bonne volonté. La mesure de ce qui est exigible doit être déterminée aussi objectivement que possible (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1; 102 V 165; VSI 2001 p. 223 consid. 2b et les références citées; cf. également ATF 127 V 294 consid. 4c i. f.). 2.3. La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique – y compris de troubles somatoformes douloureux persistants ou d'autres troubles psychosomatiques comparables, dont les troubles moteurs dissociatifs (ATF 140 V 8 consid. 2.2.1.3; arrêt TF 9C_422/2016 consid. 5.2) suppose au préalable qu'un diagnostic psychiatrique relevant de ce champ pathologique ait été posé selon les règles de l'art (ATF 141 V 281 consid. 2). 3. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir des travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. La rente est échelonnée comme suit selon le taux de l'invalidité: un taux d'invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; lorsque l'invalidité atteint 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente; lorsqu'elle atteint 60% au moins, l'assuré a droit à trois-quarts de rente et lorsque l'invalidité est de 70% au moins, il a droit à une rente entière. D’après l’art. 16 LPGA, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu du travail que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré.

N542.Beschränkte Bindungswirkung von IV-Feststellungen

Feststellungen der IV binden andere Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen. Eine Bindungswirkung besteht insbesondere nur, wenn die IV-Feststellungen für die andere Rechtsordnung rechtserheblich sind und der normative Kontext (z. B. berufsvorsorgerechtliche Fragestellung) gleich oder vergleichbar ist. Fehlt diese Rechtserheblichkeit oder liegen die IV-Feststellungen zeitlich zu weit (z. B. mehr als sechs Monate vor dem Leistungsbegehren) zurück, entfällt die Bindungswirkung.

Mangels Erheblichkeit in der Invalidenversicherung sind auch allfällige Feststellungen der IV-Stelle über den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit mehr als sechs Monate vor Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) unverbindlich. Umgekehrt bindet eine IVrechtliche Festlegung die Vorsorgeeinrichtung nur, wenn der normative Kontext der berufsvorsorgerechtlichen Fragestellung gleich oder vergleichbar ist (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juli 2023, 9C_381/2022, E. 2.2.1). 3.4 Wie dem beigezogenen IV-Dossier der Klägerin zu entnehmen ist, hatte sich diese am 25. November 2016 bei der Invalidenversicherung zum Bezug von Leistungen angemeldet. Die IV-Stelle klärte in der Folge die gesundheitlichen Verhältnisse der Versicherten ab. Dabei gelangte sie zum Ergebnis, dass diese in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer körperlich leichten Verweistätigkeit könne hingegen von einer 50 %-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Den Zeitpunkt des Eintritts der invalidenversicherungsrechtlich massgeblichen Arbeitsunfähigkeit - und entsprechend den Beginn des gesetzlich vorgesehenen Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - setzte die IV-Stelle auf den 21. September 2016 fest. Auf diesen Grundlagen ermittelte die IV-Stelle bei der Versicherten in Anwendung der allgemeinen Methode der Invaliditätsbemessung ab 21. September 2017, d.h. nach Ablauf des Wartejahres, einen Invaliditätsgrad von 53 %. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie ihr mit Verfügungen vom 15. Juni 2021 und 26. Juli 2021 rückwirkend ab 1. September 2017 eine halbe Invalidenrente zu. Die IV-Stelle eröffnete diese beiden Verfügungen unbestrittenermassen auch der heutigen Beklagten. Bei dieser Sachlage ist die Vorsorgeeinrichtung grundsätzlich - mit den oben genannten Einschränkungen (vgl. E. 3.3 hiervor) - an die Einschätzung der Organe der Invalidenversicherung gebunden. 4.1 Wie dem eingangs geschilderten Sachverhalt entnommen werden kann, trat die Klägerin per 30. Juni 2017 aus der Basellandschaftlichen Pensionskasse aus. Deren Versicherungsdeckung endete somit nach Ablauf der einmonatigen Nachdeckungsfrist (Art. 10 Abs. 3 BVG) per Ende Juli 2017.
Die Beklagte stützt sich allerdings betreffend den Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit auf das invalidenversicherungsrechtlich Verfügte (Klageantwort S. 5 Ziff. 4). Folglich kann sie dem Kläger den Nichteinbezug ins IV-Verfahren nicht entgegenhalten und es ist – unter Vorbehalt der nachstehenden Ausführungen – grundsätzlich von der Bindungswirkung des IV-Entscheides auszugehen (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Nichtsdestotrotz vermag der Beschluss der IVSO betreffend den Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit keine Bindungswirkung für die Beklagte zu entfalten (vgl. E. 2.3.1 f. hiervor). Soweit die IVSO in ihrer Verfügung festhielt, der Kläger sei ab 8. Dezember 2017 voll arbeits- und erwerbsunfähig gewesen, kann die Beklagte somit nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. Klageantwort S. 5 Ziff. 4). Denn selbst wenn die Beklagte ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen worden wäre, wäre in materieller Hinsicht eine Bindungswirkung zu verneinen: Ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. In Fällen einer längeren Arbeitsunfähigkeit ist die IV-Stelle nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, wenn diese ab dem Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurückliegt. Steht in diesem Fall für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode in Frage, besteht keine Bindungswirkung an die Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019), müssen doch die Feststellungen der IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein, damit sie für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind (Marc Hürzeler in: Schneider/Geiser/Gächter, Kommentar zum BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 24). Aufgrund der IV-Anmeldung vom Februar 2019 (act. III 76) bestand somit invalidenversicherungsrechtlich kein Anlass, den Verlauf der Arbeitsfähigkeit mehr als sechs Monate vor dem Zeitpunkt der Anmeldung, d.

N543.Anspruchsvoraussetzungen ausländischer Staatsangehöriger

Bei Anspruch auf Leistungen nach Art. 28 Abs. 1 IVG sind bei ausländischen Staatsangehörigen zusätzliche Voraussetzungen zu beachten: Sie müssen bei Eintritt der Invalidität entweder mindestens ein volles Beitragsjahr geleistet oder zehn Jahre ununterbrochen in der Schweiz gewohnt haben; für eine ordentliche Rente sind mindestens drei Beitragsjahre erforderlich. Der Zeitpunkt des Invaliditätsbeginns ist objektiv nach dem Gesundheitszustand zu bestimmen.

Ce moment doit être déterminé objectivement, d'après l'état de santé; des facteurs externes fortuits n'ont pas d'importance. Il ne dépend en particulier ni de la date à laquelle une demande a été présentée, ni de celle à partir de laquelle une prestation a été requise, et ne coïncide pas non plus nécessairement avec le moment où l'assuré apprend, pour la première fois, que l'atteinte à la santé peut ouvrir droit à des prestations d'assurance (ATF 126 V 5; 118 V 82 consid. 3a et les références). Selon l'art. 6 al. 2, première phrase, LAI, les étrangers ont droit aux prestations, sous réserve de l'art. 9 al. 3, aussi longtemps qu'ils conservent leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse, mais seulement s'ils comptent, lors de la survenance de l'invalidité, au moins une année entière de cotisations ou dix ans de résidence ininterrompue en Suisse. D'après l'art. 36 al. 1 LAI, a droit à une rente ordinaire l'assuré qui, lors de la survenance de l'invalidité, compte trois années au moins de cotisations. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins. L'art. 29 al. 1 LAI, prévoit que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l'assuré. 2.2. Le Tribunal fédéral a eu l'occasion de préciser qu'il convenait de bien distinguer l'art. 6 al. 2 LAI, disposition qui fixe les conditions supplémentaires auxquelles doivent répondre les ressortissants étrangers pour pouvoir bénéficier des prestations de l'assurance-invalidité, de l'art.

N544.Wartejahrübernahme nach früherer Rentenzahlung

Wurde bereits tatsächlich eine Rente ausgerichtet, kann nach den einschlägigen Regeln von Art. 29bis IVV das bei der früheren Leistung angerechnete Wartejahr für eine erneute Rentenprüfung übernommen werden; Art. 29bis findet jedoch keine Anwendung, wenn zuvor keine Rente ausgerichtet wurde. Die Rechtsprechung kennt zudem Fälle, in denen bei Eintritt einer erneuten Invalidität innerhalb weniger Jahre (in der Praxis zitiert: drei Jahre) das Wartejahr nicht erneut zu erfüllen war.

9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5 ; 9C_956/2009 du 25 mai 2009 consid. 3.3). En l’occurrence, la première demande de prestations déposée par le recourant a été rejetée par décision du 1er avril 2015 dès lors que l’atteinte à la santé n'ouvrait plus de droit à une rente d’invalidité à l’échéance du délai de l’art. 29 LAI, fixée au 1er octobre 2014. Ainsi, quand bien même l’OAI a constaté dans sa première décision que les conditions permettant de reconnaitre une invalidité étaient réunies à l’échéance du délai de l’art. 28 LAI, atteinte le 1er juin 2014, le droit à la rente n’a pas pu prendre naissance en raison du délai de l’art. 29 LAI. Par conséquent, l’intimé n’a pas violé le droit fédéral en appliquant le délai de l’art. 28 LAI lors de l’examen de la deuxième demande de prestation, objet du présent litige, l’art. 29bis RAI n’étant pas applicable puisqu’aucune rente n’a été versée. Au demeurant, si cette dernière disposition permet d’imputer le délai d’attente d’une année de l’art. 28 LAI comptabilisé lors d’une première demande de prestations, elle n’a aucun effet sur le délai d’attente de six mois de l’art. 29 LAI, lequel a pris fin au plus tôt en décembre 2017, la seconde demande ayant été déposée le 13 juin 2017. Cela étant, le recourant ne conteste pas que sa seconde demande de prestation, déposée le 13 juin 2017, est motivée par une incapacité de travail qui a débuté le 4 novembre 2016. Compte tenu de ces dates, c’est à juste titre que l’OAI a examiné si les conditions d’une invalidité étaient réunies au 1er novembre 2017 et admis le versement d’une rente dès décembre 2017. En outre, l’utilisation de l’échelle de rente applicable à cette date pour calculer le montant de la rente n’est pas critiquable. Les griefs portant sur la date à laquelle le droit à la rente a pris naissance et l’échelle de rente applicable doivent par conséquent être écartés. 7. Le recourant conteste avoir récupéré une capacité de travail dans une activité adaptée en décembre 2019. a) En l’occurrence, il faut constater d’emblée que l’intimé est entré en matière sur la seconde demande de prestations, qu’il a procédé à l’instruction du cas et qu’il a reconnu au recourant le droit à une rente entière d’invalidité du 1er décembre 2017 au 31 mars 2020, en retenant une amélioration de l’état de santé au 18 décembre 2019.
Sur le fond, le recourant conteste tout d’abord la date de la survenance de l’invalidité, arguant qu’elle a été fixée par l’intimé au 1er novembre 2017 en violation du droit fédéral. Il estime qu’un droit à la rente est né en juin 2014, à l’issue du délai de carence d’une année suivant l’accident de juin 2013. Aucune rente n’avait pu être versée en raison d’une demande de prestations tardive, mais il fallait tenir compte du fait qu’un droit à la rente avait existé dès juin 2014 pour la seconde demande de prestation. Une nouvelle invalidité étant survenue moins de trois ans plus tard, l’application de l’art. 29bis RAI devait faire admettre que le droit à la rente était né en novembre 2016. Cette erreur avait pour conséquence qu’une mauvaise échelle de rente était appliquée pour le calcul du montant de la rente. Cette argumentation ne convainc pas. En effet, l’invalidité se définit par le caractère durable d’une incapacité de gain résultant d’une atteinte à la santé (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Le caractère durable de cette incapacité est donné par le délai de carence fixé à l’art. 28 LAI al. 1, soit une année. Le droit à une rente d’invalidité ne peut ainsi prendre naissance qu’à l’issue d’un délai d’une année. L’art. 29 al. 1 LAI fixe un second délai, qui peut courir concomitamment avec le premier ou s’y ajouter, mais non le raccourcir. Ce n’est que lorsque ces deux conditions temporelles sont remplies que le droit à la rente peut naître. A cet égard, la jurisprudence a précisé, d’une part, que les deux délais fixés aux art. 28 et 29 LAI s’appliquent lors du dépôt d’une nouvelle demande faisant suite à une décision précédente de refus de rente (cf. TF 8C_623/2020 du 2 août 2021 consid. 4.2) et, d’autre part, que les art. 29bis et 88a RAI ne trouvent application que dans l’hypothèse où une rente a effectivement été versée (cf. 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5 ; 9C_956/2009 du 25 mai 2009 consid. 3.3). En l’occurrence, la première demande de prestations déposée par le recourant a été rejetée par décision du 1er avril 2015 dès lors que l’atteinte à la santé n'ouvrait plus de droit à une rente d’invalidité à l’échéance du délai de l’art.
Entscheid Versicherungsgericht, 16.02.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 29bis IVV. Abweisung eines erneuten Rentengesuchs nach vorgängiger Einstellung einer Viertelsrente innerhalb von drei Jahren. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist nicht nochmals zu erfüllen. Der Abweisung beruht auf einem beweiskräftigen Gutachten, gegen das eingewendet wurde, es berücksichtige die Ausführungen des behandelnden Arztes und die Diagnose einer Fibromyalgie nicht genügend. Es werden keine objektiven Gesichtspunkte vorgebracht, welche die Zuverlässigkeit des Gutachtens in Frage stellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Februar 2021, IV 2019/42). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 9C_229/2021. Entscheid vom 16. Februar 2021 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2019/42 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Blumenbergplatz 1, Postfach 1126, 9001 St.

N545.Wartejahr und 40%-Schwelle der IV-Rente

Der Anspruch auf eine Invalidenrente nach Art. 28 Abs. 1 IVG setzt kumulativ die in der Praxis wiederholt bestätigten Voraussetzungen voraus: zunächst, dass Eingliederungsmassnahmen nicht zumutbar bzw. nicht erfolgversprechend sind; sodann, dass während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch im Jahresmittel eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % vorlag (sog. Wartejahr); und schliesslich, dass nach Ablauf dieses Jahres ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht. Die 40%-Schwelle als Jahresmittel ist dabei in der Rechtsprechung praxisrelevant für die Beurteilung des Rentenanspruchs.

Wie sämtliche Tabellen der LSE des Bundesamtes für Statistik ist namentlich auch die von der Beschwerdegegnerin beigezogene T17 (vgl. IV-Akte 132, S. 5) im Internet einsehbar (vgl. https://www.bfs.admin.ch/asset/de/31606970). 3. 3.1. In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, die angenommene Arbeitsfähigkeit sei unzutreffend. Im Ergebnis erachtet sie daher das Gutachten der K____ AG als ungenügend. Auch wendet die Beschwerdeführerin ein, das dem Einkommensvergleich zugrunde gelegte Valideneinkommen sei zu tief. Als selbstständige Architektin würde sie rund Fr. 120'000.-- pro Jahr verdienen (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik). 3.2. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. September 2024 (IV-Akte 132) gestützt auf die vorliegenden Akten, insbesondere das Gutachten der K____ AG, zu Recht eine befristete ganze Rente ab Juli 2022 bis Oktober 2022 zugestanden und ab November 2022 einen Rentenanspruch verneint hat. 4. 4.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 4.2. Gestützt auf Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 4.
Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint hat. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente kann angesichts der Anmeldung vom 6. September 2022 wegen der seit 30. März 2022 attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztzeugnisse Dr. med. D. [IV-act. 54 S. 11 ff.]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG frühestens ab dem 1. März 2023 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern er bis dahin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Zu prüfen ist konkret, ob beim Beschwerdeführer das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war bzw. ob ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hinreichend abgeklärt worden ist. Im Rahmen dessen bestreitet der Beschwerdeführer sinngemäss die Anwendung der gemischten Methode sowie die (fehlende) Einschränkung im Haushaltsbereich.
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die (a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, (b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und (c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resp. 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente resp. halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N546.Rentenbeginn, Anmeldung und Rückwirkung

Ein Anspruch auf Invalidenrente entsteht grundsätzlich mit Ablauf des Wartejahrs bzw. sobald die für eine Rente erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Anmeldung und Art. 29 IVG können den konkreten Rentenbeginn (insbesondere eine rückwirkende Gewährung) beeinflussen.

] nicht mehr zumutbar und seit März 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist (vgl. Beurteilung vom 22. Mai 2023 [IV-act. 80 S. 6]; siehe ferner die zahlreichen Arztzeugnisse von Dr. med. E. [IV-act. 18, 34 und 53] sowie die unfallversicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. I ._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 22. Februar 2023 [IV-act. 19 S. 4]). Das Wartejahr war somit am 1. September 2023 bereits erfüllt (wobei anzunehmen ist, dass auch im Haushaltsbereich in medizinischer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung bestand [vgl. BGE 130 V 97; siehe ferner Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen {BSV} über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung {KSIR}, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 2219]). Mithin entstünde ein Anspruch auf eine Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt, sofern A. ihre Erwerbstätigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern konnte (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG).
65; vgl. auch gutachterliche Stellungnahme Dr. C.___ vom 12. Dezember 2021, IV-act. 103-15). Diese beschriebenen Einschränkungen lassen nicht auf eine Unzumutbarkeit der Begutachtung schliessen. Vielmehr verlief die Begutachtung bei Dr. C.___ ohne erwähnenswerte Schwierigkeiten (vgl. psychiatrisch-neurologische Kurzbeurteilung vom 1. Februar 2021, Fremdakten, act. 4-146 ff.) und die Beschwerdeführerin empfand den Sachverständigen als einfühlsam (Fremdakten, act. 6-139). Auch sind den Akten keine Hinweise zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin mit Konsultationen bei behandelnden Ärzten oder Ärztinnen überfordert gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund ergeben sich keine objektiven Hinweise auf gesundheitliche Einschränkungen, die einer Begutachtung entgegenstünden. Soweit die Beschwerdeführerin auf ihr baldiges Erreichen des Pensionsalters verweist, ist darauf hinzuweisen, dass bei Eintritt des allenfalls rentenbegründenden Gesundheitsschadens am 22. September 2020 das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im September 2021 erfüllt war und bei Anmeldung am 8. Februar 2021 ein allfälliger Rentenanspruch rückwirkend ab 1. September 2021 (Art. 29 IVG) und somit von längerer Dauer zur Diskussion steht.   Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht zwei Sanktionen vor. Der Verwaltungsträger kann aufgrund der vorliegenden Akten beschliessen oder er kann – nach Einstellung der Erhebungen – auf das Leistungsbegehren nicht eintreten. Das Gesetz enthält keine Richtlinien, wie zwischen den beiden Sanktionen zu wählen ist. Es ist jedoch zu beachten, dass von der Möglichkeit des Nichteintretens zurückhaltend Gebrauch zu machen ist. Soweit aufgrund der vorliegenden Akten ein materieller Entscheid möglich ist, soll kein Nichteintretensentscheid gefällt werden. Ein Nichteintreten hat dort Bedeutung, wo die nicht wahrgenommene Mitwirkungspflicht eine Eintretensvoraussetzung betrifft. Hingegen ist diese Sanktion nicht zulässig, wo sich der Sachverhalt auch ohne Mitwirkung der Partei ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären lässt (vgl.
Der Beschwerdeführer meldete sich am 17. Juli 2019 für den Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Die Gutachter führten in der Konsensbesprechung zum zeitlichen Verlauf aus, dass sich die aktuell bestehenden und den Beschwerdeführer einschränkenden Symptome nach dessen glaubhaften Schilderung einige Monate nach der Herzoperation vom 28. März 2018 ausgebildet und sukzessive zugenommen hätten, so dass die heutigen Umstände seit Mitte 2019 bestünden (Urk. 8/113/18). Diese Einschätzung überzeugt auch mit Blick auf die echtzeitlichen medizinischen Berichte, aus denen unter anderem hervorgeht, dass sich der Beschwerdeführer seit Oktober 2019 in psychiatrischer Behandlung befand (Urk. 7/50/2).     Nach Ablauf des gesetzlichen Wartejahrs (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) besteht daher ab 1. Juni 2020 Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens. Das führt zur Abweisung der Beschwerde.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 12. Juli 2022 zu Recht einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers verneinte.     Nach dem Schriftenwechsel im vorliegenden Verfahren ist nunmehr unbestritten, was auch durch die Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer seit seinem Unfall am 6. Oktober 2020 in seiner bisherigen Tätigkeit als Hilfsarbeiter Pulverschichten dauerhaft arbeitsunfähig ist (vgl. E. 2.2-2.4 vorstehend, Urk. 9/28 S. 5 f.). Demnach war das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 5. Oktober 2021 erfüllt und ein allfälliger Rentenanspruch hatte bei am 19. März 2021 (Urk. 9/2) erfolgter Leistungsanmeldung per 1. Oktober 2021 entstehen können (Art. 29 IVG). Unklar und zu prüfen bleibt für die Entstehung eines allfälligen Rentenanspruches jedoch, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit und somit der Invalidität des Beschwerdeführers ab dem 1. Oktober 2021 verhielt (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG und E. 1.2).
Mit der rentenabweisenden Verfügung vom 16. März 2018, welche unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, hatte die Beschwerdegegnerin festgehalten, dass vor Ablauf des einjährigen Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe (Urk. 7/20/1). Es ist unstrittig, dass im Vergleich dazu eine anspruchserhebliche Verschlechterung der psychischen Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten ist und dem Beschwerdeführer nach der erneuten Anmeldung (vgl. dazu Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Auflage, Zürich 2022, Rz 120 zu Art. 30 vom 27. Juli 2018 (Urk. 7/25) und nach Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ab dem 1. Februar 2019 eine Rente zusteht.
S. 53; vgl. hierzu Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) läge der frühestmögliche Rentenbeginn – vorbehältlich von Art. 29 Abs. 2 IVG (vgl. E. 4.2.3 hiernach) – im Januar

N547.Verfahrensaspekte bei Rentenbeurteilung

Bei der Beurteilung des Rentenanspruchs können Verfahrensaspekte (etwa die Vergabe von Gutachtenaufträgen unter Verzicht auf ein Zufallsverfahren) sowie die Würdigung polydisziplinärer Gutachten berücksichtigt werden; in der zitierten Rechtssache wurde dies geprüft und kein Verfahrensmangel festgestellt.

Entscheid Versicherungsgericht, 26.01.2021 Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 72bis und 87 Abs. 2 und 3 IVV. Neuanmeldung nach formell rechtskräftiger Einstellung einer ganzen Invalidenrente. Keine Verletzung von Art. 72 bis IVV bei Vergabe eines Gutachtensauftrags ohne die Durchführung des Zufallsverfahrens an dasselbe Institut, welches das Erstgutachten erstattet hat. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Keine rentenbegründende Invalidität (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Januar 2021, IV 2019/47). Entscheid vom 26. Januar 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull Geschäftsnr. IV 2019/47 Parteien A.___ Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Karl Gehler, LL.M., Hofmann Gehler Schmidlin, Lattenhofweg 4, Postfach 2151, 8645 Jona, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N548.Unentgeltliche Rechtsvertretung bei Gutachtenkonflikten

Bei schwierigen medizinisch-rechtlichen Fragen oder bei vorliegenden, sich widersprechenden medizinischen Gutachten kann ein Anspruch auf unentgeltliche anwaltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren bestehen.

Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer leidet seit Kindheit an einem ADHS und an lumbalen bzw. lumboradikulären Beschwerden. Es liegen zwei von der Verwaltung veranlasste bidisziplinäre Gutachten vor. Die Einholung des zweiten Gutachtens stellt keine unzulässige second opinion dar. Bei vorliegen von zwei sich widersprechenden Gutachten besteht vorliegend ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. November 2021, IV 2020/96 und IV 2020/261). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_27/2022. Entscheid vom 17. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/96, IV 2020/261 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Ilona Zürcher, M.A. HSG in Law, Tobelmülistrasse 1, 9425 Thal, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Entscheid Versicherungsgericht, 19.10.2020 Art. 28 IVG, Art. 29 Abs. 3 BV, Art. 37 Abs. 4 ATSG. Gerichtsgutachten und unentgeltliche Rechtsverbeiständung. Vorliegend ist gestützt auf das durch das Gericht eingeholte polydisziplinäre Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen und damit ein Anspruch auf Rente gegeben. Da es sich nicht um einen einfachen, durchschnittlichen IV-Rentenfall handelt, sondern sich schwierige medizinische und rechtliche Fragen stellten, ist der Anspruch auf unentgeltliche anwaltliche Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren ebenfalls zu bejahen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2020, IV 2018/186 und IV 2018/249). Entscheid vom 19. Oktober 2020 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Marie Löhrer und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer Geschäftsnr. IV 2018/186, IV 2018/249 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Boris Züst, Dolder Züst Rechtsanwälte, Sonnenstrasse 5, Postfach 126, 9004 St.

N549.Volle Invalidenrente nach Wartefrist

Liegt seit Beginn der Eingliederungshemmung eine dauerhafte und vollständige Erwerbsunfähigkeit vor und besteht diese bis zum Ablauf der einjährigen Wartefrist, so steht nach Auffassung der Rechtsprechung eine ganze Invalidenrente ab dem Ende dieser Wartefrist zu. (vgl. Entscheid, zit. Quelle)

c) Il y a ainsi lieu de se fonder sur l’expertise probante du Dr D.________ et de retenir que le recourant est totalement incapable de travailler.                 d) Reste à déterminer le début de cette incapacité. En effet, l’expert D.________ retient que celle-ci existait à tout le moins depuis novembre 2019. A ce moment-là, l’assuré déposait sa deuxième demande de prestations et le Dr K.________, dans son rapport du 28 novembre 2019, attestait d’une incapacité de travail pour des motifs psychiques. Il ressort cependant de l’ensemble des pièces au dossier que l’assuré a fait un burn-out en juin 2019, événement qui a engendré les atteintes psychiatriques incapacitantes retenues par le Dr D.________. La décision entreprise reconnaissait d’ailleurs que l’assuré avait présenté depuis juin 2019 une incapacité totale de travail sans interruption notable.                 Vu ce qui précède, on retiendra que l’assuré était durablement incapable de travailler, dans toutes activités, depuis le mois de juin 2019, début du délai d’attente d’un an (art. 28 LAI). A l’échéance dudit délai, l’assuré était toujours totalement incapable de travailler dans toutes activités, ce qui ouvre le droit à une rente entière d’invalidité, fondée sur un degré d’invalidité de 100 %, dès le 1er juin 2020. Il appartiendra à l’intimé de fixer le montant de la rente et de l’arriéré à lui verser, notamment après coordination avec les indemnités journalières déjà versées.   7.              Subsiste la question des frais de l’expertise judiciaire.                 a) Aux termes de l’art. 45 al. 1 LPGA, les frais de l’instruction sont pris en charge par l’assureur qui a ordonné les mesures. A défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l’appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement.                 Conformément à la jurisprudence du Tribunal fédéral en matière d'assurance-invalidité (ATF 139 V 496 consid. 4.3 ; 139 V 349 consid. 5.4), les frais qui découlent de la mise en œuvre d'une expertise judiciaire peuvent le cas échéant être mis à la charge de l'assurance-invalidité.

N550.Massgebendes Recht bei rückwirkender Zusprache

Bei rückwirkender Zusprache ist für die materiellen Fragen der Bemessung und für die Rentenstufen/Quote das Recht massgebend, das zum Zeitpunkt des Entstehens des Rentenanspruchs gegolten hat (z. B. die altrechtliche Staffelung bis 31.12.2021, wenn der Anspruch vor dem 1.1.2022 entstanden ist). Änderungen des Rentenanspruchs wegen späterer Abstufungen oder einer Änderung des Invaliditätsgrades sind nach dem Zeitpunkt dieser Anspruchsänderung zu beurteilen.

Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).     Bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin am 29. Januar 2021 (vgl. Urk. 6/1 Ziff. 2) lief das Wartejahr im Januar 2022 ab (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), womit ein Rentenanspruch frühestens in diesem Zeitpunkt entstehen konnte. In dieser Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. b) En l’occurrence, les décisions litigieuses ont mis le recourant au bénéfice d’une demi-rente d’invalidité à partir du 1er mars 2021, si bien que l’ancien droit demeure applicable. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). b) Lorsque la rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si la personne assurée rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI).
Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. b) En l’occurrence, l’OAI a reconnu à la recourante le droit à un quart de rente d’invalidité à compter du 1er novembre 2019, soit six mois après le dépôt de la nouvelle demande, en date du 29 mai 2019, si bien qu’il y a lieu d’appliquer l’ancien droit au présent litige. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. b) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid.

N551.Keine Bindung an frühere Invaliditätsfeststellung

Bei Neubeurteilung eines neuen Rentengesuchs ist eine in einem anderen Verfahren getroffene Invaliditätsfeststellung nicht verbindlich. Das neue Gesuch ist unabhängig zu prüfen, insbesondere ohne Bindung an frühere Arbeitsfähigkeits‑ oder Invaliditätsgradberechnungen.

und act. G 14.1). Da sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass dem Beschwerdeführer die Erzielung eines Valideneinkommens möglich gewesen wäre, das über dem statistischen Hilfsarbeiterlohn gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik gelegen hätte, resultiert im Rahmen eines Prozentvergleichs – selbst unter Gewährung des von der Beschwerdegegnerin eingeräumten 15%igen Tabellenlohnabzugs (IV-act. 249) – ein offensichtlich nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von höchstens 15 %. Die damalige Zusprache einer halben Rente erweist sich damit als klare Verletzung von Art. 28 Abs. 2 IVG. Hintergrund der am 29. Januar 2018 verfügten offensichtlich unrichtigen Rentenzusprache bildete der Irrtum des zuständigen Sachbearbeiters, sich in einem Rentenrevisionsverfahren zu befinden und deshalb an den früher festgestellten rentenbegründenden Invaliditätsgrad gebunden zu sein (siehe etwa die Ausführungen im Feststellungsblatt vom 28. November 2017, IV-act. 248-2 Mitte, und das Dispositiv der gleichentags erlassenen Verfügung: «Das Erhöhungsgesuch wird abgewiesen», IV-act. 252). Dabei verkannte der Sachbearbeiter nachträglich, nachdem er sich zunächst noch der vollen Kognition bei der Beurteilung der Wiederanmeldung bewusst gewesen war (IV-act. 215-2 oben), dass die ursprüngliche halbe Rente mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 16. Juli 2015 (IV-act. 181) aufgehoben worden war und es sich bei der Wiederanmeldung vom 12. Januar 2016 (IV-act. 183) um ein frei, insbesondere ohne Bindung an frühere Arbeitsfähigkeitsschätzungen und Invaliditätsgradberechnungen, zu prüfendes neues Rentengesuch handelte.

N552.Strukturiertes Beweisverfahren bei psychischen Störungen

Bei psychischen Störungen ist zunächst zu prüfen, ob Ausschlussmotive vorliegen (z. B. Übertreibung oder unmittelbar auf psychosoziale Faktoren zurückzuführende Funktionsstörungen). Wird eine gesundheitlich relevante Beeinträchtigung bejaht, ist grundsätzlich das strukturierte Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 (bestätigt durch BGE 143 V 418) anzuwenden. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann jedoch in Fällen, in denen das Verfahren nicht nötig oder nicht geeignet ist (etwa weil aus der Aktenlage oder aus beweiswertigen fachärztlichen Berichten länger dauernde Arbeitsunfähigkeit verneint wird), darauf verzichtet werden. Abhängigkeitssyndrome fallen ebenfalls in den Anwendungsbereich des strukturierten Beweisverfahrens; dabei ist im Einzelfall der Schweregrad der Abhängigkeit zu berücksichtigen.

Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 2.3 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht in BGE 143 V 418 entschieden hat, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Die Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt als eröffnet, sobald eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (Urteil des Bundesgerichts vom 24. November 2010, 9C_757/2010, E.
Ob dabei aber ein verselbstständigter Gesundheitsschaden vorliegt, ist im Rahmen des mit BGE 141 V 281 eingeführten strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, indem die betreffenden Umstände und ihre Entwicklung als Ressourcen oder Belastungsfaktoren in den Komplexen "Persönlichkeit" und "sozialer Kontext" (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 f.) bewertet werden (vgl. statt vieler: BGE 143 V 409 E. 4.5.2; Urteile 9C_10/2021 vom 15. Juni 2021 E. 3.3.1; 8C_559/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2; 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers verbietet sich somit ein direkter Rückschluss von der medizinischen Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit, selbst wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren ärztlich festgestellt sind. Demzufolge bleibt für die Anwendung des biopsychosozialen Krankheitsbegriffs auch in dieser spezifischen Konstellation kein Raum. Zudem darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass auf ein strukturiertes Beweisverfahren in Anbetracht der Verhältnismässigkeit auch ganz verzichtet werden kann, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Davon ist etwa auszugehen, wenn für eine länger andauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird, wobei allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert zukommt (BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 418 E. 7.1). Ernsthafte sachliche Gründe für eine Änderung dieser Rechtsprechung (zu den Voraussetzungen: BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1; 137 V 417 E. 2.2.2), wie sie der Beschwerdeführer fordert, sind nicht ersichtlich.
Hierzu gehören nach dem oben Ausgeführten auch Abhängigkeitssyndrome (E. 6.2).     Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).
Es ist nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7, 143 V 409 E. 4.5.3).
Ainsi, une atteinte à la santé psychique importante et pertinente en droit de l'AI n'existe que si le diagnostic, lors d’un examen sur un premier niveau, résiste aux motifs d'exclusion selon l'ATF 131 V 49, qui ont trop peu été pris en considération en pratique. Il n'existe en général aucune atteinte à la santé assurée lorsque la limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action repose sur une exagération ou une manifestation analogue (ATF 127 V 294 c. 5a). Partant, dans une telle situation, un droit à une rente doit être exclu, même si les critères de classification d’un trouble psychique sont réalisés (cpr. art. 7 al. 2 phr. 1 LPGA). Si une atteinte à la santé psychique assurée doit être reconnue même sous l’angle des motifs d’exclusion, il y a lieu alors de procéder sur un second niveau, à l’aide d’une grille d’évaluation normative et structurée fondée sur un catalogue d'indicateurs, à une évaluation symétrique sans résultat prédéfini de la capacité de travail raisonnablement exigible de la personne assurée, en tenant compte d'une part des facteurs de contrainte restreignant la capacité de travail et du potentiel de compensation (ressources) d'autre part (ATF 141 V 281 c. 3.6). 2.3 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, a droit à une rente l'assuré dont la capacité de gain ou la capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui au terme de cette année est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. b et c). Selon l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins et à trois quarts de rente s'il est invalide à 60%. Pour un degré d'invalidité de 50% au moins, l'assuré a droit à une demi-rente et pour un degré d'invalidité de 40% au moins, il a droit à un quart de rente. 2.4 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler.

N553.Rentenabstufung nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG legt die Rentenabstufungen anhand des Invaliditätsgrades fest: bei mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Bemessung des Invaliditätsgrades von (teil-)erwerbstätigen Versicherten richtet sich nach Art. 16 ATSG (Art. 28a Abs. 1 und Abs. 3 IVG), wonach (für den erwerblichen Anteil) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei teilerwerbstätigen Versicherten, die daneben auch im Aufgabenbereich tätig sind, wird für die Bemessung des Invaliditätsgrades für den Aufgabenbereich darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Die Rentenabstufungen nach Art. 28 Abs. 2 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachpersonen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 E.
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N554.Gewichtung des Haushaltsbereichs

Bei der Ermittlung des Gesamtinvaliditätsgrads nach Art. 28 Abs. 1 IVG ist die Gewichtung des Haushaltsbereichs zu berücksichtigen. Je nach Gewicht dieses Bereichs ergeben sich entsprechend hohe Anforderungen an den in diesem Bereich festgestellten Teilinvaliditätsgrad, damit im Gesamtergebnis mindestens 40 % Invalidität erreicht werden (z. B. bedeutet eine 50%-Gewichtung, dass im Haushalt mehr als 50 % Invalidität erforderlich wäre; bei 20%-Gewichtung entspricht dies einer Invalidität von mindestens 80 %). Fehlen Anhaltspunkte dafür, dass solche hohen Einschränkungen im Haushalt vorliegen, kann ausnahmsweise auf eine Haushaltsabklärung verzichtet werden.

Was den mit 20 % zu gewichtenden Haushaltsbereich betrifft, hat die Beschwerdegegnerin auf die Durchführung einer Haushaltsabklärung verzichtet und ist von einer fehlenden massgeblichen Einschränkung ausgegangen.     Die Möglichkeit einer gewissen Einschränkung im Haushaltsbereich lässt sich zwar angesichts der ausgewiesenen Minderbelastbarkeit des Rückens des Beschwerdeführers nicht von der Hand weisen. Damit im Gesamtergebnis ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) resultiert, müsste indessen im Haushaltsbereich ein gewichteter Invaliditätsgrad von mindestens 16 % ausgewiesen sein; dementsprechend müsste im mit 20 % gewichteten Haushaltsbereich eine Invalidität von mindestens 80 % vorliegen. Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer in einem solchen Ausmass in der Haushaltstätigkeit eingeschränkt wäre, sind indessen nicht ersichtlich, fallen doch auch im Haushalt viele leichtere Tätigkeiten an, zu deren Ausübung er grundsätzlich in der Lage ist. Dabei ist es ihm zumutbar, den erhöhten Pausenbedarf sowie das verlangsamte Arbeitstempo durch eine angepasste Arbeitsaufteilung aufzufangen. Der Beschwerdeführer selbst macht denn auch nicht geltend, den Haushalt nicht mehr erledigen zu können, sondern bringt einzig Einschränkungen bei der Erledigung von Einkäufen vor (Urk. 8). Eine Invalidität von mehr als 80 % im Haushaltsbereich wird daher offensichtlich nicht erreicht und daraus folgernd entsteht auch kein Rentenanspruch. Es konnte deshalb ausnahmsweise auf die Durchführung einer Haushaltsabklärung verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E.
% (= 50 x 25 %).     Damit im Gesamtergebnis ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) resultiert, müsste im Haushaltsbereich ein gewichteter Invaliditätsgrad von rund 27 % ausgewiesen sein; dementsprechend müsste im mit 50 % gewichteten Haushaltsbereich eine Invalidität von mehr als 50 % vorliegen. Es bestehen aber nur geringe körperliche Einschränkungen, der Beschwerdeführerin sind leichte bis mittelschwere Tätigkeiten - wie sie in einem üblichen Haushalt hauptsächlich vorkommen - bis auf längere rückenbelastenden Arbeitspositionen voll zumutbar. Die Beschwerdeführerin schilderte denn auch, sie könne den Haushalt mit gelegentlicher Hilfe ihrer mittleren Tochter beim Putzen des Bades und bei groben Reinigungsarbeiten sowie mit eingeschobenen Pausen selbständig ausüben (Urk. 9/76/54). Es ist der Beschwerdeführerin dabei zumutbar, den erhöhten Pausenbedarf durch eine angepasste Arbeitsaufteilung und durch die gelegentliche Hilfe der Tochter aufzufangen. Eine Invalidität von mehr als 50 % im Haushaltsbereich wird daher offensichtlich nicht erreicht und daraus folgernd entsteht auch kein Rentenanspruch.

N555.Massgeblicher Zeitpunkt bei Gesetzesänderungen

Bei Gesetzesänderungen bestimmt sich die anwendbare Rechtslage nach dem massgeblichen Zeitpunkt: entweder nach dem Zeitpunkt, in dem der zu rechtlich zu beurteilende Sachverhalt verwirklicht wurde, oder — subsidiär — nach dem Zeitpunkt der Verfügung bzw. des Einspracheentscheids. In der Praxis werden deshalb konkrete Feststellungszeitpunkte herangezogen (z. B. Datum der Leistungseinreichung, möglicher Rentenbeginn, Datum der Verfügung).

En cas de changement de règles de droit, la législation applicable est celle qui était en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières de droit transitoire (ATF 136 V 24 consid. 4.3 et la référence). En l’occurrence, la décision querellée fait suite à une nouvelle demande de prestations déposée en février 2022 et refuse l’octroi d’une rente, dont le droit serait né postérieurement au 31 décembre 2021, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.2 Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l’assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). En vertu de l'art. 28 LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1). Pour un taux d’invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d’invalidité (al. 2). L'art. 29 al. 1 LAI énonce que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son 18e anniversaire. Selon l'al. 3 de cette disposition, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. Conformément à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date à laquelle l'annonce a été remise à la poste ou déposée auprès de l'organe est déterminante s'agissant du moment auquel les prestations ont été faites valoir (Guy LONGCHAMP, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 28 et 40 ad art. 29 LPGA). Aux termes de l'art. 28a al. 1 LAI, l’évaluation du taux d’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative est régie par l’art.
L'anticipo spese è stato corrisposto entro il termine impartito (art. 63 cpv. 4 PA). Il ricorso è pertanto ammissibile. 2. 2.1 Il 1° gennaio 2022 sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e del 3 novembre 2021 dell'OAI (RU 2021 706). Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 144 V 210 consid. 4.3.1; 143 V 446 consid. 3.3; 139 V 335 consid. 6.2; 138 V 475 consid. 3.1). 2.2 Nel caso in esame, si applicano le disposizioni in vigore al 1° ottobre 2022, data a partire dalla quale potrebbe sorgere al più presto il diritto alla rendita (la domanda di rendita è stata infatti presentata il 26 aprile 2022, art. 29 cpv. 1 LAI, consid. B.b.a), nella misura in cui sono adempiuti gli ulteriori presupposti dell'art. 28 LAI, così come le ulteriori modifiche entrate in vigore successivamente e fino alla data della decisione impugnata (16 marzo 2023). 3. 3.1 Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA e l'art. 69 cpv. 2 OAI (RS 831.201), l'UAIE esamina le domande concernenti le prestazioni d'invalidità, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno, in particolare circa lo stato di salute del richiedente, la sua attività, la sua capacità di lavoro e la sua idoneità all'integrazione. 3.2 Giusta l'art. 49 lett. b PA, l'accertamento inesatto ed incompleto dei fatti giuridicamente rilevanti è un motivo di ricorso. 3.3 Il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata, vale a dire il 16 marzo 2023. Il giudice delle assicurazioni sociali esamina infatti la decisione impugnata sulla base della situazione di fatto esistente al momento in cui essa è stata resa (DTF 132 V 215 consid. 3.1.1; 130 V 445 consid. 1.2). Tiene tuttavia conto dei fatti verificatisi dopo tale data quando essi possano imporsi quali elementi d'accertamento retrospettivo della situazione anteriore alla decisione stessa (DTF 129 V 1 consid.

N556.Dreimonatige Verschlechterung statt Wartejahr

Für die Erhöhung oder die revisionsweise Neufestsetzung einer Rente wegen einer relevanten Verschlechterung ist nach den zitierten Entscheidungen eine andauernde Verschlechterung von drei vollen Monaten erforderlich; hierfür ist kein erneutes Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 IVG zu verlangen (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; sinngemäss Art. 29bis IVV und die zitierten Entscheide).

Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar.     Die Erhöhung eines Rentenanspruchs setzt demnach eine relevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit von drei (vollen) Monaten (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3 mit Hinweis auf ZAK 1986 S. 345), aber kein neues Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG voraus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_985/2009 vom 2. März 2010 E. 4.4.2 mit Hinweisen). Dies gilt nicht nur bei der revisionsweisen Neufestsetzung einer laufenden Rente, sondern auch dann, wenn gleichzeitig rückwirkend beispielsweise eine halbe und eine diese ablösende ganze Rente zugesprochen wird (BGE 121 V 264 E. 6a und E. 6b/dd mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 9C_718/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 4.1.1 und I 792/06 vom 26. September 2007 E. 8.2).
Auch die in Art. 88a Abs. 2 IVV geregelte Neufestsetzung des Rentenanspruchs ändert nichts an der Rechtmässigkeit der von der IV-Stelle vorgenommen Rentenverfügung. Diese Bestimmung fusst auf dem Gedanken, mit Blick auf die dreimonatige Karenzfrist nur jene Personen zeitlich besser zu stellen, welche in der Vergangenheit bereits einen Rentenanspruch gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG und Art. 29 Abs. 1 IVG erworben haben (oben, Erwägung

N557.Neuer Versicherungsfall bei neuem Gesundheitsschaden

Liegt nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor (Art. 28 Abs. 1 IVG) und entsteht später eine gesundheitliche Verschlechterung durch einen gegenüber der ursprünglichen Beeinträchtigung von der Art her zu unterscheidenden neuen Gesundheitsschaden, ist dieser als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren. Entsprechendes gilt, wenn die materiellen Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 lit. a–c IVG zwar erfüllt sind, die für den Rentenanspruch erforderliche formelle Voraussetzung (z. B. die sechmonatige Karenzfrist gemäss Art. 29 IVG) zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht bestanden hat oder die materiellen Voraussetzungen trotz bereits bestehender Karenzfrist zwischenzeitlich wieder weggefallen sind.

Soweit die IV-Stelle bei dieser Aktenlage eine Invalidenrente erst nach Ablauf des ab 12. August 2019 erneut bestandenen Wartejahres ab August 2020 zugesprochen hat, erweist sich ihre Disposition als rechtmässig. Liegt nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und ist deshalb noch kein Rentenanspruch entstanden, so ist eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren (oben, Erwägung 3.3). Das Gleiche hat zu gelten, wenn zwar die materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG erfüllt sind, die für einen Rentenanspruch vorausgesetzte formelle Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 29 IVG in diesem Zeitpunkt aber noch nicht vorliegt, oder –umgekehrt – die materiellen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG trotz Bestehens der sechsmonatigen Karenzfrist seit der formellen Leistungsanmeldung zwischenzeitlich wieder weggefallen sind. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass die Karenzfrist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG eine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 140 V 470 E. 3.3.1 am Ende). Deren verfahrensmässige Natur ändert nichts daran, dass ein Rentenanspruch immer nur dann entstehen kann und mit ihm der Versicherungsfall erst dann als eingetreten gilt, wenn sowohl die materiellen Voraussetzungen gemäss Art.
Soweit die IV-Stelle bei dieser Aktenlage eine Invalidenrente erst nach Ablauf des ab 12. August 2019 erneut bestandenen Wartejahres ab August 2020 zugesprochen hat, erweist sich ihre Disposition als rechtmässig. Liegt nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und ist deshalb noch kein Rentenanspruch entstanden, so ist eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse infolge eines im Vergleich zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu unterscheidenden, neuen Gesundheitsschadens als neuer Versicherungsfall zu qualifizieren (oben, Erwägung 3.3). Das Gleiche hat zu gelten, wenn zwar die materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG erfüllt sind, die für einen Rentenanspruch vorausgesetzte formelle Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 29 IVG in diesem Zeitpunkt aber noch nicht vorliegt, oder –umgekehrt – die materiellen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a – c IVG trotz Bestehens der sechsmonatigen Karenzfrist seit der formellen Leistungsanmeldung zwischenzeitlich wieder weggefallen sind. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass die Karenzfrist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG eine zusätzliche Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 140 V 470 E. 3.3.1 am Ende). Deren verfahrensmässige Natur ändert nichts daran, dass ein Rentenanspruch immer nur dann entstehen kann und mit ihm der Versicherungsfall erst dann als eingetreten gilt, wenn sowohl die materiellen Voraussetzungen gemäss Art.

N558.Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Versicherter

Bei älteren Versicherten kann die aufgrund des medizinischen Zumutbarkeitsprofils vorhandene Restarbeitsfähigkeit als nicht verwertbar beurteilt werden (vgl. Entscheid IV 2022/36; Versicherte im Zeitpunkt der Beurteilung 62 Jahre und 4 Monate). Andererseits kann der ausgeglichene Arbeitsmarkt je nach Alter und beruflicher Vorgeschichte auch einfache Hilfsarbeiten als zumutbar ansehen, sodass die Restarbeitsfähigkeit verwertbar sein kann (vgl. Entscheid IV 2023/77; 61‑jährige Versicherte).

Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2022 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG, Art. 28 IVG Prüfung eines polydisziplinären Gutachtens. Gemäss beweiskräftigem Gutachten ist der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig; adaptiert besteht eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. Restarbeitsfähigkeit aufgrund des vorgerückten Alters (im massgebenden Zeitpunkt bereits 62 Jahre und 4 Monate alt) und der gesundheitlichen Einschränkungen (medizinisches Zumutbarkeitsprofil) nicht mehr verwertbar. Gutheissung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. November 2022, IV 2022/36). Entscheid vom 23. November 2022 Besetzung Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Julia Dillier Geschäftsnr. IV 2022/36 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 28.03.2024 Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Beweiskraft eines Gutachtens vs. Beweiskraft der Berichte von behandelnden Spezialärzten. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht, weil der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch für eine 61-jährige Versicherte, die seit vielen Jahren nicht mehr arbeitstätig gewesen ist, einen Arbeitsplatz als Hilfsarbeiterin kennt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. März 2024, IV 2023/77). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 28. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2023/77 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N559.Sechsmonatsgrenze der Bindungswirkung

Bei verspäteter Anmeldung zum IV-Leistungsbezug entfällt für Zeiträume, die mehr als sechs Monate vor dem Leistungsbegehren liegen, regelmässig die Bindungswirkung der Feststellungen der IV-Stelle hinsichtlich früherer Arbeitsunfähigkeitszeiträume. Die IV-Stelle ist nicht gehalten, Abklärungen vorzunehmen, die ab dem Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurückreichen; in solchen Fällen können die betreffenden Zeiträume frei überprüft werden.

Die Beklagte stützt sich jedoch auf das von der Invalidenversicherung Verfügte unter Bezugnahme auf Art. 50 des Vorsorgereglements der Pensions­kasse C.________, gültig ab 1. Januar 2016, Stand 1. Januar 2017 (nachfolgend: Reglement [Akten der Beklagten {act. II}] A; vgl. Klageantwort S. 5 Ziff. 15 sowie Schlussbemerkungen der Beklagten vom 16. Dezember 2022 S. 2 Ziff. 3), so dass sie der Klägerin den Nichteinbezug ins IV-Verfahren nicht mehr entgegenhalten kann und von der Bindungswirkung des IV-Entscheides auszugehen ist (vgl. E. 2.4 hiervor). Zu berücksichtigen ist jedoch das Folgende: Wie in E. 2.4 hiervor dargelegt, sind die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der Organe der Invaliden­versicherung gebunden (vgl. auch Art. 50 ff. Reglement [act. II A]). Diese Bindungswirkung erstreckt sich grundsätzlich auch auf die Feststellungen hinsichtlich des Eintritts der (nachmals) invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, d.h. der Eröffnung der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. SVR 2014 BVG Nr. 3 S. 9 E. 1.2). Da jedoch der IV-Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht (Art. 29 Abs. 1 IVG) und die Leistungsvoraussetzungen für die Invalidenrente eine einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) beinhalten, ist die IV-Stelle nicht gehalten, Abklärungen zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, die ab dem Leistungsersuchen gerechnet weiter als sechs Monate zurückliegt. Ist für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend, besteht keine Bindungswirkung der betroffenen Vorsorgeeinrichtung an die Feststellungen der IV-Stelle zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (vgl. Hans-Ulrich Stauffer, Recht­sprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 4. Auflage 2019, S. 73 f.; SVR 2019 BVG Nr. 46 S. 180 E. 3.3). Indem die Klägerin sich bei der Invalidenversicherung erst im Juni 2017 anmeldete (act.
Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung der beruflichen Vorsorge ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 269, 271 E. 2a, BGE 120 V 112, 117 f. E. 2c/aa und 2c/bb mit Hinweisen). Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 308, 311 E. 1 in fine), was vorliegend nicht der Fall ist. Eine Bindungswirkung entfällt hingegen bei verspäteter Anmeldung der versicherten Person zum IV-Leistungsbezug (vgl. Urteil des Bundesgerichts (9C_154/2021 vom 10. März 2022 E. 3.1). Die IV-Stelle des Kantons Luzern setzte den Beginn der einjährigen Wartefrist nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG spätestens auf Juli 2013 fest (vgl. IV-Akte 86). Nachdem die Anmeldung der Klägerin zum Leistungsbezug aber erst Mitte Juni 2015 und damit verspätet erfolgte (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), ist die Bindungswirkung rechtsprechungsgemäss zu verneinen und der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit vorliegend vom Gericht frei zu prüfen. 4. 4.1. 4.1.1. Die IV-Stelle des Kantons [...] sprach der Klägerin mit Verfügung vom 3. Mai 2018 (IV-Akte 86) ab Dezember 2015 eine ganze Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% aufgrund einer paranoiden Schizophrenie (ICD10 F20.0) zu. Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten vom 16. Januar 2017 (IV-Akte 50) von pract. med. H____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, FMH, zertifizierter Gutachter SIM, welcher von einer massgeblichen Arbeitsunfähigkeit der Klägerin seit mindestens 2009 ausging (IV-Akte 86). 4.1.2. Zur Beantwortung der Frage nach dem Zeitpunkt des Eintritts der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit im Zeitintervall vom 1.
Zu klären ist die Frage, ob die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit der Klägerin während der berufsvorsorgerechtlichen Versicherungsdeckung durch die Beklagte eingetreten ist. Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass die Beklagte in keines der beiden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren einbezogen worden war (vgl. act. IIF 38, act. IIA 186), womit die Feststellungen und Beurteilungen der IVL für die Beklagte von vornherein nicht bindend sind (vgl. E. 3.3.1 f. hiervor). Überdies war die IVL – nachdem sie nach erstmaliger Anmeldung im Juli 2013 (act. IIF 5) mit Verfügung vom 24. März 2014 (act. IIF 38) einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneint hatte – auf die Neuanmeldung vom April 2015 (act. IIE 43, act. IIF 43) hin denn auch nicht gehalten, Abklärungen zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, soweit dieser ab dem (erneuten) Leistungsbegehren gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag. Denn ein IV-Rentenanspruch kann frühestens sechs Monate nach der Anmeldung entstehen (Art. 29 Abs. 1 IVG), sofern die einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erfüllt ist. Insoweit für den Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückliegenden Periode entscheidend ist, bestünde damit keine Bindungswirkung an allfällige Feststellungen der IV zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67; vgl. auch Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, S. 328 N. 1019), müssen doch die Feststellungen der IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein, damit sie für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind (Marc Hürzeler in: Schneider/Geiser/Gächter, Kommentar zum BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 24). Mit Blick auf das hiervor Dargelegte bestünde daher – selbst beim Einbezug der Beklagten in das IV-Verfahren – keine Bindungswirkung an Feststellungen in Bezug auf den Zeitraum vor Oktober 2014 betreffende allfällige Arbeitsunfähigkeiten. Demgegenüber hat sich die Klägerin die IV-Verfügung vom 24. März 2014 (act. IIIF 38), mit welcher festgestellt wurde, dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorlag, entgegenhalten zu lassen.

N560.Stufenmodell der Invalidenrente

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ist die Invalidenrente gestaffelt: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente.

und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab­lauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. De plus, il n'y a incapacité de gain que si celle-ci n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 6.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 6.3 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LAI, l'assuré a droit à un quart de rente s'il ou elle est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il ou elle est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il ou elle est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il ou elle est invalide à 70% au moins. L'art. 29 al. 4 LAI prévoit que les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50 % ne sont versées qu'aux assurés qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse. Toutefois, suite à l'entrée en vigueur de l'ALCP le 1er juin 2002, la restriction prévue à l'art. 29 al. 4 LAI n'est pas applicable lorsqu'une personne assurée est une ressortissante suisse ou de l'UE et réside dans l'un des Etats membres de l'UE (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.4 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (art.
Der Rentenanspruch ist abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % respektive 50 %, 60 % oder 70 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente respektive halbe Rente, Dreiviertelsrente oder ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N561.Nachweis der 40%-Arbeitsunfähigkeit und wesentlicher Unterbruch

Für die Anwendung von Art. 28 Abs. 1 IVG ist insbesondere die Nachweisführung betreffend die Voraussetzung, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen zu sein, von Bedeutung; die Fragen der durchschnittlichen Berechnung und des Vorliegens eines «wesentlichen Unterbruchs» werden in der Rechtsprechung behandelt.

Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

N562.Beweisgewicht von Administrativgutachten

Nach der Rechtsprechung darf sich eine Administrativbegutachtung auf die wesentlichen Disziplinen beschränken. Bildgebende Befunde allein vermögen demnach keine funktionelle Einschränkung bzw. eine massgebliche Invalidität zu begründen. Soweit ein als beweiskräftig befundetes Administrativgutachten eine verbleibende Arbeitsfähigkeit von rund 80 % (Invaliditätsgrad 37 %) ergibt, kann dies zur Verneinung des Rentenanspruchs nach Art. 28 IVG führen.

Entscheid Versicherungsgericht, 05.12.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Verneinung eines Rentenanspruchs gestützt auf ein als beweiskräftig befundenes Administrativgutachten aufgrund einer Arbeitsfähigkeit von 80 % und eines Invaliditätsgrades von 37 %. Die Begutachtung darf sich auf die wesentlichen Disziplinen und Untersuchungen beschränken. Bildgebende Befunde alleine vermögen eine funktionelle Einschränkung bzw. eine massgebliche Invalidität nicht zu begründen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 5. Dezember 2023, IV 2023/12). Entscheid vom 5. Dezember 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/12 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Daniel Kaiser, Gorisstrasse 3, Postfach 3, 9464 Rüthi (Rheintal), gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 05.12.2023 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Verneinung eines Rentenanspruchs gestützt auf ein als beweiskräftig befundenes Administrativgutachten aufgrund einer Arbeitsfähigkeit von 80 % und eines Invaliditätsgrades von 37 %. Die Begutachtung darf sich auf die wesentlichen Disziplinen und Untersuchungen beschränken. Bildgebende Befunde alleine vermögen eine funktionelle Einschränkung bzw. eine massgebliche Invalidität nicht zu begründen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 5. Dezember 2023, IV 2023/12). Entscheid vom 5. Dezember 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2023/12 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Daniel Kaiser, Gorisstrasse 3, Postfach 3, 9464 Rüthi (Rheintal), gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente

N563.Geltung der IVG-Neuregelung 2022

Entsteht der Rentenanspruch erst nach dem 1. Januar 2022, sind die seit diesem Datum geltenden Bestimmungen anzuwenden, namentlich die geänderten Anspruchsvoraussetzungen in Art. 28 Abs. 1 IVG und das seit 1. Januar 2022 eingeführte stufenlose Rentensystem (Art. 28b IVG).

Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210, 213 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Ist dies der Fall, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV; vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das in diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil 9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 E. 2). Vorliegend ist ein nach dem 1. Januar 2022 entstandener Leistungsanspruch strittig, weshalb das nach diesem Datum in Kraft getretene neue Recht zur Anwendung kommt. 3.1.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.2. 3.2.1. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69% entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70% besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50% gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art.
En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, le régime légal applicable ratione temporis dépend du moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est postérieure au 1er janvier 2022, comme en l’espèce, la situation est régie par les nouvelles dispositions légales et réglementaires en vigueur dès le 1er janvier 2022.   3.              a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d’une rente entière (al. 1), un taux d’invalidité compris entre 50 et 69 % donnant droit à une quotité de rente correspondant au taux d’invalidité (al. 2), un taux d’invalidité supérieur ou égal à 70 % donnant droit à une rente entière (al. 3), tandis qu’un taux d’invalidité compris entre 40 et 49 % donne droit à une rente de 25 % à 47.5 % (al. 4 ; chaque point d’invalidité supplémentaire augmentant la quotité de la rente de 2.5 %).                 b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (art. 29 al. 1 LAI).                 c) Lorsque la rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si la personne assurée rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art.
9100 de la circulaire de l’Office fédéral des assurances sociales [ci-après : OFAS] sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er janvier 2024 [ci-après : CIRAI]).                 c) En l’espèce, le recourant a fait valoir son droit aux prestations de l’AI par le dépôt d’une demande de prestations de l’AI auprès de l’intimé le 6 avril 2022, si bien que le droit litigieux n’a en tous les cas pas pu prendre naissance avant le 1er janvier 2022 (cf. art. 29 al. 1 LAI). Sont donc applicables à l’examen du droit à la rente du recourant les dispositions de la LAI et du RAI en vigueur dès le 1er janvier 2022. C’est ainsi dans cette version qu’elles sont reproduites, citées et appliquées ci-après.   4.              a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (let. c) (art. 28 al. 1 LAI).                 b) Est réputée incapacité de gain – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. a LAI – toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA).                 Est réputée incapacité de travail – notamment au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI – toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité (art. 6 LPGA).                 Est réputée invalidité – notamment au sens de l’art.
Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). En l’occurrence, un éventuel droit à une rente d’invalidité naîtrait au plus tôt en janvier 2023, soit six mois après le dépôt de la demande du 27 juillet 2022 (art. 29 al. 1 LAI), de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.2 A droit à une rente d’invalidité, l’assuré dont la capacité de gain ou la capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, qui a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable et qui, au terme de cette année, est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (art. 28 al. 1 LAI). Une rente n'est pas octroyée tant que toutes les possibilités de réadaptation au sens de l'art. 8 al. 1bis et 1ter n'ont pas été épuisées (art. 28 al. 1bis LAI). 3.3 Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art. 8 al. 1 LPGA). La notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 3.4 Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents qu’un médecin, éventuellement d’autres spécialistes, doivent lui fournir.
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4): Invaliditätsgradprozentualer Anteil 49 Prozent47.

N564.Einjährige Wartezeit bei Neuanmeldung

Bei Neuanmeldung nach einem wegen mangelhafter rentenbegründender Invalidität abweisenden Entscheid ist die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG grundsätzlich erneut zu erfüllen; der Anspruch auf eine Rente setzt somit das erneute Vorliegen dieser Wartezeitvoraussetzung voraus.

Im Falle einer Neuanmeldung nach einem mangels rentenbegründender Invalidität ablehnenden Entscheid sind die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG und die sechsmonatige Wartefrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG erneut zu bestehen (BGE 142 V 547 E. 3.1. m.H. auf Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.3.3; Urteil des BVGer C-5466/2020 vom 7. März 2023 E. 4.6).
Im Falle einer Neuanmeldung nach einem mangels rentenbegründender Invalidität ablehnenden Entscheid sind die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG und die sechsmonatige Wartefrist erneut zu bestehen (BGE 142 V 547 E. 3.1. m.H. auf Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.3.3; Urteil des BVGer C-5466/2020 vom 7. März 2023 E. 4.6).
1) énoncent que pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant l’entrée en vigueur de la présente modification et qui n’avaient pas encore 55 ans à l’entrée en vigueur de cette modification, la quotité de la rente ne change pas tant que leur taux d’invalidité ne subit pas de modification au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA. Dans sa circulaire relative aux dispositions transitoires concernant le système de rentes linéaire (Circ. DT DC AI, chiffre 1007s.), les rentes d’invalidité de l’ancien droit sont les rentes dont le début du droit est né avant le 31 décembre 2021 et les rentes d’invalidité du nouveau droit sont celles dont le début du droit est intervenu dès le 1er janvier 2022. Il en résulte que si une décision concernant la fixation initiale ou la modification du droit à la rente est rendue après le 1er janvier 2022, les dispositions légales et règlementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021 restent applicables si la survenance de l’invalidité ainsi que le début du droit à la rente sont antérieurs au 31 décembre 2021 (voir également Circ. DT DC AI, chiffre 1009 dont il ressort implicitement que l’ancien droit reste aussi applicable en cas de modification du droit à la rente survenue avant le 1er janvier 2022). c) Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b). L'art. 29 al. 1 LAI dispose quant à lui que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations. Ces dispositions s'appliquent également en cas de nouvelle demande à la suite d'un refus de prestations ; en d'autres termes, lors du dépôt d'une nouvelle demande à la suite d'un premier refus de prestations de l'assurance-invalidité, la naissance du droit à la rente reste subordonnée aux conditions prévues aux art. 28 et 29 LAI (ATF 140 V 2 consid. 5.3 ; TF 8C_623/2020 du 2 août 2021 consid. 4.2). d) En l’occurrence, la décision attaquée date du 25 avril 2022 et fait suite au dépôt d’une nouvelle demande par le recourant en date du 25 août 2021. Aussi, le droit à une éventuelle rente prendrait naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter du 25 août 2021.
L'art. 88a al. 2 RAI, relatif à la modification du droit aux prestations (cf. le titre marginal de cette disposition), prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique dans le cadre d'une procédure de révision (art. 17 LPGA) tendant à la modification (augmentation, réduction ou suppression) d'une rente précédemment allouée, ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (cf. ATF 125 V 413 consid. 2d). L'art. 88a al. 2 RAI ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (arrêt 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 et les références citées). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b). L'art. 29 al. 1 LAI dispose quant à lui que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations. Ces dispositions s'appliquent également en cas de nouvelle demande à la suite d'un refus de prestations; en d'autres termes, lors du dépôt d'une nouvelle demande à la suite d'un premier refus de prestations de l'assurance-invalidité, la naissance du droit à la rente reste subordonnée aux conditions prévues aux art. 28 et 29 LAI (cf. ATF 140 V 2 consid. 5.3).

N565.Kurzzeitige Befunde keine längerdauernde Erwerbsunfähigkeit

Kurzzeitige oder unterbrochene Spitalaufenthalte bzw. vorübergehende Befunde genügen in der Regel nicht, um die für eine Rente nach Art. 28 IVG erforderliche längerdauernde Erwerbsunfähigkeit zu begründen. Ebenso qualifiziert eine lediglich tageweise ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit nicht als längerdauernde Erwerbsunfähigkeit.

Visto quanto sopra, non presentando l’assicurata, fatti salvi i citati limitati periodi di ricovero ospedaliero - dal 26 al 28 giugno 2019 e dal 12 al 17 settembre 2019 - e quindi di durata inferiore al periodo minimo di un anno giusta l’art. 28 LAI (cfr. al consid. 2.2) -, un’inabilità lavorativa da ascrivere alle problematiche psichiatriche, e non essendo stata fatta validamente valere alcuna affezione somatica con valenza invalidante, correttamente l’Ufficio AI ha negato il diritto a prestazioni.                                   La decisione contestata va quindi confermata, mentre che il gravame va respinto.
Mai 2020 kein Taggeld bezogen, könnte sie nach der gesetzlichen Konzeption trotzdem keinen Rentenanspruch haben, da eine nur für einen Tag ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit weder als länger dauernde noch als voraussichtlich bleibende Erwerbsunfähigkeit qualifiziert werden kann. Im kantonalen Beschwerdeverfahren IV 2016/328 ist den drei Abteilungen des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen in Anwendung des vom Art. 54 GerG (sGS 941.1) vorgesehenen Verfahrens jedoch die folgende Frage gestellt worden: „Haben Versicherte, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und die nach Ablauf dieses Jahres weiterhin zu mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig sind, grundsätzlich Anspruch auf eine Rente, obwohl zumutbare Eingliederungsmassnahmen, welche ihre Arbeitsfähigkeit […] wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, nicht abgeschlossen sind?“ Diese Frage ist mehrheitlich bejaht worden, weshalb sich die Rechtsprechung des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen seither nach der entsprechenden Formulierung richtet, die – entweder als Ergebnis einer Interpretation des Art. 28 Abs. 1 IVG oder als gerichtliche Ausfüllung einer Lücke im Art. 28 IVG – dem ihrerseits klaren und eindeutigen Wortlaut entsprechend Anwendung finden muss. Ein entsprechender Rentenanspruch beruht dabei nicht auf einer Invalidität im Sinne des Art. 8 Abs. 1 (i.V.m. Art. 7 Abs. 1) ATSG, sondern – wie bei einem UV- oder MV-Taggeld – auf einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Art. 6 Satz 2 ATSG (vgl. etwa den Entscheid IV 2021/136 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 28. April 2022, E. 5.2). Im BGE 148 V 397 hat das Bundesgericht einen Entscheid des St. Galler Versicherungsgerichtes, mit dem gestützt auf diesen „gemeinsamen Entscheid“ nach Art. 54 GerG eine Rente zugesprochen worden war, als rechtswidrig aufgehoben. Es hat festgehalten (E. 6.2), der Gesetzgeber sei sich mit der Formulierung des Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG bewusst gewesen, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente nur entstehen könne, wenn nach dem Ablauf des Wartejahres eine entsprechende rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit respektive Invalidität eintrete. Er habe die Ansprüche auf medizinische Massnahmen und Taggelder eingehend geregelt, wobei insbesondere zu erwähnen sei, dass die medizinischen Massnahmen zu den Eingliederungsmassnahmen gehörten (vgl.

N566.Prämienbefreiung keine Schuldanerkennung

Die Gewährung einer Prämienbefreiung stellt keine Schuldanerkennung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente nach Art. 28 IVG dar. Prämienbefreiung und Rentenanspruch beruhen auf unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen; die Prämienbefreiung kann bereits vor einem endgültigen Anspruch auf eine IV-Rente eintreten. Dementsprechend begründet die Gewährung der Prämienbefreiung keinen Rentenanspruch und ist für sich genommen keine verjährungsunterbrechende Schuldanerkennung.

Entgegen den klägerischen Ausführungen hielt die Beklagte in diesem Schreiben lediglich fest, dass er, sobald sie im Besitz der eidg. IV-Verfügung sei, eine entsprechende Mitteilung mit den IV-Leistungen aus dieser Vorsorgeeinrichtung erhalten werde. Eine Schuldanerkennung im Sinne einer rechtlichen Verpflichtung zur Leistung ist darin nicht zu erblicken. Ebensowenig ist in der Prämienbefreiung eine Schuldanerkennung zu sehen, denn die Rente und die Prämienbefreiung unterliegen unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen (vgl. dazu auch BSK Berufliche Vorsorge-Gehring/Kieser Art. 41 N. 46). Die Prämienbefreiung wird gemäss Ziff. 4.1.4. des Vorsorgereglements zwar bei Invalidität gewährt, der Anspruch darauf setzt jedoch schon nach Ablauf einer Wartefrist von drei Monaten ein, spätestens mit Beginn des Anspruchs auf eine Invalidenrente. Demnach wird die Prämienbefreiung zu einem Zeitpunkt gewährt, zu dem unter Umständen noch keine Invalidität mit entsprechendem Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente im Sinne von Art. 28 IVG (Bundesgesetz über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959, SR 831.20) vorliegt, oder eine solche womöglich gar nicht eintreten wird. Dementsprechend war das Schreiben vom 5. September 2008 denn auch formuliert, indem es die Prämienbefreiung bis zur Genesung oder bis zum Einsetzen der Verfügung der IV (spätestens nach zwei Jahren) gewährte. Mit der Ausrichtung von Prämienbefreiungsleistungen wurde der Anspruch auf eine Invalidenrente jedenfalls nicht anerkannt. 4.1.5. Zusammenfassend bedeutet dies, dass weder von Seiten des Klägers noch von Seiten der Beklagten verjährungsunterbrechende Handlungen im Sinne von Art. 135 OR erfolgt sind. Damit steht im Sinne eines Zwischenergebnisses fest, dass zu dem Zeitpunkt, als der Kläger im Dezember 2013 erstmals eine Verjährungseinredeverzichtserklärung einholte, die ab Oktober 2007 bis Ende November 2008 fällig gewesenen Rentenbetreffnisse verjährt waren. Da sich die Beklagte mit Schreiben vom 17. Januar 2014 lediglich insoweit bereit erklärte, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten, als diese bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht eingetreten war, ist ihre Verjährungseinrede grundsätzlich zu hören.

N567.Rentenstaffel nach Invaliditätsgrad

Art. 28 Abs. 2 IVG stuft die Rentenhöhe nach dem Grad der Invalidität ab: Viertelsrente bei mindestens 40 %, halbe Rente bei mindestens 50 %, Dreiviertelsrente bei mindestens 60 % und ganze Rente bei mindestens 70 % Invalidität.

Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.     Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.

N568.Rentenzuspruch: erforderlicher Invaliditätsgrad

Fehlt die für einen Rentenzuspruch erforderliche rentenbegründende Invalidität, ist die Verfügung zu melden und die Beschwerde bzw. das Begehren abzuweisen. Ergibt die Beurteilung hingegen einen der gesetzlichen Voraussetzungen entsprechenden, ausreichend hohen Invaliditätsgrad, kann ein Rentenzuspruch erfolgen.

Die Vorinstanz hat das Vorliegen einer rentenbegründenden Invalidität im Sinne von Art. 28 IVG zu Recht verneint. Die angefochtene Verfügung ist im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden, die Beschwerde ist abzuweisen.
Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung, gestützt auf die erwähnten gutachterlichen Feststellungen, gefolgert, dass beim Beschwerdeführer keine gemäss Art. 28 IVG ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Tatsächlich setzt Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG für die Entstehung eines Rentenanspruches unter anderem voraus, dass ein Versicherter während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig war. Vorliegend ermittelte die Vorinstanz gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten vom 24. Oktober 2018 seit dem 4. Mai 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 20% in der ursprünglichen oder in einer adaptieren Tätigkeit und von 0% im Haushalt sowie seit dem 4. September 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 10% in der ursprünglichen oder in einer adaptieren Tätigkeit und von 15% im Haushalt (vgl. doc. 98 S. 2). Nach Art. 27bis Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen konnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet.
15 ergibt sich ein Valideneinkommen von CHF 73'922.30. Bezüglich des Invalideneinkommens kann der Ansicht der IV-Stelle gefolgt werden, da davon auszugehen ist, dass allgemeine Sekretariatsarbeiten dem Gesundheitszustand besser angepasst sind als die von ihr zuvor namentlich ausgeübte Stelle als Business Spezialistin bei der I.________, die mit mehr Verantwortung verbunden war. Insofern auch die festgehaltene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30% übernommen werden kann, ist das von der IV-Stelle berechnete Invalideneinkommen von CHF 41'971.45 einzig auf das Jahre 2019 zu indexieren (0.4% gemäss Tabelle T1.2.15 Position 77–82), womit sich ein Invalideneinkommen von CHF 42'139.35 ergibt. Die IV-Stelle verzichtete zu Recht auf einen Abzug auf dem Invalideneinkommen und ein solcher wird auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Im Vergleich zum Valideneinkommen ergibt sich eine Erwerbseinbusse von CHF 31'782.95, was einem Invaliditätsgrad von 43% entspricht, womit die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2019 (Art. 28 IVG i. V. m. Art. 29 IVG) Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung hat.

N569.Voraussetzungen für polydisziplinäre Gutachten

Polydisziplinäre (bzw. bidisziplinäre) Gutachten können bei der Rentenprüfung nach Art. 28 Abs. 1 IVG als entscheidungsrelevante, beweisfähige medizinische Entscheidgrundlagen anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass sie aktuell und umfassend erstellt wurden, frühere abweichende Befunde berücksichtigen oder dazu Stellung nehmen und in Kenntnis der Vorakten sowie von ausgewiesenen Fachpersonen/Fachärzten erarbeitet sind. Solche Gutachten bilden damit eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit und der Zumutbarkeit von Eingliederungsmassnahmen, ohne dass damit per se ein bestimmtes Ergebnis vorgegeben wäre.

für den Zeitraum ab Januar 2024 einen solchen von 28%. In medizinischer Hinsicht stützte sie sich im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der K____ GmbH vom 16. Oktober 2023, welches die Unfallversicherung eingeholt hatte (IV-Akten 123, S. S. 596 ff.) sowie zwei Stellungnahmen des RAD vom 19. März 2024 (IV-Akte 129) und vom 9. Oktober 2024 (IV-Akte 142). 2.2. Der Beschwerdeführer beanstandet zur Hauptsache die von der Beschwerdegegnerin angenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 100% mit einer Leistungsminderung von 30% (Beschwerde, S. 5 ff.) und bringt unter Hinweis auf die Berichte seiner behandelnden Ärzte vor, er sei zu 80% arbeitsunfähig (a.a.O.). Zudem bemängelt er den von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Einkommensvergleich, insbesondere das von ihr herangezogene Valideneinkommen (Beschwerde, S. 9 f.). 2.3. Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 30. Oktober 2024 (IV-Akte 145) zu Recht einen Rentenanspruch abgelehnt hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f.
Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2024 Art. 28 Abs. 1 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des polydisziplinären Gerichtsgutachtens bejaht. Kein Anspruch auf eine Rente und Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2024, IV 2022/100). Entscheid vom 16. Januar 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi Geschäftsnr. IV 2022/100 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, AMPARO Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Entscheid Versicherungsgericht, 17.01.2023 Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Januar 2023, IV 2022/8). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_111/2023. Entscheid vom 17. Januar 2023 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2022/8 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Dorfstrasse 33, 9313 Muolen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand IV-Leistungen
Entscheid Versicherungsgericht, 05.10.2022 Art. 28 Abs. 1 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des von der zuständigen Unfallversicherung eingeholten polydisziplinären Gutachtens bejaht. Abweisung der Beschwerde bezüglich Rente. Nichteintreten auf die Beschwerde bezüglich berufliche Massnahmen mangels eines Anfechtungsobjekts (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Oktober 2022, IV 2022/10). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_520/2022. Entscheid vom 5. Oktober 2022 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt Geschäftsnr. IV 2022/10 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Jaeggi, advo5 Rechtsanwälte, Waltersbachstrasse 5, Postfach, 8021 Zürich 1, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente
Das bidisziplinäre Gutachten wurde in Kenntnis und unter Berücksichtigung derselben erstellt. Die geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt und zu vorhandenen früheren, allfällig abweichenden Berichten wurde in den jeweiligen Teilgutachten Stellung genommen. Das Gutachten ist zudem aktuell und umfassend. Die Standardindikatoren wurden berücksichtigt (BGE 141 V 281). Die Gutachter der jeweiligen Teilgutachten sind ausgewiesene Fachärzte und zertifizierte Gutachter SIM, deren Schlussfolgerungen und Diagnosestellungen in den Teilgutachten und auch in der Konsensbeurteilung einleuchten und schlüssig sind. Dem bidisziplinären Gutachten ist demnach voller Beweiswert anzuerkennen. Es ist daher von einer 0%igen Arbeitsfähigkeit von März 2018 bis und mit Februar 2019, von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit von März 2019 bis und mit April 2019 und ab Mai 2019 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Von einer ungenügenden Feststellung des massgeblichen Sachverhaltes kann daher nicht die Rede sein. 6. 6.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) ist. Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemessung der Invalidität bei einer erwerbstätigen versicherten Person wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art.

N570.Einkommensvergleich und Resterwerbsfähigkeit

Für die Bemessung des Invaliditätsgrads ist der Einkommensvergleich massgeblich. Bei der Beurteilung der verwertbaren Resterwerbsfähigkeit sind die individuellen Umstände (etwa Alter, Ausbildung und Arbeitsmarktintegration) zu würdigen; entscheidend ist die Situation am massgeblichen Stichtag. Zudem ist zu prüfen, welches Einkommen der Versicherte im relevanten Zeitraum zumutbarerweise erzielen konnte; Aussagen der beruflichen Eingliederung oder des Arbeitgebers sind nicht allein verbindlich, soweit sie nicht mit der ärztlichen Einschätzung übereinstimmen.

Le taux d’invalidité en lien avec l’activité lucrative est déterminé en extrapolant le revenu sans invalidité pour une activité lucrative correspondant à un taux d’occupation de 100 % (al. 2 let. a), en calculant le revenu avec invalidité sur la base d’une activité lucrative correspondant à un taux d’occupation de 100 % et en l’adaptant selon la capacité fonctionnelle déterminante (al. 2 let. b) et en pondérant la perte de gain exprimée en pourcentage en fonction du taux d’occupation qu’aurait l’assuré s’il n’était pas invalide (al. 2 let. c). Le taux d’invalidité en lien avec les travaux habituels est calculé en déterminant le pourcentage que représentent les limitations dans les travaux habituels par rapport à la situation dans laquelle l’assuré serait sans invalidité (al. 3 let. a) et en pondérant le pourcentage déterminé à la let. a en fonction de la différence entre le taux d’occupation visé à l’al. 2 let. c et une activité lucrative exercée à plein temps (al. 3 let. b). 2.5. Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a), s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins (let. c). 3. Le taux d'invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d'ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond donc pas forcément avec le taux de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 122 V 418). 3.1. Pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler.
Was im Weiteren die Frage anbelangt, ob der Beschwerdegegner die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit erwerblich verwerten kann, hat die Vorinstanz den massgeblichen Stichtag korrekt auf den 19. März 2021 (Vorliegen des psychiatrischen Gerichtsgutachtens des Dr. med. C.________) festgelegt (vgl. dazu: BGE 138 V 457 E. 3.3). Auf dieser Grundlage ist das kantonale Gericht in einlässlicher Würdigung der massgeblichen individuellen Umstände zu Recht davon ausgegangen, dass die Resterwerbsfähigkeit des in diesem Zeitpunkt bereits 64-jährigen Beschwerdegegners in Anbetracht seiner gesundheitlichen Einschränkungen, der ausgeprägten arbeitsmarktlichen Desintegration (letzte Erwerbstätigkeit im Jahre 2009) sowie der fehlenden Sprachkenntnisse und mangelnden Berufsausbildung in einem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und 16 ATSG) realistischerweise nicht (mehr) nachgefragt wird (vgl. statt vieler: Urteil 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E. 5.2 mit Hinweisen). Dem ist nichts beizufügen. Auch die weiteren Erwägungen im angefochtenen Urteil, insbesondere hinsichtlich des am 1. Januar 2012 bestandenen Wartejahrs (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), sind unbestritten geblieben und geben keinen Anlass zu näherer Überprüfung. Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Rentenzusprache (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG).
Zu prüfen bleibt, welches Einkommen der Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen im massgeblichen Zeitraum zumutbarerweise erzielen konnte. Dabei ist die Einschätzung der Leistungseinschränkung durch die Fachleute der beruflichen Eingliederung beziehungsweise den Arbeitgeber für sich allein nicht entscheidend, soweit sie sich nicht mit der ärztlichen Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit deckt (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_48/2018 vom 27. Juni 2018 E. 4.3.1).     Wie bereits dargelegt, ist ein allfälliger Rentenanspruch frühestens nach Beendigung des Taggeldanspruchs per Ende Juni 2021 entstanden (vorstehend E. 1.1.1). Unter Berücksichtigung der vorher zu bestehenden einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. vorstehend E. 1.3) ist deshalb die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit zwischen Juni/Juli 2020 und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Juni 2023, welche die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet, von Belang.

N571.Beweiskraft administrativer und gerichtlicher Gutachten

Administrativ- oder Gerichtsgutachten können im Verfahren zur Beurteilung des Anspruchs nach Art. 28 Abs. 1 IVG Beweiskraft besitzen und hierfür massgeblich herangezogen werden. Ergibt sich aus der Prüfung, dass ein Gutachten keine ausreichende Beweiskraft hat, kann die Sache zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurückgewiesen werden. Umgekehrt kann bei einer zuverlässigen Gerichtsexpertise auf zusätzliche Abklärungen verzichtet werden.

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2023 Art. 28 Abs. 1 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG; revisionsweise Einstellung der Invalidenrente. Dem im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens eingeholten Administrativgutachten kommt Beweiswert zu und darauf kann abgestellt werden. Mithin ist eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin ausgewiesen und besteht aus objektiver Sicht spätestens seit der Begutachtung keine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit mehr. Die Leistungseinstellung ist rechtmässig erfolgt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2023, IV 2022/185). Entscheid vom 14. August 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler Geschäftsnr. IV 2022/185 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, Advokatur 107, Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St.
Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, Zweifel an der Beweiskraft der Gerichtsexpertise zu wecken. Soweit er die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Chemiearbeiter/Gabelstapelfahrer in Frage stellt, ist ihm entgegenzuhalten, dass die Beurteilung des Gerichtsgutachters in Kenntnis des damaligen Arbeitsplatzprofils (vgl. Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 20. Juli 2015; act. 24) erfolgte und er somit über die Anforderungen und Verhältnisse der früheren beruflichen Tätigkeit im Bilde war. Seine Beurteilung, wonach über den Verlauf gemittelt von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30% auszugehen sei, begründete er mit der langen Verlaufszeit und der Erkenntnis, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Berichte weder eine gravierende Verschlechterung noch eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands belegt seien. Konkrete Hinweise darauf, dass der Gutachter diese Beurteilung im Hinblick auf Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ergebnisorientiert vorgenommen und sich somit von einem sachfremden Kriterium hätte leiten lassen, sind weder ersichtlich noch substantiiert dargetan. Insgesamt sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gerichtsgutachten von Dr. D.____ vom 11. Oktober 2021 in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Insgesamt lässt die Gerichtsexpertise eine zuverlässige Beurteilung des Krankheitsverlaufs und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf zusätzliche Abklärungen verzichtet und davon ausgegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Chemiearbeiter/Gabelstapelfahrer seit Jahren im Umfang von 30% in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, ihm aber (optimal) angepasste Tätigkeiten zu 100% zumutbar sind.
___ auf mehrere Rückfragen nicht reagiert hatte, hat die Beschwerdegegnerin beschlossen, nicht weiter zuzuwarten, sondern das Verwaltungsverfahren ohne zusätzliche Ausführungen von Dr. G.___ abzuschliessen. Auch dieser Entscheid muss als eine verfahrensleitende Verfügung qualifiziert werden, denn wenn der Beschluss, eine Beweismassnahme durchzuführen, eine verfahrensleitende Verfügung ist, kann der Beschluss, eine Beweismassnahme (nun doch) nicht durchzuführen, ebenfalls nichts anderes als eine verfahrensleitende Verfügung sein. Auch der Entscheid, auf die Beantwortung der Rückfrage zu verzichten, hat keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt, denn bei der Würdigung des Gutachtens von Dr. G.___ im Zusammenhang mit der verfahrensabschliessenden („definitiven“) Rentenverfügung ist die Beweiskraft der Ausführungen von Dr. G.___ frei und umfassend zu prüfen. Sollte sich ergeben, dass das Gutachten von Dr. G.___ ohne die zusätzlichen Ausführungen zur Rückfrage der Beschwerdegegnerin keinen ausreichenden Beweiswert hätte, müsste die Sache zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden.   Gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität ist laut dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen zu setzen, das sie erzielen würde, wenn sie gesund geblieben wäre. Die Beschwerdeführerin hat in einem Fragebogen der Beschwerdegegnerin im Juni 2018 angegeben, dass sie ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung vollzeitig ausserhäuslich erwerbstätig wäre.
Nach dem Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung erhobene Befunde sind dagegen rechtsprechungsgemäss lediglich - aber immerhin - noch insofern von Bedeutung, als sie einen vorbestehenden Zustand beschreiben bzw. als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (zu Letzterem vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. Oktober 2016, 8C_357/2016 E. 3.2; vgl. BGE 99 V 102). - Von Letzterem ist nach dem Dargelegten nicht auszugehen. Es besteht nicht Grund, die Beurteilung gemäss dem Gutachten rückblickend aufgrund der erwähnten Akten in Frage zu stellen. Für den vorliegend relevanten Sachverhalt kann in medizinischer Hinsicht demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Gutachten abgestellt werden.     Zusammenfassend ist der Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten in medizinischer Hinsicht ab Januar 2016 (bis November 2018) als durchgehend voll arbeitsunfähig und ab dem 26. November 2018 als zu 50 % arbeitsunfähig zu betrachten.     Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit.

N572.Rückwirkende Rentenanpassung bei Revision

Laufende Revisions- oder Überprüfungsverfahren können zu einer Anpassung der Rente führen; eine allfällige Erhöhung kann rückwirkend ab dem in den Akten genannten Beginn (z. B. Datum des Revisionsgesuchs) gelten.

Mai 2022 einreichte (IV-act. 177) als Revisionsgesuch entgegen (IV-act. 178). Der aktuelle Stand dieses Revisionsverfahrens lässt sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen. Je nach Ausgang dieses Verfahrens ist die Rente allenfalls anzupassen. Dass die Beschwerdegegnerin das Revisionsgesuch nicht noch in die aktuelle Rentenprüfung einbezogen hat, ist etwas speziell, geschah aber wahrscheinlich, da der Rentenbeschluss – und somit die Anweisung der IV-Stelle an die Ausgleichskasse, die Rente auszurichten – am 25. November 2021 bereits erfolgt war (IV-act. 169) und die Verfügung der Ausgleichskasse – wohl aufgrund von zu prüfenden Verrechnungsansprüchen – schliesslich erst am 14. November 2022 erging (IV-act. 195). Dies gereicht dem Beschwerdeführer aber nicht zum Nachteil, da eine allfällige Erhöhung der Rente ab 1. Mai 2022 bereits erfolgen könnte. Der Beschwerdeführer hat auch an keiner Stelle geltend gemacht, dass er mit diesem Ablauf nicht einverstanden wäre.   Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.
Mai 2022 einreichte (IV-act. 177) als Revisionsgesuch entgegen (IV-act. 178). Der aktuelle Stand dieses Revisionsverfahrens lässt sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen. Je nach Ausgang dieses Verfahrens ist die Rente allenfalls anzupassen. Dass die Beschwerdegegnerin das Revisionsgesuch nicht noch in die aktuelle Rentenprüfung einbezogen hat, ist etwas speziell, geschah aber wahrscheinlich, da der Rentenbeschluss – und somit die Anweisung der IV-Stelle an die Ausgleichskasse, die Rente auszurichten – am 25. November 2021 bereits erfolgt war (IV-act. 169) und die Verfügung der Ausgleichskasse – wohl aufgrund von zu prüfenden Verrechnungsansprüchen – schliesslich erst am 14. November 2022 erging (IV-act. 195). Dies gereicht dem Beschwerdeführer aber nicht zum Nachteil, da eine allfällige Erhöhung der Rente ab 1. Mai 2022 bereits erfolgen könnte. Der Beschwerdeführer hat auch an keiner Stelle geltend gemacht, dass er mit diesem Ablauf nicht einverstanden wäre.   Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit.

N573.Vorrang der Eingliederungsmassnahmen

Vor der Zuerkennung einer Rente sind nach der Rechtsprechung vorrangig geeignete Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und — sofern sie in Betracht kommen — anzuordnen. Eine Rente kann grundsätzlich erst in Betracht fallen, wenn entsprechende Massnahmen nicht (mehr) in Frage kommen oder abgeschlossen sind. Ausnahmen bestehen nur, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist; Abklärungsmassnahmen, die das Fehlen von Eingliederungsfähigkeit ergeben, können eine rückwirkende Rentenbewilligung rechtfertigen.

Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1, je mit Hinweis auf die Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. IV-Revision], BBl 2005 4459 ff., 4521 ff., 4531 und 4568). Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1; je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 28 IVG). Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob die versicherte Person überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 121 V 190 E. 4d; Urteil 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1; vgl. zum Ganzen: Urteil 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 5.3).
f) En définitive, le degré d’invalidité dans la sphère ménagère, évalué au total à 10,31 %, apparaît refléter la situation concrète de la recourante, de sorte qu’il peut être ici confirmé.   17.              a) Compte tenu des considérants supra, le degré d’invalidité global de la recourante se monte à 34,06 % ([40 x 0,8] + [10,31 x 0,2]), arrondi à 34 %, jusqu’en mai 2021 et s’avère donc inférieur au seuil déterminant pour ouvrir le droit à une rente de l’assurance-invalidité. Dès mai 2021, le revenu d’invalidité global de la recourante s’élève à 28,12 % ([40 x 0,6] + [10,31 x 0,4]), arrondi à 28 %, ce qui exclut derechef le droit à une rente de l’assurance-invalidité.                 b) Il est précisé que même si le degré d’invalidité dans la sphère d’activité lucrative devait être déterminé sur la base de l’exigibilité de l’exercice d’une activité adaptée à 70 %, le taux d’invalidité n’excéderait pas 38,34 % ([45,35 x 0,8] + [10,31 x 0,2,]), arrondi à 38 %, jusqu’en mai 2021, respectivement 31,33 % ([45,35 x 0,6] + [10,31 x 0,4]), arrondi à 31 %, dès mai 2021, taux demeurant insuffisants pour ouvrir le droit à une rente de l’assurance-invalidité (cf. art. 28 LAI).   18.              a) Selon l'art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d'accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d'octroi des différentes mesures soient remplies (let. b).                 b) En vertu de l'art. 17 al. 1 LAI, la personne assurée a droit au reclassement dans une nouvelle profession si son invalidité rend cette mesure nécessaire et que sa capacité de gain peut ainsi, selon toute vraisemblance, être maintenue ou améliorée. Est réputé invalide au sens de l'art. 17 LAI celui qui n'est pas suffisamment réadapté, l'activité lucrative exercée jusque-là n'étant plus raisonnablement exigible ou ne l'étant plus que partiellement en raison de la forme et de la gravité de l'atteinte à la santé. Le seuil minimum fixé par la jurisprudence pour ouvrir droit à une mesure de reclassement est une diminution de la capacité de gain de 20 % environ (ATF 130 V 488 consid.

N574.Beweiskraft medizinischer Unterlagen

Für die Beurteilung von Gesundheitszustand und Erwerbsfähigkeit sind medizinische Unterlagen und Fachgutachten entscheidende Beweismittel. Bei Vorliegen einer über längeren Zeitraum anhaltenden Veränderung sind langzeitliche ärztliche Akten von besonderer Bedeutung. Medizinische Befunde und Gutachten können — soweit sie beweiskräftig sind — auch eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für einen früheren Rentenbeginn begründen.

1 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur un marché du travail équilibré dans son domaine d'activité, si cette diminution résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles. Par incapacité de travail, on entend toute perte, totale ou partielle, résultant d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui (art. 6, 1ère phrase LPGA). L'assurance-invalidité suisse couvre ainsi seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique ou psychique, et non la maladie en tant que telle (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'objet assuré n'est pas l'atteinte à la santé, mais l'incapacité de gain probablement permanente ou de longue durée qui en résulte et qui n'est pas objectivement surmontable (art. 7 al. 2 LPGA). En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6, 2e phrase LPGA). 7.2 Conformément à l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let. a) ; s'il a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) ; et si, au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins (let. c). 8. 8.1 Pour pouvoir déterminer la capacité de travail médico-théorique et évaluer l'invalidité de la personne concernée, l'administration, ou le tribunal en cas de recours, a besoin de documents que le médecin ou éventuellement d'autres spécialistes doivent lui fournir (ATF 117 V 282 consid. 4a) et sur lesquels elle s'appuiera, sous peine de violer le principe inquisitoire (arrêts du TF 8C_623/2012 du 6 décembre 2012 consid. 1). Le Tribunal fédéral a jugé que les données fournies par les médecins constituent un élément utile pour apprécier les conséquences fonctionnelles de l'atteinte à la santé, quand bien même la notion d'invalidité est de nature économique/juridique et non médicale.
Die medizinischen Behandlungen (Operation vom 12. Juni 2018 und Nachbehandlung) waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen und der Gesundheitsschaden an der linken Hand ausgewiesen. Dass sich der Befund bezüglich des Handgelenks danach noch verändert hätte, ist aus den medizinischen Akten nicht ersichtlich. Die vorübergehend durch den Hausarzt attestierte höhere Arbeitsunfähigkeit steht im Zusammenhang mit den durch die Frozen Shoulder verursachten zusätzlichen Beschwerden. Diese waren indes lediglich vorübergehend (vgl. vorgängige E. 3.3). Der Taggeldanspruch gegenüber dem Unfallversicherer besteht, wenn die versicherte Person infolge eines Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). Die Taggelder wurden dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Arbeitsunfähigkeit in seiner bisherigen und nicht in einer adaptierten Tätigkeit zugesprochen. Für den invalidenversicherungsrechtlichen Rentenanspruch (massgebend ist die Erwerbsunfähigkeit: Art. 28 Abs. 1 IVG und Art. 7 ATSG) kann er daher nichts daraus ableiten. Somit kann auf das orthopädische Teilgutachten auch hinsichtlich der retrospektiven Einschätzung abgestellt werden.   Soweit der Beschwerdeführer die ausreichende Dauer der psychiatrischen Begutachtung in Frage stellt (act. G 1 S. 7), ist auf die Rechtsprechung hinzuweisen, wonach es nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2020 8C_767/2019, E. 3.4, mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass der psychiatrische Gutachter wesentliche Aspekte ausser Acht gelassen hat. Dieser erhob im Befund einen dysthymen Schmerzaffekt, eine leicht verbitterte Grundstimmung, ein auf die Schmerzen und den Verlust seiner Rolle als Ernährer der Familie eingeengtes Denken, negative Kognitionen und Emotionen im Zusammenhang mit den Schmerzen und eine Verstrickung in Rechtsstreitigkeiten / Schadenersatzprozess.
auch, dass seit zwei Jahren eine Akzentuierung und Chronifizierung der psychischen Auffälligkeiten zu verzeichnen sei, welche die Diagnose der Persönlichkeitsstörung weiter bestätigen würde. Unter Berücksichtigung dieser Ausführungen ist im Zusammenwirken mit den Angaben der Gerichtsgutachterin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Wartejahr am 1. Oktober 2020 (Ablauf der sechsmonatigen Karenzfrist) schon erfüllt war, weshalb der frühestmögliche Rentenbeginn auf diesen Zeitpunkt zu liegen kommt. Gestützt wird diese Schlussfolgerung auch von somatischer Seite. Aus dem beweiskräftigen rheumatologischen Teilgutachten von Dr. C. vom 21. Mai 2021 (vgl. E. 5.1 hiervor) geht hervor, dass aufgrund der diagnostizierten seronegativen Arthritis spätestens seit 2019 schwere und mittelschwere Tätigkeiten, wie diejenige als angelernter Metallbauschlosser, nicht mehr zumutbar waren. Vor diesem Hintergrund kann demnach überwiegend wahrscheinlich angenommen werden, dass für das Jahr vor Oktober 2020 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG vorlag. Davon ausgehend, dass gestützt auf das beweiskräftige Gerichtsgutachten von Dr. E. im Oktober 2020 bereits eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit bestand, kann ohne weitere Erörterungen festgehalten werden, dass der Invaliditätsgrad ab dem genannten Zeitraum 100% betrug. Damit besteht ab 1. Oktober 2020 Anspruch auf eine ganze Rente.
Eine solche über einen längeren Zeitraum anhaltende (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; vgl. auch Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und Art. 29bis IVV) Veränderung ergibt sich weder aus den vom Beschwerdeführer angerufenen vorinstanzlich aktenkundigen Unterlagen (insbesondere Berichte des Dr. med. B.________ vom 19. September 2022 und des C.________ Gesundheitszentrums vom 22. April 2021) noch aus den von ihm neu eingereichten medizinischen Berichten vom

N575.Invaliditätsgrad nach Behandlung und Reha

Massgeblicher Zeitpunkt und Vergleichsgrundlage: Zur Beurteilung des Invaliditätsgrades ist auf die Verhältnisse nach den zumutbaren Behandlungs- und Rehabilitationsmassnahmen abzustellen. Der Vergleich der Einkünfte erfolgt auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (‚marché du travail équilibré‘). Änderungen der relevanten Verhältnisse bis zur Entscheidfindung sind zu berücksichtigen; machen sie eine Revision nötig, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage des zutreffend und vollständig festgestellten aktuellen Sachverhalts neu zu bestimmen.

1 Est réputée invalidité, l'incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique ou mentale et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (Ulrich MEYER-BLASER, Bundesgesetz über die Invaliden-versicherung, 1997, p. 8). En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. En vertu des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art.
Lorsque les faits déterminants pour le droit à la rente se sont modifiés au point de faire apparaître un changement important de l’état de santé motivant une révision, le degré d’invalidité doit être fixé à nouveau sur la base d’un état de fait établi de manière correcte et complète, sans référence à des évaluations antérieures de l’invalidité (ATF 141 V 9). 3.5 Aux termes des art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI, est réputée invalidité, l’incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). L’art. 28 al. 2 LAI prévoit que l’assuré a droit à une rente entière s’il est invalide à 70 % au moins, à un trois quarts de rente s’il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50 % au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40 % au moins. À teneur des art. 16 LPGA et 28a al. 1 LAI, pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. Conformément aux art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40 % en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40 % au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art.
En l’occurrence, la décision querellée a été rendue après le 1er janvier 2022, mais le droit à une éventuelle rente d’invalidité doit être examiné à l’issue du délai d’attente d’un an, soit présentement en avril 2019. En conséquence, ce sont les dispositions légales applicables dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021 qui seront citées. 5.               5.1 Est réputée invalidité, l’incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 8 al. 1 LPGA et 4 al. 1 LAI). Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). 5.2 En vertu de l’art. 28 al. 2 LAI, l’assuré à droit à une rente entière s’il est invalide à 70% au moins, à un trois quarts de rente s’il est invalide à 60% au moins, à une demi-rente s’il est invalide à 50% au moins, ou à un quart de rente s’il est invalide à 40% au moins. 5.3 Pour évaluer l’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28a al. 1 LAI). La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité. Le revenu sans invalidité se détermine en règle générale d’après le dernier salaire que l’assuré a obtenu avant l’atteinte à la santé, en tenant compte de l’évolution des salaires jusqu’au moment du prononcé de la décision (ATF 129 V 222 consid.
Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. b) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). Conformément à l’art. 28 al. 2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art.