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Nach ständiger Rechtsprechung gilt für Art. 703 OR das Mehrheitsprinzip: Aktionäre unterwerfen sich bei Eintritt in die Gesellschaft der Mehrheitsentscheidung. Minderheitsbenachteiligungen sind damit nicht bereits wegen ihres Nachteils unzulässig. Das Gericht schreitet nur ein, wenn die Mehrheitsaktionäre ihre durch Art. 703 OR verliehene Macht offensichtlich missbräuchlich ausüben. Eine Verwässerung der Stimmrechte infolge Kapitalerhöhung ist eine gewöhnliche Folge und nicht per se missbräuchlich, zumal jedem Aktionär das Bezugsrecht zur Wahrung seiner Stellung offensteht.
“Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le principe du ménagement dans l'exercice du droit connaît ses limites dans le principe de la majorité régissant le droit de la société anonyme, auquel se soumet tout actionnaire au moment de l'acquisition de sa qualité de membre (ATF 117 II 290 consid. 4 e/bb ; ATF 102 II 268 consid. 3 ; ATF 99 II 62 consid. 4 b). En effet, en matière de droit des sociétés, le principe de l'égalité de traitement s'applique de tout temps comme un principe général non écrit ; il a été partiellement transcrit dans le texte légal (art. 706 al. 2 ch. 3 CO) pour la société anonyme (ATF 131 III 459 consid. 5.4.2). En entrant dans la société, l'actionnaire se soumet sciemment à la volonté de la majorité et admet que celle-ci prenne des décisions qui le lient même si elle ne choisit pas la meilleure solution possible et fait éventuellement passer ses propres intérêts avant ceux de la société et d'une minorité ; en effet, la majorité n'est pas tenue de supporter un désavantage dans le seul but de servir les intérêts de la minorité. Savoir ce qu'il en est dans un cas particulier relève de l'appréciation et le juge ne peut intervenir que si les actionnaires majoritaires ont manifestement abusé du pouvoir que leur confère l'art. 703 CO, eu égard aux intérêts contraires des actionnaires minoritaires (TF 4C.419/2006 du 19 avril 2007 consid. 3.3 et les références citées). La dilution des droits de vote survient par le fait que, après une augmentation du capital-actions, les droits liés aux actions nouvelles s'exercent désormais en concours avec ceux préexistants et que l'influence de ces derniers s'en trouve diminuée. Chaque actionnaire peut parer à cet inconvénient et maintenir son influence antérieure en exerçant, sur les actions nouvelles, le droit de souscription préférentiel qui lui est conféré par l'art. 652b al. 1 CO. La dilution est une conséquence banale de toute augmentation du capital-actions et une augmentation n'est pas illicite ni abusive simplement parce que l'un des actionnaires ne peut pas ou ne veut pas exercer son droit de souscription (TF 4A_43/2007 du 11 juillet 2007 consid. 5 et les références citées). 3.2.3 Pour la procédure de première instance, l’art. 229 al. 1 CPC dispose que les faits et moyens de preuve nouveaux ne sont admis aux débats principaux que s’ils sont invoqués sans retard et qu’ils sont postérieurs à l’échange d’écritures ou à la dernière audience d’instruction (novas proprement dits ; let.”
“3 OR selbständige Bedeutung. Ein Generalversammlungsbeschluss, welcher das Gleichbehandlungsgebot berück- sichtigt, kann trotzdem missbräuchlich sein. Rechtsmissbrauch liegt vor, wenn sich eine Entscheidung nicht durch vernünftige wirtschaftliche Erwägungen recht- fertigen lässt, die Interessen der Minderheit offensichtlich beeinträchtigt und Son- derinteressen der Mehrheit ohne Grund bevorzugt. Für die Rechtfertigung eines Beschlusses durch vernünftige wirtschaftliche Erwägungen ist auf die Interessen der Gesellschaft und der Gesamtheit der Aktionäre abzustellen, wobei indessen keine Prüfung seiner Angemessenheit erfolgt. Aufgrund des Mehrheitsprinzips, dem sich ein Aktionär mit dem Eintritt in die Gesellschaft unterwirft, darf die Mehr- heit in der Generalversammlung auch ihre eigenen Interessen denjenigen der Minderheit vorgehen lassen. Das Gericht hat dann einzuschreiten, wenn die Mehrheitsaktionäre die Macht, die ihnen Art. 703 OR einräumt, im Hinblick auf entgegengesetzte Interessen der Minderheitsaktionäre offensichtlich missbrau- chen (Urteile des Bundesgerichts 4A_205/2008 vom 19. August 2008 E. 3.2, 4.1; 4C.242/2001 vom 5. März 2003 E. 5.1; BGE 102 II 265 E. 3). Grundsätzlich üben die Aktionäre ihr Stimmrecht in der Generalversammlung nach dem Verhältnis des gesamten Nennwerts der ihnen gehörenden Aktien aus (Art. 692 Abs. 1 OR). Im Falle von Stimmrechtsaktien bemisst sich hingegen das Stimmrecht nach Anzahl der gehaltenen Aktien. Werden dabei verschiedene Akti- enkategorien mit unterschiedlichem Nennwert ausgegeben, vermitteln die zwin- gend als Namenaktien auszugebenden Stimmrechtsaktien bezogen auf den Kapi- taleinsatz ein überproportionales Stimmrecht im Verhältnis der sogenannten Stammaktien (vgl. Art. 693 OR; VON DER CRONE, Aktienrecht, 2014, § 3 N. 126, 133) und bewirken damit eine durch die Rechtsordnung tolerierte Ungleichbe- handlung der Aktionäre (DUBS/TRUFFER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5.”
Die Zuwahl erfolgt in der Generalversammlung und kann nur durch die Mehrheitsaktionäre vorgenommen werden; hierfür ist das absolute Mehr der vertretenen Aktienstimmen massgeblich.
“Anders ausgedrückt könne der Vollstreckungsrichter in diesem Fall keine Auslegung des gerichtlichen Vergleichs nach Art. 18 Abs. 1 OR vornehmen (BGE 143 III 564 E. 4.4.2 = Pra 107 [2018] Nr. 132 E. 4.4.2). Was sich mithin nicht klar und unzweideutig aus dem Vergleich ergibt, kann nicht vollstreckt werden. Gemäss Ziffer 8 des Vergleichs vom 19. Juni 2018 hat die Gesuchstellerin das Recht auf Zuwahl eines Mitgliedes in den Verwaltungsrat der E1._____ Holding AG. Diese Zuwahl findet bis spätestens am 31. Dezember 2018 statt. Die Modali- täten der Zuwahl sind im Vergleich nicht explizit geregelt. Jedoch ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen klar und denn auch unbestritten, dass die Zuwahl im Rahmen einer (ordentlichen oder ausserordentlichen) Generalversammlung zu er- folgen hat (vgl. Art. 698 Abs. 1 und Abs. 2 Ziff. 2 OR). Zudem können nur die Ge- - 11 - suchsgegner als Mehrheitsaktionäre die Zuwahl vornehmen (Urk. 3/6 S. 1; Art. 703 OR; absolutes Mehr der vertretenen Aktienstimmen; Urk. 23/1 S. 2; Urk. 33/11). Die Zuwahl sollte bis spätestens am 31. Dezember 2018 stattfinden. Die Vorinstanz ging daher zu Recht von einer entsprechenden impliziten Pflicht der Gesuchsgegner aus, die Zuwahl bis spätestens am 31. Dezember 2018 vor- zunehmen (Urk. 38 S. 11). Von einer verpönten Erkenntnistätigkeit des vor- instanzlichen Vollstreckungsgerichts ist dabei nicht auszugehen. Unabdingbare Voraussetzung für die Zuwahl ist zwar, dass die Gesuchstellerin eine ihr genehme Person vorschlägt und damit kundtut, von ihrem Zuwahlrecht Gebrauch machen zu wollen. Die Zuwahl setzt mithin zunächst ein Aktivwerden der Gesuchstellerin voraus, ansonsten einfach nichts passiert. Die Gesuchstellerin schlug unbestritte- nermassen erst mit Schreiben vom 28. März 2019 im Hinblick auf die ausseror- dentliche Generalversammlung vom 29. März 2019 Rechtsanwalt D._____ für die Zuwahl vor (Urk. 1 S.”
“Anders ausgedrückt könne der Vollstreckungsrichter in diesem Fall keine Auslegung des gerichtlichen Vergleichs nach Art. 18 Abs. 1 OR vornehmen (BGE 143 III 564 E. 4.4.2 = Pra 107 [2018] Nr. 132 E. 4.4.2). Was sich mithin nicht klar und unzweideutig aus dem Vergleich ergibt, kann nicht vollstreckt werden. Gemäss Ziffer 8 des Vergleichs vom 19. Juni 2018 hat die Gesuchstellerin das Recht auf Zuwahl eines Mitgliedes in den Verwaltungsrat der E1._____ Holding AG. Diese Zuwahl findet bis spätestens am 31. Dezember 2018 statt. Die Modali- täten der Zuwahl sind im Vergleich nicht explizit geregelt. Jedoch ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen klar und denn auch unbestritten, dass die Zuwahl im Rahmen einer (ordentlichen oder ausserordentlichen) Generalversammlung zu er- folgen hat (vgl. Art. 698 Abs. 1 und Abs. 2 Ziff. 2 OR). Zudem können nur die Ge- - 11 - suchsgegner als Mehrheitsaktionäre die Zuwahl vornehmen (Urk. 3/6 S. 1; Art. 703 OR; absolutes Mehr der vertretenen Aktienstimmen; Urk. 23/1 S. 2; Urk. 33/11). Die Zuwahl sollte bis spätestens am 31. Dezember 2018 stattfinden. Die Vorinstanz ging daher zu Recht von einer entsprechenden impliziten Pflicht der Gesuchsgegner aus, die Zuwahl bis spätestens am 31. Dezember 2018 vor- zunehmen (Urk. 38 S. 11). Von einer verpönten Erkenntnistätigkeit des vor- instanzlichen Vollstreckungsgerichts ist dabei nicht auszugehen. Unabdingbare Voraussetzung für die Zuwahl ist zwar, dass die Gesuchstellerin eine ihr genehme Person vorschlägt und damit kundtut, von ihrem Zuwahlrecht Gebrauch machen zu wollen. Die Zuwahl setzt mithin zunächst ein Aktivwerden der Gesuchstellerin voraus, ansonsten einfach nichts passiert. Die Gesuchstellerin schlug unbestritte- nermassen erst mit Schreiben vom 28. März 2019 im Hinblick auf die ausseror- dentliche Generalversammlung vom 29. März 2019 Rechtsanwalt D._____ für die Zuwahl vor (Urk. 1 S.”
Der Richter greift bei Beschlüssen der Generalversammlung nur ein, wenn ein offensichtlicher Rechtsmissbrauch der Mehrheit vorliegt. Nach der Rechtsprechung ist dies nur der Fall, wenn kumulativ (1) die Entscheidung sich nicht durch vernünftige wirtschaftliche Erwägungen rechtfertigen lässt, (2) die Interessen der Minderheit offensichtlich (manifest) verletzt werden und (3) ohne sachlichen Grund Sonderinteressen der Mehrheit begünstigt werden. Der Richter hat demgegenüber nicht die Aufgabe, die Opportunität der Entscheidung im Hinblick auf die Gesamtinteressen der Gesellschaft zu prüfen.
“L'interdiction de l'abus de droit vaut pour tout l'ordre juridique, y compris pour l'exercice du pouvoir dans la société anonyme par les actionnaires majoritaires. Une décision prise par la majorité sera abusive au sens de l'art. 2 al. 2 CC aux trois conditions suivantes: (1) si elle n'est pas justifiée par des motifs économiques raisonnables, (2) si elle lèse manifestement les intérêts de la minorité, et (3) si elle favorise sans raison les intérêts particuliers de la majorité (arrêts 4A_205/2008 précité consid. 4.1; 4C.386/2002 du 12 octobre 2004 consid. 3.4.1, non publié in ATF 131 III 38; ATF 95 II 157 consid. 9c et les arrêts cités). Le juge n'a pas à examiner l'opportunité de la décision au regard des intérêts de la société et de l'ensemble des actionnaires. En vertu du principe de la majorité qui gouverne les décisions de la société anonyme, l'actionnaire admet que la majorité présente à l'assemblée générale puisse faire passer ses intérêts avant ceux de la minorité. Le juge ne peut intervenir que si les actionnaires majoritaires ont manifestement abusé du pouvoir que leur confère l'art. 703 CO, eu égard aux intérêts contraires des actionnaires minoritaires (arrêts précités 4A_205/2008 consid. 4.1 et 4C.386/2002 consid. 3.4.1; arrêt 4C.242/2001 du 5 mars 2003 consid. 5.1; ATF 102 II 265 consid. 3).”
“L'interdiction de l'abus de droit est valable pour tout l'ordre juridique, y compris pour l'exercice du pouvoir dans la société anonyme par les actionnaires majoritaires (arrêts du Tribunal fédéral 4A_205/2008 précité consid. 4.1 et les références citées; 4C.386/2002 du 12 octobre 2004 consid. 3.4.1 non publié aux ATF 131 III 38; 4C.424/2001 du 5 mars 2003 consid. 5.1). Une décision prise par la majorité sera abusive au sens de l'art. 2 al. 2 CC si elle n'est pas justifiée par des motifs économiques raisonnables, si elle lèse manifestement les intérêts de la minorité et si elle favorise sans raison les intérêts particuliers de la majorité. Le juge n'a pas à apprécier le caractère opportun de la décision au regard des intérêts de la société et de l'ensemble des actionnaires (ATF 145 III 351 consid. 3.2.1; 95 II 157 consid. 9.c). En vertu du principe de la majorité qui gouverne les décisions de la société anonyme, l'actionnaire admet que la majorité présente à l'assemblée générale puisse faire passer ses intérêts avant ceux de la minorité. Le juge ne peut intervenir que si les actionnaires majoritaires ont manifestement abusé du pouvoir que l'art. 703 CO leur confère, eu égard aux intérêts contraires des actionnaires minoritaires (arrêts du Tribunal fédéral 4C_419/2006 du 19 avril 2007 consid. 3.3; 4A_205/2008 précité consid. 4.1 et les références citées; 4C_386/2002 précité consid. 3.4.1 non publié aux ATF 131 III 38; 4C.424/2001 précité consid. 5.1). 2.1.2 Selon l'art. 709 al. 1 CO, s'il y a plusieurs catégories d'actions en ce qui concerne le droit de vote ou les droits patrimoniaux, les statuts assurent à chacune d'elles l'élection d'un représentant au moins au conseil d'administration. Les statuts peuvent prévoir des dispositions particulières pour protéger les minorités ou certains groupes d'actionnaires (art. 709 al. 2 CO). 2.2.1 Dans le présent cas, l'appelante reproche en premier lieu au Tribunal de ne pas avoir examiné si les intérêts de la minorité étaient manifestement lésés, condition pourtant requise par la jurisprudence pour retenir l'existence d'un abus de droit et qui n'est selon elle pas remplie en l'espèce. Elle soutient en effet que malgré la modification statutaire litigieuse, l'intimée conserve le droit de nommer un représentant au conseil d'administration, dispose toujours du droit à l'information et à la participation audit conseil ainsi que d'un droit de regard sur les décisions qui y sont prises.”
“3 OR selbständige Bedeutung. Ein Generalversammlungsbeschluss, welcher das Gleichbehandlungsgebot berück- sichtigt, kann trotzdem missbräuchlich sein. Rechtsmissbrauch liegt vor, wenn sich eine Entscheidung nicht durch vernünftige wirtschaftliche Erwägungen recht- fertigen lässt, die Interessen der Minderheit offensichtlich beeinträchtigt und Son- derinteressen der Mehrheit ohne Grund bevorzugt. Für die Rechtfertigung eines Beschlusses durch vernünftige wirtschaftliche Erwägungen ist auf die Interessen der Gesellschaft und der Gesamtheit der Aktionäre abzustellen, wobei indessen keine Prüfung seiner Angemessenheit erfolgt. Aufgrund des Mehrheitsprinzips, dem sich ein Aktionär mit dem Eintritt in die Gesellschaft unterwirft, darf die Mehr- heit in der Generalversammlung auch ihre eigenen Interessen denjenigen der Minderheit vorgehen lassen. Das Gericht hat dann einzuschreiten, wenn die Mehrheitsaktionäre die Macht, die ihnen Art. 703 OR einräumt, im Hinblick auf entgegengesetzte Interessen der Minderheitsaktionäre offensichtlich missbrau- chen (Urteile des Bundesgerichts 4A_205/2008 vom 19. August 2008 E. 3.2, 4.1; 4C.242/2001 vom 5. März 2003 E. 5.1; BGE 102 II 265 E. 3). Grundsätzlich üben die Aktionäre ihr Stimmrecht in der Generalversammlung nach dem Verhältnis des gesamten Nennwerts der ihnen gehörenden Aktien aus (Art. 692 Abs. 1 OR). Im Falle von Stimmrechtsaktien bemisst sich hingegen das Stimmrecht nach Anzahl der gehaltenen Aktien. Werden dabei verschiedene Akti- enkategorien mit unterschiedlichem Nennwert ausgegeben, vermitteln die zwin- gend als Namenaktien auszugebenden Stimmrechtsaktien bezogen auf den Kapi- taleinsatz ein überproportionales Stimmrecht im Verhältnis der sogenannten Stammaktien (vgl. Art. 693 OR; VON DER CRONE, Aktienrecht, 2014, § 3 N. 126, 133) und bewirken damit eine durch die Rechtsordnung tolerierte Ungleichbe- handlung der Aktionäre (DUBS/TRUFFER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5.”
“L'emploi dans le texte légal du qualificatif "manifeste" démontre que l'abus de droit ne doit être admis qu'avec réserve. L'interdiction de l'abus de droit vaut pour tout l'ordre juridique, y compris pour l'exercice du pouvoir dans la société anonyme par les actionnaires majoritaires. Une décision prise par la majorité sera abusive au sens de l'art. 2 al. 2 CC aux trois conditions suivantes: (1) si elle n'est pas justifiée par des motifs économiques raisonnables, (2) si elle lèse manifestement les intérêts de la minorité, et (3) si elle favorise sans raison les intérêts particuliers de la majorité. Le juge n'a pas à examiner l'opportunité de la décision au regard des intérêts de la société et de l'ensemble des actionnaires. En vertu du principe de la majorité qui gouverne les décisions de la société anonyme, l'actionnaire admet que la majorité présente à l'assemblée générale puisse faire passer ses intérêts avant ceux de la minorité. Le juge ne peut intervenir que si les actionnaires majoritaires ont manifestement abusé du pouvoir que leur confère l'art. 703 CO, eu égard aux intérêts contraires des actionnaires minoritaires (ATF 102 II 265 consid. 3; arrêts du Tribunal fédéral 4A_416/2022 du 13 juillet 2023 consid. 3.1.3; 4A_205/2008 du 19 août 2008 consid. 4.1 et 4C_386/2002 du 1.2 octobre 2004 consid. 3.4.1). 4.2 En l'espèce, frère et sœur n'ont jamais été d'accord sur les décisions à prendre lors des assemblées générales, ayant des positions divergentes, comme l'a souligné le représentant de la succession. L'appelant se trouve dans une position minoritaire qui l'empêche de faire passer ses propositions ou de s'opposer aux décisions prises par la majorité détenue par E______. La situation dénoncée par l'appelant relève davantage d'une situation de déséquilibre liée à l'actionnariat majoritaire de E______ que d'une situation d'abus manifeste de droit. En particulier, la décision portant sur l'élection des membres Conseil d'administration, à savoir la réélection de E______, I______ et K______ ainsi que le refus d'élection de l'appelant, n'apparaît pas manifestement contraire aux intérêts de la société.”
Ein gerichtliches Eingreifen gegen Mehrheitsentscheide der Generalversammlung kommt nur bei einem manifesten Missbrauch des Mehrheitsrechts nach Art. 703 OR in Betracht. Als missbräuchlich gilt eine Mehrheitsentscheidung nur, wenn (1) sie nicht durch wirtschaftlich vernünftige Gründe gerechtfertigt ist, (2) sie die Interessen der Minderheit manifest verletzt und (3) sie ohne sachlichen Grund besondere Interessen der Mehrheit begünstigt. Der Richter darf die Zweckmässigkeit der Entscheidung nicht prüfen, sondern nur bei offensichtlichem Missbrauch eingreifen.
“L'emploi dans le texte légal du qualificatif "manifeste" démontre que l'abus de droit ne doit être admis qu'avec réserve. L'interdiction de l'abus de droit vaut pour tout l'ordre juridique, y compris pour l'exercice du pouvoir dans la société anonyme par les actionnaires majoritaires. Une décision prise par la majorité sera abusive au sens de l'art. 2 al. 2 CC aux trois conditions suivantes: (1) si elle n'est pas justifiée par des motifs économiques raisonnables, (2) si elle lèse manifestement les intérêts de la minorité, et (3) si elle favorise sans raison les intérêts particuliers de la majorité. Le juge n'a pas à examiner l'opportunité de la décision au regard des intérêts de la société et de l'ensemble des actionnaires. En vertu du principe de la majorité qui gouverne les décisions de la société anonyme, l'actionnaire admet que la majorité présente à l'assemblée générale puisse faire passer ses intérêts avant ceux de la minorité. Le juge ne peut intervenir que si les actionnaires majoritaires ont manifestement abusé du pouvoir que leur confère l'art. 703 CO, eu égard aux intérêts contraires des actionnaires minoritaires (ATF 102 II 265 consid. 3; arrêts du Tribunal fédéral 4A_416/2022 du 13 juillet 2023 consid. 3.1.3; 4A_205/2008 du 19 août 2008 consid. 4.1 et 4C_386/2002 du 1.2 octobre 2004 consid. 3.4.1). 4.2 En l'espèce, frère et sœur n'ont jamais été d'accord sur les décisions à prendre lors des assemblées générales, ayant des positions divergentes, comme l'a souligné le représentant de la succession. L'appelant se trouve dans une position minoritaire qui l'empêche de faire passer ses propositions ou de s'opposer aux décisions prises par la majorité détenue par E______. La situation dénoncée par l'appelant relève davantage d'une situation de déséquilibre liée à l'actionnariat majoritaire de E______ que d'une situation d'abus manifeste de droit. En particulier, la décision portant sur l'élection des membres Conseil d'administration, à savoir la réélection de E______, I______ et K______ ainsi que le refus d'élection de l'appelant, n'apparaît pas manifestement contraire aux intérêts de la société.”
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