0.142.30FKMultilateral International Treaty21 apr 1955
0.142.30
AS 1955 443; BBl 1954 II 69
Übersetzung aus dem englischen und französischen Originaltext*1*
Abgeschlossen in Genf am 28. Juli 1951
Von der Bundesversammlung genehmigt am 14. Dezember 19542
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 21. Januar 1955
In Kraft getreten für die Schweiz am 21. April 1955
(Stand am 14. Juni 2012)
Präambel
In der Erwägung, dass die Charta der Vereinten Nationen3und die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung angenommene allgemeine Erklärung der Menschenrechte den Grundsatz bestätigt haben, dass die Menschen ohne Unterschied die Menschenrechte und Freiheitsrechte geniessen sollen,
in der Erwägung, dass die Vereinten Nationen wiederholt ihr grosses Interesse für die Flüchtlinge bekundet haben und dass sie sich bestrebt haben, diesen in möglichst weitem Umfang die Ausübung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten zu gewährleisten,
in der Erwägung, dass es wünschenswert ist, die früheren internationalen Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge zu verbessern und zusammenzufassen sowie den Anwendungsbereich dieser Abkommen und den dadurch gewährten Schutz durch eine neue Vereinbarung zu erweitern,
in der Erwägung, dass sich aus der Asylgewährung für einzelne Länder eine ausserordentlich schwere Belastung ergeben kann und dass eine befriedigende Lösung des Problems, dessen Tragweite und internationale Bedeutung die Organisation der Vereinten Nationen anerkannt hat, ohne internationale Zusammenarbeit nicht erreicht werden kann,
in der Hoffnung, dass alle Staaten mit Rücksicht auf den sozialen und humanitären Charakter des Flüchtlingsproblems alles in ihrer Macht Liegende tun werden, um zu verhindern, dass dieses Problem zu Spannungen zwischen den Staaten führt,
und in Kenntnis schliesslich, dass der Hochkommissär der Vereinten Nationen für Flüchtlinge mit der Aufgabe betraut ist, die Anwendung der internationalen Abkommen über den Schutz der Flüchtlinge zu überwachen, und dass die wirksame Durchführung der zur Lösung des Problems getroffenen Massnahmen von der Zusammenarbeit der Staaten mit dem Hochkommissär abhängt,
haben die hohen Vertragsparteien folgendes vereinbart:
Definition des Begriffs «Flüchtling»A. «Flüchtling» im Sinne dieses Abkommens ist jede Person,
Wenn jemand mehr als eine Staatsangehörigkeit besitzt, wird als Heimatstaat jedes Land betrachtet, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt. Wer nicht aus einem stichhaltigen, auf begründeter Furcht beruhenden Grunde den Schutz eines der Staaten, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, ablehnt, gilt nicht als des Schutzes seines Heimatstaates beraubt.
Jeder vertragsschliessende Staat hat im Zeitpunkt der Unterzeichnung, der Ratifikation oder des Beitritts eine Erklärung darüber abzugeben, welche Bedeutung er dem Ausdruck mit Bezug auf seine aus diesem Abkommen übernommenen Verpflichtungen zu geben beabsichtigt.
2. Jeder vertragsschliessende Staat, der die Alternative unter Buchstabe a angenommen hat, kann jederzeit durch Mitteilung an den Generalsekretär der Vereinten Nationen seine Verpflichtungen durch Annahme der Alternative gemäss Buchstabe b erweitern.
C. Eine Person, auf die die Bestimmungen des Abschnittes A zutreffen, fällt nicht mehr unter dieses Abkommen,
Diese Bestimmungen sind jedoch nicht auf die in Ziffer 1 des Abschnittes A erwähnten Flüchtlinge anwendbar, die den Schutz ihres Heimatstaates aus triftigen Gründen, die auf frühere Verfolgungen zurückgehen, ablehnen;
Diese Bestimmungen sind jedoch nicht auf die in Ziffer 1 des Abschnitts A erwähnten Flüchtlinge anwendbar, die die Rückkehr in das Land ihres früheren Wohnsitzes aus triftigen Gründen, die auf frühere Verfolgungen zurückgehen, ablehnen.
D. Dieses Abkommen ist nicht anwendbar auf Personen, die zurzeit durch eine andere Organisation oder Institution der Vereinten Nationen als den Hochkommissär der Vereinten Nationen für Flüchtlinge Schutz oder Hilfe erhalten.
Wenn dieser Schutz oder diese Hilfe aus irgendeinem Grunde wegfallen, ohne dass die Stellung dieser Personen durch entsprechende Beschlüsse der Generalversammlung der Vereinten Nationen endgültig geregelt worden wäre, geniessen sie alle Rechte dieses Abkommens.
E. Dieses Abkommen ist nicht anwendbar auf Personen, welche nach Auffassung der zuständigen Behörden des Wohnsitzstaates im Besitze aller Rechte und Pflichten von Staatsangehörigen des Landes stehen.
Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich aufhält, Pflichten, zu denen insbesondere die Verpflichtung gehört, sich den Gesetzen und Verordnungen sowie den Massnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu unterziehen.
Die vertragsschliessenden Staaten haben die Bestimmungen dieses Abkommens auf die Flüchtlinge ohne Unterschied der Rasse, der Religion oder des Herkunftslandes anzuwenden.
Die vertragsschliessenden Staaten haben den Flüchtlingen auf ihrem Gebiet mindestens die gleiche Freiheit in der Religionsausübung und im Religionsunterricht der Kinder zuzugestehen wie den eigenen Staatsangehörigen.
Die Bestimmungen dieses Abkommens berühren die sonstigen Rechte und Vorteile nicht, die den Flüchtlingen unabhängig von diesem Abkommen gewährt werden.
Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «unter den gleichen Umständen», dass eine Person alle Bedingungen (vor allem diejenigen über Dauer und Voraussetzungen von Aufenthalt und Niederlassung) zur Ausübung eines Rechts erfüllen muss, gleich wie wenn sie nicht Flüchtling wäre. Ausgenommen hievon sind nur die Bedingungen, die ihrer Natur nach von einem Flüchtling nicht erfüllt werden können.
Die vertragsschliessenden Staaten haben Sondermassnahmen, die gegen die Person, das Vermögen oder die Interessen der Angehörigen eines bestimmten Staates ergriffen werden könnten, nicht auf einen Flüchtling anzuwenden, der formell Angehöriger dieses Staates ist, nur weil er dessen Staatsangehörigkeit besitzt. Die vertragsschliessenden Staaten, die auf Grund ihrer Gesetzgebung diesen allgemeinen Grundsatz nicht einhalten können, werden in geeigneten Fällen Ausnahmen zugunsten der Flüchtlinge machen.
Keine Bestimmung dieses Abkommens hindert einen vertragsschliessenden Staat daran, in Kriegszeiten oder bei andern schwerwiegenden und aussergewöhnlichen Umständen gegenüber einer bestimmten Person vorübergehend die für die Staatssicherheit erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, bis abgeklärt ist, ob die Person tatsächlich Flüchtling ist und ob die gegen sie ergriffenen Massnahmen im Interesse der Staatssicherheit aufrecht erhalten bleiben müssen.
Die vertragsschliessenden Staaten werden wohlwollend die Möglichkeit prüfen, Flüchtlingen, die reguläre Besatzungsmitglieder eines Schiffes sind, das ihre Flagge führt, die Wohnsitznahme auf ihrem Gebiet zu gestatten, ihnen Reisepapiere auszustellen oder sie vorübergehend aufzunehmen, um ihnen insbesondere die Wohnsitznahme in einem andern Land zu erleichtern.
Die vertragsschliessenden Staaten haben den Flüchtlingen mit Bezug auf den Erwerb von beweglichem und unbeweglichem Eigentum und den dazu gehörenden Rechten und in Bezug auf Miet‑ und andere Verträge über bewegliches und unbewegliches Eigentum eine möglichst günstige Behandlung zuteil werden zu lassen, die auf alle Fälle nicht ungünstiger sein darf als die, welche Ausländern im allgemeinen unter den gleichen Umständen zugestanden wird.
Mit Bezug auf den Schutz des gewerblichen Eigentums, insbesondere von Erfindungen, technischen Plänen, Modellen, Fabrikmarken, Handelsfirmen und den Schutz von Werken der Literatur, Kunst und Wissenschaft geniessen Flüchtlinge im Wohnsitzstaat den Schutz, der den eigenen Staatsangehörigen gewährt wird. Im Gebiet eines andern vertragsschliessenden Staates geniesst der Flüchtling den Schutz, der dort Staatsangehörigen des Landes gewährt wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Die vertragsschliessenden Staaten haben den Flüchtlingen, die sich rechtmässig auf ihrem Gebiet aufhalten, in Bezug auf Vereinigungen zu unpolitischen und nicht auf Erwerb gerichteten Zwecken sowie in Bezug auf Gewerkschaften die günstigste Behandlung zu gewähren, die den Angehörigen eines fremden Landes unter den gleichen Umständen gewährt wird.
Die vertragsschliessenden Staaten gewähren den Flüchtlingen, die sich ordnungsgemäss auf ihrem Gebiet aufhalten, in Bezug auf die selbständige Erwerbstätigkeit in der Landwirtschaft, Industrie, im Gewerbe und Handel sowie die Gründung von Handels‑ oder Industriefirmen eine möglichst günstige Behandlung, die jedenfalls nicht ungünstiger sein darf als die unter den gleichen Umständen Ausländern im allgemeinen gewährte Behandlung.
Wo ein Rationierungssystem besteht, das die allgemeine Verteilung von Mangelwaren regelt und dem die ganze Bevölkerung unterworfen ist, sind die Flüchtlinge wie die Einheimischen zu behandeln.
Mit Bezug auf die Unterkunft haben die vertragsschliessenden Staaten, soweit diese Frage durch Gesetze und Verordnungen geregelt ist oder unter der Kontrolle der öffentlichen Behörden steht, den Flüchtlingen, die sich rechtmässig auf ihrem Gebiet aufhalten, eine möglichst günstige Behandlung zuteil werden zu lassen. Diese Behandlung darf auf alle Fälle nicht ungünstiger sein, als sie unter den gleichen Umständen Ausländern im Allgemeinen gewährt wird.
Die vertragsschliessenden Staaten gewähren den auf ihrem Gebiet rechtmässig sich aufhaltenden Flüchtlingen die gleiche Fürsorge und öffentliche Unterstützung wie den Einheimischen.
Jeder vertragsschliessende Staat räumt den Flüchtlingen, die sich rechtmässig auf seinem Gebiet aufhalten, das Recht ein, dort ihren Aufenthaltsort zu wählen und sich frei zu bewegen, vorbehältlich der Bestimmungen, die unter den gleichen Umständen für Ausländer im allgemeinen gelten.
Die vertragsschliessenden Staaten stellen jedem Flüchtling, der sich auf ihrem Gebiet aufhält und der kein gültiges Reisepapier besitzt, einen Identitätsausweis aus.
Die vertragsschliessenden Staaten erleichtern soweit als möglich die Assimilierung und Einbürgerung der Flüchtlinge. Sie bemühen sich insbesondere, das Einbürgerungsverfahren zu beschleunigen und die Kosten des Verfahrens nach Möglichkeit herabzusetzen.
Die vertragsschliessenden Staaten werden dem Generalsekretär der Vereinten Nationen den Text der Gesetze und Verordnungen mitteilen, die sie zur Durchführung dieser Vereinbarung erlassen.
Unbeschadet der Bestimmungen in Ziffer 2 des Artikels 28 dieses Abkommens ersetzt dieses Abkommen im Verhältnis zwischen den vertragsschliessenden Staaten die Vereinbarungen vom 5. Juli 1922, 31. Mai 1924, 12. Mai 1926, 30. Juni 1928 und 30. Juli 1935, sowie die Abkommen vom 28. Oktober 1933, 10. Februar 1938, das Protokoll vom 14. September 1939 und das Übereinkommen vom 15. Oktober 19464.
Streitfragen zwischen den Parteien dieses Abkommens über seine Auslegung oder Durchführung sind auf Begehren einer der beteiligten Parteien dem Internationalen Gerichtshof zu unterbreiten, sofern sie nicht auf andere Weise beigelegt werden können.
Bei Bundesstaaten oder solchen Staaten, die nicht Einheitsstaaten sind, finden nachstehende Bestimmungen Anwendung:
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen wird allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sowie den in Artikel 39 erwähnten Nichtmitgliedstaaten mitteilen:
Zu Urkund dessen haben die gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Abkommen im Namen ihrer Regierungen unterzeichnet.Ausgefertigt in Genf, am 28. Juli eintausendneunhunderteinundfünfzig, in einem einzigen Exemplar, dessen englischer und französischer Text gleicherweise authentisch sind, und das in den Archiven der Organisation der Vereinten Nationen hinterlegt wird. Allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sowie den in Artikel 39 genannten Nichtmitgliedstaaten werden beglaubigte Abschriften übermittelt.(Es folgen die Unterschriften)
Paragraph 11. Der in Artikel 28 dieses Abkommens erwähnte Reiseausweis hat dem beigefügten Muster5zu entsprechen.2. Der Ausweis ist mindestens in zwei Sprachen abzufassen, von denen eine die englische oder französische Sprache sein muss.Paragraph 2Vorbehältlich der Vorschriften des Ausstellungslandes können Kinder in den Ausweis eines Elternteiles oder ausnahmsweise eines anderen erwachsenen Flüchtlings aufgenommen werden.Paragraph 3Die für die Ausstellung des Ausweises erhobenen Gebühren dürfen den niedrigsten Ansatz, der für heimatliche Pässe gilt, nicht übersteigen.Paragraph 4Ausser in besondern oder aussergewöhnlichen Fällen ist der Ausweis für möglichst viele Staaten auszustellen.Paragraph 5Die Gültigkeitsdauer des Ausweises soll nach Wahl der ausstellenden Behörde ein oder zwei Jahre betragen.Paragraph 61. Die Erneuerung oder Verlängerung des Reiseausweises ist Sache der ausstellenden Behörde, solange der Inhaber sich nicht in einem andern Gebiet niedergelassen hat und sich rechtmässig auf dem Gebiet dieser Behörde aufhält. Zur Ausstellung eines neuen Ausweises ist unter der gleichen Bedingung die Behörde zuständig, die den frühern Ausweis abgegeben hat.2. Diplomatische und konsularische Vertretungen, die dazu besonders ermächtigt wurden, können die Gültigkeitsdauer der von ihrer Regierung ausgestellten Ausweise um höchstens sechs Monate verlängern.3. Die vertragsschliessenden Staaten prüfen wohlwollend, ob Flüchtlingen, die sich nicht mehr rechtmässig auf ihrem Gebiet aufhalten und die vom Land ihres rechtmässigen Aufenthalts keinen Reiseausweis erhalten können, ein solcher ausgestellt, erneuert oder verlängert werden kann.Paragraph 7Die vertragsschliessenden Staaten werden die gemäss Artikel 28 dieser Vereinbarung abgegebenen Ausweise anerkennen.Paragraph 8Die zuständigen Behörden des Landes, in das der Flüchtling reisen will, werden in seinen Reiseausweis ein Visum eintragen, wenn dies notwendig ist, und sie bereit sind, ihn aufzunehmen.Paragraph 91. Die vertragsschliessenden Staaten verpflichten sich, Flüchtlingen, die das Einreisevisum des endgültigen Bestimmungslandes erhalten haben, Transitvisa zu erteilen.2. Die Erteilung dieses Visums kann aus Gründen verweigert werden, die auch gegenüber jedem andern Ausländer die Verweigerung des Visums rechtfertigen würden.Paragraph 10Die Gebühren für die Erteilung von Aus‑, Ein‑ oder Durchreisevisa dürfen den für Visa in ausländischen Pässen vorgesehenen niedrigsten Ansatz nicht übersteigen.Paragraph 11Wenn ein Flüchtling sich rechtmässig auf dem Gebiet eines andern vertragsschliessenden Staates niederlässt, ist es Sache der zuständigen Behörden dieses Gebietes, ihm gemäss Artikel 28 einen neuen Reiseausweis abzugeben; der Flüchtling kann sie darum ersuchen.Paragraph 12Die Behörde, die einen neuen Ausweis abgibt, hat den frühern einzuziehen und dem Ausstellungsland zurückzusenden, falls dies im Ausweis vorgesehen ist; ist dies nicht der Fall, zieht sie ihn ein und annulliert ihn.Paragraph 131. Jeder vertragsschliessende Staat verpflichtet sich, dem Inhaber eines von ihm gemäss Artikel 28 des Abkommens ausgestellten Reiseausweises zu gestatten, jederzeit während der Gültigkeitsdauer des Ausweises in sein Gebiet zurückzukehren.2. Unter Vorbehalt von Ziffer 1 kann jeder vertragsschliessende Staat verlangen, dass sich der Inhaber des Ausweises allen Formalitäten unterwirft, die in Bezug auf Ausreise oder Rückkehr in das Land vorgeschrieben werden können.3. Die vertragsschliessenden Staaten behalten sich das Recht vor, in Ausnahmefällen oder wenn die Aufenthaltsbewilligung eines Flüchtlings für eine bestimmte Zeit gültig ist, die Frist zur Rückkehr bei der Ausstellung des Ausweises zu beschränken; diese Frist darf aber nicht weniger als drei Monate betragen.Paragraph 14Die Bestimmungen dieses Anhanges, mit Ausnahme von Paragraph 13, berühren in keiner Weise die Gesetze und Verordnungen, die auf dem Gebiet der vertragsschliessenden Staaten die Bedingungen für die Zulassung, die Durchreise, den Aufenthalt, die Niederlassung und die Ausreise regeln.Paragraph 15Weder die Abgabe des Ausweises noch die eingetragenen Vermerke bestimmen oder berühren den Status des Inhabers, insbesondere was die Staatszugehörigkeit anbelangt.Paragraph 16Die Ausstellung des Ausweises gibt dem Inhaber keinen Anspruch auf diplomatischen oder konsularischen Schutz des Staates, der den Ausweis abgegeben hat, und überträgt dessen Vertretern keine Schutzbefugnisse.
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 30. August | 2005 B | 28. November | 2005 | |
| Ägypten* | 22. Mai | 1981 B | 20. August | 1981 | |
| Albanien | 18. August | 1992 B | 16. November | 1992 | |
| Algerien | 21. Februar | 1963 N | 3. Juli | 1962 | |
| Angola* | 23. Juni | 1981 B | 21. September | 1981 | |
| Antigua und Barbuda | 7. September | 1995 B | 6. Dezember | 1995 | |
| Äquatorialguinea | 7. Februar | 1986 B | 8. Mai | 1986 | |
| Argentinien | 15. November | 1961 B | 13. Februar | 1962 | |
| Armenien | 6. Juli | 1993 B | 4. Oktober | 1993 | |
| Aserbaidschan | 12. Februar | 1993 B | 13. Mai | 1993 | |
| Äthiopien* | 10. November | 1969 B | 8. Februar | 1970 | |
| Australien | 22. Januar | 1954 B | 22. April | 1954 | |
| Norfolk-Insel | 22. Januar | 1954 B | 22. Januar | 1954 | |
| Bahamas* | 15. September | 1993 B | 14. Dezember | 1993 | |
| Belarus | 23. August | 2001 B | 21. November | 2001 | |
| Belgien* ** | 22. Juli | 1953 | 22. April | 1954 | |
| Belize | 27. Juni | 1990 B | 25. September | 1990 | |
| Benin | 4. April | 1962 N | 1. August | 1960 | |
| Bolivien | 9. Februar | 1982 B | 10. Mai | 1982 | |
| Bosnien und Herzegowina | 1. September | 1993 N | 6. März | 1992 | |
| Botsuana* | 6. Januar | 1969 B | 6. April | 1969 | |
| Brasilien* | 16. November | 1960 | 14. Februar | 1961 | |
| Bulgarien | 12. Mai | 1993 B | 10. August | 1993 | |
| Burkina Faso | 18. Juni | 1980 B | 16. September | 1980 | |
| Burundi | 19. Juli | 1963 B | 17. Oktober | 1963 | |
| Chile* | 28. Januar | 1972 B | 27. April | 1972 | |
| China* | 24. September | 1982 B | 23. Dezember | 1982 | |
| Macaua | 3. Dezember | 1999 | 20. Dezember | 1999 | |
| Costa Rica | 28. März | 1978 B | 26. Juni | 1978 | |
| Côte d’Ivoire | 8. Dezember | 1961 N | 7. August | 1960 | |
| Dänemark* | 4. Dezember | 1952 | 22. April | 1954 | |
| Grönland* | 4. Dezember | 1952 B | 4. Dezember | 1952 | |
| Deutschland** | 1. Dezember | 1953 | 22. April | 1954 | |
| Dominica | 17. Februar | 1994 B | 18. Mai | 1994 | |
| Dominikanische Republik | 4. Januar | 1978 B | 4. April | 1978 | |
| Dschibuti | 9. August | 1977 N | 27. Juni | 1977 | |
| Ecuador* | 17. August | 1955 B | 15. November | 1955 | |
| El Salvador | 28. April | 1983 B | 27. Juli | 1983 | |
| Estland* | 10. April | 1997 B | 9. Juli | 1997 | |
| Fidschi* | 12. Juni | 1972 N | 10. Oktober | 1970 | |
| Finnland* | 10. Oktober | 1968 B | 8. Januar | 1969 | |
| Frankreich* ** | 23. Juni | 1954 | 21. September | 1954 | |
| Kolonien, Protektorate und Gebiete, die vom französischen, für die Kolonien zuständigen Ministerium abhängen | 23. Juni | 1954 B | 23. Juni | 1954 | |
| Gabun | 27. April | 1964 B | 26. Juli | 1964 | |
| Gambia* | 7. September | 1966 N | 18. Februar | 1965 | |
| Georgien* | 9. August | 1999 B | 7. November | 1999 | |
| Ghana | 18. März | 1963 B | 16. Juni | 1963 | |
| Griechenland* | 5. April | 1960 | 4. Juli | 1960 | |
| Guatemala | 22. September | 1983 B | 21. Dezember | 1983 | |
| Guinea | 28. Dezember | 1965 N | 2. Oktober | 1958 | |
| Guinea-Bissau | 11. Februar | 1976 B | 11. Mai | 1976 | |
| Haiti | 25. September | 1984 B | 24. Dezember | 1984 | |
| Heiliger Stuhl* | 15. März | 1956 | 13. Juni | 1956 | |
| Honduras* | 23. März | 1992 B | 21. Juni | 1992 | |
| Iran* | 28. Juli | 1976 B | 26. Oktober | 1976 | |
| Irland* | 29. November | 1956 B | 27. Februar | 1957 | |
| Island | 30. November | 1955 B | 28. Februar | 1956 | |
| Israel* | 1. Oktober | 1954 | 30. Dezember | 1954 | |
| Italien** | 15. November | 1954 | 13. Februar | 1955 | |
| Jamaika* | 30. Juli | 1964 N | 6. August | 1962 | |
| Japan | 3. Oktober | 1981 B | 1. Januar | 1982 | |
| Jemen | 18. Januar | 1980 B | 17. April | 1980 | |
| Kambodscha | 15. Oktober | 1992 B | 13. Januar | 1993 | |
| Kamerun | 23. Oktober | 1961 N | 1. Januar | 1960 | |
| Kanada* | 4. Juni | 1969 B | 2. September | 1969 | |
| Kasachstan | 15. Januar | 1999 B | 15. April | 1999 | |
| Kenia | 16. Mai | 1966 B | 14. August | 1966 | |
| Kirgisistan | 8. Oktober | 1996 B | 6. Januar | 1997 | |
| Kolumbien | 10. Oktober | 1961 | 8. Januar | 1962 | |
| Kongo (Brazzaville) | 15. Oktober | 1962 N | 15. August | 1960 | |
| Kongo (Kinshasa) | 19. Juli | 1965 B | 17. Oktober | 1965 | |
| Korea (Süd-) | 3. Dezember | 1992 B | 3. März | 1993 | |
| Kroatien | 12. Oktober | 1992 N | 8. Oktober | 1991 | |
| Lesotho | 14. Mai | 1981 B | 12. August | 1981 | |
| Lettland* | 31. Juli | 1997 B | 29. Oktober | 1997 | |
| Liberia | 15. Oktober | 1964 B | 13. Januar | 1965 | |
| Liechtenstein | 8. März | 1957 | 6. Juni | 1957 | |
| Litauen | 28. April | 1997 B | 27. Juli | 1997 | |
| Luxemburg* ** | 23. Juli | 1953 | 22. April | 1954 | |
| Madagaskar* | 18. Dezember | 1967 B | 17. März | 1968 | |
| Malawi* | 10. Dezember | 1987 B | 9. März | 1988 | |
| Mali | 2. Februar | 1973 N | 22. September | 1960 | |
| Malta | 17. Juni | 1971 B | 15. September | 1971 | |
| Marokko | 7. November | 1956 N | 2. März | 1956 | |
| Mauretanien | 5. Mai | 1987 B | 3. August | 1987 | |
| Mazedonien | 18. Januar | 1994 N | 17. November | 1991 | |
| Mexiko* | 7. Juni | 2000 B | 5. September | 2000 | |
| Moldau* | 31. Januar | 2002 B | 1. Mai | 2002 | |
| Monaco* | 18. Mai | 1954 B | 16. August | 1954 | |
| Montenegro | 10. Oktober | 2006 N | 3. Juni | 2006 | |
| Mosambik* | 16. Dezember | 1983 B | 15. März | 1984 | |
| Namibia* | 17. Februar | 1995 B | 18. Mai | 1995 | |
| Nauru | 28. Juni | 2011 B | 26. September | 2011 | |
| Neuseeland* | 30. Juni | 1960 B | 28. September | 1960 | |
| Nicaragua | 28. März | 1980 B | 26. Juni | 1980 | |
| Niederlande* ** | 3. Mai | 1956 | 1. August | 1956 | |
| Niger | 25. August | 1961 N | 3. August | 1960 | |
| Nigeria | 23. Oktober | 1967 B | 21. Januar | 1968 | |
| Norwegen* | 23. März | 1953 | 22. April | 1954 | |
| Österreich* | 1. November | 1954 | 31. Januar | 1955 | |
| Panama | 2. August | 1978 B | 31. Oktober | 1978 | |
| Papua-Neuguinea* | 17. Juli | 1986 B | 15. Oktober | 1986 | |
| Paraguay | 1. April | 1970 B | 30. Juni | 1970 | |
| Peru | 21. Dezember | 1964 B | 21. März | 1965 | |
| Philippinen | 22. Juli | 1981 B | 20. Oktober | 1981 | |
| Polen* | 27. September | 1991 B | 26. Dezember | 1991 | |
| Portugal* | 22. Dezember | 1960 B | 22. März | 1961 | |
| Ruanda* | 3. Januar | 1980 B | 2. April | 1980 | |
| Rumänien | 7. August | 1991 B | 5. November | 1991 | |
| Russland | 2. Februar | 1993 B | 3. Mai | 1993 | |
| Salomoninseln | 28. Februar | 1995 B | 29. Mai | 1995 | |
| Sambia* | 24. September | 1969 N | 24. Oktober | 1964 | |
| Samoa | 21. September | 1988 B | 20. Dezember | 1988 | |
| São Tomé und Príncipe | 1. Februar | 1978 B | 2. Mai | 1978 | |
| Schweden* | 26. Oktober | 1954 | 24. Januar | 1955 | |
| Schweiz | 21. Januar | 1955 | 21. April | 1955 | |
| Senegal | 2. Mai | 1963 N | 20. Juni | 1960 | |
| Serbien | 12. März | 2001 N | 27. April | 1992 | |
| Seychellen | 23. April | 1980 B | 22. Juli | 1980 | |
| Sierra Leone* | 22. Mai | 1981 B | 20. August | 1981 | |
| Simbabwe* | 25. August | 1981 B | 23. November | 1981 | |
| Slowakei | 4. Februar | 1993 N | 1. Januar | 1993 | |
| Slowenien | 6. Juli | 1992 N | 25. Juni | 1991 | |
| Somalia | 10. Oktober | 1978 B | 8. Januar | 1979 | |
| Spanien* | 14. August | 1978 B | 12. November | 1978 | |
| St. Kitts und Nevis | 1. Februar | 2002 B | 2. Mai | 2002 | |
| St. Vincent und die Grenadinen | 3. November | 1993 B | 1. Februar | 1994 | |
| Südafrika | 12. Januar | 1996 B | 11. April | 1996 | |
| Sudan* | 22. Februar | 1974 B | 23. Mai | 1974 | |
| Suriname | 29. November | 1978 N | 25. November | 1975 | |
| Swasiland | 14. Februar | 2000 B | 14. Mai | 2000 | |
| Tadschikistan | 7. Dezember | 1993 B | 7. März | 1994 | |
| Tansania | 12. Mai | 1964 B | 10. August | 1954 | |
| Timor-Leste* | 7. Mai | 2003 B | 6. August | 2003 | |
| Togo | 27. Februar | 1962 N | 27. April | 1960 | |
| Trinidad und Tobago | 10. November | 2000 B | 8. Februar | 2001 | |
| Tschad | 19. August | 1981 B | 17. November | 1981 | |
| Tschechische Republik | 11. Mai | 1993 N | 1. Januar | 1993 | |
| Tunesien | 24. Oktober | 1957 N | 20. März | 1956 | |
| Türkei* | 30. März | 1962 | 28. Juni | 1962 | |
| Turkmenistan | 2. März | 1998 B | 31. Mai | 1998 | |
| Tuvalu* | 7. März | 1986 N | 1. Oktober | 1978 | |
| Uganda* | 27. September | 1976 B | 26. Dezember | 1976 | |
| Ukraine* | 10. Juni | 2002 B | 8. September | 2002 | |
| Ungarn | 14. März | 1989 B | 12. Juni | 1989 | |
| Uruguay | 22. September | 1970 B | 21. Dezember | 1970 | |
| Vereinigtes Königreich* | 11. März | 1954 | 9. Juni | 1954 | |
| Falklandinseln* | 25. Oktober | 1956 B | 25. Oktober | 1956 | |
| Insel Man* | 11. März | 1954 B | 11. März | 1954 | |
| Kanalinseln* | 11. März | 1954 B | 11. März | 1954 | |
| Montserrat | 4. September | 1968 B | 4. September | 1968 | |
| St. Helena und Nebengebiete (Ascension und Tristan da Cunha)* | 25. Oktober | 1956 B | 25. Oktober | 1956 | |
| Zentralafrikanische Republik | 4. September | 1962 N | 13. August | 1960 | |
| Zypern* | 16. Mai | 1963 N | 16. August | 1960 | |
| * | Vorbehalte und Erklärungen. | ||||
| ** | Einwendungen. | ||||
| Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen, sowie die Vorbehalte und Erklärungen, die anlässlich der Erweiterung der territorialen Geltung des Abkommens gemacht wurden, werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen: http://treaties.un.org/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden. | |||||
| a | Auf Grund einer Erklärung der Volksrepublik China vom 13. April 1987 ist das Prot. seit dem 20. Dez. 1999 auf die Besondere Verwaltungsregion (SAR) Macau anwendbar. | ||||
| Die Worte «Ereignisse, die vor dem 1. Januar 1951 eingetreten sind», werden von den Vertragsstaaten wie folgt verstanden: | |||||
| a. «Ereignisse, die vor dem 1. Januar 1951 in Europa eingetreten sind»: |
| Kongo Türkei | Madagaskar | Monaco | |
|---|---|---|---|
| b. «Ereignisse, die vor dem 1. Januar 1951 in Europa oder anderswo eingetreten sind»: |
| Ägypten | Ecuador | Liberia | |
|---|---|---|---|
| Afghanistan | El Salvador | Liechtenstein | |
| Albanien | Estland | Litauen | |
| Algerien | Fidschi | Luxemburg | |
| Angola | Finnland | Malawi | |
| Antigua und Barbuda | Frankreich | Mali | |
| Äquatorialguinea | Gabun | Malta | |
| Argentinien | Gambia | Marokko | |
| Armenien | Georgien | Mauretanien | |
| Aserbaidschan | Ghana | Mazedonien | |
| Äthiopien | Griechenland | Mexiko | |
| Australien | Guatemala | Moldau | |
| Bahamas | Guinea | Montenegro | |
| Belarus | Guinea-Bissau | Mosambik | |
| Belgien | Haiti | Namibia | |
| Belize | Heiliger Stuhl | Nauru | |
| Benin | Honduras | Neuseeland | |
| Bolivien | Iran | Nicaragua | |
| Bosnien und | Irland | Niederlande | |
| Herzegowina | Island | Niger | |
| Botswana | Israel | Nigeria | |
| Brasilien | Italien | Norwegen | |
| Bulgarien | Jamaika | Österreich | |
| Burkina Faso | Japan | Panama | |
| Burundi | Jemen | Papua-Neuguinea | |
| Chile | Kamerun | Paraguay | |
| China | Kanada | Peru | |
| China-Macau | Kasachstan | Philippinen | |
| Costa Rica | Kenia | Polen | |
| Côte d’Ivoire | Kirgisistan | Portugal | |
| Dänemark | Kolumbien | Rumänien | |
| Deutschland | Kongo (Kinshasa) | Russland | |
| Dominica | Korea (Süd-) | Ruanda | |
| Dominikanische | Kroatien | Salomon-Inseln | |
| Republik | Lesotho | Sambia | |
| Dschibuti | Lettland | Samoa | |
| Sao Tomé und Principe | St. Kitts und Nevis | Tschad | |
| Schweden | St. Vincent und | Tschechische Republik | |
| Schweiz | die Grenadinen | Tunesien | |
| Senegal | Südafrika | Turkmenistan | |
| Serbien | Sudan | Tuvalu | |
| Seychellen | Suriname | Uganda | |
| Sierra Leone | Swasiland | Ungarn | |
| Simbabwe | Tadschikistan | Uruguay | |
| Slowakei | Tansania | Vereinigtes Königreich | |
| Slowenien | Timor-Leste | Zentralafrikanische | |
| Somalia | Togo | Republik | |
| Spanien | Trinidad und Tobago | Zypern |
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