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Art. 33

641.611OIOmFederal Council Ordinance1 gen 1997Fonte originale
  1. I carburanti acquistati negli aerodromi doganali a tenore dell’articolo 22 della legge del 18 marzo 20051sulle dogane destinati al rifornimento di aeromobili impiegati nel traffico di linea sono esenti da imposta, sempre che siano utilizzati:2
    1. per voli secondo orario a destinazione dell’estero;
    2. 3 per voli tra aerodromi svizzeri che permettono la corrispondenza con un volo secondo orario in provenienza dall’estero o a destinazione dell’estero;
    3. per voli tra aerodromi svizzeri, necessari al fine della revisione o della manutenzione dell’aeromobile o ai fini del suo impiego per un volo secondo orario a destinazione dell’estero (voli di collaudo);
    4. per voli scuola o voli di prova;
    5. per la prova al suolo di motori.
  2. I carburanti acquistati negli aerodromi doganali per rifornire altri aeromobili sono esenti da imposta, se:
    1. sono acquistati prima del loro decollo per un volo diretto a destinazione dell’estero;
    2. 4 il volo serve, dietro controprestazione, a trasportare persone o merci oppure a fornire prestazioni di servizio; e
    3. per il volo si dispone di un’autorizzazione d’esercizio o di un’autorizzazione per scuole di pilotaggio.5
  3. Trattandosi di aeromobili esteri, i capoversi 1 e 2 sono applicabili unicamente se lo Stato estero accorda la reciprocità. 3bis. Il petrolio per aeromobili destinato al rifornimento di aeromobili esteri in correlazione con lavori di manutenzione, di riparazione e di trasformazione in officine svizzere indi involo a destinazione dell’estero è esente da imposta. Il petrolio per aeromobili utilizzato nei test di reattori sul banco di prova beneficia di un’agevolazione fiscale; il DFF fissa l’aliquota d’imposta.6
  4. Sono considerati voli a destinazione dell’estero solo quelli in cui l’aeromobile sosta sull’area di stazionamento dell’aerodromo estero.
  5. L’esenzione dall’imposta è concessa sulla base di una dichiarazione fiscale ai sensi dell’articolo 42 capoverso 2 o nella procedura di restituzione.7

Footnotes

  1. RS 631.0

  2. Nuovo testo giusta l’all. 4 n. 29 dell’O del 1° nov. 2006 sulle dogane, in vigore dal 1° mag. 2007 (RU 2007 1469).

  3. Nuovo testo giusta la cifra I dell’O del 27 ago. 2003, in vigore dal 1° lug. 2003 (RU 2003 3521).

  4. Nuovo testo giusta la cifra I dell’O del 23 ott. 2013, in vigore dal 1° gen. 2014 (RU 2013 4479).

  5. Nuovo testo giusta la cifra I dell’O del 27 ott. 2004, in vigore dal 1° gen. 2005 (RU 2004 4565).

  6. Introdotto dalla cifra I dell’O del 24 nov. 1999, in vigore dal 1° gen. 2000 (RU 1999 3135).

  7. Introdotto dalla cifra I dell’O del 3 lug. 2002 (RU 2002 2084). Nuovo testo giusta la cifra I dell’O del 23 ott. 2013, in vigore dal 1° gen. 2014 (RU 2013 4479).

2 commentaries

N1.Abgrenzung Steuerbefreiung und Rückerstattung

Die Abgrenzung zwischen Steuerbefreiung und Rückerstattung ist in der Praxis relevant. Nach bisheriger (für die fraglichen Perioden massgebender) Verordnungsfassung standen beide Konstellationen unter «Steuerbegünstigungen» und die Steuerbefreiung konnte im Verfahren der Rückerstattung gewährt werden (Art. 33 Abs. 5 MinöStV).

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Terminologie der Vorinstanz nicht einheitlich ist und sie auf den vorliegenden Fall bezogen - wie im Übrigen auch die Beschwerdeführerin - teilweise von "Rückerstattung der Mineralölsteuer" spricht. Die Steuerrückerstattung ist in Art. 18 MinöStG geregelt; davon abzugrenzen sind die Steuerbefreiungen nach Art. 17 MinöStG. Im vorliegenden Fall wird die Steuer nicht nach Art. 18 MinöStG zurückerstattet, sondern es werden die betroffenen Treibstoffe gemäss Art. 17 Abs. 2 lit. a und b MinöStG i.V.m. Art. 33 MinöStV von der Steuer befreit (vgl. auch Botschaft betreffend das Mineralölsteuergesetz vom 5. April 1995, BBl 1995 III 137, 154 ff.). Daran ändert nichts, dass in der für die fraglichen Steuerperioden massgebenden Fassung des Gesetzes (AS 1996 3371) - anders als in der aktuellen - beide Konstellationen unter dem Titel "Steuerbegünstigungen" stehen und die Steuerbefreiung im Verfahren der Rückerstattung gewährt wird (Art. 33 Abs. 5 MinöStV). Dass ein Geldfluss - und zwar im Sinne einer Rückvergütung (zur Terminologie vgl. MICHAEL BEUSCH, Der Untergang der Steuerforderung, 2012, S. 57 f.) - stattgefunden hat, ist nämlich einzig dem Erhebungssystem der einphasigen Wirtschaftsverkehrssteuer geschuldet, bei dem Steuersubjekt und Steuerträger - jedenfalls in der Regel - nicht identisch sind und die Steuer von Ersterem auf Letzteren überwälzt wird (BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 8. Aufl. 2023, S. 272 f.).

N2.Faktische Rückvergütung trotz Steuerbefreiung

Obwohl die betroffenen Treibstoffe nach Art. 33 MinöStV formell steuerbefreit sind, kann in einem einphasigen Erhebungssystem dennoch faktisch ein Geldfluss in Gestalt einer Rückvergütung stattfinden. Ursache ist, dass Steuersubjekt und Steuerträger regelmässig auseinanderfallen und die Steuer überwälzt wird. Zu beachten ist, dass hier zwischen der nach Art. 18 MinöStG geregelten Steuerrückerstattung und der Steuerbefreiung nach Art. 17 i.V.m. Art. 33 MinöStV zu unterscheiden ist.

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Terminologie der Vorinstanz nicht einheitlich ist und sie auf den vorliegenden Fall bezogen - wie im Übrigen auch die Beschwerdeführerin - teilweise von "Rückerstattung der Mineralölsteuer" spricht. Die Steuerrückerstattung ist in Art. 18 MinöStG geregelt; davon abzugrenzen sind die Steuerbefreiungen nach Art. 17 MinöStG. Im vorliegenden Fall wird die Steuer nicht nach Art. 18 MinöStG zurückerstattet, sondern es werden die betroffenen Treibstoffe gemäss Art. 17 Abs. 2 lit. a und b MinöStG i.V.m. Art. 33 MinöStV von der Steuer befreit (vgl. auch Botschaft betreffend das Mineralölsteuergesetz vom 5. April 1995, BBl 1995 III 137, 154 ff.). Daran ändert nichts, dass in der für die fraglichen Steuerperioden massgebenden Fassung des Gesetzes (AS 1996 3371) - anders als in der aktuellen - beide Konstellationen unter dem Titel "Steuerbegünstigungen" stehen und die Steuerbefreiung im Verfahren der Rückerstattung gewährt wird (Art. 33 Abs. 5 MinöStV). Dass ein Geldfluss - und zwar im Sinne einer Rückvergütung (zur Terminologie vgl. MICHAEL BEUSCH, Der Untergang der Steuerforderung, 2012, S. 57 f.) - stattgefunden hat, ist nämlich einzig dem Erhebungssystem der einphasigen Wirtschaftsverkehrssteuer geschuldet, bei dem Steuersubjekt und Steuerträger - jedenfalls in der Regel - nicht identisch sind und die Steuer von Ersterem auf Letzteren überwälzt wird (BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 8. Aufl. 2023, S. 272 f.).
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Terminologie der Vorinstanz nicht einheitlich ist und sie auf den vorliegenden Fall bezogen - wie im Übrigen auch die Beschwerdeführerin - teilweise von "Rückerstattung der Mineralölsteuer" spricht. Die Steuerrückerstattung ist in Art. 18 MinöStG geregelt; davon abzugrenzen sind die Steuerbefreiungen nach Art. 17 MinöStG. Im vorliegenden Fall wird die Steuer nicht nach Art. 18 MinöStG zurückerstattet, sondern es werden die betroffenen Treibstoffe gemäss Art. 17 Abs. 2 lit. a und b MinöStG i.V.m. Art. 33 MinöStV von der Steuer befreit (vgl. auch Botschaft betreffend das Mineralölsteuergesetz vom 5. April 1995, BBl 1995 III 137, 154 ff.). Daran ändert nichts, dass in der für die fraglichen Steuerperioden massgebenden Fassung des Gesetzes (AS 1996 3371) - anders als in der aktuellen - beide Konstellationen unter dem Titel "Steuerbegünstigungen" stehen und die Steuerbefreiung im Verfahren der Rückerstattung gewährt wird (Art. 33 Abs. 5 MinöStV). Dass ein Geldfluss - und zwar im Sinne einer Rückvergütung (zur Terminologie vgl. MICHAEL BEUSCH, Der Untergang der Steuerforderung, 2012, S. 57 f.) - stattgefunden hat, ist nämlich einzig dem Erhebungssystem der einphasigen Wirtschaftsverkehrssteuer geschuldet, bei dem Steuersubjekt und Steuerträger - jedenfalls in der Regel - nicht identisch sind und die Steuer von Ersterem auf Letzteren überwälzt wird (BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 8. Aufl. 2023, S. 272 f.).