Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht 4. Senat, 2015-10-20, L 4 KA 39/13

L 4 KA 39/13Social Insurance Court / Division 4Oct 20, 2015

Regest

1. Abstaffelungsregelungen, die Punktmengen oberhalb einer bestimmten Fallzahl- oder Punktzahlobergrenze nur noch mit niedrigeren Punktwerten berücksichtigen, sind grundsätzlich zulässiges Mittel einer Honorarbegrenzung (vgl zB BSG vom 8.6.2006 - B 6 KA 25/05 R = BSGE 96, 53 = SozR 4-2500 § 85 Nr 23). (Rn.41) 2. Es ist nicht zu beanstanden, dass ein Urologe mit der Fachgruppe der urologisch tätigen Vertragsärzte verglichen wird und dass sich sein Fallwert an dem durchschnittlichen Fallwert dieser Fachgruppe orientiert. (Rn.42) 3. Der Einbehalt von 5 Prozent der Honorarsumme zur Bildung von Rückstellungen ist rechtmäßig. (Rn.44) 4. Die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Berechnung eines Regelleistungsvolumens berührt nicht das Bestimmtheitsgebot nach § 33 Abs 1 SGB 10. (Rn.45) 5. Zur Anerkennung von Praxisbesonderheiten und Härtefallgesichtspunkte. (Rn.50) (Rn.51)

Full text

Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht 4. Senat — L 4 KA 39/13 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2015-10-20

Aktenzeichen: L 4 KA 39/13

ECLI: ECLI:DE:LSGSH:2015:1020.L4KA39.13.0A

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 85 Abs 4 S 6 SGB 5 vom 22.12.2006, § 85 Abs 4 S 7 SGB 5 vom 14.11.2003, § 87 Abs 2a SGB 5 vom 26.03.2007, § 87b Abs 1 SGB 5 vom 26.03.2007, § 87a Abs 2 SGB 5 vom 26.03.2007 ... mehr

Rechtskraft: ja

Orientierungssatz

  1. Abstaffelungsregelungen, die Punktmengen oberhalb einer bestimmten Fallzahl- oder Punktzahlobergrenze nur noch mit niedrigeren Punktwerten berücksichtigen, sind grundsätzlich zulässiges Mittel einer Honorarbegrenzung (vgl zB BSG vom 8.6.2006 - B 6 KA 25/05 R = BSGE 96, 53 = SozR 4-2500 § 85 Nr 23). (Rn.41)

  2. Es ist nicht zu beanstanden, dass ein Urologe mit der Fachgruppe der urologisch tätigen Vertragsärzte verglichen wird und dass sich sein Fallwert an dem durchschnittlichen Fallwert dieser Fachgruppe orientiert. (Rn.42)

  3. Der Einbehalt von 5 Prozent der Honorarsumme zur Bildung von Rückstellungen ist rechtmäßig. (Rn.44)

  4. Die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Berechnung eines Regelleistungsvolumens berührt nicht das Bestimmtheitsgebot nach § 33 Abs 1 SGB 10. (Rn.45)

  5. Zur Anerkennung von Praxisbesonderheiten und Härtefallgesichtspunkte. (Rn.50) (Rn.51)

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