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BFH IX B 123/11 ΓÇó Costs after partial mootness in non-admission complaint
BFH IX B 123/11Bfh / Division 9Jun 22, 2012Dismissed
The Federal Fiscal Court dealt with a non-admission complaint concerning eigenheimzulage for 1999-2006. For 1999, 2000, 2005 and 2006, the complaint failed because no ground for admission was shown. For 2001 to 2004, the case became moot after the tax office amended the assessment during the complaint proceedings and effectively granted the claimant's request. The court therefore treated the lower court judgment as without effect for that period and apportioned costs accordingly.
§ 115 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 3 FGO; § 116 Abs. 3 S. 3, Abs. 5 S. 2 FGO; § 135 Abs. 2, § 138 Abs. 2 S. 1 FGO: A non-admission complaint is dismissed as unfounded if neither fundamental importance nor a sufficiently substantiated procedural defect is shown; an alleged error of law does not itself justify admission. If, during the complaint proceedings, an amended administrative act satisfies the original claim and thereby partially moots the dispute, the prior judgment becomes devoid of effect for that part. Costs are allocated separately: the losing party bears the costs of the unsuccessful part, while the authority bears the costs attributable to the claim becoming moot by subsequent satisfaction.
Entscheidungsdatum: 2012-06-22
Aktenzeichen: IX B 123/11
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO, § 135 Abs 2 FGO, § 138 Abs 2 FGO
Vorinstanz: vorgehend Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht, 28. Juni 2011, Az: 5 K 271/06, Urteil
Spruchkörper: 9. Senat
NZB: Kostenentscheidung bei teilweiser Erledigung der Hauptsache
NV: Soweit ein Änderungsbescheid dem Klagebegehren entspricht und zu einer kostenmäßigen Teilerledigung des Rechtsstreits führt, sind dem FA die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.
NV: Im Übrigen richtet sich die Kostenentscheidung nach § 135 bis § 137 FGO, so dass der unterlegene Beteiligte die Kosten des Nichtzulassungs-Beschwerdeverfahrens zu tragen hat.
1 Die Beschwerde hat hinsichtlich der Streitjahre 1999, 2000, 2005 und 2006 keinen Erfolg. Im Übrigen (Streitjahre 2001 bis 2004) ist die Hauptsache erledigt.
2 1. Hinsichtlich der Streitjahre 1999, 2000, 2005 und 2006 ist die Beschwerde --entgegen der Ansicht des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt --FA--) nicht unzulässig, sondern-- (nur) unbegründet. Die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) ist vorliegend nicht gegeben. Die vom Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) geltend gemachten Verfahrensmängel (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) sind nicht hinreichend i.S. von § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO dargelegt worden; auch die Rüge fehlerhafter Rechtsanwendung vermag eine Zulassung der Revision nicht zu rechtfertigen. Dazu verweist der erkennende Senat zur Vermeidung von Wiederholungen auf den zwischen denselben Beteiligten ergangenen Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 16. Februar 2012 VIII B 94/11. Im Übrigen ergeht der Beschluss nach § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO ohne weitere Begründung.
3 2. Hinsichtlich der Streitjahre 2001 bis 2004 ist der Rechtsstreit in der Hauptsache entsprechend dem Antrag des Klägers erledigt; insoweit ist das Urteil des Finanzgerichts gegenstandslos. Denn das FA hat dem ursprünglichen Klagebegehren des Klägers mit während des Verfahrens über die Nichtzulassungsbeschwerde geändertem Bescheid über die Eigenheimzulage ab 2001 (bis 2004) in der Sache entsprochen.
4 3. Die Kostenentscheidung beruht zum einen (zu 1.) auf § 135 Abs. 2 FGO, zum anderen (zu 2.) auf § 138 Abs. 2 Satz 1 FGO (vgl. BFH-Urteile vom 29. März 2000 I R 85/98, BFH/NV 2000, 1247; vom 18. Mai 2006 III R 5/05, BFHE 214, 124, BStBl II 2008, 354, unter 4.; BFH-Beschluss vom 30. Mai 2007 III B 12/06, BFH/NV 2007, 1905).