Non-admission complaint requires specific legal issue under FGO

BFH XI B 1/11Bfh / Division 11Jun 7, 2011Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Fiscal Court rejected the plaintiff’s non-admission complaint as inadmissible. The plaintiff had argued that §§ 3 and 13b UStG deviated from EU law, but did not formulate a concrete legal question or otherwise satisfy the substantiation requirements under § 116(3) FGO. The complaint also failed because the fiscal court had not decided the case on the substantive VAT issue, but had dismissed the action partly as inadmissible and partly because the contested tax assessments had become final.

Omnilex headnote

§ 115 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 2 FGO; § 116 Abs. 3 FGO: Anforderungen an die Nichtzulassungsbeschwerde; eine bloße Rüge, das nationale Umsatzsteuerrecht weiche vom Unionsrecht ab, genügt nicht, wenn keine konkrete klärungsbedürftige Rechtsfrage bezeichnet wird und die Beschwerde sich nicht mit den tragenden Gründen des finanzgerichtlichen Urteils befasst. Die Darlegung eines Zulassungsgrundes setzt die substantiierte Bezugnahme auf den tatsächlichen Entscheidungsinhalt des FG voraus; an der Zulässigkeit fehlt es insbesondere, wenn die Beschwerde nur die materielle Rechtslage angreift, das FG aber auf Unzulässigkeit oder Bestandskraft der Bescheide abgestellt hat (vgl. consid. 4 f.).

Full text

BFH — XI B 1/11, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2011-06-07

Aktenzeichen: XI B 1/11

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 2 FGO, § 116 Abs 3 FGO, § 3 UStG 1999, § 13b UStG 1999

Vorinstanz: vorgehend Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt, 10. November 2010, Az: 2 K 479/07, Urteil

Spruchkörper: 11. Senat

Titelzeile

Geltendmachung einer Abweichung des UStG vom Unionsrecht - Fehlende Eignung zur Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde

Leitsatz

NV: Eine Nichtzulassungsbeschwerde, die damit begründet wird, das deutsche Umsatzsteuergesetz (UStG) enthalte in § 3 und § 13b UStG Festlegungen, die vom Unionsrecht abweichen, ist unzulässig, wenn das FG die Klage teils als unzulässig und teils deshalb abgewiesen hat, weil die angefochtenen Bescheide bestandskräftig geworden sind .

Gründe

1 Die Beschwerde ist unzulässig.

2 1. Gemäß § 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision nur zuzulassen, wenn die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat (Abs. 2 Nr. 1), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs erfordert (Abs. 2 Nr. 2) oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (Abs. 2 Nr. 3).

3 Nach § 116 Abs. 3 FGO müssen die Voraussetzungen für die Zulassung der Revision innerhalb von zwei Monaten nach der Zustellung des Urteils dargelegt werden.

4 2. Das Vorbringen des Klägers und Beschwerdeführers (Kläger) erfüllt nicht die sich aus § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO ergebenden Anforderungen an die Darlegung eines Revisionszulassungsgrundes i.S. des § 115 Abs. 2 FGO.

5 Der Kläger behauptet zwar, das deutsche Umsatzsteuergesetz (UStG) enthalte in § 3 und § 13b UStG Festlegungen, die von dem Unionsrecht abwichen. Er benennt aber keine zu klärende Rechtsfrage, die eine Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung oder zur Fortbildung des Rechts begründen könnte. Die rechtlichen Ausführungen sind darüber hinaus auch deshalb nicht geeignet, eine Zulassung zu begründen, weil das Finanzgericht (FG) die Klage teils als unzulässig und teils deshalb abgewiesen hat, weil die angefochtenen Bescheide bestandskräftig geworden seien. Zu der materiellen Rechtslage, mit der sich die Beschwerdebegründung ausschließlich befasst, hat das FG überhaupt nicht Stellung bezogen.

Keywords

non-admission complaintsubstantiation requirementsfundamental importancetax lawfinality of assessmentsEU law

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Key legal question

Whether the non-admission complaint met the substantiation requirements for a ground for leave to appeal under §§ 115(2), 116(3) FGO.

Extracted holding

No. The complaint did not identify a specific legal question and therefore did not adequately show a ground for leave to appeal.

Extracted reasoning

The complainant merely alleged a divergence between the German VAT Act and EU law. That abstract criticism did not state a concrete question of fundamental importance or legal-development need. In addition, the fiscal court had dismissed the action partly as inadmissible and partly because the challenged assessment notices had become final, whereas the complaint addressed only the substantive VAT law and not the grounds actually relied on by the court.

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