Court fees for nullity petition against non-admission complaint order

BFH VI E 2/09Bfh / Division 6Aug 24, 2010Dismissed

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Omnilex summary

The BFH rejected an objection to a costs invoice issued for a nullity petition filed against a BFH order in a non-admission complaint proceeding. It held that the fee item for non-admission complaints also covers such a petition because the resulting procedure is fee-wise part of the complaint proceeding. The invoice based on a dispute value of EUR 5,000 and the statutory minimum value was therefore correct in basis and amount. The reminder procedure itself was fee-free.

Omnilex headnote

§ 3 Abs. 2 GKG; KVNr. 6500; a nullity petition directed against a BFH order in proceedings on a complaint against non-admission of revision is, for court-fee purposes, attributable to the complaint proceedings themselves. The fee item governing non-admission complaints therefore applies even where the petition is dismissed as inadmissible. If the challenged order in the complaint proceedings forms the legal basis of the cost assessment, the invoice is lawful in principle and amount; the dispute value may be fixed at the statutory minimum under § 52 Abs. 2 GKG. The reminder procedure is fee-free and no costs are reimbursed (consid. 1-2).

Full text

BFH — VI E 2/09, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-08-24

Aktenzeichen: VI E 2/09

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 3 Abs 2 GKG

Spruchkörper: 6. Senat

Titelzeile

Kostenansatz bei einem Antrag auf Nichtigkeit gegen einen Beschluss wegen Nichtzulassung der Revision

Tatbestand

1 I. Das Finanzgericht des Saarlandes hat im finanzgerichtlichen Ausgangsverfahren die Klage der Kostenschuldnerin und Erinnerungsführerin (Erinnerungsführerin) mit Urteil vom 26. April 2007 1 K 2276/04 als unzulässig abgewiesen und die Revision nicht zugelassen. Der Senat hatte die dagegen erhobene Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision mit Beschluss vom 11. Dezember 2008 VI B 56/07 als unzulässig verworfen. Gegen diesen Beschluss stellte die Erinnerungsführerin einen Nichtigkeitsantrag. Dieser wurde durch Beschluss vom 12. Mai 2009 VI K 1/09 als unzulässig abgewiesen und der Erinnerungsführerin die Kosten des Verfahrens auferlegt.

2 Die Kostenstelle des Bundesfinanzhofs (BFH) hat die Gerichtskosten für den Nichtigkeitsantrag mit Kostenrechnung vom 16. Juni 2009 auf Grundlage eines Streitwerts von 5.000 € auf 267,45 € festgesetzt. Der Betrag setzte sich aus einer Gebühr in Höhe von 242 € für eine Nichtzulassungsbeschwerde --KVNr. 6500-- und einer Dokumentenpauschale --KVNr. 9000-- in Höhe von 25,45 € zusammen. Gegen diese Kostenrechnung hat die Erinnerungsführerin Erinnerung eingelegt. Nach der Auffassung der Erinnerungsführerin gebe es nach § 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes (GKG) i.V.m. der Nr. 6400 des Kostenverzeichnisses keine Ermächtigungsgrundlage für den Fall einer unzulässigen Anhörungsrüge.

Entscheidungsgründe

3 II. Die Erinnerung ist unbegründet.

4 1. In dem Kostenansatz ist für das Verfahren aufgrund des Nichtigkeitsantrags die Gebühr nach Nr. 6500 des Kostenverzeichnisses angesetzt worden. Diese Gebühr ist zwar für Verfahren über die Nichtzulassungsbeschwerde für den Fall der Verwerfung oder Zurückweisung der Beschwerde vorgesehen. Sie gilt aber auch für das mit dem Nichtigkeitsantrag eingeleitete Verfahren. Richtet sich ein solcher Antrag gegen einen im Beschwerdeverfahren durch den BFH erlassenen Beschluss, so gehört das dadurch begründete Verfahren gebührenrechtlich zum Beschwerdeverfahren (BFH-Beschluss vom 28. Oktober 1997 VII E 18/97, BFH/NV 1998, 619; für den vergleichbaren Fall der Nichtigkeitsklage gegen ein im Revisionsverfahren ergangenes Urteil vgl. den BFH-Beschluss vom 20. November 1984 VII E 3/84, BFHE 142, 411, BStBl II 1985, 222).

5 Daran gemessen ist gegen die Kostenrechnung der Kostenstelle vom 16. Juni 2009 nichts zu erinnern. Die Kostenrechnung ist entsprechend den genannten Grundsätzen erstellt worden. Der Ansatz des Gebührentatbestandes (Nr. 6500 des Kostenverzeichnisses zum Gerichtskostengesetz) ist zu Recht erfolgt. Der Nichtigkeitsantrag richtete sich gegen einen Beschluss im Verfahren über eine Beschwerde wegen der Nichtzulassung der Revision (BFH-Beschluss vom 11. Dezember 2008 VI B 56/07). Die Beschwerde wurde als unzulässig verworfen. Die Kosten wurden dem Erinnerungsführer auferlegt. Dieser Beschluss über die Kosten ist damit Rechtsgrund für die Gerichtskostenrechnung.

6 Die Kostenrechnung entspricht auch im Übrigen dem Grunde und der Höhe nach dem Gesetz. Der Streitwert wurde mit dem Mindeststreitwert nach § 52 Abs. 2 GKG angesetzt.

7 2. Das Erinnerungsverfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG).

Keywords

court feesnullity petitionnon-admission complaintcost assessmentfee schedulevalue in dispute

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether fee item 6500 of the fee schedule applies to a nullity petition directed against a BFH order in a non-admission complaint procedure.

Extracted holding

Yes. A nullity petition attacking a BFH order in a non-admission complaint proceeding is procedurally attributable to that complaint proceeding, so fee item 6500 applies.

Extracted reasoning

The court held that the fee provision for non-admission complaints also covers the procedure initiated by a nullity petition against the BFH's order in such proceedings. The resulting procedure is treated as part of the complaint proceedings for fee purposes.

Key legal question

Whether the costs assessment was otherwise unlawful in amount or basis, including the minimum amount in dispute.

Extracted holding

No. The assessment complied with the law in basis and amount; the minimum amount in dispute under § 52(2) GKG was correctly used.

Extracted reasoning

Because the challenged order in the complaint proceedings formed the legal basis for the fee invoice, and the dispute value was set at the statutory minimum, there was no error in the costs calculation.

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