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BFH IX B 33/10 ΓÇó Non-admission complaint not based on improper severance
BFH IX B 33/10Bfh / Division 9May 18, 2010Dismissed
The Federal Fiscal Court dismissed the taxpayer's non-admission complaint. It held that a complaint against denial of leave to appeal cannot ordinarily be founded on an allegedly improper severance order, because joinder/severance decisions are not separately appealable and are not subject to revision. Only arbitrariness or an actual impairment of procedural rights could amount to a procedural defect. Here, the Finance Court's severance of the income-tax split-assessment disputes for 1996-2000 was justified by the need to join the former wife, so there was no violation of the rights to be heard or to the lawful judge.
§ 73 FGO, § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO; a non-admission complaint cannot in principle be founded on an allegedly erroneous severance of claims. Decisions on joinder and severance are not separately challengeable under § 128 Abs. 2 FGO and are therefore not reviewable in revision under § 124 Abs. 2 FGO. A procedural defect exists only if the severance is arbitrary, i.e. made without any factual basis, or if it actually prevents the party from effectively exercising procedural rights. Where severance is ordered for a reason that makes joinder necessary, no violation of Art. 103(1) GG or Art. 101(1) sentence 2 GG is established.
Entscheidungsdatum: 2010-05-18
Aktenzeichen: IX B 33/10
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 73 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO, § 124 Abs 2 FGO, § 128 Abs 2 FGO, Art 101 Abs 1 S 2 GG, Art 103 Abs 1 GG
Vorinstanz: vorgehend FG Nürnberg, 20. November 2009, Az: V 289/2005, Urteil
Spruchkörper: 9. Senat
Trennung von Verfahren als Verfahrensmangel
NV: Eine Nichtzulassungsbeschwerde kann grundsätzlich nicht auf eine angeblich unzulässige Abtrennung eines von mehreren Klagegegenständen gestützt werden .
1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Es kann offenbleiben, ob der vom Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) geltend gemachte Zulassungsgrund --wie es § 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) erfordert-- hinreichend schlüssig dargelegt ist; denn der behauptete Verfahrensmangel liegt jedenfalls nicht vor.
2 Beschlüsse über die Verbindung und Trennung von Verfahren (§ 73 FGO) können nach § 128 Abs. 2 FGO nicht mit der Beschwerde angefochten werden und unterliegen daher nicht der Beurteilung der Revision (§ 124 Abs. 2 FGO), weshalb eine Nichtzulassungsbeschwerde grundsätzlich nicht auf eine angeblich fehlerhafte Verfahrenstrennung gestützt werden kann. Eine Verfahrenstrennung begründet allenfalls dann einen Verfahrensmangel i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, wenn das Finanzgericht (FG) sie willkürlich --also ohne sachlichen Grund-- erlassen hat oder wenn der Steuerpflichtige dadurch prozessual in der Wahrnehmung seiner Rechte behindert wird (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 3. April 2008 I B 77/07, BFH/NV 2008, 1445, m.w.N.).
3 Entgegen der Ausführungen in der Beschwerdebegründung ist die Entscheidung des FG im Streitfall weder willkürlich noch wurde der Kläger durch sie in der Wahrnehmung seiner Rechte behindert. Das FG hat das Verfahren wegen der angefochtenen Aufteilungsbescheide zur Einkommensteuer 1996 bis 2000 vom übrigen Verfahren abgetrennt, da insoweit eine Beiladung der früheren Ehefrau des Klägers erforderlich ist. Diese Anordnung ist sach- und ermessensgerecht. Der Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--) sowie auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) ist in dem noch durchzuführenden Verfahren wegen der Aufteilungsbescheide gewahrt.