Non-admission complaint inadmissible for lack of proof of value threshold

BGH V ZR 57/14Bgh / Civil Chamber VDec 4, 2014Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Court of Justice dismissed as inadmissible the plaintiff’s complaint against denial of leave to appeal in a dispute over ownership of two paintings. The lower courts had rejected his declaration claim. The decisive point was that he failed to make credible that the value of the matter exceeded EUR 20,000 under § 26 Nr. 8 EGZPO. A one-page private valuation with unexplained estimates was insufficient, particularly because he had previously valued the paintings at only EUR 4,500. The plaintiff was ordered to bear the costs.

Omnilex headnote

§ 26 Nr. 8 EGZPO; admissibility of a complaint against denial of leave to appeal requires credible showing that the value of the matter in dispute exceeds EUR 20,000. A mere private valuation is insufficient where it contains only schematic estimates, lacks discernible methodological foundations, and does not establish the special expertise of its author; prior lower-court statements of a substantially lower value further undermine credibility (consid. 3-5). Costs follow § 97 Abs. 1 ZPO when the complaint is unsuccessful and inadmissible.

Full text

BGH — V ZR 57/14, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2014-12-04

Aktenzeichen: V ZR 57/14

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 26 Nr 8 ZPOEG

Vorinstanz: vorgehend LG Berlin, 5. Dezember 2013, Az: 84 S 97/13vorgehend AG Charlottenburg, 12. Juli 2013, Az: 216 C 352/12

Spruchkörper: 5. Zivilsenat

Titelzeile

Nichtzulassungsbeschwerde: Glaubhaftmachung der Beschwer nach Abweisung eines Feststellungsantrages hinsichtlich der Eigentümerstellung an Gemälden

Tenor

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss der Zivilkammer 84 des Landgerichts Berlin vom 5. Dezember 2013 wird auf Kosten des Klägers als unzulässig verworfen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 4.500 €.

Gründe

I.

1 Der Kläger ist im Besitz von zwei Gemälden, die bis zu deren Übergabe an ihn im Eigentum der Beklagten standen. Er behauptet, er habe diese von einem Vertreter der Beklagten zu einem Kaufpreis von 4.500 € erworben und sei nunmehr deren Eigentümer.

2 Der Kläger begehrt die Feststellung seines Eigentums an den Gemälden. Das Amtsgericht hat die Klage abgewiesen. Die Berufung hat das Landgericht nach § 522 Abs. 2 ZPO zurückgewiesen. Mit der Beschwerde will der Kläger die Zulassung der Revision erreichen.

II.

3 Die Beschwerde ist als unzulässig zu verwerfen, da nicht - wie geboten (vgl. Senat, Beschluss vom 25. Juli 2002 - V ZR 118/02, NJW 2002, 3180) -glaubhaft gemacht worden ist, dass der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 26 Nr. 8 EGZPO) den Betrag von 20.000 € übersteigt.

4 Dabei kann offen bleiben, inwieweit es dem Kläger möglich ist, seine Angaben zum Streitwert in den Vorinstanzen zu korrigieren (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 16. Mai 2013 - VII ZR 253/12, juris, Rn. 3; Beschluss vom 10. Mai 2012 - I ZR 160/11, juris, Rn. 4 - Rügelose Wertfestsetzung II; Beschluss vom 8. März 2012 - I ZR 160/11, juris, Rn. 3 - Rügelose Wertfestsetzung I). Selbst wenn dies zulässig wäre und zugunsten des Klägers als Beschwer der Wert der Gemälde ohne Abschlag angesetzt wird, ist die nunmehr behauptete Beschwer nicht hinreichend glaubhaft gemacht.

5 Zum Zwecke der Glaubhaftmachung eines 20.000 € übersteigenden Werts der Gemälde hat der Kläger ein aus einem Blatt bestehendes "Experten-Gutachten" des Inhabers eines Antiquitäten- und Schmuckgeschäfts vorgelegt. Darin werden die Gemälde jedoch nur stichpunktartig beschrieben und die Werte mit "ca. 9.800 bis 10.000" € sowie mit "12.000 bis 13.000" € angesetzt, ohne dass die Grundlagen für diese Schätzung erkennbar sind. Im Hinblick darauf, dass der Kläger den Wert der Gemälde in den Vorinstanzen lediglich mit 4.500 € beziffert hat, reicht dies zur Glaubhaftmachung des nunmehr behaupteten, deutlich höheren Wertes nicht aus, zumal auch eine besondere Sachkunde des Ausstellers des "Experten-Gutachtens" nicht dargelegt und glaubhaft gemacht worden ist.

III.

6 Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird mangels anderer Anhaltspunkte auf 4.500 € festgesetzt.

Stresemann Czub Roth

Brückner Kazele

Keywords

non-admission complaintvalue thresholdcredibilitydeclaration claimproperty ownershipexpert valuationcosts

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the complaint against denial of leave to appeal was admissible despite failure to make credible that the value of the disputed matter exceeded EUR 20,000.

Extracted holding

No. The plaintiff did not credibly establish the required value threshold for the revision complaint.

Extracted reasoning

Even assuming he could correct his earlier value statement, the submitted one-page 'expert opinion' only gave rough estimates without identifiable bases and did not show special expertise of its author. This was insufficient, especially because the plaintiff had previously valued the paintings at only EUR 4,500.

Key legal question

Costs of the non-admission complaint.

Extracted holding

The plaintiff must bear the costs.

Extracted reasoning

Costs follow the unsuccessful inadmissible complaint under the Code of Civil Procedure.

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