Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz 6. Kammer, 2011-08-17, 6 Ta 155/11

6 Ta 155/11Labour Court / Chamber 6Aug 17, 2011

Full text

Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz 6. Kammer — 6 Ta 155/11 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2011-08-17

Aktenzeichen: 6 Ta 155/11

ECLI: ECLI:DE:LAGRLP:2011:0817.6TA155.11.0A

Dokumenttyp: Beschluss

Tenor

Die sofortige Beschwerde des Klägers gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Ludwigshafen am Rhein - Auswärtige Kammern Landau in der Pfalz - vom 10.05.2011 - 6 Ca 142/09 - wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

Gründe

1 I. Der beschwerdeführende Kläger wendet sich mit seiner sofortigen Beschwerde gegen die im Prozesskostenhilfenachprüfungsverfahren getroffene Zahlungsbestimmung mit einer monatlichen Rate von 155,00 EUR.

2 II. Die form- und fristgerecht eingelegte sofortige Beschwerde hat in der Sache k e i n e n Erfolg.

3 Das Arbeitsgericht hat in dem angefochtenen Beschluss vom 10.05.2011 zu Recht eine Rate in Höhe von 155,00 EUR zum Ausgleich angefallener 5,25 EUR Gerichts- und 981,75 EUR Rechtsanwaltskosten festgesetzt, die von der Landeskasse im Rahmen beantragter Prozesskostenhilfe und Beiordnung gewährt wurden.

4 Im Einzelnen ergibt sich folgende Berechnung:

5 | | | | | --- | --- | --- | | 1. Monatliches Bruttoeinkommen (bzw. Netto bei Krankengeld, ALG, AL Hi,….) | | 1.870,00 € | | Abzuziehen sind nach § 115 ZPO die in § 76 II, II a BSHG genannten Beträge: | | | | 2. Nach § 76 II BSHG sind abzuziehen: steuer- bzw. sozialvers.pflichtiges Brutto: | | 1.870,00 € | | a) Steuern | 177,93 € | | | b) Pflichtbeiträge Sozialversicherungen AN-Anteil | 390,36 € | | | Rentenversicherung Arbeiter und Angestellte 19,90 % 9,95 % | 186,07 € | | | Arbeitslosenversicherung 3,00 % 1,50 % | 28,05 € | | | Pflegeversicherung 1,95 % 0,98 % | 18,23 € | | | Kinderlose: + 0,25 allein 0,25 % 1 | 4,68 € | | | Krankenversicherung 15,50 % 8,20 % 1 | 153,34 € | | | Krankenversicherung ermäßigt 14,90 % 7,90 % 0 | --- € | | | c) Pflichtbeiträge zu anderen Versicherungen (KFZ-Haftpflicht) | --- € | | | d) Werbungskosten | --- € | | | 1. - 2. ergibt das bereinigte Erwerbseinkommen (E) | | 1.301,71 € | | § 82 Absatz 2 SGB XII | | | | a) für Erwerbstätige | Abzug: 182,00 € | | | Abzug aus 3 ., abzulesen aus 3 a oder 3 b | | 182,00 € | | Berechnungsgrundlage: E - 3. 1.119,71 € | | | | 4. Von dem Rest sind abzuziehen: | | | | a) für die Partei: | | 400,00 € | | …….. | | | | 5. ……… | | | | 6 . Restbetrag: (E - 3) - 4 | | 719,71 € | | Kosten für Unterkunft: | | 56,00 € | | Besondere Belastungen: | | 220,40 € | | Einsetzbares Einkommen: E - 3 - 4 - 5 -6 | | 443,30 € | | = der abzurundende Betrag, mit dem die Tabelle abgelesen werden muss. | | | | Höhe der Rate | | 155,00 € |

6 In diesem Zusammenhang wurden die Lohnpfändungen, die der Kläger mit Schreiben vom 05.06.2011 geltend gemacht hat, unter "Besondere Belastungen" berücksichtigt.

7 Weitere Einwendungen sind im Laufe des Beschwerdeverfahrens nicht erhoben worden, so dass die gegen den angefochtenen Beschluss gerichtete sofortige Beschwerde kostenpflichtig zurückzuweisen war.

8 Gründe für eine Zulassung einer weiteren Beschwerde liegen nicht vor. Die Entscheidung ist daher nicht anfechtbar.

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