Oberverwaltungsgericht NRW, 2024-08-06, 19 B 666/24

19 B 666/24Administrative CourtAug 6, 2024

Regest

1. Gesetzliche Ermächtigungsgrundlage für eine Anmelde- und/oder Schulbesuchsaufforderung gegenüber den Eltern eines schulpflichtigen Kindes ist § 41 Abs. 5 SchulG NRW (juris: SchulG NW 2005) (wie OVG NRW, Beschlüsse vom 2. August 2023 - 19 B 657/23 -, juris, Rn. 2, und vom 3. April 2023, - 19 B 191/23 -, NVwZ-RR 2023, 590, juris, Rn. 11 m. w. N.). 2. Im Schulrecht kommt schulärztlichen Gutachten grundsätzlich höherer Beweiswert als privatärztlichen zu (in Anlehnung an die im öffentlichen Dienstrecht entwickelten Grundsätze zum Beweiswert fachärztlicher Gutachten, vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 14. Mai 2013 - 2 B 15.12 -, juris Rn. 11). 3. Zum Verhältnis von Kindeswillen, elterlichem Erziehungsrecht, staatlichem Erziehungsauftrag und dem Recht auf Bildung (Bestätigung von OVG NRW, Beschluss vom 2. August 2023 - 19 B 657/23 -, juris).

Full text

Oberverwaltungsgericht NRW — 19 B 666/24 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2024-08-06

Aktenzeichen: 19 B 666/24

ECLI: ECLI:DE:OVGNRW:2024:0806.19B666.24.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 19. Senat

Normen: SchulG NRW § 41

Leitsätze

    1. Gesetzliche Ermächtigungsgrundlage für eine Anmelde- und/oder Schulbesuchsaufforderung gegenüber den Eltern eines schulpflichtigen Kindes ist § 41 Abs. 5 SchulG NRW (juris: SchulG NW 2005) (wie OVG NRW, Beschlüsse vom 2. August 2023 - 19 B 657/23 -, juris, Rn. 2, und vom 3. April 2023, - 19 B 191/23 -, NVwZ-RR 2023, 590, juris, Rn. 11 m. w. N.).
    1. Im Schulrecht kommt schulärztlichen Gutachten grundsätzlich höherer Beweiswert als privatärztlichen zu (in Anlehnung an die im öffentlichen Dienstrecht entwickelten Grundsätze zum Beweiswert fachärztlicher Gutachten, vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 14. Mai 2013 - 2 B 15.12 -, juris Rn. 11).
    1. Zum Verhältnis von Kindeswillen, elterlichem Erziehungsrecht, staatlichem Erziehungsauftrag und dem Recht auf Bildung (Bestätigung von OVG NRW, Beschluss vom 2. August 2023 - 19 B 657/23 -, juris).

Tenor

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Die Antragsteller tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren wird auf

2.500,00 Euro festgesetzt.

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