Oberlandesgericht Hamm, 2022-09-12, 4 U 114/22

4 U 114/22Supreme CourtSep 12, 2022

Regest

1. Zum Vorliegen einer bürgerlichen Rechtsstreitigkeit im Sinne des § 102 Abs. 1 EnWG. 2. Hat erstinstanzlich ein für Energiewirtschaftssachen unzuständiges Landgericht entschieden, ist bei der Prüfung der berufungsgerichtlichen Zuständigkeit nach § 106 Abs. 1 EnWG materiell darauf abzustellen, ob eine bürgerliche Rechtsstreitigkeit im Sinne des § 102 Abs. 1 EnWG vorliegt.

Full text

Oberlandesgericht Hamm — 4 U 114/22 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2022-09-12

Aktenzeichen: 4 U 114/22

ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2022:0912.4U114.22.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 4. Zivilsenat

Normen: EnWG § 106 Abs. 1; EnWG § 102 Abs. 1; ZPO § 281 Abs. 1 Satz 1

Leitsätze

  1. Zum Vorliegen einer bürgerlichen Rechtsstreitigkeit im Sinne des § 102 Abs. 1 EnWG.

  2. Hat erstinstanzlich ein für Energiewirtschaftssachen unzuständiges Landgericht entschieden, ist bei der Prüfung der berufungsgerichtlichen Zuständigkeit nach § 106 Abs. 1 EnWG materiell darauf abzustellen, ob eine bürgerliche Rechtsstreitigkeit im Sinne des § 102 Abs. 1 EnWG vorliegt.

Tenor

I.

Der Senat weist darauf hin, dass das Oberlandesgericht Hamm für die Durchführung des Berufungsverfahrens nicht zuständig ist.

Gemäß § 106 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) entscheiden die bei den Oberlandesgerichten gebildeten Kartellsenate über die Berufung gegen Endurteile in den in § 102 Abs. 1 EnWG bezeichneten bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten.

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