6 Sa 2256/07•Landesarbeitsgericht Düsseldorf, 2008-04-29, 6 Sa 2256/07
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, 2008-04-29, 6 Sa 2256/07
6 Sa 2256/07Labour CourtApr 29, 2008
Regest
1. Für eine ordnungsgemäße Erfüllung der Unterrichtungspflichten im Sinne von § 613 a Abs. 5 BGB ist erforderlich, dass die Identität des Betriebserwerbers mit Namen und Anschrift im Informationsschreiben angegeben wird. Dafür ist eine - neue - Firmenanschrift eindeutig zu bezeichnen. Es reicht nicht aus, wenn lediglich eine Anschrift des Mitarbeiters der Personalabteilung des ehemaligen Arbeitgebers angegeben wird, bei dem das Widerspruchsschreiben eingereicht werden kann. (Im Anschluss an BAG vom 13.07.2006 - 8 AZR 305/05 -) 2. Zu der Information über die Gründe des Übergangs gem. § 613 a Abs. 5 Nr. 2 BGB gehört bei einer Ausgliederung eines Geschäftsbereichs auch der Hinweis darauf, daß es sich um eine völlig selbständige Neugründung einer OHG (mit beschränktem Haftungskapital) handelt. 3. Zur Frage der Verwirkung eines Widerspruchsrechts. Anmerkung: Parallelentscheidung zum Urteil vom 29.04.2008 6 Sa 1809/07 6 Sa 2199/07 6 Sa 2252/07 6 Sa 148/08
Full text
Landesarbeitsgericht Düsseldorf — 6 Sa 2256/07 — Urteil
Entscheidungsdatum: 2008-04-29
Aktenzeichen: 6 Sa 2256/07
ECLI: ECLI:DE:LAGD:2008:0429.6SA2256.07.00
Dokumenttyp: Urteil
Spruchkörper: 6. Kammer
Normen: § 613 a Abs. 5 BGB
Leitsätze
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Für eine ordnungsgemäße Erfüllung der Unterrichtungspflichten im Sinne von § 613 a Abs. 5 BGB ist erforderlich, dass die Identität des Betriebserwerbers mit Namen und Anschrift im Informationsschreiben angegeben wird. Dafür ist eine - neue - Firmenanschrift eindeutig zu bezeichnen. Es reicht nicht aus, wenn lediglich eine Anschrift des Mitarbeiters der Personalabteilung des ehemaligen Arbeitgebers angegeben wird, bei dem das Widerspruchsschreiben eingereicht werden kann. (Im Anschluss an BAG vom 13.07.2006 - 8 AZR 305/05 -)
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Zu der Information über die Gründe des Übergangs gem. § 613 a Abs. 5 Nr. 2 BGB gehört bei einer Ausgliederung eines Geschäftsbereichs auch der Hinweis darauf, daß es sich um eine völlig selbständige Neugründung einer OHG (mit beschränktem Haftungskapital) handelt.
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Zur Frage der Verwirkung eines Widerspruchsrechts.
Anmerkung:
Parallelentscheidung zum Urteil vom 29.04.2008
6 Sa 1809/07
6 Sa 2199/07
6 Sa 2252/07
6 Sa 148/08
Tenor
Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Wesel vom 26.09.2007 - 3 Ca 63/07 - wird kostenpflichtig zurückgewiesen.
Die Revision wird für die Beklagte zugelassen.
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