Invalidity pension granted from 1 April 2010

IV.2010.01199Social Insurance CourtMar 17, 2011Partially Granted

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The Zurich Social Insurance Court dealt with an appeal against the IV office’s refusal of an invalidity pension. After a new medical report and the respondent’s modified position, both parties agreed that the appellant was entitled to a three-quarter pension from 1 April 2010. The court found the joint request consistent with the file and the law, annulled the refusal decision, and declared entitlement accordingly. It also imposed CHF 300 in court costs on the respondent and awarded the appellant CHF 1,900 in party compensation. The request for free legal aid became moot.

Omnilex headnote

Art. 69 Abs. 1bis IVG; pension dispute and cost consequences in social insurance appeal proceedings; where the parties submit concordant requests on the pension start date and degree of invalidity and these accord with the file and law, the appeal is to be upheld, the refusal decision annulled and entitlement declared accordingly. In benefit disputes, proceedings are subject to costs; costs are allocated according to the outcome. The prevailing appellant is entitled to party compensation under § 34 Abs. 1 GSVGer in conjunction with Art. 61 lit. g ATSG; a request for legal aid becomes moot once the party succeeds and receives compensation (consid. 2-3).

Full text

IV.2010.01199

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Ersatzrichter Peter

Gerichtsschreiberin Bachmann

Urteil vom 18. März 2011

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsdienst Integration Handicap

Bürglistrasse 11, 8002 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Mit Verfügung vom 10. November 2010 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Anspruch von X.___ auf eine Invalidenrente (Urk. 2). Dagegen liess X.___, vertreten durch den Rechtsdienst Integration Handicap, hierorts mit Eingabe vom 10. Dezember 2010 (Urk. 1) Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren, es sei die Verfügung vom 10. November 2010 aufzuheben (1.), es sei dem Beschwerdeführer ab 1. April 2010 bis 31. August 2010 eine ganze Rente und anschliessend eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung zuzusprechen (2.), und es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (3.), unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (4.; vgl. Urk. 1 S. 2).

1.2 Mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2011 beantragte die IV-Stelle unter Hinweis auf den vom Beschwerdeführer neu eingereichten ärztlichen Bericht der Klinik Y.___ vom 1. Dezember 2010 sowie auf den Umstand, dass sich der zuständige Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle der Beurteilung in diesem Bericht anschliessen könne, die teilweise Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass dem Versicherten mit Wirkung ab 1. April 2010 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 60 % zuzusprechen sei (Urk. 8).

1.3 Mit Replik vom 8. März 2011 erklärte sich X.___ mit dem Antrag der Beschwerdegegnerin auf (teilweise) Gutheissung der Beschwerde - Zusprache einer Dreiviertelsrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 60 % mit Wirkung ab 1. April 2010 - ausdrücklich einverstanden (Urk. 13).

2. Da nunmehr sowohl in Bezug auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns als auch hinsichtlich des Invaliditätsgrades beziehungsweise der Rentenhöhe überein-stimmende Parteianträge vorliegen, welche mit der Akten- und Rechtslage in Einklang stehen, ist die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung vom 10. November 2010 ist demnach aufzuheben, und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat.

3.

3.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung) und vorliegend auf Fr. 300.-- festzulegen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit erweist sich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos.

3.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) in Verbindung mit Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen.

Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Prozessentschädigung zuzusprechen; diese ist vorliegend auf Fr. 1'900.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

Das Gericht erkennt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 10. November 2010 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsdienst Integration Handicap
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage des Doppels von Urk. 13
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    
  •  Sammelstiftung Z.\_\_\_
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Keywords

invalidity pensionsocial insurance appealmedical reportinvalidity degreecourt costsparty compensationlegal aidpension start date

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the denial of an invalidity pension should be set aside and a pension granted from 1 April 2010

Extracted holding

The appeal is upheld; the challenged decision is annulled and the insured person is entitled to a three-quarter invalidity pension from 1 April 2010.

Extracted reasoning

The parties filed concordant requests on both the pension start date and the degree of invalidity, and those requests were consistent with the case file and the law.

Key legal question

Who bears the court costs and whether free legal aid is still required

Extracted holding

Court costs are imposed on the respondent, and the request for free legal aid becomes moot.

Extracted reasoning

In disputes concerning insurance benefits, proceedings are subject to costs; as the appellant succeeded, the costs follow the outcome.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.