No standing against recalculated higher disability pension

IV.2009.00963Social Insurance CourtOct 26, 2009Inadmissible

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Omnilex summary

The Zurich Social Insurance Court dismissed the appeal as inadmissible. The appellant challenged two IV office decisions that had recalculated and increased his disability pension, but the court held that he had no protected interest because the decisions improved rather than worsened his legal position. Since only the recalculation was at issue, the court would not review the disputed disability degree. Costs of CHF 200 were exceptionally imposed on the IV office because the decision was issued during pending proceedings and the recalculation notice was difficult for a layperson to understand.

Omnilex headnote

Art. 59 ATSG; standing to appeal requires a current, practical and legally protected interest in the annulment or amendment of the contested decision. A party is not entitled to judicial review of a decision that improves its position and therefore causes no legally relevant detriment, even if it disputes the underlying assessment. In such a case the appeal is inadmissible. Under Art. 69 Abs. 1bis IVG, social insurance proceedings are in principle subject to costs; exceptionally, costs may be allocated to the administration where special circumstances so justify (consid. on equity).

Full text

IV.2009.00963

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Ersatzrichterin Condamin

Gerichtssekretärin Frick

Beschluss vom 27. Oktober 2009

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügungen vom 17. September 2009 die Rente von X.___ mit Wirkung ab 1. Dezember 2004 (Dreiviertelsrente; Urk. 2/1) und mit Wirkung ab 1. August 2008 (ganze Rente; Urk. 2/2) infolge nachträglich gemeldeten Einkommens neu berechnet und erhöht hat, da das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen Fr. 41'106.-- betrage - und nicht wie früher angenommen Fr. 37'980.-- (Prozessnummer IV.2008.00081; Urk. 9/45) -

Nach Einsicht in

die Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. Oktober 2009 (Urk. 1), mit der dieser Beschwerde gegen die besagten Verfügungen erhob mit dem sinngemässen Antrag, es seien die Verfügungen vom 17. September 2009 aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. Oktober 2004 eine ganze Rente zuzusprechen;

unter dem Hinweis darauf, dass

beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich eine Beschwerde von X.___ vom 21. Januar 2008 gegen eine Verfügung der IV-Stelle vom 10. Dezember 2007 hängig ist, mit der diese ein Gesuch des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2007 um Erhöhung der Dreiviertelsrente auf eine ganze Rente abgewiesen hat (Verfahren mit der Prozessnummer IV.2008.00081);

in Erwägung, dass

das Gericht ohne Anhörung der Gegenpartei sofort entscheiden kann, wenn sich die Beschwerde offensichtlich als unrichtig oder aussichtslos erweist (§19 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]),

gemäss konstanter Gerichtspraxis zur Beschwerde berechtigt ist, wer durch die angefochtene Verfügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren/dessen Aufhebung oder Änderung hat,

die Rechtsprechung seit jeher als schutzwürdiges Interesse jedes praktische oder rechtliche Interesse betrachtet, welches eine von einer Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann und das schutzwürdige Interesse somit im praktischen Nutzen besteht, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaffen würde, oder - anders ausgedrückt - im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen die angefochtene Verfügung mit sich bringen würde (BGE 127 V 3 Erw. 1b, 82 Erw. 3a/aa, 125 V 342 Erw. 4a, je mit Hinweisen);

in weiterer Erwägung, dass

die IV-Stelle mit den vorliegend angefochtenen Verfügungen (Urk. 2/1; Urk. 2/2) lediglich die dem Beschwerdeführer bereits früher zugesprochenen Renten neu berechnet und erhöht hat,

der vom Beschwerdeführer bemängelte Invaliditätsgrad von 68 % (Urk. 2/1) im vorliegenden Verfahren nicht überprüft werden kann, da lediglich die Berechnung der Renten neu vorgenommen worden ist,

der Beschwerdeführer somit offensichtlich kein Rechtsschutzinteresse an der Überprüfung dieser Verfügungen hat, sprechen sie ihm doch einen höheren Rentenbetrag zu als die damit ersetzten Verfügungen,

folglich nicht auf die Beschwerde einzutreten ist;

in weiterer Erwägung, dass

das Verfahren gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig ist, aufgrund der besonderen Umstände (Verfügung durch die IV-Stelle während laufendem Beschwerdeverfahren, für Laien schwer verständlicher Hinweis auf Rentenneuberechnung) die Gerichtskosten von Fr. 200.-- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.

beschliesst das Gericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden ihr nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Keywords

social insurancedisability pensionstandingprotected interestinadmissibilitycost allocationrecalculation

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the recalculation and increase of the pension was admissible and the appellant had standing.

Extracted holding

The appellant lacked a legally protected interest because the challenged decisions only increased the pension and did not worsen his position.

Extracted reasoning

Only a practical/legal interest in annulment or amendment confers standing; the disputed decisions did not disadvantage the appellant, so the court could not review the invalidity degree he criticized.

Key legal question

Allocation of court costs in the summary dismissal.

Extracted holding

Court costs of CHF 200 were imposed on the respondent due to the special circumstances, including the decision issued during pending proceedings and the difficult-to-understand recalculation notice.

Extracted reasoning

Although social insurance proceedings are ordinarily subject to costs under Art. 69(1bis) IVG, equity justified charging the respondent.

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