IV pension denial set aside and remanded for new medical assessment

IV.2008.00364Social Insurance CourtAug 4, 2008Granted

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Omnilex summary

The cantonal social insurance court dealt with an appeal against the IV office’s refusal of an invalidity pension. After the parties and the court agreed that the medical file was insufficient and a multidisciplinary expert assessment was needed, the court granted the appeal, annulled the 3 March 2008 decision, and remanded the matter to the IV office for further medical investigations and a new benefit decision. It also ordered court costs of CHF 400 against the respondent and awarded the appellant CHF 1,200 in party compensation.

Omnilex headnote

Art. 69 Abs. 1bis IVG; appeal against refusal of invalidity benefits and need for further medical clarification: where the evidentiary basis is insufficient and both parties concur that additional medical investigations are required, the challenged administrative decision is to be annulled and the matter remanded to the IV office for renewed assessment. In invalidity-insurance disputes before the cantonal insurance court, the proceedings are subject to costs; the court fixes the fee within the statutory range according to the procedural effort, regardless of the amount in dispute. The successful appellant is entitled to party compensation.

Full text

IV.2008.00364

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtssekretärin Costa

Urteil vom 5. August 2008

in Sachen

S.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Winterthur-ARAG Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft

Rechtsdienst Zürich, U8036/ASHE, Fürsprecherin Attiya Sheikh

Gartenhofstrasse 17, Postfach 9829, 8036 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. März 2008 den Anspruch von S.___ auf eine Invalidenrente verneint hatte, da diese in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei und mit einer solchen Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne (Urk. 2 = Urk. 7/30),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 11. April 2008 (Urk. 1), mit welcher die Beschwerdeführerin um Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin und um Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen ersucht, in die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 19. Mai 2008 (Urk. 6), mit welcher diese die Abweisung der Beschwerde beantragt, in die Akten der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/1-33), in die von der Beschwerdeführerin nachgereichten Arztberichte (Bericht A.___ vom 14. Mai 2008 [Urk. 10], Bericht Dr. med. B.___ vom 30. Mai 2008 [Urk. 13] und Bericht der C.___ vom 1. Juli 2008 [Urk. 22]), in die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 23. Juni 2008 (Urk. 17), mit welcher diese die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne der Rückweisung der Sache zur Vornahme der in der Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 20. Juni 2008 (Urk. 18) erwähnten zusätzlichen Abklärungen (polydisziplinäre Begutachtung) beantragt, sowie in die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 16. Juli 2008 (Urk. 21), in welcher diese sich mit einer Rückweisung zwecks Durchführung weiterer Abklärungen einverstanden erklärt,

in Erwägung,

dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Stellungnahme des RAD vom 20. Juni 2008 (Urk. 18) zum Ergebnis kommt, es sei die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung zur Beurteilung des Leistungsanspruches erforderlich,

dass die Parteien darin übereinstimmen, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben ist und weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen sind,

dass dieser übereinstimmende Antrag aufgrund der Akten- und Rechtslage gerechtfertigt erscheint, weshalb in diesem Sinne zu entscheiden ist,

dass somit in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 3. März 2008 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach erfolgten zusätzlichen medizinischen Abklärungen über das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin neu verfüge,

dass gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1bis IVG das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig ist, die Kosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt werden, vorliegend eine Kostenpauschale von Fr. 400.-- als angemessen erscheint und diese ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist,

dass die Beschwerdegegnerin der seit dem 6. November 2007 (Urk. 7/22) vertretenen Beschwerdeführerin ausgangsgemäss eine Prozessentschädigung zu entrichten hat, wobei vorliegend eine solche in der Höhe von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) angemessen erscheint,

erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 3. März 2008 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgten zusätzlichen medizinischen Abklärungen, über das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Winterthur-ARAG Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 21, des Doppels von Urk. 22 sowie des Einzahlungsscheins der Winterthur ARAG
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.

Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).

Keywords

invalidity insurancemedical assessmentremandcourt costsparty compensationevidentiary insufficiency

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the denial of an invalidity pension should be upheld or set aside pending further medical investigation.

Extracted holding

The challenged decision was set aside and the case remanded to the IV office for additional medical clarification and a new decision on benefits.

Extracted reasoning

The parties agreed that additional medical evidence was necessary, and this joint request was supported by the file and the law.

Key legal question

Who bears the court costs of the appeal proceedings?

Extracted holding

The respondent must pay court costs of CHF 400.

Extracted reasoning

Under the applicable cost rule for disputes concerning invalidity insurance benefits, the proceedings are subject to costs, and the amount of CHF 400 was deemed appropriate given the work involved.

Key legal question

Whether the appellant is entitled to a party compensation for the appeal proceedings.

Extracted holding

The respondent must pay the appellant CHF 1,200 in party compensation, including disbursements and VAT.

Extracted reasoning

As the appellant succeeded, an indemnity was awarded as appropriate.

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