Non-entry on appeal for missed declaration deadline

SB170503Supreme CourtJan 26, 2018Dismissed

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Omnilex summary

The Zurich High Court's II Criminal Chamber dealt with an appeal against a first-instance criminal judgment concerning serious traffic-rule violations. The defendant timely announced an appeal, but after service of the reasoned judgment on 2017-12-14 he did not file the written appeal declaration within the 20-day deadline. The court held that the period expired unused on 2018-01-03 and therefore refused to enter into the appeal. It also ordered the defendant to pay the second-instance court fee of CHF 400. The underlying district court judgment became final.

Omnilex headnote

Art. 399 Abs. 3, Art. 403 Abs. 1 und 3 StPO; Art. 90 Abs. 1 StPO; Art. 428 Abs. 1 StPO: Wird die schriftliche Berufungserklärung nicht innert der gesetzlichen Frist eingereicht, ist auf die Berufung nicht einzutreten. Die Frist beginnt mit Zustellung des begründeten Urteils zu laufen und endet nach 20 Tagen; ihr unbenützter Ablauf führt zwingend zur Prozessbeendigung im Berufungsverfahren. Die nicht eingetretene Partei gilt kostenrechtlich als unterliegend. Der erstinstanzliche Entscheid erwächst mangels zulässiger Berufung in Rechtskraft (consid. 2–3).

Full text

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB170503-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, Oberrichter lic. iur. Ruggli und Ersatzoberrichter lic. iur. Wenker sowie die Gerichtsschreiberin MLaw Guennéguès Beschluss vom 26. Januar 2018

in Sachen

A._____, Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend grobe Verletzung der Verkehrsregeln etc.

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, vom 8. November 2017 (GG170026)

Erwägungen: 1. Am 20. November 2017 liess der Beschuldigte gegen das Urteil des Be- zirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht, vom 8. November 2017 (GG170026) frist- gerecht Berufung anmelden (Urk. 31 und Urk. 34/2). 2. Das begründete Urteil wurde dem Verteidiger des Beschuldigten am 14. Dezember 2017 zugestellt, mit dem Hinweis, dass die Berufung erhebende Partei nach Zustellung des begründeten Entscheids binnen 20 Tagen beim Ober- gericht des Kantons Zürich die schriftliche Berufungserklärung einzureichen habe (Art. 399 Abs. 3 StPO, Urk. 38 und Urk. 37/2). Damit begann die Frist zur Einrei- chung der Berufungserklärung am 15. Dezember 2017 zu laufen und endete am 3. Januar 2018 (Art. 90 Abs. 1 StPO). Die Frist zur Einreichung der Berufungser- klärung lief unbenützt ab. In Anwendung von Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist daher auf die Berufung nicht einzutreten. 3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massga- be ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfah- rens dem Beschuldigten aufzuerlegen. Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 20. November 2017 wird nicht ein- getreten. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht, vom 8. November 2017 rechtskräftig. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 4. Schriftliche Mitteilung an

− den Verteidiger des Beschuldigten für sich und zuhanden des Beschul- digten − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl- liger Rechtsmittel an − die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten). 5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge- richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Zürich, 26. Januar 2018

Der Präsident:

Oberrichter Dr. Bussmann

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw Guennéguès

Keywords

appeal deadlinenon-entrycriminal procedurecostsfinality

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Key legal question

Whether the appeal had to be entered into despite no timely written appeal declaration.

Extracted holding

No. Because the appeal declaration was not filed within the 20-day period, the court could not examine the appeal on the merits.

Extracted reasoning

The reasoned judgment was served on 2017-12-14. The appeal-declaration period under Art. 399(3) StPO began on 2017-12-15 and expired on 2018-01-03. As the period elapsed unused, Art. 403(1) and (3) StPO required non-entry.

Key legal question

Who bears the costs of the appeal proceedings after non-entry.

Extracted holding

The defendant must bear the costs because a party against whom no entry is made is treated as unsuccessful.

Extracted reasoning

Under Art. 428(1) StPO, costs follow the outcome; non-entry counts as losing the appeal.

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