Appeal dismissed for failure to pay security

SB160444Supreme CourtDec 15, 2016Inadmissible

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Omnilex summary

The Zurich cantonal appeal court dealt with a private complainant's appeal against an acquittal for threats and repeated assault. After the complainant failed to pay the ordered CHF 5,000 security deposit within the set deadline, the court held that the appeal could not be entered upon. It therefore terminated the appeal proceedings by non-entry, fixed the second-instance court fee at CHF 600, and charged the costs to the private complainant. The accused received no compensation because no significant effort in the appeal proceedings was shown.

Omnilex headnote

Art. 383 Abs. 2 StPO; non-payment of ordered security for appeal costs leads to non-entry if the deadline expires unused, especially where the appellant has been warned. Art. 90 Abs. 1 StPO governs the time limit for compliance with procedural orders. For costs, Art. 428 Abs. 1 StPO applies: the party whose appeal is not entered upon is deemed unsuccessful and bears the costs; compensation to the opposing party requires demonstrable, material expense.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB160444-O/U/cwo

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer Beschluss vom 15. Dezember 2016

i n Sachen

A._____, Privatkläger und Berufungskläger

sowie

Staatsanwaltschaft See/Oberland, Anklägerin

gegen

B._____, Beschuldigte und Berufungsbeklagte betreffend Drohung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Einzelgericht, vom 18. Juli 2016 (GG160006)

Erwägungen: 1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 18. Juli 2016 wurde die Beschuldigte vom Vorwurf der Drohung i m Si nne von Art. 180 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB freigesprochen und die Zivilklage des Privatklägers auf den Zivilweg verwiesen (Urk. 53 S. 14). Gegen dieses Urteil meldete der Privatkläger A._____ mi t Zuschrift vom 23. Juli 2016 fristgerecht Berufung an, worauf i hm das schri ftli ch begründete Urteil am 8. Oktober 2016 zugestellt wurde (Urk. 52/2). Die – bereits vor Überweisung der Akten durch die Vori nstanz – hierorts eingegangene Beru- fungserklärung des Privatklägers datiert vom 4. August 2016 (Urk. 55) und wurde innert Frist eingereicht (Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Präsidialverfügung vom 10. November 2016 wurde dem Privatkläger eine zehntägige Frist angesetzt, zur Deckung von allfälligen Prozesskosten und Entschädigungen an die Gegenpartei eine Prozesskaution von Fr. 5'000.– zu lei sten (Urk. 58), welche Verfügung dem Privatkläger am 28. November 2016 zugestellt werden konnte (Urk. 59). Der Pri- vatkläger hätte die Kaution somit bis am 8. Dezember 2016 leisten müssen (Art. 90 Abs. 1 StPO). Innert Frist ging diese indes nicht ein. Androhungsgemäss (vgl. Urk. 58) ist auf die Berufung des Privatklägers vom 23. Juli 2016 daher nicht einzutreten (Art. 383 Abs. 2 StPO). 2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens, wobei als unterliegend auch die Partei gilt, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Demgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens mit einer Gerichtsgebühr von Fr. 600.– dem Privatkläger aufzuerlegen. Der Beschuldigten ist mangels erheblicher Umtriebe im Berufungsverfahren keine Umtriebsentschädigung zuzusprechen.

Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Privatklägers A._____ vom 23. Juli 2016 wi rd ni cht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt. 4. Schri ftli che Mi ttei lung an − den Privatkläger − die Beschuldigte − die Staatsanwaltschaft See/Oberland sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten). 5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schri ftli ch ei nzurei chen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Züri ch, 15. Dezember 2016

Der Präsident:

Dr. iur. F. Bollinger

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Maurer

Keywords

appeal admissibilitysecurity depositnon-entrycostsprivate complainantcriminal procedure

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the private complainant's appeal was admissible despite non-payment of the ordered security deposit.

Extracted holding

The appeal could not be entered because the security deposit was not paid within the deadline despite warning.

Extracted reasoning

The appellant was ordered to provide a CHF 5,000 security deposit within ten days under threat of non-entry. The deposit was not received by the deadline, so Art. 383(2) StPO required non-entry.

Key legal question

How the costs of the appeal proceedings should be allocated.

Extracted holding

The private complainant had to bear the appeal costs, and no compensation was awarded to the accused.

Extracted reasoning

Under Art. 428(1) StPO, a party whose appeal is not entered upon counts as unsuccessful. As there were no significant expenses for the accused, no allowance for inconvenience was due.

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