Appeal inadmissible for lack of legal disadvantage

RT170018Supreme CourtJan 31, 2017Inadmissible

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Omnilex summary

The High Court of Zurich held that the appellant could not challenge the district court’s order requiring the respondent to pay a CHF 150 court-cost advance, because the appellant suffered no legal disadvantage and therefore lacked a protected interest in appealing. The court therefore did not enter into the appeal. Given the circumstances, it waived court costs for the appellate proceedings and awarded no party compensation. The court also informed the parties of the possible routes of appeal to the Federal Supreme Court and noted that the decision was an interim decision in a monetary matter below the threshold for ordinary civil appeal.

Omnilex headnote

Art. 59 Abs. 2 lit. a und Art. 60 ZPO; Beschwerdelegitimation setzt einen rechtlich geschützten Nachteil durch den angefochtenen Entscheid voraus. Fehlt es daran, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Eine Kostenauflage für das Rechtsmittelverfahren kann ausnahmsweise unterbleiben (Art. 95 Abs. 3 ZPO); mangels obsiegender Partei ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT170018-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 31. Januar 2017

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Eidgenössischen Finanzverwaltung

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 13. Januar 2017 (EB170016-D)

Erwägungen: 1. a) Das Bezirksgericht Dielsdorf (Vorinstanz) setzte mi t Verfügung vom 13. Januar 2017 der Gesuchstellerin Frist zur Leistung eines Gerichtskosten- vorschusses von Fr. 150.-- an (Urk. 2). b) Hiergegen hat die Gesuchsgegnerin am 20. Januar 2017 fristgerecht Beschwerde erhoben. Sie macht zusammengefasst geltend, der Firma BAKOM bzw. der Gesuchstellerin ni chts zu schulden (Urk. 1). 2. a) Eine Beschwerde ist nur dann zulässig, wenn diejenige Partei, welche die Beschwerde einreicht, durch den angefochtenen Entscheid einen Nachteil erleidet. Ohne einen solchen Nachteil besteht kein schutzwürdiges Inte- resse an der Beurteilung der Beschwerde und dementsprechend ist auf diese nicht einzutreten (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a und Art. 60 ZPO). b) Die Gesuchsgegnerin erleidet durch die angefochtene Verfügung kei- nen Nachteil (nur der Gesuchstellerin wird eine Frist angesetzt). D aher kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden. 3. Für das Beschwerdeverfahren ist umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten und sind keine Parteientschädigungen zuzu- sprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. 3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen.

  1. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Vorinstanz, an die Gesuch- stellerin und die Vorinstanz je unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, je gegen Empfangsschein. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine ver- mögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 31. Januar 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: jo

Keywords

legal standingappeal admissibilitylegal disadvantagecourt cost advancecostsparty compensationsummary proceedingsinterim decision

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Key legal question

Whether the appeal against the order for an advance on court costs was admissible

Extracted holding

The appeal was inadmissible because the appellant suffered no disadvantage from the challenged order; only the respondent was required to pay the advance.

Extracted reasoning

Under Art. 59(2)(a) and Art. 60 CPC, an appeal requires a legally protected interest. Since the order burdened only the respondent, the appellant lacked standing to complain.

Key legal question

Whether court costs should be charged for the appellate proceedings

Extracted holding

No court costs were levied in view of the circumstances.

Extracted reasoning

The chamber waived costs exceptionally under Art. 95(3) CPC.

Key legal question

Whether party compensation was due in the appellate proceedings

Extracted holding

No party compensation was awarded.

Extracted reasoning

No compensation was granted under Art. 106(1) CPC.

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