Appeal withdrawn in debt-enforcement debt-relief proceeding

RT160127Supreme CourtJul 18, 2016Withdrawn

Summary

The City of Zurich appealed only the refusal of two reminder fees in a definitive debt-enforcement relief matter. Before the appellate court ruled on the merits, it withdrew the appeal. The Obergericht therefore discontinued the proceedings under Art. 241(3) CPC. It ordered the city to pay second-instance court costs of CHF 50 and denied any party compensation, as the respondent incurred no relevant expense. The decision also states that the underlying first-instance order had granted definitive relief for CHF 480 plus interest and CHF 310, while rejecting the reminder fees.

Regest

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of an appeal and discontinuance of proceedings. Where an appellant withdraws the appeal, the appellate court must strike the matter from the docket without examining the merits. Procedural costs are allocated according to the outcome; the withdrawing appellant generally bears the costs. No party compensation is due where the opposing party incurred no relevant expenses (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). The withdrawal of a party declaration is not to be challenged by appeal to the Federal Supreme Court but, where applicable, by revision before the cantonal court (consid. 2).

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT160127-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller Vorsitzender, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiber lic. i ur. F. Rieke

Beschluss vom 18. Juli 2016

i n Sachen

Stadt Zürich, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin vertreten durch Stadtrichteramt Zürich, Inkasso

gegen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdegegner

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 4. Juli 2016 (EB160804-L)

Erwägungen: 1. a) Mit Urteil vom 4. Juli 2016 hatte das Bezirksgericht Zürich (Vor- instanz) der Gesuchstellerin in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Zürich 11 (Zahlungsbefehl vom 11. April 2016) – gestützt auf zwei Strafbefehle vom 22. Juni 2015 und 27. Oktober 2015 – definitive Rechtsöffnung für Fr. 480.-- nebst 5 % Zins seit 26. Februar 2016 sowie Fr. 310.-- erteilt und im Mehrbetrag (u.a. zwei Mahngebühren von je Fr. 10.-- ) das Gesuch abgewiesen (Urk. 10). b) Hinsichtlich der Mahngebühren hat die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 8. Juli 2016 (Postaufgabe 11. Juli 2016) Beschwerde erhoben (Urk. 9). c) Mit Schreiben vom 11. Juli 2016 (Postaufgabe 12. Juli 2016), beim Obergericht eingegangen am 13. Juli 2016, hat die Gesuchstellerin ihre Be- schwerde zurückgezogen (Urk. 13). Das Beschwerdeverfahren ist demgemäss abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). 2. a) Die Gesuchstellerin wird für das Beschwerdeverfahren aus- gangsgemäss kostenpflichtig. b) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu- sprechen, der Gesuchstellerin zufolge ihres Unterliegens, dem Gesuchsgegner mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 50.-- werden der Gesuchstel- lerin auferlegt. 3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen.

  1. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage der Doppel von Urk. 9 und 13, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs- schein. Die vori nstanzli chen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 20.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be- gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO).

Züri ch, 18. Juli 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: mc

Keywords

debt enforcementdefinitive legal openingappeal withdrawalcost allocationparty compensation