Late appeal in debt-enforcement proceedings inadmissible

RT150114Supreme CourtJun 29, 2015Inadmissible

Summary

The Zurich High Court held that the debtor's appeal against a first-instance debt-enforcement order was filed after the 10-day deadline and was therefore inadmissible. The challenged order had been received on 1 June 2015; the deadline expired on 11 June 2015, while the appeal was only posted on 13 June 2015. The court accordingly declined entry, set the appellate fee at CHF 150, charged it to the appellant, and denied the respondent any party compensation.

Regest

Art. 321 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 251 lit. a ZPO; Art. 143 Abs. 1 ZPO; timeliness of appeal in summary debt-enforcement proceedings: an appeal is admissible only if filed with the court or handed to the post office by the last day of the statutory period. Dispatch after expiry renders the appeal inadmissible. In cost matters, the unsuccessful appellant bears the appellate costs under Art. 106 Abs. 1 ZPO; party compensation is denied where the respondent has not incurred essential expenses. The appellate fee is set according to Art. 48 and Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT150114-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter lic. i ur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts- schreiber lic. i ur. A. Baumgartner Beschluss vom 29. Juni 2015

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 26. Mai 2015 (EB150178-G)

Nach Einsicht in die Beschwerde der Gesuchsgegnerin und Beschwerdefüh- rerin (fortan Gesuchsgegnerin) vom 11. Juni 2015 (am 13. Juni 2015 zur Post ge- geben; Urk. 1), nach Ei nsi cht i n die angefochtene Verfügung vo m 26. Mai 2015 (Urk. 4/8), welche von der Gesuchsgegnerin persönlich am 1. Juni 2015 in Empfang ge- nommen wurde (vgl. Urk. 4/9), da die Beschwerdefrist zehn Tage beträgt (Art. 321 Abs. 2 ZPO [i.V.m. Art. 251 lit. a ZPO], vgl. auch Urk. 4/8 S. 2 f. Dispositivziffer 3), da somit vorliegend die Beschwerdefrist am 11. Juni 2015 abgelaufen ist, da Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder der Post übergeben werden müssen (Art. 143 Abs. 1 ZPO), da die am 13. Juni 2015 durch die Gesuchsgegnerin zur Post gegebene Be- schwerde daher verspätet ist, weshalb darauf nicht einzutreten ist, da die Spruchgebühr des Beschwerdeverfahrens i n Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 150.– festzusetzen ist und die Kosten des Beschwerdeverfahrens gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO der Gesuchsgegne- rin aufzuerlegen sind, da der Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) mangels wesentlicher Umtriebe für das Beschwerdeverfahren keine Entschädi- gung zuzuspreche n i st, wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten. 2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 150.– festge- setzt.

  1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegne- rin auferlegt. 4. Der Gesuchstellerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschä- digung zugesprochen. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage einer Kopie der Urk. 1, sowie an die Vori nstanz, je gegen Empfangsschein. D i e ersti nstanzli che n Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert der Haupt- sache beträgt Fr. 3'890.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 29. Juni 2015

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Baumgartner

versandt am: js

Keywords

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