Appeal dismissed due to lack of power of attorney

RT140001Supreme CourtMar 3, 2014Dismissed

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Omnilex summary

The Zurich High Court struck the appeal from the record because C._____ AG filed it for the applicant without submitting a valid power of attorney for the appellate proceedings and did not cure the defect within the granted 10-day deadline. As a result, the appeal was deemed not filed and the proceedings were discontinued. The second-instance fee was set at CHF 500 and imposed on C._____ AG. No party compensation was awarded to the respondent.

Omnilex headnote

Art. 68 Abs. 3 and Art. 132 Abs. 1 CPC; defective representation in appeal proceedings and consequence of failure to cure within grace period. A representative must prove authority to act; if the court grants a deadline to remedy a missing power of attorney and the defect is not cured or ratified in time, the filing is deemed not made and the court must strike the matter off the docket rather than issue a non-entry decision on the merits. The costs of the discontinuance order are borne by the person who appeared without valid authority. Party compensation requires relevant procedural effort by the opposing party (consid. 2-3).

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT140001-O/U.doc

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, die Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt Beschluss vom 3. März 2014

in Sachen

Vorsorgestiftung A._____, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin

gegen

B._____, Gesuchsgegner und Beschwerdegegner

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 11. Dezember 2013 (EB131689-L)

Erwägungen: 1.1 Mit Urteil vom 11. Dezember 2013 wies die Vorinstanz das von der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) gestellte Rechtsöffnungsbegehren in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Zürich 8 (Zahlungsbefehl vom 7. Oktober 2013) ab und auferlegte ihr die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 400.– (Urk. 12). 1.2 Mit Schreiben vom 14. Januar 2014 (gleichentags zur Post gegeben, eingegangen am 15. Januar 2014) erhob die C._____ AG, handelnd durch die Prokuristinnen D._____ und E., für die Gesuchstellerin innert Frist Be- schwerde (Urk. 11). 1.3 Mit Präsidialverfügung vom 28. Januar 2014 wurde der Gesuchstellerin sowie D. und E._____ – unter der Androhung, dass bei Säumnis die Einga- be als nicht erfolgt gelte – eine einmalige Nachfrist von 10 Tagen angesetzt, um dem Gericht Originalvollmachten bzw. eine nachträgliche Genehmigung der Be- schwerdeschrift seitens der Gesuchstellerin nachzureichen (Urk. 13). Innert Frist haben sich weder die Gesuchstellerin noch D._____ oder E._____ vernehmen lassen. 2.1 Ein Vertreter hat sich dem Gericht gegenüber mit einer Vollmacht aus- zuweisen (Art. 68 Abs. 3 ZPO). Mängel wie die fehlende Vollmacht sind gemäss Art. 132 Abs. 1 ZPO innert einer gerichtlichen Nachfrist zu verbessern. Wird der Mangel innert dieser Frist nicht behoben, bleibt es dabei, dass die Eingabe mit ei- nem solchen Mangel behaftet ist und androhungsgemäss als nicht erfolgt gilt. Entsprechend hat das Gericht die Eingabe nicht zu beachten und es fehlt an ei- nem zu behandelnden Rechtsmittel. Damit aber hat kein Nichteintretensentscheid zu ergehen, sondern ist das Verfahren abzuschreiben (Kramer/Kubat Erk in: DIKE-Komm,-ZPO, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 132 N 4; vgl. OGer ZH PQ110012 vom 20. Oktober 2011). 2.2 Die C._____ AG hat für das Beschwerdeverfahren keine Vollmacht eingereicht. Der im Rechtsöffnungsbegehren enthaltenen Bevollmächtigung kann

nicht entnommen werden, dass sie für das Beschwerdeverfahren gilt (Urk. 1). Da diese auch innert der mit Verfügung vom 28. Januar 2014 angesetzten Frist nicht eingereicht bzw. die Beschwerdeschrift nicht nachträglich genehmigt worden ist, gilt die Eingabe vom 14. Januar 2014 androhungsgemäss als nicht erfolgt. Dem- entsprechend ist das Beschwerdeverfahren abzuschreiben. 3.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 500.– festzusetzen. 3.2 Der Vertreter, der keine Vollmacht nachgereicht hat, hat den Vertre- tungsanschein gegen sich gelten zu lassen und die Kosten des Abschreibungs- entscheids gemäss Art. 132 Abs. 1 ZPO zu tragen (Hrubesch-Millauer in: DIKE- Komm-ZPO, a.a.O, Art. 68 N 11; BSK ZPO-Trenchio, 2. Auflage, Basel 2013, Art. 68 N 17). Entsprechend sind die vorliegenden Kosten des Beschwerdeverfah- rens der C._____ AG aufzuerlegen. 3.3 Dem Beschwerdegegner und Gesuchsgegner (fortan Gesuchsgegner) ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädi- gung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der C._____ AG auferlegt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner durch Publi- kation im kantonalen Amtsblatt, sowie an die C._____ AG und an das Ein- zelgericht Audienz am Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 12'525.50. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 3. März 2014

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Montani Schmidt

versandt am: js

Keywords

appeal admissibilitypower of attorneydefective representationdiscontinuancecourt costsparty compensationdebt enforcementinterdiction of formal defect

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Key legal question

Whether the appeal filed by C._____ AG could be considered despite the missing power of attorney.

Extracted holding

The filing could not be considered because no valid authorization for the appeal proceedings was produced and the defect was not remedied within the grace period.

Extracted reasoning

Under Art. 68(3) and Art. 132(1) CPC, a representative must prove authority and defects must be cured within the court-set deadline; otherwise the filing is deemed not made. Because no power of attorney or later ratification was submitted, there was no admissible appeal to decide.

Key legal question

Who bears the costs of the appellate discontinuance order?

Extracted holding

The costs of the appellate proceedings were imposed on C._____ AG, which appeared without curing the authority defect.

Extracted reasoning

A representative who fails to submit authorization must bear the costs of the discontinuance decision under Art. 132(1) CPC.

Key legal question

Whether the respondent was entitled to party compensation in the appeal

Extracted holding

No party compensation was awarded because the respondent incurred no relevant effort in the appeal.

Extracted reasoning

Without meaningful procedural work by the respondent, no compensation is due under Art. 95(3) CPC.

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