Withdrawal of appeal; costs and compensation order

RT120046Supreme CourtMay 8, 2012Dismissed

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The appellant withdrew its appeal against the District Court of Bülach's summary decision granting definitive enforcement (Rechtsöffnung) for CHF 38,673.75. The Zurich High Court therefore discontinued the appeal proceedings. It held that the first-instance cost order became final with the withdrawal. It set the second-instance fee at CHF 500 and ordered the appellant to bear the appeal costs and pay the respondent CHF 800 in party compensation.

Omnilex headnote

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of appeal and discontinuance of proceedings; cost allocation after withdrawal. If the appellant withdraws the appeal, the appellate proceedings are to be struck off as discontinued. The withdrawal has the effect that the first-instance regulation on costs and compensation becomes final. Appellate costs are then allocated according to the outcome pursuant to Art. 106 Abs. 1 ZPO. Where the matter is concluded without examination on the merits, the appellate fee is fixed according to the applicable fee schedule; party compensation is awarded in a reasonable amount under the tariff rules for legal fees.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT120046-O/U.doc

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Dr. H. A. Müller und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. G. Kenny Beschluss vom 8. Mai 2012

in Sachen

A._____ AG, Beklagte und Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwälte lic. iur. X._____ und/oder lic. iur. Y._____

gegen

B._____ GmbH, Klägerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch lic. iur. Z._____

betreffend Rechtsöffnung / Anerkennung / Aufschub der Vollstreckbarkeit

Beschwerde gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 8. Februar 2012 (EB110589)

Erwägungen: Mit Schreiben vom 26. April 2012, beim Obergericht eingegangen am 27. April 2012, zog die Beklagte und Beschwerdeführerin die Beschwerde zurück (Urk. 26 S. 2). Das Verfahren ist entsprechend gemäss Art. 241 Abs. 3 ZPO ab- zuschreiben. Mit dem Rückzug wird auch die erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge rechtskräftig. Die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss in Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO der Beklagten und Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Vorliegend ist der Entscheid der Vorinstanz vollumfänglich angefochten (Urk. 17 S. 1). Die Vorinstanz erteilte der Klägerin die definitive Rechtsöffnung für Fr. 38'673.75 (Urk. 18 S. 14). Der Streitwert beträgt somit Fr. 38'673.75. In An- wendung von Art. 48 GebV SchKG in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV und un- ter Berücksichtigung der Streiterledigung ohne Anspruchsprüfung (§ 10 Abs. 1 GebV OG analog) ist daher eine Gerichtsgebühr von Fr. 500.– festzulegen. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 ZPO ist die Beklagte und Beschwerdeführerin zu verpflichten, der Klägerin und Beschwerde- gegnerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen. In Anwendung § 13 Abs. 1 und 2, § 4 Abs. 1, § 11 Abs. 1 und § 9 der AnwGebV vom 8. Septem- ber 2010 ist die Prozessentschädigung auf Fr. 800.– festzulegen. Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beklagten und Beschwerdeführerin auferlegt.

  1. Die Beklagte und Beschwerdeführerin wird verpflichtet der Klägerin und Be- schwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 800.– zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin und Beschwerdegeg- nerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 26, an die Beklagte und Be- schwerdeführerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 24 und 25 sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Bülach, je gegen Empfangsschein. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 38'673.75. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 8. Mai 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. G. Kenny

versandt am: js

Keywords

withdrawal of appealcost allocationparty compensationsummary proceedingsdefinitive enforcementdiscontinuance

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal proceedings should be discontinued after the appellant withdrew the appeal.

Extracted holding

The proceedings were discontinued because the appeal was withdrawn.

Extracted reasoning

Under Art. 241(3) ZPO, a withdrawal leads to discontinuance of the proceedings.

Key legal question

How the second-instance court costs and party compensation should be allocated after the withdrawal.

Extracted holding

The appellant must bear the appeal court fee and pay the respondent party compensation of CHF 800.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome under Art. 106(1) ZPO; the fee was fixed at CHF 500 and compensation at CHF 800 under the cited fee regulations.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.