Appeal withdrawn; proceedings struck out and costs imposed

RA150017Supreme CourtAug 26, 2015Withdrawn

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Omnilex summary

The Zurich High Court dealt with an employment-related appeal concerning an advance payment for court costs. The appellant withdrew the appeal by letter dated 21 August 2015. The court therefore struck the appeal out without formally resuming the suspended proceedings, because the suspension had already ended after the Federal Supreme Court closed the related matter. The second-instance costs were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded because the respondent’s participation was limited to a short statement on the suspension request.

Omnilex headnote

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of an appeal leads to discontinuance and striking out of the proceedings. If a suspended appeal loses its basis because the parallel proceeding has ended, a formal reopening is unnecessary when the matter is to be discontinued anyway. Costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; a party compensation under Art. 95 Abs. 3 ZPO requires compensable effort, which is not met by a merely brief response to a procedural motion.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RA150017-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts- schreiber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 26. August 2015

i n Sachen

A., Kläger und Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X.

gegen

B._____ AG, Beklagte und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ und / oder Rechtsanwälti n li c. i ur. X2._____

betreffend arbeitsrechtliche Forderung (Kostenvorschuss)

Beschwerde gegen einen Beschluss des Arbeitsgerichtes Zürich, 1. Abtei- lung, vom 16. Juni 2015 (AN150049-L)

Erwägungen: 1. a) Mit Schreiben vom 21. August 2015, beim Obergericht eingegan- gen am 24. August 2015, hat der Kläger seine am 24. Juni 2015 eingereichte Be- schwerde (Urk. 1) gegen den Beschluss der Vorinstanz vom 16. Juni 2015, mit welchem i hm Fri st zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses angesetzt wor- den war, zurückgezogen (Urk. 7). Das Verfahren ist entsprechend abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). b) Das vorliegende Beschwerdeverfahren war mit Verfügung vom 3. Juli 2015 bis zum Entscheid des Bundesgerichts über die Beschwerde betreffend das Urteil der Kammer vom 7. Mai 2015 im Verfahren RA150008 sistiert worden (Urk. 6). Nachdem das Bundesgericht jenes Verfahren mit Urteil vom 17. Juli 2015 ab- geschlossen hat (Nichteintreten auf die Beschwerde; RA150008 Urk. 6), ist die Sistierung beendet und eine förmliche Wiederaufnahme des vorliegenden Be- schwerdeverfahrens (zwecks Abschreibung desselben) erübrigt sich. 2. a) Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Beschwerde- verfahrens dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Der Aufwand der Beklagten im vorliegenden Beschwerdeverfahren be- schränkte si ch auf ei ne sehr kurze Stellungnahme zum Sistierungsgesuch des Klägers (Einverständniserklärung; Urk. 5). Dies ist noch nicht als erheblicher Auf- wand, der die Zusprechung einer Parteientschädigung rechtfertigen würde, anzu- sehen (Art. 95 Abs. 3 ZPO). Demgemäss sind für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.-- festgesetzt.

  1. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Kläger auferlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage des Doppels von Urk. 7, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Die vori nstanzli chen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an di e Vori nstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 26. August 2015

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: mc

Keywords

appeal withdrawalstrike outcost advancecost allocationparty compensationsuspensionemployment dispute

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal should be struck out after withdrawal

Extracted holding

The appeal proceedings were dismissed as withdrawn and struck out.

Extracted reasoning

Once the appellant withdrew the appeal, the proceedings had to be discontinued under Art. 241(3) CPC; reopening after the end of the suspension was unnecessary.

Key legal question

Allocation of second-instance costs and party compensation

Extracted holding

Second-instance costs were charged to the appellant, and no party compensation was awarded.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome under Art. 106(1) CPC. The respondent's brief statement on the suspension request did not amount to compensable substantial effort under Art. 95(3) CPC.

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