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PS170271 ΓÇó Appeal against bankruptcy opening dismissed for lack of proof
PS170271Supreme CourtJan 12, 2018Dismissed
The Zurich High Court dismissed A._____ GmbH’s appeal against the bankruptcy opening ordered by the Winterthur bankruptcy court. The debtor had requested reversal of the bankruptcy decree and suspensive effect, but failed to prove any bankruptcy-preventing ground within the appeal period, in particular payment, deposit for the creditor, or creditor waiver, and also failed to make solvency plausible. The court therefore upheld the bankruptcy consequence, ordered the Bankruptcy Office of Elgg to proceed, and imposed the second-instance fee of CHF 750 on the debtor.
Art. 174 Abs. 2 ZGB; bankruptcy opening on appeal. The appellate court may annul a bankruptcy decree only if the debtor makes solvency plausible and proves by documents, within the appeal period, that the debt including interest and costs has been paid or deposited for the creditor, or that the creditor has waived bankruptcy; no additional time limit is granted for these showings (consid. 3.1). Failing such proof, the appeal must be dismissed. Where the appeal is manifestly unsuccessful for lack of proof of a bankruptcy-preventing ground, the court may dispense with a grace period for the cost advance under Art. 101 Abs. 3 ZPO (consid. 4).
Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PS170271-O/U
Mitwirkend: Oberrichter lic. i ur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin lic. i ur. A. Katzenstein und Oberrichterin lic. i ur. E. Lichti Aschwan- den sowie Gerichtsschreiberin Dr. M. Isler Urteil vom 12. Januar 2018 i n Sachen
A._____ GmbH, Schuldneri n und Beschwerdeführeri n,
gegen
Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,
betreffend Konkurseröffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes in Konkurssachen des Bezirks- gerichtes Winterthur vom 4. Dezember 2017 (EK170533)
Erwägungen: 1. Das Einzelgericht in Konkurssachen des Bezirks Winterthur eröffnete mit Ur- teil vom 4. Dezember 2017 den Konkurs über die Schuldnerin gestützt auf eine Forderung der Gläubigerin von Fr. 48'731.30 einschliesslich Zinsen und bisherige Betreibungskosten (act. 3 = act. 5 = act. 6/6). Dagegen reichte die Schuldnerin am 11. Dezember 2017 rechtzeitig Beschwerde ein (act. 2 und act. 4/1-5, vgl. act. 6/7 und act. 8). Sie beantragt die Aufhebung des Konkursdekrets und die Er- teilung der aufschiebenden Wirkung. 2. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 wurde der Beschwerde die auf- schiebende Wirkung einstweilen ni cht zuerkannt, weil die Schuldnerin keinen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) geltend gemacht und belegt hatte. Die Schuldnerin wurde sodann darauf hingewiesen, dass sie ihre Beschwerdeschrift bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist hinsichtlich des Nachweises des Konkurshinderungsgrundes so- wie der Darlegung ihrer Zahlungsfähigkeit ergänzen könne. Schliesslich wurde ihr Frist angesetzt, um für das Beschwerdeverfahren einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu leisten (act. 9). Die Verfügung wurde der Schuldnerin per Gerichtsur- kunde sowie per A-Post zugesandt (vgl. act. 9 Dispositivziffer 4). Die vorinstanzli- chen Akten wurden beigezogen (act. 6/1-8). Die Gerichtsurkunde (enthaltend die Verfügung vom 12. Dezember 2018) wurde dem Obergericht am 4. Januar 2018 mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert (act. 10/1). Die Sache erweist sich als spruchreif. 3.1 Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuldner sei ne Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass er seit der Konkurseröffnung die Schuld (Forderung) einschliesslich Zinsen und Kosten getilgt oder beim Obergericht zuhanden des Gläubigers hinterlegt hat oder dass der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzi chtet (Art. 174 Abs. 2 ZGB). Diese Voraussetzungen sind innert der Rechtsmittelfrist darzutun; Nachfristen werden keine gewährt (BGE 136 III 294).
3.2 Die Rechtsmittelfrist lief der Schuldnerin bis am 5. Januar 2018 (vgl. act. 9). Da sie den Nachweis für das Vorliegen eines Konkurshinderungsgrundes nicht erbracht hat, ist die Beschwerde abzuweisen. 4. Vor diesem Hintergrund kann auf eine Nachfrist für die Leistung des Kosten- vorschusses (Art. 101 Abs. 3 ZPO) verzichtet werden. Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Konkursamt Elgg wird mit der Durchführung des Konkurses beauftragt. 3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt und der Schuldnerin auferlegt. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstin- stanzli chen Akten) und das Konkursamt Elgg, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Elgg, je gegen Empfangsschein. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Obergericht des Kantons Zürich II. Zi vi lk a mme r
Die Gerichtsschreiberin:
Dr. M. Isler
versandt am: 12. Januar 2018