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PS110239 ΓÇó Bankruptcy opening annulled due to invalid service of notice
PS110239Supreme CourtApr 18, 2012Modified
The Zurich cantonal appellate court allowed the debtor’s appeal against the bankruptcy opening. After the file had been sent to the supervisory authority, that authority found the payment order and bankruptcy warning void. Because valid enforcement documents are a prerequisite for opening bankruptcy, the first-instance bankruptcy judgment had to be annulled. The court imposed no fees for either instance, awarded no party compensation, and ordered the bankruptcy office to bear its costs and pay the remaining deposited amount to the creditor.
Art. 88 Abs. 1 and Art. 166 Abs. 1 SchKG; bankruptcy opening requires a valid payment order and a valid bankruptcy warning. If the supervisory authority later declares the underlying enforcement documents void, the bankruptcy opening cannot stand and must be annulled on appeal. In such circumstances, no court fees are to be charged where the creditor relied in good faith on the apparent validity of the warning, and no party compensation is owed under Art. 106 ZPO absent a cost allocation basis. The bankruptcy office costs may be charged to the state treasury (consid. 2-3).
Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PS110239-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin lic. i ur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter Dr. P. Higi und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent-Sørensen sowie Ge- ri chtsschreiberin lic. i ur. I. Vourtsis-Müller. Urteil vom 18. April 2012 i n Sachen
A._____ AG, Schuldneri n und Beschwerdeführeri n,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,
gegen
B._____ GmbH, Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,
betreffend Konkurseröffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes Zürich vom 29. November 2011 (EK111758)
Erwägungen:
Betreibungsurkunden (Zahlungsbefehl und Konkursandrohung) festgestellt hat, ist die Konkurseröffnung vom 29. November 2011 aufzuheben. Die Be- schwerde erweist sich damit als begründet. 3. Von der Erhebung von Kosten für das Konkurseröffnungsverfahren ist abzu- sehen, da die Gläubigerin das Konkursbegehren im Vertrauen auf die Gül- tigkeit der vom Betreibungsamt ausgestellten Konkursandrohung gestellt hat. Die beim Konkursamt E._____ entstandenen Verfahrenskosten sind auf die Staatskasse zu nehmen. Parteientschädigungen sind keine zuzuspre- chen. Der Staat schuldet in solchen Fällen keine Entschädigung und eine Partei wird nur in dem Verhältnis entschädigungspflichtig, in welchem ihr Kosten auferlegt werden (Art. 106 ZPO). Es wird erkannt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 29. November 2011, mit dem über die Schuld- nerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 2. Für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren werden keine Entscheidge- bühren erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Die Kasse des Bezirksgerichtes Zürich wird angewiesen, die aus dem Bar- vorschuss der Gläubigerin bezogene Spruchgebühr von Fr. 400.- dem Kon- kursamt E._____ zu überweisen. 5. Das Konkursamt E._____ wird angewiesen, die konkursamtlichen Kosten auf die Staatskasse zu nehmen und den bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 1'800.- (Fr. 1'400.- Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Barvorschusses, Fr. 400.- Überweisung der Kasse des Bezirks- gerichtes Zürich gemäss Dispositiv Ziff. 4 vorstehend) der Gläubigerin aus- zuzahlen.
Obergericht des Kantons Zürich II. Zi vi lk a mme r
Die Gerichtsschreiberin:
lic.iur. I. Vourtsis-Müller
versandt am: