Late appeal against security order for party compensation

PP120009Supreme CourtFeb 29, 2012Dismissed

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The Zurich Cantonal Court dismissed the plaintiff's appeal against a first-instance order requiring security for the respondent's party compensation. It held that the appeal was untimely: the plaintiff received the order on 24 January 2012, the 10-day deadline for procedural orders expired on 3 February 2012, and the filing on 8 February 2012 was late. Because the appeal was hopeless, the court denied legal aid for the appeal. The appellant was ordered to pay the second-instance court fee of CHF 500, and no party compensation was awarded to the respondent.

Omnilex headnote

Art. 321 Abs. 2 ZPO; Art. 117 lit. b ZPO; timeliness of an appeal against a procedural order and legal aid in hopeless proceedings. An appeal against a prozessleitende Verfügung must be filed within ten days. If service is undisputed, the deadline begins on receipt and late filing renders the appeal inadmissible. Proceedings that are manifestly out of time are hopeless within the meaning of Art. 117 lit. b ZPO, so in forma pauperis status must be refused. Costs are borne by the unsuccessful appellant; if the respondent incurs no compensable effort, no party compensation is awarded.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: PP120009-O/U

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. G. Pfister, Vorsitzender, und Dr. H.A. Müller, Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner Beschluss vom 29. Februar 2012

in Sachen

A._____, Kläger und Beschwerdeführer

gegen

B._____, Beklagte und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

betreffend Sicherheit für die Parteientschädigung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 18. Januar 2012 (FV110033)

Nach Einsicht in die an die Vorinstanz adressierte Beschwerde des Klägers vom 8. Februar 2012 (gleichentags zur Post gegeben; vgl. Urk. 1), nach Einsicht in die damit angefochtene Verfügung vom 18. Januar 2012, welche der Kläger am 24. Januar 2012 in Empfang genommen hat (vgl. Beilage zu Urk. 4/13 S. 3), da die Beschwerdefrist bei prozessleitenden Verfügungen zehn Tage beträgt (Art. 321 Abs. 2 ZPO, vgl. auch Urk. 4/13 S. 2 Dispositivziffer 4), da somit vorliegend die Beschwerdefrist am 3. Februar 2012 abgelaufen ist, da die am 8. Februar 2012 durch den Kläger zur Post gegebene Beschwer- de somit verspätet ist, weshalb nicht darauf einzutreten ist und der Kläger im Beschwerdeverfahren kostenpflichtig wird (Art. 106 Abs. 1 ZPO), wobei der Beklagten mangels Umtriebe für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen ist, da die Beschwerde, weil verspätet erhoben, von vorneherein aussichtslos war, weshalb dem Kläger für das Beschwerdeverfahren die beantragte unentgelt- liche Rechtspflege nicht zu gewähren ist (vgl. Art. 117 lit. b ZPO), unter Hinweis an die Vorinstanz, dass sie für das erstinstanzliche Verfahren über den Antrag 2 des Klägers in seiner Eingabe vom 8. Februar 2012 (Urk. 4/15) betreffend die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu entscheiden ha- ben wird, bevor sie ihm Nachfrist zur Leistung der Sicherheit für die Parteient- schädigung im Sinne von Art. 101 Abs. 3 ZPO ansetzen wird, wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde des Klägers wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.

  1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Kläger aufer- legt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Dielsdorf, Einzelgericht im vereinfachten Verfahren, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 4'960.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 29. Februar 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Baumgartner

versandt am: mc

Keywords

appeal deadlineprocedural ordersecurity for costslegal aidinadmissibilitycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the interim procedural order was filed in time

Extracted holding

The appeal was late because the 10-day deadline expired on 2012-02-03 and the submission was posted on 2012-02-08.

Extracted reasoning

For procedural orders, the appeal period is ten days under Art. 321(2) CPC; the appellant received the order on 2012-01-24, so the filing was out of time.

Key legal question

Whether legal aid should be granted for the appeal proceedings

Extracted holding

Legal aid was denied because the appeal was hopeless from the outset due to untimeliness.

Extracted reasoning

Under Art. 117(b) CPC, assistance is unavailable where the proceeding lacks prospects of success.

Key legal question

Allocation of appellate costs and party compensation

Extracted holding

The appellant was ordered to bear the appeal costs, and no party compensation was awarded to the respondent.

Extracted reasoning

Costs follow the unsuccessful appellant; no reimbursable effort by the respondent was shown.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.