Costs reassessed after Federal Supreme Court remand

LB170044Supreme CourtOct 12, 2017Dismissed

Summary

After the Federal Supreme Court set aside the earlier appellate merits judgment and dismissed the claim, the Zurich Court of Appeal dealt only with the allocation of costs. It confirmed the first-instance costs and ordered the plaintiff to bear the court fees for both instances. The plaintiff must also pay the defendant party compensation of CHF 43,130 for the two proceedings. The court fixed each instance fee at CHF 20,600 and noted that the earlier first-instance cost decision was to be upheld.

Regest

Art. 72 ff., 90, 113 ff. BGG; § 12 Abs. 1 GebV OG; § 13 Abs. 2 AnwGebV; costs after remand following dismissal of the claim. Where the Federal Supreme Court overturns an appellate merits judgment and itself dismisses the action, the cantonal court on remand may confine itself to reallocating the costs of the cantonal proceedings. In such a procedural outcome, the first-instance cost and compensation order is ordinarily confirmed; the unsuccessful plaintiff bears the court fees of both instances and owes the respondent a party indemnity determined according to the tariff provisions. The appellate fee and party compensation are to be fixed independently for the remand proceedings, while the substantive merits are no longer at issue.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LB170044-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, die Oberrichter Dr. H.A. Müller und Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. i ur. M. Ki rchhei mer Urteil vom 12. Oktober 2017

i n Sachen

A._____, lic. iur., Kläger und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

gegen

B._____, Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwälti n li c. i ur. Y._____

betreffend Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom 1. Juni 2015 (CG120057-L)

Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2017 (vormaliges Verfahren: LB150037-O)

Erwägungen: 1. Der Kläger hat mit Klage vom 25. Mai 2012 vom Beklagten die Bezahlung von Fr. 494‘053.90 nebst 5 % Zins seit 27. August 2011 gefordert (Urk. 3 S. 2). Das Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, wies die Klage mit Urteil vom 1. Juni 2015 ab (Urk. 64). Mit Urteil vom 25. Februar 2016 verpflichtete die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich den Beklagten, dem Kläger Fr. 294‘127.40 nebst 5 % Zins seit 27. August 2011 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wurde die Klage abgewiesen (Urk. 77). Das Bundesgericht hob diesen Entscheid mit Urteil vom 13. Juni 2017 auf, wies die Klage ab und wies die Sache zur Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das hiesige Gericht zurück (Urk. 81). 2. Bei diesem Verfahrensausgang ist die erstinstanzliche Kosten- und Ent- schädigungsregelung zu bestätigen (Urk. 64 S. 48). Der Kläger wird auch für das Berufungsverfahren kosten- und entschädigungspflichtig. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist auf Fr. 20‘600.– festzusetzen (§ 12 Abs. 1 GebV OG). Die volle Parteientschädigung für das zweitinstanzliche Verfahren beträgt Fr. 12‘000.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer (§ 13 Abs. 2 AnwGebV). Es resultiert eine Gesamt- entschädigung von Fr. 43‘130.–. Es wird erkannt: 1. Die erst- und die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf je Fr. 20‘600.– festgesetzt. 2. Die erst- und di e zwei ti nstanzli che n Gerichtskosten werden dem Kläger auf- erlegt und aus den von ihm geleisteten Kostenvorschüssen bezogen. Im Mehrbetrag stellt die Gerichtskasse Rechnung. 3. Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten für beide Verfahren eine Partei- entschädigung von Fr. 43‘130.– zu bezahlen.

  1. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein. Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an di e Vori nstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert in der Hauptsache beträgt Fr. 494‘053.90. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 12. Oktober 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

D r. L. Hunzi ker Schni der Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. M. Kirchheimer

versandt am: jo

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