Appeal withdrawn; proceedings discontinued and costs allocated

LB130019Supreme CourtJun 17, 2013Withdrawn

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Omnilex summary

The plaintiffs, heirs of the injured person, had appealed a partially favorable first-instance judgment in a satisfaction claim against the defendant company. Before the appellate court, they withdrew the appeal. The Obergericht accordingly discontinued the proceedings under Art. 241 ZPO. It also held that the first-instance cost allocation became final, set the appellate fee at CHF 1,300, charged the appellate costs equally to the plaintiffs with joint and several liability, and denied any party compensation to the respondent.

Omnilex headnote

Art. 241 ZPO; withdrawal of appeal and discontinuance of appellate proceedings. Where an appeal is withdrawn, the appellate court strikes the case off the roll and terminates the proceedings. The withdrawal renders the first-instance allocation of costs and compensation final. Appellate costs are allocated according to the statutory default rule of Art. 106 Abs. 1 and 3 ZPO, including joint and several liability where so ordered. A party compensation is not due in the absence of significant outlays by the respondent.

Full text

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LB130019-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. M. Schaffitz, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Beschluss vom 17. Juni 2013

in Sachen

  1. A1., 2. A2., Kläger und Berufungskläger 1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte und Berufungsbeklagte vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____

betreffend Forderung (Genugtuung)

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 19. Dezember 2012 (CG100065-C)

Erwägungen: 1. a) Die Kläger sind die Erben der Geschädigten C.; diese ver- unfallte am 17. Oktober 1990 auf dem Betriebsgelände der Beklagten in D., indem sie in einem privaten Hinterhof um ca. 23:00 Uhr in einen ungesicherten Treppenschacht von ca. 3m Tiefe stürzte. Die von den Klägern am 26. Januar 2007 bei der Vorinstanz eingereichte Klage auf Zahlung einer Genugtuung von Fr. 31'840.-- wurde mit Urteil vom 9. Juli 2008 abgewiesen, da ein Werkmangel verneint wurde (Urk. 3/32). Dieses Urteil wurde von der beschliessenden Kammer mit Beschluss vom 9. Juni 2010 aufgehoben und der Prozess an die Vorinstanz zurückgewiesen; gemäss jenem Beschluss lag ein Werkmangel vor und war noch zu prüfen, ob die Geschädigte durch ihr Verhalten den adäquaten Kausalzusam- menhang unterbrochen hatte (Urk. 1). Mit Urteil vom 19. Dezember 2012 hatte die Vorinstanz nunmehr die Klage teilweise, im Umfang von Fr. 3'840.-- gutgeheissen (Fr. 12'000.-- Genugtuung abzüglich Fr. 8'160.-- UVG-Integritätsentschädigung; Urk. 42). Gegen dieses Urteil hatten die Kläger am 15. April 2013 Berufung erho- ben (Urk. 41). b) Mit Eingabe vom 7. Juni 2013, beim Obergericht eingegangen am 11. Juni 2013, haben die Kläger ihre Berufung zurückziehen lassen. Das Verfah- ren ist entsprechend abzuschreiben (vgl. Art. 241 ZPO). 2. Mit dem Rückzug wird auch die erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen rechtskräftig. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskos- ten des Berufungsverfahrens den Klägern je zur Hälfte und unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 und 3 ZPO). Mangels erheblicher Um- triebe ist der Beklagten für das Rechtsmittelverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen. Es wird beschlossen: 1. Das Berufungsverfahren wird abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'300.-- festgesetzt.

  1. Die Gerichtskosten des vorliegenden Berufungsverfahrens werden den Klä- gern je zur Hälfte auferlegt, unter solidarischer Haftbarkeit eines jeden für den ganzen Betrag. 4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Bülach, I. Abteilung, an die Beklagte unter Beilage des Doppels von Urk. 49, je ge- gen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 28'000.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 17. Juni 2013

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: mc

Keywords

appeal withdrawalproceedings discontinuedcost allocationparty compensationsatisfaction claimjoint and several liability

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Key legal question

Whether the appeal proceedings should be discontinued after withdrawal of the appeal

Extracted holding

The appeal was withdrawn, so the appellate proceedings were struck off the docket and discontinued.

Extracted reasoning

Under Art. 241 ZPO, withdrawal of the appeal terminates the proceedings.

Key legal question

How to allocate appellate costs after withdrawal

Extracted holding

The appellate court costs were imposed on the appellants in equal shares, with joint and several liability for the full amount.

Extracted reasoning

The losing party bears the costs under Art. 106(1) and (3) ZPO.

Key legal question

Whether the respondent is entitled to party compensation for the appeal

Extracted holding

No party compensation was awarded to the respondent because no significant effort was shown.

Extracted reasoning

Absent material expenditure, no reimbursement for the appeal proceedings was justified.

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