Organizational defect case struck out as moot

HE160358Commercial CourtSep 26, 2016Dismissed

Summary

The Handelsgericht Zurich dealt with a claim by the cantonal commercial register office concerning an alleged organizational defect in the defendant company. During the proceedings, the missing board regulation was entered in the register, curing the defect. The court therefore struck the case out as moot. It nevertheless ordered the defendant to bear the court fee of CHF 2,200 and to pay the plaintiff CHF 300 in expenses, because the defendant had caused the proceedings.

Regest

Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational defect: if the organizational deficiency giving rise to the application is remedied during the proceedings, the matter becomes moot and is to be struck out. Costs are allocated at the court’s discretion under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; where the respondent caused the proceedings by the defect, court costs and a party compensation may be imposed on it under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. The assessment follows the party responsible for initiating the proceedings, not the formal success on the merits (consid. 1-2).

Full text

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE160358-O U/ee

Mitwirkend: der Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Adrian Joss

Verfügung vom 26. September 2016

i n Sachen

Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einz elrichter zieht in Erwägung: 1. Am 17. August 2016 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Verwaltungsrat (act. 2/1). Nach der Man- gelbehebung (Eintragung am 31. August 2016, act. 5) kann das vorliegende Ver- fahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einz elrichter verfügt: 1. Vom neuen Domizil der Beklagten wird Vormerk genommen. 2. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5.

  1. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert beträgt mindestens CHF 30'000.00.

Züri ch, 26. September 2016

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiber:

Adrian Joss

Keywords

organizational defectmootnesscost allocationcommercial registerparty compensation